erstellt von H. Willi Arzdorf

willi.arzdorf.de

erstellt von H. Willi Arzdorf

erstellt von H. Willi Arzdorf


Tag: Samstag, 20.06.2009 Temperatur: 16 - 23°

Wetter:

Wind:

überwiegend trocken mit einigen Regenschauern während der Zugfahrt, in den Abendstunden

fast durchgängig Sonnenschein

kein nennenswerter Wind

Hinfahrt zur DB: Margret, H. Willi, Helga, Rolf, Brigitte und Udo fuhren mit dem Fahrrad zum Bahnhof

Bonn, Abfahrt: 06.00, Ankunft 07.05 Uhr, Monika, Hedi, Hubert, Christel und Reinhold

ließen sich mit dem Auto zum Bahnhof Bonn bringen

Zugfahrt:

Koffertransfer:

um 07.44 Uhr mit dem IC 2120 „Fehmarn“ über Köln, Wuppertal, Hagen, Dortmund,

Münster, Osnabrück, Bremen, Hamburg, ab Hamburg mit dem RE 21066 über Elmshorn,

Neumünster, Rendsburg, Schleswig, Tarp bis Flensburg, Ankunft im Hotel ca. 15.45 Uhr

Taxi vom Bahnhof Flensburg zum Hotel

Hotel: Prodomo Bewertung: ☺ Kosten DZ: 92 €

Abendessen:

Absacker:

Sonstiges:

Hansenbrauerei

in der Hotelbar

während der Zugfahrt nach Flensburg kurz vor Tarp kollabierte ein Fahrgast mit epileptischen

Anfällen, Erstversorgung durch einen Fahrgast und Hedi, bis über Mobilfunk ein Notarzt

angefordert wurde, dadurch Zwangsaufenthalt von ca. 30 Minuten; Abends Spaziergang durch

die Flensburger Innenstadt und den Hafenbereich

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für die Räder war es eng

Anreise nach Flensburg

erstes Foto auf der Südbrücke

unser Hotel in Flensburg

guten Appetit

Absacker im Hotelfoyer

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Tag: Sonntag, 21.06.2009 Abfahrt: 09:45 Uhr Ankunft: 17:10 Uhr

KM: 50,5 Durchschnitts-Kmh: 13,53 Fahrzeit: 3:44 Stunden

Höhenmeter: 497 Temperatur: 20 - 23°

Wetter:

Wind:

ganztägig trocken mit einer starken Regenschauer während des Geburtstagssektes von

Margret, ab Mittag durchgängig Sonnenschein bis zum Sonnenuntergang

fast Windstille mit geringem Nordwestwind

Fahrstrecke: Flensburg –Fruerlund–Myrwik–Glücksburg – Bockholm – Langballigholz – Neukirchen –

Nieby – Norgaardholz – Steinbergholz – Steinberghaff - Bonsberg

Streckencharakteristik: überwiegend befestigte separierte Radwege, wenige Kilometer unbefestigte Radwege und

gelegentlich mussten auch schwach befahrene Autostraßen genutzt werden

Höhenprofil:

Tagesablauf:

unerwartet viele und relativ steile Steigungen ließen den ersten Radfahrtag etwas erschwerlich

erscheinen

Besichtigung eines Wasserturms unweit von Flensburg, Margrets Geburtstag mit Sekt

feuchfröhlich (eher richtig nass) gefeiert, Mittagsrast am Yachthafen von Langballigholz,

Hafenspaziergang in Bonsberg

Hotel: Fähr-Cafè Bewertung: ☺ Kosten DZ: 60 €

Abendessen:

Gaststätte Fähr-Cafè

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heute gefahren

bisher gefahren

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Gruppenfoto in Flensburg

Regenschauer beim Geburtstagssekt

Wasserturmwächter

Wasserschloss Glücksburg

Mittagsrast im Yachthafen

Entspannung pur

unser Hotel in Bonsdorf

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Flensburg

Am 1. April 1889 wurde Flensburg ein eigenständiger Stadtkreis (kreisfreie Stadt) innerhalb der Provinz Schleswig-Holstein, blieb aber Sitz des

Landkreises Flensburg. 1920 wurde nach Beschluss des Völkerbundes über den Grenzverlauf in Schleswig (Südjütland) abgestimmt. Nordschleswig stimmte

en bloc für Dänemark, während das gemeindeweise abstimmende Südschleswig mitsamt Flensburg mit großer Mehrheit für den Verbleib bei Deutschland

stimmte. Infolge der von Dänemark definierten Zuschnitte der Abstimmungszonen und Abstimmungsmodalitäten fielen jedoch große Teile des Umlandes,

insbesondere der Landkreise Flensburg, der Kollunder Wald, und Tondern an Dänemark und Flensburg wurde Grenzstadt.

Die Stadt Flensburg erhielt von der deutschen Reichsregierung als Dank für das pro-deutsche Stimmverhalten das Deutsche Haus. Im Zuge der Aufrüstung

wuchs Flensburgs Bedeutung als Marinestützpunkt und Heeresgarnison. Während des Zweiten Weltkriegs erlitt die Stadt dennoch nur punktuell

Kriegsschäden durch Bombenabwürfe. 1945 war Flensburg für einige Wochen Sitz der letzten Reichsregierung unter Admiral Karl Dönitz, welche nach dem

Suizid Adolf Hitlers am 30. April 1945 und der Eroberung von Berlin Quartier in der Marineschule Mürwik nahm, wo ihre Mitglieder am 23. Mai 1945

von britischen Truppen abgesetzt und verhaftet wurden.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 gehörte Flensburg zur Britischen Besatzungszone.

In der Zeit nach dem Krieg strömten außerdem viele Vertriebene in die Stadt und die Einwohnerzahl überschritt für kurze Zeit die 100.000-Grenze und

machte Flensburg für einige Jahre zur Großstadt. Wie im übrigen Landesteil Schleswig entwickelte sich nach 1945 auch in Flensburg eine relativ starke

prodänische Bewegung, die an die Ideen der Eiderdänen anknüpfte. Ziel vieler Anhänger war der Anschluss der Stadt an Dänemark. Flensburg hatte so noch

einige Jahre nach 1945 Bürgermeister aus der dänischen Minderheit.

Nach Gründung der Bundesrepublik Deutschland profitierte Flensburg zunehmend von der Ansiedlung militärischer Einrichtungen, die auch die

wirtschaftlichen Nachteile der Randlage der Stadt kompensieren sollten. Seit der deutschen Wiedervereinigung nahm die Zahl der Soldaten jedoch wieder um

über 8.000 ab, da Militäreinrichtungen abgebaut oder in die östlichen Bundesländer verlagert wurden. Insbesondere die größeren schwimmenden Einheiten

wurden zusammen mit den landgestützten Versorgungseinrichtungen nach Mecklenburg-Vorpommern verlegt. So entfiel auch der zeitaufwändige Marsch der

Flotteneinheiten durch die Flensburger Förde in ihre Einsatzgebiete in der Ostsee. Heute werden die ehemaligen Hafenanlagen der Bundesmarine durch

Sportboote zivil genutzt (Marina Sonwik).

Eine große Rolle spielt bis heute der deutsch-dänische Grenzhandel. Einige dänische Unternehmen wie Danfoss siedelten sich aus steuerlichen Gründen direkt

südlich der Grenze in Flensburg und seinen Nachbargemeinden an.

1970 wurde der Kreis Flensburg um die Gemeinden des Amtes Medelby im Kreis Südtondern erweitert und 1974 mit dem Kreis Schleswig zum neuen Kreis

Schleswig-Flensburg vereinigt, dessen Kreissitz die Stadt Schleswig wurde. Damit verlor Flensburg seine Funktion als Kreisstadt, blieb selbst aber eine

kreisfreie Stadt.

Heute ist Flensburg die größte Stadt im Landesteil Schleswig und Zentrum des deutsch-dänischen Grenzlandes. Die Stadt ist Universitäts- wie

Fachhochschulsitz und bis heute geprägt von Marine, Grenzhandel sowie ihrer Geschichte als Rumstadt.

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Glücksburg

Einst befand sich an der Stelle des heutigen Glücksburger Schlosses das 1209 gegründete Zisterzienserkloster Rüde, welches zunächst als Michaeliskloster

in Schleswig und dann in Guldholm bei Böklund gelegen hatte. Zum Kloster Rüde gehörten ein umfangreicher Landbesitz im unmittelbaren Umland sowie

einiger Streubesitz. Ortsbezeichnungen mit Munk (dänisch für Mönch) wie zum Beispiel Munkbrarup, Munkwolstrup (Gemeinde Sankelmark) oder

Munkmühle (bei Rinkenis am anderen Ufer der Flensburger Förde) weisen noch auf diese Verbindung hin. Vor dem Bau des Rudeklosters gab es nur das

kleine Dorf Skovby (etwa Walddorf) in der Gegend des heutigen Hindenburgplatzes.

Nach der Reformation wurde das Kloster aufgehoben. Der Besitz fiel bei der Landesteilung 1544 zunächst an Herzog Johann den Älteren und nach dessen

Tod 1581 an dessen Neffen Johann den Jüngeren, der seine Hauptresidenz von Sonderburg hierher verlegte. Die Ruinen des Klosters wurden geflutet, und

inmitten des so entstandenen Sees wurde ein Wasserschloss errichtet - bis heute eines der berühmtesten in ganz Deutschland. Unter dem Schlosssee liegt noch

der alte Friedhof der Mönche. Aus der Klosterzeit stammen in Glücksburg vielleicht noch die Gewölbe der alten Klosterschänke in der Großen Straße und die

alten Eiben in der Rathausstraße 36.

Nach dem Tod des abgeteilten Herzogs Johann wurden seine Besitztümer unter fünf Söhnen verteilt. Der westliche Teil mit dem alten Klostergut, dem

Schloss Glücksburg und dem nördlich der Flensburger Förde gelegenen Landesteil im Sundewitt kam an Herzog Philipp, der damit die ältere Sonderburg-

Glücksburger Linie begründete. Diese starb im Jahre 1779 aus. Damit löste sich das letzte der abgeteilten Sonderburger Herzogtümer auf. Bis 1825 blieb

Glücksburg noch Witwensitz der letzten Herzogin, dann wurde es vom dänischen König dem adligen Offizier Wilhelm von Sonderburg-Beck übertragen, der

einer jüngeren und nicht mehr regierenden Nebenlinie aus dem 1667 in Konkurs geratenen Sonderburger Haupthaus entstammte (ebenso wie die

Augustenburger). Damit ging der Name Glücksburg auf diese Linie des oldenburgischen Hauses über, die später mit Christian IX. auch den dänischen

Königsthron übernahm.

In den 1850er-Jahren war Glücksburg die bevorzugte Sommerresidenz des dänischen Königs Friedrich VII., des letzten Sprosses des ältesten

Mannesstamms des oldenburgischen Königshauses. Glücksburg hatte sich inzwischen zu einem Flecken entwickelt, der gewohnheitsrechtlich über einige

Handels- und Gewerbefreiheiten verfügte. Nach dem plötzlichen Tod des Königs auf Schloss Glücksburg 1863 trat der schon 1852 nominierte Christian die

Nachfolge an. Bereits 1864 brach jedoch der Krieg zwischen Dänemark und den deutschen Staaten aus, und Glücksburg wurde wie das gesamte Herzogtum

Schleswig preußisch. 1871 wurde es Teil des Deutschen Reichs.

Seit der Kaiserzeit existiert in Glücksburg ein bekanntes Seebad. Vielleicht schon 1870, spätestens aber im Jahr 1900 erhielt der Ort das Stadtrecht. Seit

1949 ist Glücksburg ein staatlich anerkanntes Seeheilbad.

Im Ortsteil Glücksburg-Meierwik ist das Flottenkommando der Marine ansässig. Von hier aus wird die gesamte deutsche Flotte operativ und administrativ

geführt.

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Tag: Montag, 22.06.2009 Abfahrt: 09:30 Uhr Ankunft: 17:45 Uhr

KM: 75,50 Durchschnitts-Kmh: 15,30 Fahrzeit: 4:56 Stunden

Höhenmeter: 328 Temperatur: 23 - 25°

Wetter:

Wind:

Sonne pur vom Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang mit wenigen kleinen Wolken am

entfernten Horizont

fast Windstille mit geringem Nordwestwind

Fahrstrecke: Bonsberg – Goldhöft – Nieby – Pommerby – Pottloch – Kronsgaard – Rabel – Kappeln –

Ellenberg – Olpenitzdorf – Schönhagen – Damp – Waabs - Eckernförde

Streckencharakteristik: ausschließlich Radwege unterschiedlicher Qualität, ca. die Hälfte der Strecke mit Sicht

auf die Ostsee, oft abweichend von der Bikelineroute gefahren, dadurch ca. 3 KM

„Wurzelwege“ auf dem Deich

Höhenprofil:

Tagesablauf:

gegenüber dem Vortag bedeutend weniger Anstiege, keine nennenswerten Steigungen

Rundgang durch Kappeln, Mittagsrast am Strand bei Schönhagen (Udo und H. Willi gingen

in der Ostsee schwimmen), nach dem Abendessen ausgiebige Ortsbesichtigung von Eckernförde

Hotel: Lindenhof Bewertung: Kosten DZ: 75 €

Abendessen:

Absacker::

Außenterrasse des Hotels Lindenhof

Gaststätte am Hafen, Lindemanns und Wendlings im Hotel Lindenhof

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heute gefahren

bisher gefahren

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die Karawane zieht weiter

erster Kontakt mit dem Wasser

mal wieder Rast

Eispause in Kappeln

zweiter Kontakt mit dem Wasser

unser Hotel in Eckernförde

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Kappeln

Kappeln wurde erstmals 1357 urkundlich erwähnt. 1406 kam die Stadt zum Domkapitel der Stadt Schleswig und 1533 zum Adelsgut Roest. Kappeln

war anders als die freien Bauern im übrigen Angeln einem Gutsherren unterworfen. 1666 versuchte der Gutsherr Detlef von Rumohr, die Einwohner des

inzwischen zu einem wohlhabenden Handelsplatz herangewachsenen Orts zu Leibeigenen zu machen. Daraufhin verließen im folgenden Jahr 64 Familien und

damit ein Großteil der Einwohner den Ort und gründeten weiter südlich auf einer Landzunge in der Schlei die Siedlung Arnis.

Bürgerrechtsurkunde, Kappeln 1858. Wir Fleckensvogt, Vorstand und Deputirte, des im Herzogthum Schleswig belegenen Fleckens Cappeln, bezeugen

hiedurch, daß dem Cigarrenfabricanten Emil Georg Martin Zarnedsky das Bürgerrecht in dem Flecken Cappeln verliehen worden ist. 1799 wurde die

Leibeigenschaft durch Landgraf Carl von Hessen aufgehoben. Carl von Hessen war königlich-dänischer Statthalter in den Herzogtümern Schleswig und

Holstein und inzwischen Besitzer von Gut Roest. Im Jahr 1807 kaufte der dänische König Christian VII. Kappeln, das fortan einen eigenen Gerichts- und

Verwaltungsbezirk bildete. 1842 erhielt der Ort den Status eines Fleckens. Flecken waren schleswigsche Minderstädte. Eine überregionale Bedeutung erhielt

Kappeln 1846, als es die uneingeschränkte Fleckengerechtigkeit bekam und damit Gerichtsort wurde. Nach Beendigung des 1. Schleswigschen Kriegs wurde

der Angelner Güterdistrikt aufgelöst und die Kappelner Harde gegründet. Das Herzogtum Schleswig war wie das übrige Skandinavien in mehrere Harden

eingeteilt. Nach der Annexion Schleswig-Holsteins durch Preußen 1867 (nach dem Deutsch-Dänischen Krieg) wurde die preußische Ordnung eingeführt.

1870 erhielt Kappeln Stadtrechte.

1881 verhinderten Kappelner Schiffer, dass die Bahnstrecke Kiel–Flensburg über die Stadt geführt wurde. Doch 1885 wurde die Stadt Endpunkt der

Flensburger Kreisbahn, die Kappeln mit dem nördlichen Angeln und Flensburg verband. Es folgten die Schleswiger Kreisbahn und die Eckernförder

Kreisbahn, die den Ort mit Schleswig und Eckernförde verbanden. 1910 bekam die Stadt ein Wasserwerk, das von Jacob Moser finanziert worden war, der

dafür die Ehrenbürgerschaft erhielt. Um das Andenken seines Vaters, des Kaufmanns Moses Jacob Moses zu ehren, förderte er außerdem den Bau des

(alten) Kappelner Krankenhauses. Der wirtschaftliche Aufschwung Kappelns in der Zwischenkriegszeit spiegelt sich im Bau einer Drehbrücke 1928] und in

der Errichtung des großen, auch heute noch Stadtbild beherrschenden mit Klinker verkleideten Stahlbeton-Getreidespeichers am Hafen. Nach dem Krieg

wurde das alte Wasserwerk von 1910 zu klein für die infolge des Zustroms von Flüchtlingen stark gestiegene Bevölkerungszahl, es wurde ein neues, größeres

gebaut.

1972 wurde die letzte Eisenbahnverbindung nach Süderbrarup eingestellt. Auf der Strecke verkehrt heute noch die Angelner Museumsbahn. Einen regulären

Bahnanschluss gibt es nicht mehr. Der nächstgelegene Bahnhof ist Süderbrarup. 1974 wurden Kopperby und Mehlby nach Kappeln eingemeindet. Nach

Eingemeindung von Olpenitz wurde Kappeln in den 1970er Jahren Marinestützpunkt. Mitte der 70er Jahre kam es in Kappeln nach Flensburger Vorbild zu

verkehrstechnisch begründeten Sanierungsmaßnahmen im Altstadtbereich, die zu Verlusten an Altbausubstanz führten. 2002 wurde die Drehbrücke von 1927

durch eine Klappbrücke ersetzt. Das Amtsgericht Kappeln wurde 2007 geschlossen, in das Gebäude zog die Polizei ein.

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Eckernförde

Die Herkunft des Stadtnamens Eckernförde ist nicht genau belegt und auch streitig. Der erste Namensteil Eckern weist möglicherweise auf Bucheckern hin,

da Rotbuchen im heutigen Stadtgebiet früher ein geschlossenes Waldgebiet bildeten. Daher wohl auch das Eichhörnchen im Wappen, nach anderer

Namensdeutung ist es das Eichhörnchen selbst, das zum ersten Namensteil geführt hat. Der zweite Namensteil -förde < vorde dürfte die Furt am Ende der

Landzunge bezeichnen

Das genaue Gründungsdatum der Siedlung Eckernförde ist unbekannt; als der dänische Unionskönig Erich v. Pommern die Stadt 1416 im Krieg gegen die

Grafen von Holstein niederbrannte, gingen angeblich alle Urkunden verloren. Der Name Ekerenvorde wurde zuerst im Jahr 1197 erwähnt. Ende des 12.

Jahrhundert errichteten die Dänen am Ende der Eckernförder Bucht eine Burg, die 1231 im Erdbuch von König Waldemar II. als Ykernaeburgh

(Eichhörnchenburg) erwähnt wurde. Hierauf weist noch der Stadtteil Borby hin (dänisch Borreby von borg, Burg). Um 1210 wurde mit dem Bau der

zunächst einschiffigen nach dem Heiligen Nicolaus benannten Kaufmannskirche begonnen. 1302 wurde Eckernförde erstmals zweifelsfrei als Stadt erwähnt.

Mit der Gründung des Seebades 1831 im später eingemeindeten Fischerort Borby beginnt die touristische Tradition Eckernfördes, wobei die Fischerei

aufgrund des gut gelegenen Hafens noch lange bis ins 20. Jahrhundert ein wichtiger Wirtschaftsfaktor blieb. Vor allem Räuchereibetriebe machten die Stadt

weithin bekannt, obwohl die Sprotten bis heute vor allem mit der südlichen Nachbarstadt Kiel verbunden werden.

Mit der Lostrennung von der dänischen Monarchie und Anschluss an Preußen (1864) büßte Eckernförde den größten Teil seines Handels ein. Immer

stärker geriet es in den Schatten des sich rasant entwickelnden Marinestandorts Kiel.

Bei der großen Sturmflut vom 13. November 1872 trug Eckernförde von allen Küstenorten der Ostsee aufgrund seiner Lage an der weit nach Nordosten

geöffneten Bucht die schwersten Schäden davon. Das gesamte Stadtgebiet war tagelang meterhoch überflutet, 78 Häuser zerstört, 138 Häuser beschädigt

und 112 Familien obdachlos geworden.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 gehörte Eckernförde zur Britischen Besatzungszone. Der Zustrom von über 10.000 Flüchtlingen aus den

ehemaligen Ostgebieten Deutschlands in den letzten Kriegsmonaten und nach dem Zweiten Weltkrieg in das von Bomben fast verschont gebliebene Eckernförde

bescherte der Stadt teilweise bis in die 70er Jahre hinein eine große Wohnungsnot: es entstanden zahlreiche Barackenlager. Insgesamt verdreifachte sich die

Bevölkerungszahl zwischen 1935 und 1947 durch den Zuzug von TVA-Beschäftigen, Flüchtlingen und Ausgebombten fast von knapp über 10.000 auf unter

28.000. Dennoch avancierte die Stadt in den ersten Nachkriegsjahren auf manchen Gebieten auch zu einem „Kriegsgewinner“; zu nennen sind beispielsweise

Um- und Ansiedelungen von Gewerbebetrieben (u.a. die Waffenfabrik J. P. Sauer & Sohn), die Gründung eines ersten Sinfonieorchesters für Schleswig-

Holstein nach dem Krieg mit Sitz in Eckernförde („Schleswig-Holsteinisches Konzertorchester“), die Gründung der Landespolizeischule (verlegt nach Eutin)

sowie die sportlichen Erfolge des Eckernförder SV.

In den letzten 20 Jahren ist Eckernförde von einer beschaulichen Hafenstadt zu einem touristischen Zentrum an der Ostseeküste geworden.

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Tag: Dienstag, 23.06.2009 Abfahrt: 09:25 Uhr Ankunft: 18:15 Uhr

KM: 66,80 Durchschnitts-Kmh: 14,52 Fahrzeit: 4:36 Stunden

Höhenmeter: 468 Temperatur: 23 - 26°

Wetter:

Wind:

Sonne pur vom Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang mit geringer Bewölkung

mäßiger Nordwind, der meist von hinten die Fahrt unterstützte und gelegentlich als Gegenwind

wirkte, insbesondere auf den letzten 10 Km bis zum Hotel

Fahrstrecke: Eckernförde – Krusendorf – Surendorf – Dänisch-Nienhof – Strande – Schilksee –

Friedrichsort – Holtenau – Kiel – Ellersbek – Mönkeberg – Altheikendorf - Neuheikendorf

Streckencharakteristik:Radwege fast ausschließlich entlang von Autostraßen, dennoch meist als separater

Radweg ausgewiesen, aufgrund der Höhenlage teils mit tollem Blick auf die Ostsee (Kieler

Woche)

Höhenprofil:

Tagesablauf:

relativ ebene Radwege mit gelegentlichen kurzen Anstiegen

Chrash eines Regionalzuges mit einem Traktor in Eckernförde gesehen, Olympiazentrum

Schilksee besichtigt: aufgrund der Kieler Woche diverse Segelregatten auf der Ostsee, Kieler

Woche in Kiel Zentrum besucht inkl. Mittagspause, Ministerpräsident H. P Carstensen

getroffen, Eiscafe kurz vor Neuheikendorf besucht

Hotel: Koeppen Bewertung: Kosten DZ: 75 €

Abendessen:

Hotel Koeppen

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Was wär’, am Ende, lieber Gott,

die ganze Seefahrt wert,

ständ’ nicht zuweilen so ein Pott

mit Labskaus auf dem Herd!

Und fragt man einen Seemann mal,

ob Labskaus oder Kuss,

ruft er: „Hier gibt es keine Wahl,

ich bin für beides – Schluss!“

Erst kippt er einen scharfen Schnaps,

noch besser kippt er er zwei,

dann folgt mit einem einz’gem Happs

das ganze Spiegelei!

Und wenn es von den Lippen leckt,

das ist ihm völlig wurscht,

Hauptsache, dass es richtig schmeckt,

und dann – zum Schluss – der Durscht.

Und während er das Kinn abwischt,

sind alle Sorgen fern,

zufrieden denkt er, wenn es zischt:

„Jetzt leb ich wieder gern.“

Was sagt der Arzt – der Bauch muss weg,

das Herz ist überlastet,

das schert mich heute einen Dreck,

ab morgen wird gefastet!

Dem Laien ist das Labskaus fremd,

weshalb er ihm misstraut,

sein Aussehen ist es, das ihn hemmt,

es scheint so vorgekaut.

Er ahnt nicht, was sich drin verbirgt

und wittert allerlei,

heimtückisch schielt, indem er würgt,

das fette Spiegelei.

Das Ganze schmückt ein dichter Kranz

von Rotebeetsalat,

was ist denn das? – ein Heringsschwanz!

Verdächtig in der Tat!

Doch lässt er, aquavitgestärkt,

dem Schicksal seinen Lauf,

und zwischendurch, wenn’s keiner merkt,

stößt er mal kräftig auf.

Die Schüssel wandert hin und her,

und munter wird gezecht,

und hat man keine Zähne mehr,

dann schätzt man es erst recht!

Es schmeckt sogar bei Stärke 10

auf wildbewegter See,

und fängt es an, sich umzudreh’n,

geht man schnell nach Lee.

Und wenn man es dann wiedersieht,

genauso, wie es war,

dann ruft man bloß: „Ach, lass man, Schiet,

es schmeckt doch wunderbar!“

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heute gefahren

bisher gefahren

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Kunst in Eckernförde

Flaggenparade bei der Kieler Woche

so trifft man Leute

Kreuzfahrtschiff in Kiel

sucht er den Durchblick?

Abendessen im Hotel Koeppen

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Kiel

Das offizielle Gründungsjahr wird mit 1242 nach Christus angeben. In diesem Jahr erhielt Kiel das lübische Stadtrecht. Die Gründung einer Ansiedlung

erfolgte vermutlich bereits im Jahr 1233 durch Graf Adolf IV. von Schauenburg. Die Lage des Ortes wird mit „tom(e) kyle“ gelegen angeben. Mit Kyle

wurde im dreizehnten Jahrhundert die keilförmig zusammenlaufende Innenförde bezeichnet.

Kiel entwickelte sich sehr rasch zu einem aufblühenden Gemeinwesen und war von 1284 bis 1518 ein Mitglied des hansischen Städtebundes. Zu Beginn des

15. Jahrhunderts wurde Kiel zu einem bedeutenden Geld- und Warenumschlagplatz in Schleswig-Holstein. Dieser „Kieler Umschlag“ fand im Jahre 1431

seine erste Erwähnung.

Nach der Landesteilung von Schleswig-Holstein kam Kiel 1490 an die Herzöge von Schleswig-Holstein-Gottorf. Nach der Gründung der Universität im

Jahre 1665 durch den Herzog Christian-Albrecht von Schleswig-Holstein-Gottorf entwickelte sich Kiel zum geistigen Mittelpunkt der Herzogtümer Schleswig

und Holstein. Die Kieler Universität wurde für ein knappes Jahrhundert zu einer der wichtigsten Universitäten in ganz Norddeutschland. Ab 1737 gingen

die Studentenzahlen in Kiel zurück, da in diesem Jahr in Göttingen eine weitere Universität gegründet worden war.

Als Folge des so genannten „Großen Nordischen Krieges“ (1700-1721) verlor der Herzog den Landesteil „Schleswig“ an Dänemark. Kiel wurde von 1721

bis 1773 Residenz des Gottorfer Reststaates. 1773 fiel auch Holstein ganz an Dänemark.

Nach 1815 (Wiener Kongress) entwickelte sich die Kieler Universität zum Mittelpunkt nationaler deutscher Strömungen, die 1848 eine „Provisorische

Regierung“ bildeten. Woraufhin die Stadt nach verschiedenen militärischen Auseinandersetzungen im Jahre 1852 eine dänische Besatzung erhielt.

Im Jahre 1863 rückten im Rahmen des „Deutsch-Dänischen Krieges“ Truppen des Deutschen Bundes in Kiel ein. Nach einem Sieg der deutschen Armeen kam

der Landesteil Schleswig an Preußen und Holstein wurde österreichisch. In den Jahren 1865 und 1866 hatte der österreichische Statthalter von Holstein

Freiherr Ludwig von Gablenz seinen Amtssitz in Kiel. Dem österreichischen Statthalter zu Ehren wurde die im Jahre 1906 eingeweihte Brücke hinter dem

Kieler Hauptbahnhof „Gablenzbrücke“ genannt. Diese Brücke ist auch heute noch die wichtigste Verkehrsverbindung der Kieler Innenstadt mit den Stadtteilen

des Ostufers.

Das alte Kieler Universitätsgebäude um etwa 1900, das Kaiser-Wilhelm-Denkmal steht auch heute noch an seinem Platz.

Der heutige Kieler Stadtteil „Friedrichsort“ gehört zum Landesteil Schleswig und kam nach dem „Deutsch-Dänischen Krieg“ an Preußen. Im Jahre 1865

veranlasste Bismarck die Verlegung der preußischen Hauptflotte von Danzig nach Friedrichsort an der Kieler Förde. Durch diese Verlegung wurde ein Krieg

zwischen Preußen und Österreich ausgelöst. In diesem Krieg unterlag Österreich und Holstein wurde 1866 preußische Provinz. Die Verwaltung der Provinz

Schleswig-Holstein bekam ihren Sitz in der Stadt Schleswig. Kiel wurde nach der Gründung des „Deutschen Reiches“ im Jahre 1871 zum wichtigsten

Reichskriegshafen.

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Tag: Mittwoch, 24.06.2009 Abfahrt: 09:30 Uhr Ankunft: 16:00 Uhr

KM: 59,48 Durchschnitts-Kmh: 14,87 Fahrzeit: 4:00 Stunden

Höhenmeter: 283 Temperatur: 23 - 25°

Wetter:

Wind:

bis ca. 10.00 Uhr bewölkt, danach Sonne pur bis zum Sonnenuntergang

mäßiger Nordwind, der teils als Seitenwind und teils als Gegenwind wirkte, einige Kilometer,

insbesondere die letzten 7 bis zum Hotel, wirkte er als angenehmer Rückenwind

Fahrstrecke: Neuheikendorf – Brodersdorf – Laboe – Stein – Kalifornien – Brasilien – Schönberger Strand –

Hohenfelde – Behrensdorf – Hohwacht – Haßberg - Lütjenburg

Streckencharakteristik: etwa die Hälfe der Strecke gut ausgebaute und breite Radwege auf dem Deich entlang der

Ostsee, die andere Hälfte gute Radwegqualität auf separaten Radwegen entlang von Autostraßen

bzw. auf wenig befahrenen Straßen,

Höhenprofil:

Tagesablauf:

gesamte Strecke ohne nennenswerte Steigungen, lediglich die Rückfahrt nach dem verschlossenen Tor und

die Anfahrt nach Lütjenburg erforderten eine größere Kraftanstrengung

2,4 Kilometer auf dem Weg nach Laboe endeten an einem verschlossenen Tor. Hier wäre ein

Gelände der Bundeswehr zu durchfahren gewesen, welches aufgrund der Kieler Woche vormittags

gesperrt war, Ehrenmal der Marine in Laboe von außen besichtigt, Mittagsrast auf einer

Straußenfarm vor Hohwacht, Ortsbesichtigung Lütjenburg mit einem „Aperitiv“ im Restaurant Da

Mimmo auf der Außenterrasse

Hotel: Lüttje Burg Bewertung: ☺☺☺ Kosten DZ: 67 €

Abendessen: Hotel Lüttje Burg Absacker: Restaurant Da Mimmo

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heute gefahren

bisher gefahren

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verdammte Sch…..

Marine Ehrenmal

warum nicht?

Besuch einer Straußenfarm…

…mit Mittagsrast

unser Hotel in Lütjeburg

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Lütjenburg

Die Geschichte Lütjenburgs begann mit einer befestigten Siedlung wagrischer Slawen, die von Saxo Grammaticus Liutcha und von Helmold von Bosau

Lutilinburg genannt wurde; sie lag vermutlich am großen Binnensee und/oder am Sehlendorfer Binnensee. Die Binnenseen konnten als Häfen genutzt werden;

die Wagrier haben sie für Raubzüge nach Dänemark genutzt.

Im Rahmen der Kolonisations- und Missionierungsbemühungen Adolfs II. von Schauenburg wurde etwa 1156 die erste Lütjenburger Kirche errichtet. 1163

fand Bischof Gerold von Oldenburg/Lübeck bereits eine kleine Ansiedlung deutscher Siedler bei der Kirche vor. Die Siedlung entwickelte sich als Rast- und

Marktort und erhielt vermutlich noch von Adolf IV. von Schauenburg die Stadtrechte, und zwar gemäß dem Lübischen Recht. Zu diesem Anlass wurde

begonnen, den heutigen Kirchbau zu errichten, die älteste Backsteinkirche im Ostseeraum; sie hieß zunächst wohl St. Blasius, seit der Reformation aber St.

Michaelis.

Die Wirtschaft der Stadt basierte auf Landwirtschaft, Handwerk und Handel; jedoch behinderte das Fehlen eines Hafens sowie die Konkurrenz benachbarter

Städte wie Kiel, Neustadt und Heiligenhafen die Entwicklung des Handels erheblich. Aus diesem Grund gab es wiederholt Pläne, die Stadt an die Ostsee zu

verlegen, wozu es letztlich jedoch nicht kam. Die wirtschaftliche Lage Lütjenburgs war schließlich so angespannt, dass Adolf VII. 1373 der Stadt eine

fünfjährige Steuerbefreiung aussprach, was sehr ungewöhnlich war.

1639/42 wurde Lütjenburg von den Rantzaus an den Reichsgrafen Christian von Pentz, den Gouverneur von Glückstadt, abgetreten, im Tausch gegen

Großenbrode und Gut Klausdorf; der neue Besitzer verkaufte die Stadt, sowie das Gut Neudorf, bereits 1642 dem dänischen König Christian IV. Infolge der

sich auch nach 1648 fortsetzenden Kriegswirren war die Stadt schließlich so hoch verschuldet, dass Christian V. 1696 ihren Konkurs erklärte.

Während des Nordischen Krieges fiel 1713 der schwedische General Stenbock in Holstein ein; Lütjenburg musste erneut eine Brandschatzung von 2000

Reichstalern aufbringen. Danach blieb es bis zu den Napoleonischen Kriegen weitgehend friedlich, und allmählich setzte ein bescheidener Aufschwung ein.

Im Jahr 1826 vernichtete ein von der Windmühle ausgehendes Großfeuer etwa ein Drittel der Stadt, darunter auch den Kirchturm; der geschnitzte Hochaltar

von 1467 blieb jedoch verschont. Die Windmühle wurde rasch wieder aufgebaut, da sie die Abhängigkeit von der Wassermühle des Gutes Helmstorf verringerte;

1929 brannte sie erneut ab.

Gegen Ende des Jahrhunderts erlebte die Wirtschaft der Stadt einen beachtlichen Aufschwung, insbesondere seit der Eröffnung der Eisenbahnlinie nach Malente

1892. Infolge der allgemeinen Entwicklung im Zuge der Industrialisierung entstanden erste Arbeitervereine. Die Lokalpolitik blieb jedoch konservativ geprägt;

bis 1918 gab es keine sozialdemokratischen Stadtverordneten. Der wirtschaftliche Aufschwung kam während des Ersten Weltkrieges zum Erliegen.

Während des Zweiten Weltkrieges unterhielt das Marinearsenal Kiel optische Werkstätten in Lütjenburg. Gegen Ende des Krieges und danach verdoppelte sich

die Einwohnerzahl auf etwa 6.000 durch Flüchtlinge aus den Ostgebieten.

Zum 1. Januar 2008 ist die bis dahin amtsfreie Stadt dem Amt Lütjenburg-Land beigetreten, das seinen Namen daraufhin in Amt Lütjenburg geändert hat.

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Tag: Donnerstag, 25.06.2009 Abfahrt: 09:30 Uhr Ankunft: 17:05 Uhr

KM: 68,60 Durchschnitts-Kmh: 16,20 Fahrzeit: 4:14 Stunden

Höhenmeter: 449 Temperatur: 18 - 23°

Wetter:

Wind:

Fahrstrecke:

vormittags bewölkt, ab ca. 14.00 Uhr Regen, mal leichter, mal stärker

stärkerer Nordostwind, der uns überwiegend als Gegenwind schwer zu schaffen machte

(insbesondere bei der Überfahrt über die Fehmarnsundbrücke)

Lütjenburg – Sehlendorf – Weißenhäuser Strand – Dannau – Oldenburg in Holstein –Kröß–

Altgalendorf – Teschendorf – Kembs – Dazendorf – Heiligenhafen –Lütjenbrode–Großenbrode

– Fehmarnsundbrücke - Avendorf

Streckencharakteristik: Radwege überwiegend als separate Radwege entlang von mäßig befahrenen Autostraßen,

wenige Kilometer entlang der Ostsee, über die Fehmarnsundbrücke aufgrund des Regens und des

Seitenwindes schlechteste Fahrbedingungen

Höhenprofil:

Tagesablauf:

trotz der fast 450 erradelten Höhenmeter keine großen Steigungen, sondern viele langgezogene

sachte Anstiege

Ortsrundgang durch Oldenburg i. H., Mittagsrast bei Dazendorf, platten Reifen von Hedi

gewechselt bei strömendem Regen im Hafen von Heiligenhafen

Hotel: Grüner Jäger Bewertung: ☺ ☺ Kosten DZ: 60 €

Abendessen:

Hotel Grüner Jäger

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heute gefahren

bisher gefahren

25


Oldenburg i. H.

Mittagsrast vor dem großen Regen

beim Abendessen im Grünen Jäger

wem es gefällt?

endlich konnten wir unser Werkzeug auspacken

unser Hotel in Avendorf

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Oldenburg

Oldenburg lag früher an einer Ostseebucht und war Hafen und Hauptort der slawischen Wagrier. Um das Jahr 700 entstand der heute so genannte

Oldenburger Wall, eine slawische Burganlage, von der heute nur noch ein Wall erhalten ist. Aus dem westlichsten slawischen Fürstensitz Starigard (Alte

Burg) wurde der Ortsname Aldinborg, später dann Oldenburg. Der Ort war im frühen Mittelalter umkämpft.

Adam von Bremen erwähnt Oldenburg erstmals im Jahr 1076: "Aldinborg civitas magna Sclavorum, qui Waigri dicuntur, sita est iuxta mare, quod Balticum

sive Barbarum dicitur, itinere die. .. ab Hammaburg" (Aldinburg ist eine große Stadt der Slawen, die Wagrier genannt werden, gelegen in der Nähe des

Meeres, welches das Baltische oder das Barbarische genannt wird,. .. Tagereisen von Hamburg entfernt).

Zusammen mit Haithabu war Aldinburg Hafen im Ostseehandel. Die Schiffe gingen bis ins Samland oder nach Kiew.

Im Zuge der Christianisierung war Oldenburg einige Jahre Bischofssitz und gehörte zum Erzbistum Hamburg, ab etwa 1150 entstand die St.-Johannis-Kirche.

Um diese Zeit waren die slawischen Stämme entmachtet, 1160 wurde der Bischofssitz nach Lübeck verlegt. 1235 wurden Oldenburg von Graf Adolf IV. die

Stadtrechte verliehen.

In den folgenden Jahrhunderten versandete die Bucht und Oldenburg verlor seine Stellung als Hafenstadt. Die Vergangenheit zeigt das Wall-Museum mit

großer Freilichtanlage und Ausstellungsräumen.

Oldenburg war bis zur Kreisreform von 1970 Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises, der dann mit dem Kreis Eutin zum Kreis Ostholstein fusioniert

wurde.

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Heiligenhafen

Heiligenhafen, wahrscheinlich als Hafenstadt gegründet, wird in den schriftlichen Quellen des 13. Jahrhunderts bereits mehrfach erwähnt und ist wohl

zwischen 1249 und 1259 aus den Kolonistendörfern Helerikendorp und Tulendorp sowie aus den Dörfern Kerstinbuerfeld, Küsdorp und Vrysgard

entstanden.

Die einwandfreie Deutung des Namens, der über die Jahre einige Wandlungen erfahren hat, ist bis heute nicht gelungen. So könnte der erste Teil aus dem Wort

„heilig“ oder aus dem Begriff „Hallig“ entstanden sein und der Teil „hafen“ wohl auf den Zweck der Gründung hindeuten.

Über die erstmalige Verleihung der Stadtrechte gibt es keine exakten Quellen. Allerdings gehen die Verfasser verschiedener Stadtchroniken davon aus, dass

dies etwa um 1250 erfolgt sein muss. Urkundlich nachweisbar wurde Heiligenhafen 1305 durch den Grafen Gerhard II. auf seinem Schloss in Grube mit

dem „Lübschen Rechte“ belehnt. Danach galten die Heiligenhafener als Bürger und konnten im Gegensatz zu der im Umland wohnenden Bevölkerung nach

eigenem Recht richten. Wahrscheinlich war diese Urkunde aber nur eine Bestätigung für schon früher verliehene Rechte, denn bei jedem Regierungswechsel

musste sich die Stadt das Privileg erneut bestätigen lassen.

Die Geschichte der Stadt war sehr wechselvoll. Sehr stark litt sie 1320 nach einer Überschwemmung. Fünf Jahre später, als Graf Johann III. den

Heiligenhafenern durch eine Urkunde die Erlaubnis über die zollfreie Ausfuhr ihrer Erzeugnisse gab, blühte die Stadt auf. Sie wurde Hauptausfuhrhafen des

Oldenburger Landes. Durch das verliehene Marktrecht durfte sich die Stadt ein Stadtsiegel geben, das heute noch das Stadtwappen und die Stadtflagge

ziert. Die nächsten Jahrhunderte war Heiligenhafen als so genannter königlicher Anteil direkt dem dänischen König unterstellt.

1391 brannte die Stadt bis auf acht Häuser nieder. 1428 wurde sie von dem Dänenkönig Erik VII. restlos zerstört. Die folgende ruhige und stetige

Aufwärtsentwicklung wurde durch den Dreißigjährigen Krieg unterbrochen. So musste Heiligenhafen 1625 wegen der wachsenden Not das 1437 erworbene

Dorf Klaustorf wieder verkaufen. Von 1627 bis 1630 wütete die Pest und brachte die Stadt an den Rand des Ruins. Auch die folgenden Jahrzehnte brachten

durch Kriege, Feuersbrünste und Sturmfluten neues Leid über die Bevölkerung. Erst 1720 zog wieder Frieden und eine lange Zeit Ruhe ein.

Die Kriege in Schleswig-Holstein haben Heiligenhafen nur am Rande berührt. Spürbarer wurden die Heiligenhafener in den Zweiten Weltkrieg und seine

Folgen hineingezogen, zumal Heiligenhafen 1938 Garnisonsstadt geworden war. Nach dem Krieg wurde die wagrische Halbinsel von den Engländern zum

Gefangenengebiet erklärt und die gefangenen deutschen Soldaten wurden in Kasernen und Scheunen interniert. Um die Flucht der Soldaten zu verhindern,

wurden die Boote der Heiligenhafener Fischer auf die Reede gefahren und dort versenkt.

Durch den Flüchtlingsstrom aus den ehemaligen Deutschen Ostgebieten stieg die Einwohnerzahl Heiligenhafens sprunghaft von 3.500 auf 10.700 an.

Bürgermeister und Stadtverordnete standen vor der Aufgabe, für die in großen Barackenlagern untergebrachten Flüchtlinge und Vertriebenen neue Wohnungen

zu schaffen. Durch Programme, die vom Bund, Land und Kreis unterstützt wurden, entstanden neue Wohnblocks und der Siedlungsbereich der Stadt dehnte

sich erheblich aus. Der Altstadtbereich mit seinen Straßenzügen und dem Markt blieb in seiner ursprünglichen Form erhalten.

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Tag: Freitag, 26.06.2009 Abfahrt: 09:45 Uhr Ankunft: 16:40 Uhr

KM: 57,11 Durchschnitts-Kmh: 13,71 Fahrzeit: 4:10 Stunden

Höhenmeter: 358 Temperatur: 20 - 24°

Wetter:

Wind:

Fahrstrecke:

bis ca. 10.00 Uhr bewölkt, danach bis zum Sonnenuntergang Sonne bei leichter Bewölkung

stärkerer Ostwind, der uns aufgrund der Route „rund um Fehmarn“ von allen Seiten

gleichermaßen mal als angenehm und mal als Hindernis erschien, zurück über die

Fehmarnsundbrücke zum Festland wirkte er als seitlicher Rückenwind sehr entspannend

Avendorf – Albertsdorf - Lemkenhafen – Lemkendorf – Danschendorf – Wenkendorf - Puttgarden

Fährhafen – Burg – Burgtiefe – Burgstaaken – Wulfen – Fehmarnsund – Fehmarnsundbrücke –

Großenbrode

Streckencharakteristik: meist ebene Radwege, die teils auf separaten Radwegen befahren werden konnten und teils

auf schwach befahrenen Autostraßen erradelt wurden, die letzten 6 Kilometer vor Puttgarden

unbefestigte Radwege auf dem Deich mit extrem starkem Gegenwind

Höhenprofil:

Tagesablauf:

keine nennenswerten Steigungen bis auf die Auffahrt zur Fehmarnsundbrücke

kurz hinter dem Fährhafen Puttgarden hatte Hedi wieder platt gefahren, mit 4 x Luftpumpen

und schneller Fahrweise erreichten wir Burg, hier konnte ein neuer Fahrradmantel gekauft und

mit neuem Schlauch montiert werden, Eispause, Kaffee und Kuchen am Hafen Südstrand und

bei Ankunft im Hotel erst einmal ein kühles Bier o. ä. auf der Hotelterrasse

Hotel: Palstek Bewertung: ☺ Kosten DZ: 95 €

Abendessen: Büffet im Hotel Palstek Absacker: Wintergarten Hotel Palstek

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heute gefahren

bisher gefahren

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Ostseestrand kurz vor Puttgarden

der zweite Platte

am Yachthafen in Burgtiefe

Fehmarnsundbrücke

wie man richtig sitzt!!!

unser Hotel in Großenbrode

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Fehmarn

Dänenkönig Knud der Große unterstellt im Jahre 1022 die Insel Fehmarn dem Bistum Odense auf Fünen, in dessen Diözese die Insel bis zur Reformation

1542 verbleibt.

Im Jahre 1076 erwähnt der Kirchenhistoriker Adam von Bremen die Insel „Fembre" als ein reiches Bauernland und voll von Seeräubern, die keinen

Vorüberfahrenden verschonen. Dem Domcholaster zählt die Insel zu den dänischen Besitzungen und ihre Bewohner schmücken sich trotz ihrer Seeräuberei mit

dem Ehrennamen der Christen!

Der Dänenkönig Waldemar II. legt ab 1202 ein Erdbuch seiner Besitzungen und Einnahmen von Fehmarn an. Hierin erscheinen von der Insel 36 Dörfer und

ein „Castro". Diese befestigte Siedlung, des werdenden Städtchens Burg auf Fehmarn, dient dem Schutz des im 16. Jahrhundert versandeten Stadthafens

unterhalb des heutigen Kirchenhügels von Sankt Nikolai. Das backsteinerne Gotteshaus im romanisch-gotischen Übergangsstil wurde um 1230 erbaut, 1470

– 1505 Erweiterungen, der Kirchturm 1508 – 1513 errichtet.

Die Landkirchener Sankt Petri-Kirche datiert von 1220, die Petersdorfer Sankt Johannes-Kirche auf 1240 und die Bannesdorfer „Parochia", ebenfalls

Johannes dem Täufer geweiht, ist 1290 in den Bistums-Annalen von Odense auf Fünen erwähnt.

Die Verwaltung der Insel geht aus den „Kirchspielen" des 13. Jahrhunderts hervor. Die Stadt Burg auf Fehmarn benutzt das „Lübecker Stadtrecht", die

Landschaft das „Fehmarnsche Landrecht", beide Rechte wurden 1867 durch die preußische Gesetzgebung abgelöst. Die Stadt Burg auf Fehmarn ist von

altersher durch ihre zentrale Lage mit dem frühen Stadthafen und dem Amtmannsitz auf Schloss Glambeck / Burgtiefe (1210) der Handelsmittelpunkt.

Am 1. Juli 1420 wird Fehmarn vom Dänenkönig „Erich der Pommer" fast vollständig zerstört und die Bevölkerung nahezu ausgerottet: die Insulaner hatten

den Holsteiner Grafen Adolf VIII. als ihren „rechtmäßigen Herrn" anerkannt und die dänische Königskrone im Siegel mit dem Symbol des „Schauenburger

Nesselblatts" getauscht. Der Schauenburger Fürst ruft 1424 zur Neubesiedlung der Insel mit großen Steuerfreiheiten auf, dem überwiegend Dithmarscher,

Sachsen und Holsteiner Folge leisten.

1580 erhält Fehmarn unter Graf Johann eine Lehnsfahne vom dänischen König Friedrich II. mit goldener Krone auf lavendelblauem Grund, diese wird noch

heute geflaggt.

1617 verbietet der fehmarnsche Landherr, Fürstbischof Johann Friedrich aus Eutin, die Ansässigkeit und den Landbesitz des Adels „auf unserer Insul

Femern". Auf der Insel gibt es zu dieser Zeit 493 freie Bauernhöfe und nie eine Leibeigenschaft.

1963 Einweihung der Fehmarnsund-Brücke und „Vogelfluglinie" mit Bahnhof Puttgarden.

Am 1. Januar 2003 schließen sich nach einer Bürgerbefragung die kommunalen Verwaltungen der Stadt Burg auf Fehmarn und der Landschaft Fehmarn zur

Stadt Fehmarn zusammen.

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Tag: Samstag, 27.06.2009 Abfahrt: 09:35 Uhr Ankunft: 16:30 Uhr

KM: 58,40 Durchschnitts-Kmh: 15,17 Fahrzeit: 3:51 Stunden

Höhenmeter: 289 Temperatur: 21 - 24°

Wetter:

Wind:

vormittags überwiegend bewölkt mit gelegentlichem Sonnenschein, ab Mittag aufklarend und

Sonne mit geringer Bewölkung bis zum Sonnenuntergang

kräftiger Nordostwind, der uns überwiegend als Rückenwind das Fahren erleichterte, der Wind

ließ die gefühlte Temperatur um einige Grad niedriger erscheinen als die gemessene Temperatur

Fahrstrecke: Großenbrode – Neukirchen – Kraksdorf – Süssau – Dahme – Kellenhusen – Lensterstrand –

Grömitz – Bliesdorf – Rettin – Pelzerhaken – Neustadt in Holstein

Streckencharakteristik: überwiegend separate Radwege, teils asphaltiert, teils auf dem Deich auch unbefestigt,

wenige Kilometer entlang von schwach befahrenen Autostraßen

Höhenprofil:

Tagesablauf:

ebene Radwege mit geringen Steigungen, die überwiegend durch vorherige Abfahrten weitgehend

egalisiert werden konnten

Rast am Pier von Kellenhusen, Mittagsrast bei kräftigem Wind bei Lensterstrand, Eiscafè in

Neustadt

Hotel: Holländersruh Bewertung: Kosten DZ: 77 €

Abendessen: Gaststätte Marienhof Absacker: Brauereigaststätte am Hafen

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heute gefahren

bisher gefahren

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Seebrücke in Kellenhusen

man achte auf die Fahne

da wird der Mann zum Kind

Gedenkstätte

unser Hotel in Neustadt

beim Absacker am Hafen von Neustadt

Gratulation dem Fotografen

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Neustadt in Holstein

Neustadt wurde 1244 von Graf Adolf IV. von Holstein als Neue Stadt von Altenkrempe gegründet, das älter ist und landeinwärts am flachen Binnenwasser

liegt, dort findet sich eine bedeutende Basilika von 1140. In Neustadt besteht seit 1474 die älteste Fischerinnung Deutschlands. Historisch von Belang sind

die Kirche von 1244, das Heiliggeist-Hospital von 1344 und das Kremper Tor aus dem Mittelalter.

Bereits zur Hansezeit stellte der Hafen von Neustadt einen wichtigen Anlaufhafen für holländische und dänische Schiffe dar. Schiffe der Hanse (universos

mercatores de hansa Theutonicorum) liefen den Neustädter Hafen nur sehr selten an, weil Neustadt nicht zur Hanse gehörte, aber lübsches Recht hatte. Dieses

machte die Stadt für holländische Kauffahrer und auch für die Vitalienbrüder um so interessanter, weil sie keine Stapelrechte beachten mussten. Die

Haupteinnahmequellen von kleinen Dörfern, wie dem nur 15 Kilometer entfernt gelegenem Grömitz, waren die Landwirtschaft (gestützt durch das Kloster

Cismar) und die Fischerei. Somit leisteten auch kleine Ortschaften wie Grömitz einen bescheidenen Anteil an einem der Haupthandelsgüter der Hanse -

gesalzener Hering in Fässern, welcher aus dem Neustädter Hafen exportiert wurde. Der große Kronleuchter in der Stadtkirche gibt Zeugnis von einem der

vielen großen Kriegsschiffe für die dänische Krone (Christian IV. und Friedrich III.), die in den Jahren von 1639 bis 1669 im Neustädter Hafen gebaut

wurden.

Das letzte Seegefecht der Schleswig-Holsteinischen Erhebung vor dem Gefecht von Idstedt fand am 20./21. Juli 1850 in der Neustädter Bucht statt. Dabei

sank das Schleswig-Holsteinische Kanonenboot Nr. 1 von der Tann.

Neustadt/Pelzerhaken war Standort des Nachrichtenmittelversuchskommandos seit 1923 (Nachrichtenmittelversuchsanstalt, kurz NVA) zur Entwicklung

der Funkmesstechnik (Radar). In der Zeit von 1964 bis 1992 diente der Fernmeldeturm M in Neustadt/Pelzerhaken der Fernmelde- und elektronischen

Aufklärung durch den Marinefermeldesektor 73.

Von Dezember 1944 bis zum 1. Mai 1945 befand sich in Neustadt das KZ Neustadt als Außenlager des KZ Neuengamme. Der Komplex wurde später in

das Krankenhaus eingegliedert.

Vor Neustadt wurde am 3. Mai 1945 die Cap Arcona und die kleinere Thielbek mit Häftlingen des KZ Neuengamme von alliierten Flugzeugen versenkt, eine

der drei schwersten Katastrophen der Seefahrt in der Geschichte.

1969 erhielt die Stadt die Ehrenfahne des Ministerkomitees des Europarats und nennt sich seither Europastadt.

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Tag: Sonntag, 28.06.2009 Abfahrt: 09:35 Uhr Ankunft: 15:15 Uhr

KM: 47,60 Durchschnitts-Kmh: 13,35 Fahrzeit: 3:34 Stunden

Höhenmeter: 269 Temperatur: 18 - 23°

Wetter:

Wind:

ab Beginn dieser Tagesetappe bis ca. 10.00 Uhr leichter Nieselregen, danach bewölkt, ab ca.

15.00 Uhr setzte sich die Sonne durch

mäßiger Nordostwind, der häufig als Rückenwind und wenige Kilometer als Gegenwind wirkte

Fahrstrecke: Neustadt in Holstein –Sierksdorf–Scharbeutz – Timmendorfer Strand – Niendorf –

Travemünde – Kücknitz - Lübeck

Streckencharakteristik: überwiegend separate Radwege, meist befestigt, entlang der Steilküste vor Scharbeutz

unbefestigte Strecke

Höhenprofil:

Tagesablauf:

keine nennenswerten Steigungen

„Fotoshooting“ in Travemünde, Bus-Shuttle durch den Herrentunnel (Unterquerung der

Trave), Kaffeepause am Yachthafen von Lübeck, Festzug in Lübeck, Ortsbesichtigung inklusive

Hafenrundfahrt

Hotel: Stadt Lübeck Bewertung: ☺ ☺ Kosten DZ: 74 €

Abendessen:

Absacker:

YAM YAM

Gaststätte Feuerwerk

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heute gefahren

bisher gefahren

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Travemünde

Festzug in Lübeck

letzte Mittagsrast kurz vor Lübeck

das muss sein: Gruppenfoto mit Holstentor

bei der Hafenrundfahrt

unser Hotel in Lübeck

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Scharbeutz

Slawische Vorläufersiedlungen des Ortes bestanden schon vor mehr als 1000 Jahren. Der Name Scharbeutz geht auf das slawische Dorf Scorbuze oder

Schoreboce zurück. Diese Bezeichnung heißt soviel wie „der Hof des Skorobyc”; letztgenannter Name zerfällt in die Teile skorz (slaw. „schnell, flink”) und

bytz (slaw. „sein Bestehen”).

Unter Graf Adolf II. von Schauenburg und Holstein fanden ab 1150 Landnahmen durch die Friesen, Sachsen, Westfalen und Holsten statt. Erste

urkundliche Erwähnung finden Pönitz 1221 als Penze, Scharbeutz 1271 als Scarbuce und Gleschendorf 1259 als Golesko.

Im 15. Jahrhundert wurde der Raum von der Kartause Ahrensbök beherrscht, im 17. Jahrhundert von den Dänen beeinflusst; Staatsgüter, wie der

Gronenberger Hof, wurden gegründet. Erst im 19. Jahrhundert kam es im Küstenbereich zu einer eigenständigen Entwicklung.

Im Jahre 1850 lebten in Scharbeutz weniger als 200 Menschen, Haffkrug hatte ca. 200 und Gleschendorf etwa 300 Einwohner. In Haffkrug entwickelte

sich ab 1812, in Scharbeutz ab 1837 der Badetourismus. Trotzdem wurde das Elisabethbad in Haffkrug erst 1840, das Augustusbad in Scharbeutz erst

1850 durch den Hamburger Kaufmann Charles Kelley fertig gestellt.

Bis zum Groß-Hamburg-Gesetz gehörte das heutige Gemeindegebiet zum Land Oldenburg.

Am 3. Mai 1945 wurden vor der Küste von Scharbeutz die Cap Arcona und die Deutschland IV durch britische Luftangriffe versenkt. Dabei starben 7.000

Menschen, die meisten davon Häftlinge des KZ Neuengamme.

In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Haffkrug durch Polen, Scharbeutz durch Großbritannien besetzt. Die Bevölkerungszahl hatte sich durch

zahlreiche Flüchtlinge aus den Ostgebieten und dem Baltikum verdoppelt. Die Touristen blieben aus, eine Wiederbelebung setzte erst in den 1950er Jahren ein.

Die heutige Großgemeinde Scharbeutz wurde als Zusammenschluss der Gemeinden Scharbeutz-Haffkrug und Gleschendorf im Zuge der Gebietsreform im

Jahre 1974 gegründet.

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Lübeck (1)

Als offizielles Jahr der Gründung Lübecks wird 1143 genannt. In diesem Jahr errichtete Graf Adolf von Schauenburg eine christliche Kaufmannssiedlung auf

dem fast vollständig von den Flüssen Wakenitz und Trave umgebenen eiförmigen Hügel Buku. Auf diesen Ort wurde die Bezeichnung "Lübeck" übertragen.

Doch gab es hier schon frühere Besiedlungen. Die erste Siedlung, die den Namen "Liubice" (die Schöne, die Liebliche) trug, lag nicht einmal auf der Halbinsel,

sondern einige Kilometer entfernt am Zusammenfluß der Flüsse Trave und Schwartau. Sie bestand aus einer Königsburg, einer christlichen Kirche und

kaufmännischen Niederlassungen. Besiedlungen ("Alt Lübeck") können bis in das Jahr 819 zurückverfolgt werden. Die letzte Siedlung Alt Lübeck vor der

Gründung Lübecks wurde 1138 von Slawen niedergebrannt.

Im Bewußtsein, den richtigen Ort zur richtigen Zeit gewählt zu haben und ein neues großen Ausfalltor zur Ostsee zu bauen, stattete Herzog Heinrich der Löwe

die Stadt mit zahlreichen Privilegien aus. Er gab ihr das Stadtrecht nach Soester Vorbild.

Bereits 1160, drei Jahre nach der Wiedergründung, verlegt Herzog Heinrich das Bistum von Oldenburg nach Lübeck, 1163 wird der erste Dom geweiht.

1173 beginnt der Bau einer der größten Backsteinbauten Norddeutschlands, der großen romanischen Domkirche, der im Jahre 1230 vollendet wurde.

1201 fiel Lübeck für 25 Jahre in die Hände der Dänen. Nach dem Sieg der Lübecker über die Dänen bei Bornhöved (1227) wurde die Macht der Dänen in

Norddeutschland endgültig gebrochen. Da dies am Maria-Magdalenen-Tag geschah, wurde die Heilige zur Lübecker Schutzpatronin erklärt und ihr ein von

Dominikanern geführtes Kloster gestiftet, das Burgkloster, das bis heute erhalten ist.

1226 erhob Friedrich II. die Stadt Lübeck zur freien Reichsstadt (Reichsunmittelbarkeit). Somit waren Rat und Bürgerschaft nur ihm allein untertan,

mussten keinem Grafen, keinem Herzog und keinem Bischof gehorchen. Diese Eigenstaatlichkeit Lübecks endete erst 711 Jahre später mit einer Verfügung

Adolf Hitlers aus dem Jahre 1937 (Großhamburggesetz). Viele Lübecker behaupten heute, dies sei aus Rache geschehen, weil die Lübecker dem NS-Führer

1932 einen Wahlkampfauftritt in ihren Mauern verwehrt hätten.

Die Hanse (althochdeutsch Hansa: Schar, Bund) wurde 1266 geboren. Seinerzeit nannten die in England tätigen deutschen Kaufleute ihren

Zusammenschluss Hanse. Aus dem Kaufmannsbund gestaltete sich ein Städtebund niederdeutscher Städte. Ziel waren die Sicherung des Handels, zumal eine

starke Reichsgewalt fehlte, sowie Erhaltung und Erweiterung städtischer Freiheit, Wahrung des patrizisch-aristrokratischen Regiments in den Städten und

Hilfeleistungen im Kriegsfall durch Mannschaft und Schiffe.

1329 sicherte sich Lübeck durch den Erwerb Travemündes einen ungehinderten Zugang zur Ostsee. Der Aufstieg Lübecks gründete sich auf den Umschlag der

Rohstoffe des Nordens und Ostens gegen Fertigwaren des Westens und Südens. Niederlassungen (Kontore) wurden in London, Brügge, Antwerpen, Bergen

und Novgorod gegründet.

Entscheidenden Vorteil der Hanse: Ihre bis zu 100 Tonnen fassenden, seetüchtigen Schiffe, die so genannten Hansekoggen, die an Größe und

Transportfähigkeit alle bislang existierenden Schiffstypen in den Schatten stellten. Noch bis zum Dreißigjährigen Krieg war die Lübecker Flotte größer als

die Englands, nur die Niederländer besaßen mehr Schiffe.

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Lübeck (2)

Das Jahr 1370 brachte nach schweren Kämpfen in einem zehn Jahre dauernden Krieg mit Dänemark den Frieden von Stralsund. Er zementierte Lübecks

Herrschaft über die Ostsee. Kein Wunder also, dass Kaiser Karl IV. bei seinem Besuch 1375 die Mitglieder des Rates mit "Ihr Herren" anredete, eine

Anrede, auf die nur die Oberschichten der Städte Brügge in Flandern, Lübeck in Alemanien, Paris in Frankreich und Wien in Österreich ein Anrecht hatten.

Lübeck zählte jetzt neben Rom, Pisa, Florenz und Venedig zu den fünf Herrenstädten seines Reiches. Damals hatte Lübeck rund 30 000 Einwohner - eine

Zahl, die in Deutschland nur Köln übertraf. Lübecks Ausdehnung entsprach der heutigen Altstadt.

1531 wurde Lübeck protestantisch - nach langen Auseinandersetzungen durchgesetzt von einer breiten Bürgerbewegung gegen den konservativen Rat.

Durch die Entdeckungsfahrten und die europäische Besiedlung Amerikas war die Ostsee plötzlich nicht mehr Zentrum des Handels. England und Holland

erstarkten. Der Höhepunkt der Macht der Ostseestädte war überschritten. Auch durch politisches und militärisches Taktieren war die Vormachtstellung

Lübecks nicht wiederherzustellen. Hinzu kam: Die Reformation förderte eine individuelle Lebensauffassung, der Handel verebbte zunehmend und der

genossenschaftliche Verbund der Hanse lockerte sich. Mehr und mehr Städte orientierten sich nach Westen und blieben den Hansetagen fern - früher hätte dies

Strafen der übrigen Mitglieder ausgelöst, doch gab es kein Druckmittel mehr.

Der letzte Hansetag wurde 1630 abgehalten. Nur Lübeck, Hamburg und Bremen nahmen daran teil. Diese Städte schlossen sich zu Sachwaltern des

Hansegedankens zusammen, doch es dauerte bis 1980, bis die Hansetage auf Initiative des holländischen Zwolle wieder eingeführt wurden.

Nach dem Ende der Hanse blieb Lübeck eine bedeutende Kaufmanns- und Handelsstadt, wohlhabend, aber nicht mehr unermesslich reich. Die 1613 errichteten

Befestigungsanlagen hielten den 30jährigen Krieg fern. Neuerungen auf den Gebieten des Handels und der Wirtschaft wurden andernorts eingeführt. Lübeck

hingegen bewahrte die Tradition.

1811 wurde Lübeck per Dekret dem Kaiserreich einverleibt. Erst 1813 wurde die Stadt von den Russen unter Tettenborn befreit. Die endgültige Befreiung

kam Anfang Dezember 1813 mit dem Einzug von Marschall Bernadotte - dem gleichen Marschall, der 1806 die Stadt eingenommen hatte und nun als

designierter Kronprinz auf der Seite Schwedens kämpfte.

1815 wurde Lübeck durch den Wiener Kongress wieder selbständiges Staatsgebiet. Jahrzehntelange Kämpfe mit Dänemark um die Verkehrswege Lübecks

schlossen sich an. Die Schuldenlast, die seit der Franzosenzeit auf der Stadt lastete, war ungeheuer.

Doch einem Aufschwung standen nicht nur die Nordseestädte entgegen, sondern auch an der Ostsee war Konkurrenz entstanden. Preußen förderte Stettin,

Danzig und Königsberg, Dänemark das zu seinem Hoheitsgebiet zählende Kiel. Doch da Russland und Schweden Lübeck unterstützten, konnten die Kaufleute

langsam wieder Fuß fassen. 1820 wählten die letzen nach dem Wiener Kongress verbliebenen Reichsstädte (Hamburg, Lübeck, Bremen, Frankfurt) Lübeck

als Sitz ihres Appellationsgerichtes - Lübeck hatte also immer noch hohes Ansehen.

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Lübeck (3)

Die Machtergreifung der Nationalsozialisten im Jahr 1933 brachte auch für Lübeck eine Schreckensherrschaft mit sich, die in einer Katastrophe endete. In

den Jahren nach dem ersten Weltkrieg hatten sich viele Lübecker für die Sozialdemokratie und für die starke kommunistische Bewegung engagiert. Das

Regime der NSDAP, das auch in Lübeck zahlreiche Anhänger fand, hatte für die Geschichte der Hansestadt nicht viel übrig. Lübeck wurde 1937 der

preußischen Provinz Schleswig-Holstein angegliedert, seine staatliche Selbständigkeit durch das "Großhamburggesetz" aufgehoben. Gleichzeitig wurde das

einstige Fürstbistum Lübeck aufgehoben und in die Landkreise Eutin und Oldenburg eingegliedert.

1942 wurde ein großer Teil der Altstadt durch einen englischen Bombenangriff an Palmsonntag zerstört - auch St. Marien. Dass es in der Endphase des

Krieges nicht zu weiteren Bombenangriffen und damit zu einer völligen Zerstörung der Stadt kam, ist dem Schweizer Staatsmann Carl Jacob Burckhardt und

dem Hamburger Bankier Eric Warburg zu verdanken. Aufgrund ihrer diplomatischen Tätigkeit wurde Lübeck im Jahr 1944 Umschlagplatz für Rot-Kreuz-

Transporte von Hilfsgütern für britische Kriegsgefangene in Deutschland. Dadurch blieb die Altstadt von Lübeck von weiteren Bombenangriffen verschont.

1944 wurde Lübeck Umschlagplatz für Hilfsgaben an Kriegsgefangene, vor allem aus den USA. Am 2. Mai 1945 marschierten britischen Truppen, ohne

auf Gegenwehr zu stoßen, in die Stadt ein. Ein eigener Stadtstaat wie Hamburg und Bremen wurde Lübeck trotz diverser Versuche nicht mehr. Es gehört

seither zum Land Schleswig-Holstein.

Trotz starker Zerstörungen durch einen Bombenangriff im Zweiten Weltkrieg blieben rund zwei Drittel des historischen Baubestands der Altstadt erhalten.

Die reichhaltige historische Bausubstanz und das einzigartige Altstadtensemble wurden von der UNESCO 1987 in den Rang eines " Weltkulturerbe" erhoben.

Es verpflichtet die Stadt zu umfangreichen Schutzmaßnahmen. Eine Folge davon: Die Bürgerschaft beschließt, die Autos ab dem 14. Juni 1995 weitgehend

aus der Altstadt zu verbannen.

Trotz der schwierigen Haushaltshaltslage herrscht in Lübeck Aufbruchstimmung: Bis Ende 2006 werden in Travemünde allein 84 Millionen Euro am

Skandinavienkai investiert. Das gegenwärtig 50 Hektar große Hafengelände wird um 13,3 Hektar vergrößert. Auch im Ostseebad selbst ist der Aufschwung

sicht- und spürbar: Nicht zuletzt den beiden neuen 5-Sterne-Häusern, dem Columbia Hotel Casino Travemünde und dem Hotel Arosa Travemünde im

restaurierten historischen Kurhaus, in dem einst Thomas Mann als Kind seine Ferien verbrachte, setzt Lübecks schönste Tochter alles daran, wieder zur Nr. 1

an der Ostseeküste zu werden. Dazu wird auch die Ferienanlage auf dem Priwall beitragen: Dort sollen innerhalb der nächsten zehn Jahre sechs Feriendörfer

mit 110 Häusern entstehen.

Als klares Bekenntnis zum Standort Innenstadt sind die jüngsten Einzelhandelsprojekte zu sehen: Direkt am Markt eröffnete Mitte Februar 2005 das

Textilhaus Peek & Cloppenburg, das mit seiner von Christoph Ingenhoven entworfenen, modernen und markanten Architektur neue Akzente setzt. Dass sich

Lübeck immer stärker als die Einkaufsstadt des Nordens etabliert, zeigen der Umbau des Kanzleigebäudes zu einer kleinen, aber feinen Einkaufspassage und

die Entscheidung für den Bau des Haerder-Centers auf dem Gelände des früheren Kaufhauses Haerder - im Oktober 2007 soll dieses Shopping-Center

eröffnet werden.

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Tag: Montag, 29.06.2009 Temperatur: 16 - 31°

Wetter:

Wind:

Rückfahrt:

Letzte Meile:

Abendessen:

Sonstiges:

in Lübeck bewölkt, im weiteren Tagesverlauf bewölkt mit gelegentlichem Sonnenschein, beim

Abendessen Regenschauer

kein nennenswerter Wind

08.41 Uhr mit DB ab Lübeck mit RE über Bad Oldesloe bis Hamburg, Weiterfahrt ab

Hamburg um 10.46 Uhr mit IC 2115 über Bremen – Osnabrück – Münster – Dortmund –

Bochum –Essen –Duisburg –Düsseldorf –Köln –Bonn

Margret, H. Willi, Helga, Rolf, Hedi, Brigitte und Udo fuhren mit dem Fahrrad nach

Heisterbacherrott, Ankunft in Heisterbacherrott um 17.05 Uhr, nach einem Eis in

Niederdollendorf, Monika, Hubert, Christel und Reinhold ließen sich mit dem Auto abholen

und sorgten für den Koffertransfer der „Radfahrer“,

La Casa in Thomasberg

Gebuchter Regionalexpress um 09.15 Uhr von Lübeck nach Hamburg fiel aufgrund eines

Defektes aus, RE um 08.41 Uhr konnte genutzt werden, dadurch in Hamburg verlängerter

Aufenthalt

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es war wieder mal schön

hoffentlich sind wir bald da

die Gedanken sind frei

Bonn in Sicht?

wo bleibt der Abholservice?

letztes Foto …

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Teile des Ostseeradweges zu erfahren, hatten wir uns auf die Fahne geschrieben:

Auf einer Länge von fast 500 Kilometern führte er uns von Flensburg nach Lübeck in acht Radfahrtagen bei 10 Übernachtungen. Bei

einer Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 14,60 kmh lag die reine Fahrzeit bei 33 Stunden. Nicht zu unterschätzen waren die vielen

Erhebungen, die sich auf über 3.000 erradelte Höhenmeter addierten.

Etwa ein Drittel der Route führte uns entlang von Deichen mit Blick auf die Ostsee. Die übrige Strecke verlief überwiegend auf

separaten Radwegen. Hin und wieder mussten wir auch auf verkehrsarme Straßen ausweichen.

Die Ausschilderung des gesamten Radwegenetzes hat noch viel Spielraum in Richtung Optimierung, zu deutsch: so schlecht war sie noch

nie. Bikeline war wie immer ein treuer und zuverlässiger Rat(d)geber.

Das Wetter hat gepasst: ein Regenschauer und ein halber Tag Regen (3 Stunden), damit kann man leben. Ansonsten verwöhnte uns die

Sonne bei angenehmen Temperaturen. Der Wind wehte mitunter kräftig, meist aus Nord-Ost und somit vielfach als Rückenwind.

Von Unfällen blieben wir verschont, 2 x musste in platter Reifen repariert werden.

Das Preis/Leistungsverhältnis der gebuchten Hotel entsprach nicht immer unseren Vorstellungen, aber letztlich war es ja stets nur für

eine Nacht.

Die Fahrt von Bonn nach Flensburg und von Lübeck nach Bonn erfolgte mit der Deutschen Bahn. Die „erste/letzte Meile“ zum Bahnhof

wurde teils per Rad und teils per Auto zurückgelegt.

Organisiert wurde die Tour wieder von Hubert, dem hiermit herzlich dafür gedankt wird. Den Koffertransfer hatte er über die

Mecklenburgische Radtouristik gebucht, der super geklappt hat. Dank gilt aber auch allen, die die Gruppe unterstützt haben, ganz

besonderer Dank an Hedi, die täglich für frischen Kaffee und einen reichlich gedeckten Tisch sorgte.

Ausblick: Die nächste gemeinsame Tour wird kommen. Über Termin und Route werden wir uns sicher in Kürze unterhalten.

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Zusammenfassung

Datum Wochentag Abfahrt Ankunft Fahrzeit KM Durchschnitt Temperatur Strecke Höhenmeter

Wohnort - DB und/oder retour mit

dem Fahrrad

20.06.2009 Samstag 06.00 Uhr 15.45 Uhr 1:05 Std 15,70 14,49 16 - 23°

Heisterbacherrott - Bonn

Bonn - Flensburg (DB)

53

Margret, H. Willi, Helga, Rolf,

Brigitte, Udo

21.06.2009 Sonntag 09.45 Uhr 17.10 Uhr 3:44 Std 50,50 13,53 20 - 23° Flensburg - Bonsberg 497

22.06.2009 Montag 09.30 Uhr 17.45 Uhr 4:56 Std 75,50 15,30 23 - 25° Bonsberg - Eckernförde 328

23.06.2009 Dienstag 09.25 Uhr 18.15 Uhr 4:36 Std 66,80 14,52 23 - 26° Eckernförde - Kiel/Heikendorf 468

24.06.2009 Mittwoch 09.30 Uhr 16.00 Uhr 4:00 Std 59,48 14,87 23 - 25° Heikendorf - Lütjenburg 283

25.06.2009 Donnerstag 09.30 Uhr 17.05 Uhr 4:14 Std 68,60 16,20 18 - 23° Lütjenburg - Avendorf 449

26.06.2009 Freitag 09.45 Uhr 16.40 Uhr 4:10 Std 57,11 13,71 20 - 24°

Fehmarnrundfahrt

bis Großenbrode

358

27.06.2009 Samstag 09.35 Uhr 16.30 Uhr 3:51 Std 58,40 15,17 21 - 24° Großenbrode - Neustadt 289

28.06.2009 Sonntag 09.35 Uhr 15.15 Uhr 3:34 Std 47,60 13,35 18 - 23° Neustadt - Lübeck 269

29.06.2009 Montag 08.41 Uhr 15.12. Uhr 1:10 Std 16,10 13,80 16 - 31°

Lübeck - Bonn (DB)

Bonn - Heisterbacherrott

172

Margret, H. Willi, Helga, Rolf,

Brigitte, Udo, Hedi

35:20 Std 515,79 3166

Margret, H. Willi, Helga, Rolf,

Brigitte, Udo

Summe 34:15 Std 500,09 14,60

3113 Hedi

33:05 Std 483,99 2941 Hubert, Christel, Reinhold, Monika

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