taxitimes
Aufrufe
vor 5 Jahren

Taxi Times München - April 2018

  • Text
  • Fahrzeuge
  • April
  • Taxis
  • Stadt
  • Uber
  • Isarfunk
  • Flughafen
  • Berlin
  • Fahrzeug
  • Mietwagen

ISARFUNK TAXIZENTRALE

ISARFUNK TAXIZENTRALE AUTONOMES FAHREN SCHNELL - LADE STATIONEN IN EIGENREGIE 18 versprochene DC-Lader wären ein guter Anfang für den Umstieg auf E-Taxis. Alternativ könnten Taxibetriebe auch eigene Ladepunkte aufbauen. Der Staat hilft bei der Finanzierung. DACHAUER STR. 539 JOSEPH-DOLLINGER-BOGEN 13 Wer sich eigene Schnelllader aufstellen will, bekommt finanzielle Unterstützung vom Staat. Fast zwei Jahre ist es her, dass SWM und MVG gemeinsam die erste Schnellladestation (DC) Münchens in der Englschalkinger Straße eröffnet haben. Der DC-Lader war auch ein Ergebnis des Projekts „VEM – Virtuelle Elektromobilität im Taxi- und Gewerbeverkehr München“. Schnellladesäulen laden Gleichstrom mit 50 kW in 15 bis 30 Minuten ins Elektroauto. Nur solche Stationen machen für Taxibetriebe Sinn, denn hier sind Pausen und Schichtwechsel für eine Auffrischung der elektrischen Reserven planbar – und das Elektroauto überhaupt erst realistisch. 18 weitere Schnellladestationen wollen die Stadtwerke München errichten. Viele davon sind ganz in der Nähe diverser Taxibetriebe (siehe untenstehende Übersicht). Leider fehlen verlässliche Zeitangaben, wann diese Schnelllader genau in Betrieb gehen werden, weshalb sich erste Mehrwagenbetriebe Gedanken über eine Selbstversorgung machen. Solche Überlegungen beginnen mit dem Standort. Dieser kann öffentlich sein, privat aber öffentlich zugänglich, oder abgeschlossen auf privatem Gelände. ISARFUNK TAXIZENTRALE GMBH & CO KG Rosenheimer Straße 139, 81671 München Telefon / Taxiruf: 089 / 450 540 Telefon / Verwaltung: 089 / 450 54-100 E-Mail: info@isarfunk.de www.isarfunk.de, www.facebook.com/isarfunk450540 Presserechtlich verantwortlich für diese Seiten: Christian Hess Redaktion: Karl-Heinz Mayer (khm), Essential Media MENZINGER STR. 54 JOSEF-FELDER-STR. RICHELSTRAßE 8 LANDSBERGER STR. 234 25 TAXIS 25 TAXIS TRAPPENTREUSTRAßE 20 NEURIEDER STR. 16 GRAFIK: ISARFUNK 2018 25 TAXIS 4 TAXIS MARIANNE-BRANDT-STRAßE 3 15 TAXIS LYONEL-FEININGER-STRAßE 3 OCCAMSTRAßE 20 MARSPLATZ PRIELMAYERSTRAßE 3 HAAGERSTR. 11 52 TAXIS 12 TAXIS TEGERNSEER LANDSTRAßE 203 60 TAXIS 25 TAXIS ASCHAUER STR. 21 INNSBRUCKER RING 145 An diesen Stellen plant die Stadt die Errichtung von Schnellladesäulen. Bei manchen befinden sich Taxibetriebe in unmittel barer Nähe. Ein 50-kW-Multicharger mit zwei angeschlagenen Kabeln (Typ 2 Combo und CHAdeMO) sowie zusätzlich einem Normalladepunkt (22 KW/Typ 2) dürfte bis zu 15 000 Euro kosten, hinzu kommen der Stromanschluss und bauliche Maßnahmen – der Einfachheit halber sind rund 20 000 Euro zu veranschlagen. Das entspricht bei einem Liter-Preis von 1,15 Euro über 17 000 Litern Diesel. Diesel fördert niemand mehr, Ladestationen schon. Bei öffentlichen oder öffentlich zugänglichen Ladestationen gibt es Förderquoten, die je nach Zugänglichkeit (rund um die Uhr oder etwa nur tagsüber) verschieden hoch sind. Für die Errichtung der Ladesäule, Netzanschluss und Montage und bei Erfüllung des öffentlichen Zugangs sowie genau definierter zusätzlicher Voraussetzungen werden Normalladepunkte bis einschließlich 22 kW mit einem prozentualen Anteil von 40 Prozent bzw. bis höchstens 3 000 Euro pro Ladepunkt gefördert. Der Fördersatz verringert sich, wenn die Ladestation nicht ständig öffentlich zugänglich ist. Wer sich seine Ladestation aufs nicht öffentlich zugängliche Firmengelände setzt, darf mit einer derartigen Förderung nicht rechnen. Allerdings vergibt auch die KfW zurzeit sehr günstige Kredite (ab 1 Prozent) für Ladeinfrastruktur, im sogenannten KfW- Programm 240/241. Damit kann der Taxiunternehmer Ladestationen für Elektrofahrzeuge oder Betankungsanlagen für Wasserstoff errichten. Ein schneller Anruf bei der Hausbank und bei den SWM sollten die ersten Schritte sein. Da die IsarFunk Taxizentrale den Umstieg auf Elektrotaxis unterstützt, haben wir die Fördermöglichkeiten via KfW auf der Homepage www.isarfunk.de aufgeführt. khm OSLOSTR. 16 GRAPHIK: Essential Media; FOTO: Taxi Times FOTOS: Rinspeed; waymo Der Rinspeed Snap kommt ohne Lenkrad aus. ROBOTER STATT TAXIFAHRER Speziell seit diesem Jahr sind Robotertaxis vermehrt in den Medien. Dahinter steckt neben geballter Technologie in erster Linie Gewinnmaximierung. Mit Robotertaxis sind nicht etwa hoch entwickelte Roboter gemeint, die jedes x-beliebige Fahrzeug von A nach B fahren können, sondern es geht um die Technologie, welche im Auto selbst steckt. Viele Autokonzerne haben ja bereits in der Vergangenheit proklamiert, dass sie ihr Kerngeschäft, die Herstellung von Autos, ausweiten wollen. Ziel soll es in Zukunft sein, sich weiter in Richtung Mobilitätsdienstleister zu entwickeln. Daimler hat das vorgemacht mit car2go, moovel und mytaxi. BMW investiert in DriveNow und Volkswagen macht mit den MOIA-Sammeltaxis von sich reden. Der Grund für die Ausweitung des Geschäftsfeldes ist simpel. Auch wenn aktuell immer wieder Rekordabsatzzahlen verkündet werden, schauen die Autokonzerne in die Zukunft. Und da wird das eigene Auto für die wachsende Stadtbevölkerung immer uninteressanter. Deshalb möchten die Hersteller Plan B in der Tasche haben und kooperieren dabei mit Internet-Giganten wie Google. Dessen Ableger Waymo testet derzeit einen zum Robotertaxi umgebauten Minivan der Marke Chrysler Pacifica. Laut einer Pressemitteilung haben die Fahrzeuge ca. 6,4 Millionen Kilometer auf öffentlichen Straßen zurückgelegt, davon seit November „einen Anteil“ im „Level 5“ – vollständig automatisiert. In der Regel wurde allerdings meistens im „Level 4“-Modus mit Backupfahrer gefahren. Er »Daimler will Fahrzeuge auf der Basis der V-Klasse von vornherein als Robotertaxis konzipieren.« musste nur alle 9 000 Kilometer eingreifen, um Unfälle zu verhindern. Parallel gehen die Autohersteller auch einen anderen Weg. Erste Fahrzeuge, wie zum Beilspiel der EZ-GO von Renault oder der Rinspeed Snap, wurden in diesem Jahr in Genf vorgestellt. Im Unterschied zu den Fahrzeugen von Waymo waren die präsentierten Fahrzeuge schon im Lastenheft dafür Waymo setzt auf einen umgebauten Chrysler Pacifica. ausgelegt, voll autonom Personen zu transportieren. Auch Daimler will laut „Automobilwoche“ Fahrzeuge auf der Basis der V-Klasse von vornherein als Robotertaxis konzipieren. Diese sollen erst gar nicht Dritten angeboten werden, sondern der Konzern will den Profit mit den eigenen Mobilitätsdiensten selber machen. Auch Volkswagen verfolgt ein ähnliches Ziel. Johann Jungwirth, Digitalchef des Volkswagenkonzerns, sagte in der „Heilbronner Stimme“, dass das Gewinnpotenzial von „Mobilität als Dienstleistung“ 14 000 Dollar pro Fahrzeug betrage. Im Gegensatz dazu verdiene man an einem herkömmlichen Auto nur 2 000 Dollar – auf die Lebensdauer eines Fahrzeuges bezogen. Angeblich sollen bereits Anfang des nächsten Jahrzehnts entsprechende Fahrzeuge von VW auf den Markt kommen. Diese will der Konzern vermutlich selbst betreiben und Städten als „Komplettlösungen“ anbieten. sg Aktuelle Meldungen zur Entwicklung von Robotaxis, unter anderem auch vom tödlichen Unfall mit einem autonomen Uber-Fahrzeug, finden Sie unter dem Suchbegriff „Roboter“ unter www.taxi-times.com. 20 APRIL / MAI / 2018 TAXI TAXI APRIL / MAI / 2018 21

Erfolgreich kopiert!

TaxiTimes München