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volkshilfe. 04/2023 | 25 Jahre Magazin für Menschen | OÖ

Informations- und Tätigkeitsbericht der volkshilfe. Oberösterreich Ausgabe 04/2023 Coverthema: Deine Spende, Meine Bildung

Informations- und Tätigkeitsbericht der volkshilfe. Oberösterreich
Ausgabe 04/2023
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Auszeichnung Ehrenzeichen für Karl Osterberger | 20

Besuch Neue AMS-Chefin bei Volkshilfe OÖ | 21

Premiere Erster Tag der Gemeinwesenarbeit | 25

Magazin für Menschen | Oberösterreich

04/2023

© Gettyimages_hsyncoban

Deine Spende

Meine Bildung


2

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Editorial

Gemeinsam für

eine bessere

Zukunft

Ewald Sacher

Präsident

Volkshilfe Österreich

Erich Fenninger

Direktor

Volkshilfe Österreich

In Österreich herrscht tiefe Besorgnis

über die Zukunft, geprägt

von Kriegen, wirtschaftlichen

Unsicherheiten, dem Klimawandel

und steigenden Lebenshaltungskosten.

Eine SORA-Umfrage

zeigt, dass Zukunftsängste die

Mehrheit unserer Mitmenschen

beschäftigen. Besonders besorgniserregend

ist die Kinderarmut,

gegen die die Volkshilfe

entschlossen kämpft.

Ein Solidaritätsabend in der Arena

Wien hat beeindruckende

16.600 Euro Spenden gegen

Kinderarmut gesammelt. Beim

Symposium im Theater am Werk

betonten Experten die Bedeutung

der Kindergrundsicherung

und diskutierten die langfristigen

Auswirkungen von Kinderarmut.

Internationale humanitäre Einsätze

in der Ukraine verdeutlichen

eindringlich, dass Solidarität

keine nationalen Grenzen

kennt. Angesichts des bevorstehenden

Winters 2023/2024 ruft

die drängende Lage erneut dazu

auf, aktiv zu werden. Tägliche

Angriffe hinterlassen tragische

Spuren, indem sie Opfer fordern

und Bildungseinrichtungen sowie

Gesundheitszentren zerstören.

Bis Ende September 2023 haben

über 9.700 Zivilisten in dieser unsicheren

Realität ihr Leben verloren.

In diesen unsicheren Zeiten

sind NGOs wie unsere ein leuchtendes

Beispiel für kollektives

Handeln und Hoffnung.

Gemeinsam schaffen wir Veränderung!

3


Volkshilfe

Oberösterreich

Glimpfingerstr. 48, 4020 Linz

Telefon: 0732/ 3405

Fax: DW-199

www.volkshilfe-ooe.at

Inhalt

Impressum

Herausgeberin:

Volkshilfe Österreich

1010 Wien

Auerspergstraße 4

Tel.: 01/ 402 62 09

Fax: 01/ 408 58 01

E-Mail: office@volkshilfe.at

www.volkshilfe.at

Redaktion: Lisa Peres

Medieninhaber,

Layout und

Produktion:

Die Medienmacher GmbH

Oberberg 128

8151 Hitzendorf

Zweigstelle: Römerstr. 8

4800 Attnang

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www.diemedienmacher.co.at

Druckerei:

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Bildnachweis:

Volkshilfe Österreich oder

wie angegeben

Neubestellung? Umgezogen?

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Bei Fragen oder Wünschen

wenden Sie sich bitte an die

Volkshilfe Bundesgeschäftsstelle:

Auerspergstraße 4

1010 Wien

Tel.: 01/ 402 62 09 oder

E-Mail: office@volkshilfe.at

facebook.com/Volkshilfe.OOE

youtube.com/volkshilfeooe

instagram.com/volkshilfeooe

Benefizkonzert in der Arena

Mit Kunst und Herz gegen Armut

Symposium im Theater am Werk

Armutserfahrungen in früher Kindheit

Sozialbarometer

Mehrheit hat Angst vor der Zukunft

Ukraine

Humanitäre Hilfe im Winter

Rundes Jubiläum

20 Jahre Wohnen im Dialog Traun

Abschied

Ein Urgestein geht von Bord

Lokalaugenschein

Landesrat und Stadtrat besuchen Kreisler*in

Auszeichnung

Gesundheitspreis der Stadt Linz für Besuchsdienst

Premiere

Erster Volkshilfe Concept Store in Einkaufszentrum

Hoher Besuch

Volkshilfe Arbeitswelt in Schärding öffnete Türen

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Line-Up:

Konstantin Wecker und Pianist

Jo Barnikel sorgten mit ihrer einzigartigen

Verschmelzung von

Poesie und politischen Liedern

für Gänsehautmomente.

Benefizveranstaltung

in der Arena Wien:

Mit Kunst und Herz 16.600 Euro für armutsbetroffene

Menschen gesammelt

Alle Bilder © www.stefanjoham.com

Rund 700 Besucher*innen

jubeln

Konstantin Wecker,

Hari Stojka und

Andreas Babler zu.

Bereits während der

Eröffnungsworte von

Ewald Sacher und

Michael Häupl füllte

sich die Halle der Arena

Wien bis auf den letzten

Platz.

5


„Es ist durchaus möglich, die Kinderarmut in

unserem Land zu beseitigen! Wir benötigen

politische Führungskräfte, die sich dafür einsetzen.

Solange dies nicht geschieht, werden

wir weiterhin aktiv daran arbeiten!“

Erich Fenninger

Tosender Applaus und

Solidarität: Andreas

Babler und Erich Fenninger

erhielten begeisterten

Zuspruch

für ihre leidenschaftlichen

Appelle. Babler

setzte sich klar für eine

Kindergrundsicherung

nach dem Modell der

Volkshilfe ein und betonte

die Notwendigkeit

von Solidarität

mit flüchtenden Menschen.

Erich Fenninger

erinnerte an den

Widerstandsgeist bei

der Gründung der Arena

und zog Parallelen

zu den erforderlichen

Ideen im Kampf gegen

Armut. Beide Ansprachen

zeigten das starke

Engagement für diese

wichtigen Anliegen.

Hari Stojka: Virtuose Darbietung mit akustischer Intensität Die Bühne vibrierte unter den beeindruckenden

Klängen des Gitarristen. Zusammen mit seinen Musikern präsentierte er vielseitige Musikstücke,

die das Publikum in eine Welt aus Swing- und Jazzklängen entführten.

6


Charmante Moderatorin des Abends: Esra, vom Rap-Duo EsRAP, führte humorvoll durch die Veranstaltung.

Da der angekündigte Sozialminister Johannes Rauch aus gesundheitlichen Gründen nicht kommen

konnte, verlas sie seine Grußbotschaft und drückte ihren Dank an alle Künstler und Mitwirkenden aus, die

unentgeldlich für den guten Zweck auftraten. So konnte an dem Abend ein tolles Spendenergebnis von

16.600 Euro für armutsbetroffene Menschen in Österreich erzielt werden.

Großzügige Unterstützung für armutsbetroffene Menschen: Herzlicher

Dank an den SPWien-Klub sowie Arena Wien, Mietmöbel Föhr,

Starlite Catering und Plakativ Werbetechnik für ihre großzügige Unterstützung.

Ihr Beitrag trug maßgeblich zum Erfolg des Benefizevents bei.

Entfacht Tanzfieber: Im Anschluss an die Liveacts heizte

DJ ICEBERG ein und sorgte mit seinen Beats für ausgelassene

Stimmung auf der vollen Tanzfläche. Ein absolut gelungener

Abschluss für ein grandioses Event.

7


Symposium

Armutserfahrungen in

der frühen Kindheit

Am 24. Oktober 2023 fand das elfte Symposium in Folge zum Thema Kinderarmut im Theater am

Werk in Wien statt. Schwerpunktthema der Veranstaltung waren „Armutserfahrungen in der frühen

Kindheit, insbesondere jene in den ersten Lebensjahren“. Via Stream auf puls24.at und 4gamechangers.io

konnte man das Event live verfolgen, das von Moderatorin Ani Gülgün-Mayr geführt wurde.

„Mir wird übel, wenn ich höre, wer arm ist,

soll einfach mehr arbeiten, oder dass man Mütter

beim Jugendamt verpetzen soll, wenn sie ihrem

Kind keine warme Mahlzeit mitgeben.”

Ewald Sacher, Präsident der Volkshilfe Österreich, unterstrich die Dringlichkeit im Kampf gegen Kinderarmut

und kritisierte Vorurteile gegenüber armen Menschen. Er betonte die entscheidende Rolle der ersten

Lebensjahre im Leben eines Kindes.

„Armut frisst Demokratie”

Michael Häupl, Präsident der Volkshilfe Wien, hob die wiederkehrenden Themen Armut und Gesundheit

in der sozialen Arbeit hervor und mahnte, dass Armut demokratische Defizite fördert.

8


„Das Thema ist mittlerweile in

der Politik angekommen”

Erich Fenninger, Geschäftsführer der Volkshilfe Österreich, forderte

einmal mehr die Rechte von Kindern ein und betonte die Bedeutung

von Studien zur Armut bei Kleinkindern und ihren auch langfristig

schädigenden Auswirkungen.

„Wenn es ein Programm gibt, das Armut

bekämpft, Demokratie sichert, dann ist das die

Einführung für die Kindergrundsicherung.”

Johannes Rauch, Bundesminister für Soziales, Gesundheit, Pflege & Konsumentenschutz, betonte die

klare Evidenzlage und die Notwendigkeit einer Kindergrundsicherung. Rauch hob hervor, dass politische

Unterstützung für diese Maßnahme entscheidend ist, um Armut zu bekämpfen und die Demokratie zu

stärken.

© Bundesministerium

v.l.n.r.: Tanja Wehsely, GF VH Wien, Michael Häupl,

Präsident VH Wien, Johannes Rauch, Sozialminister,

Erich Fenninger, GF VHÖ, Ewald Sacher, Präsident VHÖ

„Die ersten 1.000

Tage zählen!“

© Valerie Maltseva

© Valerie Maltseva

Caroline Culen, klinische Psychologin

der Österreichischen

Liga für Kinder- und Jugendgesundheit,

betonte in ihrer Keynote:

„Die ersten 1.000 Tage zählen.“

Armut bedeutet Mangel an Möglichkeiten,

niedriges Einkommen,

begrenzte Bildungschancen und

hat unterschiedliche Auswirkungen

auf Frauen. Armut während

der Schwangerschaft und Geburt

gefährdet das Wohlbefinden, die

psychische Gesundheit und birgt

Risiken für Mütter und Babys, so

Culen.

„Keine Familie wird

alleine gelassen“

Steffi Heinel, Sozialarbeiterin bei

der Volkshilfe Wien, präsentierte

das Projekt „Frühen Hilfen“. Das

Präventionsangebot bietet belasteten

Familien in Wien Unterstützung

von der Schwangerschaft

bis zum dritten Lebensjahr des

Kindes. Das Projekt zielt darauf

ab, Elternkompetenzen zu stärken

und Unterstützung bei Herausforderungen

wie Unsicherheit

im Umgang mit dem Kind, sozialen

Belastungen und psychischen

Problemen der Eltern zu bieten.

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© Valerie Maltseva © Valerie Maltseva

„Wir brauchen einen

wachen Blick“

Anja Kerle, Hochschullehrerin in

der Sozialen Arbeit FH Vorarlberg,

thematisierte in ihrer Keynote soziale

Ungleichheit und Klassismus

in der Elementarpädagogik und

die Bedeutung von Chancengleichheit.

Sie sprach über den

„Early Excellence Ansatz“, der die

Bildungschancen für Kinder verbessern

soll. Kerle betonte, dass

Fachkräfte eine größere Sensibilität

im Umgang mit Armut benötigen,

um den Bedürfnissen und

Wünschen betroffener Familien

gerecht zu werden.

„Soziale Teilhabe armutsbetroffener Kinder“

Daniele Gruber-Pruner, Geschäftsführerin der Kinderfreunde, und

Hanna Lichtenberger, Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Volkshilfe-Fachexpertin

für Sozialpolitik, haben in ihrer Publikation thematisiert,

wie Kinderarmut im Kindergarten erkannt und angegangen

werden kann. In ihrer Keynote sprachen sie über die Herausforderungen,

dieses Wissen in den Alltag von Elementarpädagog*innen zu

integrieren, angesichts der ohnehin unzureichenden zeitlichen und

finanziellen Rahmenbedingungen für diese Berufsgruppe.

„Kinderarmut

abschaffen ist keine

Utopie!“

Volkshilfe-Direktor Erich Fenninger

präsentierte abschließend

Zahlen und Fakten zur

Kindergrundsicherung, betonte

die Finanzierbarkeit, Realisierbarkeit

und Durchführbarkeit

dieses Konzepts in Österreich.

Des Weiteren diskutierte er demokratiepolitische

Implikationen

von Armut, sprach über Strategien

gegen Kinderarmut und zog

Erkenntnisse aus internationaler

Forschung heran.

© Valerie Maltseva

Alle Infos und Vorträge zum Download unter:

www.kinderarmut-abschaffen.at/symposium

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© penyushkin/stock.adobe.com

Sozialbarometer

Armut

Umfrage: Viel Zukunftsangst und

große Sorge um Leistbarkeit des Wohnens

Die Volkshilfe entwickelt ihre

sozialpolitischen Konzepte und

Forderungen auf der Basis interner

und externer Forschung, aus

den Erfahrungen der täglichen

Arbeit mit Betroffenen und aus

ihrem Sozialbarometer.

Die aktuelle Umfrage zeigt besorgniserregende

Ergebnisse,

viele Menschen leiden untere

Zukunftsängsten und machen

sich große Sorgen um die hohen

Wohnkosten. Viele haben das

Gefühl, von der Regierung alleine

gelassen zu werden. Für Präsident

Ewald Sacher „ist das eine

sehr gefährliche Entwicklung.

Denn uns kommt das Zukunftsversprechen

an die jungen Leute

abhanden, stattdessen regiert die

Angst, nicht mehr über die Runden

zu kommen.“

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Viel Zukunftsangst

Fast die Hälfte der Befragten (46,5%) äußert Zukunftsängste, wobei 40% sich Sorgen um die Bezahlbarkeit

des Wohnens machen. Diese Ängste sind stärker bei älteren Befragten (über 60 Jahre), Frauen, Personen

mit niedrigerer Bildung und geringerem Einkommen verbreitet.

Unzureichende Massnahmen der Regierung gegen die Teuerung

Nur 12% der Befragten halten die Maßnahmen der Regierung zur Abmilderung der Teuerungsfolgen für

ausreichend, während 84% sie als unzureichend betrachten. Besonders deutlich ist die Kritik von Menschen

mit niedrigem Einkommen: Über 92% von ihnen sind unzufrieden mit der Regierungspolitik zur

Abfederung der Teuerung.

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Viel Zustimmung zu dauerhafte Absicherung

Eine klare Mehrheit (79%) der Befragten bevorzugt anstelle von Einmalzahlungen eine langfristige finanzielle

Absicherung für Menschen mit geringem Einkommen. Diese Meinung teilen Menschen unterschiedlichen

Alters und Geschlechts.

Daher fordert die Volkshilfe eine grundlegende Reform der Sozialhilfe, mit fixen Untergrenzen, und die

Anhebung auf ein armutsfestes Niveau. Weiters die Einführung einer Kindergrundsicherung und die Anhebung

des Arbeitslosengeldes auf 70 Prozent des Letztbezugs.

Große Sorgen beim Wohnen

Frauen, Personen mit niedrigeren Bildungsabschlüssen und geringeren Einkommen - insbesondere jene

bis € 1.500 - äußern vermehrt Sorgen darüber, sich das Wohnen aufgrund der steigenden Kosten nicht

mehr leisten zu können. Dies zeigt, dass sozial benachteiligte Gruppen die Auswirkungen der Teuerung

am stärksten spüren.

Daher fordert die Volkshilfe eine wirksame Preisregulierung für den gesamten privaten Mietsektor und

eine Erhöhung der öffentliche Wohnbauförderung durch schrittweise Anhebung von derzeit 0,4% des

Bruttoinlandsprodukts (BIP) auf 1% des BIP

Einführung von Vermögenssteuern

Eine klare Mehrheit (73%) befürwortet die Einführung einer Vermögenssteuer als Schritt zur Gerechtigkeit.

Frauen, Bewohner ländlicher und kleiner/mittlerer städtischer Gebiete sowie Personen mit niedriger Bildung

und geringerem Einkommen unterstützen dies besonders. Trotz Unterschieden in der Zustimmung

sehen die meisten darin eine Maßnahme für mehr soziale Gerechtigkeit.

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Ukraine: “Die Eistage

sind gefürchtet”

Winterhilfe in der Ukraine

Anhaltende humanitäre Krise

in der Ukraine Seit dem Februar

2022 leiden die Menschen in der

Ukraine unter dem russischen

Angriffskrieg. Täglich werden

Städte und Dörfer beschossen

oder bombardiert. Fast 3.800

Schulen und Kindergärten wurden

seit dem Beginn der Kämpfe

beschädigt oder zerstört, ebenso

wie hunderte Krankenhäuser und

andere Gesundheitseinrichtungen.

Bis Ende September 2023

wurden über 9.800 Zivilisten getötet.

Über die Gefallenen an der

Front gibt es keine offiziellen Angaben.

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Die Wintermonate sind für die

Menschen eine besondere Herausforderung.

Vor allem im

Osten des Landes können die

Temperaturen oft weit unter den

Gefrierpunkt fallen. Die Winter

sind lang, kalt und oft schneereich.

Gefürchtet sind vor allem

die Eistage – jene Tage, an

denen die Temperaturen unter

den Gefrierpunkt fallen und dort

verharren. Auch treten immer

wieder längere Kältewellen auf

– nämlich dann, wenn die Großwetterlage

arktische Kaltluft in

die Ukraine führt.

Die Bedrohung durch gezielte

Zerstörung ziviler Infrastruktur

Im letzten Winter hat die

russische Armee gezielt zivile

Infrastruktur angegriffen, um die

ukrainische Bevölkerung zu zermürben.

Im ganzen Land wurden

Heizanlagen und Kraftwerke beschädigt

oder ganz zerstört. Dies

führte über den ganzen Winter

hindurch zu häufigen und langen

Unterbrechungen der Stromversorgung.

Viele Menschen

konnten ihre Wohnungen nicht

heizen, da die Versorgung mit

Fernwärme nicht funktionierte.

Die Menschen saßen oft tageund

wochenlang im Dunkeln.

Die Dunkelheit und die Kälte sind

nicht nur psychisch zermürbend,

sondern für viele Menschen, insbesondere

ältere Menschen oder

Menschen mit Vorerkrankungen,

ein großes Gesundheitsrisiko.

Auch der Winter 2023/2024 wird

eine große Herausforderung.

Viele Kraftwerke und Heizanlagen

wurden komplett zerstört

und können nicht mehr repariert

werden. In den Städten gibt es

tausende Wohngebäude, die so

stark beschädigt wurden, dass die

Zentralheizung nicht mehr richtig

funktioniert. In vielen größeren

Städten warten tausende Menschen

darauf, dass die Fenster

ihrer Wohnungen ersetzt werden.

Auch nur ein beschädigtes Fenster

kann eine Wohnung aufgrund

der fehlenden Isolation nach außen

hin unbewohnbar machen.

In Regionen wie Charkiw und

Dnipropetrowsk, in denen die

Volkshilfe aktiv ist, haben die

Menschen in den Dörfern früher

Holz in den Wäldern gesammelt.

Dies ist nun aufgrund der Gefahr,

die von Minen und Blindgängern

ausgeht, nicht mehr möglich.

Viele Familien haben ihre Lebensgrundlagen

verloren. Ihre

Einkommen reichen nicht mehr

aus, um die gestiegenen Preise

für Holz, Pellets, Gas oder Kohle

zu bezahlen.

Es wird außerdem erwartet, dass

die russische Armee auch in diesem

Winter wieder gezielt zivile

Infrastruktur beschießen wird.

Die Notwendigkeit von humanitärer

Hilfe Humanitäre Hilfe

für die notleidende Bevölkerung

ist daher unabdingbar. So planen

wir von der Volkshilfe gemeinsam

mit unseren Partnerorganisationen

zahlreiche Hilfsmaßnahmen,

um die Menschen in

den Gebieten, in denen wir aktiv

sind, vor den kalten Temperaturen

zu schützen.

Das Hauptaugenmerk unserer

Hilfe liegt dabei vor allem auf Familien,

die in der Nähe der russischen

Grenze bzw. der Front

leben, auf Familien, deren Wohnungen

und Häuser zerstört oder

beschädigt worden sind und auf

Familien, die vor den Kämpfen

im Osten und Süden in sicherere

Gebiete in der Ukraine geflohen

sind. Letztere müssen oft in

schlecht isolierten Substandard-

Wohnungen leben und haben

nicht ausreichend Geld, um die

auch in der Ukraine gestiegenen

Kosten für Gas und Strom zu bezahlen.

Schutz vor den winterlichen

Bedingungen Unsere Hilfe umfasst

unter anderem die Verteilung

klassischer Winternothilfeartikel,

wie zum Beispiel warmer

Winterkleidung und kleiner Elektroöfen.

In den Dörfern der Region

Cherson, die von den Überschwemmungen

im Zuge der

Zerstörung des Kachowka-Staudamms

im Juni 2023 betroffen

waren, planen wir 240 Tonnen

an Heizkohle an besonders bedürftige

Familien zu verteilen. Im

Oblast Charkiw werden wir 300

Familien mit Gasöfen und Gas für

den Winter versorgen.

Beseitigung von Kriegsschäden

und Wohnungsverbesserungen

Im Bezirk Butscha,

in dem am Anfang des Krieges

viele Kriegsgräuel stattgefunden

haben und besonders intensive

Kämpfe geführt worden sind,

leben noch immer viele Menschen

in stark beschädigten Gebäuden.

Viele haben ihre Häuser

und Wohnungen verloren und

leben nun in schlecht isolierten

Container-Wohnungen, die im

Winter mehr schlecht als recht

gegen die Kälte schützen. Auch

ihnen helfen wir mit Öfen, Heizmaterial,

warmer Winterkleidung

und Decken.

Auch helfen wir den Menschen

im Bezirk Butscha bei der Beseitigung

von Kriegsschäden.

Wir ersetzen vor allem Fenster

und Türen. Dadurch werden die

Wohnungen „winterfest“ gemacht

und können im Winter effizient

beheizt werden.

Finanzhilfen für bedürftige Familien

in ausgewählten Städten

der Ukraine In Städten wie

Tschernowitz und Dnipro verteilen

wir Finanzhilfen an besonders

stark benachteiligte Familien. Die

Familien werden im Zuge eines

Verfahrens ausgewählt, in dem

Sozialarbeiter*innen die Bedürftigkeit

an Hand vorab festgelegter

Kriterien überprüfen. Mit den

Finanzhilfen können die Familien

Kosten für Strom, Gas, Winterkleidung

oder andere Dinge des

täglichen Bedarfs abdecken.

15


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So bunt und

vielfältig wie

das Leben

Geschätzte Leserinnen und Leser

des Volkshilfe-Magazins.

Auf den folgenden Seiten finden

Sie zahlreiche Berichte, nach deren

Lektüre Sie mir zustimmen

werden, dass die Arbeit und die

Aktivitäten unserer oberösterreichischen

Volkshelferinnen und

Volkshelfer so bunt und vielfältig

sind wie das Leben. Und doch

über einen gemeinsamen Nenner

verfügen. Nämlich jenen, stets

den Menschen und dessen Wohlergehen

im Fokus zu haben.

Das ist beispielsweise beim Projekt

„Wohnen im Dialog“ der Fall.

Seit einigen Jahren sehr erfolgreich

in Steyr und gar bereits seit

20 Jahren in Traun. Dort war es

ein langer Weg, der aber durchwegs

von Erfolg gekrönt ist. Für

so viele Menschen, die in Traun

ein neues Zuhause gefunden haben

und dort Anschluss gesucht

haben beziehungsweise suchen,

war und ist „Wohnen im Dialog“

die erste Anlaufstelle und auch oft

der erste Kontakt mit Trauner*innen,

die hier schon länger ansässig

sind. Durch die Impulse, die

von „Wohnen im Dialog“ und den

freiwilligen Helfer*innen gesetzt

wurden und werden, können

echte Maßnahmen für ein gutes

Zusammenleben aller Menschen

in Traun gesetzt und so ein gutes

Miteinander geschaffen werden.

Dass die Volkshelfer*innen von

„Wohnen im Dialog“ auch in die

Zukunft blicken, haben sie mit der

Organisation des ersten „Tages

der Gemeinwesenarbeit“ Mitte

Oktober bewiesen. Auf ihre Einladung

hin trafen einander in Linz

oberösterreichische Institutionen

und Vereine, die in der Gemeinwesenarbeit

aktiv sind. Sich

selbst, ihre Arbeit und Projekte

vorgestellt haben Vertreter*innen

von ISAR, Projekt Volksgarten,

Wohnplattform, Mosaik (Sozialzentrum

Vöcklabruck), Stadtteilzentren

Linz, Soziale Initiatve und

natürlich Wohnen im Dialog. Als

Gäste eingeladen waren auch die

Mitarbeiter*innen des Friedensbüro

Graz, auch sie nutzten den

GWA-Tag zum gegenseitigen

Kennenlernen, zum Austausch

und zum Vernetzen.

Für die Menschen da sind wir

auch mit unserem in der Landeshauptstadt

angebotenen Besuchsdienst,

der im heurigen

Sommer mit dem Gesundheitspreis

der Stadt Linz ausgezeichnet

wurde. Wir wollen - unter

dem Motto „Zeit schenken – Lebensfreude

gewinnen“ und unter

Einbeziehung freiwilliger Männer

und Frauen - einen stadtteilbezogenen

Besuchsdienst im häuslichen

Umfeld verankern. Die

Freiwilligen erwartet eine sinnvolle

Tätigkeit, bei der sie ihre

Kompetenzen erweitern und sich

persönlich weiterentwickeln können.

Der Besuchsdienst selbst

richtet sich an ältere Menschen,

die aufgrund von Krankheit bzw.

körperlichen Beeinträchtigungen,

zurückgezogen leben und von

Vereinsamung bedroht bzw. betroffen

sind.

Grund zum Feiern gab es für

die Volkshilfe OÖ auch bei der

Eröffnung unseres ersten Re-

Vital-Shops in einem Einkaufszentrum.

Freude bereitet mir vor

allem, dass die Menschen in das

Konzept dieses neuen Shops im

Welser Welas Park ideal eingebettet

sind. Schließlich betreffen

Ressourcenmangel, Klimakrise,

Krieg und die Teuerungswellen

speziell jene Menschen, denen es

vorher schon nicht gut gegangen

ist. Hier greift das Konzept unserer

Shops sehr gut. Wir schaffen

Arbeitsplätze und vor allem die

Möglichkeit für Menschen, Dinge

zu kaufen, die sie sich in einem

‚normalen‘ Geschäft nicht leisten

könnten. Und das, ohne diese

Kundinnen und Kunden zu Almosenempfängern

zu degradieren.

Abschließend ist es mir an dieser

Stelle ein großes Anliegen, Christian

Schörkhuber ein von Herzen

kommendes DANKESCHÖN zu

sagen. 32 Jahre lang hat „Schörki“

die Flüchtlings- und Migrantinnenbetreuungs

GmbH geprägt

und zu dem gemacht, was die

„FMB“ heute ist. Am 20. Oktober

hat er sich in den wohlverdienten

(Un)Ruhestand verabschiedet,

ein unbequemer und unbeugsamer

Kämpfer für die Rechte von

Flüchtlingen und Migrant*innen

wird er aber Zeit seines Lebens

bleiben. Und das ist – angesichts

der aktuellen gesellschaftlichen

Entwicklungen - wichtig und gut

so!

Herzliche Grüße

Michael Schodermayr

Vorsitzender der Volkshilfe

Oberösterreich

17


20 Jahre Wohnen

im Dialog Traun

Das Wohnen im Dialog-Team mit Ehrengästen und langjährigen Wegbegleiter*innen

Heuer durfte die Volkshilfe OÖ ein ganz besonderes

Jubiläum begehen: Das erfolgreiche Projekt der

Volkshilfe Flüchtlings und MigrantInnenbetreuung

„Wohnen im Dialog“ Traun, zuvor Integrationsbüro

Mosaik, konnte seinen 20. Geburtstag feiern. Bei

der Feier im Schloss Traun empfingen Sevil Kus und

Alexander Koller viele Menschen, die mit Wohnen

im Dialog in Kontakt standen und stehen. Natürlich

durften Wegbegleiter*innen der ersten Stunde wie

Theresa Wineroither und Werner Ringer, der das VH

Büro aufgebaut hat, nicht fehlen.

Auch Politiker*innen, die das Projekt von Anfang an

unterstützt haben, waren vor Ort.

Christian Schörkhuber, bei der Feier noch Geschäftsführer

der Volkshilfe Flüchtlings und MigrantInnenbetreuung,

reflektierte in seinem Redebeitrag

die Entstehungsgeschichte von Mosaik und

Wohnen im Dialog in Traun. Es war ein langer Weg,

der aber durchwegs von Erfolg gekrönt ist. Für so

viele Menschen, die in Traun ein neues Zuhause

gefunden haben und dort Anschluss suchen, war

und ist Wohnen im Dialog die erste Anlaufstelle

und auch oft der erste Kontakt mit den Trauner*innen,

die hier schon länger ansässig sind. Durch die

Impulse, die von Wohnen im Dialog und den freiwilligen

Helfer*innen gesetzt wurden und werden,

kann man echte Maßnahmen für ein gutes Zusammenleben

aller Menschen in Traun setzen und so

ein gutes Miteinander schaffen.

18


Ein Urgestein

der Volkshilfe

geht von Bord

32 Jahre hat er die Volkshilfe

Flüchtlings- und

MigrantInnenbetreuung

(FMB), die nur zwei Jahre

älter als sein Wirken für

sie ist, geprägt. Und er

hat die FMB zu dem gemacht,

was sie heute ist.

Am 20. Oktober hat sich

Christian Schörkhuber

oder „Schörki“, wie er

von seinen Wegbegleiter*innen

genannt wird,

in den (Un)Ruhestand

verabschiedet.

Bei der FMB-Mitarbeiter*innenkonferenz

Mitte September wurde

Schörkhuber offiziell

verabschiedet, dabei erwiesen

ihm zahlreiche

Wegbegleiter*innen und

Mitstreiter*innen die

Ehre. Bei einer Talkrunde

erinnerten sich Joe Weidenholzer

(31 Jahre lang

Vorsitzender der VH OÖ

und von 1991 bis 2015

Präsident der VH Österreich),

Michael Schodermayr

(seit 2016 Vorsitzender

der VH OÖ) und

Claudia Hausschildt-

Buschberger (ehemalige

FMB-Mitarbeiterin und

grüne Bundesrätin) an

die Zusammenarbeit mit

Christian und wussten

zahlreiche Anekdoten zu

erzählen.

Christian Schörkhuber (Bildmitte) wurde von Volkshilfe OÖ-Geschäftsführerin

Jasmine Chansri (sie folgt Schörkhuber als FMB-GF nach) und dem VH OÖ-

Vorsitzenden Michael Schodermayr in den (Un)Ruhestand verabschiedet

19


Karl Osterberger im Kreise der Gratulant*innen

© Sozialministerium

Hohe Auszeichnung

für Karl Osterberger

Von 1987 bis 2021 war er Geschäftsführer der Volkshilfe

Oberösterreich, Mitte Juli des heurigen Jahres

wurde Karl „Karli“ Osterberger im Sozialministerium

für seine jahrzehntelange Arbeit als Volkshelfer und

sein gesellschaftspolitisches Engagement das Goldenen

Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik

Österreich verliehen.

Die Laudatio hielt Ex-Sozialministern Brigitte Zarfl,

nunmehr Leiterin der Präsidialsektion im Ministerium.

Als Gratulant*innen stellten sich ein: Osterbergers

Frau Tina, Volkshilfe Österreich-Direktor

Erich Fenninger, VH OÖ-Vorsitzender Michael

Schodermayr, VH OÖ-Geschäftsführerin Jasmine

Chansri und natürlich der ehemalige Uni-Professor

und langjährige VH Österreich-Präsident Josef

„Joe“ Weidenholzer, der seinen damaligen Studienassistenten

Karl Osterberger 1986(!) zur Volkshilfe

Linz holte.

20


Neue AMS-Chefin

zu Gast bei der Volkshilfe OÖ

AMS OÖ-Chefin Iris Schmidt im Kreise der Geschäftsführer*innen Jasmine Chansri,

Martin Zwicker, Christian Schörkhuber und Bernhard Gruber

Zu einem Kennenlern- und fachlichen

Austauschgespräch durften

die Volkshilfe Oberösterreich

die neue AMS-Chefin Iris

Schmidt in der Landesgeschäftsstelle

in Linz begrüßen.

Bei der Führung durchs Haus wurde auch im „Fotoatelier“ Halt gemacht,

in dem die Produktaufnahmen für den online-Shop WIDADO

entstehen. Dort versuchte sich die AMS-Chefin nach kurzer Einschulung

durch Michael Jagsich selbst als Fotografin, das Ergebnis konnte

sich - im wahrsten Sinn des Wortes - durchaus sehen lassen.

Schmidt - sie steht seit 1. Mai

2023 an der Spitze des AMS

Oberösterreich - war damit der

Einladung unserer Landesgeschäftsführerin

Jasmine Chansri

und Volkshilfe Arbeitswelt

GmbH-Geschäftsführer Martin

Zwicker gefolgt.

Die beiden führten Schmidt

durch die Landesgeschäftsstelle

und informierten sie – gemeinsam

mit FMB-GF Christian

Schörkhuber und GSD-GF Bernhard

Gruber über die Arbeit und

Aufgaben der Volkshilfe OÖ und

ihrer GmbHs im Allgemeinen

und speziell natürlich über die

in erfolgreicher Kooperation mit

dem AMS laufenden Volkshilfe-

Projekte.

Bei der Führung durchs Haus wurde auch

im „WIDADO-Fotoatelier“ Halt gemacht

21


Shop-Bereichsleiter Fred Edlinger und unsere Linzer

Vorsitzende Maria Dietrich im Gespräch mit

LR Hattmannsdorfer und Vizebürgermeister Hajart

„Hoher“

Besuch

in der Linzer Kreisler*in

22


Unserer „Kreisler*in“ in der

Linzer Tabakfabrik haben

Mitte August Landesrat

Wolfgang Hattmannsdorfer

und der Linzer Vizebürgermeister

Martin Hajart einen

Besuch abgestattet. Die

beiden Politiker wurden dabei

von Shop-Bereichsleiter

Fred Edlinger und unserer

Linzer Vorsitzenden Maria

Dietrich empfangen, diese

informierten Hattmannsdorfer

und Hajart auch über

das Erfolgskonzept der

Volkshilfe-ReVital-Shops

im Allgemeinen sowie der

„Kreisler*in“ im Speziellen.

Rede und Antwort stand den

äußerst interessierten Politikern

auch Sylvia Bauer, die

„ihre“ Kreisler*in in der Tabafabrik

mit Herz, Seele und

vor allem viel Humor leitet.

Sie kredenzte dann natürlich

auch noch selbstgemachten

Kuchen, den sich Landesrat

und Vizebürgermeister

munden ließen.

Unsere Kreisler*in-Kolleginnen mit den beiden Politikern

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Volkshilfe Arbeitswelt

und lebensART bei

der BIM in Wels

Auch heuer war der Andrang zur BIM, der Berufsinformationsmesse

„Jugend & Beruf“ in Wels,

enorm. Tausende Jugendliche und junge Erwachsene

holten sich Anfang Oktober erste Eindrücke

von Unternehmen, Schulen und Institutionen, welche

gerne über Ausbildungsmöglichkeiten und

Karrierechancen Auskunft gaben. Mit beachtlichem

Ressourceneinsatz wurde um zukünftige Mitarbeiter*innen

geworben.

Die Volkshilfe Arbeitswelt GmbH mit ihren integrativen

Fachdiensten (Ausbildungsfit, Job&Go, Jugendcoaching,

Jugendarbeitsassistenz, HomeRun,

Erwachsenenarbeitsassistenz) und erstmals auch

die Volkshilfe Lebensart GmbH erlebten vier Tage

voller Interesse an ihren Angeboten.

Kolleg*innen der Arbeitswelt GmbH im Messeeinsatz

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Das „Wohnen im Dialog“-Team mit Ehrengästen

Wohnen im Dialog

nun auch in Steyr

Im Pfarrheim Steyr-Münichholz

hat das wichtige Volkshilfe-Projekt

„Wohnen im Dialog“

(WID) nun ebenfalls ein Büro.

Eröffnet wurde das Büro vom

Steyrer Bürgermeister Markus

Vogl und von Vizebürgermeister

Michael Schodermayr, der

dabei auch in seiner Funktion

als Vorsitzender der Volkshilfe

Oberösterreich agierte. Beide

wiesen in ihren Reden auf die

Notwendigkeit des Projektes

„Wohnen im Dialog“ in Steyr hin,

verantwortlich dafür zeichnen

Mitarbeiter*innen der Volkshilfe

Flüchtlings- und MigrantInnenbetreuung

GmbH (FMB).

Erfolgreiche Premiere

des “Tages der Gemeinwesenarbeit”

Auf Einladung von Kolleg*innen des

Volkshilfe FMB-Projektes „Wohnen im

Dialog“ trafen einander am 12. Oktober

in Linz Vertreter*innen von oberösterreichischen

Institutionen und

Vereinen zum ersten „Tag der Gemeinwesenarbeit“.

Die Vertreter*innen der geladenen Organisationen und

Vereine postieren sich in einer Pause fürs Gruppenfoto

Sich selbst, ihre Arbeit und Projekte

vorgestellt haben Vertreter*innen von

ISAR, Projekt Volksgarten, Wohnplattform,

Mosaik (Sozialzentrum Vöcklabruck),

Stadtteilzentren Linz, Soziale

Initiatve und natürlich Wohnen im Dialog.

Als Gäste eingeladen waren auch

die Mitarbeiter*innen des Friedensbüro

Graz, auch sie nutzten den GWA-

Tag zum gegenseitigen Kennenlernen

und zum Austausch.

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Gesundheitspreis

für Volkshilfe-Besuchsdienst

Die Volkshelfer*innen bei der Preisverleihung durch den Linzer Bürgermeister

Klaus Luger und Stadtrat Michael Raml

© Stadt Linz/Werner Harrer

Die Volkhilfe OÖ hat für ihren Besuchsdienst beim

Gesundheitspreis der Stadt Linz in der Extra Kategorie

2023 „Projekte gegen Einsamkeit im Alter“

den 2. Preis bekommen. Auf dem Foto übernehmen

die Volkshelfer*innen Rosa Rumetshofer-Karlinger

(Projektleiterin), Jasmine Chansri, Simon

Weiß und Michael Schodermayr den Preis. Wir wollen

mit unserem „Besuchsdienst“ einen stadtteilbezogenen

Besuchsdienst im häuslichen Umfeld,

mit Einbeziehung freiwilliger Männer und Frauen,

verankern.

Als erstes wurden die Stadtteile Keferfeld-Bindermichl

und Spallerhof auserkoren. Inzwischen gibt

es auch Anfragen aus anderen Stadteilen wie Neue

Heimat, Kleinmünchen, Gaumberg, Bulgariplatz.

Unter dem Motto „Zeit schenken – Lebensfreude

gewinnen“ wird angestrebt, ein Netzwerk an freiwilligen

Menschen aufzubauen, die sich für andere

engagieren wollen. Die Freiwilligen können eine

sinnvolle Tätigkeit erwarten, bei der sie ihre Kompetenzen

erweitern und sich persönlich weiterentwickeln

können.

Der Besuchsdienst selbst richtet sich an ältere

Menschen, die aufgrund von Krankheit bzw. körperlichen

Beeinträchtigungen, zurückgezogen leben

und von Vereinsamung bedroht bzw. betroffen

sind.

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lebensART-Expertise

beim IKT-Forum

Mit einem Vortrag zum Thema „In Kontakt

bleiben mit Kund*innen mittels Zoom“ war

Volkshilfe lebensART-Mitarbeiter Günther

Rachlinger beim IKT-Forum vertreten. Der

Vortrag wurde – natürlich - in einem live

Zoom Stammtisch abgehalten. Dabei erhielten

die Bewohner*innen der Wohnverbünde

Infos zum IKT-Forum und die

Besucher*innen des Vortrages wiederum

erhielten von Günther Informationen

zum Stammtisch der Volkshilfe lebensART

GmbH.Das IKT-Forum ist seit vielen Jahren

Vorzeigebeispiel für eine inklusive Tagung

und österreichweit einzigartig.

© Privat

lebensART-Mitarbeiter Günther Rachlinger beim Vortrag

Volkshilfe Arbeitswelt

bei Round-Table

Im Rahmen der „Konsumdialoge:

Textilien“ in Salzburg, organisiert

von der gemeinnützigen Bundesstiftung

COMÚN, fand ein

Round-Table zur Zukunft der Altkleidersammlung

mit Bundesministerin

Leonore Gewessler und

Vertreter*innen von Industrie,

Gewerbe und Sozialwirtschaft

statt.

Arbeitswelt-Geschäftsführer Martin Zwicker informierte über die

wichtige Rolle sozialwirtschaftlicher ReUse-Betriebe

Mit dabei war auch Volkshilfe Arbeitswelt-Geschäftsführer

Martin

Zwicker, er betonte bei der Diskussion

die wichtige Rolle sozialwirtschaftlicher

ReUse-Betriebe

wie die Volkshilfe Shops. „Neben

dem klimarelevanten Output gewährleisten

diese Shops nicht

nur regionale Wertschöpfung

und faire Arbeitsbedingungen,

sondern tragen durch das günstige

Warenangebot zur Armutslinderung

bei“, erklärte Zwicker.

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Aus Alt mach Neu

Nähcafé in Eferding startet durch

Eva Haderer, Leiterin den Nähcafés in Eferding, zeigt Volkshilfe-Bereichsleiter

Fred Edlinger eines ihrer Werke

Seit September findet jeden Donnerstag von

17 – 19 Uhr am Josef-Mitterplatz 2 in Eferding

zusätzlich zum beliebten Selbstmachtreff ein

Nähcafé statt.

Geleitet wird dieses Nähcafé von Eva Haderer. Der

Fokus liegt auf einfachen Projekten, die Spaß machen

und schnell umgesetzt werden können. Die

Teilnehmer*innen haben die Möglichkeit, wunderschöne

Taschen, praktische Mappen und kleine

Geschenke zu kreieren. Für Fortgeschrittene

wird es die Möglichkeit geben, an anspruchsvolleren

Projekten zu arbeiten. Gerne können eigene

Projekte mitgebracht werden, um sich darüber mit

Gleichgesinnten auszutauschen.

„Im Nähcafé ist es vor allem wichtig, alles selbst zu

machen. Aber natürlich helfe und unterstütze ich

gerne“, sagt Frau Eva. Sie will eine gemütliche Atmosphäre

schaffen, in der sich die Teilnehmer*innen

gegenseitig unterstützen, motivieren und ihre

Nähkenntnisse austauschen.

Damit im Nähcafé ausreichend Platz und Ressourcen

vorhanden sind, bittet Eva Haderer um

zeitgerechte Anmeldung unter der Nummer

0732/3405-0.

Teilnehmer*innen am Nähcafé

sollten mitnehmen

Ihre Nähmaschine (falls vorhanden und sie

lieber auf der eigenen Maschine nähen)

Nähutensilien wie Nadeln, Scheren, Garn

usw.

Alte Kleidungsstücke, Stoffe oder andere

Materialien, die sie gerne wiederverwenden

möchten

Ideen und Inspirationen für Projekte, die

sie gerne umsetzen möchten

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Bei der offiziellen Eröffnung des neuen ReVital Concept Stores im Welas Park vor Ort (v.l.n.r.):

Shop-Bereichsleiter Fred Edlinger, LAV-Vorsitzender Roland Wohlmuth, Bürgermeister Andreas

Rabl, VH OÖ-Geschäftsführerin Jasmine Chansri, VH OÖ-Vorsitzender Michael Schodermayr,

Landesrat Stefan Kainder, VH Wels-Kirchdorf-Vorsitzender Johann Reindl-Schwaighofer und der

Welser Umwelt-Stadtrat Thomas Rammerstorfer

„Dieses Konzept hilft

den Menschen und

schont die Umwelt“

Am 11. Oktober wurde im Welser

Welas Park der erste ReVital

Concept Store der Volkshilfe

OÖ in einem Einkaufszentrum

offiziell eröffnet. Anwesend

waren unter anderem Bürgermeister

Andreas Rabl und Umwelt-Landesrat

Stefan Kaineder.

Der grüne Landespolitiker hob

bei seinem Besuch die Vorteile

hervor, die der Einkauf im neuen

ReVital Concept Store der Volkshilfe

mit sich bringt. „Zum einem

kauft man hier Einzelstücke, die

dadurch einen ganz besonderen

Wert bekommen. Gleichzeitig

schone ich durch den Kauf von

Second-Hand-Ware die Umwelt

und das Klima“, so Stefan Kaineder

im Interview mit Volkshilfe-Geschäftsführerin

Jasmine

Chansri.

Sehr erfreut über den neuen

Concept Store in seiner Stadt

zeigte sich der Welser Bürgermeister

Andreas Rabl. „Dieser

Shop trifft – Stichwort Nachhaltigkeit

- den Zeitgeist und ist ein

guter und wichtiger Schritt für

die Volkshilfe und für die Stadt

Wels“, erklärte der Welser Stadtchef

und zeigte sich vom Erfolg

des Shops überzeugt.

Auf das Thema Kreislaufwirtschaft

ging Roland Wohlmuth als

Vorsitzender des oberösterreichischen

Landesabfallverbandes

ein. „Dabei geht es darum, Produkte

so zu produzieren, dass

wir sie nach der Nutzung nicht

wegschmeißen müssen, sondern

sie – qualitätsgeprüft und wertgesichert

– in Geschäften wie

diesem hier im Welas Park wieder

in den Kreislauf bringen können.

Die Verlängerung des Lebenszyklus

ist beim ReVital-Konzept das

oberste Ziel“, so Wohlmuth.

Für Johann Reindl-Schwaighofer

als Vorsitzenden der Volkshilfe

Wels-Kirchdorf ist der neue Store

„der Einstieg in eine neue Art der

Volkshilfe-Shops“. Er dankte in

seinem Talkrunden-Beitrag vor

allem den Mitarbeiter*innen und

Freiwilligen, die im neuen Store

sowie in den anderen Welser

Einrichtungen der Volkshilfe so

engagiert für die Menschen arbeiten.

Ein Dankeschön an die Volkshilfe

als wichtige Sozialdienstleisterin

kam vom Welser Umweltstadtrat

Thomas Rammerstorfer, am

Shop-Konzept gefällt ihm vor allem

die Tatsache, „dass den Dingen

wieder Wert gegeben wird“.

Und Michael Schodermayr sieht

als Vorsitzender der Volkshilfe

Oberösterreich den Menschen in

das Konzept des neuen Concept

Stores ideal eingebettet. „Ressourcenmangel,

Klimakrise, Krieg

und die Teuerungswellen betreffen

speziell jene Menschen,

denen es vorher schon nicht gut

gegangen ist. Hier greift dieses

Konzept sehr gut. Wir schaffen

Arbeitsplätze und vor allem die

Möglichkeit für Menschen, Dinge

zu kaufen, die sie sich in einem

‚normalen‘ Geschäft nicht leisten

könnten. Und das, ohne diese

Kundinnen und Kunden zu Almosenempfängern

zu degradieren“,

erklärte Schodermayr.

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Die Schüler*innen lauschten interessiert den Ausführungen einer Volkshilfe-Mitarbeiterin

zum Thema Textilsortierung

Sommer des

Ende Juni fand in Schärding bereits

das zweite Mal der „Sommer

des Respekts“ statt. Die

Volkshilfe Arbeitswelt GmbH

lud aus diesem Anlass zum Tag

der offenen Tür in ihren nachhaltig

agierenden und sozialökonomischen

Betrieb in der

Herbert-Wöhl-Straße 10.

Respekts

Volkshilfe in Schärding

öffnete ihre Türen

Die Volkshilfe ist seit Jahrzehnten

in der Kreislaufwirtschaft

tätig, auf dem Programm standen

daher Führungen durch die

Fahrradaufbereitung und Textilsortierung.

Diese Bereiche sind

einerseits ressourcen- und somit

umweltschonend, andererseits

bekommen in der Volkshilfe

Arbeitswelt GmbH auch Menschen,

die oft im ersten Arbeitsmarkt

nicht mehr Fuß fassen

können, eine zweite Chance.

Neben Schärdings Bürgermeister

Günter Streicher und seiner Gattin

Doris Streicher nutzten den

Tag der offenen Tür auch AMS-

Leiter Harald Slaby samt kleiner

Delegation sowie Sozialstadträtin

Bianca Scharnböck. Außerdem

waren Vertreter*innen der

Volkshilfe-Kooperationspartner*innen

Caritas, ALU- Stiftung

und Pro Mente vor Ort. Sehr interessiert

und beeindruckt zeigten

sich auch die Schüler*innen

der Klasse 3b des Gymnasiums

Schärding.

„Durch die gute Vorbereitung mit

Führungen, Kuchen und Getränke

seitens der Mitarbeiter*innen

war der Tag der offenen Tür in

der Arbeitswelt Schärding eine

gelungene Sache. Ich bedanke

mich bei allen Mitwirkenden, für

diesen tollen Tag“, zeigte sich

Brigitte Schabetsberger als Vorsitzende

des Volkshilfe-Bezirksvereines

Schärding hoch erfreut.

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Österreichische Post AG / P.b.b, MZ 23Z043881 M

Erscheinungsort, Verlagspostamt 4800 Attnang-Puchheim

Titel: Volkshilfe - Retouren an Postfach 555, 1008 Wien

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