reiseland.schweiz. - Basler Zeitung

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reiseland.schweiz. - Basler Zeitung

Basler zeitung | Freitag, 18. april 2008

reiseland.schweiz.

eine beilage der basler zeitung.

anzeige

Wir bringen Sie auf den rechten Weg.

Landkarten und GPS-Geräte gibts am Bankenplatz, Aeschenvorstadt 2,

4010 Basel, T061 206 99 99, F061 206 99 90,www.biderundtanner.ch

Foto Keystone


www.railaway.ch

Entdecken Sie die Schweiz auf

unbekannten Pfaden.

Zu Fuss, per Velo oder Mountain-Bike, auf Inline-Skates oder im Kanu! Buchen Sie Ihre Reise auf den Routen von

«Veloland», «Wanderland», «Mountainbikeland», «Skatingland» und «Kanuland» ganz einfach am Bahnhof oder per

Telefon beim Rail Service 0900 300 300 (CHF 1.19/Min.) und profitieren Sie von bis zu 20% Rabatt auf die Bahnfahrt

und Zusatzleistungen!


eiseland.willkommen.

editorial inhalt

20 Minuten

Freddy widmer

Man wundert sich zunächst mal darüber, dass

der St. Galler Tourismusprofessor findet, es sei

eine gute Idee, eine Bahn zu bauen, die Touristen

aus dem Talgrund bei Lauterbrunnen (795

m.ü.M.) innerhalb von 20 Minuten aufs Jungfraujoch

(3454 m.ü.M) schiessen kann. Man

wundert sich ein zweites Mal, wenn man erfährt,

dass der Mann gleichzeitig Verwaltungsratspräsident

der Jungfraubahnen ist. (Das Thema Filz

übrigens behandeln wir in diesem Heft auf andere

Art – auf den Seiten 30, 31.)

Und man wundert sich ein weiteres Mal, dass es

da nicht tausendfach Protest gehagelt hat – oder

hat man es schlicht deshalb nicht Proteste hageln

lassen, weil man dem «Schnell­Schuss» ohnehin

keine Chance gibt, realisiert zu werden?

Die Ersten, die protestieren müssten, sind lokale

Tourismusanbieter: «Ihr bringt uns Zahlen, aber

ihr nehmt uns die Gäste weg», müssten sie monieren.

Ebenso laut müssten die Touristen selbst

protestieren: «Ihr nehmt uns den Weg weg, wir

sehen nichts mehr von den Alpweiden und den

Wasserfällen, uns entgehen die Eigernordwand

und die Kaskaden des Eigergletschers und das

einzigartige Silberhorn – wir wollen nicht einfach

dort oben sein, wir wollen dorthin reisen.»

So wie die Gratiszeitung «20 Minuten» nicht für

Lesende geschaffen ist, wäre die 20­Minuten­

Bahn nicht für Reisende geschaffen. Sondern für

Fast­Food­Konsumenten, die nicht erleben wollen,

sondern nur kaufen, machen und abhaken.

In diesem Heft skizzieren wir den Tourismus,

den wir für modern halten; einen langsamen,

entschleunigten Tourismus. Einen Tourismus,

der den Gastgebern und den Gästen Zeit lässt.

Zum Beispiel auch Zeit, einander zu treffen. Wir

beschreiben Zonen, in denen der Tourist langsam

unterwegs ist – wege; wir beschreiben Orte,

in denen zu verweilen sich lohnt – häuser; und

wir beschreiben, stellvertretend für Tausende

andere, ein paar menschen, die eine Begegnung

wert sind. Menschen, die nicht in der ersten

Reihe der Touristiker stehen.

Und das wünschen wir auch mit diesem Heft: einen

geruhsamen Weg durch die 36 Seiten; einen

angenehmen Aufenthalt bei Bildern und Texten,

und angenehme Begegnungen mit einem Reiseland,

das für die Langsamkeit geradezu wie geschaffen

scheint.

impressum

reiseland.schweiz.

eine Beilage der Basler zeitung vom 18.4.2008,

in zusammenarbeit mit der SBB nordwestschweiz.

– «reiseland.schweiz.» erscheint als

Beilage der Basler­zeitung­gesamtausgabe, der

«neuen Fricktaler zeitung» und der «Volksstimme

Sissach» (Auflage 215000 Exemplare).

redaktion. Freddy Widmer

gestaltung. Bettina Lea Toffol, Reto Mastria

bildredaktion. Doris Flubacher,

Bernhard Vesco

wege

ein felsen-fest

alpspaziergang im Stein­reichen Valle Bavona 4

bahnsinniger wanderweg

Frutigen–Kandersteg, eine der spektakulärsten

Bahnanlagen 9

i gange no mehr a louenesee

ein Spaziergang mit Berner Mundartrockern 15

passwandern macht süchtig

zu Fuss in fünf Tagen von Bergün ins Maggiatal 23

der dank des geheilten patienten

Hoch über dem Walensee steht Karl Bickels «Paxmal» 29

baz | 18. april 2008 | seite 3

wege zwischen buchdeckeln

Wanderführer sind viel mehr als blosse Wegbeschreibungen 34, 35

häuser

menschen

auf augenhöhe mit dem matterhorn

Die privilegierte Lage des «3100 Kulmhotel gornergrat» 5

vierbeiner willkommen

auch Hunde gehen gern in die Ferien 11

marthaler, einstein und der fc basel

Das Hotel Waldhaus in Sils­Maria ist seit 100 Jahren modern –

und vielseitig 18, 19

einkehren im adlerhorst

Der alpstein hat eine beachtliche Dichte an Berggasthäusern 25

als koch auf achse

in vollen zügen geniessen – eine kulinarische Fahrt

mit der Rhätischen Bahn 6, 7

kindlich, närrisch, künstlerisch

Paul gugelmann (Bild) und seine wundersamen

Maschinen in Schönenwerd 12, 13

winzer auf dem zweiten bildungsweg

Köstlichkeiten, die am Ufer des Bielersees

wachsen 20, 21

erstens bauunternehmer, zweitens kunst-präsentator

Léonard gianadda und seine Fondation in Martigny 26, 27

erstens schafhalter, zweitens hutmacher

Wasserdichte und natürliche Handarbeit aus adelboden 30, 31

wettbewerb

lesen, lösen und gewinnen

Lernen Sie auf den 36 Seiten dieser Beilage das Reiseland Schweiz kennen,

beantworten Sie drei Fragen und machen Sie sich, mit etwas glück, mit ihrem

gewinn selbst auf die Socken. 8


eiseland.schweiz.

fels und stein. zeugen der Vergangenheit: alphütten aus dem Material, das hier reichlich vorhanden ist. Fondazione Valle Bavona

eintauchen in die

vergangenheit

tessin. auf dem weg der «transhumanz» durch das bavonatal

gerhard lob

» das valle bavona

gehört zu

den eindrücklichstentessiner

seitentälern. zwischen

stein, wasser und

Fels finden sich eindrückliche

zeugnisse eines

archaischen lebens.

Bignasco – wir steigen

aus dem Bus. Hier endet die

Linie der Verkehrsbetriebe

des Maggiatals. Und hier beginnt

der Fussweg ins Bavonatal.

Das Restaurant Del

Ponte an der Brücke erinnert

uns an die bekannteste Persönlichkeit,

die dieses Dorf

hervorgebracht hat: Carla

Del Ponte. Einige Gehminuten

weiter sehen wir vom

Weg auf das Dorf Cavergno

hinunter, wo der Heimatdichter

Plinio Martini lebte

(1923–1979).

Seine Schilderungen

über das Leben in den Tessiner

Bergtälern gehen uns

durch den Kopf, während

wir auf der rechten Talseite

die erste Steigung durch den

Kastanienwald nehmen.

«Wenn einmal die letzten

Höfe und die letzten Älpler

verschwunden sind, wird

nur noch eine vage Erinne­

rung von der damaligen Alpwirtschaft

übrig bleiben, die

ein heroischer Kampf ums

Überleben war», schrieb

Martini. Seine Vorhersagen

sind nicht eingetroffen. Dank

des Engagements der Stiftung

Valle Bavona und des

Regionalprojekts Vallemaggia

Pietraviva. Denn mit viel

Feingefühl hat man in jüngster

Zeit die zahlreichen

Zeugnisse der alten bäuerlichen

Alpkultur restauriert.

Unterstände, Ziegenställe,

Vorratskammern, Holzlager

im Schutze riesiger Felsbrocken

– auf dem Lehrpfad

«Percorso della transumanza»

sind sie zu sehen.

felsen-fest. Der Begriff

Transhumanz steht für die

Stufenwirtschaft, die in diesenGegendenverbreitetwar.

Vom Frühling bis zum Herbst

stiegen Menschen und Vieh

ins Tal hinauf und drängten

bisindieentlegenstenEcken.

Vom Dorf zu den Weilern der

Talsohle, von dort zu den

Maiensässen und schliesslich

zu den Alpweiden – auf

der Suche nach etwas Gras

und Heu in diesem unwirtlichen

und weitgehend un­

fruchtbaren Tal. Nach der

Wasserfassung für die Maggia­Kraftwerke

wechseln wir

über eine Brücke auf die linke

Talseite. Die riesigen Felsbrocken,

das rauschende

Wasser – man fühlt sich wie

in einem gigantischen Freiluftmuseum.

Die Weiler mit

ihren Steinhäuschen aus

Trockenmauern, «terre» genannt,

sind bis heute ohne

Strom und nur im Sommer

bewohnt – als Wochenendoder

Ferienunterkunft. Ihr

archaischer Charakter wird

gewahrt – die Stiftung Valle

Bavona muss jede bauliche

Veränderung gemäss strengen

Kriterien genehmigen.

Dank Solarenergie, Generatoren

und Gastanks ist aber

doch für eine gewisse Bequemlichkeit

gesorgt. Nur

der letzte Ort des Tales, San

Carlo, verfügt über Elektrizität

– dank der Maggia­Kraftwerke,

die dort eine Seilbahn

bauten, um ins Gebiet Robiei

vorzustossen.

Besonders eindrucksvoll

auf unserem Weg: die Felskonstruktionen

– im lokalen

Dialekt «Splüi» genannt.

Manche wurden für bestimmte

Zwecke gebaut, als

Backofen oder Dörrhaus für

Kastanien. Wie wertvoll jedes

Fleckchen ebene Erde

war, zeigt der «Prato pensile».

Eine winzige Wiese auf

einem Felsen, die über eine

Steintreppe erreichbar ist.

Dort liess sich eine Handvoll

Heu ernten.

slow-food. Pause in Foroglio,

und obligate Einkehr im

Restaurant «La Froda» mit

spektakulärem Blick auf den

80 Meter hohen Wasserfall.

Die umstrittene deutsche

sechs kilometer

bequem. Der Weg von Bignasco nach Foroglio über

den «Percorso della transumanza» ist mit Wegweisern

und Tafeln gut ausgeschildert. auf den zirka sechs Kilometern

zwischen Bignasco (430 m ü.M.) und Foroglio

ist ein Höhenunterschied von 250 Metern zu überwinden.

Die gehzeit beträgt bequem 1,5 bis 2 Stunden.

Von Foroglio kann man mit dem Postauto zurück

nach Bignasco fahren. Der weiterführende Weg ins Val

Calnègia überwindet bis zu den Seen der Crosa 1500

Höhenmeter und setzt gute Kondition und Bergausrüstung

voraus.

information: Vallemaggia Tourismus, Telefon 091 753 18 85;

Stiftung Valle Bavona, Telefon 091 754 25 50.

> www.vallemaggia.ch

> www.valle-bavona.ch

Künstlerin Leni Riefenstahl

drehte hier 1932 einen Teil

ihres preisgekrönten Films

«Das blaue Licht». Man kann

nur staunen, wie sehr der

Weiler immer noch den Aufnahmen

aus den 1930er­

Jahren gleicht. Das Restaurant

gab es übrigens schon

damals. Heute ist es ein Feinschmecker­lokal,

das ganz

auf eine gehobene lokale Küche

und Slow­Food­Philosophie

setzt.

Nach der Stärkung geht

es rechts vom Wasserfall steil

den Berg hinauf. Man kann

sich kaum vorstellen, was es

einst bedeutete, hier Stufen

und Treppen in den Fels zu

hauen und einen Weg anzulegen.

Umso mehr überrascht

dann der liebliche

Charakter des Maiensässes

Puntid als Tor zum Calnèggiatal.

Die gemähten Wiesen

und der Bergbach sind ein

Labsal nach dem schroffen

Aufstieg.

unterkunft. An diesem

Nachmittag gehen wir nur

noch ein kleines Stück weiter,

bis zur «Splüia bela», der

«schönen Balm». Es ist die

bekannteste Balmhütte des

Tessins. Eine 30 Meter lange

Felsplatte schützt zwei separate,

durch einen schmalen

DurchgangverbundeneRäume,

welche Senn und Vieh

Unterkunft boten. Die Alp ist

längst aufgegeben, aber im

Inneren erspähen wir noch

eine karge Möblierung. Hier

scheint man definitiv in der

Vergangenheitangekommen

zu sein.

> anreisebeispiel. Basel ab

8.04 Uhr, arth­goldau ab 9.52

Uhr, Bellinzona ab 11.40 Uhr,

Locarno ab (Bus) 12.13 Uhr,

Bignasco Post an 13.02 Uhr.


auf augenhöhe

mit dem «horu»

zermatt. das «3100 kulmhotel gornergrat»

ist das höchste hotel in der schweiz

martina rutschmann

» im hotel auf dem 3100 meter

hohen zermatter berg

gornergrat prangen keine

sterne an der fassade. hier

sind echte sterne im preis inbegriffen.

Durchatmen, stehen bleiben, schauen.

Zwei Dinge passieren, wenn der Städter von

zuhause auf direktem Weg zum «3100 Kulmhotel

Gornergrat» nach Zermatt reist: Er atmet

plötzlich dünne trockene Luft ein, und

der Atem bleibt ihm stehen – vor Begeisterung.

nostalgische reise. Es ist wie im Film.

Überall stehen und staunen japanische Touristen.

Sie fotografieren. Die Motive sind dieselben:

Berge, einer höher als der andere,

einer eindrücklicher als der andere, einer

besonders begehrt: Das Matterhorn scheint

nur wenig höher zu sein als man selber. Eingeborene

nennen ihr Matterhorn liebevoll

«Horu». Der Himmel ist nah hier oben auf

dem Berg Gornergrat. Und die Zivilisation

plötzlich weit weg. Dabei ist es nur eine gute

halbe Stunde her, seit sich im Zentrum von

Zermatt die Touristen mit Armani­ und Versace­Kleidern

eindeckten und Cüpli tranken.

Nur ein Weg führt auf bequeme Weise

auf den Gornergrat. Es ist der Weg mit der

Bahn. Die Gornergrat­Zahnradbahn sieht

aus wie Bahnen in den Bergen aussehen. Die

Waggons sind moderne Ausführungen eines

altmodischen Verkehrsmittels. Modern, weil

gepolstert. Und altmodisch, weil ratternd

auf Zahnrädern.

Bloss eines irritiert: Eine Dame sagt über

Lautsprecher die fünf Stationen in SBB­Manier

an. Bevor sie das tut, erklingt das bekannte

SBB­Ding­Dong. Spätestens bei der

Information «Mit Halt an allen Stationen»

mögen sich Pendler an ihre morgendlichen

Reisen erinnern. Hält sich der Pendler aber

die Ohren zu, weiss er, dass die nächste Station

unmöglich Pratteln heissen kann.

magische zahl. Im Hotel angekommen,

fällt uns eine Zahl sofort auf: «3100» steht

auf den Westen der Kellner geschrieben, und

«3100» begegnet einem auch sonst überall.

Knapp 3100 Höhenmeter sind es, die hier

den Gast vom Meer trennen. Das allein schon

ist ein gutes Argument für einen Aufenthalt

im «3100 Kulmhotel Gornergrat»: Kein anderes

Schweizer Hotel nämlich liegt höher.

Und abgesehen von einem Hotel im Tirol

spielen alle anderen Alpen­Hotels in einer

niedrigeren Liga, was ihre Höhe über Meer

betrifft.

Vor knapp drei Jahren wurde das Hotel

renoviert. Seither verfügt jedes Zimmer über

ein Badezimmer, die Gemeinschaftsduschen

auf den Gängen gibt es nicht mehr. Drei Sterne

könnten an der Fassade des Hauses prangen.

Tun sie aber nicht. Die echten Sterne

sind nachts zum Greifen nah.

In den Zimmern riecht es nach frischem

Holz, ein Flachbildschirm hält die Verbindung

zur Aussenwelt aufrecht, und ein Stück

Fels an der Wand ruft den Standort in Erinnerung.

Wer beispielsweise die Zahl 12 als

Zimmernummer bevorzugt, ist hier an der

falschen Adresse: Die Zimmer sind nach den

Höhen der umliegenden Berge benannt.

4219, Hohberghorn. 4357, Dent Blanche.

4505, Weisshorn. Und natürlich: 4478, Matterhorn.

Wer ein Zimmer auf der entgegengesetzten

Seite bucht, befindet sich als Matterhorn­Alternative

«im Bann des Monte

Rosa». Rund dreissig Viertausender sind

vom Hotel aus zu sehen. Im Jahr 1907 wurde

das Hotel im Auftrag der Burggemeinde Zermatt

gebaut. Für den Umbau haben diese

und die «Matterhorn Group» tief in die Tasche

gegriffen: 8,5 Millionen Franken kostete

die Sanierung. Seither müssen die Gäste

zum Einkaufen nicht mehr ins Dorf fahren:

Das Hotel verfügt über eine eigene «Shopping­Mall»

mit Schweizer Produkten wie

Uhren oder Schokolade. Wer lieber isst und

trinkt als kauft, kann dies im hoteleigenen

Selbstbedienungs­Restaurant oder im Lokal

tun, das auch als Speisesaal dient. Dem Gast

bleibt nichts anderes übrig, als sich hier verköstigen

zu lassen: Abgesehen von einer Kapelle

und der Bahnstation gibt es keinen gedeckten

Ort ausserhalb des Hotels.

glückliches ehepaar. Das Walliser Ehepaar

Fabienne und Fernando Clemenz­Gruber

stört diese Abgeschiedenheit nicht. Sie

führten das Hotel schon vor dem Umbau.

Und sie werden es auch weiterhin tun. Einmal

in der Woche fahren sie ins Dorf und

übernachten in ihrer Mietwohnung. Sonst

leben sie in einem Hotelzimmer. Sie sehen

Menschen aus der ganzen Welt und Tiere,

die dem Städter nie begegnen. Steinböcke,

Gämsen und Hermeline tauchen regelmässig

in der Gegend auf, und regelmässig geht

auch die Sonne unter.

Gemalt würden die rosarot­violett­roten

Sonnenuntergänge kitschig aussehen. Das

Einzige, was hier aber gemalt ist, sind Bilder

von den Bergen, die der Gast mit einem Blick

aus seinem Zimmer auch in Wirklichkeit

sieht. Allein dafür lohnt sich die Reise auf

3100 Meter.

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höhenrausch. Die Terrasse des «3100 Kulmhotel gornergrat»

bietet einen einzigartigen Panoramablick.

> information. «3100 Kulmhotel

gornergrat», 3920 zermatt.

Telefon 027 966 64 00, Fax

027 966 64 04. gornergrat.

kulm@zermatt.ch – Preisbeispiel:

Doppelzimmer mit

Matterhorn­Sicht pro Person

inkl. Halbpension, Service und

Taxen zwischen 135 und

175Franken. Junior­Suite mit

Monte­Rosa­Sicht: zwischen

205 und 255 Franken.

www.gornergrat-kulm.ch

> anreisebeispiel. Basel ab

7.01, Bern ab 8.07, Visp ab

9.10, zermatt an 10.14, in fünf

gehminuten zur Station der

gornergratbahn, zermatt ab

10.24, gornergrat an 10.53.


eiseland.schweiz.

genussvolle fahrt. Reisen

und tafeln, zum Beispiel

auf der «Viadi culinar tras il

Grischun». Fotos Daniel Ammann


markus rohner

» die meisten reisenden

benützen die rhätische

bahn, um möglichst

schnell von a

nach b zu gelangen. ganz anders

jene bahnfreunde, die einen alten

speisewagen besteigen und bei

kailainathan thiyagarajah eine

kulinarische erlebnisfahrt quer

durch graubünden machen.

Die dunklen Wolken, die an diesem

Samstag über dem Bündner

Rheintal hängen, können der guten

Laune im Speisewagen nichts anhaben.

«Wir nehmen es so wie es

kommt», sagen Bardo Zauner und

Menga Minsch aus Domat/Ems. Die

zwei sitzen nicht zum ersten Mal im

altehrwürdigen Gourmino­Speisewagen

der RhB. Sie gehören im kulinarischen

Reisezug zu den Stammgästen.

In diesem Jahr waren sie

schon bei der Valentinsfahrt mitdabei.

Als Nächstes werden sie im Mai

auf die Spargelfahrt gehen.

tras il grischun. «50 Prozent unserer

Gäste kommen regelmässig auf

unsere Gourmetfahrten», sagt Anna

Maria Schlager, bei RailGourmino

Swiss Alps verantwortlich für Service

und Marketing. Die 41­jährige

Kärntnerin, die seit 20 Jahren in der

Schweiz lebt, hat auch an diesem

Tag alles im Griff. Sie platziert die 66

Frauen und Männer, die sich für die

Rundreise «Viadi culinar tras il Grischun»

angemeldet haben, am richtigen

Platz, nimmt Wünsche und

Bestellungen entgegen und ist immer

zur Stelle, wenn ein Gast in einem

der beiden Speisewagen etwas

wissen möchte.

Von Chur geht die Reise durch

das Prättigau und den Vereinatunnel

nach Scuol und von dort weiter über

Samedan zurück nach Chur. Knapp

sechs Stunden hat die Crew im SpeisewagenZeit,denerwartungsfrohen

Gästen ein Menü mit sechs Gängen

aufzutischen. Dieses Mal stehen Spezialitäten

aus Graubünden auf der

Speisekarte: Rindssauerbraten nach

Oberländer Art, Bündner Gnocchi

und Käse, gefüllter Domleschger

Apfel.

originelle menüs. Vor fünf Jahren

hat RailGourmino mit diesen kulinarischen

Fahrten angefangen. «Von

Jahr zu Jahr sind sie beliebter gewor­

den», sagt Anna Maria Schlager.

2008 stehen wieder 27 Esstouren auf

dem Programm. «Es kommt selten

vor, dass wir eine Reise wegen mangelnder

Nachfrage absagen müssen.»

Die Verantwortlichen haben es

sich zum Ziel gesetzt, Jahr für Jahr

mit themenbezogenen Menüs durch

die Bündner Landschaft zu fahren.

Zum Anpfiff der Fussball­EM wird im

Juni eine Gourmetfahrt mit SpezialitätenausderSchweizundÖsterreich

angeboten. Im Juli wollen die Köche

das Weltkulturerbe der Unesco, die

im Sommer über die Aufnahme

der RhB­Albulastrecke entscheiden

wird, auf die Teller zaubern.

drei quadratmeter. Die Gäste, die

im RhB­Speisewagen einen Platz reservieren,

kommen aus dem In­ und

Ausland. Vor allem in Deutschland

ist der «Fresszug» bei Eisenbahnfreunden

hoch im Kurs. «Meine Frau

hat die Gourmetfahrt zum Geburtstag

geschenkt bekommen», sagt Kurt

Wirth aus Geroldswil (ZH). Er lobt

das feine Essen, den Wein und den

aufmerksamen Service. Mitten im

Vereinatunnel geniessen die zwei

Zürcher den Rotwein aus der Herrschaft

und den Rindssauerbraten

mit den Gnocchi – und staunen, wie

das alles klappt, «bei dieser unmöglichen

Küche».

Offensichtlich haben die zwei einen

Blick in die enge Küche des altehrwürdigen,

über 70 Jahre alten

RhB­Speisewagens geworfen. Dort

ist das drei Quadratmeter grosse

Reich von Kailainathan Thiyagarajah,

einem 37­jährigen Tamilen, der

vor 19 Jahren in die Schweiz geflüchtet

ist. Als Hilfskraft hat er in der Küche

angefangen, heute arbeitet er

erfolgreich als Koch bei RailGourmino.

«Jahrelang konnte ich den Bündner

Spitzenköchen, die jeweils im

Winter die Gourmetfahrt von Chur

nach St. Moritz begleiten, über die

Schulter schauen und so die Kunst

des Kochens kennenlernen.»

Weil RailGourmino auf seinen

Fahrten durch die Bündner Berge

den Ehrgeiz hat, ohne Convenience­

Produkte zu arbeiten und die Lebensmittel

so weit wie möglich frisch

in der Küche zuzubereiten, heisst das

für Kailainathan und seinen Gehilfen

– ebenfalls eine Tamile – fünf

Stunden Stress. Da können die

schönsten Landschaften vor dem

Fenster vorbeiziehen, die zwei Küchenmänner

haben keine Zeit, sie zu

geniessen.

glacierexpress. «Am liebsten arbeite

ich im Glacierexpress», sagt

Kailainathan. Da habe er mehr Platz

in der Küche, verfüge über einen

Steamer und vier Platten und könne

A­la­carte­Speisen zubereiten. In der

Küche des nostalgischen Speisewagens

dagegen herrsche immer das

grosse Gedränge. Am Abend seien

jeweils alle froh, wenn sie die anstrengende

Fahrt hinter sich gebracht

haben. Ein Glück für die zwei

Männer in der Küche, die Frauen im

Service und Anna Maria Schlager,

die auf der Gourmetfahrt immer

wieder selbst Hand anlegt und von

der Marketingfrau zur Service­ und

Küchenhilfe wird, dass für die Zubereitung

der kalten Speisen dem Zug

ein dritter Speisewagen angehängt

ist. Dort steht viel Platz für das Miseen­place

der Salate, Käseteller und

Desserts zur Verfügung.

das schnapsglas. Die Gäste bekommen

von diesem Stress kaum

etwas zu spüren. Sie geniessen die

feinen Speisen, die ihnen auf der langen

Fahrt quer durch Graubünden

gereicht werden und betrachten die

Bündner Landschaft, aus der sich

baz | 18. april 2008 | seite 7

rindsbraten im vereinatunnel

graubünden. ein kulinarischer Zug – die rhätische bahn beschäftigt auch köche

bahnfahren und essen

sonderfahrten. Railgourmino

Swiss alps gehört zur Railgourmino­gruppe

und ist auf dem

netz der Rhätischen Bahn und

Matterhorn­gotthard­Bahn für

Catering und Speisewagen zuständig.

neben den fahrplanmässigen

zügen können eisenbahnfreunde

und gourmets

während des ganzen Jahres die

Kochkünste der gourmino­Crew

auch an Sonderfahrten in nostalgischen

RhB­Speisewagen geniessen.

27 kulinarische Sonderfahrten

stehen in diesem Jahr

auf dem Programm. Mit Menüs,

die der Jahreszeit angepasst

sind: im Januar ging man auf

grosse Wurstfahrt, an Ostern

stand das Milchlamm auf der

küchenzauber. Kailainathan

Thiyagarajah, der Herr der Töpfe.

der Winter langsam zurückzieht.

«Was gibt es Schöneres als solche

Bahnfahrten», schwärmt Eisenbahnfreund

Josef Stärkle aus Zürich.

Und wenn zum Schluss der Reise die

Servicefrauen in den Kehrtunnels

zwischen Bergün und Filisur mit der

Schnapsflasche durch den Gang

schreiten, sind die Gäste vollends zufrieden.

Es soll schon Leute gegeben

haben, die allein wegen der Art des

Einschenkens, die jeder Gourmino­

Angestellte beim Füllen der kleinen

Schnapsgläser zelebriert, eine Fahrt

im RhB­Speisewagen gebucht haben.

Von möglichst hoch herab ins

kleine Schnapsglas – und das alles

ohne Spritzer neben das Glas.

Speisekarte. im Mai wird zur

Spargelfahrt eingeladen, während

im Herbst Wild und eine

Bündner Buurametzgeta auf

dem Programm stehen.

Die Preise der vier­ bis fünfgängigen

Menüs variieren zwischen

55 und 95 Franken pro Person

(ohne getränke und 2. Klassbillett).

Kulinarischer Höhepunkt ist

jedes Jahr die Bündner Silvesterfahrt.

Start ist am 31. Dezember

um 19 Uhr in Chur. Die Fahrt

führt zu Feuerwerk und Champagner

nach St. Moritz. Morgens

um 3Uhr kehrt die gesellschaft

nach Chur zurück. Kosten:

165 Franken. mr

information über Telefon 0813001515

>www.rgswissalps.ch


gewinnen mit der bahn.

wettbewerb

lesen, lösen und gewinnen

Lernen Sie auf den 36 Seiten dieser Beilage das Reiseland Schweiz

kennen, beantworten Sie die folgenden Fragen und machen Sie sich,

mit etwas glück, mit ihrem gewinn selbst auf die Socken.


die wettbewerbsfragen

1. Wie heisst das Waisenhaus in Kathmandu, welches von

Sherpa Outdoor Stiftung getragen wird?

a Sherpa Outdoor Orphan Home

B Child Home

C namaste Home

2. Wie viele extrazüge verkehren während der UeFa eURO 2008 TM

zusätzlich zu den regulären zügen?

a 1500

B 2000

C 2800

3. Welches angebot in der zentralschweiz entdecken Sie im

Monat april mit einer ermässigung von 50 Prozent?

a Verkehrshaus der Schweiz

B erholungsparadies Rigi

C Tierpark arth goldau

Schicken Sie den Talon

per Post an

Basler zeitung

Stichwort «Reiseland»

Postfach, 4002 Basel

oder per Fax an 061 631 19 59

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oder schicken Sie eine SMS an:

363, Kennwort Reiseland

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zu gewinnen gibt es

1. preis: 1 Camping­Set von

Sherpa Outdoor mit zelt,

2Schlafsäcken,

2 isomatten, 1Rucksack,

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von Fr. 972.00

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Fr. 860.00

3. preis: 1­mal Outdoor­Jacke

von Sherpa im Wert von

Fr. 398.00

teilnahmebedingungen

Von der Teilnahme ausgeschlossen

sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

der baz und der SBB nordwestschweiz.

Über den Wettbewerb

wird keine Korrespondenz geführt.

4. preis: eine zolli­Führung für

10 Personen inkl.

eintritte Fr. 340.00

5. + 6. preis: 2 Halbpreisabonnemente

zum

Preis von Fr. 150.00

7. preis: 1 gutschein von

Bider & Tanner Fr. 50.00

8. preis: 1 UeFa eURO 2008 TM ­

Fanball im Wert von

Fr. 50.00

9.–18. preis: 10 Familienkarten

für den zolli im Wert

von Fr. 35.00 pro Stück

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

eine Barauszahlung der gewinne

oder ein Umtausch ist nicht möglich.

Mehrfachteilnahmen werden

nicht berücksichtigt.

einsendeschluss ist der 31.mai 2008

Die gewinnerinnen und gewinner

werden direkt von der Basler zei­

tung benachrichtigt und erhalten

ihre Preise per Post zugestellt.

Frage–Rail Service–Antwort.

Rund um die Uhr das ganze Bahnangebot 0900 300 300 (CHF 1.19/Min.).


eiseland.schweiz.

bahnkarussell. Die steile Bergflanke, welche die Bahn in weiten Schleifen und

mit einem Kehrtunnel elegant bewältigt. Foto BLS AG

baz | 18. april 2008 | seite 9

alte geleise und neue spuren

frutigen. der bahnabschnitt nach kandersteg – ein spannender wanderweg

Freddy widmer

» im dezember 2007

ging der neue lötschbergtunnel

in betrieb.

bahnreisenden kommt

damit eine der spektakulärsten

strecken der schweiz abhanden.

wir geniessen die viertelstündige

«fahrt» zwischen frutigen und

kandersteg auf andere art – in

zeitlupe, zu fuss.

Was der Künzi Samuel in der

Nacht auf den 20. Dezember des

Jahres 1947 in seinem Stall auf der

Fluh oben gerade machte, ist nicht

überliefert – Tiere versorgen? Heu

holen? Aber plötzlich wurde der Boden

«in die Höhe gehoben, wie bei

einem Erdbeben, dann sah Samuel

das Tal unter sich voll Feuer und

flüchtete sich mit dem Knecht in den

benachbarten Tunnel der BLS. Durch

den Kehrtunnel gelangten sie ins Tal

und morgens um vier erreichte Samuel

Künzi die Ruinen seines Hauses,

darunter die beiden Kinder, irgendwo

in der Nähe die Mutter und

der Pflegebub.»

Das schreibt die «Volkszeitung»

am 22. Dezember 1947. In den Felskavernen

südlich der Station Mitholz,

einem Dorf zwischen Frutigen

und Kandersteg, waren riesige Munitionslager

explodiert, 3000 Tonnen

mindestens, vielleicht auch

7000; Felswände und Stahltore

konnten nicht standhalten, das

Bahnhofsgebäude und weitere Häuser

wurden zerstört, neun Menschen

kamen ums Leben, die 220 Einwohner

wurden evakuiert, Mitholz wurde

ein Fall für General Guisan und

Bundesrat Kobelt. Die Untersuchungen

zur Ursache wurden im Mai

1949abgeschlossen.Allerdingsohne

Ergebnis.

Das Dorf ist wieder aufgebaut

worden, die Katastrophe ist gut 60

Jahre her, und nicht mehr viele Mitholzer

können sich an jene Dezembernacht

erinnern. Das Erinnern

übernahmen alte Inschriften an

Häusern, etwa diese:

«Ein Schrecken lief durchs ganze Land

als unser Dorf zerstört, verbrannt

nun ist die Freude eingekehrt

da uns ein Neues ist beschert.»

im karussell. Die Haltestelle Blausee­Mitholz

liegt mittlerweile ziemlich

verlassen da. «Der Haltepunkt

Blausee­Mitholz wird von Zügen des

Personenverkehrs nicht bedient. Benützen

Sie bitte den Bus», ist hier

schon lange auf einer Tafel zu lesen.

Seit dem 9. Dezember 2007 ists rund

um Mitholz noch einmal etwas ruhiger

geworden. Seither ist der neue

Lötschbergtunnel in Betrieb und die

schnellen Züge in den Süden fahren

nicht mehr hier vorbei, sondern unten

durch. Sie lassen eine der kühnsten

Bahnanlagen, die je gebaut wurden,

links liegen, dieses grossartige

Geleisekarussell, mit dem die Bahn

in kurzer «Luftlinie» rund 400 Höhenmeter

aufsteigt. Von Frutigen zunächst

über den Kanderviadukt, der

den Talboden überquert, mit einer

maximalen Steigung von 27 Promille

hinein in die östlichen Hänge des

Kandertals, weiter südwärts in die

weite Schlaufe hinten im Talgrund,

nordwärts zurück, hinein in einen

1655 Meter langen Kehrtunnel, dann

wieder südwärts Richtung Kandersteg

– man konnte sich nicht entscheiden:

sitz ich rechts oder links,

und man wunderte sich, dass man

das Rinderhorn sah, wenn man nach

vorwärts, dann auch, wenn man

nach rückwärts, und schliesslich

wieder, wenn man nach vorwärts

schaute. Und man darf sich auch

heute noch wundern, dass noch immer

funktioniert, was 1906 mit den

ersten Sprengungen begann und

1913 als erste elektrifizierte Alpenbahn

Fahrt aufnahm.

auf klimaspuren. Die Bahnanlage

ist auch etwas für Langsamreisende,

für Wanderer. Ein sogenannter Erlebnispfad

führt der Strecke entlang,

mal ganz in der Nähe des Trassees,

mal mit etwas Distanz. Dabei begegnet

man nicht nur uralten Geleisen,

man begegnet auch Spuren aus

der jüngeren Zeit, Spuren des Klimas.

Zunächst mal und am auffälligsten

der riesige «Schmiss», den

der Sturm Lothar der Westflanke des

Gehrihorns verpasst hat; etwas

später, genau über jener Stelle, an

information

hin oder zurück. Von

Frutigen, 780 Meter über

Meer, nach Kandersteg,

1176 mü.M. – Für den Weg

sollte man etwa fünf Stunden

einrechnen; wenn man

ihn in umgekehrter Richtung

begeht, also von oben

nach unten, natürlich etwas

weniger.

charakter der wanderung.

Gut markierte Wege;

stellenweise Trittsicherheit

gefordert (rutschige Stellen

in den Bachgräben). Nicht

Kinderwagen-tauglich.

verlauf. Vom Bahnhof

Frutigen nach Kanderbrügg

und direkt hinauf auf den

BLS-Erlebnispfad. – Variante:

Wer im Talgrund bis

nach Mitholz geht, sollte

den Blausee nicht verpassen

und wird den dortigen

Forellen nicht widerstehen

können, muss

allerdings viel Hartbelag

und die Nähe des Strassenverkehrs

in Kauf nehmen.

Von Mitholz dann auf

schmalem Pfad steil hinauf

zum Punkt «Hemlige», wo

man auf den BLS-Erlebnispfad

trifft. fw

der tausendtonnenweise Neat­Kies

liegt, hat ein steiler Bach dem Hang

schwer zugesetzt, da und dort ist ein

Stück Hang gerutscht. Und kurz vor

Kandersteg schliesslich, dort wo die

Kander nicht laufen darf wie sie will,

sondern in einen engen Kanal

gezwungen ist, von jenem flachen

Wegstück aus sehen wir noch einmal

hinauf zum Rinderhorn. Und stossen

noch einmal auf Klimaspuren: Vor

zwanzig Jahren noch bot die ebenmässige

Firnflanke des Rinderhorns

den Bergsteigern ein schön weisses,

ein reines Vergnügen; sie ist schon

arg geschrumpft, und in weiteren

zwanzig Jahren liegt dort oben

vielleicht nur mehr ein kümmerlicher

Rest von schmutzig­grauem

Eis.

> anreisebeispiel. Basel ab 8.30 Uhr,

Bern ab 9.39, Frutigen an 10.26. –

Rückreise: Kandersteg ab 16.14, Bern

ab 17.34, Basel an 18.29.


ausfliegen mit der bahn.

Magie und Zauber für Jung und Alt

15 Jahre Disneyland Paris – die Party geht weiter

Mit über 185 Millionen Besuchern

seit seiner eröffnung 1992 ist Disneyland

Resort Paris das meistbesuchte

und beliebteste Kurzreiseziel

in europa. Wenn Kinder träumen, erscheint

alles wundersam neu und

unglaublich wahr zu sein. erleben

Sie mit ihren Kleinen die zauberhafte

Welt der Träume! Mit dem neuen

TgV rückt Paris ausserdem noch

ein bisschen näher an Basel heran.

In die 4. Dimension

2007 war offizielles Jubiläumsjahr

zum 15. geburtstag des Disneyland

Resort Paris – die Party wurde letzten

April eingeläutet. Und wird jetzt,

aufgrund der grossen Resonanz,

kurzerhand bis März 2009 verlängert.

anlässlich des grossen erfolges

präsentiert Disneyland® Resort

Paris 2008 noch mehr neue attraktionen,

zauberhafte Momente mit den

Disney® Figuren, Live­Shows sowie

die eröffnung einer der aufregendsten

und weltweit beliebtesten attraktionen

«Tower of Terror – Freier

Fall in die 4. Dimension». Die mit

modernster Technologie inszenierte

Story: in einem einst glamourösen,

inzwischen verlassenen Hollywood­

Luxushotel werden die Besucher 13

Frühlingsgefühle in der Toskana

Landschaftlich schön, kulinarisch reizvoll und kulturell interessant

Reize der Toskana. Die verlockende aussicht

vom Hotel Casanova aus (oben). – Unten: Leckere

Wurstwaren aus «Cinta Senese»­Fleisch.

Neue Attraktion. The Hollywood

Tower Hotel in Disneyland Paris.

in die Sonne blinzeln, auf einer

Piazza einen Cappuccino trinken

und die Toskana kulinarisch,

kulturell und landschaftlich

in vollen zügen geniessen.

Jetzt ist der richtige Moment für

eine auszeit in der Toskana, wo

sich Landidylle und Kulturerlebnis

auf schönste Weise kombinieren

lassen.

Toskana­Liebhaber fahren

stressfrei mit dem Cisalpino direkt

nach Florenz. ein Mittagessen

im Speisewagen… und

schon zeichnen sich am Horizont

sanft geschwungene Hügel,

Oliven­ und zypressenbäume

ab. Vor Ort empfiehlt sich

ein Mietwagen, um problemlos

die zahlreichen Kunststädte

rund um Florenz besichtigen zu

können – etwa San gimignano,

Volterra, Siena und Pisa – und

doch nicht auf den genuss verzichten

zu müssen, völlig malerisch

in einem der mittelalterlichen

Toskana­Dörfer zu logie­

Stockwerke abwärts durch einen

stillgelegten Fahrstuhlschacht hinunter

katapultiert in die Tiefe der

4. Dimension, der Twilight zone. Mit

einem Vielfachen der Fallgeschwindigkeit,

versteht sich.

ebenfalls in der zwischenwelt zwischen

real und virtuell angesiedelt:

die interaktive attraktion Stitch Live.

gäste interagieren in echtzeit­animation

mit dem knuddeligen ausserirdischen

aus dem Walt Disney­

Film «Lilo & Stitch».

In nur dreieinhalb Stunden

Mehrmals täglich fährt der neue Disney

Characters’ express mit vielen

der beliebtesten Disney Figuren die

Main Street, U.S.a. entlang. Dieses

musikalische abenteuer beinhaltet

genügend zeit für zahlreiche Meetn­greets

mit den Disney Figuren.

Jeden Tag wird bei der grossen Geburtstagsshow

Candleabration mit

viel gesang und Tanz auf der Bühne

vor dem Dornröschenschloss weitergefeiert.

Dann treffen sich Micky

Maus, Minni Maus und ihre Freunde

ren. Besonders reizvoll sind romantische

Städtchen wie Colle

di Val d’elsa, Montaione und

Monteriggioni, wo ihnen Hotels,

gästezimmer und Ferienwohnungen

in historischen gutshöfen,

ehemaligen Klöstern und

edlen Patrizierhäusern das typische

Toskana­Lebensgefühl

vermitteln.

Wandern und biken

Viele Betriebe bieten die Möglichkeit,

Land und Leuten auf

Wanderungen und Biketouren

näher zu kommen. Wer diese

zauberhafte gegend noch intensiver

erfahren möchte, bucht

am besten eine einwöchige, individuelle

Rundreise ab Florenz,

etwa zum Thema «Land und

Meer» oder «Dörfer und Weinberge».

Falls Sie nur wenig zeit haben,

die Toskana aber dennoch authentisch

und originell erleben

möchten, ist ein Schnupperpro­

und entzünden feierlich die Kerzen

auf dem Dornröschenschloss. Wann

feiern Sie und ihre Familie mit?

Mit dem neuen TgV dauert die Reise

nach Paris nur noch 3½ Stunden,

wahrlich ein Katzensprung! Dazu

lockt das Disneyland Resort Paris

mit vielen attraktiven ermässigungen

für Familien wie z.B. «Kinder

gratis».

gerne berät Sie das SBB Reisebüro

Basel über die aktuellen Disneylandangebote

von railtour suisse.

Alt und Jung. altbekannte und

neue Figuren begeistern die Kinder.

gramm wie das arrangement

«Ländliche Delikatessen» in

Montaione genau das Richtige.

inbegriffen ist die Unterkunft in

einem Herrenhaus, die Besichtigung

einer zucht von Cinta­Senese­Schweinen,

die es nur in

der gegend von Siena gibt, und

eine Degustation mit Lokalspezialitäten

und edlen Tropfen. im

Herbst gehen Sie zusätzlich mit

einem Fachmann auf Trüffelsuche.

Kulinarische Highlights stehen

auch bei der Pauschale

«Weinreben und Oliven» im Mittelpunkt

– hier erfahren Sie mitten

im Chianti­gebiet viel Wissenswertes

über die Olivenernte

und erhalten auch die gelegenheit,

lokale Spitzenweine und

Käsesorten zu verkosten. Toskana

vom Feinsten!

information. Toskana­arrangements

von Frantour mit Bahn und Unterkunft

sind an ihrem Bahnhof buchbar,

oder unter

> www.frantour.ch


eiseland.schweiz.

gute kombination

für beide.

Geniessen und

arbeiten in

reizvoller Landschaft.

helen weiss (text und Foto)

» die frage,

ob man den

hund in die ferien

mitnehmen

oder zu hause lassen soll,

stellt sich hier nicht: im

hotel tannenboden in

flumserberg steht der

vierbeiner im mittelpunkt.

BeimBegrüssungs­Apéro

scheinen sich alle zu kennen:

Während sich die Hunde gut

versorgt in den Zimmern

und Boxen von der Reise erholen,

tauschen die zweibeinigen

Gäste auf der Terrasse

Neuigkeiten aus. Man ist per

Du unter den «Hündelern»,

und auch wer noch nie hier

war, kommt schnell ins Gespräch.

Hunde sind das zentrale

Thema, und da weiss

man immer wieder Neues zu

berichten. Für viele sind die

Hündeler­Ferien in Flumserberg

(SG) fester Bestandteil

ihres Jahres, einige Gäste buchen

das Angebot bereits seit

20 Jahren. «Wir bieten die

Hündeler­Ferien seit 32 Jahren

an und waren damit das

erste Hotel in der Schweiz,

das Aktivwochen für Hundehalter

im Programm hatte»,

sagt Romana Dörig, die mit

ihrem Mann Christian das

Hotel Tannenboden 1994

von ihrem Vater übernommen

hat. Gemeinsam mit

Romana Dörigs Bruder Hannes

Kurath leitet das Ehepaar

den Familienbetrieb.

Nach dem Mittagessen

geht man gemeinsam zur

ersten Unterrichtsstunde auf

dem nahen Übungsgelände.

Das freiwillige Training ist

vielfältig: Neben Nasenarbeit

wie Fährten und Flächensuche

kann man hier

mit seinem Vierbeiner auch

am Grundgehorsam arbeiten

oder sich auf die Begleithundeprüfung

vorbereiten. Die

Stimmung unter den Gästen

ist locker – die rund 42 Hunde

hingegen müssen sich

zum Teil mit lautem Gebell

auf dem Platz behaupten.

motivation. «Früher herrschte

in der Hundeszene viel

Zwang bei der Erziehung»,

sagt Hans Schmid, der hier

seit 14 Jahren den Unterricht

leitet. «Wir möchten jedoch,

dass der Hund Freude hat

und motiviert ist, zu arbeiten.»

Es sei faszinierend zu

beobachten,wasdieMensch­

Hunde­Teams erreichten,

«und zwar auf jeder Stufe»,

meint Schmid.

spurensuche. Sein Sohn

Bruno Schmid leitet in dieser

Woche den Fährten­Unterricht.

Die Nasenarbeit ist Teil

der Begleithunde­Prüfung,

der Hund muss dabei einer

150 Meter langen Spur folgen

können. Begonnen wird

jedoch mit kurzen Strecken

und vielen Cervelat­Stück­

chen. «Der Hund muss sorgfältig

auf diese Aufgabe vorbereitet

werden, damit er

später einer längeren Spur

folgenkann»,erklärtSchmid.

Ende der Woche können die

Vierbeiner bereits einige Meter

Spur «erschnuppern».

In der Familienhunde­

Gruppe lehren Andrea

Schaub und Heidi Bisig

Grundgehorsam wie Sitz,

Platz und Fuss. «Heute, da

Hunde nicht mehr überall

gern gesehen werden, ist es

wichtig, dass der Hund gesellschaftsfähig

ist und gehorcht»,

meint Heidi Bisig.

Mit verschiedenen Übungen

soll die Bindung zwischen

Halter und Hund gestärkt

werden, denn nur auf die­

baz | 18. april 2008 | seite 11

vierbeinige feriengäste erwünscht

flumserberg. hunde mögen abwechslung, auch in den Ferien

ferien mit dem hund

ser Vertrauensbasis können

Fortschritte erzielt werden.

familiär. Nachmittags werden

Wanderungen angeboten,

das Gebiet bietet vielfältige

Routen. «Ich mag Aktiv­

Ferien, und das Hunde­Training

wird überaus kompetent

geführt», sagt Brigitte

Tschanz, die mit ihrem dreijährigen

«Chiro» zum dritten

Mal im Tannenboden Ferien

macht. Zudem sei das Preis­

Leistungs­Verhältnis super.

Auch Markus und Miriam

Degen aus Witterswil sind

zufrieden: «Die Stimmung

ist familiär und gemütlich,

das gefällt uns.» Ihre beiden

Berger Blanc Suisse «Bolero»

und «Ashley» bilden sie zu

tannenboden. Für Ferien mit Hunden

gibt es unterschiedliche angebote: in vielen

Hotels in Wandergebieten sind Hunde

zwar erlaubt, ein Programm mit Hunden

kann jedoch nur in wenigen Hotels in der

Schweiz gebucht werden. Das Hotel Tannenboden

in Flumserberg bietet von Juli

bis Oktober einwöchige Hündeler­Ferien

mit freiwilligem Training in gehorsam,

nasenarbeit, Schutzdienst und agility an.

Sechs Tage Vollpension kosten je nach

Standard des zimmers 680 bis 790 Franken;

pro Hund kommt ein Pauschalpreis

von 80 Franken hinzu. Der Vierbeiner darf

entweder mit aufs zimmer genommen

oder kann in einer geräumigen Hundebox

Flächensuchhunden aus.

Auch der Labrador Retriever

von Chantal Wuillemin kann

sich hier von seinem Arbeitsalltag

erholen. «Tosca»

ist ein Drogenspürhund,

Chantal Wuillemin arbeitet

mit ihr für die Berner Kantonspolizei.

«Für mich geht

es hier weniger darum, etwas

zu lernen, ich habe kein

Leistungsziel», sagt sie. «Ich

geniesse vor allem den Austausch

mit anderen Hundehaltern,

und für meinen

Hund stellt das Programm

einen guten Mix zwischen

Ferien und Arbeit dar.»

> anreisebeispiel. Basel ab

9.07, ziegelbrücke ab 11.02,

Flums an 11.30, Flums ab

11.52, Flumserberg an 12.09.

untergebracht werden. im Preis inbegriffen

sind vormittags rund zwei Stunden

Training und nachmittags geführte Wanderungen.

Die Transporte mit Bahn,

Schiff und Bus sind gratis, auch Hundefutter

steht kostenlos zur Verfügung. zum

Schluss der Hündeler­Ferien wird ein

Plauschparcours durchgeführt. hew

informationen: Hotel Tannenboden,

Familien Dörig & Kurath, 8898 Flumserberg.

Tel. 081 733 24 58. – info@tannenboden.ch

> www.tannenboden.ch

Weitere angebote: Hotel & Restaurant glogghuis

in Melchsee­Frutt: > www.glogghuis.ch

Hundeferien im Jura: > www.prinzi.ch


eiseland.schweiz.

spielerisch ernst. Mit augenzwinkern macht Paul gugelmann Hintergründiges vordergründig. Fotos Daniel Desborough


martin matter

» höchste handwerkskunst,faszinierendeszusammenspiel

von symbolbild

und mechanischer bewegung:

die anziehungskraft von paul gugelmanns

poetischen maschinen

ist ungebrochen. da ist nichts gealtert.

am wenigsten der künstler

selber.

Vor uns summt und surrt es in

dem Maschinchen, dann klingelt etwas

leise, gefolgt von regelmässigem

Klicken. Ein paar Meter weiter schlagen

Hämmerchen an Glöckchen und

Messingstäbe. Anderswo scheppert

es vernehmlich: «Die Eitelkeit»

macht sich bemerkbar. Daneben

dreht und klopft oder zwitschert es.

Beim Parterrefenster des kleinen

Museums radelt «Der Verliebte» auf

dem Seil, unter hörbarem Schall von

Glocken­ und Metallstäben. Das Räderwerk

im «Spiegel der Wahrheit»

dreht sich unaufhaltsam und mit Geräusch.

Andere Kunstwerke bewegen

sich fast oder ganz geräuschlos.

Bewegen aber tun sich alle. «Der Politiker»,

dessen Mundwerk sich sichtbar

auf und ab bewegt, setzt sich immer

wieder eine andere Maske auf,

ein anderes Gesicht. Eine Ratte nagt

an seinem Stuhl, der Sturz scheint

nicht weit zu sein. Eva lockt Adam

erfolglos. Dann geschieht das Wunder:

Als Eva ihr Feigenblatt entfernt,

hebt sich Adams Feigenblatt, und er

gibt nickend sein Ja. «Der Nasenbohrer»

erhält eine Kopfnuss, sobald er

den Finger in die Nase steckt; das

Bohren nämlich soll ihm abgewöhnt

werden.

Der Fantasie sind keine Grenzen

gesetzt. Und Paul Gugelmann, inzwischen

77­jährig, ist kein bisschen

müde. Im Gegenteil.

poesie und zauber. Gegen 100000

Besucher hat das kleine Museum im

ehemaligenBally­DorfSchönenwerd

seit seiner Eröffnung im Jahre 1995

empfangen. Der Zustrom hält an.

Fasziniert, amüsiert, nachdenklich

stehen Jung und Alt vor diesen wunderbaren

filigranen Gebilden und

entdecken beim näheren Hinsehen

immer wieder neue, überraschende

Details. Ein eigentümlicher Zauber

geht von den «Machines poétiques»

aus, wie Paul Gugelmann seine Kreationen

nennt. Unwiderstehlich, wie

er auf hintergründig­verspielte Art

über Gott und die Welt sinniert,

Menschliches, Allzu­Menschliches

karikiert, Widersprüche zwischen

Sein und Schein aufdeckt: «Arche

des Teufels», «Narrenschiff», «Monsterfalle»,

«Geldwäscherei». Aber Gugelmann

ist kein unbarmherziger

Richter. Er öffnet uns augenzwinkernd

die Augen, seine poetischen

Maschinen verführen uns zur Wahrheit.

Zeitkritik, Witz, liebenswürdighinterlistige

Ermahnung, Spiegel,

Satire, Gleichnis, Doppelbödigkeit:

Von allem etwas steckt in diesen fantastischen

Mikrokosmen.

ewige themen. Beschreibungen

und Interpretationen sind inzwischen

in vier prächtigen Büchern

über Paul Gugelmanns Werk ergangen.

Er trägt sie mit der Gelassenheit

eines Weisen. «Ich bin kein Weltverbesserer»,

lächelt er, im Museum inmitten

seiner Maschinen sitzend.

Moralisieren liegt ihm fern. «Wohl

gibt es zeitkritische Ansätze in meinen

Sachen, aber ich stelle Themen

dar, die es schon immer gegeben

hat.» Den Missbrauch der Religion

als Machtvehikel zum Beispiel. Oder

Wichtigtuerei, Falschheit, Verschwendung.

Gugelmanns Botschaften

sind trotz des komplex scheinenden

Zusammenspiels von Mechanik,

Bewegung und Geräusch einfach

und leicht verständlich.

«Kinder und Narren sagen die

Wahrheit», steht im jüngsten Buch

über Paul Gugelmann*. Da ist etwas

dran. Das Verspielte, ebenso den unverkrampften

Zugang zu seinen Themen

und zur Wahrheit hat er sich

bewahrt. Seit fast einem halben

Jahrhundert. Und der ehemalige

Grafiker, Créateur und Schuhdesigner

bei Bally bleibt in erster Linie der

Ästhet, der er immer war: «Meine

Maschinen müssen auch dann schön

sein, wenn sie stillstehen.»

ein schweizer in paris. Der Erfolg

ist Paul Gugelmann nicht in die Wiege

gelegt worden. Mit sechs Geschwistern

zusammen wuchs er in

einfachen Verhältnissen und in einer

engen Wohnung auf – im Wohngebäude

an der Stiftskirche gleich gegenüber

dem ehemaligen Schuppen,

der heute das Museum beherbergt.

Spielsachen waren in seiner Kindheit

rar, der Erfindergeist der Kinder gefordert.

Seine erste kreative Berufsphase

verbrachte er als Bally­Schuhdesigner

in Paris, wo er in jeder freien

Minute malte, zeichnete, modellierte.

Seine erste Kreation entstand

1963 aus einer Spielzeug­Dampfmaschine,

die er seinem Kind zum Geburtstag

geschenkt hatte: Papa zerlegte

das Ding, fügte allerhand Sachen

aus den Pariser «Marchés aux

puces» hinzu, und daraus wuchs die

erste mobile Skulptur, mit Dampfantrieb.

Sieben weitere dampfgetriebene

Kreationen in Paris folgten, bis

die Familie Ende der Sechzigerjahre

wieder in die Schweiz zurückkehrte.

Gugelmann blieb bis zu seiner Frühpensionierung

1992 in Ballys Diensten

und schuf eine fantasievolle

Skulptur nach der andern. Gegen 80

sind es bis heute, und es werden immer

mehr.

unverkäuflich. In zahlreichen

Ausstellungen im In­ und Ausland

stiessen die «Machines poétiques»

auf Begeisterung, überall standen

die Leute Schlange. An lukrativen

Kaufangeboten aus aller Welt fehlte

es nicht, doch Paul Gugelmann dachte

nie ans Verkaufen. Bei Freunden,

Bekannten und Fans vorab in der Gemeinde

wuchs aber das Bedürfnis

nach einer öffentlich zugängigen

Bleibe. 1994 wurde der Grossteil der

Maschinen in eine Stiftung eingebracht,

und dank der Unterstützung

von Gemeinde, zahlreichen Sponsoren

und noch zahlreicheren fleissigen

Händen entstand das Museum

in Schönenwerd.

Bei Führungen stellt Paul Gugelmann

seine Schöpfungen immer

wieder selber vor. Gegen 50 Freiwillige

aus der Region kümmern sich

heute um all die Führungen, ein Förderverein

sorgt für Betrieb und Unterhalt.

Der Künstler selber macht

baz | 18. april 2008 | seite 13

kind, narr, (gugel-)mann

schönenwerd. die «machines poétiques» begeistern ein wachsendes publikum

fehlkonstruktion i. nur scheinbar

tickt dieser Organismus richtig.

allerdings in Sachen Energie allen

etwas vor. Nach wie vor steht er oft

beim ersten Büchsenlicht auf («dann

kommen mir die besten Ideen»), und

arbeitet so intensiv wie früher. Mehrere

hundert, bisweilen auch über

tausend Arbeitsstunden investiert er

in eine Kreation. Er arbeitet ohne genaue

Pläne, alles entsteht in seinem

Kopf, nur die Figuren bekommen

eine hölzerne Vorlage. Und wenn ihn

am Abend jemand fragt, ob er heute

das schöne Wetter zur Kenntnis genommen

habe, muss er oft passen.

der plastiker. Aus seinem konzentrierten

Schaffen bezieht Gugelmann,

seit mehreren Jahren Witwer,

seine ungebrochene Lebenskraft.

Gebresten kennt er keine («Holz anfassen»).

Im Moment formt sich unter

seinen Händen eine grosse Plastik,

die einen Strassenkreisel in Gretzenbach

zieren wird. Über 40 mobile

Skulpturen hat er als Auftragsarbeiten

geschaffen, die meisten stehen

auf Brücken, an Gebäuden, auf Plätzen.

Und dass ihm auch die Arbeit

mit Kindern und Jugendlichen Spass

macht, verwundert nicht: Vor einiger

Zeit entstanden unter seiner Anstiftung

über 100 kleine Kurbelmaschinen,

kreiert von den Kindern einer

Gretzenbacher Schule.

Paul Gugelmann, ein Vollblutkünstler

ohne Dünkel, ein liebenswürdiger

Mensch, einer, der auch

sich selber nicht todernst nehmen

muss. «Ich wünsche Ihnen noch ein

schönes Leben!», schrieb ihm ein begeisterter

Gretzenbacher Schulbub.

Dem ist nichts beizufügen.

* Paul gugelmann: Poetische Maschinen.

neuausgabe 2004, Fr. 49.–. erhältlich im

Museum.

> anreisebeispiel. Basel ab 9.30,

Olten ab 10.07, Schönenwerd an

10.15Uhr.

paul-gugelmannmuseum

Schmiedengasse 37,

5012 Schönenwerd (neben

der Stiftskirche). Telefon

062496540. Öffnungszeiten:

Mittwoch, Samstag und

Sonntag jeweils 14 bis 17 Uhr.

gruppenführungen auch

ausserhalb der Öffnungszeiten.

anmeldungen:

06284965 40.

> www.gugelmann-museum.ch


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eiseland.schweiz.

idylle im trüben

Juli. zuhinterst

im Tal liegt der

Lauenensee.

Foto georg Schmidt

georg schmidt

Mein Atem stockte, als

ich den Lauenensee zum

ersten Mal sah. Ein Bild

wie vom Anfang der

Welt, war mein erster Gedanke:

Ganz zuhinterst in einem Tal stürzt

ein Wasserfall über eine Bergwand

in die Tiefe, im Talboden glitzert

still ein kleiner See.

Natürlich – ich kannte das Lied vom

«Louenesee» seit Jahren, nein, seit

Jahrzehnten. Aber tiefer in mein Bewusstsein

hatte es der Song der Berner

Mundartrocker Span nicht geschafft;

der Lauenensee war Hintergrundgeplätscher

aus dem Radio

geblieben. Jetzt aber, auf der Wispile,

einem Bergrücken oberhalb von

Gstaad, wusste ich, dass ich einen

lange versäumten Ausflug nachholen

musste. Dringend.

unterwegs. Ich wollte sofort losziehen.

Das ging aber nicht so einfach.

Dreieinhalb Stunden Fussweg,

einfach so, aus dem Stand heraus –

das ist zu viel, wenn man mit der

ganzen Familie unterwegs ist. Ich

fügte mich widerwillig in mein

Schicksal. Ein paar Tage später sassen

wir aber im Postauto und fuhren

von Gstaad ins Lauenental hinein –

auf einer Strasse, welche sich in

meiner Erinnerung immer abenteuerlicher

den steiler werdenden Berghängen

entlang windet. Die Lebenswelt

der Menschen, die in dieser

Welt zu Hause sind, schien weit weg

vom geschäftigen Treiben im mondän­behäbigen

Gstaad.

Das war im kalten und verregneten

Juli 2007. Das Wasser war überall.

Feine Rinnsale ergossen sich über

die Wege. Bei jedem Schritt gab es

ein schmatzendes Geräusch. Als ich

aus dem Postauto ausstieg, war ich

zwar etwas benommen von der

Fahrt, aber endlich da, wo ich hin

wollte.

Durch einen Wald mit moosigem

Boden führt ein Weg zum See – respektive

zu den beiden Seen: Sie sind

1,3 beziehungsweise 8,8 Hekar

gross. Offen gestanden: Dass es hier

unter einem Namen zwei Seen gibt,

realisierte ich erst viel später. Ich

nahm nur das eine gewaltige Naturschauspiel

wahr.

Der Spaziergang um die beiden Gewässer

dauert knapp eine Stunde.

Nebelschwaden hingen an jenem

Tag an den Berghängen rund um

den See, es war unangenehm kalt.

Zwischendurch setzte immer wieder

Regen ein. Aber das konnte der

Schönheit dieses Ortes nichts anha­

ben. Abwechslungsreich und in einer

überschaubaren Grösse präsentiert

sich die Idylle – überragt wird

der See von mächtigen Berggipfeln,

die wie Schutzpatrone auf ihn herabblicken.

Einige wenige Häuser und Scheunen

liegen verstreut in der Landschaft

– es gibt dort auch ein Restaurant,

einen dunklen Raum mit

niedriger Decke, wo wir uns am

Schluss der kleinen Wanderung aufwärmten

und die durchnässten

Schuhe der Kinder mit Zeitungspapier

ausstopften und neben den

Ofen stellen durften. Irgendwo hat

es auch einen rudimentären Bootssteg,

der ins Wasser ragt, ein Boot

schaukelt auf den Wellen. Sonst

aber fehlen die menschlichen Eingriffe

– das Gebiet steht unter kantonalem

Naturschutz.

üppig. Und die Natur scheint es zu

danken, sie wuchert üppig und vielfältig:

Manchmal stehen lockere Gehölze

am Ufer, dann wieder ist der

Zugang zum See offen, viel Schilf

ragt aus dem Wasser, auch Nadelwälder

gesellen sich ins Bild. Die

Wiesen sehen saftig aus.

Zwei Dinge nimmt man als Laie auf

dem Spaziergang nicht wahr: Erstens

lässt sich die Vielfalt und Pracht

des Ortes auch mit Fakten untermauern.

So ist der Lauenensee der

höchst gelegene Brutplatz der

Schweiz. Hier ziehen Stockenten,

baz | 18. april 2008 | seite 15

Das Versprechen, es Berner Rockern gleichzutun

«Immer wieder setzt

Regen ein. Aber das

kann der Schönheit

dieses Ortes

nichts anhaben.»

Reiherenten und Blässhühner ihren

Nachwuchs gross. Auch Zugvögel

schätzen den Ort – ebenso Wasser

liebende Tiere: Eine Zählung ergab

18 Libellenarten.

Und zweitens droht dem See die

Verlandung. Paradoxerweise ist es

die Natur selber, die zur Bedrohung

wird. Durch Lawinenniedergänge

gelangt immer mehr Schutt und Geröll

in den See.

unterschrieben. Das aber wollen

die frühere Lauener Gemeidepräsidentin

Bethli Küng­Marmet und mit

ihr zusammen 3900 Personen verhindern,

welche die Petition «Rettet

den Lauenensee!» unterschrieben

haben. Auch der Berner Grosse Rat

zeigte sich freundlich gesinnt: Mit

nur einer Gegenstimme überwies er

ein Postulat an die Regierung, die

versprach, das Anliegen nicht zu

schubladisieren.

Damit ist ein erster Schritt getan,

damit der Span­Song nicht zum

Abgesang wird. Im Text heisst es:

«Immer wen i dra dänkä a das Gfüeu

denn am See, de merk i, wie guet

dass mer ta het.» Dem ist wenig beizufügen

– ausser dem Versprechen

vielleicht, es gleich zu tun wie die

Berner Rockmusiker: «I gloube, i

gange no mehr a Louenesee.»

> anreisebeispiel. Basel ab 8.30 Uhr,

Spiez ab 10.09, zweisimmen ab 11.05,

gstaad ab 12.03, Lauenen Post an

12.16 Uhr.


ausfliegen mit der bahn.

Beste Verbindungen nach Deutschland

Das Bahnfahren geht auch nach der Grenze in flottem Tempo weiter

Komfortabel, schnell. ein «iCe 3»

der Deutschen Bahn.

Der ICE holt Schweizer Reisende

vor ihrer Haustür ab – stündlich

ohne Umsteigen von Basel nach

Freiburg, Mannheim und Frankfurt

sowie zweistündlich nach Köln,

Berlin, Hannover und Hamburg.

Bahn fahren mit hohem Komfort und

besten Verbindungen – das hört hinter

Basel oder Schaffhausen nicht

auf, sondern es geht hinter der grenze

weiter. Wie in der Schweiz, so

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sind auch in Deutschland alle grossstädte

und Regionen durch schnelle

und moderne züge miteinander verbunden.

Und das Beste: Das Flaggschiff

der Deutschen Bahn, der iCe,

holt Reisende in der Schweiz praktisch

vor ihrer Haustür ab.

ab Basel SBB geht es stündlich per

interCityexpress nach Freiburg,

Mannheim und Frankfurt und von

dort in verschiedenen Richtungen

weiter nach Köln und amsterdam,

nach Hamburg und Berlin oder nach

Leipzig und Dresden. zudem verkehren

täglich nachtzüge der City night

Line, unter anderem nach Hamburg,

Berlin, Leipzig und Dresden.

auch Liestal hat täglich beste Verbindungen

weit nach Deutschland

hinein: So gelangt man beispielsweise

zweistündlich mit nur einmaligem

Umsteigen von der Baselbieter

in die deutsche Hauptstadt. Der iCe

der Deutschen Bahn bietet Reisen­

den ein Höchstmass an Komfort,

Service und geschwindigkeit. Die

Fahrt Basel–Köln dauert knapp vier

Stunden und bietet auf den letzten

170 km ab Frankfurt das erlebnis,

die Mittelgebirge Taunus und Westerwald

mit 300 km/h zu überqueren.

Rund ein Fünftel seines 6000 km

langen netzes in Deutschland kann

der iCe mit 230 km/h und mehr befahren.

gegenwärtig wird die wichtigste

Strecke zwischen der

Schweiz und Deutschland zwischen

Basel und Karlsruhe für den Hochgeschwindigkeitsverkehr

ausgebaut.

Die zeit im zug ist ein genuss und

ein erlebnis für sich: im «iCe 3», der

von Basel Richtung Köln und amsterdam

fährt, und im «iCe T» zwischen

zürich und Stuttgart hat man

freie Sicht nach vorn und kann dem

Lokführer über die Schulter schauen.

in ihren Speisewagen und Bordbistros

kooperiert die DB mit Spit­

zenköchen und hat erstklassige

Weine auf der Karte.

Die eisenbahn ist ein Leistungsträger

im Reiseverkehr zwischen der

Schweiz und Deutschland – und damit

vor dem Hintergrund der aktuellen

Debatte über Klimawandel und

Klimaschutz zugleich ein Hoffnungsträger.

in einem voll besetzten iCe

«verbraucht» ein Fahrgast nur einen

Liter Benzin pro 100 Kilometer und

ist damit wesentlich umweltfreundlicher

als im auto oder im Flugzeug.

in der Partnerschaft zwischen SBB

und DB sind kundenfreundliche angebote

entstanden. inhaber des general­

oder Halbtax­abos erhalten

von und nach Deutschland auf der

deutschen Strecke 25 Prozent ermässigung.

Familien profitieren davon,

dass die eigenen Kinder (oder

enkel) unter 17 Jahren in zügen zwischen

der Schweiz und Deutschland

kostenlos mitfahren.

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starten täglich ab Bern, Zürich und Basel in

die deutschen Metropolen. Von dort haben Sie

Anschluss zu den schönsten Reisezielen Deutschlands.

Steigen Sie ein und geniessen Sie Ihre

Ferien von Anfang an. Die Bahn macht mobil.


museum frieder burda. Hier treffen sich zeitgenössische

Kunst und klassische Moderne.

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baz 18. april 2008 | seite 17

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Die Bahn macht mobil.


eiseland.schweiz.

völlig auf

der höhe

sils-maria. das hotel

waldhaus ist 100 Jahre jung

christine richard

» in diesem

burghotel waren

thomas mann

zu gast, albert

einstein und der fc basel.

viele prominente sind seit

1908 hier hinaufgestiegen.

dafür weht der Jahrhundertcharme

des grand

hotels ins tal, in die theaterabende

von christoph

marthaler, dem grossen

schweizer regisseur.

Wer übers «Waldhaus»

berichtet, tut das nicht ungestraft.

Das «Waldhaus» ist

wie eine vornehme Dame:

Jeder ihrer Liebhaber meint,

sie am besten zu kennen, jedes

falsche öffentliche Wort

über sie schmerzt. Und zudem:

Wer sie einmal besucht

hat, geht eine lebenslange

Bindung ein; das kostet.

«Waldhaus», bien. Aber

welches? Es kann zu Verwechslungen

kommen. Unser

«Waldhaus» ist ein strahlendes

Fünf­Sterne­Hotel

mit 150 Zimmern und Suiten,

Schwimmhalle und Tennisplatz.

Gemeint ist mit

«Waldhaus» aber keineswegs

die gleichnamige todschicke

Hotelpark­Anlage in Flims,

sondern unser liebes «Waldhaus»

thront über dem Dörflein

Sils­Maria. Wer unten in

Sils steht, der ahnt nur undeutlich,

dass sich droben

hinter den Bäumen ein Burghotel

erhebt. Warum mit

Prunk provozieren, wenn es

auch anders geht.

Wahre Herrschaft hält

sich vornehm zurück. Wer

nun glaubt, dass die Preise

im «Waldhaus» ähnlich zurückhaltend

sind, der irrt

und das leider meist überm

eigenen Einkommensniveau:

das Doppelzimmer

(Standard) für um die 600

Franken pro Nacht, schluck.

Wer jetzt ins Sinnieren

kommt, das sei hübsch expensive

für ein Nachtlager in

einem Hotel, der irrt zumindest

teilweise. Wir haben es

hier nicht mit einem Hotel zu

tun, sondern mit einer gewichtigen

Institution; mit einer

Fluchtburg für die europäische

Intelligenz aus den

Niederungen des Kulturbetriebs;

mit einem Parnass,

wo sich Künstler, Politiker

oder Wissenschaftler bis

heute treffen. Dünkellos,

zwanglos, stilvoll.

Nicht jeder, der hier logiert,

ist ein Krösus. Er hat

sich manchmal das Geld für

zwei, drei Übernachtungen

mühsam zusammengespart.

Nicht unbedingt, um dabei

zu sein, adabei. Sondern um

wenigstens kurz noch einmal

heimzukehren. Heim? Diese

Heimat heisst: geistiges Europa.

Lässige Internationalität,

gepflegtes Beisammensein,

Gedankenaustausch.

Nieder mit den Spa­Palästen;

Kampf dem Wadenkrampf

an der Kraftmaschine.

Im «Waldhaus» dürfen

Menschen noch einfach miteinander

sein. Reden. Oder

schweigen. Oder sogar lesen.

Einfach so. Gesellschaft wird

hier gross geschrieben. Bei

den vielen teuren Umbauten

hat die Besitzerfamilie Kienberger

darauf verzichtet, die

Gesellschaftsräume lukrativ

umzunutzen zu Edelboutiquen

oder Erlebnisrestaurants.

Man erlebt hier kein

Erlebnis. Man ist. Man isst.

Man speist. Man parliert.

Lernt Fremde kennen. Ergeht

sich in der Natur.

geistesburg. Das «Waldhaus»

wird im Sommer 2008

genau 100 Jahre alt. Es steht

für eine Zeit vor den Weltkriegen,

als Rassismus noch

nicht in Völkermord ausgebrochen

war und kein Eiserner

Vorhang zwischen Ost

und West die Dichter und

Denker trennte. Im «Waldhaus»

konnte sich der europäische

Geist mühelos finden,

und wenn ein Amerikaner

dabei war, wurde der als

Geldadel eingemeindet.

Baubeginn für das «Waldhaus»

war 1905. Baukosten

schon damals: 2,3 Millionen

Franken. Architekt: der junge

Karl Koller. Das Gebäude

im Stil einer Burganlage

wirkt trotz Türmchen und

Zinnen überraschend nüchtern,

klar. Das Treppenhaus

mit schwarz­weissen Marmorplatten

und Jugendstil­

Leuchten ist bis heute

schwindelerregend.

gästeburg. Die ersten Gäste

trafen am 15. Juni 1908

ein. Im Winter war das Hotel

geschlossen. Im Laufe der

Zeit kamen Max Liebermann

und Marc Chagall, Joseph

Beuys, Gerhard Richter. Einstein

und Adorno. Paul Sacher.

Rod Stewart. Schriftsteller

wie Thomas Mann,

Hermann Hesse, Thomas

Bernhard oder Friedrich

Dürrenmatt. Die Verleger

Samuel Fischer, Klaus Piper,

Siegfried Unseld und Daniel

Keel. Das Nietzsche­Kolloquium

ist hier ebenso gut

aufgehoben wie eine Lesung

mit Franz Hohler. Im Juni

2007 schlug der FC Basel

hier sein Trainingslager auf.

Volltreffer.

Die Bettenzahl ist seit

1908 gleich geblieben, 220

Betten; die Auslastung jedoch

stieg von 51 Prozent

auf 80 Prozent. Unter den

heute 9100 Gästen im Jahr

sind immer noch viele Künst­

ler, allen voran der Schweizer

Theatermacher Christoph

Marthaler mit seiner

Crew. Das ist kein Zufall,

sondern einem Verbindungsmannzuverdanken.Erheisst

Jürg Kienberger.

Bei Marthaler ist Jürg

Kienberger der Mann am

Klavier oder Akkordeon, und

im «Waldhaus» ist Jürg Kienberger

der Bruder von Maria

und Urs Kienberger, der Besitzerfamilie.

Ein Familienmensch

irgendwie, der zierliche

Jürg. Aber am Theater

Basel hat er schon gewaltige

Soloprogramme bestritten.

Musik liegt in der Luft.

Musik ist zentral für Martha­

information

lers Theaterabende an den

grossen Bühnen zwischen

Hamburg, Berlin und Zürich,

unten im Tal. Derweil spielt

oben auf den Graubündner

Bergen im «Waldhaus» das

hauseigene Salonorchester,

das Trio Farkas, täglich,

plingklingklong.

Natürlich gibt es einen

Musiksalon; dort steht das

mechanische Klavier Welte­Mignon

von 1920. Die

Mechanik verstummte in

den Dreissigerjahren vor

Schreck:Wirtschaftskrise,die

Gäste blieben weg wie schon

1914. Inzwischen ist das

Klavier zu neuem Leben erwacht.

Und die Gäste auch.

preise fürs hotel (8. Juni

bis 21. Oktober 2008): Das

einzelzimmer: Fr. 250.– bis

410.–. Doppelzimmer: Fr. 485.–

bis 820.–. Suiten: Fr. 1000.–

bis 1410.–. Süd oder West: aufschlag

von Fr. 20.– bis 130.–,

je nach Kategorie. Die Preise

verstehen sich pro Tag und

zimmer mit abendessen und

Frühstücksbuffet.

programm. Uraufführung von «Marthaler­Familie»

im Hotel Waldhaus: 11. Juni.Weitere aufführungen

am 12., 13. und 14. Juni. Mit Claudia Carigiet, Olivia

grigolli, Rosemary Hardy, Christoph Homberger,

Ueli Jäggi, Jürg Kienberger, Josef Ostendorf,

Sasha Rau, nic Rosat, Bettina Stucky, graham

Valentine. Regie: Christoph Marthaler. Produktion:

Josephine Lischer.


Plingpling. Das Marthaler­

Theater und das Kienberger­

Hotel pflegen den gleichen

Luxus: Sie sind sich selbst

treu geblieben. Sie sind nicht

originalgetreue Produkte,

sondern originär. Sich zu bewahren

ist anstrengend, aber

so befriedigend, dass beide,

Marthalers Gross­Theater

und Kienbergers Grand Hotel,

überaus entspannt wirken.

Und nur dort, wo die Macher

unangestrengt auftreten,

kann auch der Gast entspannen.

Entschleunigung. Bei

Marthaler steht die Zeit still.

Im «Waldhaus» auch.

Wer in Marthaler­Inszenierungen

sitzt, in den geni­

alen Einheitsbühnenbildern

von Anna Viebrock, in diesen

holzgetäfelten Hallen und

Sälen, der wähnt sich im

«Waldhaus». Und umgekehrt.

Wie ist es zu dieser

Ähnlichkeit gekommen?

hasenburg.Am Anfang war

die «Hasenburg» in Basel.

Holztäfelung, halbleere Biergläser,

dumpfe Brüter, wache

Köpfe. Dazwischen sass

ein gewisser Christoph Marthaler.

Danach, Silvester 1990,

kam der Badische Bahnhof,

Schweizer Buffet. Und wieder:

Holztäfelung, halbleere

Biergläser, dumpfe Brüter,

böse Zoten, dann und wann

ein Gesang, dass es einem in

die Seele riss. So sah das erste

grössere Theaterprojekt

von Marthaler in Basel aus:

wie eine Beiz, nur eben gespielt.

Das Stück hiess «Stägeli

uf, Stägeli ab, juhee!».

Mit dabei: Jürg Kienberger.

1991 stiess die Bühnenbildnerin

Anna Viebrock zu

Marthaler.Underneut:Holztäfelung,

viele Tische, viele

Gläser. Egal ob für Pessoa,

Canetti, Shakespeare oder

Goethes «Faust»: Räume wie

Bahnhofshallen oder Hotelfoyers;

keine Fenster, funzlige

Wandleuchten, durchgesessene

Sofas, Bettenburgen.

langsame heimkehr. Der Schweizer Theatermann Christoph Marthaler in besonderer

Kulisse – dem «Waldhaus». aus Klaus Dermutz: Christoph Marthaler – die einsamen Menschen sind die besonderen Menschen.

baz 18. april 2008 | seite 19

Ein paar Einbauten, Lifte ins

Nirgendwo, Schaltkästen,

die man früher für praktisch

hielt und die heute zwecklos

sind, also komisch und schön

wirken. Wie in alten Hotels.

So sehen Anna Viebrocks

Bühnenbilder aus. Immer

ähnlich, oft nach Bahnhofbuffet,

«Hasenburg», Theaterfoyer,

Wartesaal oder

eben «Waldhaus». Wie in der

Halle, dem «Wohnzimmer»

vom «Waldhaus»: kassetierte

Wandtäfer, auffällige Türrahmen,

Parkettböden. Gekonnt

kombiniertes Mobiliar,

dass es wie zusammengestoppelt

wirkt, hässlichschön.Räume,indenenviele

Geister spuken können.

Viele Theaterkritiker

spürten: In Anna Viebrocks

Theaterräumen geistert das

Fin de Siècle, marode, morbid,

müde. Die Besitzer vom

«Waldhaus» haben den Geist

von einst lebendig gehalten

– welche Aufgabe!

WährendAnnaViebrocks

Bühnenräume einen versifften

Charme verströmen, ist

im Grand Hotel Waldhaus alles

edel, gepflegt, hochglanzpoliert.

Kastanienholz auf

den Zimmern, Bergeller Granit

im Bad, zwischendrin ein

schräges Lämpchen. Die Aussicht

vom Balkon auf See und

Bergnatur ist ein Traum zum

Irrewerden (Friedrich Nietzsche

war hier).

Einmal im Leben muss

jeder im Halbrund der wei­

das burghotel, droben hinter

den bäumen. Wer es einmal

besucht hat, geht eine lebenslange

Bindung ein.

ten Hotelhalle sitzen und vor

den hohen Panoramafenstern

den Schnee flocken

sehen. Schauen, wie die Sonne

das Grüngrau der Berge

zum Leuchten bringt. Hören

zur Teestunde, wie die Hauskapelleaufspielt.ImLesesaal

lesen, im Hochzeitssaal…

nein, eher nicht. Aber schnabulieren

im langen Speisesaal,

der mit seinen Kabinetteinteilungen

verdächtig einemFirstclass­Bahnhofsbuffet

von Marthaler ähnelt.

Oder ist es umgekehrt?

burgschwindel. Alles

dreht sich. In der imposanten

Bar (Umbau Miller & Maranta,

Basel) kommt man

leicht ins Grübeln. Nimmt einen

Drink, aufrecht, mit Haltung,

auf richtigen Stühlen,

nicht hingefläzt in Lümmel­

Lounge­Sesseln. Denkt. Brütet.

Schwebt. Wartet. Stille.

Hört ferne Musik. Plätschern,

Plaudern, Selbstvergessenheit.

Sind wir noch im

«Waldhaus» oder schon bei

Marthaler? Egal.

Das «Waldhaus»: seit

Beginn in Familienbesitz.

Das Marthaler­Theater: eine

Bühnenfamilie seit Beginn.

Man weiss, was man am

anderen hat. Zum 100. Geburtstag

des «Waldhauses»

ist im Juni grosse Familienzusammenführung.

Der

Marthaler­Clan kommt mit

Programm. Bonjour, altes

Haus.


eiseland.schweiz.

die produzenten. gerold und Susanne Schmid in ihrem Rebberg am Bielersee. Fotos Henry Muchenberger


annett altvater

» gerold und susanne

schmid-frey

produzieren wein.

und das tun sie am

liebsten in bipschal.

Der Bielersee wirft seine Wellen

ans Ufer. Ihr Glitzern blendet

das Auge, das sich rasch den dunklen

Wäldern der Petersinsel und

den Reben zuwendet, die den Jurasüdfuss

hinaufklettern. Am Ufer

schaukeln Boote, Enten halten ein

Schläfchen, den Kopf unterm Flügel.

Nur wenn ein Regional­ oder

Güterzug zwischen Rebhängen

und See vorbeidonnert, während

man gemütlich den Uferweg

zum Weingut von Gerold und Susanne

Schmid­Frey entlangschreitet,

muss man sich die Ohren zuhalten

und die Plauderei einstellen.

Die beiden bewirtschaften in

Bipschal, das zur Gemeinde Ligerz

gehört, ein Weingut mit 2,3 Hektaren

Rebbergen. Ihr Haus, in dem

sie zusammen mit Susannes

Mutter und Tochter Inga­Lena

wohnen, steht inmitten des historischen

Weilers, mit Seeblick und

sonnenverwöhnter Terrasse.

Junge generation. Viel Zeit, den

Blick vom Balkon schweifen zu

lassen, haben die Jungwinzer

nicht. Das Paar ist vollauf damit

beschäftigt, ihren seit vier Jahren

bestehenden Familienbetrieb auszubauen.

Für Susanne heisst das

beispielsweise, sich mit den anderen

Ligerzer Winzern an einer Sitzung

über die Öffnungszeiten und

das Angebot des Ligerzer Caveaus

zu verständigen – natürlich wird

dabei mit Chasselas angestossen.

Susanne und Gerold gehören mit

ihren 30 und 34 Jahren zur jüngeren

Winzergeneration. Dass Familien

ausschliesslich vom Weinbau

am Jurasüdfuss leben, war nicht

immer so. «Früher hatte jeder

Weinbauer auch ein Stück Ackerland»,

erzählt Gerold. Susannes

Grossvater, der anfänglich noch

Geissen im heutigen Weinkeller

hielt, stellte nach dem Krieg ganz

auf Weinbau um, die nächste Generation

vergrösserte den Rebbestand.

Susanne hat schon als Mädchen

am Betrieb gehangen. Sie

solle einen konventionellen Beruf

lernen, fand ihr Vater. So wurde

sie Praxisassistentin und arbeitet

auch heute 50 Prozent in einer

Bieler Arztpraxis.

Gerolds Vater ist nicht Winzer,

sondern Landmaschinenmechaniker.

Was kein Nachteil ist, denn als

Spezialist für alle Arten von Landund

Kellereimaschinen war er bestens

im Bild über die Arbeit am

Rebberg. Auf diese Art und als

Helfer im Läset lernte auch Gerold

den Winzeralltag kennen und profitiert

heute von den Kenntnissen

seines Vaters, wenn ihm eine Maschine

Sorgen macht. Auf die Idee,

Winzer zu werden, kam Gerold

aber erst später: Zuerst begann er

an der ETH ein Agronomiestudium,

aber die Liebe machte ihm einen

willkommenen Strich durch

die Rechnung. «Ackerbau und

Viehzucht wären nicht das Richtige

für mich gewesen», glaubt er.

Stattdessen entschieden Gerold

und Susanne, gemeinsam das elterliche

Winzergut, das zwischenzeitlich

verpachtet war, zu übernehmen.

Bis dahin war der Weg

noch weit: Zunächst absolvierte

Gerold die dreijährige Winzerlehre

in Morges und bildete sich neben

der Arbeit zum Önologen aus.

Als das geschafft war und die beiden

schliesslich das Weingut übernahmen,

waren acht Jahre um.

Inzwischen haben sie vier Jahrgänge

Chasselas, Pinot Gris, Chardonnay,

Œil­de­Perdrix, Pinot

Noir und einen Dessertwein aus

Freisamertrauben gekeltert. «Der

Anfang war nicht einfach. Es gab

so viel zu tun, und wir sind erst

jetzt so weit, dass wir allmählich

daran denken können, etwas zu

investieren», sagt Gerold Schmid.

Bereut habe er den Entscheid aber

nie. Ihm gefällt das Leben im Einklang

mit den Jahreszeiten und

der Natur. «Als Winzer kann ich

die Landschaft mitgestalten.»

familienbetrieb. Zwar ist das

Equipment der Familie Schmid­

Frey nicht ganz so antik wie das

Haus, das 1617 erbaut wurde. Aber

die älteste Maschine, die Presse,

tut schon seit 1971 ihren Dienst.

«Jede Saison könnte ihre letzte

sein, aber die Mechanik ist zum

Glück sehr solide», sagt Susanne

Schmid­Frey. Und nicht nur die

Maschinen müssen widerstandsfähig

sein, auch die Weinbauern und

­bäuerinnen selbst brauchen eine

robuste Konstitution. Pfähle einzuschlagen,

eine Mauer zu reparieren

oder bei 30 Grad einen Kanister

voller Spritzmittel auf dem Rücken

durch den Rebberg zu schleppen,

erfordert Kraft. «Egal, ob ein Mann

oder eine Frau den Beruf ausübt:

Allein geht es nicht. Man ist in

jedem Fall auf Unterstützung angewiesen»,

sagt Gerold Schmid. So

muss zur Lese im Oktober die gesamte

Verwandtschaft anpacken

und Freunde noch dazu: Helfer

schneiden die Trauben von den

Rebstöcken, andere tragen die

Kisten zur Camionette, einer

chauffiert zwischen Keller und

Rebberg, eine Grossmutter kocht,

die andere passt auf Tochter Inga­

Lena auf, die im Januar 2007 geboren

wurde.

nur bipschal. Die Arbeit in den

Reben beginnt jedoch lange vor

der Lese: Die Schosse müssen ausgebrochen,

die Traubenzone der

Rebstöcke ausgelaubt, die Schosse

angebunden werden. Unkraut ist

zu mähen, altes Holz wegzusammeln,

überschüssige Trauben abzupflücken

– all das erfordert eine

ständige Beschäftigung mit den

Pflanzen. Im Sommer dauert ein

Arbeitstag auch mal zwölf Stunden.

«Dafür gehts im Winter ruhiger

zu», sagt Gerold. Aber um richtig

zu entspannen, brauchen die

beiden eine gewisse Distanz zum

Rebgut. An einem freien Tag nach

Biel zu fahren, reicht dafür nicht

aus. Als es dort einmal hagelte,

sorgten sich die beiden so sehr um

ihre Rebstöcke, dass sie sofort wieder

umkehrten, wie Gerold erzählt.

Die einzige Möglichkeit,

länger fortzukommen, sind eine

bis zwei Wochen im März und im

August. Dann geniessen sie ihre

Ferien in Spanien oder Frankreich

– und die Weine, die ihre Ferienregion

jeweils zu bieten hat. Auf diese

Weise fand auch die erste

Viognier­Rebe ihren Weg nach

Bipschal, eine Traube, die im

Rhônetal heimisch ist. Aber wo sie

auch hinfahren, woanders zu leben

als in Bipschal kommt für die

beiden nicht in Frage. Allein schon

wegen des Blicks vom Rebhang

übers Kirchendach, die Ligerzer

Dächer und den glitzernden See

auf die Petersinsel. Schön haben

sie es da, in ihrem Rebgut am See.

«Ja», freuen sie sich. «Dessen sind

wir uns bewusst.»

> anreisebeispiel. Basel ab 8.03,

Biel ab 9.52, Ligerz an 10.01.

baz 18. april 2008 | seite 21

auf dem zweiten bildungsweg

bielersee. die schmids sind weinbauern, die die landschaft mitgestalten

information

anreise. Per Bahn nach Biel und

weiter bis nach Twann. am Bahnhof

weist ein Wanderwegweiser nach

Bipschal und Ligerz. Für den Weg,

der am See entlangführt, braucht man

etwa 20 Minuten.

degustieren. Familie Schmid­Frey

lädt am 21. Juni zur Degustation, im

Oktober zur Läset und im Januar und

Februar zum Treberwurst­essen ein.

auskunft und Reservationen:

032 315 22 09

> www.schmid-frey.ch

einkehren. Von März bis november

laden die Ligerzer Winzer von 16 bis

20 Uhr ins Caveau ein. zum lokalen

Wein werden Brot, Wurst und Käse

serviert. auskunft und Reservation:

032 315 15 35

> www.ligerzer-caveau.ch

weinfeste. anlässlich der Weinstrasse

in Twann am 6. und 7. September

kann man den Wein und die

Region kennenlernen. auch La

neuveville lädt vom 12. bis zum

14.September zum Weinfest ein.

Und an den Läset­Sunntige in Ligerz

am 27. und 28. September sowie am

4. und 5. Oktober können über

60 einheimische Weine direkt bei

den Weinbauern degustiert werden.

zudem bietet die Vinothek Viniterra

in Twann von dienstags bis sonntags

die gelegenheit, lokale Weinsorten

zu versuchen.

zusatzschlaufe. Von Biel geht es

mit dem Funiculaire hinauf nach

Magglingen und dann zu Fuss weiter

durch die Twannbachschlucht und hinunter

nach Twann und Bipschal. Die

Strecke ist spektakulär, aber unbeschwerlich

und dauert etwa anderthalb

Stunden.

> www.biel-seeland.ch

das produkt. an den Hängen gewachsen,

an der Sonne gereift, im Keller gelagert.


sherpa outdoor.

mit qualität und fairness

die erfolgsgeschichte von «sherpa outdoor», eines

schweizer unternehmens mit wurzeln in nepal

von dort. Das

Himalayagebirge.

anzeige

Vor vier Jahren begann der aufstieg des

Schweizer Unternehmens Sherpa Outdoor

ag im Outdoor­Bekleidungsmarkt. entstanden

aus einem Unterstützungsprojekt

in Kathmandu, basiert der erfolg auf klaren

Werten, die Sherpa Outdoor sorgsam

pflegt: faire Produktion, beste Qualität, attraktive

Preise und soziales Engagement.

Die Sherpas in nepal verdienen den Lebensunterhalt

für ihre Familien als zuverlässige,

legendäre Begleiter bei Expeditionen

auf die gipfel im Himalayamassiv. als

Schweizer Trekker vor einigen Jahren sahen,

wie sich politische Unruhen in nepal

negativ auf den Tourismus und damit finanziell

besonders stark auf die Sherpas

auswirkten, wollten sie nachhaltig helfen

und gründeten Sherpa Outdoor. ziel war,

den einheimischen mit der Herstellung

von Outdoor­Bekleidung eine neue erwerbsquelle

zu erschliessen. Ob Bergsport,

Trekking oder Wandern: Sherpa

Outdoor bietet ein grosses Sortiment an

3IN1 JACKE

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It’s our nature tobegood.

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mit herausnehmbarer Fleece-Innenjacke

besticht durchdas sportliche,

zeitlose Design und ist der ideale

Begleiter für alle Jahreszeiten und

Wetterbedingungen.

robuster, funktioneller Bekleidung, die sich

durch optimalen Tragekomfort und Wetterfestigkeit

auszeichnet. auf vielfachen

Kundenwunsch stehen nun auch Sherpa­

Outdoor-Zelte, Schlafsäcke und Rucksäcke

im Angebot, die ein geringes Packgewicht

aufweisen und preislich genauso

überzeugen wie das gesamte Sortiment.

soziales engagement

ganz dem Hintergrund des Unternehmens

verpflichtet, legt Sherpa Outdoor grossen

Wert auf nachhaltigkeit und soziales engagement.

ein ausdruck davon ist die zusammenarbeit

des Unternehmens mit

dem Bürgerspital Basel, das sich ebenfalls

dem sozialen gedanken verschrieben hat

und mit der Logistik und dem Versandhandel

von Sherpa Outdoor betraut ist.

zum Wirken dieser öffentlich­rechtlichen

Stiftung gehört unter anderem, Menschen

mit einer Behinderung im Berufsleben zu

begleiten. nebst der Fabrikation setzt sich

für sie. Waisenkinder in nepal.

Weitereattraktive Angebote finden Sieinunseren SHERPA OUTDOORSHOPS:

Basel–Bern–Biel–Köniz–Liestal –Riehen–Schaffhausen–Sursee –Zürich –Zwingen

www.sherpaoutdoor.ch

Sherpa Outdoor für ein weiteres wichtiges

Projekt in Kathmandu ein: das Sherpa

Outdoor Orphan Home, ein im Sommer

2006 eröffnetes Waisenhaus mit Platz für

30 Waisenkinder, das von der Sherpa­

Outdoor­Stiftung getragen wird. Das Sherpa

Outdoor Orphan Home gibt den Kindern

ein zuhause mit Betreuung. Dieses

soziale engagement widerspiegelt gleichzeitig

den Dank an das Land und die Menschen,

der sich mit dem in nepal

gebräuchlichen Gruss ausdrücken lässt:

namaste – «ich verbeuge mich vor dir».

information. Sherpa Outdoor ag, güterstrasse

187, 4053 Basel. – Tel. 0617777070;

Fax 0617777077. – info@sherpaoutdoor.ch

> www.sherpaoutdoor.ch

DIE NEUE KOLLEKTION IST DA:

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Alle bestechen durch das

individuell anpassbare Hightech-

Tragsystem, die gute Rückenbelüftung

und die technische Ausstattung.

Irrtum vorbehalten. Angebote nur solange Vorrat.


eiseland.schweiz.

passwandern

kann süchtig

machen

bergün. Zu Fuss in mehreren

tagen von graubünden ins tessin

steFan hartmann (text und Fotos)

» daswandern nomen. Wir tauchen ins Sur­

von pass zu ses ein, ins Oberhalbstein.

pass kann rich- An der Waldgrenze ob Savotig

süchtig magnin dröhnt ein Helikopter,

chen: dieses gefühl, oben der Material zum neuen Klet­

anzukommen, überratersteig am Piz Mitgel hochschende

ausblicke zu erfliegt.NacheinerErfrischungleben und in neue land- in Savognin führt uns die

schaften einzutauchen. letzte Tagesetappe in 1½

wanderziel ist das mag- Stunden zum Berghaus Tigia

giatal, start in bergün. in Radons. Erst kürzlich hat­

Die letzten Gewitterwolten die Stimmbürger eine

ken verziehen sich. Die Son­ hier geplante Mammutüberne

bricht mit voller Kraft

durch. Nichts mehr steht unbauung

abgelehnt.

serer Passwanderung im kuhweiden. Anderntags

Weg. Sie wird uns über fünf wandern wir durch endlose

ausgewählte Übergänge füh­ Kuhweiden zum Schmorrasren,

vom Orgel­ bis zum pass hinauf. Erst dort wird es

Campolungopass. Natürlich landschaftlich richtig span­

locken weitere Pässe, aber nend. Ennet dem Pass gelan­

die Zeit, fünf Tage, setzt gen wir in einen weiten,

Grenzen. Wir starten in wunderschön einsamen Tal­

Bergün, hinauf zur SAC­ kessel. Den dominanten Piz

Elahütte. Das 1909 erbaute Grisch mit dem Gletscher da

Refugium strahlt Pionier­ Sut Fuina vor Augen, gelancharme

aus. Bei unserem gen wir zum 800 Meter tiefe­

Eintreffen ist die gemütliche ren Weiler Cresta oberhalb

Stube bereits gut mit Berg­ Ausserferrera, auf einer Songängern

besetzt; man liest, nenterrasse gelegen. Das be­

spielt Karten, und auf dem rühmte Kirchlein gehört zu

Holzherd köchelt eine Sup­ den Preziosen alpiner Kultur

pe. Kochen tut jeder selber, und dürfte wohl unzählige

denn unter der Woche ist die Male als Kalendermotiv ge­

Hütte unbewartet.

dient haben.

felszacken. Am nächsten

Tag, auf dem Weg zum Orgelpass,

trennen sich die

Wege am Punkt 2495: Nach

Süden führt der Weg zum

Elapass und weiter nach Preda.

Wir dagegen gehen westwärts,

am wuchtigen Tinzenhorn

vorbei, und nehmen

den steilen Weg zum Orgelpass

mit seinen bizarren

Felszacken in Angriff. Auf

2699 Meter Passhöhe geniessen

wir den faszinierenden

Ausblick in neue, faszinierende

Landschaften. Beim

Abstieg erspähen wir über

dem Lai Tigiel einen Blockgletscher,

ein seltenes Phä­

berg-bau. Ab Ausserferrera

überspringen wir einige Täler

und fahren per Postauto

und Rhätische Bahn ins Val

Lumnezia nach Vrin. Wer

zwei Tage mehr Zeit zur Verfügung

hat, kann sich den

modernisiert,

erweitert. Die

Motterasciohütte,

eine von

drei möglichen

Unterkünften.

Weg von Nufenen (Hinterrhein)

über den Valserberg­

Pass (2504 m) nach Vals erwandern.

Von hier führt der

Weg über die Fuorcla Patnaul

(3120 m) nach Vrin. Ein

Rundgang durch das intakte

Bergdorf ist ein Muss. Verschiedene

architektonisch

interessante Bauten wie die

Aufbahrungshalle, die «Stiva

da morts» des hiesigen Architekten

Gion A. Caminada,

haben es international bekannt

gemacht.

hochebene. Am nächsten

Tag fährt uns ein Ortsbus

zum Weiler Puzatsch hoch,

womit wir uns eine Stunde

Marsch auf der Teerstrasse

sparen. Bevor wir den Aufstieg

zum Diesrutpass unter

die Sohlen nehmen, versorgen

wir uns am kleinen Proviantstand

noch mit leckerem

Bergkäse. Zwei Stunden

später, auf dem Pass, bietet

sich der unvergleichliche

Ausblick auf die Greinaebene

mit ihren mäandernden

Wasserläufen – der Höhepunkt

der Wanderung. Ein

Ort zum länger Verweilen.

Ungern ziehen wir weiter

baz | 18. april 2008 | seite 23

eine der schönsten hochebenen. Der Blick vom Diesrut-Pass in die Greina-Ebene.

Richtung Motterascio­Hütte,

die uns jedoch mit ihrem

kühnen, kupferverkleideten

Würfelanbau überrascht.

doppel-pass. Am letzten

Wandertag muten wir uns

gleich zwei Pässe zu: Zunächst

wandern wir über

den Greinapass mit dem

faszinierenden Blick auf

den Medelsergletscher nach

Campo Blenio hinunter. Von

hier reisen wir per Postauto

und Bahn nach Rodi­Fiesso

(Leventina), wo uns die Luftseilbahn

zum Tremorgiosee

hinaufbringt. Wir stärken

uns im einladenden Grotto

für den Weitermarsch zum

die fünf tage

Campolungopass hoch. Etwas

müde erreichen wir

schliesslich das Ziel – Fusio,

das schöne Tessiner Bergdorf

zuoberst im Maggiatal. Das

Albergo Antica Osteria Dazio

hält neben Einzelzimmern

auch ein ansprechendes

Massenlager bereit, und sein

luftiges Terrassenrestaurant

wartet mit einer vorzüglichen

Speisekarte auf. Ein gelungener

Abschluss unserer

Fünftagewanderung. Bei einem

guten Glas Wein nimmt

das nächste Passprojekt im

Kopf bereits Gestalt an.

> anreisebeispiel. Basel ab

08.22, Chur ab 10.58, Bergün

an 12.13.

1. etappe: Von Bergün zur elahütte SaC, rund

2½ Stunden. Die Hütte ist an Wochenenden bewartet;

Verpflegung mitnehmen (Tipp: genug früh eintreffen,

da begrenzter Platz!).

2. etappe: Via Orgelpass (2699 m) nach Savognin

und Radons (6½ Stunden), übernachten im alten

Berghaus Tigia Radons.

3. etappe: Via Schmorraspass nach Ausserferrera

(5 Stunden ). Mit ÖV nach Vrin im Lugnez. Übernachten

im Hotel Pez Terri (wenige Zimmer, Massenlager,

reservieren).

4. etappe: Via Diesrutpass (2428 m) zur

Motterasciohütte SAC: 4 Stunden (reservieren).

5. etappe: Via Greinapass (2357 m) nach Campo

Blenio (4 Stunden) und von dort mit ÖV nach

Rodi-Fiesso. Mit Luftseilbahn zum Tremorgiasee und

via Campolungopass (2318 m) hinunter nach Fusio

im Maggiatal (3½ Stunden). Albergo Antica Osteria

Dazio (Zimmer und Massenlager, reservieren). sth


ausfliegen mit der bahn.

Der Bahnhof

tönt, rockt,

singt und lacht

Tickets für Festivals und Openairs

sind am Bahnhof erhältlich

susanne perren

RailAway legt den Soundteppich

aus – Festivals und Musicals im

Sommer sind beliebter denn je.

Tickets für die spektakulärsten

Festivals und Openairs sind zu

Sonderkonditionen am Bahnhof

buchbar.

Man kann den Schweizern viel nachsagen,

auch, dass sie eher spröde

seien. aber im Sommer drehen sie

auf. Dann nämlich ist Festival­, Musical­

und event­Saison. an Premiumplätzen

entstehen Freiluftbühnen, ein

Höhepunkt jagt den nächsten. Der

Sommer 2008 unterhält und verblüfft.

Das will geplant sein.

einfach geht das mit Railaway: Der

Freizeitanbieter führt die grossen

und kleinen ereignisse des Sommers

im angebot. Die auswahl ist

gigantisch – zu attraktiven Preisen.

Railaway­Kunden reisen mit den

Kombi­Billetten 10 bis 30 Prozent

günstiger und erhalten zusatzleistungen

wie eintritt oder Transfer direkt

am Bahnhof. GA-Kunden profitieren

bei den meisten Railawayangeboten

von ermässigten zusatzleistungen,

wenn das Billett vorab

am Bahnschalter gelöst wird.

Die Kühnen von der Gasse

es gibt im geniesserleben eigentlich

kein Müssen, aber echte Versäumnisse.

zum Beispiel, wenn man

SiLO 8 noch nicht gesehen hat. Für

alle nichteingeweihten: SiLO 8 ist

eine Kreation von Karls kühner gassenschau.

Dieses Jahr zeigen die

Kühnen ihr irrwitziges Spektakel ab

22. Mai neu in Olten. Hier gilt – wie

für alle anderen Sommerspektakel

auch – unbedingt früh buchen.

auf der Seebühne Thun fährt diesen

Sommer vom 15. Juli bis 30. august

der Broadway vor: Das Musical

«West Side Story» lockt mit eingängigen

Rhythmen. es lebt von faszinierenden

Tanzszenen, die ihren Ursprung

in der new Yorker West Side

haben. ganz anders «Heidi – das

Musical, Teil 2»: Vom 23. Juli bis

30. august geht die geschichte von

Johanna Spyri auf der Seebühne

Walenstadt weiter.

Ewig singen die Felder

ist es erst einmal heiss genug, rufen

die Festivals: Das Openair St. gallen

(27. bis 29. Juni) eröffnet den Som­

mersound. am Jazzfestival

Montreux (4. bis 19. Juli) publiziert

Claude nobs erinnerungen und

episoden aus über 40 Jahren Jazz

Festival Montreux. eine Perle

für jene, die nicht wissen, wer die

St. galler Top­acts The Prodigy,

Beck oder züri West sind, ist das

Moon and Stars (9. bis 20. Juli) auf

der Piazza grande in Locarno. Paul

Simon, Lenny Kravitz, Jovanotti,

Santana, Status Quo – alles

Konzerte für moderne nostalgiker.

Herbert grönemeyer wird am gurtenfestival

(17. bis 20. Juli) erwartet.

Bleiben noch das Heitere Open air

Zofingen (8. bis 10. August) und das

Open air gampel (14. bis 17. august),

welche die tönende Saison

beschliessen.

Wallis pur – der

Sommer kann kommen

Kombi-Angebote von RailAway

Seit dem 9. Dezember 2007 ist der

neue Lötschberg­Basistunnel eröffnet

und hat das Wallis näher an die

Deutschschweiz gebracht. Basler

sind dadurch mit dem zug bis 90 Minuten

schneller in Walliser Destinationen

wie zermatt (–71 Minuten),

grächen (–90) oder Leukerbad (–57).

zeit, die sich mit Railaway – dem

Freizeitanbieter der SBB – abwechslungsreich

geniessen lässt.

Wie wärs zum Beispiel mit einem Racletteplausch

auf der Moosalp, Velofahren

im goms oder entspannen im

Burgerbad Leukerbad? Oder haben

Sie Lust auf eine erlebnisreiche Familienwanderung?

Dann ist die Coop

Handy Safari auf der Bettmeralp, in

Crans­Montana, grächen oder Saas

Fee genau das Richtige für Sie und

Ihre Kinder! Fünf knifflige Fragen führen

per SMS durch die jeweilige Re­

gion. am Schluss warten Sofortpreise

und eine grosse Schlussverlosung auf

die erfolgreichen Schnitzeljäger.

Und das ist noch nicht alles, was das

Wallis zu bieten hat! 15 attraktive angebote

für Sportler und geniesser

umfasst die neue Broschüre «Wallis

pur», welche ab sofort am Bahnhof

aufliegt. Profitieren Sie vom nebenstehenden

RailBon und entdecken

Sie das Wallis bis am 31. Mai 2008

noch günstiger – egal ob drinnen oder

draussen, ob gemütlich, erholsam

oder sportlich aktiv.

Mit dem Kombi­angebot von Railaway

fahren Sie immer günstiger und

erhalten sowohl auf die Bahnfahrt,

wie auch auf die zusatzleistungen bis

20 Prozent Rabatt. Weitere informationen

an ihrem Bahnhof, beim Rail­

Service 0900 300 300 (Fr 1.19/Min)

oder unter > www.railaway.ch


eiseland.schweiz.

das restaurant äscher. Ein beliebter Ausflugsort –

und ein beliebtes Kalendermotiv. Foto Blickwinkel

markus rohner

» es gibt touristen,

die wandern

im appenzellerland

nicht wegen

der schönen hügel und

berge, sondern den gemütlichen

beizen, die an jeder

ecke auf hungrige und durstige

einkehrer warten. der

«äscher» ist eine ganz spezielle

bergbeiz.

Fast immer, wenn sich das

Berg­ und Ferienland Schweiz

der Welt von seiner spektakulären

Seite präsentiert, taucht

auch das Bild des Berggasthauses

Äscher im Appenzellerland

auf. Auf unzähligen

Titelbildern ist die Felsenbeiz

auf 1454 Meter über Meer

schon abgebildet worden. Der

«Appenzeller Alpenbitter» hat

das älteste und kleinste Alpstein­Restaurant

auf seiner

Etikette verewigt, und in jedem

Reiseführer wird in

schwärmerischen Worten von

dieser Beiz geschrieben. Es

soll schon Amerikaner gegeben

haben, die extra wegen

dieses legendären Gasthauses

über den Atlantik geflogen

sind und hier ein paar Ferientage

verbracht haben.

die älteste beiz. Beny und

Claudia Knechtle­Wyss sind

sich bewusst, in welch spezieller

Wirtschaft sie Sommer für

Sommer ihre Gäste empfangen

dürfen. Seit bald zwanzig

Jahren betreuen die beiden

baz | 18. april 2008 | seite 25

einkehr im adlerhorst

wasserauen. das «Äscher» – ein unikum

von beiz zu beiz

von Anfang Mai bis Ende Oktober

ihre vielen Gäste.

Wer ohne grosse Anstrengungen

dorthin möchte,

nimmt in Wasserauen, zuhinterst

im Schwendetal, die

Luftseilbahn auf die Ebenalp

und wandert von dort aus gemütlich

in einer halben Stunden

hinunter zum «Äscher».

Dabei kommt er an den Wildkirchlihöhlen

mit ihren prähistorischen

Ausgrabungen

und einer ehemaligen Einsiedelei

mit Blocksteinhaus und

Kapellentürmchen vorbei. Ein

schmaler, in den Fels gehauener

Bergweg führt schliesslich

zum «Äscher», der ältesten

und kleinsten Bergwirtschaft

im Alpstein. Von hier aus bietet

sich dem Gast ein herrlicher

Blick in den östlichen

Alpstein, hinüber zum Hohen

Kasten, den Kreuzbergen und

dem Altmann. Wer etwas weiter

wandern möchte, wandert

via Seealpsee oder von Weissbad

aus zum «Äscher».

dem fels gestohlen. Es gibt

Touristen, die allein wegen

den lauschigen Bergbeizen

und nicht etwa wegen der

schönen Berge im Appenzellerland

auf Wandertour gehen.

Der «Äscher»­Wirt Beny

Knechtle (51) ist ein Appenzeller,

wie er im Bilderbuch

steht. Sein struppiger Bart,

sein schallendes Lachen und

ein ausgeprägtes Appenzeller

berg und see. Der alpstein ist das bekannteste

Wandergebiet der Ostschweiz.

Die Dichte an gasthäusern macht auch die

anstrengendste Bergtour höchst angenehm.

nirgendwo sonst im Schweizer alpenraum

findet man auf so engem Gebiet

so viele Wirtschaftten – 32 Stück! Alles von

der einfachen Bergwirtschaft mit Massenlager

bis zum Hotel mit Doppelzimmer und

Dusche. Überall wird der Gast mit einfachen

Speisen und währschafter Appenzeller

Kost verwöhnt. ein paar gasthäuser

lohnen den Besuch ganz besonders. Weil

sie, wie beispielsweise der «Äscher», ganz

besonders idyllisch gelegen sind oder über

eine speziell gute Aussicht verfügen.

Die gasthäuser Bollenwees und Seealp liegen

an einem schönen Bergsee. Auf der

Idiom zeichnen diesen eigenwilligen

Bergler aus.

Die letzte Winterpause haben

Knechtles dazu genutzt,

die Küche zu vergrössern.

Zwei Meter wurden dem Felsen

abgerungen, um mehr

Platz zu haben am wichtigsten

Ort einer Gastwirtschaft. Es

sind einfache und währschafte

Speisen, die der «Äscher»­

Gast bestellen kann. «Rösti in

verschiedenen Variationen

sind unsere Spezialität», sagt

Claudia Knechtle. Bei schönem

Wetter essen die Gäste im

Freien, bei schlechtem Wetter

und am Abend lädt die kleine,

gemütliche Gaststube zum

Verweilen ein.

Schon viele Festrunden

sind in der «Äscher»­Stube bis

in die Morgenstunden hängengeblieben.

Wer dann den

Fussweg ins Tal nicht mehr

unter seine Füsse nehmen

will, findet im Massenlager

eine Unterkunft. «Daunendecken

und eine gute Luftsorgen

garantiert für einen tiefen

Schlaf», sagt Claudia Knechtle.

Doch aufgepasst! Die Sonne,

die hier oben in den Sommermonaten

frühmorgens ins

Zimmer schaut, sorgt in den

meisten Fällen für einen kurzen

Schlaf.

> www.aescher-ai.ch

> anreisebeispiel. Basel ab

8.37, zürich ab 9.39, gossau ab

10.47, Wasserauen an 11.41.

Stauberen und dem Hohen Kasten (ab Mai

mit neuem Drehrestaurant) bietet sich ein

fantastischer Blick hinunter ins Rheintal,

nach Österreich und Liechtenstein. im eggli

(ob Steinegg) geniesst man den schönsten

Blick auf das Appenzeller Hügelland.

Die Meglisalp bildet ein Sennendörfli auf

1520 mü.M. und verfügt neben einer Kapelle

und Ställen auch über ein gutes Restaurant.

Hier soll es die gemütlichsten alpstein-Stobete

geben. Die Bergbeiz auf dem

Rotsteinpass ist bekannt für ihre Küche,

und im «alten Säntis», dem höchsten alpsteinpunkt,

werden neben dem hässlichen

Beton des «Telecom­Säntis» appenzeller

Gemütlichkeit und Gastfreundschaft nach

wie vor gross geschrieben. mr

> www.appenzell.ch


eiseland.schweiz.

hartnäckig und unermüdlich. Léonard gianadda, Direktor der Fondation gianadda in Martigny. Foto annette Boutellier


urs weber

» als bauunternehmer

hatte léonard gianadda in

martigny längst einen guten

ruf; als kunstförderer

und stifter dagegen stiess er zunächst

auf grösste skepsis.

Dreissig Jahre ist es her, seit das Museum

«Fondation Pierre Gianadda» erstmals

zu einer Ausstellung lud. Seit 30 Jahren ist

durch diese Stiftung Martigny zu einem

Ort der Kunst geworden. Dass das ausgerechnet

in der kleinen Walliser Stadt gelang,

ist das Werk eines ungewöhnlichen

Menschen: Léonard Gianadda.

Als Enkel eines aus dem Piemont eingewanderten

Bauarbeiters und als Sohn

eines kleinen Bauunternehmers ist Léonard

Gianadda 1935 in Martigny geboren.

Er ist ebenda aufgewachsen, und er

hängt an diesem Ort, am Knie der Rhone,

wo stets verquere Winde aus vier Tälern

wehen. An der Universität Lausanne

erwarb er ein Diplom als Bauingenieur,

und die Fussstapfen seines Vaters vergrösserte

er drastisch: Zahlreiche Wohnbauten,

zumeist Mietshäuser, haben

nicht nur das Stadtbild von Martigny

verändert, sie haben ihm auch ein erhebliches

Vermögen verschafft.

Ein weiterer Wohnblock war 1976 im

Entstehen, und der Kanton Wallis hatte

ihm soeben zugestanden, das römische

Gemäuer unter der neuen Baustelle könne

er wegbaggern, als Léonard Gianaddas

Bruder Pierre ums Leben kam – nach

einem Flugunfall hatte er Eingeschlossene

zu bergen gesucht und dabei tödliche

Verbrennungen erlitten. Léonard stand

unter Schock: Die beiden Brüder waren

stets enge Freunde gewesen, gemeinsam

hatten sie als Halbwüchsige in Italien die

Kunst entdeckt, zusammen waren sie in

aller Welt umhergereist, plötzlich fragte

sich der Verwaiste, wozu er eigentlich

das viele Geld verdiente.

der anfang. Das war der Moment, da er

beschloss, er wolle etwas für die Kunst

tun. Das Tempelgemäuer aus der Zeit,

als Martigny das keltisch­römische Octodurum

war, liess er stehen, errichtete

darüber nicht einen weiteren Wohnblock,

obwohl dessen Tiefgarage nebenan

schon betoniert war, sondern einen

Ausstellungsbau und übergab ihn einer

neuen, nach dem verstorbenen Bruder

Pierre benamsten Stiftung mit dem Ziel,

ein Kunstmuseum zu betreiben.

Natürlich wurde er belächelt. In Martigny

hielten viele das Projekt für ein

Steuergeld­Manöver, und die Kunsthistoriker

erwarteten seinen raschen Schiffbruch.

Aber sie hatten nicht mit Léonard

Gianaddas Durchsetzungsvermögen ge­

rechnet. Mit hartnäckigem Charme entlockte

er den Leihgebern Bilder und

Skulpturen, mit zunehmender Ambition.

Seine Ausstellungen liess er von Fachleuten

betreuen, ohne je einen Kunstexperten

anzustellen. Sowohl die Stiftung als

auch er selbst gingen zum Erwerb von

Kunstwerken über, zahlreiche Skulpturen,

einige Bilder, Arbeiten auf Papier.

Den nach eigenem Entwurf stützenfrei

erstellten Ausstellungsbau umgab er mit

einem Park, den sowohl römische Ruinen

wie Skulpturen charakterisieren – derzeit

38 grosse und sehr grosse Objekte. Ein

nahes Lagerhaus der Armee wurde zum

zweiten Ausstellungsbau, und aus Chagalls

späten Jahren kam ein mit Mosaiken

ausgekleideter Pavillon dazu. Das Publikum

stellte sich von Jahr zu Jahr zahlreicher

ein, vor allem aus Frankreich, aus

der welschen Schweiz, aus Italien. Im

Museumsbau finden inzwischen auch

klassische Konzerte statt, bei denen Hausherr

Gianadda als Platzanweiser auftritt.

die vorbehalte. Die Skepsis unter Fachleuten

hielt an, bis heute. Ein Teil des Museumsbaus

zeigt gallo­römische Skulpturen,

Münzen, Töpfereien etc., und in der

1976 für den Wohnblock betonierten

Tiefgarage sind historische Autos ausgestellt.

Das alles macht dieses Museum in

den Augen vieler zum Gemischtwarenladen.

Aber gleichzeitig sind heute in der

Fondation Pierre Gianadda Leihgaben

aus Russland, aus Frankreich, aus Belgien,

aus den USA zu sehen, die man anderswo

vergeblich sucht. «Je ne suis pas

baz 18. april 2008 | seite 27

römische mauern als fundament

martigny. Zufälle brachten léonard gianadda dazu, eine Fondation zu gründen

du sérail», betont der hünenhafte Amateur,

aber er hat einen Riecher dafür, für

seine Ausstellungen qualifizierte «commissaires»

zu finden. Vor allem als Sammler

von Skulpturen des 20. Jahrhunderts

ist er unermüdlich; unter anderem nennt

er heute zahlreiche Werke von Rodin sein

Eigen, und auf einem Dutzend Plätzen

und Kreuzungen von Martigny stehen seine

Grossplastiken. Mittlerweile gehört er

der Ankaufskommission des Pariser Musée

d’Orsay an, und das Moskauer Puschkin­Museum

hat ihm Ende 2007 einen

fünfjährigen Leihvertrag angeboten.

Für die vielen Auszeichnungen, die

sein Büro tapezieren, habe er nie bezahlt,

betont er; immerhin hat er die Kosten

selbst getragen, als er 2006 in die französische

«Académie des Arts» aufgenommen

wurde. Über die Spötter seiner Heimatstadt,

die damals Steuermanöver vermuteten,

sagt Léonard Gianadda, sie seien

missgünstig geblieben. Manche bis in

den Tod – und dazu lacht er dröhnend.

bau und kunst. Der Skulpturengarten

der Fondation gianadda. Foto Keystone

wie martigny auf den hund gekommen ist

bei barry. Der alpenpass zwischen Martigny und

aosta wird seit Jahrhunderten begangen, denn er

bietet zwischen dem Montblanc­Massiv und dem

Massiv der Walliser alpen seit jeher einen eisfreien

Übergang. auf der Passhöhe gründete der Missionar

Bernhard von Montjoux um das Jahr 1050 eine

Unterkunft für die oft erschöpften Reisenden, und

seinetwegen heisst der Pass grosser St. Bernhard.

Seit dem Mittelalter wird das Hospiz von augustiner­Chorherren

(chanoines) betreut. auf der Route

Canterbury–Rom gelegen war das Hospiz lange

zeit Knotenpunkt eines europaweiten Beziehungsnetzes;

unter anderem war es Verhandlungsgegenstand

auf dem Konzil von Basel.

im Lauf der zeit wurde das Hospiz mehrfach

erweitert, unter anderem um eine Hundezucht. als

napoleons armee mit Tausenden von Soldaten den

Pass überquerte, setzten die überforderten Chanoines

ihre kräftigen Hunde als Helfer ein, und dadurch

wurden die Bernhardiner zur Legende. Die Hundezucht

wird heute nicht mehr auf dem Pass betrieben,

sondern in Martigny, durch die 2005 gegründe­

information

adresse. Fondation

Pierre gianadda.

Rue du Forum 59,

1920 Martigny, Telefon

0041 27 722 3978

zurzeit. «Dieux

d’egypte» ist die ausstellung

ägyptischer

Statuetten und

Schmuckgegenstände

überschrieben, die seit

14. März und noch bis

8. Juni 2008 in Martigny

zu sehen ist. Täglich von

10 bis 18 Uhr.

demnächst. Werke von

dem vor 100 Jahren geborenen

Künstler Balthus

werden ausgestellt

sein vom 13. Juni bis 23.

novembver 2008, täglich

von 9 bis 19 Uhr.

eintritt. erwachsene:

18 Franken,

Kinder, Studenten: 11.–,

Senioren: 16.–,

Familien 38.–

anreise. Basel ab

08.01, Bern ab 09.07,

Visp ab 10.07, Martigny

an 10.50.

> www.gianadda.ch

te Stiftung «Barry du grand­Saint­Bernard», die

auch aus der Region Basel Beiträge erhalten hat.

in Martigny wandelte der Bauunternehmer und

Mäzen Léonard gianadda ein armee­Lagerhaus

zum Hundezucht­Standort um, und dank einer

Stiftung von Bernard und Caroline de Watteville

aus genf beherbergt das Haus zugleich ein

Museum zur geschichte des Passes und der

Hunde, samt eigenem Filmtheater, mit einer Fülle

von künstlerischen Darstellungen und anderen

Dokumenten.

Dasselbe Stifter­ehepaar hat dem Museum

soeben eine zweite Schenkung definitiv anvertraut,

eine umfangreiche Sammlung von inuit­Skulpturen

(Kunst der eskimos) aus dem norden von Kanada

(«nanouk, l’ours polaire»). uw

> information. Musée et Chiens du St­Bernard, route du

Levant 34, Martigny, täglich von 10 bis 18 Uhr.

> eintritt: 10 Franken, Kinder 7.–, Studenten, Senioren ab

60 Jahren 8.–, Familien 22.–. Mit aktueller Quittung vom

Strassentunnel grosser St. Bernhard (einzelfahrt) gratis.


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eiseland.schweiz.

martin brodbeck

» er kam als junger

tuberkulose-kranker

ins sanatorium auf

dem walenstadterberg,

wurde dort geheilt und starb

erst mit 97 Jahren. aus dankbarkeit

hatte der Grafiker, Briefmarkenentwerfer

und künstler karl

Bickel in Fronarbeit ein Friedensmal

errichtet.

Nein, dieser abschüssige Weg

kann es doch nicht sein. Wir haben

uns wohl verirrt. Der schmale Pfad –

links flankiert von einer Mauer,

rechts gesäumt von Bäumen – wird

uns ins Nirgendwo führen, aber nicht

zum Friedenstempel, den wir suchen.

Doch dann plötzlich öffnet sich

ein prachtvolles Panorama. Zur

Rechten erstreckt sich der Walensee,

links blicken wir ins Rheintal bis in

die Gegend vor Sargans. Vor uns erheben

sich die Flumserberge, weiter

hinten grüssen die Glarner Alpen.

Wir kehren uns um. Und da steht es

vor uns: Das «Paxmal» – darüber die

grandiose Kulisse der Churfirsten.

So bescheiden der Fussweg, so grossartig

das Lebenswerk des Künstlers

Karl Bickel. Eine Harmonie von Architektur,

Kunst und Natur.

Keine Strasse führt direkt zum

«Paxmal», das hoch über dem Walenstadterberg

auf 1300 Meter über

Meer liegt. Wir sind – fussfaul – nur

die zehn Minuten vom kleinen Parkplatz

durch das Gebiet Schrina­

Hochrugg spaziert. Eine schöne Alp

mit blumengeschmückten Häusern

und einer Gruppe von Bergahornbäumen,

die hier um 1900 gepflanzt

wurden. Aber eigentlich hätten wir

300 Höhenmeter tiefer, beim Sanatorium

Walenstadterberg, unsere

Wanderung beginnen sollen.

LEBENSWEG. Denn dieses Sanatorium

steht am Anfang des «Paxmals».

Es markiert einen Wendepunkt im

Leben des Zürcher Grafikers und

Künstlers Karl Bickel (1886–1982).

Dieser war als 26­Jähriger an Tuberkulose

erkrankt und musste sich 13

Monate lang im Lungensanatorium

auf dem Walenstadterberg einem

harten Genesungsprozess unterziehen.

Die Gefährdung seines Lebens

und die Abgeschiedenheit des Ortes

liessen den jungen Bickel reifen. Und

er gelobte sich, nach einer Heilung

einen Friedenstempel zu realisieren.

Er hat sein Versprechen gehalten.

Zwischen 1924 und 1949 errichtete

er hoch über dem Walensee sein

«Paxmal», das auch heute noch jeweilen

von Frühjahr bis Herbst frei

zugänglich ist. Auch wenn das «Paxmal»

wie ein Tempel aussieht: Eine

Kultstätte ist es nicht. Bickel wollte

es vielmehr zu einem Ort der Meditation

machen, wo die Besuchenden

ihren eigenen Gedanken nachgehen

können. Auch seine sinnbildlichen

Darstellungen auf den beiden sechs

Meter hohen und 16 Meter langen

Seitenwänden und in der zentralen

Halle sollen Interpretationsspielraum

offen lassen.

Wir stehen im Innenhof. Im Zentrum

ein rechteckiger Teich, der den

Friedenstempel und die Zacken der

Churfirsten spiegelt. Wir wenden

den Blick nach links. Auf dieser Seitenwand

wird das erdverbundene

Leben dargestellt: Das Menschenpaar

in seinem Sein und Werden,

Liebe und Zeugung. Auf der rechten

Seitenwand ist das geistige Leben

dargestellt: die Erwachenden, die

Ringenden, die Schauenden und die

Aufgehenden. Bickel stellt die Menschen

nackt dar. Die Figuren sollen

so zeitlos bleiben und nicht durch

ihre Kleidung in einen historischen

Rahmen gestellt werden können.

In der Halle kommen die Darstellungen

der Seitenwände zu einer Art

Abschluss: Die Familie, die grosse

Gemeinschaft, die Altersgemeinschaft

sind nur ein paar Themen.

Diskret lässt Bickel Porträts von eini­

baz | 18. april 2008 | seite 29

der tempel des geheilten patienten

walenstadt. hoch über dem walensee auf 1300 m. ü. m. steht das «paxmal»

Friedlich. Das «Paxmal» mit seinen allegorischen Figuren und den grossartigen

Churfirsten im Hintergrund ist ein Ort der Meditation geblieben.

gen von ihm verehrten Vorbildern

wie Ferdinand Hodler, Carl Spitteler

und Heinrich Pestalozzi einfliessen.

Auch sich selbst hat er verewigt, vor

allem aber das Gesicht seiner Mutter.

ENTBEHRUNGEN. Die Mutter war

1924 gestorben, worauf Bickel das

elterliche Haus in Zürich verkaufte

und auf den Walenstadterberg zog,

dort seine Frau kennenlernte und

mit dem Bau des «Paxmals» begann.

Ohne fremde finanzielle Hilfe realisierte

er dieses aus Churfirster Kalkstein

und Tessiner Granit bestehende

Bauwerk unter grossen Entbehrungen.

Im Sommerhalbjahr baute er. Er

war Architekt, Bauherr und Bauleiter

in einem. Die Mosaikreliefs schuf

er vom ersten Stein bis zum vollendeten

Werk eigenhändig.

Im Winter ging er jeweilen seinem

Broterwerb als Werbegrafiker

und – mehr und mehr – als Entwerfer

von Briefmarken nach. Über hundert

Marken hat er kreiert, die meisten

für die schweizerische Post. Aus

Dankbarkeit für diese Existenzsicherung

schenkte Bickel das «Paxmal»

der damaligen PTT.

«MUSEUMBICKEL». Wir spazieren zurück

zum Parkplatz, fahren das

schmale Bergsträsschen hinunter ins

Tal, nach Walenstadt. Hier unten, in

der stillgelegten «Spinnerei Walenstadt»,

führt die Karl­Bickel­Stiftung

das «museumbickel». In der ehemaligen

Fabrikhalle gibt es keine permanente

Bickel­Ausstellung. Denn

die Museumsmacher wollen in

Wechselausstellungen auch dem

modernen Kunstschaffen einen

Raum geben. Doch die grosse Sommerausstellung

ist jeweils Karl Bickel

gewidmet. In diesem Jahr werden

vom 20. Juni bis 5. Oktober (am Freitag

von 17 bis 20 Uhr und am Samstag

und Sonntag von 14 bis 17 Uhr)

Gemälde, Zeichnungen, Plakate,

Stiche und Marken gezeigt. Denn

Karl Bickel war weitaus mehr als nur

der Schöpfer des «Paxmals». Vor

allem in seinen späteren Jahren

hatte er sich – entlastet von den

materiellen Zwängen – auch der

Malerei gewidmet.

> www.museumbickel.ch

> www.walenstadt.ch

> anreisebeispiel. Basel ab 9.07;

ziegelbrücke ab 11.02, Walenstadt

Bahnhof ab 11.35 (per Bus);

Walenstadtberg, Rehaklinik an 11.55.


eiseland.schweiz.

nachwachsender rohstoff. elsbeth und gottlieb Sarbach mit einigen ihrer Tiere auf der geländeterrasse von egerenschwand.


Freddy widmer (text und Fotos)

» garantiert handarbeit,

garantiert einheimisch,

garantiert natürlich

und garantiert

wasserdicht: filzhüte, hergestellt

von elsbeth und gottlieb sarbach

aus adelboden.

Der Schranz Kobi ging nie «ohne»

aus dem Haus; und er ging oft, denn

sein Arbeitsplatz ist draussen; Kobi,

der Bergbauer zuhinterst im Engstligtal.

Dort, wo es manchmal tüchtig

luftet. Einmal luftet es so heftig, dass

sein Hut wegfliegt und fliegt und

fliegt und nicht mehr aufzufinden

ist. Zwei Jahre später stösst der Kobi

auf dem Waldboden auf ein graubraunes

Stück Stoff, er klopft es aus,

sieht, dass dies mal sein Hut «war»,

wäscht ihn ordentlich aus, zieht ihn

wieder an, seinen Hut, als ob nichts

gewesen wär. Und wenn der Wind

ihn nicht noch einmal geholt hat,

trägt der Kobi diesen seinen Hut

noch immer.

die geschichten. Elsbeth (56) und

Gottlieb Sarbach (63) können noch

ein paar solcher Geschichten erzählen;

etwa die vom älteren Kunstmaler,

der immer­immer über Ohrenweh

geklagt hat. Er kaufte sich einen

Hut, trug ihn sommers und winters

und hatte nie wieder Ohrenweh.

Oder die vom Kunden in Brienz, der

seinen Filzhut über den Winter an

der Aussenwand der Scheune aufgehängt

hatte; als er ihn im Frühjahr

wieder brauchte, war vom ganzen

Hut nur noch der Gupf übrig – aus

dem ganzen breiten Rand sind komfortable

Vogelnester geworden, Vögel

hatten sich den wollig­warmen

Baustoff geholt, hatten ihn buchstäblich

«gefilzt».

Der Kobi und der Bauer aus

Brienz und der Kunstmaler, sie waren

allesamt Kunden der Sarbachs.

Und viele Engstligtaler, die von Berufs

wegen vorwiegend draussen

sind, auch viele Jäger, Pilzler, Hündeler

und neuerdings auch Schneeschuhgeher,

sie tragen Hüte, die die

Sarbachs in ihrem 230 Jahre alten

Haus in Handarbeit machen, weit

weg vom Dorf auf einer schönen Geländeterrasse.

Einzig die Arbeiter im

Forst oder auf dem Bau nicht, sie tragen

meist einen Helm, aber wenn sie

garantiert warme Füsse haben wollen,

dann legen sie am besten eine

handgemachte Filzsohle in ihre soliden

«Bocheln». Und wenn Gottlieb

Sarbach in Stiefeln über seine Matten

geht, dann trägt er immer seine

eigenen warmen Einlagen, und

wenn Elsbeth zuhause ist, trägt sie,

klar, immer Pantoffeln der Marke

Sarbach.

das handwerk. Die Sarbachs haben

ein einzig Mal bei einer Handi­

Lehrerin zugeschaut, wie das so geht

mit dem Filzen; das meiste dieses alten

Handwerks haben sie danach autodidaktisch

erworben und in mittlerweile

22 Jahren Erfahrung perfektioniert.

Das Scheren, Sortieren

und Einweichen, das mehrfache Waschen

und Spülen, das Trocknen, das

Wenden, das Lagern (mit Mottenpapier!).

Einen einzigen Arbeitsgang

tun die vier geübten Hände nicht:

Die Wolle muss gekardet, das heisst

gekämmt werden. Dafür bringen die

Sarbachs ihre rohe, gewaschene

Wolle nach Huttwil, wo eine Maschine

die Fasern in dieselbe Richtung

kämmt. Schliesslich wird die kardierte

Wolle – jetzt wieder von Hand

– in warmer Seifenlauge gefilzt und

in die gewünschten Formen gebracht.

Und immer mal wieder gehen

dabei die Gedanken zurück auf die

Alp, wo die ersten Träger dieses

«Stoffes» einen guten Sommer verbracht

und die schöne Wolle haben

wachsen lassen. Aber in die Freude

über ihre Schwarznasenschafe

mischt sich immer mal wieder auch

die Sorge: Für einen Adler wär so ein

«Chilberli» ein geradezu gefundenes

Fressen, und immer mal wieder hören

die Sarbachs von anderen Engstligtalern,

dass der Luchs unterwegs

gewesen sein soll.

das vergnügen. Die Sarbachs leben

nicht davon, dass sie ihren

Schafen an die Wolle gehen; ein

Filzhut, handmade z Adelbode, Ortsteil

Egereschwand, kostet um die

70 Franken. Der Stundenlohn betrüge

also ungefähr… neinnein, das

wollen die Sarbachs gar nicht erst

ausrechnen. Das Herstellen von Filzartikeln,

auch das Spinnen von

Wolle und das Stricken, das alles

bleibt ein bescheidener Nebenerwerb

neben Landwirtschaft im Sommer

und Teilzeit­Skiunterricht im

Winter. Es füllt die verregneten Tage

und die nicht eben attraktiven

Monate November und Dezember

aus, es ist Hobby, es ist sinnvolle

Verwertung von nachwachsendem

Rohstoff, und es ist vor allem Ausdruck

von hohem Respekt gegenüber

den Tieren, die hier geboren,

aufgezogen, gepflegt, gezüchtet und

– dies vor allem – geliebt werden.

Die Sarbachs leben also nicht

vom Filzen, aber sie leben ganz gut

damit. Denn es ist letztlich auch ein

Vergnügen: Im Herbst z Märit z gah

mit ihrer Ware, neue Kunden zu finden

und bisherigen zufriedenen wieder

zu begegnen – und dabei umhi es

bitzi z dorfe. So heisst das, wenn

baz | 18. april 2008 | seite 31

Total verfilzt und gut behütet

adelboden. die sarbachs gehen ihren schafen an die wolle – in guter absicht

was heisst eigentlich …?

das produkt.

garantiert

Handarbeit,

garantiert

natürlich.

Oberländer miteinander plaudern.

Wer einmal bei Sarbachs einen Filzhut

gekauft hat, kauft mit einiger

Wahrscheinlichkeit hier nie wieder

einen. Das würde andernorts nicht

eben für das Produkt oder die Produzenten

sprechen. Im Fall der Adelbodner

Filzhüte ist es genau umgekehrt:

Sie halten ewig, wer sich bei

Sarbachs eindeckt, ist wasserdicht

bedeckelt und lebenslänglich gut behütet.

> information. elsbeth und gottlieb

Sarbach, egerenschwandweg 12,

3715 adelboden. Tel. 033 673 24 57,

079 676 40 84. neben Hüten fertigen

die Sarbachs auch Schuheinlagen,

Pantoffeln, Sitzunterlagen, wollene

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ab 9.27, Frutigen ab (Bus ab Bahnhofplatz)

10.33, adelboden Dorf an 11.05.

äs lutteret es fängt an zu tagen

äs luftet es windet heftig

äs Bänzi ein Schaf

Bänzeni Schafe

äs Chilberli ein neugeborenes Lamm

äs Widderli ein junger Bock

z gras etze gras abweiden

äs aarveli Heu ein armvoll Heu

chäuwlä wiederkäuen

chlubrig kränklich

chöttä den Schafen rufen; locken

woluufig gümplä fröhlich umherrennen

finembitz Gfeel gha im Stall ziemlich glück gehabt im Stall

striiche Die Wolle in die gleiche Richtung

kämmen, Fachausdruck: karden oder

kardieren


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baz | 18. april 2008 | seite 33

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berg-bauwerke und echte störche

wanderbücher. Sie werden immer häufiger mit einem Thema verknüpft

chriSTian Fink

» die landschaftlichen schönheiten

der schweiz lassen sich wandernd

am besten entdecken. in

den zahlreichen wanderbüchern,

die jährlich erscheinen, finden sich viele

tipps und informationen.

Immer mehr Autoren von Wanderbüchern begnügen

sich nicht mehr damit, eine Auswahl bestimmter

Wanderstrecken in beschaulicher Natur

innerhalb eines geografisch bestimmten Rahmens

zu beschreiben. Zunehmend stehen Themen im

Zentrum, an die diese Wanderungen geknüpft

sind: Wanderungen zu sogenannten Kraftorten,

Wanderungen in revitalisierten Flusslandschaften,

Ausflüge in die Gegenwart der Urschweizer

Sagenwelt, Gourmet­Wanderungen, Wanderungen

auf Kulturwegen, Panoramawege, Höhenwege,

Rundwege und vieles mehr.

gebaut. Gut in diese Reihe passt das kompakte,

im Werd­Verlag erschienene Bändchen mit dem

Titel «Architektur erwandern». Mit ihren zwanzig

Wandervorschlägen möchten die Autoren nebst

anzeige

z.B. Hotel Santa Fe®

dem landschaftlichen Erlebnis, das Wanderungen

bieten, zusätzlich den Blick für moderne Schweizer

Architektur in den Alpen und Voralpen schärfen.

So sind auf den vorgeschlagenen Wegstrecken

immer wieder architektonisch interessante

Objekte zu sehen. Die Palette der Bauten reicht

vom Autobahntunnel bis zur Kapelle. Sie finden

im Führer eine entsprechende Würdigung, nebst

der Beschreibung der Wanderung, umfangreichem

Fotomaterial und weiteren Informationen

zu Wanderzeit, Tourencharakter, Unterkünften,

Verpflegungsmöglichkeiten und öffentlichem

Verkehr.

breites angebot. Die Wanderungen sind vielfältig

und mit unterschiedlichem Anspruchsniveau:

Sie reichen vom einfachen Vormittagsspaziergang

durch den Jura bis zur Zweitagestour in

den Tessiner Alpen – Routen, auf denen Körper,

Geist, aber auch das Interesse an gut gestalteten

Bauwerken voll auf ihre Rechnung kommen.

Der Zürcher Rotpunktverlag, der seit Jahren

hervorragende Wanderbücher publiziert, legt ei­

1Nacht +2Tage Eintritt für 2Erwachsene +2Kinder unter 7Jahren im

gleichen Zimmer, Reise in2.Klasse (Basis Halbtax) inkl. TGV zum Promotarif

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*Hotel und Eintritt für Kinder unter 7Jahren im Zimmer mit mind. 1Erwachsenen

(max. 4Personen) für Anreisen vom 4.4.–6.11.2008.

nen neuen Jura­Band auf. Dabei konzentrieren

sich die Autoren Bruno Rauch und Heinz Dieter

Finck auf die Gegenden im Herzen des Jura. Geschildert

werden 15 Wanderungen zwischen

Ajoie, Freibergen und Bielersee.

Ein Weg führt beispielsweise von Muriaux

(bei Saignelégier) nach Goumois. Vorbildlich ist

nicht nur die mit zahlreichen Bildern illustrierte

Beschreibung der Wanderung; auch die Geschichten,

die in die Texte einfliessen, sind vergnüglicher

Lesestoff. Ausserdem werden pro Wanderung

in einem separierten Teil historische, wirtschaftliche

oder kulturelle Themen aus der Region

näher beleuchtet. Die Informationen zu den

Wanderungen sind umfangreich und beinhalten

nebst einer Karte die Wanderzeiten der Teilstrecken,

Angaben über Sehenswertes, zum Charakter

der Wanderungen, zu Übernachtungsmöglichkeiten

und Verkehrsmitteln.

mit kindern. Wandern mit Kindern ist nicht immer

eine leichte Sache. Weshalb sollte man auch

durch die Landschaft latschen, wenn zuhause

Weitere Hotels im Disneyland® Resort Paris und

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diese und jene digitalen Angebote locken. Das

mag sich auch Jochen Ihle gedacht haben, der

Kinder und Jugendliche mit Erlebniswanderungen,

mit «Höhlentouren, Wasserwegen und Gipfelspass»

in die Berge lockt. Ohne Zweifel: Der

Wanderführer leistet einiges an Motivationshilfe.

Der Autor fördert mit seinen Routen den Zugang

zu Natur und Kultur, vermittelt Wissen, erzählt

Geschichten. Und dies auf spielerische Art und

Weise, bei der Spass und Action nicht zu kurz

kommen.

dinos und brücken. So lässt Ihle die Kinder beispielsweise

auf einer Stadtwanderung in Bellinzona

die Türme und Mauern des Weltkulturerbes

Tre Castelli bestaunen. Oder er wandert mit ihnen

entlang der französischen Grenze durch den Jurassic

Park im Jura, durch die Grotte Réclère oder

zu den Dinosaurier(spuren) im Préhisto­Parc.

Und: Er überquert mit ihnen die längste und

höchst gelegene Hängeseilbrücke Europas im

Berner Oberland.

Karten und Infoteil ergänzen die Beschreibungen.

Und jede Wanderung verweist mit Tipps auf

kindernahe Interessensgebiete, so dass dieser

Führer für Jung und Alt auf mögliche Herausforderungen

an freien Familientagen gute Argumente

liefert.

einkehren. Zu den Themenwanderungen gehören

auch jene Wanderungen, auf denen nicht nur

die landschaftlichen Vorzüge einer Region genossen

werden, sondern auch die kulinarischen Genüsse

eine Rolle spielen. Eine schöne Landschaft

fördert ja nicht selten auch schöne Produkte zutage.

Und wenn Touren durch die «Weinwanderwege

Elsass und Baden» führen, so ist klar, dass die

Einkehr in einem gediegenen Gasthaus dazugehört.

Daran haben Elsbeth Hobmeier und Beat Koelliker

selbstverständlich auch gedacht, so dass

bei jeder der 22 Wanderungen Angaben zu Restaurants

und Übernachtungsmöglichkeiten stehen.

Aber auch Karten, Hinweise zu Kultur, Geschichte

und Geografie sowie zahlreiche Fotos

begleiten die Beschreibungen. Auch Angaben

zum Schwierigkeitsgrad, Dauer, Anreise und der

Eignung für Kinder sind mit dabei.

schön langsam. Gewiss lässt sich mit dem Auto

oder dem öffentlichen Verkehr in die bekannten

Örtlichkeiten wie Ribeauvillé, Kaysersberg oder

nach Staufen reisen, um den Charme der Weindörfer

zu erleben. Wer aber das verborgene Elsass

kennenlernen möchte, so die beiden Autoren,

müsse durch die Weinberge wandern: «Hier trifft

er den Winzer, der gerne seine Arbeit für ein

paar Worte unterbricht, und hier findet er den

Weg in die kleineren Orte, wohin sich der Bustourist

nicht verirrt. Auch da gibt es Choucroute

und Fachwerkhäuser und Störche. Und doch ist

alles anders, das Choucroute kommt aus dem

eigenen Keller, die Fachwerkhäuser werden von

den Winzern bewohnt, und der Storch auf dem

Dach ist echt.»

baz 18. april 2008 | seite 35

wanderbare schweiz. Die Wanderliteratur folgt nicht mehr nur den gelben Wegweisern oder

den weiss­rot­weissen Markierungen – sie setzt ihre eigenen Themen. Foto Keystone

lesen und gehen – zehn empfehlungen

> bruno rauch,

heinz dieter

finck: im Herzen

des Jura, Rotpunktverlag,

zürich, 2007,

Fr. 38.–

> üsé meyer, ulrike schettler,

reto westermann:

architektur erwandern, Werd­

Verlag, zürich, 2007, Fr. 29.90

> elsbeth hobmeier,

beat

koelliker: Weinwanderwegeelsass

und Baden,

aT Verlag, Baden

und München,

2007, Fr. 29.90

> remo kundert,

werner hochrhein:

Bergfloh

2, Ostschweiz

und graubünden,

Bergwandern

mit Kindern,

Rotpunktverlag

zürich, 2007,

Fr. 42.–

> david coulin: Die schönsten

Rundwanderungen in den

Schweizer alpen, aT Verlag,

Baden und München, 2007,

Fr. 46.–

> kilian t. elsässer:

Wanderweg

gottardo. zu

Fuss entlang der

gotthardbahn,

aT Verlag, Baden

und München,

2007, Fr. 29.90

> peter

donatsch:

Parc ela,

albulatal­Surses,

appenzeller

Verlag, 2007,

Fr. 38.–

> thomas widmer: zu Fuss, in

52 Wanderungen durchs Jahr,

echtzeit Verlag, 2007, Basel,

Fr. 34.–

> reto solèr:

Uri–gotthard, 22

Wanderungen in

der Urschweiz,

Rotpunktverlag,

zürich, 2007,

Fr. 42.–

> Jochen ihle: erlebniswanderungen

mit Kindern, Werd­

Verlag, zürich, 2007, Fr. 34.90


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