Programm - Die Duisburger Philharmoniker

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Programm - Die Duisburger Philharmoniker

Programm

11.

Philharmonisches Konzert

Mi 06./Do 07. Mai 2009, 20.00 Uhr

Philharmonie Mercatorhalle Duisburg

Karen Kamensek Dirigentin

Igor Strawinsky

Divertimento aus dem Ballett

„Der Kuss der Fee“

Aaron Copland

„Appalachian Spring“

Peter Tschaikowsky

Sinfonie Nr. 1 g-Moll op. 13

„Winterträume“

Generalmusikdirektor Jonathan Darlington


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11. Philharmonisches Konzert 2008/2009

Mittwoch, 6. Mai 2009, 20.00 Uhr

Donnerstag, 7. Mai 2009, 20.00 Uhr

Philharmonie Mercatorhalle Duisburg

Duisburger Philharmoniker

Karen Kamensek

Leitung

Programm

Igor Strawinsky (1882-1971)

Divertimento aus dem Ballett „Der Kuss der Fee“

(1928/1934; rev. 1949)

I. Sinfonia

II. Danses suisses

III. Scherzo

IV. Pas de deux

Aaron Copland (1900-1990)

„Appalachian Spring“,

Ballettsuite für großes Orchester (1943/44)

Very slow – Fast – Moderato – Fast –

Still faster – As at first (slowly) –

Calm and flowing (Shaker Tune: Simple gifts) –

Moderato, Coda

Pause

Peter Tschaikowsky (1840-1893)

Sinfonie Nr. 1 g-Moll op. 13 („Winterträume“, 1866; 1874)

I. Allegro tranquillo

II. Adagio cantabile ma non tanto

III. Scherzo. Allegro scherzando giocoso

IV. Finale. Andante lugubre – Allegro maestoso

„Konzertführer live“ mit Dr. Gerd-Heinz Stevens um 19.15 Uhr

im „Tagungsraum 6“ des Kongresszentrums im CityPalais

Das Konzert endet um ca. 22.00 Uhr.

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Bildhafte Assoziationen

Bildhafte Vorstellungen begleiten das Programm des elften

Philharmonischen Konzerts. Das älteste Werk ist die erste

Sinfonie g-Moll op. 13 des Russen Peter Tschaikowsky. Der

Komponist nannte seine Komposition „Winterträume“ und gab

den ersten beiden Sätzen programmatische Überschriften. Das

Finale wiederum zitiert in abgewandelter Form ein russisches

Frühlingslied. Die Komposition würde demnach winterliche

Vorstellungen und die Überwindung des Winters durch den

Frühling thematisieren. Erstaunlich bleibt dabei aber auch,

dass sich Peter Tschaikowsky als 26 Jahre alter und recht

unerfahrener Musiker überhaupt der Sinfonie zuwandte.

Tschaikowsky hatte bereits die Beamtenlaufbahn eingeschlagen,

bevor er sich endgültig für die Musik entschied und seine

Ausbildung am St. Petersburger Konservatorium erhielt. Der

Entschluss, sich mit der Gattung Sinfonie auseinanderzusetzen,

zeugt aber auch deshalb von einiger Kühnheit, weil diese in

Westeuropa beheimatete Form viele klassisch-romantische

Meisterwerke hervorgebracht hatte, die russischen Musiker

ihrem Komponieren aber ein eigenständiges Profil geben

wollten. Gerade von St. Petersburg gingen die modernsten

Bestrebungen aus. Peter Tschaikowsky hatte jedoch keine

Berührungsängste, was ihm später auch zum Vorwurf gemacht

wurde, bezichtigten ihn seine Gegner doch des Verrats an der

Musik seines Heimatlandes.

Duisburger Philharmoniker

Neckarstr. 1

47051 Duisburg

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Tschaikowsky ging den Gefahren aber schon in seiner ersten

Sinfonie aus dem Wege, indem er volksliedhafte Themen oder

zumindest Anklänge an die russische Folklore einbezog. Da

er seine Studien gewissenhaft betrieben hatte und sein Werk

satztechnisch sorgfältig ausarbeitete, ist die erste Sinfonie eine

zu Unrecht vernachlässigte Komposition. In Duisburg bietet

das elfte Philharmonische Konzert deshalb eine der wenigen

Gelegenheiten zur Begegnung mit einer Komposition, die Peter

Tschaikowsky übrigens sein ganzes Leben lang sehr schätzte.

Später wurde Peter Tschaikowsky mit „Schwanensee“ (1876),

„Dornröschen“ (1889) und „Der Nussknacker“ (1892) zu

einem Großmeister des romantischen Balletts, und an diese

Leistungen vermochten andere Komponisten anzuknüpfen.

Igor Strawinsky beispielsweise war mit drei Ballettkompositionen

der künstlerische Durchbruch gelungen. Es handelt sich um

die Ballette „Der Feuervogel“ (1910), „Petruschka“ (1911)

und „Le Sacre du printemps“ (1913). Diese Werke sind

eng mit dem Ballettimpresario Sergej Diaghilew und seinen

„Ballets russes“ verbunden. Dementsprechend fanden die

Uraufführungen dieser Werke in Paris statt, als der Komponist

seinen Lebensmittelpunkt bereits mehr und mehr nach

Frankreich und in die Schweiz zu verlagern begann. Die drei

genannten Ballette lassen eine bemerkenswerte Entwicklung

erkennen, behandelt doch nur das erste einen typischen

Märchenstoff. „Petruschka“ ist dagegen schon eine russische

Jahrmarktsfigur. Strawinsky orientierte sich zwar an der

russischen Folklore, doch gelangte er durch Überlagerung des

Materials zu einer unverwechselbaren neuen Tonsprache. „Le

Sacre du printemps“ behandelt schließlich ein heidnisches

Ritual, bei dem zuletzt ein Menschenopfer zu beklagen ist.

Strawinsky schrieb hierzu eine Musik von schonungsloser

Härte und Modernität. So verwundert es nicht, dass gerade

die Uraufführung dieses Balletts einen der größten Skandale

der gesamten Musikgeschichte darstellt. Doch Igor Strawinsky

hat seine musikalische Sprache wiederholt gewandelt, und er

hat später noch mehrmals für das Tanztheater geschrieben.

Zwei Kompositionen der neoklassizistischen Schaffensperiode

bilden ein interessantes Gegensatzpaar: Zu nennen sind die

beiden Ballette „Pulcinella“ (1920) und „Le Baiser de la

fée“ („Der Kuss der Fee“; 1928). Im ersten dieser Stücke griff

Strawinsky auf Instrumental- und Gesangsstücke zurück, die

dem italienischen Komponisten Giovanni Battista Pergolesi

(1710-1736) zugeschrieben wurden, wobei die Vorlagen bei der

Bearbeitung ungemein reizvolle Schärfungen erfuhren. Dagegen

stellt das zweite Stück eine Huldigung an Peter Tschaikowsky

dar. Es entstand anlässlich von Tschaikowskys 35. Todestag.

Strawinsky griff hierbei vor allem auf Klavierstücke und Lieder

seines verehrten Vorbilds zurück, wobei er jedoch auf die von

„Pulcinella“ bekannten Reibungen und Schärfungen verzichtete

und dem Aspekt der Instrumentierung größte Beachtung

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schenkte. Später ist aus dem 45-minütigen Ballett ein auf die

Hälfte der Spielzeit reduziertes Divertimento hervorgegangen.

Dafür weist das Ballett aber eine inhaltliche Doppelbödigkeit

auf. Mit einer freien Adaption von Hans Christian Andersens

Märchen von der Eisjungfrau knüpft das Ballett einerseits an die

fantastischen Märchenstoffe des klassischen Balletts an, doch

lässt Strawinsky die in diesem Stück vorkommende Fee auch

zur Muse des Komponisten Peter Tschaikowsky werden.

Überwunden sind die Märchenstoffe später in den Balletten

des amerikanischen Komponisten Aaron Copland. In seinen

Werken „Billy the Kid“ (1938), „Rodeo“ (1942) und

„Appalachian Spring“ (1943/44) behandelt er das Leben des

amerikanischen Volkes. Dabei verzichtet vor allem „Appalachian

Spring“ („Frühling in den Appalachen“) auf jede heldenhafte

Pose, vielmehr werden bei einem Rückzug ins Private die

Genügsamkeit und das stille Glück beschrieben. Gerade dieser

Grundgedanke wird durch ein Zitat unterstützt, zitiert Aaron

Copland doch das amerikanische Quäker-Lied „Simple gifts“

(„The Gift to be Simple“), das er später auch in seine „Old

American Songs“ aufnahm. Wie bereits Tschaikowsky und

Igor Strawinsky kommt also auch Aaron Copland nicht ohne

Zitate aus.

Es scheint so, als seien die drei Komponisten Peter Tschaikowsky,

Igor Strawinsky und Aaron Copland zeitlich und räumlich weit

voneinander getrennt, doch werden in der Musik zumindest

einige geographische Trennungen aufgehoben. Zu seiner Zeit

galt Peter Tschaikowsky als der westlichste der russischen

Komponisten, was ihm eben auch zum Vorwurf gemacht wurde.

Aber letztlich konnte er sich nur so mit der Gattung Sinfonie

auseinandersetzen.

Um zu dem Amerikaner Aaron Copland zu gelangen, sei Igor

Strawinsky als Bindeglied bemüht. Um eine internationale

Karriere zu machen, hatte Strawinsky bereits früh seine

russische Heimat verlassen. Er fand seinen Wohnsitz zunächst

in Frankreich und in der Schweiz. Von 1920 bis 1938 lebte

er dann in Paris, bevor er die letzten Jahrzehnte seines langen

Lebens in den Vereinigten Saaten verbrachte. Seine Ballette

erlebten gewöhnlich in Paris ihre Premiere, und so galt es

auch für das Ballett „Der Kuss der Fee“. Eine Ausnahme macht

aber „Apollon musagète“, denn dieses Stück wurde 1928

zunächst in Washington vorgestellt, bevor noch im gleichen

Jahr in Paris die europäische Erstaufführung stattfand. „Apollon

musagète“ ist in diesem Zusammenhang aber noch aus einem

weiteren Grunde bemerkenswert, erhielt Strawinsky doch den

Kompositionsauftrag von der amerikanischen Mäzenin Elizabeth

Sprague Coolidge, die wiederum auch bei Aaron Copland das

Ballett „Appalachian Spring“ in Auftrag gab.

Aaron Copland wiederum gilt zwar als genuin amerikanischer

Komponist, doch war der in Brooklyn geborene Musiker ein

Kind jüdischer Immigranten aus den Kleinstädten Litauens.

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Einen großen Teil seiner Ausbildung erhielt er in den Jahren

1921 bis 1924 in Paris, wo damals auch Igor Strawinsky

lebte. Die bedeutende Komponistenerzieherin Nadia Boulanger

war Coplands wichtigste Lehrerin. Copland interessierte sich

stets für die Ausprägung von Nationalstilen, und eine Fülle

von Einflüssen half ihm, den eigenen Weg zu finden. Anfangs

war seine Kompositionsweise so energisch und direkt, dass

Publikum und Kritik seine Musik ablehnten. Ab 1925 griff er

dann auf charakteristische Wendungen der Jazzmusik zurück,

jedoch ließ auch dieser Einfluss wieder nach, als Copland sich

auf die amerikanische Volksmusik besann. „Als Komponist,

Schriftsteller, Lehrer, Impresario und Freund leistete Copland

einen beispiellosen Rang für sein Land. Er demonstrierte

erfolgreicher und bezwingender als viele seiner Landsleute,

daß Amerika eine lebensfähige und gehaltvolle Musik entlang

der europäischen Traditionslinien, jedoch mit einer eigenen

Ästhetik, eigenen Rhythmen und Klängen hervorbringen

konnte“, urteilte Howard Pollack.

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Igor Strawinsky

Divertimento aus dem Ballett „Der Kuss der Fee“

1927 erhielt Igor Strawinsky

von der bekannten Tänzerin

und Ballettchefin Ida

Rubinstein (1885-1960)

den Auftrag, ein Tanzstück

zum Gedenken an den 35.

Todestag des Komponisten

Peter Tschaikowsky zu

schreiben. Es war klar, dass

dabei auf Tschaikowsky-

Kompositionen zurückgegriffen

werden sollte.

Schließlich entschied

Strawinsky sich dazu,

unbekannte Klavierstücke

und Lieder zu bearbeiten

–Stücke jedenfalls,

die zuvor noch nicht Igor Strawinsky

instrumentiert worden waren. Das Handlungsgerüst des

neu geschaffenen Balletts orientiert sich an Hans Christian

Andersens Märchen „Die Eisjungfrau“, das für diese Adaption

jedoch stark vereinfacht und gestrafft wurde. Es wurden

Situationen geschaffen, die Anlass zur tänzerischen Darstellung

boten, außerdem wurde die Handlung in die Schweizer Bergwelt

von Mönch, Eiger und Jungfrau angesiedelt. Diese Gegend

war dem Komponisten als seinem eigenen Lebensraum gut

vertraut.

Das Ballett „Der Kuss der Fee“ („Le Baiser de la fée“) ist in vier

Szenen gegliedert. In der ersten Szene („Wiegenlied im Sturm“)

eilt eine Mutter mit ihrem Kind durch den Schnee. Sie werden

von Geistern getrennt. Die Fee erscheint und küsst das Kind auf

die Stirn, bevor Bauern das allein gelassene Kind finden. Die

zweite Szene („Kirchweihfest“) beginnt mit einer allgemeinen

großen Tanzszene. Schließlich bittet der junge Mann die Fee,

die sich als Zigeunerin unter das Volk gemischt hat, ihn zu

seiner Braut zu führen. In der dritten Szene („Bei der Mühle“)

findet der Mann seine Braut. Sie geht, um ihren Brautschleier

anzulegen, doch den abschließenden „Pas de deux“ tanzt der

getäuschte Mann mit der Fee. In der vierten Szene („Die Gefilde

der Seligen“) hat die Fee den Mann zu sich geholt. Sie küsst

ihn erneut und singt ihm ein Wiegenlied.

Das Ballett „Der Kuss der Fee“ wurde am 27. November

1928 – genau in diesem Monat jährte sich zum 35. Male

Tschaikowskys Todestag – in der Pariser Opéra uraufgeführt. Igor

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Strawinsky, der bei dieser Gelegenheit selbst die musikalische

Leitung übernommen hatte, stellte seiner Partitur folgende

Widmungsvorrede voran: „Ich weihe dieses Ballett dem

Gedenken an Peter Tschaikowsky, dessen Muse in dieser Fee

aufscheint und zu einer Allegorie wird. Diese Muse hat ihn in

gleicher Weise mit ihrem Schicksalskuss gezeichnet, dessen

rätselvolles Mal sich im ganzen Schaffenswerk des großen

Künstlers spürbar macht.“

1934 hat Igor Strawinsky aus Teilen seines Balletts „Der Kuss

der Fee“ ein viersätziges Divertimento zusammengestellt, das

er 1949 noch einmal überarbeitete. Wie das Ballett aus vier

Szenen besteht, so hat das Divertimento vier Sätze. Strawinsky

ließ jedoch die vierte Szene unberücksichtigt und nahm als

Schlussstück jenen „Pas de deux“, der im Ballett den Abschluss

der dritten Szene bildet. Das Mittel der Verfremdung, das

beispielsweise in dem Ballett „Pulcinella“ eine so wichtige Rolle

spielt, kommt hier jedoch nicht vor. Hier kommt es vor allem

auf eine ebenso prägnante wie transparente Instrumentierung

an. Damit wird der Divertimento-Charakter des Orchesterstücks

unterstrichen. Beispielsweise werden in den „Schweizer Tänzen“

(„Danses suisses“) sehr schön die Blechbläser herausgestellt.

Insgesamt ist jedoch dem Sujet entsprechend eine eher elegante

als effektvolle Komposition entstanden.

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Aaron Copland

„Appalachian Spring“

„Ich fand, dass es einen

Versuch wert sei, das,

was ich sagen wollte, auf

die einfachste Weise zu

sagen“, gab Aaron Copland

rückblickend als sein

künstlerisches Credo an.

Copland gilt als einer der

großen amerikanischen

Komponisten des

zwanzigsten Jahrhunderts,

was sich freilich bei einer

Betrachtung von Herkunft

und Ausbildung als nicht

ganz selbstverständlich

erweist. Immerhin

Aaron Copland

absolvierte der Sohn

jüdischer Immigranten einen großen Teil seines Studiums bei

Nadia Boulanger in Paris, wo er zudem die neuesten Tendenzen

der europäischen Musik kennen lernte. Bereits in diesem frühen

Stadium begann er, die Forderung nach relativer Einfachheit bei

klanglichem Raffinement in seine Kompositionen einzubeziehen. In

den dreißiger und vierziger Jahren wurde Copland dann zu einem

der populärsten Komponisten Amerikas. In dieser Zeit entstanden

Werke wie die Ballette „Billy the Kid“ (1938), „Rodeo“ (1942)

und „Appalachian Spring“ (1943/44), aber auch Filmmusiken,

die berühmte „Fanfare for the Common Man“ und das „Lincoln

Portrait“ (beide 1942); Populär wurden auch die folkloristisch

gefärbten Orchesterstücke „El salón Mexico“ (1933-36) und

„Danzón Cubano“ (1942). In den fünfziger und sechziger Jahren

schrieb Aaron Copland eine satztechnisch anspruchsvollere Musik,

und in seinen späteren Lebensjahren hat er nur noch wenig

komponiert. Dafür ist er zuletzt häufig als Interpret eigener Werke

in Erscheinung getreten. Damit rundet sich ein vielseitiges Schaffen

ab, das schon früh auch die Organisation und Leitung von Festivals,

die Lehrtätigkeit an der Harvard University und schriftstellerische

Behandlung musikalischer Fragen umfasste.

Bei dem Ballett „Appalachian Spring“ handelt es sich um ein

Auftragswerk der Kunstmäzenin Elizabeth Sprague Coolidge, die

es für die Choreographin Martha Graham bestimmte. Copland

komponierte zunächst ein Ballett für ein dreizehn Mitglieder

starkes Kammerensemble (Flöte, Klarinette, Fagott, Klavier

und neun Streichinstrumente), und in dieser Form wurde

„Appalachian Spring“ am 30. Dezember 1944 in der Library

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of Congress in Washington uraufgeführt. Schon im Frühjahr

1945 bearbeitete Copland sein Werk dann für großes Orchester

und schuf eine Ballettsuite, die alle wesentlichen Stationen des

Balletts enthält und lediglich diejenigen Teile weglässt, die nur

durch die tänzerische Darstellung verständlich werden.

Die Handlung des Balletts führt in das frühe 19. Jahrhundert

zurück und behandelt einen ganz und gar amerikanischen

Stoff: In einem Farmhaus in den Hügeln von Pennsylvania

wird ein Frühlingsfest gefeiert. Die handelnden Personen

treten auf, zunächst ein Prediger mit seinen Begleitern, dann

eine Pioniersfrau, die mit den Lebensumständen in der kargen

Wildnis vertraut ist, sowie als Hauptpersonen ein Farmer mit

seiner Braut. Das junge Paar sieht seiner Zukunft gelassen

entgegen und drückt seine gegenseitige Zuneigung aus. Zwar

warnen der Prediger und seine Begleiter vor eventuellen

Gefahren, doch Tänze vermögen die Bedenken zu vertreiben.

Am Ende bleiben Farmer und Braut gelassen allein zurück.

Mit Werken wie „Appalachian Spring“ hat Aaron Copland

seinen Ruf als einer der führenden amerikanischen Komponisten

festigen können. Das Werk zeichnet sich durch strukturelle

Klarheit aus, breite Hymnen kommen ebenso vor wie wehmütige

Kantilenen, und als folkloristisches Zitat erscheint das Quäker-

Lied „Simple gifts“, das übrigens durchaus kunstvoll fortgeführt

wird, in seiner bittersüßen Färbung aber unmittelbar für sich

einzunehmen versteht.

„Appalachian Spring“ war von Anfang an erfolgreich, und schon

im Jahr 1945 erhielt Copland für diese Musik den renommierten

Pulitzer-Preis.

Sonntag, 7. Juni 2009, 17.00 Uhr

Theater Duisburg, Opernfoyer

1. Konzert im Opernfoyer

Polyphonie – Stimmen der kulturellen Vielfalt

Migration prägt seit 150 Jahren den Alltag im Ruhrgebiet.

Menschen aus zahlreichen Nationen geben dem drittgrößten

Ballungsraum Europas sein heutiges Gesicht. Aus der

Generation von Einwanderern, die ab Mitte der 1950er Jahre

als Gastarbeiter in das Ruhrgebiet kamen, sind viele dauerhaft

geblieben. Das einzigartige Weltmusik-Projekt Polyphonie

gibt den Menschen ein musikalisches Forum, spürt in ihren

Liedern den Veränderungen von Kultur und Lebenswelt nach.

Die Sängerinnen und Sänger treffen dabei auf ein Ensemble

hochkarätiger Musiker aus Klassik und Weltmusik.

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Die Programmhefte der Philharmonischen Konzerte

finden Sie bereits fünf Tage vor dem Konzert unter

www.duisburger-philharmoniker.de im Internet.


Peter Tschaikowsky

Sinfonie Nr. 1 g-Moll op. 13 („Winterträume“)

Die drei späten Sinfonien

Peter Tschaikowskys

gehören zum Standardrepertoire

der Orchesterliteratur.

Sie zählen zu den

großen Orchesterwerken

der zweiten Hälfte des

19. Jahrhunderts. Die

drei ersten Sinfonien sind

dagegen nur sehr selten

zu hören. Gemessen an

der zeitlichen Ausdehnung

lässt sich aber nicht einmal

von großen und kleinen

Sinfonien sprechen, denn

sie haben alle mehr oder

weniger die gleiche Länge. Peter Tschaikowsky

Lohnenswert ist jedoch

auch die Beschäftigung mit den frühen Sinfonien, zeigen sie

den Komponisten doch einerseits in der Auseinandersetzung mit

der sinfonischen Tradition Europas, während andererseits das

nationalrussische Kolorit durchscheint.

Peter Tschaikowsky war keine musikalische Frühbegabung.

Gewiss war er kulturell interessiert, doch reizte ihn anfangs

das Sprechtheater mehr als die Oper oder das Konzert. So

studierte er in St. Petersburg zunächst Jura, und alles sah

zunächst nach einer Beamtenlaufbahn aus, bevor er aus dem

öffentlichen Dienst ausschied und sich am St. Petersburger

Konservatorium musikalisch ausbilden ließ. Dort belegte

Tschaikowsky bei dem polnischen Komponisten Nikolai Zaremba

die Fächer Harmonielehre und Kontrapunkt, während der

Konservatoriumsgründer Anton Rubinstein ihn in den Fächern

Komposition und Instrumentation unterwies. 1862 hatte

Tschaikowsky seine Studien am Konservatorium begonnen, und

1865 erhielt er sein Diplom. In dieser Zeit hat er musikalisch

große Fortschritte gemacht, doch eigentlich hatte er erst 1863

seine ersten selbständigen Kompositionsversuche unternommen.

Das ist sehr spät für einen angehenden Komponisten, und das

erklärt auch, warum er anfangs nur wenig Selbstvertrauen

besaß. Dem Urteil von Kollegen maß Tschaikowsky deshalb

große Bedeutung zu, und noch lange Zeit pflegte er seine Werke

mehrfach zu überarbeiten, bis er selbst mit ihnen zufrieden sein

konnte. Erst später konnten die Erstfassungen gelten, und die

Überarbeitungen wurden unnötig.

13


Im Jahr 1866 wurde Peter Tschaikowsky Dozent für Harmonielehre

am neu gegründeten Moskauer Konservatorium. Im Vergleich zu

St. Petersburg muss Moskau wohl als provinzieller gegolten

haben. Wohl nach dem Erfolg mit einer frühen Ouvertüre hatte

Tschaikowsky annähernd zeitgleich mit dem Umzug von St.

Petersburg nach Moskau mit der Komposition einer Sinfonie

begonnen, und es ist ganz erstaunlich, dass der immer noch

recht unerfahrene Komponist sich ein derart umfangreiches Werk

zutraute. Bislang hatte noch kein Werk von ihm vergleichbare

Dimensionen aufgewiesen, und wieder holte Tschaikowsky sich

den Rat seiner Petersburger Lehrer ein. Doch sowohl Nikolai

Zaremba als auch Anton Rubinstein übten heftige Kritik an der

Sinfonie, sodass das Selbstvertrauen des jungen Komponisten

stark erschüttert wurde. Die Fertigstellung hat deshalb auch

enorme Mühe bereitet, und Modest Tschaikowsky, der Bruder des

Komponisten, berichtet von dramatischen Entstehungsumständen:

„Nicht eine einzige seiner Kompositionen hat ihm soviel Mühe

und soviel Qual gekostet wie gerade diese Symphonie…

Ende Juni kam es zu schrecklichen, nervösen Anfällen. Der

herbeigerufene Arzt konstatierte, dass Peter Iljitsch nur ‚um

einen Schritt vom Wahnsinn’ entfernt und dass die Lage

verzweifelt sei. Die Krankheit äußerte sich hauptsächlich und

am fürchterlichsten darin, dass Peter Iljitsch von Halluzinationen

und von einem beklemmenden Angstgefühl verfolgt wurde.“

Lange hat es auch bis zur ersten vollständigen Aufführung

der Sinfonie g-Moll op. 13 gedauert. Nikolai Rubinstein, der

Widmungsträger der Komposition, hatte am 5. Dezember 1866

in Moskau zunächst nur den dritten Satz der Komposition

vorgestellt, am 11. Februar 1867 dirigierte er in St. Petersburg

die beiden Mittelsätze, und auch bei der ersten vollständigen

Aufführung am 3. Februar 1868 wiederum in Moskau stand

Nikolai Rubinstein am Dirigentenpult. Nikolai Kashkin, ein enger

Vertrauter des Komponisten während der Moskauer Jahre, hielt in

seinen Erinnerungen fest: „Die Sinfonie fand beim Publikum eine

warme Aufnahme, die noch unsere Erwartungen übertraf.“ Der

Komponist selbst meldete seinem Bruder Anatol: „Meine Sinfonie

hatte großen Erfolg; besonders das Adagio wurde bewundert.“

Wie so viele andere frühe Kompositionen hat Peter Tschaikowsky

auch seine erste Sinfonie mehrfach überarbeitet. Die erste

Überarbeitung wurde nach der Kritik seiner Lehrer noch im

Jahr 1866 vorgenommen, die zweite Überarbeitung erfolgte

1874, bevor 1875 die erste Notenausgabe erschien. Die Fehler

dieser Ausgabe wurden dann in der zweiten Auflage von 1888

korrigiert.

Peter Tschaikowsky hat gerade seine erste Sinfonie, die ihn

so viel Mühe kostete, sehr geschätzt. Noch 1883 schrieb er

anlässlich einer Aufführung: „Trotz aller hervorstechenden Mängel

habe ich eine Vorliebe dafür; denn sie ist eine Sünde meiner

süßen Jugendzeit.“ Im gleichen Jahr schrieb er außerdem an

seine Gönnerin Nadeshda von Meck: „Ich weiß nicht, ob Sie

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dieses Werk von mir kennen. Zwar ist es unreif in mancher

Hinsicht, aber es ist doch besser und gehaltvoller als viele

reifere Werke.“

Der Titel „Winterträume“ der ersten Sinfonie stammt von

dem Komponisten selbst. Tschaikowsky gab auch den beiden

ersten Sätzen die Überschriften. Sie lauten „Träumereien einer

Winterreise“ und „Düsteres, Land nebliges Land“. Dorothea

Redepennig schreibt in ihrer „Geschichte der russischen und der

sowjetischen Musik“, dass mit den Überschriften keine Handlung

angedeutet wird, sondern lediglich Naturbilder gemeint seien, die

vielleicht eine Entsprechung in der seelischen Grundstimmung

finden. Übrigens haben auch die Themen der beiden ersten Sätze

volksliedhaften oder folkloristischen Hintergrund. Im ersten Satz

besteht eine enge Substanzgemeinschaft zwischen den beiden

Themen. Am Beginn lässt Tschaikowsky Holzbläser und Streicher

miteinander in einen Dialog treten, wobei er das Material von den

Bläsern vorgeben lässt. Außerdem ist es interessant, wie lange

er den Einsatz des ganzen Orchesters aufschiebt. Beim zweiten

Thema verfährt er im Prinzip ähnlich, nur weist die Begleitung

hier selbständigeren Charakter auf. Besonders eindrucksvoll ist der

langsame Satz, in dem sich der Eindruck von Weite widerspiegelt.

„Zur Folklore-Nähe kommt, wichtiger noch, eine Anlehnung an

Glinka hinzu. Čajkovskij entwickelt dieses und das gleichfalls

schlichte kontrastierende Thema nach Glinkas Vorbild, indem

er den Orchestersatz immer reicher ausschmückt, die Themen

selbst aber unverändert läßt.“ (Dorothea Redepennig) Das an

dritter Stelle stehende Scherzo ist der kürzeste Satz der Sinfonie.

Tschaikowsky griff hier auf das Scherzo einer ein Jahr früher

entstandenen Klaviersonate zurück. Um in die Sinfonie eingefügt

zu werden, musste der Satz lediglich orchestriert werden. Aber

auch diesen Satz, der durch seinen elfen- oder spukhaften

Zauber für sich einnimmt, beendet der Komponist überraschend

mit zwei kräftigen Akkordschlägen. Im Finale kommt eine

russische Volksliedmelodie vor. Es handelt sich um das Lied,

das in deutscher Übersetzung mit den Worten „Ich werde säen“

angegeben werden kann. Der Komponist hat dieses Lied jedoch

stark gewandelt. Immerhin aber taucht es sowohl in der klagenden

Einleitung als auch im zweiten Thema des schnellen Hauptteils

sowie beim hymnischen Schluss auf. Der Komponist fügte in

die Durchführung des Finalsatzes einen ausgedehnten Fugato-

Abschnitt ein, und gewissermaßen zeigt er damit, was er bei

seinem Studium in St. Petersburg gelernt hatte. Außerdem fällt

bei diesem Satz die reiche Beteiligung der Schlaginstrumente auf.

Bezieht man sich auf den Titel „Winterträume“, so könnte mit

dem Finale die allmähliche Überwindung des Winters gemeint

sein. Und sowie der Komponist gerade dieses Werk sehr geschätzt

hat, so dürfte eine der seltenen Aufführungen die Frage laut

werden lassen, warum diese hörenswerte Komposition nur so

selten gespielt wird.

Michael Tegethoff

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Die Dirigentin des Konzerts

Karen Kamensek

(Dirigentin) erhielt

ihre Ausbildung an der

Indiana University und

dirigierte bereits das

Brooklyn Philharmonic

Orchestra und beim

New York Shakespeare

Festival, bevor sie ihr

europäisches Debüt

beim Jeunesse

Musicale Festival in

Weikersheim gab.

Sie gastierte an der

Houston Grand Opera,

in Zug, beim Spoleto

Festival und beim

Orchestra Sinfonica

Nacional de Honduras,

ging mit der New York

City Opera auf Tournee

und dirigierte das Louisville Orchestra, die Bochumer

Symphoniker und die Uraufführungen der Kompositionen

„Orphée“ und „Les Enfants Terribles“ von Philip Glass.

Nach ihrem erfolgreichen Debüt an der Wiener Volksoper war

Karen Kamensek von 2000 bis 2002 dort im Festengagement

tätig und leitete Aufführungen der Oper „Don Giovanni“ von

Wolfgang Amadeus Mozart, „La Bohème“ von Giacomo Puccini,

„Carmen“ von Georges Bizet, „Die lustigen Weiber von Windsor“

von Otto Nicolai, „Boris Godunow“ von Modest Mussorgsky,

„Der Liebestrank“ von Gaetano Donizetti, „La Traviata“ von

Giuseppe Verdi und der Operette „Die Csárdásfürstin“ von

Emmerich Kálmán.

Im März 2002 debütierte Karen Kamensek mit Pietro

Mascagnis „Cavalleria Rusticana“ und Ruggiero Leoncavallos

„Bajazzo“ an der Opera Australia in Melbourne, und im Herbst

2002 folgte ihr Debüt an der Oper Frankfurt, wo sie für ihr

Dirigat von Benjamin Brittens „The Turn of the Screw“ sehr

gelobt wurde.

Von September 2003 bis Juli 2006 war die junge Amerikanerin

Generalmusikdirektorin am Freiburger Theater, wo sie ein

weit gefächertes Repertoire dirigierte und beispielsweise die

Neuproduktionen von Antonín Dvo áks „Rusalka“, Jacques

Offenbachs „Hoffmanns Erzählungen“, Dmitri Schostakowitschs

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„Lady Macbeth von Mzensk“, „Figaros Hochzeit“ und „Così fan

tutte“ von Wolfgang Amadeus Mozart, Gaetano Donizettis „Maria

Stuarda“, Giacomo Puccinis „Turandot“ und im Juli 2006 die

konzertante Aufführung von Richard Wagners „Tristan und Isolde“

mit Deborah Polaski in der weiblichen Hauptrolle leitete.

Neben ihren Verpflichtungen am Theater Freiburg führten

Gasteinladungen Karen Kamensek an die Deutsche Oper Berlin,

an die Komische Oper Berlin, an die Oper Frankfurt, an das

Staatstheater Stuttgart und an die Wiener Volksoper.

Als Konzertdirigentin hatte Karen Kamensek wiederholt Auftritte

mit der Basel Sinfonietta, mit dem Bruckner-Orchester Linz, mit

dem Staatsorchester Braunschweig, mit dem Philharmonischen

Staatsorchester Halle, dem Klagenfurter Symphonieorchester,

der Maribor Philharmonie, mit dem MDR-Sinfonieorchester in

Leipzig und Weimar, mit dem Slowenischen Philharmonischen

Orchester sowie mit dem Wiener Radiosinfonieorchester in Wien

und St. Pölten. Ferner gab es Konzerte in Brüssel, Dortmund

und natürlich auch in Freiburg.

In der Saison 2005/2006 leitete Karen Kamensek mit Benjamin

Brittens „Tod in Venedig“ ihre dritte Neuproduktion an der Oper

Frankfurt. In der Saison 2006/2007 debütierte sie mit großem

Erfolg an der Hamburgischen Staatsoper, wo sie die Opern „Der

Liebestrank“ von Gaetano Donizetti, „Madame Butterfly“ von

Giacomo Puccini und „Ein Maskenball“ von Giuseppe Verdi

leitete, sowie am Königlich Dänischen Theater in Kopenhagen,

wo sie eine Neuproduktion der Oper „Pelléas et Mélisande“

von Claude Debussy betreute. Zudem trat sie erstmals in

Duisburg auf und stellte mit den Duisburger Philharmonikern

die Komposition „Civil Wars“ von Philip Glass vor.

In der Saison 2007/2008 wurde Karen Kamensek Chefdirigentin

am Slowenischen Nationaltheater in Maribor, wo sie neben

Konzerten unter anderem eine Neuproduktion von Georges Bizets

„Carmen“ betreute. Im Mai 2008 debütierte sie mit Mozarts

„Idomeneo“ an der Opéra National de Bordeaux, worauf sich

direkt eine Konzerteinladung anschloss. Diese Saison war auch

angefüllt mit Konzerten mit dem Bruckner-Orchester in Linz (fünfte

Sinfonie von Gustav Mahler) sowie mit der Basel Sinfonietta, dem

Staatsorchester Braunschweig, den Hamburger Philharmonikern

und erstmals mit dem Staatsorchester Hannover.

Herausgegeben von:

Stadt Duisburg · Der Oberbürgermeister Adolf Sauerland

Dezernat für Familie, Bildung und Kultur ·

Dezernent der Stadt Duisburg Karl Janssen

Duisburger Philharmoniker · Intendant Dr. Alfred Wendel

Neckarstr. 1 · 47051 Duisburg

Tel. 0203 | 3009 - 123 · Fax. 0203 | 3009 - 220

philharmoniker@stadt-duisburg.de · www.duisburger-philharmoniker.de

Druck: EDEL DRUCK GmbH, Duisburg

17


In der Saison 2008/2009 wurde die Dirigentin Stellvertreterin

der Generalmusikdirektorin an der Hamburgischen Staatsoper.

In Hamburg dirigiert sie die Neuproduktion der Lehár-Operette

Die lustige Witwe“ und leitete die Verdi-Opern „Otello“,

„Falstaff“ und „Rigoletto“ sowie „Tosca“ von Giacomo Puccini.

Konzerte lassen die Dirigentin beim Philharmonischen Orchester

von Malaysia in Kuala Lumpur debütieren und führen zurück

zur Basel Sinfonietta. An der Staatsoper Hannover leitet sie die

Ballettproduktion mit Igor Strawinskys „Feuervogel“ und den

„Bildern einer Ausstellung“ von Modest Mussorgsky.

In Duisburg ist Karen Kamensek bereits zweimal aufgetreten.

Nach der Komposition „Civil Wars“ kehrte sie am 27. April

2008 beim WDR-Musikfest zu den Duisburger Philharmonikern

zurück. Bei dieser Gelegenheit erlebte das „Concerto grosso

for Percussion and Orchestra“ von Richard Faber seine

Uraufführung. Im Rahmen der Philharmonischen Konzerte

ist Karen Kamensek die zweite Frau am Pult der Duisburger

Philharmoniker, denn schon im März 2008 dirigierte die aus

Estland stammende Anu Tali Werke von Erkki-Sven Tüür, Peter

Tschaikowsky und Jean Sibelius.

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Dienstag, 23. Juni 2009, 20.00 Uhr

Franz-Haniel-Hof im Rathaus Duisburg

1. Serenadenkonzert

Die nächsten Konzerte

Die Befreiung der Blockflöte“

Das Trio „Wildes Holz“, Tobias Reisige (Blockflöten),

Anto Karaula (Gitarre) und Markus Conrads (Kontrabass),

spielt Werke aus Jazz, Rock, Pop und Klassik.

Samstag, 27. Juni 2009, 18.00 Uhr

Landschaftspark Duisburg-Nord

EXTRASCHICHT – Die Nacht der Industriekultur

The Power of Music

Die Duisburger Philharmoniker am Hochofen

Anthony Weeden Dirigent

Matthias Schriell Jazztrompete

Mit einer Open Air Klassik-Nacht beteiligen sich die

Duisburger Philharmoniker unter der Leitung von Anthony

Weeden 2009 erstmals an der EXTRASCHICHT. Den

Darbietungen verschiedener Kammermusikformationen folgt

ein Orchesterkonzert am Hochofen. Gegen Mitternacht klingt

die EXTRASCHICHT mit einem kunstvollen Feuerwerk aus

Donnerstag, 20. August 2009, Freitag, 21. August 2009,

21.00 Uhr

Landschaftspark Duisburg-Nord, Gießhalle

GOLDRAUSCH

Stummfilm mit Live-Musik

Im Rahmen des Stadtwerke Sommerkino 2009

Die Duisburger Philharmoniker unter der Leitung von Antony

Hermus begleiten den 1925 gedrehten Film „Goldrausch“

von Charlie Chaplin. Gespielt wird die Musik von Charlie

Chaplin in der Bearbeitung von Timothy Brock.

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Die nächsten Konzerte

Mittwoch, 27. Mai 2009, 20.00 Uhr

Donnerstag, 28. Mai 2009, 20.00 Uhr

Philharmonie Mercatorhalle Duisburg

12. Philharmonisches Konzert 2008/2009

Jonathan Darlington Dirigent

Richard Wagner

„Der Ring ohne Worte“

Orchestermusik aus „Der Ring des Nibelungen“

in der Bearbeitung von Friedmann Dreßler

„Konzertführer live“ mit Friedmann Dreßler um 19.15 Uhr

im „Tagungsraum 6“ des Kongresszentrums im CityPalais

Sonntag, 25. Oktober 2009, 19.00 Uhr

Philharmonie Mercatorhalle Duisburg

1. Kammerkonzert 2009/2010

Denys Proshayev Klavier

Jean Philippe Rameau

Sarabande und Le Trois Mains

aus „Pièces de Clavecin“

Wolfgang Amadeus Mozart

Rondo a-Moll KV 511

Franz Schubert

Sonate a-Moll D 784

Robert Schumann

Davidsbündlertänze op. 6

Mit freundlicher Unterstützung der Peter Klöckner-Stiftung.

„Konzertführer live“ mit Sebastian Rakow um 19.15 Uhr

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Demnächst

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Profile-Konzert

So 17. Mai 2009, 11.00 Uhr

Theater Duisburg, Opernfoyer

„Flammende Rose,

Zierde der Erden“

Christina Kühne Sopran

Florian Geldsetzer Violine

Anke Vogelsänger Violine

Mathias Feger Viola

Anja Schröder Violoncello

Francesco Savignano Kontrabass

Alexander Puliaev Cembalo

Georg Friedrich Händel

Neun deutsche Arien HWV 202-210

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und Antonio Vivaldi

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Generalmusikdirektor Jonathan Darlington


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