26.02.2014 Aufrufe

SFT – Spiele Filme Technik - Magazin Der große Smartphone-Guide (Vorschau)

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<strong>Spiele</strong> i <strong>Filme</strong> i <strong>Technik</strong><br />

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Seite 38<br />

Zwei UHD-Modelle im Test + Was Sie<br />

über das neue TV-Format wissen müssen<br />

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Power-<br />

Notebooks<br />

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Ausdauer<br />

TEST: Leistungsstarke<br />

Gaming-Notebooks mit<br />

der neuesten Core-i-<br />

Technologie Seite 54<br />

LCD- contra Plasma-TV<br />

TEST: Ein Hersteller, zwei<br />

Technologien: Das unterscheidet<br />

Panasonics 55-Zöller.<br />

Seite 48<br />

<strong>Der</strong> <strong>große</strong><br />

<strong>Smartphone</strong>-<br />

<strong>Guide</strong><br />

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Luxemburg € 3,50;<br />

Frankreich,<br />

Italien, Portugal,<br />

Spanien € 4,-<br />

WINDOWS 8.1: Zurück auf Start<br />

Seite 52<br />

Endlich gibt es mit dem Update wieder einen Start-<br />

Button. Aber hat sich die Nutzerführung verbessert?<br />

... weitere <strong>Technik</strong>-Tests<br />

Kompakte TV-Soundbar<br />

von LG + Einsteiger-<br />

DSLR Sony Alpha 58 +<br />

Netzwerkfestplatte<br />

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Tech no logie gelungen. Mit lediglich<br />

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schirm dia gonale in 1080p Full HD<br />

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des Lasers von bis zu 25.000 Std.<br />

wird ein Lampenwechsel nahezu<br />

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Ihr Wohnzimmer endgültig zum<br />

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Das Lazarus-<br />

Projekt<br />

DVD-Inhalt<br />

Heft-DVD<br />

Diesseits oder Jenseits? Für Ben ist nichts so, wie es scheint.<br />

Mystery-Thriller Bildgewaltig, konsequent und<br />

spannend inszeniert John Glenn eine albtraumhafte<br />

Suche nach der Wahrheit.<br />

B<br />

en (Paul Walker) hat seine Bewährungszeit hinter<br />

sich gebracht und dabei erkannt, wie viel Glück<br />

er hat und dass er dankbar sein sollte für seine<br />

schöne Frau (Piper Perabo), sein wundervolles<br />

Kind und ein geregeltes Einkommen. Doch als<br />

er unerwartet den Job verliert, gerät er<br />

wieder auf die schiefe Bahn <strong>–</strong> mit fatalen<br />

Folgen. Bei dem Überfall gibt es Todesopfer<br />

und Ben selbst wird zum Tode<br />

verurteilt. Als er feststellt, dass er<br />

nach Vollstreckung des Urteils<br />

noch lebt, muss er sich die<br />

Frage stellen, ob er dem<br />

Tod entkommen ist oder<br />

sich hinter allem ein<br />

weitaus dunkleres<br />

Geheimnis verbirgt.<br />

Trixie<br />

Krimikomödie Von Regisseur Alan Rudolph (Breakfast of<br />

Champions) und Produzent Robert Altman <strong>–</strong> mit Nick Nolte.<br />

Zwischen den Fronten: Ehefrau Lisa.<br />

Die ehemalige Dorfpolizistin Trixie Zurbo<br />

arbeitet im Sicherheitsdienst eines<br />

Spielkasinos. Ihr <strong>große</strong>r Traum ist<br />

aber, als Detektivin auf Verbrecherjagd zu<br />

gehen. Als sie sich in einen stadtbekannten<br />

Gigolo verliebt, wird sie versehentlich in einen<br />

tödlichen Skandal und ein mörderisches<br />

Komplott um einen US-Senator verwickelt.<br />

Jetzt muss Trixie ihre Spürnase unter Beweis<br />

Anfangs naiv und schüchtern: Trixie verliebt sich in einen stadtbekannten Gigolo.<br />

stellen und übernimmt ihren ersten Fall ...<br />

Die beschriebenen <strong>Filme</strong> finden Sie auf der mitgelieferten DVD<br />

der vorliegenden Ausgabe. Wenn Ihre Ausgabe keine Disc enthält,<br />

haben Sie sich für die günstigere <strong>Magazin</strong>-Variante entschieden.<br />

Unter Mordverdacht: <strong>Der</strong> millionenschwere US-Senator.<br />

Seite an Seite: Brittany Murphy und Nick Nolte.


Trixie<br />

USA 2000 Darsteller: Emily Watson,<br />

Nick Nolte, Brittany Murphy<br />

Regie: Alan Rudolph Laufzeit: ca.<br />

111 Min. Bild: 16:9 (1,85:1) Ton:<br />

Dolby Digital<br />

Trixie Zurbo arbeitet im Sicherheitsdienst<br />

eines Spielkasinos.<br />

Ihr <strong>große</strong>r Traum ist aber, als<br />

Detektivin auf Verbrecherjagd<br />

zu gehen. Als sie sich in einen stadtbekannten Gigolo verliebt, wird sie versehentlich<br />

in einen tödlichen Skandal um einen korrupten Senator verwickelt. Jetzt muss<br />

Trixie ihre Spürnase unter Beweis stellen und übernimmt ihren ersten Fall ...<br />

„Pointierte Kriminalkomödie mit<br />

starker Besetzung“ (Blickpunkt Film)<br />

Das Lazarus Projekt<br />

USA 2008 Darsteller: Paul Walker,<br />

Linda Cardelli Regie: John Glenn<br />

Laufzeit: ca. 96 Min. Bild: 16:9<br />

(1,78:1) Ton: Dolby Digital<br />

Ben (Paul Walker) hat seine<br />

Bewährungszeit hinter sich<br />

gebracht und dabei erkannt,<br />

wie viel Glück er hat und dass<br />

er dankbar sein sollte für seine<br />

schöne Frau (Piper Perabo),<br />

sein wundervolles Kind und ein<br />

geregeltes Einkommen. Doch<br />

als er unerwartet den Job verliert,<br />

gerät er wieder auf die<br />

schiefe Bahn und dreht ein<br />

Ding <strong>–</strong> mit fatalen Folgen. Bei<br />

dem Überfall gibt es Todesopfer<br />

und Ben selbst wird zum<br />

Tode verurteilt. Als er feststellt,<br />

dass er nach Vollstreckung des<br />

Urteils noch lebt, muss er sich<br />

die Frage stellen, ob er dem<br />

Tod entkommen ist oder sich<br />

hinter allem ein weitaus dunkleres<br />

Geheimnis verbirgt.<br />

© 2009 Splendid Films & 2008 Ascot Elite. Alle Rechte vorbehalten.<br />

Trixie<br />

Bildgewaltig, konsequent, spannend inszeniert:<br />

„Ambitionierter Psychothriller“ (Blickpunkt Film)<br />

Das Lazarus<br />

Projekt<br />

<strong>Spiele</strong> i <strong>Filme</strong> i <strong>Technik</strong> 08/13<br />

08/13<br />

Diese <strong>Filme</strong> finden Sie auf der hier beigeklebten DVD der vorliegenden Ausgabe. Wenn Ihr Heft keine Disc enthält, haben Sie sich entweder für die günstigere <strong>Magazin</strong>-Variante<br />

entschieden oder der Datenträger ging eventuell verloren. Wenden Sie sich in diesem Fall bitte an Ihren Zeitschriftenhändler. Zur Archivierung in einer handelsüblichen<br />

DVD-Hülle schneiden Sie diese Seite bitte an der gestrichelten Linie aus oder laden Sie sich das Farb-PDF unter www.spielefilmetechnik.de zum Ausdrucken herunter.


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22.<strong>–</strong>25. AUGUST 2013 KÖLN<br />

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max.0,60 Euro/Anruf aus dem Mobilfunknetz)<br />

gamescom@visitor.koelnmesse.de


iTUNES-GRUNDLAGEN Alben-Cover<br />

s gibt doch nichts Schöneres, als<br />

gemütlich in der Musiksammlung<br />

zu blättern und sich an all den<br />

schicken Titelbildern zu erfreuen <strong>–</strong> egal ob<br />

auf dem Rechner, iPhone, iPad oder iPod.<br />

Zumindest so lange, bis man über Alben<br />

stolpert, bei denen das passende Artwork<br />

fehlt und durch dieses langweilige graue<br />

Kästchen mit den zwei Achtelnoten ersetzt<br />

wird. Wir helfen Ihnen dabei, Ihre Sammlung<br />

aufzupeppen und Ihre Mediathek um<br />

fehlende Titelbilder zu ergänzen. <strong>Der</strong> alte<br />

„Cover Flow“ ist in iTunes 11 verschwunden.<br />

Stattdessen gibt es jetzt drei Varian-<br />

iTUNES-GRUNDLAGEN Mit iOS-Geräten einkaufen<br />

ten, wie die Song-Sammlung dargestellt<br />

wird. Standardmäßig sehen Sie die Rasteranzeige,<br />

wenn Sie unter Musik auf<br />

SCHICK ANZUSEHEN iTunes 11 präsentiert Ihre Musiksammlung schöner als je zuvor.<br />

Alben klicken, ganz ähnlich wie auf dem<br />

Startbildschirm von iTunes. Wenn Sie zu gehen, werden die Alben-Artworks<br />

aus dem Internet zusammen, aber nicht<br />

den Interpreten oder den Genres wechseln,<br />

werden die Cover links angezeigt und blendet. Bei den Wiedergabelisten gibt nicht editieren können, gibt es leider keine<br />

zugunsten einer schlichten Liste ausge-<br />

die Bilder. Weil Sie den Inhalt einer CD<br />

die dazugehörigen Titel auf der rechten es alle drei Optionen. Sie können sie auswählen,<br />

indem Sie auf eine uf Wiedergabelis-<br />

Ihrem Mac oder PC bevor ist iTunes der Import das Portal, abgeschlossen um Medien ist. einzukaufen, Aus sie<br />

Möglichkeit, die Artworks hinzuzufügen,<br />

Seite, zusammengefasst in Alben. Anders<br />

te klicken und dann auf Darstellung.<br />

zu organisieren und wiederzugeben. irgendeinem Grund Auf iOS-Geräten fehlt in iTunes sieht 11 die Sache<br />

etwas anders aus. Dort Option, nutzen fehlende Sie separate Cover Apps, automatisch um Musik, zu Videos und<br />

Jedes Alben-Cover, das Sie in iTunes<br />

Art of noise Podcasts abzuspielen oder E-Books ergänzen, zu lesen obwohl (die jeweiligen frühere Versionen Apps für der Musik,<br />

haben, wird bei der Synchronisierung<br />

auf Ihr iOS-Gerät übertragen. Stellen in iTunes plattform. 11 verwendet. Die Inhalte Wenn sind Sie auf Desktop-Computern was Apple dazu bewegt und hat. iOS-Geräten Gewöhnen dieselben.<br />

Alben-Cover werden Videos, iBooks auch an und anderen Podcasts). iTunes Software dient das bei konnten. iOS nur Wir als Such- wissen und nicht, Einkaufs-<br />

beispielsweise im Das Wiedergabefenster gilt auch für die meisten auf Funktionen, Sie sich deshalb von der schnellstmöglich Wunschliste abgesehen. an, die Sie<br />

als bei früheren iTunes-Versionen müssen den kleinen Pfeil können rechts neben einkaufen, dem durch aktuell den schier Bilder endlosen manuell hinzuzufügen Katalog für Musik, (siehe <strong>Filme</strong> Schritt und<br />

Sie nicht mehr im Anzeigemenü herumfummeln,<br />

damit auch Alben mit weniger chen für die kommenden TV-Serien entdecken Stücke in der und sogar Mediathek Geschenke im besorgen. Lauf der Zeit Sofern mehr Sie und iOS 6 oder eine<br />

gespielten Titel klicken, Bücher blättern, werden Minibild-<br />

sich über Neuheiten 4 gegenüber), informieren, sonst unbekannte sammeln sich Künstler in Ihrer oder<br />

als fünf Stücken (etwa CD-Singles) richtig Liste angezeigt. neuere Wenn Sie Version die Suche benutzen, nutzen,<br />

werden die mit Treffer dem ebenfalls iTunes auf um Ihrem die Rechner sich synchronisiert. dann doch mal Sie um müssen die Miniaturen also nicht extra Ihr<br />

werden mehr alle Alben im Store ohne erworbenen Cover an, und Inhalte wenn automatisch Sie<br />

dargestellt werden. Wenn Sie auf Titel<br />

passenden Alben-Cover Mobilgerät ergänzt. anschließen, Auch der um die kümmern, Medien zu dauert übertragen. es ewig Hier und finden drei Tage, sie einen Ratgeber<br />

eine Kompaktversion für den iTunes Store von auf dem bis alle iPad. heruntergeladen ●<br />

sind. Jedes Art-<br />

neue Miniplayer,<br />

iTunes 11, stellt die Grafiken dar. Schließlich work, das Sie über iTunes beziehen, wird<br />

werden die Titelbilder noch genutzt, wenn auch auf Ihrem iPod, iPhone oder iPad dargestellt,<br />

wenn Sie das Mobilgerät mit<br />

Sie die Visuellen Startseite<br />

Effekte einblenden<br />

(zu finden im Menü Die Startseite Anzeige). ist ein hervorragender Ihrem Anlaufpunkt, Computer synchronisieren. um den Store zu Und erkunden, denn<br />

Sofern Sie Ihre sie Musik wird im ständig iTunes aktualisiert. Store Wenn wenn Sie etwas Sie die sehen, „Cover das Flow“-Ansicht Sie interessiert, von tippen früher<br />

vermissen, Inhaltsseite werden zu gelangen. Sie froh Scrollen sein zu Sie nach unten,<br />

Sie es<br />

kaufen, werden einfach die richtigen an, um Grafiken zur entsprechenden<br />

gleich mitgeliefert. um Aber weitere wenn Kategorien Sie beispielsweise<br />

Musik mehr von Inhalte einer CD aus importie-<br />

einer bestimmten Mit den Kategorie folgenden zu betrachten. einfachen Wenn Schritten Sie auf Alles<br />

zu sehen, hören, oder wischen dass es sie Sie bei seitlich iOS immer über den noch Bildschirm, gibt. um<br />

ren, können Sie anzeigen Zeit sparen, tippen, indem werden Sie alle Angebote ergänzen aus Sie einem fehlende Bereich Artworks aufgelistet. in Ihrer Die Genres<br />

gleich die passenden finden Artworks sich ganz herunterladen,<br />

sobald iTunes erst die auf CD Mehr ausgelesen gehen. hat. gen grauen Achtelnoten für immer auf<br />

oben, es werden Musiksammlung allerdings nicht und alle sagen angezeigt. den Dazu langweili-<br />

müssen Sie<br />

Wenn Sie eine Disc einlegen, sucht Wiedersehen. ●<br />

iTunes standardmäßig zwar die Namen der<br />

BILDHÜBSCH Die Albenansicht in iTunes kombiniert die Artworks mit den<br />

Stücke und zahlreiche andere Metadaten<br />

wichtigsten Titeldaten.<br />

Automatisches<br />

1 Laden der Artworks<br />

Stellen Sie sicher, dass Sie online sind,<br />

und starten Sie iTunes. Gehen Sie jetzt<br />

ins Menü Datei ➜ Mediathek ➜<br />

CD-Cover laden. Das fordert alle fehlenden<br />

Cover-Bilder bei Apples Servern an.<br />

Die Übertragung geschieht übrigens<br />

anonym. Alle anfallenden Informationen<br />

werden gelöscht, sobald der Download<br />

abgeschlossen ist, wie das Datenschutzfenster<br />

erklärt. Klicken Sie auf Nicht<br />

mehr nachfragen, dann auf CD-Cover<br />

laden. Abhängig von der Geschwindigkeit<br />

Ihrer Internetverbindung und<br />

davon, wie viele Songs Sie ergänzen (gilt<br />

übrigens genauso für <strong>Filme</strong>, Apps und<br />

Bücher), kann der Download eine Weile<br />

dauern. Sobald der Vorgang abgeschlossen<br />

ist, informiert Sie iTunes über etwaige<br />

Fehler, beispielsweise Alben, die nicht<br />

in der Datenbank zu finden waren. Klicken<br />

Sie auf den Pfeil neben der Meldung,<br />

um die Einzelheiten zu erfahren.<br />

Keine Sorge, es gibt da noch mehr Tricks,<br />

um die Fehler zu korrigieren.<br />

Andere<br />

2<br />

Cover-Quellen<br />

Es gibt alternative Quellen für Alben-<br />

Artworks, die iTunes nicht aufspürt. Mac-<br />

User können beispielsweise das Album<br />

einzufügen.<br />

Art Widget nutzen (http://bit.ly/albumartwidget),<br />

das die Datenbanken von<br />

Amazon anzapft. Laden Sie es herunter,<br />

entpacken Sie es und doppelklicken Sie<br />

die Datei „Album Art.wdgt“. Führen Sie<br />

die Installation durch und wechseln Sie<br />

dann zu iTunes. Dort wählen Sie ein<br />

Album ohne Cover aus, rufen das Dashboard<br />

auf und klicken Sie den iTunesbei<br />

Google.<br />

Button im neuen Widget. Wenn alles<br />

glattgeht, taucht darunter nun das Artwork<br />

auf <strong>–</strong> vielleicht sogar mehrere.<br />

Suchen Sie das passende aus. Sofern<br />

alles passt, wählen Sie „CD-Cover verwenden“<br />

in iTunes aus. <strong>Der</strong> einzige<br />

Nachteil dieses Programms ist, dass es<br />

immer nur ein Album abfragen kann. Ein<br />

Tipp zu diesem Widget: Wenn Sie das<br />

kleine „i“ oben rechts klicken, gelangen<br />

Sie in die Optionen, wo Sie beispielsweise<br />

einstellen können, auf welcher Länderseite<br />

von Amazon gesucht wird.<br />

ERST iTUNES Bevor Sie manuell<br />

suchen, sollten Sie die fehlenden<br />

Artworks zunächst über iTunes<br />

abfragen.<br />

DRAG AND DROP <strong>Der</strong> einfachste<br />

Weg, CD-Cover in die Mediathek<br />

GOOGLE-SUCHE Vielleicht finden Sie<br />

Ihre benötigten Bilder ja aber auch<br />

Alben-Cover iTUNES-GRUNDLAGEN<br />

aturen bewegen, wird die Größe angezeigt<br />

<strong>–</strong> je größer, desto besser. Ein Klick<br />

auf ein Bild öffnet die <strong>Vorschau</strong>. Nun klicken<br />

Sie auf View original image, um<br />

das Original zu betrachten. Wechseln Sie<br />

zu iTunes, wählen Sie die Stücke aus, zu<br />

denen das Artwork gehört, und wählen<br />

Sie Get Info. Wenn Sie einen einzelnen<br />

Song selektiert haben, wechseln Sie zum<br />

Reiter CD-Cover und ziehen Sie das Bild<br />

aus dem Browser-Fenster in das leere<br />

Feld. Wenn Sie mehrere Stücke angewählt<br />

haben, stellen Sie sicher, dass Sie<br />

Für Windows-Nutzer gibt es ein ähnliches<br />

Tool. Das Programm iTSfv (http:// die Cover-Kästchen angekreuzt haben,<br />

code.google.com/p/itsfv/) durchforstet bevor Sie das Bild reinziehen. Wenn alles<br />

nicht nur Amazon, sondern auch Last.fm geklappt hat, wird das Bild angezeigt<br />

und andere Online-Datenbanken nach und Sie können die Bearbeitung mit<br />

fehlenden Cover-Artworks, Liedtexten dem OK-Button fertigstellen.<br />

und anderen Metadaten.<br />

Das Bearbeitung<br />

iTunes-Genie<br />

Scripts<br />

4Genius abschließen<br />

spricht Empfehlungen aus, mit denen Sie neue<br />

3<br />

Leider funktionieren viele<br />

Wenn Musik, Sie <strong>Filme</strong> den und oben TV-Serien stehenden entdecken Tipps können, basierend auf<br />

nützliche Programme wie „Fetch Art“ bis gefolgt Ihrer sind, Mediensammlung. sollte Ihre Cover-Sammlung<br />

Früher musste man die Funktion<br />

hin zu „Album Artwork Download nun erst mehr auf oder dem weniger Mac oder komplett PC aktivieren, sein. inzwischen geht das<br />

Assistant“ nicht mehr mit iTunes 11. Wenn es immer noch ein paar Alben<br />

Wenn Sie jedoch einen Mac verwenden, ohne Artwork gibt, können Sie sie<br />

können Sie die Aufgaben mithilfe eines manuell ergänzen. Um die Aufgabe<br />

Scripts automatisieren. Eines davon ist etwas einfacher zu gestalten (leider nur<br />

„Find Album Artwork with Google“, das auf dem Mac!), packen Sie sie am besten<br />

Sie unter http://dougscripts.com/076 in eine separate Wiedergabeliste. Dazu<br />

finden. Eine Installationsanleitung wird installieren Sie ein weiteres Script von<br />

mitgeliefert (mehr dazu auf Seite 54). http://dougscripts.com. Suchen Sie dazu<br />

Sobald Sie es installiert haben, klicken nach „Artwork to Playlist“. Kopieren Sie<br />

Sie auf ein Album mit fehlendem Cover. das Script in den Ordner Library/iTunes/<br />

Nun gehen Sie ins Script-Menü von Scripts, damit es im Script-Menü auftaucht.<br />

Drücken Sie in Ihrer Mediathek<br />

iTunes und wählen Find Album Art<br />

with Google. Nun erscheint ein Browser-Fenster,<br />

das einige Treffer anzeigt. Gehen Sie dann ins Script-Menü und<br />

B + a, um alle Songs zu markieren.<br />

Wenn Sie den Mauszeiger über die Mini-<br />

wählen Sie Tracks without Artwork to<br />

Playlist. Das erstellt aus allen entsprechenden<br />

Songs eine eigene Wiedergabeliste,<br />

für die Sie dann nach und nach<br />

mithilfe des in Tipp 3 vorgestellten<br />

Scripts die fehlenden Bilder ergänzen<br />

können. Das macht natürlich etwas<br />

Arbeit, aber die Mühe lohnt sich <strong>–</strong> iTunes<br />

sieht dann einfach besser aus. ●<br />

40 <strong>Der</strong> ultimative <strong>Guide</strong> für iTunes & iCloud <strong>Der</strong> ultimative <strong>Guide</strong> für iTunes & iCloud 41<br />

Einkaufen per Antippen<br />

Sie können mit jedem iOS-Gerät den Store durchstöbern und<br />

einkaufen. Um nicht zu viel Geld auszugeben, empfehlen<br />

wir, sich ein monatliches Limit zu setzen <strong>–</strong> der Kontostand<br />

erscheint neben Ihrem Kontonamen. Sie können außerdem<br />

Geschenkgutscheine oder Guthabenkarten einlösen. Wählen<br />

Sie dazu Gutschein einlösen im Menü aus. iTunes macht es<br />

einfach, Geschenke zu kaufen <strong>–</strong> dazu tippen Sie auf Schenken<br />

statt Kaufen. Wenn Sie einen Song vor dem Kauf Probe<br />

hören wollen, tippen Sie auf die Titelnummer.<br />

Nutzen Sie iOS 6<br />

iOS 6 erlaubt es, Inhalte drahtlos zwischen Apple-Geräten<br />

zu synchronisieren. Dazu müssen Sie<br />

sich im selben Drahtlos-Netz befinden und iTunes<br />

macht automatisch ein Backup Ihrer Sammlung.<br />

Sie können iTunes entweder auf dem Gerät selbst<br />

aktualisieren (über Einstellungen, Allgemein,<br />

Software) oder über iTunes am PC oder am Mac.<br />

Künstler entdecken<br />

Die Band- und Künstlerseiten bieten eine tolle Möglichkeit, neue Musik zu entdecken. Manche<br />

Interpreten haben speziell designte Homepages in iTunes, aber prinzipiell sind die Daten<br />

und Verknüpfungen auch bei weniger bekannten Künstlern vorhanden. Da gibt es etwa die<br />

populärsten Alben und Songs, Klingeltöne, Musikvideos und sogar <strong>Filme</strong> mit Bezug zum<br />

Künstler. Stöbern Sie etwas, folgen Sie den Links und Sie werden neue Bands kennenlernen!<br />

Mit iOS-Geräten einkaufen iTUNES-GRUNDLAGEN<br />

auch unter iOS. Tippen Sie dafür auf das Genius-Symbol<br />

unten. Natürlich müssen Sie erst einige Medien in Ihrer<br />

Sammlung haben. Bei Musik können Sie zwischen Songs<br />

und Alben wählen, es funktioniert aber auch bei Videos. Mit<br />

den Reitern oben wechseln Sie die Kategorie.<br />

Richtig suchen<br />

Inhalte bei iTunes zu finden, ist kinderleicht. Tippen<br />

Sie einfach ins Suchfeld und es werden<br />

gleich die ersten Treffer angezeigt. Je weiter Sie<br />

den Begriff spezifizieren, desto genauer werden<br />

die Ergebnisse. Mit der Erweiterten Suche können<br />

Sie nach Details wie Interpret, Genre, Schauspieler,<br />

Regisseur und so weiter suchen.<br />

Mehr Inhalte<br />

Die Empfehlungen von iTunes sind nützlich, um neue<br />

Inhalte zu entdecken. Es gibt für jede Kategorie Empfehlungen.<br />

Tippen Sie dafür einfach auf die Top-Listen<br />

der einzelnen Rubriken. Oft gibt es detaillierte Informationen,<br />

wenn Sie auf ein Albumbild oder Filmcover tippen.<br />

So können Sie nicht nur einkaufen, sondern auch<br />

etwa einem Freund eine Empfehlung schicken, wenn<br />

Sie zum <strong>Vorschau</strong>bildschirm wechseln. Um in anderen<br />

Genres zu stöbern, wählen Sie Mehr und dann die<br />

Kategorie. Ein Häkchen bestätigt Ihre Auswahl.<br />

Frühere Einkäufe erneut<br />

herunterladen<br />

Tippen Sie auf Gekaufte Artikel in der Menüleiste,<br />

um ältere Einkäufe angezeigt zu bekommen,<br />

die Sie mit Ihrer aktuellen Apple-ID getätigt<br />

haben. Sie können Inhalte jederzeit erneut herunterladen.<br />

Wählen Sie dazu den Song oder das<br />

Video aus und tippen Sie dann auf den Download-Button.<br />

Durch erneutes Herunterladen entstehen<br />

keine Extragebühren. Sie können die<br />

Inhalte auf bis zu zehn Endgeräte verteilen.<br />

18 <strong>Der</strong> ultimative <strong>Guide</strong> für iTunes & iCloud <strong>Der</strong> ultimative <strong>Guide</strong> für iTunes & iCloud 19<br />

Editorial<br />

Impressum<br />

Smarter Handys kaufen<br />

Christian Müller <strong>–</strong> Chefredakteur<br />

<strong>SFT</strong> <strong>–</strong> <strong>Spiele</strong> <strong>Filme</strong> <strong>Technik</strong><br />

Die Sommermonate bringen Ruhe in<br />

das Portfolio der <strong>große</strong>n <strong>Smartphone</strong>-Hersteller.<br />

Die wichtigsten<br />

Modelle sind seit einigen Monaten im<br />

Handel angekommen und neue Gerätegenerationen<br />

kündigen sich frühestens<br />

für das Weihnachtsgeschäft, in vielen<br />

Fällen sogar erst wieder für das kommende<br />

Frühjahr an. In der Folge sind zum<br />

jetzigen Zeitpunkt zahlreiche <strong>Smartphone</strong>s<br />

besonders attraktiv im Preis und<br />

auch die aktuellsten Modelle bereits mit<br />

kräftigen Abschlägen versehen. Was also<br />

liegt näher, sich gerade jetzt mit einem<br />

Neukauf zu beschäftigen? Dafür haben<br />

NEU!<br />

wir in dieser Ausgabe 94 <strong>Smartphone</strong>s<br />

aller <strong>große</strong>n Anbieter miteinander in Sachen<br />

Preis/Leistung und Ausstattungsqualität<br />

verglichen und optisch schnell<br />

erfassbar gegenübergestellt. Ab Seite 18<br />

nehmen wir Sie bei Ihrer Kaufentscheidung<br />

an die Hand und führen Sie Hersteller<br />

für Hersteller durch den Angebotsdschungel,<br />

sodass es ein Leichtes ist,<br />

genau das richtige Modell für Ihre Ansprüche,<br />

aber auch Ihr Portemonnaie zu<br />

finden. In einem weiteren Schwerpunktthema<br />

dieser <strong>SFT</strong> widmen wir uns ausführlich<br />

der kommenden TV-Technologie<br />

Ultra High Definition: Was bringt der neue<br />

Auflösungsstandard überhaupt? Welche<br />

TV-Geräte gibt es bereits und welche<br />

kündigen sich an? Und wie ist es um die<br />

Inhalte bestellt <strong>–</strong> also <strong>Filme</strong> in UHD-Qualität?<br />

Diese und alle weiteren wissenswerten<br />

Fragen beantworten wir in unserem<br />

Feature ab Seite 38. Im Test dabei<br />

auch zwei Flaggschiff-TV-Modelle von<br />

Samsung und Sony, die bereits in der<br />

neuen UHD-Liga spielen. Und auch wenn<br />

diese noch echte Luxusgeräte sind, mit<br />

ihnen haben wir die Zukunft bereits gesehen.<br />

Faszinierend! Begleiten Sie uns!<br />

Christian Müller<br />

christian.mueller@sft-magazin.de<br />

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<strong>Der</strong> ultimative <strong>Guide</strong><br />

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WIE MAN ... SEINE COVER-ARTWORK-SAMMLUNG VERVOLLSTÄNDIGT.<br />

Ein Unternehmen der MARQUARD MEDIA INTERNATIONAL AG<br />

Verleger Jürg Marquard<br />

Verlag<br />

Vorstand<br />

Computec Media AG<br />

Dr.-Mack-Straße 83, 90762 Fürth<br />

Telefon: +49 911 2872-100<br />

Telefax: +49 911 2872-200<br />

E-Mail: redaktion@sft-magazin.de<br />

www.spielefilmetechnik.de<br />

Albrecht Hengstenberg (Vorsitzender),<br />

Rainer Rosenbusch, Ingo Griebl<br />

Chefredakteur (V.i.S.d.P.) Christian Müller<br />

verantwortlich für den redaktionellen Inhalt<br />

Adresse siehe Verlagsanschrift<br />

Stellv. Chefredakteur Florian Weidhase<br />

Redaktion Frank Neupert-Paries, Patrick Schmid<br />

Mitarbeiter dieser Ausgabe Ahmet Iscitürk, Wolfgang Fischer, Thomas Raab,<br />

Chris Knight, Tim Sünderhauf, Elke Eckert,<br />

Christian Horn, Benedikt Plass-Fleßenkämper<br />

Lektorat Claudia Brose (Ltg.), Birgit Bauer,<br />

Esther Marsch, Heidi Schmidt<br />

Layout Alexandra Böhm (Ltg.), Judith Mackowski, Frederick Heinz<br />

Layoutkoordination Albert Kraus<br />

Fotografie Titel und Heft Thomas Riese <strong>–</strong> www.thomasriese.com, Oliver Karl,<br />

Joel Apolinario<br />

Digitale Bildbearbeitung: Albert Kraus<br />

DVD Jürgen Melzer (Ltg.), Alexander Wadenstorfer, Thomas<br />

Dziewiszek, Jasmin Sen, Michael Schraut, Daniel Kunoth<br />

COO Hans Ippisch<br />

Vertrieb, Abonnement Werner Spachmüller (Ltg.), Nikolaus Krier<br />

Marketing Jeanette Haag<br />

Produktion Martin Closmann (Ltg.), Jörg Gleichmar<br />

www.spielefilmetechnik.de<br />

Entwicklung Markus Wollny (Ltg.), René Giering,<br />

Aykut Arik, Tobias Hartlehnert<br />

Webdesign Tony von Biedenfeld, Emanuel Popa<br />

Anzeigen<br />

CMS Media Services GmbH<br />

Dr.-Mack-Straße 83, 90762 Fürth<br />

Anzeigenleiter<br />

Gunnar Obermeier<br />

verantwortlich für den Anzeigenteil. Adresse siehe Verlagsanschrift<br />

Anzeigenberatung Print:<br />

Bernhard Nusser: Tel.: 0911-2872-254; bernhard.nusser@computec.de<br />

René Behme: Tel.: 0911-2872-152; rene.behme@computec.de<br />

Alto Mair: Tel.: 0911-2872-144; alto.mair@computec.de<br />

Anne Müller: Tel.: 0911-2872-251; anne.mueller@computec.de<br />

Anzeigenberatung Online:<br />

Ströer Digital Media GmbH<br />

Stresemannstraße 29<br />

22769 Hamburg<br />

Tel.: +49 (0) 40-46 85 67-0<br />

Fax. +49 (0) 40-46 85 67-39<br />

www.stroeerdigitalmedia.de<br />

Anzeigendisposition: anzeigen@computec.de<br />

Datenübertragung: via E-Mail: anzeigen@computec.de<br />

Es gelten die Mediadaten Nr. 26 vom 01.01.2013<br />

Abonnement<br />

Die Abwicklung (Rechnungsstellung, Zahlungsabwicklung und Versand) erfolgt über unser<br />

Partner unternehmen DPV Direct GmbH: Post-Adresse: Leserservice Computec, 20080 Hamburg, Deutschland<br />

Ansprechpartner für Reklamationen ist Ihr Computec-Team unter:<br />

Deutschland: E-Mail: computec@dpv.de, Tel.: 0911-99399098, Fax: 01805-8618002*<br />

Support: Montag 07:00<strong>–</strong>20:00 Uhr, Dienstag<strong>–</strong>Freitag 07:30<strong>–</strong>20:00 Uhr, Samstag 09:00<strong>–</strong>14:00 Uhr<br />

* (14 Cent/Min. aus dem dt. Festnetz, max. 42 Cent/Min. aus dem dt. Mobilfunk)<br />

Österreich, Schweiz und weitere Länder: E-Mail: computec@dpv.de,<br />

Tel: +49-911-99399098, Fax: +49-1805-8618002<br />

Support: Montag 07:00<strong>–</strong>20:00 Uhr, Dienstag<strong>–</strong>Freitag 07:30<strong>–</strong>20:00 Uhr, Samstag 09:00<strong>–</strong>14:00 Uhr<br />

Online: http://abo.spielefilmetechnik.de<br />

Abonnementpreis für 12 Ausgaben:<br />

Inland: € 51,- Österreich: € 58,50 Schweiz/Ausland: € 63,-<br />

ISSN/Vertriebskennzeichen <strong>SFT</strong> <strong>–</strong> <strong>Spiele</strong> <strong>Filme</strong> <strong>Technik</strong> Nummer: B66580<br />

Vertrieb und Einzelverkauf: DPV Deutscher Pressevertrieb GmbH, Düsternstr. 1-3, 20355 Hamburg,<br />

Internet: www.dpv.de<br />

Druck: RR Donnelley Europe, ul. Obroncow Modlina 11, 30-733 Krakau, Polen<br />

COMPUTEC MEDIA ist nicht verantwortlich für die inhaltliche Richtigkeit der Anzeigen und übernimmt<br />

keinerlei Verantwortung für in Anzeigen dargestellte Produkte und Dienstleistungen. Die Veröffentlichung<br />

von Anzeigen setzt nicht die Billigung der angebotenen Produkte und Service-Leistungen durch<br />

COMPUTEC MEDIA voraus. Sollten Sie Beschwerden zu einem unserer Anzeigenkunden, seinen<br />

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Schreiben Sie unter Angabe des <strong>Magazin</strong>s, in dem die Anzeige erschienen ist, inkl. der Ausgabe und der<br />

Seitennummer an: CMS MEDIA SERVICES GmbH, Annett Heinze, Anschrift siehe oben.<br />

Einsendungen, Manuskripte und Programme:<br />

Mit der Einsendung von Manuskripten jeder Art gibt der Verfasser<br />

die Zustimmung zur Veröffentlichung in den von der Verlagsgruppe herausgegebenen<br />

Publikationen. Urheberrecht: Alle in <strong>SFT</strong> <strong>–</strong> <strong>Spiele</strong> <strong>Filme</strong> <strong>Technik</strong> veröffentlichten Beiträge bzw.<br />

Datenträger sind urheberrechtlich geschützt. Jegliche Reproduktion oder Nutzung bedarf der vorherigen,<br />

ausdrücklichen und schriftlichen Genehmigung des Verlags.<br />

MARQUARD MEDIA INTERNATIONAL AG<br />

Deutschsprachige Titel: <strong>SFT</strong>, WIDESCREEN, PC GAMES, PC GAMES MMORE, PC GAMES HARDWARE,<br />

N-ZONE, GAMES & MORE, BUFFED, GAMES AKTUELL,<br />

PLAY 3, PLAYBLU, XBG GAMES<br />

Internationale Zeitschriften:<br />

Polen: COSMOPOLITAN, JOY, SHAPE, HOT, PLAYBOY, CKM, VOYAGE<br />

Ungarn: JOY, SHAPE, ÉVA, IN STYLE, PLAYBOY, CKM<br />

6 www.spielefilmetechnik.de 08/13


KNIFE PARTY<br />

DADA LIFE I ZEDD I WANKELMUT<br />

ALLE FARBEN I OLIVER SCHORIES<br />

JONAS MANTEY I U. V. M.<br />

AFTERSHOW BOOTSHAUS<br />

CONGOROCK I DUMME JUNGS I SCNTST<br />

ETNIK I AND MORE<br />

AFTERSHOW ESSIGFABRIK<br />

PAN-POT I ADANA TWINS I ANDHIM (SIMON)<br />

THYLADOMID I 2INSICHT I ADE KANON<br />

AND MORE<br />

SAMSTAG, 17. AUGUST 2013<br />

TANZBRUNNEN KÖLN<br />

OPEN AIR: 14<strong>–</strong>22 UHR<br />

INDOOR AFTERSHOW: AB 22 UHR<br />

TICKETS & INFOS:<br />

WWW.MTVMOBILEBEATS.DE<br />

#MMB


Inhalt<br />

<strong>Der</strong> <strong>große</strong> <strong>Smartphone</strong>-<strong>Guide</strong>...................... 18<br />

Samsung: Das Riesensortiment................... 20<br />

HTC: Wankende Legende?........................... 22<br />

Sony: Comeback des Jahres........................ 24<br />

LG: Das Beste kommt noch.......................... 26<br />

Huawei: Aufstiegs-Aspirant......................... 28<br />

Nokia: Fenster aus Finnland........................ 30<br />

Motorola: Warten auf Rückkehr................... 32<br />

Apple: Ruhe vor dem Sturm......................... 33<br />

Marktübersicht und Fazit............................. 34<br />

<strong>Der</strong> <strong>große</strong> <strong>Smartphone</strong>-<strong>Guide</strong> 18<br />

Test: Besserer Sound am TV 50<br />

Test: LCD- contra Plasma-TV 48<br />

Feature: Windows 8.1 52 59<br />

Aktuell<br />

12 Cooles Tile<br />

13 Dreidimensional drucken<br />

14 Neue Action-Cam<br />

15 All-in-one-PC von Toshiba<br />

16 Datenbrille Glassup<br />

<strong>Technik</strong><br />

Mobile<br />

18 Titel Großer <strong>Smartphone</strong>-<strong>Guide</strong><br />

94 Modelle im Feature- & Leistungs-Check<br />

20 Titel Samsung: Riesensortiment<br />

Große Auswahl, kleine Preise, wenig Highlights<br />

22 Titel HTC: Wankende Legende<br />

Quo vadis? Was kommt nach dem HTC One?<br />

24 Titel Sony: Großes Comeback<br />

Von der grauen Handy-Maus zum Big Player<br />

26 Titel LG: Das Beste kommt noch<br />

Highlight-Modelle kommen erst im Herbst.<br />

Test: Einsteiger-DSLR Sony Alpha 58<br />

28 Titel Huawei: Aufstiegs-Aspirant<br />

Von wegen nur Billig-Hersteller<br />

30 Titel Nokia: Fenster aus Finnland<br />

Einstiger Marktführer setzt auf Windows Phone<br />

32 Titel Motorola: Rückkehrer?<br />

Gelingt ein Comeback noch in diesem Jahr?<br />

33 Titel Apple: Ruhe vor dem Sturm<br />

Alles wartet gespannt auf neue iPhones.<br />

34 Titel <strong>Smartphone</strong>-Marktübersicht<br />

Acht Hersteller <strong>–</strong> zig Modelle <strong>–</strong> eine Übersicht<br />

36 <strong>Smartphone</strong>- und Tablet-Apps<br />

Coole neue Programme für Mobilgeräte<br />

Home entertainment<br />

38 Titel Alles über Ultra HD<br />

Großer Wissensreport + zwei UHD-TVs im Test<br />

46 Test: Philips-Designline-TV<br />

Ein Fernseher mit Stil und fast ein Möbelstück<br />

48 Test: LCD- contra Plasma-TV<br />

Panasonics Spitzenklasse-Modelle im Vergleich


Feature & Test: Ultra High Definition 38<br />

64<br />

Kino: Lone Ranger<br />

Test: Power-Notebooks 54<br />

62 Kino: Elysium<br />

80 Feature: Musik in Videospielen<br />

50 Test: LG Soundbar NB4530A<br />

Trotz Kompaktheit effektvoller Raumklang?<br />

Pc-Hardware<br />

52 Titel Feature: Windows 8.1<br />

Verbessert der Start-Button die Nutzerführung?<br />

54 Titel Test: Power-Notebooks<br />

Mehr Ausdauer dank neuer Core-i-Prozessoren<br />

58 Test: Apple Air Port Time Capsule<br />

Schnelle, zuverlässige, stressfreie Back-ups<br />

digital Foto & Video<br />

59 Titel Test: DSLR Sony Alpha 58<br />

Scharfe, schnelle Fotos für DSLR-Einsteiger<br />

technik<br />

60 Kurztests: <strong>Technik</strong>-Neuheiten<br />

testspiegel<br />

96 Die Besten im Tiefpreis-Check<br />

<strong>Filme</strong><br />

62 Kino: Elysium<br />

Matt Damon als Einzelkämpfer der Zukunft<br />

64 Kino: Lone Ranger<br />

Nach der Piraten- kommt die Western-Parodie.<br />

66 Kino: Pain & Gain<br />

Möchtegern-Gangster wollen ans <strong>große</strong> Geld.<br />

67 Kino-Highlights im August<br />

Weitere wichtige Kinofilme in der Kurzkritik<br />

68 Feature: Terror in Film & Serie<br />

Realität und Fiktion nähern sich weiter an.<br />

71 Test: Oblivion<br />

Tom Cruise räumt die Erde auf: ein Sci-Fi-Trip.<br />

74 Test: Hänsel & Gretel<br />

Was hier passiert, steht nicht im Märchenbuch!<br />

76 Test: Defiance<br />

Das gab’s noch nie: Serie + Videospiel in einem.<br />

78 BD- & DVD-Neuheiten im August<br />

<strong>Spiele</strong><br />

80 Feature: Musik in Videospielen<br />

Eine akustische Reise in Games-Klangwelten<br />

84 Test: Apps ohne Zusatzkosten<br />

Die besten <strong>Spiele</strong>-Apps ohne In-App-Käufe<br />

88 <strong>Vorschau</strong>: Splinter Cell: Blacklist<br />

Superagent Sam Fisher auf Terroristenjagd<br />

90 Test: The Inner World<br />

Adventure um eine rettenswerte Spielwelt<br />

92 Test: Leisure Suit Larry Reloaded<br />

Larry Laffer enttäuscht alle außer seine Fans.<br />

94 <strong>Spiele</strong>-Neuheiten im August<br />

Rubriken<br />

6 Editorial und Impressum<br />

10 Termine im August<br />

98 Die letzte Seite<br />

08/13 www.spielefilmetechnik.de 9


Aktuell<br />

Terminkalender<br />

Termine im August<br />

02.08. DVD- und Blu-ray-Start | Jack and the Giants <strong>–</strong> Das<br />

kommt davon, wenn man wie der naive Jack (Nicholas Hoult)<br />

arglos eine riesige Bohnenranke in den Himmel wachsen lässt:<br />

Ein Tor zu einer fremden Welt öffnet sich und gemeingefährliche<br />

Riesen fallen ein, die die Welt der Menschen bedrohen. Spannungsgeladene<br />

Märchen-Adaption im effektvollen Gewand.<br />

08.08. DVD- und Blu-ray-Start | Shootout <strong>–</strong> Keine<br />

Gnade <strong>–</strong> Als der gefürchtete Auftragskiller Jimmy<br />

Bobo (Sylvester Stallone) durch Mord seinen jungen<br />

Partner verliert, verbündet er sich mit seinem Kontrahenten<br />

Detective Taylor, denn auch dieser hat kürzlich<br />

einen Kollegen auf diese Weise verloren. Die Spuren<br />

führen zu ein und demselben Täter … (Seite 79)<br />

15.08. DVD- und Blu-ray-Start | Oblivion <strong>–</strong> In ferner Zukunft ist<br />

die Erde fast völlig zerstört und nahezu menschenleer. In dieser<br />

Ödnis geht Sicherheitstechniker Harper (Tom Cruise) gerade<br />

einem Routine-Einsatz nach, als er in einem Raumschiffwrack<br />

eine Überlebende findet. Was er zu diesem Zeitpunkt noch nicht<br />

ahnt: Ihre Rettung löst eine Kette von Ereignissen aus, die das<br />

Schicksal der Menschheit in seine Hände legt. (Seite 71)<br />

22.08. <strong>Spiele</strong>-Neuerscheinung | Splinter<br />

Cell: Blacklist <strong>–</strong> Xbox 360, PS3, PC, Wii U<br />

<strong>–</strong> Als Leiter einer Spezialeinheit muss Sam<br />

Fisher eine Gruppe von Terroristen zur<br />

Strecke bringen, die immer wieder Anschläge<br />

gegen die USA ausführt. Neue Ausrüstung<br />

und Fertigkeiten machen Sam tödlicher<br />

und agiler als je zuvor. (Seite 88)<br />

15.08. Kino-Start | Feuchtgebiete <strong>–</strong> <strong>Der</strong> Skandalroman<br />

von Charlotte Roche konnte bereits als Theaterstück<br />

bewundert werden, jetzt hat es die mit gesellschaftlichen<br />

Tabubrüchen und Ekeldetails gespickte<br />

Geschichte um das Scheidungskind Helen (Carla Juri)<br />

auch auf die <strong>große</strong> Leinwand geschafft. (Seite 67)<br />

09/13<br />

28.08. <strong>Technik</strong>-Schnäppchen für den Herbst<br />

Sie suchen einen Zweit-TV oder eine Schnappschuss-Kamera für den Urlaub?<br />

Klar, dass man dafür möglichst wenig Geld ausgeben möchte. Aber wie viel Qualität<br />

bekommt man zum Einsteigerpreis?<br />

In unseren Testlaboren<br />

haben wir preiswerten Fernsehern<br />

und Kameras auf den Zahn gefühlt.<br />

Außerdem: Sound-Tuning für<br />

den PC <strong>–</strong> so machen Games und<br />

Videos richtig Spaß.<br />

Do 1<br />

Fr 2<br />

Sa 3<br />

So 4<br />

Mo 5<br />

Di 6<br />

Mi 7<br />

Do 8<br />

Fr 9<br />

Sa 10<br />

So 11<br />

Mo 12<br />

Di 13<br />

Mi 14<br />

Do 15<br />

Fr 16<br />

Sa 17<br />

So 18<br />

Mo 19<br />

Di 20<br />

Mi 21<br />

Do 22<br />

Fr 23<br />

Sa 24<br />

So 25<br />

Mo 26<br />

Di 27<br />

Mi 28<br />

Do 29<br />

Fr 30<br />

Sa 31<br />

01.08. DVD- und Blu-ray-Start | G.I. Joe <strong>–</strong> Die Abrechnung<br />

<strong>–</strong> Um der Hightech-Spezialtruppe G.I. Joe endgültig den Garaus zu<br />

machen, hat sich Zartan, Anführer des fiesen Cobra-Clans, einen besonders perfiden<br />

Plan einfallen lassen: Mit seinen Schergen infiltriert er das Weiße Haus in Washington<br />

und führt in der Gestalt des US-Präsidenten einen Anschlag nach dem anderen auf<br />

die Elitesoldaten aus. Als für G.I. Joe schon alles verloren scheint, bietet der legendäre<br />

General Joe Colton (gespielt von Bruce Willis) seine Hilfe an. (Seite 78)<br />

08.08. Kino-Start | Lone Ranger <strong>–</strong> Im chaotischen<br />

Texas des 19. Jahrhunderts tritt der<br />

ambitionierte Dan in die Fußstapfen seines<br />

getöteten Bruders und versucht, als Ranger<br />

für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Dabei<br />

steht ihm der Indianer Tonto (Johnny Depp)<br />

tatkräftig zur Seite. Explosives Western-Abenteuer,<br />

das bei Filmstart in den USA<br />

Kritiker und Publikum spaltete. (Seite 64)<br />

15.08. Kino-Start | Kick Ass 2 <strong>–</strong> Nachdem Kick-Ass (Aaron<br />

Taylor-Johnson) und Hit-Girl (Chloë Grace Moretz) im ersten<br />

Teil als mutige Amateurhelden gegen das Verbrechen<br />

kämpften, hat sich mittlerweile eine Art Superheldengruppe<br />

aus Gleichgesinnten um das Duo gebildet. Unter dem Namen<br />

Justice Forever stellt sich das kostümierte Team dem<br />

Oberbösewicht Red Mist, der sich geschworen hat, blutige<br />

Rache an Kick-Ass und Hit-Girl zu nehmen. (Seite 67)<br />

22.08. DVD- und Blu-ray-Start | Hänsel & Gretel: Hexenjäger<br />

<strong>–</strong> Als Kinder nur knapp dem Tod durch eine gefräßige Hexe<br />

entkommen, ist das Geschwisterpaar nun zu legendären<br />

Hexenjägern gereift. Ihr aktueller Auftrag: Sie sollen herausfinden,<br />

was es mit dem spurlosen Verschwinden zahlreicher<br />

Kinder im Augsburger Wald auf sich hat. Optisch gelungene,<br />

aber einfallslose Neuinterpretation des Märchens. (Seite 74)<br />

23.08. <strong>Spiele</strong>-Neuerscheinung | Saints<br />

Row 4 <strong>–</strong> Xbox 360, PS3, PC <strong>–</strong> Das Sandbox-Spiel<br />

geht in die vierte Runde und sorgt<br />

mit noch mehr spielerischen Freiheiten, größerer<br />

Waffenauswahl und erstmals auch der<br />

Möglichkeit, Superkräfte wie Telekinese oder<br />

Eis anzuwenden, für einen Riesenspaß.<br />

27.08. <strong>Spiele</strong>-Neuerscheinung | Final<br />

Fantasy 14: A Realm Reborn<br />

<strong>–</strong> PS3, PS4, PC <strong>–</strong> Im bislang epischsten<br />

Ableger der FF-Saga erkunden<br />

Sie gemeinsam mit anderen Mitspielern<br />

die riesige Welt von Eorzea,<br />

absolvieren Hunderte Quests, häufen<br />

Reichtümer an und verbessern Ihren<br />

Charakter.<br />

10 www.spielefilmetechnik.de 08/13


GAMES.SATURN.DE<br />

Realistische Steuerung<br />

und einzigartiges Fahrgefühl<br />

Umfangreiche Online-Kampagne<br />

Race-Events auf drei Kontinenten<br />

© 2013 The Codemasters Software Company Limited („Codemasters“). Alle Rechte vorbehalten. „Codemasters“®, „Ego“®, das<br />

Codemasters-Logo und „GRID“® sind eingetragene Marken von Codemasters. „GRID 2“, „Codemasters Racing“ und „RaceNet“<br />

sind Marken von Codemasters. Alle anderen Copyrights oder Marken sind Eigentum ihrer jeweiligen Inhaber und werden unter Lizenz<br />

verwendet. Dieses Spiel ist NICHT durch die FIA oder eine angeschlossene Organisation lizenziert oder damit assoziiert.<br />

Dieses und viele weitere Games: Jetzt downloaden unter games.saturn.de


AKTUELL<br />

Aktuell<br />

<strong>Magazin</strong><br />

Cooles Tile<br />

Aktuell Schlüssel, Brieftasche, Koffer oder sogar Fahrrad und Auto per Handy aufspüren<br />

Bei Tile (zu Deutsch: Kachel) handelt es<br />

sich im Prinzip um eine moderne Form<br />

des Schlüsselfinders. Sie wissen schon,<br />

diese Anhänger, die einen Ton abgeben, wenn<br />

man pfeift. Das kann Tile auch, nur dass man<br />

nicht pfeifen muss, sondern den Befehl per<br />

iOS-Gerät gibt. Alternativ zeigt die Tile-App<br />

grafisch auf dem Handy an, wie nah man dem<br />

gesuchten Gegenstand ist. Das Ganze funktioniert<br />

über stromsparendes Bluetooth 4.0 und<br />

wird mit einer Reichweite zwischen 15 und 45<br />

Metern angegeben. Das hilft einem natürlich<br />

herzlich wenig, wenn das vermisste Objekt sich<br />

in größerer Distanz versteckt oder gar gestohlen<br />

wurde. Aber auch daran haben die Entwickler<br />

gedacht und schicken dank Cloud-Service<br />

alle Tile-Nutzer auf die Suche. Wird nämlich<br />

einer Ihrer Tiles von einem anderen User geortet,<br />

erhalten Sie eine Nachricht mit der Geoposition<br />

<strong>–</strong> völlig anonym. <strong>Der</strong> Finder weiß gar<br />

nicht, dass er Ihnen geholfen hat. So soll es<br />

möglich sein, zum Beispiel ein gestohlenes<br />

Fahrrad aufzuspüren. Das dürfte sich aber<br />

schnell bei Langfingern herumsprechen, weshalb<br />

es wohl weniger clever ist, den Chip wie<br />

im Bild oben einfach an den Fahrradkorb zu<br />

kleben. Ein Versteck unter dem Sattel oder gar<br />

im Rahmen wäre die bessere Idee. Noch gibt<br />

es Tile nicht im Laden zu kaufen, immerhin<br />

kann man auf www.thetileapp.com vorbestellen.<br />

Das Projekt wurde nämlich ganz im Zeichen<br />

der Zeit per Crowdfunding finanziert.<br />

20.000 Dollar wollten die Entwickler einsammeln,<br />

zum Redaktionsschluss mit noch fünf<br />

Tagen Restlaufzeit sind schon gut 1,5 Millionen<br />

Dollar zusammengekommen. Einzeln kosten<br />

Tiles 19 US-Dollar, wer mehrere Exemplare<br />

kauft, landet bei einem Stückpreis von 15 Dollar.<br />

Leider ist Tile ein Wegwerfprodukt. Die interne<br />

Batterie lässt sich weder laden noch ersetzen,<br />

soll aber ein Jahr halten. Hoffen wir,<br />

dass sich die Entwickler bis zum Marktstart im<br />

Winter auch Gedanken über ein<br />

Recyc ling-Programm machen.<br />

(fw)<br />

Hängen oder kleben (ein Klebestreifen<br />

wird mitgeliefert) Sie einen Tile an<br />

alles, was verloren gehen könnte.<br />

12 www.spielefilmetechnik.de 08/13


<strong>Magazin</strong> AKTUELL<br />

+++ Für Bürohengste Ab sofort ist Microsofts mobile Büro-Software Office Mobile auch<br />

für das iPhone erhältlich und kann im App Store heruntergeladen werden. Wer bereits<br />

Office 365 nutzt, lädt die aktuelle Version kostenlos. +++ Archos-Handys Mit dem Premium<br />

50 (5 Zoll) und Premium 53 (5,3 Zoll) nimmt Archos erstmals <strong>Smartphone</strong>s (Android<br />

Jellybean) ins Programm auf, beide sind SIM-Lock-frei und ab 230 Euro zu haben.<br />

Fokusverschiebung<br />

Web: www.lytro.com Preis (UVP): ab € 480 (8 GB), € 580 (16 GB)<br />

Bereits vor über einem Jahr berichteten wir über die Lytro-Lichtfeldkamera und deren angestrebte<br />

Foto-Revolution. <strong>Der</strong> ganz <strong>große</strong> Wurf blieb allerdings aus, denn die zunächst nur in den USA verfügbare<br />

Kamera bietet mit dem nachträglich veränderbaren Fokus zwar ein beinahe revolutionäres<br />

Feature, die Umsetzung in der etwas unförmig wirkenden Kamera fand aber nur wenig Anklang.<br />

Seit Mitte Juli ist die Lytro jetzt auch in Deutschland verfügbar, an der äußeren Form hat sich<br />

allerdings nichts geändert. Wohl aber an der <strong>Technik</strong>, denn die Firmware wurde mittlerweile<br />

mehrfach aktualisiert. Neuerdings gibt es für Apple-Geräte eine spezielle Lytro-App,<br />

mit der Sie aufgenommene Bilder (inklusive veränderbarem Fokus) drahtlos auf<br />

iPhone, iPad oder iPod geschickt und von dort auf Facebook, Twitter und Co.<br />

hochgeladen werden. Billig ist der Spaß jedoch nicht, die kleinste Version (8 GB)<br />

schlägt mit stolzen 480 Euro zu Buche. Zum Vergleich: In den USA gibt es<br />

dieselbe Kamera bereits ab 300 US-Dollar.<br />

<strong>Der</strong> Lytro-Effekt: Hier handelt es sich eigentlich um ein einzelnes Foto, bei dem<br />

per Mausklick der Fokuspunkt verändert wird. Links liegt der Fokus auf dem<br />

Ventil der Tauchflasche, rechts auf dem Taucher im Hintergrund.<br />

Dreidimensional drucken<br />

Web: www.pearl.de Preis (online): ab € 800<br />

<strong>Der</strong> Versandhändler Pearl macht den Traum vom 3D-Druck bezahlbar. <strong>Der</strong><br />

800-Euro-Drucker kann Objekte bis 225 x 145 x 150 mm erstellen, das reicht<br />

für Alltagsgegenstände wie Salz- und Pfefferstreuer, Spielfiguren oder sogar<br />

kleine Ersatzteile. Als Werkstoff wird spezieller Kunststoff verwendet, der geschmolzen<br />

Schicht für Schicht aufgetragen wird. Als „Druckerpatrone“ dienen<br />

Spulen mit entsprechenden Kunststofffäden. 3D-Modelle kann man im Internet<br />

herunterladen oder mit der beiliegenden Software (PC/Mac) erstellen. Alternativ<br />

bietet Pearl auch ein Set mit spezieller Software und Kamera an, mit<br />

dem Sie selbst 3D-Scans aus Fotos erzeugen können. Samt Kamera, speziellen<br />

Kalibrierungsunterlagen und Scan-Software kostet der Drucker dann 1.100<br />

Euro. Objekte lassen sich nur einfarbig erstellen. Neben den üblichen Farben<br />

Weiß, Schwarz, Blau, Rot, Gelb und Grün bietet Pearl auch Kunststoffe an, die<br />

im Dunkeln leuchten (Blau, Grün und Gelb). Spannend dürfte sein, dem Drucker<br />

durch die transparente Frontscheibe bei der Arbeit zuzuschauen. Wie das<br />

alles funktioniert, wie hoch die Druckkosten am Ende sind und ob das Scannen<br />

per Kamera wirklich gut klappt, lesen Sie in der kommenden Ausgabe von<br />

<strong>SFT</strong>, in der wir den Objektdrucker testen.<br />

08/13 www.spielefilmetechnik.de 13


AKTUELL<br />

<strong>Magazin</strong><br />

+++ Smarte UHR Die Hinweise verdichten sich, dass Microsoft an einer<br />

intelligenten Uhr nach dem Vorbild der bereits erhältlichen Android-Variante<br />

I’m Watch arbeitet. Sie soll über ein 1,5-Zoll-LCD verfügen und mit einer<br />

modifizierten Windows-8-Version laufen. +++ UHD-Transfer Mit dem Satellite<br />

P50-A-11L von Toshiba kommt das erste Notebook in den Handel, das<br />

UHD-Inhalte per HDMI an einen entsprechenden TV übertragen kann.<br />

Idea Tab A1000<br />

Action-Cam Reloaded<br />

Web: www.jvc.de Preis (UVP): ab € 330<br />

Nachdem JVCs erste Action-Cam nicht vollends überzeugen konnte, will der<br />

japanische Konzern nun mit einer Neuauflage den Marktführer Gopro angreifen.<br />

Die GC-XA2 getaufte Kamera ist äußerlich identisch mit dem Vorgängermodell,<br />

an Videotechnik und -features hat sich aber einiges geändert. Besonders interessant<br />

für Actionsportler dürfte die Zeitlupenfunktion sein. Die GX-XA2 kann<br />

nun nämlich 720p-Videos mit bis zu 100 Bildern pro Sekunde aufzeichnen, wodurch<br />

sich aufgenommene <strong>Filme</strong> bei der Wiedergabe bis zu vierfach verlangsamen<br />

lassen. Auch die Fotofunktion wurde deutlich überarbeitet: Die Action-Cam<br />

speichert die Aufnahmen entweder mit einer Auflösung von 8 oder im sogenannten<br />

Ultra-Resolution-Modus mit 16 Megapixeln. Dazu kommt eine neue<br />

Burst-Funktion, mit der die GX-XA2 bis zu 15 Bilder pro Sekunde knipst. Einige<br />

der tollen Features der Vorgängerversion wurden kurzerhand übernommen:<br />

Nach wie vor können Sie dank integrierten WLANs Live-Bilder auf Handy und<br />

Tablet übertragen, die Kamera selbst ist auch ohne Unterwassergehäuse bereits<br />

bis zu 5 Metern Tiefe wasserdicht und auch das tolle Display an der Geräteseite<br />

ist bei der neuen GC-XA2 wieder an Bord. Im Handel ist die Action-Cam bereits<br />

seit Juli verfügbar.<br />

Günstig<br />

aufgetischt<br />

Web: www.lenovo.de Preis (UVP): ab € 130<br />

Lenovo bietet ab sofort drei neue Tablets<br />

unter 300 Euro an. Beim Idea Tab<br />

A1000 für günstige 130 Euro handelt<br />

es sich um ein 7-Zoll-Gerät (1.024 x<br />

600 Pixel) mit aktueller Android-Version<br />

(4.2), Doppelkern-CPU und 16<br />

Gigabyte Speicher. Letzterer lässt sich<br />

per SD-Karte erweitern. Für Videochats<br />

steht eine Frontkamera parat,<br />

eine Linse auf der Rückseite gibt es<br />

jedoch nicht. Ebenfalls ein 7-Zoll-Display<br />

hat der mit 200 Euro immer noch<br />

preiswerte Bruder A3000, der von einer<br />

Quadcore-CPU angetrieben wird,<br />

zusätzlich eine 5-Megapixel- Kamera<br />

und mobilen Datenfunk mitbringt. Beide<br />

7-Zöller sollen passable acht Stunden<br />

Akkulaufzeit bieten und bringen<br />

klassentypische 340 Gramm auf die<br />

Waage. Das letzte Tablet im Bunde<br />

hört auf den Namen S6000 und ist mit<br />

einem 10-Zoll-HD-Bildschirm (1.024 x<br />

800 Pixel) ausgestattet. Die Basisversion<br />

mit 16 Gigabyte Speicher und ohne<br />

3G-Modul kostet 250 Euro, mit Datenfunk<br />

werden knapp 300 Euro fällig.<br />

Auch hier kommt eine Quadcore-CPU<br />

zum Einsatz, die laut Lenovo genug<br />

Rechenpower für anspruchsvolle<br />

<strong>Spiele</strong> liefern soll. Für alle drei Tablets<br />

bietet der Hersteller passende Schutzhüllen<br />

(Folio Case, circa 20 Euro) an.<br />

Vieltipper können das S6000 um ein<br />

Bluetooth-Tastaturdock für knapp 70<br />

Euro erweitern.<br />

14 www.spielefilmetechnik.de 08/13


<strong>Magazin</strong> AKTUELL<br />

Raumfeld goes iOS<br />

Web: www.teufel.de<br />

Konnten die Multi-Room-Lautsprecher von Raumfeld<br />

bisher nur per iOS-Gerät gesteuert werden,<br />

lassen sich ab sofort auch auf dem iPhone, iPod<br />

Touch oder iPad gespeicherte Titel drahtlos auf<br />

Boxen abspielen. Die mobile Musiksammlung (nur<br />

tatsächlich gespeicherte Songs, keine iTunes-<br />

Match-Titel) reiht sich somit nahtlos als weitere<br />

Quelle in den Raumfeld-Kosmos ein, der bereits<br />

Rechner und Festplatten im lokalen Netzwerk sowie<br />

Streaming-Dienste wie<br />

Simfy oder Napster umfasst.<br />

Die neue Funktion<br />

steht nach Aktualisierung<br />

der Firmware bereit.<br />

Die benötigte Raumfeld-App<br />

gibt es als kostenlosen<br />

Download im<br />

App Store.<br />

Die offizielle<br />

Gamescom-App<br />

Machen Sie Ihr <strong>Smartphone</strong> zum Navigationsgerät für Ihren Gamescom-Besuch:<br />

Mit der kostenlosen Gamescom-App für iOS und Android<br />

starten Sie perfekt vorbereitet aufs Kölner Messegelände, weil Sie alle<br />

Infos rund um die Gamescom immer dabeihaben. Vor Ort liefert Ihnen<br />

die App minuten aktuelle Infos, angefangen von praktischen Hallenplänen<br />

über die Aussteller-Suche bis hin zu Terminen und Veranstaltungen. Falls<br />

Sie im Trubel den Überblick verlieren sollten, lotst Sie die App direkt zum<br />

gewünschten Messestand.<br />

Egal ob auf dem Weg nach Köln, bei einem wohlverdienten Päuschen<br />

oder mitten in der Warteschlange vor den größten Attraktionen: Ein Blick<br />

auf den News-Feed der App lohnt sich immer. Denn für die aktuellen<br />

Nachrichten sorgt direkt vor Ort das Team von PC Games zusammen mit<br />

den Redaktionen von play³ (Deutschlands meistverkauftem Playstation-<strong>Magazin</strong>)<br />

und Games Aktuell.<br />

All das bietet die Gamescom-App:<br />

Jetzt<br />

kostenlos<br />

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n Übersicht sämtlicher Gamescom-Aussteller<br />

n Infos, Screenshots und Trailer zu vielen <strong>Spiele</strong>-Highlights<br />

n Veranstaltungen und Aktionen<br />

n Interaktive 3D-Hallenpläne<br />

n Push-Nachrichten für wichtige Termine<br />

(zum Beispiel Autogrammstunden, Konzerte oder Auftritte von Spieldesignern)<br />

n Abgreif-Alarm: Sie werden auf Wunsch rechtzeitig<br />

benachrichtigt, sobald wertvolle Preise verlost oder<br />

Geschenke verteilt werden.<br />

n Kostenlos für iOS- und Android-<strong>Smartphone</strong>s und -Tablets<br />

Die offizielle Gamescom-App wird bereits ab 1. August in Apples App Store<br />

sowie in Google Play freigeschaltet. Am besten scannen Sie gleich den QR-<br />

Code mit Ihrem <strong>Smartphone</strong> und laden die App herunter, damit Sie bestens<br />

vorbereitet nach Köln starten. Alternativ suchen Sie einfach im App oder Play<br />

Store nach dem Stichwort „Gamescom“.<br />

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<strong>Der</strong> Qosmio PX30t-A-115 ist einer der ersten All-in-one-PCs, der mit<br />

dem Core i7-4700MQ (Quadcore) auf eine CPU aus Intels brandneuer<br />

Prozessor-Familie Haswell setzt. Für die Grafikberechnungen steht<br />

dem Multitalent eine Nvidia Geforce GT 740M zur Verfügung, die allerdings<br />

für optisch aufwendige <strong>Spiele</strong> nur unzureichend motorisiert ist.<br />

Ansonsten dürfte die Leistung für typische PC- und Unterhaltungsaufgaben<br />

vollkommen ausreichend sein. Bei letzterem Nutzungsszenario<br />

punktet der Qosmio mit reichlich Speicherplatz (drei Terabyte) für <strong>Filme</strong><br />

und Musik sowie eingebautem Blu-ray-Laufwerk nebst integriertem<br />

20-Watt-Soundsystem von Harman/Kardon. Eine komfortable<br />

Bedienung des installierten Windows-8-Betriebssystems ermöglicht<br />

der 23-Zoll-Full-HD-Schirm dank Multitouch-Unterstützung. <strong>Der</strong><br />

PX30t-A-115 wird mit drahtloser Maus und Tastatur geliefert und ist<br />

ab September im Handel verfügbar.<br />

08/13 www.spielefilmetechnik.de 15


AKTUELL<br />

<strong>Magazin</strong><br />

Die Robo-Kicker kommen<br />

Web: www.bee-wi.com Preis (UVP): € 35 (Stück)<br />

Fußballfans können ab sofort ihrem Hobby auch in der<br />

spielfreien Zeit frönen. Die Kick Bee getauften Roboter<br />

werden per <strong>Smartphone</strong> oder Tablet (iOS/Android) gesteuert,<br />

Tor und Ball gehören zum Lieferumfang. Wie die<br />

Produktvideos zeigen, sind die ferngesteuerten Kicker<br />

leider recht simpel gestrickt. Man kann die Minis nämlich<br />

nur vor- oder rückwärts fahren und sich nach links oder<br />

rechts drehen lassen. Die Stummelbeinchen an der Vorderseite kicken<br />

andauernd, wodurch der Ball wohl eher geschoben als geschossen wird. Ein<br />

netter Zeitvertreib für zwischendurch dürften die Kick Bees wohl dennoch sein.<br />

+++ T-entertain to go Für knapp fünf Euro im Monat können Telekom-Entertain-Kunden<br />

ab sofort auch auf dem iPad innerhalb des Heimnetzwerks<br />

40 TV-Sender schauen. Versionen für Android und iPhone sind<br />

in Arbeit. +++ preissturz bei surface rt Microsoft senkt die Preise<br />

für alle Sur face-RT-Tablets um 150 Euro. Das kleinste Modell (32 GB) kostet<br />

somit nur noch 330 statt bisher 480 Euro.<br />

Gesteuert werden die Robo-Kicker wahlweise über virtuelle<br />

Joysticks oder per Neigungssensor.<br />

Konkurrenz für Googles Nasenfahrrad<br />

Web: www.glassup.net Preis (uvp): ab € 300<br />

<strong>Der</strong> italienische Hersteller Glassup will bereits im Herbst eine namensgleiche Datenbrille auf den<br />

Markt bringen. Laut eigener Aussage arbeitet man schon deutlich länger an der Hightech-Brille als<br />

der milliardenschwere Suchmaschinenkonzern, ob man mit diesem aber wirklich konkurrieren<br />

kann und will, ist fraglich. Im Gegensatz zu Google Glass hat Glassup nämlich kein eigenes Betriebssystem,<br />

die Brille funktioniert nur in Verbindung mit einem <strong>Smartphone</strong> oder Tablet (unterstützt<br />

werden die Betriebssysteme iOS, Android und Windows Phone). Die Kopplung erfolgt über<br />

stromsparendes Bluetooth 4.0, laut Hersteller soll eine Akkuladung bis zu 150 Stunden lang halten,<br />

im Dauerbetrieb circa einen Tag. Auch äußerlich unterscheiden sich beide Datenbrillen deutlich,<br />

denn Glassup sieht aus wie ein herkömmliches Nasenfahrrad. Die vom <strong>Smartphone</strong> gelieferten Informationen<br />

werden per Mini-Projektor auf das rechte Glas geworfen <strong>–</strong> wie gut das vor allem bei Sonneneinstrahlung<br />

funktioniert, wird erst der Test endgültig zeigen. <strong>Der</strong> größte Vorteil gegenüber Google<br />

Glass ist sicherlich der Preis, denn die günstigste Glassup-Version (ohne Kamera) kostet rund 300<br />

Euro, für die Ausgabe mit Kamera werden circa 400 Euro fällig.<br />

16 www.spielefilmetechnik.de 08/13


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Ressort<br />

TECHNIK<br />

<strong>Technik</strong><br />

ARTIKELTYP: Titelthema <strong>Smartphone</strong>s: Produktkategorie Hersteller SamsungGerätename<br />

Die <strong>große</strong> <strong>Smartphone</strong>-<br />

Kaufberatung Sie suchen<br />

ein neues Handy? Wir haben<br />

insgesamt 94 Geräte von allen<br />

<strong>große</strong>n Herstellern herausgesucht<br />

und verraten Ihnen,<br />

wo es das beste <strong>Smartphone</strong><br />

fürs Geld gibt.<br />

18 www.spielefilmetechnik.de xx/13 08/13<br />

Sommerzeit ist <strong>Smartphone</strong>zeit! Es<br />

gibt eigentlich kaum einen besseren<br />

Zeitpunkt, um sich ein neues<br />

Handy zuzulegen, als jetzt. Beinahe alle<br />

<strong>große</strong>n Hersteller haben ihre Jahreshighlights<br />

bereits auf den Markt gebracht,<br />

bei einigen Spitzenmodellen sind die<br />

Preise im Vergleich zum Verkaufsstart<br />

sogar schon drastisch gesunken. Beispiel<br />

gefällig? Samsungs Superphone<br />

Galaxy S4 kam vor gerade einmal drei<br />

Monaten auf den Markt und kostete<br />

anfangs noch über 600 Euro. Mittlerweile<br />

gibt es den Spitzenreiter unserer<br />

An droid-Hitliste im Onlinehandel bereits<br />

für 470 Euro <strong>–</strong> und damit rund 22 Prozent<br />

günstiger. Allerdings gibt es auch nach<br />

wie vor Händler, die das <strong>Smartphone</strong><br />

zum Einführungspreis anbieten, weshalb<br />

Sie vor dem Kauf unbedingt vergleichen<br />

sollten. In unserem <strong>Smartphone</strong>-<strong>Guide</strong><br />

haben wir Ihnen diese Arbeit abgenommen<br />

und die jeweils tagesaktuell günstigsten<br />

Internetpreise herausgesucht.<br />

Wenn Sie ein bestimmtes Modell auserkoren<br />

haben, sollten Sie aber unbedingt<br />

noch einmal die Preissuchmaschine<br />

Ihrer Wahl bemühen, denn hin und wieder<br />

steigen und fallen die Preise mancher<br />

Geräte täglich und das nicht nur um<br />

ein paar Euro. Ausgenommen von diesen<br />

Preisschwankungen sind lediglich<br />

Apples iPhones, die selbst über einen<br />

längeren Zeitraum hinweg kaum günstiger<br />

werden. Trotzdem gibt es auch ein<br />

iPhone 5 im Internet mittlerweile für rund<br />

570 Euro und damit deutlich günstiger<br />

als bei Apple selbst. Dort müssten Sie<br />

für das iPhone 5 nämlich nach wie vor<br />

stolze 680 Euro auf den Tisch legen. Im<br />

Fall Apple dürften die vergünstigten<br />

Internetpreise aber auch der Tatsache<br />

Fotos: Xxxxxxxxxxxxxxx Xxxxxxxxxxxxx<br />

Fotos: Thomas Riese


ARTIKELTYP: Marktübersicht Produktkategorie <strong>Smartphone</strong>s: Hersteller Gerätename Einleitung Ressort<br />

TECHNIK<br />

Fotos: Xxxxxxxxxxxxxxx Xxxxxxxxxxxxx<br />

Marktübersicht<br />

geschuldet sein, dass die Ankündigung<br />

eines neuen Modells unmittelbar bevorsteht<br />

(weitere Infos auf Seite 33). Damit<br />

Sie in den teils unübersichtlich <strong>große</strong>n<br />

Line-ups der einzelnen Hersteller die<br />

besten Schnäppchen finden, haben wir<br />

für jeden eine übersichtliche Grafik<br />

erstellt, in der wir alle Geräte nach Preis<br />

und Ausstattung sortiert eingeordnet<br />

haben. Auch Preis-Leistungs-Granaten<br />

sowie spezielle Modelle für Einsteiger<br />

und Profis haben wir für Sie markiert. Am<br />

Ende der Strecke finden Sie außerdem<br />

eine Gesamtgrafik, in der wir alle 94<br />

Geräte zueinander in Relation setzen.<br />

Bevor Sie sich aber jetzt Ihr neues<br />

<strong>Smartphone</strong> aussuchen und die einzelnen<br />

Hersteller studieren, sollten Sie<br />

unbedingt noch den Kasten rechts lesen,<br />

denn dort erklären wir genau, wie unsere<br />

Grafiken aufgebaut sind. (ps)<br />

So lesen Sie unsere Infografiken<br />

Die einzelnen Modelle sind preislich aufsteigend von<br />

links nach rechts sortiert 1 . Die Höhe des jeweiligen<br />

Balkens bezieht sich auf einen von uns errechneten Ausstattungswert<br />

2 , der sich aus den technischen Daten,<br />

der Betriebssystem-Version, Extra-Features (NFC, LTE,<br />

etc.) sowie unseren Testerfahrungen (sofern vorhanden)<br />

zusammensetzt. Letztere haben wir in Form einer Note<br />

außerdem bei allen von uns getesteten Geräten an die<br />

jeweiligen Balken angeheftet 3 . Beachten Sie, dass<br />

diese Noten nicht zwingend mit früheren Testurteilen<br />

übereinstimmen müssen, denn aufgrund des Alters mancher<br />

<strong>Smartphone</strong>s haben wir diese neu bewertet und die<br />

Noten dementsprechend aktualisiert. Schließlich finden<br />

Sie noch zu jedem Gerät die wichtigsten technischen<br />

Daten 4 sowie ein Bild 5 , an dem spezielle Features<br />

per Fähnchen gekennzeichnet sind 6 .<br />

TECHNIK<br />

AUSSTATTUNG (je höher, desto besser) <br />

1<br />

G roße Ausw<br />

kleine Preise<br />

<strong>Smartphone</strong>s Samsung schickt das größte Sortiment ins Rennen. Die echten Highlig<br />

zwischen all den Einsteiger- und Mittelklassegeräten aber mit der Lupe suchen.<br />

er koreanische Megakonzern hat in der<br />

letzten Zeit das geschafft, was alle ande-<br />

Hersteller seit Jahren versuchen, Dren<br />

nämlich Apple Paroli zu bieten. Trotz zahlreicher<br />

gerichtlicher Auseinandersetzungen und sogar<br />

Verkaufsverboten hat Samsung stetig die Vorherrschaft<br />

des Cupertino-Konzerns attackiert<br />

und befi ndet sich zumindest in puncto Verkaufszahlen<br />

mittlerweile auf einem ähnlichen<br />

Level. Fairerweise muss allerdings dazu gesagt<br />

werden, dass Samsung eine deutlich größere<br />

Geräteauswahl ins Rennen schickt als Apple,<br />

ANDROID 2.3<br />

DISPLAY<br />

3", 240 x 320<br />

Pixel<br />

CPU<br />

Singlecore,<br />

0,8 GHz<br />

RAM<br />

290 Megabyte<br />

KAMERA<br />

2 Megapixel<br />

AKKU<br />

1.200 mAh<br />

MARKTÜBERSICHT SMARTPHONES: Samsung<br />

Die Qual der Wahl<br />

ANDROID 4.0<br />

DISPLAY<br />

2,8", 240 x<br />

320 Pixel<br />

CPU<br />

Singlecore,<br />

0,85 GHz<br />

RAM<br />

keine Angabe<br />

KAMERA<br />

2 Megapixel<br />

AKKU<br />

1.200 mAh<br />

20 www.spielefilmetechnik.de 08/13<br />

ANDROID 4.1<br />

4.2 geplant<br />

DISPLAY<br />

3,3", 320 x<br />

480 Pixel<br />

CPU<br />

Singlecore,<br />

1 GHz<br />

RAM<br />

768 Megabyte<br />

KAMERA<br />

3 Megapixel<br />

AKKU<br />

1.300 mAh<br />

ANDROID 2.3<br />

DISPLAY<br />

3,6", 320 x<br />

480 Pixel<br />

CPU<br />

Singlecore,<br />

0,8 GHz<br />

RAM<br />

512 Megabyte<br />

KAMERA<br />

3,2 Megapixel<br />

AKKU<br />

1.500 mAh<br />

wie Sie auch an der Größe der unten abgedruckten<br />

Grafik sehen können. Satte 23 <strong>Smartphone</strong>s<br />

haben wir für Sie gelistet, tatsächlich<br />

gibt es sogar noch einige mehr, dabei handelt<br />

es sich aber hauptsächlich um ältere Modelle,<br />

die aktuell nur noch abverkauft werden. Besonders<br />

aufpassen müssen Sie bei den ganzen<br />

„Galaxy-S“-Modellen, denn mit diesen betreibt<br />

der koreanische Hersteller beinahe eine Art Etikettenschwindel.<br />

In unserer Liste finden sich<br />

das Galaxy S3 Mini und das Galaxy S4 Mini, die<br />

beide technisch deutlich schwächer sind als die<br />

Die beste Ausstattung fürs Geld bietet das Windows-Handy Ativ S. Soll es aber ein<br />

High-End-Android-Modell sein, ist das Galaxy S3 (oder S3 LTE) preislich am attraktivsten.<br />

Einsteigern empfehlen wir das Ace 2 oder das Young.<br />

ANDROID 2.3<br />

DISPLAY<br />

3,65", 320 x<br />

480 Pixel<br />

CPU<br />

Singlecore,<br />

1,0 GHz<br />

RAM<br />

512 Megabyte<br />

KAMERA<br />

5 Megapixel<br />

AKKU<br />

1.300 mAh<br />

ANDROID 4.1<br />

4.2 geplant<br />

DISPLAY<br />

3,5", 320 x<br />

480 Pixel<br />

CPU<br />

Singlecore,<br />

1 GHz<br />

RAM<br />

512 Megabyte<br />

KAMERA<br />

5 Megapixel<br />

AKKU<br />

1.300 mAh<br />

WINDOWS 7.8<br />

via Update<br />

DISPLAY<br />

3,7", 480 x<br />

800 Pixel<br />

CPU<br />

Singlecore,<br />

1,4 GHz<br />

RAM<br />

512 Megabyte<br />

KAMERA<br />

5 Megapixel<br />

AKKU<br />

1.500 mAh<br />

PREIS <br />

€ 70 € 80<br />

€ 100 € 130 € 130 € 130 € 150<br />

5<br />

4<br />

2<br />

3<br />

NOTE 4,3<br />

OUTDOOR<br />

NFC<br />

GALAXY GALAXY<br />

GALAXY GALAXY GALAXY<br />

GALAXY OMNIA<br />

Y<br />

YOUNG<br />

FAME W<br />

POCKET<br />

X COVER ACE PLUS<br />

PLUS<br />

6<br />

NOTE 3,7<br />

<strong>große</strong>n Schwestermodelle<br />

werden in den nächsten M<br />

derartige alternative Vers<br />

erscheinen, die in puncto A<br />

nicht mit dem Spitzenmod<br />

trotzdem aber unter des<br />

werden. Das „echte“ S4 fin<br />

gemäß am oberen Ende de<br />

Ausstattungsskala. Obwo<br />

wenigen Wochen auf de<br />

Samsung-Flaggschiff pre<br />

günstiger als die <strong>große</strong><br />

ANDROID 2.3<br />

DISPLAY<br />

3,7", 480 x<br />

800 Pixel<br />

CPU<br />

Singlecore,<br />

1,4 GHz<br />

RAM<br />

512 Megabyte<br />

KAMERA<br />

5 Megapixel<br />

AKKU<br />

1.500 mAh<br />

€ 150<br />

GALAXY<br />

W<br />

ANDROID 4.1<br />

via Update<br />

DISPLAY<br />

3,8", 480 x<br />

800 Pixel<br />

CPU<br />

Dualcore,<br />

0,8 GHz<br />

RAM<br />

768 Megabyte<br />

KAMERA<br />

5 Megapixel<br />

AKKU<br />

1.500 mAh<br />

€ 160<br />

GALAXY<br />

ACE 2<br />

D<br />

NEU_TT_Samsung.indd 20<br />

xx/13 08/13 www.spielefilmetechnik.de 19


TECHNIK<br />

marktübersicht <strong>Smartphone</strong>s: Samsung<br />

Große Auswahl,<br />

kleine Preise<br />

<strong>Smartphone</strong>s Samsung schickt das größte Sortiment ins Rennen. Die echten Highlights muss man<br />

zwischen all den Einsteiger- und Mittelklassegeräten aber mit der Lupe suchen.<br />

<strong>Der</strong> koreanische Megakonzern hat in der<br />

letzten Zeit das geschafft, was alle anderen<br />

Hersteller seit Jahren versuchen,<br />

nämlich Apple Paroli zu bieten. Trotz zahlreicher<br />

gerichtlicher Auseinandersetzungen und sogar<br />

Verkaufsverboten hat Samsung stetig die Vorherrschaft<br />

des Cupertino-Konzerns attackiert<br />

und befindet sich zumindest in puncto Verkaufszahlen<br />

mittlerweile auf einem ähnlichen<br />

Level. Fairerweise muss allerdings dazu gesagt<br />

werden, dass Samsung eine deutlich größere<br />

Geräteauswahl ins Rennen schickt als Apple,<br />

Die Qual der Wahl<br />

wie Sie auch an der Größe der unten abgedruckten<br />

Grafik sehen können. Satte 23 <strong>Smartphone</strong>s<br />

haben wir für Sie gelistet, tatsächlich<br />

gibt es sogar noch einige mehr, dabei handelt<br />

es sich aber hauptsächlich um ältere Modelle,<br />

die aktuell nur noch abverkauft werden. Besonders<br />

aufpassen müssen Sie bei den ganzen<br />

„Galaxy-S“-Modellen, denn mit diesen betreibt<br />

der koreanische Hersteller beinahe eine Art Etikettenschwindel.<br />

In unserer Liste finden sich<br />

das Galaxy S3 Mini und das Galaxy S4 Mini, die<br />

beide technisch deutlich schwächer sind als die<br />

<strong>große</strong>n Schwestermodelle. Für das Galaxy S4<br />

werden in den nächsten Monaten noch weitere<br />

derartige alternative Versionen (Zoom, Active)<br />

erscheinen, die in puncto Ausstattung ebenfalls<br />

nicht mit dem Spitzenmodell mithalten können,<br />

trotzdem aber unter dessen Namen verkauft<br />

werden. Das „echte“ S4 findet sich erwartungsgemäß<br />

am oberen Ende der Preis- und auch der<br />

Ausstattungsskala. Obwohl es zwar erst seit<br />

wenigen Wochen auf dem Markt ist, ist das<br />

Samsung-Flaggschiff preislich aber deutlich<br />

günstiger als die <strong>große</strong>n Konkurrenten wie<br />

AUSSTATTUNG (je höher, desto besser) <br />

Die beste Ausstattung fürs Geld bietet das Windows-Handy Ativ S. Soll es aber ein<br />

High-End-Android-Modell sein, ist das Galaxy S3 (oder S3 LTE) preislich am attraktivsten.<br />

Einsteigern empfehlen wir das Ace 2 oder das Young.<br />

Android 2.3<br />

Display<br />

3", 240 x 320<br />

Pixel<br />

CPU<br />

Singlecore,<br />

0,8 GHz<br />

RAM<br />

290 Megabyte<br />

KAMERA<br />

2 Megapixel<br />

AKKU<br />

1.200 mAh<br />

Android 4.0<br />

Display<br />

2,8", 240 x<br />

320 Pixel<br />

CPU<br />

Singlecore,<br />

0,85 GHz<br />

RAM<br />

keine Angabe<br />

KAMERA<br />

2 Megapixel<br />

AKKU<br />

1.200 mAh<br />

Android 4.1<br />

4.2 geplant<br />

Display<br />

3,3", 320 x<br />

480 Pixel<br />

CPU<br />

Singlecore,<br />

1 GHz<br />

RAM<br />

768 Megabyte<br />

KAMERA<br />

3 Megapixel<br />

AKKU<br />

1.300 mAh<br />

Einsteiger-<br />

Tipp<br />

Android 2.3<br />

Display<br />

3,6", 320 x<br />

480 Pixel<br />

CPU<br />

Singlecore,<br />

0,8 GHz<br />

RAM<br />

512 Megabyte<br />

KAMERA<br />

3,2 Megapixel<br />

AKKU<br />

1.500 mAh<br />

Note 4,3<br />

Android 2.3<br />

Display<br />

3,65", 320 x<br />

480 Pixel<br />

CPU<br />

Singlecore,<br />

1,0 GHz<br />

RAM<br />

512 Megabyte<br />

KAMERA<br />

5 Megapixel<br />

AKKU<br />

1.300 mAh<br />

Android 4.1<br />

4.2 geplant<br />

Display<br />

3,5", 320 x<br />

480 Pixel<br />

CPU<br />

Singlecore,<br />

1 GHz<br />

RAM<br />

512 Megabyte<br />

KAMERA<br />

5 Megapixel<br />

AKKU<br />

1.300 mAh<br />

windows 7.8<br />

via Update<br />

Display<br />

3,7", 480 x<br />

800 Pixel<br />

CPU<br />

Singlecore,<br />

1,4 GHz<br />

RAM<br />

512 Megabyte<br />

KAMERA<br />

5 Megapixel<br />

AKKU<br />

1.500 mAh<br />

Note 3,7<br />

Android 2.3<br />

Display<br />

3,7", 480 x<br />

800 Pixel<br />

CPU<br />

Singlecore,<br />

1,4 GHz<br />

RAM<br />

512 Megabyte<br />

KAMERA<br />

5 Megapixel<br />

AKKU<br />

1.500 mAh<br />

Android 4.1<br />

via Update<br />

Display<br />

3,8", 480 x<br />

800 Pixel<br />

CPU<br />

Dualcore,<br />

0,8 GHz<br />

RAM<br />

768 Megabyte<br />

KAMERA<br />

5 Megapixel<br />

AKKU<br />

1.500 mAh<br />

Android 4.0<br />

Display<br />

4", 480 x 800<br />

Pixel<br />

CPU<br />

Singlecore,<br />

1 GHz<br />

RAM<br />

512 Megabyte<br />

KAMERA<br />

5 Megapixel<br />

AKKU<br />

1.500 mAh<br />

Android 4.1<br />

4.2 geplant<br />

Display<br />

4", 480 x 800<br />

Pixel<br />

CPU<br />

Dualcore,<br />

1 GHz<br />

RAM<br />

768 Megabyte<br />

KAMERA<br />

5 Megapixel<br />

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PREIS € 70 € 80 € 100 € 130 € 130 € 130 € 150 € 150 € 160<br />

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Galaxy<br />

Fame<br />

Omnia<br />

W<br />

Galaxy<br />

W<br />

Galaxy<br />

Ace 2<br />

Galaxy S<br />

Duos<br />

Galaxy S<br />

Advanced<br />

20 www.spielefilmetechnik.de 08/13


Marktübersicht <strong>Smartphone</strong>s: Samsung<br />

TECHNIK<br />

Apples iPhone 5 oder HTCs One <strong>–</strong> und das<br />

obwohl es sich auf Anhieb an die Spitze<br />

unserer <strong>SFT</strong>-<strong>Smartphone</strong>-Charts katapultieren<br />

konnte. Die wichtigsten Infos zum<br />

aktuellen Flaggschiff haben wir im Kasten<br />

rechts für Sie zusammengefasst. Für alle,<br />

die nicht um die 500 Euro für ihr neues Telefon<br />

ausgeben möchten, hat Samsung<br />

ebenfalls einige interessante Geräte im<br />

Angebot: Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis<br />

bietet das Ativ S , das trotz HD-<br />

Display, starkem 2.300-mAh-Akku und<br />

8-Mega pixel-Kamera bereits für rund 230<br />

Euro erhältlich ist. Allerdings handelt es<br />

sich beim Ativ S um ein Windows-Phone-<br />

8-Handy, weshalb Sie im Vergleich zu Android-Geräten<br />

mit einem (noch) deutlich<br />

kleineren App-Angebot und einem nicht<br />

ganz so offenen Betriebssystem leben<br />

müssen. Soll es zwingend ein Android-<br />

<strong>Smartphone</strong> sein, empfehlen wir das<br />

Galaxy S3, das mit aktuellen 370 Euro<br />

ebenfalls zu einem<br />

bezahlbaren Preis zu<br />

haben ist. Dafür<br />

bekommen Sie ein<br />

sehr leistungsfähiges<br />

Android 4.1<br />

4.2 geplant<br />

Display<br />

4", 480 x 800<br />

Pixel<br />

CPU<br />

Dualcore,<br />

1 GHz<br />

RAM<br />

1 Gigabyte<br />

KAMERA<br />

5 Megapixel<br />

AKKU<br />

1.700 mAh<br />

Android 4.2<br />

via Update<br />

Display<br />

4", 480 x 800<br />

Pixel<br />

CPU<br />

Dualcore,<br />

1 GHz<br />

RAM<br />

1 Gigabyte<br />

KAMERA<br />

5 Megapixel<br />

AKKU<br />

1.500 mAh<br />

Windows 8<br />

Display<br />

4,8", 720 x<br />

1.280 Pixel<br />

CPU<br />

Dualcore,<br />

1,5 GHz<br />

RAM<br />

1 Gigabyte<br />

KAMERA<br />

8 Megapixel<br />

AKKU<br />

2.300 mAh<br />

Note 1,5<br />

Android 4.1<br />

4.2 geplant<br />

Display<br />

4,5", 480 x<br />

800 Pixel<br />

CPU<br />

Dualcore,<br />

1,2 GHz<br />

RAM<br />

1 Gigabyte<br />

KAMERA<br />

5 Megapixel<br />

AKKU<br />

2.000 mAh<br />

Note 2,2<br />

Telefon mit flotter Performance, HD-Display,<br />

einer guten Kamera und aktuellem<br />

Betriebssystem. Sparfüchsen legen wir<br />

entweder das Galaxy Ace 2 (€ 160) oder<br />

das Galaxy Young (€ 100) ans Herz. Beide<br />

Geräte laufen nämlich<br />

immerhin mit der aktuellen<br />

Android-Version<br />

4.1. In<br />

allen anderen<br />

Android 4.1<br />

4.2 geplant<br />

Display<br />

4,3", 480 x<br />

800 Pixel<br />

CPU<br />

Dualcore,<br />

1,2 GHz<br />

RAM<br />

1 Gigabyte<br />

KAMERA<br />

8 Megapixel<br />

AKKU<br />

1.650 mAh<br />

Android 4.1<br />

4.2 geplant<br />

Display<br />

4,8", 720 x<br />

1.280 Pixel<br />

CPU<br />

Quadcore,<br />

1,4 GHz<br />

RAM<br />

1 Gigabyte<br />

KAMERA<br />

8 Megapixel<br />

AKKU<br />

2.100 mAh<br />

Note 1,4<br />

<strong>Der</strong> Android-König <strong>–</strong> Teil 1<br />

Für viele ist Samsungs Galaxy S4 das beste <strong>Smartphone</strong> überhaupt und auch in der <strong>SFT</strong>-Rangliste<br />

rangiert der 5-Zoll-Bolide ganz oben, teilt sich den Platz allerdings mit HTCs One (Seite 23). Für<br />

aktuell rund 470 Euro gibt es Samsungs Flaggschiff schon im Internet zu erstehen <strong>–</strong> ein wirklich<br />

attraktiver Preis für die gebotene High-End-Ausstattung. Dazu bietet das Galaxy S4 zahlreiche interessante<br />

Features wie Gesten-, Augen- oder Floating-Touch-Steuerung, eine richtig gute Kamera<br />

sowie perfekte Performance bei <strong>Spiele</strong>n und HD-<strong>Filme</strong>n.<br />

Android 4.1<br />

4.2 geplant<br />

Display<br />

4,8", 720 x<br />

1.280 Pixel<br />

CPU<br />

Quadcore,<br />

1,4 GHz<br />

RAM<br />

1 Gigabyte<br />

KAMERA<br />

8 Megapixel<br />

AKKU<br />

2.100 mAh<br />

Ausstattungsbereichen müssen Sie allerdings<br />

Einbußen hinnehmen, wobei die niedrige<br />

Display-Auflösung beim Young und die<br />

schwachbrüstige 0,8-GHz-CPU beim Ace 2<br />

besonders schwer wiegen dürften. (ps)<br />

Android 4.2<br />

Display<br />

4,3", 540 x<br />

960 Pixel<br />

CPU<br />

Dualcore,<br />

1,7 GHz<br />

RAM<br />

1,5 Gigabyte<br />

KAMERA<br />

8 Megapixel<br />

AKKU<br />

1.900 mAh<br />

Android 4.1<br />

4.2 geplant<br />

Display<br />

5,5", 720 x<br />

1.280 Pixel<br />

CPU<br />

Quadcore,<br />

1,6 GHz<br />

RAM<br />

2 Gigabyte<br />

KAMERA<br />

8 Megapixel<br />

AKKU<br />

3.100 mAh<br />

Note 1,4<br />

Android 4.2<br />

Display<br />

6,3", 720 x<br />

1.280 Pixel<br />

CPU<br />

Dualcore,<br />

1,7 GHz<br />

RAM<br />

1,5 Gigabyte<br />

KAMERA<br />

8 Megapixel<br />

AKKU<br />

3.200 mAh<br />

Android 4.1<br />

4.2 geplant<br />

Display<br />

5,5", 720 x<br />

1.280 Pixel<br />

CPU<br />

Quadcore,<br />

1,6 GHz<br />

RAM<br />

2 Gigabyte<br />

KAMERA<br />

8 Megapixel<br />

AKKU<br />

3.100 mAh<br />

Android 4.2<br />

Display<br />

5,0", 1.080 x<br />

1.920 Pixel<br />

CPU<br />

Quadcore,<br />

1,9 GHz<br />

RAM<br />

2 Gigabyte<br />

KAMERA<br />

13 Megapixel<br />

AKKU<br />

2.600 mAh<br />

Note 1,1<br />

Note 2,1<br />

Note 2,3<br />

Note 2,0<br />

Preis-Leistungs-<br />

Tipp<br />

Top-<br />

Modell<br />

€ 220 € 230 € 230 € 240 € 260 € 370 € 390 € 400<br />

€ 420 € 440 € 460 € 470<br />

OUTDOOR<br />

NFC<br />

NFC<br />

LTE<br />

NFC<br />

NFC<br />

NFC<br />

LTE<br />

NFC<br />

LTE<br />

NFC<br />

LTE<br />

NFC<br />

LTE<br />

NFC<br />

LTE<br />

NFC<br />

LTE<br />

Galaxy<br />

Xcover 2<br />

Galaxy<br />

S3 mini<br />

Ativ<br />

S<br />

Galaxy<br />

Express<br />

Galaxy<br />

S2 Plus<br />

Galaxy<br />

S3<br />

Galaxy<br />

S3 Lte<br />

Galaxy<br />

S4 Mini<br />

Galaxy<br />

Note 2<br />

Galaxy<br />

MEGA 6.3<br />

Galaxy<br />

Note 2<br />

Lte<br />

Galaxy<br />

S4<br />

08/13 www.spielefilmetechnik.de 21


TECHNIK<br />

marktübersicht <strong>Smartphone</strong>s: HTC<br />

Wankende<br />

Legende<br />

<strong>Smartphone</strong>s Quo vadis, HTC?<br />

Mit dem One brachten die Taiwaner<br />

in diesem Jahr einen echten<br />

<strong>Smartphone</strong>-Kracher auf den<br />

Markt, die Verkaufszahlen sind<br />

trotzdem nach wie vor mau.<br />

HTC ist in letzter Zeit zum Sorgenkind<br />

unter den Android-Herstellern<br />

geworden, denn seit Jahren<br />

schreibt der taiwanische Konzern nun<br />

schon rote Zahlen. Den Grundstein dafür<br />

hat man allerdings selbst gelegt, als man<br />

gerade im vorletzten Jahr den Android-<br />

Markt geradezu mit Geräten überflutete,<br />

die allesamt nicht vollends überzeugen<br />

konnten. Bereits 2012 ist man von dieser<br />

„Massenproduktion“ abgerückt und<br />

beschränkte sich auf eine deutlich reduzierte<br />

Anzahl an Neuveröffentlichungen,<br />

bei denen trotzdem für jeden Geschmack<br />

und Geldbeutel ein Telefon dabei sein<br />

sollte. Allerdings verärgerte man auch im<br />

letzten Jahr wieder zahlreiche Kunden,<br />

indem man dem im Frühjahr vorgestellten<br />

High-End-<strong>Smartphone</strong> One X noch zwei<br />

überarbeitete Modelle (One XL, One X+)<br />

in relativ kurzen Zeitabständen folgen ließ.<br />

Anno 2013 haben sich die Taiwaner noch<br />

mehr zurückgenommen und sich hauptsächlich<br />

auf das Spitzenmodell HTC One<br />

fokussiert, zu dem Sie alle Infos im Kasten<br />

unten auf dieser Seite finden. Wenn Sie<br />

mit einem Kauf des Super-<strong>Smartphone</strong>s<br />

liebäugeln, müssen Sie allerdings tief in<br />

<strong>Der</strong> Android-König <strong>–</strong> Teil 2<br />

HTCs One teilt sich den Android-Thron mit<br />

Samsungs Galaxy S4 und ist definitiv eines der<br />

schönsten <strong>Smartphone</strong>s überhaupt. Das Aluminium-Gehäuse<br />

fühlt sich sehr viel hochwertiger<br />

an als die Plastik-Cases vieler anderer<br />

Handys und liegt in puncto Haptik auf einem<br />

Niveau mit Apples iPhone 5. Dazu kommt das<br />

schärfste Display überhaupt, eine Pixeldichte<br />

von sagenhaften 468 ppi (1.080 x 1.920 Pixel<br />

auf 4,7 Zoll) hat kein anderes Smarpthone zu<br />

bieten. Viel Mut bewies HTC bei der Kamera,<br />

denn im Gegensatz zur Konkurrenz schraubte<br />

man die Megapixel-Anzahl nicht nach oben,<br />

sondern verringerte sie auf nur vier, nennt diese<br />

aber „Ultrapixel“. Dank der wenigen Megapixel<br />

ist mehr Platz auf dem Kamerasensor,<br />

wodurch das One vor allem bei wenig Licht<br />

bessere und rauschfreiere Aufnahmen macht.<br />

Wie das S4 hat auch das One zahlreiche clevere<br />

Features an Bord. Am besten haben uns<br />

Blinkfeed (Newsfeed auf dem Homescreen),<br />

der eingebaute Infrarotsensor sowie die tollen<br />

Boomsound-Stereolautsprecher gefallen.<br />

AUSSTATTUNG (je höher, desto besser) <br />

Android 4.0<br />

Display<br />

3,5", 320 x<br />

480 Pixel<br />

CPU<br />

Dualcore,<br />

0,6 GHz<br />

RAM<br />

512 Megabyte<br />

KAMERA<br />

5 Megapixel<br />

AKKU<br />

1.230 mAh<br />

Note 3,9<br />

Desire C<br />

Windows 8<br />

Display<br />

4", 480 x 800<br />

Pixel<br />

CPU<br />

Dualcore,<br />

1 GHz<br />

RAM<br />

512 Megabyte<br />

KAMERA<br />

5 Megapixel<br />

AKKU<br />

1.700 mAh<br />

Note 2,5<br />

Einsteiger-<br />

Tipp<br />

PREIS € 120 € 160<br />

8S<br />

22 www.spielefilmetechnik.de 08/13


marktübersicht <strong>Smartphone</strong>s: HTC TECHNIK<br />

Android 4.0<br />

Display<br />

3,7", 480 x<br />

800 Pixel<br />

CPU<br />

Singlecore,<br />

1 GHz<br />

RAM<br />

512 Megabyte<br />

KAMERA<br />

5 Megapixel<br />

AKKU<br />

1.500 mAh<br />

Android 4.1<br />

via Update<br />

Display<br />

4", 480 x 800<br />

Pixel<br />

CPU<br />

Dualcore,<br />

1 GHz<br />

RAM<br />

768 Megabyte<br />

KAMERA<br />

5 Megapixel<br />

AKKU<br />

1.650 mAh<br />

Note 2,6<br />

Windows 8<br />

Display<br />

4,3", 720 x<br />

1.280 Pixel<br />

CPU<br />

Dualcore,<br />

1,5 GHz<br />

RAM<br />

1 Gigabyte<br />

KAMERA<br />

8 Megapixel<br />

AKKU<br />

1.800 mAh<br />

Note 1,6<br />

Android 4.1<br />

Display<br />

4,3", 480 x<br />

800 Pixel<br />

CPU<br />

Dualcore,<br />

1 GHz<br />

RAM<br />

768 Megabyte<br />

KAMERA<br />

5 Megapixel<br />

AKKU<br />

1.620 mAh<br />

die Tasche greifen, denn mit einem aktuellen<br />

Internetpreis von 530 Euro ist das<br />

One das teuerste Android-Handy überhaupt<br />

und steht deshalb auch ganz rechts<br />

in unserer Grafik. Lediglich Apples iPhone<br />

5 kostet mit aktuell rund 570 Euro noch<br />

mehr als HTCs Flaggschiff. Das zweite<br />

High-End-<strong>Smartphone</strong> im HTC-Sortiment<br />

ist das Butterfly, dessen Veröffentlichung<br />

hierzulande etwas unterging und das sich<br />

ohne LTE und NFC technisch hinter dem<br />

One einordnet. Dafür ist das Display mit<br />

fünf Zoll minimal größer als beim Schwestermodell<br />

und statt der Ultrapixel-Kamera<br />

kommt eine 8-Megapixel-Knipse zum<br />

Einsatz. Das in Bezug auf Preis und Leistung<br />

attraktivste Gerät ist auch bei HTC<br />

ein Handy mit Microsofts mobilem<br />

Betriebssystem, nämlich das Windows<br />

Phone 8X. Für 220 Euro bekommen Sie<br />

ein Telefon mit HD-Display, einer leistungsfähigen<br />

Dualcore-CPU sowie einer<br />

ordentlichen 8-Megapixel-Kamera, müssen<br />

dafür aber das noch nicht ganz so<br />

ausgereifte und vor allem in puncto App-<br />

Auswahl noch hinterherhinkende<br />

Microsoft-Betriebssystem in Kauf nehmen.<br />

Android-Fans empfehlen wir entweder<br />

das One X+, das mit rund 400 Euro<br />

allerdings auch nicht ganz günstig ist,<br />

oder das 290 Euro teure One S, für das<br />

jedoch <strong>–</strong> wie HTC kürzlich verlauten ließ<br />

Große High-End-Auswahl<br />

Die Einsteiger-<strong>Smartphone</strong>s von HTC sind nur bedingt zu empfehlen,<br />

dafür ist die Auswahl im High-End-Bereich äußerst groß.<br />

Die meiste Ausstattung fürs Geld gibt’s beim Windows-Handy<br />

8X, aber auch das One S bietet viel <strong>Smartphone</strong> fürs Geld.<br />

Android 4.1<br />

Display<br />

4,3", 540 x<br />

960 Pixel<br />

CPU<br />

Dualcore,<br />

1,5 GHz<br />

RAM<br />

1 Gigabyte<br />

KAMERA<br />

8 Megapixel<br />

AKKU<br />

1.650 mAh<br />

Note 1,7<br />

Android 4.1<br />

via Update<br />

Display<br />

4,3", 480 x<br />

800 Pixel<br />

CPU<br />

Dualcore,<br />

1,2 GHz<br />

RAM<br />

1 Gigabyte<br />

KAMERA<br />

5 Megapixel<br />

AKKU<br />

1.800 mAh<br />

Note 2,7<br />

Android 4.1<br />

via Update<br />

Display<br />

4,7", 720 x<br />

1.280 Pixel<br />

CPU<br />

Quadcore,<br />

1,5 GHz<br />

RAM<br />

1 Gigabyte<br />

KAMERA<br />

8 Megapixel<br />

AKKU<br />

1.800 mAh<br />

Note 1,6<br />

<strong>–</strong> wohl keine weiteren Android-Updates<br />

mehr kommen werden. Im Einsteigerbereich<br />

hat HTC nur wenig attraktive Geräte<br />

im Angebot, das mit 120 Euro günstigste<br />

Gerät, das Desire C, ist aufgrund seiner<br />

veralteten OS-Version und der schwachbrüstigen<br />

Hardware nicht zu empfehlen.<br />

Fürs gleiche Geld gibt es bei anderen Herstellern<br />

deutlich leistungsfähigere Telefone,<br />

weshalb <strong>Smartphone</strong>-Neueinsteiger<br />

sich besser dort umsehen sollten. (ps)<br />

Android 4.1<br />

via Update<br />

Display<br />

4,7", 720 x<br />

1.280 Pixel<br />

CPU<br />

Dualcore,<br />

1,5 GHz<br />

RAM<br />

1 Gigabyte<br />

KAMERA<br />

8 Megapixel<br />

AKKU<br />

1.800 mAh<br />

Note 1,7<br />

Android 4.1<br />

via Update<br />

Display<br />

4,7", 720 x<br />

1.280 Pixel<br />

CPU<br />

Quadcore,<br />

1,7 GHz<br />

RAM<br />

1 Gigabyte<br />

KAMERA<br />

8 Megapixel<br />

AKKU<br />

2.100 mAh<br />

Note 1,4<br />

Android 4.1<br />

4.2 geplant<br />

Display<br />

5", 1.080 x<br />

1.920 Pixel<br />

CPU<br />

Quadcore,<br />

1,5 GHz<br />

RAM<br />

2 Gigabyte<br />

KAMERA<br />

8 Megapixel<br />

AKKU<br />

2.020 mAh<br />

Android 4.2<br />

via Update<br />

Display<br />

4,7", 1.080 x<br />

1.920 Pixel<br />

CPU<br />

Quadcore,<br />

1,7 GHz<br />

RAM<br />

2 Gigabyte<br />

KAMERA<br />

4 „Ultrapixel“<br />

AKKU<br />

2.300 mAh<br />

Note 1,1<br />

Note 3,6<br />

Preis-Leistungs-<br />

Tipp<br />

Top-<br />

Modell<br />

€ 180 € 180 € 220<br />

NFC<br />

€ 260 € 290 € 320 € 330 € 380 € 400 € 500 € 530<br />

NFC<br />

LTE<br />

NFC<br />

NFC<br />

LTE<br />

NFC<br />

NFC<br />

LTE<br />

One V Desire X 8X Desire SV One S One SV LTE One X ONE XL HTC ONE X+<br />

Butterfly<br />

One<br />

08/13 www.spielefilmetechnik.de 23


TECHNIK<br />

marktübersicht smartphones: Sony<br />

Comeback<br />

des Jahres<br />

<strong>Smartphone</strong>s Innerhalb kürzester<br />

Zeit entwickelte sich der japanische<br />

Mega-Konzern von der grauen<br />

<strong>Smartphone</strong>-Maus zurück zum Big<br />

Player. Wir präsentieren die Highlights<br />

aus dem Sony-Sortiment.<br />

Die Überraschung war groß, als ausgerechnet<br />

Sony auf der CES Anfang<br />

des Jahres als erster Hersteller überhaupt<br />

mit dem Xperia Z ein Full-HD-<strong>Smartphone</strong><br />

vorstellte, das noch dazu mit absoluter<br />

Top-Hardware gespickt war. Seit der<br />

Trennung von Ericsson dümpelte das<br />

<strong>Smartphone</strong>-Geschäft der Japaner nämlich<br />

eher vor sich hin und gerade im letzten Jahr<br />

gab es eigentlich kein echtes Highlight.<br />

Zwar brachte man mit dem Xperia T, dem<br />

Xperia Ion und auch dem Xperia S drei<br />

durchaus gute Handys auf den Markt,<br />

unverständlicherweise verbaute Sony aber<br />

in keinem seiner Topgeräte eine Quadcore-<br />

CPU, weshalb die genannten Modelle<br />

besonders in puncto Performance den Spitzenhandys<br />

anderer Hersteller ein ganzes<br />

Stück hinterherhinkten. Das änderte sich<br />

schlagartig mit der Veröffentlichung des<br />

Xperia Z, denn mit seinem High-End-Telefon<br />

bewies Sony deutlich, dass man auch<br />

auf höchstem Niveau mitmischen kann und<br />

will. Auch wenn Samsung und HTC mit<br />

ihren Flaggschiffen mittlerweile am Z vorbeigezogen<br />

sind, hält sich Sonys Top-<br />

Modell nach wie vor tapfer auf Platz 3 unserer<br />

Charts. <strong>Der</strong> Nachfolger zum aktuellen<br />

Flaggschiff steht übrigens schon in den<br />

Startlöchern, denn im Herbst wird Sony das<br />

Xperia Z Ultra (Kasten unten) veröffentlichen,<br />

das die Android-Krone zurück nach<br />

Etwas Großes wird kommen<br />

Das Xperia Z erschien bereits Anfang des Jahres, deswegen ist es für Sony an der<br />

Zeit, rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft noch einmal nachzulegen. Mit dem Xperia<br />

Z Ultra bringt der japanische Hersteller voraussichtlich im September ein echtes<br />

Riesensmartphone auf den Markt, das die Grenzen zwischen Handy und Tablet weiter<br />

verschwimmen lässt. Mit einem 6,4-Zoll-Full-HD-Display, Qualcomms neuster<br />

Snapdragon-800-CPU und einem riesigen 3.000-mAh-Akku ist das neue High-End-<br />

Modell noch dazu sehr gut ausgestattet. Doch damit nicht genug, genau wie das<br />

Xperia Z wird auch das Z Ultra IP55/IP58-zertifiziert sein, sodass Sie das Telefon sogar<br />

gefahrlos mit in den Pool oder an den Strand nehmen können.<br />

AUSSTATTUNG (je höher, desto besser) <br />

Android 4.0<br />

Display<br />

3,2", 320 x<br />

480 Pixel<br />

CPU<br />

Singlecore,<br />

0,8 GHz<br />

RAM<br />

512 Megabyte<br />

KAMERA<br />

3 Megapixel<br />

AKKU<br />

1.450 mAh<br />

Android 4.1<br />

via Update<br />

Display<br />

3,5", 320 x<br />

480 Pixel<br />

CPU<br />

Singlecore,<br />

1 GHz<br />

RAM<br />

512 Megabyte<br />

KAMERA<br />

3 Megapixel<br />

AKKU<br />

1.500 mAh<br />

Einsteiger-<br />

Tipp<br />

Android 4.0<br />

Display<br />

3,5", 320 x<br />

480 Pixel<br />

CPU<br />

Singlecore,<br />

0,8 GHz<br />

RAM<br />

512 Megabyte<br />

KAMERA<br />

5 Megapixel<br />

AKKU<br />

1.500 mAh<br />

Android 4.0<br />

via Update<br />

Display<br />

3,5", 480 x<br />

800 Pixel<br />

CPU<br />

Dualcore,<br />

1 GHz<br />

RAM<br />

512 Megabyte<br />

KAMERA<br />

5 Megapixel<br />

AKKU<br />

1.290 mAh<br />

Android 4.0<br />

via Update<br />

Display<br />

3,7", 480 x<br />

800 Pixel<br />

CPU<br />

Dualcore,<br />

1 GHz<br />

RAM<br />

512 Megabyte<br />

KAMERA<br />

5 Megapixel<br />

AKKU<br />

1.320 mAh<br />

Note 3,0<br />

PREIS € 100<br />

€ 120 € 140 € 150 € 160<br />

NFC<br />

Xperia<br />

tipo<br />

Xperia<br />

E<br />

Xperia<br />

miro<br />

Xperia<br />

U<br />

Xperia<br />

sola<br />

24 www.spielefilmetechnik.de 08/13


Marktübersicht smartphones: Sony TECHNIK<br />

Japan holen soll. Doch zurück zum aktuellen<br />

Sortiment: Dort rangiert das ZL, ein<br />

nahezu identisch ausgestattetes Schwestermodell<br />

des Xperia Z, an der Spitze der<br />

Preisskala. Im Gegensatz zu Letzterem verzichtet<br />

das ZL allerdings auf das hübsche<br />

Mineralglas-Gehäuse und ist außerdem<br />

nicht vor Wasser, Schmutz und Staub<br />

geschützt. Obendrein ist das Z auch noch<br />

günstiger, weswegen Sie im Zweifelsfall<br />

gleich das Flaggschiff und nicht das ZL kaufen<br />

sollten. Das Preis-Leistungs-Highlight<br />

im Sony-Sortiment ist das Xperia P, für 200<br />

Euro erhalten Sie hier ein qHD-Display (540<br />

x 960 Pixel), eine gute 8-Megapixel-Kamera<br />

sowie die aktuelle Android-Version 4.1.<br />

Ebenfalls sehr viel <strong>Smartphone</strong> fürs Geld<br />

bietet das Xperia SP, das uns beim Test in<br />

der letzten Ausgabe absolut überzeugen<br />

konnte. Zwar arbeitet im 4,6-Zoll-Handy nur<br />

Android 4.0<br />

4.1 geplant<br />

Display<br />

4", 480 x 800<br />

Pixel<br />

CPU<br />

Singlecore,<br />

1 GHz<br />

RAM<br />

512 Megabyte<br />

KAMERA<br />

5 Megapixel<br />

AKKU<br />

1.700 mAh<br />

Note 3,6<br />

Android 4.1<br />

via Update<br />

Display<br />

3,5", 320 x<br />

480 Pixel<br />

CPU<br />

Dualcore,<br />

1 GHz<br />

RAM<br />

512 Megabyte<br />

KAMERA<br />

5 Megapixel<br />

AKKU<br />

1.305 mAh<br />

Android 4.1<br />

via Update<br />

Display<br />

4", 540 x 960<br />

Pixel<br />

CPU<br />

Dualcore,<br />

1 GHz<br />

RAM<br />

1 Gigabyte<br />

KAMERA<br />

8 Megapixel<br />

AKKU<br />

1.305 mAh<br />

Note 1,9<br />

Android 4.1<br />

via Update<br />

Display<br />

4", 480 x 800<br />

Pixel<br />

CPU<br />

Dualcore,<br />

1,5 GHz<br />

RAM<br />

1 Gigabyte<br />

KAMERA<br />

8 Megapixel<br />

AKKU<br />

1.700 mAh<br />

Note 2,1<br />

Sehr ausgewogenes Line-up<br />

Unser Preis-Leistungs-Tipp ist das Xperia S, denn ein HD-<strong>Smartphone</strong> für<br />

unter 300 Euro finden Sie nur selten. Einsteiger sollten einen Blick auf die<br />

Xperia-Modelle E, U, J und Sola werfen.<br />

Android 4.1<br />

via Update<br />

Display<br />

4,55", 720 x<br />

1.280 Pixel<br />

CPU<br />

Dualcore,<br />

1,5 GHz<br />

RAM<br />

1 Gigabyte<br />

KAMERA<br />

13 Megapixel<br />

AKKU<br />

1.850 mAh<br />

Note 1,8<br />

Android 4.1<br />

via Update<br />

Display<br />

4,55", 720 x<br />

1.280 Pixel<br />

CPU<br />

Dualcore,<br />

1,5 GHz<br />

RAM<br />

1 Gigabyte<br />

KAMERA<br />

12 Megapixel<br />

AKKU<br />

1.950 mAh<br />

Note 1,8<br />

Android 4.1<br />

via Update<br />

Display<br />

4,3", 720 x<br />

1.280 Pixel<br />

CPU<br />

Dualcore,<br />

1,5 GHz<br />

RAM<br />

1 Gigabyte<br />

KAMERA<br />

12 Megapixel<br />

AKKU<br />

1.750 mAh<br />

Note 1,9<br />

eine Dualcore-CPU, die lieferte in den<br />

Benchmarks aber bessere Ergebnisse als<br />

so manche Quadcore-Recheneinheiten<br />

anderer Hersteller. Dazu gibt es ein schönes<br />

HD-Display sowie einen ordentlichen<br />

1.750-mAh-Akku für nur 330 Euro. Auch<br />

das Einsteiger-Segment ist bei Sony gut<br />

besetzt, besonders empfehlenswert ist hier<br />

das rund 120 Euro teure Xperia E, auf dem<br />

bereits Android Jelly Bean (4.1) läuft. Die<br />

übrige Ausstattung mit 3-Megapixel-Kamera<br />

und Singlecore-CPU ist üblich für diese<br />

Preisklasse, immerhin spendiert Sony aber<br />

512 MB RAM, bei der Konkurrenz gibt es<br />

da meist weniger. Falls Sie ein extrem<br />

robustes Handy suchen, lassen Sie sich<br />

von der geringen Ausstattung des Xperia<br />

Go nicht täuschen. Zwar ist die Hardware<br />

für den Preis eher dürftig, dafür ist das Telefon<br />

aber extrem robust und trotzt Stürzen,<br />

Tauchgängen, Verschmutzungen und<br />

sonstigen Widrigkeiten. (ps)<br />

Android 4.1<br />

Display<br />

4,6", 720 x<br />

1.280 Pixel<br />

CPU<br />

Dualcore,<br />

1,7 GHz<br />

RAM<br />

1 Gigabyte<br />

KAMERA<br />

8 Megapixel<br />

AKKU<br />

2.370 mAh<br />

Note 1,6<br />

Android 4.1<br />

via Update<br />

Display<br />

4,3", 720 x<br />

1.280 Pixel<br />

CPU<br />

Dualcore,<br />

1,5 GHz<br />

RAM<br />

1 Gigabyte<br />

KAMERA<br />

13 Megapixel<br />

AKKU<br />

1.750 mAh<br />

Note 1,9<br />

Android 4.2<br />

via Update<br />

Display<br />

5", 1.080 x<br />

1.920 Pixel<br />

CPU<br />

Quadcore,<br />

1,5 GHz<br />

RAM<br />

2 Gigabyte<br />

KAMERA<br />

13 Megapixel<br />

AKKU<br />

2.330 mAh<br />

Note 1,3<br />

Android 4.2<br />

via Update<br />

Display<br />

5", 1.080 x<br />

1.920 Pixel<br />

CPU<br />

Quadcore,<br />

1,5 GHz<br />

RAM<br />

2 Gigabyte<br />

KAMERA<br />

13 Megapixel<br />

AKKU<br />

2.370 mAh<br />

Note 3,8<br />

Preis-Leistungs-<br />

Tipp<br />

Top-<br />

Modell<br />

€ 170 € 190 € 200 € 240 € 280 € 280 € 280 € 330 € 340<br />

€ 460<br />

€ 480<br />

OUTDOOR<br />

NFC<br />

NFC<br />

NFC<br />

NFC<br />

NFC<br />

NFC<br />

NFC<br />

LTE<br />

NFC<br />

LTE<br />

NFC<br />

LTE<br />

Xperia<br />

J<br />

Xperia<br />

go<br />

Xperia<br />

P<br />

Xperia<br />

L<br />

Xperia<br />

T<br />

Xperia<br />

Ion<br />

Xperia<br />

S<br />

Xperia<br />

SP<br />

Xperia<br />

V<br />

Xperia<br />

Z<br />

Xperia<br />

ZL<br />

08/13 www.spielefilmetechnik.de 25


TECHNIK<br />

marktübersicht smartphones: LG Electronics<br />

Das Beste<br />

kommt später<br />

<strong>Smartphone</strong>s Auch wenn LG<br />

aktuell (noch) kein absolutes<br />

Highlight-<strong>Smartphone</strong> anbietet,<br />

finden sich einige vor allem preislich<br />

sehr attraktive Geräte im<br />

sortiment der Koreaner.<br />

Für LG kommt unsere Marktübersicht<br />

denkbar ungelegen, denn zum aktuellen<br />

Zeitpunkt fehlen im Aufgebot<br />

die echten Top-Smart phones. In diesem<br />

Jahr präsentierten die Koreaner mit der<br />

LII-Serie hauptsächlich Einsteiger- und<br />

Mitteklasse-Handys sowie mit dem Optimus<br />

G ein sehr gutes Oberklasse-Gerät,<br />

das technisch aber nicht mit der absoluten<br />

Android-Spitze mithalten kann. Das<br />

wird sich demnächst auf jeden Fall<br />

ändern, denn mit dem Optimus G2 soll<br />

schon sehr bald ein Nachfolger auf den<br />

Markt kommen, der nach aktuellem Stand<br />

Anfang August vorgestellt wird. Alle relevanten<br />

Gerüchte und Informationen zum<br />

neuen Flaggschiff haben wir in einem<br />

Kasten auf dieser Seite für Sie zusammengefasst.<br />

Wirft man einen Blick auf<br />

das aktuelle Line-up, fallen vor allem die<br />

vergleichsweise niedrigen Preise ins<br />

Auge. Tatsächlich ist LG mit einem Gerätedurchschnittspreis<br />

von rund 207 Euro<br />

der günstigste aller Hersteller im Testfeld.<br />

Das hat LG nicht nur der <strong>große</strong>n Auswahl<br />

an Einsteiger- und Mittelklasse-<strong>Smartphone</strong>s<br />

zu verdanken, sondern auch der<br />

Tatsache, dass sich mit dem Nexus 4 und<br />

dem Optimus G zwei Oberklasse-Handys<br />

in ihrem Sortiment befinden, die deutlich<br />

günstiger sind als technisch vergleichbare<br />

Geräte anderer Hersteller. Das Nexus<br />

Neues Flaggschiff im Anmarsch<br />

?<br />

Noch sind keine finalen Spezifikationen für<br />

das Optimus G2 bekannt, auch offizielle<br />

Pressebilder gab es zum Redaktionsschluss<br />

leider nicht. Ersten (angeblich echten) Fotos<br />

nach zu urteilen wird sich das G2 äußerlich<br />

aber an seinem Vorgängermodell orientieren.<br />

Bestätigt wurde seitens LG immerhin<br />

die Tatsache, dass das neue Flaggschiff von<br />

Qualcomms rasend schneller Snapdragon-<br />

800-Quadcore-CPU angetrieben wird. Man<br />

muss außerdem kein Prophet sein, um vorherzusagen,<br />

dass LG dem G2 ein Full-HD-<br />

Display spendieren wird. Die Größe des<br />

Bildschirms wird nach aktuellen Vermutungen<br />

bei 5,2 Zoll liegen. Laut der Gerüchteküche<br />

wird das <strong>Smartphone</strong> außerdem so<br />

dünn sein, dass LG unter anderem die Tasten<br />

für die Lautstärkeregelung auf der Geräterückseite<br />

unterbringen wird. Ob sich diese<br />

Gerüchte bewahrheiten und welche Überraschungen<br />

das Optimus G2 noch in petto hat,<br />

erfahren wir spätestens Anfang August,<br />

dann findet nämlich in New York die offzielle<br />

Präsentation statt.<br />

AUSSTATTUNG (je höher, desto besser) <br />

PREIS <br />

Android 2.3<br />

Display<br />

3,2", 240 x<br />

320 Pixel<br />

CPU<br />

Singlecore,<br />

0,8 GHz<br />

RAM<br />

384 Megabyte<br />

KAMERA<br />

3 Megapixel<br />

AKKU<br />

1.540 mAh<br />

Optimus<br />

L3<br />

Android 4.1<br />

Display<br />

3,2", 240 x<br />

320 Pixel<br />

CPU<br />

Singlecore,<br />

1 GHz<br />

RAM<br />

512 Megabyte<br />

KAMERA<br />

3 Megapixel<br />

AKKU<br />

1.540 mAh<br />

Note 4,1<br />

Optimus<br />

L3 II<br />

Android 4.1<br />

via Update<br />

Display<br />

4", 320 x 480<br />

Pixel<br />

CPU<br />

Singlecore,<br />

0,8 GHz<br />

RAM<br />

512 Megabyte<br />

KAMERA<br />

5 Megapixel<br />

AKKU<br />

1.500 mAh<br />

Optimus<br />

L5<br />

Android 4.1<br />

via Update<br />

Display<br />

4,3", 480 x<br />

800 Pixel<br />

CPU<br />

Singlecore,<br />

1 GHz<br />

RAM<br />

512 Megabyte<br />

KAMERA<br />

5 Megapixel<br />

AKKU<br />

1.700 mAh<br />

Note 3,5<br />

€ 80 € 90<br />

€ 120 € 150<br />

NFC<br />

NFC<br />

Optimus<br />

L7<br />

26 www.spielefilmetechnik.de 08/13


marktübersicht smartphones: LG Electronics TECHNIK<br />

4 nimmt auch noch eine zweite Sonderstellung<br />

ein, denn es wird offiziell gar<br />

nicht von LG vertrieben, sondern von<br />

Google. Da die Koreaner das <strong>Smartphone</strong><br />

jedoch selbst herstellen, haben wir es mit<br />

aufgenommen. Neben dem Google-Handy<br />

finden sich auch zwei echte Exoten im<br />

Sortiment: Da wäre zum einen das Optimus<br />

3D Max, das letzte verbliebene<br />

<strong>Smartphone</strong> mit 3D-Display. Zum anderen<br />

führt LG auch das Optimus Vu, das<br />

als einziges Android-Gerät einen 5-Zoll-<br />

Bildschirm im ungewöhnlichen 4:3-Format<br />

hat. Wenn Sie die untenstehende<br />

Grafik genauer betrachten, sollten Ihnen<br />

zwei echte Preis-Leistungs-Granaten auffallen,<br />

nämlich das Optimus True HD LTE<br />

und das Optimus 4X HD. Beide haben ein<br />

HD-Display, eine 8-Megapixel-Kamera<br />

sowie ein Gigabyte RAM. Das True HD<br />

Android 4.1<br />

Display<br />

4,0", 480 x<br />

800 Pixel<br />

CPU<br />

Singlecore,<br />

1 GHz<br />

RAM<br />

512 Megabyte<br />

KAMERA<br />

5 MP<br />

AKKU<br />

1.700 mAh<br />

Android 4.0<br />

via Update<br />

Display<br />

4,5", 720 x<br />

1.280 Pixel<br />

CPU<br />

Dualcore,<br />

1,5 GHz<br />

RAM<br />

1 Gigabyte<br />

KAMERA<br />

8 MP<br />

AKKU<br />

1.830 mAh<br />

Android 4.1<br />

Display<br />

4,3", 480 x<br />

800 Pixel<br />

CPU<br />

Dualcore,<br />

1 GHz<br />

RAM<br />

768 Megabyte<br />

KAMERA<br />

8 Megapixel<br />

AKKU<br />

2.460 mAh<br />

Note 2,4<br />

Android 4.1<br />

via Update<br />

Display<br />

4,7", 540 x<br />

960 Pixel<br />

CPU<br />

Dualcore,<br />

1 GHz<br />

RAM<br />

1 Gigabyte<br />

KAMERA<br />

5 Megapixel<br />

AKKU<br />

2.150 mAh<br />

Note 2,2<br />

LTE unterstützt außerdem <strong>–</strong> wie der Name<br />

vermuten lässt <strong>–</strong> den mobilen Datenturbo<br />

LTE, wird allerdings nur von einer 1,5-<br />

GHz Dualcore-CPU angetrieben und läuft<br />

mit der nicht mehr taufrischen Android-<br />

Version 4.0 (Ice Cream Sandwich). Für<br />

das 4X HD ist mittlerweile ein Jelly-Bean-<br />

Update verfügbar, außerdem arbeitet im<br />

Inneren des Telefons Nvidias Quadcore-<br />

CPU Tegra 3. Mit einem Preis von nur<br />

rund 240 Euro ist das Optimus 4X HD<br />

Viel Phone fürs Geld<br />

Preislich besonders interessant sind die Modelle 4X HD sowie True<br />

HD LTE, doch auch das von Google verkaufte Nexus 4 sowie das<br />

Optimus G sind sehr empfehlenswerte <strong>Smartphone</strong>s.<br />

Android 4.0<br />

4.1 geplant<br />

Display<br />

5", 768 x<br />

1.024 Pixel<br />

CPU<br />

Quadcore,<br />

1,5 GHz<br />

RAM<br />

1 Gigabyte<br />

KAMERA<br />

8 Megapixel<br />

AKKU<br />

2.080 mAh<br />

Note 2,0<br />

Android 4.0<br />

3D-Display<br />

4,3", 480 x<br />

800 Pixel<br />

CPU<br />

Dualcore,<br />

1,2 GHz<br />

RAM<br />

1 Gigabyte<br />

3D-KAMERA<br />

5 Megapixel<br />

AKKU<br />

1.520 mAh<br />

Note 2,9<br />

Android 4.1<br />

via Update<br />

Display<br />

4,7", 720 x<br />

1.280 Pixel<br />

CPU<br />

Quadcore,<br />

1,5 GHz<br />

RAM<br />

1 Gigabyte<br />

KAMERA<br />

8 Megapixel<br />

AKKU<br />

2.150 mAh<br />

Note 1,5<br />

einer der attraktivsten Androiden überhaupt<br />

und auch das True HD LTE bietet<br />

bei einem Preis von 190 Euro enorm viel<br />

Ausstattung fürs Geld. Schnäppchenjäger<br />

sollten mit einem Kauf aber nicht zu<br />

lange warten, denn mit der bevorstehenden<br />

Veröffentlichung des neuen Flaggschiffs<br />

Optimus G2 könnte es durchaus<br />

passieren, dass einige der älteren und<br />

enorm güns tigen Geräte vom Markt verschwinden.<br />

(ps)<br />

Android 4.0<br />

via Update<br />

Display<br />

4,3", 480 x<br />

800 Pixel<br />

CPU<br />

Dualcore,<br />

1 GHz<br />

RAM<br />

1 Gigabyte<br />

KAMERA<br />

8 Megapixel<br />

AKKU<br />

1.540 mAh<br />

Note 2,6<br />

Android 4.1<br />

Display<br />

4,3", 540 x<br />

960 Pixel<br />

CPU<br />

Dualcore,<br />

1,2 GHz<br />

RaM<br />

1 Gigabyte<br />

KAMERA<br />

5 Megapixel<br />

AKKU<br />

2.150 mAh<br />

Android 4.2<br />

4.3 geplant<br />

Display<br />

4,7", 720 x<br />

1.280 Pixel<br />

CPU<br />

Quadcore,<br />

1,5 GHz<br />

RAM<br />

2 Gigabyte<br />

KAMERA<br />

8 Megapixel<br />

AKKU<br />

2.100 mAh<br />

Note 1,6<br />

Android 4.1<br />

4.2 geplant<br />

Display<br />

4,7", 720 x<br />

1.280 Pixel<br />

CPU<br />

Quadcore,<br />

1,5 GHz<br />

RAM<br />

2 Gigabyte<br />

KAMERA<br />

13 Megapixel<br />

AKKU<br />

2.100 mAh<br />

Note 1,4<br />

Note 3,3<br />

Einsteiger-<br />

Tipp<br />

Preis-Leistungs-<br />

Tipp<br />

Top-<br />

Modell<br />

€ 160 € 190 € 200 € 220 € 220 € 240 € 240 € 270 € 300 € 300 € 330<br />

NFC<br />

LTE<br />

NFC<br />

NFC<br />

LTE<br />

3D<br />

NFC<br />

NFC<br />

LTE<br />

NFC<br />

NFC<br />

LTE<br />

OPtimus<br />

L5 II<br />

Optimus<br />

True HD LTE<br />

Optimus<br />

L7 II<br />

Optimus<br />

L9<br />

Optimus<br />

Vu<br />

Optimus<br />

3d Max<br />

optimus<br />

4X hd<br />

Prada phone<br />

by LG 3.0<br />

optimus<br />

f5<br />

nexus<br />

4<br />

optimus<br />

g<br />

08/13 www.spielefilmetechnik.de 27


TECHNIK<br />

marktübersicht smartphones: Huawei<br />

Aufstiegs-Aspirant<br />

<strong>Smartphone</strong>s Von wegen Günstig-<br />

Hersteller <strong>–</strong> Huawei hat sich in kürzester<br />

Zeit einen Namen auf dem<br />

Android-Markt gemacht und will in<br />

Zukunft sogar noch höher hinaus.<br />

Die Entwicklung von Huawei in den<br />

letzten Jahren ist durchaus beeindruckend.<br />

War der chinesische<br />

Konzern einst doch hauptsächlich durch<br />

seine WLAN- und USB-Sticks bekannt, ist<br />

er mittlerweile zu einem der weltweit größten<br />

<strong>Smartphone</strong>-Hersteller gereift. Zwar<br />

fährt Huawei einen beträchtlichen Teil seiner<br />

Erfolge noch auf dem heimischen<br />

Markt ein, trotzdem sind die Chinesen<br />

auch in der restlichen Welt mittlerweile auf<br />

dem Vormarsch. In Deutschland begann<br />

die Erfolgsgeschichte mit dem Ideos X3,<br />

einem Einsteiger-<strong>Smartphone</strong>, das für<br />

unter 100 Euro verkauft wurde und aufgrund<br />

dieses Preispunktes natürlich <strong>große</strong>n<br />

Anklang fand. Da überrascht es<br />

wenig, dass Huawei dem Ideos X3 noch<br />

einige weitere Günstig-<strong>Smartphone</strong>s folgen<br />

ließ. Die drei jüngsten Modelle (Y200,<br />

Y201 Pro und Y300) finden Sie auch in<br />

unserer Infografik. Auf dem letztjährigen<br />

Mobile World Congress wurde bereits klar,<br />

dass Huawei sich von seinem Ruf als<br />

Günstig-Hersteller lösen möchte, denn<br />

dort präsentierte man mit dem Ascend D1<br />

Quad XL eines der ersten Quadcore-<br />

<strong>Smartphone</strong>s überhaupt. Noch dazu sollte<br />

das High-End-Handy nicht wie die Konkurrenz<br />

mit einem Prozessor von Nvidia<br />

Das dünnste <strong>Smartphone</strong> der Welt<br />

Wie lange Huaweis Ascend P6 diesen Titel halten kann, wird sich zeigen, aber<br />

aktuell ist es mit einer Dicke von nur 6,18 Millimetern das flachste <strong>Smartphone</strong><br />

überhaupt. Auf leistungsstarke Hardware müssen Käufer des P6 aber trotzdem<br />

nicht verzichten, denn das 4,7-Zoll-Display löst mit 720 x 1.280 Pixeln auf und im<br />

Inneren des Geräts arbeitet Huaweis selbst entwickelter K3V2-Quadcore-Chipsatz.<br />

Damit erreicht das Ascend P6 technisch zwar nicht das Niveau eines Samsung<br />

Galaxy S4 oder HTC One, ordnet sich aber trotzdem in der aktuellen <strong>Smartphone</strong>-<br />

Oberklasse ein. Abseits der ordentlichen Hardware will das P6 vor allem mit cleveren<br />

Features überzeugen, das auffälligste davon ist mit Sicherheit Huaweis<br />

eigene Benutzeroberfläche Emotion Ui, die beim neuen Modell in der Version 1.6<br />

vorinstalliert ist. Das Interface orientiert sich an Apples iOS, denn im Gegensatz zu<br />

den meisten anderen Launchern gibt es beim Emotion Ui keinen App-Drawer,<br />

sondern nur eine bestimmte Anzahl verschiedener Homescreens, auf denen Sie<br />

all Ihre Anwendungen und Widgets platzieren. Das Aussehen lässt sich ebenfalls<br />

mit nur wenigen Fingertipps nach eigenen Wünschen konfigurieren, außerdem<br />

stehen laut Huawei bereits über 100 vorgefertigte und herunterladbare Designs<br />

zur Auswahl. Abseits der cleveren Benutzeroberfläche bietet das Ascend P6 auch<br />

noch einige nützliche Kamerafeatures und Bildbearbeitungsoptionen. Außerdem<br />

sind, wie bei Huawei-<strong>Smartphone</strong>s üblich, bereits zahlreiche Apps vorinstalliert.<br />

Leider erreichte uns nicht rechtzeitig zum Redaktionsschluss ein Testgerät des P6,<br />

wir konnten uns aber bei der Präsentation in London bereits von der Qualität des<br />

Geräts überzeugen. Die Wertungstendenz geht ganz klar Richtung „sehr gut“,<br />

sodass wir Huaweis neues Flaggschiff, insbesondere in Verbindung mit dem fairen<br />

Preis, schon jetzt empfehlen können.<br />

AUSSTATTUNG (je höher, desto besser) <br />

Android 2.3<br />

Display<br />

3,5", 320 x<br />

480 Pixel<br />

CPU<br />

Singlecore,<br />

0,8 GHz<br />

RAM<br />

256 Megabyte<br />

KAMERA<br />

3 Megapixel<br />

AKKU<br />

1.400 mAh<br />

Note 4,4<br />

PREIS € 60<br />

Ascend<br />

Y200<br />

28 www.spielefilmetechnik.de 08/13


marktübersicht smartphones: Huawei<br />

TECHNIK<br />

oder Qualcomm veröffentlicht werden,<br />

sondern mit einem selbst entwickelten<br />

Chipsatz namens K3V2 laufen. Ganz so<br />

reibungslos funktionierte der Huawei-Aufstieg<br />

aber dann doch nicht, denn von der<br />

Vorstellung des Ascend D1 Quad XL bis<br />

zum endgültigen Marktstart verging fast<br />

ein Jahr <strong>–</strong> und zu diesem Zeitpunkt waren<br />

Quadcore-Handys im High-End-Bereich<br />

längst Standard. Trotzdem steckten die<br />

Chinesen nicht auf und brachten in diesem<br />

Jahr bereits vier sehr ordentlich ausgestattete<br />

Oberklasse-Telefone auf den<br />

Markt, darunter mit dem Ascend P6 (Kasten)<br />

auch das aktuell dünnste <strong>Smartphone</strong><br />

der Welt. Betrachtet man das Lineup<br />

im Ganzen, fällt schnell auf, dass ein<br />

echter Preis-Leistungs-Kracher fehlt.<br />

Stattdessen teilt sich das Sortiment ziemlich<br />

klar in Einsteiger- und Oberklasse-<br />

Handys auf, mit dem Ascend P1 als Übergangsgerät<br />

zwischen beiden Klassen.<br />

Dazu ist das Preisniveau bei allen Huawei-Smarpthones<br />

angenehm niedrig,<br />

bereits für 400 Euro bekommen Sie das<br />

Android 4.0<br />

Display<br />

3,5", 320 x<br />

480 Pixel<br />

CPU<br />

Singlecore,<br />

0,8 GHz<br />

RAM<br />

512 Megabyte<br />

KAMERA<br />

3 Megapixel<br />

AKKU<br />

1.400 mAh<br />

Android 4.1<br />

Display<br />

4,0", 480 x<br />

800 Pixel<br />

CPU<br />

Dualcore,<br />

1 GHz<br />

RAM<br />

512 Megabyte<br />

KAMERA<br />

5 Megapixel<br />

AKKU<br />

1.950 mAh<br />

Note 3,0<br />

Android 4.0<br />

Display<br />

4,0", 480 x<br />

800 Pixel<br />

CPU<br />

Dualcore,<br />

1 GHz<br />

RAM<br />

512 Megabyte<br />

KAMERA<br />

5 Megapixel<br />

AKKU<br />

1.500 mAh<br />

Note 2,7<br />

Windows 8<br />

Display<br />

4,0", 480 x<br />

800 Pixel<br />

CPU<br />

Dualcore,<br />

1,2 GHz<br />

RAM<br />

512 Megabyte<br />

KAMERA<br />

5 Megapixel<br />

AKKU<br />

1.950 mAh<br />

Note 2,6<br />

Android 4.1<br />

via Update<br />

Display<br />

4,3", 540 x<br />

960 Pixel<br />

CPU<br />

Dualcore,<br />

1,5 GHz<br />

RAM<br />

1 Gigabyte<br />

3D-KAMERA<br />

8 Megapixel<br />

AKKU<br />

1.800 mAh<br />

Note 1,9<br />

Android 4.0<br />

4.1 geplant<br />

Display<br />

4,5", 720 x<br />

1.280 Pixel<br />

CPU<br />

Quadcore,<br />

1,4 GHz<br />

RAM<br />

1 Gigabyte<br />

KAMERA<br />

8 Megapixel<br />

AKKU<br />

2.150 mAh<br />

Note 1,6<br />

Android 4.0<br />

via Update<br />

Display<br />

4,0", 480 x<br />

800 Pixel<br />

CPU<br />

Singlecore,<br />

1,4 GHz<br />

RAM<br />

512 Megabyte<br />

KAMERA<br />

8 Megapixel<br />

AKKU<br />

1.900 mAh<br />

Note 3,2<br />

neue Flaggschiff P6, bei dem Sie im Vergleich<br />

zu den absoluten Top-Geräten<br />

anderer Hersteller aber bei Performance<br />

und Display-Auflösung zurückstecken<br />

müssen. Trotzdem ist das P6 unsere<br />

uneingeschränkte Redaktionsempfehlung<br />

aus dem Huawei-Sortiment, der<br />

Preis gepaart mit der sehr ordentlichen<br />

Ausstattung machen das <strong>Smartphone</strong> zu<br />

einem äußerst attraktiven Gerät. Für Einsteiger<br />

ist dagegen das Y300 absolut zu<br />

empfehlen, auch wenn es mit 120 Euro<br />

etwas teurer ist als die Günstig-Handys<br />

der Konkurrenz. Dafür bekommen Sie<br />

beim Y300 aber ein höher auflösendes<br />

Display, eine Dualcore-CPU, eine 5-Megapixel-Kamera<br />

sowie die aktuelle Android-<br />

Version 4.1 <strong>–</strong> alles Features, die bei anderen<br />

Telefonen dieser Preisklasse meist<br />

nicht vorhanden sind. (ps)<br />

Steil nach oben<br />

Ein Flaggschiff für 400 Euro? Huawei macht’s möglich. Doch auch die anderen Top-Geräte<br />

können mit guter Hardware und fairen Preisen durchaus gefallen. Einsteigern empfehlen wir<br />

das Ascend Y300 oder das Windows-Phone Ascend W1.<br />

Android 4.0<br />

4.1 geplant<br />

Display<br />

4,5", 720 x<br />

1.280 Pixel<br />

CPU<br />

Quadcore,<br />

1,4 GHz<br />

RAM<br />

1 Gigabyte<br />

KAMERA<br />

8 Megapixel<br />

AKKU<br />

2.600 mAh<br />

Note 1,7<br />

Android 4.1<br />

Display<br />

6,1", 720 x<br />

1.280 Pixel<br />

CPU<br />

Quadcore,<br />

1,5 GHz<br />

RaM<br />

2 Gigabyte<br />

KAMERA<br />

8 Megapixel<br />

AKKU<br />

4.050 mAh<br />

Android 4.1<br />

Display<br />

4,7", 720 x<br />

1.280 Pixel<br />

CPU<br />

Quadcore,<br />

1,5 GHz<br />

RAM<br />

1 Gigabyte<br />

KAMERA<br />

13 Megapixel<br />

AKKU<br />

2.420 mAh<br />

Note 1,5 Note 1,5<br />

Android 4.2<br />

Display<br />

4,7", 720 x<br />

1.280 Pixel<br />

CPU<br />

Quadcore,<br />

1,5 GHz<br />

RAM<br />

2 Gigabyte<br />

KAMERA<br />

8 Megapixel<br />

AKKU<br />

2.000 mAh<br />

Note 4,1<br />

Einsteiger-<br />

Tipp<br />

Preis-Leistungs-<br />

Tipp<br />

Top-<br />

Modell<br />

€ 80 € 120<br />

€ 130<br />

€ 140<br />

€ 220<br />

€ 220 € 230 € 290 € 380 € 380 € 400<br />

NFC<br />

NFC<br />

NFC<br />

LTE (Cat 4)<br />

Ascend<br />

Y201 Pro<br />

Ascend<br />

Y300<br />

Ascend<br />

G330<br />

Ascend<br />

W1<br />

Ascend<br />

P1<br />

Ascend<br />

G615<br />

Honor<br />

Ascend<br />

D1 Quad XL<br />

Ascend<br />

Mate<br />

Ascend<br />

P2<br />

Ascend<br />

P6<br />

08/13 www.spielefilmetechnik.de 29


TECHNIK<br />

Marktübersicht <strong>Smartphone</strong>S: Nokia<br />

Fenster<br />

aus Finnland<br />

<strong>Smartphone</strong>s <strong>Der</strong> einstige Weltmarktführer<br />

hat in den letzten Jahren<br />

stark gelitten, möchte aber mit<br />

seinen Windows-Phone-Modellen<br />

wieder angreifen. Wir zeigen, was<br />

die Finnen zu bieten haben.<br />

Das kann Windows Phone 8<br />

Zwei Jahre ist es nun schon her,<br />

dass Nokia seinen Wechsel von<br />

Symbian zum mobilen Windows-<br />

Betriebssystem begonnen hat, doch die<br />

<strong>große</strong>n Erfolge und eine Rückkehr zu<br />

altem Glanz blieben dem finnischen<br />

Hersteller bislang verwehrt. Auf dem<br />

Weltmarkt ist man längst aus den Top 5<br />

gerutscht und findet sich dort mittlerweile<br />

hinter aufstrebenden asiatischen<br />

Firmen wie Huawei oder ZTE. In Westeuropa<br />

sieht es (noch) anders aus, mit<br />

einem Marktanteil von fünf Prozent<br />

(IDC-Studie für Q1 2013) hält man sich<br />

aktuell auf Platz 5, musste LG (8 Prozent)<br />

und Sony (10 Prozent) aber bereits<br />

passieren lassen. Apple (20 Prozent)<br />

und Samsung (45 Prozent) sind noch<br />

<strong>Der</strong> Sprung von Windows 7 zu<br />

Windows 8 war ein <strong>große</strong>r für<br />

Microsoft, zumindest bei den<br />

Desktop-Betriebssystemen. In<br />

der Windows-Phone-Welt fällt<br />

der Unterschied dagegen nicht<br />

ganz so gravierend aus. Die größte Verbesserung, nämlich die Lockerung der strengen Hardware-Limitierungen von<br />

Windows Phone 7, ist nicht einmal wirklich sichtbar. Windows 7 unterstützte lediglich Singlecore-CPUs, eine maximale<br />

Bildschirmauflösung von 480 x 800 Pixeln sowie 512 Megabyte RAM. Das ist auch der Grund, warum die meisten WP7-<br />

<strong>Smartphone</strong>s technisch nahezu identisch sind. Seit WP8 unterstützt das mobile Microsoft-OS jetzt endlich auch höhere<br />

Ausflösungen und schnellere Recheneinheiten, erste <strong>Smartphone</strong>s mit Dualcore-CPUs und HD-Displays sind auch längst<br />

auf dem Markt (Nokia Lumia 920 und 925, Samsung Ativ S, HTC 8X). Noch warten wir allerdings auf das erste Full-HD-<br />

Windows-<strong>Smartphone</strong>, auch eine Quadcore-CPU hat bislang kein Hersteller verbaut. Letztere ist beim Microsoft-Betriebssystem<br />

zumindest bislang auch aber gar nicht nötig, denn die Benutzeroberfläche läuft auch auf Einkern-CPUs butterweich<br />

und besonders anspruchsvolle <strong>Spiele</strong> gibt es für das Windows-OS bislang schlichtweg nicht. Damit wären wir auch schon<br />

beim größten Kritikpunkt von Windows Phone 8: Obwohl die Zahl der verfügbaren Apps stetig ansteigt, lag sie im Januar<br />

2013 bei gerade einmal 150.000 Anwendungen. Apples App Store (rund 900.000) und der Google Play Store (rund 850.000)<br />

waren zum gleichen Zeitpunkt um Lichtjahre voraus. Dass Windows Phone diese <strong>große</strong> Lücke jemals schließen können<br />

wird, halten wir für unwahrscheinlich, immerhin sind aber viele populäre Anwendungen wie etwa Whatsapp, Angry Birds,<br />

Fruit Ninja und Co. mittlerweile auch für WP8 verfügbar. Ein <strong>große</strong>r Vorteil des Windows-Phone-Stores ist außerdem, dass<br />

sich für eine Vielzahl von Apps zunächst eine kostenlose Probeversion herunterladen lässt, sodass Sie das entsprechende<br />

Programm erst einmal unverbindlich ausprobieren können, bevor Sie sich für einen Kauf entscheiden.<br />

einmal deutlich weiter voraus. Das ist<br />

natürlich ein sehr unbefriedigender<br />

Zustand für den einst größten Mobiltelefonhersteller<br />

der Welt, doch Nokia hat<br />

den Absturz der letzten Jahre auch<br />

durchaus selbst mit zu verantworten. Zu<br />

lange hielt man am hauseigenen<br />

Betriebssystem Symbian fest, das zu<br />

Zeiten von Android und iOS einfach<br />

nicht mehr konkurrenzfähig war, und<br />

auch die Entscheidung, exklusiv Windows-Handys<br />

zu entwickeln, ist wohl<br />

eher als unglücklich zu bezeichnen.<br />

Zwar holt das Microsoft-Betriebssystem<br />

in puncto Features und Apps stetig auf<br />

gegenüber den beiden <strong>große</strong>n Konkurrenten,<br />

auf die Verkaufszahlen für Windows-Handys<br />

hat sich das aber bislang<br />

nur sehr wenig ausgewirkt. Wo die Stärken<br />

und Schwächen der aktuellen Version<br />

Windows Phone 8 liegen, haben wir<br />

für Sie im Kasten links kompakt zusammengefasst.<br />

Doch nun zurück zu Nokia:<br />

Eines kann man den Finnen nämlich<br />

definitiv nicht vorwerfen und das sind<br />

mangelnde Bemühungen. Allein in den<br />

letzten anderthalb Jahren kamen stolze<br />

10 Lumia-Modelle auf den Markt, die<br />

aber sowohl beim Preis als auch bei der<br />

Ausstattung teilweise sehr nahe beieinander<br />

liegen. Trotzdem zeigt unsere<br />

Grafik einen eindeutigen Preis-Leistungs-Tipp,<br />

das Lumia 820. Letzteres ist<br />

bereits für rund 250 Euro bei diversen<br />

Internethändlern erhältlich und bietet<br />

dafür das aktuelle Betriebssystem Windows<br />

Phone 8 sowie eine für Microsofts<br />

Betriebssystem völlig ausreichende<br />

Dualcore-CPU. Auch auf eine 8-Megapixel-Kamera<br />

sowie Unterstützung für<br />

NFC und den flotten Mobilfunkstandard<br />

LTE müssen Sie nicht verzichten. Einzig<br />

das Display kann nicht vollends überzeugen,<br />

denn hier kommt die mittlerweile<br />

nicht mehr zeitgemäße Auflösung von<br />

480 x 800 Pixeln zum Einsatz. Wenn<br />

Ihnen diese zu niedrig ist, müssen Sie<br />

rund 50 Euro mehr investieren, dafür<br />

30 www.spielefilmetechnik.de 08/13


Marktübersicht <strong>Smartphone</strong>S: Nokia<br />

TECHNIK<br />

AUSSTATTUNG (je höher, desto besser) <br />

bekommen Sie dann bereits das Lumia<br />

920, Nokias aktuelles Flaggschiff. Zwar<br />

gibt es mit dem Lumia 925 seit Kurzem<br />

auch eine überarbeitete Version des<br />

920, technisch sind beide Geräte<br />

jedoch nahezu identisch. Lediglich die<br />

Optik hat sich stark verändert <strong>–</strong> diese<br />

allein kann aber den aktuellen Preisunterschied<br />

von stolzen 200 Euro nicht<br />

rechtfertigen. Falls Sie lieber günstig in<br />

die Windows-Phone-Welt hineinschnuppern<br />

möchten, müssen Sie<br />

sich vorher überlegen, ob Sie zwingend<br />

das neueste Betriebssystem<br />

Windows Phone 8 möchten oder<br />

auch mit der älteren und leider<br />

nicht updatebaren Version Windows<br />

Phone 7.8 leben können. Ist<br />

Letzteres der Fall, ist das Lumia<br />

710 für rund 110 Euro eine tolle Option,<br />

für ein Windows-Phone-8-Handy müssen<br />

Sie dagegen rund 50 Euro mehr<br />

investieren (Lumia 520). Das hat einen<br />

im Vergleich zum 710 schnelleren Dualcore-Prozessor<br />

sowie ein 0,3 Zoll größeres<br />

Display, die übrigen technischen<br />

Daten sind quasi identisch. (ps)<br />

PREIS <br />

Windows 7.8<br />

via Update<br />

Display<br />

3,8", 480 x<br />

800 Pixel<br />

CPU<br />

Singlecore,<br />

1,4 GHz<br />

RAM<br />

512 Megabyte<br />

KAMERA<br />

5 Megapixel<br />

AKKU<br />

1.300 mAh<br />

Kein test<br />

Windows 7.8<br />

via Update<br />

Display<br />

3,7", 480 x<br />

800 Pixel<br />

CPU<br />

Singlecore,<br />

1 GHz<br />

RAM<br />

512 Megabyte<br />

KAMERA<br />

5 Megapixel<br />

AKKU<br />

1.300 mAh<br />

Note 3,7<br />

Windows 8<br />

Display<br />

3,4", 480 x<br />

800 Pixel<br />

CPU<br />

Dualcore,<br />

1 GHz<br />

RAM<br />

512 Megabyte<br />

KAMERA<br />

5 Megapixel<br />

AKKU<br />

1.430 mAh<br />

Note 2,9<br />

Einsteiger-<br />

Tipp<br />

Lumia 1020 <strong>–</strong> 41 Megapixel für die Hosentasche<br />

Windows 8<br />

Display<br />

3,8", 480 x<br />

800 Pixel<br />

CPU<br />

Dualcore,<br />

1 GHz<br />

RAM<br />

512 Megabyte<br />

KAMERA<br />

5 Megapixel<br />

AKKU<br />

1.300 mAh<br />

Windows 7.8<br />

via Update<br />

Display<br />

3,7", 480 x<br />

800 Pixel<br />

CPU<br />

Singlecore,<br />

1,4 GHz<br />

RAM<br />

512 Megabyte<br />

KAMERA<br />

8 Megapixel<br />

AKKU<br />

1.450 mAh<br />

Kein test Note 3,2<br />

Kurz vor Redaktionsschluss präsentierte Nokia mit dem Lumia 1020 sein zweites 41-Megapixel-<strong>Smartphone</strong>,<br />

das im Gegensatz zum Vorgänger 808 Pureview aber diesmal ein Windows-Phone-8-Gerät ist. Die<br />

Kameratechnik ist größtenteils gleich geblieben und erlaubt dank der hohen Megapixel-Anzahl einen nahezu<br />

verlustfreien Digitalzoom. Dazu kommt ein Carl-Zeiss-Objektiv mit sechs Linsen, optische Bildstabilisierung,<br />

ein Xenon-Blitz sowie ein neuer Dual-Capture-Modus, bei dem gleichzeitig ein 38-Megapixel- und ein<br />

5-Megapixel-Foto aufgenommen werden. Ersteres können Sie nach Belieben weiterverarbeiten, das kleine<br />

Bild dagegen eignet sich prima, um es direkt auf Facebook, Twitter<br />

oder dem Onlinedienst Ihrer Wahl hochzuladen. Die technischen Daten<br />

des <strong>Smartphone</strong>s können sich ebenso sehen lassen: Das Display des<br />

Lumia 1020 misst 4,5 Zoll und löst mit 768 x 1.280 Pixeln auf, angetrieben<br />

wird das Telefon von einer Snapdragon-S4-Dualcore-CPU.<br />

Schade ist lediglich, dass das Lumia 1020 keinen Micro-SD-Slot<br />

haben wird, dafür spendiert Nokia dem Kameraphone 32 Gigabyte<br />

internen sowie 7 Gigabyte kostenlosen Skydrive-Speicherplatz.<br />

<strong>Der</strong> Teufel steckt im Detail<br />

Technisch heben sich lediglich die beiden Spitzenmodelle mit ihren<br />

HD-Displays ab. Achten Sie beim Kauf aber unbedingt auf die<br />

Betriebssystem-Version, Windows-Phone-7-Handys können nicht<br />

auf Windows Phone 8 upgedated werden.<br />

Windows 7.8<br />

via Update<br />

Display<br />

4,3", 480 x<br />

800 Pixel<br />

CPU<br />

Singlecore,<br />

1,4 GHz<br />

RAM<br />

512 Megabyte<br />

KAMERA<br />

8 Megapixel<br />

AKKU<br />

1.830 mAh<br />

Note 2,8<br />

Windows 8<br />

Display<br />

4,3", 480 x<br />

800 Pixel<br />

CPU<br />

Dualcore,<br />

1,5 GHz<br />

RAM<br />

1 Gigabyte<br />

KAMERA<br />

8 Megapixel<br />

AKKU<br />

1.650 mAh<br />

Note 2,2<br />

Windows 8<br />

Display<br />

4,3", 480 x<br />

800 Pixel<br />

CPU<br />

Dualcore,<br />

1 GHz<br />

RAM<br />

512 Megabyte<br />

KAMERA<br />

6,7 Megapixel<br />

AKKU<br />

2.000 mAh<br />

Note 2,5<br />

Windows 8<br />

Display<br />

4,5", 720 x<br />

1.280 Pixel<br />

CPU<br />

Dualcore,<br />

1,5 GHz<br />

RAM<br />

1 Gigabyte<br />

KAMERA<br />

8,7 Megapixel<br />

AKKU<br />

2.000 mAh<br />

Windows 8<br />

Display<br />

4,5", 720 x<br />

1.280 Pixel<br />

CPU<br />

Dualcore,<br />

1,5 GHz<br />

RAM<br />

1 Gigabyte<br />

KAMERA<br />

8,7 Megapixel<br />

AKKU<br />

2.000 mAh<br />

Note 1,5 kein test<br />

Preis-Leistungs-<br />

Tipp Top-<br />

Modell Top-<br />

Modell<br />

€ 100 € 110 € 160 € 180 € 180 € 210 € 250 € 270 € 300 € 500<br />

NFC<br />

NFC<br />

LTE<br />

NFC<br />

NFC<br />

LTE<br />

NFC<br />

LTE<br />

Lumia<br />

610<br />

Lumia<br />

710<br />

Lumia<br />

520<br />

Lumia<br />

620<br />

Lumia<br />

800<br />

Lumia<br />

900<br />

Lumia<br />

820<br />

Lumia<br />

720<br />

Lumia<br />

920<br />

Lumia<br />

925<br />

08/13 www.spielefilmetechnik.de 31


TECHNIK<br />

marktübersicht <strong>Smartphone</strong>s: Motorola<br />

Warten auf<br />

die Rückkehr<br />

AUSSTATTUNG (je höher, desto besser) <br />

Ene mene …<br />

Obwohl das Razr i rund 130 Euro günstiger<br />

ist, liegt es zumindest beim Prozessor<br />

vor dem Schwestermodell. Die<br />

Intel-Atom-Dualcore-CPU übertraf bei<br />

unseren Benchmark-Tests den Zweikern-Prozessor<br />

des Razr HD nämlich<br />

klar. Dafür bekommen Sie beim teureren<br />

Modell aber ein HD-Display sowie<br />

einen größeren Akku.<br />

Android 4.1<br />

via Update<br />

Display<br />

4,3", 540 x<br />

960 Pixel<br />

CPU<br />

Dualcore,<br />

2 GHz<br />

RAM<br />

1 Gigabyte<br />

KAMERA<br />

8 Megapixel<br />

AKKU<br />

2.000 mAh<br />

Note 1,8<br />

Motorola<br />

Razr i<br />

Android 4.1<br />

via Update<br />

Display<br />

4,7", 720 x<br />

1.280 Pixel<br />

CPU<br />

Dualcore,<br />

1,5 GHz<br />

RAM<br />

1 Gigabyte<br />

KAMERA<br />

8 Megapixel<br />

AKKU<br />

2.530 mAh<br />

Note 1,9<br />

Preis-Leistungs-<br />

Tipp Top-<br />

Modell<br />

PREIS € 260 € 390<br />

NFC<br />

LTE<br />

Motorola<br />

Razr HD<br />

<strong>Smartphone</strong>s Noch in diesem Jahr will Motorola unter<br />

neuer Führung sein <strong>Smartphone</strong>-Comeback feiern.<br />

Seit der Übernahme durch Google ist<br />

es sehr ruhig um den einstigen<br />

Mobiltelefon-Pionier Motorola<br />

geworden. Die Veröffentlichung der beiden<br />

aktuell noch verfügbaren Modelle Razr i und<br />

Razr HD liegt bereits über ein halbes Jahr<br />

zurück, seitdem warten nicht nur Motorola-<br />

Fans gespannt auf die erste Neuerscheinung<br />

unter Google-Flagge. Glaubt man der<br />

aktuellen Gerüchteküche, dann steht die<br />

Präsentation des „Moto X“ getauften Handys<br />

unmittelbar bevor, in den USA startete<br />

sogar schon eine erste Werbekampagne,<br />

die jedoch weder zur Hardware noch zu<br />

besonderen Features des Handys handfeste<br />

Informationen lieferte. Die spärlichen bisher<br />

durchgesickerten Informationen sowie<br />

die interessantesten Gerüchte haben wir<br />

unten für Sie zusammengefasst. Durch die<br />

bevorstehende Veröffentlichung des neuen<br />

Moto X ergibt sich natürlich eine wichtige<br />

Frage: Lohnt es sich überhaupt, noch eines<br />

der beiden aktuellen Modelle zu kaufen?<br />

Die Antwort lautet ganz klar „Jein“. Wenn<br />

Sie keinen besonderen Wert auf die allerneueste<br />

Technologie legen und mit einem<br />

Was kann das Moto X?<br />

Letztjahresmodell leben können, sind beide<br />

aktuellen Motorola-<strong>Smartphone</strong>s durchaus<br />

interessante Geräte, die ordentlich Leistung<br />

fürs Geld bieten. Das Razr i ist eines der<br />

wenigen bisher erhältlichen <strong>Smartphone</strong>s<br />

mit Intel-Prozessor und überzeugt neben<br />

ordentlicher Leistung vor allem durch das<br />

hübsche Design mit dem nahezu randlosen<br />

Display. Letzteres löst jedoch nur in qHD<br />

auf, bei einem Preis von 260 Euro lässt sich<br />

das aber verschmerzen. Das Razr HD bietet<br />

<strong>–</strong> wie der Name bereits vermuten lässt <strong>–</strong> ein<br />

Display mit 720p-Auflösung, hat dafür allerdings<br />

nicht die flotte Intel-CPU, sondern<br />

eine deutlich niedriger getaktete Zweikern-<br />

Recheneinheit. Beiden Modellen gemeinsam<br />

ist das robuste und gleichzeit haptisch<br />

hochwertig anmutende Kevlar-Gehäuse,<br />

auch ein Update auf die aktuelle OS-Version<br />

Jelly Bean ist für die zwei aktuellen Motorola-Handys<br />

mittlerweile erschienen. Sollten<br />

Sie jetzt auf den Geschmack gekommen<br />

sein, könnten Sie mit einem Kauf trotzdem<br />

bis zur Ankündigung des Moto X warten,<br />

denn dann dürften beide älteren Modelle<br />

noch einen Tick günstiger werden. (ps)<br />

Endgültig lässt sich diese Frage natürlich erst nach der offiziellen Vorstellung beantworten,<br />

doch die Gerüchteküche beschäftigt sich seit Monaten mit angeblichen Features und<br />

vermeintlicher Hardware. Bleiben wir aber zunächst einmal bei den Fakten: Aus der<br />

kürzlich gestarteten Werbekampagne für das Moto X gehen zwei Dinge hervor, zum einen<br />

wird das <strong>Smartphone</strong> in den USA und nicht in Asien gebaut, zum anderen soll der Käufer<br />

selbst das Design mitbestimmen können. Besonderes letztere Info sorgte natürlich für<br />

einiges Aufsehen und noch ist nicht ganz klar, wie Motorola dieses Vorhaben tatsächlich umsetzen wird. Auszu gehen<br />

ist aber von freier Farbwahl sowie eventuellen persönlichen Gravuren, unter Umständen könnte das Moto X auch<br />

in verschiedenen Formen und damit unterschiedlichen Ausstattungsvarianten auf den Markt kommen. Apropos<br />

Ausstattung: Dazu könnten die bisherigen Gerüchte unterschiedlicher nicht sein. Von absoluter High-End-Hardware<br />

mit Octacore-CPU bis hin zur Mittelklasse-Ausstattung wurde bereits alles gemutmaßt, das könnte aber auch ein<br />

weiteres Indiz dafür sein, dass das Moto X eventuell in verschiedenen Versionen veröffentlicht wird. Eines ist klar:<br />

Man darf gespannt auf die Auflösung sein, die hoffentlich schon sehr bald folgen wird.<br />

32 www.spielefilmetechnik.de 08/13


marktübersicht <strong>Smartphone</strong>s: Apple<br />

TECHNIK<br />

Die Ruhe<br />

vor dem Sturm<br />

<strong>Smartphone</strong>s Die <strong>Smartphone</strong>-Welt wartet gespannt auf Apples neue(s) iPhone(s).<br />

Apple gerät langsam, aber sicher<br />

in Zugzwang, denn die Konkurrenz<br />

aus dem Android-Lager hat<br />

ihre neuen <strong>Smartphone</strong>-Highlights nicht<br />

nur präsentiert, sondern längst auf den<br />

Markt gebracht. Trotzdem herrscht in<br />

Cupertino nach wie vor Schweigen,<br />

obwohl selbst die <strong>große</strong> Apple-Fangemeinde<br />

allmählich ungeduldig wird.<br />

Einige hofften auf die kürzlich abgehaltene<br />

Entwickler-Messe WWDC. Dort<br />

präsentierte der Apfel-Konzern aber<br />

lediglich die neueste Version seines<br />

Betriebssystems, iOS 7. Und was dürfen<br />

wir in diesem Jahr in puncto Hardware<br />

überhaupt erwarten? Kommt ein<br />

iPhone 5S oder vielleicht doch gleich<br />

ein iPhone 6? Wird es zusätzlich ein<br />

neues Günstig-iPhone geben oder vielleicht<br />

ein Modell mit größerem Display?<br />

Zu diesen Fragen haben wir uns im Kasten<br />

unten einige Gedanken gemacht.<br />

Aufgrund der ähnlichen Ausgangssituation<br />

wie bei Motorola stellt sich auch bei<br />

Apple die Frage, ob es sich noch lohnt,<br />

eines der älteren Modelle zu kaufen.<br />

Nicht mehr empfehlen würden wir das<br />

iPhone 4, denn auch wenn dieses noch<br />

die neue iOS-Version 7 bekommen soll,<br />

ist es technisch für seinen aktuellen<br />

Preis von rund 320 Euro einfach zu<br />

Alles neu macht der … Herbst?<br />

schwach. Es ist außerdem davon auszugehen,<br />

dass das iPhone 4 mit der<br />

Ankündigung des nächsten Apple-<br />

<strong>Smartphone</strong>s vom Markt verschwinden<br />

wird. Das iPhone 4S hat nicht wirklich<br />

mehr zu bieten, wird aber immerhin von<br />

einer Dualcore- statt einer Singlecore-<br />

CPU angetrieben und kommt mit einer<br />

der besten Handykameras überhaupt.<br />

Bei einem aktuellen Internetpreis von<br />

540 Euro ist das iPhone 4S aber alles<br />

andere als günstig. Bedenkt man, dass<br />

das iPhone 5 gerade einmal 30 Euro<br />

mehr kostet und obendrein ein größeres<br />

Display, mehr RAM, LTE (nur Telekom)<br />

sowie eine schnellere CPU an Bord hat,<br />

kann man also auch das 4S nicht empfehlen,<br />

es sei denn, ein 4-Zoll-Bildschirm<br />

ist Ihnen bereits zu groß.<br />

Erschrecken Sie übrigens nicht, wenn<br />

Sie die technischen Daten der iPhone-<br />

Prozessoren lesen, denn diese liegen<br />

deutlich unter den Spezifikationen der<br />

Android-Spitzenmodelle. Da die Apple-<br />

Recheneinheiten aber eine andere<br />

Architektur haben und unter einem alternativen<br />

Betriebssystem laufen, reicht<br />

hier die geringere Taktfrequenz locker<br />

aus, um mindestens genauso schnell<br />

wie viele Quadcore-CPUs aktueller Android-Handys<br />

zu arbeiten. (ps)<br />

Mit Sicherheit können wir es natürlich nicht sagen, aber gegenwärtig ist davon auszugehen, dass<br />

Apple im Herbst sein neues <strong>Smartphone</strong>-Line-up präsentieren wird. Line-up? Ja, Sie haben richtig<br />

gelesen! Wir gehen nämlich davon aus, dass der Cupertino-Konzern nicht nur das iPhone 5S präsentieren<br />

wird, sondern obendrein auch das ominöse Günstig-iPhone, von dem bereits seit Wochen diverse<br />

Bilder im Internet kursieren. Für Apple ist das einfach ein logischer und auch notwendiger Schritt,<br />

um <strong>Smartphone</strong>-Käufern eine Alternative zu den ganzen Budget-Androiden zu bieten. Spannend wird<br />

sein, wo sich das günstige iPhone preislich einordnen wird, außerdem gibt es aktuell viele Mutmaßungen<br />

zum Aussehen und den neuen Features des iPhone 5S. Wir glauben jedoch nicht an eine optische<br />

Veränderung, sondern hauptsächlich an die üblichen Verbesserungen bei Prozessor, Kamera, Akku und<br />

hoffentlich auch der LTE-Funktionalität in Deutschland.<br />

AUSSTATTUNG (je höher, desto besser) <br />

Gut, aber teuer<br />

Wer ein iPhone möchte, muss tief in die Tasche greifen.<br />

Die beiden Spitzenmodelle kosten nach wie vor über<br />

500 Euro, mit Ausnahme des HTC One kommen Sie da<br />

bei allen Android-<strong>Smartphone</strong>s günstiger weg. Wenn<br />

man bedenkt, dass das iPhone 5 bald ein Jahr alt ist,<br />

können diese Preise durchaus abschrecken. Wenn Sie<br />

sich ein iPhone zulegen möchten,<br />

empfehlen wir Ihnen, am besten<br />

noch zwei bis drei Monate zu warten.<br />

Spätestens im Oktober sollten die<br />

neuen Apple-Smart phones verfügbar<br />

sein und damit auch den Preis der<br />

aktuellen Modelle noch einmal deutlich<br />

senken.<br />

iOS 6.1<br />

iOS 7 geplant<br />

Display<br />

3,5", 640 x<br />

960 Pixel<br />

CPU<br />

Singlecore,<br />

1 GHz<br />

RAM<br />

512 Megabyte<br />

KAMERA<br />

5 Megapixel<br />

AKKU<br />

1.420 mAh<br />

Note 2,3<br />

APPLE<br />

iphone 4<br />

iOS 6.1<br />

iOS 7 geplant<br />

Display<br />

3,5", 640 x<br />

960 Pixel<br />

CPU<br />

Dualcore,<br />

0,8 GHz<br />

RAM<br />

512 Megabyte<br />

KAMERA<br />

8 Megapixel<br />

AKKU<br />

1.420 mAh<br />

Note 1,6<br />

iOS 6.1<br />

iOS 7 geplant<br />

Display<br />

4", 640 x<br />

1.136 Pixel<br />

CPU<br />

Dualcore,<br />

1,3 GHz<br />

RAM<br />

1 Gigabyte<br />

KAMERA<br />

8 Megapixel<br />

AKKU<br />

1.440 mAh<br />

Note 1,3<br />

PREIS € 320 € 540 € 570<br />

APPLE<br />

iphone 4s<br />

LTE<br />

Top-<br />

Modell<br />

APPLE<br />

iphone 5<br />

08/13 www.spielefilmetechnik.de 33


TECHNIK<br />

marktübersicht smartphones: Fazit<br />

Das dicke Ende<br />

Fazit Nach acht Herstellern und 94 <strong>Smartphone</strong>s sollten Sie jetzt bestens über die Geräte<br />

informiert sein. Deshalb erläutern wir Ihnen abschließend die drei mobilen Betriebssysteme.<br />

Die Wahl des richtigen <strong>Smartphone</strong>s<br />

ist keine leichte, denn die Geräteauswahl<br />

ist einfach immens groß.<br />

Dazu kommen die sehr verschiedenen<br />

Ansprüche der Handykäufer, denn wo sich<br />

der eine nur mit allermodernster <strong>Technik</strong><br />

und Full-HD-Display zufriedengibt, kann<br />

der andere sehr gut mit einem 100-Euro-<br />

Gerät leben, da das Handy lediglich zum<br />

Telefonieren oder Texten taugen muss.<br />

Geschäftsleute dagegen brauchen kräftige<br />

Akkus, um durch den Tag zu kommen,<br />

Vielreisende legen besonderen Wert auf<br />

Entertainer-Qualitäten. Diese ganzen<br />

Ansprüche unter einen Hut zu bringen, ist<br />

nicht einfach, aber besonders der Android-<br />

Markt ist mittlerweile so vielfältig, dass<br />

nahezu für jeden Geschmack ein <strong>Smartphone</strong><br />

angeboten wird. Diese Vielfältigkeit<br />

ist gleichzeitig aber auch ein Problem,<br />

denn aufgrund der vielen verschiedenen<br />

Geräteausstattungen laufen <strong>Spiele</strong> auf<br />

manchen Handys besser oder schlechter<br />

und besonders die Betriebssystem-<br />

Updates lassen oftmals lange auf sich<br />

warten oder erscheinen für ältere Handys<br />

unter Umständen gar nicht mehr. Dieses<br />

Problem gibt es bei Apple nicht. Wenn Sie<br />

sich heute ein aktuelles iPhone kaufen,<br />

können Sie sich sicher sein, dass Sie mindestens<br />

die nächsten drei iOS-Versionen<br />

am Releasetag auf Ihrem Apple-Telefon<br />

installieren können. Dazu kommt der überragende<br />

App Store, der eine immens <strong>große</strong><br />

Auswahl an Anwendungen bietet, die in<br />

puncto Qualität die Alternativen Android<br />

und Windows Phone noch deutlich hinter<br />

sich lassen. Zwar hat der Google Play<br />

Store, was die bloße Anzahl der Apps<br />

betrifft, mittlerweile fast aufgeschlossen,<br />

trotzdem fehlen besonders im <strong>Spiele</strong>bereich<br />

einige der Highlights, die für iOS<br />

bereits seit Längerem verfügbar sind. Die<br />

dritte Option heißt Windows Phone und<br />

ordnet sich irgendwo zwischen den beiden<br />

anderen Welten ein. Das Betriebssystem<br />

ist nicht so offen wie Android, aber auch<br />

nicht so restriktiv wie iOS. In puncto Performance<br />

liegt WP8 auf einem Niveau mit<br />

dem Apple-OS, denn egal auf welchem<br />

Gerät, die Menüs und das Interface laufen<br />

stets absolut flüssig, auch wenn das<br />

schlichte Design sicherlich nicht jedermanns<br />

Geschmack trifft. Die Geräteanzahl<br />

Alle auf einen Blick<br />

Die Balkenhöhe der einzelnen Geräte ist ein von uns ermittelter Ausstattungswert, der zahlreiche Faktoren (Hardware, Betriebssystem, Zusatzfeatures)<br />

in Betracht zieht. Bei der Gegenüberstellung sollten Sie nur die Balken innerhalb der einzelnen eingefärbten Betriebssysteme zueinander in Relation<br />

setzen, denn aufgrund verschiedener Anforderungen lassen sich <strong>Smartphone</strong>s OS-übergreifend nur schwer miteinander vergleichen.<br />

€ 100 € 200<br />

AUSSTATTUNG (je höher, desto besser) <br />

WINDOWS PHONE<br />

IOS<br />

ANDROID<br />

Huawei Ascend Y200<br />

Samsung Galaxy Y<br />

LG Optimus L3<br />

Samsung Galaxy Pocket Plus<br />

Huawei Ascend Y201 Pro<br />

LG Optimus L3 II<br />

Sony Xperia Tipo<br />

Nokia Lumia 610<br />

Samsung Galaxy Young<br />

Nokia Lumia 710<br />

HTC Desire C<br />

Sony Xperia E<br />

LG Optimus L5<br />

Huawei Ascend Y300<br />

Samsung Galaxy XCover<br />

Samsung Galaxy Ace Plus<br />

Samsung Galaxy Fame<br />

Huawei Ascend G330<br />

Sony Xperia Miro<br />

Huawei Ascend W1<br />

Samsung Omnia W<br />

Samsung Galaxy W<br />

Sony Xperia U<br />

LG Optimus L7<br />

Nokia Lumia 520<br />

HTC 8S<br />

Samsung Galaxy S Duos<br />

Samsung Galaxy Ace 2<br />

Sony Xperia Sola<br />

LG Optimus L5 II<br />

Sony Xperia J<br />

Nokia Lumia 800<br />

Nokia Lumia 620<br />

HTC One V<br />

HTC Desire X<br />

Sony Xperia Go<br />

LG Optimus True HD LTE<br />

Samsung Galaxy S Advance<br />

LG Optimus L7 II<br />

Sony Xperia P<br />

PREIS € 100<br />

€ 200<br />

Nokia Lumia 900<br />

Huawei Ascend P1<br />

Samsung Galaxy Xcover 2<br />

LG Optimus L9<br />

HTC 8X<br />

LG Optimus Vu<br />

Huawei Ascend G615<br />

34 www.spielefilmetechnik.de 08/13


Marktübersicht smartphones: Fazit TECHNIK<br />

ist deutlich übersichtlicher als bei Android,<br />

trotzdem gibt es mehr Auswahl als bei<br />

Apple, sodass Sie die Hardwareausstattung<br />

nach Ihren Vorlieben aussuchen können.<br />

Auch das Preisniveau ist angenehm<br />

niedrig, was allerdings mit <strong>große</strong>r Sicherheit<br />

an den schlechten Verkaufszahlen<br />

liegt. <strong>Der</strong> größte Kritikpunkt am Microsoft-<br />

OS ist das nach wie vor mit Abstand<br />

kleinste App-Angebot. Sie sehen schon,<br />

egal für welches <strong>Smartphone</strong>-Ökosystem<br />

Sie sich entscheiden, alle haben ihre Vorund<br />

Nachteile und sind somit für unterschiedliche<br />

Nutzeransprüche tauglich.<br />

Zum Schluss möchten Sie noch ein paar<br />

Gerätetipps? Kein Problem: Am meisten<br />

<strong>Technik</strong> fürs Geld gibt’s bei Huawei und<br />

LG respektive den Android-Modellen<br />

Ascend D1 Quad XL und Optimus 4X HD.<br />

HD-Displays und Quadcore-Prozessoren<br />

für unter 300 Euro finden Sie sonst nirgends.<br />

Soll es ein Windows-Gerät sein,<br />

dann sind die Geräte Ativ S von Samsung<br />

und 8X von HTC echte Preisbrecher, denn<br />

auch sie bieten High-End-Hardware,<br />

sogar für unter 250 Euro. Wenn Sie mit<br />

einem iOS-Gerät liebäugeln, sollten Sie<br />

aber am besten noch etwas warten, denn<br />

in wenigen Wochen wird der Apfel-Konzern<br />

mit <strong>große</strong>r Wahrscheinlichkeit sein<br />

neues <strong>Smartphone</strong> vorstellen. Das wird<br />

nicht mehr kosten als die aktuellen Modelle,<br />

erfahrungsgemäß deren Preis aber<br />

drastisch senken. (ps)<br />

Wo sind die Chinesen?<br />

Neben den <strong>große</strong>n, in dieser Strecke vorgestellten Herstellern drängen auch immer mehr meist in<br />

China ansässige Firmen mit vermeintlichen High-End-<strong>Smartphone</strong>s auf den Markt. Ein solches ist<br />

das Oppo Find 5 (Bild unten), das mit einem Full-HD-Display, einer Quadcore-CPU, Android 4.1, und<br />

einem 2.500-mAh-Akku Hardware auf High-End-Niveau verspricht <strong>–</strong> und das zu einem Preis von<br />

399 Euro. Oppo ist aber bei Weitem nicht der einzige Hersteller dieser Art, auch Xiaomi (Mi 2) oder<br />

Meizu (MX2) bieten ähnlich ausgestattete <strong>Smartphone</strong>s zu sehr niedrigen Preisen. Trotz mehrfacher<br />

Anfragen wollte uns bisher jedoch keine dieser Firmen ein Testgerät schicken und auch im Netz<br />

finden sich nur wenige (aber durchweg positive) Nutzerberichte. Solange wir keines dieser China-<br />

<strong>Smartphone</strong>s selbst testen konnten, können wir dennoch nur von einem Kauf abraten. Bei solch<br />

günstigen Preisen muss es einen größeren oder kleineren Haken geben und auch der Hersteller-<br />

Support ist bei solchen Handys ungewiss. Dass es auch anders geht, beweist Huawei seit Jahren.<br />

Die Firma ist zusammen mit ZTE deshalb auch der einzige China-Hersteller, der sich international<br />

bereits einen Namen machen konnte.<br />

€ 300 € 400 € 500<br />

Huawei Honor<br />

Samsung Galaxy S3 Mini<br />

Samsung Ativ S<br />

Sony Xperia L<br />

LG Optimus 3D Max<br />

Samsung Galaxy Express<br />

LG Optimus 4X HD<br />

Nokia Lumia 820<br />

HTC Desire SV<br />

Samsung Galaxy S2 Plus<br />

Motorola RAZR i<br />

Nokia Lumia 720<br />

LG Prada Phone 3.0<br />

Sony Xperia T<br />

Sony Xperia Ion<br />

Sony Xperia S<br />

HTC One S<br />

Huawei Ascend D1 Quad XL<br />

LG Optimus F5<br />

Nokia Lumia 920<br />

LG Nexus 4<br />

Apple iPhone 4<br />

HTC One SV LTE<br />

Sony Xperia SP<br />

HTC One X<br />

LG Optimus G<br />

Sony Xperia V<br />

Samsung Galaxy S3<br />

HTC One XL<br />

Huawei Ascend Mate<br />

Huawei Ascend P2<br />

Samsung Galaxy S3 LTE<br />

Motorola RAZR HD<br />

Galaxy S4 Mini<br />

HTC One X+<br />

Huawei Ascend P6<br />

Samsung Galaxy Note 2<br />

Samsung Galaxy Mega 6.3<br />

Samsung Galaxy Note 2 LTE<br />

Sony Xperia Z<br />

Samsung Galaxy S4<br />

Sony Xperia ZL<br />

Nokia Lumia 925<br />

HTC Butterfly<br />

HTC One<br />

Apple iPhone 4S<br />

Apple iPhone 5<br />

€ 300<br />

€ 400 € 500<br />

08/13 www.spielefilmetechnik.de 35


TECHNIK<br />

TEST: <strong>Smartphone</strong>- und Tablet-Apps<br />

App-Highlights im August<br />

Test Praktisch, nützlich oder einfach nur cool <strong>–</strong> die besten Apps für alle Systeme<br />

REISEn<br />

Finanzen<br />

SV Auto Lendstar<br />

System iOS, Android • ANBIETER Sparkassenversicherung • Preis Gratis<br />

Die Reise-App wird zwar<br />

von der SV Sparkassenversicherung<br />

angeboten,<br />

allerdings ist sie<br />

auch für Nichtkunden<br />

sehr interessant und<br />

praktisch. Damit haben<br />

Sie im Ernstfall nicht nur<br />

sämtliche Notrufnummern<br />

zur Hand, sondern<br />

auch Verhaltenstipps<br />

und Funktionen wie<br />

„Schaden melden“ oder<br />

„Unfallort bestimmen“.<br />

Sie sparen also wertvolle<br />

Zeit, wenn es darauf ankommt,<br />

und vermeiden spätere Probleme, weil die App alle wichtigen<br />

Details abfragt. Gut finden wir außerdem, dass SV Auto nützliche Tools<br />

für den Verkehrsalltag an Bord hat. Sie können unter anderem den Kraftstoffverbrauch<br />

oder Bußgelder berechnen lassen und den Standort<br />

ihres Autos markieren. Smart: Die Alltagstools sind von den Notfallhilfen<br />

getrennt, damit Sie in einer Stresssituation nicht erst lange in<br />

den Menüs suchen müssen. Generell ist die kinderleichte Bedienung<br />

einer der größten Pluspunkte von SV Auto. Die Benutzeroberfläche ist<br />

simpel und aufgeräumt, die einzelnen Funktionen sinnvoll in Sparten<br />

gegliedert. Diese lassen sich über fünf Buttons am<br />

unteren Bildschirmrand aufrufen. (ai)<br />

Sehr GUT<br />

Note 1,3<br />

System iOS, Android • ANBIETER Lendstar UG • Preis Gratis<br />

Unter Freunden, Verwandten und Kollegen hilft man sich hin und wieder<br />

finanziell aus. Leider kommt es dabei auch mal zu Missverständnissen.<br />

Zum Beispiel wenn Person A denkt, eine Schuld beglichen zu<br />

haben, und Person B immer noch auf das Geld wartet. Lendstar minimimiert<br />

das Risiko, da Sie auf einen Blick sehen können, wem Sie<br />

etwas geliehen haben und wem Sie etwas schulden. Allerdings ist dies<br />

nur ein praktischer Nebeneffekt, denn primär geht es darum, Geld<br />

schnell und unkompliziert zu verleihen und zu erhalten. Beispiel: Sie<br />

sehen ein Angebot für einen TV, würden gerne noch diese Woche zuschlagen,<br />

doch auf dem Konto herrscht Ebbe? Mit Lendstar teilen Sie<br />

bestimmten Kontakten mit, dass Sie Geld brauchen und dieses bis zu<br />

einem bestimmten<br />

Zeitpunkt zurückzahlen<br />

werden.<br />

Die Empfänger<br />

können nun direkt<br />

über die Paypaloder<br />

Bank-Verbindung<br />

der App einen<br />

bestimmten Betrag<br />

überweisen. Fazit:<br />

Schneller, unkomplizierter<br />

und transparenter<br />

geht es<br />

nicht. (ai)<br />

Sehr GUT<br />

Note 1,4<br />

Produktivität<br />

Cloudcube<br />

System Android • ANBIETER SRCAPPSDEV • Preis Gratis<br />

Benutzen Sie regelmäßig Cloud-Dienste wie Skydrive,<br />

Dropbox oder Google Drive? Ist es nicht ärgerlich, dass<br />

man unterwegs für jeden Dienst eine eigene App bedienen<br />

muss? Dank Cloudcube hat<br />

das nun ein Ende. Mit dieser<br />

App vereinen Sie Ihre genutzten<br />

Cloud-Dienste unter einem<br />

Dach, wodurch der<br />

Datenaustausch zwischen<br />

unterschiedlichen Anbietern<br />

extrem vereinfacht wird. Sie<br />

können sogar einzelne Ordner<br />

auf Ihrem Gerät mit Ordnern<br />

in der Cloud verknüpfen<br />

und automatisch syncen. (ai)<br />

Gut<br />

Note 1,5<br />

Kommunikation<br />

Gryphn Text Messaging<br />

System Android • ANBIETER Gryphn Co • Preis Kostenlos<br />

Es gibt Dinge, die man nicht gerne in Textform mit anderen<br />

teilen möchte. Gryphn verschlüsselt Nachrichten direkt auf<br />

dem Gerät und bietet noch weitere Sicherheitsmaßnahmen.<br />

So können Sie beispielsweise<br />

bestimmen, ob<br />

eine Nachricht abgespeichert<br />

oder weitergesendet werden<br />

darf. Bilder können sogar mit<br />

einem Selbstzerstörungsmechanismus<br />

versehen werden.<br />

Natürlich lassen sich keine<br />

Bildschirmfotos der App erstellen.<br />

Kurz: Gryphn ist die<br />

Message-App, der Sie alles<br />

anvertrauen können. (ai)<br />

Sehr Gut<br />

Note 1,4<br />

Produktivität<br />

Triplist<br />

System iOS • ANBIETER Enabled Apps • Preis 2,69<br />

Triplist wird als Packliste für den Urlaub beworben, aber<br />

eigentlich ist diese App in allen Lebenslagen hilfreich. Zum<br />

Beispiel, wenn es darum geht, eine Einkaufs- oder To-do-<br />

Liste zu erstellen. Die wichtigsten<br />

Gegenstände und<br />

Kategorien sind bereits vordefiniert<br />

<strong>–</strong> und genau das<br />

macht die App so praktisch.<br />

Sie müssen nicht erst mühsam<br />

jede Kleinigkeit eintippen<br />

und können Vorlagen auch<br />

selber erstellen. Auf Wunsch<br />

lassen sich sogar unterschiedliche<br />

Profile für die<br />

ganze Familie anlegen. (ai)<br />

gut<br />

Note 1,6<br />

36 www.spielefilmetechnik.de 08/12


PC GAMES JETZT AUCH<br />

ALS<br />

APP!<br />

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<strong>Technik</strong><br />

feature & Test: Ultra High Definition<br />

Wir haben die<br />

Zukunft gesehen<br />

Ultra High Definition Zwei Fernseher mit der vierfachen Auflösung von Full HD haben wir getestet<br />

und sagen Ihnen alles, was Sie über die neue Ära der Bildqualität wissen müssen.<br />

Samsungs UHD-TV S9 (siehe Seite 42) ist<br />

ein wahrer Riese und bricht mit seinem<br />

Timeless-Design alle Konventionen.<br />

38 www.spielefilmetechnik.de 08/13


feature & Test: Ultra High Definition TECHNiK<br />

Schon als vor etlichen Jahren nach HD<br />

ready die ersten Bildschirme mit Full-<br />

HD-Auflösung kamen, fragten wir uns,<br />

was denn <strong>–</strong> rein begrifflich <strong>–</strong> auf „Full“ noch<br />

folgen könnte. Vor sechs Jahren wähnten wir<br />

uns mit den ersten Full-HD-Fernsehern doch<br />

schon auf dem Gipfel der Bildqualität. „In der<br />

Königsklasse der Flachbild-Fernseher etabliert<br />

sich ein neuer Qualitätsbegriff. [...] Selbst<br />

aus geringem Betrachtungsabstand erkennt<br />

der Zuschauer keinerlei sichtbare Pixelstrukturen.“<br />

Dieses Zitat stammt aus einer Pressemitteilung<br />

der Gesellschaft für Unterhaltungsund<br />

Kommunikationselektronik (GFU). Eigentlich<br />

könnte die GFU diese Meldung mit<br />

geringen Anpassungen dieses Jahr wieder<br />

veröffentlichen, denn wie so oft wiederholt<br />

sich die Geschichte. Zwischen der zitierten<br />

Pressemitteilung und heute ist viel geschehen.<br />

Full HD ist der aktuelle Auflösungsstandard,<br />

die Blu-ray hat ihren Scheiben-Konkurrenten<br />

HD-DVD ausgestochen und sogar das ausgesprochen<br />

langsame deutsche Fernsehen sendet<br />

mittlerweile hochauflösend. Auch das<br />

Hauptargument für die höhere Auflösung in<br />

der GFU-Meldung <strong>–</strong> der klare Trend zu größeren<br />

Fernsehern <strong>–</strong> ließe sich heute eins zu eins<br />

wiederverwenden. Im Prinzip geht es bei Ultra<br />

High Definition nämlich nicht wirklich um das<br />

schärfere, sondern vielmehr um das größere<br />

Bild. Es geht um wandfüllende Fernseher, wie<br />

wir sie schon so oft in Science-Fiction-<strong>Filme</strong>n<br />

gesehen haben. Und zwar nicht in einem utopischen<br />

100-Quadratmeter-Wohnzimmer,<br />

sondern in normalen Räumen in normalen<br />

Häusern und Wohnungen. Die UHD-Auflösung<br />

von 3.840 x 2.160 Pixel ist viermal größer als<br />

Full HD <strong>–</strong> je doppelt so viele Bildpunkte in der<br />

Breite (1.920 x 2) und in der Höhe (1.080 x 2).<br />

Viermal so groß bei gleichem Abstand<br />

Es gibt viele Formeln für den richtigen Sitzabstand.<br />

Einige Experten sprechen von der dreibis<br />

fünffachen Bildschirmhöhe bei Full HD,<br />

andere von der zwei- bis dreifachen Bilddiagonale.<br />

Einig sind sich alle bei der Angabe, dass<br />

der Sichtabstand sich mit UHD im Vergleich zu<br />

Full HD halbiert. Es ist eigentlich ziemlich egal,<br />

welche der vielen Faustregeln man für den<br />

Sichtabstand heranzieht <strong>–</strong> in der Praxis sitzen<br />

fast alle Zuschauer deutlich weiter von ihren<br />

Geräten entfernt. Überprüfen Sie doch mal,<br />

wie weit Sie vom vermeintlich optimalen<br />

Abstand abweichen. Die meisten Leser werden<br />

bei einem Wert von circa der dreifachen<br />

Bilddiagonale landen. Neben der Wohnzimmereinrichtung<br />

spielt hier vor allem die Qualität<br />

UHD-<strong>Filme</strong><br />

Für das Kino wird bereits in 4K produziert, laut<br />

Screendigest liegen derzeit rund 150 <strong>Filme</strong> und TV-<br />

Sendungen bereits in der für Fernseher angepassten UHD-<br />

Auflösung vor. Knapp 800 weitere <strong>Filme</strong> und Sendungen wurden in 4K<br />

produziert, aber noch nicht für UHD gemastert. Dieser letzte Schritt kann<br />

jedoch schnell erfolgen, sodass in Summe weit über 900 <strong>Filme</strong> und TV-Sendungen<br />

kurzfristig in UHD zur Verfügung stehen könnten. Hinzu kommt das immense<br />

Hollywood-Archiv mit über 100.000 Titeln, die auf analogem 35- und 70-mm-Film<br />

archiviert sind. Diese müssen je nach Alter restauriert und digitalisiert werden. Dieser<br />

Prozess ist umso aufwendiger, je älter der Film ist. Sony Pictures hat für das 50-jährige<br />

Jubiläum den Klassiker Lawrence von Arabien (1962) in mühevoller Kleinarbeit restauriert<br />

und in 4K gescannt. Die Aufbereitung des fast vierstündigen Epos hat drei<br />

Jahre gedauert. Scans von hochwertigem Filmmaterial kommen qualitativ durchaus<br />

an <strong>Filme</strong> heran, die nativ und digital in 4K produziert wurden.<br />

Auf der Inhalte-Seite sieht es erfreulich gut aus für UHD <strong>–</strong> bei entsprechendem<br />

Bedarf könnten kurzfristig knapp 1.000 <strong>Filme</strong><br />

und TV-Sendungen verfügbar sein und durch neue Produktionen<br />

für das digitale Kino kommen stetig<br />

weitere Titel hinzu.<br />

08/13 www.spielefilmetechnik.de 39


<strong>Technik</strong><br />

feature & Test: Ultra High Definition<br />

Filmbild: Dredd, Blu-ray im Handel erhältlich<br />

Produktion<br />

Aktuell gibt es nur gut eine Handvoll Kamera-<br />

Modelle, die in 4K aufzeichnen können und somit das<br />

Ausgangsmaterial für eine UHD-Verwertung liefern. Und <strong>–</strong> Sie<br />

haben es geahnt <strong>–</strong> die Kameras sind verdammt teuer. <strong>Der</strong> immense<br />

Speicherplatzbedarf für das Rohmaterial treibt die Kosten der<br />

kompletten Produktionskette weiter in die Höhe. Uns kommt das<br />

irgendwie bekannt vor. Exakt die gleichen Argumente bekamen wir<br />

nämlich bei der Umstellung auf HD-Auflösung zu hören. Aus Erfahrung<br />

wissen wir: Das geht vorbei. Kameras, Computer und Speicher werden<br />

günstiger. Wir wissen aber auch, dass der Kunde wenigstens<br />

anfänglich für diesen Mehraufwand zahlen muss.<br />

UHD-<strong>Filme</strong> <strong>–</strong> egal wie sie schlussendlich zum<br />

Kunden kommen <strong>–</strong> werden zunächst<br />

teurer als ihre Full-HD-<br />

Pendants.<br />

der wiedergegebenen<br />

Quellen eine Rolle. Im TVund<br />

Heimkinoalltag<br />

schwankt die Bildgüte je<br />

nach Sender, Medium und<br />

Produktion zwischen „grauenhaft“<br />

und „hervorragend“. Die<br />

Auflösung alleine sagt auch noch<br />

nichts über die tatsächliche Qualität<br />

aus. Das HD-Kürzel im Sendernamen<br />

beispielsweise bedeutet<br />

nur, dass ein hochauflösendes<br />

Signal gesendet wird. Über die<br />

Produktion sagt es rein gar nichts<br />

aus. Wurde <strong>–</strong> wie es leider sehr oft<br />

der Fall ist <strong>–</strong> nicht in HD produziert,<br />

wird das Bild auch durch die Übertragung<br />

in High Definition nicht besser.<br />

Solange wir also nicht alles in echtem HD<br />

schauen, bleiben die errechneten und empfohlenen<br />

Sichtabstände nur graue Theorie.<br />

Auch die Aussage, dass sich der Sichtabstand<br />

bei UHD halbiert, ist nicht wirklich praxistauglich.<br />

Oder würden Sie Ihr Wohnzimmer umräumen<br />

und das Sofa entsprechend näher an den<br />

Fernseher schieben? Wir auch nicht! Kehrt<br />

man die Formel um, wird ein Schuh draus: Ein<br />

UHD-Fernseher kann viermal größer als ein<br />

Full-HD-Modell sein, ohne dass die wahrgenommene<br />

Bildschärfe abnimmt. Viermal größer<br />

bezieht sich hierbei auf die Fläche und<br />

entspricht der doppelten Diagonale. Auf Ihr<br />

Wohnzimmer übertragen heißt das: Sie können<br />

Ihren Full-HD-Fernseher durch ein UHD-Gerät<br />

mit der doppelten Bilddiagonale ersetzen.<br />

Beherzigt man diese Daumenregel, finden riesige<br />

TVs in jedem Wohnzimmer Platz. <strong>Der</strong> größere<br />

Bildschirm bei gleichem Sichtabstand<br />

sorgt zwangsläufig auch für einen anderen<br />

Blickwinkel <strong>–</strong> und zwar im wahrsten Wortsinn.<br />

40 www.spielefilmetechnik.de 08/13


feature & Test: Ultra High Definition TECHNiK<br />

Sony KD-65X9005<br />

Web: www.sony.de<br />

Preis (UVP, Online): € 7.000, kein Internethandel<br />

Sonys KD-65X9005 ist der erste hierzulande<br />

erhältliche UHD-Fernseher mit einem „nur“<br />

vierstelligen Preis. <strong>Der</strong> Preisvergleich zu einem<br />

Full-HD-Gerät drängt sich förmlich auf. <strong>Der</strong> ist<br />

im Fall von Sony nur mit dem kleineren UHD-<br />

Fernseher KD-55X9005 möglich. Dieser ist für<br />

4.500 Euro zu haben und kostet somit bei nahezu<br />

identischer Ausstattung rund 1.700 Euro<br />

mehr als sein Full-HD-Pendant KDL-55W905.<br />

Neben der vierfachen Pixelzahl bekommt der<br />

Kunde auch sichtbar <strong>–</strong> und zum Glück auch<br />

deutlich hörbar <strong>–</strong> mehr Klang. Die knapp 13<br />

Zentimeter breiten seitlichen Rahmen muten in<br />

Zeiten kaum sichtbarer Bildschirmränder ungewöhnlich<br />

klobig an. Die insgesamt sechs in der<br />

Front verbauten Lautsprecher entschädigen jedoch<br />

mit einer Klangqualität, die wir bei Fernsehern<br />

lange nicht zu hören bekamen. Vom soliden<br />

Bassfundament bis zu den klaren Höhen<br />

macht der Sound richtig Spaß. Hinzu gesellt<br />

sich <strong>–</strong> natürlich abhängig vom Sitzabstand <strong>–</strong> ein<br />

ausgeprägter Stereoeffekt. Nur echten Rundum-Klang<br />

können die Lautsprecher nicht bieten.<br />

Wer diesen Effekt will, muss zu einem<br />

waschechten Surroundsystem greifen. Aber<br />

kommen wir zum Wesentlichsten: dem Bild.<br />

Unsere UHD-Testszenen haben durch die Bank<br />

für offene Münder und funkelnde Augen gesorgt.<br />

Wir fühlten uns unweigerlich an die ersten<br />

echten HD-Bilder vor fast zehn Jahren erinnert.<br />

Ganz von selbst sind unsere Testseher<br />

näher an das Bild gerückt <strong>–</strong> selbst bei nur etwas<br />

mehr als einem Meter Abstand ist das UHD-<br />

Bild makellos <strong>–</strong> so scharf, dass Szenen plastisch<br />

wirken, fast dreidimensional. Einzelne Gesichter<br />

auf den Rängen im Fußballstadion sind<br />

erkennbar, auf dem Rasen meint man, die<br />

Grashalme zählen zu können. Kurzum: Das<br />

UHD-Bild ist absolut beeindruckend. Die viel<br />

drängendere Frage ist jedoch, wie gut sich der<br />

TV mit verfügbaren Quellen <strong>–</strong> Fernsehen und<br />

<strong>Filme</strong>n von Disc schlägt. Signale mit niedriger<br />

Qualität <strong>–</strong> DVB-T und mäßige DVD-Transfers <strong>–</strong><br />

sind schon auf großformatigen Full-HD-Fernsehern<br />

keine Augenweide und sollten auf einem<br />

UHD-Gerät eigentlich gar nicht abgespielt werden.<br />

Getestet haben wir trotzdem und waren<br />

erstaunt. Zwar kann der Fernseher die Mängel<br />

dieser Quellen nicht ausbügeln, aber eingedenk<br />

der Tatsache, dass diese Signale nur ein Sechzehntel<br />

der Bildschirmpixel enthalten, ist das<br />

Ergebnis absolut überragend. Gute Sat-Sender<br />

(vorzugsweise natürlich HD) lassen sich auch<br />

aus dem UHD-Abstand von knapp zwei Metern<br />

prima anschauen. <strong>Filme</strong> von Blu-ray-Disc sind<br />

eine wahre Freude und sehen deutlich besser<br />

aus als auf einem Full-HD-Fernseher. Völlig<br />

problemlos schaut man sich aus gut eineinhalb<br />

Metern Entfernung ganze <strong>Filme</strong> an <strong>–</strong> wir haben<br />

nie den Drang verspürt, uns weiter vom Bild<br />

weg zu setzen. Für die 3D-Darstellung nutzt<br />

Sony die passive Polarisationstechnik. Wenn<br />

der Fernseher richtig aufgestellt ist, die Zuschauer<br />

also möglichst exakt auf die Bildmitte<br />

schauen, kann auch das räumliche Bild vollends<br />

überzeugen. <strong>Der</strong> Blickwinkel ist bei jedem<br />

TV mit passivem 3D wichtig, bei einem 65-Zöller<br />

und geringem Betrachtungsabstand fällt das<br />

aber ungleich stärker auf. Auf hohem Niveau<br />

meckernd müssen wir die nicht ganz weiche<br />

Bewegungsdarstellung und den etwas gräulichen<br />

Schwarzwert bemängeln.<br />

Sonys UHD-Fernseher poliert gute<br />

Signale noch mächtig auf und liefert<br />

ein fast tadelloses Bild.<br />

Produktinfo<br />

Webseite<br />

Preis (UVP, Online)<br />

Technische Daten<br />

Display<br />

Videoanschlüsse<br />

Audioanschlüsse<br />

Weitere Anschlüsse<br />

Empfangsteil<br />

Energieeffizienz<br />

Maße/Gewicht<br />

(inklusive Fuß)<br />

Besonderheiten<br />

*Per Adapter<br />

Sony KD-65X9005<br />

www.sony.de<br />

€ 7.000, kein Internethandel<br />

65 Zoll (ca. 165 cm), LCD mit Edge-<br />

LED-Backlight, 3D (Polarisation, 4 Brillen<br />

mitgeliefert), 3.840 x 2.160 Pixel (UHD), 800<br />

Hz (MXR)<br />

4x HDMI (MHL), Komponente/Comp., Scart<br />

Digital-Audio-Out (opt.), Kopfhörer<br />

3x USB (Medien, Kamera, Aufnahme),<br />

Ethernet und WLAN (DLNA, Miracast,<br />

HbbTV, Internet)<br />

Analog, DVB-T/-C/-S, CI+<br />

Klasse: B<br />

168 x 90,3 x 40,5 cm/46,4 kg<br />

Bildschirmtiefe: 10 cm<br />

Triluminos-Display, Zweitfernbedienung,<br />

NFC One Touch Mirroring<br />

HDMI 2.0<br />

Zwar können die heute verbauten HDMI-<br />

Anschlüsse (HDMI 1.4) bereits UHD-Signale in<br />

voller Auflösung übertragen, sind aber auf 30 Bilder pro<br />

Sekunde (fps, frames per second) limitiert. Da die meisten<br />

Spielfilme ohnehin mit nur 24 fps vorliegen (im Kino und auf<br />

Blu-ray), mag man denken, dass diese Limitierung kein wirkliches<br />

Problem ist. 3D-<strong>Filme</strong> (2x 24 fps) und alle Videospiele<br />

mit flotter Grafik brauchen aber mehr Bandbreite. HDMI 2.0<br />

ist bereits in der Entwicklung und soll 60 fps in voller UHD-<br />

Auflösung übertragen können.<br />

Die in aktuellen UHD-Fernsehern verbauten<br />

HDMI-Schnittstellen sind nicht<br />

zukunftssicher!<br />

Wir schauen nicht mehr aus der Ferne auf<br />

einen Rahmen mit bewegten Bildern,<br />

sondern erleben mit XXL-Fernsehern<br />

ein Gefühl, wie wir es sonst nur aus<br />

dem Kino kennen. Wie einst HD<br />

wird auch UHD Auswirkungen auf<br />

die Produktion von Film und<br />

Fernsehen haben. <strong>Der</strong> höhere<br />

Detailgrad stellt Maske und<br />

Kulisse vor neue Herausforderungen.<br />

Showmaster oder Nachrichtensprecher<br />

könnten auf Riesenbildschirmen<br />

überlebensgroß und<br />

bedrohlich wirken. UHD eröffnet<br />

jedoch auch neue Möglichkeiten,<br />

wie die ersten Probeaufnahmen<br />

von Fußballspielen zeigen. UHD-<br />

Tests im Rahmen der Fußball-Klub-<br />

Wertungsfrei<br />

Für die UHD-Fernseher haben wir uns gegen das<br />

übliche Testurteil entschieden.<br />

Es gibt zwei mögliche Kategorien, in die man UHD-TVs stecken<br />

könnte. Würden wir auf einer Skala mit „normalen“<br />

Fernsehern testen, dürften in Zukunft selbst die besten Full-<br />

HD-Fernseher im Vergleich schlecht abschneiden und wohl<br />

kaum noch ein „Sehr gut“ als Testurteil erzielen können. Das<br />

wäre nicht wirklich fair. Da bleibt nur die logische Konsequenz,<br />

eine neue Geräteklasse einzuführen und UHD-Fernseher<br />

nur untereinander zu vergleichen. Das werden wir auch<br />

tun <strong>–</strong> aber erst, wenn es mehr Geräte und vor allem mehr<br />

Inhalte gibt, anhand derer wir fair und objektiv testen können.<br />

Auch können wir den Ersten ihrer Art kaum vorwerfen, dass<br />

sie die Schnittstelle HDMI 2.0 und den HEVC-Decoder-Chip<br />

vermissen lassen <strong>–</strong> beides ist derzeit nicht verfügbar.<br />

08/13 www.spielefilmetechnik.de 41


<strong>Technik</strong><br />

feature & Test: Ultra High Definition<br />

HEVC<br />

Wie HDMI 2.0 steht auch der neue Video-<br />

Codec HEVC <strong>–</strong> High Efficiency Video Codec <strong>–</strong><br />

kurz vor der Marktreife. HEVC ist der Nachfolger<br />

des heute gängigen Komprimierungsstandards H.264<br />

und soll Videodateien bis zu 50 Prozent stärker komprimieren.<br />

Somit wären UHD-Videos nicht mehr vier-, sondern nur<br />

noch zweimal größer als vergleichbare Full-HD-Dateien. HEVC ist<br />

der Schlüssel zur effizienten Übertragung (Satellit, IP) und Speicherung<br />

(Festplatten, eventuell ein Blu-ray-<strong>Der</strong>ivat) von UHD-Signalen.<br />

Aktuelle UHD-Fernseher ohne HEVC-Dekoder-Chip können<br />

mit zukünftigen UHD-Übertragungen nichts anfangen!<br />

Sie können jedoch trotzdem UHD-Signale von entsprechend<br />

ausgestatteten Zuspielern (Mediaplayer,<br />

<strong>Spiele</strong>konsolen, Sat-Receiver)<br />

empfangen und darstellen.<br />

Weltmeisterschaft<br />

2012 in Japan zeigen<br />

eine eher<br />

langsame Kameraführung,<br />

die aber<br />

einen sehr <strong>große</strong>n<br />

Bereich des Spielfelds<br />

abdeckt. Statt nur<br />

das unmittelbare Geschehen<br />

rund um den Ball sieht man so<br />

auch, wie der momentan<br />

arbeitslose Verteidiger ein<br />

Schwätzchen mit dem Torwart<br />

hält. Mit einer solchen Kameraeinstellung<br />

erlebt man Fußball<br />

fast wie im Stadion <strong>–</strong> da entscheidet<br />

man schließlich auch selber, wo<br />

man hinschaut. Ultra High Definition<br />

bringt aber auch <strong>große</strong> technische<br />

He rausforderungen mit sich. Noch gibt es<br />

kein Trägermedium wie Blu-ray für UHD und<br />

gesendet wird in dieser Auflösung noch lange<br />

nicht. Auch bei der Hardware fehlen noch zwei<br />

wichtige Elemente. Zum einen Decoder-Chips<br />

für den Komprimierungsstandard HEVC (siehe<br />

links) und zum anderen der leistungsstärkere<br />

AV-Anschluss HDMI 2.0 (Seite 41). Beide Elemente<br />

sind für zukünftige UHD-Fernseher<br />

essenziell, aber momentan noch nicht verfügbar.<br />

Damit steht zu befürchten, dass die sehr<br />

frühen UHD-Modelle schon bald technisch<br />

zum alten Eisen gehören. Das heißt aber nicht,<br />

dass sie nicht schon heute einen echten Vorteil<br />

bieten. Wie unsere Tests zeigen, leisten aktuelle<br />

UHD-Fernseher ganze Arbeit bei der<br />

Umwandlung von SD- und HD-Quellen auf die<br />

höhere Auflösung. <strong>Filme</strong> von Blu-ray sehen<br />

tatsächlich besser als auf einem Full-HD-Fernseher<br />

aus. Wir haben Details in unseren Testsequenzen<br />

gesehen, die wir zuvor noch nie<br />

wahrgenommen haben. So zum Beispiel den<br />

Fahrer des riesigen Kippladers in Avatar, der<br />

Samsung UE85S9ST<br />

Web: www.samsung.de<br />

Preis (UVP, Online): € 35.000, kein Internethandel<br />

Samsungs S9 ist in jeder Hinsicht außergewöhnlich.<br />

Außergewöhnlich groß, außergewöhnlich<br />

schwer, außergewöhnlich kostspielig<br />

und auch optisch einfach außergewöhnlich. Auf<br />

den ersten Blick meint man, es nicht mit einem<br />

Fernseher, sondern einem neumodischen Ableger<br />

einer alten Schultafel oder einem modernen<br />

Gemälde zu tun zu haben. <strong>Der</strong> knapp zwei<br />

Quadratmeter <strong>große</strong> Bildschirm ist neigbar in<br />

einem mit Lautsprechern gespickten Rahmen<br />

aufgehängt, der gleichzeitig als Standfuß dient.<br />

Wenn die Wand es hergibt, kann das rückseitige<br />

Stützelement entfernt und das ganze Ensemble<br />

an der Mauer montiert werden.<br />

Samsung nennt das S9-Design „Timeless“, die<br />

Meinungen unserer Kollegen schwanken zwischen<br />

„wunderschön“ und „potthässlich“. Als<br />

wir den Riesen eingeschaltet und mit UHD-<br />

Testszenen gefüttert haben, waren sich aber<br />

alle wieder einig. Das hatte so noch keiner gesehen!<br />

Die Zukunft ist einfach verdammt groß,<br />

superscharf und blickfeldfüllend. Die Darstellung<br />

von nativen UHD-Inhalten erscheint völlig<br />

makellos. Durch die schiere Größe ist das „mittendrin<br />

statt nur dabei“-Gefühl noch stärker als<br />

beim kleineren Sony-TV. Und auch wenn die<br />

meisten unserer UHD-Testszenen inhaltlich belanglos<br />

sind, konnten wir uns an der Bildpracht<br />

gar nicht sattsehen. Rein rechnerisch läge der<br />

optimale UHD-Sichtabstand bei nur 1,60 Metern<br />

(1,5-fache Bildschirmhöhe), in der Praxis<br />

Produktinfo<br />

Webseite<br />

Preis (UVP, Online)<br />

Technische Daten<br />

Display<br />

Videoanschlüsse<br />

Audioanschlüsse<br />

Weitere Anschlüsse<br />

Empfangsteil<br />

Energieeffizienz<br />

Maße/Gewicht<br />

(inklusive Fuß)<br />

Besonderheiten<br />

*Per Adapter<br />

Sasmsung UE85S9ST<br />

www.samsung.de<br />

€ 35.000, kein Internethandel<br />

85 Zoll (ca. 216 cm), LCD mit Full-LED-<br />

Backlight und Local Dimming, 3D (Active<br />

Shutter, 4 Brillen mitgeliefert),<br />

3.840 x 2.160 Pixel (UHD), 1.000 Hz (CMR)<br />

4x HDMI (MHL), Komponente/Comp.*, Scart*<br />

Digital-Audio-Out (opt.), Kopfhörer<br />

3x USB (Medien, Aufnahme, Tastatur),<br />

Ethernet und WLAN (DLNA, Display-<br />

Spiegelung. HbbTV, Internet), Bluetooth,<br />

integrierte Kamera<br />

Analog, 2x DVB-T/-C/-S, CI+<br />

Klasse: B<br />

200 x 174 x 58 cm/85,8 kg<br />

Bildschirmtiefe: 5,6 cm<br />

IR-Blaster (zur Steuerung einer Set-Top-<br />

Box), Sprach- und Gestensteuerung,<br />

Zweitfernbedienung mit Touchpad<br />

sind wir für Blu-ray-<strong>Filme</strong> und HD-Fernsehen<br />

auf immer noch sehr nahe zweieinhalb Meter<br />

Distanz gegangen. Samsung zeigt eine ähnlich<br />

beeindruckende Aufbereitung von HD-<strong>Filme</strong>n<br />

und -Fernsehen wie der Sony KD-65X9005.<br />

Und was ist mit SD-Material? Auch das kann<br />

sich durchaus sehen lassen. Wir waren erstaunt,<br />

wie gut die Skalierung auf die sechzehnfache<br />

Pixel anzahl gelingt. Wie Sony kann<br />

aber auch Samsung nur bedingt Wunder vollbringen.<br />

Wechselt das Bild der Tagesschau auf<br />

ein zu Tode komprimiertes Live-Bild in Webcam-Qualität,<br />

sieht das schon auf einem normalen<br />

Fernseher nicht toll aus, bei 85 Zoll werden<br />

solche Probleme im wahrsten Wortsinn<br />

größer. Miese DVD-Transfers und DVB-T-Fernsehen<br />

sollte man sich und dem Fernseher gar<br />

nicht erst zumuten. UHD hin oder her, ein<br />

85-Zöller ist einfach nicht das richtige Anzeigegerät<br />

für Videomaterial des letzten Jahrhunderts.<br />

Für die 3D-Darstellung kommt <strong>–</strong> wie immer<br />

bei Samsung <strong>–</strong> die aktive Methode mit<br />

akkubetriebenen Brillen zum Einsatz. Durch<br />

den geringen Sichtabstand und das nahezu tadellose<br />

3D-Bild macht sich waschechtes Kino-<br />

Feeling breit. Was gibt es zu bemängeln? Wenig.<br />

Die Bewegungskompensation sorgt für<br />

einen ruhigen und scharfen Bildlauf, die minimalen<br />

Flimmerkonturen fallen jedoch aus kurzer<br />

Distanz viel stärker auf als bei Full-HD-Geräten.<br />

Die direkte LED-Hintergrundbeleuchtung<br />

ermöglicht enorm hohe Kontraste und einen<br />

tollen Schwarzwert. Jedoch zeigt sich oft ein<br />

Lichtkranz um helle Objekte auf dunklem<br />

Grund. Obwohl der Rahmen mit etlichen Lautsprechern<br />

gespickt ist, fehlt es dem Klang an<br />

Tiefgang. <strong>Der</strong> Ton-Modus „Film“ verbessert die<br />

Klangleistung etwas <strong>–</strong> so beeindruckend wie<br />

der Sony-UHD-TV klingt der S9 aber nicht.<br />

Samsungs S9 überzeugt mit überragender<br />

Bildqualität und lässt dank separater (und<br />

austauschbarer) Anschlussbox auf Zukunftssicherheit<br />

hoffen (siehe rechts).<br />

Filmbild: Das verborgene Gesicht, Blu-ray im Handel erhältlich<br />

42 www.spielefilmetechnik.de 08/13


feature & Test: Ultra High Definition TECHNiK<br />

Übertragung<br />

Wie kommen UHD-Inhalte überhaupt zum Fernseher?<br />

Das ist eine sehr gute Frage, auf die es noch wenige wirklich<br />

konkrete Antworten gibt. Mit HEVC wird eine Satellitenübertragung<br />

möglich sein; ob dies auch für die Kabelnetze gilt, ist derzeit noch fraglich.<br />

Natürlich bietet sich IP <strong>–</strong> also das Internet <strong>–</strong> als Übertragungsweg an. Bedenkt<br />

man jedoch, dass UHD eine Bandbreite von circa 20 Mbit/s benötigt, müsste der<br />

Breitbandausbau in Deutschland in die Gänge kommen, um sich als Infrastruktur<br />

für das Fernsehen der Zukunft zu empfehlen. Die Lücke werden wohl Festplatten-<br />

Netzwerkplayer füllen, die <strong>Filme</strong> (natürlich gegen Gebühr) über Nacht herunterladen.<br />

<strong>Der</strong>zeit ist auch noch vollkommen unklar, ob die Blu-ray Disc den Schritt in die<br />

nächste Auflösungsgeneration mitmachen wird.<br />

Als echte Joker könnten sich die kommenden <strong>Spiele</strong>konsolen<br />

Playstation 4 (Bild links) und Xbox One erweisen.<br />

Beide sollen mit der hohen Auflösung umgehen können.<br />

Wenn dann noch HDMI 2.0 und HEVC an Bord<br />

sind, dürften es (mal wieder) die <strong>Spiele</strong>konsolen<br />

sein, die den Technologiewechsel<br />

vorantreiben.<br />

Jake Sully bei der Ankunft auf Pandora aus<br />

seinem Führerhaus anschaut. Solche und viele,<br />

viele andere Kleinigkeiten offenbaren sich<br />

nur auf den ganz <strong>große</strong>n UHD-Bildschirmen.<br />

Beide in diesem Artikel getesteten Fernseher<br />

bieten eine tolle, noch nicht dagewesene<br />

Bildqualität. <strong>Der</strong> Preis für diese Geräte verschlägt<br />

vielen Zuschauern aber die Sprache.<br />

7.000 Euro für den 65-Zöller von Sony sind<br />

schon ein stolzer Preis, aber 35.000 für den<br />

Samsung-Riesen? Wer soll sich jemals so<br />

einen Riesen-TV kaufen? Jedermann! Nicht in<br />

diesem Jahr und wohl auch nicht im nächsten<br />

<strong>–</strong> aber wir sind uns sicher, dass sich UHD<br />

durchsetzen und auf lange Sicht Full HD komplett<br />

ablösen wird. Neue Technologie war<br />

anfänglich immer teuer. Philips’ erster<br />

Plasma-Fernseher kostete im Jahr<br />

1998 satte 30.0000 Mark. Man<br />

Auf der Rückseite vom S9 finden<br />

sich unter einer magnetischen<br />

Abdeckung nur der CI+-Schacht,<br />

ein USB-Anschluss und die Buchse<br />

für die separate One Connection<br />

Box. Diese beherbergt die<br />

üblichen Anschlüsse und kann<br />

dank des knapp drei Meter langen<br />

Kabels flexibel aufgestellt werden.<br />

Dieses Konzept hat zum einen die<br />

schöne, ebene TV-Rückseite zur<br />

Folge. Zum anderen birgt es die<br />

Hoffnung auf eine sichere UHD-<br />

Zukunft. Die Anschlussbox wird im<br />

Betrieb ausgesprochen heiß, was<br />

dafür spricht, dass hier neben den<br />

Buchsen auch die Bildelektronik<br />

untergebracht ist. Und das wiederum<br />

würde bedeuten: Sobald HDMI 2.0<br />

und HEVC verfügbar sind, ließe sich<br />

die Box einfach austauschen. Das ist<br />

ein absolut entscheidender Vorteil von<br />

Samsung, der übrigens auch in der<br />

kommenden kleineren UHD-Serie<br />

F9090 Anwendung finden wird.<br />

08/13 www.spielefilmetechnik.de 43


<strong>Technik</strong><br />

feature & Test: Ultra High Definition<br />

UHD-TV<br />

Einen Funken Hoffnung haben wir, dass der Schritt<br />

von HD zu UHD schneller vonstattengeht als die Umstellung<br />

von SD auf HD. Es steht aber zu befürchten, dass die Fernsehsender,<br />

vor allem die deutschen, die nötigen Investitionen für eine<br />

UHD-Übertragung so lange wie möglich hinauszögern. Jetzt kann man<br />

natürlich vorwurfsvoll mit dem Finger auf RTL, Sat 1, Prosieben und Co.<br />

zeigen. Oder man fasst sich an die eigene Nase und gibt zu, dass man Teil<br />

unserer Umsonst-Fernsehkultur ist. <strong>Der</strong> Deutsche zahlt ungern für TV-Unterhaltung.<br />

Andernorts <strong>–</strong> in Frankreich, Großbritannien und den USA zum Beispiel<br />

<strong>–</strong> ist Bezahlfernsehen nicht erst seit der HD-Ära gang und gäbe.<br />

Erwarten dürfen wir mehr Leistung also nur von den durch unsere Gebühren<br />

finanzierten Sendern. Wie bei der HD-Übertragung wird in<br />

Deutschland wohl auch beim aktuellen Technologiewechsel Sky<br />

als Erstes mit einem Angebot aufwarten.<br />

Wir wären froh, wenn deutsche TV-Sender vor<br />

2020 in UHD senden.<br />

munkelt, dass Michael Schumacher<br />

zu den ersten Kunden des damals<br />

mit 42 Zoll riesigen TVs gehörte.<br />

Die Preise für UHD-Fernseher<br />

werden sinken<br />

Es ist gar nicht so lange<br />

her, dass TV-Geräte jenseits<br />

der 42 Zoll unbezahlbar<br />

waren. Jedes Jahr gibt<br />

es mehr Fernseher fürs<br />

Geld, größere Bildschirme<br />

werden immer günstiger,<br />

neue Funktionen und bessere<br />

Bildqualität gibt’s obendrein.<br />

<strong>Der</strong> unverkennbare Trend<br />

zu immer größeren Bildschirmen<br />

wird durch UHD nur genährt. Wann<br />

werden diese Geräte erschwinglich?<br />

Ein paar Jahre wird es schon dauern. Uns<br />

würde es aber nicht wundern, wenn schon in<br />

zwei Jahren die ganz <strong>große</strong>n Exemplare mit zwei<br />

Metern und mehr Bilddiagonale nur noch vier-<br />

stellige Beträge kosten. Ein wichtiger Faktor<br />

wird sein, wann die Brücke zwischen Hollywood<br />

und den Fernsehern geschlagen wird. HEVC-<br />

Chips müssen ebenso verfügbar sein wie HDMI<br />

2.0. Außerdem ist ein Filmangebot in UHD nötig.<br />

Sony hat vor wenigen Wochen für die USA<br />

bereits einen UHD-Abspieler angekündigt, der<br />

zum Preis von 700 US-Dollar mit zehn <strong>Filme</strong>n<br />

auf Festplatte ausgeliefert wird. Nachschub soll<br />

es über einen kostenpflichtigen Online-Service<br />

geben. Die enorm hohen Datenraten werden<br />

wohl mehrstündige Downloads zur Folge haben.<br />

Bis <strong>Filme</strong> in UHD gestreamt werden können,<br />

wird noch viel Zeit vergehen. Aber der Sony-<br />

Player ist ein guter Anfang und weitere Konzepte<br />

werden folgen. Eine Schlüsselrolle dürfte den<br />

<strong>Spiele</strong>konsolen Xbox One und Playstation 4<br />

zukommen. Beide sollen <strong>Spiele</strong> in UHD-Auflösung<br />

ermöglichen, könnten also auch ultrahochauflösende<br />

<strong>Filme</strong> wiedergeben. Geschichte<br />

wiederholt sich: Die Playstation 3 hat mit HD-<br />

Gaming und integriertem Blu-ray-Player ebenfalls<br />

den Technologiewechsel von SD zu HD<br />

maßgeblich beschleunigt. (fw)<br />

„Fußball gehört zu den Zugpferden für eine Ausstrahlung von Ultra HD.“<br />

Stephan Heimbecher ist Innovations-Chef beim Pay-TV-Sender Sky Deutschland. Bereits bei drei Fußball-Bundesliga-Partien hat Sky zu Testzwecken<br />

das Spielgeschehen in UHD eingefangen. Im Gespräch mit <strong>SFT</strong> ergab sich, dass es bei Ultra HD nicht nur um schärfere Bilder geht.<br />

Herr Heimbecher,<br />

in welchem Jahr glauben<br />

Sie werden wir die<br />

erste UHD-Ausstrahlung<br />

sehen?<br />

Stephan Heimbecher:<br />

Ich bin derzeit<br />

guter Dinge, dass es im<br />

Laufe des kommenden<br />

Jahres eine erste Live-<br />

Ausstrahlung von Ultra<br />

HD über Satellit geben<br />

könnte, allerdings im reinen<br />

Testbetrieb. Eine<br />

regelmäßige Ausstrahlung<br />

von Ultra HD wird aber noch ein paar Jahre<br />

in Anspruch nehmen. Schließlich bietet Ultra<br />

HD die vierfache Auflösung von Full HD, das<br />

heißt, wir haben es in allen Produktionsschritten<br />

auch mit dem vierfachen Datenvolumen zu<br />

tun. Anfang des Jahres wurde ein wichtiger<br />

Schritt gemacht mit der Verabschiedung des<br />

Standards HEVC/H.265. Damit kann mit einer<br />

höheren Effizienz (bis zu 50 Prozent mehr)<br />

codiert werden, was dringend notwendig ist,<br />

um die enormen Datenmengen zu bewältigen.<br />

Den größten Engpass stellt aktuell die Codierung<br />

in Echtzeit dar. Zudem fehlt es für den<br />

Transport der Daten derzeit noch an weiteren<br />

Perfekter Überblick: Für die Testaufnahmen in Ultra HD<br />

wurde eine neue Kameraposition ganz oben im Stadion<br />

erprobt. Diese zeigt das komplette Spielfeld.<br />

entsprechenden Schnittstellen und Standards.<br />

Im nächsten Schritt gilt es, diesen neuen und<br />

teils sehr komplexen Standard in Encoder und<br />

44 www.spielefilmetechnik.de 08/13


feature & Test: Ultra High Definition<br />

TECHNiK<br />

„Bis 2020 weltweit über 200 Ultra-HD-Sender“<br />

Wenn man über Ultra High Defintion spricht, kommt meist früher als später die Frage auf, wann es Fernsehen in der neuen Qualität<br />

gibt. Wir haben mit Wolfgang Elsäßer, Geschäftsführer des Satelliten-Betreibers Astra, über dieses Thema gesprochen.<br />

Die Antwort auf die Frage vieler Leser<br />

<strong>–</strong> ob denn eine UHD-Übertragung per Satellit<br />

machbar ist <strong>–</strong> haben Sie schon vorweggenommen.<br />

Astra hat bereits eine Live-Sendung<br />

übertragen. Heißt das, dass UHD auch<br />

flächendeckend mit der vorhandenen Übertragungstechnik<br />

realisierbar ist?<br />

Wolfgang ElsäSSer: Ja, absolut. Das ist<br />

ja das Schöne beim Satelliten. Wenn auf Produktions-<br />

und Empfangsseite Standards und<br />

<strong>Technik</strong> geklärt sind, können wir übertragen.<br />

Das war beim Start von HDTV der Fall und jetzt<br />

wieder bei Ultra HD.<br />

In welcher Qualität könnten Sie UHD-<br />

Signale senden?<br />

W. E.: Ultra HD räumt mit einigen Standardisierungsaltlasten<br />

auf, auch mit dem Halbbildverfahren.<br />

Damit ist bei Ultra HD Schluss, es werden<br />

nur noch Vollbilder übertragen. Diese lassen<br />

sich nicht nur besser für die Übertragung<br />

komprimieren, sondern liefern eine exzellente<br />

Bildschärfe bei entsprechenden Bildraten. Mit<br />

welchen Raten am Ende wirklich gesendet<br />

wird, gilt es noch abzuwarten. Eine Ausstrahlung<br />

in 2.160p50 (50 Vollbilder pro Sekunde)<br />

würde bereits die achtfache Informationsdichte<br />

im Vergleich zu 1.080i25 (Full-HD im Halbbildverfahren)<br />

liefern.<br />

Was glauben Sie: Wann werden wir den<br />

Start des ersten UHD-Senders erleben? Das<br />

deutsche Free-TV hat sich ja schon mit HD<br />

ordentlich Zeit gelassen.<br />

W. E.: Ob und wann sich ein Sender bei Ultra<br />

HD engagiert, hängt in erster Linie vom<br />

Geschäftsmodell ab. Das gilt es noch zu entwickeln<br />

und hier unterstützen wir gerne alle<br />

Sender, die über Ultra<br />

HD nachdenken. Laut<br />

einer von uns in Auftrag<br />

gegebenen Studie soll<br />

es bis 2020 weltweit<br />

über 200 Ultra-HD-Sender<br />

geben. Es müsste<br />

also spätestens 2016<br />

losgehen. Ich denke,<br />

dass dann auch alle<br />

Voraussetzungen für den kommerziellen<br />

Marktstart geschaffen sind. Die olympischen<br />

<strong>Spiele</strong> 2016 in Rio wären auch gleich ein erstes<br />

Highlight für die Übertragung. Aber vielleicht<br />

entscheidet sich auch schon früher ein<br />

Sender für Ultra HD.<br />

Interview: Florian Weidhase<br />

Decoder (Receiver) zu implementieren, um<br />

eine Ausstrahlung zu ermöglichen.<br />

Was für Kernlektionen im Fach „Fernsehen<br />

machen“ haben Sie während der<br />

Tests mit der UHD-Aufzeichnung gelernt?<br />

Wird sich Fernsehen in UHD verändern?<br />

S. H.: Aufgrund der bereits erwähnten fehlenden<br />

Schnittstellen und Standards haben<br />

wir uns bisher Schritt für Schritt an die Live-<br />

Produktion von Ultra-HD-Inhalten herangetastet<br />

und bei verschiedenen Fußballspielen<br />

Testaufzeichnungen gemacht. Ziel bei diesen<br />

ersten Tests war es unter anderem,<br />

Unterschiede zu einer herkömmlichen HD-<br />

Produktion zu definieren. Die deutlich höhere<br />

Auflösung führt zu Veränderungen zum<br />

Beispiel bei der Schwenkgeschwindigkeit,<br />

die in der Theorie bei Ultra HD nur halb so<br />

schnell sein darf wie bei HD, um Bewegungsunschärfe<br />

zu vermeiden. Um im<br />

gelernten HD-Produktionsverfahren zu bleiben,<br />

setzt dies höhere Bildraten (Bilder pro<br />

Sekunde) voraus, womit wir aber vorerst<br />

wieder an die Grenzen dessen stoßen, was<br />

heute technisch möglich beziehungsweise<br />

verfügbar ist.<br />

Nachdem die Vorzüge von Ultra HD im Vergleich<br />

zu Full HD erst auf Displays ab 50"<br />

richtig zur Geltung kommen und der Trend<br />

generell zu <strong>große</strong>n Bildschirmen geht, kann<br />

man aufgrund der größeren Bildfläche auch<br />

über neue Sendekonzepte nachdenken. Die<br />

hohe Auflösung von Ultra HD ermöglicht es<br />

zum Beispiel, eine Totale des gesamten<br />

Spielfelds zu zeigen, die dem Zuschauer<br />

das Gefühl gibt, selbst im Stadion zu sitzen.<br />

Ein Multiview-Ansatz mit der Aufteilung des<br />

Bildschirms in mehrere „kleinere‘‘ TV-Bilder<br />

stellt eine weitere mögliche Option dar.<br />

Was für eine Sendung werden wir als<br />

Erstes in Ultra High Definition sehen?<br />

S. H.: Das bleibt abzuwarten. Fußball gehört<br />

aber neben anderen Live-Sportevents und<br />

Blockbuster-<strong>Filme</strong>n sicherlich zu den Zugpferden<br />

für eine Ausstrahlung von Ultra HD.<br />

Über kurz oder lang wird aber wohl auch bei<br />

Serien und Dokumentationen Ultra HD eingesetzt<br />

werden. Dort geht es neben der<br />

höheren Auflösung insbesondere auch<br />

da rum, an weitere Bildverbesserungen zu<br />

denken. Wir sprechen immer gerne davon,<br />

dass Ultra HD nicht durch mehr Pixel zum<br />

Erfolg werden wird, sondern durch „bessere‘‘<br />

Pixel. Damit ist gemeint, dass man z.B.<br />

auch den Farbraum erweitert oder mit einem<br />

höheren Kontrastumfang arbeitet als heute<br />

bei HD-Produktionen üblich, um noch realistischere<br />

Fernsehbilder zu erzeugen.<br />

Interview: Florian Weidhase<br />

FAZIT<br />

Die Zukunft ist schön, scharf und vor<br />

allem groß! Zugegeben, der Preis für ein<br />

Schmuckstück wie den Samsung S9<br />

mutet derzeit noch astronomisch an.<br />

Aber aus Erfahrung wissen wir, dass die<br />

unbezahlbare <strong>Technik</strong> von heute morgen<br />

schon erschwinglich ist. Wer das nötige<br />

Kleingeld locker macht (Herr Schumacher,<br />

lesen Sie mit?), erlebt bereits heute<br />

mit vorhandenen <strong>Filme</strong>n auf Blu-ray eine<br />

neue Dimension des Heimkinos. Die<br />

technischen Stolpersteine HDMI 2.0 und<br />

HEVC dürften in Kürze aus dem Weg<br />

geräumt werden und potenziellen Käufern<br />

die nötige Zukunftssicherheit geben.<br />

Und wenn gegen Ende des Jahres Sony<br />

und Microsoft ihre neuen Spielkonsolen<br />

mit UHD-Ausgabe vorstellen, sprechen<br />

sie damit vielleicht nicht nur Gamer, sondern<br />

dank Zugang zu Online-Videotheken<br />

mit ultrahochauflösendem Angebot<br />

auch Filmfans an. Wir freuen uns auf<br />

jeden Fall darauf, die Fußball-Weltmeisterschaft<br />

2018 in Ultra High Definition zu<br />

erleben und sind auch gerne bereit,<br />

dafür zu zahlen. Schließlich erinnern wir<br />

uns noch sehr gut an die erste HD-WM<br />

2006 in Deutschland, die uns Fußball in<br />

einer ganz neuen Qualität zeigte.<br />

08/13 www.spielefilmetechnik.de 45


TECHNIK<br />

TEST: LCD-TV Philips Design Line 55PDL8908S<br />

Fernseher<br />

mit Stil<br />

LCD-TV Eleganz oder High-End-Leistung? In den<br />

vergangenen Jahren musste man sich noch für das<br />

eine oder andere entscheiden. 2013 wächst bei<br />

Philips endlich zusammen, was zusammengehört.<br />

Philips Design Line<br />

55PDL8908S<br />

Sehr gutes Bild<br />

Außergewöhnliches<br />

und edles Design<br />

Hervorragende<br />

Bewegtbilddarstellung<br />

Stark spiegelnde Front<br />

sehr gut<br />

Note 1,3<br />

Na endlich! Das Design-Line-Modell<br />

2013 von Philips darf sich <strong>–</strong> ganz<br />

im Gegensatz zu seinen Vorgängern<br />

<strong>–</strong> mit Fug und Recht zur Oberklasse<br />

zählen. Statt wie 2011 und 2012 TV-<strong>Technik</strong><br />

der Mittelklasse in ein schickes<br />

Gewand zu stecken, hat sich Philips in<br />

diesem Jahr für die Ehe aus Design und<br />

Hightech entschieden. Im Prinzip steckt<br />

hinter der ungewöhnlichen Glasscheibe<br />

nämlich die <strong>Technik</strong> eines aktuellen<br />

8000er-Modells (PFL8008S, Test in <strong>SFT</strong><br />

07/13). Mit zum prallen Ausstattungspaket<br />

gehören unter anderem dreiseitiges Ambilight,<br />

digitale Tuner für Satellit, Antenne<br />

und Kabel, integriertes WLAN, ein übersichtliches<br />

Online-Portal und aktive<br />

3D-Darstellung inklusive zweier mitgelieferter<br />

Brillen. Aber auch beim Design geht<br />

Philips neue Wege. Statt nur den Rahmen<br />

aufzuhübschen, verfolgt man mit der bis<br />

zum Boden ragenden Glasscheibe einen<br />

ganzheitlichen Ansatz. Im Bereich des<br />

Displays ist der Glasrahmen schwarz<br />

getönt und läuft im unteren Bereich transparent<br />

aus. Ist der Fernseher eingeschaltet,<br />

scheint er fast zu schweben. Richtig<br />

cool finden wir aber, dass der ausgeschaltete<br />

Fernseher kaum als solcher zu erkennen<br />

ist und eher wie ein Kunstwerk wirkt.<br />

<strong>Der</strong> dunkle Bildschirm verschmilzt optisch<br />

mit dem schwarzen Glasrahmen und ist<br />

somit fast unsichtbar. Leider funktioniert<br />

die Illusion nicht ganz so perfekt, wie es<br />

das kleine Bild rechts suggeriert. Das liegt<br />

daran, dass der Bildschirm Umgebungslicht<br />

stärker reflektiert als die restliche<br />

Glasscheibe. Schick und vor allem mal<br />

ganz anders schaut es trotzdem aus. Für<br />

den sicheren Halt legt Philips dem<br />

55PDL8908S eine Wandhalterung bei.<br />

Diese stabilisiert den Fernseher, wenn er,<br />

wie im <strong>große</strong>n Bild gezeigt, leicht angewinkelt<br />

an der Wand lehnt. Alternativ lässt<br />

sich der TV mit der gleichen Halterung<br />

aber auch plan an der Wand montieren.<br />

Letzterer Option würden wir den Vorzug<br />

geben, da der Blickwinkel bei der schrägen<br />

Aufstellung nicht optimal ist. Damit<br />

Kabel das edle Gesamtbild nicht zu sehr<br />

stören, liegt ein flexibler Schlauch mit im<br />

Paket, in dem die Strippen für Strom, TV-<br />

Signal und Zuspieler gebündelt werden.<br />

Klettschlaufen auf der Rückseite führen<br />

den Kabelstrang entlang der Display-<br />

Unterseite. Im Bildtest erntet der Designfernseher<br />

viel Lob und nur sehr wenig<br />

Kritik. Die aktuelle Version von Philips’<br />

derzeit bester Bildverarbeitung Perfect<br />

Pixel überzeugt im Test mit hohen Kontrasten,<br />

sehr guter Schärfe, natürlicher<br />

Farbwiedergabe und überragender Bewe-<br />

46 www.spielefilmetechnik.de 08/13<br />

<strong>Der</strong> ausgeschaltete Bildschirm<br />

verschmilzt fast vollständig mit der<br />

schwarz getönten Glasfront.


TEST: LCD-TV Philips Design Line 55PDL8908S TECHNIK<br />

gungskompensation. Objekte bleiben bei<br />

der Bewegung über den Bildschirm stets<br />

scharf und das Blu-ray-typische Ruckeln<br />

weicht einem butterweichen Bildlauf. Die<br />

bei der Berechnung von Zwischenbildern<br />

typischen Fehler in Form von flimmernden<br />

Konturen fallen erfreulich gering aus <strong>–</strong> man<br />

erkennt sie eigentlich nur, wenn man nach<br />

ihnen sucht. In den Werkseinstellungen<br />

kommt der Bildmodus „Standard“ zum<br />

Einsatz, der bereits ein sehr gutes Bild<br />

liefert. Noch besser wird es im Modus<br />

„Natürlich“, der zwar etwas stromhungriger<br />

ist, dafür aber noch einen Tick mehr<br />

aus dem Bild herausholt. Auch in der dritten<br />

Dimension macht der Design-Line-TV<br />

Spaß. Die 3D-Darstellung fällt sehr sauber<br />

und detailliert aus. Die mitgelieferten, batteriebetriebenen<br />

Brillen wiegen angenehme<br />

44 Gramm. Wie schon erwähnt, spiegelt<br />

die Glasfront stark. Das wirkt sich bei<br />

Umgebungslicht ausgesprochen negativ<br />

auf die Bildqualität aus. Wer sich also dieses<br />

Schmuckstück zulegen will, sollte<br />

sicherstellen, dass weder Tages- noch<br />

Kunstlicht direkt auf das Gerät fällt. Dieses<br />

Manko kostet einen Notenpunkt. Unter<br />

den etlichen Zusatzfunktionen sticht die<br />

Streaming-Funktion Mobilgeräte hervor.<br />

Mit der kostenlosen App Myremote (iOS,<br />

Android) schauen Sie innerhalb des Heimnetzwerkes<br />

auf iPhone, iPad oder iPod<br />

Touch fern. So verpassen Sie auch bei<br />

kurzen Zwangspausen nichts oder können<br />

statt im Wohnzimmer die Lieblingssendung<br />

im Bett verfolgen. Wer jetzt<br />

Appetit auf die Bildqualität bekommen<br />

hat, aber das Design entweder nicht mag<br />

oder schlichtweg keinen Platz für diesen<br />

Fernseher hat, entscheidet sich für den<br />

technisch identischen 55PFL8008S und<br />

spart 500 Euro. (fw)<br />

Produktinfo<br />

Webseite<br />

Preis (UVP, Online)<br />

Technische Daten<br />

Display<br />

Videoanschlüsse<br />

Audioanschlüsse<br />

Philips 55PDL8908S<br />

www.philips.de<br />

€ 3.000, noch kein Internethandel<br />

55 Zoll (ca. 140 cm), LCD mit Edge-LED-<br />

Backlight, 3D (Active Shutter,<br />

2 Brillen mitgeliefert), 1.920 x 1.080 Pixel<br />

(Full HD), 1.400 Hz (PMR)<br />

4x HDMI, Komponente*, Scart*<br />

Digital-Audio-Out (opt.), Audio-In<br />

(Miniklinke), Kopfhörer<br />

Weitere Anschlüsse 3x USB (Medien, Tastatur, Maus, Aufnahme),<br />

Ethernet und WLAN (DLNA, Miracast,<br />

HbbTV, Internet), integrierte Kamera<br />

Empfangsteil Analog, DVB-T/-C/-S, CI+<br />

Energieeffizienz Klasse: A+<br />

Maße/Gewicht<br />

(inklusive Fuß)<br />

Besonderheiten<br />

124 x 119 x 4,1 cm/42 kg<br />

Bildschirmtiefe: 4,1 cm<br />

3-seitiges Ambilight XL, Fernbedienung<br />

mit Tastatur und Zeigefunktion, TV-<br />

Streaming an iOS-Geräte<br />

Weitere Zollgrößen und Preise (UVP, Internet):<br />

46PDL8908S (ca. 116 cm): 2.200 Euro,<br />

noch kein Internethandel<br />

*Per Adapter<br />

08/13 www.spielefilmetechnik.de 47


<strong>Technik</strong><br />

test: Plasma- und LCD-TV im Vergleich<br />

Für jeden<br />

Geschmack<br />

das beste Bild<br />

Fernseher Zweimal Panasonic, zweimal 55 Zoll, zweimal<br />

Spitzenklasse <strong>–</strong> aber einmal Plasma und einmal LED-LCD.<br />

Plasma: Jeder Pixel für sich<br />

Ein Plasma-Bildschirm besteht aus selbstleuchtenden<br />

Pixeln. Jeder der rund zwei Millionen Bildpunkte des Full-<br />

HD-Panels wird einzeln angesteuert und kann <strong>–</strong> bei der<br />

Darstellung von Schwarz <strong>–</strong> auch komplett ausgeschaltet<br />

werden. Da das Hintergrundlicht entfällt, kann es auch<br />

nicht durchscheinen. Somit ist ein schwarzer Punkt auch<br />

wirklich schwarz. Das kommt dem Kontrastwert zugute,<br />

der ja nichts anderes angibt als das Verhältnis vom dunkelsten<br />

zum hellsten Punkt im Bild. Jahrelang waren<br />

Plasma-Fernseher in dieser Disziplin ungeschlagen. Die<br />

LCD-<strong>Technik</strong> hat aber aufgeholt. Zum einen zeigen<br />

moderne LCD-Fernseher mit LED-Hintergrundbeleuchtung<br />

ein besseres (aber selten perfektes) Schwarz, zum<br />

anderen sind sie in der Lage, ein strahlenderes, helleres<br />

Weiß zu erzeugen. Somit kann ein LCD besser gegen<br />

Umgebungslicht „anleuchten“, ein Plasma spielt seine<br />

Stärken vor allem im dunklen Raum aus.<br />

Die Frage ist so alt wie der LCD-<br />

Fernseher: Welche <strong>Technik</strong> ist<br />

besser? LCD oder Plasma? Viele<br />

Jahre konnten wir einfach mit „kommt auf<br />

die Größe an“ antworten, schließlich<br />

waren Bildschirme mit 50 Zoll und größeren<br />

Diagonalen der Plasma-Technologie<br />

vorbehalten. Das hat sich in den letzten<br />

Jahren mit immer größer werdenden LC-<br />

Displays geändert. Mit den Modellen TX-<br />

P55VTW60 (Plasma) und TX-L55WTW60<br />

bietet Panasonic derzeit zwei topaktuelle<br />

und obendrein identisch ausgestattete<br />

Fernseher an, die sich nur in der Display-<br />

Technologie und der verwendeten<br />

3D-<strong>Technik</strong> unterscheiden. Vor den<br />

Unterschieden beleuchten wir jedoch<br />

zunächst die Gemeinsamkeiten.<br />

TV-Alleskönner!<br />

Passend zum<br />

Gehäuse sind die<br />

Fernbedienungen<br />

vom Plasma<br />

schwarz, beim<br />

LCD-TV wie abgebildet<br />

silber.<br />

Schön: Die Tasten<br />

der Hauptfernbedienung<br />

lassen<br />

sich auf Knopfdruck<br />

beleuchten.<br />

Beide Fernseher spielen in der absoluten<br />

Oberklasse und bringen ein pralles Ausstattungspaket<br />

mit. Das absolute Highlight<br />

sind die Digitaltuner in Doppelausführung.<br />

So lassen sich zwei Sendungen parallel<br />

aufzeichnen oder eine schauen (und auf<br />

Wunsch anhalten) und eine andere aufnehmen.<br />

Besitzer eines Smart phones oder<br />

Tablets (iOS, Android) können auf ihrem<br />

Mobilgerät sogar ein Live-Programm<br />

schauen, während auf dem Fernseher ein<br />

anderes läuft. Wer sich gleich zwei aktuelle<br />

Panasonic-Fernseher leistet, kann das<br />

Zweitgerät auch in einem Raum ohne<br />

Antennenkabel oder Empfang nutzen und<br />

einfach den Tuner (oder das Aufnahme-<br />

Archiv) des Hauptfernsehers über das<br />

Netzwerk anzapfen. Ebenfalls gelungen ist<br />

48 www.spielefilmetechnik.de 08/13<br />

Panasonic<br />

TX-P55VTW60<br />

Sehr gute Bildqualität<br />

Digitaltuner in Doppelausführung<br />

Gelungenes Online-<br />

Portal<br />

Nur 3 HDMI-Buchsen<br />

Hoher Stromverbrauch<br />

sehr gut<br />

Note 1,4<br />

Weitere Zollgrößen und Preise (UVP, Internet)<br />

• TX-P50VTW60 (ca. 127 cm): 2.200 Euro, ab 1.700 Euro<br />

• TX-P65VTW60 (ca. 165 cm): 3.800 Euro, ab 3.000 Euro


test: Plasma- und LCD-TV im Vergleich TEchnik<br />

LCD: Gemeinsam beleuchtet<br />

Oft hört man Bezeichnungen wie LED-TV, die inhaltlich<br />

einfach falsch sind. Gemeint ist nämlich auch nur ein LCD-<br />

Fernseher, der jedoch mit der mittlerweile gängigen Hintergrundbeleuchtung<br />

aus Leuchtdioden (LED) arbeitet. Damit<br />

wären wir auch schon beim Funktionsprinzip eines Flüssigkristallbildschirms<br />

(LCD = Liquid Crystal Display). Die<br />

einzelnen Bildpunkte sind hier nämlich in einer Schicht vor<br />

einer Flächenbeleuchtung angeordnet. Statt wie bei einem<br />

Plasmapixel selbst zu leuchten, wird bei einem LC-Pixel<br />

bestimmt, wie viel der Hintergrundbeleuchtung er hindurchlässt.<br />

Da das Licht stets leuchtet und die einzelnen<br />

Pixel nie perfekt abschließen, sickert immer etwas Restlicht<br />

hindurch. Das führt dazu, dass ein Pixel nicht schwarz,<br />

sondern dunkelgrau erscheint. Bei modernen LCD-TVs<br />

sieht man diesen Effekt aber nur noch im abgedunkelten<br />

Raum. Dank der höheren Leuchtkraft bieten gute LC-Displays<br />

jedoch in hellen Räumen ein besseres Bild.<br />

das neue Internetportal, das sich mit<br />

anpassbaren Homescreens sehr homogen<br />

in den Fernseh alltag fügt und sich obendrein<br />

auch mit der normalen Fernbedienung<br />

flott steuern lässt. Panasonic legt<br />

aber beiden Fernsehern einen zusätzlichen<br />

Touchpad-Con troller bei. Dieser ist aber<br />

nur im gelungenen Web browser eine echte<br />

Erleichterung. Einzig die Tatsache, dass<br />

Panasonic seinen Top-Fernsehern nur drei<br />

statt der üblichen vier HDMI-Buchsen<br />

spendiert, trübt den ansonsten tadellosen<br />

Ausstattungseindruck.<br />

Beide in ihrer Disziplin erstklassig<br />

Die ursprüngliche Frage nach der besseren<br />

Displaytechnik können wir nach diesem<br />

Test mit einem klaren „kommt auf<br />

den Raum an“ beantworten. Je heller die<br />

Umgebung, desto besser wirkt das LCD-<br />

Bild. Es ist heller, knackiger und kann<br />

problemlos selbst gegen Tageslicht<br />

anleuchten. Sofern es nicht stockduster<br />

Panasonic<br />

TX-L55WTW60<br />

Sehr gute Bildqualität<br />

Digitaltuner in Doppelausführung<br />

Gelungenes Online-<br />

Portal<br />

Elegantes Design<br />

Nur 3 HDMI-Buchsen<br />

sehr gut<br />

Note 1,2<br />

ist, überzeugt auch das Schwarz auf ganzer<br />

Linie. Bei ausgeschaltetem Licht kehrt<br />

sich der Eindruck ins Gegenteil um. Hier<br />

zeigt der Plasma ein differenziertes,<br />

absolut schwarzes Schwarz, offenbart in<br />

dunklen Bildteilen Details, die man auf<br />

dem LCD-Bruder allenfalls erahnen kann.<br />

Farben wirken natürlicher (weil kein Hintergrundlicht<br />

abgeschwächt wird) und der<br />

Kontrast lässt den Flüssigkristall-Nebenbuhler<br />

wortwörtlich blass aussehen. Die<br />

Darstellung von Bewegungen beherrschen<br />

beide Fernseher gut und zeigen ein<br />

flüssiges, scharfes Bild, bei dem nur hin<br />

und wieder leichte Flimmerkonturen zu<br />

sehen sind. Im 3D-Betrieb hat der LCD-<br />

Fernseher die Nase leicht vorn. Zwar sind<br />

bei beiden TVs keine Bildfehler zu sehen,<br />

das dreidimensionale Plasma-Bild wirkt<br />

aber selbst im finsteren Raum einen Tick<br />

zu dunkel. Unterm Strich ist der LED-LCD<br />

das vielseitigere Gerät, weil es in mehr<br />

Lichtsituationen das bessere Bild zeigt<br />

und obendrein in allen Gangarten einen<br />

Zacken schärfer ist. Wer einen 55-Zöller<br />

für das stockdunkle Heimkino sucht, sollte<br />

trotzdem zum Plasma greifen. <strong>Der</strong><br />

niedrigere Anschaffungspreis wird jedoch<br />

vom höheren Stromverbrauch relativiert.<br />

Vier Betriebsstunden pro Tag schlagen<br />

beim Plasma-Fernseher mit circa 75 Euro<br />

auf der jährlichen Stromrechnung zu<br />

Buche, der LED-LCD begnügt sich mit<br />

knapp 30 Euro. Bei den konstant steigenden<br />

Energiekosten wird dieser Faktor in<br />

Zukunft noch schwerer wiegen. (fw)<br />

Produktinfo Panasonic TX-P55VTW60 Panasonic TX-L55WTW60<br />

Webseite www.panasonic.de www.panasonic.de<br />

Preis (UVP, Online) € 2.700, ab € 2.200 € 3.000, ab € 2.850<br />

Weitere Zollgrößen und Preise (UVP, Internet)<br />

• TX-L47WTW60 (ca. 119 cm): 2.400 Euro, ab 1.900 Euro<br />

Technische Daten<br />

Display<br />

55 Zoll (ca. 140 cm), Plasma, 3D (Active<br />

Shutter, 2 Brillen mitgeliefert),<br />

1.920 x 1.080 Pixel (Full HD), 3.000<br />

Hz (ffd)<br />

55 Zoll (ca. 140 cm), LCD mit Edge-<br />

LED-Hintergrundbeleuchtung, 3D<br />

(Polarisation, 4 Brillen mitgeliefert),<br />

1.920 x 1.080 Pixel (Full HD), 3.600<br />

Hz (blb)<br />

Videoanschlüsse<br />

3x HDMI, Komponente/Composite*, Scart*<br />

Audioanschlüsse<br />

Digital-Audio-Out (opt.), Kopfhörer<br />

Weitere Anschlüsse 2x USB 2.0, 1x USB 3.0 (Medien, Tastatur, Maus, Aufnahme), SD-Karteneinschub<br />

(Medien), integrierte Kamera, Ethernet und WLAN (DLNA, Display-Spiegelung,<br />

HbbTV, Internet)<br />

Empfangsteil<br />

Analog, 2x DVB-T/-C/-S, 2x CI+<br />

Energieeffizienz Klasse: C Klasse: A+<br />

Maße/Gewicht<br />

(inklusive Fuß)<br />

Besonderheiten<br />

* Per Adapter<br />

131,8 x 85,5 x 29,6 cm/38,5 kg<br />

Bildschirmtiefe: 5,1 cm<br />

122,7 x 81,4 x 35,8 cm/20 kg<br />

Bildschirmtiefe: 3,2 cm<br />

Anpassbares Startmenü mit skalierbarem TV-Bild, Zweitfernbedienung mit<br />

Touchpad und Mikro für Sprachbefehle, TV-Streaming an Mobilgeräte<br />

08/13 www.spielefilmetechnik.de 49


<strong>Technik</strong><br />

Test: Heimkinosystem LG NB4530A<br />

<strong>Der</strong> Subwoofer<br />

wird drahtlos<br />

angesteuert, so<br />

sind Sie flexibel<br />

bei der Aufstellung<br />

in Ihrem<br />

Wohnzimmer.<br />

Schlank & vielseitig<br />

Heimkinosystem Trotz seiner Kompaktheit verspricht LGs NB4530A<br />

effektvollen Raumklang. Wir haben den Soundcheck gemacht.<br />

LG NB4530A<br />

Sehr kompaktes,<br />

dezentes Design<br />

Drahtloser Komfort<br />

Guter Klang bei <strong>Filme</strong>n<br />

und <strong>Spiele</strong>n<br />

Schwacher Raumeffekt<br />

Als Musikspieler weniger<br />

geeignet<br />

GUT<br />

Note 2,2<br />

Gerade mal 3,5 Zentimeter hoch und<br />

7,5 Zentimeter tief, lässt sich die<br />

ultraschlanke Soundbar äußerst<br />

platzsparend und unauffällig auf Ihrem TV-<br />

Möbel unterbringen. Das vornehmlich aus<br />

gebürstetem Aluminium bestehende<br />

Gehäuse verleiht der Klangleiste zudem<br />

ein hochwertiges Antlitz. Auf der Oberseite<br />

finden Sie alternativ zur beiliegenden Fernbedienung<br />

berührungsempfindliche Tasten<br />

zum Ausführen der wichtigsten Funktionen<br />

wie lauter/leiser, Wahl der Signalquelle etc.<br />

Bei dieser kompakten Bauweise nicht<br />

überraschend, aber dennoch etwas<br />

unpraktisch: <strong>Der</strong> Anschluss ans Stromnetz<br />

erfolgt über ein externes Netzteil. Im Vergleich<br />

zur Soundbar wirkt der optisch ans<br />

Design angepasste Subwoofer regelrecht<br />

wuchtig. Die Einrichtung des NB4530A<br />

funktioniert kinderleicht und ohne <strong>große</strong>n<br />

Kabelstress: Nachdem Sie Tieftöner und<br />

Haupteinheit an die Steckdose angeschlossen<br />

haben, nehmen beide automatisch<br />

drahtlos miteinander Kontakt auf. Für<br />

unseren Test haben wir die HDMI-Out-<br />

Buchse mit dem Audio Return Channel<br />

(HDMI ARC) unseres Fernsehers verbunden.<br />

Sie können Audiosignale aber auch<br />

noch auf andere Arten zuspielen. So lassen<br />

sich DVD/Blu-ray-Player wahlweise<br />

optisch oder per HDMI-In anschließen.<br />

Dank integriertem Bluetooth-Modul sind<br />

Sie außerdem in der Lage, Audio-Streams<br />

direkt von Ihrem Handy oder Tablet an das<br />

NB4530A zu senden, was in der Praxis<br />

auch tadellos funktioniert. Das NB4530A<br />

bringt eine Reihe voreingestellter Surround-Klangeffekte<br />

mit wie „Game“,<br />

„Loudness“ etc., die Sie über das simple<br />

Sound-Menü auswählen. Am besten hat<br />

uns der Preset „Natural“ gefallen aufgrund<br />

seiner ausgewogenen Charakteristik. Beim<br />

Filmtest macht das Ensemble eine ordentliche<br />

Figur: Effekte erhalten dank des recht<br />

kräftigen 150-Watt-Subwoofers den nötigen<br />

Rums, Stimmen werden klar und verständlich<br />

abgebildet. <strong>Der</strong> simulierte Raumeffekt<br />

hält sich aber in Grenzen, sodass wir<br />

eher das Gefühl haben, vor einer 2.1-Anlage<br />

zu sitzen. Zum Musikhören eignet sich<br />

das NB4530A weniger, da das Klangbild<br />

insgesamt doch recht künstlich ausfällt.<br />

Wer hauptsächlich <strong>Filme</strong> schaut und spielt,<br />

bekommt hier eine einsteigerfreundliche,<br />

kompakte Alternative zu den aufwendig<br />

aufzustellenden 5.1-Systemen. (fn)<br />

Produktinfo LG NB4530A<br />

Webseite www.lge.de<br />

Preis (UVP, Online) € 500, ab € 450<br />

Technische Daten<br />

Leistung<br />

Ausführung<br />

Eingänge<br />

Ausgänge<br />

Besonderheiten<br />

Ausmaße<br />

Lieferumfang<br />

2x 80 Watt, 1x 150 Watt<br />

Soundbar inklusive separatem<br />

Subwoofer<br />

HDMI, Digital (optisch), 3,5-mm-<br />

Klinke, USB<br />

HDMI-Out<br />

Drahtloser Subwoofer, Vorrichtung für<br />

Wandhalterung<br />

103,8 x 3,5 x 7,5 cm (Soundbar)<br />

22,1 x 28,1 x 35,2 cm (Subwoofer)<br />

Fernbedienung, HDMI-Kabel, USB-<br />

Kabel, Wandhalterung, Tischstandfuß<br />

Foto: Thomas Riese; Filmbild: Life of Pi <strong>–</strong> Schiffbruch mit Tiger, Blu-ray im Handel erhältlich<br />

50 www.spielefilmetechnik.de 08/13


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TECHNIK FEATURE: Die wichtigsten Neuerungen von Windows 8.1<br />

Schöner kacheln<br />

Windows 8 Gibt es endlich wieder einen Start-Button? Hat sich die Nutzerführung verbessert?<br />

Wir haben die Preview des Ende August erscheinenden 8.1-Updates ausprobiert.<br />

2<br />

Mittel<br />

Breit<br />

1<br />

Klein<br />

3<br />

Groß<br />

1 Neu sind die beiden Kachelgrößen „Groß“ und<br />

„Klein“. Letztere ist besonders praktisch, wenn Sie<br />

sehr viele Apps in einer Gruppe anordnen wollen.<br />

2 Die überarbeitete Suchfunktion öffnet sich nun<br />

platzsparend am Rand. Die Ergebnisse der Festplatten-<br />

und Internet-Suche werden direkt unter<br />

der Suchmaske aufgelistet.<br />

3 Mit einem Klick auf den Pfeil oder einem Wisch<br />

rufen Sie die Liste aller installierten Apps auf.<br />

Kommen wir zu Beginn unseres Testlaufs<br />

gleich zu dem, was wir uns<br />

und die meisten Anwender sich von<br />

Windows 8 am sehnlichsten gewünscht<br />

haben: die Rückkehr des Startknopfes<br />

beziehungsweise des klassischen Startmenüs<br />

auf dem alternativen Desktop. Also<br />

schnell von der Modern UI auf den Desktop<br />

gewechselt und siehe da: Links unten<br />

befindet sich ein Windows-Button. Doch<br />

dann die Enttäuschung: Er birgt mitnichten<br />

die Funktionalität, die wir von Windows<br />

7 kennen. Zum einen bringt er uns<br />

mit einem Linksklick wieder zurück auf die<br />

52 www.spielefilmetechnik.de 08/13<br />

Kacheloberfläche und erfüllt damit den<br />

gleichen Zweck wie die Windows-Hardware-Taste.<br />

Theoretisch spart man sich<br />

dadurch zwar den Abstecher über die<br />

Charms-Bar, wirklich notwendig ist diese<br />

neue Funktion allerdings nicht, da alle Tastaturen<br />

sowie Windows-8-Tablets über<br />

einen physikalischen Startknopf verfügen.<br />

Als zweite Funktion kann per Rechtsklick<br />

ein Schnellstartmenü für den direkten<br />

Zugriff auf Systemtools wie Gerätemanager,<br />

Systemsteuerung etc. aufgerufen<br />

werden. Immerhin können wir damit in<br />

vielen Fällen den Umweg über die App-<br />

Übersicht der Modern-UI beziehungsweise<br />

das Anlegen von Verknüpfungen auf<br />

Desktop oder Taskleiste umgehen. Gänzlich<br />

ohne die Kacheloberfläche kommen<br />

Sie aber auch trotz des neuen Startknopfes<br />

nicht aus.<br />

Modern UI reloaded<br />

Widmen wir uns jetzt aber den durchaus<br />

gelungenen Verbesserungen, die in erster<br />

Linie die Modern-UI-Oberfläche betreffen.<br />

Mit dem 8.1-Update erhalten wir mehr<br />

Möglichkeiten, die Kacheloberfläche nach<br />

unseren Vorstellungen anzupassen:<br />

Neben „Mittel“ und „Breit“ stehen mit<br />

„Groß“ und „Klein“ nun noch zwei weitere<br />

Kachelgrößen bereit. Außerdem dürfen wir<br />

endlich mehrere markierte Kacheln als<br />

Gruppe an eine andere Stelle verschieben.<br />

Neue, im App Store erworbene Apps werden<br />

nun außerdem nicht mehr ungefragt<br />

ans Ende des Startbildschirms geheftet,<br />

sondern tauchen zunächst nur in der<br />

separaten App-Übersicht auf, von wo aus<br />

wir bestimmen, zu welchem Tool wir eine<br />

Kachel möchten. Bei der optischen<br />

Gestaltung sind wir nicht mehr auf die mitgelieferten<br />

Designs beschränkt, so können<br />

wir festlegen, dass unser Desktop-<br />

Hintergrundbild auch für die Modern UI<br />

verwendet werden soll. Farblich lassen<br />

sich außerdem deutlich mehr Anpassungen<br />

vornehmen. Willkommene Verbesserungen<br />

gibt es auch in Sachen Navigation


FEATURE: Die wichtigsten Neuerungen von Windows 8.1 TECHNIK<br />

Im neuen Taskmanager-Eintrag „Navigation“ können Sie<br />

unter anderem festlegen, dass nach dem Systemstart<br />

direkt der alternative Desktop angezeigt wird.<br />

Die neue Leseleisten-Funktion (links im Bild) speichert auf Wunsch interessante Links und legt sie<br />

mitsamt Bild und kurzem Beschreibungstext in der ansprechend gestalteten App ab.<br />

zu vermelden: Um zu der Gesamtübersicht<br />

aller installierten Programme zu kommen,<br />

sind jetzt keine zwei Schritte mehr<br />

nötig, ein Klick auf den unten stehenden<br />

Pfeil oder ein Wisch von unten nach oben<br />

genügt. Apropos: In der App-Übersicht<br />

finden wir uns jetzt viel besser zurecht, da<br />

nach Installationsdatum, Verwendung,<br />

Kategorie und Namen sortiert werden<br />

kann. Was wir außerdem sehr begrüßen,<br />

ist die überarbeitete Suche. Erstens nimmt<br />

sie jetzt nach dem Aufrufen nicht mehr den<br />

kompletten Bildschirm in Anspruch, stattdessen<br />

bildet sie eine Leiste am rechten<br />

Rand des Startmenüs. Zweitens stellt sie<br />

sowohl lokale als auch Online-Suchergebnisse<br />

über die hauseigene Suchmaschine<br />

Bing dar. Einen kleinen Fortschritt gibt es<br />

beim Thema Multitasking. Statt zwei lassen<br />

sich jetzt drei geöffnete Anwendungen<br />

nebeneinander betreiben <strong>–</strong> eine Display-<br />

Auflösung ab 1.440 x 900 Pixel vorausgesetzt!<br />

Wer das neue Windows auf einem<br />

Tablet nutzt, wird sich darüber freuen, dass<br />

viele Funktionen der Systemsteuerung<br />

jetzt auch in touchoptimierter Form in die<br />

PC-Einstellungen der Modern UI Einzug<br />

gehalten haben. Sie müssen sich also nur<br />

noch in Ausnahmefällen mit der fummeligen<br />

Bedienung des nicht touchoptimierten<br />

Desktops herumplagen. Sollten Sie übrigens<br />

das Bedürfnis haben, der Kachelwelt<br />

so oft wie es geht aus dem Weg zu gehen<br />

<strong>–</strong> weil Sie Windows 8 beispielsweise ohnehin<br />

nur mit Maus und Tastatur nutzen <strong>–</strong>,<br />

haben Sie jetzt die Möglichkeit, direkt auf<br />

den alternativen Desktop zu booten. <strong>Der</strong><br />

neue Eintrag „Navigation“ im Task-Manager<br />

hält eine entsprechende Option parat.<br />

Erweiterungen und neue Apps<br />

Neben den zahlreichen Veränderungen bei<br />

der Bedienung wurde auch der Funktionsumfang<br />

aufgestockt beziehungsweise<br />

bestehende Anwendungen erweitert. So ist<br />

Microsofts Cloud-Service Skydrive mittlerweile<br />

integraler Bestandteil des Betriebssystems<br />

und erlaubt es damit unter anderem,<br />

unsere individuellen PC-Einstellungen in die<br />

Wolke zu sichern. Die Preview enthält außerdem<br />

eine Vorabversion des Internet Explorer<br />

11: Sichtbare Neuerungen haben wir hier<br />

keine ausgemacht, die Änderungen sind<br />

eher technischer Natur, wie zum Beispiel die<br />

Unterstützung der 3D-Grafikschnittstelle<br />

Web GL. Neu hinzugekommene Kachel-<br />

Apps umfassen die gelungene Leseleiste<br />

zum Verwalten von Webfavoriten, Rechner,<br />

Wecker und Soundrekorder. Die Foto-<br />

Anwendung wurde außerdem um einige<br />

simple Bildverbesserungsfunktionen erweitert.<br />

Für Hobbyköche dürfte die neue Koch-<br />

App interessant sein, die es mittels Freihandmodus<br />

erlaubt, mit einer Wischgeste vor der<br />

Webcam durch Rezepte zu navigieren. So<br />

müssen Sie nicht mit schmierigen Fingern<br />

Hand ans Gerät legen. Nicht unerwähnt soll<br />

auch die Tatsache bleiben, dass Windows<br />

8.1 derzeit das einzige Betriebssystem ist,<br />

das die gerade aufkommenden 3D-Drucker<br />

von Haus aus unterstützt. (fn)<br />

Meint:<br />

Windows 8.1 war nicht einfach als Routine-Update gedacht, sondern sollte Kunden das neue Betriebssystem<br />

näher bringen, die mit der radikal geänderten Nutzeroberfläche nicht glücklich waren.<br />

Das Microsoft-System leidet sichtbar darunter, es jedem recht machen zu wollen. Es ist weder<br />

konsequent auf die Fingerbedienung noch auf die klassische Steuerung mit Maus und Tastatur<br />

optimiert. Ein paar Neuerungen sind zwar durchaus sinnvoll, aber warum kann man nicht wenigstens<br />

auf Wunsch das alte Startmenü anbieten? Den Touch-Bediener hätte das mit Sicherheit nicht<br />

gestört, den Maus-und-Tastatur-Nutzer aber enorm gefreut. Aber statt die Kunden glücklich zu machen,<br />

die der eigentliche Anlass für das 8.1-Update waren, zwingt man jeden auf die Kacheloberfläche.<br />

Schade! Wer ohne Touchscreen arbeitet, hat auch nach der Veröffentlichung von Windows<br />

8.1 keinen triftigen Grund für den Systemwechsel und sollte bei Version 7 bleiben.<br />

<strong>Der</strong> Online-Speicher Skydrive ist jetzt fester Bestandteil des<br />

Systems und taucht somit quasi als zusätzliche Festplatte im<br />

Datei-Explorer auf. Alle Offline- und Online-Daten lassen sich<br />

aber auch über die dazugehörige Kachel-App verwalten.<br />

08/13 www.spielefilmetechnik.de 53


<strong>Technik</strong><br />

TEst: Notebooks mit Intel-Core-i-Prozessoren der vierten Generation<br />

Haswell-Reigen<br />

Notebooks Wir sagen Ihnen, was Sie von Intels neuer Mobil-Prozessor-Familie erwarten dürfen.<br />

Kaum ein Jahr ist es her, dass Intel mit der<br />

dritten Generation Ivy Bridge die bis dato<br />

leistungsfähigsten, energieeffizientesten<br />

CPUs auf den Markt brachte, und schon steht<br />

die vierte Inkarnation mit Namen Haswell bereit.<br />

Natürlich sollen die neuen Kraftwerke ihre Vorgänger<br />

wieder in jeder Hinsicht übertrumpfen.<br />

Die größten Vorteile gegenüber der Ivy-Bridge-<br />

Plattform liegen zum einen aufgrund effizienter<br />

arbeitender Komponenten in einem noch geringeren<br />

Stromverbrauch, zum anderen wurde die<br />

Grafikleistung des integrierten Pixelbeschleunigers<br />

HD Graphics gesteigert. <strong>Der</strong> Zuwachs an<br />

reiner CPU-Power fällt hingegen nur marginal<br />

aus. Intel selbst spricht von einem Unterschied<br />

von <strong>–</strong> je nach Nutzungsszenario <strong>–</strong> bis zu zehn<br />

Prozent gegenüber Ivy Bridge. Insgesamt sind<br />

21 neue Mobilprozessoren erhältlich: viermal<br />

Core i3 (Dual Core, ab i3-4010U), sechs<br />

i5-Modelle (Dual Core, ab i5-4200U) sowie elf<br />

Core-i7-CPUs ab dem zweikernigen Einsteiger-<br />

Modell Core i7-4500U. Alle weiteren Mitglieder<br />

der aktuellen Core-i7-Reihe bis hin zur High-<br />

End-Variante i7-4930MX setzen auf vier Kerne.<br />

Je nach Modell stehen den meisten Recheneinheiten<br />

Onboard-Grafiken, angefangen von der<br />

HD Graphics 4200 bis zu 4600 zur Verfügung.<br />

Diese bieten noch keine allzu <strong>große</strong>n<br />

Ge schwindigkeitsunterschiede im Vergleich<br />

zum 4000-Vorgänger. Interessant wird es diesbezüglich<br />

erst ab der 5000er-Reihe, die aber nur<br />

bei den stärksten Varianten der für Ultrabooks<br />

gedachten CPUs zum Einsatz kommt, also bei<br />

Geräten mit „U“ und „Y“ am Ende der Modellkennung.<br />

Apropos: Wie erkenne ich eigentlich,<br />

welche CPU-Generation in einem Notebook<br />

arbeitet? Seit 2008 heißen alle Intel-Prozessoren<br />

Core i. Die erste Zahl der Modellkennung gibt<br />

die Generation an (also 4 bei Haswell, entsprechend<br />

3 und 2 bei Ivy beziehungsweise Sandy<br />

Bridge), die Zahlen danach die Leistungsklasse.<br />

Was die neue Plattform tatsächlich leistet und<br />

ob sich ein Umstieg lohnt, verrät Ihnen unser<br />

Test zu drei aktuellen <strong>Spiele</strong>-Notebooks sowie<br />

zum brandneuen Macbook Air. (fn)<br />

17-Zoll-<strong>Spiele</strong>-Notebook<br />

Medion Erazer X7827<br />

Web: www.medion.de Preis (UVP, Online): € 1.700, ab € 1.700<br />

Mit der Markteinführung der hochwertigen (und recht erfolgreichen)<br />

Erazer-Reihe vor einigen Jahren konnte sich Aldi-<strong>Technik</strong>lieferant<br />

Medion endgültig vom negativ behafteten Discounter-Image befreien<br />

und mauserte sich zum Premium-<strong>Spiele</strong>-Notebook-Hersteller.<br />

Diesem Anspruch wird auch das neue X7827 vollauf gerecht:<br />

Das 17-Zoll-Notebook kommt in einem markant designten Kunststoffgehäuse,<br />

dessen Handballenablage und Deckel von Aluminium-Applikationen<br />

verstärkt werden. Die hintergrundbeleuchtete<br />

Tastatur sowie das ebenfalls beleuchtete Erazer-Logo auf der<br />

Rückseite runden den gelungenen optischen Eindruck ab. An der<br />

Verarbeitung gibt es nichts zu kritisieren. Alle Tasten der ergonomischen<br />

Full-Size-Tastatur bieten gute Druckpunkte, das Touchpad<br />

arbeitet präzise. Dem X7827 steht mit dem Core i7-4700HQ nicht<br />

nur eine aktuelle Oberklasse-CPU der Haswell-Generation zur Verfügung,<br />

sondern auch die derzeit schnellste für Notebooks erhältliche<br />

Grafikkarte GTX780M aus Nvidias brandneuer Geforce-Familie.<br />

Zusammen mit acht Gigabyte Arbeitsspeicher und einer leistungsfähigen<br />

Kombination aus SSD und HDD garantiert das<br />

Kraftpaket schnelle System- und Programmstarts sowie eine flotte<br />

Arbeitsweise, selbst bei rechenintensiven Anwendungen wie HD-<br />

Videoschnitt. Optisch aufwendige <strong>Spiele</strong> wie Bioshock Infinite laufen<br />

erwartungsgemäß auch bei hohen Qualitätseinstellungen vollkommen<br />

problemlos. Das matte Full-HD-Display liefert dabei ein<br />

sauberes, detailliertes Bild. Einziges echtes Manko des Medion-<br />

Notebooks: die mit bis zu vier Sone viel zu lauten Betriebsgeräusche<br />

unter Last.<br />

Fotos: Thomas Riese<br />

Medion erazer<br />

X7827<br />

Stabiles Gehäuse<br />

Gelungene Leucht-<br />

Optik<br />

Hohe <strong>Spiele</strong>-<br />

Performance<br />

Unter Last sehr laut<br />

GUT<br />

Note 1,9<br />

54 www.spielefilmetechnik.de 08/13


TEst: Notebooks mit Intel-Core-i-Prozessoren der vierten Generation TECHNik<br />

Asus G750JX<br />

Web: www.asus.de Preis (UVP, Online): € 1.800, ab € 1.800<br />

<strong>Der</strong> <strong>Spiele</strong>-Laptop aus dem Hause Asus entstammt der<br />

hauseigenen Republic-of-Gamers-Reihe. So verfügt auch<br />

das G750JX über das charakteristische, sich nach hinten verjüngende<br />

Gehäuse und das beleuchtete Augen-Logo auf der<br />

Rückseite. Ansonsten hat sich der Hersteller mit auffallenden<br />

Design-Elementen zurückgehalten, eine Tastaturbeleuchtung<br />

gibt es im Unterschied zu den Konkurrenten von Medion und<br />

MSI nicht. Die Tastatur/Recheneinheit wird von einem stabilen<br />

Metallgehäuse eingefasst, während die restlichen Komponenten<br />

eine griffige Kunststoffoberfläche überzieht. Insgesamt<br />

vermittelt das G750JX eine wertige Haptik. Die Druckpunkte<br />

der Tastatur und der Maustasten sind für unseren<br />

Geschmack aber zu schwammig. Sehr gut gefällt uns hingegen<br />

das mit einer Diagonalen von über 13 Zentimeter sehr<br />

großzügige Touchpad. In unserer Testkonfiguration arbeitet<br />

neben einem Core-i7-4700HQ-Prozessor eine GTX-770M-<br />

Grafikkarte. Dass die Gamingperformance nicht ganz an die<br />

der Geräte von Medion und MSI (die ja auf Nvidias Top-Modell<br />

setzen) herankommt, haben wir im Test mit Battlefield 3<br />

gemerkt <strong>–</strong> flüssige Frameraten in nativer Bildschirmauflösung<br />

sind nur bei leicht reduzierten Qualitätseinstellungen möglich.<br />

Bei typischen Office- und Multimedia-Aufgaben aller Art reagiert<br />

der Laptop aber extrem flink, was nicht zuletzt der zusätzlichen<br />

256-GByte-SSD zuzuschreiben ist. Auch das Display<br />

des Asus-Kandidaten kommt mit matter Beschichtung,<br />

das ansonsten tadellose Full-HD-Bild wirkt aber etwas grobkörnig.<br />

Von den drei <strong>Spiele</strong>-Laptops zeigt sich das G750JX<br />

mit gut zweieinhalb Stunden Laufzeit unter Last am ausdauerndsten.<br />

Aber: Im Akkubetrieb taktet die Grafikkarte automatisch<br />

derart weit herunter, dass beim Zocken keine flüssigen<br />

Bildraten erzielt werden. Somit hält sich der tatsächliche<br />

Vorteil gegenüber den Rivalen in Grenzen. Diese halten zwar<br />

nur knapp über eine Stunde durch, allerdings können Sie in<br />

dieser Zeit auch mit ihnen spielen.<br />

CPU-Leistung im Vergleich<br />

ANNO 1404 <strong>–</strong> Große Stadt, 720p, kein AA, kein AF<br />

besser<br />

Medion Erazer X7827 (Core i7-4700HQ)<br />

Asus G750JX (Core i7-4700HQ)<br />

MSI GT70H (Core i7-4700HQ)<br />

MSI GE6O (Core i7-3630QM)<br />

Medion Erazer X6814 (Core i7-2670QM)<br />

47,2 FPS<br />

46,5 FPS<br />

46,1 FPS<br />

44,9 FPS<br />

41,8 FPS<br />

Wir haben unsere drei <strong>Spiele</strong>-Notebooks im Benchmarktest mit dem<br />

extrem CPU-lastigen Spiel Anno 1404 gegen je ein vergleichbares<br />

Modell der Ivy-Bridge- sowie der Sandy-Bridge-Generation (beide<br />

hellblau) antreten lassen. Wie Sie sehen, sind die Haswell-Prozessoren<br />

in der Praxis nur unwesentlich schneller als ihre Vorgänger.<br />

Asus G750JX<br />

Elegante Optik<br />

Exzellente<br />

Verarbeitung<br />

Gute Leistung<br />

Sichtbare Körnung des<br />

Displays<br />

<strong>Spiele</strong>n im Akkubetrieb<br />

kaum möglich<br />

17-Zoll-<strong>Spiele</strong>-Notebook<br />

GUT<br />

Note 1,8<br />

08/13 www.spielefilmetechnik.de 55


<strong>Technik</strong><br />

TEst: Notebooks mit Intel-Core-i-Prozessoren der vierten Generation<br />

MSI GT70H<br />

Web: www.msi-computer.de Preis (UVP, Online): € 2.000, ab € 2.000<br />

Dass das GT70H optisch stark ans Erazer erinnert, ist kein Zufall. Denn<br />

Medion nutzt von MSI gefertigte Gehäuse. Mit seinen Zierleisten, dem<br />

anpassbarem Beleuchtungssystem (die Tastatur kann abschnittsweise in<br />

verschiedenen Farben erstrahlen) sowie einer Mischung aus klavierlackähnlichen<br />

und matten Oberflächen sorgt der MSI-Kandidat mit dem ausgefeiltesten<br />

Design im Testfeld für Aufsehen. Erwähnenswert ist bei diesem<br />

Modell weiterhin das eingebaute Lautsprechersystem aus dem Hause<br />

Steel Series, das für Notebookverhältnisse ausgesprochen gut klingt.<br />

Geht es um die restliche Ausstattung, finden wir wieder etliche Parallelen<br />

zum Medion-Rivalen: gleicher vierkerniger Haswell-Prozessor, gleiche<br />

High-End-Grafik von Nvidia. Auch hier stehen eine 1-Terabyte-HDD zum<br />

Archivieren sowie ein Solid-State-Drive (128 GByte) für schnelles Aufwachen<br />

aus dem Ruhemodus und beschleunigte Starts häufig benutzter<br />

Programme bereit. Im Gaming-Test zeigen beide Notebooks wie<br />

erwartet ein nahezu identisches Leistungsniveau: Grafikschwergewichte<br />

der Marke Bioshock Infinite oder Battlefield 3 laufen auch in hoher<br />

Auflösung und maximalen Details reibungslos. Dabei arbeitet das Kühlsystem<br />

des GT70H mit 2,5 Sone (was in dieser Performance-Klasse<br />

völlig akzeptabel ist) allerdings deutlich leiser als das Erazer. Wie beim<br />

Asus-Laptop trübt ein leichter Körnungs-Effekt die ansonsten gute<br />

Bildqualität des matten Full-HD-Displays. Zocken im Akkumodus<br />

saugt den Akku nach knapp über einer<br />

Stunde leer. Im normalen Windows-Betrieb<br />

liegt die Laufzeit bei sehr ordentlichen<br />

sechs Stunden.<br />

08/2013<br />

Testsieger<br />

MSI GT70H<br />

Effektvolles Design<br />

Stabile, hochwertige<br />

Verarbeitung<br />

Hohe <strong>Spiele</strong>-<br />

Performance<br />

Gute Lautsprecher<br />

Sichtbare Körnung<br />

Fotos: Thomas Riese<br />

17-Zoll-<strong>Spiele</strong>-Notebook<br />

GUT<br />

Note 1,7<br />

<strong>Spiele</strong>-Notebooks<br />

Fazit<br />

Besitzen Sie bereits ein auf Ivy-Bridge<br />

basierendes Notebook mit aktueller Grafikkarte?<br />

Dann gibt es keinen Grund<br />

umzusteigen. <strong>Der</strong> Geschwindigkeitsvorteil<br />

der neuen Haswell-Generation ist so<br />

gering, dass Sie weder bei herkömmlichen<br />

PC-Aufgaben noch beim <strong>Spiele</strong>n einen<br />

Unterschied merken werden. Positiv hervorheben<br />

müssen wir bei den drei<br />

Gaming-Kandidaten aber die gesteigerte<br />

Akkulaufzeit: Mit sechs Stunden im Normalbetrieb<br />

übertreffen sie vergleichbare<br />

Geräte mit der Vorgänger-CPU deutlich.<br />

Am meisten profitieren Ultramobil-PCs von<br />

Haswell, wie am Macbook Air deutlich<br />

wird. Dank der flinken HD Graphics 5000<br />

bot noch kein Laptop dieser Klasse so viel<br />

Unterhaltungspotenzial. Hinzu kommt eine<br />

bisher beispiellose kabellose Laufleistung.<br />

Produktinfo MSI GT70H-80M4811B Asus G750JX-T4052H Medion Erazer X7827<br />

Webseite www.msi-computer.de www.asus.de www.medion.de<br />

Preis (UVP, Online) € 2.000, ab € 2.000 € 1.800, ab € 1.800 € 1.700, ab € 1.700<br />

Technische Daten<br />

System<br />

Intel Core i7-4700HQ (2,4 GHz), 8 GByte RAM,<br />

Festplatte: 1 TByte HDD, 128 GByte SSD<br />

Intel Core i7-4700HQ (2,4 GHz), 8 GByte RAM,<br />

Festplatte: 1 TByte HDD, 256 GByte SSD<br />

Intel Core i7-4700HQ (2,4 GHz), 8 GByte RAM,<br />

Festplatte: 1 TByte HDD, 128 GByte SSD<br />

Grafik Nvidia Geforce GTX 780M Nvidia Geforce GTX 770M Nvidia Geforce GTX 780M<br />

Optisches Laufwerk Blu-ray Kombo Blu-ray Kombo Blu-ray Kombo<br />

Display*<br />

17 Zoll, 1.920 x 1.080 Pixel, 130 ppi, LED,<br />

matt, Helligkeit: 250 cd/m²<br />

17 Zoll, 1.920 x 1.080 Pixel, 130 ppi, LED,<br />

matt, Helligkeit: 270 cd/m²<br />

17 Zoll, 1.920 x 1.080 Pixel, 130 ppi, LED,<br />

matt, Helligkeit: 250 cd/m²<br />

Akkulaufzeit 6 Std. 08 Min./1 Std. 11 Min. 6 Std. 01 Min./2 Std. 26 Min. 6 Std. 08 Min./1 Std. 11 Min.<br />

Normal/Last<br />

Geräuschpegel**<br />

Normal/Last<br />

0,2/2,5 Sone 0,5/2,0 Sone 0,4/3,9 Sone<br />

Systemleistung<br />

Schnittstellen<br />

08/2013<br />

Testsieger<br />

Anno 1404 (720p): 46,1 Fps<br />

Cinebench 11,5: 6,99 Punkte<br />

2x USB 2.0, 3x USB 3.0, HDMI, Mini-Display-<br />

Port, VGA, Line-In/Out, SD-Kartenleser, LAN,<br />

WLAN, Bluetooth, Webcam<br />

Anno 1404 (720p): 46,5 Fps<br />

Cinebench 11,5: 7,01 Punkte<br />

4x USB 3.0, HDMI, Mini-Display-Port, VGA, Line-<br />

In/Out, SD-Kartenleser, LAN, WLAN, Bluetooth,<br />

Webcam<br />

Anno 1404 (720p): 47,2 Fps<br />

Cinebench 11.5 (CPU): 6,05 Punkte<br />

2x USB 2.0, 3x USB 3.0, HDMI, Mini-Display-<br />

Port, VGA, Line-In/Out, SD-Kartenleser, LAN,<br />

WLAN, Bluetooth, Webcam<br />

Betriebssystem Windows 8 (64 Bit) Windows 8 (64 Bit) Windows 8 (64 Bit)<br />

Maße/Gewicht 42,8 x 28,8 x 5,5 cm/3,79 kg 41 x 31,8 x 5,0 cm/3,99 kg 42,8 x 28,8 x 5,5 cm/3,79 kg<br />

Testurteil GUT 1,7 GUT 1,8 GUT 1,9<br />

*Gemessen **0,1 - 1,0 = kaum hörbar, 1,1 - 2,5 = hörbar, ab 2,6 = deutlich hörbar (störend)<br />

56 www.spielefilmetechnik.de 08/13


TEst: Notebooks mit Intel-Core-i-Prozessoren der vierten Generation<br />

TECHNik<br />

Apple 13" Macbook Air<br />

Web: www.apple.de Preis (UVP, Online): € 1.100, ab € 1.100<br />

Das Macbook Air geht in die nächste Runde. Äußerlich gibt es im Vergleich<br />

zum 2012-Vorgänger keine Unterschiede und das ist auch gut so:<br />

Mit seinem extrem schlanken und gleichzeitig äußerst robusten Aluminium-Unibody-Gehäuse<br />

gehört das Macbook Air immer noch zu den<br />

schönsten und hochwertigsten Laptops der Subnotebook-Klasse. Wer<br />

viel arbeitet, wird die ergonomische, hintergrundbeleuchtete Tastatur mit<br />

ihren angenehmen Druckpunkten sowie das <strong>große</strong>, präzise Multitouchpad<br />

zu schätzen wissen. Nichts geändert hat sich auch am Display, das<br />

mit knackscharfen Bildern (1.440 x 900 Pixel, 130 ppi) und brillanten,<br />

leuchtenden Farben dem Auge schmeichelt. Die Veränderungen liegen<br />

bei der Neuauflage des Air im Detail: Apple verbaut hier den neuesten<br />

WLAN-Standard 802.11ac, der künftig in immer mehr Wireless-Routern<br />

wie dem hauseigenen Airport Extreme oder Time Capsule zu finden sein<br />

wird und gegenüber 802.11n eine größere Reichweite sowie eine bis zu<br />

dreimal höhere Übertragungsgeschwindigkeit ermöglicht. Das aktuelle<br />

Macbook Air greift außerdem auf einen noch schnelleren Flash-Speicher<br />

der neuesten Generation zurück. Tatsächlich liegt die neue Apfel-Flunder<br />

mit einer Leserate von knapp 700 Megabyte pro Sekunde deutlich über<br />

der des Vorgänger-Modells (470 MByte/s).<br />

Apple 13" Macbook Air<br />

Extrem hochwertiges,<br />

elegantes Design<br />

Hervorragend zum<br />

Arbeiten geeignet<br />

Gute Systemleistung<br />

Sehr ausdauernd<br />

Spiegelndes Display<br />

Kommen wir zur CPU-Leistung, die trotz niedrigerer<br />

Taktung von 1,3 Gigahertz auf dem Niveau<br />

des 2012-Modells (1,8 GHz) liegt. Einen<br />

echten Performance-Schub verzeichnen wir<br />

bei der Grafikleistung, wie unser Benchmark-Kasten zeigt. Zur <strong>Spiele</strong>maschine<br />

wird das Air dadurch zwar immer noch nicht, aber weniger aufwendige<br />

3D-Titel wie Portal 2 oder Diablo 3 mit mittleren Qualitätseinstellungen<br />

dürfen Sie dem Notebook durchaus zumuten. Ansonsten besticht<br />

das System bei typischen Office-, Internet- und Multimedia-Aufgaben<br />

durch eine sehr flotte Arbeitsweise. Spitzenklasse ist das Ergebnis unseres<br />

Laufzeit-Tests: Bis zu 14 Stunden am Stück können Sie mit dem neuen<br />

Macbook Air surfen und Videos schauen <strong>–</strong> damit übertrifft es sogar die<br />

Herstellerangaben von zwölf Stunden!<br />

13,3-Zoll-Subnotebook<br />

SEHR GUT<br />

Note 1,1<br />

Subnotebook<br />

08/2013<br />

Kauftipp<br />

08/2013<br />

Kauftipp<br />

Apple Macbook Air<br />

www.apple.de<br />

€ 1.100, ab € 1.100<br />

Leistungsunterschied zum Macbook Air (2012)<br />

Cinebench R11.5<br />

Intel Core i5-4250U (1,3 GHz), 4 GByte RAM,<br />

Festplatte: 128 GByte SSD<br />

Intel HD Graphics 5000<br />

Keines<br />

13,3 Zoll, 1.440 x 900 Pixel, 127 ppi, LED,<br />

spiegelnd, Helligkeit: 290 cd/m²<br />

ca. 14 Std./ca. 3 Std.<br />

0,1/0,6 Sone<br />

Cinebench R 11.5 (CPU): 2,42 Pkt.<br />

Cinebench R 11.5 (GPU): 23,52 Fps<br />

2x USB 3.0, Thunderbolt, Mini-Display-Port,<br />

Line-In/Out, LAN, WLAN, Bluetooth, Webcam<br />

Mac OSX 10.8 (Mountain Lion)<br />

32,5 x 22,7 x 1,7 cm/1,35 kg<br />

SEHR GUT 1,1<br />

besser<br />

13" Macbook Air (Core i5-4250U)<br />

2,42 Punkte<br />

23,52 FPS<br />

13" Macbook Air (2012; Core i5-3427U)<br />

2,61 Punkte<br />

17,09 FPS<br />

Für unseren Test haben wir Cinebench R11.5<br />

für Mac OS X ausgewählt und sowohl einen<br />

Prozessor als auch einen Grafik-Benchmark<br />

durchgeführt. Obwohl der Ivy-Bridge-Prozessor<br />

im 2012er-Modell mit 1,8 Gigahertz höher taktet<br />

als die Haswell-Variante im aktuellen Air<br />

(1,3 GHz), liegen beide Laptops im CPU-Test<br />

fast gleichauf. Im GPU-Durchlauf zeigt die neue<br />

HD Graphics 5000 einen leichten Vorsprung,<br />

der aber bei manchen Titeln durchaus über die<br />

Spieltauglichkeit entscheiden kann.<br />

08/13 www.spielefilmetechnik.de 57


TECHNIK<br />

TEST: Netzwerkspeicher Apple Airport Time Capsule<br />

Speicher-<br />

Säule<br />

Netzwerkfestplatte Die stressfreie<br />

Backup-Lösung für Ihren Computer arbeitet<br />

jetzt noch schneller und zuverlässiger.<br />

Airport Time Caspule war schon<br />

immer und ist auch in der aktuellen<br />

Version mehr als einfach nur<br />

eine Möglichkeit, Daten von Ihrem Appleoder<br />

Windows-PC im Netzwerk zu<br />

sichern. Das Multitalent fungiert darüber<br />

hinaus nämlich auch als WLAN-Router<br />

(ohne DSL-Modem) und erlaubt die<br />

Anbindung von externen Festplatten oder<br />

Druckern. Optisch wurde die Basisstation<br />

komplett neu gestaltet. Das zuvor flache,<br />

ans Design vom ersten Apple TV erinnernde<br />

Gehäuse wurde durch eine säulenartige<br />

Konstruktion mit geringerer<br />

Stellfläche ersetzt. Am Anschlussangebot<br />

hat sich mit den drei LAN-Ports sowie<br />

einer WAN- und einer USB-2.0-Buchse<br />

nichts geändert.<br />

Die Basis-Station<br />

verfügt über ein<br />

klares Design<br />

und beansprucht<br />

kaum mehr Platz<br />

als ein herkömmlicher<br />

PC-<br />

Lautsprecher.<br />

Apple Airport<br />

Time Capsule<br />

Hochwertiges, platzsparendes<br />

Design<br />

Einsteigerfreundliche<br />

Handhabung<br />

Sehr hohe Übertragungsraten<br />

Leise Arbeitsweise<br />

SEHR GUT<br />

Note 1,3<br />

Schöner, schlanker, schneller<br />

Insgesamt kommen in dem schlanken<br />

Gehäuse sechs Antennen zum Einsatz,<br />

die am oberen Rand des Gehäuses verbaut<br />

wurden, damit sie die Signale besser<br />

verteilen können. Drei decken das 2,4-<br />

GHz-, die anderen drei das 5-GHz-Frequenzspektrum<br />

ab. Airport Time Capsule<br />

setzt auf den neuesten WLAN-Standard<br />

802.11ac, mit dem theoretisch Übertragungsgeschwindigkeiten<br />

von bis zu 1,3<br />

Gigabit pro Sekunde möglich sind <strong>–</strong> also<br />

bis zu dreimal schneller als die vorangegangene<br />

802.11n-Technologie. Außerdem<br />

arbeitet das System im simultanen<br />

Dual-Band-Modus, wobei gleichzeitig auf<br />

den Frequenzen 2,4 und 5 Gigahertz<br />

gefunkt wird. Dabei spielt es keine Rolle,<br />

ob in Ihrem Computer ein WLAN-Modul<br />

mit den Vorgängerstandards a, b, g, n<br />

oder mit 802.11ac arbeitet, Airport Time<br />

Capsule sucht sich automatisch das beste<br />

Frequenzband für die schnellstmögliche<br />

Verbindung. Ein weiteres wichtiges<br />

Ausstattungsmerkmal bildet na türlich die<br />

eingebaute Festplatte mit entweder zwei<br />

oder drei Gigabyte Speicherplatz. Für<br />

unseren Praxistest verwenden wir ein<br />

aktuelles Macbook Air, das bereits über<br />

den 802.11ac-Standard verfügt. Die Einrichtung<br />

von Time Capsule ist dank des<br />

Airport-Dienstprogramms das reinste<br />

Kinderspiel: die Basisstation ans Stromnetz<br />

anschließen, per Modem mit dem<br />

Internet verbinden und über den Assistenten<br />

einige wenige Schritte ausführen<br />

und schon sind wir bereit, ein Backup der<br />

Festplatte unseres Macbook Air zu erstellen.<br />

Und das geht äußerst flott: Gerade<br />

mal 25 Minuten benötigt das System, um<br />

13 Gigabyte Daten zu sichern. Zum Vergleich:<br />

Im 802.11n-Modus dauerte es<br />

über 40 Minuten. Auch eine 1-GByte-<br />

Datei ist mit 38 Sekunden fix übertragen,<br />

bei Verwendung des n-Standards mussten<br />

wir dreimal so lange warten. Auch<br />

wenn Sie noch kein Gerät besitzen, das<br />

den neuen WLAN-Standard ac unterstützt,<br />

dürfen Sie bei der Airport Time<br />

Capsule getrost zugreifen. Die Mehrzahl<br />

aller neuen PCs, Macs und Mobilgeräte<br />

wird in Zukunft schneller funken. (fn)<br />

Produktinfo Apple Airport Time Capsule<br />

Webseite www.apple.de<br />

Preis (UVP, Online) € 300, ab € 300<br />

Technische Daten<br />

Speichervarianten 2 TByte (€ 300)<br />

3 TByte (€ 400 )<br />

Schnittstellen 3x LAN, 1x WAN, USB 2.0, IEEE<br />

802.11a/b/g/n/ac<br />

Funktionen Automatische drahtlose Sicherung,<br />

Festplatten und Drucker im<br />

Netzwerk teilen<br />

Besonderheiten Sechs Antennenelemente, Simultanes<br />

Dualband (2,4 GHz, 5 GHz)<br />

Ausmaße/Gewicht 16,8 x 9,8 x 9,8 cm/1,48 kg<br />

58 www.spielefilmetechnik.de 08/13


Test: DSLR-Kamera Sony Alpha 58 <strong>Technik</strong><br />

Scharf und schnell<br />

DSLR-Kamera <strong>Der</strong> neueste Ableger der Alpha-Reihe eignet sich besonders für Einsteiger.<br />

Sony setzt nach wie vor auf die SLT-<br />

Technologie, bei der im Gegensatz<br />

zu herkömmlichen DSLRs keine<br />

beweglichen Schwenkspiegel, sondern<br />

teildurchlässige Reflektoren in der Kamera<br />

verbaut sind. Dadurch haben die SLT-Knipsen<br />

einen erheblichen Geschwindigkeitsvorteil<br />

gegenüber Spiegelreflexkameras,<br />

was sich vor allem bei der Serienbildaufnahme<br />

bemerkbar macht. <strong>Der</strong> neueste<br />

Alpha-Ableger trägt die Nummer 58 und<br />

richtet sich in Preis und Ausstattung vor<br />

allem an DSLR-Einsteiger. Das Herzstück<br />

der Sony A58 ist ein 20-Megapixel-CMOS-<br />

Sensor, der <strong>–</strong> SLT sei Dank <strong>–</strong> bis zu acht<br />

Bilder in der Sekunde aufnimmt. Selbstverständlich<br />

speichert die neue Alpha auf<br />

Wunsch auch Videos, Letztere allerdings<br />

leider nur mit 25 Frames. Zur Bildkontrolle<br />

dient entweder das rückseitige 2,7-Zoll-<br />

Display, das zwar nur mit 460.000 Bildpunkten<br />

auflöst und keinen allzu guten<br />

Blickwinkel hat, dafür aber ausklappbar ist.<br />

Deutlich besser hat uns der elektronische<br />

Sucher gefallen, der höher auflöst und vor<br />

allem bei Dunkelheit ein viel besseres Bild<br />

liefert als das Display.<br />

Bildqualität auf Top-Niveau<br />

Nichts zu meckern gibt es bei den Fotofähigkeiten<br />

der Alpha 58. Unsere Testaufnahmen<br />

mit dem Kit-Objektiv überzeugten<br />

mit toller Bildschärfe, die lediglich zum<br />

Rand hin etwas abnahm. Auch der Detailgrad<br />

war enorm hoch und blieb bis zu einer<br />

ISO-Empfindlichkeit von 6.400 auf stabilem<br />

Niveau. Erst darüber macht sich ein<br />

leichtes Grießeln bemerkbar und die Fotos<br />

verlieren etwas an Details und Dynamik.<br />

Selbst auf höchster Empfindlichkeit (ISO<br />

16.000) war die Bildqualität aber immer<br />

noch brauchbar. Videoaufnahmen bewegen<br />

sich qualitativ auf einem ähnlichen<br />

Niveau. Außerdem leistet der ins Gehäuse<br />

integrierte Stabilisator beim <strong>Filme</strong>n hervorragende<br />

Arbeit und reduziert Verwacklungen<br />

auf ein Minimum. <strong>Der</strong> Autofokus verrichtet<br />

sowohl beim Fotografieren als auch<br />

bei Videoaufnahmen zuverlässig seinen<br />

Dienst, der Allerschnellste ist er jedoch<br />

nicht. Somit reicht es unterm Strich nicht<br />

ganz zum „sehr gut“, DSLR-Einsteigern<br />

kann man die A58 aufgrund ihrer Top-<br />

Bildqualität und des fairen Preises trotzdem<br />

ans Herz legen. (ps)<br />

Sony Alpha 58<br />

Tolle Bildqualität<br />

Hohe Geschwindigkeit<br />

Viele Einstellungstasten<br />

am Gehäuse<br />

Guter elektronischer<br />

Sucher<br />

Display-Blickwinkel<br />

gut<br />

Note 1,5<br />

Produktinfo Sony Alpha 58<br />

Webseite www.sony.de<br />

Preis (UVP, Online) € 550, ab € 400 (Kit)<br />

Technische Daten<br />

Foto-/<br />

Videoauflösung<br />

Objektiv-Bajonett<br />

Display<br />

20 Megapixel/<br />

1.920 x 1.080 Pixel (25 FPS)<br />

Sony A-Bajonett<br />

6,9 cm (2,7 Zoll), ca. 230 x 480 Pixel<br />

(460.000 Bildpunkte*)<br />

Belichtung Programm-, Zeit-,<br />

Blendenautomatik, manuell<br />

Schnittstellen Micro-USB, A/V-Out, Mini-HDMI,<br />

Mikrofon<br />

Speicher/intern SDXC/-<br />

Maße/Gewicht 129 x 96 x 78 mm/492 g<br />

*Herstellerangabe 1 Pixel = 3 Bildpunkte<br />

Das Display löst nur mit 460.000 Bildpunkten auf,<br />

dafür kann der elektronische Sucher überzeugen.<br />

08/13 www.spielefilmetechnik.de 59


<strong>Technik</strong><br />

Kurztests<br />

GUT Note 1,5<br />

Kurztests<br />

Vermischtes An dieser Stelle nehmen wir für Sie regelmäßig<br />

interessante Produktneuheiten des Monats unter die Lupe.<br />

Sport-In-Ear<br />

Monster iSport Intensity<br />

Web: www.monstercable.com Preis (UVP, Online): € 120, ab € 110<br />

BEFRIEdiGEND Note 2,6<br />

Hören Sie beim Sport gerne Musik? Dann empfehlen wir Ihnen<br />

einen Sportkopfhörer wie den neuen iSport Intensity aus dem<br />

Hause Monster. Dank zusätzlichem Ohrbügel fliegen Ihnen die<br />

Stöpsel auch bei starken Erschütterungen nicht so schnell aus<br />

den Lauschern. Die ergonomisch geformten Kunststoffpfropfen<br />

sorgen für sicheren, festen Halt bei dennoch angenehmem Tragegefühl.<br />

Sehr gut: Selbst bei hoher Schweißproduktion verrutscht<br />

der Intensity nicht. Klanglich präsentiert sich der In-Ear<br />

kristallklar und ausgewogen, die Bässe tönen satt. Leider lässt<br />

der Intensity relativ viele Außengeräusche durch. Das trübt zwar<br />

den Hörgenuss innerhalb lauter Umgebungen, kann aber beim<br />

Joggen lebensrettend sein. Mit der Kabelfernbedienung inklusive<br />

Mikrofon können Sie Anrufe annehmen, wenn Sie ein <strong>Smartphone</strong><br />

als Abspielgerät nutzen.<br />

Stylishes, sporttaugliches Design Guter Tragekomfort<br />

Exzellente Verarbeitung Dürftige Abschirmung<br />

befriedigend Note 2,5<br />

Bluetooth-Tastatur<br />

Rapoo E6300<br />

Web: www.rapoo.com Preis (UVP, Online): € 40, ab € 40<br />

Wer auch unterwegs mal einen längeren Text tippen möchte und dabei nicht auf<br />

den Komfort einer echten Tastatur verzichten will, für den kommt die kompakte, lediglich<br />

90 Gramm leichte E6300 von Rapoo infrage. Die Unterseite bedeckt eine<br />

edle Aluminiumplatte, insgesamt macht das Eingabegerät einen einwandfrei gearbeiteten<br />

Eindruck. Gewöhnungsbedürftig: Im Vergleich zu einem Notebook fallen<br />

die Tasten recht klein aus, hinzu kommt, dass jene für Umlaute noch mickriger und<br />

damit schwer zu treffen sind. Die Druckpunkte gestalten sich außerdem etwas<br />

schwammig. iPad-Besitzer dürfen sich über die Doppelbelegung der Funktionstasten<br />

freuen, um zum Beispiel eine Suche zu starten oder die Kamera zu aktivieren.<br />

Extrem transportfreundlich Stabiles Metallchassis<br />

Tastenergonomie nicht optimal Steht nicht ganz rutschfest<br />

Bluetooth-Soundsystem<br />

Ion Audio Roadrocker<br />

Web: www.ionaudio.de Preis (UVP, Online): € 120, ab € 100<br />

<strong>Der</strong> portable Lautsprecher erinnert optisch wohl nicht zufällig an die häufig von Straßenmusikern<br />

verwendeten Komboverstärker. Schließlich kann an den 6,3-Millimeter-Anschluss an der Vorderseite<br />

ein handelsübliches Mikrofon oder eine Gitarre angestöpselt werden. Auf der Oberseite befindet sich<br />

eine Halterung für <strong>Smartphone</strong>s und Tablets. Diese können außerdem an der links daneben befindlichen<br />

USB-Buchse geladen werden. Die Bluetooth-Verbindung klappt problemlos, alternativ können<br />

Sie Signale auch via Kabel über den 3,5-Millimeter-Anschluss übertragen. So richtig wohl fühlt sich<br />

der Roadrocker bei mittlerer Lautstärke, die aber für den Outdoor-Einsatz etwas zu gering ausfällt.<br />

Drehen Sie den Lautstärkeregler deutlich über die Hälfte auf, kippt die Dynamik und das Klangbild<br />

wird unangenehm brummig. Soundtechnisch spielt er ansonsten von unten her schön kräftig auf, das<br />

Klangbild ist dabei luftig genug, um Platz für feine Details zu lassen. <strong>Der</strong> Akku hält gut acht Stunden.<br />

60 www.spielefilmetechnik.de 08/13<br />

Cooles, robustes Design<br />

Detailliertes Klangbild<br />

6,3-Millimeter-Anschluss<br />

Nicht pegelfest


SEHR GUT Note 1,1<br />

„… SPANNEND, KNÜPPELHART UND<br />

ANGENEHM HUMORLOS“<br />

FILMSTARTS.DE<br />

Navigationsgerät<br />

Garmin Nüvi 3597 LMT<br />

Web: www.garmin.de Preis (UVP, Online): € 300, ab € 270<br />

Garmins aktuelles Nüvi 3597 LMT ist ein Digitallotse der Premiumklasse:<br />

Das durch sein formschönes, flaches Gehäuse sehr edel anmutende<br />

5-Zoll-Navi bietet Ihnen Bluetooth-Freisprechfunktion, Spracheingabe,<br />

Staumelder sowie kostenlose Karten-Updates und ein lebenslanges<br />

Verkehrsfunk-Abo. <strong>Der</strong> überarbeitete Fahrspur-Assistent trumpft<br />

jetzt mit fotorealistischer Darstellung von Kreuzungen, Verkehrsschildern<br />

und Landschaften auf. Die hervorragende, zuverlässige Routenführung<br />

und die nutzerfreundliche Bedienung machen das Nüvi 3597<br />

zu einem der besten derzeit erhältlichen Navigationsgeräte.<br />

Schlankes, wertiges Design Tolles, knackscharfes Display<br />

Sehr gute Ausstattung Hervorragende Zielführung<br />

GUT Note 2,1<br />

Bluetooth-Soundsystem<br />

Raikko Heavy Metal<br />

Web: www.raikko.com Preis (UVP, Online): € 130, ab € 100<br />

Seinen Namen trägt der handliche Speaker (18,6 x 5,5 x 8 cm, 553<br />

g) in zweierlei Hinsicht zu Recht: Zum einen kommt er in einem extrem<br />

robusten Metallgehäuse (inklusive Ledertragegriff), zum andern<br />

passt die Loudness-Klangcharakteristik mit ihrer Bass- und Höhenbetonung<br />

gut zu heftigen Rock- und Metal-Sounds. Akustische Musik<br />

wird allerdings sehr künstlich wiedergegeben. Beeindruckt hat<br />

uns die Ausgangsleistung des Mini-Lautsprechers, die problemlos<br />

über Zimmerlautstärke hinausgeht <strong>–</strong> und das bei stabilem Pegel.<br />

Das Heavy Metal arbeitet tadellos mit Bluetooth-Geräten zusammen,<br />

wer die stromsparendere Kabelvariante bevorzugt, nutzt den<br />

Aux-Eingang. Akkulaufzeit: circa acht Stunden.<br />

Stabiles Gehäuse, wertige Verarbeitung Sehr portabel<br />

Für seine Größe hohe Leistung Unausgewogenes Klangbild<br />

JETZT AUF DVD, BLU-RAY &<br />

ALS VIDEO ON DEMAND.<br />

WWW.PARKER-FILM.DE<br />

© Constantin Film Verleih GmbH · 80802 München<br />

/PARKER.DERFILM


<strong>Filme</strong><br />

Originaltitel<br />

Elysium<br />

Vergleichbar Mit<br />

District 9, Children of Men<br />

Darsteller<br />

Matt Damon, Jodie Foster,<br />

Sharlto Copley, Alice Braga,<br />

Diego Luna, William Fichtner<br />

Regie<br />

Neill Blomkamp<br />

Produktion<br />

USA, 2013<br />

Laufzeit FSK<br />

N. n. b. N. n. b.<br />

Webseite<br />

www.elysium-film.de<br />

Kinostart<br />

15. August<br />

Elysiums oberste<br />

Ministerin Delacourt<br />

(J. Foster)<br />

geht knallhart<br />

gegen illegale<br />

Einwanderer vor.<br />

Elysium<br />

Science-Fiction Dritte gegen Erste Welt: Matt Damon<br />

schwingt sich als einzelner Arbeiter auf, ein menschenverachtendes<br />

System der Zukunft aus den Angeln zu heben.<br />

62 www.spielefilmetechnik.de 08/13


<strong>Der</strong> todkranke<br />

Max (M. Damon)<br />

setzt alles daran,<br />

nach Elysium zu<br />

kommen.<br />

Kino-<strong>Vorschau</strong>: Elysium FILME<br />

Die Raumstation Elysium<br />

ist ein Hort der<br />

Zufriedenheit. Krankheiten<br />

und Kriminalität<br />

gibt es dort nicht.<br />

Wir schreiben das Jahr 2154. Die<br />

Welt ist in zwei Klassen unterteilt:<br />

Während die Superreichen auf<br />

einer luxuriösen Raumstation namens Elysium<br />

im erdnahen Orbit leben, vegetiert der<br />

Rest in riesigen Slums auf der Erde vor sich<br />

hin. Dort lebt auch der Fabrikarbeiter Max<br />

Da Costa (Matt Damon), ein ehemaliger<br />

Autodieb, der bei einem Arbeitsunfall mit<br />

radioaktiven Strahlen in Kontakt kommt. Als<br />

sein Körper tödliche Krebszellen entwickelt,<br />

wird ihm klar, dass er nur noch eine Chance<br />

hat: Er muss irgendwie nach Elysium kommen,<br />

denn nur dort gibt es die medizinischen<br />

Möglichkeiten, Krebs zu heilen. Doch<br />

der Zutritt dorthin ist stark begrenzt. Migranten<br />

werden abgewiesen <strong>–</strong> selbst Raumschiffe<br />

mit Flüchtlingen und Asylbewerbern<br />

werden einfach abgeschossen. Das Sagen<br />

hat Premierministerin Dela court (Jodie Foster),<br />

die zusammen mit ihrem brutalen<br />

Sicherheitschef Kruger (Sharlto Copley)<br />

dafür sorgt, dass nichts und niemand die<br />

scheinheilige Ruhe stört. Bis Max von einer<br />

Schmugglertruppe zur Kampfmaschine<br />

ausgerüstet wird.<br />

„Es ist ein Sci-Fi-Film über Schwerreiche<br />

und Habenichtse. Im Grunde geht es um die<br />

Einkommensschere“, erzählt Regisseur Neill<br />

Blomkamp, der 2009 mit District 9 frischen<br />

Wind in die Kinolandschaft brachte. District<br />

9 war mehr als reines Popcorn-Kino, er<br />

setzte sich auf höchst unterhaltsame und<br />

spielerische Art mit Themen auseinander, die<br />

durchaus Bezug zum Hier und Jetzt haben.<br />

Anspruch trifft auf Action<br />

So auch Elysium, doch diesmal stand dem<br />

gerade einmal 34-jährigen Blomkamp weitaus<br />

mehr Budget zur Verfügung. Kein Wunder<br />

also, dass sich das Filmstudio die Mitarbeit<br />

eines Stars als Publikumsmagnet<br />

sichern wollte <strong>–</strong> eine Wahl, die auf den auch<br />

privat sozial engagierten Matt Damon fiel.<br />

Zwar wurde der Film der internationalen<br />

Presse noch nicht präsentiert, doch erste<br />

Ausschnitte zeigen, dass auch mit Effekten<br />

und Action nicht gespart wurde. Man muss<br />

sich also keine Sorgen machen, dass Elysium<br />

bei allem Anspruch die Unterhaltung<br />

vergisst. „Mir macht es Spaß, im Rahmen<br />

des Genres neue Welten zu erschaffen“, so<br />

Blomkamp. „Ich interessiere mich für das<br />

Visuelle.“ Eine verarmte Erde und eine luxuriöse<br />

Raumstation sind starke Kontraste.<br />

Hinzu kommen reichlich Roboter und Schießereien.<br />

„Ich wünsche mir bei einem Film<br />

selber immer möglichst viele Sci-Fi-Elemente“,<br />

so Blomkamp. „Sonst interessiert es<br />

mich nicht.“ Ein Spektakel mit Tiefgang also,<br />

auf das man gespannt sein darf. (eb)<br />

Max’ Freund Julio (D. Luna, l.) und eine<br />

Gruppe Schmuggler machen aus dem<br />

Arbeiter eine Hightech-Killermaschine.<br />

Gesellschaftskritik hin<br />

oder her: Am Ende kommt<br />

es zum klassischen Kampf<br />

Mann gegen Mann.<br />

In Elysium darf All-American-Good-Guy<br />

Matt<br />

Damon mal so richtig die<br />

Wumme rausholen.<br />

Matt Damon in ungewohntem<br />

Look, ein Regisseur<br />

mit Visionen und ausreichend<br />

Budget für jede<br />

Menge Special Effects: Das<br />

klingt nach einem lohnenswerten<br />

Kinobesuch.<br />

Prognose:<br />

eindrucksvoll<br />

08/13 www.spielefilmetechnik.de 63


FILME Kino-<strong>Vorschau</strong>: Lone Ranger<br />

Lone Ranger<br />

Wildwest-Komödie Nach den Piraten der Western: Ein Genre wird parodistisch wiederbelebt.<br />

Ganz im Stile von Fluch der Karibik 1-3 bietet auch Lone Ranger jede Menge Actionspaß.<br />

Johnny Depp und Armie Hammer bilden als Tonto und Reid ein originell-verpeiltes Duo.<br />

64 www.spielefilmetechnik.de 08/13


Kino-<strong>Vorschau</strong>: Lone Ranger FILME<br />

Nebenfiguren: William Fichtner (Prison Break), Ruth Wilson (Luther), Helena Bonham Carter (Dark Shadows) & Tom Wilkinson (Michael Clayton) spielen Bräute und Ganoven.<br />

Schon mal vom Lone Ranger gehört?<br />

Erschaffen als Heldenfigur einer<br />

Radioshow der 30er-Jahre, in den<br />

50ern mit der Serie Die Texas Ranger<br />

berühmt geworden, kommt der mutige<br />

Streiter auf der Leinwand nun zu neuen<br />

Ehren. Denn auf der Suche nach einem<br />

neuen geeigneten Projekt taten sich die<br />

Macher von Fluch der Karibik erneut<br />

zusammen und inszenierten die abenteuerliche<br />

Vorgeschichte des maskierten<br />

Recken, der mit seinem Schimmel Silver<br />

und dem indianischen Gehilfen Tonto im<br />

Wilden Westen für Recht und Ordnung<br />

sorgt, als <strong>große</strong>s Actionspektakel mit Witz<br />

und reichlich Schauwerten. Im Mittelpunkt<br />

ihres Eventmovies steht der naiv-pazifistische<br />

John Reid (Armie Hammer), der als<br />

Anwalt in seine texanische Heimat zurückkehrt<br />

und schon auf der Zugreise dorthin<br />

mächtig in die Bredouille gerät. Ein im Zug<br />

mittransportierter Häftling, ein übler Schurke<br />

namens Cavendish, kann entkommen,<br />

und ruft damit die Texas Ranger auf den<br />

Plan, deren Anführer Johns tougher Bruder<br />

Dan ist. Doch Dan und seine Kameraden<br />

werden von Cavendishs Leuten in einem<br />

Hinterhalt getötet. So ist es nun an John<br />

und dessen neuem Begleiter, dem schrulligen,<br />

auf Rachefeldzug befindlichen Indianer<br />

Tonto (Johnny Depp), die Banditen dingfest<br />

zu machen und einen hinter all dem steckenden<br />

perfiden Plan zu vereiteln.<br />

Nachdem sie schon den Piratenfilm auf<br />

ungemein unterhaltsame Art reanimiert<br />

haben, bringen Regisseur Gore Verbinski,<br />

Produzent Jerry Bruckheimer und ihr Star<br />

Johnny Depp nun auch den Western als<br />

<strong>große</strong>s Spektakel zurück in die Kinos. Gleich<br />

zu Beginn wird klar gemacht, wohin die Reise<br />

geht: völlig überzogene Action und herrlich<br />

skurriler Humor gehen Hand in Hand<br />

und lassen Lone Ranger über mehr als zwei<br />

Stunden ein Feuerwerk des Popcorn-Kinos<br />

abbrennen, das es mit Fluch der Karibik<br />

durchaus aufnehmen kann. Und auch Westernfans<br />

kommen mit kleinen Reminiszenzen<br />

an Klassiker von John Ford über Fred<br />

Zinnemann bis Sergio Leone durchaus auf<br />

ihre Kosten. Doch das wahre Highlight von<br />

Lone Ranger ist ein kongeniales Duo: Armie<br />

Hammer als durch und durch gutherziges,<br />

aber biederes Greenhorn John Reid und<br />

Johnny Depp als freakiger Außenseiter Tonto,<br />

der mal wieder alle Register seines<br />

komödiantischen Talents zieht, ohne dabei<br />

seinen Jack Sparrow zu sehr zu kopieren.<br />

Gepaart mit opulenter Bilderpracht und<br />

pointierter Situationskomik entstand so ein<br />

neues parodistisches Actionabenteuer in<br />

der Tradition eines Indiana Jones, das Lust<br />

auf mehr macht und eines DER Kinohighlights<br />

des Sommers zu werden verspricht!<br />

Nur einen Fehler darf man auf keinen Fall<br />

begehen: Diesen ganzen Wildwest-Zirkus<br />

ernst zu nehmen. (ts)<br />

Originaltitel<br />

Lone Ranger<br />

Vergleichbar Mit<br />

Shanghai Noon, Vierzig Wagen<br />

westwärts, Wild Wild West,<br />

Zwei tolle Kerle in Texas<br />

Darsteller<br />

Johnny Depp, Armie Hammer,<br />

Tom Wilkinson, William Fichtner,<br />

Barry Pepper, Helena<br />

Bonham Carter, Ruth Wilson<br />

Regie<br />

Gore Verbinski<br />

Produktion<br />

USA, 2013<br />

Laufzeit FSK<br />

149 Min Ab 12<br />

Webseite<br />

www.lone-ranger.de<br />

Kinostart<br />

8. August<br />

Ein Spektakel ganz in der<br />

Tradition von Westernkomödien<br />

wie Vierzig Wagen<br />

westwärts (nur visuell<br />

berauschender), Wild Wild<br />

West (nur weniger platt)<br />

und Shanghai Noon (nur<br />

noch eine Schippe drauf)<br />

Testurteil:<br />

Sehr gut<br />

Bahnarbeiter und Huren dienen als Hintergrund bei Lone Ranger.<br />

Johnny Depps Figur des Indianers Tonto erweist sich als gewohnt spleeniger Gag-Lieferant.<br />

08/13 www.spielefilmetechnik.de 65


FILME Kino-<strong>Vorschau</strong>: Pain & Gain <strong>–</strong> Nehmen ist seliger denn geben<br />

Welch ein Vorbild: Daniel (M. Wahlberg) baut auf Muskeln.<br />

Flotte Flitzer + schnelle Kohle = baldiges böses Ende?<br />

Originaltitel<br />

Pain & Gain<br />

Vergleichbar Mit<br />

21 Jump Street, Bad Boys<br />

Darsteller<br />

Mark Wahlberg, Dwayne<br />

Johnson, Anthony Mackie,<br />

Ed Harris, Tony Shalhoub<br />

Regie<br />

Michael Bay<br />

Produktion<br />

USA, 2013<br />

Laufzeit FSK<br />

130 Min Ab 16<br />

Webseite<br />

www.painandgain-film.de<br />

Kinostart<br />

22. August<br />

Dumm und Dümmer mit<br />

Muckis. Eine Krimifarce,<br />

die eigentlich schön bitterböse<br />

ist, aber in einen teils<br />

kindischen Klamauk ausartet.<br />

Ohne die famose<br />

Lässigkeit eines Bad Boys.<br />

Testurteil:<br />

befriedigend<br />

Pain & Gain<br />

Nehmen ist seliger denn geben<br />

Komödie Drei Möchtegern-Gangster wollen ans <strong>große</strong> Geld<br />

<strong>–</strong> und reiten sich dabei selbst in jede Menge Ärger hinein.<br />

Daniel (Mark Wahlberg), Adrian<br />

(Anthony Mackie) und Paul (Dwayne<br />

Johnson) sind Kraftsportler aus Leidenschaft<br />

<strong>–</strong> vollgepumpt mit Steroiden,<br />

aber auch deutlich mit mehr Muckis gesegnet<br />

als mit Hirn. Als Daniel auf die Idee<br />

kommt, den scheinbar leichtgewichtigen<br />

Kleinganoven Victor (Tony Shalhoub, Monk)<br />

zu kidnappen und auszunehmen, ist das<br />

der Beginn einer Orgie der Absurditäten<br />

und der Gewalt, die kein gutes Ende nehmen<br />

kann. Denn nicht nur, dass schon die<br />

Entführung fast schiefgeht. Zu allem Überfluss<br />

erkennt Victor Daniel auch noch wieder<br />

und ist nur durch Folter dazu zu bewegen,<br />

den drei Möchtegern-Gangstern seine<br />

Kohle zu überlassen. Als dies endlich<br />

gelingt und man Victor zu beseitigen<br />

beschließt, gehen auch diverse Mordversuche<br />

schief. Doch das war nur der Anfang …<br />

<strong>Der</strong> Name Michael Bay steht für Buddy-<br />

Cop-Action wie Bad Boys und Maschinen-<br />

Krachnummern wie Transformers. Nun<br />

nahm sich der Regisseur des wahren Falls<br />

der (nach einem Fitness-Center benannten)<br />

Sun-Gym-Gang aus den 90er-Jahren an,<br />

die bei dem Versuch, ans <strong>große</strong> Geld zu<br />

kommen, über Leichen ging, sich dabei<br />

aber nicht gerade clever benahm. Untermalt<br />

mit obercooler Mucke von Coolios<br />

Gangsta’s Paradise bis hin zu Jon Bon Jovis<br />

Blaze of Glory und einer eher die Dramaturgie<br />

unterbrechenden Off-Stimme schwankt<br />

Bays Komödie zwischen konfuser Slapstick-Nummer<br />

und rabenschwarzer Krimifarce.<br />

Von Letzerem hätte es mehr sein<br />

Paul (D. Johnson) steht auf die Bibel und heiße Bräute.<br />

Entführung, Folter, Mord: Dieser Plan artet leider aus.<br />

dürfen, doch dafür gleitet der Regisseur<br />

immer wieder in Albernheiten ab, nimmt mit<br />

seiner episodenhaften Erzählstruktur selbst<br />

das Tempo raus und reiht manche Slow-<br />

Motion-Szenen reichlich sinnlos aneinander.<br />

Wer nichts erwartet, bekommt hier<br />

zweifelsohne einen derben Spaß mit einem<br />

schön trottelig spielenden Trio serviert.<br />

Doch einige dürften angesichts so viel greller<br />

Brachialkomik eher verzweifeln als mit<br />

diesen Knallchargen mitfiebern. (ck)<br />

66 www.spielefilmetechnik.de 08/13


Kino-<strong>Vorschau</strong>: Kino-Highlights im August FILME<br />

Kino-Highlights im August<br />

<strong>Vorschau</strong> Weitere wichtige Kinofilme in der <strong>SFT</strong>-Kurzkritik<br />

ab 8. August<br />

ab 1. August<br />

The Conjuring Die Heimsuchung<br />

Als eine junge Familie in ihrem frisch bezogenen<br />

neuen Heim alarmierende Entdeckungen<br />

macht, heuert sie ein als erfolgreiche Dämonologen<br />

bekanntes Ehepaar an. Dieses nimmt<br />

Haus und Familienmitglieder unter die Lupe <strong>–</strong><br />

mit schaurigen Folgen. Grundsolide inszenierter<br />

Haunted-House-Grusel von Thrillexperte<br />

James Wan, der schon mit Teil 1 der Folterfilmreihe<br />

Saw neue Horrormaßstäbe setzte.<br />

Testurteil: Gut<br />

ab 1. August<br />

Die Schlümpfe 2<br />

Erneuter Mix aus Real- und Trickfilm nach<br />

Peyos berühmter Comicvorlage. Ein Team der<br />

kleinen blauen Kerlchen reist wieder in die Welt<br />

der Menschen, um dem fiesen Zauberer Gargamel<br />

zu folgen, der Schlumpfine nach Paris<br />

entführt hat. Dabei bekommen die kleinen<br />

CGI-Zwerge erst Ärger und dann Hilfe von anderen<br />

lümmeligen Wichtelwesen. 3D-Fortsetzung<br />

des Familienspaßes, der 2009 immerhin<br />

2,7 Millionen deutsche Zuschauer anlockte.<br />

Prognose: kindgerecht<br />

Das ist das Ende<br />

James Franco lädt unter anderem Stars<br />

wie Seth Rogen, Jonah Hill oder Emma<br />

Watson zu einer Party in seine pompöse<br />

Hollywood-Villa. Die Sause kommt gerade<br />

in Schwung, als ringsum die Apokalypse<br />

ausbricht <strong>–</strong> nur fünf der Gäste überleben<br />

das Chaos und verschanzen sich in Francos<br />

Haus ... Vor Pointen nur so übersprudelnde,<br />

parodistische Fantasykomödie mit<br />

Gruselelementen und hoher Gagdichte.<br />

Testurteil: sehr gut<br />

ab 8. August<br />

Trance Gefährliche Erinnerung<br />

Als ein junger Kunstexperte (James McAvoy) beim<br />

Raub eines wertvollen Goya-Bildes einen Schlag<br />

auf den Kopf bekommt, vergisst er, wo er das Gemälde<br />

versteckt hat. Um seinem Gedächtnis auf<br />

die Sprünge zu helfen, nötigen ihn seine Gangster-Partner,<br />

zu einer Hypnosetherapeutin zu gehen.<br />

Doch diese durchschaut das Spiel und verlangt<br />

eine Beteiligung an den zu erwartenden Millionen.<br />

Packende und verwirrend-anspruchsvolle Thrillerhatz<br />

von Danny Boyle (127 Hours), der ein faszinierendes<br />

Fiebertraum-Geflecht aus Betrug, Gewalt<br />

und Vergessen visuell stylish in Szene setzt.<br />

Testurteil: sehr gut<br />

ab 15. August<br />

Kick-Ass 2<br />

Sequel der Kultkomödie von 2010 um die jungen Superhelden<br />

Kick-Ass (Aaron Johnson) und Hit-Girl<br />

(Chloe Grace Moretz): Tagsüber normale Teenager,<br />

nachts heldenhafte Gaunerjäger, werden die beiden<br />

diesmal mit Nachahmern wie dem schrulligen Colonel<br />

Stars and Stripes (Jim Carrey) sowie dem gefährlichen<br />

Mother-Fucker und dessen Schergen konfrontiert.<br />

Das verspricht wieder reichlich derben Actionspaß.<br />

Prognose: super krawall<br />

ab 22. August<br />

Feuchtgebiete<br />

Als sich die junge Rebellin Helen (Carla Juri) bei<br />

einer missglückten Intimrasur verletzt, lernt sie im<br />

Krankenhaus den Pfleger Robin kennen und startet<br />

mit ihm einen Versuch, ihre geschiedenen Eltern<br />

wieder zu vereinen. Provokant-erotische Dramödie<br />

um sexuelle Vorlieben nach Charlotte<br />

Roches deftigem Skandal-Bestseller.<br />

Prognose: schlüpfrig<br />

08/13 www.spielefilmetechnik.de 67


FILME<br />

Feature: Terror in Film und Serie<br />

Zur Lage<br />

der Nation<br />

Terror in<br />

Film und<br />

Serie<br />

Special <strong>Der</strong> Kampf gegen Terrorismus: Realität und Fiktion sind nicht mehr weit voneinander entfernt.<br />

Nachdem er acht Jahre lang als treibende<br />

Kraft hinter dem internationalen Hit-Format<br />

24 fungierte, schuf Howard Gordon<br />

mit Homeland (ausführliches Review in <strong>SFT</strong><br />

07/2013) einen neuen Stern am US-Serienhimmel.<br />

Nicht nur der Autor selbst, sondern auch<br />

Zuschauer und Kritiker scheinen des Terror-<br />

Themas nicht überdrüssig, sondern preisen das<br />

Format unisono in den höchsten Tönen. Aber<br />

was hat es eigentlich mit dieser Faszination für<br />

den Kampf gegen den Terrorismus in Film und<br />

Serie auf sich? In einem Interview sprach Gordon<br />

es vor Kurzem an: Das ewig Brisante und<br />

68 www.spielefilmetechnik.de 08/13<br />

schrecklich Reale erlauben ungemein facettenreiche<br />

und vielfältige Geschichten in allerlei<br />

Medien, die nicht zuletzt auch ihren Teil zur Verarbeitung<br />

und Steuerung der Situation beitragen<br />

können beziehungsweise sollen.<br />

Dass die 9/11-Depression bis heute anhält,<br />

wird niemanden überraschen <strong>–</strong> und genauso<br />

wenig, dass es schon vor 2001 zahllose <strong>Filme</strong><br />

mit Terror-Motiv gab. Seitdem hat sich das<br />

Genre aber ungemein breit ausgefächert, weiterentwickelt<br />

und vor allem einen beeindruckenden<br />

Schritt ins TV-Fach gemacht (siehe<br />

Seite 70). In diesem Special stellen wir Ihnen<br />

Operation Kingdom<br />

FBI-Spezialisten<br />

auf der Suche nach<br />

den Drahtziehern<br />

eines Anschlags.<br />

die interessantesten Einträge vor <strong>–</strong> von actionorientierten<br />

Blockbustern zu stillen, düsteren<br />

Charakterdramen. Werden Sie Experte!<br />

Einer gegen alle<br />

Schon lange bevor die Anschläge des 11. September<br />

die filmische Inszenierung terroristischer<br />

Akte und Akteure eingehender und psychologischer<br />

werden ließen, wurde die ernst zu<br />

nehmende Thematik vor allem im typischen<br />

Mainstreamkino Hollywoods häufig aufgegriffen.<br />

Die Herangehensweise an den heiklen<br />

Stoff schien jedoch vor allem in den 90er-Jahren<br />

trotz der schon damals vorhandenen Brisanz<br />

und Aktualität noch weitaus oberflächlicher<br />

und lockerer gewesen zu sein. Im Fokus<br />

solcher Blockbuster, die vorwiegend im Action-<br />

Genre angesiedelt waren, standen in den seltensten<br />

Fällen die Terroristen selbst. Meist<br />

dienten diese nur als Verkörperung des zutiefst<br />

bösen und unberechenbaren Feindes, dem der<br />

Held des <strong>Filme</strong>s völlig furcht- und selbstlos im<br />

Alleingang gegenübertrat. <strong>Der</strong> Terrorist war<br />

damit nicht <strong>–</strong> wie es heutzutage oft der Fall ist<br />

<strong>–</strong> als menschliche Person mit eigener Hintergrundgeschichte<br />

zu sehen, sondern vielmehr<br />

als übergreifendes Symbol für eine fremde<br />

Gefahr, die durch den Mut und die Kraft eines


Feature: Terror in Film und Serie<br />

FILME<br />

Team America Anarcho-Puppen im Kampf gegen den Terror.<br />

Stirb langsam In den Achtzigern nahm Bruce Willis<br />

es im Alleingang mit Terroristen auf.<br />

<strong>Der</strong> Mann, der niemals lebte<br />

Leo nardo DiCaprio auf Undercover-Tour.<br />

einzelnen, politisch oft völlig unbedarften Mannes<br />

gebannt werden musste. Genre-Ableger<br />

wie Passagier 57, Alarmstufe: Rot, Die Stunde<br />

der Patrioten (beide 1992), Air Force One (1997)<br />

oder auch Collateral Damage (2002) handeln<br />

den Terrorismus in den Vereinigten Staaten<br />

genau nach diesem Muster filmisch ab. Dass<br />

dies ohne psychologische oder intellektuelle<br />

Tiefe geschieht, scheint zumindest in den Zeiten<br />

vor 9/11 niemanden gestört zu haben, boten<br />

die <strong>Filme</strong> doch dafür einen hohen Unterhaltungswert.<br />

Vor allem der Erfolg des Stirb Langsam-Franchises<br />

beweist allerdings, dass das<br />

actiongeladene, aber triviale „Einer gegen alle“-<br />

Konzept in der Riege des Terrorismus-Films<br />

auch heute noch gut funk tioniert.<br />

Terrorismus-Satiren<br />

Ähnlich unbeschwert, aber dennoch auf völlig<br />

andere Weise, behandeln satirische Filmumsetzungen<br />

dasselbe Motiv. Da vor allem aktuelle und<br />

vieldiskutierte Themen gerne auf kritische und<br />

auch sarkastische Weise durch den Kakao gezogen<br />

werden, bietet der Terrorismus an sich natürlich<br />

eine besonders gute Angriffsfläche für Satiriker.<br />

Dennoch scheinen vor allem die verheerenden<br />

Anschläge auf das World Trade Center im<br />

Jahre 2001 und die damit verbundene neue<br />

Sensibilität gegenüber der politischen Lage die<br />

meisten <strong>Filme</strong>macher eher von einer Veralberung<br />

der kritischen Situation abzuhalten. <strong>Filme</strong> wie<br />

Team America (2004) und die umstrittene Satire<br />

Four Lions (2010) des damaligen Newcomers<br />

Chris Morris wagen trotz aller Widrigkeiten und<br />

Proteste den bedenklichen Schritt und nehmen<br />

das Tabuthema aufs Korn. Vor allem für Morris’<br />

Terror-Komödie hagelte es schließlich weltweit<br />

Kritik, weil der Regisseur sich dort hemmungslos<br />

über Selbstmordattentäter und andere Vertreter<br />

terroristischer Akte lustig macht. Wie viel Witz ist<br />

also auf diesem Gebiet erlaubt? Worüber darf<br />

gelacht werden und wo hört der Spaß auf? Morris<br />

selbst rechtfertigt seinen Film mit der Aussage,<br />

dass er lediglich die Wahrheit widerspiegle. Die<br />

Mehrheit der Zuschauer sieht das jedoch anders.<br />

Und seien wir einmal ehrlich: Ganz ohne schlechtes<br />

Gewissen kann über solch eine Satire wohl<br />

vor allem in Anbetracht der Geschehnisse der<br />

letzten Jahre auch der toleranteste Kinogänger<br />

nicht mehr lachen.<br />

Agenten im Einsatz<br />

Wenn Satire also verpönt ist und John McClane<br />

die Welt nicht mehr im Alleingang vor dem Terror<br />

retten kann, hilft auch im Kino nur noch eins:<br />

Teamwork, möglichst viel Realismus und vor<br />

allem auch die Auseinandersetzung mit der gegnerischen<br />

Seite. Mit dem 11. September 2001<br />

und insbesondere in den letzten Jahren vollzogen<br />

die <strong>Filme</strong>macher daher einen Richtungswechsel.<br />

Es geht nicht mehr nur um die böse<br />

und die gute Seite, wie das beispielsweise noch<br />

zu Zeiten des Kalten Krieges der Fall war. Stallone<br />

und Willis, kurzum der Heldentypus der<br />

Achtziger, erhielten in letzter Zeit zwar wieder<br />

eine gewisse Berechtigung im Actionkino, doch<br />

ihre Einsätze beschränken sich heutzutage<br />

meist auf Gangsterkartelle oder Drogenbosse.<br />

Auf der Bühne der Weltpolitik und im Kampf<br />

gegen den weltweiten Terror ziehen inzwischen<br />

auch im Kino Agenten und Regierungsbehörden<br />

die Strippen. Aktuellstes Beispiel dafür ist<br />

Kathryn Bigelows Zero Dark Thirty. Nicht ein<br />

einzelner Kämpfer à la Rambo spürte bin Laden<br />

in seinem Versteck auf, auch wenn den USA das<br />

vielleicht lieber gewesen wäre. <strong>Der</strong> mutmaßliche<br />

Drahtzieher der Anschläge von New York wurde<br />

durch jahrelange Ermittlungen der Geheimdienste<br />

ausfindig gemacht und gezielt aus dem<br />

Verkehr gezogen. Außendienst-Agenten schleusen<br />

sich auch in der Realität in die Länder der<br />

Terroristen ein, unterwandern deren Strukturen<br />

und bekämpfen den Feind häufig im Verborgenen.<br />

<strong>Der</strong> israelische Mossad schaltete auf diese<br />

Weise bereits in den Siebziger- und Achtzigerjahren<br />

die Olympiaattentäter aus. Verfilmt wurde<br />

die Thematik von Steven Spielberg mit München<br />

aber erst 2005, als die Zeit reif war für <strong>Filme</strong>,<br />

deren zentrales Element zwar die Bekämpfung<br />

von Extremisten ist, die aber auch einen Fokus<br />

auf die Menschen hinter Anschlägen und Terror<br />

legen. Ebenfalls in diese Kategorie fallen beispielsweise<br />

<strong>Filme</strong> wie Syriana (2005), Operation<br />

Kingdom (2007), <strong>Der</strong> Mann, der niemals lebte<br />

und 8 Blickwinkel (beide 2008). Spätestens seit<br />

dem 11. September war nämlich klar, dass<br />

Anschläge eben nicht nur auf das Konto größenwahnsinniger<br />

Psychopathen gehen, sondern<br />

der Terror seinen Nährboden auch in gebildeten<br />

und scheinbar völlig unauffälligen Schichten findet.<br />

<strong>Der</strong> langjährige US-Bürger oder der freund-<br />

Machtlos Ein US-Bürger ägyptischer<br />

Herkunft gerät unter Terrorverdacht.<br />

08/13 www.spielefilmetechnik.de 69


FILME Feature: Terror in Film und Serie<br />

liche Austauschstudent von nebenan wird plötzlich<br />

zum Bombenleger, Flugzeugentführer und<br />

Massenmörder. Jahrelang leben sie unauffällig<br />

mitten unter uns, um dann plötzlich für ihren<br />

Auftrag aktiviert zu werden.<br />

Schläfer<br />

Den immer ausgefeilteren Ermittlungs- und<br />

Überwachungsmethoden der Behörden passten<br />

sich über die Jahre nämlich auch die Terroristen<br />

an. Netzwerke wurden breiter angelegt, terrorbereite<br />

Attentäter noch unauffälliger ausgebildet,<br />

besser in ihren „Einsatzort“ eingeschleust<br />

und getarnt. Schläfer sind der Albtraum der<br />

Ermittler, im Gegenzug aber auch perfekte Charaktere<br />

für spannungsgeladene und verschachtelte<br />

Actionthriller. Mit Homeland ging die Thematik<br />

in Serie, doch auch filmisch sorgten die<br />

wandelnden Zeitbomben schon mehrmals für<br />

Aufruhr. Unsere Empfehlungen in diesem<br />

Bereich sind unter anderem Arlington Road<br />

(1999), Schläfer (1999), Fremder Freund (2003),<br />

Zelle (2007), Cleanskin (2012) oder der Fernsehfilm<br />

<strong>Der</strong> verlorene Sohn (2009).<br />

Unter Verdacht<br />

Gerade in den USA entwickelte sich aus der<br />

Angst vor Anschlägen allerdings beinahe<br />

schon eine regelrechte Hysterie, was den<br />

Kampf gegen den Terror anbelangt. Menschenrechte<br />

werden bewusst beschnitten,<br />

Terrorverdächtige außer Landes geschafft, um<br />

sie in einer nahezu rechtefreien Zone zu foltern<br />

und zu verhören. Kleine Verdachtsmomente<br />

reichen inzwischen schon aus, damit bei FBI<br />

oder CIA die Alarmglocken läuten. Weltweit für<br />

Aufsehen sorgte dabei der Fall Murat Kurnaz.<br />

<strong>Der</strong> in Deutschland geborene und aufgewachsene<br />

türkische Staatsbürger wurde 2002 ohne<br />

Anklage wegen Terrorverdachts vier Jahre<br />

lang im Gefangenenlager Guantanamo Bay<br />

festgehalten. Unter dem Titel Fünf Jahre<br />

Leben wurde Kurnaz’ Schicksal vor Kurzem<br />

eindrucksvoll verfilmt (seit 23. Mai in den deutschen<br />

Kinos). Auch in Machtlos (2007) gerät<br />

ein scheinbar unbedarfter US-Bürger unter<br />

Terrorverdacht und wird <strong>–</strong> ohne Wissen seiner<br />

Familie <strong>–</strong> weggesperrt. Doch nicht nur in den<br />

USA nimmt die Angst vor einem zweiten 11.<br />

September zum Teil beängstigende Züge an<br />

und immer lauter werden die Stimmen, dass<br />

der Kampf gegen Terror in totaler Überwachung<br />

und Willkür enden könnte. Dennis Gansels<br />

Die Vierte Macht (2012) spielt beispielsweise<br />

in Russland. Doch auch Streifen wie<br />

Das Netz (1995) oder Das Verhör (2004)<br />

demonstrieren zwar fiktional, aber durchaus<br />

realitätsnah die Macht und den Willen der<br />

Staatsapparate, wenn es um den Kampf<br />

gegen den Terror geht. (tr, sr, mc)<br />

Eine wöchentliche Dosis Terror<br />

Beim Thema Terror sollte man keinesfalls den Blick auf den kleinen Schirm vergessen: Welche Formate sind sehenswert <strong>–</strong> und warum?<br />

<strong>Der</strong> Terror macht sich gut im TV. Während<br />

der Großteil der Genre-Produktionen<br />

vor noch wenigen Jahren die<br />

Seiten klar in Gut und Böse eingeteilt<br />

hat, lassen die kreativen Köpfe diese<br />

Grenzen aktuell weitaus mehr verschwimmen.<br />

Es wird Wert darauf<br />

gelegt, die Terroristen nicht im Schatten<br />

agieren zu lassen, sondern sie<br />

begreifbarer und menschlicher zu<br />

machen. Das ist natürlich nicht nur ein<br />

Indiz für Umbrüche in der Gesellschaft,<br />

dahinter steckt auch schlicht der<br />

Wunsch, neue, spannende Geschichten<br />

zu erzählen. Eine Charakterstudie,<br />

die den Zuschauer direkt im Kopf des<br />

Terrorsisten platziert, erzählt sich am<br />

besten auf wöchentlicher Basis, die es<br />

erlaubt, die Personen und ihre Motive<br />

näher kennenzulernen <strong>–</strong> auch eine Art<br />

von Geschichtsschreibung. Im Folgenden<br />

stellen wir die interessantesten<br />

Vertreter vor.<br />

Jack Bauer und sein Kampf gegen den<br />

24 Terror sind längst TV-Kult. 24 startete<br />

kurz nach den Anschlägen auf das World Trade<br />

Center <strong>–</strong> wobei die Premiere aufgrund der Kata -<br />

s trophe um zwei Monate verschoben wurde. Das<br />

Format war bahnbrechend und hat acht Jahre<br />

lang wöchentlich für kinoreife Hochspannung<br />

gesorgt. Obwohl aus dem geplanten Kinofilm<br />

nichts wurde, dürfen sich Fans jetzt auf eine<br />

neunte Staffel mit zwölf Folgen freuen.<br />

Sleeper Cell<br />

Die Reihe startete Ende 2005. Als eines der ersten TV-Formate<br />

ließ Sleeper Cell Terror- und Anti-Terror-Linien verschwimmen.<br />

Michael Ealy porträtierte Darwyn al-Sayeed,<br />

einen muslimischen<br />

Undercover-Agenten,<br />

der<br />

eine Schläferzelle<br />

infiltriert.<br />

Legends<br />

2014 soll auf dem US-Kabelsender TNT die erste,<br />

zehnteilige Staffel starten. Die Hauptrolle eines FBI-<br />

Undercover-Agenten, der sich zunehmend in seinen<br />

verschiedenen Identitäten verliert, ging an Sean Bean<br />

(<strong>Der</strong> Herr der Ringe). Showrunner sind Ethan Reiff und<br />

Cyrus Voris, die<br />

bereits Sleeper Cell<br />

(s. u.) auf den<br />

Schirm brachten.<br />

The Americans<br />

1981, die Vereinigten Staaten <strong>–</strong> der Kalte Krieg hält die Welt in<br />

Atem. Keri Russel und Matthew Rhys geben ein perfektes Ehepaar.<br />

In Wahrheit sind beide russische KGB-Offiziere, die füreinander<br />

ungefähr so viel übrig<br />

haben wie für ihr angebliches<br />

Vaterland. Ein<br />

zeithistorisches Anti-<br />

Terror-Drama.<br />

NCIS und NCIS: Los Angeles<br />

Für alle Procedural-Liebhaber, die sehen<br />

wollen, wie dem Terror wöchentlich ein<br />

Strich durch die Rechnung gemacht wird.<br />

E-Ring<br />

Wenn es mal etwas technischer und strategischer<br />

zugehen soll. Leider nur eine<br />

Staffel, nach 22 Episoden abgesetzt.<br />

La Femme Nikita<br />

Eine Killer-Lady in den Händen einer<br />

Anti-Terror-Regierungseinheit. Action,<br />

Romanze, Drama und pure Nostalgie.<br />

House of Saddam<br />

Vierteilige Miniserie über Aufstieg<br />

und Fall von Saddam Hussein. Kurzweilig<br />

und gut.


Blu-ray-/DVD-Test: Oblivion FILME<br />

Hoch über den Wolken befindet sich die Einsatzzentrale des <strong>Technik</strong>er-Teams 49.<br />

Julia (O. Kurylenko) hat ein Geheimnis.<br />

Jack (Tom Cruise) ist einer der letzten Menschen auf der Erde.<br />

Oblivion<br />

In den Ruinen ehemaliger Großstädte lauern viele Gefahren ...<br />

... die zur Überraschung von Jack menschlicher Natur zu sein scheinen.<br />

Action/Sci-Fi Tom räumt die Erde auf: Ein fantastischer Sci-Fi-Trip durch eine zerstörte<br />

Welt. Regisseur Joseph Kosinski erzählt eine packende und überraschende Geschichte.<br />

Das Jahr 2013 steht cineastisch ganz<br />

im Zeichen der Science-Fiction.<br />

Dystopische Endzeitszenarien liegen<br />

in Hollywood voll im Trend. Joseph Kosinskis<br />

(Tron: Legacy) Oblivion bildete im April<br />

den Auftakt zu einer ganzen Reihe fantastischer<br />

Abenteuer und setzte den Qualitätsmaßstab<br />

gleich einmal richtig hoch an.<br />

Basierend auf seiner eigenen Graphic Novel<br />

bediente sich Kosinski thematisch zwar im<br />

Grunde alter Sci-Fi-Zöpfe, doch die Umsetzung<br />

und Inszenierung lässt über dieses<br />

kleine Manko problemlos hinwegsehen.<br />

Endzeit<br />

Im Jahr 2077 ist das Leben auf der Erde nicht<br />

mehr möglich. Sechzig Jahre zuvor hat eine<br />

außerirdische Rasse, die sogenannten Plünderer,<br />

den Blauen Planeten überfallen. Die<br />

Kämpfe und kriegerischen Auseinandersetzungen<br />

mit den Invasoren haben die Welt<br />

zugrunde gerichtet. Die Menschheit hat ihre<br />

Heimat verlassen und lebt nun in einer<br />

schwebenden Stadt, einer Raumstation<br />

namens Tet. Nur noch ein zweiköpfiges<br />

<strong>Technik</strong>er-Team ist in den Trümmern der Zivi-<br />

Licht im Dunkeln der Vergessenheit<br />

Mit Oblivion holte Regisseur Joseph Kosinski das Sci-Fi-Genre aus der Finsternis des Weltraums<br />

heraus. Zum Heimkinostart lud Universal zu einem Blick hinter die Kulissen ein.<br />

Statt einer optisch düsteren Zukunftsvision<br />

bietet Oblivion helle Bilder und<br />

epische Panoramen. Es ist ein Film, der<br />

stark von seinen beeindruckenden Aufnahmen<br />

und einer einzigartigen Atmosphäre<br />

lebt. Doch wie entstehen solche<br />

Welten? Um diese und andere Fragen<br />

zu beantworten, haben die Produzenten<br />

des Streifens einige Vertreter der<br />

Auslandspresse in Halle 35 auf dem<br />

Gelände der Universal Studios in Hollywood<br />

eingeladen. Es ist ein heißer,<br />

sonniger Tag, doch innerhalb des riesigen<br />

Studios ist es kühl und still. Im<br />

Scheinwerferlicht stehen einige Requisiten<br />

aus dem Film, unter anderem<br />

einige Drohnen und das sogenannte<br />

„Bubbleship“, ein gewaltiges Zwei-<br />

Mann-Raumschiff. Tom Cruise hat<br />

zwar einen Pilotenschein, aber für Oblivion<br />

reichte das wohl nicht so ganz,<br />

US-Kollege Emanuel Bergmann vor einer Oblivion-Drohne<br />

Originaltitel<br />

Oblivion<br />

Vergleichbar Mit<br />

I am Legend, Book of Eli<br />

Darsteller<br />

Tom Cruise, Morgan Freeman,<br />

Olga Kurylenko, Andrea Riseborough,<br />

Nikolaj Coster-<br />

Waldau, Melissa Leo, Zoe Bell<br />

Regie<br />

Joseph Kosinski<br />

Produktion<br />

USA 2013<br />

Bildformat<br />

2,40:1 (16:9)<br />

Tonformat<br />

BD: DTS 5.1 HD (D u. a.),<br />

DTS 7.1 (E)<br />

DVD: DD 5.1 (D, E) u. a.<br />

Laufzeit FSK<br />

BD: 125 Min Ab 12<br />

DVD: 120 Min Ab 12<br />

Webseite<br />

www.oblivionmovie.com<br />

Preis<br />

BD: € 18 (1 Disc)<br />

DVD: € 13 (1 Disc)<br />

Im Handel<br />

15. August<br />

Fortsetzung auf der nächsten Seite<br />

08/13 www.spielefilmetechnik.de 71


FILME Blu-ray-/DVD-Test: Oblivion<br />

Fortsetzung von Seite 71<br />

08/2013<br />

Kauftipp<br />

Action<br />

●●●<br />

Humor<br />

●●●<br />

Spannung<br />

●●●<br />

Anspruch<br />

●●●<br />

Erotik<br />

●●●<br />

Perfektes Spektakel<br />

Fantastische Optik und<br />

Inszenierung<br />

Fulminante Action<br />

Intelligente Story<br />

Ein Tick zu viel Herzschmerz<br />

Sehr gut<br />

Note 1,2<br />

lisation für die Wartung der Fusionsreaktoren,<br />

die die Energie für Tet liefern, zuständig.<br />

Drohnen sichern die Erdoberfläche ab, da<br />

sich in unterirdischen Höhlen noch immer<br />

Plünderer herumtreiben. Tagtäglich schieben<br />

der Soldat Jack und seine Verbindungsoffizierin<br />

Victoria Dienst nach Vorschrift. In wenigen<br />

Wochen sollen aber auch sie nach Tet<br />

gebracht werden. Doch Jack plagen Albträume,<br />

seltsame Erinnerungsfetzen lassen in<br />

ihm das Gefühl aufkommen, dass mit der<br />

Welt, wie er sie kennt, irgendetwas nicht<br />

stimmt. Als ein altes Shuttle abstürzt und<br />

Jack darin Überlebende findet, die Jahrzehnte<br />

in Schlafkapseln verbracht haben, überschlagen<br />

sich die Ereignisse und Jack<br />

bekommt auf seine Fragen plötzlich Antworten,<br />

die er sich nie hätte vorstellen können …<br />

Fest für die Augen, Anreiz fürs Hirn<br />

In den letzten Jahren gelangte selten ein<br />

derart überzeugender Science-Fiction-<br />

Streifen auf die Leinwand, bei dem Inhalt,<br />

Effekte und vor allem Soundtrack zu einer<br />

so perfekten Symbiose verschmelzen.<br />

Optisch und soundtechnisch schuf<br />

Kosinski eine Endzeitstimmung, wie<br />

sie gelungener nicht sein könnte. Mit Tom<br />

Cruise verpflichtete er zudem einen Darsteller,<br />

der die Rolle des <strong>Technik</strong>ers und Soldaten<br />

Jack Harper perfekt ausfüllt. Die<br />

Geschichte selbst präsentiert sich wendungsreich,<br />

voll intelligenter Action und<br />

packend. Kleiner Wermutstropfen: Wer eine<br />

gewisse Dosis Herzschmerz nicht verträgt,<br />

hat ein Problem mit Oblivion. Bis Redaktionsschluss<br />

lag leider noch keine Testversion<br />

des Sci-Fi-Spektakels vor. Audiovisuell dürfte<br />

Oblivion allerdings die Möglichkeiten des<br />

Heimkinos bis an die Grenzen ausreizen. <strong>Der</strong><br />

Film ist der erste Hollywood-Streifen, der im<br />

englischen O-Ton direkt in der neuen Surround-Sound-<strong>Technik</strong><br />

Dolby Atmos abgemischt<br />

wurde. Das Format erlaubt theoretisch<br />

eine unbegrenzte Anzahl von Tonspuren,<br />

die einzeln für eine optimale und<br />

dynamische Verteilung der Signale im Kino<br />

auf eine Vielzahl von Lautsprechern gelegt<br />

werden können. <strong>Der</strong> so abgemischte Sound<br />

ist aber auch für 5.1- oder 7.1-Systeme<br />

kompatibel. Hier werden dann mehrere Signale<br />

gleichzeitig über die Lautsprecher wiedergegeben.<br />

Als Boni sind auf der Blu-ray<br />

unter anderem unveröffentlichte Szenen und<br />

ein Making-of angekündigt. (tr)<br />

immerhin musste er einen waschechten Astronauten<br />

spielen. Zu diesem Zweck engagierten<br />

die Produzenten außerdem Rick Searfoss, einen<br />

ehemaligen Space-Shuttle-Astronauten, der<br />

Cruise und den anderen Darstellern als Berater<br />

und Ausbilder zur Verfügung stand. Die Schauspieler<br />

mussten unter seiner Anleitung in einem<br />

sogenannten „Gyroscope“, das Schwerelosigkeit<br />

simuliert, trainieren, um zu erlernen, wie<br />

man sich in einem Null-G-Umfeld richtig<br />

bewegt. Auch die anwesenden Journalisten<br />

konnten das mal ausprobieren <strong>–</strong> am besten<br />

allerdings auf leeren Magen. Dennoch kann<br />

man einen Film schlecht im echten Orbit drehen,<br />

daher sind auch bei Oblivion viele Effekte<br />

im Computer entstanden, unter anderen die<br />

dramatischen Sonnenuntergänge und Wolkenhimmel,<br />

die man vom „Skytower“ aus sieht, der<br />

Station, auf der Jack und seine Partnerin Vika<br />

arbeiten. Die Aufnahmen hierfür wurden von<br />

einem kleinen Team auf einem Vulkan in Hawaii<br />

gedreht. Dann wurde das Filmmaterial auf<br />

gigantische Leinwände am Set des Skytowers<br />

projiziert. „Für uns war die Skytower-Projektion<br />

sicher eine der größten Herausforderungen des<br />

Films“, erklärt der in Deutschland geborene<br />

VFX-Supervisor Björn Mayer.<br />

„Ich habe seit 15 Jahren keinen Urlaub mehr gemacht.<br />

Stattdessen arbeite ich.“<br />

Seitdem das ehemalige Model Olga Kurylenko durch Zufall in der Moskauer U-Bahn entdeckt<br />

wurde, geht es mit ihrer Karriere steil bergauf. Wir sprachen mit ihr.<br />

Sie verkörpern in Oblivion<br />

eine Überlebende ...?<br />

Olga Kurylenko: Genau. Und<br />

obwohl ich persönlich natürlich<br />

noch keine echte Apokalypse<br />

durchgemacht habe, denke ich,<br />

dass wir doch alle in einer bestimmten<br />

Art und Weise Überlebende<br />

sind. Schließlich müssen wir im<br />

Leben ständig gegen Widerstände<br />

ankämpfen, um etwas zu erreichen.<br />

Gab es während des Drehs<br />

irgendwelche schönen Momente<br />

mit Tom Cruise, an die Sie sich<br />

gerne zurückerinnern?<br />

O. K.: Er ist eine <strong>große</strong> Bereicherung<br />

am Set und hat eine sehr<br />

angenehme Ausstrahlung <strong>–</strong> das ist<br />

der Wahnsinn. Tom ist so energiegeladen<br />

und bei allem, was er<br />

macht, immer voll dabei. Ich habe<br />

ihn noch niemals müde oder<br />

erschöpft gesehen <strong>–</strong> das kommt<br />

einfach nicht vor.<br />

Was meinen Sie, wie er es<br />

schafft, so positiv aufzutreten?<br />

O. K.: Er meint, dass er ganz einfach<br />

liebt, was er macht, und das<br />

sieht man ihm auch an. Außerdem<br />

schätzt er die Menschen um sich<br />

herum. Am Set geht er mit jedem<br />

freundlich um, ganz egal ob Produzent<br />

oder Kabelträger. Er ist aufmerksam,<br />

nett und hilfsbereit.<br />

Haben Sie auch etwas von<br />

Tom Cruise gelernt?<br />

O. K.: Oh ja, eine ganze Menge<br />

sogar. Diese Dinge sind allerdings<br />

persönlich, doch schon allein von<br />

seiner Art und Weise an sich habe<br />

ich sehr viele Erfahrungen mitgenommen.<br />

Fiel Ihnen nach Ein Quantum<br />

Trost und Centurion der<br />

Dreh für Oblivion einfacher?<br />

O. K.: Für James Bond wurde ich<br />

sehr gut vorbereitet. Das war für<br />

mich das erste Mal überhaupt, dass<br />

ich mir neue Fähigkeiten aneignen<br />

musste, um bei der Action mithalten<br />

zu können. Natürlich lerne ich bei<br />

jedem Film, in dem ich mitspiele,<br />

etwas dazu. Die grundlegenden<br />

Dinge habe ich allerdings durch<br />

James Bond gelernt. Das war eine<br />

tolle Zeit, weil ich damals lernte, zu<br />

kämpfen und Waffen abzufeuern <strong>–</strong><br />

sogar Sky diving habe ich mitgemacht.<br />

Hat sich dieses Training<br />

positiv ausgewirkt?<br />

O. K.: Und ob. Vor allem Schussund<br />

Kampftraining haben sich aus-<br />

72 www.spielefilmetechnik.de 08/13


Das exklusive<br />

Interview mit<br />

NASA-Astronaut<br />

Rick Searfoss<br />

können Sie ab 3. August auf<br />

www.spielefilmetechnik.de<br />

sehen.<br />

Im Gespräch mit dem Bubbleship-Erbauer: Concept Designer Daniel Simon<br />

Astronauten-Training: Kollege Bergmann wurde gehörig durchgerührt.<br />

gezahlt. Das sind solche Dinge, die<br />

ein Schauspieler einfach draufhaben<br />

sollte. Als ich am Set von Oblivion<br />

das erste Mal eine Waffe<br />

abfeuerte, fragten alle ganz<br />

erstaunt, warum ich dabei kein einziges<br />

Mal geblinzelt habe. Die Antwort<br />

war einfach: „Weil ich bei den<br />

Dreharbeiten zu Ein Quantum Trost<br />

gelernt habe, richtig zu schießen.“<br />

Hätten Sie jemals damit<br />

gerechnet, Schauspielerin zu<br />

werden?<br />

O. K.: Nein. Ich bin in einem winzigen<br />

Ort fernab <strong>große</strong>r Städte aufgewachsen.<br />

Es gab für mich keine<br />

Möglichkeit, aus dieser kleinen<br />

Welt auszubrechen. Meine Mutter<br />

konnte sich das einfach nicht leisten.<br />

Deshalb bin ich auch sehr<br />

glücklich, dass damals jemand in<br />

der U-Bahn mein Potenzial entdeckte.<br />

Das war ein Wunder.<br />

Und dann sind Sie nach<br />

Paris gezogen?<br />

O. K.: Genau. Eine Agentur sah ein<br />

Bild von mir und lud mich ein. Es ist<br />

toll, dass jungen Frauen wie mir<br />

solche Chancen geboten werden.<br />

Danach kam eins zum anderen. Ich<br />

arbeite seitdem jeden einzelnen<br />

Tag. Ich habe seit 15 Jahren keinen<br />

Urlaub mehr gemacht. Stattdessen<br />

arbeite ich.<br />

Warum haben Sie sich so<br />

viel zugemutet?<br />

O. K.: Weil ich etwas aus mir<br />

machen und unabhängig werden<br />

wollte, ohne fremde Hilfe. Ich wollte<br />

eben alleine für mich sorgen können.<br />

Außerdem wollte ich etwas<br />

machen, von dem ich leben konnte<br />

und das mir trotzdem Freude<br />

be reitete. Nicht so wie viele andere<br />

Menschen, die an ihrer Arbeit keinen<br />

Spaß haben. So etwas kam für<br />

mich einfach nicht in Frage.<br />

Welche Ziele verfolgen Sie?<br />

O. K.: Ich komme aus einfachen<br />

Verhältnissen. Von daher ist es<br />

mein Ziel, bodenständig zu bleiben.<br />

Ich bin so dankbar dafür, dass ich<br />

nicht in einem goldenen Palast aufgewachsen<br />

bin. Sonst wäre ich<br />

heute bestimmt nicht hier. Was würde<br />

es denn dann auch noch zu<br />

erreichen geben?<br />

INTERVIEW: Marcus Woide


FILME Blu-ray-/DVd-Test: Hänsel und Gretel: Hexenjäger<br />

Augsburg in Aufruhr: So hübsch und eine Hexe?<br />

Originaltitel<br />

Hansel & Gretel: Witch Hunters<br />

Vergleichbar Mit<br />

Van Helsing<br />

Darsteller<br />

Jeremy Renner, Gemma<br />

Arterton, Famke Janssen<br />

Regie<br />

Tommy Wirkola<br />

Produktion<br />

USA 2013<br />

Bildformat<br />

2,40:1 (16:9)<br />

Tonformat<br />

BD: DD 5.1 (D, ITA), DD 5.1 HD (E)<br />

DVD: DD 5.1 (D, E, ITA)<br />

Laufzeit FSK<br />

3D-BD: 88 Min. Ab 16<br />

BD: 102 Min. Ab 16<br />

DVD: 88 Min. Ab 16<br />

Webseite<br />

www.haenselundgretel-film.de<br />

Preis<br />

3D-BD: € 28 (3 Discs)<br />

BD: € 19 (1 Disc)<br />

DVD: € 15 (1 Disc)<br />

Im Handel<br />

22. August<br />

Action<br />

●●●<br />

Humor<br />

●●●<br />

Spannung<br />

●●●<br />

Anspruch<br />

●●●<br />

Erotik<br />

●●●<br />

Spaßige Märchen-Action<br />

Furiose Hexen-Metzelei<br />

mit coolen Effekten<br />

Gemma Arterton<br />

Recht platte Dialoge<br />

Durch Anschlussfehler<br />

etwas unrund<br />

gut<br />

Note 2,2<br />

Hänsel & Gretel:<br />

Hexenjäger<br />

Action Hänsel und Gretel verliefen sich im Wald ... so weit, so<br />

gut, doch was dann folgt, steht in keinem Märchenbuch!<br />

Vor einem <strong>große</strong>n Walde wohnte ein<br />

armer Holzhacker mit seiner Frau und<br />

seinen zwei Kindern; das Bübchen<br />

hieß Hänsel und das Mädchen Gretel. So<br />

beginnt das weltberühmte Grimm’sche Märchen.<br />

Und natürlich weiß auch jeder, wie die<br />

Geschichte weiter- und vor allem ausgeht:<br />

Die Kinder werden im Wald ausgesetzt, Hänsel<br />

und Gretel stoßen auf ein Pfefferkuchenhaus,<br />

in dem eine Hexe wohnt. Die garstige<br />

Alte will Hänsel braten und mästet ihn. Doch<br />

den Kindern gelingt es, die knurrige Kanaille<br />

zu überwältigen und selbst in den Ofen zu<br />

stoßen. Und wenn sie nicht gestorben sind,<br />

dann … ja, was denn dann? Was wurde aus<br />

Hänsel und Gretel? <strong>Der</strong> norwegische Drehbuchautor<br />

und Regisseur Tommy Wirkola<br />

hat da seine ganz eigene Theorie.<br />

Seit dem Pfefferkuchenhaus-Vorfall zieht<br />

das Geschwisterpaar ruhelos durchs Land.<br />

Um ihr Kindheitstrauma zu verarbeiten, sind<br />

Hänsel und Gretel zu gnadenlosen Hexenjägern<br />

geworden. Und weil sie durch ihre<br />

Rachefeldzüge berühmt-berüchtigt sind,<br />

wendet sich auch der Augsburger Bürgermeister<br />

an sie, als die eiskalte Hexe Muriel<br />

Muriel (F. Janssen) heckt einen finsteren Plan aus.<br />

Kinder entführt, um sie zu opfern … Wirkolas<br />

blutige Hexenmär changiert zwischen Fantasy-Actioner,<br />

Splattermovie und Zombiehorror<br />

und nimmt sich zudem auch nie so<br />

richtig ernst. Da schaut man dann auch gerne<br />

über diverse Anschlussfehler und ziemlich<br />

seichte Dialoge hinweg. Denn der kurzweilige<br />

Streifen kann durch witzige Einfälle,<br />

schräge Nebenfiguren und furiose, wenn<br />

auch extrem schnell geschnittene Action<br />

punkten. Zudem peppte Wirkola sein Metzelspektakel<br />

optisch gehörig auf: mit<br />

3D-Effekten und Gretel-Darstellerin Gemma<br />

Arterton, die selbst blutverschmiert einfach<br />

zum Anbeißen aussieht. Die Extras fielen mit<br />

drei kurzen Featurettes zur Produktion, den<br />

Hexen und dem heimlichen Star des Films,<br />

Troll Eduard, recht mager aus. Auf der<br />

2D-Blu-ray erscheint der Streifen übrigens in<br />

einem rund 14 Minuten längeren Extended<br />

Cut, der noch mehr Action und brutale Metzeleien<br />

verspricht. Die längere Filmfassung<br />

liegt allerdings nicht in 3D vor. Wer also beide<br />

Versionen des Films sehen möchte, sollte<br />

zum Drei-Disc-Set greifen, das 3D-Bluray,<br />

Blu-ray und DVD enthält. (tr)<br />

Foto Interview: Shutterstock © Phil Stafford<br />

74 www.spielefilmetechnik.de 08/13


Blu-ray-/DVd-Test: Hänsel und Gretel: Hexenjäger FilMe<br />

Hänsel (J. Renner) und Gretel (G. Arterton) im Einsatz<br />

Gegen fiese Hexen hilft nur jede Menge Blei.<br />

Schwarze Magie ist schlecht für die Gesundheit.<br />

Knusper, Knäuschen: Eine Gretel zum Anknabbern ...<br />

Splatter-Party am Hexensabbat!<br />

„Man muss<br />

für einen Bösewicht<br />

Empathie<br />

empfinden“<br />

In Hänsel & Gretel: Hexenjäger<br />

spielt Gemma Arterton, bekannt<br />

aus Ein Quantum Trost, Kampf<br />

der Titanen und Prince of Persia,<br />

die knallharte Fantasy-Heldin<br />

Gretel. Wir sprachen mit der<br />

taffen Darstellerin über Märchen<br />

und ihre Karriere als Action-Star.<br />

Ms. Arterton, waren Sie schon als Kind<br />

ein Fan des Grimm-Märchens Hänsel und<br />

Gretel?<br />

gemma ARterton: Auf jeden Fall. Mir gefiel<br />

die Tatsache, dass es ein recht düsteres Märchen<br />

ohne wirkliches Happy End ist. Wobei es<br />

für mich damals natürlich auch furchteinflößend<br />

war.<br />

<strong>Der</strong> Film Hänsel & Gretel: Hexenjäger<br />

schlägt eine etwas andere Route ein als das<br />

Original-Märchen. Was können Sie uns<br />

da rüber verraten?<br />

G. A.: Wir gehen im Film quasi über das<br />

Grimm-Märchen hinaus, weil es eigentlich kein<br />

Ende hat. Hänsel und Gretel töten die Hexe <strong>–</strong><br />

und dann? Die beiden haben offensichtlich ein<br />

massives Trauma. Ihre Eltern haben sie auch<br />

verloren. <strong>Der</strong> Film springt 15 Jahre in die<br />

Zukunft, und wir sehen, dass die Geschwister<br />

jetzt berühmte Hexen-Jäger in dieser Welt<br />

geworden sind. Als Hexe will man den zweien<br />

definitiv nicht im Weg stehen!<br />

Im Film hat Hänsel (Jeremy Renner)<br />

Diabetes …<br />

G. A.: Ja, weil er so viel vom Zucker-Haus der<br />

Hexe gegessen hat. Und er weiß nie, ob er zu<br />

hohen oder zu niedrigen Blutdruck hat.<br />

Gretel ist eine echte Power-Frau <strong>–</strong> was<br />

man in Hollywood-<strong>Filme</strong>n ja nicht allzu oft<br />

sieht. War das für Sie wichtig?<br />

G. A.: Ja, das war eines der Dinge, das mich<br />

wirklich zu der Rolle hingezogen hat. Hänsel<br />

und Gretel sind Bruder und Schwester, da gibt<br />

es also keine Romanze. Gretel ist schlicht<br />

knallhart.<br />

Als Schauspieler schlüpft man ja in so<br />

einige verschiedene Rollen. Bringt das<br />

<strong>Spiele</strong>n anderer Charaktere denn Erkenntnisse<br />

über die eigene Person?<br />

G. A.: Man muss Empathie besitzen und die<br />

Menschen, die man porträtiert, auch wirklich<br />

verstehen, selbst wenn man einen Bösewicht<br />

spielt. Dadurch öffnet man sich selbst für ein<br />

Verständnis über das allgemein Menschliche<br />

<strong>–</strong> man kommt in Berührung mit den verschiedensten<br />

Gefühlen.<br />

Sie sind inzwischen ein richtiger<br />

Action-Star. Sie haben in James Bond: Ein<br />

Quantum Trost, Krieg der Titanen und<br />

Prince of Persia gespielt <strong>–</strong> und sind außerdem<br />

bald an der Seite von Ben Affleck und<br />

Justin Timberlake in Runner, Runner zu<br />

sehen. Sind Sie zufrieden mit dieser Genre-<br />

Richtung?<br />

G. A.: Ich fühle mich gesegnet, diese <strong>Filme</strong> zu<br />

machen <strong>–</strong> sie sind meine Leidenschaft. Ich<br />

hoffe, dass es noch lange so bleibt.<br />

Interview: Marco Croner<br />

08/13 www.spielefilmetechnik.de 75


FILmE Blu-ray-/DVD-Test: Defiance<br />

Ensemble: Grant<br />

Bowler (3. v. rechts)<br />

und Julie Benz<br />

(3. v. links) sind die<br />

Hauptakteure von<br />

Defiance.<br />

Originaltitel<br />

Defiance <strong>–</strong> Season 1<br />

Vergleichbar Mit<br />

Jericho; Caprica<br />

Darsteller<br />

Grant Bowler, Julie Benz, Stephanie<br />

Leonidas, Tony Curran<br />

Regie<br />

Michael Nankin, Omar Madha,<br />

Scott Stewart<br />

Produktion<br />

USA 2012<br />

Bildformat<br />

1,78:1 (16:9)<br />

Tonformat<br />

BD: DTS 5.1 HD (D, E, F, SPA)<br />

DVD: DD 5.1 (D, E, F, SPA)<br />

Laufzeit FSK<br />

BD: 650 Min Ab 16<br />

DVD: 645 Min Ab 16<br />

Webseite<br />

www.defiance.com/de/<br />

Preis<br />

BD: € 32 (4 Disc)<br />

DVD: € 23 (5 Disc)<br />

Im Handel<br />

18. Juli<br />

Action<br />

●●●<br />

Humor<br />

●●●<br />

Spannung<br />

●●●<br />

Anspruch<br />

●●●<br />

Erotik<br />

●●●<br />

Fantastisches Setting<br />

Spannende Story und<br />

starke Charaktere<br />

Hochkarätige Besetzung<br />

Optisch ein Hochgenuss<br />

Allzu viel Action wird<br />

nicht geboten.<br />

Sehr gut<br />

Note 1,4<br />

Defiance Staffel 1<br />

Science-Fiction Das gab es noch nie: Defiance ist Serie und Videospiel zugleich.<br />

Ein spannendes und opulentes Sci-Fi-Erlebnis in einer fantastischen Welt.<br />

Wir befinden uns in einer nicht<br />

allzu fernen Zukunft, als eines<br />

schicksalhaften Tages eine<br />

Flotte von Raumschiffen im Orbit der Erde<br />

auftaucht und die Aliens die Menschheit<br />

kontaktieren. Die Außerirdischen bitten<br />

darum, sich auf dem Blauen Planeten niederlassen<br />

zu dürfen, weil ihr eigenes<br />

Sternsystem zerstört wurde. Doch der<br />

ansässige Homo sapiens ist gar nicht<br />

begeistert. Es kommt zum Krieg, in dem<br />

die unwillkommenen Einwanderer die<br />

Terraformer-Technologie ihrer Raumschiffe<br />

einsetzen, um die Erde zu verwüsten.<br />

Jahrelang bekriegen sich die Rassen<br />

<strong>–</strong> bis Mutter Erde komplett zu einem<br />

feindseligen, fremdartigen Planeten<br />

mutiert ist und die Streithähne einsehen<br />

müssen, dass es so nicht weitergehen<br />

kann, wenn sie überleben wollen.<br />

Ein Geschichte, zwei Medien<br />

So viel zur Vorgeschichte. Die Handlung<br />

des Online-Mehrspieler-Shooters Defiance<br />

setzt ein, als der Wissenschaftler Karl von<br />

Bach aufbricht, um die Alientechnologie<br />

zu bergen. Dazu heuert er sogenannte Ark<br />

Hunter an, zu Deutsch: Archejäger, die ihm<br />

bei der Suche und Sicherung der Technologie<br />

helfen sollen. Doch die Mission geht<br />

schief, von Bach verschwindet und der<br />

Archejäger Joshua Nolan, ein Ex-Marine,<br />

entwendet eines der Fragmente einer<br />

wichtigen Alientechnologie. Mit Joshuas<br />

Diebstahl und seiner Flucht samt seiner<br />

außerirdischen Pflegetochter Irisa nach<br />

St. Louis, das inzwischen Defiance heißt,<br />

beginnt auch die Handlung der TV-Serie.<br />

Jo shua, gespielt von Grant Bowler (True<br />

Blood), ist der Protagonist der Sci-Fi-<br />

Oper. Elemente eines Blockbusters mit<br />

der Intimität einer TV-Serie, die von einer<br />

kleinen Stadt und seinen Bewohnern handelt,<br />

werden darin geschickt vermischt.<br />

Sowohl Serie als auch Spiel versprechen<br />

ein atemberaubendes Sci-Fi-Abenteuer,<br />

das insbesondere optisch eindrucksvoll<br />

ausfiel, zu Beginn aber etwas schleppend<br />

in Fahrt kommt. Von Anfang an überzeugt<br />

Defiance mit vielschichtigen Charakteren<br />

und einer insgesamt sehr interessanten<br />

Story. Die Reihe wurde von Rockne S.<br />

O’Bannon (Far-scape) entwickelt. In weiteren<br />

Rollen sind unter anderem Mia Kirshner<br />

(The L Word) und Julie Benz (Dexter)<br />

zu sehen. Benz spielt die Bürgermeisterin<br />

von De fiance. Sowohl die DVD- als<br />

auch die Blu-ray-Ausgabe zeichnen sich<br />

durch he rvorragende technische Qualitäten<br />

aus. An der technischen Präsentation<br />

von Bild und Ton gibt es nichts zu<br />

beanstanden. Allerdings fielen die Extras<br />

auf beiden Heimkinoversionen äußert<br />

mager aus. Lediglich einige Outtakes<br />

und entfallene Szenen fanden den Weg<br />

auf die Discs. (tr, mm)<br />

Fremde Wesen: Irisa (S. Leonidas, r.) hat ihr außerirdisches<br />

Temperament nicht immer unter Kontrolle.<br />

76 www.spielefilmetechnik.de 08/13


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<strong>Filme</strong> Testübersicht: August 2013<br />

Blu-rays und DVDs im August<br />

Unter der Leitung von Kampfmaschine Roadblock (Dwayne Johnson) fahren die G.I. Joes<br />

harte Geschütze im Einsatz gegen das Cobra-Kommando auf.<br />

G.I. Joe <strong>–</strong> Die Abrechnung 3D<br />

Action<br />

Die Spielzeugsoldaten dürfen wieder ran!<br />

Wie schon Transformers und Battleship<br />

basiert auch G.I. Joe auf einer Lizenz des<br />

Spielwarengiganten Hasbro. Unter der<br />

Regie von Stephen Summers (Die Mumie)<br />

ballerten und kämpften die Joes bereits<br />

2009 das erste Mal auf der Kinoleinwand.<br />

Obwohl der Streifen damals die Erwartungen<br />

des ausführenden Studios nicht ganz<br />

erfüllte, war recht schnell klar, dass es eine<br />

Fortsetzung geben sollte. 3D-Konvertierung<br />

und umfangreiche Nachdrehs kosteten<br />

zwar Zeit, lohnten sich aber letztlich.<br />

Inszeniert wurde das Action-Spektakel<br />

von Regisseur Jon M. Chu, der sich mit<br />

Step Up 2 The Streets einen Namen gemacht<br />

hat. Dementsprechend perfekt und<br />

beinahe schon tänzerisch fielen auch die<br />

Kampfchoreografien von G.I. Joe 2 aus.<br />

Die Elitesoldaten bekommen es dieses<br />

Mal mit Zartan zu tun, einem Mitglied des<br />

Cobra-Kommandos. Dieser hat die Gestalt<br />

des amerikanischen Präsidenten<br />

angenommen und lässt in dieser Rolle die<br />

G.I. Joes gnadenlos verfolgen. Außerdem<br />

plant er, den inhaftierten Cobra-Kommander<br />

zu befreien. Die zusätzliche Arbeit, die<br />

in den zweiten Teil gesteckt wurde, kann<br />

sich sehen lassen. Insgesamt hat Chu<br />

zwar das Rad nicht neu erfunden, aber<br />

eine perfekte Mischung aus Onelinern,<br />

furioser Action und packenden Kämpfen<br />

geschaffen. Als Boni warten mehrere Featurettes,<br />

entfallene Szenen und ein Audiokommentar.<br />

(tr)<br />

Anbieter Paramount • Im Handel 1. August • Preis 3D-Blu-ray ca. € 28 (3 Discs), Blu-ray ca. € 18 (1 BD),<br />

DVD ca. € 15 (1 DVD) Länge 110 Min. (Blu-ray), 106 Min. (DVD) • FSK Blu-ray ab 16, DVD ab 16<br />

Action<br />

●●●<br />

Humor<br />

●●●<br />

Spannung<br />

●●●<br />

Anspruch<br />

●●●<br />

Erotik<br />

●●●<br />

Testurteil<br />

Ob mit Säbel oder in Ganzkörper-Rüstung gekämpft wird <strong>–</strong> der zweite Teil des Action-<br />

Krachers punktet mit perfekt choreografierten Gefechten und spektakulären Szenen.<br />

Note<br />

Gut 2,0<br />

Spartacus <strong>–</strong> Vengeance<br />

Abenteuer/Action<br />

Jack and the Giants 3D<br />

Eine abenteuerlustige Prinzessin, die einen ungeliebten<br />

Kandidaten edlen Geblüts heiraten soll, und ein<br />

abenteuerlustiger Bauernjunge, der sich in ebendiese<br />

Prinzessin verliebt. Bryan Singer und seine Autoren<br />

schufen frei nach Hans und die Bohnenranke eine<br />

recht ansehnliche, wenn auch naive Fabel. Die durch<br />

<strong>Der</strong> Herr der Ringe und Game of Thrones verwöhnten<br />

Liebhaber fantastischer Epen kommen hier nicht<br />

ganz auf ihre Kosten. Aber das Design und die Charakterdetails<br />

der monströsen Schurken sind perfekt<br />

austariert <strong>–</strong> furchterregend und doch noch familienfreundlich.<br />

Dabei entwickelt der Film die Energie und<br />

den Charme eines handfesten Fantasy-Abenteuers,<br />

Action/Fantasy das in 3D richtig reinknallt. (tr)<br />

Anbieter Warner • Im Handel 2. August • Preis 3D-Blu-ray ca. € 30 (1 BD), Blu-ray ca. € 19 (1 BD),<br />

DVD ca. € 15 (1 DVD) Länge 114 Min. (Blu-ray), 110 Min. (DVD) • FSK Blu-ray ab 12, DVD ab 12<br />

Action<br />

●●●<br />

Humor<br />

●●●<br />

Spannung<br />

●●●<br />

Anspruch<br />

●●●<br />

Die Fortsetzung zu Spartacus: Blood and Sand und<br />

dem Spin-off Gods of the Arena gehört zu den erfolgreichsten<br />

Serienprojekten. Vengeance ist im Grunde<br />

die zweite Staffel der Spartacus-Reihe. Nach der<br />

blutigen Flucht aus dem Hause Batiatus zetteln die<br />

Gladiatoren rund um Spartacus eine Rebellion an, die<br />

bis in das Herz des Römischen Reichs vordringt.<br />

Nach dem plötzlichen Tod von Hauptdarsteller Andy<br />

Whitfield übernahm Liam McIntyre die Rolle des<br />

Spartacus. Inhaltlich überzeugt die Fortsetzung mit<br />

Getöse auf dem Schlachtfeld und toller Figurenentwicklung,<br />

sodass Staffel eins locker überflügelt wird.<br />

In den USA lief mit War of the Damned Anfang des<br />

Jahres sogar schon die dritte Season. (tr)<br />

Anbieter Fox • Im Handel Erhältlich • Preis Blu-ray ca. € 40 (4 BDs), DVD ca. € 35 (4 DVDs)<br />

Länge 600 Min. (Blu-ray), 577 Min. (DVD) • FSK Blu-ray ab 18, DVD ab 18<br />

Action<br />

●●●<br />

Humor<br />

●●●<br />

Spannung<br />

●●●<br />

Anspruch<br />

●●●<br />

Erotik<br />

●●●<br />

Erotik<br />

●●●<br />

Testurteil<br />

Testurteil<br />

08/2013<br />

Kauftipp<br />

Note<br />

sehr gut 1,3<br />

<strong>Der</strong> neue Spartacus (L. McIntyre) macht nicht nur im Kampf eine gute Figur. Die zweite<br />

Staffel des Historien-Action-Spektakels überzeugt in vielerlei Hinsicht.<br />

Note<br />

Gut 2,4<br />

78 www.spielefilmetechnik.de 08/13


Testübersicht: August 2013 <strong>Filme</strong><br />

Testübersicht <strong>SFT</strong> präsentiert die Highlights unter den Blu-ray- und DVD-Veröffentlichungen.<br />

3096 Tage<br />

Drama<br />

<strong>Der</strong> Entführungsfall Natascha Kampusch hielt die<br />

Welt in Atem. Über acht Jahre wurde das Mädchen,<br />

das mit knapp zehn Jahren entführt wurde, von ihrem<br />

Peiniger festgehalten. Bernd Eichinger verfasste kurz<br />

vor seinem Tod einen ersten Drehbuchentwurf der<br />

bewegenden Geschichte, welcher auf Kampuschs<br />

Biografie basiert. <strong>Der</strong> nun entstandene Film ist<br />

schwer greifbar. Nataschas Martyrium wird sehr distanziert,<br />

beinahe dokumentarisch geschildert. Ein<br />

echter Bezug zu den Figuren fällt daher schwer <strong>–</strong> und<br />

das, obwohl die Darsteller herausragend agieren und<br />

bis an die Grenzen des Erträglichen gehen. 3096 Tage<br />

bleibt insgesamt aber kühl, steril und unangenehm.<br />

Mehrere Featurettes ergänzen den Stoff inhaltlich. (tr)<br />

Anbieter Highlight • Im Handel 5. September • Preis Blu-ray ca. € 19 (1 BD), DVD ca. € 15 (1 DVD)<br />

Länge 110 Min. (Blu-ray), 106 Min. (DVD) • FSK Blu-ray ab 16, DVD ab 16<br />

Action<br />

●●●<br />

Humor<br />

●●●<br />

Spannung<br />

●●●<br />

Anspruch<br />

●●●<br />

Spring Breakers<br />

Thriller<br />

Erotik<br />

●●●<br />

Testurteil<br />

Note<br />

Befriedigend 2,5<br />

It’s Spring Break! Für den alljährlichen Party-Exzess<br />

strömen College-Studenten aus allen Ecken der USA<br />

nach Florida. Vier Freundinnen können den Trip jedoch<br />

nicht finanzieren und begehen kurzerhand einen<br />

Raubüberfall, um es ordentlich krachen zu lassen.<br />

Spring Breakers lässt sich kaum über die<br />

Geschichte greifen, denn der Film funktioniert vor<br />

allem auf der ästhetischen Ebene. Die kunstvoll verschlungene<br />

Montage mit assoziativen Rückblenden,<br />

die neonfarbenen Bilder mit den vielen Bikini-Girls,<br />

der treibende Retro-Soundtrack von Cliff Martinez<br />

(Drive) und ein denkwürdiger James Franco sorgen<br />

für cineastische Unterhaltung erster Güte. Ein echter<br />

Geheimtipp, allerdings ohne Boni. (ch, tr)<br />

Anbieter Universum • Im Handel 30. August • Preis Blu-ray ca. € 17 (1 BD), DVD ca. € 14 (1 DVD)<br />

Länge 94 Min. (Blu-ray), 90 Min. (DVD) • FSK Blu-ray ab 18, DVD ab 18<br />

Action<br />

●●●<br />

Humor<br />

●●●<br />

Spannung<br />

●●●<br />

Anspruch<br />

●●●<br />

Erotik<br />

●●●<br />

Testurteil<br />

08/2013<br />

Kauftipp<br />

Note<br />

sehr gut 1,2<br />

Da nützt auch das sexy Outfit nichts mehr: Die vier Mädels wurden erwischt. <strong>Der</strong> Spring<br />

Break scheint endgültig gelaufen zu sein. Oder wird heute doch noch gefeiert?<br />

Auftragskiller Jimmy Bobo (Sylvester Stallone) kennt bei bösen Buben keine Gnade <strong>–</strong><br />

auch Anwalt Marcus Baptiste (Christian Slater) muss daher leider dran glauben.<br />

Shootout <strong>–</strong> Keine Gnade<br />

Action<br />

Retro-Action-Streifen sind wieder stark<br />

im Kommen. Natürlich wollen da auch<br />

die Helden aus den 70er- und 80er-Jahren<br />

mitmischen, schließlich können sie<br />

den ganzen Jungstars hier mal zeigen,<br />

wo der Hammer hängt. So auch Haudegen<br />

Sylvester Stallone. Als sichtlich gealterter,<br />

aber deshalb nicht weniger<br />

cooler Auftragskiller Jimmy Bobo will<br />

der Action-Veteran in Shootout den<br />

Mord an seinem Partner Louis rächen.<br />

Dazu tut er sich etwas widerwillig mit<br />

dem Polizisten Taylor Kwon zusammen.<br />

Auch der hat nämlich seinen Kollegen an<br />

den Auftraggeber verloren, der Louis auf<br />

dem Gewissen hat. Nachdem das ungleiche<br />

Duo sich erst den Mittelsmann<br />

und dann auch noch den Anwalt des<br />

berüchtigten Gangsterbosses vorgeknöpft<br />

hat, gibt dieser seiner rechten<br />

Hand Keegan schließlich den Auftrag,<br />

Bobo und Kwon ohne Rücksicht auf<br />

Verluste aus dem Weg zu räumen. Doch<br />

das kampferprobte Gespann lässt sich<br />

nicht unterkriegen und schlägt gnadenlos<br />

zurück <strong>–</strong> erst recht, als auch noch<br />

Bobos Tochter Lisa in den Fall verwickelt<br />

wird. Die Handlung ist in Shootout allerdings<br />

sowieso nur Nebensache. Hier<br />

wird vor allem auf knallharte Haudrauf-Szenen<br />

und reichlich sinnlose,<br />

aber witzige und kultige Sprüche von<br />

Altmeister Stallone Wert gelegt. Sung<br />

Kang gibt sich dabei mit dem ruhigen<br />

Part in Stallones Schatten zufrieden. (sr)<br />

Anbieter Highlight • Im Handel 8. August • Preis Blu-ray ca. € 17 (1 BD), DVD ca. € 15 (1 DVD)<br />

Länge 91 Min. (Blu-ray), 88 Min. (DVD) • FSK Blu-ray ab 16, DVD ab 16<br />

Action<br />

●●●<br />

Humor<br />

●●●<br />

Spannung<br />

●●●<br />

Anspruch<br />

●●●<br />

Erotik<br />

●●●<br />

Testurteil<br />

Note<br />

Gut 2,4<br />

Im wilden Zweikampf mit Söldner Keegan (Jason Momoa) geht es für Bobo nicht nur um<br />

seine Ehre, sondern auch um das Leben seiner hübschen Tochter Lisa (Sarah Shahi).<br />

08/13 www.spielefilmetechnik.de 79


<strong>Spiele</strong><br />

Verspielte Klänge:<br />

Musik in<br />

Videospielen<br />

Feature Tolstoi nannte sie die Stenografie des Gefühls: Musik. In Zeiten, in denen opulente Next-<br />

Gen-Grafikpracht die Netzhaut der <strong>Spiele</strong>r verwöhnt, spitzt <strong>SFT</strong> die Ohren, widmet sich dem oft<br />

vergessenen Atmosphäre-Star vieler Games und begibt sich auf eine akustische Reise in die Klangwelten<br />

von Abenteuer, Terror und Sehnsucht …<br />

<strong>Der</strong> Vergnügungspark ist der mieseste, in<br />

dem die junge Heather jemals war. Blutverschmierte<br />

Typen in Hasen-Kostümen<br />

hocken bewegungslos auf Bänken herum, die<br />

Popcorn-Stände sind nicht mehr als marode<br />

Entschuldigungen echter Snack-Buden, die<br />

Fahrgeschäfte gottverlassen und karg. Rostige<br />

Wände und Böden machen das Ganze nicht<br />

besser. Wenn die Hölle einen Vergnügungspark<br />

für Serienkiller und Vergewaltiger hätte, würde er<br />

sicherlich genauso aussehen. Lange Schatten,<br />

die wie schwarze Tentakel die Horror-Landschaft<br />

zieren, speien plötzlich verwachsene, amorphe<br />

Wesen aus. Ein Folge entsetzlich verzerrter Klän-<br />

Wegweisend: Monkey Island 2 war der erste Titel, der das von Lucas Arts entworfene<br />

iMuse-Soundsystem verwendete. Dabei werden nicht einfach einzelne Musikstücke<br />

abgespielt, sondern die Melodie dynamisch dem jeweiligen Raum und der Situation<br />

angepasst, manchmal nur Nuancen verändert, um die richtige Stimmung zu erzeugen.<br />

ge prasselt auf das Trommelfell des <strong>Spiele</strong>rs ein:<br />

Maschinengekreisch, Störsounds, dissonante<br />

Klangmauern. <strong>Der</strong> Terror-Geräuschteppich<br />

klingt ein bisschen so, als würde ein Rudel Höllenhunde<br />

mit Metallgebissen auf Stahlknochen<br />

herumkauen. Dass diese Albtraum-Sequenz aus<br />

Silent Hill 3 so ziemlich jedes Haar am Gamer-<br />

Körper aufstellt, ist nicht nur dem exzellenten<br />

Monster-Design geschuldet. Einen <strong>große</strong>n Teil<br />

spielerischer Furcht schmiedet die perfide<br />

Musikuntermalung. Im für die Serie markanten<br />

Soundtrack werden Elemente aus Noise und<br />

Industrial <strong>–</strong> musikalische Gattungen, die sich<br />

durch nichtmelodische Strukturen und eine<br />

maschinelle Klangnote auszeichnen <strong>–</strong><br />

mit einem Hauch Dark Ambient<br />

gemischt. Musik wird zum Katalysator<br />

der Angst, peitscht die gewünschte<br />

Emotion akustisch in die Zocker. Bereits<br />

sehr früh in der Videospiele-Evolution<br />

zeigt sich Musik als Kernstück emotionaler<br />

Erfahrung digitalen <strong>Spiele</strong>ns. Die<br />

Melodien aus Super Mario Bros., The<br />

Legend of Zelda, Mega Man, Final Fantasy,<br />

Max Payne oder Halo vergisst niemand,<br />

ihr Ertönen sorgt auch Jahre später<br />

noch für nostalgisches Zurückbesinnen.<br />

In der heutigen Industrie basteln<br />

berühmte Komponisten an den Sounds<br />

und Ikonen aus der Musikbranche steuern ihre<br />

Songs zum neuesten Grand Theft Auto bei. Vom<br />

technisch limitierten Hintergrundgedudel der<br />

Siebzigerjahre bis zu gegenwärtigen <strong>Spiele</strong>-<br />

Soundtracks auf Hollywood-Niveau war es ein<br />

langer Weg. <strong>Der</strong> Silent Hill-Komponist Akira<br />

Yama oka hat einen <strong>große</strong>n Teil dieser Reise miterlebt,<br />

kennt noch die Ära, in der Chips lediglich<br />

drei Töne gleichzeitig zu spielen vermochten.<br />

<strong>Der</strong> Chiptune-Sound<br />

In den 1970ern, der Blütezeit der Automaten, war<br />

Musik allerdings noch weit vom gegenwärtigen<br />

Star-Status entfernt. Hauptsächlich bestand das<br />

Ganze aufgrund technischer Gegebenheiten<br />

nämlich zumeist nur aus monophonen Geräuschkulissen,<br />

es war also nur ein Ton zur gleichen Zeit<br />

möglich. Wer mal eine Runde Pac-Man oder Pole<br />

Position gespielt hat, weiß, wie das klingt. Die<br />

richtigen Klassiker kamen später, in den Achtzigerjahren,<br />

als die technischen Rahmenbedingungen<br />

besser waren. <strong>Der</strong> Commodore Amiga<br />

machte es möglich, kurze Samples abzuspielen.<br />

Turrican 2 war einer der Titel, die Gebrauch von<br />

den digitalen Instrument-Samples machten,<br />

komponiert von der deutschen Szenegröße<br />

Chris Hülsbeck. Trotz der besseren Klangerzeuger<br />

in NES, Commodore Amiga und C64 waren<br />

die Musiker jener Ära auf drei Töne gleichzeitig<br />

80 www.spielefilmetechnik.de 08/13


Feature: Musik in <strong>Spiele</strong>n SPIeLE<br />

beschränkt. Aus dieser Limitierung ergibt<br />

sich der sogenannte Chiptune-Sound, dessen<br />

8-Bit-Geschrammel einen so charakteristischen<br />

Klang hat, dass daraus ein eigenes Genre<br />

entstand. Nostalgische Klangtüftler schrauben<br />

bis heute an Chiptune-Stücken, Formationen<br />

wie Nintendude oder Mikrofon<br />

64. Bei den Elek tropoppern von Welle: Erdball<br />

ist die tragbare Variante des C64 gar zum eigenen<br />

Bühnenmitglied avanciert, das bei keinem<br />

Auftritt fehlen darf. Und apropos Genre: Ein solches<br />

bilden in jener Ära auch die Videospiel-<br />

Töne. Denn Games-Melodien hoben sich damals<br />

durch bestimmte Charakteristika von anderen<br />

Stilrichtungen ab. Definierte Anfänge und Endstücke<br />

haben die Titel nicht, sie arbeiten stattdessen<br />

mit Schleifen und endloser Wiederholung.<br />

Klar: Zocker, die für einen kniffligen Mario<br />

Bros.-Level besonders lang brauchen oder alle<br />

geheimen Abschnitte finden möchten, wollen<br />

schließlich nicht, dass irgendwann einfach die<br />

Musik aufhört. Gepaart mit dem markanten<br />

Klangbild ergibt sich so ein klar umgrenzter<br />

Genrebegriff.<br />

Wie im Film?<br />

Als Sonys Playstation die CD <strong>–</strong> das ist das Ding,<br />

auf dem Menschen einst Daten und Musik speicherten,<br />

bevor Clouds die Weltherrschaft an<br />

sich rissen <strong>–</strong> als Trägermedium etablierte, war<br />

das auch ein Schritt zu gesteigertem Hörvergnügen.<br />

Ein Schritt in Richtung Hollywood-<br />

Niveau, denn durch das Plus an Kapazität<br />

gehörten soundtechnische Begrenzungen langsam<br />

der Vergangenheit an. Mit den neuen Möglichkeiten<br />

und dem stetig wachsenden Markt für<br />

digitale <strong>Spiele</strong> macht man in diesem Unterhaltungszweig<br />

heute der Filmindustrie nicht nur<br />

Konkurrenz, man befindet sich längst auf<br />

Augenhöhe. Das Fable-Thema stammt von Danny<br />

Elfman (u. a. Spider-Man, Alice im Wunderland),<br />

während der deutsche Oscar-Preisträger<br />

Hans Zimmer (u. a. König der Löwen) in Modern<br />

Warfare 2 akustischen Krieg geführt hat. Die<br />

Legendär: Die The<br />

Legend of Zelda-Reihe<br />

verzaubert mit vielen<br />

unvergesslichen Songs<br />

und Themen. In Ocarina<br />

of Time musste man auf<br />

der namensgebenden<br />

Okarina vorgegebene<br />

Töne nachspielen.<br />

Radio Gaming<br />

<strong>Der</strong> Superstar-Soundtrack von Grand Theft Auto<br />

Eine Reportage über coole <strong>Spiele</strong>-OSTs<br />

ohne GTA wäre wie eine Operation am offenen<br />

Herzen ohne Betäubung: ziemlich<br />

falsch. Das Coolste an DMA Designs Grand<br />

Theft Auto von 1997 waren für viele wohl<br />

die unterschiedlichen Radiosender, auf<br />

denen Tracks verschiedenster Gattungen<br />

liefen. Bekannte Künstler? Nicht so wirklich.<br />

Was sich aber mit dem Erfolg von Teil 3<br />

schlagartig änderte. Im Achtziger-Ableger<br />

Vice City schallten dann auf einmal Tracks<br />

von Megastars wie Michael Jackson, Lionel<br />

Richie, Mötley Crüe, Megadeth und Kim<br />

Wilde aus den virtuellen Autoradioboxen. Und mal ehrlich, was gibt es Cooleres, als zu 99 Luftballons<br />

in einem Cadillac Ganovenjagd auf dem Golfplatz zu betreiben? Eben! Ob seines an Problembezirke<br />

in Los Angeles angelehnten Szenarios protzte der Nachfolger San Andreas dann vorwiegend mit<br />

prominent besetztem Sprechgesang von Dr. Dre, 2Pac und N.W.A., doch andere Geschmäcker<br />

wurden mit Rage Against the Machine, Depeche Mode und Merle Haggard natürlich auch bedient.<br />

Ein lustiges Highlight war auf jeden Fall der Country-Sender <strong>–</strong> zu Willie Nelsons Geheule auf einem<br />

Quad durch die Landeier-Teile des Staates gurken, das hatte was! Teil 4 brachte dann Karl Lagerfeld<br />

als skurrilen DJ, einen sehr amüsanten Osteuropa-Sender, eine ellenlange Liste an Beiträgen von<br />

Busta Rhymes, Nas, Agnostic Front, ZZ Top, Bob Marley und vielen, vielen mehr. Wer das alles hören<br />

will, verbringt etliche Stunden in Liberty City, ohne auch nur eine Mission zu starten.<br />

Nine-Inch-Nails-Legende Trent Reznor machte<br />

Quake mit dunklen Ambient-Lauten auch zum<br />

Albtraum für Gehörgänge. Offenbar hat der<br />

Industrial-Ikone die Arbeit am legendären Ego-<br />

Shooter so viel Freude bereitet, dass sie die<br />

Gameswelt unlängst mit dem Titelthema von<br />

Black Ops 2 beglückte <strong>–</strong> Reznor-Jünger hören<br />

der Hymne nach nur wenigen Sekunden den<br />

charakteristischen NIN-Sound an. „Ich sehe<br />

Videospiele als wahrhaftige Form der Kunst“,<br />

findet Trent. „Die Chance, in so etwas involviert<br />

zu sein, ist auf regend für mich.<br />

Ich finde das ebenso machbar<br />

wie Arbeit an <strong>Filme</strong>n oder Musik.<br />

<strong>Spiele</strong> sind intensiver geworden,<br />

realistischer, fesselnder und<br />

komplexer. Videospiele haben<br />

sich zur größten Unterhaltungsform<br />

überhaupt gemausert.“<br />

Recht hat der Mann! Ähnlich wie<br />

im Film setzen Komponisten in<br />

Pixelwerken auf spezielle Methoden,<br />

um das Publikum emotional<br />

einzubinden, zu lenken und das<br />

Visuelle zu unterstreichen. Eine<br />

dieser <strong>Technik</strong>en sind Motiv-<br />

Themen, gebunden entweder an Handlungsmomente<br />

oder auch bestimmte Figuren. Welcher<br />

Kinofan erinnert sich nicht an das geniale, von<br />

Hans Zimmer erdachte Joker-Thema in The<br />

Dark Knight, bestehend aus einem einzelnen<br />

Streicherton? Geisterpirat LeChuck bekam im<br />

Adventure-Evergreen The Secret of Monkey<br />

Island gleichsam eine auf den Freibeuter-Leib<br />

geschneiderte Erkennungsmelodie verpasst. Ein<br />

solches Figuren-Thema hilft nicht nur dabei, den<br />

Charakter zu zeichnen, ihn eine verschlagene,<br />

umsichtige, besorgte, ängstliche oder aggressive<br />

Note zu verpassen, und unterstützt somit die<br />

Narration, nein, es kann sogar als wichtiges<br />

Gameplay-Element dienen.<br />

Geschichtenerzähler & Spielhilfe<br />

So wie in Valves clever designtem Zombie-Shooter<br />

Left 4 Dead. Ein Koop-Schützenbruder wird<br />

von der eklig langen Zunge eines Smokers stranguliert.<br />

Ums nächste Eck schwabbelt sich ein<br />

adipöser Boomer zwischen dem gewöhnlichen<br />

Hirnfresser-Fußvolk durch die Gegend. All das<br />

erkennen eingespielte Infizierten-Jäger rein an<br />

den für eine Gegner art oder Situation etablierten<br />

Leitmotiven. Doch ob mit oder ohne Einbindung<br />

08/13 www.spielefilmetechnik.de 81


<strong>Spiele</strong><br />

Feature: Musik in <strong>Spiele</strong>n<br />

Top of the Pops<br />

Coole Lieder, coole <strong>Spiele</strong><br />

DmC: Devil May Cry<br />

Dantes Schwert Rebellion trennt glitschige Gliedmaßen von Dämonenleibern,<br />

während harscher Aggrotech aus den Boxen peitscht. Combichrist-Sänger<br />

Andy LaPlegua intoniert: „never surrender“, also „niemals ergeben“. Neben<br />

altbewährten Tracks der Industrial-Elektroniker haben LaPlegua und seine<br />

Mannen extra für DmC ein eigenes Album aufgenommen, auf dem sie passend<br />

zur Serie eher Metal-lastig abgehen. So oder so, Combichrist passt zur<br />

höllischen Metzelorgie wie Rebellion in Monster-Eingeweide. Das betreffende<br />

CC-Album trägt den Namen No Redemption. Anspieltipps: Clouds of War, Feed the<br />

Fire, Pull the Pin. Ach ja, die niederländische Drum&Bass-Formation Noisia ist ebenfalls<br />

auf dem DmC-Soundtrack zu hören und bereichert diesen mit einigen tollen Beiträgen.<br />

Tony Hawk’s Pro Skater<br />

Ellenlange Grinds, lässige Skater-Jungs und -Mädels, süchtig<br />

machende Punktejagd: Zweifelsohne, die berüchtigte Skater-Marke<br />

weiß seit Serienstart an den Controller zu fesseln. Aber was<br />

wären die Tony-Teile ohne die hochkarätigen Songs, zu denen<br />

sich <strong>Spiele</strong>r bei waghalsigen Tricks Arme, Beine und Kiefer brachen?<br />

Hauptsächlich geht’s dabei rockig bis punkig zur Sache:<br />

Rage Against the Machine, Lagwagon, Bad Religion, die Dead<br />

Kennedys und andere sorgten für ein akustisches Brett.<br />

Portal<br />

Achtung, Spoiler-Gefahr! <strong>Der</strong> junge Mann<br />

auf diesem Foto heißt Jonathan Coulton, ist<br />

ein amerikanischer Singer/Songwriter und hat<br />

mit Still Alive einen Song geschrieben, den <strong>Spiele</strong>r von Valves Physik-<br />

Shooter Portal wohl niemals vergessen werden. Gesungen von Ellen<br />

McLain, ebenfalls aus den USA, bekommen Sie im Abspann diese ebenso<br />

humorvolle wie eingängige Pop-Perle zu hören. Kult! (Bild: Wikipedia)<br />

Red Dead Redemption<br />

Ein bärtiger Kerl namens José González<br />

singt mit geschlossenen Augen und Gitarre<br />

spielend Far Away. Was nach Teenager-<br />

Quatsch klingt, ist in Wahrheit ein sehr toller Track<br />

aus Rockstars Western-Epos Red Dead Redemption, das die<br />

Stimmung des Titels grandios einfängt. Hörenswert!<br />

Bioshock<br />

Beyond the Sea lautet der Titel<br />

eines bekannten Schnulzensongs,<br />

von dem der<br />

Musiker Bobby Darin 1959<br />

eine eigene Version aufnahm.<br />

Im Unterwasser-Städchen Rapture<br />

ging im gleichen Jahr so ziemlich alles den Bach hinunter, als<br />

ein Bürgerkrieg um die Herrschaft unterm Meer ausbrach.<br />

Verträumt, nostalgisch und auch traurig <strong>–</strong> der Song spiegelt<br />

Bioshock perfekt wider.<br />

Anstelle von aufgezeichneter Musik und Soundeffekten entschied<br />

sich FF VII-Komponist Nobuo Uematsu, MIDIs einzusetzen, die vom<br />

PS-eigenen Soundchip abgespielt wurden. <strong>Der</strong> Hauptprozessor<br />

konnte die Audiodaten dadurch schneller verarbeiten.<br />

in die Spielmechanik: Unverwechselbare Musik<br />

gehört mittlerweile zu einer guten Spielproduktion<br />

dazu. Oberste Regel: <strong>Der</strong> Klang muss zum jeweiligen<br />

Genre und seinem Szenario passen. Wummernde<br />

Elektronik-Bretter fügen sich in Sci-Fi-<br />

Racer wie Wipeout und F-Zero ein, doch wer<br />

würde zu dieser Stilrichtung gern mittelalterlich<br />

angehauchte Fantasy-Welten wie die eines Dragon<br />

Age: Origins erkunden wollen? Großartige<br />

musikalische Themen verklanglichen die Grundstimmung<br />

der Spielwelt, etwa die exotische Faszination<br />

der fremden Welten in Halo, dessen<br />

Thema mit düster-meditativen Klängen und<br />

einem gregorianischen Männer-Choral Gänsehaut<br />

garantiert. Eine derart gelungene Hymne<br />

kann, dezent genutzt und während des Spielablaufs<br />

in variierter Form eingeflochten, atmosphärische<br />

Wunder wirken und zur akustischen Visitenkarte<br />

einer Spielmarke werden. Wer an den<br />

Ta bletten-und-Alkohol-Mischer Max Payne<br />

denkt, dem kommt unweigerlich das mit tiefschwarzer<br />

Tristesse beladene Cello-Lied in den<br />

Sinn, welches bereits im Hauptmenü auf einen<br />

melancholischen Film-noir-Trip vorbereitet. Kein<br />

Wunder übrigens, dass auch hier ein professioneller<br />

Musiker am Werk war. Eingespielt hat das<br />

Ding nämlich Perttu Kivilaakso, Mitglied der<br />

Düster-Finnen Apocalyptica. Wo manchmal nur<br />

ein einzelner begnadeter Cello-<strong>Spiele</strong>r vonnöten<br />

ist, um die gefühlsmäßige Ausrichtung eines<br />

Titels in ein Klangkleid zu hüllen, werden in ande-<br />

Klangwunder: Das Super Metroid-Theme schafft es so gut wie kein<br />

anderer Soundtrack, die Stimmung seines Spiels einzufangen. <strong>Der</strong><br />

Super-Nintendo-Actionklassiker demonstrierte seinerzeit eindrucksvoll<br />

den potenten Soundchip der 16-Bit-Konsole.<br />

82 www.spielefilmetechnik.de 08/13


Feature: Musik in <strong>Spiele</strong>n SPIeLE<br />

Gruselig: Dieser<br />

unscheinbare Herr ist<br />

Akira Yamaoka und hat<br />

die geniale Horrormusik<br />

von Silent Hill erschaffen.<br />

Die schaurig- schöne<br />

Titelmusik, eingespielt<br />

von Mandolinen und mit<br />

sanften Beats unterlegt,<br />

lässt uns noch heute<br />

einen wohligen Schauer<br />

den Rücken hinunterlaufen.<br />

(Bild: fanart.tv)<br />

Famos: Turrican 2 gilt auf dem Amiga bis heute<br />

als Sound-Sensation. Komponist Hülsbeck holte<br />

aus dem eigentlich vierstimmigen Amiga<br />

unglaubliche sieben Stimmen heraus.<br />

ren Fällen ganze Orchester bemüht. So verzückte<br />

das Sci-Fi-Abenteuer Outcast 1999 PC-<br />

Anhänger nicht nur mit einer fantasievollen,<br />

gigantischen Welt, sondern vor allem mit seiner<br />

Musikuntermalung. Für eines der ersten <strong>Spiele</strong><br />

mit komplett orchestraler Unterlegung schwang<br />

gleich mal das gesamte Moskauer Sinfonieorchester<br />

die Instrumente. Mitunter werden auch<br />

bereits existierende Kompositionen, gern aus<br />

dem Bereich der Klassik, verwendet, denen ein<br />

eigener Stempel aufgedrückt wird. Viele Zocker<br />

würden ihre Playlists wohl niemals mit Johann<br />

Sebastian Bach befüllen, seiner Melodie zum<br />

Ave Maria lauschen sie aber trotzdem <strong>–</strong> nur eben<br />

in Hitman, wenn sie mit dem Glatzkopf-Killer auf<br />

Auftragsmord gehen.<br />

Dynamik ist Trumpf<br />

Eine Eigenart der Pixel-Konstrukte unterscheidet<br />

sie jedoch grundlegend von Zelluloid-Werken:<br />

ihre Interaktivität. Und je komplexer Games<br />

werden, desto komplexer die Herausforderungen<br />

an Komponisten. Super Mario Bros. gilt als<br />

Meilenstein der Zockermucke, und das nicht<br />

nur aufgrund seiner eingängigen, tollen Melodien.<br />

Im Gegensatz zu den meisten Neuerscheinungen<br />

seiner Zeit verfügte der Hüpfer über<br />

komplett eigenständige Themen für die jeweiligen<br />

Landschaften. Verträumt, irgendwie meditativ<br />

klang das beispielsweise in den Unterwasser-Levels,<br />

während man Feuerbälle auf fiese<br />

Quallen abfeuerte und sich wunderte, warum<br />

die Flammenkugeln auch im kühlen Nass noch<br />

voll funktionstüchtig waren. Allerdings waren in<br />

der Welt des Latzhosen-Trägers die Abschnitte<br />

klar voneinander getrennt und einzeln anwählbar.<br />

Ein Abenteuer wie das Offene-Welt-Rollenspiel<br />

Skyrim hingegen, in dem Gebirgszüge,<br />

düstere Höhlensysteme, kuschelig anmutende<br />

Siedlungen und verschneite Burgruinen frei<br />

erkundbar in einer konsistenten, glaubwürdigen<br />

Welt miteinander verbunden sind <strong>–</strong> ein solches<br />

Mammutprojekt stellt auch Komponisten vor<br />

ganz andere Herausforderungen. Die Dragon<br />

Ages, Fallouts und Elder Scrolls dieser Welt<br />

reagieren darauf mit dynamischer Musik, einer<br />

akustischen Begleitung, die flexibel auf das<br />

Geschehen reagiert. Häufig nutzen Soundtüftler<br />

dabei mehrere Spuren, die dann je nach Aktion<br />

wechseln. The Chronicles of Riddick: Escape<br />

from Butcher Bay wartet etwa mit zwei Tracks<br />

pro Musikstück auf, einem für Erkundung und<br />

einem für Kampf. Sobald Vin Diesels digitales<br />

Abbild beim Pirschen also entdeckt wird, greift<br />

die Action-Spur.<br />

Die richtige Dosis<br />

Mit einem fesselnden Soundtrack verhält es sich<br />

wie mit einem Ohrwurm-Song. Hört man ihn<br />

ständig rauf und runter, hängt er einem irgendwann<br />

zum Hals heraus. In zeitgemäßen Titeln ist<br />

ununterbrochene Dauerberieselung ein klares<br />

No-go. Im Genre des Survival-Horrors ist es<br />

gängige Praxis, zeitweise komplett auf Musikunterlegung<br />

zu verzichten und stattdessen die<br />

Geräuschkulisse werkeln zu lassen. So machen<br />

das Episoden von Silent Hill häufig im Handlungsverlauf.<br />

Eine Erkundung der Krankenhäuser<br />

und Gefängnisse im nebligen Städtchen wird<br />

dadurch stellenweise noch erschreckender.<br />

Aufpeitschende Noise-Attacken von Akira<br />

Yamaoka wirken doch gerade dann noch entsetzlicher,<br />

wenn sie aus einer Totenstille geboren<br />

sind. Außerdem müssen die Damen und Herren<br />

Komponisten nicht einmal streckenweise auf<br />

Musik verzichten. In frühen Ablegern von Resident<br />

Evil kommen häufig extrem minimalistische<br />

Gruselstücke zum Einsatz. Während Erkundungsphasen<br />

würden allzu dramatische Töne<br />

auch lediglich die Atmosphäre zerstören. Pompöser,<br />

dick aufgetragener Orchestereinsatz Marke<br />

<strong>Der</strong> Herr der Ringe-Massenschlacht, während<br />

man einen Bunker in Fallout: New Vegas<br />

durchstreift? Nö, eher nicht. An den richtigen<br />

Stellen zeigt ein prima Soundtrack auch Mut zur<br />

subtilen Note, zum Minimalismus und zur<br />

bewusst gestreuten Zurückhaltung. Das Beste<br />

an Musik ist jedoch, dass sie ewig jung bleibt.<br />

Dank zunehmender Professionalität steht den<br />

<strong>Spiele</strong>rn sicher auch künftig so manch brillante<br />

Komposition ins Haus, die auch dann noch<br />

schön klingt, wenn der Grafikzauber der jeweiligen<br />

Epoche längst verflogen ist. (no/bpf)<br />

Terror: <strong>Der</strong> Lovecraft-inspirierte Schrecken in Quake wird befeuert<br />

von Klängen Trent Reznors, dem Nine-Inch-Nails-Gründer.<br />

Mitsumm-Gefahr: Die Melodien<br />

aus den unterschiedlichen Super<br />

Mario-Titeln zählen bis heute zu<br />

den absoluten Games-Musik-<br />

Klassikern.<br />

08/13 www.spielefilmetechnik.de 83


SPIELE Feature: <strong>Spiele</strong> ohne In-App-Käufe<br />

Ich zahl’ nur einmal!<br />

Feature Sie möchten mit dem guten Gefühl zocken, dass der Spielspaß nicht von<br />

Zusatzinvestitionen abhängt? Dann sind diese 20 Games genau richtig für Sie.<br />

Ein Großteil der in den App Stores von<br />

Apple und Google angebotenen <strong>Spiele</strong><br />

sind zu sehr günstigen Preisen zwischen<br />

70 Cent und sechs Euro zu haben.<br />

Da etliche dieser Titel in Sachen Grafik und<br />

Gameplay eine hohe Qualität bieten, ist das<br />

natürlich zunächst sehr erfreulich. Aber: Vielen<br />

Herstellern reicht es nicht, einmal für den<br />

Kauf eines Titels abzukassieren, sie möchten<br />

auch darüber hinaus Geld verdienen.<br />

Dies wird über In-App-Käufe erreicht, zu<br />

denen zwar niemand gezwungen wird, die<br />

aber das <strong>Spiele</strong>rlebnis insbesondere für<br />

Gelegenheits-Gamer deutlich verbessern.<br />

Denn: Ein erfolgreiches Durchspielen kann<br />

bei vielen Titeln sehr schwierig und vor<br />

allem langwierig werden, wenn Sie nicht<br />

zusätzlich Geld in die Hand nehmen. Glücklicherweise<br />

gibt es auch <strong>Spiele</strong>, die nicht auf<br />

dieses Pay-to-win-Konzept setzen, sondern<br />

In-App-Käufe beispielsweise für kosmetische<br />

Veränderungen oder willkommene<br />

Erweiterungen anbieten, die das Spiel<br />

aufwerten <strong>–</strong> solche gilt es aber aus dem<br />

riesigen Angebot herauszufiltern (siehe<br />

dazu Seite 85). Oder Sie gehen auf Nummer<br />

sicher und entscheiden sich gleich für ein<br />

Spiel, das auf In-App-Käufe verzichtet, wie<br />

unsere 20 Redaktionstipps. (fn)<br />

System<br />

iOS<br />

ANBIETER<br />

Frogmind Oy<br />

PREIS<br />

€ 3,59<br />

Altersempfehlung<br />

Ab 9 Jahren<br />

PlattFormer<br />

Badlands<br />

Als plüschiger Bewohner eines zauberhaften Waldes<br />

sollen Sie in Erfahrung bringen, welche dunklen Gefahren<br />

Ihr geliebtes Zuhause bedrohen. Dabei müssen Sie<br />

in 50 abwechslungsreichen, liebevoll gestalteten Levels<br />

Hindernisse und Fallen umgehen, indem Sie die Umgebungs-Physik<br />

zu Ihrem Vorteil nutzen. Die teilweise recht<br />

kniffligen Rätsel beanspruchen Ihre grauen Zellen mehr<br />

als Ihre Finger, denn Badlands kommt mit einer intuitiven<br />

One-Touch-Steuerung.<br />

Motivierendes, klasse zu bedienendes Plattform-<br />

Abenteuer in einer atmosphärischen Fantasie-Welt<br />

Strategie<br />

System<br />

iPad<br />

ANBIETER<br />

Spin Vector<br />

PREIS<br />

€ 2,69<br />

Altersempfehlung<br />

Ab 12 Jahren<br />

Xcom: Enemy Unknown<br />

Kartenspiel<br />

Bang!<br />

Dieses süchtig machende Kartenspiel bringt Italo-Western-Feeling<br />

direkt auf Apples Tablet-PC. Im Mehrspieler-Modus<br />

können bis zu acht <strong>Spiele</strong>r gemeinsam an<br />

einem iPad an einer Partie teilnehmen. Jeder entscheidet<br />

sich zuvor für eine Rolle: Hilfssheriff, Gesetzloser<br />

oder Kopfgeldjäger. Dann geht es darum, die richtige<br />

Karte zu spielen, um zu flüchten, zu kämpfen etc. Wer<br />

alleine ist, tritt gegen den Computer oder im Online-<br />

Mehrspieler-Modus gegen andere <strong>Spiele</strong>r an.<br />

Durchdachtes, explosives Kartenspiel für gesellige<br />

Runden oder Solo-<strong>Spiele</strong>r<br />

System<br />

iOS<br />

ANBIETER<br />

2K Games<br />

PREIS<br />

€ 17,99<br />

Altersempfehlung<br />

Ab 17 Jahre<br />

System<br />

iPad<br />

ANBIETER<br />

Rockstar Games<br />

PREIS<br />

€ 4,49<br />

Altersempfehlung<br />

Ab 17 Jahren<br />

Action<br />

GTA China Town Wars<br />

Grand Theft Auto: China Town Wars wurde im Unterschied<br />

zu den anderen im App Store erhältlichen GTA-<br />

Titeln von vornherein für Handheld-Konsolen entwickelt,<br />

weshalb die Touch-Bedienung auch deutlich besser funktioniert<br />

als bei den portierten GTA 3 und Vice City. Aus<br />

der Vogelperspektive spielen Sie Huang Lee, der im verkommenen<br />

China Town die Familienehre wiederherstellen<br />

muss. Freuen Sie sich auf eine offene Welt, eine spannende<br />

Story und abwechslungsreiches Gameplay.<br />

Dank der tollen Fingersteuerung ist China Town<br />

Wars der beste GTA-Titel im App-Store.<br />

Ursprünglich für PC und Konsole erschienen,<br />

sorgt der Strategie-Hit aus dem Hause 2K<br />

Games jetzt auch auf i-Geräten für Furore <strong>–</strong> und<br />

zwar völlig zu Recht! Nicht nur, dass sich die<br />

Fingerbedienung prima für die ausgefeilte Spielmechanik<br />

eignet, es stehen Ihnen auch sämtliche<br />

Inhalte der Vorlage zur Verfügung. Somit<br />

sind die vergleichsweise hohen Kosten völlig<br />

gerechtfertigt, da es sich hier um eine 1:1-Umsetzung<br />

eines aktuellen Vollpreistitels handelt. Wer<br />

das Xcom-Universum noch nicht kennt: Sie<br />

errichten eine Erdstreitkraft, um gegen außerirdische<br />

Invasoren zu kämpfen. Hierfür bauen Sie<br />

eine eigene Basis auf, erforschen Alien-Technologie,<br />

planen Kampfeinsätze und befehligen Ihre<br />

Elite-Soldaten während einer Schlacht. Neben<br />

der gelungenen Steuerung beeindruckt Xcom:<br />

Enemy Unknown mit einer Grafikqualität, die<br />

durchaus mit der der Vorlage mithalten kann,<br />

sowie filmreifen Soundeffekten.<br />

Rundenbasierte Alien-Hatz auf allerhöchstem spielerischen und optischen Niveau.<br />

84 www.spielefilmetechnik.de 08/13


Feature: <strong>Spiele</strong> ohne In-App-Käufe SPIELE<br />

RolLenspiel<br />

Action<br />

Plattformer<br />

Knights of the Old Republic<br />

Back Stab<br />

League of Evil<br />

System<br />

iPad<br />

ANBIETER<br />

Aspyr Media<br />

PREIS<br />

€ 8,99<br />

Altersempfehlung<br />

Ab 12 Jahren<br />

System<br />

iOS, Android<br />

ANBIETER<br />

Gameloft<br />

PREIS<br />

€ 5,99 (für beide Systeme)<br />

Altersempfehlung<br />

Ab 12 Jahren<br />

System<br />

iOS, Android<br />

ANBIETER<br />

Ravenous Games<br />

PREIS<br />

€ 1,79 (iOS), € 0,77 (Android)<br />

Altersempfehlung<br />

Ab 9 Jahren<br />

In seinen besten Momenten erinnert Back Stab stark an<br />

Assassin’s Creed: Mittels Klettern und akrobatischen<br />

Einlagen (oder auch mal hoch zu Ross) überwinden Sie<br />

Hindernisse, pirschen sich an Gegner heran und schalten<br />

diese klammheimlich aus. Aber auch für offene Konfrontationen<br />

ist der auf Rache sinnende ehemalige Navy-<br />

Offizier Henry Blake dank effizienten Nahkampf-Fähigkeiten<br />

und einem <strong>große</strong>n Arsenal an unterschiedlichen<br />

Waffen bestens gerüstet. Ein paar Bugs trüben den Spaß.<br />

Unterhaltsamer, aber nicht perfekter Assassin’s-<br />

Creed-Klon in imposantem Grafik-Gewand<br />

Wenn sich skrupellose Wissenschaftler zu einer „Liga<br />

des Bösen“ zusammenschließen und die ganze Welt mit<br />

ihren gefährlichen Erfindungen bedrohen, braucht es<br />

einen Superagenten, der ihnen das Handwerk legt. Oder<br />

besser gesagt: sie in Stücke schlägt. Denn zimperlich<br />

geht der Held des Spiels mit den Weißkitteln nicht um,<br />

nachdem er sie gefunden hat. Zuvor muss er sich aber<br />

fiesen Fallen und tödlichen Maschinen stellen und diese<br />

mit akrobatischen Manövern austricksen.<br />

Herausfordernder Jump&Run-Spaß mit cooler Re -<br />

tro-Optik und -Sound in über 130 Levels<br />

Genau wie Xcom ist auch Knights of the Old<br />

Republic ein (ehemaliger) Vollpreistitel, der<br />

seinerzeit für den PC veröffentlicht wurde. Bis<br />

heute gilt KOTOR unter Fans und Kritikern als<br />

eines der besten Rollenspiele aller Zeiten. Die<br />

filmreife Geschichte, die Sie mittels Multiple-<br />

Choice-Dialogen erleben, sowie die enorme<br />

spielerische Tiefe machen KOTOR zu einem<br />

äußerst intensiven und unterhaltsamen Star<br />

Wars-Abenteuer. Kampf- und Inventar-System<br />

wurden nahezu perfekt für die Touch-Bedienung<br />

optimiert. So geht die Navigation der teilweise<br />

recht komplexen (aber immer logisch<br />

aufgebauten) Menüs problemlos von der Hand.<br />

Lediglich das Laufen gestaltet sich zu hakelig<br />

und kostet auf Dauer Nerven. Ein weiterer Wermutstropfen:<br />

Das Spiel ist derzeit nur komplett<br />

in englischer Sprache zu haben.<br />

Egal ob Star-Wars-Fan oder nicht: Dieses<br />

RPG-Juwel ist für iPad-Besitzer ein Muss!<br />

System<br />

iOS<br />

ANBIETER<br />

Frontier Developments<br />

PREIS<br />

€ 3,59<br />

Altersempfehlung<br />

Ab 9 Jahren<br />

Plattformer<br />

Lost Winds<br />

Ein dunkler Fluch liegt über der Welt von Mistralis, der<br />

Heimat des begabten jungen Zauberers Toku. Ausgestattet<br />

mit der Gabe, die Kräfte des Windes zu kontrollieren,<br />

wird er ausgesandt, das Land und seine Bewohner<br />

zu retten. <strong>Der</strong> wunderschön anzuschauende Plattformer<br />

fesselt bereits nach den ersten Minuten mit seiner<br />

innovativen Kombination aus Erkunden, Kämpfen und<br />

Rätsellösen, wobei Sie immer wieder auf Windkräfte von<br />

der schwachen Brise bis hin zum Tornado zurückgreifen.<br />

Entfesseln Sie die Macht des Windes mit einem Fingerzeig<br />

bei diesem einzigartigen Plattformer<br />

System<br />

iPad<br />

ANBIETER<br />

Electronic Arts<br />

PREIS<br />

€ 4,49<br />

Altersempfehlung<br />

Ab 9 Jahren<br />

Plattformer<br />

Mirror’s Edge<br />

Mirror’s Edge kennen Sie vielleicht von Ihrer PS3 oder<br />

Xbox, die iPad-Version erzählt eine andere Geschichte<br />

und spielt sich auch völlig anders. Nicht aus First-Person-<br />

Sicht, sondern im Plattformer-Style springt, läuft, gleitet<br />

und schwingt sich die Protagonistin durch insgesamt 14<br />

spannende Levels. Ähnlich wie bei einem Runner befindet<br />

sie sich ständig in Bewegung. Es geht also darum, im<br />

richtigen Moment die richtige Geste auszuführen, um zum<br />

Beispiel im Lauf einen Feind umzuhauen.<br />

Mitreißender Plattformer mit intuitiver Steuerung,<br />

ein paar Levels mehr hätten aber nicht geschadet<br />

Pay to win? Nein danke! Es geht zum Glück aber auch anders ...<br />

Um es einmal deutlich zu sagen: Wir haben grundsätzlich<br />

nichts gegen In-App-Käufe. Wir stören uns lediglich an<br />

<strong>Spiele</strong>n, die, ohne dass man zusätzlich Geld ausgibt, auf<br />

Dauer keinen Spaß machen. Insbesondere dann, wenn man<br />

für den Titel ohnehin schon bezahlt hat (bei den kostenlosen<br />

Free2Play-Games sieht es freilich schon wieder anders aus,<br />

solange hier nicht ein Vermögen bezahlt werden muss).<br />

Beispiel: Gangster Rio: City of Saints kostet sechs Euro, als<br />

In-Game-Käufe werden Geldpakete für bis zu 15 Euro angeboten.<br />

Mit dem virtuellen Zaster können Sie innerhalb des<br />

Spiels bessere Waffen und Ausrüstungsgegenstände erwerben.<br />

Letztere sind auch dringend notwendig, um voranzukommen.<br />

Klar lässt sich das nötige Spielgeld dafür auch<br />

während des Zockens verdienen. Das artet aber regelmäßig<br />

zu einer langwierigen Prozedur aus, bei der man einzelne<br />

Missionen immer und immer wieder spielen muss. So wird<br />

der Kunde quasi zu einer weiteren Investition verführt. Wer<br />

gar nicht erst in Versuchung geführt werden möchte, geht<br />

Games mit dem Zusatz „Bietet In-App-Käufe“ ganz aus<br />

dem Weg oder wirft vor dem Kauf einen Blick auf die In-<br />

App-Angebote. Denn: Nicht alle setzen auf die Pay-to-win-<br />

Masche. Stehen dort etwa sinnvolle Erweiterungen wie<br />

Zusatzlevels zum Kauf bereit, handelt es sich nicht um<br />

spielentscheidende Features. Sie können also getrost<br />

da rauf verzichten, außer natürlich, Sie möchten die Spieldauer<br />

erhöhen. Willkommene In-App-Käufe bieten zum<br />

Beispiel Amazing Breaker, dem Sie ein weiteres, komplettes<br />

Level-Paket spendieren können, sowie Walking Dead.<br />

Bei dem Episoden-Adventure kaufen Sie einen beliebigen<br />

Teil, alle weiteren sind bequem per In-App-Purchase verfügbar<br />

(sie müssen also nicht erst den Umweg über den<br />

Store gehen). Leider ist nicht immer ersichtlich, was sich<br />

hinter den Angeboten versteckt. Dass Sie in Joe Danger für<br />

die feilgebotenen Spielgeldpakete ausschließlich alternative<br />

Kostüme (also keine Pay-to-win-Gegenstände) kaufen<br />

können, erfahren Sie leider erst innerhalb des Spiels.<br />

Schlechte Nachrichten für Android-Nutzer: Im Play Store<br />

gibt es zu den jeweiligen Titeln vorab leider keine näheren<br />

Infos zu In-App-Käufen.<br />

08/13 www.spielefilmetechnik.de 85


SPIELE Feature: <strong>Spiele</strong> ohne In-App-Käufe<br />

ACTION<br />

System<br />

iPad<br />