LINZA #41 Sommer 2023
Das LINZA stadtmagazin – alle zwei Monate als Printmagazin im gesamten Linzer Zentralraum – und tagesaktuell online unter www.linza.at und www.facebook.com/linza.magazin
Das LINZA stadtmagazin – alle zwei Monate als Printmagazin im gesamten Linzer Zentralraum – und tagesaktuell online unter www.linza.at und www.facebook.com/linza.magazin
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Nr. 41 25 I November-Dezember <strong>Sommer</strong> <strong>2023</strong> I www.linza.at 2020 I www.linza.at www.facebook.com/linza.magazin<br />
I www.facebook.com/linza.magazin<br />
das linzer stadtmagazin I cityguide<br />
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Der 1. Linzer Hundestadtplan<br />
CITY GUIDE<br />
Die Top-Adressen der City<br />
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Endlich: die neue Arena an der Donau!<br />
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1 Wie heißt der größter<br />
See Oberösterreichs?<br />
2 Mit welchem Bonus<br />
unterstützt das Land<br />
OÖ private Haushalte:<br />
Oö. Wohn- und<br />
...kosten-Bonus<br />
3 Wie heißt die<br />
zweitgrößte Stadt<br />
Ober österreichs?<br />
4 Für welches<br />
Ressort setzt sich<br />
der Sozial-Landesrat<br />
neben Soziales und<br />
Jugend ein?<br />
1<br />
4<br />
4<br />
8<br />
3<br />
3<br />
2<br />
1<br />
4<br />
2<br />
5<br />
7<br />
1<br />
4 8<br />
1 2 3 4 5 6 7 8<br />
3<br />
3<br />
2<br />
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5<br />
7<br />
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Lösungswort:<br />
1 2 3 4 5 6 7 8<br />
6<br />
*Teilnahmeschluss: 26. Juli <strong>2023</strong><br />
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04<br />
Derbytime in Linz<br />
08<br />
Bilder des Monats<br />
AB JETZT SOMMER!<br />
Was lange währt, wird endlich gut – das gilt nicht nur für den heurigen<br />
Stotter-<strong>Sommer</strong>, sondern auch für die beiden Linzer Stadionprojekte. Jahrzehntelang<br />
mussten sich LASK und Blau-Weiß Linz mit nicht wirklich zeitgemäßen<br />
Sportstätten herumschlagen, ehe ein gemeinsamer Kraftakt von<br />
Stadt und Land eine am Ende famose Zweistadienlösung ermöglichte.<br />
Und wer mal einen ganz ehrlichen Blick auf den Kulturbereich und seinen<br />
immensen Finanzbedarf wirft, lächelt höchstens müde über die Investitionen<br />
in den Sport. Nicht minder gelungen: unser Hunde-Special samt dem<br />
1. Linzer Hundestadtplan. Mehr dazu in unserer <strong>#41</strong>.<br />
Happy Summer!<br />
www.linza.at<br />
Täglich frisch auf Facebook:<br />
facebook.com/linza.magazin<br />
Titelfoto: Stadt Linz/PTU/Pertlwieser. Fortos Seite 3: Holzleitner, Redaktion, Land OÖ/Mayerhofer<br />
12<br />
Zeugnisverteilung<br />
14<br />
LIDO: Bilanz<br />
6<br />
27<br />
Hundestadt Linz<br />
40<br />
<strong>LINZA</strong> Talk: Hajart<br />
04 Thema des Monats<br />
Na endlich Derby!<br />
06 Postkasten 4020<br />
Briefe an die Stadt<br />
08 Bilder des Monats<br />
Hofmann Personal Stadion<br />
18 Petition<br />
LH-Stv. Manfred Haimbuchner<br />
20 Brennpunkt<br />
Jugendkriminalität<br />
24 Aus der Stadt<br />
Radl fährt Bim<br />
30 Tierpapst-Talk<br />
Übere den Hundehimmel<br />
34 Tierschutz-Stadtrat<br />
Michael Raml im Gespräch<br />
36 <strong>LINZA</strong> des Monats<br />
Christian „King“ Reisenbichler<br />
46 Kinderland Nr.1<br />
Christine Haberlander<br />
48 Gestoppt<br />
Windkraft in OÖ<br />
52 Cityguide<br />
Die Top-Adressen in Linz<br />
54 Schlusspunkt<br />
Impressum I <strong>LINZA</strong> stadtmagazin I Wilhelm Holzleitner, Ferihumerstr. 50, 4040 Linz,<br />
holzleitner@linza.at I www.linza.at I www.facebook.com/linza.magazin I 0650 / 45 10 387<br />
Wer Druckfehler findet, darf diese selbstverständlich kostenlos behalten.
4<br />
DA <strong>LINZA</strong><br />
Wilson Holz<br />
-> holzleitner@linza.at<br />
Nach 26 Jahren Pause kreuzen die<br />
ENDLICH W<br />
Erinnerungen an 1997<br />
„Linz ist zu klein für zwei Bundesligaklubs“, „Die<br />
Kräfte bündeln“, „Ein Großklub, der auf Augenhöhe<br />
mit Rapid und Austria spielt“ – das waren die<br />
vordergründigen Argumente, um 1997 dem FC<br />
Linz den Stecker zu ziehen. Grundsätzlich kann<br />
man diese damaligen Gedanken durchaus nachvollziehen.<br />
Kaum jemand – weder Sponsoren noch<br />
Fans – wollte sich nach dem scheibchenweisen<br />
Ausstieg des Stahlwerks noch den blau-weißen<br />
Kick geben. Seit dem letzten Aufflackern in der<br />
Saison 1991/92, in der man bis zur Winterpause<br />
im erweiterten Spitzenfeld mitkickte, ging es stetig<br />
bergab, ehe 1997 der finale Showdown folgte.<br />
Für mich sind diese Wochen unvergesslich: Ich<br />
war im „Summer of 97“ eines der drei Gründungsmitglieder<br />
des neuen FC Blau-Weiß Linz, arbeitete<br />
damals gleichzeitig als Texter und Konzeptionist<br />
in der Linzer Werbeagentur CreaTeam, wo ich ironischerweise<br />
für die Kreation des werblichen Auftritts<br />
des LASK verantwortlich war. Während ich<br />
tagsüber Spielankündigungsinserate, Slogans und<br />
Sponsorenmappen der Schwarz-Weißen kreierte,<br />
brütete ich abends („offiziell“ nach Dienstschluss)<br />
in der Agentur über dem neuen Logo des blau-weißen<br />
Nachfolgeklubs, zusätzlich saß ich endlose<br />
Abende mit dem künftigen Präsidenten und Geldgeber<br />
Hermann Schellmann zusammen, ehe wir<br />
uns zum Neustart durchrangen und den Landesligisten<br />
Blau-Weiß Linz mit einem Mini-Budget von<br />
nur 1,8 Millionen Schilling (oder 131.000 Euro!)<br />
ins Laufen brachten. Eine irre Zeit war das.<br />
Als Agentur hatten wir 1997 auch den Auftrag,<br />
uns Gedanken über das neue Logo des künftigen<br />
Großklubs LASK LINZ zu machen. Ich war damals<br />
als blau-weißer Anhänger nicht wirklich willens,<br />
etwas Brauchbares zu liefern. So schlug unser Art<br />
Director vor, den i-Punkt beim neuen LASK LINZ-<br />
Schriftzug in Blau zu halten, um den blau-weißen<br />
Anhang an Bord zu holen. Was für ein absurder<br />
Gedanke. Seitens des LASK kam man aber zum<br />
Schluss, dass es keinerlei Reminiszenz an „die<br />
VOEST“ brauchte: „De schluck ma sowieso“ – dieser<br />
Satz eines LASK-Funktionärs war nicht nur für<br />
mich ein ganz besonderer Anreiz, dass es weitergehen<br />
musste. Gut so, denn von der Rückkehr der<br />
Blau-Weißen profitiert <strong>2023</strong> nicht nur ganz Linz,<br />
sondern auch der LASK. Let‘s get ready to rumble!<br />
facebook.com/linza.magazin<br />
www.linza.at<br />
Das ist fast schon kitschig: Linz eröffnet<br />
zwei neue Stadien und feiert<br />
gleichzeitig die Rückkehr des Stadtderbys.<br />
Am 31. Mai 1997 stieg das<br />
letzte große Linzer Fußballduell in der<br />
höchsten Spielklasse. Über 26 Jahre<br />
später ist es wieder so weit. Ein Blick<br />
in die 54-jährige Derby-Geschichte.<br />
15.533 Fans waren beim bedeutungslosen 3:0 Sieg der<br />
Blau-Weißen im Frühsommer 1997 bei freiem Eintritt<br />
mit dabei. Wenige Tage später war der SK-VOEST-Nachfolgeklub<br />
FC Linz Geschichte, allerdings nur für ein paar<br />
Wochen, ehe die Neugründung als FC Blau-Weiß Linz<br />
erfolgte. Die letzten vier Duelle gab‘s im Zweitligajahr<br />
2016/17, als der LASK seinen kometenhaften Aufstieg<br />
samt Rückkehr in die Bundesliga und aufs internationale<br />
Parkett startete. Die Zuschauerzahlen damals: mit<br />
3.800 bis 7.100 überraschend bescheiden. Seit dem letzten<br />
Aufeinandertreffen am 29. April 2017 kreuzten sich<br />
die Wege der beiden Linzer Klubs nicht mehr.<br />
Das allererste Derby liegt allerdings viel länger zurück:<br />
54 Jahre. Am 30. August 1969 forderte der eben erst aufgestiegene<br />
Werksklub SK VOEST zum ersten Mal die<br />
damals vermeintlich übermächtigen Landstrassler, die<br />
erst ein paar Jahre zuvor als erster Bundesländerklub<br />
den Meistertitel holen konnten. Für die „Koksstierler“<br />
gab es vor 23.000 Fans im damals noch dachlosen alten<br />
Linzer Stadion eine 0:5-Schlappe – es sollte bis heute die
THEMA DES MONATS<br />
beiden Linzer Fußballkubs wieder die Klingen in der Bundesliga:<br />
IEDER STADTDERBYS<br />
Die Linzer Derbys noch im alten Linzer Stadion waren meist top<br />
besucht – etwa hier am 18. Juli 2011 in der zweiten Liga vor 15.600 Fans.<br />
höchste Derbyniederlage in bislang 83 Begegnungen<br />
bleiben. Auch im zweiten Duell derselben Saison blieben<br />
die Blau-Weißen mit 1:4 klar im Hintertreffen. Erst<br />
in der Folgesaison gelang mit einem 1:0 der erste Sieg<br />
des SK VOEST Linz. In diesen Jahren schafften es die<br />
Blau-Weißen, die Vormachtstellung im Linzer Fußball<br />
erstmals zu erobern: Zwischen 1971 und 1983 ging der<br />
LASK nur ein einziges Mal vor dem SK VOEST über die<br />
Ziellinie.<br />
Von den Zuschauerzahlen her war die Saison 1979/80<br />
überragend: Die VOESTler holten in diesem Jahr<br />
den Vizemeister-Titel, nur dank der um fünf Treffer<br />
schlechteren Tordifferenz musste der LASK mit Rang<br />
3 Vorlieb nehmen, die vier Saisonderbys wurden im<br />
Schnitt von 18.800 (!) Fans mitverfolgt. Das erste Derby<br />
sahen 25.000 Fans, durch den eben erst aus der 2.<br />
Liga zurückgekehrten LASK sprengte das Interesse alle<br />
Grenzen, vor dem Stadion warteten bei Anpfiff noch<br />
tausende Fans: „Wir machen alle Stadionbesucher, die<br />
noch keine Karte haben, darauf aufmerksam, dass es<br />
sinnlos ist weiter zu warten. Seien Sie vernünftig, gehen<br />
Sie nach Hause und empfangen Sie dort die Radioübertragung“,<br />
empfahl die Polizei via Megaphon. Aufgrund<br />
des enormen Andrangs wurden nach Ankick<br />
die Tore zum Rasen geöffnet, die Zuschauer standen an<br />
der Aschenbahn direkt am Spielfeldrand.<br />
Später war das Derby zwar immer wieder einer der<br />
Saisonhöhepunkte, aber speziell in den 1990er-Jahren<br />
verblassten Glanz und Gloria rund um das Stadtduell,<br />
auch die 1993 wieder eingeführte Zehnerliga sorgte für<br />
viel Tristesse und eher langweilige, sich oft wiederholende<br />
Duelle. Durch den Ausstieg des Stahlwerks aus<br />
dem Linzer Fußball und einem gleichzeitig finanziell<br />
maroden LASK gab es zudem einen grundsätzlichen<br />
Rückgang am Liga-Interesse. Und jetzt <strong>2023</strong>: Man<br />
braucht kein Hellseher zu sein, dass das zweimal eine<br />
ausverkaufte Hütte bedeutet. Willkommen zurück!<br />
LINZER DERBY-BILANZ<br />
Anzahl Derbys (inkl. Cup) 83<br />
LASK-Siege 33<br />
SK VOEST/ BW Linz-Siege 28<br />
Unentschieden 22<br />
Tordifferenz 94:108<br />
Erstes Derby: 30. August 1969<br />
LASK – SK VOEST 5:0 (23.000 Zuschauer)<br />
Die meisten Zuschauer:<br />
25.000 (17. August 1979 / 3-1 für den LASK)<br />
Die wenigsten Zuschauer:<br />
3.792 (2. Dezember 2016 / 4:0 für den LASK)<br />
Höchster LASK-Sieg:<br />
5:0 (30. August 1969 / 23.000 Zuschauer)<br />
Höchster Blau-Weiß-Sieg:<br />
5:1 (16. Oktober 1975 / 9.500 Zuschauer)
20 6<br />
POSTKASTEN<br />
4020<br />
BRIEFE AN DIE STADT<br />
Ahoi Ceské Budejovice!<br />
Gratulation an unsere Nachbarn<br />
in Budweis: Die langjährige Linzer<br />
Partnerstadt erhielt 19 Jahre nach<br />
Linz09 den Zuschlag als Kulturhauptstadt<br />
2028. Bleibt zu hoffen<br />
dass es damit noch mehr Zusammenrücken<br />
gibt. Viel zu selten<br />
haben wir Linzer die nur 90 km<br />
nördlich gelegene südböhmische<br />
Großstadt mit vielen kulturellen<br />
und geschichtlichen Gemeinsamkeiten<br />
im Fokus.<br />
Auch heuer: Wieder keine Silvesterparty<br />
am Hauptplatz<br />
Wieder nix: Nachdem es im Vorjahr<br />
bereits keine Silvesterfeier<br />
am Linzer Hauptplatz gab, bleibt<br />
es auch diesen Jahreswechsel in<br />
der City dunkel. Heute wurde ein<br />
entsprechender NEOS-Gemeinderatsantrag<br />
für ein Comeback der<br />
Silvesterfeier (mit Lasershow statt<br />
Feuerwerk) am Linzer Hauptplatz<br />
niedergestimmt. „Wir haben ein<br />
umfassendes Silvesterangebot im<br />
Musiktheater und auch ein schönes<br />
Neujahrskonzert im Palais<br />
kaufm. Verein“, sagt die zuständige<br />
Stadträtin Doris Lang-Mayerhofer.<br />
Der Denkfehler dabei: Konzerte<br />
und Veranstaltungen in Kultureinrichtungen<br />
können nur mit teuren<br />
Eintrittskarten besucht werden.<br />
Keine Zustimmung gab es von SPÖ,<br />
ÖVP, FPÖ und KPÖ. Für die breite<br />
Masse gibt es damit auch heuer<br />
keine öffentliche und damit leistbare<br />
Silvesterfeier. Ganz nebenbei:<br />
Warum kommt da vom personell<br />
und finanziell gut besetzten Linzer<br />
Tourismus keine Initiative?<br />
Kultur-Schock<br />
Dass uns die Kultur etwas wert sein<br />
soll, ist unbestritten. Aber das ist<br />
fast schon ein Kultur-Schock: 8,33<br />
Mio. Euro Abgang verzeichnete<br />
das Brucknerhaus im Vorjahr. Das<br />
macht pro Woche 160.256 Euro<br />
oder 22.900 Euro pro Tag.<br />
Und schon wieder ein<br />
Meistertitel für Linz!<br />
Österreichischer Meister bei den<br />
Männern und Vizemeister bei den<br />
Frauen – der FBC LINZ AG Urfahr<br />
holte in einem packenden Finish<br />
den bereits 23. Meistertitel seiner<br />
Vereinsgeschichte an die Donau. In<br />
Linz fliegen die Fäuste – in diesem<br />
Fall kann man sich sogar darüber<br />
freuen. Well done, Jungs & Mädels!<br />
Brückenradler-Boom<br />
Zum echten „Radler-Eldorado“ entwickelt<br />
sich die neue Eisenbahnbrücke<br />
– das belegen zumindest<br />
die aktuellen, uns exklusiv vorliegenden<br />
Werte der Zählstelle:<br />
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BRIEFE AN DIE STADT<br />
Heiß umstritten und nun prämiert: das neue LINZ-Logo.<br />
So frequentierten im vergangenen<br />
Mai 75.380 Radfahrer den neuen<br />
Donauübergang – das entspricht<br />
über 2.430 Radlern pro Tag. Umgerechnet<br />
auf Autos entspräche das<br />
einer täglichen Kolonne von ca. 15<br />
Kilometern Länge.<br />
kommt vom Creativ Club Austria<br />
– er zeichnet jährlich Arbeiten aus,<br />
die in ihren Disziplinen beispielgebend<br />
sind und Standards setzen.<br />
Bereits im September des vergangenen<br />
Jahres erhielt das neue Corporate<br />
Design der Stadt Linz den<br />
Caesar Werbepreis in Silber.<br />
seitigt werden könnten“, sagt FPÖ-<br />
Gemeinderat Danner. Naja, das hat<br />
schon was: Schön langsam wird das<br />
Ganze tatsächlich etwas inflationär<br />
mit den bunten Placebo-Fahnen<br />
und Zebrastreifen, die in Wirklichkeit<br />
niemandem etwas bringen.<br />
Fotos: redaktion, Heidl Archirekten, Privat, Stadt Linz,<br />
Flotter Vize<br />
Uiiiii, das riecht nach grünem Shitstorm:<br />
Der Linzer Vizebürgermeister<br />
Martin Hajart wünscht sich<br />
laut einem Krone-Bericht nicht<br />
wie manch‘ andere Politiker eine<br />
Reduktion auf 100km/h, sondern<br />
eine Erhöhung auf Tempo 140 auf<br />
Autobahnen: „Auf gewissen Abschnitten<br />
könnte man schon darüber<br />
nachdenken“, so Hajart.<br />
Logo-Preis<br />
Das haben sich die gar nicht so<br />
wenigen Kritiker des neuen LINZ-<br />
Logos wohl nicht gedacht: Für<br />
das im Vorjahr präsentierte neue<br />
Corporate Design der Stadt gab es<br />
nun mit der „Venus“ in Silber eine<br />
prominente Auszeichnung der umstrittenen<br />
Werbelinie. Der Preis<br />
Naturnahe Schlacke<br />
Irre: Am Freinberg - mitten im<br />
Grüngürtel der Stadt - wurden für<br />
den Bau einer „naturnahen“ Leichtathletikanlage<br />
hunderte Tonnen<br />
belasteter Schlacke verwendet. Ein<br />
Baustopp für den entsprechenden<br />
Bereich wurde verordnet. Wer hat<br />
da weggeschaut?<br />
Bunte Fehlinvestition?<br />
Kein Regenbogen-, sondern ein<br />
„Trans“-Zebrastreifen ziert seit<br />
kurzem die schwer einsehbare<br />
Kreuzung Stifterstraße/Hafnerstraße.<br />
Aufreger ist das mittlerweile<br />
zwar keiner mehr, die Kosten von<br />
mehreren tausend Euro sind es<br />
aber sehr wohl. „Es gäbe in Linz<br />
genügend wichtige Baustellen, die<br />
mit diesem Geld und Aufwand be-<br />
Grüne Polemik<br />
60.000 Euro Strafe, weil am sieben<br />
Fußballfelder großen, versiegelten<br />
Jahrmarktgelände ein kleiner<br />
Baum umgeholzt wurde: Würde<br />
wohl keinen wundern, wenn die<br />
LIDO SOUNDS-Macher das Festival<br />
nicht mehr durchführen.<br />
Wünschenswert wäre, dass sich die<br />
grüne Stadträtin Eva Schobesberger<br />
mit einem ähnlichen Elan endlich<br />
an die seit 2018 versprochene<br />
Begrünung des Geländes macht,<br />
statt mit billiger Polemik ein Alibi-<br />
Bäumchen zu betrauern.
8<br />
Das neue HOFMANN PERSONAL STADION: 5.600 Plätze in<br />
bester Lage und mit famosem Blick auf den Pöstlingberg
BILDER DES MONATS<br />
HOFMANN PERSONAL STADION:<br />
SCHMUCKKÄSTCHEN<br />
Fotos: PTU/Pertlweiser, Privat, LADL,<br />
Einen prominenteren Platz als hier<br />
an der Donau – zwischen VOESTund<br />
Eisenbahnbrücke – hätte man<br />
wohl nicht finden können: Das<br />
HOFMANN PERSONAL STA-<br />
DION ist bereits jetzt eine nicht<br />
mehr wegzudenkende Landmark<br />
für Linz. Die 5.600er-Arena dient<br />
fortan als Heimstätte für den FC<br />
Blau-Weiß Linz, der noch in allerletzter<br />
Sekunde den Aufstieg in die<br />
Bundesliga fixierte. Trotz mancher<br />
Kritik an den gestiegenen Baukosten<br />
ist es ein richtungsweisender<br />
Bau. Nach der LASK-Arena auf der<br />
Gugl (19.080 Plätze) folgt nun das<br />
zweite Stadion, das <strong>2023</strong> eröffnet<br />
wird. Mögen die Spiele beginnen!
insta web facebook<br />
ACHTUNG!<br />
Geschmacksexplosion<br />
Entgeltliche Einschaltung<br />
WIR STARTEN IM<br />
HERBST <strong>2023</strong><br />
LINZER|DONAUPARK
Tante<br />
Kæthe<br />
sagt:<br />
SICH GÖNNEN,<br />
schlemmen<br />
und das Leben<br />
nicht verpennen!<br />
AB<br />
HERBST<br />
<strong>2023</strong><br />
RESTAURANT | BAR | DONAU<br />
Nah am Wasser gebaut.<br />
SO GOOD<br />
ich könnt heulen.
ZEUGNISVERT<br />
12<br />
<strong>LINZA</strong>-Bilanz der Landesregierung Stelzer II<br />
LR Stefan Kaineder<br />
Kämpft für Windräder und gleichzeitig<br />
gegen Windmühlen. Klima-Klima-Klima,<br />
sonst haben (leider) kaum<br />
Themen Platz. Der Stern als grüne Zukunftshoffnung<br />
verblasst ein wenig,<br />
auch weil ihn Schwarz-Blau ständig<br />
gekonnt ins Leere laufen lässt.<br />
LR Michaela Langer-Weninger<br />
Unauffällig, wenig Zug zum Licht<br />
der Öffentlichkeit. Dabei hätte sie<br />
gerade als Landesrätin für die so<br />
wichtige Landwirtschaft viele aufgelegte<br />
Elfer. Wenig Akzente, eher<br />
auf Nebenschauplätzen wie Bejagung<br />
des Wolfes unterwegs.<br />
Foto: Max Mayerhofer, Land OÖ<br />
LR Günther Steinkellner<br />
Um die Mega-Projekte Westring,<br />
Ostumfahrung und Stadtbahn<br />
beneidet ihn keiner. Macht so gut<br />
wie möglich Nägel mit Köpfen.<br />
Glaubhafter Kampf für Verkehrssicherheit<br />
und gegen die nach wie<br />
vor große Raser/Tunerszene.<br />
LH-Stv. Manfred Haimbuchner<br />
Stabile, unaufgeregte Zusammenarbeit mit<br />
der ÖVP. Wähnt sich da teils zu sehr auf der<br />
sicheren Seite – wohl aufgrund einer Krone-<br />
Umfrage, die die FPÖ als Nr. 1 im Lande sieht.<br />
Etwas mehr Gegenwind und Widerspruch<br />
würde der Regierungspartner ÖVP aber<br />
durchaus aushalten.
BILANZ<br />
EILUNG<br />
LH Thomas Stelzer<br />
Stabil, ruhig und souverän,<br />
kein Blender. Gibt<br />
wenig Anlass zur Kritik,<br />
OÖ bleibt – anders als andere<br />
Bundesländer – weiter<br />
skandalfrei. Auch bei<br />
Wirtschafts- und Arbeitsmarktdaten<br />
ist OÖ stets in<br />
den Top 3. Role Model für<br />
Schwarz-Blau im Bund?<br />
LR Wolfgang<br />
Hattmannsdorfer<br />
Engagierte Arbeit – speziell<br />
im Bereich Migration,<br />
Jugend und Inklusion.<br />
Setzt auch bei der (leider<br />
sehr präsenten) Jugendkriminalität<br />
immer wieder<br />
Akzente, um des Problems<br />
Herr zu werden – so weit<br />
auf Landesebene rechtlich<br />
überhaupt möglich ist.<br />
LH-Stv. Christine Haberlander<br />
Engagierte Kämpferin und loyales LH-<br />
Schutzschild. Hat mit Bildung und Gesundheit<br />
keine Wohlfühl-Resorts in<br />
Obhut, punktet mit Expertise, Sachorientierung<br />
und Sympathie. Neue Initiative<br />
Kinderland Nr. 1 als Trägerrakete.<br />
LR Markus Achleitner<br />
Beim Thema Bodenversiegelung<br />
steht Markus Achleitner im<br />
Zweifel (immer noch) auf der Betonierer-Seite,<br />
abgesehen davon<br />
liefert das „Duracell-Haserl“ speziell<br />
in den Ressorts Tourismus,<br />
Sport und Wirtschaft beständig.<br />
LR Michael Lindner<br />
Hat zwar Ruhe in die SPÖ OÖ gebracht,<br />
als Person und Nr.1 aber<br />
viel zu unscheinbar. Richtig anschreiben<br />
konnte er in der medialen<br />
Wahrnehmung auch mit<br />
seiner Arbeit nicht – zugegebenermaßen<br />
schwierig bei den eher<br />
harmlosen Ressorts Gemeinden,<br />
Tierschutz und Jugendhilfe.
14<br />
30 Acts – 3 Tage – 2 Bühnen im Herzen der Landeshauptstadt:<br />
LIDO SOUNDS: GELUNG<br />
Was war für ein Festival mitten in der Stadt! Die<br />
Erstauflage des LIDO SOUNDS war ein großes<br />
Versprechen für Mehr. 70.000 Besucher an drei<br />
Tagen unterstreichen die Begeisterung und den<br />
Hunger nach Events dieser Art. Ein Rückblick.<br />
Das Verkehrschaos…<br />
…gab es nicht! Trotz Mega-Andrang<br />
fehlten Staus oder lange Wartezeiten<br />
– abgesehen zu Beginn der<br />
jeweiligen Festivaltage, da hieß es<br />
schon mal 20-30 Minuten warten<br />
am Eingang. In der angrenzenden<br />
Problemzone der Ferihumerstraße<br />
gab es dank Sperren null zusätzliches<br />
Verkehrsaufkommen. Top!<br />
Das Line-Up<br />
Nett, der eine oder andere große<br />
internationale Name fehlte aber.<br />
Die Toten Hosen sind ein verlässliches,<br />
aber nicht wirklich aktuelles<br />
Zugpferd. Die Indoor-Bühne wäre<br />
eine perfekte Location für ein paar<br />
angesagte DJs und eine Linz-affine<br />
(elektronische) Schiene gewesen.<br />
Die WCs<br />
Statt billiger Plastik-Klos wurden<br />
moderne WC-Kabinen aufgestellt,<br />
inklusive Pissoirs und Waschbecken.<br />
Nur für die Mädels hieß es da<br />
und dort ein bisschen warten – leider<br />
normal bei Events dieser Größe.<br />
Die Gastronomie<br />
Bombe: Es gab kaum Wartezeiten,<br />
das Angebot vor allem bei den<br />
Fressbuden war absolut überwältigend.<br />
UND: Bei ausnahmslos jedem<br />
Getränkestand gab’s bis zum<br />
Schluss auf Wunsch Eiswürfel –<br />
perfekt für heiße Festivalabende.<br />
Die Preise<br />
6,50 Euro für die Halbe oder den<br />
Spritzer, 8 Euro für eine Bosner und<br />
bis zu 12 Euro für Thai Curry Reis<br />
– angemessen und in der Range vergleichbarer<br />
Festivals. Und die Eintrittspreise?<br />
Keine Okkasion, aber<br />
wegen immer strengerer Auflagen<br />
und steigender Künstlergagen sind<br />
Tagesticket-Preise von 129,50 Euro<br />
(bzw. 297.- Euro fürs gesamte Festival)<br />
wohl nicht zu vermeiden.<br />
Die Chillbereiche<br />
Hier gab’s Defizite. Es gab kaum<br />
Schatten und viel zu wenig Sitzgelegenheiten<br />
für das riesige Gastro-Angebot.<br />
Die paar Bänke waren<br />
ständig voll. Gegessen wurde<br />
großteils im Stehen. So blieb nur<br />
der wenige einladende, schattenlose<br />
Asphaltboden des ehemaligen<br />
Parkplatzes. Hier braucht‘s ein<br />
Nachbessern mit mehr coolen Sitzund<br />
Abhängmöglichkeiten.<br />
Die Location<br />
Eine große Betonfläche mit ein paar<br />
kleinen Bauminseln – eigentlich<br />
kein schöner Fleck für ein chilliges<br />
Festival. Hier hätte man in Sachen<br />
Optik und Design etwas mehr<br />
Mühe an den Tag legen können.<br />
Das in den Renderings angekündigte<br />
Riesenrad (in Anlehnung an<br />
Festivals wie dem Tomorrowland)<br />
fehlte ebenfalls. Dennoch: Fürs erste<br />
Mal hat man auch diesen öden<br />
Platz ganz gut hinbekommen.
EVENT DES MONATS<br />
ENE PREMIERE<br />
Fotos: Holzleitner<br />
Die Bühnen<br />
Die Main Stage als Hauptanlaufstelle<br />
beeindruckte bereits durch<br />
ihre gewaltigen Dimensionen. Etwas<br />
problematisch bezüglich der<br />
Sichtbarkeit erschien der geringe<br />
Höhenunterschied zwischen Stage<br />
und Publikumsbereich. Ein Steg ins<br />
Publikum hinein wäre DER Hit gewesen.<br />
Durch mehrere Bauminseln<br />
war die Sicht teils eingeschränkt.<br />
Lösen ließe sich das Problem nicht<br />
durch Umschneiden (wie es bei einem<br />
der Bäume geschah), sondern<br />
mit zwei weiteren Vidiwalls direkt<br />
vor den Baumgruppen.<br />
Die Polizei<br />
Massenhaft präsent waren die<br />
Einsatzkräfte der Polizei, die sich<br />
dennoch großteils im Hintergrund<br />
aufhielt. In Summe wurde da vieles<br />
richtig gemacht. Wozu allerdings<br />
ein Polizeihubschrauber drei Tage<br />
stundenlang fliegen muss und<br />
selbst um 23:45 Uhr noch über dem<br />
Gelände kreist: Seltsam.<br />
Die Abreise<br />
Berechtigterweise auf Kritik stieß<br />
das “Abreisesystem” nach Konzertende.<br />
Alle Besucher wurden ausnahmslos<br />
durch einen Kanal über<br />
die Nibelungenbrücke Richtung<br />
Stadtzentrum geschleust. Wer<br />
woandershin wollte, wurde recht<br />
barsch zurück in den endlosen<br />
Zug geschickt. Selbst wer nach Urfahr<br />
oder Richtung Norden musste,<br />
wurde in die entgegengesetzte<br />
Richtung gedrückt. In die Bim einsteigen<br />
konnte man erst am Hauptplatz.<br />
Gerechtfertigt wurde die Aktion<br />
mit dem Anrainerschutz. Als<br />
ob am Hauptplatz keine Anrainer<br />
wohnen würden...<br />
Unter dem Strich muss man<br />
den Veranstaltern zum Mut<br />
gratulieren, sich in der heutigen<br />
Zeit von XXL-Auflagen,<br />
Anrainerprotesten und explodierenden<br />
Kosten auf ein derart<br />
großes Festival mitten in der<br />
Stadt einzulassen. Fürs erste<br />
Mal war es eine sensationelle<br />
Performance. Oder wie Tote<br />
Hosen-Sänger Campino sagte:<br />
”Gebt dem Lido Sounds eine<br />
Chance!” – machen wir gerne.<br />
Danke und hoffentlich bis<br />
nächstes Jahr!<br />
Kam gut an: die Indoor-Stage<br />
beim LIDO Sounds<br />
Reichhaltung und<br />
cool: die Gastro-Stände<br />
Umstritten: das „Kanalsystem“<br />
über die Nibelungenbrücke
Doris Lang-Mayerhofer<br />
Stadträtin<br />
Martin Hajart<br />
Vizebürgermeister<br />
Thomas Stelzer<br />
Landeshauptmann<br />
Entgeltliche Einschaltung
Neue Wege<br />
für Linz.<br />
MHV: Die Linzer Volkspartei, Obere Donaulände 7, 4020 Linz, team@linzervolkspartei.at,<br />
0732/7620-500, Verlagsort: 4020 Linz, Foto: Robert Maybach
18<br />
Petition „Festung Österreich“ gegen illegale Masseneinwanderung gestartet:<br />
„GRENZEN SICHERN, SICH<br />
FÜR HEIMISCHE BEVÖLKE<br />
GARANTIEREN“<br />
„Die Bevölkerung hat genug davon, dass die Bundesregierung untätig<br />
zusieht wie jährlich tausende kulturfremde – hauptsächlich – Männer<br />
nach Österreich in den Sozialstaat einwandern.“, sagte anlässlich einer<br />
gemeinsamen Pressekonferenz zum Start der Petition in Oberösterreich<br />
LH-Stv. FPÖ-Landesparteiobmann Manfred Haimbuchner.<br />
Haimbuchner stellte gemeinsam mit dem FPÖ-Sicherheitssprecher<br />
im Parlamentsklub, Hannes Amesbauer, die Online-Petition „Festung<br />
Österreich“ vor.<br />
Niemand könne mehr die Augen<br />
vor den offensichtlichen gesellschaftlichen<br />
Veränderungen vor allem<br />
in den österreichischen Städten<br />
verschließen, so Haimbuchner. Inzwischen<br />
sei beispielsweise an Linzer<br />
Schulen der Islam das stärkste<br />
religiöse Bekenntnis. Die Bevölkerung<br />
habe genug davon, dass straffällige<br />
Asylanten von dieser Bundesregierung<br />
nicht abgeschoben<br />
werden, weil Ihre Rechte über die<br />
Rechte auf Sicherheit und Unversehrtheit<br />
der Österreicher gestellt<br />
würden.<br />
Aktuelle Situation nicht mehr<br />
im Sinne der Genfer Flüchtlingskonvention<br />
„Die Bevölkerung hat auch genug<br />
davon, dass diese Menschen Gewalt<br />
und ein Verhalten importieren, vor<br />
dem sie angeblich geflohen sind, die<br />
öffentlichen Plätze besetzen und<br />
die österreichischen Frauen und<br />
Kinder sich dort nicht mehr sicher<br />
fühlen können“, so Haimbuchner<br />
weiter. „Wir fordern die Bundesregierung<br />
auf, sich national als auch<br />
auf europäischer Ebene endlich dafür<br />
zu verwenden, das Asylsystem<br />
an die Erfordernisse des 21. Jahrhunderts<br />
anzupassen. Niemand kann<br />
ein Asylrecht in Österreich haben,<br />
wenn er davor ganze Kontinente<br />
und unzählige Staaten durchquert<br />
hat. Das entspricht keinesfalls mehr<br />
der Idee der Genfer Flüchtlingskonvention.<br />
Bisheriges Asylsystem<br />
funktioniert nicht mehr<br />
Schutz hätten die illegalen Migranten<br />
entlang ihrer Fluchtroute<br />
bereits mehrfach vorgefunden, aber<br />
offenbar nicht angenommen. Damit<br />
kann auch kein Schutzgrund<br />
in Österreich vorliegen. Diesen<br />
Menschen müssen ausnahmslos<br />
an der Einreise gehindert werden“,<br />
so Amesbauer, der in den Bundesländern<br />
auf Tour ist, um für die Petition<br />
„Festung Österreich“ zu werben.<br />
„Die letzten Jahre haben mehr<br />
als eindringlich gezeigt, dass das<br />
bisherige Asylsystem nicht mehr<br />
funktioniert und endlich repariert<br />
werden muss.<br />
Klares Nein zum Asyl-und<br />
Migrationspakt der EU<br />
Dazu gehören auch schärfere<br />
Strafen für Schlepper, Bestrafung<br />
illegaler Migranten und illegal aufhältiger<br />
Ausländer, ‚Pushbacks‘ an<br />
der Grenze zu ermöglichen, keine<br />
Staatsbürgerschaften an Asylanten<br />
zu vergeben, oder auch ein klares<br />
Nein zum Asyl- und Migrationspakt<br />
der EU“, schließen Haimbuchner<br />
und Amesbauer mit der Aufforderung<br />
an alle Bürger: „Wenn<br />
auch Sie von der Untätigkeit der<br />
Bundesregierung und den negativen<br />
Veränderungen in unserem<br />
schönen Land genug haben, dann<br />
unterschreiben Sie unter festungoesterreich.at.“
OBERÖSTERREICH<br />
ERHEIT<br />
RUNG<br />
„Die Bevölkerung hat genug<br />
davon, dass straffällige Asylanten<br />
von dieser Bundesregierung<br />
nicht abgeschoben werden“<br />
LH-Stv. Manfred Haimbuchner
20<br />
Integrations-Landesrat Wolfgang<br />
Hattmannsdorfer spricht das Thema<br />
Jugendkriminalität im Zentralraum<br />
offen an und will dessen Motive<br />
nun genauer wissen.<br />
BRENNPUNKT<br />
JUGENDKRIMINALITÄT
THEMA DES MONATS<br />
Nach den Ausschreitungen in der Halloween-<br />
Nacht 2022 hat das Land Oberösterreich unter<br />
Einbeziehung von Experten das Paket „Respekt<br />
Oberösterreich“ auf den Weg gebracht.<br />
Dieses bündelt präventive Maßnahmen sowie<br />
die Weiterentwicklung bestehender Ausbildungsangebote.<br />
Neu sind verpflichtende Gewaltpräventionskurse<br />
für unbegleitete, minderjährige<br />
Flüchtlinge.<br />
Fotos: Land OÖ / Peter Mayr<br />
Bereits im April starteten die<br />
Schul-Workshops der Volkshilfe,<br />
die speziell in Brennpunkt-Schulen<br />
abgehalten<br />
wurden. Hier wird der Umgang<br />
untereinander und ein respektvolles<br />
Miteinander vermittelt.<br />
Bei den Workshop-Formaten<br />
„Mutig sein“, „Clever sein“ und<br />
„Zusammen sein“ werden über<br />
Vorträge und Übungen Inhalte<br />
rund um ein gelungenes Zusammenleben,<br />
ein gutes Miteinander<br />
und Respekt voreinander<br />
vermittelt.<br />
Neben den bereits getroffenen<br />
Maßnahmen wird nun<br />
ein weiterer Teil des „Respekt<br />
OÖ“-Pakets umgesetzt: Bereits<br />
jetzt werden Personen in<br />
Asylquartieren bzw. privaten<br />
Unterkünften, die der Grundversorgungsstelle<br />
des Landes<br />
OÖ als aggressiv, gewaltbereit<br />
oder gewalttätig gemeldet wurden,<br />
dem Verein NEUSTART<br />
zugewiesen. Bei diesen Einzelgesprächen<br />
werden Konflikt-<br />
und Sozialkompetenz gestärkt<br />
und das Bewusstsein für das<br />
Unrecht ihres Handelns, außerdem<br />
die Übernahme von Verantwortung<br />
für Taten.<br />
Als weiterer neuer Teil werden<br />
nun für unbegleitete minderjährige<br />
Flüchtlinge in OÖ Gewaltpräventions-Workshops<br />
und Wertekurse angeboten.<br />
Themen der Workshops sind<br />
Gewalt und Gewaltprävention,<br />
Respekt und Zivilcourage<br />
sowie Konfliktlösung. Dabei<br />
sollen die Grundlagen eines<br />
respektvollen Miteinanders<br />
und die Wertebasis des Zusammenlebens<br />
in Oberösterreich<br />
vermittelt werden. „Es<br />
braucht einerseits Prävention,<br />
es braucht aber auch Sanktion.<br />
Wir dürfen nicht zulassen, dass<br />
Menschen bereits in jungen<br />
Jahren gewalttätig werden und<br />
für die Gesellschaft dauerhaft<br />
zum Problem werden“, so Integrations-Landesrat<br />
Hattmannsdorfer.<br />
Wolfgang<br />
„Tendenzen bei der Jugendkriminalität müssen wir offen ansprechen!<br />
Zwei Drittel der Beteiligten der Halloween-Ausschreitungen waren<br />
Nicht-Österreicher – das zeigt Handlungsbedarf: Wir führen<br />
verpflichtende Gewaltpräventions- und Wertekurse für alle unbegleiteten,<br />
minderjährigen Flüchtlinge in Oberösterreich ein und wir<br />
stocken Anti-Gewalttrainings für auffällige Asylwerber auf.“<br />
Integrations-Landesrat Wolfgang Hattmannsdorfer
EVENT DES MONATS<br />
Auch Huckey feiert am 16. September mit:<br />
30! JAHRE! TEXTA!<br />
Foto: Zoe Goldstein<br />
Jahuiia: Heuer ist es auch schon wieder 30 Jahre her, dass sich die<br />
feine Rap-Combo TEXTA manifestierte. Die Jungs haben nicht nur<br />
österreichische HipHop-Geschichte geschrieben, sie sind österreichische<br />
HipHop-Geschichte. Gleich mal vormerken: Am 16. September<br />
steigt das dazugehörige Geburtstagsständchen in Form eines fetten<br />
Konzerts mit einem ebensolchen Line-Up.<br />
Begonnen hat alles im Frühjahr<br />
1993 in Linz, als sich die vier<br />
Rapper Flip (auch Producer von<br />
Texta), Huckey, Laima und Skero<br />
zusammenfanden, um<br />
einen Rapsong für den<br />
Kulturverein Kapu zu<br />
schreiben. Ein Jahr<br />
später folgten erste<br />
Shows und Dan kam<br />
als DJ der Band dazu.<br />
So wird im Jahr <strong>2023</strong><br />
der 30. Geburtstag gefeiert<br />
– das ist nicht nur<br />
einzigartig im heimischen<br />
HipHop, sondern durchaus international<br />
bemerkenswert, auch<br />
über die diversen Musikgenres<br />
hinaus.<br />
Das Publikum wird auf eine musikalische<br />
Zeitreise der mittlerweile<br />
drei Bandmitglieder – Flip, Laima<br />
und Dan – aus acht Studioalben,<br />
einem Livealbum, diversen EPs,<br />
Kollaborationen, Projekten<br />
und unzähligen Features<br />
mitgenommen. Für<br />
diesen Anlass werden<br />
sich zahlreiche Wegbegleiter<br />
als Gäste<br />
auf der Bühne die<br />
Ehre geben und eigene<br />
aber auch gemeinsame<br />
Songs zum Besten<br />
geben.<br />
Der langjährige Bandkollege Skero<br />
darf da natürlich ebenso wenig<br />
fehlen, wie die einzelnen Akteure<br />
von Blumentopf (Roger, Cajus,<br />
Schu, Wunder, DJ Sepalot), die<br />
sich 2016 offiziell aufgelöst haben.<br />
Auch Total Chaos, die seit über 10<br />
Jahren nicht mehr gemeinsam aufgetreten<br />
sind und ebenfalls maßgeblichen<br />
Anteil an der Entwicklung<br />
von HipHop in Österreich<br />
hatten, sind mit von der Partie.<br />
Dazu Fiva MC, deren Album “Rotwild”<br />
komplett von Flip produziert<br />
wurde, und die TTR Allstars<br />
(Average, Hinterland, Da Staummtisch,<br />
Kayo), die ja gerade erst<br />
heuer im Februar gemeinsam mit<br />
TEXTA ein Album rausgebracht<br />
hatten. Und einer ist sowieso immer<br />
dabei – er sieht nur von etwas<br />
weiter oben zu… #huckeyforever<br />
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Eine Initiative des Landes OÖ
24<br />
Bahnbrechender LINZplus-Gemeinderatsantrag fand volle Zustimmung:<br />
RADL FÄHRT BIM: JETZT KO<br />
Was in anderen Städten seit Jahren gang und gäbe ist, scheint in<br />
Linz ein Ding der Unmöglichkeit zu sein: Die Mitnahme von Fahrrädern<br />
in Öffis wurde in den letzten zehn Jahren bereits mehrfach<br />
im Gemeinderat abgelehnt. LINZplus startete einen neuerlichen<br />
Anlauf, um diese durchaus sinnvolle Mobilitätsmaßnahme<br />
auf Schiene zu bringen. Fast schon überraschend stimmten alle<br />
Fraktionen dem Antrag zu.<br />
Seitdem hat sich viel geändert.<br />
Die Zahl der Alltagsradler ist<br />
jährlich gestiegen. Das Bewusstsein<br />
für das Alltagsradeln<br />
als praktische, platzsparende<br />
Form der Stadtmobilität ist<br />
spürbar höher und fast schon<br />
Konsens. Und es gibt viel mehr<br />
kleine und klappbare Stadträder,<br />
die genau für die Mitnahme<br />
im Zug, Auto oder ÖV<br />
gebaut sind.<br />
Straßen entlasten<br />
„Um den Anteil der Wege mit<br />
dem Rad zu steigern und somit<br />
die Straßen zu entlasten,<br />
wäre die Mitnahme der Räder<br />
– selbstverständlich unter bestimmten<br />
Voraussetzungen<br />
(etwa den Ausschluss der Stoßzeiten<br />
mit vollen Straßenbahnen)<br />
– ein wichtiger Baustein“,<br />
so der LINZplus-Gemeinderat<br />
Lorenz Potocnik. Denkbar wäre<br />
vieles – und zudem mit geringem<br />
Aufwand umsetzbar: Man<br />
könnte etwa ausgewählte Straßenbahnen<br />
umbauen – durch<br />
die Wegnahme einer Sitzreihe<br />
wäre zum Beispiel schnell und<br />
unkompliziert mehr Platz und<br />
eine Anpassung an die neuen<br />
Gegebenheiten machbar.<br />
Viele Vorteile<br />
Die Mitnahme macht Sinn<br />
und würde mehr Leute aufs<br />
Radl bringen: So etwa wenn<br />
es regnet, wenn das Rad einer<br />
Reparatur bedarf oder wenn<br />
die Strecke zu lang ist, zum Beispiel<br />
nach Pichling. Die Kombination<br />
aus Rad und Öffentlichem<br />
Verkehr liegt auf der<br />
Hand. Auch mit Kindern kann<br />
eine Mitnahme oft sehr helfen.<br />
Antrag mit Zustimmung<br />
Daher stellte Lorenz Potocnik<br />
mit seiner LinzPLUS-Gemeinderatsfraktion<br />
den Antrag,<br />
dieses Thema im Ausschuss<br />
für Mobilität nochmals zu diskutieren.<br />
Dabei sollen Fachleute<br />
der Linz AG sowie aus<br />
anderen Städten, wo die Mitnahme<br />
seit Jahren reibungslos<br />
funktioniert, als auch externe<br />
Mobilitätsexperten eingeladen<br />
und eingebunden werden. Der<br />
zuständige Mobilitätsreferent<br />
der ÖVP nahm die Idee auf und<br />
will diese nun weiterverfolgen.<br />
Auch von allen anderen Fraktionen<br />
gab’s Zustimmung.<br />
„Um den Anteil der Wege mit dem Rad zu steigern und<br />
die Straßen zu entlasten, wäre die Mitnahme der<br />
Räder – unter bestimmten Voraussetzungen wie<br />
etwa den Ausschluss der Stoßzeiten – ein wichtiger<br />
Baustein. Probieren wir es einfach aus. Ein paar<br />
Waggons sind schnell umgebaut. Dann können wir<br />
testen, ob es sich bewährt.“<br />
Lorenz Potocnik / LINZplus<br />
Fotos: Redaktion, LInzPLUS
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2024 soll es den Linzer Hundestadtplan dann auch in digitaler Form geben.<br />
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> Freilaufzonen<br />
> Badeplätze<br />
> Notfallnummern<br />
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> Hundeschulen<br />
> Hundefriseure<br />
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Stadtgebiet zur Verfügung, wo sich Hunde<br />
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FREILAUFZONEN<br />
1 Linzer Donauufer ab VÖEST-Brücke A7 stromabwärts<br />
2 Parkanlage Freinberg<br />
3 Parkanlage Sonnenpromenade (Arboretum)<br />
4 Parkanlage Bauernberg<br />
5 Park Seniorenzentrum Ing.-Stern-Straße (eingezäunt)<br />
6 Hummelhofwald<br />
7 Wasserwald Nord und Süd (laut Beschilderung Linz AG)<br />
8 WAG-Park Landwiedstraße<br />
9 Traunauen nördlich der Traun zwischen<br />
Ebelsberger Brücke und Eisenbahnbrücke<br />
10 Ökopark Hainbuchenweg (eingezäunt)<br />
11 Panuliwiese (eingezäunt)<br />
LINZER TIERÄRZTE Fortsetzung auf der Rückseite<br />
1 KLEINTIERPRAXIS RECHBERGER – Pulvermühlstr. 39,<br />
4040 Linz. Telefon 0732/757252.<br />
www.tierarzt-rechberger.at<br />
2 TIERARZT ZELLER – Werndlstraße 17, 4020 Linz.<br />
Telefon 0732/349681 - Notfall 0664/1423 432.<br />
www.tierarzt-zeller.at<br />
3 TIERÄRZTIN PETRA PART – Glimpfingerstraße 100,<br />
4020 Linz, Telefon 0676/5446972,<br />
www.kleintierpraxis-part.at<br />
4 TIERORDINATION FROSCHBERG, – Schultestr. 8, 4020<br />
Linz, Tel. 0676/6121889. tierordination-froschberg.at<br />
5 KLEINTIERORDINATION WIENER STRASSE – Wiener<br />
Straße 3, 4020 Linz, Tel. 0676/653554. www.vet-linz.at<br />
6 SOLAR CITY TIERARZT – Pegasusweg 13, 4030 Linz,<br />
Telefon 0732/320600.<br />
12 Wanderwege Dießenleitenbach/Bachlberg, ausgen.<br />
Verkehrsflächen und bebaute Gebiete<br />
13 Wanderwege Pöstlingberg, ausgenommen<br />
Schmittenwiese, Kreuzweg und Bereich zwischen<br />
Samhaberstraße und Hohe Straße, Verkehrsflächen<br />
und geschlossen bebaute Gebiete<br />
14 Heilhamerpark (laut Beschilderung Linz AG)<br />
15 Urfahraner Donauufer ab VÖEST-Brücke A7<br />
stromabwärts bis zur Stadtgrenze<br />
16 Blumauerstraße Nähe Musiktheater (eingezäunt)<br />
17 Bellevuepark-Bindermichl Süd (eingezäunt)<br />
18 Park Bruckner-Tower/BH UU (eingezäunt)<br />
7 TIERÄRZTIN SUSANNE HUBMER – Flußgasse 15,<br />
4040 Linz. Tel. 0732/700690, Notfall 0664/1802409.<br />
www.drsusannehubmer.at<br />
8 TIERARZT KRAMBERGER-KAPLAN –<br />
Ferihumerstraße 58, 4040 Linz. Telefon 0732/732117.<br />
www.tierordination-urfahr.at<br />
9 KLEINTIERPRAXIS LINZ – Neuhoferstraße 8, 4020<br />
Linz, Tel. 0732/348250. www.kleintier-linz.at<br />
10 PETEREK & WELZL – Tegetthoffstraße 26, 4020 Linz,<br />
Telefon 0732/601201, www.peterek.at<br />
11 TIERODRDINATION FRÖBELSTRASSE – Fröbelstraße 10,<br />
4020 Linz, Tel. 0732/655227. www.tierordination-linz.at<br />
12 KLEINTIERPRAXIS BAUMGARTNER – Rechte<br />
Donaustraße 7, 4020 Linz, Tel. 0677/61099180<br />
13 TIERARZTPRAXIS MAYR – Mannheimstraße 11, 4040<br />
Linz, Tel. 0732/75 74 44. www.hautambulanz.com<br />
2<br />
12<br />
13<br />
2<br />
8<br />
1<br />
7<br />
4<br />
18<br />
10<br />
7<br />
14<br />
12<br />
5<br />
8<br />
16<br />
5<br />
1<br />
15<br />
2<br />
1<br />
3<br />
11<br />
5<br />
1<br />
3<br />
Karte: openstreetmap Mitwirkende / CC-BY-SA 2.0 / creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0<br />
2<br />
ZOO- & TIERBEDARF-GESCHÄFTE<br />
1 FRESSNAPF – Hauptstraße 51, 4040 Linz, Telefon<br />
0732/380499, www.fressnapf.at<br />
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2 FRESSNAPF – Hamerlingstraße 42-44, 4020 Linz.<br />
3 FRESSNAPF – J.W.-Klein-Str. 41, 4040 Linz.<br />
4 FRESSNAPF – Wegscheider Straße 3, 4030 Linz<br />
5 ZOOPARADIES – Hafferlstraße 12, 4020 Linz,<br />
Telefon 0732/772238<br />
6 KÖLLE ZOO – Kornstraße 8, 4060 Leonding,<br />
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0732/997127. www.feine-pfote.at<br />
8 ANIMAL CENTER COME TOGETHER – Hauptstraße 51,<br />
4040 Linz, Tel. 0676/7557660, www.animal-center.at<br />
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42, 4040 Linz, Tel. 0664/6470333, www.dogharmony.at<br />
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42c, 4020 Linz, Telefon 0677/61462247,<br />
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Linz, Tel. 0664/1921478, www.therapiehunde-oö.at<br />
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Tel. 0664/5396663, www.dog-care.at<br />
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6<br />
10<br />
8<br />
17<br />
11<br />
7<br />
9<br />
6<br />
30<br />
Auch Hunde haben dank Pfarrer Franz Zeiger einen Draht nach oben:<br />
HUNDE KOMMEN IN DEN<br />
Er segnet Tiere, betreibt die Linzer Tiertafel und teilt sich seinen<br />
Haushalt mit zwei Hunden und fünf Katzen: „Tierpapst“ Franz Zeiger.<br />
Werter Tierpfarrer, wir reden<br />
heute über Hunde. „Aber das<br />
sind doch nur Tiere“, hört man<br />
Nicht-Hundebesitzer oft verständnislos<br />
graumeln, wenn<br />
sie den liebevollen Umgang<br />
mit den Wuffis beobachten.<br />
Dass Tiere Geschöpfe Gottes sind,<br />
übersteigt möglicherweise manche<br />
Vorstellungskraft, weil das<br />
eben auch den Glauben an einen<br />
liebenden Schöpfergott voraussetzt.<br />
Aber auch die moderne Evolutionsbiologie<br />
hat ja längst unter<br />
Beweis gestellt, dass Tiere in vieler<br />
Hinsicht ganz ähnlich dem Menschen<br />
empfinden und sich verhalten.<br />
Und genau das mag auch<br />
eine der großen Kränkungen der<br />
Menschheit sein, wie sie Sigmund<br />
Freud beschreibt. Zuerst mussten<br />
die Menschen durch Kopernikus<br />
erkennen, dass die Sonne sich<br />
nicht um die Erde dreht. Und nun<br />
müssen wir erkennen, dass unsere<br />
Spezies möglicherweise doch<br />
nicht so einzigartig ist, wie wir das<br />
arroganterweise dachten.<br />
Sie selber haben ja zwo Stück.<br />
Wie gedeihlich gestaltet sich<br />
das Zusammenleben?<br />
Wir sind unzertrennlich. Maxi<br />
und Laura sind aus meinem Leben<br />
nicht mehr wegzudenken. Sie<br />
gehören ebenso wie meine fünf<br />
Katzen fix zum Bild unserer Pfarre<br />
Linz – St. Peter.<br />
Sollen Hunde auf die Couch<br />
dürfen? Oder gar ins Bett?<br />
Bei mir schon – ich will ja bereits<br />
hier und jetzt ein Stück Himmel<br />
spüren und erleben.<br />
Ich war letztens mit Hund in<br />
einer (sehr) großen Linzer Kirche.<br />
Mit wurde barsch zu verstehen<br />
gegeben, mein „Herr<br />
Bauz“ sei hier unerwünscht.<br />
Das zeigt, dass man es mancherorts<br />
nicht so ganz ernst nimmt mit<br />
dem Schöpfungsgedanken. Schon<br />
Franz von Assisi hat die Tiere als<br />
Schwestern und Brüder erkannt.<br />
Aber das ist ja erst 800 Jahre her<br />
und bei manchen gusseisernen<br />
Dienern der Kirche noch nicht angekommen.<br />
Darum haben wir in<br />
unserer Diözese zwar einen Jägerpfarrer,<br />
aber bis heute noch immer<br />
keinen Tierschutzbeauftragten.<br />
Sie sind Initiator der Linzer<br />
Tiertafel, wo Tierbesitzern, die<br />
sich Futter nur schwer leisten<br />
können, geholfen wird.<br />
Seit der Gründung 2010 ist der<br />
Andrang ungebrochen und besonders<br />
jetzt in der schwierigen Zeit<br />
der galoppierenden Preise erleben<br />
wir einen regelrechten Ansturm.<br />
Manchmal träume ich davon, dass<br />
uns das Land, die Stadt und die Diözese<br />
regelmäßig ein klein wenig<br />
finanziell unterstützen. Aber auch<br />
mit etwas Wertschätzung wären<br />
wir schon zufrieden.<br />
Daneben organisieren Sie in<br />
Ihrer Pfarre seit vielen Jahren<br />
die Linzer Tiersegnung. Wie<br />
kommt das an?<br />
Bereits unmittelbar nach meiner<br />
Priesterweihe 1997 habe ich damit<br />
begonnen. Es ist eine große Freude,<br />
dass ich dadurch ein wenig beitragen<br />
konnte, dass die Tiere auch<br />
in der Kirche zumindest einmal<br />
wahrgenommen werden und hier<br />
vielleicht doch irgendwann auch<br />
den Stellenwert zugestanden bekommen,<br />
der ihnen nach Gottes<br />
Schöpfungsplan zusteht.<br />
Kommen Hunde in den Himmel?<br />
Und gibt es dort überhaupt<br />
genügend Kauknochen?<br />
Selbstverständlich kommen Hunde<br />
in den Himmel. Alle Tiere kommen<br />
in den Himmel.<br />
Würden Sie auch einen Hund<br />
segnen, der Sie kurz zuvor gebissen<br />
hat – oder völlig gottlos<br />
bei der Segnung ein „Wursti“<br />
vor den Altar hinlegt?<br />
Wo denken Sie hin – mich beißt<br />
kein Hund. Ein Hund kennt den<br />
anderen, wie man so schön sagt.<br />
Und zweites ist auch noch nie<br />
vorgekommen. Hunde wissen<br />
sich in der Kirche schon zu benehmen.<br />
Auch das haben sie übrigens<br />
menschlichen Zeitgenossen<br />
manchmal voraus.<br />
Ist Linz eine Hundestadt?<br />
Natürlich – und was für eine! So<br />
viele großzügige Hundefreilaufzonen<br />
wie in Linz hab‘ ich anderswo<br />
noch nicht angetroffen.<br />
-> www.linza.at/hundepapst
HUNDESTADT LINZ<br />
HIMMEL<br />
Tierpfarrer Franz Zeiger: „Linz ist eine<br />
absolute Hundestadt. So viele großzügige<br />
Hundefreilaufzonen wie in Linz hab‘ ich<br />
anderswo noch nicht angetroffen.“<br />
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34<br />
Michael Raml über seine Rolle als Tierschutz-Stadtrat:<br />
LINZ LIEBT HUNDE<br />
Fast 7.000 Hunde leben in Linz, dazu noch unzählige Katzen, Hamster,<br />
Fische und viele(s) mehr. Im <strong>LINZA</strong>-Talk spricht Tierschutz-Stadtrat<br />
Michael Raml über die Rolle von Linz als „Hundestadt“.<br />
Herr Tierschutz-Stadtrat: Haben<br />
Sie Zahlen, wie viele Hunde,<br />
Katzen & Co. leben in Linz?<br />
In Linz leben knapp 7.000 Hunde.<br />
Also, etwa jeder 30. Linzer hat<br />
einen Hund. Wie viele Katzen in<br />
Linz leben, lässt sich nicht eruieren,<br />
da diese statistisch nicht erfasst<br />
werden. In Österreich gibt es<br />
aber jedenfalls mehr Katzen(halter)<br />
als Hunde(halter). Meine Frau<br />
und ich haben selbst einen Kater,<br />
der unser Leben bereichert.<br />
Ist Linz eine tier- und hundefreundliche<br />
Stadt?<br />
Selbstverständlich! Als Tierschutzstadtrat<br />
habe ich daher sehr gerne<br />
den ersten Linzer Hundestadtplan<br />
unterstützt. Wenn man sich diesen<br />
Plan mit allen Informationen<br />
anschaut, dann wird es einem erst<br />
klar, wie hundefreundlich Linz<br />
tatsächlich ist. Zusätzlich soll es<br />
künftig auch eine Online-Version<br />
geben. Weil aber gerade auch viele<br />
Senioren Hundebesitzer sind und<br />
sich die ältere Generation bei online-Angeboten<br />
nicht immer zurechtfindet,<br />
ist es mir sehr wichtig,<br />
dass den Hundehaltern auch ein<br />
Hundeplan zum Angreifen und<br />
Mitnehmen angeboten wird.<br />
Freilaufzonen, Gacki-Sacki-<br />
Automaten und vieles mehr:<br />
Was kostet das alles – und wie<br />
wird es finanziert?<br />
Es gibt ein städtisches Budget für<br />
tierfreundliche Infrastruktur. Darüber<br />
hinaus zahlen die Hundehalter<br />
auch eine Hundeabgabe, die<br />
zur Hälfte dem Linzer Tierheim<br />
und damit unmittelbar den Tieren<br />
zugutekommt. Die andere Hälfte<br />
wird für die Errichtung von Freilaufzonen,<br />
Trinkbrunnen, usw.<br />
verwendet. Mir ist wichtig, dass<br />
das Geld für Tiere eingesetzt wird.<br />
Die Anzahl der Linzer Freilaufzonen<br />
ist in den letzten Jahren<br />
ständig gewachsen. Stehen<br />
noch weitere Standorte an?<br />
Es gibt in Linz insgesamt 18 Hundefreilaufflächen.<br />
Linz verändert<br />
sich ständig, wir brauchen Infrastruktur<br />
für Mensch und Tier. Ich<br />
bin sehr offen für Hinweise, wo<br />
weitere Freilaufflächen errichtet<br />
werden sollten.<br />
Da und dort wird immer wieder<br />
über die Abschaffung der<br />
Hundeabgabe diskutiert.<br />
50 Prozent der Hundeabgabe gehen<br />
direkt ans Tierheim und die<br />
zweite Hälfte soll für die notwendige<br />
Hundeinfrastruktur verwendet<br />
werden. Dementsprechend<br />
fördert diese Abgabe das Wohlbefinden<br />
aller Tiere in unserer Stadt.<br />
Daran möchte ich auch in Zukunft<br />
festhalten.<br />
Der Ordnungsdienst ist auch<br />
für die Einhaltung der Leinenpflicht<br />
zuständig. Wie verantwortungsvoll<br />
sind die Linzer<br />
Hundebesitzer?<br />
Ein gutes Zusammenleben erfordert<br />
Regeln und Kontrollen. Hier<br />
möchte ich ein Lob aussprechen:<br />
Linzer Hundehalter sind überwiegend<br />
sehr verantwortungsvoll<br />
und halten sich an die geltenden<br />
Vorschriften. In den anderen Fällen<br />
sind manchmal leider Belehrungen,<br />
Abmahnungen und auch<br />
Strafen notwendig. Insgesamt<br />
funktioniert es aber sehr gut.<br />
Umgekehrte Frage: Gibt es<br />
auch viele Beschwerden über<br />
Hundebesitzer?<br />
Wenn über zweihunderttausend<br />
Menschen zusammenleben gibt<br />
es immer potenzielle Reibungsflächen<br />
und unterschiedliche Interessen.<br />
Als Sicherheitsstadtrat<br />
sind mir klare Regeln wichtig, an<br />
die wir uns alle halten müssen.<br />
Gelegentlich bekommen der Ordnungsdienst<br />
und auch ich als Sicherheitsreferent<br />
eine Beschwerde<br />
über Hundebesitzer, aber diese<br />
sind eher eine Ausnahme als die<br />
Regel. Über weite Teile funktioniert<br />
das Zusammenleben von<br />
Mensch und Tier in unserer Stadt<br />
hervorragend.<br />
-> www.linza.at/hundestadtrat
Tierschutz-Stadtrat Michael Raml:<br />
„Linz ist eine absolute Hundestadt<br />
mit vielen Freilaufzonen samt<br />
entsprechender Infrastruktur.<br />
Es gibt auch ein gutes Miteinander.“<br />
HUNDESTADT LINZ
36<br />
„MIA<br />
Seit 46 Jahren dem blau-weißen<br />
Fußball in Linz verbunden:<br />
Christian „King“ Reisenbichler
Die blau-weiße Fanlegende Christian „King“ Reisenbichler:<br />
SAN WIEDA DA!“<br />
<strong>LINZA</strong> DES MONATS<br />
Mehr Fan-Legende geht fast nicht: Seit 46 Jahren zählt Christian<br />
„King“ Reisenbichler zu den hartgesottensten Fans des FC Blau-Weiß<br />
Linz (vormals SK VOEST / FC Linz). Im <strong>LINZA</strong>-Talk spricht der „King“<br />
über seine Emotionen und die Rückkehr seiner Blau-Weißen in die<br />
Bundesliga nach 26 langen Jahren.<br />
Christian, 25 Jahre nach dem<br />
Meistertitel des SK VOEST<br />
wurde der Klub 1997 aufgelöst,<br />
gut weitere 25 Jahre später<br />
folgt die Rückkehr des Nachfolgevereins<br />
Blau-Weiß Linz<br />
in die Bundesliga. Kann man<br />
so eine Geschichte emotional<br />
überhaupt wegstecken?<br />
Ich glaub‘s immer noch nicht. Die<br />
Dramatik in der letzten Runde –<br />
erst hinten, dann weg, dann doch<br />
noch der Aufstieg: So ein Drehbuch<br />
kann man nicht erfinden. An<br />
alle LASKler: „Euer Albtraum wurde<br />
wahr, wir sind wieder da!“<br />
Du bist seit bald 50 Jahren mit<br />
dabei, bist Gründer des ersten<br />
blau-weißen Fanklubs „Blue<br />
Army“ 1978. Wie hat sich die<br />
Fanszene seitdem verändert?<br />
Die Narrischen hat‘s immer gegeben<br />
– vor 50 Jahren wie heute.<br />
Schlimmer oder wilder ist es nicht<br />
geworden, auch damals hat‘s oft<br />
gekracht. Zum Glück hatte ich damit<br />
nie etwas zu tun.<br />
Und die Entwicklung in der<br />
Bundesliga generell?<br />
Die Zeit bleibt nicht stehen, das<br />
verstehe ich. Aber mit dieser ganzen<br />
Digitalisierung – dass man<br />
etwa am Spieltag vor Ort keine<br />
Karten mehr kaufen kann oder<br />
dass man überall so Prepaid-Karten<br />
kaufen muss, damit man sich überhaupt<br />
ein Bier kaufen kann, das ist<br />
nix für uns Ältere. Früher sind wir<br />
beim Wirten gesessen und haben<br />
spontan 3, 4 Leute ins Stadion mitgenommen.<br />
Das geht heute mit<br />
Online-Kauf und personalisierten<br />
Karten alles nicht mehr. Auch dass<br />
es zuletzt nur mehr digitale Dauerkarten<br />
gab, die man nicht mehr im<br />
Geldtaschl hat und nicht „fühlen“<br />
kann, verstehe ich nicht.<br />
Und jetzt die neue Arena am<br />
Standort Donaupark: Was<br />
sagst Du zum Projekt?<br />
Genau die richtige Größe für uns,<br />
nicht zu groß und nicht zu klein.<br />
Schon jetzt meine zweite Heimat!<br />
Ein wunderschönes Schmuckkästchen<br />
mit Gänsehautfaktor,<br />
während das LASK-Stadion auf der<br />
Gugl trotz seiner Größe komplett<br />
untergeht.<br />
Welche Rolle wird der „Underdog“<br />
Blau-Weiß Linz in der<br />
Bundesliga spielen können?<br />
Ich bin 1997% überzeugt: Durch<br />
die Aufstiegseuphorie und mit<br />
dem neuen Stadion werden wir<br />
nix mit dem Abstieg zu tun haben.<br />
Mein Tipp: Wir werden Achter.<br />
Das Allerwichtigste ist aber, dass<br />
wir einmal die Unaussprechlichen<br />
panieren und vielleicht auch noch<br />
Rapid Wien und die Salzburger.<br />
Mit den „Unaussprechlichen“<br />
meinst Du wahrscheinlich<br />
den LASK. Glaubst, dass es jemals<br />
die Chance geben wird,<br />
den Schwarz-Weißen, die über<br />
ein viermal so großes Stadion<br />
bzw. Budget verfügen, den Nr.<br />
1-Rang in Linz abzulaufen?<br />
Wunder gibt es immer wieder.<br />
Auch in Berlin hat es die viel kleinere<br />
Union geschafft, den Millionenklub<br />
Hertha BSC zu überflügeln.<br />
Jetzt spielt der vermeintlich<br />
Kleine in der Championsleague,<br />
währen die Großkopferten abgestiegen<br />
sind. Alles ist möglich,<br />
wenn wir zusammenhalten und<br />
dran glauben. Das langfristige<br />
Ziel MUSS sein, die Nummer 1 in<br />
Linz zu werden. Bingo!<br />
Wie siehst Du jetzt – mit 26<br />
Jahren Abstand – die damalige<br />
„Fusion“ aus dem Jahr 1997?<br />
Es war keine Fusion, sondern eine<br />
Vereinsauslöschung. Schuld war<br />
sowohl die damalige Stadtpolitik<br />
sowie ein Spediteur aus Pasching,<br />
dessen Name mir nie mehr im Leben<br />
über meine Lippen kommt.<br />
Haupttäter war Jürgen Werner,<br />
der meiner Meinung nach bis heute<br />
nichts Gescheites zusammengebracht<br />
hat. Aber vielleicht hatte<br />
es auch etwas Gutes, wie man<br />
jetzt sieht. You never walk alone!<br />
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40<br />
Initiative zur Hebung der Aufenthaltsqualität in der Linzer Innenstadt:<br />
„LEERSTÄNDE SIND NI<br />
Es tut sich was in der Innenstadt. Jüngstes Beispiel, mehr Aufenthaltsqualität<br />
in die City zu bringen, ist die Umgestaltung der Domgasse.<br />
Ein Innenstadtkonzept soll weitere Maßnahmen auf den Weg bringen.<br />
Im <strong>LINZA</strong>-Talk: Martin Hajart, der als Antreiber des Projekts gilt.<br />
Derzeit wird ein Konzept zur<br />
Belebung der Innenstadt ausgearbeitet.<br />
Was erwarten Sie sich<br />
davon?<br />
Dass wir festlegen, wie die Innenstadt<br />
der Zukunft aussehen soll,<br />
was wir dafür brauchen und wie<br />
wir dorthin kommen. Wir müssen<br />
die Balance zwischen Wirtschaft,<br />
Verkehr, Aufenthaltsqualität und<br />
Attraktivität finden. Dafür bedarf<br />
es verschiedenster Maßnahmen, die<br />
man aber nur mit Zusammenarbeit<br />
verschiedener Ressorts erreicht. Das<br />
muss, neben der Zielvorgabe, das<br />
vorrangige Ziel sein. Und es darf<br />
nicht bei der Erstellung<br />
eines Konzeptes bleiben,<br />
sondern wir müssen dieses<br />
auch sukzessive umsetzen.<br />
Dafür braucht es die notwendigen<br />
personellen und<br />
budgetären Mittel. Linz ist<br />
attraktiv, steht gut da – hat<br />
aber noch viel Potenzial.<br />
Das wollen wir heben.<br />
Stichwort Leerstand: Muss man<br />
sich nicht langsam, aber sicher<br />
einfach damit abfinden, dass die<br />
klassische Einkaufsstraße mit<br />
überall denselben Shops kein<br />
wirklich tragfähiges Zukunftsmodell<br />
mehr ist?<br />
Eine Einkaufsstraße lebt von der<br />
Vielfalt des Angebots. Die Innenstadt<br />
der Zukunft bietet Geschäfte,<br />
Gastronomie genauso wie Zonen<br />
ohne Konsumzwang, dafür mit Aufenthaltsqualität.<br />
In diese Richtung<br />
muss sich Linz weiterentwickeln,<br />
dafür brauchen wir aber auch eine<br />
eigene Organisation, die die Innenstadt<br />
weiterentwickelt. Leerstände<br />
sind nicht gottgegeben und müssen<br />
nicht einfach so hingenommen<br />
werden, dagegen kann und muss<br />
man aktiv vorgehen. Da ist bisher<br />
viel zu wenig passiert.<br />
Was unterscheidet die Linzer<br />
Landstraße etwa von der Grazer<br />
Herrengasse oder der MaHü in<br />
Wien – hat sie einen besonderen<br />
USP?<br />
“Wir brauchen Geschäfte, mit denen<br />
wir uns klar von anderen Städten<br />
unterscheiden – sprich, neben<br />
großen Ketten auch kleinere<br />
Boutiquen oder Ähnliches.“<br />
Vzbgm. Martin Hajart<br />
Das ist das Problem, der USP ist im<br />
Lauf der vergangenen Jahre sukzessive<br />
zurückgegangen. Die eigentümergeführten<br />
Geschäfte sind<br />
konstant weniger geworden. Da<br />
gilt es beispielsweise, den Hebel anzusetzen,<br />
etwa durch spezielle Anschubförderungen.<br />
Dazu muss man<br />
das Angebot erweitern, sei es durch<br />
Implementierung von Augmented<br />
Reality, sprich der virtuellen Erweiterung<br />
der Realität um interaktive<br />
Elemente. Es muss für Kunden<br />
attraktiv sein, in die Stadt zu kommen,<br />
dann wird sich die Innenstadt<br />
auch weiterentwickeln. Auch in<br />
diesem Bereich kann die Stadt die<br />
richtigen Anstöße geben.<br />
Wie sieht die Landstraße der Zukunft<br />
aus – sagen wir im Jahr<br />
2040?<br />
Die Landstraße der Zukunft bietet<br />
Einkaufserlebnis, Gastronomie und<br />
auch Zonen zum Verweilen ohne<br />
Konsumzwang. Sie ist attraktiv für<br />
Einheimische, die ihre Einkäufe<br />
zwischenparken können, um noch<br />
einen Kaffee oder Ähnliches zu genießen.<br />
Und sie ist interessant<br />
für Touristen, weil wir<br />
Dinge anbieten, die es woanders<br />
nicht gibt. Ich denke<br />
da beispielsweise an eine<br />
Tour durch die Innenstadt<br />
mit dem eigenen Handy, das<br />
bei jedem historischen Gebäude<br />
die interessante Geschichte<br />
aufzeigt. Das wäre<br />
eine Anwendung für AR. Ein anderes<br />
Beispiel wären Schließfächer,<br />
in denen die Kunden ihre Einkäufe<br />
zwischenparken können. Dort<br />
könnte man auch Kinderbetreuung<br />
anbieten.<br />
Wirtschaftsreferent und Bürgermeister<br />
Klaus Luger wird<br />
nicht müde, zu betonen, wie gut<br />
die Innenstadt aufgrund ihres<br />
hohen Vermietungsgrades dastehen<br />
würde. Hat er recht?<br />
Fotos: Holzleitner
<strong>LINZA</strong> TALK<br />
CHT GOTTGEGEBEN“<br />
Martin Hajart: „Die Landstraße der Zukunft<br />
bietet Einkaufserlebnis, Gastronomie und<br />
auch Zonen zum Verweilen ohne Konsumzwang.“
42<br />
Synonym für den Niedergang der Landstraße:<br />
das jahrelang geschlossene „Kleider Bauer-Haus“,<br />
das im Herbst wieder öffnen soll.<br />
Teilweise, aber der Teil wird zusehends<br />
kleiner. Deshalb müssen wir<br />
rasch aktiv werden und gewissen<br />
Entwicklungen entgegenwirken<br />
bzw. vorbeugen. Als Beispiel sei die<br />
südliche Landstraße genannt – hier<br />
müssen wir rasch aktiv werden.<br />
Etwa beim Volksgarten, der aus<br />
meiner Sicht umstrukturiert werden<br />
muss. Es braucht auch rasch<br />
die Sanierung des Busbahnhofs, wodurch<br />
sich weitere Chancen ergeben.<br />
Wenn man dann im Busbahnhof<br />
und im Bahnhofspark<br />
noch ein Alkoholverbot verhängt<br />
– das vom Ordnungsdienst,<br />
dessen neue Zentrale<br />
sich ja bald in unmittelbarer<br />
Nähe befindet, kontrolliert<br />
wird, kann sich das Areal sicher<br />
besser weiterentwickeln.<br />
Das vor zwei Jahren gegründete<br />
City Management hätte sich<br />
um die Belebung der Innenstadt<br />
kümmern sollen, herausgekommen<br />
ist wenig.<br />
Grundsätzlich war die Idee gut,<br />
Linz braucht ein Stadtmarketing.<br />
Deshalb ist es unbedingt erforderlich,<br />
nun rasch Schritte in diese<br />
Richtung zu setzen. Alles beim Alten<br />
zu lassen, ist das falsche Signal.<br />
Allerdings sollte man vielleicht bei<br />
der Personalauswahl und den damit<br />
verbundenen Zielvorgaben anders<br />
vorgehen.<br />
Braucht es tatsächlich ständig<br />
so sperrige Konstrukte wie eine<br />
eigene Gesellschaft mit noch<br />
mehr heißer Luft?<br />
Wie die Organisation heißt oder das<br />
Konstrukt aussieht, ist zweitrangig.<br />
Primär ist es notwendig, dass eine<br />
„Die Initiative in der Domgasse<br />
kann beispielgebend sein. Aber<br />
man kann keine Schablone<br />
drüberlegen und sagen: Das<br />
machen wir jetzt überall.“<br />
Struktur schlank und schlagkräftig<br />
ist, sodass der Weg vom Konzept<br />
oder der Idee bis zur Umsetzung<br />
kurz ist. Dafür ist es aber notwendig,<br />
dass auch die Kommunikationswege<br />
zwischen den Handelnden kurz<br />
und direkt sind. Klar ist: So nebenbei<br />
geht Stadtmarketing bzw. Stadtmanagement<br />
nicht.<br />
Was fehlt Ihrer Meinung nach<br />
in der Linzer Innenstadt?<br />
Zuerst muss man klar sagen: Die<br />
Linzer Innenstadt wird oft schlechter<br />
geredet, als sie ist. In vielen Bereichen<br />
funktioniert sie, allerdings<br />
müssen wir darauf achten, nicht<br />
die Verwandlung zu versäumen,<br />
um auch in Zukunft attraktiv zu<br />
bleiben. Deshalb ist es wichtig,<br />
dass die entscheidenden Player zusammenarbeiten,<br />
da sehe ich Verbesserungspotenzial.<br />
Genauso bei<br />
den Zielvorgaben, was man wo tatsächlich<br />
will, auch da haben wir<br />
Aufholbedarf. Und wir brauchen<br />
Geschäfte, mit denen wir uns<br />
klar von anderen Städten unterscheiden<br />
– sprich, neben großen<br />
Ketten auch kleinere Boutiquen<br />
oder Ähnliches.<br />
Das Mitglied der städtebaulichen<br />
Kommission, Architekt<br />
und Stadtplaner Andreas Kleboth<br />
sagt sinngemäß, man müsse<br />
sich nur ein Beispiel an der<br />
PlusCity nehmen. Dort denkt<br />
man jeden Tag darüber nach,<br />
was man tun muss, damit die<br />
Menschen gerne in die Plus-<br />
City kommen. Kann Linz von<br />
diesem Einkaufstempel auch
etwas lernen?<br />
Man kann viel lernen – teils wie es<br />
geht, aber auch, worauf man verzichten<br />
kann. Was auf alle Fälle<br />
stimmt ist, dass wir auch jemanden<br />
brauchen, dessen Hauptaufgabe es<br />
ist, Linz als Wirtschaftsstandort attraktiv<br />
zu halten und zukunftsfit zu<br />
machen. Das geht nicht nebenbei.<br />
Apropos PlusCity: Besitzer<br />
Ernst Kirchmayr hat ja auch<br />
mit dem Schillerpark-Komplex<br />
große Pläne. Würde eine „Mini-<br />
PlusCity“ die südliche Landstraße<br />
retten? Am Beispiel Lentia<br />
City und Hauptstraße Urfahr<br />
sieht man, dass auch genau das<br />
Gegenteil passieren kann.<br />
Das Areal rund um den Schillerpark<br />
hat Potenzial, das nicht genutzt<br />
wird. Man muss auch hier entscheiden,<br />
was man will und dann gesamtheitlich<br />
planen. Das bedeutet,<br />
dass man auch die Verkehrsströme<br />
gleich mitbedenkt und nicht erst im<br />
Nachhinein draufkommt: „Oh, da<br />
fahren ja dann mehr Autos…“ Auch<br />
hier muss man zusammenarbeiten<br />
und darf kein Stückwerk verrichten.<br />
Ob ein Einkaufscenter die alleinige<br />
Lösung ist, bezweifle ich. Es braucht<br />
auch hier einen Mix.<br />
In der PlusCity sieht man, dass<br />
der Anteil der Gastronomie immer<br />
mehr zunimmt und der<br />
klassische Handel stagniert.<br />
Eine Innenstadt rein auf Gastronomie<br />
aufzubauen, wäre ein falsches<br />
Signal. Wir brauchen eine gesunde<br />
Mischung aus Handel, Gastronomie<br />
und Freizeitangeboten. Da sollte<br />
man auch “out of the box”, wie es<br />
so schön heißt, denken. Warum<br />
beispielsweise nicht die Kunst- oder<br />
Bruckneruni miteinbinden? In der<br />
Domgasse funktioniert das sehr gut.<br />
Mit der Domgasse wurde vor einigen<br />
Wochen ein viel beachtetes<br />
Verkehrsberuhigungs- und<br />
Lebensqualitätsprojekt umgesetzt.<br />
Gibt es schon Feedbacks?<br />
Das Feedback ist überwiegend positiv,<br />
erste Verkehrszählungen haben<br />
gezeigt, dass der Autoverkehr abnimmt<br />
und dafür mehr Fußgänger<br />
unterwegs sind. Das zeigt: Es entwickelt<br />
sich. Und der Prozess ist ja<br />
auch noch nicht abgeschlossen.<br />
Das Projekt zeigte vor allem,<br />
dass es keine langwierigen Konzepte<br />
oder Unsummen benötigt,<br />
um die Innenstadt zu transformieren.<br />
Wird einfach zu wenig<br />
probiert und experimentiert?<br />
Man kann nicht überall experimentieren,<br />
aber in manchen Bereichen<br />
ginge es. Grundsätzlich ist wichtig,<br />
dass man weiß, wo man hin will –<br />
AUS DER STADT<br />
Martin Hajart: „Wir brauchen in der Innenstadt<br />
Geschäfte, mit denen wir uns klar von anderen<br />
Städten unterscheiden – sprich, neben großen<br />
Ketten auch kleinere Boutiquen oder Ähnliches.“<br />
und dann auch versucht, möglichst<br />
rasch dorthin zu kommen.<br />
Hat Linz Potenzial für mehr<br />
Domgassen und Herrenstraßen?<br />
Ja, definitiv. Wir schauen uns das<br />
gerade auch an. Ich bin etwa dafür,<br />
dass nach Abschluss der Arbeiten<br />
beim ehemaligen Betten-Reiter-<br />
Haus in der Landstraße man gleich<br />
dazu übergehen soll, den öffentlichen<br />
Raum zu attraktivieren. Dabei<br />
kann die Initiative in der Domgasse<br />
beispielgebend sein. Aber man kann<br />
keine Schablone darüberlegen und<br />
sagen: Das machen wir jetzt überall.<br />
Es braucht individuelle Lösungen,<br />
die dann funktionieren.<br />
-> www.hajart<strong>2023</strong>.at
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Ganz nah am Wasser:<br />
stimmungsvoller Ausblick<br />
von der MS Sissi
Die Freiheitlichen<br />
Oberösterreich<br />
ÜTZEN<br />
E OPFERN!<br />
<br />
LAbg. Michael Gruber<br />
Landesparteisekretär
46<br />
Landesrätin Christine Haberlander:<br />
AM WEG ZUM<br />
KINDERLAND NR.1<br />
Der Ausbau von Betreuungseinrichtungen steht ganz oben auf der<br />
Agenda von Frauenlandesrätin Christine Haberlander. Ihr großes Ziel:<br />
Oberösterreich zum Kinderland Nr.1machen.<br />
Geht‘s nach Ihnen, soll Oberösterreich<br />
zum „Kinderland Nr.<br />
1“ werden. Was steckt denn<br />
grundsätzlich hinter dieser<br />
Idee?<br />
Es geht u.a. um den massiven, bedarfsgerechten<br />
Ausbau der Kinderbetreuungen<br />
in Oberösterreich<br />
– und zwar so, dass das Kind im<br />
Mittelpunkt steht und für die Eltern<br />
Sicherheit und Verlässlichkeit<br />
gegeben sind. Gleichzeitig schaffen<br />
wir gemeinsam mit den Gemeinden<br />
Rahmenbedingungen, damit<br />
die PädagogInnen und AssistentInnen<br />
dort auch gut arbeiten können<br />
und das umsetzen, was die Kinder<br />
am besten fördert.<br />
Was sind denn die größten<br />
Themen in Sachen Kinderfreundlichkeit<br />
in OÖ, wo gibt<br />
es Aufholbedarf?<br />
Kinderland bedeutet auch „kinderfreundliches<br />
Land“. Das beginnt<br />
beim Wirtshaus, in dem man sich<br />
über Gäste mit Kindern freut, geht<br />
über genügend Kinderspielplätze<br />
bis hin zu einer starken Kundenorientierung<br />
und auch darum, das Bedürfnis<br />
von Eltern und Kindern in<br />
allen Lebensbereichen in den Mittelpunkt<br />
zu rücken. Wichtig, dass<br />
man nicht um einen Betreuungsplatz<br />
kämpfen muss, sondern dass<br />
man als Gemeinde den Mehrwert<br />
von Kinderfreundlichkeit erkennt.<br />
Kinder und Familien sind unsere<br />
Zukunft, dessen müssen wir uns<br />
alle viel stärker bewusst werden.<br />
Die Keimzelle der Gesellschaft ist<br />
und bleibt die Familie.<br />
Wo sich Kinderfreundlichkeit<br />
auch bis zu einem gewissen<br />
Grad ablesen lässt, ist die Geburtenrate.<br />
Oberösterreich<br />
liegt unter den Bundesländern<br />
auf Rang 2, das klingt doch<br />
schon recht gut.<br />
Wenn junge Menschen so wie in<br />
Oberösterreich eine gute Zukunftsperspektive<br />
mit guten Rahmenbedingungen<br />
von den Ausbildungsund<br />
Arbeitsmarktchancen bis hin<br />
zu einer intakten Natur haben,<br />
können sich auch viele vorstellen,<br />
hier eine Familie zu gründen. Die<br />
Geburtenrate ist daher insofern<br />
sicher ein Indikator, dass wir auf<br />
einem guten Weg sind. Die Rahmenbedingungen<br />
ändern sich aber<br />
fortwährend, daher heißt es hier<br />
ständig am Ball bleiben.<br />
Ein großes Thema bei den Bildungs-<br />
und Betreuungseinrichtungen<br />
ist das Thema Personal,<br />
bei dem man mit vielen anderen<br />
Branchen im Wettstreit<br />
liegt. Lassen sich junge Menschen<br />
für Jobs in der Kinderbetreuung<br />
begeistern?<br />
Wir haben einerseits den Wunsch<br />
nach Ausbau der Betreuungseinrichtungen<br />
und gleichzeitig die<br />
Forderung nach kleineren Gruppen,<br />
was immer mehr Personal<br />
bedeutet – das ist gemeinsam mit<br />
der demografischen Entwicklung<br />
eine enorme Herausforderung. Die<br />
Arbeit mit Menschen ist einer der<br />
wichtigsten und sinnstiftendsten<br />
Berufe, die es gibt. Umso wichtiger<br />
ist es, hier zu investieren und ganz<br />
besonders hinzuschauen. Das tun<br />
wir mit bedeutenden Investitionen<br />
– wie zuletzt etwa mit 250 Euro<br />
monatlich mehr für die PädagogInnen<br />
und finanziellen Anreizen<br />
– etwa für Umsteiger oder Quereinsteiger.<br />
Im Bereich der Pflege ist immer<br />
öfters die Rede von Automatisierung<br />
und Digitalisierung,<br />
um den enormen Personalbedarf<br />
etwas zu lindern. Gibt es<br />
solche Überlegungen auch bei
OBERÖSTERREICH<br />
Christine Haberlander: „Die Stärkung von<br />
persönlichen Kontakten und Beziehungen<br />
bleibt das Hauptthema, das kann kein<br />
Computer und keine KI ersetzen.<br />
Beziehungsarbeit geht nur<br />
von Mensch zu Mensch.“<br />
Foto: Aichhorn<br />
den Kinderbetreuungseinrichtungen?<br />
Alles, was die Verwaltung und die<br />
Bürokratie betrifft, kann durch Digitalisierungsmaßnahmen<br />
sicher<br />
abgefedert werden. Auch bei der<br />
spielerischen Vermittlung von<br />
Dingen gibt es aus pädagogischer<br />
Sicht in einem geringen Ausmaß<br />
Möglichkeiten. Trotzdem bleibt<br />
die Stärkung von persönlichen<br />
Kontakten und Beziehungen das<br />
Hauptthema, das kann kein Computer<br />
und keine KI ersetzen. Beziehungsarbeit<br />
geht nur von Mensch<br />
zu Mensch. Hier setzen wir auch<br />
bewusst Kontrapunkte mit klassischen<br />
Spiel- und Lernmustern.<br />
Ein „Kinderland“ zeichnet<br />
auch aus, dass auch die Eltern<br />
wieder mehr Zeit mit ihren<br />
Kindern verbringen können.<br />
Hat dieser Gedanke beim Ausbau<br />
der Betreuungseinrichtungen<br />
ebenfalls seinen Platz?<br />
Wahlfreiheit, Wahlfreiheit, Wahlfreiheit<br />
– das sage ich ganz bewusst<br />
als Frauenlandesrätin. Es muss jeder<br />
Familie freigestellt bleiben, wie<br />
sie ihr Lebensumfeld gestalten will<br />
und wie sie sich um ihre Kinder<br />
kümmert. Ob sich die Mama oder<br />
der Papa entscheidet, länger zuhause<br />
zu bleiben, ist deren Sache. Wir<br />
urteilen leider oft alle viel zu vorschnell<br />
über jene, die gleich wieder<br />
ins Berufsleben zurückkehren<br />
genauso über Eltern, die länger bei<br />
den Kindern bleiben wollen. Beides<br />
wird auch in Zukunft seinen Platz<br />
in unserer Gesellschaft haben. Es<br />
gilt: Die Familie entscheidet, was<br />
für sie am besten ist.
48<br />
MFG-OÖ Klubobmann Manuel Krautgartner : „Grüne ‚Windträumerei<br />
GRÜNER WINDKRAFT-<br />
WAHNSINN GESTOPPT<br />
Herber Dämpfer für den Plan, OÖs Natur mit Wäldern von Windrädern vollzupflastern:<br />
Durch den verpflichtend einzuhaltenden Mindestabstand von<br />
Windkraftanlagen zu bewohnten Objekten scheiden ca. 90 Prozent der Flächen<br />
unseres Bundeslandes als Standorte für Windräder aus: Das ergab eine<br />
Untersuchung des Oö. Umweltanwalts Martin Donat. Zusätzlich bestätigt<br />
diese, dass es auch am nötigen Wind in Oberösterreich fehlt. „Die grünen<br />
Weltrettungspläne erwiesen sich einmal mehr als im wahrsten Sinn des Wortes<br />
menschenfeindlich“, sagt MFG-Klubobmann Manuel Krautgartner.<br />
Im Gegensatz zu den Grünen treffe<br />
der oberösterreichische Umweltanwalt<br />
Martin Donat seine Entscheidungen<br />
mit Herz, Hirn, Hausverstand<br />
und vor allem Fachwissen,<br />
das alles fehle bei der grünen Weltuntergangssekte<br />
komplett, so<br />
Krautgartner. „Die Grünen spielen<br />
Menschen mit Klimaschutz und<br />
Umweltschutz gegeneinander aus,<br />
statt beides mit an Bord zu holen.<br />
Dass gerade die Öko-Fraktion die<br />
Natur für die sogenannte „Energiewende“<br />
kaputtmachen will, ist an<br />
Perfidie kaum zu überbieten.“<br />
Der grüne Landesrat Kaineder bezeichnet<br />
die Untersuchung der<br />
renommierten Oö. Umweltanwaltschaft<br />
lapidar als „gefällige Ergebnisse<br />
für das Land Oberösterreich“<br />
und meint, dass man „gewisse<br />
Gründe eben in Kauf nehmen“<br />
müsse. Manuel Krautgartner: „Solche<br />
Aussagen sind unfassbar. Weiß<br />
der grüne Landesrat eigentlich, was<br />
er da sagt? Unser oberster Auftrag<br />
ist es, Umwelt und Natur für die<br />
nachfolgenden Generationen zu<br />
bewahren – und nicht, diese aufgrund<br />
eines grünen Ideologie-Egotrips<br />
zu zerstören.“ Nicht hinnehmbar<br />
sei, dass die Grünen damit auch<br />
Umweltanwalt Martin Donat beschädigen<br />
und ihm quasi seine Expertise<br />
absprechen.<br />
Oberösterreich ist<br />
kein „Windland“<br />
Und wenn selbst das den erwiesenermaßen<br />
menschenfeindlichen<br />
Grünen nicht reicht: Oberösterreich<br />
ist kein ausgeprägtes Windland,<br />
wie u.a. die Windkarte der<br />
European Space Agency zeigt. Im<br />
österreichweiten Vergleich ist das<br />
Potential in unserem Bundesland<br />
gering. Was ebenfalls zur ganzen<br />
Wahrheit dazugehört: Die Strompreise<br />
würden aufgrund des stark<br />
fokussierten Wind- und Photovoltaik-Ausbaus<br />
enorm steigen.<br />
Das Narrativ, dass die erneuerbaren<br />
Energien das einzig Wahre seien,<br />
stimmt zudem einfach nicht – und<br />
funktioniert so auch nicht: „Die<br />
“„Es braucht einen grundvernünftigen Energie-Mix aus<br />
Gas, Wasserkraft und anderen erneuerbaren Energien,<br />
der nicht auf Kosten der Menschen gehendarf. Grüne<br />
Absolutismen und Scheuklappenpolitik führen in den<br />
Untergang. Deutschland zeigt uns das gerade vor.“<br />
Manuel Krautgartner
OBERÖSTERREICH<br />
en‘ wurden entzaubert“<br />
grünen Energieexperten haben<br />
offensichtlich noch nie etwas von<br />
der Grundlast gehört“, so Manuel<br />
Krautgartner. Es braucht daher<br />
einen vernünftigen Energie-Mix<br />
aus Gas, Wasserkraft und anderen<br />
erneuerbaren Energien, der nicht<br />
auf Kosten der Menschen gehen<br />
darf. Auch das Thema der Versorgungssicherheit<br />
und Netzstabilität<br />
wird ausgeblendet. Mögliche großflächige<br />
sogenannte „Blackouts“<br />
können der Auslöser für Unruhen<br />
bis hin zu Bürgerkriegen sein: „Absolutismen<br />
und Scheuklappenpolitik<br />
führen in die Unleistbarkeit<br />
und in den Untergang. Deutschland<br />
zeigt uns das gerade vor“, so Manuel<br />
Krautgartner.<br />
Fotos: Alois Endl, Land OÖ<br />
„Es geht nur<br />
MIT Hausverstand“<br />
Die derzeitigen unter dem Deckmantel<br />
des „Klimaschutzes“ getroffenen<br />
Maßnahmen seien in der<br />
aktuellen Form unter dem Strich<br />
umweltfeindlich, die sogenannte<br />
„klimaneutrale“ Energieproduktion<br />
sowie andere Maßnahmen sind<br />
teils sogar Gift für Mensch und Tier.<br />
Die gesamte Fokussierung auf das<br />
CO2-Thema sei der eigentliche<br />
große Irrtum: „Das Klima tut, was<br />
es will, der Beitrag des Menschen<br />
ist erwiesenermaßen minimal. Den<br />
CO2-Anteil in der Luft können wir<br />
nicht beeinflussen. Wir müssen<br />
endlich über Umwelt- und Naturschutz<br />
reden, statt ständig den<br />
Fokus auf die CO2-Diskussion zu<br />
lenken und mit diesem Argument<br />
unsere Natur zerstören. MFG stehe<br />
für Umweltschutz UND erneuerbare<br />
Energien, so Krautgartner. Man<br />
kann nicht ständig Entscheidungen<br />
ohne jede Vernunft und GEGEN die<br />
große Mehrheit der Bevölkerung<br />
treffen. Es geht nur gemeinsam und<br />
MIT Hausverstand.“<br />
Laut einer Untersuchung von<br />
Umweltanwalt Martin Donat ist<br />
Oberösterreich kein Windkraftland.
JOS<br />
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Entgeltliche Einschaltung<br />
Eintritt: € 30<br />
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Untere Donaulände 16, 4020 Linz. Di-So 11:30-14:30 und 17:30-<br />
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DAS GELBE KROKODIL – österreichischen Küche,. Donaulände<br />
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MRS. SPORTY LINZ ZENTRUM – Hauptplatz 4, 4020 Linz, Mo-<br />
Do 9-13 & 15-19:30 Uhr, Fr 9-13 & 15-18 Uhr, Sa 9-13 Uhr, nur für<br />
Frauen, Tel. 0732-946851. www.mrssporty.at<br />
FITINN – Wiener Straße 2G, 4020 Linz, Mo-So 6-24 Uhr, Fitness<br />
& Solarium Tel. 0732-890161. www.fitinn.at.<br />
FEEL WELL – Schillerpark 1, 4020 Linz, Mo-Di & Do-So 9-22<br />
Uhr, Mi 7-22 Uhr, Tel. 0732-664064. www.feelwell.at<br />
LINZ URFAHR<br />
BAR/DANCE/CAFE<br />
CAFÉ EH – Hauptstraße 70, 4040 Linz, Mo-Sa 11-04 & So 18-04<br />
Uhr, flotte Oldie-Bar für Jung und Alt. 25+. www.cafe-eh.at<br />
HASENSTALL – Hauptstraße 62, 4040 Linz, Di-Fr 18-04 Uhr, Sa<br />
19-04 Uhr, Schihüttenatmosphäre. 30+. www.hasenstall-linz.at<br />
SAILERS CAFÉ BAR – Karstraße 2, 4040 Linz, flotte Oldie-Bar<br />
für Jung und Alt. 25+.<br />
VENUE – Freistädterstraße 62, 4040 Linz, Mo-Sa 10.24 Uhr. 30+.<br />
CHILLI THAI GASTRO BAR – Restaurant & Bar Hauptstraße 62,<br />
4040 Linz.<br />
CAFÉ STROM – Kirchengasse 4, 4040 Linz, So-Mi 17:30-01 Uhr,<br />
Do 14-02 Uhr, Fr-Sa 14-04 Uhr, alternativ. www.cafestrom.at<br />
JULIAS WOHNZIMMER – Linke Brückenstraße 20, 4040 Linz,<br />
Mo-Fr 16-23 Uhr, So 10-23 Uhr, nette Kneipe in der Nachbarschaft,<br />
oft Fußball Live Spiele. www.julias-wohnzimmer.at<br />
SEGAFREDO ESPRESSO – Hauptstraße 54, 4040 Linz, Mo-Sa<br />
7:30-22 Uhr, So 9-21 Uhr. www.lentiacity.at<br />
UNDERGROUND – Unterführung Hinsenkampplatz, 4040 Linz,<br />
Mo bis Sa 10-22 Uhr, kontaktfreudiges, rustikales Lokal, ein<br />
Erlebnis der besonderen Art.<br />
SKYGARDEN URFAHR – Dornacher Str. 13 I 4040 Linz I www.<br />
skygarden.at I Di-Sa 08:30-22 Uhr, So- und FT 09-19 Uhr.<br />
TEICHWERK – Altenberger Straße 69, 4040 Linz, das schwimmende<br />
Institut für Leckeres am Uniteich. Mo-Fr 09-24 Uhr, Sa<br />
10-24 Uhr, So 10-18 Uhr, 18+. www.dasteichwerk.at<br />
ESSEN/TRINKEN<br />
WIA Z‘HAUS LEHNER – Harbacher Straße 38, 4040 Linz, Mo-So<br />
10-24 Uhr, bürgerliche Küche, www.wiazhaus-lehner.at<br />
URFAHRNER HEURIGENKELLER – Hauptstraß4 56, 4040 Linz,<br />
www.heurigen-keller.at<br />
MONTE VERDE – Hauptstraße 63, 4040 Linz, Di-So von 11:30-15<br />
Uhr & 17-24 Uhr, Pizza, Pasta & Fisch. www.monteverde.at<br />
GOLDEN PUB – Jahnstraße 9, 4040, Mo-Sa 11-24 Uhr, So 10-23<br />
Uhr, die besten Ripperln der City. www.goldenpub.at<br />
BIERGARTL – Fischergasse 17, 4040 Linz, Öffnungszeiten wetterabhängig,<br />
Gastgarten direkt an der Donau. biergartl-linz.at<br />
FISCHERHÄUSL – Fischergasse 17, 4040 Linz, Mo-Do 11-23 Uhr,<br />
Fr-Sa 14-24 Uhr, an der Donau, www.fischerhaeusl.at<br />
PHO HANOI – Freistädter Str. 60, 4040 Linz, Di-So 11-15 und<br />
17-22 Uhr), Top Vietnamesische Küche. www.pho-hanoi.at<br />
EBISU SUSHI – Peuerbachstraße 2, 4040 Linz, Best of Sushi,<br />
Di-So 11-15 und 17-23 Uhr, www.ebisu.at<br />
HOTELS<br />
SPITZ HOTEL**** – Fiedlerstraße 6, 4040 Linz. Kunst & Designhotel.<br />
www.spitzhotel.at<br />
HARRY‘S HOME LINZ – 82 Zimmer, 24 Stunden, Donaufeldstraße<br />
3, 4040 Linz, cooles Designer-Hotel zum Sparpreis, www.<br />
harrys-home.com<br />
HOTEL SOMMERHAUS*** – Julius-Raab-Straße 10, 4040 Linz,<br />
das „Wohlfühl Hotel“ nahe der Uni Linz steht für Internationalität<br />
und faire Preise. www.sommerhaus-hotel.at<br />
FITNESS/FREIZEIT<br />
MASTERS OF ESCAPE – Mit Köpfchen sind Rätsel und Aufgaben<br />
zu lösen. Kaarstr. 9, 4040 Linz. www.mastersofescape.at<br />
F10 SPORTFABRIK – Furtherstraße 10, 4040 Linz, von Fitnessstudio<br />
bis Badminton & Aerobic, Tel. 0732-757090. www.f10.at
SCHLUSS.PUNKT<br />
Auch Tiere können sprachlich<br />
„diskriminiert“ werden:<br />
WEINBLÄTTER<br />
ROLLEN STATT<br />
HÜHNCHEN<br />
RUPFEN<br />
„Mit dem hab‘ ich noch ein Hühnchen zu rupfen!“, „Zwei Fliegen mit<br />
einer Klappe schlagen“ oder „Die Katze aus dem Sack lassen“: Geht’s<br />
nach der Tierschutzorganisation PETA, sollen Redewendungen, die<br />
Tiere aufgrund ihrer Spezies diskriminieren, aus der deutschen Sprache<br />
verbannt werden.<br />
„Speziesismus“ – Diskriminierungen<br />
aufgrund der Artenzugehörigkeit<br />
– nennt PETA das: „Wer<br />
das System der Tierausbeutung<br />
– auch sprachlich – nicht mehr<br />
unterstützen möchte, der weiß oft<br />
nicht, was man stattdessen sagen<br />
könnte.“ PETA hilft – und liefert<br />
Fleischersatzvarianten: Statt „Ein<br />
Hühnchen rupfen“ soll man künftig<br />
nur mehr das landauf-, landab<br />
gebräuchliche „Mit jemandem<br />
Weinblätter rollen“ verwenden.<br />
Und statt die Katze im Sack zu kaufen,<br />
empfiehlt PETA die allseits bekannte<br />
Redewendung „Die vegane<br />
Calzone aufschneiden“.<br />
Die PETA-Alternative zu „Zwei<br />
Fliegen mit einer Klappe schlagen“<br />
lautet „Zwei Erbsen auf eine<br />
Gabel laden“, statt „Den Stier bei<br />
den Hörnern packen“ wird fortan<br />
„Furchtlos wie eine Kuhmutter“<br />
empfohlen – und all jene, die sich<br />
gerne „zum Affen machen“, sollen<br />
sich künftig tierneutral „zum<br />
fleischessenden Umweltschützer“<br />
mutieren.<br />
Gar nicht geht auch die Redewendung<br />
„Wie ein Fisch auf dem<br />
Trockenen“, einige Thunfische<br />
dürften da eine Petition eingeleitet<br />
haben, die fruchtete: PETA empfiehlt<br />
als Ersatz-Redewendung<br />
„Sich unwohl fühlen“ – oha, da<br />
gingen ganz offensichtlich die originellen<br />
Ideen aus.<br />
Eine ganz easy Lösung gibt es hingegen<br />
für „Krokodilstränen vergießen“<br />
– ab nun möge man doch<br />
nur mehr „Speziestische Tränen“<br />
kullern lassen.<br />
Auch das auf den ersten Blick<br />
harmlos klingende „Schwein<br />
gehabt“ wird auf dem Diskriminierungsaltar<br />
– äh, geschlachtet:<br />
„Glück gehabt“ täte es laut PETA<br />
doch auch. „Weder Fisch noch<br />
Fleisch“ möge man fortan detto<br />
tunlichst vermeiden, ebenso wie<br />
die Redewendung „Da steppt der<br />
Bär“, hier böte sich doch das weit<br />
lebensbejahendere „Da wedelt der<br />
Hund mit der Rute“ an.<br />
Abschließend fordert PETA: „Klären<br />
Sie Ihr Umfeld über die Diskriminierungsform<br />
des Speziesismus<br />
auf. Protestieren Sie direkt auf der<br />
Straße mit unserem kostenlosen<br />
Demopaket Speziesismus.“<br />
Satire? Oh nein: www.peta.de/<br />
themen/speziesismus-sprache
sitzen ihre texte<br />
genauso fein wie<br />
diese fellnase?<br />
„Sitz! Platz!“ – Texte hören gewöhnlicherweise<br />
eher nicht<br />
auf derlei Befehle. Wurst!<br />
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