Hamburg im Herzen - schönknecht : kommunikation

schoenknecht.kommunikation.de

Hamburg im Herzen - schönknecht : kommunikation

grAtis

zum mitneHmen

Herzinfarkt

Frauenherzen

schlagen anders

Pipi nach Plan

Neue Urotherapie

bei kindlicher

Inkontinenz

Beispiel Darmkrebs

Die Angst vor

der Vorsorge

AusgAbe 1 | 2010

Hamburg

im Herzen

Gerald Asamoah engagiert sich

auch abseits des Fußballplatzes


Ihr 4-Sterne Van der Valk Schlosshotel Ballenstedt

Fürstliche Erholung im Harz

Ihr 4-Sterne Van der Valk Schlosshotel Ballenstedt

bietet Empfangsbereich mit Rezeption, div.

Restaurants und Lobby. Die Doppelzimmer sind mit

Sitz-Ecke, Garderobe, Kofferablage, TV, Minibar, Radio

und luxuriösem Bad mit Föhn ausgestattet. Ihre Verpflegung

besteht aus einem Frühstücksbüfett. Wellnessangebot:

Genießen Sie kostenfrei Hallenbad und

Sauna. Gegen Gebühr: Beautysalon mit u. a. Massagen

und Solarium. Sportangebot: Geführte Touren mit Nordic

Walking-Trainer, Wanderungen, Radtouren.

Wunschleistungen pro Person:

• EZ-Zuschlag 19,– / Nacht • Bahnfahrt 2. Kl.

ab / an allen dt. Bhf. 80,– mit Bahncard bzw. 95,–

ohne Bahncard

Wissower Klinken

5-Sterne Wellness auf Rügen

Ihr 5-Sterne CLIFF-Hotel Rügen mit Rezeption,

Restaurants, Bars, Konditorei, Aufenthaltsräumen, Friseur

und Boutique liegt am Südstrand. Die Zimmer

verfügen über Telefon, TV, Radio, Minibar und Bad o.

DU / WC. Die 2-Raum-Appartements verfügen dazu

über 1 Wohn- u. 1 Schlafraum mit Doppelbett. Als Verpflegung

erhalten Sie ein Frühstücksbüfett und am

Ankunftstag ein 3-Gang Menü o. Büfett. Kostenfrei für

Sie ist die „Rülax“ – Beauty- & Wellnesswelt (ca.

2.000 qm) mit u. a. Schwimmbad, Sauna, Dampfbädern,

Erlebnisduschen und Fitness-Salon.

Wunschleistungen pro Person:

• Abendessen Zuschlag im Hotel 2x 53,– , 3x 79,–

und 5x 132,– • Bahnfahrt 2. Kl. ab / an allen dt. Bhf.

80,– mit Bahncard bzw. 95,– ohne Bahncard

Beratungs- und Buchungstelefon

01805 – 222 080

0,14 /Min. aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunk max. 0,42 /Min.

Bitte bei Buchung angeben: Kennziffer 20.419

Servicezeiten: Mo. – Fr. von 8 – 20 Uhr, Sa. + So. von 9 – 14 Uhr

Inkl. Aroma-Öl-

Rückenmassage

Inklusivleistungen pro Person:

• 3, 4 bzw. 7x Übernachtung im 4-Sterne Van der Valk

Schlosshotel Ballenstedt im Doppelzimmer • Täglich

Frühstücksbüfett • 4-Gang-Vital-Menü am Anreisetag

• 1x Vitaldrink • 1x Aroma-Öl-Rücken massage (ca.

20 Min.) • 1x 2 Std. Nordic Walking mit Trainer (Mo. &

Fr.) inkl. Leihstöcke • Zusätzl. ab 7 Nächten: 1x

Fußrefl ex zonen massage (ca. 25 Min.) • Nutzung von

Hallenbad & Sauna • 20% Ermäßigung auf Wellnessangebote

• 20% Ermäßigung auf dem hoteleigenen

18-Loch-Golfplatz in Meisdorf • 50% Ermäßigung auf

den Eintritt ins Erlebnisbad Salzlandcenter Staßfurt

• Parkplatz (nach Verfügbarkeit) • Reisepreis-Sicherungsschein

• 20,– Wertgutschein von DocMorris

für Ihre persönliche Reiseapotheke pro Vorgang

Inklusivleistungen pro Person:

• 3, 4 bzw. 7x Übernachtung im 5-Sterne CLIFF-Hotel

Rügen im Einzelzimmer bzw. 2-Raum-Appartement

• Täglich reichhaltiges Frühstücksbüfett • 1x Vitaldrink

zur Begrüßung • 1x Abendessen am Ankunftstag

(3-Gang Menü bzw. Büfett; bei 7 Nächten: 2x)

• 1x Massage o. Wellness-Bad o. Rasulbad (je ca.

20 Min.; bei 7 Nächten: 2x) • Täglich Fitness-Programme

• 10% Ermäßigung auf vor Ort gebuchte

Wellness- und Beautyanwendungen • Leih bademantel

• Nutzung von Hallenbad, Sauna, Dampfbad,

Tepidarium und Fitnessraum • Information über Ausfl

ugsmöglichkeiten • Reisepreis-Sicherungsschein

• 20,– Wertgutschein von DocMorris für Ihre persönliche

Reiseapotheke pro Vorgang

TOUR VITAL ist nach dem Service Qua li täts-

Standard des TÜV-Rheinland zertifiziert.

Kein Einzelzimmerzuschlag

5-tägige Wellnessreise

159,– p.P. /

ab

DZ

Im 4-Sterne Van der Valk

Schlosshotel Ballenstedt

Inkl. Frühstück

Freie Nutzung von Hallenbad

und Sauna

Termine u. Preise pro Pers. im DZ in

Reise-Nr. D06001A/B

Termine

Anreise:

3 Nächte/

4 Tage

(Do.)

4 Nächte/

5 Tage

(So.)

7 Nächte/

8 Tage

(Do. u. So.)

07.11. – 19.12.10*,

A 159,– 159,– 318,–

02.01. – 22.01.11

B 23.01. – 16.04.11 179,– 179,– 358,–

29.08. – 06.11.10,

C 189,– 189,– 378,–

17.04. – 01.05.11*

Der erste Tag der Verlängerung ist ein neuer Anreisetag, der den Preis

bestimmt. *Letzte Anreise: 16.12.10 und 28.04.11. Kinderermäßigung:

Bei Unterbringung im Zimmer mit 2 Vollzahlern erhält 1 Kind bis Ende 5 J.

100%, bis Ende 12 J. 50% Ermäßigung. Nicht im Reisepreis enthalten:

Kurtaxe ca. 1,– / Tag (Kinder unter 18 J. 50%); Haustiere ca. 8,– / Tag

(ohne Futter, nicht im Restaurant, Voranmeldung erforderlich). Hotel- und

Freizeiteinrichtungen teilweise gegen Gebühr.

5-tägige Wellnessreise

199,–

ab p.P. /

EZ/2er App.

Im 5-Sterne CLIFF-Hotel Rügen

Inkl. tägl. Frühstück und

1x Abendessen

Freie Nutzung der Wellnessanlage

und des Fitnessraums

Termine u. Preise p. P. im EZ/2er App. in

Reise-Nr. D18001A/B

Termine

Anreise:

14.11.10 – 19.12.10*,

02.01.11 – 15.01.11

31.10.10 – 13.11.10,

16.01.11 – 16.04.11

3 Nächte/

4 Tage

(Do.)

4 Nächte/

5 Tage

(So.)

7 Nächte/

8 Tage

(Do. u. So.)

05.09.10 – 30.10.10,

C 269,– 269,– 538,–

17.04.11 – 01.05.11*

Der erste Tag der Verlängerung ist ein neuer Anreisetag, der den Preis

bestimmt.*Letzte Anreise 4 Tage am 16.12.10 bzw. am 28.04.11.

Kinderermäßigung: Bei Unterbringung im Zimmer mit 2 Vollzahlern (im

Zustellbett) erhält 1 Kind bis Ende 3 J.100%, bis Ende 13 J. 70% u. ab 14 J.

35% Ermäßigung. Nicht im Reisepreis enthalten: Kurtaxe ca. 0,80 bis

2,30 p. P. / Tag; Parkplatz 7,– / Tag; Transfer vom/zum Bahnhof Binz 10,–

p. P. / Fahrt. Hotel- und Freizeiteinrichtungen teilweise gegen Gebühr.

Änderungen vorbehalten, maßgeblich sind die Reisebestätigung und die AGBs der TOUR VITAL GmbH

(Einsicht möglich unter www.tourvital.de). Nach Erhalt der Reisebestätigung wird eine Anzahlung von

20% (mind. 25,– ) auf den Reisepreis fällig. Restzahlung 30 Tage vor Reiseantritt, danach erhalten Sie

Ihre Reiseunterlagen. Reiseveranstalter: TOUR VITAL GmbH, 50679 Köln. www.tourvital.de

A

B

199,– 199,– 398,–

239,– 239,– 478,–

Herzlich Willkommen, liebe Leserinnen und Leser!

Nun ist sie endlich da, die erste Ausgabe von gute besserung, dem neuen Magazin für

gesundheitsbewusste Menschen in der Metropolregion Hamburg. Informativ, spannend,

unterhaltsam und verständlich. So präsentiert sich das erste Hamburger Praxis-Magazin,

das kostenlos und zur Mitnahme bei Ihrem niedergelassenen Arzt für Sie bereit liegt.

Damit sorgt gute besserung nicht nur für mehr Abwechslung im Wartezimmer, sondern

dient Ihnen auch zu Hause als verlässliche Informationsquelle rund um die Gesundheit.

Neben der Gesundheit wird in gute besserung auch die Unterhaltung keinesfalls zu kurz

kommen. Wir werden aufschlussreiche Interviews mit prominenten Hamburgern führen,

Ihnen unbekannte Ausflugsziele verraten oder zeigen, wie schmackhaft längst vergessene

Gemüsesorten zubereitet werden können. Also: Mitnehmen lohnt sich!

Wie Sie sicherlich wissen, hat sich die Region Hamburg einen ausgezeichneten Ruf als

Gesundheitsstandort erworben. Ein flächendeckendes Netz an kompetenten Haus- und

Fachärzten sowie die vielfältige Krankenhauslandschaft garantiert eine hochwertige medizinische

Versorgung. gute besserung will, dass Sie von dieser hohen Kompetenz bei uns im

Norden profitieren, liebe Leserinnen und Leser.

Deshalb lassen wir unterschiedliche Mediziner aus Hamburg und Umgebung zu Wort

kommen. Unsere Experten bieten verständliche, lebensnahe und kompetente Ratschläge bei

allen Fragen rund um Ihre Gesundheit – von der Kindermedizin bis hin zur Altersheilkunde.

Und Sie erfahren Interessantes und Wissenswertes aus Hamburger Kliniken. Für den

Fall der Fälle, dass ein Klinikaufenthalt unvermeidlich ist, ist es schließlich immer gut zu

wissen, was einen erwartet.

Die persönliche Beratung durch Ihren Arzt wird gute besserung zweifellos nicht ersetzen

können. Vielmehr wollen wir Ihnen Hilfestellungen anbieten und Sie auf Ihrem Weg zu

mehr Gesundheit und Wohlbefinden begleiten. In Zweifelsfällen wenden Sie sich aber bitte

weiterhin an Ihren niedergelassenen, vertrauten Arzt – bei ihm sind Sie in guten Händen.

Wir hoffen, dass Ihnen das neue Hamburger Praxis-Magazin ebenso gut gefällt wie uns und

wünschen Ihnen viel Vergnügen beim Lesen.

Herzlichst,

Ihr

Werner Koch

Vorstandsvorsitzender des Verbands freigemeinnütziger

Krankenhäuser in Hamburg e.V. DIE FREIEN

Editorial 3


titelthema

herz

Hamburg im

Herzen

Leistungssport trotz Herzfehler:

Gerald Asamoah

im Interview

Seite 16

Unsere Schulter

Was bei starken

Schmerzen wirklich

hilft

Seite 22

Pipi nach Plan

Therapien bei kindlicher

Inkontinenz

Seite 12

Pssst, Geheimtipp!

Neue Ausflugsziele

entdecken

Seite 28

In dieser Ausgabe:

u Titelthema Herz

Herzinfarkt Frauenherzen schlagen anders 6

Bypass-OP Arterien statt Venen 8

Gerald Asamoah Leistungssport trotz Herzfehler 16

u Medizin & Gesundheit

Häufige Symptome Harmlos oder gefährlich? 10

Inkontinenz Urotherapie für Kinder 12

Brustkrebs Alternative Heilmethoden entdecken 13

Krebsvorsorge Wie Prävention Leben rettet 14

Demenz Akutversorgung in der Klinik 18

Adipositas Diabetes heilen mit dem Skalpell? 19

Venenleiden Geschwollene Beine ade20

Schulterschmerzen Was wirklich hilft 22

Leistenbruch Hilfe aus dem Reaktor 24

Gelenke Bewegtes Leben durch Prothesen 25

u Spaß & Unterhaltung

Rezepte Vergessenes Gemüse neu entdecken 21

Rätselspaß Sudoku 23

Ausflugstipps Unbekanntes Hamburg 28

u Service

Inhalt 5

Nachrichten Medizin auf einen Blick 26

Termine Veranstaltungen für Patienten 30

Adressen Krankenhäuser in Hamburg 31

Impressum 31


6 Titelthema Herz

Titelthema Herz 7

Frauenherzen schlagen anders

Herz-Kreislauferkrankungen werden bei Frauen noch zu häufig übersehen. Denn

oft sind die Anzeichen nicht so eindeutig wie bei Männern. Symptome werden

fehlgedeutet, die Abklärung teilweise über Jahre verzögert. Experten fordern ein

Umdenken bei Betroffenen und Medizinern.

Von Rebecca beRnstein

anfangs machte Maria evers die

atemnot kaum zu schaffen.

Die 67-Jährige nahm sich vor,

ihren Zigarettenkonsum einzuschränken.

Doch bald wurde die atemnot

zum ständigen begleiter. Dem Hausarzt

berichtete Maria evers, sie habe

das Gefühl, ihr Herz stolpere.

Das eKG war unauffällig,

typische symptome

für eine Herz-Kreislauferkrankung

wie engegefühl

oder schmerzen in der

brust hatte sie nicht. auch

Lungenfunktionsuntersuchung

und belastungs-

eKG zeigten keine auffälligkeiten.

Mittlerweile

schränkten die beschwerden

das Leben der 67-Jährigen

jedoch erheblich ein. „Wenn die

Ärzte nichts finden, bildest du dir die

beschwerden nur ein“, sagten Familienmitglieder.

Maria evers wandte sich an das

Zentrum für innere Medizin (ZiM) am

Katholischen Marienkrankenhaus. Die

Ärzte entschieden sich zur Durchführung

einer Herzkatheteruntersuchung,

da evers familiär vorbelastet

Risikofaktoren minimieren

Noch immer gelten Herz-Kreislauferkrankungen

als „Männersache“.

Frauen wissen zu wenig über ihr

Erkrankungsrisiko und sprechen viel

zu selten mit ihrem Hausarzt über dieses

Thema. Besonders gefährdet sind

Raucherinnen und Frauen mit Übergewicht

oder Diabetes. Spätestens ab 50

sollten Frauen durch Ausdauersport,

gesunde Ernährung und den Verzicht

auf Nikotin versuchen, ihre Risikofaktoren

zu reduzieren.

Als typische Infarktanzeichen gelten

nach wie vor dumpfer oder brennender

Schmerz und Enge in der

linken Brustseite. Bei Frauen äußern

sich Herzbeschwerden hingegen

eher im Oberbauch und sind häufig

beidseitig. Frauen haben außerdem

Symptome wie Luftnot, Herzstolpern,

starke Erschöpfung sowie Schulter-

und Nackenschmerzen.

Prof. Dr. Andreas van de

Loo vom Katholischen

Marienkrankenhaus

war. ihr Vater hatte in jungen Jahren

einen Herzinfarkt erlitten. Das ergebnis:

Hochgradige Hauptstammstenose,

eine Verengung der linken Koronararterie.

Maria evers wurde umgehend operiert

und lebt seitdem beschwerdefrei.

„Herz-Kreislauferkrankungen werden

bei Frauen leider immer

noch häufig übersehen“,

sagt Prof. Dr. andreas van

de Loo, Leiter des ZiM. Die

anzeichen für eine Herz-

Kreislauferkrankung seien

bei Frauen nicht so eindeutig

wie bei Männern,

die symptome würden oft

fehlgedeutet, die abklärung

teilweise über Jahre

verzögert. „bis die Patientinnen

den Weg zu uns finden,

sind oft schwerwiegende Veränderungen

eingetreten“, so der experte.

Dabei leiden Frauen genauso häufig

an bluthochdruck, Herzerkrankungen

oder Gefäßverschlüssen wie Männer.

Das Risiko, an den Folgen eines

infarktes zu sterben, ist bei Frauen

sogar höher. Das liegt zum einen am

altersunterschied. Frauen sind von

Herz-Kreislauferkrankungen im Durchschnitt

zehn Jahre später betroffen

als Männer. Zum anderen: Die anzahl

der betroffenen Gefäße beim weiblichen

infarkt ist größer. einen wichtigen

Unterschied sieht van de Loo

auch in der Lebensweise: Raucherinnen,

Frauen mit Übergewicht und

Diabetes gehören natürlich auch zur

Hauptrisikogruppe. „ihr anteil an der

Gesamtbevölkerung hat in den vergangenen

Jahren stark zugenommen.“

„Wir wissen erst seit wenigen Jahren,

dass Frauenherzen anders schlagen“,

sagt van de Loo. anfang der 80er

Jahre hatten Wissenschaftler in den

Usa 200 Patienten mit einer Minderversorgung

des Herzens untersucht

und festgestellt, dass lediglich bei 40

Prozent der Frauen eine weiterführende

Diagnostik veranlasst worden war.

Was ist eine Chest Pain Unit?

Bei einem Herzinfarkt kommt es auf

jede Minute an. Zur raschen Abklärung

akuter Schmerzen im Brustkorb haben

Kliniken in den vergangenen Jahren

Chest Pain Units (CPU) eingerichtet.

In diesen hoch spezialisierten, von der

Deutschen Gesellschaft für Kardiologie

zertifizierten, Abteilungen erfolgt die

Diagnostik und Therapie nach festen

Standards. Die Kombination von spezialisierten

Ärzten und Krankenhauspersonal

sowie Hightechgeräten ermöglicht

eine nachweisbar schnellere Versorgung

von Akutpatienten. Bei Verdacht auf

einen Infarkt werden die Patienten

umgehend im Katheterlabor untersucht

und bei entsprechendem Befund sofort

stationär weiterbehandelt. Die Überweisung

in eine Chest Pain Unit erfolgt

meist über den behandelnden niedergelassenen

Arzt. „Bei Unruhe oder akuten

Beschwerden können Patienten auch

direkt eine CPU aufsuchen“, sagt Prof.

Andreas van de Loo, der die CPU am

Katholischen Marienkrankenhaus leitet.

bei den Männern lag der anteil bei 90

Prozent. Die Gründe für den signifikanten

Unterschied: bei Frauen fehlten

oftmals die typischen symptome,

die gängige Diagnostik blieb häufig

ohne befund. etwa 50 Prozent der erkrankungen

sind bei Frauen nicht über

ein belastungs-eKG diagnostizierbar.

„Das bedeutet nicht, dass wir neue

Untersuchungsmethoden entwickeln

müssten“, sagt van de Loo. Wenn das

belastungs-eKG keine entscheidenden

Hinweise gibt, werde mittlerweile häufiger

als früher eine kardiale Kernspintomographie

oder auch eine Herzkatheter-

Untersuchung durchgeführt. Frauen und

Ärzte sollten lernen, auch bei atypischen

symptomen an die Möglichkeit einer

Herz-Kreislauferkrankung zu denken.

Wichtig für die gründliche Diagnostik

sei ein arzt, der „aktiv zuhört und

versucht, den Patienten mit seinen

beschwerden zu verstehen“, rät der

Mediziner. Das könne der Hausarzt, der

niedergelassene Facharzt oder der experte

an der Fachabteilung einer Klinik

sein. •


8 Titelthema Herz

Titelthema Herz 9

Bypass-OP: Arterien statt Venen

Wenn die Sauerstoffversorgung des Herzens durch fortschreitende Arterienverkalkung

eingeschränkt ist, ist oftmals eine Bypass-OP die beste Lösung. Ein Bericht

aus dem Albertinen-Herzzentrum zeigt, welche Vorteile für den Patienten

hierbei eine komplett-arterielle Bypassversorgung bietet, bei der keine Venen

mehr eingesetzt werden.

VOn nicOle BOngArd

Montagmittag, Station 2a des

Albertinen-Herzzentrums

in Hamburg-Schnelsen. ein

gut gelaunter Mann, Mitte 70, lächelt

und scherzt, dass er seine Krawatte

vergessen hat. dabei nestelt er keck

am Kragen seines Pyjamas herum. „ein

wenig sieht man noch von der narbe“,

sagt er fast entschuldigend. eine Bemerkung,

die verwundert. Schließlich

hatte rudolf Schomacker erst vor wenigen

Tagen eine Bypass-Operation

am schlagenden Herzen. im laufe des

gesprächs gesellt sich auch der Operateur,

Privatdozent dr. Friedrich-christian

rieß, dazu. es wird deutlich, warum der

eingriff für Schomacker schon wieder

in weiter Ferne liegt: er ist fit, gut informiert

und vor allem zuversichtlich.

„Als klar war, dass ich um einen Bypass

nicht herumkomme, wollte ich

alles über den eingriff wissen“, erzählt

der rentner aus der lüneburger Heide.

„Mit Hilfe des niedergelassenen Arztes,

informationen aus dem internet und vor

allem einer informativen dVd der Kli-

Professionelle Konzentration: Privatdozent Dr. Friedrich-

Christian Rieß führt eine Bypass-Operation durch

nik habe ich mit meiner Familie vieles

vorab abwägen können.“ So war für

Schomacker schnell klar, dass er eine

komplett-arterielle Bypassversorgung

möchte und, wenn möglich, eine Operation

ohne Herz-lungen-Maschine. er

berichtet weiter von den ersten Tagen

„Die Informationen

im Vorwege haben

mir sehr geholfen.“

Rudolf Schomacker, Herzpatient

nach der OP, seinen ersten Schritten,

die er rasch in der angeschlossenen rehabilitation

machen konnte, und dass

nur noch das Atmen ein wenig schwer

fiele. Auf die Frage, ob er etwas bereue,

sagt er: „dass ich mich so spät

zu diesem eingriff entschieden habe!

die Angst, etwa auf reisen einen Herzinfarkt

zu erleiden, hat mir viel lebensqualität

genommen.“

Vier Stunden zuvor, herzchirurgischer

Operationssaal: das sechsköpfige

Team von Herzchirurg

dr. Friedrich-christian

rieß steht zusammen und

bereitet sich auf den ersten

eingriff des Tages vor. es ist

die gleiche Bypass-OP wie

bei rudolf Schomacker.

Ob es die ungewöhnliche

Architektur des raumes –

eine Front ist komplett aus

glas und lässt den Blick

auf sattgrünes laub zu

– oder die freundliche

und gleichzeitig hochkon-

zentrierte Stimmung des gesamten

OP-Teams ist, die Atmosphäre wirkt

beruhigend und professionell.

Zu Beginn des eingriffs entnimmt

dr. rieß beide Brustbeinschlagadern.

Mit ruhiger Hand legt er kunstvoll über

eine Stunde die zwei Arterien frei.

nerven und umliegendes gewebe

bleiben unangetastet. „die Brustbeinschlagadern

sind das ideale Bypassmaterial,

da sie in unmittelbarer nähe

zum Herzen liegen, sauerstoffreiches

Blut führen und den höheren arteriellen

druck gewohnt sind“, erklärt der

Mediziner. die gewonnenen Arterien

werden auf die eingeengten Koronargefäße

aufgenäht, so dass sie mit sauerstoffreichem

Blut versorgt werden.

diese Verbindungen werden mit fortlaufenden

nähten gefertigt, mit bis zu

15 Stichen auf nur 2 bis 3 Millimetern.

Handwerkliche Maßarbeit, die neben

einer ruhigen Hand auch optimale

Sicht voraussetzt. So trägt dr. rieß

eine lupenbrille mit einer dreieinhalbfachen

Vergrößerung. „Wir haben von

Beginn an auf die Versorgung mit arteriellen

gefäßen gesetzt“, erläutert der

Herzchirurg nach der OP. „der eingriff

dauert zwar etwas länger, liefert aber

viel bessere langzeitergebnisse im

Vergleich zu Venenbypässen.“

nach drei Stunden ist die Operation

beendet, die Patientin wird zur Überwachung

für einen Tag auf die intensivstation

verlegt. Beim Verlassen des

Operationstraktes geht der erste griff

des chefarztes zum Telefon. er ruft

die Angehörigen der gerade operierten

Patientin an und berichtet von dem erfolgreich

verlaufenen eingriff. •

Wenn ein Patient einen

Bypass benötigt, verwenden

Sie ausschließlich

Arterien und nicht – wie

viele andere Klinken –

Venen. Warum?

Mit einem Bypass überbrücken

wir die verengten

Koronararterien, um die

durchblutung des Herzmuskelswiederherzustellen.

Für eine Arterie ist

der höhere Blutdruck im

Vergleich zu einer Vene die

normalsituation. Verwendet

man dagegen Venenbypässe,

kommt es durch den

arteriellen Blutdruck zu

Dr. Friedrich-

Christian Rieß

(links) freut

sich mit Rudolf

Schomacker

über den

erfolgreichen

Eingriff

„Keine weitere Bypass-Operation mehr nötig“

Interview mit dem Herzspezialisten Privatdozent Dr. Friedrich-Christian Rieß, Chefarzt

der Klinik für Herzchirurgie am Albertinen-Krankenhaus

einer frühzeitigen Bypasseinengung

oder sogar zu

einem Verschluss. die

Offenheitsrate von Bypässen

mit Brustbeinschlagadern

liegt nach zehn

Jahren bei über 90 Prozent,

bei einem Venenbypass im

Vergleich nur bei 60 Prozent.

in aller regel ist nach

einer kompletten arteriellen

Bypassversorgung eine

weitere Bypass-OP nicht

mehr nötig.

Ist diese Behandlungsmethode

für alle

Patienten geeignet?

es gibt nahezu keine Aus-

nahme. Auch bei schweren

Begleiterkrankungen wie

z.B. diabetes und einem

hohen lebensalter ist die

Operation sicher und mit

einem optimalen ergebnis

durchführbar.

Sie führen 95 Prozent

aller Bypass-Operationen

ohne Herz-Lungen-

Maschinen durch. Welche

Vorteile hat dies für den

Patienten?

diese Bypass-Operation

am schlagenden Herzen ist

eine schonende Methode,

bei der etwa neurologische

Komplikationen wie ein

Schlaganfall signifikant seltener

auftreten. der Patient

braucht zudem während

des eingriffs weniger Transfusionen

und muss nicht

so lange beatmet werden.

daneben wirkt sich diese

Methode auch auf den Allgemeinzustand

unmittelbar

nach der Operation positiv

aus: der Patient erlangt

seine denk- und Merkfähigkeit

schneller wieder.

insgesamt ist sein Allgemeinzustand

viel schneller

stabil, und er kann sich

frühzeitig auf die rehabilitation

konzentrieren.


10 Medizin & Gesundheit Tinnitus

Migräne

Medizin & Gesundheit 11

Sausen, Rauschen,

Kopfschmerzen, meist halbseitig, periodisch auftretend, mit

Pfeifen, Klingeln oder

Brummen im Ohr

Schwindel, Übelkeit und Erbrechen, Sehstörungen, Lichtscheue

Mein Körper

funkt SOS

Wenn Sie erste Symptome einer

Krankheit spüren, ist die Frage

oft: harmlos oder gefährlich? Eine

vernünftige Selbst-Diagnose kann

hier beruhigen, aber auch den

Anruf beim Rettungsdienst aus-

lösen. Wichtig: Eigenchecks

können nur dazu dienen, sich

ergänzend auf einen Arztbesuch

vorzubereiten, dessen fachlicher

Rat durch nichts zu ersetzen ist.

Nierensteine

Rückenschmerzen, die unter dem

Rippenbogen beginnen und bis in

die Leiste weiterwandern, Blut im

Urin, Übelkeit und Erbrechen

Schlaganfall

Lähmung oder Gefühlsstörung, die

plötzlich einsetzt und auf eine

Körperhälfte beschränkt ist, Seh-,

Sprach- und Schluckstörungen,

Bewusstseinsstörungen

Lungenentzündung

Brustschmerzen, z.T. bis in den

Bauch, Schüttelfrost und hohes

Fieber, Husten, Atemnot, bis-

weilen rostbrauner Auswurf,

schweres Krankheitsgefühl

Glaukomanfall; Grüner Star

Sehverschlechterung, sehr starke Augen-

und Kopfschmerzen, meist harter Augapfel

Nervosität oder Herz- oder Schilddrüsenerkrankung

Herzklopfen, unregelmäßige Herzschläge, evtl. Schwindel,

Kollapsgefahr

Bluthochdruck

Schwindel, Ohrensausen, innere Unruhe, Brustenge

und Atemnot bei Belastung, Herzklopfen, Nasenbluten,

morgendliche druckartige Schmerzen im Hinterkopf

Chronische Entzündung der Bauchspeicheldrüse

Oberbauchschmerzen, unklare Rückenschmerzen,

Übelkeit und Erbrechen nach fettem Essen

Darmverschluss

Bauchschmerzen, die krampfartig sind, kurzfristig

schmerzfreie Intervalle, Völlegefühl, Erbrechen, Stuhl- und

Windverhaltung, wenig oder keine Darmgeräusche


12 Inkontinenz

Pipi nach Plan

Urotherapie hilft bei kindlicher Inkontinenz

lara hat 13 lachende Sonnen auf

Cihren Kalender geklebt, 2 Regenwolken

auch. „Das waren kleine Ausrutscher“,

erklärt die quirlige 5-Jährige.

Seit einem Monat führt Clara

einen Blasenkalender, weil sie oft ins

Bett macht. Bekommen hat sie diesen

von Maren Schelly, einer von zwei

Urotherapeutinnen im Katholischen

Kinderkrankenhaus Wilhelmstift.

Clara ist nicht allein mit ihrem Problem.

Sieben Prozent aller Kinder nässen

noch im Alter von sieben Jahren

regelmäßig ein. Die Gründe hierfür sind

individuell verschieden. „Die meisten

denken, es gibt eine psychologische

Ursache. Das gilt aus unserer Erfahrung

jedoch nur für die wenigsten Kinder.

Angstzustände oder andere psychische

Störungen sind vielmehr Folge

des Bettnässens als Ursache“, erklärt

Maren Schelly. Häufig sind Blasenfunktionsstörungen,

Harnwegsinfektionen,

Erkrankungen der Nieren oder ana-

tomische Anomalien, aber auch neurologische

Störungen die Ursachen

der kindlichen Harn- oder Stuhlinkontinenz.

Des Weiteren gelten ein gestörter

Tag-Nacht-Rhythmus der Harnausscheidung

sowie Schlafstörungen

mit einem verminderten Weckreiz als

ursächlich. Auch Kinder, die unter dem

Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom leiden,

nässen öfter ein als gesunde

Gleichaltrige. Vor allem Erkrankungen

der Nieren, der Harnleiter und Harnröhre,

aber auch Schädigungen des

Rückenmarks oder angeborene Fehlbildungen

und Funktionsstörungen der

Blase können für ein nächtliches Einnässen

(Enuresis) verantwortlich sein.

„Finden wir organische Ursachen,

können wir chirurgisch eingreifen. Bei

funktionellen- oder Reifungsstörungen

sowie psychogenen Ursachen des Einnässens

wird entsprechend eine individuelle

Urotherapie begonnen“, erklärt

Dr. Uwe Hübner, Leiter der kinderchi-

rurgischen Abteilung im Wilhelmstift.

Zunächst erhalten die Kinder und

Jugendlichen dabei ausführliche Informationen

über Aufbau und Funktionsweise

ihrer Blase. Anschließend

protokollieren sie über mehrere Tage

hinweg, was, wie viel und wann sie etwas

getrunken haben. Nasse und trockene

Tage sowie Nächte dokumentieren

sie in einem Blasenkalender.

So wie Clara. Mit speziellen urotherapeutischen

Übungen versuchen die

Ärzte und Therapeuten im Wilhelmstift

das Körper- und Wahrnehmungsgefühl

der Kinder zu stärken. „So erlangen

die Kinder ein besseres Gefühl dafür,

wann sie auf Toilette müssen und

können ihre Blase besser kontrollieren,“

erklärt Maren Schelly. Zusätzlich

wird in einigen Fällen auch eine

medikamentöse Therapie notwendig.

Clara ist auf jeden Fall sehr stolz auf

sich, denn es gibt immer mehr Sonnen

in ihrem Kalender. ar

Selbstheilungskräfte bei

Brustkrebs aktivieren

Entspannungsübungen und Meditation können

den Heilungsprozess begünstigen

iagnose Brustkrebs –

Dund plötzlich bleibt das

Karussell des Alltags stehen.

Die häufigste Krebserkrankung

bei Frauen hat

bis heute wenig von ihrem

Schrecken verloren. Dabei

haben sich die Heilungschancen

und Behandlungsverfahren

in den vergangenen

15 Jahren entscheidend

verbessert: Durch die Behandlung in

zertifizierten Brustzentren, gute interdisziplinäre

Zusammenarbeit und flächendeckendes

Mammographie-Screening.

Doch gerade bei Brustkrebs leiden Körper

und Seele gleichermaßen. „Damit

Frauen sich nach einer Brustkrebsoperation

wieder als Ganzes spüren und den

Schicksalsschlag verarbeiten können,

wollen wir ihnen helfen, ihre Selbstheilungskräfte

zu aktivieren“, sagt Angela

Bernhardt. Als die Oberärztin vor einem

Jahr die Leitung des Standortes HELIOS

Mariahilf Klinik Hamburg im Brustzentrum

Hamburg Süd übernahm, lag ihr das

Angebot an ergänzenden, sogenannten

komplementären, Behandlungskonzepten

besonders am Herzen. Das bislang

einmalige Angebot in Hamburg ist das Ergebnis

neuer Erkenntnisse zur Entspannung

und Meditation im Heilungsprozess.

Die Angebote sind kostenfrei und

Komplementäre Therapien

nach einer Brustkrebsoperation sollen

helfen, den Schicksalsschlag zu verarbeiten

und Selbstheilungskräfte zu aktivieren

Entspannungstechniken: Meditation, Qi

Gong, Hypnose, Yoga, Tai Chi, Atemtraining

oder Massage

Misteltherapie: Verbesserung des Allgemeinbefindens

und der Lebensqualität,

Stimmungsaufhellung, Appetitsteigerung

Enzymtherapie: Beschleunigung der

Wundheilung, Entzündungshemmung

Setzt auf komplementäre

Behandlungen:

Angela Bernhardt

richten sich an alle an Brustkrebs

erkrankten Frauen.

Unter der Leitung einer

erfahrenen Meditationslehrerin

können Patientinnen

und ihre Angehörigen die

heilende Wirkung tiefer

Entspannung in der Meditation

erfahren. „Wir wissen,

dass Anspannungen

und Ängste gelöst werden

und dadurch Blut und Lymphe freier

zirkulieren. Verknüpfungen im Nervensystem

werden wieder aufgebaut und

selbst Gehirnzellen beginnen wieder

zu wachsen, die eventuell durch eine

Chemotherapie geschädigt wurden“,

erklärt Angela Bernhardt. Das Interesse

am Kurs, der mittwochs in der Zeit von

10.00 - 11.30 Uhr stattfindet, ist groß.

Seit 17. Mai 2010 bietet die Klinik

auch Qi Gong an, eine Methode der

Traditionellen Chinesischen Medizin.

Die Heilgymnastik löst muskuläre und

energetische Blockaden. Die Kombination

von Bewegung und Ruhe hilft

bei Schlaflosigkeit, chronischer Müdigkeit

und Nervosität. Qi Gong wird im

Stehen, Sitzen und Gehen praktiziert.

Die Angebote (montags von 10.00 -

11.30 Uhr) sollen Frauen helfen, aus

dem Angstzirkel, in den sie durch die

Krankheit geraten sind, herauszufinden.

Angst, Schmerz und Neuorientierung

stehen auch im Fokus eines Konzepts,

das demnächst startet: Hypnose in

der Krebstherapie. Mit Kontrollverlust

habe dies nichts zu tun, betont Angela

Bernhardt. Die Tiefenentspannung soll

helfen, innerpsychische Konflikte aufzulösen.

Meditation, Qi Gong oder Hypnose

– alle Ansätze haben das gleiche

Ziel: betroffene Frauen darin zu unterstützen,

selbst zu ihrer körperlichen und

seelischen Genesung beizutragen. rb

Medizin & Gesundheit 13

Genug

gebrüllt!

Normalerweise sollten frischgebackene

Eltern vor Glück überströmen,

doch manchmal sind

sie am Ende ihrer Kräfte und der

Verzweiflung nahe. Der Grund:

Ihr Kind brüllt stundenlang, ohne

sich beruhigen zu lassen. Jedes

fünfte Kind in Deutschland ist

nach Schätzung von Experten

ein sogenanntes Schreibaby.

Diese Kinder weinen mindestens

drei Wochen lang an drei

Tagen pro Woche länger als drei

Stunden am Tag, ohne dass die

Eltern sie beruhigen können.

Eltern wissen in diesen Fällen

oft nicht weiter. Hilfe finden die

erschöpften Mütter und Väter in

Einrichtungen wie der Schreibaby-Ambulanz

am Krankenhaus

Elim des Diakonie-Klinikums

Hamburg. In der Schreibaby-Ambulanz

unterstützen Fachkräfte

mit sanften, körperorientierten

Methoden Eltern und ihre Kinder

dabei, die psychischen und

körperlichen Spannungszustände

zu begreifen, eigene Kräfte

und Ressourcen zu entdecken

und so Spannungssituationen zu

lösen. ts


14 Vorsorge

Vorsorge 15

Tabuzone

Darm

Sie ist schmerzlos, wird

von den Kassen bezahlt,

hat eine der höchsten Erfolgsquoten

und ist dennoch

so unbeliebt und

gefürchtet wie kaum eine

andere Früherkennung –

die Darmkrebsvorsorge.

Von REBEccA BERnSTEIn

Experten gehen davon aus, dass

sich durch eine flächendeckende

Früherkennung rund 90 Prozent

aller Darmkrebsfälle vermeiden ließen!

„Die Koloskopie, also die Spiegelung

des Dickdarms, ist das einzige Vorsorgeverfahren,

das Tumore entfernt, bevor

Bösartigkeit entsteht“, betont Dr.

Ulrich Rosien, Leitender Arzt im Funktionsbereich

GEDIT des Israelitischen

Krankenhauses. Grund genug, sollte

man meinen, um umgehend den nächsten

Gastroenterologen aufzusuchen.

Warum nutzt dann nur jeder fünfte

Mann und jede dritte Frau die Vorsorge?

Dr. Ulrich Rosien,

Leitender Arzt im

Funktionsbereich

Gastroenterologische

Diagnostik

und interventionelle

Therapie (GEDIT)

des Israelitischen

Krankenhauses

„Der Darm ist die letzte Tabuzone unseres

Körpers“, sagt Rosien. „Sie können

öffentlich zum Thema Inkontinenz

oder Impotenz informieren, der Darm

ist immer noch eine intime Angelegenheit.“

Gerade bei der Hauptrisikogruppe,

den 55- bis 75-Jährigen, ist die Hemmschwelle

hoch. Das starke Geschlecht

schneidet besonders schwach ab: Männer

sehen ihren Körper oft als Mittel zum

Zweck, der funktionieren soll. Rosien:

Unabhängig

vom Alter:

Vorsorge rettet

Leben

Welcher Vorsorgetyp sind Sie? Machen Sie den Test!

1) Ihr/e Freund/in geht zur Darmkrebsvorsorge.

Gehen Sie mit?

a) nein, ich merke, wenn mit meinem Körper

etwas nicht stimmt. (3)

b) Ich war schon da. (1)

c) Ja, einen Termin habe ich schon. (2)

2) Länger anhaltende Schmerzen können

Anzeichen für eine schwere Krankheit sein.

a) Das stimmt bedingt. Ich beobachte den

Schmerz zunächst. (3)

b) Das stimmt. Bei Schmerzen gehe ich sofort

zum Arzt. (1)

c) Das stimmt nicht. Mit einer guten Schmerztablette

geht alles weg. (3)

3) Ich ernähre mich gesund und verzichte

vor allem abends auf Süßigkeiten & Co.

a) Ab und zu werde ich bei Schokolade

schwach. (2)

b) Zucker und Fett sind von meinem Ernährungsplan

komplett gestrichen. (0)

c) Schokolade und chips sind immer vorrätig,

schließlich weiß ich, was mir gut tut. (3)

4) Blutzucker- und Blutdruckwerte müssen

regelmäßig untersucht werden.

a) nein, das kann ich überprüfen lassen, wenn

ich alt bin. (3)

b) Ja, bei meinem zweijährlichen Gesundheitscheck

werden die Werte kontrolliert. (2)

c) Ja, ich messe die Werte auch zu Hause jede

Woche. (1)

5) Herbst bedeutet Erkältungs- und Grippegefahr.

Was tun Sie vorsorglich?

a) Grippeschutzimpfung, Vitamin c-Tabletten und

Mundschutz sind für mich ein Must have. (0)

b) Ich ernähre mich vitaminreich, gehe in die

Sauna und lasse mich gegen Grippe impfen. (1)

c) nichts. Jeder bekommt doch mal eine Grippe. (3)

ERGEBNIS

Typ A: 0-3 Punkte Vorsorge ist gut, Kontrolle

ist besser!

Ihr Körper und Ihre Gesundheit sind Ihnen sehr

wichtig. Kontrolluntersuchungen lassen Sie

regelmäßig durchführen, Sie neigen aber leicht

zu Hypochondrie. Unser Tipp: Genießen Sie Ihr

Leben, ernähren Sie sich gesund und halten Sie

sich wie gewohnt an den Vorsorgeplan Ihrer

Krankenkasse. Denken Sie aber dran: Auch eine

kleine Sünde kann dem Körper gut tun.

Typ B: 4-10 Punkte Ein guter Mittelweg!

Über die Vorsorgeleistungen Ihrer Krankenkasse

wissen Sie gut Bescheid. ob zahnärztliche Untersuchung

oder Darmspiegelung – Sie schieben

die Termine nicht auf die lange Bank. Sie haben

es geschafft, eine gute Balance zwischen

Prophylaxe und Alltag zu finden. Ihr Körpergefühl

dankt es Ihnen. Machen Sie weiter so!

Typ C: 11 -15 Punkte Vorsicht ist geboten!

Sie gehen leichtsinnig mit Ihrer Gesundheit um.

Vorsorgeuntersuchungen sind keine Pflichttermine,

helfen Ihnen aber mögliche Krankheiten

früh zu erkennen und zu bekämpfen. Schauen

Sie öfter bei Ihrem Hausarzt vorbei und informieren

Sie sich über kostenlose Vorsorgeleistungen.

Ihre Gesundheit wird es Ihnen danken.

Wer vorsorgt, muss nicht zahlen

Vorsorge lohnt sich! Wer sich regelmäßig auf mögliche Krankheiten untersuchen lässt, muss

keine Praxisgebühr zahlen. Bestimmte Vorsorgeuntersuchungen wie die von Krebs oder der

Gesundheits-Check-Up werden von den Krankenkassen übernommen.

Früherkennung von Krebs

Frauen ab 20 Jahre jährliche Genitaluntersuchung zur Früherkennung von

Gebärmutterhalskrebs

Frauen ab 30 Jahre jährliche Brustuntersuchung zur Früherkennung von Brustkrebs

Frauen/Männer ab 35 Jahre zweijährliches Hautkrebsscreening

Männer ab 45 Jahre jährliche Genital- und Prostatauntersuchung zur Früherkennung

von Prostatakrebs

Frauen/Männer ab 50 Jahre jährliche Dickdarm- und Rektumuntersuchung zur Früherkennung

von Darmkrebs

Frauen/Männer ab 55 Jahre Darmspiegelung im Abstand von 10 Jahren oder Test auf

verborgenes Blut im Stuhl zur Früherkennung von Darmkrebs

Frauen zwischen 50 und 70 Jahren Zweijährliches Mammographie-Screening zur Früherkennung

von Brustkrebs

Gesundheits-Check-Up

Frauen/Männer ab 35 Jahre zweijährliche Gesundheitsuntersuchung zur Früherkennung

von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus und

nierenerkrankungen

Schwangerschaftsvorsorge

Schwangere ab Feststellung Betreuung während und nach der Schwangerschaft, Ultra-

der Schwangerschaft

schalldiagnostik, Untersuchung auf Infektionen u.a.

Chlamydien-Screening

Frauen bis 25 Jahre jährliche Untersuchung auf chlamydien

Mehr unter www.bmg.bund.de

Hier finden Betroffene Hilfe

Darmkrebs entwickelt sich aus Polypen,

die zu bösartigen Tumoren entarten. Sie

verursachen erst im späten Krebsstadium

Schmerzen. Zertifizierte Darmzentren wie

das Diakonie-Klinikum Hamburg und Kliniken

mit gastroenterologischem Schwerpunkt

wie das Israelitische Krankenhaus

sind auf die Behandlung von Darmkrebs

spezialisiert. Patienten profitieren von

optimierten Abläufen, die bereits in den

Facharztpraxen beginnen: Kurze Wege, gemeinsame

Konferenzen aller Behandlungspartner,

keine Doppeluntersuchungen.

Auswahl weiterer zertifizierter Darmzentren

in Hamburg:

• Albertinen-Krankenhaus

• Katholisches Marienkrankenhaus

Kliniken mit gastroenterologischem

Schwerpunkt sind unter anderem:

• Bethesda Krankenhaus Bergedorf

• Ev. Amalie Sieveking-Krankenhaus

„Frauen nehmen ihren Körper ernster

und sind durch regelmäßige Besuche

beim Gynäkologen anders sozialisiert.“

„Viele haben aber auch Angst vor der

Darmspiegelung, die noch immer im

Ruf steht, schmerzhaft zu sein“, sagt

Prof. Andreas de

Weerth, Chefarzt

der Klinik für Innere

Medizin, Diakonie-

Klinikum Hamburg

und stellvertretender

Leiter des Hamburger

Darmzentrums

Prof. Andreas de Weerth, chefarzt der

Klinik für Innere Medizin im Diakonie-

Klinikum Hamburg. „Wir setzen heute

jedoch flexible, weiche Untersuchungsgeräte

ein.“ Außerdem hat sich die

sanfte Darmspiegelung durchgesetzt,

bei der die Untersuchung dank einer

Kurzanästhesie völlig schmerzfrei ist.

Vielfach werden Stress oder Zeitmangel

vorgeschoben. „Die Vorstellung,

dass der Mensch rational verarbeitet,

stimmt nicht. natürlich hat man Angst

vor dem Ergebnis, einer möglichen

Krebs-Diagnose“, sagt de Weerth. Doch

auch denjenigen, die eine Vorsorgeuntersuchung

bereits lange vor sich herschieben,

rät der Experte: „Vereinbaren

Sie einen Termin in einer gastroenterologischen

Fachpraxis. Der Qualitätsstandard

in Hamburg ist extrem hoch.“ •


Hamburg im Herzen

Gerald Asamoah ist nicht nur wegen seiner engagierten Spielweise als

Stürmer des 1. FC St. Pauli beliebt. Genauso leidenschaftlich setzt sich der

sympathische Neu-Hamburger für herzkranke Kinder ein.

DAS GESPRäCH FüHRTE: SEBASTIAN FINGER

Herr Asamoah, Sie sind seit Ende

Juni in Hamburg. Haben Sie sich

schon gut an der Alster und Elbe

eingelebt?

Im Moment gibt es kaum Zeit, die

Stadt zu erleben und zu genießen. Wir

sind entweder im Trainingslager oder

stehen auf dem Platz an der Kollaustraße.

Ich unterhalte aber zum Beispiel

mein Café „C’Asia“ in der Speicherstadt.

Ein wenig kenne ich mich also

schon in Hamburg aus. Und wie schön

die Stadt ist, muss ich wohl nicht noch

einmal betonen (schmunzelt).

Sie waren zweimal DFB-Pokalsieger

und haben 43 Länderspiele bestritten.

Jetzt stehen Sie beim Bundesligaaufsteiger

St. Pauli unter Vertrag.

Was gab den Ausschlag für

den Wechsel?

Ich habe immer gesagt, dass ich bei

einem Wechsel nur zu einem Verein

gehen möchte, mit dem ich mich mindestens

genau so identifizieren kann,

wie mit Schalke 04. Deswegen wollte

ich auch, dass der Wechsel zum FC

St. Pauli so früh wie möglich perfekt

gemacht wird. Die Leute sollen sehen,

dass es mir ernst ist. Und auch die Fans

haben sicherlich einen Teil dazu beigetragen

(lacht). Die Sprechchöre beim

Testspiel im Januar haben mich erst

überrascht und dann tierisch gefreut.

Sie gelten als St. Paulis neuer Star.

Tragen Sie dadurch eine besondere

Verantwortung?

Als Star fühle ich mich nicht. Die

Mannschaft hat in den letzten Jahren

Erfolge gefeiert, weil eine absolute

Geschlossenheit im Team herrscht.

Die Stimmung bei den Einheiten und

in der Kabine ist unglaublich positiv.

Auch ich werde mich unseren Zielen

zu 100 Prozent unterordnen.

Unser Magazin trägt den Titel „gute

besserung“, da es vor allem in Arztpraxen

ausliegt. Als Fußballprofi

sind Sie selbstverständlich schon

häufig mit Verletzungen und damit

Arztbesuchen konfrontiert gewesen.

Abgesehen von einer guten

medizinischen Betreuung – was ist

aus Ihrer Sicht das Wichtigste, um

nach einer Krankheit schnell wieder

auf die Beine zu kommen?

Der Rückhalt in meiner Familie hat mir

bei Verletzungen immer sehr geholfen.

Man muss sich mit der Situation abfinden

und für seine Genesung kämpfen.

Da ist ein starker Charakter und Hilfe

aus dem engsten Kreis um sich selbst

herum gefragt.

Fußball lebt von Emotionen und Leidenschaft

– insbesondere Derbys wie

das zwischen St. Pauli und dem HSV.

Wie schaffen Sie es bei diesen Duellen,

die vorhandene Anspannung in

positive Energie umzuwandeln?

Vor solch hochemotionalen Spielen bin

ich sehr fokussiert. Das fängt schon

lange vor dem Anpfiff an. Vor 20.000,

40.000 oder sogar 80.000 Menschen

aufzulaufen ist eine der schönsten Erfahrungen,

die ich machen konnte.

Als Sie 19 waren, wurde bei Ihnen

ein Herzfehler diagnostiziert. Woher

haben Sie das Vertrauen genommen,

dennoch Profifußball zu spielen?

Ich bin ein sehr gläubiger Mensch und

habe in der schweren Zeit aus meinem

Glauben viel Kraft schöpfen können.

Ihre Stiftung widmet sich herzkranken

Kindern. Was war Ihre Motivation,

die Stiftung zu gründen?

Die Gerald-Asamoah-Stiftung

Gerald Asamoah leidet unter einem angeborenen Herzfehler. 1998

hätte ihn dieser beinahe sein Leben gekostet, als er nach einem Spiel

zusammenbrach. Dank medizinischer Behandlungen konnte er jedoch

weiter Profifußball spielen und stieg bis zum 43-fachen deutschen

Nationalspieler auf. Dennoch war dieser Schicksalsschlag für Asamoah

ein Zeichen, so dass er 2007 seine Stiftung für herzkranke Kinder gründete. Damit unterstützt

der gebürtige Ghanaer zahlreiche Projekte, insbesondere in Afrika. Ein langfristiges Ziel: die

Gründung eines eigenen Herzzentrums zur Behandlung herzkranker Kinder in Ghanas Hauptstadt

Accra. Weitere Infos und Spendenmöglichkeiten: www.gerald-asamoah-stiftung.de

Titelthema Herz 17

Leistungssport und Herzfehler

„Auch mit einem Herzfehler kann

Hochleistungssport getrieben werden.

Eine kardiologische Betreuung

ist jedoch immer erforderlich. Unter

Herzfehler fallen Erkrankungen des

Muskelgewebes, des elektrischen

Leitungssystems, der Herzklappen

und der Herzkranzgefäße. Von der

Diagnose hängt ab, inwieweit Sport

empfohlen wird. Vor Aufnahme eines

Sports ist immer eine körperliche

Untersuchung und ein Ruhe-EKG

notwendig. Eventuell erfolgt dann

eine Echokardiographie, gegebenenfalls

ergänzt durch eine kardiale

Magnetresonanztomographie“, so

Prof. Dr. Andreas van de Loo, Chefarzt

Zentrum Innere Medizin und Leitung

des Zentrums für Präventivmedizin

am Kath. Marienkrankenhaus.

Nachdem bei mir ein Herzfehler festgestellt

wurde, wurde mir klar, dass

ich in meiner privilegierten Stellung

etwas tun muss. Kinder sollten nicht

ihr Leben lang unter Herzfehlern leiden

müssen. Ich versuche, ein klein wenig

von dem zurückzugeben, was ich bekommen

habe, und so zu helfen.

Welche Ziele verfolgen Sie mit der

Stiftung?

Etwa jedes hundertste Kind ist von einer

Fehlbildung im Herzen betroffen.

Diesen Menschen wollen wir helfen.

In Deutschland ist die medizinische

Versorgung sehr gut ausgeprägt,

weswegen wir auch in Afrika Projekte

anschieben und fördern, um dort das

Risiko der Kinder mit einem Herzfehler

zu verringern. Mein ganz persönlicher

Wunsch ist es, langfristig in meiner

Heimatstadt Accra in Ghana ein Kinderherzzentrum

zu gründen.

Abschließend eine Frage, die sicherlich

alle Hamburger interessiert:

welchen Platz belegt St. Pauli

am Saisonende und wo landen die

Rothosen vom HSV?

Der HSV hat ein Team mit großer individueller

Klasse. Das Team wird sicherlich

um die Europapokal-Plätze mitspielen.

Wir wollen mit St. Pauli so schnell

wie möglich die 40-Punkte-Grenze

erreichen. Alles, was darüber hinaus

passiert, wäre ein Bonus für uns. •


18 Demenz

Doch wie mag es in dieser Situation

erst einem Patienten gehen,

der an einer Demenz leidet?

Dessen Langzeitgedächtnis und Erinnerungsvermögen

schwindet, und der

ohnehin Schwierigkeiten hat, sich in seiner

Umwelt zurechtzufinden? Die Akutbehandlung

im Krankenhaus beispielsweise

bei einem Knochenbruch ist für

viele Demenzpatienten unerträglich:

fremde Menschen und Räume oder ungewohnte

Tagesabläufe wirken beängstigend.

Der Klinikaufenthalt entwickelt

sich für demenziell Erkrankte häufig zur

Krisensituation, die die Symptomatik

gravierend verschlimmern kann.

Am Evangelischen Krankenhaus Alsterdorf

gibt es demnächst eine eigene

Akutstation für Patienten mit Demenz.

„Das Krankenhaus muss sich dem

Patienten anpassen, nicht der Demenzkranke

dem Klinikalltag“, erläutert

Chefarzt Dr. Georg Poppele den

wissenschaftlich begleiteten Modellversuch.

Die Station verfügt unter

anderem über klar strukturierte Räume,

in denen man sich rasch zurechtfindet.

Auch eigene Möbel können

Krankenhausaufenthalte

wirken auf

Demenzpatienten

oft

beängstigend Diabetes

„Wir müssen uns dem

Patienten anpassen“

Jeder zweite Deutsche fürchtet sich vor einem stationären Aufenthalt im

Krankenhaus. Nach einer aktuellen Forsa-Umfrage bereitet 54 Prozent der

Befragten der Gedanke an einen Klinikaufenthalt Sorge. Auch wenn Ärzte

und Pflegepersonal vom letzten Aufenthalt das volle Vertrauen genießen,

bleibt oft ein mulmiges Gefühl vor der ungewohnten Umgebung.

VON NICOLE BONGARD

mitgenommen werden, um eine vertraute

Umgebung zu schaffen. Eigens

geschulte Patientenassistenten nehmen

die Patienten sprichwörtlich „an

die Hand“. Zusätzlich sorgt die enge

und frühzeitige Einbindung der Angehörigen

in die stationäre Akutbehandlung

für optimale Behandlungsprozesse,

die sich an den individuellen

Bedürfnissen der Demenzpatienten

orientieren. Unter anderem verfügen

auch das Albertinen-Haus und das

Diakonie-Klinikum Hamburg über eine

Akutstation für Demenzpatienten. •

heilen

mit dem Skalpell?

Fettleibige Menschen leiden – oft auch an Diabetes.

Eine Operation kann ihnen helfen.

iäten, Rückschläge und zum

DSchluss die Kapitulation. So beschreibt

Anne Driesch (43) die letzten

acht Jahre, in denen sie versuchte,

dem langjährigen Raubbau an ihrem

Körper entgegenzutreten. Mit einem

Body Mass Index (BMI) von 43 gehörte

sie zu den adipösen Patienten

und litt bereits unter einer schweren

Folgeerkrankung: Diabetes.

Hilfe fand sie im Diakonie-Klinikum

Hamburg, das am Standort Alten Eichen

das „Kompetenzzentrum für Adipositas-

und Metabolische Chirurgie“

betreibt. Eines der ersten zertifizierten

Die Magen-Bypass-OP

mit Dünndarm

verbundener

Magenteil

stillgelegter

Magen

Die Bettwäsche muss gewechselt

werden, während nebenan das Kind

weint. Die Gelenke schmerzen durch

das tägliche Heben des Patienten.

Wenn Mutter, Vater oder Großeltern

selbst gepflegt werden, stoßen Angehörige

oft an ihre Grenzen. Pflegekurse

bieten hier Unterstützung. Zu

Zentren in Deutschland

– Voraussetzung für die

Kostenübernahme der

Krankenkassen.

„Adipositas ist der

Fachausdruck für starkes

Übergewicht mit einem

BMI über 30“, erklärt

Dr. Beate Herbig, Leiterin

des Zentrums. Vor 13

Jahren begann die Chirurgin,

schwerst übergewichtige

Menschen

durch Operationen zu

behandeln.

Mehreren hundert Patienten

hat sie bislang

Menschen mit

einem BMI von

über 30 gelten als

fettleibig

geholfen, 50 bis 70 Prozent ihres

Übergewichts zu reduzieren. Folgeerkrankungen

der Adipositas wie Bluthochdruck,

Gelenkschmerzen, Depressionen

und Diabetes erschweren

den Alltag und vermindern die Lebenserwartung

betroffener Menschen.

Wenn Patienten nachweisen, dass

sie ernsthaft, aber erfolglos versucht

haben abzunehmen, kommt eine Operation

in Frage. Neben dem Gewichtsverlust

ist besonders eindrucksvoll,

dass 80 Prozent der betroffenen Dia-

Überlastet und ausgelaugt

Kurse für pflegende Angehörige

den Kursinhalten gehören zum Beispiel:

rückenschonendes Arbeiten, Umgang

mit Inkontinenz sowie finanzielle

und rechtliche Fragen der Angehörigenpflege.

Die zumeist kostenfreien Kurse werden

unter anderem in folgenden Hamburger

Krankenhäusern angeboten:

Medizin & Gesundheit 19

betiker nach kurzer Zeit kein Insulin

mehr benötigen. Dieser Effekt überzeugt

besonders beim Magen-Bypass.

Verschiedene Operationen stehen

heute zur differenzierten Auswahl und

werden in der Regel minimal-invasiv

durchgeführt. Auch nach dem Eingriff

stehen die Experten zur Verfügung.

Denn erst das Erlernen richtigen Essverhaltens

und Bewegung runden den

Erfolg der Operation ab. Dabei helfen

Ernährungsberatung, Seminare sowie

Sport- und Selbsthilfegruppen. nb

• Albertinen-Haus

• Bethesda Krankenhaus Bergedorf

• Ev. Krankenhaus Alsterdorf

• Ev. Amalie Sieveking-Krankenhaus

• Israelitisches Krankenhaus

• Katholisches Marienkrankenhaus

• Wilhelmsburger Krankenhaus Groß-

Sand


20 Venenleiden

Ernährung 21

Volkskrankheit

Krampfadern

Ihre Füße sind oft geschwollen? Sie

plagen Wadenkrämpfe und Ihre

Beine fühlen sich häufiger bleischwer

an? Dann könnten das Anzeichen

für ein Venenleiden sein.

Von thorsten simon

Auch feine rote Äderchen unter der haut, sogenannte

Besenreiser, sind mögliche Vorboten späterer

Krampfadern. „Chronische Venenleiden sind heute

eine Volkskrankheit. Jeder sechste mann und jede fünfte

Frau in Deutschland ist davon betroffen“, berichtet Dr.

Tagesfahrten 2010

13.10.2010

Schlachtessen

Euro 31,- inkl. Mittag

26.10.2010

Karpfenessen

Euro 32,- inkl. Mittag

10.11.2010

Mehlbeutelessen

Euro 31,- inkl. Mittag

25.11.2010

Gänsebratenessen

Euro 32,- inkl. Mittag

THIES Bustouristik

Georgswerder Bogen 4

21109 Hamburg

Telefon: 040 | 754 00 66

Telefax: 040 | 750 90 50

Internet: www.thiesreisen.de

E-Mail: info@thiesreisen.de

15.12.2010

Forellen- / Karpfenessen

Euro 32,- inkl. Mittag

22.12.2010

Weihnachtsfahrt

Euro 32,- inkl. Mittag

18.01.2011

Winterfahrt

Euro 31,- inkl. Mittag

02.02.2011

Schleswig-Holstein-

Rundfahrt

Euro 31,- inkl. Mittag

Anzeige

Alle Fahrten werden von Frau Thies begleitet. Weitere Informationen

zu den Tagesfahrten erhalten Sie unter 040 - 754 00 66.

Tages-, Kurz- & Urlaubsreisen | Studienreisen | Klassenfahrten

Stadtrundfahrten | Flughafentransfer | Linienverkehr | Shuttle-

& Event-Service | Betriebs- & Vereinsausflüge

Ihr kompetenter partner

für BustourIstIk seIt 1928

harald salzbrunn, Chefarzt der Venen- und Dermatochirurgie

am Krankenhaus tabea, das neben dem Zentrum für orthopädische

Chirurgie (ZoC) auch norddeutschlands größtes

Zentrum für Venen- und Dermatochirurgie ist.

Besenreiser sind nicht hübsch, aber harmlos. Allerdings

können sich aus ihnen mit der Zeit dicke Krampfadern entwickeln.

Beide Formen des Venenleidens treten auf, weil die Venenklappen,

die beim transport des Bluts zum herzen einen

rückfluss in die Beine verhindern, nicht mehr richtig arbeiten.

hauptverantwortlich für Besenreiser und Krampfadern

ist eine angeborene Bindegewebsschwäche, aber auch zu

wenig Bewegung oder Übergewicht kann die Ursache sein.

Wenn sie Anzeichen für ein Venenleiden bei sich feststellen,

lassen sie sich am besten vom Arzt untersuchen.

Denn als Folge von Krampfadern kann es zu Blutgerinnseln

kommen, die die Venen verstopfen. Die therapie hängt

davon ab, in welcher Zahl und stärke die Venen betroffen

sind, und sollte auf jeden Fall von einem Facharzt durchgeführt

werden. „Bei Besenreisern hilft Lasern oder Veröden,

während bei Krampfadern eine Behandlung mit Laser- und

radiowellen oder das Venenstripping, bei dem die Venen

durch einen chirurgischen eingriff entfernt werden, zur Anwendung

kommt“, so Dr. salzbrunn. Vorbeugen kann man

Krampfadern durch Ausdauersportarten wie schwimmen,

Wandern oder Walken – sie sind eine ideale Gymnastik für

die Adern. •

Schwere Beine ade

Jeder sechste Mann und jede

fünfte Frau in Deutschland

leidet unter einem chronischen

Venenleiden. Hilfe finden

Betroffene u.a. in folgenden

Hamburger Krankenhäusern:

Anzeichen von

Venenleiden

sollten ärztlich

untersucht

werden

• Facharztklinik Hamburg

• Katholisches Marienkrankenhaus

• Krankenhaus Jerusalem

• Krankenhaus Tabea

Querbeet: rezepte mit

Gemüseklassikern

Mangold, Steckrübe, Pastinaken – in Großmutters Küche stand regionales

Saisongemüse täglich auf dem Speiseplan. Doch auch in Zeiten von Mikrowellen

und Tiefkühlpizza sind diese Gemüsesorten kein „alter Hut“. Auch wenn nicht

jeder wie Oma einen eigenen Gemüsegarten hat – die Zutaten für folgende

Rezepte sind frisch auf jedem Wochenmarkt erhältlich.

Mit dem hohen Anteil an Kohlenhydraten

und Eiweiß ist die

Pastinake ein gesunder Sattmacher.

Auch der Vitamin- und

Mineralstoffgehalt der Wurzel

kann sich sehen lassen.

Schlankmacher: Aufgrund ihres

hohen Wasseranteils ist die

Steckrübe überaus kalorienarm.

Der enthaltene Traubenzucker

sorgt zudem für Energie und

Konzentration.

Vor allem der hohe Vitamin

C-Gehalt des mit dem Spinat

verwandten Blattgemüses sorgt

für körperliche und geistige

Frische. Unsere Vorfahren nutzten

Mangold als Heilpflanze – etwa

bei Bronchitis, Nervosität oder

Darmproblemen.

Pastinaken-Lauch-Gemüse mit Käsekruste

Für 2 Personen

1 kg Pastinaken

50 g Butter

350 g Lauch (die weißen Teile)

80 ml Weißwein

270 ml Sahne

Salz, Pfeffer (frisch gemahlen)

2-3 Zweiglein Thymian

100 g Parmesan

Steckrüben-Curry-Suppe

Für 2 Personen

800 g Steckrüben

2 Knoblauchzehen

2 cm frischer Ingwer

2 TL Currypulver

400 ml Kokosmilch ungesüßt

2 TL Zitronensaft

2 EL Korianderblättchen

Schweinefilets in Mangold

Für 2 Personen

2 Schweinefilets

4 gr. Blätter Mangold

120 g Schwarzbrot ohne Rinde

4 EL Öl

1 Msp Gewürznelken gemahlen

1 Msp Zimt

½ Teelöffel Zucker

2 EL Butter

Salz, Pfeffer

Zubereitung

Pastinaken schälen, längs vierteln

und in Stücke schneiden. Butter

im Topf zerlassen, darin die

Pastinaken 10 Minuten dünsten.

Inzwischen den Lauch putzen,

waschen und in Ringe schneiden.

Zu den Pastinaken geben und kurz

mitdünsten, mit Weißwein ablöschen.

Alles aufkochen, die

Zubereitung

Steckrüben schälen und in ca. 2 cm

große Würfel schneiden. Mit fein

gehacktem Knoblauch und Ingwer

in Öl andünsten. Curry darüber

stäuben und die Brühe dazu

gießen. Zugedeckt ca. 25 Minuten

köcheln lassen, bis die Steckrüben

Zubereitung

Schweinefilets mit Salz und Pfeffer

würzen und kurz in Öl anbraten.

Abkühlen lassen. Mangold

waschen und in kochendem

Essigwasser kurz aufwallen lassen.

Kalt abschrecken und mit einem

Leinentuch trocken tupfen. Zerkrümeltes

Schwarzbrot durch ein

Sieb streichen, mit den Gewürzen

mischen und die flüssige

Sahne zugießen und köcheln

lassen, bis die Pastinaken weich

sind. Thymianblättchen zugeben,

mit Salz und Pfeffer würzen. Alles

in eine Auflaufform geben, mit

Parmesan bestreuen und im vorgeheizten

Backofen bei 220° C

15-20 Minuten backen.

weich sind. Anschließend die

Suppe pürieren und die Kokosmilch

und den Zitronensaft

zufügen. Aufkochen, abschmecken,

mit Koriander bestreuen.

Butter unterrühren, so dass Streusel

entstehen. Mangold ausbreiten

und die Streusel darüber geben.

Schweinefilets darauf legen und

in die Blätter hüllen. Alles kurz

anbraten und im vorgeheizten

Backofen bei 100°C ca. 8-10 Minuten

weitergaren. Aus dem Ofen

nehmen und 5 Minuten ruhen

lassen.


22 Schulterschmerzen

Dreh- und Angelpunkt des Lebens

Ob junger Tennisspieler mit Überlastungsschäden oder Rentner mit Verschleißerscheinungen:

Rund zwei Millionen Deutsche leiden unter starken, anhaltenden

Schulterschmerzen.

Von sebAstiAn finger

Als beweglichstes gelenk des

menschlichen Körpers ist die

schulter nicht nur Dreh- und

Angelpunkt vieler Lebensbereiche,

sondern auch äußerst sensibel“, erklärt

der Hamburger schulterexperte

Dr. ralf theermann. Zu den häufigsten

Krankheiten, die Dr. theermann im

Hamburger schulterzentrum an der

facharztklinik Hamburg in eppendorf

behandelt, gehören schulterengpass,

Tipps bei Schulterschmerzen

Bei Schulterschmerzen keine

Schonhaltung einnehmen,

Schultern nach hinten drücken

und Brust nach vorn

schieben. Trotz Schmerzen

den Arm normal, aber nicht

übermäßig benutzen.

Nachts den Arm in Abspreizhaltung

lagern, gegebenenfalls

Kissen zwischen

Oberarm und Brustkorb

schieben.

Zur Schmerzlinderung

wiederkehrende Kälte- oder

Kalkschulter, schultersteife, rotatorenmanschettenriss,schulterinstabilität

und schultergelenksarthrose.

Die Ursachen für die chronischen

schulterschmerzen sind ebenso

vielfältig wie deren symptome. bei

Überkopf-sportlern wie tennisspielern

liegt häufig ein Unfall mit einer

Verletzung der inneren organe vor.

„ebenso ursächlich kann auch eine

lange ruhigstellung, ein Verschleiß

Wärmeanwendung. Leichte

Kühlung bei akuten Schulterschmerzen,

Wärme bei

chronischen Schulterschmerzen.

Zu empfehlen: Wassergymnastik

im Thermal- oder

Solebad.

Für Schulterschmerzen

stehen heutzutage

vielfältige

Behandlungsmöglichkeiten

zur Verfügung

oder eine entzündung als folgeproblematik

einer rheumatischen erkrankung

sein“, ergänzt Dr. Andreas betthäuser

vom schulter-Zentrum am evangelischen

Krankenhaus Alsterdorf.

in den vergangenen Jahren haben

sich die behandlungsmöglichkeiten auf

dem gebiet der schultererkrankungen

stark verbessert. Abhängig vom Krankheitsbild

können sowohl konservative

Methoden wie die stoßwellentherapie

als auch minimal-invasive techniken

(„schlüssellochtechnik“), offen-chirurgische

Verfahren oder die implantationen

von gelenkprothesen helfen. „in

den meisten fällen kann nach einem

eingriff die normale Lebensqualität ohne

Mobilitätsverringerung und schmerzen

wiedererlangt werden“, macht Dr. ralf

theermann den betroffenen Mut. •

SUDOKU

Und so geht’s:

Das Ziel von sudoku besteht darin, alle 81

Zahlenfelder korrekt mit den Zahlen 1 bis 9

auszufüllen. Dabei darf und muss jede Zahl

(1-9) pro 3x3er block nur einmal vorkommen.

Zusätzlich muss jede Zahl pro reihe

und pro spalte einmal vorkommen.

Zur orientierung sind im spielfeld bereits

einige felder mit verschiedenen Zahlen zwischen

1 und 9 vorgegeben. Die restlichen

freien Kästchen

Auflösung:

sind dann nach

obigen regeln

zu errätseln.

9

5

7

1

8

6

2

4

3

3

2

6

4

9

5

8

7

1

4

1

8

3

7

2

5

6

9

5

9

2

7

4

1

6

3

8

6

3

4

2

5

8

9

1

7

8

7

1

6

3

9

4

2

5

7

4

9

5

6

3

1

8

2

1

6

5

8

2

7

3

9

4

2

8

3

9

1

4

7

5

6

Viel Spaß!

5

9

2

9

7

8

5

1

Rätselspaß 23

Schärfen Sie Ihr Gehör

bei Hamburgs modernem Hörakustiker.

Sie Fragen häufiger nach, haben manchmal das Gefühl nicht optimal zu verstehen oder Sie

benötigen neue Hörsysteme? Dann besuchen Sie uns in unseren OTON Fachgeschäften.

Wir informieren Sie gerne zu allen wichtigen Themen rund ums Gute Hören. Testen Sie bei uns

unverbindlich die neusten Hörsysteme in allen Preisklassen. Erleben Sie, wie leistungsfähig

moderne Hörsysteme sind. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

OTON Die Hörakustiker GmbH www.oton-hoerakustik.de

Mundsburger Damm 59 | 22087 Hamburg | Tel. 040-329 085 51 | Mo.-Fr. 9– 18 Uhr | Sa. 10 – 14 Uhr

Langenhorner Markt 16 | 22415 Hamburg | Tel. 040-530 047 70 | Mo.-Fr. 9:30 – 18:30 Uhr | Sa. 10 – 14 Uhr

2

8

6

7

6

1

8

1

8

3

3

6

1

4

2

9

5

9

6

5

2

7

3

8

1

1

8

3

4

6

1

5

Anzeige


24 Medizin & Gesundheit

Noch Fragen?

Die Unabhängige PatientenberatungDeutschland

(UPD) bietet

Patienten kompetente

und kostenfreie Hilfe.

Ein Interview mit UPD-

Beraterin Dr. med. Christine Klemm.

Wie sieht eine typische Anfrage an

Sie aus?

In den 22 UPD-Beratungsstellen

bundesweit werden sozialrechtliche,

gesundheitlich-medizinische und

psychosoziale Fragen beantwortet.

Typische Themen sind: „Warum

zahlt meine Krankenkasse die vom

Arzt vorgeschlagene Untersuchung

nicht?“ oder „Meine Reha wurde

abgelehnt. Was kann ich tun?“

Wie viele Hamburger nutzen Ihr

Angebot?

Bundesweit hat die UPD in den

letzten vier Jahren gut 200.000 Beratungen

durchgeführt – in Hamburg

seit 2007 rund 9.000. Die Nachfrage

steigt. Erfahren die Patienten

vom Beratungsangebot, greifen sie

entweder gleich zum Telefon oder

hängen sich die Telefonnummer an

die Pinnwand – für alle Fälle!

Der Spitzenverband der Gesetzlichen

Krankenversicherung fördert

die UPD seit 2006. Die Finanzierung

über 2010 hinaus ist ungewiss.

Dies wird aktuell vom Gesetzgeber

geregelt. Dabei geht es um die langfristige

Finanzierung der gesetzlich

festgelegten Förderung von Einrichtungen

der Verbraucher- und Patientenberatung.

Wir hoffen, dass unsere

Aufbauarbeit nicht umsonst gewesen

ist und dass wir auch weiter Rat-

suchende beraten können!

Weitere Informationen:

www.upd-hamburg.de

040 – 51 31 57 95

OP ohne

Fremd-

material

„Hernia inguinalis“:

Rund 230.000 Leistenbrüche

werden pro Jahr in Deutschland

operativ behandelt.

auptsächlich Männer sind von

Hder „Hernia inguinalis“ betroffen.

Rund 230.000 mal jährlich kommt es

deshalb in Deutschland zu einem operativen

Eingriff. Und bei dem wollen

deutsche Wissenschaftler aus Freiburg

zukünftig mit gezüchteten Zellen

aktiv werden, die sie in einem Bioreaktor

produzieren.

Generell verfügen Ärzte bei Leistenbruch

inzwischen über einige bewährte

Operationsmöglichkeiten. Eine davon

ist der spannungsfreie Bruchlückenverschluss,

der auch am Hernienzentrum

des Wilhelmsburger Krankenhauses

Groß-Sand durchgeführt wird. Der

Chirurg nimmt ihn sowohl offen per

Leistenschnitt als auch endoskopisch

über kleine Einstiche unter Sicht einer

Kamera vor. Über beide Zugangswege

erreicht er dann mit einem eingepflanzten

Kunststoffgitternetz die Stabilität

Nicht nur Sportler betroffen

Der Leistenbruch betrifft alle Alters-

gruppen und zählt zu den am

häufigsten operierten Krankheiten.

In Hamburg sind unter anderem

folgende Kliniken auf die „Hernia

inguinalis“ spezialisiert:

in der Bruchregion. „Die Netze sind in

immer dünnerer Fadenstärke erhältlich

und bestehen somit aus immer weniger

Fremdmaterial“, sagt Chefarzt Dr.

Wolfgang Reinpold. „Das heißt, sie sind

im Allgemeinen gut verträglich.“

Statt mit diesem künstlichen wollen

die Freiburger Wissenschaftler die Lücke

der Bauchwand nun mit natürlich

gezüchtetem Gewebe schließen. Dafür

werden Zellen im Bioreaktor auf speziellen

Netzen kultiviert und anschließend

in die Bauchdecke transplantiert.

Die neuen Netze lösen sich später im

Körper allmählich auf. Der Vorteil für

den Patienten: Im Körper verbleibt

nach einer OP kein störendes Fremdmaterial.

Über einen geeigneten Stoff

für die Matrix und über den kleinen Reaktor

verfügen die Forscher bereits, in

der Anwendung befinden sie sich aber

noch in der Versuchsphase. dm

• Hanse-Hernienzentrum Bergedorf

• Katholisches Marienkrankenhaus

• Krankenhaus Reinbek St. Adolf-

Stift

• Wilhelmsburger Krankenhaus

Groß-Sand

in künstliches Hüftgelenk ist jedoch nicht immer unproble-

Ematisch. Manchmal lockert es sich oder wird beschädigt.

Dann ist eine sogenannte Wechsel-Operation fällig. Hauptgrund:

Auch künstliche Gelenke unterliegen Verschleißerscheinungen.

„Der häufigste Anlass für eine Wechsel-

Operation ist die Lockerung des Gelenks“, erläutert Prof.

Thorsten Gehrke, Ärztlicher Direktor der ENDO-Klinik Hamburg.

Dazu kommt es, wenn sich

die Verbindung zwischen Knochen

und künstlichem Gelenkteil löst.

Der Abrieb kann dazu führen, dass

ein Austausch nötig wird. Weitere

Ursachen: Infektionen und

Unfälle, wie zum Beispiel Brüche.

Gehrke: „Infektionen sind jedoch

relativ selten. Sie können kurzoder

mittelfristig auftauchen, also

Thorsten Gehrke, Ärztlicher

Direktor der ENDO-

Klinik Hamburg

direkt nach der OP oder erst ein

Jahr später.“ Während der Patient

Brüche und Infektionen durch die

Schmerzen direkt bemerkt, kann

es bei Lockerungen und Abrieb geschehen, dass zunächst

keine Beschwerden auftreten. „Regelmäßige Kontrollen

sind deshalb sehr wichtig“, empfiehlt Gehrke.

Ist dennoch eine Wechsel-OP notwendig, müssen zumeist

Teilkomponenten des Gelenkersatzes beziehungsweise

der Hüftschaft oder die Hüftpfanne ausgetauscht werden.

Schwierig ist ein Wechseleingriff vor allem dann, wenn

es bereits zu einer bakteriellen Infektion des künstlichen

Gelenks (periprothetische

Infektion) gekommen ist.

Dann ist ein sofortiger Wechsel

der Prothese erforderlich.

Die ENDO-Klinik, die über

5.000 künstliche Gelenke

pro Jahr einsetzt, bietet hier

den sogenannten einzeitigen

Wechsel an. Während einer

einzigen OP wird in diesem

Verfahren das infizierte Gelenk

und Gewebe entfernt

und gleichzeitig ein neues

Gelenk implantiert. Der Ein-

Hansa-Taxi und Hamburg

eine gute Verbindung

Gelenkersatz 25

Zurück in ein bewegtes Leben

Ein künstlicher Gelenkersatz verspricht neue Lebensqualität. In Deutschland

werden pro Jahr knapp 200.000 Hüftgelenke implantiert. 95 Prozent dieser

Endoprothesen sind auch nach zehn Jahren funktionstüchtig.

VON SEBASTIAN FINGER

Eine Endoprothese

ist

der Ersatz

eines geschädigten

Gelenks

durch ein

Kunstgelenk

Schmerzende Gelenke?

Hüftgelenk, Schulter, Knie oder

Sprunggelenk: Ein künstlicher

Gelenkersatz kann selbst für

ältere Patienten Beweglichkeit

wiederherstellen. Zu den Hamburger

Kliniken, die sich auf

die Endoprothetik spezialisiert

haben, zählen unter anderem:

• Albertinen-Krankenhaus

• Bethesda Krankenhaus

Bergedorf

• ENDO-Klinik Hamburg

• Ev. Amalie Sieveking-

Krankenhaus

• Ev. Krankenhaus Alsterdorf

• Kath. Marienkrankenhaus

satz von antibiotikahaltigem Knochenzement beseitigt die

Infektion, so dass Patienten die gewohnte Mobilität und Lebensqualität

wiedererlangen. Mit 350 Eingriffen pro Jahr ist

die ENDO-Klinik das größten Zentrum für periprothetische

Infektionen. •

Hansa-Taxi

Hamburg

Bestellen Sie Ihr Hansa-Taxi

- per Telefon 040 - 211211

- via Internet taxi211211.de

Krankenfahrten per Verrechnung

Wir übernehmen z.B. bei regelmäßigen

Taxifahrten zu ambulanten Behandlungen

die Verrechnung mit Ihrer Krankenkasse.

Mehr Informationen erhalten Sie unter:

tel 040 - 211 195-0

www taxi211211.de

Anzeige

hansa_taxi_gb_83x118.indd 1 12.08.2010 18:12:50


26 News

Premiere:

Entfernung der

Gebärmutter durch

den Bauchnabel

Im Ev. Amalie Sieveking-Krankenhaus

wurde Mitte Juli erstmals

in Hamburg eine Gebärmutter

durch den Bauchnabel entfernt. Dr.

Wolfram Czopnik und Dr. Thomas

E. Langwieler führten dabei im Verfahren

des sogenannten Transumbilikalen

Single Port Access spezielle

Instrumente und eine Kamera durch

lediglich einen Schnitt innerhalb

des Nabels in die Bauchhöhle ein.

Bislang waren dafür drei bis vier

Schnitte nötig. Die Vorteile: keine

sichtbaren Narben, schnellere Heilung

und geringeres Infektionsrisiko.

Chili – scharf

aber gesund

Der scharfe Inhaltsstoff Capsaicin

kann bei regelmäßigem Verzehr von

Chili den Blutdruck senken, so die

Erkenntnis chinesischer Wissenschaftler

der Universität Chongqing.

Der Scharfmacher wirkt entspannend

auf die Innenwände der

Blutgefäße. Im Nordosten Chinas

leiden 20 Prozent der Menschen an

hohem Blutdruck. Im Südwesten,

wo viel Chili verzehrt wird, sind es

nur zehn bis 14 Prozent.

Einsamkeit

macht krank

Zu diesem Ergebnis kamen 148

Langzeitstudien mit mehr als

300.000 Probanden. Bei Menschen,

die keine sozialen Kontakte

haben, ist das vorzeitige Sterberisiko

um 50 Prozent erhöht. Einsamkeit

ist damit ein ebenso großes

Gesundheitsrisiko wie Rauchen

oder Übergewicht, teilten Forscher

der Brigham Young University im

US-Bundesstaat Utah mit.

Transparente

Behandlungsqualität

Viele Patienten möchten sich heutzutage

über die Leistungsfähigkeit einer

Klinik informieren. Eine wichtige

Orientierungshilfe bieten dabei Auszeichnungen

externer und unabhängiger

Fachinstitutionen. Begutachtet

werden dabei zumeist das fachliche

Niveau der Diagnose und Therapie,

die Zusammenarbeit der verschiedenen

Fachdisziplinen und die Ein-

bindung unterschiedlicher Beteiligter

im Sinne einer optimalen Behandlung

des Patienten. Aktuell wurden unter

anderem das Diakonie-Klinikum Hamburg

(Adipositas-Kompetenzzentrum,

Gynäkologisches Tumorzentrum) und

das Kath. Marienkrankenhaus (Brustschmerzeinheit/Chest

Pain Unit, Onkologisches

Zentrum, Prostatazentrum)

von externen Stellen zertifiziert.

Patientenwünsche

berücksichtigen

Frühes Wecken, ungewohnte Essenszeiten,

Unruhe auf dem Zimmer – an

einem Krankenhausaufenthalt können

unterschiedliche Faktoren als störend

empfunden werden. Um die Bedürfnisse

und Wünsche der Patienten

besser zu berücksichtigen, führen

Krankenhäuser Patientenbefragungen

durch. Aktuell hat das Bethesda Krankenhaus

Bergedorf (BKB) durch das

interne Qualitätsmanagement eine

umfassende Patientenbefragung in

Auftrag gegeben. Die Befragung erfolgt

anhand eines validierten Fragebogens

mit Hilfe eines spezialisierten

Unternehmens. Stellvertretend für die

jährlich rund 12.500 stationären Patienten

wurden pro Fachbereich 200

Patienten als repräsentativer Querschnitt

befragt. Das BKB erhofft sich

durch die Ergebnisse, Stärken aber

auch Schwächen zu erfassen, um

dann Verbesserungen im Angebot und

in der Zusammenarbeit zu erzielen.

Wichtiger Qualitätsindikator: die

Patientenbefragung

Externe Zertifizierungen

bieten Entscheidungshilfe

bei der

Klinikwahl

Bessere Früherkennung

von Tumoren

Zur Beurteilung von Tumoren des

Verdauungstrakts steht mit der Endosonographie

eine schonende und

sichere Untersuchungsmethode zur

Verfügung. Die Endosonographie ist

ein modernes bildgebendes Verfah-

ren, das Endoskopie mit der hochauflösenden

Ultraschalltechnik verbindet.

Das seit kurzer Zeit im Israelitischen

Krankenhaus verfügbare

Endosonographiegerät ermöglicht zu-

sätzlich die Anwendung von Ultraschallkontrastmitteln,

mittels der

sich auch kleinste Gefäße schlecht

darstellbarer Körperregionen genauer

betrachten lassen. „Wir erhalten mit

dem Verfahren zusätzliche Daten

über die Gefäßarchitektur suspekter

Gewebeveränderungen, insbesondere

in der schwer zugänglichen Bauchspeicheldrüse“,

berichtet Dr. Carsten

Pachmann, Gastroenterologe am Israelitischen

Krankenhaus. Sowohl die

im Ultraschall „von außen“ etablierte

Kontrastverstärkung wie auch die

neue endoskopische Anwendung geben

den Fachärzten zusätzliche Hinweise

in der früheren Erkennung von

Tumoren und der Abgrenzung dieser

von entzündlichen Prozessen.

Geheimnis

der Nickelallergie

gelüftet

Wie die Fachzeitschrift „Nature

Immunology“ mitteilte, hat ein

Forscherteam mehrerer deutscher

Universitäten herausgefunden,

warum Nickel bei

vielen Menschen zu Hautentzündungen

führt. Das Metall

Wenn der Schmuck zur Qual

wird: Eine Nickelallergie äußert

sich häufig als Ekzem mit

Rötung oder Juckreiz der Haut

aktiviert einen Rezeptor der natürlichen

Immunität, der die Bildung

entzündungsfördernder

Botenstoffe auslöst. Die neue

Erkenntnis könnte einen Durchbruch

in der Therapie der

Nickelallergie bedeuten.

Neue Köpfe

News & Namen 27

In den Krankenhäusern der Hansestadt arbeiten

insgesamt rund 25.000 Menschen.

Darunter gut 4.000 Beschäftigte im Ärztlichen

Dienst. gute besserung stellt Ihnen

hier unterschiedliche Chefärzte aus den

Hamburger Kliniken vor.

Prof. Dr.

Christoph Weber

Prof. Dr. Christoph Weber

hat seinen Dienst als neuer

Chefarzt des Instituts

für Diagnostische und

Interventionelle Radiologie

im Ev. Amalie Sieveking-

Krankenhaus in Hamburg-Volksdorf am

1. September 2010 angetreten. Der 42-jährige

Mediziner ist Nachfolger von Dr. Ekkehard

May, der die Abteilung 27 Jahre lang

geführt hatte. Professor Weber hat Medizin

in Hamburg – mit Auslandsaufenthalten

in Kapstadt und Oxford – studiert, war

zuletzt Leitender Oberarzt in der Klinik und

Poliklinik für Diagnostische und Interventionelle

Radiologie des Universitätsklinikums

Hamburg-Eppendorf.

Dr. Thies Daniels

Seit Mai ist im Hamburger

Nordwesten ein ganz

besonders austrainierter

Radfahrer unterwegs. Von

seinem Haus in Niendorf

macht sich Dr. Thies

Daniels jeden Morgen per

Fahrrad auf den Weg zu seiner Arbeitsstätte

im Schnelsener Albertinen-Krankenhaus.

Dort ist der leidenschaftliche Langstreckenläufer

seit Mai Chefarzt der Klinik für

Viszeral-, Thorax- und Tumorchirurgie. „Der

Sport nimmt eine wichtige Rolle in meinem

Leben ein“, lächelt der gebürtige Kölner,

dessen Familie ursprünglich aus Hamburg

stammt. „Angefangen habe ich mit Rudern.

Mittlerweile bin ich jedoch vor allem begeisterter

Läufer.“ Besonders reizvoll findet der

fünffache Familienvater die jährlich stattfindenden

Nachtläufe über 100 Kilometer im

schweizerischen Biel. „Die Strecke durch

die Waldlandschaft ist bei der Dunkelheit

einfach einmalig.“

Ebenso faszinierend findet der Mediziner, der

auf die Behandlung gut- und bösartiger Erkrankungen

des Bauchraums spezialisiert ist,

seine Aufgabe als Arzt. „Meine Intention war

und ist es, den Menschen zu helfen.“ Daniels

arbeitete als Oberarzt bei Prof. Dr. Wolfgang

Teichmann in Altona und baute das zertifizierte

Darmzentrum am Klinikum Uelzen auf.

Insbesondere ein konfessionelles Haus wie

das Albertinen biete ihm die Möglichkeit, das

Wohl des Patienten an erste Stelle zu rücken.

„Hier steht nicht die Aktionärsdividende,

sondern der Mensch im Mittelpunkt.“


28 Freizeit

Pssst, Geheimtipp!

Wohin am Wochenende? Planetarium, Kunsthalle, Botanischer Garten?

Kennen Sie schon? Wir verraten Ihnen Insidertipps für Ausflüge in und um

Hamburg – Gesundheit inklusive.

Grünkohl-Törn

Eine kräftige Portion Vitamin C für die

Abwehrkräfte gibt es beim Grünkohl-Törn

auf der Elbe. In einer Barkasse starten Sie

von Bergedorf entlang der Dove-Elbe in

Richtung Tatenberger Schleuse, machen

dort kehrt und treten den Rückweg an. Besonders

wenn es draußen richtig kalt wird,

ist die Elbtour ideal. Während der dreistündigen

Schifffahrt genießen Sie neben schönen

Ausblicken vitaminreichen Grünkohl.

Tipp: Die Bergedorfer Schifffahrtslinie bietet

3 Termine für die Kohl-Tour an. Sichern

Sie sich einen Platz am 07.11., 13.11., 14.11.

oder 21.11. Preise zwischen 27,00 Euro und

32,00 Euro.

Telefon: 040 – 73 67 56 90

Anfahrt: Der Bootsableger liegt unweit des

S-Bahnhofs Bergedorf in der Serrahnstraße.

Harburger Stadtpark

Joggen, Schwimmen und Walken – das bietet der Harburger

Stadtpark. 16 Kilometer Weglänge stehen für Erkundungstouren

bereit. Der Park am Außenmühlenteich ist mit seinen Schaugärten

eine echte Wohlfühloase. Lernen Sie Heilpflanzen im Apothekergarten

kennen und schulen Sie Ihre Sinne, indem Sie im

Blindengarten Früchte und Gräser ertasten und erschnuppern.

Nutzen Sie auch den Trimmpfad oder den Wassersportplatz.

Tipp: Im „Freizeitbad MidSommerland“ gibt es auch bei

Hamburger Schmuddelwetter einen schönen Blick über den

Außenmühlenteich.

Telefon: 040 – 18 88 90

Anfahrt: S3/S31 Harburg; von dort mit der Buslinie 142 in Richtung

„Freizeitbad MidSommerland“ zum Außenmühlenteich.

Altländer Gästeführung

Bewegung hält fit. Auf geht’s zur Wander- oder

Fahrradtour ins Alte Land. Lassen Sie sich von

Gästeführern in historischer Tracht die Schönheiten

der Elbmarsch zeigen. Ob St.-Martini-Kirche in

Estebrügge, Jorker Rathaus oder die Twielenfleth-

Mühle in Hollern-Twielenfleth. Die Kulturlandschaft

im Hamburger Südwesten mit ihren schmucken

Fachwerkhäusern im holländischen Stil lässt sich

bestens per Fahrrad oder zu Fuß erkunden.

Tipp: Die Altländer Gästeführungen bieten neben

individuellen Terminen auch öffentliche und kostenlose

Führungen an.

Telefon: 04162 – 13 33

Anfahrt: R 50/S3 Richtung Buxtehude; ab Buxtehude

Bus 2030/2031 bis Westerjork.

Freizeit 29

Wittmoor

Rund 440 Kalorien verbrauchen Sie bei einer Stunde Wandern. Also:

Festes Schuhwerk einpacken und ab ins Wittmoor! Das Hochmoor im

Nordwesten Hamburgs ist „Natur pur“. Ob Sommer oder Herbst – im

Wittmoor erleben sie eine große Pflanzen- und Tiervielfalt inmitten

zweier Hochmoorseen, Weiden und Heideflächen. Schalten Sie ab

von Hektik und Lärm und entspannen Sie zwischen Froschlauten und

Vogelgezwitscher.

Tipp: Picknickkorb nicht vergessen – es gibt keine Einkehrmöglichkeit!

Anfahrt: Von der S-Bahnhaltestelle Poppenbüttel fahren Sie mit

der Buslinie 276 bis zur Haltestelle Tannenhof und gelangen über

Huulkamp und den Bilenbarg zum Wittmoor. Ein PKW-Parkplatz steht

Ihnen an der Kreuzung „Am Wittmoor“ und am „Wittmoorstieg“ zur

Verfügung.

Auf der Gewinnerseite

mit gute besserung!

Wir verlosen 2 x Freikarten für eine

idyllische Vierlandenfahrt mit der

Bergedorfer Schifffahrtsgesellschaft sowie

3 x informative Reiseführer für das

Alte Land.

gewinn-

spiel

Gewinnfrage

Wie viele Kalorien werden

während einer einstündigen

Wanderung ungefähr verbraucht?

Schicken Sie eine Postkarte mit der richtigen Lösung an: DIE

FREIEN. c/o schönknecht : kommunikation, Oberhafenstraße 1,

20097 Hamburg. Per E-Mail (info@die-freien-hh.de). Name

und Anschrift nicht vergessen! Einsendeschluss: 29. Oktober

2010. Es gilt das Datum des Poststempels oder des E-Mail-Versands.

Das Los entscheidet, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


30 Veranstaltungen Adressen 31

Weil mir mein Körper wichtig ist

Experten aus den Hamburger Krankenhäusern informieren regelmäßig über

interessante und aktuelle Themen rund um Ihre Gesundheit. Die Informationsveranstaltungen

für Patienten sind in der Regel kostenfrei.

22. September 2010, 18.00 Uhr

Info-Abend: Bluthochdruck – keine

Beschwerden, trotzdem krank?

Ort: Kath. Marienkrankenhaus,

Konferenzräume

Anmeldung: 040 – 25 46 12 62

25. September 2010, 14.00-17.00 Uhr

6. Gefäßtag: Tag der offenen Tür des

Gefäßzentrums Reinbek

Ort: Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift

25. September 2010, 19.00 Uhr

MedizinKompakt: Darmkrebs –

Wege zur Heilung

Ort: Albertinen-Krankenhaus

25./26. September

Hamburger Krankenhäuser präsentieren

sich auf DU UND DEINE WELT

Ort: Hamburg Messe und Kongress

28. September 2010, 17.00-18.00 Uhr

Albertinen-Patienten-Uni: Versorgung

nach dem Krankenhausaufenthalt

Anmeldung: www.albertinen-patienten-uni.de

29. September 2010, 18.00 Uhr

Nie mehr XXL, Informationen aus dem

Adipositas-Zentrum

Ort: Diakonie-Klinikum Hamburg,

Krankenhaus Alten Eichen

29. September 2010, 19.00 Uhr

Sodbrennen – Wie gefährlich ist es für

die Speiseröhre?

Ort: Ev. Amalie Sieveking-Krankenhaus

29. September 2010, 19.00 Uhr

Können Gebissschienen eine Maskentherapie

ersetzen?

Vortrag des Universitären Schlafmedizinischen

Zentrums Hamburg

Ort: Diakonie-Klinikum Hamburg,

Krankenhaus Bethanien

6. Oktober 2010, 17.30-20.00 Uhr

Erkrankungen im Alter

Ort: Wilhelmsburger Krankenhaus

Groß-Sand, Cafeteria

13. Oktober 2010, 16.00 Uhr

Hamburger Patientenseminar: Das

künstliche Kniegelenk

Ort: Kath. Marienkrankenhaus,

Konferenzräume

Anmeldung: 040 – 25 46 12 62

20. Oktober 2010, 18.00 Uhr

Info-Abend: Parkinson – Alterserkrankung

mit Störung der Beweglichkeit

Ort: Kath. Marienkrankenhaus,

Konferenzräume

Anmeldung: 040 – 25 46 12 62

23.Oktober 2010, 10.00-16.00 Uhr

7. Patientinnentag Brustkrebs des

Diakonie-Klinikums Hamburg:

Fortschritt zur Heilung. Aktuelles

zu neuen Therapieansätzen

Ort: Hotel Mazza, Moorkamp 5

27. Oktober 2010, 19.00 Uhr

MedizinKompakt: Aktiv altern – Wie

ernähre ich mich richtig?

Ort: Ev. Amalie Sieveking-Krankenhaus

27. Oktober 2010, 18.00 Uhr

Info-Abend: Herzschwäche erkennen

und behandeln

Ort: Kath. Marienkrankenhaus,

Konferenzräume

Anmeldung: 040 – 25 46 12 62

27. Oktober 2010, 18.00 Uhr

Nie mehr XXL, Informationen aus dem

Adipositas-Zentrum

Ort: Diakonie-Klinikum Hamburg,

Krankenhaus Alten Eichen

3. November 2010, 19.00 Uhr

MedizinKompakt: Hüftprobleme –

Wann ist eine OP sinnvoll?

Ort: Albertinen-Krankenhaus

5./6. & 19. November 2010, 16.00 Uhr

Pflege zu Hause, Schulung für pflegende

Angehörige

Ort: Kath. Marienkrankenhaus,

Geriatrische Tagesklinik

Anmeldung: 040 – 25 46 20 15

10. November 2010, 19.00 Uhr

MedizinKompakt: Herzklappen-

erkrankungen – Beschwerden,

Diagnose, Therapie

Ort: Ev. Amalie Sieveking-Krankenhaus

10. November 2010, 18.00 Uhr

Info-Abend: Demenzen – Ihre

Bedeutung für uns alle

Ort: Kath. Marienkrankenhaus,

Konferenzräume

Anmeldung: 040 – 25 46 12 62

10. November 2010, 17.30-20.00 Uhr

Neue Erkenntnisse bei Leisten- und

Bauchwandbrüchen

Ort: Wilhelmsburger Krankenhaus

Groß-Sand, Cafeteria

17. November 2010, 18.30 Uhr

Die HELIOS-Sprechstunde: Volkskrankheit

Diabetes – Vorbeugung

von Anfang an

Ort: HELIOS Mariahilf Klinik Hamburg,

Großer Konferenzraum Villa Meyer

Anmeldung: 040 – 79 00 60

17. November 2010, 19.00 Uhr

MedizinKompakt: Diagnose Parkinson

– Was nun?

Ort: Albertinen-Krankenhaus

23. November 2010, 17.00-19.00 Uhr

Albertinen-Patienten-Uni: Leben mit

Herzerkrankungen

Ort: Albertinen-Krankenhaus

Anmeldung: www.albertinen-patienten-uni.de

24. November 2010, 10.00 Uhr

Wichtige Funktionen des Schlafs

Vortrag des Universitären Schlafmedizinischen

Zentrums Hamburg

Ort: Diakonie-Klinikum Hamburg,

Krankenhaus Bethanien

24. November 2010, 18.00 Uhr

Nie mehr XXL, Informationen aus dem

Adipositas-Zentrum

Ort: Diakonie-Klinikum Hamburg,

Krankenhaus Alten Eichen

24. November 2010, 18.00 Uhr

Info-Abend: Knorpelschaden im Knie

– Eine hoffnungslose Situation oder

hilft die Biotechnologie?

Ort: Kath. Marienkrankenhaus,

Konferenzräume

Anmeldung: 040 – 25 46 12 62

8. Dezember 2010, 16.00 Uhr

Hamburger Patientenseminar:

Das künstliche Hüftgelenk

Ort: Kath. Marienkrankenhaus,

Konferenzräume

Anmeldung: 040 – 25 46 12 62

8. Dezember 2010, 19.00 Uhr

MedizinKompakt: Brustkrebs:

Operation – Und was kommt dann?

Ort: Ev. Amalie Sieveking-Krankenhaus

Gesundheit für Hamburg

Im Verband freigemeinnütziger Krankenhäuser in Hamburg e.V. DIE FREIEN sind 19

Hamburger Krankenhäuser zusammengeschlossen. Eine vielfältige Gemeinschaft, zu der

Spezialkliniken ebenso wie Stadtteilkrankenhäuser gehören.

DIE FREIEN. Verband freigemeinnütziger Krankenhäuser in Hamburg e. V.

Albertinen-Haus

Sellhopsweg 18-22, 22459 Hamburg

040 – 5581-0

www.albertinen.de

Albertinen-Krankenhaus

Süntelstraße 11a, 22457 Hamburg

040 – 55 88-1

www.albertinen.de

Bethesda Krankenhaus

Bergedorf

Glindersweg 80, 21029 Hamburg

040 – 72 55 4-0

www.klinik-bergedorf.de

Diakonie-Klinikum Hamburg

Standorte:

Krankenhaus Elim

Hohe Weide 17, 20259 Hamburg

040 – 49 06 6-0

Krankenhaus Alten Eichen

Jütländer Allee 48, 22527 Hamburg

040 – 54 87-0

Krankenhaus Bethanien

Martinistraße 44-46, 20251 Hamburg

040 – 46 68-0

www.d-k-h.de

ENDO-Klinik Hamburg

Holstenstraße 2, 22767 Hamburg

040 – 31 97-0

www.endo.de

Impressum

Herausgeber

Verband freigemeinnütziger Krankenhäuser in

Hamburg e. V., DIE FREIEN

Geschäftsstelle

c/o Marienkrankenhaus

Alfredstraße 9, 22087 Hamburg

Telefon 040 – 25 46 12 12

Telefax 040 – 25 46 12 10

info@die-freien-hh.de

V.i.S.d.P. Werner Koch

Redaktionsleitung Eckhard Schönknecht,

Sebastian Finger (sf)

Art Direktion Ute Knuppe

Redaktion Rebecca Bernstein (rb), Nicole

Bongard (nb), Sarah Eyßer (se), Dominik Maaßen

Ev. Amalie Sieveking-Krankenhaus

Haselkamp 33, 22359 Hamburg

040 – 64 41 1-0

www.amalie.de

Evangelisches Krankenhaus Alsterdorf

Bodelschwinghstr. 24, 22337 Hamburg

040 – 50 77-03

www.evangelisches-krankenhaus-alsterdorf.de

Facharztklinik Hamburg

Martinistraße 78, 20251 Hamburg

040 – 49 06 5-0

www.facharztklinik-hamburg.de

Heinrich Sengelmann Krankenhaus

Kayhuder Straße 65, 23863 Bargfeld-

Stegen

0 45 35 – 50 5-0

www.heinrich-sengelmann-krankenhaus.de

Israelitisches Krankenhaus

Orchideenstieg 14, 22297 Hamburg

040 – 51 12 5-0

www.ik-h.de

Kath. Kinderkrankenhaus Wilhelmstift

Liliencronstraße 130, 22149 Hamburg

040 – 67 37 7-0

www.kkh-wilhelmstift.de

Katholisches Marienkrankenhaus

Alfredstraße 9, 22087 Hamburg

040 – 25 46-0

www.marienkrankenhaus.org

(dm), Inga Pabst (ip), Anett Rohde (ar), Thorsten

Simon (ts)

Umsetzung

schönknecht : kommunikation GmbH

Oberhafenstraße 1, 20097 Hamburg

Telefon 040 – 30 38 26 70

Telefax 040 – 30 38 26 74

info@schoenknecht-kommunikation.de

Anzeigen Stefanie Hoffmann

040 – 33 42 07 12

stefanie.hoffmann@elbbuero.com

Fotos Abubiju (S. 29), Diana Asbeck (S. 29),

arnowssr/Fotolia.com (S. 21), Thorsten Baering

(Titel, S. 4, 16), Bergedorfer Schifffahrtslinie (S.

5, 29), Maxim Bolotnikov/istockphoto.com (S. 5,

12) Oleg Dubas/istockphoto.com (S. 6), dundanim/istockphoto.com

(S. 10), Hammonia (S. 29),

Krankenhaus Großhansdorf

Wöhrendamm 80,

22927 Großhansdorf

0 41 02 – 60 1-0

www.kh-grosshansdorf.de

Krankenhaus Jerusalem

Moorkamp 2-6, 20357 Hamburg

040 – 44 19 0-0

www.kh-jerusalem.de

HELIOS Mariahilf Klinik Hamburg

Stader Straße 203c, 21075 Hamburg

040 – 79 00 6-0

www.helios-kliniken.de/hamburg

Krankenhaus Reinbek

St. Adolf-Stift

Hamburger Straße 41, 21465 Reinbek

040 – 72 80-0

www.krankenhaus-reinbek.de

Krankenhaus Tabea

Kösterbergstraße 32, 22587 Hamburg

040 – 86 69 2-0

www.tabea-krankenhaus.de

Wilhelmsburger Krankenhaus

Groß-Sand

Groß-Sand 3, 21107 Hamburg

040 – 75 20 5-0

www.krankenhaus-gross-sand.de

Nadya Lukic/istockphoto.com (S. 4, 22), Picturefoods.com/Fotolia.com

(S.21), Amanda Rohde/

istockphoto.com (S. 13), Bertram Solcher (S. 7),

sad dogg design/Fotolia.com (S. 20), Hüseyin

Tuncer/istockphoto.com (S. 19), Wilson Valentin/

istockphoto.com (S. 27), Abel Mitja Varela/

istockphoto.com (S. 18), Jacob Wackerhausen/

istockphoto.com (S. 14-15), Tomasz Wojnarowicz/istockphoto.com

(S. 24)

gute besserung veröffentlicht Beiträge, die urheberrechtlich

geschützt sind. Alle Informationen

und Berichte stammen aus zuverlässigen Informationsquellen,

sind mit Sorgfalt recherchiert

und werden veröffentlicht nach bestem Wissen,

aber ohne Gewähr. Keine Haftung für unverlangt

eingesandte Manuskripte.

gute besserung liegt in Arztpraxen der Metropolregion

Hamburg kostenlos zur Mitnahme aus.


BUCERIUS

KUNST

FORUM

Marc Chagall: Über Witebsk (Detail), undatiert, Israel Museum, Jerusalem, © VG Bild-Kunst, Bonn 2010

Marc Chagall

Lebenslinien

8.10.2010 – 16.1.2011

Rathausmarkt, Hamburg

Kooperationspartner: Die Ausstellung wird gefördert von: Kulturpartner:

Verein zur Förderung des

Israel-Museums in Jerusalem e.V.

Das Bucerius Kunst Forum

ist eine Einrichtung der

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine