Geschäftsbericht - Volksbank eG

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Geschäftsbericht - Volksbank eG

Geschäftsbericht der Volksbank eG

Umwelt und BewUsstsein

2011

nk eG

Volksba


UMWELT und BEWUSSTSEIN

Der flüchtige leser mag sich wundern:

Umweltbewusstsein als titel eines Ge-

schäftsberichts einer Bank? Der auf-

merksame leser mag sich auch wundern:

Umwelt und Bewusstsein als titel eines

Geschäftsberichts einer Bank?

2011 hat uns bewusst gemacht, wie

schnell sowohl die Umwelt als auch die

Umgebung beispielsweise eckpfeiler

der Politik erschüttern, eine währung

ins wanken bringen, die solvenz von

staaten in Frage stellen können und

unumstößliche Gesetze der Unterneh-

mensführung nicht mehr gelten.

Andererseits gibt es themen, die sich

über eine längere Zeit entwickeln, man

nimmt sie aber erst bewusst wahr,

wenn sie sich im Umfeld auswirken.

eine Vielzahl von sich fast täglich än-

dernden Variablen fordert uns, noch

schneller entscheidungen zu treffen als

bisher, aber auch, ggf. entscheidungen

schneller zu revidieren.

wie ihre Volksbank mit Veränderungen

in 2011 umgegangen ist, lesen sie im

folgenden Geschäftsbericht.


Auf einen Blick 4 – 5

Bewusst entscheiden 6 – 7

Umfeld und Entwicklung: doppelt gut 8 – 9

Gemeinsam Chancen wahrnehmen 10 – 11

Gestern war heute noch Zukunft 12 – 17

Volatilität als Normalität 18 – 19

Heute ist morgen Vergangenheit 20 – 21

Stecken Sie Ihre Bank in die Tasche 22 – 23

Der regionalen Verantwortung bewusst 24 – 25

Eintauchen und erleben 26 – 27

Bewusst in die Zukunft 28 – 29

Jahresbilanz (Kurzfassung) 30

Impressum 31

U m w e l t u n d B e w u s s t s e i n

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Auf einen Blick


U m w e l t u n d B e w u s s t s e i n

2011

in tsd. €

2010

in tsd. €

Zinsüberschuss 47.459 42.252

Provisionsüberschuss 13.647 13.262

Verwaltungsaufwendungen 31.492 31.846

ergebnis vor Bewertung 27.804 18.018

ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 14.021 10.989

Betreutes Kundenkreditvolumen 1.370.455 1.298.887

Betreutes Kundenanlagevolumen 1.759.095 1.749.228

Bilanzsumme 2.663.516 2.601.005

Bilanzielles eigenkapital 181.470 175.344

Dividende (in %) 6,0 6,0

Cost-income-Ratio (in %) 54,7 62,5

mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 372 387

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Bewusst entscheiden


ob weltweit mit den ereignissen in Fukushima und der damit

einhergehenden energiewende, dem arabischen Frühling,

der staatsschuldenkrise in europa mit Rettungsschirmen in

bisher unvorstellbaren Dimensionen – das vergangene Jahr

hielt zahlreiche entwicklungen parat, die uns in ihrer Form

und Geschwindigkeit überrascht haben. nicht alles wirkt sich

direkt auf das eigene Geschäft bzw. Geschäftsgebiet aus,

aber es verändert das Bewusstsein und damit auch entschei-

dungen.

weitsichtiges Handeln, kombiniert mit Flexibilität, um kurz-

fristig auf sich ändernde Rahmenbedingungen zu reagieren,

sind entscheidende erfolgsfaktoren.

wie unsere mittelständischen Unternehmerkunden sind wir

sehr gut durch das vergangene Jahr gekommen. wir sind

stolz darauf, dass wir in 2011 wieder viele Handwerker und

mittelständler bei ihrer entwicklung begleiten durften. Dass

wir bei der Vermittlung von Förderkrediten erneut die top-

Genossenschaftsbank in Baden-württemberg sind, ist für

uns das i-tüpfelchen eines erfolgreichen Jahres. es ist für uns

aber auch die kontinuierliche Fortsetzung unserer Geschäfts-

politik, wie wir dies in unserer Vision beschrieben haben.

U m w e l t u n d B e w u s s t s e i n

Auf dem weg, die erste Adresse für Privatkunden und den

gewerblichen mittelstand zu werden, sind wir ein weiteres

gutes stück vorangekommen: so konnten wir unsere Kun-

denkredite erneut überdurchschnittlich ausweiten um 6,2 %

bzw. 67 mio. euro. ebenfalls zum wiederholten mal hat uns

die stiftung warentest in der Zeitschrift Finanztest als regi-

onalen spitzenanbieter in der Baufinanzierung ausgezeichnet.

Anfang 2012 konnten wir unsere neue Bank beziehen. nach

längeren Vorarbeiten hatten wir uns 2009 mitten in der

wirtschaftskrise bewusst entschieden, die Hauptstelle in

Villingen so umzubauen und zu erweitern, dass die Architektur

unserem selbstverständnis entspricht: offen, flexibel,

nachhaltig und funktionell.

Dass sich die Volksbank Hegau eG, singen entschlossen hat,

gemeinsam mit uns in die Zukunft zu gehen, eröffnet neue

marktchancen und ist ein bedeutender Baustein für eine

erfolgreiche weiterentwicklung.

Fassen wir die erfolgsparameter aus 2011 zusammen, so

waren dies vor allem ein erneutes wachstum, ein sehr gutes

Geschäftsergebnis, der neu- und erweiterungsbau und die

anstehende Fusion – kurzum ein mehr als erfolgreiches Jahr.

Der Vertreterversammlung werden wir wieder eine attrak-

tive Dividende von 6 % vorschlagen.

meine sehr geehrten Damen und Herren, treffen sie – ob

bewusst oder unbewusst – viele gute entscheidungen. wenn

es um ihre finanziellen themen geht, beweisen wir gerne

unsere leistungsfähigkeit als ihr regionaler Partner!

Villingen, im April 2012

Joachim Straub | Vorstandsvorsitzender Ralf Schmitt | Vorstand

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Umfeld und entwicklung: doppelt gut

„Unser Bewusstsein steht an der

Grenze zwischen Vergangenheit

und Zukunft: Der Vergangenheit,

über die wir zuverlässige

Aussagen machen, die wir aber

nicht mehr verändern können.

Die Zukunft, über die wir keine

zuverlässigen Aussagen machen,

die wir aber gestalten können.“

Karl wilhelm steinbuch


2011 hat sich die deutsche Wirtschaft weiter von der glo-

balen Rezession der Jahre 2008 und 2009 erholt. Zumindest

bis zur Jahresmitte gab es nur eine Richtung: nach oben.

Danach kamen – auf relativ hohem Niveau – statistische Aufs

und Abs und unterschiedliche Prognosen. Die regionalen

Rahmenbedingungen waren dennoch durchweg gut.

Geht es der Region wirtschaftlich gut, profitiert davon auch

die Volksbank eG. Seit Jahren wachsen wir bei den Krediten,

insbesondere bei den gewerblichen Kunden, überdurch-

schnittlich – so auch in 2011: Die Ausleihungen sind netto um

67 Mio. Euro nach 44 Mio. Euro in 2010 gestiegen und

betragen nun 1,151 Mrd. Euro. Der Zuwachs liegt mit

+6,2 % deutlich über dem Durchschnitt der Genossen-

schaftsbanken in Baden-Württemberg. Getragen wurde

dies insbesondere von gewerblichen Investitionsfinanzie-

rungen und privaten Baufinanzierungen.

U m w e l t u n d B e w u s s t s e i n

innerhalb des gesamten Kundenanlagevolumens sind vor

allem die bilanziellen einlagen um 7,2 % auf 1,362 mrd. euro

gestiegen. Hier wurden insbesondere wegen der Unsicherheit

an den Kapitalmärkten Gelder umgeschichtet. Die

Bilanzsumme ist auf 2,66 mrd. euro gestiegen, was wieder

auf das dynamische Kreditgeschäft zurückzuführen ist.

Die ertragslage hat sich erneut positiv entwickelt. Ausgehend

von einem deutlich höheren Zinsüberschuss sind das

ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit und der Jahresüberschuss

deutlich gestiegen. Das Verhältnis zwischen Aufwand

und ertrag, die Cost-income-Ratio, konnte nach

neubaubedingten Aufwendungen in 2010 von 62,5 % auf

hervorragende 54,7 % reduziert werden und liegt damit

wieder unter der angestrebten 60 %-Grenze.

Das bilanzielle eigenkapital konnte in 2011 um 6,1 mio. euro

(+3,5 %) auf 181,5 mio. euro gestärkt werden.

wir gehen davon aus, dass in 2012 die Rahmenbedingungen

so bleiben, dass das Kundengeschäft weiterhin stabil wächst

und sich die eigenanlagen erneut positiv entwickeln. Die

größte Unsicherheit geht nach wie vor von der staatsschul-

denkrise einiger euroländer aus, wenngleich in den

ersten wochen des neuen Jahres eine wahrnehmbare

Beruhigung eingetreten ist. wir erwarten ein leicht unter

dem Vorjahr liegendes operatives ergebnis und moderate

Risikoaufwendungen. Dies wird sich insgesamt positiv

auf die Vermögens-, Finanz- und ertragslage auswirken.

Auch in 2012 heißt es hoffentlich wieder: Umfeld und

entwicklung – doppelt gut.

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Gemeinsam Chancen wahrnehmen

„Wenn Zukunft eine Perspektive

ist, dann sollte man in der

Gegenwart damit beginnen,

sie zu gestalten.“

sir Francis Bacon


Vorstand und Aufsichtsratsvorsitzender

Volksbank eG und

Volksbank Hegau eG

U m w e l t u n d B e w u s s t s e i n

in einer Zeit des immer schnelleren wandels ist es auch für

eine regional tätige Bank wie die Volksbank eG essenziell,

dass sie weiterdenkt; dass sie sich auch und gerade in erfolgreichen

Zeiten nicht auf den lorbeeren ausruht, sondern

frühzeitig Chancen erkennt und ergreift, um langfristig den

erfolg zu sichern.

eine solche Chance im doppelten sinne wahrgenommen –

also erkannt und ergriffen – haben die Volksbank eG und

die Volksbank Hegau eG, singen, als sie im vergangenen Jahr

Gespräche über eine mögliche Kooperation aufgenommen

haben. Am 17. Januar 2012 haben Vorstand und Aufsichtsrat

beider Banken einen Kooperationsvertrag geschlossen. Damit

wurde ein erster meilenstein auf dem weg in eine gemeinsame

Zukunft erreicht. Die endgültige entscheidung, ob aus

der Kooperation eine Fusion und damit die Volksbank eG

schwarzwald Baar Hegau wird, obliegt den jeweiligen Vertretern

der beiden Häuser in den Vertreterversammlungen

am 18. Juni in singen und am 20. Juni in Villingen.

Beide Banken haben weit mehr als die silben „ingen“ im

Ortsnamen gemeinsam: trotz unterschiedlicher Größenverhältnisse

und Ausgangspositionen haben die handelnden

Personen das gleiche Bild von der Zukunft und dem weg

den sie beschreiten wollen.

Durch die Fusion entstünde eine Genossenschaftsbank mit

über 3 milliarden euro Bilanzsumme, 55.000 mitgliedern und

450 mitarbeitern sowie einem Geschäftsgebiet, das sich von

tennenbronn im norden bis nach Gailingen im süden erstreckt.

eine leistungsstarke Bank, die in der Region verankert

und mit den örtlichen Gegebenheiten vertraut ist – die

Volksbank eG schwarzwald Baar Hegau.

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Gestern war heute noch Zukunft

„panta rhei – alles fließt“

Heraklit


Vorstandsvorsitzender Joachim Straub im Gespräch mit

Prof. Dr. Lars Mitlacher, Leiter des Studiengangs BWL-

Demografie- und Personalmanagement an der Dualen

Hochschule Baden-Württemberg in Villingen-Schwenningen.

Herr Prof. Dr. Mitlacher, überall wird darüber geredet,

aber was versteht man konkret unter dem demografischen

Wandel?

Prof. Dr. Lars Mitlacher

und Joachim Straub

Der demografische Wandel lässt sich unterschiedlich defi-

nieren. Zum einen geht es um eine veränderte Altersstruktur

der Bevölkerung – der Anteil älterer Menschen steigt,

wir werden also älter und gleichzeitig auch weniger. Zum

anderen schließt der Begriff des demografischen Wandels

aber auch Themen wie Vielfalt (Diversity) und Nachhaltigkeit

ein. Die Gesellschaft und mit ihr auch die Belegschaften in

den Unternehmen werden vielfältiger, bunter und die

Gesellschaftsstrukturen verändern sich.

Unser Geschäftsbericht heißt Umwelt und Bewusstsein. Wie

würden Sie die Themen Umwelt, Bewusstsein und Demo-

grafie in einen Zusammenhang bringen?

U m w e l t u n d B e w u s s t s e i n

Jedes Unternehmen sollte ein Bewusstsein dafür haben,

welche entwicklungen sich in seiner Umwelt abspielen und

wie diese den Unternehmenserfolg beeinflussen. Der

demografische wandel ist eine zentrale entwicklung in der

Umwelt und sollte deshalb bei jedem Unternehmen im

Fokus stehen. Demografischer wandel hat aber auch viel

mit nachhaltigkeit zu tun. Zur Diskussion im Bereich von

nachhaltigkeit gehört somit auch der schonende Umgang mit

der Umwelt und den Ressourcen. Dies schließt auch einen

nachhaltigen Umgang mit der Ressource „Personal“ ein. Der

demografische wandel ist somit ein ganz wichtiges nachhaltigkeitsthema:

wie kann die Gesellschaft sich nachhaltig

weiterentwickeln und wie können sich Unternehmen im

Hinblick auf den einsatz von Personal auch nachhaltig entwickeln?

insofern besteht ein wichtiger Zusammenhang zwischen

Umwelt, Bewusstsein und dem demografischen wandel.

Dass wir älter und weniger werden, findet auch in unserer

unmittelbaren Umgebung statt. Obwohl wir dies immer

wieder lesen können – verschließen wir nicht die Augen vor

den Konsequenzen?

ich habe den eindruck, dass viele Unternehmen bisher noch

nicht aktiv geworden sind, weil der Handlungsdruck erst all-

mählich zu steigen beginnt. wenn ich mich als Unternehmen

aber heute nicht richtig positioniere, werde ich morgen die

Konsequenzen fast nicht mehr bewältigen können. Das

heißt, demografischer wandel ist ein strategisches thema.

es gibt noch eine zweite Facette. wenn demografischer wan-

del nur mit Alter gleichgesetzt wird, dann ist es nicht ver-

wunderlich, dass das thema oftmals nicht auf der Agenda

steht, da der Begriff des „Alters“ in der heutigen Gesellschaft

teilweise noch negativ besetzt ist. wir müssen deshalb auch

unser Altersbild in der Gesellschaft überdenken.

Der demografische wandel bietet aber auch viele Chancen

und Ansatzpunkte, Gesellschaft und Unternehmen zu ver-

ändern, z. B. neue Geschäftsmodelle zu entwickeln und neue

Chancen auf den märkten zu ergreifen. insofern ist der de-

mografische wandel ein Prozess, den man positiv gestalten

kann. man muss sich nur aktiv damit auseinandersetzen.

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Gestern war heute noch Zukunft

„Gegen die Zukunft kann man

nicht kämpfen. Die Zeit ist auf

ihrer Seite.“

william Gladstone

Wie sollte man damit umgehen und wer ist gefordert?

Zum einen sind die Unternehmen gefordert, ihr Personalma-

nagement zu überdenken und weiterzuentwickeln. wie ge-

hen Unternehmen mit einer älter werdenden Belegschaft

und mit Problemen bei der nachwuchsgewinnung um?

stichwort Fachkräftemangel:

wie kann ich mitarbeiter auch in ländlichen Regionen an

Unternehmen binden? Das sind Herausforderungen, die

Unternehmen heute schon bewältigen müssen.

Zum anderen sind die Unternehmen aber auch bei der entwicklung

neuer Produkte gefordert. Für eine alternde Gesellschaft

wird es ganz neue Produkte geben müssen. Denken

sie zum Beispiel an die medizintechnik oder an den

Pflegebereich. Aber auch im Finanzsektor wird es sicher Ansatzpunkte

für neue Produkte geben. Das sind ganz neue

marktchancen, über die man heute vielleicht noch gar nicht

nachdenkt. Diesen strukturwandel aktiv zu gestalten und

auch rechtzeitig auf diese Veränderung zu reagieren, das ist

heute vor allem Aufgabe der entscheider in den Unternehmen.

Aber auch die Politik ist gefordert, um Regionen im

wettbewerb um Fachkräfte attraktiv zu machen.

Das war ein Blick auf die Unternehmen. Wie sehen Sie die

Auswirkungen auf die Infrastruktur?

wir werden verschiedene tendenzen sehen. schon heute ist

eine Re-Urbanisierung zu erkennen. Das bedeutet, dass wir

eine Konzentration auf die städte erleben. Das heißt nicht,

dass aus der Region alle in die Ballungszentren ziehen, sondern

wir haben auch innerhalb der Region wanderungsbewegungen

in die Zentren, also zum Beispiel nach Villingenschwenningen

hinein.

Der zweite Punkt ist, dass wir über die Re-Urbanisierung

z. B. zu neuen wohnkonzepten kommen müssen, wie etwa

mehrgenerationenhäuser. wir brauchen auch neue transportmöglichkeiten.

Das heißt, der öffentliche Personennahverkehr

wird für eine älter werdende Bevölkerung an Bedeutung

gewinnen. Bei den Jüngeren ist der schnelle

Zugang zum internet wichtig. Um junge Fachkräfte in der

Region zu binden, brauchen wir eine gute Verkehrsinfrastruktur

mit einer schnellen Anbindung an die einzelnen


Ballungszentren im Umkreis. Und vor allem aber sind kurze

wege innerhalb der Region notwendig. Die gesamte infrastruktur

muss möglichkeiten schaffen, dass die leute leicht

mit verschiedenen transportmitteln von A nach B kommen.

Neben den Themen Wohnen, Mobilität und Informationsversorgung

gibt es weitere Veränderungen. Wie sieht es

beim Einkaufen, bei öffentlichen Einrichtungen und Dienstleistungen

aus?

Auch beim einkaufen werden wir zwei tendenzen sehen:

Zum einen wird der Onlinehandel über das internet weiter

zunehmen. Zum anderen muss aber auch sichergestellt sein,

dass die nahversorgung gewährleistet ist. Dadurch könnte

es zu einer Renaissance kleinerer Geschäfte kommen,

die dann ein größeres sortiment führen oder lieferservices

anbieten, vielleicht sogar mobile Verkaufsstätten, die

wöchentlich in kleinere Orte kommen.

Bei den öffentlichen Angeboten wird das thema Bildung ein

schlüssel für die Bewältigung des demografischen wandels

sein. Der zweite Bereich sind die Angebote für Bürger. Hier

sind die Kommunen gefordert, sich Gedanken zu machen,

wie z. B. attraktive Angebote für neue mitbürger aussehen,

wie der service für die Bürger weiter ausgebaut werden

kann (z. B. bei Anmeldungen, Kfz-Ummeldungen oder

ähnlichem).

Wo sehen Sie die Hauptpunkte, bei denen sich ländlich

strukturierte Regionen von Metropolregionen unterscheiden?

Der demografische wandel trifft mehr oder minder alle Regionen.

in ländlichen Regionen wird die große Herausforderung

sein, junge menschen in der Region zu halten bzw.

U m w e l t u n d B e w u s s t s e i n

neue Fachkräfte zu gewinnen. Bei jungen Familien kann man

beispielsweise punkten, wenn die infrastruktur stimmt (Kinderbetreuung,

gute schulen, netzwerke für gleiche interessen,

günstiges Bauland etc.). wie eben schon erwähnt, wird

es für ländliche Regionen vor allem darauf ankommen, für

neue mitbürger attraktiv zu sein und junge Familien langfristig

zu binden. wie kann die Region über intelligente Programme

eine willkommenskultur schaffen? Beispielsweise

durch ein Patenprogramm, dass jeder neubürger auf neubürgerveranstaltungen,

in Vereine etc. mitgenommen wird.

wenn uns der Aufbau solcher initiativen gelingt, dann haben

wir eine große Chance, die Region für leute attraktiv zu

machen.

Kann dieser Trend, über den wir gerade sprechen, nur ge-

bremst bzw. gemildert werden, oder kann er auch gestoppt

werden?

Aus meiner Perspektive werden wir diesen trend nicht um-

kehren können, wir können ihn aber abmildern. Für die Re-

gion wird die entscheidende Herausforderung sein, die be-

nötigten Fachkräfte zu halten und die Attraktivität für neue

mitbürger zu steigern.

Wird Veränderungsbereitschaft neben dem Fachwissen zur

zentralen Eigenschaft eines Unternehmens?

ich denke, dass uns gerade die demografische entwicklung

mehr Flexibilität abverlangen wird. es wird nicht mehr so

sein, dass mitarbeiter auf ein und derselben Position vom

eintritt ins Unternehmen bis zur Rente bleiben werden, son-

dern mitarbeiter werden über ihre Berufslaufbahn hinweg

unterschiedliche stationen durchlaufen und verschiedene

tätigkeiten wahrnehmen. Die mitarbeiter müssen ihr ganzes

Berufsleben über bereit sein, neue Kompetenzen zu erlernen

und sich in neue themengebiete einzuarbeiten.

Der zweite Punkt ist, flexible Arbeitszeitmodelle zu eta-

blieren und sich gleichzeitig von herkömmlichen Karriere-

vorstellungen zu verabschieden: weg von der reinen

Aufstiegskarriere hin zu alternativen modellen einer Fach-

oder Projektkarriere. Ganz wichtig ist eben die Bereitschaft,

sich über das ganze Berufsleben hinweg weiter zu qualifizieren,

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Gestern war heute noch Zukunft

weil sich das Berufsleben mit steigendem Renteneintritts-

alter verlängert. Diejenigen, die diese Flexibilität an den

tag legen, werden im Berufsleben auch weiterhin erfolg-

reich sein.

Flexibilität ist dabei keine Frage des Alters. Auch ältere men-

schen sind flexibel und auch jüngere können unflexibel sein,

das ist eine Frage der Persönlichkeit. ich finde es ganz wich-

tig, dass mitarbeiter lernen, flexibel zu bleiben. wenn man

über 10, 15 Jahre immer dieselbe tätigkeit ausgeübt hat,

dann arrangiert man sich irgendwann mit der situation und

will sich nicht mehr ändern. Deshalb ist es eine Herausforde-

rung, die mitarbeiter während des gesamten erwerbslebens

flexibel zu halten. Dies bedeutet, dass man beispielsweise

auch mit ende 50 noch mal eine ganz neue tätigkeit im

Unternehmen übernimmt.

Das Thema demografischer Wandel ist nicht neu. Die Pyra-

mide bzw. eher der Pilz ist vorgegeben. Wann werden wir

Ihrer Meinung nach die Auswirkungen vor Ort richtig spüren?

Der demografische wandel ist ein schleichender Prozess,

nicht wie bei einer Finanzkrise, die von heute auf morgen da

ist und die man sofort sieht und spürt. Das ist auf der einen

seite ein großer Vorteil, weil man noch rechtzeitig agieren

kann. es ist aber auch ein nachteil, weil so der Handlungs-

druck nur allmählich steigt. Und es ist vielleicht eine mensch-

liche eigenschaft, Dinge nach hinten zu schieben, zu sagen,

da kümmern wir uns später darum.

ein zweiter Punkt aus der Perspektive der Unternehmen sind

die investitionen, die sie heute wegen des demografischen

wandels tätigen. Diese bringen nicht sofort einen Return on

investment, sondern werden sich erst in fünf oder zehn

Jahren auszahlen. Aber für die langfristige wettbewerbs-

fähigkeit ist die Beschäftigung mit dem demografischen

wandel eine der zentralen unternehmerischen Herausfor-

derungen.


Und wo sieht man den demografischen wandel? man spürt

ihn in den Unternehmen, wenn das Durchschnittsalter

ansteigt, bei der Diskussion um Fachkräftemangel und der

Frage, wie man mitarbeiter gewinnen und binden kann.

Das ist nur die spitze des eisberges. wir stehen vor großen

Verrentungswellen in den nächsten Jahren, die für die

Personalabteilungen mit Blick auf den ersatzbedarf eine

Herausforderung darstellen werden.

Nach einer Untersuchung des Instituts für Demoskopie in

Allensbach denkt die Bevölkerung mehr an Risiken und we-

niger an Chancen. Wie würden Sie vor dem Hintergrund der

ganzen Entwicklung einen positiven Ausblick formulieren?

Der demografische wandel bietet in der tat viele Chancen:

Zum einen für die Unternehmen, um ihre Personalpolitik

zu verändern, neu zu gestalten und auch die Arbeitsbedin-

gungen anzupassen. Zum anderen kann uns der demo-

grafische wandel auch als wirtschaftsstandort große Chancen

bringen, z. B. wenn wir an neue Produkte denken. ich habe

eingangs bereits die medizintechnik und die Pflegeberufe

genannt. Auch andere länder haben das Problem des

demografischen wandels, und wenn wir uns rechtzeitig

richtig positionieren, können wir davon sogar profitieren,

beispielsweise über entsprechende exporte. wir müssen aber

heute unsere Hausaufgaben machen. Das schließt auch

die Diskussion beispielsweise über sozialsysteme mit ein

und Fragen, wie wir in der Gesellschaft künftig zusammen-

leben wollen.

„Die Pflege von Freundschaften

halte ich für die wichtigste

Altersvorsorge.“

Peter e. schumacher

U m w e l t u n d B e w u s s t s e i n

Wenn Sie drei Wünsche an die Gesellschaft frei hätten,

welche wären das?

mein erster wunsch wäre, dass die Unternehmen das thema

demografischer wandel aktiv angehen und umsetzen. wir

haben sehr viele studien zu diesem thema. Aber die Umsetzung

von maßnahmen steht in vielen Unternehmen erst am

Anfang.

Der zweite wunsch wäre, dass man das thema in den Unternehmen

als strategisches thema begreift und integrativ

betrachtet. Das bedeutet, dass sich Unternehmen nicht nur

auf einzelne maßnahmen, z. B. ein Gesundheitsmanagement,

fokussieren. Die Auswirkungen des demografischen wandels

erfordern eine ganzheitliche sichtweise, d. h. neben den

Auswirkungen auf personalwirtschaftliche themen, wie die

Personalentwicklung oder die Gewinnung von mitarbeitern,

sind auch die Auswirkungen auf den Vertrieb, auf die

Produktentwicklung oder die Organisation von Prozessabläufen

in der Produktion zu betrachten. Dafür benötigen

Unternehmen gut ausgebildete experten auf den Gebieten

Demografie- und Personalmanagement, die das thema demografischer

wandel nach vorne bringen und verantworten.

Als Drittes würde ich mir für die Gesellschaft wünschen, dass

wir noch mal kritisch nachdenken: wie waren unsere Altersbilder

in den letzten Jahren (stichworte Vorruhestand oder

Altersteilzeitmodelle)? was haben sich für Altersstereotype

in der Gesellschaft verfestigt und wie lassen sich diese

verändern?

letzten endes wird es nur gehen, wenn sich die Generationen

gemeinsam der Herausforderung des demografischen

wandels stellen. Und vielleicht sollte man sich auch in der einen

oder anderen Personalabteilung vom „Jugendwahn“

verabschieden und sich daran erinnern, dass auch Ältere sehr

wohl noch wertvolle Kompetenzen für ein Unternehmen

haben, die dringender denn je benötigt werden.

Herzlichen Dank.

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Volatilität als normalität

„Die Trends von morgen stehen

bereits heute an der Wand.

Die Schrift ist allerdings nicht

immer gut lesbar.“

Peter Drucker


internet, Zeitungen, Fernsehen, Radio – zahlreiche medien

liefern uns Fakten in Hülle und Fülle. in sekundenschnelle

haben wir alle informationen parat, die wir benötigen –

dank smartphone und tablet-Computer unabhängig von

Zeit und Raum.

wissen wir dadurch wirklich besser Bescheid oder nur mehr

als bisher? Und müssen wir nicht aus einer Vielzahl von in-

formationen die wesentlichen inhalte filtern? Dr. Frank

schirrmacher, mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen

Zeitung, hatte im Vorjahr an dieser stelle bereits davor ge-

warnt, leeren informationen nachzujagen. nicht die schnelle,

sondern die durchdachte information sei entscheidend.

Als Volksbank eG sehen wir es als unsere zentrale Aufgabe

an, ihnen durchdachte informationen verständlich darge-

stellt zu liefern, um sie bei der Geldanlage bestmöglich zu

unterstützen. wir beobachten sowohl langfristige trends als

auch kurzfristige stimmungswechsel. wir haben die Verän-

derung der märkte im Zeitablauf ebenso wie die so genann-

te Volatilität – also die Fieberkurve – permanent im Auge.

U m w e l t u n d B e w u s s t s e i n

Die märkte – weltweit voneinander abhängend – schwanken

seit einiger Zeit in einem nie gekannten Ausmaß und haben

teilweise bis dato bestehende unumstößliche Gesetze der

wirtschaft verändert.

Der langfristige Zinstrend an den Bondmärkten entwickelte

sich seit vielen Jahren nach unten und die Rendite liegt nun

in der nähe der inflationsrate. Vieles spricht für eine wende.

Häufig werden Aktien als zu riskant eingestuft, hingegen

gelten immobilien seit jeher als langfristig sichere wertan-

lage. Doch ist das wirklich so oder hat sich dies in unserem

Bewusstsein verankert?

Auch wenn seitens der Politik derzeit einiges unternommen

wird, die märkte wieder in ruhiges Fahrwasser zu bringen,

werden wir uns an größere schwankungen gewöhnen

müssen. langfristige trends sind kurzfristigen stimmungswechseln

ausgesetzt. Dies wirkt sich wiederum sowohl auf

die nachhaltigkeit und die wertigkeit von informationen als

auch auf die Geldanlagen aus.

Für uns erfreulich: immer häufiger hören wir von ihnen, dass

sie den informationen unserer Berater vertrauen. wir sehen

uns als ihr informationsmanager, der komplexe Zusammenhänge

einfach darstellt, trends erkennt und transparent

macht; der die passenden lösungen für sie hat.

Vermögensstrukturierung, also die richtige mischung verschiedener

Anlageklassen, ist aus unserer sicht die beste

Alternative, um langfristig bei individuell gewähltem Risiko

adäquate Renditen zu erzielen. Denn für jede einzelne

Anlageklasse gilt: Volatilität wird zur normalität!

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Heute ist morgen Vergangenheit

Vorsorge ist

Schmerzvermeidung

und Lustgewinn.


„Wende dein Gesicht der Sonne

zu, und du lässt die Schatten

hinter dir.“

aus Afrika

U m w e l t u n d B e w u s s t s e i n

wenn wir ehrlich sind, kann und will sich niemand von uns

vorstellen, dass wir morgen oder übermorgen vielleicht nicht

mehr so fit sind wie heute, dass wir schwer krank werden

oder dass wir unseren Alltag im Alter nicht mehr alleine

bewältigen können.

Dabei ist durchaus ein Bewusstseinswandel erkennbar. Denn

die sorge um die eigene Gesundheit steigt seit 20 Jahren,

wie die aktuelle studie der R+V Versicherung „Die Ängste

der Deutschen“ ausführt. Auf Platz 3 dieser sorgen-Rangliste

steht die Furcht, im Alter ein Pflegefall zu werden; krank

zu werden auf Platz 6.

Umso erstaunlicher ist es, dass nach Aussage der Goethe-

Universität Frankfurt drei Viertel der Bevölkerung heute

nicht an die gesundheitliche Belastung von morgen denkt.

schon jetzt kostet die häusliche Pflege deutlich mehr als die

gesetzliche Pflegeversicherung bezahlt, so dass die Differenz

aus dem eigenen Vermögen bezahlt werden muss. Um

sich hiergegen zu schützen, wird private Vorsorge immer

wichtiger.

Zudem sind wegen der demografischen entwicklung mehr

und mehr menschen auf eine Pflege im Alter angewiesen.

Deshalb drohen drastische Beitragserhöhungen. Dem soll

nun mit einer staatlich geförderten Pflege-Zusatzversiche-

rung begegnet werden („Pflege-Riester“). Danach würden

jene, die eine private Pflege-Zusatzversicherung abschließen,

mit einer staatlichen Förderung belohnt – ganz nach dem

Vorbild der Riester-Rente.

Heute ist morgen Vergangenheit. Deshalb unser tipp:

managen sie ihre Gesundheit jetzt. wer heute damit

beginnt, hat drei Vorteile: einen sofortigen Versicherungs-

schutz auf Basis der aktuellen situation, niedrigere Beiträge

und einen Vermögensschutz. Dies alles gibt das gute Gefühl,

heute für morgen vorgesorgt zu haben. Denn Vorsorge ist

schmerzvermeidung und lustgewinn!

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stecken sie ihre Bank in die tasche


Das Büro im Wandel der Zeit


U m w e l t u n d B e w u s s t s e i n

tim Bendzko wollte in seinem Ohrwurm „nur mal kurz die

welt retten und 148 mails checken“. Ob sie das wollen, wissen

wir nicht. möchten sie jedoch unterwegs mal eben den

Kontostand abrufen, kurz die letzten Umsätze der Kreditkarte

prüfen oder noch schnell die dringende Überweisung

erledigen? Kein Problem mit unserer App „vr.de – Banking“

für iPhone, iPad und iPod sowie für smartphones. Denn

damit haben sie uns als ihre Volksbank immer griffbereit

in der tasche. Rund fünfhunderttausend Bankkunden

bundesweit nutzen sie bereits.

sie sind in einer anderen stadt und suchen den nächsten

Geldautomaten einer Volksbank? Der Filialfinder lotst sie

sicher zu einem Automaten, an dem sie kostenlos Geld

abheben können.

sie können sich immer über ihre Kreditkartenumsätze auf

dem laufenden halten. Der menüpunkt „Karten“ ihrer Banking-App

gewährt ihnen schnellen Zugriff. Und falls ihnen

ihre Kreditkarte einmal abhanden kommen sollte, verbindet

sie die App direkt mit der sperrhotline. Das ist nur ein Ausschnitt

dessen, was die VR-Banking-App kann. Die mobilen

services begleiten sie überall hin.

natürlich brauchen sie nicht zwingend ein smartphone, um

mit uns elektronisch zu kommunizieren. sie können zum

Beispiel unser Voba-tagesgeldtOP im Handumdrehen über

das internet ordern – rund um die Uhr von überall und ganz

einfach.

Kennen sie schon unseren QR-Code (QR steht für „Quick Response“,

also schnelle Antwort)? wenn sie auf ihrem smartphone

einen QR-Code-Reader haben, kommen sie

direkt auf unsere seite www.volksbank-villingen.de. Dort

können sie unser digitales Angebot noch einmal nachlesen

und haben direkte links auf die themen, die sie besonders

interessieren.

egal, wo sie sind – wir sind für sie da!

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Der regionalen Verantwortung bewusst

Gewinner des

Robo-Wettbewerbs 2011

Sieger der

Sportlerwahl 2011


wer schreibt es sich nicht gerne auf die Fahne, sich für die

menschen in unserer Region einzusetzen? Doch letztlich sind

es die Aktivitäten, die zählen und nicht allein die schönen

worte.

Für uns bedeutet dies zum Beispiel,

- dass wir 2005 eine Volksbank-stiftung ins leben gerufen

haben, mit der wir unter anderem den Robo-wettbewerb

der iHK schwarzwald-Baar-Heuberg unterstützen und

damit in unserer technisch geprägten Region Jugendliche

mit technischen und strategischen Fähigkeiten fördern

oder uns gemeinsam mit der stiftung „Deutschland im Plus“

für die Überschuldungsprävention und finanzielle Allge-

meinbildung einsetzen.

- dass wir seit 2006 mit dem Caritasverband für den

schwarzwald-Baar-Kreis e. V. den stadtlauf veranstalten

und für jede gelaufene Runde 1 euro spenden (bisher

insgesamt beachtliche 74.000 euro).

- dass unsere Auszubildenden an einem sozialpraktikum,

ebenfalls beim Caritasverband für den schwarzwald-Baar-

Kreis e. V., teilnehmen. sie haben 2011 eine woche lang im

st. Jakobus-Haus in Villingen, in der Ganztagesschule am

Deutenberg in schwenningen, im tagespflege- und mehr-

generationenhaus in Donaueschingen und im Pflegehaus

am eschachpark in niedereschach mitgearbeitet.

- dass wir mit der VR-talentiade ein Programm zur talent-

suche und -förderung von Kindern im Alter von 6 – 12

Jahren in sieben verschiedenen sportarten – Fußball,

tennis, leichtathletik, Golf, Handball, ski oder turnen –

unterstützen.

U m w e l t u n d B e w u s s t s e i n

- dass wir seit Jahren als mitgastgeber bei der Kreissportler-

wahl fungieren.

- dass wir eine Geldanlage „Gemeinsam helfen, Palliativ-

zentrum-Vs“ aufgelegt haben, durch die wir dem Palliativ-

zentrum-Vs e. V. eine spende von 30.000 euro überreichen

konnten.

- dass wir mit dem VR-Gewinnsparen menschen in not

bzw. soziale oder gemeinnützige einrichtungen in unserem

Geschäftsgebiet unterstützen.

- dass wir rund 300 Vereine im Geschäftsgebiet fördern.

All dies ist nur ein Ausschnitt dessen, wie wir als Bank in der

Region einen nachhaltigen Beitrag leisten können. Dieses

engagement werden wir selbstverständlich auch in 2012

fortsetzen.

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eintauchen und erleben

Meine Geldanlage

Mein Service

Mein Zuhause

Mein Unternehmen

Meine Arbeitswelt

Meine Vorsorge


Unser vielfältiges (Dienst-) leistungsspektrum und die dahinterstehenden

Kompetenzen beweisen wir täglich in

unserer Zusammenarbeit mit ihnen, unseren Kunden

und mitgliedern.

mein service

wir sind verlässlich, freundlich und nehmen uns Zeit für sie.

wir gehen auf ihre individuellen Bedürfnisse ein und

erarbeiten konkrete Angebote, die zu ihnen passen.

mein Unternehmen

wir sind erfahrene und mit hoher Kompetenz ausgestattete

Unternehmensfinanzierer. wir beleuchten alle Perspektiven

ihres Unternehmens und zeigen ihnen innovative, verbindliche

und verständliche lösungen auf.

meine Geldanlage

wir sind kompetente Berater, die nah dran an den märkten

sind und ihnen Geldanlagen zu top-Konditionen und transparenten

Preisen bieten. wir lassen sie in der informationswelt

rund um die Geldanlage nicht alleine.

U m w e l t u n d B e w u s s t s e i n

mein Zuhause

wir sind einer der erfahrensten und kompetentesten Bau-

finanzierer und immobilienvermittler der Region. wir bieten

ihnen hohe Flexibilität mit intelligenten und zukunftsfähigen

Finanzierungen zu besten Preisen.

meine Vorsorge

wir sind hoch qualifiziert und wissen, dass die richtige

Vorsorge eine unabdingbare Grundlage für ihre finanzielle

Unabhängigkeit ist. wir analysieren ausführlich ihre Vor-

sorgesituation und stellen bei der Beratung ihre Ziele in den

mittelpunkt.

meine Arbeitswelt

wir sehen den erfolg unserer Bank als erfolg unserer mit-

arbeiter. wir bieten moderne, hochwertige und multi-

funktionale Arbeitsplätze mit vielen möglichkeiten zur

Kommunikation.

wir lassen uns an den dargestellten leistungsinhalten messen.

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Bewusst in die Zukunft


Klaus Merkle

zweifellos hat sich seit Fukushima unser Umweltbewusstsein

tiefgreifend gewandelt. eine Regierung ändert von heute

auf morgen den energiekurs mit weitreichenden Folgen für

die energieerzeuger, aber auch mit zukunftsweisenden

globalen Chancen für neue energietechnische lösungen.

Unsere Bank hat dies beim Um- und erweiterungsbau

bereits berücksichtigt, wie z. B.: Dämmung der Gebäude

nach neuestem standard, Fenster mit niedrigem k-wert,

Pellet-Heizung und eine Photovoltaik-Anlage.

Bei der neugestaltung galt es, unsere Bank in unsere städ-

tische Umgebung gestalterisch und nachhaltig einzubinden.

Dies ist uns offensichtlich sehr gut gelungen, wie das öffent-

liche echo gezeigt hat. wenn der Vorplatz Richtung Riettor

bis Herbst fertig gestellt ist, wird insgesamt ein neues

gestalterisches Highlight in unserer stadt entstanden sein.

Finanz-, Banken- und eurokrise entspringen einer welt des

schuldenmachens, ohne dass sich die Verantwortlichen

bewusst sind, welche verheerenden Folgen dies haben kann.

so sind – was man sich früher nicht vorstellen konnte – nicht

nur Banken pleite gegangen, sondern auch staaten stehen

vor dem Abgrund.

Unsere Volksbank hatte trotz dieses Umfeldes ein gutes

Geschäftsjahr 2011. in vielen Bereichen sind wir im Umbruch

begriffen und unser Aufsichtsrat weiß deshalb, dass von

unseren mitarbeitern viel verlangt wird. es muss uns aber

bewusst sein, dass solche Veränderungen zu unserem Alltag

gehören werden.

U m w e l t u n d B e w u s s t s e i n

eine bemerkenswerte Veränderung könnte unsere Bank

durch die geplante Fusion mit der Volksbank Hegau eG in

singen erfahren. Dies umso mehr, als die von der Volksbank

Donau-neckar eG angestoßenen Gespräche für ein gemeinsames

Zusammengehen erfolglos geblieben waren, weil das

Bewusstsein über die Folgen einer solchen Veränderung

noch nicht ausgereift war. im Gegensatz dazu haben

die Aufsichtsratskollegen der Volksbank Hegau eG einen

beeindruckenden Zukunftsschritt gewagt. wir haben dem

Aufsichtsrat und dem Vorstand der Volksbank unseren

Respekt und unsere Anerkennung gezollt. eine solche

Fusion hat regionalen Vorbildcharakter zur weiterentwicklung

des genossenschaftlichen Bankenverbundes. sollten

die Vertreterversammlungen zustimmen, wird die neue

Volksbank eG schwarzwald Baar Hegau mit vereinter Kraft

im singener wirtschaftsraum die dortigen marktchancen

heben und so das weitere wachstum unserer dann gemeinsamen

Bank in der Zukunft mit sichern.

nachdem sich für 2012 ein ähnlich gutes Geschäftsjahr abzeichnet,

was natürlich auch die Arbeit in unserem Aufsichtsrat

erleichtert, danke ich allen mitarbeiterinnen und mitarbeitern

herzlich für die geleistete Arbeit. Unser aller

Dank gilt an dieser stelle aber auch unserem im mai 2011

plötzlich verstorbenen langjährigen Aufsichtsratkollegen

Klaus merkle, der bei unserer Bank gelernt hat. mit ihm

hatten wir eine erfahrene Persönlichkeit in unserem Gremium,

die mit profundem sachverstand, einer Prise Humor, viel

Gelassenheit und gelebter menschlichkeit unsere Arbeit

bereichert hat. Als Vorbild wird Klaus merkle auch in der

Zukunft seine spuren in unserer Bank hinterlassen.

Dr. Peter Uffelmann | Aufsichtsratsvorsitzender

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Jahresbilanz zum 31. Dezember 2011 *

* Wir haben auf einen vollständigen Abdruck des Jahresabschlusses

verzichtet. Die Darstellung erfolgt in verkürzter Form. Der vollständige

Jahresabschluss, der mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk des

Prüfungsverbandes versehen ist, sowie der Lagebericht in der gesetzlich

vorgeschriebenen Form werden dem Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers

eingereicht und liegen in unseren Regionalmarktzentren aus.

Geschäftsjahr 2011 in TEUR 2010 in TEUR + / - in %

Aktiva

Barreserve 30.909 30.545 +1,2

Forderungen an Kreditinstitute 407.173 442.475 -8,0

Forderungen an Kunden 1.151.197 1.084.107 +6,2

schuldverschreibungen

und andere festverzinsliche wertpapiere

798.891 776.253 +2,9

Aktien und andere nicht festverzinsliche wertpapiere 118.177 134.258 -12,0

Beteiligungen und Geschäftsguthaben

bei Genossenschaften

78.577 78.512 +0,1

immaterielle Anlagewerte und sachanlagen 36.141 26.207 +37,9

sonstige Aktiva 1) 42.452 28.647 +48,2

1) Aktivpositionen: treuhandvermögen, sonstige Vermögensgegenstände, Rechnungsabgrenzungsposten, Handelsbestand

Passiva

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.131.155 1.163.486 -2,8

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 1.234.867 1.151.477 +7,2

Verbriefte Verbindlichkeiten 91.241 80.676 +13,1

Rückstellungen 18.110 20.561 -11,9

nachrangige Verbindlichkeiten 35.522 37.292 -4,7

sonstige Passiva 2) 6.673 9.460 -29,5

Fonds für allgemeine Bankrisiken 31.000 27.000 +14,8

Geschäftsguthaben 32.988 32.152 +2,6

ergebnisrücklagen 77.000 75.000 +2,7

Bilanzgewinn 4.960 3.901 +27,1

Bilanzsumme 2.663.516 2.601.005 +2,4

Geschäftsvolumen 3) 3.026.737 2.931.596 +3,2

2) treuhandverbindlichkeiten, sonstige Verbindlichkeiten, Rechnungsabgrenzungsposten, sonderposten mit Rücklageanteil, sonderposten aus

währungsumrechnung | 3) Bilanzsumme zuzüglich eventualverbindlichkeiten und unwiderrufliche Kreditzusagen

Gewinn- und Verlustrechnung

Zinsüberschuss 1) 47.459 42.252 +12,3

Provisionsüberschuss 2) 13.647 13.262 +2,9

sonstige betriebliche erträge und Aufwendungen 3) -130 -3.740 -96,5

Verwaltungsaufwand (Personalaufwand

und andere Verwaltungsaufwendungen)

31.492 31.846 -1,1

Abschreibungen auf sachanlagen 1.932 1.992 -3,0

Bewertungsergebnis -13.782 -7.029 +96,1

ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 14.021 10.989 +27,6

steuern 4.829 4.031 +19,8

einstellungen in Fonds für allgemeine Bankrisiken 4.000 3.000 +33,3

Jahresüberschuss 4.940 3.876 +27,5

1) Zinserträge und laufende erträge, abzüglich Zinsaufwendungen | 2) Provisionserträge abzüglich Provisionsaufwendungen

3) beinhaltet zusätzlich nettoaufwand/-ertrag des Handelsbestandes und außerordentliches ergebnis

Mitglieder und Geschäftsanteile

Anzahl mitglieder 42.680 42.862 -0,4

Anzahl Geschäftsanteile 645.476 628.832 +2,7


U m w e l t u n d B e w u s s t s e i n

Impressum

Herausgeber:

Volksbank eG, Villingen

Vorstand

Am Riettor 1

78048 Villingen-schwenningen

Konzept, Redaktion und Koordination:

Volksbank eG, Villingen

Unternehmenspräsentation

und

Baden-württembergischer

Genossenschaftsverband e. V.

Abteilung KiV

Beratung, Gestaltung, Bildbearbeitung, Satz:

wAs werbeAgentur GmbH, Villingen-schwenningen

Fotos:

jenshagen fotodesign, Villingen-schwenningen

KOntURphoto michael Kienzler, Villingen-schwenningen

schwarzwälder Bote | Fotolia | istockPhoto

statistisches landesamt Baden-württemberg (Grafik)

Druck:

müller Offset Druck, Villingen-schwenningen

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Unsere Vision

wir sind als Bank – in der Region, für die Region –

die erste Adresse für Privatkunden und den gewerb-

lichen mittelstand. Unsere hohe Beratungsqualität und

lösungskompetenz ist die Basis für eine langfristige,

auf Partnerschaft beruhende Kundenbeziehung.

titelbild:

„was dem einzelnen nicht möglich ist,

vermögen viele.“

Friedrich wilhelm Raiffeisen

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