HANDBUCH SYSTEM 3060 - SimonsVoss technologies

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HANDBUCH SYSTEM 3060 - SimonsVoss technologies

HANDBUCH SYSTEM 3060

Technische Änderungen vorbehalten!

Mise à jour: janvier 2005

Version D_2007_08

1


INHALTSVERZEICHNIS

Stand: Juli 2007


Seite 2

A

D

T

Q

Z

SYSTEMHANDBUCH – INHALTSVERZEICHNIS

ANSPRECHPARTNER.

Vertrieb

Technik

Anschrift München

DIGITALES SCHLIESSSYSTEM 3060.

Allgemeine Funktionsweise

Die Komponenten

Zutrittskontrolle, Zeitzonenverwaltung

TRANSPONDER 3064.

Funktionsweise

Verlust eines Transponders

Passworttransponder

BIOMETRIETRANSPONDER Q3007.

Funktionsweise

Learn-Zustand

Recognice-Zustand

Deleate-Zustand

BIOMETRIELESER Q3008.

Funktionsweise

Programmierung

Masterfingermodus

Sonderfunktionen

PINCODE-TASTATUR 3068.

Funktionsweise

Inbetriebnahme

Programmierung

Batteriewarnung

DIGITALER SCHLIESSZYLINDER 3061

(TN3).

Funktionsweise

Einbauanleitung

Einsatzmöglichkeiten


Seite 3

V

H

R

SYSTEMHANDBUCH – INHALTSVERZEICHNIS

DIGITALER SCHLIESSZYLINDER 3061

VDS (TN3).

Funktionsweise

Einbauanleitung

Batteriewarnung, Batteriewechsel

DIGITALER SCHLIESSZYLINDER 3061

(TN4).

Funktionsweise

Einbauanleitung

Batteriewarnung, Batteriewechsel

DIGITALER HALBZYLINDER 3061 (TN3).

Funktionsweise

Einbauanleitung

Batteriewarnung, Batteriewechsel

DIGITALER HALBZYLINDER 3061 (TN4).

Funktionsweise

Einbauanleitung

Batteriewarnung, Batteriewechsel

DIGITALES SMART RELAIS 3063.

Installation

Anschlussbelegung

Programmierung

SMART OUTPUT MODUL.

Installation

Anschlussbelegung

Programmierung

VDS-BLOCKSCHLOSS 3066.

ERRICHTERANLEITUNG.

Scharfschalteinheit

Deaktivierungseinheit

Installation und Anschlussplan


Seite 4

N

M

P

SYSTEMHANDBUCH – INHALTSVERZEICHNIS

VDS-BLOCKSCHLOSS 3066.

BETREIBERANLEITUNG.

Scharfschaltmaster, Scharfschaltslave

Deaktivierungseinheit

VdS-gerechte Montage

WAVENET-FUNKNETZWERK.

Komponenten

Struktur

Installation

LON NETZWERK 3065.

Aufbau des Netzwerkes

Komponenten

Installation

PROGRAMMIERTRANSPONDER 3067.

Sicherungskarte

Fehlermeldungen

Programmierung

PALM CD2.

Inbetriebnahme

Export und Import

Programmierung

SMART CD.

Inbetriebnahme

Export und Import

Programmierung+65

ZEITERFASSUNGSTERMINAL.

Inbetriebnahme

Export und Import

Programmierung+65


Seite 5

SYSTEMHANDBUCH – INHALTSVERZEICHNIS

LEGENDE.

Beschreibung der Fachausdrücke

Sonderzeichen


Ansprechpartner

Stand: September 2006


Seite 2

VERTRIEB

Ansprechpartner

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an unsere Fachhändler oder an den für Ihre Postleitzahl

zuständigen Vertriebsbeauftragten. Auskunft über den zuständigen

Ansprechpartner erhalten Sie unter folgender Telefonnummer:

089/ 99 228-180

TECHNIK

In dringenden Fällen steht Ihnen unsere Service-HOTLINE zur Verfügung.

018 05/ 78 30 60

(0,12 €/min.)

Anschrift Unternehmenssitz:

SimonsVoss Technologies AG

Feringastraße 4

D-85774 Unterföhring

Telefon 089/ 99 228-0

Fax 089/ 99 228-222

Internet www.simons-voss.com

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DIGITALES SCHLIESS-

SYSTEM 3060

Stand: September 2006


Inhaltsverzeichnis

Digitales Schließsystem 3060

1.0 Allgemeine Funktionsweise ____________________________3

2.0 Die Komponenten des digitalen Schließ- und ______________3

Zutrittskontrollsystem 3060 ____________________________3

2.1 Software LDB ___________________________________________ 3

2.2 Programmierung_________________________________________ 4

2.3 Digitaler Schließzylinder 3061 ______________________________ 4

2.4 Digitales Smart Relais 3063 ________________________________ 4

2.5 Transponder 3064________________________________________ 5

2.6 Netzwerk 3065 ___________________________________________ 5

2.7 Blockschlossfunktion 3066 ________________________________ 5

3.0 Digitale Komponenten mit Zutrittsprotokollierung und ______5

Zeitzonensteuerung ___________________________________5

3.1 Zutrittsprotokollierung ____________________________________ 5

3.2 Zeitzonensteuerung ______________________________________ 6

2


Seite 3

1.0 Allgemeine Funktionsweise

Digitales Schließsystem 3060

Das digitale Schließ- und Zutrittskontrollsystem 3060 ist modular aufgebaut und reicht

vom einfachen Schließsystem für einzelne Türen bis zum komplexen PC-gesteuerten

Zutrittskontrollsystem. Die herkömmlichen mechanischen Schlüssel werden durch

den programmierbaren Transponder ersetzt, der per Funk z.B. Türen, Tore, Schranken,

Möbel und Aufzüge ansteuert. Jeder Transponder wird individuell für das

Schließsystem programmiert. Die Zutrittsberechtigungen werden über den Schließplan

vergeben. Es kann dabei für jeden Mitarbeiter ein individueller Schließplan mit

Zutrittskontrolle und Zeitzonensteuerung erstellt werden. Die Identifikation im System

sowie die Übertragung per Funk erfolgt durch das Senden und das Empfangen ständig

wechselnder Crypto-Codes, was den Missbrauch technisch nahezu unmöglich

macht. Nachträgliche Veränderungen oder Erweiterungen des Systems sind jederzeit

möglich.

2.0 Die Komponenten des digitalen Schließ- und

Zutrittskontrollsystem 3060

2.1 Software LDB

Die Schließplan-Software ist lauffähig unter Windows 98, Windows ME, Windows

NT/2000 und Windows XP. Mit der Schließplan-Software sind alle Komponenten frei

programmierbar. Eine Schließanlage kann maximal 16.383 Schließungen und 8.184

Transponder enthalten. Bei noch größeren Schließplänen werden die Schließungen

und Transponder auf mehrere Schließanlagen verteilt. Die Schließberechtigungen

werden einfach per Mausklick vergeben. Nachträgliche Änderungen sind daher problemlos

möglich.

☺ Eine ausführliche Beschreibung finden Sie in unserer Bedienungsanleitung!


Seite 4

2.2 Programmierung

Digitales Schließsystem 3060

Für die Programmierung der digitalen Komponenten wird das SmartCD

Programmiergerät benötigt. Die Datenübertragung zu den digitalen

Komponenten erfolgt verschlüsselt über Funk.

2.3 Digitaler Schließzylinder 3061

Eine weitere Möglichkeit digitale Schließzylinder 3061 und Transponder

3064 zu programmieren, besteht mit dem Programmiertransponder

3067. Ohne PC oder spezielle Systemsoftware, ganz einfach per

Knopfdruck, wird zum Beispiel bei Schlüsselverlust oder Schließplanänderung

die Zugangsberechtigung in Kleinanlagen erteilt oder verändert.

Der digitale Schließzylinder 3061 ist ein kompaktes, leistungsfähiges

Zutrittskontrollsystem, das in Minutenschnelle

in jede Tür zu installieren ist. Er entspricht von seinen

Abmessungen den Normen eines herkömmlichen mechanischen

Zylinders. Da der digitale Schließzylinder 3061 mit

Batterien (Master- und Backup-Batterie) ausgestattet ist,

kann er kabelfrei in alle Türen mit Euro-Profil eingebaut

werden und somit bereits vorhandene mechanische Zylinder

ersetzen. Auf eine nachlassende Spannung der Batterien wird rechtzeitig durch

ein mehrstufiges Warnsystem aufmerksam gemacht (Lebensdauer ca. 60.000 Betätigungen

bzw. 4 Jahre Standby).

2.4 Digitales Smart Relais 3063

Das SimonsVoss Smart Relais ist ein elektronischer Schalter, der

mit einem SimonsVoss Transponder geschaltet werden kann. Die

Berechtigung für Transponder, die das Smart Relais betätigen

dürfen, kann über die SimonsVoss Software konfiguriert werden.

Damit bietet das Smart Relais die volle Funktion eines Zutrittskontrolllesers.


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2.5 Transponder 3064

2.6 Netzwerk 3065

Digitales Schließsystem 3060

Der Transponder 3064 ist ein digitaler Schlüssel, der mit der

SimonsVoss Software programmiert werden kann und berührungslos

über Funk arbeitet. Er ersetzt nicht nur mechanische Schlüssel,

sondern übernimmt auch die Funktion von Ausweiskarten. Einfach

per Knopfdruck wird eine verschlüsselte Kommunikation zwischen

Transponder und Schließzylinder, Smart Relais oder Scharfschalteinheit

ausgelöst.

Das kabelfreie Netzwerk 3065 ist ein Online-Zutrittskontrollsystem, das an einer zentralen

Stelle alle Informationen des Systems 3060 verwaltet, visualisiert und archiviert.

Alles ohne Eingriffe an der Tür, am Türrahmen oder an den Beschlägen.

Es empfiehlt sich insbesondere für mittlere und große Schließanlagen, um von einem

zentralen PC aus das Schließsystem konfigurieren und verwalten zu können. Die Datenübertragung

erfolgt mittels LON-Standard vom PC über die Netzwerkverkabelung

(twisted pair) bis zu den Netzwerkknoten (LockNodes), die in der Nähe einer digitalen

Komponente installiert werden. Vom LockNode werden die Daten kabelfrei über Funk

zur digitalen Einheit geleitet.

� Bei einem Stromausfall ist zwar ein Zugriff auf die Netzwerk-Software nicht

mehr möglich (es sei denn, das Netzwerk ist durch eine USV abgesichert), alle

Komponenten des Schließsystems, die mit einer Batterie ausgestattet sind,

funktionieren aber dennoch.

2.7 Blockschlossfunktion 3066

Als Option zum digitalen Schließ- und Organisationssystem hat SimonsVoss die

Blockschlossfunktion 3066 im Lieferprogramm. Diese Funktion bietet die Möglichkeit,

von einem zentralen Punkt aus Ihre Alarmanlage zu aktivieren und gleichzeitig zu

verhindern, dass die überwachten Türen in dieser Zeit versehentlich geöffnet werden.

Dadurch werden lästige und teure Fehlalarme von vornherein ausgeschlossen.

Die Blockschlossfunktion 3066 ist auch als VdS-Version erhältlich.

3.0 Digitale Komponenten mit Zutrittsprotokollierung und

Zeitzonensteuerung

3.1 Zutrittsprotokollierung

Die ZK-Versionen des digitalen Schließzylinders, des Smart Relais und der Scharfschalteinheit

zeichnen die Zutrittsversuche berechtigter Transponder auf. Das Auslesen

der Zutrittsliste aus den Schließungen erfolgt mit dem SmartCD oder bei vernetzter

Schließanlage über die LockNodes.


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Digitales Schließsystem 3060

In der Zutrittsliste der Einzelkomponente können insgesamt bis zu 128 Zutritte (bzw.

beim Smart Relais 1.024) mit Datum, Uhrzeit und Bezeichnung des Transponders

gespeichert werden. Danach wird nicht die komplette Datei gelöscht, sondern es wird

immer der jeweils älteste Zutritt mit dem Neuen überschrieben.

Nachdem die Zutrittsliste mit dem Programmiergerät bzw. den Netzwerkknoten ausgelesen

wurde, wird sie in den PC eingespielt und dort von der Schließplan-Software

verwaltet. In der PC-Datei können insgesamt 10.000 Zutritte gespeichert werden. Bei

der Übernahme der Daten aus dem Programmiergerät erfolgt ein Abgleich in der Art,

dass immer nur die aktuellen, neuen Zutritte in die PC-Datei übernommen werden.

3.2 Zeitzonensteuerung

Sie können Schließungen so programmieren, dass berechtigte Transponder nur zu

bestimmten Zeiten zutrittsberechtigt sind.

Transponder haben normalerweise keine Zeitbegrenzung, d.h. sie sind an sieben Tagen

die Woche jeweils 24 Stunden schließberechtigt. Sie können Transponder jedoch

Zeitgruppen zuordnen, so dass diese zu frei definierbaren Zeiten öffnen und schließen

können. Es stehen dazu fünf verschiedene Zeitgruppen zur Verfügung (genaue

Beschreibung: siehe Software Bedienungsanleitung).

Beispiel:

Keine Zeitbegrenzung

Mo-So 24 Stunden

Herr Maier, Herr Ludwig,

Frau Gorges

Gruppe 1: Mo-Fr 7-17 Uhr

Frau Schulz, Herr Fichtel

Gruppe 2: Mo-Fr 9-20 Uhr

Frau Möller, Herr Karlsen,

Herr Waas

Sie können für jede Schließung einen individuellen Zeitzonenplan entwerfen.

� Eine Nachrüstung digitaler Komponenten der Standard-Ausführung mit den

Funktionen der ZK-Version (Zutrittsprotokollierung und Zeitzonensteuerung)

ist nicht möglich!


Transponder 3064

Stand: September 2006


Inhaltsverzeichnis

Transponder 3064

1.0 Funktionsweise ______________________________________3

1.1 Allgemein_______________________________________________ 3

1.2 Übergeordnete Schließebene ______________________________ 4

2.0 Sonderausführungen__________________________________5

2.1 Passwort-Transponder____________________________________ 5

2.2 Schalt-Transponder ______________________________________ 5

2.3 Explosionsschutz-Transponder (EX-Schutz)__________________ 5

2.4 SmartClip_______________________________________________ 5

2.5 Transponder verklebt _____________________________________ 5

2.6 Transponder nummeriert __________________________________ 5

3.0 Explosionsschutz-Transponder _________________________6

3.1 Allgemein_______________________________________________ 6

3.2 Normen ________________________________________________ 6

3.3 Eingruppierung __________________________________________ 6

4.0 Zusatzfunktionen _____________________________________7

4.1 Zeitzonensteuerung ______________________________________ 7

4.2 Gültigkeitsdatum ________________________________________ 7

4.3 Aktivierungs-Transponder_________________________________ 7

5.0 Batteriewechsel ______________________________________8

5.1 Batteriewechsel 3064 _____________________________________ 8

5.2 Batteriewechsel Explosionsschutz-Transponder ______________ 8

6.0 Verlust des Transponders______________________________8

6.1 Notöffnung______________________________________________ 8

6.2 Ersatz-Transponder ______________________________________ 8

7.0 Technische Daten_____________________________________9


Seite 3

1.0 Funktionsweise

1.1 Allgemein

Transponder 3064

Der Transponder 3064 ist ein digitaler „Schlüssel“, der mit der Schließplan-Software

programmiert wird und berührungslos über Funk arbeitet. Per Knopfdruck werden alle

Funktionen ausgeführt, z.B. Öffnen und Schließen von Türen, Toren, Schranken, Möbelschlössern

etc. Die Kommunikation mit den digitalen Komponenten (Zylinder,

Smart Relais und Scharfschalteinheit) erfolgt durch Senden und Empfangen ständig

wechselnder Crypto-Codes, wodurch ein Missbrauch nahezu unmöglich wird.

Da das System 3060 mit aktiver Transponder-Technologie arbeitet, verfügt der Transponder

über eine eigene Spannungsquelle (Batterie). Der Vorteil gegenüber passiven

Technologien liegt im geringeren Energiebedarf des Zylinders und der größeren

Reichweite.

Um eine Aktion auszulösen, halten Sie den Transponder in die Nähe der digitalen

Schließung (maximale Reichweiten des Transponders entnehmen Sie bitte den einzelnen

Kapiteln) und drücken dann auf den Transponderknopf. Sofern der Transponder

für die digitale Schließung berechtigt ist, kann die gewünschte Aktion, z.B. das

Öffnen oder Verschließen der Tür, durchgeführt werden.

� Das Gehäuse des Transponders ist vor Spritzwasser geschützt. Es ist jedoch

nicht wasserdicht!

Jeder Transponder kann in drei verschiedenen, voneinander unabhängigen Schließanlagen

eingesetzt werden. (Vorausgesetzt, es werden keine Gültigkeitsbereiche

programmiert.) Jede Schließanlage erhält ein eigenes Passwort und wird separat

verwaltet.

Beispiel:

Firma Filiale Eigenheim

900 Schließungen 85 Schließungen 3 Schließungen


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Transponder 3064

1.2 Übergeordnete Schließebene

Werden Transponder benötigt, die für mehr als drei voneinander unabhängige

Schließanlagen berechtigt sind, müssen in diesen Schließanlagen „übergeordnete

Schließebenen“ eingerichtet werden. Alle Transponder einer übergeordneten Schließebene

haben die gleichen Berechtigungen (LDB). In der LSM werden hingegen pro

Ebene 200 Transponder-IDs (TIDs) reserviert, sodass sich die Berechtigungen der

unterschiedlichen Transponder in der übergeordneten Schließebene unterscheiden

können. Eine digitale Schließung unterscheidet maximal drei übergeordnete Ebenen.

Beispiel:

Übergeordneter Transponder

In einem Bürogebäude mit einer Zentralschließung, die von allen Firmen genutzt wird,

sind vier Unternehmen untergebracht. Jede Firma verwaltet ihre eigene Schließanlage

mit eigenem Passwort. Jeder Mitarbeiter erhält einen Transponder, der für zwei

Schließanlagen, nämlich die Zentralschließung und sein eigenes Unternehmen,

berechtigt ist.

Die Feuerwehr z.B. benötigt dagegen einen Transponder, der für alle fünf Schließanlagen

des Gebäudes berechtigt ist. Dafür muss in allen fünf Schließanlagen eine

übergeordnete Schließebene mit dem gleichen separaten Passwort eingerichtet und

die Berechtigungen für die übergeordneten Transponder angelegt werden. Die in dieser

Ebene angelegten Transponder haben alle die gleiche Berechtigung. Werden

übergeordnete Transponder mit anderen Berechtigungen benötigt, muss eine weitere

übergeordnete Schließebene eingerichtet werden (pro Schließung maximal drei

übergeordnete Schließebenen!). Die übergeordneten Transponder müssen dann in

die Schließungen aller fünf Schließanlagen programmiert werden.


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2.0 Sonderausführungen

2.1 Passwort-Transponder

Transponder 3064

Statt das Schließanlagen-Passwort manuell einzugeben, können Sie dieses mit Hilfe

eines speziellen Transponders per Funk übermitteln. Standard-Transponder können

nicht als Passwort-Transponder verwendet werden.

2.2 Schalt-Transponder

Bei diesem Transponder ist an den Schaltkontakten des Tasters ein zweiadriges Kabel

(ca. 1 m) angeschlossen und nach außen geführt. Beim Verbinden der beiden

Adern schaltet der Transponder durch.

Anwendungsbeispiele:

• Anbindung von Fremdsystemen

• Fernauslösung eines digitalen Schließzylinders oder Smart Relais

2.3 Explosionsschutz-Transponder (EX-Schutz)

Hierbei handelt es sich um einen Transponder mit gleichen Funktionalitäten wie der

Transponder 3064. Darüber hinaus, ist dieser Transponder für die Explosionsschutz-

Zone 1 freigegeben. (Hierzu bitte Kapitel 3 beachten.)

2.4 SmartClip

Durch die spezielle Bauform dieses Transponders, ist der SmartClip für die Aufnahme

einer Karte im ISO 7816 Format geeignet.

2.5 Transponder verklebt

Der Standardtransponder wie oben beschrieben, allerdings mit einem verklebten Gehäuse.

So kann ein missbräuchliche Verwendung der Transponderelektronik bzw.

das Öffnen des Gehäuses durch den Endnutzer vermieden werden.

2.6 Transponder nummeriert

Optional können Transponder mit fortlaufender Nummer bestellt werden..


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Transponder 3064

3.0 Explosionsschutz-Transponder

3.1 Allgemein

Bei diesem speziellen Produkt, handelt es sich um einen Transponder der in explosionsgefährdeten

Bereichen der Zone 1 mitgeführt und genutzt werden darf. Als Zone 1

wird ein Bereich gekennzeichnet, in dem explosionsfähige Atmosphäre im Normalbetrieb

gelegentlich auftritt. Folgende Dinge sind zwingend zu beachten:

3.2 Normen

• Das Gehäuse darf nicht geöffnet werden.

• Die Batterie darf, im Gegensatz zu den Standard Transpondern 3064, nur von

der Firma SimonsVoss Technologies AG gewechselt werden.

• Generell müssen für den Einsatz des Gerätes in der Zone 1 die Allgemeinen

Betriebsvorschriften der BGR132 eingehalten werden.

Der Transponder wurde nach den geltenden Explosionsschutz-Normen geprüft. Siehe

hierzu:

• Richtlinie 94/9/EG

• DIN EN 50014 (Elektrische Betriebsmittel explosionsgefährdete Bereiche)

• DIN EN 50020 (Eigensicherheit „i“)


3.3 Eingruppierung

Der Transponder ist folgendermaßen eingruppiert:

• Explosionschutz-Zone 1

• Eigensicherheit ib

• Explosionsgruppe IIC

• Temperaturklasse T3

• Gerätegruppe II2 G

Dies gilt für Bereiche, in denen eine explosionsgefährdete Atmosphäre durch Gase,

Dämpfe oder Nebel auftreten kann. Die angeführten Angaben beziehen sich auf die

Umgebungstemperatur im Einsatzbereich von -20°C bis +40°C.


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4.0 Zusatzfunktionen

Transponder 3064

Folgende Funktionen können in der Schließplan-Software aktiviert werden:

4.1 Zeitzonensteuerung

Sie können für digitale Schließungen der ZK-Version Transponder programmieren,

die nur zu bestimmten Zeiten eine Schließberechtigung besitzen. Diese Zeitzonen

werden in der Schließplan-Software hinterlegt und die Transponder werden dann einer

entsprechenden Zeitzonengruppe zugeordnet.

Beispiel: Herr Huber erhält folgende Berechtigung

Montag bis Freitag von 9:00 Uhr bis 18:30 Uhr

Samstag von 9:00 Uhr bis 12:45 Uhr

Sonntag keine Berechtigung

4.2 Gültigkeitsdatum

Es können Transponder programmiert werden, deren Berechtigung an ein Gültigkeitsdatum

gebunden ist (auch bei Nicht-ZK-Version möglich!):

� Transponder, die ab einem bestimmten Zeitpunkt gültig sind

(z.B. ab dem 12. Juli 2005, 8:00 Uhr)

� Transponder, die bis zu einem bestimmten Zeitpunkt gültig sind

(z.B. bis zum 12. Juli 2005, 17:00 Uhr)

� Transponder, die für einen bestimmten Zeitraum gültig sind

(z.B. vom 1. Juli 2003 bis 31. Juli 2005)

� Für Aktivierungs- bzw. Verfallsdatum wird jeweils ein Datensatz belegt!


4.3 Aktivierungs-Transponder

Im Rahmen der Blockschloss-Funktion werden bei scharf geschalteter Alarmanlage

alle berechtigten Transponder für eine digitale Schließung des Sicherheitsbereichs

gesperrt, um Fehlalarme zu vermeiden. Für den Notfall können Transponder (z.B. für

die Feuerwehr) programmiert werden, die diese Sperrung aufheben. Anschließend

kann mit einem berechtigten Transponder eine Öffnung durchgeführt werden.


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5.0 Batteriewechsel

5.1 Batteriewechsel 3064

Transponder 3064

Die Batterie des Transponders kann bei Batteriewarnung (siehe hierzu Handbuch

Schließzylinder 3061 – Batteriewarnung) jederzeit gewechselt werden. Hierbei das

Gehäuse vorsichtig öffnen, sodass die Batterie zu erkennen ist. Batteriebügel öffnen

und Batterie entnehmen. Neue Batterie einsetzen und Batteriebügel schließen. Das

Gehäuse wieder zusammenpressen.

Beim Batteriewechsel unbedingt darauf achten, dass der Wechselvorgang nicht länger

als zwei Minuten dauert, der Knopf des Transponders in dieser Zeit nicht betätigt

wird und das es zu keinem Kurzschluss kommt. In diesen Fällen kann es zu Datenverlusten

kommen.

oder

Senden Sie diesen Transponder bitte zum Batteriewechsel an:

SimonsVoss Technologies AG, Eichenweg 6, 07616 Petersberg.

5.2 Batteriewechsel Explosionsschutz-Transponder

Achtung: Die Transponder-Batterie darf nur durch SimonsVoss Technologies AG

gewechselt werden!

6.0 Verlust des Transponders

6.1 Notöffnung

Mit dem SmartCD + PDA (nur freigegebene Geräte von SimonsVoss verwenden) und

Eingabe des Schließanlagen-Passwortes kann eine Notöffnung durchgeführt werden.

6.2 Ersatz-Transponder

Bei Verlust eines Transponders kann dieser im Schließplan gesperrt und ein Ersatz-

Transponder angelegt werden. Wird die Schließanlage im Overlay-Modus betrieben,

erfolgt das Sperren des verlorenen Transponders automatisch, sobald der Ersatz-

Transponder an der digitalen Schließung betätigt wird. (Programmierung und Vorgehensweise

siehe Software-Bedienungsanleitung)


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7.0 Technische Daten

Gehäuse

Batterie

Funktionalität

Transponder 3064

Aus witterungsbeständigem Kunststoff

Farbe: Schwarz

Schutzart: IP 65

Durchmesser: 42 mm

Integrierte Lithium-Batterie

Maximal 1.000.000 Betätigungen oder 10 Jahre Standby

r

Zutrittsberechtigungen für bis zu 49.149 Türen Einsatz in

drei voneinander unabhängigen Schließanlagen möglich


Biometrietransponder Q3007

Stand: September 2006


Inhaltsverzeichnis

Biometrietransponder Q3007

1.0 Allgemeine Hinweise __________________________________3

1.1 Sicherheitshinweise ______________________________________ 3

1.2 Produktbeschreibung_____________________________________ 3

2.0 Übersicht über die Funktionsweise ______________________4

2.1 Grundsätzliches zur Bedienung ____________________________ 4

2.2 Betriebszustände ________________________________________ 4

2.3 Funktionsübersicht ______________________________________ 5

2.4 „Learn“-Zustand: Inbetriebnahme, Einlernen von Fingern ______ 5

2.5 Abfrage der Anzahl eingelernter Finger ______________________ 8

2.6 „Recognise“-Zustand: Einmaliges Auslösen des Transponders _ 9

3.0 „Delete“-Zustand: Löschen von Fingern _________________10

4.0 Transparent Modus __________________________________10

5.0 Programmieren des Transponders

mit der SimonsVoss Software__________________________11

6.0 Batteriewechsel _____________________________________11

7.0 Technische Daten____________________________________12

8.0 Zusammenfassung der Diodensignale __________________13


Seite 3

1.0 Allgemeine Hinweise

Biometrietransponder Q3007

Bitte nehmen Sie sich 15 Minuten Zeit und machen Sie sich mit Hilfe dieser Anleitung

mit der Funktionsweise Ihres Biometrietransponders Q3007 vertraut.

1.1 Sicherheitshinweise

Vorsicht! – Die in diesem Produkt verwendeten Batterien können bei Fehlbehandlung

eine Feuer- oder Verbrennungsgefahr darstellen. Diese Batterien nicht aufladen, öffnen,

über 100°C erhitzen oder verbrennen.

Achten Sie darauf, dass die Sensorfläche nicht verschmutzt oder verkratzt wird, der

Q3007 nicht zu Boden fällt oder sonstigen starken Stößen ausgesetzt wird.

Weiterhin beachten Sie bitte, dass das erstmalige Einlernen von Fingern nicht durch

unberechtigte Personen geschieht!

Wir raten Ihnen, den Q3007 nach Möglichkeit vor unbefugtem Zugriff zu schützen.

Die Handhabung eines Q3007 setzt Kenntnisse im Umgang mit der SimonsVoss-

Software voraus. Deshalb sollte die Programmierung nur durch geschultes Fachpersonal

erfolgen.

Für Schäden durch fehlerhafte Programmierung übernimmt die SimonsVoss Technologies

AG keine Haftung.

Durch fehlerhaft programmierte oder defekte Q3007 kann der Zugang durch eine Tür

versperrt werden. Für Folgen, wie versperrter Zugang zu verletzten oder gefährdeten

Personen, Sachschäden oder anderen Schäden haftet die SimonsVoss AG nicht.

1.2 Produktbeschreibung

Der Q3007 zeichnet sich gegenüber einem normalen

Transponder dadurch aus, dass er zusätzlich mit einem

hochempfindlichen Atmel Fingerprint Streifensensor ausgestattet

ist. Ein im Transponder integrierter Hochleistungsprozessor

vergleicht innerhalb einer halben Sekunde

eingelernte mit am Sensor gelesenen Fingermustern. Dadurch

kann nur eine Person, deren Fingerabdruck eingelernt

ist, den Transponder benutzen. Somit ist maximale

Sicherheit gegen unbefugte Nutzung durch Dritte gewährleistet,

z.B. wenn der Transponder unbeaufsichtigt ist, verloren oder gestohlen wurde.

Der Q3007 ist daher insbesondere geeignet für Anwendungen, in denen ein

Transponder mit sehr vielen oder sehr speziellen Berechtigungen versehen ist, z.B.

eine Person hat einen Generaltransponder für alle Türen oder Zutritt zu Hochsicherheitsbereichen.


Seite 4

Biometrietransponder Q3007

2.0 Übersicht über die Funktionsweise

2.1 Grundsätzliches zur Bedienung

Der Biometrietransponder Q3007 scannt Fingerabdrücke mit Hilfe eines Streifensensors.

Daher wird der Finger nicht aufgelegt, sondern muss über den Sensor gezogen

werden.

Dabei ist zu beachten:

Der einzulernende bzw. zu erkennende Fingerabdruck soll immer in gleicher Weise

über den Sensor gezogen werden!

Dabei das vorderste Glied des eingelernten bzw. einzulernenden Fingers auf den

oberen Rand des Biometrietransponders aufsetzen und mit konstanter Geschwindigkeit

und leichtem Druck von oben nach unten (Richtung Taster) über den Streifensensor

ziehen. Durch die Konstruktion des Gehäuses wird der Finger durch die

seitlich erhöhten Wände sehr gut geführt. Dadurch wird eine Fehlbedienung des

Transponders weitestgehend ausgeschlossen.

Der Streifensensor kann so den Finger zeilenweise abtasten und im integrierten Prozessor

wieder zu einem kompletten Bild zusammensetzen. Stimmt das zusammengesetzte

Bild mit einem abgespeicherten Bild überein, löst der Transponder aus.

2.2 Betriebszustände

Der Q3007 kann sich in vier verschiedenen Betriebszuständen befinden.

Folgende Zustände werden unterschieden:

Zustand Funktion

Standby Standardmäßig ist der Q3007 im „Standby“-Zustand, um Batteriekapazität

zu sparen. Nach Ausführung einer Funktion (z.B.

Einlernen) fällt er immer in den Standby-Zustand zurück.

Learn Im „Learn“-Zustand können neue Fingerabdrücke eingelernt werden.

Es können maximal bis zu 6 unterschiedliche Fingerabdrücke

abgespeichert werden, von denen zwei so genannte Administrator-Finger

sind. Einlernen neuer Fingermuster (Benutzer-

Finger) ist nur mit Hilfe eines Administrators möglich. Ausnahme:

Einlernen der ersten beiden Finger (Administrator-Finger), s. u.

Delete Im „Delete“-Zustand können eingelernte Fingerabdrücke gelöscht

werden. Gezieltes Löschen einzelner Fingermuster ist ebenso

möglich wie das Löschen aller Fingerabdrücke.

Recognise Der „Recognise“-Zustand ist der Zustand vor dem Öffnen einer

Tür. In diesem Zustand löst der Transponder einmalig aus, wenn

ein Fingerabdruck korrekt erkannt wurde.


Seite 5

2.3 Funktionsübersicht

Biometrietransponder Q3007

Stand-by Zustand: LED leuchtet nicht

Taster 1 x kurz drücken, anschließend loslassen

Taste drücken und 3 Sek.

halten

Taste drücken und 3 Sek.

halten

1 x Administrator-Finger

über Sensor ziehen

Alle Finger sind gelöscht

Recognise- Zustand: LED blinkt grün

Learn- Zustand: LED blinkt gelb

Delete- Zustand: LED blinkt rot

Die Aktion jedes Zustands können Sie mit einem kurzen Tastendruck abbrechen und

in den Standby Zustand wechseln.

2.4 „Learn“-Zustand: Inbetriebnahme, Einlernen von Fingern

Grundsätzliches zum Einlernen von Fingern:

Finger über Sensor ziehen

Transponder löst aus

Administrator-Finger 1x,

neuen Finger (Benutzer-

Finger) 3x über Sensor

streichen

Neuer Finger ist eingelernt

1 x Benutzerfinger über

Sensor ziehen

Nur Benutzerfinger wird

gelöscht

• Die Qualität des eingelernten Fingerabbildes ist entscheidend für die spätere

schnelle und einfache Wiedererkennung Ihres Fingers.

Zu trockene Finger sind erfahrungsgemäß weniger gut zu erkennen und sollten

zumindest beim Einlernprozeß vermieden werden (z. B. durch vorheriges Anhauchen

oder anfeuchten).

• Ein mehrmaliges Einlernen des gleichen Fingers kann zu besseren Erkennungsraten

führen

• Nicht erkennbare Finger stellen keinen Mangel dar. Wenn es aufgrund von zu trockenen

Fingern bzw. der speziellen Fingerstruktur bestimmter Anwender (z.B.


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Biometrietransponder Q3007

verursacht durch Verletzungen) zu einer schlechten Erkennung kommen sollte,

kann SimonsVoss Technologies AG hierfür keine Haftung übernehmen.

• Beim Einlernen, und auch bei der späteren Benutzung ist darauf zu achten, dass

die komplette Fläche des obersten Fingergliedes mit leichtem Anpressdruck, so

wie in den Bildern unten gezeigt, über den Sensor gezogen wird:

Erstmalige Inbetriebnahme – Einlernen der ersten 2 Finger (Administrator-

Finger)

Um den Q3007 in Betrieb zu nehmen, müssen als erstes zwei unterschiedliche „Administrator-Finger“

eingelernt werden. Es empfiehlt sich, hierfür je einen Finger der

rechten und linken Hand von einer Person, dem Administrator (z.B. Sicherheitsverantwortlicher),

zu verwenden. Es können aber auch je ein Finger von zwei verschiedenen

Personen verwendet werden.

Die ersten beiden eingelernten Fingerabdrücke sind automatisch (!) die Administrator-

Finger. Ohne sie können später keine weiteren Finger eingelernt oder gelöscht werden


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Biometrietransponder Q3007

Zum Einlernen des ersten Administrator-Fingers (z.B. linker Daumen) wie folgt vorgehen:

1. Transpondertaste kurz drücken, LED blinkt grün

2. Taste erneut drücken und mindestens 3 Sek. gedrückt halten (so lange bis LED

gelb blinkt).

3. Taster loslassen. Nun wird für maximal 30 Sekunden die Bereitschaft zum Einlernen

durch schnelles gelbes Blinken signalisiert.

4. Finger über Sensor ziehen, die LED geht aus, nach ca. 1 Sek. blinkt die LED einmal

grün und der Finger wurde angenommen.

5. Wenn LED wieder schnell gelb blinkt, den einzulernenden Finger erneut über den

Sensor ziehen.

6. Nun Schritte 4 bis 5 noch zweimal wiederholen (bis man insgesamt dreimal seinen

Finger über den Streifen-Sensor gezogen hat). War ein Versuch nicht erfolgreich

(LED leuchtet rot), so muss der Finger erneut über den Sensor gezogen

werden.

Wenn der Finger erfolgreich eingelernt wurde, werden die Daten gespeichert. Dieser

Vorgang dauert etwa 2 – 5 Sekunden. Anschließend leuchtet die Diode kurz grün

und der Q3007 fällt in den Standby-Zustand zurück.

Nun kann der Q3007 vom Administrator benutzt werden oder es können weitere Finger

eingelernt werden. Bitte beachten, dass der zweite Finger, der eingelernt wird,

ebenfalls Administratorrechte hat!

Einlernen weiterer Finger (Benutzer-Finger)

Das Einlernen weiterer Finger (maximal vier) erfolgt analog dem Einlernen der Administrator-Finger,

mit dem Unterschied, dass der Q3007 erst durch einen der Administrator-Finger

frei geschaltet werden muss. Damit wird verhindert, dass Unbefugte ihren

eigenen Finger einlernen und sich somit unerlaubte Zugangsrechte verschaffen.

Wir empfehlen, dass jede Person, die den Q3007 benutzen soll, sich ebenfalls mit

zwei Fingern, je einer pro Hand einliest. Insgesamt können somit drei Personen à

zwei Finger eingelernt werden.

Zum Einlernen weiterer Finger bitte wie folgt vorgehen:

1. Transpondertaste kurz drücken und warten, bis LED grün blinkt.

2. Taste erneut drücken und mindestens 3 Sek. gedrückt halten, bis LED gelb blinkt,

anschließend Taster loslassen.

3. Administrator-Finger über den Sensor ziehen, die LED geht aus, nach ca. 2 Sek.

blinkt die LED einmal grün. Nun wird für maximal 30 Sekunden die Bereitschaft

zum Einlernen durch schnelles gelbes Blinken signalisiert. Benutzer-Finger über

den Sensor ziehen, die LED geht aus, nach ca. 1 Sek. blinkt die LED einmal grün

und der Finger wurde gespeichert. .

4. Wenn LED wieder gelb blinkt, den einzulernenden Finger erneut über den Sensor

ziehen.

5. Nun Schritt 4 noch zweimal wiederholen (bis man den einzulernenden Finger insgesamt

dreimal über den Sensor gezogen hat). War ein Versuch nicht erfolgreich

(LED leuchtet rot), so muss der Finger erneut über den Sensor gefahren werden.


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Biometrietransponder Q3007

Wenn der Finger erfolgreich eingelernt wurde, werden die Daten gespeichert. Dieser

Vorgang dauert etwa 2 – 5 Sekunden. Anschließend leuchtet die Diode kurz grün

und der Q3007 fällt in den Standby-Zustand zurück.

Bereits bekannte Finger können immer eingelernt werden, selbst wenn bereits 6 Finger

abgespeichert sind. Unbekannte Finger werden dann mit 2 Mal rot blinken zurückgewiesen.

Tipps:

• Sorgfalt beim Einlernen wird durch sicheres Erkennen im Gebrauch belohnt.

• Durch mehrmaliges Einlernen des gleichen Fingers wird die Qualität der gelernten

Merkmale verbessert und damit das Erkennen des Fingers sicherer.

• Benutzen Sie eine feste Unterlage beim Einlernen von Fingern. Bei den Daumen

ist die Bedienung mit einer Hand empfehlenswerter.

• Achten Sie beim Einlernen besonders auf nicht zu schnelles, gerades Ziehen des

Fingers über den Sensor mit gleichmäßiger Geschwindigkeit und Druck.

• Achten Sie auf einen sauberen Sensor und nicht zu trockene Finger (eventuell

vorher anhauchen).

2.5 Abfrage der Anzahl eingelernter Finger

Die Anzahl der bereits eingelernten Finger können Sie jederzeit abfragen. Gehen Sie

dazu bitte wie folgt vor:

1. Taste einmal kurz drücken (die LED blinkt grün)

2. Taste nochmals etwa 1,5 – 2 Sekunden gedrückt halten (jedoch kürzer als 3 Sek.,

da Sie ansonsten in den "Learn"-Modus gelangen).

3. LED blinkt rot.

4. Nun blinkt die LED so oft grün, wie Finger eingelernt sind (max. 6).

5. LED blinkt rot. (lang, wenn die Anzahl maximal einlernbarer Finger erreicht ist,

sonst kurz)

Sollte kein Finger eingelernt sein, blinkt die LED zweimal rot, und fällt dann wieder in

den Standby-Modus zurück.


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Biometrietransponder Q3007

2.6 „Recognise“-Zustand: Einmaliges Auslösen des Transponders

Der so genannte Recognise-Zustand ist der normale Bedienungsfall des Q3007, d.h.

eine Person, deren Finger eingelernt ist, möchte ein Transpondersignal auslösen, um

z.B. eine Tür mit einem digitalen Schließzylinder zu öffnen oder um den Transponder

innerhalb eines Schließplans zu programmieren.

Hierzu gehen Sie bitte wie folgt vor:

1. Drücken Sie kurz (ca. 0,5 Sek.) die Taste des Q3007, anschließend blinkt die LED

grün.

2. Ziehen Sie nun Ihren eingelernten Finger über den Sensor: Achten Sie darauf,

dass er hierbei die gleiche Position wie beim Einlernvorgang hat.

3. War der Erkennungsversuch erfolgreich, leuchtet die LED grün und der Transponder

löst aus.

Leuchtet die LED rot, war der Erkennungsversuch nicht erfolgreich. Warten Sie dann

kurz, bis die LED wieder grün blinkt und probieren Sie einfach noch einmal.

Bitte beachten Sie:

• Es kann gelegentlich vorkommen, dass der Q3007 Ihren Finger nicht erkennt,

obwohl er ordnungsgemäß eingelernt ist.

• Wird der Finger mit einmaligem roten Blinken zurückgewiesen, war die Qualität

der Fingerspur nicht ausreichend. Dies kann z.B. daran liegen, dass Ihr Finger

nicht ordentlich über den Sensor gezogen wurde (zu schnell, nicht gerade oder

nicht gleichmäßig) oder die Sensoroberfläche verschmutzt ist. Wenn ein Finger

zu trocken ist, kann es vorkommen, dass er über den Sensor „rattert“. Bitte wiederholen

Sie dann Ihren Eingabeversuch, bzw. feuchten Sie vorher den Finger

eventuell durch Anhauchen o.ä. an. Mit etwas Übung werden Sie den „Dreh“ aber

schnell heraus haben.

• Konnten die Merkmale Ihres Fingers keinem der eingelernten Finger zugeordnet

werden, blinkt die Diode zweimal rot. Dann haben Sie vielleicht doch versehentlich

einen nicht eingelernten Finger präsentiert. Oder Sie haben diesen Finger

beim Einlernen ganz anders über den Sensor gezogen als eben. (z.B. verdreht

oder mit mehr oder weniger Fingerspitze).

Tipp:

Nicht jeder Finger einer Person wird gleich sicher wiedererkannt. Wenn Sie mit einem

Finger häufig nicht erkannt werden, lernen Sie einen anderen Finger ein.

Zu trockene Finger können den Erkennungsprozeß erschweren. Bitte sorgen

Sie dann durch Anfeuchten, Anhauchen o.ä. für Abhilfe.


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Biometrietransponder Q3007

3.0 „Delete“-Zustand: Löschen von Fingern

Es können sowohl einzelne, eingelernte Finger als auch alle Finger aus dem Speicher

gelöscht werden.

Werden normale Finger (kein Administrator-Finger) gelöscht, dann werden die anderen

eingelernten Finger nicht gelöscht. Hierzu ist kein Administrator-Finger notwendig

(jeder normale User kann sich selbst löschen).

Wird einer der beiden Administrator-Finger gelöscht, werden automatisch alle Finger

gelöscht. Die beiden ersten Finger, die anschließend eingelernt werden, sind automatisch

wieder Administrator-Finger.

Zum Löschen wie folgt vorgehen:

1. Transpondertaste kurz drücken und warten, bis LED grün blinkt.

2. Taste erneut drücken und mindestens 3 Sek. gedrückt halten, bis LED gelb blinkt,

Taster loslassen.

3. Taste erneut drücken und mindestens 3 Sek. gedrückt halten, bis LED rot blinkt,

Taster loslassen. Nun sind Sie im Löschen Zustand ("Delete"-Zustand).

4. Finger über den Sensor ziehen.

5. War der Erkennungsversuch erfolgreich, leuchtet die LED grün. Handelt es sich

um einen normalen Finger (Benutzer-Finger), so wird nur dieser gelöscht, handelt

es sich um einen der beiden Administrator-Finger, so werden alle Finger gelöscht.

Das Löschen aller Finger kann bis zu 15 Sekunden dauern. Während dessen

blitzt die Diode rot im 2 Sekunden Takt.

6. Leuchtet die LED gelb, war der Erkennungsversuch nicht erfolgreich. Warten Sie

dann kurz, bis die LED wieder rot blinkt und probieren Sie einfach noch

einmal

4.0 Transparent Modus

Es ist möglich den Biometrietransponder in einen so genannten Transparent-Modus

zu versetzen. In diesem Modus wird die biometrische Abfrage für 5 Minuten unterbrochen,

und der Biometrietransponder kann wie ein normaler Transponder genutzt werden

(einfacher Tastendruck reicht, um Türen zu öffnen). Nach Ablauf der ca. 5 Minuten

fällt der Biometrietransponder wieder in den Standby-Modus zurück.

Den Transparent-Modus benötigt man z.B. zum Scharf-/Unscharfschaltung von

Alarmanlagen (bei installiertem SV Blockschloss VdS) oder wenn man innerhalb kurzer

Zeit mehrer Türen begehen möchte.


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Biometrietransponder Q3007

Um in den Transparent-Modus zu gelangen, wie folgt vorgehen:

1. Transpondertaste lang drücken (länger als 1,5 Sek. < 3 Sek.). Die LED blinkt

schnell grün.

2. Finger über Sensor ziehen (LED leuchtet bei erkanntem Finger grün).

3. Der Biometrietransponder löst aus und schaltet in den Transparent-Modus. Die

LED blitzt rot.

4. Beim Drücken des Tasters wird ausgelöst und die LED leuchtet grün, anschließend

wieder rotes Blitzen.

Nach 5 Minuten schaltet der Transponder den Transparent-Modus ab, und befindet

sich wieder im Standby-Modus.

Der Transparent-Modus kann auch manuell abgeschaltet werden, indem man vor

dem automatischem Abschalten den Transpondertaster so lange betätigt bis die grüne

LED aus geht (ca. 1,5 Sek).

5.0 Programmieren des Transponders

mit der SimonsVoss Software

Die Funktion „Gültigkeit einstellen“ sowie der „Quasi-Proximitymodus“ stehen für den

Q3007 nicht zur Verfügung!

6.0 Batteriewechsel

Zum Auswechseln der Batterien Batteriedeckel nach unten schieben und dann entfernen.

Alte Batterie herausnehmen und Neue einführen. Dabei unbedingt die richtige

Polarität beachten (diese ist im Boden des Batteriefachs eingeprägt).


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7.0 Technische Daten

Biometrietransponder Q3007

Abmessungen H x B x T 65 x 32 x18 mm

Gewicht 22 g

Farbe Grau, Taster Blau

Betätigungsentfernung

Schließzylinder

Betätigungsentfernung

Smart Relais

Schutzklasse IP 54

ca. 40 cm (wenn Transponder (Längsrichtung

des Transponders) parallel zur

Zylinderantenne gehalten wird)

ca. 120 cm (wenn Transponder parallel

zur Antenne des Smart Relais)

Arbeitstemperaturbereich 0°C bis 40°C ohne Betauung

Batterietyp 3 V DC Lithium Batterie Typ CR-1/3N


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Biometrietransponder Q3007

8.0 Zusammenfassung der Diodensignale

Leuchtdiode Zustand

aus Standby

aus bewegter Finger auf dem Sensor und anschließender

Vergleich mit gelernten Fingermustern,

bitte warten (max. 4 Sekunden)

Langsames grünes Blinken Recognise-Zustand, warten auf Finger

(max. 30 Sekunden)

Schnelles grünes Blinken Freischaltung für Transparent-Zustand, warten

auf Finger (max. 30 Sekunden)

1x grün blinken Erfolgreiche Aktion (Erkennen, Lernen,

Speichern, Löschen, Auslösen)

Langsames gelbes Blinken Freischaltung für Lern-Zustand, warten auf Administrator-Finger

(max. 30 Sekunden)

Schnelles gelbes Blinken Learn-Zustand, warten auf Finger

(max. 30 Sekunden)

Gelbes Blitzen Speichern gelernter Finger, bitte warten

(max. 15 Sekunden)

1x oder 2x gelb blinken Fehlermeldung im Delete-Zustand

(vgl. 1x oder 2x rot blinken)

Langsames rotes Blinken Delete-Zustand, warten auf Finger

(max. 30 Sekunden)

Rotes Blitzen Löschen gelernter Finger, bitte warten

(max. 15 Sekunden)

Rotes Blitzen Transparent Zustand (max. 5 Minuten)

1x rot blinken Aktion war nicht erfolgreich

2x rot blinken Finger nicht erkannt

Rot, 0 bis 6 mal grün, rot Abfrage der Anzahl eingelernter Finger


BIOMETRIELESER Q3008

Stand: Juli 2007


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HANDBUCH - BIOMETRIELESER Q3008

1.0 ALLGEMEINES. ______________________________________4

1.1 Sicherheitshinweise ______________________________________ 4

1.2 Produktbeschreibung_____________________________________ 5

2.0 ÜBERSICHT ÜBER DIE FUNKTIONSWEISE. _______________6

2.1 Funktionsübersicht ______________________________________ 6

2.2 Grundsätzliches zur Bedienung ____________________________ 6

2.3 Betriebszustände ________________________________________ 8

2.4 Bedienung ______________________________________________ 8

3.0 PROGRAMMIERUNG.__________________________________9

3.1 Inbetriebnahme __________________________________________ 9

3.2 Programmierung weiterer Fingerabdrücke (User)_____________ 10

4.0 ÖFFNUNGSVORGANG (RECOGNIZE).___________________11

5.0 ZUORDNUNG DER FINGERABDRÜCKE ZU DEN

TRANSPONDER-IDS. _________________________________12

6.0 ERSETZEN VON FINGERABDRÜCKEN.__________________13

7.0 ABFRAGE DER ANZAHL DER EINGELERNTEN FINGER. ___14

8.0 LÖSCHEN EINES SPEZIELLEN FINGERABDRUCKES. _____14

9.0 LÖSCHEN ALLER FINGERABDRÜCKE.__________________15

10.0 AUSLESEN DES BIOMETRIELESERS. ___________________15

11.0 MASTERFINGERMODUS. _____________________________16

11.1 Inbetriebnahme – Programmierung von Masterfingern ________ 16

11.2 Programmierung von Nutzerfingern ________________________ 17

11.3 Öffnungsvorgang _______________________________________ 18

11.4 Löschen von speziellen Fingerabdrücken ___________________ 18

11.5 Löschen aller Fingerabdrücke_____________________________ 18

11.6 Rücksetzen des Biometrielesers___________________________ 19

12.0 MANIPULATIONSWARNUNG. __________________________19

13.0 BEDEUTUNG DER LED-SIGNALE. ______________________20

14.0 BATTERIEWARNUNG. ________________________________20

15.0 BATTERIEWECHSEL. ________________________________21

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HANDBUCH - BIOMETRIELESER Q3008

16.0 MONTAGE. _________________________________________21

17.0 SONDERFUNKTIONEN. _______________________________22

17.1 Geistiger Verschluss für SimonsVoss VdS Blockschloss 3066 _ 22

17.2 Sonstiges______________________________________________ 22

18.0 TECHNISCHE DATEN. ________________________________23

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1.0 ALLGEMEINES.

HANDBUCH - BIOMETRIELESER Q3008

Bitte nehmen Sie sich 15 Minuten Zeit und machen Sie

sich mit Hilfe dieser Anleitung mit der Funktionsweise

Ihres Biometrielesers Q3008 vertraut.

Zur Montage des Gehäuses ist ein Torx-Schlüssel der

Größe TX6 notwendig.

1.1 Sicherheitshinweise

Vorsicht! – Die in diesem Produkt verwendete Batterie kann bei Fehlbehandlung eine

Feuer- oder Verbrennungsgefahr darstellen. Diese Batterie nicht aufladen, öffnen,

über 100°C erhitzen oder verbrennen. Nicht kurzschließen!

Es sind nur Batterien zu verwenden, welche von SimonsVoss freigegeben sind!

Alte bzw. verbrauchte Batterien fachgerecht entsorgen, und nicht in Reichweite von

Kindern aufbewahren!

Ein Vertauschen der Polarität kann zu Beschädigungen des Biometrielesers Q3008

führen!

Achten Sie darauf, dass der Biometrieleser Q3008 nicht verschmutzt oder verkratzt

wird, der Leser nicht zu Boden fällt oder sonstigen starken Stößen ausgesetzt wird.

Es ist unbedingt darauf zu achten, dass das Gerät nicht direktem Kontakt mit Feuchtigkeit

sowie Temperaturen unter +5°C ausgesetzt wird.

Der Biometrieleser darf nur im Innenbereich eingesetzt werden.

Der Masterfingermodus sollte nur bei Installationen im gesicherten Innenbereich und

sehr wenigen Türen angewendet werden.

Den Leser nach Inbetriebnahme unverzüglich programmieren, um einen Missbrauch

wirksam zu verhindern.

Schlechte oder nicht erkannte Finger stellen keinen Mangel dar. Wenn aufgrund von

trockenen Fingern bzw. der körperlichen Fingerstruktur eine schlechte Erkennung

stattfindet, kann SimonsVoss Technologies AG hierfür keine Haftung übernehmen.

Die Konfigurierung eines SimonsVoss Biometrielesers Q3008 setzt Kenntnisse im

Umgang mit dem Produkt und der SimonsVoss Software voraus. Deshalb sollte die

Programmierung des Biometrielesers Q3008 nur durch geschultes Fachpersonal erfolgen.

Für Schäden durch fehlerhafte Programmierung übernimmt die SimonsVoss

Technologies AG keine Haftung.

Durch fehlerhaft programmierte oder defekte Biometrieleser Q3008 kann der Zugang

durch eine Tür versperrt werden. Für Folgen, wie versperrter Zugang zu verletzten

oder gefährdeten Personen, Sachschäden oder anderen Schäden haftet die Simons-

Voss AG nicht.

4


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HANDBUCH - BIOMETRIELESER Q3008

Die SimonsVoss Technologies AG behält sich das Recht vor, Weiterentwicklungen

sowie Produktänderungen ohne Vorankündigung durchzuführen. Aufgrund dessen

können Beschreibungen und Darstellungen dieser Dokumentation von den jeweils aktuellsten

Produkt- und Softwareversionen abweichen.

Sollten Abweichungen von Inhalten in Fremdsprachenversionen der Dokumentation

bestehen, gilt im Zweifelsfalle das deutsche Original.

Die Dokumentation wurde nach bestem Wissen erstellt, evtl. Fehler bzw. Irrtümer

können aber nicht ausgeschlossen werden. Es kann daher weder eine Garantie noch

die juristische Verantwortung für Konsequenzen, die auf Fehler dieses Handbuches

zurückzuführen sind, übernommen werden

1.2 Produktbeschreibung

Der Biometrieleser Q3008 ist ein digitaler „Schlüssel“ (Transponder) zur Wandmontage,

der nach Erkennung eines berechtigten Fingerabdrucks berührungslos über Funk

SimonsVoss Schließungen öffnet. Der Leser zeichnet sich gegenüber z.B. einer Pin-

Code Tastatur dadurch aus, dass er mit einem hochempfindlichen Atmel Fingerprint

Streifensensor ausgestattet ist. Ein in den Leser integrierter Hochleistungsprozessor

vergleicht eingelernte mit am Sensor gelesenen Fingerabdrücken. Bei Erkennung

wird die Schließung angesprochen und kann geöffnet werden. Dadurch ist maximale

Sicherheit gegen unbefugte Nutzung durch Dritte gewährleistet. Der Biometrieleser

Q3008 ist daher insbesondere für Anwendungen geeignet, in denen nur wenige Türen

von wenigen Mitarbeitern begangen werden sollen oder zur zusätzlichen Absicherung

von Türen oder für den Zutritt zu Hochsicherheitsbereichen.

Zur Konfiguration des Systems muss sowohl der Biometrieleser mit der SimonsVoss

Programmiersoftware programmiert als auch ein Finger eingelernt werden. Anschließend

wird, nach Erkennung des berechtigten Fingermusters, die zugehörige Schließung

freigegeben.

Bei dem hier erworbenen Biometrieleser Q3008 handelt es sich um ein Produkt, das

nur im Innenbereich (IP41) genutzt werden kann. Das Produkt besitzt eine eigene

Stromversorgung und kann somit völlig autark betrieben werden. Die Montage fällt

sehr einfach aus, da jeglicher Verkabelungsaufwand entfällt.

Diese Komponente integriert sich aufgrund der Modularität nahtlos in das Simons-

Voss System 3060 und kann wie alle SimonsVoss Komponenten mit der Schließplansoftware

programmiert werden.

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HANDBUCH - BIOMETRIELESER Q3008

2.0 ÜBERSICHT ÜBER DIE FUNKTIONSWEISE.

2.1 Funktionsübersicht

Der Biometrieleser Q3008 besteht aus den Komponenten:

• Biometrische Auswertung

• Integrierter digitaler Transponder, der die zugehörige Schließung öffnet,

wenn er nach erfolgreicher biometrischer Auswertung ausgelöst wird.

Mit dem Biometrieleser Q3008 sind Sie somit jederzeit in der Lage, alle SimonsVoss

Schließungen (z.B. Zylinder, Smart Relais, sogar Scharfschalteinheiten etc.) mittels

Biometrie anzusprechen.

Es können bis zu 50 unterschiedliche Fingerabdrücke eingelernt werden. Hierbei

wird jedem Finger eine eigene Transponder-ID (TID) zugeordnet. Darüber hinaus ist

es möglich, in SimonsVoss Schließungen (mit ZK-Funktion, d.h. Zutrittskontroll- und

Zeitzonensteuerung) einer Person auch zeitlich eingeschränkten Zugang zum Gebäude

zu gewähren, sowie zu protokollieren, welche Person wann Zutritt hatte.

2.2 Grundsätzliches zur Bedienung

Der Biometrieleser Q3008 scannt Fingerabdrücke mit Hilfe eines Streifensensors.

Daher wird der Finger nicht aufgelegt, sondern muss über den Sensor (das kleine

graue Rechteck in der schwarzen Fingerführung) gezogen werden.

Dabei ist zu beachten:

Die Qualität des eingelernten Fingerabbildes ist entscheidend für die spätere schnelle

und einfache Wiedererkennung Ihres Fingers.

Deshalb sollte der einzulernende bzw. zu erkennende Fingerabdruck immer in gleicher

Weise über den Sensor gezogen werden!

Dabei das vorderste Glied des eingelernten bzw. einzulernenden Fingers auf die Fingerführung

über den Sensor aufsetzen und mit konstanter Geschwindigkeit und leichtem

Druck, wie in den Bildern dargestellt, von oben nach unten (Richtung LED) über

den Streifensensor ziehen. Durch die Konstruktion des Gehäuses wird der Finger

durch die seitlich erhöhten Wände sehr gut geführt. Dadurch wird eine Fehlbedienung

des Lesers weitestgehend ausgeschlossen.

Der Streifensensor kann so den Finger zeilenweise abtasten und im integrierten Prozessor

wieder zu einem kompletten Bild zusammensetzen. Stimmt das zusammengesetzte

Bild mit einem abgespeicherten Bild überein, löst der Transponder aus.

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HANDBUCH - BIOMETRIELESER Q3008

Bild 1

Bild 2

Bild 3

Biometrieleser durch Auflegen des Fingers auf

die Fingerführung (siehe Kapitel 2.4)

einschalten, und anschließend Finger oben

am Sensor ansetzen.

Finger mit gleichmäßiger Geschwindigkeit und

unter leichtem Druck über den Sensor ziehen.

Dabei den Finger immer gerade und gestreckt

halten, diesen nicht abrollen o.ä.

Beim Einscannen des Fingers bitte darauf achten, dass der Finger immer mit dem

Sensor in Kontakt bleibt. Das heißt, Sie sollten während des Scanvorganges leichten

Druck auf den Sensor ausüben.

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2.3 Betriebszustände

HANDBUCH - BIOMETRIELESER Q3008

Der Biometrieleser Q3008 unterscheidet fünf verschiedene Betriebszustände:

Zustand: Erläuterung:

Standby Der Biometrieleser befindet sich im Ruhezustand und verbraucht nur

sehr wenig Energie.

Öffnung

(Recognize)

Programmierung

(Learn)

Löschen

(Delete)

Der „Recognize“-Zustand ist der Zustand vor dem Öffnen einer Tür.

Nach Erkennung eines berechtigten Fingerabdrucks wird die Schließung

über Funk angesprochen und kann betätigt werden.

In diesem Zustand werden die zugehörigen integrierten Transponder

(max. 50 Stück) mittels der SimonsVoss Software programmiert bzw.

zurückgesetzt.

Es können maximal bis zu 50 unterschiedliche Fingerabdrücke abgespeichert

werden.

Im „Delete“-Zustand können eingelernte Fingerabdrücke gelöscht

werden. Gezieltes Löschen einzelner Fingermuster ist ebenso möglich

wie das Löschen aller Fingerabdrücke.

Batteriewarnung Ein Batteriewarnsystem signalisiert rechtzeitig, wenn ein Batteriewechsel

nötig wird.

2.4 Bedienung

Nach Inbetriebnahme und Konfiguration des Biometrieleser Q3008 stellt dieser zusammen

mit einer SimonsVoss Schließung einen so genannten „geistigen Verschluss“

innerhalb des Systems 3060 dar. Die genaue Vorgehensweise zur Programmierung

der einzelnen Fingerabdrücke bzw. die Programmierung der zugehörigen

Transponderdatensätze sowie die Nutzung des Biometrieleser Q3008 werden in

den folgenden Kapiteln eingehend beschrieben.

Fingerführung

Sensor

LED

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3.0 PROGRAMMIERUNG.

HANDBUCH - BIOMETRIELESER Q3008

In den nachfolgenden Kapiteln wird der Programmierprozess eingehend beschrieben.

Bei Verwendung des Biometrielesers in Kleinstschließanlagen, schauen Sie bitte unter

Kapitel 11.0 Masterfingermodus.

Nach Batteriewarnung keine Programmiervorgänge vornehmen, sondern zuerst die

Batterie wechseln. Siehe hierzu Kapitel 15.0 BATTERIEWECHSEL.

3.1 Inbetriebnahme

Achtung: Der Biometrieleser 3008 muss als Schließung (Biometrieleser) im Schließplan

angelegt werden und die Nutzer als Transpondertyp Biometrieleser-Benutzer.

Nutzer (Transponder-IDs) und Fingerabdrücke können nur vor Ort mit der SmartLSM

und dem SmartCD am Biometrieleser eingelernt werden.

Gehen Sie bitte wie folgt vor:

1. Schließplan in der SimonsVoss Software anlegen.

2. „Biometrieleser“ als Schließung�Biometrieleser anlegen.

3. Schließung anlegen (z.B. Schließzylinder).

4. Transponder mit der Option Biometrieleser-Benutzer anlegen.

5. Berechtigung jeweils für den „Biometrieleser“ und die entsprechende Schließung

vergeben.

6. SmartCD an PC anschließen und in die Kommunikationsreichweite des „Biometrieleser“

bringen.

7. Biometrieleser markieren und die Funktion „Programmierung � Schließung“

in der Programmiersoftware starten. Hiermit erfolgt die Grundkonfiguration des

Biometrielesers.

8. Nach erfolgreicher Programmierung wird dieses durch ein Pop-up Fenster angezeigt,

der gelbe Programmierblitz bleibt aber im Schließplan erstmal erhalten.

9. SmartCD in die Kommunikationsreichweite der anzusprechenden Schließung

bringen.

10. Entsprechende Schließung, welche mit dem Biometrieleser angesprochen werden

soll, markieren und die Funktion „Programmierung � Schließung“ in der

Programmiersoftware starten. Hiermit erfolgt die Grundkonfiguration der Schließung.

11. Nach erfolgreicher Programmierung wird dieses durch ein Pop-up Fenster angezeigt.

Die folgenden Programmierschritte erfolgen via PDA und SmartLSM vor Ort:

12. Schließplan komplett exportieren (Pocket PC).

13. SmartCD in die Kommunikationsreichweite des „Biometrielesers“ bringen.

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HANDBUCH - BIOMETRIELESER Q3008

14. In der SmartLSM die Funktion Schließungen „Auslesen“ starten. Der Biometrieleser

wird erkannt und ausgelesen.

15. Die Funktion „Transponder ändern“ anwählen und mit „Ausführen“ starten.

16. Entsprechenden Transponder (Biometrieleser-Benutzer) anwählen, und die

Funktion „Programmierung“ starten.

17. Während der Transponderprogrammierung wechselt der Biometrieleser automatisch

in den Learn-Modus (LED blinkt gelb), und Sie werden aufgefordert, einen

Finger über die Fingerführung zu ziehen.

18. Einzulernenden Finger über Sensor ziehen.

19. Wenn der Fingerabdruck erkannt wurde, leuchtet die LED des Biometrielesers

zweimal lang grün.

20. Bei erfolgreicher Programmierung erscheint in der SmartLSM die Meldung

„Programmierung erfolgreich“. Somit ist der Fingerabdruck erfolgreich abgespeichert

worden.

21. Nach Re-Import des Schließplanes verschwinden die Programmierblitze sowohl

beim Transponder als auch beim Biometrieleser (wenn alle Transponder programmiert

wurden).

3.2 Programmierung weiterer Fingerabdrücke (User)

Um weitere Nutzer einzulernen, gehen Sie bitte wie folgt vor:

1. Transponder mit der Option Biometrieleser-Benutzer anlegen.

2. Berechtigung jeweils für den „Biometrieleser“ und die entsprechende Schließung

(z.B. Schließzylinder) vergeben.

3. Schließplan komplett exportieren (Pocket PC).

4. SmartCD vor Ort in die Kommunikationsreichweite des „Biometrielesers“ bringen.

5. In der SmartLSM die Funktion Schließungen „Auslesen“ starten.

6. Die Funktion „Transponder ändern“ anwählen und mit „Ausführen“ starten.

7. Entsprechenden Transponder (Biometrieleser-Benutzer) anwählen, und die

Funktion „Programmierung“ starten.

8. Während der Transponderprogrammierung wechselt der Biometrieleser automatisch

in den Learn-Modus (LED blinkt gelb), und Sie werden aufgefordert, einen

Finger über die Fingerführung zu ziehen.

9. Finger über Sensor ziehen.

10. Wenn der Fingerabdruck erkannt wurde, leuchtet die LED des Biometrielesers

zweimal lang grün.

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HANDBUCH - BIOMETRIELESER Q3008

11. Bei erfolgreicher Programmierung erscheint in der SmartLSM die Meldung

„Programmierung erfolgreich“. Somit ist der Fingerabdruck erfolgreich im Biometrieleser

abgespeichert worden.

12. Wenn weitere Finger eingelernt werden sollen, bitte wieder bei Punkt 4 fortfahren.

Hierfür müssen vorher weitere Transponder mit der Option Biometrieleser-

Benutzer (siehe Punkt 1) in der Software angelegt und mit Berechtigungen versehen

worden sein.

13. SmartCD vor Ort in die Kommunikationsreichweite der anzusprechenden

Schließung bringen.

14. In der SmartLSM die Funktion „Durchführen“ starten.

15. Bei erfolgreicher Programmierung erscheint in der SmartLSM die Meldung

„Programmierung erfolgreich“. Somit sind die neuen Biometrieleser-Benutzer

erfolgreich in der Schließung abgespeichert worden.

16. Nach Import des Schließplanes verschwinden die Programmierblitze sowohl

beim Biometrieleser-Benutzer als auch beim Biometrieleser (falls alle

Transponder (Biometrieleser-Benutzer) sowie die entsprechende Schließung

programmiert wurden).

4.0 ÖFFNUNGSVORGANG (RECOGNIZE).

Der so genannte Recognize-Zustand ist der normale Bedienungsfall des Biometrielesers

Q 3008, d.h. eine Person, deren Fingerabdruck eingelernt wurde, möchte z.B.

eine Tür mit einem digitalen Schließzylinder öffnen.

Hierzu gehen Sie bitte wie folgt vor:

1. Durch Auflegen des Fingers auf die Fingerführung wird durch einen integrierten

Näherungssensor der Biometrieleser eingeschaltet. Nach ca. 0,5 sec blinkt die

LED grün.

2. Anschließend ziehen Sie nun Ihren eingelernten Finger mit leichtem Druck über

den Sensor und zwar so, dass das oberste Fingerglied komplett über den Sensor

streicht (siehe Bilder Kapitel 2.2): Achten Sie darauf, dass er hierbei ungefähr die

gleiche Position wie beim Einlernvorgang hat.

3. War der Erkennungsversuch erfolgreich, und der integrierte Transponder wurde

zuvor erfolgreich programmiert, leuchtet die LED zweimal grün und der Biometrieleser

löst aus.

Leuchtet die LED rot, war der Erkennungsversuch nicht erfolgreich. In diesem Falle

müssen Sie wieder bei Punkt 1 beginnen.

Sollten Sie den Finger zu schnell über den Sensor gezogen haben, blinkt die LED

einmal kurz rot und dann wieder grün. Bitte den Finger nochmals, allerdings etwas

langsamer, über den Sensor ziehen.

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HANDBUCH - BIOMETRIELESER Q3008

Wenn der Finger erkannt wurde, leuchtet die LED grün. Falls aber die Schließung

nicht erreicht wurde, leuchtet die LED anschließend wieder rot. In diesem Falle

nochmals bei Punkt 1 beginnen.

Bitte beachten Sie:

• Es kann gelegentlich vorkommen, dass der Q3008 Ihren Finger nicht erkennt,

obwohl er ordnungsgemäß eingelernt ist.

• Wird der Finger mit einem roten Leuchten der LED zurückgewiesen, war die

Qualität der Fingerspur nicht ausreichend. Dies kann z.B. daran liegen, dass Ihr

Finger nicht ordentlich über den Sensor gezogen wurde (nicht gerade oder nicht

gleichmäßig etc.) oder die Sensoroberfläche verschmutzt ist. Wenn ein Finger zu

trocken ist, kann es vorkommen, dass er über den Sensor „rattert“. Bitte wiederholen

Sie dann Ihren Eingabeversuch, bzw. feuchten Sie vorher den Finger

eventuell durch Anhauchen o.ä. an.

• Konnten die Merkmale Ihres Fingers keinem der eingelernten Finger zugeordnet

werden, leuchtet die Diode rot. Dann haben Sie vielleicht doch versehentlich einen

nicht eingelernten Finger präsentiert. Oder Sie haben diesen Finger beim

Einlernen ganz anders über den Sensor gezogen als beim Öffnungsvorgang.

(z.B. verdreht oder mit mehr oder weniger Fingerspitze).

Tipp:

Nicht jeder Finger einer Person wird gleich sicher wieder erkannt. Wenn ein Finger

häufig nicht erkannt werden sollte, lernen Sie bitte einen anderen Finger ein.

Zu trockene Finger können den Erkennungsprozeß evtl. erschweren. Bitte sorgen

Sie dann durch Anfeuchten, Anhauchen o.ä. für Abhilfe.

5.0 ZUORDNUNG DER FINGERABDRÜCKE ZU DEN TRANSPON-

DER-IDS.

Den bis zu 50 unterschiedlichen Fingerabdrücken sind 50 unterschiedliche

Transponder-IDs zugeordnet. Um die 50 unterschiedlichen Fingerabdrücke nutzen

bzw. unterscheiden zu können, müssen diese einzeln programmiert werden.

Jeder zugewiesene Fingerabdruck besitzt eine eigene Transponder-ID (TID); die

TIDs werden bei einem Zutritt in den SimonsVoss Schließungen gespeichert, wenn

diese über eine ZK-Funktion (d.h. Zutrittskontrolle) verfügen. Somit kann genau

nachverfolgt werden, welche Nutzer wann Zutritt erhalten hat.

Deshalb ist unbedingt darauf achten, dass bei der Programmierung die Zuordnung

eingehalten wird. Ansonsten kann der Zutritt zur Schließung nicht gewährleistet werden.

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HANDBUCH - BIOMETRIELESER Q3008

6.0 ERSETZEN VON FINGERABDRÜCKEN.

Es ist jederzeit möglich vorhandene Fingerabdrücke durch neue zu ersetzen z.B.

wenn ein Mitarbeiter das Unternehmen verlassen hat bzw. er an dieser Tür kein Zutritt

mehr haben soll.

Nach Batteriewarnung keine Programmiervorgänge vornehmen, sondern zuerst die

Batterie wechseln. Siehe hierzu Kapitel 15.0 BATTERIEWECHSEL.

Gehen Sie bitte wie folgt vor:

1. Schließplan mit Hilfe der SimonsVoss Software öffnen.

2. Schließplan exportieren (Pocket PC).

3. SmartCD in die Kommunikationsreichweite des „Biometrielesers“ bringen.

4. In der SmartLSM die Funktion Schließungen „Auslesen“ starten.

5. Die Funktion „Transponder ändern“ anwählen und mit „Ausführen“ starten.

6. Entsprechenden Transponder (Biometrieleser-Benutzer) anwählen, und die

Funktion „Programmierung“ starten.

7. Während der Transponderprogrammierung wechselt der Biometrieleser automatisch

in den Learn-Modus (LED blinkt gelb), und Sie werden aufgefordert einen

Finger über die Fingerführung zu ziehen.

8. Neuen Finger über Sensor ziehen.

9. Wenn der Fingerabdruck erkannt wurde, leuchtet die LED zweimal lang grün.

10. Bei erfolgreicher Programmierung erscheint in der SmartLSM die Meldung „Programmierung

erfolgreich“. Somit ist der Fingerabdruck erfolgreich abgespeichert

worden.

11. Nach Import des Schließplanes verschwinden die Programmierblitze sowohl

beim programmierten Transponder (Biometrieleser-Benutzer) als auch beim Biometrieleser

(falls alle Transponder (Biometrieleser-Benutzer) programmiert

wurden).

Zum Ersetzen weiterer Finger bitte nochmals bei Punkt 3 beginnen.

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HANDBUCH - BIOMETRIELESER Q3008

7.0 ABFRAGE DER ANZAHL DER EINGELERNTEN FINGER.

Die Anzahl der bereits eingelernten Finger bzw. Transponder-IDs können Sie jederzeit

abfragen. Gehen Sie dazu bitte wie folgt vor:

1. Schließplan mit Hilfe der SimonsVoss Software öffnen.

2. Schließplan exportieren (PocketPC).

3. SmartCD in die Kommunikationsreichweite des „Biometrielesers“ bringen.

4. Die Funktion „Auslesen“ anwählen.

5. Die Funktion „Trans. Ändern“ anwählen

6. Funktion „Ausführen“ anwählen

7. In der angezeigten Liste sind alle Nutzer aufgeführt, wobei die bereits zugelassenen

Biometrieleser-Benutzer ein dickes schwarzes Kreuz besitzen.

8.0 LÖSCHEN EINES SPEZIELLEN FINGERABDRUCKES.

Nach Batteriewarnung keine Programmiervorgänge vornehmen, sondern zuerst die

Batterie wechseln. Siehe hierzu Kapitel 15.0 BATTERIEWECHSEL.

Zum Löschen eines bestimmten Fingerabdrucks gehen Sie bitte wie folgt vor:

1. Schließplan mit Hilfe der SimonsVoss Software öffnen.

2. Entsprechendes Berechtigungskreuz durch Anklicken aus dem Schließplan entfernen.

3. Schließplan exportieren (PocketPC).

4. SmartCD in die Kommunikationsreichweite des „Biometrielesers“ bringen.

5. Funktion „Auslesen“ anwählen.

6. Aufgabe „Trans. Ändern“ anwählen.

7. Funktion „Ausführen“ anwählen.

8. Entsprechenden Transponder auswählen.

9. Funktion „Program.“ anwählen.

10. Nach erfolgreicher Programmierung zeigt die SmartLSM „Programmierung erfolgreich“

und einen grünen Punkt an.

11. Schließplan wieder importieren.

Somit sind der Fingerabdruck und die Transponder-ID im Biometrieleser gelöscht.

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HANDBUCH - BIOMETRIELESER Q3008

9.0 LÖSCHEN ALLER FINGERABDRÜCKE.

Nach Batteriewarnung keine Programmiervorgänge vornehmen, sondern zuerst die

Batterie wechseln. Siehe hierzu Kapitel 15.0 BATTERIEWECHSEL.

Um alle gespeicherten Fingerabdrücke des Biometrieleser Q3008 gleichzeitig zu löschen,

muss dieser wieder komplett zurückgesetzt werden. Gehen Sie bitte folgendermaßen

vor:

1. Schließplan mit Hilfe der SimonsVoss Software öffnen.

2. Schließplan exportieren (PocketPC).

3. SmartCD in die Kommunikationsreichweite des Biometrielesers bringen.

4. Funktion: „Auswählen“ anklicken.

5. „Biometrieleser“ auswählen.

6. Funktion „Auslesen“ anwählen.

7. Funktion „Zurücksetzen“ anwählen und mit „Ausführen“ bestätigen

8. Schließanlagen-Passwort eingeben bzw. „Aus der Datenbank“ übernehmen und

„Starten“ anklicken.

9. Schließplan wieder importieren.

10.0 AUSLESEN DES BIOMETRIELESERS.

Es ist jederzeit möglich, den Biometrieleser auszulesen und die einprogrammierten

Transponder mittels der SimonsVoss Schließplansoftware zu ermitteln.

Dazu gehen Sie bitte wie folgt vor:

1. Schließplan mit Hilfe der SimonsVoss Software öffnen.

2. Schließplan exportieren (PocketPC).

3. SmartCD in die Kommunikationsreichweite des Biometrielesers bringen.

4. Das Feld „Auswählen“anklicken.

5. Biometrieleser anwählen.

6. Funktion: „Schließung auslesen“ in der SimonsVoss SmartLSM starten.

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11.0 MASTERFINGERMODUS.

HANDBUCH - BIOMETRIELESER Q3008

Speziell für kleine Schließanlagen wurde der Masterfingermodus entwickelt. Hierbei

wird der Biometrieleser einmalig programmiert, anschließend können Fingermuster

direkt am Biometrieleser eingelernt werden. Eine Unterscheidung anhand unterschiedlicher

Transponder-IDs (TID) kann nicht vorgenommen werden, da im Masterfingermodus

keine TIDs eingelernt werden.

Generell wird die Programmierung über die Programmiersoftware von SimonsVoss

empfohlen.

Es ist jederzeit möglich, den Masterfingermodus wieder zu verlassen. Hierzu müssen

alle eingelernten Fingerabdrücke (einschließlich Masterfinger) gelöscht werden.

Nach Batteriewarnung keine Programmiervorgänge vornehmen, sondern zuerst die

Batterie wechseln. Siehe hierzu Kapitel 15.0 BATTERIEWECHSEL.

11.1 Inbetriebnahme – Programmierung von Masterfingern

In den nachfolgenden Kapiteln wird der Programmierprozess im Masterfingermodus

eingehend beschrieben.

Achtung: Die ersten beiden eingelernten Fingerabdrücke sind automatisch die Masterfinger.

Ein Masterfinger kann nicht gleichzeitig als Nutzerfinger programmiert werden

(wird beim Einlernvorgang durch 4x rotes blinken abgewiesen). Im Unterschied

zum normalen Modus können den einzelnen Fingerabdrücken keine Transponder-IDs

(TID) zugeordnet werden, d.h. eine Unterscheidung der einzelnen Nutzer in der

Schließung ist nicht möglich. Im Masterfingermodus ist es möglich, mit dem Biometrieleser

an allen Schließungen der gleichen Anlage ein Öffnungsprotokoll durchzuführen.

Gehen Sie bitte wie folgt vor:

1. Schließplan in der SimonsVoss Software anlegen.

2. „Biometrieleser“ als Schließung�Biometrieleser anlegen.

3. Schließung anlegen (z.B. Schließzylinder).

4. SmartCD an PC anschließen und in die Kommunikationsreichweite des „Biometrieleser“

bringen.

5. Biometrieleser markieren und Funktion „Programmierung � Schließung“ in

der Programmiersoftware starten. Hiermit erfolgt die Grundkonfiguration des Biometrielesers.

6. Nach erfolgreicher Programmierung verschwindet der Programmierblitz im

Schließplan am entsprechenden Biometrieleser.

7. SmartCD in die Kommunikationsreichweite der Schließung bringen.

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HANDBUCH - BIOMETRIELESER Q3008

8. Entsprechende Schließung, welche mit dem Biometrieleser angesprochen werden

soll, markieren und die Funktion „Programmierung � Schließung“ in der

Programmiersoftware starten. Hiermit erfolgt die Grundkonfiguration der Schließung.

Die nächsten Schritte bitte direkt am Biometrieleser durchführen. Die ersten

beiden Fingerabdrücke sind automatisch die Masterfinger!

9. Finger auf den Sensor legen, um den Biometrieleser einzuschalten.

10. Der Biometrieleser wechselt automatisch in den Learn-Modus (LED blinkt langsam

gelb).

11. Einzulernenden Masterfinger über Sensor ziehen, solange die LED langsam

gelb blinkt. (Sollte die LED schnell gelb blinken (time out), warten bis die LED

komplett erlischt und von vorne beginnen.)

12. Wenn der Fingerabdruck erkannt wurde, leuchtet die LED lang grün (Erkennung

Fingerabdruck). Anschließend leuchtet die LED nochmals lang grün. Jetzt ist

der erste Masterfinger abgespeichert.

13. Um den zweiten Masterfinger (muss sich vom ersten Masterfinger unterscheiden!)

einzulernen bitte wieder bei Punkt 7 beginnen.

Erst nach erfolgreicher Speicherung beider Masterfinger können Nutzerfinger eingelernt

werden. Die Masterfinger sollten vom Schließanlagenadministrator o.ä. Personen

eingelernt werden, welche einen direkten Zugriff auf die Schließanlage besitzen.

Generell ist beim Einlernen der Masterfinger darauf zu achten, jeweils nur einen Finger

je Hand einzulernen.

11.2 Programmierung von Nutzerfingern

Die nächsten Schritte bitte direkt am Biometrieleser durchführen. Die ersten beiden

eingelernten Fingerabdrücke sind automatisch die Masterfinger!

1. Finger auf den Sensor legen, um den Biometrieleser einzuschalten. LED blinkt

langsam grün.

2. Einen der Masterfinger über den Sensor ziehen.

3. Der Biometrieleser wechselt automatisch in den Learn-Modus (LED blinkt langsam

gelb).

4. Einzulernenden Finger über Sensor ziehen, solange die LED langsam gelb

blinkt. (Sollte die LED Schnell gelb blinken (time out), warten bis die LED komplett

erlischt und von vorne beginnen.)

5. Wenn der Fingerabdruck erkannt wurde, leuchtet die LED lang grün (Erkennung

Fingerabdruck). Anschließend leuchtet die LED nochmals lang grün. Jetzt ist

der Nutzerfinger abgespeichert.

6. Um einen weiteren Nutzerfinger einzulernen bitte wieder bei Punkt 1 beginnen.

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11.3 Öffnungsvorgang

HANDBUCH - BIOMETRIELESER Q3008

Siehe hierzu Kapitel 4.0 ÖFFNUNGSVORGANG (RECOGNIZE).

11.4 Löschen von speziellen Fingerabdrücken

Zum Löschen eines bestimmten Fingerabdrucks gehen Sie bitte wie folgt vor:

1. Finger auf den Sensor legen, um den Biometrieleser einzuschalten. LED blinkt

langsam grün.

2. Einen der Masterfinger über den Sensor ziehen.

3. Der Biometrieleser wechselt automatisch in den Learn-Modus (LED blinkt langsam

gelb).

4. Warten bis die LED schnell gelb blinkt.

5. Dreimal Finger kurz auf die Fingerführung legen.

6. Der Biometrieleser wechselt automatisch in den Delete-Modus (LED blinkt langsam

rot).

7. Nutzerfinger über den Sensor ziehen.

8. LED leuchtet zweimal lang grün. Der Nutzerfinger wurde gelöscht.

11.5 Löschen aller Fingerabdrücke

Um alle gespeicherten Fingerabdrücke des Biometrieleser Q3008 gleichzeitig zu löschen

muss die komplette Fingerabdruckdatenbank komplett gelöscht werden. Gehen

Sie bitte folgendermaßen vor:

1. Finger auf den Sensor legen, um den Biometrieleser einzuschalten. LED blinkt

langsam grün.

2. Einen der Masterfinger über den Sensor ziehen.

3. Der Biometrieleser wechselt automatisch in den Learn-Modus (LED blinkt langsam

gelb).

4. Warten bis die LED schnell gelb blinkt.

5. Dreimal Finger kurz auf die Fingerführung legen.

6. Der Biometrieleser wechselt automatisch in den Delete-Modus (LED blinkt langsam

rot).

7. Masterfinger über den Sensor ziehen.

8. LED leuchtet zweimal lang grün. Alle bisher eingelernten Finger (auch die beiden

Masterfinger) sind gelöscht.

Die Schließanlagendaten im Biometrieleser bleiben hierbei erhalten. Nun können

wieder Masterfinger und Userfinger eingelernt werden. Der Biometrieleser steht dann

in der Schließanlage wieder zur Verfügung.

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11.6 Rücksetzen des Biometrielesers

HANDBUCH - BIOMETRIELESER Q3008

Um alle gespeicherten Fingerabdrücke des Biometrieleser Q3008 gleichzeitig zu

löschen (incl. der Schließanlagendaten) bzw. wenn Sie den Masterfinger-Modus wieder

verlassen wollen, muss die komplette Fingerabdruckdatenbank komplett

gelöscht und alle Schließanlagendaten zurückgesetzt werden. Gehen Sie bitte

folgendermaßen vor:

1. Schließplan mit der Schließplansoftware öffnen.

2. Entsprechenden Biometrieleser anwählen.

3. SmartCD an PC anschließen und in die Kommunikationsreichweite des „Biometrieleser“

bringen.

4. Biometrieleser markieren und Funktion „Programmierung � Schließung zurücksetzen“

in der Programmiersoftware starten.

5. Nach erfolgreicher Programmierung wird dieses durch ein Pop-up Fenster angezeigt.

Nun befindet sich der Biometrieleser wieder im Ursprungszustand, und kann für eine

andere Schließanlage genutzt werden.

12.0 MANIPULATIONSWARNUNG.

Nach dem 15. Fehlversuch, d.h. es wurde versucht, mit einem nicht einprogrammierten

Fingerabdruck den Biometrieleser zu bedienen, meldet der Biometrieleser einen

Manipulationsversuch. Dann blinkt die LED nach jeder Falschkennung 60 Sekunden

lang rot. In dieser Zeit werden keine Finger akzeptiert. Nach korrekter Erkennung

eines Fingerabdruckes wird der Manipulationszähler wieder auf Null zurückgesetzt.

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HANDBUCH - BIOMETRIELESER Q3008

13.0 BEDEUTUNG DER LED-SIGNALE.

Die eingebaute LED kann drei Farben darstellen: Grün, Gelb und Rot. Diese haben

folgende Bedeutungen:

• Grün Leser eingeschaltet, warten auf Fingerabdruck

Fingerabdruck erkannt, Öffnungssignal wird gesendet

Einlernvorgang Fingerabdruck war erfolgreich

• Gelb Batteriewarnung

Programmiermodus (Learn-Modus)

• Rot Fingerabdruck nicht erkannt

Löschvorgang (Delete-Modus)

Beim Einlernvorgang Fingerabdruck nicht erkannt

Versuch Masterfinger als Userfinger einzulernen

Maximal einzulernende Fingeranzahl erreicht

Schließung nicht erreicht

14.0 BATTERIEWARNUNG.

Um einen definierten Zustand des Biometrielesers Q3008 zu erreichen und um Bedienungsfehler

zu minimieren, wurde ein Batteriewarnsystem integriert.

Auf nachlassende Batteriekapazität wird frühzeitig aufmerksam gemacht. Ein Batteriewechsel

kann so rechtzeitig in die Wege geleitet werden.

Batteriewarnung: Der Öffnungsvorgang wird zeitlich versetzt durchgeführt. Die Diode

blinkt für 10 Sekunden GELB. Erst nach Ablauf der 10 Sekunden sendet der Biometrieleser

Q3008 den Öffnungsbefehl.

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15.0 BATTERIEWECHSEL.

HANDBUCH - BIOMETRIELESER Q3008

Generell darf der Batteriewechsel nur von geschultem Fachpersonal durchgeführt erden.

Zum Öffnen des Gehäuses ist ein Torx-Schlüssel der Größe TX6 notwendig.

Hierbei bitte wie folgt vorgehen:

1. Die beiden Schrauben im Gehäuseboden komplett herausschrauben.

2. Die Vorderseite des Gehäuses abnehmen.

3. Die Batterie aus der Halterung entnehmen.

4. Die neue Batterie einsetzen; der Pluspol muss hierbei nach rechts schauen,

siehe Markierung auf der Platine. (Achtung: Unbedingt auf die richtige Polung

achten!).

5. Das Gehäuse wieder aufstecken.

6. Die beiden Gehäuseschrauben von unten wieder in das Gehäuse schrauben.

Nach dem Batteriewechsel stehen alle Funktionen wieder zur Verfügung.

Beim Batteriewechsel unbedingt darauf achten, dass kein Wasser in das Gehäuse

eindringen kann bzw. die Elektronik nicht mit Wasser in Berührung kommt.

Während des Batteriewechsels bzw. unmittelbar nach Einlegen der Batterie darauf

achten, dass der Sensor bzw. die Fingerführung nicht berührt wird. Sonst kann es unter

Umständen zum Verlust der Schließanlagendaten kommen.

16.0 MONTAGE.

Generell darf die Montage nur von geschultem Fachpersonal durchgeführt werden.

Um den Biometrieleser an einer Wand, in der Nähe der zu öffnenden Schließung, zu

montieren, können die mitgelieferten Schrauben (incl. Dübel) verwendet werden. Zum

Öffnen des Gehäuses ist ein Torx-Schlüssel der Größe TX6 notwendig. Hierbei bitte

wie folgt vorgehen:

1. Die beiden Schrauben im Gehäuseboden komplett herausschrauben.

2. Die Vorderseite des Gehäuses abnehmen. Dabei unbedingt darauf achten, dass

der Biomterieleser nicht zu Boden fällt, oder anderen starken Stößen etc. ausgesetzt

wird.

3. Die entsprechenden Löcher in die Wand bohren, die Rückwand des Biometrielesers

kann hierbei als Bohrschablone verwendet werden.

4. Rückwand mit Hilfe der Schrauben an der Wand befestigen.

5. Das Gehäuse wieder aufstecken.

6. Die beiden Gehäuseschrauben von unten wieder in das Gehäuse schrauben.

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HANDBUCH - BIOMETRIELESER Q3008

Bei der Montage unbedingt darauf achten, dass der Dichtungsring korrekt anliegt und

kein Wasser in das Gehäuse eindringen kann bzw. die Elektronik nicht mit Wasser in

Berührung kommt.

17.0 SONDERFUNKTIONEN.

17.1 Geistiger Verschluss für SimonsVoss VdS Blockschloss 3066

Der Biometrieleser kann für das Scharfschalten von SimonsVoss Scharfschalteinheiten

(VdS Blockschloss 3066) verwendet werden. Hierbei montiert man den

Leser innerhalb der Sende-Reichweite der VDS Scharfschalteinheit. Nach Erkennung

des richtigen Fingerabdrucks wird die Scharfschalteinheit angesprochen und die

Alarmanlage über das Blockschloss scharf oder unscharf geschaltet.

Die VdS-zertifizierten Scharfschalteinheiten von SimonsVoss benötigen für

Scharf/Unscharfschaltvorgänge ein doppeltes Öffnungsprotokoll (Doppelklick, wenn

per Transponder scharf/unscharf geschaltet werden soll).

Mittels eines externen Softwaretools von SimonsVoss ist es möglich, den Biometrieleser

in den Blockschloss-Modus umzukonfigurieren. Durch die Konfiguration wird der

benötigte „Doppelklick“ emuliert und der Biometrieleser ist somit geeignet

Scharf/Unscharfschaltvorgänge durchzuführen.

Wichtig: Zweimaliges Öffnungsprotokoll (Doppelklick) bitte nur bei Verwendung eines

SimonsVoss VDS Blockschlosses 3066 einstellen. Es kann sonst zu Fehlfunktionen

bzw. nicht gewollten Effekten kommen.

Es ist jederzeit möglich, die Blockschlossfunktion mittels des externen Tools abzuschalten

und in den normalen Modus zurückzukehren.

17.2 Sonstiges

Die Funktionen Quasiproximity, Validation- und Expiry-Modus stehen beim Biometrieleser

nicht zur Verügung.

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18.0 TECHNISCHE DATEN.

HANDBUCH - BIOMETRIELESER Q3008

Abmessungen B x H x T 96 mm x 96 mm x 21,5 mm

Gewicht 115 g (incl. Batterien)

Material Kunststoff

Farbe (Gehäuse) Grau

Farbe Fingerführung Schwarz

Anzahl Finger 50

Anzahl Finger (Masterfingerprogrammierung)

48 User + 2 Master

Maximale Anzahl Betätigungen

mit einem Batteriesatz

Betätigungsentfernung

Schließzylinder

Betätigungsentfernung

Smart Relais

Bis zu 60.000 Betätigungen bzw. bis zu 7 Jahre

Stand-by

Bis max. 40 cm

(wenn Transponderantenne parallel zur

Zylinderantenne)

Bis max. 120 cm

Transponderantenne parallel zur Antenne des

Smart Relais)

Schutzklasse IP 41 (nur Innenbereich)

Arbeitstemperaturbereich +5°C bis +50°C

Batterietyp 1x 3,6 V DC Lithium Batterie Typ AA (SL760)

Batteriewechsel Nur durch geschultes Fachpersonal

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PinCode-Tastatur 3068

Stand: September 2006


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PinCode-Tastatur 3068

1.0 Allgemeines _________________________________________4

1.1 Sicherheitshinweise ______________________________________ 4

1.2 Produktbeschreibung_____________________________________ 4

2.0 Übersicht über die Funktionsweise ______________________5

2.1 Funktionsübersicht ______________________________________ 5

2.2 Betriebszustände ________________________________________ 5

2.1 Bedienung ______________________________________________ 6

3.0 Inbetriebnahme_______________________________________6

4.0 Programmierung der PINs______________________________7

4.1 Erstmalige Inbetriebnahme ________________________________ 7

4.2 Programmierung weiterer PINs _____________________________ 7

4.3 Schema ________________________________________________ 8

5.0 Löschen von PINs ____________________________________8

5.1 Beschreibung ___________________________________________ 8

5.2 Schema ________________________________________________ 9

6.0 Programmierung der Transponderdatensätze mit der

SV Software ________________________________________10

6.1 Zuordnung der PINs und Transponder______________________ 10

6.2 Beschreibung __________________________________________ 10

6.3 Schema _______________________________________________ 11

7.0 Transponder auslesen________________________________12

7.1 Beschreibung __________________________________________ 12

7.2 Schema _______________________________________________ 12

8.0 Rücksetzen der Transponder __________________________12

8.1 Beschreibung __________________________________________ 12

8.2 Schema _______________________________________________ 13

9.0 Öffnung ____________________________________________14

10.0 Bedeutung der LED __________________________________14

11.0 Batteriewarnung_____________________________________15

12.0 Batteriewechsel _____________________________________15


Seite 3

PinCode-Tastatur 3068

13.0 Sonderfunktionen____________________________________16

13.1 Geistiger Verschluss für Simons Voss VdS

Blockschloss 3066 ______________________________________ 16

13.2 Sonstiges______________________________________________ 17

14.0 Technische Daten____________________________________18


Seite 4

1.0 Allgemeines

PinCode-Tastatur 3068

Bitte nehmen Sie sich 15 Minuten Zeit und machen Sie

sich mit Hilfe dieser Anleitung mit der Funktionsweise Ihrer

PinCode Tastatur vertraut.

1.1 Sicherheitshinweise

Vorsicht! – Die in diesem Produkt verwendeten Batterien können bei Fehlbehandlung

eine Feuer- oder Verbrennungsgefahr darstellen. Diese Batterien nicht aufladen, öffnen,

über 100°C erhitzen oder verbrennen.

Achten Sie darauf, dass die PinCode Tastatur nicht verschmutzt oder verkratzt wird,

die Tastatur nicht zu Boden fällt oder sonstigen starken Stößen ausgesetzt wird.

Weiterhin beachten Sie bitte, dass die Tastatur nach Inbetriebnahme unverzüglich mit

einem PinCode programmiert werden sollte!

Die Handhabung einer SimonsVoss PinCode Tastatur setzt Kenntnisse im Umgang

mit dem Produkt und der SimonsVoss Software voraus. Deshalb sollte die Programmierung

der PinCode Tastatur nur durch geschultes Fachpersonal erfolgen.

Für Schäden durch fehlerhafte Programmierung übernimmt die SimonsVoss

Technologies AG keine Haftung.

Durch fehlerhaft programmierte oder defekte PinCode Tastaturen kann der Zugang

durch eine Tür versperrt werden. Für Folgen, wie versperrter Zugang zu verletzten

oder gefährdeten Personen, Sachschäden oder anderen Schäden haftet die

SimonsVoss AG nicht.

Zur Erhöhung der Sicherheit wird das Gehäuse der PinCode Tastatur mit zwei

Schrauben mit Torx-Anschluss (TX6) gesichert. Diese dienen dazu, die Sicherheit

gegen unbefugtes Öffnen zu verbessern.

1.2 Produktbeschreibung

Die PinCode Tastatur 3068 ist ein digitaler „Schlüssel“ (Transponder), der nach Eingabe

richtiger Zahlencodes berührungslos über Funk SimonsVoss Schließungen öffnet.

Zur Konfiguration des Systems muss mindestens eine PIN vorkonfiguriert und der

dazugehörige integrierte Transponder passend zur Schließung programmiert werden.

Anschließend wird, nach Eingabe einer richtigen PIN, die zugehörige Schließung freigegeben.

Bei der hier erworbenen PinCode Tastatur handelt es sich um ein Produkt, das sowohl

im Innen- als auch im Außenbereich genutzt werden kann. Das Produkt besitzt

eine eigene Stromversorgung, und kann somit völlig autark betrieben werden. Die

Montage fällt sehr einfach aus, da jeglicher Verkabelungsaufwand entfällt.

Diese Komponente integriert sich aufgrund der Modularität nahtlos in das Simons-

Voss System 3060 und kann wie alle SimonsVoss Komponenten (transponderseitig)

mit der Schließplansoftware programmiert werden.


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PinCode-Tastatur 3068

2.0 Übersicht über die Funktionsweise

2.1 Funktionsübersicht

Die PinCode Tastatur besteht aus den Komponenten:

• PinCode Eingabe und Auswertung

• Integrierter digitaler Schlüssel (Transponder), der die zugehörige Schließung

öffnet, wenn er nach erfolgreicher PinCode Auswertung ausgelöst wird.

Mit der PinCode Tastatur sind Sie somit jederzeit in der Lage, alle SimonsVoss

Schließungen (z.B. Zylinder, Smart Relais, sogar Scharfschalteinheiten etc.) mittels

PinCode anzusprechen.

Es stehen drei unterschiedliche PINs zur Verfügung, so dass an bis zu drei Personen

bzw. Personengruppen individuelle PINs vergeben werden können. Bei Umprogrammierung

einer PIN muss nur noch eine von bis zu drei Usergruppen davon in Kenntnis

gesetzt werden. Darüber hinaus ist es möglich, in SimonsVoss Schließungen (mit

ZK-Funktion, d.h. Zutrittskontroll- und Zeitzonensteuerung) einer Person bzw. Personengruppe

auch zeitlich befristeten Zugang zum Gebäude zu gewähren, sowie zu

protokollieren, welche PIN wann Zutritt hatte.

2.2 Betriebszustände

Die PinCode Tastatur unterscheidet vier Betriebszustände:

Zustand: Erläuterung:

Standby Die PinCode Tastatur befindet sich im Ruhezustand und verbraucht

nur sehr wenig Energie.

Öffnung Nach Eingabe einer richtigen PIN wird die Schließung über

Funk angesprochen und kann betätigt werden.

Programmierung In diesem Modus werden

• die einzelnen PINs (max. 3) - direkt über die Tastatur

• bzw. die zugehörigen integrierten Transponder (max. 3)

– mittels der SimonsVoss Software

- programmiert bzw. zurückgesetzt.

Batteriewarnung Ein zweistufiges Batteriewarnsystem signalisiert rechtzeitig,

wenn ein Batteriewechsel nötig wird.


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2.1 Bedienung

PinCode-Tastatur 3068

Nach Inbetriebnahme und Konfiguration der PinCode Tastatur stellt diese zusammen

mit einer SimonsVoss Schließung einen so genannten „geistigen Verschluss“ innerhalb

des Systems 3060 dar. Die Programmierung der PINs kann direkt per Tastatureingabe

erfolgen. Die integrierten Transponder werden dagegen mittels der

SimonsVoss Software programmiert und so in die Schließanlage eingebunden. Die

genaue Vorgehensweise zur Programmierung der einzelnen PinCode bzw. die Programmierung

der zugehörigen Transponderdatensätze sowie die Nutzung der PinCode

Tastatur wird in den folgenden Kapiteln eingehend beschrieben.

3.0 Inbetriebnahme

Bei der ersten Inbetriebnahme ist es erforderlich die werksseitig eingestellte

Master-PIN: 1 2 3 4 5 6 7 8

durch eine eigene Master-PIN zu ersetzen.

Vorgabe:

• 8-stellig

• darf nicht mit einer „0“ beginnen

Ihr persönlicher Master-PIN wird für alle Programmiervorgänge zur Authentifizierung

benötigt. Bitte verwahren Sie diese sicher und für Unbefugte unzugänglich auf.

Eingabe „0000“

Eingabe „1 2 3 4 5 6 7 8“

Eingabe

„Eigene Master-PIN“

Wiederholung

„Eigene Master-PIN“


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PinCode-Tastatur 3068

4.0 Programmierung der PINs

Die für alle Programmiervorgänge benötigte Master-PIN wir durch den Nutzer (z.B.

Anlagenadministrator) festgelegt. Bitte verwahren Sie diese sicher und für Unbefugte

unzugänglich auf, da die Master-PIN für alle Programmiervorgänge benötigt wird.

4.1 Erstmalige Inbetriebnahme

Zur erstmaligen Inbetriebnahme ist es für die Sicherheit Ihrer Schließanlage erforderlich,

mindestens eine PIN zu programmieren. Erst nach Programmierung der PinCode

Tastatur ist gewährleistet, dass nur noch autorisierte Nutzer Zutritt erhalten.

Gehen Sie bitte wie folgt vor:

1. Drücken Sie die „0“, um in den Programmiermodus zu wechseln.

2. Geben Sie die „Master-PIN “ ein.

3. Wählen Sie die zu programmierende PIN aus, in diesem Falle für „PIN 1“ die

Taste „1“ drücken.

4. Geben Sie die Länge der PIN ein (auswählbar: 4-8 stellige Nummer).

5. Geben Sie die „PIN“ ein.

6. Bei korrekter Eingabe wird diese abgespeichert und bestätigt.

Eine PIN darf nicht mit einer „0“ beginnen, und es darf nicht mehrmals die gleiche

PIN vergeben werden. Die Master-PIN wird ausschließlich zum Umprogrammieren

der PINs benutzt. Es ist nicht möglich, mit der Master-PIN die Schließungen zu betätigen.

4.2 Programmierung weiterer PINs

1. Um weitere PINs zu programmieren, bitte wie folgt vorgehen: Drücken Sie die

„0“, um in den Programmiermodus zu wechseln.

2. Geben Sie den „Master PIN“ ein.

3. Drücken Sie für

• „PIN 2“ die Taste „2“ oder für

• „PIN 3“ die Taste „3“.

4. Geben Sie die Länge der PIN ein (auswählbar: 4-8 stellige Nummer).

5. Geben Sie die entsprechende „PIN“ ein.

6. Bei korrekter Eingabe wird diese abgespeichert und bestätigt.


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PinCode-Tastatur 3068

Achtung: Es ist nicht möglich bei Batteriewarnung in den Programmiermodus zu gelangen.

D.h. bei schwacher Batterie kann keine PIN geändert oder gelöscht werden.

Erst nach erfolgreichem Batteriewechsel (siehe Kapitel Batteriewechsel) steht der

Programmiermodus wieder zur Verfügung.

4.3 Schema

5.0 Löschen von PINs

5.1 Beschreibung

Eingabe “1“

(für PIN 1)

Eingabe „0“

Eingabe „Master-PIN“

Eingabe “2“

(für PIN 2)

Eingabe PIN Länge

4, 5, 6, 7 oder 8

Eingabe „PIN“

Um PINs wieder zu deaktivieren, gehen Sie bitte wie folgt vor:

Eingabe “3“

(für PIN 3)

1. Drücken Sie die „0“ um in den Programmiermodus zu wechseln.

2. Geben Sie die „Master-PIN “ ein.

3. Drücken Sie für

• „PIN 1“ die Taste „1“ oder für

• „PIN 2“ die Taste „2“ oder für

• „PIN 3“ die Taste „3“.

4. Geben Sie für die PIN Länge die „0“ ein.

5. Bei korrekter Eingabe wird diese abgespeichert und bestätigt.


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PinCode-Tastatur 3068

Somit ist eine bzw. sind mehrere PINs wieder deaktiviert und können erst durch Programmierung

erneut aktiviert werden. Sollten nicht alle PINs benötigt werden, so lässt

man sie im unprogrammierten Zustand.

Achtung: Es ist nicht möglich, bei Batteriewarnung in den Programmiermodus zu gelangen.

D.h. es ist nicht möglich, bei schwacher Batterie PINs zu ändern oder zu löschen.

Erst nach erfolgreichem Batteriewechsel (siehe Kapitel Batteriewechsel) steht

der Programmiermodus wieder zur Verfügung.

5.2 Schema

Eingabe „1“

(für PIN 1)

Eingabe „0“

Eingabe „Master-PIN“

Eingabe „2“

(für PIN 2)

Eingabe PIN Länge „0“

Eingabe „3“

(für PIN 3)


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PinCode-Tastatur 3068

6.0 Programmierung der Transponderdatensätze mit der

SimonsVoss Software

Den drei unterschiedlichen PINs sind drei unterschiedliche Transponderdatensätze

zugeordnet. Um die drei unterschiedlichen PINs nutzen bzw. unterscheiden zu können,

müssen sie ebenfalls einzeln programmiert werden.

6.1 Zuordnung der PINs und Transponder

• PIN1 ⇒ Transponder 1

• PIN2 ⇒ Transponder 2

• PIN3 ⇒ Transponder 3

Jeder integrierte Transponder besitzt eine eigene Transponder-ID (TID); die TIDs

werden bei einem Zutritt in den SimonsVoss Schließungen gespeichert, wenn diese

über eine ZK-Funktion (d.h. Zutrittskontrolle) verfügen. Somit kann genau nachverfolgt

werden, welche PIN wann Zutritt erhalten hat.

Deshalb unbedingt darauf achten, daß bei der Programmierung die Zuordnung eingehalten

wird. Ansonsten kann der Zutritt zur Schließung nicht gewährt werden.

6.2 Beschreibung

Zum Programmieren der unterschiedlichen Transponder mittels der SimonsVoss

Software bitte wie folgt vorgehen (vgl. auch SimonsVoss „Softwarehandbuch“):

1. Zweimal die Taste „0“ betätigen um in den Transponder-Programmiermodus zu

gelangen.

2. Geben Sie die „Master-PIN “ ein.

3. Funktion: Programmierung Transponder in der SV Software starten

4. Bitte jeweils für den entsprechenden Transponder:

• Transponder 1 = Taste „1“ drücken

• Transponder 2 = Taste „2“ drücken

• Transponder 3 = Taste „3“ drücken

5. Bitte erfolgreiche Programmierung in der Benutzeroberfläche überprüfen (Gelber

Programmierblitz muss im Schließplan entfernt worden sein.).

Damit die Programmierung ohne Probleme durchgeführt werden kann, bitte zuerst

den Programmierbefehl in der SV Software starten und erst dann den gewünschten

Transponder mittels der PinCode Tastatur wählen. Ansonsten kann die erfolgreiche

Programmierung nicht gewährleistet werden. Die 3 integrierten Transponder der

PinCode Tastatur müssen im gleichen Schließplan angelegt sein, wie die anzusprechende

Schließung.


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Schema

PinCode-Tastatur 3068

Achtung: Es ist nicht möglich, bei Batteriewarnung in den Programmiermodus zu gelangen,

d.h. bei schwacher Batterie ist es nicht möglich, Transponder zu ändern oder

zu löschen. Erst nach erfolgreichem Batteriewechsel (siehe Kapitel Batteriewechsel)

steht der Programmiermodus wieder zur Verfügung.

Transponder 1 =

Taste „1“ drücken

Eingabe von „00“

Eingabe „Master PIN“

Funktion: „Programmierung Transponder“ in der SV

Software starten!!!

Transponder 2 =

Taste „2“ drücken

Transponder 3 =

Taste „3“ drücken


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7.0 Transponder auslesen

PinCode-Tastatur 3068

Es ist jederzeit möglich, die integrierten Transponder (nachdem sie programmiert

wurden) mittels der SimonsVoss Schließplansoftware auszulesen.

Beschreibung

Dazu bitte wie folgt vorgehen:

1. Funktion: „Transponder auslesen“ in der SV Software starten

2. Bitte jeweils für den entsprechenden Transponder:

7.1 Schema

• Transponder 1 = „PIN 1“ eingeben

• Transponder 2 = „PIN 2“ eingeben

• Transponder 3 = „PIN 3“ eingeben

Eingabe „PIN 1“

8.0 Rücksetzen der Transponder

8.1 Beschreibung

Funktion: „Transponder

auslesen“ in der SV Software

starten

Eingabe „PIN 2“

Zum Zurücksetzen der unterschiedlichen Transponder bitte wie folgt vorgehen:

1. Zweimal die Taste „0“ betätigen.

2. Geben Sie die Master-PIN ein.

3. Funktion: „Transponder zurücksetzen“ in der SimonsVoss Software starten.

4. Bitte jeweils für den entsprechenden Transponder:

• Transponder 1 = Taste „1“,

• Transponder 2 = Taste „2“,

• Transponder 3 = Taste „3“ drücken

Eingabe „PIN 3“


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PinCode-Tastatur 3068

Achtung: Es ist nicht möglich, bei Batteriewarnung in den Programmiermodus zu gelangen,

d.h. dass bei schwacher Batterie kein Transponder geändert oder gelöscht

werden kann. Erst nach erfolgreichem Batteriewechsel (siehe Kapitel Batteriewechsel)

steht der Programmiermodus wieder zur Verfügung.

8.2 Schema

9.0 Öffnung

Eingabe von „00“

Eingabe von

00“

Eingabe „Master PIN“

Funktion: „Transponder zurücksetzen“ in

der SV LDB starten

Funktion: „Transponder zurücksetzen“ in der SV

Transponder 1 =

Taste „1“ drücken

Software starten!!!

Transponder

2 =

Transponder 2 =

Taste „2“ drücken

Transponder

3 =

Transponder 3 =

Taste „3“ drücken

Um die zugehörige Schließung mit Hilfe der PinCode Tastatur zu öffnen, bitte wie

folgt vorgehen:

Einen vorher einprogrammierten PIN eingeben. Zwischen den Eingaben der einzelnen

Nummern dürfen maximal 5 Sekunden verstreichen.

Bei korrekter Eingabe und Programmierung des integrierten Transponders leuchtet

die LED GRÜN und es ertönt ein Signal. Anschließend öffnet der integrierte

Transponder die Schließung.


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10.0 Bedeutung der LED

PinCode-Tastatur 3068

Die eingebaute LED kann drei Farben darstellen: Grün, Gelb und Rot. Diese haben

folgende Bedeutungen:

• Grün Eingabe Ziffer angenommen

Eingabe PIN OK, d.h.:

richtige PIN erkannt, Öffnungssignal wird gesendet

PIN Länge OK

Programmiervorgang PIN war erfolgreich

• Gelb Batteriewarnung

• Rot PIN Eingabe nicht korrekt

Eingabe Mastercode nicht korrekt

Mehrmalige Falscheingabe der PIN (Manipulation)

Eingabe PIN Länge nicht korrekt

11.0 Batteriewarnung

Um einen definierten Zustand der PinCode Tastatur zu erreichen und um Bedienungsfehler

zu minimieren, wurde ein 2-stufiges Batteriewarnsystem integriert.

Auf nachlassende Batteriekapazität wird frühzeitig aufmerksam gemacht. Ein Batteriewechsel

kann so rechtzeitig in die Wege geleitet werden.

Batteriewarnstufe 1: Der Öffungsvorgang wird zeitlich versetzt durchgeführt. Die Diode

blinkt GELB und der Summer ertönt für 10 Sekunden. Erst nach Ablauf der 10

Sekunden versendet die PinCode Tastatur den Öffnungsbefehl.

Batteriewarnstufe 2: Auch hier wird der Öffnungsvorgang zeitlich versetzt durchgeführt.

Die Diode blinkt GELB und der Summer ertönt nun für 20 Sekunden. Erst nach

Ablauf der 20 Sekunden versendet die PinCode Tastatur den Öffnungsbefehl.

Spätestens zu diesem Zeitpunkt muss ein Batteriewechsel erfolgen, anderenfalls

verliert das System nach kurzer Zeit seine Funktionsfähigkeit.


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12.0 Batteriewechsel

PinCode-Tastatur 3068

Generell darf der Batteriewechsel nur von geschultem Fachpersonal durchgeführt erden.

Hierbei bitte wie folgt vorgehen:

1. Die beiden Schrauben im Gehäuseboden komplett herausschrauben.

2. Die Vorderseite des Gehäuses abnehmen.

3. Die Batteriebügel vorsichtig aus der Platine lösen (Bild 1).

4. Beide Batterien entnehmen (Bild 1).

5. Die neuen Batterien einsetzen; der Pluspol muss hierbei nach oben schauen

(Bild 2).

6. Die Batteriebügel wieder vorsichtig in die Platine einhaken (Bild 3).

7. Das Gehäuse wieder aufstecken

8. Die beiden Gehäuseschrauben von unten wieder in das Gehäuse schrauben.

Nach dem Batteriewechsel stehen alle Funktionen wieder zur Verfügung.

Bitte immer beide Batterien erneuern, da diese ungefähr gleich stark entladen werden.

Beim Batteriewechsel unbedingt darauf achten, dass kein Wasser in das Gehäuse

eindringen kann bzw. die Elektronik mit keinem Wasser in Berührung kommt.

Bei Notwendigkeit das an der Wand befestigte Gehäuseteil sorgfältig trocken reiben.

Bild 1 Bild 2

Bild 3

Bild 2


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13.0 Sonderfunktionen

PinCode-Tastatur 3068

13.1 Geistiger Verschluss für Simons Voss VdS Blockschloss 3066

Die PinCode Tastatur kann für das Scharfschalten von SimonsVoss Scharfschalteinheiten

(VdS Blockschloss 3066) verwendet werden. Hierbei montiert man die Tastatur

innerhalb der Sendereichweite der Scharfschalteinheit. Nach Eingabe der richtigen

PIN wird die Scharfschalteinheit angesprochen und die Alarmanlage wird über das

Blockschloss scharf oder unscharf geschaltet. So können durch die Einbindung eines

geistigen Verschlusses die Anforderungen der VdS Klasse C bis zur SG 6 erfüllt werden.

Die VdS-zertifizierten Scharfschalteinheiten von SimonsVoss benötigen für Scharf/

Unscharfschaltvorgänge ein doppeltes Öffnungsprotokoll (Doppelklick, wenn per

Transponder scharf/unscharf geschaltet werden soll).

Nachfolgend wird die Konfiguration der PinCode Tastatur erläutert, so dass diese

den „Doppelklick“ emuliert und somit geeignet ist, Scharf/Unscharfschaltvorgänge

durchzuführen. Dazu gehen Sie wie folgt vor:

1. Dreimal die Taste „0“ betätigen.

2. Eingabe der Master-PIN.

3. Drücken Sie dann:

• entweder: „91“ für den Normalbetrieb (Defaulteinstellung).

• oder: „92“ Doppelklick für den Blockschlossbetrieb.

Eingabe „91“

(Normalbetrieb)

Eingabe „000“

Eingabe „Master-PIN“

Eingabe „92“

(Blockschloss

betrieb)


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PinCode-Tastatur 3068

Bei korrekter Eingabe speichert die PinCode Tastatur die Umstellung und es erfolgt

eine positive Rückmeldung (LED und Summer).

Wichtig: Zweimaliges Öffnungsprotokoll (Doppelklick) bitte nur bei Verwendung eines

SimonsVoss VDS Blockschlosses 3066 einstellen. Es kann sonst zu Fehlfunktionen

bzw. nicht gewollten Effekten kommen.

Es ist jederzeit möglich, zwischen den beiden Konfigurationen zu wechseln.

Achtung: Es ist nicht möglich, bei Batteriewarnung in den Programmiermodus zu gelangen,

d.h. das bei schwacher Batterie keine Funktionen geändert oder gelöscht

werden können. Erst nach erfolgreichem Batteriewechsel (siehe Kapitel Batteriewechsel)

steht der Programmiermodus wieder zur Verfügung.

13.2 Sonstiges

Die Funktionen Quasiproximity, Validity- und Expiry-Modus stehen bei der PinCode

Tastatur nicht zur Verfügung.


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Technische Daten

PinCode-Tastatur 3068

Abmessungen B x H x T 96 x 96 x 14 mm

Gewicht 102 g (incl. Batterien)

Material Kunststoff

Grau mit transparentem Ring

Maximale Anzahl

Betätigungen mit einem

Batteriesatz

Betätigungsentfernung

Schließzylinder

Betätigungsentfernung

Smart Relais

Schutzklasse IP 65

Arbeitstemperaturbereich -20°C bis +50°C

ca. 100.000 Betätigungen bzw. 10 Jahre Standby

Bis max. 40 cm

(wenn Transponderantenne parallel zur

Zylinderantenne)

Bis max. 120 cm

(wenn Transponderantenne parallel zur Antenne

des Smart Relais)

Batterietyp 2 x 3 V DC Lithium Batterie Typ CR2032

3

Batteriewechsel Nur durch geschultes Fachpersonal


Digitaler Schließzylinder 3061

Stand: September 2006


Inhaltsverzeichnis

Digitaler Schließzylinder 3061

1.0 Funktionsweise ______________________________________4

1.1 Allgemein_______________________________________________ 4

1.2 Öffnen und Schließen von außen ___________________________ 4

1.3 Öffnen und Schließen von innen____________________________ 4

2.0 Sonderausführungen__________________________________5

2.1 PLUS-Version ___________________________________________ 5

2.2 FH-Version______________________________________________ 5

2.3 FD-Version______________________________________________ 5

2.4 Antipanik-Version ________________________________________ 5

2.5 Übersicht _______________________________________________ 6

3.0 Zusatzfunktionen _____________________________________7

3.1 OMRON ________________________________________________ 7

3.2 Verlängerung der Einkupplungszeit _________________________ 7

3.3 Unberechtigte Zutrittsversuche protokollieren ________________ 7

3.4 Keine akustische Programmierquittungen ___________________ 7

4.0 Batteriewarnungen____________________________________8

4.1 Schließzylinder __________________________________________ 8

4.2 Transponder ____________________________________________ 8

5.0 Batteriewechsel ______________________________________8

5.1 Allgemeine Hinweise _____________________________________ 8

5.2 Doppelknaufzylinder (außer Typ .AP und .FD) ________________ 9

5.3 Freidrehender Zylinder (Typ .FD) __________________________ 10

5.4 Antipanikzylinder (Typ .AP) _______________________________ 11


Inhaltsverzeichnis

Digitaler Schließzylinder 3061

6.0 Einbauanleitung _____________________________________12

6.1 Allgemeine Hinweise ____________________________________ 12

6.2 Schließzylinder programmieren ___________________________ 12

6.3 Doppelknaufzylinder (ausser Typ .AP) ______________________ 12

6.3.1 Außenknauf abnehmen __________________________________ 12

6.3.2 Digitalen Zylinder in das Schloss stecken ___________________ 12

6.3.3 Außenknauf aufschrauben _______________________________ 13

6.3.4 Funktionstest durchführen _______________________________ 13

6.4 Antipanikzylinder (Typ .AP) _______________________________ 13

6.4.1 Innenknauf abnehmen ___________________________________ 13

6.4.2 Digitalen Zylinder in das Schloss stecken ___________________ 13

6.4.3 Innenknauf aufschrauben ________________________________ 13

6.5 Funktionstest durchführen _______________________________ 14

7.0 Einsatzmöglichkeiten_________________________________15

7.1 Allgemein______________________________________________ 15

7.2 Brandschutztüren _______________________________________ 15

7.3 Türen im Verlauf von Rettungswegen ______________________ 15

8.0 Technische Daten____________________________________16


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1.0 Funktionsweise

1.1 Allgemein

Digitaler Schließzylinder 3061

Höhere Sicherheit, größere Flexibilität, geringere Kosten, netzwerkfähig ohne Verkabelung

an Tür und Rahmen, geringer Montageaufwand – der digitale Schließzylinder

3061 macht’s möglich. Der digitale Schließzylinder entspricht in seinen Außenabmessungen

exakt einem mechanischen Normzylinder. Jederzeit unkompliziert und rasch

austauschbar.

Außenknauf Bohrschutz Kupplung Magnet Elektronik Batterien Innenknauf

1.2 Öffnen und Schließen von außen

Im nicht aktivierten Zustand dreht der Außenknauf frei durch. Ein Öffnen oder Schließen

der Tür ist nicht möglich. Halten Sie den Transponder im Abstand von ca. 10 bis

40 cm zum digitalen Schließzylinder und betätigen Sie einmal kurz den Transponderknopf.

Sofern es sich um einen berechtigten Transponder handelt, ertönt ein doppelter

Signalton und der Zylinder kuppelt ein. Drehen Sie den Außenknauf in Sperr-

bzw. Öffnungsrichtung. Für diesen Vorgang haben Sie ca. fünf Sekunden Zeit. Die

Kupplungszeit ist über die Software einstellbar. Eine verlängerte Kupplungszeit verkürzt

jedoch die Lebensdauer der Batterie. Danach ertönt ein einzelner Signalton und

der Außenknauf dreht wieder frei durch. Vergewissern Sie sich, dass der Außenknauf

des Schließzylinders nach dem Kupplungsvorgang wieder frei dreht.

� Falls es sich um einen Transponder handelt, der aufgrund des Zeitzonenplans

momentan nicht zugelassen ist, ertönt ein einzelner Signalton, der Zylinder

kuppelt jedoch nicht ein, so dass der Außenknauf frei dreht und die Tür sich

nicht öffnen lässt. Dies gilt für Schließzylinder ab Version 8.15.

1.3 Öffnen und Schließen von innen

Ein Öffnen oder Schließen der Tür von innen ist ohne Betätigung des Transponders

jederzeit möglich. Eine Ausnahme bildet der beidseitig frei drehende Schließzylinder

Typ .FD. In diesem Fall kann die Tür auch von innen nur mit dem Transponder auf-

und zugeschlossen werden.


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2.0 Sonderausführungen

Digitaler Schließzylinder 3061

Den digitalen Schließzylinder 3061 gibt es optional auch in folgenden Versionen:

2.1 ZK-Version

Ausführung wie Standardversion, jedoch mit Zutrittsprotokollierung und Zeitzonensteuerung.

Zutrittsprotokollierung Der Schließzylinder speichert die letzten 128 Zutritte mit

Datum, Uhrzeit und dem Benutzernamen des Transponders.

Mit dem SmartCD und PDA oder über das Netzwerk können

die Daten ausgelesen werden.

Zeitzonensteuerung Sie können Schließzylinder so programmieren, dass berechtigte

Transponder nur zu bestimmten Zeiten zutrittsberechtigt

sind.

2.2 FH-Version

Für Türen mit starken Metalleinsätzen (Brandschutztüren) bzw. mit hoher Abschirmwirkung.

Außerdem wird diese Version in Bereichen mit starken Störfeldern, wie z.B.

in Serverräumen, eingesetzt.

2.3 FD-Version

Bei Einsatz eines beidseitig frei drehenden Schließzylinders, ist die Tür sowohl von

außen als auch von innen nur mit einem berechtigten Transponder zu öffnen bzw. zu

verschließen. In schwergängigen Türen (z.B. bei Mehrpunktverriegelungen) sollte nur

diese Version eingesetzt werden. In Verschlüsse, die einen frei drehenden Schließbart

erfordern, darf nur diese Version eingebaut werden.

2.4 Antipanik-Version

Bei allen Türen, bei denen die Panikfunktion durch die Stellung des Schließbartes

beeinflusst werden kann, muss ein Zylinder mit Antipanikfunktion eingebaut werden.

Dieser Zylinder Typ .AP wird im Gegensatz zu allen anderen Zylindern spiegelverkehrt

installiert, d.h. der Knauf mit Batterie und Elektronik befindet sich im Außenbereich

(siehe Abbildung Seite 6).


Seite 6

Digitaler Schließzylinder 3061

Abbildung Zylinder Typ .AP

Bei Türen im Verlauf von Rettungswegen, die nach dem 01. April 2003 eingebaut

wurden (Verschlüsse nach DIN EN 179 bzw. DIN EN 1125), sind folgende Punkte zu

beachten:

2.5 Übersicht

• Bei allen Verschlüssen in deren Zulassung steht, dass der Schließzylinder

keine Auswirkung auf die Funktion des Schlosses hat, dürfen alle Zylinder

der Baureihe 3061 eingesetzt werden.

• Bei allen Verschlüssen, bei denen die Schließbartstellung der Schließzylinder

Auswirkungen auf die Funktion des Schlosses hat, muss der

Zylinder der Baureihe 3061 Typ .AP (Antipanikzylinder) in der Zulassung

des Schlosses stehen.

Schließzylinder Schließzylinder FH Schließzylinder FD Schließzylinder AP

(PLUS) (PLUS) (PLUS) (Plus)

� Eingangstüren � Brandschutztüren � Zwischentüren, Pforten � Antipaniktüren *1

� Wohnungstüren � Aluminiumtüren � Rohrrahmentüren � Fluchttüren *1

� Bürotüren � Selbstverriegelnde Türen

� Zwischentüren � Holztüren m. Glaseinsatz

� Schwergängigen Türen

*1 Siehe hierzu das Kapitel 2.4 und Kapitel 7.4, die Normen EN 179 und EN 1125,

sowie die Datenblätter der Schlosshersteller.

Die verschiedenen Versionen können kombiniert werden.


Seite 7

3.0 Zusatzfunktionen

Digitaler Schließzylinder 3061

Diese Funktionen werden über die Software aktiviert.

3.1 OMRON

Alle Produktvarianten lassen sich im OMRON-Modus betreiben. Die Beschreibung

entnehmen Sie bitte dem Handbuch „Smart Relais“.

3.2 Verlängerung der Einkupplungszeit

Standardmäßig kuppelt der Zylinder für ca. 5 Sekunden ein. Softwareseitig lässt sich

dieser Zeitraum auf ca. 10 Sekunden verlängern. Dies führt allerdings zu einer Verkürzung

der Batterielebensdauer.

3.3 Unberechtigte Zutrittsversuche protokollieren

Ab Zylinderversion 10.2 und in Verbindung mit der LDB Version 1.40 und höher bzw.

LSM 2.1 oder höher ist es möglich, neben den berechtigten Zutritten auch die unberechtigten

Zutrittsversuche zu protokollieren. Hierzu zählen Zutrittsversuche ohne Berechtigung

sowie Zutrittsversuche außerhalb der vorgegebenen Zeitzone. Hierbei

werden aber nur Transponder aus der Schließanlage protokolliert, d.h. es muss die

gleiche Schließanlagen-ID (SID) vorhanden sein.

3.4 Keine akustische Programmierquittungen

Bei Programmierung über das Netzwerk kann es vorteilhaft sein, die akustische Programmierquittung

zu deaktivieren. Dies kann mit dieser Funktion umgesetzt werden.


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4.0 Batteriewarnungen

4.1 Schließzylinder

Digitaler Schließzylinder 3061

Warnstufe 1: Hauptbatterie

Leert sich die Hauptbatterie des Schließzylinders, sind nach Betätigung des

Transponders vor dem Einkuppeln des Zylinders acht kurze, schnell aufeinander

folgende Signaltöne zu hören. Beide Batterien müssen jetzt ausgetauscht werden.

Warnstufe 2: Backupbatterie (SW-Version 10.0)

Zusätzlich zur Warnung der Hauptbatterie, erfolgen nun noch weitere acht kurze,

schnell aufeinander folgende Signaltöne der Backupbatteriewarnung. Erst danach

kuppelt der Zylinder ein. Von nun an ist die Backup-Batterie aktiv. Beide Batterien

müssen jetzt so schnell wie möglich ausgetauscht werden.

Warnstufe 2: Backupbatterie (ab SW-Version 10.2)

Es erfolgen nun nur noch für ca. 30 Sekunden die Signaltöne der Backupbatteriewarnung

(ohne Warnung der Hauptbatterie). Erst danach kuppelt der Zylinder ein. Von

nun an ist die Backup-Batterie aktiv. Beide Batterien müssen jetzt so schnell wie

möglich ausgetauscht werden.

Warnstufe 3: (ab SW-Version 10.2)

Wird die Warnung der Backupbatterie weiterhin ignoriert, kann die Tür entweder noch

ca. 50 Mal begangen werden, oder der Zylinder schaltet nach ca. 4 Wochen ohne

weitere Betätigung ab. In beiden Fällen schaltet der Zylinder in den so genannten Lagermodus.

Danach lässt sich der Zylinder nun nur noch mit dem Programmiergerät

öffnen.

4.2 Transponder

Neigt sich die Batteriespannung des Transponders dem Ende entgegen, ertönen

nach jeder Transponderbetätigung am Schließzylinder nach dem Auskuppeln acht

kurze, schnell aufeinander folgende Signaltöne.

Zum Batteriewechsel siehe Handbuch „Transponder 3064“.

5.0 Batteriewechsel

5.1 Allgemeine Hinweise

Das Auswechseln der Batterie darf nur von Fachpersonal durchgeführt werden. Des

Weiteren sind nur Batterien einzusetzen, die von SimonsVoss freigegeben sind.

Nähere Informationen dazu entnehmen Sie bitte dem entsprechenden Datenblatt.

Ein Vertauschen der Polarität kann zu Beschädigungen des Schließzylinders führen.

Die in diesem Gerät verwendeten Batterien können bei Fehlbehandlung eine Feuer-

oder Verbrennungsgefahr darstellen. Nicht aufladen, öffnen, über 100° C erhitzen

oder verbrennen.


Seite 9

Digitaler Schließzylinder 3061

� Lithium-Batterien bitte im entladenen Zustand sofort entsorgen. Nicht in Reichweite

von Kindern aufbewahren, nicht öffnen und nicht ins Feuer werfen.

Bei einem Batteriewechsel sollten generell beide Batterien gewechselt werden!

5.2 Doppelknaufzylinder (außer Typ .AP und .FD)

Abb. 1 Abb. 2 Abb. 3

� Lösen Sie mit dem Spezialwerkzeug die Kontermutter (Abb. 1) am Innenknauf

ca. eine halbe Umdrehung (nur leicht lösen, nicht komplett abdrehen).

1. Drücken Sie den Innenknauf vorsichtig hin und her, so dass sich der Dichtungskonus

löst, und drehen Sie den Innenknauf komplett ab (Abb. 2).

Zur Beachtung: Die Kontermutter nur leicht lösen, damit der Knauf im

Gewinde gefangen bleibt. Den Innenknauf nur ganz leicht zur Seite drücken,

da sonst die Elektronik abgebrochen werden kann !

2. Die Hauptbatterie wird mit dem Pluspol zur Tür in die Halterung eingesetzt,

der Pluspol der Backup-Batterie zeigt von der Tür weg (Abb. 3).

� Der Zylinder darf nicht ohne Hauptbatterie betrieben werden, da sonst der

gesamte Energieverbrauch des Zylinders über die Backup-Batterie läuft.

3. Fixieren Sie die Kontermutter mit dem Spezialwerkzeug und drücken Sie

diese gegen den Flansch. Drehen Sie jetzt den Innenknauf bis zum Anschlag

auf das Gewinde.

4. Knauf festhalten und mit dem Spezialwerkzeug Kontermutter am Knauf fest

verschrauben.

5. Betätigen Sie nun einen berechtigten Transponder und testen Sie diese

Funktion.

� Nach dem Batteriewechsel muss bei ZK-Versionen die Uhrzeit neu eingestellt

werden, da die Uhr ohne Strom nicht funktioniert (Software-Bedienungsanleitung

Programmierung – Uhr der Schließung sezten)


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5.3 Freidrehender Zylinder (Typ .FD)

Digitaler Schließzylinder 3061

Abb. 1 Abb. 2 Abb. 3

1. Madenschraube am Außenknauf (kurzer Knauf) mit dem mitgelieferten Innensechskantschlüssel

lösen (ca. zwei Umdrehungen) (Abb. 1). Danach den

Außenknauf (kurzer Knauf) abschrauben.

2. Stulpschraube entfernen (Abb. 2), und Zylinder in Richtung Innenseite

mindestens 2 cm aus der Tür schieben.

3. Spezialwerkzeug für FD-Zylinder auf den Zylinder aufsetzen (Abb. 3) und die

Stifte durch die Öffnung auf der Innenseite des Innenknaufes (langer Knauf)

schieben.

4. Innenknauf drehen, bis die Stifte ganz eingerastet sind

und das Spezialwerkzeug für FD-Zylinder bündig am

Innenknauf anliegt.

5. Lösen Sie mit dem Spezialwerkzeug für FD-Zylinder

den Innenknauf ca. ½ Umdrehung (nur leicht lösen,

nicht komplett abdrehen). Das Spezialwerkzeug bildet dabei die Gegenkraft.

6. Drücken Sie den Innenknauf vorsichtig hin und her, so dass der Dichtungskonus

sich löst, und drehen Sie den Innenknauf komplett ab (Abb. 4).

Achtung: Den Innenknauf nur ganz leicht zur Seite drücken, da sonst die

Elektronik beschädigt werden kann!

7. Die Hauptbatterie wird mit dem Pluspol zur Tür in die

Halterung eingesetzt, der Pluspol der Backup-Batterie

zeigt von der Tür weg (Abb. 5).

Abb. 4

Abb. 5

� Der Zylinder darf nicht ohne Hauptbatterie betrieben werden, da sonst der

gesamte Energieverbrauch des Zylinders über die Backup-Batterie läuft.

8. Innenknauf über die Batteriehalterung schieben. Die Stifte des Spezialwerkzeugs

für FD-Zylinder erneut in die Öffnungen schieben und einrasten lassen

(s. o.) und Innenknauf im Uhrzeigersinn festschrauben.

9. Zylinder innerhalb der Tür in die korrekte Position schieben und die Stulpschraube

fest anziehen.


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Digitaler Schließzylinder 3061

10. Innenknauf festhalten und Außenknauf (kurzer Knauf) im Uhrzeigersinn handfest

anziehen. Madenschraube am Außenknauf mit dem mitgelieferten Innensechskantschlüssel

festziehen.

� Nach dem Batteriewechsel muss bei PLUS-Versionen die Uhrzeit neu eingestellt

werden, da die Uhr ohne Strom nicht funktioniert (Software-Bedienungsanleitung:

Programmierung � Uhr der Schließung setzen).

5.4 Antipanikzylinder (Typ .AP)

Siehe hierzu auch Abb. Zylinder .AP

1. Lösen Sie mit dem Spezialwerkzeug für Halbzylinder die Kontermutter am Außenknauf

(großer Knauf) ca. zwei Umdrehungen.

2. Betätigen Sie den Zylinder mit einem berechtigten Transponder und drehen

Sie den Außenknauf gegen den Uhrzeigersinn komplett ab. Die Gegenkraft

bildet dabei der Anschlag des Mitnehmers im Schloss bzw. im nicht eingebauten

Zustand muss der Mitnehmer mit der Hand festgehalten werden.

3. Die neue Hauptbatterie wird mit dem Pluspol zur Tür in die Halterung eingesetzt,

der Pluspol der Backupbatterie zeigt von der Tür weg.

� Der Zylinder darf nicht ohne Hauptbatterie betrieben werden, da sonst der gesamte

Energieverbrauch des Zylinders über die Backup-Batterie läuft.

4. Zylinder mit Hilfe eines berechtigten Transponders einkuppeln lassen und

Knauf mit der Hand bis zum Anschlag fest aufschrauben. Die Gegenkraft bildet

dabei der Anschlag des Mitnehmers im Schloss bzw. im nicht eingebauten

Zustand muss der Mitnehmer mit der Hand festgehalten werden.

5. Knauf festhalten und mit dem Spezialwerkzeug für Halbzylinder Kontermutter

am Knauf fest verschrauben.

TIPP: Ein Verkanten der Kontermutter lässt sich verhindern, indem die Kontermutter

vor dem Zuschrauben mit dem Montageschlüssel eine Viertelumdrehung

in die Aufschraubrichtung gedreht wird.

6. Betätigen Sie nun nochmals den Zylinder mit einem berechtigten Transponder

und testen Sie die Funktion.

� Nach dem Batteriewechsel muss bei ZK-Versionen die Uhrzeit neu eingestellt

werden, da die Uhr ohne Strom nicht funktioniert (Software-Bedienungsanleitung:

Programmierung � Uhr der Schließung setzen).


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6.0 Einbauanleitung

6.1 Allgemeine Hinweise

Digitaler Schließzylinder 3061

Bei der Installation des digitalen Schließzylinders ist darauf zu achten, dass sich keine

niederfrequenten Funkstörquellen im Umkreis befinden. Schließzylinder sollten

mindestens im Abstand von 0,5 m voneinander entfernt montiert werden, Smart Relais

bzw. Scharfschalteinheiten im Abstand von 1,5 m. Das PZ-Gehäuse des Schließzylinders

darf im Außenbereich maximal 3 mm herausstehen, gegebenenfalls ist eine

Profilzylinder-Rosette anzubringen. Darüber hinaus muss sichergestellt sein, dass

über den Mitnehmerbereich kein Wasser in den Zylinder eindringen kann.

6.2 Schließzylinder programmieren

Vor der Installation müssen der digitale Schließzylinder und die dazugehörigen

Transponder im Schließplan programmiert werden. Nähere Hinweise entnehmen Sie

bitte der Software-Bedienungsanleitung.

� Die Schließzylinder werden werkseitig im so genannten Lagermodus

ausge-liefert, dadurch ist keine Kommunikation mit dem Transponder

möglich (Ausnahme: Programmiertransponder). Sie können den

Lagermodus auch mittels Software und Programmiergerät herausnehmen,

nähere Informationen entnehmen Sie bitte der Software-

Bedienungsanleitung.

6.3 Doppelknaufzylinder (außer Typ .AP)

6.3.1 Außenknauf abnehmen

Den Gewindestift des Außenknaufes (kleiner Knauf) mit einem

1,5 mm Innensechskantschlüssel lösen (nicht vollständig herausdrehen).

Betätigen Sie einen berechtigten Transponder und

halten Sie den Innenknauf fest. Der Schließzylinder kuppelt ein

und der Außenknauf kann gegen den Uhrzeigersinn abgedreht

werden.

6.3.2 Digitalen Zylinder in das Schloss stecken

Drehen Sie zuerst den Schließbart, bis dieser senkrecht nach

unten steht. Stecken Sie dann den digitalen Schließzylinder so

durch das Schloss, dass der Innenknauf (langer Knauf) Richtung

Innenseite der Tür zeigt. Befestigen Sie den Zylinder mit

der mitgelieferten Stulpschraube.

� Bei der Montage auf keinen Fall gegen die Knäufe

schlagen. Zylinder nicht mit Öl, Farbe oder Säure in

Verbindung bringen.


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6.3.3 Außenknauf aufschrauben

Digitaler Schließzylinder 3061

Drehen Sie den Außenknauf auf das Gewinde, fixieren Sie ihn gegebenenfalls mit

den Fingern. Betätigen Sie danach den Transponder. Halten Sie dann den Innenknauf

fest und ziehen Sie den Außenknauf handfest an. Bei beidseitig frei drehenden

Schließzylindern kann auf die Betätigung des Transponders verzichtet werden. Drehen

Sie zuletzt den Gewindestift mit dem Innensechskantschlüssel fest.

6.3.4 Funktionstest durchführen

1. Drehen Sie bei geöffneter Tür den Innenknauf in Sperr- und Öffnungsrichtung.

Der Knauf muss sich leichtgängig drehen lassen. Bei beidseitig frei drehenden

Schließzylindern ist dazu eine Betätigung des Transponders nötig. Der Knauf

muss sich leichtgängig drehen lassen.

2. Schließen Sie die Tür und wiederholen Sie den Vorgang. Sollte der Schließzylinder

schwergängig sein, so ist ein Ausrichten der Tür bzw. eine Nachbearbeitung

des Schließbleches erforderlich.

3. Führen Sie anschließend die gleiche Überprüfung am Außenknauf durch. Betätigen

Sie dazu einen berechtigten Transponder in der Nähe des Zylinders.

6.4 Antipanikzylinder (Typ .AP)

Siehe hierzu auch Abb. Zylinder .AP

6.4.1 Innenknauf abnehmen

Den Gewindestift des Innenknaufes (kleiner Knauf) mit einem Innensechskantschlüssel

lösen (nicht vollständig herausschrauben). Halten Sie den Mitnehmer fest und

drehen Sie danach den Innenknauf gegen den Uhrzeigersinn ab, bzw. beim frei drehenden

.AP-Zylinder den Knauf nach dem Lösen des Gewindestiftes abziehen.

6.4.2 Digitalen Zylinder in das Schloss stecken

Drehen Sie zuerst den Schließbart, bis dieser senkrecht nach unten steht. Stecken

Sie dann den digitalen Schließzylinder von der Außenseite so durch das Schloss,

dass der Außenknauf (langer Knauf) in Richtung Außenseite der Tür zeigt. Befestigen

Sie den Zylinder mit der mitgelieferten Stulpschraube.

6.4.3 Innenknauf aufschrauben

Drehen Sie den Innenknauf auf das Gewinde, die Gegenkraft bildet dabei der Anschlag

des Mitnehmers im Schloss. Ziehen Sie den Innenknauf an, bzw. schieben Sie

beim frei drehenden AP-Zylinder den Innenknauf bis zum Anschlag auf. Drehen Sie

den Gewindestift mit dem Innensechskantschlüssel fest.


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6.5 Funktionstest durchführen

Digitaler Schließzylinder 3061

� Beim nicht frei drehenden Antipanikzylinder kann der Test von der Innenseite

durchgeführt werden, beim frei drehenden Antipanikzylinder muss dies mit

einem zugelassenen Transponder von der Außenseite geschehen.

� Beim frei drehenden .AP-Zylinder hat der Innenknauf keinerlei Funktion.

1. Drehen Sie bei geöffneter Tür den Innenknauf (kleiner Knauf) in Sperr- und

Öffnungsrichtung innerhalb des Bereiches "U": Sie spüren keine Rückstellkraft.

Drehen Sie den Innenknauf bis zum Ende des Bereiches "L": Sie spüren eine

leichte Rückstellkraft. Wenn Sie den Knauf in dieser Position loslassen, muss

er sich selbsttätig in den Bereich "U" zurückbewegen.

Ansonsten ist der Schließzylinder mitsamt den Beschlägen neu auszurichten

oder das Schloss auf einen Defekt zu untersuchen.

2. Drehen Sie den Knauf nun durch den Bereich "S" hindurch (die Rückstellkraft

wird spürbar stärker) in den Bereich "O". In diesem Bereich wirkt keine Rückstellkraft.

� Dass der Schließbart in der höchsten Position stehen bleibt, hat keinen Einfluss

auf die Funktion des Schlosses.

3. Wird der Knauf geringfügig über den Übergang zwischen den Bereichen "O"

und "S" weiterbewegt, muss er von diesem Punkt aus selbsttätig bis zum Bereich

"U" weiterdrehen.

Ansonsten ist der Schließzylinder mitsamt den Beschlägen neu auszurichten

oder das Schloss auf einen Defekt zu untersuchen.

4. Schließen Sie die Tür und wiederholen Sie den Vorgang. Sollte der Schließzylinder

nun schwergängiger sein, so ist ein Ausrichten der Tür bzw. eine Nachbearbeitung

des Schließbleches erforderlich.

5. Überprüfen Sie anschließend die gleiche Funktion am Außenknauf (großer

Knauf) nach Betätigung eines berechtigten Transponders.

Der Funktionstest muss für beide Drehrichtungen durchgeführt werden!


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Digitaler Schließzylinder 3061

Hinweis: In der Europäischen Norm EN 179 Anhang C wird im Rahmen der

Wartung von Notausgangsverschlüssen empfohlen, in Abständen von nicht

mehr als einem Monat sicherzustellen, dass sämtliche Teile des Verschlusses

in einem zufrieden stellenden betriebsfähigen Zustand sind.

7.0 Einsatzmöglichkeiten

7.1 Allgemein

Der digitale Schließzylinder passt in Schlösser für Europrofilzylinder nach DIN 18254.

7.2 Brandschutztüren

Ein Einbau in Brandschutztüren ist möglich. In diesem Fall ist der Schließzylinder

Version FH zu verwenden. Die Zulassung einer Brandschutztür bleibt grundsätzlich

vom Schließzylinder unberührt.

7.3 Türen im Verlauf von Rettungswegen

Für den Einsatz in Türen mit Antipanikfunktion, in denen die Stellung des Schließbartes

einen Einfluss auf die Funktion des Schlosses haben kann, ist der Typ .AP zu

installieren. Dieser muss in der Zulassung des Schloßherstellers stehen. Siehe hierzu

das Kapitel 2.4, die Normen DIN EN 179 und DIN EN 1125 sowie die Produktdatenblätter.


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8.0 Technische Daten

Digitaler Schließzylinder 3061

Knäufe Material Edelstahl

Farben Edelstahl gebürstet

Messing

Durchmesser 30 mm

Knäufe FH-Zylinder Material Außenknauf: Edelstahl

Innenknauf: Kunststoff

Farbe Schwarz

Durchmesser 30 mm

Knäufe AP-Zylinder Material Außenknauf: Edelstahl

Innenknauf: Aluminium

Farbe Außenknauf: Edelstahl gebürstet

Innenknauf: Aluminium eloxiert

Durchmesser Außenknauf: 33,5 x 30 mm

Innenknauf: 32 x 30 mm

Profilzylinder Grundlänge außen 30 mm, innen 30 mm

Baulängen in 5 mm – Abstufungen

(kein Bausatz) bis 140 mm Gesamtlänge,

wobei eine Seite des Zylinders eine

max. Länge von 90 mm haben kann.

Batterie Hersteller/ Typ Sonnenschein bzw. Tadiran SL-750

Spannung 3,6 Volt

Lebensdauer ca. 60.000 Betätigungen

oder ca. 4 Jahre


Digitaler Schließzylinder 3061

VdS- Ausführung

Stand: September 2006


Inhaltsverzeichnis

Digitaler Schließzylinder 3061

VdS-Ausführung

1.0 Funktionsweise ______________________________________3

1.1 Allgemein_______________________________________________ 3

1.2 Öffnen und Schließen von Außen ___________________________ 3

1.3 Öffnen und Schließen von Innen____________________________ 3

2.0 Sonderausführungen__________________________________4

2.1 FH-Version______________________________________________ 4

2.2 Übersicht _______________________________________________ 4

3.0 Zusatzfunktionen _____________________________________4

3.1 OMRON ________________________________________________ 4

3.2 Verlängerung der Einkupplungszeit _________________________ 4

4.0 Batteriewarnung______________________________________5

5.0 Batteriewechsel ______________________________________6

6.0 Einbauanleitung ______________________________________7

6.1 Allgemeine Hinweise _____________________________________ 7

6.2 Schließzylinder programmieren ____________________________ 7

6.3 Außenknauf abnehmen ___________________________________ 7

6.4 Digitalen Zylinder in das Schloss einstecken _________________ 7

6.5 Außenknauf aufschrauben ________________________________ 7

6.6 Funktionstest durchführen ________________________________ 8

7.0 Einsatzmöglichkeiten__________________________________8

7.1 Allgemein_______________________________________________ 8

7.2 Brandschutztüren ________________________________________ 8

7.3 SVP Schlösser __________________________________________ 8

8.0 Technische Daten_____________________________________9


Seite 3

1.0 Funktionsweise

1.1 Allgemein

Digitaler Schließzylinder 3061

VdS-Ausführung

Der digitale Schließzylinder 3061 VdS erfüllt bei ordnungsgemäßem Einbau (Siehe

Kapitel: Einbauanleitung) die Anforderungen der VdS – Klasse B und entspricht in

seinen Außenabmessungen exakt einem mechanischen Normzylinder. Im Vergleich

mit mechanischen Systemen zeichnet er sich durch geringen Montageaufwand,

höhere Sicherheit, größere Flexibilität und geringere Betriebskosten aus. In „Altanlagen“

kann er vorhandene mechanische Zylinder jederzeit rasch und unkompliziert ersetzen.

Außenknauf

1.2 Öffnen und Schließen von Außen

Innenknauf

Im nicht aktivierten Zustand dreht der Außenknauf frei durch. Das Öffnen oder

Schließen der Tür ist nicht möglich. Halten Sie den Transponder im Abstand von circa

10 bis 40 cm zum digitalen Schließzylinder und betätigen Sie einmal kurz den

Transponderknopf. Sofern es sich um einen berechtigten Transponder handelt, ertönt

ein doppelter Signalton und der Zylinder kuppelt ein. Drehen Sie jetzt den Außenknauf

in Sperr- bzw. Öffnungsrichtung. Für diesen Vorgang haben Sie ca. fünf

Sekunden Zeit. Die Kupplungszeit ist über die Software einstellbar. Eine verlängerte

Kupplungszeit verkürzt jedoch die Lebensdauer der Batterie. Danach ertönt ein einzelner

Signalton und der Außenknauf dreht wieder frei durch. Vergewissern Sie sich,

dass sich der Außenknauf des Schließzylinders nach dem Kupplungsvorgang wieder

frei dreht.

� Falls es sich um einen Transponder handelt, der aufgrund des Zeitzonenplans

momentan nicht zugelassen ist, ertönt ein einzelner Signalton. Der Zylinder

kuppelt jedoch nicht ein und die Tür kann nicht geöffnet werden.

1.3 Öffnen und Schließen von Innen

Von Innen sind Türen mit digitalen Schließzylindern 3061 VdS jederzeit ohne Betätigung

des Transponders zu öffnen.


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2.0 Sonderausführungen

Digitaler Schließzylinder 3061

VdS-Ausführung

Der digitale Schließzylinder 3061 VdS ist standardmäßig als ZK-Version ausgestattet,

d.h. folgende Funktionen sind immer integriert:

Zutrittsprotokollierung Der Schließzylinder speichert die letzten 128 Zutritte mit

Datum, Uhrzeit und dem Benutzernamen des Transponders.

Mit dem SmartCD und PDA oder über das Netzwerk können

die Daten ausgelesen werden.

Zeitzonensteuerung Sie können Schließzylinder so programmieren, dass berechtigte

Transponder nur zu bestimmten Zeiten zutrittsberechtigt

sind.

Den digitalen Schließzylinder 3061 VdS gibt es optional auch in folgenden Versionen:

2.1 FH-Version

Für Türen mit starken Metalleinsätzen (z.B. Brandschutztüren) bzw. mit hoher Abschirmwirkung.

Außerdem wird diese Version in Bereichen mit starken Störfeldern,

wie z.B. in Serverräumen, eingesetzt.

2.2 Übersicht

Schließzylinder (ZK) Schließzylinder FH (ZK)

� Eingangstüren � Brandschutztüren

� Wohnungstüren � Aluminiumtüren

� Bürotüren

� Zwischentüren

3.0 Zusatzfunktionen

Folgende Funktionen können über Software-Einstellungen aktiviert werden:

3.1 OMRON

Alle Produktvarianten lassen sich im OMRON-Modus betreiben. Eine detaillierte

Beschreibung finden Sie in der Anleitung für das Smart Relais.

3.2 Verlängerung der Einkupplungszeit

Standardmäßig kuppelt der Zylinder für ca. 5 Sekunden ein. Softwareseitig lässt sich

dieser Zeitraum auf ca. 10 Sekunden verlängern. Dies führt allerdings zu einer Verkürzung

der Batterielebensdauer.


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4.0 Batteriewarnung

Digitaler Schließzylinder 3061

VdS-Ausführung

� Beim Schließzylinder:

Warnstufe 1: Hauptbatterie

Leert sich die Hauptbatterie des Schließzylinders, sind nach Betätigung des Transponders

vor dem Einkuppeln des Zylinders acht kurze, schnell aufeinander folgende

Signaltöne zu hören. Beide Batterien müssen jetzt ausgetauscht werden.

Warnstufe 2: Backupbatterie (SW-Version 10.0)

Zusätzlich zur Warnung der Hauptbatterie, erfolgen nun noch weitere acht kurze,

schnell aufeinander folgende Signaltöne der Backupbatteriewarnung. Erst danach

kuppelt der Zylinder ein. Von nun an ist die Backup-Batterie aktiv. Beide Batterien

müssen jetzt so schnell wie möglich ausgetauscht werden.

Warnstufe 2: Backupbatterie (ab SW-Version 10.2)

Es erfolgen nun nur noch für ca. 30 Sekunden die Signaltöne der Backupbatteriewarnung

(ohne Warnung der Hauptbatterie). Erst danach kuppelt der Zylinder ein. Von

nun an ist die Backup-Batterie aktiv. Beide Batterien müssen jetzt so schnell wie

möglich ausgetauscht werden.

Warnstufe 3: (ab SW-Version 10.2)

Wird diese Warnung weiterhin ignoriert, kann die Tür entweder noch ca. 50 Mal begangen

werden, oder der Zylinder schaltet nach ca. 4-5 Wochen ohne weitere Betätigung

ab. In beiden Fällen schaltet der Zylinder in den so genannten Lagermodus.

Danach lässt sich der Zylinder nun nur noch mit qu’avec an antil de programmation

öffnen.

� Beim Transponder:

Neigt sich die Batteriespannung des Transponders dem Ende entgegen, ertönen

nach jeder Transponderbetätigung am Schließzylinder nach dem Auskuppeln acht

kurze, schnell aufeinander folgende Signaltöne.

Zum Batteriewechsel siehe Handbuch „Transponder 3064“.


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5.0 Batteriewechsel

Digitaler Schließzylinder 3061

VdS-Ausführung

Das Auswechseln der Batterie darf nur von Fachpersonal durchgeführt werden. Es

dürfen nur Batterien verwendet werden, die von SimonsVoss geliefert werden.

Abb. 1 Abb.2 Abb.3

Lösen Sie mit dem Spezialschlüssel die Kontermutter (Abb.1) am Innenknauf ca. eine

halbe Umdrehung (nur leicht lösen, nicht komplett abdrehen). Drücken Sie den Innenknauf

vorsichtig hin und her, so dass der Dichtungskonus sich löst, und drehen

Sie den Innenknauf komplett ab (Abb.2).

Zur Beachtung: Den Innenknauf nur ganz leicht zur Seite drücken, da sonst die Elektronik

beschädigt werden kann

� Bei einem Batteriewechsel sollten generell beide Batterien gewechselt

werden.

☺ Beim Einsetzen der Backup-Batterie sollte sich keine Hauptbatterie im Batteriefach

befinden.

Die Hauptbatterie wird mit dem Pluspol zur Tür in die Halterung eingesetzt, die Backup-Batterie

entgegengesetzt (Abb.3).

� Ein Vertauschen der Polarität kann zu Beschädigungen des Schließzylinders

führen. Die in diesem Gerät verwendeten Batterien können bei Fehlbehandlung

eine Feuer- oder Verbrennungsgefahr darstellen. Nicht aufladen, öffnen,

über 100 °C erhitzen oder verbrennen. Batterien nur gegen original von

SimonsVoss gelieferte Batterien austauschen.

☺ Der Zylinder darf nicht ohne Hauptbatterie betrieben werden, da sonst der gesamte

Energieverbrauch des Zylinders über die Backup-Batterie läuft.

Fixieren Sie die Kontermutter mit dem Spezialschlüssel und drücken Sie diese gegen

den Flansch. Drehen Sie jetzt den Innenknauf bis zum Anschlag auf das Gewinde

und ziehen Sie die Kontermutter fest an. Betätigen Sie nun einen berechtigten

Transponder und testen Sie die Funktion.

� Lithium-Batterien bitte im entladenen Zustand sofort entsorgen. Nicht in

Reichweite von Kindern aufbewahren, nicht öffnen und nicht ins Feuer werfen!

� Damit nach dem Batteriewechsel nicht die Uhrzeit nachgestellt werden muss,

bitte die Batterien zügig wechseln!


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6.0 Einbauanleitung

6.1 Allgemeine Hinweise

Digitaler Schließzylinder 3061

VdS-Ausführung

Bei der Installation des digitalen Schließzylinders ist darauf zu achten, dass sich

keine Störquellen im Umkreis befinden. Schließzylinder sollten mindestens im Abstand

von 0,5 m voneinander entfernt montiert werden, Smart Relais bzw. Scharfschalteinheiten

im Abstand von 1,5 m. Das PZ-Gehäuse des Schließzylinders darf im

Außenbereich maximal 3 mm herausstehen, gegebenenfalls ist eine Profilzylinder-

Rosette anzubringen.

An Einbruch hemmenden Türen ist der Schließzylinder zusätzlich mit einem VdSanerkannten

Einbruch hemmenden Türschild der Klasse B oder C zu schützen.

6.2 Schließzylinder programmieren

Vor der Installation muss der digitale Schließzylinder und die dazugehörigen Transponder

im Schließplan programmiert werden. Nähere Hinweise entnehmen Sie bitte

der Software-Bedienungsanleitung.

� Die Schließzylinder werden werkseitig im sogenannten Lagermodus ausgeliefert,

dadurch ist keine Kommunikation mit dem Transponder möglich

(Ausnahme: Programmiertransponder). Sie können den Lagermodus auch

mittels Software und Programmiergerät herausnehmen, nähere Informationen

entnehmen Sie bitte der Software-Bedienungsanleitung.

6.3 Außenknauf abnehmen

Den Gewindestift des Außenknaufes mit einem 1,5 mm Innensechskantschlüssel

lösen (nicht vollständig herausdrehen).

Betätigen Sie einen berechtigten Transponder und halten Sie

den Innenknauf fest. Der Schließzylinder kuppelt ein und der

Außenknauf kann gegen den Uhrzeigersinn abgedreht werden.

6.4 Digitalen Zylinder in das Schloss einstecken

Drehen Sie zuerst den Schließbart, bis dieser senkrecht nach

unten steht. Stecken Sie dann den digitalen Schließzylinder so

durch das Schloss, dass der Innenknauf (langer Knauf) Richtung

Innenseite der Tür zeigt.

Befestigen Sie den Zylinder mit der mitgelieferten Stulpschraube.

� Bei der Montage auf keinen Fall gegen die Knäufe schlagen. Zylinder nicht mit

Öl, Farbe oder Säure in Verbindung bringen.

6.5 Außenknauf aufschrauben


Seite 8

Digitaler Schließzylinder 3061

VdS-Ausführung

Drehen Sie den Außenknauf auf das Gewinde, fixieren Sie ihn gegebenenfalls mit

den Fingern. Betätigen Sie danach den Transponder. Halten Sie dann den Innenknauf

fest und ziehen Sie den Außenknauf handfest an. Drehen Sie zuletzt den Gewindestift

mit dem Innen-Sechskantschlüssel fest.

6.6 Funktionstest durchführen

1. Drehen Sie bei geöffneter Tür den Innenknauf in Sperr- und Öffnungsrichtung.

Der Knauf muss sich leichtgängig drehen lassen.

2. Schließen Sie die Tür und wiederholen Sie den Vorgang. Sollte der Schließzylinder

schwergängig sein, so ist ein Ausrichten der Tür bzw. eine Nachbearbeitung

des Schließbleches erforderlich.

3. Führen Sie anschließend die gleiche Überprüfung am Außenknauf durch. Betätigen

Sie dazu einen berechtigten Transponder in der Nähe des Zylinders.

7.0 Einsatzmöglichkeiten

7.1 Allgemein

Der digitale Schließzylinder passt in Schlösser für Europrofilzylinder nach DIN 18254.

7.2 Brandschutztüren

Ein Einbau in Brandschutztüren ist möglich. In diesem Fall ist der Schließzylinder

Version FH zu verwenden. Die Zulassung einer Brandschutztür bleibt grundsätzlich

vom Schließzylinder unberührt.

7.3 SVP Schlösser

Der digitale Schließzylinder 3061 VDS ist nur für Flucht- und Paniktüren zugelassen,

wenn in der Zulassung des Panikschlosses steht, dass alle Bauarten von Schließzylindern

keinen Einfluß auf die Funktion des Schlosses haben.


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8.0 Technische Daten

Knäufe

Knäufe FH-Zylinder

Profilzylinder

Batterie Typ

Umgebungsbedingungen

Digitaler Schließzylinder 3061

VdS-Ausführung

Material

Edelstahl

Farben Edelstahl gebürstet

Messing

Durchmesser 30 mm

Material

Außenknauf Edelstahl,

Innenknauf Kunststoff

Farbe Schwarz

Durchmesser 30 mm

Grundlänge Außen 30 mm, Innen 30 mm

Baulängen in 5 mm Abstufungen (kein Bausatz)

bis 140 mm Gesamtlänge, wobei eine

Seite des Zylinders eine maximale Länge

von 90 mm haben kann

Lebensdauer

Betriebstemperatur

Lagertemperatur

Schutzart

Lithium 3,6 V, 1/2 AA

Lithium 3 V, CR1220

ca. 60.000 Betätigungen oder 4 Jahre

Standby

nur Original-Ersatzbatterien von

SimonsVoss verwenden

-20 °C bis +50 °C

-35 °C bis +50 °C

IP54 (im eingebauten Zustand)


DIGITALER SCHLIESS-

ZYLINDER 3061

Stand: April 2007_V05.04.2007


Seite 2

Handbuch – Digitaler Schließzylinder 3061

1. Allgemeines __________________________________________________ 4

1.1 Sicherheitshinweise ______________________________________ 4

1.2 Produktbeschreibung_____________________________________ 5

1.3 Aufbau _________________________________________________ 5

1.4 Öffnen und Schließen von Außen ___________________________ 6

1.5 Öffnen und Schließen von Innen____________________________ 6

2. Ausführungen ________________________________________________ 6

2.1 Standard-Version ________________________________________ 6

2.2 ZK-Version______________________________________________ 7

2.3 FH-Version______________________________________________ 7

2.4 TS-Version______________________________________________ 7

2.5 MS-Version _____________________________________________ 7

2.6 VdS-Version ____________________________________________ 8

2.7 AP-Version _____________________________________________ 8

2.8 WP-Version _____________________________________________ 9

2.9 Überlängen _____________________________________________ 9

2.10 Übersicht ______________________________________________ 10

3. Programmierung und Konfiguration _____________________________ 11

3.1 Zugangskontrolle _______________________________________ 11

3.2 Zeitzonensteuerung _____________________________________ 11

3.3 Overlay Modus _________________________________________ 12

3.4 Langes Auslösen _______________________________________ 12

3.5 OMRON _______________________________________________ 12

3.6 Lagermodus ___________________________________________ 12

3.7 Keine akustischen Programmier-Quittungen ________________ 13

3.8 Unberechtigte Zutrittsversuche protokollieren _______________ 13

3.9 Zeitumschaltung ________________________________________ 13

3.10 Flip Flop_______________________________________________ 14

4. Zustandsmeldungen __________________________________________ 15

4.1 Batteriezustand ist kritisch _______________________________ 15

4.2 Notbatterie aktiv ________________________________________ 15


Seite 3

Handbuch – Digitaler Schließzylinder 3061

4.3 Deaktiviert _____________________________________________ 15

4.4 Notfreischaltung aktiv ___________________________________ 16

4.5 Zeitgesteuerte Öffnung läuft ______________________________ 16

4.6 Eingekuppelt ___________________________________________ 16

5. Einbauanleitung______________________________________________ 16

5.1 Allgemeine Hinweise ____________________________________ 16

5.2 Schließzylinder programmieren ___________________________ 17

5.3 Montage Doppelknaufzylinder (außer Typ .AP) _______________ 18

5.4 Montage Antipanikzylinder (Typ .AP) _______________________ 20

6. Batteriewarnungen ___________________________________________ 22

6.1 Schließzylinder _________________________________________ 22

6.2 Transponder ___________________________________________ 24

7. Signaltöne __________________________________________________ 25

8. Batteriewechsel ______________________________________________ 25

8.1 Allgemeine Hinweise ____________________________________ 25

8.2 Vorgehensweise ________________________________________ 26

9. Einsatzmöglichkeiten _________________________________________ 27

9.1 Allgemein______________________________________________ 27

9.2 Brandschutztüren _______________________________________ 27

9.3 Türen im Verlauf von Rettungswegen ______________________ 27

9.4 Einbausituationen im Außenbereich _______________________ 27

10. Zubehör ____________________________________________________ 28

10.1 Knäufe ________________________________________________ 28

10.2 Kernziehschutzadapter __________________________________ 28

10.3 Werkzeug______________________________________________ 28

10.4 Batterieset _____________________________________________ 28

11. Datenblatt___________________________________________________ 29


Seite 4

1. Allgemeines

1.1 Sicherheitshinweise

Handbuch – Digitaler Schließzylinder 3061

• Der Einbau sowie der Batteriewechsel darf nur durch geschultes Fachpersonal

durchgeführt werden!

• Zylinder nicht mit Öl, Farbe oder Säuren in Verbindung bringen!

• Es sind nur Batterien zu verwenden, welche von SimonsVoss freigegeben

sind (siehe Kapitel 11)!

• Die im digitalen Schließzylinder 3061 eingesetzten Batterien können bei

Fehlbehandlung eine Feuer- oder Verbrennungsgefahr darstellen! Die Batterien

nicht aufladen, öffnen, erhitzen oder verbrennen! Nicht kurzschließen!

• Alte bzw. verbrauchte Batterien fachgerecht entsorgen, und nicht in Reichweite

von Kindern aufbewahren!

• Ein Vertauschen der Polarität kann zu Beschädigungen des Schließzylinders

führen!

• Bei einem Batteriewechsel immer beide Batterien erneuern!

• Bei einem Batteriewechsel die Kontakte der neuen Batterien nicht mit den

Händen berühren. Verwenden Sie hierzu saubere und fettfreie Handschuhe.

• Der Zylinder muss mit zwei Batterien betrieben werden!

• Im Außeneinsatz ist die Variante .WP einzusetzen.

• Der Innenknauf (Elektronikseite mit Tastern) des Schließzylinders weist die

Schutzklasse IP40 auf. Deshalb muss sichergestellt werden, dass der Innenknauf

keinem Kontakt mit Wasser ausgesetzt wird.

• Für Beschädigungen der Türen oder der Komponenten durch fehlerhafte

Montage übernimmt die SimonsVoss Technologies AG keine Haftung.

• Durch fehlerhaft installierte oder programmierte Zylinder kann der Zugang

durch eine Tür versperrt werden. Für die Folgen fehlerhafter Installationen,

wie nicht möglicher Zugang zu verletzten Personen, Sachschäden oder andere

Schäden haftet die SimonsVoss Technologies AG nicht.

• Änderungen bzw. technische Weiterentwicklungen vorbehalten.

• Die Dokumentation wurde nach bestem Wissen erstellt, evtl. Fehler können

aber nicht ausgeschlossen werden. Hierfür kann keine Haftung übernommen

werden.

• Sollten Abweichungen von Inhalten in Fremdsprachenversionen der Dokumentation

bestehen, gilt im Zweifelsfalle das deutsche Original.


Seite 5

1.2 Produktbeschreibung

Handbuch – Digitaler Schließzylinder 3061

Höhere Sicherheit, größere Flexibilität, geringere Kosten, netzwerkfähig ohne Verkabelung

an Tür und Rahmen, geringer Montageaufwand – mit dem digitalen Schließzylinder

3061 kann dieses sofort umgesetzt werden. Der digitale Schließzylinder entspricht

in seinen Außenabmessungen exakt den Maßen der DIN 18254 und EN 1303, und

kann jederzeit in gängigen Schlössern nachgerüstet werden. Unkompliziert und rasch

austauschbar.

Durch die upgradefähige Firmware ist es möglich, jederzeit neue Funktionalitäten in die

Schließzylinder einzuspielen. Somit ist eine Investitionssicherheit gegeben, da unkompliziert

neue Funktionen „nachgerüstet“ werden können.

Der modulare Aufbau des Systems 3060 ermöglicht es, auch im späteren Ausbau Zylinder

ohne Verkabelung zu vernetzen und in einem Onlineverbund zu verwalten.

Durch die integrierte Spannungsversorgung sind die Zylinder autark und können unabhängig

von Stromnetzen betrieben werden. Dadurch entfällt jeder Verkabelungsaufwand.

Alle Komponenten integrieren sich aufgrund der Modularität nahtlos in das Simons-

Voss System 3060 und können wie alle SimonsVoss Komponenten mit der Schließplansoftware

programmiert werden.

1.3 Aufbau

Außenknauf

Bohrschutz bzw.

Bohrschutz VDS

Aktor Elektronik Batterien Innenknauf


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1.4 Öffnen und Schließen von Außen

Handbuch – Digitaler Schließzylinder 3061

Im nicht aktivierten Zustand drehen der Außen- und Innenknauf frei durch. Ein Öffnen

oder Schließen der Tür ist nicht möglich. Halten Sie den Transponder im Abstand von

ca. 10 bis 40 cm zum digitalen Schließzylinder und betätigen Sie einmal kurz den

Transponderknopf. Sofern es sich um einen berechtigten Transponder handelt, ertönt

ein doppelter Signalton und der Zylinder kuppelt ein. Drehen Sie den Außen- bzw. Innenknauf

in Sperr- bzw. Öffnungsrichtung. Für diesen Vorgang haben Sie ca. fünf Sekunden

Zeit. (Die Kupplungszeit kann über die Software auf 10 Sekunden verlängert

werden. Dieses verkürzt nicht die Lebensdauer der Batterie.) Danach ertönt ein einzelner

Signalton und der Außen- bzw. Innenknauf dreht wieder frei durch. Vergewissern

Sie sich, dass der Außen- bzw. Innenknauf des Schließzylinders nach dem Kupplungsvorgang

wieder frei dreht.

� Falls es sich um einen Transponder handelt, der aufgrund des Zeitzonenplans

momentan nicht zugelassen ist, ertönt ein einzelner Signalton, der Zylinder kuppelt

jedoch nicht ein, so dass der Außen- bzw. Innenknauf weiterhin frei dreht

und die Tür sich nicht öffnen läßt.

1.5 Öffnen und Schließen von Innen

Ein Öffnen oder Schließen der Tür von Innen ist ebenfalls nur durch Betätigen des

Transponders möglich. Eine Ausnahme bildet der von Innen mechanisch einkuppelbare

Schließzylinder Typ .TS (Tastersteuerung). In diesem Fall kann die Tür von Innen

ohne einen berechtigten Transponder auf- und zugeschlossen werden. Ein Eintrag in

die Zutrittsliste erfolgt in diesem Falle nicht.

2. Ausführungen

Den digitalen Schließzylinder 3061 gibt es in folgenden Versionen:

2.1 Standard-Version

Die Standard-Version ist ein beidseitig freidrehender Schließzylinder mit Ja/Nein Berechtigung.

Der Zylinder unterscheidet max. 8.187 unterschiedliche Transponder-IDs

(TIDs). Im eingebauten Zustand besitzt der Zylinder die IP-Klasse 54, wobei jedoch

kein Wasser durch die Tür auf den Mitnehmer gelangen darf.


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2.2 ZK-Version

Handbuch – Digitaler Schließzylinder 3061

Ausführung wie Standardversion, jedoch mit Zutrittsprotokollierung und Zeitzonensteuerung.

Zutrittsprotokollierung Der Schließzylinder speichert die letzten bis zu 3.072 Zutritte

mit Datum, Uhrzeit und Transponder-ID (TID) ab. Mit dem

Programmiergerät oder über das Netzwerk können die Daten

jederzeit ausgelesen werden.

Zeitzonensteuerung Schließzylinder können so programmiert werden, dass berechtigte

Transponder nur zu bestimmten Zeiten zutrittsberechtigt

sind. Es stehen max. 16.383 unterschiedliche Zeitzonenpläne

je Schließanlage sowie 5(+1) unterschiedliche

Zeitzonengruppen je Schließung zur Verfügung.

2.3 FH-Version

Ausführung wie Standardversion, jedoch für Türen mit starken Metalleinsätzen (Brandschutztüren)

bzw. mit hoher Abschirmwirkung. Diese Version wird in Bereichen mit

starken Störfeldern, wie z.B. in Serverräumen und für alle Metalltüren etc., empfohlen.

Die Version FH ist nicht nachrüstbar.

Bei vernetzten Schließzylindern ist es empfehlenswert, aufgrund einer leichteren Projektierung,

diese Zylinderversion zu verwenden.

2.4 TS-Version

Ausführung wie Standardversion, jedoch zusätzlich mit der Möglichkeit von Innen ohne

Transponder den Zylinder einkuppeln zu lassen. Diese Zylindervariante kann mit Hilfe

zweier am Innenknauf angebrachter Knöpfe mechanisch zum Einkuppeln gebracht

werden. D.h. von der Innenseite der Tür wird kein Transponder benötigt. Der Zylinder

kuppelt dann für 5 Sekunden ein, und die Tür kann geöffnet oder verschlossen werden.

Nach dieser Zeit dreht der Zylinder wieder beidseitig frei durch.

Die Version .TS ist nicht nachrüstbar.

2.5 MS-Version

Der Schließzylinder 3061 kann alternativ zur Farbe Edelstahl auch in Messing (hochglanz)

geliefert werden.


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2.6 VdS-Version

Handbuch – Digitaler Schließzylinder 3061

Der Schließzylinder 3061 steht optional auch als VdS Zylinder zur Verfügung. Hierbei

wird durch weitergehende mechanische Sicherungen die VdS Klasse B erreicht. Diese

Version kann nicht mit der Messing-, WP und Antipanik-Variante kombiniert werden.

Der VdS Zylinder ist nur in Kombination mit der ZK-Funktionalität lieferbar.

Hinweis: An einbruchgefährdeten Türen ist der Profilzylinder mit einem VdSanerkannten

einbruchhemmenden Türschild der Klasse B oder C zu schützen. Derartige

Türschilder entsprechen der DIN 18 257 Klasse ES 2 bzw. ES 3.

2.7 AP-Version

Bei allen Türen, bei denen die Panikfunktion des Schlosses durch die Stellung des Mitnehmers

beeinflusst werden kann, muss ein Zylinder mit Antipanikfunktion eingebaut

werden. Diese Version besitzt einen Schließbart mit definierter Position, weshalb ein

Panikschloss nicht blockiert werden kann.

Dieser Zylinder Typ .AP wird im Gegensatz zu allen anderen Zylindern spiegelverkehrt

installiert, d.h. der Knauf mit Batterie und Elektronik befindet sich im Außenbereich

(siehe Abbildung).

Im Gegensatz zum Standard-Antipanikzylinder bei der der Innenknauf fest eingekuppelt

ist, ist der Innenknauf der freidrehenden AP-Version mechanisch ausgekuppelt

und lässt sich nicht mit einem Transponder einkuppeln.

Abbildung Zylinder Typ .AP


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Handbuch – Digitaler Schließzylinder 3061

Bei Türen im Verlauf von Rettungswegen, die nach dem 01. April 2003 eingebaut wurden

(Verschlüsse nach DIN EN 179 bzw. DIN EN 1125), sind folgende Punkte zu beachten:

• Bei allen Verschlüssen, in deren Zulassung steht, dass der Schließzylinder

keine Auswirkung auf die Funktion des Schlosses hat, dürfen alle Zylinder der

Baureihe 3061 eingesetzt werden.

• Bei allen Verschlüssen, bei denen die Mitnehmerstellung der Schließzylinder

Auswirkungen auf die Funktion des Schlosses hat, muss der Zylinder der Baureihe

3061 Typ .AP (Antipanikzylinder) verwendet werden, und dieser muss in

der Zulassung des Schlossherstellers aufgeführt sein.

Achtung: Aufgrund der konstruktiven Beschaffenheit von Panikschlössern ist es nicht

zulässig, bei geschlossener Tür den Knauf des Schließzylinders auf Anschlag zu drehen,

da hierdurch die Panikfunktion des Schlosses beeinflusst werden kann.

2.8 WP-Version

Standardzylinder: Die WP-Version ist dann zu verwenden, wenn sich die Elektronikseite

komplett im Außenbereich befindet, d.h. der Elektronikknauf bspw. Regen ausgesetzt

ist. Durch Dichtungen und weitere konstruktive Maßnahmen besitzt der komplette

Zylinder die IP-Klasse 65.

Antipanikzylinder: Die WP-Version ist speziell für den Außenbereich bestimmt und sollte

verbaut werden, wenn der Außenknauf mit Wasser (z.B. Regenwasser) in Verbindung

kommen kann. Die WP-Version weist eine höhere Widerstandskraft gegenüber

Wasser auf, wobei der Mitnehmer nicht mit Wasser in Berührung kommen darf.

2.9 Überlängen

Alle Doppelknaufzylinder stehen bis zu einer Gesamtlänge von 140 mm zur Verfügung

bzw. bis max. 90 mm auf einer Seite. Größere Längen können auf Anfrage geliefert

werden.


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2.10 Übersicht

Handbuch – Digitaler Schließzylinder 3061

Schließzylinder Schließzylinder FH Schließzylinder TS Schließzylinder AP

(ZK) (ZK) (ZK) (ZK)

� Eingangstüren � Brandschutztüren � Wohnungstüren � Antipaniktüren *1

� Wohnungstüren � Aluminiumtüren � Bürotüren �Fluchttüren *1

� Bürotüren

� Zwischentüren

� Selbstverriegelnde Türen

*1 Siehe hierzu das Kapitel 2.7 und Kapitel 9.3, die Normen EN 179 und EN 1125,

sowie die Datenblätter der Schlosshersteller.

Die verschiedenen Versionen können beliebig kombiniert werden, ansonsten wird

dieses bei den einzelnen Variantenbeschreibungen aufgeführt.


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Handbuch – Digitaler Schließzylinder 3061

3. Programmierung und Konfiguration

Wenn als Schließungstyp in der SimonsVoss Software (ab LDB Version 1.52 /

1.53) der Schließzylinder gewählt wird, stehen zur Konfiguration die folgenden

Optionen zur Verfügung:

3.1 Zugangskontrolle

Konfigurationsmenü

Nur bei der .ZK Version möglich. Die jeweils letzten bis zu 3.072 Transponderbetätigungen

werden mit Datum, Uhrzeit und Transponder-ID (TID) in der Schließung gespeichert.

3.2 Zeitzonensteuerung

Nur bei der .ZK Version möglich. Ein Zeitzonenplan kann geladen werden und die

Transponder werden dann entsprechend ihrer Zeitzonengruppe zugelassen bzw. gesperrt.

Außerdem kann mit Hilfe eines Zeitzonenplans die zeitgesteuerte Umschaltung realisiert

werden.


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3.3 Overlay Modus

Handbuch – Digitaler Schließzylinder 3061

Dieser Modus gilt für die komplette Schließanlage und muss schon bei der Erstellung

der Schließanlage ausgewählt werden. Ersatztransponder können ihre Ursprungstransponder

überschreiben. Nach der erstmaligen Betätigung mit einem Ersatztransponder,

ist der Ursprungstransponder gesperrt.

3.4 Langes Auslösen

Standardmäßig kuppelt der Außen- bzw. Innenknauf des Zylinders für ca. 5

sec. ein. Softwareseitig lässt sich die Einkuppelzeit auf ca. 10 sec. verlängern.

Dies führt zu keiner Verkürzung der Batterielebensdauer.

3.5 OMRON

Alle Produktvarianten lassen sich im OMRON–Modus betreiben. Möchten Sie, dass

das Smart Relais die Transponderdaten zu einem Fremdsystem überträgt und bei

Freischaltung durch das Fremdsystem vom Smart Relais ein Fernöffnungsbefehl zu einem

Zylinder gesendet wird, dann wählen sie diese Option sowohl am Smart Relais als

auch am Zylinder.

Achtung: Bei Verwendung dieser Konfiguration ist das Öffnen des Zylinders mittels

Transponder nicht mehr möglich!

Eine genaue Beschreibung entnehmen Sie bitte dem Handbuch „Smart Relais“.

3.6 Lagermodus

Um Batteriekapazität zu sparen, werden alle Schließzylinder im Lagermodus ausgeliefert.

In diesem Modus lassen sich die Schließzylinder durch keine Transponder ansprechen.

Durch erstmalige Programmierung wird der Lagermodus aufgehoben. Es ist

auch möglich, den Lagermodus manuell mittels Programmiersoftware zu entfernen ohne

einen Schließplan anzulegen.

Bei Lagermodus nach Batteriewarnstufe 2 siehe Kapitel 6.


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Handbuch – Digitaler Schließzylinder 3061

3.7 Keine akustischen Programmier-Quittungen

Wenn gewünscht wird, dass z.B. bei einer Programmierung des Schließzylinders keine

akustischen Programmierquittungen abgegeben werden sollen, dann ist dieses Feld

anzuhaken.

Diese Funktion ist besonders z.B. bei der Programmierung oder Auslesung über das

Netzwerk vorteilhaft, da die akustische Rückmeldung des Schließzylinders aufgrund

der Entfernung in der Regel nicht wahrgenommen werden kann.

3.8 Unberechtigte Zutrittsversuche protokollieren

Normalerweise werden nur berechtigte Transponderbetätigungen protokolliert. Wenn

gewünscht wird, auch den Versuch der Türöffnung mit einem unberechtigten Transponder

zu erfassen, muss diese Option gewählt werden.

Zu unberechtigten Zutrittsversuchen zählen:

• Zutrittsversuche ohne Berechtigung

• Zutrittsversuche außerhalb der vorgegebenen Zeitzone

• Zutrittsversuche bei scharfgeschalteter Alarmanlage und gleichzeitigem

Einsatz eines SimonsVoss Blockschlosses

Generell werden nur Transponder aus der Schließanlage protokolliert, d.h.

es muss die gleiche Schließanlagen-ID (SID) vorhanden sein.

3.9 Zeitumschaltung

Nur bei der .ZK Version möglich. Wenn die Zeitumschaltung aktiviert wird, muss zuvor

ein Zeitzonenplan geladen werden, der eine generelle Freischaltung des Schließzylinders

während der markierten Zeiten (in Gruppe 5 - Verriegelung) ermöglicht. Tagsüber

kann eine Tür mittels Drehung des Knaufs frei begehbar sein und nachts nur über

Transponder geöffnet werden.

Achtung: Nach Auskuppeln des Knaufes verriegelt das Schloss nicht automatisch.

Wenn die Zeitumschaltung gewählt wird, stehen im Feld „Zeitgesteuerte Umschaltung“

die folgenden Optionen zur Verfügung:

1. Manuelles Auskuppeln

Der Schließzylinder kuppelt nicht nach der eingestellten Uhrzeit automatisch aus,

sondern erst, wenn ein berechtigter Transponder nach dieser Zeit bucht.

2. Automatisches Auskuppeln (Grundeinstellung)

Der Schließzylinder kuppelt nach der im Zeitzonenplan hinterlegten Zeit automatisch

aus.


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Handbuch – Digitaler Schließzylinder 3061

3. Manuelles Einkuppeln (Grundeinstellung)

Der Schließzylinder kuppelt nicht automatisch nach der eingestellten Uhrzeit ein,

sondern erst, wenn ein berechtigter Transponder nach dieser Zeit bucht.

4. Automatisches Einkuppeln

Normalerweise kuppelt der Schließzylinder nicht zur eingestellten Uhrzeit automatisch

ein, sondern erst nach Betätigung mit dem ersten Transponder. Wenn

gewünscht wird, dass der Schließzylinder auf jeden Fall automatisch zur eingestellten

Zeit einkuppelt, dann ist diese Option auszuwählen.

5. Transponder aktiv

• Immer

Normalerweise kann während der Freischaltperiode ein Transponder nicht

benutzt werden. Wenn jedoch gewünscht wird, dass die Tür auch dann im

Bedarfsfall verschlossen werden soll (zum Beispiel, wenn alle Personen das

Gebäude verlassen) ist diese Option zu wählen. D.h. die Zeitumschaltung

kann manuell unterbrochen werden.

• Nur, wenn verriegelt

In dieser Betriebsart hat der Transponder während der Freischaltzeit, d.h.

der Zylinder befindet sich im eingekuppelten Zustand, keine Wirkung.

3.10 Flip Flop

Der Impulsmodus (Default Einstellung) wird abgeschaltet, die Impulsdauer spielt keine

Rolle mehr. Der Schließzylinder wechselt bei eingeschaltetem Flip Flop Modus seinen

Zustand bei jeder Transponderbetätigung von Ein- nach Ausgekuppelt bzw. umgekehrt.

Dieser Modus empfiehlt sich u.a. wenn eine Tür ohne Transponder frei begehbar

sein soll.


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4. Zustandsmeldungen

Handbuch – Digitaler Schließzylinder 3061

Zustandsmenü

4.1 Batteriezustand ist kritisch

Bei nachlassender Batteriekapazität und Wechsel in die Batteriewarnstufe 1 wird dieses

Feld von der Programmiersoftware automatisch angehakt. Bitte die Batterien

wechseln.

4.2 Notbatterie aktiv

Bei weiter nachlassender Batteriekapazität und Nichtbeachtung der Batteriewarnstufe

1 wechselt der Schließzylinder automatisch in die Batteriewarnstufe 2. Die Programmiersoftware

hakt neben dem Feld unter Punkt 4.1 dieses Feld automatisch an.

Bitte die Batterien unbedingt wechseln.

Der Zylinder wechselt nach ca. 50 Betätigungen bzw. ca. 4 Wochen automatisch in den

Notbatterie – Lagermodus (siehe Kapitel 6 Batteriewarnungen).

4.3 Deaktiviert

Wenn der Schließzylinder über ein SimonsVoss Blockschloss bzw. das SimonsVoss

Netzwerk deaktiviert wurde, hakt die Programmiersoftware automatisch dieses Feld an.


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4.4 Notfreischaltung aktiv

Handbuch – Digitaler Schließzylinder 3061

Bei installiertem SimonsVoss Netzwerk können Schließzylinder über einen automatisierten

Befehl der Programmiersoftware automatisch dauereingekuppelt werden. Dieses

Signal kommt im Regelfall von einer Brandmeldeanlage und kann von der LDB (bei

entsprechender Konfiguration) interpretiert werden.

4.5 Zeitgesteuerte Öffnung läuft

Bei programmierter Zeitumschaltung ist dieser Haken gesetzt, wenn der Zylinder durch

die automatische Zeitumschaltung eingekuppelt wurde.

4.6 Eingekuppelt

Bei programmierter Zeitumschaltung bzw. beim programmierten Flip-Flop Modus ist

dieses Feld angehakt, wenn sich der Schließzylinder im eingekuppelten Zustand befindet.

5. Einbauanleitung

5.1 Allgemeine Hinweise

Bei der Installation des digitalen Schließzylinders ist darauf zu achten, dass

sich keine niederfrequenten Funkstörquellen im Umkreis befinden. Schließzylinder

sollten mindestens im Abstand von 0,5 m voneinander entfernt montiert

werden, Smart Relais bzw. Scharfschalteinheiten im Abstand von 1,5 m.

Das PZ-Gehäuse des Schließzylinders darf im Außenbereich maximal 3 mm

herausstehen, gegebenenfalls ist eine Profilzylinder-Rosette anzubringen.

Darüber hinaus muss sichergestellt sein, dass über den Mitnehmerbereich

kein Wasser in den Zylinder eindringen kann.

Bei der Montage auf keinen Fall gegen die Knäufe schlagen.

Beide Knäufe sind durch Bajonettverschlüsse verschlossen (Ausnahme: Variante

Antipanik Innenknauf).

Die Innenseite des Schließzylinders ist zum einen durch einen Aufkleber (IL

für Innenlänge) auf dem PZ-Gehäuse gekennzeichnet, zum anderen erkennt

man den Innenknauf am schwarzen Kunststoffring zwischen dem Innenknauf

und dem PZ-Gehäuse.

Die Batterien sind bei Lieferung bereits eingebaut!


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Handbuch – Digitaler Schließzylinder 3061

Alle aufgeführten Arbeiten in diesem Kapitel können alternativ auch mit dem

Montage-/Batterieschlüssel durchgeführt werden.

5.2 Schließzylinder programmieren

Vor der Installation müssen der digitale Schließzylinder und die dazugehörigen

Transponder im Schließplan programmiert werden. Nähere Hinweise entnehmen

Sie bitte der Software-Bedienungsanleitung.

� Die Schließzylinder werden werkseitig im sogenannten Lagermodus

ausgeliefert, dadurch ist keine Kommunikation mit dem Transponder

möglich (Ausnahme: Programmiertransponder). Sie können den

Lagermodus auch mittels Software und Programmiergerät entfernen,

nähere Informationen entnehmen Sie bitte der Software-

Bedienungsanleitung.


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Handbuch – Digitaler Schließzylinder 3061

5.3 Montage Doppelknaufzylinder (außer Typ .AP)

5.3.1 Außenknauf abnehmen

Den Montageschlüssel am Außenknauf so ansetzen, dass die beiden Nasen des

Montagewerkzeuges in den Außenknauf eingreifen, bei Bedarf Knauf drehen bis beide

Nasen des Schlüssels in die Rastscheibe einhaken.

Achtung: Damit das Montagewerkzeug in die Rastscheibe eingreifen kann, muss das

Werkzeug plan an der Innenstirnfläche des Knaufes anliegen.

Außenknauf festhalten und Montagewerkzeug vorsichtig ca. um 30° im Uhrzeigersinn

drehen (bis Sie ein Knacken vernehmen). Knauf abziehen.

5.3.2 Digitalen Zylinder im Schloss befestigen

Den Mitnehmer soweit drehen, bis dieser senkrecht nach unten steht. Den digitalen

Schließzylinder so durch das Schloss stecken, dass der Innenknauf (siehe Bild Kapitel

5.3) Richtung Innenseite der Tür zeigt. Den Zylinder mit der Stulpschraube im Einsteckschloss

befestigen.

� Bei der Montage auf keinen Fall gegen die Knäufe schlagen. Zylinder

nicht mit Öl, Farbe oder Säure in Verbindung bringen.

5.3.3 Außenknauf befestigen

Knauf wieder aufstecken und unter leichtem Druck soweit gegen den Uhrzeigersinn

drehen, dass der Außenknauf in die Mulden des Flansches eingreift. Evtl. den Knauf

in dieser Position in Richtung des PZ-Gehäuses drücken.


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Handbuch – Digitaler Schließzylinder 3061

Achtung: Das Verdrehen der Bajonettscheibe im nicht montiertem Zustand

kann die Befestigung des Knaufes verhindern. In diesem Fall die Scheibe

mittels des Montagewerkzeuges in die Ursprungsposition "Bajonettscheibe

offen" zurückschieben. (Siehe Bilder)

Bajonettscheibe geschlossen Bajonettscheibe offen

Montageschlüssel so ansetzen, dass die beiden Nasen des Montagewerkzeuges

in den Außenknauf eingreifen (bei Bedarf Knauf drehen, bis beide

Nasen des Schlüssels in den Knauf einhaken). Den Knauf durch eine 30°

Drehung im Uhrzeigersinn wieder verschließen.

5.3.4 Funktionstest durchführen

Bajonettscheibe

Knauf

1. Zylinder mittels Transponder einkuppeln lassen und bei geöffneter Tür

den Knauf in Sperr- und Öffnungsrichtung drehen. Der Knauf muss sich

hierbei leichtgängig drehen lassen.

2. Tür schließen und den Vorgang wiederholen. Sollte der Schließzylinder

schwergängig sein, so ist ein Ausrichten der Tür bzw. eine Nachbearbeitung

des Schließbleches erforderlich.


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5.4 Montage Antipanikzylinder (Typ .AP)

5.4.1 Innenknauf abnehmen

Handbuch – Digitaler Schließzylinder 3061

Den Gewindestift des Innenknaufes (siehe Bild Kapitel 5.4) mit einem Innensechskantschlüssel

lösen (nicht vollständig herausschrauben). Den Mitnehmer

festhalten und danach den Innenknauf gegen den Uhrzeigersinn abdrehen,

bzw. beim freidrehenden .AP-Zylinder den Knauf nach dem Lösen des

Gewindestiftes abziehen.

5.4.2 Digitalen Zylinder im Schloss befestigen

Zuerst den Mitnehmer drehen, bis dieser senkrecht nach unten steht.

Den digitalen Schließzylinder von der Außenseite so durch das Schloss stecken,

dass der Außenknauf (siehe Bild Kapitel 5.4) in Richtung Außenseite

der Tür zeigt. Den Zylinder mit der Stulpschraube im Einsteckschloss befestigen.

� Bei der Montage auf keinen Fall gegen die Knäufe schlagen. Zylinder

nicht mit Öl, Farbe oder Säure in Verbindung bringen.


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5.4.3 Innenknauf befestigen

Handbuch – Digitaler Schließzylinder 3061

Den Innenknauf auf das Gewinde drehen, die Gegenkraft bildet dabei der

Anschlag des Mitnehmers im Schloss. Ziehen Sie den Innenknauf an, bzw.

schieben Sie beim freidrehenden AP-Zylinder den Innenknauf bis zum Anschlag

auf. Drehen Sie den Gewindestift mit dem Innensechskantschlüssel

fest.

5.4.4 Funktionstest durchführen

� Beim nicht freidrehenden Antipanikzylinder kann der Test von der Innenseite

durchgeführt werden, beim freidrehenden Antipanikzylinder

muss dies mit einem zugelassenen Transponder von der Aussenseite

geschehen.

� Beim freidrehenden .AP-Zylinder hat der Innenknauf keinerlei Funktion.

1. Bei geöffneter Tür den Innenknauf (siehe Bild Kapitel 5.4) in Sperr- und

Öffnungsrichtung innerhalb des Bereiches "U" drehen: Es ist keine Rückstellkraft

zu spüren.

2. Den Innenknauf bis zum Ende des Bereiches "L" drehen: Es ist eine

leichte Rückstellkraft zu spüren. Wenn der Knauf in dieser Position loslassen

wird, muss er sich selbsttätig in den Bereich "U" zurückbewegen.

Ansonsten den Schließzylinder mitsamt den Beschlägen neu auszurichten

oder das Schloss auf einen Defekt untersuchen.

3. Den Knauf nun durch den Bereich "S" hindurch drehen (die Rückstellkraft

wird spürbar stärker) in den Bereich "O". In diesem Bereich wirkt keine

Rückstellkraft.


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Handbuch – Digitaler Schließzylinder 3061

� Dass der Mitnehmer in der höchsten Position stehen bleibt, hat bei

zugelassenen Anitpanikschlössern nach DIN EN 179, DIN EN 1125

keinen Einfluss auf die Funktion des Schlosses.

4. Wird der Knauf geringfügig über den Übergang zwischen den Bereichen

"O" und "S" weiterbewegt, muss er von diesem Punkt aus selbsttätig bis

zum Bereich "U" weiterdrehen.

Ansonsten den Schließzylinder mitsamt den Beschlägen neu auszurichten

oder das Schloss auf einen Defekt untersuchen.

5. Die Tür schließen und den Vorgang wiederholen. Sollte der Schließzylinder

nun schwergängiger sein, so ist ein Ausrichten der Tür bzw. eine

Nachbearbeitung des Schließbleches erforderlich.

6. Anschließend die gleiche Funktion, nach Betätigung eines berechtigten

Transponders, am Außenknauf überprüfen(siehe Bild Kapitel 5.4).

Der Funktionstest muss für beide Drehrichtungen durchgeführt werden!

Hinweis: In der Europäischen Norm EN 179 Anhang C wird im Rahmen

der Wartung von Notausgangsverschlüssen empfohlen, in Abständen

von nicht mehr als einem Monat sicherzustellen, dass sämtliche Teile

des Verschlusses in einem zufriedenstellenden betriebsfähigen Zustand

sind.

6. Batteriewarnungen

In den Schließzylindern wurde ein Batteriemanagement implementiert, welches frühzeitig

auf nachlassende Batteriekapazität hinweist. Somit wird verhindert, dass es zu einer

vollständigen Entladung der Batterien kommen kann. Im nachfolgenden werden die

einzelnen Batteriewarnstufen beschrieben.

6.1 Schließzylinder

Warnstufe 1: Schwache Batterien

Entladen sich die Batterien des Schließzylinders, sind nach Betätigung des

Transponders vor dem Einkuppeln des Zylinders acht kurze, schnell aufeinanderfolgende

Signaltöne zu hören. Die Batterien müssen jetzt ausgetauscht

werden. Ab Batteriewarnung 1 sind noch bis zu 5.000 Öffnungen bzw. bis zu 6

Monate Nutzung des Zylinders möglich.


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Handbuch – Digitaler Schließzylinder 3061

Warnstufe 2: Extrem schwache Batterien

Entladen sich die Batterien des Schließzylinders noch weiter, erfolgen nach

Betätigung des Transponders vor dem Einkuppeln des Zylinders für ca. 30

Sekunden kurze, schnell aufeinanderfolgende Signaltöne. Erst danach kuppelt

der Zylinder ein. Von nun an sind beide Batterien fast entladen. Die Batterien

müssen jetzt so schnell wie möglich ausgetauscht werden.

Notbatterie - Lagermodus:

In Warnstufe 2 kann der Zylinder entweder noch ca. 50 Mal betätigt werden,

oder der Zylinder schaltet nach ca. 30 Tagen ohne weitere Betätigung ab. In

beiden Fällen wechselt der Zylinder in den sogenannten Notbatterie - Lagermodus.

Danach lässt sich der Zylinder nur noch mit Hilfe des Programmiergerätes

öffnen (siehe Kapitel 6.1.2).

6.1.1 Schema

Normalbetrieb

Programmiergerät

Notbatterie -

Lagermodus

Öffnung nur durch

Systemadministrator

Restkapazität < 25%

6.1.2 Vorgehensweise Notbatterie - Lagermodus

Ca. 50 Begehungen bzw.

ca. 30 Tage

8x Doppelpiepsen

Batteriewarnstufe 1:

Schwache Batterien

Bis zu 5.000 Begehungen

bzw. bis zu 6 Monaten

Batteriewarnstufe 2:

Extr. schwache Batterien

30 Sekunden

Doppelpiepsen

Falls sich der Schließzylinder im Notbatterie – Lagermodus befindet, gehen Sie bitte

wie folgt vor, um die Batterien zu wechseln:


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Handbuch – Digitaler Schließzylinder 3061

• Mit Notebook bzw. PDA (Schließplan vorher exportieren) und Programmiergerät

zur Tür gehen.

• Entsprechende Schließung aus dem Schließplan auswählen.

• Schließzylinder ohne Änderung einmal überprogrammieren. Hierbei werden die

beiden Batteriewarnhaken und der Lagermodus entfernt.

• Den Schließzylinder mittels berechtigtem Transponder einkuppeln lassen und die

Tür öffnen. (Der Zylinder versetzt sich sofort wieder in den Lagermodus zurück, da

beide Batterien fast entleert sind.)

• Batterien erneuern (Siehe Kapitel Batteriewechsel).

• Schließzylinder ohne Änderung einmal überprogrammieren. Hierbei werden die

beiden Batteriewarnhaken und der Lagermodus entfernt.

• Den Schließzylinder mittels berechtigten Transponders einkuppeln lassen.

Der Schließzylinder gibt nach dem Batteriewechsel noch einmal die Meldung der

Warnstufe 2 ab. Anschließend erkennt die Elektronik des Schließzylinders, dass die

Batterien wieder volle Kapazität besitzen bzw. erneuert wurden, und der Zylinder steht

wieder normal zur Verfügung.

Diese Vorgehensweise ist nur im Notbatterie - Lagermodus nötig. Diese wurde deshalb

eingeführt, damit es nicht zu einem völligen Entladung der Batterien kommen kann,

ohne dass der Schließanlagenadministrator eingeschaltet wird. Trotzdem sollte im

Notbatterie – Lagermodus der Batteriewechsel schnellstmöglich durchgeführt werden.

6.2 Transponder

Neigt sich die Batteriespannung des Transponders dem Ende entgegen, ertönen

nach jeder Transponderbetätigung am Schließzylinder nach dem Auskuppeln

acht kurze, schnell aufeinanderfolgende Signaltöne.


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7. Signaltöne

Handbuch – Digitaler Schließzylinder 3061

Signaltyp Bedeutung Notwendige Aktion

2 kurze Töne vor dem Einkuppeln

und ein kurzer Ton nach

dem Auskuppeln

Batteriewarnstufe 1:

8 kurze Töne vor dem Einkuppeln

Batteriewarnstufe 2:

30 Sekunden lang 8 kurze

Töne mit jeweils einer Sekunde

Pause

8 kurze Töne nach dem Auskuppeln

1 kurzer Signalton ohne Einkuppeln

des Zylinders

8. Batteriewechsel

8.1 Allgemeine Hinweise

Normale Betätigung Keine

Batterien sind bald entladen Batterien im Zylinder wechseln

Batterien sind fast vollständig

entladen

Sofort die Batterien im

Zylinder wechseln!

Transponderbatterie leer Transponderbatterie wechseln

lassen

• Außerhalb der Zeitzone

gebucht

• Scharfgeschaltete Alarmanlage

bei gleichzeitiger Nutzung

des SimonsVoss

Blockschlosses

Keine

Das Auswechseln der Batterien darf nur von Fachpersonal durchgeführt werden.

Des weiteren sind nur Batterien einzusetzen, die von SimonsVoss freigegeben

sind.

Beim Antipanikzylinder sind die beschriebenen Aktionen am Außenknauf

durchzuführen, da sich die Elektronik und die Batterien im Außenbereich befinden.

Nähere Informationen dazu entnehmen Sie bitte dem entsprechenden Datenblatt.

� Ein Vertauschen der Polarität kann zu Beschädigungen des Schließzylinders

führen. Die in diesem Gerät verwendeten Batterien können bei Fehlbehandlung

eine Feuer- oder Verbrennungsgefahr darstellen. Nicht aufladen,

öffnen, über 100° C erhitzen, kurzschließen oder verbrennen.


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Handbuch – Digitaler Schließzylinder 3061

� Lithium-Batterien bitte im entladenen Zustand sofort entsorgen. Nicht in

Reichweite von Kindern aufbewahren, nicht öffnen und nicht ins Feuer

werfen.

Bei einem Batteriewechsel müssen generell beide Batterien erneuert werden!

Bitte Hinweise unter Kapitel 1.1 Sicherheitshinweise beachten.

8.2 Vorgehensweise

1. Den Montage-/Batterieschlüssel am Innenknauf so ansetzen, dass die beiden Nasen

in die Öffnungen der Rastscheibe eingreifen (bei Bedarf Knauf drehen bis beide

Nasen des Schlüssels in den Knauf einhaken).

Achtung: Damit der Montage-/Batterieschlüssel in die Rastscheibe eingreifen

kann, muss dieser plan an der Innenstirnfläche des Griffmuldenringes aufliegen.

2. Innenknauf festhalten und Montage-/Batterieschlüssel vorsichtig ca. um 30° im

Uhrzeigersinn drehen (bis Sie ein Knacken vernehmen).

3. Montage-/Batterieschlüssel vom Knauf entfernen.

4. Griffmuldenring nach hinten Richtung Tür schieben, so dass er sich vom Knauf

löst.

5. Griffmuldenring festhalten, und Knauf ca. 10° gegen den Uhrzeigersinn drehen

und abziehen.

6. Beide Batterien vorsichtig aus der Halterung ziehen.

7. Die neuen Batterien, mit den Pluspolen zueinander, gleichzeitig in die Halterung

schieben (Batterien bitte schnellstmöglich wechseln). Die neuen Batterien nur mit

sauberen und fettfreien Handschuhen berühren.


Seite 27

Handbuch – Digitaler Schließzylinder 3061

8. Knauf wieder aufstecken (entsprechend der dreieckigen Markierungen, siehe

Skizze), Griffmuldenring festhalten und den Innenknauf im Uhrzeigersinn drehend

(ca. 10°) befestigen.

9. Griffmuldenring wieder auf den Knauf schieben, so dass Knauf und Ring bündig

abschließen.

10. Den Montage-/Batterieschlüssel am Innenknauf so ansetzen, dass die beiden Nasen

in die Öffnungen der Rastscheibe eingreifen (bei Bedarf Knauf drehen, bis

beide Nasen des Schlüssels in den Knauf einhaken).

11. Knauf durch eine Drehung um ca. 30° im Uhrzeigersinn wieder verschließen (bis

Sie ein Knacken vernehmen).

Betätigen Sie nun einen berechtigten Transponder und testen Sie die Funktion.

� Nach dem Batteriewechsel muss evtl. bei der ZK-Version die Uhrzeit neu

eingestellt werden, da die Uhr ohne Strom nicht weiterläuft (Software-

Bedienungsanleitung: Programmierung � Uhr der Schließung setzen).

9. Einsatzmöglichkeiten

9.1 Allgemein

Der digitale Schließzylinder passt in Schlösser für Europrofilzylinder nach DIN

18252 und EN1303.

9.2 Brandschutztüren

Ein Einbau in Brandschutztüren ist möglich. In diesem Fall und bei Metalltüren

ist der Schließzylinder Version FH zu verwenden.

9.3 Türen im Verlauf von Rettungswegen

Für den Einsatz in Türen mit Antipanikfunktion, in denen die Stellung des Mitnehmers

einen Einfluss auf die Funktion des Schlosses haben kann, ist der

Typ .AP zu installieren. Dieser muss in der Zulassung des Schlossherstellers

aufgeführt sein. Siehe hierzu das Kapitel 2.4, die Normen DIN EN 179 und

DIN EN 1125 sowie die Produktdatenblätter der einzelnen Schlosshersteller.

9.4 Einbausituationen im Außenbereich

Falls nicht sichergestellt werden kann, dass durch die Tür kein Wasser eindringen

kann, wird empfohlen, die jeweiligen .WP Versionen zu verwenden. Bei der Variante

Antipanikzylinder ist der Außenknauf, und bei der Variante Doppelknaufzylinder der

komplette Zylinder abgedichtet.


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10. Zubehör

10.1 Knäufe

Handbuch – Digitaler Schließzylinder 3061

Als Zubehör sind folgende Sonderknäufe erhältlich:

• Außenknauf im TN3 Design

• Außenknauf 42 mm Durchmesser mit Griffmulden

• Innenknauf 36 mm Durchmesser für .TS-Zylinder

• Außenknauf verkürzt

• Messingknauf Matt (Innen- und Außenknauf)

Diese Knäufe können jederzeit gegen die Originalknäufe der Schließzylinder ersetzt

werden. Montage der Knäufe siehe Kapitel 5 (Einbauanleitung) bzw. Kapitel 7 (Batteriewechsel).

10.2 Kernziehschutzadapter

Für Kernziehschutzbeschläge gibt es eine mechanische Verlängerung, da bei diesen

Beschlägen das PZ-Profil nicht ausgefräst ist. Die Länge der Verlängerung beträgt 8

mm und kann jederzeit nachgerüstet werden.

10.3 Werkzeug

Neben dem Montagewerkzeug, welches bei der Bestellung mitgeliefert wird, gibt es einen

Montage-/Batterieschlüssel. Mit diesem Werkzeug können sowohl die Außenknäufe

montiert bzw. demontiert werden als auch der Batteriewechsel durchgeführt werden.

10.4 Batterieset

Es steht ein Batteriepack zur Nachbestellung zur Verfügung. Dieses Set enthält 10 Batterien

des Typs CR2450. Bitte nur freigegebene Batterien von SimonsVoss verwenden.


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11. Datenblatt

Handbuch – Digitaler Schließzylinder 3061

Knäufe Material Edelstahl

Farben Edelstahl gebürstet

Durchmesser 30 mm

Länge 37 mm (ab Profilstirnfläche)

Knäufe FH-Zylinder Material Innenknauf: Kappe Edelstahl,

Griffmuldenbereich Kunststoff,

Außenknauf: identisch mit Standardzyl.

Farben Kappe: Edelstahl gebürstet,

Griffmuldenbereich schwarz

Außenknauf identisch mit Standardzyl.

Durchmesser 30 mm

Länge 37 mm (ab Profilstirnfläche)

Knäufe AP-Zylinder Material Außenknauf: identisch mit Standardzyl.

Innenknauf: Aluminium

Farbe Außenknauf: Edelstahl gebürstet

Innenknauf: Aluminium nickelbeschichtet

Durchmesser 30 mm

Länge Außen: 37 mm (ab Profilstirnfläche)

Innen: ca. 36 mm (ab Profilstirnfläche)

Knäufe MS-Zylinder Material Außenknauf: identisch mit Standardzyl.

Innenknauf: identisch mit Standardzyl.

Farbe Außenknauf:

Kappe: Messing Hochglanz

Griffmuldenbereich: Messing Matt

Innenknauf:

Kappe: Messing Hochglanz

Griffmuldenbereich: Messing Matt

Durchmesser 30 mm

Länge 37 mm (ab Profilstirnfläche)

Profilzylinder Grundlänge Außen 30 mm,Innen 30 mm

Baulängen in 5 mm – Abstufungen

(kein Bausatz) bis 140 mm Gesamtlänge,

wobei eine Seite des Zylinders eine max.

Länge von 90 mm haben kann. Größere

Längen auf Anfrage.

Profilzylinder AP / WP Grundlänge Außen 30 mm, Innen 35 mm

Baulängen in 5 mm – Abstufungen

(kein Bausatz) bis 140 mm Gesamtlänge,

wobei eine Seite des Zylinders eine max.

Länge von 90 mm haben kann. Größere

Längen auf Anfrage.


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Handbuch – Digitaler Schließzylinder 3061

Batterien Typ CR 2450

Hersteller Varta, (Panasonic, Sony)

Anzahl 2 Stück

Spannung 3 Volt

Lebensdauer ca. 150.000 Betätigungen

oder ca. 7 Jahre Stand-by

Umgebungsbedingungen

Betriebs-

temperatur -20°C bis +50°C

Lager-

temperatur -30°C bis +60°C

Schutzklasse IP 54 (im eingebauten Zustand)

Variante .WP: IP 65


Halbzylinder 3061

Stand: September 2006


Inhaltsverzeichnis

Halbzylinder 3061

1.0 Funktionsweise ______________________________________4

1.1 Allgemein_______________________________________________ 4

1.2 Öffnen und Schließen_____________________________________ 4

2.0 Sonderausführungen__________________________________5

2.1 PLUS-Version ___________________________________________ 5

3.0 Zusatzfunktionen _____________________________________6

3.1 OMRON ________________________________________________ 6

3.2 Verlängerung der Einkupplungszeit _________________________ 6

3.3 Unberechtigte Zutrittsversuche protokollieren ________________ 6

3.4 Keine akustische Programmierquittungen ___________________ 6

4.0 Batteriewarnungen____________________________________7

4.1 Halbzylinder ____________________________________________ 7

4.2 Transponder ____________________________________________ 7

5.0 Batteriewechsel ______________________________________8


Inhaltsverzeichnis

Halbzylinder 3061

6.0 Einbauanleitung ______________________________________9

6.1 Allgemeine Hinweise _____________________________________ 9

6.2 Halbzylinder programmieren _______________________________ 9

6.3 Einbau in Türen__________________________________________ 9

6.4 Einbau hinter Blenden bei Halbzylindern mit drei

Gewindestiften (neue Flanschbefestigung) _________________ 10

6.4.1 Demontage Knauf und Flansch des Halbzylinders ____________ 10

6.4.2 Montage Knauf und Flansch des Halbzylinders ______________ 11

6.5 Einbau hinter Blenden bei Halbzylindern mit zwei

Gewindestiften (alte Flanschbefestigung) ___________________ 12

6.5.1 Demontage Knauf und Flansch des Halbzylinders ____________ 12

6.5.2 Montage Knauf und Flansch des Halbzylinders ______________ 13

6.6 Funktionstest durchführen _______________________________ 14

7.0 Technische Daten____________________________________14


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1.0 Funktionsweise

1.1 Allgemein

Halbzylinder 3061

Der digitale Halbzylinder entspricht in seinen Außenabmessungen exakt einem mechanischen

Halbzylinder nach DIN 18252. Zugelassene Selbstverriegelungs- und Antipanikschlösser*

bitte beim Hersteller erfragen.

(* siehe hierzu Kapitel „Digitaler Schließzylinder 3061“)

1.2 Öffnen und Schließen

Im nicht aktivierten Zustand dreht der Außenknauf frei durch. Das Öffnen oder

Schließen der Tür ist nicht möglich. Halten Sie den Transponder im Abstand von

ca. 10 bis 40 cm zum digitalen Halbzylinder und betätigen Sie einmal kurz den Transponderknopf.

Sofern es sich um einen berechtigten Transponder handelt, ertönt ein

doppelter Signalton und der Zylinder kuppelt ein. Drehen Sie jetzt den Außenknauf in

Sperr- bzw. Öffnungsrichtung. Für diesen Vorgang haben Sie ca. fünf Sekunden Zeit.

Danach ertönt ein einzelner Signalton und der Außenknauf dreht wieder frei durch.

Vergewissern Sie sich, dass sich der Außenknauf des Halbzylinders nach dem

Kupplungsvorgang wieder frei dreht.

� Falls es sich um einen Transponder handelt, der aufgrund des Zeitzonenplans

momentan nicht zugelassen ist, ertönt ein einzelner Signalton. Der Zylinder

kuppelt jedoch nicht ein und die Tür kann nicht geöffnet werden.


Seite 5

2.0 Sonderausführungen

Halbzylinder 3061

Den digitalen Halbzylinder 3061 gibt es optional auch in folgenden Versionen:

2.1 PLUS-Version

Ausführung wie Standardversion, jedoch mit Zutrittsprotokollierung und Zeitzonensteuerung.

Zutrittsprotokollierung Der Schließzylinder speichert die letzten 128 Zutritte mit

Datum, Uhrzeit und dem Benutzernamen des Transponders.

Mit dem SmartCD oder über das Netzwerk können

die Daten ausgelesen werden.

Zeitzonensteuerung Sie können Schließzylinder so programmieren, dass berechtigte

Transponder nur zu bestimmten Zeiten zutrittsberechtigt

sind.

Wetterfest Diese Ausführung ist auch für den Außenbereich zugelassen.

Der Knauf besitzt eine IP 65-Klassifizierung.

Multirast Durch einen Federmechanismus (mit 8-facher Rastung)

wird ein Mitdrehen des Schließbartes im nichteingekuppelten

Zustand verhindert (z.B. für den Einsatz in Schlüsselschaltern).


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3.0 Zusatzfunktionen

Halbzylinder 3061

Folgende Funktionen können über Software-Einstellungen aktiviert werden:

3.1 OMRON

Alle Produktvarianten lassen sich im OMRON–Modus betreiben. Eine detaillierte Beschreibung

finden Sie im Handbuch Smart Relais.

3.2 Verlängerung der Einkupplungszeit

Standardmäßig kuppelt der Zylinder für ca. fünf Sekunden ein. Softwareseitig lässt

sich dieser Zeitraum auf ca. zehn Sekunden verlängern. Dies führt allerdings zu einer

Verkürzung der Batterielebensdauer.

3.3 Unberechtigte Zutrittsversuche protokollieren

Ab Zylinderversion 10.2 oder höher und in Verbindung mit der LDB Version 1.40 oder

höher ist es möglich, neben den berechtigten Zutritten auch die unberechtigten Zutrittsversuche

zu protokollieren. Hierzu zählen Zutrittsversuche ohne Berechtigung

sowie Zutrittsversuche außerhalb der vorgegebenen Zeitzone. Hierbei werden aber

nur Transponder aus der Schließanlage protokolliert, d.h. es muss die gleiche

Schließanlagen-ID (SID) vorhanden sein.

3.4 Keine akustische Programmierquittungen

Bei Programmierung über das Netzwerk kann es vorteilhaft sein, die akustische Programmierquittung

zu deaktivieren. Dies kann mit dieser Funktion umgesetzt werden.


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4.0 Batteriewarnungen

4.1 Halbzylinder

Halbzylinder 3061

Warnstufe 1: Hauptbatterie

Leert sich die Hauptbatterie des Halbzylinders, sind nach Betätigung des Transponders

vor dem Einkuppeln des Zylinders acht kurze, schnell aufeinander folgende

Signaltöne zu hören. Beide Batterien müssen jetzt ausgetauscht werden.

Warnstufe 2: Backupbatterie (SW-Version 10.0 & SW-Version 10.1)

Zusätzlich zur Warnung der Hauptbatterie, erfolgen nun noch weitere sechzehn

kurze, schnell aufeinander folgende Signaltöne der Backupbatteriewarnung. Erst danach

kuppelt der Zylinder ein. Von nun an ist die Backup-Batterie aktiv. Beide Batterien

müssen jetzt so schnell wie möglich ausgetauscht werden.

Warnstufe 2: Backupbatterie (ab SW-Version 10.2)

Zusätzlich zur Warnung der Hauptbatterie, erfolgen nun noch für ca. 30 Sekunden die

Signaltöne der Backupbatteriewarnung. Erst danach kuppelt der Zylinder ein. Von

nun an ist die Backup-Batterie aktiv. Beide Batterien müssen jetzt so schnell wie

möglich ausgetauscht werden.

Warnstufe 3: ( ab SW-Version 10.2)

Wird die Warnung der Backupbatterie weiterhin ignoriert, kann die Tür entweder noch

ca. 50 Mal begangen werden, oder der Zylinder schaltet nach ca. 4 Wochen ohne

weitere Betätigung ab. In beiden Fällen schaltet der Zylinder in den so genannten Lagermodus.

Danach lässt sich der Zylinder nun nur noch mit dem Programmiergerät

öffnen (siehe hierzu Handbuch Schließzylinder 3061).

4.2 Transponder

Neigt sich die Batteriespannung des Transponders dem Ende entgegen, ertönen

nach jeder Transponderbetätigung am Halbzylinder nach dem Auskuppeln acht kurze,

schnell aufeinander folgende Signaltöne.

� Achtung: Die Batterie des Transponders darf nicht herausgenommen werden,

da mit Datenverlusten zu rechnen ist. Siehe hierzu Handbuch „Transponder

3064“.


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5.0 Batteriewechsel

Halbzylinder 3061

Das Auswechseln der Batterie darf nur von Fachpersonal durchgeführt werden. Es

dürfen nur Batterien verwendet werden, die von SimonsVoss geliefert werden.

Bei einem Batteriewechsel sollten generell beide Batterien gewechselt werden!

1. Knauf festhalten und mit dem Spezialwerkzeug für Halbzylinder die Kontermutter

an der Knaufrückseite vom Knauf lösen.

2. Zylinder mit Hilfe eines berechtigten Transponders einkuppeln lassen, und

den Knauf gegen den Uhrzeigersinn abschrauben. Hierbei muss im nicht eingebauten

Zustand des Halbzylinders der Mitnehmer mit der Hand festgehalten

werden. Im eingebauten Zustand wird der Mitnehmer durch den Anschlag innerhalb

des Schlosses gehalten.

3. Haupt- und Notbatterie austauschen. Dabei auf korrekte Polung achten.

4. Halbzylinder mit Hilfe eines berechtigten Transponders einkuppeln lassen und

Knauf bis zum Anschlag fest schrauben. Vergewissern Sie sich, dass der

Knauf bis zum Anschlag aufgeschraubt ist (funktionsrelevant). Hierbei muss

im nicht eingebauten Zustand des Halbzylinders der Mitnehmer mit der Hand

festgehalten werden. Im eingebauten Zustand wird der Mitnehmer durch den

Anschlag innerhalb des Schlosses gehalten.

5. Knauf festhalten und mit dem Spezialwerkzeug für Halbzylinder Kontermutter

am Knauf fest verschrauben.

6. Betätigen Sie nun einen berechtigten Transponder und testen Sie die Funk-

tion.

Verbrauchte Batterien sofort entsorgen, nicht in Reichweite von Kindern aufbewahren,

nicht öffnen und nicht ins Feuer werfen!

� Ein Vertauschen der Polarität kann zu Beschädigungen des Schließzylinders

führen. Die in diesem Gerät verwendeten Batterien können bei Fehlbehandlung

eine Feuer- oder Verbrennungsgefahr darstellen. Nicht aufladen, öffnen,

über 100°C erhitzen oder verbrennen.

� Der Zylinder darf nicht ohne Hauptbatterie betrieben werden, da sonst der gesamte

Energieverbrauch des Zylinders über die Backup-Batterie läuft.

� Nach dem Batteriewechsel muss bei ZK-Versionen die Uhrzeit neu gestellt

werden, da die Uhr ohne Strom nicht funktioniert (Software-Bedienungsanleitung:

Programmierung � Uhr der Schließung setzen).


Seite 9

6.0 Einbauanleitung

6.1 Allgemeine Hinweise

Halbzylinder 3061

Der Einbau darf nur durch geschultes Fachpersonal vorgenommen werden. Die im

Zylinder eingesetzte Batterie kann bei Fehlbehandlung eine Feuer- und Verbrennungsgefahr

darstellen! Nicht aufladen, öffnen, über 100°C erhitzen oder verbrennen!

Nicht kurzschließen! Bei der Installation des digitalen Halbzylinders ist darauf zu achten,

dass sich keine Störquellen im Umkreis befinden. Halbzylinder sollten mindestens

im Abstand von 0,5 m voneinander entfernt montiert werden, Smart Relais

bzw. Scharfschalteinheiten im Abstand von 1,5 m. Das PZ-Gehäuse des Halbzylinders

darf im Außenbereich maximal 3 mm herausstehen, gegebenenfalls ist eine Profilzylinder-Rosette

anzubringen. Darüber hinaus muss sichergestellt sein, dass über

den Mitnehmerbereich kein Wasser in den Zylinder eindringen kann.

6.2 Halbzylinder programmieren

Vor der Installation müssen der digitale Schließzylinder und die dazugehörigen

Transponder im Schließplan programmiert werden. Nähere Hinweise entnehmen Sie

bitte der Software-Bedienungsanleitung.

� Die Schließzylinder werden werkseitig im so genannten Lagermodus ausgeliefert,

dadurch ist keine Kommunikation mit dem Transponder möglich

(Ausnahme: Programmiertransponder). Sie können den Lagermodus auch

mittels Software und Programmiergerät herausnehmen, nähere Informationen

entnehmen Sie bitte der Software-Bedienungsanleitung.

6.3 Einbau in Türen

Den Zylinder von der Außenseite der Tür nach innen durch das Schloss stecken und

mit der Stulpschraube befestigen.

� Bei der Montage auf keinen Fall gegen die Knäufe schlagen. Zylinder nicht mit

Öl, Farbe oder Säure in Verbindung bringen.


Seite 10

Halbzylinder 3061

6.4 Einbau hinter Blenden bei Halbzylindern mit drei Gewindestiften

(neue Flanschbefestigung)

6.4.1 Demontage Knauf und Flansch des Halbzylinders

1. Knauf festhalten; mit dem beigelegten Spezialwerkzeug für Halbzylinder die

Kontermutter an der Knaufrückseite vollständig vom Knauf lösen. (Sollte die

Kontermutter dabei vorzeitig an das Profil anstoßen, dann wie im folgenden

Punkt beschrieben mit dem Abdrehen des Knaufes beginnen (ca. eine Drehung)

und anschließend fortfahren.)

2. Zylinder mit Hilfe eines zugelassenen Transponders einkuppeln lassen; Knauf

abschrauben. Hierbei muss im nicht eingebauten Zustand des Zylinders der

Mitnehmer mit der Hand festgehalten werden, im eingebauten Zustand wird

der Mitnehmer durch den Anschlag innerhalb des Schlosses gehalten.

3. Kabel vorsichtig von der Steckbuchse der Elektronik abziehen, Isolierschlauch

nicht entfernen. Die Elektronikabdeckung ist thermisch verschweißt und verbleibt

ebenfalls an der Baugruppe.

4. Die beiden zur Batterie parallelen Innen-Sechskantschrauben mit Innensechs-kantschlüssel

(1,5 mm) vom Flansch lösen; Elektronikmodul entfernen.

5. Die drei Gewindestifte am seitlichen Umfang des Flansches lösen (gleicher Innen-Sechskantschlüssel).

Anmerkung: Sollten hier nur zwei Gewindestifte zu sehen sein, handelt es sich

um einen Zylinder mit alter Flanschbefestigung � siehe dann unter Punkt 6.5!

6. Den Flansch und die Kontermutter entnehmen.

7. Nun kann die Blende montiert werden.


Seite 11

Halbzylinder 3061

6.4.2 Montage Knauf und Flansch des Halbzylinders

1. Aufstecken der Kontermutter. Die plane Fläche mit den Bohrungen zeigt vom

Zylinder weg.

Anmerkung: Sollte auf dem Rohrende ein Gewinde zu sehen sein, handelt es

sich um einen Zylinder mit alter Flanschbefestigung � siehe dann unter Punkt

6.5!

2. Den Flansch auf das Rohrende aufstecken, die Flanschseite mit dem Gewinde

zeigt vom Zylinder weg. Der Flansch enthält einen Querstift, der aus

dem Innendurchmesser herausragt. Dieser Querstift muss in die Längsnut des

Rohres eingreifen. Dabei wird der Flansch bis zum Anschlag auf das Rohr geschoben.

3. In dieser Position die drei Gewindestifte mit Innen-Sechskantschlüssel

(1,5 mm) sehr fest anziehen. Bitte kontrollieren Sie, dass die Gewindestifte

fest angezogen sind, da dies funktionsrelevant ist.

4. Elektronikmodul mit den parallel zur Batterie liegenden Innen-Sechskantschrauben

am Flansch befestigen (gleicher Innen-Sechskantschlüssel wie

oben). Das Kabel wird durch die Aussparung neben dem Stecker geführt geben,

dass das Kabel nicht gequetscht wird.

5. Kabel an die Buchse der Elektronik anstecken und so legen, dass es sich

flach auf der Elektronikabdeckung befindet und beim Aufschrauben des

Knaufs nicht stört.

6. Zylinder mit Hilfe eines zugelassenen Transponders einkuppeln lassen und

Knauf bis zum Anschlag fest aufschrauben. Bitte vergewissern Sie sich, dass

der Knauf bis zum Anschlag aufgeschraubt ist (funktionsrelevant). Hierbei

muss im nicht eingebauten Zustand des Zylinders der Mitnehmer mit der

Hand festgehalten werden, im eingebauten Zustand wird der Mitnehmer durch

den Anschlag innerhalb des Schlosses gehalten.

7. Knauf festhalten und mit dem Spezialwerkzeug für Halbzylinder Kontermutter

am Knauf fest verschrauben.


Seite 12

Halbzylinder 3061

6.5 Einbau hinter Blenden bei Halbzylindern mit zwei Gewindestiften

(alte Flanschbefestigung)

6.5.1 Demontage Knauf und Flansch des Halbzylinders

1. Knauf festhalten und mit dem Spezialwerkzeug für Halbzylinder die Kontermutter

an der Knaufrückseite vom Knauf lösen.

2. Zylinder mit Hilfe eines berechtigten Transponders einkuppeln lassen, dann

Knauf abschrauben. Hierbei muss im nicht eingebauten Zustand des Halbzylinders

der Mitnehmer mit der Hand festgehalten werden. Im eingebauten

Zustand wird der Mitnehmer durch den Anschlag innerhalb des Schlosses

gehalten.

3. Kabel vorsichtig von der Steckbuchse der Elektronik abziehen, Isolierschlauch

nicht entfernen. Die Elektronikabdeckung ist thermisch verschweißt und verbleibt

ebenfalls an der Baugruppe.

4. Die beiden zur Batterie parallelen Innen-Sechskantschrauben mit Innen-

Sechskantschlüssel (1,5 mm) vom Flansch lösen. Elektronikmodul entfernen.

5. Die beiden Gewindestifte am seitlichen Umfang des Flansches lösen (gleicher

Innen-Sechskantschlüssel).

Anmerkung: Sollten hier drei Gewindestifte zu sehen sein, handelt es sich um

einen Zylinder mit neuer Flanschbefestigung � siehe dann unter Punkt 6.4!

6. Die Stirnfläche des Rohres, das aus dem Profil heraussteht, enthält zwei Nuten,

an die das Spezialwerkzeug angesetzt werden kann (90° versetzt zu der

Längsnut, welche die Kabel führt). Das schmale Ende des Spezialwerkzeuges

kann in diese Nut eingreifen. Das Rohr wird somit gegen Verdrehen gesichert.

7. Nun lässt sich der Flansch abdrehen, ohne dass sich das Rohr mitdreht.

8. Kontermutter entnehmen.

9. Nun kann die Blende montiert werden.


Seite 13

Halbzylinder 3061

6.5.2 Montage Knauf und Flansch des Halbzylinders

1. Aufstecken der Kontermutter. Die plane Fläche mit den Bohrungen zeigt von

der Tür weg.

Anmerkung: Sollte auf dem Rohrende kein Gewinde zu sehen sein, handelt es

sich um einen Zylinder mit neuer Flanschbefestigung � siehe dann unter

Punkt 6.4!

2. Bitte beachten Sie die beiden gegenüberliegenden seitlichen Einprägungen

auf dem Rohr. In diese müssen später die seitlichen Gewindestifte des Flansches

eingreifen, um sicheren Halt des Flansches zu gewährleisten. Zum

schnellen Auffinden der genauen Position sind auf der Planfläche von Rohr

und Flansch schwarze Markierungen aufgebracht, die eine Linie ergeben

müssen.

3. Den Flansch auf das Rohrende aufstecken, ohne ihn festzuschrauben. Die

Seite mit dem kleinen Außendurchmesser zeigt dabei zur Tür. Die Stirnfläche

des Rohres, das aus dem Profil heraussteht, enthält zwei Nuten, in die das

Spezialwerkzeug eingesetzt werden kann (90° versetzt zu der Längsnut, welche

die Kabel führt). Das schmale Ende des Montagewerkzeuges kann in diese

Nut eingreifen. Das Rohr wird somit gegen Verdrehen gesichert.

4. Bei den folgenden Schritten soll sich das Rohr nicht mitdrehen � siehe Punkt

3! Flansch bis zum Anschlag und zur Übereinstimmung der Markierungen

leicht aufschrauben. In dieser Position beide Gewindestifte mit dem Innen-

Sechskantschlüssel (1,5 mm) so anziehen, dass diese sich in den Vertiefungen

des Rohres zentrieren. Dann beide Gewindestifte fest anziehen. Bitte

kontrollieren Sie, ob die Gewindestifte fest angezogen sind, da dies funktionsrelevant

ist!

5. Elektronikmodul mit den parallel zur Batterie liegenden Innen-Sechskantschrauben

am Flansch befestigen (gleicher Innen-Sechskantschlüssel). Dabei

darauf achten, dass die Kabel nicht gequetscht werden.

6. Kabel an die Buchse der Elektronik anstecken und so legen, dass es sich

flach auf der Elektronikabdeckung befindet und beim Aufschrauben des

Knaufs nicht stört (Quetschgefahr).

7. Halbzylinder mit Hilfe eines berechtigten Transponders einkuppeln lassen und

Knauf bis zum Anschlag fest aufschrauben. Hierbei muss im nicht eingebauten

Zustand des Halbzylinders der Mitnehmer mit der Hand festgehalten werden.

Im eingebauten Zustand wird der Mitnehmer durch den Anschlag innerhalb

des Schlosses gehalten.

8. Knauf festhalten und mit dem Spezialwerkzeug für Halbzylinder die Kontermutter

am Knauf fest verschrauben.


Seite 14

6.6 Funktionstest durchführen

Halbzylinder 3061

1. Betätigen Sie einen berechtigten Transponder und drehen Sie bei geöffneter

Tür den Knauf in Sperr- und Öffnungsrichtung. Der Knauf muss sich leichtgängig

drehen lassen.

2. Schließen Sie die Tür und wiederholen Sie den Vorgang. Sollte der Schließzylinder

schwergängig sein, so ist ein Ausrichten der Tür bzw. eine Nachbearbeitung

des Schließbleches erforderlich.

7.0 Technische Daten

Abmessungen

Batterie

Umgebungsbedingungen

Grundlänge

Grundlänge Multirast (.MR)

Max. Profillänge

Knaufdurchmesser

Knauflänge

Norm für Profilabmessungen

30/10 mm

30/15 mm

100 mm (in 5mm-Schritten)

33,5 x 30 mm

51,5 mm (Abstand

Knauf-ende-Profilstirnfläche)

DIN 18252

Batterien

Lithium, 3,6V, 1/2 AA

Lithium 3V, CR1220

Nur Original-Ersatzbatterien

von SimonsVoss verwenden!

Lebensdauer ca. 50.000 Betätigungen oder

ca. 4 Jahre

Betriebstemperaturbereich

Lagertemperaturbereich

Schutzart

-20°C bis +50°C

-35°C bis +50°C

IP 54

(im eingebauten Zustand)

IP 65 (Knauf) für .WP Option

(im eingebauten Zustand)


DIGITALER

HALBZYLINDER 3061

Stand: April 2007_V05.04.2007


Seite 2

Handbuch – Digitaler Halbzylinder 3061

1. Allgemeines __________________________________________________ 4

1.1 Sicherheitshinweise ______________________________________ 4

1.2 Produktbeschreibung_____________________________________ 5

1.3 Aufbau _________________________________________________ 5

1.4 Öffnen und Schließen_____________________________________ 5

2. Ausführungen ________________________________________________ 6

2.1 Standard-Version ________________________________________ 6

2.2 ZK-Version______________________________________________ 6

2.3 WP-Version _____________________________________________ 6

2.4 Überlängen _____________________________________________ 7

3. Programmierung und Konfiguration ______________________________ 7

3.1 Zugangskontrolle ________________________________________ 7

3.2 Zeitzonensteuerung ______________________________________ 8

3.3 Overlay Modus __________________________________________ 8

3.4 Langes Auslösen ________________________________________ 8

3.5 OMRON ________________________________________________ 8

3.6 Lagermodus ____________________________________________ 8

3.7 Keine akustischen Programmier-Quittungen _________________ 9

3.8 Unberechtigte Zutrittsversuche protokollieren ________________ 9

3.9 Zeitumschaltung _________________________________________ 9

3.10 Flip Flop_______________________________________________ 10

4. Zustandsmeldungen __________________________________________ 11

4.1 Batteriezustand ist kritisch _______________________________ 11

4.2 Notbatterie aktiv ________________________________________ 11

4.3 Deaktiviert _____________________________________________ 11

4.4 Notfreischaltung aktiv ___________________________________ 12

4.5 Zeitgesteuerte Öffnung läuft ______________________________ 12

4.6 Eingekuppelt ___________________________________________ 12

5. Einbauanleitung______________________________________________ 13

5.1 Allgemeine Hinweise ____________________________________ 13

5.2 Halbzylinder programmieren ______________________________ 13


Seite 3

Handbuch – Digitaler Halbzylinder 3061

5.3 Montage Halbzylinder (außer .MR) _________________________ 13

5.4 Demontage Halbzylinder Multirast _________________________ 14

5.5 Montage Halbzylinder Multirast____________________________ 15

6. Batteriewarnungen ___________________________________________ 16

6.1 Halbzylinder ___________________________________________ 16

6.2 Transponder ___________________________________________ 18

7. Signaltöne __________________________________________________ 18

8. Batteriewechsel ______________________________________________ 19

8.1 Allgemeine Hinweise ____________________________________ 19

8.2 Vorgehensweise ________________________________________ 19

9. Einsatzmöglichkeiten _________________________________________ 21

9.1 Allgemein______________________________________________ 21

9.2 Einbausituationen im Außenbereich _______________________ 21

9.3 Schlüsselschalter _______________________________________ 21

10. Zubehör ____________________________________________________ 21

10.1 Werkzeug______________________________________________ 21

10.2 Batterieset _____________________________________________ 21

11. Datenblatt___________________________________________________ 22


Seite 4

1. Allgemeines

1.1 Sicherheitshinweise

Handbuch – Digitaler Halbzylinder 3061

• Der Einbau sowie der Batteriewechsel darf nur durch geschultes Fachpersonal

durchgeführt werden!

• Zylinder nicht mit Öl, Farbe oder Säuren in Verbindung bringen!

• Es sind nur Batterien zu verwenden, welche von SimonsVoss freigegeben

sind!

• Die im digitalen Schließzylinder 3061 eingesetzten Batterien können bei

Fehlbehandlung eine Feuer- oder Verbrennungsgefahr darstellen! Die Batterien

nicht aufladen, öffnen, erhitzen oder verbrennen! Nicht kurzschließen!

• Alte bzw. verbrauchte Batterien fachgerecht entsorgen, und nicht in Reichweite

von Kindern aufbewahren!

• Ein Vertauschen der Polarität kann zu Beschädigungen des Schließzylinders

führen!

• Bei einem Batteriewechsel immer beide Batterien erneuern!

• Bei einem Batteriewechsel die Kontakte der neuen Batterien nicht mit den

Händen berühren. Verwenden Sie hierzu saubere und fettfreie Handschuhe.

• Der Zylinder muss mit zwei Batterien betrieben werden!

• Im Außeneinsatz ist die Variante .WP einzusetzen.

• Für Beschädigungen der Türen oder der Komponenten durch fehlerhafte

Montage übernimmt die SimonsVoss Technologies AG keine Haftung.

• Durch fehlerhaft installierte oder programmierte Zylinder kann der Zugang

durch eine Tür versperrt werden. Für die Folgen fehlerhafter Installationen,

wie nicht möglicher Zugang zu verletzten Personen, Sachschäden oder andere

Schäden haftet die SimonsVoss Technologies AG nicht.

• Änderungen bzw. technische Weiterentwicklungen vorbehalten.

• Die Dokumentation wurde nach bestem Wissen erstellt, evtl. Fehler können

aber nicht ausgeschlossen werden. Hierfür kann keine Haftung übernommen

werden.

• Sollten Abweichungen von Inhalten in Fremdsprachenversionen der Dokumentation

bestehen, gilt im Zweifelsfalle das deutsche Original.


Seite 5

1.2 Produktbeschreibung

Handbuch – Digitaler Halbzylinder 3061

Höhere Sicherheit, größere Flexibilität, geringere Kosten, netzwerkfähig ohne Verkabelung

an Tür und Rahmen, geringer Montageaufwand – mit dem digitalen Schließzylinder

3061 kann dieses sofort umgesetzt werden. Der digitale Schließzylinder entspricht

in seinen Außenabmessungen exakt den Maßen der DIN 18254 und EN 1303, und

kann jederzeit in gängigen Türen bzw. Schlössern, Schlüsselschaltern etc. nachgerüstet

werden. Unkompliziert und rasch austauschbar.

Durch die upgradefähige Firmware ist es möglich, jederzeit neue Funktionalitäten in die

Schließzylinder einzuspielen. Somit ist eine Investitionssicherheit gegeben, da unkompliziert

neue Funktionen „nachgerüstet“ werden können.

Der modulare Aufbau des Systems 3060 ermöglicht es, auch im späteren Ausbau Zylinder

ohne Verkabelung zu vernetzen und in einem Onlineverbund zu verwalten.

Durch die integrierte Spannungsversorgung sind die Zylinder autark und können unabhängig

von Stromnetzen betrieben werden. Dadurch entfällt jeder Verkabelungsaufwand.

Alle Komponente integrieren sich aufgrund der Modularität nahtlos in das SimonsVoss

System 3060 und können wie alle SimonsVoss Komponenten mit der Schließplansoftware

programmiert werden.

1.3 Aufbau

1.4 Öffnen und Schließen

Aktor Elektronik Batterien Knauf

Im nicht aktivierten Zustand dreht der Knauf frei durch. Ein Öffnen oder Schließen der

Tür bzw. eine Ansteuerung eines Schlüsselschalters ist nicht möglich. Halten Sie den

Transponder im Abstand von ca. 10 bis 40 cm zum digitalen Halbzylinder und betätigen

Sie einmal kurz den Transponderknopf. Sofern es sich um einen berechtigten

Transponder handelt, ertönt ein doppelter Signalton und der Halbzylinder kuppelt ein.

Drehen Sie den Knauf in Sperr- bzw. Öffnungsrichtung. Für diesen Vorgang haben Sie

ca. fünf Sekunden Zeit. (Die Kupplungszeit kann über die Software auf 10 Sekunden

verlängert werden. Dieses verkürzt nicht die Lebensdauer der Batterie.) Danach ertönt


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Handbuch – Digitaler Halbzylinder 3061

ein einzelner Signalton und der Knauf dreht wieder frei durch. Vergewissern Sie sich,

dass der Knauf des Halbzylinders nach dem Kupplungsvorgang wieder frei dreht.

� Falls es sich um einen Transponder handelt, der aufgrund des Zeitzonenplans

momentan nicht zugelassen ist, ertönt ein einzelner Signalton, der Halbzylinder

kuppelt jedoch nicht ein, so dass der Knauf weiterhin frei dreht und die Tür sich

nicht öffnen läßt.

2. Ausführungen

Den digitalen Halbzylinder 3061 gibt es in folgenden Versionen:

2.1 Standard-Version

Die Standard-Version ist ein Halbzylinder mit Ja/Nein Berechtigung. Der Halbzylinder

unterscheidet max. 8.187 unterschiedliche Transponder-IDs (TIDs). Im eingebauten

Zustand besitzt der Zylinder die IP-Klasse 54, wobei jedoch kein Wasser durch die Tür

auf den Mitnehmer gelangen darf.

2.2 ZK-Version

Ausführung wie Standardversion, jedoch mit Zutrittsprotokollierung und Zeitzonensteuerung.

Zutrittsprotokollierung Der Halbzylinder speichert die letzten bis zu 3.072 Zutritte

mit Datum, Uhrzeit und Transponder-ID (TID) ab. Mit dem

Programmiergerät oder über das Netzwerk können die Daten

jederzeit ausgelesen werden.

Zeitzonensteuerung Halbzylinder können so programmiert werden, dass berechtigte

Transponder nur zu bestimmten Zeiten zutrittsberechtigt

sind. Es stehen max. 16.383 unterschiedliche Zeitzonenpläne

je Schließanlage sowie 5(+1) unterschiedliche Zeitzonengruppen

je Schließung zur Verfügung.

2.3 WP-Version

Die WP-Version ist speziell für den Außenbereich bestimmt und sollte verbaut werden,

wenn der Knauf mit Wasser (z.B. Regenwasser) in Verbindung kommen kann. Die WP-

Version weist eine höhere Widerstandskraft gegenüber Wasser auf und der Knauf besitzt

die IP-Klasse 65.


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2.4 Überlängen

Handbuch – Digitaler Halbzylinder 3061

Alle Halbzylinder stehen bis zu einer Gesamtlänge von 100 mm zur Verfügung bzw. bis

max. 90 mm auf der Außenseite. Größere Längen können auf Anfrage geliefert werden.

3. Programmierung und Konfiguration

Wenn als Schließungstyp in der SimonsVoss Software (ab LDB Version 1.52 /

1.53) der Schließzylinder gewählt wird, stehen zur Konfiguration die folgenden

Optionen zur Verfügung:

3.1 Zugangskontrolle

Konfigurationsmenü

Nur bei der .ZK Version möglich. Die jeweils letzten bis zu 3.072 Transponderbetätigungen

werden mit Datum, Uhrzeit und Transponder-ID (TID) in der Schließung gespeichert.


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3.2 Zeitzonensteuerung

Handbuch – Digitaler Halbzylinder 3061

Nur bei der .ZK Version möglich. Ein Zeitzonenplan kann geladen werden und die

Transponder werden dann entsprechend ihrer Zeitzonengruppe zugelassen bzw. gesperrt.

Außerdem kann mit Hilfe eines Zeitzonenplans die zeitgesteuerte Umschaltung realisiert

werden.

3.3 Overlay Modus

Dieser Modus gilt für die komplette Schließanlage, und muss schon bei der Erstellung

der Schließanlage ausgewählt werden. Ersatztransponder können ihre Ursprungstransponder

überschreiben. Nach der erstmaligen Betätigung mit einem Ersatztransponder,

ist der Ursprungstransponder gesperrt.

3.4 Langes Auslösen

Standardmäßig kuppelt der Halbzylinder für ca. 5 sec den Knauf ein. Softwareseitig

lässt sich die Einkuppelzeit auf ca. 10 sec. verlängern. Dies führt zu

keiner Verkürzung der Batterielebensdauer.

3.5 OMRON

Alle Produktvarianten lassen sich im OMRON–Modus betreiben. Möchten Sie, dass

das Smart Relais die Transponderdaten zu einem Fremdsystem überträgt und bei

Freischaltung durch das Fremdsystem vom Smart Relais ein Fernöffnungsbefehl zu einem

Halbzylinder gesendet wird, dann wählen sie diese Option sowohl am Smart Relais

als auch am Zylinder.

Achtung: Bei Verwendung dieser Konfiguration ist das Öffnen des Zylinders mittels

Transponder nicht mehr möglich!

Eine genaue Beschreibung entnehmen Sie bitte dem Handbuch „Smart Relais“.

3.6 Lagermodus

Um Batteriekapazität zu sparen, werden alle Halbzylinder im Lagermodus ausgeliefert.

In diesem Modus lassen sich die Halbzylinder durch keine Transponder ansprechen.

Durch erstmalige Programmierung wird der Lagermodus aufgehoben. Es ist auch möglich,

den Lagermodus manuell mittels Programmiersoftware zu entfernen ohne einen

Schließplan anzulegen.

Bei Lagermodus nach Batteriewarnstufe 2 siehe Kapitel 6.


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Handbuch – Digitaler Halbzylinder 3061

3.7 Keine akustischen Programmier-Quittungen

Wenn gewünscht wird, dass z.B. bei einer Programmierung oder Auslesung

etc. des Halbzylinders keine akustischen Programmierquittungen abgegeben

werden sollen, dann ist dieses Feld anzuhaken.

Diese Funktion ist besonders z.B. bei der Programmierung oder Auslesung etc. über

das Netzwerk vorteilhaft, da die akustische Rückmeldung des Halbzylinders aufgrund

der Entfernung in der Regel nicht wahrgenommen werden kann.

3.8 Unberechtigte Zutrittsversuche protokollieren

Normalerweise werden nur berechtigte Transponderbetätigungen protokolliert. Wenn

gewünscht wird, auch den Versuch der Türöffnung mit einem unberechtigten Transponder

zu erfassen, muss diese Option gewählt werden.

Zu unberechtigten Zutrittsversuchen zählen:

• Zutrittsversuche ohne Berechtigung

• Zutrittsversuche außerhalb der vorgegebenen Zeitzone

• Zutrittsversuche bei scharfgeschalteter Alarmanlage und gleichzeitigem

Einsatz eines SimonsVoss Blockschlosses

Generell werden nur Transponder aus der Schließanlage protokolliert, d.h. es

muss die gleiche Schließanlagen-ID (SID) vorhanden sein.

3.9 Zeitumschaltung

Nur bei der .ZK Version möglich. Wenn die Zeitumschaltung aktiviert wird, muss ein

Zeitzonenplan geladen werden, der eine generelle Freischaltung des Halbzylinders

während der markierten Zeiten (in Gruppe 5 - Verriegelung) ermöglicht. Tagsüber kann

z.B. eine Tür frei begehbar sein und nachts nur über Transponder geöffnet werden.

Achtung: Nach Auskuppeln des Knaufs verriegelt das Schloss nicht automatisch.

Wenn die Zeitumschaltung gewählt wird, stehen im Feld „Zeitgesteuerte Umschaltung“

die folgenden Optionen zur Verfügung:

1. Manuelles Auskuppeln

Der Halbzylinder kuppelt nicht nach der eingestellten Uhrzeit automatisch aus,

sondern erst, wenn ein berechtigter Transponder nach dieser Zeit bucht.

2. Automatisches Auskuppeln (Grundeinstellung)

Der Halbzylinder kuppelt nach der im Zeitzonenplan hinterlegten Zeit automatisch

aus.


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Handbuch – Digitaler Halbzylinder 3061

3. Manuelles Einkuppeln (Grundeinstellung)

Der Halbzylinder kuppelt nicht automatisch nach der eingestellten Uhrzeit ein,

sondern erst, wenn ein berechtigter Transponder nach dieser Zeit bucht.

4. Automatisches Einkuppeln

Normalerweise kuppelt der Halbzylinder nicht zur eingestellten Uhrzeit automatisch

ein, sondern erst nach Betätigung mit dem ersten Transponder. Wenn gewünscht

wird, dass der Halbzylinder auf jeden Fall automatisch zur eingestellten

Zeit einkuppelt, dann ist diese Option auszuwählen.

5. Transponder aktiv

• Immer

Normalerweise kann während der Freischaltperiode ein Transponder nicht

benutzt werden. Wenn jedoch gewünscht wird, dass die Tür auch dann im

Bedarfsfall verschlossen werden soll (zum Beispiel, wenn alle Personen das

Gebäude verlassen) ist diese Option zu wählen. D.h. die Zeitumschaltung

kann manuell unterbrochen werden.

• Nur, wenn verriegelt

In dieser Betriebsart hat der Transponder während der Freischaltzeit keine

Wirkung.

3.10 Flip Flop

Der Impulsmodus (Default Einstellung) wird abgeschaltet, die Impulsdauer spielt keine

Rolle mehr. Der Halbzylinder wechselt bei eingeschaltetem Flip Flop Modus seinen

Zustand bei jeder Transponderbetätigung von Ein- nach Ausgekuppelt bzw. umgekehrt.

Dieser Modus empfiehlt sich u.a. wenn eine Tür ohne Transponder frei begehbar

sein soll.


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4. Zustandsmeldungen

Zustandsmenü

4.1 Batteriezustand ist kritisch

Handbuch – Digitaler Halbzylinder 3061

Bei nachlassender Batteriekapazität und Wechsel in die Batteriewarnstufe 1 wird dieses

Feld von der Programmiersoftware automatisch angehakt. Bitte die Batterien

wechseln.

4.2 Notbatterie aktiv

Bei weiter nachlassender Batteriekapazität und Nichtbeachtung der Batteriewarnstufe

1 wechselt der Halbzylinder automatisch in die Batteriewarnstufe 2. Die Programmiersoftware

hakt neben dem Feld unter Punkt 4.1 dieses Feld automatisch an.

Bitte die Batterien unbedingt wechseln.

Der Halbzylinder wechselt nach ca. 50 Betätigungen bzw. 4 Wochen automatisch in die

Notbatterie– Lagermodus (siehe Kapitel 6 Batteriewarnungen).

4.3 Deaktiviert

Wenn der Halbzylinder über ein SimonsVoss Blockschloss bzw. das SimonsVoss

Netzwerk deaktiviert wurde, hakt die Programmiersoftware automatisch dieses Feld an.


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4.4 Notfreischaltung aktiv

Handbuch – Digitaler Halbzylinder 3061

Bei installiertem SimonsVoss Netzwerk können Halbzylinder über einen automatisierten

Befehl der Programmiersoftware automatisch dauereingekuppelt werden. Dieses

Signal kommt im Regelfall von einer Brandmeldeanlage und kann von der LDB (bei

entsprechender Konfiguration) interpretiert werden.

4.5 Zeitgesteuerte Öffnung läuft

Bei programmierter Zeitumschaltung ist dieser Haken gesetzt, wenn der Zylinder durch

die automatische Zeitumschaltung eingekuppelt wurde.

4.6 Eingekuppelt

Bei programmierter Zeitumschaltung bzw. beim programmierten Flip-Flop Modus ist

dieses Feld angehakt, wenn sich der Halbzylinder im eingekuppelten Zustand befindet.


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5. Einbauanleitung

5.1 Allgemeine Hinweise

Handbuch – Digitaler Halbzylinder 3061

Bei der Installation des digitalen Halbzylinders ist darauf zu achten, dass sich

keine niederfrequenten Funkstörquellen im Umkreis befinden. Schließzylinder

sollten mindestens im Abstand von 0,5 m voneinander entfernt montiert werden,

Smart Relais bzw. Scharfschalteinheiten im Abstand von 1,5 m.

Das PZ-Gehäuse des Halbzylinders darf im Außenbereich maximal 3 mm herausstehen.

Darüber hinaus muss sichergestellt sein, dass über den Mitnehmerbereich

kein Wasser in den Zylinder eindringen kann.

Darüber hinaus muss sichergestellt sein, dass über den Mitnehmerbereich

kein Wasser in den Zylinder eindringen kann.

Bei der Montage auf keinen Fall gegen den Knauf schlagen.

Der Knauf ist durch einen Bajonettverschluss verschlossen.

Die Batterien sind bei Lieferung bereits eingebaut!

Alle aufgeführten Arbeiten in diesem Kapitel können nur mit dem Montage-

/Batterieschlüssel durchgeführt werden.

5.2 Halbzylinder programmieren

Vor der Installation müssen der digitale Halbzylinder und die dazugehörigen

Transponder im Schließplan programmiert werden. Nähere Hinweise entnehmen

Sie bitte der Software-Bedienungsanleitung.

� Die Halbzylinder werden werkseitig im sogenannten Lagermodus

ausgeliefert, dadurch ist keine Kommunikation mit dem Transponder

möglich (Ausnahme: Programmiertransponder). Sie können den

Lagermodus auch mittels Software und Programmiergerät entfernen,

ohne einen Schließplan anzulegen. Nähere Informationen entnehmen

Sie bitte der Software-Bedienungsanleitung.

5.3 Montage Halbzylinder (außer .MR)

Den Mitnehmer soweit drehen, bis dieser senkrecht nach unten steht. Den digitalen

Halbzylinder durch das Schloss stecken. Den Halbzylinder mit der Stulpschraube im

Einsteckschloss befestigen.

� Bei der Montage auf keinen Fall gegen den Knauf schlagen. Halbylinder

nicht mit Öl, Farbe oder Säure in Verbindung bringen.


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5.3.1 Funktionstest durchführen

Handbuch – Digitaler Halbzylinder 3061

1. Halbzylinder mittels Transponder einkuppeln lassen und bei geöffneter

Tür den Knauf in Sperr- und Öffnungsrichtung drehen. Der Knauf muss

sich hierbei leichtgängig drehen lassen.

2. Tür schließen und den Vorgang wiederholen. Sollte der Halbzylinder

schwergängig sein, so ist ein Ausrichten der Tür bzw. eine Nachbearbeitung

des Schließbleches erforderlich.

Generell gilt dies auch bei einer Montage z.B. in einen Schlüsselschalter.

5.4 Demontage Halbzylinder Multirast

3 2

4

1

Sollte es nötig sein den Halbzylinder zu demontieren, gehen Sie bitte folgendermaßen

vor:

1. Mittels eines Werkzeuges (z.B. eines Schraubendrehers) jeweils in beide Kerben

des Kunststoffplättchens zwischen Knauf und PZ-Gehäuse eingreifen und das

Werkzeug unter leichtem Druck verdrehen. Somit wird das Plättchen zerstört.

2. Reste der Kunststoffscheibe entfernen.

3. Halbzylinder mittels eines berechtigten Transponders einkuppeln lassen.

4. Im eingekuppelten Zustand Knauf gegen den Uhrzeigersinn bis zum Anschlag

drehen (z.B. im eingebauten Zustand gegen das Schloss bzw. im nicht eingebauten

Zustand Mitnehmer mit der Hand festhalten; siehe Bild Schritt 1).

5. Knauf bis zum Anschlag Richtung PZ-Gehäuse drücken (Knacken hörbar! Wenn

nötig Knauf mehrmals vor- und zurückziehen, bis ein Knacken auftritt; siehe Bild

Schritt 2 und 4).

6. Falls nötig den Zylinder nochmals mittels eines berechtigten Transponders einkuppeln

lassen.

7. Im eingekuppelten Zustand Knauf gegen den Uhrzeigersinn drehen, und gegen

den Anschlag verspannen (siehe Bild Schritt 3).

8. Im verspannten Zustand den Knauf (inkl. Innenrohr) vom PZ-Gehäuse wegziehen

(siehe Bild Schritt 4).


Seite 15

Handbuch – Digitaler Halbzylinder 3061

� Bei der Montage auf keinen Fall gegen den Knauf schlagen. Zylinder

nicht mit Öl, Farbe oder Säure in Verbindung bringen.

5.5 Montage Halbzylinder Multirast

1. Die auf dem Innenrohr befindlichen Metallplättchen entfernen, und ein

Kunststoffplättchen auf das Innenrohr schieben. (Die Kunststoffplättchen

befinden sich in der Verpackung!)

2. Die entfernten Metallplättchen auf das Innenrohr schieben, so dass sich ein

Kunststoffplättchen und eine je nach Halbzylinder variierende Anzahl von

Metallplättchen auf dem Innenrohr befinden.

3. Innenrohr vorsichtig bis zum Anschlag in das PZ-Gehäuse schieben.

4. Mit berechtigtem Transponder Zylinder einkuppeln lassen.

5. Im eingekuppelten Zustand Knauf leicht gegen das PZ-Gehäuse drücken

und gleichzeitig im Uhrzeigersinn drehen, bis das Innenrohr in das PZ-

Gehäuse einrastet.

� Durch gleichzeitiges leichtes Ziehen und Hin- und Herdrehen des Knaufes

prüfen, ob der Einrastvorgang erfolgreich stattgefunden hat.

� Die benötigten Kunststoffplättchen befinden sich in der Verpackung!

Bei der Montage unbedingt darauf achten, dass sich nur ein Kunststoffplättchen

und die genaue Anzahl von Metallplättchen wie bei der Demontage auf dem Innenrohr

befinden! Das Kunststoffplättchen muss direkt am Knauf anliegen.

5.5.1 Funktionstest durchführen

1. Halbzylinder mittels Transponder einkuppeln lassen und bei geöffneter

Tür den Knauf in Sperr- und Öffnungsrichtung drehen. Der Knauf muss

sich hierbei leichtgängig drehen lassen.

2. Tür schließen und den Vorgang wiederholen. Sollte der Halbzylinder

schwergängig sein, so ist ein Ausrichten der Tür bzw. eine Nachbearbeitung

des Schließbleches erforderlich.

Generell gilt dies auch bei einer Montage z.B. in einen Schlüsselschalter.


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6. Batteriewarnungen

Handbuch – Digitaler Halbzylinder 3061

In den Halbzylindern wurde ein Batteriemanagement implementiert, welches frühzeitig

auf nachlassende Batteriekapazität hinweist. Somit wird verhindert, dass es zu einer

vollständigen Entladung der Batterien kommen kann. Im nachfolgenden werden die

einzelnen Batteriewarnstufen beschrieben.

6.1 Halbzylinder

Warnstufe 1: schwache Batterien

Entladen sich die Batterien des Halbzylinders, sind nach Betätigung des

Transponders vor dem Einkuppeln des Zylinders acht kurze, schnell aufeinanderfolgende

Signaltöne zu hören. Die Batterien müssen jetzt ausgetauscht

werden. Ab Batteriewarnung 1 sind noch bis zu 5.000 Öffnungen bzw. bis zu 6

Monate Nutzung des Zylinders möglich.

Warnstufe 2: extrem schwache Batterien

Entladen sich die Batterien des Halbzylinders noch weiter, erfolgen nach Betätigung

des Transponders vor dem Einkuppeln des Zylinders für ca. 30 Sekunden

kurze, schnell aufeinanderfolgende Signaltöne. Erst danach kuppelt der

Zylinder ein. Von nun an sind beide Batterien fast entleert. Die Batterien müssen

jetzt so schnell wie möglich ausgetauscht werden.

Notbatterie - Lagermodus:

In Warnstufe 2 kann der Halbzylinder entweder noch ca. 50 Mal betätigt werden,

oder der Halbzylinder schaltet nach ca. 30 Tagen ohne weitere Betätigung

ab. In beiden Fällen wechselt der Halbzylinder in den sogenannten Notbatterie-Lagermodus.

Danach lässt sich der Halbzylinder nur noch mit Hilfe

des Programmiergerätes einkuppeln (siehe Kapitel 6.1.3). Ein Batteriewechsel

ist im Notbatterie - Lagermodus jederzeit möglich.


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6.1.1 Schema

Normalbetrieb

Programmiergerät

Notbatterie-

Lagermodus

Öffnung nur durch

Systemadministrator

Handbuch – Digitaler Halbzylinder 3061

Restkapazität < 25%

6.1.2 Vorgehensweise Notbatterie - Lagermodus

Ca. 50 Begehungen bzw.

ca. 30 Tage

8x Doppelpiepsen

Batteriewarnstufe 1:

schwache Batterien

Bis zu 5.000 Begehungen

bzw. bis zu 6 Monaten

Batteriewarnstufe 2:

extrem schwache Batterien

30 Sekunden

Doppelpiepsen

Falls sich der Schließzylinder im Notbatterie – Lagermodus befindet, gehen Sie bitte

wie folgt vor, um die Batterien zu wechseln:

• Batterien erneuern (Siehe Kapitel Batteriewechsel).

• Mit Notebook bzw. PDA (Schließplan vorher exportieren) und Programmiergerät

zur Tür gehen.

• Entsprechende Schließung aus dem Schließplan auswählen.

• Schließzylinder ohne Änderung einmal überprogrammieren. Hierbei werden

die beiden Batteriewarnhaken und der Lagermodus entfernt.

• Den Schließzylinder mittels berechtigten Transponders einkuppeln lassen.

Der Halbzylinder gibt nach dem Batteriewechsel noch einmal die Meldung der Warnstufe

2 ab. Anschließend erkennt die Elektronik des Schließzylinders, dass die Batterien

wieder volle Kapazität besitzen bzw. erneuert wurden, und der Zylinder steht

wieder normal zur Verfügung.

Diese Vorgehensweise ist nur im Notbatterie-Lagermodus notwendig. Dieser wurde

deshalb eingeführt, damit es nicht zu einem völligen Entladung der Batterien kommen

kann, ohne dass der Schließanlagenadministrator eingeschaltet wird. Trotzdem sollte


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Handbuch – Digitaler Halbzylinder 3061

im Notbatterie – Lagermodus der Batteriewechsel schnellstmöglich durchgeführt werden.

6.2 Transponder

Neigt sich die Batteriespannung des Transponders dem Ende entgegen, ertönen

nach jeder Transponderbetätigung am Schließzylinder nach dem Auskuppeln

acht kurze, schnell aufeinanderfolgende Signaltöne.

7. Signaltöne

Signaltyp Bedeutung Notwendige Aktion

2 kurze Töne vor dem Einkuppeln

und ein kurzer Ton nach dem Auskuppeln

Normale Betätigung Keine

Batteriewarnstufe 1:

8 kurze Töne vor dem Einkuppeln

Batteriewarnstufe 2:

30 Sekunden lang 8 kurze Töne

mit jeweils einer Sekunde Pause

8 kurze Töne nach dem Auskuppeln

1 kurzer Signalton ohne Einkuppeln

des Zylinders

Batterien sind bald entladen

Batterien sind fast vollständig

entladen

Batterien im Zylinder wechseln

Sofort die Batterien im

Zylinder wechseln!

Transponderbatterie leer Transponderbatterie wechseln

lassen

• Außerhalb der Zeitzone

gebucht

• Scharfgeschaltete Alarmanlage

bei gleichzeitiger

Nutzung des

SimonsVoss Blockschlosses

Keine


Seite 19

8. Batteriewechsel

8.1 Allgemeine Hinweise

Handbuch – Digitaler Halbzylinder 3061

Das Auswechseln der Batterien darf nur von Fachpersonal durchgeführt werden.

Des weiteren sind nur Batterien einzusetzen, die von SimonsVoss freigegeben

sind.

Nähere Informationen dazu entnehmen Sie bitte dem entsprechenden Datenblatt.

� Ein Vertauschen der Polarität kann zu Beschädigungen des Halbzylinders

führen. Die in diesem Gerät verwendeten Batterien können bei

Fehlbehandlung eine Feuer- oder Verbrennungsgefahr darstellen. Nicht

aufladen, öffnen, über 100° C erhitzen, kurzschließen oder verbrennen.

� Lithium-Batterien bitte im entladenen Zustand sofort entsorgen. Nicht in

Reichweite von Kindern aufbewahren, nicht öffnen und nicht ins Feuer

werfen.

Bei einem Batteriewechsel müssen generell beide Batterien erneuert werden!

Bitte Hinweise unter Kapitel 1.1 Sicherheitshinweise beachten.

8.2 Vorgehensweise

1. Den Montage-/Batterieschlüssel am Knauf so ansetzen, dass die beiden Nasen in

die Öffnungen der Rastscheibe eingreifen (bei Bedarf Knauf drehen bis beide Nasen

des Schlüssels in den Knauf einhaken).

Achtung: Damit der Montage-/Batterieschlüssel in die Rastscheibe eingreifen

kann, muss dieser plan an der Innenstirnfläche des Griffmuldenringes aufliegen.

2. Knauf festhalten und Montage-/Batterieschlüssel vorsichtig ca. um 30° im Uhrzeigersinn

drehen (bis Sie ein Knacken vernehmen).

3. Montage-/Batterieschlüssel vom Knauf entfernen.

4. Griffmuldenring nach hinten Richtung Tür schieben, so dass er sich vom Knauf

löst.

5. Griffmuldenring festhalten, und Knauf ca. 10° gegen den Uhrzeigersinn drehen

und abziehen.

6. Beide Batterien vorsichtig aus der Halterung ziehen.

7. Die neuen Batterien, mit den Pluspolen zueinander, gleichzeitig in die Halterung

schieben (Batterien bitte schnellstmöglich wechseln). Die neuen Batterien nur mit

sauberen und fettfreien Handschuhen berühren.


Seite 20

Handbuch – Digitaler Halbzylinder 3061

8. Knauf wieder aufstecken (entsprechend der dreieckigen Markierungen, siehe Skizze),

Griffmuldenring festhalten und den Innenknauf im Uhrzeigersinn drehend (ca.

10°) befestigen.

9. Griffmuldenring wieder auf den Knauf schieben, so dass Knauf und Ring bündig

abschließen.

10. Den Montage-/Batterieschlüssel am Knauf so ansetzen, dass die beiden Nasen in

die Öffnungen der Rastscheibe eingreifen (bei Bedarf Knauf drehen, bis beide Nasen

des Schlüssels in den Knauf einhaken).

11. Knauf durch eine Drehung um ca. 30° im Uhrzeigersinn wieder verschließen (bis

Sie ein Knacken vernehmen).

Betätigen Sie nun einen berechtigten Transponder und testen Sie die Funktion.

� Nach dem Batteriewechsel muss evtl. bei der ZK-Version die Uhrzeit neu

eingestellt werden, da die Uhr ohne Strom nicht weiterläuft (Software-

Bedienungsanleitung: Programmierung � Uhr der Schließung setzen).


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9. Einsatzmöglichkeiten

9.1 Allgemein

Handbuch – Digitaler Halbzylinder 3061

Der digitale Schließzylinder passt in Schlösser für Europrofilzylinder nach DIN

18252 und EN1303.

9.2 Einbausituationen im Außenbereich

Falls nicht sichergestellt werden kann, dass durch die Tür kein Wasser eindringen

kann, wird empfohlen, die jeweiligen .WP Versionen zu verwenden.

9.3 Schlüsselschalter

Für den Einbau in Schlüsselschaltern ist der Multirastzylinder vorzuziehen, um eine sichere

Funktion zu gewährleisten.

10. Zubehör

10.1 Werkzeug

Montage-/Batterieschlüssel. Mit diesem Werkzeug kann der Batteriewechsel beim

Halbzylinder durchgeführt werden.

10.2 Batterieset

Es steht ein Batteriepack zur Nachbestellung zur Verfügung. Dieses Set enthält 10 Batterien

des Typs CR2450. Bitte nur von SimonsVoss freigegebene Batterien verwenden.


Seite 22

11. Datenblatt

Handbuch – Digitaler Halbzylinder 3061

Knäufe Material Edelstahl

Farben Edelstahl gebürstet

Durchmesser 30 mm

Länge 37 mm (ab Profilstirnfläche)

Profilzylinder Grundlänge Außen 30 mm, Innen 10 mm

Baulängen in 5 mm – Abstufungen

(kein Bausatz) bis 100 mm Gesamtlänge,

wobei die Außenseite des Zylinders eine

max. Länge von 90 mm haben kann. Größere

Längen auf Anfrage.

Batterien Typ CR 2450

Hersteller Varta, (Panasonic, Sony)

Anzahl 2 Stück

Spannung 3 Volt

Lebensdauer ca. 150.000 Betätigungen

oder ca. 6-7 Jahre Stand-by

Umgebungsbedingungen

Betriebs-

Temperatur -20°C bis +50°C

Lager-

temperatur -30°C bis +60°C

Schutzklasse IP 54 (im eingebauten Zustand)

Variante .WP: IP 65 (Knauf)


Smart Relais 3063

SREL, SREL.ZK, SREL.ADV

Stand: September 2006


Inhaltsverzeichnis

Smart Relais SREL, SREL.ZK, SREL.ADV

1.0 Wichtige Hinweise.........................................................................4

2.0 Produktbeschreibung ...................................................................4

3.0 Vor einer Bestellung .....................................................................5

3.1 Es ist festzulegen, welche Version des

Smart Relais benötigt wird: ................................................................ 5

3.2 Es ist festzulegen, welches Zubehör benötigt wird.......................... 5

3.3 Es sind Netzteile auszulegen und zu beschaffen ............................. 5

3.4 Die Einbauposition ist festzulegen .................................................... 6

3.5 Weitere Informationen: ....................................................................... 6

4.0 Vor der Installation........................................................................6

4.1 Einbau Backup Batterie ...................................................................... 7

5.0 Installation .....................................................................................8

6.0 Anschlussbelegung ......................................................................9

6.1 SREL und SREL.ZK ............................................................................. 9

6.2 SREL.ADV ............................................................................................ 9

6.3 Beschreibung der Anschlüsse SREL, SREL.ZK und SREL ........... 10

7.0 Programmierung und Konfiguration .........................................11

7.1 Zugangskontrolle .............................................................................. 12

7.2 Zeitzonensteuerung .......................................................................... 12

7.3 Overlay ............................................................................................... 12

7.4 Flip Flop ............................................................................................. 12

7.5 Repeater ............................................................................................. 12

7.6 Zeitumschaltung................................................................................ 12

7.7 OMRON............................................................................................... 13

7.7.1 Das Smart Relais im Omron Modus................................................. 14

7.7.2 Keine akustischen Programmierquittungen ................................... 15

7.7.3 Externer Piepser / externe LED ........................................................ 15

7.7.4 Interne / externe Antenne ................................................................. 15

7.7.5 Anzahl Erweiterungsmodule ............................................................ 15

7.7.6 Pulslänge ........................................................................................... 15


Inhaltsverzeichnis

Smart Relais SREL, SREL.ZK, SREL.ADV

7.7.7 Schnittstelle ....................................................................................... 15

7.7.8 Begrenzte Reichweite ....................................................................... 16

7.7.9 Externer Piepser/ Externe LED......................................................... 16

7.7.10 Unberechtigte Zutritte protokollieren .............................................. 17

8.0 Zusammenfassung der Diodensignale .....................................18

8.1 Funktionsbeschreibung.................................................................... 18

8.2 Wiegand Schnittstelle (33 bit und 26 bit)......................................... 18

8.3 Kaba Benzing, Siemens, Gantner Legic, Primion,

Isgus Schnittstelle............................................................................. 19

9.0 Wartung........................................................................................20

9.1 Batteriewarnung und Batteriewechsel bei

Einsatz der Batterie SREL.BAT ........................................................ 20

9.2 Backup Batterie ................................................................................. 20

10.0 Technische Daten........................................................................21


Seite 4

1.0 Wichtige Hinweise

Smart Relais SREL, SREL.ZK, SREL.ADV

!Sicherheitshinweis:

Vorsicht! – Die in diesem Produkt verwendeten Batterien und Akkus können bei

Fehlbehandlung eine Feuer- oder Verbrennungsgefahr darstellen. Diese Batterien

nicht aufladen, öffnen, über 100°C erhitzen oder verbrennen.

Die Installation eines SimonsVoss Smart Relais setzt Kenntnisse in den Bereichen

der Türmechanik, -zulassungen, Elektronikmontage und im Umgang mit der Simons-

Voss Software voraus. Deshalb hat die Montage nur durch geschultes Fachpersonal

zu erfolgen.

Für Schäden durch fehlerhafte Montage übernimmt SimonsVoss Technologies AG

keine Haftung.

Durch fehlerhaft installierte Smart Relais kann der Zugang durch eine Tür versperrt

werden. Für Folgen fehlerhafter Installation, wie versperrter Zugang zu verletzten

oder gefährdeten Personen, Sachschäden oder anderen Schäden haftet die Simons-

Voss AG nicht.

Werden Smart Relais länger als eine Woche gelagert, ist die Backup Batterie zu entfernen.

Die Installation der Smart Relais muss unter Einhaltung der ESD – Richtlinien

(Elektrostatische Aufladung) vorgenommen werden. Insbesondere sind Berührungen

der Platinen und der darauf befindlichen integrierten Schaltkreise zu vermeiden.

Im Zweifeslfall gilt das deutsche Originalhandbuch.

2.0 Produktbeschreibung

Das SimonsVoss Smart Relais ist ein elektronischer Schalter, der mit einem Simons-

Voss Transponder geschaltet werden kann. Die Berechtigung für Transponder, die

das Smart Relais betätigen dürfen, kann über die SimonsVoss Software konfiguriert

werden. Damit bietet das Smart Relais die volle Funktion eines Zutrittskontrolllesers.


Seite 5

3.0 Vor einer Bestellung

Smart Relais SREL, SREL.ZK, SREL.ADV

3.1 Es ist festzulegen, welche Version des Smart Relais benötigt wird

1. Smart Relais Basisversion:

Bestellcode SREL

Dieses Relais ermöglicht die reine Ja/Nein Berechtigung für maximal 8.184

verschiedene Transponder.

2. Smart Relais Plusversion mit Zutrittsprotokollierung und Zeitzonen:

Bestellcode SREL.ZK

Wie die Basisversion, jedoch mit der Möglichkeit der getrennt zuschaltbaren Zutrittsprotokollierung

der letzten 1.024 Zutritte (ab Firmwareversion 4.0.01.15) mit Datum

und Uhrzeit, oder Tages – Zeitzonen für bis zu fünf Personengruppen sowie automatischer

Ver- und Entriegelung.

3. Smart Relais Advanced Version:

Bestellcode SREL.ADV

Wie die Plusversion, jedoch mit folgenden zusätzlichen Funktionen:

- Anschuss für externe Module über einen Drei – Draht – Bus

- Anschluss einer ausgelagerten Antenne

- Anschlüsse für serielle Schnittstellen zu externen Zeiterfassungsterminals oder

Zutrittskontollesern

- Anschluss für externe LED oder Buzzer

3.2 Es ist festzulegen, welches Zubehör benötigt wird

1. Ausgelagerte Antenne bei ungünstigen Empfangsverhältnissen

Bestellcode: SREL.AV

2. Batterie nur für SREL, SREL.ZK und SREL.ADV für den Fall, dass diese Produkte

ohne zusätzliche Spannungsversorgung betrieben werden:

Bestellcode SREL.BAT

3. Optionale Erweiterungsmodule (z.B. Smart Output Modul)

3.3 Es sind Netzteile auszulegen und zu beschaffen

Diese Netzteile sind nötig für alle Smart Relais, die nicht batteriebetrieben verwendet

werden sollen. Das Netzteil soll in seiner Leistung auf maximal 15 Watt begrenzt sein

und eine Spannung von 12 VAC oder 5 bis 24 VDC bei einem Strom von 100 mA

liefern können.

Achtung! Keine Schaltnetzteile in der Nähe der Smart Relais einsetzen. Alle Netzteile

sind kundenseitig zu stellen, sie können nicht über SimonsVoss bezogen werden.


Seite 6

3.4 Die Einbauposition ist festzulegen

Smart Relais SREL, SREL.ZK, SREL.ADV

Die Reichweite Transponder zu Smart Relais (Lesereichweite) beträgt max. 1,5 m,

kann aber durch metallene Umgebung (insbesondere durch starke Magnetfelder oder

Aluminium) gedämpft werden.

Idealerweise wird ein Reichweitentest mit einem berechtigten Transponder und einem

batteriebetriebenen Smart Relais vorgenommen.

3.5 Weitere Informationen:

- Alle Kabel zum Anschluss an das Smart Relais sollen vom Typ IY(ST)Y

....x0,6 (paarig verdrilltes, abgeschirmtes Kabel) sein und eine maximale Kabellänge

von 100 m nicht überschreiten. Hierbei sind die Leitungsverluste bei

der Dimensionierung der Spannungsversorgung zu berücksichtigen.

- Die technischen Daten der Ein- und Ausgänge sind zu berücksichtigen (siehe

Technische Daten).

- Alle Kabel müssen entsprechend der Vorschriften des VDE verlegt und angeschlossen

werden.

4.0 Vor der Installation

� Das Smart Relais auspacken und auf eventuelle Beschädigungen überprüfen.

� Das Smart Relais an eine Spannungsversorgung oder Batterie anschließen.

� Bei Betrieb mit Netzteil die mitgelieferte Backup Batterie in die dafür vorgesehene

Halterung einsetzen (siehe Einbau der Backup Batterie).

� Die Funktion des Smart Relais mit einem Transponder im Werksauslieferungszustand

überprüfen.

� Bei Einbau in eine Unterputzdose ist das Gehäuse zu entfernen.

� Bei Aufputzmontage kann die Bodenplatte als Schablone für die Bohrlöcher

(6-mm) verwendet werden.


Seite 7

4.1 Einbau Backup Batterie

Smart Relais SREL, SREL.ZK, SREL.ADV

Backup Batterie nur einsetzen, wenn das Smart Relais mit

Netzteil betrieben wird, bei Betrieb mit SREL.BAT diese

Batterie nicht einsetzen!

+/~

-/~

+/~

-/~

SREL.ADV

C

A

B

+V

F3

F2

SREL.ADV

C

A

B

+V

F3

F2

+

F1BN

WH

GN

GY

YL

+

Backup Batterie

(im Lieferumfang enthalten)

in die Halterung einführen

PLUSPOL NACH OBEN

F1BN

WH

GN

GY

YL

SREL

und SREL.ZK

SREL

und SREL.ZK

+


Seite 8

5.0 Installation

Smart Relais SREL, SREL.ZK, SREL.ADV

� Die Spannungsversorgung abschalten (gegebenenfalls Stecker ziehen oder

Batterie abklemmen).

� Alle Kabel an die vorgesehenen Klemmen des Smart Relais anschließen (siehe

Anschlussbelegung nächste Seite)

Bei Anschluss eines Gleichspannungsnetzteils unbedingt auf die richtige

Polarität achten.

� Bei der Installation wird die größte Lesereichweite erzielt, wenn die Antennen

des Smart Relais parallel zu denen des Transponders ausgerichtet sind.

� Die Spannungsversorgung einschalten (gegebenenfalls Stecker einstecken

oder Batterie anklemmen).

� Die Funktion des Smart Relais mit einem Transponder im Werksauslieferungszustand

überprüfen.

� Das Smart Relais mit der SimonsVoss Software programmieren (wir empfehlen

Software Versionen ab LDB. 1.50a oder neuer bzw. LSM 2.2 oder neuer).

� Nochmals mit einem jetzt berechtigten Transponder die Funktion überprüfen.


Seite 9

6.0 Anschlussbelegung

6.1 SREL und SREL.ZK

6.2 SREL.ADV

Smart Relais SREL, SREL.ZK, SREL.ADV

+ / ~

Netzteil { - / ~

Batterie SREL.BAT

Relais {

NC

COM

NO

+ / ~

Netzteil { - / ~

Batterie SREL.BAT

Relais {

NC

COM

NO

Externe Einund

Ausgänge

1 RS 485-COM

2 RS 485-A

3 RS 485-B

4 + Vaux (3...5 V)

5 LED / Buzzer / Input 1 / CLS

6 Seriell 1 / Input 2

7 Seriell 2

Brown

White

Green

Grey

Yellow

} Externe

Antenne

SREL.AV


Seite 10

Smart Relais SREL, SREL.ZK, SREL.ADV

6.3 Beschreibung der Anschlüsse SREL, SREL.ZK und SREL

Name Symbol Beschreibung

Netzteil + / ~ Wahlweise Pluspol bei Anschluss einer Gleichspannung

(5 bis 24 VDC) oder einer der beiden Wechselspannungsanschlüsse

(12 VAC)

Netzteil - / ~ Wahlweise Minuspol bei Anschluss einer Gleichspannung

(5 bis 24 VDC) oder der zweite Wechselspannungsanschluss

(12 VAC)

Batterie Steckeranschluss für eine Batterie (bei Betrieb ohne Netzteil)

Bestellcode der Batterie incl. Stecker SREL.BAT

Relais NC Normally Closed Kontakt des Wechsler Relais. Dieser Kontakt

ist im nicht geschalteten Fall geschlossen gegen Relais COM

Relais COM Common Kontakt des Wechsler Relais. Dieser Kontakt wird

entweder gegen Relais NC verdrahtet (Öffner) oder gegen

Relais NO (Schließer)

Relais NO Normally Open Kontakt des Wechsler Relais. Dieser Kontakt

ist im geschalteten Fall geschlossen gegen Relais COM

Externe Antenne

Brown

White

Green

Grey

Yellow

RS-485COM

RS-485A

RS-485B

BN

WH

GN

GY

YL

C

A

B

Anschluss für die farbigen Kabel einer ausgelagerten

Antenne (Bestellcode SREL.AV)

Brown � Braun

White � Weiß

Green � Grün

Grey � Grau

Yellow � Gelb

Busanschluss für externe Module

+ Vaux +V Typ. 3,0 - 5,0V +/- 0,5V für externe LED oder Buzzer max. 10mA

LED / Buzzer / Input

1 / CLS

F3 Multifunktionsanschluss

Seriell 1 / Input 2 F2 Multifunktionsanschluss

Seriell 2 F1 Multifunktionsanschluss


Seite 11

Smart Relais SREL, SREL.ZK, SREL.ADV

7.0 Programmierung und Konfiguration

Wenn als Schließungstyp in der SimonsVoss Software (ab LDB Version 1.40 oder ab

LSM 2.1) das Smart Relais gewählt wird, stehen zur Konfiguration die folgenden Optionen

zur Verfügung:


Seite 12

7.1 Zugangskontrolle

Smart Relais SREL, SREL.ZK, SREL.ADV

Nur bei SREL.ZK und SREL.ADV möglich. Die jeweils letzten 1024 Transponderbetätigungen

werden mit Datum und Uhrzeit gespeichert.

7.2 Zeitzonensteuerung

Nur bei SREL.ZK und SREL.ADV möglich. Ein Zeitzonenplan kann geladen werden

und die Transponder werden dann entsprechend ihrer Zeitzonengruppe zugelassen

bzw. gesperrt.

7.3 Overlay

Ersatztransponder können ihre Ursprungstransponder überschreiben. Nach der erstmaligen

Betätigung mit einem Ersatztransponder, ist der Ursprungstransponder gesperrt.

7.4 Flip Flop

Der Impulsmodus (Default Einstellung) wird abgeschaltet, die Impulsdauer spielt keine

Rolle mehr. Das Smart Relais wechselt bei eingeschaltetem Flip Flop Modus seinen

Zustand bei jeder Transponderbetätigung von AN nach AUS oder umgekehrt.

Dieser Modus empfiehlt sich zum Schalten von Licht oder Maschinen etc.

Bei einer solchen Installation ist gegebenenfalls darauf zu achten, dass die

Netzteile und Türöffner für Dauerstrombetrieb geeignet sind.

7.5 Repeater

Das Smart Relais empfängt ein Transpondersignal und sendet dieses verstärkt weiter.

In dieser Funktion kann das Smart Relais verwendet werden, um größere Funkstrecken

zu überbrücken. Die Entfernung zu einem anderen Smart Relais kann bis zu

2 m betragen.

7.6 Zeitumschaltung

Nur für SREL.ZK und SREL.ADV. Wenn die Zeitumschaltung aktiviert wird, muss ein

Zeitzonenplan geladen werden, der eine generelle Freischaltung des Smart Relais

während der markierten Zeiten (in Gruppe 5) ermöglicht. Also kann eine Tür tagsüber

frei begehbar sein und nachts nur über Transponder geöffnet werden.

Bei einer solchen Installation ist darauf zu achten, dass die Netzteile und Türöffner

für Dauerstrombetrieb geeignet sind.

Wenn die Zeitumschaltung gewählt wird, stehen im Feld „zeitgesteuerte Relaisumschaltung“

die folgenden Optionen (mehrfache Auswahl möglich) zur Verfügung:


Seite 13

Smart Relais SREL, SREL.ZK, SREL.ADV

1. Manuelle Verriegelung

Die Tür wird nicht automatisch nach der eingestellten Uhrzeit verriegelt, sondern

erst, wenn ein berechtigter Transponder nach dieser Zeit bucht.

2. Automatische Verriegelung (Grundeinstellung)

Die Tür wird exakt zu der im Zeitzonenplan hinterlegten Zeit verriegelt.

3. Manuelle Entriegelung (Grundeinstellung)

Die Tür wird nicht automatisch nach der eingestellten Uhrzeit entriegelt, sondern

erst, wenn ein berechtigter Transponder nach dieser Zeit bucht.

4. Automatische Entriegelung

Normalerweise wird die Tür nicht zur eingestellten Uhrzeit geöffnet, sondern

erst nach Betätigung mit dem ersten Transponder. Wenn gewünscht wird,

dass die Tür auf jeden Fall automatisch zur eingestellten Zeit öffnet, dann ist

diese Option auszuwählen.

5. Transponder aktiv

- Immer

Normalerweise kann während der Freischaltperiode ein Transponder nicht

benutzt werden. Wenn jedoch gewünscht wird, dass die Tür auch dann im

Bedarfsfall mal verschlossen werden soll (zum Beispiel, wenn alle Personen

das Gebäude verlassen) ist diese Option zu wählen.

7.7 OMRON

- Nur, wenn verriegelt

In dieser Betriebsart hat der Transponder während der Freischaltzeit keine

Wirkung.

Nur für SREL.ADV. Viele Zutrittskontroll- und Zeiterfassungssysteme besitzen serielle

Schnittstellen zum Anschluss von Kartenlesern. Über diese Schnittstellen ist auch der

Anschluss eines Smart Relais möglich. Damit können Sie den SimonsVoss Transponder

auch in Fremdsystemen benutzen.

Möchten Sie, dass das Smart Relais die Transponderdaten zu einem Fremdsystem

überträgt, und bei Freischaltung durch das Fremdsystem vom Smart Relais ein Fernöffnungsbefehl

zu einem Zylinder gesendet wird, dann wählen sie diese Option sowohl

am Smart Relais als auch am Zylinder.

Der Typ des externen Systems ist unter „Schnittstellen“ einzustellen, zur Verfügung

stehen:


Seite 14

7.7.1 Das Smart Relais im Omron Modus

+ / ~

Netzteil { - / ~

Batterie SREL.BAT

Relais {

Smart Relais SREL, SREL.ZK, SREL.ADV

NC

COM

NO

F3 F2 F1

Externes Zutrittskontroll- oder

Zeiterfassungssystem

1 K

Brown

White

Green

Grey

Yellow

1 K 1 K

} Externe

GND

Antenne

SREL.AV

Freischalt Relais

+ 5..12VDC

Pull Up Widerstände

CLS

Clock / D1

Data / D0


Seite 15

Smart Relais SREL, SREL.ZK, SREL.ADV

7.7.2 Keine akustischen Programmierquittungen

Nur SREL.ADV

Wenn gewünscht wird, dass bei einer Programmierung des Smart Relais keine Programmierquittungen

über einen angeschlossenen Buzzer / Piepser gegeben werden

sollen, dann ist dieses Feld anzukreuzen.

7.7.3 Externer Piepser / externe LED

Nur SREL.ADV

Hier wird angegeben, welche externe Baugruppe angeschlossen ist. Das Smart Relais

erzeugt im Flip Flop Mode bei einer externen LED ein Dauersignal im geschalteten

Zustand, während bei einem angeschlossenen Piepser nur jeder Zustandswechsel

kurz mit einem Tonsignal quittiert wird.

7.7.4 Interne / externe Antenne

Nur SREL.ADV

- Autodetektion

Ist eine externe Antenne angeschlossen, wird nur diese benutzt. Das Smart

Relais schaltet dann die interne Antenne aus. Wenn keine externe Antenne

angeschlossen ist (Standardfall), dann arbeitet das Smart Relais mit der internen

Antenne.

- Beide aktiv

Das Smart Relais kann Buchungen von Transpondern an beiden Antennen

bewerten.

7.7.5 Anzahl Erweiterungsmodule

Hier geben sie die Anzahl der an das Smart Relais angeschlossenen externen Module

an. Diese Module werden an die Klemmen RS-485 COM, RS-485 A und RS-485 B

angeschlossen. Näheres erfahren Sie in der Dokumentation der einzelnen Module.

7.7.6 Pulslänge

Hier geben sie den Wert für die Impulsdauer des Schaltimpulses in Sekunden an. Der

Wert kann 0,1 bis 25,5 Sekunden betragen. Wenn sie zum Beispiel 3 Sekunden eintragen,

dann wird ein Türöffner für 3 Sekunden frei geschaltet, bevor er wieder sperrt.

7.7.7 Schnittstelle

Nur für SREL.ADV

Für den Betrieb als Serielle Schnittstelle können Sie hier die Art des Kartenlesers

einstellen, den das Smart Relais simulieren soll.


Seite 16

Smart Relais SREL, SREL.ZK, SREL.ADV

Als Optionen stehen zur Verfügung:

• Wiegand 33 bit

• Wiegand 26 bit

• Primion

• Siemens

• Kaba Benzing

• Gantner Legic

• Isgus

Entsprechende Verkablungsangaben finden Sie im Kapitel „Das Smart Relais als

serielle Schnittstelle“.

7.7.8 Begrenzte Reichweite

Bei Auswahl dieser Option wird die Lesereichweite Transponder � Smart Relais von

ca. 1,5 m auf ca. 0,4 m begrenzt. Diese Option kann z.B. benutzt werden, wenn mehrere

Smart Relais sich in unmittelbarer Nähe zueinander befinden, und einzelne

Transponder an mehreren Smart Relais berechtigt sind.

7.7.9 Externer Piepser/ Externe LED

Nur für SREL.ADV

Normalerweise ist das Smart Relais für den Anschluss einer LED konfiguriert. Wenn

als externer Signalgeber ein Piepser oder Buzzer angeschlossen wird, ist diese Option

anzukreuzen. Dadurch kann der Piepser / Buzzer anstelle der LED für eine akustische

Quittierung verwendet werden.

Für den Fall, dass die angeschlossene Komponente einen maximalen Strom

von weniger als 10 mA bei 3VDC benötigt, kann der Anschlussplan wie folgt

aussehen:

Evtl. Widerstand zur

Leistungsbegrenzung.

Der Ausgang V+ liefert

max. 10 mA bei 3VDC

+ / ~

Netzteil { - / ~

Batterie SREL.BAT

Relais {

NC

COM

NO

V+ F3

Brown

White

Green

Grey

Yellow

Entweder Buzzer oder LED

} Externe

Antenne

SREL.AV


Seite 17

Smart Relais SREL, SREL.ZK, SREL.ADV

Wenn der Strom für die externe Komponente größer als 10 mA ist, dann muss

diese Komponente über eine externe Spannungsversorgung gespeist werden.

In diesem Fall sollte der Anschluss wie folgt vorgenommen werden:

+ / ~

Netzteil { - / ~

Batterie SREL.BAT

Relais {

NC

COM

NO

7.7.10 Unberechtigte Zutrittsversuche protokollieren

Nur für SREL.ZK und SREL.ADV

Evtl. Widerstand zur

Leistungsbegrenzung.

Der Ausgang F3 verträgt

max. 50 mA

F3

Brown

White

Green

Grey

Yellow

Normalerweise werden nur berechtigte Transponderbetätigungen protokolliert. Wenn

gewünscht wird, auch den Versuch der Türöffnung mit einem unberechtigten Transponder

zu erfassen, muss diese Option gewählt werden.

} Externe

GND

Ext. Netzteil

Maximal + 24V

Entweder Buzzer oder LED

Antenne

SREL.AV


Seite 18

Smart Relais SREL, SREL.ZK, SREL.ADV

8.0 Zusammenfassung der Diodensignale

8.1 Funktionsbeschreibung

Um ein Smart Relais wie einen Kartenleser in einem fremden Zutrittskontroll- oder

Zeiterfassungssystem einzusetzen, müssen sowohl die Hardware (Kabel und Signalpegel)

als auch die Datenformate exakt mit denen der Kartenleser übereinstimmen.

Nur dann kann das fremde System die Daten der SimonsVoss Transponder verstehen

und bewerten.

Die Transponderdaten werden zunächst vom Smart Relais gelesen. Wenn der Transponder

im Smart Relais berechtigt ist, werden diese Daten über die serielle Schnittstelle

an das Fremdsystem weitergeleitet. Für die einzelnen Datenformate erhalten

Sie vom SimonsVoss Produktmanagement detaillierte Spezifikationen.

Die Auswahl des richtigen Lesertyps erfolgt in der Konfiguration des Smart Relais mit

der SimonsVoss Software ab Version 1.40. Die Anschlüsse für die verschiedenen Leservarianten

sind in der Folge aufgeführt.

8.2 Wiegand Schnittstelle (33 bit und 26 bit)

+ / ~

Netzteil { - / ~

Batterie SREL.BAT

Relais {

NC

COM

NO

F2 F1

Externes Zutrittskontroll- oder

Zeiterfassungssystem

1 K

Brown

White

Green

Grey

Yellow

1 K 1 K

} Externe

GND

Antenne

SREL.AV

+ 5..12VDC

Pull Up Widerstände

CLS

D1

D0


Seite 19

Smart Relais SREL, SREL.ZK, SREL.ADV

8.3 Kaba Benzing, Siemens, Gantner Legic, Primion, Isgus Schnittstelle

+ / ~

Netzteil { - / ~

Batterie SREL.BAT

Relais {

NC

COM

NO

F2 F1

Externes Zutrittskontroll- oder

Zeiterfassungssystem

1 K

Brown

White

Green

Grey

Yellow

1 K 1 K

} Externe

GND

Antenne

SREL.AV

+ 5..12VDC

Pull Up Widerstände

CLS

Clock

Data


Seite 20

9.0 Wartung

Smart Relais SREL, SREL.ZK, SREL.ADV

9.1 Batteriewarnung und Batteriewechsel bei Einsatz der Batterie SREL.BAT

Für den Fall, dass die Batteriekapazität nicht mehr ausreicht, kann ein Smart Relais

eine Batteriewarnung wie folgt abgeben:

SREL, SREL.ZK, SREL.ADV

� Interne LED blinkt 8x bei jeder Transponderbetätigung und vor dem Schalten

des Relais.

Diese LED sollte im Falle des Batteriebetriebs von außen sichtbar sein.

Nur SREL.ADV

� Externe LED blinkt 8xl oder externer Buzzer piepst 8x bei jeder Transponderbetätigung.

Nach einer Batteriewarnung sind noch ca. 100 Betätigungen möglich, die Batterie

sollte also schnellstens gewechselt werden.

9.2 Backup Batterie

Eine entladene Backup Batterie kann zu einem Stehenbleiben der internen Uhr bei

Smart Relais der Typen SREL.ZK oder SREL.ADV führen. Daher wird empfohlen, in

regelmäßigen Abständen die Uhrzeit zu überprüfen. Eine Backup Batterie hält ohne

Stromunterbrechung des Smart Relais ca. 10 Jahre. Falls das Smart Relais im Falle

häufiger Stromausfälle die Backup Batterie oft benötigt, sollte regelmäßig diese Batterie

erneuert werden.

Wird das Smart Relais mit Batterie (SREL.BAT) betrieben, darf die Backup Batterie

nicht eingesetzt werden.


Seite 21

10.0 Technische Daten

Smart Relais SREL, SREL.ZK, SREL.ADV

Gehäuse aus schwarzem Kunststoff:

Abmessungen LxBxH

72 x 57 x 25,5 mm

Schutzart IP 20 nicht für Außeneinsatz getestet

Temperatur Betrieb bei: -22°C bis 55°C

Lagerung bei: 0°C bis 40°C

Luftfeuchtigkeit


Smart Output Modul

Stand: September 2006


Inhaltsverzeichnis

Smart Output Modul

1.0 Wichtige Hinweise ____________________________________4

2.0 Produktbeschreibung _________________________________4

3.0 Vor einer Bestellung __________________________________5

3.1 Smart Relais ____________________________________________ 5

3.2 Anzahl der benötigten Module festlegen _____________________ 5

3.3 Netzteile beschaffen und auslegen__________________________ 5

3.4 Montagetechnik und Montageort festlegen ___________________ 5

3.5 Kabeltypen und Verläufe __________________________________ 5

3.6 Außenmontage __________________________________________ 5

3.7 Richtlinien ______________________________________________ 5

4.0 Vor der Installation____________________________________6

5.0 Installation __________________________________________6

6.0 Anschlüsse __________________________________________7

6.1 Klemmenbelegung _______________________________________ 7

6.2 Anschlussbelegung ______________________________________ 8

7.0 Anschluss an das Smart Relais _________________________9

7.1 Standard Anschluss des Netzteils _________________________ 10

7.2 Anschluss einer Notfreischaltung von einer Brandmeldeanlage 10

7.3 Beschaltung, um bei Ausfall der Spannungsversorgung eine

Öffnung _______________________________________________ 11

zu vermeiden ________________________________________________ 11

7.4 Beschaltung der Ausgänge für die Option Signalisierung______ 12

8.0 Programmierung und Konfiguration ____________________13

8.1 Allgemeines____________________________________________ 13

8.2 Anzahl der Module eintragen______________________________ 13

8.3 Adresse der Module einstellen ____________________________ 13


Inhaltsverzeichnis

Smart Output Modul

8.4 Die Pulslänge einstellen__________________________________ 14

8.5 Signalisierung wählen ___________________________________ 14

8.6 Automatische Namensgebung in der Software _______________ 14

8.7 Invertieren der Ausgänge ________________________________ 14

9.0 Bedeutung der LEDs _________________________________15

9.1 LEDs für jeden Ausgang _________________________________ 15

9.2 Zustands LED __________________________________________ 15

10.0 Technische Daten____________________________________16


Seite 4

1.0 Wichtige Hinweise

Smart Output Modul

� Die Installation eines SimonsVoss Smart Output Modules setzt Kenntnisse in

den Bereichen der Zulassungen für Elektronik- und Elektromontage und im

Umgang mit der SimonsVoss Software sowie dem SimonsVoss System 3060

voraus. Deshalb hat die Montage nur durch geschultes Fachpersonal zu erfolgen.

� Für Schäden durch fehlerhafte Montage übernimmt die SimonsVoss Technologies

AG keine Haftung!

� Durch fehlerhaft installierte Smart Output Module kann ein Zugang oder eine

Öffnung versperrt werden. Für Folgen fehlerhafter Installation, wie versperrter

Zugang zu verletzten oder gefährdeten Personen, Sachschäden oder anderen

Schäden haftet die SimonsVoss AG nicht.

� Für den Fall, dass Fremdprodukte mit einem Smart Output Modul angesteuert

werden, sind die Garantie- und Installationsbedingungen des jeweiligen Herstellers

dieser Geräte zu beachten.

� Überschreitungen der zulässigen Maximalströme (siehe Technische Daten)

an den Ausgängen, sowie der Maximalspannungen an den Eingängen des

Smart Output Modules können zur Beschädigung des Modules führen.

� In twiejfelgevallen geldt het Duitse origineel.

2.0 Produktbeschreibung

Das Smart Output Modul ist ein Produkt, welches acht potentialfreie Relaisausgänge

zur Verfügung stellt, die über ein einziges Smart Relais Typ SREL.ADV angesteuert

werden können. Abhängig von der Transponder – ID können ein oder mehrere Ausgänge

für eine programmierbare Zeit geschaltet werden. Diese Zuordnung (Profil) ist

frei wählbar. Damit ist das Smart Output Module geeignet zum Beispiel eine authorisierungsabhängige

Aufzugssteuerung oder eine Ansteuerung zur Öffnung von

Schließfächern zu realisieren. Für den Fall, dass mehr als acht Ausgänge benötigt

werden, können bis zu 16 Module an ein Smart Relais Typ SREL.ADV angeschlossen

werden.


Seite 5

3.0 Vor einer Bestellung

3.1 Smart Relais

Smart Output Modul

Zum Betrieb eines Smart Output Modules ist mindestens ein Smart Relais Typ

SREL.ADV nötig. Zu Belangen der Bestellung eines Smart Relais lesen Sie bitte das

Produkthandbuch Smart Relais.

3.2 Anzahl der benötigten Module festlegen

Es können an ein Smart Relais Typ SREL.ADV bis zu 16 externe Module angeschlossen

werden. Wenn in der Konfiguration die Option „Signalisierung“ gewählt

wird, reduziert sich die Anzahl der Ausgänge pro Smart Output Modul von acht auf

vier Ausgänge. Jedes Modul hat eine eigene Konfiguration in der Software.

3.3 Netzteile beschaffen und auslegen

Das Smart Relais Typ SREL.AV und bis zu acht externe Module Typ SOM8 können

mit einem Netzteil (SREL.NT) betrieben werden. Bezüglich der Daten der Netzteile

sind die technischen Daten (Ströme, Spannungen und Leistungen) des Smart Relais

und der Module zu berücksichtigen.

3.4 Montagetechnik und Montageort festlegen

Die Module werden auf DIN Hutschienen befestigt. Die Länge dieser Hutschienen ist

abhängig von der Anzahl der Module, die nebeneinander befestigt werden müssen.

Die Smart Relais Advanced werden typischer Weise nicht auf Hutschienen montiert,

sondern dort, wo die Transponder gelesen werden sollen.

3.5 Kabeltypen und Verläufe

Um ein Smart Output Modul herum soll soviel Platz sein, dass alle Kabel verlegt werden

können, ohne diese zu stark zu knicken. Als Kabeltyp wird IY(ST)Y (paarig verdrilltes,

abgeschirmtes Kabel) Aderndurchmesser 0,6 mm empfohlen (bei größeren

Längen Cat.5 Kabel verwenden).

3.6 Außenmontage

Für Außenmontage ist ein geeignetes IP 65 (SOM.IP65G) Gehäuse vorzusehen.

3.7 Richtlinien

Die Installation soll von Fachleuten, die gemäß DIN EN 18328 ausgebildet, entsprechend

den VDE Richtlinien vorgenommen werden.


Seite 6

4.0 Vor der Installation

Smart Output Modul

� Das Smart Output Modul auspacken und auf äußere Beschädigungen überprüfen.

� Das Smart Output Modul an ein Smart Relais Typ SREL.ADV anschließen

(siehe Anschluss an das Smart Relais) und beide Baugruppen über das Netzteil

mit Spannung versorgen.

� Bitte die Polarität beachten.

� Das Smart Relais mit einem Transponder im Werksauslieferungszustand betätigen.

Alle Ausgänge des Smart Output Modules werden dadurch betätigt,

zu erkennen am Aufleuchten (Grün) aller LEDs des Smart Output Modules.

5.0 Installation

� Die Hutschienen zuschneiden und festschrauben.

� Die Spannungsversorgung ausschalten.

� Die Baugruppen auf Hutschiene montieren (Schnappverschluss).

� Alle Kabel anschließen (siehe Klemmenbelegung und Anschlussbeispiele).

� Beim Anschließen der Spannungsversorgung muss unbedingt die Polarität

beachten.

� Spannungsversorgung einschalten.

� Das Smart Relais und das Smart Output Modul mit der SimonsVoss Software

programmieren (siehe Programmierung und Konfiguration).

� Anschließend die Funktion mit berechtigten Transpondern testen.


Seite 7

6.0 Anschlüsse

6.1 Klemmenbelegung

Busanschluß

zum Smart Relais Typ

SREL.ADV

I- / I+ Nicht belegt

Output

-wenn die Versorgungsspannung unter

10,5 V +/-0,5V absinkt schaltet dieser

Ausgang aus.

Masse

A- AUX Relais Spule neg.

A+ AUX Relais Spule pos.

K- AUX Relais Kontakt

K- AUX Relais Kontakt

+ Pluspol der Spannungsversorgung

Smart Output Modul

Out|

I-|I+| B | A | C |4a|4b|3a|3b|2a|2b|1a|1b

|A-|K1|A+| +|K2|8a|8b|7a|7b|6a|6b|5a|5b

Ausgänge / Outputs

Ausgänge / Outputs

bzw. Anschlüsse für Signalisierung


Seite 8

6.2 Anschlussbelegung

Smart Output Modul

Name Symbol Beschreibung

Output Out Wenn die Versorgungsspannung unter

10,0VDC +/- 0,5V absinkt, schaltet dieser

Ausgang aus. Typischerweise wird dieser

Ausgang mit A- verbunden, wenn gewünscht

ist, das AUX Relais zu schalten,

bevor die Schaltfunktionen ausfallen. Es

handelt sich um einen Open Collector

Ausgang.

Isolierter Digitaleingang I- Zur Zeit nicht benutzt

Busanschluss zum Smart Relais

Typ SREL.ADV

I+

A

B

Ausgänge 1a

1b

2a

2b

3a

3b

4a

Ausgänge bzw. Anschlüsse für

die Signalisierung

C

4b

5a

5b

6a

6b

7a

7b

8a

8b

Diese Klemmen werden mit den gleichnamigen

Klemmen des Smart Relais Typ

SREL.ADV verbunden.

Potentialfreie Ausgänge (Schließer), die je

nach Transponderberechtigung geschaltet

werden.

Je nach Konfiguration

Entweder: Potentialfreie Ausgänge

(Schließer), die je nach Transponderberechtigung

geschaltet werden.

Oder: Potentialfrei Anschlüsse, die bei

Betätigung des zugeordneten Ausganges

ein Wechselsignal erzeugen.

Zuordnung:

1 � 5

2 � 6

3 � 7

4 � 8

Masse Anschluss für Ground vom Netzteil

Plus + Anschluss für +12VDC

Spule des AUX Relais A-

A+

Kontakte des AUX Relais K1

K2

Um das AUX Relais zu schalten, muss

diese Spule mit 12VDC versorgt werden.

Potentialfreie Ausgänge (Schließer) des

AUX Relais.

Als Kabeltyp sollte immer IY(ST)Y oder besser gewählt werden.


Seite 9

Smart Output Modul

7.0 Anschluss an das Smart Relais

+/~

-/~

I-|I+| A | B | C |4a|4b|3a|3b|2a|2b|1a|1b

Out|

C

A

B

+V

F3

F2

F1BN

WH

GN

GY

YL

|A-|K1|A+| +|K2|8a|8b|7a|7b|6a|6b|5a|5b

Netzteil

+

-


Seite 10

Smart Output Modul

7.1 Standard Anschluss des Netzteils

I-|I+| B | A | C |4a|4b|3a|3b|2a|2b|1a|1b

Out|

|A-|K1|A+| +|K2|8a|8b|7a|7b|6a|6b|5a|5b

Netzteil

7.2 Anschluss einer Notfreischaltung von einer Brandmeldeanlage

Wenn das Relais der Brandmeldeanlage öffnet, wird die Versorgungsspannung des

Smart Output Moduls unterbunden und damit die Ausgänge 1 bis 8 geschlossen.

Brandmeldeanlage

Öffner

Out|

I-|I+| B | A | C |4a|4b|3a|3b|2a|2b|1a|1b

|A-|K1|A+| +|K2|8a|8b|7a|7b|6a|6b|5a|5b

Hier bitte die

mitgelieferten

Brücken stecken

+

-

Netzteil

+

12 VDC

-


Seite 11

Smart Output Modul

7.3 Beschaltung, um bei Ausfall der Spannungsversorgung eine Öffnung

zu vermeiden

Bei Unterschreitung des Spannungsversorgungsbereichs wird die Aktorversorgung

über das AUX Relais unterbrochen. Dabei wird der Schaltausgang (OUT) benutzt.

Out|

I-|I+| B | A | C |4a|4b|3a|3b|2a|2b|1a|1b

|A-|K1|A+| +|K2|8a|8b|7a|7b|6a|6b|5a|5b

Hier bitte eine der

mitgelieferten

Brücken stecken

Aktor

+

-

Netzteil

+

12 VDC

-


Seite 12

Smart Output Modul

7.4 Beschaltung der Ausgänge für die Option Signalisierung

Die jeweils gegenüberliegenden Ausgänge:

1 und 5, 2 und 6, 3 und 7, 4 und 8 arbeiten zusammen. Wenn im Modul der niedrigere

Ausgang geschaltet wird, blinkt der jeweils zugeordnete Ausgang.

Out|

I-|I+| B | A | C |4a|4b|3a|3b|2a|2b|1a|1b

|A-|K1|A+| +|K2|8a|8b|7a|7b|6a|6b|5a|5b

Beleuchteter Taster

Netzteil

+

12 VDC

-

Steuerung

Input a

Input b


Seite 13

Smart Output Modul

8.0 Programmierung und Konfiguration

8.1 Allgemeines

Zur Programmierung das Smart Output Modul mit einem Smart Relais Typ

SREL.ADV verbinden. Sowohl das Smart Relais als auch das Smart Output Modul

mit Spannung versorgen und das Programmiergerät in die Nähe des Smart Relais

halten. Das Smart Output Modul selber kann nicht mit dem Config Device kommunizieren.

8.2 Anzahl der Module eintragen

Unter der Konfiguration des Smart Relais ist die Anzahl der angeschlossenen Smart

Output Module einzutragen. Der größtmögliche Wert hierfür sind 16 Module. Automatisch

werden dann für jeden Ausgang eines Modules Schließungen im Schließplan

angelegt.

8.3 Adresse der Module einstellen

Jedes angeschlossene Modul wird vom Smart Relais über seine Adresse angesprochen.

Diese Adresse wird über den Adressschalter im Smart Output Modul eingestellt.

Folgende Adressen sind zulässig:

Modul Adresse

Modul 1 0 (Grundeinstellung werksseitig)

Modul 2 1

Modul 3 2

Modul 4 3

Modul 5 4

Modul 6 5

Modul 7 6

Modul 8 7

Modul 9 8

Modul 10 9

Modul 11 A

Modul 12 B

Modul 13 C

Modul 14 D

Modul 15 E

Modul 16 F


Seite 14

8.4 Die Pulslänge einstellen

Smart Output Modul

Die Module erscheinen als Schließungstyp „Erweiterungsmodul“ im Schließplan. Für

jedes Modul kann in der Konfiguration eine Pulslänge von 0,1 bis 25,5 Sekunden eingestellt

werden. Diese gilt dann für alle Ausgänge des Moduls.

8.5 Signalisierung wählen

Die Signalisierung ist eine Sonderfunktion, bei der jeweils zwei Ausgänge eines Moduls

miteinander arbeiten. Der erste Ausgang reagiert ganz normal, abhängig von

einer Transponderbetätigung, der zugeordnete Ausgang erzeugt gleichzeitig ein

Wechselsignal. Diese Option kann gewählt werden, wenn zum Beispiel bei der Ansteuerung

eines Aufzugs die frei geschalteten Tasten blinken sollen.

Achtung: Wenn diese Option gewählt wird, verringert sich die Anzahl der über

eine Berechtigung zu schaltenden Ausgänge von acht auf vier.

Zuordnung der Ausgänge für die Signalisierung:

1 � 5

2 � 6

3 � 7

4 � 8

8.6 Automatische Namensgebung in der Software

Beim Anlegen der Module in der SimonsVoss Software vergibt diese automatisch Bezeichnungen

für die Module. Dabei wird folgende Konvention verwendet:

NAME DES SMART RELAIS – MOD0 – OUT1

(z.B. Aufzug1-MOD0-OUT4)

8.7 Invertieren der Ausgänge

Moduladresse:

0 bis F

Ausgangsnummer:

1 bis 8

Mit dieser Option kann das Schaltverhalten der Ausgänge invertiert werden. Bei fehlender

Versorgungsspannung sind immer alle Ausgangsrelais geschlossen.


Seite 15

9.0 Bedeutung der LEDs

9.1 LEDs für jeden Ausgang

Smart Output Modul

Jeder der 8 Ausgänge hat eine zugeordnete LED. Diese zeigt den Zustand des Ausgangs

an.

9.2 Zustands LED

Grün � Ausgang geschlossen

Aus � Ausgang offen

Zusätzlich gibt es eine dreifarbige LED, welche den Zustand des Smart Output

Modules anzeigt:

� Grün aufleuchtend alle 5 Sekunden � Kommunikation zum

Smart Relais OK

� Rot aufleuchtend alle 10 Sekunden � Kommunikation zum Smart

Relais gestört (z.B. die Busleitung

ist durch Kommunikation mit

anderen Modulen belegt)

� Grün/Rot blinkend � Kommunikation zum Smart

Relais findet im Moment statt

� Rot blinkend � Die Versorgungsspannung ist

zu niedrig


Seite 16

10.0 Technische Daten

Smart Output Modul

Gehäuse aus Kunststoff mit Klarsichthaube

für Hutschienenmontage.

Gewicht

Schutzart

Abmessungen: LxBxH 75 x 75 x 53 mm

Ca. 170 g (ohne Verpackung)

Umgebungstemperatur Betrieb: 0 – 60°C

Lagerung: 0 – 70°C

IP 20 (nicht für den Außeneinsatz getestet)

Luftfeuchtigkeit


VdS-Blockschlossfunktion 3066

Errichteranleitung

Stand: September 2003


Inhaltsverzeichnis

VdS-Blockschlossfunktion 3066

Errichteranleitung

1.0 Funktionsbeschreibung................................................................4

1.1 Allgemein ............................................................................................. 4

1.2 Sicherheitshinweise............................................................................ 6

2.0 Einbauanleitung ............................................................................7

2.1 Allgemeine Hinweise zur Installation der Komponenten ................. 7

2.2 Installation der Deaktivierungseinheit (DA) ...................................... 8

2.2.1 Testen der Deaktivierungseinheit (DA): ............................................ 9

2.2.2 Anschluss von Stromversorgung, Riegelkontaktauswertung

und Sabotagekontakten:..................................................................... 9

2.2.3 Anschluss von Deaktivierungsanforderung und

Deaktivierungsquittung .................................................................... 10

2.3 Installation der Scharfschaltmastereinheit (SSM) .......................... 10

2.3.1 Testen der Scharfschaltmastereinheit (SSM): ................................ 11

2.3.2 Anschluss von Stromversorgung, Schaltkontakten und

Sabotagekontakten: .......................................................................... 12

2.3.3 Anschluss von Deaktivierungsanforderung, Deaktivierungquittung

und Scharfschaltanforderung ........................................... 13

2.4 Installation der Scharfschaltslaveeinheit (SSS).............................. 13

2.4.1 Testen der Scharfschaltslaveeinheit (SSS

2.4.2 Anschluss von Stromversorgung, Sabotagekontakten und

lokaler Scharfschaltunterdrückung: ................................................ 15


Inhaltsverzeichnis

VdS-Blockschlossfunktion 3066

Errichteranleitung

2.4.3 Anschluss von Deaktivierungsquittung und Scharfschaltanforderung

....................................................................................... 15

2.5 Verdrahtung der Blockschlosskomponenten ................................. 15

2.6 Funktionsprinzipien .......................................................................... 16

3.0 Programmierung .........................................................................20

3.1 Programmierung der Scharfschalteinheiten (SSM und SSS) ........ 20

3.2 Programmierung der Deaktivierungseinheiten (DA) ...................... 22

4.0 Montage .......................................................................................24

4.1 Montage der Deaktivierungseinheit................................................. 24

4.2 Montage der Scharfschalteinheit (SSM und SSS) .......................... 25

4.3 VdS-konforme Montage der Scharfschalteinheit

(SSM und SSS) .................................................................................. 26

5.0 Sonderversionen der Blockschloss-Funktion 3066.................28

5.1 Betrieb der Scharfschalteinheit ohne Deaktivierungseinheit.................................................................................................

28

5.2 Betrieb der Deaktivierungseinheit ohne Scharfschalteinheit.................................................................................................

28

6.0 Technische Daten........................................................................29


Seite 4

1.0 Funktionsbeschreibung

1.1 Allgemein

VdS-Blockschlossfunktion 3066

Errichteranleitung

In Alarm gesicherten Objekten muss verhindert werden, dass bei extern scharf geschalteter

Alarmanlage (Einbruchmeldeanlage, EMA) der gesicherte Bereich versehentlich

betreten und damit ein Fehlalarm ausgelöst wird. Dies lässt sich mit der

Blockschlossfunktion 3066 realisieren und zwar ohne aufwändige Arbeiten an Tür

oder Türrahmen.

Folgende Komponenten werden dafür benötigt:

1. Scharfschalteinheit(en) (SSM und SSS)

Sie dient/dienen zum Schalten der Alarmanlage. Für das externe Schärfen und

Entschärfen wird wenigstens eine Scharfschalteinheit (SE) benötigt. Soll von

mehreren Orten aus scharf/unscharf geschaltet werden können, so benötigt man

entsprechend viele Scharfschalteinheiten. Im Schließplan werden per Mausklick

die Berechtigungen zum Ein- und Ausschalten der Alarmanlage erteilt.

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen der Scharfschaltmastereinheit (SSM)

und den Scharfschaltslaveeinheiten (SSS). Die SSSs werden nur benötigt, wenn

von mehr als einem Ort aus scharf/unscharf geschaltet werden soll. Grundsätzlich

ist es die SSM, die die Alarmanlage per potenzialfreiem Kontakt extern

scharf/unscharf schaltet. SSSs schicken nur entsprechende Anforderungen an

die SSM. Mit separat an den Intern-Scharf-Anschluss der Einbruchmeldezentrale

(EMZ) angeschlossenen SSSs kann auch intern geschärft werden.

2. Deaktivierungseinheiten (DA)

Sie werden neben den Türen des Sicherungsbereiches installiert (und zwar in

unmittelbarer Nähe zum digitalen Schließzylinder) und bewirken, dass bei extern

scharf geschalteter Alarmanlage diese Türen auch mit einem berechtigten Transponder

nicht versehentlich geöffnet werden können. So werden Fehlalarme sicher

vermieden.


Seite 5

VdS-Blockschlossfunktion 3066

Errichteranleitung

Einschalten der Alarmanlage (Einbruchmeldeanlage, EMA)

Der Schaltberechtigte betätigt zweimal kurz hintereinander (innerhalb von 2 Sekunden)

seinen Transponder in der Nähe einer Scharfschalteinheit. Diese sendet ein Signal

an alle vorhandenen Deaktivierungseinheiten. Falls an die Deaktivierungseinheiten

Riegelkontakte angeschlossen sind, überprüfen die DA zunächst, ob die Türen

korrekt verriegelt sind. Erst wenn dies der Fall ist, werden die digitalen Schließzylinder

bzw. Smart Relais deaktiviert, so dass ein Betreten des Sicherungsbereiches

nicht mehr möglich ist. Erst nach erfolgreicher Deaktivierung aller Schließungen bekommt

die Scharfschalteinheit eine positive Quittung und schaltet über einen potenzialfreien

Kontakt die Alarmanlage extern scharf (Zwangsläufigkeit). Die Leuchtdioden

der Scharfschalteinheiten signalisieren dies durch ein 2,5 Sekunden langes Aufleuchten.

Die Leuchtdiode(n) der Deaktivierungseinheit(en) erlöschen. Die erfolgte Scharfschaltung

wird durch die EMA akustisch – z.B. an der Scharfschalteinheit – angezeigt.

Ausschalten der Alarmanlage

Der Schaltberechtigte betätigt erneut zweimal kurz hintereinander seinen Transponder

im Sendebereich der Scharfschalteinheit. Die Deaktivierungseinheiten signalisieren

dies den digitalen Schließzylindern bzw. den digitalen Smart Relais. Das erfolgreiche

Unscharfschalten wird optisch durch die LEDs der Scharfschalteinheiten signalisiert

– durch einmal kurz-lang blinken. Die LEDs der Deaktivierungseinheit(en)

leuchten wieder. (Die LEDs der Deaktivierungseinheiten dienen nur Testzwecken, sie

sollten nicht herausgeführt werden). Die Türen können nun mit allen berechtigten

Transpondern wieder begangen werden.

☺ Durch einfaches Klicken des Transpondertasters im Sendebereich von

Scharfschalteinheiten kann der Scharfschaltzustand der Alarmanlage abgefragt

werden, wenn die LEDs der Scharfschalteinheiten herausgeführt wurden.

1 x kurz-lang Blinken bedeutet „unscharf“

1 x lang (2,5 Sekunden) Blinken bedeutet „scharf“

Aktivierungstransponder

Für den Notfall können Sie mit der Schließplan-Software einen Transponder programmieren,

der die Deaktivierung der Schließzylinder aufhebt, so dass die Türen mit

einem berechtigten Transponder geöffnet werden können. Die Alarmanlage bleibt jedoch

extern scharf geschaltet und der Alarm wird ausgelöst.


Seite 6

VdS-Blockschlossfunktion 3066

Errichteranleitung

Zeitzonensteuerung und Zutrittsprotokollierung

Die Scharfschalteinheiten (Master und Slaves) können Scharf/Unscharfschaltungen

protokollieren (Zutrittsprotokollierung), ferner können Zeitschlitze definiert werden, wo

Scharf/Unscharfschaltungen erlaubt sind (Zeitzonensteuerung):

Zutrittsprotokollierung Die Scharfschalteinheit speichert die letzten 128 Scharf/

Unscharfschaltungen mit Datum, Uhrzeit und dem Benutzernamen

des Transponders. Mit dem Programmiergerät

oder über das Netzwerk können die Daten ausgelesen

werden.

Zeitzonensteuerung Sie können Scharfschalteinheiten so programmieren,

dass berechtigte Transponder die Alarmanlage nur zu

bestimmten Zeiten schalten können.

Vgl. dazu die Bedienungsanleitung Software im Bereich Zeitzonenverwaltung.

1.2 Sicherheitshinweise

� Lesen Sie die Einbauanleitung sorgfältig und vollständig durch, bevor Sie die

Blockschlosskomponenten installieren und in Betrieb nehmen. Sie erhalten

wichtige Hinweise zur Montage, Programmierung und Bedienung.

� Die Komponenten sind nach dem neuesten Stand der Technik gebaut. Benutzen

Sie sie nur bestimmungsgemäß und in technisch einwandfreiem und ordnungsgemäß

eingebautem Zustand gemäß den technischen Daten.

� Der Hersteller haftet nicht für Schäden, die durch einen bestimmungswidrigen

Gebrauch verursacht werden.

� Bewahren Sie die produktbegleitende Dokumentation und anlagenspezifische

Notizen an einem sicheren Ort auf.

� Installation, Programmierung sowie Reparaturarbeiten dürfen nur durch geschultes

Fachpersonal durchgeführt werden.

� Löt- und Anschlussarbeiten innerhalb der gesamten Anlage, sind nur im

spannungslosen Zustand vorzunehmen.

� Lötarbeiten dürfen nur mit einem temperaturgeregelten, vom Netz galvanisch

getrennten Lötkolben vorgenommen werden.

� VDE-Sicherheitsvorschriften sowie Vorschriften des örtlichen EVU beachten.

� Die Komponenten nicht in explosionsgefährdeten Räumen oder in Räumen

mit Metall oder Kunststoff zersetzenden Dämpfen einsetzten.

� Die DIN-Normen sowie die Richtlinien der VdS-Klasse C sind einzuhalten.


Seite 7

2.0 Einbauanleitung

VdS-Blockschlossfunktion 3066

Errichteranleitung

2.1 Allgemeine Hinweise zur Installation der Komponenten

Der Einbau erfolgt immer im geschützten Bereich, z.B. im Innenbereich hinter der

Tür, hinter Mauerwerk, etc. Es gibt jedoch Materialien, wie z.B. Edelstahl oder Aluminium,

die die Reichweite erheblich vermindern können. Ebenso können magnetische

Störquellen, die sich in der Nähe der Scharfschalteinheit oder der Deaktivierungseinheit

befinden, die Reichweite sehr stark reduzieren. Bitte beachten Sie beim Anschluss

die technischen Daten der Scharfschalteinheit und des Relais (vgl. Kapitel 6).

Eine Unter- bzw. Überschreitung dieser Werte kann zu einer Funktionsbeeinträchtigung

oder Zerstörung von Komponenten führen. Achten Sie unbedingt auf die richtige

Polung. Die Komponenten (Deaktivierungs- und Scharfschalteinheit) können

Aufputz mit zwei Senkkopfschrauben 3,5 mm x 30 mm und zwei Dübeln S5 (nicht im

Lieferumfang enthalten) an der Wand befestigt werden.

Die zwei beiliegenden VdS-Aufkleber gewährleisten eine bleibende Kennung beim

unbefugten Öffnen des Gehäuses (Plombierung der Deckelschrauben).

Programmierung der Komponenten

Vor der Installation werden die Blockschlosskomponenten und die dazugehörigen

Schließungen programmiert. Dabei bitte folgende Punkte berücksichtigen:

• Scharfschalteinheiten, Deaktivierungseinheiten und Schließzylinder sind im

gleichen Schließplan zu programmieren.

• Bei den Blockschlosskomponenten ist als Typ Steuereinheit anzuwählen.

• Während der Programmierung jeweils nur eine Komponente mit Spannung

versorgen, Leitungen nicht miteinander verbinden.

• Nach der Programmierung sind die Komponenten auszulesen und zu überprüfen,

ob diese sich korrekt melden.

Nähere Informationen erhalten Sie in Kapitel 3.

Installation der Schließung, die mittels Blockschloss deaktiviert werden soll

Installieren Sie die digitale Schließung (Smart Relais oder Schließzylinder), die mittels

Blockschloss-Funktion deaktiviert werden soll. Achten Sie auf die Einbaurichtlinien.

Diese finden Sie in den jeweiligen Rubriken des Systemhandbuchs.


Seite 8

VdS-Blockschlossfunktion 3066

Errichteranleitung

2.2 Installation der Deaktivierungseinheit (DA)

Belegung der Lötösen:

+ 8...16V

Masse

+LED

- LED

C

NC

N0

SAB0

SAB0

SAB0

SAB0

1 Versorgungsspannung Pluspol

2 Versorgungsspannung Minuspol (Masse)

3 + 4 Anschluss für LED (5 Volt) im Außenbereich

5 - 7 entfallen

8 - 11 Sabotagekontakte

12 Optionaler Riegelüberwachungskontakt zur Scharfschaltunterdrückung

13 Deaktivierungsanforderung (Input)

14 Deaktivierungsquittung (Output)

15 Masse (identisch mit Lötöse 2)

29 Akustische Quittierung EMZ (nicht für DA)

30 Lötstützpunkt für Kabelschirm

Setzen der Jumper:

Jumper B1 kann beliebig stecken

Jumper B2 ist gesteckt für maximal Sendereichweite

Jumper B3 ist nicht gesteckt


Seite 9

VdS-Blockschlossfunktion 3066

Errichteranleitung

2.2.1 Testen der Deaktivierungseinheit (DA):

Schließen Sie dazu die Deaktivierungseinheit an eine 9-Volt Blockbatterie an. Achten

Sie auf die richtige Polung. Positionieren Sie die Deaktivierungseinheit im Funkbereich

der digitalen Schließung:

Deaktivierungseinheit � Digitaler Schließzylinder maximal 40 cm

Deaktivierungseinheit � Digitales Smart Relais minimal 20 cm, maximal 1 m

� Die Reichweiten sind von baulichen Gegebenheiten abhängig und variieren

dementsprechend.

Stellen Sie sicher, dass sowohl Deaktivierungseinheit als auch Zylinder korrekt programmiert

sind (vgl. Kapitel 3). Verbinden Sie dann die Lötösen 13 und 15 (Masse)

miteinander. Der Zylinder bzw. das Smart Relais wird deaktiviert (Signalton beim Zylinder)

und die LED der Deaktivierungseinheit erlischt, der Zylinder reagiert nicht

mehr auf Transponder. Beim Lösen der Verbindung erfolgt die Aktivierung des Zylinders

bzw. des Smart Relais. Die LED leuchtet wieder. Wiederholen Sie die Tests

mehrmals, bis eine einwandfreie Funkverbindung vorhanden ist.

☺ Durch den Einsatz von Schließzylindern FH-Version (mit Kunststoffinnenknauf)

kann die Reichweite zwischen Zylinder und Deaktivierungseinheit erhöht

werden.

Nach erfolgreichem Test der Deaktivierungseinheit können Sie die eigentliche Festinstallation

durchführen.

2.2.2 Anschluss von Stromversorgung, Riegelkontaktauswertung und

Sabotagekontakten:

• Stromversorgung

Schließen Sie an Lötöse 1 den Pluspol einer Gleichspannung zwischen +8 .. +16V

(empfohlen: +12V) an. Beachten Sie bitte, dass die Spannung einen Wert von +16V

auf keinen Fall überschreiten darf. Schließen Sie an Lötöse 2 die Masse an.

• Optionale Riegelkontaktauswertung (globale Scharfschaltunterdrückung)

Soll die Alarmanlage erst dann scharf geschaltet werden, wenn alle Türen des

Sicherheitsbereiches verschlossen sind, d.h. die Riegel der Schlösser ausgefahren

sind, so kann der Riegelschaltkontakt an den Lötösen 12 und 15 angeschlossen werden.

Der Riegelkontakt muss ein potenzialfreier Öffner sein.

☺ Bei fehlendem Riegelkontakt (nicht VdS) kann natürlich nicht überprüft werden,

ob alle Türen verriegelt sind, d.h. die Alarmanlage kann auch dann scharf

geschaltet werden, wenn nicht alle Türen verriegelt sind, auf jeden Fall müssen

aber alle Zylinder erfolgreich deaktiviert worden sein. Die Lötösen 12 und

15 werden bei fehlendem Riegelkontakt einfach nicht angeschlossen.


Seite 10

VdS-Blockschlossfunktion 3066

Errichteranleitung

Testen Sie nach Anschluss des Riegelschaltkontaktes erneut die Blockschloss-

Funktion. Versuchen Sie, auch bei nicht ausgefahrenem Riegel den Schließzylinder

bzw. das Smart Relais zu deaktivieren.

• Externe Leuchtdiode

An den Lötösen 3 und 4 können Sie eine externe Leuchtdiode anschließen, damit Sie

im Außenbereich eine optische Anzeige erhalten, ob der Zylinder bzw. das Smart Relais

sich im aktivierten oder im deaktivierten Zustand befindet. Maximale Leitungslänge:

10 m.

• Schaltkontakte (entfallen)

Die Lötösen 5 bis 7 werden bei der Deaktivierungseinheit nicht benötigt.

• Sabotagekontakte

Diese schließen Sie an den Lötösen 8 bis 11 an. An die Lötstifte X27 und X28 (vgl.

Zeichnung) wird der Widerstand Rs (Abschlusswiderstand oder Kurzschluss) gelötet.

Falls vorhanden installieren Sie die anderen Deaktivierungseinheiten nach dem gleichen

Schema.

2.2.3 Anschluss von Deaktivierungsanforderung und Deaktivierungsquittung

Vgl. Kapitel 2.5

2.3 Installation der Scharfschaltmastereinheit (SSM)

+ 8..16 V

Masse

+LED

- LED

C

NC

N0

SAB0

SAB0

SAB0

SAB0


Seite 11

Belegung der Lötösen:

VdS-Blockschlossfunktion 3066

Errichteranleitung

1 Versorgungsspannung Pluspol

2 Versorgungsspannung Minuspol (Masse)

3 + 4 Anschluss für LED (5 Volt) im Außenbereich

5 - 7 Potenzialfreier Wechselkontakt zum Schalten der Alarmanlage

8 - 11 Sabotagekontakte

12 Scharfschaltanforderung von Scharfschaltslaves SSSs (optional)

13 Deaktivierungsquittung (Input) → Scharfschaltunterdrückung bei Anlegen

von Masse

14 Deaktivierungsanforderung (Output)

15 Masse (identisch mit Lötöse 2)

29 Akustische Schärfungs-Quittierung durch EMZ (nicht für DA)

30 Lötstützpunkt für Kabelschirm

Setzen der Jumper:

Jumper verbindet rechten und mittleren Kontakt von B1:

⇒ Akustische Quittierung nach Scharfschaltfreigabe durch Scharfschalteinheit.

Jumper verbindet linken und mittleren Kontakt von B1:

⇒ Akustische Quittierung nach endgültiger Scharfschaltung erfolgt durch die

EMZ (dies ist die VdS-konforme Konfiguration).

Für die akustische Quittierung muss die EMZ Pin 29 auf Masse ziehen.

Jumper B2 ist gesteckt:

⇒ Sendereichweite ist maximal. Für VdS gerechte Montage muss dann aber für

die Außen/Innen-Unterscheidung mit externem Taster gearbeitet werden.

(vgl. 4.3 VdS-konforme Montage der Scharfschalteinheit).

⇒ Bei der VdS-konformen Montage wird die Reichweite der Antennenauslagerung

allein durch die Verwendung der Aluminium-Hülse in korrekter Weise reduziert.

(vgl. 4.3 VdS-konforme Montage der Scharfschalteinheit).

Die Scharfschalteinheit ist so zu installieren, dass der Abstand ihrer Antenne zu anderen

digitalen Komponenten mindestens 1 m beträgt.

2.3.1 Testen der Scharfschaltmastereinheit (SSM):

Legen Sie vor der Festinstallation eine Spannung an den Kontakten 1 und 2 der

Scharfschalteinheit an (z.B. 9V Blockbatterie). Achten Sie dabei auf die richtige Polarität.

Alle übrigen Kontakte bleiben für diesen Test noch unbeschaltet.

Transponder � Scharfschaltmastereinheit 1 cm bis maximal 3 cm

� Das ist die stark reduzierte Reichweite bei über die Antennenauslagerung aufgesteckter

Abschirmhülse (vgl. Kapitel 4.3).


Seite 12

VdS-Blockschlossfunktion 3066

Errichteranleitung

Stellen Sie sicher, dass alle Komponenten korrekt programmiert sind (vgl. Kapitel 3).

Jumper B1 wird rechts gesteckt. Testen Sie anschließend, ob das Relais der Scharfschalteinheit

schaltet (Lötösen 5 und 7). Dazu betätigen Sie den Transponder zweimal

kurz hintereinander (im Abstand von 0,5 .. 2 Sekunden).

Ein akustisches Signal gibt Aufschluss über den Schaltzustand der Alarmanlage. Ein

2,5 Sekunden langer Dauerton signalisiert, dass der Scharfschaltkontakt geschlossen

wurde ist, ein zweifacher Signalton (kurz – lang) bedeutet, dass der Scharfschaltkontakt

wieder offen ist (unscharf).

Anschließend muss die akustische Schärfungsquittierung auf EMZ-Betrieb umgestellt

(Jumper B1 links gesteckt) und mittels Schärfungsversuch getestet werden. Nach erfolgreichem

Test der Scharfschaltmastereinheit können Sie die eigentliche Festinstallation

durchführen.

2.3.2 Anschluss von Stromversorgung, Schaltkontakten und Sabotagekontakten:

• Stromversorgung

Schließen Sie an Lötöse 1 den Pluspol einer Gleichspannung zwischen +8 .. +16V

(empfohlen: +12V) an. Beachten Sie bitte, dass die Spannung einen Wert von +16V

auf keinen Fall überschreiten darf. Schließen Sie an Lötöse 2 die Masse an.

• Externe Leuchtdiode

An den Lötösen 3 und 4 können Sie für optische Rückmeldungen eine externe

Leuchtdiode anschließen. Bei erfolgreicher Transponderbetätigung blinkt die LED.

Maximale Leitungslänge: 10 m.

• Schaltkontakte

Schließen Sie diese an die Alarmanlage an. Die Lötöse 5 ist der gemeinsame Kontakt

(C – Common), 6 der Öffner (NC – Normally Close) und 7 der Schließer (NO – Normally

Open). Die Verdrahtung und die Werte für den/die Abschlusswiderstände sind

der Errichteranleitung der EMA zu entnehmen.

Rx : Drahtbrücke; Ry : Drahtbrücke; Rz: Abschlusswiderstand

• Sabotagekontakte

Diese schließen Sie an den Lötösen 8 bis 11 an. An die Lötstifte X27 und X28 (vgl.

Zeichnung) wird der Widerstand Rs (Abschlusswiderstand oder Kurzschluss) gelötet.

• Globale Scharfschaltunterdrückung (optional)

Liegt über einen potenzialfreien Kontakt Masse (z.B. Pin 15 oder Pin 2) an Pin 13, so

kann keine Scharfschaltung erfolgen.


Seite 13

VdS-Blockschlossfunktion 3066

Errichteranleitung

2.3.3 Anschluss von Deaktivierungsanforderung, Deaktivierungsquittung und

Scharfschaltanforderung

Vgl. Kapitel 2.5

2.4 Installation der Scharfschaltslaveeinheit (SSS)

Belegung der Lötösen:

+ 8..16 V

Masse

+LED

- LED

C

NC

N0

SAB0

SAB0

SAB0

SAB0

1 Versorgungsspannung Pluspol

2 Versorgungsspannung Minuspol (Masse)

3 + 4 Anschluss für LED (5 Volt) im Außenbereich

5 - 7 entfallen

8 - 11 Sabotagekontakte

12 Optionale Scharfschaltunterdrückung bei Anlegen von Masse

(z.B. Riegelkontaktauswertung)

13 Deaktivierungsquittung (Input)

14 Scharfschaltanforderung an die Scharfschaltmastereinheit SSM (Output)

15 Masse (identisch mit Lötöse 2)

29 Akustische Schärfungs-Quittierung durch EMZ (nicht für DA)

30 Lötstützpunkt für Kabelschirm


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Setzen der Jumper:

VdS-Blockschlossfunktion 3066

Errichteranleitung

Jumper verbindet rechten und mittleren Kontakt von B1:

⇒ Akustische Quittierung nach Scharfschaltfreigabe durch Scharfschalteinheit.

Jumper verbindet linken und mittleren Kontakt von B1:

⇒ Akustische Quittierung nach endgültiger Scharfschaltung erfolgt durch die

EMZ. Dazu muss die EMZ den Pin 29 auf Masse ziehen (VdS-konforme

Konfiguration).

Jumper B2 ist gesteckt:

⇒ Sendereichweite ist maximal. Für VdS gerechte Montage muss dann aber für

die Außen/Innen-Unterscheidung mit externem Taster gearbeitet werden. (vgl.

Kapitel 4.3 VdS-konforme Montage der Scharfschalteinheit).

⇒ Bei der VdS-konformen Montage wird die Reichweite der Antennenauslagerung

allein durch die Verwendung der Aluminium-Hülse in korrekter Weise reduziert.

(vgl. Kapitel 4.3 VdS-konforme Montage der Scharfschalteinheit).

Die Scharfschalteinheit ist so zu installieren, dass der Abstand ihrer Antenne zu anderen

digitalen Komponenten mindestens 1 m beträgt.

2.4.1 Testen der Scharfschaltslaveeinheit (SSS):

Legen Sie vor der Festinstallation eine Spannung an den Kontakten 1 und 2 der

Scharfschalteinheit an (z.B. 9V Blockbatterie). Achten Sie dabei auf die richtige Polarität.

Alle übrigen Kontakte bleiben für diesen Test noch unbeschaltet.

Transponder � Scharfschaltslaveeinheit 1 cm bis maximal 3 cm

� Das ist die stark reduzierte Reichweite bei über die Antennenauslagerung aufgesteckter

Abschirmhülse (vgl. Kapitel 4.3).

Stellen Sie sicher, dass alle Komponenten korrekt programmiert sind (vgl. Kapitel 3).

Jumper B1 wird rechts gesteckt. Testen Sie anschließend, ob das Relais der Scharfschalteinheit

schaltet (Lötösen 5 und 7). Dazu betätigen Sie den Transponder zweimal

kurz hintereinander (im Abstand von 0,5 .. 2 Sekunden).

Abschließend muss die akustische Schärfungsquittierung auf EMZ-Betrieb umgestellt

(Jumper B1 links gesteckt) und mittels Schärfungsversuch getestet werden. Nach erfolgreichem

Test der Scharfschaltslaveeinheit können Sie die eigentliche Festinstallation

durchführen.


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VdS-Blockschlossfunktion 3066

Errichteranleitung

2.4.2 Anschluss von Stromversorgung, Sabotagekontakten und lokaler

Scharfschaltunterdrückung:

• Stromversorgung

Schließen Sie an Lötöse 1 den Pluspol einer Gleichspannung zwischen +8 .. +16V

(empfohlen: +12V) an. Beachten Sie bitte, dass die Spannung einen Wert von +16V

auf keinen Fall überschreiten darf. Schließen Sie an Lötöse 2 die Masse an.

• Externe Leuchtdiode

An den Lötösen 3 und 4 können Sie für optische Rückmeldungen eine externe

Leuchtdiode anschließen. Bei erfolgreicher Transponderbetätigung blinkt die LED.

Maximale Leitungslänge: 10 m.

• Schaltkontakte

Die Lötösen 5 bis 7 werden bei der Scharfschaltslaveeinheit nicht benötigt, es sei

denn der SSS wird zum Internschärfen verwendet. Hierzu wird der SSS von anderen

Scharfschalteinheiten getrennt verdrahtet. Die Lötösen 5 bis 7 werden an den Intern-

Scharf-Anschluss der EMZ angeschlossenen. Die Verdrahtung ist der Errichteranleitung

der EMA zu entnehmen.

• Sabotagekontakte

Diese schließen Sie an den Lötösen 8 bis 11 an. An die Lötstifte X27 und X28 (vgl.

Zeichnung) wird der Widerstand Rs (Abschlusswiderstand oder Kurzschluss) gelötet.

• Optionale lokale Scharfschaltunterdrückung

Falls eine Scharfschaltunterdrückung gewünscht ist, so wird ein potenzialfreier Kontakt

zwischen die Lötösen 12 und 15 geschaltet. Ist der Kontakt geschlossen, so kann

lokal (von diesem SSS aus) nicht scharf/unscharf geschaltet werden. Das Scharfschaltverhalten

anderer Scharfschalteinheiten bleibt unberührt.

2.4.3 Anschluss von Deaktivierungsquittung und Scharfschaltanforderung

Vgl. Kapitel 2.5

2.5 Verdrahtung der Blockschlosskomponenten

Wir empfehlen, folgende Leitungstypen zu benutzen: J-Y(ST)Y 6- oder 8-polig

Ø 0,6 mm. Der Durchmesser sollte der Leitungslänge angeglichen werden, so dass

die Mindestspannung von +8 Volt bei den Komponenten nie unterschritten wird

(Spannungsabfall an der Leitung).

ACHTUNG: Längere Leitungen sollten immer geschirmt sein.


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VdS-Blockschlossfunktion 3066

Errichteranleitung

Verbinden Sie die Deaktivierungsanforderung, Deaktivierungsquittung und Scharfschaltanforderung

entsprechend der Zeichnung unten miteinander.

Schließen Sie außerdem überall die Spannungsversorgung an (Pins 1 und 2, wobei

1 an Plus und 2 an Masse liegt). Achten Sie auf richtige Polarität. Messen Sie anschließend

an allen Einheiten die Spannung und vergewissern Sie sich, dass die

Spannung nirgends einen Wert von +8V unterschreitet oder +16V überschreitet.

Deaktivierungsquittung

Pin 14 Pin 14 Pin 14

Pin 14 Pins 5,7

Pin 14

Pin 14

Pin 13

Pin 13

Deaktivierungsanforderung

Pin 13

DA SSM SSS

Deaktivierungsanforderung Lötpin 13 Lötpin 14 -

Deaktivierungsquittung Lötpin 14 Lötpin 13 Lötpin 13

Scharfschaltanforderung - Lötpin 12 Lötpin 14

Scharfschaltunterdrückung Lötpin 12 - Lötpin 12

Spannungsversorgung Plus Lötpin 1 Lötpin 1 Lötpin 1

Spannungsversorgung Masse Lötpin 2 Lötpin 2 Lötpin 2

2.6 Funktionsprinzipien

(Optional, Siehe 2.6.6)

EMZ

DA = Deaktivierungseinheit

SSM = Scharfschaltmaster

SSS = Scharfschaltslave

Scharfschaltanforderung

DA DA DA SSM SSS SSS

Pin 13 Pin 13

Pin 13

1. Eine DA deaktiviert einen benachbarten Zylinder, wenn die Deaktivierungsanforderungsleitung

(Pin 13) vom SSM oder von der EMZ auf Massepotenzial

gezogen wird.

2. Eine DA reaktiviert einen benachbarten Zylinder, sobald die Deaktivierungsanforderungsleitung

(Pin 13) hochohmig ist, d.h. sowohl der Ausgang vom SSM

(Pin 14) als auch der entsprechende Ausgang der EMZ müssen beide hochohmig

sein.

3. Eine DA zieht die Deaktivierungsquittungsleitung (Pin 14) auf Masse, solange

ihr benachbarter Schließzylinder aktiviert ist, oder solange der Riegelüberwachungseingang

(Pin 12) an Masse liegt. Ein Riegelkontakt muss daher ein

Öffner zwischen Masse und Pin 12 sein, der dann öffnet, wenn der Riegel

vorgeschoben wird.


Seite 17

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Errichteranleitung

4. Die Deaktivierungsquittungsleitung geht also erst dann auf hochohmig, wenn

alle Deaktivierungseinheiten ihren benachbarten Zylinder erfolgreich deaktiviert

haben und bei Riegelkontaktauswertung alle Riegel vorgeschoben sind.

5. Ein SSM zieht nach Transponderbetätigung durch Scharfschaltberechtigten

die Deaktivierungsanforderungsleitung (Pin 14) auf Massepotenzial.

Dadurch beginnen alle DAs, ihren Zylinder zu deaktivieren.

Bekommt der SSM nach spätestens 10 Sekunden eine positve Deaktivierungsquittung

(Deaktivierungsquittungsleitung wird hochohmig), so wird ein

potenzialfreier Kontakt zwischen Pin 5 und Pin 7 geschlossen. Damit kann die

EMZ aufgefordert werden, scharf zu schalten.

6. Bei erneuter Transponderbetätigung durch Scharfschaltberechtigten wird der

potenzialfreie Kontakt zwischen Pins 5 und 7 sofort getrennt, damit wird die

EMZ aufgefordert, unscharf zu schalten.

Anschließend wird die Deaktivierungsanforderungsleitung (Pin 14) hochohmig

gesetzt. Die DAs beginnen dann zu reaktivieren, es sei denn, die EMZ zieht

die Deaktivierungsanforderungsleitung weiterhin auf Massepotenzial, um so

ein Reaktivieren der Zylinder zu verhindern (z.B. solange noch nicht endgültig

unscharf geschaltet ist).

7. Alternativ zu einer Transponderbetätigung am SSM können die Scharfschaltslaves

(nach Transponderbetätigung durch Scharfschaltberechtigten am SSS)

durch einen Impuls „hochohmig – Massepotenzial – hochohmig“ auf die

Scharfschaltanforderungsleitung (Pin 14) einen Schärfungsvorgang bzw. einen

Entschärfungsvorgang auslösen.


Seite 18

VdS-Blockschlossfunktion 3066

Errichteranleitung

Anschlussplan (Beispiel mit einem SSM und 2 DAs)

SSM

DA1 DA2

EMZ

1


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Errichteranleitung

Führen Sie nach Abschluss der Installationsarbeiten einen Funktionstest durch.

Betätigen Sie dazu zweimal kurz hintereinander einen berechtigten Transponder in

der Nähe der Scharfschalteinheit. Die Leuchtdioden der Scharfschalteinheit und der

Deaktivierungseinheit(en) werden verlöschen und Sie erhalten das akustische Quittierungssignal

von der EMZ oder (falls Jumper B1 rechts gesteckt ist) das 2,5 Sekunden

anhaltende Signal von der Scharfschalteinheit), dass die Alarmanlage scharf

geschalten ist.

Kontrollieren Sie, ob die Zylinder bzw. die Smart Relais deaktiviert sind.

Betätigen Sie erneut zweimal den Transponder in der Nähe der Scharfschalteinheit.

Diese signalisiert das Aktivieren der Schließungen nur optisch mittels LED – durch

einmal kurz-lang blinken oder (falls Jumper B1 rechts gesteckt ist) durch zweifachen

Signalton von der Scharfschalteinheit. Die LEDs der Deaktivierungseinheiten leuchten

wieder.

Der Schließzylinder bzw. das Smart Relais ist nun aktiviert, und kann durch einmalige

Betätigung eines berechtigten Transponders geschalten werden.

Bitte stellen Sie die akustische Schärfungsquittierung auf EMZ-Betrieb um (Jumper

B1 links gesteckt), falls noch nicht geschehen.

Testen Sie mehrfach die Blockschloss-Funktion.


Seite 20

3.0 Programmierung

VdS-Blockschlossfunktion 3066

Errichteranleitung

3.1 Programmierung der Scharfschalteinheiten (SSM und SSS)

Möchten Sie die Blockschlosskomponenten nachträglich hinzufügen, so öffnen Sie

Ihren Schließplan mittels des Passwortes. Andernfalls legen Sie einen neuen

Schließplan an.

Klicken Sie auf die Schließung, über der Sie eine Scharfschalteinheit einfügen möchten.

Betätigen Sie Neu � Schließung. Vergeben Sie anschließend eine Bezeichnung

für die Scharfschalteinheit:

� z.B. Alarmanlage

Wählen Sie in dem Feld Typ Steuereinheit an. Klicken Sie auf OK & Beenden

oder OK & Weiter, wenn Sie weitere Scharfschalteinheiten (Slaves) anlegen

möchten.

Kreuzen Sie im Schließplan an, welcher Mitarbeiter berechtigt ist, die Alarmanlage

ein- bzw. auszuschalten.


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VdS-Blockschlossfunktion 3066

Errichteranleitung

☺ Die Transponder benötigen in diesem Fall keine neue Programmierung.

Genehmigen Sie Ihre Schließanlage und programmieren Sie die Scharfschalteinheit

unter Programmierung � Schließung.

� Die Scharfschalteinheit benötigt beim Programmieren eine Versorgungsspannung.

Diese kann z.B. von einer 9 Volt Blockbatterie bereit gestellt werden.

Scharfschalteinheit(en) und Deaktivierungseinheiten werden beim Programmieren

voneinander getrennt. Erst nach erfolgreicher Programmierung erfolgt

die Verkabelung der beiden Komponenten.


Seite 22

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3.2 Programmierung der Deaktivierungseinheiten (DA)

Klicken Sie auf die Zeile im Schließplan, über der Sie eine Deaktivierungseinheit einfügen

möchten. Betätigen Sie Neu � Schließung. Vergeben Sie anschließend eine

Bezeichnung für die Deaktivierungseinheit:

� z.B. Deaktivierungseinheit Haupteingang

Wählen Sie im Feld Typ Steuereinheit an. Klicken Sie auf OK & Beenden.

Möchten Sie weitere Deaktivierungseinheiten anlegen, wiederholen Sie diese

Schritte.

☺ Um eine bessere Übersicht über die Deaktivierungseinheiten zu erhalten,

empfiehlt es sich, diese jeweils vor dem dazugehörigen digitalen Schließzylinder

einzufügen.

Deaktivierungseinheiten benötigen keine Berechtigungen, d.h. Sie müssen keine

Kreuze setzen. Genehmigen Sie Ihre Schließanlage und programmieren Sie die

Deaktivierungseinheiten unter Programmierung � Schließung.


Seite 23

VdS-Blockschlossfunktion 3066

Errichteranleitung

� Die Deaktivierungseinheit benötigt beim Programmieren eine Versorgungsspannung.

Diese kann z.B. von einer 9 Volt Blockbatterie bereit gestellt werden.

Scharfschalteinheit(en) und Deaktivierungseinheiten werden beim Programmieren

voneinander getrennt. Erst nach erfolgreicher Programmierung erfolgt die

Verkabelung der beiden Komponenten.

Lesen Sie die Blockschlosskomponenten aus: Programmierung � unbekannte

Schließung auslesen. Dabei wird der Typ der Komponente (Deaktivierungseinheit

oder Scharfschalteinheit) angezeigt.

Achtung: Scharfschaltslaveeinheiten werden in der Anzeige wie normale Steuereinheit

behandelt.


Seite 24

4.0 Montage

4.1 Montage der Deaktivierungseinheit

VdS-Blockschlossfunktion 3066

Errichteranleitung

Die Deaktivierungseinheit DA wird unmittelbar neben dem digitalen Schließzylinder

(maximale Entfernung ca. 30 cm) angebracht. Dadurch ist optimaler Sendeverkehr

gewährleistet. Die Deaktivierungseinheit ist so auszurichten, dass die beiden Befestigungsschrauben

in einer horizontalen Linie liegen, dann zeigen die Antennen direkt

auf den Schließzylinder (vgl. Zeichnung unten).

☺ Grundsätzlich lassen sich bei Verwendung von FH-Zylindern (Kunststoff- statt

Edelstahlknauf) bessere Reichweiten erzielen.

Maximal

30 cm

DA

Digitalzylinder


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VdS-Blockschlossfunktion 3066

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4.2 Montage der Scharfschalteinheit (SSM und SSS)

Die Scharfschalteinheit (SE), egal ob Scharfschaltmastereinheit SSM oder Scharfschaltslaveeinheit

(SSS), sollte oberhalb des Türstocks und oberhalb des Schließ-

zylinders angebracht werden, auf jeden Fall muss der Abstand zu anderen Simons-

Voss Komponenten mindestens 1 m betragen (vgl. Zeichnung).

Nur so können gegenseitige Störbeeinflussungen ausgeschlossen werden.

Bei Montage oberhalb des Türstocks ist die Scharfschalteinheit so auszurichten, dass

die beiden Befestigungsschrauben in einer horizontalen Linie liegen (Dann sind Störungen

bei normaler Türbegehung ausgeschlossen. (vgl. Zeichnung).

Diese Montage erfolgt ohne Antennenauslagerung, Jumper B2 ist gesteckt (maximale

Reichweite). Da bei dieser (einfachen) Montageweise eine Scharfschaltung sowohl

von innen als auch von außen möglich ist, ist sie nicht VdS-konform.

Minimal

100 cm

Maximal

30 cm

DA

SE

Digitalzylinder


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4.3 VdS-konforme Montage der Scharfschalteinheit (SSM und SSS)

Eine VdS-konforme Montage muss gewährleisten, dass eine Scharfschaltung nur von

außen, nicht jedoch von innen erfolgen kann. Dazu sind folgende Maßnahmen notwendig:

1. Scharfschalteinheiten mit Antennenauslagerung benutzen. Farbcodiertes Kabel

der Antennenauslagerung auf die benötigte Länge kürzen, Kabel durch die Bohrung

in der Aluminium-Abschirmhülse hindurch ziehen und wie folgt an die Lötanschlüsse

16 bis 20 anschließen:

16 – Grün, 17 – Blau, 18 – Schirm, 19 – Rot, 20 – Gelb

2. Jumper B2 stecken! Die Reichweite der Antennen wird durch die Verwendung

der Aluminium-Hülse in korrekter Weise reduziert.

Sackloch (∅ 23 mm) in die Außenwand bohren, Antennenauslagerung in das

Sackloch stecken und fixieren. (siehe Zeichnung unten). Dabei ist sicher zu stellen,

dass man von außen mindestens bis auf 2 cm an die Vorderseite der Antennenauslagerung

herankommt und von innen immer ein Mindestabstand von

12 cm zur Vorderseite der Antennenauslagerung gewährleistet ist. Hierbei handelt

es sich praktisch um die Wandstärke. Der Abstand zwischen Antenne und

Scharfschalteinheit muss mindestens 30 cm betragen, der Abstand zwischen

Schließzylinder und Antenne muss mindestens 1 m betragen.

3. Es empfiehlt sich, die Position des Sacklochs an der Außenwand z.B. durch einen

roten Punkt oder ähnliches zu markieren. Der Transponder des Scharfschaltberechtigten

muss an diesen Punkt gehalten werden, um mit der Antennenauslagerung

kommunizieren zu können.

Außenwand Innenwand

Antennen-

auslagerung

Scharfschalt-

einheit

4. Die Montage der Deaktivierungseinheit erfolgt wie unter Kapitel 4.1 beschrieben.


Seite 27

VdS-Blockschlossfunktion 3066

Errichteranleitung

5. Alternativ kann auch eine Scharfschalteinheit ohne Antennenauslagerung

benutzt werden. Sie wird wie unter Kapitel 4.2 beschrieben montiert.

Um zu gewährleisten, dass nur von außen extern scharf geschaltet werden

kann, muss dann allerdings ein Taster im Außenbereich installiert werden. Erst

wenn dieser Taster gedrückt wird, kann eine Transponderbetätigung eine externe

Scharf/Unscharfschaltung bewirken.

Bei Scharfschaltmastern (SSM) wird der Deaktivierungsquittungsinput (Pin 13)

unterdrückt, solange er an Masse liegt (öffnender Taster im Außenbereich).

Eine Shottkydiode entkoppelt die Deaktivierungsquittungsleitung (siehe Zeichnung

unten). Diese Diode wird aber nur dann benötigt, wenn Scharfschaltslaves existieren.

Bei Scharfschaltslaves (SSS) kann die Scharfschaltunterdrückung (Pin 12)

über einen öffnenden Taster, der sich im Außenbereich befindet, an Masse gelegt

werden. Gibt es auch am Master einen die Scharfschaltung unterdrückenden Taster,

so soll die Schaltung entsprechend der Darstellung unten benutzt werden.

Deaktivierungsquittung

Pin 14

Pin 13

Pin 14

Pin 13

Pin 14

Pin 13

Shottkydiode

1N5817

Öffner im Außenbereich

Pin 14 Pins 5,7

DA DA DA SSM

Deaktivierungsanforderung

EMZ

Scharfschaltanforderung

Pin 14

Pin 14

SSS SSS

Pin 12 Pin 13 12 Pin 13 Pin 12

Öffner im

Außenbereich


Seite 28

VdS-Blockschlossfunktion 3066

Errichteranleitung

5.0 Sonderversionen der Blockschloss-Funktion 3066

5.1 Betrieb der Scharfschalteinheit ohne Deaktivierungseinheit

Soll nur die Einbruchmeldeanlage statt mit einem Schlüssel, mit dem Transponder

extern scharf und unscharf geschaltet werden, wird lediglich eine Scharfschaltmastereinheit

(SSM) benötigt. In diesem Fall wird jedoch auf den eigentlichen Sinn der

Blockschlossfunktion verzichtet.

� Anzuschließen sind hier lediglich Pins 1 und 2 für die Stromversorgung, der

potenzialfreie Schaltkontakt (Pins 5, 6 und 7) und die Sabotagekontakte (Pins

8 bis 11). Die anderen Pins der Scharfschalteinheit werden nicht angeschlossen

(vgl. Kapitel 2.3).

5.2 Betrieb der Deaktivierungseinheit ohne Scharfschalteinheit

Wird die Alarmanlage weiterhin mit einem herkömmlichen Schlüssel bedient, kann

auf die Scharfschalteinheit verzichtet werden.

Anschlussbelegung

Die Spannungsversorgung (separates Netzteil) wird an den Lötösen 1 und 2 angeschlossen.

Die Ösen 13 und 15 werden über einen Relaiskontakt der Alarmanlage

(potenzialfreier Schließkontakt) verbunden. Falls ein Riegelschaltkontakt vorhanden

ist, wird dieser an der Lötöse 12 und 15 geschaltet (vgl. Kapitel 2.2).

Solange die Lötösen 13 und 15 miteinander verbunden sind, z.B. durch einen Relaiskontakt

der Alarmanlage, sind alle mit einer Deaktivierungseinheit ausgestatteten digitalen

Schließzylinder deaktiviert, d.h. ein versehentliches Betreten dieser Türen bei

scharfer Alarmanlage ist nicht möglich.


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6.0 Technische Daten

VdS-Blockschlossfunktion 3066

Errichteranleitung

SSM, SSS und DE Betriebsspannung 8 bis 16 Volt DC

Stromverbrauch < 30 mA

Eingesetztes Relais max. Dauerstrom 1 A

für Schaltausgang max. Einschaltstrom 1 A

max. Schaltspannung 40 V AC

max. Schaltleistung 30 W / 60 VA

Deckelkontakt

Reichweite des Transponders

bei ausgelagerter Antenne

Außgelagerte Antenne

Maße

Kabellänge

Temperaturbereich

Schutzart

Gehäuse

Schließer 1 A / 30 V DC

Material

Farbe

Abmessung

Artikel-Bezeichnung

Artikel-Nummer

VdS-Nr.

1 – 3 cm

64 x 18 mm

5 m

-10°C bis +55°C

VdS Umweltklasse II

S-B oder A-B-S

Weiß

85 x 85 x 26 mm

[L/B/H]

_________________

_________________

G 101 160


VdS-Blockschlossfunktion 3066

Betreiberanleitung

Stand: September 2006


Inhaltsverzeichnis

VdS-Blockschlossfunktion 3066

Betreiberanleitung

1.0 Systemkomponenten der Blockschlossfunktion 3066 _______3

2.0 Betrieb der Blockschlossfunktion 3066 ___________________4

2.1 Sicherheitshinweise ______________________________________ 5

3.0 Sonderversionen der Blockschlossfunktion 3066 __________6

3.1 Betrieb der Scharfschalteinheit ohne Deaktivierungseinheit_____ 6

3.2 Betrieb der Deaktivierungseinheit ohne Scharfschalteinheit_____ 6

4.0 Technische Daten_____________________________________7


Seite 3

VdS-Blockschlossfunktion 3066

Betreiberanleitung

1.0 Systemkomponenten der Blockschlossfunktion 3066

In Alarm gesicherten Objekten muss verhindert werden, dass bei extern scharf geschalteter

Alarmanlage (Einbruchmeldeanlage, EMA) der gesicherte Bereich

versehentlich betreten und damit ein Fehlalarm ausgelöst wird. Dies lässt sich mit der

Blockschlossfunktion 3066 realisieren und zwar ohne aufwändige Arbeiten an Tür

oder Türrahmen.

Folgende Komponenten werden dafür benötigt:

1. Scharfschalteinheit(en) (SSM und SSS)

Sie dient/dienen zum Schalten der Alarmanlage. Für das externe Schärfen und

Entschärfen wird wenigstens eine Scharfschalteinheit (SE) benötigt. Soll von

mehreren Orten aus scharf/unscharf geschaltet werden können, so benötigt man

entsprechend viele Scharfschalteinheiten. Im Schließplan werden per Mausklick

die Berechtigungen zum Ein- und Ausschalten der Alarmanlage erteilt.

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen der Scharfschaltmastereinheit (SSM)

und den Scharfschaltslaveeinheiten (SSS). Die SSSs werden nur benötigt, wenn

von mehr als einem Ort aus scharf/unscharf geschaltet werden soll. Grundsätzlich

ist es die SSM, die die Alarmanlage per potenzialfreiem Kontakt extern

scharf/unscharf schaltet. SSSs schicken nur entsprechende Anforderungen an

die SSM. Mit separat an den Intern-Scharf-Anschluss der Einbruchmeldezentrale

(EMZ) angeschlossenen SSSs kann auch intern geschärft werden.

2. Deaktivierungseinheiten (DA)

Sie werden neben den Türen des Sicherungsbereiches installiert (und zwar

unmittelbarer Nähe zum Digitalzylinder) und bewirken, dass bei extern scharf

geschalteter Alarmanlage diese Türen auch mit einem berechtigten Transponder

nicht versehentlich geöffnet werden können. So werden Fehlalarme sicher vermieden.


Seite 4

VdS-Blockschlossfunktion 3066

Betreiberanleitung

2.0 Betrieb der Blockschlossfunktion 3066

Einschalten der Alarmanlage (Einbruchmeldeanlage, EMA)

Der Schaltberechtigte betätigt zweimal kurz hintereinander (innerhalb von zwei

Sekunden) seinen Transponder in der Nähe einer Scharfschalteinheit. Diese sendet

ein Signal an alle vorhandenen Deaktivierungseinheiten. Falls an die Deaktivierungseinheiten

Riegelkontakte angeschlossen sind, überprüfen die DA zunächst, ob die

Türen korrekt verriegelt sind. Erst, wenn dies der Fall ist, werden die digitalen

Schließzylinder bzw. Smart Relais deaktiviert, so dass ein Betreten des Sicherungsbereiches

nicht mehr möglich ist. Erst nach erfolgreicher Deaktivierung aller Schließungen

bekommt die Scharfschalteinheit eine positive Quittung und schaltet über einen

potenzialfreien Kontakt die Alarmanlage extern scharf (Zwangsläufigkeit). Die Leuchtdioden

der Scharfschalteinheiten signalisieren dies durch ein 2,5 Sekunden langes

Aufleuchten. Die Leuchtdiode(n) der Deaktivierungseinheit(en) erlöschen. Die erfolgte

Scharfschaltung wird durch die EMA akustisch – z.B. an der Scharfschalteinheit –

angezeigt.

Ausschalten der Alarmanlage

Der Schaltberechtigte betätigt erneut zweimal kurz hintereinander seinen Transponder

im Sendebereich der Scharfschalteinheit. Die Deaktivierungseinheiten signalisieren

dies den digitalen Schließzylindern bzw. den digitalen Smart Relais. Das erfolgreiche

Unscharfschalten wird durch die EMA akustisch angezeigt. Die LEDs der

Scharfschalteinheiten signalisieren die erfolgte Aktivierung durch einmal kurz-lang

blinken. Die LEDs der Deaktivierungseinheit(en) leuchten wieder. (Die LEDs der

Deaktivierungseinheiten dienen nur Testzwecken, sie sollten nicht herausgeführt werden).

Die Türen können nun mit allen berechtigten Transpondern wieder begangen

werden.

☺ Im Netzwerkbetrieb (nicht VdS) kann auf Deaktivierungseinheiten verzichtet

werden. Das Aktivieren und Deaktivieren der Schließung übernimmt dort der

Netzwerkknoten.

☺ Durch einfaches Klicken des Transpondertasters im Sendebereich von Scharfschalteinheiten

kann der Scharfschaltzustand der Alarmanlage abgefragt werden,

wenn die LEDs der Scharfschalteinheiten herausgeführt wurden.

1 x kurz-lang Blinken bedeutet „unscharf“

1 x lang (2,5 Sekunden) Blinken bedeutet „scharf“

Aktivierungstransponder

Für den Notfall können Sie mit der Schließplan-Software einen Transponder programmieren,

der die Deaktivierung der Schließzylinder aufhebt, so dass die Türen mit

einem berechtigten Transponder geöffnet werden können. Die Alarmanlage bleibt jedoch

extern scharf geschaltet und der Alarm wird ausgelöst.


Seite 5

Sonderausführung

VdS-Blockschlossfunktion 3066

Betreiberanleitung

Soll protokolliert werden, wann und wer die Alarmanlage geschaltet hat, wird eine

Scharfschalteinheit mit Zutrittsprotokollierung (PLUS-Version) benötigt.

• Scharfschalteinheit PLUS

Ausführung wie Standardversion, jedoch mit Zutrittsprotokollierung und Zeitzonensteuerung.

Zutrittsprotokollierung Die Scharfschalteinheit speichert die letzten 128 Zutritte mit

Datum, Uhrzeit und dem Benutzernamen des Transponders.

Mit dem Programmiergerät oder über das Netzwerk können

die Daten ausgelesen werden.

Zeitzonensteuerung Sie können Scharfschalteinheiten so programmieren, dass

berechtigte Transponder die Alarmanlage nur zu bestimmten

Zeiten schalten können.

2.1 Sicherheitshinweise

� Lesen Sie die Betriebsanleitung sorgfältig und vollständig durch, bevor Sie die

Blockschlosskomponenten in Betrieb nehmen. Sie erhalten wichtige Hinweise zur

Bedienung und Programmierung.

� Die Komponenten sind nach dem neuesten Stand der Technik gebaut. Benutzen

Sie sie nur bestimmungsgemäß und in technisch einwandfreiem und ordnungsgemäß

eingebautem Zustand gemäß den technischen Daten.

� Der Hersteller haftet nicht für Schäden, die durch einen bestimmungswidrigen

Gebrauch verursacht werden.

� Bewahren Sie die produktbegleitende Dokumentation und anlagenspezifische

Notizen an einem sicheren Ort auf.

� Installation, Programmierung sowie Reparaturarbeiten dürfen nur durch geschultes

Fachpersonal durchgeführt werden.

� Löt- und Anschlussarbeiten innerhalb der gesamten Anlage, sind nur im spannungslosen

Zustand vorzunehmen.

� Lötarbeiten dürfen nur mit einem temperaturgeregelten, vom Netz galvanisch getrennten

Lötkolben vorgenommen werden.

� VdE-Sicherheitsvorschriften sowie Vorschriften des örtlichen EVU beachten.

� Die Komponenten nicht in explosionsgefährdeten Räumen oder in Räumen mit

metall- oder Kunststoff zersetzenden Dämpfen eingesetzt werden.

� Die DIN-Normen, sowie die Richtlinien der VdS-Klasse C sind einzuhalten.


Seite 6

VdS-Blockschlossfunktion 3066

Betreiberanleitung

3.0 Sonderversionen der Blockschlossfunktion 3066

3.1 Betrieb der Scharfschalteinheit ohne Deaktivierungseinheit

Soll nur die Einbruchmeldeanlage statt mit einem Schlüssel, mit dem Transponder

extern scharf und unscharf geschaltet werden, wird lediglich eine Scharfschaltmastereinheit

(SSM) benötigt. In diesem Fall wird jedoch auf den eigentlichen Sinn der

Blockschlossfunktion verzichtet.

3.2 Betrieb der Deaktivierungseinheit ohne Scharfschalteinheit

Wird die Alarmanlage weiterhin mit einem herkömmlichen Schlüssel bedient, kann

auf die Scharfschalteinheit verzichtet werden. Die Deaktivierungseinheiten werden

dann von der EMA gesteuert.


Seite 7

4.0 Technische Daten

VdS-Blockschlossfunktion 3066

Betreiberanleitung

SSM, SSS und DE Betriebsspannung 8 bis 16 Volt DC

Stromverbrauch < 30 mA

Eingesetztes Relais max. Dauerstrom 1 A

für Schaltausgang max. Einschaltstrom 1 A

max. Schaltspannung 40 V AC

max. Schaltleistung 30 W / 60 VA

Deckelkontakt

Reichweite des Transponders

Schließer 1 A / 30 V DC

bei ausgelagerter Antenne

1 - 3 cm

Temperaturbereich

Schutzart

Gehäuse

Material

Farbe

Abmessung [L/B/H]

Artikel-Bez.

Artikel-Nr.

VdS-Nr.

-10°C bis +55°C

VdS Umweltklasse II

S-B oder A-B-S

Weiß

85 x 85 x 26 mm

_________________

_________________

G 101 160


WAVENET-

FUNKNETZWERK 3065

Stand: Juli 2007


Inhaltsverzeichnis

WAVENET-FUNKNETZWERK 3065

1.0 EINLEITUNG...................................................................................5

2.0 NOMENKLATUR. ...........................................................................6

3.0 ÜBERTRAGUNGSMEDIEN............................................................7

4.0 NUTZBARE FUNKBÄNDER. .........................................................7

5.0 WORAUF MUSS GRUNDSÄTZLICH GEACHTET WERDEN?.....8

6.0 SICHERHEIT EINER MELDUNGSÜBERMITTLUNG. ...................9

7.0 WAVENET SYSTEM 3065 NETZWERKKOMPONENTEN............9

7.1 PCs____________________________________________________ 9

7.2 Router Nodes (allgemein) ________________________________ 10

7.3 Router Nodes (spezielle Varianten) ________________________ 11

7.4 Repeater Nodes ________________________________________ 11

7.5 Router Nodes __________________________________________ 12

7.6 Central Nodes __________________________________________ 16

7.7 Lock Node mit RS485 Schnittstelle_________________________ 17

7.8 Backboneverkabelung Router- / Repeater Node ______________ 19

7.9 Anschlussbedingung verkabelter Lock Node (WN.LN.C)_______ 19

7.10 Lock Nodes ____________________________________________ 20


Inhaltsverzeichnis

WAVENET-FUNKNETZWERK 3065

8.0 NETZWERK STRUKTUR MIT LSM. ............................................23

9.0 SICHERHEIT. ...............................................................................24

9.1 Sichere Kommunikation zwischen den WaveNet Nodes _______ 24

9.2 Automatisches Prüfen der einzelnen Systemkomponenten ____ 25

9.3 Alarme ________________________________________________ 25

10.0 BATTERIEWARNUNG. ................................................................25

11.0 NETZWERK „N“/„W“...................................................................25

12.0 WECHSEL DER LOCK NODE BATTERIEN................................26

13.0 INSTALLATION VON WAVENET LOCK NODES. ......................26

14.0 VISUALISIERUNG DER BETRIEBSZUSTÄNDE, ANZEIGE

DER LED’S. ..................................................................................27

14.1 WN.RN.(XX), WN.LN.C ___________________________________ 27

14.2 WN.RN.R, WN.CN.(X)R, WN.RN.ER _________________________ 27

14.3 Knotendefekt (durch Selbsttest) ___________________________ 27

14.4 WN.RN.(X)C, WN.CN.(X)C: Master__________________________ 27

14.5 WN.RN.C(X), WN.LN.C: Slave _____________________________ 27

14.6 WN.LN ________________________________________________ 28

14.7 WN.RN.CC _____________________________________________ 28

14.8 WN.CN.U(X) ____________________________________________ 28

14.9 WN.RP.CC _____________________________________________ 28

15.0 TECHNISCHE DATEN..................................................................29

15.1 WaveNet Steckernetzteile ________________________________ 29

15.2 WaveNet Central Node, RS232-Verbindungskabel ____________ 29

15.3 WaveNet Central Node, RS232- / RS 485-Schnittstelle _________ 29

15.4 WaveNet Central Node, USB- / RS485-Schnittstelle ___________ 30

15.5 WaveNet Central Node, RS232- / 868 MHz-Schnittstelle ________ 30

15.6 WaveNet Central Node, USB- / 868 MHz-Schnittstelle _________ 31

15.7 WaveNet Router Node zur Segmenterweiterung RS485 ________ 31

15.8 WaveNet Router Node 868 MHz____________________________ 32

15.9 WaveNet Repeater ______________________________________ 32


Inhaltsverzeichnis

WAVENET-FUNKNETZWERK 3065

15.10 WaveNet Router Node als Umsetzer RS485/868 MHz __________ 33

15.11 WaveNet Router Node als Umsetzer 868 MHz/RS485 __________ 33

15.12 WaveNet Router Node als Umsetzer Ethernet/RS485 __________ 34

15.13 WaveNet Router Node als Umsetzer Ethernet/868 MHz ________ 34

15.14 WaveNet Router Node als Umsetzer WLAN/RS485 ____________ 35

15.15 WaveNet Router Node als Umsetzer WLAN/868MHz___________ 35

15.16 WaveNet Lock Node _____________________________________ 36

© Copyright SimonsVoss Technologies AG

Alle Rechte vorbehalten

Hinweis: Die SimonsVoss Technologies AG behält sich das Recht vor, Produktänderungen

ohne Vorankündigung durchzuführen. Aufgrund dessen können Beschreibungen

und Darstellungen dieser Dokumentation von den jeweils aktuellsten Produkten und

Softwareversionen abweichen. Generell ist in Zweifelsfällen die deutsche Originalausgabe

inhaltliche Referenz. Irrtümer und Rechtschreibfehler vorbehalten.


Seite 5

1.0 EINLEITUNG.

WAVENET-FUNKNETZWERK 3065

Im Folgenden wird bei den Komponenten (Schließzylinder, Smart Relais, Blockschloss)

des Systems 3060 immer von Schließung(en) und Tür(en) gesprochen.

Sofern nicht ausdrücklich erwähnt, sind diese Angaben aber für alle anderen Komponenten

des Systems 3060 gültig.

Die Programmierung des Systems 3060 mit Laptop und SmartCD ist bis zu einer

gewissen Objektgröße oder für Kunden mit einer geringen Anzahl von Türen zweckmäßig,

da hier in der Regel wenige Änderungen an der Konfiguration der Schließun-

gen vorgenommen werden müssen.

Bei mittleren und großen Objekten, bei denen Schlüsselverluste, das Zulassen neuer

Transponder oder Organisationsänderungen häufiger auftreten, bietet sich die Pflege

und Wartung der Schließanlage über das Netzwerk an. Dazu müssen aber nicht

unbedingt alle Türen vernetzt werden. Die gesamte Anlage kann dabei auch für den

Mischbetrieb (Vernetzung / stand-alone) ausgelegt werden.

In einem vernetzten System können nicht nur alle Wartungs- und Programmieraufgaben

von einem zentralen PC aus erledigt werden, sondern auch der aktuelle Zustand

des gesamten Netzwerkes abgefragt werden. Unter anderem können die Schließungs-

und Türzustände wie z.B. Tür auf - Tür zu, Tür entriegelt - Tür verriegelt, Batteriewarnung,

Zutrittsliste zentral abgefragt werden. Dadurch ist es möglich, direkt

von einer zentralen Stelle aus, auf ein Ereignis zu reagieren.

WaveNet ist ein einfach zu installierendes “Plug-and-Play” Netzwerk für den Einsatz

in der Gebäudeautomatisierung. Es eignet sich aufgrund seines verkabelungsfreien

Einbaus speziell für die Onlineverwaltung bzw. Steuerung des digitalen Schließ- und

Organisationssystems 3060 von SimonsVoss in bereits bestehenden Gebäuden,

kann aber auch in Neubauten (z.B. bei flexibel genutzten Raumeinheiten) eingesetzt

werden.

Die Übertragung der Daten innerhalb eines WaveNet Netzwerks ist vom Übertragungsmedium

weitestgehend unabhängig. So können Daten z.B. über RS485-

Schnittstellen, Ethernet-Schnittstellen (TCP/IP), USB-Schnittstellen, RS232 Schnittstellen,

Funk-Schnittstellen (868 MHz) oder aber mittels WLAN übertragen werden.

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass durch die Vernetzung das

gesamte Zutrittskontrollsystem von einem zentralen PC aus konfiguriert und überwacht

werden kann. Damit ist es dem Nutzer möglich, sofort auf kritische Zustände

zu reagieren.

Es wird empfohlen, an einer WaveNet Schulung im Hause SimonsVoss teilzunehmen,

bzw. eine WaveNet Projektierung mit einem Service Techniker von SimonsVoss

durchzuführen!


Seite 6

2.0 NOMENKLATUR.

WN� WaveNet

LN � Lock Node

RN � Router Node

RP � Repeater Node

CN � Central Node

S � Seriell (RS232)

WAVENET-FUNKNETZWERK 3065

R � Radio = Funk (868 MHz)

C � Cable = Kabel (RS485)

U � USB

E � Ethernet (TCP/IP)

W � WLAN

X � Platzhalter für frei zu wählendes Übertragungsmedium


Seite 7

3.0 ÜBERTRAGUNGSMEDIEN.

WAVENET-FUNKNETZWERK 3065

Das WaveNet unterstützt zur Übertragung der Daten innerhalb des Systems folgende

Übertragungsmedien:

• RS485 Busverkabelung für die Anbindung einzelner WaveNet Router und Repeater

als Netzwerk-Backbone (Leitungstyp: CAT 5, geschirmt, Kabellänge bis

maximal 900 m). WN.RN.(X)C, WN.RN.C(X), WN.RP.CC, WN.CN.(X)C

• RS485 Busverkabelung für die Anbindung einzelner WaveNet LockNodes als

verkabeltes WaveNet. WN.LN.C

• Internet oder Intranet über TCP/IP für die Datenübertragung innerhalb eines Ethernet

Netzwerkes (10/100 Base T) oder WLAN aus verschiedenen WaveNet

Netzwerken. WN.RN.EC, WN.RN.ER, WN.RN.WC, WN.RN.WR

• USB, für die Datenübertragung zwischen einem PC und dem WaveNet Central

Node. WN.CN.UC, WN.CN.UR (Kabellänge 1,5 m)

• RS232, für die Datenübertragung zwischen einem PC und dem WaveNet Central

Node. WN.CN.SC, WN.CN.SR (Kabellänge maximal 2 m)

• 868 MHz Funk (Funkreichweite ca. 20 - 40 m, abhängig von der Gebäudestruktur)

WN.RN.(X)R, WN.RN.R(X), WN.CN.(X)R, WN.LN

• B-Feld 25 kHz (Funkreichweite ca. 30 cm), für die Datenübertragung zwischen

dem WaveNet Lock Node und der SimonsVoss-Schließung (z.B. Schließzylinder,

Smart Relais, usw.)

4.0 NUTZBARE FUNKBÄNDER.

Wenn man heute von modernen Funktechnologien für die Sicherheitstechnik spricht,

darf man diese nicht mit dem verwechseln, was man üblicherweise im Automobilbereich

oder in Zukunft in der Hauskommunikation erwarten kann.

Deshalb müssen gerade Funkübertragungen im Hinblick auf Zutrittskontrollanlagen

dem geforderten Sicherheitsstandard genügen.

Seit dem Jahr 2000 ist für diesen Bereich ein spezielles SRD-Band (short range

device) im 868 MHz Bereich verfügbar. Vorteil dieses SRD-Bandes ist es, dass für

die Subbänder eine klare Regelung im Hinblick auf die Nutzungsdauer pro Zeiteinheit

getroffen worden ist. Das bedeutet, dass ein Funkgerät (z.B. Router Node) welches

einen Frequenzkanal in dem Bandbereich 868 MHz nutzt, nur 36 Sekunden pro

Stunde senden darf. Diese Regelung ist in den so genannten “duty cycle-

Bedingungen” festgelegt.

Hiermit fallen Dauernutzer und somit Störer im Hinblick auf sichere Funkübertragung,

wie drahtlose Kopfhörer und Amateurfunker, von vornherein weg. Außerdem gibt es

Bereiche, die ausschließlich sicherheitstechnischen Anwendungen vorbehalten sind.

Auf der Basis grundsätzlicher Informationen und Vorgaben aus der Systemtechnik

wie Größe der Komponenten, Mindestreichweiten, Batterielebensdauer, etc. ergibt

sich für die Nutzung des WaveNets ein hinreichend sicherer Übertragungsweg im Bereich

der 868 MHz-Bänder. In den USA wird das 915 MHz-Band verwendet, welches

bei SimonsVoss natürlich verfügbar ist!


Seite 8

WAVENET-FUNKNETZWERK 3065

5.0 WORAUF MUSS GRUNDSÄTZLICH GEACHTET WERDEN?

Unabhängig vom Übertragungsverfahren unterliegt eine Funkübertragung verschiedenen

Umweltfaktoren, welche die Übertragung stören bzw. behindern können. Auch

Geräteeigenschaften wirken sich auf die Reichweite aus.

Wovon ist die Reichweite abhängig?

• Sendeleistung

• Antennen

• Empfindlichkeit der Empfänger

• Umgebung (Luftfeuchtigkeit, Temperatur, Störfelder durch Fremdeinwirkung)

• Montagestelle

• Frequenz

• Umgebung baulich (Wände, Decken, etc.)

Zusätzlich kann die Sendereichweite noch durch Hindernisse eingeschränkt werden.

Die folgende Tabelle zeigt dazu entsprechende Richtwerte:

Material Energiedurchgang

Holz, Gips, Gipskarton 90-100 %

Backstein, Pressspan 65-95 %

Armierter Beton (Sender auf Metall) 10-70 %

Metall, Metallgitter, Alukaschierungen,

Fußbodenheizungen

0-10 %


Seite 9

WAVENET-FUNKNETZWERK 3065

6.0 SICHERHEIT EINER MELDUNGSÜBERMITTLUNG.

Die Sicherheit einer Meldungsübermittlung via Funkübertragung im WaveNet hängt

ab von:

• der Funkübertragungssicherheit im Sinne vom Datentelegramm-Management

• möglichen zufälligen Störern des Übertragungsweges

• bewussten Störungen, also Manipulation oder Sabotage des Übertragungsweges

• intelligenten Maßnahmen, Störern auszuweichen und Ersatzwege zu finden

Die Geschwindigkeit der Datenübertragung bzw. Meldungsübermittlung kann ebenso

wie der Verlust eines prozentualen Anteils von Meldungen von unterschiedlichen Einflüssen

abhängen.

Diese Einflüsse können sein:

� Hoher Datenverkehr innerhalb des WaveNets

� Externe Störungen im Funkbereich des WaveNets

� Spannungsausfall in Segmentbereichen des WaveNets

� Übertragungsausfall bzw. Übertragungsstörung in einem externen Netz (z.B.

LAN)

7.0 WAVENET SYSTEM 3065 NETZWERKKOMPONENTEN.

7.1 PCs

WaveNet Netzwerkkomponenten besitzen grundsätzlich zwei voneinander unabhängige

Schnittstellen. Somit ist es möglich, zwei unterschiedliche Netzwerksegmente

über die WaveNet Netzwerkkomponenten miteinander zu verbinden.

WN.CN.(XX), WN.RN.(XX)

Definition: Netzwerksegmente sind einerseits gekennzeichnet durch ein bestimmtes

Übertragungsmedium (z.B. RS485-Kabel, Ethernet (TCP/IP), USB, RS232-Kabel,

868 MHz Funk, WLAN) und andererseits durch eine individuelle Eingangs- und Ausgangs

Segmentadresse (GID = Group ID � Slave- bzw. Masteradresse)

Folgende SimonsVoss WaveNet Netzwerkkomponenten stehen zur Verfügung:

Über eine spezielle Kommunikationsknoten-Software (CommNode) können PCs

- zwischen Benutzeroberfläche und RS232-Schnittstelle oder

- zwischen Benutzeroberfläche und TCP/IP (Internet, Intranet) oder

- zwischen Benutzeroberfläche und USB-Schnittstelle ins WaveNet eingebunden

werden


Seite 10

WaveNet

WAVENET-FUNKNETZWERK 3065

WaveNet über Ethernet (Intranet)

RS 232

USB

LN

Verwaltungs-

gebäude geb ude

WN-CN WN CN

WN-CN

LN

Server

mit LSM

868 MHz

868 MHz

25 kHz

WN-Router

WN Router

WN-Router

LN

LN

IP-Protokoll

IP Protokoll

auf

bestehendem

Ethernet

(Intranet)

Gebäude Geb ude 1:

Client PC

Client PC

mit SV Client

mit SV Client

Lizenz

Lizenz

Gebäude Geb ude 2:

Gebäude Geb ude 3:

Client PC

Client PC

mit SV Client

mit SV Client

Lizenz

Lizenz

RS 232

USB

RS 232

USB

RS 232

USB

Anwendung: Administration verschiedener

Gebäude/Hallen Geb ude/Hallen (an einem Standort) über ber bestehendes Ethernet (Intranet)

* 1 : LN kommuniziert über 25kHz mit der entsprechend

zugeordneten Schließung (Siehe Verwaltungsgebäude)

7.2 Router Nodes (allgemein)

Client PC

Client PC

mit SV Client

mit SV Client

Lizenz

Lizenz

LN

LN

LN

WN-CN WN CN

WN-CN

LN

WN-CN WN CN

WN-CN

LN

WN-CN WN CN

WN-CN

LN

868 MHz

868 MHz

868 MHz

868 MHz

868 MHz

868 MHz

WN-Router

WN Router

WN-Router

LN

WN-Router

WN Router

WN-Router

LN

WN-Router

WN Router

WN-Router

Grundsätzlich dienen WaveNet Router Nodes zur Zusammenschaltung zweier unterschiedlicher

Netzwerksegmente, die entweder über das gleiche Übertragungsmedium

(z.B. RS485-RS485) oder aber auch über unterschiedliche Übertragungsmedien (z.B.

RS485-Kabel/Funk 868 MHz, Ethernet/RS485 oder Funk 868 MHz, WLAN/RS485

oder Funk 868MHz) verfügen.

Des Weiteren werden die aus den Segmenten ankommenden Datenströme vom

WaveNet Router Node dahingehend gefiltert, dass nur die Daten in das hinter dem

WaveNet Router Node geschaltete Segment weitergeleitet werden, die auch in diesem

Segment verarbeitet werden sollen. Alle anderen Daten werden somit vom

WaveNet Router Node für das dahintergeschaltete Segment geblockt.

WaveNet Router Nodes können derzeit folgende Übertragungsschnittstellen

zwischen den Segmenten verbinden: RS485 CAT 5 Kabel, Ethernet TCP/IP, USB,

RS232 Kabel, Funk 868 MHz, WLAN.

LN

*

LN

1

*

LN

1

LN

* 1


Seite 11

7.3 Router Nodes (spezielle Varianten)

WAVENET-FUNKNETZWERK 3065

WaveNet Central Nodes sind Router Nodes, die das Zusammenschalten

- zwischen PC (RS232-Schnittstelle) und Funk 868 MHz oder

- zwischen PC (RS232-Schnittstelle) und CAT 5 Verkabelung (RS485) oder

- zwischen PC (USB-Schnittstelle) und Funk 868 MHz oder

- zwischen PC (USB-Schnittstelle) und CAT 5 Verkabelung (RS485) ermöglichen.

WaveNet Router Nodes sind für das Zusammenschalten

- zwischen Ethernet (TCP/IP) und Funk 868 MHz oder

- zwischen Ethernet (TCP/IP) und CAT 5 Verkabelung (RS485) oder

- zwischen WLAN und Funk 868 MHz oder

- zwischen WLAN und CAT 5 Verkabelung (RS485)

7.4 Repeater Nodes

WaveNet Repeater Nodes sind Verstärker, die innerhalb eines Segmentes zur

Reichweitenverlängerungen (Leitungslänge) benutzt werden können. Das heißt,

wenn das verlegte Kabel innerhalb des Netzwerkes eine vorgeschriebene Länge (bis

900 m) überschritten hat, kann diese mit dem WaveNet Repeater Node (WN.RP.CC)

entsprechend der Systemspezifikationen verlängert werden.


Seite 12

7.5 Router Nodes

WAVENET-FUNKNETZWERK 3065

WaveNet Router Nodes als Umsetzer von Funk (868 MHz) auf Kabel (RS485)

oder von Kabel auf Funk. WN.RN.RC oder WN.RN.CR

• je nach Gebäudestruktur/Installationssituation kann das Übertragungsmedium

frei gewählt werden.

Darstellung von zwei

unterschiedlichen

Übertragungsmedien

eines WaveNet:

WN.RN.CR mit

WN.RN.R

RS232

USB

WN-CentralNode

WN CentralNode

WN-CentralNode

WN.CN.SC

WN.CN.SC oder

WN.CN.UC

oder

WN.CN.UC

868 MHz 25 kHz

WN.RN.R

WN.RN.R

868 868

MHz

MHz

LN

868 MHz

LN

868 MHz

LN

WN.RN.CR

WN.RN.CR

RS485

868 RS485

868

MHz

MHz

LN


Seite 13

WAVENET-FUNKNETZWERK 3065

WaveNet Router Nodes können eingesetzt werden,

• wenn eine Funkreichweite zu einem Lock Node benötigt wird, die über die Funkreichweite

des WaveNet Router Nodes hinausgeht (das Funksignal wird dann

von einem WaveNet Router Node (868 MHz) zum anderen WaveNet Router Node

und anschließend zum Lock Node (LN) weiter gesendet). WN.RN.R


Seite 14

WAVENET-FUNKNETZWERK 3065

WaveNet Router Nodes können eingesetzt werden,

• wenn ein kundenseitiges Computernetzwerk (LAN) bzw. Internet/Intranet vorhanden

ist. Die Wahl der Übertragungsmedien ist frei! WN.RN.E(X)

GUI

(Graphisches

User Interface)

GUI

(Graphisches

User Interface)

GUI

(Graphisches

User Interface)

GUI

(Graphisches

User Interface)

GUI

(Graphisches

User Interface)

GUI

(Graphisches

User Interface)

Internet / Intranet

(TCP/IP)

Internet / Intranet

(TCP/IP)

TCP/IP

TCP/IP

WN.RN.EC

WN.RN.EC

TCP/IP Router

TCP/IP

Router

Router

RS485 Backbone

WN.RN.CR

WN.RN.CR

RS485

RS485

868 MHz

868

MHz

MHz

WN.RN.ER

WN.RN.ER

TCP/IP TCP/IP

Router

Router

868 MHz

WN.RN.R

WN.RN.R

868 868

MHz

MHz

Funk- Funk

Funk-

Router

Router

868 MHz

868 MHz

LN

LN

LN

LN

LN

LN

LN

25kHz

25kHz


Seite 15

WAVENET-FUNKNETZWERK 3065

WaveNet Router Nodes können eingesetzt werden,

• wenn ein kundenseitiges Computernetzwerk (WLAN) bzw. Internet/Intranet vorhanden

ist. Die Wahl der Übertragungsmedien ist frei! WN.RN.W(X)

GUI

(Graphisches

User Interface)

GUI

(Graphisches

User Interface)

GUI

(Graphisches

User Interface)

GUI

(Graphisches

User Interface)

GUI

(Graphisches

User Interface)

GUI

(Graphisches

User Interface)

TCP/IP

Internet / Intranet

(TCP/IP)

WLAN

Router

Access

Point

WLAN

TCP/IP

Router

Access

Point

Internet / Intranet

(TCP/IP)

WN.RN.WC

WN.RN.WC

WLAN WLAN

Router

Router

RS485 Backbone

WN.RN.CR

WN.RN.CR

RS485

RS485

868 868

MHz

MHz

WN.RN.WR

WN.RN.WR

WLAN WLAN

Router

Router

868

868

MHz

MHz

WN.RN.R

WN.RN.R

868 868

MHz

MHz

Funk- Funk

Funk-

Router

Router

868 MHz

868 MHz

LN

LN

LN

LN

LN

LN

LN

25kHz

25kHz


Seite 16

7.6 Central Nodes

WAVENET-FUNKNETZWERK 3065

WaveNet Central Nodes können eingesetzt werden,

• wenn ein kundenseitiges Computernetzwerk (LAN) bzw. Internet/Intranet vorhanden

ist. Die Wahl der anschließenden Übertragungsmedien ist frei! Der

Central Node WN.CN.S(X) oder WN.CN.U(X) werden mit dem PC verbunden.

Auf diesem PC wird eine Kommunikationsknoten Software (Comm Node) installiert.

So kann der Central Node von einem beliebigen Standort (GUI = Graphic

User Interface) im Netzwerk angesprochen werden. Natürlich kann ein Central

Node auch „lokal“ an einem PC angeschlossen werden.

GUI

(Graphisches

User Interface)

GUI

(Graphisches

User Interface)

GUI

(Graphisches

User Interface)

Internet / Intranet

(TCP/IP)

PC mit

Kommunikations

knoten

(CommNode)

RS232

USB

WN.CN.SR

WN.CN.SR oder

WN.CN.UR

oder

WN.CN.UR

868 MHz

WN.RN.R

WN.RN.R

WN.RN.R

868 868

MHz

MHz

Funk- Funk

Funk-

Router

Router

868 MHz

LN

LN

LN

LN

25kHz


Seite 17

7.7 Lock Node mit RS485 Schnittstelle

WAVENET-FUNKNETZWERK 3065

WaveNet Lock Nodes mit integrierter RS485 Schnittstelle ermöglichen ein „verkabeltes“

WaveNet. Als Leitungstyp ist CAT 5 oder besser zu wählen. Da ein Anschluss für

eine externe Energieversorgung (max. 24 VDC) vorhanden ist, sind die Lock Nodes

nicht batteriebetrieben (siehe 7.9). Pro Segment können max. 250 Lock Nodes verwaltet

werden. Für eine Segmenterweiterung wird immer ein WN.RN.CC benötigt. Die

max. Leitungslänge ist pro Segment auf 900 m begrenzt. Wird die Leitungslänge

überschritten, wird ein WN.RP.CC benötigt. Dieser High Speed Repeater dient zur

Signalweitergabe in beide Richtungen (Up-/Down-Link). Eine Segmenterweiterung

wird vom Repeater nicht durchgeführt.

Darstellung eines

„verkabelten“ (RS485)

WaveNet – Schemas:

WN.LN.C mit

Router Node zur

Segmenterweiterung

im Backbone

RS232

USB

WN.CN.SC

WN.CN.SC

oder

WN.CN.UC

oder

WN.CN.UC

RS485 (max.250 LNs) RS485 (weitere 250 LNs)

LN

LN

WN.RN.CC

WN.RN.CC

LN

LN


Seite 18

WAVENET-FUNKNETZWERK 3065

Darstellung einer

gemischten Variante

aus Kabel und Funk

im WaveNet

WN.LN.C und WN.LN

Router Node zur

Erweiterung des

Segmentes im

Backbone

RS232

USB

WN.CN.SC

WN.CN.SC oder

WN.CN.UC

oder

WN.CN.UC

Darstellung eines

„verkabelten“ (RS485)

WaveNet – Schemas:

WN.LN.C mit

Repeater Node zur

Erweiterung der

Leitungslänge im

Backbone

RS232

USB

WN.CN.SC

WN.CN.SC

oder

WN.CN.UC

oder

WN.CN.UC

RS485 (max.250 LNs)

LN

LN

868 MHz

WN.RN.CR

WN.RN.CR

RS485 (max.250 LNs)

LN

LN

LN

LN

LN

LN

WN.RP.CC

WN.RP.CC

25 kHz

25 kHz


Seite 19

WAVENET-FUNKNETZWERK 3065

7.8 Backboneverkabelung Router- / Repeater Node

Die Verkabelung eines RS485-Segmentes (Backbone) erfolgt durch eine Busleitung,

realisiert durch ein abgeschirmtes Standard-CAT 5 Kabel. Die Busleitung besteht aus

zwei Datenleitungen (Data+, Data-), sowie einer Masseleitung (Abschirmung).

Diese Busleitung wird an jedes RS485 Modul der zu diesem Segment gehörenden

WaveNet Router angeschlossen. Die RS485-Module kontaktieren die Busleitung mittels

eines grün-orangefarbenen 8-poligen Phönixsteckers wie folgt:

7.9 Anschlussbedingung verkabelter Lock Node (WN.LN.C)

Anschlussklemmen

Lock Node

DC+ DC- B A

DC+ DC- B A

DC: Anschluss der Energieversorgung 6-24V DC, polaritätsabhängig!

Stromaufnahme des Lock Nodes: 15 mA

A: Anschluss der Datenleitung D+, polaritätsabhängig!

B: Anschluss der Datenleitung D -, polaritätsabhängig!

Ankommende CAT Leitung

Abschirmung an

jedem LN verdrillen

Abgehende CAT Leitung

Abschirmung: An jedem Lock Node/Router Node muss die Abschirmung durchverbunden,

isoliert und an einem Punkt zum Erdpotential (PE) kontaktiert werden!!!


Seite 20

7.10 Lock Nodes

WAVENET-FUNKNETZWERK 3065

WaveNet Lock Nodes bilden die Schnittstelle zwischen dem WaveNet und den im Digitalen

Schließ- und Organisationssystem 3060 enthaltenen Schließungen (z.B.

Schließzylinder, Smart Relais usw.).

Sie besitzen immer:

Lock Node

mit Gehäuse

• eine spezielle B-Feld Schnittstelle, über welche die Kommunikation zu den

SimonsVoss Schließungen erfolgt (z.B. Schließzylinder, Steuereinheiten/Smart

Relais, Möbelschlösser, usw.)

• eine Funkschnittstelle (868 MHz), um die Datenübertragung zu den WaveNet

Nodes zu gewährleisten (z.B. WaveNet Router Nodes, WaveNet Repeater Nodes

oder WaveNet Central Nodes) oder

• eine RS485-Schnittstelle und Anschluss für eine externe Spannungsversorgung,

zum Betrieb in einem „verkabelten WaveNet“ (WN.LN.C)

WaveNet Lock Nodes können im System immer nur einer digitalen Schließung zugeordnet

werden (z.B. Schließzylinder oder Smart Relais oder Möbelschloss, usw.). Der

Abstand zwischen dem WaveNet Lock Node und einem digitalen Zylinder/Möbelschloss

darf dabei maximal 30 cm betragen. Zwischen Lock Node und

Smart Relais ist ein Mindestabstand von 40 cm zu berücksichtigen. Empfohlen wird

eine Kabelverbindung zwischen beiden Komponenten mit WN.KAB.WIRED-BF, in

diesem Fall ist kein Mindestabstand zu berücksichtigen (nur mit SREL.ADV).

WaveNet Lock Nodes sind in einem Funknetzwerk batteriebetrieben und können

somit völlig verkabelungsfrei in das SimonsVoss WaveNet integriert werden. Somit ist

ein Einsatz des Systems ideal geeignet für die nachträgliche Installation innerhalb eines

Gebäudes.

Bei der verkabelten Variante des Lock Nodes (WN.LN.C) sind Anschlüsse für den

RS485 Bus sowie Anschlüsse für die externe Spannungsversorgung vorhanden

(siehe 7.9).

Um den Einbauaufwand so gering wie möglich zu halten, ist das Gehäuse des Wave-

Net Lock Nodes für den Einbau in eine Standardunterputzdose (60 mm tief,

55 mm Ø) nach DIN 49073 Teil1 vorgesehen (z.B. zum Einbau in eine Lichtschalterleiste).


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WAVENET-FUNKNETZWERK 3065

Hinweis: Es wird empfohlen, eine leere Hohlwand-/Schalterdose zu projektieren/installieren.

Dies dient zur räumlichen Trennung zwischen Lock Node und der

Schaltereinheit. Eine Schaltereinheit z.B. Dimmer oder geschaltete elektronische Vor-

schaltgeräte (EVG) können sich negativ auf die Kommunikation zwischen Lock Node

und Schließung auswirken.

Des Weiteren dürfen keine Schaltnetzteile (z.B. als Energieversorgung für die Lock

Nodes) verwendet werden. Abstand Schaltnetzteil zu Lock Node/Router Node ≥ 2 m.

Bei einigen Schalterprogrammen steht aufgrund der Abdeckungsbefestigung weniger

Platz zur Verfügung.

LockNode Inputs/ Output:

Jeder WaveNet Lock Node verfügt zudem über einen Ausgang und drei Eingänge

z.B. für Türüberwachung (außer WN.LN.O.I/O)

Die drei Eingänge ermöglichen die Anschaltung von bis zu drei externen potenzialfreien

Kontakten. Dies erlaubt eine zentrale Überwachung von z.B. Tür- oder Riegelkontakten

– aber auch von Bewegungsmeldern, Lichtschranken, etc. – über das

WaveNet Netzwerk.

Die Zustände angeschalteter Kontakte können jederzeit vom zentralen Rechner

abgefragt (gepollt) werden, Änderungen an den Kontakten (Events) können aber

auch – bei entsprechender Konfiguration des Lock Nodes – automatisch an die Zentrale

gemeldet werden.

Der Ausgang dient zur Signalweitergabe an Fremdsysteme wie z.B. Signalgeber,

Heizung, Licht, usw. Der Ausgang wird durch einen elektronischen Schalter (Open

Drain) realisiert, der bis zu 25 V und bis zu 650 mA schalten kann.

Für die optionale Anschaltung der I/Os steht ein 6-poliges farbkodiertes Kabel zur

Verfügung (WN.LN.SENSOR.CABLE) Das Kabel wird in die mit „sensor“ bezeichnete

Buchse auf dem Lock Node gesteckt. Für Überwachungsaufgaben können bis zu drei

potenzialfreie Kontakte jeweils zwischen der grünen „In-Common“ Leitung und einer

der farbigen (rosa, grau, gelb) Leitungen angeschlossen werden (siehe Abbildung)

Kontakt 1

Kontakt 2

Kontakt 3

Input 1, rosa

Input 2, grau

Input 3, gelb

In-Common, grün


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WAVENET-FUNKNETZWERK 3065

In der LDB-, bzw. LSM-Benutzeroberfläche hat ein offener Kontakt den Wert 0, ein

geschlossener Kontakt den Wert 1. Wird z.B. in der Zeichnung oben Kontakt 1 zur

Türüberwachung benutzt, so erzeugt eine sich öffnende Tür ein Event: „Input1 Übergang

von 1 auf 0“, wenn Kontakt 1 bei geschlossener Tür geschlossen und bei geöffneter

Tür geöffnet ist.

Der Ausgang wird intern durch einen Transistor in Open-Collector Schaltung realisiert.

Für den Anschluss an externe Geräte (z.B. Summer) stehen die weiße und die

braune Leitung zur Verfügung. Dabei gilt: Out = braun, Masse = weiß.

Anschlussbeispiel für eine mögliche Output Beschaltung:


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WAVENET-FUNKNETZWERK 3065

8.0 NETZWERK STRUKTUR MIT LSM.

GUI

(Graphisches

User Interface)

GUI

(Graphisches

User Interface)

GUI

(Graphisches

User Interface)

Internet / Intranet

(TCP/IP)

PC mit

Kommunikations

knoten

(CommNode)

RS232

USB

WN.CN.SR

WN.CN.SR oder

WN.CN.UR

oder

WN.CN.UR

868 MHz

WN.RN.R

WN.RN.R

WN.RN.R

868 868

MHz

MHz

Funk- Funk

Funk-

Router

Router

868 MHz

Über die oben abgebildete Netzwerkstruktur können unterschiedliche Nutzer mit individuellen

Rechten mit Hilfe der SimonsVoss WaveNet Kommunikationsknoten-Software

(CommNode) und der GUI (Graphisches User Interface) über das Internet/

Intranet auf einen gemeinsamen Server zugreifen. Dieser arbeitet als so genannter

Kommunikationsknoten und ist über ein RS232-Kabel oder USB-Kabel mit dem WaveNet

Central Node verbunden.

Im oben gezeigten Beispiel kommuniziert der am Server angeschlossene WaveNet

Central Node über Funk (868 MHz) direkt mit einem Lock Node, der wiederum über

Funk (25 kHz) mit der digitalen Komponente (Schließzylinder) Daten austauscht.

Alle anderen Lock Nodes liegen im oben gezeigten Beispiel außerhalb der Funkreichweite

des WaveNet Central Nodes und werden daher auf indirektem Wege über

einen WaveNet Router Node angesprochen.

Obige Struktur lässt sich elegant mit der multiuser- und mandantenfähigen, datenbankbasierten

LSM Schließanlagenadministrationssoftware von SimonsVoss realisieren.

Im oben gezeigten Beispiel gibt es allerdings nur einen einzigen CommNode und

somit auch nur einen einzigen Central Node mit lokalem Subnetzwerk. Tatsächlich

können nahezu beliebig viele CommNodes im Intranet bzw. Internet verteilt werden.

So lässt sich beispielsweise ein “Filialbetrieb” realisieren, d.h. von einer Zentrale aus

können via Intranet/Internet beliebig viele Filialen mit lokalen Central Nodes und daran

hängenden Subnetzwerken angesprochen werden.

LN

LN

LN

LN

25kHz


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WAVENET-FUNKNETZWERK 3065

In der LSM können nahezu beliebig viele WaveNet Ethernet Router WN.RN.E(X)

bzw. WaveNet WLAN Router (Wireless Local Area Network) WN.RN.W(X) in ein

kundenseitiges Computernetzwerk (LAN bzw. WLAN) integriert werden. Der Installationsaufwand

eines Backbones (RS485 Bus-Verkabelung) entfällt, ist aber möglich,

zu Orten wo kein Ethernet/WLAN vorhanden ist.

Der WN.RN.E(X) ist PoE fähig (Power over Ethernet). Falls PoE genutzt wird, ist eine

so genannte Midspan Power-Einspeisung erforderlich z.B. Phihong PSA 16 U.

Natürlich kann der WN.RN.E(X) sowie alle WN.RN.(XX) alternativ mit einem Steckernetzteil

betrieben werden. � WN.POWER.SUPPLY.PPP (nicht im Lieferumfang!).

Die sehr viel einfacher zu installierende (und entsprechend einfacher zu beherrschende)

dateibasierte LDB Schließanlagenadministrationssoftware von SimonsVoss

erlaubt auch eine unmittelbare Integration des Übertragungsmediums Intranet/ Internet.

Hierzu wird ein WaveNet RouterNode in das kundenseitige LAN angeschlossen

und mittels LDB bzw. Zusatzsoftware (Digi Connect) konfiguriert (siehe Handbuch

WN.RN.E(X)). Es lassen sich maximal vier WaveNet Router, in einer LDB verwalten,

wobei jedoch nur einer aktiviert sein kann. � gilt für WN.RN.E(X) und WN.RN.W(X)

Netzwerke werden in Segmente aufgeteilt. Dabei kann ein WaveNet Central Node bis

zu 252 Segmente bedienen, wobei jedes Segment bis zu 250 WaveNet Lock Nodes/

WaveNet Router Nodes besitzen kann.

Hinweis: Arbeitet man mit der LSM Software, so ist eine Aufteilung zwischen

2030/30 und 250/250 (Segmente/ Lock Nodes pro Segment) möglich. Bei der Projektierung

kann so entschieden werden, ob mehr Segmente oder mehr Lock Nodes pro

Segment zur Verfügung stehen sollen.

9.0 SICHERHEIT.

Da das WaveNet kritische Daten erfasst und protokolliert, muss es zuverlässig vor

unberechtigten Zugriffen geschützt werden. Dies stellt bezüglich Informationssicherheit

und Manipulationssicherheit höchste Ansprüche an das System.

9.1 Sichere Kommunikation zwischen den WaveNet Nodes

Die Netzwerkkommunikation wird gegen das Abhören und Monitoren von Daten

durch eine aufwändige Kryptografie geschützt.


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WAVENET-FUNKNETZWERK 3065

9.2 Automatisches Prüfen der einzelnen Systemkomponenten

Da die einzelnen Komponenten über weite Teile eines Gebäudes verteilt installiert

sein können, muss automatisch eine Funktionsstörung, Manipulation und das Öffnen

einer Tür erkannt und an den Steuer-PC gemeldet werden können.

Wichtig: Soll eine Tür mit einer Türüberwachung ausgestattet werden, so muss diese

wenigstens mit einem Türkontakt, der den Öffnungszustand erkennt, ausgestattet

werden!

9.3 Alarme

Alarme sind Meldungen, auf die unmittelbar reagiert werden muss (z.B. Einbruch,

Brand). Das WaveNet eignet sich nicht als Ersatz von Brand- oder Einbruchmeldeanlagen!

10.0 BATTERIEWARNUNG.

Sollte die für die Versorgung der Lock Nodes notwendige Spannung der im Lock

Node eingesetzten Batterien einen bestimmten Wert unterschreiten, so kann es zu

Kommunikationsstörungen sowohl zwischen dem Lock Node und der dazugehörigen

Schließung, als auch zwischen dem Lock Node und einem Router Node (WaveNet

Router Node, WaveNet Central Node), kommen.

Sollten diese Störungen auftreten, wird hinter der jeweiligen Schließung das dazugehörige

„N“ rot dargestellt (Kommunikationsstörung). Sollte das rote „N“ auch nach

Protokollwiederholungen nicht gelb oder blau werden, sollte überprüft werden, ob die

Batterie zu tauschen ist.

11.0 NETZWERK „N“/„W“.

In der LDB/LSM werden Schließungen/Türen mit einem „N“/„W“ gekennzeichnet,

wenn sie mit einem Lock Node ausgestattet sind. Folgende farbigen „N’s“/„W’s“ stehen

zur Unterscheidung des Status zur Verfügung.

Rotes „N“/„W“: Keine Verbindung zum Lock Node.

Gelbes „N“/„W“: Verbindung zum Lock Node aber nicht zur Schließung (evtl. Tür

geöffnet)

Blaues „N“/„W“: Verbindung zum Lock Node und zur Schließung


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WAVENET-FUNKNETZWERK 3065

12.0 WECHSEL DER LOCK NODE BATTERIEN.

Um die Batterien des Lock Nodes zu wechseln, muss dieser seiner entsprechenden

Einbauposition (z.B. Unterputzdose) entnommen und der rückseitige Deckel abgeschraubt

werden.

Die Lageposition der beiden Batterien ist im Batteriefach eindeutig gekennzeichnet.

Es dürfen nur von SimonsVoss freigegebene Batterien verwendet werden.

Beim Einlegen der neuen Batterien bitte auf die Leuchtdiode achten. Unmittelbar

nach Einlegen der ersten neuen Batterie in das leere Batteriefach muss die LED

2-mal kurz aufblinken. Dann ist der Knoten betriebsbereit (Power-On Reset). Leuchtet

die LED nicht auf, dann bitte die Batterie wieder herausnehmen, Batteriekontakte des

LN kurzschließen und anschließend Batterien wieder einlegen.

13.0 INSTALLATION VON WAVENET LOCK NODES.

Der Abstand zum Schließzylinder muss so

klein wie möglich gehalten werden. Es ist

aber ein Mindestabstand von 3 cm zur Zarge

einzuhalten.

Die max. Entfernung zwischen WaveNet Lock

Node und Schließzylinder beträgt 30 cm. Der

Mindestabstand beträgt 10 cm.

Der WaveNet LockNode sollte in

Höhe des Schließzylinders

angebracht werden. (Einbau

vorzugsweise in Standard-

Unterputzdose und

Lichtleistenrahmen mit

Blindabdeckung

• Die Funkreichweiten von RN’s und LN’s sind in der Regel dann optimal, wenn

Router Nodes so montiert werden, dass die Antenne vertikal nach oben (oder

unten) zeigt. Der „Init-Taster“ auf dem Lock Node sollte immer zum digitalen

Zylinder zeigen. Wird der Lock Node z.B. rechts neben den Zylinder installiert,

so erscheint das SimonsVoss Logo auf dem „Kopf“ stehend!


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WAVENET-FUNKNETZWERK 3065

14.0 VISUALISIERUNG DER BETRIEBSZUSTÄNDE, ANZEIGE DER

LED’S.

14.1 WN.RN.(XX), WN.LN.C

� Power-On Reset: 2 x kurz rot blinken

� Linkqualität zwischen zwei WN.RN.R durch Tasterbetätigung auf Baseboard:

1-2-mal blinken der Signal LED � Sende- und Empfangsleistung schlecht.

3-4-mal blinken der Signal LED � Sende- und Empfangsleistung in Ordnung.

5-6-mal blinken der Signal LED � Sende- und Empfangsleistung optimal.

14.2 WN.RN.R, WN.CN.(X)R, WN.RN.ER

� Wenn die grüne LED langsam blinkt ist der Horchmodus aktiv oder

� Schnell blinkt, dann ist eine Kommunikation zum Lock Node gegeben.

� Rote LED aus.

14.3 Knotendefekt (durch Selbsttest)

� Rotes Dauerleuchten: Hardwaredefekt

14.4 WN.RN.(X)C, WN.CN.(X)C: Master

� Rotes Flackern, grüne LED aus: Keinen Segment Slave gefunden (Kabel ist defekt

oder kein funktionsfähiger Slave.

14.5 WN.RN.C(X), WN.LN.C: Slave

� Rotes Flackern, grüne LED aus: Keinen Segment Master gefunden (Kabel ist defekt

oder kein funktionsfähiger Master.

Für 14.4-5 gilt: Flackern beide LEDs ist alles in Ordnung!


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14.6 WN.LN

WAVENET-FUNKNETZWERK 3065

� Power-On Reset: 2 x kurz rot blinken.

� Batteriezustand (nach Power On Reset):

� 1 x mal kurz rot blinken � Batterien voll geladen

� 1 x mal lang rot blinken � Batterien kritisch

� 1 x mal Dauerleuchten > vier Sekunden � Batterie entladen

� Linkqualität zwischen WN.(X)N.(X)R und Lock Node durch Tasterbetätigung auf

Baseboard Lock Node:

14.7 WN.RN.CC

1-2-mal blinken der Signal LED � Sende- und Empfangsleistung schlecht.

3-4-mal blinken der Signal LED � Sende- und Empfangsleistung in Ordnung.

5-6-mal blinken der Signal LED � Sende- und Empfangsleistung optimal.

� Power-On Reset: Gelbe LED leuchtet.

� Upstream Datenverkehr (Richtung Master): Grüne LED leuchtet.

� Downstream Datenverkehr (von Master): Dunkelgrüne LED leuchtet.

14.8 WN.CN.U(X)

� USB korrekt erkannt und Power-On Reset: Gelbe LED leuchtet.

� Wenn die grüne LED langsam blinkt ist der Horchmodus aktiv oder

� Schnell blinkt, dann ist eine Kommunikation zum Lock Node gegeben.

� Rote LED aus.

14.9 WN.RP.CC

� Spannung vorhanden: Gelbe LED leuchtet.

� Upstream Datenverkehr: Grüne LED leuchtet.

� Downstream Datenverkehr: Dunkelgrüne LED leuchtet.


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15.0 TECHNISCHE DATEN.

15.1 WaveNet Steckernetzteile

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Bestellnummer WN.POWER.SUPPLY.PPP

Beschreibung Externes geregeltes 230V AC / 9V DC / 250 mA

Steckernetzteil für WaveNet Central Node, WaveNet Repeater

Node & WaveNet Router Node (PPP = Plug Power Pack)

Bestellnummer WN.POWER.SUPPLY.LNC

Beschreibung Externes geregeltes 230V AC / 24V DC / 1,25A

Steckernetzteil nur für WN.LN.C, WN.RP.CC, WN.RN.E(X) und

WN.RN.W(X) mit verschiedenen Netzadaptern UK/US/AU

15.2 WaveNet Central Node, RS232-Verbindungskabel

Bestellnummer WN.CN.RS232.Cable

Beschreibung RS232-Verbindungskabel zwischen PC und WaveNet

Central Node

Länge 2 m

Anmerkung: Die Darstellungen der ab 15.3 gezeigten Gehäuse können vom Original

abweichen!

15.3 WaveNet Central Node, RS232- / RS 485-Schnittstelle

Bestellnummer WN.CN.SC

Beschreibung WaveNet Central Node zum Anschluss an einen PC/Server.

Central Node mit integrierter RS485 Schnittstelle für Backbone

Abmessungen (L*B*H) 100x65x40 mm (gilt für alle Router ohne Antenne)

Spannungsversorgung 9V ... 12 V DC geregeltes Steckernetzteil

Leistung

(für alle Router)

Min. 3 VA (250 mA bei Dauerlast*)

* - Stromspitze bei Terminierung beider Enden im Backbone


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WAVENET-FUNKNETZWERK 3065

15.4 WaveNet Central Node, USB- / RS485-Schnittstelle

Bestellnummer WN.CN.UC

Beschreibung WaveNet Central Node zum Anschluss an einen PC/Server.

Central Node mit integrierter RS485 Schnittstelle für Backbone

Abmessungen (L*B*H) 100x65x40 mm (gilt für alle Router ohne Antenne)

Spannungsversorgung Vom USB-Port

Leistung Min. 3 VA (250 mA bei Dauerlast*)

* - Stromspitze bei Terminierung beider Enden im Backbone

15.5 WaveNet Central Node, RS232- / 868 MHz-Schnittstelle

Bestellnummer WN.CN.SR

Beschreibung WaveNet Central Node mit 868 MHz Funkschnittstelle

und externer Antenne

Abmessungen (L*B*H) 100 x 65 x 40 mm bzw.

100 x 65 x 130 mm (mit Antenne)

Spannungsversorgung 9V ... 12 V DC geregeltes Steckernetzteil

Leistung Min. 3 VA (250 mA bei Dauerlast)

Für alle Router mit Funkmodul:

Maximale

Sendeleistung

5 dBm (3,16 mW) an Antennenbuchse

Sensitivität -90 dBm bei 19,2 kBaud

Frequenzband

Stromaufnahme im

868 MHz

Empfangsmodus 12 mA bei 9 V


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WAVENET-FUNKNETZWERK 3065

15.6 WaveNet Central Node, USB- / 868 MHz-Schnittstelle

Bestellnummer WN.CN.UR

Beschreibung WaveNet Central Node mit 868 MHz Funkschnittstelle

und externer Antenne

Abmessungen (L*B*H) 100 x 65 x 40 mm bzw.

100 x 65 x 130 mm (mit Antenne)

Spannungsversorgung Vom USB Port

Leistung Min. 3 VA (250 mA bei Dauerlast)

Für alle Router mit Funkmodul:

Maximale

Sendeleistung

5 dBm (3,16 mW) an Antennenbuchse

Sensitivität -90 dBm bei 19,2 kBaud

Frequenzband

Stromaufnahme im

868 MHz

Empfangsmodus 12 mA bei 9 V

15.7 WaveNet Router Node zur Segmenterweiterung RS485

Bestellnummer WN.RN.CC

Beschreibung WaveNet Router Node als RS485-Router mit zwei RS485-

Schnittstellen zur Segmenterweiterung

inkl. Anschlußklemme für externes Steckernetzteil

Abmessungen (L*B*H)

100 x 65 x 40 mm

Spannungsversorgung 9V ... 12 V DC geregeltes Steckernetzteil

Leistung

(für alle Router)

Min. 3 VA (250 mA bei Dauerlast*)

* - Stromspitze bei Terminierung beider Enden im Backbone


Seite 32

15.8 WaveNet Router Node 868 MHz

WAVENET-FUNKNETZWERK 3065

Bestellnummer WN.RN.R

Beschreibung WaveNet Router Node mit 868 MHz-Funkmodul. Inkl. Anschlussklemmen

für externes Steckernetzteil sowie externer

Sende- und Empfangsantenne

Abmessungen (L*B*H) 100 x 65 x 40 mm bzw.

100 x 65 x 130 mm (mit Antenne)

Frequenzband 868 MHz

Spannungsversorgung 9V ... 12 V DC geregeltes Steckernetzteil

Leistung

(für alle Router)

15.9 WaveNet Repeater

Min. 3 VA (250 mA bei Dauerlast*)

* - Stromspitze bei Terminierung beider Enden im Backbone

Bestellnummer WN.RP.CC

Beschreibung WaveNet RS485-Repeater mit zwei RS485-Schnittstellen zur

Erhöhung der Leitungslänge

inkl. Anschlußklemme für externes Steckernetzteil

Abmessungen (L*B*H)

100 x 65 x 40 mm

Spannungsversorgung 9V ... 40 V DC geregeltes Steckernetzteil

Leistung

(für alle Router)

Min. 3 VA (250 mA bei Dauerlast*)

* - Stromspitze bei Terminierung beider Enden im Backbone


Seite 33

WAVENET-FUNKNETZWERK 3065

15.10 WaveNet Router Node als Umsetzer RS485/868 MHz

Bestellnummer WN.RN.CR

Beschreibung WaveNet Router Node als Umsetzer zwischen RS 485-

Schnittstelle und der 868 MHz- Schnittstelle zur Nutzung des

Router Nodes als Backbone, inkl. Anschlussklemmen für externes

Steckernetzteil sowie externer Sende- und Empfangsantenne

Abmessungen (L*B*H) 100 x 65 x 40 mm bzw.

100 x 65 x 130 mm (mit Antenne)

Frequenzband 868 MHz

Spannungsversorgung 9V ... 12 V DC geregeltes Steckernetzteil

Leistung

(für alle Router)

Min. 3 VA (250 mA bei Dauerlast*)

* - Stromspitze bei Terminierung beider Enden im Backbone

15.11 WaveNet Router Node als Umsetzer 868 MHz/RS485

Bestellnummer WN.RN.RC

Beschreibung WaveNet Router Node als Umsetzer zwischen 868 MHz und

der RS 485-Schnittstelle zur Nutzung des Router Nodes als

Backbone, inkl. Anschlussklemmen für externes Steckernetzteil

sowie externer Sende- und Empfangsantenne

Abmessungen (L*B*H) 100 x 65 x 40 mm bzw.

100 x 65 x 130 mm (mit Antenne)

Spannungsversorgung 9V ... 12 V DC geregeltes Steckernetzteil

Leistung

(für alle Router)

Min. 3 VA (250 mA bei Dauerlast*)

* - Stromspitze bei Terminierung beider Enden im Backbone


Seite 34

WAVENET-FUNKNETZWERK 3065

15.12 WaveNet Router Node als Umsetzer Ethernet/RS485

Bestellnummer WN.RN.EC

Beschreibung WaveNet Router Node als Umsetzer zwischen Ethernet-

Schnittstelle (TCP/IP) und der RS485- Schnittstelle zur Nutzung

des Router Nodes als Backbone, inkl. Anschlussklemmen

für externes Steckernetzteil

Abmessungen (L*B*H) 100 x 65 x 40 mm bzw.

100 x 65 x 130 mm (mit Antenne)

Frequenzband 868 MHz

Spannungsversorgung 9V ...48 V DC geregeltes Steckernetzteil

Leistung

(für alle Router)

Min. 3 VA (250 mA bei Dauerlast*)

* - Stromspitze bei Terminierung beider Enden im Backbone

15.13 WaveNet Router Node als Umsetzer Ethernet/868 MHz

Bestellnummer WN.RN.ER

Beschreibung WaveNet Router Node als Umsetzer zwischen Ethernet-

Schnittstelle (TCP/IP) und der 868 MHz-Schnittstelle. Inkl. Anschlussklemmen

für externes Steckernetzteil sowie externer

Sende- und Empfangsantenne

Abmessungen (L*B*H) 100 x 65 x 40 mm bzw.

100 x 65 x 130 mm (mit Antenne)

Frequenzband 868 MHz

Spannungsversorgung 9V ... 48 V DC geregeltes Steckernetzteil

Leistung

(für alle Router)

Min. 3 VA (250 mA bei Dauerlast*)

* - Stromspitze bei Terminierung beider Enden im Backbone


Seite 35

WAVENET-FUNKNETZWERK 3065

15.14 WaveNet Router Node als Umsetzer WLAN/RS485

Bestellnummer WN.RN.WC

Beschreibung WaveNet Router Node als Umsetzer zwischen WLAN-

Schnittstelle (TCP/IP) und der RS485- Schnittstelle zur Nutzung

des Router Nodes als Backbone, inkl. Anschlussklemmen für

externes Steckernetzteil

Abmessungen (L*B*H) 100 x 65 x 40 mm bzw.

100 x 65 x 130 mm (mit Antenne)

Frequenzband 868 MHz

Spannungsversorgung 9V ... 48V DC geregeltes Steckernetzteil

Leistung

(für alle Router)

15.15 WaveNet Router Node als Umsetzer WLAN/868MHz

Min. 3 VA (250 mA bei Dauerlast*)

* - Stromspitze bei Terminierung beider Enden im Backbone

Bestellnummer WN.RN.WR

Beschreibung WaveNet Router Node als Umsetzer zwischen WLAN-

Schnittstelle (TCP/IP) und der 868 MHz-Schnittstelle. Inkl. Anschlussklemmen

für externes Steckernetzteil sowie externer

Sende- und Empfangsantenne

Abmessungen (L*B*H) 100 x 65 x 40 mm bzw.

100 x 65 x 130 mm (mit 2x Antenne)

Frequenzband 868 MHz

Spannungsversorgung 9V ... 48 V DC geregeltes Steckernetzteil

Leistung

(für alle Router)

Min. 3 VA (250 mA bei Dauerlast*)

* - Stromspitze bei Terminierung beider Enden im Backbone


Seite 36

15.16 WaveNet Lock Node

WAVENET-FUNKNETZWERK 3065

Bestellnummer WN.LN

Beschreibung Batteriebetriebener WaveNet Lock Node

(Knoten für PC-Vernetzung der digitalen Komponenten) mit

3 Eingängen und einem Ausgang

Abmessungen (H x ∅) 37 mm x 53 mm

Spannungsversorgung 2 Batterien CR2/3AA, Lithium 3,6 V Fa. Tadiran, SL761

Stromverbrauch Funk Senden: 32 mA;

Funk Empfangen: 18 mA;

Stromverbrauch ohne Datenverkehr: ca. 20 µA

Hinweis: abhängig von Datenverkehr- und HF-Störungsdichte

Maximale

Sendeleistung ca. 1 mW

Sensitivität -95 dBm

Frequenzband 868 MHz

Eingang (3x) Potenzialfrei

(Stromimpuls ca. 35 µA für 1ms alle 0,5 sec)

Ausgang

(Open Drain)

Batterielebensdauer ca. 6 Jahre

Maximale Schaltspannung: 25 V DC

Maximaler Einschaltstrom: 2 A

Dauerstrom: 650 mA

Innenwiderstand (AN): 0,5 Ω

Bestellnummer WN.LN.O.I/O

Beschreibung Batteriebetriebener WaveNet Lock Node

(Knoten für PC-Vernetzung der digitalen Komponenten) ohne

Eingänge und Ausgang

Abmessungen (H x ∅) 37 mm x 53 mm

Spannungsversorgung 2 Batterien CR2/3AA, Lithium 3,6 V Fa. Tadiran, SL761

Stromverbrauch Funk Senden: 32 mA;

Funk Empfangen: 18 mA;

Stromverbrauch ohne Datenverkehr: ca. 20 µA

Hinweis: abhängig von Datenverkehr- und HF-Störungsdichte

Maximale

Sendeleistung ca. 1 mW

Sensitivität -95 dBm

Frequenzband 868 MHz

Batterielebensdauer ca. 6 Jahre


Seite 37

WAVENET-FUNKNETZWERK 3065

Bestellnummer WN.LN.C

Beschreibung WaveNet Lock Node mit RS485 Schnittstelle zur Nutzung im

„verkabelten“ WaveNet.

(Knoten für PC-Vernetzung der digitalen Komponenten) mit

3 Eingängen und einem Ausgang

Abmessungen (H x ∅) 37 mm x 53 mm

Spannungsversorgung Anschlussklemmen für externe Energieversorgung 6-24 V DC

Stromverbrauch Siehe unten � Netzteildimensionierung

Stromverbrauch ohne Datenverkehr: ca. 20 µA

Maximale

Sendeleistung ca. 1 mW

Sensitivität -95 dBm

Frequenzband 868 MHz

Eingang (3x) Potenzialfrei

(Stromimpuls ca. 35 µA für 1ms alle 0,5 sec)

Ausgang

(Open Drain)

Maximale Schaltspannung: 25 V DC

Maximaler Einschaltstrom: 2 A

Dauerstrom: 650 mA

Innenwiderstand (AN): 0,5 Ω

Hinweis zur Netzteildimensionierung für WN.LN.C:

Es kann ein kalkulatorischer Wert von 15 mA pro Lock Node veranschlagt werden.

15 mA (0,015 A) x Anzahl Lock Node = Gesamtstrom � siehe 15.1


LON - Netzwerk 3065

Stand: September 2006


Seite 2

LON – Netzwerk 3065

1.0 Einleitung.......................................................................................4

1.1 Allgemeine Hinweise........................................................................... 4

1.1.1 Anbindung mit LPI-10 (Version: offene Platine mit

externem Steckernetzteil) ................................................................... 5

1.1.2 Anbindung mit LPI-10 Compact ......................................................... 5

2.0 Die Software ..................................................................................6

3.0 CentralNode...................................................................................7

3.1 Funktionsweise.................................................................................... 7

3.2 Anschluss des CentralNodes............................................................. 7

4.0 LockNode.......................................................................................8

4.1 Funktionsweise.................................................................................... 8

4.2 Einbauanleitung................................................................................... 8

4.3 Antennenauslagerung......................................................................... 9

4.4 Eingänge und Ausgänge des LockNodes ....................................... 11

5.0 LPI-10 ...........................................................................................11

5.1 Allgemeine Warnhinweise ................................................................ 11

5.1.1 Gefahr durch elektrischen Schlag ................................................... 12

5.2 LPI-10 (Version: offene Platine mit externem Steckernetzteil) ...... 12

5.2.1 Funktionsweise................................................................................. 12

5.2.2 Einbauanleitung................................................................................ 13

5.3 LPI-10 Compact (Version: Kompaktbauweise mit bauseitiger

230V Einspeisung.............................................................................. 14

5.3.1 Installation ......................................................................................... 14

5.3.2 Funktonsweise .................................................................................. 15

5.3.3 Einbauanleitung................................................................................. 15

6.0 Router...........................................................................................16

6.1 Funktionsweise.................................................................................. 16

6.2 Einbauanleitung................................................................................. 17

6.3 Einbaubeispiel ................................................................................... 18


Seite 3

LON – Netzwerk 3065

7.0 Repeater.......................................................................................19

7.1 Funktonsweise .................................................................................. 19

7.2 Einbauanleitung................................................................................. 19

8.0 Terminatoren ...............................................................................19

9.0 Netzwerkkabel .............................................................................20

9.1 Allgemein ........................................................................................... 20

9.2 Kabelverlegung ................................................................................. 20

9.3 Kabeltypen ......................................................................................... 20

9.4 Busförmige Verkabelung (Beispiel)................................................. 21

9. Sternförmige Verkabelung (Beispiel)............................................... 21

9.6 Topologielose Verkabelung (Beispiel)............................................. 22

10.0 Planungsbeispiele.......................................................................23

10.1 Anbindung externer Gebäude über TwistedPair, Modem &

TCP/IP................................................................................................. 23

10.2 Netzwerk über Modem ...................................................................... 24

10.3 Netzwerk über Ethernet .................................................................... 24

11.0 Sicherheit.....................................................................................25

11.1 Sichere Kommunikation zwischen den Netzwerkknoten............... 25

11.2 Automatisches Prüfen der einzelnen Systemkomponenten ......... 25

11.3 Alarme ................................................................................................ 25

12.0 Antworten auf die häufigsten Fragen bezüglich Netzwerk......26

13.0 Datenblatt.....................................................................................28


Seite 4

1.0 Einleitung

LON – Netzwerk 3065

Im Folgenden wird bei den Komponenten (Schließzylinder, Steuereinheit, SmartRelais,

Blockschloss) des Systems 3060 immer von Schließung(en) und Türen gesprochen.

Sofern nicht ausdrücklich erwähnt, sind diese Angaben aber für alle anderen

Komponenten des Systems 3060 gültig.

Die Programmierung des Systems 3060 mit Laptop und SmartCD ist bis zu einer gewissen

Objektgröße, oder für Kunden mit einer geringen Anzahl von Türen zweckmäßig,

da hier in der Regel selten Änderungen an der Konfiguration der Schließungen

vorgenommen werden müssen.

Bei mittleren oder großen Objekten, bei denen Schlüsselverluste, das Zulassen neuer

Transponder oder Organisationsänderungen häufiger auftreten, bietet sich die Pflege

und Wartung der Schließanlage über das Netzwerk an. Dazu müssen aber nicht unbedingt

alle Türen vernetzt werden. Die gesamte Anlage kann dabei auch für den

Mischbetrieb (Vernetzung / Stand-Alone) ausgelegt werden.

In einem vernetzten System können nicht nur alle Wartungs- und Programmieraufgaben

von einem zentralen PC aus erledigt werden, sondern es ist ebenfalls möglich,

sich Überblick über den aktuellen Zustand des gesamten Netzwerks zu verschaffen.

Unter anderem können die Schließungs- und Türzustände wie z.B. Tür auf / Tür zu,

Tür verriegelt, Batteriewarnung, Zutrittsliste, Einbruchalarm, zentral abgefragt werden.

Dadurch ist es möglich, direkt von der Zentrale aus, auf ein Ereignis zu reagieren.

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass durch die Vernetzung das gesamte

Zutrittskontrollsystem von einem zentralen PC aus konfiguriert und überwacht

werden kann. Damit ist es dem Nutzer möglich, zeitnah auf kritische Zustände zu

1.1 Allgemeine Hinweise

Neben der digitalen Schließung wird in ca. 30 cm Abstand (abhängig von der jeweils

eingebauten Komponente, siehe Seite N7) ein so genannter LockNode gesetzt, der

den Funkkontakt zur Schließung hält. Die digitalen Schließungen müssen dazu nicht

zusätzlich verkabelt werden. Die Schnittstelle zwischen Computer und Netzwerk bildet

der CentralNode.


Seite 5

LON – Netzwerk 3065

� Vor Beginn der Montage der Komponenten sollte das Kabel auf Durchgang

und Kurzschluss getestet werden, um eventuelle Hardwaredefekte zu vermeiden.

1.1.1 Anbindung mit LPI-10 (Version: offene Platine mit externem Steckernetzteil)

Die Verbindung der LockNodes zum CentralNode erfolgt über eine Zweidraht-Leitung

(Twisted-Pair). Über die gleiche Leitung versorgt das LPI-10 (Version: offene Platine

mit externem Steckernetzteil) die LockNodes mit Spannung.

1.1.2 Anbindung mit LPI-10 Compact

Die Verbindung der LockNodes zum CentralNode erfolgt über eine Zweidraht-Leitung

(Twisted-Pair). Über die gleiche Leitung versorgt das LPI-10 (Version: Kompaktbauweise

mit bauseitiger 230V Einspeisung) die LockNodes mit Spannung.


Seite 6

2.0 Die Software

LON – Netzwerk 3065

Erfolgt die Verwaltung der Schließanlage über einen PC, so benötigen Sie lediglich

die Schließplansoftware LDB* 1 bzw. LSM* 2 . Für den Zugriff von mehreren Arbeitsplätzen

auf die Schließanlage bzw. den Schließplan, ist die Installation der LSM notwendig.

Im Netzbetrieb ermöglicht die LDB* 1 -Software Visualisierungs-, Filter-, Verschlüsselungs-,

Netzwerkmanagement- und Datenabgleichfunktionen. Es können sämtliche

Netzwerkkomponenten ausgelesen, geändert und überprüft werden. Die Installation

des Netzwerkes darf nur von geschultem Personal durchgeführt werden, um eine reibungslose

Funktion zu gewährleisten.

*1 LDB = Lock Data Base

*2 LSM = Locking System Management

Die Systemvoraussetzungen für die Schließplan LDB entnehmen Sie bitte dem Kapitel

„Inbetriebnahme“ der Software-Bedienungsanleitung.

� Die Systemvoraussetzungen für die LSM entnehmen Sie bitte dem Handbuch

LSM – Locking System Management.

Für den Betrieb des Netzwerkes 3065 wird in Abhängigkeit von der Netzwerkgröße

eine Lizenz benötigt. Diese gibt es in folgenden Staffelungen:

Für Netzwerk mit maximal 12 LockNodes

Für Netzwerk mit maximal 48 LockNodes

Für Netzwerk mit maximal 128 LockNodes

Für Netzwerk mit maximal 258 LockNodes

Für Netzwerk mit maximal 516 LockNodes

Für Netzwerk mit maximal 1032 LockNodes


Seite 7

3.0 CentralNode

3.1 Funktionsweise

LON – Netzwerk 3065

Der CentralNode stellt die Schnittstelle zwischen PC und Netzwerk dar. Pro Netzwerk

wird ein CentralNode benötigt.

☺ Bei Verwendung eines CentralNodes in Verbindung mit der LSM wenden Sie

sich bitte an Ihren Fachhandelspartner oder den Hersteller.

3.2 Anschluss des CentralNodes

Der CentralNode wird an eine freie serielle Schnittstelle (z.B. COM1) des PCs angeschlossen.

Das zum Programmieren der Transponder benötigte SmartCD wird an eine

andere freie Schnittstelle des PCs (z.B. COM2) angeschlossen. Steht nur eine

Schnittstelle zur Verfügung, so kann abwechselnd das SmartCD und der CentralNode

angeschlossen werden, wobei in der Schließplan-Software angegeben werden muss,

welches Gerät gerade benutzt wird. An der RJ-45-Buchse des CentralNodes wird das

mitgelieferte Anschlusskabel angeschlossen.

Die rote und blaue Leitung dieses Kabels stehen für die Verbindung mit dem hausinternen

Netzwerkkabel zur Verfügung, die schwarze Leitung des Kabels für die Erdung.

Um ein einwandfreies Funktionieren des Netzwerkes zu gewährleisten, muss

die schwarze Leitung mit dem Potentialausgleich der LPI-10 verbunden werden. Für

die Erdung kann die Schirmung des Kabels genutzt werden.

☺ Der CentralNode benötigt keine separate Spannungsversorgung. Diese wird

über das Netzwerkkabel vom LPI-10 bereitgestellt.


Seite 8

4.0 LockNode

4.1 Funktionsweise

LON – Netzwerk 3065

Der LockNode übernimmt sämtliche Programmieraufgaben im Netzwerk. Die Datenübertragung

zu den digitalen Komponenten erfolgt per Funk.

4.2 Einbauanleitung

Die LockNodes werden durch SimonsVoss vorkonfiguriert und mit Nummern (siehe

Bild Seite N6) versehen. Diese Nummern (GID: GroupID; MID: MemberID) werden in

den Bauplan des zu vernetzenden Gebäudes eingetragen. Bei der Installation ordnen

Sie die LockNodes in der Software anhand dieses Bauplanes zu. Die LockNodes dürfen

nicht vertauscht werden, da sonst keine Netzwerkverbindung zu den digitalen

Komponenten hergestellt werden kann.

Die LockNodes können in der Lichtleiste neben der Tür in eine handelsübliche Unterputz-

oder Hohlraumdose (ab 40 mm Tiefe) mit zugehöriger Blindabdeckung eingebaut

werden. Die Abschirmung des Netzwerkkabels sollte in den Unterputz- bzw.

Hohlraumdosen vollständig entfernt werden (nur sternförmige Verkabelung).

Bei der topologielosen Netzwerken und der BUS-Verkabelung sind die Schirme der

jeweiligen Netzwerkkabel so miteinander zu verbinden (externe Klemme oder Verlötung

jeweils mit Schrumpfschlauch), dass eine Schirmung über das gesamte Netzwerkkabel

gewährleistet ist.


Seite 9

LON – Netzwerk 3065

Am letzten LockNode der BUS-Verkabelung wird dann der Terminator eingesetzt und

dessen Massekabel (grün-gelb) mit dem Schirm (Abschirmung) oder Potenzialausgleich

verbunden.

Um eine ordnungsgemäße Funkübertragung zu gewährleisten, sind folgende Abstände

zwischen LockNode und digitaler Schließung einzuhalten:

minimal maximal

LockNode zum digitalen Schließzylinder 10 cm 30 cm

LockNode zur digitalen Steuereinheit 20 cm 100 cm

LockNode zum Smart Relais 50 cm 100 cm

LockNode zur Scharfschalteinheit 20 cm 100 cm

� Bei Abständen unter 20 cm zwischen LockNode und Steuereinheit bzw. 50 cm

zum Smart-Relais bitten wir Sie, Kontakt mit Ihrem Fachhändler oder dem

Hersteller aufzunehmen

� Die LockNodes müssen anhand des Lageplans, der bei der Planung erstellt

wurde, eingebaut werden. Der Plan bezeichnet die Lage der LockNodes unter

Angabe der Group- und Member-ID. Diese ist auf dem LockNode aufgedruckt.

Alle benötigten Drähte sind an der Klemmenleiste des LockNodes anzuschließen.

(Netzwerkkabelanschluss: Klemme 1 und 2. Die Polarität ist nicht relevant.)

4.3 Antennenauslagerung

Da bei Flügeltüren die Standard-Reichweite der LockNodes nicht ausreicht, muss in

diesem Fall ein LockNode mit ausgelagerter Antenne verwendet werden. Die ausgelagerte

Antenne wird in der Tür (in unmittelbarer Nähe des Zylinders) montiert und

über einen Kabelübergang an der Tür mit dem LockNode verbunden.

� Um eine ordnungsgemäße Funkübertragung zu gewährleisten, empfiehlt es

sich, eine Revisionsklappe aus Kunststoff in Höhe der Antenne vorzusehen.


Seite 10

LON – Netzwerk 3065

� Bei Benutzung von FH-Versionen lassen sich prinzipiell höhere Reichweiten

erzielen!

� Achten Sie darauf, dass das Kabel der ausgelagerten Antenne genau der benötigten

Länge entspricht. Das nicht benötigte Restkabel sollte deshalb immer

abgeschnitten werden.

Schließen Sie das Netzwerkkabel an den Klemmen

1 und 2 des LockNodes an. Benötigen Sie

aufgrund einer Flügeltür eine Antennenauslagerung,

so schließen Sie das Kabel der Antennenauslagerung

den Leitungsfarben entsprechend

an die Klemmen an.

Entfernen Sie beim Anschluss der ausgelagerten Antenne zusätzlich die vier Lötbrücken

(0Ω- Widerstände) auf der Platine des LockNodes. Ansonsten ist eine Funktion

des LockNodes mit ausgelagerter Antenne nicht möglich.

Lötbrücken (geschlossen)

� Bitte nutzen Sie zum Öffnen der Lötbrücken entsprechendes Werkzeug (regulierbarer

Lötkolben und Entlötsaugpumpe).

� Der Einbau sowie das Öffnen der Lötbrücken sollten nur durch Fachpersonal

geschehen.


Seite 11

LON – Netzwerk 3065

4.4 Eingänge und Ausgänge des LockNodes

Die Klemmen 3 bis 8 stehen für potentialfreie Eingänge bzw. einen Ausgang zur Verfügung.

Die Eingänge übertragen z.B. den Zustand von Tür- oder Riegelkontakt. Es

können aber auch externe Systeme, wie z.B. Bewegungsmelder, Lichtschranken,

usw. in das System eingebunden und somit auch deren Signale an den Zentralrechner

gemeldet werden. Der Ausgang dient zur Signalweitergabe an Fremdsysteme wie

z.B. Heizung, Licht, usw.

Für die Anschaltung von

Schaltern oder Kontakten

ohne eigene Stromversorgung

und ohne Masseverbindung

kann die interne

Speisung des Knotens verwendet

werden.

Achten Sie beim Anschließen

der Eingänge bzw. des Ausgangs

auf deren technische

Daten. Diese entnehmen Sie

bitte dem Datenblatt.

5.0 LPI-10

5.1 Allgemeine Warnhinweise

Die LPI-10 ist eine geregelte Stromversorgung, ausgelegt für den Einsatz am einphasigen

Wechselstromnetz. Des Weiteren handelt es sich hierbei um ein Einbaugerät

und ist somit in einem Verteilerkasten oder Schaltschrank einzubauen. Für die Installation

des Gerätes sind die einschlägigen DIN/VDE-Bestimmungen oder die länderspezifischen

Vorschriften zu beachten.

Der Anschluss der Versorgungsspannung muss gemäß VDE 0100 und VDE 0160

ausgeführt werden. Eine Schutzeinrichtung (Sicherung) und Trenneinrichtung der

Stromversorgung muss vorgesehen werden.

Der einwandfreie und sichere Betrieb dieses Gerätes setzt sachgemäßen Transport,

fachgerechte Lagerung, Montage und Installation voraus.


Seite 12

LON – Netzwerk 3065

5.1.1 Gefahr durch elektrischen Schlag

Beim Betrieb elektrischer Geräte stehen zwangsläufig bestimmte Teile dieser Geräte

unter gefährlicher Spannung. Unsachgemäßer Umgang mit diesen Geräten kann

deshalb zu Tod oder schweren Körperverletzungen sowie zu erheblichen Sachschäden

führen.

5.2 LPI-10

(Version: offene Platine mit externem Steckernetzteil)

5.2.1 Funktionsweise

Für jedes Segment des Netzwerkes ist zur

Speisung der LockNodes mindestens eine

LPI-10 erforderlich. Die LPI-10 benötigt des

weiteren eine separate Spannungsversorgung

von 48 Volt DC.

Dafür stehen, je nach Größe des Netzwerkes,

zwei Varianten zur Verfügung:

LPI-10 mit 48V Steckernetzteil für max. 40 LockNodes

LPI-10 mit 48V Steckernetzteil für max. 62 LockNodes

Bei größeren Netzwerken werden entsprechend mehrere LPI-10 Module verwendet.


Seite 13

5.2.2 Einbauanleitung

LPI-10 ist für den Einbau in Verteilerkästen

mit Hutschienen

vorgesehen. Zusätzlich benötigen

Sie eine Steckdose für das

Steckernetzteil der LPI-10. Je

nach baulicher Lage und Anzahl

der Gruppen können auch

mehrere Stromversorgungen

und Router in einem Verteilerkasten

untergebracht werden.

An diesen Klemmen schließen

Sie das Steckernetzteil an.

Achten Sie dabei auf die richtige

Polung (+/-). Diese ist auf

den Anschlussklemmen aufgedruckt.

Erden Sie die LPI-10 an

der mittleren Klemme.

LON – Netzwerk 3065

Hier schließen Sie das Netzwerkkabel

(TwistedPair) an.

Sie können auch ein Netzwerkkabel

zum Router (falls

vorhanden) legen. Dort

schließen Sie das Kabel an

den Anschlussklemmen 17

und 18 an. Vom Router aus

geht ein weiteres Netzwerkkabel

zu den LockNodes.

� Die LPI-10 ist in den einzelnen Segmenten so einzubauen, dass mindestens

eine Spannung von 35V DC an jedem LockNode anliegt. Der Einbauort ist also

abhängig von der Anzahl und der jeweiligen Verteilung der LockNodes im

entsprechenden Segment zu wählen.

� Sollte die Spannung von 35V DC an jedem LockNode mit einer LPI-10 nicht

gewährleistet werden können, muss in das Segment ein Repeater (inkl. Netzteil)

sowie eine weitere LPI-10 (inkl. Netzteil) eingebaut werden.

� Die LPI-10 verfügt werksmäßig über keinerlei Schutz bei Überspannungen.

Deshalb sollte bauseits dieser Schutz bereits vorgesehen werden.

� Bei der Inbetriebnahme der LPI-10 sowie des Netzwerkes ist darauf zu achten,

dass es sich bei der angelegten Netzspannung um eine Netzspannung

von 230V~ (+/- 10%) handelt. Höhere oder niedrigere Eingangsspannungen

an der LPI-10 können zu Störungen innerhalb des Netzwerkes führen.


Seite 14

LON – Netzwerk 3065

5.3 LPI-10 Compact

(Version: Kompaktbauweise mit bauseitiger 230V Einspeisung

5.3.1 Installation

Die LPI-10 darf nur von einem qualifizierten Fachmann montiert und verdrahtet werden,

der die allgemein gültigen Regeln der Technik und die jeweils gültigen Vorschriften

und Normen kennt und beachtet.

Das Gerät ist auf Normprofilschienen DIN EN 50022-35x15 und DIN 50022-35x7,5

aufschnappbar. Zum Aufschnappen das Gerät mit der Nase ① in die Hutschiene ③

einhängen und andrücken, bis die Feder ② einrastet (siehe nachfolgende Zeichnung).

Wenn das Aufschnappen zu schwer geht, Feder ② etwas lösen. Zur Demontage von

der Hutschiene mit Schraubendreher die Feder ② in Pfeilrichtung lösen und Gerät

abnehmen.

Das Gerät ist zwecks ordnungsgemäßer Wärmeabfuhr vertikal so zu montieren, dass

die Eingangs- und Ausgangsklemmen oben sind. Unterhalb und oberhalb des Gerätes

soll mindestens ein Freiraum von 5cm eingehalten werden, um die Luftzirkulation

nicht zu behindern.

� Vor Beginn der Installations- oder Wartungsarbeiten ist der Hauptschalter der

Anlage auszuschalten und gegen Wiedereinschalten zu sichern. Für Wartungsarbeiten

ist eine geeignete Trennvorrichtung zur Trennung vom Versorgungsstromkreis

vorzusehen. Zum Verdrahten verwenden Sie einen Schraubendreher

mit 3 mm Klingenbreite. Für die Klemmen brauchen Sie keine Aderendhülsen.

Sie können Leitungen bis zu einer Stärke von 1 x 2,5 mm 2 oder

2 x 1,5 mm 2 verwenden.


Seite 15

5.3.2 Funktionsweise

LON – Netzwerk 3065

Für jedes Segment des Netzwerkes ist zur Speisung der LockNodes mindestens eine

LPI-10 erforderlich.

Die LPI-10 (neue Bauweise) besitzt zum Anschluss der Spannungsversorgung drei

Klemmen:

Klemmen:

INPUT AC 230V:

L1: Anschluss 230V~

N: Anschluss 230V~

PE: Anschluss Potentialausgleich

OUTPUT BUS:

NET+: Anschluss Netzwerkkabel

NET-: Anschluss Netzwerkkabel

BRIDGE 1 + 2:

� bei topologielosem und sternförmigem Netzwerkaufbau ist der Anschluss „Bridge

1-2“ zu brücken

� bei Bustopologie darf dieser Anschluss nicht gebrückt werden

5.3.3 Einbauanleitung

Das LPI-10 ist für den Einbau

in Verteilerkästen mit Hutschienen

vorgesehen. Die

bauseitige Spannungsversorgung

ist an den dafür gekennzeichneten

Klemmen

einzuklemmen. Je nach baulicher

Lage und Anzahl der

Gruppen können auch mehrere

Stromversorgungen und

Router in einem Verteilerkasten

untergebracht werden.

An diesen Klemmen schließen

Sie die bauseitige Spannungsversorgung

von 230V~

an. Diese ist auf den Anschlussklemmen

aufgedruckt.

Erden Sie die LPI-10 an der

mit PE gekennzeichneten

Klemme.

Hier schließen Sie das Netzwerkkabel

(TwistedPair) an.

Bei BUS-Verkabelung bleibt

die Verbindung zwischen

„Bridge 1-2“ offen, ansonsten

muss hier eine Brücke eingesetzt

werden. Sie können

auch ein Netzwerkkabel zum

Router (falls vorhanden) legen.

Dort schließen Sie das

Kabel an den Anschlussklemmen

17 und 18 an. Vom Router

aus geht ein weiteres

Netzwerkkabel zu den Lock-

Nodes.


Seite 16

LON – Netzwerk 3065

� Die LPI-10 ist in den einzelnen Segmenten so einzubauen, dass mindestens

eine Spannung von 35V DC an jedem LockNode anliegt.

� Der Einbauort ist also abhängig von der Anzahl und der jeweiligen Verteilung

der LockNodes im entsprechenden Segment.

� Sollte die Spannung von 35V DC an jedem LockNode mit einer LPI-10 nicht

gewährleistet werden können, muss in das Segment ein Repeater (inkl. Netzteil)

sowie eine weitere LPI-10 Compact eingebaut werden.

� Die LPI-10 verfügt werksmäßig über keinerlei Schutz bei Überspannungen.

Deshalb sollte bauseits dieser Schutz bereits vorgesehen werden.

6.0 Router

6.1 Funktionsweise

Router benötigt man, um in großen Netzwerken einzelne Segmente wie z.B. Etagen

oder Gebäude voneinander zu trennen. Sie sind in der Lage, aus dem gesamten an

einer Seite ankommendem Datenstrom, die Daten herauszufiltern, die für das dahinter

liegende Segment bestimmt sind (Datensegmentierung). Die Router erhalten eine

Group-ID und müssen daher von SimonsVoss konfiguriert werden.

Beispiel:

Ein Segment kann aus max. 62 LockNodes bestehen. Sobald diese Zahl überschritten

wird, muss ein neues Segment mit einem Router und einem zusätzlichen LPI-10-

Modul + Steckernetzteil eröffnet werden. Ein Netzwerk kann aus max. 20 Segmenten

bestehen (theoretisch max. 63, jedoch nicht praktikable Signallaufzeiten). In großen

Netzwerken sollten die Segmente den baulichen Gegebenheiten angepasst werden,

z.B. ein Segment pro Gebäude oder Etage. Für Projekte größer 20 Segmente empfehlen

wir den Einsatz der LSM Software, da hiermit mehrere Netzwerke (á 20 Segmente)

verwaltet werden können.


Seite 17

LON – Netzwerk 3065

� Router benötigen bauseits eine 230V AC Stromversorgung (Steckdose)

� Router verfügen werksmäßig über keinerlei Schutz bei Überspannungen. Deshalb

sollte bauseits dieser Schutz bereits vorgesehen werden.

� Sollen Aufzüge in die Vernetzung eingebunden werden, so dürfen diese nicht

im Backbone installiert sein, sondern müssen durch einen Router vom Backbone

getrennt werden.

6.2 Einbauanleitung

Router können auf einer Hutschiene befestigt werden. Die Anschlussbelegung entnehmen

Sie bitte folgender Abbildung:

1+2 Eingang A vom Netzwerk

3+4 Zusätzlicher Eingang A (interne Brücken von 1-3

und von 2-4)

5 Nicht belegt

6+7 Spannungsversorgung: Anschluss des Netzteiles

8+9 Zusätzliche Spannungsversorgung (interne Brücken

von 6-8 und von 7-9)

10-14 Nicht belegt

15+16 Ausgang B vom Netzwerk

17+18 Zusätzlicher Ausgang B (interne Brücken von 15-17

und von 16-18)

Dieser Ausgang kann z.B. zum Anschließen der

LPI-10 genutzt werden.

Die Eingänge aller Router werden parallel geschaltet. Eingang A und Ausgang B dürfen

nicht miteinander vertauscht werden.


Seite 18

6.3 Einbaubeispiel

LON – Netzwerk 3065


Seite 19

7.0 Repeater

7.1 Funktionsweise

LON – Netzwerk 3065

Der Repeater steigert durch Regenerieren der Signale die zulässige Kommunikationsdistanz.

Anders als bei Routern erhält der Repeater keine Group-ID. Daher muss

er nicht von SimonsVoss konfiguriert werden.

7.2 Einbauanleitung

Er ist in einem kleinen, für Hutschienenmontage geeigneten Gehäuse untergebracht.

Die Stränge des (LON) Netzwerkes werden auf beiden Seiten an Schraubklemmen

angeschlossen. Die Spannungsversorgung – beliebig AC oder DC – liegt auf einer

Seite des Gehäuses. Der Kabelschirm ist zur gegenüberliegenden Seite durchgeführt.

� Der Repeater benötigt immer ein separates Netzteil. Ist im Lieferumfang nicht

enthalten!!!

� Repeater verfügen werksmäßig über keinerlei Schutz bei Überspannungen.

Deshalb sollte bauseits dieser Schutz bereits vorgesehen werden.

8.0 Terminatoren

Um Störungen zu vermeiden, muss im Bussystem ein sogenannter

Terminator (Endwiderstand) als Segmentabschluss gesetzt werden.

Dieser Endwiderstand wird an den Klemmen 1 und 2 des

letzten LockNodes und auch an den Potentialausgleich des Netzwerkes

angeschlossen.


Seite 20

9.0 Netzwerkkabel

9.1 Allgemein

LON – Netzwerk 3065

Jeder LockNode wird mit einer aus zwei verdrillten Adern (Twisted-Pair) bestehenden

Leitung vernetzt. Über diese Leitung werden sowohl die Daten als auch die Versorgungsspannung

übertragen (siehe Abb. auf Seite N2 bzw. N3). Ein LPI-10 bzw. LPI-

10 Compact Modul speist die Twisted-Pair Leitung mit der benötigten Spannung (ca.

48 V DC).

9.2 Kabelverlegung

Bei der Kabelverlegung sind unter Verwendung der angegebenen Kabeltypen kaum

Einschränkungen gegeben. Grundsätzlich ist jedoch die Verlegung parallel zu Kabeln

mit stark pulsierenden, hohen Strömen zu vermeiden. Kann jedoch aus baulichen

Gründen nur ein bereits verlegtes Kabel verwendet werden, das den erforderlichen

Anforderungen nicht oder nur teilweise entspricht, kann sich eine Beeinträchtigung

durch Abstrahlung aus anderen Kabeln oder Systemen ergeben. Dies kann die Leistungsfähigkeit

des Netzwerkes beeinträchtigen oder sogar zum Totalausfall führen.

Daher ist in diesen Fällen besonderes Augenmerk auf Kabel oder Fremdsysteme zu

legen, die sich in der Nähe der Übertragungskabel befinden. Das sind z.B. Maschinenanlagen

mit hohen Leistungen, Aufzüge, Mikrowellensysteme oder Sendeanlagen.

� Die Abschirmungen aller Netzwerkkabel sind miteinander zu verbinden. Üblicherweise

werden diese am Potentialausgleich der LPI-10 angeschlossen.

9.3 Kabeltypen

Der verwendete Kabeltyp ist von folgenden Faktoren abhängig:

1. Gesamtkabellänge (vom CentralNode bis zum letzten LockNode)

2. Kabellänge zwischen den LockNodes

3. Topologie des Netzwerkes: Verschaltungsschema (Stern- oder Bussystem)

Topologiefrei Topologiefrei Bustopologie mit Terminatoren

Gesamtlänge Knotenabstand Gesamtlänge

JY (ST) Y 2x2x0,8 500 m 320 m 900 m

Kategorie 5 450 m 250 m 900 m


Seite 21

LON – Netzwerk 3065

9.4 Busförmige Verkabelung (Beispiel)

9. Sternförmige Verkabelung (Beispiel)


Seite 22

LON – Netzwerk 3065

9.6 Topologielose Verkabelung (Beispiel)


Seite 23

10.0 Planungsbeispiele

LON – Netzwerk 3065

10.1 Anbindung externer Gebäude über TwistedPair, Modem & TCP/IP

Anmerkung: Die Planung und Durchführung der folgenden Planungsbeispiele erfolgt

ausschließlich durch SimonsVoss. Daher in diesem Kapitel lediglich eine kurze Beschreibung

der Vernetzung über Modem und TCP/IP-Router.

Verwaltungsgebäude *1

Server mit LDB-Software

Anbindung an Gebäude 1:

Über die RS-232 Schnittstelle des Servers wird der

CentralNode an den Server angeschlossen und stellt

somit die Verbindung zum SV-Netzwerk her.

Externe Gebäude können somit über ein TwistedPair-

Kabel (900m als BUS) angefahren werden.

Komponenten: Central Node, LPI10

Anbindung an Gebäude 2:

Über die RS-232 Schnittstelle des Servers wird das

analoge Modem (Master-Konfiguration) an den Server

angeschlossen und stellt somit die Verbindung zum

externen Gebäude über eine Telefonleitung her.

Gebäude 2 empfängt über ein analoges Modem (Slave-

Konfiguration) die Daten und stellt die Verbindung zum SV-

Netzwerk her.

Komponenten: analoges SV-Modem (Master-Konfiguration)

Anbindung an Gebäude 3:

Über die Schnittstelle des am Server angeschlossenen

CentralNodes werden die Daten an den LON/IP-Router

weitergegeben. Dieser wandelt die Daten um, so daß

sie über ein bestehendes Ethernet an externe

Gebäude weitergeleitet werden können. Der LON/IP-

Router (Slave-Konfiguration) in Gebäude 3 stellt dann

die Verbindung zum SV-Netzwerk her.

Komponenten: LON/IP-Router (Masterkonfiguration),

CentralNode, LPI10

TwistedPair (Kat5)

Telefonleitung

Ethernet

*1 Das Verwaltungsgebäude kann natürlich jederzeit sein eigenes SV-Netzwerk besitzen

Gebäude 1

Anbindung mit Kat5-Verkabelung

Benötigte Komponenten:

Router, LPI10, LockNode(s), digitale

Komponente(n)

Gebäude 2

Anbindung mit analogem Modem

Benötigte Komponenten:

analoges SV-Modem (Slave-Konfiguration), Central

Node, LPI10, LockNode(s), digitale Komponente(n)

Gebäude 3

Anbindung mit LON/IP-Router

Benötigte Komponenten:

LON/IP-Router (Slave-Konfiguration), LPI10,

LockNode(s), digitale Komponente(n)

Anbindung externer Gebäude über TwistedPair, Modem & TCP/IP


Seite 24

10.2 Netzwerk über Modem

10.3 Netzwerk über Ethernet

LON – Netzwerk 3065


Seite 25

11.0 Sicherheit

LON – Netzwerk 3065

Da das Netzwerk 3065 kritische Daten erfasst und protokolliert, muss es zuverlässig

vor unberechtigten Zugriffen geschützt werden. Dies stellt bezüglich Informations-

und Manipulationssicherheit höchste Ansprüche an das System.

11.1 Sichere Kommunikation zwischen den Netzwerkknoten

Die Netzwerkkommunikation wird gegen das Abhören von Daten folgendermaßen

geschützt:

� Um ein Monitoren des Datenstroms zu verhindern, werden die Daten verschlüsselt

übertragen.

� Die Verschlüsselung bietet auch bei professionellen Angriffen mittels Kryptoanalyse

genügend Schutz.

11.2 Automatisches Prüfen der einzelnen Systemkomponenten

Da die einzelnen Komponenten über weite Teile eines Gebäudes verteilt installiert

sein können, muss automatisch eine Funktionsstörung, Manipulation und Aufbruch

einer Tür erkannt und an den Zentral-PC gemeldet werden.

Wichtig:

Soll eine Tür mit einer Aufbruchsalarmfunktion ausgestattet werden, muss diese mit

einem Riegelkontakt ausgestattet werden!

Alle Knoten melden sich in konfigurierbaren Zeitabständen beim Zentral-PC. Diese

Zeiträume können auch für bestimmt Zeiträume variabel eingestellt werden, so dass

sich z.B. kritische Türen in der Nacht häufiger melden, als am Tag.

11.3 Alarme

Alarme sind Meldungen, auf die unmittelbar reagiert werden muss (z.B. Einbruch,

Brand). Sich wiederholende, gleiche Alarme werden nur einmal gemeldet, um eine

bessere Übersicht zu bewahren und die Alarmzentralen zu entlasten.


Seite 26

LON – Netzwerk 3065

12.0 Antworten auf die häufigsten Fragen bezüglich Netzwerk

� Kann ein bereits vorhandenes Kabel für Twisted-Pair verwendet werden?

Ja, man kann ein bereits vorhandenes Kabel nutzen, wenn es zwei noch unbenutzte

Adern enthält. Die mit diesem Kabel erreichbare Maximalreichweite liegt aber, je nach

Beschaffenheit des Kabels, deutlich niedriger als bei den speziellen Twisted-Pair Kabeln.

� Wie hoch sind die mit Twisted-Pair erreichbaren Leitungslängen?

Bei optimalen Bedingungen liegt die maximal erreichbare Entfernung bei ca. 900 m.

Durch den Einsatz von Routern und Repeatern kann diese Entfernung allerdings nahezu

beliebig verlängert werden.

� Gibt es Einschränkungen bei der Leitungstopologie?

Prinzipiell ist das Netzwerk für gemischte Topologie ausgelegt, das heißt, es können

Stern- und Reihenanschaltungen beliebig gemischt und den örtlichen Gegebenheiten

angepasst werden. In der Praxis ergeben sich je nach verwendetem Aufbau und den

Leitungslängen Einschränkungen bezüglich Reichweite und Reaktionszeit. Ist daher

eine strukturierte Verkabelung möglich, insbesondere bei Neubauten, sollte man sich

für eine Topologie entscheiden, üblicherweise die BUS-Verkabelung.

� Nach welchen Leitungslängen ist ein Router oder Repeater vorzusehen?

Die Zahl und Position der verwendeten Router / Repeater ist stark von der Struktur

des geplanten Netzes abhängig. Sind verschiedene Gebäude miteinander vernetzt,

sollte aber auf jeden Fall ein Router vorgesehen werden.

� Was ist ein Router?

Ein Router wird benötigt, um in großen Netzwerken einzelne Segmente (z.B. Etagen,

Gebäude) voneinander zu trennen. Er ist in der Lage, aus dem gesamten, an einer

Seite ankommenden Datenstrom, die Daten herauszufiltern, die für das dahinter

liegende Segment bestimmt sind (Datensegmentierung). Die Router müssen vor der

Installation von SimonsVoss konfiguriert werden. Router benötigen für die eigene

Spannungsversorgung über ein separates Steckernetzteil einen 230V ~ Anschluss

(Steckdose).

� Was ist eine LPI-10?

Das LPI-10 ist die Stromversorgung für die Twisted-Pair LockNodes. Es besteht aus

einem Interfacemodul und dem Netzteil. Das Interfacemodul verhindert eine Dämpfung

der Datenpakete durch das Netzgerät und einen Defekt der Stromversorgung im

Falle eines Kurzschlusses auf dem Netzwerk. Die benötigte Eingangsspannung von

48V Gleichspannung liefert entweder ein Steckernetzteil, das max. 40 LockNodes

versorgen kann, oder ein größeres Steckernetzteil, das für max. 62 LockNodes ausgelegt

ist.


Seite 27

LON – Netzwerk 3065

� Was ist eine LPI-10 Compact?

Eine LPI-10 Compact entspricht im Wesentlichen der LPI-10, nur mit dem Unterschied,

dass das LPI-10 Compact immer für 62 LockNodes ausgelegt ist und kein separates

Steckernetzteil braucht. Es wird bauseitig direkt an 230V~ angeschlossen.

� Wie viele LPI-10 bzw. LPI10 Compact werden benötigt?

Für jedes Segment (durch Router abgeteilt) muss mindestens eine LPI10 bzw. LPI-10

Compact eingesetzt werden. Die Anzahl hängt von der jeweiligen Segmentstruktur

ab. Grundsätzlich gilt aber, dass jeder LockNode im Segment mindesten mit 35V DC

versorgt werden muss, um einen einwandfreien Betrieb zu gewährleisten.

� Wo im Segment ist die LPI10 bzw. LPI10 Compact zu setzen?

Für jedes Segment (durch Router abgeteilt) muss mindestens eine LPI10 bzw. LPI-10

Compact eingesetzt werden. Die Position der LPI10 hängt von der jeweiligen Segmentstruktur

ab. Grundsätzlich gilt aber, dass eine Positionierung in der Mitte des

Segmentes als am sinnvollsten angesehen werden kann.

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Fachhandelspartner oder den

Hersteller.


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13.0 Datenblatt

CentralNode

LockNode

Router

LON – Netzwerk 3065

Abmessungen

Anschlusskabel Netzwerk

Anschlusskabel RS232

Abmessungen

Eingang

Ausgang

300mA

Steckernetzteil Router

Abmessungen

Eingangsspannung

Abmessungen

Ausgangsspannung

100 x 54 x 30 mm [L/B/H]

200 cm

300 cm

53 x 40 x 20 mm [L/B/H]

Eingangsspannungsbereich 5-24 V

Maximale Schaltspannung

Maximaler Schaltstrom 24 V

Innenwiderstand (AN) 1,5Ω

x 100 x 40 mm [L/B/H]

24 V DC

90 x 56 x 81 mm [L/B/H

24 V DC

LPI-10 (Version: offene Platine mit externem Steckernetzteil)

Abmessungen

Eingangsspannung

Ausgangsspannung

Steckernetzteil 40

Abmessungen

Eingangsspannung

Ausgangsspannung

Steckernetzteil 64

Abmessungen

Eingangsspannung

Ausgangsspannung

135 x 80 x 60 mm [L/B/H]

48 V DC

ca. 41-42 V DC

60 mm x 80 mm [B/H

230 V AC

48 V DC

107 x 45 x 25 mm [L/B/H]

230 V AC

48 V DC


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LON – Netzwerk 3065

LPI-10 (Version: Compact)

Eingangsgrößen

- Eingangsnennspannung

UE

- Eingangsspannungsbereich

- Frequenznennwert

- Frequenzbereich

- Netzausfallüberbrückung

- Eingangsnennstrom IE

- Einschaltstromstoss

- Wirkungsgrad η

- Empfohlener LS-Schalter

(IEC898) in der Netzzuleitung

Ausgangsgrößen

- Ausgangsnennspannung

-

-

-

UA

Restwelligkeit 200KHz

Spikes (Schaltspitzen)

1MHz

Ausgangsnennstrom IA

- Überlastschutz

-

-

typisch bei Überspannungsschutz

typisch bei An- und Wiederanlaufzeit

Umgebungsbedingungen

bei :

- Transport/Lagerung

- im Betrieb

Rel. Luftfeuchtigkeit

Sicherheit

- Schutzart nach EN 60529

- Schutzklasse nach VDE

0106 Teil 1

- Potentialtrennungprimär /

sekundär

AC 120 / 230V

AC 85 bis 264V

50/60Hz

47 bis 63Hz

> 50 ms bei UE=195V

0,8 / 0,5A

≤ 30mA

≥ 75% im Nennbetrieb bei 230V AC

ab 6A Char. D

ab 10A Char. C

ab 16A Char. B

DC 41,5V ±2%

< 100mVss bei 10kHz < f <

< 200mVss bei 200KHz < f <

1A bei UE 85 bis 195V

1,3A (1,5A max. zul. Dauer UE 195V

1,6A; dauerhaft Kurzschluss fest mit

pulsierendem Wiederanlaufversuch

54V

5s < t < 10s

-40°C bis +70°C

0°C bis +40°C

5 bis 95%, ohne Betauung

IP20

I (mit Schutzleiteranschluss

SELV nach EN 60950

Elektromagnetische Verträglichkeit

- Störaussendung

(EN 500081-1)

Klasse B nach EN 60950

- Störfestigkeit

(EN 50082-2)

EN 61000-4-2/3/4/5/6, Level 3


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LON – Netzwerk 3065

Gewicht

- Gewicht

Zulassungen

- Zulassungen

Ausgelagerte Antenne

Abmessungen (mm)

Kabellänge

Terminator

Repeater

- Abmessungen (mm)

- Kabellänge

- Anschluss

ca. 0,5kg

Abmessungen und Betriebsbedingungen

- Abmessungen (mm)

- Montage

- Temperatur

- Feuchtigkeit

Spannungsversorgung

- Eingangsspannung

- Leistungsaufnahme

- Anschluss

Übertragung

- max. Kabellänge

- Knoten im Segment

CE (98/336 EWG, 73/23 EWG)

64 x 18 x M18*1 [L/∅/Gewinde]

5 m

107 x 45 x 25 mm [L/B/H]

10 cm

muss an Potentialausgleich aufgelegt

werden

95 x 45 x 38 mm [L/B/H]

Hutschiene (EN 50022, 35x15)

Betrieb: 0°C bis +60°C

Lagerung: -20°C bis +85°C

nach DIN 40 040, Klasse F

24 V AC ± 20%

12 - 28 V DC

1 W

2 Schraubklemmen

beidseitig terminierter Bus

900 m, Free Topology 450 m

maximal 62


Programmiertransponder 3067

Stand: September 2006


Inhaltsverzeichnis

Programmiertransponder 3067

1.0 Einleitung ___________________________________________3

2.0 Sicherungskarte ______________________________________3

3.0 Programmierhinweise _________________________________4

3.1 Fehlermeldungen ________________________________________ 4

3.2 Erstprogrammierung _____________________________________ 4

3.3 Transponder auslesen ____________________________________ 5

3.4 Neuen Transponder hinzufügen ____________________________ 5

3.5 Notöffnung______________________________________________ 6

3.6 Verlorenen Transponder sperren ___________________________ 6

4.0 Verlust des Programmiertransponders ___________________7

5.0 Technische Daten_____________________________________8


Seite 3

1.0 Einleitung

Programmiertransponder 3067

Mit dem Programmiertransponder 3067 können digitale Schließzylinder 3061 und

Transponder 3064 programmiert werden. Mit ihm können Sie folgende Aktionen ausführen:

• Erstprogrammierung der Anlage

• Änderungen der Berechtigungen

• Verlorene Transponder sperren

• Ident-Nummer eines Transponders ermitteln

Das Auslesen des Schließzylinders mit dem Programmiertransponder ist nicht möglich.

Damit die Schließzylinder die verschiedenen Transponder unterscheiden können,

bekommt jeder Transponder bei der ersten Programmierung eine individuelle

Ident-Nummer und ein geheimes Passwort.

Diese Aufgabe übernimmt der Programmiertransponder. Er vergibt an die Trans-

ponder eine fortlaufende Ident-Nummer, beginnend mit 1. Der nächste Transponder

bekommt die 2, usw. Mit einem Programmiertransponder können maximal 99 Transponder

und maximal 250 Schließungen programmiert werden.

Die Schließzylinder lernen bei der Programmierung durch den Programmiertransponder

ebenfalls das geheime Passwort und zusätzlich, welche Transponder künftig berechtigt

sind.

2.0 Sicherungskarte

Das gesamte System ist durch ein geheimes Passwort geschützt, welches werkseitig

bereits auf dem Programmiertransponder 3067 gespeichert wird. Auf der Sicherungskarte

ist das Passwort der Schließanlage hinterlegt. Das Passwort ist über ein

Scratchpanel verdeckt und muss zur Programmierung nicht freigekratzt werden. Bewahren

Sie diese Sicherungskarte an einem sicheren Ort auf und machen Sie sie für

Dritte unzugänglich.

Achtung: Der Verlust der Sicherungskarte kann den Austausch der gesamten

Schließanlage nach sich ziehen!


Seite 4

3.0 Programmierhinweise

3.1 Fehlermeldungen

Programmiertransponder 3067

Falls Sie während des Programmiervorgangs außer der Reihe folgende Signale erhalten,

werden damit Fehler signalisiert:

• Leuchtdiode (LED) blinkt 1x rot:

Maßnahme: Abstand zum Zylinder bzw. Transponder korrigieren und noch

einmal probieren.

Oder:

Taster wurde zu lange gedrückt.

Maßnahme: Taster nur kurz drücken

• LED flimmert und blinkt dann 2x rot:

Sie haben versucht, einen Transponder in mehr als drei verschiedenen

Schließanlagen zu berechtigen. (Ein Transponder kann maximal für drei verschiedene

Schließanlagen berechtigt werden.)

• LED flimmert und blinkt dann 3x rot:

Sie haben versucht, mehr als die maximal mögliche Anzahl an Transpondern

oder Zylindern zu programmieren.

• LED flimmert und blinkt dann 4x rot:

Sie haben versucht, einen Transponder für einen Zylinder zu berechtigen, der

nicht zu Ihrer Schließanlage gehört!

Oder:

Der Taster des Programmiertransponders wurde zu lange gedrückt.

3.2 Erstprogrammierung

Die folgenden Programmierschritte sind zügig durchzuführen, da sonst eine automatische

Abschaltung des Programmiertransponders erfolgt und somit die Programmierung

unterbrochen wird.

Achten Sie bitte unbedingt auf einen Mindestabstand des Schließzylinders von 1 m

zum Programmiertransponder bei Durchführung der Schritte 1. und 2.

1. Drücken Sie einmal kurz die Taste des Programmiertransponders. Anschließend

blinkt die Leuchtdiode grün.

2. Betätigen Sie den zu programmierenden Transponder im Abstand von circa

10 bis 20 cm zum Programmiertransponder und warten Sie bis die Leuchtdiode

des Programmiertransponders drei Sekunden lang grün leuchtet. Möchten

Sie einen weiteren Transponder berechtigen, so wiederholen Sie Schritt 2.