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Taxi Times München April 2017

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Ausgabe 02-17

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TITELTHEMA TITELTHEMA DIE E-TAXI-OFFENSIVE Münchens Luft soll sauber werden. Taxis mit sauberen Antrieben können da einen wichtigen Beitrag leisten. Die Stadt München und der ADAC Südbayern schieben ein Großprojekt an. INTELLIGENTE LÖSUNGEN STATT DIESEL- FAHRVERBOT Was wird aus dem Taxigewerbe, falls es 2018 zu Diesel-Fahrverboten kommt? Florian Hördegen vom ADAC Südbayern mit möglichen Alternativen. Der Stadtrat gab bereits grünes Licht: Die Stadt München will das Elektro-Taxi mit zwei Millionen Euro fördern. Konkret bezuschusst die Landeshauptstadt die Fahrleistung von E-Taxis mit bis zu 20 Cent pro elektrisch gefahrenem Fahrgast-Kilometer und unterstützt das Projekt darüber hinaus durch die Vergabe von Doppelkonzessionen. Das vom ADAC Südbayern in Kooperation mit der Stadt München initiierte Projekt „TaxE“ hat zum Ziel, möglichst viele Taxiunternehmer von einem Umstieg vom Diesel auf saubere Technologien zu überzeugen. Die Umsetzung der „TaxE“-Idee soll bereits in diesem Jahr erfolgen, das Projekt ist zunächst auf drei Jahre angelegt. Die Münchner Umweltreferentin Stephanie Jacobs sagt dazu: „Wir als Stadt unterstützen ‚TaxE‘ als eine der konkreten Maßnahmen, um München zum Vorreiter in Sachen E-Mobilität zu machen. E-Fahrzeuge bedeuten saubere Luft und weniger Lärm in Münchens Straßen. Für die Taxiunternehmer bedeuten sie weniger Wartung und Verschleiß. Je mehr E-Fahrzeuge auf unseren Straßen unterwegs sind, desto schneller schaffen wir die Verkehrstrendwende weg von fossilbetriebenen Fahrzeugen hin zu moderner, sauberer Mobilität, wie sie zu einer schnell wachsenden Metropole wie München passt.“ Die Münchner Taxler legen jährlich 150 Millionen Kilometer zurück, 80 Prozent der Fahrleistung erfolgt auf innerstädtischem Gebiet – und die meisten Autos werden noch mit Diesel angetrieben. Hier wollen die Landeshauptstadt München und der ADAC Südbayern ansetzen: Taxibetreiber, die auf ein elektrisch betriebenes E-Taxi umsteigen und solche Modelle anschaffen, sollen unterstützt werden. Diese Grafik unterstreicht: Mit einem E-Taxi können 90 % Kohlendioxid eingespart werden. Im Hinblick auf drohende Diesel-Fahrverbote könnte es keinen besseren Zeitpunkt für die E-Taxi-Offensive geben. Wenn das Taxi auch nicht alleine für die Überschreitung von Grenzwerten bei der Luftreinhaltung verantwortlich ist, eine saubere Taxiflotte könnte auch für ein besseres Image des Taxigewerbes sorgen. Unterstützt würde dieser Effekt durch eine auffällige Gestaltung mit einem Logo an den Seitentüren. Dadurch soll die Sichtbarkeit der E-Taxis im Stadtbild gesteigert werden. „E-Taxis sind nicht nur Imageträger für alternative Antriebe, sondern sie stehen auch für ein fortschrittliches und weiter denkendes München“, sagt Projektleiter Florian Hördegen. Sie könnten fahrendes Vorbild werden für andere Verkehrsteilnehmer, diese zum Umstieg auf einen alternativen Pkw animieren und generell die Elektromobilität voranbringen. „München ist bereits Landeshauptstadt und Radlhauptstadt – und vielleicht bald auch Ladehauptstadt“, hofft Hördegen. Der ADAC Südbayern zeichnet bereits seit 2010 umweltschonende, etwa mit Hybrid betriebene Fahrzeuge mit dem Eco-Taxi- Zertifikat aus. Mittlerweile sind über 300 solcher Fahrzeuge auf den Münchner Straßen unterwegs. Das Eco-Taxi wird von zahlreichen Unterstützerfirmen wie O2, Osram, Bayerischem Rundfunk, Schörghuber Stiftung, Stadtwerke München und diversen Kliniken unterstützt. Diese priorisieren bei der Bestellung für ihre Kunden ein Eco-Taxi. Daran soll die Verbreitung des E-Taxis anschließen. Mit der „TaxE“-Initiative soll die Bestellbarkeit der Modelle ermöglicht und dadurch der Anreiz zur Nachfrage geschaffen werden. tb FOTO: ADAC Südbayern e.V. FOTO: ADAC Südbayern e.V. Taxi times: Herr Hördegen, glaubt der ADAC an ein Diesel-Fahrverbot? Florian Hördegen: Die Zeichen dafür, dass wir ab 2018 in München zumindest mit partiellen Fahrverboten rechnen müssen, mehren sich. Wir vom ADAC Südbayern warnen bereits seit über einem Jahr vor dem Kauf von Diesel-Fahrzeugen. Dabei würden Fahrverbote nicht nur das Taxigewerbe empfindlich treffen. Wir haben da auch den ganz normalen Verbraucher im Blick. Etwa den Pendler, der jeden Florian Hördegen, Fachreferent für Verkehr und Umwelt Morgen nach München zur beim ADAC Südbayern e. V. Arbeit fährt. Denn wer viele Kilometer fährt, der hat sich bevorzugt einen Diesel angeschafft. Noch vor Kurzem galten die Diesel der neuesten Generation als sauber und umweltfreundlich. Es kann nicht sein, dass es jetzt auf einmal heißen soll: Pech gehabt! Ihr müsst draußen bleiben! Ballnath Assekuranz Gibt es wirksame Alter nativen zum Fahrverbot? Der ADAC macht seit Jahren Vorschläge, wie sich die Abgasbelastungen im Stadtverkehr senken ließen. Dazu gehören unter anderem intelligente Verkehrsleitsysteme. Doch die Pendler, die morgens zur Arbeit fahren und abends wieder heim, sind nicht die Hauptverursacher hoher Abgasbelastungen. Wir halten es durchaus für sinnvoll, bei den Flotten anzusetzen, die eine hohe innerstädtische Fahrleistung haben, wie etwa die Busse der MVG oder eben das Taxi. Und da ließen sich durchaus noch Abgase einsparen. Deshalb engagieren wir uns so stark in unserem Eco-Taxi-Pilotprojekt. In diesem Projekt werden vom Regionalclub Südbayern besonders umweltschonende Taxifahrzeuge ausgezeichnet. Inzwischen gibt es rund 300 zertifizierte Umwelttaxis, die kaum Stickoxide oder Feinstaub ausstoßen. Bei beiden Taxizentralen gibt es das Eco-Taxi als Vermittlungsmerkmal. Der Kunde kann sich also bei der Bestellung für ein sauberes Taxi entscheiden. Wie lässt sich daran sinnvoll anknüpfen? Ballnath Assekuranz Versicherungsmakler GmbH Brudermühlstr. 48a 81371 München Wir bringen unser Know-how in das neue Projekt „TaxE“ ein. München und der ADAC Südbayern gehen dabei Hand in Hand und wollen Luftschadstoffe verringern. Die Münchner Taxis legen jährlich 150 Millionen Kilometer zurück, 80 Prozent davon in der Innenstadt. Wenn es uns gelingt die Taxiunternehmer von einem Umstieg auf Elektrofahrzeuge zu überzeugen, dann ließe sich die Münchner Luft noch einmal deutlich verbessern. Das Interview führte Tom Buntrock Taxi-Versicherung vom Spezialisten Versicherungsvergleich Sondertarife für große und kleine Taxi-Flotten Sondertarife für Einzelunternehmer und Familienbetriebe Sondertarife für Neugründer Kfz, Rechtsschutz, Betriebshaftpflicht, Schutzbrief, Garantie Mit Sicherheit ein guter Partner Tel.: 089/89 80 61-0 Fax: 089/89 80 61-20 info@taxiversicherung.de www.taxiversicherung.de 8 APRIL / 2017 TAXI 9 TN-2015_v2.indd 1 24.06.15 09:54

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