FGZ-Info 2/2013 - Familienheim-Genossenschaft Zürich

fgzzh.ch

FGZ-Info 2/2013 - Familienheim-Genossenschaft Zürich

Mitteilungsblatt der

Familienheim Genossenschaft Zürich

Juni 2013


2

Wettbewerb: Gesucht wird

ein Name für den Zentrumsplatz


Die Generalversammlung wählt

drei neue Vorstandsmitglieder

Info

Thema

1


Thema

4 Wie soll der grosse Stadtplatz im Zentrum Friesenberg

heissen? – Wettbewerb

Den Namen vergibt die Stadt, FGZ kann Vorschläge machen

10 Vorstands-Elf der FGZ mit drei neuen Mitgliedern

GV vom 17. Juni 2013 wählt neue Vorstandsmitglieder

FGZ-INTERN

16 Zwei Gästezimmer zu vermieten in der Grünmatt

20 Das Anergienetz wächst weiter – Zum Stand verschiedener FGZ-Bauprojekte

22 Spektakel im Morgengrauen – ein spektakulärer Wasserrohrbruch

25 Kleiner Beitrag –grosse Wirkung. Abfallentsorgung in der FGZ

36 Der Tellerwäscher – Als freiwilliger Helfer im Alterstreff

40 FGZ-Persönlich – Eine Serie der FGZ-Sozialkommission

Natur und Garten

28 Wohin mit dem Unkraut im Garten?

Anlässe

30 FGZ-Veloflicktag: Geölt, geflickt, gepumpt, geputzt und poliert

32 Friesenberg-Flohmarkt: Première im Trockenen

34 Frühling – wo ist er geblieben? – Frühlingsfest im FGZ-Alterstreff

44 Krimilesungen und Kugel-Spiele – Vielfältige Kulturveranstaltungen

Quartier

38 Quartiernetz Friesenberg – Unterstützung durch Stadt gesichert

44 30 Jahre Krankenstation Friesenberg – ein Grund zum Feiern

48 Familiengärten im Friesenberg für Flüchtlingsfrauen

50 Die Känguruwiese wird ein Obstgarten

52 Vom funkferngesteuerten Auto zur Armbrust – Projektarbeiten im Döltschi

54 «Chohldampf» am Mittag – Mittagstisch Laubegg

56 Kunst im Friesenberg: Othmar Heisch

19 Denkanstoss: Der Mensch isst nicht, was er ist

63 Adressen und Öffnungszeiten

63 Impressum

Titelbild: Blick auf zwei FGZ-Etappen, an denen gebaut wird. – Die 2. Etappe von 1928 an der

Schweighofstrasse wird sanft saniert, die 3. Etappe «Grünmatt» bis 2014 neu gebaut.

Foto: Johannes Marx

2 Inhalt

Inhalt 3


Wettbewerb: Wie soll der grosse

Stadtplatz im Zentrum Friesenberg

heissen?


Den Namen vergibt die Stadt, aber die FGZ kann Vorschläge machen

Mit einem kleinen Wettbewerb möchten wir

herausfinden, wie der künftige Zentrumsplatz

heissen könnte. Machen Sie mit, beteiligen

Sie sich und nennen Sie uns Ihren

Favoriten. Oder schlagen Sie einen neuen

Namen vor. Unter allen Einsen der/in nen

werden wir drei Preise verlosen.

Der geplante Zentrumsplatz soll

ein Brennpunkt für das öffentliche

Quartierleben im Friesenbergquartier

werden. Um den Platz herum,

der fast so gross ist wie der Lindenplatz

in Altstetten, gruppieren sich

die Coop-Filiale, einige kleinere Läden,

ein gemeinschaftlich nutzbarer

Raum, ein Quartierrestaurant, ein

Gesundheitshaus mit Gruppenpraxis

sowie die Geschäftsstelle der FGZ.

Dieser grosse freie Platz, auf

dem man sich treffen kann und der

für verschiedenste Quartier-Veranstaltungen

geeignet ist, soll aus FGZ-

Ungefähr so wird der Platz gemäss

den Vorstellungen des Gewinners

des Architektur-Wettbewerbs (Enzmann

Fischer Partner AG) aussehen.

Für diesen Platz ist nun ein passender

Name gesucht.

Sicht einen Namen erhalten, der seiner

Bedeutung und Lage auch Rechnung

trägt.

Die FGZ wird bei der Strassenund

Platzbenennungskommission der

Stadt Zürich (sie wird vom Vorsteher

des Polizeidepartements präsidiert)

einen Antrag für einen Platznamen

stellen. Aus Sicht des «Ausschusses

Zentrum» sollte der Platz einen eigenen

Namen und demzufolge auch eine

eigene Postadresse bekommen. Bisher

haben Coop und Restaurant die

Adresse «Schweighofstrasse».

Die Namen von Strassen und

Plätzen werden grundsätzlich vom

Polizeidepartement vergeben. Die Ei-

Der Plan zeigt die Lage des öffentlichen,

städtischen Platzes (1) an der Schweighofstrasse,

der einen neuen Namen bekommen

soll. Auf der Seite der Arbentalstrasse

ist für das neue Zentrum ein

«grüner» Platz (2) vorgesehen.

gentümerin, hier die FGZ, kann aber

einen Namen vorschlagen, der bei der

Namensvergebung vielleicht berücksichtigt

wird.

Wettbewerb für die Namenssuche

Um einen etwas abgestützten

Namen zu bekommen, veranstaltet

die FGZ hier im «FGZ-Info» einen kleinen

Wettbewerb unter den Genossenschafterinnen

und Genossenschaftern.

Auf dem entsprechenden Talon (siehe

Seite 8) kann ein Platzname angekreuzt

werden, oder es kann auf der

untersten Linie auch ein neuer Name

vorgeschlagen werden.

Gemäss Auskunft bei der entsprechenden

Amtsstelle haben Platzund

Strassennamen idealerweise einen

historischen oder geografischen

Hintergrund. Alte Flurnamen und Ortsnamen

des Quartiers haben z.B. eine

Chance, bewilligt zu werden. Es können

aber auch Personennamen vor-

Visualisierung/Plan: Enzmann Fischer Partner AG

4 Thema

Thema 5


geschlagen werden, doch sollten die

betreffenden Personen bereits verstorben

sein, und sie sollten einen

Beitrag für das Quartier oder die Gesellschaft

geleistet haben.

Ein paar Worte zur baulichen

Entwicklung des Friesenbergs: Bemerkenswert

ist, dass auf alten Karten

alle Strassen zum «Alten Friesenberg»

führen, dorthin, wo früher eine

Mühle betrieben wurde (das Haus am

Bach steht immer noch) und wo das

alte Restaurant stand. Die Schweighofstrasse

kam erst viel später dazu.

Lange Zeit war der Borrweg eine

Hauptachse zum alten Friesenberg.

Die Strassen führten alle den Hang

hinauf. Erst 1930 wurde die Schweighofstrasse

gebaut; sie quert die früheren

Hauptverbindungen (Borrweg,

Friesenbergstrasse) und macht sie sozusagen

zu Nebenerschliessungen.

Zwischen 1925 und ca. 1970 ist die

Stadt bis zum Friesenberg gewachsen

– Wiese um Wiese, Gärtnerei um Gärtnerei

wurden überbaut. Heute spannt

die Schweighofstrasse das Quartier

zwischen Uetlibergstrasse und Birmensdorferstrasse

auf.

Danke, Andreas Hurter

Der künftige Zentrumsplatz – wie soll er heissen?

Am 31. Mai 2013 hat Andreas

Hurter sein Anstellungsmandat als

«Delegierter des Vorstandes für das

Zentrum Friesenberg» beeendet und

damit auch den Vorsitz des Ausschusses

Zentrum abgegeben.

Andreas Hurter gehört zu den

wichtigsten «Motoren» des Zentrumsprojektes.

Er übernahm im Mai 2008

die Leitung des Steuerungsausschusses

Zentrum, damals als Baukommissions-Präsident.

Nach dem Ja der FGZ-

Generalversammlung zum Projektierungskredit

(18. Juni 2012) wurde die

Projektorganisation neu aufgegleist.

Daniel Engler von der Beta Projekt

Management AG übernahm in einem

60%-Mandat die Projektleitung Zentrum

und Andreas Hurter wurde Bindeglied

zum Vorstand, zugleich blieb er

Vorsitzender des Ausschusses Zentrum.

Unterdessen ist das Zentrumsprojekt

auf Kurs in Richtung Vorprojekt.

Der Vorstand bedankt sich herzlich

bei Andreas Hurter für die engagierte

und kompetente Arbeit am Zentrumsprojekt

und an andern strategischen

FGZ-Themen und wünscht ihm

auf seinem beruflichen Weg alles Gute.

Der Ausschuss Zentrum umfasst

damit noch fünf Personen: Daniel

Engler (neu 70 %), Sascha Fässler,

Rolf Obrecht, Sandra Schweizer

und Alfons Sonderegger (Vorsitz).

FGZ

Die drei Kartenausschnitte von

1880, 1930 und 1965 zeigen,

wie aus weitgehend unverbauten

Flächen weitab der Stadt ab

1925 der Friesenberg wuchs und

wuchs.

Illustration: Anna-Lea Guarisco

6 Thema

Thema 7


Wettbewerbs-Talon

Senden Sie den ausgefüllten Talon bis Mittwoch, 10. Juli 2013 an die FGZ-Verwaltung,

Schweighofstrasse 193, 8045 Zürich. Sie können auch ein Mail mit dem Namen Ihrer

Wahl oder mit einem neuen Vorschlag senden an fgz-info@fgzzh.ch. Aus allen

Einsendungen werden die drei Gewinner/innen ausgelost. Zu gewinnen gibt es Gutscheine

für das Restaurant Schweighof, den Coop Schweighofstrasse und den Blumenladen

Friesenberg. FGZ

Vorschläge für den Platznamen im Zentrum Friesenberg

Bitte kreuzen Sie jenen Namen an, der Ihnen am besten gefällt,

oder aber: Sie setzen auf der untersten gestrichelten

Linie einen neuen Namen ein, den Sie selber als Vorschlag

einbringen möchten – gerne auch mit einer kurzen Begründung

für den Vorschlag. Danke !

Schweighof-Platz

Friesenberg-Platz

Friesenburg-Platz

Arbental-Platz

Kleinalbis-Platz

FGZ-Platz

Emil-Klöti-Platz*

Bachtobel-Platz

Lehmboden-Platz

Lehmbodenalp-Platz

Friesen-Platz

Friesi-Platz













_________________________

Einsender/in: Vorname, Name und Adresse

* Emil Klöti war Hochbauvorstand

und von 1928 bis 1942 Stadtpräsident

(SP) von Zürich. Er war

der Vater der «Grundsätze 24»,

die 1924 den Grundstein für die

Wohnbauförderung der Stadt Zürich

legten. Klöti war auch ein Verfechter

von Landerwerb durch die

Stadt, was dann später eine Vielzahl

von Landverkäufen bzw. Baurechten

an gemeinnützige Baugenossenschaften

ermöglichte.

Ausfüllen, ausschneiden und einsenden an FGZ, Schweighofstrasse 193, 8045 Zürich. Oder ein Mail senden an fgz-info@fgzzh.ch . Danke!

Informationen aus erster Hand zum

Planungsstand «Zentrum Friesenberg»


Veranstaltung mit Informationen, Fragen und Diskussion zur

Zentrumsentwicklung am 4. Juli im Schweighofsaal


In mehreren Gruppierungen wird seit der

FGZ-Generalversammlung vom Juni 2012 (Ja

zum Projektierungskredit) im Zusammenhang

mit der Planung des Zentrums Friesenberg

zu verschiedenen Themen gearbeitet.

Die Planungsarbeiten werden

vom «Ausschuss Zentrum» der Familienheim-Genossenschaft

Zürich (Daniel

Engler, Sascha Fässler, Rolf Obrecht,

Sandra Schweizer und Alfons Sonderegger)

koordiniert und zuhanden des

Vorstandes, der die Entscheidungen

fällt, vorbereitet. Damit wird das aus

einem Architektur-Wettbewerb hervorgegangene

Projekt «Emma» für den

Zentrumsneubau Schritt für Schritt

konkretisiert.

Themen im vergangenan Jahr waren

u.a. der Wohnungsmix, die Räumen

für das Gesundheitshaus oder

die Gestaltung der Schweighofstrasse,

nicht zuletzt aber auch die Möglichkeiten

der «öffentlichen Nutzungen»

im künftigen Zentrum.

Damit die Bewohner/innen der

FGZ und des ganzen Friesenberg-

Quartiers sich über die Planungsfortschritte

informierten können, gibt es

regelmässig Informationsveranstaltungen,

zu denen mit Flugblättern

eingeladen wird.

Unter dem Titel «Zentrum Friesenberg

– Wo stehen wir mit dem

«Mobilitätskonzept» und den «öffentlichen

Nutzungen»? wird am 4. Juli,

neben einem allgemeinen Überblick

zum Planungsstand, vor allem über

zwei Themen informieret und ein

Echo abgeholt:

– Das Mobilitätskonzept für das

Zentrum Friesenberg: Wie kann

die Zahl der Parkplätze tief gehalten

werden? Wie viele braucht es

für die Bewohnenden, für die Läden,

die Ärzte, das Restaurant, den

FGZ-Regiebetrieb? Zu Gast ist Stefan

Schneider vom Planungsbüro

Jud; er hat die FGZ beraten.

– Stand der öffentlichen Nutzungen:

Was ist auf dem grossen Stadtplatz,

was auf dem grünen Platz vorgesehen?

Welche öffentlich nutzbaren

Räume stehen sonst im Zentrum

zur Verfügung? Was kann im Restaurant

stattfinden? Hierzu informieren

Nicole Bisig, Daniela Vogt

und Alfons Sonderegger.

Die Veranstaltung findet statt am

Donnerstag, 4. Juli 2013, 19.30 Uhr

im Saal des Restaurants Schweighof,

Schweighofstrasse 232.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen und

Ihr Interesse!

FGZ

8 Thema

Thema 9


Vorstands-Elf der FGZ

mit drei neuen Mitgliedern


Die Generalversammlung vom 17. Juni 2013 genehmigte

zudem die Rechnung 2012


Von Johannes Marx

An der ordentlichen Generalversammlung

vom 17. Juni wurden die drei vom Vorstand

vorgeschlagenen Kandidat/innen problemlos

gewählt. Für den Rest der Amtszeit

2011 - 2014 besteht dieser nun aus elf Mitgliedern.

Nicht mehr dabei sind Jeannette

Linggi und Nicole Bisig.

An die 300 Genossenschafterinnen

und Genossenschafter waren an

der diesjährigen Generalversammlung

dabei, die bei grosser Wärme und wie

üblich im grossen Saal des Volkshauses

am Helvetiaplatz abgehalten wurde.

Ab 19.15 Uhr gab es einen kleinen

Imbiss, der den Anwesenden die Gelegenheit

bot, sich mit anderen Genossenschafter/innen

zu unterhalten, um

20 Uhr begann dann die offizielle GV

mit der Begrüssung durch Genossenschaftspräsident

Alfons Sonderegger.

Die Jahresgeschäfte wurden vom Präsidenten

in gewohnt souveräner Manier

präsentiert und abgewickelt.

Rolf Obrecht erstmals

in Doppelfunktion

Rolf Obrecht sass – erstmals an

einer Generalversammlung – in seiner

Doppelfunktion als Geschäftsleiter

(das ist er seit Juli 2012) und als

Chef Finanzen, wie schon seit Jahren,

auf dem Podium.

Da jeweils beide «Funktionen» an

der Generalversammlung etwas zu sagen

haben, referierte er diesmal nicht

nur – in seiner gewohnt lockeren, verständlichen

und trotz trockener Materie

unterhaltsamen Art – über Cash-

Flow und Geldflussrechnung, sondern

er informierte auch über personelle

Änderungen in der Verwaltung.

Als Leiter Finanzen präsentierte

Rolf Obrecht einen wiederum «sehr erfreulichen»

Jahresabschluss. Dies wesentlich

dank immer noch optimalen

Zinsbedingungen – die, so der regelmässige

Hinweis des Finanzchefs –

«nicht ewig so bleiben werden».

Als Geschäftsleiter konnte Rolf

Obrecht die Anstellung der neuen

Leiterin Sabina Berli für die FGZ-Vermietung

bekannt geben – eine neue

Funktion in der FGZ-Verwaltung. Diese

wurde nötig, weil sich durch den

Geschäftsleiter-Wechsel vom letzten

Jahr eine Veränderung bei den Aufgaben

ergeben hat. Rolf Obrecht bleibt

weiterhin Leiter Finanzen, die Leitung

der Vermietungsabteilung war für den

letztes Jahr pensionierten Geschäftsleiter

Josef Köpfli eine der Hauptaufgaben.

So ergab sich nun auch eine

organisatorische Änderung in der

«Fragen zur Jahresrechnung?» – Auch in seiner

neuen Funktion als Geschäftsleiter ist Rolf Obrecht

für die FGZ-Finanzen zuständig.

Genossenschaftsverwaltung und die

Schaffung der neuen Stelle der Leiterin

Vermietung.

Zwei Vorstands-Rücktritte

Zu Beginn von Traktandum 5 «Ergänzungswahl

in den Vorstand» verabschiedete

Präsident Alfons Sonderegger

die zwei zurücktretenden Vorstandsmitglieder.

Seit 1996 gehörte Jeannette Linggi

Werner dem Vorstand an. Zur gleichen

Zeit übernahm sie das Amt der

Aktuarin, bis dieses 2011 abgeschafft

wurde. In dieser Funktion war sie somit

15 Jahre Mitglied des Leitenden

Ausschusses. Mit ihrem Fachwissen

aus ihrer beruflichen Tätigkeit als Co-

Leiterin der städtischen Wohnbauförderung

und als Mutter von drei unterdessen

erwachsenen Kindern konnte

sie viel beitragen in den Diskussionen

um Sozialen Wohnungsbau und Wohnen

in einer Genossenschaft, mit Blick

auf die Wohnbauförderungs politik einerseits

und die familienbezogenelebens

praktische andererseits.

Nicole Bisig, seit 2008 im Vorstand,

trat zurück, weil sie durch eine

neu übernommene berufliche Tätigkeit

– mit drei jüngeren Kindern und

dem Co-Präsidium der Sozialkommission

– die Zeit für eine für gute und engagierte

Vorstandsarbeit nicht mehr

aufbringen kann. Als Juristin und Familienfrau

brachte Sie im Vorstand

immer wieder substantielle Ideen und

viel Fachwissen ein. Aktuell leitet sie

auch noch die Arbeitsgruppe «Öffentliche

Nutzungen im Zentrum», zusammen

mit Daniela Vogt.

10 Thema

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Wurden von FGZ-Präsident Alfons Sonderegger aus dem

Vorstand verabschiedet: Jeannette Linggi und Nicole Bisig.

Alfons Sonderegger dankte den

Zurücktretenden im Namen des Vorstandes

und der FGZ für ihr grosses

Engagement und überreichte ihnen

einen Blumenstrauss und zum Abschied

ein Geschenk.

Zwei zurückgetreten, drei

gewählt – macht zusammen elf

Der Vorstand – seit einiger Zeit

mit 10 Mitgliedern – hat sich intensiv

unter anderem in einer Retraite

im letzten Herbst mit der Nachfolgeplanung

und mit der Grösse des Gremiums

auseinandergesetzt. Festgehalten

wird am Grundsatz, dass alle

Kommissionspräsidien im Vorstand

vertreten sein sollen. Damit sind zusammen

mit städtischem Vertreter

sowie mit FGZ-Präsidium und Vizepräsidium

bereit acht Sitze fix. Um noch

über drei Sitze für Ad-Hoc-Aufgaben

zu verfügen, findet der Vorstand elf

Sitze günstig. Alfons Sonderegger wies

auch darauf hin, dass in diesem Rahmen

eine Amtszeitbeschränkung auf

12 Jahre diskutiert wird. Voraussichtlich

an der GV 2014 wird diese Idee

dann konkret vorgetragen.

Bei der Suche nach neuen Kandidatinnen

und Kandidaten hat sich

die Findungsgruppe vor allem gefragt,

welche Fähigkeiten und welches Fachwissen

im Vorstand fehlen. So sei es

beispielsweise sinnvoll, dass ein Vorstandsmitglied

über juristisches Fachwissen

verfüge, und mit dem Rücktritt

von Nicole Bisig ging das verloren.

Und so kam die Findungsgruppe auf

die drei nun vorgeschlagenen Kandidat/innen

Christine Bucher, Yves de

Mestral, und Karin Schulte.

Die drei Kandidierenden stellten

sich der GV in kurzen Worten selbst

vor. Dabei ergänzten alle drei die mit

den schriftlichen Informationen zur

GV verschickten Angaben auf sehr

persönliche Art, so dass die anwesenden

Genossenschafter/innen einen

Eindruck von den vorgeschlagenen

Personen erhielten.

Bei den Fragen aus dem Publikum

zu den Kandidaturen ging es unter

dem Stichwort «Durchmischung»

einerseits um den beruflichen und

ausbildungsmässigen Hintergrund

(«nur noch Akademiker»), andererseits

um die geografische, d.h. in der

FGZ etappenmässige Mischung des

künftigen Vorstands («zu viele aus der

Grünmatt»). In seiner Antwort stellte

Präsident Sonderegger fest, dass

es zutreffe, dass die etappenweise

«Durchmischung» nicht optimal sei.

Dass fünf der Vorstandsmitglieder

in der Siedlung Grünmatt wohnen,

sei ein Stück weit Zufall, ergebe sich

aber auch aus den Regeln der FGZ mit

den Zügelfristen. So hätten er selbst

und ein Vorstandskollege in die neue

Überbauung gewechselt, weil die Kinder

unterdessen ausgezogen sind und

die «Zügelfrist» lief. – In Bezug auf

die berufliche Tätigkeit sei es für die

künftige Entwicklung der Genossenschaft,

die immerhin 800 Mio. Franken

Versicherungswert verwalte und

weiterentwickle, wichtig, auf grosses

Fachwissen der einzelnen Vorstandsmitglieder

zurückgreifen zu können.

Vom Vorstand vorgeschlagen –

gemeinsam und klar gewählt

Die Wahl der drei Vorgeschlagenen

– sie erfolgte auf

Vorschlag des Vorstandes

«in globo» und niemand

verlangte eine

Einzelwahl – war dann

eine sehr klare Sache.

Neu in den Vorstand gewählt:

Yves de Mestral, Christine

Bucher und Karin Schulte.

Ausser zwei Gegenstimmen und einigen

Genossenschafter/innen, die

sich der Stimme enthielten, stimmten

alle dem Wahlvorschlag für die

drei neuen Mitglieder zu.

Mitteilungen: In der FGZ

wird geplant und gebaut

Nach den Wahlen – dem wichtigsten

Traktandum des Abends – informierte

Baukommissionspräsident

Sascha Fässler über die laufenden Bauund

Planungsvorhaben der FGZ. Neben

der aktuellen Zentrumsplanung

erläuterte er auch den Stand der Arbeiten

bei der Sanierung der 1./2.

und bei der 13. Etappe sowie beim

Anergienetz.

Nach weiteren Mitteilungen aus

der FGZ, der Beantwortung verschiedener

Fragen einzelner Genossenschafter/innen

unter dem Traktandum

«Diverses» und der Bekanntgabe der

nächsten wichtigen FGZ-Termine konnte

der Präsident die Generalversammlung

2013 um 22.15 Uhr schliessen.

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Thema 13


Die drei neuen Vorstandsmitglieder


Wer sind die drei neu in den Vorstand gewählten

Genossenschafter/innen?


Christine Bucher, Kleinalbis 89

Die 38-jährige Christine Bucher

ist ausgebildete Handarbeits,- Werk,-

Zeichnungs- und Sportlehrerin. Zurzeit

unterrichtet sie an der Oberstufe

die Fächer Handarbeit und Sport. Sie

ist auch als Mediothekarin an dieser

Schule tätig. Seit anderthalb Jahren

ist Christine Bucher Mitglied der Freizeitkommission

und setzt sich dort

mit viel Elan ein.

Im Sommer 2013 wird sie die

Nachfolge von Georg Keller übernehmen;

als neue Präsidentin möchte

sie die Freizeitkommission im Vorstand

vertreten. Christine Bucher ist

im Friesenberg aufgewachsen, hat

dann einige Jahre auswärts verbracht

und ist 2010 wieder hierher zurückgekommen.

Mit ihrem Mann und ihrer

Tochter wohnt sie im Kleinalbis.

Ihre Hobbies sind vielseitig. Sie arbeitet

gern im Garten, kocht und backt

sehr gern, schätzt ein interessantes

Buch und schöne Musik. Beim Nähen

und Basteln lebt sie auf, den sportlichen

Ausgleich findet sie im Taiwado

und Yoga.

Yves de Mestral,

Baumhaldenstrasse 66

Der 46-jährige Yves de Mestral

hat nach dem kaufmännischen Handelsdiplom

auf dem zweiten Bildungsweg

an der Uni Zürich Recht studiert

und in der Folge mehrere Jahre als

selbständiger Rechtsanwalt praktiziert.

Seit gut drei Jahren amtet er

nun als Stadtammann/Betreibungsbeamter

von Zürich 3.

Er war während einigen Jahren

Co-Präsident der SP Zürich 3 und von

2003 bis 2010 Mitglied des Zürcher

Kantonsrates. In dieser Zeit gehörte

er fünf Jahre lang dem Vorstand

des Kantonalzürcher Mieterverbandes

an. Seit 2006 ist Yves de Mestral

Mitglied der Geschäftsleitung der SP

Stadt Zürich – bis Sommer 2013 amtet

er als Vizepräsident der Stadtpartei.

Darüber hinaus ist er Vorstandsmitglied

der Zentralstelle Ehe- und

Familienberatung. Yves de Mestral

ist Vater von zwei Kindern (5- und

6-jährig) und lebt mit seiner Familie

seit knapp sieben Jahren in der FGZ.

Seine Hobbies sind Kochen, Wandern,

Lesen und der FCZ.

Karin Schulte,

Hegianwandweg 32

Die 43-jährige Karin Schulte

wohnt mit ihrer Familie (zwei Kinder,

14- und 12-jährig) seit 10 Jahren in der

FGZ. Sie ist überzeugte Stadt-bewohnerin

und schätzt die Qualitäten des

Friesenbergs, wo «der Stadtrand am

nächsten am Zentrum liegt».

Die Umweltnaturwissenschafterin

ETH mit Weiterbildung in Betriebswirtschaft

war über 10 Jahre für die

Stadt Zürich tätig, zuletzt als Vizedirektorin

Stadtentwicklung. In dieser

Zeit hat sie sich intensiv mit der

Entwicklung des Wohnstandorts Zürich

auseinandergesetzt. Von 2009 bis

2012 war sie als Leiterin Nachhaltigkeit

für die Erarbeitung und Umsetzung

eines Klimaschutzprogramms

(Mobilität & Gebäude) für den Konzern

Post in Bern verantwortlich. Heute

arbeitet sie als Business Development

Managerin Elektromobilität für

m-way, eine Tochtergesellschaft der

Migros. – Ihre Hobbies sind Theater,

der Garten und das Kochen für Freunde

mit besonderen Zutaten aus Garten

und Natur.

Diese Texte wurden auch als Beilage

zur Einladung der Generalversammlung

vom 17. Juni 2013

an die Genossenschafter/innen

verschickt.

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Zwei Gästezimmer zu vermieten


In der Grünmatt können FGZ-Bewohner/innen

ihre Gäste unterbringen


Ab diesem Sommer gibt es in der FGZ etwas

Neues: Alle FGZ-Mieterinnen und Mieter haben

die Möglichkeit, für eine oder mehrere

Nächte ein Gästezimmer zu mieten und

darin eigene Gäste unterzubringen.

Viele kennen diese oder eine

ähnli che Situation: Besuch ist angesagt

im Friesenberg – die erwachsene

Tochter und deren Freund, und dann

auch noch die Eltern des Freundes

wollen gleichzeitig einmal nach Zürich

kommen, damit man sich endlich

kennen lernt. Und dann ist das Haus

oder die Wohnung plötzlich zu klein,

um allen ein Bett zur Verfügung stellen

zu können.

Für solche und ähnliche Fälle

gibt es nun für FGZ-Mieter/innen die

Möglichkeit, eines der beiden neuen

Gästezimmer zu mieten. Die zwei

Gästezimmer befinden sich in der

Neuüberbauung «Grünmatt», an der

Baumhaldenstrasse 31 und 41. Sie

sind ca. 25 m 2 gross, haben einen eigenen

Zugang und bieten Platz für

zwei Personen .

Wie im Hotel: Schlafen und

duschen, aber nicht kochen

Die Zimmer sind möbiliert und

bieten alles, was ein modernes «Hotelzimmer»

braucht. Neben einem Sofa,

das für die Nacht zum Doppelbett wird,

gibt es einen kleinen Tisch, zwei bequeme

Sessel sowie einen grossen

Schrank, in dem unter anderem ein

Kühlschrank steht. Auf einem Sideboard

steht der Flachbildfernseher –

mit dem digitalen Angebot aus dem

FGZ-Kabelnetz. Auch WLAN ist vorhanden,

so dass die Gäste mit ihren

mobilen Geräten ins Internet können.

Eine Dusche mit WC gibt es

selbstverständlich ebenfalls. Nicht

vorgesehen ist, dass die Gäste kochen.

Es gibt zwar einen Wasserkocher

für einen Frühstückskaffee oder

einen Abendtee und auch Tassen und

Gläser dazu, aber Kochplatten und

Pfannen gibt es nicht. Wer in unseren

Gästezimmern untergebracht ist, wird

wohl in der Regel von seinen Gastgebern

eingeladen oder kann deren Küche

benutzen.

40 Franken pro Nacht – plus

50 Franken für die Endreinigung

Die Zimmer werden pro Nacht

vermietet – pro Nacht kostet es 40

Franken. Das heisst, wer das Zimmer

für eine Nacht mietet, bezahlt mit der

obligatorischen Endreinigungspauschale

90 Franken – für diesen Preis

bekommt man in der Stadt nirgendwo

ein einfaches Hotelzimmer für zwei

Personen. Auch Einzelzimmer unter

100 Franken gibt es praktisch nicht –

wobei im Hotel dann allerdings wohl

ein Frühstück dabei wäre. Wenn man

seine Gäste zwei oder mehr Nächte

beherbergen will – die maximale Vermietungsdauer

beträgt 21 Nächte –

sind die Kosten natürlich tiefer. Bei

drei Nächten sind es 57 und bei fünf

Nächten genau 50 Franken pro Nacht

(bei 21 Nächten sind es Fr. 42.40).

Wie im Hotel gibt es eine Check-

In-Zeit und eine Check-Out-Zeit: Einchecken

kann man ab 16 Uhr, Auscheckzeit

ist um 11 Uhr. Diese und

eine Reihe weiterer Regeln sind in

einem vom Leitenden Ausschuss beschlossenen

Reglement über die Vermietung

der Gästezimmer formuliert.

Gewisse Regeln sind nötig

Die wichtigste Grundregel ist:

Vermietet wird nicht an die Gäste,

sondern an die FGZ-Mieter/innen, die

das Gästezimmer für ihre Gäste mieten.

So liegt dann auch die Verantwortung

für die Bezahlung des Zimmers

und für allfällige Schäden an der Einrichtung

beim FGZ-Mieter. Weil die

Zimmer von FGZ-Gästen und nicht

von «Unbekannten» bewohnt werden

sollen, hält sich so das Risiko für die

FGZ in Grenzen – es gibt immer eine

Mieterin oder einen Mieter, die in der

Verantwortung stehen.

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Thema 17


Buchung grundsätzlich online

Auch organisatorisch beschreitet

die FGZ mit den Gästezimmern neue

Wege. Die Buchung – d.h. die Anfrage

über freie Nächte und die Bestätigung

der Buchung erfolgen grundsätzlich

über das Internet. Auf der FGZ-Homepage

gibt es einen entsprechenden

Link, der zur Buchungsseite führt.

Dort sind die freien Termine ersichtlich

und hier kann eine Reservation

erfasst werden. Die Vermietungsabteilung

der FGZ prüft dann die eingegangnenen

Reservationen und schickt

den Interessent/innen per Mail eine

entsprechende Bestätigung.

Natürlich können FGZ-Mieter/innen

ohne Internetanschluss auch telefonisch

anfragen und eine Buchung

vornehmen. In der Anfangsphase, bis

die Online-Reservation fertig eingerichtet

ist, können Reservationsanfragen

per Mail oder allenfalls auch

telefonisch vorgenomen werden. Auf

der FGZ-Website erfahren Sie, ab wann

eine Online-Buchung möglich ist.

Erfahrungen sammeln

Die Vermietung von Gästezimmern

ist Neuland für die FGZ. Deshalb

ist die Anwendung der für die

zwei «Grünmatt-Gästezimmer» ausgearbeiteten

Regeln und Verfahren

auch ein Versuch. Sollten die Erfahrungen

mit der Gästezimmer-Vermietung

zeigen, dass das Verfahren oder

das entsprechende Reglement Mängel

aufweisen oder Unklarheiten beinhalten,

werden diese selbstverständlich

entsprechend angepasst. FGZ

Ich will meine Gäste in einem FGZ-

Gäste zim mer unterbringen.

Wie gehe ich vor?

1. Checken Sie auf der FGZ-Homepage unter

www.fgzzh.ch, mit einer Mailanfrage

an raumreservation@fgzzh.ch oder telefonisch

(044 456 15 00), ob die von Ihnen

gewünschten Termine verfügbar sind (min.

1 Nacht, max. 21 Nächte).

2. Erfassen Sie ihre Reservationsanfrage online

oder geben Sie diese per Mail oder

telefonisch durch.

3. Warten Sie die Mail-Bestätigung ab (wer

kein Mail hat, bekommt sie per Post). Da

die Buchung von der Vermietungsabteilung

geprüft wird, kann es 1-2 Arbeitstage

dauern. Eine Reservation ist erst mit

der Buchungsbestätigung gültig. Bei einer

Zusage erhalten Sie auch die Rechnung

für die Beherbergung Ihrer eigenen

Gäste im «FGZ-Hotelzimmer», die Kosten

sind grundsätzlich im Voraus zu bezahlen.

4. Mit der Bestätigung erhalten Sie alle nötigen

Informationen, u.a. wie und wann Sie

den Schlüssel erhalten, wie Sie die Gästewohnung

benutzen und wieder zurückgeben

können, und welche Regeln dabei

einzuhalten sind.

5. Stellen Sie Ihren Gästen eines der Gästezimmer

in der zur Zeit modernsten FGZ-

Siedlung «Grünmatt» zur Verfügung. Und

laden Sie diese – weil man im Gästezimmer

nicht kochen kann, möglichst oft zum

Essen ein.

6. Wenn die Gäste abgereist sind, geben Sie

das Gästezimmer der zuständigen FGZ-

Mitarbeiterin wieder ab – idealerweise

so, wie Sie es übernommen haben. Allfällige

Schäden werden aufgenommen und

Ihnen in Rechnung gestellt.

Denkanstoss

Der Mensch isst nicht, was er ist

Man ist was man isst, liest der

kleine Junge im Tram von der Leuchtreklame.

Langsam, Wort für Wort, mit

grosser Aufmerksamkeit und Konzentration,

wie sie kleine Erstklässler haben,

wenn sie in die Welt der Buchstaben

eintauchen. Was sich später leider

ändern kann.

«Warum schreiben die einmal ist

mit zwei ss?», fragt er seine Mutter.

«Das isst mit zwei s kommt von

Essen, das schreibt man so», sagt die

Mutter. «Damit ist gemeint, dass die

Menschen so sind, wie das, was sie

essen».

«Dann isst die Frau mit dem kleinen,

weissen Hündchen immer Zwetschgen»,

stellt der Junge fest.

«Wie kommst du denn darauf?»

«Der Mann vom Kiosk hat gesagt,

sie ist eine Zwetschge, als sie gestern

mit ihm gestritten hat.

Und Tante Margrit isst immer Bohnenstangen,

du hast nämlich gesagt,

sie ist eine Bohnenstange.»

«Das habe ich doch nicht so gemeint,

ich habe das nur gesagt, weil

sie so schlank wie eine Bohnenstange

ist», erwidert die Mutter, der das Gespräch

offensichtlich nicht mehr gefällt.

«Und Stefanie isst immer Hühner»,

stellt der Kleine weiter fest. «Papa hat

gesagt, sie ist ein Huhn.»

«Das hat er doch nicht so gemeint»,

erwidert die Mutter.

«Aber Papa sagt doch immer, man

soll alles so sagen, wie man es meint,

weil es sonst Mistverständnisse gibt».

«Missverständnisse», korrigiert

die Mutter.

Der Junge hat gemerkt, dass sich

inzwischen auch die anderen Fahrgäste

für dieses Gespräch interessieren.

Die Frau neben der Mutter hat herzhaft

gelacht, und der Mann schräg gegenüber

hat seine Zeitung zusammengefaltet

und sieht den lustigen kleinen

Knirps erwartungsvoll an.

«Was isst eigentlich der Herr

Bürgisser?»

Die Mutter ist alarmiert. Herr

Bürgisser ist der Hausabwart und sehr

unbeliebt.

«Ich weiss nicht, was Herr Bürgisser

isst, weshalb sollte ich das wissen?»

«Papa hat gesagt, der Herr Bürgisser

ist ein grosses ... das Wort wo

mit A anfängt und wo ich nicht sagen

darf, du weisst schon».

«Wir müssen aussteigen!»

«Wieso, wir sind doch noch

nicht da?»

«Ich habe vergessen, Brot einzukaufen.»

Die Mutter nimmt ihre Tasche

und ihren aufgeweckten Knirps am

Arm und verlässt das Tram mit den

schmunzelnden Fahrgästen.

Das mit dem vergessenen Brot

wollen wir jetzt nicht weiter nachprüfen.

Renate Gerlach

18 FGZ-intern

Denkanstoss 19


Das Anergienetz wächst weiter


Zum Stand der verschiedenen FGZ-Bauprojekte


Neben den grossen Bauprojekten der FGZ

– der Überbauung «Grünmatt» oder der Zentrumsplanung

– gibt es in der FGZ jahrausjahrein

eine ganze Reihe weiterer, manchmal

schon fast vergessener Bauten, Renovationen

und Umbauten.

Das grösste und am längsten

dauernde Projekt ist das neue Anergienetz

der FGZ . Seit 2010 ist es im

Bau, die Arbeiten kommen planmässig

voran. Zur Zeit wird an der Bolistrasse

oberhalb der Siedlung Staffelhof

(4. Etappe) gegraben, um die

entsprechenden Leitungen verlegen

zu können.

Damit die Friesenberghalde, das

Rossweidli und der Kleinalbis (5., 12.,

18. und 20. Etappe) künftig mit Abwärme

von Energiegrossverbrauchern wie

der Swisscom Binz versorgt werden

können, muss die bestehende Energiezentrale

Friesenberghalde 3 erweitert

werden. Die Bauarbeiten für

die Zentralen-Erweiterung werden voraussichtlich

im September 2013 aufgenommen.

Bis dahin erfolgen einzelne

Vorbereitungsarbeiten.

Die Zentralen-Erweiterung erfolgt

grösstenteils unterirdisch. Nur

Lüftungsauslässe und ein Treppenabgang

(im Bereich der bestehenden

Treppe) werden sichtbar sein. Diese

Elemente wurden bereits mit Bauvisieren

abgesteckt. Damit die Bäume

im Bauperimeter der neuen Zentrale

und der Anergieleitung erhalten werden

können, mussten sie, noch bevor

sie austreiben, versetzt werden. Das

Versetzen der Bäume erfolgte deshalb

bereits Mitte April 2013. Die Arbeiten

wurden durch die Gärtner der

FGZ begleitet.

An einer Mieterorientierung wurde

den Anwohner/innen der Friesenberghalde

das Projekt im Detail vorgestellt.

Sanierung 1./2. Etappe

Die sanfte Sanierung ersten beiden

Etappen der FGZ (gebaut 1924-

1928) im Bereich Pappelstrasse/Jakob-Peter-Weg,

Margarethenweg,

Schweighofstrasse gin in den letzten

Monaten über die Bühne und ist

unterdessen fast abgeschlossen. Die

Wohnungen und Häuser wurden nach

einer individuellen Aufnahme des Zustandes

und Bestimmung der nötigen

Reparaturen für die nächsten rund 15

Jahre wieder instand gestellt.

Sanierung 13. Etappe

Nachdem im letzten Sommer

die Reihenhäuser zwischen Arbentalstrasse

und Schweighofstrasse saniert

wurden, sind dieses Jahr in den

Sommermonaten von Mai bis September

die Reihenhäuser zwischen Brombeeriweg

und Arbentalstrasse dran.

Kleine Profilstangen zeigen, wo die Lüftungsansaugstellen

der erweiterten Energiezentrale

in der Friesenberghalde hinkommen.

Neue Lifte für die Hochhäuser

Im Hochhaus Arbentalstrasse

330 ist ab September fü ein paar

Wochen Treppensteigen angesagt.

Da dies nicht für alle Bewohner/innen

problemlos möglich ist, hat die

FGZ vorgesorgt. Wie bei den Liftsanierungen

in den beiden anderen FGZ-

Hochhäusern an der Arbentalstrasse

– diese fanden im Sommer 2011 und

2012 statt – soll auch hier wieder mit

Nachbarschaftshilfe und mit von der

Genossenschaft organisierten Unterstützungs-Angeboten

die «liftlose»

Zeit für alle möglichst erträglich

überbrückt werden.

Alltägliche Reparaturarbeiten

Unspektakulär, aber für den Erhalt

der FGZ-Bauten ebenso wichtig,

sind die Arbeiten des «täglichen» Unterhalts».

Neben Schäden in und an

einzelnen Wohnungen und Reihenhäusern

gibt es auch solche, die beispielsweise

ein Mehrfamilienhaus betreffen.

Wenn sich der Fassadenputz

löst, muss dies innert nützlicher Frist

geflickt werden, damit das Gebäude

möglichst wenig Schaden nimmt. So

müssen in der 18. Etappe Im Rossweidli

mehrere Fassaden renoviert

werden. Weil sich der Verputz an der

Fassade löste und Feuchtigkeit in das

Mauerwerk eindringen konnte, wird

hier in einem mehrwöchigen, relativ

aufwändigen Verfahren eine Aussenrenovation

vorgenommen. FGZ

20 FGZ-Intern

FGZ-Intern 21


Spektakel im Morgengrauen


Ein Erlebnisbericht aus der FGZ-Siedlung «Manessehof»


Von Gertraude Jenny

Die FGZ ist im Friesenberg – aber nicht nur:

Die einzige FGZ-Etappe, die zwar nicht weit

weg, aber doch ausserhalb des Friesenbergs

liegt, ist die Siedlung «Manessehof»

an der Uetlibergstrasse. Und hier gab es

kürzlich einen spektakulären Wasserrohrbruch.

Eine Bewohnerin schildert dieses

Ereignis aus der Perspektve einer direkt

Betroffenen.

Es ist noch dunkel, als mich ein lauter

Knall mit nachfolgendem Geprassel auf

dem Dach aus dem Schlaf weckt. Ein

Blick auf den Wecker zeigt mir, dass

es 5.00 Uhr in der Früh ist. Fieberhaft

versucht mein noch schlafendes Hirn,

mir eine Erklärung für den Höllenkrach

zu liefern. Es sendet mir als Erklärung:

ein starker Hagelsturm.

Ein Blick aus dem Fenster macht

jedoch diese Vermutung zunichte.

Weit und breit ist kein einziges Hagelkorn

zu entdecken. Das kann es also

nicht sein. Mit einem sehnsüchtigen

Blick auf mein Bett verlasse ich das

Schlafzimmer und gehe dem Krach

ins Wohnzimmer nach.

Ich trete an das Terrassenfenster

und schaue nach draussen. Über

die Terrasse fegt ein weisser Sturm.

Ah, mein Hirn versucht sich in einer

zweiten Erklärung: Ein starker Sturm

weht Eis und Schnee vom Flachdach

und dabei krachen die Eisstücke gegen

die Fensterscheiben, auf den Terrassenboden,

den Laubengang und aufs

Flachdach. Zufrieden mit der Erklärung

nicke ich innerlich … bis mir einfällt,

es liegt seit Tagen kein Schnee mehr.

Welcher Schnee und welches Eis sollen

demnach vom Dach geweht werden?

Also ist auch dieser Erklärungsversuch

hinfällig. Nun erkennen meine

Augen – zu dieser Tageszeit auch

noch nicht in Höchstform, dass es kein

Sturm ist, der über die Terrasse fegt,

sondern ein mächtiger Wasserstrahl.

Nun verstehe ich die Welt überhaupt

nicht mehr. Woher kommt denn

das Wasser? Mein Hirn, unterdessen

vom Schlaf einigermassen befreit, bietet

mir einen neuen Erklärungsversuch

an: Der Damm des Sihlsees ist geborsten

und nun wälzt sich eine riesige

Tsunamiwelle die Uetliberg strasse

entlang und die ist so hoch, dass sie

bis zu mir in den 4.Stock reicht. Fassungslos

schaue ich den Wasserstrahl

an. Da fällt mir auf, dass der Strahl

gleichmässig bleibt und nicht wie eine

Welle ab- und anschwillt. Es kann also

auch nicht der Sihlsee und sein Inhalt

sein. Aber was ist es dann?

Da ich nicht zur Wohnungstür

Foto: Gertraude Jenny

hinausgehen kann (wegen des dagegen

klatschenden Wassers und dem,

was dagegen prasselt), klettere ich

durch das Küchenfenster auf den

Laubengang.

Ja, und dann sehe ich die Ursache

allen Lärms und allen Wassers. Majestätisch

erhebt sich eine über fünf-

Ein Wasserrohrbruch mit Folgen

an der Uetlibergstrasse

Am 28. März 2013, am Donnerstag vor dem

Osterwochenende, frühmorgens kurz nach

fünf Uhr, kam es an der Uetlibergstrasse

zu einem folgenreichen Wasserrohrbruch.

Ein mit 60 Zentimetern verhältnismässig

dickes Wasserrohr, eine Haupttransportleitung,

war geborsten. Davon betroffen

war auch die FGZ-Siedlung Manessehof.

Nach Schätzungen der Wasserversorgung

schossen etwa zehn bis fünfzehn Millionen

Liter Wasser mit gewaltigem Druck aus der

Leitung. Welch gewaltiger Druck vorhanden

war, zeigt der Umstand, dass das Wasser

nicht nur eine 10 Zentimeter dicke Asphaltdecke

aufriss. Die Fontäne erreichte

eine Höhe von 15 Metern und setzte Balkone

und Wohnungen bis in den fünften

Stock unter Wasser.

Es dauerte über eine Stunde, bis das Wasser

abgestellt werden konnte. Auf den Strassen,

an den beschädigten Gebäudefassaden

und Dächern, in überfluteten Wohnungen,

Kellern und Garagen wie auch an etlichen

parkierten und gefluteten Fahrzeugen in

der Umgebung entstand ein Schaden von

mehreren Hunderttausend Franken

Bei der geborstenen Haupttransportleitung

handelt es sich um eine über 100-jährige

Grauguss-Leitung aus dem Jahr 1894. Das

Rohr stand bereits auf der Liste der zu ersetzenden

Leitungen. Von den insgesamt

1540 Kilometer Trinkwasserleitungen auf

städtischem Gebiet – das entspricht etwa

der Strecke Zürich–London retour – werden

jährlich 30 Kilometer ersetzt. Das beschädigte

Leitungsstück wurde umgehend ersetzt,

und die Uetlibergstrasse ist auf der

Liste der zu ersetzenden Wasserleitungen

nach vorne gerückt.

(fgz)

22 FGZ-Intern

FGZ-Intern 23


zehn Meter hohe Fontäne von mitten

auf der Strasse in den Nachthimmel.

Der Anblick ist fantastisch, auch wenn

die Fontäne dort nicht wirklich hingehört.

Ein Wasserrohrbruch zeichnet

für dieses Spektakel. Der Druck des

austretenden Wassers hat die Strasse

aufgerissen, und das, was so laut

scheppert, sind Steine und Asphaltbrocken,

die durch die Gegend fliegen,

begleitet von dem mächtigen Wasserrauschen

des sich auf die Strasse

stürzenden Wassers. Minutenlang

starre ich fasziniert auf das, was sich

mir da zeigt. Wer erlebt schon so was

am frühen Morgen?

Irgendwann registriere ich das

fortdauernde Scheppern gegen meine

Terrassenscheiben. Als ich zurück

in die Wohnung klettere, wate ich im

Wohnzimmer durch Wasser. Es ist

durch die Wohnungstür hinein gesickert.

Also ist als nächstes Wasser

aufwischen angesagt. Vorher jedoch

die Storen herunterlassen. Dieser

Gedanke kommt allerdings zu spät.

Die vorderen Scheiben sind bereits

geborsten.

Gut eine Stunde dauert dieses

Schauspiel auf der Strasse. Dann ist

der Haupthahn der Leitung gefunden,

und der Fontäne wird der Saft nach

und nach abgedreht.

Meine Bilanz dieser morgendlichen

Eskapade: Der Parkettboden

und Fensterscheiben sind kaputt,

Wasser ist in den Keller gelaufen und

hat ihn unter Wasser gesetzt, auf der

Terrasse sind Tontöpfe etc. zerbrochen,

und es liegen jede Menge Gesteinsbrocken

auf der Terrasse und

auf dem Laubengang. Nicht zu vergessen,

dass der Wasserstrom auf

dem Laubengang meinen Fussvorleger

auf nimmer Wiedersehen weggeschwemmt

hat.

Auch wenn die ganze Aktion mit

Unbill verbunden ist, ist das doch ein

Schauspiel gewesen, das nicht alltäglich

ist. Es wird mir als unvergessenes,

eindrückliches Erlebnis in Erinnerung

bleiben.

Schadensbehebung

im Manessehof

In der Presse waren kritische Berichte

zu lesen, welche die Zustände

im Zusammenhang mit

der Behebung der Schäden wegen

der geborstenen städtischen

Wasserleitung thematisierten.

Aus Vermietersicht ist hier auch

für die FGZ nicht alles so gelaufen,

wie es wünschbar gewesen

wäre. Für die Behebung der Schäden

an den Wohnungen ist die

Stadt mit den für solche Fälle

abgeschlossenen Versicherungen

zuständig. Die Abwicklung

war allerdings nicht so speditiv,

wie es sich die Mieter/innen gewünscht

hätten.

Auch die FGZ konnte – weil ja

nicht zuständig – wenig dazu beitragen,

dass die nötigen Reparaturen

so schnell wie möglich

gemacht wurden. Und so mussten

auch FGZ-Mieter/innen auf

die Schadensbehebung warten.

Unterdessen sind aber die nötigen

Reparaturarbeiten im Gang

oder bereits abgeschlossen.

Ein kleiner Beitrag für eine grosse

Wirkung – Dankeschön !


Weniger Probleme mit Abfall, wenn sich alle an einige Regeln halten


Abfälle sind Dinge, die man nicht mehr

braucht und daher möglichst einfach und

schnell loshaben möchte – kurz gesagt.

Trotzdem ist es für viele FGZ-ler und FGZlerinnen

ja ganz klar, dass die Abfallentsorgung

nicht nur einfach easy und schnell

vor sich gehen kann, sondern Abfälle im

Haushalt zuerst einmal gut getrennt werden.

Foto: Vreni Püntener

Abfall trennen heisst: Papier,

Karton, Glas, Pet-Flaschen, Metalle,

Bioabfälle aus der Küche, vom Balkon

und aus dem Garten, Batterien und

andere Sonderabfälle, das alles wird

speziell gesammelt und soll deshalb

nicht einfach im Universalabfall landen.

Und alles, was nicht recycliert

werden kann, das gehört dann in den

Züri-Sack und nicht einfach lose und

gratis in den Container. Und der Züri-

Sack wiederum wird – Deckel auf – in

den Container geworfen – Deckel zu.

Ist man unterwegs, behält man

die Abfälle bei sich, bis ein glänzender

Züri-Hai-Abfallkübel, entlang des

Eine einfache Regel bei der Abfallentsorgung

wird hier nicht eingehalten:

Container-Deckel immer schliessen!

24 FGZ-Intern

FGZ-Intern 25


Weges platziert, diese aufnehmen

kann, inzwischen vergessen kommen

die Abfälle eben mit nach Hause und

dann in den Züri-Sack.

Danke dafür, dass Sie die Entsorgung

auch so handhaben!

Doch was auf den ersten Blick

recht schnell gesagt ist und einfach

tönt, verlangt manchmal etwas mehr

an Beachtung und Überlegungen.

Abfälle trennen

Entsorgung und Recycling Zürich

bietet mit dem jährlich erscheinenden

Entsorgungskalender alle wichtigen

Informationen: Wer sie konsequent

befolgt, hat viel weniger Abfälle im

Züri-Sack – und das hat viele Vorteile!

Bioabfälle werden

kompostiert oder vergärt

In der FGZ haben alle Bewohnerinnen

und Bewohner die Möglichkeit,

die Abfälle organischen Ursprungs

aus Küche, Balkon, Garten

entweder gemeinschaftlich oder im

Hausgarten zu kompostieren oder in

einen nahe gelegenen Bioabfall-Container

zu werfen. Die Regeln für diese

ökologischen Entsorgungswege müssen

beachtet werden und sind für ein

gutes Funktionieren wirklich zentral.

Dankeschön für die Aufmerksamkeit!

Und ganz wichtig bei der Benützung

der Biocontainer: Bitte nur so

lange Bioabfall in die Container werfen,

als diese auch Platz haben und

der Deckel wieder ganz geschlossen

werden kann.

Die Plätze für das Schnittgut

sind dazu da, sperriges Material aus

dem Garten, also Äste von Sträuchern

zum Beispiel, zur Abholung bereitzulegen

– das Kleinmaterial hingegen

gehört nicht dorthin, sondern in den

Container.

Geschlossene Container-Deckel

sind ein Muss

Ein ganz wichtiger Punkt bei der

Entsorgung ist die Sache mit dem Deckel.

Wie beim grünen Bioabfall-Container

schon gesagt, gilt das auch

beim grauen Züri-Sack-Container.

Es ist zentral, dass der Deckel nach

Einwurf wieder geschlossen werden

kann. Das sieht erst einmal für

Anwohnerinnen und Anwohner, Spaziergängerinnen

und Spaziergänger

schöner aus und noch mehr, es gibt

keine üblen Gerüche, und noch weit

entscheidender, die Fliegen müssen

sich anderswo verköstigen, ebenso

können nicht Füchse oder Katzen die

Säcke zerfetzen und einiges an Unordnung

anrichten.

Die FGZ versucht, überall die

richtige Anzahl Container zu platzieren.

Als Benützende helfen Sie mit,

dass die Berechnungen dazu auch

stimmen, wenn Sie wenn nötig dreivier

oder sieben-acht Schritte weiter

zu laufen, also nicht den erstbesten

Container, der bereits gefüllt, ja

eben nicht mehr der beste ist, benützen

wollen, sondern einen weiter

hintendran.

Manchmal braucht es etwas mehr

an Bemühung: Wenn es in der eigentlich

nahe gelegenen Anlage noch viel

Platz hätte, aber weil z.B. der Weg

zur Bushaltestelle nicht daran vorbei

führt, der Kehrichtsack auch noch in

die «beliebtere» Sammelstelle mitwandert,

dann ist es, wenn viele dies tun,

nicht verwunderlich, dass es in der einen

Anlage schnell keinen Platz mehr

hat, in der anderen jedoch noch leere

Container da sind. Also ist es besser,

den Sack dort einzuwerfen, wo man

zwar noch schnell einen kurzen Umweg

unter die Füsse nehmen muss,

aber Platz für den Sack vorhanden

ist, so dass der Deckel eben wieder

geschlossen werden kann. Diese kleine

Aufmerksamkeit wäre im Sinne einer

geordneten Entsorgung ganz toll!

Weder Nachbars Garten

noch die Feuerstelle

Abfälle in geordneten Bahnen

sind Wertstoffe, denn es werden Recycling-Materialien

zurück gewonnen

oder es gibt Energie, die wiederum

Nutzen bringt.

Gänzlich unerwünscht sind die

Abfälle jedoch in Nachbars Garten.

Dankeschön für alle Bemühungen

– Gross und Klein mögen sich bitte

stets daran halten!

Unter keinen Umständen akzeptabel

und daher auch verboten

ist das Verbrennen von Abfällen aller

Art im Holzofen, im Cheminée oder

in der Feuerstelle. Naturbelassenes

trockenes Holz, wenn nötig mit wenig

Papier als Anzündhilfe, ist das einzige,

was für Winterwärme oder bei der

Sommerparty verbrannt werden darf.

Korrekte Abfalltrennung und

Ab fallentsorgung verlangen zwar einen

kleinen Aufwand und die Züri-Säcke

ein bisschen Geld. Im Interesse

gesunder Atemluft, sauberer Böden

und Gewässer ist das nicht wirklich

viel. Danke, dass Sie sich stets an

die Regeln der Vernunft und die Verbote

halten! Denn mit illegaler Abfall-Verbrennung

entstehen Unmengen

gesundheitsschädlicher Abgase,

Schwermetalle gelangen in die Atemluft,

auf Böden und in Gewässer und

es wird 1000-mal mehr hochgiftiges

Dioxin freigesetzt als bei einer Kehrichtverbrennungsanlage!

So funktioniert es bestens:

– Abfälle gut trennen – das spart Abfallgebühren,

hilft dass das Container-Volumen

ausreicht und ist umweltfreundlich!

– Immer den Züri-Sack benützen –

das ist fair und sauber!

– Deckel der grauen und grünen

Container müssen stets geschlossen

sein – das geht mit guter Abfalltrennung

und Benützung aller

Anlagen und aller Container und

das erfreut die AnwohnerInnen!

– Unterwegs die glänzenden Züri-

Hai benützen – das verschönert

das Strassenbild, und die Nachbarinnen

und Nachbarn nicht nur

im Friesenberg freuen sich!

Ein Dankeschön an Sie für Ihr Mittun!

FGZ

26 FGZ-Intern

FGZ-Intern 27


Wohin mit dem Unkraut im Garten?


Zum Beispiel als Düngemittel in den Jauchetopf


Ursula Tissot, AktionNaturReich

Wir haben diese Pflanzen nicht

gesät, nicht gepflanzt, und doch wachsen

sie – fast üppiger als alles, was

wir selbst angebaut haben. Wir können

uns nun einem immerwährenden

Kampf gegen dies Dauerwachser

stellen oder die kraftvollen Pflanzen

nutzen, um doppelte Gartenfreuden

zu geniessen.

Denn Unkraut respektive Wildkräuter

verfügen über eine reichhaltige

Mineralstoffpalette, welche uns viele

spannende Nutzungen ermöglicht.

Wildkräuter als Düngemittel

Brennnesseln breiten sich über

lange unterirdische Triebe gerne weit

aus. Sie sind reich an Stickstoff, der

wachstumsanregend ist und im ökologischen

Gartenbau schon seit Langem

bekannt als Düngemittel in Form von

Jauche ist. Um diese zu produzieren,

wird folgendermassen vorgegangen:

Es braucht ein Gefäss aus Kunststoff

oder Holz. Metallgefässe eigenen

sich nicht dazu.

Reichlich geschnittene Brennnessel

in Gefäss geben und mit Regenwasser

füllen, dann eine Handvoll

Steinmehl drüber streuen, um unangenehme

Gerüche zu binden. Danach

zudecken und regelmässig umrühren,

bis die Jauche nicht mehr schäumt.

Nach etwa 3 Wochen kann die selbstgemachte

Jauche gebraucht werden.

Sie muss aber unbedingt 1:10 mit Wasser

verdünnt werden.

Die Brühe wird bei trüben Tagen

auf die feuchte Erde direkt zum

Wurzelbereich der Pflanzen gegossen.

Sie wirkt heilend, düngt und fördert

das Wachstum der Pflanzen und

macht sie resistenter gegen Schädlinge.

Auch die Regenwürmer lieben

Böden, die mit Brennnesseljauche gedüngt

wurden.

Stark verdünnte Brennnessel-

Jauche kann auch gezielt zur Bekämpfung

von Schädlingen direkt auf die

befallenen Stellen gespritzt werden.

Jedoch nicht bei Sonnenschein.

Weitere Wildkräuter reichern

die Jauche an und können angesetzt

werden mit:

Ackerschachtelhalm, Löwenzahn,

Kamille, Ringelblumen, Schafgarbe,

Reinfarn, Thymian, Beinwell, auch

Giersch (Baumtropf). Alle starkduftenden

Kräuter eignen sich gut. Man

kann ruhig experimentieren. Alles Jätegut

und ausgegrabene Wurzeln können

in die Jauche gegeben werden.

Zur Abrundung kann reifer Kompost,

Hornmehl oder Kompoststarter unter

die Brühe gemischt werden. Die nahrhafte

Brühe kann bis Ende des Gartenjahres

gebraucht werden, und im

Herbst wird der unverbrauchte Rest

über den Kompost gegossen.

Biodynamischer Kompost

Alle Wildkräuter können vor der

Samenbildung kompostiert werden. Da

sie über viele Mineralstoffe und Vitamine

verfügen, gibt es einen reichhaltigen

Kompost. Wurzeln von problematischen

Wildkräutern (Wurzelvermehrung)

vor dem Kompostieren

erst an der Sonne vertrocknen lassen.

Auch die vergärten Brennnesseln

aus der Jauche dazugeben. Brennnessel,

Kamille, Löwenzahn und Schafgarbe

werden in Form von Heilkräuterpräparaten

eingesetzt. Sie beschleunigen

die Rotte und verbessern den

Stoffumsatz.

Viele Wildkräuter können auch

in der Küche verwendet werden als

Tee, Salat oder Gewürz.

Kompostbetreuer/innen

dringend gesucht

Wir suchen dringend neue Betreuer/innen

für die Kompostanlage

Arbental 4.

Wer sich für eine Tätigkeit als

Kompostbetreuer/in interessiert

oder dazu weitere Informationen

wünscht, kann sich melden bei

Ursula Tissot, Kompostberaterin

FGZ: u.tissot@gmail.com oder

Telefon 044 462 84 45.

Illustrationen: http://kats-welt.blogspot.ch

28 Garten

Garten 29


Repariert, geölt, geflickt, gepumpt

geputzt und poliert


«Do-it-Youself»-Veloflicktag vom 6. April 2013


Von Natascha Maurer

Wie schon im vergangenen Jahr

wurde der Veloflicktag unter dem Motto

«Do-it-yourself» durchgeführt. Die

Fahrräder wurden von den Besitzer/

innen selbst repariert, geschmiert,

aufgepumpt und poliert. Und das war

auch diesmal ein voller Erfolg.

Die Genossenschafter/innen

waren eingeladen, ab 10 Uhr mit ihren

überwinterten Fahrrädern zum

Kurslokal am Hegianwandweg 92 zu

kommen und die kleineren und grösseren

Reparaturen unter fachkundiger

Unterstützung der Velowerkstatt Zürich

gleich selbst auszuführen. Mitglieder der

Freizeitkommission halfen ihnen dabei.

Mit tatkräftiger Unterstützung der Mitarbeiter

der Velowerkstatt Zürich wurde

«in Eigenregie» geputzt, geölt, geflickt

und gepumpt. Klein und Gross konnte

mitmachen.

Wie letztes Jahr fielen für die teilnehmenden

FGZler/innen lediglich die

Materialkosten an. Die benötigten neu-

Veloflicktag auf dem

Platz vor dem FGZ-

Kurslokal am Hegianwandweg

92.

en Bremsklötze, Innenschläuche oder

auch anderes Zubehör konnte direkt

vor Ort zum Einkaufspreis bezogen

werden.

Die Zahl der Besucher/innen

war hoch, aber es kam dennoch zu

keinen signifikanten Engpässen. Wer

trotzdem etwas warten musste oder

sonst dem Anlass beiwohnen wollte,

konnte sich in im neu renovierten

Kurslokal der Freiko mit einem

Stück Kuchen, heissem Tee, Punch

oder Kaffee verköstigen.

Auch das Wetter spielte mit, so

dass es ein rundum gelungener Anlass

war, der nächstes Jahr wieder in

dieser Art durchgeführt werden wird.

Wir wünschen Allen eine gute

und sichere Velosaison!

Kurz notiert

Zürich: Jährlich ziehen 40 000 zu

– und fast so viele weg

Wenn jedes Jahr durchschnittlich

40 000 Personen in die Stadt Zürich

zuziehen und fast ebenso viele

wegziehen (Zeitperiode 1999 - 2011),

so belegt das, dass die Bevölkerung

Zürichs in stetigem Wandel ist. Die

Analyse von Statistik Zürich weist

nach, dass die Zuziehenden tendenziell

jung, ledig und kinderlos sind.

Im Jahre 2011 war rund die Hälfte

der Zuziehenden zwischen 20 und

40 Jahre alt; bei den Wegziehenden

gehörten 37 % dieser Altersgruppe

an. Fast drei Viertel der Zuziehenden

waren im 2011 ledig (bei den Wegziehenden

66 %). Schliesslich waren

2011 volle 63 % der Zuziehenden Ausländer/innen;

bei den Wegziehenden

waren das 54 %.

Die in den letzten Jahren zugezogenen

Personen bleiben häufig nur

wenige Jahre in Zürich. Mehr als die

Hälfte jener, die zwischen 2007 und

2011 wegzogen, wohnten maximal ein

Jahr in der Stadt, ein weiteres Viertel

brachte es auf zwei bis fünf Jahre.

Zuzüge aus der Schweiz erfolgten

häufig aus andern Städten, vor allem

aus Winterthur, Basel, Bern und

St.Gallen. Auch bei den Wegzügen

stand Winterthur an der Spitze; rund

730 Personen zogen z.B. im 2011 von

Zürich nach Winterthur.

Jede fünfte zuziehende Person

wohnte zuvor in der Agglomeration.

Umgekehrt zog jede dritte Person

von Zürich weg in die Agglomeration.

FGZ

30 FGZ-Intern

FGZ-Intern 31


Friesenberg-Flohmarkt:

Première im Trockenen


Der von der Freizeitkommission organisierte Flohmarkt

fand erstmals im Saal der reformierten Kirchgemeinde statt


Die Flohmärktler/innen aus dem Friesenberg

erinnern sich: Letztes Jahr musste

der Flohmi wegen Dauerregen kurzfristig

ab gesagt werden. Dieses Risiko wollte die

Freizeitkommission nicht mehr eingehen

und hatte deshalb vorgesorgt.

Die Wetterprognose für den

Flohmi-Samstag am 25. Mai waren

nicht viel versprechend, und die Temperaturen

alles andere als frühlingshaft.

Deshalb entschieden die Freiko-Leute,

welche den Flohmarkt organisierten

am Freitag-Mittag, dass

die Schlechtwetter-Variante zum Zug

kommen sollte.

Das bedeutete, dass der Flohmarkt

nicht wie gewohnt auf dem

Schulhausplatz Borrweg, sondern im

Saal der reformierten Kirchgemeinde

abgehalten wurde.

Die angemeldeten Verkäufer/

innen und die interessierten Flohmi-

Käufer/innen konnen sich – wie auf

dem Flugblatt angekündigt – im Internet

oder bei einer speziellen Telefonnummer

erkundigen, wo der Anlass

stattfindet. Das hat offensichtlich

funktioniert, die Stände wurden im

Saal und nicht auf dem Pausenplatz

aufgestellt resp. ausgelegt.

Gute «Bazar-Stimmung»

am Familienanlass

Beim Flohmark im Saal – im Trockenen

und an der Wärme – herrschte

eine gute Stimmung. Viele Kinder,

die grösseren allein, die kleineren zusammen

mit ihren Eltern, verkauften

hier ihre Sachen, aber auch Erwachsene

boten verschiedenste Flohmi-Sortimente

an. Und da es nicht zu heiss

und auch nicht zu kalt war, konnten

sich die zahlreichen interessierten

Besucherinnen und Besucher Zeit lassen,

das ganze Angebot in Ruhe anzuschauen

und – manchmal erst nach

dem zweiten oder dritten Rundgang

– sich zum einen oder anderen Kauf

zu entschliessen.

Bei schönem Wetter wird der

Flohmi weiterhin auf dem Schulhausplatz

stattfinden, aber die Schlechtwetter-Variante

hat sich sehr bewährt.

Diese wird bei entsprechend ungünstigen

Wetteraussichten deshalb auch

künftig eine Option sein. FGZ

Im Rahmen des Friesenberg-Flohmi findet jeweils

auch der Velomarkt statt, diesmal unter

dem Vordach des Schulhauses Borrweg. Im

zwei Fussminuten entfernten Kirchgemeindesaal

ging gleichzeitig der traditionelle Friesenberg-Flohmi

über die Bühne.

32 Thema

FGZ-Intern 33


Frühling – wo ist er geblieben?


Frühlingsfest im FGZ-Alterstreff: Frühlingsstimmung trotz

hartnäckigem Winter


Von Bernadette Schniepp

Wir, das heisst das Team der

Altersbetreuung und sicher auch die

Gäste des Alterstreff, freuten uns –

wie jedes Jahr – auf das Frühlingsfest,

das für den 19. März geplant war. Wir

liessen uns die Gartenmöbel aus dem

Winterlager holen, kauften die Zutaten

für das Salatbuffet ein, planten

die Einsätze unserer freiwilligen Helferinnen

und Helfer und organisierten

die vielen Kleinigkeiten, die für einen

runden Ablauf eines solchen Anlasses

mit 40 bis 50 zu erwartenden Gästen

nötig sind. – Nur einer liess sich nicht

aus der Ruhe bringen – der Winter, er

machte in diesem Jahr dem Frühling

den Platz definitiv streitig.

Das tat jedoch der Vorfreude

keinen Abbruch und pünktlich zum

19. März – dem Festdatum – öffneten

sich die ersten Blüten des Kirschstrauches

unserer Osterdekoration

im Alterstreff. Damit hielt der Frühling

zumindest bei uns im Alterstreff

Einzug, und einem gelungenen Fest

stand nichts mehr im Weg.

Zahlreich und gut gelaunt erschienen

unsere Gäste. Das «gluschtige»

Salatbuffet war von kurzer Lebensdauer,

die Gäste genossen die

Gemeinschaft mit anderen und bevor

es dann zum Dessert weiterging,

trug Helene Stocker ihr Gedicht vor,

welches sie speziell für diesen Anlas

gedichtet hatte. Peter Küng ergänzte

unser Fest mit seiner Gitarre, Liedern

und einer eigens für uns getexteten

Strophe von seinem «Friesilied».

Sehr gefreut haben sich die

Gäste über den eigenwilligen Nachtisch

– «Rüeblimuffin», welches im

Blumentopf «gezüchtet» wurde. Das

Frühlingsfest im Alterstreff war ein

kurzweiliger, schöner Start in einen

doch wettermässig ungewöhnlichen

Frühling.

Ich möchte mich an dieser Stelle

ganz herzlich bedanken bei den freiwilligen

Helferinnen und Helfern, die

uns tatkräftig mit viel Hingabe und

Ausdauer unterstützt haben sowie für

die kreativen Beiträge von Frau Stocker

und Herr Küng. Ein herzliches

Dankeschön geht ebenfalls an mein

motiviertes Team der Altersbetreuung.

Ein grosses Dankeschön gilt

auch allen, die uns mit ihren sehr persönlichen,

kreativen Beiträgen immer

wieder überraschen oder uns bei den

Vorbereitungen in und neben der Küche

tatkräftig unterstützen.

Der Frühling

Von Helene Stocker

Jetzt wird es wirklich jedem klar,

der Frühling ist nun wieder da.

Die ersten Blumen im Garten

können es kaum noch erwarten,

sie strecken der Sonne entgegen

welche Freude und auch Segen.

Es wird uns allen warm im Herz,

vergessen Trübsal und der Schmerz.

Nach allen dunklen Tagen

kann man die Sonne gut vertragen.

Der Frühling, die schönste Zeit im Jahr

ist einfach wirklich wunderbar.

Nun seid alle munter und froh,

ich mache es natürlich ebenso.

Das «Frühlingsfest-Team» des

Alterstreff mit freiwilligen Helferinnen

und Helfern sowie

Mitarbeiterinnen der Altersbetreuung.

Friesenberglerlied

Von Peter Küng

Mir tüend jetzt de Frühlig gspüre

d`Märzbecher blüehed scho.

S`hät da für eus e offni Tür;

drum sind mir hüt au alli cho:

Händ Ihr das tolli Büffet gseh?

So eis git`s einfach niene meh!

Refrain:

Für euses Team im Alterstreff

strecked mir d`Hand zum Dankschön hi.

S`isch halt immer no am Schönste

bi eus Friesebergler z‘si.

Fotos: Bernadette Schniepp

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Der Tellerwäscher


Als freiwilliger Helfer im Alterstreff der FGZ


Von Ernst Fenner*

Nichts sehen trennt von den Dingen.

Nichts hören trennt von den Menschen.

Immanuel Kant

Seit mehr als einem halben Jahrhundert

lebe ich im Friesenberg, ohne

bisher grossen Anteil zu nehmen an

den Aktivitäten der FGZ. Das Einzige,

was ich bisher tat, war in der Kompostgruppe

mitzuarbeiten und gelegentlich

in der Friesi-Wandergruppe

mitzulaufen. Vor kurzem verliess mich

meine Frau, mit der ich ein ausgefülltes

schönes Leben führen durfte.

Des Alleinseins bald einmal überdrüssig

geworden suchte ich Hilfe. Naheliegend

war es, diese bei der Sozialberatungsstelle

der FGZ zu suchen.

Ich wurde hier auf Verschiedenes aufmerksam

gemacht und an eine Stelle,

an der ich Hilfe bekommen könnte,

auch hingeführt.

So lernte ich den Alterstreff an

der Arbentalstrasse kennen. Hier war

gerade ein Wechsel in der Führung im

Gange und neue freiwillige Mitarbeiter/innen

waren willkommen. Ohne

mir Bedenkzeit zu lassen – sozusagen

im Handkehrum – war ich angestellt

als Küchenhilfe.

Wegen meiner Behinderung – ich

bin gehörlos – darf ich hier im Hintergrund

aushelfen. Die Küchenarbeit ist

mir nicht fremd. Sie macht mir Spass.

Dazu sind die Mitarbeiterinnen aufgestellt

und haben mich angenommen.

Sie haben es nicht leicht mit mir, sie

scheinen aber froh zu sein, dass ich

da bin und aushelfe, wo «Not an der

Frau» vorkommt.

Meine Arbeit – also Arbeit ist

zu viel gesagt – die Beschäftigung

ist sehr abwechslungsreich. Das geht

vom Gemüserüsten und -zuschneiden,

und da auch der Dessert nicht aus der

Büchse kommt, findet sich hier auch

etwas zu tun, bis zum Abwasch durch

die ganze Skala der anfallenden Küchenarbeit.

Verantwortung habe ich

da keine. So kann ich mich auch oft

leise wundern über die Zutaten und

die Zubereitung des Essens. Die Chefin

darf das einfach nicht merken.

Es kommen immer leere Teller

zurück, und so ist anzunehmen,

dass das Essen mundet. Ich habe im

Alterstreff noch die Möglichkeit, an

weiteren Angeboten mitzumachen, um

* Ernst Fenner ist seit gut einem Jahr als

freiwilliger Helfer im Alterstreff tätig. Er ist

74-jährig und wohnt seit über 50 Jahren in

der FGZ. Wegen einer Mumps erkrankung

im Kindesalter ist er gehörlos. Er arbeitete

bis zur Pensionierung als Buchbinder. Seine

Frau starb im Dezember 2011, seither lebt

er allein.

die leere Zeit sinnvoll zu verbringen.

Es gibt «Spiel und Spass am Nachmittag»,

«Filmvorführungen», «Sonntagsbrunch»,

«Lottospielen», «Computerwerkstatt»

usw. Sollte ich einmal alt

und hinfällig sein, kann ich hier für einen

bescheidenen Betrag die Wäsche

waschen und bügeln lassen (nur – ein

preisgünstiges Angebot für «Löcher

in den Socken stopfen» fehlt noch).

Nicht vergessen zu erwähnen

darf ich, dass ich am jährlichen Ausflug

teilnehmen kann. Das Ziel dieser

Carfahrt ist dem Alter angepasst, etwas

weiter weg als um die Hausecke,

und einmal im Jahr gibt es einen Kegelabend

mit Nachtessen. Zwar kann ich

nicht kegeln, aber das Nachtessen ist

sehr gut und das Zusammensein mit

vielen anderen Menschen ist auch gut.

Fazit: Im Friesenberg ist man,

sofern man es will, gut aufgehoben.

Ich hoffe, dass ich hier noch eine Zeit

lang aushelfen kann. Mindestens so

lange, bis mir, von höherer Stelle, der

Abwaschlumpen weggenommen wird.

Freiwillige Helfer/innen für die FGZ-Altersbetreuung

Wir suchen immer freiwillige Helferinnen

und Helfer aus allen Altersgruppen als Unterstützung

für das Team der Altersbetreuung

bei den verschiedenen Aktvitäten im

Alterstreff. Dazu gehören unter anderem

– Computerwerkstatt: Das Freiwilligen-

Team unterstützt interessierte FGZ-Rentnerinnen

und Rentner jeweils am Montag und

Donnerstag von 9 bis 11 Uhr im Alterstreff.

Es werden erste Schritte mit dem PC gewagt,

Fragen geklärt und immer auch Neues

erlernt.

– Sonntagsbrunch: Der Sonntagsbrunch

findet 9 bis10 mal pro Jahr in den Räumlichkeiten

des Alterstreffs statt. Pro Brunch ist

ein Team von 4-5 Leuten vor Ort und verwöhnt

die Gäste.

Sind Sie interessiert? Sie können sich direkt

im Alterstreff an der Arbentalstrasse

323 melden oder unter der Telefonnummer

044 456 15 45 (vormittags). Bernadette

Schniepp, Leiterin Altersbetreuung, gibt Ihnen

gerne Auskunft. Sie können auch ein

Mail senden an altersbetreuung@fgzzh.ch.

Foto: Bernadette Schniepp

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Quartiernetz Friesenberg –

Unterstützung durch Stadt gesichert


Aktulle Infos vom Quartiernetz Friesenberg


Von Natalie Eberle

Wir freuen uns sehr darüber,

dass wir auch für die nächsten sechs

Jahre vom Sozialdepartement der

Stadt Zürich unterstützt werden. Der

Stadtrat hat die entsprechenden Mittel

zugunsten unseres Trägervereins

Quartiernetz Friesenberg Ende Februar

bewilligt.

Neue Ideen von Leuten

aus dem Quartier

Es ist viel passiert im ersten

Halb jahr 2013. Speziell freut es uns,

zu sehen, dass vermehrt Quartierbewohner/innen

mit ihren Anliegen persönlich

auf uns zukommen. Solche Besuche

haben sich zum Teil schon ganz

konkret auf das kulturelle Angebot im

Quartier ausgewirkt, z.B. konnte die

Lesung von Karlheinz und Lotty Gohl

unter dem Titel «Goldfisch im Nebelmeer»

– mit Unterstützung von Manuela

Altorfer von der FGZ-Freizeitkommission,

umgesetzt werden. Wer den

Krimiabend – er fand am 17. Mai im

Schweighofsaal statt – verpasst hat,

kann dies im Herbst im GZ Heuried

nachholen, genauere Informationen

können dem Programm des GZ-Heuried

entnommen werden.

Im Weiteren wurden folgende

Ideen an das Quartiernetz herangetragen:

Indoor-Spielplatz für die kalte

Jahreszeit: Das Angebot soll Eltern

die Möglichkeit geben, sich während

der Wintermonate mit ihren Kleinkindern

an einem selbstverwalteten

Krabbel-Bewegungstreff mit viel Spielund

Bewegungsraum für die Kinder

zu treffen und sich dort auch auszutauschen

und kennenzulernen.

Die Idee wurde von einer Mutter

mit zwei Kleinkindern an uns herangetragen.

Um diese Idee umsetzen

zu können, brauchen wir aber noch

weitere interessierte Eltern, die bereit

wären, sich tatkräftig zu engagieren.

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Dann melden Sie sich bei Natalie

Eberle vom Quartiernetz Friesenberg

(Kontaktinfos siehe folgnde Seite).

Angebot für Kids: «Wo steckt

das Mammut in Zürich?» Dieser Frage

können Kinder zwischen 9 und 11

Jahren während vier Mittwochnachmittagen

nach den Sommerferien nachgehen.

Anita Bürki leitet das Projekt,

in welchem die Kinder auf der Spurensuche

nach den Tieren aus Ice-

Age, Madagascar und vielen anderen

Geschichten durch die Strassen

und Museen von Zürich streifen. Der

Kurs ist kostenlos.

Wenn Sie mehr über dieses Angebot

wissen oder sich anmelden wollen,

melden Sie sich im Quartiernetz

bei Natalie Eberle (Kontaktinfos siehe

unten) oder bei Anita Bürki über

die Mailadresse a-c-be@hotmail.com

Quartierrundgang: Das Quartiernetz

wird im Herbst einen Quartierrundgang

für neuzugezogene Quartierbewohner/innen

durchführen. Wir

werden gemeinsam die wichtigsten

Institutionen im Quartier besuchen

und dabei gleichzeitig – spazierend

– einen Eindruck des Quartiers einfangen.

Neu zugezogene Quartierbewohner/innen

erhalten das genaue

Datum mit einer Einladung per Post.

Wir freuen uns auf Sie!

Kurz notiert

Bike- und Freestyle-Park

in der Allmend sind eröffnet

Am 25. Mai sind in der Allmend

zwei lang ersehnte Anlagen offiziell

eröffnet worden: Der Bike-Park südlich

von SihlCity, und der Freestyle-

Park vis-à-vis auf der Allmend-Seite.

Der Bike-Park steht der ganzen

Bevölkerung offen. Auf rund 5 500

Quadratmetern Fläche bietet er fünf

Parcours in drei Schwierigkeitsgraden

und für verschiedene Velosportarten.

Oder in der Fachsprache des Sports

ausgedrückt: Der Bike-Park kombiniert

die Welten Urban-BMX, Jumptrack

und Pumptrack. Bereits Zweijährige

können sich mit dem Laufrad

auf einem einfachen Track versuchen,

für Grössere mit wenig Erfahrung

steht ein Pumptrack mit 40 Zentimeter

hohen Wellen und Steilwandkurven

zur Verfügung. Der Bike-Park,

der nicht eingezäunt und frei zugänglich

ist, kann zwischen 8 und 21 Uhr

benützt werden.

Der Freestyle-Park ist für Skateboards,

Inline-Skates und BMX-Velos

gedacht. Die gesamte Freestyle-Anlage

bietet Platz für rund 60 bis 80

Sportlerinnen und Sportler. Schon

jetzt schmücken ihn zahlreiche Graffiti.

Mit Ausnahme des Pavillons, der

Brücke und der Personenunterführung

ist die Anlage zum legalen Besprayen

freigegeben. Der Freestyle-Park

ist unbeaufsichtigt, frei zugänglich

und täglich von 8 bis 21 Uhr geöffnet.

Die beiden Parks, die zusammen

eine der grössten Anlage ihrer

Art in Europa bilden, sind durch eine

Unterführung unter der Allmendstrasse

miteinander verbunden.

FGZ

38 Quartier

Quartier 39


FGZ-Persönlich


Eine Serie der FGZ-Sozialkommission


Albert Angst (83), wohnt seit bald

60 Jahren am Bernhard-Jaeggi-Weg

Warum, wie und seit wann wohnen

Sie in der FGZ?

Als ich 15 Jahre alt war (1945), zogen

meine Eltern vom Kreis 4 in die FGZ.

Ich besuchte damals noch die restliche

obligatorische Schulzeit weiter am

alten Ort.

Nach meiner Ausbildung zum Schreiner

und der Heirat anfangs der 50er-Jahre

erhielten wir von der Genossenschaft

eine neue Wohnung am Hegianwandweg,

und 1954 konnten wir in ein

Reihenhaus umziehen, wo wir bis heute

wohnen – also bald 60 Jahre!

Foto: Bernadette Schniepp

Ich bin überzeugter Genossenschafter,

weil ich den Genossenschaftsgedanken

sehr gut finde und die Immobilien der

Spekulation entzogen sind.

Welches ist Ihr Lieblingsort am Friesenberg

ausser Haus?

Hier ist es einfach überall schön, aber

am liebsten bin ich halt doch in meinem

eigenen Garten.

Wie wichtig sind Ihnen gute Nachbarschaftskontakte,

und wie sieht das

konkret in Ihrer Wohnsituation aus?

Nachbarn sind sehr wichtig. Wir haben

ein vertrauensvolles Verhältnis untereinander

und doch ist ein guter Abstand

für eine gesunde Nachbarschaft wichtig.

Die meisten Kontakte ergeben sich für

mich auf der Quartierstrasse. Da gibt

es den einen oder anderen kleinen

«Schwatz».

Hatten Sie einmal ein spezielles,

erwähnenswertes Erlebnis im Zusammenhang

mit der FGZ?

Sehr beeindruckend war damals – das

ist unterdessen wohl mehr als 50 Jahre

her, als der Blitz durch den Kamin einschlug,

in nullkommanichts das Haus

ins Dunkel versetzte und unser Radio

mit einem lauten Knall kaputt ging.

Zum Glück ist das Haus damals nicht

abgebrannt.

Würden Sie wieder in den Friesenberg

ziehen?

Sicher – sofort! Weil es einfach schön

ist hier. Zudem reicht der Platz im Haus

völlig aus.

Was wünschen Sie sich in der FGZ

oder im Friesenbergquartier an zusätzlichen

Angeboten? Was braucht

es zusätzlich? Was dürfte anders sein

in der FGZ?

Es hat alles, was ich zum Leben brauche,

mir fehlt es an nichts. Meines

Erachtens muss man nichts ändern,

ich bin zufrieden.

Gibt oder gab es für Sie eine wichtige

bemerkenswerte Friesenberg-/FGZ-

Persönlichkeit? Warum diese Person?

Da kommt mir Alfred Klemm in den Sinn.

Er war 33 Jahre lang Verwalter der FGZ,

heute wäre das der Geschäftsleiter.

1966 wurde er pensioniert. Ich schätzte

ihn, weil er eine klare Linie hatte und

sehr korrekt war.

Welche Persönlichkeit hätte ich am

liebsten in der Nachbarschaft und

weshalb?

Ich bin eigentlich rundum zufrieden mit

den Nachbarn, die da leben.

Was ich schon lange einmal sagen

wollte an die Adresse der FGZ?

Die Computer Werkstatt der Altersbetreuung

ist ein Glücksfall für mich.

Durch die Grossverteilaktion des Flyers

zu den Spezial-Themen bin ich zum

idealen Zeitpunkt darauf aufmerksam

geworden. Ich nutzte diese Möglichkeit

regelmässig.

Aus Neugier habe ich dann die Homepage

der FGZ durchgestöbert und war

erstaunt, was die FGZ alles anbietet.

Man fühlt sich einfach daheim und ist

gut aufgehoben in der Genossenschaft.

Das war in jungen Jahren der Fall und

auch heute, wo ich älter bin, ist einiges

möglich dank der Altersbetreuung mit

ihrem Angebot.

Es hat Dorf-Charakter hier am Friesenberg

und jedes Mal, wenn ich von der

Stadt nach Hause komme, kehre ich in

eine Oase zurück.

In der FGZ leben rund fünfeinhalb

Tausend Menschen verschiedener

Generationen und

unterschiedlicher Herkunft mit

einem grossen Spektrum von

Ansichten und Meinungen «über

Gott und die Welt». Ihnen allen

gemeinsam ist aber, dass sie

in der FGZ zuhause sind – die

meisten im Friesenberg.

Welche Kurzantworten FGZ-Bewohner/innen

zum Leben in der

FGZ und im Friesenberg-Quartier

geben, will die von der Sozialkommission

initiierte Serie

aufzeigen. In den nächsten Nummern

des FGZ-Info sollen weitere

FGZler/innen zu Wort kommen.

Die Gespräche führten Bernadette

Schniepp und Daniel Schafroth

von der Sozialkommission.

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Claudio (26), Student, in der

FGZ aufgewachsen, wohnt im

Staffelhof

Warum, wie und seit wann wohnen

Sie in der FGZ?

Ich bin zusammen mit sechs Geschwistern

in der FGZ aufgewachsen.

Mir gefällt, dass die FGZ preiswerten

Wohnraum für grosse Familien anbietet.

Wo ist Ihr Lieblingsort am Friesenberg

ausser Haus? Und warum?

Zwischen der Binz und dem Friesenberg

hat es ein Naturschutzgebiet und ein

schöner Wald. Es ist immer wieder ein

Erlebnis, dort vorbeizulaufen.

Wie wichtig sind Ihnen gute Nachbarschaftskontakte,

und wie sieht

das konkret bei der jetzigen Wohnsituation

aus?

Tolerante und freundliche Nachbarn,

mit denen man immer wieder ein paar

Worte wechseln kann und auf die man

sich, wenn es nötig ist, verlassen kann,

sind enorm wertvoll.

Sie möchten jemanden überzeugen,

in die FGZ zu ziehen. Was sind Ihre

Argumente?

Aus der FGZ ist die Stadt schnell erreichbar

und doch ist man wunderschön am

Rande der Stadt gelegen.

Ich würde jederzeit wieder in den

Friesenberg ziehen, weil …

… ich lebe in der Stadt und bin doch

in der Natur. Diese Qualität schätze

ich enorm.

Was wünschen Sie sich in der FGZ

oder im Friesenbergquartier an zusätzlichen

Angeboten?

Es wäre eine Bereicherung, wenn es

im Friesenberg einen Lernraum geben

würde, ähnlich wie ein Studentenkaffee,

in dem man sich treffen kann oder aber

für sich in aller Ruhe lernen kann.

Was dürfte anders sein in der FGZ?

In der FGZ gibt es jedes Jahr einige gemeinsame

von der FGZ her organisierte

Anlässe. Solche organisierten Treffen

sollen monatlich stattfinden. Dadurch

würde man sich noch mehr treffen.

Ebenso braucht es einen öffentlichen

zentralen Treffpunkt, an dem man gemütlich

verweilen kann.

Wenn ich könnte, dann würde ich für

die FGZ

Wenn ich die Möglichkeit hätte würde ich

in der FGZ einen coolen Park machen.

Mit was würden Sie die FGZ am ehesten

Vergleichen (zB. Gegenstand, Bild,

Film, usw.)?

Das typische Bild der FGZ ist für mich ein

Mehrfamilienhaus mit traumhafter Sicht

auf die Stadt. Fast wie in Hollywood.

Vielseitige Kulturveranstaltungen


Krimilesungen und Kugel-Spiele standen bis jetzt im Programm


Die kulturelle Veranstaltungsreihe

der Freizeitkommission läuft

seit dem 17. April 2013. An diesem

Tag fand die erste Krimilesung statt.

Res Perrot las aus seinem Buch «Bauernopfer»

und erzählte über den Entstehungsprozess

seiner Figuren und

Geschichten. Die Plotts entstehen jeweils

aus aktuellen Anlässen, die Storys

sind gut recherchiert und wirken

geradezu unheimlich real. Diese erste

Lesung fand im frisch renovierten

Lokal am Hegianwandweg statt – ein

Raum wie geschaffen für kleine, feine

Anlässe.

Bereits einen Monat später stellten

Lotty und Karlheinz Gohl im Saal

des Restaurant Schweighof ihre Krimisatire

«Goldfisch im Nebelmeer» als

Uraufführung vor. Die ungewöhnliche

szenische Darbietung wurde begleitet

von einem speziellen Krimiteller – Literatur

und Essen, eine ideale Kombination

für Geniesser.

Im Juni konnte an zwei aufeinanderfolgenden

Samstagen Boccia und

Pétanque kennengelernt werden. Angeleitet

von erfahrenen Spielern wurde

das Spiel mit den Kugeln am Geschicklichkeitsparcours

eingeübt. Im

«richtigen» Spiel wurden die Kenntnisse

dann gleich angewendet. Die beiden

gepflegten Anlagen im Friesenberg laden

ein für weitere Spiele, beispielsweise

an den offenen Spielabenden.

Die Reihe wird nach den Sommerferien

voraussichtlich weiter geführt.

Beachten Sie die Flyer in Ihrem

Briefkasten oder besuchen Sie uns auf

facebook: kulturnews.fgz.

Freizeitkommission FGZ

Krimilesung im neu

renovierten Kurslokal

der Freizeitkommission

am Hegianwandweg

92.

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30 Jahre Krankenstation

Friesenberg – ein Grund zum Feiern


Jubiläums-Sommerfest und Mitgliederversammlung der

Krankenstation Friesenberg


Am Sonntag, 2. Juni 2013, begingen

wir das Fest «30 Jahre Krankenstation

Friesenberg». Die Feier begann

mit einem ökumenischen Gottesdienst

in der römisch-katholischen

Kirche St. Theresia, welche von den

beiden Pfarrern der reformierten und

der römisch-katholischen Kirchgemeinden

des Friesenberg zelebriert wurde.

Beide Pfarrer erinnerten an die

Gründung des Vereins Krankenstation

Friesenberg Ende der 1970er-Jahre

und an die Eröffnung der Krankenstation

Friesenberg am 1. Juni 1983

mit dem Einzug der ersten Bewohnerinnen

und Bewohner.

Sommerfest im Theresiensaal

Im Anschluss an den Gottesdienst

fand das traditionelle Sommerfest

statt. Da der Wettergott es dieses

Jahr seit längerer Zeit nicht gut

mit uns meinte, führten wir das Fest

im Theresiensaal durch. Das Salatwie

auch das Dessertbuffet, die Paella

und die Würste fanden reissenden

Absatz. Wie seit Jahren Tradition

umrahmte die Musikgruppe «Oldies»

aus Appenzell den feierlichen Anlass.

Und in einer Aufführung unter dem Titel

«Wenn einer eine Reise tut…» wurden

wir von Peter-Matthias Born als

Tenor und Regula Born als Marionettenspielerin

auf eine nostalgisch-musikalische

Weltreise entführt.

Wir danken an dieser Stelle allen

Anwesenden, dass sie den Weg

zum Jubiläumssommerfest gefunden

haben. Speziell danken wir aber auch

allen Helferinnen und Helfern, ohne

sie wäre die Durchführung eines solchen

Anlasses nicht möglich.

Mitgliederversammlung: Eine

Auszeichnung und zwei Rücktritte

An der Mitgliederversammlung

des Vereins Krankenstation Friesenberg,

welche am 11. Juni 2013 im Saal

der römisch-katholischen Kirchgemeinde

St. Theresia stattfand, wurde

der Krankenstation Friesenberg

die Auszeichnung der European Kinaesthetics

Association übergeben.

Die Krankenstation ist das erste Pflege-

und Altersheim in der Stadt Zürich

und das zweite im Kanton Zürich,

welches diese Auszeichnung erhält.

Es bestätigt, dass unsere Krankenstation

auch auf diesem Gebiet hervorragende

Leistungen bietet.

Nach vierjähriger intensiver Vorstandstätigkeit

erklärten Iris Lüthi und

Daniel Suter ihren Rücktritt. Ihr Wirken

wurde von den Anwesenden mit

grossem Applaus verdankt. Für ihren

Unterhaltsames Nachmittagsprogramm

am Sommerfest der Krankenstation.

Dass dieses wetterbedingt

nicht in Freien abgehelten

werden konnte, tat der guten

Stimmung keinen Abbruch.

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Quartier 45


Einsatz erhielten die beiden zurücktretenden

Vorstandsmitglieder vom

Präsidenten Markus Hungerbühler im

Namen des Vereins je einen Blumenstrauss

sowie einen Reisegutschein.

Wir hoffen, beide weiterhin ab und

zu an unseren Anlässen begrüssen

zu dürfen. Neu in den Vorstand gewählt

wurde Pierre Leuenberger. Die

anwesenden Mitglieder hiessen ihn

einstimmig willkommen.

Umrahmt wurde die Mitgliederversammlung

musikalisch von einem

Auftritt des Tenors Vesselin Tchakov

und Silva Hristoff am Klavier, beide

Mitglieder des Opernhauses Zürich,

welche beliebte und weltberühmte

Lieder und Arien berühmter italienischer

Komponisten vortrugen. Ihnen

sei für ihren unentgeltlichen Auftritt

ganz herzlich gedankt.

Als Zeichen des Dankes und der

Anerkennung für ihr langjähriges, bereits

über 20 Jahre andauerndes Engagement

erhielt die freiwillige Helferin

Eva Rindlisbacher vom Vorstand

einen grossen Blumenstrauss überreicht.

Wir hoffen natürlich darauf,

dass Eva Rindlisbacher uns weiter

tatkräftig als freiwillige Helferin unterstützt.

PD

Der Verein KSF sucht

einen neuen Quästor

Der Vorstand der Krankenstation

Friesenberg sucht nach

dem Rücktritt von Daniel Suter

dringend einen neuen Finanzchef,

Quästor genannt. Wenn

Sie Personen kennen, die für

eine solche Funktion in Frage

kommen, setzen Sie sich bitte

mit dem Vereinspräsidenten

Markus Hungerbühler in Verbindung

über Tel. 078 717 17 77

oder Mail hungi.tg@bluewin.ch.

Wir danken Ihnen für ihre wertvolle

Mithilfe.

Kurz notiert

Das «Atlantis» wird renoviert

Im Oktober 2012 hat die «Neue

Hotel Atlantis AG» das Baugesuch für

die Renovation des in die Jahre gekommenen

Hotelbaus eingereicht. Im

Mai hat die Stadt Zürich nun die Baubewilligung

erteilt. Unterdessen ist

die Bewilligung rechtskräftig geworden,

die Bauwände sind gestellt und

die Umbauarbeiten haben begonnen.

Laut Bauherrschaft soll die Renovation

der Gebäudehülle bis zum Wintereinbruch

abgeschlossen sein. Danach

folge der Innenausbau. Mit einer

«ausgeklügelten Baustellenlogistik»

werde man die Lärmemissionen möglichst

in Grenzen halten, schreibt die

«Neue Hotel Atlantis AG». Eingerichtet

wurde auch eine Baustellenkantine.

Das renovierte Hotel soll noch im

2014 seinen Betrieb aufnehmen. FGZ

Kurz notiert

Bis 2017: Uetlibergbahn

erneuert diverse Stationen

Nach dem Umbau der Endstation

auf dem Uetliberg, der Ende Juli

abgeschlossen sein soll, will die Sihltal-Zürich-Uetliberg-Bahn

(SZU) laut

«Tages-Anzeiger» in den nächsten

vier Jahren fünf Haltestellen zwischen

Hauptbahnhof und Uetliberg erneuern:

HB-SZU, Selnau, Binz, Friesenberg

und Triemli. Im Hauptbahnhof

und im Bahnhof Selnau müssen die

Perronbereiche erhöht werden. Bei

den Haltestellen Binz und Triemli müssen

die Perrons wegen der längeren

Züge verlängert werden.

Station «Friesenberg» wird verlegt

Am meisten verändert wird die

Haltestelle Friesenberg: Sie soll in den

heutigen Doppelspurbereich unterhalb

der Friesenbergstrasse verlegt

werden und beidseits einen Perron

erhalten. Je nach Plangenehmigung

soll diese Haltestelle 2015 oder 2016

realisiert werden.

FGZ

Nordic Walking im Friesenberg

Anlässlich der Mitgliederversammlung

vom 11. Juni 2013 wurde

der Krankenstation Friesenberg

die Auszeichnung der European

Kinaesthetics Association überreicht.

In der Schweiz fehlt den meisten Leuten

das bisschen Bewegung, das sie gesünder

und leichtfüssiger durchs Leben gehen lassen

würde. Im Nordic Walking-Treff Friesenberg

tun Mann und Frau sich Gutes und vergessen

dabei die körperliche Anstrengung.

Unsere Lektionen sind spielerisch gestaltet

und die Stimmung ist unter Gleichgesinnten

ungezwungen. Anmeldung erwünscht, man

kann aber auch spontan vorbeikommen.

Wir treffen uns dienstags von 9.15 bis 10.45

Uhr. Kosten: 5 Franken pro Lektion. Treffpunkt

im Friesenberg, Bus 73, Endstation

«Zielweg». Leiterin: Karin Schindler

Kontakt: Tel. 044 450 80 00 oder per Email

an jkschindler@swissonline.ch.

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Familiengärten im Friesenberg

für Flüchtlingsfrauen


Ein Projekt des Hilfswerks HEKS


Flüchtlingsfrauen haben kaum

Zugang zu Familiengärten. Das HEKS

pachtet deshalb Familiengartenparzellen

und überlässt den Teilnehmerinnen

ein Stück zur eigenständigen Bewirtschaftung.

In diesem Frühling konnten

wir dank der Offenheit des Familiengartenvereins

im Friesenberg zwei

Parzellen für acht Frauen und ihre Familien

eröffnen. Wir sind vom Verein

und den Gartennachbar/innen sehr

freundlich und hilfsbereit aufgenommen

worden und fühlen uns willkommen.

Vor einem Jahr startete das Projekt

in Zürich Nord, wo bereits dreizehn

Frauen tätig sind.

Da die Teilnehmerinnen zum Teil

noch nicht lange in der Schweiz sind

Foto: zVg (HEKS)

oder aus anderen Gründen isoliert

leben, bietet ihnen das Projekt auch

die Möglichkeit, mit anderen Kulturen

in Kontakt zu kommen und an einem

Stück hiesiger Gemeinschaft teilzuhaben.

Die Tätigkeit draussen im Garten

trägt auch zur gesundheitlichen Verbesserung

bei. Die Flüchtlingsfrauen

können hier ihre oft traumatischen Erfahrungen

für ein paar Stunden hinter

sich lassen, sich selbst als aktiv und

produktiv erfahren und ein Stück weit

heimisch werden in der Schweiz. Da

die Gartensprache Hochdeutsch ist,

können sie auch ihre Sprachkenntnisse

verbessern.

Die Teilnehmerinnen und ihre

Kinder werden jeweils am Mittwochnachmittag

von der Projektleiterin und

Freiwilligen in der biologischen Gartenarbeit

begleitet und unterstützt.

Die Frauen können jederzeit in den

Garten gehen, und ihre Partner sind

– ausser am Mittwochnachmittag –

immer willkommen.

Trotz garstigem und kaltem Frühlingswetter

wachsen bereits Zwiebeln,

Kartoffeln, Salat, Karotten, Kürbis,

Gurken, Zucchetti, Mais, Tomaten etc.

Das Gemüse ist ein kleiner Beitrag an

das knappe Budget der Teilnehmerinnen,

und auch die Kinder erfahren, wo

und wie Gemüse wächst. Gemeinsam

pflegen wir Kulturen wie Beeren, Kürbis,

Mais, Kräuter und Blumen.

Bis jetzt arbeiten vier Teilnehmerinnen

im Garten im Friesenberg,

mit dabei sind auch ihre Kinder. Es hat

zur Zeit noch Plätze für einige weitere

Flüchtlingsfrauen.

PD

Als Freiwillige bei einem

Integrationsprojekt im

Familiengarten mithelfen?

Möchten Sie selbst als Freiwillige

bei der gemeinsamen Arbeit

mit Frauen und Kindern aus anderen

Kulturen Zeit verbringen?

Wir suchen noch zwei bis drei

Frauen, die ihr Gartenwissen

weitergeben oder die Kinder betreuen

möchten.

Kennen Sie noch weitere Flüchtlingsfrauen,

die am Projekt interessiert

wären?

Kontakt: Lisa Moser, Projektleiterin

HEKS – Neue Gärten Zürich,

Tel. 044 360 89 66, Mailadresse

moser@heks.ch. Erfahren Sie

mehr unter www.heks.ch (Suchbegriff

«Gärten»).

Das Projekt wird zu einem grossen

Teil über Spenden finanziert.

Falls Sie etwas spenden möchten:

PC 80-1115-1, Vermerk:

Neue Gärten Zürich.

Kurz notiert

Der älteste Wald der Welt:

14 000 Jahre alte Kiefern in der

Binz entdeckt

In der Baugrube der Swiss Life

in der Binz, unweit der Üetlibergbahn,

haben Forscher diesen Frühling 14 000

Jahre alte Baumstrünke gefunden. Sie

stammen vom ersten Wald, der nach

der letzten Eiszeit in Zürich wuchs.

Laut Fachleuten gehören die gefundenen

Strünke zum ältesten Holz, das

weltweit je gefunden wurde. Rund 150

Stämme konnten mittlerweile sichergestellt

werden. Dabei handelt es sich

fast ausnahmslos um Kiefern. Nicht

nur das Alter macht den Fund sensationell,

es ist vor allem auch die Menge.

Die meisten Kiefernstämme haben

einen Durchmesser von mehr als 30

cm, weisen einige Hundert Jahrringe

auf und sind durch seitlich auslaufende,

kräftige Wurzeln gekennzeichnet.

Gelagert werden die Stämme

vorläufig in der Eidgenössischen Forschungsanstalt

für Wald, Schnee und

Landschaft (WSL) in Birmensdorf. Daniel

Nievergelt von der WSL hat bei

einer Bahnfahrt die Baustelle gesehen,

und weil er von einem Kollegen

um das Vorkommen uralter Bäume

im Lehmkegel unterhalb des Üetlibergs

wusste, nahm er sofort mit der

Swiss Life Kontakt auf. Und siehe da,

es lohnte sich. Möglicherweise wurde

in der Binz der älteste Wald der Welt

gefunden. (Quelle: «Tages-Anzeiger»

vom 21.5.2013).

48 Quartier

Quartier 49


Die Känguruwiese wird ein Obstgarten


Grün Stadt Zürich hat im Rahmen des Projektes «10 000 Obstbäume

für Zürich» im Friesenberg einen Obstgarten realisiert


Von Willi Günter

Auf der Känguruwiese hat sich im letzten

halben Jahr etwas getan: Ein Obstgarten

ist entstanden.

Gegen Ende 2012, als ich zur Abwechslung

wieder einmal den Fussweg

«Grünmattstrasse» benützte, der

vom Haus Friesenbergstrasse 220

am unteren Rand der Känguruwiese

zur Schweighofstrasse hinunter

führt, um an die Uetlibergbahn-Station

«Schweighof» zu gelangen, stellte

ich mit Erstaunen fest, dass sich da

etwas getan hatte.

Entlang der Wiesenränder, parallel

zu den Wegen rund um die grosse

Wiese, stehen mannshohe starke

Holzpfosten – schön aufgereiht, je im

Abstand von ca. zehn Metern. Bei jedem

dieser Pfosten ist ein Bäumchen

gepflanzt, das an diesem angebunden

ist. Bald war mir klar, dass da ein

Baumgarten entstanden ist mit über

dreissig hochstämmigen Apfelbäumen

verschiedenster Sorten, zum Beispiel

Gravensteiner, Bohn apfel, Brünerling,

Spartan, Heimenhofer usw., Sorten, die

wir teilweise gar nicht mehr kennen.

Da die betreffende Grünfläche

der Stadt Zürich gehört, war es nicht

Obstbaumpflanzung auf der Känguruwiese

am 6. November 2012

mit der 2. Oberstufen-Klasse von

Thomas Wolfer aus dem Schulhaus

Döltschi.

Foto: zVg (Grün Stadt Zürich)

schwierig herauszufinden, wer hinter

dieser grossartigen und sehr erfreulichen

Pflanzaktion steckte. Es ist die

Dienstabteilung «Grün Stadt Zürich»,

die dem Tiefbau- und Entsorgungsdepartement

unterstellt ist. Von dieser

erhielt ich verdankenswerterweise einige

schriftliche Unterlagen und Fotos,

die ich zur Ergänzung des vorliegenden

Berichtes gerne verwende.

Im Folgenden die Überlegungen bei

«Grün Stadt Zürich», die schlussendlich

zur Ausführung der Projekte führte:

Projekt «Obstbäume

auf der Känguruwiese»

Die Känguruwiese ist eine offene

Grünfläche neben dem Oberstufen-

Schulhaus Döltschi am Uetliberghang.

Grün Stadt Zürich hat dort, im Rahmen

des Projektes «10 000 Obstbäume für

Zürich», zusammen mit Kindern und Jugendlichen

einen Obstgarten realisiert.

Da im Schulhaus Döltschi die Jugendlichen

den Haushaltsunterricht besuchen,

ist eine Zusammenarbeit sehr

interessant und das anfallende Obst

könnte zusammen mit den Schülerinnen

geerntet und verwertet werden.

Auch das Pflanzen von Bäumen, «etwas

für die Zukunft tun, Spuren hinterlassen»,

ist immer sehr beliebt, auch

bei jungen Menschen.

Damit die Jugendlichen schnell

das erste Obst ernten können und

den Wert schätzen lernen, wurden

auf dem Schulareal (Schulgarten) ein

paar Säulenbäume (Apfel, Zwetschgen)

gepflanzt . Die Schule wird fachlich

über die Jahre durch «Grün Stadt

Zürich» begleitet. Sie könnte mit den

Klassen ein Lebenstagebuch der Obstbäume

führen, so blieben die Obstbäume

übers Jahr im Unterricht präsent.

Auch die Pflege der Obstbäume durch

die Schule, unter Anleitung von «Grün

Stadt Zürich», ist denkbar. Die Pflanzaktion,

zusammen mit dem Schulhaus

Döltschi, hat im Winter 2012/13 stattgefunden.

Ein weiteres, schon fortgeschrittenes

Projekt von «Grün Stadt Zürich»,

sei an dieser Stelle auch noch erwähnt:

«Blumige Känguruwiese». Damit die

Känguruwiese prächtig blüht, wurde

sie 2011 geeggt und neu angesät. Die

Wildblumenwiese bietet zahlreichen Tieren

einen Lebensraum – ein Beitrag zur

Biodiversität.

Leider muss auch über Unerfreuliches

berichtet werden. Anfangs April

erfuhr ich, dass an zwei der neugepflanzten

Apfelbäumchen die Baumkronen

abgebrochen wurden. Es wird

eine Ersatzpflanzung notwendig. Mir

scheint, dass da, wie an anderen Orten

leider auch, Vandalen am Werk waren.

Zum Schluss bleibt zu hoffen,

dass trotzdem alles gut gedeiht, dass

es den Bienen auch wieder besser

geht als heute, und wir Menschen

wieder vermehrt die Natur achten

und schützen.

Den Mitarbeitenden von «Grün

Stadt Zürich», den Lehrpersonen, ihren

Schülerinnen und Schülern des

Schulhauses Döltschi, überhaupt allen,

die da mitgewirkt haben, herzliche

Gratulation, Applaus und ein

Dankeschön.

50 Thema

Quartier 51


Vom funkferngesteuerten Auto über

eigene Kleider bis zu einer Armbrust


Öffentliche Projektvorstellung der 3. Klassen im Schulhaus Dölschi


Stefan Campagnoli, Lehrer Schulhaus Döltschi

Seit einigen Jahren machen alle Schüler/innen

der 3. Klassen im Oberstufenschulhaus

Döltschi eine Projektarbeit. Zum Abschluss

gibt es jeweils eine Präsentation dieser Arbeiten,

meistens im Rahmen der Klasse.

Dieses Jahr, am 12. Juni 2013, wurden die

Arbeiten erstmals einem grösseren Kreis

von Interessent/innen vorgestellt – und

ebenfalls als Premiere, auch von einer Jury

des Elternrats prämiert.

Zum ersten Mal fand im Rahmen

des Projektunterrichtes der dritten

Klassen eine Vernissage der Projektarbeiten

für Eltern und Geschwister,

Kolleg/innen und Mitschüler/innen,

aber auch künftige Lehrmeister/innen

und andere Interessierte statt.

Diese Vernissage war ein würdiger

Abschluss des Projektunterrichtes,

der im letzten halben Jahr stattgefunden

hatte.

In zehnminütigen Kurzpräsentationen

stellten die Schülerinnen

und Schüler in sieben Zimmern des

Schulhauses Döltschi ihre Projektarbeiten

und die daraus hervorgegangenen

Produkte vor.

Und so verschieden wie die Jugendlichen

sind, so unterschiedlich

sind auch ihre Themen und Produkte

geworden. Da gab es Stopmotionfilme,

ein Kinderbuch, eine Sonnenuhr, Armbrust,

Schminktisch, Kochbuch, Kinderkleider

und vieles Anderes mehr.

Zahlreiche Interessierte nutzten

die Gelegenheit und machten sich ein

eigenes Bild über die Arbeiten und die

Präsentationen. Eine Jury – durch die

Elternmitwirkung des Schulhaus Döltschi

organisiert – bewertete die Präsentationen

pro Zimmer. Die Besten

pro Zimmer wurden am Ende prämiert.

Bei der Bewertung ging es vor

allem um die Art der Präsentation –

wie gut können die Schüler/innen ihre

Arbeit dem Publikum vermitteln – der

Inhalt der Arbeit war eher nebensächlich.Währen

des Abends bot sich auch

die Gelegenheit, sich bei Kaffee und

Kuchen ungezwungen in der von der

Elternrunde gestellten Cafeteria zu

verpflegen und auszutauschen.

Am Schluss des Abends wurden

die folgenden Schüler/innen für ihre

Präsentationen ihres Projektthemas

ausgezeichnet:

– Nina Westerbeek: Aus alt mach neu

(Schminktisch)

– Falk Zwimpfer und Jan Lerch:

Funkferngesteuertes Auto

– Morteza Ahmadi: Meine Flucht aus

Afghanistan

– Dominik Baumann: Sushi-Kochbuch

– Chaima Curiger und Arbenita Shala:

Unsere eigenen Kosmetika

– José Stauffer und Luca Breginc:

GoPro-Video

– Samina Ferati: Eine Geschichte mit

Holzbett

Wir gratulieren den Schülerinnen

und Schülern ganz herzlich und

sind stolz auf ihre Arbeiten.

Ob diese Vernissage sich zu einem

festen Anlass im Schuljahr entwickeln

kann, wird sich zeigen. Die

Rückmeldungen von Eltern und anderen

Interessierten waren jedenfalls

sehr positiv.

Elternmitwirkung im

Schulhaus Döltschi

Im Schuljahr 2009/2010 wurde

die Elternmitwirkung in Form einer

«Elternrunde» eingeführt. In

der Vorbereitungsgruppe der Elternrunde

vertreten sind Elternvertreter/innen,

eine Lehrervertretung

sowie die Schulsozialarbeiterin.

Die Mitglieder der

Vorbereitungsgruppe sehen sich

als Bindeglieder zwischen Eltern

und Schule und stehen allen Eltern

für Schulthemen von allgemeinem

Interesse als Ansprechpersonen

zur Verfügung. Mehr

Infos dazu gibt es auf der Schul-

Website www.doeltschi.ch

Sie wurden für die Präsen tation ihrer Projektarbeit

ausgezeichnet (von links nach

rechts): José Stauffer, Falk Zwimpfer und

Jan Lerch, Arbenita Shala und Chaima Curiger

(hinten), Dominik Baumann, Morteza

Ahmadi, Nina Westerbeek und Samina Ferati.

Nicht auf dem Bild ist Luca Breginc.

52 Quartier

Thema 53


«Chohldampf» am Mittag


Mittagstisch Laubegg für Kinder vom Kindergarten

bis zur sechsten Klasse


Der Mittagstisch Laubegg, genannt

«Chohldampf», wurde im Jahr

2003 gegründet. Er ist ein gemeinsames

Angebot des Altersheims Laubegg

und des Elternvereins Mittagstisch

Laubegg. Das Altersheim stellt

seine Cafeteria und das Essen zur

Verfügung, der Elternverein Mittagstisch

ist verantwortlich für die Organisation,

die Administration und die

Betreuung der Kindergarten- und

Schulkinder. Der «Chohldampf» wird

vom Schul- und Sportdepartement

der Stadt Zürich unterstützt.

Am Mittagstisch werden die

Kinder nicht nur fürstlich verpflegt,

sondern auch liebevoll und fachgerecht

betreut. Sie können spielen, lesen,

Hausaufgaben machen oder sich

einfach nur ausruhen – begleitet von

drei fest angestellten, qualifizierten

Betreuerinnen.

Der «Chohldampf» findet in der

Cafeteria «La Pergolata» des Altersheim

Laubegg am Hegianwandweg 14

statt. Die Lokalität liegt vis-à-vis der

Kindergärten Hegianwandweg und ist

vom Bachtobel-Schulhaus und auch

vom Kindergarten Laubegg direkt und

innert kurzer Zeit erreichbar.

Er ist am Montag, Dienstag,

Donnerstag und Freitag von 11.45

bis 13.45 Uhr geöffnet. In den Ferien

und an offiziell schulfreien Tagen

ist der Mittagstisch geschlossen. Die

Kinder können aber in den Ferien bei

den städtischen Horten angemeldet

werden.

Die Kosten belaufen sich auf

12 Franken pro Mittag (inklusive Betreuung).

Die Kinder werden in der Regel

für ein ganzes Schuljahr angemeldet.

Sofern es freie Plätze hat, können

Kinder aber auch spontan für einzelne

Mittagessen angemeldet werden.

Voraussetzung für die Teilnahme ist

die Mitgliedschaft beim Verein Mittagstisch

Laubegg.

Für das Schuljahr 2013/14, das

im August beginnt, hat es noch freie

Plätze.

Kontakt für weitere Angaben oder

Anmeldung: Martina Lopez, Vorstandsmitglied

des Elternvereins

Mittagstisch Laubegg, Tel. 044

937 17 28 oder 078 738 77 63,

Mail galop@gmx.ch.

Weitere Informationen gibt es

auch unter www.chohldampf.ch.

Aus dem Quartier

Attraktives Angebot für Kinder und Jugendliche

Die beiden traditionellen Jugendorganisationen

Pfadi und Jubla (Jungwacht-

Blauring) sind auch im Friesenberg

aktiv. Beide bieten für Kinder und

Jungendliche ein vielseitiges Programm

an. Wer sich interessiert, bekommt

direkt von der entsprechenden Kontaktadresse

aktuelle Informationen.

Im folgenden kurze Ausschnitte aus

der Selbstdarstellung der beiden Jugendorganisationen.

FGZ

«Pfadi Friesen» –

Die Pfadi aus dem Friesenberg

Wir sind die Pfadi aus dem Zürcher

Friesenberg. Vielleicht kennst du uns

schon und wenn nicht, dann können

wir dir von uns erzählen!

Jeden Samstag ist im Friesenberg etwas

los. Ob mit Asterix und Obelix auf

Hinkelsteinsuche, im Wald mit Mogli

und Balu, oder vielleicht sogar zu Besuch

im Weltall, für die Friesen ist das

nichts Neues. Schnell wird das ganze

Quartier zum Zauberwald umfunktioniert

und los gehts. Bei uns sind der

Phantasie keine Grenzen gesetzt.

Und wenn du es satt hast, immer nur

von solchen Abenteuern zu träumen

und du wieder einmal vor dem Fernseher

eingeschlafen bist, dann besuch

uns doch einfach, willkommen bist du

immer! Die Welt ist zu spannend, um

sie nur durch das Fensterglas zu betrachten.

Mehr Infos und Kontakangaben auf:

www.pfadifriesen.ch

JuBla St.Theresia

Die JuBla St.Theresia ist eine von 450

Scharen von Jungwacht und Blauring

(JuBla), welche mit 29 000 Mitgliedern

der zweitgrösste Kinder- und

Jugendverband der Schweiz ist. Unsere

Schar führt alle zwei Wochen Gruppenstunden

für Kinder und Jugendliche ab

der 1. Klasse bis zur 2. Sekundarstufe

durch. Da wir eine gemischte Schar

sind, heissen wir Jungs und Mädchen

herzlich willkommen.

Das Leitungsteam besteht aus sechs

jungen, motivierten und ausgebildeten

Leiterinnen und Leitern, welche sich

jede Woche zusammensetzen, um die

Gruppenstunden zu planen. Unser Gruppenhaus

befindet sich im Friesenberg,

direkt neben der katholischen Kirche

St. Theresia.

Falls Du interessiert bist, in unsere

Schar zu kommen, freuen wir uns, dich

in einer Gruppenstunde willkommen zu

heissen. Die Gruppenstunden finden

am Freitag-Abend oder Samstag-

Nachmittag statt.

Bei Fragen oder für weitere Auskünfte

kannst du uns eine Email schreiben oder

telefonisch Kontakt aufnehmen. Kontakt

per Mail: jubla.sttheresia@hotmail.

com, Telefon (Mitglied Leitungsteam)

079 389 09 85.

Webinfos: jublasttheresia.jimdo.com

54 Quartier

Quartier 55


Kunst im Friesenberg

«Ich habe geschnüffelt wie ein

Hund, ob ich etwas entdecke»


Othmar Heisch: Kloster-Laienbruder, Architekt und Maler


Gruppe «Kunst im Friesenberg»

«Meistens gehe ich durch die

Strassen, indem ich mir die Mauern

anschaue, ob ich etwas entdecke,

eine Struktur, eine Textur, etwas

Neues. In Japan wollten die Leute immer,

dass ich sie selbst fotografiere,

aber ich interessierte mich nur für

den Boden, die Wände. Stets bin ich

in einer Stadt so durch die Strassen

gegangen, habe um mich geschaut,

links und rechts, genau wie ein Hund

– weisst du – habe geschnüffelt wie

ein Hund mit seiner Nase, ob ich etwas

entdecke.»

So Othmar Heisch, der in Zürich

beim Obergericht hinter einer Schutzwand

eine dicke Schicht von Hunderten

von Plakaten entdeckte, die während

Jahrzehnten übereinander geklebt

worden waren. Er löste die von der

Witterung zerfetzten und ausgelaugten

Überbleibsel in mühsamer Arbeit

von der Unterlage. Neu montiert auf

einem zylinderförmigen Körper widerspiegeln

sie das Kulturschaffen, das

Kulturangebot von vier Jahrzehnten.

Begeistert zeigt er uns kleine Ausschnitte,

bestehend aus pastellfarbigen

«Fötzeln», kleine, zufällig entstandene

Kombinationen. Diese «Collagen»

hat er mit der Kamera in Makroaufnahmen

festgehalten. Manchmal trifft

man da auf bekannte Gesichter, Clark

Gable zum Beispiel oder Gina Lollobrigida,

eine Reihe Buchstaben, die

einem bekannt vorkommen, die man

aber nicht einordnen kann in diesem

Gestückel aus grösseren und kleineren

Farbschnipseln.

Othmar Heisch wurde vor 80

Jahren in Graubünden im Val Lumnezia

(«Tal des Lichts», wie er betont)

geboren. Nach der Schule wollte er

Grafiker oder Kunstmaler werden und

besuchte die Kunstgewerbeschule

Luzern. Seinen Lehrer, der bekannte

Kunstmaler Max von Moos, beschreibt

er als fantastischen Pädagogen. Der

habe sich jeweils zum Schüler gesetzt

und gleich mitgezeichnet.

1953 trat Othmar Heisch als Laienbruder

in ein französisches Kloster

in Belgien ein. Dieses Kloster war gegründet

worden, um armen Kindern

Schule und Bildung zu ermöglichen.

Beim Eintritt wurde er gefragt: «In

welcher Richtung möchtest du unterrichten?»

Er wählte Architektur und

erhielt eine gründliche Ausbildung

zum diplomierten Architekten an der

Technischen Hochschule in Liège. Er

stieg vom Assistenten zum Dozenten

und zum Professor auf. Darauf folgte

die Weiterbildung an der Technischen

Universität Hannover. Aus dieser Studienzeit

erinnert er sich an die enge

Zusammenarbeit der beiden Professoren

für Kunstgeschichte und Philosophie,

die ihre jeweiligen Fächer

inhaltlich verknüpften.

Othmar Heisch in seinem

Atelier in der Friesenberghalde.

Da er durch seine Tätigkeit mehr

Kontakt mit der Aussenwelt hatte, drängten

sich Gedanken wie «ich möchte unbedingt

bauen» in den Vordergrund. So

reifte langsam sein Entschluss, nach

15 Jahren aus dem Kloster auszutreten.

Er ergänzt: «Das Klosterleben hat

mich sehr geprägt, eindeutig.»

Zurück in der Schweiz gewann

Othmar Heisch mit seinem Architekturbüro

Wettbewerbe für öffentliche

Bauten in Graubünden, baute Mehrfamilienhäuser

und Villen. «Bei Einfamilienhäusern

legte ich oft mehrere

56 Kunst im Friesenberg

Kunst im Friesenberg 57


Modelle vor. Dann liess ich die Bauherren

entscheiden. Meistens nahmen

sie schlussendlich doch das Moderne,

meinen Favoriten.»

Ausser Japan bereiste Othmar

Heisch Europa, Ägypten, Laos, Kambodscha,

Australien, den hohen Norden

– Finnland, Kanada, Alaska – und

sammelte aus seiner eigenen Sicht

Eindrücke aus diesen Ländern, Eindrücke,

welche sich in seinen Bildern

niederschlugen.

Die letzten acht bis zehn Jahre

hat er nur noch gemalt. Er intensivierte

den Besuch von Weiterbildungskursen

und Workshops, z.B. an der Kunstakademie

Bad Reichenhall, Augsburg

oder an der Kunstfabrik Horn am Bodensee.

In diesen Kursen lernt er neue

Techniken, neue Verfahren kennen.

Aktuell ist gerade die Wachstechnik,

bei der man über ein Hintergrundbild

eine dünne Wachsschicht aufträgt, danach

Linien hineinritzt und in diese

wiederum mit dem Handballen Farbe

hineinreibt, eine neu erlernte Technik,

die er sofort anwendet.

«Mich faszinieren neue Techniken,

neue Texturen, die entstehen;

Wachstechnik, Kupfergravuren usw.»,

sagt Othmar Heisch. «Ich will diese

Künstler, von denen ich es lerne, nicht

kopieren, nein, ich frage mich dann:

Habe ich etwas in mir, das dabei angesprochen

wird?»

Die über Jahrhunderte entstandenen

Kalkterrassen von Pamukkale

in der Türkei beeindruckten ihn, eine

Grossvergrösserung dieser eigenartigen

Strukturen hängt im Atelier. Im

Gegensatz dazu die plötzlich hereinbrechende

Gewalt des Wassers, «die

Urgewalt des Wassers», wie er sagt.

Und mittendrin ein Mensch, der gegen

diese Urgewalt kämpft. In einem

weiteren Bild tritt der Mensch als «Urwanderer»

in einer urweltlichen Umgebung

auf. Ein archaischer Themenkreis,

gewiss, aber andererseits entstehen

aktuelle Fotografien von der

Baustelle am Hauptbahnhof. Motive,

die er sozusagen «en passant» erfasst,

ganz der schnüffelnde Entdecker.

Nebensächlichkeiten sind das,

die er bearbeitet, zu einem Bild verarbeitet,

dabei Schicht über Schicht

legt, um dem nebensächlichen Augenblick

Tiefe zu geben. Edi Widmer

In dieser Artikelserie wird regelmässig

eine Person aus der Gruppe

«Kunst im Friesenberg» porträtiert.

Die Gruppe besteht aus rund

20 Künstlerinnen und Künstlern

aus dem Quartier Friesenberg. Einerseits

sind dies im Friesenberg

wohnhafte Kunstschaffende, die

in FGZ-Alteliers oder ausserhalb

der FGZ tätig sind, andererseits

aber auch solche, die zwar nicht

in der FGZ wohnen, aber in einem

FGZ-Atelier arbeiten.

Laufende Ausstellungen von «Friesenberg-Künstler/innen»

Am 28./29. Sept. 2013, jeweils von 11-19 Uhr, ist Tag der offenen Ateliers in

der Stadt Zürich. Folgende Künstler/innen der Gruppe «Kunst im Friesenberg»

beteiligen sich daran: Ueli Müller, Friesenberghalde 16; Doris von Stokar, Denise

Kobler, Friesenberghalde 10; Othmar Heisch, Beatrice Münger, Friesenberghalde

10; Gianfranco Bernasconi, Friesenberghalde 10; Guido Stadelmann,

Glasmalergasse 6; Edi und Marianne Widmer, Schweighofstrasse 196.

Ausstellung im Ortsmuseum Thalwil zum Thema «Migration bis Integration»,

u.a. mit Glasskulpturen von Guido Stadelmann (www.ortsmuseumthalwil.ch),

bis 27.Oktober 2013.

Fotos: Marianne Widmer

58 Kunst im Friesenberg

Kunst im Friesenberg 59


Aus dem Quartier

Hausbesuche per Velo


Eine neue Ärztin in der Gemeinschaftspraxis Friesenberg


Seit anfangs Juni 2013 ist in der Gemeinschaftspraxis

Friesenberg am

Borrweg 65 eine neue Ärztin tätig.

Dr. med. Beatrix Römer ist Mutter

zweier Teenager, sie lebt mit Ihrer

Familie in Zürich Enge. Nach dem

Staats examen 1992 in Zürich absolvierte

sie zunächst ihr Doktorat. Danach

widmete sie

sich intensiv der Inneren

Medizin – in

Rüti, im Stadtspital

Triemli und im

Kantonsspital Winterthur.

Ebenfalls

im Kantonsspital

Winterthur war sie

ergänzend auf der

Chirurgie tätig. Ab

2000 arbeitete sie

aus familiären Gründen

dann teilzeitlich, zunächst als

Oberärztin in der Medizinischen Notfall-Aufnahme

im Limmattal-Spital,

dann im Dialysezentrum Limmattal

in Urdorf und später erneut als Oberärztin

im Internistischen Dienst der

psychiatrischen Universitätsklinik in

Zürich. In diesen Jahren hat sich ihr

medizinisches Spektrum zunehmend

erweitert.

Die Schwerpunkte von Beatrix

Römer sind «breite» allgemeine Innere

Medizin sowie Ultraschall-Diagnostik.

Hausbesuche will sie vorwiegend

per Velo und mit Rucksack tätigen, sie

spricht deutsch, französisch, englisch

und etwas italienisch, ihre Hobbys sind

Bergwandern, Skitouren, Tennis und

Hapkido (ähnlich Aikido).

FGZ

Seit Jahrzehten gibt es im FGZ-

Mehrfamilienhaus am Borrweg

65 eine Arztpraxis. Diese wurde

1990 von Peter Sutter übernommen.

Nach baulichen Änderungen

im Frühjahr 2010 – ein

zusätzliches Behandlungszimmer

wurde geschaffen – sind

heute drei Ärzte resp. Ärztinnen

beteiligt, und die Praxis ist als

Gemeischaftspraxis organisiert.

Die Praxis hat sich – gemäss Eigendeklaration

– einer «quartierbezogenen

und individuellen,

langzeitorientierten medizinischen

Versorgung der Bevölkerung

im Quartier Friesenberg»

verschrieben.

Veranstaltungen im Quartier

Angebote der reformierten Kirchgemeinde für alle

Sommerpoesie

Schreiben Sie gern Gedichte oder Kurzgeschichten?

Für den Anlass «Kultur für Erwachsene/Seniorennachmittag»

vom 22. August

sammle ich Sommergedichte und Kurzgeschichten

aus dem Quartier Friesenberg.

Die ausgewählten Texte werden an diesem

Nachmittag vorgelesen. Rahmenbedingungen:

Selbst verfasste Gedichte oder Kurzgeschichten

zum Thema «Sommer», max.

1,5 Seiten im Format A4, gut lesbare Handschrift

oder mit PC/Schreibmaschine geschrieben.

Beiträge bitte bis Ende Juli an

die Kontaktadresse (siehe unten).

Erzählcafé

Im Erzählcafé treffen sich Erwachsene und

erzählen sich Episoden und Anekdoten aus

dem eigenen Leben. Das Erzählen ist freiwillig,

das Zuhören Pflicht. Die Themen und

Erzählungen wecken Erinnerungen. Jeder

Abend kann frei besucht werden, eine Anmeldung

ist nicht nötig. Nächste Daten und

Themen: 19.8. («Freundschaften»), 16. 09.

(«Wasser») und 21.10. («Verloren»). Montag,

19.00 bis 20.15 Uhr im Cheminéeraum des

ref. Kirchgemeindehauses, Borrweg 71.

Kulturgruppe

Würden Sie manchmal gern einen kulturellen

Anlass besuchen, wollen aber nicht allein

hingehen? Vielleicht möchten Sie sich über

ein Buch austauschen? In der Kulturgruppe

treffen sich Frauen und Männer, die für die

Teilnahme an Kulturangeboten andere Interessierte

suchen. Wer gerne liest, findet

hier Gleichgesinnte. Nächste Daten: 28.8.,

18.9. und 23.10, Mittwoch, 19.00 bis 20.30

Uhr im ref. Kirchgemeindehaus, Borrweg 71.

Schreibstube

Sie finden keine passenden Worte für das

Schreiben, müssen ein Formular ausfüllen,

das Ihnen Kopfzerbrechen bereitet oder verstehen

ein Schreiben nicht. In der Schreibstube

erhalten Sie Unterstützung beim

Schreiben und Textverständnis. Bis Mitte

Juli am Montag, ab August am Dienstag,

10 - 12 Uhr im Büro der Sozialdiakonie am

Borrweg 79. Bitte voranmelden.

Mittagsclub

Hier finden Erwachsene einen vollen Tisch:

Tischgemeinschaft und ein 3-Gangmenü.

Wer zur Abwechslung den Tisch mit anderen

teilen möchte oder auch froh ist, für

einmal nicht kochen zu müssen, kommt im

Mittagsclub auf seine Kosten. Anmeldung

nötig (drei Tage im Voraus). Der Mittagsclub

findet an verschiedenen Orten statt:

Im Kirchgemeindehaus Borrweg 71, im Altersheim

Laubegg oder im Seniorama Tiergarten.

Infos über Datum und Ort sowie zu

weiteren Angeboten erhalten Sie über untenstehende

Adresse.

Die hier erwähnten Angebote der ref. Kirchgemeinde

Friesenberg richten sich an alle

Quartierbewohner/innen, unabhängig von

Religion oder Herkunft.

Kontaktadresse:

Monika Kaspar, Sozial diakonin,

Büro Sozialdiakonie, Borrweg 79,

8055 Zürich

E-Mail: monika.kaspar@friesi.ch,

Telefon: 044 463 78 77

60 Quartier

Quartier 61


Adressen und Öffnungszeiten

Kirchgemeindesaal Friesenberg, 25. Mai 2013, 11.45 Uhr

Impressum

FGZ-INFO Nr. 2/ 2013, Juni 2013

Ausgabe Nr. 157

Erscheint 3 bis 4-mal jährlich

Herausgeberin

Familienheim-Genossenschaft Zürich FGZ,

Schweighofstrasse 193, 8045 Zürich

Tel. 044 456 15 00, Fax 044 456 15 15,

verwaltung@fgzzh.ch, www.fgzzh.ch.

Zu Themen oder Anliegen im Zusammenhang

mit dem FGZ-Info könen Sie ein Mail

schreiben an fgz-info@fgzzh.ch.

Auflage

2500 (wird gratis an alle

FGZ-Haushaltungen verteilt)

Mitarbeit an dieser Nummer

Stefan Compagnoli, Natalie Eberle, Ernst

Fenner, Renate Gerlach, Gruppe «Kunst im

Friesenberg», Willi Günter, Gertraude Jenny,

Johannes Marx (Fotos), Natascha Maurer,

Presse dienste (pd), Vreni Püntener-

Bugmann, Daniel Schafroth, Bernadette

Schniepp, Sandra Schweizer, Alfons Sonderegger

(so.), Ursula Tissot

Kommission für Öffentlichkeitsarbeit

Alfons Sonderegger (Vorsitz), Rolf Obrecht,

Johannes Marx (Kommunikations beauftragter

FGZ) und Ursula Müller

Druck

Uetli-Druck AG, Hegianwandweg 75,

8045 Zürich

Das nächste FGZ-Info erscheint

im September 2013

Geschäftsstelle

Schweighofstrasse 193

Montag bis Freitag, 7.45 - 11.45 Uhr,

nachmittags geschlossen.

FGZ-Sozialberatung

Schweighofstrasse 207

Montag und Freitag

9 – 12 und 13.30 – 17 Uhr

Mittwoch 10 – 12 und 13.30 – 19 Uhr

Telefonische Anmeldung bei

Markus Hofstetter, Tel. 044 462 28 22

FGZ-Alterstreff

Arbentalstrasse 323

Öffnungszeiten Alterstreff

Montag bis Freitag: 08.15 – 12.00 Uhr

Montag (Lotto-Nachmittag):

14.00 – 16.30 Uhr

Dienstagnachmittag gemäss Programm

Telefon 044 456 15 45

Sprechstunden

Mit Präsident Alfons Sonderegger

oder mit Geschäftsleiter Rolf Obrecht

lässt sich ein Termin für eine persönliche

Besprechung vereinbaren –

mit einem Telefon an die Verwaltung,

Tel. 044 456 15 00 .

Pikettdienst Regiebetrieb

(für Notfälle): Tel. 079 635 94 09

Gedruckt auf «Cyclus Print»,

100% Recyclingpapier, ausgezeichnet

mit dem «Blauen Engel».

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FGZ Agenda – Veranstaltungen


Genossenschaftsfest

Samstag, 29. Juni 2013, Schulhausplatz Borrweg.

Kinderprogramm am Nachmittag ab 13.30 Uhr,

Essen, Getränke, Musik u.a. im Festzelt bis 24 Uhr


Informationsveranstaltung Zentrum Friesenberg

Donnerstag, 4. Juli 2013, 19.30 Uhr, Saal Rest. Schweighof


Mobilität im Friesenberg — Infoveranstaltung

Mittwoch, 18. September 2013

Aktuelle Infos auf dem FGZnet-Infokanal im TV-Kabelnetz auf dem

analogen Kanal 60 (783.25 MHz) und im Internet unter www.fgzzh.ch.

Beachten Sie auch die Flugblätter mit Veranstaltungs hinweisen, die

an alle FGZ-Haushaltungen verteilt werden.

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