perSPEktiven - SPE Portal - Siemens

azubi.siemens.de

perSPEktiven - SPE Portal - Siemens

perSPEktiven

WBT, Richtlinien und Module

Grundlagen der Prozessautomation

Das breite Feld der Automatisierung

von technischen Prozessen

wird in diesem Lernprogramm

kompakt behandelt.

Mit Bildern aus der Praxis, grafischen

Darstellungen zu physikalisch-technischen

Abläufen und

animierten Prozessen, die der

Azubi selbst steuern und regeln

kann, werden die Merkmale und

Besonderheiten der Prozessautomatisierung

auf einfache Weise

vermittelt. Die drei Kapitel „Der

Umgang mit Stoffen“, „Anlagenplanung“

und „Verfahrenstechnische

Prozesse in der Praxis“ führen

den Azubi schrittweise zur

vollständigen Anlage am Bildschirm.

Die Lernzeit beträgt ca. 4 Stunden.

Sie finden dieses WBT in deutsch

und englisch in ebis (SITOS Lernplattform).

Das WBT eignet sich z. B. für die

Sequenzen SIMATIC S7 (TSSS73)

und Visualisierung (TSSVI1).

VDE Norm DIN 60848 - Grafcet

Die bestehenden VDE-Normen (im

S-Laufwerk unter Info-Pool / VDE

Normen) wurden um die DIN

60848 ergänzt.

Anwendungsbereich und Zweck:

Die Norm definiert eine grafische

Entwurfssprache für die funktionale

Beschreibung des Verhaltens

des Ablaufteils eines Steuerungs-

Systems. Diese Entwurfssprache

wird GRAFCET genannt. Sie enthält

sowohl die erforderlichen

Symbole und Regeln für die grafische

Darstellung dieser Sprache

als auch deren Interpretation.

Die “neue” Maschinenrichtlinie

2006/42/EG (Teachware) –

Didaktisch aufbereitete Arbeitsunterlagen

für die berufliche

Ausbildung

Zielgruppe: Ausbilder der elektrotechnischen

Berufe (Mechatroniker,

Elektroniker der Betriebstechnik,

Elektroniker für Energie und

Gebäudesysteme)

Seit 29.12.2009 muss die “neue”

Maschinenrichtlinie 2006/42/EG

angewendet werden. Die Anwendung

dieses EG-weit gültigen Gesetzes

betrifft nicht nur die Konstrukteure

von Maschinen und Anlagen,

sondern auch die Fachkräfte,

die Anlagen in Betrieb nehmen

und/oder warten/instandhalten.

Selbst der Endanwender kann in

bestimmten Fällen zum “Hersteller”

werden.

Die Unterlagen geben neben einer

Einführung in das allgemeine Thema

„Normen“ einen kompakten

Überblick über die Neuerungen

der MRL 2006/42/EG. Besonderer

Wert wurde darauf gelegt, die “trockene”

Materie anschaulich und

auf das Wesentliche konzentriert

darzustellen, um die Vermittlung

im Unterricht optimal zu unterstützen.

Zur Lernzielkontrolle gibt es im

Ausbilder- und Schülerteil Arbeitsblätter

mit 30 Fragen und

Lösungen. Im Anhang befinden

sich ergänzend umfangreiche Zusatzinformationen

für Interessierte,

16.03.2010 Ausgabe 61

die sich näher mit der Materie befassen

möchten.

Die kompletten Unterlagen finden

Sie im S-Laufwerk (Info-Pool / Nutzungsrechte

/ Fachbücher Externe

/ Handbuch neue Maschinenrichtlinie).

Besonderheiten: siehe hierzu auch

die beschriebenen Nutzungsrechte

(… dies beinhaltet insbesondere

das Recht zur Vervielfältigung,

Bearbeitung, der Online-Nutzung

in allen Siemens-internen Kommunikationsnetzen…).

Schutzmaßnahmen DIN VDE

0100 mit ELABO TrainingsSystems

- Preiskonditionen bis zum

30.9.2010 verlängert.

Module zum Trainieren der Sicherheit

elektrischer Anlagen.

Das Hardware Angebot für die Siemens

Berufsbildung von ELABO

TS TrainingsSystems Kinding

"Schutzmaßnahmen DIN VDE

0100" konnte für dieses GJ nochmals

zu den gleichen Sonderkonditionen

verlängert werden.

Im Oktober 2008 begann der "Arbeitskreis

Schutzmaßnahmen", die

Sequenzen für die Ausbildung von

Elektronikern, Mechatronikern und

anderen Berufen zu überarbeiten.

Ziel war es, die Unterlagen der

Sequenzen TEPSM1 und TEPSM2

an die aktuellen Normen anzupassen

und durch praxisrelevante

Übungen und Messverfahren zu

unterstützen.

Damit der hohe Anspruch an Elektrofachkräfte

in Aus- und Fortbildung

gesichert werden kann, empfiehlt

der Arbeitskreis die neu konzipierten

Experimentiersätze der

Firma ELABO. An fünf SPE-

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Referenzstandorten (Berlin, Karlsruhe,

Leipzig, München, Regensburg)

ist diese Hardware-

Ausstattung bereits im Einsatz.

Für dieses Equipment wurde mit

der Firma ELABOTrainingsSysteme

ein SPE-Sonderpreis vereinbart,

d.h. zu der bestehenden

ELABO-Rahmenvereinbarung

konnte nochmals ein Nachlass

gewährt werden.

Dieses Angebot ist bis zum

30.9.2010 gültig.

Alle Siemens Ausbildungsstandorte

haben die Möglichkeit, das Angebot

zu nutzen. Bei einer Bestellung

über das SRM-Einkaufstool

muss das ELABO-Angebot beigefügt

werden (zu finden in ebis unter

Ausbilden / Berufe-Unterlagen /

Allgemeines / Sonderkonditionen).

Die Kosten der Hardware Ausstattung

trägt die jeweilige Ausbildungsstätte

selbst.

ELABO Labortisch zu VDE 0100

Als Ergänzung zum ELABO-

TrainingsSystems Modul "Schutzmaßnahmen

DIN VDE 0100" bietet

ELABO GmbH, Crailsheim, einen

speziellen Labortisch an. Dieser

Tisch kann zusätzlich bestellt werden

– auch hier wurde ein Sonderpreis

ausgehandelt. Bitte bei

der Bestellung über SRM das Angebot

beifügen.

Pädagogisches Netzwerk - Update

Die neue Software (NetSupport

School Version 10.5) zur Verwaltung

der SPE-Schulraum PCs ist

im S-Laufwerk

(ebis/ausbilden/Software/Laufwerk

verbinden) hinterlegt. Diese Version

ist auch unter dem Betriebssystem

Windows 7 ablauffähig.

WEKA Business Portal für die

Siemens Berufsbildung

Die Fachinformations-Plattform der

WEKA Media GmbH bietet der

Siemens Berufsausbildung einen

exklusiven Zugang mit einem uneingeschränkten

Nutzungsrecht.

Durch den exklusiven Zugang besteht

für unsere Ausbilder/-innen

und Dozenten die Möglichkeit, das

WEKA-Business Portal zu nutzen.

Die SPE hat zurzeit Zugang zu

den sieben Themenfeldern:

- Arbeitsschutz,

- Elektrosicherheit,

- BG-Regelwerke,

- Produktsicherheit,

- Produktion,

- Umweltschutz,

- Gefahrstoffe und Labor.

Diese Module beinhalten nicht nur

zahlreiche Textdokumente, sondern

auch Unterweisungsfolien

und PowerPoint Präsentationen

(z.B. Unterweisungsfolien für die

Elektrofachkraft).

Aus diesem Portal dürfen alle

Textdokumente, inklusive der Folien

kopiert und in der Siemens

Ausbildung eingesetzt und verteilt

werden.

Zusätzlich wurde mit WEKA vereinbart,

dass alle Texte und Bilder

aus dem Portal auch zur Erstellung

von eigenen Ausbildungsunterlagen

/ Skripten verwendet werden

dürfen. Eine Weitergabe außerhalb

der Siemens Ausbildung

ist nicht erlaubt. Ebenso ist die

Weitergabe der Login-Daten an

die Azubis nicht erlaubt.

Den Zugang erhalten Sie über die

Internetseite http://www.wekabusiness-portal.de/

Die Login-Information (Benutzername

und Passwort) sind im gemeinsamen

ebis Laufwerk (S-

Laufwerk) unter Info-Pool / Nutzungsrechte

/ WEKA Medien hinterlegt.

Dort finden Sie auch die

vertragliche Regelunge der Nutzungsrechte.

e-learning Modul zu LOGO!

Das LOGO! Web Training (deutsche

und engl. Version) mit den

drei Inhalten „Basiswissen / Tutorium

/ Projekte und Wissenstests“

eignet sich für die Sequenz

TLDGV1 (Grundverknüpfungen

Digitaltechnik) und dem Projekt

PTS 011 (Modul MTS001).

Sie finden es in ebis in der WBT-

Verwaltung unter Elektrotechnik.

Ansprechpartner:

Klaus Wolf

CHR G&EMEA SPE BD IBS,

München

Tel.: 089 636-83528

Fax: 089 636-81820

k.wolf@siemens.com

Aus den Standorten

1. Fachinformatiker-Azubis der

SPE Berlin beeindrucken Firmenvertreter

des „UnternehmernetzwerksGroßbeerenstraße“

Berlin. Die Abschlusspräsentationen

der Ausbildungsprojekte spielen

eine wichtige Rolle im Ausbildungsgeschehen

der SPE Berlin.

Hier werden den Kunden nicht nur

die Lernerfolge der Auszubildenden

veranschaulicht, sondern weitergehend

wird ebenfalls die hohe

Qualität unserer Ausbildung demonstriert.

Der Vorstand eines Unternehmernetzwerkes

im Süden Berlins hatte

unserem zweiten Ausbildungsjahr

der Berufsgruppe Fachinformatiker

Systemintegration den Auftrag für

die Entwicklung eines Online-

Veranstaltungsmanagement-Tools

erteilt.

Im Rahmen der Abschlusspräsentation

dieses Projekts konnten nun

18 Vertreter aus verschiedenen

Unternehmen dieses Netzwerkes

begrüßt werden.

In einer Frage- und Feedbackrunde

konnten die Auszubildenden

mit fachlicher Tiefe beeindrucken.

Sie gaben den Gästen einen Einblick

in die Leistungsfähigkeit ihrer

Ausbildung. Die Unternehmensvertreter

waren sichtlich begeistert

von der umfassenden Handlungskompetenz

unserer Auszubildenden.

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Im Anschluss an die Präsentation

erhielten die Gäste die Gelegenheit,

bei einer Führung durch die

verschiedenen Ausbildungsbereiche

der SPE Berlin, die Vorzüge

einer betrieblichen Ausbildungskooperation

kennenzulernen.

Ansprechpartner:

Norbert Giesen

CHR G&EMEA SPE CA 4, Berlin

Tel.: 030 386 - 26751

Fax: 030 386 - 26261

norbert.giesen@siemens.com

2. Neues CNC-Ausbildungszentrum

in Berlin eröffnet

Berlin. Am 10.März 2010 wurde

das neue CNC-Ausbildungszentrum

in Berlin im Rahmen einer

Feierstunde offiziell eröffnet.

Die Staatssekretärin in der Senatsverwaltung

für "Wirtschaft,

Technologie und Frauen" Frau

Nehring-Venus "entpackte" gemeinsam

mit dem Leiter des Berliner

Büros der Leitung, Burkhart

Ischler, und einigen Azubis sechs

neue CNC- Dreh- und Fräsmaschinen.

In den Reden der Staatssekretärin

und von Herrn Ischler wurde deutlich

auf die Notwendigkeit des Investments

in die Qualifikation von

Nachwuchskräften zum Einsatz in

Zukunftstechnologien hingewiesen.

Der Leiter des Gasturbinenwerkes

in Berlin, Herr Fischer-

Ludwig, stellte in seinem Vortrag

den direkten Bezug von hochqualifizierter

Ausbildung zum Einsatz in

modernsten High Tech- Fertigungsprozessen

her, um auch am

Standort Deutschland wettbewerbsfähig

zu bleiben.

Die Siemens Professional Education

Berlin hat mit einem Invest-

ment von mehr als 1,5 Millionen

Euro sechs neue CNC-Dreh- und

Fräsmaschinen der neuesten Generation

in Betrieb genommen.

Damit entsteht das größte und

modernste CNC- Ausbildungszentrum

in der Region. Es wird nun

Ausbildung und berufliche Weiterbildung

auf höchstem Niveau mit

modernster "5-Achs - Seiten- und

Simultan- Technologie" angeboten.

Die Einführung des neuen

CAD/CAM-Systems NX CAM von

Siemens PLM zur grafischen Simulation

von geplanten Fertigungsprozessen

erfolgt sukzessive.

Das sind wesentliche Schritte

zur weiteren Qualifizierung unserer

Mitarbeiter in Zukunftstechnologien

und damit ein wesentlicher

Baustein zur Sicherung qualifizierter

Arbeitsplätze in Deutschland.

Ansprechpartner:

Martin Stöckmann

CHR G&EMEA SPE CA 4, Berlin-

Tel.: 030 386 - 39999

Fax: 030 386 - 27271

martin.stoeckmann@siemens.com

3. Preise für „Einser-Azubis –

ein Düsseldorfer Absolvent wird

Bayerischer Meister“

Düsseldorf. Die Besten unter den

Auszubildenden des Prüfungsjahrganges

2008/2009 standen bei einer

Feierstunde in der IHK Akademie

Mittelfranken am 9.11.2009

im Mittelpunkt. IHK-Vizepräsident

Jürgen Schlag zeichnete 111 junge

Kaufleute und Facharbeiter

aus, die in ihren Ausbildungsberufen

Spitzenleistungen erzielt haben.

Die ausgezeichneten 47 Kaufleute

und 64 Facharbeiter haben ihre

Ausbildung in 109 Berufen bzw.

Fachrichtungen absolviert. Insgesamt

hatten 9 780 Prüflinge an den

IHK-Abschlussprüfungen im Winter

2008/2009 und im Sommer

2009 teilgenommen.

Hierzu gehörte auch Julian

Schlömer, der mit 98 Punkten die

beste IHK Prüfung zum Industriekaufmann

ablegte. Herr Schlömer

absolvierte seine Ausbildung bei

der Siemens Enterprise Communications

GmbH & Co. KG am

Standort Köln sowie in der Kaufmännischen

Bildung in Düsseldorf.

Parallel studiert er an der Fachhochschule

für Oekonomie und

Management in Essen den Studiengang

„Bachelor of Arts in International

Management“.

Darüber hinaus gehörte Herr

Schlömer zu den 19 Absolventen,

die in ihrem Ausbildungsberuf die

beste Leistung im Freistaat erreicht

hatten und wurde als „Bayerischer

Meister“ besonders geehrt.

Ansprechpartner:

Werner Franz

CHR G&EMEA SPE CA 2,

Düsseldorf

Tel.: 0211 399-1605

Fax: 0211 399- 1621

werner.franz@siemens.com

4. Auslandseinsätze im dualen

Studium: Hamburger Studierende

in Atlanta, Boston und Prag

Praxisphase in Atlanta

Im Rahmen meines kaufmännischen

dualen Studiums, das ich

bei der Siemens AG im Oktober

2007 begann, habe ich meinen

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Auslandseinsatz von Mitte August

bis Mitte November bei I A&DT in

Atlanta verbracht.

In diesen 12 Wochen war ich im

Financial Controlling eingesetzt

und arbeitete bei der Kontrolle und

Überwachung der Allokationskosten

für die verschiedenen Business

Units sowie am Forecast für

das Geschäftsjahr 2010 mit.

In der ersten Woche erhielt ich

durch Rachel Pearce (Senior Financial

Analyst) einen umfassenden

Einblick in das Controlling von

I A&DT sowie in meine Aufgabenschwerpunkte

für die kommenden

Wochen. In diesem Zusammenhang

wurde mir auch die Software

„Hyperion“ gezeigt, welche es ermöglicht,

verschiedenste Berichte

von EXCEL in SAP zu implementieren.

Die Software „Hyperion“ bildet

im Berichtswesen die Schnittstelle

zwischen SAP und EXCEL.

Für die ersten 2 Wochen bekam

ich die Aufgabe, die Allokationskosten

aller Business Units (für die

IA&DT verantwortlich ist, wie z.B.

Large Drives) zu ermitteln und je

Profit Center und Kostenstelle für

das abgelaufene 4. Quartal im Geschäftsjahr

2009 aufzuschlüsseln.

In den folgenden Wochen wurde

ich weiter mit der Überwachung

und Aktualisierung der Allokationskosten

für das abgelaufene

Geschäftsjahr betraut. Darüber

hinaus arbeitete ich an der Ermittlung

und Veröffentlichung der Allokationskosten

für das erste Quartal

im Geschäftsjahr 2010 mit.

In der sechsten bis achten Woche

habe ich eine Analyse der weltweiten

Top 20 Kunden von IA&DT -

sowohl intern als auch extern -

durchgeführt. Die Analyse erfolgte

in Hinblick auf Umsätze, Kosten

und EBIT. Die besondere Herausforderung

an dieser Aufgabe bestand

darin, die oft fehlerhaften

Datensätze aus SAP zu korrigieren

und geeignete Analysemethoden

für die jeweils bis zu 55.000

Daten zu ermitteln.

Zum Ende meiner Auslandspraxisphase

hatte ich die Aufgabe, ei-

ne standardisierte Scorecard für

alle Business Units zu erstellen

und zu veröffentlichen. Bis zu diesem

Zeitpunkt nutzten fast alle Business

Units verschiedene Scorecards

mit verschiedenen Inhalten,

wie z.B. Umsätze oder Mitarbeiterfluktuation.

Natürlich habe ich auch abseits

der Arbeit viele Dinge erlebt. Neben

den vielfältigen kulturellen

Eindrücken, die Amerika und besonders

Georgia zu bieten hat,

werden mir vor allem die Ausflüge

zum weltberühmten Stone Mountain

sowie der Besuch des Olympischen

Parks von 1996 lange in

Erinnerung bleiben.

Andre Hürkamp

Praxisphase in der „Goldenen

Stadt“

Im Herbst 2009 hatte ich die Möglichkeit,

im Rahmen der Ausbildung

für sechs Wochen nach Prag

zu gehen. Dort war ich in der

Buchhaltung eingesetzt, die die

eingehenden Zahlungen für einen

Großteil der Siemens-Bereiche

bearbeitet.

Innerhalb der Buchhaltung am

Standort Prag arbeitete ich in verschiedenen

Teams und lernte viele

verschiedene Arbeitsabläufe kennen.

Dadurch hatte ich die Chance,

innerhalb von sechs Wochen

einen umfassenden Überblick über

das Aufgabenspektrum der Abteilung

zu bekommen.

Das verdanke ich nicht zuletzt

auch den Kollegen am Standort. In

jedem Team wurde ich freundlich

aufgenommen, und jeder hat sich

erfolgreich bemüht, dass ich soviel

wie möglich Wissen aus meinem

Auslandseinsatz mitnehme. Außerdem

konnte ich schnell eigene

Aufgabenbereiche übernehmen

und so aktiver Teil des Teams

werden.

Insgesamt brachten mich die

sechs Wochen in der Buchhaltung

in Prag sowohl beruflich als auch

persönlich weiter. Ich lernte nicht

nur eine der schönsten Städte Europas

kennen, sondern bekam

auch Einblick in die Kultur des

Landes und die damit verbundenen

Unterschiede in der Arbeitsweise.

Katharina von Cederstolpe

Praxiseinsatz in Boston

Im Herbst 2009 verbrachte ich für

dreieinhalb Monate meine Auslandspraxisphase

bei Siemens

Venture Capital (SVC) in Boston.

Oder wie man in den USA - viele

kennen Siemens nicht – immer

sagt, beim deutschen GE Capital.

Venture Capital ist in Deutschland

relativ unbekannt, und dies, wie

ich lernte, vollkommen zu Unrecht.

Es ist ein super spannendes Themenfeld.

Siemens Venture Capital investiert

in Start-Up-Unternehmen in der

Hoffnung, diese später mit Gewinn

wieder zu verkaufen. Ziel ist es,

das Geld, das der übrige Konzern

erarbeitet hat, zu vermehren. Untypisch

ist dabei die rein finanzielle

Zielsetzung von SVC - strategische

Ziele stehen im Gegensatz

zu vielen so genannten Corporate

Venture Capital Firmen nicht im

Vordergrund.

Bei meiner täglichen Arbeit ging es

darum, Start-Up Unternehmen zu

finden, welche wirklich erfolgversprechende

Marktchancen hatten.

Ich war dem Energy-Fond zugeteilt.

Deswegen beschäftugte ich

4


mich hauptsächlich damit nach einer

Vorauswahl durch meinen

Vorgesetzten die Chancen von

Energy-relevanten Unternehmen

zu beurteilen. Das bedeutete: die

Einzigartigkeit und Differenzierungsmerkmale

von Technologien

beurteilen, Märkte analysieren,

Wettbewerber finden und viel versprechende

Start-Ups meiner Führungskraft

melden.

Ein großes Thema war zur Zeit

meines Aufenthalts das sogenannte

„Smart Grid“, da die US-

Regierung im Rahmen ihres Konjunkturprogrammes

3.4 Milliarden

Dollar dafür zur Verfügung gestellt

hatte. Dabei handelt es sich um

die Vision, das Stromnetz aus dem

19. ins 21. Jahrhundert zu transformieren,

es also intelligenter zu

machen.

Für 4 Tage durfte ich eine Messe,

die „Gridweek“ in Washington besuchen,

auf der ich mit vielen Experten

aus Start-Ups, der Siemens

AG und ihren Konkurrenten sprechen

konnte. Auf der Tagesordnung

standen nämlich nicht nur

lehrreiche Vorträge, sondern immer

wieder auch so genannte

Networking-Breaks. Anfangs eine

Horrorvorstellung, gerade in den

USA angekommen und sich alleine

einer Reihe von Experten im

Gespräch zu stellen, am Ende jedoch

eine sehr interessante Erfahrung.

Auch ansonsten habe ich

viele bemerkenswerte Menschen

getroffen und viele ansprechende

Präsentationen gesehen.

Erschien ein Unternehmen interessant,

wurde ein tiefergehender

Analyseprozess gestartet, das

Due-Dilligence. Hierbei ging es

weiter um die schon zuvor behandelten

Fragen, aber auch um die

Analyse der Unternehmenszahlen,

mögliche Finanzierungszenarien

und darum, die richtigen Kontakte

innerhalb von Siemens zu finden,

um die Technologie fundiert beurteilen

zu können. Letztgenannter

Punkt sollte oftmals einer der

Schwierigeren bleiben.

Ein Highlight des Aufenthalts war

nur bedingt ein arbeitsrelevanter.

Als Mitglied der National Venture

Capital Association hatte mein

Chef Karten für eine Rede von Barack

Obama am Massachusetts

Institute of Technology bekommen

und glücklicherweise sofort an

mich gedacht.

Aber auch ohne dieses Erlebnis

war die Zeit in Boston – übrigens

eine wunderschöne, wenn auch

nicht typisch amerikanische Stadt

– ein unglaubliches Erlebnis. Die

Arbeit mit Start-Up Unternehmen

ermöglicht einem einen ganz anderen

Eindruck in betriebswirtschaftliche

Prozesse, meine Kollegen

haben mich sehr nett aufgenommen,

und es herrschte eine

sehr angenehme Arbeitsatmosphäre.

Der Abschied war nicht einfach,

und ich würde gerne später in meinem

Berufsleben noch einmal in

den USA arbeiten.

Siemens Smart Chopper während

der Grid Week in Washington.

Stefan Fabig

Ansprechpartnerin:

Christina Sauer

CHR G&EMEA SPE HBG KB,

Hamburg

Tel.: 040 2889-2471

Fax: 040 2889-3197

sauer.christina@siemens.com

5. Insgesamt 25.000 Besucher

auf der Messe „EINSTIEG Abi“

Köln. Zum zehnten Mal öffnete am

5. und 6. März die „EINSTIEG Abi“

in Köln ihre Tore für Oberstufenschüler,

Lehrer und Eltern. An beiden

Messetagen nutzten ca.

25.000 Besucher die Möglichkeit,

sich bei 356 Ausstellern aus 12

Ländern zu informieren.

In der Eröffnungstalkrunde „Der

Bachelor – das ‚neue’ Studium:

Heiß diskutiert, doch was erwartet

dich wirklich?“ diskutierten Vertreter

von Hochschulen und Unternehmen

und lieferten den Zuschauern

wertvolle Hinweise zum

Thema Studium. Aber auch Jugendliche,

die sich für eine Ausbildung

interessierten, waren auf der

EINSTIEG Abi richtig.

Als einer der größten Ausbildungsbetriebe

war die Siemens

AG bereits zum zehnten Mal auf

der Messe vertreten. Am Standort

U1 informierten an beiden Tagen

Auszubildende und Studenten

über das vielfältige Ausbildungs-

und Studienangebot des Unternehmens.

Mit großer Begeisterung

und viel Engagement beantworteten

Florent, Christoph, Alexandra,

Wiebke, Juliana, Sandra, Leonard,

Dennis, Martin, Pascal und

Jacqueline die zahlreichen Fragen

der interessierten Besucher, unterstützt

durch Leo Oles, Leiter

des Bewerbermarketing der Region.

Neben allgemeinen Fragen zum

Unternehmen und Möglichkeiten

zur Weiterbildung standen die dualen

Studiengänge im kaufmännischen

und technischen Bereich im

Fokus des Interesses. Als besonderes

Informationsmaterial dienten

die Flyer in Form einer Werner von

Siemens Maske, die neben den

qualifizierten Antworten zum Erfolg

der Messe beitrugen.

Ansprechpartner:

Werner Franz

CHR G&EMEA SPE CA 2,

Düsseldorf

Tel.: 0211 399-1605

Fax: 0211 399- 1621

werner.franz@siemens.com

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6. Joe Kaeser im Dialog mit den

Auszubildenden der SPE in Krefeld

Krefeld-Uerdingen. Am 2.11.2009

war unserer Finanzvorstand Joe

Kaeser zu Besuch im Krefelder

Mobility Werk und hat sich in der

Veranstaltungsreihe „Dialog mit

der Jugend“ den Fragen von 70

Schulabgängern aus der Region

gestellt.

Zuvor war er allerdings, wie schon

im vorherigen Jahr, unserer Einladung

gefolgt und stattete dem Ausbildungszentrum

zusammen mit

dem Regionalleiter Herbert Meyer

und in Begleitung unseres Werksleiters

Ulrich Semsek und des Leiters

der SPE CA2 (West) Werner

Franz einen Besuch ab.

Interessiert ließ er sich von zwei

Azubi-Teams die Fertigung unseres

„Projektes Spacepen“ auf unseren

neuen CNC-Maschinen sowie

die Funktionsweise unserer

Roboter erklären. Diese waren von

unseren Auszubildenden „gut trainiert“

und haben die Herren zunächst

begrüßt, danach unseren

Spacepen überreicht und unsere

Besucher abschließend per Handschlag

verabschiedet.

In der nachfolgenden Diskussion

mit den 70 anwesenden Abiturienten

ist Joe Kaeser keine Antwort

schuldig geblieben. Auch die kritischen

Fragen hat er genauso offen

beantwortet wie die Fragen

nach dem Einkommen der Siemensvorstände

und einem typischen

Arbeitstag des Finanzvorstands.

In dem anschließenden „come together“

hatten die Schüler Gelegenheit,

unseren Auszubildenden

und Bachelors auf „Augenhöhe“

Fragen zur Berufsausbildung und

zu unseren dualen Studiengängen

zu stellen.

Ansprechpartner:

Rainer Hoff

CHR G&EMEA SPE KRF,

Krefeld

Tel.: 02151 450-1306

rainer.hoff@siemens.com

7. Elternabend bei der SPE München

München. Auf große Resonanz

stieß am 12. November ein Informationsabend

für die Eltern der

neuen Auszubildenden und Studenten

des Einstelljahrgangs

2009.

Der Leiter der Region Südbayern,

Uwe Regitz, begrüßte mehr als

120 Eltern und gab ihnen in einem

informativen Vortrag einen Einblick

in die Aktivitäten der Siemens AG,

der SPE und künftige technische

und globale Entwicklungen (Megatrends).

Die interessierten Eltern hatten im

Anschluss die Möglichkeit, mit den

jeweiligen Berufs-Ausbildern in

den Unterrichtsräumen, in denen

noch wenige Stunden zuvor ihre

Kinder lernten, alle offenen Fragen

rund um die Ausbildung zu klären.

In angeregten Gesprächen konnten

die Ausbilder/-innen zahlreiche

Antworten zum Berufsbild, dem

Ausbildungsablauf und sonstigen

Anliegen der Eltern geben. Der

Austausch setzte sich beim lockeren

Get-Together und diversen

Einzelgesprächen zum Leistungsstand

der Neuen fort.

Aufgrund der positiven Rückmeldung

werden wir auch künftig den

Eltern während der Probezeit die

Möglichkeit geben, sich einen Einblick

in das Umfeld ihrer Kinder zu

verschaffen.

Ansprechpartner:

Valentin Post

CHR G&EMEA SPE MCH KB,

München

Tel.: 089 722-40118

Fax: 089 722-40085

valentin.post@siemens.com

8. Europa zu Besuch: Frau Dr.

Niebler (MEP) diskutiert mit Azubis

in München

München. Die Entwicklungen und

Entscheidungen, die auf europäischer

Ebene getroffen werden,

sind für die junge Generation als

Adressat für Zukunftsthemen von

großer Bedeutung.

Um mit Jugendlichen ins Gespräch

zu kommen und sie frühzeitig in

eine öffentliche Diskussion einzubeziehen,

besuchten Frau Dr. Angelika

Niebler (Mitglied d. Europäischen

Parlaments, CSU) und Herr

Florian Strasser (Netzwerk Europäische

Bewegung Deutschland,

Berlin) das Ausbildungszentrum in

München.

Nach einer Führung durch unsere

Schulungsräume begrüßte Herr

Regitz, Leiter der Region Südbayern,

die Delegation sowie über 30

Auszubildende und Studenten in

lockerer Runde und eröffnete die

Diskussion.

Die von Azubis und Studenten eingebrachten

Themen wie Wirtschaftskrise,

Rentenpolitik, Migration

/ Einwanderung und neue Beitrittskandidaten

zur EU wurden mit

dem Fokus auf Europa lebhaft hinterfragt

und diskutiert.

Positiv überrascht zeigten sich unsere

Nachwuchskräfte von der offenen

und transparenten Kommunikation

nicht nur bei Sachthemen,

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sondern auch bei sehr privaten

Dingen wie Gehalt oder Freizeitgestaltung,

die die Abgeordneten

als vollkommen öffentliche und

gläserne Personen erscheinen lassen.

Die eineinhalb Stunden Diskussion

vergingen wie im Flug, und am

Ende war Europa ein wenig näher

gerückt.

Frau Dr. Niebler und Herr Strasser

waren ihrerseits sehr beeindruckt

von unserem Ausbildungszentrum

und den Aktivitäten der Siemens

Berufsbildung und nahmen auch

für sich viele positive Eindrücke

mit.

Ansprechpartner:

Uwe Regitz

CHR G&EMEA SPE CA 9 (Südbayern),

München

Tel.: 089 722-60000

Fax: 089 722-60006

uwe.regitz@siemens.com

9. „AIDS-Prävention ist IN“ –

Spendenaktion von Siemens-

Studenten zum Welt-Aids-Tag

am 1. Dezember

München. Die SPE München

schlug vor einiger Zeit ihren dualen

Studenten in Ingolstadt vor,

sich neben dem Besuch der Hochschule

auch freiwillig sozial zu engagieren.

Von dieser Idee zeigten sich insbesondere

die BBAler Emre Abale,

Simon Heinz, Malte Schulenburg

und Cord Weirich angetan, die kurzerhand

das Projekt „AIDS-

Prävention ist IN“ auf die Beine

stellten. Dabei wurden zum Welt-

Aids-Tag am 1. Dezember in der

Ingolstädter Innenstadt und an der

FH Ingolstadt rote Schleifen und

Kondome verteilt und Spenden

eingesammelt.

Abgesehen davon wurde auch

ausführlich über die Krankheit und

Vorsichtsmaßnahmen informiert.

„Uns ist es ein großes Anliegen,

dass Jugendliche heutzutage über

die Gefahren von Geschlechtskrankheiten

gut informiert sind und

alle erforderlichen Präventivmaßnahmen

ergreifen“ ließ das Organisationsteam

verlauten.

Die Aktion wurde durch die Bereitstellung

von Schleifen und Informationsmaterial

von der AIDS-

Hilfe-München e.V. unterstützt.

Durch den Kommilitonen Max

Schreder gab es auch eine Großspende

in Höhe von 500 Euro von

der Volksbank Mitte Bayern.

Letztendlich zahlte sich der Einsatz

der Studenten voll aus: Der

Spendenerlös betrug rund 1200

Euro, von denen jeweils die Hälfte

an die AIDS-Hilfe-München und

das „Wisekids“ Projekt geht, bei

dem afrikanische Aidswaisen unterstützt

werden. Die Aktion lohnte

sich aber auch für alle Beteiligten

und Helfer, weil eigenverantwortlich

und unabhängig von der Ausbildung

Engagement und Organisationsfähigkeit

gezeigt wurden

und Erfahrungen abseits des Hörsaals

gesammelt werden konnten.

Ansprechpartner:

Valentin Post

CHR G&EMEA SPE MCH KB,

München

Tel.: 089 722-40118

Fax: 089 722-40085

valentin.post@siemens.com

10. Schweizer IA&DT-Chef

spricht vor Münchner Studenten

München. Mehr als 70 kaufmännische

und technische Studenten

nahmen am 25. Februar am Expertengespräch

zum Thema „Kundenorientierung“

teil. Max Würmli,

Head of IA&DT Schweiz, folgte der

Einladung der KB München und informierte

die Anwesenden in einem

kurzweiligen Vortrag.

Zu Beginn erläuterte Max Würmli

das Arbeitsgebiet der IA&DT und

ging auch auf strukturelle Besonderheiten

in der Schweiz ein. Auf

großes Interesse stießen seine

praxisnahen Erläuterungen zu den

Auswirkungen der Wirtschafts- und

Finanzkrise, so dass die Krise für

die Zuhörer konkreter und verständlicher

wurde. Unterbrochen

durch zahlreiche Fragen der Studenten

erläuterte Herr Würmli

dann die Umsetzung eines professionellen

CRM, in dessen Rahmen

er die Wichtigkeit einer umfassenden

Kundenorientierung erläuterte:

„Jeder Mitarbeiter ist Vertriebler –

egal ob Innendienst oder Außendienst.

Der Kunde zahlt uns unseren

Lohn, nicht die Siemens AG.“

Anhand einiger Beispiele konnten

sich die Studenten einen Einblick

verschaffen, welchen Beitrag eine

zentrale Wissensdatenbank, ein

papierloses Office oder moderne

Kommunikationsmittel zu einer erheblichen

Produktivitätssteigerung

leisten können, die wiederum dem

Kunden zugute kommt. Von der

Auftragsannahme, dem Anruf im

Call-Center bis hin zur Zahlungsmoral

des Kunden, wird bei IA&DT

Schweiz anhand festgelegter KPIs

jeder Kundenkontakt controlled

und bewertet.

Seinen eigenen Werdegang resümierend

appellierte Herr Würmli an

die Studenten, sich klare Ziele zu

setzen und „immer ein bisschen

besser zu sein als die Anderen“.

Aufgrund der überaus positiven

Resonanz werden auch künftig

Profis aus der Praxis den Münchner

Auszubildenden und Studenten

über ihr Tätigkeitsgebiet be-

7


ichten, um ihnen einen Blick über

den Tellerrand zu ermöglichen.

Ansprechpartner:

Valentin Post

CHR G&EMEA SPE MCH KB,

München

Tel.: 089 722-40118

Fax: 089 722-40085

valentin.post@siemens.com

11. Drei Monate am Bosporus im

Rahmen des praktischen Studiensemensters

Regensburg. Als dualer Student

(Bachelor of Engineering in Mechatronik)

bei Siemens wollte ich

die Möglichkeit nutzen, meinen

gewohnten Lebensraum zu verlassen

und mich der Herausforderung

stellen, in ein anderes Land zu reisen.

Natürlich meine ich damit

nicht das Reisen als Tourist, sondern

dort zu leben und zu arbeiten.

Anfang August stieg ich also in

das Flugzeug, das mich für 3 Monate

im Rahmen meines 20wöchigen

praktischen Studiensemesters

in eine andere Welt

brachte: von der 130.000 Einwohner-Stadt

Regensburg in die 100x

größere türkische Metropole Istanbul

(offiziell 13.000.000 Einwohner,

inoffiziell bis zu 16.000.000).

Unter den dort ansässigen Firmen

ist auch „Siemens Sanayi ve Ticaret“

vertreten, wo, wie in Regensburg,

ein Teil der Produktpalette

Leitungsschutzschalter umfasst.

Wie sich aus der hohen Einwohnerzahl

erahnen lässt, erstreckt

sich die Stadt über eine riesige

Fläche… und über zwei Kontinente.

Nun fahre ich schon seit 8 Wochen

täglich von meiner Wohnung

mit dem Siemens-Shuttlebus von

der europäischen auf die asiatische

Seite – von den Türken „anatolische

Seite“ genannt. In 25 Minuten

auf der Autobahn legt man

eine ganz schöne Strecke zurück.

Und wer kann denn sonst von sich

behaupten, dass er mal schnell zur

Arbeit nach Asien fährt?

Jede Produktion braucht Planung -

sowohl kaufmännische als auch

technische. Ich arbeite im ‚Techni-

cal Planning Department’. Hier habe

ich einen guten Zeitpunkt erwischt:

Im Augenblick wird dort ein

neues Produkt eingeführt, wobei

einige technische Fragen zu klären

sind, Platz für Anlagen geschaffen

werden muss und natürlich diese

auch aufgebaut werden müssen.

Mein Auftrag: Ich werde einen

halbautomatischen Arbeitsplatz

aufbauen, eine pneumatisch angetriebene

Mechanik, welche von einer

PLC gesteuert wird. Der Arbeitsplatz

gehört zur Montagelinie

des neuen Leitungsschutzschalters.

Der fast fertige Schalter wird

mit dem Mitnehmer und der Mitnehmerfeder

per Hand komplettiert

und zunächst in der ersten Station

daraufhin geprüft, ob die Gehäuseplatte

sowie die Ankerfeder vorhanden

sind. In der zweiten

Station wird der Leitungsschutzschalter

letztendlich – nachdem

das Gehäuse mit dem Deckel geschlossen

wurde – vernietet, wobei

gleichzeitig geprüft wird, ob

Löschkammer, Mitnehmer und

Mitnehmerfeder vorhanden sind.

Die Kollegen im Werk sind alle

sehr hilfsbereit und freundlich. Oft

stößt man aber an sprachliche

Grenzen, vor allem wenn man sich

in der Produktionshalle befindet.

Doch man findet Wege sich zu

verständigen.

Viele Kollegen im Büro sprechen

Deutsch und natürlich ist auch

Englisch vertreten.

Ab und zu ist das Ganze jedoch

sehr verwirrend, denn es gibt eine

Besonderheit: Durch die enge Verzahnung

mit der Zentrale in Regensburg

werden hier deutsche

‚Fachwörter’ benutzt. Es kann also

vorkommen, dass sich alle um einen

herum auf Türkisch unterhalten,

man selbst gerade mit dem

einen Kollegen deutsch gesprochen

hat, ein anderer nun wieder

mit Englisch anfängt und dann

immer wieder Wörter wie „Zusatzwicklung“,

„Ankerfeder“ etc. zwischendurch

eingestreut werden.

In Istanbul findet man viele Gegensätze,

sowohl im Vergleich zu

Deutschland als auch innerhalb

der Stadtgrenzen selbst.

Es gibt Stadtteile, die chronisch

überfüllt sind, wo jeder Fleck freies

Land bebaut ist. Bisher dachte ich,

die Münchner Fußgängerzone wäre

überfüllt – ein Irrtum. Man muss

die „Istiklal Caddesi“ (eine der

zentralsten Fußgängerzonen der

Stadt) gesehen haben, wohl gemerkt

um 22°° Uhr abends!

Insgesamt kann ich die Erfahrungen

im Auslandseinsatz, sei es

hier in Istanbul oder wo anders,

jedem empfehlen. Warum sollte

man sein Praxissemester ganz

gewöhnlich in Deutschland „absitzen“,

wenn man die Gelegenheit

hat, in der gleichen Zeit so ungeheuer

viel Neues zu erfahren? Ich

merke selbst, wie ich mich weiter

entwickelt habe und gleichzeitig

ständig das Gefühl habe, dass

sich zu Hause gar nichts verändert

hat.

Andreas Stolze

Ansprechpartnerin:

Brigitte Wieser

CHR G&EMEA SPE RGB TB

Regensburg

Tel.: 0941 850-7203

Fax: 0941 850-7204

brigitte.wieser@siemens.com

12. Siemens Nachwuchs gestaltet

bilingualen Unterricht

Stuttgart. In den letzten Jahren

haben die Schulen zunehmend

den bilingualen Unterricht verstärkt.

Darin ist die Fremdsprache

nicht Unterrichtsgegenstand an

sich, sondern sie dient zur Vermittlung

von Fachwissen und zum

Austausch von Informationen.

Damit werden die Schülerinnen

und Schüler schon während der

Schulzeit auf die Anforderungen

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der modernen Berufswelt vorbereitet.

Drei Studentinnen der Dualen

Hochschule Baden-Württemberg

(DHBW) unterstützen jetzt den bilingualen

Unterricht an zwei Partnerschulen

mit dem Vortrag „Live

and work abroad“.

“And if you once have the chance

to go to school in Australia or to

work there, you have to do two

things: feed a kangaroo and stroke

a koala”, mit diesen Worten

schloss Jana Körbi ihren Erfahrungsbericht

über ihr Praxissemster,

das sie im Rahmen des

dualen Studiums an der DHBW bei

Siemens in Australien absolviert

hat.

Gemeinsam mit ihren Kolleginnen

Johanna Zimmermann und Celine

Schustek hatte sie zwei Schulstunden

lang die Schülerinnen und

Schüler der bilingualen Klassen

10b und 11b des Schubart Gymnasium

Ulm mit ihren Ausführungen

gefesselt. Neben Landeskunde,

kulturellen Highlights oder Lebensart

und Gewohnheiten der

Bewohner erläuterten die drei Studentinnen

vor allem die Besonderheiten

im Geschäftsleben sowie

allgemeingültige „Dos and Dont’s“

für die jeweiligen bereisten Länder.

Während sich die Schüler mit

Amerika, wo Celine Schustek ihr

Praxissemster absolviert hatte,

noch sehr gut identifizieren konnten,

kamen sie bei Johanna Zimmermann

besonders ins Staunen.

Sie hatte sich entschieden, berufliche

Praxiserfahrung in Taiwan zu

sammeln. „In ein Land zu gehen,

dessen Sprache man nicht spricht

und nicht versteht, war eine große

Herausforderung“, gestand sie selber

ein, „aber ich habe auch unglaublich

viel gelernt“.

Damit untermauerte sie nochmals

die Grundbotschaft der drei Studentinnen:

ausprobieren, Herausforderungen

annehmen, offen sein

für Neues - das seien die wesentlichen

Voraussetzungen, um im

Ausland zu leben und zu arbeiten.

Das Feedback der Schulen - die

drei jungen Frauen hatten den

Vortrag eine Woche zuvor vor rund

60 Schülerinnen und Schülern am

Johannes-Kepler-Gymnasium Leonberg

gehalten - war durchweg

positiv. „Beide Schulen haben mir

nochmals bestätigt, dass der Vortrag

eine absolute Bereicherung

für den bilingualen Unterricht gewesen

sei. Er war anschaulich,

spannend und vor allem lehrreich -

und nicht zuletzt eine gelungene

Abwechslung im Schulalltag“, so

Anja Kreuzer-Kurz, in der Region

Südwest für die Betreuung der

Siemens Partnerschulen zuständig.

Aber nicht nur die Schüler haben

von dem Vortrag profitiert, sondern

auch die Studentinnen. „Mir persönlich

haben die Vorträge Spaß

gemacht und es war auch für uns

eine gute Erfahrung vor einem mal

etwas größeren Publikum zu präsentieren“,

resümiert Schustek

stellvertretend für die Referentinnen.

Ansprechpartnerin:

Anja Kreuzer-Kurz

GER CC SDW, Stuttgart

Tel.: 0711 137 3561

Fax: 0711 137 2479

anja.kreuzer-kurz@siemens.com

Redaktionsschluss für die

nächste Ausgabe:

14. Mai 2010

Impressum:

Dr. Hans-Georg Kny,

CHR G&EMEA SPE BD,

München P,

Tel.: 089 636-48425

Fax: 089 636-32015

hans-georg.kny@siemens.com

© Siemens

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