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Taxi Times München - Dezember 2017

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SCHLUSSKUNDGEBUNG

SCHLUSSKUNDGEBUNG »Liebe Behörden, holt diese Fahrzeuge endlich von der Straße.« Jürgen Hartmann, Herausgeber Taxi Times damit wir noch einen größeren und sinnvolleren, preisstabilen Teil des öffentlichen Personennahverkehrs darstellen können. Ich bin der Meinung, dass wir eine große Anzahl von Inklusions-Taxis, das heißt behindertengerechten Taxis, auf die Straße bringen, damit auch unsere behinderten Mitmenschen jederzeit von A nach B kommen können. Das erst mal zu den positiven Geschichten, die wir als Taxiverband betreiben und die wir im Auge haben. Wir wenden uns aber auf der negativen Seite klar gegen Uber. Gegen die Unmengen von Geld, mit denen Uber unterstützt wird. Angefangen von Google über Goldman Sachs bis hin – und das betone ich ganz besonders – zu unserem Vorzeigekonzern Daimler-Benz. Der Gründer von Uber, Kalanick, hat schon mit vielen vollmundigen Aussagen um sich ge worfen. Er lässt vollkommen frei und offen, wie sein Demokratieverständnis ist, nur eines ist klar: Soziale Marktwirtschaft interessiert ihn nicht. Sein Ziel ist die freie Marktwirtschaft, wo das viele Geld alles kaufen kann und die Menschen nichts zählen. Ich kann euch erzählen, dass an Silvester in Wien eine zehn Euro teure Taxifahrt mit Uber 100 Euro kostete und in New York es gleich teuer war, mit einem Uber zu fahren oder mit einem Hubschrauber nach Hause zu fliegen. GESETZE WERDEN WEGGEKLAGT Uber und Kalanick haben immer klar zu verstehen gegeben, dass sie die Gesetze, ob es nun das PBefG ist oder ob es Sozialgesetze sind, nicht interessieren. Europäische, deutsche, französische Gesetze sind für Uber überhaupt kein Hindernis. Das klagen die alles mir ihrer Armada von Rechtsanwälten nieder. In diesem Zusammenhang betreibt Uber eine seiner Meinung nach grandiose Lobbypolitik. So wurden beispielsweise in den letzten sechs Monaten in New York pro Monat 1,6 Millionen für Lobby-Arbeit ausgegeben, um den gesetzeswidrigen Transport der New Yorker abzusichern. Genau so werden auch in Brüssel und in Berlin Massen von Lobbyisten auf die Abgeordneten losgelassen. Venczel_02-2016.qxp_Layout 1 03.02.16 16:15 Seite Verkehrsmedizinische Untersuchungen in Schwabing Dr. Josef Venczel Dr. Marta Venczel Betriebsärzte Adelheidstraße 23 80798 München Tel.: 2729460 Fax: 27294614 Handy: 0172/8916575 www.arbeits-med.de Alle med. Untersuchungen für den Erwerb und die Verlängerung des P-Scheins GÜNNI, GÜNNI … Stellvertretend für alle Helfer und Mitgestalter waren die drei führenden Köpfe der Organisatoren am Ende der Kundgebung auf die Redner-Bühne gekommen. Florian Bachmann, Gregor Beiner und Günter „Günni“ Bäuerle bekamen für ihre zeitraubende und ehrenamtliche Arbeit einen großen Applaus. Letzterer wurde mit „Günni, Günni!“-Rufen besonders gefeiert. Er hatte tagelang in der Stadt und am Flughafen die Einladungsflyer verteilt, WhatsApp-Gruppen betreut, über Facebook informiert und hatte letztlich auch maßgeblichen Anteil daran, dass Christian Ude als Hauptredner gewonnen werden konnte. Günni war für die Kollegen das Gesicht der Demo. Dass er so gefeiert wurde, sorgte für Gänsehautstimmung am Ende einer tollen Veranstaltung. FOTO: Name Name 14 DEZEMBER / 2017 TAXI

SCHLUSSKUNDGEBUNG Tausende Taxifahrer und -unternehmer nahmen an der Schlusskundgebung teil. UBER SIND DIE MINI-CARS AUS DEN 70ERN Es ist nicht das erste Mal, dass wir in München im Taxigewerbe mit Problemen zu kämpfen haben. Ich kann mich sehr gut zurückerinnern, als in den 70er-Jahren die vielen Taxis zur Olympiade zugelassen worden sind und im gleichen Zusammenhang zu der Zeit eine Münchner Firma auf den Markt kam, die Mini-Cars und Call-Cars betrieb. Die haben einen ganz großen Bereich unseres Geschäftes abgegraben, vor allem die Mini-Cars, weil die mit sehr schäbigen Autos sehr billig waren. Die haben damals dem Taxigewerbe das Leben enorm schwer gemacht. Aber: Wir haben es fertiggebracht, sie von der Straße zu bringen, und so werden wir auch Uber von der Straße bringen. Wir wenden uns auch gegen die Glücksritter von mytaxi, die eine Beteiligung an unserer Demonstration abgelehnt haben, weil die Demonstration gegen Uber wäre. mytaxi hat ja auch schon mit einer lotterieartigen Aktion à la Las Vegas die angeschlossenen Fahrer abgezockt, indem sie die Fahraufträge versteigert haben. Man konnte mehr Prozente bieten und dann bekam man die Fahrt. Das wollen wir nie und nimmer in unserem Gewerbe haben. Ebenso verteilt mytaxi Gutscheine oder sponsert Flughafenfahrten. Auch das ist nicht in unserem Interesse. Wir wollen gleiche Preise für gleiche Arbeit. Der Taxiverband wird euch auch in Zukunft über alle Neuerungen und Veränderungen in Kenntnis setzen, ist aber auch auf eure Zusammenarbeit angewiesen. Im Moment vertreten wir etwa 800 bis 900 Taxis in München, was schon ein großer Batzen ist, aber 1 500 wären auch nicht übel. Der TVM bedankt sich ganz herzlich bei den Taxizentralen IsarFunk und Taxi München e.G. für die Unterstützung. Lasst uns gemeinsam weiter vorangehen und unseren Interessen zum Durchbruch verhelfen. Zeigen wir, wer wir sind: Wir sind die Guten! FOTOS: Günther Bäurle, F. Schmeidl/MTZ, Taxi Times Dr. J. Cichon Unfallschadenregulierung Fahrerlaubnisrecht Erbrecht M. Werther* Fachanwalt Verkehrsrecht Zivilrecht Dr. Cichon & Partner* S. v. Kummer* Fachanwalt Familienrecht Sozialrecht Rechtsanwaltskanzlei Tätigkeitsschwerpunkte J. Buchberger* Fachanwalt Strafrecht Bußgeldsachen UNTER STÜTZER DES TAXI GEWERBES N. Nöker Fachanwalt Arbeitsrecht Verwaltungsrecht A. Friedmann Fachgebiet Gewährleistungsrecht Reiserecht M. Wunderlich- Serban Fachanwalt Mietrecht Privatinsolvenzen Johann-von-Werth-Straße 1, 80639 München, Tel. 089-13 99 46-0, Fax 089-16 59 51 cichon2014.indd 1 04.12.14 09:37 TAXI DEZEMBER / 2017 15

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