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AUDIO So klingt 2013 (Vorschau)

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12 / 2012<br />

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HIFI · SURROUND · HIGH END · MUSIK<br />

19 Versuchungen für jedes Budget<br />

<strong>So</strong> <strong>klingt</strong> <strong>2013</strong><br />

• Streaming-Amp für Genießer<br />

• Standboxen von 400-4000 Euro<br />

• Exklusiv-Test: AVR-4520 von Denon<br />

GRIECHISCHE GÖTTER<br />

Sensationell klar & dynamisch: Amp-<br />

Kombi mit passiver Trafo-Vorstufe<br />

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Spaß mit Vinyl<br />

Neue Plattenspieler<br />

und Phono-Amps aller<br />

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kabellose High-End Lautsprechersystem mit Fernbedienung. Verabschieden Sie sich von<br />

klangverschlechternden Lautsprecherkabeln, von D/A-Wandlern, Verstärkern und Extra-<br />

<strong>So</strong>ftware. Und aktivieren Sie Ihre Xeo Kompaktlautsprecher oder Standlautsprecher und<br />

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All there is.


Bernhard Rietschel<br />

brietschel@wekanet.de<br />

Meinung › EDITORIAL<br />

High End<br />

erschwinglich:<br />

nuVero<br />

BOARDING COMPLETED<br />

Vor vielen Jahren als ich bei <strong>AUDIO</strong> anfing, hatten wir so viele Leute in der Redaktion,<br />

dass man zu den (tatsächlich einst stattfindenden) Betriebsausflügen einen<br />

kompletten Reisebus mieten konnte. Mitte dieses Jahres hätte ein PKW gereicht,<br />

um alle Kollegen zur Besenwirtschaft oder sonstigen Amusements zu bringen – solange<br />

die freien Mitarbeiter, ihrer Natur entsprechend, mit eigenen Fahrzeugen<br />

unterwegs gewesen wären. Was so oder so aber nicht nötig war, weil ohnehin<br />

niemand Zeit hatte, sich den ganzen Abend hausmacher Wurstwaren und zweifelhafte<br />

Schnäpse einzuverleiben. Selbst ein vergleichsweise schlankes Hochsommerheft<br />

vollzuschreiben ist eine Heidenarbeit, die niemand allein stemmen kann –<br />

auch wenn einige Hefte dies dem Vernehmen nach versucht und sogar geschafft<br />

haben sollen. Insofern freuen wir uns hier in Stuttgart nicht nur über einen neuen<br />

Oberbürgermeister, sondern vor allem darauf, dass wir im nächsten Jahr wieder als<br />

schlagkräftiges, vollzähliges Team arbeiten können. Der jüngste Neuzugang arbeitet<br />

seit Anfang Oktober mit und braucht nicht mal ein neues Schild an der Bürotür:<br />

Christine Tantschinez, vielen von Ihnen sicher noch aus den <strong>AUDIO</strong>-Jahren 2004<br />

bis 2011 in bester Erinnerung, hat sich nach einer knapp einjährigen Auszeit, die sie<br />

in die spannende, aber doch recht unmusikalische Maschinenbau-Branche führte,<br />

doch noch eines Besseren besonnen. Und macht genau da weiter, wo sie aufgehört<br />

hatte: als stellvertretende Chefredakteurin, organisatorischer Motor und<br />

unerschrockene Testerin.<br />

Die Zeit geht uns trotzdem regelmäßig zum Ende der Heftproduktion aus. Irgendeinen<br />

Grund gibt‘s immer. Diesmal besonders lange Hörraum-Aufenthalte mit<br />

traditionell arbeitsintensiven Analogthemen, aber auch ausgiebige Sessions mit der<br />

erstaunlichen Vor-Endstufenkombi von Ypsilon. Technisch fast radikal, von der<br />

Cinch-Eingangsbuchse bis zur Lautsprecherklemme mit nur zwei aktiven Verstärkungsstufen<br />

auskommend, scheint diese Elektronik den Punch der besten Transistoren<br />

mit der ungebremsten Musikalität exotischer Eintakt-Trioden zu kombinieren.<br />

Die beste Elektronik der Welt? Jedenfalls die beste, die ich je gehört habe. Was<br />

natürlich nicht heißen muss, das sie das ewig bleiben wird – HiFi lebt von konstanter<br />

Weiterentwicklung. Manchmal bewegt man sich im Kreis, dann gibt es wieder<br />

klare, eindeutige Qualitätssprünge. Und da man in der Branche nicht nur gegeneinander,<br />

sondern immer auch miteinander arbeitet und voneinander lernt, bleiben<br />

diese Phasen oft nicht nur auf eine Firma beschränkt. Es bleibt also spannend.<br />

Viel Spaß mit diesem Heft wünscht<br />

nuVero setzt Maßtäbe:<br />

• wahre Klangperfektion<br />

• vollendete Technik<br />

• profiliertes Design<br />

nuVero 14<br />

›Boxenskulptur<br />

der Superlative...<br />

High-End-Klasse‹<br />

1/09<br />

Testsieger<br />

›Referenzklasse‹<br />

3/10<br />

›Absolute Spitzenklasse‹<br />

10/08<br />

›Masterpiece‹<br />

1/10<br />

600/440 W, 52 kg,<br />

142 cm. 1940,- €/Box<br />

Made in Germany.<br />

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Inhalt › <strong>AUDIO</strong> 12/2012<br />

Für die Platte:<br />

LAUFWERKE VON LINN,<br />

TRANSROTOR UND FUNK<br />

Geht´s noch?<br />

18<br />

Wie günstig kann HiFi sein? Vier Standboxen von KEF, Magnat,<br />

Teufel und Wharfedale müssen zeigen, was sich aus knallhart<br />

kalkulierten Produktionsbudgets klanglich herausholen lässt.<br />

28<br />

Von der Platte:<br />

STREAMING-AMP VON<br />

ELECTROCOMPANIET<br />

48<br />

MAGAZIN<br />

8<br />

14<br />

17<br />

News Neuer Allrounder von Naim mit<br />

Genen vom Uniti2. Hifiman bietet nun<br />

auch einen Amp für seine Kophörer an,<br />

Dali einen kleinen Sub für satten<br />

Bassspaß. Audio Research schickt den<br />

Röhren-Stereoverstärker Reference 75 ins<br />

Rennen; Canton erneuert die Movie-Serie.<br />

Szene HiFi-Events, Termine, Händlertipps<br />

Kurztest: Bose baut einen extra für<br />

Sportler entwickelten In-Ear-Kopfhörer. Ob<br />

er hält, was er verspricht und wie er<br />

klanglich abschneidet, zeigt der Kurztest.<br />

RUBRIKEN<br />

3 Editorial<br />

83 Markt<br />

156 Bestenliste<br />

168 Leserbriefe<br />

168 Impressum<br />

170 <strong>Vorschau</strong><br />

AKTION<br />

12<br />

54<br />

REPORT<br />

68<br />

Leser-Aktion: Napster-Gutschein<br />

<strong>AUDIO</strong>-Leser aufgepasst: Wer drei ganze<br />

Monate den Musik-Streaming-Dienst von<br />

Napster kostenlos ausprobieren möchte,<br />

sollte sich diese Aktion keinesfalls<br />

entgehen lassen.<br />

Leserwahl: Das Goldene Ohr<br />

Wählen Sie ihre Lieblinge des Testjahres<br />

2012 und gewinnen Sie Preise im Gesamtwert<br />

von über 180 000 Euro. Der erste Preis<br />

ist eine traumhafte High-End-Anlage!<br />

Serie: Kult-Tracks<br />

Wie ticken Tontechniker und wie entwickeln<br />

sie ihre Ideen? Am Beispiel des<br />

Klassikers „A Forest” von The Cure wird<br />

deutlich: Gewitzte <strong>So</strong>unds und jede Menge<br />

Kreativität machen einen Track zum Kult.<br />

LAUTSPRECHER<br />

18<br />

26<br />

KOMPLETTANLAGEN<br />

44<br />

Test: Günstige Standboxen<br />

Wie günstig kann HiFi sein? Vier Standboxen<br />

bis maximal 600 Euro das Paar<br />

überraschen teilweise mit erstaunlichen<br />

Ergebnissen. Mit dabei: KEF, Magnat, Teufel<br />

und Wharfedale. Plus: Passende<br />

Verstärker für jede Box<br />

Test: Transmissionline-Standbox<br />

Die deutsche Firma T+A ist einer der<br />

wenigen Hersteller, der Line-Systeme<br />

verwendet. Die TCD-310 S ist der kleinste<br />

Standlautsprecher aus dieser Serie und will<br />

auch in kleineren Räumen gefallen.<br />

Test: Denon-Ministreamer<br />

Ohne Laufwerk, dafür mit Köpfchen: Die<br />

Mini-Anlage Ceol Piccolo weiß besonders<br />

Streaming-Freunde zu begeistern.<br />

4 www.audio.de ›12 /2012


Inhalt › <strong>AUDIO</strong> 12/2012<br />

54<br />

DAS<br />

GOLDENE OHR<br />

Jeder will es haben – das<br />

„Goldene Ohr“ als Siegertrophäe<br />

der großen<br />

<strong>AUDIO</strong>-Leserwahl. Doch<br />

nur Sie haben die Macht:<br />

Welche Probanden des<br />

Jahrgangs 2012 machen<br />

das Rennen? Wählen Sie<br />

Ihre Favoriten und gewinnen<br />

Sie einen von über<br />

90 Preisen im Gesamtwert<br />

von 180 000 Euro.<br />

EINFACH MEHR<br />

Surround-Fans erwarten von Mehrkanal-<br />

Receivern immer mehr. <strong>AUDIO</strong> prüft, ob der<br />

neue Denon AVR-4520 und sein Universal-<br />

Kumpel DBT-3313 UD neue Maßstäbe setzen.<br />

150<br />

71<br />

KARI BREMNES<br />

<strong>So</strong>ngs über „den Rest des<br />

Lebens“? Das <strong>klingt</strong> nach<br />

schwerer Kost in dunklen Zeiten.<br />

Doch die norwegische <strong>So</strong>ngwriterin<br />

macht aus ernsten Themen<br />

bezaubernd schöne Musik mit<br />

seelenwärmender Wirkung.<br />

IM TEST<br />

AV-RECEIVER<br />

Denon AVR-4520 ................................150<br />

UNIVERSAL-PLAYER<br />

Denon DBT-3313 ................................150<br />

ENDSTUFEN<br />

Ypsilon Aelius .....................................142<br />

KOMPLETTANLAGE O. BOXEN<br />

Denon Ceol Piccolo .............................44<br />

KOPFHÖRER<br />

Bose SIE2i ............................................. 17<br />

PHONO-VERSTÄRKER<br />

Fosgate Signature Phono,<br />

Goldenote PH7, Manley Chinook,<br />

Pure <strong>So</strong>und P10 .................................. 36<br />

PLATTENSPIELER<br />

Funk Little Super Deck,<br />

Transrotor Rossini 25/60,<br />

Linn LP12 Majik ....................................28<br />

STANDBOXEN<br />

KEF C5, Magnat Vector 207, Teufel<br />

Ultima 40 MKII,<br />

Wharfedale Diamond 10.3 ..................18<br />

T+A Criterion TCD-310 S .....................26<br />

VOLLVERSTÄRKER<br />

Electrocompaniet ECI 6 DS ................48<br />

VORVERSTÄRKER<br />

Ypsilon PST-100 MKII ........................142<br />

DIE BESTENLISTE<br />

Alle Tests im Überblick .....................156<br />

Bilder: Titel: J. Bauer, MPS; Inhalt: J. Bauer, H. Härle, MPS, Andrew MacNaughtan, Archiv<br />

VERSTÄRKER<br />

36<br />

48<br />

142<br />

Vergleichstest: Phono-Verstärker<br />

Für guten Vinyl-Ton ist ein vernünftiger<br />

Vorverstärker Pflicht. <strong>AUDIO</strong> prüft vier<br />

highendig ambitionierte Exemplare – drei<br />

davon mit Röhrentechnik – auf Stärken und<br />

Schwächen.<br />

Test: Verstärker-Streamer-Hybrid<br />

Ist er ein Vollverstärker oder ein vollwertiger<br />

Netzwerkplayer? Der ECI 6 DS ist<br />

beides! Wie gut der langersehnte Norweger<br />

beide Aufgaben bewältigt, zeigt der Test.<br />

Test: Vor/End-Kombi<br />

Es gibt sie noch: die HiFi-Überraschungen.<br />

Die des Monats Dezember hört auf den<br />

Namen Ypsilon. Mit kompromisslosem<br />

Aufbau und vielen technischen Finessen<br />

spielt sich dieses Duo ganz nach vorn.<br />

150<br />

ANALOG-QUELLEN<br />

28<br />

Test: Surround-Kombi<br />

Kraft, Kanäle und Komfort: beim Top-Modell<br />

AVR-4520 hat Denon alle Register gezogen,<br />

um Surround-Freunde rundum zufrieden zu<br />

stellen. Im Zusammenspiel mit dem<br />

Universal-Player DBT-3313 UD entwickelt er<br />

sogar ganz besonderes Taktgefühl, um<br />

Klangfeinden wie Jitter entgegen zu wirken.<br />

Test: Komplett-Plattenspieler<br />

Vinyl ist wieder angesagt – und das ist auch<br />

gut so. Damit es auch in den heimischen<br />

vier Wänden gut <strong>klingt</strong>, testet <strong>AUDIO</strong> drei<br />

hochinteressante Laufwerke von Funk,<br />

Transrotor und Linn.<br />

MUSIK<br />

71<br />

72<br />

74<br />

76<br />

78<br />

79<br />

81<br />

Pop-CDs<br />

Benjamin Biolay, Mick Hucknall, Diana Krall,<br />

Neil Young, Mika, Joachim Witt, John Cale,<br />

Tori Amos, Donald Fagen, Kiss, Jon Lord ...<br />

Die Audiophile<br />

Kari Bremnes verzaubert mit <strong>So</strong>ngs über<br />

„den Rest des Lebens“<br />

Geheimtipp<br />

Paul Banks: Der Sänger der Indierock-<br />

Institution Interpol zeigt – und nennt – sich<br />

wie er ist<br />

Musik Blu-ray, DVD<br />

Paul Simon, The Beatles, Steven Wilson ...<br />

Oldie-CDs<br />

Deep Purple, Sex Pistols, R.E.M. ...<br />

Jazz-CDs<br />

Virtuos und ausdrucksstark: Francesco<br />

Buzzurros bezaubernde Gitarrenpretiosen<br />

Klassik-CDs<br />

Die Bartoli adelt das Werk des italienischen<br />

Opernkomponisten Agostino Steffani<br />

www.audio.de ›12 /2012<br />

5


Wireless Music Systems<br />

mit AirPlay<br />

Zeppelin Air<br />

Sie können andocken …


Air your tunes<br />

Jetzt<br />

NEU<br />

im B&W-<br />

Fachhandel<br />

A7<br />

mit AirPlay<br />

A5<br />

… müssen es aber nicht.<br />

Bowers & Wilkins stellt dem begehrten Zeppelin Air jetzt zwei neue<br />

Wireless-Musiksysteme zur Seite. Wie bereits das preisgekrönte<br />

Premium-iPhone-Dock basieren die dedizierten AirPlay ® -Lautsprechersysteme<br />

A5 und A7 auf fast fünf Jahrzehnten erfolgreicher<br />

Forschungs- und Entwicklungsarbeit. Und sie begeistern, wie schon<br />

der Zeppelin Air, neben ihrer hervorragenden Audio-Performance<br />

mit höchstem Bedienkomfort. Denn die innovative Apple AirPlay ® -<br />

Technologie ermöglicht ein drahtloses Audio-Streaming in bester<br />

HiFi-Qualität –damit Sie Ihre Lieblingsmusik von einem mobilen<br />

iOS-Gerät (iPhone, iPad & iPod touch) oder aus der iTunes-Bibliothek<br />

Ihres Computers direkt zu diesen erstklassigen Musiksystemen<br />

streamen können. Und das ganz einfach drahtlos über Ihr WLAN-<br />

Netzwerk. <strong>So</strong> genießen Sie jederzeit besten Klang aus nur einer<br />

ebenso platzsparenden wie zeitlos eleganten Komponente. Zudem<br />

sind die Wireless-Musiksysteme von Bowers & Wilkins miteinander<br />

kombinierbar und stellen die perfekte Basis für ein schnell und einfach<br />

zu installierendes Multiroom-Audiosystem dar. Und obwohl der<br />

Zeppelin Air zusätzlich über einen Dock-Connector inkl. Ladefunktion<br />

verfügt, muss Ihr iOS-Gerät dennoch nirgendwo zwingend andocken.<br />

Damit verbleibt die volle Kontrolle über Ihr Musikvergnügen stets<br />

in Ihrer Hand – egal, was Sie gerade tun möchten. Die neuen<br />

Wireless-Musiksysteme von Bowers & Wilkins – Listen and you’ll see!<br />

Mehr Infos auf:<br />

www.bowers-wilkins.de


Magazin › NEWS<br />

DEZEMBER 2012<br />

LITE-WOLF<br />

Der Naim UnitiLite soll die Klang-Fährte seines<br />

großen Bruders Uniti2 im schlanken Outfit der<br />

XS-Serie als bezahlbarer Allrounder aufnehmen.<br />

Der Konkurrenz zeigt er die Zähne als CD- und<br />

vielfältiger Netzwerk-/Streaming-Player, der<br />

einen 100-Watt-Verstärker (8 Ohm) unter der<br />

Haube hat. Den Digital-Takt gibt ein Burr-<br />

Brown-PCM-1793-Wandler für Audiodaten bis<br />

zu 24Bit/192kHz vor. Fünf Digitaleingänge sowie<br />

drei Analog-Inputs und drei Analog-Outputs<br />

stehen parat. Audiodateien – zum Beispiel<br />

WAV, AIFF, FLAC, ALAC, WMA und MP3<br />

– von UPnP-Servern oder vom Computer<br />

spielt er ebenso wie Internetradiosender<br />

und Musik von iPhone & Co oder USB-<br />

Sticks. Die Preise: rund 2300 bzw. 2600<br />

Euro (mit DAB/UKW-Modul). www.<br />

naimaudio.com cd<br />

VERSTÄRKUNG GEFUNDEN<br />

Kopfhörer mit dem maskulinen Namen Hifiman gibt’s schon<br />

eine Weile, nun bringt die US-Firma auch einen Verstärker<br />

für ohrumschmeichelnden Klanggenuss: Der EF6 arbeitet<br />

mit einer Class-A-Transistorschaltung und zwei üppig<br />

dimensionierten Trafos sowie einem Lautstärkeregler mit<br />

Einzelwiderständen. Als Input-Ports bietet er zwei RCA- und<br />

einen Miniklinkeneingang. Mit einem Gainschalter lässt sich<br />

überdies die Über-Alles-Gegenkopplung verändern – angeblich<br />

zu Gunsten eines kontrollierten oder luftigeren <strong>So</strong>unds.<br />

Der 11-Kilo-Amp wird in einer Kleinserie von nur 20 Exemplaren<br />

im Monat gefertigt, die Platinen werden dabei von<br />

Hand verlötet. Preis: rund 1200 Euro. www.hifiman.us cd<br />

Fotos: Archiv, EMI Records, 3Art – Shutterstock.com<br />

8<br />

www.audio.de ›12/2012


Magazin › NEWS<br />

KLANG-SCHATULLE<br />

Fast ein halbes Jahrhundert Grundlagenforschung betreibt Bowers<br />

& Wilkins nach eigenen Angaben bereits. Dieses Know-how soll<br />

auch High-Tech-Produkten der neuesten Generation potentes HiFi-<br />

Leben einhauchen. Speziell für iPad & Co. lanciert B&W nun nach<br />

dem erfolgreichen Zeppelin die drahtlosen AirPlay-Lautsprechersysteme<br />

A5 und A7. Letzterer soll die Tugenden des edlen Klanges<br />

ganz besonders beherrschen, dafür wandelt die D/A-Fraktion<br />

eingehende Musiksignale via Up-Scaling bis auf 24Bit/96kHz hoch.<br />

Class-D-Verstärkermodule bringen im A7 je zwei Hoch- und Mitteltöner<br />

sowie einen 15-Zentimeter-Subwoofer auf Trab. Ins Netzwerk<br />

lassen sich A5 und A7 via Ethernet oder WLAN einbinden. Als Ton-<br />

Quellen können PCs (Microsoft Windows über iTunes) und Macs<br />

(Apple OS X) fungieren. Überdies halten der A5 wie auch der A7<br />

eine AUX-Mini-Klinkenbuchse parat. Die Preise: 500 (A5) und 800<br />

Euro (A7). www.bowers-wilkins.de cd<br />

DRUCK-SACHE<br />

MUSKEL-SPIEL<br />

Wie der große Audio Research<br />

Reference 150 soll auch der neue<br />

Röhren-Stereoverstärker Reference 75<br />

seinem Namen alle Ehre machen. Dazu<br />

hält er unter seiner Retro-Designhaube<br />

mit analogen Leistungsanzeigen einen<br />

symmetrischen XLR-Eingang parat. Wie<br />

der 150er arbeitet er mit einer voll<br />

symmetrischen Push-Pull-Schaltung<br />

und einem abgestimmten Paar<br />

KT120 Ausgangsröhren pro Kanal. In<br />

der Eingangsstufe kommen direkt<br />

gekoppelte JFETs mit nur einer 6H30-<br />

Treiberröhre je Kanal zum Einsatz. Der<br />

Preis: rund 10000 Euro.<br />

www.audioresearch.com cd<br />

NEU-TÖNER<br />

Die Entwickler von Dali möchten mit ihrem<br />

neuen Aktiv-Subwoofer HiFi- und Heimkino-<br />

Fans gleichermaßen beglücken. Der SUB<br />

P-10 DSS soll mit seiner Kantenlänge von 35<br />

Zentimetern urgewaltige, präzise Bassgewitter<br />

inszenieren. Dazu spendierten ihm die<br />

Dänen gleich drei 25-Zentimeter-Membranen<br />

aus einer verwindungssteifen Sandwich-<br />

Struktur aus Karbonfieber: Ein aktiver Treiber<br />

strahlt nach unten, angetrieben von einem<br />

Class-D-Amp mit 500 Watt Impulsleistung,<br />

die zwei seitlichen Passivmembranen werden<br />

durch das gemeinsame Luftvolumen in<br />

Wallung versetzt. Die Übergangsfrequenz<br />

des in Hochglanz schwarz oder weiß lieferbaren<br />

SUB P-10 DSS lässt sich via Fernbedienung<br />

stufenlos zwischen 40 und 120<br />

Hertz justieren. Der Preis: rund 2200 Euro.<br />

www.dali.dk cd<br />

Canton erweitert seine Digital-<br />

Movie-Serie um das kompakte System<br />

DM 20 mit 350 Watt Gesamtpower<br />

in Class-D. Das 2.1-Satelliten-/<br />

Subwoofer-Trio verspricht dank cleverer<br />

SRS-Tru Surround-XT-Algorithmen<br />

abendfüllenden 5.1-Raumklang. Das<br />

20er ist überdies multiroom-fähig<br />

und kommt mit einer opulenten<br />

Funk-/Infrarot-Fernbedienung. Der<br />

Setpreis liegt bei rund 1200 Euro.<br />

www.canton.de cd


Magazin › NEWS<br />

AUFGEWERTET<br />

Die britischen <strong>So</strong>und-Gentlemen von Chord haben die meisten ihrer Amps modifiziert<br />

– die Neuen betreten nun als MKII-Versionen die Highend-Bühne. Die Referenz-Monos<br />

SPM 14000MKII (Foto) erhielten zum Beispiel ein überarbei tetes<br />

Platinendesign, einen optimierten Signalfluss und noch hochwertigere Bauteile.<br />

Zudem erfuhr die Front ein kleines Facelift, und die Innenbeleuchtung strahlt nun<br />

in mystischem Blau. Stückpreis: 32.000 Euro. www.chordelectronics.co.uk cd<br />

DAS AUGE HÖRT MIT<br />

Bang & Olufsen kreierte das neue Klangmöbel A9 für Wohnraum-Ästheten.<br />

Der Streaminglautsprecher assoziiert klassisches dänisches Möbeldesign.<br />

Musik gibt der A9 via Netzwerkkabel oder WLAN wieder und versteht<br />

sich auch auf Apples AirPlay. Damit es auch schön <strong>klingt</strong>, entlässt der A9<br />

Schallwellen mit je zwei Mittel- und Hochtönern sowie einem Subwoofer in<br />

den Raum. Der Preis: hübsche 2000 Euro. www.bang-olufsen.com cd<br />

DÄMPFUNGS-FAKTOR<br />

Die bayerischen Spezialisten von bFly werten ihre Absorberbasis für die Thorens-Klassiker<br />

TD320 und TD160 auf. Die x-Version setzt nun anstelle von Spikes höhenverstellbare MLA-Absorberfüße<br />

mit einem speziellen viskoelastischen Urethan-Polymer (<strong>So</strong>rbothane) ein. Unter dem<br />

Laufwerk sitzen fünf zusätzliche MLA-Absorber – die Zwei-Ebenen-Entkopplung soll Schwingungen<br />

minimieren und für deutlich hörbare Klangverbesserungen sorgen. Übrigens gibt es auch für<br />

den Linn LP 12 eine Absorberbasis. Kostenpunkt: ab 188 Euro (Thorens). www.bfly-audio.de cd<br />

FAMILIENZUWACHS<br />

Im Frühjahr schlüpften die ersten Modelle der<br />

M-Boxenserie von Boston. Mit dem neuen<br />

Zweieinhalb-Wege-Standlautsprecher M250, dem<br />

kompakten Center-Speaker MCenter, den flachen<br />

MSurround-Modellen und dem MSubwoofer<br />

wächst Familie M nunmehr auf sieben Mitglieder an.<br />

Alle Sprösslinge verrichten ihre Ton-Arbeit mit dem<br />

Boston-eigenen Lo-Q-Gehäuse, das potenzielle<br />

Schwingungen radikal minimieren soll. Die Paarpreise<br />

beginnen bei rund 400 Euro.<br />

www.bostona.eu cd<br />

10<br />

www.audio.de ›12 /2012


Magazin › NEWS<br />

MAGICAL VINYL PUR<br />

Back to the roots: Nachdem die Beatles im<br />

Laufe ihrer Karriere und Band-Post-Existenz<br />

ihre <strong>So</strong>ngs auf verschiedensten Tonträgerund<br />

Digital-Formaten herausgebracht haben,<br />

steht HiFi-Freunden und Nostalgikern<br />

nun Magisches ins Haus: Am 9. November<br />

kommen „Yellow Submarine“ und weitere<br />

13 Pilzkopf-Alben ganz groß in<br />

schwarz heraus – auf 180-Gramm-<br />

Vinyl. Als Basis dienten die 2009<br />

remasterten Alben, die damals auf<br />

CD erschienen sind und innerhalb von<br />

nur sieben Monaten 17 Millionen Käufer<br />

fanden. Die frisch gepressten 180-Gramm-<br />

LPs sind einzeln erhältlich und glänzen<br />

mit Extras wie Poster oder teils speziellen<br />

Innenhüllen. Das „The Beatles – Remastered<br />

Vinyl Box-Set“ erscheint zusätzlich als<br />

weltweit auf 50.000 Exemplare limitierte<br />

Box inklusive eines 252-Seiten-Hardcover-Buchs<br />

mit raren Fotos und Infos.<br />

<strong>AUDIO</strong> wird in der kommenden Januarausgabe<br />

das opulente Beatles-<br />

Vinyl- Ouevre ausgiebig unter die Nadel<br />

SCHÖNER HÖREN<br />

nehmen. Und sogar ein Besuch in den<br />

Abbey-Road-Studios ist in Planung ...<br />

Übrigens: Der Bundesverband der Musikindustrie<br />

geht für dieses Jahr von einem<br />

LP-Rekordverkauf von einer Million Stück<br />

aus. www.emimusic.de cd<br />

HIGHEND-HIPPIE<br />

Neil Young gilt schon lange als audiophiler<br />

Klang-Ritter, datenkomprimierte <strong>So</strong>ngs waren<br />

dem Kanadier stets ein Greuel. Dementsprechend<br />

prescht Young nun wie ein crazy horse<br />

nach vorne und kündigt für <strong>2013</strong> nicht weniger<br />

als einen eigenen Download-Store an, der hoch<br />

auflösendes Musikmaterial anbieten soll. Damit<br />

nicht genug: Auch neue Abspielgeräte will Young<br />

dafür auf den Markt bringen. Ein erstes Modell<br />

namens „Pono“ präsentierte er bereits in der<br />

„Late Show with David Letterman“. In seinem<br />

jüngst erschienenen Buch „Ein Hippie-Traum“<br />

erzählt der <strong>So</strong>und-Kämpfer überdies davon, wie<br />

er angeblich Steve Jobs davon überzeugen<br />

wollte, dass Apple doch endlich auch audiophile<br />

Dateien anbieten solle. www.neilyoung.com cd<br />

_09AX5_musicline_STP_12.pdf;S: 1;Format:(210.00 x 92.00 mm);10. Oct 2012 11:51:48<br />

Naim nicht im Versand erhältlich<br />

S-Klasse-Streamer<br />

Naim NDS – die neue Klangreferenz<br />

„Unerschütterlich in tiefen Lagen, schuf der Naim ein bodenständiges<br />

Klangfundament, auf dem er randscharf gezeichnete Schallquellen in<br />

satter Farbenpracht und Detailreichtum aufbaute …<br />

Ein kompromissloser Netzwerk-Spieler mit sensationell fokussiertem,<br />

energiegeladenem, farbenprächtigem Klang.“ stereoplay 10/2012<br />

www.music-line.biz · Tel. 04105 77050


Magazin › LESER-AKTION<br />

Drei Monate Music-Flatrate gratis!<br />

PLATTENSAMMLUNG 2.0<br />

Exklusiv für <strong>AUDIO</strong>-Leser: Testen Sie jetzt drei Monate kostenlos den Musik-Streaming-<br />

Dienst von Napster für Computer, Smartphone und natürlich HiFi-Anlage.<br />

Mal ganz ehrlich: Hätten<br />

Sie nicht auch Lust auf<br />

15 Millionen Titel in Ihrer<br />

Musikbibliothek? Auf die Sie<br />

jederzeit und überall (sogar<br />

unterwegs) Zugriff haben?<br />

Aus allen Genres, mit Hörbüchern,<br />

Klassikern und<br />

aktuellen Neuerscheinungen?<br />

Der Musik-Streaming-<br />

Dienst von Napster macht<br />

genau dies möglich: Als Napster-<br />

Kunde haben Sie Zugriff auf über<br />

15 Millionen Titel. Sie wählen<br />

aus, was Sie hören möchten, und<br />

schon kommt die Musik direkt<br />

zu Ihnen nach Hause. Und zwar<br />

nur die Musik: Daten speichern,<br />

verwalten oder sichern müssen<br />

Sie nicht. Eine bequemere Möglichkeit,<br />

Musik zu entdecken, gibt<br />

es wohl kaum. Per PC oder über<br />

eines der vielen HiFi- und Home-<br />

Entertainment-Systeme (siehe<br />

unten) auch direkt im Wohnzimmer.<br />

Die Klangqualität der Titel ist<br />

übrigens mit dem sehr leistungsfähigen<br />

AAC-Codec und Datenraten<br />

bis zu 192 Kilobit/s (je nach<br />

Anwendung) überaus angenehm<br />

(siehe auch <strong>AUDIO</strong>-Test 7/2012).<br />

Und wenn Sie die Lieblings-Neuentdeckung<br />

auch mal unterwegs<br />

hören möchten? Kein Problem:<br />

Dies ist entweder als App auf<br />

iOS/Android per WLAN und<br />

3G-Datenfunk möglich – oder<br />

als Lieblings-Playliste, offline<br />

abgespeichert für Tablets und<br />

Smartphones. Normalerweise<br />

kostet dieser Dienst 9,95 Euro im<br />

Monat. Als <strong>AUDIO</strong>-Leser können<br />

Sie Napster jetzt gratis drei<br />

Monate lang testen. Einfach bis<br />

zum 17. Dezember 2012 den Aktionscode<br />

auf der rechten Seite<br />

bei der Registrierung auf www.<br />

napster.de/audio angeben.<br />

NETZWERKPLAYER UND AV-RECEIVER: Ab Winter 2012 ist Napster<br />

auch auf netzwerkfähigen Komplett-Anlagen von Philips und AV-Receivern<br />

von Yamaha integriert. Die Logitech-Player unterstützen Napster schon jetzt.<br />

MULTI-ROOM: Mit <strong>So</strong>nos und Raumfeld hören Sie Napster<br />

im ganzen Haus.<br />

12<br />

www.audio.de ›12 /2012


Magazin › LESER-AKTION<br />

1<br />

NICHT VERGESSEN<br />

Wichtig: Um die dreimonatige Testphase nutzen zu<br />

können, müssen Sie sich neu bei Napster registrieren. Bei<br />

der Registrierung ist die Angabe einer gültigen Email-<br />

Adresse und einer Bezahlweise (Kreditkarte, Bankeinzug)<br />

nötig. Die Gratis-Testphase kann jederzeit vor Ablauf per<br />

Mausklick gekündigt werden. Ansonsten wird die<br />

Music-Flatrate + Mobile automatisch nach der Testphase<br />

zum Preis von 9,95 Euro fortgeführt.<br />

2<br />

WWW.NAPSTER.DE/<strong>AUDIO</strong> BESUCHEN<br />

Dieses Angebot ist nur gültig bis zum 17. Dezember<br />

2012. Surfen Sie auf die Webseite www.napster.de/audio<br />

und geben Sie dort den Aktions-Code <strong>AUDIO</strong>LESER (groß<br />

oder klein geschrieben) im Feld „Gutschein Code“ ein.<br />

AKTIONS-CODE:<br />

3<br />

REGISTRIEREN<br />

Bezahlverfahren auswählen – auch wenn die Testphase<br />

völlig kostenlos ist. Erst wenn nach Ablauf der Testphase<br />

nicht gekündigt wird, wird das Abo mit 9,95 Euro<br />

je Monat kostenpflichtig fortgeführt. Während der<br />

Gratis-Probezeit lässt sich das Abo jederzeit – auch<br />

prophylaktisch im voraus – online durch einen Mausklick<br />

auf „Flatrate kündigen“ unter dem Menüpunkt<br />

„Mein Konto“ beenden.<br />

4<br />

COMPUTER UND SMARTPHONE<br />

Napster über napster.de gleich im Browser hören oder<br />

die kostenlose <strong>So</strong>ftware installieren. Damit lassen sich<br />

auch Titel und Playlisten zum Offline-Hören verwalten (für<br />

die Dauer des Abos). Für Smartphones und Tablets mit<br />

Android oder iOS gibt es die entsprechende kostenlose<br />

App mit Offline-Modus. Die Napster-Redaktion stellt<br />

zudem jede Woche neue Alben und Empfehlungen vor.<br />

5<br />

HOME ENTERTAINMENT<br />

Wenn Sie Napster auf den verschiedenen Home Entertainment-Geräten<br />

nutzen möchten, können Sie sich<br />

einfach direkt dort mit Ihren Nutzerdaten und Passwort<br />

bei Napster einloggen. Auch Ihre persönlichen Playlists<br />

sind dann dort verfügbar.<br />

Fotos: Archiv, qushe – Shutterstock.com<br />

COMPUTER: Napster kann im Internet per Browser auf jedem Computer gehört<br />

werden. Für PC und Mac gibt es eine spezielle <strong>So</strong>ftware, die zusätzlich das<br />

Offline-Hören von Titeln ermöglicht .<br />

SMART-TV: Vernetzte Fernseher von Loewe, Philips und<br />

TechniSat setzen vorzugsweise auf Napster – ebenso wie<br />

Sat-Receiver von Humax und Blu-ray-Player von Philips.<br />

www.audio.de ›12 /2012 13


Magazin › SZENE<br />

HIFI-TERMINE<br />

3./4. 11. Aug und Ohr, CH-8005 Zürich<br />

lädt zur Hausmesse auf exquisitem Niveau – unter dem Motto<br />

„Musikhören der Extraklasse“ wird gleich eine ganze Reihe von<br />

Hochkarätern aufspielen. Die italienische Lautsprechermanufaktur<br />

<strong>So</strong>nus Faber etwa schickt mit der Guarneri Evolution, der Amati<br />

Futura und der Referenzbox Aida (im <strong>So</strong>nder-Finish Klavierlack weiß)<br />

gleich ein wahres Dream-Team nach Zürich. Nicht minder spektakulär<br />

die Elektronik: Mit dem CD-Server 111 und der Endstufe 911 aus dem<br />

Hause Burmester spielen zwei ebenso würdige Partner auf; außerdem<br />

ist die Standbox B80 mit im Boot. Und die badischen High-Ender<br />

AVM lassen ihre Referenz-Produkte aus der 8er-Serie von der Leine.<br />

www.augundohr.ch<br />

3./4. 11. High End Studios, 60327 Frankfurt<br />

präsentiert zusammen mit Werner Strehl vom ATC-Vertrieb audiophile,<br />

extravagant designte Endstufen sowie feinste Aktivboxen aus<br />

dem Hause ATC – auch die „Private Edition“ ist mit dabei. Anmeldung<br />

erwünscht per Telefon unter 069 / 739 14696 bzw. via Mail: info@<br />

highendstudios.de. www.highendstudios.de<br />

3./4. 11. Analog Forum, 46045 Krefeld<br />

Analog-Fans und Vinyl-Freunde, auf nach Krefeld: Im dortigen Hotel<br />

Mercure Krefeld-Traar (An der Elfrather Mühle 5, 47802 Krefeld)<br />

veranstaltet die renommierte Analogue Audio Association e. V. mit<br />

Sitz in Oberhausen ihr Analog-Forum 2012. Am Samstag (10-18 Uhr)<br />

und am <strong>So</strong>nntag (11-18 Uhr) dreht sich in dem schmucken Anwesen<br />

(ein Golfplatz liegt übrigens vis-a-vis) dann alles um die vielfältigen<br />

Aspekte der analogen Tonerzeugung und -wiedergabe. Eine detaillierte<br />

Programmübersicht findet sich in <strong>AUDIO</strong> 11/2012; alle Infos,<br />

Anfahrtsskizze usw. gibt es auch unter www.AAAnalog.de<br />

9./10. 11. Musikus HiFi, 30173 Hannover<br />

veranstaltet jeweils von 10 bis 19 Uhr eine Hausmesse. Vorgestellt<br />

werden Neuheiten aus dem Hause Quadral (Aurum Titan), Triangle<br />

(Concerto 2), Musical Fidelity sowie die aktuelle Heimkino-Receiver-<br />

Generation von Pioneer. Außerdem stehen auf über 400 Quadratmetern<br />

Verkaufsfläche viele weitere Neuheiten aus den Bereichen<br />

HiFi- und Multiroom-Technik unter Strom. www.musikus-hifi.de<br />

9./10. 11. HiFi-Studio Bernd Müller, 50674 Köln<br />

zeigt Lautsprecher aus dem Portfolio von ATC. Neben den „normalen“<br />

ATC-Modellen tritt auch die edle „Private Edition“ auf – und Werner<br />

Strehl vom ATC-Vertrieb. Um Voranmeldung wird gebeten:<br />

Telefon 0221 / 78 88 06 1 bzw. mail@hi-fi.de; www.hi-fi.de<br />

9./10. 11. / 23./24. 11. Luna Audio Lounge,<br />

90471 Nürnberg<br />

Vorhang auf für die deutsche Traditionsmarke Phonar: Am 9./10.<br />

November sorgen im Euckenweg 17 die neuen Boxen Veritas<br />

P6 Next und Veritas P4 Next sowie der Center C4 Next für<br />

tollen Ton – alle Modelle werden ausgiebig in Stereo und<br />

Surround vorgeführt. Für den Stereo-Direktvergleich<br />

stehen zudem Speaker von Wharfedale und Canton parat.<br />

Zwei Wochen später begrüßt Thomas Mathejczyk mit der<br />

Marke Cayin dann einen Neuzugang in seinem Produktportfolio.<br />

Im Rahmen eines „Röhren-Spezial-Events“ werden sowohl<br />

Cayin-Einzelkomponenten als auch eine Kombi aus Röhren-CD-Player und<br />

Röhren-Vollverstärker vorgestellt. Und mit der Dynavox Impuls III und der<br />

Phonar Veritas P6 Next schließt Mathejczyk gleich zwei aus seiner Sicht<br />

prächtig dazu passende Boxen an. www.luna-audio.de<br />

9. 11. - 7. 12. PhonoPhono, 10961 Berlin<br />

informiert auch nach rund sieben Jahren immer freitags (Bergmannstr.<br />

17, 17 bis 19 Uhr) unermüdlich über analoge Klangkultur sowie spannende<br />

digitale Aspekte. Die Themen der kommenden Wochen. 9. November:<br />

Moderne Plattenspieler aus allen Preisklassen im direkten Vergleich.<br />

16. 11.: Preiswerte HiFi-Technik – wie man gut klingende Geräte erkennt<br />

und auch für überschaubares Geld eine HiFi-Anlage konfiguriert. 23. 11.:<br />

Platten waschen & reinigen – Infos & Tricks zur Pflege schwarzer<br />

Schätze. 30. 11.: Tonabnehmer – wie <strong>klingt</strong> ein preiswertes MM-System?<br />

Welchen Einfluss hat der Nadelschliff? 7. Dezember: High-End-Plattenspieler<br />

für Kenner und Genießer. www.phonophono.de<br />

10. 11. / 30. 11. Radio Ferner, 38100 Braunschweig<br />

erwartet im Rahmen seiner Veranstaltungsreihe „Im Fokus“ (jeweils<br />

am zweiten Samstag des Monats) am 10. November einen Besuch von<br />

Dr. Roland Gauder. Der Isophon-Chef gibt unter dem Motto „Lautsprecher<br />

made in Germany“ und am Beispiel seiner Berlina RC 7 Einblicke in die<br />

Entwicklung und Produktion von High-End-Speakern am Qualitätsstandort<br />

Deutschland. Die Vorführungen beginnen um 11, 14 und 16 Uhr.<br />

Die zweite Radio-Ferner-Eventreihe „Die kleine Hörprobe“ (jeden letzten<br />

Freitag im Monat; 18 bis 20 Uhr) möchte am 30. 11. dann zeigen, wie<br />

prächtig die Verstärker, Laufwerke und DACs der deutschen High-End-<br />

Firma B.M.C. Audio mit den Boxen der dänischen Lautsprecherschmiede<br />

Dynaudio harmonieren. Anmeldung erbeten unter Telefon 0531 / 49 48 7;<br />

Mail: verkauf@radio-ferner.com www.radio-ferner.com<br />

16. 11. Vogdt Klang und Bild, 63225 Langen<br />

setzt ab 18 Uhr gemeinsam mit Klaus Schulte-Lünzum von T+A die neuen<br />

Lautsprecher T+A <strong>So</strong>litaire CWT 500 / CWT 1000 sowie die Criterion TCD<br />

in Verbindung mit der R-Serie unter Strom. Auch weitere Produkte der<br />

Herforder wie die E-Serie, der K2Blu, der K8 sowie das gesamte<br />

Lautsprecher-Programm stehen parat. Ergänzt wird die Vorführung mit<br />

Produkten von Loewe, Metz sowie Klangmöbeln von Spectral. Um<br />

Voranmeldung unter Telefon 0 61 03 / 97 77 77 oder per E-Mail (wild@<br />

vogdt.net) wird gebeten. www.wild-klangundbild.de<br />

16./17. 11. Visions & More, 73326 Deggingen<br />

(zwischen Ulm und Stuttgart)<br />

Am 16. (17-21.30 Uhr) und 17. 11. (11-18 Uhr) zeigt Visions-&-More-<br />

Geschäftsführer Jörg Gansloser aktuelle Boxenträume der<br />

eidgenössischen Boxenschmiede Piega an neuen Komponenten<br />

der italienischen Röhrenspezialisten Pathos. Mit dabei unter<br />

anderem: die Piega Coax 70.2 sowie die Premium 50.2 und der<br />

faszinierende Pathos Inpol Remix. Abgerundet<br />

wird die Show durch den Musik-<br />

Server Meridian <strong>So</strong>oloos MC200 –<br />

es lockt also zudem ein Vergleich<br />

14 www.audio.de ›12 /2012


Magazin › SZENE<br />

Fotos: Archiv, dowiliukas / Sergey Kandakov – Shutterstock.com<br />

zwischen High-Resolution-Dateien und konventionellen CDs.<br />

Eine Voranmeldung unter Telefon 0 73 34 / 60 80 71 6 oder per E-Mail<br />

(info@visionsandmore.eu) wird erbeten. www.visionsandmore.eu<br />

16./17. 11. HiFi Müller, 79078 Freiburg/Breisgau<br />

ist die nächste Station der ATC-Private-Edition-Tour. Rolf Müller und<br />

ATC-Vertriebsmann Werner Stehl zeigen feinste Aktivboxen und<br />

audiophile Endstufen im extravaganten Kleid. Anmeldung erbeten –<br />

Telefon 0761 / 50 78 00; info@hifimueller.de; www.hifimueller.de<br />

16./17. 11. Alex Giese, 30159 Hannover<br />

freut sich auf einen Besuch von Siegfried Amft. Der T+A-Chef moderiert<br />

einen Auftritt seiner neuen V-Serie an den High-End-Lautsprechern<br />

<strong>So</strong>litaire CWT 1000. Das komplette T+A-Programm ist ebenfalls<br />

vorführbereit – und wird größtenteils sogar mit der neuen T+A Control<br />

App angesteuert. Showtime: Freitag 10-19 Uhr, Samstag 10-16 Uhr.<br />

Für kühles Herforder Pils wird auch gesorgt. www.alexgiese.de<br />

Die Hanse-Metropole freut sich auf einen Ohrenschmaus der<br />

Extraklasse: Die renommierte High End <strong>So</strong>ciety mit Sitz in Wuppertal<br />

kommt mit der HIGH END ON TOUR an die Elbe. In 29 Vorführräumen<br />

des Commundo Tagungshotel (Oberer Landweg 27, 21033 Hamburg)<br />

lockt ein breites Spektrum an Komponenten aus allen Produktsegmenten:<br />

klassische Zweikanal-Elektronik, edle Röhren- und Analoggeräte,<br />

noble Lautsprecher-Skulpturen, schlaue Netzwerker, interessantes<br />

Zubehör. Neben großen Anbietern sind auch kleine, feine Edelschmieden<br />

vor Ort. Öffnungszeiten: Samstag 10-18 Uhr; <strong>So</strong>nntag 10-16<br />

Uhr. Eintritt: Tageskarte 5 Euro. www.highendsociety.de<br />

17. 11. HiFi Treffpunkt Concept, 79098 München<br />

lässt von 10 bis 15 Uhr die spektakuläre Traumbox KEF Blade an<br />

Röhrenelektronik von Audio Research zaubern. www.hifitreffpunkt.de<br />

17. 11. HiFi& Video Technik Gogler, 79098 Freiburg/Breisg.<br />

präsentiert Neuheiten von Naim an den Focal-Lautsprechern Electra Be<br />

und Utopia 3. Die Vorführungen starten jeweils zur vollen Stunde um 14,<br />

15 und 16 Uhr. Voranmeldung erbeten unter: Tel.: 07 61 / 2 66 66 oder<br />

email: info@hifi-gogler.de. www.hifi-gogler.de<br />

17./18. 11. HIGH END ON TOUR, 21033 Hamburg<br />

17./18. 11. / 30. 11. HiFi auf dem Bauernhof,<br />

87452 Altusried<br />

bittet HiFi-Fans von 10 bis 18 Uhr zu zwei Tagen der offenen Tür. Dabei<br />

wird, exklusiv in Süddeutschland, die französische Top-Box Cabasse<br />

L’Océan vorgestellt. Außerdem im Blickpunkt: die neue Dali Epicon 8,<br />

angetrieben über die Mono-Blöcke M 100 A von Paravinci. Firmen-<br />

Repräsentanten sind anwesend. Am 30. 11. lädt das Duo Dietmar<br />

Sutter & Gebhard Riedle dann (wie an jedem letzten Freitag des<br />

Monats) zum traditionellen Musikabend, bei dem in lockerer Atmosphäre<br />

aktuelle Tonträger und interessante Elektronikneuheiten<br />

beschnuppert werden. Thema diesmal: Heimkino für Einsteiger und<br />

Kenner. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, daher bitte vorher anmelden.<br />

Telefon: 0 83 73 / 70 19. www.hifi-bauernhof.de<br />

_09AX1_musicline_audio_12.pdf;S: 1;Format:(210.00 x 92.00 mm);10. Oct 2012 11:51:30<br />

2<br />

Naim nicht im Versand erhältlich<br />

Die neue Version des preisgekrönten All-in-one-Players<br />

von Naim bietet jetzt noch mehr Leistung, noch mehr<br />

Klang.<br />

„Druck, Spielfreude, Dynamik und Quirligkeit. Es ist<br />

schon faszinierend, wie viel Klang und Antrieb aus<br />

einer einzigen Kiste kommen kann.“ einsnull 4/2012<br />

„Selten hat eine unscheinbare ‚2’ im Namen eine so<br />

erfreuliche Weiterentwicklung gebracht.“ <strong>AUDIO</strong> 9/2012<br />

www.music-line.biz · Tel. 04105 77050


Magazin › SZENE<br />

23./24. 11. TV+HiFi-Studio Dickmann, 39108 Magdeburg<br />

lädt am Freitag (15 bis 21 Uhr) und Samstag (10 bis 15 Uhr) zur vierten<br />

Hausmesse. Unter dem Motto „Gut Musik hören“ warten zahlreiche<br />

Neuheiten aus HiFi und High End – etwa die aktuelle 12er-Serie von<br />

Rotel, die Standbox TCD 210 von T+A und neue Elektronik von Trigon.<br />

Phono-/Vinyl-Freunde dürfen sich auf Plattenspieler von Rega,<br />

Pro-Ject und Transrotor sowie auf interessantes Zubehör freuen. Als<br />

special guest mit dabei: Jens Welle vom Audio-Reference-Vertrieb<br />

– er bringt die neue Standbox Venere 2.5 der italienischen Traummarke<br />

<strong>So</strong>nus Faber mit in die Arndtstr. 39. www.fernsehdickmann.de<br />

24. 11. HiFi-Studio Bramfeld, 22175 Hamburg<br />

rückt von 10 bis 16 Uhr in gemütlicher und audiophiler Atmosphäre die<br />

englische Marke Naim in den Fokus. Um Voranmeldung wird gebeten<br />

– telefonisch unter 040 / 64 17 64 1 oder per Mail: info@hifi-studiobramfeld.de;<br />

www.hifi-studio-bramfeld.de<br />

24./25. 11. HiFi4Life, 72172 Sulz am Neckar<br />

veranstaltet im Hause Burger Raumideen bei Cognito (Waldstraße 91,<br />

76133 Karlsruhe) einen Workshop. Zu Gast: die Firmen RMS Audio,<br />

Audio Circle und Ridtahler mit aktueller Elektronik und Lautsprecher-<br />

Referenzen. Gezeigt werden u. a. neue RiPol-Bässe, die aktive und<br />

analoge Ridtahler-Frequenzweiche sowie Elektronik und Elektrostaten<br />

von RMS Audio. www.hifi4life.de<br />

1. 12. HiFi Concept, 81667 München<br />

Alle Jahre wieder steht in der Wörthstr. 45+38 die große Burmester-<br />

Gala auf dem Programm. Dieses Jahr präsentieren die Berliner<br />

High-Ender etwa das MusicCenter 111, eines der derzeit spannendsten<br />

Streaming-/Server-Systeme. Oder den D/A-Wandler 113 mit<br />

Bluetooth- und USB-Interface. Oder die Kompaktbox B 10 sowie die<br />

runderneuerte Standlautsprecher-Linie Rondo. Und: Man munkelt<br />

von weiteren Überraschungen im Lautsprecherbereich – sowohl bei<br />

größeren Standboxen als auch unterhalb der Rondo-Reihe ...<br />

www.hificoncept.de<br />

6. 12. Boxen Gross, 10999 Berlin<br />

„HiFi-Anlagen mit modernem Gesicht“ lautet das Thema beim monatlichen<br />

Boxen-Gross-Workshop (jeden ersten Donnerstag des Monats).<br />

Es treten an: Aktivlautsprecher (mit und ohne Kabel) plus Streamingplayer<br />

bzw. Rechner mit D/A-Wandler contra konventionelle HiFi-<br />

Ketten. Dabei: Neuheiten von Audium, Atoll, Linn. www.boxengross.de<br />

BEIM HANDEL HINGEHÖRT<br />

<strong>AUDIO</strong> fragt nach im Fachhandel: Wo beginnt für Händler „seriöse“ HiFi-Qualität, welche Komponenten<br />

sind für Einsteiger empfehlenswert? Und welche Tonträger benutzen sie für Vorführungen?<br />

UNSERE FRAGEN AN DEN FACHHANDEL:<br />

1 Wie viel Geld muss man aus Ihrer<br />

Sicht für den Einstieg in seriöse<br />

HiFi-Qualität zirka investieren? Und<br />

welche Gerätekombination würden<br />

Sie zu diesem Preis empfehlen?<br />

2 Was sind Ihre Lieblings-<br />

Vorführ-CDs bzw. -LPs, -DVDs<br />

oder -Blu-rays – und warum?<br />

3 Welche neue Marke bzw. welches<br />

herausragende Produkt haben Sie<br />

zuletzt in Ihr Portfolio aufgenommen<br />

– und warum?<br />

VOGDT<br />

KLANG UND BILD<br />

Thomas Wild<br />

Fahrgasse 17<br />

63225 Langen<br />

1 Der Wunsch des Kunden ist entscheidend.<br />

Der eine findet seine ideale Anlage<br />

für 2000-3000€; der andere investiert<br />

auch mehr als 4000€. Für die Wiedergabe<br />

einer großen Bühne und einen<br />

detaillierten Klang empfehlen wir den<br />

Music-Receiver von T+A (Bild; ca. 2700<br />

Euro), die KS 350 von T+A (ca. 2000€)<br />

plus Lautsprecherkabel Rocket 44 von<br />

Audioquest (450€ für 2 x 3 m). Wow!<br />

2 Musik ist Emotion und soll Spaß machen.<br />

Die persönlichen Vorlieben sind<br />

dabei entscheidend. <strong>So</strong> begrüßen wir<br />

es immer, wenn der Kunde seine Lieblings-CDs<br />

mitbringt. Wir selbst spielen<br />

am liebsten Stücke von Pink Floyd, Dire<br />

Straits, Queen, Diana Krall, Norah Jones<br />

und Klassik von Vivaldi und Mozart sowie<br />

Filmmusik. Hier sind bewusst keine<br />

Alben aufgeführt, da wir gerne Material<br />

in 24 Bit im Vergleich zu CD und SACD<br />

vorführen, welches momentan nur<br />

begrenzt erhältlich ist. Die Wiedergabe<br />

von z.B. FLAC ermöglicht atemberaubenden<br />

Genuss!<br />

3 Neu im Programm haben<br />

wir Lautsprecher von Dynaudio<br />

wie die Xeo (Bild), die<br />

durch erstklassige drahtlose<br />

Musikwiedergabe überzeugt,<br />

und die Lautsprecher-Serie<br />

Focus. Plus Verstärker von<br />

NAD; sie bringen durch modularen<br />

Aufbau und Nachhaltigkeit<br />

sowie neukonzipierte,<br />

reine Digital-Verstärker<br />

Musik genuss auf den Punkt.<br />

Tipp für Kopfhörer-Fans: der<br />

USB-DAC DragonFly von Audioquest.<br />

Dazu einen HD 800<br />

von Sennheiser – und Sie vergessen<br />

glatt, dass Sie nur via<br />

Kopfhörer hören.<br />

16<br />

www.audio.de ›12 /2012


Magazin › KURZ-TEST<br />

BOSE SIE2/ SIE2I, UM 120/150 EURO<br />

FIT FOR FUN<br />

Leidenschaftliche Sportler lassen sich auch von Herbstwetter<br />

und Regenschauer nicht vom Training im Freien abhalten. Die<br />

Bose-In-Ears SIE2 sind dafür die passenden Begleiter. Sie<br />

sind wasser- und schweißresistent, die Fitness-Tasche für<br />

den Arm sorgt für reichlich Bewegungsfreiheit. Der Klang ist<br />

wie beim Bose MIE (Mobile Head-Set) extrem ausgewogen,<br />

mit einer leicht stärkeren Betonung in den Mitten und einem<br />

für das iPhone angepassten Wirkungsgrad; sie gehen deutlich lauter als die<br />

Ur-In-Ears. Die eigenwilligen Aufsätze mit dem charakteristischen Haken<br />

müssen exakt in der Ohrmuschel sitzen (und nicht etwa tief im Gehörgang),<br />

dann erlauben sie auch wildeste Übungen und sauberen, akzentuierten Bass. Den<br />

SIE2 gibt es auch mit Mikrofon und Fernbedienung für Apple-Phones als SIE2i. ct<br />

STECKBRIEF SIE/SIE2I<br />

Vertrieb<br />

www<br />

Garantiezeit<br />

Gewicht<br />

Zubehör<br />

<strong>AUDIO</strong>GRAMM<br />

Bose Deutschland GmbH<br />

bose.de<br />

2 Jahre<br />

9,7 Gramm<br />

Verlängerungskabel,<br />

Fitness-Armtasche passend<br />

für iPhone 3/4, 3 Paar Ohreinsätze<br />

(S,M,L)<br />

ÅAusgewogener Klang,<br />

schöne Bässe, viel Zubehör.<br />

ÍDie Aufsätze müssen gut<br />

am Ohr sitzen, um den Klang<br />

voll zu entfalten.<br />

Klang 68<br />

Verarbeitung<br />

sehr gut<br />

KLANGURTEIL 68<br />

PREIS/LEISTUNG SEHR GUT<br />

MESSLABOR<br />

Schön ausgewogener Frequenzverlauf<br />

mit einer leichten Anhebung im Grundton<br />

und um 2 kHz. Der Wirkungsgrad<br />

(bei 1mW) liegt bei sehr guten 109dB.<br />

Impedanz: 44,9Ω<br />

_09AFF_Oehlbach_Video_12_12.pdf;S: 1;Format:(210.00 x 95.00 mm);09. Oct 2012 11:45:44<br />

∙ Intuitive Benutzerführung<br />

∙ Schnelle und qualifizierte Produktsuche<br />

∙ In drei Schritten zum Wunschkabel<br />

∙ Alle Produktinfos auf einen Blick<br />

∙ Komfortable Händlersuche<br />

OEHLBACH ® Kabel GmbH I Lise-Meitner-Str. 9 I D-50259 Pulheim I infoline@oehlbach.com


Lautsprecher › STANDBOXEN<br />

TEST<br />

Standboxen ab 440 Euro<br />

KEF C5 460 €<br />

MAGNAT VECTOR 207 600 €<br />

TEUFEL ULTIMA 40 MK II 450 €<br />

WHARFEDALE DIAMOND 10.3 440 €<br />

Beginnen wir ausnahmsweise mit<br />

den Dingen, die Sie von unseren<br />

vier Standboxen zwischen 440<br />

und maximal 600 Euro pro Paar hoffentlich<br />

nicht erwarten. Schwelgerische<br />

Klangbeschreibungen voller Superlative<br />

18 www.audio.de ›12/2012


Lautsprecher › STANDBOXEN<br />

GUT & GÜNSTIG<br />

HiFi-Einsteiger und nüchterne Pragmatiker freuen sich über Lautsprecher, die nicht die Welt<br />

kosten und dennoch toll klingen. Bei paarweise gut 400 Euro starten die günstigsten Standboxen<br />

renommierter Marken. Vier Modelle hat <strong>AUDIO</strong> sich näher angesehen.<br />

■ Text: Wolfram Eifert<br />

zum Beispiel, fertigungsintensive Techniklösungen<br />

oder handwerklich aufwendige<br />

Gehäuse. Denn in diesen Preisgefilden<br />

geht es um erst einmal die Einhaltung<br />

der elementaren HiFi-Tugenden:<br />

Neutralität, Dynamik, Belastbarkeit.<br />

Spannend zu testen sind die Einsteigermodelle<br />

allemal, denn bei einem knappen<br />

Kostenrahmen ist die Intelligenz der<br />

Kaufleute und Entwickler besonders gefordert.<br />

Konstruktiv sind die Unterschiede<br />

auch in dieser Klasse beträchtlich:<br />

KEF und Wharfedale schicken vergleichsweise<br />

zierliche Zweiwegelösungen<br />

ins Rennen, Magnat und<br />

Teufel setzen auf drei getrennte Wege<br />

mit spezialisierten Mitteltonchassis und<br />

gleich zwei Tieftönern pro Box.<br />

www.audio.de ›12 /2012<br />

19


Lautsprecher › STANDBOXEN<br />

KEF C5 UM 460 EURO<br />

Die Marke KEF ist in den Köpfen<br />

vieler Boxenkenner untrennbar<br />

mit dem sogenannten Uni-Q-<br />

Chassis verbunden, bei dem zwei Chassis<br />

eine näherungsweise punktförmige<br />

Schallquelle bilden. Die Anordnung führt<br />

zu einem besonders gleichmäßigen<br />

Rundstrahlverhalten, ist in der Herstellung<br />

allerdings auch recht anspruchsvoll.<br />

Die C-Serie, die günstigste Baureihe im<br />

Hause KEF, muss auf dieses Merkmal<br />

verzichten und mit räumlich getrennten<br />

Chassis zurecht kommen. Selbige sind<br />

allerdings sehr dicht zusammengerückt,<br />

sodass auch hier mit einem homogenen<br />

Abstrahlverhalten und guter Feindynamik<br />

gerechnet werden darf.<br />

Beim genaueren Hinsehen zeigen sich<br />

dann aber doch gewisse Parallelen zu<br />

den höherpreisigen Serien: Vor der silbernen<br />

Alumembran der Hochtonkalotte<br />

ist eine sternförmig gezackte Schallführung<br />

angebracht, die in sehr ähnlicher<br />

Form auch bei den Uni-Q-Systemen<br />

RAUM UND<br />

AUFSTELLUNG<br />

Raumgröße<br />

M<br />

K<br />

Akustik<br />

T<br />

A<br />

Aufstellung<br />

W<br />

D<br />

G<br />

H<br />

Gut für kleine Räume geeignet,<br />

auch bei wandnaher Position.<br />

Anwinkeln selten erforderlich,<br />

mittlere Bedämpfung wählen.<br />

Die Aufschlüsselung der Symbole finden Sie<br />

auf Seite 156.<br />

F<br />

GEFÜHRT UND GESCHÜTZT: Die kleine,<br />

sternförmige Linse vor der Kalottenmembran<br />

dient als Berührschutz und verbessert das<br />

Rundstrahlverhalten.<br />

zum Einsatz kommt. Im Nebengang<br />

dient die Linse als Berührschutz für das<br />

empfindliche Schwingsystem. Tiefere<br />

Frequenzen verarbeitet die C5 über zwei<br />

13 Zentimeter große Konustreiber mit<br />

riesigen Staubschutzkalotten.<br />

Trotz des günstigen Preises ist die C5<br />

sauber verarbeitet und ansprechend gestaltet.<br />

Eine großflächige, intensiv glänzende<br />

Blende kaschiert die Körbe der<br />

Chassis und ihre Verschraubungen. Eine<br />

angesetzte <strong>So</strong>ckelplatte sorgt für einen<br />

festen Stand, der sich mit Spikes weiter<br />

perfektionieren lässt.<br />

Beim Hörtest überrascht die KEF mit<br />

einem für ihre Größe sehr souveränen<br />

Tieftonbereich, der bei bassbetonten<br />

<strong>So</strong>ngs wie „My Dog Eats Beats“ der<br />

deutschen Elektronik-Formation Console<br />

das nicht gerade üppige Boxenformat<br />

mühelos vergessen macht. Die<br />

Wharfedale <strong>klingt</strong> im direkten Vergleich<br />

weniger tiefbassprall, rückt dafür die<br />

rhythmischen Komponenten mehr in der<br />

Vordergrund als die in den Mitten eher<br />

unsortiert agierende C5.<br />

Erst Magnat und Teufel (siehe folgende<br />

Seiten) zeigen, wer in diesem Feld die<br />

Hosen an hat. Die temperamentvolle Ultima<br />

40 Mk II versetzt ihre Hörer bei<br />

Console in feinste Clubstimmung. Die<br />

Magnat tönt kaum minder agil und erinnert<br />

mit ihrer fein auflösenden Spielweise<br />

hier und da sogar an teurere Boxen.<br />

Fotos: Herbert Härle, AKV - Shutterstock, Archiv<br />

MESSLABOR<br />

Die C5 glänzt mit einem ausgewogenen<br />

Frequenzverhalten und zeigt sich für eine<br />

Box dieser Größe recht wattgenügsam. Im<br />

Tiefbass werden erfreuliche 41 Hz bezogen<br />

auf -3 dB erreicht. Das Impedanzminimum<br />

beträgt 3 Ohm bei 207 Hz. Die Klirranteile<br />

(siehe untere Kurven im rechten Diagramm)<br />

sind recht gering. Die maximal erzielbare<br />

Lautstärke beträgt 99,5 Dezibel in 1 Meter<br />

Entfernung. AK: 60<br />

KEF C5<br />

Frequenzgang<br />

100 dB<br />

axial 10*hoch 30*seitl.<br />

90 dB<br />

80 dB<br />

70 dB<br />

60 dB<br />

50 dB<br />

10 Hz 100 Hz 1 kHz 10 kHz 40 kHz<br />

KEF C5<br />

Pegel- & Klirrverlauf<br />

110 dB<br />

85 dB 90 dB 95 dB 100 dB<br />

100 dB<br />

90 dB<br />

80 dB<br />

70 dB<br />

60 dB<br />

50 dB<br />

20 Hz 50 Hz 100 Hz 200 Hz 500 Hz 1 kHz 2 kHz 5 kHz<br />

20<br />

www.audio.de ›12 /2012


Lautsprecher › STANDBOXEN<br />

MAGNAT VECTOR 207 UM 600 EURO<br />

Die Vector 207 von Magnat ist<br />

eine auffallend solide Standbox,<br />

die gefühlt etwa 800 bis 1000<br />

Euro kosten müsste. Tatsächlich liegt der<br />

Listenpreis bei 600 Euro pro Paar, und<br />

auch diese Marke lässt sich durch eine<br />

Preisrecherche nochmal drücken – auf<br />

knapp unter 500 Euro.<br />

Da mag die Frage gestattet sein, wie ein<br />

Boxenhersteller bei solchen Kampfpreisen<br />

überleben kann, zumal weder Optik<br />

noch Technik einen prekären Touch zeigen.<br />

Die seidenmatt lackierte Schallwand<br />

bietet eine umlaufende Nut zur<br />

Fixierung der Schutzgitter. Flächenbündig<br />

eingelassen sind vier Chassis, bei<br />

deren Entwicklung der legendäre Klippel-Analyser<br />

im Spiel war. Zwei hochbelastbare<br />

Tieftöner im 17-Zentimeter-<br />

Format befähigen die 207 zur entspannten<br />

Verarbeitung sattester Bass- und<br />

Grundtonpegel. Bei 300 Hertz kommt<br />

der Mitteltöner ins Spiel, der bei gut<br />

3000 Hertz von einem ausgereiften<br />

Kalottensystem mit weicher Seidenmembran<br />

abgelöst wird.<br />

BEACHTLICHER<br />

AUFWAND: Das<br />

sehr großvolumige<br />

Boxengehäuse wird<br />

im Inneren vierfach<br />

durch horizontale<br />

Ringe versteift. Der<br />

Mitteltöner (oben)<br />

arbeitet in einem<br />

separaten Volumen.<br />

Bassreflexrohre und<br />

Weiche sind an der<br />

Rückwand befestigt.<br />

Dass die Entwickler ihre Hausaufgaben<br />

gemacht haben, belegen die Messwerte:<br />

Schnurgerade Frequenzgänge<br />

und geringste Verzerrungen signalisieren,<br />

dass die Box zu den ernsthaftesten<br />

Angeboten ihrer Klasse zählt.<br />

Zur faszinierend neutralen Abstimmung<br />

kommt bei der 207 ein klassenuntypisch<br />

gutes Gespür für Rhythmus und Timing,<br />

das so ausgeprägt keine andere Box im<br />

Feld zuwege bringt. Beim Neil-Diamond-<br />

Klassiker „I’m A Believer“, dargeboten<br />

von Barb Jungr, <strong>klingt</strong> die Magnat faszinierend<br />

wenig nach Lautsprecher und<br />

auffallend homogen.<br />

Die Teufel tönt technischer, mehr wie eine<br />

typische Mehrwegebox. Trotz audiophiler<br />

Tendenzen ist die Magnat kein<br />

Kind von Traurigkeit. Beim Elektro-Pop-<br />

Rüttler „My Dog Eats Beats“ von Console<br />

lässt sie sich mühelos zu gewaltigen<br />

Lautstärkesprüngen hinreißen.<br />

Und wirkt dabei nicht mal angestrengt.<br />

RAUM UND<br />

AUFSTELLUNG<br />

Raumgröße<br />

M<br />

K<br />

Akustik<br />

T<br />

A<br />

Aufstellung<br />

W<br />

D<br />

G<br />

H<br />

Für mittlere und große Zimmer,<br />

frei aufstellen. Anwinkeln zum<br />

Hörer für maximale Auflösung.<br />

Raum nicht zu sehr dämmen.<br />

Die Aufschlüsselung der Symbole finden Sie<br />

auf Seite 156.<br />

F<br />

MESSLABOR<br />

Die Schalldruckkurven der 207 verlaufen<br />

abgesehen von einer Betonung bei 120 Hz<br />

überaus linear. Auch das Winkelverhalten<br />

ist hervorragend. Die untere Grenzfrequenz<br />

liegt bei mäßigen 67 Hz bezogen auf -3 dB.<br />

Das Impedanzminiumum erreicht 3,3 Ohm<br />

bei 131 Hz. Maximal wird eine Lautstärke<br />

von 107 dB in 1 Meter Entfernung erzielt.<br />

Die Verzerrungen sind extrem gering. Der<br />

hohe Wirkungsgrad ergibt eine AK von 51.<br />

Magnat Vector 207<br />

Frequenzgang<br />

100 dB<br />

axial 10*hoch 30*seitl.<br />

90 dB<br />

80 dB<br />

70 dB<br />

60 dB<br />

50 dB<br />

10 Hz 100 Hz 1 kHz 10 kHz 40 kHz<br />

Magnat Vector 207<br />

Pegel- & Klirrverlauf<br />

110 dB<br />

85 dB 90 dB 95 dB 100 dB<br />

100 dB<br />

90 dB<br />

80 dB<br />

70 dB<br />

60 dB<br />

50 dB<br />

20 Hz 50 Hz 100 Hz 200 Hz 500 Hz 1 kHz 2 kHz 5 kHz<br />

www.audio.de ›12 /2012 21


Lautsprecher › STANDBOXEN<br />

TEUFEL ULTIMA 40 MK II UM 450 EURO<br />

Die Ultima 40 von Teufel ist eine<br />

auffallend erwachsene Standbox,<br />

die paarweise für gerade<br />

mal 450 Euro den Besitzer wechselt.<br />

Bereits der haptische Gegenwert ist<br />

gigantisch: Die horizontalen Kanten sind<br />

großzügig gerundet, das Terminal angenehm<br />

griffig, die Schallwand hochglänzend<br />

veredelt. Die Stoffabdeckungen<br />

machen einen richtig vornehmen<br />

Eindruck. Der Träger besteht aus einem<br />

Kunststoff geflecht, welches die seit liche<br />

Schallausbreitung viel weniger stört als<br />

die früher üblichen, wulstigen Holzrahmen.<br />

Während Skeptiker noch grübeln, ob der<br />

Klang hält, was die Optik verspricht, hat<br />

sich das Heer der Schnäppchen jäger<br />

längst entschieden. Nach Aussagen des<br />

Herstellers war die Ultima 40 im vergangenen<br />

Jahr die meistverkaufte Standbox<br />

Deutschlands. Die kürzlich vorgestellte<br />

zweite Generation will alles<br />

noch ein wenig besser machen.<br />

RAUM UND<br />

AUFSTELLUNG<br />

Raumgröße<br />

M<br />

K<br />

Akustik<br />

T<br />

A<br />

Aufstellung<br />

W<br />

D<br />

G<br />

H<br />

Zimmer mittlerer Größe und<br />

freie oder wandnahe Position<br />

bei neutraler Raumakustik.<br />

Anwinkeln für mehr Brillanz.<br />

Die Aufschlüsselung der Symbole finden Sie<br />

auf Seite 156.<br />

F<br />

STROMPOTENTE FREQUENZWEICHE:<br />

Rollenkerne aus grauem Ferrit umhüllen die<br />

rotbraunen Drosselspulen. Damit sinken die<br />

Verlustwiderstände deutlich.<br />

Man erkennt die Weiterentwicklung am<br />

neu hinzu gekommenen <strong>So</strong>ckel, der zu<br />

drei Zentimeter mehr Bauhöhe führt. Die<br />

Chassis mit Membranen aus Glasfaser,<br />

Kevlar und Textilgewebe wurden subtil<br />

verfeinert, die Frequenzweiche vollständig<br />

erneuert. Damit ergeben sich etwas<br />

andere Übernahmefrequenzen.<br />

Wichtiger als geänderte Eckdaten ist<br />

das klangliche Ergebnis, und das überzeugt<br />

bei der neuen Ultima auf der ganzen<br />

Linie. War der Vorgänger (siehe AU-<br />

DIO 2/2011) noch eine auf Loudness<br />

und vordergründige Attacke getrimmte<br />

Spaßbox, kommt bei der neuen Version<br />

eine gute Portion Natürlichkeit hinzu. Die<br />

Frequenzgangkurven (siehe Kasten unten)<br />

verlaufen bei der Mk II deutlich linearer,<br />

die Verzerrungen sind geringer. Mit<br />

dieser stark verfeinerten Abstimmung<br />

wird die Ultima sogar klassiktauglich.<br />

Bedenken, das Temperament der ersten<br />

Generation sei auf der Strecke geblieben,<br />

sind unbegründet. Der impulsive Elektropop-Track<br />

„My Dog Eats Beats“ perlt<br />

derart nachdrücklich aus der Mk II, dass<br />

Fans dieser Stilrichtung aus dem Grinsen<br />

nicht mehr herauskommen. Ähnlich<br />

souverän beherrscht dieses Genre in<br />

diesem Feld nur die Magnat. Auch bei<br />

der gefühlvollen Neil-Diamond-Ballade<br />

„I’m A Believer“ macht die Teufel eine<br />

sehr gute Figur. <strong>So</strong> vielschichtig klingen<br />

derart preiswerte Boxen nur selten.<br />

MESSLABOR<br />

Die neue Ultima 40 zeigt im Vergleich zum<br />

Vorgänger ein wesentlich ausgewogeneres<br />

Frequenzverhalten. Erst bei sehr guten 40<br />

Hz wird die Übertragungsgrenze im Bass<br />

erreicht. Die Impedanz liegt im Mittel bei 4<br />

Ohm mit einem Minimum von 3,2 Ohm bei<br />

2,7 kHz. Die Verzerrungen sind geringer als<br />

vor der Überarbeitung. Als höchstmögliche<br />

Lautstärke werden 100 dB bezogen auf 1<br />

Meter Entfernung erzielt. AK: 60<br />

Teufel UL 40 MK2<br />

Frequenzgang<br />

100 dB<br />

axial 10*hoch 30*seitl.<br />

90 dB<br />

80 dB<br />

70 dB<br />

60 dB<br />

50 dB<br />

10 Hz 100 Hz 1 kHz 10 kHz 40 kHz<br />

Teufel UL 40 MK2<br />

Pegel- & Klirrverlauf<br />

110 dB<br />

85 dB 90 dB 95 dB 100 dB<br />

100 dB<br />

90 dB<br />

80 dB<br />

70 dB<br />

60 dB<br />

50 dB<br />

20 Hz 50 Hz 100 Hz 200 Hz 500 Hz 1 kHz 2 kHz 5 kHz<br />

22<br />

www.audio.de ›12 /2012


Veredelt von<br />

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Lautsprecher › STANDBOXEN<br />

WHARFEDALE DIAMOND 10.3 UM 440 EURO<br />

Das Rennen um die wuchtigste<br />

Box zum kleinsten Preis scheint<br />

die Entwickler der britischen<br />

Marke Wharfedale ziemlich kalt zu lassen.<br />

Klar hat man dort auch kräftige Brocken<br />

im Angebot, etwa die Diamond 10.5, die<br />

<strong>AUDIO</strong> bereits im Februar vergangenen<br />

Jahres zu Gast hatte. In diesem Modell<br />

ist ein strammer 17er-Bass mit zwei<br />

Kalottentreibern verheiratet, zum Preis<br />

von 600 Euro pro Paar.<br />

Doch viele Anwender wollen gar keine<br />

derart großen Boxen, sei es aus optischen<br />

Gründen oder weil sie die mit<br />

betont üppigen Membranflächen erzielbaren<br />

Schalldruckreserven in ihrem<br />

Wohnumfeld nicht ausreizen können.<br />

Dieser gar nicht so kleinen Zielgruppe<br />

sind Großkaliber im Stile der Magnat<br />

oder Teufel ziemlich schnuppe.<br />

Wer es platzsparend und wertig mag,<br />

sollte sich die zierliche 10.3 ansehen, die<br />

günstigste Standbox der Diamond-Serie.<br />

RAUM UND<br />

AUFSTELLUNG<br />

Raumgröße<br />

M<br />

K<br />

Akustik<br />

T<br />

A<br />

Aufstellung<br />

W<br />

D<br />

G<br />

H<br />

Ideal für kleine Räume, jedoch<br />

nicht zu nah an der Wand. Zum<br />

Hörer anwinkeln, neutrale oder<br />

trockene Raumakustik.<br />

Die Aufschlüsselung der Symbole finden Sie<br />

auf Seite 156.<br />

F<br />

PLATZ GESPART: Ein kleiner, kräftiger<br />

Neodymmagnet reduziert den Platzbedarf<br />

des Hochtöners und ermöglicht ein sehr<br />

kompaktes, akustisches Zentrum.<br />

Die nur 80 Zentimeter große Säule nutzt<br />

die gleiche Hochtonkalotte wie die 10.5<br />

in Kombination mit einem 13er-Tiefmitteltöner<br />

mit dunkelgrau beschichteter<br />

Kevlarmembran. Damit sind wie bei<br />

Kompaktboxen „nur“ zwei Chassis verbaut.<br />

Der Unterschied liegt im größeren<br />

Nettovolumen (erlaubt mehr Tiefbass)<br />

und beim sozusagen integrierten Boxenständer.<br />

Was der 10.3 an Membranfläche fehlt,<br />

macht sie durch einen höheren Aufwand<br />

bei Chassis und Gehäuse wett. Die Seitenwände<br />

sind dezent gebogen, was<br />

Steifigkeit und Neutralität erhöht. Die<br />

10.3 zeigt den für sehr kleine Boxen typischen<br />

großen Watthunger und wehrt<br />

sich vehement gegen hohe Pegel. Doch<br />

solange man mit Zimmerlautstärken an<br />

die Sache herangeht (oder knapp darüber)<br />

ist alles in Butter. Dann werden<br />

auch kernig-komplexe Bassläufe von der<br />

kleinen Diamond sehr körperhaft und<br />

durchaus wuchtig dargestellt.<br />

Das Talent der Wharfedale liegt eindeutig<br />

im audiophilen Bereich. Wenn Barb<br />

Jungr den Neil-Diamond-Klassiker „I’m<br />

A Believer“ anstimmt, ist die auffallend<br />

klar und plastisch klingende Säule voll in<br />

ihrem Element. Der Wunsch, die Lautstärke<br />

großartig hochzudrehen kommt<br />

erst gar nicht auf, denn die Teilhabe am<br />

Geschehen klappt bei der Diamond 10.3<br />

auch so. Bei der räumlichen Ortbarkeit<br />

von Einzelstimmen liegt die zierliche<br />

Wharfe dale sogar vorne im Feld.<br />

MESSLABOR<br />

Bei der Diamond 10.3 werden Frequenzen<br />

im Präsenzbereich um 2 KHz leicht betont,<br />

die Höhen dagegen leiser abgestrahlt. Im<br />

oberen Bass ist eine leichte Anhebung zu<br />

erkennen. Die untere Grenzfrequenz liegt<br />

bei bescheidenen 71 Hz. Die im Datenblatt<br />

mit 6 Ohm angegebene Box erreicht bei<br />

der Impedanz Minima knapp unter 4 Ohm.<br />

Das Pegellimit liegt bei 92,5 dB, darüber<br />

nimmt der Bass-Klirr überhand. AK: 70<br />

Wharfedale Diamond 10.3<br />

Frequenzgang<br />

100 dB<br />

axial 10*hoch 30*seitl.<br />

90 dB<br />

80 dB<br />

70 dB<br />

60 dB<br />

50 dB<br />

10 Hz 100 Hz 1 kHz 10 kHz 40 kHz<br />

Wharfedale Diamond 10.3 Pegel- & Klirrverlauf<br />

110 dB<br />

85 dB 90 dB 95 dB 100 dB<br />

100 dB<br />

90 dB<br />

80 dB<br />

70 dB<br />

60 dB<br />

50 dB<br />

20 Hz 50 Hz 100 Hz 200 Hz 500 Hz 1 kHz 2 kHz 5 kHz<br />

24<br />

www.audio.de ›12 /2012


Lautsprecher › STANDBOXEN<br />

FAZIT<br />

Wolfram Eifert<br />

<strong>AUDIO</strong>-Mitarbeiter<br />

Ein Test von Standboxen in dieser<br />

so günstigen Preisklasse ist stets<br />

eine Gratwanderung. Auch wenn<br />

die Ergebnisse an sich erfreulich<br />

sind, hält sich der Jubel für mich<br />

in Grenzen, denn häufig bieten<br />

Boxen, die nur wenige hundert<br />

Euro mehr kosten, ein deutliches<br />

Plus an Verarbeitung und Klang.<br />

Ich persönlich würde lieber etwas<br />

länger sparen und dann 1500 bis<br />

2000 Euro ausgeben. Bei keiner<br />

anderen Geräteart sind für derart<br />

maßvolle Euro-Beträge so große<br />

Klangsteigerungen erzielbar. Die<br />

in der Summe beste Box im Feld<br />

ist die Magnat, die einen rundum<br />

ausgereiften Eindruck hinterlässt.<br />

Den größten Spaßfaktor und das<br />

beste Preis-Leistungs-Verhältnis<br />

bietet die Teufel.<br />

VERSTÄRKER-EMPFEHLUNG<br />

KEF C5<br />

Die KEF spielt im Hochton anspringend, mitunter<br />

aber auch etwas zu metallisch-frisch.<br />

Der Pioneer A30 (300€) dämpft diese Tendenz<br />

mit elegant-seidigen Höhen und kontrolliert<br />

zudem den üppigen KEF-Bass sehr gut.<br />

PIONEER A30, <strong>AUDIO</strong> 9/12<br />

TEUFEL ULTIMA 40 MK II<br />

Die quirlige Teufel-Box fand im NAD C-<br />

316BEE ihren idealen, ruhig-gelassenen Gegenpol:<br />

Ihr Klangfarben-Bouquet wirkte mit<br />

dem kleinen Amp harmonischer und runder<br />

als mit so manchem teureren Kandidaten.<br />

NAD C-316BEE, <strong>AUDIO</strong> 10/10<br />

MAGNAT VECTOR 207<br />

Die ausgewogene Magnat kann einen kräftigen,<br />

dynamisch aufgeweckten Verstärker<br />

gebrauchen – der AMC XIA (450€) bringt das<br />

große Potential der 207 wunderbar zum Vorschein.<br />

Noch besser kostet drastisch mehr.<br />

AMC XIA, <strong>AUDIO</strong> 10/10<br />

WHARFEDALE DIAMOND 10.3<br />

Die Diamond zeigt hohe tonale Geschlossenheit<br />

und verträgt einen etwas extrovertierteren<br />

Verstärker<br />

– Der Hybrid-Mini<br />

Dynavox VR-307<br />

(300€) ergänzte<br />

die Box zu einer<br />

audiophilen<br />

Geheimptipp-<br />

Kombi.<br />

DYNAVOX VR-307, <strong>AUDIO</strong> 5/10<br />

STECKBRIEF<br />

Vertrieb<br />

www.<br />

Listenpreis<br />

Garantiezeit<br />

Maße B x H x T<br />

Gewicht<br />

Furnier/Folie/Lack<br />

Farben<br />

Arbeitsprinzipien<br />

Raumanpassung<br />

Besonderheiten<br />

KEF<br />

C5<br />

GP Acoustics<br />

0231 / 98 60 320<br />

kef.com<br />

460 Euro<br />

5 Jahre<br />

17,7 x 91,5 x 26 cm<br />

11,5 kg<br />

– / • / –<br />

Esche schwarz,<br />

Nussbaum<br />

2 Wege, Bassreflex<br />

–<br />

<strong>So</strong>ckelplatte, Bi-Wiring<br />

MAGNAT<br />

VECTOR 207<br />

Magnat Audio<br />

02234 / 80 70<br />

magnat.de<br />

600 Euro<br />

5 Jahre<br />

20 x 110 x 33 cm<br />

21 kg<br />

– / • / –<br />

Schwarz, Mokka, Schallwand<br />

seidenmatt lackiert<br />

3 Wege, Bassreflex<br />

–<br />

Gummifüße, Spikes, Bi-Wiring<br />

KAUF-TIPP<br />

STANDBOXEN UM 450€<br />

TEUFEL<br />

ULTIMA 40 MK II<br />

Lautsprecher Teufel<br />

030 / 300 9 300<br />

teufel.de<br />

450 Euro<br />

12 Jahre<br />

21,5 x 106 x 32,7 cm<br />

16 kg<br />

– / • / –<br />

Schwarz, Schallwand<br />

hochglänzend<br />

3 Wege, Bassreflex<br />

–<br />

Kanten gerundet, Bi-Wiring<br />

12/12<br />

WHARFEDALE<br />

DIAMOND 10.3<br />

IAD GmbH<br />

02161 / 61 783 11<br />

wharfedale.co.uk<br />

440 Euro<br />

5 Jahre<br />

19,4 x 80 x 27,8 cm<br />

12,4 kg<br />

– / • / –<br />

Ahorn (2x), Rosenholz, Kirsche,<br />

Schwarz, Wenge, Walnuss<br />

2 Wege, Bassreflex<br />

–<br />

Seitenteile gerundet, Bi-Wiring<br />

<strong>AUDIO</strong>GRAMM<br />

Neutralität (2x)<br />

Detailtreue (2x)<br />

Ortbarkeit<br />

Räumlichkeit<br />

Feindynamik<br />

Maximalpegel<br />

Bassqualität<br />

Basstiefe<br />

Verarbeitung<br />

ÅNeutraler, bei nicht zu hohen<br />

Pegeln angenehm feiner Klang<br />

mit frischen Höhen und für die<br />

Größe souveränem Bass.<br />

Í Tönt bei komplexen Klängen<br />

etwas angestrengt.<br />

70<br />

65<br />

65<br />

70<br />

65<br />

60<br />

65<br />

65<br />

sehr gut<br />

ÅAusgewogener, auch für<br />

geschulte Ohren runder und<br />

ganzheitlicher Klangcharakter.<br />

Hohe Dynamik, sehr pegelfest.<br />

Í Etwas wenig Tiefbass, <strong>klingt</strong><br />

nicht restlos frei.<br />

75<br />

70<br />

70<br />

80<br />

75<br />

75<br />

70<br />

70<br />

sehr gut<br />

ÅSehr temperamentvoller<br />

Klang mit klassenunüblicher<br />

Spielfreude und beachtlicher<br />

Über-Alles-Homogenität.<br />

Í Wirkt bei vollem Einsatz<br />

etwas überzüchtet.<br />

70<br />

75<br />

70<br />

75<br />

80<br />

65<br />

65<br />

75<br />

überragend<br />

ÅMeistert kleine Besetzungen<br />

und gemäßigte Lautstärken mit<br />

großer Liebe zum Detail und<br />

akkurater Raumabbildung.<br />

Í Nicht sehr pegelfest, könnte<br />

mehr Brillanz vertragen.<br />

65<br />

70<br />

75<br />

75<br />

70<br />

55<br />

60<br />

65<br />

sehr gut<br />

KLANGURTEIL<br />

PREIS/LEISTUNG<br />

66 PUNKTE<br />

SEHR GUT<br />

73 PUNKTE<br />

ÜBERRAGEND<br />

72 PUNKTE<br />

ÜBERRAGEND<br />

67 PUNKTE<br />

SEHR GUT<br />

www.audio.de ›12 /2012 25


Lautsprecher › STANDBOX<br />

Tonleitung<br />

Die kleinste Standbox aus der Criterion TCD-Serie von T+A will auch in kleineren Räumen gefallen.<br />

Geht die Rechnung aus kleinerem Gehäusevolumen und Transmissionline auf?<br />

■ Text: Alexandros Mitropoulos<br />

TEST<br />

3-Wege-Standbox mit Transmissionline<br />

T+A TCD 310 S AB 4000 €<br />

RAUM UND<br />

AUFSTELLUNG<br />

Raumgröße<br />

K M<br />

Akustik<br />

T<br />

A<br />

Aufstellung<br />

W<br />

D<br />

G<br />

H<br />

Maximal 10 Grad anwinkeln.<br />

Abbildung fällt bei wandnaher<br />

Aufstellung zweidimensionaler<br />

aus. Hörabstand mindestens 2m.<br />

Die Aufschlüsselung der Symbole finden Sie<br />

auf Seite 156.<br />

F<br />

Wenn HiF-Freunde über Lautsprecher<br />

mit Transmissionline<br />

diskutieren, dürfte relativ<br />

früh der Name T+A fallen. Kein Wunder:<br />

Bereits 1982 brachten die Ost-<br />

Westfalen aus Herford mit der TMR ihre<br />

erste Transmisisonline-Box auf den<br />

Markt. Ganz nach dem Firmenmotto<br />

„Theorie und Anwendung” haben die<br />

Entwickler seitdem die Technologie konsequent<br />

weiterentwickelt und verbessert.<br />

Jüngster Ableger dieser Forschung<br />

ist die TCD-Serie, die bereits in Form der<br />

210er den <strong>AUDIO</strong>-Hörraum beglückte<br />

(Test in Ausgabe 8/12). Auf Grund ihres<br />

wuchtigen <strong>So</strong>unds entfaltet die 210er ihr<br />

volles Potential aber nur in einem entsprechend<br />

großen Raum. Also was tun,<br />

wenn der Hörraum nicht eben mal an<br />

Volumen zulegen kann?<br />

Genau hier grätscht die TCD-310 S ein.<br />

Als kleinste Standbox der TCD-Serie<br />

will sie nämlich selbst bei engeren<br />

Raumverhältnissen für Wohlklang sorgen.<br />

Wie schon bei ihrer großen Schwester<br />

handelt es sich auch bei der 310er<br />

um eine waschechte 3-Wege-Box. Für<br />

die Klangerzeugung steht ihr ein ganzes<br />

Arsenal an Schallwandlern zur Verfügung:<br />

Zwei 17cm-Woofer sind für die tiefen<br />

Register verantwortlich und haben<br />

ihre Gene aus der <strong>So</strong>litaire-Serie erhalten.<br />

Die zwei 15er-Mitteltöner besitzen<br />

eine mit Carbonfasern verstärkte Papp-<br />

Membran mit Vertiefungen, die Eigenresonanzen<br />

und Partialschwingungen<br />

der Membranoberfläche unterdrücken<br />

sollen. Die Mitteltöner sind für die Frequenzen<br />

zwischen 250Hz und 2000Hz<br />

26<br />

www.audio.de ›12 /2012


Lautsprecher › STANDBOX<br />

STARKES TEAM: Die verbauten Chassis – hier das Trio von Tief,- Mittel,- und Hochtöner – können dank ihrer mechanischen Robustheit einiges<br />

verkraften. Für die Signalverteilung innerhalb der 3-Wege-Box ist eine große, mit feinsten Teilen bestückte Weiche zuständig.<br />

zuständig. Für das darüber liegende Frequenzspektrum<br />

zeichnet der Hochtöner<br />

verantworlich, der mit seiner 25mm-Gewebekalotte<br />

in einer großen, hornähnlichen<br />

Schallführung sitzt. Dieser Waveguide<br />

soll den Frequenzverlauf des<br />

Tweeters entsprechend anpassen, wodurch<br />

in Kombina tion mit den Mitteltönern<br />

eine quasi-d’Appolito-Anordnung<br />

entsteht. Die Vorteile dieses Systems:<br />

Die vertikale Bündelung steigt bei zunehmender<br />

Frequenz deutlich an, wodurch<br />

der Hörer fast ausschließlich den<br />

trockenen Direktschall abbekommt und<br />

verfärbende Schall- Reflektionen von<br />

Wand und Decke erst gar nicht entstehen<br />

sollen.<br />

Last but not least der Hauptakteur der<br />

TCD-310 S: Die Transmissionline, die in<br />

der Boxenwelt zu einer kleinen Seltenheit<br />

geworden ist. Sie schlängelt sich<br />

durch das gesamte Gehäuse, das bei<br />

unserem Testmuster mit wunderhübschem,<br />

allerdings aufpreispflichtigen<br />

Makassar-Holz furniert ist. Der größte<br />

Vorteil der Transmissionline gegenüber<br />

einem konventionellen Bassreflex-System<br />

ist die hörbar klarere Wiedergabe<br />

der untersten Frequenzen bei einem<br />

spürbar höherer Schalldruck. Dafür darf<br />

man aber bei der Abstimmung keine<br />

Fehler machen: Damit eine Line funktioniert,<br />

muss ihre Eigenresonanz dieselbe<br />

sein wie die des Woofers.<br />

Spätestens nach den ersten Takten Musik<br />

war klar: T+A-Entwickler Jochen Fabricius<br />

versteht sein Handwerk. Der<br />

Tiefton der TCD-310 S gefiel besonders<br />

durch seinen staubtrockenen, äußerst<br />

präzisen Charakter – von überpräsentem<br />

Bassbrei war weit und breit nichts<br />

zu hören. <strong>So</strong> funktioniert die 310er in<br />

kleineren Hörräumen auch hörbar besser<br />

als ihre große Schwester, die TCD-<br />

210. Detailreich und akurat ging es auch<br />

zwei Etagen höher im Hochton zu: Die<br />

Abbildung bei J. S. Bachs „Brandenburgischen<br />

Konzerten” wirkte derart natürlich,<br />

dass sogar etwas Konzert-Feeling<br />

aufkam. Der Mitteltonbereich wirkte<br />

aufgeräumt und unauffällig – das höchste<br />

Kompliment, das man meiner Meinung<br />

nach einem Lautsprecher machen<br />

kann.<br />

STECKBRIEF<br />

Vertrieb<br />

www.<br />

Listenpreis<br />

Garantiezeit<br />

Maße B x H x T<br />

Gewicht<br />

Furnier/Folie/Lack<br />

Farben<br />

Arbeitsprinzipien<br />

Raumanpassung<br />

Besonderheiten<br />

<strong>AUDIO</strong>GRAMM<br />

Neutralität (2x)<br />

Detailtreue (2x)<br />

Ortbarkeit<br />

Räumlichkeit<br />

Feindynamik<br />

Maximalpegel<br />

Bassqualität<br />

Basstiefe<br />

Verarbeitung<br />

KLANGURTEIL<br />

PREIS/LEISTUNG<br />

EMPFEHLUNG<br />

NATÜRLICHER KLANG<br />

T+A<br />

TCD 310 S<br />

T+A<br />

05221 / 7676-0<br />

taelektroakustik.de<br />

ab 4.000 Euro<br />

5 Jahre<br />

26 x 105 x 36 cm<br />

33 kg<br />

• / – / •<br />

Nussbaum, Kirsch, Makassar,<br />

schwarz, weiß.<br />

3-Wege Transmissionline<br />

–<br />

–<br />

ÅNatürlicher Klang,<br />

perfekte Verarbeitung,<br />

Bassgüte und -Qualität.<br />

Detailreiche Abbildung.<br />

Í Etwas allürenhaft in der<br />

Aufstellung.<br />

95<br />

100<br />

95<br />

100<br />

95<br />

95<br />

90<br />

90<br />

überragend<br />

96 PUNKTE<br />

SEHR GUT<br />

12/12<br />

MESSLABOR<br />

Auf Achse gemessen ist beim Frequenzgang<br />

der TCD-310 S ein leichter Dip um<br />

8,5kHz erkennbar. Ansonsten unauffälliger<br />

Frequenzverlauf (Abb. rechts). Die untere<br />

Grenzfrequenz beträgt 50Hz (bei -6dB), und<br />

die obere liegt bei 34kHz. Die Maximallautstärke<br />

fällt mit 103dB kernig aus. Die Klirramplitudenmessung<br />

zeigt einen hervorragenden<br />

Verlauf, der erst ab 100dB etwas<br />

zunimmt. AK = 59.<br />

T+A Criterion TCD 310S<br />

Frequenzgang<br />

100 dB<br />

axial 10*hoch 30*seitl.<br />

90 dB<br />

80 dB<br />

70 dB<br />

60 dB<br />

50 dB<br />

10 Hz 100 Hz 1 kHz 10 kHz 40 kHz<br />

T+A Criterion TCD 310S Pegel- & Klirrverlauf<br />

110 dB<br />

85 dB 90 dB 95 dB 100 dB<br />

100 dB<br />

90 dB<br />

80 dB<br />

70 dB<br />

60 dB<br />

50 dB<br />

20 Hz 50 Hz 100 Hz 200 Hz 500 Hz 1 kHz 2 kHz 5 kHz<br />

www.audio.de ›12 /2012 27


Analog-Quellen › PLATTENSPIELER<br />

Fotos: MPS, Archiv, vic&dd – Shutterstock<br />

VINYL FÜR ALLE<br />

Aktualisierte Klassiker und brandneue Konstruktionen: Freunde der schwarzen Scheiben<br />

können sich nicht über ein mangelndes Angebot an Spielern beschweren. Drei Preisklassen<br />

treffen in diesem Test aufeinander, vertreten durch Funk, Transrotor und Linn.<br />

■ Text: Bernhard Rietschel, Alexandros Mitropoulos<br />

28 www.audio.de ›12 /2012


Analog-Quellen › PLATTENSPIELER<br />

Eine der vielen schönen Eigenschaften<br />

der guten alten Schallplatte<br />

ist, dass die zugehörigen<br />

Spieler absolut zeitlos sind: Ein gutes<br />

Laufwerk bleibt genau das: ein gutes<br />

Laufwerk – unabhängig davon, ob es vor<br />

10, 20 oder 30 Jahren entworfen wurde.<br />

Die wirklich großen Konstruktionen habe<br />

sich nach drei Jahrzehnten überhaupt<br />

erst richtig warmgelaufen, wie man an<br />

dem über 50-jährigen Garrard 301 hört,<br />

der im Hörraum des Autors immer mal<br />

wieder junge Möchtegern-Dreher das<br />

Fürchten lehrt. Der Musikfreund lernt<br />

daraus vor allem eines: dass es – bei<br />

Plattenspielern noch mehr als in anderen<br />

HiFi-Bereichen – nicht auf den<br />

schnell gesparten Euro ankommt. Zumal<br />

die Herstellung analoger Feinmechanik<br />

im Gegensatz zu elektronischem Spielzeug<br />

nicht billiger, sondern kontinuierlich<br />

teurer wird. Sie können also beruhigt<br />

eine Klasse höher ansteuern als ursprünglich<br />

geplant – weshalb <strong>AUDIO</strong><br />

hier auch gleich drei preislich weit auseinander<br />

liegende Spieler vorstellt.<br />

TEST<br />

Komplett-Spieler in drei Preisklassen<br />

FUNK LITTLE SUPER DECK AB 1200 €<br />

TRANSROTOR ROSSINI AB 2750 €<br />

LINN LP12 MAJIK/AKITO AB 5000 €<br />

www.audio.de ›12 /2012<br />

29


Analog-Quellen › PLATTENSPIELER<br />

FUNK LITTLE SUPER DECK AB 1200 EURO<br />

Die britische Funk Firm mag zwar<br />

nicht der größte Plattenspieler-<br />

Hersteller sein, gehört aber auf<br />

jeden Fall zu den originellsten. Entwickler<br />

Arthur Khoubesserian schert sich bei seinen<br />

Konstruktionen wenig darum, ob der<br />

resultierende Spieler den alten Technik-<br />

Dogmen entspricht oder nicht. Wenn er<br />

jedoch – gelegentlich eklatant – von klassischen<br />

Baumustern abweicht, dann<br />

weiß er das stets gut zu begründen.<br />

Gemessen an den größeren Funk-Modellen<br />

und auch an den Spielern der in den<br />

späten 90er Jahren untergegangenen<br />

Vorgängerfirma Pink Triangle sieht das<br />

Little Super Deck fast schon konventionell<br />

aus. Bis man die serienmäßige Filzmatte<br />

vom Glasteller nimmt und darunter<br />

einen dreimotorigen Antrieb auszumachen<br />

glaubt – der sich bei genauerer<br />

Betrachtung aber als Kombination aus einem<br />

Motor und zwei Umlenkrollen entpuppt.<br />

Der rundherum laufende Flachriemen<br />

treibt den Innenteller dadurch gleichmäßig<br />

an drei Seiten an. Diese „Vector<br />

30 www.audio.de ›12 /2012<br />

Drive“ getaufte Anordnung soll in Kombination<br />

mit einem bewusst spielbehafteten<br />

Tellerlager (dessen Buchse nach<br />

unten etwas weiter wird) für eine geschmeidigere,<br />

ruhigere Drehbewegung<br />

sorgen. Das saubere Rumpelspektrum<br />

und die sehr schmale Gleichlauf-Spitze<br />

(siehe Messlabor) scheinen diesem Ansatz<br />

schon mal nicht zu widersprechen.<br />

Funk- wie Pink-typisch ist auch Art und<br />

Platzierung des Motors. Khoubesserian<br />

gehörte in den frühen 90ern zu den ersten<br />

und energischsten Verfechtern von<br />

Gleichstrommotoren – klar, dass auch auf<br />

dem LSD ein solcher rotiert. Versorgt<br />

wird er von einer in der Zarge integrierten<br />

Motorsteuerung, die über zwei von unten<br />

erreichbare Trimmpotis einen exakten<br />

Abgleich der beiden verfügbaren<br />

Drehzahlen erlaubt. Ebenfalls klar, dass<br />

der Motor nicht wie sonst üblich hinten<br />

links auf dem Chassis sitzt, sondern vorne<br />

links. Auf den ersten Blick ist das gehupft<br />

wie gesprungen. Da jedoch bei<br />

klassischer Montage die Motorkraft<br />

nahezu exakt im rechten Winkel zur Tonabnehmerachse<br />

übertragen wird, haben<br />

allfällige Störungen auf diesem Weg die<br />

besten Chancen auf eine direkte Verwandlung<br />

in Signalmodulationen. Von<br />

vorne links dagegen wirken die Kräfte<br />

praktisch in Rillenrichtung – mit erheblich<br />

geringerem Einfluss aufs Nutzsignal.<br />

Gekrönt wird der britische Spieler vom<br />

Tonarm F5, der im Gegensatz zu bisherigen<br />

Funk-Armen auch keine Verwandtschaft<br />

zu Großserien-Vorbildern erkennen<br />

lässt, sondern eine komplette Eigenkonstruktion<br />

ist. Spielfrei, verwindungssteif<br />

und geschmeidig in der Schwenkbewegung,<br />

ist dieser Arm angesichts des<br />

Spieler-Gesamtpreises von verblüffender<br />

Güte und mühelos fähig, auch deutlich<br />

anspruchsvollere Führungsaufgaben<br />

zu übernehmen, als sie das serienmäßig<br />

montierte Ortofon OM10 verlangt.<br />

Der Autor würde als ersten Tausch ein<br />

Goldring Elite (alias Transrotor Merlo)<br />

oder ein Ortofon 2M Blue respektive<br />

Bronze (je nach Geldbeutel) empfehlen.


Analog-Quellen › PLATTENSPIELER<br />

ANTREIBER UND MITLÄUFER: Die Motorachse sitzt links vorne<br />

und bildet mit den Umlenkröllchen ein gleichseitiges Dreieck.<br />

DOPPELWIRKUNG: Ein Schieber auf dem Armrohr (ganz links) beeinflusst<br />

den Auflagedruck, aber auch die effektive Masse des Arms.<br />

Wie gerade solche eher seidig-unauffällig<br />

abgestimmten und an Durchschnitts-<br />

Spielern oft zur Unverbindlichkeit neigenden<br />

Systeme mit dem Funk an Grip und<br />

Durchzeichnung gewannen, war schlicht<br />

verblüffend und weit jenseits dessen,<br />

was man von einem 1200-Euro-Spieler<br />

zu erwarten wagt. Den fülligen Bass des<br />

Goldring-MC machte der LSD dabei nicht<br />

einfach nur schlanker, sondern zugleich<br />

auch effektiver. Statt Signalenergie einfach<br />

verschwinden zu lassen und im Stil<br />

schlechter Masselaufwerke einen präzisen,<br />

aber letztlich kraftlosen <strong>So</strong>und zu erzeugen,<br />

schien der Funk die Bass-Hügel<br />

zu kompakteren, kernigeren Projektilen<br />

zu verdichten, die im Zusammenspiel mit<br />

dem sehr detailreichen, lebendigen Mittelhochtonbereich<br />

wunderbar anregend<br />

auf den Zuhörer einprasselten. „Timing“<br />

wird hier mindestens genauso groß geschrieben<br />

wie bei den für diese Qualität<br />

notorischen Regas. Optimieren lässt sich<br />

der Klang noch, wenn man statt Filz die<br />

optionale Achromat-Tellerauflage verwendet<br />

und die verstellbaren Gummifüßchen<br />

mit den Magnesiumpucks des<br />

Funk-Vertriebs Black Forest Audio unterlegt<br />

– passenderweise ist beides als Set<br />

für faire 100 Euro Aufpreis erhältlich.<br />

FAZIT<br />

Bernhard Rietschel<br />

<strong>AUDIO</strong>-Chefredakteur<br />

Der Funk ist kein Spieler, bei dessen<br />

Anblick anhnungslose Besucher<br />

reflexartig auf die Knie fallen.<br />

Funk-Kunden brauchen etwas<br />

Selbstbewusstsein und müssen ihren<br />

Sinnen vertrauen – dann kommen<br />

sie mit dem LSD extrem weit.<br />

STECKBRIEF<br />

THE FUNK FIRM<br />

LITTLE SUPER DECK<br />

Vertrieb<br />

Black Forest Audio<br />

07246 / 6330<br />

www.<br />

blackforestaudio.de<br />

Listenpreis<br />

1200 Euro<br />

Garantiezeit<br />

2 Jahre<br />

Maße B x H x T<br />

44 x 13 x 35 cm<br />

Gewicht<br />

6 kg<br />

Tonabnehmer Serie<br />

Ortofon OM10<br />

Antrieb<br />

Flachriemen<br />

Geschwindigkeiten<br />

33, 45 U/min<br />

Drehzahlumschaltung elektronisch<br />

Arm-Höhenverstellung •<br />

Füße höhenverstellbar •<br />

Pitch-Regelung<br />

• (Unterseite)<br />

Vollautomat / Endabschaltung. –/–<br />

Besonderheiten –<br />

<strong>AUDIO</strong>GRAMM<br />

ÅFabelhaft lebendiger,<br />

dynamischer Klang, Arm<br />

trägt auch hochwertige<br />

MCs kompetent.<br />

Í –<br />

Klang 93<br />

Ausstattung<br />

befriedigend<br />

Bedienung<br />

gut<br />

Verarbeitung<br />

sehr gut<br />

KLANGURTEIL<br />

PREIS/LEISTUNG<br />

93 PUNKTE<br />

ÜBERRAGEND<br />

MESSLABOR<br />

Mit einer sehr schmalen <strong>So</strong>ll-Spitze bei der<br />

Messfrequenz mit exakt definierten Seitenbändern<br />

erinnert der Gleichlauf des Funk (1) an<br />

den guter Reibradantriebe. Bewertet betragen<br />

die Schwankungen sehr gute 0,08%. Ebenfalls<br />

schön sieht das Rumpelspektrum (2) aus:<br />

mecha nisch sehr ruhig, wird es lediglich von<br />

einer Brummeinstreuung und deren Oberwellen<br />

beeinträchtigt – ohne sie wäre der Störabstand<br />

noch besser als die schon guten 72dB.<br />

www.audio.de 12 /2012<br />

31


Analog-Quellen › PLATTENSPIELER<br />

TRANSROTOR ROSSINI 25/60 UM 2800 EURO<br />

Vor etwa 15 Jahren, als der Autor<br />

seine ersten vorsichtigen Ausflüge<br />

in die faszinierende HiFi-Welt<br />

unternahm, war die erste Anlage selbst<br />

gebastelt und natürlich weder optisch<br />

noch klanglich vorzeigefähig. Bestimmte<br />

Komponenten mussten aber damals<br />

einfach dabei sein. Ein Röhrenverstärker<br />

– am besten als Mono-Endstufen – sowie<br />

mannshohe Lautsprecher standen<br />

ganz oben auf der Wunschliste. Der<br />

dritte Platz war für einen Plattenspieler<br />

reserviert – und zwar für einen ganz speziellen:<br />

Ein Transrotor sollte irgendwann<br />

auf dem noch leeren HiFi-Rack thronen.<br />

Das mühsam Zusammengesparte hat<br />

dann doch nur für einen gebrauchten<br />

Technics 1210er gereicht. Der aber<br />

quittierte vor einigen Wochen endgültig<br />

seinen Dienst.<br />

Vielleicht eine Fügung des Schicksals?<br />

Denn Transrotor bringt gerade mit dem<br />

Rossini ein preiswertes Laufwerk auf<br />

den Markt, das den ewig gehegten<br />

Traum in greifbare Nähe rückt.<br />

32 www.audio.de ›12 /2012<br />

KLASSIK TRIFFT MODERNE<br />

Wörter wie „imposant” oder „edel”<br />

scheinen eigens für Transrotor erfunden<br />

zu sein. Die Bergisch Gladbacher verwenden<br />

nur massive, wertige Materialien<br />

für ihre Laufwerke. <strong>So</strong> jetzt auch für<br />

den Rossini. Die vielen Edelstahl-Elemente<br />

wie der wuchtige Alu-Teller, die<br />

Motordose (ebenfalls aus Alu) oder der<br />

verchromte Tonarm profitieren obendrein<br />

von einer tadellosen Verarbeitung.<br />

Ein Detail, das frischen Wind in das Design<br />

bringt, ist die matt-weiße Grundplatte<br />

aus 25 Millimeter starkem Acryl,<br />

die auf drei frei positionierbaren, eleganten<br />

Standfüßen aufliegt.<br />

Das Tellerlager besteht aus einem Edelstahldorn,<br />

der in einer Lagerbuchse aus<br />

Messing liegt. Der Teller selbst wird<br />

DAS WEISSE ACRYL<br />

BRINGT FRISCHEN<br />

WIND IN DAS DESIGN<br />

einfach auf den Lagerdorn aufgesetzt –<br />

eine einfache, bewährte Lösung. Der<br />

kardanisch gelagerte Neunzoll-Tonarm<br />

stammt aus dem Hause Jelco und zählt<br />

zu den besseren seiner Art. Er kommt<br />

fertig montiert, bietet aber mehrere Optionen<br />

für die Feinjustage über Tonarmhöhe<br />

und Azimut-Ausgleich. Dank seines<br />

SME-Bajonetts dürften Experimente<br />

mit verschiedenen Tonabnehmern<br />

spielend gelingen. Doch auch das von<br />

Transrotor verbaute System hat bereits<br />

das Potenzial, die meisten HiFi-Fans<br />

glücklich zu machen. Denn die bergische<br />

Manufaktur rüstet den Rossini mit<br />

einem ordentlichen MM-Tonabnehmer<br />

aus, der zwar als Eigengewächs gelabelt<br />

ist, aber von Goldring gebaut wird.<br />

Zwei Antriebe stehen zur Wahl. Greift<br />

man zum Standard-Motor, liefert ein<br />

handelsübliches Netzteil den nötigen<br />

Strom. Um bei dieser Variante die Drehgeschwindigkeit<br />

des Tellers zu ändern,<br />

muss man den Riemen von Hand auf die<br />

richtige Rille am Pulley setzen. Gegen


Analog-Quellen › PLATTENSPIELER<br />

SOLIDE: Das Tellerlager des Rossini<br />

wirkt unzerstörbar (1). Als Antrieb stehen<br />

zwei Versionen zur Auswahl (2).<br />

VORBILDLICH: Der Tonarm kommt vom japanischen Zulieferer Jelco und erlaubt eine<br />

perfekte Feinjustierung des Systems. <strong>So</strong> lässt sich die Tonarmhöhe großzügig anpassen,<br />

und selbst das Headshell ist auf einen korrekten Azimut-Wert einstellbar.<br />

Aufpreis steht auch ein Motor mit<br />

externer Steuerung und integriertem<br />

Netzteil zur Verfügung. Bei dieser Lösung<br />

genügt es, am Netzteil ein Poti auf<br />

die gewünschte Geschwindigkeitsstufe<br />

zu stellen (33, 45 U/min). Oft sagt man<br />

externen Stromgebern mit Antriebssteuerung<br />

sogar nach, dass sie sich<br />

positiv auf den Klang auswirken.<br />

KEIN AUFSCHNEIDER<br />

Und tatsächlich: Mit der externen Variante<br />

tönte der Rossini eine Spur detailreicher.<br />

Doch selbst mit dem Standard-<br />

Antrieb transportierte das Laufwerk aus<br />

Bergisch Gladbach einen Klang allerfeinster<br />

Güte: Der satte Kontrabass und<br />

das luftige Klavierspiel im Jazzklassiker<br />

„Moanin’” mit Art Blakey & The Jazz<br />

Messengers (Waxtime Records) gefielen<br />

den <strong>AUDIO</strong>-Testern besonders gut.<br />

Feinste Details wie Hallfahnen oder die<br />

Ausklingphasen der Instrumente gab<br />

der Spieler dank seines hochwertigen<br />

Systems akkurat wieder. Tonal blieb er<br />

stets ausgewogen und glänzte mit feiner<br />

Zurückhaltung. Bar jeglicher Angeberei<br />

setzt der Rossini auf Substanz.<br />

FAZIT<br />

Alexandros Mitropoulos<br />

<strong>AUDIO</strong>-Redakteur<br />

Der Rossini bietet alle Transrotor-<br />

Qualitäten zu einem fairen Preis.<br />

Mein eingangs erwähnter Wunsch<br />

rückt damit in erschwinglichere<br />

Gefilder. Seine unaufdringliche<br />

Art beim Musikhören gefiel mir<br />

dabei besonders gut. Über den<br />

Motor mit externer Steuerung<br />

entfaltet er sein volles Potenzial.<br />

STECKBRIEF<br />

TRANSROTOR<br />

ROSSINI 25/60<br />

Vertrieb<br />

Räke HiFi<br />

0 22 02 / 31 04 6<br />

www.<br />

transrotor.de<br />

Listenpreis<br />

2800 Euro<br />

Garantiezeit<br />

2 Jahre<br />

Maße B x H x T<br />

52 x 17 x 35 cm<br />

Gewicht<br />

21 kg<br />

Tonabnehmer Serie MM 2200<br />

Antrieb<br />

Rundriemen<br />

Geschwindigkeiten<br />

33, 45 U/min<br />

Drehzahlumschaltung manuell<br />

Arm-Höhenverstellung •<br />

Füße höhenverstellbar –<br />

Pitch-Regelung –<br />

Vollautomat / Endabschaltung. – / –<br />

Besonderheiten –<br />

<strong>AUDIO</strong>GRAMM<br />

ÅFeinzeichnender und<br />

ausgewogener Klang,<br />

top Verarbeitung, guter<br />

Tonarm.<br />

Í–<br />

Klang 100<br />

Ausstattung<br />

gut<br />

Bedienung<br />

gut<br />

Verarbeitung<br />

sehr gut<br />

KLANGURTEIL<br />

PREIS/LEISTUNG<br />

100 PUNKTE<br />

SEHR GUT<br />

MESSLABOR<br />

Frequenzgang des Rossinis (o. Abb.) linear und<br />

breitbandig bis auf einen leichten Pegelanstieg,<br />

der ab 10kHz erkennbar ist (+3dB bei 17kHz).<br />

Das Laufwerk zeigt mit +/- 0,068% sehr gute<br />

Gleichlaufeigenschaften (Abb. rechts). Beim<br />

Rumpelspektrum kommen Motorkomponenten<br />

bei 50Hz und deren Vielfach ins Spiel. Das<br />

Rumpelgeräusch liegt bei 70,5/72,5dB (mit<br />

Platte/Koppler). Die Tiefenresonanz beläuft<br />

sich auf 7/9Hz (lat/vert).<br />

www.audio.de 12 /2012<br />

33


Analog-Quellen › PLATTENSPIELER<br />

LINN SONDEK LP12 MAJIK/AKITO/ADIKT UM 5000 EURO<br />

Der LP12 feiert im kommenden<br />

Jahr seinen 40. Geburtstag,<br />

wird von seinen schottischen<br />

Erbauern aber immer noch emsig weiterentwickelt<br />

– und hat sich über die<br />

Jahrzehnte in fast schon astronomische<br />

Preisregionen hochgeschraubt. Mit Blick<br />

auf die fünfstelligen Top-Versionen ist<br />

das Majik-Einstiegspaket mit 3200 Euro<br />

fast schon günstig – zumal hier ein vollständiger<br />

Plattenspieler gemeint ist,<br />

inclusive Arm, Tonabnehmer, Netzteil<br />

und Aufbau durch den Händler.<br />

Die mechanische Grundlage ist beim<br />

Majik identisch mit den größeren LP12-<br />

Modellen: ein Rahmen aus massivem<br />

Hartholz, ein Oberdeck aus Edelstahl,<br />

darunter mit drei Schraubenfedern aufgehängt<br />

ein Stahlblech-Subchassis, das<br />

Tellerlager und Tonarmbrett trägt. Die<br />

weiche Entkopplung hält Störeinflüsse<br />

aller Art zuverlässig vom sensiblen Abtastvorgang<br />

fern, erfordert bei Aufbau<br />

und Einstellung aber etwas mehr <strong>So</strong>rgfalt<br />

als starre Konstruktionen. Einmal<br />

34 www.audio.de ›12 /2012<br />

justiert (diesen Job erledigt der Händler),<br />

verstellt sich das Subchassis aber auch<br />

nach Umzügen und jahrelangem Betrieb<br />

nicht mehr – wer Gegenteiliges über<br />

Spieler auf aktuellem Stand behauptet<br />

(vor 25-30 Jahren waren LP12s tatsächlich<br />

zickiger!), hat entweder keine<br />

Ahnung oder will schlicht etwas anderes<br />

verkaufen.<br />

Was immer das Alternativangebot sein<br />

mag – ein so schönes, nach alter, guter<br />

Sitte im Druckgussverfahren aus einer<br />

speziellen Zinklegierung in Rohform gebrachtes,<br />

dann präzise gedrehtes und<br />

gewuchtetes Teller-Duett wird sich darauf<br />

fast sicher nicht finden. Die Linn-<br />

Rezeptur hat den Nachteil, dass sie etwas<br />

lichtempfindlich ist, mit den Jahren<br />

DYNAMISCH SPIELT<br />

DER LINN IN SEINER<br />

EIGENEN KLASSE<br />

also nachdunkelt und zunehmend ihren<br />

zunächst brillanten Glanz verliert – hier<br />

siegt die Kombination aus hoher Dichte,<br />

optimalen mechanischen Eigenschaften<br />

und magnetischer Neutralität klar über<br />

den Glamour-Aspekt.<br />

Der Majik-LP12 kommt serienmäßig mit<br />

einem von Pro-Ject für Linn gebauten<br />

Arm. Den Klangbalken wirklich in Schottland<br />

zu fertigen kostet erheblich mehr –<br />

beim Endkunden fast 1800 Euro Einzelpreis<br />

für den Linn Akito, um konkret zu<br />

sein. <strong>AUDIO</strong> hat den LP12 in beiden<br />

Versionen ausprobiert, mit dem gleichen<br />

System natürlich, und erntete im<br />

Vergleich das, was steifere, spielärmer<br />

gelagerte Tonarme fast immer bewirken:<br />

mehr Dynamik, mehr Sauberkeit,<br />

präzisere Details. Und zwar in einem solchen<br />

Ausmaß, dass der prima verarbeitete<br />

tschechische Arm einem fast leid<br />

tun konnte. Was aber nicht heißt, dass in<br />

der Grundausführung nicht zugleich die<br />

immense Qualität des schottischen<br />

Laufwerks zum Vorschein gekommen


Analog-Quellen › PLATTENSPIELER<br />

EDLER GLANZ: Innen- und Außenteller bestehen aus Zamak, einer<br />

Zinklegierung. Eine dünne Schellack-Schicht schützt sie vorm Anlaufen.<br />

VERWANDTSCHAFT: Der Lagerblock wird deutlich schlichter, aber<br />

die Kugellager des Akito finden sich auch im teuren Bruder Ekos.<br />

wäre. Wie damals vor 20 Jahren, als der<br />

Autor Arm und System von einem kleineren<br />

Laufwerk auf den Linn transplantierte,<br />

wirkte der Wechsel von einem<br />

der anderen Spieler (ob Funk oder Transrotor)<br />

zum LP12 wie ein Schock: Dynamisch<br />

spielte der Linn in einer eigenen<br />

Klasse. Die Musik wirkte lauter, druckund<br />

eindrucksvoller, die brachiale Laut-<br />

Leise-Dramaturgie von Tom Rothrocks<br />

R.L.-Burnside-Produktion („Come On<br />

In“, Fat Possum Records, in der besonders<br />

grimmigen Originalpressung aus<br />

dem Erscheinungsjahr; die aktuelle<br />

180g-Version <strong>klingt</strong> wärmer, aber auch<br />

zahmer) entwickelte noch mehr Überraschungsmoment.<br />

Zugleich legte der<br />

Linn auch den ruhigsten Hintergrund hinter<br />

die Musik, was sich besonders gut<br />

mit „Mercy Street“ auf dem Luxus-<br />

Reissue von Peter Gabriels „<strong>So</strong>“ überprüfen<br />

ließ. Wer argwöhnte, dass diese<br />

MESSLABOR<br />

Ruhe aus verschluckten Feinst-Strukturen<br />

resultiert, bekam in den zauberhaft<br />

subtil gewobenen Atmosphäre dieses<br />

Stücks den Gegenbeweis – nicht auf<br />

dem Silbertablett, sondern auf einem<br />

schwarzen Präsentierteller aus 180<br />

Gramm feinstem Vinyl.<br />

FAZIT<br />

Bernhard Rietschel<br />

<strong>AUDIO</strong>-Chefredakteur<br />

Man kann den LP12 schon in der<br />

Grundversion jahrzehntelang genießen.<br />

Der erste Ausbau-Schritt<br />

führt über den Tonarm Akito und<br />

ist klanglich möglicherweise der<br />

dramatischste – Kompromisslose<br />

ordern den Spieler gleich damit.<br />

STECKBRIEF<br />

LINN<br />

SONDEK LP12 / AKITO<br />

/ ADIKT<br />

Vertrieb<br />

Linn Deutschland<br />

040 / 890660<br />

www.<br />

linn.co.uk<br />

Listenpreis<br />

5000 Euro<br />

Garantiezeit<br />

5 Jahre (Nadel 6 Monate)<br />

Maße B x H x T<br />

44 x 16 x 34,5 cm<br />

Gewicht<br />

10 kg<br />

Tonabnehmer Serie<br />

Linn Adikt (MM)<br />

Antrieb<br />

Flachriemen<br />

Geschwindigkeiten<br />

33, 45 U/min<br />

Drehzahlumschaltung manuell (Steckadapter)<br />

Arm-Höhenverstellung •<br />

Füße höhenverstellbar –<br />

Pitch-Regelung<br />

– (mech. Drehzahl-<br />

Feineinstellung)<br />

Vollautomat / Endabschaltung. –/–<br />

Besonderheiten<br />

Subchassis<br />

<strong>AUDIO</strong>GRAMM<br />

ÅZuverlässig,<br />

ausgereift, riesiges<br />

Klangpotential<br />

Í45U/min umständlich<br />

Klang 107<br />

Ausstattung<br />

ausreichend<br />

Bedienung<br />

gut<br />

Verarbeitung<br />

überragend<br />

KLANGURTEIL<br />

PREIS/LEISTUNG<br />

107 PUNKTE<br />

GUT - SEHR GUT<br />

Das Gleichlaufspektrum (1) zeigt neben der<br />

<strong>So</strong>ll-Spitze bei 3250 Hertz (dem Messton auf<br />

der Testplatte) keinerlei auffallende Seitenbänder,<br />

die Gleichlaufschwankungen sind mit<br />

±0,056% (bewertet) im Bereich der allerbesten<br />

bei <strong>AUDIO</strong> gemessenen Spieler. Auch<br />

der Störabstand ist exzellent: Der Synchronmotor<br />

hinterlässt trotz seiner simplen passiven<br />

Ansteuerung keinerlei Vibrations-Spuren im<br />

Rumpelspektrum (2).<br />

www.audio.de 12 /2012<br />

35


Verstärker › PHONO-VORVERSTÄRKER<br />

RING OF FIRE<br />

Von Diamanten in Rillen graviert und wieder zum<br />

Leben erweckt, verlangt analoge Musik förmlich<br />

nach dem warmen Feuer der Röhrenverstärkung<br />

– am besten gleich in der ersten Instanz, der<br />

Phono-Vorstufe.<br />

■ Text: Bernhard Rietschel<br />

36<br />

www.audio.de ›12 /2012


Verstärker › PHONO-VORVERSTÄRKER<br />

Analog und Röhre – das passt philosophisch<br />

irgendwie zusammen.<br />

Schließlich sind beides uralte Hi-<br />

Fi-Techniken, die auch heute noch allerhöchsten<br />

Musikgenuss versprechen.<br />

Wenn es darum geht, Signale aus einem<br />

Tonabnehmer-System auf praxisgerechte<br />

Pegel zu verstärken, kommt den Röhren<br />

ihre im Vergleich zu Transistoren<br />

enorme Übersteuerungsfestigkeit gelegen<br />

– schließlich sind weder Aufnahmepegel<br />

der Schallplatten noch die Ausgangsspannungen<br />

der Systeme irgendwie<br />

normiert. Generell jedoch sind die<br />

Spannungen, um die es hier geht, winzig<br />

– was dem Röhren-Konstrukteur wiederum<br />

größte <strong>So</strong>rgfalt abverlangt, damit das<br />

Rauschen tolerabel bleibt. Umso erfreulicher,<br />

dass dieser Test gleich drei ganz<br />

phantastische Röhren-Phono-Preamps<br />

findet – und zusätzlich einen preiswerten<br />

Transistor, der fast wie eine Röhre <strong>klingt</strong>.<br />

TEST<br />

Phono-Vorverstärker in drei Preisklassen<br />

GOLDENOTE MICROLINE PH-7 600 €<br />

PURESOUND P10/T10 1060 €<br />

MANLEY CHINOOK 2500 €<br />

FOSGATE SIGNATURE 2500 €<br />

Fotos: Archiv, MPS, H. Härle, Dmitrydesign – Shutterstock<br />

www.audio.de ›12 /2012<br />

37


Verstärker › PHONO-VORVERSTÄRKER<br />

EINZELKÄMPFER: Das einzige Transistorgerät im Test verstärkt mit besockelten (und somit austauschbaren) OP-Amps von Burr-Brown.<br />

GOLDENOTE MICROLINE PH-7 UM 600 EURO<br />

Einst als Blue Note gegründet, weckt das<br />

italienische HiFi-Label schon mit seinem<br />

Namen Assoziationen an geschmackvolle<br />

Jazzplatten aus der goldenen Ära der<br />

Langspielplatte. Neben aufregend exotischer<br />

(und entsprechend teurer) Edel-<br />

Elektronik haben die Entwickler die Microline-Serie<br />

platziert – erwachsenes HiFi<br />

im Halbformat, mit beachtlichem Preis-<br />

Leistungsverhältnis.<br />

Da an so einem Preamp nicht nur teure<br />

MCs laufen sollen (und es zudem auch<br />

sehr hochwertige Magnetsysteme gibt),<br />

haben sich die Goldenote-Entwickler eine<br />

raffinierte Eingangsschaltung einfallen<br />

lassen, die eine Messung der Abschlusskapazität<br />

zwar unmöglich macht,<br />

dafür aber mit angeschlossenem MM-<br />

System eine stets perfekte Anpassung<br />

ergibt (siehe auch Seite 41). Der MM-<br />

Freund kann also ohne Angst vor schrill<br />

oder muffig verbogenem Hochton ganz<br />

entspannt den Qualitäten seiner Tondose<br />

frönen. Und einen Aufstieg in Richtung<br />

MC außerdem schon deshalb erstmal auf<br />

die lange Bank schieben, weil der PH-7<br />

sich mit diesen Systemen mehr Rauschen<br />

genehmigt und obendrauf noch eine<br />

Prise hausgemachten Brumm streut.<br />

Womöglich wird das angekündigte Zusatz-Netzteil<br />

PSU-7 die Brummreste beseitigen<br />

und auch klanglich weitere Fortschritte<br />

bringen – spannend, denn schon<br />

„ohne“ spielte der Goldenote mit MM<br />

wie MC so mitreißend, dass man ihn im<br />

Vergleich locker auch in einer höheren<br />

Preisklasse verortet hätte. Druckvoller<br />

und saftiger abgestimmt als der Pure<br />

<strong>So</strong>und, hielt sich der Italiener dafür bei<br />

den Klangfarben etwas zurück. Unterm<br />

Strich klangen Platten mit dem PH-7<br />

stets großformatig und sonor, was Peter<br />

Gabriels „Mercy Street“ zu enormer Wirkung<br />

verhalf. <strong>So</strong> lustvoll-beschwingt klingen<br />

erschwingliche Phonostufen selten<br />

– ein Tipp nicht nur für MM-Spezialisten.<br />

STECKBRIEF<br />

GOLDENOTE<br />

MICROLINE PH-7<br />

Vertrieb<br />

World Of High End<br />

+43 699 / 19 69 61 64 7<br />

www.<br />

highend-stereo-cinema.at<br />

Listenpreis<br />

600 Euro<br />

Garantiezeit<br />

2 Jahre<br />

Maße B x H x T<br />

20 x 8 x 26 cm<br />

Gewicht<br />

3 kg<br />

ANSCHLÜSSE<br />

Phono MM / MC • / •<br />

Eingänge Cinch / XLR 2 (MM und MC) / –<br />

Ausgänge Cinch / XLR • / •<br />

Anpassung Widerstand • (Mit Last-Steckern,


Verstärker › PHONO-VORVERSTÄRKER<br />

REINER KLANG DANK REINER LEHRE: Penibler Aufbau von Stromversorgung und Filternetzwerk machen die P10 linear und störarm.<br />

PURE SOUND P-10/T-10 UM 1060 EURO<br />

Wenige Teile, mit akribischer <strong>So</strong>rgfalt<br />

ausgesucht und platziert – ein Blick in<br />

den Pure <strong>So</strong>und verrät, dass dieser Preamp<br />

ein Vertreter der „less is more“-Philosophie<br />

ist: zwei Doppeltrioden (ECC83<br />

und ECC88) erledigen die Verstärkung<br />

von MM-Signalen, rein passive Filter korrigieren<br />

die RIAA-Frequenzgangkurve,<br />

Gegenkopplung als linearisierende Maßnahme<br />

entfällt ersatzlos. Umso aufwendiger<br />

hat Pure<strong>So</strong>und dann die Stromversorgung<br />

der Röhren ausgelegt – die sensiblen<br />

Röhren dürfen sich über blitzsaubere<br />

Arbeitsspannungen freuen, das<br />

Stahlblechgehäuse und weitere interne<br />

Schottwände halten Störfelder zuverlässig<br />

draußen.<br />

Für MC braucht der P10 (700 Euro) externe<br />

Hilfe in Form des hauseigenen Übertragers<br />

T10 (360 Euro). Edle, auf Kernen<br />

aus Mumetall gewickelte Mini-Trafos setzen<br />

in diesem Kästchen die winzigen<br />

Spannungen im Verhältnis 1:18 oder 1:32<br />

hoch. Da das MC-System je nach gewählter<br />

Verstärkung eine entsprechend<br />

unterschiedliche Lastimpedanz „sieht“,<br />

ist die lautere Stellung nicht immer die<br />

bessere – das Transrotor Merlo Reference<br />

etwa harmonierte mit geringem<br />

Gain am besten.<br />

Übertrager-typisch, für die Preisklasse<br />

dann aber doch verblüffend, fiel der Pure-<br />

<strong>So</strong>und im Hörtest dadurch auf, dass man<br />

ihn zunächst gar nicht hörte. Der Aufsetz-<br />

Knack, mit dem die Nadel in der Rille einrastet,<br />

kam dann schlicht und einfach aus<br />

dem Nichts – ebenso wie die dann folgende<br />

Musik, die sich vor einem absolut<br />

stillen, nachtschwarzen Hintergrund<br />

feinst bewegt und bei Bedarf – etwa mit<br />

„Excellent Birds“ vom Reissue des Peter-<br />

Gabriel-Klassikers „<strong>So</strong>“ auch mit explosiver<br />

Grobdynamik entfaltete. Dass der<br />

P10 mit MC etwas schlanker klang als die<br />

anderen Amps, war dabei das einzige Zugeständnis,<br />

das er Puristen abverlangt.<br />

STECKBRIEF<br />

PURESOUND<br />

P10 / T10<br />

Vertrieb<br />

Black Forest Audio<br />

0 7246 / 6330<br />

www.<br />

blackforestaudio.de<br />

Listenpreis<br />

700 / 360 Euro<br />

Garantiezeit<br />

2 Jahre<br />

Maße B x H x T<br />

21x8x34 / 15x6x10 cm<br />

Gewicht<br />

6 / 0,5 kg<br />

ANSCHLÜSSE<br />

Phono MM / MC • / • (über T10)<br />

Eingänge Cinch / XLR • / –<br />

Ausgänge Cinch / XLR • / –<br />

Anpassung Widerstand • (36 / 144Ω, entspr. 1:18 / 1:36)<br />

Anpassung Kapazität MM – (167 pF)<br />

FUNKTIONEN<br />

Fernbedienung –<br />

A/D-Wandler –<br />

Variable Entzerrung –<br />

Gain/Lautstärkeregelung 40, 64dB / –<br />

Besonderheiten –<br />

<strong>AUDIO</strong>GRAMM<br />

ÅSehr rauscharm, große<br />

Dynamik, direkter, klarer<br />

Klang.<br />

Íhoher Ausgangswiderstand.<br />

Klang Cinch / XLR 115<br />

Ausstattung<br />

ausreichend<br />

Bedienung<br />

befriedigend<br />

Verarbeitung<br />

sehr gut<br />

KLANGURTEIL<br />

PREIS/LEISTUNG<br />

115 PUNKTE<br />

ÜBERRAGEND<br />

MESSLABOR<br />

Mit MMs ist der P10 linear und breitbandig,<br />

am Normsystem gemessen ergibt sich aus<br />

der etwas hohen Kapazität von 167pF ein<br />

leichter Resonanzbuckel um 10kHz. MCs<br />

sind durch den Übertrager an den Frequenzextremen<br />

leicht begrenzt (1), der Rauschabstand<br />

ist dafür mit fast 80dB hervorragend.<br />

Auch MM rauscht sehr wenig (77dB), das<br />

Klirrspektrum (2) zeigt ausschließlich k2 und<br />

k3, Klirr höherer Ordnungen fehlt gänzlich.<br />

www.audio.de 12 /<strong>2013</strong> 39


Verstärker › PHONO-VORVERSTÄRKER<br />

KONSEQUENT: Jim Fosgate hält seine Vorstufe weitestgehend transistorfrei.<br />

Selbst die Netzgleichrichtung lässt er eine Röhre erledigen: Eine einzelne 6X4<br />

steht dazu ganz links auf dem Oberdeck.<br />

MUSICAL SURROUNDINGS FOSGATE SIGNATURE UM 2500 EURO<br />

Jim Fosgate einfach nur als Entwickler zu<br />

bezeichnen, wäre eine maßlose Untertreibung.<br />

Der Amerikaner hat legendäre<br />

Quadro-Decoder entwickelt, sich schon<br />

früh einen Namen für erstklassige Auto-<br />

Endstufen gemacht (die von ihm gegründete<br />

Firma Rockford Fosgate gibt es heute<br />

noch) und leitete jene Arbeitsgruppe,<br />

die Dolby Pro Logic 2 entwickelte – für<br />

die Heimkinowelt bedeutete das damals<br />

einen revolutionären Schritt, weil sich damit<br />

auch zweikanaliges Material endlich<br />

in überzeugendes virtuelles Surround<br />

umwandeln ließ.<br />

Privat hört Fosgate lieber LPs mit Röhren.<br />

Der Phono-Preamp, der schon im Namen<br />

seine Handschrift trägt und von der<br />

US-Firma Musical Surroundings gebaut<br />

wird, offenbart dann auch eher die puristische<br />

Seite des Universalgenies: Kein<br />

einziger Transistor darf seine Beinchen in<br />

den Signalweg strecken, die Verstärkung<br />

auch von winzigen MC-Spannungen wird<br />

ausschließlich von Röhren erledigt. Auch<br />

den verlockenden Weg über Step-Up-<br />

Trafos hat Fosgate vermieden, weil auch<br />

Übertrager unvermeidlich ihre Spuren im<br />

Signalweg hinterlassen. Dafür verdingen<br />

sich auf seiner Phonostufe gleich sechs<br />

Doppeltrioden des Typen 12AX7, 12AT7<br />

und 6922 (alias 6DJ8) – allesamt vornehme<br />

Original-Neuware aus alter Produktion.<br />

Sie sind in einer hochsymmetrischen,<br />

klirrarmen SRPP-Schaltung angeordnet<br />

(Shunt Regulted Push-Pull) und beziehen<br />

ihre Versorgungsspannung nicht etwa<br />

aus geregelten Quellen, die noch die eine<br />

oder andere Rückwirkung zwischen den<br />

einzelnen Stufen zulassen könnten, sondern<br />

aus riesigen Kondensatoren, deren<br />

mit Blechbechern verkleidete Oberteile<br />

oben aus dem Verstärkerdeck herausragen.<br />

Ganz in der Nähe lugen zwei kanalgetrennte<br />

Kippschalter hervor, die den<br />

Verstärkungsfaktor von MM-üblichen<br />

42dB auf MC-geeignete 60dB anheben.<br />

<strong>So</strong> oder so soll die erste Gain-Stufe – die<br />

als direkte Schnittstelle zum System<br />

besonders heikel ist – ganz ohne Gegenkopplung<br />

auskommen, während die beiden<br />

folgenden Stufen mit einer Kombination<br />

aus Mit- und Gegenkopplung (so beschreibt<br />

es Jim Fosgate zumindest) den<br />

aktiven Tiefton-Teil der RIAA-Entzerrung<br />

bewerkstelligen. Ab 1000 Hertz aufwärts<br />

zieht dann eine passive Entzerrung<br />

den Frequenzgang vollends gerade.<br />

Auch wenn er rein messtechnisch nicht<br />

linearer aussieht als die anderen Vorverstärker<br />

in diesem Test, schaffte der Fosgate<br />

im Hörtest dennoch die natürlichste<br />

Wiedergabe. Man musste gar nicht lange<br />

forschen, um zu diesem Schluss zu<br />

kommen, sondern nur ein paar Minuten<br />

hinhören – Ohr und Seele fassten zu diesem<br />

Preamp nahezu augenblicklich Vertrauen<br />

und bedeuteten ihrem Besitzer,<br />

jetzt mal das Testen sein zu lassen und<br />

sich in Ruhe zurückzulehnen. Oder je<br />

MESSLABOR<br />

Die Frequenzgänge (1) sind bis auf eine<br />

leichte Hochton-Resonanzwelle mit MM<br />

sehr ausgewogen, der Anstieg oberhalb<br />

20kHz kompensiert ein zusätzliches Filter,<br />

das beim Schneiden der Messplatte nicht<br />

verwendet wurde, ist also normal. Im Klirrspektrum<br />

(2) erkennt man nur k2 und k3<br />

in harmonisch abfallender Stufung, einen<br />

leichten Brumm und etwas viel Rauschen<br />

bei MC (61dB Störabstand, MM 72dB)<br />

40<br />

www.audio.de ›12 /2012


Verstärker › PHONO-VORVERSTÄRKER<br />

VERFLIXTE<br />

MM-ANPASSUNG I<br />

GERADLINIG: Viele Bauteile sind nicht nötig, wenn man sich lang genug über eine<br />

Schaltung Gedanken gemacht hat – im Fall der Signature offenbar Jahrzehnte.<br />

nach Musik auch fußwippend ganz vorne<br />

auf die Stuhlkante zu rutschen und sich<br />

durch wildes Luftschlagzeug-Spiel potentiell<br />

zu blamieren.<br />

In der räumlichen Darstellung etwas distanzierter<br />

als etwa der Pure <strong>So</strong>und, ist<br />

der Fosgate keine Phonostufe, die einen<br />

anspringt. Und auch keine, die sich leicht<br />

beschreiben lässt, weil die entspannte,<br />

selbstverständliche Richtigkeit ihrer Wiedergabe<br />

es schwer machte, einzelne Voroder<br />

Nachteile zu isolieren. Toll ist jedenfalls<br />

schon mal der melodische, knorrigtiefe<br />

Bass – ein Untergrund, auf dem<br />

offenbar auch ganz besonders facettenreiche,<br />

nicht grelle, sondern subtil mildbunte<br />

Klangfarben gedeihen. <strong>So</strong> konnten<br />

sich Art Blakey und seine Jazz Messengers<br />

über die gesamten neuneinhalb<br />

Minuten ihres Klassikers „Moanin’“ völlig<br />

frei und ungehindert im Hörraum austoben.<br />

An eine Unterbrechung war nicht<br />

zu denken. Viel spannender war es, abwechselnd<br />

Blakeys hypnotisches Hardbop-Schlagzeug<br />

und Jymie Merritts dezent-präzisen<br />

Kontrabass zu bewundern,<br />

während im Vordergrund Sax, Trompete<br />

und Piano ihre <strong>So</strong>li zelebrierten.<br />

Wer am Ende der Seite den Tonarm aus<br />

der Rille hebt und zuvor nicht leisedreht,<br />

entdeckt dann den einzigen Nachteil des<br />

Signature: Er rauscht stärker als die anderen<br />

und empfiehlt sich daher eher für etwas<br />

lautere MCs.<br />

STECKBRIEF<br />

MUSICAL SURROUNDINGS<br />

FOSGATE SIGNATURE<br />

Vertrieb<br />

High Fidelity Studio<br />

0 821 / 37250<br />

www.<br />

www.high-fidelity-studio.de<br />

Listenpreis<br />

2500 Euro<br />

Garantiezeit<br />

2 Jahre<br />

Maße B x H x T<br />

34 x 15 x 28 cm<br />

Gewicht<br />

4,6 kg<br />

ANSCHLÜSSE<br />

Phono MM / MC • / •<br />

Eingänge Cinch / XLR • / –<br />

Ausgänge Cinch / XLR • / –<br />

Anpassung Widerstand • (100Ω-100kΩ, 6 Stufen)<br />

Anpassung Kapazität MM –<br />

FUNKTIONEN<br />

Fernbedienung –<br />

A/D-Wandler –<br />

Variable Entzerrung –<br />

Gain/Lautstärkeregelung 42, 60dB / –<br />

Besonderheiten<br />

Alternativ-Röhre liegt bei<br />

<strong>AUDIO</strong>GRAMM<br />

ÅHoch kultivierter, musikalischer<br />

Klang.<br />

Í Etwas höheres Rauschen.<br />

Klang Cinch / XLR 117<br />

Ausstattung<br />

gut<br />

Bedienung<br />

gut<br />

Verarbeitung<br />

sehr gut<br />

KLANGURTEIL<br />

PREIS/LEISTUNG<br />

117 PUNKTE<br />

SEHR GUT<br />

Launen der Natur: Kommt auf eine Spule<br />

eine frisch eingeschaltete Spannung zu,<br />

freut sie sich und baut aus der herankommenden<br />

Energie schöne Magnetlinien<br />

auf. Das heißt, ein Transfer durch sie hindurch<br />

wird eine Weile lang behindert.<br />

<strong>So</strong>bald das Feld steht , bleibt aber nur<br />

noch der relativ kleine Gleichstromwiderstand<br />

des Kupferdrahts übrig.<br />

Ein entsprechend beglückter<br />

Kondensator verhält sich umgekehrt, er<br />

lässt die Elektronen zunächst passieren,<br />

bis sich seine Metallplatten oder -Folien<br />

soweit aufgeladen haben, dass sie den<br />

weiteren Fluss blockieren.<br />

Jetzt wirds tiftelig: Wenn Spule und<br />

Kondensator kooperieren und nicht<br />

Gleich- sondern Wechselspannung<br />

anliegt, ergänzt sich das zeitliche<br />

Zusammenspiel bei einer bestimmten<br />

Frequenz so, dass ein Resonanzhöcker<br />

mit einem fast unendlichen Widerstand<br />

ensteht (oder fast unendlich kleinem bei<br />

Serienanordnung).<br />

Leider betrifft diese Gesetzlichkeit auch<br />

MM-Tonabnehmer. Die Induktivität bildet<br />

mit der unvermeidbaren Kapazität (Kabel,<br />

Schaltung...) eben solch einen<br />

Schwingkreis, dessen Resonanz im<br />

Brillanzbereich liegt. Nun gilt es aufzupassen,<br />

dass die damit verbundene<br />

Frequenzgangverbiegung möglichst flach<br />

verläuft. Im schlimmsten Fall bildet sich<br />

eine unangenehme, als Schärflichkeit<br />

vernehmbare Höhenbetonung aus.<br />

TYPISCHER FREQUENZGANG<br />

EINES MM-TONABNEHMERS:<br />

Verläuft im Beispiel nur bei der<br />

geringsten Kapazität zufriedenstellend.<br />

www.audio.de 12 /<strong>2013</strong> 41


Verstärker › PHONO-VORVERSTÄRKER<br />

BORN IN THE USA: Die Fertigungstiefe bei Manley ist außergewöhnlich. Die<br />

Amerikaner geben sogar ihre eigenen (Teflon-) Cinchbuchsen in Auftrag. Bühnenreifer<br />

Effekt: das im Betrieb leuchtende Manley-Signet auf der Front (links).<br />

MANLEY CHINOOK UM 2500 EURO<br />

Wenn der Kollege Alexandros Mitropoulos<br />

von einem ganzen Rack voller Manley-Geräte<br />

träumt – was er nach eigener<br />

Aussage tut –, dann will er mit diesen Objekten<br />

der Begierde Musik nicht etwa<br />

wiedergeben, sondern aufnehmen. Mitropoulos<br />

ist Toningenieur, und Manley<br />

gehört in Studiokreisen, wenn es um<br />

Komponenten wie Mikrofonverstärker,<br />

Mixer, Kompressoren oder Equalizer<br />

geht, zum absoluten High End. Der Hersteller<br />

aus dem kalifornischen Chino<br />

(„Made in Chino, not China“, witzelt man<br />

bei Manley gerne) hat es damit geschafft,<br />

in der gesamten Musikkette auf höchstem<br />

Niveau präsent zu sein – wahrscheinlich<br />

einmalig in der HiFi-Welt.<br />

Die Philosophie hinter den HiFi- und Profi-Manleys<br />

unterscheidet sich deutlich<br />

weniger als ihr Anwendungszweck: Hier<br />

wie da regieren Röhren, denen die Entwickler<br />

eine bessere Eignung zum Umgang<br />

mit Musiksignalen zutrauen – und<br />

an deren HiFi-technischer Wiederentdeckung<br />

Manley seit den 80er Jahren entscheidend<br />

beteiligt war. Vier Glaskolben<br />

stehen auf der blitzsauber bestückten<br />

Platine des Chinook, allesamt Doppeltrioden<br />

des Typs 6922. Das erste Paar dient<br />

– eines pro Kanal – der ersten Verstärkung,<br />

die Entzerrungsstufe danach ist rein passiv<br />

ausgelegt. Die beiden Triodensysteme<br />

der zweiten Röhre jedes Kanals sind<br />

als sogenannter White-Kathodenfolger<br />

beschaltet, was eine niederohmige Ausgangsstufe<br />

ergibt: Mit 100 Ohm Ausgangswiderstand<br />

duckt sich die Manley<br />

weder vor langen Kabeln noch vor etwas<br />

BILDERBUCH-AUFBAU: Im Manley trifft Studio-<strong>So</strong>lidität da, wo es sich lohnt, auf audiopiles<br />

Edelmaterial – etwa bei den riesigen (und teuren) weißen Koppel-Cs rechts oben.<br />

MESSLABOR<br />

Die Auswirkung der zuschaltbaren Kapazitäten<br />

auf den (ansonsten auch mit MC<br />

perfekt linearen, breitbandigen) Frequenzgang<br />

(1) zeigt lehrbuchmäßig die im Kasten<br />

auf Seite 42 beschriebene MM-Anpassung.<br />

Mit über 83dB ist der Chinook vorbildlich<br />

rauscharm – der beste MM-Wert im Test.<br />

Mit MC sind es immer noch stattliche 72dB<br />

Rauschabstand, bei allerdings nicht ganz<br />

perfekt verteilten Klirr-Oberwellen (2).<br />

42<br />

www.audio.de ›12 /2012


Verstärker › PHONO-VORVERSTÄRKER<br />

STECKBRIEF<br />

MANLEY<br />

CHINOOK<br />

Vertrieb<br />

Audio Import<br />

0 2196 / 883136<br />

www.<br />

audio-import.de<br />

Listenpreis<br />

2500 Euro<br />

Garantiezeit<br />

2 Jahre<br />

Maße B x H x T<br />

48 x 9 x 28 cm<br />

Gewicht<br />

6 kg<br />

ANSCHLÜSSE<br />

Phono MM / MC • / •<br />

Eingänge Cinch / XLR • / –<br />

Ausgänge Cinch / XLR • / –<br />

Anpassung Widerstand • (26-787Ω, 32 Schritte)<br />

Anpassung Kapazität MM • (50-350 pF, 7 Schritte)<br />

FUNKTIONEN<br />

Fernbedienung –<br />

A/D-Wandler –<br />

Variable Entzerrung –<br />

Gain/Lautstärkeregelung 45, 60dB / –<br />

Besonderheiten –<br />

<strong>AUDIO</strong>GRAMM<br />

ÅGroßvolumiger, sehr<br />

ausgewogener Klang, durchdachte<br />

Konstruktion.<br />

Í –<br />

Klang Cinch / XLR 117<br />

Ausstattung<br />

gut<br />

Bedienung<br />

gut<br />

Verarbeitung<br />

überragend<br />

KLANGURTEIL<br />

PREIS/LEISTUNG<br />

117 PUNKTE<br />

SEHR GUT<br />

anspruchsvolleren Verstärkern, etwa solchen<br />

mit passiven Lautstärkereglern.<br />

Ohnehin sind die Praxiseigenschaften<br />

der Chinook exzellent. Mit MM wie MC<br />

lief sie ohne einen Mucks, ohne Brumm,<br />

Rauschen oder sonstige Extravaganzen.<br />

Zwei DIP-Schalterreihen auf der Rückseite<br />

erlauben eine präzise Anpassung<br />

der Eingangsimpedanz an das verwendete<br />

System, und die Erklärung, wie sich<br />

die verschiedenen Werte zusammenschalten<br />

lassen, ist gleich daneben unverlierbar<br />

aufgedruckt. Ebenfalls selbsterklärend,<br />

wenn auch etwas umständlich,<br />

ist die Umschaltung zwischen MMund<br />

MC-Verstärkung. Die zugehörigen<br />

DIP-Schalterpaare befinden sich direkt<br />

auf der Hauptplatine und sind erst nach<br />

dem Abschrauben des Lochblech deckels<br />

zugänglich.<br />

Wer dagegen nicht täglich von MM nach<br />

MC oder umgekehrt wechselt – was so<br />

ziemlich auf alle Musikfreunde mit Ausnahme<br />

von HiFi-Testern zutrifft – dürfte<br />

an der Manley im Alltag wirklich nichts<br />

auszusetzen finden – außer vielleicht,<br />

dass die 19-Zoll-Frontplatte samt Rackmontage-Bohrungen<br />

im normalen HiFi-<br />

Umfeld etwas nach Nutzfahrzeug aussieht.<br />

Vielleicht findet man ja auch gerade<br />

das besonders reizvoll. Klanglich jedenfalls<br />

integriert sich die amerikanische<br />

Phonostufe bruchlos selbst in vornehmste<br />

Anlagen-Umgebungen – im <strong>AUDIO</strong>-<br />

Hörraum spielte sie an der phänomenalen<br />

Ypsilon-Vorstufe aus diesem Heft,<br />

den dazu passenden Endstufen und der<br />

KEF Reference 207. Was beim Wechsel<br />

auf die Manley zuerst auffiel, war der<br />

wuchtige Tieftonbereich, der bei aller<br />

Kraft nie dick wirkte. Darüber agierte die<br />

Chinook so ausgewogen, plastisch und<br />

detailreich, dass man sich fast an die<br />

Audio Research PH6 erinnert fühlte – hätte<br />

die Manley nicht einen Hauch weniger<br />

fokussiert und farbintensiv geklungen als<br />

die nochmals teurere Landsmännin.<br />

Unentschieden auf hohem Niveau endete<br />

der Vergleich zwischen Fosgate und<br />

Manley: Art Blakey und sein Ensemble<br />

spielten über erstere noch mitreißender<br />

zusammen, dafür hoben letztere die atmosphärischen<br />

Details in Peter Gabriels<br />

leiseren „<strong>So</strong>“-Momenten noch müheloser<br />

aus dem Rillengrund. Dass die Manley<br />

dabei stets auch einen Hauch nüchterner<br />

und direkter spielte – das ist für ein<br />

so studionahes Gerät fast Ehrensache.<br />

FAZIT<br />

Bernhard Rietschel<br />

<strong>AUDIO</strong>-Chefredakteur<br />

Statt einfach einen noch teureren<br />

Preamp zu kaufen, der dann vielleicht<br />

alles gleich gut kann, kommen<br />

Analogfans, die ihre Prioritäten<br />

kennen, womöglich einfacher<br />

ans Ziel: Puristen, die tonale Feinarbeit<br />

an der Kette nicht scheuen,<br />

kommen mit dem Pure <strong>So</strong>und am<br />

weitesten ins Innere der Musik.<br />

Einsteiger, die es unkompliziert lieben,<br />

finden im Goldenote für 600<br />

Euro hervorragenden Klang-Gegenwert.<br />

Der Fosgate ist klar der<br />

natürlichste im Feld – nur das System<br />

sollte nicht zu leise sein. Etwas<br />

pragmatischer abgestimmt,<br />

wird der universellere Manley ohnehin<br />

schnell Freunde finden.<br />

VERFLIXTE MM-<br />

ANPASSUNG II<br />

Nach dem Einbau seines<br />

MM-Tonabnehmers versucht der<br />

Klangmeister die Kapazität abzuschätzen,<br />

mit der dieser zurechtkommen muss. Den<br />

Hauptanteil sollte das Anschlusskabel<br />

ausmachen, dessen Kapazität bei rund<br />

100 Picofarad pro Meter liegt. Wenn insgesamt<br />

nicht viel mehr zusammenkommt,<br />

hat der LP-Freund Glück gehabt. Liegt der<br />

Wert deutlich darüber – die<br />

Phonoeingänge günstiger Vollverstärker<br />

bringen wegen Hochfrequenz-<br />

Abblockkondensatoren häufig viel zu viel<br />

Eingangskapazität mit –, hat er Pech. In<br />

diesem Fall hilft nur der gesetzwidrige<br />

Einsatz des Lötkolbens.<br />

Bei günstiger geringer Gesamt kapazität<br />

heißt es aufatmen, ganz Verwegene denken<br />

sogar ans Feintuning und fragen den<br />

Fachhändler nach Y-Cinchadaptern und<br />

steckbaren Zusatzkondensatoren. Der<br />

Analog-Großmeister könnte nach vollendeter<br />

minutiöser Kapazitätsabstimmung<br />

nun noch den Eingangswiderstand verändern<br />

wollen, der theoretisch möglichst<br />

genau beim Normwert von 47 Kiloohm<br />

liegen sollte. Durch mehr oder minder<br />

hohe Dämpfung der Resonanz trägt er<br />

unter Umständen zu einem flacheren<br />

Verlauf des Freqenzgangs bei. Sich mit<br />

äußerster Vorsicht an ihm zu vergreifen,<br />

steht aber nur dem mit allen Messmitteln<br />

ausgerüsteten Techniker zu.<br />

DAS KRIEGEN WIR HIN: Kapazität<br />

und Widerstand beeinflussen den<br />

Frequenzgang. Im Idealfall ergibt sich ab<br />

10 Kilohertz ein sanfter Rolloff.<br />

www.audio.de 12 /<strong>2013</strong> 43


Komplettanlagen › MINI-NETZWERK-RECEIVER<br />

IT´S CEOL, MAN!<br />

Die Mini-Anlage Ceol Piccolo von Denon widmet sich konsequent der digitalen Tonkost von Festplatte,<br />

Smartphone und Daten-Wolke. Und liegt mit diesem Konzept nicht nur optisch total im Trend.<br />

■ Text: Christine Tantschinez<br />

Sie sind jung und sie brauchen das<br />

Geld. Um es für die schönen Dinge<br />

im Leben auszugeben: Mode, Gadgets<br />

wie iPad und Smartphone und natürlich<br />

Musik. Das ist kurz beschrieben<br />

die Zielgruppe, an die sich die ultrakompakte<br />

Komplett-Anlage Ceol Piccolo<br />

wenden dürfte. Die Voraussetzungen<br />

dazu stimmen: Die Piccolo schafft es mit<br />

ihren namensgebenden kleinen Abmessungen<br />

selbst in der engsten Zweiraum-<br />

Wohngemeinschaft noch in ein Billy-<br />

Regal und kann dort mit ihrer Hochglanz-<br />

Optik in Weiss oder Schwarz glänzen.<br />

Mit knapp 530 Euro ist sie auch für<br />

Bafög-Bezieher noch kalkulierbar. Und<br />

vor allem bietet sie unbegrenzte Möglichkeiten,<br />

Musik so zu entdecken, wie<br />

es (nicht nur) die 14- bis 29-Jährigen<br />

lieben: spontan und total digital.<br />

An die Ceol Piccolo kann so ziemlich alles<br />

andocken, was Musikdaten hortet:<br />

der Speicher-Stick per USB an der Front,<br />

iPhone und iPod mit dem gewohnten<br />

30-poligen-Connector-Anschluss auf<br />

dem dezent unter einer Klappe verborgenen<br />

Dock auf dem Dach. MacBook,<br />

iPad und das iPhone 5 mit der neuen<br />

Lightning-Schnittstelle finden alternativ<br />

drahtlos per AirPlay oder USB-Kabel Anschluss.<br />

Damit die hungrigen Apple-Zuspieler<br />

optimal versorgt werden, liefert<br />

die Piccolo selbst im Standby-Betrieb<br />

genügend Ladeenergie und schaltet erst<br />

dann in den flexibel einstellbaren Energiespar-Modus.<br />

Wer es damit sehr ge-<br />

TEST<br />

Mini-Anlage für Digital Natives<br />

DENON CEOL PICCOLO (DRA-N5) 530 €<br />

44


Komplettanlagen › MINI-NETZWERK-RECEIVER<br />

nau nimmt, kann die Piccolo auf äußerste<br />

Sparsamkeit trimmen, muss aber zum<br />

Einschalten der Mini-Anlage zur beiliegenden<br />

Fernbedienung greifen. Mit der<br />

Option „Network Standby“ reagiert sie<br />

dagegen aus dem Schlaf auch auf die<br />

Befehle der Denon-eigenen App „Denon<br />

Remote“ für iOS und Android, benötigt<br />

dazu aber etwas mehr Ruhestrom.<br />

Dieser Exkurs verrät schon, dass die<br />

Ceol Piccolo selbstverständlich auch<br />

über das Heimnetzwerk anspielbar ist –<br />

wahlweise per Ethernetkabel und -Buchse<br />

auf der Geräterückseite als auch<br />

drahtlos im WLAN. Für die letztere Variante<br />

reserviert sie bei dazu fähigen Routern<br />

per WMM (WiFi Multimedia) gerne<br />

etwas Extra-Bandbreite für einen stabileren<br />

Übertragungsweg. Dann braucht<br />

es für das Stöbern in der digitalen Plattensammlung<br />

nur noch einen DNLAfähigen<br />

Mediaserver wie zum Beispiel<br />

Twonky auf einer Netzwerk-Festplatte<br />

oder Windows Media Player auf dem<br />

PC. Der Internetradiodienst vTuner serviert<br />

zudem Tausende Internetradiostationen,<br />

und über den Musik-Abo-Dienst<br />

Spotify ist der Plattenladen des Vertrauens<br />

gegen eine monatliche Abo-Gebühr<br />

von rund 10 Euro ebenfalls inklusive.<br />

Bei diesem total vernetzten Angebot<br />

fällt die Abwesenheit des CD-Laufwerks<br />

kaum auf. Vermutlich war es in erster Linie<br />

die Platz- und auch Kostenersparnis,<br />

die dem CD-Player den Einzug in den<br />

kaum schuhschachtelgroßen Mini-Receiver<br />

verwehrte. Aber mal ganz ehrlich:<br />

Vermissen wird ihn kaum einer. Zur Not<br />

ließe sich ein externer Player auch über<br />

den analogen oder digitalen Aux-Eingang<br />

EIN-DRUCK: Die<br />

Fernbedienung für<br />

die Piccolo ist<br />

durchdacht angelegt<br />

und gut zu<br />

bedienen. Mit dem<br />

„Search“-Knopf<br />

und dank der<br />

Zahlentasten lassen<br />

sich auch<br />

umfangreiche<br />

Sammlungen<br />

gezielt durchkämmen.<br />

ORIGINAL-GRÖSSE:<br />

Das dreizeilige OLED-<br />

Display (Organic Light<br />

Emitting Diods) ist kristallklar<br />

und wunderbar scharf.<br />

SUCHEN UND FINDEN:<br />

Die Suchfunktion über die<br />

Fernbedienung liefert schnell<br />

Resultate.<br />

LUFT UND LIEBE:<br />

Die Piccolo-Anlage<br />

informiert stets über<br />

Titel und Interpret –<br />

auch wenn die Daten<br />

über AirPlay ankommen.<br />

Fotos: Archiv, MPS, J. Bauer<br />

www.audio.de ›12 /2012<br />

45


Komplettanlagen › MINI-NETZWERK-RECEIVER<br />

STEUERUNG PER APP:<br />

Das offizielle App „Denon Remote“<br />

steuert nicht nur die Funktionen des<br />

Verstärkers, sondern kontrolliert auch<br />

die gewählte Quelle. Beim „Media<br />

Player“ allerdings muss sie ein wenig<br />

schummeln. Die App greift als<br />

„Media Renderer“ direkt auf den<br />

Media-Server zu, um auch umfangreiche<br />

Titellisten und die Album cover<br />

schnell laden zu können. Nachteil:<br />

Nicht der Netzwerk-Player in der Piccolo,<br />

sondern die App steuert und<br />

kontrolliert also den Zugriff auf den<br />

Server. Natürlich nur solange die App<br />

aktiviert ist, und leider ohne Gapless-<br />

Funktionalität. Dazu muss der Netzwerk-Player<br />

im Denon selbst auf den<br />

Medien-Server zugreifen können.<br />

Alternativ kommt man mit einem<br />

Trick weiter: UPnP-Server wie Twonky<br />

können über Navigationsknoten<br />

individuell konfiguriert werden. Eine<br />

„ABC“-<strong>So</strong>rtierung erleichtert das Suchen<br />

in langen Listen über die Fernbedienung.<br />

Dann werden Interpreten<br />

und/oder <strong>So</strong>ngtitel gleich in Gruppen<br />

der Anfangsbuchstaben ABC, DEF,<br />

GHI etc. gegliedert.<br />

HERZLICH WILLKOMMEN: Der neue Setup-Wizard funktioniert<br />

nicht nur mit dem Kiko, sondern auch mit dessen größeren DSM-<br />

Brüdern Majik, Akurate und Klimax.<br />

ZU-SPIEL: Eine analoge sowie eine digitale Quelle verarbeitet der Receiver ebenfalls.<br />

Und zur Tieftonunterstützung der Boxen kann ein aktiver Subwoofer eingespannt werden.<br />

anschließen. Aber gerade die Netz-<br />

Generation ist längst über das serielle<br />

Tonträgerwechseln hinweg. Wichtig für<br />

ihre Art des Musikerlebnis dagegen:<br />

Schnellligkeit und Bedienbarkeit. Der gut<br />

vernetzte Hipster will nicht minutenlang<br />

bedächtig warten, bevor es mit dem<br />

Spaß los gehen kann. Und die Ceol Piccolo<br />

ist darauf bestens vorbereitet: Sie reagiert<br />

zackig auf Befehle und macht mit<br />

einer durchdachten und logischen Benutzerführung<br />

das ohnehin nur auf CD beiliegende<br />

Handbuch fast überflüssig.<br />

Wer nicht zu weit weg sitzt, kann tatsächlich<br />

via Fernbedienung und ein sehr gut<br />

lesbares OLED-Display äußerst komfortabel<br />

auch in größeren Mediatheken<br />

(allein die Test-NAS beherbergt rund 500<br />

GB an Audiodaten) suchen und zügig<br />

scrollen, ohne Muskelkrämpfe in den Fingern<br />

zu risikieren. Dann trumpft die Ceol<br />

Piccolo auch mit einer der wichtigsten<br />

Streaming-Fähigkeiten für den anspruchsvolleren<br />

Musik-Fan auf: Gapless-Wiedergabe<br />

von Flac- und WAV-Dateien (gerne<br />

auch in der üppigeren Version mit 192<br />

Kilohertz und 24 Bit) und schneller Vorlauf.<br />

Natürlich steht auch die Denon-App<br />

als handliche Kontrollalternative zur Verfügung,<br />

die auch größere Listen vom<br />

Medienserver schnell und zügig darstellt,<br />

gerne auch mit den passend zugeordneten<br />

Covern – allerdings dann ohne die<br />

Gapless-Funktionalität (siehe links). Für<br />

das expertimentierfreudige Stöbern in<br />

der Plattensammlung ist das noch in Ordnung,<br />

die Live-Alben aber sucht man<br />

dann lieber direkt über die Fernbedienung<br />

aus oder über eine App-Alternative.<br />

Klanglich zeigt sich die Piccolo alles andere<br />

als winzig. Ihre technische Verwandtschaft<br />

zur großen Schwester Ceol und<br />

auch zur Holding-Verwandschaft Melody<br />

Media M-CR603 von Marantz (Test in<br />

<strong>AUDIO</strong> 7/12) war im Hörtest deutlich hörbar.<br />

Lebendig, detailreich und erstaunlich<br />

potent gab sich die Piccolo keine Blöße,<br />

und nur der Bi-Amping-Modus verhalf<br />

der teureren Marantz-Anlage zu mehr<br />

Bassfülle und Genauigkeit.<br />

MESSLABOR<br />

Das Spannungs-Impedanz-Diagramm<br />

(1) bescheinigt den Schaltendstufen der<br />

Mini-Anlage zwar keine übertriebene, aber<br />

höchst stabile Leistung mit 47 bzw. 80 Watt<br />

KURZ an 4 VOR bzw. 8 SCHLUSS: Ohm. Auch Der die Assistent Frequenzgangmessung<br />

hier, welcher (o. Abb.) Eingang zeigt keinerlei wo ist, und Auffällig-<br />

wel-<br />

zeigt<br />

keiten, sondern einen vorbildlich schnurgeraden<br />

Verlauf. Die Harmonischen-Analyse<br />

(2) offenbart ein für Schaltendstufen nicht<br />

untypisches Bild. AK:50<br />

46<br />

www.audio.de ›12 /2012


BOXENEMPFEHLUNG<br />

Von Denon selbst gibt es dieses winzige<br />

Boxenpärchen, das nicht nur optisch hervorragend<br />

zur Piccolo passt. Der Verstärker<br />

bietet eigens eine Klanganpassung an diese<br />

Boxen. Im Zusammenspiel ergibt das einen<br />

erstaunlich erwachsenen, absolut partytauglichen<br />

Klang. Natürlich ist der Tiefton<br />

der Zwei-Wege Mini-Kompakten begrenzt.<br />

Aber dafür gibt es ja Subwoofer.<br />

DENON SC-N5, 100 EURO<br />

Für rund 260 Euro hat Dali ein echtes Pfund im<br />

Angebot. Die Zensor 1 begeistert nicht nur mit<br />

ihrem niedrigen Preis, sondern auch mit ihrer<br />

Dynamik und Ausgewogenheit. Sie passt<br />

eigentlich an fast jeden Verstärker und harmoniert<br />

mit den Schaltendstufen und der eher<br />

neutral-lebendigen Abstimmung der Piccolo<br />

sehr gut. Ein extrem dynamisches Duo zum<br />

kleinen Preis.<br />

DALI ZENSOR 1, <strong>AUDIO</strong> 10/2011<br />

Wenn es ein bisschen edler sein darf, muss<br />

die Box auch optisch zur eleganten Piccolo<br />

passen. Für rund 460 Euro UVP (und mittlerweile<br />

vermutlich auch günstiger zu haben)<br />

kann die B&W 686 passend aufspielen. Trotz<br />

ihrer fordernden AK von 77 vermag der kleine<br />

Denon ihr aber genügend Kraft zu verleihen,<br />

um Instrumente, Stimmen und Effekte räumlich<br />

und natürlich umzusetzen.<br />

FAZIT<br />

Christine Tantschinez<br />

stv. <strong>AUDIO</strong>-Chefredakteurin<br />

Die Mini-Anlage erfüllt genau die<br />

Bedürfnisse eines zwar jungen,<br />

aber anspruchsvollen Publikums:<br />

Streaming aus dem Netzwerk,<br />

aus der Musik-Cloud, von<br />

YouTube per AirPlay und per USB<br />

vom angedockten Smartphone –<br />

das alles bitte möglichst schnell,<br />

einfach und natürlich klanglich<br />

einwandfrei. Die Piccolo rockt diese<br />

Aufgabe souverän und lässig.<br />

STECKBRIEF<br />

Vertrieb<br />

www.<br />

Listenpreis<br />

Garantiezeit<br />

Maße B x H x T<br />

Gewicht<br />

KAUF-TIPP<br />

DENON PREIS/LEISTUNG<br />

CEOL PICCOLO DRA-N5<br />

D&M Holdings<br />

05 41 / 40 46 60<br />

denon.de<br />

530 Euro<br />

2 Jahre (+ 1 Jahr mit Owners<br />

Club)<br />

18 x 9 x 23 cm<br />

2,3 kg<br />

ANSCHLÜSSE<br />

Laufwerk CD/DVD/BD – / – /–<br />

iPod-Dock<br />

•<br />

Analog In/Out 1 Cinch, 1 Miniklinke / 2<br />

Lautsprecher, 1 x Subwoofer,<br />

Kopfhörer<br />

USB<br />

1x (Host)<br />

Digital In koax/optisch – / •<br />

Digital out Koax/optisch – / –<br />

Netzwerk<br />

LAN, WLAN (WMM)<br />

FUNKTIONEN<br />

Display / OSD • (OLED) / –<br />

Schneller Vor/Rücklauf • (am Gerät)<br />

Erweiterte Playlists (Queue) • (speicherbar)<br />

Bluetooth/Airplay<br />

– / •<br />

Coveranzeige<br />

• (über Controller-App)<br />

Radio FM/DAB –/ –<br />

Internetradio/Streaming- • vTuner / Spotify, last.fm<br />

Dienste<br />

Formate<br />

FLAC, WAV, MP3, AAC, ALAC,<br />

WMA<br />

benötigter Server DNLA /UPnP (bsp Twonky)<br />

Gapless • (über FB)<br />

Steuerung via App<br />

überträgt kpl. Playlist<br />

• (Denon Remote, 0€)<br />

–<br />

Max. Auflösung bit/kHz. 24/124 (FLAC, WAV)<br />

<strong>AUDIO</strong>GRAMM<br />

ÅIdeal für Streaming-Fans<br />

von Festplatte, iPhone oder<br />

Abo-Dienst; ausgewogener<br />

Klang, gute Pegelreserven.<br />

ÍBedienung über Denon-<br />

App könnte noch reibungsloser<br />

klappen.<br />

Klang lossless 75 (als Komplettanlage o.<br />

Boxen)<br />

Bedienung<br />

überragend<br />

Verarbeitung<br />

sehr gut<br />

12/12<br />

REFERENZ<br />

SELECTION<br />

FÜR KLANG,<br />

DER UNTER DIE<br />

HAUT GEHT<br />

Gemacht mit Liebe und Know-how:<br />

Die Audio- und Lautsprecherkabel der<br />

Referenz Selection übertragen Tonsignale<br />

in einzigartiger Brillanz und entfachen<br />

Gänsehaut-Feeling pur. Nirgendwo wird<br />

Dynamik, Kraft und Präzision deutlicher<br />

spürbar. Ein Meisterstück handwerklichen<br />

Könnens.<br />

B&W 686, <strong>AUDIO</strong> 1/08<br />

KLANGURTEIL<br />

PREIS/LEISTUNG<br />

73 PUNKTE<br />

ÜBERRAGEND<br />

Nur bei autorisierten Händlern erhältlich:<br />

www.in-akustik.de/referenzselection


Verstärker › STREAMING-VOLLVERSTÄRKER<br />

STROM-<br />

VERSORGER<br />

Eine geradezu phantastische Vorstellung: Ein ausgereifter Vollverstärker,<br />

der nicht nur highendig agiert, sondern zu alledem<br />

aus eigenen elektronischen Kräften auf das bestklingende Musikmaterial<br />

der digitalen Welt zugreifen kann. Electrocompaniet<br />

lässt diesen Traum mit dem ECI 6 DS Wirklichkeit werden.<br />

■ Text: Johannes Maier<br />

Fotos: Archiv, H. Härle<br />

48 www.audio.de ›12 /2012


Verstärker › STREAMING-VOLLVERSTÄRKER<br />

Immer wieder schön, der Geschichte<br />

von Electrocompaniet zu gedenken.<br />

Wie sie 1973 mit einem Vortrag des<br />

Verstärkerprofessors Matti Otala über<br />

transiente Höhen-Verzerrungen begann.<br />

Und wie dann eine norwegische „Companiet“<br />

von HiFi-Enthusiasten ihren Otala-gerechten<br />

Amp realisierte – der dann<br />

in den USA höchste Preise kassierte und<br />

den kein Geringerer als Michael Jackson<br />

als äußerst musikalisch empfand.<br />

Als später das CD-Format mit seinen<br />

Frequenzgangbeschränkungen auf 20<br />

Kilohertz aufkam, gab es zwar keine<br />

direkte TIM (Transienten-Intermodulation)<br />

mehr zu befürchten. Im Zusammenspiel<br />

des Verstärkers mit komplexen<br />

Lasten droht aber auch heute noch<br />

akustisch ungünstiges Verzerrungsdurcheinander<br />

– wie die <strong>AUDIO</strong>-<br />

Messungen zur „Klirrstabilität“ belegen.<br />

Deshalb sind die Bemühungen, den Verstärker<br />

sehr impulsschnell auszulegen<br />

und auf lange (langsame) Gegenkopplungsschleifen<br />

zu verzichten, nach wie<br />

vor nicht von der Hand zu weisen.<br />

<strong>So</strong> heißen in EC-Amps fixe Einzeltransistoren<br />

die Signale willkommen. Für die<br />

Eingangsposten des ECI 6 DS haben die<br />

Norweger sogar extra reaktionstüchtige,<br />

Röhrentrioden ähnelnde Junction-Feldeffekt-Typen<br />

rausgesucht. Und zwar<br />

zwei mal zwei, weil jeder Eingangskanal<br />

konsequent symmetrisch mit zwei Verstärkerstufen<br />

arbeitet. <strong>So</strong> ließ sich auch<br />

der Abstand zu Einstreustörungen deutlich<br />

verbessern. Dank einer ganzen Reihe<br />

feinst ausgetüftelter und von Dutzenden<br />

„Stomquellen“-Hilfshalbleitern flankierten<br />

Gegentaktstufen durften sich<br />

die Norweger in diesem Eingangstrakt<br />

jegliche Gegenkopplungsschleife sparen<br />

– aus ihrer Sicht ein klarer Vorteil,<br />

weil sie nicht nur Korrekturen, sondern<br />

aus genannten Gründen eine Höhen-<br />

Klangverschlechterung einbringen kann.<br />

Erst jetzt, noch rank und schlank, aber<br />

doch erwachsen, kommt auf die Signale<br />

TEST<br />

Streaming-Vollverstärker<br />

EELECTROCOMPANIET ECI 6 DS 5900 €<br />

www.audio.de ›12 /2012<br />

49


Verstärker › STREAMING-VOLLVERSTÄRKER<br />

die Pegelregelung zu. Eine unvermeidliche<br />

Tortur in 0,5 Dezibel-Stufen, die sie<br />

dank äußerst rücksichtsvoll zu Werke<br />

gehender und nicht mit Wald-und-Wiesen-Stellern<br />

zu verwechselnder Edel-<br />

ICs von Maxim ohne größere Blessuren<br />

überstehen (die Eingangswahl besorgen<br />

ebenfalls Maxims). Darauf setzt eine<br />

weitere Signalstärkung an, die in einer<br />

nicht von Spannung, sondern von Strom<br />

dominierten „Transkonduktions“-Stufe<br />

mündet. Sie empfängt Korrektursignale<br />

vom Ausgang und mischt sie so verzugsfrei<br />

wie nur möglich der Musik<br />

unter. <strong>So</strong> präzise wie kraftvoll<br />

geht es nun weiter bis zu<br />

insgesamt acht kernigen Semi-<br />

On-Endtransitoren und zu soliden<br />

WBT-Lautsprecherklemmen.<br />

Ein Extra-Kühlkörper für die Vortreiber<br />

und eine nicht direkt, sondern via Optokoppler<br />

angeschlossene Schutzschaltung<br />

unterstützen die erste Behauptung.<br />

Der 500-Watt-Ringkerntrafo und eine<br />

ganze Reihe dicker 10000-Mikrofarad-<br />

Elkos beweisen These Nummer zwei.<br />

Tja, und jetzt kommt bei solch einem<br />

properen Kraftwerk auch noch eine<br />

komplette Streaming-Elektronik dazu,<br />

die sich dank neuester ICs von Bridge-<br />

Co mit hochkarätigem 24Bit/192kHz-<br />

Material versteht (Seite 54). Sie erlaubt<br />

USB- und Ethernet-Verkehr und vermag<br />

via Transceiver-Aufsatzplatine auch per<br />

WLAN zu senden und zu empfangen.<br />

Ganz traute Electrocompaniet der zugekauften<br />

Elektronik nicht. Die Ingenieure<br />

KRAFT UND FINESSE: Die<br />

Treibertransistoren sitzen zusammen mit den<br />

Endtöpfen auf dem dicken Profil. Die Kollegen davor und die<br />

Ruhestrom-Regler bekamen einen thermisch eigenständigen Kühlkörper.<br />

schoben zwischen sie und die Vorstufen-Sektionen<br />

noch dickes Abschirmeisen<br />

und montierten die anlognäheren<br />

Kreise und den Wolfson-D/A-Wandler<br />

tunlichst auf einem eigenem Board.<br />

<strong>So</strong> präsentiert der ECI 6 DS mit Fug und<br />

Recht stolz eine ganze Reihe für Vollverstärker<br />

ungewöhnlicher Mitbringsel.<br />

Etwa eine USB-Buchse des Typs A, und<br />

für alle Fälle auch noch eine vom Typ B.<br />

Dazu kommt eine Ethernet-Schnittstelle<br />

für den Netz-/Heimnetz-Verbund sowie<br />

die WLAN-Stummelantenne. Zwei koaxiale<br />

und zwei optische Digital-Ins erregen<br />

weiteres Aufsehen, obwohl doch<br />

der echt symmetrische, „CD“-genannte<br />

Eingang und die entsprechenden XLR-<br />

Pre-Outs – selbst bei einem 5900-Euro-<br />

MESSLABOR<br />

Stramm, aufrecht: Der Leistungswürfel<br />

des ECI 6 DS von Electrocompaniet (3)<br />

sieht prima aus. Der norwegische Verstärker<br />

kommt physikalisch offensichtlich mit<br />

allen Boxen aus, auch mit solchen, die –<br />

weil Strom und Spannung zeitlich auseinanderdriften<br />

– höchste Forderungen<br />

stellen. Schafft der EC schlicht in Zahlen<br />

ausgedrückt eine Musikleistung von 2 x<br />

358 Watt, gesellen sich zu den groben<br />

Leistungs- auch die feinen Klirrmessungen<br />

(1): Bis auf kleine, thermisch bedingte<br />

Wiederkehr-Ungenauigkeiten bei höheren<br />

Oberwellen erscheint der Verlauf perfekt.<br />

Zirka 100 dB (A-bewerteter) Störabstand<br />

bei den symmetrischen Eingängen (allerdings<br />

nur 90 bei Cinch) lassen auch den<br />

Rauschverächter ruhig und zufrieden schlafen.<br />

Bei der Klirrstabilität an schwankender<br />

Last (2) fällt nur eine noch verzeihbare Zunahme<br />

bei höheren Frequenzen auf.<br />

50<br />

www.audio.de ›12/2012


Verstärker › STREAMING-VOLLVERSTÄRKER<br />

HIGH-END MIT SAHNE: Zu den feinen „echten“ symmetrischen Eingängen und Pre-Outs addieren sich modernste Zugaben: zwei USB-<br />

Buchsen unterschiedlicher Normen, Ethernet und WLAN-Antenne. Dazu kommen zwei koaxiale und zwei optische Digi-Ins als Krönung.<br />

Amp – fast noch mehr Beifall verdienen.<br />

Damit bietet sich der ECI 6 DS auch für<br />

den Einsatz als hochwertige, durchgehend<br />

symmetrische Vorstufe an. Die<br />

übrigen, raren Cinch-Inputs namens<br />

„DVD“, „AUX“ und „HT“ sind eher aus<br />

reiner Anschluss-Not geboren (zumal<br />

_09CVQ_Denon_<strong>AUDIO</strong>_12.pdf;S: 1;Format:(210.00 x 137.00 mm);15. Oct 2012 14:00:44<br />

extra symmetriert werden muss). Und<br />

aus der Erkenntnis, dass ein Home-Theatre-Chef<br />

– um Surround-Front-rechtsund<br />

-links einzuschleifen – nach einem<br />

Eingang mit fixer Verstärkung verlangt.<br />

„Dafür bin ich eigentlich zu schade“, gab<br />

der ECI 6 DS schon bei den ersten Takten<br />

Musik zu verstehen. In der Tat blieb<br />

etwa beim Vortrag von Dominic Millers<br />

„November“ (Q-rious) kaum eine Steigerungsmöglichkeit<br />

übrig. Eindringlicher,<br />

mit mehr Korpus-, Bund- und Plektrum-<br />

Finesse können Gitarren nicht kommen.<br />

Tollkühner, klarer umrissen und in den<br />

Denon PMA-720AE // Denon DCD-720AE.<br />

Diese erstklassige Stereo-Kombination aus unserer hochgelobten „Advanced Evolution“-Serie verkörpert<br />

alle signifikanten 2-Kanal-Qualitäten, die Denon seit vielen Jahrzehnten auszeichnen. Der Vollverstärker<br />

PMA-720AE besteht unter anderem aus einem modernen „Advanced High Current Single-Push-Pull“-<br />

Schaltkreis, der die Balance zwischen musikalischen Details und Leistung in Vollendung garantiert. Der<br />

CD-Player DCD-720AE wiederum besitzt alle Fähigkeiten für das Senden eines exzellenten <strong>So</strong>undsignals.<br />

Und nun stellen Sie sich vor, wie wundervoll es <strong>klingt</strong>, wenn diese beiden Premium-Komponenten<br />

miteinander verbunden sind ...<br />

EXZELLENT<br />

45%<br />

www.denon.de<br />

www.facebook.com/denonger<br />

Denon ist ein Warenzeichen oder eingetragenes Warenzeichen der D&M Holdings, Inc.


Verstärker › STREAMING-VOLLVERSTÄRKER<br />

dunklen Farben noch sauberer abgestuft<br />

erschienen Bässe in der Preisklasse<br />

noch nie. Mochte es also auch rumoren<br />

wie es wollte: Der tapfere Norweger<br />

leuchtete dennoch in Seelenruhe die<br />

Räume bis in die tiefsten Winkel aus.<br />

<strong>So</strong> etwa auch bei Kari Bremnes’ „Reise“<br />

(Strange Ways): Sich in der im Abendrot<br />

glühenden nordischen Landschaft zu<br />

ergehen und sich währenddessen an die<br />

Lippen der Heldin zu hängen, bereitete<br />

unentwegt-flüssiges Vergnügen. Während<br />

– um einem zwangsläufig folgenden<br />

Argument von vorneherein zu begegnen<br />

– praktisch jeder Röhrenverstärker<br />

der Testvergangenheit an den dicken<br />

Felsbrocken dieser Platte mehr oder<br />

minder hängen blieb. Ergo: Was exquisite<br />

Glaskolben mehr an Höhen-Flair bieten,<br />

gleicht der Electrocompaniet durch<br />

seine kultivierte Ausgeglichenheit, durch<br />

MIT DIESEN ALBEN<br />

WURDE GEHÖRT<br />

DOMINIC MILLER: NOVEMBER<br />

Fast ohrenzwickende Metallsaiten, orgiastische<br />

Bässe, dazu feinste Klangminiaturen<br />

und abstrakte Stimmungen: ein Horror für<br />

schlechte, ein Fressen für gute Verstärker.<br />

sein perfektes In-Balance-Halten aller<br />

Art von Musik und aller Lagen aus.<br />

Mit einem deutlich preisgünstigeren<br />

Widersacher brauchte man schon gar<br />

nicht zu kommen. Der so bewährte wie<br />

sturzmusikalische Destiny 2 von Creek<br />

(4/07, 2000 Euro) wand sich trotz seiner<br />

wohlverdienten 110 Punkte vergleichsweise<br />

wie ein armer Hund. Der glasklaren,<br />

zupackenden und ehrlichen Spielweise<br />

des ECI 6 DS gingen auch<br />

115-Punkte Verstärker besser aus dem<br />

Weg. Als schließlich bei Tribands „Live<br />

At Schloss Elmau“ (Bezug über: mail@<br />

sandiew.de) nicht nur die wonnige Stimme<br />

von Sandy Wollasch makellos rein<br />

ertönte, die Pianotupfer die Seele rührten<br />

und der Bass sich – wie er es soll –<br />

wunderschön auswuchs, gab es an der<br />

120-Punkte-Bewertung keine Zweifel<br />

mehr.<br />

Doppelt prima! Denn zu dieser Rechnung<br />

kommt ja wie nebenstehend besprochen<br />

noch das Streaming, also die<br />

perfekt klingende Weltoffenheit, dazu.<br />

STECKBRIEF<br />

Vertrieb<br />

www.<br />

Listenpreis (Paar)<br />

Garantiezeit<br />

Maße B x H x T<br />

Gewicht<br />

ANSCHLÜSSE<br />

Digital-Anschlüsse<br />

ELECTROCOMPANIET<br />

ECI 6 DS<br />

Electrocompaniet Europe<br />

0 91 31 / 400 28 57<br />

electrocompaniet.de<br />

5900 Euro<br />

3 Jahre<br />

48,3 x 13,5 x 40,5 cm<br />

20 kg<br />

USB, LAN, WLAN,<br />

2 koax., 1 optisch<br />

Hochpegel Cinch / XLR 3 / 1<br />

Festpegel Eingang 1 (HT)<br />

PreOut / TapeOut 2 (Cinch + XLR) / –<br />

Lautsprecherpaare 1<br />

Kopfhörer –<br />

FUNKTIONEN<br />

Aufnahmewahlschalter –<br />

Klangregler/ abschaltbar – / –<br />

Loudness –<br />

Besonderheiten<br />

Display-Fernbedienung plus<br />

Dock/Ladestation<br />

DAS NETZWERK-<br />

MODUL DES ECI-6D<br />

Electrocompaniet hat zum Testzeitpunkt bereits ein<br />

<strong>So</strong>ftware-Update angekündigt – das angesichts einer<br />

Lücke auch sinnvoll erscheint: Gapless Play, das<br />

unterbrechungsfreie Abspielen durchgehend produzierter<br />

Live-, Konzept- oder auch Opern-Alben, funktionierte<br />

beim Testgerät nicht. Dass die Streaming-<br />

Hardware des EC eigentlich Gapless kann, beweisen<br />

nahezu identisch bestückte Player von T+A, Naim<br />

und Cyrus. Mit letzterem hat EC auch die schöne<br />

Display-Fernbedienung gemein. Deren Fähigkeit,<br />

Cover anzuzeigen, nutzt der EC aktuell noch nicht,<br />

aber die Navigation auch in sehr großen Musiksammlungen<br />

gelingt damit schnell und geschmeidig.<br />

Neben Netzwerkservern (zum Beispiel NAS-Platten)<br />

dürfen auch USB-Speicher und iPods Daten<br />

zuspielen. Via Netzwerk und USB werden dabei<br />

Auflösungen bis 192kHz/24bit unterstützt – Studio-<br />

Master-Downloads (linnrecords.com, highresaudio.<br />

com) liefen im Test ebenso zuverlässig wie gerippte<br />

DVD-Audios (hauptsächlich 96 und 192kHz) und<br />

SACDs (88.2 oder 176.4kHz).<br />

Klanglich ist die eingebaute Streaming-Quelle so<br />

stark, dass sich separate Player häufig erübrigen<br />

dürften – der ECI6D mag nicht viele Analogeingänge<br />

am Heck haben, aber streng genommen sind nicht<br />

mal die wenigen, die er hat, wirklich notwendig: An<br />

einem hängt vielleicht ein Phono-Preamp (siehe Seite<br />

38), der Sat-Receiver ist normalerweise digital<br />

angeschlossen, und einen separaten Tuner halten<br />

angesichts des exzellenten, vielseitigen und auch<br />

klanglich hochwertigen Internetradio-Angebots, das<br />

der eingebaute Streamer nebenbei ins Haus holt,<br />

nur noch wenige Rundfunk-Puristen für notwendig.<br />

<strong>AUDIO</strong>GRAMM<br />

ÅKlingt nach Großverstärker-Art<br />

bei kleinen wie<br />

größten Pegeln immer fein<br />

und äußerst kultiviert<br />

Í<br />

TRIBAND: LIVE AT SCHLOSS ELMAU<br />

Die aufs Wesentliche zielende, von<br />

Stilkorsetts freie Triband-Musik fasziniert so<br />

wie die zuckersüße Stimme von Sandy<br />

Wollasch – wenn der Amp sie rüberbringt!<br />

Klang XLR/Cinch 120<br />

Klang Streaming 120<br />

Ausstattung<br />

befriedigend<br />

Bedienung<br />

sehr gut<br />

Verarbeitung<br />

sehr gut<br />

KLANGURTEIL 120 PUNKTE<br />

PREIS/LEISTUNG GUT<br />

VERTRAUTER ANBLICK: Audio-Platinensand wich<br />

mit WLAN- (oben) und Streamingboard (darunter)<br />

52<br />

www.audio.de ›12 /2012


EINGANGSWAHL DE<br />

LUXE: Die Display-<br />

Fernbedienung steuert<br />

den ECI-6D via Funk, kann<br />

aber für bestehende<br />

Geräte auch Infrarot-<br />

Befehle absetzen. Das<br />

macht sie zur echten<br />

Systemfernbedienung für<br />

die ganze Anlage.<br />

KEINE ANGST VOR<br />

LANGEN LISTEN:<br />

Endloses Scrollen etwa<br />

von A nach S lässt sich<br />

durch direkte Eingabe<br />

des gewünschten<br />

Anfangsbuchstabens vermeiden.


Aktion › LESERWAHL <strong>2013</strong><br />

Gewinnen Sie Preise im Gesamtwert von über 180 000 Euro<br />

Leserwahl <strong>2013</strong><br />

Auch in der achten Auflage der großen Leserwahl von <strong>AUDIO</strong>,<br />

stereoplay und video können Sie, liebe Leser, wieder die Top-<br />

Geräte des Jahres küren – und ganz nebenbei jede Menge attraktiver<br />

Preise gewinnen. Geräte und Anlagen im Wert von über<br />

180 000 Euro werden dieses Jahr unter den Teilnehmern verlost.<br />

Das einzige, was Sie dafür tun müssen: Unter den getesteten Geräten<br />

des letzten Jahres bestimmen Sie Ihre Lieblinge. Die Abstimmung<br />

findet im Internet statt, oder Sie schicken eine Postkarte – siehe<br />

Teilnahmebedingungen unten rechts. Aber wie Sie auch wählen:<br />

Die Redaktion drückt Ihnen alle Daumen. Viel Glück!<br />

1. PREIS<br />

GESAMTWERT:<br />

21400 EURO<br />

Beginne bei der Quelle: Diesen HiFi-Leitsatz<br />

hat Linn vor 40 Jahren populär gemacht.<br />

In der Hauptgewinn-Anlage<br />

stammt die Quelle dann auch von der<br />

schottischen Marke: Der legendäre Plattenspieler<br />

LP12 in der Majik-Ausführung,<br />

mit Akito-Tonarm und MM-System Adikt.<br />

Ein Spieler fürs Leben.<br />

Auch der Verstärker dürfte ein ganzes Hi-<br />

Fi-Leben halten – und hat Jahrzehnte benötigt,<br />

um zur heutigen Perfektion heranzureifen.<br />

Insofern haben der Linn und<br />

der Symphonic Line RG10HD einiges gemeinsam.<br />

Die neueste Version des Amp-<br />

Klassikers wird von Entwickler Rolf Gemein<br />

gerade feingetunt – und in der nächsten<br />

<strong>AUDIO</strong> vorgestellt. Die Canton Reference<br />

3.2 spielt schon jetzt perfekt rund:<br />

eine mächtige Standbox, die in weißem<br />

Lack dennoch fast zierlich wirkt und die<br />

diese Anlage mit enormer Dynamik und<br />

perfekter Neutralität abrundet.<br />

54<br />

www.audio.de ›12 /2012<br />

o Machen Sie mit auf audio.de/leserwahl


Aktion › LESERWAHL <strong>2013</strong><br />

GESAMTWERT:<br />

23300 EURO<br />

1. PREIS 1. PREIS<br />

GESAMTWERT:<br />

16 000 EURO<br />

Im Fokus dieser Top-Anlage steht<br />

die B&W 802 Diamond, seit Jahren<br />

die meistgenutzte Arbeits-Referenz<br />

von stereoplay. Es ist nicht<br />

nur der überragend fein auflösende<br />

Diamant-Hochtöner – die<br />

neueste Variante der Serie ist von<br />

bemerkenswerter Neutralität. Dazu<br />

passt der souverän-kräftige<br />

Vollverstärker 300i von Krell. Er<br />

lässt die B&W aufblühen und garantiert<br />

eine adäquate Verstärkung<br />

der feinen CD-Signale. Der<br />

Ayon CD 07 S mit Röhren-Ausgangsstufe<br />

S ist der musikalischste<br />

Player seiner Klasse und<br />

bietet auch anderen Digitalquellen<br />

Zugang zu seinem exzellenten<br />

Wandler. Verbunden wird alles<br />

mit Kabeln von HMS. <strong>So</strong>wohl das<br />

Concerto (LS) als auch das Sestetto<br />

(Cinch) haben sich in etlichen<br />

Vergleichstests als überragend<br />

neutral und präzise herausgestellt.<br />

Um dem Klangbild den letzte<br />

Schliff zu verpassen, wird die<br />

Elektronik durch das hochsolide<br />

Rack Of Silence von <strong>So</strong>lid Tech<br />

vom Boden entkoppelt. Als i-Tüpfelchen<br />

kommt ein Absorber von<br />

Fast Audio hinzu. Er mindert – bespannt<br />

mit einem beliebigen Cover-Motiv<br />

– die Reflexionen hinter<br />

dem Hörplatz.<br />

Schick, smart, stark: Diese Anlage<br />

erfüllt die Ansprüche von<br />

Heimkino- und Musik-Liebhaber.<br />

Prämierte Design-Ikone ist<br />

der Loewe-Fernseher Connect<br />

ID 55 DR+. Der Gewinner dieses<br />

3D-LED-55-Zoll-TVs kann aus<br />

zwölf Farbkombinationen wählen.<br />

Der Glückliche erhält auch<br />

den idealen Zuspieler in Form<br />

des Universal-Players UD 7007,<br />

der durch seine hochwertigen<br />

Analogton-Ausgänge glänzt.<br />

Die vornehmlich aufbereitete<br />

Bild- und Tonkost schickt er<br />

zum 9.2-Kanal-AV-Receiver TX-<br />

NR3010 von Onkyo. Dieser Bolide<br />

überzeugt nicht nur klanglich,<br />

sondern auch durch seine<br />

enorme Anschlussvielfalt und<br />

seine Qualitäten als Netzwerker.<br />

Nicht zuletzt ist er THX-<br />

Ultra-2-Plus-zertifiziert und damit<br />

der ideale Tonlieferant für<br />

Teufels Premium-Surround-Set<br />

System 10, dem weltweit größtes<br />

THX-Lautsprecher-Set mit<br />

Ultra-2-Zertifizierung. Heimkino-Feeling<br />

ist also garantiert.<br />

Für beste Übertragung legen<br />

wir HDMI- und Lautsprecher-<br />

Kabel von Oehlbach bei, für die<br />

optimale Einstellung eine Original-THX-Calibrator-Disc.<br />

<strong>So</strong> nehmen Sie an der LESERWAHL <strong>2013</strong> von<br />

<strong>AUDIO</strong>, stereoplay und video teil!<br />

Der einfachste Weg zur Wahl ist das Internet:<br />

Unter www.audio.de/leserwahl finden<br />

Sie die Startseite, die Sie Schritt für<br />

Schritt durch die Leserwahl führt. Natürlich<br />

geht es auch per Postkarte: Frankieren,<br />

mit Adresse versehen, dann zu den<br />

jeweiligen Kategorie-Codes (A – R2) die<br />

Nummer Ihres Favoriten schreiben und<br />

das Ganze an die Redaktion <strong>AUDIO</strong>,<br />

Leuschnerstraße 1, in 70174 Stuttgart schicken.<br />

Die Übersicht aller nominierten Geräte<br />

und Kategorien steht ab Seite 65: Es<br />

sind 263 Kandidaten. Wenn Sie unentschlossen<br />

sind, sind auch Enthaltungen<br />

möglich. Zusätzlich benennen Sie am Ende<br />

bitte auch Ihre persönliche Lieblingsmarke<br />

des Jahres (Brand of the Year). Dafür<br />

haben wir ein entsprechendes Freifeld<br />

eingerichtet. Sie haben übrigens auch die<br />

Möglichkeit, Wunschgewinne zu nennen<br />

– wenn Sie gezogen werden und der<br />

Wunschgewinn ist noch da, wird er automatisch<br />

Ihnen zugelost. Eine Übersicht<br />

über die Preise finden Sie auf den folgenden<br />

Seiten.<br />

Mitmachen darf jeder, nur die Mitarbeiter<br />

der WEKA Media Pub lishing GmbH sowie<br />

deren Angehörige sind ausgenommen.<br />

Die Auslosung erfolgt unter juristischer<br />

Aufsicht; der Rechtsweg ist ausgeschlossen.<br />

Eine Barauszahlung der Gewinne ist<br />

nicht möglich. Teilnahmeschluss der Wahl<br />

ist der 6. Januar <strong>2013</strong>.<br />

www.audio.de 12 /2012 55


Aktion › LESERWAHL <strong>2013</strong><br />

Gewinnen Sie Preise im Gesamtwert von über 180.000 Euro<br />

4.<br />

PREIS<br />

PARADIGM<br />

SIGNATURE S 8<br />

Der kanadische Lautsprecherhersteller<br />

Paradigm ist hierzulande<br />

noch etwas unbekannt, aber auf<br />

dem nordamerikanischen Kontinent<br />

eine echte Größe – schon allein<br />

wegen des riesigen Portfolios.<br />

Dessen Flaggschiff ist die S8, bei<br />

dem die Kanadier alles einbauten,<br />

was sie technisch derzeit draufhaben.<br />

Das reicht vom akustisch<br />

güns tig geformten Alu-Gehäuse<br />

bis hin zur Beryllium-Hochtonkalotte.<br />

Das klangliche Ergebnis jedenfalls<br />

ist umwerfend gut. In dieser<br />

Klasse hat die S8 nur ganz wenig<br />

Konkurrenz.<br />

WERT:<br />

7200 EURO<br />

5.<br />

PREIS<br />

JBL<br />

STUDIO 4429<br />

Sie können es noch, die Profis aus JBLs Lautsprecher-Entwicklungsabteilung.<br />

Mit der Studio 4429 bringt JBL den Profi-<strong>So</strong>und in das<br />

Wohnzimmer. Zugegeben: Die Amerikanerin ist vielleicht nicht die<br />

hübscheste aller Kompaktboxen, aber sicher die pegelfesteste. <strong>So</strong><br />

unverzerrt rein und klar, so<br />

feinauflösend und ausdrucksstark<br />

spielt bei hohen bis<br />

höchsten Pegeln keine andere.<br />

Und das Schönste: Es<br />

muss gar nicht so laut werden:<br />

Denn die eigenwillige<br />

Studio 4429 beherrscht auch<br />

die leisen Töne höchst eindrucksvoll.<br />

WERT:<br />

6000 EURO<br />

6.<br />

PREIS<br />

ISOPHON<br />

ARCONA 80<br />

7.<br />

PREIS<br />

BOSE<br />

VIDEO WAVE II 46<br />

WERT:<br />

5500 EURO<br />

Der neueste Hammer aus dem<br />

Hause Isophon kommt mit<br />

einem selbstentwickelten AMT-<br />

Hochtöner daher und <strong>klingt</strong> –<br />

wie schon etliche Versuche mit<br />

Prototypen zeigten – in seiner<br />

Klasse überragend gut: nämlich<br />

wunderbar offen, fein und<br />

sehr dynamisch. Der glückliche<br />

Gewinner bekommt ein einzigartiges<br />

Pärchen Arcona 80<br />

mit Spezial-Innenverkabelung,<br />

edlen Öl-Kondensatoren im<br />

Hochtonbereich und klanglich<br />

überlegenem WBT-Bi-Wiring-<br />

Anschluss-Terminal.<br />

WERT:<br />

5500 EURO<br />

Bose hat mit dem<br />

VideoWave II den<br />

vermutlich am besten<br />

klingenden<br />

Fernseher der Welt<br />

geschaffen. Die für<br />

den fulminanten<br />

<strong>So</strong>und verantwortlich<br />

zeichnenden<br />

Lautsprecher sitzen<br />

unsichtbar hinter<br />

dem 46-Zoll-LED-<br />

Backlight-Display<br />

und können weit<br />

mehr als Fernsehton<br />

veredeln.<br />

8.<br />

PREIS<br />

KLIPSCH<br />

CORNWALL III<br />

Nicht nur für Nostalgiker und Vintage-Fans ist die Neuauflage der legendären<br />

Klipsch Cornwall ein Segen. Diese Box ist wahrlich ein Unikat<br />

in der Boxenmassenware. Die Optik ist ganz anno dazumal, bei den<br />

Chassis aber tummeln sich neueste Technik und Bauteile. Neben dem<br />

charakteristischen Doppelhorn zieht auch der 38er-Magnum-Woofer<br />

garantiert staunende Blicke auf sich. Erst recht, wenn die Klipsch loslegt<br />

und mit Dynamik, Klangfarben und Präzision begeistert. Der Gewinner<br />

erhält die in der<br />

<strong>AUDIO</strong> 10/2011 überragend<br />

gefeierte Cornwall in der<br />

Ausführung Cherry.<br />

WERT:<br />

4000 EURO<br />

9.<br />

PREIS<br />

KS DIGITAL<br />

KSD 2020<br />

Die Qualität eines aktiven Studiomonitors<br />

auch im Wohnzimmer genießen?<br />

Kein Problem mit der KSD 2020 aus<br />

der Home-HiFi-Serie des deutschen<br />

Profi-Herstellers. Die Box punktet nicht<br />

nur mit aktiver Frequenzweiche, elektronisch<br />

optimierter Tieftonwiedergabe<br />

und ausgereifter koaxialer Punktschall-Technologie,<br />

sondern auch mit<br />

einer umfangreichen Klangregelung<br />

zur Anpassung an unterschiedliche<br />

Räume und Aufstellungsvarianten.<br />

Ganz im Stil eines Profi-Monitors kann<br />

der glückliche Besitzer die KSD 2020<br />

direkt mit symmetrischen Signalen aus<br />

der Vorstufe versorgen.<br />

WERT:<br />

4000 EURO<br />

56<br />

www.audio.de ›12 /2012<br />

o Machen Sie mit auf audio.de/leserwahl


Aktion › LESERWAHL <strong>2013</strong><br />

10.<br />

PREIS<br />

AVM<br />

EVOLUTION CD 5.2<br />

11.<br />

PREIS<br />

NUBERT<br />

NULINE 284 SURROUND-SET<br />

Mit Digitaleingängen aller Art fungiert der AVM-Player zugleich als<br />

exzellenter D/A-Wandler. Ob eine CD im internen Laufwerk rotiert<br />

oder ein anderer Digitalspieler die Signale liefert – auf jeden Fall<br />

profitiert die Musik von der hochmodernen Wandlerabteilung, die<br />

sich in der Ausgangsstufe<br />

auf das harmonische<br />

Klirrspektrum einer Röhre<br />

verlässt. Das Auge erfreut<br />

sich zugleich an klaren<br />

Linien und Verarbeitung<br />

auf Labor-Niveau.<br />

WERT:<br />

4000 EURO<br />

Kraftvollen Kinosound und puristisches<br />

Stereo zugleich – und das bei wohnraumfreundlichen<br />

Abmessungen? Die<br />

neuen Mitglieder der nuLine-Serie können<br />

beides. Neben den Standboxen<br />

kommen Dipole vom Typ nuLine 24<br />

sowie ein passender Center und der<br />

fernbedienbare Subwoofer AW-600<br />

zum Einsatz. Dem multiplen Vergnügen<br />

steht nichts mehr im Wege!<br />

WERT:<br />

3700 EURO<br />

12.<br />

PREIS<br />

ELAC<br />

FS 407<br />

13.<br />

PREIS<br />

MUSICAL FIDELITY<br />

M1CLIC, M1PWR UND M1CDT<br />

Mit seinem JET-Hochtöner hat der deutsche<br />

Spezialist ELAC das Prinzip des Air-<br />

Motion-Transformers schon seit Jahren<br />

auf die Spitze getrieben. Mit der Version<br />

5 hat man das High-Tech-Paket nochmals<br />

verbessert, und die FS 407 ist die erste<br />

High-End-Box, die davon profitiert.<br />

Höchste Präzision und erstaunliche Dynamik<br />

im schmalen, hochglanzlackierten<br />

Gehäuse.<br />

WERT:<br />

3700 EURO<br />

Die zarteste Versuchung, seit es Digital-Ketten<br />

gibt, kommt aus England. Musical-Fidelity-Chef<br />

Antony Michaelson hat als Spielpartner<br />

für das Supertalent aus Netzwerk-<br />

Player, Vorstufe und D/A-Wandler, M1Clic,<br />

nun auch die passende Class-D-Endstufe aus<br />

dem Hut gezaubert, die M1PWR. CD-Fans<br />

kommen hier auch auf ihre Kosten: Der<br />

M1CDT reicht als CD-Laufwerk die Kost der<br />

Silberscheibe an den hervorragenden D/A-<br />

Wandler im M1Clic weiter.<br />

WERT:<br />

3500 EURO<br />

14.<br />

PREIS<br />

LG<br />

55LM860V & BH8210C<br />

Das komplette Paket: Der 55-Zöller von LG<br />

kombiniert außergewöhnliches und elegantes<br />

Design, verbunden mit neuester 3Dund<br />

Smart TV-Technologie. Dank seiner<br />

hochwertigen Optik passt das TV-Gerät von<br />

LG in jedes Wohnzimmer. Für den besten<br />

<strong>So</strong>und sorgt die 2.1 Heimkinoanlage der<br />

neuen Platinum Line von LG.<br />

Damit lässt sich nicht nur das<br />

beste Bild, sondern auch der<br />

perfekte Klang genießen.<br />

WERT:<br />

3400 EURO<br />

15.<br />

PREIS<br />

RAUMFELD SET: 1X SPEAKER M, 1X SPEAKER L,<br />

1X RAUMFELD ONE, 1X CONTROLLER, 1X BASE<br />

Großes Haus oder kleine Wohnung? Egal, Raumfeld<br />

passt einfach überall! Dieses grandiose Set aus kleinen<br />

und großen Netzwerk-Lautsprechern, One-Box-<br />

System Raumfeld One, einer Base mit Festplatte und<br />

der einfach genialen Systemsteuerung namens Controller<br />

erobert im Handumdrehen jedes Domizil. Und<br />

beschert dort unkompliziert in allen Räumen Musik<br />

von NAS, Streaming-Dienst und Internet-Radio.<br />

WERT:<br />

3050 EURO<br />

16.<br />

PREIS<br />

TEUFEL<br />

ULTIMA 800 MK2<br />

17.<br />

PREIS<br />

DALI<br />

FAZON 5<br />

Der Berliner Lautsprecher Teufel ist<br />

mittlerweile zu einem der größten Boxen-Anbieter<br />

Deutschlands avanciert<br />

und unterstreicht mit der Ultima 800<br />

Mk2 seine audiophilen Ansprüche. Mit<br />

bester Bestückung und viel Bass-Fläche<br />

(auf der Rückseite sind weitere<br />

vier Bässe untergebracht) meistert<br />

Teufels HiFi-Flaggschiff auch härteste<br />

Herausforderungen.<br />

WERT:<br />

3000 EURO<br />

Ein schwebender Traum von einem Lautsprecher:<br />

Bei der Fazon 5 hat Dali ein bewährtes 2,5-Wege-<br />

System in einem atemberaubend hübschen, geschwungenen<br />

Aluminium-Gehäuse untergebracht.<br />

Das Ergebnis ist in allen Bereichen überzeugend –<br />

nicht nur optisch, sondern auch, weil das Alu-Gehäuse<br />

akustisch enorm viele Vorteile bietet.<br />

WERT:<br />

3000 EURO<br />

www.audio.de 12 /2012 57


Aktion› LESERWAHL <strong>2013</strong><br />

Gewinnen Sie Preise im Gesamtwert von über 180.000 Euro<br />

18.<br />

PREIS<br />

PHILIPS<br />

46PFL9707S<br />

19.<br />

PREIS<br />

ELECTROCOMPANIET<br />

EMP2<br />

WERT:<br />

3000 EURO<br />

Mehr geht nicht – die aktuelle<br />

9700er-Serie des Herstellers Philips<br />

bietet exzellenten Kontrast,<br />

höchste Helligkeit, lebendige<br />

Farben und hervorragende Bewegungsschärfe.<br />

Zusätzlich bietet<br />

der 46-Zöller warme, tiefe<br />

Bässe und helle, klare Höhen.<br />

Sich einfach zurücklehnen und<br />

die ultimative Klangqualität des<br />

Fernsehers selbst erleben.<br />

Der EMP2 gehört zur seltenen Gattung „audiophiler Universal-<br />

Player“: Er spielt praktisch jede erdenkliche Silberscheibe ab, gibt<br />

das Bild – sofern auf der Disc vorhanden – ganz modern via HDMI<br />

aus, stellt dem Ton aber zugleich einen äußerst vornehmen Mehrkanal-Analogausgang<br />

zur Verfügung. <strong>So</strong> lassen sich SACD, DVD-<br />

Audio, Blu-ray, DVD, aber natürlich auch normale CDs mit ein und<br />

derselben Maschine in bestmöglicher Qualität wiedergeben.<br />

WERT:<br />

3000 EURO<br />

20.<br />

PREIS<br />

PANASONIC<br />

TX-L55DT50, DMR-BCT720<br />

Nur 2,7 cm – breiter ist der TX-L55DT50<br />

von Panasonic dank LED-Hintergrundbeleuchtung<br />

nicht. Damit kommt der<br />

55-Zöller extrem schlank und elegant<br />

ins heimische Wohnzimmer. Das TV-<br />

Gerät passt sich perfekt an die räumliche<br />

Umgebung an. In Kombination<br />

mit dem Blu-ray-Player DMR-BCT720<br />

kommen optimale Bilder und bester<br />

Klang auf einer Bilddiagonale von 139<br />

cm nach Hause.<br />

WERT:<br />

2800 EURO<br />

21.<br />

PREIS<br />

TRANSROTOR<br />

ROSSINI<br />

Der Rossini bietet alle Transrotor-Qualitäten wie<br />

eine perfekte Verarbeitung und natürlich einen<br />

hervorragenden Klang. Gekonnt kombiniert das<br />

schicke Laufwerk das klassische und von vielen<br />

geschätzte Räke-Konzept mit moderneren<br />

Design-Akzenten. Der<br />

exzellente 9-Zoll-Tonarm liefert in<br />

Kombination mit dem superben MM-<br />

System einen bestechend klaren und<br />

hochauflösenden Klang. <strong>So</strong> wird er HiFiisten<br />

jahrzehntelang mit Musik verwöhnen.<br />

WERT:<br />

2800 EURO<br />

22.<br />

PREIS<br />

SAMSUNG<br />

UE40ES7090 (1500 €), BD-E8509S (500 €), DA-E750 (700 €)<br />

23.<br />

PREIS<br />

TANNOY<br />

PRECISION 6.4<br />

Damit kommt das ganze Unterhaltungspaket<br />

von Samsung ins Wohnzimmer: Fernseher,<br />

Blu-ray-Player und ein revolutionäres<br />

Audio-System. Mit der neuen, hoch entwickelten<br />

Smart-Interaction-Technologie wird<br />

der TV mit Gesten- und Sprachsteuerung<br />

gesteuert. Der Blu-ray-Player BD-E8509S<br />

liefert passend dazu die schärfsten Bilder in<br />

HD-Qualität. Um dem Ganzen noch die Kro-<br />

ne aufzusetzen, gibt es noch die station im Luxus-Design DA-E750<br />

Dockingdazu.<br />

WERT:<br />

2700 EURO<br />

Das Topmodell der nagelneuen Precision-Serie begeisterte<br />

die Tester mit präzisem Bass und sagenhaft<br />

realistischer Abbildung. Letztere hat die 6.4 ihrem<br />

„Dual-Concentric“-Mittelhochton-Koax zu verdanken,<br />

Ersteren der raffinierten Bestückung mit zwei Passivmembranen<br />

statt eines Reflexrohrs. Damit die<br />

stattlichen Schottinnen perfekt ins Wohnzimmer des<br />

Gewinners passen, darf er sich die Oberfläche aussuchen:<br />

Das edle Walnussfurnier gibt's matt (rechts<br />

im Bild) oder glanzlackiert, alternativ steht schwarzer<br />

Hochglanzlack zur Wahl.<br />

WERT:<br />

2700 EURO<br />

24.<br />

PREIS<br />

BLUMENHOFER<br />

FUN 13<br />

25.<br />

PREIS<br />

YAMAHA<br />

RX-A3020<br />

Man sieht es ihr kaum an, aber Tom Blumenhofer<br />

hat seiner Fun 13 ein echtes<br />

Basshorn eingebaut, das sich nach unten<br />

hin öffnet. Das Horn verleiht der schmalen<br />

Zwei-Wege-Säule einen Wirkungsgrad<br />

und eine Spielfreude, die man sonst in dieser<br />

Klasse wohl nur ganz selten bekommt.<br />

WERT:<br />

2450 EURO<br />

Ein AV-Receiver der Spitzenklasse aus der Avantage-Serie von Yamaha.<br />

Die 9.2-Kanal-Audioqualität ist mithilfe der A.R.T. Wedge-Technologie<br />

hervorragend und lässt sich auf 11.2-Kanal erweitern. HDMI-<br />

Anschlüsse gibt es bei diesem Receiver satt. Mit acht Ein-/ und zwei<br />

Ausgängen bleibt kein Wunsch übrig. Die YPAO-<br />

Mehrpunkteinmessung mit R.S.C.<br />

hilft beim Einrichten. Netzwerkfunktionen<br />

inkl. Web Browser<br />

Control, AV Controller App-Kompatibilität<br />

und AirPlay erhöhen<br />

zudem den Spaßfaktor.<br />

WERT:<br />

2099 EURO<br />

58<br />

www.audio.de ›12 /2012<br />

o Machen Sie mit auf audio.de/leserwahl


BDS 877. Dies ist das integrierte System Harman Kardon ® BDS 877. Es ist mit einem 3D-fähigen<br />

Blu-ray Disc -Player ausgestattet, der AirPlay, drahtlose Bluetooth ® -Übertragung sowie die<br />

neueste Audio-Dekodierung mit Dolby ® Digital und DTS ® unterstützt. Das BDS 877 verfügt<br />

außerdem über ein phänomenales sechsteiliges Lautsprechersystem mit doppelt ausgeführten<br />

Flachmembran-Mitteltontreibnern bei den Satteliten sowie einem drahtlosen starken Subwoofer<br />

mit 200 Watt und sorgt somit für bisher unübertroffene Klangintensität. Rüsten Sie Ihre Home-<br />

Entertainment-Anlage mit dem Harman Kardon BDS 877 auf bisher unvorstellbare Qualität auf.<br />

© 2012 HARMAN International Industries, Incorporated. Alle Rechte vorbehalten. Harman Kardon ist eine Handelsmarke von HARMAN International Industries, Incorporated, eingetragen in den Vereinigten Staaten von Amerika und/oder<br />

anderen Ländern. Das Logo “beautiful/sound” ist eine Handelsmarke von HARMAN International Industries, Incorporated. AirPlay ist eine Marke von Apple Inc., eingetragen in den Vereinigten Staaten von Amerika und anderen Ländern.<br />

Blu-ray Disc ist eine Handelsmarke von Blu-ray Disc Association. Die Bluetooth ® Wortmarke und Logos sind eingetragene Marken von Bluetooth SIG, Inc. und jegliche Nutzung dieser Marken durch HARMAN International Industries, Incorporated erfolgt in<br />

Lizenz. Dolby ist ein eingetragene Handelsmarke von Dolby Laboratories. DTS ist ein eingetragene Handelsmarke von DTS, Inc. Änderungen und Irrtümer vorbehalten. www.harmankardon.com


Aktion › LESERWAHL <strong>2013</strong><br />

Gewinnen Sie Preise im Gesamtwert von über 180.000 Euro<br />

26.<br />

PREIS<br />

ADAM<br />

COMPACT MK 3<br />

27.<br />

PREIS<br />

T+A<br />

DAC 8<br />

28.<br />

PREIS<br />

SONY<br />

TV+BD-PLAYER<br />

High-Tech aus dem Studiobereich in klassischem<br />

HiFi-Gewand – dafür steht die Classic-Serie<br />

von ADAM. Die Kompaktbox mit<br />

dem X-Art-Hochtöner gibt es aktiv und passiv<br />

– der glückliche Gewinner darf die klassische<br />

Version an seinen Amp anschließen.<br />

WERT:<br />

2000 EURO<br />

Beim DAC 8 ließ T+A seiner mittlerweile<br />

recht stattlichen Entwicklungsabteilung<br />

mal freien Lauf. Heraus kam ein technisch<br />

und optisch grandioser D/A-Wandler, der<br />

– obwohl mit knapp 2000 Euro gar nicht<br />

so teuer – in den obersten HiFi-Ligen mitspielen<br />

kann und jede Anlage aufwertet.<br />

WERT:<br />

1850 EURO<br />

Dieses Paket bietet<br />

Multimedia in allen<br />

Formen. Der <strong>So</strong>ny KDL-<br />

46HX855 kann auf die<br />

exklusiven Plattformen<br />

Video Unlimited und<br />

Music Unlimited zugreifen.<br />

Der passende<br />

Player von <strong>So</strong>ny rundet<br />

das Unterhaltungspaket<br />

komplett ab.<br />

WERT:<br />

1830 EURO<br />

29.<br />

PREIS<br />

MAGNAT<br />

QUANTUM 757<br />

Mit dem Flaggschiff<br />

der Quantum-750er-<br />

Serie setzen die Pulheimer<br />

wieder Maßstäbe<br />

in Transparenz<br />

und Klangreinheit.<br />

Doch auch bei höheren<br />

Pegeln weiß die<br />

Dreiwegebox zu überzeugen.<br />

Ein Hammer<br />

in ihrer Preisklasse.<br />

WERT:<br />

1800 EURO<br />

30.<br />

PREIS<br />

PHONAR<br />

VERITAS P4 NEXT<br />

Perfekt verarbeitet, verblüffte<br />

dieser Standlautsprecher<br />

aus Deutschlands<br />

hohem Norden mit<br />

einer Präzision und<br />

Klangfülle, die man der<br />

grazilen Erscheinung<br />

nicht zugetraut hätte.<br />

Topmodern, klangkompetent<br />

und sehr wohnzimmerfreundlich.<br />

WERT:<br />

1800 EURO<br />

31.<br />

PREIS<br />

LOEWE<br />

SOUNDVISION<br />

Egal, welches Smartphone<br />

oder Tablet<br />

Sie besitzen: Diese<br />

<strong>So</strong>undstation holt<br />

bes ten <strong>So</strong>und heraus.<br />

Aber auch vor Audio-<br />

CDs, Netzwerk-Speicher<br />

oder Webradios<br />

macht die individuell<br />

designbare Allround-<br />

Lösung nicht Halt.<br />

WERT:<br />

1700 EURO<br />

32.<br />

PREIS<br />

VINCENT<br />

SV-227<br />

33.<br />

PREIS<br />

EPOS<br />

ELAN 30<br />

34.<br />

PREIS<br />

PHILIPS<br />

HTB9550D<br />

Der Nachfolger des legendären SV-226 II<br />

setzt das Erfolgsrezept fort: Feine Röhren in<br />

der Vorstufe, wuchtige Transistoren für<br />

reichlich Leistung in der Endstufe – das Gan-<br />

ze nennt sich „Hybrid“ – und <strong>klingt</strong> fast<br />

schon highendig.<br />

WERT:<br />

1500 EURO<br />

Epos ist die kleine Boxenschwester<br />

der britischen<br />

Elektronik-<br />

Schmiede Creek und<br />

hat ebenfalls den Fokus<br />

auf – stets bezahlbares<br />

– HiFi gelegt. Die<br />

Elan 30 sieht lecker aus<br />

und überzeugt mit hoher<br />

Transparenz und<br />

größter Spielfreude.<br />

WERT:<br />

1450 EURO<br />

Der Vorgänger hat begeistert, das 5.1-Bluray-System<br />

HTB9550 will noch mehr Surround-Feeling<br />

mit der Philips-eigenen<br />

360-<strong>So</strong>und-Technologie erzeugen. Modernes<br />

Design und hochwertige Kompo-<br />

nenten sind ebenfalls versprochen.<br />

WERT:<br />

1300 EURO<br />

35.<br />

PREIS<br />

NAIM <strong>AUDIO</strong><br />

UNITIQUTE<br />

<strong>So</strong> klein und schon eine ausgewachsene<br />

Anlage. Der UnitiQute mag äußerlich niedlich<br />

sein, aber hat es als Netzwerk-Player<br />

samt Verstärker-Einheit faustdick hinter der<br />

WLAN-Antenne. Natürlich beherrscht er alle<br />

Streaming-<br />

Raffinessen wie<br />

Gapless-Wiedergabe,<br />

Datenformate<br />

bis 192 kHz/<br />

24 Bit und App-<br />

Bedienung.<br />

WERT:<br />

1300 EURO<br />

36.<br />

PREIS<br />

GERMAN MAESTRO<br />

LINEA S RB ONE<br />

Mal etwas anderes: Bei der Linea S RB One<br />

sieht man nur den Hochtöner; der Bass<br />

strahlt nach unten über einen Diffusor in alle<br />

Richtungen ab. Das sieht nicht nur gut<br />

aus, sondern füllt den gesamten<br />

Raum mit Klang.<br />

Noch gibt's nur Prototypen<br />

– der Gewinner bekommt<br />

eines der ersten Serienmodelle.<br />

WERT:<br />

1200 EURO<br />

37.<br />

PREIS<br />

CHARIO<br />

SYNTAR 520 INKL. STÄNDER<br />

Echt italienisches Flair, ein elegant kultiviertes<br />

Klangbild mit mächtigem Tiefbass<br />

und ein farblich sowie mechanisch exakt<br />

passender Ständer für die Kompaktbox, das<br />

alles erwartet den glücklichen Gewinner der<br />

Chario Syntar 520.<br />

WERT:<br />

1160 EURO<br />

60<br />

www.audio.de ›12 /2012<br />

o Machen Sie mit auf audio.de/leserwahl


Home-Entertainment neu erleben!<br />

Jetzt im Handel!


Aktion › LESERWAHL <strong>2013</strong><br />

Gewinnen Sie Preise im Gesamtwert von über 180.000 Euro<br />

38.<br />

PREIS<br />

DENON<br />

AVR-2113 & DBT-1713UD<br />

Diese Kombi hat es klanglich und bildtechnisch<br />

in sich. Der 7.1-Kanal-AV-Receiver<br />

AVR-2113 ist mit AirPlay, Gapless-Playback<br />

und Spotify ein wahrer<br />

Netzwerk-Spezialist.<br />

Der Universal-3D-<br />

Blu-ray-Player DBT-<br />

1713 kann mit seinen<br />

Streaming-Funktionen<br />

überzeugen.<br />

WERT:<br />

1100 EURO<br />

39.<br />

PREIS<br />

PIONEER<br />

A-30 & PD-30 & N-30<br />

Pioneer liefert die Vollausstattung<br />

für HiFi-Fans<br />

mit seinen neuen Pure-<br />

Audio-Komponenten. Der<br />

Gewinner erhält<br />

den Verstärker A30,<br />

den SACD/CD-Spieler<br />

PD-30 sowie den<br />

Netzwerk-Player<br />

N-30 in Schwarz<br />

oder Silber.<br />

WERT:<br />

1100 EURO<br />

40.<br />

PREIS<br />

TOSHIBA<br />

46TL968G<br />

WERT:<br />

1100 EURO<br />

Mit dem Toshiba<br />

46TL968G die besten<br />

Bilder – in 2D und 3D<br />

zu Hause erleben:<br />

Selbst bei schnellen<br />

Ballwechseln und temporeichen<br />

Spielen<br />

bleibt das Bild dank<br />

200 Hertz Active Motion<br />

Rate (AMR) immer<br />

scharf und flüssig.<br />

41.<br />

PREIS<br />

M2TECH<br />

YOUNG<br />

42.<br />

PREIS<br />

JAMO<br />

S 608<br />

43.<br />

PREIS<br />

NAD<br />

C356<br />

Der Name kommt nicht von ungefähr: <strong>So</strong><br />

anspruchsvoll wie der Top-Star Neil Young<br />

bei Aufnahme und Produktion seiner Werke<br />

ist, so konsequent setzt dieser universell<br />

einsetzbare D/A-Wandler digitale Daten in<br />

ihr analoges Äquivalent um – und zwar bis<br />

zu Auflösungen von 384 kHz/ 32 Bit.<br />

WERT:<br />

1100 EURO<br />

Es gibt wohl kaum ein Modell<br />

der 1000-Euro-Klasse,<br />

das derartig viel Klang<br />

bietet wie die Jamo S 608:<br />

Egal, ob mit hoher Lautstärke<br />

oder bei Flüsterpegel<br />

– die Jamo <strong>klingt</strong> souverän<br />

und feingliedrig.<br />

Kein Wunder, dass sie zu<br />

Deutschlands meistverkauften<br />

Boxen gehört.<br />

WERT:<br />

1100 EURO<br />

Die Verstärker der Classic-Linie zeigen immer<br />

noch am meisten, für was NAD seit jeher<br />

steht: für famosen Klang zu moderaten<br />

Preisen. Der C356 hat genug Leistung,<br />

um auch schwächere Boxen auf Höchstleistung<br />

zu bringen und zudem einen Digitaleingang<br />

für USB an Bord.<br />

WERT:<br />

1000 EURO<br />

44.<br />

PREIS<br />

ACER<br />

ASPIRE S3-391<br />

45.<br />

PREIS<br />

BEYERDYNAMIC<br />

TESLA T1<br />

46.<br />

PREIS<br />

CAYIN<br />

MA-80<br />

Ultraflach und ultraleicht:<br />

das trendige Ultrabook<br />

Acer Aspire S3 ist mit Intel-Core-i7-Prozessor<br />

und 256 GByte SSD<br />

ausgestattet.<br />

WERT:<br />

1000 EURO<br />

Wechselstrom-Pionier<br />

Nikola Tesla ist bei diesem<br />

Premium-Hörer Namenspate.<br />

Warum? Weil<br />

der T1 von Beyerdynamic<br />

eine ungeheure Antriebsleistung<br />

von über<br />

einem Tesla entfaltet –<br />

und sich dies als pure<br />

Dynamik hörbar manifestiert.<br />

WERT:<br />

1000 EURO<br />

Röhrenverstärker erobern sich einen immer<br />

größer werdenden Marktanteil. Zu Recht!<br />

Dass man für feinsten Röhrenzauber nicht<br />

Unsummen ausgeben muss, beweist dieser<br />

wunderschöne Verstärker von Cayin.<br />

WERT:<br />

1000 EURO<br />

47.<br />

PREIS<br />

CREEK<br />

EVO MKII IA<br />

48.<br />

PREIS<br />

KEF<br />

LS 50<br />

49.<br />

PREIS<br />

HECO<br />

MUSIC COLORS 5.1<br />

WERT:<br />

900 EURO<br />

Seit Jahren ist der Evolution Integrated Amplifier,<br />

wie er mit vollem Namen heißt, der<br />

Angstgegner jedes 1000-Euro-Vollverstärkers.<br />

Mit elegant-feinsinnigem Klang ist er<br />

Stammgast im <strong>AUDIO</strong>-Hörraum – dem-<br />

nächst vielleicht auch bei Ihnen?<br />

WERT:<br />

1000 EURO<br />

Klein, schwarz, stark.<br />

Was für Espresso gilt,<br />

kann man auch bei diesen<br />

Kompakten von KEF<br />

unterschreiben. Zum 50.<br />

Geburtstag haben die<br />

Engländer ihren Fans<br />

dieses Kraftpaket mit<br />

Technologien aus der sagenhaften<br />

Blade spendiert.<br />

WERT:<br />

1000 EURO<br />

Ein Heimkino-Set von überschaubarer<br />

Größe – und dennoch beeindruckendem<br />

Poten zial. Vier gleiche<br />

Satelliten und<br />

ein nahezu doppelt<br />

so voluminöser Center<br />

zaubern mit dem<br />

Subwoofer in den<br />

meisten Wohnzimmern<br />

erstaunlich<br />

große Klangbilder.<br />

62<br />

www.audio.de ›12 /2012<br />

o Machen Sie mit auf audio.de/leserwahl


Service-Direktverkauf 030 300 9 300<br />

Da stehen 449 echt gute<br />

Gründe und jeder ist froh,<br />

dass es nicht mehr sind.<br />

Stimmt‘s? Stimmt‘s?<br />

NEU<br />

Wir können sie teurer machen, aber nicht besser.<br />

Ultima 40 Mk 2 € 449,99<br />

Schon der Vorgänger, die Ultima 40 - ohne Mk 2 -, hatte in seiner Klasse die größte Fangemeinde. Böse Zungen<br />

behaupten, es läge nur am Preis. Aber in Fachkreisen munkelt man, es läge am Preis, aber in direkter Verbindung<br />

mit unglaublichen Wiedergabequalitäten, welche man unter normalen Umständen erst antrifft, wenn<br />

die Lautsprecher das Doppelte bis Dreifache kosten. Tun sie aber nicht. www.teufel.de<br />

Lautsprecher Teufel GmbH<br />

Bülowstraße 66<br />

10783 Berlin


Spezial › LESERWAHL <strong>2013</strong><br />

Gewinnen Sie Preise im Gesamtwert von über 180.000 Euro<br />

50.<br />

PREIS<br />

55-56.<br />

PREIS<br />

SONOS<br />

PLAY:3, PLAY:5 UND BRIDGE<br />

Ein Haus voller Musik:<br />

kein Problem mit diesem<br />

Set von <strong>So</strong>nos, das dank<br />

eigenem Funknetz auch<br />

die größte Villa komplett<br />

versorgt.<br />

KATHREIN UFS 925/1000GB/HD+<br />

& UFS 935SW/HD+<br />

Je ein hochwertiger HD-Sat-Receiver von<br />

Kathrein. Beide Geräte besitzen einen Doppel-Tuner<br />

für gleichzeitiges Aufnehmen und<br />

Anschauen zwei verschiedener Programme.<br />

Der UFS 925 besitzt eine eingebaute Festplatte<br />

mit einer Kapazität von 1 Terabyte.<br />

WERT:<br />

580 EURO<br />

WERT:<br />

260 EURO<br />

WERT:<br />

750 EURO<br />

51-53.<br />

PREIS<br />

SAMSUNG<br />

GALAXY S 3<br />

Wer nach dem Besten strebt und ein Smartphone<br />

mit Android-Betriebssystem haben<br />

will, der greift zum Samsung Galaxy S3.<br />

Telekom spendiert drei dieser Allround-<br />

Talente mit einfach allem, was man sich<br />

wünschen kann: mit klasse 12,9-cm-Display,<br />

1,4-GHz-Vierkern-Prozessor und Videokamerafunktion<br />

mit Full-HD-Qualität.<br />

Es ist auch dafür prädestiniert, das IPTV-<br />

Angebot Telekom Entertain zu nutzen – um<br />

über die App Programm Manager Aufnahmen<br />

zu programmieren<br />

oder über die<br />

App Remote Control<br />

(im Bild) den Receiver<br />

per Eingabe oder<br />

Sprachsteuerung zu<br />

bedienen.<br />

x3<br />

WERT:<br />

JE 700 EURO<br />

54.<br />

PREIS<br />

CANON<br />

LEGRIA HF M56<br />

Um Verwackelungen zu vermeiden, besitzt<br />

der HD-Camcorder einen optischen Bildstabilisator,<br />

der automatisch aus vier Modi auswählt.<br />

Der 10-fach optische Zoom holt die<br />

Motive nah heran. Dank WLAN-Verbindung<br />

ist es einfach, seine Videos mit Freunden<br />

zu teilen.<br />

57-59.<br />

PREIS<br />

LOGITECH<br />

TV CAM HD + HARMONY TOUCH<br />

<strong>So</strong> lässt sich noch jede<br />

AV-Anlage aufrüsten.<br />

Skypen macht die TV<br />

Cam HD mit jedem<br />

Fernseher möglich, der<br />

einen HDMI-Eingang<br />

besitzt. Die Universal-<br />

Fernbedienung Harmony<br />

Touch steuert alle<br />

Gerätschaften im Wohnzimmer.<br />

WERT:<br />

WERT:<br />

600 EURO<br />

JE 380 EURO<br />

x3<br />

60-62.<br />

PREIS<br />

ROLLEI<br />

BULLET HD 5S<br />

WERT:<br />

JE 370 EURO<br />

x3<br />

Der Action-Camcorder<br />

ist mit einem 14-Megapixel-CMOS-Sensor<br />

und<br />

175 Grad Weitwinkel<br />

ausgestattet. Die Kamera<br />

zeichnet in Full HD<br />

auf. Die Bullet HD 5S<br />

1080p ist im Schutzgehäuse<br />

stoßgesichert und<br />

wasserfest bis zu einer<br />

Tiefe von 60 Metern.<br />

63-66.<br />

PREIS<br />

AKG<br />

K551<br />

Die österreichischen Altmeister<br />

zeigen mit dem<br />

geschlossenen K551,<br />

was heute im gehobenen<br />

Kopfhörer-Bereich<br />

möglich ist: druckvolle<br />

Bässe und eine un auf -<br />

dringlich feine, gleichwohl<br />

sehr offene Wiedergabe.<br />

Und er ist angenehm<br />

zu tragen.<br />

4x<br />

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JE 280 EURO<br />

67-71.<br />

PREIS<br />

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TV GOES ONLINE<br />

Dieses Bundle macht jeden Fernseher smart.<br />

Die Internet-TV-Box ermöglicht den Zugriff<br />

auf unzählige Web-Inhalte und streamt<br />

Medien im Heimnetz.<br />

Mit dem<br />

Entertainment<br />

Keyboard macht<br />

auch das Surfen<br />

im Web über die<br />

Box erst richtig<br />

Spaß.<br />

x5<br />

WERT:<br />

JE 200 EURO<br />

72-78.<br />

PREIS<br />

VIDEOWEB<br />

VIDEOWEB TV<br />

Das Online-Angebot der VideoWeb-TV-Box<br />

ist kaum zu schlagen. Die Mediatheken vieler<br />

TV-Sender, Live-TV über Zattoo und die<br />

Online-Videothek Maxdome, alles ist an<br />

Bord. Und wer will, kann auch auf verbundene<br />

USB- oder Netzwerk-Speicher zugreifen.<br />

x7<br />

WERT:<br />

JE 150 EURO<br />

79-89.<br />

PREIS<br />

DEVOLO<br />

DLAN 200 AVPLUS STARTER KIT<br />

<strong>So</strong> kommen Sie auch in den entlegensten<br />

Orten Ihrer Wohnung mit anständiger<br />

Geschwindigkeit ins Internet. Die Powerline-Adapter<br />

übertragen Netzwerkdaten<br />

mit bis zu 200<br />

Mbit/s. Und dank<br />

der integrierten<br />

Steckdose geht<br />

nicht einmal ein<br />

Stromanschluss<br />

verloren.<br />

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JE 100 EURO<br />

x11<br />

90-99.<br />

PREIS<br />

TEUFEL<br />

AUREOL FIDELITY<br />

Mit diesen In-Ears ist auch HiFi-Klang unterwegs<br />

möglich. Die bequemen Winzlinge<br />

besitzen für natürlichen und hochauflösenden<br />

<strong>So</strong>und Neodym-Treiber. Und damit<br />

sie auf Touren nicht kaputtgehen, packt<br />

Teufel ein Transport-Case mit dazu.<br />

WERT:<br />

JE 100 EURO<br />

x10<br />

64<br />

www.audio.de ›12 /2012


DIE KANDIDATEN<br />

Aktion › LESERWAHL<br />

A1<br />

Lautsprecher<br />

Standboxen<br />

bis 1000 Euro<br />

001 Boston A 250<br />

700 Euro, Test 1/12<br />

002 Dali Zensor 7<br />

700 Euro, Test 1/12<br />

003 KEF C5<br />

460 Euro, Test 12/12<br />

004 Magnat Vector 207<br />

600 Euro, Test 12/12<br />

005 Teufel Ultima 40 Mk II<br />

450 Euro, Test 12/12<br />

006 Wharfedale Diamond 10.3<br />

440 Euro, Test 12/12<br />

007 Wharfedale Diamond 10.7<br />

900 Euro, Test 8/12<br />

A2<br />

Lautsprecher<br />

Standboxen<br />

bis 2000 Euro<br />

008 Canton Chrono SL 570.2<br />

1500 Euro, Test 4/12<br />

009 Chario Syntar 533<br />

1650 Euro, Test 7/12<br />

010 Dynaudio DM 3/7<br />

1450 Euro, Test 4/12<br />

011 Dynavox Impulse III<br />

1300 Euro, Test 2/12<br />

012 Epos Elan 35<br />

1850 Euro, Test 9/12<br />

013 Heco Celan GT 502<br />

1400 Euro, Test 4/12<br />

014 KEF Q 700<br />

1400 Euro, Test 4/12<br />

015 KEF R 500<br />

1800 Euro, Test 9/12<br />

016 Klipsch RF-82 II<br />

1200 Euro, Test 2/12<br />

017 Magnat Quantum 805<br />

2000 Euro, Test 5/12<br />

018 Monitor Audio Silver RX 8<br />

1450 Euro, Test 7/12<br />

019 Mulidine Bagatelle V2<br />

1350 Euro, Test 7/12<br />

020 Neat Motive 1<br />

1950 Euro, Test 5/12<br />

021 Nubert NuLine 284<br />

1950 Euro, Test 9/12<br />

022 Opera Grand Mezza MKII<br />

2000 Euro, Test 11/12<br />

023 Phonar Veritas P4 Next<br />

1600 Euro, Test 8/12<br />

024 Phonar Veritas P6 Next<br />

2000 Euro, Test 9/12<br />

025 PSB Imagine T Tower<br />

2000 Euro, Test 5/12<br />

026 Quadral Ascent 90<br />

1200 Euro, Test 7/12<br />

027 System Audio Aura 60<br />

1850 Euro, Test 5/12<br />

028 T+A KS350<br />

2000 Euro, Test 5/12<br />

029 Triangle Antal EX<br />

1900 Euro, Test 9/12<br />

A3<br />

Lautsprecher<br />

Standboxen<br />

bis 3000 Euro<br />

030 Audes Maestro 156<br />

2430 Euro, Test 10/12<br />

031 Canton Chrono SL 595.2 DC<br />

2400 Euro, Test 7/12<br />

032 Chario Constellation<br />

Pegasus<br />

2900 Euro, Test 11/12<br />

033 Dali Fazon 5<br />

3000 Euro, Test 6/12<br />

034 KEF R 700<br />

2600 Euro, Test 1/12<br />

035 Linn Majik 400<br />

2400 Euro, Test 4/12<br />

036 <strong>So</strong>nus Faber Venere 2.5<br />

2800 Euro, Test 11/12<br />

037 Tannoy Precision 6.4<br />

2700 Euro, Test 11/12<br />

038 Teufel Ultima 800 MK2<br />

3000 Euro, Test 3/12<br />

A4<br />

Lautsprecher<br />

Standboxen<br />

bis 5000 Euro<br />

039 Audium Comp7 Drive<br />

3500 Euro, Test 2/12<br />

040 Canton Vento 890.2 DC<br />

3200 Euro, Test 1/12<br />

041 Dynaudio Focus 260<br />

3400 Euro, Test 1/12<br />

042 Elac FS 248 Black Edition<br />

3900 Euro, Test 1/12<br />

043 Klipsch Cornwall III<br />

4200 Euro, Test 10/12<br />

044 PMC Twenty 24<br />

3940 Euro, Test 3/12<br />

045 Rosso Fiorentino Certaldo<br />

4000 Euro, Test 11/12<br />

046 Tannoy Stirling SE<br />

4000 Euro, Test 10/12<br />

047 T+A Criterion TCD 310 S<br />

4000 Euro, Test 12/12<br />

A5<br />

Lautsprecher<br />

Standboxen<br />

über 5000 Euro<br />

048 B&W 804 Diamond<br />

7000 Euro, Test 7/12<br />

049 Elac FS 509 VX-Jet<br />

14000 Euro, Test 2/12<br />

050 Martin Logan Theos<br />

5900 Euro, Test 6/12<br />

051 TAD Evolution One<br />

28000 Euro, Test 6/12<br />

052 T+A Criterion TCD 210 S<br />

5500 Euro, Test 8/12<br />

B1<br />

Lautsprecher<br />

Kompaktboxen<br />

bis 1000 Euro<br />

053 Boston M25<br />

800 Euro, Test 10/12<br />

054 Chario Syntar 520<br />

900 Euro, Test 10/12<br />

055 Dali Mentor Menuet<br />

960 Euro, Test 10/12<br />

056 Dali Lektor 2<br />

400 Euro, Test 7/12<br />

057 Epos Elan 15<br />

950 Euro, Test 8/12<br />

058 KEF R100<br />

800 Euro, Test 8/12<br />

059 Leema Acoustics Xero<br />

900 Euro, Test 7/12<br />

060 PSB Imagine B<br />

1000 Euro, Test 10/12<br />

061 Triangle Titus<br />

650 Euro, Test 7/12<br />

B2<br />

Lautsprecher<br />

Kompaktboxen<br />

über 1000 Euro<br />

062 AVM Audition S3<br />

2250 Euro, Test 8/12<br />

063 B&W PM1<br />

2500 Euro, Test 3/12<br />

064 Chario Syntar 523R<br />

1250 Euro, Test 3/12<br />

065 Dynaudio Excite X16<br />

1150 Euro, Test 8/12<br />

066 Harbeth P3 ESR<br />

1750 Euro, Test 3/12<br />

067 KEF R300<br />

1200 Euro, Test 3/12<br />

068 MyAudio Design<br />

My Clapton<br />

4400 Euro, Test 2/12<br />

069 Nubert NuVero3<br />

1080 Euro, Test 3/12<br />

070 T+A KR 450<br />

1050 Euro, Test 8/12<br />

071 Triangle Comete<br />

Anniversary<br />

1200 Euro, Test 4/12<br />

C<br />

Lautsprecher<br />

HiFi-Aktivboxen<br />

072 Adam Artist 6<br />

1400 Euro, Test 4/12<br />

073 Adam Artist 5<br />

800 Euro, Test 8/12<br />

074 Backes&Müller BMPrime6<br />

8000 Euro, Test 4/12<br />

075 ME Geithain ME 804 K<br />

22000 Euro, Test 3/12<br />

076 T+A KS Active<br />

4400 Euro, Test 4/12<br />

D1<br />

CD/SACD-Player<br />

bis 700 Euro<br />

077 Audio Block C-100<br />

400 Euro, Test 9/12<br />

078 Denon DCD-520 AE<br />

250 Euro, Test 8/12<br />

079 Denon DCD-720 AE<br />

400 Euro, Test 9/12<br />

080 NAD C546 BEE<br />

560 Euro, Test 8/12<br />

081 Pioneer PD-30<br />

400 Euro, Test 9/12<br />

082 Rotel RCD-06 SE<br />

600 Euro, Test 8/12<br />

083 Rotel RCD 12<br />

600 Euro, Test 10/12<br />

084 Yamaha CD-N 500<br />

500 Euro, Test 11/12<br />

D2<br />

CD/SACD-Player<br />

über 700 Euro<br />

085 AMC XCDI VT<br />

800 Euro, Test 3/12<br />

086 Marantz SA 8003 (VJS)<br />

900 Euro, Test 1/09<br />

087 Rega Apollo R<br />

800 Euro, Test 7/12<br />

088 Rega Valve Isis CD-Player<br />

9000 Euro, Test 1/12<br />

089 T+A Music Player Balanced<br />

2890 Euro, Test 1/12<br />

090 Teac CD 1000<br />

800 Euro, Test 3/12<br />

E1<br />

Vollverstärker<br />

bis 500 Euro<br />

091 Audio Block V-100<br />

450 Euro, Test 9/12<br />

092 Denon PMA 520 AE<br />

250 Euro, Test 8/12<br />

093 Denon PMA-720 AE<br />

400 Euro, Test 9/12<br />

094 Marantz PM 6004<br />

450 Euro, Test 2/12<br />

095 Pioneer A-30<br />

300 Euro, Test 9/12<br />

096 Teac A-H01<br />

500 Euro, Test 2/12<br />

E2<br />

Vollverstärker<br />

bis 1000 Euro<br />

097 Advance Acoustics<br />

Max 250<br />

650 Euro, Test 2/12<br />

098 AMC 3100 MKII<br />

750 Euro, Test 2/12<br />

099 AMC 3150 MKII<br />

1000 Euro, Test 3/12<br />

100 Cayin MA 80<br />

1000 Euro, Test 11/12<br />

101 Pure Audio A10<br />

700 Euro, Test 11/12<br />

102 Teac AI 1000<br />

1000 Euro, Test 3/12<br />

E3<br />

Vollverstärker<br />

ab 1000 Euro<br />

103 Atoll IN 400<br />

4500 Euro, Test 1/12<br />

104 Audreal V30<br />

1590 Euro, Test 11/12<br />

105 Cayin A88T MK2 Selection<br />

2000 Euro, Test 11/12<br />

106 Electrocompaniet ECI 6-DS<br />

5900 Euro, Test 12/12<br />

107 Lyric Ti 120 Signature<br />

3800 Euro, Test 1/12<br />

108 Naim SuperUniti<br />

4200 Euro, Test 1/12<br />

109 Pathos Inpol Remix<br />

5000 Euro, Test 6/12<br />

110 T+A Power Plant Balanced<br />

1990 Euro, Test 1/12<br />

111 Unison Simply Italy<br />

2000 Euro, Test 6/12<br />

F<br />

Vorverstärker<br />

112 AVM PA 3.2<br />

2700 Euro, Test 4/12<br />

113 AVM PA 8<br />

6450 Euro, Test 10/12<br />

114 Ayon S3<br />

5700 Euro, Test 3/12<br />

115 Croft Micro 25R<br />

1700 Euro, Test 4/12<br />

116 Dynavox TPR-3<br />

300 Euro, Test 5/12<br />

117 Linn Akurate DSM<br />

6450 Euro, Test 2/12<br />

118 Moon 350P<br />

2500 Euro, Test 4/12<br />

119 Primare Pre 32<br />

2100 Euro, Test 9/12<br />

120 Rotel RC-1580<br />

1200 Euro, Test 4/12<br />

121 Symphonic Line RG2<br />

Reference HD<br />

8000 Euro, Test 10/12<br />

122 TAD C2000<br />

24 000 Euro, Test 6/12<br />

123 Ypsilon PST-100 Mk II<br />

23 100 Euro, Test 12/12<br />

65


DIE KANDIDATEN<br />

G<br />

Endstufen<br />

124 AVM MA 3.2<br />

4500 Euro, Test 4/12<br />

125 AVM SA 8<br />

9900 Euro, Test 10/12<br />

126 Croft Series 7R<br />

1700 Euro, Test 4/12<br />

127 Dan D'Agostino Momentum<br />

30 000 Euro, Test 11/12<br />

128 Dynavox ET-100<br />

220 Euro, Test 5/12<br />

129 Dynavox VR-80E (Paar)<br />

1400 Euro, Test 2/12<br />

130 Moon 330A<br />

3000 Euro, Test 4/12<br />

131 Musical Fidelity M1 PWR<br />

1050 Euro, Test 11/12<br />

132 Primare A 34.2<br />

2100 Euro, Test 9/12<br />

133 Rotel RB-1552<br />

850 Euro, Test 4/12<br />

134 Symphonic Line RG7<br />

Reference<br />

9500 Euro, Test 10/12<br />

135 TAD M2500<br />

21 000 Euro, Test 6/12<br />

136 Ypsilon Aelius<br />

23 100 Euro, Test 12/12<br />

H<br />

Plattenspieler<br />

137 Dual CS460<br />

590 Euro, Test 2/12<br />

138 Funk Firm Little Super Deck<br />

1200 Euro, Test 12/12<br />

139 Linn Majik LP12<br />

5000 Euro, Test 12/12<br />

140 Pro-Ject Debut Carbon<br />

Basic<br />

315 Euro, Test 10/12<br />

141 Pro-Ject Debut Carbon<br />

Esprit<br />

420 Euro, Test 10/12<br />

142 Pro-Ject Essential Premium<br />

Phono/USB<br />

440 Euro, Test 5/12<br />

143 Pro-Ject Debut Carbon<br />

Premium<br />

365 Euro, Test 10/12<br />

144 Pro-Ject 2Xperience<br />

875 Euro, Test 2/12<br />

145 Rega RP6<br />

1300 Euro, Test 5/12<br />

146 Transrotor Rossini<br />

2800 Euro, Test 12/12<br />

I<br />

Phono-Verstärker<br />

147 Dynavox UPR-2.0<br />

90 Euro, Test 6/12<br />

148 Fosgate Signature Phono<br />

2500 Euro, Test 12/12<br />

66<br />

www.audio.de ›12 /2012<br />

149 Goldenote PH7<br />

1000 Euro, Test 12/12<br />

150 Manley Chinook<br />

2500 Euro, Test 12/12<br />

151 Musical Fidelity M1 Vinl<br />

850 Euro, Test 3/12<br />

152 Musical Fidelity V LPS II<br />

150 Euro, Test 9/12<br />

153 Pro-Ject Phono Box RS<br />

840 Euro, Test 9/12<br />

154 Pro-Ject Phono Box USB V<br />

155 Euro, Test 6/12<br />

155 Rega Fono Mini A2D<br />

130 Euro, Test 6/12<br />

156 Pure<strong>So</strong>und PH-10<br />

1000 Euro, Test 12/12<br />

157 Whest Two<br />

1000 Euro, Test 3/12<br />

J<br />

Stereo-Komplettsysteme<br />

158 B&O Beosound 5 Encore +<br />

Beolab 3<br />

4360 Euro, Test 2/12<br />

159 Block Audio CVR-100<br />

800 Euro, Test 7/12<br />

160 Denon Ceol Piccolo<br />

DRA-N5<br />

600 Euro, Test 12/12<br />

161 Linn Kiko<br />

3000 Euro, Test 9/12<br />

162 Marantz Melody Media<br />

M-CR603<br />

800 Euro, Test 6/12<br />

163 Meridian M6<br />

8000 Euro, Test 6/12<br />

164 Naim Uniti 2<br />

3500 Euro, Test 9/12<br />

165 Philips Fidelio A9 AW9000<br />

550 Euro, Test 10/12<br />

166 Raumfeld by Teufel<br />

Speaker L<br />

1300 Euro, Test 2/12<br />

167 Simple Audio Roomplayer<br />

One<br />

800 Euro, Test 6/12<br />

168 <strong>So</strong>nos Sub + 2 x Play 5<br />

1500 Euro, Test 8/12<br />

169 <strong>So</strong>nos Sub + 2 x Play 3<br />

1300 Euro, Test 8/12<br />

K<br />

Surround-Boxensets<br />

170 B&W MT-50<br />

1575 Euro, Test 6/12<br />

171 Canton Movie 160<br />

720 Euro, Test 6/12<br />

172 Elipson Planet M + Planet<br />

Sub<br />

1800 Euro, Test 6/12<br />

173 Heco Ambient 5.1a<br />

700 Euro, Test 6/12<br />

174 Teufel Cubycon 2<br />

1300 Euro, Test 6/12<br />

L<br />

Subwoofer<br />

175 Canton Sub 10<br />

600 Euro, Test 7/11<br />

176 Heco Metas Sub 251A<br />

600 Euro, Test 7/11<br />

177 Klipsch SW 110<br />

700Euro, Test 7/11<br />

178 Klipsch SW 311<br />

1900 Euro, Test 5/11<br />

179 Klipsch SW 115<br />

1200 Euro, Test 4/12<br />

180 Martin Logan Depth I<br />

2200 Euro, Test 5/11<br />

181 Nubert NuVero AW-13 DSP<br />

1300 Euro, Test 10/11<br />

182 PSB Sub 5i<br />

600 Euro, Test 7/11<br />

183 Teufel S 800 SW THX Ultra II<br />

1700 Euro, Test 5/11<br />

184 Teufel US611 2/6 RHD<br />

1000 Euro, Test 9/12<br />

185 Velodyne EQ Max 12<br />

870 Euro, Test 8/12<br />

186 Velodyne DD12+<br />

4000 Euro, Test 5/11<br />

M<br />

Surround-<br />

Receiver<br />

187 Arcam AVR-360<br />

1800 Euro, Test 11/12<br />

188 Denon AVR-3313<br />

1300 Euro, Test 9/12<br />

189 Denon AVR-4520<br />

2700 Euro, Test 12/12<br />

190 Marantz SR 7007<br />

1600 Euro, Test 11/12<br />

191 Onkyo TX-NR 818<br />

1000 Euro, Test 8/12<br />

192 Onkyo TX-NR 3009<br />

1980 Euro, Test 2/12<br />

193 Rotel RSP-1572 + RMB-1565<br />

3100 Euro, Test 3/12<br />

194 Rotel RSX-1562<br />

2700 Euro, Test 5/12<br />

195 <strong>So</strong>ny STR-DA 3700<br />

1200 Euro, Test 8/12<br />

196 <strong>So</strong>ny STR-DA 5700<br />

2400 Euro, Test 5/12<br />

197 Yamaha RX-A 3010<br />

1980 Euro, Test 2/12<br />

N1<br />

Kopfhörer HiFi<br />

198 Audez'e LCD-3<br />

1950 Euro, Test 3/12<br />

199 Beyerdynamic T-90<br />

500 Euro, Test 8/12<br />

200 Denon AH-D7100<br />

1250 Euro, Test 11/12<br />

201 Ferrari Scuderia P200<br />

300 Euro, Test 11/12<br />

202 Focal Spirit One<br />

200 Euro, Test 8/12<br />

203 Fostex TH-900<br />

1700 Euro, Test 8/12<br />

204 Philips Fidelio L1<br />

250 Euro, Test 3/12<br />

205 PSB M4U 2<br />

450 Euro, Test 8/12<br />

206 Sennheiser HD 700<br />

700 Euro, Test 11/12<br />

207 <strong>So</strong>ny MDR-MA 900<br />

300 Euro, Test 8/12<br />

208 Ultrasone Signature Pro<br />

900 Euro, Test 3/12<br />

N2<br />

Kopfhörer Mobil<br />

209 Beyerdynamic Custom One<br />

Pro<br />

200 Euro, Test 8/12<br />

210 Bose SIE2i<br />

150 Euro, Test 12/12<br />

211 Harman/Kardon CL<br />

200 Euro, Test 11/12<br />

212 Marshall Major<br />

100 Euro, Test 11/12<br />

213 Pro-Ject Hear It One<br />

100 Euro, Test 11/12<br />

214 Tivoli Radio Silenz<br />

170 Euro, Test 11/12<br />

O<br />

PC-Boxensets /<br />

Nahfeldmonitore / Wireless-<br />

Boxen<br />

215 Audio Pro LV 3<br />

1900 Euro, Test 5/12<br />

216 Canton Your Duo +<br />

Your Sub<br />

1200 Euro, Test 10/12<br />

217 Dynaudio Xeo5<br />

2900 Euro, Test 5/12<br />

218 Dynaudio Xeo3<br />

1500 Euro, Test 7/12<br />

219 Focal Bird Pack 2.1<br />

(Verstärker/ Sub, Sat)<br />

900 Euro, Test 9/12<br />

P1<br />

One-Box-Systeme<br />

bis 500 Euro<br />

220 Canton Your <strong>So</strong>lo<br />

500 Euro, Test 4/12<br />

221 Creative Zii<strong>So</strong>und D5X<br />

300 Euro, Test 8/12<br />

222 Loewe <strong>So</strong>undbox<br />

500 Euro, Test 1/12<br />

223 Logitech UE Air Speaker<br />

350 Euro, Test 8/12<br />

224 Raumfeld by Teufel One<br />

450 Euro, Test 4/12<br />

225 <strong>So</strong>ny RDP-XA 900 IP<br />

300 Euro, Test 8/12<br />

226 Teufel iTeufel Air<br />

500 Euro, Test 4/12<br />

P2<br />

One-Box-Systeme<br />

über 500 Euro<br />

227 JBL OnBeat Xtreme<br />

600 Euro, Test 1/12<br />

228 Klipsch G-17 Air<br />

550 Euro, Test 8/12<br />

229 Loewe <strong>So</strong>und Vision<br />

1500 Euro, Test 4/12<br />

230 NAD Viso 1<br />

600 Euro, Test 1/12<br />

231 Yamaha Restio ISX-800<br />

600 Euro, Test 1/12<br />

Q1<br />

D/A-Wandler bis 1000 Euro<br />

232 Asus Xonar Essence One<br />

400 Euro, Test 1/12<br />

233 Audiolab M-Dac<br />

750 Euro, Test 4/12<br />

234 KingRex UD-384<br />

450 Euro, Test 1/12<br />

235 Music Hall DAC 25.3<br />

700 Euro, Test 1/12<br />

236 Peachtree DACit<br />

500 Euro, Test 1/12<br />

237 Pro-Ject DAC Box S USB<br />

160 Euro, Test 8/12<br />

238 Teac UD-H01<br />

350 Euro, Test 5/12<br />

239 Vincent DAC-1<br />

700 Euro, Test 5/12<br />

Q2<br />

D/A-Wandler über 1000 Euro<br />

240 Arcam FMJ D33<br />

3000 Euro, Test 6/12<br />

241 Atoll DAC 200<br />

1500 Euro, Test 10/12<br />

242 Auralic ARK MX+<br />

1800 Euro, Test 5/12<br />

243 Exposure 2010 S2 DAC<br />

1500 Euro, Test 6/12<br />

244 Fostex HP-A8C<br />

1650 Euro, Test 10/12<br />

245 Hegel HD11<br />

1050 Euro, Test 5/12<br />

246 Leema Elements DAC<br />

1500 Euro, Test 4/12<br />

247 Nuforce DAC9<br />

1800 Euro, Test 6/12<br />

248 T+A DAC 8<br />

1850 Euro, Test 7/12<br />

249 Wadia 121<br />

1500 Euro, Test 6/12


Aktion › LESERWAHL<br />

R1<br />

Netzwerk-Player / Musik-<br />

Server bis 1000 Euro<br />

250 Onkyo T-4070<br />

800 Euro, Test 5/12<br />

251 Pioneer N-30<br />

400 Euro, Test 3/12<br />

252 Pioneer N-50<br />

600 Euro, Test 3/12<br />

253 Simple Audio Roomplayer<br />

Two<br />

700 Euro, Test 6/12<br />

254 Yamaha CD-N 500<br />

500 Euro, Test 11/12<br />

259 Naim SuperUniti<br />

4200 Euro, Test 1/12<br />

260 Opera Reference 7<br />

2500 Euro, Test 9/12<br />

261 T+A Music Player Balanced<br />

2890 Euro, Test 1/12<br />

262 Trigon Chronolog<br />

4800 Euro, Test 5/12<br />

263 Weiss MAN 301<br />

10 000 Euro, Test 10/12<br />

NOMINIERUNGSREGELN<br />

R2<br />

Netzwerk-Player / Musik-<br />

Server über 1000 Euro<br />

255 Ayon S3<br />

5700 Euro, Test 3/12<br />

256 Electrocompaniet ECI 6-DS<br />

5900 Euro, Test 12/12<br />

257 Linn Akurate DSM<br />

6450 Euro, Test 2/12<br />

258 Naim ND-5 XS<br />

2400 Euro, Test 3/12<br />

1 Nominiert sind<br />

alle im <strong>AUDIO</strong>-<br />

Jahrgang 2012<br />

getesteten<br />

Geräte.<br />

2 Wurden in<br />

einer Kategorie<br />

weniger als fünf<br />

neue Geräte<br />

ge testet, wird der<br />

Kandi datenkreis<br />

sukzessive auch<br />

auf ältere<br />

Test-Jahrgänge<br />

ausgedehnt.<br />

3 Wurde eine<br />

Kategorie im<br />

Jahrgang 2012<br />

nicht getestet,<br />

entfällt sie.<br />

4 Wurde ein<br />

Gerät durch<br />

einen Nachfolger<br />

ersetzt, steht<br />

dieser nur zur<br />

Wahl, sofern er<br />

auch getestet<br />

wurde. Ansonsten<br />

bleibt die<br />

Nominierung des<br />

Auslaufmodells<br />

bestehen.<br />

5 Multifunktionale<br />

Geräte<br />

können in<br />

maximal zwei<br />

Kategorien<br />

gleichzeitig<br />

nominiert<br />

werden, etwa<br />

CD-Player &<br />

Netzwerk-Player.<br />

_09AGB_Bose_LS_Raum_Audio_12_12.pdf;S: 1;Format:(210.00 x 137.00 mm);09. Oct 2012 12:23:35<br />

Spitzenklang<br />

genießen<br />

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innovativer Technologien, die die Heimkinoumgebung einfacher gestalten<br />

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Serie › KULT-TRACKS<br />

Alexandros Mitropoulos<br />

<strong>AUDIO</strong>-Redakteur<br />

THE CURE<br />

A FOREST<br />

Ungewöhnliche <strong>So</strong>unds und hypnotische<br />

Beats verhalfen der englischen Band The<br />

Cure zu Weltruhm. Wie ihre legendäre<br />

Single „A Forest” entstand und was es mit<br />

den aufklebbaren Mikrofonen und dem<br />

doppelten Echo auf sich hat, erklärt diese<br />

Folge der <strong>AUDIO</strong>-Serie „Kult-Tracks”.<br />

Schwarze Klamotten, scharfe Frisuren<br />

und finstere <strong>So</strong>unds – die Rede<br />

ist natürlich von der New-Wave-/<br />

Goth-Rock-Band schlechthin: The Cure.<br />

Entscheidend waren die Briten Anfang<br />

der 80er-Jahre an der Metamorphose<br />

des Punk-Rock hin zu Post-Punk und<br />

Wave-Pop beteiligt, fügten den Genres<br />

beklemmende, dunkle Noten hinzu und<br />

schufen eine ganz eigene, faszinierende<br />

Pop-Kultur, die Mitte der 80er ihren<br />

Höhepunkt erreichte.<br />

Dabei fing alles ganz harmlos an: Mit 17<br />

Jahren gründeten 1976 vier katholische<br />

Schuljungs eine Formation namens<br />

Malice, aus der kurze Zeit später (und<br />

nach einigen Personalwechseln) The<br />

Cure wurde. Das erste Album „Three<br />

Imaginary Boys” (1979) begeisterte Fans<br />

wie auch Kritiker mit einer gekonnten<br />

Mischung aus Punk-Rock und New<br />

Wave. Die Musiker selbst waren jedoch<br />

weniger zufrieden: Die Plattenfirma (Fiction<br />

Records) hatte sie nämlich bei der<br />

Post-Produktion mehr oder weniger<br />

überrumpelt, und bei der <strong>So</strong>ngauswahl<br />

und dem Artwork hatte die Band kein<br />

Mitspracherecht. Das sollte sich jedoch<br />

beim Folgealbum „Seventeen Seconds”<br />

(1980) grundlegend ändern, auf dem<br />

auch der Meilenstein „A Forest” enthalten<br />

war. Dieser <strong>So</strong>ng erschien auch als<br />

Single und sollte die inoffizielle Goth-<br />

Rock-Hymne auf alle Ewigkeit werden.<br />

Bevor jedoch die Aufnahmen Ende 1979<br />

losgehen konnten, stand erneut ein Personalwechsel<br />

an: Gründungsmitglied<br />

und Bassist Michael Dempsey verließ<br />

die Band wegen musikalischer Differenzen<br />

und wurde durch Simon Gallup<br />

ersetzt. Da die Stelle des Gitarristen<br />

noch immer offen war (Porl Thompson<br />

dankte bereits 1978 ab), holte man mit<br />

Matthieur Hartley einfach einen Keyboarder<br />

an Bord. Laurence („Lol”) Tolhurst<br />

bediente nach wie vor das Schlagzeug,<br />

und Frontmann blieb selbstverständlich<br />

Robert Smith. Letzterer wollte<br />

mit seinen <strong>So</strong>ngs düstere und „mystische”<br />

<strong>So</strong>undscapes erschaffen.<br />

JE HÖHER DER AUFSTIEG ...<br />

Genau diese finstere Atmosphäre beeinflusste<br />

auch den jungen Tontechniker<br />

Michael Hedges, der bis zum dritten<br />

Cure-Album „Faith” durchhielt. Dann<br />

empfand er die Stimmung bei den Aufnahmen<br />

endgültig als zu depressiv, was<br />

ihn zur Kündigung trieb (und vorher fast<br />

zu einem Nervenzusammenbruch).<br />

Hedges begann seine Karriere zunächst<br />

als „Junge für alles” bei den Morgan Studios<br />

in London. Mit Fleiß und Köpfchen<br />

arbeitete er sich in kürzester Zeit bis zum<br />

Ton-Assistenten hoch und lauerte auf eine<br />

Chance, um sich zu profilieren. Diese<br />

sollte sich schließlich 1978 ergeben: Als<br />

The Cure in den Morgan Studios ihr erstes<br />

Album aufnehmen wollten, winkten<br />

etliche Studiokollegen desinteressiert ab.<br />

<strong>So</strong>mit wurde das Debüt-Album „Three<br />

Imaginary Boys” zu Hedges’ erstem Job<br />

als Hauptverantwortlicher hinter dem<br />

Pult – ein beneidenswerter Einstieg.<br />

Das Folgewerk „Seventeen Seconds”<br />

entstand ebenfalls bei Morgan in London.<br />

Herz des Studios war ein analoges<br />

Harrsion-Pult mit 32 Mono-Eingängen<br />

und eine Studer A80 (mit 24 Kanälen).<br />

SOUND-PIONIER: Michael Hedges erschuf<br />

vor 30 Jahren auf ganz eigene Art <strong>So</strong>unds, die<br />

sich auch heute noch modern anhören.<br />

68<br />

www.audio.de ›12 /2012


Serie › KULT-TRACKS<br />

Fotos: Archiv<br />

Als Abhörlautsprecher diente ein Pärchen<br />

Urei 813 – einer der meistgenutzten<br />

Monitore in dieser Epoche. Doch<br />

auch jede Menge andere Peripherie-<br />

Geräte wie kleinere Bandmaschinen und<br />

Effekt-Tools kamen zum Einsatz, um den<br />

Klang zu tunen. Hedges hatte nämlich<br />

eines begriffen: Um ein besonderes<br />

Album zu erschaffen, muss man auch als<br />

Tontechniker experimentierfreudig sein –<br />

daher war er am <strong>So</strong>und von „Seventeen<br />

Seconds” intensiv beteiligt. Viele Effektgeräte<br />

gab es zu dieser Zeit allerdings<br />

nicht: Nur die Standards wie Echo, Delay,<br />

Hall, Chorus und Flanger standen ihm zur<br />

Verfügung. Aber Not macht bekanntermaßen<br />

erfinderisch: <strong>So</strong> arbeiten bei „A<br />

Forest” nicht weniger als sieben spezielle<br />

Flanger-Geräte (etwa beim E-Bass, den<br />

Gitarren und den Becken), die jedoch<br />

nicht starr vor sich hin werkelten, sondern<br />

den Effektanteil je nach Signalstärke<br />

variierten – einfach genial!<br />

Beeindruckend war auch der Einsatz von<br />

Verzögerungseffekten: Hedges jagte<br />

beispielsweise einen Kanal (etwa den<br />

Gesang) vom Mischpult in ein Band-<br />

Echo. Dessen bearbeitetes Signal führte<br />

er wie gehabt auf einen freien Kanal in<br />

das Mischpult zurück. <strong>So</strong> weit, so gut –<br />

aber jetzt wurde es erst richtig spannend:<br />

Das verzögerte Signal schickte er erneut<br />

durch dasselbe Echo-Gerät und anschließend<br />

auf einen anderen freien Mischpult-<br />

Kanal. Der Sinn dieses Kabel-Salates:<br />

Mit nur einem Gerät erhielt er zwei unterschiedliche<br />

Delay-Zeiten und konnte ihr<br />

Verhältnis mit der unbearbeiteten Originalversion<br />

nach Herzenslust mischen.<br />

<strong>So</strong> sind teilweise längere und deutlich<br />

kürzere Echos abwechselnd zu hören<br />

FEEL THE VIBE: „C-Ducer”-<br />

Systeme (hier auf einem akustischen<br />

Bass) liefern zwar<br />

klanglich keine perfekten<br />

Resultate. Da aber keine Übersprechungseffekte<br />

auftreten,<br />

sind sie für Live-Konzerte eine<br />

interessante Alternative – und<br />

manchmal auch im Studio.<br />

(gut zu bemerken etwa bei der Gesangs-<br />

Stimme zirka um 4:13).<br />

Der eigentliche Clou war aber – wie so<br />

oft bei großen Hits – das Schlagzeug:<br />

Hört man die Anfangssequenz des<br />

<strong>So</strong>ngs, meint man, die Drums stammen<br />

von einer der ersten Sampling-Maschinen<br />

– es handele sich also um künstliche<br />

Drum-<strong>So</strong>unds. Doch weit gefehlt: Lol<br />

Tolhurst spielte ein ganz normales Schlagzeug-Kit.<br />

Vielmehr entstand dieser<br />

ungewöhnliche Klang mit Hilfe spezieller<br />

Kontaktmikros („C-Ducer”; siehe Abb.<br />

oben links). Diese Mics werden einfach<br />

auf den Resonanzkorpus – beim Schlagzeug<br />

direkt auf die Trommeln und Becken<br />

– geklebt und voilá: Man erhält einen<br />

staubtrockenen <strong>So</strong>und ohne Übersprechungseffekte.<br />

Zusätzlich dazu nahm<br />

Hedges die Becken im Overdub-Verfahren<br />

mit normalen Kondensator-Mics auf<br />

und komprimierte dieses Signal mit drei<br />

seriell geschalteten (!) Urei-1176-Kompressoren.<br />

Dadurch ging zwar jegliche<br />

Dynamik flöten, aber er nutzte den<br />

<strong>So</strong>und mehr als Klangeffekt (immer vor<br />

der Bridge zu hören).<br />

Die E-Gitarre (Fender Jazzmaster) kam<br />

im Double-Tracking-Verfahren auf’s<br />

Band. Hierbei musste Smith seinen Part<br />

ein zweites Mal einspielen, und zwar<br />

möglichst exakt so wie beim ersten Mal<br />

– nur so entsteht der gewünschte Dopplungs-Effekt.<br />

Vor seinem Verstärker<br />

(Roland JC120 mit eingebautem Chorus-<br />

Effekt) standen zwei Mikros: direkt an<br />

einem der zwei Chassis ein Shure SM57<br />

und etwa ein Meter vor dem zweiten ein<br />

Neumann U47. Der E-Bass wie auch der<br />

Synthie kamen direkt über eine Direct-<br />

Insert-Box („DI-Box”) in das Pult. Robert<br />

Smiths Stimme folgte in einer nachträglichen<br />

Overdub-Session, wo sich ein<br />

Neumann FET 47 (also die Transistor-<br />

Version) als perfektes Mic erwies.<br />

Die Aufnahmen für das komplette Album<br />

dauerten übrigens nur sieben Tage und<br />

kosteten gerade mal 2000 Pfund. Mit<br />

frischen Ideen und interessanten <strong>So</strong>unds<br />

sicherte sich „A Forest” also seinen<br />

Platz auf dem Musik-Olymp zum<br />

Schnäppchenpreis.<br />

BITTE LÄCHELN: <strong>So</strong> sahen die vier Cure-Boys am Anfang ihrer Karriere aus – bevor sie ihre Liebe<br />

zum Schminktopf entdeckten. Besonders die ersten zwei Alben gehören in jeden Plattenschrank.<br />

www.audio.de ›12 /2012 69


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| POP | OLDIES | JAZZ | KLASSIK | auf CD, SACD und Blu-ray/DVD<br />

WER WAR<br />

GAINSBOURG?<br />

Kein Heilsbringer: Benjamin Biolay<br />

pfeift auf alle Erwartungshaltungen.<br />

Fotos: Shutterstock.com, Gassian / Naive<br />

Das Einzige, was man von Benjamin Biolay<br />

erwarten sollte, ist das Unerwartete: Seit<br />

seinem phänomenalen Album „Negatif“ (2003)<br />

wurde er von Fans, Kollegen und vor allem Kritikern<br />

als Heilsbringer und Erneuerer des Chansons<br />

gefeiert. Und „Vengeance“ (zu deutsch:<br />

Rache) nimmt der Franzose höchstens an all<br />

jenen, die ihn in eine bestimmte musikalische<br />

Ecke drängen wollen.<br />

Im Vergleich zum bedrückenden Vorgänger<br />

„La Superbe“ wirkt „Vengeance“ fast schon<br />

vergnügt. Aber eben nur fast: Gothic- und<br />

Wave-Einflüsse sind unüberhörbar, Biolay<br />

schwelgt in düsterer Romantik und vollmundigen<br />

80er-Jahre-<strong>So</strong>unds. Er brilliert als französische<br />

Ausgabe von Ian Curtis oder Robert<br />

Smith, lässt sich von Gästen wie The-Libertines-Mann<br />

Carl Barât („Vengeance“) und Rapper<br />

Orel-San („Ne regrette rien“) helfen. Klingt<br />

so ein Erneuerer des Chansons? Nein, nicht<br />

unbedingt – und das wird schon bei der feierlichen<br />

Eröffnung des Albums mit der großartigen<br />

Hymne „Aime Mon Amour“ klar. „Trésor<br />

Trésor“ ist eine hinreißende Ballade, ruhig,<br />

romantisch, reduziert – aber auch voller Abgründe,<br />

die von Biolays dunkler Stimme und<br />

einer sinistren Gitarre aufgetan werden. Er ist<br />

ein wilder Streuner: Biolay streift durch dunkle<br />

Ecken, überquert unbekümmert musikalische<br />

Grenzen und entwickelt auf „Vengeance“ erneut<br />

eine ganz eigene Poesie. Biolay bleibt<br />

unkonventionell – und darf höchstens in dieser<br />

Hinsicht als Nachfolger der großen Chanson-<br />

Legenden gelten.<br />

Niels Tenhagen<br />

Alain Bashung, Serge Gainsbourg<br />

POP-CD<br />

DES MONATS<br />

POP<br />

BENJAMIN BIOLAY<br />

Vengeance<br />

Naive (Indigo); CD, 2 LP + CD<br />

Musik:<br />

Klang:


Musik › POP UND ROCK<br />

<strong>AUDIO</strong>PHILE POP-CD DES MONATS<br />

FOLK<br />

KARI BREMNES<br />

Og Sa Kom Resten Av Livet<br />

STRANGE WAYS (INDIGO), CD, LP<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

KLANG<br />

TIPP<br />

Kari Bremnes zählt seit Langem zu<br />

den renommiertesten „audiophilen“<br />

Ladies der Musikszene – wie zum<br />

Beispiel eine Sara K. hat sie sich mit<br />

einer Reihe von exquisit produzierter<br />

Alben wie „Svarta Bjørn“ (1998) oder<br />

„Over En By“ (2005) den Ruf einer zuverlässig feinste Klangkultur<br />

garantierenden Musikerin erworben. Auch ihr neues Album<br />

setzt diese Reihe fort: sauber gestaffelt das instrumentelle<br />

Panorama, fabelhaft gelungen der Raumklang, federnd, fest<br />

und dynamisch die Abmischung.<br />

Gerne verstellt diese audiophile Aura allerdings ein wenig den<br />

Blick darauf, dass die Norwegerin in erster Linie eine vorzügliche<br />

Musikerin ist: schillernd und dicht ihr <strong>So</strong>ngwriting, komplex<br />

und zugleich ökonomisch ihre Arrangierkunst, intensiv ihre<br />

Interpretationskünste.<br />

Nach gut 25 Karrierejahren zeigt sich die Mittfünfzigerin auf<br />

ihrem nun 15. Studioalbum als gelassene, reife Sängerin und<br />

<strong>So</strong>ngautorin, die sich die Zeit nimmt, in sich hineinzuhorchen,<br />

ihre Emotionen und Gedanken zu reflektieren und in eine<br />

dichte Musiksprache zu kleiden. Kontemplation prägt die elf<br />

Titel, aber auch ein dramaturgisches Verdichten und Ausleuchten<br />

von <strong>So</strong>ngstrukturen. Und die drehen sich auf „Und dann<br />

kommt der Rest des Lebens“ (so die deutsche Übersetzung<br />

des Albumtitels) um die großen Themen der menschlichen<br />

Existenz: Hier schreibt und komponiert eine sensible Beobachterin<br />

und nachdenkliche Philosophin über die Schwerelosigkeit<br />

Melancholische<br />

Beobachterin:<br />

Kari Bremnes.<br />

von Hoffnung, den Zauber der Jugend und der Liebe oder den<br />

Duft von Heidelbeeren.<br />

Gesungen wird auf Norwegisch, doch trotz der Sprachbarriere<br />

erreichen die Geschichten den Hörer in ihrer ganzen Bedeutungsschwere.<br />

Ein Verdienst sicher auch von Kari Bremnes’<br />

Vergangenheit als Journalistin: Sie weiß einfach, wie man eine<br />

Geschichte gut erzählt – und das auch musikalisch: Mit faszinierender<br />

Leichtigkeit wechselt sie als Sängerin zwischen <strong>So</strong>pran<br />

und Alt. Drumherum spinnen Helge Norbakken (dr.) und<br />

<strong>So</strong>ndre Meisfjord (b.) ein Geflecht aus filigranen Rhythmusmustern,<br />

Hallgrim Bratberg fingert leichtfüßige Licks aus den<br />

Gitarrensaiten, und Bengt E. Hanssens Keyboards spielen sich<br />

(etwa in „Med Sin Nydelige Kone“) durchaus explizit in den<br />

Vordergrund. Streicher, Musette und das Tromsø Chamber<br />

Orchestra setzen weitere Farbtupfer. Folk, Pop, Chanson oder<br />

Jazz sind als Ursprungsingredienzen zwar erkennbar, doch die<br />

Genregrenzen lösen sich in Bremnes‘ ganzheitlichen Musikkosmos<br />

auf. Dass dessen meist warme Harmonien und melancholische<br />

(in „Mann Pa Rommet“ aber auch zackig-kühle)<br />

Arrangements explizit die dramatische Schönheit ihrer Heimat,<br />

der nordnorwegischen Lofoten atmen, leugnet Kari Bremnes<br />

übrigens nicht. Doch wirkt diese Klangästhetik so authentisch<br />

und naturschön wie ein <strong>So</strong>nnenuntergang oder ein nächtlicher<br />

Sternenhimmel und lässt auch Ernstes und Trauriges ohne jede<br />

bleierne Schwere vorüberziehen. Und atmet, etwa in „Hapet“,<br />

eine Größe und Feierlichkeit, die sogar Freunde von opulentem<br />

Pop Marke Coldplay ansprechen wird. Christof Hammer<br />

Schweift gerne ausgiebig<br />

durch (Gitarren-)Wälder:<br />

Neil Young.<br />

ROCK<br />

NEIL YOUNG<br />

Psychedelic Pill<br />

Reprise (Warner); CD, Blu-ray, LP<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Nachdem sich<br />

Neil Young und<br />

Crazy Horse<br />

pflichtbewusst an<br />

„Americana“<br />

warm gespielt hatten, folgt nun die<br />

Kür: das Doppelalbum „Psychedelic<br />

Pill“. Es bietet wenig Überraschendes,<br />

dafür Altbewährtes in<br />

Vollendung: Epische, nicht enden<br />

wollende Gitarrenläufe reiten auf<br />

stoischen Beats. Hallenden Schall<br />

und Halluzination liefert nur der Titeltrack,<br />

der Rest dieser Pille ist ein<br />

herrliches Ausschweifen. CA<br />

Built To Spill<br />

POP<br />

MIKA<br />

The Origin Of Love<br />

Universal (Universal); CD<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Quietschbunt<br />

und schrill – so<br />

kannte man Mika<br />

bislang. Der<br />

Paradiesvogel<br />

des Pop scheint nun erwachsen<br />

zu sein. Auf seinem effektreichen<br />

und klangvollen Album „The Origin<br />

Of Love“ bietet Mika immer noch<br />

Pop, aber ohne Kindereien. Mikas<br />

Stimmlage ist ein wenig tiefer, die<br />

Stimmungslage vielseitiger. Neben<br />

opulenten Pop-Hymnen stehen Bikini-Dancefloor-Hits<br />

und atmosphärische<br />

Balladen.<br />

NH<br />

Owl City, Carly Rae Jepsen<br />

Fotos: M. Rygh & M. Eriksen / Strangeways, Emily Dyan Ibarra / Warner, Mark Seliger / Universal<br />

72


Schön auf Hochglanz<br />

poliert: Diana Krall.<br />

Musik › POP UND ROCK<br />

SOUL<br />

MICK HUCKNALL<br />

American <strong>So</strong>ul<br />

Warner (Warner); CD<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

SOUL/ROCK<br />

BETH HART<br />

Bang Bang Boom Boom<br />

Provogue (Rough Trade); CD, Limited Edition, LP<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

POP/JAZZ<br />

DIANA KRALL<br />

Glad Rag Doll<br />

Verve (Universal); CD, LP<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Nach dem<br />

sanften Ende<br />

von Simply Red<br />

betritt der Frontmann<br />

mit einer<br />

Coverplatte den Pfad seiner <strong>So</strong>lokarriere.<br />

„American <strong>So</strong>ul” enthält,<br />

was der Titel verspricht: Klassiker<br />

wie „Tell It Like It Is”, „I’d Rather<br />

Go Blind” oder „Lonely Avenue” im<br />

freundlich-groovenden Hucknall-<br />

<strong>So</strong>und, der nach wie vor unverkennbar<br />

ist. Für echte Fans bestimmt ein<br />

Muss, für den Rest wahrscheinlich<br />

vernachlässigbar.<br />

KT<br />

Robbie Williams, Seal<br />

Der Ausflug in<br />

Richtung <strong>So</strong>ul<br />

auf ihrer Kollaboration<br />

mit Joe<br />

Bonamassa,<br />

„Don‘t Explain“, scheint Beth Hart<br />

beflügelt zu haben: Raus aus der<br />

kleinen kreativen Rock-Sackgasse,<br />

in die sich die begabte <strong>So</strong>ngwriterin<br />

ein wenig hineinmanövriert<br />

hatte, und hinein in eine vom<br />

Blues-Rock getriebene Welt voller<br />

Emotionen, Swing und ausufernder<br />

Gefühle. „Bang Bang Boom Boom“<br />

ist ihre reifste Platte. CA<br />

Saint Lu, Joss Stone<br />

Diana Krall stöbert<br />

sich durch<br />

die heimische<br />

Plattensammlung<br />

und findet dabei<br />

mehr Kunst als Krempel: Weitgehend<br />

unbekannte <strong>So</strong>ngperlen aus<br />

den 20er- und 30er-Jahren stellen<br />

den Hauptteil von „Glad Rag Doll“.<br />

Sie wurden von Krall und Produzent<br />

T Bone Burnett vorsichtig auf<br />

Hochglanz poliert. Gut gelungen<br />

ist das etwa beim düster-kühlen<br />

„Lonely Avenue“, andere Stücke<br />

sind zu nostalgisch. SM<br />

Billie Holiday, Shirley Horne<br />

ELEKTRONIK/ROCK<br />

JOHN CALE<br />

Shifty Adventures In ...<br />

Domino (GoodToGo); CD, LP<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

ROCK<br />

THE WALLFLOWERS<br />

Glad All Over<br />

Smi Col (<strong>So</strong>ny); CD<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

INDIE-POP<br />

BENJAMIN GIBBARD<br />

Former Lives<br />

City Slang (Universal); CD, LP<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

LIEDERMACHER<br />

DIVERSE<br />

Degenhardt - Freunde ...<br />

Koch (Universal); 2 CD<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Kurz nach seinem<br />

70. Geburtstag<br />

überrascht<br />

Velvet-Underground-Veteran<br />

John Cale mit einem digital kühlen<br />

<strong>So</strong>ng-Album namens „Shifty Adeventures<br />

In Nookie Wood“. Ursprung<br />

der Stücke waren rhythmische Patterns,<br />

die Cale – auch dank der Zusammenarbeit<br />

mit Produzent Danger<br />

Mouse – zum Track-Künstler werden<br />

lassen. Was fehlt: gute <strong>So</strong>ngs und<br />

die visionäre Kraft, die viele große<br />

Cale-Alben auszeichnete. EL<br />

David Bowie „Earthling“<br />

The Wallflowers,<br />

die Band um Bob<br />

Dylans <strong>So</strong>hn<br />

Jakob melden<br />

sich nach<br />

langer Schaffenspause zurück.<br />

Was sich in den sieben stillen<br />

Jahren getan hat? Nicht viel.<br />

„Glad All Over“ bietet konditionierte<br />

Rock-Häppchen, die nahtlos<br />

an The Wallflowers’ <strong>So</strong>und vor<br />

der Pause anknüpfen. Aufhorchen<br />

lässt das neue Album daher nur<br />

selten, auch wenn es einwandfrei<br />

abgemischt ist.<br />

NH<br />

„Bringing Down The Horse“<br />

<strong>So</strong>ngs aus acht<br />

Jahren und zwei<br />

Beziehungen, an<br />

verschiedenen<br />

(Wohn-)Orten<br />

entstanden: Es sind tatsächlich<br />

vergangene Geschichten, denen<br />

Death-Cab-For-Cutie-Frontmann<br />

Benjamin Gibbard neues, altes Leben<br />

einhaucht. „Former Lives“ atmet<br />

den Geist des Frühwerks seiner<br />

Band: „Former Lives“ verblüfft mit<br />

unbeschwertem <strong>So</strong>ngwriting und<br />

hübschen Arrangement-Ideen wie<br />

einer Mariachi-Band. NT<br />

Death Cab For Cutie, Postal Service<br />

Im Dezember<br />

2011 wäre Franz<br />

Josef Degenhardt<br />

80 Jahre alt<br />

geworden. Sein<br />

Tod kurz zuvor machte aus dem<br />

geplanten Jubiläumsfest in Berlin<br />

eine Trauerfeier. Wie einflussreich<br />

der Musiker fürs deutschsprachige<br />

Lied war, zeigt „Freunde<br />

feiern sein Werk“, ein Mitschnitt,<br />

unter anderem mit Konstantin<br />

Wecker und Hannes Wader und<br />

Degenhardts Söhnen Jan und Kai.<br />

Ein denkwürdiger Abschied. MI<br />

„Gehen unsere Träume durch ...“<br />

ELEKTRO-POP<br />

JOACHIM WITT<br />

Dom<br />

Columbia (<strong>So</strong>ny); CD, Limited Ed., 2 CD, LP<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Eine gezielte<br />

Provokation? Im<br />

Video zu Joachim<br />

Witts Single „Gloria“<br />

wird die Vergewaltigung<br />

einer Frau durch Bundeswehrsoldaten<br />

angedeutet. Wer<br />

das dazugehörige Album „Dom“<br />

hört, darf kommerzielle Absicht<br />

unterstellen. Denn Witt schwelgt<br />

in Gothic-Bombast und feierlichem<br />

Gefühl, liefert Mitsing-Elektro-Nummern<br />

fürs Stadion – und erinnert<br />

dabei sehr an den derzeitigen König<br />

des deutschen Pop, den Grafen. RS<br />

„Bayreuth“, Unheilig<br />

<strong>AUDIO</strong> MUSIK:<br />

SO TESTEN WIR JEDEN MONAT DIE NEUEN CDS<br />

<strong>AUDIO</strong> Musik stellt jeden Monat die wichtigsten<br />

neuen Tonträger vor.<br />

Erfahrene Rezensenten bewerten nach den<br />

folgenden Kriterien:<br />

Musik (Pop, Oldies, Jazz) bzw. Interpretation<br />

(Klassik): für die künstlerische Leistung<br />

Klang für die Aufnahmequalität<br />

Bei DVDs nach Bild, Inhalt und Klang<br />

<strong>AUDIO</strong>-Musik-Tipp: stilistisch verwandtes<br />

Album von hoher Qualität oder Interpret mit<br />

ähnlichem Musikstil<br />

In allen Sparten vergibt <strong>AUDIO</strong> Musik<br />

null bis fünf Ohren.<br />

Das Raster:<br />

überragend<br />

sehr gut<br />

gut<br />

befriedigend<br />

ausreichend<br />

<strong>AUDIO</strong>-Musik-Tipp: stilistisch verwandtes<br />

Album von hoher Qualität oder Interpret<br />

mit ähnlichem Musikstil.<br />

www.audio.de › 12/2012<br />

73


Musik › POP UND ROCK<br />

74<br />

GEHEIM-<br />

TIPP<br />

Christof Hammer<br />

<strong>AUDIO</strong>-Redakteur<br />

ROCK/BRIT-POP<br />

PAUL BANKS<br />

Banks<br />

Beggars (Indigo) ; CD, LP<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Sein Name ist<br />

Banks – Paul<br />

Banks. Und<br />

nicht Julian<br />

Plenty, denn<br />

das Versteckspiel hat ein Ende.<br />

Verschanzte der Sänger der<br />

englischen Indierock-Institution<br />

Interpol sich 2009 für sein erstes<br />

<strong>So</strong>loalbum noch hinter diesem<br />

Pseudonym, so tritt er auf seinem<br />

zweiten Alleingang unter<br />

seinem Klarnamen an. „Julian<br />

Plenty war etwas, das ich machen<br />

musste“, meint der inzwischen<br />

34-Jährige. „Doch diesmal<br />

habe ich versucht, mich von der<br />

Idee einer ‚Figur’ zu lösen. Ich<br />

mache einfach Musik und hoffe,<br />

dass sie für sich selbst spricht.“<br />

Auf „Banks“ ist das zwar auch<br />

clubtauglicher Indierock, vor<br />

allem aber eine Sammlung persönlicher<br />

Skizzen und Aufarbeitungen<br />

von Erinnerungen, die<br />

allesamt wohltuend unkalkuliert<br />

wirken – und, wie etwa das<br />

sich unberechenbar steigernde<br />

Streicher-/Piano-Szenario<br />

„Another Chance“, Mut zum<br />

ungewöhnlichen Arrangement<br />

beweisen. Doch natürlich gibt es<br />

auch große Klangepen, die auf<br />

Banks’ Interpol-Vergangenheit<br />

verweisen – „No Mistakes“<br />

oder „Summertime Is Coming“<br />

könnten auch jedes Band-Opus<br />

zieren. Quer durch alle Kompositionen<br />

zieht sich Banks‘ markante<br />

Stimme als roter Faden:<br />

mal so romantisch und versöhnlich,<br />

wie man es als 34-jähriger<br />

Optimist entgegen aller Wahrscheinlichkeit<br />

eben noch (oder<br />

wieder) sein kann, dann wieder<br />

voll sinistrer, dunkler Töne. <strong>So</strong><br />

spiegelt „Banks“ viel von einer<br />

auch für Paul Banks nicht immer<br />

heilen Welt – und zeigt ihn als<br />

einen auch in diffusen Seelenzuständen<br />

sehr bei sich angekommenen<br />

<strong>So</strong>ngwriter.<br />

Interpol: „Antics“<br />

DREAM-POP<br />

TAMARYN<br />

Tender New Signs<br />

Mexican Summer (Cooperative); CD, LP<br />

Musik:<br />

ELEKTRO/WELTMUSIK<br />

SKIP & DIE<br />

Riots In The Jungle<br />

Crammed Discs (Indigo); CD, LP<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Die südafrikanische<br />

Sängerin<br />

Catarina Aimée<br />

Dahms und der<br />

niederländische<br />

Musiker/Produzent Jori Collignon<br />

lernten sich über ihre Liebe zu Tropical,<br />

HipHop und Bass-Music kennen.<br />

Das Ergebnis dieser Bekanntschaft<br />

ist dieses wuchtige Album,<br />

das mit Weltmusik, Elektronika und<br />

fetten Bässen den kalten Winter<br />

vertreibt. Dubstep, Sitarklänge und<br />

afrikanische Chöre finden hier ein<br />

Zuhause.<br />

KT<br />

M.I.A., Santigold<br />

POP<br />

A FINE FRENZY<br />

Pines<br />

Virgin (EMI); CD<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Weniger elektronisch<br />

als die jungen<br />

Kolleginnen<br />

von Purity Ring<br />

oder Grimes,<br />

dafür mehr an den Grand Dames<br />

des Dream-Pop wie Mazzy Star<br />

oder Siouxsie And The Banshees<br />

geschult, so kommt das zweite Album<br />

„Tender New Signs“ der Neuseeländerin<br />

Tamaryn daher. Die<br />

sublime Psychedelik fügt dem Genre<br />

nur wenig Neues hinzu – muss<br />

sie auch gar nicht. Tamaryn bleibt<br />

auch so betörend.<br />

TM<br />

Mazzy Star, Bat For Lashes<br />

Klang:<br />

A Fine Frenzy<br />

hat etwas übrig<br />

für ausgedehnte<br />

Spaziergänge im<br />

Wald. Ihr Albumtitel<br />

„Pines“ ist trotzdem nicht nur<br />

auf Kiefern bezogen, sondern auch<br />

auf das englische „pine“: also sich<br />

sehnen. Die Sehnsucht vertont die<br />

Künstlerin mal mit sanften Gitarrenklängen<br />

(„Winds Of Wander“),<br />

mal mit verträumten Halleffekten<br />

(„The Sighting“) – sie ruft dann<br />

aber auch zum Handeln auf („Now<br />

Is The Start“).<br />

SM<br />

Kate Voegele, Ingrid Michaelson<br />

FOLK/POP/KLASSIK<br />

TORI AMOS<br />

Gold Dust<br />

Deutsche Grammophon (Universal); CD, LP<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

20 Jahre nach ihrem<br />

Debüt „Little<br />

Earthquakes” ist<br />

es Zeit für einen<br />

musikalischen<br />

Rückblick: Für „Gold Dust“ fährt<br />

Tori Amos dann auch direkt ein<br />

ganzes Orchester auf. Klassiker<br />

wie „Precious Things” oder „Yes,<br />

Anastasia” erklingen nun opulenter.<br />

Andererseits hatte Amos’ Musik<br />

schon immer etwas Orchestrales<br />

an sich, sodass die aufwendige Zusatzinstrumentierung<br />

letztlich kaum<br />

einen Erkenntnisgewinn bringt. KT<br />

Fiona Apple, Suzanne Vega<br />

ROCK/POP<br />

EAGLE-EYE CHERRY<br />

Can‘t Get Enough<br />

Vertigo (Universal); CD<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

14 Jahre nach seinem<br />

Durchbruch<br />

mit der Hitsingle<br />

„Save Tonight“<br />

und sieben Jahre<br />

nach seinem letzten Album setzt der<br />

Stockholmer Popsänger zum Comeback<br />

an – und macht genau dort weiter,<br />

wo er aufgehört hat. Auf „Can‘t<br />

Get Enough“ präsentiert Eagle-Eye<br />

Cherry gut gelaunten und einprägsamen<br />

Radiopop. Entstanden ist das<br />

Werk in Zusammenarbeit mit anderen<br />

schwedischen Musikern, unter<br />

anderem von The Cardigans. AS<br />

New Radicals „Maybe You‘ve ...“<br />

Geht zum Knutschen in den<br />

Wald: A Fine Frenzy.<br />

KLANG<br />

TIPP<br />

Neue <strong>So</strong>ngs? Tori Amos gönnt<br />

sich lieber eine Teepause.<br />

JAZZ/POP<br />

SOPHIE HUNGER<br />

The Danger Of Light<br />

Two Gentlemen (Rough Trade); CD, LP<br />

Musik:<br />

ROCK/KLASSIK<br />

JON LORD<br />

Concerto For Group And ...<br />

Earmusic (Edel); CD, CD+DVD<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Die Bernerin<br />

<strong>So</strong>phie Hunger<br />

schickt sich an,<br />

den Pop über das<br />

Alpenland hinaus<br />

zu erobern. Mit freundlicher Unterstützung<br />

von prominenten Gästen<br />

wie Josh Klinghoffer (Red Hot Chili<br />

Peppers) oder Nathaniel Walcott<br />

(Bright Eyes) bewegt sie sich auf<br />

ihrem dritten Album „The Danger<br />

Of Light“ irgendwo zwischen Norah<br />

Jones und Feist. Anrührender, jazziger<br />

Pop, der seine Herkunft nie<br />

verleugnet.<br />

TM<br />

Norah Jones, Feist<br />

Klang:<br />

Bereits 1969<br />

spielte Jon Lord<br />

sein epochales<br />

„Concerto For<br />

Group And<br />

Orchestra“ mit Deep Purple und<br />

Symphonikern. Über die Jahre wurde<br />

es immer wieder aufgeführt und<br />

weiterentwickelt. Diesen <strong>So</strong>mmer<br />

starb der Tastenmagier an Krebs,<br />

doch sein Concerto konnte er noch<br />

beenden: Rock und Klassik schieben<br />

sich in drei langen Sätzen die Dominanzen<br />

hin und her. Frisch und gar<br />

nicht klassisch behäbig. CA<br />

Deep Purple, Uriah Heep<br />

Fotos: Danielle Levitt / DG, EMI, Goldwerkphotography / <strong>So</strong>ny, Kiss Catalog Ltd. / Universal


Image ist nichts, Musik<br />

ist alles? Bei Kiss gehört<br />

beides gleichwertig<br />

zusammen.<br />

Musik › POP UND ROCK<br />

BLUES-ROCK<br />

JON SPENCER BLUES ...<br />

Meat And Bone<br />

Bronze Rat (<strong>So</strong>ulfood); CD, LP<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Acht Jahre war<br />

es still um Jon<br />

Spencer Blues<br />

Explosion, doch<br />

mit „Meat And<br />

Bone” schafft das Trio eine souveräne<br />

Rückkehr. Keine Experimente<br />

mehr, hier dominieren messerscharfe<br />

Blues-Gitarrenriffs, groovendes<br />

Schlagzeug und die mitreißende<br />

Stimme von Mister Spencer.<br />

Das ist Blues für Leute, die sonst<br />

Garagen-Rock hören. Raubeinig,<br />

kernig und durch und durch männlich.<br />

<strong>So</strong> muss das sein. KT<br />

White Stripes, Neil Young<br />

WORLD-POP<br />

GORAN BREGOVIC<br />

Champagne For Gypsies<br />

Mercury (Universal); CD<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Im ehemaligen<br />

Jugoslawien ist<br />

Goran Bregovic<br />

bekannter als ein<br />

bunter Hund.<br />

Der politisch aktive Künstler fühlt<br />

sich als Weltenbürger, Rocker und<br />

Komponist. Auf „Champagne For<br />

Gypsies“ huldigt er der Kultur der<br />

Roma: Gemeinsam mit Gästen wie<br />

Stephan Eicher, Gogol Bordello<br />

und den Gipsy Kings plündert<br />

Bregovic das Klezmer-Klang-Universum<br />

und stiefelt beschwipst<br />

grinsend darin umher. CA<br />

Gogol Bordello, Shantel<br />

HARD-ROCK<br />

KISS<br />

Monster<br />

Universal (Universal); CD, Special Edition<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Auch wenn Paul<br />

Stanley (Gitarre/<br />

Gesang) und<br />

Gene Simmons<br />

(Bass/Gesang)<br />

ihren Fans weismachen wollen, dass der Name Kiss wichtiger als ihre<br />

Mitglieder seien, haben sie die Rechnung ohne sich selbst gemacht.<br />

„Monster“ ist ein bösartig und hart groovendes Album geworden, das<br />

den Vergleich mit den Band-Klassikern der 70er-Jahre nicht zu scheuen<br />

braucht. Einen nicht unerheblichen Anteil an der wiederentdeckten Rock-<br />

Freude haben sicherlich Eric Singer (Schlagzeug/Gesang) und Tommy<br />

Thayer (Gitarre/Gesang), die seit knapp zehn Jahren zum Line-up dazugehören<br />

und an fast allen Album-Kompositionen mitschrieben. Nächstes<br />

Jahr feiern Kiss ihr 40-jähriges Bandjubiläum, mit „Monster“ haben sie<br />

gleich doppelten Grund zu feiern. Sie haben es immer noch drauf. BH<br />

„Destroyer“, „<strong>So</strong>nic Boom“<br />

R‘N‘B/SOUL<br />

BETTYE LAVETTE<br />

Thankful N‘ Thoughtful<br />

Anti (Indigo); CD, LP<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

POP/JAZZ<br />

DONALD FAGEN<br />

Sunken Condos<br />

Reprise (Warner); CD, LP<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

KLANG<br />

TIPP<br />

HARD-ROCK<br />

BLACK COUNTRY ...<br />

Afterglow<br />

Mascot (Rough Trade); CD, CD+DVD, LP<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

WORLD-POP<br />

I MUVRINI<br />

Imaginà<br />

Edel (Edel Kultur); CD<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Wer Bettye<br />

LaVette liebt, dem<br />

sei „Thankful N‘<br />

Thoughtful“ sehr<br />

empfohlen. Die<br />

Stimme ist expressiv wie eh und je,<br />

die 66-Jährige zieht alle Register<br />

von Schmerz, Abschied und Trauer.<br />

Wer mehr will als eine stimmliche<br />

Nabelschau anhand von Klassikern<br />

Bob Dylans, Tom Waits‘, Neil Youngs<br />

& Co., der wird enttäuscht sein. Zu<br />

eindimensional auf LaVettes Organ<br />

ist das Album zum 50-jährigen Bühnenjubiläum<br />

ausgerichtet. KB<br />

Betty Wright, Candi Staton<br />

Nach sechs<br />

Jahren endlich<br />

wieder ein <strong>So</strong>lo-<br />

Album von Donald<br />

Fagen: „Sunken<br />

Condos”, abgeschmierte Träume,<br />

ja, das Leben ist unfair. Doch seine<br />

Texte hatten nie die Dominanz.<br />

Seine Besessenheit, alles bis ins<br />

kleinste Klangdetail zu perfektionieren,<br />

bleibt maßgebend: Protzende<br />

Gitarren-<strong>So</strong>li, schwingende Vibrafone<br />

und eine luftige Tasten- und<br />

Bläser-Komplexität machen auch<br />

abgeklärte Hörer erneut gefügig. CA<br />

Steely Dan<br />

Drei Alben in<br />

drei Jahren: Bei<br />

so einem Output<br />

kommt selbst<br />

eine Hard-Rock-<br />

Supergroup wie Black Country<br />

Communion ins Schlingern: Deshalb<br />

lässt es das Quartett nach<br />

„Afterglow” erstmal ruhiger angehen.<br />

Ex-Deep-Purple Glenn Hughes<br />

schrieb fast alle <strong>So</strong>ngs, Joe Bonamassa,<br />

Bonham Junior und Keyboarder<br />

Derek Sherinian demonstrieren<br />

Virtuosität, die auch Zeit für<br />

Gefühle hat.<br />

CA<br />

Led Zeppelin, Deep Purple<br />

Vor 20 Jahren<br />

war das neu,<br />

exotisch und<br />

aufregend. Heute<br />

stagniert die<br />

Kunst der korsischen Bernardini-<br />

Brüder auf hohem Niveau: Diesen<br />

raunenden Sprechgesang, diese<br />

kehligen Chöre, hymnischen Melodien<br />

und flauschigen Pop-Tupfer<br />

hat man von I Muvrini schon sehr<br />

oft und sehr ähnlich gehört. Für<br />

sich genommen ist es eine berührende,<br />

warme Musik, auch wieder<br />

auf „Imaginà“.<br />

MI<br />

„Terra Corsa“, Alan Stivell<br />

CHANSON/POP<br />

ANNA DEPENBUSCH<br />

<strong>So</strong>mmer aus Papier<br />

105 Music (<strong>So</strong>ny); CD<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

SOFTROCK<br />

CHRIS DE BURGH<br />

Home<br />

Starwatch (<strong>So</strong>ny); CD<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

POP-ROCK<br />

THE CHEVIN<br />

Borderland<br />

Columbia (<strong>So</strong>ny); CD<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Die zweite<br />

Jahreszeit ist<br />

verschwunden,<br />

die Chanson-<br />

Sängerin Anna<br />

Depenbusch bastelt sich einfach<br />

einen „<strong>So</strong>mmer aus Papier“. Beim<br />

zweiten Hinhören ist das Album<br />

nicht mehr ganz so wärmend, die<br />

leisen Zwischentöne sorgen für<br />

das eine oder andere Frösteln. Manisch-depressiv<br />

sind die 13 Tracks<br />

der Platte zwar nicht, aber ziemlich<br />

nahe dran. Ein bezauberndes<br />

Kunststück.<br />

BH<br />

„Die Mathematik der Anna ...“<br />

Chris de Burgh ist<br />

ein Sanfter. Aber<br />

dass er bei der<br />

Neueinspielung<br />

seiner Hits nur<br />

eine flotte Nummer wagt („Waiting<br />

For The Hurricane“), ist zu wenig<br />

des Guten. Denn die Arrangements<br />

auf „Home“ kommen zwar reduziert,<br />

aber überraschungsarm daher. Den<br />

großen Hits verweigert er sich –<br />

kein „Don‘t Pay The Ferryman“, keine<br />

„Lady In Red“ (brav!), kein „High<br />

On Emotion“. Die Emotion bleibt im<br />

Dämmerzustand. Nur für Fans. KB<br />

„Footsteps“, Cat Stevens<br />

The Chevin<br />

wandeln mit sicherem<br />

Tritt auf<br />

den Pfaden von<br />

Bands wie The<br />

Killers und Arcade Fire. Ihr Debüt<br />

„Borderland“ verwischt die Grenzen<br />

zwischen diesen unterschiedlichen<br />

Bands und fügt die Einflüsse<br />

von beiden zu einem schlüssigen<br />

Ganzen zusammen. „Borderland“<br />

ist ein atmosphärisch dichtes Album<br />

mit satten Effekten, dessen Aufnahme<br />

viel Raum einnimmt – auch in den<br />

Köpfen der Fans.<br />

NH<br />

The Strokes, Keane<br />

<strong>So</strong>mmer ahoi! Anna<br />

Depenbusch.<br />

www.audio.de › 12/2012<br />

75


Musik › DVD / BLU-RAY<br />

POP<br />

THE BEATLES<br />

Magical Mystery Tour<br />

Apple Films (EMI); DVD, Blu-ray, Deluxe-Box<br />

B: I: K:<br />

FOLK-POP<br />

PAUL SIMON<br />

Live In New York City<br />

Universal (Universal); DVD, Blu-ray<br />

B: I: K:<br />

PROG-ROCK<br />

STEVEN WILSON<br />

Get What You Deserve<br />

k scope (Edel); DVD, Blu-ray, Deluxe-Edition<br />

B: I: K:<br />

KLANG<br />

TIPP<br />

FOLK-ROCK<br />

CROSBY, STILLS & NASH<br />

2012<br />

Rykodisc (Warner); DVD<br />

B: I: K:<br />

Doch, diese Frage muss erlaubt<br />

sein: Was soll „Magical Mystery<br />

Tour“ sein? Eine Band-Dokumentation?<br />

Ein Spielfilm? Ein überlanger<br />

Videoclip? All<br />

das und auch<br />

wieder nicht.<br />

Denn was die<br />

Beatles hier mit<br />

ihrer Regie-<br />

Arbeit auf<br />

Zelluloid gebannt haben, ist sinnfreie<br />

Kunst deluxe. Avantgarde?<br />

Ja, durchaus. Alles an den Haaren<br />

herbeigezogen? Unbedingt. Verzichtbar?<br />

Keineswegs. Zumindest<br />

nicht für Fans der Fab Four, denn<br />

der ursprünglich als TV-Film konzipierte<br />

Humbug ist, obwohl er an<br />

Absurdität kaum mehr zu überbieten<br />

ist, eine Fundgrube an Ideen<br />

und gehört in jede gut sortierte<br />

Sammlung. Apropos Sammler: Für<br />

die ist das limitierte Deluxe-Box-<br />

Set, mit DVD, Blu-ray und zwei<br />

7“-Platten gedacht. Als Extras gibt<br />

es einen Audio-Kommentar mit Paul<br />

McCartney und ein Making-Of. Surreal,<br />

skurril, genial.<br />

NT<br />

„Monty Python‘s Flying Circus“<br />

Seit 50 Jahren steht Paul Simon<br />

auf der Bühne. Gemeinsam mit Art<br />

Garfunkel bildete der mittlerweile<br />

71-jährige Musiker eines der bekanntesten<br />

Duos der Welt,<br />

ihre Lieder sind<br />

Vermächtnisse<br />

für mehrere<br />

Generationen<br />

von Liebhabern<br />

ehrlicher Musik.<br />

Der 2011 aufgenommene Mitschnitt<br />

„Live in New York City“<br />

zeigt den ewig junggebliebenen<br />

Paul Simon in absoluter Höchstform.<br />

Von Folk über Pop bis hin<br />

zu Weltmusik zeigen der Altmeister<br />

und seine Band, warum er<br />

nicht ganz umsonst zwölffacher<br />

Grammy-Award-Sieger und gleich<br />

zweimal in der „Rock And Roll Hall<br />

Of Fame“ ist. Zwar enthält die<br />

DVD keine Extras, dafür entschädigt<br />

Simon mit einer erstklassigen<br />

Setlist (zum Beispiel „50 Ways To<br />

Leave Your Lover“ und „The <strong>So</strong>und<br />

Of Silence“) sowie einer unbändigen<br />

Spielfreude.<br />

JH<br />

„Across America“<br />

Dass Steven Wilson noch nicht der<br />

Kopf vor lauter Ideen geplatzt ist,<br />

ist eigentlich ein wahres Wunder.<br />

Der Chef von Porcupine Tree veröffentlicht<br />

nicht<br />

nur in schöner<br />

Regelmäßigkeit<br />

Alben mit seiner<br />

Hauptband, sondern<br />

hat in der<br />

Zwischenzeit<br />

auch einige<br />

<strong>So</strong>lo-Alben herausgebracht. „Get<br />

What You Deserve“ begleitet den<br />

Perfektionisten in Mexico City<br />

bei der Arbeit. In atemberaubender<br />

Bild- und Tonqualität zeigen<br />

Sänger/Gitarrist Steven Wilson<br />

und seine Backing-Band, warum<br />

Progressive-Rock auch 2012 nichts<br />

von seiner Aktualität eingebüßt<br />

hat. Die Deluxe-Variante beinhaltet<br />

neben der DVD noch eine Blu-ray<br />

und das gesamte Konzert auf zwei<br />

CDs.Absolut vorbildlich. JH<br />

„Arriving <strong>So</strong>mewhere“<br />

Über den Stellenwert von David<br />

Crosby, Stephen Stills und Graham<br />

Nash für die Musikgeschichte<br />

muss man wohl keine Worte mehr<br />

verlieren. Vielleicht<br />

weniger<br />

bekannt ist da<br />

schon die Tatsache,<br />

dass das<br />

Folkrock-Trio<br />

immer kritische<br />

Worte fand:<br />

Auch ihr gesellschaftliches Engagement<br />

macht die Band um die<br />

drei Ausnahme-Instrumentalisten<br />

so wichtig. <strong>So</strong> beziehen sie auf<br />

„2012“ klar Stellung gegen den<br />

Rüstungswahn („Military Madness“)<br />

und religiösen Fanatismus<br />

(„In Your Name“), auch der Krieg<br />

mit atomaren Waffen wird thematisiert<br />

(„Wooden Ships“). Den zweistündigen<br />

Auftritt gibt es wahlweise<br />

mit oder ohne Doppel-CD,<br />

die restlichen Extras porträtieren<br />

die Herren Crosby, Stills & Nash,<br />

inklusive interessanter Einblicke<br />

in den Tour-Alltag dieser Pioniere<br />

des US-Folk-Rock.<br />

JH<br />

„Deja Vu Live“<br />

Fotos: Apple Films Ltd. / EMI<br />

Filmgewordener Irrsinn:<br />

Die „Magical Mystery Tour“<br />

der Beatles macht trotz ihrer<br />

Sinnlosigkeit Spaß.<br />

76 12/2012 › www.audio.de


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Geldinstitut<br />

Datum<br />

✗<br />

Unterschrift<br />

WK 2032 M12


Musik › OLDIES<br />

ES BRENNT<br />

„Smoke On The<br />

Water“ – die<br />

Band war dabei,<br />

als das Casino in<br />

Montreux<br />

niederbrannte.<br />

ES RAUCHT WIEDER ...<br />

„Smoke On The Water“ im 5.1-<strong>So</strong>und – Deep Purples „Machine Head“ erscheint als luxuriöses Boxset.<br />

Eigentlich war 1997 schon (fast) alles gesagt.<br />

Wem das Deep-Purple-Meisterwerk<br />

„Machine Head“ (1972) vor 15<br />

Jahren in Form einer Jubiläums-Doppel-<br />

CD aber noch keine Befriedigung brachte,<br />

wird nun mit der Box zum 40. Geburtstag<br />

des Albums wohl die absolute Erfüllung finden:<br />

Auf fünf Tonträgern (vier CDs und eine<br />

DVD), die jeweils in schlichten, aufklappbaren<br />

Papphüllen stecken, erfährt das Album<br />

die verdiente Vollbedienung in den derzeit<br />

technisch machbaren Tonformaten.<br />

Das neue 2012-Stereo-Remaster <strong>klingt</strong><br />

subjektiv vielleicht noch eine Nuance feiner als<br />

das Vorgänger-Remaster von 1997, dafür wurde<br />

Roger Glovers begleitender Komplett-Remix so<br />

belassen wie er war. Auch die Audio-DVD gab<br />

es bereits 2001, allerdings nicht ganz identisch<br />

HARDROCK<br />

DEEP PURPLE<br />

Machine Head<br />

EMI (EMI); Boxset<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

mit der hier vorliegenden Format-Reihenfolge,<br />

die da lautet: LPCM Stereo, 4.1 DTS &<br />

Dolby Digital und 5.1 DTS & Dolby Digital.<br />

Auflösung und Räumlichkeit sind<br />

hier optimal gelöst, das Meisterwerk<br />

pumpt wohldosiert aus allen Ecken.<br />

Ebenso die wunderbar luftig aufspielende<br />

Version auf der dritten CD, mit der man „Machine<br />

Head“ in Quad-SQ-Stereo wahlweise<br />

auf zwei oder vier Lautsprechern erschallen<br />

lassen kann. Neben dem wirklich informativen<br />

60-seitigen Buch in CD-Größe, das der praktisch<br />

verpackten Papp-Box beigelegt ist, ist<br />

vor allem das Live-Album „In Concert ‘72“ eine<br />

große Bereicherung: Erstmals kann man den damaligen<br />

Gig nämlich in der ursprünglichen Reihenfolge<br />

genießen – frisch remastert, versteht<br />

sich.<br />

Constantin Aravanlis<br />

78<br />

12/2012 › www.audio.de


Musik › JAZZ<br />

Fotos: EMI, Universal, Acoustic Music<br />

PUNK<br />

SEX PISTOLS<br />

Never Mind The Bollocks<br />

Universal (Universal); 2CD, Special Limited Deluxe<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Gerade einmal<br />

ein Album<br />

warfen die Sex<br />

Pistols auf den<br />

Markt, dafür ist<br />

und war der Nachhall zu „Never Mind The Bollocks, Here‘s The Sex Pistols“<br />

umso nachhaltiger. Zum 35-jährigen Jubiläum erscheint die Platte<br />

neu abgemischt mit Single-B-Seiten und einer Live-CD. Die Qualität der<br />

Live-Aufnahmen ist, vor allem nach heutigen Standards, nicht sonderlich<br />

überzeugend. Aber was bei den Original-Tracks nachträglich rausgeholt<br />

werden konnte, ist für eine Punk-Band außergewöhnlich. Vor allem das<br />

Schlagzeug profitiert von der liebevollen Nachjustierung, es besitzt nun<br />

deutlich mehr Punch in den Mitten und Bässen. Glücklicherweise wurde<br />

aber drauf geachtet, nicht zu viel am Original-<strong>So</strong>und zu verfälschen, die<br />

typische Sex-Pistols-Rotzigkeit wurde gerettet.<br />

BH<br />

„Fresh Fruit For Rotting Vegetables“, „Damaged“<br />

ALTERNATIVE/ROCK<br />

R.E.M.<br />

Document<br />

I.R.S. (EMI); 2 CD<br />

Musik:<br />

LIEDERMACHER<br />

WADER & WECKER & ...<br />

Die Liedermacher<br />

Pure (Universal); 5-CD-Box<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Gitarrist Peter<br />

Buck schlug den<br />

zynischen Titel<br />

„Last Train To<br />

Disneyland“ für<br />

das fünfte R.E.M.-Album vor. Es<br />

erhielt zwar den neutralen Namen<br />

„Document“ (1987), bezeugte aber<br />

die Wut der Band auf das Amerika<br />

der Reagan-Ära. Angriffslustiger,<br />

aggressiver und abwechslungsreicher<br />

als hier klangen R.E.M. nie<br />

mehr – zu hören auf diesem Jubiläums-Rerelease<br />

mit Bonus-CD (unveröffentlichtes<br />

Live-Konzert). SW<br />

„Life‘s Rich Pageant“<br />

Klang:<br />

POP<br />

BARBRA STREISAND<br />

Release Me<br />

Columbia (<strong>So</strong>ny); CD, LP<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Was für eine<br />

Wärme! Was für<br />

eine Zärtlichkeit!<br />

Was für eine<br />

Gefühls-Lawine!<br />

Barbra Streisand ist nicht nur mit einer<br />

wunderbaren Stimme gesegnet,<br />

sondern eine große Interpretin. Jede<br />

Textzeile wird mit Inhalt gefüllt, alles<br />

ist aus einem Guss. Auf „Release<br />

Me“, einer Sammlung bisher unveröffentlichter<br />

<strong>So</strong>ngs aus 40 Jahren,<br />

gibt‘s elf <strong>So</strong>ngs vom Feinsten – vom<br />

satt-schillernden Orchestersound<br />

bis zum intimen Klavierlied. KB<br />

„People“, „Love Is The Answer“<br />

Der auf 1500 Stück limitierten Auflage<br />

dieser „Liedermacher“-Box<br />

liegt ein orangener Jutebeutel bei.<br />

Er trägt den Schriftzug „Wecker &<br />

Wader & Degenhardt & Danzer &<br />

Hirsch“ und erinnert an hippe<br />

T-Shirts, die mit prominenten Namen – etwa den Beatles – spielen. Nicht nur<br />

der Aufmachung nach richtet sich die Box mit fünf Best-Of-CDs (mit Bonus-<br />

Live-Aufnahmen) auch an eine junge Zielgruppe. Mit Ausnahme von Ludwig<br />

Hirsch (das altersmilde „Ich liebe dich“, 2006) und Franz Josef Degenhardt<br />

(das späte „Die Ernte droht“, 2008) konzentriert sich die Auswahl zudem<br />

auf die Blütezeit der Liedermacher in den 60er-, 70er- und 80er-Jahren.<br />

Zur (Wieder-)Entdeckung dieser derben (Danzer) und dunkelgrauen Lieder<br />

(Hirsch), einer stilprägenden (Degenhardt), engagierten (Wader) und querköpfigen<br />

Lyrik (Wecker) ist die Box aber bestens geeignet.<br />

RS<br />

Franz Josef Degenhardt „Spiel nicht ...“, Ludwig Hirsch „Dunkelgraue Lieder“<br />

JAZZ-CD DES MONATS<br />

GITARRE<br />

FRANCESCO BUZZURRO<br />

One Man Band – Acoustic Music (Rough Trade); CD<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Wie viele Finger hat eine Hand?<br />

Üblicherweise fünf. Aber<br />

wenn der Italiener Francesco Buzzurro<br />

den Jazzklassiker „All Of Me“<br />

spielt, glaubt man kaum, dass ihm<br />

zehn Finger und die sechs Nylonsaiten<br />

einer akustischen Gitarre reichen,<br />

um Melodie, Bassbegleitung und Akkorde ineinanderzuweben.<br />

Vollzieht man dann nach, wie sich die Fäden überkreuzen,<br />

erscheint es doch logisch und möglich, und Peter Finger,<br />

der Buzzurro für sein auf Gitarrenmusik spezialisiertes Label<br />

Acoustic Music aufgenommen hat, versichert, alle Stücke seien<br />

ohne Overdubs aufgezeichnet. Der 1969 geborene Virtuose<br />

begnügt sich auf dem 50-minütigen Album mit einem reinen<br />

Standards-Programm. Der „Nature Boy“ swingt in mittlerem<br />

Tempo, „I Got Rhythm“ wird zum Parforceritt, und „In A Sentimental<br />

Mood“ bleibt, was es auch schon bei Duke Ellington<br />

war: eine melancholische Ballade. Mit Louis Bonfás „Manha<br />

De Carnaval“ und Antonio Carlos Jobims „Chega De Saudade“<br />

kommt südamerikanisches Flair auf. Das zwischen den beiden<br />

Titeln platzierte „<strong>So</strong>meday My Prince Will Come“ spiegelt<br />

sehnsuchtsvolle Liebesträumereien, und „The Sunny Side Of<br />

The Street“ fasst Lebenslust und Übermut der Glückspilze von<br />

der <strong>So</strong>nnenseite des Lebens in Töne. Thelonious Monks „Blue<br />

Monk“ nimmt er das Sperrige des Originals – harsche Brüche<br />

sind seine Sache nicht. <strong>So</strong> <strong>klingt</strong> die Scheibe mit einem verträumten<br />

„Nuages“ als Hommage an den Gitarristen Django<br />

Reinhardt und einer dunklen Version von Pat Martinos Ballade<br />

„Estate“ aus. Je länger die Disc läuft, desto selbstverständlicher<br />

erscheint die virtuose Meisterleistung. Denn Buzzurro<br />

protzt nicht mit seinem Können. Er macht damit einfach zeitlosen,<br />

heiteren, beschwingten Jazz.<br />

Werner Stiefele<br />

Joe Pass: Virtuoso<br />

KLANG<br />

TIPP<br />

Man mag es kaum<br />

glauben: Aber auch<br />

Virtuose Francesco<br />

Buzzurro hat nur<br />

zehn Finger.<br />

www.audio.de › 12/2012<br />

79


Musik › JAZZ<br />

Ein Wirbelwind:<br />

Pianistin Hiromi.<br />

PIANO-JAZZ<br />

HIROMI<br />

Move<br />

Telarc (in-akustik); CD<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

KLANG<br />

TIPP<br />

LATIN-JAZZ<br />

JERRY GONZALEZ<br />

Y El Comando de la Clave<br />

Sunnyside (Indigo); CD<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

KOLUMNE<br />

ETHNO-JAZZ<br />

RABIH ABOU-KHALIL<br />

Hungry People<br />

World Village (Harmonia Mundi); CD<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Jede Region hat<br />

ihre Volksmusik.<br />

Der Libanese<br />

Rabih Abou-Khalil<br />

hat die lautenähnliche<br />

Oud mitgebracht, der Saxofonist<br />

Favino Murgia kraftvolle<br />

Melodien und Tieftongesang, der<br />

Akkordeonist Luciano Biondini die<br />

Seligkeit abendlicher Feste und Michel<br />

Godard das Brummen von Tuba<br />

und Elektrobass. Im Quintett mit dem<br />

US-Weltmusik-Perkussionisten Jarrod<br />

Cagwin entstanden zehn <strong>So</strong>ngs<br />

mit prallem mediterranem Flair. WS<br />

Paolo Fresu „Mare Nostrum“<br />

PIANO-JAZZ<br />

BRAD MEHLDAU TRIO<br />

Where Do You Start<br />

Nonesuch (Warner); CD<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Eines dieser Alben,<br />

das bleiben<br />

wird. Nach „Ode“<br />

im vergangenen<br />

Frühjahr widmet<br />

sich das Brad Mehldau Trio bis auf<br />

eine Ausnahme Coverversionen von<br />

<strong>So</strong>ngs aus Rock, Pop, Jazz. Heraus<br />

kommt ein Maximum der improvisierenden<br />

Kommunikation zwischen<br />

dem Pianisten und seinen Partnern<br />

an Bass und Schlagzeug. Egal, ob<br />

„Hey Joe“ oder „Airegin“ – das Trio<br />

agiert mit einer Schaffenskraft und<br />

Energie, die einzigartig ist. RD<br />

Keith Jarrett, Bill Evans<br />

KLANG<br />

TIPP<br />

KLANG<br />

TIPP<br />

In Japan ist<br />

Hiromi eine<br />

große Nummer, in<br />

Europa eine unter<br />

vielen ausgezeichneten<br />

Pianistinnen. „Move“<br />

führt sie ein Stück aus der Konkurrenz<br />

heraus. Denn das Trio mit<br />

Toto-Drummer Simon Phillips und<br />

E-Bassist Anthony Jackson setzt<br />

zwar erneut auf ihre akrobatische<br />

Tastenkompetenz, bietet aber auch<br />

lyrische, humoristische Momente.<br />

Groovebetont, mit einer Prise Fusion<br />

und viel Spaß am Pathos. RD<br />

Eliane Elias, Jacky Terrasson<br />

KAMMER-JAZZ<br />

MILES, FRISELL, BLADE<br />

Quiver<br />

Enya (<strong>So</strong>ulfood); CD<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Es war eine Weile<br />

still um Gitarrist<br />

Bill Frisell. Nun<br />

meldet sich der<br />

Meister durchbrochener,<br />

pulsierender Linien als<br />

Triopartner des Trompeters Ron<br />

Miles und des Schlagzeugers Brian<br />

Blade zurück. Und wie! Die drei öffnen<br />

mit ihrem Zusammenspiel weite<br />

Klangräume, in denen jeder seine<br />

Tupfer setzt und keiner dominiert. In<br />

ihrem Klang-Pointilismus schimmert<br />

immer wieder die Vorliebe der Band<br />

für Country-Melodien durch. WS<br />

Jack de Johnette „Oneness“<br />

KAMMER-JAZZ<br />

N. FOLMER & D. HUMAIR<br />

Lights<br />

Cristal Records (Broken Silence); CD<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Im Quartett des<br />

Schlagzeugers<br />

Daniel Humair<br />

und des Trompeters<br />

Nicolas Folmer<br />

sind die Schwerpunkte ungewöhnlich<br />

verteilt: Humair steht<br />

meist weiter im Vordergrund, als<br />

dies Schlagzeugern sonst zugebilligt<br />

wird. Seine vielfältige Rhythmusarbeit<br />

schafft einen packenden Gegenpol<br />

zu Folmers Trompetentönen,<br />

die im getragenen Dämpferklang<br />

und bei zupackenden Passagen an<br />

Miles Davis erinnern. WS<br />

Jack de Johnette „Oneness“<br />

In New York hat<br />

er mit den Großen<br />

des Genres gespielt<br />

und dabei<br />

sein Handwerk<br />

perfektioniert, in Spanien konnte<br />

er nach 2000 mit ausgesuchten<br />

Musikern eigene Ideen zur Reife<br />

bringen. Die Frucht der langjährigen<br />

Madrid-Connection erntet der Trompeter<br />

Jerry Gonzalez nun mit diesem<br />

nach seiner Band benannten Album:<br />

prachtvoller, pulsierender Latin-<br />

Jazz mit lyrischen Intermezzi und<br />

kubanischer Salsa-Würze. MI<br />

Paquito D’Rivera, Arturo Sandoval<br />

MODERN JAZZ<br />

MAX FRANKL<br />

Home<br />

Material Records (Harmonia Mundi); CD<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Namen schüchtern<br />

ihn nicht ein:<br />

Der Bayer Max<br />

Frankl fühlt sich<br />

auf „Home“ zu<br />

Hause im Kreis von Könnern wie Posaunist<br />

Nils Wogram, Pianist Pablo<br />

Held oder Saxofonist Domenic Landolf.<br />

Da blüht der 30 Jahre junge Gitarrist<br />

auf, entwickelt seine Themen<br />

im weichen Fluss, lässt seinen Partnern<br />

viel Raum für eigene Improvisationen<br />

und melodische Farbtupfer<br />

zwischen Mainstream, Lyrischem,<br />

Fusion und freiem Spiel. MI<br />

Nils Wogram, Wolfgang Muthspiel<br />

FUSION<br />

ERIK TRUFFAZ QUARTET<br />

El Tiempo de la Revolución<br />

Blue Note (EMI); CD<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Inzwischen ein<br />

eigener Stil: Im<br />

Kern einfache<br />

<strong>So</strong>ngstrukturen<br />

treffen auf atmosphärische<br />

<strong>So</strong>unds und durch Perkussion<br />

modifizierte Lounge-Beats.<br />

Darüber schweben mit viel hörbarer<br />

Luft gespielte Legato-Töne<br />

der Trompete. Daran ändert sich auf<br />

„El Tiempo de la Revolución“ nichts.<br />

Das in drei Stücken um die Sängerin<br />

Anna Aaron ergänzte Quartett von<br />

Erik Truffaz <strong>klingt</strong> aber noch homogener<br />

als früher.<br />

RD<br />

e.s.t., Nils Petter Molvaer<br />

Ralf Dombrowski<br />

<strong>AUDIO</strong>-Mitarbeiter<br />

MEHR ALS<br />

EIN ACT<br />

Es gibt auch wieder eine Weihnachtsjazz-CD<br />

von Nils Landgren.<br />

Die inhaltlichen Schwerpunkte<br />

des renommierten Münchner Labels<br />

ACT zum Ausklang des eigenen<br />

20.Jubiläumsjahrs liegen aber<br />

woanders. <strong>So</strong> erscheint etwa eine<br />

Duo-Aufnahme des polnischen<br />

Pianisten Leszek Moždžer mit seinem<br />

Vorbild Walter Norris aus dem<br />

Jahr 2008, die zur letzten dieser<br />

2011 verstorbenen Autorität des<br />

Jazzklaviers werden sollte. „The<br />

Last Set – Live At The A-Trane“ ist<br />

ein berührendes Live-Dokument,<br />

dem man die Emphase und die<br />

Euphorie des Club-Konzerts anhört.<br />

Beide Künstler umkreisen<br />

sich, werfen sich Motive zu, die in<br />

gemeinsamer Virtuosität aufbranden,<br />

variiert werden, Resümees<br />

bilden. Ebenfalls Klavier, besser<br />

große Pianistik mit Witz, bietet<br />

der Finne Iiro Rantala mit „My<br />

History Of Jazz“. Geklammert von<br />

Bach schlendert er im Quartett<br />

(unter anderem mit Geiger Adam<br />

Bałdych) mit der für ihn typischen<br />

beiläufigen <strong>So</strong>uveränität durch die<br />

Stile, persifliert und kommentiert,<br />

verneigt sich, adaptiert. Es ist ein<br />

Feuerwerk der Anspielungen, das<br />

Rantala noch weiter vorn in der<br />

Skala großer Pianisten etabliert.<br />

Wolfgang Haffner wiederum ist<br />

ein Klangarchitekt. Sein <strong>So</strong>lo-<br />

Album „Heart Of The Matter“ ist<br />

Studiokunst auf Fusion-Basis mit<br />

vielen Gästen von Till Brönner<br />

bis Chuck Loeb und dem sicheren<br />

Gespür für die Portion Sphärik, die<br />

der Groove verträgt.<br />

Alle: ACT (edel:Kultur)<br />

WOLFGANG HAFFNER<br />

Heart Of The Matter<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

MOŽDŽER & NORRIS<br />

The Last Set ...<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

IIRO RANTALA<br />

My History Of Jazz<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

KLANG<br />

TIPP<br />

Fotos: Sakiko Nomura / Telarc, Uli Weber / Decca<br />

80 12/2012 › www.audio.de


Musik › KLASSIK<br />

JÄGERIN EINES VER-<br />

LORENEN SCHATZES<br />

„Mission“ geglückt: Cecilia Bartoli huldigt dem fast<br />

vergessenen Opernkomponisten Agostino Steffani.<br />

Taxifahrt in Rom. Im Radio singt eine Mezzosopranistin Rossini. Im<br />

Wagen ist man sich einig: Das kann nur Cecilia Bartoli sein, die ihre<br />

in der Tiefe warme und in der Höhe funkelnde Stimme mit Leichtigkeit<br />

führt. Hinzu kommt ihr umwerfendes darstellerisches Talent, das wie<br />

geschaffen ist für die Werke eines Opernkomponisten. Der heißt bei<br />

„Mission“, ihrem neuesten Album, Agostino Steffani. Der Mann,<br />

der Händel stark beeinflusste und heute nur noch wenigen Experten<br />

ein Begriff ist, lebte von 1654 bis 1728 und arbeitete nicht nur als<br />

Tonschöpfer, sondern auch als Diplomat, Spion und Missionar an den<br />

Höfen in München, Hannover und Düsseldorf. Musikalisch verband der<br />

vielseitige Künstler italienischen, französischen und deutschen Stil zu<br />

einer originellen Sprache, die sich vor allem durch farbige Harmonik und<br />

Nähe zum Belcanto auszeichnete. Von den Barocchisti unter Diego Fasolis aufmerksam<br />

begleitet, singt Bartoli sowohl die innigen als auch die tänzerischen Nummern<br />

schlichtweg grandios. Vier Duette mit Countertenor<br />

Philippe Jaroussky gehören zu den<br />

Höhepunkten der klanglich transparenten<br />

und hervorragend ausbalancierten CD,<br />

die 25 Stücke, davon 21 Premieren, und<br />

ein opulentes Booklet bietet. <strong>So</strong> wird<br />

der fast schon vergessene Steffani als<br />

einer der bedeutendsten Opernkomponisten<br />

seiner Zeit präsent – diese<br />

Mission ist der Bartoli mit Bravour<br />

geglückt! Andreas Fritz<br />

Sacrificium (Bartoli, Decca)<br />

OPER<br />

W. A. MOZART<br />

LA FINTA GIARDINIERA<br />

Karthäuser, Ovenden,<br />

Penda, Chappuis, Nagy u. a.,<br />

Freiburger Barockorchester,<br />

René Jacobs<br />

harmonia mundi; 3 CDs<br />

www.harmoniamundi.com<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Ganz einfach:<br />

die fulminante<br />

Fortsetzung von<br />

Jacobs fulminanter<br />

Aufnahmeserie<br />

der Opern Mozarts. Wer die<br />

„Giardiniera“ live unter Jacobs<br />

erlebt hat, weiß, was ihn erwartet;<br />

alle anderen sollten sich auf einiges<br />

gefasst machen, denn hier wartet<br />

Jacobs mit der vielleicht größten<br />

Überraschung seines Zyklus’ auf:<br />

Das vermeintlich harmlose unterhaltsame<br />

Frühwerk wird bei ihm zur<br />

aufgewühlt brisanten Verwechslungsfarce.<br />

Immer wieder macht<br />

Jacobs hörbar, dass der 19-jährige<br />

Mozart keine Gelegenheit ausließ,<br />

die Charakterzüge seiner Figuren<br />

auf die Spitze zu treiben. Dazu passt<br />

der satte Bläserklang der späteren<br />

Prager Bearbeitung. Hervorragend<br />

alle Sänger, brillant das Orchester.<br />

Es ist, als hörte man ein ganz neues<br />

Stück.<br />

LM<br />

Mozart, Zauberflöte, Jacobs (hm)<br />

SINFONIK<br />

ANTONÍN DVORÁK<br />

SINFONIE NR. 4,<br />

BÖHMISCHE SUITE D-DUR<br />

NDR Sinfonieorchester,<br />

Thomas Hengelbrock<br />

<strong>So</strong>ny; CD<br />

www.sonymusicclassical.de<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

KLANG<br />

TIPP<br />

In heiliger „Mission“<br />

unterwegs: Cecilia<br />

Bartoli.<br />

OPER<br />

AGOSTINO STEFFANI<br />

MISSION<br />

Cecilia Bartoli, Philippe<br />

Jaroussky, I Barocchisti,<br />

Diego Fasolis<br />

Decca (Universal); CD, Limited Edition<br />

www.ceciliabartolionline.com<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

KLANG<br />

TIPP<br />

Dvoráks frühe<br />

Sinfonien gelten<br />

als „unausgereift“.<br />

Thomas<br />

Hengelbrock<br />

sieht das anders: Am Beispiel<br />

der selten aufgeführten Vierten<br />

(1873/74) zeigt er, wie Einfluss-Spuren<br />

und Eigenheiten schon in einer<br />

persönlichen Handschrift aufgehen.<br />

Klar, im Andante <strong>klingt</strong> Wagners<br />

„Tannhäuser“ durch. Doch Dvoráks<br />

ureigener Stil bricht sich immer<br />

wieder Bahn; so wird Hengelbrocks<br />

Aufnahme zum flammenden Plädoyer<br />

für den Charme der Vierten, für<br />

ihre beseelten Seitenthemen (Allegro)<br />

und für ihre mitreißende Rhythmik<br />

(Scherzo).<br />

OPB<br />

Dvorák, Rusalka, Welser-Möst (Orfeo)<br />

www.audio.de › 12/2012<br />

81


Musik › KLASSIK<br />

Halsbrecherische<br />

Koloraturen – und<br />

Kostüme: Philippe<br />

Jaroussky.<br />

OPER<br />

LEONARDO VINCI<br />

ARTASERSE<br />

Jaroussky, Cencic, Fagioli,<br />

Barna-Sabadus, Mynenko<br />

u. a., Concerto Köln,<br />

Diego Fasolis<br />

Virgin Classics (EMI); 3 CDs<br />

www.emiclassics.de<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

CHORMUSIK<br />

J. S. BACH<br />

WEIHNACHTSORATORIUM<br />

<strong>So</strong>listen, Kammerchor der<br />

Frauenkirche Dresden,<br />

ensemble frauenkirche<br />

dresden, Matthias Grünert<br />

Berlin Classics (edel); 2 CDs<br />

www.edel.com<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

KLAVIER<br />

FRANZ SCHUBERT<br />

KLAVIERSONATE D 845,<br />

WANDERER-FANTASIE<br />

D 760, IMPROMPTUS D 935,<br />

MOMENTS MUSICAUX<br />

D 780<br />

Paul Lewis, Klavier<br />

harmonia mundi; 2 CDs<br />

www.paullewispiano.co.uk<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

In einer lang angelegten<br />

Tournee<br />

widmet sich der<br />

britische Pianist<br />

Paul Lewis den<br />

Werken Schuberts aus dessen<br />

letzten sechs Schaffensjahren.<br />

Parallel hat harmonia mundi eine<br />

Doppel-CD herausgebracht, die die<br />

„Wanderer-Fantasie“, die „große“<br />

<strong>So</strong>nate in a-Moll und einen Teil<br />

seiner gewichtigen Miniaturen<br />

enthält. In der Artikulation nähert<br />

sich Lewis seinem Mentor Alfred<br />

Brendel an, auch was die Anwendung<br />

pianistischer „Tricks“ betrifft<br />

(z. B. bei der Oktavstelle in der<br />

Exposition der Fantasie). Kein „intimer“<br />

Schubert ist hier zu hören,<br />

sondern ein drängender (Tempo)<br />

und weitgehend offensiver (Dynamik).<br />

Gleichwohl ist, nicht zuletzt<br />

durch das exzellente Klangbild, in<br />

den lyrischen Momenten auch Hingabe<br />

zu spüren.<br />

LU<br />

Fantasie: Pollini (DG), Richter (EMI),<br />

Brendel (Philips);<br />

<strong>So</strong>nate: Pollini (DG), Richter (RCA);<br />

Impromptus und Moments musicaux:<br />

Pires (DG), Schiff (Decca)<br />

KONZERT<br />

SCARLATTI,<br />

BARBELLA,<br />

LEO U. A.<br />

UNA FOLLIA DI NAPOLI<br />

Maurice Steger<br />

(Flöte, Leitung)<br />

harmonia mundi; CD + DVD<br />

www.mauricesteger.com<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

KLANG<br />

TIPP<br />

Dieses Album<br />

gleicht einer<br />

Zeitreise zurück<br />

ins Jahr 1725.<br />

Damals erlebte<br />

die Flötenmusik in Neapel eine<br />

Blüte ohnegleichen, deren Fülle<br />

hier unter dem Motto „Una follia<br />

di Napoli“ ausgebreitet ist. Geprägt<br />

ist dieses Doppelpack aus<br />

CD und DVD vom hoch inspirierten<br />

Spiel des Schweizer Blockflötisten<br />

Maurice Steger. Getragen vom<br />

federnden <strong>So</strong>und eines Spezialistenensembles<br />

um die Geigerin<br />

Fiorenza de Donatis, belebt Steger<br />

diese Werke mit funkelndem Esprit<br />

und träumerischer Expressivität.<br />

Ein Hochgenuss nicht nur für Barockfans.<br />

OPB<br />

Emmanuel Pahud, Opernszenen (EMI)<br />

Fünf Countertenöre!<br />

<strong>So</strong><br />

viele sind hier im<br />

Einsatz, um den<br />

Gestalten einer<br />

Oper Leben zu verleihen, die bald<br />

nach ihrer Uraufführung 1730 die<br />

„berühmteste Oper Italiens“ genannt<br />

werden sollte. „Artaserse“<br />

ist tatsächlich ein Schmuckstück<br />

der Opera seria neapolitanischen<br />

Stils. Und, pardon Mr. Händel,<br />

das Werk ist viel origineller und<br />

in seinen Erfindungen frischer als<br />

vieles vom deutsch-englischen<br />

Meister. Die Aufnahme rückt das<br />

alles ins rechte Licht. Mit den drei<br />

CDs werden nicht nur Freunde der<br />

Barock-Oper viel Freude haben:<br />

an überbordender Musik und an<br />

halsbrecherischen Counter-Koloraturen.<br />

LM<br />

Bartoli, Sacrificium (Decca)<br />

KONZERT / SINFONIK<br />

LUDWIG V. BEETHOVEN<br />

TRIPLE KONZERT<br />

SINFONIE NR. 5<br />

Colin Jacobsen (Violine),<br />

Jan Vogler (Cello),<br />

Antti Siirala (Klavier),<br />

The Knights, Eric Jacobsen<br />

<strong>So</strong>ny; CD<br />

www.theknightsnyc.com<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Von den Unschärfen<br />

des Covers<br />

sollte man<br />

tunlichst nicht<br />

auf die aktuelle<br />

Interpretation der gleichzeitig entstandenen<br />

und dabei höchst gegensätzlichen<br />

Beethoven-Klassiker<br />

schließen: <strong>So</strong>wohl das heitere<br />

Tripelkonzert als auch die dramatische<br />

Fünfte sind klar konturiert.<br />

Das ist den spielfreudigen <strong>So</strong>listen<br />

genauso zu danken wie den großartig<br />

begleitenden Musikern der<br />

Knights und den Tontechnikern.<br />

Alles <strong>klingt</strong> ungemein frisch und<br />

durchsichtig. Eine exzellente Aufnahme,<br />

die aufhorchen lässt. AF<br />

Zinman, Tonhalle Orchestra Zürich<br />

(Sinfonie Nr. 5, Arte Nova)<br />

Was der<br />

Eingangschor<br />

verspricht – ein<br />

kraftvolles Jubilieren<br />

und vehementes<br />

Donnern der Pauken –,<br />

vermag im Weiteren nicht vollständig<br />

eingelöst zu werden in<br />

dieser Live-Aufnahme des Weihnachtsoratoriums<br />

aus der Frauenkirche<br />

in Dresden. Stärkstes Argument<br />

für die Veröffentlichung<br />

sind das Orchester-Ensemble und<br />

der Chor. Das <strong>So</strong>listen-Quartett<br />

ist von deutlich unterschiedlicher<br />

Qualität, wobei die erzählerische<br />

Unnatürlichkeit des Evangelisten-<br />

Tenors deutlich herausfällt. Im<br />

Reigen der vielen Aufnahmen von<br />

Bachs Menschwerdungs-Oratorium<br />

hat diese eher lokalpatriotische<br />

Bedeutung.<br />

LU<br />

Richter (DG), Schreier (Philips),<br />

Münchinger (Decca), Gardiner (DGA)<br />

KAMMERMUSIK<br />

LUDWIG V. BEETHOVEN<br />

KLAVIERTRIOS OP. 1, 2<br />

UND 97 („ERZHERZOG“)<br />

Max Brod Trio<br />

MDG (Codaex); SACD<br />

www.maxbrodtrio.eu<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Die von Joseph<br />

Haydn ins<br />

Leben gerufene<br />

Gattung des<br />

Klaviertrios hat<br />

durch das Schaffen Beethovens<br />

die Bedeutung eines Zentralgestirns<br />

bekommen. Den beiden<br />

Werken op. 1,2 und op. 97 nähert<br />

sich das Max Brod Trio mit hörbarer<br />

Emphase und Sachlichkeit.<br />

Hier wird engagiert, detailgenau<br />

und – auch durch die Tontechnik<br />

gut unterstützt – sehr durchhörbar<br />

und damit verständlich musiziert.<br />

Lediglich das Fehlen von Gesten<br />

tongestalterischer Zärtlichkeit am<br />

Ende von Phrasen und ein auch der<br />

Lyrik verpflichtetes Spiel sind ein<br />

kleines Manko in einer ansonsten<br />

musikalisch geschlossenen Darbietung.<br />

LU<br />

Abegg-Trio (Tacet)<br />

Foto: Marc Ribes / Virgin Classics<br />

82 12/2012 › www.audio.de


Verstärker › VOR-/ENDSTUFE<br />

TEST<br />

Stereo-Vorverstärker und -Endstufen<br />

YPSILON PST 100 MK II 24 000 €<br />

YPSILON AELIUS 24000 €<br />

142<br />

www.audio.de ›12 /2012


Verstärker › VOR-/ENDSTUFE<br />

HELLAS<br />

BEGEISTERT<br />

Die alten Götter und Philosophen haben sich noch längst nicht aus Griechenland verabschiedet.<br />

Sie führen gerade einem besonders tüchtigen Verstärkerbauer die Hand.<br />

■ Text: Johannes Maier<br />

Von der Ypsilon-Vorstufe PST<br />

100 MK II und den Monoblöcken<br />

Aelius geht – schon bevor<br />

sie am Netz hängen – ein besonderes<br />

Fluidum aus. Bestimmt nicht<br />

wegen des eingravierten griechischen<br />

Schriftzugs und auch nicht wegen der<br />

massiven Gehäuseplatten, die das Schicki-Micki-Alu<br />

der Konkurrenz um das<br />

Doppelte an Dicke übertreffen. Es liegt<br />

auch nicht am Muster der Aelius-Deckel,<br />

selbst wenn es eine Heiden-Fleißarbeit<br />

bedeutete, das aus dem Vollen zu fräsen.<br />

Völlig klar: Jeder, der da ein Getränkeglas<br />

draufstellt, bekommt es mit dem<br />

zürnenden Zeus persönlich zu tun. Wie<br />

auch immer – schon die Ypsilon-Vorstufe<br />

erweckt den Eindruck, als ob sich hinter<br />

den hochragenden Mauern eine besondere<br />

Polis, eine ungewöhnliche Bauteil-<br />

Gemeinschaft verbirgt.<br />

www.audio.de ›12 /2012<br />

143


Verstärker › VOR-/ENDSTUFE<br />

Fotos: Archiv, MPS, Julian Bauer<br />

WIE EINST IM POSTAMT: Die über Kabelbäume angeschlossenen Relais (links oben) schalten die aktuell gewählten Übertrager-<br />

Anzapfungen durch. Bei „Aktiv" sorgen die Spanngitter-Stahlkolben-Pentoden von Siemens plus Ausgangstrafo (rechts) für Rückenwind.<br />

Heureka, ruft der High-Ender, wenn er<br />

den Deckel lüftet. Hier bekommt er wirklich<br />

mal etwas völlig anderes als die<br />

üblichen, mit Halbleitern und sonstwas<br />

besprenkelten Platinen neben einem<br />

mehr oder minder verschämten Netzteilchen<br />

zu sehen. In der PST dominieren<br />

vielmehr Trafos, schwere und anständige<br />

Trafos, wovon der Kenner den<br />

ganz großen auf der rechten Seite als<br />

Netzumspanner ausmacht. Und den<br />

nicht viel kleineren als eine Drosselspule,<br />

die in diesem Falle ihren Namen verdient<br />

und dank ihres enorm hohen Wechselstromwiderstands<br />

besser als jeder Elko<br />

Störzucker abwürgen und vom Ausgang<br />

fernhalten kann. Was nicht bedeutet,<br />

dass eine Meute von Elektrolytkondensatoren<br />

– Ypsilon verwendet Prachtstypen<br />

von Jensen – bei der Versorgungsstrom<br />

-Speicherung aushelfen darf.<br />

Im Grunde braucht man Störspitzen aber<br />

eigentlich gar nicht zu fürchten! Statt der<br />

üblichen sauigelnden Halbleiter besorgt<br />

eine Röhre namens EZ 81 eine prinzipbedingt<br />

sanfte Gleichrichtung. Im Schaltplan<br />

finden sich schon auch Siliziumdioden.<br />

Ypsilon setzt diese Bauteile, die<br />

erst ab 0,7 Volt zu leiten anfangen, jedoch<br />

nur für einen Kunstgriff ein. In die<br />

Masseleitung geschaltet, verhindern sie,<br />

dass sich via Netzübersprechen eine<br />

Brummschleife ausbilden kann.<br />

DIE VORSTUFEN-AMPS<br />

BRAUCHT’S NUR ALS<br />

NOTANKER!<br />

In der Folge stellt sich heraus, dass die<br />

Bedienelektronik, die mangels Knöpfen<br />

nur einem großen (nicht <strong>So</strong>faschlitz-gängigen)<br />

Ferngeber folgt, ihr eigenes subalternes<br />

Netzteil unterhält. Dann heißt<br />

es Aha: Die erhabene Speise, die für<br />

ganze Herrscharen reichen würde, fließt<br />

pro Kanal zu nichts als einer einzigen<br />

Röhre. Und zwar zu einer, die es in ihrer<br />

Hochzeit gar nicht für jedermann zu kaufen<br />

gab. Siemens lieferte die Pentode<br />

des Typs C3m – Stück für Stück nummeriert<br />

und mit Brief und Siegel – ausschließlich<br />

für den amtlichen Fernsprechverkehr.<br />

Also dafür, dass die Stimme<br />

des Ministers X nach der Verstärkung<br />

in Dutzenden von Etappen und<br />

nach tausenden Kilometern im Originalton<br />

ankommt.<br />

Nun gälte es noch zu berichten, dass<br />

Ypsilon diese Pentode aus den 50ern in<br />

einer nicht nur wenig, sondern besonders<br />

natürlich klirrenden Triodenschaltung<br />

einsetzt. Und zwar in einer echten,<br />

weil bei der von einer Stahlpanzerung<br />

geschützten C3m neben dem Schirmauch<br />

das Bremsgitter (liegt sonst an der<br />

Kathode) herausgeführt wurde und mit<br />

der Anode verbunden werden kann. Und<br />

weil ein kerniger Übertrager für optimale<br />

Auskopplung sorgt.<br />

Aber Vorsicht, jetzt wird’s verrückt!<br />

Wenn wir davor schon den Hut gezogen<br />

haben, so baute Ypsilon all die bislang<br />

genannten Vorzüge nur als Not anker ein.<br />

Etwa für den Fall, dass der Beisitzer eine<br />

suboptimale Quelle anschließen will, die<br />

wegen schwacher Ausgangsstufen Rückenwind<br />

braucht.<br />

144<br />

www.audio.de ›12 /2012


Verstärker › VOR-/ENDSTUFE<br />

Ansonsten will die PST 100 aber als passive<br />

Vorstufe arbeiten, was sie sich – um<br />

Bücher füllende Diskussionen auf den<br />

Punkt abzukürzen – aus folgendem<br />

Grund leisten kann: Sie verwendet zur<br />

Pegelregelung nicht ein übliches Drehpotentiometer<br />

(oder sonstige Widerstands-Spannungsteiler).<br />

Statt der Kohlekratzer,<br />

die – bei praktikabler Einstellung<br />

irgendwo in der Mitte – einen Großteil<br />

der Signalenergie (und damit auch<br />

Musikinformationen) in den Hades befördern,<br />

setzt Ypsilon 31-stufig schaltbare<br />

Übertragerspulen ein. Dank ihrer<br />

wahrlich ausgefeilten Multi-C-Kerne<br />

(zwei kunstvoll geflochtene Kupferzöpfe<br />

schlüpfen durch zwei Löcher einer 8)<br />

agieren sie praktisch breitbandig-verlustfrei.<br />

Statt Schwingungen abzuwürgen,<br />

verändern sie nur die Impedanzverhältnisse:<br />

Bei kleinerer Ausgangsspannung<br />

darf auch mehr Strom fließen. Bei<br />

ergo geringerer Impedanz kommen Hindernisse<br />

und Störeinflüsse weniger zum<br />

Tragen. Statt Aussicht auf rote Zahlen<br />

verbleibt eine gesunde Bilanz.<br />

MIT DIESER MUSIK<br />

WURDE GEHÖRT<br />

Über den Anlass zu dieser Benefiz-CD, die<br />

Reaktorkatastrophe in Fukushima, freut sich<br />

niemand. Doch weil Jazz-Haudegen bei<br />

Neufassungen von Jazzklassikern ihr Bestes<br />

gaben, kam ein Ohrenschmaus heraus –<br />

und ein Prüfstein für Verstärker.<br />

www.audio.de ›12 /2012<br />

145<br />

HECO Music Style - Perfekter<br />

Klang in seiner sinnlichsten<br />

Form!<br />

Die brandneue HECO Lautsprecher-<br />

Serie Music Style trägt genau das<br />

im Namen, was den Anspruch<br />

dieser großartigen Schallwandler<br />

verkörpert. Die Serie vereint zukunftsweisende<br />

Materialien und<br />

Technologien des modernen Lautsprecherbaus<br />

mit einem edlen,<br />

eigenständigen Design. Optisches<br />

Markenzeichen der Serie: Gehäuse<br />

in Piano-Hochglanzlackierung kombiniert<br />

mit aufgesetzten Seitenwangen<br />

in Esche-Dekor. Je nach Einsatzgebiet<br />

sind die Lautsprecher<br />

sehr individuell auf den entsprechenden<br />

Zweck abgestimmt. Egal<br />

ob Standlautsprecher oder Center-<br />

Lautsprecher - alle Mitglieder der<br />

Music Style Familie verfügen über<br />

hohe Impulstreue und sind äußerst<br />

harmonisch abgestimmt.<br />

Das Ergebnis:<br />

100 % Klang-Ästhetik!<br />

Weitere Informationen erhalten Sie<br />

unter: www.heco-audio.de.


Verstärker › VOR-/ENDSTUFE<br />

AELIUS VON LINKS NACH RECHTS: 1,4 Kilowatt-Haupttrafo, Gleichrichter (am Boden festgeschraubt), Speicherelkos und zwei Drosseln<br />

(teils von einer Platine verdeckt). Daneben weitere Elkos und der Röhren-Eingangskreis. Die Leistungs-FETs schwitzen an den Seitenwänden.<br />

Wenn sie könnten, würden die Monoblock-Endverstärker<br />

Aelius auf derartige<br />

Vorarbeit pochen – obwohl sie selbst in<br />

die gleiche Kerbe schlagen. Die Signale<br />

huschen aufs Schonendste zu nichts<br />

(vom hochohmigen Gitter-Vorwiderstand<br />

abgesehen) als den Steuergittern<br />

zweier Trioden 6C45, um dort im Vakuum<br />

praktisch leistungslos die Elektronenreise<br />

mehr oder minder zu beflügeln.<br />

Selbst am Ausgang der Röhre muten die<br />

Griechen der Musik nicht etwa die üblichen<br />

ungesunden Snacks wie Anodenstrom-Verbratwiderstände<br />

und zur<br />

Schärflichkeit neigende Koppelkondensatoren<br />

zu. Stattdessen übermittelt ein<br />

Hochkultur-Transformator den Musikfluss<br />

– impedanzgerecht und volleffizient<br />

– bereits der zweiten und letzten<br />

Verstärkerstufe der Ypsilon-Kette.<br />

<strong>So</strong>nst braucht es eher fünfe oder sechse.<br />

Außerdem treibt das Stichwort Leistung<br />

so manchen Entwickler zu weiteren<br />

Kompromissen – und zu Verzerrungen,<br />

die eine weit nach vorne führende<br />

Gegenkopplungsschleife im Nachhinein<br />

unter den Teppich kehren muss.<br />

DIE YPSILON-KETTE<br />

KOMMT MIT ZWEI<br />

STUFEN AUS<br />

Zugegeben, der High-End-Dionysos<br />

berauscht sich sowieso lieber an amphorengroßen<br />

Endröhren. Da die Aelius-<br />

Blöcke mit je zwölf erlesenen Feldeffekt-Transistoren<br />

im bezahl- und kühlbaren<br />

Bereich viel mehr Leistung stemmen,<br />

muss es aber heißen: Auch nicht<br />

schlecht. Zumal dieses Dutzend bei einem<br />

sehr hohen Ruhestrom und damit<br />

bis zur Leistung von rund 50 Watt im besonders<br />

linearen Kennlinienbereich, also<br />

im verzerrungsarmen Class-A-Betrieb,<br />

bleibt – und in der Aelius-Anordnung auf<br />

die üblichen, klanglich nicht unkritischen<br />

Leistungswiderstände zwischen Transistor-Fußpunkt<br />

und dem Lautsprecherausgang<br />

verzichten kann. Bei der Stromversorgung<br />

der Leistungsstufe (die Eingangstriode<br />

kriegt selbstredend eine<br />

Röhren-Gleichspannung) hat sich Ypsilon<br />

etwas ganz Verzwicktes ausgedacht<br />

(Diagramm nächste Seite, rechts). Jedes<br />

der beiden Einzelnetzteile, bei denen<br />

eine Doppeldrossel sowohl den einen<br />

wie den anderen Anschlusspol reinigt,<br />

besitzt keinen Massenbezug, sondern<br />

darf dem Musiksignal folgen. Die Überkreuzschaltung<br />

der Minus-Anschlüsse<br />

zwingt zum Hirnen. Nach einer Weile<br />

wird aber klar, dass der Ruhe-Gleichstrom<br />

unter Umwandlung in Wärme<br />

über die beiden Endstufenseiten zirkuliert.<br />

Und dass dem Musik-Wechselstrom<br />

nichts anderes übrig bleibt, als<br />

den Weg der akustischen Gerechtigkeit<br />

einzuschlagen – den über Plus und<br />

Minus der Lautsprecherklemmen.<br />

Eins nach dem anderen: Im Hörraum<br />

wandten sich die Tester erst einmal der<br />

Vorstufe PST 100 zu. Klingt – im Kontext<br />

mit dem Player CX 7e von Ayre – aktiv<br />

besser oder passiv? Die Frage war zunächst<br />

nicht eindeutig zu beantworten.<br />

Aktiv setzte etwa bei der CD „Jazz For<br />

Japan“ den Bläsern etwas mehr Glamour,<br />

mehr Licht auf. Das Treiben der<br />

Drummer und Bassisten erschien ein<br />

146<br />

www.audio.de ›12 /2012


Verstärker › VOR-/ENDSTUFE<br />

TECHNIK<br />

PLATONISCHE TRIEBE<br />

Bei erster Betrachtung vermittelt das Prinzip-Schaltbild der Ypsilon-<br />

Vorstufe den Eindruck der Einfachheit. Stimmt! Doch diese zu<br />

er reichen, gelingt erst nach langer Entwicklungszeit. Allein den Regel-<br />

„Spar“-Transformator (mit einer Wicklung statt zwei) so hinzukriegen,<br />

dass er über 31 Anzapfungen den Pegel in exakten 3-Dezibel-Schritten<br />

variieren kann, grenzt an ein Wunder. Gleichzeitig setzt er die<br />

Impedanz der angeschlossenen Quelle breitbandig und klirrfrei in<br />

einem ganz bestimmten Verhältnis herunter. Imposant auch der Aufbau<br />

der Übertrager-Multi-„C“-Kerne, die statt aus 0,5 oder 0,3 aus 0,02<br />

Millimeter dicken Streifen amorphen Eisens bestehen. Dass die<br />

Eingangssignale in der PST 100 MK II sonst entweder nichts (passiv)<br />

oder nur die Röhre C3m plus Ausgangsübertrager durchlaufen, registriert<br />

der Kenner mit Hochachtung.<br />

In den Monoblock- Endverstärkern Aelius treibt eine Röhrentriode<br />

via Transformator eine ganze Formation von Leistungs-Feldeffekt-<br />

Transistoren an. Dank zweier floatender Netzteile mit „Differential“-<br />

Siebdrosseln im Ausgang kommt der Brücken-Amp ohne unter<br />

Umständen störenden – Musik befleckenden – Massebezug aus.<br />

_09BDA_Pioneer_Audio_12.pdf;S: 1;Format:(210.00 x 137.00 mm);11. Oct 2012 09:22:17<br />

Hörvergnügen auf ganz neuem Niveau: Der audiophile SC-LX86<br />

ist das Flaggschiff von vier neuen Class-D High-End AV-<br />

Receivern. Alle sind erstklassige Entertainment-Center mit<br />

vielseitigen Anschlussmöglichkeiten und höchster Audio- und<br />

Videoqualität. Alle sind ausgestattet<br />

mit Direct Energy HD-Endstufen, einer<br />

Neuentwicklung auf Basis hochwertigster<br />

Class-D Technologie.<br />

Alle bieten zusätzliche Highlights:<br />

SC-LX76<br />

Apple AirPlay, DLNA 1.5, Internetradio,<br />

Advanced MCACC, THX-Zertifizierung<br />

für die 3Topmodelle und<br />

SC-LX56<br />

AIR Studios Klangoptimierung für den<br />

SC-LX86 und den SC-LX76. Also:<br />

Rein ins State-of-the-Art-Vergnügen.<br />

www.pioneer.de<br />

SC-2022<br />

Verstärke<br />

deine Gefühle<br />

SC-LX86<br />

SC-2022


Verstärker › VOR-/ENDSTUFE<br />

DIE YPSILONS BIETEN<br />

TOLLES FLAIR AUF<br />

TRITTFESTEM GRUND<br />

wenig geschäftiger, direkter – es rückte<br />

ein Schrittchen weiter nach vorn. Besser?<br />

Nach einer Weile – den Besuchern,die<br />

nur zu gern sitzenblieben, ging es ebenso<br />

– drehte sich der Spieß aber um. Nach<br />

der Ypsilon-Eingewöhnung erkannten<br />

sie den Passiv-Bass als eine Spur dezenter,<br />

dafür aber knorriger, farbenreicher,<br />

ehrlicher. Und wenn’s um allerfeinste<br />

Nuancen geht, wurden die Passiv-Stimmen<br />

im Blindvergleich doch eindeutig<br />

als die klareren und natürlicheren, von<br />

keinem Rand, keinem Schatten und keinerlei<br />

dicken Backen geplagten erkannt.<br />

Ergo blieb’s fürderhin bei Passiv. Den<br />

Schuh, „Aktiv“ zuliebe keine schlechtere<br />

Quelle aus dem Fundus gekramt zu<br />

haben, ziehen sich die Tester an. Ebenso<br />

wie den, keine bessere Vorstufe als die<br />

PST 100 gefunden zu haben.<br />

Vergleichsweise verschnupfter die eine<br />

Widersacherin, unbeweglicher die andere<br />

– da lag es bald auf der Hand, auch<br />

statt der bisher verwendeten Referenz/<br />

Arbeits-Endverstärker die Aelius-Monoblöcke<br />

anzuschließen. Donnerwetter,<br />

jetzt gab es tatsächlich eine Steigerung.<br />

Die Bläser verblieben zwar an Ort und<br />

Stelle, aber die dicken Backen, der Druck<br />

auf die Mundstücke, die Luft in der Kanne<br />

und das Blitzen und Blinken kamen<br />

nun wie neu definierte Qualitätsmarken<br />

beim Hörer an.<br />

WELL DONE UND TO DO: Für die Cinch-Verbinder haben die Besten der Besten von WBT<br />

gereicht. Die riesigen Lautsprecherklemmen jedoch hat Ypsilon lieber selber gedreht. Für die<br />

derzeit nur einpolig aktiven XLR-Kontakter sind Desymmetrier-/Symmetrier-Trafos in Arbeit.<br />

Gut, der erfahrene Tester kennt diesen<br />

Glanz und das Rückenschauer auslösende<br />

Flair von superben Single-Ended-<br />

Röhren her. Die Kombination mit dem<br />

absolut trittfesten Untergrund, mit<br />

Bässen, die sich unverblümt winden,<br />

pulsieren, verharren und dann gnadenlos<br />

zuschlagen, löste selbst bei den mit<br />

allen Wassern gewaschenen <strong>AUDIO</strong>-<br />

Alt redakteuren helle Begeisterung aus.<br />

Diese durften dann etwa mit Brad Mehldaus<br />

„The Falcon Will Fly Again“ weiter<br />

auf ihren Trip gehen und bei den in sich<br />

verknaudelt, aber sonst völlig losgelöst<br />

dahinjagenden Pianoläufen selig<br />

schmachten. Dann drängelte aber die<br />

Jugend und legte – mit wachsender Begeisterung<br />

– populärere Hämmer auf.<br />

Haben diese Schlingel eine so schöne<br />

neue Referenzkette wirklich verdient?<br />

MESSLABOR<br />

Während es im Aktiv-Mode allenfalls eine k2-Klirrkomponente zu<br />

bekritteln gibt, besticht die passive PST 100 nicht nur mit völlig<br />

neutralem Frequenzverhalten und einer günstigen Umsetzung<br />

der Impedanzverhältnisse, sondern ebenso mit einem – auch für<br />

Trafos nicht sebstverständlich – so geringen Klirr, dass er vom Urgrund<br />

des Audio-Precision-Analyzers verdeckt wird. Der Endverstärker<br />

glänzt (bei 600 Watt Musik an 2 Ohm) mit einem Bilderbuch-Klirrverlauf<br />

(2), wie ihn <strong>AUDIO</strong> sonst nur von besten Röhren<br />

kennt. Bei der Klirrstabilität (3) verhält sich k2 perfekt, sonst wirkt<br />

sich, bei stets günstiger Abstufung, der Übertrager etwas aus.<br />

148<br />

www.audio.de ›12 /2012


Verstärker › AV VOR-/ENDSTUFE<br />

STECKBRIEF<br />

YPSILON<br />

PST 100 MK II<br />

Vertrieb<br />

WOD Audio<br />

0 61 87 / 9000 77<br />

www.<br />

wodaudio.de<br />

Listenpreis<br />

24 000 Euro<br />

Garantiezeit<br />

5 Jahre<br />

Maße B x H x T<br />

40 x 18 x 41 cm<br />

Gewicht<br />

25 kg<br />

ANSCHLÜSSE<br />

Phono MM / MC – / –<br />

Hochpegel Cinch / XLR 5 / 1<br />

Festpegel Eingang –<br />

TapeOut 1<br />

Pre Out Cinch / XLR 1 / 1<br />

Kopfhörer –<br />

FUNKTIONEN<br />

Aufnahmewahlschalter –<br />

Klangregler/ abschaltbar –<br />

Loudness –<br />

Besonderheiten<br />

Lautstärkeregelung<br />

über Vari-Übertrager,<br />

wahl weise passiver oder<br />

aktiver Betrieb.<br />

<strong>AUDIO</strong>GRAMM<br />

ÅVor allem in „Passiv“<br />

absolut perfekter Klang.<br />

ÍRelativ grobe 3-dB-<br />

Pegel-Regelschritte. „Unechte“<br />

XLR-Anschlüsse.<br />

Phono MM/MC – / –<br />

Klang Cinch / XLR<br />

135 / – (XLR = Cinch)<br />

Ausstattung<br />

befriedigend<br />

Bedienung<br />

sehr gut<br />

Verarbeitung<br />

hervorragend<br />

STECKBRIEF<br />

YPSILON<br />

AELIUS<br />

Vertrieb<br />

WOD Audio<br />

0 61 87 / 9000 77<br />

www.<br />

wodaudio.de<br />

Listenpreis (Paar) 24 000 Euro<br />

Garantiezeit<br />

5 Jahre<br />

Maße B x H x T<br />

je 42,5 x 23 x 42,5 cm<br />

Gewicht<br />

je 45 kg<br />

AUSSTATTUNG<br />

Eingänge Cinch / XLR 1 / 1<br />

Pegelsteller –<br />

Kanäle 1<br />

Ferneinschaltung –<br />

Leistungsanzeige –<br />

Besonderheiten<br />

Brückenendstufe mit zwei<br />

gegenüber Masse floatenden<br />

Netzteilen.<br />

<strong>AUDIO</strong>GRAMM<br />

Klang Cinch / XLR<br />

Ausstattung<br />

Bedienung<br />

Verarbeitung<br />

KLANGURTEIL<br />

PREIS/LEISTUNG<br />

ÅSupernatürlicher Klang –<br />

State of the Art! Verbindet<br />

Feinheit von Single-Ended-<br />

Trioden mit Transistorkraft.<br />

Í –<br />

135 / – (XLR = Cinch)<br />

befriedigend<br />

sehr gut<br />

hervorragend<br />

135 PUNKTE<br />

ÜBERRAGEND<br />

FAZIT<br />

Johannes Maier<br />

<strong>AUDIO</strong>-Redakteur<br />

Sapperlott, mit der Vorstufe PST<br />

100 MK II und den Monoblöcken<br />

Aelius setzt Ypsilon neue Glanzlichter<br />

der Verstärkertechnik.<br />

Grund genug, die Entwicklungsgeschichte<br />

der Amps dieser<br />

Marke weiter zu verfolgen. Chefingenieur<br />

Demetris Backlavas lud<br />

<strong>AUDIO</strong> schon zum Ortstermin in<br />

Griechenland ein. Vorgeschmack<br />

siehe unten!<br />

KLANGURTEIL<br />

135 PUNKTE<br />

_09BZR_Sintron_Audio PREIS/LEISTUNG 122012_Vincent.pdf;S: ÜBERRAGEND 1;Format:(210.00 x 137.00 mm);12. Oct 2012 11:14:48<br />

Erfüllen Sie sich Jetzt<br />

Ihren Weihnachtswunsch!<br />

X-Mas-selection<br />

(ein Paar Vienna Haydn Grand SE in schwarz/kirsche,<br />

Vincent SV-400 und CD-400 in silber/Schwarz<br />

Je ein Paar Dynavox Highend-LS Kabel, Premium Cinchkabel)<br />

Für 2.222,- Euro *<br />

FRohes Fest!<br />

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*Nur bei Ihrem Fachhändler in Deutschland erhältlich bis zum 31.12.2012.


Verstärker › AV-Receiver<br />

Großes Ensemble<br />

Das Geheimnis eines Weltklasse-Orchesters? Präzision im Einzelnen, Vollendung im Zusammenspiel.<br />

Und ein Dirigent, der alles kontrolliert. Mit diesem Rezept ist auch die Premium-<br />

Kombi aus Universal-Player und AV-Receiver von Denon bereit für den großen Auftritt.<br />

■ Text: Christine Tantschinez, Johannes Maier<br />

Bühne frei für ganz großes Kino. Oder das ganz<br />

große Konzert. Das Star-Duo von Denon in<br />

Gestalt des stattlichen Receiver-Flagschiffes<br />

AVR-4520 und seines kongenialen Kompanions<br />

DBT-3313 UD will natürlich bei jedem Auftritt glänzen.<br />

Dazu bringen beide nicht nur als <strong>So</strong>lo-Künstler<br />

exzellente Veranlagungen mit, sie haben sich auch<br />

harmonisch aufeinander abgestimmt.<br />

Eines der Steckenpferde der Denon-Entwicklungsabteilung<br />

ist das akribische Basteln an der perfekten<br />

Verbindung zwischen Zuspieler und Verstärker. Besonders,<br />

wenn es sich um sensible digitale Audio-<br />

Daten handelt und insbesondere, wenn diese ausgerechnet<br />

den dafür denkbar ungeeignetsten Übertragungsweg<br />

nehmen sollen: HDMI. Der einst primär<br />

für den sicheren Transport der Bilderdatenflut<br />

geschaffene Standard nimmt Audiodaten quasi nur<br />

als Anhalter mit und geht insbesondere mit den sensiblen<br />

Taktinformationen nicht gerade zimperlich<br />

um – die Videosignale und deren Auslesetakt genießen<br />

hier Priorität. Für die korrekte Rückführung der<br />

Audiodaten in ihr analoges Äquivalent aber sind die<br />

Informationen über den Auslesetakt elementar.<br />

Zeitliche Ungenauigkeiten (Jitter, zu deutsch Zittern)<br />

manifestieren sich oft hörbar.<br />

Schon früh rückte man bei Denon diesem Kernproblem<br />

mit einer eigenen Verbindungsart auf die Pelle,<br />

dem Denon Link. Die neueste Variante führt den Zusatz<br />

„HD“ und dirigiert den Player über ein simples<br />

Koaxial-Kabel zum Takt der Master-Clock des Ver-<br />

150 www.audio.de ›12 /2012


Verstärker › AV-Receiver<br />

Test<br />

Die Premium AV-Serie von Denon mit<br />

Universal-Spieler und Mehrkanal-Receiver<br />

samt Denon-Link HD<br />

Denon AVR-4520 2700 €<br />

Denon DBT-3313 UD 1000 €<br />

Fotos: Archiv, MPS, J. Bauer<br />

www.audio.de ›12 /2012<br />

151


Verstärker › AV-RECEIVER<br />

ON-SCREEN-MENÜ<br />

Bunt, aufgeräumt und selbsterklärend – das<br />

On-Screen-Menü beim Denon AVR-4520 ist<br />

vorbildlich gestaltet. Gerade AV-Receiver<br />

mit ihrer Funktionsvielfalt müssen die mannigfaltigen<br />

Einstellungsmöglichkeiten übersichtlich<br />

gliedern. Stark: Ein Assistent führt<br />

duch die Basics wie Lautsprecher-<br />

Aufstellung und Eingangs-Konfiguration.<br />

ENDSTUFEN-<br />

ZUWEISUNG<br />

Der AVR-4520 hat neun diskrete Endstufen<br />

und Vorverstärkerausgänge für insgesamt<br />

11.2-Kanäle. Über die Endstufen-<br />

Zuweisung kann man bestimmen, wie diese<br />

verteilt werden sollen. Möglich sind beispielsweise<br />

Set-Ups mit Bi-Amping der<br />

Front-Lautsprecher oder mit zusätzlichen<br />

Front-Height- und Front-Wide-Boxen, die<br />

eine Erweiterung der Klangbühne in die<br />

Höhe und Breite ergeben sollen. Bislang<br />

gibt es noch keine Tonträger, die diese<br />

Kanäle diskret versorgen. Klangalgorithmen<br />

wie Dolby ProLogic IIz, DTS-<br />

Neo:x und Audyssey DSX errechnen diese<br />

Informationen nachträglich.<br />

stärkers. Genial: Damit entfällt das Rätselraten<br />

um die richtige Zeitinformationen<br />

– Auslese- und Rekonstruktionstakt<br />

sind identisch. Das funktioniert freilich<br />

nur mit Player und Verstärker aus gleichem<br />

Hause mit der passenden Denon<br />

Link HD-Schnittstelle. Vorteil: Diese Jitter-Kontrolle<br />

ist unkompliziert auf jedes<br />

Digitalsignal im Player anwendbar (im<br />

Gegensatz zu früheren Denon-Link-Varianten)<br />

und bringt signifikante Verbesserungen<br />

(siehe Seite 155). Die HDMI-Jitter-Waffe<br />

ist beim DBT-3313 UD insofern<br />

besonders wichtig, als das er alle<br />

Signale (und das sind als Universal-Zuspieler<br />

inklusive Netzwerk-Fähigkeiten<br />

nicht wenige) ausschließlich über HDMI<br />

ausgibt – wenn man mal vom Analog-<br />

Ausgang für Stereosignale absieht.<br />

Nicht nur im Zusammenspiel mit dem<br />

3313 UD hat man dem Jitter konsequent<br />

den Kampf angesagt. Der AVR-4520<br />

schleust zusätzlich jedes via HDMI und<br />

SPDIF eintreffende Digitalsignal an den<br />

„Jitter Reducer“ weiter – eine eigens<br />

programmierte Clock, die anhand gleich<br />

dreier mitgelieferter Taktsignale die weitere<br />

Zusammenarbeit zwischen DSP<br />

und Wandlereinheit exakt synchronisiert.<br />

Wenn man dann noch erwähnt, dass<br />

sich dort gleich sieben der besten 32-Bit-<br />

DACs von BurrBrown (jetzt Texas Instruments)<br />

um die Audiodaten kümmern,<br />

weiß man diese in guten Händen.<br />

NICHTS MUSS, ALLES KANN<br />

Schließlich steht der AVR-4250 als aktuelles<br />

Top-Modell der Denon-Receiver in<br />

der Erbfolge von Showgrößen wie dem<br />

AVR-4810 (<strong>AUDIO</strong> 6/10) und damit natürlich<br />

im Rampenlicht. Für die Karriere<br />

in den Wohnzimmern der Nation bringt<br />

er die richtige Einstellung mit: Nichts<br />

muss, alles kann. Seine Ausstattung ist<br />

bemerkenswert durchdacht statt sinnlos<br />

überladen. <strong>So</strong> finden sich im 4520<br />

natürlich alle Features wieder, die man<br />

für nachhaltig ernsthaftes Heimkino benötigt<br />

– nachhaltig, weil er mit drei HD-<br />

MI-Ausgängen und 4k-Video-Signalver-<br />

KERN-KOMPETENZ: Nach dem Doppel-Mono-Prinzip ist die Versorgung der rechten und<br />

linken Kanäle strikt getrennt – eine anerkannte Maßnahme gegen Übersprechen. Die beiden<br />

Ventilatoren am Chassisboden stehen für den Notfall parat.<br />

152


Verstärker › AV-RECEIVER<br />

SOZIALES NETZWERK: Mit sechs HDMI-Eingängen und dem praktischen vierfach Netzwerk-Hub sind digitale<br />

Kontaktprobleme vorerst passé. Einzig Technik-Nostalgiker mit Faible für S-Video-Abspielgeräte kommen nicht auf ihre Kosten.<br />

arbeitung (auch als Ultra HD bekannt:<br />

Auflösungen mit mindestens 3840 x<br />

2160 Pixeln) heute schon an die Möglichkeiten<br />

von übermorgen denkt. Auch die<br />

„InstaPrevue“-Funktion, mit der sich<br />

schnell in das Bildsignal der sechs HD-<br />

MI-Eingänge spickeln lässt, wird sicherlich<br />

viele Fans gewinnen. Mit seinen<br />

neun Endstufen und den 11.2-Vorverstärker-Ausgängen<br />

erlaubt der AVR-<br />

4520 geradezu abenteuerliche Lautsprecher-Setups,<br />

ausführlichst in Wort und<br />

Bild im hervorragenden On-Screen-Menü<br />

aufgeführt. Das und die aufgeräumte<br />

Menüstruktur haben sich ohnehin ein<br />

Extra-Lob verdient: Endlich macht das<br />

Konfigurieren eines AV-Receivers anstatt<br />

Kopfzerbrechen sogar richtig Spaß!<br />

Zwar wendet sich der AVR-4520 in erster<br />

Linie an Anwender, die genau wissen,<br />

was sie wollen – aber für den Fall der Fälle<br />

führt gerne auch ein bilderbuchhaft<br />

aufbereiteter Einstellungs-Assistent<br />

durch das Setup-Prozedere.<br />

Klar, dass bei diesem vorausschauenden<br />

Konzept ein integrierter Streaming-<br />

Client mit Zugriff auf Internetradio, den<br />

Musik-Abo-Dienst Spotify und natürlich<br />

im Heimnetzwerk agierenden UPnP-<br />

Servern nicht fehlen darf. Und weil man<br />

bei Denon vermutlich das ewige Lamentieren<br />

der <strong>AUDIO</strong>-Redaktion über<br />

fehlende Gapless-Wiedergabe satt hatte,<br />

vermag der Media Client diese Lücke<br />

im wahrsten Sinne zu schließen – zumindest<br />

bei Flac- und WAV-Dateien. Die drei<br />

zusätzlichen Ethernetbuchsen auf seiner<br />

Rückseite adeln den AVR-4520 zur<br />

audiovisuellen sowie netzwerktechnischen<br />

Schaltzentrale – er dient anderen<br />

Geräten mit Internet-Anschlussbedürfnis<br />

als Verteilerknoten (Hub).<br />

Schon bei den ersten Gehversuchen demonstrierte<br />

der AVR-4520 auch seine<br />

klangliche <strong>So</strong>uveränität. Selbst mit<br />

MESSLABOR<br />

Wie man es von einem Top-AV-Receiver in dieser Preisklasse erwartet,<br />

kann der Denon mit enormen Kraftreserven überzeugen.<br />

Seine stabile Endstufen lassen sich auch von zickigen Boxen mit<br />

niedrigen Impedanzen oder fiesen Phasenschwankungen nicht<br />

unterkriegen, wie der Stabilitätswürfel in Abbildung 3 (rechts) beweist.<br />

In Zahlen gefasst liefert der AVR-4520 an 8Ω/ 4Ω in Stereo<br />

174 bzw. 258 Watt Sinusleistung, Musikleistung liegt bei 193/297<br />

Watt. Mit fünf Kanälen sind es stattliche 156/202 Watt pro Kanal.<br />

Auch die Frequenzgangmessung (o. Abb). zeigt eine Linie wie aus<br />

dem Messbilderbuch: breitbandig und schnurgerade, dazu geselllen<br />

sich durchgehend solide Störabstände der Eingänge. Bei der<br />

Harmonischen-Analyse (Abbildung 1, links) zeigt sich der Klirrverlauf<br />

harmonisch und dezent ansteigend. Die AK liegt bei 71.<br />

Gemessener Verbrauch im Standby-Betrieb: 0,2 Watt.<br />

Beim Player DBT-3313 zeigt das Jitter-Spektrum mit CD (Abbildung<br />

zwei, mitte) eine sehr gutes Ergebnis mit 144ps<br />

www.audio.de 12 /2012<br />

153


Verstärker › AV-RECEIVER<br />

154<br />

STREAMING CLIENT<br />

Der integrierte Netzwerk-Client beim AVR-<br />

4520 spielt alle gängigen Formate, WAV<br />

und FLAC auch mit 192 kHz und 24 Bit. Er<br />

beherrscht auch den schnellen Vor- und<br />

Rücklauf als auch Gapless – solange man<br />

ihn mit der Fernbedienung bedient. Das ist<br />

erstaunlich komfortabel, wenn er über ein<br />

angeschlossenes Display alle Optionen<br />

anzeigen kann wie Textsuche und seitenweises<br />

Blättern. Nur über das Geräte-<br />

Display allein fällt die Bedienung etwas<br />

weniger komfortabel aus. Übrigens: Im<br />

Hör-Vergleich mit einem analog angeschlossenen<br />

Linn Sneaky DS vermissten<br />

die Tester beim Denon-Client nichts.<br />

MULTIMEDIA<br />

Über den Front-USB können Speichersticks<br />

und iPhone/iPad/Android-Smartphones<br />

andocken und Strom tanken. Direkt daneben<br />

sitzt die MHL-HDMI-Schnittstelle: der<br />

Mobile High Definition Link für mobile<br />

Geräte. Über AirPlay können Computer mit<br />

iTunes und Apple-Player ihre Musikdaten<br />

drahtlos abliefern.<br />

DENON REMOTE APP<br />

Klar kann der Receiver auch mit der kostenlosen<br />

Denon-App bedient werden. Das<br />

klappt ganz gut – bis auf das kleine Manko<br />

in der Steuerung des Media Clients (siehe<br />

Seite 46). Die App kontrolliert allerdings<br />

nicht den Denon-Blu-ray-Player direkt,<br />

sondern nur über den Umweg über die<br />

Steuer-Befehle der HDMI-Verbindung.<br />

stromgierigen Boxen vermag er das Mobiliar<br />

kräftig durcheinanderzuschütteln<br />

ohne dass die Schutzschaltung auch nur<br />

ans Anspringen denkt. Der nicht ganz so<br />

wattkräftige (dafür aber mit Extra-Vorstufenkreisen<br />

brillierende) Marantz SR<br />

7007 aus der November-Ausgabe versuchte<br />

dem Bruder aus dem DM-Konzern<br />

denn auch eher mit seiner exquisiten<br />

Samtigkeit, mit warmen Klangfarben<br />

und mit seinen extra milden Frauenstimmen<br />

zu begegnen. Im Bass deutlich<br />

impulsiver und prägnanter und obenrum<br />

ohne jede Strähnigkeit lichter – schon<br />

bei der Stereowiedergabe zog der<br />

Denon die Initiative schnell wieder an<br />

sich. Bei der Surround-Wiedergabe zeigte<br />

der AVR-4250 umso unmißverständlicher,<br />

wer Herr im Hause<br />

DM ist. Die Trommeln,<br />

etwa die eines Fetzers von<br />

John Medeski (Concord),<br />

stellte er zum Dran-<br />

Greifen plastisch auf, der<br />

Bass freute sich nur so<br />

über Schwärze und Tiefe.<br />

Konnte ihm Arcams<br />

FAZIT<br />

SELBST-<br />

BEHERRSCHUNG:<br />

Die Fernbedienung<br />

des 4520 präsentiert<br />

sich aufgeräumt<br />

und sehr handlich.<br />

Ein wichtiger<br />

Schritt zur intuitiven<br />

Benutzerführung.<br />

Christine Tantschinez<br />

<strong>AUDIO</strong>-Redakteurin<br />

Der AVR-4520 bringt alles mit,<br />

was man für ein langes, sorgenfreies<br />

Heimkino-Leben braucht:<br />

eine gelungene Mischung aus<br />

Kraft und Klang, sehr gute Bedienbarkeit<br />

und eine Ausstattung,<br />

die nicht so sehr mit Gimmicks<br />

als mit wirklich langfristig nützlichen<br />

Features punktet.<br />

AVR 360 (Test <strong>AUDIO</strong> 11/12) bis dato<br />

noch das Wasser reichen, etwa mit<br />

perfekter Gitarren-Finesse, strebte der<br />

AVR 4250 über HD-Ton nun endgültig<br />

die Vorherrschaft an. Einem großen<br />

Orchester mit schwerem Steinway-Flügel<br />

mittendrin gönnte der Denon eindringlicher<br />

mehr Luft und mehr Glanz,<br />

kurz: den perfekteren Auftritt.<br />

STECKBRIEF<br />

DENON<br />

AVR-4520<br />

Vertrieb<br />

Denon<br />

02157 / 1208-0<br />

www.<br />

denon.de<br />

Listenpreis<br />

2700 Euro<br />

Garantiezeit<br />

3 Jahre<br />

Maße B x H x T<br />

43 x 19,5 x 42 cm<br />

Gewicht<br />

16,5 kg<br />

ANSCHLÜSSE<br />

Phono MM / MC • / –<br />

Line In / Out<br />

6 / 1 + Zone2 + Zone3<br />

Analog-Video In<br />

3 FBAS / 3 YUV<br />

Analog-Video Out 1 FBAS + Monitor + Zone2 /<br />

1 YUV Monitor (Zone2)<br />

Frontanschlüsse<br />

Kopfhörer, Setup-Mic, USB<br />

(inkl. iPad- / iPhone- / iPod-<br />

Steuerung), Video (Cinch),<br />

Audio, HDMI (MHL)<br />

Digital In<br />

2 optisch / 2 koaxial<br />

Digital Out<br />

Denon Link HD<br />

HDMI In / Out / Version 6 / 3 / 1.4a<br />

unterstützte Funktion HDMI 3D, ARC, Deep Colour,<br />

x.v.Color, LipSync, Control<br />

Docking-Port / USB / RS232 – / • (front) / •<br />

Mehrkanaleingang •<br />

Boxen Front / Cent. / Surr<br />

/ Back<br />

2P. / 1 / 1P. / 1P. + front hight<br />

+ front wide<br />

Zahl Endstufen 9<br />

Bi-Amping<br />

•<br />

Frontlautsprecher<br />

Pre Out 11.2<br />

FUNKTIONEN<br />

Decoder HD-Ton<br />

Dolby TrueHD + Digital<br />

Plus, DTS-HD, DSD<br />

Vollw. Einmessung • Audyssey MultEQ XT32<br />

LipSync Delay<br />

• (bis 100ms; 1ms-Schritte)<br />

Bass-Trennfrequenz 40-250 Hz<br />

Fernbedienung /program- • / • / –<br />

mierbar / lernfähig<br />

Video-Konverter<br />

4k<br />

Netzwerk / Webradio / • / • / •<br />

UPnP<br />

Smartphone Controll-App Denon Remote (iOS 4.3


Verstärker › AV-RECEIVER UND UNIVERSAL-PLAYER<br />

DENON DBT-3313 UD, 1000 EURO<br />

Edel sei der Zuspieler, hilfreich und<br />

gut. Der DBT-3313 UD von Denon<br />

kann dieses abgewandelte Zitat<br />

zurecht auf sich übertragen: Optik und<br />

Verarbeitung sind hervorragend und der<br />

gediegenen Eleganz der AV-Verstärker-<br />

Kollegen ebenbürtig. Hilfreich ist das<br />

sehr übersichtliche Menü, das trotz der<br />

erstaunlich vielfältigen Möglichkeiten<br />

des Players kein Rätselraten aufgibt.<br />

Mehr als gut ist die Funktionsvielfalt, mit<br />

der er auftrumpfen kann. Nicht nur, dass<br />

der Player alle Scheiben akzeptiert, die<br />

Ton in höheren Auflösungen und mehr<br />

Kanälen anbieten als die schnöde CD. Zu<br />

seinen Talenten zählt auch die Kommunikation<br />

über die Ethernet-Schnittstelle<br />

mit dem hauseigenen Netzwerk und darin<br />

vertretenen, dem DNLA-Standard<br />

entsprechenden Medien-Servern (Netzwerkfestplatten<br />

mit Twonky-Serversoftware<br />

etwa, oder auch PCs mit Windows<br />

Media Player). Hier beschränkt er sich<br />

nicht alleine auf Musikdaten in allen gängigen<br />

Formaten und Auflösungen bis zu<br />

192 kHz und 24 Bit bei Flac und WAV<br />

(allerdings ohne Gapless-Wiedergabe).<br />

Als echter AV-Player akzeptiert er auch<br />

Fotos und vor allem Videos (inklusive<br />

des beliebten DivX). Vorinstalliert ist bei<br />

bestehender Internetanbindung der<br />

Zugang zu YouTube (in einer speziellen,<br />

nicht so überfrachteten Version). Fast<br />

überflüssig zu erwähnen, dass der 3313<br />

Videobilder von Blu-ray-Disc auch in 3D<br />

an dazu befähigte Displays weiterreicht.<br />

Wer den Player im Zusammenspiel mit<br />

einem der neuesten Denon-Receiver<br />

betreibt, kann über die aktivierte HDMI-<br />

CEC-Steuerung auch die „Denon Remote<br />

App“ als Kontrolleinheit für die<br />

Player-Bedienung nutzen. Allerdings<br />

lässt sich der Player solo von der App<br />

rein gar nichts sagen.<br />

Das T für „Transport“ im Kürzel wurde<br />

dem Player vermutlich wegen des dominierenden<br />

HDMI-Ausganges angehängt<br />

– er dekodiert alle Signale fleißig, gibt sie<br />

allerdings mehrkanalig rein digital aus.<br />

Stereo-Signale jedoch wandelt er sogar<br />

für die analoge Ausgabe über den Cinch-<br />

Ausgang um.<br />

Dass der 3312 auf möglichst hochwertige<br />

Wiedergabe von Musik getrimmt<br />

wurde, erkennt der Profi schon an den<br />

drei Pure-Direct-Modi: In drei Stufen<br />

lässt sich das am HDMI-Ausgang anliegende<br />

Videosignal (und das Display) auf<br />

Eis legen, um störende Nebenkriegsschauplätze<br />

in den Schaltkreisen zu vermeiden.<br />

Und das mit Erfolg: Die Wirkung<br />

des Pure-Direct-Modus konnte<br />

man unmittelbar nachverfolgen – sofort<br />

geriet das Klangbild souveräner und gewann<br />

an Kontur.<br />

Ebenso verblüffend: Die Takt-Kontrolle<br />

im Verbund mit dem AVR-4520 über<br />

Denon Link HD erzeugte sofort eine<br />

räumlichere Abbildung mit einem ruhigeren,<br />

stabileren Fundament. Besonders<br />

der Tief- und Grundton schien von<br />

der Anti-Jitter-Maßnahme zu profitieren<br />

und straffte das Klanggeschehen dann<br />

bis in die Glanzlichter. Nicht nur mit<br />

hochauflösendem Audiomaterial von<br />

BD oder DVD-Audio – gerade Musik aus<br />

dem Netzwerk oder von CD erhielt per<br />

Denon Link HD deutlich mehr Profil.<br />

BETREUTES HÖREN: Mehrkanaligen Ton gibt es nur via HDMI, einzig Stereo darf noch analog raus. Zwei HDMI-Ausgänge sind Pflicht: Einer<br />

gibt bei Bedarf nur Ton, der andere nur das Videosignal aus.<br />

www.audio.de 12 /2012<br />

155


HiFi-Service › RAUMAKUSTIK<br />

AKUSTIK ASSISTENT<br />

Nicht jede Box <strong>klingt</strong> in jedem Raum<br />

gleich gut. Um Sie vor Fehlkäufen zu bewahren,<br />

gibt <strong>AUDIO</strong> bei jedem getesteten<br />

Lautsprecher an, für welche Umgebung<br />

er sich voraussichtlich gut eignet.<br />

Sie müssen dafür Ihren Raum und Ihre<br />

Hörsituation nach drei Kriterien beurteilen:<br />

Raum größe, Raumakustik und<br />

Boxenauf stellung bzw. Wandabstand. Anschließend<br />

suchen Sie in der Bestenliste<br />

nach Boxen, bei denen alle drei Merkmale<br />

Ihrer Hörsituation – z.B. Klein, Hallig,<br />

Wandnah – mit einer grünen Empfehlung<br />

markiert sind. Voila, der Lautsprecher<br />

wird aller Voraussicht nach passen! Die<br />

<strong>AUDIO</strong>-Empfehlungen sind allerdings nur<br />

als grobe Hinweise zu sehen, in Einzelfällen<br />

kann es trotzdem nicht funktionieren.<br />

Deshalb: Probe- und Vergleichshören ist<br />

in jedem Fall ein guter Rat!<br />

K<br />

T<br />

D<br />

M<br />

A<br />

W<br />

G<br />

H<br />

F<br />

RAUMGRÖSSE<br />

K<br />

KLEINER RAUM<br />

(UM 15 m 2 )<br />

Der Hörabstand liegt um oder unter<br />

zwei Meter – die Box muss auch im<br />

Nahfeld homogen spielen und darf<br />

nicht dröhnen. Die Anforderungen an<br />

Pegel und Bündelung sind geringer.<br />

M<br />

MITTELGROSSER RAUM<br />

(UM 24 m 2 )<br />

Abstände von zwei und drei Metern<br />

zwischen Box und Hörer sind typisch,<br />

ansonsten ist diese Raumgröße ideal<br />

– sofern der Lautsprecher etwas<br />

Pegel und Bassdruck produziert.<br />

G<br />

GROSSER RAUM<br />

(UM 45 m 2 )<br />

Bei Hörabständen von vier Metern<br />

oder mehr sind nicht nur die Anforderungen<br />

an Schalldruck und Bass deutlich<br />

höher, auch muss der Lautsprecher<br />

noch fokussieren können.<br />

RAUMAKUSTIK<br />

T<br />

TROCKENER RAUM<br />

Polster, Teppiche und Vorhänge<br />

dämpfen und drücken die Nachhallzeit<br />

im Mittelton unter 0,4 Sekunden,<br />

oft sind die Höhen stärker bedämpft.<br />

Der Lautsprecher darf weder dunkeldumpf<br />

noch zu direkt klingen.<br />

A<br />

AUSGEWOGENER RAUM<br />

Absorbierende Flächen wie Teppich,<br />

Polster etc. und reflektierende Wände<br />

halten einander die Waage.Die<br />

Nachhallzeit beträgt 0,4-0,6 Sekunden,<br />

der Raumhall ist zudem über die<br />

Frequenzen ähnlich verteilt.<br />

H<br />

HALLIGER RAUM<br />

Parkett, Glas, Beton und hartes Holz<br />

überwiegen – die Akustik wird als<br />

hallig empfunden, die Nachhallzeit<br />

übersteigt 0,6 Sekunden. Die Box<br />

muss den Schall bündeln, um nicht<br />

diffus oder scheppernd zu klingen.<br />

AUFSTELLUNG<br />

D<br />

DIREKT AN DER WAND<br />

Zwischen dem Lautsprecher und der<br />

Wand dahinter liegen weniger als 30<br />

Zentimeter. Dies verstärkt den Bass<br />

und macht den Grundton träge – eine<br />

sehr schlanke Abstimmung oder eine<br />

Ortsentzerrung sind notwendig.<br />

W<br />

WANDNAH<br />

Der Wandabstand beträgt zwischen<br />

30 und 90 Zentimeter. Der Bass wird<br />

hörbar fetter und neigt je nach Raumgröße<br />

zum Dröhnen. Boxen mit<br />

schlank abgestimmtem oder sehr trockenem<br />

Bass harmonieren hiermit.<br />

F<br />

FREISTEHEND<br />

Lautsprecher und hintere Wand sind<br />

mehr als einen Meter voneinander<br />

entfernt. Die Box muss auf Bassverstärkung<br />

verzichten, ein satter,<br />

druckvoller oder sogar etwas fetterer<br />

Bass sind von Vorteil.<br />

156 www.audio.de ›12 /2012


Service › BESTENLISTE<br />

DIE BESTENLISTE<br />

bietet eine Übersicht über 1000 Geräte für HiFi, High End, Netzwerk und Surround, die die Redaktion<br />

getestet hat. Doch sie hilft auch bei der richtigen Kombination der einzelnen Komponenten.<br />

Die <strong>AUDIO</strong>-Bestenliste kann auf über 20<br />

Jahre Kontinuität zurückblicken und ist eine<br />

zuverlässige Orientierungshilfe für Ihren<br />

Kauf. Sie basiert auf gründlichen Hörvergleichen<br />

der Kandida ten mit konkurrierenden<br />

Produkten.<br />

• Arbeitsreferenzen sind fett gedruckt<br />

• neu getestete Geräte orange<br />

Trotzdem empfiehlt die Redaktion, Hifi-Ketten<br />

nicht wahllos „nach Punkten“ zusammenzustellen.<br />

Verstärker müssen etwa mit dem<br />

Lautsprecher harmonieren und Boxen wiederum<br />

mit dem Hörraum und der Aufstellung.<br />

<strong>AUDIO</strong> bietet deshalb den einmaligen<br />

Service der <strong>AUDIO</strong>-Kennzahl (AK) und des<br />

<strong>AUDIO</strong>-Akustik-Assistenten.<br />

INHALT<br />

LAUTSPRECHER<br />

1. Standboxen Seite 157<br />

2. Kompaktboxen Seite 158<br />

3. Sub-/Sat-Boxensets Seite 159<br />

4. Surround-Sets+Stereo-Frontboxen Seite 159<br />

5. Subwoofer Aktiv Seite 159<br />

6. PC-Boxen / Nahfeldmonitore Seite 159<br />

7. Wireless-Boxen Seite 160<br />

VERSTÄRKER<br />

1. Vollverstärker Seite 160<br />

2. Vorverstärker Seite 160<br />

3. Endstufen Seite 161<br />

4. Phono-Vorverstärker Seite 161<br />

5. Kopfhörer-Verstärker Seite 161<br />

6. AV-Receiver Seite 161<br />

7. AV-Vorstufen Seite 164<br />

8. Mehrkanal-Endstufen Seite 164<br />

ANALOG-QUELLEN<br />

1. Plattenspieler ohne System Seite 164<br />

2. Plattenspieler mit System Seite 164<br />

3. Tonabnehmer Seite 165<br />

DIGITAL-QUELLEN<br />

1. CD-/SACD-Player Seite 165<br />

2. Musik-Server Seite 165<br />

3. Netzwerk-Player Seite 166<br />

4. D/A Wandler Seite 166<br />

5. Blu-Ray-Player Heft 5/12<br />

KOPFHÖRER<br />

1. HiFi-Kopfhörer Seite 166<br />

2. Mobile Kopfhörer (On-Ears) Seite 166<br />

3. Mobile Kopfhörer (In-Ears) Seite 167<br />

4. Noise-Cancelling-Kopfhörer Seite 167<br />

KOMPLETT-ANLAGEN<br />

1. Stereo-Komplettsysteme Seite 167<br />

2. Heimkino-Komplettsysteme Heft 2/12<br />

3. Komplettsysteme ohne Boxen Seite 167<br />

4. One-Box-Systeme (Stereo) Heft 8/12<br />

5. One-Box-Systeme (Surround) Seite 167<br />

LAUTSPRECHER<br />

1. STANDBOXEN<br />

<strong>AUDIO</strong> bewertet Lautsprecher unabhängig vom Preis durch intensive Klangvergleiche<br />

(Qualitätsklassen und Punkteschlüssel siehe Anfang der Bestenliste). Mit anderen<br />

Sparten (etwa CD-Player) sind die Qualitätsklassen nicht vergleichbar. Einen Hinweis auf<br />

passende Verstärker gibt Ihnen die einmalige <strong>AUDIO</strong>-Kennzahl (AK). Diese sollte beim<br />

Lautsprecher kleiner oder gleich der AK des Verstärkers sein – dann ist optimale Dynamik<br />

garantiert. Boxen für Surround finden Sie in zwei weiteren Rubriken. Ein „a“ anstelle der<br />

<strong>AUDIO</strong>-Kennzahl steht für Aktivbox, „ta“ für teilaktiv.<br />

REFERENZ-KLASSE<br />

AB 101 PUNKTE<br />

Ohne Rücksicht auf Preis und Größe perfektionierte Lautsprecher, bis ins Detail optimiert<br />

und meist von Hand produziert – die Formel 1 der Schallwandler.<br />

Modell Akustik-Assistent AK Test Preis Punkte<br />

JBL Everest DD 66000 G A H W F 35 4/07 49 800 108<br />

Backes&Müller BM35 M G T A H D W F a 2/07 56 000 107<br />

KEF Blade K M G T A H W F 63 11/11 25 000 105<br />

TAD Evolution One K M G T A F 58 6/12 28 000 105<br />

Canton Reference 1.2 DC G T A F 53 8/09 20 000 104<br />

B&W 800 Diamond M G T A F 58 7/10 22 000 104<br />

ME Geithain ME 804 K G T A H D W F a 3/12 22 000 104<br />

Revel Ultima Salon2 K M G T A W F 71 12/07 24 800 104<br />

T+A <strong>So</strong>litaire CWT 500 G T A H W F 66 9/11 14 000 103<br />

Canton Reference 2.2 DC M G T A W F 53 8/09 15 000 103<br />

Klipsch Palladium P-39 F G T A H F 43 1/08 16 000 103<br />

Martin Logan Summit X (ta) G T A H F 58 7/09 16 800 103<br />

Revel Ultima Studio 2 K M G T A D W F 61 12/08 16 900 103<br />

KEF Reference 207/2 M G T A H W F 52 9/07 18 000 103<br />

Martin Logan CLX G T A H F 71 3/09 28 000 103<br />

Thiel CS 3.7 M G T A F 61 11/08 13 800 102<br />

Elac FS 509 VX-Jet M G T A H F 61 2/12 14000 102<br />

Eternal Arts Dipol K M G T A W F 82 2/11 15000 102<br />

Backes&Müller BM15 M G A H D W F a 10/09 20 000 102<br />

Quadral Titan 8 M G T A F 56 11/11 11 000 101<br />

Backes&Müller BM Prime 14 M G T A H D W F a 8/10 15 000 101<br />

Isophon Cassiano II D K M T A W F 69 12/08 17 800 101<br />

Focal Scala Utopia M G T A F 57 12/08 19 900 101<br />

Apogee Scintilla Mk 4 K M G T A W F 89 2/11 20000 101<br />

ProAc Response D 100 M G T A F 50 8/07 24 900 101<br />

HIGH-END-KLASSE<br />

91-100 PUNKTE<br />

Lautsprecher nach dem Stand der Technik mit Klang- und Gehäuse-Qualität auf extrem<br />

hohem Niveau. Oft garantiert Serienproduktion ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.<br />

Modell Akustik-Assistent AK Test Preis Punkte<br />

Martin Logan Ethos K M G T A W F 60 2/11 8300 100<br />

Martin Logan Spire (ta) G A H F 65 10/08 9800 100<br />

Elac FS 609 X-Pi CE M G A H F 60 11/08 16 000 100<br />

ME Geithain ME 160 G T A H F 48 3/10 7800 99<br />

Jamo R 907 M G T A H F 68 3/09 8000 99<br />

KEF Reference 205/2 M G T A H W F 58 1/08 8800 99<br />

Blumenhofer Genuin FS 3 G T A H D W 53 3/10 8900 99<br />

B&W 803 Diamond M G T A W F 55 10/10 9000 99<br />

Burmester B30 M G A W F 63 3/10 9000 99<br />

Dynaudio Sapphire K M G T A W F 60 1/08 12 000 99<br />

B&W 804 Diamond M G T A W F 64 7/12 7000 98<br />

Naim Ovator S600 M T A F 63 5/10 7800 98<br />

Backes&Müller BMPrime6 M G T A H D W F a 4/12 8000 98<br />

Piega Coax 30 K M T A F 6/11 8000 98<br />

Klipsch Palladium P-37 F M G T A H F 53 10/08 8000 98<br />

<strong>So</strong>nus Faber Cremona M M G T A F 58 12/10 8400 98<br />

Neat Ultimatum XL 6 M T A F 70 9/11 9 980 98<br />

Voxativ Ampeggio G A F 34 5/10 16 900 98<br />

T+A Criterion TCD 210 S G T A H F 57 8/12 5500 97<br />

Martin Logan Theos G T A H F 66 6/12 5900 97<br />

Dynaudio Focus 380 M G T A F 60 08/11 6200 97<br />

Focal Electra 1028 Be M T A F 55 11//09 6200 97<br />

<strong>So</strong>nics Allegra II K M G T A W F 57 9/08 6200 97<br />

JBL Array 1000 M G T A H F 58 11/06 6800 97<br />

PMC EB-1 M G T A F 66 2/08 10 600 97<br />

Avantgarde Uno Nano (ta) G A H W F 13 11/06 11 000 97<br />

Adam Tensor Gamma (ta) K M T A D W F 64 2/08 11 600 97<br />

T+A Criterion TCD-310 S K M G T A F 59 12/12 4000 96<br />

Naim Ovator S-400 K M T A W F 65 9/11 4200 96<br />

ME Geithain ME150 K M G T A W F 59 9/07 4900 96<br />

Adam Audio Column Mk 3 M G T A W F 60 9/09 5400 96<br />

KSD 2030 M G T A D W F a 3/11 5500 96<br />

Monitor Audio PL 200 K M G T A F 58 9/09 5900 96<br />

Backes+Müller BM 2s K M T A D W F a 1/08 7800 96<br />

Focal Electra 1037 Be M T A F 56 4/07 8000 96<br />

Canton Vento 890.2 DC M G T A F 54 1/12 3200 95<br />

Klipsch RF-7 II G A H W F 40 11/10 3800 95<br />

Nubert NuVero 14 G T A W F 64 1/09 3900 95<br />

Heco Statement M G T A F 59 1/09 4000 95<br />

Tannoy Stirling SE K M G T A W F 45 10/12 4000 95<br />

Quadral Montan VIII M G T A F 64 12/09 4600 95<br />

PMC Fact 8 K M T A D W F 61 12/10 5500 95<br />

Zu Audio Essence G T A H W F 45 5/10 5700 95<br />

Canton Reference 5.2 M G T A F 55 9/08 6000 95<br />

Quad ESL 2905 G T A H F 80 4/07 9500 95<br />

KEF R 700 K M G A H F 57 1/12 2600 94<br />

Dynaudio Focus 260 K M T A D W F 63 1/12 3400 94<br />

Elac FS 248 Black Edition K M G T A W F 56 1/12 3900 94<br />

PMC Twenty 24 K M T A W F 65 3/12 3940 94<br />

BC Acoustique Act A3 M G T A H F 69 6/07 4000 94<br />

Elac FS 249 K M G T A F 58 11/07 4000 94<br />

<strong>So</strong>nus Faber Liuto M G T A W F 63 6/09 4000 94<br />

T + A Criterion TS 200 M G T A F 65 10/07 4000 94<br />

Thiel SCS 4T K M T A H D W 59 6/11 4000 94<br />

KSD 2020 M T A H W F a 9/11 4200 94<br />

Pioneer TAD S3 EX M G T A H F 59 9/07 5000 94<br />

GamuT Phi 7 K M T A W F 65 4/09 5300 94<br />

Dali Helicon 400 Mk 2 M T A W F 52 11/07 5400 94<br />

PMC OB 1i M G T F 70 4/09 5800 94<br />

Burmester B 25 M G T A H W F 66 1/08 6000 94<br />

Klipsch Klipschorn KH 60th G A H D 19 7/06 14 000 94<br />

Dali Fazon 5 K M T A D W 61 6/12 3000 93<br />

KEF XQ 40 K M G T A H F 53 3/08 3000 93<br />

Teufel Ultima 800 MK2 M G A W F 56 3/12 3000 93<br />

ATC SCM 40 K M T A D W 75 6/10 3400 93<br />

T&A KS Active K M T A W F a 4/12 4400 93<br />

PSB Synchrony One K M G A W F 62 4/09 4600 93<br />

TMR Standard III C M T A F 61 10/07 6200 93<br />

Teufel Ultima 800 MK2 M G A W F 56 3/12 3000 93<br />

Wharfedale Opus2 - 2 M G T A F 60 6/10 3000 92<br />

Gamut Phi 5 K M T A D W 73 9/11 3200 92<br />

Neat Momentum 4i K M T A D W F 68 4/09 3500 92<br />

Klipsch Cornwall III G T A F 27 10/12 4200 92<br />

Tannoy Glenair 10 K M G T A H W F 49 5/07 4500 92<br />

Ascendo C8 Renaiss. M G A H W F 70 9/07 5800 92<br />

Teufel Ultima 800 K M G T A D W F 65 1/10 2800 91<br />

Monitor Audio Gold GX 200 K M T A W F 61 4/11 2900 91<br />

T+A Criterion TS 300 M G T A F 65 3/09 3000 91<br />

JBL LS 80 G A H F 56 9/08 3200 91<br />

Audium Comp7 Drive K M A D W F 74 2/12 3500 91<br />

SPITZENKLASSE<br />

76-90 PUNKTE<br />

Lautsprecher für ambitionierte Musik-Genießer. Die Klangqualität lässt in üblichen Wohnräumen<br />

kaum Wünsche offen, die Verarbeitungsqualität genügt hohen Ansprüchen.<br />

Modell Akustik-Assistent AK Test Preis Punkte<br />

Nubert NuLine 284 M G T A W F 61 9/12 1950 90<br />

Canton Chrono SL 595.2 DC K M G T A W F 55 7/12 2400 90<br />

Quadral Platinum M5 M G T A F 53 1/10 2400 90<br />

Dynaudio Excite X36 K M G T A F 58 4/11 2600 90<br />

Nubert NuVero 11 M G T A D W F 70 2/09 2700 90<br />

ASW Genius 410 M G T A W F 54 4/11 3200 90<br />

Epos Elan 35 M G T A W F 50 9/12 1850 89<br />

Phonar Veritas P6 Next M G T A W F 57 9/12 2000 89<br />

KEF R 500 M G A H F 64 9/12 1800 88<br />

Triangle Antal EX M G A H F 59 9/12 1900 88<br />

Magnat Quantum 805 M G T A H W F 56 5/12 2000 88<br />

Audes Maestro 156 M G T A F 51 10/12 2430 88<br />

Nubert NuVero 10 M G T A D W F 70 1/11 2450 88<br />

Cabasse Majorca M G T A H F 48 4/11 1900 87<br />

Canton Karat 770.2 DC K M T A W F 64 1/11 2000 87<br />

PSB Imagine T Tower K M A W F 59 5/12 2000 87<br />

Martin Logan Motion 12 M G T A F 62 3/11 1880 86<br />

Neat Motive 1 K M T A W F 75 5/12 1950 86<br />

Canton Karat 790 DC K M G T A F 58 10/07 2000 86<br />

Focal Chorus 836 V M G T A F 54 10/07 2000 86<br />

Nubert nuLine 122 M G T A W F 61 5/08 2130 86<br />

Heco Celan XT 901 M G A F 52 2/09 2200 86<br />

KEF Q 900 M G A H F 6/11 1600 85<br />

B&W CM8 K M T A F 67 12/11 1800 85<br />

System Audio Aura 60 M T A F 68 5/12 1850 85<br />

Elac FS 189 M G T A F 52 10/09 2000 85<br />

www.audio.de ›12 /2012 157


Service ›BESTENLISTE<br />

Elac FS 247 K M T A W F 58 4/08 2000 85<br />

T+A KS350 K M A F 69 5/12 2000 85<br />

Linn Majik 400 M G T A F 64 4/12 2400 85<br />

B&W 703 63 7/05 3000 85<br />

Klipsch RF-82 II G T A H W F 41 2/12 1300 84<br />

Monitor Audio Silver RX 8 M G T A F 57 7/12 1450 84<br />

Canton Chrono SL 570.2 K M T A W F 58 4/12 1500 84<br />

Chario Syntar 533 M G T A F 68 7/12 1650 84<br />

<strong>So</strong>nus Faber Toy Tower K M T A W 63 3/09 1800 84<br />

Audium Comp 5 M T A H F 71 5/10 2000 84<br />

Canton Vento 880 DC K M T A F 55 6/10 2000 84<br />

Jamo C-807 M G T A H F 63 11/07 2000 84<br />

Chario Cygnus K M T A W F 70 12/10 2300 84<br />

System Audio Mantra 60 K M T A W 66 6/10 2400 84<br />

Dynavox Impulse III M G A H D W 40 2/12 1300 83<br />

Adam Artist 6 K M T A D W F a 4/12 1400 83<br />

Phonar Veritas P4 Next M G A D F 56 8/12 1600 83<br />

Dynavox Impulse V K T A D W 41 11/11 1600 83<br />

Audio Physic Yara 2 Superior K M T A W 63 12/08 2000 83<br />

Magnat Quantum 709 M G T A F 60 10/07 2000 83<br />

Pioneer S-71 K M A H F 72 6/10 2000 83<br />

T+A Criterion TS 350 M T A F 65 4/08 2000 83<br />

KEF XQ30 K T A H DW 64 6/10 2600 83<br />

Heco Celan GT 502 M G T A W F 50 4/12 1400 82<br />

KEF Q 700 M G A H F 60 4/12 1400 82<br />

Acoustic Energy Radiance 2 K M T A H W F 60 4/10 1500 82<br />

PSB T6 Tower M G A F 63 9/10 1500 82<br />

Canton Chrono SL 580 DC K M G T A W F 55 9/10 1600 82<br />

Epos Epic 5 M G T A D W F 51 8/11 1100 81<br />

Quadral Ascent 90 M G T A F 57 7/12 1200 81<br />

Canton Chrono 508.2 K M T A W F 57 8/11 1200 81<br />

German Maestro Linea S F-0ne K M G T A W F 60 4/10 1400 81<br />

Dynaudio DM 3/7 K M G A W F 68 4/12 1450 81<br />

KEF iQ 90 M G A H F 51 5/09 1600 81<br />

Kudos X2 K M T A W F 70 10/11 1650 81<br />

Mission 794 K T A D 69 12/08 2000 81<br />

Wharfedale Diamond 10.7 M G T A F 64 8/12 900 80<br />

KEF Q 500 K M T A H W F 64 12/10 1000 80<br />

Klipsch RF-62 II M G A H W F 49 8/11 1100 80<br />

Dali Ikon 5 Mk 2 K M T A F 67 8/11 1100 80<br />

Dali Lektor 8 G T A F ´57 9/09 1340 80<br />

Mulidine Bagatelle V2 K M T A W F 58 7/12 1350 80<br />

Quadral Platinum M4 M G T A F 57 4/10 1400 80<br />

Heco Celan XT 701 M G A F 54 4/10 1600 80<br />

Tannoy Revolution DC6 T K M A H F 64 9/10 1200 79<br />

System Audio Aura 30 K M T A W F 70 10/11 1250 79<br />

Elac FS 187 K M T A W 63 9/10 1340 79<br />

Heco Celan XT 501 M G T A W F 53 9/09 1400 79<br />

Cabasse Java MC 40 G T A W F 58 5/09 1500 79<br />

Epos M22i K M T A W F 65 12/08 1800 79<br />

Piega TP5 K M T A F 63 3/07 2770 79<br />

Mordaunt Short Mezzo 6 K M G T A W F 59 9/09 1300 78<br />

Nubert nuLine 102 K M G T A W F 64 12/07 1450 78<br />

Monitor Audio Silver RX 6 M A F 61 1/10 1030 77<br />

Heco Metas XT 701 M G T A F 56 1/10 1100 77<br />

Epos M 16 i K M T A D W 65 7/08 1350 77<br />

B&W 683 M T A F 66 6/07 1400 77<br />

Elac FS 68.2 K M G T A W F 56 1/11 900 76<br />

Heco Metas XT501 M G A W F 56 1/11 900 76<br />

Jamo S 608 K M T A W F 59 1/10 1000 76<br />

PSB Image T5 K M T A W F 62 1/10 1000 76<br />

Focal Chorus 726 V M T A F 58 7/07 1140 76<br />

Tannoy Rev. Signature DC6T K M A H W F 60 12/07 1500 76<br />

Audio Pro Avanti A.70 K M G T A D W 64 2/08 1600 76<br />

OBERKLASSE<br />

61-75 PUNKTE<br />

Überdurchschnittlich gute Klangqualität, dennoch erschwingliche Preise – das ist typisch<br />

für die Boxen dieser Klasse.<br />

Modell Akustik-Assistent AK Test Preis Punkte<br />

Boston A 360 M T A F 69 4/11 800 75<br />

Canton GLE 490.2 M G T A F 51 4/11 800 75<br />

Klipsch RF-52 II M A H W F 47 1/11 800 75<br />

Mordaunt Short Aviano 6 K M T A F 60 10/09 860 75<br />

Infinity Classia C336 M G T A F 55 8/08 1200 75<br />

Canton GLE 470.2 M T A W F 52 12/10 700 74<br />

Dali Zensor 7 M T A F 58 1/12 700 74<br />

Jamo C-605 M G T A H F 58 4/08 700 74<br />

Magnat Quantum 655 M G A F 61 12/10 700 74<br />

Monitor Audio Bronze BX5 M T A F 61 12/10 700 74<br />

Elac FS 58.2 M G T A F 56 4/11 800 74<br />

Quadral Argentum 390 M G T A F 58 1/11 900 74<br />

Dali Lektor 6 M G T A F 55 10/09 940 74<br />

GamuT Dana 1650 K M T A W F 55 10/09 990 74<br />

Canton Chrono 507DC M T A W F 52 11/07 1000 74<br />

Mordaunt Short Aviano 8 M A F 66 1/10 1060 74<br />

Teufel Ultima 7 M G T A F 69 7/08 1300 74<br />

Magnat Vector 207 M G A F 51 12/12 600 73<br />

Nubert NuBox 511 K M T A F 61 12/06 760 73<br />

Magnat Quantum 657 G T A H F 58 4/11 900 73<br />

Focal Chorus 716 V M G T A F 57 11/08 950 73<br />

Heco Aleva 400 K M T A F 60 11/08 1000 73<br />

Mordaunt-Short 908i K M T A F 60 6/07 1000 73<br />

Audio Pro Blue Dia. V2i K M T A D W F 62 7/08 1400 73<br />

Teufel Ultima 40 MKII M A W F 60 12/12 450 72<br />

Heco Victa II 701 M G T A F 51 2/11 560 72<br />

Teufel T 500 G A H F 64 12/10 700 72<br />

Jamo S 606 M G A H F 67 8/09 600 71<br />

Wharfedale Diamond 9.6 M T A F 60 4/08 650 71<br />

Boston A 250 K A F 66 1/12 700 71<br />

Teufel Ultima 40 M T F 58 2/11 400 70<br />

Mission M 34i K M T A W F 52 1/07 550 70<br />

JBL Studio 180 M A H W F 69 2/11 600 70<br />

Cabasse MT 3 Tobago M T A F 61 4/07 800 70<br />

Nubert nuBox 481 M T A W F 55 1/07 500 69<br />

Quadral Argentum 07.1 M T A F 53 1/07 500 69<br />

Teufel M 320 F (teilaktiv) K M T A W F 68 6/08 600 69<br />

Wharfedale Diamond 10.5 K A F 62 2/11 600 69<br />

Focal Chorus 714 V K T A F 59 2/07 700 68<br />

Wharfedale Diamond 10.3 K T A W F 70 12/12 440 67<br />

KEF C5 K A W F 60 12/12 460 66<br />

Magnat Monitor Supr. 1000 M G T A F 61 1/09 400 64<br />

KEF Cresta 30 K M T A W F 63 5/08 450 64<br />

Wharfedale Vardus VR-400 M G T A F 66 1/09 400 63<br />

Mission M 33 K M T A W 55 9/06 400 63<br />

Heco Victa 301 K M T A W 59 6/11 220 61<br />

Boston A 25 K M A D W 68 6/11 260 61<br />

Magnat Monitor 880 M G A F 59 9/06 360 61<br />

MITTEL-KLASSE<br />

31-60 PUNKTE<br />

In diesem Segment reicht die Klangqualität von ordentlich bis dürftig. Unbedingt vorher<br />

anhören.<br />

Modell Akustik-Assistent AK Test Preis Punkte<br />

Wharfedale Vardus VR-300 M T A F 67 8/08 300 60<br />

Wharfedale Vardus VR-200 K M T A D 67 8/08 250 58<br />

Teufel Ultima 20 K M T F 64 6/11 200 57<br />

Reference S 200 62 12/06 130 39<br />

Pure Acoustic Dream 77 57 12/06 470 39<br />

Paramax LM 48 61 9/09 400 36<br />

STANDARDKLASSE<br />

0-30 PUNKTE<br />

Die Klangqualität genügt kaum rudimentärsten Anforderungen. Hier ist vor dem Kauf<br />

Vorsicht geboten.<br />

Modell Akustik-Assistent AK Test Preis Punkte<br />

Dragon Audio Dream 5 67 12/06 225 30<br />

Novex Smartline 600 54 12/06 74 29<br />

NIC HCS 1 63 12/06 88 23<br />

2. KOMPAKTBOXEN<br />

Die Bewertung der Kompaktboxen ist mit der von Stand boxen identisch. Prinzipiell gilt<br />

auch für die <strong>AUDIO</strong>-Kennzahl (AK) das Gleiche. Wenn keine großen Pegel gefragt<br />

sind, darf die AK der Kompaktbox aber um 10 bis 30 Zähler über der des Verstärkers<br />

liegen. Im Zweifelsfall die Kombination probehören.<br />

HIGH-END-KLASSE<br />

91-100 PUNKTE<br />

Die Referenz--Klasse ist hier nicht besetzt, da Kompakt boxen hinsichtlich Bass und<br />

Pegelfestigkeit weniger Punkte sammeln können. Die hier gelisteten Lautsprecher haben<br />

das Klangniveau exzellenter Standboxen und besitzen – gemessen an ihren kompakten<br />

Ausmaßen – überdurchschnittliche dynamische Fähigkeiten.<br />

Modell Akustik-Assistent AK Test Preis Punkte<br />

ME Geithain RL 922 M G T A D W F a 3/09 10500 100<br />

ME Geithain RL 930 G T A D W F a 3/11 7380 97<br />

Adam Tensor Delta TA M G T A W F 56 6/09 7600 95<br />

Adam Tensor Delta A M G T A W F a 6/09 8400 95<br />

JBL Array 800 M G T A H F 60 2/09 4800 92<br />

Klipsch Palladium P17B M T A H W F 59 2/09 4000 91<br />

B&W 805 Diamond K M T A F 60 4/10 4500 91<br />

SPITZENKLASSE<br />

76-90 PUNKTE<br />

Diese Boxen bieten feine Qualität in Klang und Material und sind sehr wohnraumfreundlich.<br />

Modell Akustik-Assistent AK Test Preis Punkte<br />

Cabasse Bora M G T A H D W F 51 12/10 2500 90<br />

Tannoy Definition DC8 M G H A W F 56 2/09 3000 90<br />

Pioneer/TAD S-4EX K M T A H F 70 12/10 4000 90<br />

Focal Electra 1008 BE K M A W F 62 2/10 3500 89<br />

My Audio Design My Clapton M G T A W 54 2/12 4400 89<br />

Elac 330 CE M G T A D W 60 2/10 3300 88<br />

Adam Compact MK3 Active K M T A D W F a 2/10 2800 87<br />

Canton Reference 9.2 DC K M T A W F 63 12/09 2400 86<br />

Harbeth Compact 7/ES3 M G T A F 62 8/11 2550 86<br />

KEF R300 K M A H W F 63 3/12 1200 85<br />

Kef XQ 20 M G T A H F 60 7/10 1800 85<br />

ProAcTablette Anniversary K M T A W F 76 10/11 1950 85<br />

<strong>So</strong>nus Faber Liuto Monitor K M T A W 69 12/09 2100 85<br />

Thiel SCS 4 K M G A H D W F 62 12/09 2200 85<br />

AVM Audition S3 K M T A D W 65 8/12 2250 85<br />

B&W PM1 K M T A F 77 03/12 2500 85<br />

B&W CM 5 K M T A D W 62 5/09 1200 84<br />

Canton Vento 830.2 K M T A W F 62 12/11 1300 84<br />

Quadral Aurum Altan VIII M G T A F 60 7/10 1400 84<br />

<strong>So</strong>nics Argenta Edition K M T A W F 64 6/07 1600 84<br />

<strong>So</strong>nics Argenta Aktiv K M T A W F a 6/08 2600 84<br />

Nubert NuVero 4 K M G T A W F 66 7/09 1140 83<br />

Chario Syntar 523R M G T A F 63 3/12 1250 83<br />

Elac BS 244 K M T A W F 64 5/09 1350 83<br />

ME Geithain ME 25 K M T A W F 58 8/06 1380 83<br />

ATC SCM 11 K M T A D W F 78 5/11 1450 83<br />

Harbeth P3 ESR K T A D W 82 3/12 1750 83<br />

Dynaudio Focus 110 A K T A D W F a 6/09 1800 83<br />

<strong>So</strong>nus Faber Auditor M K M T A F 67 1/08 3800 83<br />

Nubert NuVero 3 K M T A D W 73 3/12 1080 82<br />

Dynaudio Excite X16 M T A F 63 8/12 1150 82<br />

Abacus A-Box 10 K T A D W a 3/11 1190 82<br />

Triangle Comete Anniversary K M T A H D F 62 4/12 1200 82<br />

T+A KR 450 K M T A W F 73 8/12 1500 82<br />

T+A Criterion TR 400 K M T A W F 71 6/07 1500 82<br />

Audiodata Petite K M T A W F 77 9/03 2700 82<br />

Epos Elan 15 M G T A W 58 8/12 950 81<br />

Canton Vento 820 K M T A W 57 7/09 1100 81<br />

KS Digital Coax C5 K M T A H D W F a 10/10 1190 81<br />

PMC DB 1 I K T A W F 72 5/11 1500 81<br />

Yamaha <strong>So</strong>avo 2 K M T A W F 61 11/07 1500 81<br />

Boston M25 K M A W F 69 10/12 800 80<br />

Klipsch RB-81 II G A H F 52 5/11 800 80<br />

Linn Majik 109 K M T A D W 62 6/09 1200 80<br />

Roksan Kandy K2 TR-5 K M A F 70 7/09 1200 80<br />

Canton Chrono SL520 + WA100 K M D A D W F a 4/10 1240 80<br />

Cabasse Minorca K M T A H D W 57 4/09 800 79<br />

PSB Imagine B K M T A W F 66 10/12 1000 79<br />

Quad 12 L Studio Active K M T A D W a 6/08 1200 79<br />

KEF Q 300 K M T A H W F 63 5/11 600 78<br />

German Maestro Linea S B-ONE K M A W F 65 7/10 800 78<br />

Heco Celan XT 301 K M G T A W F 58 4/09 800 78<br />

PSB Imagine Mini K T A D W 71 10/11 800 78<br />

ATC SCM 7 K T A D W 79 10/11 850 78<br />

Dali Ikon 2 MK II M T D W 65 7/10 860 78<br />

Chario Syntar 520 K M A H F 68 10/12 900 78<br />

Dali Mentor Menuet K T A D W 68 10/12 960 78<br />

Nubert NuPro A20 K M T A D W F a 3/11 530 77<br />

Elipson Planet L 73 10/11 770 77<br />

Adam Artist 5 K M T A D W F a 8/12 800 77<br />

Elac BS 184 M G T A D W 64 7/10 800 77<br />

Leema Acoustics Xero K T AW 72 7/12 900 67<br />

KEF R100 K M A H W F 65 8/12 800 76<br />

Canton Ergo 620 K M T A W F 55 4/09 900 76<br />

OBERKLASSE<br />

61-75 PUNKTE<br /><