Ausgabe Nr. 6 Dezember 2008 ( PDF 950 KB - Melzer & Kollegen

melzer.kollegen.de

Ausgabe Nr. 6 Dezember 2008 ( PDF 950 KB - Melzer & Kollegen

INHALT

I. EDITORIAL

II. FACHTHEMEN

1. Abgeltungsteuer für

Gesellschafterdarlehen möglich? Seite 3

2. Maßnahmenpaket gegen

Konjunkturschwäche Seite 4

3. Von der Wiege bis zur Bahre -

die neue Steuer-Identifikationsnummer. Seite 5

4. Die Betriebsprüfung:

Rechtzeitige Vorbereitung

lohnt sich! Seite 6

5. Koalition einigt sich bei Erbschaftsteuerreform Seite 7

6. Änderungen in der Lohnabrechnung

zum 01. Januar 2009 Seite 11

7. Steuer- und Rechts-News Seite 12

www.melzer-partner.de

Ausgabe 3 | 2008

Das Kanzleimagazin

8. Effektive Vorbereitungen für den Jahresabschluss zum 31.12.2008 Seite 14

III. EIN MANDANT STELLT SICH VOR

iq‘s Software GmbH Seite 15


Editorial www.melzer-partner.de

Liebe Leserinnen,

liebe Leser,

nicht nur an den Finanzmärkten sind

die Zeiten turbulent, auch der Gesetzgeber

ist in Aufruhr: Reformen

verzögern sich, neue Gesetzgebungsverfahren

werden kurzfristig

angestoßen.

Das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz

sollte zum 1.1.2009 eine neue

Bilanzierungsära einläuten. Hierüber

hatten wir ausführlich berichtet.

Dieses Vorhaben wurde aufgrund

der aktuellen Lage verschoben. Die

AOK Seminar

Aufgrund verschiedener Neuerungen

im Bereich der Sozialversicherungen

zum Jahreswechsel

laden wir Sie zu einem AOK Seminar

„Trends & Tipps 2009“ ein.

Schwerpunktthema wird die Einführung

des Gesundheitsfonds sein.

Im Zuge dessen wird für alle

neuen Bilanzierungsregelungen sind

somit nicht vor der zweiten Jahreshälfte

des kommenden Jahres zu erwarten.

Stattdessen wurde kurzfristig

ein Konjunkturpaket geschnürt,

dessen Regelungen ab Anfang 2009

die Wirtschaft stützen sollen.

Darüber hinaus wurde die Erbschaftsteuerreform

im November 2008

vom Finanzausschuss des Bundestages

beschlossen.

Über all diese Themen informieren

Roland Melzer

Steuerberater

vereidigter Buchprüfer

07821-9183-0

r.melzer@melzer-partner.de

gesetzlichen Krankenkassen ein

einheitlicher Beitragssatz festgelegt.

Das Seminar findet am 23.01.2009

von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr

im Seminarraum unserer Kanzlei,

Schwarzwaldstr. 32 in Lahr,

statt.

wir Sie in dieser Ausgabe unseres

Kanzleimagazins.

Wir wünschen Ihnen trotz all dieser

Turbulenzen erholsame Feiertage

und einen guten Start ins Jahr 2009!

Roland Melzer - zur Person Arnold Klumpp - zur Person

Arnold Klumpp

Steuerberater

07821-9183-109

a.klumpp@melzer-partner.de

Um Anmeldung hierzu wird

gebeten:

Telefon: 07821-9183-0

oder per e-mail an

mail@melzer-partner.de

Seite 2 Kanzleimagazin Melzer & Partner Dezember | 2008


www.melzer-partner.de Fachthemen

Abgeltungsteuer für

Gesellschafterdarlehen möglich?

von Boris Melzer

Über die Einführung der 25%igen

Abgeltungsteuer ab 2009 auf Zinserträge,

Dividenden und Kursgewinne

haben wir Sie bereits in

unserer Ausgabe 12/2007 informiert.

Die Informationsflut von Banken

und Versicherungen sowie die damit

in vielen Fällen verbundene

Absicht den Anlegern dieses Jahr

noch steuerbegünstigte Fondsanlagen

zu verkaufen hat an vielen

Stellen zu Verunsicherung geführt.

In dieser Ausgabe beleuchten wir

deshalb Unternehmer mit Zinseinnahmen,

die aus Darlehensgewährungen

an die eigene GmbH herrühren:

Beispiel 1:

Ein alleiniger Anteilseigner einer

GmbH hat der GmbH im Jahr 2002

ein Darlehen in Höhe von 100.000 €

zu einem Zinssatz von 5 % gewährt.

Die jährlichen Zinseinnahmen in

Höhe von 5.000 € hat er bisher mit

dem Höchststeuersatz von 42 %

zzgl. Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag

versteuert. Netto blie-

ben ihm somit 2.616,50 €.

Hätte der Gesetzgeber in diesen

Fällen ebenfalls die Abgeltungsteuer

zugelassen, so blieben dem Unternehmer

nach Abzug der Abgeltungsteuer

(incl. KiSt) 3.675 €.

Diese Ausnutzung des Steuersatzgefälles

war dem Gesetzgeber jedoch

ein Dorn im Auge. Daher hat

er Fälle, in denen

»

»

Gläubiger und Schuldner einander

nahestehen, oder

der Darlehensgeber (oder sein

Ehepartner) zu mindestens

10 % an der zinszahlenden Gesellschaft

beteiligt ist

von den Regelungen der Abgeltungsteuer

ausgenommen.

Wie allerdings der Begriff des „Nahestehens“

zu interpretieren sein

wird ist derzeit noch nicht geklärt.

In unserem Beispiel kann der Unternehmer

daher nicht von der Abgeltungsteuer

profitieren. Dies gilt

unter Umständen auch, wenn nicht

er selbst, sondern seine Ehefrau

das Darlehen gegeben hätte.

Boris Melzer

Dipl.-Betriebswirt (BA)

MBA (International Tax)

Steuerberater

07821-9183-161

b.melzer@melzer-partner.de

Gesellschafterdarlehen

Darlehen von Ehepartnern

Bankdarlehen mit Rückgriff

Gestaltungsspielräume ab 2009

Beispiel 2:

Ein Alleingesellschafter einer GmbH

unterhält ein privates Sparkonto

bei seiner Hausbank in Höhe von

100.000 €. Die Zinsen hieraus unterliegen

grundsätzlich der Abgeltungsteuer

mit 25 %. Gleichzeitig

hat die Hausbank allerdings einen

Kredit in Höhe von 200.000 € an

die GmbH des Unternehmers vergeben.

Als Sicherheit wurde das

private Sparkonto des Gesellschafters

hinterlegt. Da im vorliegenden

Fall von einem „einheitlichen Plan“

auszugehen ist unterliegt diese Finanzierungsform

der Missbrauchsregelung

für sogenannte „Back-to-

Back-Finanzierungen“.

Somit werden die Zinsen auf das

private Sparkonto nicht mit lediglich

25 % belastet, sondern unterliegen

dem im Regelfall höheren persönlichen

Steuersatz (s.o.).

Diese Regelung gilt allerdings nur

dann, wenn die private Kapitalanlage

und die Kapitalüberlassung an

die GmbH in einem gewissen Zusammenhang

stehen. Es eröffnen

sich somit Gestaltungsspielräume.

Boris Melzer - zur Person EMPFEHLUNG

Für zukünftige Darlehensaufnahmen

sollten im Vorhinein die

Möglichkeiten ausgelotet werden,

um die ab 2009 geltende Steuersatzdifferenz

zwischen Ihrem

persönlichen Steuersatz und dem

Abgeltungssatz in Höhe von 25 %

zu nutzen.

Kanzleimagazin Melzer & Partner Dezember | 2008 Seite 3


Fachthemen

Maßnahmenpaket gegen

Konjunkturschwäche

von Nicole Hollenbeck

Vor dem Hintergrund der aktuellen

Finanzkrise hat die Bundesregierung

am 05.11.2008 ein Programm

zur Überwindung der Konjunkturschwäche

und zur Sicherung von

Arbeitsplätzen beschlossen. Dieser

Maßnahmenkatalog umfasst insgesamt

15 verschiedene Punkte, welche

in den nächsten zwei Jahren zu

einem erhofften Investitionsvolumen

von 50 Mrd. € führen sollen.

Neben Programmen für Kommunen,

für Gebäudesanierungen und

für den Straßenverkehr wurden

auch steuerliche Änderungen beschlossen,

die Unternehmen und

Privathaushalte steuerlich entlasten

sollen.

1. Wiedereinführung der

degressiven AfA

Die mit Ablauf des 31.12.2007 abgeschaffte

degressive Abschreibung

für bewegliche Wirtschaftsgüter

wird für Anschaffungen, die nach

dem 31.12.2008 erfolgen, wieder

eingeführt. Allerdings hat sich der

Prozentsatz von früher 30% auf 25%

gemindert. Diese Maßnahme ist zu-

dem auf 2 Jahre begrenzt, d.h. sie

gilt nur für Anschaffungen bis zum

31.12.2010. Zudem gilt sie nur für

Anschaffungen über 1.000,00 €

netto, da ansonsten die Regelungen

für geringwertige Wirtschaftsgüter

(150,01 €– 1.000,00 €) greifen.

2. Anhebung der Größenmerkmale

für die Inanspruchnahme

der Sonder-AfA nach §

7g EStG

Durch die Einführung neuer Sonderabschreibungen

sollen ab dem

01.01.2009 kleine und mittlere

Unternehmen zusätzlich zur degressiven

Abschreibung auch Sonderabschreibungen

von bis zu 20 %

nutzen können. Die dafür relevanten

Betriebsvermögens- und Gewinngrenzen

sollen auf 335.000 € bzw.

200.000 € erhöht werden. Auch diese

Maßnahme ist auf 2 Jahre befristet.

3. Verdoppelung der Höchstgrenze

für Handwerkerleistungen

gem. § 35a EStG

Im Rahmen der haushaltsnahen

Nicole Hollenbeck - zur Person Fazit

Nicole Hollenbeck

Steuerberaterin

07821-9183-198

n.hollenbeck@melzer-partner.de

www.melzer-partner.de

Hintergrund für das

Konjunkturprogramm

Maßnahmen für Unternehmen

Maßnahmen für Privathaushalte

Fazit

Dienstleistungen soll der derzeit

geltende Steuerbonus für Handwerkerleistungen

für Instandhaltungsund

Modernisierungsmaßnahmen

in privaten Haushalten verdoppelt

werden. Bislang liegt der maximale

Erstattungsbetrag bei 600 €, dieser

soll auf 1.200 € angehoben werden.

Diese Erhöhung gilt zunächst für

zwei Jahre, dann wird sie auf ihre

Wirksamkeit hin überprüft.

An dieser Stelle sei darauf hingewiesen,

dass bereits am 15.10.2008

im sogenannten Familienleistungsgesetz

beschlossen wurde, dass

ab 2009 die Höchstgrenze für die

steuerliche Absetzbarkeit von Aufwendungen

für haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse

von bisher

3.000 € auf 4.000 € im Jahr

angehoben wurde. Ab 2009 können

demnach 20 % dieses Höchstbetrages,

also 800 € von der Steuerschuld

abgezogen werden.

Ob dieses Programm ausreichend

Investitionsanreize schafft wird

sich in den nächsten 2 Jahren

zeigen. Die aktuelle Haushaltslage

hat offenbar keine weitere

Entlastung der Unternehmen und

Privathaushalte zugelassen.

Seite 4 Kanzleimagazin Melzer & Partner Dezember | 2008


www.melzer-partner.de

Von der Wiege bis zur Bahre -

die neue Steuer-Identifikationsnummer

von Georg Weiß

Seit August versendet das Bundeszentralamt

für Steuern an alle

Steuerzahler die neue Steuer-Identifikationsnummer

(ID-Nummer).

Diese wird die „alten“ Steuernummern

ersetzen.

Allgemeines

Die ID-Nummer erhalten alle natürlichen

Personen, die einkommensteuerpflichtig

sind. Somit

wird auch Neugeborenen eine ID-

Nummer zugeteilt. Die Nummer

ist lebenslang gültig, gelöscht

wird sie 20 Jahre nach dem Tod

des Steuerpflichtigen.

Die ID-Nummer besteht aus 11 Ziffern,

die willkürlich zusammengesetzt

sind. Rückschlüsse auf den

Steuerpflichtigen sind dadurch

nicht möglich.

Anwendungsbereiche

Die steuerliche ID-Nummer gilt nur

für den Bereich der persönlichen

Einkommensteuer. Für die Umsatz-

und Gewerbesteuer gelten

die derzeitigen Steuernummern

weiter. Erst nach Einführung der

Georg Weiß - zur Person

so genannten „Wirtschafts-Identifikationsnummer“

werden auch

für die betrieblichen Steuern die

heutigen Steuernummern abgeschafft.

Freiberufler und Gewerbetreibende

müssen dann zwei Nummern

führen. Der Zeitpunkt der

Einführung dieser Nummer steht

noch nicht fest.

Die ID-Nummer ist ab 2009 bei

allen Anträgen, Erklärungen, Mitteilungen

und sonstigem Schriftverkehr

mit den Finanzbehörden

anzugeben. Für eine Übergangsphase

gilt die bisherige Steuernummer

parallel weiter.

Die ID-Nummer ist Grundlage für

die elektronische Übermittlung

von Daten an das Finanzamt. Neben

den Daten für den Lohnsteuerabzug

wird sie für Mitteilungen

über Rentenbezug und Sozialleistungen

benötigt. Kunden von

Auslandsbanken müssen ihre ID-

Nummer den Kreditinstituten mitteilen.

Dies dient dem internationalen

Informationsaustausch in Steuersachen.

Georg Weiß

Dipl.-Finanzwirt Dipl.-Finanzwirt (FH)

07821-9183-195

g.weiss@melzer-partner.de

Kanzleimagazin Melzer & Partner Dezember | 2008

Fachthemen

Gründe der Einführung

Die ID-Nummer ist Teil der Maßnahmen

zum Abbau der Bürokratie

im Besteuerungsverfahren. So

entfällt beispielsweise zukünftig

die Zuteilung einer neuen Steuernummer

beim Umzug in einen

anderen Finanzamtsbezirk. Die ID-

Nummer wird in vielen Bereichen

Papierbescheinigungen ersetzen.

Neben Kosteneinsparungen eröffnen

sich den Finanzbehörden

durch sie aber auch erweiterte

Kontrollmöglichkeiten. Auch dies

dürfte entscheidend für die Einführung

gewesen sein.

Ausblick

Allgemeines

Anwendungsbereiche

Gründe der Einführung

Ausblick

Die Einführung der ID-Nummer

ist der Beginn der Einführung von

bundeseinheitlichen Ordnungskennzahlen.

Abgeschlossen wird

dieser Vorgang mit der Einführung

der Wirtschafts-ID-Nummer für Gewerbetreibende

und Freiberufler.

Fazit

Neben den erweiterten Kontrollmöglichkeiten

bringt die ID-Nummer

den Finanzbehörden eine

Verwaltungsvereinfachung und

Abbau von Bürokratie. Der Nutzen

für die Steuerpflichtigen ist

dagegen eher gering.

Seite 5


Fachthemen

Die Betriebsprüfung:

Rechtzeitige Vorbereitung lohnt sich!

von Arnold Klumpp

Wer ist wann betroffen?

Grundsätzlich zulässig sind Betriebsprüfungen

bei land- und forstwirtschaftlichen

Betrieben, Gewerbetreibenden

sowie bei Freiberuflern.

Die Häufigkeit einer Betriebsprüfung

richtet sich im Wesentlichen nach der

Betriebsgröße. Kleine und mittlere Unternehmen

werden nur stichpunktartig,

bei Verdachtsmomenten hinsichtlich

vermuteter Nachzahlungen oder

bei bestimmten Anlässen geprüft.

Die Gründe hierfür sind vielfältig:

» sprunghafte Änderung von Positionen

des Jahresabschlusses

» andauernde Verluste

» ungeklärte Privateinlagen

» fehlende oder niedrige Privatentnahmen

» An- und Verkauf von Grundstücken

» Gesellschafterwechsel

» Kontrollmitteilungen anderer Finanzämter

» Verspätete Abgabe von Umsatzsteuer-Voranmeldungen

» Anonyme Anzeigen, z.B. von entlassenen

Mitarbeitern, zerstrittenen

Geschäftspartnern, ehemaligen

Gesellschaftern etc.

» Presseberichte

Arnold Klumpp - zur Person

Ein Teil der jährlich zu prüfenden Unternehmen

wird auch per Zufallsverfahren

bestimmt. Bei Großbetrieben

sollen regelmäßig sog. Anschlussprüfungen

stattfinden, d.h. es soll jedes

Jahr geprüft werden.

Der Prüfungszeitraum umfasst in der

Regel drei Jahre.

Bei Prüfungsanordnung:

Rechtzeitiges Handeln ist

entscheidend!

In angemessener Zeit vor der Prüfung

ergeht eine Prüfungsanordnung. Bei

kleinen und mittleren Betrieben sollte

diese mindestens 2 Wochen vor

Beginn ergehen, bei Großbetrieben

mindestens 4 Wochen. Die formelle

Richtigkeit dieser Anordnung sollte

umgehend durch Ihren Steuerberater

geprüft werden, denn bei einem

Formfehler kann diese innerhalb einer

Einspruchsfrist angefochten werden.

Gute Vorbereitung zahlt sich

aus.

Im Vorfeld sollten Sie gemeinsam mit

Ihrem Steuerberater die Vollständigkeit

und Richtigkeit der Unterlagen

Arnold Klumpp

Steuerberater

07821-9183-109

a.klumpp@melzer-partner.de

www.melzer-partner.de

prüfen und diese bereitlegen. Welche

Unterlagen in Ihrem speziellen

Fall erforderlich sind, können Sie in

einem persönlichen Gespräch klären.

Für einzelne Regionen werden jährliche

Prüfungsschwerpunkte festgelegt.

Unter Umständen lässt sich

hieraus der Grund für die Prüfung

ableiten, auf den man bei der Vorbereitung

besonderes Augenmerk verwendet.

In der Regel werden in der

Prüfungsanordnung elektronisch

aufbereitete Daten angefordert, die

mit einer speziellen Prüfsoftware

(IDEA) von den Finanzbehörden ausgewertet

werden.

Möglichkeit der Selbstanzeige

rechtzeitig nutzen.

Wird bei der Vorbereitung der Unterlagen

festgestellt, dass – aus

welchem Grund auch immer – nicht

alle steuerlich relevanten Tatsachen

berücksichtigt wurden, besteht die

Möglichkeit der strafbefreienden

Selbstanzeige bis zum Erscheinen

des Prüfers vor Ort. Die Einzelheiten

über die Selbstanzeige hatten wir Ihnen

in unserer Ausgabe April 2008

vorgestellt.

Fazit

Gründe für eine BP

Vorbereitung der BP

Selbstanzeige vor der BP

Lassen Sie sich durch Schreckensmeldungen

über horrende Zuschätzungen

und enorme Nachzahlungen

nicht verunsichern. Für

Steuerberater stellt die Außenprüfung

eine alltägliche Situation dar.

Eine gemeinsame Vorbereitung

lohnt sich aber in jedem Fall!

Seite 6 Kanzleimagazin Melzer & Partner Dezember | 2008


www.melzer-partner.de Fachthemen

Koalition einigt sich bei Erbschaftsteuerreform

von Hansjörg Schoch und Helmut Herrmann

Der Bundestag hat am 27.11.2008

dem Erbschaftsteuerreformgesetz

– ErbStRG – in 2. und 3. Lesung zugestimmt.

Das nun beschlossene

Reformpaket basiert auf dem Regierungsentwurf

vom 28.01.2008

und wurde noch um einige wesentliche

Punkte erweitert. Neu ist insbesondere

die Steuerfreiheit für das

selbst genutzte Wohneigentum im

Erbfall, und 2 Optionsmodelle für

das Betriebsvermögen.

Der Bundesrat hat in seiner Sondersitzung

am 05.12.2008 dem

Gesetzesentwurf zugestimmt. Damit

ist der Weg frei und die Reform

wird voraussichtlich doch noch zum

1. Januar 2009 in Kraft treten und

ab dann zwingend anwendbar sein.

Nachfolgend die wesentlichen

Eckpunkte der Reform im

Überblick:

Betriebsvermögen

Das Erbschaftsteuerreformgesetz

sieht den Ansatz des Betriebsvermögens

mit dem Verkehrswert

vor. Für die Steuerbefreiung von Betriebsvermögen

gibt es 2 Optionsmöglichkeiten:

» Grundsatz 7-Jahresfrist:

85 % der Erbschafts- und Schenkungsteuer

werden dann erlassen,

wenn das Unternehmen 7

Jahre fortgeführt wird und die

Lohnsumme am Ende des Zeitraums

nicht unter 650 % der

Ausgangssumme gesunken ist.

Die Lohnsumme wird nicht in-

»

dexiert. Das unschädliche Verwaltungsvermögen

darf maximal

50 % betragen.

Auf Antrag 10-Jahresfrist:

Die Steuer entfällt komplett,

wenn das Unternehmen 10 Jahre

fortgeführt wird. Die Lohnsumme

darf am Ende des gesamten

Zeitraums nicht unter

1.000 % der Ausgangssumme

gesunken sein. Sie wird nicht

indexiert. Das unschädliche

Verwaltungsvermögen darf maximal

10 % betragen.

Der ursprünglich vorgesehene

„Fallbeileffekt“, wonach ein Verstoß

gegen die Behaltens- und

Fortführungsfristen innerhalb der

10-Jahresfrist zum vollständigen

Verlust der Verschonung führen

sollte, wurde zugunsten einer echten

Abschmelzung für jedes volle

Jahr aufgegeben. Eine Haftung des

Schenkers bei Verletzung der Bedingungen

durch den Beschenkten

ist ausgeschlossen. Die Option zwischen

den 2 Alternativen ist unwiderruflich.

Bewertung von

Grundvermögen

Im Privatvermögen gehaltener

Grundbesitz soll grundsätzlich mit

dem Verkehrswert bemessen werden.

Die Auswirkungen fallen je

nach Grundstücksart unterschiedlich

aus und müssen nicht zwingend

zu einer höheren steuerlichen

Bewertung führen.

Hierbei sind 3 verschiedene Verfahren

vorgesehen:

» Ein- und Zweifamilienhäuser

sowie Eigentumswohnungen

werden vorrangig nach Verkäufen

vergleichbarer Immobilien

bewertet, sofern diese in

genügender Anzahl vorliegen.

Anstelle von Verkaufspreisen

können auch von den Gutachterausschüssen

ermittelte Vergleichsfaktoren

für geeignete

Bezugseinheiten herangezogen

werden.

» Ansonsten kommen Ertragswerte

zum Ansatz, die wie

bisher die erzielbare Miete berücksichtigen.

Dabei kommt es

durch Vervielfältiger über den

derzeitigen Faktor 12,5 und der

Hinzurechnung für den Grund

und Boden zu einer höheren

Bemessungsgrundlage.

» Sofern auch diese Methode

nicht anwendbar ist, greift ein

Sachwertverfahren mit der

Summe aus den Herstellungskosten

aller auf dem Grundstück

vorhandenen Anlagen

sowie dem Bodenwert.

Selbst genutzte Wohnung

Durch die Erbschaftsteuerreform

kann dem Ehegatten, oder dem

eingetragenen Lebenspartner das

selbst genutzte Wohneigentum im

Erbfall steuerfrei zugewendet werden.

Kanzleimagazin Melzer & Partner Dezember | 2008 Seite 7


Fachthemen www.melzer-partner.de

Allerdings müssen die Erben das

Familienheim tatsächlich selbst

zu eigenen Wohnzwecken nutzen.

Wird diese Nutzung innerhalb von

10 Jahren aufgegeben (Verkauf,

Vermietung oder Verwendung als

Zweitwohnsitz), entfällt die Steuerbefreiung

rückwirkend. Dies tritt

jedoch dann nicht ein, wenn zwingende

Gründe vorliegen.

Die Steuerfreistellung gilt im Erbfall

Persönliche und sachliche Freibeträge

Ehegatte

(Steuerklasse 1)

Eingetragener Lebenspartner

(aber Steuerklasse 3!!)

Kinder, Stiefkinder und Enkel,

wenn Eltern verstorben sind (Steuerklasse

1)

auch für Kinder und Enkel, wenn deren

Eltern bereits verstorben sind,

und wenn diese die Wohnung mindestens

10 Jahre zu eigenen Wohnzwecken

nutzen. Allerdings wird in

diesen Fällen die Wohnfläche auf

200 m² begrenzt.

Der Tarif

In den Steuerklasse II und III startet

der Tarif sofort bei 30 % und endet

bei 50 %. Das führt trotz dem auf

20.000 EUR angestiegenen persönlichen

Freibetrag zu einer deutlichen

Verschärfung, da die Sätze

durch die Annäherung an die Verkehrswerte

für alle Vermögensarten

auf eine verbreiterte Bemessungsgrundlage

zugreifen. In der Steuerklasse

I bleiben die Steuersätze

unverändert; dafür steigen die persönlichen

Freibeträge.

derzeit ab 2009 Erhöhung

307.000 Euro 500.000 Euro 193.000 Euro

5.200 Euro 500.000 Euro 494.800 Euro

205.000 Euro 400.000 Euro 195.000 Euro

Enkel (Steuerklasse 1) 51.200 Euro 200.000 Euro 148.800 Euro

Eltern und Voreltern im Erbfall

(Steuerklasse 2)

Sonstige Steuerklasse 2

(Geschwister, Nichten, Eltern bei

Schenkung)

Steuerklasse 3

(Entfernt Verwandte, Lebensgefährte)

51.200 Euro 100.000 Euro 48.800 Euro

10.300 Euro 20.000 Euro 9.700 Euro

5.200 Euro 20.000 Euro 14.800 Euro

Seite 8 Kanzleimagazin Melzer & Partner Dezember | 2008


www.melzer-partner.de Fachthemen

derzeit ab 2009 Erhöhung

Versorgungsfreibetrag Ehegatte 256.000 Euro 256.000 Euro 0 Euro

- eingetragener Lebenspartner 0 Euro 256.000 Euro 256.000 Euro

- Kinder nach Alter gestaffelt bis 52.000 Euro bis 52.000 Euro 0 Euro

Beschränkt Steuerpflichtige 1.100 Euro 2.000 Euro 900 Euro

Hausrat Steuerklasse 1 41.000 Euro 41.000 Euro 0 Euro

Bewegliche Gegenstände 1 10.300 Euro 12.000 Euro 1.700 Euro

Hausrat und andere Gegenstände

in den Klassen 2 und 3

Steuersätze in Prozent

10.300 Euro 12.000 Euro 1.700 Euro

Vermögen bis EUR Klasse I Klasse II Klasse III

alt neu alt/neu alt neu alt neu

52.000 75.000 7 % 12 % 30 % 17 % 30 %

256.000 300.000 11% 17 % 30 % 23 % 30 %

512.000 600.000 15 % 22 % 30 % 29 % 30 %

5.113.000 6.000.000 19 % 27 % 30 % 35 % 30 %

12.783.000 13.000.000 23 % 32 % 50 % 41 % 50 %

25.565.000 26.000.000 27 % 37 % 50 % 47 % 50 %

darüber hinaus 30 % 40 % 50 % 50 % 50 %

Kanzleimagazin Melzer & Partner Dezember | 2008 Seite 9


Fachthemen

Anwendung

Für Erbfälle, die nach dem

31.12.2006 und vor Inkrafttreten

der Reform eingetreten sind, gibt

es ein Wahlrecht zur Anwendung

des neuen oder des alten Rechts.

Dieses kann grundsätzlich bis zur

Unanfechtbarkeit der Steuerfestsetzung

in Anspruch genommen werden.

Fazit

Ob die Neuregelungen in zentralen

Punkten (bspw. neue Bewertungsregeln

und Gleichstellung

eingetragener Lebenspartnerschaften)

tatsächlich die vom Bundesverfassungsgericht

geforderte

Verfassungskonformität aufweist

darf schon heute bezweifelt werden.

Insgesamt wird sich für viele

eine höhere Erbschaftsteuerbelastung

ergeben. Die höheren Freibeträge

werden die verschärften

Bewertungsregeln, die entfallenen

Helmut Herrmann

Steuerberater

07821-9183-170

h.herrmann@melzer-partner.de

www.melzer-partner.de

Vergünstigungen auf dem vermieteten

Immobiliensektor und im unternehmerischen

Bereich oftmals

nicht aufwiegen können. Die hohe

Hürde für die Steuerfreistellung

des übertragenen Betriebsvermögens

de facto alle Arbeitsplätze

zu erhalten und 90 Prozent des

Betriebsvermögens direkt in der

Produktion zu binden erscheint

lebensfremd und dürfte von den

wenigsten Unternehmensnachfolgern

zu schaffen sein.

Helmut Herrmann - zur Person Hansjörg Schoch - zur Person

Hansjörg Schoch

Dipl.-Betriebswirt (BA)

Steuerberater

07821-9183-163

h.schoch@melzer-partner.de

Seite 10 Kanzleimagazin Melzer & Partner Dezember | 2008


www.melzer-partner.de Fachthemen

Änderungen in der Lohnabrechnung

zum 01. Januar 2009

von Karin Himmelsbach

Der einheitliche

Krankenkassenprozentsatz

Durch die Einführung des Gesundheitsfonds

gibt es nur noch einen

einheitlichen Krankenkassenprozentsatz.

Dieser wird von der Bundesregierung

jährlich festgelegt.

Mit Wirkung zum 01.01.2009 beträgt

dieser 15,5 % für alle gesetzlich

Krankenversicherten.

Er setzt sich aus zwei Komponenten

zusammen:

a) 14,6 % davon tragen Arbeitgeber

und Arbeitnehmer je zur Hälfte

(7,3%)

b) 0,9 % als zusätzlicher Beitragssatz

trägt der Arbeitnehmer wie

bisher alleine.

Reform der gesetzlichen

Unfallversicherung

(Berufsgenossenschaften)

Dadurch entstehen neue bzw. erweiterte

Meldepflichten zur Unfallversicherung

für alle Arbeitgeber.

Mitarbeiterbezogene Daten zur

Unfallversicherung in DEÜV-Mel-

Karin Himmelsbach - zur Person

dungen werden zur gesetzlichen

Pflicht.

Gleichzeitig wird die Jahresentgeltmeldung

2008 um folgende Felder

erweitert:

» BG-Mitgliedsnummer des

Unternehmens

» Betriebsnummer der BG

» geleistete Arbeitsstunden

» versicherungspflichtiges

Entgelt

» Gefahrtarifstelle des

Mitarbeiters

Langfristig sollen die jährlichen

Lohnnachweise an die Berufsgenossenschaften

entfallen. Übergangsweise

laufen die Lohnnachweise

und Jahresentgeltmeldungen

parallel (von 2009 – 2011).

Neuregelung der Insolvenzgeldumlage

Bisher wurde die Insolvenzgeldumlage

jährlich an die Berufsgenossenschaften

abgeführt.

Ab Januar 2009 müssen Unternehmen

die Insolvenzgeldumlage monatlich

mit den Gesamtsozialversicherungsbeiträgen

entrichten.

Karin Himmelsbach

Bilanzbuchhalterin, Datenschutzbeauftragte

07821-9183-113

k.himmelsbach@melzer-partner.de

k.himmelsbach@melzer-partner.de

Kanzleimagazin Melzer & Partner Dezember | 2008

Einheitlicher

Krankenkassenprozentsatz

Reform der gesetzlichen

Unfallversicherung (BG)

Neuregelung der Insolvenzgeldumlage

Gesetzesentwurf zur Sofortmeldung in verschiedenen Branchen

Sofortmeldungen ab 01.01.2009

in verschiedenen Branchen

In einigen Branchen muss für neu

eingetretene Mitarbeiter der Beschäftigungsbeginn

separat per Sofortmeldung

gemeldet werden. Diese

müssen bereits vor Aufnahme der

Beschäftigung der Datenstelle der

Rentenversicherungsträger übermittelt

werden.

Liegt eine solche Meldung bei Kontrollen

nicht vor, ist dies ein Verdachtsmoment

für Schwarzarbeit.

Im Gesetzesentwurf werden folgende

neun Branchen genannt:

1. Baugewerbe

2. Gaststätten- u. Beherbergungsgewerbe

3. Personenbeförderungsgewerbe

4. Speditions-, Transport- und damit

verbundene Logistikgewerbe

5. Schaustellergewerbe

6. Unternehmen

schaft

der Forstwirt-

7. Gebäudereinigungsgewerbe

8. Unternehmen für Auf- und Abbau

von Messen und Ausstellungen

9. Fleischwirtschaft

Hinweispflicht

Arbeitgeber müssen bei Beendigung

eines Arbeitsverhältnisses

den Arbeitnehmer informieren,

dass er aktiv eine neue Beschäftigung

suchen muss. Entsprechende

Klauseln für Kündigungen

erhalten Sie bei uns.

Seite 11


Fachthemen

Steuer- und Rechts-News

von Jürgen Fahrner

Rückzahlung bei Schwarzar-

beit nach der höchsten

Steuerklasse

Eine Frau hatte knapp zwei Jahre

als Friseurin „schwarz“ gearbeitet.

Die Deutsche Rentenversicherung

verlangte von ihrem Arbeitgeber

nun fast 19.000 € an Beiträgen.

Der fiktive Bruttolohn wurde hierfür

mit Steuerklasse VI berechnet.

Die Richter wiesen die darauf folgende

Klage jedoch ab: Die Friseurin

war illegal beschäftigt, weil

der Arbeitgeber die Melde- und

Beitragspflicht verletzt hatte. Die

Hochrechnung des Nettolohns

nach Steuerklasse VI sei rechtens,

da für die Beschäftigung keine

Lohnsteuerkarte vorgelegt wurde.

Die Nachzahlung fiel somit höher

aus, als wenn die Friseurin legal

beschäftigt gewesen wäre. (SG

Dortmund AZ.: S 25 R 129/06).

Riester-Rente: Jugendlichen-

Bonus auch für Altverträge

Die im Sommer beschlossene Extraprämie

von 200 € für unter 25

Jahre alte Riester-Sparer gibt es

rückwirkend!

Das heißt, dass auch Personen,

die am 1. Januar 2008 maximal 25

Jahre alt waren und schon früher

einen Riester-Vertrag abgeschlossen

hatten, den einmaligen Bonus

bekommen.

Arbeitgeberdarlehen:

Wiedereinführung der 2.600 €

Freigrenze

Zinsersparnisse, die ein Mitarbeiter

aufgrund eines zinsgünstigen Darlehens

seines Arbeitgebers erhält,

sind steuer- und sozialversicherungspflichtig.

Seit Anfang 2008 bemisst sich der

geldwerte Vorteil bei Arbeitgeberdarlehen

nach dem Unterschiedsbetrag

zwischen dem marktüblichen

Zins und dem Zins, den der Mitarbeiter

im konkreten Einzelfall zahlt.

Die frühere Freigrenze von 2.600 €

war gestrichen worden.

Nach vielfältiger Kritik an der Neuregelung

hat die Verwaltung nun die

Grenze von 2.600 € per Erlass v.

01.10.2008 wieder eingeführt. Dies

gilt sogar rückwirkend ab Anfang

2008. Für Sie bedeutet dies, dass

Zinsvorteile für Darlehen an Arbeitnehmer

bis maximal 2.600 € bei

der Lohnabrechnung unberücksichtigt

bleiben dürfen.

Endlich raus aus der BG?

Schon seit Jahren gibt es Bemühungen,

das Monopol der deutschen

Berufsgenossenschaften zu

kippen - bisher erfolglos. Auch ein

neuer Prozess - erstmals vor dem

Europäischen Gerichtshof - gibt den

Zwangsmitgliedern keine neue Hoffnung.

Am 18.11.08 fand in Luxemburg

die Verlesung der Schlussanträge

des Generalanwaltes Mazák

statt. Der EuGH-Anwalt griff das

www.melzer-partner.de

Privileg der Berufsgenossenschaften

in seinem Schlussplädoyer jedoch

nicht an und hält dies mit EU-Recht

vereinbar: Weder die europäischen

Wettbewerbsvorschriften noch das

Grundrecht auf Dienstleistungsfreiheit

stünden dem Privileg der Berufsgenossenschaften

entgegen. Die Ansicht

des Generalanwalts ist für die

Richter zwar nicht bindend, sie folgen

ihr aber häufig. Wie das Gericht

letztlich entscheiden wird, werden

wir in einigen Monaten erfahren. (Az:

C-350/07)

Barzahlung von Handwerkern

wieder möglich?

Um Handwerkerleistungen in der Einkommensteuererklärungsteuermindernd

berücksichtigen zu können,

musste seit Einführung der Begünstigung

die Zahlung durch Vorlage des

Kontoauszuges nachgewiesen werden.

Seit dem 21.10.2008 ist vor dem

BFH nun ein Verfahren anhängig, das

klären soll, ob der Ausschluss von

Barzahlungen bei der Gewährung

von Steuerermäßigungen verfassungswidrig

ist. Bewahren Sie daher

auch Ihre bar bezahlten Rechnungen

auf bzw. geben Sie uns diese wenn

wir Ihre Einkommensteuererklärung

für Sie erledigen.

Einkommensteuer-

Erstattungsanspruch zusammen

veranlagter Eheleute

Haben zusammen zur Einkommensteuer

veranlagte Eheleute Vorauszahlungen

geleistet, ohne dabei anzugeben,

dass mit der Zahlung nur

Seite 12 Kanzleimagazin Melzer & Partner Dezember | 2008


www.melzer-partner.de Fachthemen

die Steuerschuld eines Ehegatten

beglichen werden soll, und führt die

spätere Veranlagung der Eheleute zu

einer Steuererstattung, hat das Finanzamt

den Erstattungsbetrag hälftig

auf die Eheleute zu verteilen. Mit

Urteil v. 30. 9. 2008 - VII R 18/08 hat

der BFH entschieden, dass dies auch

gilt, wenn über das Vermögen eines

der Ehegatten das Insolvenzverfahren

eröffnet ist.

Wollen Sie die Vorauszahlungen dagegen

nur für einen bestimmten Ehegatten

leisten, müssen Sie dies in der

Überweisung deutlich angeben.

Krankengeld: Wichtige Änderung

zum 01.01.2009

Infolge des GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetzes

(GKV-WSG) ergibt

sich ab dem 01.01.2009 eine

grundlegende Änderung bei allen

Selbständigen, die in der Gesetzlichen

Krankenversicherung (GKV)

versichert sind:

Für die versicherten Selbständigen,

die für ihren Verdienstausfall im

Falle der Krankheit bei der GKV

Krankengeld versichert haben, endet

dieser Versicherungsschutz

zum Ende des Jahres 2008.

Jürgen Fahrner - zur Person Tipp

Jürgen Fahrner

Steuerberater

07821-9183-121

j.fahrner@melzer-partner.de

Kanzleimagazin Melzer & Partner Dezember | 2008

Schwarzarbeit lohnt sich nicht

„Riester“ für Jugendliche

Freigrenze bei Arbeitgeberdarlehen

BG-Monopol und anderes...

Die Krankenkassen haben jedoch die

Möglichkeit, diesen Versicherungsschutz

als Wahltarif anzubieten.

Dann aber sind die so Versicherten

drei Jahre lang an ihre Krankenkasse

gebunden. Nicht einmal eine Beitragssatzerhöhung

führt in diesen

Fällen zu einem außerordentlichen

Kündigungsrecht!

Eine private Krankentagegeldversicherung

wäre hier eine flexible und

bedarfsgerechte Alternative zum

GKV-Wahltarif!

Sollten Sie von einzelnen Punkten

betroffen sein, so sprechen Sie

uns an, wir beraten Sie gerne individuell.

Seite 13


Fachthemen www.melzer-partner.de

Effektive Vorbereitungen für den

Jahresabschluss zum 31.12.2008

von Heiko Garvs-Burkhardt

Die Finanzmarktkrise hat ein neues

Opfer: Die Reform des deutschen

Bilanzrechts (BilMoG) wird auf 2009

verschoben.

Dies bedeutet, für den Jahresabschluss

zum 31. Dezember 2008,

dass (fast) alles so bleibt wie gehabt.

Nachstehend möchten wir Ihnen

einige Tipps geben, wie sie zu

einer effektiveren Erstellung beitragen

können.

1. Durchsicht des

Anlagevermögens

Nehmen Sie sich den letzten Abschluss

vor und sehen Sie das Anlagevermögen

durch. Markieren Sie

für uns die Gegenstände, die Sie

mittlerweile verschrottet oder verkauft

haben.

2. Durchsicht des

Forderungsbestandes

Beurteilen Sie bereits jetzt Ihren

Forderungsbestand. Überprüfen Sie

alte Forderungen und überlegen sie

sich, ob die Forderung tatsächlich

noch besteht (Stichwort Verjährung)

und wenn ja, ob man davon

ausgehen kann, dass die Forderung

beglichen wird. Gegebenfalls markieren

Sie Forderungen, die sie für

nicht werthaltig erachten oder deren

Eintreibung Sie nicht verfolgen

wollen.

3. Rückstellungen

Stellen Sie fest, wer Ihnen gegenüber

bis zum 31. Dezember Leistungen

erbracht, aber noch nicht

abgerechnet hat.

Haben Sie laufende Prozesse? Die

Kosten hierfür sind rückstellungspflichtig.

Denken Sie z.B. an Kosten

der Forderungsdurchsetzung u.ä.

Haben Sie Instandsetzungsmaßnahmen

in das erste Quartal des

kommenden Jahres verschoben? In

diesem Fall, sind die dann entstehenden

Kosten bereits im alten Jahr

zu berücksichtigen. Langfristige

Lieferverträge oder - Einkaufskontrakte

sollten Sie uns zur Beurteilung

eines Rückstellungsbedarfes

immer vorlegen.

4. Vorratsvermögen

Heiko Garvs-Burkhardt - zur Person

Sie sollten Ihre Waren zum Stichtag

Heiko Garvs-Burkhardt

Dipl.-Kaufmann

Wirtschaftsprüfer und Steuerberater

Geschäftsführer der MKG Treuhand GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

07821-9183-300

h.garvs-burkhardt@mkg-treuhand.de

Durchsicht Anlagevermögen

Durchsicht Forderungsbestand

Rückstellungen

Vorratsvermögen

zählen und aufschreiben, ggf. in einer

Excel Tabelle, es reichen aber

handschriftliche Aufzeichnungen.

Der ursprüngliche Einkaufspreis ist

grundsätzlich der Bewertungspreis.

Zur Feststellung eines Abwertungsbedarfes

werden auch Vergleichspreise

um den Stichtag benötigt.

Schwieriger als die Bewertung von

Waren ist die Bewertung der eigenen

in Arbeit befindlichen Aufträge.

Sie sollten uns mitteilen welche Aufträge

sie zum Bilanzstichtag angearbeitet

haben, wie viel Materialien

sie hierbei verbraucht haben, wie

viel Stunden Arbeit von wem (Chef,

Meister, Geselle) hierfür geleistet

wurden und wie viel Zeit und Material

wohl noch bis Fertigstellung

anfallen werden.

5. Bescheinigungen

Beginnen Sie rechtzeitig mit dem

Sammeln von Bescheinigungen:

Zins- und Darlehensabrechnungen,

Spenden- und Steuerbescheinigungen,

Depotauszüge etc.

Empfehlung

Planen Sie zukünftig Investitionen?

Dann sammeln Sie jetzt

Unterlagen (z.B. Prospekte)

und sprechen uns gezielt auf

den Investitionsabzugsbetrag

an.

Seite 14 Kanzleimagazin Melzer & Partner Dezember | 2008


www.melzer-partner.de Mandanten

Ein Mandant stellt sich vor:

iq’s Software GmbH, Baden-Baden

Ihr Partner für innovatives Qualitätsmanagement

Fehler erkennen, bevor sie auftreten

– um diesem Anspruch gerecht

zu werden, hat iqs ein Qualitätsmanagement-System

entwickelt,

das alle qualitätsrelevanten Prozesse

eines Unternehmens abbildet

und in einer gemeinsamen

Datenbank verknüpft. So werden

Fehler vermieden, Prozesse gesichert,

die Qualität gesteigert und

Kosten gesenkt.

Geschäftsführer Dr. Siegfried Schmalz

Seit der Gründung des Unternehmens,

1995 durch Geschäftsführer

Dr. Siegfried Schmalz, hat sich die

iq’s Software GmbH aus Baden-Baden

als einer der führenden Anbieter

für computergestütztes Qualitätsmanagement

(CAQ-System) am

Markt einen Namen gemacht.

Das iqs CAQ-System deckt alle

Qualitätssicherungsebenen wie

z. B. Reklamationsmanagement,

Erstbemusterung durch individuell

nutzbare Software-Module ab,

die sowohl als höchst effiziente

Stand-Alone-Lösungen arbeiten,

durch ihre nahtlose Verknüpfung

als CAQ-System jedoch stets auch

über die aktuelle Qualitätssituation

informieren.

Jedes Modul lässt sich darüber

hinaus mit dem iqs Wissensmanagement

verknüpfen. So können

vorhandene Informationen auch

in anderen Zusammenhängen zur

Fehlerprävention genutzt und Kosten

eingespart werden. Denn die

Vernetzung der Prüfdaten und

-ergebnisse verbessert nachhaltig

die operativen und strategischen

Entscheidungsabläufe. Somit ist

das iqs CAQ-System über das reine

Qualitätsmanagement hinaus ein

Werkzeug zur Unternehmenssteuerung.

Zu den Kunden von iqs zählen Unternehmen

aus unterschiedlichsten

Branchen wie automotive, Elektronik,

Kunststoff- und Metallverarbeitung,

darunter auch international

renommierte Firmen wie Bosch,

ZF oder Siemens.

Auch viele Unternehmen in der Region

arbeiten mit den iqs Programmen

so z. B. die Eckerle GmbH,

Kanzleimagazin Melzer & Partner Dezember | 2008

Ottersweier, Fa. Progress-Werk AG,

Oberkirch oder Fa. Rauch, Sinzheim.

Mit iq’s haben Unternehmen einen

kompetenten Rundum-Partner, der

nicht nur die CAQ-Software liefert,

sondern auch das entsprechende

Consulting leistet. Bedarfsanalyse,

Beratung, Lösungskonzeption,

individuelle Anpassungen und die

betriebliche Integration gehören

ebenso zum Leistungsspektrum

wie umfangreiche Support- und

Trainingsleistungen.

Kontakt

iq’s Software GmbH

Schneidweg 8

76534 Baden-Baden

Tel: 07223/808 36 - 60

Fax: 07223/808 36 - 61

info@iqs.de

www.iqs.de

Seite 15


Impressum

Herausgeber und Verantwortliche für den Inhalt

Roland Melzer

Steuerberater – vereidigter Buchprüfer

Arnold Klumpp

Steuerberater

Schwarzwaldstr. 32

77933 Lahr

Telefon: 07821-9183–0

Internet: www.melzer-partner.de

E-Mail: mail@melzer-partner.de

Geschäftsführer:

Heiko Garvs-Burkhardt

Dipl.-Kaufmann

Wirtschaftsprüfer und Steuerberater

Schwarzwaldstr. 32

77933 Lahr

Telefon: 07821 9183 300

Internet: www.mkg-treuhand.de

E-Mail: mail@mkg-treuhand.de

Copyright 2007 Melzer & Partner GbR - 77933 Lahr

MKG Treuhand GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stand der Ausführungen: 05. Dezember 2008. Alle Rechte vorbehalten.

Es wird keine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernommen.

Eine Vervielfältigung, Wiedergabe, Verbreitung oder Bearbeitung von Beiträgen ist

ohne vorherige schriftliche Zustimmung durch Melzer & Partner untersagt.

Konzept, Layout und Gestaltung: www.teammcs.de

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine