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Alb Magazin - Ausgabe Heidengraben 1/2013

Regional Magazin auf der Schwäbischen Alb für die Region Heidengraben, Grabenstetten, Hülben, Erkenbrechtsweiler, Hochwang und Böhringen

Regional Magazin auf der Schwäbischen Alb für die Region Heidengraben, Grabenstetten, Hülben, Erkenbrechtsweiler, Hochwang und Böhringen

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Ausgabe 1 / April 2013

Turnerinnen vom SV Hülben

Talent und Körperbeherrschung

Vortrag „Digitale Demenz“

Klicken wir unser Hirn weg?

Jugendtreff Erkenbrechtsweiler

Junge Menschen sanieren Jugendtreff

Schwertransport

durch Erkenbrechtsweiler – Seite 24 – 25

„Kelten – Kalats – Tiguriner“

im Bügerhaus, Erkenbrechtsweiler – Seite 20

Neujahrsempfang am Heidengraben

Rundum gelungen – Seite 4 – 5


Inhaltsverzeichnis

Alb-Magazin Ausgabe 1/2013 Alb-Magazin Ausgabe 1/2013

Editorial

Editorial

Seite 3

Neujahrsempfang am Heidengraben

Seite 4 – 5

Interview mit Cem Özdemir

Seite 6

Turnerinnen vom SV Hülben

Seite 7

Raiffeisenbank Vordere Alb eG

Seite 8

Kinderuni Sommersemester 2013

Seite 10

Vortrag „Digitale Demenz“ in Hülben

Seite 11

Fahrrad-Parcours Erkenbrechtsweiler

Seite 12

Gemeinde Westerheim

Seite 13

Kleintierzuchtverein Hülben

Seite 14

Amphoren – das Einweggefäß für die Kelten

Seite 16

Firmenbericht Kraft

Seite 17

Naturstein Zentrum Alb

Seite 18

Jugendtreff Erkenbrechtsweiler

Seite 19

Ausstellung in Erkenbrechtsweiler

Seite 20

Edeltraud Bauer

Seite 21

Tierwelt am Heidengraben: Dachs

Seite 22

Firmenbericht netmen

Seite 23

Schwertransport durch Erkenbrechtsweiler

Seite 24 – 25

Veranstaltungen

Seite 26 – 27

Titelfotografie: Thomas Blank,

Felsen beim Hohen Neuffen

Fotografie Rückseite: Gerhard Dümmel,

Wasserverknappung Hülben 1959

Thomas Blank

Verehrte Leserinnen und Leser,

mittlerweile dürsten wir alle heftig danach:

Sonne, Frühling, grüne Wiesen, erste Blüten

und ganz viel Licht. Der Winter zeigte

sich dieses Mal von seiner scheinbar endlosen

und eher frostig-grauen Seite. Jetzt

reicht´s! Also weg mit dem Schnee und

her mit den goldenen Prognosen: Auch auf

der Alb wird´s irgendwann Frühling und die

Festsaison kommt ganz bestimmt! Jugendliche

in Hülben haben mit „Springbeat“,

ihrer Disco in der Rietenlauhalle, im voll

besetzten Haus, das Festjahr bereits eingeläutet.

Eine hervorragende Organisation

und entspannte Fest-Stimmung spiegelten

dabei die nachhaltige Jugendarbeit in

Hülben bestens wider. Jungs und Mädels

macht weiter so! Wieder einmal habt Ihr

bewiesen, dass Ihr´s könnt! Um ländliche

Benachteiligung der jungen Menschen

auszugleichen, sollten junge Heranwachsende

(noch) mehr in den Focus der Öffentlichkeit

kommen. Gerade im dörflichen

Umfeld braucht es Angebote, Verständnis,

vielleicht eine Portion Toleranz mehr und

tatkräftige Unterstützung „der Großen“,

um Ideen der Jungen mit vereinten Kräften

zu realisieren.

In unserer aktuellen Ausgabe stellen wir

Ihnen den neuen Fahrrad-Parcours und

den Jugendtreff in Erkenbrechtsweiler

vor. Einwände kritischer Bürger hin- oder

her, vor allem das selbst erschaffene Freizeitangebot

in freier Natur, verdient Anerkennung

und Respekt. Das Projekt soll

Jugendliche aus allen drei Gemeinden ansprechen

und wird es sicher auch tun. Eine

Disco, vom Jugendtreff veranstaltet, wird

es in Kürze auch in Erkenbrechtsweiler

geben. Mehr dazu gibt´s im nächsten

Alb-Magazin. Neu hinzugekommen ist auf

unserer Plattform übrigens auch die Facebookseite

von Alb-Magazin, die insbesondere

Jugendliche ansprechen und darüber

informieren soll, was geht im Gäu.

Sehr gerne möchte ich noch ein paar Worte

zum „neuen Highlight“ aus der Region

am Heidengraben verlieren. Der Heidengraben-Dokumentarfilm

„Eine fast unentdeckte

Keltensiedlung“ ist fertig!

Die höchst informative Premiere in technisch-aufwändiger

Umsetzung findet in

Kürze in Grabenstetten in der Falkensteinhalle

statt. Von nun an kann jeder sehen,

wie es vielleicht mal am Heidengraben

ausgesehen hat. Ich bin sehr froh, dass

wir dieses brillante Film-Projekt von Dieter

Hagmann gemeinsam stemmen konnten

und danke in diesem Zuge herzlich allen

Sponsoren, die dies erst möglich gemacht

haben. Ganz bestimmt werden von diesem

Projekt auch viele junge Menschen profitieren.

„Schnöde Theorie“ und die Geschichte

vom Heidengraben, gibt es jetzt als Film-Erlebnis

und schon wird die vorbeiziehende

Landschaft zum aufregenden Geschichtsbuch.

Kommen Sie zur Filmpremiere

auf 40 Quadratmeter Großbildleinwand

und machen Sie sich selbst ein Bild. Am

17. April um 20 Uhr ist es so weit.

Uns allen wünsche ich für 2013 ein weiterhin

gutes Miteinander und unseren Lesern

viel Vergnügen und gute Unterhaltung mit

der neuen Ausgabe von Alb-Magazin.

Ihr Thomas Blank

Herausgeber

Seite 4 – 5

Seite 24 – 25

Seite 14

Seite 22

Seite 16

2 3


Neujahrsempfang am Heidengraben

Alb-Magazin Ausgabe 1/2013

Cem Özdemir dankt Ursel Bernlöhr

Überraschung des Abends: Ein Scheck über 2 500 Euro für FAKT

Volle Reihen beim dritten Neujahrsempfang der Gemeinden Grabenstetten, Hülben und Erkenbrechtsweiler in Hülben

Rundum gelungen

Der dritte Neujahrsempfang von FAKT mit rund 300 Gästen, exquisiter Musik, sportlich-gekonnter Darbietung

und einem brillanten Gastredner schaffte es, die Menschen redlich zu begeistern.

Es war ein runder und gelungener Neujahrs -

empfang. Zahlreiche Gäste kamen in die

Rietenlauhalle nach Hülben, darunter auch

viele Ehrengäste. Schöne, gute, anregende

wie lokal-politische Themen bereicherten

den Abend ebenso, wie bewegende Darbietungen

vom Artefakt-Ensemble, dem

Heidengrabenchor, dem Musikverein und

den jungen, talentierten Turnerinnen vom

SV Hülben.

wieder in gewohnt sprachlicher Eleganz

durch den Abend führte. „Wenn Wolfgang

Thierse schon fragt, was die Schwaben

so oft in Berlin machen, kann ich nur antworten:

Wir Schwaben wollen einfach sehen,

was mit unserem Geld passiert und

ob wohl wirklich alles in den Flughafen

fließt?“ Mit diesem Schwank begrüßte der

gut gelaunte Cem Özdemir sein Publikum

und traf damit voll den Nerv.

kischer Herkunft im Deutschen Bundestag

(1994) ist: „Steigerungen gibt´s immer!“

Heimat sei allein die Tatsache, dass man

sich heute Abend hier treffe, erklärte der

Grünen-Vorsitzende. Er dankte FAKT für

eine „tolle Arbeit mit zeitgemäßer Vermittlung“

und zollte ihnen seinen Respekt für

die besonders gelungenen Highlights wie

Kinderuni, Keltenfest und den ihnen 2012

verliehenen Archäologie-Förderpreis.

Symbiose im Doppelpack: Musik und Bewegung sorgten für beste Unterhaltung auf der Bühne

Mit Cem Özdemir als Gastredner

Gastredner Cem Özdemir, Vorsitzender

Bündnis 90/Grüne, der seiner Einladung

„sehr gerne“ folgte, wie er verriet, war in

Hochform und entschied den Höhepunkt

des Abend mit seiner launig-amüsanten

Rede und den eingeflochtenen Anekdoten

aus Bundestag und dem Leben als „Euro-

Türke“ für sich. Der gebürtige Uracher „mit

schwäbisch-anatolischer Doppelidentität“,

wie er seine Herkunft gerne benennt,

sorgte für reichlich Lacher im Saal und

wurde mit Applaus überschüttet.

Beeindruckt von seiner Rede, war nicht

nur die Grabenstetter Künstlerin und Musikerin

Ursel Bernlöhr, die das Publikum,

Ob Kehrwoche oder Schrippen – in Kabarett-Laune

schäkerte der Grünenpolitiker

in Sachen Bundestagspräsident und

Schwabengezeter weiter. Daneben waren

Themen wie Heimat, Identität und die Vielfalt

der Gesellschaft, die die Kultur letztlich

präge, Inhalt seiner kurzweiligen Rede. Er

erinnerte daran, dass sich niemand weder

Herkunft noch Namen selbst herausgesucht

habe und sich eine Identität aus vielen

Mosaiksteinen zusammensetzt. Angst

müsse man vor dem Fremden nicht haben,

schon gar nicht mit dem Finger auf andere

zeigen, mahnte der gelernte Erzieher

und studierte Sozialpädagoge. Ob „Grüner

sein“ schlimmer sei wie „Türke“? Seine

Erfahrung als erster Abgeordneter mit tür-

Hausherr Siegmund Ganser dankte Özdemir

für Besuch und Ansprache und lud

zum Rundflug über die Alb ein. „Der direkte

Kontakt zwischen Politik und den Bürgern

ist eines der Prinzipien unserer Basisdemokratie“,

unterstrich der Schultes. Oft

geschehe das zu selten.

Nicht im Programm stand derweil die Vergabe

eines Schecks über 2 500 Euro, den

die drei Gemeinden in Vertretung ihrer

Bürger meister an den Verein, zweckgebunden

im Bereich der Archäologie, überreichten.

Text: Patricia Kozjek

4 5


Interview

Alb-Magazin Ausgabe 1/2013 Alb-Magazin Ausgabe 1/2013

Turnerinnen vom SV Hülben

Cem Özdemir beim Neujahrsempfang in Hülben

Talent und Körperbeherrschung auf hohem Niveau

Argentinien) spricht mit ihnen spanisch,

ich deutsch und meine Eltern türkisch.

In der Schule sprechen sie Deutsch und

Englisch. Zwei Dinge sollten Eltern ihren

Kindern geben: Wurzeln und Flügel“.

Neben der Schule geht hier ganz schön viel: Reichlich Einsatz, hohes Engagement und Training rund ums Jahr,

machen die jungen Sportlerinnen im ganzen Land erfolgreich. Mit der jüngsten Auszeichnung im März in Bühl

wurde gar ein Traum wahr. Die Hülbener Mädchen wurden Erster im Landesfinale bei Jugend trainiert für

Olympia im Turnen an Geräten.

„Wie sehen Sie die Entwicklung von Bad

Urach und was wünschen Sie sich für die

Stadt?“

„Dass sie sich in Zukunft gut gegen Metzingen

behaupten kann. Vor dem Factory-

Outlet-Boom kannten die Menschen eher

Bad Urach statt Metzingen. Heute ist das

umgekehrt. Das Besondere darf in Urach als

Gewerbeort einfach nicht verloren gehen“.

v. li. Bürgermeister Siegmund Ganser, Fakt-Vorsitzender Peter Heiden, Cem Özdemir mit Eltern und Bürgermeister Harald Steidl

Politiker mit ausländischen Wurzeln finden sich zwischenzeitlich in allen

Parteien. Cem Özdemir war der Erste. Mit 18 Jahren nahm er die deutsche

Staatsbürgerschaft an. Bereits 1994 zog der Sohn türkischer Eltern, wohnhaft

in Bad Urach, für die Grünen in den Bundestag ein. Seine außergewöhnlichen

Gaben in Sachen Politik scheinen dem „anatolischen Schwaben“, wie er sich

selbst gerne bezeichnet, in die Wiege gelegt. Damit gilt der Ermstäler auch

als Rollenmodell für junge Einwanderer. Wir haben uns mit ihm unterhalten.

Wir stellten dem Grünen-Politiker aus Bad

Urach zehn Fragen in Hülben zum Thema

„Heimat“:

Sie sind in Bad Urach geboren und aufgewachsen.

Welche Kindheits-Erinnerungen

hängen für Sie an der Stadt?

„Das Schöne an Bad Urach ist die Natur,

die ich in meiner Kindheit als riesigen

Spielplatz nutzen konnte. Ich merke,

dass ich Bad Urach und die Schwäbische

Alb wiederentdecke, je älter ich werde.

Schwierig fand ich als Heranwachsender,

dass das Kino irgendwann dicht machte“.

Haben Sie Schule und Ausbildung

in der Kurstadt genossen?

„Die schulische ja, bis auf ein Schuljahr in

Nürtingen. Meine Ausbildung zum Erzieher

machte ich in Reutlingen und Freudenstadt.

Später studierte ich in Reutlingen

Sozialpädagogik an der Evangelischen

Fachhochschule“.

Was bedeutet Heimat für Sie?

Ist es ein Ort oder eher ein Gefühl?

„In erster Linie ist es meine Familie. Es

sind die Orte der Kindheit und der Ort, an

dem man das erste Mal ein Mädle geküsst

hat. Ich habe viele Freunde in Bad Urach

und verdanke vielen Menschen vieles dort.

Das vergisst man nicht“.

Haben Sie sich mit Berlin als Wahlheimat

und dem „heimisch werden“ schwergetan?

„Bei einer 70-Stunden-Woche kriegt man

von Berlin selbst nicht viel mit. Hier verdiene

ich meine Brötchen, meine politische

Heimat ist dort, wo ich aufgewachsen bin.

Ich bin immer noch viel in Baden-Württemberg.

Da fühle ich mich heimisch“.

Was bedeutet Heimat für Ihre beiden Kinder

und was möchten Sie Ihnen mitgeben?

„Das ist eine gute Frage, die ich ihnen

einmal stellen muss. Sie wachsen jedenfalls

mehrsprachig auf. Meine Frau (aus

Stichwort „Heimatpflege“ –

was verstehen Sie darunter?

„Verantwortung für künftige Generationen

übernehmen, die Natur pflegen und erhalten,

die wir genießen dürfen. Man muss

nicht hier geboren sein, um sich darum zu

kümmern“.

Kann man zwei Länder als seine Heimat

bezeichnen – das ihrer ethnischen

Herkunft und das, in dem sie leben?

„Diese bereichernde Situation immunisiert

stärker gegen Vorurteile. Man hat vielleicht

eher das gewisse Gespür für andere, das

Einleben in einem fremden Land macht

weniger Probleme. Die Türkei wird für

mich immer etwas Besonderes bleiben,

Deutschland dagegen weiter die Nummer

eins“.

Was verstehen Sie unter Identität?

„Sie setzt sich aus vielen Mosaiksteinen

zusammen und ist oft bunt. Junge Menschen

gehen heute ins Ausland, lernen

andere Kulturen und Länder kennen. Das

ist gut. Die Vielfalt ist eine große Chance

miteinander umzugehen“.

Zum guten Schluss bitte noch zwei Sätze

zum Thema „Integration“?

„Das Zauberwort Integration ist eine

Worthülse, unter der jeder was anderes

versteht. Mein Integrationsbeitrag war:

Ich musste Hochdeutsch lernen“ (lacht).

Das Interview führte Patricia Kozjek.

Foto: Patricia Kozjek

Jung, erfolgreich und beweglich Foto: PR Ohne Fleiß kein Preis!

Dass Kinder und Jugendliche insgesamt

unbeweglicher werden, mag sein. Keinesfalls

gilt das jedoch für die jungen Turnerinnen

des SV Hülben.

Knochen aus Gummi?

Sieht man sie turnen, so glaubt man tatsächlich

an „Knochen aus Gummi“. Wöchentlich

machen sich die fünf bis 22

Jährigen zwischen drei und viermal auf die

Socken und ab ins Training. „Wir trainieren

auch in den Ferien“, sagt Trainerin Daniela

Braun. Und: „Unser Verein hat das Glück,

dass wir einen Namen haben“. Nachwuchs

zu bekommen sei zwischenzeitlich nicht

mehr so einfach wie früher, weiß die Trainerin,

die selbst als Turnerin in Hülben groß

wurde. Derzeit trainieren unter ihren Fittichen

fast 30 Leistungsturnerinnen bis zu

acht Stunden wöchentlich. „Turnen in der

höchsten schwäbischen Turnliga bedeutet

viel, oft und weit unterwegs sein“, erklärt

Abteilungsleiterin Christine Neef. „In den

meisten Fällen reisen wir mit Anhänger &

Co.“, lacht Braun. „Deshalb hat jeder Vati

bei uns auch einen Anhänger“. Ohne „sehr

großes Engagement der Eltern“, ginge

es freilich nicht, erklärt die Frauen-Crew.

„Das ist im Leistungssport gar Voraussetzung!

Zu etlichen Trainings- und Wettkampf-Terminen

kommen Sportlerball,

Auftritte in Veranstaltungen und private

Geburtstage hinzu“.

Mit einem einzigen Talent

kommt man hier nicht weit

„Schön ist, dass die großen Mädchen sich

bereits ganz toll um die Kleinen kümmern“,

sagt Trainerin Christl Kvanka, die in ihrer

Trainierinnen-Funktion heuer bereits ihr

20 jähriges Jubiläum antritt und wie Braun

über ihre Schützlinge in Sachen Schnelligkeit,

Disziplin und Koordination wacht. „Mit

einem einzigen Talent kommt man hier

nicht weit“, wissen die Frauen aus langjährig

gesammelter Erfahrung. „Jedes Madel

ist anders und einzigartig, man versucht

aus jedem Mädchen die Stärken herauszukitzeln,

das es hat“, unterstreicht Braun.

Wettkampfkinder und die,

die nicht schlafen

„Mitmachen darf bei uns aber jeder“, hebt

Neef hervor. Talente gelte es zu entdecken

und eines soll der Sport freilich auf jeden

Fall machen: Spaß! „Es gibt Wettkampf-

kinder und andere, die eine ganze Nacht

davor nicht schlafen. Auch die Tagesverfassung

entscheidet über letztendliche

Leistungen im Wettkampf“, weiß Braun

aus eigener Erfahrung, „wenn´s ans Eingemachte

geht“. „Starke Wettkampfkinder“

scheint es unter den Turnerinnen in Hülben

aber doch gleich einige zu geben. Die Liste

der Erfolge ist lang und hallt zwischenzeitlich

über´s ganze Land. Die Preise und

Auszeichnungen sprechen für beachtliches

Talent, grazile Körperbeherrschung,

Können, optimales und diszipliniertes

Training wie starke Nerven der Mädchen,

die zum Training sogar aus Dettingen oder

St. Johann angereist kommen. „Sehr schade“

findet es nicht nur Daniela Braun, dass

vor lauter Vorschriften und hoher Olympia-

Geräteanforderungen, das Turnen daheim,

vor eigenem Publikum, so gut wie nicht

mehr stattfinden kann. „Zeigen, was man

gelernt hat und kann, sollte man vor allem

zu Hause dürfen“, ist ihre Meinung.

Text und Fotografie: Patricia Kozjek

6 7


Raiffeisenbank Vordere Alb eG

Alb-Magazin Ausgabe 1/2013

Weil Zukunft Pflege braucht

Unsere Gesellschaft rast im Eiltempo in die Pflegefalle.

Pflegende Frauen halten Private Vorsorge für Wichtig (Angaben in Prozent)

Gar nicht wichtig

Weniger wichtig

2

6

Unentschieden,

keine Angabe

8

Weil im Pflegefall das

Einfachste schwierig wird.

Das R+V-PflegeKonzept.

Die finanzielle Absicherung für den Pflegefall.

45

Sehr wichtig

Wichtig

39

Basis:

Bundesrepublik Deutschland, Frauen,

die Familienangehörige pflegen bzw.

das für die Zukunft erwarten.

Quelle: IfD-Allensbach 2012

Tillmann Lukosch, Vorstandsmitglied

der R+V Krankenversicherung AG

Wer selbst pflegt oder pflegebedürftige

Angehörige hat, spürt hautnah, wie die

Pflegekosten nach und nach das Familienvermögen

aufzehren. Das ist jedoch

nur die Spitze des Eisberges. Was uns in

den nächsten Jahren wirklich erwartet, ist

den wenigsten bewusst: Bis 2030 steigt

die Zahl der Pflegebedürftigen von heute

2,4 Millionen auf 3,4 Millionen. Anders

ausgedrückt: 27 Millionen Bürger haben

bereits einen Pflegefall in der Familie oder

rechnen in fünf bis zehn Jahren damit. Das

größte Pflegerisiko haben Frauen.

Informationen

Heute schultern die Familien die Hauptlast,

indem sie ihre Angehörigen möglichst lange

zu Hause pflegen. „Hilfe zur Selbsthilfe“

lautet hier die Devise. Doch angesichts

der demografischen Entwicklung unserer

alternden Gesellschaft rasen wir im Eiltempo

in die „Pflegefalle“: Immer mehr alte

Menschen stehen immer weniger jungen

Menschen gegenüber. Wer pflegt dann die

Alten? Wer pflegt die alt gewordenen Singles

ohne Familienangehörige? Und wer

trägt die Kosten?

Als Partner der R+V Versicherung sind Sie bei uns in guten Händen.

Damit Sie auf der sicheren Seite sind, vereinbaren Sie einfach mit

unseren Spezialisten einen unverbindlichen Beratungstermin.

Wir sind gerne für Sie da und nehmen uns Zeit für Sie.

Raiffeisenbank Vordere Alb eG

Kirchstr. 1

72584 Hülben

Telefon: 07125 / 9688 - 0

info@raiffeisenbank-vordere-alb.de

Als genossenschaftlicher Versicherer sehen

wir uns in der Verantwortung, auf das

Thema aufmerksam zu machen – mit Beratung,

Informationen und passenden Versicherungsprodukten.

Wir fordern auch die

Politik auf, genauer hinzu schauen und vor

allem zu handeln. Die Pflegeproblematik

hat eine mindestens genauso hohe Brisanz

wie die viel diskutierte Altersarmut.

Unser Appell geht deshalb an die Politik,

sich dieses Themas stärker anzunehmen

und mit nachhaltigen Unterstützungsmaßnahmen

den Pflegenden und Pflegebedürftigen

zu helfen. Die Einführung der neuen

staatlich geförderten Pflegezusatzversicherung

– der Pflege-Bahr – ist sicherlich

ein Schritt in die richtige Richtung.

Unser Appell geht jedoch auch an die

Bürger, für den Pflegefall finanziell vorzusorgen,

um die Einbußen an Lebensqualität

und am Vermögen möglichst gering zu

halten. Private Vorsorge ist als Ergänzung

der gesetzlichen Grundversorgung

unerlässlich.

Tillmann Lukosch, Vorstandsmitglied

der R+V Krankenversicherung AG

Sprechen Sie mit uns:

www.ruv.de

Raiffeisenbank Vordere Alb eG

Kirchstraße 1

72584 Hülben

Tel.: 07125/9688-0

Fax.: 07125/9688-44

* Voraussetzungen für die Inanspruchnahme von Pflegeleistungen finden Sie auf www.ruv.de.

www.rb-va.de

info@raiffeisenbank-vordere-alb.de

8 9


Kinderuni Sommersemester 2013

Alb-Magazin Ausgabe 1/2013

Vortrag „Digitale Demenz“

Sei dabei! Jetzt anmelden!

Donnerstag, den 11. April 2013

Thema: „Was auch Einstein sicher

gern gesehen hätte“

Wenn Du mit fast Lichtgeschwindigkeit

fliegen würdest, sähe die Welt für Dich

völlig anders aus. Wir können das zwar

genau so wenig wie vor 100 Jahren Albert

Einstein, aber wir haben heute schnelle

Computer, mit denen wir die Effekte

berechnen können. Ebenso können wir

berechnen, wie Wurmlöcher und die Umgebung

von Schwarzen Löchern aussehen.

17:00 Uhr bis 18:15 Uhr, Mehrzweckhalle

Erkenbrechtsweiler Prof. Dr. Hanns Ruder,

Uni Tübingen, Astrophysik

Freitag, den 19. April 2013

Thema: „Warum können uns

unsere Sinne täuschen?“

Wir Menschen nehmen unsere Umwelt über

unsere fünf Sinne – Sehen, Hören, Riechen,

Schmecken und Fühlen – wahr. Unsere Sinne

arbeiten aber nicht immer korrekt. In dieser

Vorlesung unternehmen wir einen Streifzug

durch die Welt der optischen Täuschungen.

Diese Täuschungen entstehen dadurch,

dass unsere Augen unserem Gehirn nicht

immer die Wahrheit mitteilen.

17:00 Uhr bis 18:15 Uhr, Rietenlauhalle

Hülben, Prof. Dr. Uwe Ilg, Uni Tübingen,

Hertie-Institut für klinische Hirnforschung

Informationen

Anmeldung und Informationen unter

www.kinderuni-am-heidengraben.de

www.alb-magazin.com

Mittwoch, den 24. April 2013

Thema: „Was ist los auf der

Streuobstwiese?“

Obstwiesen sind toll: Du kannst Blüten

sprießen, Blumen blühen und Käfer krabbeln

SEHEN; du kannst die Vögel zwitschern

und die Bienen summen HÖREN; du kannst

den Duft der Blumen und Gräser RIECHEN;

du kannst die Rinde von Bäumen

FÜHLEN und du kannst das saftige Obst

SCHMECKEN:Das alles kannst du in unserem

Hörsaal ERLEBEN!

17:00 Uhr bis 18:30 Uhr, Falkensteinhalle

Grabenstetten, Prof. Dr. Christian Küpfer,

HfWU, Landschaftsarchitektur, Umwelt

Ausverkauft! Zuhörer bis unters Dach verfolgten mit regem Interesse, was der Hirnforscher zu verkünden hatte

Klicken wir unser Hirn weg?

Auf Einladung der Gemeinde Hülben und im Rahmen ihres 125-Jahre-Kindergartenjubiläums

kam der bekannte Hirnforscher Manfred Spitzer aus Ulm zu

Besuch. Der Professor lockte mit seinem Vortrag und aktuellen Bestseller-

Werk „Digitale Demenz“ rund 750 Zuhörer in die Rietenlauhalle. In einem

über zweistündigen, informativen Vortrag zeigte er auf, das aus seiner Sicht,

digitale Medien für Kinder und Heranwachsende als Lernmittel ungeeignet sind.

Zahlen, Fakten und teils erschreckende Ergebnisse

zahlreicher Studien, nahmen die

Besucher zum Thema „digitale Demenz“

von einem der bedeutendsten, deutschen

Gehirnforscher mit nach Hause. „Wir haben

kein Öl, das aus dem Boden sprudelt.

Unsere Zukunft ist der Grips der nächsten

Generationen. Wir sind dabei ihn zu vermüllen!“,

warf der Direktor der psychiatrischen

Uniklinik in Ulm und Gesamtleiter

des Transferzentrums für Neurowissenschaften

und Lernen seinen Zuhörern provokant

vor den Latz.

Unsere Zukunft ist der Grips

der nächsten Generationen

„Viel Prügel“ habe er für sein in elf Sprachen

übersetztes Buch bekommen, verrät

er. „Dass Sie heute so zahlreich erschienen

sind, überwältigt und freut mich umso

mehr“, begrüßte er die Zuhörer, die von

Göppingen bis Freudenstadt in der Kolonne

nach Hülben angereist kamen.

Computerspiele aktivieren

Suchtzentren im Hirn

In seinem Buch „Digitale Demenz“ wendet

Spitzer sich gegen die Initiative aus Politik

und Industrie, alle Schüler mit Notebooks

auszustatten und digitale Medien bereits

schon im Kindergarten einzusetzen.

„Kinder und Jugendliche verbringen mit

digitaler Medienwelt schon mehr als

doppelt so viel Zeit, wie in der Schule“,

belegte er mit weltweiten Studien. So aktivierten

Computerspiele beispielsweise

gezielt Suchtzentren im Gehirn. Sein Fazit:

„Die Kinder werden bereits im Kindergarten

angefixt, das ist nicht witzig!“ Applaus im

Saal ertönt.

Training heißt Benutzung.

Das gilt auch für´s Hirn

Dass gesteigerter Fernsehkonsum bei Kindern

(mehr als drei Stunden täglich) die

geistige Entwicklung verlangsamt und sich

radikal auf Bildung ausschlägt, belegte er

mit Zahlen bis hinauf zum Uni-Abschluss,

der von „Dauer-Guckern“ eben oft nicht erreicht

werde. „In Deutschland schafft jedes

16. Kind den Hauptschulabschluss nicht.

„Das sollte uns endlich zum (Nach-)denken

anregen!“. Training heißt Benutzung. Das

gilt auch für´s Hirn. „Was hängen bleibt,

kommt darauf an, was Sie mit dem Wort

im Kopf gemacht haben“. Emotionen,

Erfahrung, (Sinn-)Erleben, Bewegung und

das Begreifen mit den Händen, spielen

beim Lernen eine enorme Rolle. Vertieftes

Lernen und Wissen hinterlässt eine strukturelle

Veränderung im Hirn, einen sogenannten

„Trampelpfad“. „Zahlen, die später

mathematisches Verständnis fördern,

kommen mit bewegtem Fingerspiel schon

mit fünf Jahren am besten ins Hirn“, erklärt

Spitzer. Außerdem: „Diejenigen, die mehr

direkt miteinander sprechen und diskutieren,

sind in sozialen Beziehungen erfolgreicher“,

weiß die Gehirnforschung. Besser

also „face to face“ denn Facebook? „Unbedingt!

Sozialverhalten und Empathie lernt

man über Facebook nicht“, unterstreicht

der Wissenschaftler, der damit viele gesellschaftliche

Plattformen heiß laufen lässt.

„Auch das soziale Gehirn wächst mit den

Aufgaben“.

Fest steht für Spitzer ebenso: Wichtigster

Einzelfaktor für Gesundheit ist Bildung.

„Je fitter man mit 20 Jahren sprachlich

unterwegs ist, desto fitter auch mit 70 und

80“, zeigen Studien. Alzheimer beispielsweise

werde bei einem zweisprachig aufgewachsenen

Menschen im Schnitt etwa

fünf Jahre später festgestellt.

Multitasking funktioniert nicht wirklich

Schlechte Nachrichten gab´s für weibliche

Geschöpfe im Saal. Stellt man bereits bei

Mädchen eine höhere Neigung zu Multitasking

fest, sind viele Frauen stolz darauf.

„Die Meinung, man könne gut zwischen

mehreren Aufgaben hin- und herspringen

und brauche das für effektive Informationsverarbeitung,

ist eine Selbsttäuschung.

Multitasking funktioniert nicht wirklich und

ist nichts, wozu man die nächste Generation

ermuntern oder gar fördern sollte“. Spitzers

goldene Regel lautet: „Je mehr im Hirn

ist, desto mehr passt hinein“.

„Schaffen Sie sich Enkel an im Alter und

schicken Sie Ihre Kinder in den Wald

oder an den Strand, damit fördern Sie

ihren Geist vielschichtig und auf hohem

Niveau“, lautet Spitzers guter Rat für den

Nachhause weg.

Text und Fotografie: Patricia Kozjek

10 11


Jugendangebot Erkenbrechtsweiler

Alb-Magazin Ausgabe 1/2013 Alb-Magazin Ausgabe 1/2013

Gemeinde Westerheim

Der Fahrrad-Parcours in Erkenbrechtsweiler erweitert das Freizeitangebot

Mit großer Tatkraft haben Jugendliche in Erkenbrechtsweiler einen Fahrrad-Parcours gebaut. Viele ehrenamtliche

Helfer haben sie dabei unterstützt. Von Oktober bis Anfang November 2012 wurden etliche Tonnen Baumaterial

auf dem Gelände bei der Gemeindehalle bewegt und verdichtet. Kein leichtes Unterfangen. Doch die Erwachsenen,

die den Jugendlichen zur Seite standen, waren und sind überzeugt, dass der Fahrrad-Parcours ein gutes und sinnvolles

Freizeitangebot für junge Menschen ist, das die Albgemeinde bereichert.

Bevor der Fahrrad-Parcours gebaut wurde,

gingen die Jugendlichen im Hardtwald

ihrem Hobby nach. Dort hatten sie aus

eigener Kraft und viel Engagement eine

Strecke gebaut. Die war allerdings nie

genehmigt worden. Deshalb wollte die

Gemeindeverwaltung Abhilfe schaffen. So

erhielten die Heranwachsenden die Chance

in Erkenbrechtsweiler ein Freizeitangebot

zu schaffen, das ihren Bedürfnissen

und Wünschen entspricht. Ein Projekt, das

ohne die Mithilfe von Unternehmen, einigen

Bürgern und Eltern nicht hätte umgesetzt

werden können.

Heranwachsende packen beim Bau mit an

Während der Bauzeit packten die beteiligten

Jugendlichen tatkräftig mit an. Egal

wie gut oder schlecht das Wetter war, die

Heranwachsenden waren hoch motiviert.

Durch die Unterstützung, die die 12- bis

18-Jährigen beim Bau erhielten, nahm die

Strecke rasch mehr und mehr Gestalt an

und konnte binnen weniger Wochen fertiggestellt

werden. Im Vorfeld hatten sich die

Jugendlichen Gedanken über die Neigung

der Steilkurven und die Höhe der einzelnen

Sprungelemente gemacht, die für Fahrspaß

sorgen. Experten nahmen die Pläne

und das Modell, das die Jugendlichen entwarfen,

nochmals in Augenschein. So wurde

sichergestellt, dass der Streckenverlauf

den Ansprüchen genügt, die an einen

Fahrrad-Parcours gestellt werden.

Als die Bauarbeiten beendet waren, wurden

Bodenwellen, Tables und Steilkurven

von Sachverständigen auf sicherheitsrelevante

Details hin geprüft, woraufhin

einzelne Streckenabschnitte nochmals

nachmodelliert wurden. In absehbarer Zeit

sollen auf dem Gelände auch Bodendecker

gepflanzt werden, um zu verhindern,

dass die Strecke von Unkraut überwuchert

wird und sich damit leicht pflegen lässt.

Zum Bau wurde Siebschutt verwendet und

keine Erde. Damit soll verhindert werden,

dass Streckenabschnitte beispielsweise

durch Erosion leiden. Der Parcours ist

daher wetterunabhängig befahrbar. Das

Material war ebenso wie die Maschinen,

die für den Bau benötigt wurden, umsonst

bereitgestellt worden. Am Ende kostete

der Fahrrad-Parcours etwa 16 000 Euro.

Unterschiedliche Schwierigkeitsgrade

sorgen für Fahrvergnügen

Ein Vorteil der Strecke ist, dass sie

sich für Anfänger ebenso eignet wie für

geübte Fahrer. Sie enthält unterschiedliche

Schwierigkeitsgrade, die dafür sorgen,

dass sie den Anforderungen, die die Nutzer

an sie stellen, gerecht wird. Für einen

interessanten und abwechslungsreichen

Fahrspaß ist so langfristig gesorgt. Ein

Schild weist alle Nutzer darauf hin, wie

sie sich bei der Fahrt auf dem Parcours

zu verhalten haben. Auch auf das Tragen

eines Helms, von Handschuhen, Ellenbogen-,

Knie- und Rückenprotektoren wird

hingewiesen, damit einem ungetrübten

Fahrvergnügen nichts im Wege steht.

Darüber hinaus können auch Erwachsene

die Strecke nutzen und so mit ihren

Kindern Zeit verbringen.

Text: Daniela Haußmann

Fotografie: Thomas Blank

Infozentrum Schertelshöhle öffnet

Die Westerheimer Schertelshöhle

ist zu einem der 15 Infozentren des

Biosphärengebietes Schwäbische Alb

geadelt worden. Der Höhlenverein

lädt deshalb am Samstag, 18. Mai zur

Einweihung und einem zünftigen

Höhlenfest ein.

Rund dreieinhalb Kilometer außerhalb der

schmucken Alb-Gemeinde mit ihren rund

2900 Einwohnern, liegt die Schertelshöh-

Abtauchen und Wohlfühlen

le in einem schön gelegenen Wald- und

Wandergebiet. Besucher finden die Höhle

mit den gut sichtbaren Hinweisschildern

ab Westerheim problemlos. Gar als „märchenhaft“

werden die prächtigen Tropfsteine

und Sinterbildungen der insgesamt

212 Meter langen Tropfsteinhöhle mit

ihren zwei Gängen beschrieben. Im Jahre

1830/31 wurde die Höhle erstmals durch

einen künstlichen Eingangsstollen für die

Allgemeinheit zugänglich gemacht. Für

Ob Regen oder Sonnenschein. Im

Alb-Bad von Westerheim kommen

alle Schwimmerinnen und Schwimmer,

jung wie alt, ganzjährig voll

auf ihre Kosten.

Wenn Sie im 25-Meter-Becken ungestört

Ihre Bahnen im abgesperrten Becken für

Schwimmer ziehen möchten, während die

lieben Kleinen im neuen, freundlich ausgestatteten

Kinderbereich tollen, dann

sind Sie im Luftkurort Westerheim auf der

Schwäbischen Alb im Biosphärengebiet

goldrichtig. Entspannung wird hier groß

geschrieben, ob mittels Schwallbrause,

Massagedüsen oder Sauna. Steigen die

Temperaturen auf dem Celsiusmesser im

Außenbereich nach oben, ist das Wetter

schön und beständig, dann heißt das nicht

nur „Winter ade!“, sondern auch „Ab nach

draußen ins Grüne!“. Im Alb-Bad erwartet

Besucher eine schöne Sonnen-Terrasse

mit Liegen für Sonnenanbeter und diejenigen,

die gerne alle Viere von sich strecken.

Eine weitläufige Liegewiese mit Kinderplanschbecken,

Spielplatz und Grillstelle

wartende oder interessierte Besucher bieten

sich über die neuen, modernen Ausstellungsmodule

umfangreiche Informationen,

unmittelbar vor dem Höhleneingang, geradezu

an. In Form von Text, Grafik, Audio,

Exponaten und Interaktion wird hier alles

Wissenswerte auf spannende Weise vermittelt.

Das Rasthaus neben der Höhle

lädt derweil zum Verweilen ein. Höhle und

Gasthaus sind immer von Palmsonntag

bis 15. November, sowie werktags in der

Zeit vom 15. Mai bis 1. Oktober geöffnet.

Ganzjährig wird zusätzlich das Rasthaus

an Sonntagen bewirtet.

Text: Patricia Kozjek / Fotos: PR

Informationen

www.schertelshoehle.de

info@schertelshoehle.de

Telefon 07333 / 7845 oder 92 36 15

laden geradezu ein, einen herrlichen Tag

unter freiem Himmel mit der ganzen Familie

zu verbringen. Die Wassertemperatur

im Alb-Bad hat freundliche 28 Grad,

immer donnerstags ist Warmbadetag bei

wohligen 30 Grad. Schwimmkurse, Damenbad

und Wassergymnastik zählen zum

Wochenplan des Hallenbads. Spielgeräte

stehen Kindern und Jugendlichen, je nach

Wochentag, zur Verfügung. Die Sauna ist

während der Hallenbad-Öffnungszeiten geöffnet.

Der Saunabesuch beinhaltet währenddessen

auch den Zugang zum Bad.

Immer dienstags: Männer-Sauna, die gemischte

Sauna steht Mittwoch und Sonntag

auf dem Programm. Donnerstag und

Freitag ist nur für Frauen reserviert.

Text: Patricia Kozjek / Fotos: PR

Informationen

www.westerheim.de

info@westerheim.de

Telefon: 07333 / 96 66 - 10

12 13


Kleintierzuchtverein Hülben

Alb-Magazin Ausgabe 1/2013

Vierbeinige Europameister made in Hülben

Damit haben Vater und Sohn nicht gerechnet. Für den Kleintierzuchtverein Hülben

ist es die bisher höchste Auszeichnung seit Bestehen.

waren wir immer vorne mit dabei“, sagt

Fredy Schlierer und spricht dabei von besonders

erfolgreichen Zuchtergebnissen.

Allerdings braucht´s nicht nur schöne

hoppelnde Vierbeiner für einen Meistertitel,

sondern vor allem auch Glück, hebt er

hervor. „Ja, das gehört dazu!“ Rund 4000

Kilometer pro Jahr werden von der erfolgreichen

Zuchtgemeinschaft schon mal auf

der Straße liegengelassen, um Jungtierschauen

und Ausstellungen zu besuchen.

Zwei, die reichlich Ahnung haben. Von links Fredy und Marcel Schlierer

96 000 Tiere, davon rund 26 000 Kaninchen,

fanden sich Ende letzten Jahres mit

ihren Ausstellern und Züchtern aus 18

Herren Ländern bei der Europaschau in

Leipzig, der größten überhaupt, ein.

Samtweiche Vierbeiner

mit Europameister-Label

Mit am Start war eine ganz besonders gelungene

„Havanna-Kollektion“ aus Hülben.

Die samtweichen Vierbeiner wurden mit

dem hochbegehrten Titel „Europameister“

ausgezeichnet. „Die Kollektion besteht aus

vier Hasen“, erklären die Herren der Kleintier-Zuchtgemeinschaft,

Fredy und Marcel

Schlierer. Beide haben sich zwar „gute

Chancen ausgemalt, aber längst nicht mit

so einem Titel gerechnet“. Vater und Sohn

schickten ihren wertvollen Stamm mit

einem befreundeten Züchter schon mal voraus

und flogen für einen Tag zur Premierung

hinterher. „Die Messe war wirklich ein

Erlebnis“, sagen die beiden, die ursprünglich

gar nicht vorhatten, die Messe aktiv

auszustatten, wie sie sagen. „Da sieht man

Tiere, von denen man nicht ahnte, dass es

sie gibt“, schwärmt der Vater und erntet

breite Zustimmung von Sohnemann Marcel,

der das Züchter-Hobby ebenfalls mit

Begeisterung ausübt.

Seit gut 20 Jahren mit Zucht beschäftigt

Marcel hat seinen festen Platz als Zuchtwart

im Kleintierzuchtverein von Hülben,

während sein Vater als Ausstellungsleiter

fungiert. Schon als Kind hatte Fredy

Schlierer seine Hasen um sich, wie er sagt.

Genau so ist auch Marcel groß geworden.

Seit gut 20 Jahren beschäftigt man sich im

Hause Schlierer nun mit der erfolgreichen

Kaninchen-Zucht. „Die letzten acht Jahre

Pellet-Futter für die Hasen

Über Hobby Freundschaften geschlossen

Die beiden sorgen sich derzeit um rund 40

Hasen in ihrem eigenen Stall. „Im Schnitt

bekommen sie zweimal im Jahr Nachwuchs

und werden bis zu acht Jahre alt“,

erklären die Männer. Über die Jahre und

Hasen seien schon einige Freundschaften

geschlossen worden. „Man sieht sich regelmäßig,

seit Jahren und tauscht sich untereinander

aus“, freut sich der Senior und

empfindet dies als Bereicherung, die das

Züchter-Hobby mit sich bringt. Was Wettbewerbe

und Schönheitsküren angeht:

„100-Punkte-Kaninchen gibt´s nicht“, erklärt

der erfahrene Züchter.

Die höchste Bewertung, die es für einen Havanna

in Leipzig gab, haben die Hülbener

mit 97,5 Punkten selbst eingeheimst. „In

dieser Klasse sind dann gleich zwei Preisrichter

am Start, um zu bewerten“, erklären

die Züchter. Für die „vorzügliche Auszeichnung“

gab´s ein Europaband, eine

weitere, besondere Auszeichnung obendrauf.

Mit ihren vier bildschönen Tieren haben

die beiden eine Gesamtpunktzahl von

387 Punkten erreicht. Geschaut wird dabei

auf Körperform, Fell, Ohren, Kopf, Fellfarbe,

Gewichtsspanne. Ein Havanna muss

3,25 bis vier Kilo auf die Waage bringen,

dann spricht man von optimalem Körpergewicht.

„Und wenn man ins braune Fell

hinein bläst, muss es drunter blau leuchten“,

demonstrieren die Züchter.

Text und Fotografie: Patricia Kozjek

Erkenbrechtsweiler

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14 15


Amphoren – das Einweggefäß für die Kelten

Alb-Magazin Ausgabe 1/2013 Alb-Magazin Ausgabe 1/2013

Ulrich Kraft, Grabenstetten

Nur der Luxus erhielt sich besonders gut

Schon in antiken Schriftquellen wird die Vorliebe der Kelten für Wein erwähnt, den sie aus dem Mittelmeerraum

importieren ließen. Den Nachweis dafür liefern heute unzählige unscheinbare Tonscherben.

Gutes von der Vorderen Alb: Ulrich Kraft vor einer Auswahl seiner AlbPur Produkte

Verschiedene Formen und Tonarten von Amphorenrandstücken und -henkeln.

Als besonderen Luxus leistete sich eine reiche

keltische Elite im Heidengraben importierten

Wein aus Mittelitalien. In Amphoren

abgefüllt wurde die schwere und zerbrechliche

Fracht überwiegend auf dem Wasser

transportiert: Zuerst von Mittelitalien über

das Mittelmeer, wovon viele mit Amphoren

beladene Schiffswracks künden, nach

Massalia (bzw. Massilia, der heutigen Hafenstadt

Marseille). Dort wohl auf kleinere

Schiffe umgeladen, ging es flussaufwärts

über Rhone, Doubs, Rhein und Neckar und

schließlich auf dem Landweg, vermutlich

mit Ochsenkarren, über 400 Höhenmeter

bis auf die Schwäbische Alb.

Der Heidengraben ist eines der amphorenreichsten

spätkeltischen Oppida in

Deutschland. Dadurch dass die Amphoren

in Italien in den dortigen Brennöfen hochwertig

hart gebrannt wurden, haben sich die

Scherben gut erhalten und der Witterung

der Schwäbischen Alb über 2.100 Jahre

bis heute getrotzt. Und aufgrund der Größe

der Gefäße und deren Höhe von ca. 1 m

sind die Scherben entsprechend zahlreich.

Viele hunderte dieser Fragmente wurden

im Heidengraben in den letzten 15 Jahren

von den Autoren aufgesammelt. Schon die

Unterschiede in der Tonart belegen das

Vorhandensein von sehr vielen Gefäßen.

Aber nur durch die verschiedenen Randformen

ist es möglich, Genaueres über

die Anzahl der Amphoren auszusagen.

Auch unter Berücksichtigung, dass im Abstand

von mehreren Jahren Randstücke

gefunden wurden, die vom selben Gefäß

stammen, kann man dennoch über 100

einzelne Amphoren unterscheiden; dazu

kommen noch ca. 30 weitere aus den archäologischen

Grabungen.

Über diese heute trockenen und unscheinbaren

Randstücke lässt sich nachweisen,

dass bei einem Fassungsvermögen der

Amphoren von ca. 20 Litern mindestens

2.600 Liter Wein über eine Strecke von

rund 1.600 Kilometern importiert wurden.

Eine gewaltige Leistung, die sicher teuer

bezahlt werden musste, und ein deutlicher

Hinweis auf gut organisierte Handelsbeziehungen

bis zum Mittelmeer.

Text und Fotografie:

Christel Bock und Achim Lehmkuhl

Informationen

www.heidengraben-oppidum.de

www.heidengraben.com

Amphore vom Typ Dressel 1A und verschiedene Randformen

im Profil (verändert nach Th.Knopf,

Der Heidengraben bei Grabenstetten)

Das linke Randstück wurde im September 2008,

das rechte im August 2009 gefunden.

8 Jahre liegen zwischen dem ersten von fünf passenden

Randstücken (links) und dem letzten, das bei

der Lehrgrabung der Uni Tübingen 2010 ausgegraben

wurde (rechts).

Kraft-Lebensmittel setzt mit AlbPur auf Frische und Qualität aus der Region

Frische, Qualität und die Nähe zum Endverbraucher spielen für Ulrich Kraft in seinen Lebensmittelläden in

Grabenstetten, Römerstein-Zainingen und Bad Urach-Hengen eine zentrale Rolle. Mit der Marke AlbPur will

der Lebensmittelspezialist noch mehr Transparenz herstellen. Auf der Homepage www.albpur.de können sich

Kunden unverbindlich über die umfangreiche regionale Produktpalette informieren.

„Unter der Marke AlbPur mit dem Logo

der Silberdistel haben wir eine Möglichkeit

geschaffen, heimische Produkte aus dem

Biosphärenreservat Schwäbische Alb und

der Umgebung direkt von den Erzeugern

zum Verbraucher zu bringen“, sagt Ulrich

Kraft stolz. Lange Transportwege fallen

weg und auch der ernährungsbewusste

Kunde ist klar im Vorteil: Statt jeden Hofladen

einzeln anzufahren und die oft eingeschränkten

Öffnungszeiten der Direktvermarkter

im Blick zu haben, sind die

regionalen Waren täglich verfügbar. „Die

Kunden sollen zu uns kommen und eben

nicht die Hofläden anfahren müssen. Wir

bieten dieselbe Ware zu den gleichen Preisen

an“, versichert der Einzelhändler.

Das Sortiment wird ständig erweitert.

Wichtiger Bestandteil ist frisches Obstund

Gemüse. „Äpfel, Erdbeeren und Gemüse

bieten wir zur Erntezeit aus regionaler

Produktion“, erklärt Ulrich Kraft.

Kartoffeln aus dem Bioshpärengebiet sind

ganzjährig im Sortiment. Dazu kommen

viele Sorten Weizen- und Dinkelmehl sowie

Back-mischungen von den Mühlen Sting in

Jesingen sowie der Böhringer Mühle. Auch

die begehrten Bio-Alblinsen in allen drei

Sorten sind bei Kraft-Lebensmittel „Um‘s

Eck“ zu finden. Frische Wurstwaren und

Dosenwurst kommen von der Lenninger

Metzgerei Ehni. Auch Schinken, Albferkelrollbraten,

Albferkelstücke und Dosenwurst

vom Linsenberghof in Hengen sind

im Angebot.

Most-Sorten und Birnensecco

Neben Milchprodukten und Eiern aus

regionaler Produktion gibt es in den Geschäften

von Ulrich Kraft natürlich auch

Getränke: Apfelsäfte von mehreren regionalen

Anbietern, verschiedene Most-

Sorten und Birnensecco aus dem Biosphärengebiet.

Auch Wein, Sekt und Secco aus

der Weingärtnergenossenschaft Neuffen

sowie Spirituosen aus der Region finden

sich in den Regalen. Einen kleinen Überblick

kann man sich auf der Homepage

oder vor Ort verschaffen. „Eine Auswahl

der AlbPur-Produkte findet sich in einem

Bauernschrank in den Läden und in den

Regalen sind sie zusätzlich mit einem

Kleber versehen“, berichtet Ulrich Kraft,

der aber auch industrielle und überregionale

Produkte zur Deckung des täglichen

Bedarfs führt. „Für die Zukunft würde ich

mir wünschen, das komplette Sortiment

mit regionalen Produkten abzudecken,

doch da gibt es momentan zu wenig Anbieter“,

bedauert Ulrich Kraft.

Text: Kerstin Dannath

Informationen

Kraft Lebensmittel & Getränke

Uracher Strasse 47

72582 Grabenstetten

Tel.: 07382 / 57 22

kraft-lebensmittel@t-online.de

www.albpur.de

Öffnungszeiten

Mo – Fr: 8.00 bis 12.30 Uhr

+ 14.30 bis 18.00 Uhr

Sa: 8.00 bis 12.30 Uhr

16 17


Naturstein Zentrum Alb

Alb-Magazin Ausgabe 1/2013 Alb-Magazin Ausgabe 1/2013

Jugendtreff Erkenbrechtsweiler

Junge Menschen sanieren Jugendtreff aus eigener Kraft

Nicht jeder der in den Jugendtreff komme

habe einen Führerschein und könne daher

nicht kurzentschlossen nach Nürtingen

ins Kino oder zu einem Diskobesuch nach

Stuttgart fahren. Der Jugendtreff schließe

daher, insbesondere für Schüler und Auszubildende

im Alter von 14 bis 17 Jahren,

eine Lücke im lokalen Freizeitangebot.

Rund 10 000 Tonnen Gesteinsmaterial befinden sich auf dem Gelände des Naturstein Zentrums Alb.

Im Naturstein Zentrum Alb erhält der Kunde Sonderanfertigungen nach Maß

Natursteine sind ein zeitlos und universell einsetzbares Baumaterial. Zahlreiche Gesteinsprodukte gibt es in standardisierten

Größen, doch viele Kunden benötigen auch Sondergrößen, die im Naturstein Zentrum Alb - SRT Bader maßgerecht

angefertigt werden.

Naturwerksteine werden in Steinbrüchen

als Blöcke gewonnen und maßgerecht in

eine standardisierte Form und Größe zerschnitten,

zerspalten, gefräst oder behauen.

Beim Abbau der Rohblöcke ist Vorsicht

geboten. Immerhin soll das Gestein keinen

Schaden nehmen. „Wenn das Material

durch Sprengung gewonnen wird, dann ist

das für uns ein K.o.-Kriterium“, so Steffen

Koch. „Denn wenn ein Gesteinsblock auf

diese Art gewonnen wurde, ist auch die

Wahrscheinlichkeit von Haarrissen gegeben.“

Die bereiten dem Endverbraucher

wenig Freude. Wenn sich in ihnen Wasser

absetzt und der erste Frost kommt, wird

der Stein gesprengt.

Derart böse Überraschungen wollen die

Betreiber des Naturstein Zentrum Alb

SRT Bader ihren Kunden ersparen. „Ganz

lassen sich Haarrisse nie vermeiden, da

sie schlecht oder gar nicht zu erkennen

sind“, so Steffen Koch. „Aber da wir bei der

Auswahl der Produkte, die wir einkaufen

und auch bei der Auswahl der Abbaubetriebe,

darauf achten, wie das Material gewonnen

wird, kann das Risiko nachhaltig

gesenkt werden.“ Kunden finden im Naturstein

Zentrum Alb – SRT Bader deshalb

zum überwiegenden Teil Gestein, das mit

Spezialmaschinen angebohrt und aus dem

Felsen hydraulisch mit einem Radlader

herausgebrochen wird – eine schonende

Abbaumethode. Wer Treppenstufen in

Sondergrößen, Steine für Grillstellen oder

Mauern benötigt, kann diese im Betrieb

von SRT Bader produzieren lassen.

Gesteinsbearbeitung mit Spezialmaschinen

An einer Säge mit Diamantsägeblatt werden

Naturwerksteine aus Muschelkalk,

Jura und Granit in die gewünschte Form

und Größe gebracht. Auf großen Spaltmaschinen

werden Steinblöcke, mit einem

Druck von rund 80 bis 150 Tonnen, mit

Metallmessern entzwei gebrochen und so,

beispielsweise für den Verbau in Trockenmauern,

maßgerecht bearbeitet.

Steffen Koch erklärt, dass Steine, die einen

Haarriss aufweisen, bei dieser Bearbeitung

in der Regel auseinanderbrechen

und den Auftraggeber daher erst gar nicht

erreichen. Weggeworfen wird dieses Material

allerdings nicht. „Wir produzieren keinen

Ausschuss“, so Koch. „Selbst Bruchstücke

finden Verwendung, beispielsweise

in Steinkörben oder als Zier- und Dekosteine.“

Im Naturstein Zentrum Alb – SRT

Bader wird das Material für Treppenstufen

auch aus den Rohtranchen herausgebrochen.

Anschließend werden die Stufen mit

einer Art Schleifmaschine an der Oberfläche

aufgeraut. „Eine Treppenstufe mit einer

glatten Trittfläche macht keinen Sinn“,

sagt Steffen Koch. „Wenn es regnet oder

Schnee darauf liegt, wird die Oberfläche extrem

glatt. Deshalb rauen wir sie auf.“ Dieser

Vorgang heißt im Fachjargon Stocken.

Privatleute, Landschaftsgärtner und Unternehmen

aus einem Umkreis von 100

Kilometern kaufen im Naturstein Zentrum

Alb ein. Jährlich zählt Steffen Koch etwa

10 000 Aufträge. Schätzungsweise 250

von ihnen sind Sonderanfertigungen. Diese

werden schnell bearbeitet. „Je nach

Art des Sonderwunsches erhält der Kunde

seine Ware innerhalb eines halben Tages

oder einer Woche“, sagt Koch.

Text Daniela Haußmann

Informationen

Telefon 07125 / 5352

info@naturstein-zentrum-alb.de

www.naturstein-zentrum-alb.de

Montag bis Freitag 7:00 – 17:00 Uhr

Samstag 7:00 – 12:00 Uhr

Seit vielen Jahren gibt es in Erkenbrechtsweiler

den Jugendtreff. Junge Menschen

finden hier eine Anlaufstelle, um sich mit

Gleichaltrigen zu treffen, sich auszutauschen

und Spaß zu haben. Mit viel Aufwand

haben Achim Bräuer, Kai Kraushaar,

Tobias Hehr und Manuel Gogel die Räume

der Jugendeinrichtung saniert. Ein Projekt,

das erst im Laufe diesen Jahres abgeschlossen

wird.

Die vier Männer, die zusammen das Organisationsteam

des Jugendtreffs bilden,

haben unter anderem den Fussboden

ausgewechselt, die Wände gestrichen und

die sanitären Anlagen generalüberholt.

Entstanden ist dabei ein Ambiente, in dem

sich Jugendliche wohlfühlen und gerne

aufhalten. Die allermeisten Renovierungsarbeiten,

die bisher anfielen, haben Achim

Breuer, Kai Kraushaar, Tobias Hehr und

Manuel Gogel selbst übernommen und

aus der Kasse des Jugendtreffs finanziert.

Sanierung vermittelt

handwerkliches Geschick

Kein leichtes Unterfangen, wenn man bedenkt,

dass nicht jeder der vier Männer

eine handwerkliche Ausbildung hat. „Ich

habe dabei viel Neues gelernt“, erzählt Kai

Kraushaar. Der gelernte Bankkaufmann

berichtet, dass die Handwerker im Bunde

erklärten, wie beispielsweise der Fussboden

eingebaut werden muss. Das habe

die Teamfähigkeit ebenso gefördert

wie das handwerkliche Geschick. Kraushaar

betont, dass jederzeit auch Jugendliche

bei den Sanierungsarbeiten mit anpacken

können. Er ist überzeugt, dass die

Helfer dabei Impulse für die Berufsorientierung

erhalten und ihre eigenen Fähigkeiten

besser kennenlernen oder weiterentwickeln

können. Tobias Hehr berichtet, dass

sich immer wieder Heranwachsende bei

der Renovierung eingebracht haben und

das mit großer Freude. Zu tun gibt es noch

viel. Immerhin müssen der Flur und ein

weiterer Raum noch auf Vordermann gebracht

werden. Jugendliche, die sich gerne

handwerklich betätigen können sich daher

gerne beim Organisationsteam melden.

Freizeitangebot für Jugendliche

Ein Billiard- und Airhockey-Tisch, ein Tischkicker,

eine Dartscheibe und eine Stereoanlage

sorgen dafür, dass keine Langeweile

aufkommt. „Es ist einfach toll, wenn

man hierher kommen kann und sich nicht

an der Bushaltestelle mit den Freunden

treffen muss“, sagt Tobias Hehr. „Da kann

es Probleme mit den Anwohner geben und

dem wollen wir einfach entgegenwirken,

indem wir mit dem Jugendtreff ein Freizeitangebot

schaffen.“. Der Student erläutert,

dass es in Erkenbrechtsweiler, abgesehen

von den Vereinen, für junge Menschen

kaum Möglichkeiten gibt zusammenzukommen

und nach der Schule zu chillen.

Fürs Leben lernen

Im vergangenen Jahr organisierten Achim

Breuer, Kai Kraushaar, Tobias Hehr und

Manuel Gogel unter anderem eine Weihnachtsfeier

und ein Sommerfest. Sobald

der Umbau abgeschlossen ist, wollen die

vier Männer auch Aktionen planen, bei

denen sie mit Kindern und Jugendlichen

eine Fahrradtour machen oder Minigolf

spielen gehen. Manuel Gogel erklärt, dass

die Schüler so an den Jugendtreff herangeführt

werden. Der gelernte Schreiner

berichtet, dass viele im Jugendtreff neue

Freunde finden, mit denen sie in der Freizeit

etwas unternehmen. Gogel erklärt,

dass die Einrichtung auch junge Menschen

erreicht, die nicht im Verein organisiert

sind und sie so in die lokale Gemeinschaft

integriert. „Ich denke der Jugendtreff erleichtert

es Jugendlichen, die neu hierher

ziehen, Fuß zu fassen, weil es hier eine

Clique gibt“, sagt Tobias Hehr. „In die werden

sie schnell aufgenommen und finden

so Anschluss.“ Schüler und Azubis, die

sich gerne im Organisationsteam engagieren

würden, sollten 18 Jahre alt sein. Das

Engagement lohnt sich, denn junge Menschen

können im Jugendtreff fürs Leben

lernen. „Man lernt Verantwor tung zu übernehmen,

Dinge zu planen und zu organisieren

und man baut seine Kommunikationsfähigkeit

aus“, weiß Kai Kraushaar. All

diese Eigenschaften sind auch im Berufsleben

gefragt und werden im Jugendtreff

nachhaltig gefördert.

Text und Fotografie: Daniela Haußmann

Informationen

Tobias Heer und Kai Kraushaar

jugendtreff.erkenbrechtsweiler@gmx.de

18 19


Erkenbrechtsweiler

Grabenstetten

Hülben

Förderverein für Archäologie Kultur und Tourismus

Ausstellung in Erkenbrechtsweiler

Alb-Magazin Ausgabe 1/2013

Edeltraud Bauer, Böhringen

„Kelten – Kalats – Tiguriner“ im Bügerhaus

Vom 26. März bis zum 21. Mai macht die Wanderausstellung „Kelten – Kalats – Tiguriner“ im Bürgerhaus Erkenbrechtsweiler

Station. Präsentiert werden Funde und aktuelle Forschungsergebnisse über die keltische Besiedlung

auf dem Heidengraben, eines der bedeutendsten archäologischen Geländedenk mäler Baden-Württembergs.

Kochen im Thermomix – ein Alleskönner erobert die Küche

Die einen bezeichnen ihn als Wunderkind im Alltag, andere als dampfenden Mixer. Die Multifunktions-Küchenmaschine

Thermomix von der Firma Vorwerk findet immer mehr Anhänger und wird über Repräsentantinnen vertrieben.

Eine davon ist Edeltraud Bauer aus Römerstein-Böhringen.

D E N K M A L P F L E G E

A U S S T E L L U N G

Kelten - Kalats - Tiguriner

Archäologie am Heidengraben

24. März bis 21. Mai 2013

Bürgerhaus (Bürgersaal)

Uracher Straße 4

73268 Erkenbrechtsweiler

Öffnungszeiten:

Di 16:00 - 19:00 Uhr

Fr 14:30 - 17:30 Uhr

Sa/So/Feiertag 10:00 - 17:00 Uhr

Eintritt frei

Foto: Ch. Schwarzer, Referat Denkmalpege im Regierungspräsidium Tübingen

Foto: Landesmuseum Württemberg, Stuttgart, Hendrik Zwietasch

„Wir freuen uns sehr, dass die Ausstellung

in der Region am Heidengraben zu sehen

ist“, sagt Peter Heiden, der erste Vorsitzende

von FAKT, der sich dafür auch mächtig

ins Zeug gelegt hat.

FAKT unterstützt die Ausstellung mit viel

Manpower – die Werbung und zum Teil

auch die Aufsicht bei der Ausstellung unterliegt

dem Förderverein. Die Ausstellung

ist ein Kooperationsprojekt der Universität

Tübingen mit den Landesämter für Denkmalpflege

in Stuttgart und in Tübingen

sowie den drei Gemeinden und FAKT. Gefördert

wird sie vom Ministerium für Finanzen

und Wirtschaft Baden-Württemberg.

Studierende der Uni Tübingen und die

Experten von Archäo aus Rottenburg erarbeiteten

das Konzept, letztere zeichneten

sich auch für die Neukonzeption des

Keltenmuseums in Grabenstetten verantwortlich.

Mit vielen Exponaten aus der Zeit

zwischen 1000 und 100 v. Chr., Repliken

und diversen Inszenierungen werden Siedlung,

Hausbau, Ernährung, Landwirtschaft,

Handwerk, Handel, Kleidung, Bestattungsriten

und die räumlichen Besonderheiten

des Heidengrabens beleuchtet.

Text: Kerstin Dannath

Informationen

Öffnungszeiten

Dienstag 16.00 bis 19.00 Uhr

Freitag 14.30 bis 17.30 Uhr

Führungen unter 07026 / 9505110

Eintritt frei

Für die 51-Jährige liegen die Vorteile auf

der Hand: „Man kann fast jedes Rezept für

Haushalte von 1 bis 6 Personen zubereiten.

Ich weiß genau was ich verarbeite –

in Zeiten von Lebensmittelskandalen kein

unerhebliches Argument – und trotz der frischen

Zubereitung ist das ganze sehr einfach

und geht schnell.“ Obendrein fallen

das Schnippeln und Abwiegen der einzelnen

Zutaten auf einer Küchenwaage weg.

Mit seinen mehr als 12 Funktionen kann

man seiner Kreativität in der Küche ganz

„einfach“ freien Lauf lassen.

Edeltraud Bauer ist seit zwölf Jahren in

Sachen Thermomix zwei bis drei Mal pro

Woche unterwegs, mittlerweile als hauptberufliche

Gruppenleiterin. „Einfach anrufen

oder mailen und einen Termin vereinbaren.

Gezeigt werden bei der Gastgeberin zu

Hause die verschiedenen Funktionen des

Thermomix. Die Palette reicht von Hefeteig

über Früchteeis bis hin zu einer kompletten

Mahlzeit. Alle dürfen mithelfen

und hinterher wird gemeinsam gegessen“,

erläutert Edeltraud Bauer die Vorgehensweise.Ausgelegt

ist das „Erlebniskochen“

für drei bis fünf Gäste, eine Kaufverpflichtung

gibt es nicht. Allerdings erhält die

Gastgeberin einen Rabatt von 50 Euro auf

den Kaufpreis zirka 1000 Euro. Daneben

gibt es auch das sogenannte „Kundenkochen“

für 15 bis 20 Personen – hier stehen

Rezepte mit dem Varoma-Dampfgaraufsatz

und der persönliche Austausch im

Vordergrund. Eine Anmeldung ist ebenfalls

erforderlich, Termine werden u. a. auf der

Homepage von Edeltraud Bauer veröffentlicht.

„Am Kundenkochen kann man immer

wieder teilnehmen und andere Rezepte

kennen lernen. Einzige Bedingung: Der

Kunde bringt als ‚Eintrittskarte‘ einen Gast

mit, der den Thermomix gerne kennen lernen

will oder sich dafür interessiert “, sagt

die Kochexpertin. Das Kundenkochen ist

die ideale Möglichkeit, den Thermomix live

zu erleben ohne selber ein Erlebniskochen

bei sich zu Hause zu organisieren.

Das der Thermomix erst in den letzten

Jahren den großen Durchbruch geschafft

hat, hat laut Edeltraud Bauer zwei Hauptgründe:

„Erstmal gibt es zu wenig Repräsentantinnen

und dann schreckt der Preis

von zirka 1000 Euro für ein Küchengerät

erst einmal ab.“ Dennoch lohnt sich die

Investition: „Es sind einfach die Vorteile,

die überwiegen. Ich weiß nicht, wie oft ich

schon den Satz ‚Den Thermomix gebe

ich nie mehr her‘ gehört habe.“

Text: Kerstin Dannath

Informationen

Edeltraud Bauer

Aglishardterstr. 14

72587 Römerstein-Böhringen

Telefon 07382 / 633

edeltraud@ew-bauer.de

www.ew-bauer.de

20 21


Tierwelt am Heidengraben: Dachs

Alb-Magazin Ausgabe 1/2013 Alb-Magazin Ausgabe 1/2013

Firmenbericht netmen

Meister Grimbart ist wieder auf dem Vormarsch

Der Dachs ist ein scheuer Geselle, das aus der Fabel als als bedächtiger und ruhiger Meister Grimbart bekannt ist.

Wenn man einen Dachs mal tagsüber zu Gesicht bekommt, dann meist im Straßengraben – totgefahren alle Viere von

sich gestreckt. Doch der Dachs, der viele Jahre massiv bekämpft und sogar in seinem Bau vergast wurde, ist wieder auf

dem Vormarsch - auch auf der Vorderen Alb.

www.wikipedia.de – BadgerHero

„Der Bestand hat sich definitiv erholt“, sagt

Jäger Ralf Strähle aus Römerstein-Donnstetten,

der für die gesamte Gemarkung

Grabenstetten und Strohweiler verantwortlich

ist, „Es sind mittlerweile schon fast

zu viele Tiere. Deswegen werden Dachse

auch wieder bejagt.“ Denn der nachtaktive

Grimbart, dessen weißen Kopf zwei markante

schwarze Streifen unverkennbar zieren,

ist zwar ein Allesfresser, ernährt sich

aber bevorzugt Pflanzen. „Getreide- und

Maisfelder sind eine wahre Festtafel für

ihn“, weiß der Jäger. Deshalb mehren sich

auch die Klagen von Landwirten, deren

Felder von ganzen Dachssippen Nacht für

Nacht durchkämmt werden.

Komfortable Wohnstätten

Dachse haben nach dem Wildschwein das

stärkste Gebiss unserer Wildtiere. Und das

Wildtier des Jahres 2010 kann kräftig wühlen,

eine Fähigkeit, die ihm auch für den

Ausbau seiner Wohnstätte zugute kommt.

„Die Dachsbaue sind oft viele Jahre alt und

gehen über mehrere Etagen“, sagt Ralf

Strähle. Oft wohnen gleich mehrere Sippen

in einem Bau und auch ein Fuchs wird

noch als „Untermieter“ geduldet. Die enge

Verbindung zum Fuchs wäre dem Dachs

allerdings fast zum Verhängnis geworden:

Als in den 1970er Jahren zur Tollwutbekämpfung

allerorten Fuchsbauten vergast

wurden, fielen dem auch viele Dachse zum

Opfer.

Das Verbreitungsgebiet des Europäischen

Dachses erstreckt sich über ganz Europa

sowie ostwärts bis zur Wolga, zum Kaukasus

und bis nach Afghanistan. Er bewohnt

meist hügelige, wald- und gehölzbestandene

Landschaften, wo er seine umfangreichen

Baue meist an Hängen anlegt. Im

Frühjahr hat der Dachs meist 2 bis 3 Junge,

in der kalten Jahreszeit hält er Winterruhe.

Einst hatte der Dachs in vielerlei Hinsicht

große Bedeutung für den Menschen, heute

jedoch kaum noch. Dachsfett war als Einreibung

beispielsweise gegen Rheumatismus

in mittelalterlichen und frühneuzeitlichen

Apotheken ein Standardartikel. Dachshaare

wurden für Bürsten und werden

noch heute für hochwertige Rasierpinsel

verwendet. Dachshaarpinsel finden in der

Malerei Anwendung. Der Dachsbart dient

als Hutschmuck des Jägers.

Text: Kerstin Dannath

Fördertechnik-Spezialist setzt auf die Experten von netmen

Die Firma netmen hat sich vergrößert: Die bislang in Hochwang beheimateten Computer-Spezialisten

sind seit Herbst 2012 in ihren neuen Räumlichkeiten in Erkenbrechtsweiler in der Uracher Str. 3 zu finden.

Erforderlich machte den Umzug ein neuer Auftrag der Firma Schöler Fördertechnik AG mit Sitz in Rheinfelden.

Für Schöler betreuen die „Netzmänner“

bereits seit einigen Jahren die komplette

EDV, nun hat der Fördertechnik-Spezialist

zusätzlich knapp 250 Notebooks für seine

Techniker bei netmen gemietet, die

sich natürlich auch um die entsprechende

Software kümmern. „Die Techniker müssen

immer auf dem neuesten Stand sein“,

weiß Fachinformatiker Klaus Hoffman

von netmen. Die Spezialisten von der Alb

entwickelten ein Koffersystem mit integriertem

Drucker, das es den Technikern

im Außendienst ermöglicht, eine Diagnose

zu erstellen und Aufträge auszudrucken.

Auch in Sachen Updates haben sich die

Fachleute von netmen ein besonderes

Schmankerl einfallen lassen: „Für ein

Update der Software müssen die Techniker

nicht mehr in die Firma, sie benötigen

nur einen Internetanschluss, mit dem

sie online eine Verbindung zum netmen-

Rechenzentrum herstellen und ihre

Notebooks auf den den neuesten Stand

bringen können.“ Sprich, das geht auch

vom heimischen Sofa aus. Die Techniker

haben also keine langen An- und Abfahrtszeiten

zu den diversen Niederlassungen

der Firma, was die Angelegenheit für Schöler

wesentlich wirtschaftlicher macht.

„In unseren alten Räumlichkeiten wäre

ein Auftrag von dieser Größe nicht machbar

gewesen“, erläutert Klaus Hoffmann.

Zusätzlich wurde ein neuer Mitarbeiter

eingestellt: Mit Bosko Jokanovic unterstützt

ein weiterer Software-Spezialist seit

einigen Monaten das netmen-Team.

Terminalservern beziehungsweise Home

Offices für Firmen und Kunden aller Art.

Zusätzlich stehen Beratung im Bereich der

Zukunftssicherheit und der Telekommunikation

sowie die Entwicklung individuell

angepasster Software-Anwendungen auf

der Agenda des Unternehmens.

Text: Kerstin Dannath

Informationen

netmen | hard- & software

Bert Herrmann

Uracher Str. 3

73268 Erkenbrechtsweiler

Telefon: 07026 / 93 18-0

Telefax: 07026 / 93 18-11

Weiterhin entwickeln die Experten von

netmen maßgeschneiderte Hard- und

Softwarelösungen bis zur Einrichtung von

info@netmen.de

www.netmen.de

22 23


Schwertransport durch Erkenbrechtsweiler

Alb-Magazin Ausgabe 1/2013

Im Zick-Zack-Kurs über die Schwäbische Alb

Von Ende Dezember bis Ende Januar wurde der bislang größte Schwertransport auf der Schwerlaststrecke von

Meckenbeuren (Bodenseekreis) in Oberschwaben bis zum Hafen nach Plochingen durchgeführt. Dabei wurde es

auch am Heidengraben laut: Auch die Ortschaften Grabenstetten und Erkenbrechtsweiler wurden durchfahren.

Zerspanungswerkzeuge vom Feinsten www.duemmel.de

Fotografie: Thomas Blank

„Wir haben zwar tagtäglich mit Schwerlasttransporten

zu tun, aber diese Größe war

auch für uns eine Herausforderung“, sagt

der Projektverantwortliche Rainer Schmid

von der Stuttgarter Firma Hermann Paule

GmbH, die den Transport durchgeführt hat.

Transportiert wurden insgesamt zehn Stärkesilos

– jedes 31 Meter lang mit einem

Durchmesser von 6,20 Metern. Entsprechend

groß waren natürlich auch die eingesetzten

Fahrzeuge: Einen 45 Meter langen,

6,20 Meter breiten und 7,40 Meter hohen

LKW sieht man schließlich nicht alle Tage,

beziehungsweise jede Nacht. Gefahren

wurde nämlich immer erst nachts, um den

übrigen Verkehr so wenig wie möglich zu

beeinträchtigen.

In insgesamt vier Konvois – zwei mal mit

drei und zwei Mal mit zwei Fahrzeugen -

ging es im Zick-Zack-Kurs über die Schwäbische

Alb.

Echte Maßarbeit

„Das war die einzig mögliche Strecke, auf

der man Güter mit diesen gewaltigen Abmessungen

transportieren konnte“, erklärt

Rainer Schmid. Auch für die Schwerlaststrecke

waren die Silos von der Größe her

eine Premiere und selbst auf der von den

Experten ausgetüftelten Trasse wurde es

manchmal eng und die Verantwortlichen

kamen ganz schön ins Schwitzen. „Das

war an manchen Ecken echte Maßarbeit,

da ging es wirklich nur um Zentimeter,“ bestätigt

Rainer Schmid.

Vier bis fünf Nächte dauerte es, bis jeder

einzelne Transport am Zielort in Plochingen

angekommen war. Tagsüber wurden

geeignete Stellplätze angesteuert, die vorher

abgesperrt werden mussten. Von der

Paule GmbH waren pro Transport 15 Mann

im Einsatz, dazu kamen noch etliche Polizeibeamte,

die die Konvois begleiteten.

Angekommen am Hafen in Plochingen war

die Reise für die Silos aber noch lange

nicht zu Ende: Weiter ging es mit speziellen

Transportschiffen über Neckar, Rhein,

Main, Main-Donau-Kanal und die Donau

weiter bis zum Bestimmungsort bei der österreichischen

Hauptstadt Wien.

Text: Kerstin Dannath

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Erkenbrechtsweiler

Grabenstetten

Hülben

Förderverein für Archäologie Kultur und Tourismus

wkBau-Logo_gmbh 14.08.2007 12:58 Uhr Seite 1

73268 Erkenbrechtsweiler

Telefon (07026) 910100

Fax (07026) 910101

E-Mail: wolfgang.bosch@t-online.de

Sanitär – Heizung – Flaschnerei

Veranstaltungskalender

Alb-Magazin Ausgabe 1/2013

Sa. 13. und So. 14.07.2013

Kandelfest

Grabenstetten

Sa. 20. und So. 21.07.2013

Backhaushock

Erkenbrechtsweiler

Mi. 26.03.2013 – 21.05.2013

„Kelten / Kalats / Tiguriner“ –

Archäologie am Heidengraben

Keltenausstellung,

Erkenbrechtsweiler im Bürgerhaus

D E N K M A L P F L E G E

A U S S T E L L U N G

April

Kelten - Kalats - Tiguriner

Archäologie am Heidengraben

24. März bis 21. Mai 2013

Bürgerhaus (Bürgersaal)

Uracher Straße 4

73268 Erkenbrechtsweiler

Öffnungszeiten:

Di 16:00 - 19:00 Uhr

Fr 14:30 - 17:30 Uhr

Sa/So/Feiertag 10:00 - 17:00 Uhr

Eintritt frei

Mi. 17.04.2013 – 20.00 Uhr

Filmpremiere

Dokumentarfilm Heidengraben

Grabenstetten Falkensteinhalle

Sa. 20. und So. 21.04.2013

Gewerbeschau Hülben

Festplatz Rietenlau

Foto: Ch. Schwarzer, Referat Denkmalpege im Regierungspräsidium Tübingen

Foto: Landesmuseum Württemberg, Stuttgart, Hendrik Zwietasch

Di. 30.04.2013

Maibaumaufstellen

in Hülben, Grabenstetten und Erkenbrechtsweiler

Mai

Mi. 01.05.2013

Dreispitzhock (Musikverein Hülben)

Mi. 01.05.2013

Lauereckfest Grabenstetten

Schwäbischer Albverein

Fr. 03. und Sa. 04.05.2013

100 Jahre TSV Grabenstetten

4. Mai 2013 Festakt 18.30 Uhr

4. Mai 2013 Mistcapala

5. Mai 2013 Festgottesdienst

Juni

Di. 11.06. – So. 16.06.2013

Sportwoche SGEH

Hochwang

Fr. 21.06.2013

Festakt zum Kindergartenjubiläum

Evang. Kirchengemeinde,

Christuskirche, Hülben

So. 23.06.2013

Festgottesdienst in Hülben

125 Jahre Kindergarten

Juli

Sa. 06.07. und So. 07.07.2013

Jubiläum 50 Jahre Rot-Weiß Austria

So. 14.07.2013

Jugendsonntag CVJM Hülben

Sa. 27. und So. 28.07.2013

Flugplatzfest

Fliegergruppe Hülben

Impressum

Herausgeber:

TES+M GmbH

Thomas Blank

Silcherstr. 12

73268 Erkenbrechtsweiler

Telefon 07026 / 601 9646

alb@albmarketing.de

Layout & Gestaltung:

thomasblank.com gmbh

Erscheinungsweise:

viermal im Jahr

Telefon 07026 / 35 35

post@thomasblank.com

Redaktion:

Peter Heiden (FAKT e. V.)

Patricia Kozjek

Kerstin Dannath

Daniela Haußmann

Druck:

Leibfarth & Schwarz

GmbH & Co.KG

72581 Dettingen/Erms

Telefon 07123 / 9785-0

kontakt@leibfarth-schwarz.de

wktbau

Bauunternehmung

GmbH

am

COMPUTER-SYSTEME

Dr. Michael Schmid • Hauptstraße 48

72584 Hülben • Telefon 07125/96233

Immer ein offenes Ohr –

die Alb-Apotheke in Hülben bietet einen

Rundum-Service

in Sachen Gesundheit

Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag:

8.30 – 12 Uhr und 14.30 – 18.30 Uhr

Samstag:

8.30 – 12 Uhr

Allgemeine Hinweise:

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