Jahresbericht 2010 (PDF, 838 KB) - SVA Aargau

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Jahresbericht 2010 (PDF, 838 KB) - SVA Aargau

Standort BahnhofPlatz | aarau

Jahresbericht

2010

Standort KYBurGErStraSSE | aarau

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Ausgleichskasse

IV-Stelle

Familienausgleichskasse

Erwerbsersatzordnung

Ergänzungsleistungen

Prämienverbilligung

JahrESBEricht 2010

3


Inhaltsverzeichnis

Vorwort des Präsidenten der Verwaltungskommission 6

Editorial 7

Management Summary 8

Dienstleistungen

Ausgleichskasse

Mitglieder und Beiträge 10

Leistungen 12

Ausgleichskasse, übertragene Aufgaben

Ergänzungsleistungen 14

Prämienverbilligung 15

Familienausgleichskasse 16

Invalidenversicherung

IV-Stelle 18

Organisation

Resources and Services 22

Organigramm 25

Corporate Governance

Organe 26

Bericht der Revisionsstelle 26

Bericht der Verwaltungskommission 26

Rechnungsablage

Betriebs- und Verwaltungskostenrechnung der Familienausgleichskasse 27

Verwaltungskostenrechnung SVA Aargau 29

Betriebsrechnung SVA Aargau 30

JahrESBEricht 2010

5


6

Vorwort dES PräSidEntEn dEr VErwaltunGSKommiSSion

Wir werden bewegt und wir bewegen uns

Der anspruchsvolle und informative

Jahresbericht dokumentiert

unsere vielfältige

Geschäftstätigkeit. Kennzahlen

und Projekte beleuchten

in den einzelnen

Geschäftsfeldern unsere

Kernkompetenzen bei den

Aufgaben, die uns vom

Bund und vom Kanton

übertragen sind. Die Bilder

illustrieren, wie die SVA Aargau

Beständigkeit mit Neuem

verbindet.

Bewegung in und um die Verwaltungs -

kommis sionstätigkeit

Die Verwaltungskommission hat sich auch in diesem Jahr sehr

beweglich gezeigt und sich neben ihrer umfangreichen Stammtätigkeit

hauptsächlich auf folgende Prozesse konzentriert:

• Erarbeitung und Festlegung der Rahmenbedingungen für

die Umsetzung der Unternehmensstrategie. Der Strategie-

und Zielsetzungsprozess basiert auf der Mission, der Vision

und dem Leitbild. Die Mission beschreibt den Unternehmenszweck.

Mit der Vision werden die angestrebten Ziele

und mit dem Leitbild die verpflichtenden Unternehmenswerte

aufgezeigt. Diese Werte gilt es nun in die tägliche Arbeit

einfliessen zu lassen.

• Überwachung der Meilensteine bei strategisch wichtigen

Projekten.

• Bedingt durch die stetige Steigerung der Anzahl Kundinnen

und Kunden und durch personelle Abgänge mussten strukturelle

Anpassungen vorgenommen werden. Die eingeleiteten

Massnahmen wirkten sich schliesslich positiv auf den

nachhaltigen Abbau der Pendenzen aus.

• Unsere Standortstrategie «SVA unter einem Dach» bezweckt,

die SVA Aargau mit ihren aktuell zwei Standorten

am Bahnhofplatz zusammenzuführen. Zu unserem Bedauern

kann die Vision noch nicht umgesetzt werden, da uns

der Kanton mit seinem grundsätzlichen Standortentscheid

schon seit einem Jahr vertröstet.

Bewegung beim Geschäftsergebnis

Der Geschäftsbericht weist ein erfreuliches Betriebsergebnis

aus. Dank zusätzlicher Leistungen aus dem AHV-Fonds für

gemäss Gesetz zu erbringende defizitäre Aufgaben und einer

guten Kostenkontrolle wurde ein Überschuss erzielt. Diese

Mittel werden zum Teil zur Senkung der Verwaltungskostenbeiträge

und für die bevorstehenden Investitionen in eine

neue Informatiklösung eingesetzt.

Der Kunde im Mittelpunkt

Das Wachstum der Zahl unserer Mitglieder setzt sich fort;

über 70 000 Personen oder Unternehmen rechnen ihre

Beiträge mit unserer Ausgleichskasse ab. Es ist unser Ziel,

unsere Dienstleistungen noch kompetenter und rascher zu

erbringen, um so das Vertrauen in unser Unternehmen weiter

zu stärken. Mit öffentlichen Veranstaltungen wie einer Grosskundentagung

und einer Wanderausstellung zum 50-jährigen

Jubiläum der IV haben wir die Kontakte zur Bevölkerung und

zu unseren Kunden intensiviert.

Zusammenfassend kann ich feststellen, dass dank einem

hoch motivierten Team und enormen Anstrengungen viele

Projekte erfolgreich abgeschlossen werden konnten oder auf

Zielkurs sind. Es gilt aber auch einzuräumen, dass durch externe

und interne Einflüsse die Umsetzung der anspruchsvollen

Ziele nicht in allen Teilen erreicht werden konnte. Als lernende

und dynamische Organisation setzen wir jedoch alles

daran, die hohen Kundenerwartungen weiterhin erfolgreich zu

erfüllen.

Dank

Danken möchte ich in erster Linie allen Leserinnen und Lesern

unseres Jahresberichtes sowie allen Kundinnen und Kunden

für das entgegengebrachte Vertrauen. Bedanken möchte ich

mich aber auch beim Grossen Rat, bei meinen Kolleginnen

und Kollegen der grossrätlichen Kommission Gesundheit und

Soziales sowie der Regierungsrätin Susanne Hochuli für die

wirkungsvolle Zusammenarbeit. Einen besonderen Dank richte

ich an meine Kolleginnen und Kollegen der Verwaltungskommission,

die Geschäftsleitung unter der Leitung der Direktorin

Frau Bergita Kayser und das Kader für die offene,

kreative und lösungsorientierte Zusammenarbeit. Zum Schluss

gilt mein grosser Dank allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

und Partnern, vor allem auf den Gemeindezweigstellen, für

das grosse Engagement und das geschenkte Vertrauen.

Fredy Böni

Präsident Verwaltungskommission


Step by STEP zum TOR

Im vergangenen Jahr durfte

ich unser Motto TOR vorstellen.

Es steht für teamorientiert,

organisiert und risikobewusst.

Im Zusammenhang

mit der konkreten Umsetzung

haben wir im 2010 ein

intensives Trainingsprogramm

absolviert.

Wir sind bereits eine gute

Mannschaft, aber die Aufgabe

eines jeden Coachs ist es,

dafür Sorge zu tragen, dass

seine Mannschaft noch besser

wird und sich immer wieder neu einstellt auf veränderte

Rahmenbedingungen. Mit einem systematischen Trainings-

und Entwicklungsprogramm (STEP) investierten wir gezielt in

unsere Weiterentwicklung.

Mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern haben wir in Leitbildwochen

konkret an unseren Werten gearbeitet und daran,

wie wir diese in den Alltag umsetzen können. Die Räumlichkeiten

der SVA – an allen Standorten – waren phasenweise

mit vielen Flipcharts tapeziert und aus einer Fülle von

Beispielen wählte eine Jury die besten Beispiele zu unseren

Leitwertsätzen aus. Nicht nur bei den Beispielen hatten wir

die Qual der Wahl, sondern auch bei der Auswahl der dazugehörenden

Bilderwelt. An unserem traditionellen Weihnachtsapéro

wurden die drei Sieger/innen prämiert. Unsere

Leitwerte sind: kompetent, zuverlässig, effektiv und effizient,

glaubwürdig, respektvoll.

Editorial

Zum Stichwort Bilderwelt: Ein herausragendes Projekt im

2010 war unser Umzug in das neue Bahnhofsgebäude der

SBB. Seit Dezember 2010 sind der Bereich Invalidenversicherung

und der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) im vierten

und fünften Stock produktiv. Die Bilder in diesem Jahresbericht

zeigen Ihnen, dass wir uns mit unseren 382 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern an zwei Standorten befinden.

Das folgende Management Summary hält weitere Highlights

des zurückliegenden Jahres fest. Im Anschluss finden Sie die

wichtigsten Themen zu den einzelnen Dienstleistungen und

am Schluss des Jahresberichtes Aussagen zu den internen

Diensten inklusive der Finanzzahlen.

Ich wünsche eine spannende Lektüre und möchte allen Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern für ihr grosses Engagement danken

und dass sie zu der Dichte dieses Berichtes einen unentbehrlichen

Beitrag geleistet haben. Danken möchte ich auch

für die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Departement

Gesundheit und Soziales und weiteren Partnern in der

kantonalen Verwaltung sowie dem Bundesamt für Sozialversicherungen.

Ein ganz besonderer Dank geht zum Schluss an Herrn Anton

Scheuber, der Anfang April 2011 in den wohlverdienten Ruhestand

treten wird. Herr Scheuber war seit Juni 1988 in der

SVA tätig, zuerst als Beitragschef und Abteilungsleiter, später

als Leiter Support Direktion und Protokollführer der Verwaltungskommission.

Bergita Kayser

Direktorin

7


8

im foKuS

Management Summary

■ Stetes Mitgliederwachstum

Der Mitgliederbestand hat die 70 000-Grenze überschritten

und wächst weiter: wir betreuen mehr Arbeitgebende

(5,7 %), Selbständigerwerbende (1,5 %) und Nichterwerbstätige

(1,4 %).

■ Beschwerlicher Beitragsbezug

Die Betreibungen haben stark zugenommen (9 %); zusammen

mit den Mahnungen (3 %) spiegeln sie das

erschwerte Inkasso.

■ Vereinfachtes Abrechnungsverfahren

Die Erleichterungen bei der Lohnabrechnung finden

wachsenden Zuspruch; 3 600 abrechnungspflichtige Betriebe

profitieren davon und leisten auch einen Beitrag gegen

die Schwarzarbeit.

■ Rentenaufschub als Ausnahme

Nur wenige Versicherte können sich einen Rentenaufschub

leisten: 125 Versicherte machen von dieser

Möglichkeit Gebrauch, was 0,26 % des Altersrentenbestandes

der SVA Aargau entspricht.

■ Unentbehrliche Ergänzungsleistungen

Rund ein Siebtel der Rentnerinnen und Rentner (über

16 000 Personen) ist im Kanton Aargau auf Ergänzungsleistungen

angewiesen. Die Gesuche bezüglich Krankheitskosten

haben wieder stark zugenommen (10 %).

■ Neue Pflegefinanzierung

Mit der Neuordnung der Pflegefinanzierung werden ab

2011 pflegebedürftige Personen entlastet. Damit verbundene

Änderungen bei den Ergänzungsleistungen: Die

Vermögens freibeträge werden für Alleinstehende von

CHF 25 000 auf CHF 37 500 und für Ehepaare von

CHF 40 000 auf CHF 60 000 erhöht.

■ Familienzulagen: Doppelbezug verhindern

Ein Kinder- und Bezügerregister ab 2011 hilft einen Doppelbezug

von Zulagen zu verhindern. Im Kanton Aargau

sind 45 Familienausgleichskassen tätig. Rund 50 Prozent

der ausbezahlten Familienzulagen werden von der

Familien ausgleichskasse des Kantons Aargau getätigt.

■ Jede vierte Person mit Prämienverbilligung

Personen in bescheidenen wirtschaftlichen Verhältnissen

haben Prämienverbilligungen für die obligatorische

Krankenpflegeversicherung zugute. Rund ein Viertel aller

Aargauerinnen und Aargauer (148 100) sind auf diese

Unterstützung angewiesen.

■ IV als Integrationsversicherung

Die Leistungen der IV zielen darauf ab, die Invalidität mit

einfachen und zweckmässigen Eingliederungsmassnahmen

zu verhindern, zu vermindern oder zu beheben. Der

Erfolg der beruflichen Eingliederung misst sich daran, ob

bei Personen, die berufliche Massnahmen abgeschlossen

haben, später eine IV-Rente vermieden oder der IV-Grad

reduziert werden kann.

Es wurden über 1 600 zusätzliche Gespräche mit Kundinnen

und Kunden geführt und es konnten 251 Stellen erhalten

und 362 neue gefunden werden. Die Zahl der Früherfassungen

zur Prüfung eines Invaliditätsrisikos ist mit

732 gegenüber dem Vorjahr um fast 30 % gestiegen.

5 075 Anmeldungen für berufliche Integration oder Rente

wurden bearbeitet und 1 306 Frühintegrationsmassnahmen

gesprochen.

■ Sorgfältige Prüfung der IV-Rentengesuche

Die Neurentenquote bei der IV-Stelle des Kantons Aargau

ist deutlich tiefer als der schweizerische Durchschnitt. Die

Ablehnungsquote ist demgegenüber mit rund 55 % vergleichsweise

hoch: bei den 3 645 Rentenentscheiden

wurde in 1 991 Fällen das Gesuch abgelehnt.

■ Gegen Rentenmissbrauch

Die zusätzlichen Anstrengungen zur Betrugsbekämpfung

lohnen sich, und die Observation als neues Instrument der

Ermittlung bewährt sich. Es wurden 234 Verdachtsfälle

untersucht, 6 Strafanzeigen erstattet und 13 Observationen

angeordnet.

In 24 Fällen wurden Renten gestrichen oder reduziert, was

schätzungsweise Minderausgaben von CHF 9 Mio. ergibt,

hochgerechnet auf eine durchschnittliche Bezugsdauer.

■ Ausgleichskasse und Familienausgleichskasse

mit solider Finanzlage

Die gute Finanzlage bei der Ausgleichskasse erlaubt eine

Rückerstattung von Verwaltungskostenbeiträgen. Die

Familien ausgleichskasse weist auch nach der Senkung

des Beitragssatzes von 1,6 auf 1,4 % Reserven auf, die

einer durchschnittlichen Jahresausgabe nahekommen,

sodass in den nächsten Jahren genügend Mittel vorhanden

sind, um die Leistungen bei einem unveränderten

Beitragssatz finanzieren zu können.

■ Zertifizierte Qualität

Mit guten Ergebnissen konnte das jährliche externe Audit

nach ISO 9001:2008 und Good Priv@cy (Datenschutz)

abgeschlossen werden. Die Zertifizierungsstelle SQS würdigt

die spürbare Weiterentwicklung des Unternehmens.


10

diEnStlEiStunGEn

Ausgleichskasse

Mitglieder und Beiträge

Informationsauftrag

Unsere Kundschaft erwartet umfassende Informationen und

Anleitungen zur Erfüllung ihrer Pflichten. Das Programm unserer

diesjährigen Informationsveranstaltung für Arbeitgebende

ist wieder auf grosses Echo gestossen. Die Arbeitgebenden

gehören zu unseren wichtigsten Kunden. Sie haben vielfältige

sozialversicherungsrechtliche Pflichten zu erfüllen: sie rechnen

die paritätischen Lohnbeiträge ab und leisten massgebliche

Beiträge an die Verwaltungskosten. Schon darum haben

sie Anrecht auf einen umfassenden Kundenservice. Es liegt

aber auch in unserem eigenen Interesse, kompetent zu informieren

und zu beraten, denn aufgeklärte Kundinnen und

Kunden erleichtern es uns, effiziente Arbeit zu leisten. Nicht

ohne Grund ist die Kundenorientierung ein zentrales Element

unseres Qualitätsmanagements. Wir sind laufend bestrebt,

den Qualitätsansprüchen der Kundinnen und Kunden noch

besser zu entsprechen.

Am meisten zu schaffen machten den abrechnungspflichtigen

Arbeitgebenden die AHV-rechtlichen Vorschriften über die Abgrenzung

zwischen selbständiger und unselbständiger Erwerbstätigkeit,

die strikten Inkassovorschriften (verbunden mit

einer drastischen Verzugszinsregelung) sowie die formellen

Anforderungen im Zusammenhang mit der Lohnaufzeichnung.

Sind diese Themen echte Hürden bei der Erfüllung der Arbeitgeberpflichten?

Die Info-Veranstaltung hat gezeigt, dass es

oft am Wissen mangelt und sich der Schleier lichtet, wenn die

Informationen anschaulich und beispielhaft vermittelt werden.

Es kann damit auch das Verständnis für die Tätigkeit der

Mitgliederzahlen 2007 – 2010

AHV-Durchführungsorgane gefördert werden. Eine Ausgleichskasse

macht nichts anderes, als die vom Gesetzgeber

gewollte Ordnung in die Tat umzusetzen. Mit der rechtzeitigen

Zahlung der Beiträge werden die Rentenleistungen sichergestellt,

eine Missbrauchsverhinderung beim Beitragsstatus

kommt dem Sozialversicherungsschutz der Arbeitnehmenden

zugute und eine lückenlose Lohnaufzeichnung der Arbeitgebenden

ist für korrekte Eintragungen auf dem Individuellen

Konto der künftigen Rentenberechtigten unabdingbar.

Deutlich mehr Arbeitgebende

Der verbesserte Arbeitsmarkt und die guten Konjunkturprognosen

haben spürbare Auswirkungen auf den Mitgliederbestand:

wir betreuen mehr Selbständigerwerbende und Arbeitgebende.

Beim Inkasso macht sich der Wirtschaftsaufschwung

indes noch nicht bemerkbar; die Betreibungen sind wie schon

im Vorjahr nochmals gestiegen (9 %). Zurückgegangen sind

dagegen die Tilgungspläne, ein erstes vages Indiz für eine bevorstehende

Entspannung bei den Inkassomassnahmen.

Entwicklung beim Inkasso

2007 2008 2009 2010 Zunahme

gegenüber

Vorjahr

2009 2010

Anzahl Anzahl

Gesetzliche Mahnungen 40 413 41 668

Betreibungen 7 106 7 744

Tilgungspläne 1 321 971

Konkurse 331 374

Zunahme in

% gegenüber

Vorjahr

Selbständigerwerbende 25 491 25 967 26 508 26 929 421 1,58

Nichterwerbstätige 18 643 19 295 19 587 19 863 276 1,40

Nur Arbeitgebende 14 332 15 741 16 297 17 240 943 5,78

Studierende der FHNW 3 267 3 514 3 819 3 847 28 0,73

Vereinfachte Abrechnung 2 221 2 997 3 600 603 20,12

Total 61 733 66 738 69 208 71 479 2 271 3,29


Lückenloser Versicherungsschutz

Die Zustellung des neuen Versichertenausweises an die Arbeitnehmenden

hat das Individuelle Konto bei den Versicherten

wieder verstärkt ins Bewusstsein gerückt. Wir haben

parallel dazu mit einer Info-Kampagne seine Bedeutung in

Erinnerung gerufen. Auf dem Individuellen Konto (IK) werden

alle Einkommen, Beitragszeiten sowie Betreuungsgutschriften

aufgezeichnet, die als Grundlage für die Berechnung einer

Alters-, Hinterlassenen- oder Invalidenrente dienen. Fehlende

Beitragsjahre (Beitragslücken) führen in der Regel zu einer

Kürzung der Versicherungsleistungen. Konnten wir in den

letzten Jahren durchschnittlich 9 891 Anträge zur Erstellung

eines Kontoauszuges entgegennehmen, war 2010 eine

Nachfrage von 11 224 zu verzeichnen (+ 13 %).

Vereinfachtes Abrechnungsverfahren

Die Zahl der Arbeitgebenden, die von den Erleichterungen für

die Abrechnung der Sozialversicherungsbeiträge und gleichzeitig

der Quellensteuer profitieren, ist um 20 % auf 3 600 gestiegen.

Wir konnten dem Kantonalen Steueramt Einnahmen

von über CHF 400 000 überweisen. Die Vereinfachungen für

den Arbeitgeber sind auch ein Mittel zur Bekämpfung der

Schwarzarbeit. Es gibt einen Informations- und Datenaustausch

mit den kantonalen Kontrollorganen.

Rückverteilung CO2 -Abgabe an Unternehmen

Wir konnten erstmals die Erträge aus der CO2-Abgabe zurückverteilen.

Die Ausgleichskassen nehmen diese Verteilung

im Auftrag des Bundesamtes für Umwelt vor, indem sie den

jeweiligen Betrag auszahlen oder verrechnen. Die Verteilung

der Abgabeerträge an die Wirtschaft erfolgte proportional zur

AHV-Lohnsumme 2008.

Insgesamt wurden der Schweizer Wirtschaft rund CHF 360

Mio. aus der CO2-Abgabe verteilt. Die Gutschriften, welche die

SVA Aargau getätigt hat, machen CHF 8,1 Mio. aus, berechnet

auf einer Lohnsumme von CHF 8,2 Mia.

Für die Rückverteilung galt es, eng mit den anderen Ausgleichskassen

zusammenzuarbeiten, damit bei Domizilwechsel

von Unternehmungen die korrekte Abgrenzung vorgenommen

werden konnte. Die Zentrale Ausgleichsstelle (ZAS)

attestiert der SVA Aargau eine effiziente Projektabwicklung

und rangiert uns in einer Auswertung unter den Ausgleichskassen

auf dem dritten Platz.

diEnStlEiStunGEn

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12

diEnStlEiStunGEn

Ausgleichskasse

Leistungen

Wer es sich leisten kann, schiebt die Altersrente auf

Der Rentenaufschub ist sinnvoll, wenn nach der ordentlichen

Pensionierung weiterhin ein Einkommen erzielt wird, das die

Lebenshaltungskosten genügend abdeckt. Der Aufschub

kann auch aus Steuergründen attraktiv sein, da die AHV-

Altersrente vollumfänglich mit dem übrigen Einkommen versteuert

wird und sich somit auf die Progression auswirkt.

Versicherte, die ihre Altersrente aufschieben, arbeiten in den

meisten Fällen über das Pensionsalter hinaus weiter. Für den

Aufschub entscheiden sich in der Regel Personen mit überdurchschnittlichem

Erwerbseinkommen.

50 Personen haben dieses Jahr neu die Rente aufgeschoben.

Das Total macht jetzt 125 aus, was 0,26 % des Altersrentenbestands

der SVA Aargau entspricht.

Babyboom im Aargau?

Die Medien melden für 2010 in vielen Spitälern überdurchschnittlich

hohe Geburtenzahlen im Vergleich zu den Vorjahren.

Wenn auch nicht von einem Babyboom analog der Jahre

bis 1965 gesprochen werden kann, so scheint mindestens

der Abwärtstrend bei der Geburtenzahl gestoppt zu sein. Wir

können bei der Mutterschaftsentschädigung einen stetigen

Zuwachs feststellen. Für den 14-wöchigen Erwerbsersatz

sind 1 710 Anträge eingegangen, 5,8 % mehr als im Vorjahr.

Leistungen aller Sozialwerke

Erwerbsersatz für Dienstleistende

Die Erwerbsersatzordnung (EO) deckt einen Teil des Lohnausfalls

für folgende Dienstleistungen: Schweizer Armee, Zivilschutz,

Zivildienst, Kaderkurse Jugend und Sport und

Jungschützen. Die EO wird ganz mit Lohnprozenten finanziert.

Wir haben 24 836 (22 896) EO-Anmeldungen verarbeitet.

Durch die neue Regelung haben sich die Tage für Zivildienst

um 57 % erhöht. Wir bezahlten 27 409 (17 409)

Diensttage. Die Gesamtkosten der EO blieben dennoch relativ

stabil.

Sozialwerk Leistungen (CHF) 2009 Leistungen (CHF) 2010

Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) 1 070 240 229 1 110 398 538

Invalidenversicherung (IV) 276 383 135 271 314 138

Ergänzungsleistungen (EL) 171 861 920 176 136 112

Familienausgleichskasse (FAK) 118 015 254 144 907 418

Individuelle Prämienverbilligung (IPV) 195 310 632 221 696 314

Erwerbsausfallentschädigung (EO)

inkl. Mutterschaftsentschädigung (MSE) 40 441 982 41 732 831

Familienzulagen in der Landwirtschaft (FL) 7 729 821 7 372 718

Total 1 879 982 973 1 974 173 933


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diEnStlEiStunGEn

Ausgleichskasse, übertragene Aufgaben

Ergänzungsleistungen

Rund ein Siebtel der Rentnerinnen und Rentner

mit Anspruch

Die Ergänzungsleistungen (EL) zur AHV und IV sind Bedarfsleistungen.

Zusammen mit weiteren Einnahmen wie Pensionskassenrenten

und Vermögenserträgen sollen die EL allen

Rentnerinnen und Rentnern den Existenzbedarf decken.

Im Kanton Aargau waren 16 065 (15 488) Personen auf EL

angewiesen. Wir erhielten 3 339 (3 134) Neuanmeldungen.

Die Gesuche um Vergütung von Krankheitskosten haben mit

34 006 (30 702) wieder stark zugenommen.

Anzahl Dossiers mit Ergänzungsleistungen

Stand per Total EL zu AHV-Renten EL zu IV-Renten

1.1.07 10 750 5 925 55,11 % 4 825 44,89 %

1.1.08 11 068 6 102 55,13 % 4 966 44,87 %

1.1.09 11 677 6 451 55,25 % 5 226 44,75 %

1.1.10 12 238 6 823 55,75 % 5 415 44,25 %

1.1.11 12 769 7 186 56,28 % 5 583 43,72 %

Entwicklung der Ergänzungsleistungen in CHF

2008 2009 2010

Ausbezahlte EL 161 859 017 171 861 920 176 136 112

davon für Krankheitskosten 11 631 389 12 422 759 13 044 281

Anteil Bund 56 272 555 59 621 624 61 356 381

Neuordnung der Pflegefinanzierung

Die Neuordnung der Pflegefinanzierung soll ab 2011 die

schwierige Situation pflegebedürftiger Personen entschärfen,

ohne die obligatorische Krankenversicherung mit zusätzlichen

altersbedingten Pflegeleistungen zu belasten. Die Neuordnung

betrifft die ambulante und stationäre Langzeitpflege

von Betagten (Spitex und Pflegeheime).

Mit der Neuordnung ergeben sich auch Änderungen bei den

EL. Die Vermögensfreibeträge werden für Alleinstehende

von CHF 25 000 auf CHF 37 500 und für Ehepaare von

CHF 40 000 auf CHF 60 000 erhöht. Neu kann der Freibetrag

für eine selbstbewohnte Liegenschaft in gewissen Fällen

CHF 300 000 ausmachen. Auswirkungen gibt es zudem auf

Krankheits- und Behinderungskosten

Im Rahmen der Neugestaltung des Finanzausgleichs

und der Aufgabenteilung zwischen Bund und Kantonen

(NFA) wurde die Zuständigkeit für die Vergütung von Krankheits-

und Behinderungskosten den Kantonen zugeteilt

(ELKV-AG). Diese Kosten sind seit 1. Januar 2008 vollumfänglich

durch die Kantone zu tragen. Die Kantone

mussten innerhalb einer Übergangsfrist von drei Jahren eine

Verordnung erlassen. Die Verordnung und der Bericht dazu

wurden vom Departement Gesundheit und Soziales in

Zusammenarbeit mit der SVA Aargau geschaffen; sie tritt

per 1. Januar 2011 in Kraft.

die Heimtaxen in stationären Pflegeeinrichtungen. Im Kanton

Aargau stellen die stationären Pflegeeinrichtungen ihren Bewohnerinnen

und Bewohnern als Tagestaxe ab 1. Januar 2011

noch die Pensions- und Betreuungskosten und die Patientenbeteiligung

in Rechnung. Die Beteiligung beträgt pro Tag maximal

CHF 21.60. Die übrigen Pflegekosten werden von der obligatorischen

Krankenpflegeversicherung, vom Kanton und

den Gemeinden getragen.

Wir mussten für rund 2 300 Personen per Januar 2011 eine

Anpassung der Heimtaxe vornehmen.


Prämienverbilligung

Tendenz steigend

Der Kanton Aargau gewährt Einwohnerinnen und Einwohnern

in bescheidenen wirtschaftlichen Verhältnissen Prämienverbilligungen

für die obligatorische Krankenpflegeversicherung. Für

die Berechnung des Anspruchs sind die Richtprämien massgebend,

welche der Regierungsrat pro Kalenderjahr festlegt. Als

Grundlage für die Berechnung gilt die letzte definitive Steuerveranlagung

zum Zeitpunkt der Anmeldung.

Der Regierungsrat hat die Richtprämien für die Berechnung

der Prämienverbilligung für erwachsene Personen auf

CHF 3 200 und für Kinder auf CHF 900 festgelegt.

Die Zahl der Anträge hat wie schon letztes Jahr deutlich zugenommen

und beträgt 67 900. 17,5 % der Anträge mussten

abgewiesen werden.

Entwicklung bei der Prämienverbilligung

diEnStlEiStunGEn

2009 2010 2011*

Eingereichte Anträge 59 430 65 160 67 900

davon ohne Anspruch 11 440 11 920 11 940

Anträge mit Anspruch 47 990 53 240 55 830

Bezügerinnen/Bezüger von EL 12 238 12 672 13 300

Total Leistungen in CHF 1000 195 310 221 696 241 500

davon Anteil Bund 138 176 150 913 162 323

Richtprämie Erwachsene/Kinder in CHF 3 000/800 3 100/850 3 200/900

* geschätzt

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diEnStlEiStunGEn

Ausgleichskasse, übertragene Aufgaben

Familienausgleichskasse

Marktanteil

Eine nationale Statistik erhebt erstmals bei den Familienausgleichskassen

finanzielle und strukturelle Angaben. Das Departement

Gesundheit und Soziales (DGS) als kantonale Aufsichtsbehörde

hat uns die Kontrolle der Statistiken aller im

Kanton Aargau tätigen Familienausgleichskassen übertragen.

Im Kanton Aargau sind 45 Familienausgleichskassen tätig.

Unser Anteil bei der Anzahl ausbezahlter Familienzulagen

macht rund 50 % aus.

Verhinderung des Doppelbezuges

Die Zentrale Ausgleichsstelle (ZAS) führt ab 2011 ein Kinder-

und Bezügerregister. Es unterstützt die Familienausgleichskassen

bei der Abklärung, ob für ein Kind bereits eine Familienzulage

bezogen wird. Der Anspruch auf Zulagen besteht

schon ab einem geringen Beschäftigungsgrad, sodass sie in

vielen Fällen von verschiedenen Stellen ausbezahlt werden

und die Gefahr von Doppelzahlungen besteht.

Um der Meldepflicht ab 2011 tagesaktuell nachkommen zu

können, mussten wir umfassende Investitionen bei den administrativen

Geschäftsabläufen und beim Informatiksystem

vornehmen. Wir haben Daten von über 40 000 Personen

aufbereitet und für rund 4 000 Kinder Versichertennummern

generiert. Schweizweit sind rund 1,7 Millionen Kinder und

Jugendliche registriert.

Über einen beschränkten Internet-Zugang können Eltern und

Arbeitgebende überprüfen, ob für ein bestimmtes Kind eine

Zulage bezogen wird. Mit diesem Informationszugang kann

sichergestellt werden, dass die Familienzulage an den Elternteil

weitergegeben wird, bei dem das Kind lebt.

Anspruchsberechtigte

Anspruch für Nichterwerbstätige

Auch nichterwerbstätige Personen haben (seit 2009) Anspruch

auf Familienzulagen, sofern ihr steuerbares Einkommen

den anderthalbfachen Betrag der maximalen vollen Altersrente

nicht übersteigt. Diese Familienzulagen werden

durch den Kanton finanziert. Wir haben an 355 Familien

636 Familienzulagen ausbezahlt.

Gesicherte Finanzlage

Gemäss Artikel 23 der Verordnung über die Familienzulagen

vom 31. Oktober 2007 muss eine Schwankungsreserve, die

eine durchschnittliche Jahresausgabe übersteigt, innert drei

Jahren abgebaut werden. Bei Leistungen von CHF 144,9

Mio. im Jahr 2010 betrug die Reserve am 1. Januar 2010

CHF 156,5 Mio. Durch die Senkung des Beitragssatzes von

1,6 % auf 1,4 % ergab sich ein Ausgabenüberschuss von

CHF 16,9 Mio. Damit wurde die verlangte Obergrenze unterschritten.

Eine angemessene Reserve liegt zwischen 50 %

und 100 % einer Jahresausgabe, weshalb die Familienausgleichskasse

auch in den nächsten Jahren über genügend

Mittel verfügt, um die Leistungen bei einem unveränderten

Beitragssatz finanzieren zu können.

Familienzulagen in der Landwirtschaft (FLG)

Anspruchsberechtigt nach dem FLG sind selbständige

Landwirte und Arbeitnehmende in der Landwirtschaft. Die

Leistungen entsprechen den Mindestleistungen nach Familienzulagengesetz

(FamZG). Der Anspruch aus dem FamZG hat

gegenüber Familienzulagen in der Landwirtschaft (FLG) Vorrang.

Das erklärt den Rückgang der anspruchsberechtigten

Personen von 6 723 (2008) auf 2 868 (2010).

2008 2009 2010

Kinder von Arbeitnehmenden 29 708 40 886 43 002

Kinder von Nichterwerbstätigen 204 636

Kinder von Selbständigerwerbenden und Arbeitnehmenden

in der Landwirtschaft 6 723 3 087 2 868

Kinder von Arbeitnehmenden mit Wohnsitz im Ausland 1 255 1 240 1 091

davon nicht EU 240 130 90

Familien 16 031 23 578 23 576


18

diEnStlEiStunGEn

Invalidenversicherung

IV-Stelle

Gesuchsverfahren rasch abwickeln

Es ist ein wichtiges Ziel der 5. IV-Revision, Menschen mit Behinderung

in den Arbeitsmarkt einzugliedern. 180 Tage nach

der Gesuchseinreichung soll die versicherte Person wissen,

ob eine Eingliederungsmassnahme durchgeführt oder ob der

Rentenanspruch geprüft wird.

Nachhaltige Wiedereingliederung

Der Erfolg der beruflichen Eingliederung misst sich daran, ob

bei Personen, welche berufliche Massnahmen abgeschlossen

haben, zu einem späteren Zeitpunkt eine IV-Rente vermieden

oder der IV-Grad reduziert werden kann. In der

Arbeitsvermittlung haben wir es mehrheitlich mit Versicherten

zu tun, die aus verschiedenen Gründen erschwert vermittelbar

sind. Der Eingliederungserfolg ist stark vom Versichertenprofil

und auch von einer günstigen Wirtschaftsstruktur abhängig.

Es ist deshalb als Erfolg zu werten, dass die

Integration sowohl beim Arbeitsplatzerhalt als auch bei der

Eingliederung an einen neuen Arbeitsplatz gesteigert werden

konnte.

Die hohe Zahl der beruflichen Massnahmen, die ergriffen worden

sind, sprechen für eine erfolgreiche Umsetzung des

Grundsatzes «Eingliederung vor Rente»; wir haben 651 Massnahmen

der Frühintervention und 655 Integrationsmassnahmen

zugesprochen.

Verstärkte Einbindung der Arbeitgeber

Die Zahl der mit Eingliederungsleistungen der IV-Stelle erhaltenen

und neu besetzten Arbeitsstellen steigt kontinuierlich. In

den nächsten Jahren wird es aber zur finanziellen Sanierung

der IV notwendig sein, dass wesentlich mehr Menschen ihren

Arbeitsplatz trotz Krankheit oder Behinderung behalten oder

einen neuen Arbeitsplatz finden. Gemäss einer Unternehmensbefragung

aus dem Jahr 2003 könnten rund 8 % aller

Arbeitsplätze in Schweizer Unternehmen grundsätzlich durch

Behinderte besetzt werden. Tatsächlich waren gemäss dieser

Befragung nur 0,8 % aller Beschäftigten behindert. Im internationalen

Vergleich ist das ein niedriger Wert. In den Nachbarländern

Frankreich (4 %), Deutschland (3,8 %) und Österreich

(2,6 %) ist der Anteil der Angestellten mit einer

Behinderung wesentlich höher.

Rentenrevision

Wir überprüfen gemäss den gesetzlichen Vorgaben die zugesprochenen

Renten alle drei bis fünf Jahre nach dem Gedanken

«einmal Rente – ist nicht immer Rente». Ziel ist es, die

Leistungs- und Erwerbsfähigkeit von Rentenbezügerinnen

und Rentenbezügern mithilfe von gezielten Massnahmen so

weit zu verbessern, dass eine Wiedereingliederung möglich

wird und die Rente nicht mehr oder nicht mehr ganz benötigt

wird. Unsere konsequente Handhabung der Rentenrevision

trägt dazu bei, dass die Neurentenquote der IV-Stelle Aargau

einen vergleichsweise tiefen Wert erreicht. Wir haben zwischen

2005 und 2010 insgesamt 22 586 Renten revidiert und

dabei 2 324 Renten aufgehoben und 1 327 Renten reduziert.

Dem Versicherungsmissbrauch auf der Spur

Jedes Leistungsbegehren bedingt eine detaillierte Abklärung.

Wir holen alle Auskünfte ein, die für die Beurteilung des

Gesundheitszustandes und der Erwerbssituation der versicherten

Person nötig sind. Fachpersonen der beruflichen

Eingliederung, der Arbeitsvermittlung und der Abklärungsstellen

sowie Sachbearbeitende oder Ärztinnen und Ärzte des

Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) wirken bei der Abklärung

und der Entscheidfindung mit.

Wir beurteilen, ob vertiefte Abklärungen über die Leistungsberechtigung

angezeigt sind. Gibt es genügend Anhaltspunkte

für einen Verdacht auf Versicherungsmissbrauch, so wird

der Fall von der Sachbearbeitung an die Betrugsbekämpfungs-Spezialisten

weitergeleitet. Als letzte Möglichkeit, um

einen Verdacht zu erhärten, kann eine Observation vorgenommen

werden.

Die zusätzlichen Anstrengungen zur Betrugsbekämpfung

lohnen sich, und die Observation als neues Instrument der

Ermittlung in Verdachtsfällen bewährt sich. Wir haben

234 Verdachtsfälle untersucht, 6 Strafanzeigen erstattet und

13 Observationen angeordnet. Eine Observation verursacht

im Durchschnitt Kosten von CHF 7 200. 224 Verdachtsfälle

konnten erledigt werden, 61 aus dem Vorjahr und 5 aus

dem Jahr 2008. Wir haben in 24 Fällen Renten gestrichen

oder reduziert, was schätzungsweise Minderausgaben von

CHF 9 Mio. ergibt, hochgerechnet auf eine durchschnittliche

Bezugsdauer. Es ist anzunehmen, dass sich auf Grund der

Rentenaufhebungen auch Ersparnisse bei den Ergänzungsleistungen

und den betroffenen Pensionskassen ergeben.

Zahlen zum Versicherungsmissbrauch

2009 2010

Untersuchte Fälle 174 234

Strafanzeigen 4 6

Observationen 7 13

Entwicklung bei den offenen Rentengesuchen

2006 2007 2008 2009 2010

3 212 2 837 2 643 2 723 1 519


Entwicklung bei der Anzahl der Rentenentscheide

Leistungszusprachen und Massnahmen

diEnStlEiStunGEn

2005 2006 2007 2008 2009 2010

Entschiedene Rentengesuche 3 165 2 412 2 773 2 959 2 988 3 645

Ganze Rente 1 114 767 943 1009 846 983

¾-Rente 105 100 125 139 118 115

½-Rente 523 338 387 401 309 375

¼-Rente 197 122 164 160 147 180

Revisionen 3 674 4 668 3 741 3 382 3 572 3 564

Ablehnungsquote in % 38,7 44,9 41,6 42,2 52,5 54,6

Anmeldungen und Gespräche

2006 2007 2008 2009 2010

Erstgespräche 1 518 1 654 1 674

Assessmentgespräche 579 522 642

Erstanmeldungen 5 120 5 142 4 854 4 951 5 075

Meldungen 576 741 733

2006 2007 2008 2009 2010

Hilflosenentschädigungen AHV/IV 1 318 1 216 1 283 1 287 1 450

Hilfsmittel AHV 2 825 2 910 3 283 3 430 2 953

Hilfsmittel IV 4 010 3 991 4 102 3 697

Zusprachen medizinische Massnahmen (bis 20. Altersjahr) 5 544 4 677 4 147 4 769

Zusprachen erstmalige berufliche Massnahmen 318 355 436 473

Neurentenbezügerinnen und -bezüger Anteil (in %) der Anzahl Bezügerinnen/Bezüger an der

versicherten Bevölkerung (18 – Rentenalter) Vergleich Schweiz/Aargau

2001 2003 2006 2009

Schweiz 0,55 0,60 0,33 0,32

Aargau 0,61 0,57 0,28 0,27

Invalide Rentnerinnen/Rentner Anteil (in %) der Anzahl Bezügerinnen/Bezüger an der

versicherten Bevölkerung (18 – Rentenalter) Vergleich Schweiz/Aargau

2001 2003 2006 2009

Schweiz 4,65 5,07 5,22 4,99

Aargau 4,10 4,57 4,78 4,59

19


20

diEnStlEiStunGEn

Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD)

Der RAD beurteilt die Voraussetzungen für einen Leistungsanspruch,

indem er die Arbeitsfähigkeit aus medizinischer

Sicht prüft. Ausserdem ist es seine Aufgabe, Entscheidungsgrundlagen

für den Anspruch auf medizinische oder berufliche

Massnahmen zu erarbeiten und Empfehlungen

ab zu geben. Die komplexen Krankheitsbilder erfordern eine

interdisziplinäre Arbeitsweise mit einer Vielzahl von

Speziali sten: Allgemeinmedizin, Innere Medizin, Psychiatrie,

Kinder- und Jugendpsychiatrie, Neuropädiatrie, Orthopädie,

Rheumatologie, Rehabilitation, Physikalische Medizin,

Neuropsychologie, Arbeitsmedizin, Traumatologie, Allergologie,

Psychosomatik, Sozialpädagogik. Die internen

Untersuchungen und der frühzeitige Beizug der Mediziner

sind bedeutende Elemente zur Beschleunigung der Verfahren

im Integrationsprozess.

Im August erhielt unser RAD von der Foederatio Medicorum

Helveticorum FMH die Anerkennung als Ausbildungsstätte

für Facharzt Psychiatrie. Diese Anerkennung stärkt unsere

Position bei der Rekrutierung entsprechender Fachärzte. Wir

bauen unser Netzwerk laufend aus und verstärken unsere

Partnerschaften mit Spitälern, Hausärzten, Suva Rehabilitationskliniken,

dem Aargauischen Ärzteverband, dem Kantonalen

Psychiatrischen Dienst und dem Kinder- und Jugendpsychiatrischen

Dienst. Wir haben 1 089 (549) externe

Gutachten erstellen lassen.

Die Tätigkeit des RAD in Zahlen

2009 2010

Medizinische Anfragen 8 287 11 689

Interne Untersuchungen 320 484

Erstgespräche 1 436 1 042

Erfolgs- und Leistungskontrolle durch das BSV

Die Steuerung der IV-Stellen durch das BSV erfolgt nicht mehr

über die materielle Prüfung von Dossiers, sondern über die

Analyse von Wirkungsindikatoren und die jährlichen Audits.

Das BSV definiert Erfolgsfaktoren und Qualitätsvorgaben. Es

wird jährlich eine Standortbestimmung vorgenommen und es

finden alljährlich Zielvereinbarungsgespräche statt. Das BSV

analysiert insbesondere folgende Risikobereiche:

• Eingliederungserfolg

• Bearbeitungsdauer und Pendenzen

• Bekämpfung des Versicherungsbetrugs

• Qualitätsmanagement-System

• Zusammenarbeit zwischen den IV-Stellen und den RAD

Der Auditbericht attestiert der IV-Stelle eine grosse Leistung,

insbesondere beim Pendenzenabbau. Die Neurentenquote ist

tief, wesentlich besser als der schweizerische Durchschnitt.

Aufholbedarf besteht bei der Bearbeitungsdauer und beim Eingliederungserfolg.

Die Arbeit des RAD litt in den letzten Jahren

unter fehlenden personellen Ressourcen. Innerhalb eines

Jahres ist der Personalbestand fast verdoppelt worden.

Dadurch konnten die pendenten Stellungnahmen um zwei

Drittel auf rund 700 Dossiers reduziert werden.

Ende Dezember waren 882 erstmalige Rentenneuanmeldungen

in Bearbeitung. Wir konnten die Zahl der Dossiers über

1 000 Tage von 168 auf 85 reduzieren und die Dossiers zwischen

720 und 1 000 Tagen von 138 auf 57.


22

orGaniSation

Resources and Services

Personal: Fördern und fordern

Unsere Arbeit ist sinnvoll, aber auch herausfordernd.

Tausende von Versicherten im Kanton Aargau dürfen von uns

eine kompetente und rasche Dienstleistung erwarten. Dies

verlangt von den Mitarbeitenden ein hohes Mass an Einsatz

und Kundenorientierung. Die hochgesteckten Ziele zu erreichen

setzt voraus, dass die entsprechenden Fähigkeiten vorhanden

und die Anforderungen bekannt sind. Dafür wird ein

neues Leistungsbeurteilungs- und Zielsetzungsverfahren angewandt.

Es setzt auf Befähigung mit der nötigen Unterstützung

durch die Vorgesetzten und Ausbildung, aber auch Eigeninitiative.

Als Grundlagen dienen die von der Mission

abgeleiteten Leistungsportfolios der Abteilungen und Fachbereiche

genauso wie die Unternehmens-Vision und das Leitbild.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben aus dem Leitbild

sogenannte Leitsätze formuliert und als für sich verbindlich

erklärt.

Am Jahresende waren 382 (364) Angestellte beschäftigt, und

zwar 241 (228) Frauen und 141 (136) Männer, wovon 112

bzw. 48 mit einem Teilzeitpensum. Wir ermöglichen damit

über 40 % unserer Mitarbeitenden, persönliche oder familiäre

Bedürfnisse mit der Arbeit in Einklang zu bringen. Angestellte

mit Kindern haben auch Anspruch auf familienunterstützende

Leistungen. Insgesamt sind 333 (310) Vollzeitstellen besetzt.

Ausbildung und Integration sind für uns wichtige Anliegen. Elf

Lernende können sich in drei verschiedenen Berufen ausbilden

lassen. Zur Unterstützung der Ziele der 5. IV-Revision

bieten wir mit guten Erfahrungen Stellen für die sozialberufliche

Rehabilitation an, was Belastbarkeitstraining, Aufbautraining

und wirtschaftsnahe Integration am Arbeitsplatz umfasst.

Solide Finanzlage der Ausgleichskasse

Der Bundesrat hat beschlossen, den Ausgleichskassen ab

2010 aus dem Ausgleichsfonds der AHV höhere Zuschüsse

an die Verwaltungskosten zu bezahlen. Dabei werden Leistungen

für den Beitragsbezug bei Nichterwerbstätigen mit

Minimalbeitrag und die nur teilweise gedeckten Kosten bei

vielen Beitragspflichtigen mit kleinem Beitragsvolumen erbracht.

Zudem werden die besonders defizitären Prozesse

wie Fortsetzungsbegehren im Betreibungsverfahren und Abwicklung

von Schadenersatzfällen erstmals entschädigt. Die

Mehreinnahmen betragen rund CHF 700 000 und werden für

die Senkung der Verwaltungskostenbeiträge verwendet.

Qualität und Sicherheit

Unser Managementsystem vereint Methoden und Instrumente

zur Einhaltung von Anforderungen bei der Qualität, dem

Datenschutz sowie dem Risiko- und Prozessmanagement.

Es dient der Leitung, der Überwachung und der Steuerung

des Unternehmens. Das Interne Kontrollsystem IKS haben

wir weiterentwickelt zu einem Zweistufensystem mit einer

strategischen und einer operativen Risikoanalyse. Im Fokus

sind die Risikobereiche Finanzen, Gesetzeskonformität, Qualität

und Manipulation.

Die Einführung der Geschäftssoftware AKIS net hat tiefgreifende

Auswirkungen auf die Arbeitsabläufe. Prozess- und

Fachexpertinnen und -experten sind in diese Projektabwicklung

eingebunden: sie spielen eine entscheidende Rolle beim

Design, Testen und Schulen der neuen Workflows.

Mit guten Ergebnissen konnte das jährliche externe Audit

nach ISO 9001:2008 und Good Priv@cy (Datenschutz) abgeschlossen

werden. Die Zertifizierungsstelle SQS würdigt die

spürbare Weiterentwicklung des Unternehmens.


Rechtsdienst für komplexe Fälle

Die Aufträge an den Rechtsdienst werden mit einer Datenbank

erfasst und ausgewertet. 1 268 Aufträge hat der Rechtsdienst

erfüllt, davon mehr als die Hälfte (761) für die IV-Stelle.

Auf einzelne Aufgaben aufgeteilt ergibt sich folgendes Bild:

Urteile analysieren (617), Rechtsanfragen beantworten (322),

Einsprachen und Beschwerden verfassen (143), komplexe

Rechtsberatungen (60), Vernehmlassungen abfassen (56),

Kosten- und Parteientschädigungen überprüfen (40). Die Tätigkeit

des Rechtsdienstes erstreckte sich im Weiteren auf die

Schulung der Sachbearbeitenden und die Unterstützung der

kantonalen Verwaltung. Die betriebliche Datenschutzbeauftragte

hatte sich vor allem zu befassen mit Anfragen zur

Akteneinsicht und -herausgabe, zur Schweigepflicht, Datenbekanntgabe

und zur Vollmacht.

Wir bieten neu ein dreimonatiges juristisches Praktikum an.

Damit leistet die SVA Aargau einen Beitrag, um Juristinnen

und Juristen den Einstieg ins Berufsleben zu erleichtern.

Im Bereich der Ausgleichskasse wurden 399 Einspracheentscheide

erlassen (2008: 348, 2009: 345). Das Versicherungsgericht

hat 69 Urteile gefällt zu Beschwerden der Versicherten;

2008 waren es 32 und 2009 49. In 4 Fällen fiel das Urteil

zugunsten der Beschwerde führenden Person aus; im Vorjahr

waren es 7 Fälle. Im Bereich der Invalidenversicherung hat

das Versicherungsgericht 483 Urteile erlassen, 48 (10 %) Beschwerden

wurden gutgeheissen. Die entsprechenden Zahlen

in den beiden Vorjahren: 417/36 und 446/43.

IT-Installation am Bahnhofplatz

Ein Schwerpunkt der IT war der Aufbau des Netzwerks am

neuen Standort der IV-Stelle. Die Erschliessung des Gebäudes

Bahnhofplatz erfolgte mit zwei getrennten Glasfaserleitungen;

auch die Verkabelung im Gebäude wurde redundant

ausgelegt. Im Backup-Rechenzentrum sind sowohl die Kühlung

wie auch die Notstromversorgung doppelt vorhanden.

Im November/Dezember wurden die Komponenten installiert

(Server, Speichernetzwerk SAN, Archiv-System, VoIP-Call

Manager für die Steuerung des Telefonsystems), sodass die

IV-Stelle ihren Betrieb nahtlos am neuen Standort weiterführen

konnte. Mit dem Bezug wurden auch ein neues Zutrittssystem

und eine nur noch auf Software basierende Zeiterfassung

eingeführt.

orGaniSation

Gemeindezweigstellen

Wir haben Ausbildung und Betreuung der Gemeindezweigstellen

auf eine neue Grundlage gestellt. Wer neu die Leitung

einer Gemeindezweigstelle (GZ) übernimmt, wird künftig folgende

Ausbildungs-Anlässe durchlaufen: Amtseinführung,

Grundkurs, GZ-Kurs, IPV-Kurs, Erfahrungsaustausch (Erfa).

Die Amtseinführung macht die Leiterinnen und Leiter mit ihren

Aufgaben vertraut. Der Grundkurs vermittelt theoretisches

Grundwissen zu den Sozialversicherungen. Kernstück der

Ausbildung ist der GZ-Kurs. Er wird in Form eines Workshops

abgewickelt, bei dem die Kursteilnehmenden den praktischen

Alltag üben. Der IPV-Kurs macht mit den speziellen Aufgaben

im Zusammenhang mit der Individuellen Prämienverbilligung

vertraut. Der periodische Erfa dient der Information über

Neuerungen und dem Ausbau des Beziehungsnetzes

zwischen den Gemeindezweigstellen untereinander sowie

zwischen den Gemeindezweigstellen und der SVA Aargau.

Dem elektronischen Handbuch kommt eine neue Funktion

zu: keine reine Wissensvermittlung mehr, sondern Anleitung

für die praktische Arbeit. Das Handbuch – neue Bezeichnung:

Infothek – enthält nach Fachgebieten geordnete Dokumente

zur Ausbildung/Instruktion in Form von Kursunterlagen, Faktenblättern

und Checklisten. Die Rolle der Fachwissensvermittlung

wird durch die neue Website abgedeckt.

Drei langjährige Gemeindezweigstellenleitende sind in den

wohlverdienten Ruhestand getreten: Heidi Galli (Baden),

Marlies Schafroth (Lupfig) und Karl Widmer (Sisseln). Bei

31 (36) Gemeinden gab es einen Wechsel bei der Leitung.

23


Organigramm

Abteilungsleiter

Beiträge

Stefan Nauer

Beiträge 1

Sybille Lüscher

Beiträge 2

Priska Rahm

Beiträge 3

Robert Kunz

Beiträge 4

Christian Müller

Beiträge 5

Corinne Schweizer

Arbeitgeberkontrolle

Stefan Nauer

Ausgleichskasse

Adrian Bryner a. i.

Abteilungsleiter

Leistungen

Adrian Bryner

Renten 1

Ernst Schürch

Renten 2

Frieda Lüscher

Renten 3

Martin Käch

Ergänzungleistungen 1

Martin Herrmann

Ergänzungleistungen 2

Jürg Stossier

Support EL

Ursula Delfosse

IPV

Beat Nyffenegger

Verwaltungskommission

Direktorin Bergita Kayser

Support Direktion

Anton Scheuber

Sekretariat, Qualitätsmanagement

Rechtsdienst

Yvonne Prieur

Support IV-Stelle

Kurt Wernli

Administration

Abteilungsleiter

IV-Leistungen

Kurt Stauffer

Region 1

Yvonne Gasser

Region 2

Georg With

Region 3

Claude Amstutz

Region 4

Lukas Binder

Region 5

Verena Leiser

Abklärungsdienst

Silvia Stuhl

Rechnungskontrolle

Marcel Kilcher

Sachleistungen

Marianne Ehrsam

IV-Stelle

Bergita Kayser a. i.

Abteilungsleiter

Integration

Michael Kohlbacher

Berufsberatung 1

Sylvia Kunz

Berufsberatung 2

Daniel Kistler

FIA 1

Rolf Flury

FIA 2

Trudi Zemp

FIA 3

Monika Landmann

FIA 4

Hans-Georg Tilgner

Abteilungsleiterin

RAD

Marie-Josée Staff

RAD Team 1

vakant

RAD Team 2

Astrid Palca

orGaniSation

Zentrale Dienste

Hans Müller

RW/Controlling

vakant

HR

Hannes Peter

Logistik

Paul Suter

Informatik

André Meyer

Dokumenten-

Management-Center

Martin Jochum

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corPoratE GoVErnancE

Organe

Verwaltungskommission

PRÄSIDENT

Fredy Böni

Eidg. dipl. Versicherungsfachmann

Gemeindeammann Möhlin

Grossrat

● VR-Präsident Böni Wassersport AG Möhlin

● Verwaltungsrat Klinik Barmelweid AG und Betriebe

Barmelweid AG

● Präsident Böni VersicherungsTreuhand GmbH Möhlin

VIZEPRÄSIDENTIN

Renate Gautschy

Gemeindeammann Gontenschwil

Grossrätin

● Präsidentin Gemeindeammännervereinigung

Kanton Aargau

● Mitglied Vorstand Schweizerischer Gemeindeverband

● Präsidentin ags (Suchtberatung Kanton Aargau)

● Vizepräsidentin Stiftung Gärtnerhaus Meisterschwanden

● Vizepräsidentin Stiftung Schürmatt

MITGLIEDER

Hans-Jürg Koch

Geschäftsführer

Gemeindeammann Rothrist

● VR-Präsident Econopac AG Rothrist

● VR-Präsident Tecpac AG Rothrist

● Vorstandsmitglied Zofingenregio

● Vorstandsmitglied ERZO Oftringen

● Vorstandsmitglied Berufsschulen Zofingen

● Präsident ARA Aarburg/Oftringen

Alice Liechti-Wagner

Wölflinswil

● Geschäftsführerin des Vereins Erziehung und Bildung

● Präsidentin CVP Bezirk Laufenburg

● Kommission für Familie und Soziales CVP Aargau

● Vorstand VCU AG/SO (Vereinigung christlicher

Unternehmer)

● Patin www.swonet.ch (Internetportal der

Schweizer Frauenorganisationen)

Elvira Mankowski

Sozialarbeiterin HFS, Lenzburg

Direktion

DIREKTORIN

Bergita Kayser

Revisionsstelle

PricewaterhouseCoopers AG, Luzern

Die Entschädigung und die Sitzungsgelder der Mitglieder der

Verwaltungskommission werden vom Regierungsrat festgesetzt.

Die Gesamtentschädigung beträgt für die fünf

Mitglieder CHF 64 800. Das Sitzungsgeld ist auf CHF 300 pro

Sitzung festgelegt.

Die durch die Verwaltungskommission gewählte Revisionsstelle

erstattet ihre Berichte dem Bundesamt für Sozialversicherungen

(BSV), mit Kopie an die Verwaltungskommission.

Die alle Tätigkeiten innerhalb der SVA Aargau umfassende

Revision erfolgt einerseits nach den Bundesvorschriften und

andererseits risikoorientiert.

Die Invalidenversicherung wird überdies direkt vom BSV nach

fachlichen Grundsätzen überprüft. Die Verwaltungskommission

wird über die Ergebnisse orientiert.

Bericht der Revisionsstelle

Die Revisionsstelle PricewaterhouseCoopers AG, Luzern, hat

die auf den 31.12.2010 abgeschlossenen Jahresrechnungen

● der SVA Aargau

● der Familienausgleichskasse des Kantons Aargau

● des Fonds für Teuerungszulagen und Überbrückungsleistungen

zu Pensionen und Anpassungen an das BVG

am 11. März 2011 summarisch geprüft und festgestellt, dass

Buchführung und Jahresrechnungen dem Gesetz und den

erlassenen Vorschriften entsprechen.

Es wird empfohlen, die Jahresrechnung zu genehmigen.

Luzern, 11. März 2011

PricewaterhouseCoopers AG

Bericht der Verwaltungskommission

Die Verwaltungskommission genehmigte den Jahresbericht

und die Jahresrechnung 2010 der SVA Aargau an der Sitzung

vom 16. März 2011.

Sie leitet den Bericht an den Regierungsrat des Kantons

Aargau zuhanden des Grossen Rates weiter.


Betriebs- und Verwaltungskostenrechnung

der Familienausgleichskasse

rEchnunGSaBlaGE

Betriebsrechnung 2009 2010

FAK Beiträge 139 506 312 129 383 200

Schadenersatzforderungen FAK 45 799 173 291

Betriebsertrag 139 552 112 129 556 491

Kinderzulagen –118 015 254 –144 907 418

Abschreibungen von Beiträgen –321 990 –547 643

Betriebsaufwand –118 337 245 –145 455 061

Ergebnis Betriebsrechnung 21 214 867 –15 898 570

Verwaltungskostenrechnung 2009 2010

Zins- und Dividendenerträge 3 137 124 2 715 215

Kursgewinne/-verluste 7 377 927 –1 064 443

Verwaltungsaufwand der Vermögensanlage –453 310 –552 152

Bildung Wertschwankungsreserve –1 000 000 0

Netto-Ergebnis aus Vermögensanlage 9 061 741 1 098 620

Verwaltungsaufwand inkl. Abrechnungsstellen –2 098 209 –2 129 944

Ergebnis Verwaltungsrechnung 6 963 532 –1 031 324

Gesamtergebnis Ertrags- (+)/Aufwandüberschuss (–) 28 178 399 –16 929 894

27


28

rEchnunGSaBlaGE

Bilanz per 31. Dezember

Aktiven 2009 2010

Vermögensanlagen

Flüssige Mittel und Geldmarktforderungen 40 766 351 36 487 383

Obligationen und ähnliche Papiere 61 771 153 60 770 649

Aktien 27 878 588 21 595 238

Immobilienfonds 5 369 994 6 546 695

Alternative Anlagen 11 283 086 12 117 994

Total Vermögensanlagen 147 069 172 137 517 959

Beitragsausstände 5 011 801 3 937 469

Guthaben gegenüber SVA Aargau 4 346 956

Kontokorrent Abrechnungsstellen FAK 1 778 616 790 453

Aktive Rechnungsabgrenzungen 1 050 317 3 472 981

Total Aktiven 159 256 862 145 718 862

Passiven 2009 2010

Schuld gegenüber SVA Aargau 0 3 237 365

Kontokorrent Abrechnungsstellen FAK 646 056 779 062

Passive Rechnungsabgrenzungen 70 478 92 001

Wertschwankungsreserve 2 000 000 2 000 000

Reserven

Stand 1. Januar 128 361 929 156 540 328

Ertrags-/Aufwandüberschuss 28 178 399 –16 929 894

Vortrag auf neue Rechnung 156 540 328 139 610 434

Total Passiven 159 256 862 145 718 862


Verwaltungskostenrechnung SVA Aargau

rEchnunGSaBlaGE

Erfolgsrechnung 2009 2010

Verwaltungskostenbeiträge der Mitglieder 11 487 013 11 728 614

Ertrag aus Vermögenswerten 2 188 658 1 638 411

Dienstleistungserträge 31 426 400 45 028 638*

Übrige Einnahmen 1 352 488 1 350 853

Total Ertrag 46 454 560 59 746 517

Personalaufwand 33 304 661 37 862 769

Sachaufwand 4 772 033 6 502 616

Raum-/Liegenschaftenkosten 3 126 178 10 599 776*

Dienstleistungen Dritter 2 014 964 1 605 691

Abschreibungen 460 191 293 728

Bildung von Rückstellungen 2 557 872 2 600 000

Total Aufwand 46 235 899 59 464 580

Gewinn der Verwaltungskostenrechnung 218 661 281 936

Bilanz 2009 2010

Bankguthaben und Kapitalanlagen 32 785 802 28 123 183

Debitoren 3 998 569 9 241 630

Einrichtungen 112 703 56 396

Immobilien 500 001 300 001

Total Aktiven 37 397 075 37 721 210

Kurzfristige Verbindlichkeiten 4 990 737 2 432 935

Rückstellungen 15 400 000 18 000 000

Kapital und Reserven 17 006 338 17 288 275

Total Passiven 37 397 075 37 721 210

* In diesen Positionen sind CHF 8 Mio. für den Ausbau der

Räumlichkeiten der IV-Stelle im Bahnhofneubau enthalten.

Die Aufwendungen wurden der SVA Aargau wieder

vergütet.

29


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rEchnunGSaBlaGE

Betriebsrechnung SVA Aargau

Beiträge 2009 2010

AHV/IV/EO 785 783 140 792 343 610

Arbeitslosenversicherung 126 652 321 126 749 452

Familienzulagen Landwirtschaft 894 724 977 638

Total Beiträge 913 330 184 920 070 700

AHV 2009 2010

ordentliche Renten 1 052 718 891 1 093 195 844

ausserordentliche Renten 767 448 785 536

Hilflosenentschädigungen 16 753 890 16 417 158

Total AHV-Leistungen 1 070 240 229 1 110 398 538

IV 2009 2010

ordentliche Renten 206 079 504 198 256 907

ausserordentliche Renten 37 001 874 38 731 503

Hilflosenentschädigungen 17 105 871 17 331 127

Taggelder 16 195 885 16 994 601

Total IV-Leistungen 276 383 135 271 314 138

Übrige Leistungen 2009 2010

Erwerbsausfallentschädigungen 40 441 982 41 732 831

Familienzulagen an landwirtschaftliche Arbeitnehmende 1 320 486 1 420 279

Kinderzulagen an selbständige Landwirte 6 409 335 5 952 439

Total übrige Leistungen 48 171 803 49 105 549

Rückverteilung CO2-Abgabe an Unternehmen 8 225 008

Total aller Leistungen 1 394 795 166 1 439 043 234

Übertragene Aufgaben 2009 2010

Beiträge Familienausgleichskasse 139 552 112 129 556 491

Leistungen Familienausgleichskasse 118 015 254 144 907 418

Leistungen Prämienverbilligungen 195 310 632 221 696 314

Leistungen Ergänzungsleistungen 171 861 920 176 136 112


Jahresbericht 2010

Konzept, Gestaltung und Druckvorstufe

RENZEN Communications, Aarau

Fotografie

Donovan Wyrsch Reinmann, Aarau

Druck

Druckerei AG Suhr, Suhr

imPrESSum

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SVA Aargau

Kyburgerstrasse 15

5001 Aarau

Telefon 062 836 81 81

Fax 062 836 81 99

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