24.03.2014 Aufrufe

PC Magazin Premium XXL Windows Info-Datenbank (Vorschau)

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Kaspersky Internet Security 2013<br />

Der Rundum-Schutzfür Ihren <strong>PC</strong><br />

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Sicheres Online-Banking<br />

Sicheres Online-Shopping<br />

Schnelles, aber sicheres Surfen im Internet<br />

Rundum-Schutz vor Internet-Bedrohungen,<br />

Phishing und anderer Malware<br />

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Sicher in Sozialen Netzwerken<br />

Ausgezeichnete Kindersicherung<br />

Machen Sie das kostenlose Upgrade auf<br />

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INTERNET<br />

SECURITY<br />

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Hacker<br />

haben keine Chance,<br />

an meine Bankdaten oder<br />

Online-Identität zu kommen. Denn ich<br />

hab’ Kaspersky Internet Security auf<br />

dem Notebook. www.kaspersky.de<br />

Alle Dinge hier drauf<br />

sind ein Teil von mir,<br />

die will ich nicht verlieren.<br />

Also schütze ich sie.<br />

Sergej – IT-Servicetechniker und DJ<br />

© 2012 Kaspersky Lab ZAO. Alle Rechte vorbehalten. Eingetragene Markenzeichen und Handelsmarken sind das Eigentum ihrer jeweiligen Rechtsinhaber.


SERVICE<br />

EDITORIAL<br />

3<br />

www.eset.de<br />

Maximale Winzlinge<br />

Früher war alles einfacher: <strong>PC</strong>s standen unter dem Schreibtisch oder drauf, Handys<br />

vergrub man in der Hosentasche. Doch jetzt geraten altgediente Größenordnungen<br />

durcheinander – im wahrsten Sinne des Wortes. Beispiel <strong>PC</strong>: Vom „Desktop“ oder<br />

„Tower“ wird immer weniger gesprochen, mittlerweile lassen sich die Standardrechner<br />

eher in Liter fassen. Vom Fünf-Liter- bis zum Centiliter-<strong>PC</strong> ist alles<br />

dabei, das zeigt auch unsere Kaufberatung in dieser Ausgabe.<br />

Gleichzeitig wachsen die Handys in die Höhe. Zur Erinnerung: In der Endphase<br />

monochromer Barren-Handys gab es Winzlinge wie das Nokia 8210 mit knapp 70<br />

Gramm Gewicht in der Größe zweier Streichholzschachteln. Heute protzen selbst<br />

Einsteiger-Smartphones mit elf Zentimeter Diagonale – auch dafür haben wir Beispiele<br />

in dieser Ausgabe.<br />

Das Beste an diesem neuen Größenwirrwarr ist aber: Für jeden gibt es jetzt das<br />

ideale Gerät. Selbst wenn Sie den <strong>PC</strong> in die Hosentasche stecken möchten und das<br />

Handy nur noch auf den Schreibtisch passen soll – unsere Kauftipps zeigen Ihnen,<br />

was möglich ist und was noch sinnvoll ist. In diesem Sinne:<br />

Viel Spaß beim Lesen!<br />

Michael Suck<br />

Chefredakteur <strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong><br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> gibt es in 4 verschiedenen Ausgaben<br />

DVD-Ausgabe<br />

<strong>Premium</strong>-Ausgabe<br />

nur im Abo<br />

Super-<strong>Premium</strong>-Ausgabe<br />

Pocket-Ausgabe<br />

Geben Sie Ihrem <strong>PC</strong><br />

innere Sicherheit….<br />

... auch beim Einsatz externer Medien.<br />

ESET scannt auf Wunsch alle USB-Sticks<br />

und Festplatten. Speicherkarten sowie<br />

DVDs und CDs.<br />

Sie können außerdem Wechselmedien<br />

auf Grundlage der Art des Mediums,<br />

des Herstellers, der Speichergröße und<br />

weiteren Kriterien blockieren lassen.<br />

ESET Smart Security 5–schützt Sie offund<br />

online mit intelligentem, proaktivem<br />

Schutz.<br />

ANTIVIRUS<br />

ANTISPYWARE<br />

FIREWALL<br />

Die Standard-<br />

Ausgabe mit einer<br />

Daten-DVD. Kostet<br />

nur 5 Euro.<br />

Eine zusätzliche<br />

Film-DVD enthält<br />

die <strong>Premium</strong>-Ausgabe<br />

für 7 Euro.<br />

Zwei Softwareund<br />

eine Film-DVD<br />

erhalten Sie für<br />

nur 9,99 Euro.<br />

Für Sparfüchse<br />

bieten wir eine<br />

Pocket-Ausgabe<br />

mit CD für 2 Euro.<br />

ANTISPAM<br />

KINDERSICHERUNG<br />

www.pc-magazin.de <strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 10/2012


4<br />

[ 18 ]<br />

Ausgabe 10/2012<br />

INHALT<br />

1 0 0<br />

GByte<br />

gratis<br />

[ 56 ] Dank UseNeXT haben Sie<br />

sofort Zugriff auf die riesigen<br />

Download-Bestände des Usenets.<br />

Tests in dieser Ausgabe<br />

SOFTWARE<br />

64 Haufe Zeugnis Manager<br />

Professional<br />

64 Stellar Phoenix <strong>Windows</strong><br />

Data Recovery 5.0 Pro<br />

64 Videoschnitt Grass Valley<br />

Edius Pro 6.5.1<br />

65 Corel PaintShop Pro X5<br />

HARDWARE<br />

96 Vier Tablets mit Android<br />

4.0.3 im Test<br />

103 Solide State Disk OCZ<br />

Vertex 4<br />

103 Lautsprecher Soundfreaq<br />

Sound Kick<br />

103 Bayan Audio 3 Speed Dock<br />

iPod<br />

104 <strong>PC</strong> Packard Bell OneTwo S<br />

104 Gehäuse Sharkoon Tauron<br />

104 Microsoft Wedge Mouse<br />

und Keyboard<br />

105 Notebook Acer Aspire<br />

V7-171<br />

105 Notebook Vaio<br />

SVE1111M1E<br />

<strong>Windows</strong><br />

<strong>Info</strong>-<strong>Datenbank</strong><br />

<strong>Windows</strong> 7 wird noch lange populär bleiben – kein OS ist<br />

ausgereifter. Und damit keine Fragen offen bleiben, hilft<br />

Ihnen unser „Kompendium“ mit 1200 Seiten Praxis-Knowhow,<br />

Tipps und Workshops weiter.<br />

AKTUELL<br />

8 Was Technik bei eBay wirklich<br />

an Erlös bringt<br />

10 Der flachste All-in-one-<strong>PC</strong><br />

10 Schnellstart-BIOS für <strong>Windows</strong> 8<br />

14 Symantec schwächelt im Test<br />

14 NFC-Hack funktioniert<br />

bei Android und Nokia<br />

14 Virenschutz fürs Auto?<br />

16 Endlich legal: Gebrauchte<br />

Software weiterverkaufen<br />

SOFTWARE<br />

18 <strong>Windows</strong>-7-Kompendium<br />

400 Seiten Praxis-Know-how<br />

22 Geheime Ordner<br />

Was versteckt Microsoft?<br />

26 Der sicherste Browser der Welt<br />

<strong>PC</strong>-<strong>Magazin</strong>-Browser auf Heft-DVD<br />

30 Office immer und überall<br />

Microsoft Office 365<br />

34 YouTube Sperrstunde<br />

Ländersperren aushebeln<br />

38 Update-Ärger mit Android<br />

Warum dauern die Updates für<br />

Android-Smartphones so lange?<br />

42 Tuning-Tipps für Android-<br />

Tablets<br />

44 Filter-Feuerwerk<br />

Die besten Plug-ins für die<br />

Bildbearbeitung<br />

51 Schöner als <strong>Windows</strong> 8 je war<br />

<strong>Windows</strong>-Modding<br />

56 100 GByte gratis<br />

Große Leseraktion mit UseNeXT<br />

60 Platten fest im Griff<br />

Software auf DVD<br />

62 Endlich Ordnung im Bilderwald<br />

Software auf DVD<br />

66 Free- und Shareware<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 10/2012 www.pc-magazin.de


5<br />

[ 80 ] Zwergenaufstand<br />

Desktop-<strong>PC</strong>s müssen nicht unbedingt große Kisten sein, die viel<br />

Platz auf oder neben dem Schreibtisch weg nehmen. Wir stellen<br />

verschiedene Mini-<strong>PC</strong>s vor: vom Office-Zwerg über winzige Multimedia-<strong>PC</strong>s<br />

bis hin zu kompakten Gaming-Rechnern.<br />

[ 96 ] Roboter-Ballett<br />

Bei Smartphones haben die<br />

Androiden Apple schon überholt.<br />

Gelingt das der neuen<br />

Armada von Andorid-Tablets<br />

auch beim iPad? Wir haben die<br />

neuen Geräte getestet.<br />

[ 42 ] Android-Tuning<br />

Wer die richtigen Tricks und<br />

Kniffe kennt, kann aus seinem<br />

Android-Tablet mehr herausholen.<br />

Die besten Tipps im Überblick.<br />

HEIMNETZWERK<br />

71 Heimvernetzung und<br />

Hausautomation<br />

72 Unterhaltung zu Haus im Netz<br />

Aus dem Internet auf den Fernseher<br />

74 Vernetzter Haushalt für mehr<br />

Komfort<br />

Komplettlösungen sparen Strom<br />

und Zeit<br />

76 Neue Produkte<br />

HARDWARE<br />

80 Zwegenaufstand<br />

Mini-Rechner fürs Büro,<br />

Wohnzimmer und LAN-Party<br />

86 Top-Smartphones für<br />

wenig Geld<br />

So finden Sie das passende<br />

Smartphone<br />

90 SSD-Speichertechnologien<br />

im Duell<br />

Plextor M5 Pro gegen<br />

ADATA XPG SX910<br />

92 Energiewende<br />

Strom sparen im Haushalt<br />

96 10,1-Zoll-Tablets mit<br />

Android 4.0.3<br />

Roboter-Ballett<br />

100 7 Tipps für einen leisen <strong>PC</strong><br />

Aus der Praxis der Redaktion<br />

IT PROFESSIONAL<br />

106 Firefox: Die zehn besten<br />

Plug-ins<br />

Webworker-Tools<br />

110 Mobiles Webdesign mit<br />

Media Queries<br />

Webseiten passend gemacht<br />

116 Tipps Webtechnik<br />

128 Spiele, Web-Tipps,<br />

Lese-Tipps<br />

RUBRIKEN<br />

3 Editorial<br />

99 <strong>PC</strong>-<strong>Magazin</strong>-Leser testen<br />

117 Markt /Seminarführer<br />

132 <strong>Vorschau</strong> /Impressum<br />

www.pc-magazin.de <strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 10/2012


6<br />

DVD<br />

HIGHLIGHTS<br />

DVD<br />

CD<br />

HIGHLIGHT<br />

Cyberghost VPN<br />

CyberGhost VPN nutzt ein Virtual Private<br />

Network zur Anonymisierung der<br />

Internetverbindung. Das Programm leitet<br />

die Webverbindung des Anwender-<br />

<strong>PC</strong>s über die CyberGhost-Server um.<br />

Beim Verbindungsaufbau kommt eine<br />

besonders starke Verschlüsselung<br />

zum Einsatz. Zusätzlich wird die vom<br />

Provider zugeteilte IP-Adresse durch<br />

eine andere ersetzt, die auch noch mit<br />

anderen Nutzern geteilt wird. Ländersperren<br />

für Internet-Inhalte werden automatisch<br />

umgangen. Zur Nutzung dieser Features benötigen Sie einen Account und eine<br />

Seriennummer. Letztere kann nur in der Zeit bis zum 19.10.2012 aktiviert werden. tr<br />

Betriebssystem: <strong>Windows</strong> XP, Vista, Win 7; Registrierung erforderlich; Sprache: ,<br />

DVD<br />

CD<br />

VOLLVERSION<br />

O&O CleverCache 7<br />

O&O CleverCache 7 übernimmt die Kontrolle<br />

über die Vergabe der Speicherressourcen<br />

für Dateicache und Programmen.<br />

So wechselt es zu einem bestimmten<br />

Speicherprofil automatisch, sobald ein<br />

bestimmter Prozess startet oder beendet<br />

wird. Dadurch ist es zum Beispiel möglich,<br />

beim Start eines bestimmten Spiels<br />

automatisch alle systembelastenden<br />

Prozesse wie ein Anti-Virenscanner zu<br />

beenden und nach Abschluss des Spiels<br />

wieder zu starten.<br />

tr<br />

Betriebssystem: <strong>Windows</strong> XP, Vista, 7;<br />

Registrierung erforderlich; ,<br />

DVD/CD-INHALT IM ÜBERBLICK<br />

DVD-HOTLINE<br />

02 21 / 350 08 33<br />

Probleme mit der Installation<br />

von DVD-Software? Unsere<br />

DVD-Hotline hilft sofort!<br />

Mo. – Do. 15 - 18 Uhr &<br />

Fr. 13 – 16 Uhr<br />

DVD fehlt, ist zerkratzt oder<br />

nicht lesbar:<br />

www.pc-magazin.de/<br />

cdreklamationen<br />

DVD-Support-Forum unter<br />

www.pc-magazin.de/forum<br />

Die Hotline beantwortet nur<br />

Fragen zur <strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong>-DVD<br />

und -CD! Bei produktbezogenen<br />

Fragen zu den Programmen<br />

(z.B. Vollversionen)<br />

wenden Sie sich bitte direkt<br />

an den jeweiligen Hersteller<br />

bzw. Programmautor.<br />

HÖRBUCH-AKTION<br />

Blood Empire – Das Blutreich (Folge 1) Horror: Vampire in New York im Bandenkrieg ● ●<br />

Neversleep – Andy Lettau Frankenstein in Amerika leidet an Schlaflosigkeit ● ●<br />

E-BOOKS<br />

Handbuch Filesharing Hilfestellung für Eltern und Abgemahnte ●<br />

medien-infos Buch-<strong>Magazin</strong> Nr. 49 Neue Bücher und Hörbücher unter anderem zu Norwegen ● ●<br />

Reise-Inspirationen: Entdecken – erleben<br />

● ●<br />

– genießen<br />

Sport ist Mord! – Horst Eckert: Wege Regionalkrimi aus der Fußballwelt in Düsseldorf ● ●<br />

zum Ruhm<br />

Sport ist Mord! – Sabine Thomas: Regionalkrimi aus der Fußballwelt in München ● ●<br />

Auswärtsspiel<br />

<strong>Windows</strong> 7 Handbuch Rundumschlag in <strong>Windows</strong> 7 ●<br />

<strong>Windows</strong> 7 Kompendium 400 Seiten <strong>PC</strong>-<strong>Magazin</strong>-Know-how ●<br />

<strong>Windows</strong> 7 Starter Kit Einstieg mit vielen Tipps in <strong>Windows</strong> 7 ●<br />

TOP-SOFTWARE<br />

Abelsoft CCFinder Findet rechtefreie Bilder ●<br />

Ashampoo Burning Studio 2012 Brennprogramm ●<br />

Ashampoo Office 2010<br />

Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentationsprogramm<br />

●<br />

Ashampoo Photo Optimizer 4 Fotonachbearbeitung ● ●<br />

CyberGhost VPN Anonym surfen ●<br />

Bitte beachten Sie: Die DVDs können nur in <strong>PC</strong>-DVD-Laufwerken abgespielt werden; CD-ROM-Laufwerke sind dafür nicht geeignet.<br />

DVD<br />

CD<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 10/2012 www.pc-magazin.de


7<br />

DVD CD VOLLVERSION DVD CD VOLLVERSION DVD CD VOLLVERSION<br />

Office 2010<br />

Ashampoo Burning<br />

Studio 2012<br />

Partition<br />

Commander 11<br />

Ashampoo Office 2010 bietet Ihnen alles<br />

für die Arbeit mit Dokumenten (TextMaker<br />

2010), Tabellen (PlanMaker 2010)<br />

und Präsentationen (Präsentations<br />

2010). Da Ashampoo das Office von Soft-<br />

Maker lizenziert hat, müssen Sie leider,<br />

um gestört zu arbeiten, das Office-Paket<br />

zwei Mal registrieren: ein Mal bei Ashampoo<br />

und ein Mal bei SoftMaker. Nichtsdestotrotz<br />

ist das Office-Paket eine interessante<br />

Alternative für Heimanwender,<br />

dank der sehr guten Kompatitlität zu Microsoft<br />

Office.<br />

tr<br />

Betriebssystem: <strong>Windows</strong> XP, Vista, 7;<br />

Registrierung erforderlich; Sprache:<br />

Das Ashampoo Burning Studio 2012<br />

kann außer Dateien, Ordner und Filme zu<br />

brennen, auch Musik-CDs brennen oder<br />

extrahieren. Die Software kopiert CDs,<br />

DVDs und Blu rays. Weitere integrierte<br />

Funktionen im Burning Studio sind die<br />

Gestaltung von Etiketten, Hüllen und<br />

Booklets sowie das Löschen von wiederbeschreibbaren<br />

Datenträgern wie CD-RW<br />

und DVD+RW.<br />

tr<br />

Betriebssystem: <strong>Windows</strong> XP, Vista, 7;<br />

Registrierung erforderlich; Sprache:<br />

Mit Partition<br />

Commander können<br />

Sie Ihre Festplatte<br />

physisch<br />

in mehrere Speicherbereiche<br />

aufteilen. Die<br />

Software erstellt,<br />

ändert, skaliert,<br />

verschiebt und<br />

stellt Partitionen<br />

wieder her. Durch die Partitionierung verbessert<br />

sich das verteilte Speichern großer<br />

Dateien, was zur Beschleunigung der<br />

Arbeitsabläufe führt.<br />

tr<br />

Betriebssystem: <strong>Windows</strong> XP, Vista, 7;<br />

Registrierung erforderlich; Sprache:<br />

Film-DVD nur in den<br />

<strong>Premium</strong>-Ausgaben<br />

von<br />

DVD<br />

CD<br />

Deutschland spielt – Bengal Unterhaltsames Spiel für Zwischendurch ●<br />

File Divider 4 Zerschneidet Dateien und setzt sie wieder zusammen ●<br />

Leawo Blu-Ray in iPhone und Konvertiert Blu-ray-Filme für mobile Geräte<br />

●<br />

iPad Converter 2012<br />

Leawo Video Converter 2012 Konvertiert Videos zwischen verschiedenen Formaten ●<br />

Magix Foto Manager MX Bildersammlungen optimieren, verwalten und präsentieren<br />

● ●<br />

O&O CleverCache 7 Verwaltet die Speicherressourcen ● ●<br />

Partition Commander 11 Partitionierer ●<br />

Security Box 4 Sammlung von Tools zum Schutz der Privatsphäre ● ●<br />

TOOL-PAKETE<br />

Free- & Shareware Neue Free- und Shareware ●<br />

System Essentials Grundausstattung für den <strong>PC</strong> ●<br />

Internet-Tools Neue Internet-Programme ●<br />

<strong>Windows</strong>-7-Kompendium Perfekte Ergänzungen für <strong>Windows</strong> 7 ●<br />

<strong>Windows</strong>-Modding <strong>Windows</strong>-Desktop individuell gestalten ●<br />

Websperren entfernen Hilft Ländergrenzen im Web zu überschreiten ●<br />

Geheimnisvolle <strong>Windows</strong>-Ordner Tools zu virtuellen Ordnern in <strong>Windows</strong> ●<br />

Sicherheits-Browser 2012 Sicher surfen ● ●<br />

Photoshop-Plug-ins Bildbearbeitungs-Plug-ins ● ●<br />

Firefox-Plug-ins Ergänzungen für den Firefox-Browser ●<br />

Die Programme auf der Film-DVD befinden sich nicht alle auf der DVD. <strong>Premium</strong>-DVD, Software-DVD und Pocket-CD sind nur teilweise identisch.<br />

Karate Tiger<br />

Vom skrupellosen Russen<br />

Ivan (Jean-Claude Van Damme)<br />

unter Druck gesetzt,<br />

flieht der Karate-Lehrer<br />

Stillwell von Los Angeles<br />

nach Seattle. Sein Sohn Jason<br />

(Kurt McKinney) ist<br />

über das feige Verhalten seines<br />

Vaters enttäuscht. Niedergeschlagen<br />

pilgert er in<br />

Seattle zum Grab von Bruce<br />

Lee und fleht um Beistand.<br />

Lee erhört Jason im Traum<br />

und lehrt ihn die Geheimnisse<br />

der Karate-Kunst. Jason<br />

nimmt den Kampf auf.<br />

www.pc-magazin.de <strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 10/2012


8<br />

AKTUELL<br />

NACHRICHTEN<br />

ALTE HARDWERE ZU GELD MACHEN<br />

Was Technik bei eBay wirklich bringt<br />

■ Glauben Sie auch, alte Hardware sei nichts<br />

Wert? Bei eBay bekommt man dafür höchsten<br />

eine paar Euro? Das stimmt ganz und gar<br />

nicht. Es ist im Gegenteil erstaunlich, was<br />

mit alter Hardware noch erlöst werden kann.<br />

eBay hat uns die durchschnittlichen Verkaufserlöse<br />

ausgewählter Produkte von Februar bis<br />

Juli 2012 zukommen lassen. Berücksichtigt<br />

wurden dabei ausschließlich gebrauchte Artikel,<br />

die von Privatpersonen über das<br />

Online-Auktonshaus<br />

angeboten wurden. Händler mit neuen<br />

Produkten und „Sofortkäufe“ wurden außen<br />

vor gelassen. Die durchschittlichen Preise,<br />

die erzielt wurden, sind dabei zum Teil enorm<br />

hoch – wenn es sich um die „richtige“ Hardware<br />

handelt, also begehrte Produkte.<br />

So brachte ein Apple iPad 2 im Schnitt 397, ein<br />

iPad 1 immerhin noch 265 und ein iPad 3 536<br />

Euro – das ist nachvollziehbar. Dass ein iPhone<br />

2 mit durchschnittlich 276 Euro wesentlich<br />

teurer war als ein iPhone 3 mit 198 Euro ist<br />

dagegen erstaunlich – aber um so lukrativer<br />

für den Verkäufer. Ähnlich verquer liegen die<br />

Erlöse beim Kindle: Der Kindle 1 bringt durchschnittlich<br />

54 Euro, der 2er dagegen nur 41.<br />

Wer sein Samsung Galaxy Tab 1 loswerden<br />

will, der darf mit einem Erlös von 336 Euro<br />

rechnen. Das Galaxy Tab 2 steht bei Ebayern<br />

nicht so hoch im Kurs, es hat im Schnitt nur<br />

292 Euro erzielt. Und die Xbox 360 von Microsoft<br />

erreichte im Schnitt 107 Euro, für Sonys<br />

Playstation 3 gab es immerhin 157 Euro.<br />

ok<br />

[ www.ebay.de ]<br />

Apple iPad 2:<br />

ø 397 Euro<br />

Samsung Galaxy Tab 1:<br />

ø 336 Euro<br />

Xbox 360:<br />

107 Euro<br />

Kindle 2:<br />

ø 41 Euro<br />

Apple iPhone 2:<br />

ø 276 Euro<br />

NEUES SMARTPHONE-KAMERA-MODUL VON SONY<br />

„HDR-Sensor“ mit 13 Megapixel<br />

■ Diese tollen HDR-Aufnahmen kennt man sonst nur von Fotografien. Sony hat<br />

einen Sensor vorgestellt, der Videos mit dieser Qualität aufzeichnet .<br />

Das Erstaunliche am Exmor RS IU135F3-Z ist die Fähigkeit, Videos mit hohem Dynamikumfang,<br />

also mit Zeichnung in dunklen und hellen Bildteilen, aufzunehmen.<br />

Ab März 2013 soll er an Smartphone-Hersteller geliefert werden.<br />

ok<br />

[ www.sony.co.jp/Sony<strong>Info</strong>/News/Press/201208/12-107/ ]<br />

Anwälte drohen mit<br />

„Porno-Pranger“<br />

■ Die Abmahn-Kanzlei Urmann und Collegen<br />

(U&C), die für Pornofilmer tätig ist,<br />

hat offenbar vor, Filesharing-Nutzer auf<br />

ihrer Homepage bloß zu stellen.<br />

Besonders heikel: Laut Wochenblatt will<br />

U & C zunächst „schwierige Fälle“ wie<br />

Polizeistationen, Pfarrämter oder arabische<br />

Botschafen listen. Rechtsanwalt<br />

Solmecke von Wilde Beuger Solmecke,<br />

hält die Bloßstellung von beschuldigten<br />

Porno-Downloadern für rechtswidrig.<br />

U&C sind zuletzt durch die Versteigerung<br />

von Abmahnforderungen im Wert von 90<br />

Millionen Euro medial aufgefallen. ok<br />

[ http://tinyurl.com/solmecke ]<br />

ohne HDR-Modus<br />

ONLINE VIDEOTHEK<br />

Google Play jetzt mit Spielfilm-Streaming<br />

■ Google Play wird ab sofort um<br />

einen Online-Filmverleih erweitert.<br />

Neu erschienene Filme kosten 3,99<br />

Euro, in HD-Auflösung 4,99 Euro. Die<br />

Filme können online auf dem <strong>PC</strong> angesehen<br />

werden oder man installiert<br />

sich die Google Play Movies App, um<br />

mit HDR-Modus<br />

um den Spielfilm auf dem Smartphone oder<br />

dem Tablet-<strong>PC</strong> zu sehen. Nach dem<br />

Herunterladen hat man 30 Tage<br />

Zeit, um den Film zu starten und<br />

48 Stunden, um einen begonnen<br />

Blockbuster zu Ende zu schauen. ok<br />

[ http://play.google.com ]<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 10/2012 www.pc-magazin.de


9<br />

Zahl des Monats<br />

107<br />

Millionen Android-<br />

Smartphones wurden<br />

im 2. Quartal 2012<br />

verkauft. Das entspricht<br />

einem Marktanteil<br />

von 68 Prozent.<br />

DUBIOSE GESCHÄFTE<br />

Twitter-Fans für 1,5 Cent<br />

■ Twitter-Fans gibt es anscheinend für 1,5 Cent das<br />

„Stück“. Auch US-Präsidentschaftskandidat Romney<br />

kaufte ein – und flog auf.<br />

Der Sicherheitsspezialist Barracuda Labs gab bekannt,<br />

dass über 80 Prozent der gekauften Follower-Profile<br />

von Mitt Romney jünger<br />

als drei Monate und 25% nicht einmal<br />

drei Wochen alt seien. Die falschen<br />

Follower werden wohl kontingentweise<br />

per Web verkauft.<br />

ok<br />

[ http://bit.ly/MYrlz9 ]<br />

IT-Gerüchteküche<br />

■ Kurz vor der Photokina brodelt die Gerüchteküche<br />

um neue Kameras gewaltig.<br />

Die Seite Canonrumors.com berichtet von<br />

einer neuen Canon Spiegelreflexkamera.<br />

Die „ EOS 3D“ soll angeblich mit einem<br />

46-Megapixel-CMOS bestückt sein.<br />

ONLINE SHOPPING<br />

Lebensmittel-Suchmaschine<br />

■ Jetzt gibt es eine Suchmaschine, die erstmals<br />

1.300 Lebensmittelpreise vergleicht.<br />

Das statistische Bundesamt hat ermittelt, dass<br />

46 Prozent der Deutschen bei Produktrecherchen<br />

eine Preissuchmaschine einsetzen – nur<br />

nicht bei Lebensmitteln. Die Lebensmittel<br />

Suchmaschine will das ändern und vergleicht<br />

wöchentlich rund 80 Prozent aller Einzelhandelsgeschäfte<br />

in Deutschland. Das Besonde-<br />

PERSÖNLICHKEITSRECHT AM EIGENEN BILD<br />

Facebook löscht Fotos jetzt nach 2 Tagen<br />

■ Die Webbloger von Ars Technica berichten<br />

über die Praxis von sozialen Netzwerken im<br />

Hinblick auf das Löschen von privaten Fotos.<br />

Seit 2009 wird überprüft, ob Seiten wie Facebook,<br />

MySpace oder Flickr Fotos tatsächlich<br />

von den so genannten CDN-Servern (content<br />

delivery network) löschen, oder ob diese dort<br />

re: eine regionale<br />

Suche nach den<br />

besten<br />

Angeboten<br />

in der Umgebung ist<br />

möglich. Und: es gibt<br />

einen „Einkaufszettel-<br />

Konfigurator“.<br />

ok<br />

[ lebensmittelsuchmaschine.de<br />

]<br />

verbleiben und über einen direkten Link weiterhin<br />

abrufbar sind. Facebook hat eine Löschung<br />

der Bilder in der Vergangenheit nicht<br />

veranlasst. Dieses Problem soll jetzt gelöst<br />

worden sein. Laut Ars Technica wurden Bilder<br />

im Test innerhalb von zwei Tagen gelöscht. ok<br />

[ http://tinyurl.com/fotoweg ]<br />

<strong>PC</strong> bleibt beliebteste Spielemaschine<br />

■ Die Deutschen sind ihrem <strong>PC</strong> treu! Zumindest, wenn es ums Spielen geht. 76 Prozent<br />

der Teilnehmer eienr Umfrage von LG gaben an, mit dem <strong>PC</strong> Spiele zu spielen. Auf dem<br />

zweiten Platz rangiert die Playstation von Sony. Offenbar reicht einigen Gamern der <strong>PC</strong> alleine<br />

nicht: Mehrfachnennungen waren bei der Umfrage von LG Elektronics möglich. ok<br />

[ www.lge.com ]<br />

Weitere Details: Befeuert werden soll<br />

die Kamera von zwei DIGIC5+-Prozes-<br />

soren, die 3,7 Bilder pro Sekunde verar-<br />

beiten. Das Autofokus-System soll dem<br />

der 1Dx bzw. der 5D Mark III entsprechen.<br />

Die Empfindlichkeit des Vollformatsensors<br />

wird mit 50 bis maximal 12<br />

800 ISO ange-<br />

geben. Ferner soll ein USB-3.0-Anschluss<br />

für schnellen Datentransfer sorgen und als<br />

Speichermedium sind CF- und SD-Karten erlaubt,<br />

wie bei der 5D Mark III auch. Ob, wann<br />

und zu welchem Preis die Kamera erscheint,<br />

wurde allerdings nicht erwähnt.<br />

■ Samsung ist wohl versehntlich ein Datenblatt<br />

abhanden gekommen.<br />

Es lässt Rückschlüsse auf das<br />

nächste Google-Phone zu –<br />

so die Webseite Techradar.<br />

Unsere Tabelle zeigt das alte<br />

Nexus im Vergleich mit den<br />

durchgesickerten Daten.<br />

Der auffälligste Unterschied:<br />

Es sieht danach<br />

aus, dass Google den<br />

Weg für mehr Daten über<br />

einen microSD-Karten-<br />

Slot öffnet – das wäre<br />

ein gewaltiger Paradigmenwechsel.<br />

ok<br />

<strong>PC</strong><br />

Sony Playstation<br />

Nintendo Wii<br />

Xbox 360<br />

79%<br />

29%<br />

24%<br />

17%<br />

Nexus alt vs. Nexus Neu lt. Gerüchten<br />

GT-I9250 Galaxy Nexus GT-I9260 „Nexus“<br />

Display 4,65” Super AMOLED 4,65” Super AMOLED HD<br />

Prozessor 1,2 MHz Dual-Core A9 1,5 MHz Dual-Core A9<br />

Kamera (Rückseite) 5 Megapixel 8 Megapixel<br />

Kamera (Vorderseite) 1,3 Megapixel 1,9 Megapixel<br />

Interner Speicher 16 GByte 16 GByte<br />

Micro-SD-Karte – ✔<br />

www.pc-magazin.de <strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 10/2012


10<br />

AKTUELL<br />

HARDWARE<br />

LENOVO IDEACENTRE A720<br />

Der flachste All-in-One <strong>PC</strong><br />

■ Gerade einmal 24,5 Millimeter dünn ist<br />

das 27-Zoll-Display des neuen IdeaCentre<br />

A270 von Lenovo. Damit ist er der schlankste<br />

27-Zoll-All-in-One-<strong>PC</strong> auf dem Markt. Das Display<br />

mit Full-HD-Auflösung erkennt trotzdem<br />

Gesten, sogar mit einer 10-Punkt-Multitouch-<br />

Unterstützung. Als Prozessoren stehen beim<br />

IdeaCentre A270 Core-i5- oder -i7-CPUs der<br />

dritten Generation zur Wahl; für die Grafik<br />

werden Nvidia-GPUs bis hinauf zur GeForce<br />

GT 630 eingesetzt. Optional gibt es den A270<br />

auch mit TV-Tuner. Sämtliche<br />

Anschlüsse und das<br />

optische Laufwerk<br />

sind beim A270<br />

ERSTE MAINBOARDS MIT WINDOWS-8-ZERTIFIZIERUNG VON ASUS<br />

Schnellstart-BIOS für Win 8<br />

■ Asus bietet als erster Mainboard-<br />

Hersteller Hauptplatinen an, deren<br />

UEFI-BIOS für <strong>Windows</strong><br />

8 optimiert ist. Sie<br />

sollen bei Verwendung<br />

des neuen<br />

Microsoft-Betriebs-<br />

systems vor allem den<br />

Startvorgang massiv beschleunigen:<br />

Bei aktiviertem Fast Boot<br />

steht der Anmelde-Screen von <strong>Windows</strong><br />

8 laut Asus schon nach zwei Sekunden parat.<br />

Zudem unterstützen die Platinen auch UEFI<br />

Secure Boot; diese Funktion kann für andere<br />

Betriebssysteme abgeschaltet werden.<br />

Eine Schnellstart-Funktion und Secure Boot für<br />

<strong>Windows</strong> 8 werden die anderen Mainboard-<br />

Hersteller in Kürze bringen, eine Asus-Besonderheit<br />

ist die DirectKey-Taste, mit der einige<br />

der neuen Platinen ausgestattet sind. Dieser<br />

Tas ter auf der Platine startet das System und ruft<br />

das UEFi-Setup direkt auf, gut für passionierte<br />

im Standfuß untergebracht. Das Display kann<br />

bis zu einem Winkel von 90 Grad geneigt werden.<br />

Die Display-Halterung mit zwei Gelenken<br />

sorgt dabei dafür, dass sich die Unterkante<br />

des Bildschirms bis auf Tischniveau absenken<br />

lässt, was die Multitouch-Bedienung erheblich<br />

angenehmer macht.<br />

Als Massenspeicher dienen eine 64-GByte-<br />

SSD und eine<br />

Terabyte-HDD.<br />

Auch unter<br />

<strong>Windows</strong> 7 ist<br />

so laut Lenovo ein<br />

sehr schneller Start<br />

möglich. Denn zum<br />

Start wird der Lenovo<br />

noch mit diesem Betriebssystem<br />

ausgeliefert. Der Einstandspreis<br />

für den schlanken<br />

All-in-One liegt bei weniger schlanken<br />

1350 Euro.<br />

kl<br />

[ www.lenovo.de ]<br />

Das Display des Lenovo Idea-<br />

Centre A270 kann weit nach<br />

hinten geneigt und gleichzeitig<br />

abgesenkt werden. In<br />

dieser Position ist die Multitouch-<br />

Bedienung erheblich angenehmer.<br />

Eines der ersten Mainboards mit<br />

<strong>Windows</strong>-8-Zertifizierung ist das<br />

Asus M5A99FX PRO<br />

R2.0 für AMD-<br />

Prozessoren.<br />

Übertakter,<br />

die so schnell<br />

in die Prozessor-,<br />

Chipsatz- und Spei-<br />

chersettings gelangen.<br />

Zu den neuen Boards mit<br />

<strong>Windows</strong>-8-Schnellstart-<br />

Funktion gehören die AMD-Platinen Sabertooth<br />

990FX R2.0 für 170 Euro und<br />

M5A99FX PRO R2.0 mit AMD-990FX-Chipsatz<br />

für 140 Euro. Sie können mittels der<br />

RemoteGO!-Funktion und einer zugehörigen<br />

App über WLAN Daten mit Android- oder<br />

iOS-Geräten austauschen oder das Mobilgerät<br />

in eine <strong>PC</strong>-Fernbedienung verwandeln. kl<br />

[ www.asus.de ]<br />

Kurz notiert<br />

Toshiba wieder mit 3,5-Zoll-HDDs<br />

Toshiba steigt wieder in den Markt für<br />

3,5-Zoll-Festplatten ein. Die Japaner haben<br />

die Produktionsanlagen und das<br />

Know-how von Western Digital übernommen.<br />

Zum Start kommen Modelle mit<br />

Kapazitäten zwischen 1,5 und 3 TByte auf<br />

den Markt, dabei ist bis zu einem Tera-<br />

Byte auf einem Platter untergebracht. kl<br />

[ www.storage.toshiba.eu ]<br />

Daten transportieren ohne iTunes<br />

Einen einfachen Transport von Daten<br />

zwischen <strong>PC</strong>s oder Macs und iOS-Geräten<br />

und gleichzeitig eine einfache<br />

Speichererweiterung für iPhone, iPad<br />

oder iPod Touch ermöglicht das i-<br />

FlashDrive HD von PhotoFast.<br />

Gegenüber dem Vorgänger<br />

wurde die Datentransferrate<br />

um<br />

den Faktor 2,5<br />

erhöht.<br />

Das<br />

kompakte<br />

rät ist mit einem Apple-Konnektor am<br />

Ge-<br />

einen und einer USB-Schnittstelle am<br />

anderen Ende ausgestattet. Zum Gerät<br />

gehört eine eigene i-FlashDrive App mit<br />

Dukumentenbetrachter, Audioplayer<br />

und einem eigenen Videoplayer. Mit der<br />

„Öffnen-in“-Funktion können Daten in<br />

anderen Apps geöffnen werden. Auf dem<br />

i-FlashDrive HD gespeicherte Bilder können<br />

in die Kamera-Roll eines iOS-Geräts<br />

exportiert und so bearbeitet werden. Die<br />

Preise für das i-FlashDive HD liegen zwischen<br />

75 Euro für die 8-GByte- und 250<br />

Euro für die 64-GByte-Version. kl<br />

[ www.kacmaz-entertainment.de ]<br />

Kupfer kühlt cooler<br />

Beim Kompaktwasserkühler Eisberg Prestige<br />

von Cooler Master wird für die Metallteile<br />

ausschließlich Kupfer verwendet, um<br />

Wirkungsgrad und Lebendauer zu erhöhen.<br />

Neben zwei Kits mit 120-<br />

und 240-mm-Radiator<br />

gibt es den Kühler mit<br />

integrierter Pumpe<br />

auch einzeln, die Anschlüsse<br />

sind zu gängigen<br />

Schlauchsystemen<br />

kompatibel. Der<br />

Preis steht noch nicht fest.<br />

kl<br />

[ www.coolermaster.de ]<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 10/2012 www.pc-magazin.de


11<br />

Bei den Monitoren<br />

der IPS7-Serie von<br />

LG ist das Display<br />

praktisch rahmenlos<br />

eingebaut. Die<br />

IPS-Panels erlauben<br />

einen sehr<br />

weiten Betrachtungswinkel<br />

ohne<br />

Qualitätseinbußen.<br />

LG IPS7-SERIE: DISPLAYS MIT EXTREM DÜNNEN DISPLAY-RAHMEN<br />

Monitore gleichen sich TVs an<br />

■ Bei TV-Geräten liegen schmale Display-Rahmen<br />

weiten Betrachtungswinkel ohne Farbverfäl-<br />

voll im Trend. Nun kommt diese Bauform schungen zulassen. Zudem sind die Geräte<br />

auch bei Monitoren in Mode. Die Displays der mit einem Mobile High-Definition Link (MHL)<br />

IPS7-Serie von LG zeichnen sich durch einen ausgestattet, der den Anschluss von entsprechend<br />

nur 1,2 Millimeter dünnen Display-Rahmen<br />

ausgestatteten Smartphones erlaubt.<br />

aus. Auch das Panel selbst ist mit 14,1 Millimetern<br />

Die IPS7-Serie kommt als 23-Zöller für 229 und<br />

Tiefe extrem dünn. LG verwendet bei 27-Zöller für 349 Euro auf den Markt. kl<br />

_08PNQ_CoolerMaster_<strong>PC</strong>M_09.pdf;S: den Geräten Full-HD-PS-Panels, 1;Format:(210.00 die einen x 137.00 [ www.lge.com/de mm);16. Jul 2012 ] 09:44:04<br />

TOSHIBA SATELLITE C870D-109<br />

17-Zöller mit<br />

AMD Brazos 2<br />

■ Toshiba bringt mit dem Satellite C870D-109<br />

einen günstigen 17-Zöller mit einem AMD-<br />

Prozessor der Brazos-2.0-Familie auf den<br />

Markt. Der AMD E2-1800 bietet vor allem eine<br />

höhere Grafikleistung als der E-450, ist aber<br />

trotzdem sehr sparsam. Das 549-Euro-Notebook<br />

ist zudem mit einer 500-GByte-HDD,<br />

DVD-Brenner und vier GByte RAM ausgestattet.<br />

Das 17,3-Zoll-Display liefert eine Auflösung<br />

von 1600 x 900 Bildpunkten.<br />

kl<br />

[ www.toshiba.de ]


12<br />

AKTUELL<br />

SOFTWARE<br />

LETZTE DETAILS<br />

Endspurt für<br />

<strong>Windows</strong> 8<br />

Die Microsoft-Surface-Tablets verwenden <strong>Windows</strong> 8<br />

oder RT als Betriebssystem, abhängig<br />

von der CPU-Architektur. Die<br />

integrierte Tastatur erhöht nach<br />

Untersuchungen von Microsoft die<br />

Produktivität gegenüber einer Touch-<br />

Tastatur erheblich.<br />

■ Die Zielgerade für <strong>Windows</strong> 8 ist in<br />

Sicht. Microsoft stellt ausgewählten<br />

Gruppen die Final vorab zur Verfügung.<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> hat schon einen ersten<br />

Blick auf das endgültige <strong>Windows</strong><br />

8 geworfen.<br />

In die Läden kommt<br />

das Betriebssystem<br />

jedoch<br />

erst am<br />

26. Oktober. Abonnenten<br />

von MSDN und Technet<br />

können die Standard-, die Profes-<br />

sional- und die Enterprise-Version,<br />

jeweils als 32- und 64-Bit-Download,<br />

schon jetzt installieren.<br />

Zusätzlich gibt es die für Entwickler<br />

gedachte Evaluation-Version von <strong>Windows</strong><br />

8 Enterprise, eine 90-Tage-Testversion, die<br />

jedoch auch jeder interessierte Nutzer ausprobieren<br />

kann: http://msdn.microsoft.com/<br />

en-US/evalcenter/jj554510.aspx<br />

Die Version ist jedoch nur zum<br />

Testen, ein Upgrade auf eine Vollversion<br />

ist nicht vorgesehen.<br />

Die auffallendsten Änderungen zu den Beta-<br />

Versionen von <strong>Windows</strong> 8 zur Final liegen im<br />

optischen Bereich. So gibt es kein Aero und<br />

keine Minianwendungen auf dem Desktop<br />

mehr. Fenster haben einen breiteren<br />

Rahmen.<br />

Der Store, über den die Anwender künftig<br />

alles beziehen sollen, füllt sich langsam<br />

mit interessanten Apps, Spielen<br />

und ersten Desktop-Anwendungen,<br />

etwa Corel Paintshop Pro X4. Solitär-<br />

Fans wird nun auch ein würdiger Nachfolger<br />

des Kartenspiels geboten.<br />

Mittlerweile gibt es auch Listen von Programmen,<br />

die unter <strong>Windows</strong> 8 nicht funktionieren,<br />

etwa auf www.drwindows.de. Darunter<br />

ist in erster Linie Software, die eigene Treiber<br />

verwendet, etwa Converter, Homebanking-<br />

Programme und System-Tools. Zum Teil bekommt<br />

man die Programme im Kompatibilitätsmodus<br />

trotzdem zum Laufen. Gerade für<br />

ältere und wenig gebräuchliche Hardware-<br />

Komponenten muss man viele <strong>Windows</strong>-7-<br />

Treiber selbst nachinstallieren. Bei unserem<br />

Test gab es jedoch keine Ausfälle. tr/kl<br />

[ www.microsoft.com ]<br />

Kontoverwaltung in der Cloud<br />

StarMoney Web<br />

Die Finanz-Software StarMoney gibt es ab<br />

sofort als Browser-gestütztes Banking-<br />

Portal. Sie ist multibankenfähig. Die<br />

kostenpflichtige Web-Version (1,49 Euro<br />

monatlich) bietet auch Terminüberweisungen,<br />

aber längst noch nicht alle Auswertungs-Optionen<br />

der Desktop-Software.<br />

Sie gestattet eine Zahlungsvorschau, aber<br />

noch keine SEPA-Überweisungen. Der<br />

Preis: 1,49 Euro monatlich<br />

pk<br />

[ www.starmoney.de ]<br />

Einfache Auswertungs-Optionen sind in Star-<br />

Money Web enthalten, SEPA kommt noch.<br />

MOBILES BETRIEBSSYSTEM<br />

Firefox OS für Smartphones<br />

■ Das Mozilla-Betriebssystem für<br />

Smartphones hat einen neuen Namen:<br />

Firefox OS. Die Mozilla-Foundation<br />

setzt damit auf den stärksten<br />

Markennamen im Haus, um Android,<br />

iOS und Win Phone den Kampf<br />

anzusagen. Der alte Arbeitsname<br />

Boot to Gecko (B2G) drückt<br />

wesentlich besser aus, worum<br />

es bei dem mobilen Betriebssystem<br />

geht: Gecko heißt die Browser-Engine,<br />

die als Kern auch in Firefox steckt. Firefox OS<br />

ist so strukturiert, dass<br />

Gecko die gesamte grafische<br />

Oberfläche (GUI) des<br />

Betriebssystems betreibt.<br />

Alle Funktionen sind dann<br />

als Apps auf der Basis von<br />

JavaScript, CSS und HTML<br />

5 integriert. Mit diesem<br />

Konzept ähnelt es Chrome<br />

OS von Google. Unterhalb<br />

der Gecko-GUI arbeitet<br />

eine Treiberschicht für<br />

die Computer-Hardware,<br />

das Telefon und die Kamera. Firefox-<br />

OS soll sich auf allen Geräten installieren<br />

lassen, die kompatibel mit<br />

Android sind. Mozilla hat bereits eine<br />

Reihe von Partnern: Deutsche Tele-<br />

kom, Sprint, Telefonica, Qualcom, TLC<br />

(Alcatel) und ZTE. Alle Beteiligten beken-<br />

nen sich dabei zu offenen Standards und<br />

W3C-Konformität. Das erste Gerät soll es<br />

Anfang 2013 in Brasilien von der Telefongesellschaft<br />

Vivo (zu Telefonica) geben. whs<br />

[ www.mozilla.org/en-US/b2g ]<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 10/2012 www.pc-magazin.de


13<br />

MULTIMEDIA-ANWENDUNG<br />

Die Bibel animiert in 3D<br />

■ Der Brockhaus-Verlag bringt unter dem mationen und 650 Abbildungen von Kunstwerken.<br />

Namen Glo (von Englisch glow: scheinen)<br />

Die bunten Inhalte sind mit dem<br />

eine Multimedia-Bibel auf dem Markt. Die Bibeltext verknüpft und finden sich passend<br />

drei DVDs enthalten den Bibeltext in mehreren<br />

zu den jeweiligen Kapiteln. Auch eine interak-<br />

Fassungen (Elberfelder, Neues Leben und tive Zeitleiste bietet Zugang zum Thema. Für<br />

English Standard), der sich durchsuchen und den Betrieb ist eine Internetverbindung und<br />

kommentieren lässt. Hinzu kommen 7500 Online-Konto bei Glo erforderlich. Das Paket<br />

Lexikon-Artikel (Rienecker/Maier: Lexikon zur kostet ca. 80 Euro.<br />

whs<br />

Bibel), 2300 Fotos, 140 Karten, 430 3D-Ani- [ glo.bibel.de ]<br />

_08XWW_Reiner_<strong>PC</strong>M_10.pdf;S: 1;Format:(146.00 x 195.00 mm);23. Aug 2012 10:22:31<br />

DATE-TICKER +++ UPDATE-TICKER +++<br />

Auto-CAD LT 2013<br />

■ Das CAD-Programm AutoCAD LT<br />

2013 läuft wahlweise unter MacOS<br />

oder <strong>Windows</strong>. Wer das 1300-Euro-<br />

Programm bis 16. Oktober 2012<br />

kauft, erhält 300 Euro Rabatt. pk<br />

[ www.autodesk.de ]<br />

Ein Chipkartenleser, viele Möglichkeiten.<br />

Neu: Elektronisch unterschreiben mit dem neuen Personalausweis.<br />

Xara Designer Pro X<br />

■ Die Suite Xara Designer Pro X<br />

bietet Zeichen-, DTP-, Bildbearbeitungs-<br />

und Webprogrammierungs-Funktionen.<br />

Sie ist für 300<br />

Euro erhältlich. Neu ist der Formzeichner,<br />

der beschnittene Fotos<br />

wieder erweitern kann. pk<br />

[ pro.magix.com ]<br />

QuarkXPress 9.3.1<br />

■ Das für 9.x-Anwender kostenlose<br />

Update 9.3.1 für QuarkX-<br />

Press unterstützt Mountain Lion.<br />

Es installiert sich auch bei aktivem<br />

Gatekeeper. QuarkXpress 9.x bietet<br />

günstige Optionen an, E-Books<br />

zu erzeugen.<br />

pk<br />

[ www.quark.com ]<br />

BM2B.de<br />

Samplitude Music Studio 2013<br />

■ Für 100 Euro liefert das neue<br />

Music Studio zusätzliche MIDI-<br />

Instrumente. Highlights sind die<br />

Unterstützung von maximal 128<br />

Spuren und die enthaltene Mastering<br />

Suite 4.<br />

pk<br />

[ www.magix.net ]<br />

Sony Creative Software<br />

■ Sony erneuert seine Consumer-<br />

Produkte. Erstmals gibt es auch<br />

das Movie Studio Platinum 12 (70<br />

Euro) als 64-Bit-Variante. pk<br />

[ sonycreativesoftware.com ]<br />

www.pc-magazin.de <strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 10/2012<br />

Heute und in Zukunft -<br />

Das Internet bietet Ihnen mehr Möglichkeiten mit dem cyberJack ® RFID komfort:<br />

Verträge elektronisch unterschreiben (eSign)<br />

Behördengänge online erledigen (eSign)<br />

Alter für Angebote ab 18 Jahren nachweisen (eID)<br />

Elektronische Gesundheitskarte auslesen (eGK)<br />

Sicheres Online-Banking (HBCI)<br />

Der cyberJack ® RFID komfort ist der erste Leser, der die eSign-Funktion des<br />

neuen Personalausweises (nPA) unterstützt.<br />

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14<br />

AKTUELL<br />

SICHERHEIT<br />

ANTI-VIREN-PRODUKTE<br />

Symantec schwächelt im Test<br />

■ Norton Anti Virus 2012 von Symantec bekommt<br />

im Erkennungstest vom renommierten<br />

Test-Labor AV Comparatives aus Inns bruck<br />

schlechte Noten. Das Programm fand nur<br />

95,8 Prozent der Viren und läge damit auf<br />

Rang 13. Spitzenreiter sind G-Data, Avira und<br />

Kaspersky mit jeweils über 99 Prozent Erfolg.<br />

Auch mit 20 Fehlalarmen befindet sich Norton<br />

nur im mittleren Bereich. Der Test wurde mit<br />

den Standard-Einstellungen und bei bestehender<br />

Internetverbindung durchgeführt. Symantec<br />

wollte am Test nicht teilnehmen, die<br />

Innsbrucker haben Norton dennoch im Früh-<br />

jahr mitgetestet, die Ergebnisse aber nicht<br />

veröffentlicht. Der ganze Bericht liegt dem<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> nun vor. Symantec gab uns keine<br />

Stellungnahme, warum die Firma sich aus<br />

dem Test zurückzog. Ein Mitarbeiter schrieb<br />

in einem Forum, ein reiner Erkennungstest<br />

(auch On-Demand-Test) sei nicht sinnvoll.<br />

Besser seien Verfahren, die ein Programm im<br />

Live-Einsatz prüfen. Experten sehen jedoch<br />

beide Testverfahren als wichtig an, so wie sie<br />

auch von allen Testlaboren wie AV Test oder<br />

AV Comparatives durchgeführt werden. whs<br />

[ www.av-comparatives.org ]<br />

Erkennungsraten der AV-Produkte im On-Demand-Test (in Prozent)<br />

1<br />

2<br />

3<br />

4<br />

…<br />

12<br />

13<br />

95,8<br />

96,4<br />

98,9<br />

99,7<br />

99,4<br />

99,3<br />

G-Data<br />

Avira<br />

Kaspersky<br />

Sophos<br />

…<br />

AVG<br />

Norton<br />

14<br />

95,6<br />

Trend Micro<br />

90 95 100<br />

Hätte Norton am Erkennungstest<br />

offiziell<br />

teilgenommen, läge<br />

es auf Platz 13. Es<br />

erkannte nur 95,8<br />

Prozent der Viren auf<br />

dem Testsystem. Die<br />

Spitzenreiter erkennen<br />

über 99 Prozent.<br />

Quelle: AV Comparatives<br />

Sicherheits-Ticker<br />

Firefox sichert Add-ons ab<br />

Mit Version 17 (aktuell ist 14) macht<br />

Mozilla eine neue Sicherheitsschicht<br />

für Add-ons verbindlich. Bislang können<br />

Webseiten über JavaScript auf ein<br />

komplettes Add-on und dieses wiederum<br />

auf das Betriebssystem zugreifen.<br />

Das unterbindet Mozilla nun. Scripte<br />

dürfen nur noch gezielt einzelne Funktionen<br />

des Add-ons aufrufen und das<br />

Add-on muss jedem Zugriff zustimmen.<br />

[ www.av-comparatives.org ]<br />

Blackberry am sichersten<br />

Die Sicherheitsfirma Trend Micro<br />

hat mobile Betriebssysteme unter die<br />

Lupe genommen und Blackberry 7.0<br />

die meisten Punkte gegeben, gefolgt<br />

von iOS 5, Win Phone 7.51 und Android<br />

2.3. Blackberry ist am stärksten an Unternehmensanforderungen<br />

angelehnt.<br />

Bei iOS bemängelt die Studie fehlende<br />

Kontrollmöglichkeiten durch den Administrator.<br />

whs<br />

[ www.trendmicro.de/media/wp/<br />

ent-readiness-mobile-platformswhitepaper-de.pdf<br />

]<br />

NFC-HACK BEI ANDROID UND NOKIA<br />

Virentausch im Vorbeigehn<br />

■ Auf der Hacker-Konferenz Blackhat in<br />

Los Angeles zeigte der Sicherheitsexperte<br />

Charlie Miller ein neues Verfahren,<br />

um Handys über die Funkschnitt-<br />

stelle NFC (Near Field Communication)<br />

zu knacken. NFC funktioniert nur über<br />

eine Distanz von wenigen Zentimetern<br />

und soll künftig beispielsweise dem<br />

bargeldlosen, mobilen Bezahlen die-<br />

nen. Miller ist es nun gelungen, über<br />

diese Schnittstelle schädlichen Code auf<br />

verschiedene Android- und Nokia-Smart-<br />

phones zu übertragen. Er konnte beispiels-<br />

weise eine Webseite auf dem Handy öffnen,<br />

ohne dass es der Nutzer merken würde.<br />

Über diese Webseite könnte der Hacker<br />

neuen Code nachladen. Ein Risiko liegt in<br />

NFC-Sendern, die es auf Werbeplakaten gibt<br />

und manipulierbar sind. Der Angreifer tauscht<br />

den Sender aus und verteilt seinen Schadcode<br />

anstelle des versprochenen Gewinnspiels. whs<br />

[ www.blackhat.com/usa/bh-us-12-briefings.html#Miller ]<br />

MOBILE SICHERHEIT<br />

Virenschutz fürs Auto?<br />

■ Intel forscht gemeinsam mit Tochterfirma McAfee an Technologien,<br />

um Autos vor Viren, Trojanern und Hackerangriffen zu schützen. Die<br />

Firmen haben ein spezielles Team eingesetzt, das die gängige Bord-<br />

Elektronik auf Sicherheitslücken untersucht. Die Gefahren gehen so<br />

weit, dass ein Hacker tödliche Unfälle auslösen kann – einem Forscherteam<br />

ist es beispielsweise gelungen, ein Auto über Funk bremsen<br />

zu lassen. Trojaner können per Update-DVD für das Navi in den<br />

Zentralcomputer eindringen. Ein großes Problem besteht insgesamt<br />

darin, dass die Autohersteller und -zulieferer sich bislang wenig um<br />

elektronische Sicherheitsgefahren von außen gekümmert haben. whs<br />

[ www.mcafee.de ]<br />

Hacker nehmen<br />

zunehmend das<br />

Cracken der<br />

Bord-Elektronik<br />

von Autos ins<br />

Visier – theoretisch<br />

mit tödlichen<br />

Folgen.<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 10/2012 www.pc-magazin.de


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16<br />

AKTUELL<br />

RECHT<br />

Regeln für den Verkauf<br />

Gebrauchte Software ist oft deutlich billiger als das Original und darf legal verkauft werden, auch<br />

wenn es sich um Downloads handelt.<br />

Originalsoftware<br />

darf grundsätzlich<br />

verkauft werden.<br />

Das gilt auch für<br />

Downloads aus dem<br />

Netz.<br />

Der Verkäufer darf<br />

keine Kopien zurückbehalten.<br />

Er dürfen keine Lizenzpakete<br />

aufspalten und einzeln<br />

verkauft werden.<br />

Wenn eine Gerätebindung besteht<br />

(z.B. Steam oder iPhone), ist<br />

es nicht möglich, die entsprechende<br />

Software zu verkaufen.<br />

GEBRAUCHTE SOFTWARE<br />

Endlich legal<br />

Lange war umstritten, ob Anwender Software gebraucht verkaufen<br />

dürfen. Nun hat der Europäische Gerichtshof kundenfreundlich<br />

entschieden – auf Basis des „Erschöpfungsgrundsatzes“.<br />

Wir erklären, was dahinter steckt.<br />

D<br />

er Streit zwischen dem Software-Riesen<br />

Oracle und dem kleinen Münchner Gebraucht-Software-Händler<br />

UsedSoft zog sich<br />

über mehrere Jahre hin und durchlief alle möglichen<br />

Gerichtsinstanzen. Am 3. Juli entschied<br />

der Europäische Gerichtshof (EuGH) endlich<br />

über die Frage, ob online erworbene Software<br />

weiter verkauft werden darf, und regelt damit<br />

den Gebraucht-Software-Markt europaweit.<br />

Nach deutschem Recht war es bislang kein<br />

Problem, gebrauchte Programme zu verkaufen,<br />

wenn sie sich auf einem Original-Datenträger<br />

befand und der Verkäufer keine Kopien<br />

zurückbehielt. Hatte der Erstbesitzer die Software<br />

im Internet heruntergeladen, war es umstritten,<br />

ob diese weiterverkauft werden darf.<br />

Das Urheberrechtsgesetz ist nach dem Wortlaut<br />

nicht eindeutig, enthält aber einen Paragrafen,<br />

nachdem nicht nur Bücher auf dem<br />

Markt im freien Umlauf sein sollen, sondern<br />

auch Software.<br />

Der Urheber kann nur beim ersten legalen<br />

Verkauf seiner Software in der EU bestimmen,<br />

wie diese verbreitet wird. Danach erschöpfen<br />

sich seine Rechte, über den weiteren Verbreitungsweg<br />

zu bestimmen (der so genannte<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 10/2012 www.pc-magazin.de<br />

VON VILMA NICLAS<br />

Erschöpfungsgrundsatz). Der Kunde kann<br />

also darüber entscheiden, ob und wie er die<br />

Software weiterverkauft. Die Software-Industrie<br />

versuchte hingegen, den Weiterverkauf<br />

zu unterbinden. Sie stützte sich stur auf den<br />

Wortlaut des Gesetzes, nachdem der Erschöpfungsgrundsatz<br />

nur für Software auf „Vervielfältigungsstücken“,<br />

also Datenträgern<br />

gelte. Verbraucherschützer<br />

meinten,<br />

die Interessenlage sei<br />

für den Verbraucher<br />

identisch. Der Europäische<br />

Gerichtshof<br />

entschied nun: Erwirbt<br />

der Nutzer per Internet-Download eine<br />

unbefristete Lizenz, kann er diese weiterverkaufen.<br />

Wäre es nur erlaubt, Software auf<br />

Datenträgern weiter zu verkaufen, könne der<br />

Urheber den Weiterverkauf von Internet-Kopien<br />

kontrollieren und bei jedem Weiterverkauf<br />

erneut ein Entgelt verlangen, obwohl er schon<br />

beim Erstverkauf eine angemessene Vergütung<br />

erzielte. Auch Updates dürfen mit der<br />

Originalversion weiterverkauft werden. Eine<br />

Die Autorin ist Rechtsanwältin<br />

und Fachjournalistin<br />

für IT-Recht.<br />

www.vilma-niclas.eu<br />

außerordentlich positive Entscheidung des<br />

EuGH für die Verbraucher.<br />

Dennoch schiebt das Gericht gleichzeitig dem<br />

Gebraucht-Software-Markt einen gewaltigen<br />

Stein in den Weg: Der Ersterwerber sei nicht<br />

berechtigt, eine Lizenz aufzuspalten und nur<br />

einzelne Teile daraus weiterzuverkaufen.<br />

Wenn eine Firma also 25 gebündelte Lizenzen<br />

kauft, darf sie nicht nur zehn daraus weiterverkaufen.<br />

Die aufgespaltenen Lizenzen<br />

sind einer der Hauptmärkte der Gebraucht-<br />

Software-Händler – ein klarer Sieg für die<br />

Software-Industrie.<br />

Trotz des Urteils wird es letztendlich auf manchen<br />

Systemen technisch nicht möglich sein,<br />

Software weiter zu verkaufen, da sie an ein<br />

Gerät oder einen Internet-Account gebunden<br />

ist. So gingen Verbraucherschützer vor dem<br />

Bundesgerichtshof erfolglos gegen Valve vor,<br />

die Computerspiele auf DVD an einen persönlichen<br />

Internet-Account (Steam) koppeln.<br />

Nach dem EuGH-Urteil<br />

darf der Anwender<br />

im Internet gekaufte<br />

Software weiter veräußern.<br />

Betroffene<br />

können Einschränkungen<br />

dem Bundesverband<br />

der Verbraucherzentralen<br />

(www.<br />

vzbv.de) melden.<br />

Das gilt übrigens auch für E-Books und MP3s,<br />

denn die revolutionäre Entscheidung des<br />

EuGH wird sich auch darauf auswirken und<br />

hoffentlich alsbald die Türen zu digitalen Antiquariaten<br />

öffnen. Der EuGH wies auf eine vermutlich<br />

ähnliche Rechtslage für diese Werke<br />

hin. Plattformen wie Recycled Digital Media<br />

(redigi.com) könnten damit in Europa Realität<br />

werden.<br />

whs


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18<br />

SOFTWARE<br />

WINDOWS 7<br />

Kompedium auf DVD<br />

Rund 400 Seiten <strong>PC</strong>-<strong>Magazin</strong>-Wissen in<br />

einem PDF-Dokument. Am Anfang im<br />

Inhalt finden Sie einen Überblick der<br />

Artikel, sortiert nach Themen.<br />

Einstieg ab Seite 3<br />

Grundlagen ab Seite 51<br />

Parallelbetrieb ab Seite 88<br />

Sicherheit ab Seite128<br />

<strong>Windows</strong>-Tuning ab Seite 174<br />

Netzwerk ab Seite261<br />

Mehr als 300 Tipps &<br />

Tricks ab Seite290<br />

Zusätzlich auf DVD<br />

Sie finden drei weitere Boni auf DVD:<br />

1 das Sonderheft <strong>Windows</strong> 7 Starter<br />

Kit mit vielen Einstiegs- und Bedienungs-Tipps.<br />

2 das E-Book<br />

Handbuch <strong>Windows</strong><br />

7 mit Anwendungs-Tipps.<br />

3 das Tool-Paket<br />

<strong>Windows</strong> 7 Grundfunktionen<br />

mit<br />

den Microsoft<br />

<strong>Windows</strong> Live<br />

Essentials.<br />

<strong>Windows</strong> 7 wird noch lange populär bleiben – kein OS ist<br />

ausgereifter. Und damit keine Fragen offen bleiben, hilft<br />

Ihnen unser Kompendium mit 400 Seiten Praxis-Know-how,<br />

80 Grundlagenartikeln und Workshops sowie mehr als<br />

300 Tipps weiter. VON TOM RATHERT<br />

D<br />

er Nachfolger mit der Nummer 8 steht<br />

schon vor der Tür, aber viele Anwender<br />

sind noch gar nicht richtig bei <strong>Windows</strong> 7<br />

angekommen. Ein Grund für uns, Ihnen das<br />

geballte Praxiswissen aus den vergangenen<br />

drei Jahren als <strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> <strong>Windows</strong> 7 Kompendium<br />

zu präsentieren.<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> hat seit der Einführung von <strong>Windows</strong><br />

7 im Jahr 2009 rund 7 Millionen Hefte<br />

mit Workshops und Tipps zum Betriebssystem<br />

bedruckt. Das entspricht – geschätzt<br />

– einem Gesamtgewicht von 1374 Tonnen<br />

Papier. Wenn man davon ausgeht, dass etwa<br />

zehn Prozent des Heftes sich explizit mit dem<br />

Betriebssystem beschäftigen, sind das rund<br />

137 Tonnen Praxis-Know-how zu <strong>Windows</strong> 7.<br />

Zugegeben, für einen einzelnen Leser sind<br />

das nur 800 Gramm. Trotzdem: Das Beste aus<br />

den drei Jahren haben wir jetzt federleicht als<br />

PDF-Datei zum <strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> <strong>Windows</strong> 7 Kompendium<br />

zusammengefasst: 400 Seiten mit<br />

80 Grundlagenartikeln und Workshops sowie<br />

mehr als 300 Tipps.<br />

Grundfunktionen-Update auf der DVD<br />

Die vielen Tools, die in den Artikeln beschrieben<br />

sind, finden Sie jedoch nicht auf der Heft-<br />

DVD. Erstens lassen sich mehr als 40 DVDs<br />

nicht auf eine komprimieren. Zweitens gibt<br />

es von vielen Tools von vor drei Jahren aktuellere<br />

Versionen. Dafür gibt es ein Tool-Paket<br />

mit den Grundfunktionen, die Sie auf jedem<br />

frisch aufgesetzten Rechner installieren<br />

sollten, etwa .net-Frameworks, einen mächtigen<br />

Video-Player wie den VLC Media Player<br />

und einen PDF-Viewer.<br />

tr<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 10/2012 www.pc-magazin.de


DVD<br />

CD<br />

Kompendium, Tools,<br />

E-Book, Sonderheft<br />

19<br />

Kapitel 1: Einstieg und Grundlagen Wissenswertes über <strong>Windows</strong> 7<br />

■ Wer sich das erste Mal<br />

mit <strong>Windows</strong> 7 beschäftigt,<br />

muss erst mal verschiedene<br />

Fragen beantworten, wie die, ob<br />

man das OS in der 32- oder 64-Bit-Variante<br />

installieren möchte. Außerdem muss der Anwender<br />

das neue Bedienkonzept lernen. Das<br />

lohnt sich, da die Arbeit damit umso schneller<br />

geht.<br />

Der Abschnitt Einstieg beschäftigt sich in<br />

erster Linie mit Installationsproblemen, der<br />

Integration von alter Soft- und Hardware unter<br />

<strong>Windows</strong> 7 sowie den vielen im Betriebssystem<br />

versteckten Funktionen. Bei welchen<br />

Geräten gibt es Probleme mit Treibern? Wo<br />

gibt es neue? Diese Fragen beantworten die<br />

Praxisartikel.<br />

Unter dem Punkt Grundlagen können Sie einen<br />

Blick unter die Haube werfen. Sie lernen<br />

die Kernel-Architektur, die Vor- und Nachteile<br />

von 64-Bit sowie IPv6 kennen. Wie sicher <strong>Windows</strong><br />

wirklich ist, das bestimmt in erster Linie<br />

der Betriebssystem-Kern. Wir stellen kompakt<br />

Bild links: Viele Tools und Funktionen sind in<br />

<strong>Windows</strong> 7 versteckt. Wir zeigen Ihnen, wo.<br />

Bild rechts: Ein Blick unter die Haube beschreibt<br />

den <strong>Windows</strong>-7-Kernel-Aufbau.<br />

vor, was der <strong>Windows</strong>-Kernel leistet, wo die<br />

Unterschiede von XP und Vista liegen und was<br />

Sie von <strong>Windows</strong> 7 erwarten dürfen.<br />

32 oder 64-Bit<br />

64 Bit gehört die Zukunft. Wir sagen Ihnen fünf<br />

gute Gründe, warum sich der Umstieg lohnt<br />

und worauf Sie beim Systemwechsel achten<br />

sollten. Augenfällig ist dabei der Arbeitsspeicher.<br />

Denn nichts macht einen <strong>Windows</strong>-<br />

Benutzer glücklicher als viel Arbeitsspeicher.<br />

Aber erst mit 64-Bit-<strong>Windows</strong> sind 4 GByte<br />

und mehr tatsächlich nutzbar. Außerdem<br />

finden Sie Artikel zur Batchverarbeitung und<br />

Gruppenrichtlinien, mit denen Sie im Netzwerk<br />

Dinge verbieten oder erlauben.<br />

Kapitel 2: Parallel oder virtuell XP, Vista, 7 und 8 nebeneinander betreiben<br />

■ Wenn der Kompatibilitätsmodus unter <strong>Windows</strong><br />

7 mit entsprechend alter Software nicht<br />

funktioniert, müssen Sie auf den XP-Mode<br />

zurückgreifen. Steht auch der nicht zur Verfügung,<br />

helfen die Artikel in diesem Kapitel,<br />

wie Sie ältere Versionen parallel betreiben.<br />

Wenn sich Ihr System nicht modernisieren<br />

und Ihre Programme sich nicht umsiedeln<br />

lassen, müssen Sie nicht verzweifeln: Es gibt<br />

viele einfache Möglichkeiten, zwei Betriebssysteme<br />

nebeneinander zu betreiben. Sie<br />

haben die Wahl zwischen zwei Ansätzen: Entweder<br />

Sie installieren mit einem<br />

Boot-Manager Ihr altes Betriebssystem<br />

parallel in<br />

<strong>Windows</strong> 7. Oder<br />

Sie verwenden<br />

eine virtuelle Maschine, um darin Programme<br />

unter XP oder Vista weiterhin zu verwenden.<br />

UEFI-BIOS<br />

Die Artikel in diesem Bereich geben auch Praxis-Tipps<br />

zu den aktuellen Technologien wie<br />

UEFI-BIOS und GUID-Partitionstabellen. Der<br />

Master Boot Record etwa kann Festplatten<br />

nur mit maximal 2 TByte verwalten. Für größere<br />

Platten brauchen Sie GUID-Partitionstabellen,<br />

sonst verschenken Sie Platz. Und der<br />

moderne BIOS-Nachfolger heißt UEFI. Wir<br />

zeigen die Unterschiede zum traditionellen<br />

BIOS, erklären die Grundlagen und geben<br />

auch Übertaktungstipps.<br />

Bild links: Wer vor den Wechsel von <strong>Windows</strong> 7<br />

auf 8 Angst hat, betreibt beide OS parallel.<br />

Bild rechts: Bewahren Sie Ihr altes Betriebssystem<br />

in einer virtuellen Maschine.<br />

www.pc-magazin.de <strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 10/2012


20<br />

SOFTWARE<br />

WINDOWS 7<br />

Kapitel 3: Sicherheit <strong>Windows</strong>-Lücken schließen<br />

■ Das Thema Sicherheit<br />

wird aktuell bleiben, solange<br />

es Rechner gibt. Die Artikel-Auswahl<br />

in diesem Kapitel<br />

beschreibt verschiedene Schwachstellen<br />

im <strong>Windows</strong>-7-System und wie Sie diese beheben.<br />

Ist ein Unglück erst mal geschehen,<br />

zeigen wir zudem, mit welchen Mitteln Sie<br />

retten, was zu retten ist.<br />

Um Sicherheit müssen Sie sich als Anwender<br />

auch selber kümmern. Als erstes sollten Sie<br />

ein Backup und einen Wiederherstellungspunkt<br />

anlegen. Seit XP ist die Systemwiederherstellung<br />

ein beliebtes Instrument, <strong>Windows</strong><br />

von fehlgeschlagenen Installationen<br />

zu befreien. Wir zeigen, wie man den Schattenkopierer<br />

voll ausreizt und tückische Fallen<br />

umgeht.<br />

Wenn der Rechner nicht mehr funktioniert,<br />

Sie ihn von Viren befreien, Daten retten oder<br />

ihn testen möchten, sind Programme gefragt,<br />

die jeweils von einem eigenen Bootsystem<br />

auf den <strong>PC</strong> zugreifen. Konzentrieren Sie Ihre<br />

Sammlung von wichtigen Live-CDs auf einem<br />

einzelnen Datenträger und retten Sie damit<br />

Ihren Rechner. Mehrere Artikel zeigen, wie Sie<br />

einen USB-Stick oder eine Rettungs-DVD anlegen.<br />

Mit virtuellen Maschinen browsen Sie in<br />

einer sicheren Umgebung, mit Remote Access<br />

helfen Sie anderen oder lassen sich von anderen<br />

helfen.<br />

Bild links unten: Aus virtuellen Umgebungen<br />

heraus gehen Sie geschützt ins Internet.<br />

Bild rechts unten: Bauen Sie sich einen USB-<br />

Stick mit allen notwendigen Notfall-Tools.<br />

Mehr als 300 <strong>Windows</strong>-7-Tipps finden Sie in<br />

dem <strong>PC</strong>-<strong>Magazin</strong>-Kompendium.<br />

Kapitel 4: Tipps & Tricks<br />

■ Wenn ein Problem existiert,<br />

reicht oft schon ein kleiner<br />

Hinweis, den man in<br />

zehn Zeilen beschreiben<br />

kann,<br />

um Abhilfe zu schaffen. Kleine Tipps mit<br />

großer Wirkung machen deshalb den Löwenanteil<br />

am Kompendium aus. Durchsuchen<br />

Sie die Tipps-Strecke am besten gezielt<br />

mit der PDF-Suche.<br />

Entdecken Sie mit unseren Tipps und Tricks<br />

die Funktionen, die Lust aufs Ausprobieren<br />

machen. Passen Sie Ihr <strong>Windows</strong> 7<br />

beispielsweise mit Zusatz-Tools und Registrykeys<br />

an Ihre Bedürfnisse an. Dazu gehören<br />

die Größenänderung von virtuellen<br />

Dateien, das Anpassen des Explorer-Pfades<br />

in der Explorer-Leiste und die Erweiterung<br />

des Kontextmenüs. Probieren Sie auch<br />

den „Gottmodus“ aus. Und wissen Sie eigentlich,<br />

wie leicht es ist, Sprachaufzeichnungen<br />

herzustellen? Vielleicht möchten<br />

Sie auch wichtigen Programmen spezielle<br />

Tastenkombinationen zuweisen oder Sie<br />

vermissen unter <strong>Windows</strong> 7 die Internetsuche<br />

im Startmenü. Der <strong>Windows</strong>-Taschenrechner<br />

kann zudem mehr als simple<br />

Kalkulationen; ein verstecktes Werkzeug<br />

löscht gründlicher, Kurznotizen lassen sich<br />

speichern. Ein einfacher Trick gibt der LANvor<br />

der WLAN-Verbindung den Vorrang. ISO-<br />

Images brennen Sie leicht mit <strong>Windows</strong> 7.<br />

Schützen Sie Ihre wichtigsten Programme<br />

vor Deinstallation, verhindern Sie Autostart-<br />

Mechanismen oder sorgen Sie dafür, dass<br />

Ihr Computer leise und schneller startet.<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 10/2012 www.pc-magazin.de


21<br />

Kapitel 6: Tuning Schneller, schöner, weiter<br />

■ Der größte Feind für die Performance von<br />

<strong>Windows</strong> ist die Zeit. Denn jeden Monat kommen<br />

Programme und Dienste hinzu, die das<br />

Betriebssystem langsamer machen. Da hilft<br />

nur Tuning.<br />

Wenn vier GByte RAM nicht voll nutzbar sind,<br />

Videodateien zu groß für die externe Festplatte<br />

sein sollen und Fehlermeldung wegen<br />

falscher Dateinamen kommen, sind Sie auf<br />

<strong>Windows</strong>-Grenzen gestoßen. Verschiedene<br />

Workshops zeigen, wie Sie diese umgehen.<br />

Ein weiterer Stolperstein sind Programme, die<br />

mit <strong>Windows</strong> starten und damit Performance<br />

verbrauchen. Zum Glück gibt es kostenlose<br />

und effektive Werkzeuge, um alle<br />

Schwierigkeiten zu beheben.<br />

Lesen Sie auch,<br />

welche Schwä- chen die <strong>Windows</strong>-Update-Funktion<br />

hat. Wir zeigen Ihnen<br />

schließlich, wie Sie den Update-Vorgang für<br />

Software und Treiber optimieren. Und: Solid<br />

State Disks sind die schnellsten Festplatten<br />

der Welt. Doch die nahtlose Integration in<br />

<strong>Windows</strong> 7 funktioniert nicht immer. Wenn<br />

<strong>Windows</strong> 7 Ihre SSD nicht mag, müssen Sie<br />

Ihrem System Dampf machen! Sonst lebt die<br />

SSD nicht lange.<br />

So gibt es keine Probleme im <strong>Windows</strong>-7-<br />

Netz mit XP- und Apple-Rechnern.<br />

Kapitel 5: Netzwerke<br />

■ Heutzutage hat kaum noch jemand nur<br />

einen Rechner. Meistens gibt es ein Netzwerk.<br />

Und darin sind dann nicht <strong>PC</strong>s mit<br />

dem selben Betriebssystem, sondern ganz<br />

unterschiedliche. XP, Vista, 7, Mac OS und<br />

Linux müssen deshalb immer öfter im Netzwerk<br />

zusammenarbeiten.<br />

Ganz gleich, ob es sich um eine <strong>Windows</strong>-<br />

Maschine oder einen Mac-OS-X-Rechner<br />

handelt – die Benutzer eines Netzwerks<br />

möchten ihre Daten direkt über Freigaben<br />

austauschen, ohne dass sie sich die Dokumente<br />

per Mail zuschicken müssen. Auch<br />

die direkte Verwendung aller Drucker in<br />

einer Netzwerkumgebung steht immer wieder<br />

auf der Wunschliste. Wir zeigen Ihnen<br />

die gemeinsamen Grundlagen von Mac OS<br />

X und <strong>Windows</strong>.<br />

Da die meisten Internetnutzer in Deutschland<br />

zudem per DSL unterwegs sind, ist der<br />

einfachste Weg zum gemeinsamen Netz<br />

ein DSL-WLAN-Router, wobei man natürlich<br />

nicht zwingend ein Funknetz aufbauen<br />

muss. Und wenn geringe Datenraten und<br />

andauernde Verbindungsabbrüche einem<br />

richtig den Spaß verderben, also das WLAN<br />

bei Ihnen schlecht funktioniert, müssen<br />

Sie wohl auf eine der anderen Lösungen<br />

umsteigen. Grundsätzlich auf WLAN im eigenen<br />

Haus zu verzichten, wäre allerdings<br />

ein Fehler, denn beim Einsatz z.B. von Internetradios<br />

ist das Strippenlegen nur bedingt<br />

sinnvoll. Denn die maximale MP3-Bitrate<br />

liegt bei nur 320 kBit/s. Unser Kompendium<br />

zeigt Alternativen auf, etwa PowerLAN<br />

übers Stromnetz.<br />

Bild links oben: Viele Programme und Dienste<br />

starten mit <strong>Windows</strong> 7 mit. Misten Sie aus.<br />

Bild links unten: So überschreiten Sie die in<br />

<strong>Windows</strong> 7 willkürlich gesetzten Grenzen.<br />

Bild rechts oben: SSD-Einbau ist das neue<br />

<strong>Windows</strong>-Tuning. So klappt es ohne Probleme.<br />

Bild rechts unten: Stabile Treiber und Updates<br />

sind auch in <strong>Windows</strong> 7 wichtig.<br />

www.pc-magazin.de <strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 10/2012


22<br />

SOFTWARE<br />

WINDOWS<br />

FEB APR JUN AUG OKT DEZ<br />

FEB APR JUN AUG OKT DEZ<br />

FEB APR JUN AUG OKT DEZ<br />

FEB APR JUN AUG OKT DEZ<br />

FEB APR JUN AUG OKT DEZ<br />

FEB APR JUN<br />

JAN MÄR MAI JUL SEP NOV<br />

JAN MÄR MAI JUL SEP NOV<br />

JAN MÄR MAI JUL SEP NOV<br />

JAN MÄR MAI JUL SEP NOV<br />

JAN MÄR MAI JUL SEP NOV<br />

JAN MÄR MAI J<br />

1995 1996 1997 1998 1999 2000<br />

<strong>Windows</strong> 1995<br />

Special und Virtual<br />

Folder: Erstmals gab<br />

es einen Ordner für<br />

Dateien, die der Nutzer<br />

auf dem Desktop<br />

ablegt (Desktop<br />

Directory).<br />

<strong>Windows</strong> NT<br />

Keine Änderungen:<br />

Die ersten NT-Versionen<br />

übernahmen<br />

das Konzept Special/Virtual<br />

Folder<br />

direkt von<br />

<strong>Windows</strong> 95.<br />

<strong>Windows</strong> 98<br />

Weitgehende Erweiterungen:<br />

Neue<br />

Spezialordner wie<br />

My Documents und<br />

virtuelle Ordner<br />

wie My Computer<br />

(Arbeitsplatz).<br />

EINFACH UND UNVERSTÄNDLICH<br />

Geheime Ordner<br />

Versteckt Microsoft auf den <strong>Windows</strong>-Systemen Ordner vor den Blicken der Anwender?<br />

Wir zeigen, was hier versteckt wird, was der Zweck ist und präsentieren Tipps und Tricks für<br />

den Umgang mit den geheimen Ordnern.<br />

VON THOMAS BÄR UND FRANK-MICHAEL SCHLEDE<br />

E<br />

igentlich ist es unter <strong>Windows</strong> doch<br />

ganz einfach: Es gibt Ordner und darin<br />

befinden sich die Dateien – und nach<br />

genau diesem Schema greifen Sie auf Ihre<br />

Ressourcen zu. Doch dann gibt es da noch<br />

die speziellen Ordner – die Special Folder<br />

– , die ganz bestimmte Systembereiche repräsentieren.<br />

Um die Verwirrung komplett<br />

zu machen, kamen mit <strong>Windows</strong> 7 (und 8)<br />

noch die Bibliotheken hinzu. Was versteckt<br />

Microsoft mit und in diesen Ordnern?<br />

Verstehen und einsetzen<br />

Bereits seit <strong>Windows</strong> 95 unterstützen die Microsoft-Betriebssysteme<br />

Special Folder. Deren<br />

Möglichkeiten und Fähigkeiten wurden dann<br />

mit jedem Release der <strong>Windows</strong>-Software erweitert<br />

und verbessert, wie unsere Zeitleiste<br />

sehr schön zeigt. Zu diesen speziellen Shell-<br />

Ordnern gehören unter anderem solche bekannten<br />

Verzeichnisse wie Eigene Bilder und<br />

Eigene Musik. Ein wichtiger Grund für ihre<br />

Einführung bestand darin, die Anwender so<br />

wenig wie möglich mit absoluten Pfaden im<br />

Dateisystem arbeiten zu lassen.<br />

Unter <strong>Windows</strong> 7 und 8 sind sie als normale<br />

Ordner des jeweiligen Anwenders implementiert.<br />

Sie finden diese Ordner unter dem Pfad<br />

C:\Benutzer\Benutzername. Die alten Special<br />

Shell Folders, wie sie noch unter <strong>Windows</strong><br />

Vista existierten, sind bei <strong>Windows</strong> 7 und 8<br />

(siehe Bild unten) nicht mehr direkt vorhanden,<br />

sondern wurden in der Umgebung des<br />

<strong>Windows</strong> Explorers durch die Bibliotheken<br />

ersetzt, die weitaus mächtigere Funktionen<br />

anbieten. Sie werden von Microsoft auch als<br />

virtuelle Ordner bezeichnet. Dieses Konzept<br />

stand zwar grundsätzlich schon unter Vista<br />

zur Verfügung, wurde aber erst mit <strong>Windows</strong><br />

7 so in den <strong>Windows</strong> Explorer integriert, dass<br />

es die gesamte Arbeit beeinflusst. Grundsätzlich<br />

handelt es sich bei den virtuellen Ordnern<br />

nicht um echte Verzeichnisse im Sinne eines<br />

Auch unter <strong>Windows</strong> 8<br />

sind die alten „Special<br />

Shell Folders“, wie sie<br />

noch unter <strong>Windows</strong><br />

Vista existierten,<br />

nicht mehr direkt<br />

vorhanden: Sie wurden<br />

in der Umgebung des<br />

<strong>Windows</strong>-Explorers<br />

durch die Bibliotheken<br />

ersetzt.<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 10/2012 www.pc-magazin.de


DVD<br />

CD<br />

Toolpaket Geheimnisvolle<br />

<strong>Windows</strong>-Ordner<br />

23<br />

AUG OKT DEZ<br />

FEB APR JUN AUG OKT DEZ<br />

FEB APR JUN AUG OKT DEZ<br />

FEB APR JUN AUG OKT DEZ<br />

FEB APR JUN AUG OKT DEZ<br />

FEB APR JUN AUG OKT DEZ<br />

UL SEP NOV<br />

JAN MÄR MAI JUL SEP NOV<br />

JAN MÄR MAI JUL SEP NOV<br />

JAN MÄR MAI JUL SEP NOV<br />

JAN MÄR MAI JUL SEP NOV<br />

JAN MÄR MAI JUL SEP NOV<br />

2001 2002 2003 2004 2005 2006<br />

<strong>Windows</strong> 2000<br />

Virtueller Ordner<br />

für Suchergebnisse<br />

(Search Results),<br />

der nur nach der<br />

Suche sichtbar ist.<br />

<strong>Windows</strong> Me<br />

Kein Unterschied<br />

und keine Erweiterungen<br />

im Vergleich<br />

zu <strong>Windows</strong><br />

2000.<br />

<strong>Windows</strong> XP<br />

Eine ganze Reihe<br />

neuer Special Folder,<br />

unter anderem<br />

für Musik, Bilder<br />

und Videos (Meine<br />

Musik etc.) kommen<br />

hinzu.<br />

Dateisystems: Es sind Dateien, die symbolische<br />

Links (Shortcuts) beschreiben, die wiederum<br />

auf echte Dateien und Verzeichnisse<br />

im Dateisystem verweisen.<br />

Die Ansicht einer Bibliothek im <strong>Windows</strong>-Explorer<br />

zeigt ein weiteres Merkmal: Die Bibliotheken<br />

präsentieren eine Kopfzeile, in der ein<br />

Hinweis darauf zu finden ist, welche Speicherorte<br />

dem virtuellen Ordner zugeordnet sind.<br />

Ein Klick darauf zeigt, welche Orte im Dateisystem<br />

ein Teil dieser speziellen Bibliothek sind<br />

und erlaubt zudem ein einfaches Hinzufügen<br />

weiterer Speicherorte. Der Anwender kann einer<br />

Bibliothek auf diese Weise bis zu 50 Ordner<br />

zuordnen. Wie das Bild rechts unten zeigt,<br />

funktioniert das auch unter <strong>Windows</strong> 8. Einige<br />

der Eigenschaften und Merkmale sind jetzt<br />

direkt über die Multifunktionsleiste (Ribbon)<br />

des <strong>Windows</strong>-Explorers erreichbar.<br />

WICHTIG<br />

Durch die Zuordnung eines Verzeichnisses<br />

zu einer Bibliothek wird keine Datei im System<br />

verändert oder an einem anderen Ort<br />

gespeichert – alle Daten und Verzeichnisse<br />

bleiben an ihrem ursprünglichen Speicherort,<br />

es wird nur ein weiterer Link darauf angelegt.<br />

Neue Bibliotheken<br />

Sie sind beim Einsatz der Bibliotheken nicht<br />

nur auf die vier vorgegeben Typen beschränkt,<br />

sondern können auch eigene Bibliotheken<br />

anlegen: Klicken Sie dazu im <strong>Windows</strong> Explorer<br />

im linken Bereich auf den Ordner Bibliotheken.<br />

Der Explorer zeigt unter <strong>Windows</strong> in<br />

der oberen Leiste den Punkt Neue Bibliothek<br />

an. Klicken Sie darauf und geben Sie der neuen<br />

Bibliothek einen Namen. Weisen Sie nun<br />

Ordner der Bibliothek zu, um darin Dateien zu<br />

sammeln. Als Standardordner verwendet die<br />

neue Bibliothek immer den ersten zugewiesenen<br />

Ordner. Ist Ihnen diese Vorgehensweise<br />

zu umständlich oder vielleicht auch etwas<br />

Wer unter <strong>Windows</strong> 7 den Startmenü-Eintrag<br />

„Bilder“ auswählt, landet direkt im virtuellen<br />

Verzeichnis der Bilder-Bibliothek.<br />

zu unflexibel, so greifen Sie einfach auf die<br />

Freeware Librarian zurück (http://winaero.<br />

com/comment.php?comment.news.8). Das<br />

Programm arbeitet zwar nur in Englisch oder<br />

Russisch, hatte bei unseren Tests aber auch<br />

auf deutschen <strong>Windows</strong>-7-Systemen kein Problem<br />

damit, neue Bibliotheken einzurichten,<br />

diese mit beliebigen Icons zu versehen oder<br />

auch die Standard-Bibliotheken auf dem<br />

<strong>Windows</strong>-System entsprechend zu bearbeiten.<br />

Ein sehr großer Vorteil dieser Lösung: Mit<br />

einem einfachen Klick können Sie die Standardeinstellungen<br />

wiederherstellen.<br />

Sharing in der Heimnetzgruppe<br />

Viele Anwender empfinden die Unterscheidung<br />

von Arbeitsgruppe und Domäne und die<br />

Art der Freigabe von Ordnern unter <strong>Windows</strong><br />

als umständlich oder gar unverständlich. Das<br />

war wohl auch ein Grund dafür, warum Microsoft<br />

mit dem Erscheinen von <strong>Windows</strong> 7 die<br />

Heimnetzgruppe eingeführt hat. Freigabe und<br />

Den Bibliotheken können<br />

beliebige Ordner<br />

hinzugefügt werden:<br />

Unter <strong>Windows</strong> 8 wird<br />

die Verwaltung dieser<br />

virtuellen Ordner<br />

durch die Ribbon-Leiste<br />

des Explorers noch<br />

etwas übersichtlicher.<br />

www.pc-magazin.de <strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 10/2012


24<br />

SOFTWARE<br />

WINDOWS<br />

FEB APR JUN AUG OKT DEZ<br />

FEB APR JUN AUG OKT DEZ<br />

FEB APR JUN AUG OKT DEZ<br />

FEB APR JUN AUG OKT DEZ<br />

FEB APR JUN AUG OKT DEZ<br />

JAN MÄR MAI JUL SEP NOV<br />

JAN MÄR MAI JUL SEP NOV<br />

JAN MÄR MAI JUL SEP NOV<br />

JAN MÄR MAI JUL SEP NOV<br />

JAN MÄR MAI JUL SEP NOV<br />

2007 2008 2009 2010 2011 2012<br />

<strong>Windows</strong> Vista<br />

Wenige Änderungen:<br />

Einführung<br />

eines Special Ordners<br />

für gesicherte<br />

Spielstände (Saved<br />

Games).<br />

<strong>Windows</strong> 7<br />

Einführung der<br />

Bibliotheken (Bilder,<br />

Dokumente, Musik,<br />

Videos) als virtuelle<br />

Ordner, die eng in<br />

die Heimnetzgruppe<br />

integriert sind.<br />

<strong>Windows</strong> 8<br />

Zum aktuellen Zeitpunkt noch keine<br />

weitreichenden Änderungen in Bezug<br />

auf Special und Virtual Folder.<br />

die Erstellung einer Heimnetzgruppe sind mit<br />

wenigen Mausklicks erledigt und ein Zugriffspasswort<br />

für die Gruppe schlägt <strong>Windows</strong> 7<br />

bei der Einrichtung automatisch vor. Allerdings<br />

unterscheiden sich die Freigaben unter<br />

<strong>Windows</strong> 7 deutlich von den gewöhnlichen<br />

Datei- und Laufwerksfreigaben: Die Heimnetzgruppe<br />

dient explizit nur dazu, Anwender mit<br />

<strong>Windows</strong>-7- und -8-Systemen innerhalb eines<br />

LANs den Zugriff auf die Bibliotheken der<br />

Mitglieder dieses Heimnetzwerks zu ermöglichen.<br />

So stehen dann die standardmäßigen<br />

Bibliotheken für die Bereiche Dokumente, Bilder,<br />

Musik und Videos sofort über die Heimnetzgruppe<br />

zur Verfügung. Bibliotheken in der<br />

Heimnetzgruppe gibt es in allen Editionen von<br />

<strong>Windows</strong> 7 und 8. Allerdings können Anwender,<br />

die <strong>Windows</strong> 7 Starter oder die <strong>Windows</strong>-<br />

7-Home-Basic-Version verwenden, einer<br />

Heimnetzgruppe nur beitreten, sie jedoch<br />

nicht gründen. Diese Einschränkung wird es<br />

unter <strong>Windows</strong> 8 nicht mehr geben.<br />

Wie werde ich die Bibliotheken los?<br />

Mit Hilfe der Registry entfernen Sie die Anzeige<br />

der Bibliotheken im Explorer.<br />

ACHTUNG: Eingriffe in die Registry nehmen<br />

Sie auf eigene Gefahr vor. Legen Sie eine Sicherung<br />

an: Exportieren Sie die Registry zunächst<br />

in eine reg-Datei. Im Notfall lesen Sie<br />

diese wieder ein und stellen so den alten Zustand<br />

wieder her.<br />

Starten Sie zum Entfernen der Bibliotheksanzeige<br />

den Registrierungs-Editor (regedit.<br />

exe) und navigieren zum Schlüssel HKEY_LO-<br />

CAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\<strong>Windows</strong>\CurrentVersion\Explorer\Desktop\<br />

Namespace. Löschen Sie im Verzeichnis<br />

Namespace den Schlüssel {031E4825-7B94-<br />

4dc3-B131-E946B44C8DD5}. Nach einem<br />

Neustart des Rechners sind die Bibliotheken<br />

aus dem Explorer verschwunden.<br />

Bequemer geht es mit der Freeware <strong>Windows</strong><br />

Explorer Navigation Pane Configuration<br />

(WEN<strong>PC</strong>FG) von www.s-inn.de/blog/post/<br />

remove-Libraries-Favorites-in-windowsexplorer-navigation-pane.aspx.<br />

Das Kommandozeilen-Tool<br />

entfernt und zeigt über Parameter<br />

die Anzeige aus dem Navigationsbereich<br />

des Explorers. Dabei führt das Tool die<br />

notwendigen Änderungen in der Registry in<br />

den Zweigen HK_LOCAL_MACHINE und HKEY_<br />

CLASSES_ROOT aus. Deshalb müssen Sie<br />

Werkzeug mit Administratorberechtigungen<br />

starten ([Umschalt-Strg-Eingabe] statt [Eingabe]).<br />

Die Änderungen sind Maschinen-basiert<br />

und damit keine Zuweisung der Einstellung<br />

pro Anwender. Nach einer entsprechenden<br />

Änderung muss der Explorer-Prozess neu<br />

([F5]) gestartet werden.<br />

tr<br />

Die Freeware Librarian2<br />

hilft bei der Anlage und<br />

Verwaltung der Bibliotheken:<br />

Mit ihrer Hilfe<br />

können beispielsweise<br />

auch die Standard-Icons<br />

der Bibliotheken verändert<br />

werden.<br />

Das nützliche Kommandozeilen-Tool<br />

„wenpcfg“ im<br />

Einsatz: Mit seiner Hilfe<br />

kann die Anzeige der Bibliothek-Icons<br />

im Explorer<br />

beliebig aus- und natürlich<br />

auch wieder eingeschaltet<br />

werden.<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 10/2012 www.pc-magazin.de


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26<br />

SOFTWARE<br />

BROWSER<br />

EXKLUSIV VON <strong>PC</strong> MAGAZIN<br />

Der sicherste<br />

Browser der Welt<br />

W<br />

er hätte das gedacht: Der sicherste<br />

Browser der Welt kommt eigentlich<br />

von Google. Die Experten des Bundesamts<br />

für Sicherheit in der <strong>Info</strong>rmationstechnik<br />

(BSI) empfehlen ihn seit Februar sogar<br />

offiziell: „Verwenden Sie [...] möglichst<br />

einen Browser mit Sandbox-Technologie.<br />

Konsequent umgesetzt wird dieser Schutz<br />

gegenwärtig z.B. von Google Chrome. Vergleichbare<br />

Mechanismen sind in anderen<br />

Browsern derzeit entweder schwächer implementiert<br />

oder noch nicht vorhanden.“<br />

Manch andere Untersuchung lobt zwar<br />

den Inhaltsfilter des Internet Explorers als<br />

noch wirksameren Mechansismus, aber<br />

bei Chrome geht der Schutz noch weiter,<br />

da er Angriffe auf Plug-ins mit umfasst.<br />

Die so gelobte Sandbox führt dabei alle<br />

aktiven Inhalte von Webseiten, also JavaScript,<br />

Flash oder Plug-ins, in einer<br />

abgeschlossenen Umgebung aus. Ein<br />

bösartiges Script hat keinen Zugriff auf<br />

Speicher oder Dateisystem außerhalb<br />

des „Sandkastens“ und kann keinen<br />

Trojaner direkt im System festsetzen. Ein<br />

Hacker muss erst diesen Schutz überwinden,<br />

was zwar durchaus geschehen kann,<br />

aber deutlich schwieriger ist.<br />

Der <strong>PC</strong>-<strong>Magazin</strong>-Browser auf der<br />

Basis von Iron/Chrome schützt den<br />

Anwender wie ein Superheld vor<br />

den Gefahren aus dem Web.<br />

Er verhindert bösartige Scripte, löscht<br />

ärgerliche Cookies und unterdrückt die<br />

Google-Schnüffelfunktionen.<br />

VON WOLF HOSBACH<br />

Google schnüffelt<br />

Nicht zu vergessen: Letztendlich hängt es<br />

auch bei „sicheren Browsern“ von den persönlichen<br />

Einstellungen und zusätzlichen<br />

Schutz-Add-ons ab, wie sicher das System<br />

und ihr Benutzer wirklich sind. Chrome bildet<br />

jedenfalls eine gute Basis, nur die Googleeigenen<br />

Schnüffelfunktionen verärgern den<br />

Anwender. Den Datenklau, vor dem Google<br />

den Anwender mit Chrome schützt, führt die<br />

Firma nämlich selbst im Browser-Hintergrund<br />

durch, ohne dass der Anwender es merkt. Ein<br />

Beispiel: Mit Chrome installiert der Hersteller<br />

den Google Updater, ein Tool, das sich jede<br />

Stunde einmal bei Google meldet – egal ob<br />

der Browser läuft oder nicht.<br />

Beim Iron Browser gibt es das alles nicht. Er<br />

basiert auf Chromium, dem Open-Source-Projekt<br />

von Chrome, und wurde um die Schnüf-<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 10/2012 www.pc-magazin.de


DVD<br />

CD<br />

<strong>PC</strong>-<strong>Magazin</strong>-Sicherheitsbrowser,<br />

Sicherheits-Add-ons<br />

27<br />

felfunktionen „erleichtert“. Wir konnten bei<br />

Tests mit Firewall und Wireshark (www.wire<br />

shark.org) im Leerlauf keinerlei Verbindungsversuche<br />

feststellen. Eine vorkonfigurierte,<br />

optmierte Fassung des Iron Browsers finden<br />

Sie exklusiv auf der Heft-DVD – unseren <strong>PC</strong>-<br />

<strong>Magazin</strong>-Browser. Da es sich dabei auch noch<br />

um die portable Version handelt, ist keinerlei<br />

Installation erforderlich – das Programm<br />

läuft auch vom USB-Stick. Der Iron Browser<br />

ist deshalb nicht nur schnüffelfrei, sondern<br />

bietet wirklich einen „eisenharten“ Schutz<br />

gegen alle Angreifer. Abgesehen davon bietet<br />

Chrome und damit auch der Iron Browser<br />

neben der Sandbox weitere entscheidende<br />

Sicherheitsfunktionen. Eine ist das selektive<br />

Blockieren von JavaScript, eine Funktionalität,<br />

die Firefox-Freunde vom Add-on NoScript<br />

(noscript.net) kennen.<br />

Beim Iron Browser ist diese Sicherung direkt<br />

integriert und für unseren <strong>PC</strong>-<strong>Magazin</strong>-Browser<br />

voreingestellt (im Menü Inhaltseinstellungen:<br />

Einstellungen/Erweiterte Einstellungen<br />

anzeigen/Datenschutz/Inhaltseinstellungen/<br />

JavaScript). Mit dieser sicheren Einstellung<br />

funktionieren viele Seiten jedoch nicht mehr,<br />

beispielsweise Youtube. In so einem Fall zeigt<br />

der Iron Browser oben neben dem Adressfeld<br />

ein kleines Symbol mit rotem X an. Klickt der<br />

Anwender auf dieses, so fügt er für die aktuelle<br />

Seite eine Ausnahme hinzu, damit Scripte<br />

zukünftig auf dieser speziellen Seite aktiviert<br />

sind. Die Iron-Funktion ist dabei nicht ganz so<br />

komfortabel wie NoScript, aber vom Sicherheitslevel<br />

vergleichbar.<br />

Digitaler Fingerabdruck<br />

Überlegen Sie sich aber immer genau, ob Sie<br />

Scripte für einzelne Sites wirklich zulassen<br />

wollen, denn ohne Scripte ergibt sich ein weiterer<br />

Sicherheitsvorteil: Eine Webseite kann<br />

dann wesentlich weniger <strong>Info</strong>rmationen des<br />

Browsers abrufen. Aus allen Browser-<strong>Info</strong>rmationen<br />

wie Browser-Typ, Bildschirmauflösung,<br />

Die wichtigsten Erweiterungen des <strong>PC</strong>-<strong>Magazin</strong>-Browsers<br />

Im speziell für <strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> angepassten<br />

Iron-Browser auf der Heft-DVD haben<br />

wir eine Reihe von Erweiterungen vorinstalliert.<br />

Im Menü Einstellungen/Erweiterungen<br />

können Sie diese deaktivieren<br />

oder deinstallieren. Neue finden Sie unter<br />

chrome.google.com/webstore. Wir haben<br />

nur Add-ons aufgenommen, die wir<br />

als spionagefrei beurteilt haben. Nur der<br />

RSS-Reader sucht nach neuen Feeds, sofern<br />

diese abonniert wurden.<br />

FVD Video-Downloader<br />

Diese Extension lädt Videos von allen<br />

nur denkbaren Filmportalen – außer<br />

Youtube. Für das Google-Portal gibt es einen<br />

eigenen, offiziellen Downloader von<br />

Google, der allerdings regelmäßig seinen<br />

Hersteller im Internet kontaktiert.<br />

RSS Feed Reader<br />

Verpassen Sie keine Nachricht<br />

mehr. Mit dem RSS-Reader integrieren<br />

Sie die wichtigsten News und Blogs in<br />

Ihrem <strong>PC</strong>-<strong>Magazin</strong>-Browser. Das Add-on<br />

prüft regelmäßig, ob es bei den abonnierten<br />

Seiten Neues gibt.<br />

Google schnüffelt:<br />

Mit allen Google-<br />

Programmen, auch<br />

Chrome, kommt der<br />

Updater, der sich tief<br />

im Autostart verankert<br />

und regelmäßig mit<br />

dem Hersteller Kontakt<br />

aufnimmt. Beim<br />

Iron Browser sind die<br />

Schnüffelfunktionen<br />

ausgeschaltet.<br />

PanicButton<br />

Wenn der Chef unerwartet das<br />

Büro betritt, bricht Panik aus. Mit dem<br />

roten PanicButton verschwinden sofort<br />

alle offenen Browser-Tabs und die unverfängliche<br />

<strong>PC</strong>-<strong>Magazin</strong>-Seite erscheint.<br />

Wenn die Gefahr vorbei ist, kehren mit<br />

einem weiteren Klick die versteckten Inhalte<br />

zurück.<br />

Webdeveloper<br />

Entwickler und Designer finden<br />

mit den Webdeveloper-Tools viele hilfreiche<br />

Funktionen zu CSS, Formularen,<br />

Farben oder Standards.<br />

Download Master<br />

Es ist umständlich, richtig viel von<br />

einer Webseite herunterzuladen, da man<br />

jedes Bild oder Element einzeln anklicken<br />

muss. Der Download Master erledigt<br />

das mit einem Klick.<br />

Auto Zoom<br />

Die Erweiterung vergrößert und<br />

verkleinert Webseiten auf Wunsch und<br />

merkt sich die gewählte Einstellung für<br />

jede einzelne Seite.<br />

installierten Plug-ins und Systemschriften<br />

erstellen findige Webmaster einen eindeutigen<br />

Fingerabdruck, über den sie einzelne<br />

Besucher wiedererkennen. So lassen sich<br />

Benutzerprofile anlegen. Ohne JavaScript und<br />

Flash stehen dafür allerdings nicht genügend<br />

<strong>Info</strong>rmationen zur Verfügung.<br />

Eine weitere Sicherung gegen bösartige Seiten<br />

ist der Phishing- und Malware-Schutz, der die<br />

vom Surfer aufgerufenen Webseiten mit einer<br />

schwarzen Liste vergleicht. Beim Iron Browser<br />

ist die Funktion von Haus aus deaktiviert, da<br />

es sich auch um eine Nach-Hause-telefonieren-Komponente<br />

von Google handelt. Wir haben<br />

sie deshalb ebenfalls nicht aktiviert, obwohl<br />

es eine Überlegung wert wäre (im Menü<br />

Einstellungen/Erweiterte Einstellungen anzeigen/Datenschutz).<br />

Denn selbst vertrauenswürdige<br />

Seiten können über SQL-Injections<br />

oder XSS-Attacken zeitweilig Schad-Code<br />

verbreiten. Wetter.com war unlängst ein Opfer<br />

einer solchen Attacke. Solche Seiten landen<br />

innerhalb von kurzer Zeit auf der schwarzen<br />

Liste. Wer ein Anti-Viren-Programm mit einem<br />

Browser-Schutz betreibt, benötigt den Google-Malware-Schutz<br />

nicht.<br />

Iron schützt Daten<br />

Chrome und Iron Browser verfügen zudem<br />

über ein vorbildliches Cookie-Management.<br />

Es ist unkompliziert und bringt alle nötigen<br />

Einstellungen mit. Chrome war sogar einer der<br />

ersten Browser, die auch Cookies von Flashund<br />

anderen Plug-ins löschte. Bei Firefox ist<br />

hier beispielsweise nach wie vor das Add-on<br />

„Better Privacy“ erforderlich. Flash-Cookies<br />

sind gefährlicher als andere Cookies, denn sie<br />

können mehr und sogar binäre <strong>Info</strong>rmationen<br />

aufnehmen. Außerdem werden Flash- Cookies<br />

Browser-übergreifend angelegt, so dass ein<br />

Anwender über mehrere Surfprogramme hinweg<br />

wiedererkannt wird. Das kann von Vorteil<br />

sein, zum Beispiel beim Lautstärkeregler von<br />

Youtube, aber auch von Nachteil. Denn gera-<br />

www.pc-magazin.de <strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 10/2012


28<br />

SOFTWARE<br />

BROWSER<br />

Iron Browser bietet<br />

einen eigenen JavaScript-<br />

Filter, der die Ausführung<br />

allgemein blockiert. Für<br />

einzelne Webseiten kann<br />

der Anwender Skripte<br />

freischalten.<br />

de Werbenetze bedienen<br />

sich oft Flash-Cookies, um<br />

Anwender über mehrere<br />

Seiten hinweg wiedererkennen<br />

zu können.<br />

Über das Menü Inhaltseinstellungen<br />

erreichen<br />

Sie das Cookie-Management.<br />

Hier wählen Sie getrost Speicherung<br />

lokaler Daten zulassen. Aber sperren Sie Drittanbieter-Cookies<br />

mit Drittanbieter-Cookies<br />

und Websitesdaten blockieren, denn die kommen<br />

meist von Werbenetzwerken. Schließlich<br />

wählen Sie Cookies und andere Website- und<br />

Plug-in-Daten beim Schließen des Browsers<br />

löschen. Dann speichert der Iron Browser diese<br />

Daten gar nicht erst im Dateisystem, sondern<br />

im Cache und leert diesen beim Beenden.<br />

Bereits vorhandene Flash-Cookies löscht<br />

der Browser hingegen nicht, das sollten Sie<br />

von Hand erledigen. Die Cookies liegen im<br />

Ordner C:\Users\\AppData\Roaming\<br />

Macromedia\Flash Player\#SharedObjects\.<br />

Und lassen Sie Flash-Cookies in allen Browsern<br />

löschen, im Zweifelsfall mit Add-ons<br />

wie Better Privacy. Statt Spuren aber erst im<br />

Nachhinein zu verwischen, ist es besser, sie<br />

gar nicht erst zu hinterlassen. Wer also anonym<br />

surfen will, startet im Iron Browser am<br />

besten ein so genanntes Incognito-Fenster<br />

mit der Tastenkombination Strg+Umschalt+N.<br />

Dann legt der Browser weder einen Verlauf an,<br />

noch speichert er Cookies oder startet Erweiterungen.<br />

Er behält nur heruntergeladene Dateien<br />

und neu angelegte Lesezeichen – sonst<br />

nichts. Den aktiven Incognito-Modus erkennt<br />

der Anwender am kleinen grauen Spion, der<br />

in der linken oberen Ecke des Browsers sitzt.<br />

Schließt der Anwender das Fenster, so befindet<br />

sich Iron wieder im normalen Modus.<br />

Weniger der Sicherheit, dafür mehr dem entspannten<br />

Surfen dient schließlich der Popup-Blocker,<br />

der ebenfalls im Iron Browser<br />

integriert und in der vorkonfigurierten Version<br />

auf der Heft-DVD aktiviert ist. Der Anwender<br />

benötigt daher nicht, wie bei anderen Browsern,<br />

ein gesondertes Add-on.<br />

Fazit<br />

Mit den beschriebenen Einstellungen verfügen<br />

Sie tatsächlich über den wohl sichersten<br />

Browser der Welt. Um diesen Schutz auch<br />

zu erhalten, sollten Sie sich regelmäßig um<br />

Updates kümmern (www.srware.net/soft<br />

ware_srware_iron_download.php).<br />

Das nimmt Ihnen der Browser nicht ab, denn<br />

die automatische Suche nach Updates durch<br />

den Google-Updater ist eine der im Iron Browser<br />

abgeschalteten Schnüffel-Funktionen –<br />

und die einzige, die Ihnen wirklich etwas an<br />

Komfort kostet.<br />

whs<br />

Sicher surfen: So verhindern Sie auch bei Firefox und Internet Explorer ungebetenen Besuch<br />

Mozilla Firefox 14 Microsoft Internet Explorer 9<br />

Die Sicherheit des Firefox-Browsers erhöhen Sie am besten<br />

mit zwei Plug-ins, nämlich NoScript (addons.mozilla.org/de/<br />

firefox/addon/noscript) und BetterPrivacy (addons.mozilla.org/<br />

de/firefox/addon/betterprivacy). Das erste verhindert die Ausführung<br />

von Scripten, das zweite löscht Flash-Cookies beim Beenden<br />

des Browsers. Die richtigen Einstellungen für normale<br />

Cookies finden Sie unter Einstellungen/Datenschutz/Firefox<br />

wird eine Chronik nach benutzerdefinierten Einstellungen anlegen.<br />

Deaktivieren Sie Cookies von Drittanbietern akzeptieren.<br />

Mit Die Chronik löschen, wenn Firefox geschlossen wird, können<br />

Sie alle Cookies automatisch beseitigen lassen.<br />

Firefox löscht<br />

auf Wunsch alle<br />

Cookies beim<br />

Beenden einer<br />

Sitzung.<br />

Der Internet Explorer<br />

lehnt bis auf die<br />

temporären Login- und<br />

Sitzungs-Cookies alle<br />

Cookies ab.<br />

Im Internet-Explorer wählen Sie im Menü Internetoptionen/<br />

Datenschutz/Erweitert/Automatische Cookie-Behandlung aufheben.<br />

Dann lehnen Sie Cookies von Erst- und Drittanbietern ab,<br />

aber erlauben Sitzungs-Cookies. So können Sie alle Web-Dienste<br />

und Logins benutzen, aber alle Cookies verschwinden nach<br />

dem Schließen des Browsers. Im Reiter Allgemein können Sie<br />

auch den Verlauf nach jeder Sitzung löschen lassen. Leider gibt<br />

es kein vergleichbares Plug-in zu Noscript, das vor bösartigen<br />

Skripten schützt. Die IE-eigenen inhaltsbasierten Filter leisten<br />

einen gewissen Schutz, aber der Anwender sollte sich eine Antivirenlösung<br />

mit Webschutz zulegen.<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 10/2012 www.pc-magazin.de


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30<br />

SOFTWARE<br />

ORGANISATIONS-SOFTWARE<br />

MICROSOFT OFFICE 365<br />

Office immer<br />

und überall<br />

Microsoft schwebt jetzt in höheren Sphären: Der Cloud-Dienst Office 365 verspricht höhere<br />

Produktivität und Zeitersparnis. Alles nur Luftschlösser oder das Software-Modell der Zukunft?<br />

Wir haben geprüft, was in dem Paket steckt und wie sich damit arbeiten lässt. VON FABIAN BAMBUSCH<br />

D<br />

as Online-Paket Office 365 ist<br />

Microsofts Antwort auf ähnliche Produktivitäts-Suites<br />

der Konkuerrenz für<br />

kleine wie auch für große Betriebe und<br />

eingeschränkt auch den Privatanwender.<br />

Es enthält Web-Apps der wichtigsten Programme<br />

Word, Excel, PowerPoint und One-<br />

Note, die auch einzeln kostenlos unter<br />

office.microsoft.com/de-de/web-apps verfügbar<br />

sind. Office-365-Benutzer verfügen<br />

zudem über einen Cloud-Speicher zum Sichern<br />

Ihrer Dateien. Hinzu kommen Anwendungen,<br />

mit denen Sie die Kommunikation<br />

Ihres Projekts regeln und koordinieren sowie<br />

die Firmen-Homepage gestalten können.<br />

Dadurch lagern Sie Verwaltungsaufgaben<br />

und Dateiablagen direkt in die Cloud aus.<br />

Office 365 läuft auf Systemen, die mindestens<br />

mit <strong>Windows</strong> XP (SP 3) oder Mac OS X 10.5<br />

ausgestattet sind. Als Browser sind mindestens<br />

Mozilla Firefox 3.0, Safari 3.0 oder Internet<br />

Explorer 7 nötig, so dass für die meisten<br />

Benutzer nicht einmal Hardware-Upgrades<br />

anfallen. Alledings steigen dafür die Sicherheitsanforderungen<br />

beziehungwseise die<br />

Bedenken bei der Nutzung von Office 365<br />

oder jeglichen anderen Cloud-Diensten. Sicherheit<br />

braucht Vertrauen – und das muss<br />

sich Microsoft noch erarbeiten. Microsoft hat<br />

dazu erklärt, dass sich das Unternehmen an<br />

das staatliche US-Recht hält und daher nicht<br />

garantieren kann, dass in der EU gehostete<br />

Daten nicht unter Zuhilfenahme des Patriot<br />

Act-Gesetzes von der amerikanischen Regierung<br />

eingesehen werden können.<br />

Mögliche Bedenken<br />

Nicht zu unterschätzen ist noch ein weiterer<br />

Punkt: die Verfügbarkeit. Denn Office 365<br />

funktioniert nur online. Eine zuverlässige<br />

Internet-Verbindung ist für jeden Arbeiter also<br />

unabdingbar, um damit arbeiten zu können.<br />

Wer mit diesen Einschränkungen und milden<br />

Risiken jedoch leben kann, bekommt ein vollständiges<br />

Office-Paket an die Hand, das mit<br />

nützlichen Funktionen aufwartet.<br />

Die meisten davon kennt man schon, denn<br />

wer bereits mit MS-Office 2007 oder 2010 gearbeitet<br />

hat, wird sich an die Arbeit mit den<br />

Office Web-Apps sehr schnell gewöhnen. Das<br />

Look & Feel und die Grundausstattung der<br />

Programme bleibt erhalten, doch auf einzelne,<br />

spezielle Funktionen müssen Benutzer<br />

der Web-Apps leider verzichten.<br />

Word, Excel & Co. abgespeckt<br />

Excel musste dabei am meisten Federn lassen,<br />

da etwa die Auswahl von Tabellenfunktionen<br />

nicht mehr verfügbar ist. Das zwingt<br />

den Benutzer dazu, die Funktionen von Hand<br />

einzugeben. Dennoch hat Excel dank der Einbindung<br />

von Macros im Vergleich zu Konkurrenzprodukten<br />

weiterhin die Nase vorn .<br />

Zusammen mit den Organisations-Tools ergibt<br />

dies ein starkes Angebot, das alle Arbeitsbereiche<br />

umfasst. Vor allem für Unternehmen<br />

und Arbeitsgruppen macht dieses Dienstleistungsmodell<br />

Sinn: Die IT-Infrastruktur wird<br />

nach außen verlagert, so dass jeder Mitarbeiter<br />

nur noch einen internetfähigen Computer<br />

besitzen muss, statt kostspielige, eigene Serveranlagen<br />

tragen zu müssen. Privatanwender,<br />

die Projektarbeit mit mehreren Kollegen<br />

koordinieren wollen, können aber auch gut<br />

davon profitieren.<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 10/2012 www.pc-magazin.de


31<br />

So arbeiten Sie mit Office 365<br />

Der zentrale Vorteil von Office 365 besteht im<br />

Co-Authoring. Alle Benutzer in der Arbeitsgruppe<br />

haben durch Sharepoint Zugriff auf<br />

die Dokumentenbibliothek, wo alle Dateien<br />

gespeichert und ständig synchronisiert werden.<br />

Mehrere Benutzer können so gleichzeitig<br />

an einem Dokument arbeiten, so dass mehrfacher<br />

Datenaustausch der Vergangenheit<br />

angehört. Sie können damit sogar ein eigenes<br />

Intranet in der Cloud aufbauen, indem Sie<br />

wichtige <strong>Info</strong>rmationen wie Firmengrundsätze<br />

oder Arbeitsanweisungen für alle einsehbar<br />

hochladen und aktualisieren. Um die Konfigurierung<br />

dieses Netzes müssen Sie sich keine<br />

Sorgen machen – das erledigt Microsoft. Sie<br />

haben sogar die Option, eine eigene Webseite<br />

anhand des anpassbaren Grundgerüsts von<br />

Office 365 zu erstellen und unter der eigenen<br />

Domain laufen zu lassen. Die E-Mail-Konten,<br />

die Sie per Exchange verwalten, tragen dann<br />

natürlich auch den Namen Ihrer Domain.<br />

Austausch unter Mitarbeitern<br />

Gleichzeitig koordinieren Sie Ihr Team mit integrierter<br />

Kalenderverwaltung und Terminplanung.<br />

Als Teil von Office 365 sind Anti-Spam<br />

und Virenschutz in der E-Mail-Nutzung bereits<br />

inklusive. Jeder Benutzer hat 25 GByte<br />

Speicherplatz in seinem Exchange-Postfach.<br />

Exchance-E-Mails haben dabei eine Maximalgröße<br />

von 25 MByte pro Stück und es dürfen<br />

höchstens 125 Anhänge auf einmal verschickt<br />

werden. Pro Konto können Sie nicht mehr als<br />

30 Mails pro Minute verschicken. Außerdem<br />

gelten Empfänger-Absender-Einschränkungen:<br />

Unter „An:“, „Cc:“ und „Bcc:“ dürfen maximal<br />

500 Adressen stehen. Jede Cloud-Mailbox ist<br />

auf 1500 Empfänger pro Tag beschränkt. Diese<br />

Drosselungen sind integriert, um Spammern<br />

keine Plattform in Office 365 zu bieten. Größere<br />

Unternehmen können jedoch einzelne<br />

gesetzte Grenzen überschreiten und so den<br />

Exchange Account unabsichtlich sperren.<br />

Übrigens: Die Server-Software bietet Mircosoft<br />

auch in Versionen für Mac-Maschinen,<br />

Android-Smartphones und weitere Geräte<br />

an. Auch wer auf sein heimisches Outlook<br />

2010 nicht verzichten will, kann Exchange<br />

mit dem Programm verknüpfen. Dadurch haben<br />

Sie von Outlook 2010 aus Zugriff auf den<br />

Exchange-Server und können damit alle Aufgaben<br />

erledigen, die Ihnen in Office 365 zur<br />

Verfügung stehen.<br />

Sofortige Kommunikation<br />

Lync ist Microsofts Cloud-Pendant zu Skype.<br />

Alle Benutzer, die Sie in Exchange hinzugefügt<br />

haben, können Sie mit Lync entweder durch<br />

Instant Messaging oder sogar durch Audiound<br />

Video-Anrufe erreichen. Auch Konferenzschaltungen<br />

sind möglich, falls Sie ein Projekt<br />

näher besprechen oder Ideen austauschen<br />

möchten. Microsoft verspricht, in Office 365<br />

Benutzereingaben jeglicher Art verschlüsselt<br />

zu übertragen, so dass Sie sich verständigen<br />

können, ohne Angst vor böswilligen Eindringlingen<br />

auf der Suche nach vertraulichen <strong>Info</strong>rmationen<br />

haben zu müssen.<br />

Es kann jedoch einige Zeit vergehen, bis alle<br />

Benutzer ihre jeweiligen E-Mail-Adressen und<br />

Berechtigungen für jedes Feature bekommen<br />

haben, Sie Ihre Webseite und die Team-Seiten<br />

nach Ihren Ansprüchen verändert haben und<br />

allgemeine Optionen für die Erstkonfiguration<br />

gesetzt sind. Hilfe dazu finden Sie in<br />

Form von Video-Anleitungen auf Microsofts<br />

Hilfeseiten: www.microsoft.com/de-de/offi<br />

ce365/resources/videos.aspx oder www.microsoft.com/de-de/showcase/Search.aspx<br />

?phrase=office+365.<br />

Je nach Preismodell steht Ihnen außerdem<br />

kos tenloser Support durch die Microsoft-Seite<br />

oder telefonisch zur Verfügung.<br />

Probieren, nicht studieren!<br />

Wer die Funktionen der Cloud-Suite ausprobieren<br />

möchte, kann auf der Microsoft-Seite<br />

Mobile MS-Office-Anwendungen<br />

Mit einem <strong>Windows</strong>-7-Smartphone<br />

können Sie Ihre Dokumente immer<br />

und überall bearbeiten. Die Microsoft<br />

Mobil-Apps sind bei jedem W7-Smartphone<br />

kostenlos dabei und können je<br />

nach Wunsch mit Office 365, der Sharepoint<br />

Cloud oder Skydrive verbunden<br />

werden.<br />

Unter Word Mobile<br />

können Sie Bilder<br />

und Dokumente<br />

mit einfachen<br />

Textformatierungen<br />

problemlos<br />

editieren und in<br />

der Office-365-<br />

Cloud zwischenspeichern.<br />

Word Mobile<br />

Die Dokumentenbearbeitung bei Word<br />

Mobile ist noch eingeschränkter als<br />

bei der Web-App. Komplexere Formatierungen<br />

ignoriert das Programm. Es<br />

empfielt sich, Zwischenversionen anzulegen,<br />

an denen Sie später weiterschreiben<br />

können. Die Kapitelgliederung von<br />

Dokumenten, die auf Smartphones aus<br />

Gründen der Übersichtlichkeit besonders<br />

wichtig ist, bleibt aber erhalten.<br />

Excel mobile<br />

Ähnliches gilt für Excel, jedoch sind<br />

die meisten alltäglichen Funktionen<br />

auch in der Mobil-Version enthalten.<br />

Doch Vorsicht: Sollten Dateien Formeln<br />

enthalten, die Excel mobile nicht unterstützt,<br />

werden die berechneten Werte<br />

zwar angezeigt, Sie können die Formeln<br />

allerdings nicht bearbeiten.<br />

Ihre Office-365-<br />

Adminseite dient<br />

als Schaltzentrale<br />

Ihres Projektes. Hier<br />

weisen Sie Benutzerrechte<br />

zu, gestalten<br />

Team-Seiten oder verwalten<br />

Ihre wichtigen<br />

Kommunikationstools.<br />

Excel Mobile ist<br />

eine von Microsofts<br />

mächtigsten<br />

Smartphone-Apps.<br />

Alle Grundfunktionen<br />

können<br />

Sie problemlos<br />

editieren. Die<br />

Tabellen-Tabs<br />

können unten als<br />

Übersicht aufgeklappt<br />

werden.<br />

www.pc-magazin.de <strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 10/2012


32<br />

SOFTWARE<br />

ORGANISATIONS-SOFTWARE<br />

Im Lync-Chat sehen Sie Ihre Office 365 Kontakte, mit denen Sie Videokonferenzen<br />

führen und Projektdateien in Echtzeit austauschen können.<br />

Sharepoint ist der Ort, an dem Ihre Ideen fruchten: Alle Team-Mitglieder<br />

arbeiten bis zur Vollendung gemeinsam an Projekt-Dateien.<br />

ein Testkonto anlegen, mit dem Sie sich austoben<br />

und alle Funktionen 30 Tage lang ausprobieren<br />

können:<br />

www.microsoft.com/de-de/office365/freeoffice365-trial.aspx?WT.z_O365_ca=Try_re<br />

sources_de-de<br />

Danach kostet die Nutzung Geld. Microsoft<br />

hat sich für die Abrechnung ein Preis- und<br />

Tarifmodell ausgedacht, das nach „Plänen“<br />

aufgeteilt ist. Zur Verfügung stehen Plan P1<br />

für kleine Unternehmen und Plan E3 für mittelständige<br />

und große Unternehmen (siehe<br />

Preistabelle unten). Die Konfiguration, die<br />

Sie im Test benutzt haben, können Sie beim<br />

Kauf der Lizenz natürlich behalten.<br />

Fazit: Für Unternehmen attraktiv<br />

Abgesehen von den ansonsten kostenlosen<br />

Web-Apps bietet Office 365 hochentwickelte<br />

Funktionen wie Exchange-E-Mail, Dokumenten-Sharing<br />

und zentralisierte Kommunikation.<br />

Solche Lösungen waren bislang<br />

vergleichsweise teuer und daher größeren<br />

Unternehmen vorbehalten. Doch mit dem<br />

Tarfimodell, das für verschiedene Nutzergruppen<br />

ausgelegt ist, ist dieser Service<br />

ganz besonders für kleinere Unternehmen<br />

attraktiv. Doch auch für Privatnutzer kann<br />

das Angebot interessant sein. Für Projektarbeit<br />

im kleineren Kreis, bei der Wert auf<br />

Kommunikation und Koordination – auch<br />

extern – gelegt wird, ist der Plan P1 hilfreich,<br />

da keine Mindestlaufzeit besteht. Wer allerdings<br />

nach einer günstigen Alternative zur<br />

regulären Office-Suite mit Cloud-Speicher<br />

sucht, ist hier fehl am Platz. Mit einer Open-<br />

Source-Variante wie Libre-Office und einem<br />

Online-Speicher wie Dropbox fahren Sie in<br />

diesem Fall besser.<br />

fb<br />

Microsofts Preisplantabelle: Das kostet Sie Office 365 je nach Tarif<br />

Plan bzw. Tarifvariante E-Mail P1 – Kleine<br />

Unternehmen<br />

E1 – Mittelständische<br />

Unternehmen*<br />

*Die Mindestvertragslaufzeit beträgt 12 Monate. Danach ist der Vertrag, wie bei allen anderen Plänen auch, monatlich kündbar.<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 10/2012 www.pc-magazin.de<br />

E2* E3* E4*<br />

Benutzermaximum 50000+ 50 50000+ 50000+ 50000+ 50000+<br />

Cloudbasierte E-Mail (25 GByte/Benutzer) ✔ ✔ ✔ ✔ ✔ ✔<br />

Kontakt- und Kalenderfreigabe ✔ ✔ ✔ ✔ ✔ ✔<br />

Intranetseite<br />

✔ (1 Unterwebseite)<br />

✔ (bis zu 300<br />

Unterwebseiten)<br />

✔ (bis zu 300<br />

Unterwebseiten)<br />

✔ (bis zu 300<br />

Unterwebseiten)<br />

„Skype“-Funktionalität ✔ ✔ ✔ ✔ ✔<br />

Gehostete Webseite ✔ ✔ ✔ ✔ ✔<br />

Online-Bearbeitung von Dokumenten ✔ nur Anzeige ✔ ✔ ✔<br />

Spam- und Virenfilter ✔ ✔ (nicht konfigurierbar)<br />

✔ ✔ ✔ ✔<br />

Community-Support ✔ ✔ ✔ ✔ ✔ ✔<br />

Telefon-Support rund um die Uhr ✔ ✔ ✔ ✔ ✔ ✔<br />

Active Directory-Integration ✔ ✔ ✔ ✔ ✔<br />

Voicemail mit automatischer Telefonzentrale ✔ ✔ ✔ ✔<br />

Unbegrenzter Email-Archivspeicherplatz ✔ ✔<br />

Office Professional Plus 2010-Abo<br />

Sprachfunktion für Unternehmen mit Telefonanlage<br />

✔ (bis zu 5 Geräte/Benutzer)<br />

✔ (bis zu 300<br />

Unterwebseiten)<br />

✔ (bis zu 5 Geräte/Benutzer)<br />

✔<br />

Kosten/Benutzer/Monat 3,57 Euro 5,25 Euro 7,25 Euro 12,50 Euro 19,00 Euro 20,75 Euro


34<br />

SOFTWARE<br />

RECHT<br />

LÄNDERSPERREN AUSHEBELN<br />

YouTube Sperrstunde<br />

Solange YouTube und die GEMA sich streiten, bleiben<br />

deutsche Musikfreunde vor schwarzen Bildschirmen<br />

sitzen. Nur mit den richtigen Tools lässt sich das komplette<br />

YouTube-Programm sehen – und auch Dienste<br />

wie Vevo, Grooveshark oder Hulu.<br />

VON WOLF HOSBACH<br />

S<br />

olange der Rechtsstreit zwischen YouTube<br />

und der GEMA andauert, wird der Musikfreund<br />

auf der Videoplattform immer wieder<br />

auf Clips stoßen, die sich ihm verweigern:<br />

„Leider ist dieses Video in Deutschland nicht<br />

verfügbar“, heißt es in verschiedenen Abwandlungen.<br />

Lady Gaga ist das bekannteste<br />

Beispiel: Klickt sich der Musikfreund durch ihren<br />

offiziellen Musik-Channel bei YouTube, so<br />

sind ein oder zwei aktuelle Musik-Clips frei,<br />

der Rest ist blockiert.<br />

Beide Parteien streiten in erster Linie um eine<br />

angemessene Vergütung, wobei die GEMA<br />

mindestens 0,6 Cent pro abgespieltem Lied<br />

Von Lady Gaga nichts<br />

zu sehen. YouTube, die<br />

GEMA und die Plattenfirma<br />

UMG streiten<br />

um die Online-Senderechte.<br />

fordert, das ist der so genannte Mindestsatz,<br />

der für Streaming-Dienste wie beispielsweise<br />

Simfy gilt. Google ist zwar bereit, den Regelsatz<br />

(acht bis zhen Prozent der Werbeeinnahmen)<br />

zu bezahlen, aber eben nicht den geforderten<br />

Mindestsatz, denn Stücke mit geringer<br />

Verbreitung würden eben auch nur zu geringen<br />

Werbeeinnahmen führen. In dem Streit<br />

entschied das Landgericht Hamburg am 20.<br />

April dennoch, dass YouTube sein Angebot<br />

stärker filtern muss. Für den Besucher würde<br />

es demzufolge noch mehr Sperren geben, das<br />

Verfahren geht aber weiter zum Oberlandesgericht.<br />

Insider vermuten, dass beide Parteien<br />

daran interessiert sind, den Rechtsstreit<br />

bis zu einer höchstrichterlichen Entscheidung<br />

vor dem BGH zu treiben, um Rechtssicherheit<br />

zu erlangen – und das kann dauern.<br />

Der deutsche Anwender wird also noch einige<br />

Zeit mit gesperrten Songclips leben müssen.<br />

Besser haben es Einwohner der USA, denn<br />

sie bekommen bei YouTube mehr zu sehen.<br />

Außerdem haben sie Zugriff auf die exzellenten<br />

Streamingdienste Vevo und Grooveshark.<br />

Und nicht zu vergessen: Die USA sind auch<br />

ein Schlaraffenland für topaktuelle TV-Ware<br />

per Web – ganz legal, etwa auf der Platttform<br />

Hulu.com. In England ist es wiederum die<br />

gute, alte BBC, die mit ihrem BBCi-Player das<br />

Programm einer gesamten Woche ins Web<br />

streamt. Deutsche Musik- und TV-Freunde<br />

müssten also nach Übersee gehen oder doch<br />

zumindest den Kanal überqueren, um die<br />

verbotenen Videos sehen zu können. Denn<br />

schließlich reicht es nicht, einfach Youtube.<br />

com statt Youtube.de einzugeben, denn die<br />

Anbieter prüfen die Standorte der IP-Adressen.<br />

Der Anwender muss daher<br />

einen Proxy-Rechner in<br />

den USA dazwischen schalten,<br />

der gegenüber dem Server mit<br />

einer „landesüblichen“ IP auftritt.<br />

Ist die Verbindung einmal<br />

aufgebaut, fließt der Stream<br />

meist ganz normal ohne Proxy<br />

direkt zwischen dem Strea-<br />

Mit dem Firefox-Add-on<br />

Proxtube schaltet der Musikfreund<br />

gesperrte Videos frei. Es<br />

erkennt die Sperre automatisch<br />

und bittet um Freigabe für die<br />

Proxy-Einstellungen.<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 10/2012 www.pc-magazin.de


35<br />

mingdienst und dem deutschen Anwender.<br />

Sich selbst einen Proxy zu suchen, ist kompliziert,<br />

aber viele Entwickler haben benutzerfreundliche<br />

Hilfen dafür geschaffen. Eine der<br />

einfachsten funktioniert mit Firefox und You-<br />

Tube: das Add-on Proxtube (addons.mozilla.<br />

org/de/firefox/addon/proxtube/). Es merkt,<br />

wenn der Surfer auf eine Ländersperre trifft<br />

und sucht aus einer regelmäßig aktualisierten<br />

Liste einen geeigneten Proxy-Server. Dann<br />

ändert es temporär die Proxy-Einstellungen<br />

des Browsers. Der Anwender muss das bestätigen,<br />

dann lädt das Video erneut und startet<br />

– interessanterweise mit deutscher Werbung,<br />

denn die lässt Google sich nicht entgehen,<br />

komme, wer da wolle.<br />

Die Bestätigungsmeldung kann in den Einstellungen<br />

von ProxTube auch deaktiviert werden,<br />

so dass der Freischaltprozess ohne Störungen<br />

abläuft. Ähnliche Add-ons gibt es für den Musiktauschdienst<br />

Grooveshark, der sein Angebot<br />

in Deutschland nach Rechtsstreitigkeiten<br />

zurückgezogen hat. Die Firma hat Ihren offiziellen<br />

Sitz in den USA und ist dort legal: Laut<br />

Homepage liegt sie in Verhandlungen mit den<br />

Musiklabels. Grooveshark nach Deutschland<br />

zu holen, ist für den Anwender komplizierter,<br />

denn es gibt drei Add-ons, die mal funktionieren<br />

und mal nicht: Gooveshark Unlocker<br />

(addons.mozilla.org/de/firefox/addon/<br />

grooveshark-unlocker), Grooveshark Proxy<br />

(addons.mozilla.org/de/firefox/addon/<br />

grooveshark-proxy) und SciLor‘s Grooveshark<br />

Unlocker for Germany (addons.mozilla.org/<br />

de/firefox/addon/scilors-grooveshark-unlocker).<br />

Das Letztgenannte scheint derzeit<br />

am besten zu funktionieren. Der Anwender<br />

sieht kurz die Sperrseite für deutsche Nutzer,<br />

dann lädt ganz normal der US-Dienst. SciLor‘s<br />

gibt es auch für Chrome und den IE. Bei den<br />

anderen beiden Add-ons ist es oft hilfreich,<br />

die Proxy-Listen zu aktualisieren (über das<br />

Firefox-Menü Add-ons/Erweiterungen, dann<br />

beim jeweiligen Add-on: Einstellungen).<br />

Anonym und international<br />

Etwas mehr Möglichkeiten erhält der Anwender<br />

mit einer „richtigen“ Proxy-Software, die<br />

sich komplett vor den Internet-Zugang des Anwenders<br />

setzt. Dort verschlüsselt sie sämtliche<br />

Daten und überträgt sie zum Proxy-Server.<br />

Der entschlüsselt die Anfrage und leitet sie<br />

an den Web-Server weiter. Dieses Verfahren<br />

anonymisiert die komplette Verbindung. Der<br />

Webserver erfährt nicht, welcher Rechner ursprünglich<br />

die Anfrage gestartet hat, er sieht<br />

nur die IP-Adresse des Proxys. Und dadurch,<br />

dass die Verbindung zwischen den Rechnern<br />

des Anwenders und des Proxy-Anbieters verschlüsselt<br />

ist, bleibt die Kommunikation auch<br />

für dazwischen liegende Stationen verborgen,<br />

z.B. für den Zugangsprovider des Anwenders<br />

oder für den Betreiber eines öffentlichen<br />

WLANs.<br />

Noch sicherer wird das Verfahren, wenn mehrere<br />

Proxys dazwischengeschaltet sind, eine<br />

so genannte Rechnerkaskade. Das verschleiert<br />

die Verbindung am effektivsten. Proxy-<br />

Dienste gibt es nicht kostenlos, denn die Anbieter<br />

müssen Rechenleistung zur Verfügung<br />

stellen. Zum Ausprobieren eignet sich Okay<br />

Freedom von Steganos (www.okayfreedom.<br />

com), das immerhin 1 GByte Datendurchsatz<br />

umsonst zur Verfügung stellt, darüber hinaus<br />

kostet der Dienst ab 4,95 Euro im Monat. Bei<br />

Okay Freedom kann der Anwender mit einem<br />

Klick festlegen, mit welcher nationalen<br />

Identität er browsen möchte: Deutschland,<br />

Schweiz, Großbritannien oder USA. Außerdem<br />

integriert sich das Programm mit einem<br />

Add-on im Firefox- und Chrome-Browser und<br />

erkennt Ländersperren automatisch. So spart<br />

der Anwender Datendurchsatz, indem sich<br />

Okay Freedom erst dann einschaltet, wenn<br />

der Anwender es braucht. Nutzer, die komplett<br />

anonym surfen möchten, arbeiten mit<br />

dem Dienst im Dauerbetrieb.<br />

YouTube-Clips in MP3 konvertieren<br />

Noch ein YouTube-Streit schwelt: der<br />

um die MP3-Konvertierer. Denn Google<br />

geht gegen Betreiber von Kopier- und<br />

Konvertierungsdiensten im Internet wie<br />

YouTubeMP3 (www.youtube-mp3.org)<br />

vor. Vorwurf: Sie widersprächen den Nutzungsbedingungen.<br />

Gleichzeitig versucht<br />

die Musikindustrie in den USA, Download-Portale<br />

dazu zu zwingen, Konvertierungs-Tools<br />

aus dem Angebot zu nehmen<br />

– bislang erfolglos. Noch funktionieren<br />

YoutTubeMP3 und ähnliche Angebote.<br />

Als stationäres Tool für den <strong>PC</strong> eignet<br />

sich Free FLV-Converter (www.koyotesoft.<br />

com). Das Tool sucht Videos bei YouTube<br />

und anderen Plattformen wie MyVideo,<br />

Vimeo oder MySpace. Die gefundenen<br />

Videos lassen sich abspielen und im FLV-<br />

Format herunterladen. Anschließend<br />

kann der Anwender sie in verschiedene<br />

Video- und Audio-Standards wandeln:<br />

WMV, AVI, WMA, SWF, MP3, iPod, iPhone<br />

und weitere. Dazu klickt er auf den<br />

Button FLV-Konvertieren und wählt die<br />

gewünschte FLV-Datei aus. Unter Ausgabekonfiguration<br />

wählt er das gewünschte<br />

Format, für MP3 zum Beispiel Audio only.<br />

Unter Audio bestimmt er anschließend<br />

Die Proxy-Sortware Okay Freedom von Steganos<br />

lässt dem Anwender die Wahl, unter welcher<br />

nationalen Identität er online reisen möchte.<br />

Ein GByte Datendurchsatz ist gratis.<br />

Ähnliche Angebote kommen von JonDonym<br />

(www.anonym-surfen.de) oder SAD (cyberghostvpn.com).<br />

Wer zudem Angst vor der europäischen<br />

Vorratsspeicherung hat (die in<br />

Deutschland ja gerade ausgesetzt ist), sollte<br />

einen US-Anbieter wählen, zum Beispiel Hot-<br />

SpotShield (www.hotspotshield.com). Von<br />

diesem gibt es sogar eine kostenlose Variante,<br />

die Werbung einblendet. Wer das ertragen<br />

kann, surft quasi dauerhaft unterm Sternenbanner<br />

– und das nur zu gern!<br />

whs<br />

den Codec (MP3) und die gewünschte<br />

Bit rate (192 oder mehr). Mit Konvertieren<br />

erzeugt er dann seine Musikdatei.<br />

Einfacher funktioniert der Free You Tube<br />

to MP3 Converter (www.dvdvideosoft.<br />

com), der nur Dateien herunterlädt und<br />

in diverse Formate wandeln. Übrigens:<br />

Die MP3-Tags müssen bei allen diesen<br />

Tools per Hand nachbearbeitet bzw. gefüllt<br />

werden, falls diese auf dem Player<br />

angezeigt werden sollen. Dazu klickt man<br />

beispielsweise im <strong>Windows</strong> Explorer mit<br />

der rechten Maustaste auf die neu konvertierte<br />

MP3-Datei und kann so Künstler,<br />

Titel, Album und weitere <strong>Info</strong>s bequem<br />

eintragen.<br />

Mit Diensten wie YouTubeMP3 konvertiert<br />

der Anwender Videos in Musikdateien.<br />

www.pc-magazin.de <strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 10/2012


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38<br />

SOFTWARE<br />

HANDY-UPDATES<br />

UPDATE-ÄRGER MIT ANDROID<br />

Neuer Anstrich 4.0<br />

Aus Sicht der Anwender dauert es oft ärgerlich lange, bis es fürs eigene Android-Smartphone<br />

oder -Tablet ein System-Update gibt – wenn es überhaupt kommt. Manche nehmen das Thema<br />

dann selbst in die Hand. Mit welchem Risiko?<br />

VON HANNES RÜGHEIMER<br />

N<br />

ach jüngsten Marktstudien erreicht Googles<br />

Android OS im Smart phone-Markt<br />

einen Anteil von rund 53 Prozent, bei Tablets<br />

sind es rund 37 Prozent. Insgesamt ist das<br />

Mobil-Betriebssystem Android bei seinen Anwendern<br />

also äußerst beliebt.<br />

<strong>Info</strong>rmationsquelle:<br />

In Android-Foren<br />

werden die nötigen<br />

Schritte fürs<br />

Grauzonen-Update<br />

ausgiebig diskutiert.<br />

Nervendes Warten auf Updates<br />

Fragt man sie allerdings nach dem größten<br />

Ärgernis rund um ihr Betriebssystem, fällt die<br />

Antwort eindeutig aus: die System -Updates.<br />

Während Erzrivale Apple oft schon am Tag<br />

der Ankündigung einer neuen Systemversion<br />

alle kompatiblen Smartphones und Tablets<br />

per Online-Update mit der neuesten Software<br />

versorgt, müssen Android-Nutzer nach der<br />

Bekanntmachung einer neuen OS-Version<br />

auf ein für ihr Gerät passendes Update oft<br />

ein halbes Jahr und länger warten – sofern es<br />

denn überhaupt erscheint. Denn aus Sicht der<br />

Hersteller veraltete Geräte gehen bei Update-<br />

Runden häufig leer aus.<br />

Die Lage im Tablet-Bereich ist dabei entspannter<br />

als bei den Smartphones. Das hat zwei<br />

Gründe: Zum einen gibt es explizite Tablet-<br />

Funktionen ohnehin erst seit der Version 3.x<br />

„Honeycomb“. Mit wenigen Ausnahmen wie<br />

dem HTC Flyer sind die seit Frühjahr 2011<br />

erschienenen Geräte deshalb mindestens<br />

mit Android 3.0 auf den Markt gekommen.<br />

Zum anderen stehen die hippen Tablets bei<br />

den Herstellern oft mehr im Fokus als Smartphones,<br />

weshalb den meisten Modellen ein<br />

Update auf die jüngste Version 4.x „Ice Cream<br />

Sandwich“ sicher ist.<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 10/2012 www.pc-magazin.de


39<br />

Warum aber müssen Käufer trotzdem relativ<br />

lang auf solche Updates warten? Der Grund<br />

liegt in den Abläufen der Android-Welt:<br />

Google stellt nur eine Basis-Software bereit.<br />

Die Gerätehersteller müssen sie an ihre Hardware<br />

an passen, eigene Bedienoberflächen<br />

mit dem neuen Unterbau koordinieren und<br />

ihre selbst entwickelten, oft sehr Hardwarenahen<br />

Apps adaptieren.<br />

Alle diese Schritte werden von umfangreichen<br />

Tests und Qualitätssicherungsmaßnahmen<br />

begleitet. Ist diese Arbeit erledigt, folgt als<br />

nächstes die Abstimmung mit den Netzbetreibern,<br />

welche die neue Software dann ausgiebig<br />

in ihren Netzen testen. Ist dies absolviert,<br />

hat auch Google noch ein Wörtchen mitzureden.<br />

Nur nach Prüfung durch den Hauptsponsor<br />

der „Open Handset Alliance“ erhält eine<br />

adaptierte Android-Version die begehrte Freigabe<br />

und kann zu guter Letzt den Kunden zur<br />

Verfügung gestellt werden. Bei der Vielzahl<br />

der beteiligten Köche verwundert es nicht<br />

mehr, dass manches Update neun Monate<br />

und länger auf sich warten lässt.<br />

Frust für Besitzer älterer Geräte<br />

Besonders schmerzhaft für die Kunden ist,<br />

dass neuere Modelle ihres Herstellers schon<br />

viel früher mit einer aktuelleren Android-Version<br />

auf den Markt kommen. Und wenn ein<br />

älteres Modell gar nicht in den Genuss des<br />

ersehnten Updates kommt, keimt schnell der<br />

Verdacht auf, die Hersteller wollten so ihre<br />

Von Cupcake bis Ice Cream Sandwich<br />

Im Überblick: Die einzelnen Android-Versionen, das<br />

Datum ihrer Veröffentlichung durch Google und ihre wichtigsten<br />

Änderungen und Neuerungen.<br />

1.5 „Cupcake“ (April 2009)<br />

Automatische Hoch/Quer-Umschaltung; Videoaufnahme<br />

und -wiedergabe; neue Profile und automatische<br />

Kopplung für Bluetooth; verbesserte Bildschirmtastatur<br />

1.6 „Donut“ (September 2009)<br />

Unterstützung für VPN (Virtual Private Networks);<br />

Verbesserungen beim Energie-Management; systemweite<br />

Suchfunk tion; Text-to-speech und Gestenerkennung<br />

2.0/2.1 „Eclair“ (Okt. 2009/Jan. 2010)<br />

Verbesserte Kamerafunktionen: Digitalzoom und<br />

Blitz/Foto-LEDs; Microsoft-Exchange-Unterstützung;<br />

Bluetooth 2.1; animierte Hintergrundbilder; IPv6-<br />

Funktionen; verbesserter Webbrowser<br />

2.2 „Froyo“ (Frozen Yoghurt, Mai 2010)<br />

Unterstützung von mehr als 256 MByte RAM; Flash<br />

10.1; Speicherung von Apps auf SD-Card; Push-Unterstützung;<br />

Sprachwahl per Bluetooth; Tethering;<br />

neuer Linux-Kernel (Version 2.6.32)<br />

2.3 „Gingerbread“ (Dezember 2010)<br />

Unterstützung von Dual-Core, 4G, NFC, Gyroskop,<br />

Barometer u.a. Sensoren; Verbesserungen bei Social<br />

Media; VoIP; Download-Manager; Google TV, Google<br />

Talk, Linux-Kernel 2.6.35<br />

Objekt der Begierde: Android-Nutzer lockt die neueste Version 4.0 (Ice<br />

Cream Sandwich) mit aufgefrischter Optik, flüssigerer Bediennung und<br />

einer Vielzahl neuer Funktionen.<br />

3.x „Honeycomb“ (Februar 2011)<br />

Tablet-optimierte Oberfläche; Videotelefonie; Verbesserungen<br />

bei Webbrowser und Widgets; Anpassung<br />

an verschiedene Display-Auflösungen; seit 3.2<br />

Zoom für Smartphone-Apps<br />

4.x „Ice Cream Sandwich“ (Oktober 2011)<br />

Führt 2.x und 3.x zusammen. Verbesserungen bei<br />

Multitasking, NFC, VPN, 3G/4G, E-Mail, Navigation,<br />

Mail, Browser, Kamera; Screenshot-Funktion; Gesichtserkennung<br />

zum Entsperren<br />

Fotos: © NREY – shutterstock.de<br />

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40<br />

SOFTWARE<br />

HANDY-UPDATES<br />

Von fremden<br />

Erfahrungen<br />

profitieren: In<br />

Android-Foren<br />

lässt sich auch<br />

herausfinden,<br />

wie andere<br />

Anwender mit<br />

konkreten Update-Dateien<br />

zurechtgekommen<br />

sind.<br />

Bastelstube: Programmierern stehen leistungsfähige Tools zum Erstellen<br />

modifizierter System-Software zur Verfügung.<br />

Kunden zum Kauf eines neuen Geräts drängen.<br />

Das mag in manchen Fällen auch zutreffen.<br />

Doch oft gibt es andere Gründe: So sind auch<br />

die Entwicklungs-Ressourcen der Hersteller<br />

begrenzt. Die Produktmanager müssen dann<br />

entscheiden, um welche Baustellen sich die<br />

Programmierer zuerst (oder überhaupt) kümmern<br />

sollen. Außerdem setzen Rechenleistung<br />

und Speicherkapazität oft Grenzen. Auf<br />

zu alten Modellen läuft die neue OS-Version<br />

womöglich gar nicht oder zu langsam – dann<br />

wäre ein Update sogar abträglich.<br />

Updates Marke Eigenbau<br />

Trotz dieser Argumente suchen einige frustrierte<br />

Anwender nicht ganz unproblematische<br />

Alternativen. Da Android auf Open-<br />

Source-Software basiert, gibt es da durchaus<br />

Möglichkeiten: Begabten Hobbyprogrammierern<br />

stehen alle Werkzeuge und <strong>Info</strong>rmationen<br />

zur Verfügung, um von den Herstellern<br />

vernachlässigte Anpassungen selbst vorzunehmen.<br />

Das Ergebnis sind „Custom-ROMs“<br />

– Firmware-Versio nen, die ohne Zutun der<br />

Hersteller entwickelt wurden.<br />

In einschlägigen Webforen finden sich jede<br />

Menge Hinweise auf solche selbstgebastelten<br />

Updates – bis hin zu Schritt-für-Schritt-Anleitungen<br />

und den Download-Links. Allerdings<br />

ist die Installation nicht trivial. Denn dazu<br />

muss man den für Normalanwender normalerweise<br />

nicht zugänglichen „Root-Access“ zum<br />

Android OS zugrunde liegenden Linux-System<br />

erlangen und dann eine wirklich passende<br />

Software-Version installieren. Ein kleiner Fehler<br />

bei dieser Prozedur kann ein teures Gerät<br />

unbrauchbar machen.<br />

Was sagen die Hersteller?<br />

Warum dauert es oft recht<br />

lang, bis Updates auf die<br />

jüngste Android-Version angeboten<br />

werden? Und warum<br />

sind sie oft für ältere Geräte<br />

gar nicht erhältllich?<br />

André Lönne,<br />

Executive Director<br />

HTC DACH<br />

Wir wollen unseren Kunden Updates<br />

so schnell wie möglich zur Verfügung<br />

stellen. Allerdings dauert es<br />

eine gewisse Zeit, bis sie alle Testphasen<br />

durchlaufen haben und bis<br />

Freigaben und Abstimmungen mit<br />

allen Partnern abgeschlossen sind.<br />

Annika Karstadt,<br />

Leiterin PR<br />

Telecom Division<br />

Samsung Deutschland<br />

Wir als Hersteller können zwar nur<br />

eingeschränkt in eine offene Plattform<br />

eingreifen, wollen aber mit<br />

Software-Updates zu mehr Sicherheit<br />

und Qualität beitragen. Daher<br />

nehmen wir uns genug Zeit für den<br />

Test von Software-Updates.<br />

Steffen Grosch,<br />

Produktmanager<br />

Smartphones<br />

Sony Mobile<br />

Wir müssen die Updates an unsere<br />

Hardware anpassen, optimieren oder<br />

Apps wie Kamerasteuerung oder Telefonie<br />

ersetzen. Dazu erfolgen ständige<br />

Tests und Abnahmen. Eine Verfügbarkeit<br />

kurz nach dem Google-Release ist<br />

daher schlicht unmöglich.<br />

Welche Rolle spielen in<br />

diesem Zusammenhang die<br />

Mobilfunkprovider?<br />

Sobald HTC ein Update finalisiert<br />

hat, durchläuft es eine Überprüfung<br />

bei allen Providern, die das<br />

jeweilige Gerät anbieten. Nach<br />

Freigabe erfolgt die Bereitstellung<br />

für die Anwender. Die dafür<br />

erforderliche Zeit kann variieren.<br />

Ein Software-Update behandeln wir<br />

genau wie eine Produkteinführung.<br />

Aus diesem Grund möchten wir alle<br />

Sicherheitsbedenken zuerst intern<br />

ausschließen. Im Anschluss daran<br />

erfolgt die sorgfältige Freigabe<br />

durch die Provider.<br />

Natürlich kann es nicht auf ewig neue<br />

Releases geben. Viel entscheidender<br />

ist aber, dass ältere Geräte meist über<br />

weniger Rechenleistung und Speicher<br />

verfügen. Was nutzt die neueste<br />

Version, wenn sie nicht richtig<br />

läuft?<br />

Was sagen Sie als Hersteller<br />

dazu, wenn Anwender das<br />

Thema selbst in die Hand<br />

nehmen und sich Custom-<br />

ROMs basteln?<br />

Davor können wir nur warnen. Der<br />

Besitzer geht das Risiko ein, dass es zu<br />

Funktionsstörungen kommt – von Abstürzen<br />

über schlechten Empfang bis<br />

zu höherem Akkuverbrauch. Außerdem<br />

verfällt dadurch der Garantieanspruch.<br />

Als Hardware-Hersteller können wir<br />

nur davon abraten, illegale Software<br />

zu installieren. Zum einen erlischt<br />

der Garantieanspruch, zum anderen<br />

gibt der Kunde auf diese Weise<br />

schlimmstenfalls auch die Kontrolle<br />

über sein Telefon ab.<br />

Wer basteln möchte, kann dies<br />

gerne tun. Sony bietet über seine<br />

Developer-Seiten sogar die Möglichkeit,<br />

den Bootloader zu entsperren.<br />

Spielt der Anwender unkon trollierte<br />

Software auf, können wir dafür aber<br />

keine Garantie mehr übernehmen.<br />

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41<br />

Android-Check: Welche Tablets sind wirklich aktuell?<br />

Wie schnell und wie gewissenhaft stehen Android-Updates zur Verfügung?<br />

Wir haben die Update-Historie von fünf populären Tablets überprüft.<br />

Endlich am Ziel? Ein fürs eigene Smartphone-<br />

Modell passendes „Custom-ROM“ enthält das<br />

ersehnte Update.<br />

Auch wenn es nicht verboten ist, solche Eigenbau-Software<br />

zu entwickeln oder zu installieren,<br />

spielt sich das Ganze in einer Grauzone<br />

ab. Die Hersteller verweisen darauf, dass<br />

diese Updates nicht sorgfältig in Messlabors<br />

getestet und mit den Netzbetreibern abgestimmt<br />

wurden. Theoretisch ist deshalb vor<br />

allem bei Mobilfunkgeräten jede Menge Unbill<br />

denkbar – schlechterer Empfang, Störung<br />

des Mobilfunknetzes, erhöhte Strahlung,<br />

partielle Funktionsausfälle, schnellere Akkuleerung.<br />

Da rüber hinaus können bei Software<br />

aus ungeprüften Quellen Datenspionage,<br />

Überwachung und Abzocke drohen. Dass die<br />

Hersteller jede Garantie ablehnen, sobald inoffizielle<br />

Software auf ihre Geräte installiert<br />

wird, ist verständlich.<br />

Schwierige Abwägung<br />

Verfechter von Custom-ROMs halten dem entgegen,<br />

dass sich meist verantwortungsvolle<br />

und ver sierte Programmierer der Adaption<br />

annehmen. Zudem gebe es eine Art Gruppenkontrolle:<br />

Fehlerhafte Software würde in<br />

den ausgiebigen Foren diskussionen schnell<br />

gebrandmarkt.<br />

Wie sollen sich Android-Nutzer also entscheiden?<br />

Auf jeden Fall sollte man die Installation<br />

inoffizieller System-Software nicht auf die<br />

leichte Schulter nehmen. Wen die genannten<br />

Gefahren abschrecken, der sollte lieber ein<br />

paar Monate auf ein offizielles Update warten<br />

oder mit der verfüg baren Software vorliebnehmen<br />

– insbesondere, wenn ein Ausfall<br />

des Geräts nur schwer zu verschmerzen wäre.<br />

Wer aber unbedingt ein älteres Modell mit<br />

einem Custom-ROM aufrüsten will, sollte<br />

sich vorher in Foren wie www.android-hilfe.<br />

de oder www.androidpit.de über Erfahrun gen<br />

anderer Nutzer mit dem konkreten Update informieren.<br />

Warten Sie lieber etwas länger und<br />

nutzen Sie die Zeit zur Recherche, bevor Sie<br />

eine irgendwo im Web gefundene Firmware<br />

auf Ihre Hardware loslassen. Wer hier übereilt<br />

agiert, riskiert einen Totalausfall.<br />

kl<br />

Acer Iconia Tab A500<br />

Zum Marktstart im Juni 2011 trat das<br />

Iconia Tab mit Android 3.0 an. Die WLAN-<br />

Version A500 konnte sich im Juli 2011<br />

über Version 3.1 und im September über<br />

Version 3.2 freuen, die UMTS-Variante<br />

A501 wurde im September 2011 direkt auf<br />

3.2 aktualisiert. 4.0 folgte im Juni 2012.<br />

HTC Flyer<br />

Schon zum Start im Mai 2011, der noch<br />

mit Android 2.3 erfolgte, versprach HTC<br />

ein baldiges Update auf „Honeycomb“.<br />

Darauf mussten Flyer-Käufer lang warten,<br />

erst Anfang 2012 war es soweit – dafür<br />

gab’s dann gleich Version 3.2. Doch 4.0<br />

wird der Flyer nicht mehr bekommen.<br />

Motorola Xoom<br />

Zum Start im April 2011 lief auf dem Xoom<br />

An droid 3.0, im August 2011 folgte Version<br />

3.1 und im November 2011 Version<br />

3.2. Auf „Ice Cream Sandwich“ (4.x)<br />

mussten Xoom-Nutzer bis Ende Juni<br />

dieses Jahres warten – das Update gibt es<br />

aber vorerst nur für die WiFi-Variante.<br />

Samsung GalaxyTab 10.1<br />

Zum deutschen Marktstart im August 2011<br />

erschien das GalaxyTab 10.1 mit Android<br />

3.1, das nach Streit mit Apple modifizierte<br />

10.1N folgte im Januar 2012 gleich<br />

mit 3.2. Diese Version bekam das Galaxy<br />

Tab 10.1 im November 2011 als Update. Bis<br />

zum Redaktiosnschluss begann schließlich<br />

der Test-Rollout von Android 4.0.4.<br />

Sony Tablet S<br />

Dank seines späten Markteintritts im<br />

September 2011 wurde Sonys Tablet S<br />

von vornherein mit Android 3.2 ausgeliefert.<br />

Das von den Kunden heiß<br />

erwartete Update auf Version 4.0<br />

„Ice Cream Sandwich“ rollte Sony dann im<br />

Mai 2012 und somit recht frühzeitig aus.<br />

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42<br />

SOFTWARE<br />

TUNING<br />

TUNING-TIPPS FÜR ANDROID-TABLETS<br />

Android-<br />

Tuning<br />

Wer die richtigen Tricks und Kniffe kennt, kann aus<br />

seinem Android-Tablet mehr herausholen. Die<br />

besten Tipps im Überblick. VON HANNES RÜGHEIMER<br />

Tief in den Einstellungen und im Innenleben<br />

von AndroidOS finden sich eine<br />

Menge Funk tionen, mit denen Sie die Arbeitsweise<br />

Ihres Tablets tunen können. Gerade für<br />

Android-Neulinge gibt es hier viel zu entdecken.<br />

Einige besonders gute Tipps haben wir<br />

für Sie zusammengestellt.<br />

Automatisches Trennen der<br />

1<br />

WLAN-Verbindung verhindern<br />

AndroidOS kann eine vermeintlich nicht<br />

benötigte WLAN-Verbindung trennen, um<br />

Akkustrom zu sparen. Unter Umständen<br />

führt dies jedoch zu Problemen mit Apps<br />

oder Downloads. Sie können die Automatik<br />

abschalten, indem Sie unter Einstellungen/<br />

Drahtlos&Netzwerke das Menü (drei Punkte<br />

rechts oben im Display) und dort Erweitert<br />

auswählen, und dann die Einstellung unter<br />

WLAN-Richtlinie ändern. Voreingestellt ist<br />

Wenn Bildschirm sich abschaltet, bei Prob-<br />

lemen kann die Variante Nie, wenn im Netzbetrieb<br />

oder Nie helfen. Die letztgenannte<br />

Einstellung leert aber den Tablet-Akku<br />

schneller. Bei Stromknappheit wechseln<br />

Sie gegebenenfalls zurück auf die Grundeinstellung.<br />

Bereits gekaufte Apps auch<br />

2<br />

auf dem Tablet verwenden<br />

Apps, die Sie im Android Market beziehungsweise<br />

bei Google Play zum Beispiel schon mit<br />

Ihrem Smartphone gekauft haben, lassen sich<br />

auf mehreren Geräten installieren und nutzen<br />

– etwa auf einem neuen Smartphone oder<br />

auch auf Ihrem Tablet. Dazu sind bisherige<br />

App-Käufe in Ihrem Google-Konto hinterlegt.<br />

Voraussetzung ist jedoch, dass die App für<br />

den Einsatz auf dem Tablet geeignet ist. Hier<br />

bietet aber gerade das neue An droidOS 4.0<br />

„Ice Cream Sandwich“ neue Unterstützungsfunktionen.<br />

Standort-Ermittlung verbessern<br />

3<br />

Wenn Karten-, Navigations- oder andere<br />

standortbezogene Apps bei der Ermittlung<br />

Ihrer Position häufig danebenliegen, sollten<br />

Sie einmal einen Blick in Einstellungen/Standortdienste<br />

werfen. Hier können Sie festlegen,<br />

ob die Positionsbestimmung per WLAN und/<br />

oder per GPS erfolgt. Beide Varianten tragen<br />

zwar zum Stromverbrauch Ihres Tablets bei,<br />

verbessern dafür aber auch die Genauigkeit<br />

der Ergebnisse.<br />

Zeit bis zur Displayabschaltung<br />

4<br />

verändern<br />

Auch diese Funktion ist in der Grundeinstellung<br />

auf Stromsparen getrimmt: Unter Einstellungen/Display/Ruhezustand<br />

ist je nach<br />

Hersteller ein Wert von einer oder zwei Minuten<br />

hinterlegt. Typische Wiedergabe-Apps wie<br />

Videoplayer oder E-Book-Reader können diesen<br />

Timeout zwar übersteuern, aber wenn die<br />

Mit dieser Einstellung schaltet das Tablet WLAN<br />

nur noch im Akkubetrieb automatisch ab.<br />

Einmal gekaufte Apps kann man auf mehreren<br />

Android-Geräten installieren.<br />

Mit dieser Einstellung werden Webseiten in der<br />

für Desktop-<strong>PC</strong>s ausgelegten Version geladen.<br />

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43<br />

Vorgabe für Ihren Bedarf zu knapp ist, können<br />

Sie ihn im beschriebenen Menü verändern<br />

– wieder um den Preis, dass sich der Akku<br />

schneller leert.<br />

Browser-Identifikation umstellen<br />

5<br />

Der in Android integrierte Web-Browser<br />

identifiziert sich gegenüber den besuchten<br />

Seiten als Android-Browser. Wenn das besuchte<br />

Web-Angebot eine entsprechende<br />

Unterscheidung vornimmt, kann dies dazu<br />

führen, dass Sie die Mobil-Version einer Seite<br />

statt der für Desktop-<strong>PC</strong>s ausgelegten Version<br />

angezeigt bekommen. Gerade bei der Nutzung<br />

eines Tablets ist dies oft unerwünscht.<br />

Sie können deshalb in den Menü-Optionen<br />

des Browsers (drei Punkte in der rechten oberen<br />

Display-Ecke antippen) die Einstellung<br />

Desktop-Version wählen. Dann identifiziert<br />

sich der Browser als „normaler“ <strong>PC</strong>-Browser.<br />

Zusätzliche Steuerfunktionen<br />

6<br />

des Web-Browsers aktivieren<br />

Schon seit Version 3.0 „Honeycomb“ gibt es<br />

im Android-Browser den Zugriff auf so genannte<br />

Labs-Funktionen – Experimente aus<br />

den Google-Labs. Hier können Sie etwa eine<br />

nützliche Schnell-Steuerung für den Web-<br />

Browser einschalten. Sie finden die Aktivierung<br />

unter Menü/Einstellungen/Labs. Sollte<br />

Ihnen die Schnellsteuerung nicht zusagen,<br />

können Sie sie hier auch wieder abschalten.<br />

Künftig könnten noch andere Experimental-<br />

Funktionen aus Googles Entwicklungslabor<br />

hier auftauchen.<br />

Der Android-Browser bietet auf Wunsch eine<br />

praktische Schnellsteuerung für die Navigation.<br />

Achtung: Je nach Hersteller und Version können<br />

einige Funktionen auf manchen Geräten fehlen<br />

oder anders erreichbar sein als beschrieben.<br />

Apps schneller vom Tablet<br />

7<br />

deinstallieren<br />

Bei Ausprobieren von Apps aus dem Android<br />

Market werden Sie immer auch mal an Angebote<br />

geraten, die Sie nach kurzem Anspielen<br />

doch wieder von Ihrem Tablet löschen möchten.<br />

Dafür sieht An droid grundsätzlich die<br />

Möglichkeit vor, die fragliche App im Programm<br />

Einstellungen unter dem Eintrag Apps zu deinstallieren.<br />

Unter Honeycomb (Android OS 3.x)<br />

und Ice Cream Sandwich (4.x) geht es aber<br />

auch schneller: Sie können das Icon der fraglichen<br />

App aus dem Bildschirm Apps & Widgets<br />

einfach auf den Menüeintrag Deinstallieren am<br />

oberen Bildschirmrand ziehen. Doch Achtung:<br />

Wenn Sie das App-Icon auf dem Home-Screen<br />

auf den Eintrag Entfernen ziehen, löscht dies<br />

nur das Icon vom Home-Screen, die App wird<br />

nicht deinstalliert.<br />

Eigene Apps schneller finden<br />

8<br />

Wenn Sie viele eigene Apps installiert<br />

haben, wird das Menü Apps & Widgets<br />

schnell etwas unübersichtlich. Hier helfen<br />

zwei kleine Funktionen, die man leicht übersieht:<br />

Zum einen können Sie mit dem Menü<br />

rechts oben im Display die Sortierung zwischen<br />

A bis Z und Neueste zuerst umschalten<br />

– mit letzerer Option erscheinen die jüngst<br />

installierten Apps zuerst in der Liste. Zum anderen<br />

können Sie die Darstellung filtern, indem<br />

Sie oben links die Kategorie Downloads<br />

wählen. Dann werden nur noch solche Apps<br />

angezeigt, die Sie aus dem Android Market<br />

beziehungsweise anderen Quellen heruntergeladen<br />

haben.<br />

Tethering zwischen<br />

9<br />

Tablet und Smartphone<br />

Möglicherweise haben Sie sich beim Kauf<br />

Ihres Tablets für ein reines Wi-Fi-Modell entschieden,<br />

weil Sie sich sagten, dass Sie mit<br />

Ihrem Smartphone ja schon ein Gerät für mobilen<br />

Datenfunk hätten, das als 3G-Modem<br />

dient. Voraussetzung dafür ist, dass Ihr Provider<br />

beziehungsweise Ihr Smartphone-Tarif<br />

Ein reines WLAN-Tablet kann mittels Tethering<br />

auch ein Smartphone als Modem nutzen.<br />

Die Verbindung für das Tethering mit Blackberrys<br />

läuft über Bluetooth.<br />

Apps kann man alphabetisch oder nach Installationsdatum<br />

sortiert anzeigen lassen.<br />

Tetherhing erlaubt. Trifft dies zu, hängt die genaue<br />

Vorgehensweise von Ihrem Smartphone<br />

ab: Viele Geräte (Android-Phones oder etwa<br />

auch iPhones) erzeugen beim Tethering einen<br />

WLAN-Hotspot, den Sie dann wie ein normales<br />

WLAN in der Funknetz-Liste Ihres Tablets<br />

auswählen müssen. Zur Anmeldung benötigen<br />

Sie das vom Smartphone vorgegebene<br />

Passwort.<br />

In anderen Fällen (etwa mit Blackberrys)<br />

muss eine Bluetooth-Verbindung hergestellt<br />

werden. Auf dem Tablet wählen Sie das Programm<br />

Einstellungen, aktivieren dort unter<br />

Drahtlos & Netzwerke die Bluetooth-Funktion,<br />

tippen auf Nach Geräten suchen, klicken dann<br />

das gefundene Handy an und bestätigen auf<br />

beiden Geräten die Kopplung. Anschließend<br />

wählen Sie in den Eigenschaften des Handys<br />

die Option Internet mitbenutzen. Taucht sie<br />

nicht auf, müssen Sie auf dem Handy das<br />

Bluetooth-Profil Dialup Networking für die<br />

gekoppelte Verbindung aktivieren. Klappt<br />

auch dies nicht, wird Bluetooth für diesen<br />

Zweck nicht unterstützt. Helfen können dann<br />

manchmal Apps von Drittanbietern. kl<br />

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44<br />

SOFTWARE<br />

PLUG-INS<br />

DIE BESTEN PLUG-INS<br />

Filter-<br />

Feuerwerk<br />

Sie ergänzen den Werkzeugkasten der Bildretusche-<br />

und -montage-Programme und glänzen<br />

mit tollen Effekten: Plug-ins sind mehr als das<br />

Salz in der Suppe von Photoshop & Co.<br />

Wir stellen Ihnen die zehn besten<br />

kostenlosen Zusatzprogramme<br />

vor. VON PETER KNOLL<br />

E<br />

rst zwei gute Nachrichten: Fast alle<br />

der bekannten Bildbearbeitungsprogramme<br />

unterstützen die von Adobe spezifizierte<br />

Photoshop-Plug-in-Schnittstelle.<br />

Dank dieser Schnittstelle lassen sich<br />

tausende Zusatzprogramme aufrufen<br />

und nutzen. Darüber hinaus<br />

integrieren diese Schnittstelle<br />

eine ganze Reihe anderer<br />

Programme wie die Zeichenprogramme<br />

Adobe Illustrator<br />

oder CorelDraw. Neben<br />

Photoshop, PhotoImpact,<br />

Paint Shop Pro, Photo-<br />

Paint etc. sind z.B. bekannte<br />

Bildbetrachter,<br />

darunter der beliebte IrfanView,<br />

für Zusatzprogramme<br />

per Photoshop-<br />

Plug-in offen. Einige der<br />

wenigen – unrühmlichen<br />

– Ausnahmen sind Gimp<br />

und ausgerechnet das aktuelle<br />

Photoshop Lightroom<br />

4.1 aus dem Hause des<br />

Schnittstellen-Definierers<br />

Adobe: Es benötigt<br />

eigene Plug-ins,<br />

die auf die Endung .lrplugin<br />

lauten.<br />

Praktisch: Es gibt für Bildverbesserungen<br />

wie für Verfremdungen<br />

eine riesige Auswahl<br />

kostenloser Plug-ins. Seit<br />

Adobe mit Photoshop 2.0 ab<br />

1991 seine offene Plug-in-Schnittstelle<br />

angeboten hat und bereits im<br />

Jahr darauf die bis heute beliebten,<br />

längst bei Corel gelandeten Kai´s PowerTools<br />

sensationelle Effekte ermöglichten, hält der<br />

Filter-Boom an – obwohl eine reichhaltige Filterausstattung<br />

selbst beim Grundprogramm<br />

schon allgemein üblich ist. Viele der kostenlosen<br />

Zusatzfilter entstanden mit der Filter<br />

Factory, die Adobe mit Photoshop 3.0 mit auf<br />

die Installations-CDs gepackt hat.<br />

Und nun zu den schlechten Nachrichten:<br />

Viele der kostenlosen Angebote im Netz sind<br />

gar keine Plug-ins – auch wenn sie auf vielen<br />

Seiten unter dieser Rubrik geführt werden.<br />

Dies führt dazu, dass das Kopieren in den einschlägigen<br />

Plug-in-Ordner der Bildbearbeitungs-Software<br />

nichts bewirkt.<br />

Ein sehr nützliches Programm, das fälschlicherweise<br />

oft unter der Rubrik „Plug-in“ geführt<br />

wird, ist beispielsweise der Red Eye Remover<br />

2 von Vicman. Damit lassen sich Rote<br />

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45<br />

Augen entfernen; das Mini-Programm kann<br />

die Wirkung der Rote-Augen-Korrektur präziser<br />

einstellen als die verbreiteten Standard-<br />

Tools der Bildbearbeitungs-Software. Sie finden<br />

es unter http://files.vicman.net/redinst.<br />

exe. Selbst die „echten“ Plug-ins funktionieren<br />

– abgesehen von wenigen Ausnahmen –<br />

in der Regel nicht zusammen mit den 64-Bit-<br />

Versionen von Photoshop.<br />

Dies wäre noch leicht zu verschmerzen, wenn<br />

sie wenigstens in der versionsgleichen, von<br />

Adobe weiterhin mitgelieferten 32-Bit-Version<br />

ordentlich laufen würden. Doch auch das ist<br />

nicht zwingend der Fall: Viele Filter reagierten<br />

auf den Versuch, sie unter CS6 mit 32 Bit auf<br />

unserem Test-<strong>PC</strong> (<strong>Windows</strong> 7 Professional, 64<br />

Bit) zum Laufen zu bringen, mit nervtötenden<br />

Speicherfehlern, mahnten ein fehlendes JavaScript-Modul<br />

oder eine angeblich nicht vorhandene,<br />

tatsächlich nicht erkannte DLL an.<br />

Berüchtigt für Plug-in-Probleme ist zudem<br />

Photoshop 7.0. Immerhin hilft hier das Aufspielen<br />

der Fehlerkorrektur zu Version 7.01,<br />

damit sich die zuvor meist „inkompatiblen“<br />

Filter wieder verwenden lassen.<br />

Effekte mit störendem Wasserzeichen<br />

Doch auch bei den Funktionen der Filter<br />

selbst liegt zuweilen einiges im Argen. So<br />

stießen wir bei der Suche nach den spannendsten<br />

Freeware-Filtern immer wieder auf<br />

als „Vollversion“ getarnte Demo-Software, die<br />

sich nur mit Wasserzeichen auf dem Ergebnis<br />

testen ließ – ein Paradebeispiel ist FilterOptix<br />

von VanDerLee.<br />

Probleme gibt es zudem oft schon bei der<br />

Installation. Im Unterschied zu Skripten oder<br />

den Photoshop-Aktionen nutzen<br />

Plug-ins nämlich nicht<br />

die bereits im Programm verhandenen<br />

Werkzeuge. Um sie<br />

aufzurufen, werden sie stattdessen<br />

im Plug-in-Ordner des<br />

jeweilgen Bildbearbeitungsprogramms<br />

installiert, wobei<br />

die entsprechenden Ordner bedauerlicherweise<br />

oft nicht auf<br />

den ersten Blick zu identifizieren sind.<br />

Den Vogel schießt dabei ausgerechnet Adobe<br />

ab: Bereits im ersten Untermenü des Programms<br />

– zum Beispiel C:\Programme (x86)\<br />

Adobe\Adobe Photoshop CS6 – erscheint ein<br />

Ordner Plug-ins. Dort wiederum werden Sie<br />

den AdobePSDXLoader, nicht jedoch die erwarteten<br />

Plug-ins finden. Letztere wiederum<br />

versteckt Adobe unter Adobe Photoshop CS6\<br />

Required\Plug-Ins. Neue Filter, sie tragen<br />

korrekterweise die Endung 8bf, müssen Sie<br />

also in diesen Ordner kopieren. Einige Programme,<br />

beispielsweise Corel Photo-Paint,<br />

Viele „kostenlose“<br />

Plug-in-<br />

Pakete sind<br />

nervige Mogelpackungen<br />

Rauschkiller: Lästiges<br />

Bildrauschen verringert<br />

der Filter Hi<br />

ISO Noise Reduction.<br />

Die Besonderheit<br />

des Plug-ins ist die<br />

gleichzeitig mögliche<br />

Schärfung der Kanten<br />

in einem Schritt mit<br />

integrierter <strong>Vorschau</strong><br />

auf das Ergebnis.<br />

laden die Filter zudem erst beim ersten Aufruf.<br />

Dadurch starten diese schneller, doch beim<br />

ersten Filteraufruf kommt es zu einer kurzen<br />

Gedenkpause.<br />

Andere, darunter Photoshop, laden die dazu<br />

vorgesehenen Filter bereits beim Programmstart<br />

– wer 200 zusätzliche Plug-ins einbindet,<br />

muss also etwas länger warten, bis er<br />

loslegen kann.<br />

TIPP<br />

Installieren Sie zusätzliche<br />

Filter in eigenen, eindeutig<br />

bezeichneten Ordnern –<br />

möglichst nicht im Standardordner:<br />

Die meisten Bildbearbeitungsprogramme<br />

bieten<br />

seit mehreren Programmgenerationen<br />

die Option, mindestens<br />

einen zusätzlichen Ordner für Filter<br />

anzugeben. Diese Option finden Sie in<br />

der Regel unter den Voreinstellungen des<br />

Bildbearbeitungsprogramms.<br />

Es ist generell ratsam, nicht zu viele Filter auf<br />

einmal zu aktivieren. Einige Programme bieten<br />

deshalb feine Optionen, einzelne Filter<br />

gezielt einzubinden.<br />

So finden sie eine solche Verwaltung etwa bei<br />

IrfanView, wenn auch etwa versteckt, über<br />

Bild/Effekte/Einstellungen/<strong>Vorschau</strong>/Adobe<br />

8BF Filter (PlugIn).<br />

Bewährte Technik:<br />

Der Extrahieren-<br />

Filter bietet sich zum<br />

Freistellen schwieriger<br />

Motive an. Dazu<br />

sollten Sie die Kante<br />

des freizustellenden<br />

Bereichs möglichst<br />

eng umfahren. Der<br />

Innenbereich wird<br />

im Beispiel mit einer<br />

blauen Maske gekennzeichnet.<br />

Ein Plug-in für alle Programme<br />

Alle bekannten Bildbearbeitungs-<br />

Programme liefern in der Regel zahlreiche<br />

Plug-ins mit. Diese werden bei<br />

der Installation des Hauptprogramms<br />

in den jeweiligen Plug-in-Ordner kopiert.<br />

Sie lassen sich – sofern Lizenzrechtlich<br />

zulässig – jedoch durchaus<br />

auch in anderen Programmen nutzen.<br />

Demo-Software liefert Zusatzfilter<br />

Es gibt Anwender, die eine Demoversion<br />

eines Programms installieren, um so<br />

legal an hochwertige Zusatzprogramme<br />

zu gelangen. So enthielten die Demoversionen<br />

von Fireworks MX und MX<br />

2004 Profi-Filter wie Bevel Boss von<br />

Alien Skin.<br />

Die Mehrfachnutzung von Plug-ins<br />

lässt sich auf zwei unterschiedliche<br />

Weisen erreichen:<br />

1. Geben Sie den Pfad für diese Plugins<br />

zusätzlich an – viele Programme<br />

wie Paint Shop Pro gestatten zusätzliche<br />

Plug-in-Ordner.<br />

2. Kopieren Sie die gewünschten Plugins<br />

und fügen Sie diese in den üblichen<br />

Plug-in-Ordner des anderen Programms<br />

oder einen neuen Ordner ein.<br />

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46<br />

SOFTWARE<br />

PLUG-INS<br />

Empfehlenswerte kommerzielle Plug-in-Sammlungen<br />

Mächtige kostenpflichtige Filtersammlungen gibt es seit „Kai‘s Powertools“ viele. Eine kleine Auswahl der besten:<br />

NIK Sharpener Pro 3.0<br />

Schärft für 199,95 Euro Bilder<br />

abhängig von Dateigröße<br />

und Ausgabeziel nach<br />

www.niksoftware.com<br />

Alien Skin Photo Bundle<br />

Für 495 $ (ca. 350 Euro) ein<br />

Top-Paket für Portaits, Skalieren<br />

und Maltechniken<br />

www.alienskin.com<br />

ToonIt! Photo 2.6<br />

ToonIt! verwandelt digitale<br />

Bilder in realistische Comics.<br />

Der Preis: ca. 100 Euro<br />

www.digitalanarchy.com<br />

Portrait Professional v10<br />

Flotte Porträtretusche bis<br />

zur optionalen Änderung der<br />

Gesichtsform für 48,95 Euro<br />

www.anthropics.com<br />

Bilder optimieren<br />

1<br />

Schwierige Motive freistellen:<br />

Extract-Filter<br />

Einer der Klassiker unter den Freistell-Tools,<br />

der englischsprachige Filter Extract, zählt<br />

seit Photoshop-Version CS4 nicht mehr zum<br />

Standard-Repertoire des Bildretusche- und<br />

Montage-Programms. Begründung: Er sei<br />

durch das verbesserte Schnellauswahlwerkzeug<br />

überflüssig geworden.<br />

Wir teilen diese Auffassung nicht: Bei einer<br />

Reihe von Motiven leistet der Extract-Filter<br />

nach unserer Erfahrung bessere Dienste,<br />

etwa bei wehenden Haaren vor kontrastarmem<br />

Hintergund. Es lässt sich jedoch<br />

oft erst nach einigen Versuchen erfolgreich<br />

anwenden. Zu finden ist das Extract-<br />

Plug-in unter den optionalen Filtern für<br />

Photoshop CS4. Nach der Installation taucht<br />

er in Photoshop CS6 oben unter Filter/<br />

Extrahieren auf.<br />

http://helpx.adobe.com/de/photoshop/<br />

kb/photoshop-cs4-plug-ins.html<br />

Bildrauschen weg:<br />

Hi ISO Noise Reduction<br />

Ein probates Mittel gegen das vor allem bei<br />

Nachtaufnahmen auftretende Farb- und Helligkeitsrauschen<br />

ist der Hi-ISO-Noise-Reduction-<br />

Filter von Alexander Belousov.<br />

Das zu kleine <strong>Vorschau</strong>-Fensterchen<br />

ist zwar nicht mehr auf<br />

der Höhe der Zeit. Immerhin ist<br />

es mit einer Lupen-Funktion<br />

ausgestattet.<br />

Dafür lässt sich zeitgleich das<br />

Rauschen in drei Stärken korrigieren.<br />

Die Besonderheit:<br />

2 3<br />

Jeder Anti-Bildrauschen-Filter<br />

ist genaugenommen ein Weichzeichner. Unerwünschten<br />

„Weichspülungen“ wirkt die<br />

gleichzeitig mögliche Konturenschärfung mit<br />

vier Vorgaben-Varianten notfalls entgegen.<br />

Fein dosierbarer<br />

Scheinwerfer: Die<br />

Regler der Contrast<br />

Mask von Martin<br />

Vicanek gestatten<br />

die Unterdrückung<br />

von Halos. Praktisch<br />

ist das zeitgleich<br />

mögliche Aufhellen<br />

und Abdunkeln zu<br />

dunkler bzw. zu heller<br />

Bildbereiche.<br />

Zu helle und<br />

zu dunkle<br />

Bildstellen in<br />

einem Schritt<br />

korrigieren<br />

www.foto-freeware.de/<br />

hi-iso-noise-reduction-filter.php<br />

Helligkeit ausgleichen und Halos<br />

unterdrücken: Contrast Mask<br />

Martin Vicaneks Contrast Mask schlägt drei<br />

Fliegen mit einer Klappe: Er hellt in einem<br />

übersichtlichen Dialog zu dunkle Bereiche<br />

auf, dunkelt zu helle Bereiche<br />

ab und beseitigt zugleich ungewollte<br />

Lichteffekte – Halos.<br />

Dieser Effekt tritt etwa beim<br />

Freistellen ohne oder einer<br />

falsch eingestellten weichen<br />

Auswahlkante auf. Weitere<br />

Stärken des Plug-ins sind der<br />

klare Aufbau mit Schiebereglern<br />

und die große <strong>Vorschau</strong>.<br />

http://vicanek.de/plugins/downloads/<br />

contrastmask.zip<br />

Vignettierung beseitigen:<br />

4 Vignette Corrector<br />

Der Vignette Corrector von Martin Vicanek bietet<br />

sich an, um Vignettierungen (Helligkeitsabfall<br />

an den Bildrändern) auszugleichen.<br />

Alternativ lässt sich das angenehm einfach zu<br />

bedienende Plug-in auch zum Erzeugen von<br />

Vignetten verwenden. Die erzeugte Maske<br />

kann auf Wunsch angezeigt werden, der Mittelpunkt<br />

der Vignette zudem auf X- und Y-Achse<br />

pixelweise verschoben werden – praktisch,<br />

wenn Sie bereits einen Bildausschnitt gewählt<br />

haben und die Vignette nicht zentriert ist.<br />

http://vicanek.de/plugins/downloads/<br />

vignettecorrector.zip<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 10/2012 www.pc-magazin.de


47<br />

Bilder verfremden<br />

Bilder fluten: Zombie und Flood<br />

5<br />

Zum künstlerischen Verfremden von<br />

Fotos bietet es sich an, mehrere Filter miteinander<br />

zu verknüpfen. Eine fantastische Filterkombination<br />

ist der Zombie- und der Flood-<br />

Filter, beide stammen von Flaming Pears.<br />

Das kostenlose Filterpaket des Profi-Filterherstellers<br />

läuft als eines der wenigen kostenlosen<br />

Angebote auch einwandfrei unter Photoshop<br />

CS6 64 Bit.<br />

Mit dem 1-Klick-Filter Zombie tauchen Sie<br />

idealerweise ein Portraitfoto, auf dem Augen<br />

und Zähne gut sichtbar sind, in ein Bild mit<br />

kühlen Farben und glasigen Pupillen. Anschließend<br />

filtern Sie das Zwischenergebnis<br />

nach Gusto mit dem vielseitigen Flood-Filter.<br />

Er liefert dazu dutzende Einstell-Varainten.<br />

www.flamingpear.com/download.html<br />

Entwicklungslabor:<br />

6 virtualPhotographer<br />

Ein mächtiges Werkzeug für Retro-Fotos ist<br />

der virtualPhotographer, der uns in Version<br />

1.5.6 vorliegt. Er bietet besonders detaillierte<br />

und überzeugende Einstell-Optionen in drei<br />

Reitern.<br />

So gibt es bereits im Reiter Main des englischsprachigen<br />

Plug-ins zehn Voreinstellungen,<br />

darunter 60´s <strong>Magazin</strong>e, BMovie, Cross oder<br />

PunchDrunk. Im Reiter Film bestimmen Sie<br />

zudem Filmtyp und ASA-Zahl (zwischen 25 à<br />

la Kodachrome bis zu 1600 ASA). Zudem gibt<br />

es Schieberegler für Helligkeit, Kontrast und<br />

das Filmkorn.<br />

Im Reiter Style wählen Sie aus fünf vorgegebenen<br />

fotografischen Stilen und auf<br />

Wunsch einen der vielen Effekte. Allein für die<br />

Schwarzweiß-Wandlung stehen zehn Variationen<br />

bereit.<br />

www.optikvervelabs.com/virtualphotogra<br />

pher.asp<br />

Nacht-Sicht: Fotomatic Nightscope<br />

7<br />

Nachtstimmung gefragt? Eine schnelle<br />

wie optisch überzeugende Lösung dafür liefert<br />

Flotte Fehlerkorrektur:<br />

Vignette Corrector<br />

beseitigt via Schieberegler<br />

ungewollte<br />

Vignettierungen (oft<br />

ein Objektivfehler, vor<br />

allem bei Weitwinkel-<br />

Objektiven) im Nu.<br />

Die ausreichend große<br />

<strong>Vorschau</strong> hat bei den<br />

kostenlosen Filtern<br />

Seltenheitswert.<br />

Zombie-Fluten: Die Filterkombination aus Zombie- und Flood-Filter wandelt ein eher langweiliges<br />

Porträtfoto in einen Hingucker.<br />

Fotomatic Nightscope von Stephen Upham.<br />

Der Filter bedarf einiger Versuche, um das optimale<br />

Ergebnis zu erzielen.<br />

Im Beispiel wandelten wir eine Schildkröte,<br />

aufgenommen bei hellem Tageslicht in hellblauem<br />

Meerwasser, in ein Nachttier.<br />

Für die einzelnen Farben stellten wir jeweils<br />

deutlich unterschiedliche Werte für das Korn<br />

Original Colorize Cool, Velvita Chalky, Black and White Green Punch<br />

Variantenreich: Der virtualPhotographer simuliert analoge Fotografie in Reinkultur. Von links: Original, Colorize, Cool mit Velvita, Chalky Black and<br />

White und Green Punch mit simulierter Cross-Entwicklung.<br />

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48<br />

SOFTWARE<br />

PLUG-INS<br />

Den Plugin Manager gibt es in einer kostenlose<br />

und in einer kostenpflichtigen Variante.<br />

Verwaltung per Plug-in-Manager<br />

Der Klassiker unter den Plug-in-Managern<br />

ist das gleichnamige Programm von<br />

Icnet. Die oft zu Unrecht als Freeware angepriesene<br />

Shareware-Version 2.1 kostet<br />

rund 26 Euro, die ältere Variante ist tatsächlich<br />

kostenlos. Bei der in Deutsch<br />

erhältlichen Fassung 2.1 gehen Sie auf<br />

Datei/Konfiguration und wählen unter<br />

Neu den richtigen Plug-in-Ordner. Es lassen<br />

sich mehrere Ordner wählen, auch<br />

Unterordner werden (meist) korrekt erkannt.<br />

Auf Wunsch fügt der Manager<br />

Trennlinien ein. In der winzigen <strong>Vorschau</strong><br />

erscheinen viele der Effekte, jedoch<br />

bei weitem nicht alle Plug-ins.<br />

Plug-In Switch<br />

Die Freeware Plug-In Switch macht<br />

nichts anderes, als installierte Filter mit<br />

der Endung 8BF zu deaktivieren und wieder<br />

zu aktivieren. Dies erfolgt schnell und<br />

zuverlässig. Dazu ist es allerdings in der<br />

aktuellen Version 1.3 nötig, exakt in den<br />

jeweiligen Ordner zu surfen, die zu deaktivierende<br />

Plug-ins einzeln zu markieren<br />

und mit Switch OFF zu deaktiveren.<br />

ein und betonten die Grüntöne bei geringerem<br />

Blauanteil.<br />

www.cybia.co.uk/fotomatic.html<br />

Fotos künstlich altern lassen:<br />

8 Perfect Effects Free<br />

Von OnOne-Software kommt eines der mächtigsten<br />

Filterpakete. Einige Hochleistungs-<br />

Filter gibt es im Paket Perfect Filters Free<br />

kostenlos, das Photoshop, Photoshop Elements,<br />

Lightroom oder Apperture voraussetzt.<br />

Bei der Installation fragt Sie der Assistent,<br />

ob Sie die Filter in eines der erkannten<br />

Programme – etwa Photoshop CS6, 64 Bit<br />

– installieren wollen. Daraufhin schreibt<br />

das Programm eine Reihe von<br />

DLLs und die Filter an den gewünschten<br />

Ort – innerhalb von<br />

Photoshop tauchen die OnOne-<br />

Filter anschließend dennoch<br />

nicht auf.<br />

Sie sind stattdessen wie ein<br />

eigenständiges Programm zu<br />

starten. Angenehm fällt die<br />

überragende <strong>Vorschau</strong> auf – inklusive<br />

optionalem Splitscreen<br />

für Vorher- und Nachher-Ansicht<br />

und viele Detaillösungen wie<br />

die Option, Filter zu stapeln. Der<br />

Filter Antique Rounded lässt das Motiv schon<br />

mal Jahrzehnte altern. Endgültig in den Look<br />

einer alten Postkarte verzaubern Sie das Foto<br />

mit Secret Formula.<br />

www.ononesoftware.com/free<br />

Druck-Werk: Cybia Demitone 25<br />

9<br />

Sie haben sich schon immer gefragt,<br />

wie Sie die Wirkung eines Druckrasters oder<br />

einer gestickten Handarbeit erzielen? Demitone<br />

25 liefert die Antwort. Er rastert das Bild<br />

auf; die Wirkung überzeugt am meisten, wenn<br />

Sie zuvor die Hintergrundebene kopieren und<br />

teiltransparent – im Beispiel haben wir 60 %<br />

Deckkraft gewählt – über das aufgerasterte<br />

Zeit-Maschine: Die Perfect Effects 3.0 erzeugen<br />

mit den Effekten Antique Rounded und Secret<br />

Formula die Anmutung einer uralten Postkarte.<br />

Bild legen. Es erscheint sonst ausschließlich<br />

in Graustufen.<br />

www.flamingpear.com/download.html<br />

Texturen-Malerei:<br />

10<br />

OnOne Perfect Effects Textures<br />

Die Perfect Effects bestehen aus vier Bereichen<br />

mit einem weiteren Reiter, in dem<br />

Sie Voreinstellungen ablegen. Die Texturen<br />

umfassen Spezialeffekte wie Cracked Paint<br />

(abblätternde Farbe). Um aus der Milchkanne<br />

aus Blech eine edle Bronzekanne zu gießen,<br />

bietet sich Warm Concrete Subtle an.<br />

Vor dem Auftragen von Texturen empfehlen<br />

wir, über Layers, Schaltfläche Copy, eine zusätzliche<br />

Ebene anzulegen – dadurch lässt<br />

sich die Effektwirkung noch genauer steuern.<br />

In diesem Bereich stehen zudem gegenüber<br />

dem Effects-Bereich vier weitere Werkzeuge<br />

bereit. Besonders praktisch ist das Transform<br />

Tool, mit dem wir im Beispiel die Breite der<br />

Milchkanne änderten.<br />

Den Klick auf die Bereiche Mask, Portrait, Focus,<br />

Frame und Resize können Sie sich sparen<br />

– sie sind nicht mit weiteren Funktionen,<br />

sondern mit Werbung für die entsprechenden<br />

OnOne-Filterpakete verknüpft.<br />

www.ononesoftware.com/free<br />

pk<br />

Mehrere Instanzen lassen sich in Cybia Plug-<br />

In Switch zum Zeit sparenden Deaktivieren<br />

von Plug-ins gleichzeitig starten.<br />

Raster-Effekt: Demitone 25, es gibt auch die Variante Demitone 50, rastert das Foto auf.<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 10/2012 www.pc-magazin.de


LEGO und das LEGO Logo sind Marken der LEGO Gruppe. ©2012 The LEGO Group. ©2012 Lucasfilm Ltd. & TM. All rights reserved.<br />

Männer haben keine Hobbys. Sie haben eine Aufgabe.<br />

Gehen Sie an Ihre Grenzen und beweisen Sie, was in Ihnen steckt. Tausende von Einzelteilen<br />

werden Ihnen alles abverlangen: Fingerspitzengefühl, Konzentration, Ausdauer. Das Ergebnis:<br />

faszinierende Technik, beeindruckende Details und das gute Gefühl, etwas Großes erschaffen<br />

zu haben. Nehmen Sie die Herausforderung an!<br />

www.LEGOmen.de


50<br />

SOFTWARE<br />

WINDOWS 7<br />

1<br />

2<br />

3 4<br />

5<br />

6<br />

Ändern Sie den Stil Ihrer<br />

<strong>Windows</strong>-7-Oberfläche! Wir<br />

zeigen Ihnen, wie Sie den<br />

Kachel-Look von <strong>Windows</strong> 8<br />

installieren, dreidimensionale<br />

Würfel formen oder auch ein<br />

Design ganz nach Ihrem<br />

eigenen Geschmack.<br />

VON TOM RATHERT<br />

7<br />

8 9 10<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 10/2012 www.pc-magazin.de


DVD<br />

CD<br />

Toolpaket<br />

<strong>Windows</strong> Modding<br />

51<br />

WINDOWS-MODDING<br />

Schöner als<br />

<strong>Windows</strong> 8 je war<br />

C<br />

hrom, tiefergelegte Stoßdämpfer und<br />

detailverliebte Bilder im Lack der Karosserie<br />

stehen als Sinnbild für das Modding<br />

von Autos. Hauptsache, es ist ein Hingucker.<br />

Doch cooles Aussehen kann auch<br />

echte Vorteile mitbringen. Wenn etwa der<br />

Außenspiegel besser positioniert ist oder<br />

der Luftwiderstand geringer ist und dadurch<br />

Benzin gespart wird. Beim <strong>PC</strong> motzen Sie<br />

entweder das Gehäuse auf (Case-Modding),<br />

was nicht Bestandteil dieses Artikels sein<br />

soll, oder verpassen der <strong>Windows</strong>-Oberfläche<br />

ein neues individuelles Aussehen<br />

(Desktop-Modding). Dabei lohnt es sich,<br />

alle Werkzeuge und Minianwendungen so<br />

anzuordnen, dass Sie besser dran kommen<br />

und mehr Funktionalität auf dem Desktop<br />

bekommen.<br />

ACHTUNG!<br />

Modding ist etwas für den privaten Rechner.<br />

Ihren Dienstwagen motzen Sie ja auch<br />

nicht auf. Und wie verchromter Stahl an<br />

Stabilität verliert, kann <strong>Windows</strong>-Modding<br />

die Stabilität des Betriebssystems senken.<br />

Legen Sie deshalb vor dem Modding einen<br />

Systemwiederherstellungspunkt an und<br />

sichern Sie die gesamte Systempartition<br />

als Image-Datei. Mit dieser Sicherung im<br />

Rücken macht das Anpassen der Oberfläche<br />

mehr Spaß, da Sie Fehler ungeschehen<br />

machen können.<br />

Bevor Sie die komplizierten Sachen versuchen,<br />

üben Sie erst mal mit den Werkzeugen,<br />

die Microsoft <strong>Windows</strong> mitgegeben hat. Für<br />

die komplizierteren Sachen haben wir Programme<br />

zusammengestellt, die Sie auf der<br />

Heft-DVD im Tool-Paket <strong>Windows</strong>-Modding<br />

finden.<br />

Logon verändern<br />

Als erstes verändern Sie das Kontobild samt<br />

Hintergrundbild des Startbildschirms, bevor<br />

Sie eingeloggt sind. Dazu müssen Sie jedoch<br />

erst mal eingeloggt sein. Am besten mit Administratorrechten.<br />

Alternativ können Sie mit<br />

gedrückt gehaltenen [Umschalt-Strg]-Tasten<br />

jedes Programm mit Administratorrechten<br />

starten. Das Kontobild beim Logon ändern Sie<br />

im Start-Menü unter dem Punkt Systemsteuerung/Benutzerkonten<br />

und Jugendschutz.<br />

Wählen Sie hier Eigenes Kontobild ändern und<br />

klicken Sie in dem nun angezeigten Dialog auf<br />

Nach weiteren Bildern suchen, wenn Sie nicht<br />

eines der angebotenen Schmuckbilder nehmen<br />

möchten. Als Formate sind BMP, GIF, JPG<br />

und PNG erlaubt.<br />

Damit Ihnen ein individueller Auftritt in einem<br />

Guss gelingt, sollten Sie nicht nur das Kontobild<br />

ändern, sondern auch dem Hintergrund<br />

des Logon-Bildschirms ein neues Aussehen<br />

geben. Das gelingt am einfachsten mit dem<br />

Programm Logon Screen von Daniel Rebelo<br />

(www.danielnetsoftware.com). Damit lässt<br />

HILFREICHE LINKS<br />

www.stardock.com<br />

Deuschsprachige Modding-Seite<br />

www.deskmodder.de/blog<br />

Deutsche Seite für Desktop-Modding<br />

www.wincustomize.com<br />

Englischsprachige Modding-Seite<br />

http://rainmeter.net<br />

Desktop-Widgets<br />

http://browse.deviantart.com<br />

Anregungen für eigene Designs<br />

www.freeware.de<br />

Die Suchwörter Gadget oder Sidebar<br />

bringen viele Minianwendungen.<br />

sich ein beliebiges Bild für den Hintergrund<br />

auswählen. Das Tool bietet außerdem noch<br />

erweiterte Darstellungseinstellungen, mit<br />

denen Sie beispielsweise Nachrichten vor<br />

der Anmeldung einblenden und bestimmen,<br />

welche Elemente auf dem Logon-Screenshot<br />

zu sehen sind, etwa die Schaltfläche zum<br />

Herunterladen. Damit alles funktioniert, darf<br />

das Bild nicht größer als 256 KByte sein und<br />

muss im JPG-Format vorliegen. Damit es nicht<br />

verzerrt wird, sollte es zusätzlich dasselbe<br />

Seitenverhältnis wie Ihre eingestellte Bild-<br />

1 Das Tool Rainmeter 2.3.3 bietet einen<br />

einfachen Weg, um Funktionen ins Hintergrundbild<br />

zu integrieren.<br />

2 Mit dem Tool <strong>Windows</strong> 7 Logon Background<br />

Changer 1.5.2 ändern Sie auch den Startbildhintergrund<br />

vorm Einloggen.<br />

3 Mit CubeDesktop 1.4.0 bekommen Sie einen<br />

drehbaren Würfel mit sechs Arbeitsoberflächen.<br />

4 Auch ohne den Einsatz von Tools, aber mit<br />

geschickten Icon-Anordnungen und Fotos<br />

können Sie einen persönlichen Stil zeigen.<br />

5 ObjectDock Free 2.0 präsentiert häufig<br />

verwendete Tools benutzungsfreundlich.<br />

6 Das Desktoptheme von ResEdit 1.5.11<br />

legt ein Trapez auf den Desktop, so dass die<br />

Verknüpfungen nach hinten strahlen.<br />

7 Das Theme von Talisman 3.4 legt acht<br />

Kacheln mit Anwendungen auf die Oberfläche,<br />

um das <strong>Windows</strong> 8-Outfit zu simulieren.<br />

8 Das futuristische anmutende Standard-<br />

Theme von Talisman 3.4 bietet ein vergrößertes<br />

Startfenster an.<br />

9 Das Tool mStartEX versucht, das<br />

Metro-Startmenü von <strong>Windows</strong> 8 zu<br />

simulieren, indem es das Startmenü mit<br />

einem grünen Hintergrund versieht und Icons<br />

statt Schrift anzeigt.<br />

10 Ein Autor für den Universal Theme<br />

Patcher aus dem <strong>Windows</strong> 8 UX Pack 4.0 hat<br />

das Aussehen des Desktops von <strong>Windows</strong> 8<br />

für <strong>Windows</strong> 7 adaptiert. Das Hintergrundbild<br />

wird in <strong>Windows</strong> 7 ausgetauscht und das<br />

gesamte Design von Ordnern und Taskleiste<br />

modernisiert. An den rechten Rand wird eine<br />

App-Leiste montiert.<br />

www.pc-magazin.de <strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 10/2012


52<br />

SOFTWARE<br />

WINDOWS 7<br />

<strong>Windows</strong> 7 bietet viele Bordmittel zur Anpassung der Oberfläche. So lassen sich zentral im Menü<br />

„Anpassung“ der Hintergrund und das Schrift-, Farben- und Icon-Design ändern.<br />

<strong>Windows</strong> 7 zu 8 Modding<br />

„<strong>Windows</strong> 8 schon jetzt“ funktioniert<br />

unter <strong>Windows</strong> 7 nur eingeschränkt.<br />

Alle Technikverbesserungen,<br />

die unter der Haube passieren, wie USB<br />

3.0, neue Treibermodelle, bessere Performance-Verteilung<br />

und -Ausnutzung<br />

von <strong>Windows</strong> 8, lassen sich unter <strong>Windows</strong><br />

7 nicht nachrüsten. Was bleibt,<br />

ist das Aussehen der neuen Oberfläche<br />

und die in Metro eingebetteten Funktionen<br />

mit ihrer Cloud-Verknüpfung.<br />

Startmenü als Mosaik<br />

Der Stil und das Design von <strong>Windows</strong><br />

8 ist problemlos zu kopieren und in<br />

<strong>Windows</strong> 7 nachzubilden. Minianwendungen<br />

(auch Gadgets oder Widgets<br />

genannt) lassen sich etwa als Kachel in<br />

eine fiktive <strong>Windows</strong>-8-Metro-Oberfläche<br />

einbinden. Trotzdem gelingt bisher<br />

keinem Modder eine gelungene Kopie.<br />

Microsoft nennt die Metro-Oberfläche<br />

mittlerweile nur noch „Startmenü“. Das<br />

nimmt sich ein Teil der Modder als Inspiration:<br />

Ein Klick auf „Start“ in <strong>Windows</strong><br />

7 öffnet ein stark vergrößertes<br />

Startmenü mit grünem Hintergrund.<br />

Dies hat etwa mStartEX (http://solosoft.com)<br />

verwirklicht. Der andere Weg<br />

ist, den Desktop-Hintergrund in eine<br />

Metro-Oberfläche zu verwandeln, wie<br />

es ein Design bei Talisman 3.4 (www.<br />

lighttek.com) zeigt. Oder man zeigt nur<br />

die Desktopoberfläche im <strong>Windows</strong>-8-<br />

Stil (http://deepxw.blogspot.com).<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 10/2012 www.pc-magazin.de<br />

schirmauflösung haben. Bei 1280x1024 wären<br />

das 1,25, bei 1920x1080 wären es 1,77.<br />

Hintergrundbild, Farben und Schriften<br />

Um den Startbildschirm nach<br />

dem Einloggen anzupassen,<br />

nutzen Sie die Bordmittel von<br />

<strong>Windows</strong> 7. Klicken Sie mit der<br />

rechten Maustaste auf den<br />

Desktop, und wählen Sie Anpassen.<br />

Microsoft bietet verschiedene<br />

Designs an, weitere<br />

lassen sich aus dem Internet<br />

nach einem Klick auf Weitere<br />

Designs online beziehen herunterladen. Ein<br />

<strong>Windows</strong> Design (engl. desktop theme) legt<br />

die Grundelemente des Aussehens von <strong>Windows</strong><br />

fest. Es bestimmt Desktop-Hintergrund,<br />

Bildschirmschoner, Fensterrahmenfarbe sowie<br />

das Soundschema. Für Aero legt es auch<br />

die Transparenz der einzelnen Elemente fest.<br />

Ein Design enthält Bilder, Farben und Klänge.<br />

Mit Hilfe von<br />

Tools verlassen<br />

Sie das eingefahrene<br />

<strong>Windows</strong>-Layout<br />

Unter Anpassung sehen Sie die Vorschläge<br />

von Microsoft. Etwas mit den verschiedenen<br />

Designs rumzuspielen, gibt Ihnen ein gutes<br />

Gefühl für Effekte, insbesondere mit den Basisdesigns<br />

mit hohem Kontrast.<br />

In der unteren Leiste bestimmen Sie Desktop-Hintergrund,<br />

Fensterfarbe und Sounds.<br />

Außerdem wählen Sie hier einen Bildschirmschoner<br />

aus.<br />

Unter Desktophintergrund wählen Sie ein<br />

Bild oder einen Ordner aus. Bei Ordnern zeigt<br />

<strong>Windows</strong> 7 die Bilder als Diaschau an. Dort<br />

stehen auch Bildposition und die Intervallfrequenz<br />

zur Auswahl.<br />

Fensterfarbe legt die Farbe der Fensterrahmen,<br />

des Startmenüs und der Taskleiste fest.<br />

Darunter gibt es einen Schieberegler für die<br />

Transparenz der Aerofenster. Wenn Sie den<br />

verschiedenen Ordnerelementen verschiedene<br />

Farben und Schriftgrößen zuordnen<br />

möchten, klicken Sie auf Erweiterte Darstellungseinstellungen....<br />

Dort lassen sich allen<br />

<strong>Windows</strong>-Desktop-Elementen individuell Farben,<br />

Schriftart und -größe zuordnen.<br />

Bei Sounds weisen Sie jedem Ereignis in <strong>Windows</strong><br />

einen Klang oder eine<br />

Tonspur zu. Auch hier bietet<br />

Microsoft verschiedene Pakete<br />

mit Klangzuordnungen an.<br />

TIPP<br />

Wenn Sie Änderungen machen,<br />

die Sie aufheben<br />

möchten, speichern Sie sie<br />

unbedingt in einem eigenen<br />

Design. Achten Sie darauf, dass bei den<br />

verschiedenen Einstellmenüs der Punkt<br />

Zulassen, dass ... durch Designs geändert<br />

werden mit einem Haken versehen ist.<br />

Zeiger und Desktop-Icons<br />

In der linken Randspalte von Anpassungen<br />

gibt es noch die Punkte Desktopsymbole än-<br />

Langweilige Ordner-und Datei-Icons müssen nicht sein. Mit IcoFX 2.2.1 (Bild links) bauen Sie Ihre<br />

eigenen Icons. Wer keine Zeit hat, kann auch auf Sammlungen wie Icon Package zugreifen.


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Strom aktiv den Umweltschutz.<br />

Entscheiden Sie sich gemeinsam<br />

mit uns für eine saubere Zukunft.


54<br />

SOFTWARE<br />

WINDOWS 7<br />

Diese Programme finden Sie auf der Heft-DVD<br />

Auf der Heft-DVD haben wir eine Sammlung von 34 Free- und Shareware-Programmen<br />

für Sie zusammengestellt. Hier die Programme nach Funktionen sortiert:<br />

dern und Mauszeiger ändern. Unter Desktopsymbole<br />

legen Sie fest, welche Systemordner<br />

auf der Oberfläche zu sehen sein sollen, und<br />

mit welchem Icon. Zur Auswahl stehen Computer,<br />

Papierkorb, Benutzerdateien, Systemsteuerung<br />

und Netzwerk. Wenn Sie einen Ordner<br />

in der Ansicht markieren und auf Anderes<br />

Symbol klicken, bietet Microsoft die Icons von<br />

<strong>Windows</strong> aus der Datei imageres.dll zur Auswahl.<br />

Wenn Ihnen diese Bilder zu langweilig<br />

sind, können Sie darüber in beliebigen anderen<br />

DLL- und EXE-Dateien nach Icons suchen.<br />

Mit Mauszeiger ändern geben Sie dem dynamischen<br />

Verhalten der Maus ein individuelles<br />

Aussehen. Jeder Aktion weisen Sie einen<br />

Mauszeiger nach Ihrer Vorstellung zu. Die Endungen<br />

für die Zeiger sind CUR und ANI.<br />

Weitere Punkte unter Anpassung sind links<br />

unten Anzeige sowie Taskleiste und Startmenü.<br />

Hier vergrößern Sie zum Beispiel die<br />

Desktop-Anzeige und die Schriftgröße auf<br />

150 Prozent oder verschieben die <strong>Windows</strong>-<br />

Taskleiste an den linken Bildschirmrand. Zusammen<br />

mit einem guten <strong>Windows</strong>-Design<br />

kann das die gewohnte Optik nachhaltig zum<br />

Besseren verändern.<br />

Natürlich: Mit diesen Bordmitteln können Sie<br />

<strong>Windows</strong> schon gut personalisieren, aber wesentliche<br />

Änderungen sind so nicht möglich.<br />

Es gibt keine neuen Bedienelemente und keine<br />

neuen Konzepte für den Desktop. Die Gestaltungsmöglichkeiten<br />

mit den Designs sind<br />

außerdem recht eingeschränkt.<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 10/2012 www.pc-magazin.de<br />

Mit Hilfe von fertigen Themes für Talisman<br />

verändern Sie auch Taskleiste und Sidebar.<br />

Anmeldebildschirm<br />

<strong>Windows</strong> 7 Logon Background Changer 1.5.2<br />

Taskleiste<br />

7 Taskbar Tweaker 3.4; 7stacks 1.5 beta<br />

2; Aero Qlaunch 1.2.22; Free Launch Bar<br />

2.0; Jumplist Extender 0.4; Piles for <strong>Windows</strong><br />

1.3; Taskbar Thumbnail Tweaker<br />

1.1; Taskbar Thumbnails Tuner 1.0.0.0;<br />

Ultimate <strong>Windows</strong> Customizer 1.0.1.0<br />

Startleiste<br />

ObjectDock Free 2.0; RocketDock 1.3.5;<br />

Sliderdock 1.22; StandaloneStack 2.0.7<br />

Zeiger und Icons<br />

ursorFX Free 2.11; Fences 1.01; IcoFX<br />

2.2.1; Librarian 2.0; StrokeIt 0.9.7 Home<br />

Oberflächen und Fenstermanager<br />

CubeDesktop 1.4.0; Litestep 0.4.5; Real<br />

Desktop Standard 1.79; SkinStudio 7.30;<br />

Talisman 3.4; WindowBlinds 7.40; Winstep<br />

Xtreme 12.2; Rainmeter 2.3.3<br />

Systemdateien hacken<br />

ResEdit 1.5.11; Resource Hacker 3.6.0;<br />

Restorator 2007 Update 2; <strong>Windows</strong><br />

Se7en File Replacer 1.5.4<br />

<strong>Windows</strong> 7 im <strong>Windows</strong>-8-Look<br />

mStartEX; <strong>Windows</strong> 8 Transformation<br />

Pack 4.0; <strong>Windows</strong> 8 UX Pack 4.0<br />

Modding mit Tools<br />

Wenn Sie möchten, dass sich Ihr Rechner<br />

wirklich vom bekannten <strong>Windows</strong>-Allerwelts-<br />

Look unterscheidet, schaffen Sie das am<br />

leichtesten mit Tools. Wichtig für die individuelle<br />

Gestaltung sind die <strong>Windows</strong> Themes.<br />

Das sind benutzerdefinierte grafische Oberflächen<br />

(graphical user interfaces, GUI), die<br />

die <strong>Windows</strong>-Standardoberfläche ersetzen.<br />

Dazu gehören Klänge, Icons, Mauszeiger, Hintergrundbilder<br />

(wallpaper), Bildschirmschoner<br />

(screensaver) und Minianwendungen<br />

(Gadgets). Die englischen Begriffe haben<br />

wir in Klammern dazu geschrieben, damit<br />

Sie auf der Suche nach freiem Material und<br />

Anregungen im Internet nicht auf die deutschen<br />

Seiten beschränkt sind. Manche der<br />

Programme ändern nur Aspekte der Oberfläche,<br />

ersetzen etwa die Taskleiste durch eine<br />

großflächige Steuerzentrale oder integrieren<br />

Minianwendung in die Oberfläche. Andere<br />

Tools ändern das System komplett.<br />

Sie können jeweils entweder auf die Arbeit<br />

von anderen Anwendern zugreifen oder ganz<br />

eigene Oberflächen verwirklichen. Auf der<br />

Heft-DVD haben wir eine Sammlung von Tools<br />

für Sie zusammengestellt (siehe Kasten links).<br />

Die Tools für Mauszeiger und Icons haben wir<br />

ja schon erklärt. Auch in der Taskleiste lassen<br />

sich die Symbole verändern. Auch können Sie<br />

in die Taskleiste Sprungleisten setzen. Zusammengeklappt<br />

ist eine Sprungleiste nur ein<br />

Icon auf der Taskleiste. Ausgeklappt jedoch<br />

ist ein Fenster mit Programmverknüpfungen.<br />

Die Taskleiste passen Sie etwa mit dem Tool<br />

7 Taskbar Tweaker an. Interessant sind auch<br />

die fertigen Zusatzleisten von Stardock wie<br />

ObjectDock Free 2.0. Sie sehen wirklich ungewöhnlich<br />

aus und erleichtern auch noch die<br />

Bedienung.<br />

Wo sind die Minianwendungen?<br />

Für Minianwendungen lassen sich Flächen<br />

in beliebiger Form und selbst gewählten Hintergrundbilden<br />

anlegen, etwa mit Fences von<br />

Stardock. Damit schaffen Sie auf dem Desktop<br />

Struktur und unterstreichen das Motiv<br />

des Hintergrundbilds. In den vergangenen<br />

Monaten hat Microsoft jedoch den Zugang zu<br />

Minianwendungen erschwert: Die Microsoft-<br />

Gallery ist abgeschaltet. Microsoft bietet an<br />

Minianwendungen nur noch die mitgelieferten<br />

an. Angeblich ist eine Sicherheitslücke die<br />

Ursache dafür. Auf der Seite www.freeware.de<br />

werden Sie mit den Suchwörtern Gadget und<br />

Sidebar aber dennoch fündig.<br />

Ein Programm, mit dem Sie viele der Widgets<br />

in Ihre Oberfläche einbinden, ist Rainmeter.<br />

Fertige Oberflächen<br />

Am einfachsten geht das Modding mit Tools<br />

wie CubeDesktop 1.4.0, Real Desktop Standard<br />

1.79 und Talisman 3.4. Diese verändern<br />

das gesamte System in einem durchgängigen<br />

Stil. Viel Spaß beim Modden!<br />

tr<br />

Auch Mauszeiger und Taskbar-Symbole müssen zu Ihrem Stil passen. CurserFX etwa bietet animierte<br />

Werkzeugbilder als Zeiger, mit Taskbar Thumbnails Tuner verändern Sie Taskbar-Icons.


NEU!<br />

Durchbruch im Zeugnismanagement!<br />

Der neue Haufe Zeugnis Manager Professional.<br />

Hat Sie das Erstellen von Arbeitszeugnissen bisher viel Zeit und Nerven gekostet?<br />

Damit ist jetzt Schluss! Der neue Haufe Zeugnis Manager Professional bindet die Vorgesetzten per<br />

Knopfdruck von Anfang an in den Bewertungs-Prozess mit ein. Sie werden sehen: Ab jetzt erstellen Sie<br />

Arbeitszeugnisse so schnell und einfach wie nie zuvor.<br />

Mehr unter www.haufe.de/zeugnismanager


Große<br />

Leseraktion<br />

und <strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> schenken Ihnen<br />

1 0 0<br />

GByte<br />

gratis<br />

Dank UseNeXT haben Sie sofort Zugriff auf die riesigen<br />

Download-Bestände des Usenets. Laden Sie sich satte<br />

100 GByte davon mit voller Geschwindigkeit gratis herunter.<br />

D<br />

as Internet bietet bekanntlich jede Menge<br />

interessanter Inhalte. Selbst wenn man<br />

eine schnelle DSL-Leitung gebucht hat, dauert<br />

der Download davon mitunter nervenaufreibend<br />

lang. Das muss nicht sein, die Lösung<br />

für schnelle Downloads ist das Usenet, ein<br />

weltweites Rechnernetzwerk, das parallel zum<br />

Internet existiert. Ursprünglich als globales<br />

Diskussionsforum gestartet, liefert das Usenet<br />

seinen Nutzern heute jede Menge an spannenden<br />

Downloads – vieles davon ist im normalen<br />

Internet gar nicht zu finden. Die Daten<br />

des Usenets sind auf Tausenden von Rechnern<br />

(„News-Servern“) verteilt, die ständig über ein<br />

Hochgeschwindigkeitsnetzwerk abgeglichen<br />

werden. Das sorgt dafür, dass man mit der<br />

vollen Geschwindigkeit des eigenen Internetanschlusses<br />

darauf zugreifen kann.<br />

Downloads in Highspeed<br />

Ein direkter Zugriff auf Dateien im Usenet ist<br />

nicht möglich. Zusätzlich zu seinem Internet-<br />

VON BODO EHRLICHMANN<br />

Provider muss man sich bei einem Usenet-<br />

Provider anmelden. Dadurch entstehen normalerweise<br />

weitere Kosten, etwa in Form von<br />

festen Monatstarifen („Volumen-Accounts“)<br />

oder Download-Paketen („Block-<br />

Accounts“). Dank der<br />

Über UseNeXT<br />

wird der Zugriff<br />

auf acht weltweit<br />

verbreitete Newsserver<br />

verschiedener<br />

Anbieter ermöglicht.<br />

Leseraktion mit UseNeXT können <strong>PC</strong>-<strong>Magazin</strong>-Leser<br />

jetzt 100 GByte garantiert kos tenlos<br />

herunterladen. Besser kann man das Usenet<br />

nicht ausprobieren!<br />

Wie bei anderen Usenet-Providern muss man<br />

sich auch bei UseNeXT eine Zugangs- und<br />

Navigationssoftware einrichten, den so genannten<br />

„Newsreader“. Wie das funktioniert,<br />

verrät unser ausführlicher Workshop auf den<br />

folgenden beiden Seiten. Melden Sie sich<br />

also als Erstes bei UseNeXT an, wie unter Aktion:<br />

100 GByte gratis he runterladen (rechts)<br />

beschrieben.<br />

UseNeXT: Das müssen Sie wissen!<br />

Innerhalb des Aktionszeitraums von drei Monaten<br />

können Sie UseNeXT kostenlos benutzen<br />

und jederzeit kündigen. Die kos tenlosen<br />

100 GByte (genaugenommen sind es sogar<br />

102 GByte) sind auf den dreimonatigen Aktionszeitraum<br />

verteilt, sodass monatlich 34<br />

GByte zur Verfügung stehen. Wer schon vor<br />

dem ersten Monatsablauf dieses 34 GByte-<br />

Limit erreicht, kann das ausstehende Download-Volumen<br />

der restlichen Monate aber<br />

sofort vorziehen: Somit stehen jedem neuen<br />

UseNeXT-Kunden, der an unserer Leseraktion<br />

teilnimmt, schon ab Tag eins der Anmeldung<br />

die vollen 102 GByte zur Verfügung. Wie das<br />

Aufladen des Download-Volumens funktioniert,<br />

erfahren Sie am Ende des Artikels.<br />

Nach dem Aktionszeitraum verlängert sich<br />

Ihr Vertrag übrigens automatisch in den Tarif<br />

30+ (12 Monate Laufzeit, 30 GByte Download-<br />

Volumen und monatlich 7,95 Euro), wobei<br />

eine einmalige Abbuchung für die gesamte<br />

Laufzeit erfolgt. Das bedeutet, dass Sie noch<br />

innerhalb des Testzeitraums selbst kündigen<br />

müssen, sollten Sie UseNeXT nicht weiter<br />

verwenden wollen. Dazu loggt man sich spätestens<br />

einen Tag vor Ablauf des Testzeitraums<br />

unter www.usenext.de mit<br />

seinen Zugangsdaten in den<br />

Mitgliederbereich ein. Klicken<br />

Sie im Menüpunkt<br />

Mein Account auf<br />

Kündigen und folgen<br />

Sie den dortigen<br />

Anweisungen. War<br />

die Kündigung erfolgreich,<br />

erhalten<br />

Sie eine Bestätigung<br />

per E-Mail.<br />

Alternativ ist auch<br />

die Kündigung per<br />

Brief, per Fax oder<br />

über das Online-Supportformular<br />

möglich.<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 10/2012 www.pc-magazin.de


57<br />

Downloads im Usenet<br />

finden und herunterladen<br />

F<br />

ür die Suche im Usenet kann man so genannte<br />

Newsreader verwenden. Es gibt<br />

verschiedene Anbieter, etwa NewsBinPro,<br />

Tangysoft, Grabit, NewsFileGrabber oder Unison.<br />

UseNeXT-Zugang beantragen<br />

1<br />

und Newsreader installieren<br />

Melden Sie sich wie im Kasten unten auf dieser<br />

Seite beschrieben bei UseNeXT an. Geben<br />

Sie danach auf der Seite www.usenext.de<br />

ganz oben Ihre Zugangsdaten ein, um in den<br />

Mitgliederbereich von UseNeXT zu gelangen.<br />

Wir zeigen Ihnen die Installation des Newsreader<br />

am Beispiel von Tangysoft; der Link<br />

darauf ist auch schon grün hinterlegt: Jetzt<br />

Tangysoft Client herunterladen. Nach dem<br />

Download installieren Sie die Software. Auf<br />

dem <strong>Windows</strong>-Desktop finden Sie danach die<br />

Verknüpfung UseNeXT, über die Sie das Suchund<br />

Download-Tool bequem starten können.<br />

Bereits am Ende der Installation fragt der<br />

Client nach den UseNeXT-Zugangsdaten, die<br />

Sie per E-Mail erhalten haben. Sollten Sie<br />

dieses Fenster weggeklickt haben, können<br />

Sie es wieder aufrufen. Beenden und starten<br />

Sie dazu die Software neu, oder klicken Sie in<br />

der Symbolleiste auf Einstellungen und geben<br />

im ersten Reiter Account die Zugangsdaten<br />

ein. Im nächsten Reiter Download ändern<br />

Sie bei Bedarf das Standardverzeichnis zum<br />

Herunterladen. Wer möchte, kann zusätzlich<br />

unter Erweiterte Ordner Einstellungen für jede<br />

Kategorie (etwa Musik, Videos oder Software)<br />

unterschiedliche Ordner konfigurieren. Das<br />

erhöht den Überblick über alle heruntergeladenen<br />

Dateien. Bestätigen Sie abschließend<br />

mit einem Klick auf OK.<br />

Genau die Dateien im Usenet<br />

2<br />

finden, die man gerade sucht<br />

Um etwas zu finden, kann man es im Reiter<br />

Newsgroups, der beim Start der Software<br />

standardmäßig geöffnet ist, in eine Suchzeile<br />

eintippen. Ist der Reiter nicht aktiv, klicken<br />

Sie einfach auf das erste Symbol Newsgroups<br />

in der Menüleiste. Um die Suchergebnisse<br />

von vornherein einzuschränken, klicken Sie<br />

auf das Dropdown-Menü bei Alles und wählen<br />

eine geeignete Unterkategorie, etwa Software.<br />

Tippen Sie in der Suchen-Zeile den gewünschten<br />

Begriff ein – etwa Open Office – und drücken<br />

Sie die Eingabetaste. Die Ergebnisliste<br />

wird nun in einem eigenen Reiter dargestellt<br />

und lässt sich sortieren, beispielsweise<br />

nach dem Datum. Sind Sie sich nicht sicher,<br />

Wählen Sie eine Kategorie, um das Suchergebnis<br />

sinnvoll einzuschränken.<br />

ob ein gefundener Eintrag dem Gewünschten<br />

entspricht, achten Sie auf Stern- oder i-Symbole<br />

in der Ergebnisliste. Falls vorhanden,<br />

klicken Sie doppelt auf einen Eintrag und<br />

danach auf die Reiter Kommentare oder <strong>Info</strong><br />

Datei. Hier finden Sie mitunter hilfreiche Anmerkungen,<br />

um den Inhalt einer Dateigruppe<br />

zu identifizieren.<br />

AKTION: 100 GByte gratis herunterladen<br />

UseNeXT & <strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> schenken Ihnen<br />

100 GByte zum kos tenlosen Download aus<br />

dem Usenet. Melden Sie sich dazu unter<br />

pc-magazin.usenext.de an. Bei der Anmeldung<br />

müssen Sie die Daten Ihrer<br />

Bankverbindung oder Kreditkarte<br />

angeben. Im<br />

dreimonatigen Aktionszeitraum<br />

fallen<br />

jedoch keine Kosten<br />

an und es wird auch<br />

nichts abgebucht.<br />

Erst danach verlängert<br />

sich Ihr Vertrag tisch in den Tarif 30+ mit einer Laufzeit<br />

automavon<br />

12 Monaten. Das bedeutet, dass Sie<br />

selbst innerhalb des Testzeitraums kündigen<br />

müssen, sollten Sie UseNeXT nicht<br />

weiter verwenden wollen.<br />

UseNeXT stellt Ihnen<br />

ab sofort 100 GByte<br />

zum Herunterladen<br />

aus dem Usenet zur<br />

Verfügung – natürlich<br />

in voller Geschwindigkeit.<br />

Sichern Sie<br />

sich dieses exklusive<br />

Angebot!<br />

www.pc-magazin.de <strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 10/2012


58<br />

AKTION<br />

USENEXT<br />

Der Download-Wizard repariert und entpackt<br />

automatisch alles Heruntergeladene.<br />

in der Spalte Dateien bei den Suchergebnissen.<br />

Klicken Sie doppelt auf einen Eintrag und<br />

es öffnet sich ein neuer Tab. Dort wählen Sie<br />

den Reiter Download Wizard und klicken auf<br />

Download starten. Die Dateien werden automatisch<br />

heruntergeladen und entpackt. Um<br />

das heruntergeladene Ergebnis im <strong>Windows</strong><br />

Explorer zu öffnen, klicken Sie auf das Symbol<br />

Dateien in der Hauptmenüleiste, markieren einen<br />

Download-Eintrag in der Liste und klicken<br />

auf den Schalter Download Ordner öffnen.<br />

Bilder suchen: schnell,<br />

4<br />

bequem und mit <strong>Vorschau</strong><br />

Im Gegensatz zu den großen Downloads,<br />

lassen sich Bilder oft einzeln und ohne Entpacken<br />

herunterladen. Der Tangysoft-Client<br />

besitzt dafür eine komfortable Bildersuche.<br />

Öffnen Sie ein Suchfenster, indem Sie in der<br />

Menüleiste oben auf das Suche-Symbol klicken.<br />

Wählen Sie im Suchfenster den Reiter<br />

Bilder. Geben Sie den gewünschten Begriff<br />

ein und klicken Sie auf Suche. Die gefundenen<br />

Bilder lassen sich mit einem Klick auf<br />

Downloaden speichern.<br />

Intelligenter Helfer:<br />

3<br />

der Download-Wizard<br />

Größere Dateien werden im Usenet aufgeteilt<br />

und in Dateigruppen (gesplitteten RAR-Archiven)<br />

gebündelt. Das erkennt man an der Zahl<br />

Aktionspaket vorzeitig auf volle 100 GByte aufladen<br />

UseNeXT stellt Ihnen 100 GByte zum<br />

freien Download zur Verfügung – genaugenommen<br />

sind es sogar 102 GByte. Da<br />

der Aktionszeitraum drei Monate beträgt,<br />

stehen Ihnen pro Monat 34 GByte zur Verfügung.<br />

Wer schon vorzeitig sein Download-Limit<br />

erreicht hat, kann die ausstehenden<br />

GByte der restlichen Monate bzw.<br />

des restlichen Monats vorziehen. Im Prinzip<br />

stehen also schon am ersten Tag der<br />

Anmeldung bei UseNeXT die vollen 100<br />

GByte zur Verfügung. Um das zu tun, besuchen<br />

Sie die UseNeXT-Homepage unter<br />

Erotik-Blocker aktivieren:<br />

Setzen Sie im<br />

Reiter Verschiedenes<br />

ein Häkchen vor<br />

Suchergebnisse aus<br />

Newsgroups ausblenden,<br />

die der Kategorie<br />

Erotik angehören.<br />

www.usenext.de und loggen sich mit Ihren<br />

Zugangsdaten in den Mitgliederbereich<br />

ein. Klicken Sie auf den Reiter Datenvolumen<br />

aufladen. Scrollen Sie nach<br />

unten und Sie finden den Button Jetzt Volumen<br />

aufladen. Wenn Sie den Schalter<br />

anklicken, starten Sie damit den Aufladeprozess.<br />

Auch in den UseNeXT-FAQs ist<br />

dies beschrieben unter www.usenext.de/<br />

support/soforthilfe. Bitte bedenken Sie<br />

vor dem Aufladen aber auch, dass ein<br />

nicht genutztes Volumen am Ende eines<br />

jeden Monats verfällt.<br />

Erotik-Inhalte automatisch<br />

5<br />

ausblenden lassen<br />

Über die zuvor beschriebene Bildersuche stößt<br />

man des Öfteren auf Bilder mit „erotischem“<br />

Inhalt. Zudem gehören Erotik Bilder und Erotik<br />

Videos zu den voreingestellten Kategorien<br />

im Reiter Newsgroups. Wer sich daran stört,<br />

kann diese Inhalte ausblenden lassen: Wählen<br />

Sie dazu im Hauptmenü unter Server das<br />

Untermenü Einstellungen. Im Reiter Verschiedenes<br />

setzen Sie ein Häkchen vor Suchergebnisse<br />

aus Newsgroups ausblenden, die der<br />

Kategorie Erotik angehören, siehe Bild links.<br />

Einen absoluten Schutz bietet diese Funktion<br />

nicht, denn mitunter wurden Erotik inhalte in<br />

falschen Kategorien hochgeladen.<br />

NZB-Dateien importieren, um<br />

6<br />

Usenet-Suchmaschinen zu nutzen<br />

Neben der internen Suchfunktion des Tangysoft-Newsreaders<br />

kann man auch spezielle<br />

Usenet-Suchmaschinen benutzen. Bekannt<br />

sind etwa www.binsearch.info oder www.<br />

nzb index.nl. Setzen Sie dort beim Suchergebnis<br />

vor den gewünschten Downloads<br />

jeweils ein Häkchen und klicken Sie auf<br />

Create NZB. Heruntergeladen wird eine kleine<br />

Datei mit der Endung NZB. Diese enthält<br />

alle <strong>Info</strong>rmationen für den Download. Sofern<br />

diese NZB-Datei nicht automatisch mit dem<br />

UseNeXT-Client geöffnet wird, müssen Sie<br />

dies über Datei / NZB Datei importieren im<br />

Tangysoft-Client manuell erledigen. Danach<br />

starten Sie den Download mit dem Download<br />

Wizard, wie in Schritt 3 beschrieben.<br />

Matthias Metzler/tr<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 10/2012 www.pc-magazin.de


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• Max. Schreibrate: 95,00 MB/s (637x)<br />

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Für Verbraucher: Es gelten die gesetzlichen Widerrufsregelungen. Alle angegebenen Preise in € inklusive der gesetzlichen MwSt., ab Lager Sande, zzgl. Versandspesen<br />

für den gesamten Warenkorb. Es gelten ausschließlich unsere AGB (unter www.reichelt.de/agb, im Katalog oder auf Anforderung). Zwischenverkauf vorbehalten.<br />

Alle Produktnamen und Logos sind Eigentum der jeweiligen Hersteller. Abbildungen ähnlich. Druckfehler, Irrtümer und Preisänderungen vorbehalten.<br />

reichelt elektronik GmbH & Co. KG, Elektronikring 1, 26452 Sande (HRA 200654 Oldenburg)


60<br />

SOFTWARE<br />

FESTPLATTEN-MANAGEMENT<br />

AVANQUEST PARTITION COMMANDER 11<br />

Platten fest<br />

im Griff<br />

Avanquest Partition Commander 11 wartet mit einer Reihe<br />

umfangreicher Funktionen zur Organisation, Aufteilung und<br />

Rettung Ihrer Festplatte auf. Wir zeigen, wie Sie Ihren eigenen<br />

Datenträger problemlos neu aufteilen.<br />

VON FABIAN BAMBUSCH<br />

D<br />

ie eigene Festplatte neu zu partitionieren<br />

bietet Ihnen viele potenzielle<br />

Vorteile. Sie können die Leistung Ihres Systems<br />

verbessern, die Fragmentierung Ihrer<br />

Systemdateien verhindern oder mehrere<br />

Betriebssysteme unabhängig voneinander<br />

installieren. Auch vor <strong>PC</strong>-Katastrophen sind<br />

Sie besser gefeit, da Sie Partitionen unabhängig<br />

voneinander wiederherstellen können.<br />

Die <strong>Windows</strong>-eigenen Partitionswerkzeuge<br />

sind jedoch in ihrer Tätigkeit auf das Wesentliche<br />

beschränkt. Mit dem Avanquest Partition<br />

Manager 11 haben Sie eine viel größere<br />

Auswahl an Funktionen.<br />

Problemlose Programmführung<br />

Damit Ihnen diese Funktionen nicht über den<br />

Kopf wachsen, bietet die Software eine Reihe<br />

von Assistenten an. Diese führen selbst ungeübte<br />

Anwender schnell und einfach durch die<br />

Konfiguration aller Funktionen – elementare<br />

Kenntnisse über Festplatten-Management<br />

vorausgesetzt. Alle Grundfunktionen, wie das<br />

Erstellen, Löschen oder Zusammenführen von<br />

Partitionen, erledigen Sie mit wenigen Klicks,<br />

während Ihnen das Programm stets die Vorgänge<br />

beschreibt, die es gerade ausführt.<br />

Wenn Sie vorläufige Änderungen vorgenommen<br />

haben, bestätigen Sie zunächst eine<br />

<strong>Vorschau</strong>anzeige, auf der Sie sehen, welche<br />

Systembereiche auf welche Weise von Ihren<br />

Entscheidungen betroffen sind. Erst nachdem<br />

Sie im Hauptfenster auf Anwenden klicken,<br />

werden diese Änderungen übernommen. Unter<br />

Verwerfen können Sie sie gleichermaßen<br />

auch wieder stornieren. So abgesichert, sind<br />

Ihre wichtigen Daten und Einstellungen vor<br />

versehentlicher Löschung durch Partitionsvorgänge<br />

bestmöglich geschützt.<br />

Essentielle Vorgänge<br />

Mit den Backup-Tools unter Klonen und Migrieren<br />

können Sie ganze Partitionen auf zwei<br />

verschiedene Arten sichern. Entweder klonen<br />

Sie eine Partition oder Sie erstellen ein<br />

simples Backup unter Backup und Rettungsdiskette<br />

– Partition oder Festplatte sichern.<br />

Unter dem Stichpunkt Partitionierung finden<br />

Sie die Basisfunktionen. Sie können Partitionen<br />

löschen oder mehrere zusammenführen,<br />

neue Partitionen im Express-Verfahren erstellen<br />

oder deren Größe ändern. Die letzteren<br />

beiden Verfahren benutzen Sie aber lieber in<br />

der erweiterten Ansicht, indem Sie auf Erweiterte<br />

Ansicht aufrufen klicken.<br />

Extra-Funktionen<br />

Während Sie im Express-Modus bei der Erstellung<br />

von Partitionen nur entweder 90 oder<br />

50 GByte große Partitionen erstellen können,<br />

Die Express-Version für unerfahrene Anwender zeigt die wichtigsten<br />

Eigenschaften des Programms auf einen Blick an.<br />

Im erweiterten Modus haben Sie einen Überblick Ihrer Partitionen und<br />

vollen Zugriff auf alle Funktionen.<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 10/2012 www.pc-magazin.de


DVD<br />

CD<br />

Vollversion Partition<br />

Commander 11<br />

61<br />

steht Ihnen hier frei, wie groß Sie<br />

die Partition wählen wollen. Benutzen<br />

Sie die Partition vor allem<br />

zum Arbeiten, reichen 20 GByte<br />

für eine Installation von <strong>Windows</strong><br />

7 locker aus. Wenn Sie aber viele<br />

Programme haben, die sich nur<br />

auf der Systempartition installieren<br />

lassen, wäre eine Größenordnung<br />

bis zu 200 GByte angemessener.<br />

Die erste Partition erstellen<br />

Und so funktioniert es: Klicken<br />

Sie in der linken Leiste auf Partition<br />

erstellen. Den Haken bei<br />

Erweiterter Modus im neuen Fenster lassen<br />

Sie lieber unmarkiert, um mögliche Boot-<br />

Probleme zu verhindern. Danach wählen Sie<br />

die Position der Partition aus und klicken<br />

auf Weiter. Hier bestimmen Sie nun mit einer<br />

Schiebeleiste, wie groß die Partition sein<br />

soll und wählen im nächsten Schritt Name,<br />

Laufwerksbuchstabe und Partitionstyp aus<br />

(üblicherweise NTFS). Dann im Hauptfenster<br />

auf die Schaltfläche Anwenden klicken, den<br />

weiteren Anweisungen folgen, einen Neustart<br />

abwarten – und fertig. Ihre neue Partition ist<br />

einsatzbereit.<br />

Im erweiterten Modus stehen Ihnen aber noch<br />

viele weitere Funktionen zur Verfügung. Unter<br />

der Schaltfläche Partition defragmentieren<br />

können Sie Ihre Festplatten aufräumen und<br />

Dateifragmente neu ordnen, was für kürzere<br />

Festplattenzugriffszeiten und mehr Speicherplatz<br />

sorgt.<br />

In den erweiterten Optionen der Festplatte<br />

können Sie spezifizieren, auf welche Art defragmentiert<br />

werden soll: Sie können die Position<br />

großer oder kleiner Dateien, beziehungs-<br />

Vorläufige Änderungen<br />

(rechts) müssen Sie<br />

erst im Hauptfenster<br />

durch Klick auf die<br />

Schaltfläche Anwenden<br />

(unten) übernehmen,<br />

bevor das Programm<br />

sie ausführt.<br />

weise älterer oder neuerer Dateien, festlegen.<br />

Die jeweils beste Konfiguration ist von Nutzer<br />

zu Nutzer unterschiedlich. Wichtig ist, dass<br />

auf einer HDD physikalisch „vorn“ angeordnete<br />

Dateien (also am Rand der Platte) mit<br />

höherer Geschwindigkeit ausgelesen werden<br />

als weiter hinten. Da das Betriebssystem vor<br />

allem aus kleinen Dateien besteht, kann man<br />

im Allgemeinen dazu raten, kleine Dateien<br />

vorne anzuordnen.<br />

Heiße Funktionen<br />

Unter Extras – Einstellungen – Optionen für<br />

Hot Processing können Sie festlegen, wie das<br />

Programm mit der Verarbeitung momentan<br />

laufender Programme umgehen soll. Normalerweise<br />

sind Dateien, die auf diese Art<br />

verwendet werden, schreibgeschützt und<br />

können dadurch auch nicht verschoben werden.<br />

Mit Hot Processing greift der Partition<br />

Commander jedoch auf Kopien dieser Daten<br />

zu, die <strong>Windows</strong> währenddessen anlegt. Dieser<br />

Modus erleichtert Partitionsaufgaben und<br />

sollte immer aktiviert bleiben.<br />

Mehr Vorsicht ist bei der Aktualisierung<br />

des Master Boot Records<br />

geboten, der die aktiven Partitionen<br />

definiert. Diese Funktion<br />

finden Sie unter Festplatte – MBR<br />

aktualisieren. Sie ist nur dazu gedacht,<br />

beschädigte Codes zu reparieren,<br />

falls diese durch falsche<br />

Handhabung oder Virenbefall beschädigt<br />

sind.<br />

Haben Sie in dieser Hinsicht keine<br />

Probleme mit Ihren Festplatten, ignorieren<br />

Sie diese Funktion lieber,<br />

da sonst Probleme beim Hochfahren<br />

des Computers auftreten<br />

können.<br />

Bei solchen oder anderen Angelegenheiten<br />

mit dem Programm wartet kompetenter Support<br />

auf Sie, der Ihnen zur Seite steht. Per<br />

E-Mail, Telefon oder Chat auf der Hersteller-<br />

Webseite www.avanquest.com/Deutschland<br />

bekommen Sie kostenlos Hilfe.<br />

Das ist neu!<br />

Neben der Unterstützung von Datenträgern<br />

mit einer Maximalgröße von 2 TByte bietet<br />

diese Version des Partition Commanders nun<br />

auch die Möglichkeit, eine CD/DVD oder einen<br />

USB-Stick zur Rettung des Systems zu<br />

erstellen. Dies und der integrierte Boot-Manager<br />

helfen Ihnen bei der OS-Neuinstallation<br />

und bei der Auswahl verschiedener Betriebssysteme,<br />

falls Sie mehrere parallel benutzen<br />

möchten. Das Programm ist nicht nur endlich<br />

mit <strong>Windows</strong> 7 (32-bit und 64-bit) sondern<br />

auch mit dem HFS+-Dateisystem von Apple<br />

kompatibel. Falls Sie auf Ihrem Mac also eine<br />

Bootcamp- oder eine OSX-Partition haben,<br />

können Sie diese nun auch mit dem Partition<br />

Commander editieren.<br />

fb<br />

Die Sicherung von Partitionen geht ganz leicht von der Hand: einfach die<br />

gewünschten Elemente auswählen und den Anweisungen folgen.<br />

Bei der Erstellung von Sicherheitsmedien können Sie zwischen einem<br />

Boot-USB-Stick und einer neuen Boot-CD/DVD wählen.<br />

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62<br />

SOFTWARE<br />

FOTOVERWALTUNG<br />

ASSETS VERWALTEN<br />

Endlich Ordnung<br />

im Bilderwald<br />

Mit dem Foto Manager MX von Magix optimieren, verwalten,<br />

archivieren und präsentieren Sie Ihre Bildersammlung am <strong>PC</strong>,<br />

dem Fernseher oder auch online. Wer will, brennt die fertige<br />

Diashow gleich auf CD/DVD.<br />

VON HOLGER LEHMANN<br />

B<br />

evor Sie das Programm von Ihrer Heft-DVD<br />

nutzen können, müssen Sie sich mit wenigen<br />

Klicks bei Magix registrieren und erhalten<br />

den kostenlosen Zugangs-Code für diese<br />

Version an Ihre E-Mail gesendet. Benutzen<br />

Sie schon andere Magix-Produkte, genügt für<br />

die Registrierung Ihre bereits für das andere<br />

Programm hinterlegte E-Mail nebst Passwort.<br />

Haben Sie das Passwort nicht mehr parat,<br />

können Sie ein neues beantragen.<br />

Das ist bei der Installation des<br />

1<br />

Foto Managers MX zu beachten<br />

Während der Installation des Programms<br />

kommt die Anfrage, ob Sie simplycheck installieren<br />

möchten. Das ist ein Tool, das den<br />

<strong>PC</strong> auf optimale Leistung und Zuverlässigkeit<br />

prüft. Klicken Sie das Häkchen vor der Frage<br />

ruhig weg, Sie wollen einen Foto-Manager<br />

und kein System-Tool, was eventuell durch<br />

Überprüfungsroutinen Ihre Systemleistung<br />

beeinflusst. Kaum deaktiviert kommt schon<br />

die nächste Installationsanfrage. Dieses Mal<br />

bietet man Ihnen die Magix-Ask-Toolbar für<br />

Ihren Browser an. Da Sie sicher mit dem Internet<br />

Explorer oder Firefox im Internet surfen<br />

und deren Tools nutzen, benötigen Sie auch<br />

die angebotene Ask-Toolbar nicht, also Haken<br />

weg und weiter. Bei unserer Testin stallation<br />

muss ten wir noch eine dritte Hürde beseitigen,<br />

die allerdings nicht bei jedem System<br />

auftreten muss. Wir haben den besagten Hinweis,<br />

dass noch ein Programm auf irgendwelche<br />

Skripte zugreift, einfach über den Ignorieren-Knopf<br />

weggedrückt. Das hatte keinen<br />

Einfluss auf die weitere Installation. Zu guter<br />

Letzt muss man den <strong>PC</strong> noch einmal neu starten.<br />

Im Anschluss steht das Icon vom Magix<br />

Foto Manager MX zum Programmaufruf auf<br />

dem Startbildschirm zur Verfügung.<br />

Die Bedienoberfläche des<br />

2 Magix Foto Managers MX<br />

Das MX am Ende des Programmnamens vom<br />

Foto Manager ist die Abkürzung für Media-X-<br />

Change, das nichts anderes aussagt, als dass<br />

sich die Daten zwischen den so bezeichneten<br />

Magix-Programmen austauschen und die Ergebnisse<br />

online teilen lassen. Nach dem ersten<br />

Start des Programms ist die Bedienoberfläche<br />

sicher noch recht leer, es sei denn, Sie<br />

haben viele Fotos unter Eigene Dateien im Bilderordner<br />

gespeichert. Auf diesen Standardordner<br />

greift der Fotomanager als Erstes zu<br />

und listet alle Ordner und Einzelbilder im großen<br />

<strong>Vorschau</strong>bereich, dem Fotoshow-Monitor.<br />

Die Oberfläche ist dunkel gehalten, damit laut<br />

Magix die Aufnahmen oder die Thumbnail-<br />

Bildchen besonders gut zur Geltung kommen.<br />

Links neben dem <strong>Vorschau</strong>-Monitor befinden<br />

sich Klappmenüs über die Sie z.B. Zugriff auf<br />

Ihre Bilderordner über ein Explorer-Menü oder<br />

den integrierten Medienplayer haben.<br />

Über dem <strong>Vorschau</strong>bereich finden Sie die<br />

Menüoptionen, teilweise mit kleinen Icons<br />

bezeichnet. Sollte die Bezeichnung unklar<br />

sein, fährt man mit dem Mauszeiger über<br />

eine Menüoption und bekommt in einem Textkasten<br />

nähere Erläuterungen zum jeweiligen<br />

Menüpunkt. Die Hauptmenüs haben nur eine<br />

Textbezeichnung und sind als Klappmenüs<br />

ausgelegt, über die Sie Zugriff auf weitere Programmfunktionen<br />

erhalten. An einem kleinen<br />

Beispiel erläutern wir Ihnen nun die Hauptfunktionen<br />

des Foto Managers.<br />

Zuerst durchsucht der Foto Manager MX den Bilderordner in den Eigenen Dateien.<br />

Anlegen eines neuen Fotoalbums<br />

auf dem Rechner<br />

3<br />

Klicken Sie auf das Menü Datei und im Optionsmenü<br />

auf den Eintrag Neues Fotoalbum.<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 10/2012 www.pc-magazin.de


DVD<br />

CD<br />

Vollversion Magix<br />

Foto Manager MX<br />

63<br />

Es öffnet sich ein kleines Fenster, in dem<br />

Sie erst den Zielpfad festlegen. Dazu vergeben<br />

Sie neben Dateiname eine eindeutige<br />

Bezeichnung für das Fotoalbum. Danach<br />

schreiben Sie noch einige Zusatzinfos in<br />

die folgenden Eingabezeilen und drücken<br />

auf Speichern. Rechts neben dem <strong>Vorschau</strong>-<br />

Monitor erscheint eine graue Spalte mit dem<br />

Namen des in der Folge zu befüllenden Albums.<br />

Sie haben nun die Möglichkeit, Bilder<br />

von den unterschiedlichsten Quellen mit<br />

gedrückter linker Maustaste aus dem <strong>Vorschau</strong>monitor<br />

in Ihr noch leeres Fotoalbum<br />

zu ziehen. Sie können beispielsweise eine<br />

Kamera an den <strong>PC</strong> anschließen und über das<br />

Menü-Icon Import diese auswählen und den<br />

Bildspeicher der Kamera öffnen. Weiterhin<br />

lassen sich Bilder scannen, von Magix Online-Alben<br />

importieren oder einfach nur aus<br />

Ordnern Ihres <strong>PC</strong>s wählen.<br />

Ist das Album fertig befüllt, lässt sich die<br />

Position einzelner Bilder ändern, indem Sie<br />

das <strong>Vorschau</strong>bild des Fotos in der Albumliste<br />

per Mausklick markieren und mit gedrückter<br />

Maustaste in der Albumliste an die richtige<br />

Stelle bewegen. Ist das Album fertig, klicken<br />

Sie mit der rechten Maustaste in einen grauen<br />

Bereich der Albumspalte und wählen die<br />

Option Speichern.<br />

Fotos mit den Werkzeugen des<br />

4<br />

Foto Managers MX optimieren<br />

Gerade beim Anlegen eines Albums mit Fotos<br />

von verschiedenen Quellen fällt es oft auf,<br />

dass die Bildqualität in der Bilderfolge variiert.<br />

Hinzu kommen vielleicht unterschiedliche<br />

Bildformate oder man möchte nur einen<br />

Bildausschnitt für das Album verwenden.<br />

Markieren Sie das entsprechende Bild im<br />

<strong>Vorschau</strong>bereich mit einem Mausklick und<br />

Aus verschiedenen Quellen stellt man sich per Mauszug die Alben schnell zusammen.<br />

drücken Sie die Schaltfläche Optimieren in<br />

der Menüleiste unter dem <strong>Vorschau</strong>fenster.<br />

Im linken Bearbeitungsbereich klappen die<br />

Funktionen zur Bildbearbeitung auf. Hier<br />

stehen einige Automatikfunktionen sowie<br />

manuell regelbare Qualitätsoptionen wie<br />

Kontrast und Helligkeit zur Verfügung. Beachten<br />

Sie, dass nach dem Speichern der Änderungen<br />

nichts mehr rückgängig gemacht<br />

werden kann. Daher sollten Sie wirklich sicher<br />

sein, die richtigen Änderungen getätigt<br />

zu haben, ehe Sie den Speicherknopf Effekte<br />

speichern drücken.<br />

Fotos, Alben und Diashows<br />

5<br />

brennen oder online speichern<br />

Der Magix Foto Manager MX bietet viele Speichermöglichkeiten<br />

für Ihre Fotos oder Alben.<br />

Auch Ihre Diashows lassen sich direkt aus<br />

dem Programm auf CD oder DVD brennen.<br />

Die Speicheroptionen sind dem Menü-Icon<br />

Export hinterlegt. Sie können hier lokal in unterschiedlichsten<br />

Dateiformaten speichern<br />

oder zum Beispiel nach YouTube übertragen.<br />

Weiterhin können Sie Ihre Medien in ein Magix-Online-Album<br />

ablegen und dort Zugangsberechtigungen<br />

für Freunde und Familie vergeben.<br />

Magix bietet eine 12-monatige Bezahlvariante<br />

für 1,99 Euro/Monat und unbegrenzten<br />

Speicherumfang sowie eine abgespeckte<br />

kostenlose Variante für 500 MByte zeitlich unbegrenzten<br />

Speicherplatz. Sie finden das Angebot<br />

unter www.magix-online.com/de, dem<br />

Link Online Album und dort unter Angebote<br />

und Preise rechts oben. Neben diesen Exportmöglichkeiten<br />

lassen sich die Bilder über<br />

weitere Menü-Icons brennen, drucken oder<br />

als Fotoabzüge bei einer Online-Druckerei bestellen.<br />

pk<br />

Dia-Shows lassen sich auch mit Musik hinterlegen. Magix liefert eine<br />

praktische Auswahl an lizenzfreien Samplen gleich mit.<br />

Der Foto Manager MX bietet auch eine kleine Auswahl von Bildoptimierungsoptionen.<br />

So lassen sich Helligkeit und Bildschärfe flott anpassen.<br />

www.pc-magazin.de <strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 10/2012


64<br />

SOFTWARE<br />

TEST<br />

ARBEITSHILFEN<br />

Haufe Zeugnis<br />

Manager Professional<br />

Gutes Zeugnis ■ Beendet ein Arbeitnehmer<br />

sein Arbeitsverhältnis, hat er nach deutschem<br />

Arbeitsrecht (§ 109 Abs. 1 Gewerbeordnung)<br />

Anspruch auf ein Arbeitszeugnis. Dessen Erstellung<br />

erfordert allerdings größte Sorgfalt.<br />

War der Mitarbeiter etwa fleißig, darf und<br />

sollte das durchaus im Zeugnis vermerkt sein.<br />

War er dagegen faul, darf das keinesfalls direkt<br />

darin stehen.<br />

Schon dieses einfache Beispiel zeigt, dass<br />

das Erstellen und Lesen von Arbeitszeugnissen<br />

recht kompliziert ist. Mit der webbasierten<br />

Arbeitshilfe Haufe Zeugnis Manager<br />

Professional lässt sich das Schreiben eines Arbeitszeugnisses,<br />

eines einfachen Zeugnisses<br />

sowie eines Zwischenzeugnisses wesentlich<br />

vereinfachen. Auf der Startseite befinden<br />

sich alle offenen Zeugnisse sowie das Zeugnisarchiv.<br />

Beim Erstellen lassen sich weitere<br />

Personen mit einbeziehen beispielsweise die<br />

Linienvorgesetzten. Unterstützung bekommt<br />

man mithilfe zahlreicher Vorlagen zu den<br />

Tätigkeitsbeschreibungen, die ergänzt oder<br />

angepasst werden können. Abschließend erstellt<br />

das Programm das fertige Zeugnis, das<br />

sich zudem in ein Word-Dokument oder PDF<br />

exportieren lässt.<br />

FAZIT: Das Programm enthält viele nützliche<br />

Arbeitshilfen und erspart dem Arbeitgeber<br />

beim Erstellen eines Arbeits- oder Zwischenzeugnises<br />

viel Zeit. Thomas Fischer/tr<br />

DATENRETTUNG<br />

<strong>Windows</strong> Data<br />

Recovery 5.0 Pro<br />

Retter in der Not ■ <strong>Windows</strong> Data Recovery<br />

Professional 5.0 ist eine komplette Datenrettungslösung,<br />

die es dem Benutzer erlaubt,<br />

verlorene, gelöschte oder beschädigte Dateien<br />

wiederherzustellen, sogar nachdem Sie<br />

formatiert oder eine neue Partition erstellt<br />

haben.<br />

Sie können Ihre Festplatte durch Klonen auf<br />

andere Datenträger oder als Image speichern.<br />

Das Programm unterstützt aber auch Datenrettung<br />

von CD, DVD, Blu ray und nun erstmals<br />

von optischen Speichern wie SD-Karten,<br />

Handy-Speichern, Firewire- und USB-Geräten.<br />

Eine Funktion zur Erstellung einer Notfall-CD<br />

zum Booten eines kaputten Systems ist auch<br />

enthalten. Fotografen werden sich über die<br />

Raw-Rettung freuen, die es Ihnen ermöglicht,<br />

Bilder im Raw-Format wiederherzustellen.<br />

Weitere Festplatten-Analyse-Tools zur frühzeitigen<br />

Erkennung von Problemen runden das<br />

Angebot ab. Wer die Software ausprobieren<br />

möchte, findet eine 30-Tage-Testversion auf<br />

www.stellar-info.de/verlorene-daten-retten.<br />

html#a. Die Demo-Version zeigt Ihnen die Dateien,<br />

die wiederhergestellt werden. Wenn Sie<br />

den Vorgang aber ausführen wollen, müssen<br />

Sie die Lizenz erwerben.<br />

FAZIT: Data Recovery 5.0 Pro ist eine hervorragende<br />

Rettungs-Suite, deren zuverlässige<br />

Ergebnisse überzeugen. Allein der Preis ist im<br />

Vergleich zur Konkurrenz einen Deut teuer. fb<br />

VIDEOS SCHNEIDEN<br />

Grass Valley<br />

Edius Pro 6.5.1<br />

Schnelle Schnitte ■ Edius genießt einen<br />

ausgezeichneten Ruf als schnelle und stabile<br />

Lösung für den anspruchsvollen Videoschnitt<br />

– zu Recht: Die neue Version 6.5.1 ist die<br />

schnellste bisher getestete Schnittlösung. Sie<br />

bietet eine erweiterte Formatunterstützung.<br />

So lassen sich erstmals auch RedOne-Daten<br />

nativ bearbeiten. Dies ließ sich im Test trotz<br />

schneller Quadro-4000-GPU nicht ruckelfrei<br />

bei voller Wiedergabequalität bewerkstelligen.<br />

Erst, als wir unter den Systemeinstellungen<br />

die Preview Quality auf 1/4 zurückschraubten,<br />

erfolgte die <strong>Vorschau</strong> wie sonst auch bei anspruchsvollsten<br />

Effekten in Echtzeit. Von der<br />

schnellen Grafikkarte profitiert Edius dabei<br />

kaum, nur die Anzeige der 3D-Effekte erfolgt<br />

flüssiger. Zum Berechnen setzt Edius auf CPU-<br />

Power und Microsoft QuickSync, sofern diese<br />

das Mainboard unterstützt.<br />

Insgesamt liefert Edius weniger Funktionen<br />

als Avid Media Composer oder Premiere Pro.<br />

Sehr praktisch für verlustfreie Farbkorrekturen<br />

ist die – leider noch nicht von allen Filtern unterstützte<br />

– optionale 10-Bit-Unterstützung.<br />

Es gibt viele wertvolle Detailverbesserungen,<br />

darunter eine eigene Bildstabilisierung.<br />

FAZIT: Edius Pro überzeugt durch Performance<br />

und Preis-Leistungs-Verhältnis. Für den<br />

Leistungsumfang fällt die Bedienung leicht.<br />

Schade, dass es für die TV-Monitor-Anzeige<br />

keine Unterstützung für Drittanbieter gibt. pk<br />

TESTURTEIL TESTURTEIL TESTURTEIL<br />

Haufe Zeugnis Manager Professional<br />

Stellar Phoenix Win. Data Recovery 5.0 Pro Grass Valley Edius Pro 6.5.1<br />

33,32 Euro/Monat www.haufe.de<br />

78 Euro www.stellar-info.de<br />

ab 356 Euro www.grassvalley.com<br />

Internet-Browser: ab IE 8, ab Firefox 3.6,<br />

aktueller Chrome, ab Safari 5<br />

Besonderheiten: plattformunabhängig, viele Arbeitshilfen,<br />

hoher Preis, keine Textverarbeitung<br />

notwendig, Zeugnis als PDF<br />

Betriebssysteme: <strong>Windows</strong> 7/Vista/XP<br />

Besonderheiten: Unterstützung von Festplatten<br />

bis zu 2 TByte, Festplatten-Statistik,<br />

phasenweise Rettung besonders großer Datenpakete<br />

Wertung sehr gut Wertung gut Wertung gut<br />

Betriebssysteme: <strong>Windows</strong> 7 (32 und 64 Bit)/8<br />

Besonderheiten: Edius unterstützt für das<br />

Capturing beliebige Karten, die DirectShow<br />

unterstützen. Die TV-Ausgabe ist nur mit<br />

Hersteller-eigener Hardware möglich.<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 10/2012 www.pc-magazin.de


BILDBEARBEITUNGS-SOFTWARE<br />

Corel PaintShop Pro X5<br />

65<br />

Jetzt<br />

gratis<br />

vorbestellen:<br />

ihre neue Domainendung<br />

im Web!<br />

Effektvoll: PaintShop<br />

Pro liefert viele interessante<br />

Effektfilter,<br />

darunter „Kohle hell“,<br />

für Portraitfotos<br />

mit. Erste-Schritte-<br />

Assistenten erleichtern<br />

die Einarbeitung<br />

in das nicht immer<br />

sinnvoll aufgeteilte,<br />

immer noch nicht als<br />

64-Bit-Version laufende<br />

Programm.<br />

Kartenleser ■ Die neue Version des Bildretusche-<br />

und Montageprogramms PaintShop<br />

Pro (PSP) soll auch unter <strong>Windows</strong> 8 laufen.<br />

Neu ist die Funktion, Fotos mit Geo-Daten zu<br />

verknüpfen. Die Übertragung lässt sich auch<br />

anhand von Google Maps auf vorhandene<br />

Fotos vornehmen. Ähnlich Photoshop Elements<br />

kennt nun auch PSP die Option, über<br />

eine Ähnlichkeitssuche nach Personen zu<br />

suchen. Dies funktionierte im Test aber nicht<br />

besonders zuverlässig. Praktisch ist hingegen<br />

die Möglichkeit, RAW-Dateien mit stark unterschiedlich<br />

belichteten Bereichen korrekt<br />

belichtet zusammenzufügen.<br />

Eine weitere Stärke: Schon bisher bot PSP<br />

gute Möglichkeiten, natürliche Malergebnisse<br />

am <strong>PC</strong> zu simulieren. PSP X5 baut diese<br />

aus: Benutzerdefinierte Pinsel lassen sich importieren.<br />

Dennoch bleiben mit PSP X5 viele<br />

Wünsche offen. Nach wie vor fehlen wesentliche<br />

Retusche-Werkzeuge, die der wichtigste<br />

Mitbewerber seit vielen Programmgenerationen<br />

anbietet. Zum Freistellen gibt es kein<br />

magnetisches Lasso. Der sogar im Corel-Programm<br />

Photo-Paint vorhandene Extrahieren-<br />

Filter für schwierige Freisteller fehlt weiterhin.<br />

Ebenfalls schmerzlich vermissten wir die von<br />

Photoshop bekannte Bereichsreparatur. Eine<br />

über die rudimentäre Option, Fotos in vier Farben<br />

aufzusplitten, deutlich hinausgehende<br />

CMYK-Unterstützung liefert PSP immer noch<br />

nicht mit. Der Zauberstab liefert weiterhin<br />

nicht die von anderen Programmen gewohnte<br />

Präzision; sogar niedrige Werte markieren zu<br />

viele ungewollte Bereiche des freizustellenden<br />

Fotos. Nach wie vor hat Corel von PSP keine eigene<br />

Version für 64-Bit-Betriebssysteme. Vor<br />

allem bei großen Fotos mit vielen Ebenen und<br />

Effekten geht PSP nicht zuletzt deshalb rasch<br />

„in die Knie“. Dagegen verblasst die gute Ausstattung<br />

mit Effekt-Filtern und die praktische<br />

Batch-Verarbeitung inklusive integrierter Python-Skript-Unterstützung.<br />

Gut sind dagegen<br />

die Erste-Schritte-Assistenten, die wesentliche<br />

Funktionen anschaulich erklären.<br />

FAZIT: PSP X5 bietet in der neuen Version<br />

kaum nennenswerte Verbesserungen zum<br />

Vorgänger. Wir vermissen grundlegende Werkzeuge<br />

für die tägliche Bildbearbeitung. pk<br />

Sinnvolle Verbindung: Eine Stärke von PSP ist<br />

die Kombination mehrerer Bearbeitungswerkzeuge<br />

in einem Einstellfenster.<br />

TESTURTEIL<br />

Corel PaintShop Pro X5 Ultimate<br />

90 Euro www.corel.de<br />

Betriebssysteme: <strong>Windows</strong> XP SP3/Vista/7/8;<br />

jeweils 32- und 64-Bit-Varianten<br />

Besonderheiten: PSP bietet eine große Auswahl<br />

an Effektfiltern und erstmals auch Geotagging-<br />

Funktionen. Python-Skripte werden unterstützt.<br />

Wertung befriedigend<br />

in Kürze verfügbar – Web-adressen<br />

mit neuen endungen!<br />

Das Web wird vielfältiger:<br />

Neben den bekannten Endungen wie<br />

.de und .com gibt es ab 2013 zahlreiche<br />

neue Adressendungen – z.B.<br />

.news, .shop, .bayern, .sport, .berlin,<br />

.koeln, .earth und viele mehr.<br />

Jetzt die Gelegenheit nutzen und Ihre<br />

neue Adresse fürs Web vorbestellen –<br />

kostenlos und unverbindlich!<br />

www.united-domains.de<br />

www.pc-magazin.de <strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 10/2012


66<br />

SOFTWARE<br />

FREEWARE<br />

SHAREWARE Reflection 1.0.1<br />

AirPlay auf dem <strong>Windows</strong>-Monitor<br />

TOOLS<br />

Universal-Player<br />

Der PotPlayer 1.5.33 spielt Musik, Videos<br />

und DVDs mit zahlreichen Extras<br />

ab. Interessant ist er wegen der großen<br />

Anzahl unterstützter Medienformate,<br />

eingebauter Codecs, Wiedergabemöglichkeiten<br />

für TV-Sticks und Streams<br />

sowie dem Capturen von Videogeräten<br />

sowie Webcams. Auch Screenshots und<br />

Videomitschnitte vom Geschehen auf<br />

dem Bildschirm kann er als Foto oder<br />

Video anfertigen. Die Wiedergabe von<br />

Filmen lässt sich über Einstellmöglichkeiten<br />

für Videoproportionen, Tonspur,<br />

Untertitel, Kontrast, Helligkeit<br />

und Farben anpassen.<br />

Autor: CodecPack, kostenlos<br />

Sprache: [ http://codecpack.co ]<br />

PDF beschneiden<br />

Reflection bringt Apples<br />

AirPlay-Mirroring auf den<br />

<strong>Windows</strong>-Desktop. Die Software<br />

arbeitet als kabelloser<br />

AirPlay-Server und zeigt den<br />

Bildschirminhalt von iPhone,<br />

iPad und iPod Touch in einem<br />

Fens ter an. Damit erscheint alles,<br />

was gerade auf dem iPhone<br />

oder iPad zu sehen ist, über<br />

das WLAN zeitgleich auch auf<br />

dem <strong>PC</strong>-Monitor. Über AirPlay<br />

und Reflection kann man bequem<br />

Fotos, Videos und die<br />

Musiksammlung auf dem <strong>PC</strong><br />

abspielen. Das Ganze funktioniert<br />

in der Praxis kaum<br />

verzögert und nahtlos. Dank<br />

Mitschnittfunktion speichert<br />

Reflection auf Wunsch ein Video<br />

aller Vorgänge – sinnvoll<br />

für Schulungs- und Dokumentationszwecke.<br />

Für das Apple-Gerät verhält<br />

sich <strong>Windows</strong> wie ein Apple<br />

TV. Unterstützt werden alle<br />

Funktionen, die auch Apple-<br />

TV beherrscht: Video- und Audio-Streaming,<br />

Darstellung im<br />

Hoch- und Querformat sowie<br />

die unterschiedlichen Auflösungen<br />

der Apple-Geräte.<br />

Autor: Squirrels, 15 US-Dollar, Sprache: [ www.reflectionapp.com ]<br />

Reflection wartet nach dem<br />

Start in der Taskleiste und ist<br />

automatisch aktiv. Nun genügt<br />

es, am iPhone & Co. AirPlay<br />

zu aktivieren. Echtes Display-<br />

Mirroring setzt ein iPhone 4S<br />

oder iPad 2/3 und mindestens<br />

iOS 5 voraus. Außerdem müssen<br />

sich das Apple-Gerät und<br />

der <strong>PC</strong> im selben Netzwerk<br />

befinden. Ältere iPhones, das<br />

iPad 1 und der iPod Touch<br />

beherrschen keine AirPlay-<br />

Bildschirmsynchronisierung,<br />

können aber Videos, Fotos<br />

und Musik streamen.<br />

Briss 0.9 schneidet PDF-Dateien zu.<br />

Das ist hilfreich, wenn man etwa eine<br />

Dokumentenseite im DIN-A3-Format<br />

auf zwei einzelnen DIN-A4-Druckbögen<br />

ausgeben möchte. Nützlich ist<br />

die Software ferner, wenn nur ein bestimmter<br />

Seitenteil benötigt oder weißer<br />

Seitenrand entfernt werden soll.<br />

Auch mehrspaltige Dokumente lassen<br />

sich so in Einzelspalten separieren.<br />

Beim Programmstart wählt man eine<br />

PDF-Quelldatei aus und zieht ein<br />

Rechteck über der Seitenregion auf,<br />

die erhalten bleiben soll. Den Rest<br />

entfernt die in Java geschriebene<br />

Software nach einer Bestätigung und<br />

speichert dann die Datei.<br />

Autor: Briss, kostenlos,<br />

Sprache:<br />

[ http://briss.sourceforge.net ]<br />

KOSTENLOS Jitsi 1.0<br />

Freie Skype-Alternative<br />

Die freie Videotelefonie- und<br />

Chat-Software Jitsi macht<br />

Skype, Google Talk und Instant<br />

Messenger überflüssig.<br />

Das in Java geschriebene<br />

Programm unterstützt neben<br />

dem Telefonieprotokoll SIP<br />

auch die fürs Chatten relevanten<br />

Netzwerke Facebook,<br />

AIM/ICQ, MSN, Yahoo sowie<br />

XMPP/Jabber (Google Talk).<br />

Als Open-Source-Software ist<br />

Jitsi werbefrei. Beim Telefonieren<br />

sind Gespräche zwischen<br />

zwei Teilnehmern sowie Telefonkonferenzen<br />

mit mehreren<br />

beteiligten Personen möglich.<br />

Eine Kontaktliste<br />

informiert über den<br />

Status potenzieller<br />

Kommunikationspartner.<br />

Anders als<br />

bei Skype lassen<br />

sich Gesprächsprotokolle<br />

direkt im<br />

MP3-Format speichern.<br />

Während<br />

einer Chat-Sitzung<br />

Autor: BlueJimp, kostenlos, Sprache: [ https://jitsi.org ]<br />

können die Nutzer Dateien im<br />

Hintergrund senden und empfangen.<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 10/2012 www.pc-magazin.de


10/12<br />

Von einem skrupellosen Verbrecher-Syndikat unter Druck gesetzt, flieht der Karate-Lehrer<br />

Stillwell von Los Angeles nach Seattle, um eine neue Existenz aufzubauen.<br />

Sein Sohn Jason (Kurt McKinney), ein glühender Verehrer von Bruce Lee, ist<br />

über das feige Verhalten seines Vaters tief enttäuscht. Niedergeschlagen pilgert<br />

Jason in Seattle, der Heimatstadt Lees, zu dessen Grab und fleht um Beistand.<br />

Eines Nachts erscheint ihm der Meister im Traum und lehrt ihn die Geheimnisse<br />

der Karate-Kunst. Gewappnet mit kostbarem Wissen und stählernem Mut nimmt<br />

Jason den Kampf gegen das Verbrecher-Syndikat auf. Doch mit dem Russen Ivan<br />

(Jean-Claude Van Damme) steht ihm ein übermächtiger Gegner gegenüber. Kann<br />

Jason mit der Hilfe von Bruce Lee diesen Kampf für sich entscheiden?<br />

„KARATE TIGER“ DIRECTED BY COREY YUEN STARRING JEAN-CLAUDE VAN DAMME KURT MCKINNEY J.W. FAILS KATHIE SILENO<br />

TAI CHUNG KIM KENT LIPHAM PRODUCED BY SEE-YUEN NG CASTING BY PAUL MASLAK WRITTEN BY SEE-YUEN NG KEITH W. STRANDBERG<br />

COREY YUEN MUSIC BY PAUL GILREATH EDITING BY JAMES MELKONIA MARK PIERCE ALLAN POON<br />

TECHNISCHE DATEN<br />

Laufzeit: ca. 94 Minuten<br />

Bildformat: 4;3 (1,33:1)<br />

Ton: Deutsch – Dolby Digital 5.1<br />

Regionalcode: 2 PAL<br />

Der Copyright-Inhaber hat den Film auf dieser DVD ausschließlich zur privaten Nutzung freigegeben. Er verbietet<br />

die vollständige und teilweise anderweitige Nutzung, insbesondere die Vervielfältigung, die Überspielung und die<br />

öffentliche Vorführung. All Rights reserved © 2008 Splendid Film GmbH.<br />

DVD-Cover zum Heraustrennen<br />

DAS DVD-HIGHLIGHT 10/12


Besuchen<br />

Sie uns auf der<br />

Photokina:<br />

Halle 4.1<br />

Stand E-49/E-51<br />

Weltpremiere–<br />

von den HDR-Experten<br />

Die komplett neue Generation von<br />

professioneller HDR-Software<br />

Made in Germany<br />

Erleben Sie live auf<br />

der Photokina das neue<br />

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· erleben Sie eine neue Generation von HDR.<br />

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UVP 149,– EUR [D]<br />

FRANZIS<br />

So realistisch, cool und schnell war HDR noch nie!<br />

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Mehr Downloads, Treiber &<br />

Tools täglich frisch unter<br />

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69<br />

KOSTENLOS Luffi 1.0.210<br />

Start-Manager für Gratis-Tools<br />

Luffi ist ein unkonventionell<br />

gestalteter Start- und<br />

Installationsmanager<br />

für rund 780 Gratis-Programme.<br />

Damit lässt sich<br />

für Privatnutzer dauerhaft<br />

nutzbare Software<br />

automatisiert auf den <strong>PC</strong><br />

herunterladen, installieren<br />

und aufrufen. Zudem hält<br />

Luffi die Software aktuell. Von<br />

ähnlich gelagerten Paketen<br />

wie der Portable Apps Suite<br />

oder der Lupo PenSuite unterscheidet<br />

sich Luffi konzeptionell:<br />

Beim ersten Start lädt es<br />

eine aktuelle <strong>Datenbank</strong> mit<br />

Programmbeschreibungen<br />

Autor: Ralf X. Wimmer, kostenlos, Sprache: [ www.luffi.net ]<br />

KOSTENLOS IObit Malware Fighter Free 1.5<br />

Frisiert das Explorer-Kontextmenü<br />

Der Malware Fighter Free ist<br />

eine Software zum Echtzeitschutz<br />

vor Malware-Befall<br />

von IObit. Die Software will<br />

Viren, Trojaner und Keylogger<br />

auf <strong>Windows</strong>-<strong>PC</strong>s erkennen<br />

und unschädlich machen.<br />

Die Schädlingserkennung basiert<br />

auf einer automatisch<br />

arbeitenden heuristischen<br />

Suche und macht potenziell<br />

unerwünschte und gefährliche<br />

Programme anhand von<br />

Malware-typischen Verhaltensmustern<br />

aus. Ein<br />

Hintergrundwächter fängt<br />

Dateizugriffe ab und kontrolliert<br />

Programme und<br />

Dokumente vor dem<br />

Öffnen. Weitere Module<br />

dienen der Überwachung<br />

von Autostarteinstellungen,<br />

Netzwerkzugriffen, Browser-<br />

Konfiguration und Cookies.<br />

Als kritisch bewertete Dateien<br />

lassen sich zur weiteren Be-<br />

Autor: IObit, Basisversion kostenlos, Sprache: [ www.iobit.com ]<br />

KOSTENLOS DiskExplorer Pro 3.70<br />

Vielseitiger Medienkatalog<br />

Wer das Suchen von Dateien<br />

auf externen Speichermedien<br />

wie CDs, DVD, Blu rays<br />

und Festplatten leid<br />

ist, erhält mit DiskExplorer<br />

Pro ein probates<br />

Gegenmittel. Das Tool<br />

katalogisiert Offline-<br />

Inhalte und bietet gute<br />

Abfrage- und Reportfunktionen.<br />

Von Fotos,<br />

Videos, Musik- und Bürodokumenten<br />

werden<br />

Beschreibungsfelder<br />

(Metatags) oder Titel (HTML-<br />

Dateien) ausgelesen und zur<br />

<strong>Datenbank</strong> hinzugefügt –<br />

und Bildschirmfotos herunter.<br />

Diese lässt sich<br />

per Suchfunktion oder ein<br />

Menü durchforsten. Luffi<br />

lädt dann beim Aufruf<br />

eines Programms erstmalige<br />

das neueste Setup<br />

vom Hersteller und führt<br />

die Installation skriptgesteuert<br />

durch. Gut: Ein so<br />

bezeichneter Pollution Preventor<br />

entfernt unerwünscht<br />

mitinstalliere Toolbars.<br />

gutachtung in einen Quarantänebereich<br />

schieben oder löschen.<br />

Die 20 US-Dollar teure<br />

Pro-Version bietet erweiterte<br />

Funktionen.<br />

auch wenn die betreffenden<br />

Dateien in ZIP-, RAR-, und<br />

CAB-Archiven gespeichert<br />

sind. Weiterhin erstellt<br />

DiskExplorer<br />

Schnappschüsse aus<br />

Videos und <strong>Vorschau</strong>bilder<br />

von Fotos. So<br />

kann man sich später<br />

einen Eindruck der<br />

archivierten Inhalte<br />

verschaffen, ohne die<br />

jeweiligen Medien<br />

einlegen zu müssen.<br />

Autor: Thomas Jelinek, kostenlos für Privatnutzer, Sprache: [ www.tjelinek.com ]<br />

Helfer für zwei Monitore<br />

Das MultiMonitorTool 1.0 automatisiert<br />

Vorgänge beim Einsatz von mehr<br />

als einem Monitor. Im Dualmonitorbetrieb<br />

lässt sich damit etwa gezielt festlegen,<br />

auf welchem Monitor bestimmte<br />

Fenster angeordnet werden, welcher<br />

Bildschirm als Primärmonitor arbeitet<br />

und welche Auflösung und Farbtiefe er<br />

nutzen soll. Monitore lassen sich damit<br />

sogar aus- und wieder einschalten.<br />

Einmal getroffene Einstellungen speichert<br />

das Programm und kann sie bei<br />

Bedarf wiederherstellen. Interessant<br />

sind die Automatisierungsmöglichkeiten<br />

mittels Kommandozeile, mit denen<br />

sich alle fast Funktionen über eine<br />

Stapeldatei aufrufen lassen.<br />

Autor: Nir Sofer, kostenlos<br />

Sprache: [ www.nirsoft.net ]<br />

Tagesbezogenes Notizbuch<br />

Zwar führt heutzutage kaum noch jemand<br />

ein klassisches Tagebuch, allerdings<br />

ist iDailyDiary 3.85 auch optimal<br />

zum Festhalten von Tagesberichten<br />

oder Notizen. Neben Text nimmt das<br />

passwortgeschützte Journal auch Bilder<br />

und Links auf. Über die Kalenderleiste<br />

am unteren Fensterrand steuern<br />

Sie schnell einen beliebigen Tag an.<br />

Die Volltextsuchfunktion recherchiert<br />

nach Begriffen im aktuellen Dokument<br />

oder in allen Tagebuchseiten. Alle Inhalte<br />

lassen sich bei Bedarf im HTML-,<br />

TXT- oder RTF-Format exportieren.<br />

Autor: Spliterware, Basisversion<br />

kostenlos, Sprache:<br />

[ www.splinterware.com ]<br />

Nachrichten einsammeln<br />

Beim Stöbern in RSS-Feeds leistet RS-<br />

SOwl 2.1.4 mit Suchfunktion gute<br />

Dienste. Das Tool nutzt RSS-Feeds, um<br />

<strong>Info</strong>rmationen in Kurzform darzustellen.<br />

Statt die betreffenden Websites im<br />

Browser anzusurfen und nachzusehen,<br />

welche neuen Einträge es gibt, startet<br />

man RSSOwl und kann auf einen Blick<br />

erkennen, was sich auf den bevorzugten<br />

<strong>Info</strong>rmationsquellen für Neuigkeiten<br />

gibt. Aktualisierungsintervall,<br />

Benachrichtigungseinstellungen und<br />

Anzeigeoptionen lassen sich individuell<br />

festlegen.<br />

Autor: Team RSSOwl, kostenlos<br />

Sprache: [ www.rssowl.org ]<br />

www.pc-magazin.de <strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 10/2012


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folgenden Voraussetzungen:<br />

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Tablet ist mit einem kapazitiven<br />

Full HD Multi Point Touchscreen<br />

mit einer Auflösung von 1.920<br />

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von 16:10 ausgestattet<br />

und eignet sich damit perfekt für<br />

die Wiedergabe von Full-HD-<br />

Inhalten. Umfassende Funktionalität<br />

und intuitive Steuerung<br />

garantieren die eigens von Acer<br />

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etwa Geräte zur Navigation und Kommunikation, Smartphones,<br />

Unterhaltungselektronik, Computer Hard- und Software und<br />

sogar Haushaltsgeräte. Das Beste: Mit 24 Filialen bundesweit ist<br />

ein persönlicher Ansprechpartner immer direkt vor Ort.<br />

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SPECIAL HEIMVERNETZUNG<br />

MEHR GENUSS<br />

FÜR IHR ZUHAUSE<br />

Heimvernetzung und Hausautomation<br />

■ Mehr sehen: So laufen Internet-Filme auch auf Ihrem Fernseher<br />

■ Mehr Kontrolle: Ferngesteuerte Lichtschalter, Klimakontrolle und Sicherheit<br />

■ Mehr Spaß: Diese Gadgets machen Freude beim Aufnehmen, Ansehen und Telefonieren


72<br />

HEIMNETZWERK<br />

ENTERTAINMENT<br />

AUS DEM INTERNT AUF DEN FERNSEHER<br />

Unterhaltung zu<br />

Haus im Netz<br />

Die „Smart-TVs“ kommen: Sie bringen Entertainment aus dem Internet auf den Fernseher<br />

– und damit ins Wohnzimmer. Herkömmliche Konsumgewohnheiten werden<br />

durch das neue Angebot immer mehr verdrängt, der Zuschauer wird vom Konsumenten<br />

zum Programmdirektor – und wir sagen Ihnen, was alles möglich ist.<br />

■ J.-E. BURKERT<br />

Beim Begriff Vernetzung denken viele<br />

Anwender immer noch an Netzkabel,<br />

Computer, Server und dröge IT-Arbeit.<br />

Davon ist man bei der Unterhaltungselektronik<br />

weit entfernt. Die Vernetzung<br />

von Geräten mit dem bestehenden<br />

(W)LAN erfolgt quasi nebenbei und sorgt<br />

für zusätzlichen Komfort und Spaß. Die<br />

Palette jener Geräte, die clever auf Internetdienste<br />

und App-Unterstützung<br />

zugreifen können, wird dabei täglcih<br />

größer. Webradios holen über WLAN<br />

Musik, Talk und Nachrichten über<br />

das lokale Netz aus dem Internet und<br />

spielen diese überall im Haus oder der<br />

Wohnung ab. Moderne Musik-Anlagen<br />

verbinden sich mittlerweile ebenfalls<br />

übers Netz mit iPod und Co. Alternativ<br />

holen sich Musikcenter MP3-Songs von<br />

einem Mediaserver im Heimnetz. Bester<br />

Beweis für den Heimvernetzungs-<br />

Trend: CD-Player und Plattenspieler<br />

sind der jungen Generation so gut wie<br />

unbekannt. Ähnlich funktioniert das<br />

mit Fotos: Abzüge werden schon lange<br />

nicht mehr rumgereicht. Heute sitzt<br />

man bequem im Wohnzimmer und<br />

zeigt die Urlaubserinnerungen auf dem<br />

großen Bildschirm. Das funktioniert<br />

auch mit Tabletts oder Smartphones.<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 10/2012 www.pc-magazin.de


73<br />

Die sind in vielen Haushalten mittlerweile<br />

per WLAN fester Bestandteil<br />

eines Heimnetzes.<br />

Das Fernsehprogramm per Antenne,<br />

Kabel oder Satellit hat so in letzter<br />

Zeit immer mehr Konkurrenz aus<br />

dem Internet bekommen. Für das<br />

Fernsehen aus dem Netz stehen heute<br />

die unterschiedlichsten Angebote<br />

zur Verfügung. Fast jeder Sender bietet<br />

eine Mediathek oder hat Videos<br />

zu den Sendungen auf der Webseite.<br />

Solche Inhalte wurden durch den<br />

Konsumenten bis vor Kurzem nur<br />

auf Computern in einem Browser abgerufen.<br />

Mittlerweile hat die Industrie<br />

reagiert: Moderne Fernsehgeräte<br />

verstehen sich mit dem Internet und<br />

spielen die Inhalte direkt aus dem Web<br />

im Wohnzimmer auf dem „Big Screen“<br />

an. Das Zauberwort heißt „Smart-TV“.<br />

Diese Fernseher spielen Inhalte aus<br />

Mediatheken, YouTube, MyVideo und<br />

anderen Webvideo-Angeboten ab. Der<br />

Zuschauer holt sich per Fernbedienung<br />

die lustigsten Clips und die heißesten<br />

Musikvideos ins Wohnzimmer. Er bestimmt,<br />

was im TV läuft und muss sich<br />

nicht mehr an die Programmvorgaben<br />

der Sender halten.<br />

Neben den mitgelieferten Grundfunktionen<br />

lassen sich diese Geräte mit Apps<br />

nachrüsten und zusätzliche Inhalte auf<br />

den Bildschirm holen. Dabei bleibt man<br />

nicht bei Video stehen. Wetterübersicht,<br />

Börseninfo, Fahrpläne oder der Videochat<br />

per Skype sind schon lange keine<br />

Zukunftsvisionen mehr. Bei SmartTV<br />

kann der Benutzer aus vielen <strong>Info</strong>quellen<br />

wählen.<br />

Das Heimnetz bringt Inhalte auf den<br />

Fernseher im Wohnzimmer<br />

Natürlich stellt sich die Frage, wie die<br />

Inhalte aus dem Internet auf den Fernseher<br />

im Wohnzimmer kommen. TV-<br />

Geräte der neuen Generation haben einen<br />

Netzwerkanschluss eingebaut – oft<br />

ist die WLAN-Option selbstverständlich.<br />

Bei Kabel-Anschluss funktioniert das<br />

Setup der Internetverbindung in der Regel<br />

vollautomatisch. Der Fernseher holt<br />

sich beim Router seine Verbindungsdaten<br />

einfach ab und geht nach kurzer<br />

Zeit online. Bei WLAN-Verbindungen<br />

muss der Anwender nur das passende<br />

WLAN-Netz in den Einstellungen auswählen<br />

und das Passwort angeben.<br />

Weitere Möglichkeiten zur Vernetzung<br />

eines TVs sind Powerline per Stromleitung<br />

oder WLAN-Erweiterungen oder<br />

Mediabridges. Die fehlende Funkoption<br />

wird über solche Geräte bereitgestellt.<br />

Dazu wird der LAN-Anschluss des<br />

Fernsehers mit der WLAN-Erweiterung<br />

verbunden. Die baut dann die Funkverbindung<br />

zum Heimnetz auf. Das Verlegen<br />

von Kabel ist bei Powerline oder<br />

WLAN-Lösungen nicht notwendig. Besitzt<br />

ein Fernsehgerät keine Internet-<br />

Funktionalität, sind Mediaplayer eine<br />

Alternative zum Neukauf. Geräte dieser<br />

Klasse spielen Musik und Filme auf der<br />

Heimanlage bzw. TV, können aber auch<br />

dank vieler Zusatzfunktionen auf Medien<br />

aus dem Netzwerk und dem Internet<br />

zugreifen. Auch hier sorgen Apps für Erweiterungsmöglichkeiten.<br />

Internet-Inhalte gibt es nicht mehr nur<br />

exklusiv auf Computern – mit Heimvernetzung<br />

und SmartTV kommen Online-<br />

Angebote ins Wohnzimmer.<br />

Filme, Serien und Dokus<br />

einfach über das Netz<br />

Das Angebot aus dem Internet beschränkt<br />

sich natürlich nicht auf Mediatheken<br />

und kostenlose Film-Webseiten.<br />

Online-Videotheken bieten dem Nutzer<br />

aktuelle Blockbuster, tolle Dokus und Serien-Highlights<br />

auf Knopfdruck<br />

– einfach bestellen und wenige<br />

Minuten später auf dem Fernseher<br />

genießen. Einfacher geht es<br />

nicht mehr und der DVD-Player<br />

wird damit in Rente geschickt.<br />

Angebote wie Maxdome, iTunes<br />

oder Amazon ersparen so auch<br />

den Gang in die Videothek und<br />

erlauben den Direktzugriff auf ein<br />

breites Unterhaltungsangebot über<br />

das Internet. Maxdome zählt Samsung,<br />

Loewe, LG, Panasonic, Toshiba,<br />

Philips und Western Digital zu jenen<br />

Partnern, auf deren Geräten ein Direktzugriff<br />

auf die Filme möglich ist.<br />

Ähnlich ist es bei Amazon – nur für die<br />

Nutzung von iTunes ist die Anschaffung<br />

von AppleTV notwendig.<br />

Die meisten Anbieter haben kostenlose<br />

Angebote zum Reinschnuppern. Bei<br />

Maxdome gibt es eine umfangreiche<br />

Liste mit Filmen, für die man nicht zahlen<br />

muss. Die kostenlose Anmeldung<br />

ist aber notwendig. Die Bezahlung für<br />

Filme, Serien und andere Beiträge rechnen<br />

die meisten Online-Services über<br />

eine monatliche Gebühr ab. Alternativ<br />

bieten die Internet-Videotheken die<br />

Bezahlung pro Leihvorgang. Zugang zu<br />

den Filmen hat der Kunde in der Regel<br />

für 24 Stunden. Natürlich ist auch der<br />

Kauf von Inhalten vorgesehen. Apple<br />

und Amazon bieten als Zusatzservice<br />

die Speicherung des gekauften Videos<br />

oder Musiktitels in der Cloud an. Der<br />

Vorteil: Der Anwender hat von zu Hause<br />

und unterwegs Zugriff auf seine Medienbibliothek.<br />

fb<br />

Internet-Portale haben<br />

Filme und Serien im<br />

Angebot, die man auch<br />

auf den heimischen<br />

Fernseher holen kann.<br />

www.pc-magazin.de <strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 10/2012


74<br />

HEIMNETZWERK<br />

HAUSAUTOMATION<br />

Bildquelle: Gira<br />

KOMPLETTLÖSUNGEN SPAREN STROM UND ZEIT<br />

Vernetzer Haushalt<br />

für mehr Komfort<br />

Ferngesteuerte Lichtschalter, Klimakontrolle und Sicherheit – der intelligente Haushalt<br />

nimmt immer mehr Form an. Automation sorgt für mehr Komfort und Lebensqualität.<br />

Und solche Extras müssen nicht unbedingt teuer sein.<br />

■ JÖRN-ERIK BURKERT<br />

Hausautomation, Computer und<br />

Heimvernetzung – wie geht das<br />

zusammen? Die Kombination scheint<br />

nichts für den Otto-Normal-Anwender.<br />

Die Entwicklungen für ein intelligentes<br />

Heim sind weiter als man glaubt. Die<br />

Steuerung von Heizung, Rollos oder<br />

auch Sicherheitslösungen sind heute<br />

kostengünstig erhältlich und sind<br />

meist für den Anschluss ans Heimnetz<br />

vorbereitet. Diese Kombination macht<br />

Hausautomation fürs kleine Budget interessant.<br />

Bei Neu- oder Umbau des Eigenheims<br />

sollte man gleich auf komplette Lösungen<br />

setzen und den Einsatz von<br />

Hausautomation langfristig einplanen.<br />

Dazu gehört auch die Ausstattung des<br />

Objekts mit einem Netzwerk. Die Verfügbarkeit<br />

von LAN-Verbindungen in<br />

jedem Teil des Hauses ist für die Heimautomation<br />

ein Muss. Wer nicht in den<br />

eigenen vier Wänden wohnt, kann in<br />

Mieträumen mit Nachrüstsets für zusätzlichen<br />

Komfort und Sicherheit sorgen.<br />

In diesem Bereich gibt es in letzter<br />

Zeit verstärkt Angebote, die ohne viel<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 10/2012 www.pc-magazin.de


75<br />

Aufwand die Hausautomation ermöglichen.<br />

Die Einbindung ins Heimnetz ist<br />

dabei schon vorgesehen. Dabei spielen<br />

Powerline und WLAN für die kabellose<br />

Übertragung eine wichtige Rolle. Beide<br />

Technologien helfen dann, wenn der<br />

Mieter Netzwerkkabel nur schlecht oder<br />

gar nicht verlegen kann.<br />

Bildquelle: domovea<br />

Komplett- statt Insellösungen: Ein eigener Server nimmt automatisch beim Verlassen des Hauses alle<br />

stromfressenden Geräte vom Netz und regelt die Zimmertemperatur herunter.<br />

Zentrale Steuerung<br />

im intelligenten Haus<br />

Anbieter für intelligente Haustechnik<br />

haben oft modulare Komplettlösungen<br />

für Klimatisierung, Steuerung und Sicherheit<br />

im Angebot. Beim Spezialisten<br />

Gira bekommt der Anwender alles<br />

aus einer Hand. Herz des Systems ist<br />

der Gira HomeServer. Darüber steuert<br />

der Anwender sein komplettes Heimsystem.<br />

Beispiel: Auf Knopfdruck nimmt<br />

man das Heimkino mit Beamer in Betrieb.<br />

Gleichzeitig rollt die Leinwand für<br />

den Projektor aus und das Licht wird<br />

gedämpft oder die Jalousien geschlossen.<br />

Ein weitere Anwendung: Der Nutzer<br />

teilt beim Verlassen der Wohnung<br />

oder des Hauses dies der Anlage mit.<br />

Der Gira-HomeServer nimmt dann automatisch<br />

alle stromfressenden Geräte<br />

vom Netz und regelt die Temperatur<br />

herunter.<br />

Solche Systeme waren lange Zeit nur in<br />

sich geschlossene Insellösungen – diese<br />

arbeiteten nur mit Produkten des gleichen<br />

Herstellers zusammen. Mittlerweile<br />

haben die Hersteller erkannt, dass<br />

der Kunde mehr Flexibilität wünscht.<br />

Gira hat auf solche Wünsche reagiert<br />

und bietet seinen HomeServer mit Anbindung<br />

an das Heimnetz an. Über den<br />

Computer im Webbrowser hat der Anwender<br />

den vollen Zugriff auf die Gira-<br />

Haussteuerung. Für die mobile Bedienung<br />

gibt es passende Apps für iPhone,<br />

iPad und Android-Geräte. Damit steuert<br />

der Benutzer das Haus von unterwegs.<br />

Bei einem Kälteeinbruch<br />

lässt sich so<br />

beispielsweise schon<br />

auf der Heimfahrt die<br />

Heizung hochstellen.<br />

Eine andere Anwendung<br />

sind Öffnungsmechanismen<br />

für<br />

Toreinfahrten oder<br />

Garagen. Über eine<br />

Webcam wirft der Anwohner einen<br />

Blick auf den Besuch am Eingang und<br />

öffnet mit einer mobilen App die Tür<br />

zur Einfahrt. Einfach und komfortabel!<br />

Sensoren für Türen und Fenster, Rauchmelder<br />

und Bewegungssensoren helfen<br />

beim Absichern des Heims. Über das<br />

Heimnetz melden solche Systeme den<br />

Bewohnern eventuelle Probleme. Dazu<br />

muss man nicht vor dem Rechner sitzen,<br />

sondern bekommt eine Alarmmeldung<br />

über das Internet auf sein Smartphone<br />

geschickt. Einen ersten visuellen<br />

Eindruck vom Ort des Geschehens erhält<br />

der Empfänger über eine ins Heimnetz<br />

eingebundene Kamera.<br />

Über mobile Geräte lassen sich die Einstellungen<br />

für die Vernetzung im Haushalt kontrollieren. Das<br />

funktioniert mittlerweile auch mit Smartphones<br />

und Tabletts wie das von Hager.<br />

Die Entwicklungen<br />

für ein intelligentes<br />

Heim sind weiter als<br />

man glaubt<br />

Individuelle Lösungen gefragt<br />

Rundrumsysteme sind oft für den Mieter<br />

einfach zu groß oder lassen sich in Wohnungen<br />

gar nicht einbauen. Der Markt<br />

bietet für solche Kunden inzwischen Produkte<br />

an. Hier mischt<br />

beispielsweise Stromriese<br />

RWE mit seiner<br />

SmartHome-Serie mit.<br />

Das Herzstück ist die<br />

SmartHome Zentrale,<br />

die mit dem Heimnetz<br />

verbunden ist. Darüber<br />

oder einen Computer<br />

steuert man alle<br />

installierten Module. Die Komponenten<br />

messen z.B. die Temperatur und regulieren<br />

über ferngesteuerte Thermostate die<br />

Heizung. Das sorgt für mehr Energie-effizienz<br />

und schont den Geldbeutel.<br />

Eine ähnliche Lösung hat Fibaro System<br />

im Angebot. Mit einer zentralen Steuereinheit<br />

lassen sich per Funk (Z-Wave)<br />

Geräte im ganzen Haus steuern. Dazu<br />

gehören Heizung, Licht, Fenstersteuerungen,<br />

Türöffner, Rollos, Heimelektronik<br />

oder IP-Kameras.<br />

Hausautomation ist auf dem Vormarsch<br />

und wird das Leben der Konsumenten<br />

verändern. Die nächsten Anwendungsmöglichkeiten<br />

sind schon marktreif<br />

und stehen am Start. Dazu gehören<br />

Haushaltsgeräte aus der miele@home-<br />

Serie. Waschmaschinen und Trockner<br />

arbeiten nur, wenn Storm günstig ist.<br />

Die vernetzten Haushaltsgeräte holen<br />

die <strong>Info</strong>rmationen zu den Preisen aus<br />

dem Internet.<br />

pk<br />

www.pc-magazin.de <strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 10/2012<br />

Bildquelle: Gira


76<br />

HEIMNETZWERK<br />

NEUE PRODUKTE<br />

Belkin mit TV unterwegs<br />

Mit @TV von Belkin verwandelt sich ein<br />

Smartphone oder Tablet in einen mobilen<br />

Fernseher. Damit kann der Nutzer Filme,<br />

Entertainment und Sportereignisse unterwegs<br />

anschauen. Nach der Installation<br />

überträgt @TV die Sendungen, die gerade<br />

auf dem Fernseher zu Hause laufen<br />

oder aufgenommen wurden. Zuvor muss<br />

noch die App für Smartphone oder Tablet<br />

installiert sein.<br />

Für die Wiedergabe benötigt @TV einen<br />

Internetzugang per WLAN, 3G oder 4G.<br />

Dann verbindet man sich nur mit dem<br />

Heimnetz und lässt sich das Fernsehsignal<br />

auf das mobile Endgerät übertragen.<br />

Die Nutzung zu Hause im Heimnetz ist<br />

ebenfalls möglich.<br />

www.belkin.de, ca. 200 Euro<br />

Sony mit GoogleTV in Deutschland<br />

Ab September 2012 will Sony Geräte auf Basis von GoogleTV<br />

anbieten. Den Anfang macht der NSZ-GS7 Internet Player, der<br />

auf jeden Fernseher Internet, Apps und Entertainment bringt.<br />

Das Gerät basiert auf Android und greift für die Apps auf<br />

den Play Store von Google zu. Darüber lassen sich neben<br />

Apps auch Spiele, Musik und Filme auf den Bildschirm holen.<br />

Der Player besitzt WLAN-Funktionalität und wird darüber<br />

drahtlos ins Heimnetz eingebunden. Im November soll der<br />

internetfähige Blu-ray-Player NSZ-GP9 mit GoogleTV folgen.<br />

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Skype<br />

Das RTX-4088 Dualphone ist für die<br />

Festnetztelefonie per DECT und als<br />

Skype-Telefon per WLAN gedacht. Das<br />

Telefon kommt komplett ohne <strong>PC</strong> aus<br />

und hat laut Hersteller eine Sprechzeit<br />

von bis zu sieben Stunden.<br />

Das eingebaute Farb-Display sorgt für<br />

die einfache Bedienung und ermöglicht<br />

den Zugriff auf das integrierte<br />

Adressbuch. Über das Gerät kann man<br />

mit anderen Skype-Anwendern kostenlos<br />

telefonieren. Das RTX-Telefon<br />

ist in schwarzer und weißer Ausführung<br />

lieferbar.<br />

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empfangen. Die Übertragung läuft über das Stromsystem per<br />

Powerline. Der Modulschacht für CI+ ermöglicht den Empfang<br />

von Pay-TV-Kanälen und die Aufnahme auf USB-Geräte.<br />

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80<br />

HARDWARE<br />

MINI-<strong>PC</strong>s<br />

MINI-RECHNER FÜR BÜRO, WOHNZIMMER UND LAN-PARTY<br />

Zwergenaufstand<br />

Desktop-<strong>PC</strong>s müssen nicht unbedingt große Kisten sein, die viel Platz auf oder neben dem<br />

Schreibtisch weg nehmen. Wir stellen verschiedene Mini-<strong>PC</strong>s vor: vom Office-Zwerg über<br />

winzige Multimedia-<strong>PC</strong>s bis hin zu kompakten Gaming-Rechnern.<br />

VON KLAUS LÄNGER<br />

D<br />

er Marktanteil herkömmlicher Desktop-<br />

<strong>PC</strong>s mit großen Gehäusen schrumpft<br />

beständig. Viele Anwender, abgesehen von<br />

passionierten Gamern, wollen wohl einfach<br />

keine große Kiste mehr auf oder neben dem<br />

Schreibtisch stehen haben, sondern greifen<br />

lieber zum Notebook, auch wenn sie es gar<br />

nicht mobil einsetzten. Eine bessere Alternative<br />

sind hier Mini-<strong>PC</strong>s. Denn hier kann<br />

man ein großes Display sowie herkömmliche<br />

ergonomische Tastaturen und Mäuse<br />

einsetzen.<br />

Die Palette der Mini-<strong>PC</strong>s reicht von sehr kleinen<br />

und preisgünstigen Modellen mit Intel-<br />

Atom- oder AMD-Brazos-CPU bis hin zu etwas<br />

größeren Rechnern mit ausgewachsenen<br />

Intel-Core-Prozessoren. Hier bekommt man<br />

eine Rechenleistung, die der von ausgewachsenen<br />

Desktop-<strong>PC</strong>s in nichts nachsteht. Bei<br />

den etwas größeren Gaming-Minis findet sogar<br />

noch eine separate Grafikkarte Platz. So<br />

kann man mit deutlich leichterem Gepäck zur<br />

nächsten LAN-Party fahren.<br />

Ein weiterer Ort, an dem Mini-<strong>PC</strong>s ihren Platz<br />

finden können, ist das Wohnzimmer. Hier gibt<br />

es kompakte und schicke Rechner, die mittels<br />

HDMI Anschluss am Fernseher finden und<br />

als universeller Mediaplayer, Surfstation und<br />

Spielebox dienen können. Bedient werden<br />

die kleinen <strong>PC</strong>s über eine Funktastatur. Bei<br />

einigen Mini-<strong>PC</strong>s gehört auch eine Fernbedienung<br />

zum Lieferumfang.<br />

Trendsetter Apple<br />

Das Verdienst, den Mini-<strong>PC</strong> populär gemacht<br />

zu haben, gebührt wieder einmal Apple. Allerdings<br />

hat Apple den Mac Mini in letzter Zeit<br />

vernachlässigt, das letzte neue Modell datiert<br />

auf Juli 2011 und arbeitet noch mit Intel-Core-<br />

Prozessoren der zweiten Generation. In der<br />

<strong>Windows</strong>-Welt existiert dagegen inzwischen<br />

eine ganze Reihe unterschiedlichster Mini-<br />

Rechner verschiedener Preis- und Leistungsklassen,<br />

die teilweise auch deutlich kleiner<br />

und viel günstiger sind als der Mac Mini. Wir<br />

stellen Ihnen deshalb auf den folgenden Seiten<br />

verschiedene „Kraftzwerge“ für jedes Einsatzgebiet<br />

vor. Und in verschiedenen Größen:<br />

Der Kleinste misst dabei gerade einmal noch<br />

zehn Quadratzentimeter.<br />

kl<br />

Der aktuelle Mac Mini von Apple nutzt noch<br />

Intels Sandy-Bridge-Prozessoren.<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 10/2012 www.pc-magazin.de


81<br />

SoHo-Zwerge<br />

Minis für Büro und Freizeit ■ Zu den kleinsten<br />

und günstigsten Mini-<strong>PC</strong>s gehören die<br />

Nettops, die man schon für weniger als 300<br />

Euro bekommen kann. Sie sind die Desktop-<br />

Verwandten der Netbooks. Bei den allerersten<br />

Nettops mit Intel-Atom-Single-Core-<br />

Prozessor, die 2008 auf den Markt kamen,<br />

war die Leistung noch sehr anämisch. Die<br />

aktuellen Modelle mit Dual-Core-Atoms, oft<br />

mit einer zusätzlichen diskreten Grafik oder<br />

mit einem AMD-Prozessor der E-Serie, sind<br />

schon deutlich flotter unterwegs. Zwar ist die<br />

Prozessorleistung dieser Mini-Rechner immer<br />

noch sehr niedrig im Vergleich zu aktuellen<br />

Core-Prozessoren, aber für herkömmliche<br />

Office- und Heimanwendungen vollkommen<br />

ausreichend. Mit einer Leistungsaufnahme<br />

von etwa 25 Watt sind die Rechner dabei äußerst<br />

sparsam unterwegs.<br />

Alles an Bord<br />

Trotz eines Gehäusevolumens von maximal<br />

1,5 Litern geizen die Minis nicht an der Ausstattung.<br />

Sie können mit 2,5-Zoll-Festplatten,<br />

optischen Laufwerken, USB-3.0-Schnittstellen,<br />

Cardreadern und Wireless-LAN aufwarten.<br />

Besonders gut ausgestattet ist dabei der<br />

Lenovo IdeaCentre Q180 in der Top-Variante<br />

für 480 Euro. Der mit AMD-Radeon-Grafik<br />

ausgestattete Atom-D2700-Rechner kann hier<br />

mit einer 750-GByte-HDD und einem Blu-ray-<br />

Combo-Laufwerk aufwarten. Wenn es günstiger<br />

sein soll, ist die MSI Wind Box DC100 für<br />

289 Euro eine gute Wahl. Der 290-Euro-Mini<br />

basiert auf dem AMD E-450 und bietet eine<br />

320-GByte-HDD als Massenspeicher.<br />

Ohne optisches Laufwerk kommt die sehr<br />

kompakte ZBox ID84 Plus von Zotac. Sie kostet<br />

330 Euro ohne Betriebssystem.<br />

Auf Basis des Shuttle XS35GTA V3 kann man<br />

einen individuellen, lüfterlosen Mini-<strong>PC</strong> bauen.<br />

Der Intel Atom D2700 und die Radeon-HD-<br />

7410M-Grafik sind schon an Bord. kl<br />

Empfehlung<br />

Lenovo IdeaCentre Q180<br />

www.lenovo.de<br />

ca. 480 Euro<br />

Prozessor/Speicher: Intel Atom D2700/4 GByte<br />

Grafik: AMD Radeon HD 6450A<br />

HDD/opt. Laufwerk: 750 GByte/BD-Combo<br />

MSI Wind Box DC100<br />

www.msi-computer.de ca. 290 Euro<br />

Prozessor/Speicher: AMD E-450/2 GByte<br />

Grafik: AMD Radeon HD 6320<br />

HDD/opt. Laufwerk: 320 GByte/DVD-Brenner<br />

Bei der EeeBox EB1501P wird der Atom D525<br />

durch die ION-Grafik von Nvidia unterstützt.<br />

Der 1,5-Liter-<strong>PC</strong> kostet etwa 430 Euro.<br />

Das Lenovo IdeaCentre Q180 verfügt für 480<br />

Euro sogar über ein Blu-ray-Drive. Zudem arbeitet<br />

in dem Atom-D2700-<strong>PC</strong> eine Radeon-Grafik.<br />

Der Shuttle XS35GTA V3 kostet als Barebone<br />

ohne Speicher, Festplatte und optisches Laufwerk<br />

knapp 280 Euro.<br />

Das jüngste Pferd aus dem Zotac-Stall ist die<br />

ZBox ID84-Plus mit Intel Atom D2550, GeForce<br />

GT-520M-Grafik und 320-GByte-HDD.<br />

Typische Gehäusevolumen<br />

1,5 Liter<br />

Typische Nettops haben ein Volumen<br />

zwischen einem und 1,5 Litern. Das<br />

ist nur möglich durch den Einsatz extrem<br />

sparsamer CPUs, die mit kleinen<br />

Kühlkörpern auskommen. Hier finden<br />

zudem nur 2,5-Zoll-Festplatten und<br />

Slimline-Laufwerke Platz.<br />

5 Liter<br />

Kompakte Bürorechner haben oft ein<br />

Gehäusevolumen von fünf Litern. Sie<br />

nutzen in der Regel die in der CPU integrierte<br />

Grafik, bieten aber Platz für<br />

3,5-Zoll-Platten und herkömmliche optische<br />

Laufwerke<br />

40 Liter<br />

Midi-Tower-Gehäuse sind mit 40 Litern<br />

deutlich größer, bieten dafür aber auch<br />

Platz für voluminöse<br />

CPU-Kühler,<br />

große Grafikkarten,<br />

und mehrere<br />

Festplatten.<br />

www.pc-magazin.de <strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 10/2012


82<br />

HARDWARE<br />

MINI-<strong>PC</strong>s<br />

CPU-Architekturen<br />

AMD Brazos<br />

AMD bezeichnet die Kombi-Prozessoren<br />

aus Grafik- und Recheneinheit als APU.<br />

Dieses Akronym steht für „Accelerated<br />

Processing Unit“ und soll deutlich machen,<br />

dass immer mehr Applikationen<br />

die GPU auch für Aufgaben jenseits<br />

Die Desktop-Variante von Brazos ist der<br />

E-450 mit zwei Kernen und 1,65 GHz.<br />

der Grafikdarstellung nutzen. Der CPU-<br />

Teil der 40-Nanometer-Prozessoren ist<br />

komplexer aufgebaut, als der Atom von<br />

Intel. Zudem ist die aus 80 Radeon-<br />

Cores aufgebaute DX11-GPU deutlich<br />

leistungsfähiger als die integrierte<br />

Atom-Grafik.<br />

Intel Atom<br />

Die aktuelle Generation der Atom-Prozessoren<br />

von Intel (D2000) nennt sich<br />

Cedarview und wird in einem 32-Nanometer-Prozess<br />

hergestellt. Die Grafikleistung<br />

hat zwar zugelegt, kommt<br />

aber an die der Brazos-Prozessoren bei<br />

weitem nicht heran. Zudem wird nur<br />

DirectX9 unterstützt.<br />

Intel Core-Prozessoren<br />

Mit Ivy Bridge hat Intel inzwischen die<br />

dritte Generation der Core-Prozessoren<br />

an den Start gebracht. Die komplexen,<br />

aber trotzdem sparsamen CPUs werden<br />

in einem 22-Nanometer-Prozess hergestellt.<br />

Bei der Rechenleistung<br />

ist ein Ivy Bridge bei gleicher<br />

Taktfrequenz etwa<br />

vier Mal so schnell wie<br />

ein Atom.<br />

Multimedia-Minis<br />

Kleine <strong>PC</strong>s für große Fernseher ■ Der TV-<br />

Empfang ist in vielen Wohnzimmern nur noch<br />

eine Aufgabe, die ein Fernsehgerät erfüllen<br />

soll. Daneben will man digitale Videos in den<br />

unterschiedlichsten Formaten ansehen, auf<br />

Quellen im Internet zugreifen und vielleicht<br />

sogar noch ein wenig spielen. Das alles ist<br />

zwar mit der aktuellen Generation moderner<br />

TV-Geräte ansatzweise möglich, aber eben<br />

nicht so flexibel wie mit einem Mini-<strong>PC</strong>. Moderne<br />

Mediaplayer können bei der Formatunterstützung<br />

fast mit einem Mini-<strong>PC</strong> mithalten,<br />

man ist aber trotzdem immer auf Updates des<br />

Herstellers angewiesen – was dauern kann.<br />

Einen <strong>Windows</strong>-Rechner kann man mit einer<br />

neuen Version des VLC-Players oder einem<br />

Codec-Pack selbst auf den aktuellen Stand<br />

bringen, Updates sind in aller Regel sehr<br />

schnell verfügbar. Mediaplayer mit Internetzugang<br />

bieten zudem in aller Regel nur bestimmte<br />

Dienste wie Youtube oder Flickr an.<br />

Perfekte Wohnzimmer-<strong>PC</strong>s<br />

Prinzipiell kann jeder Mini-<strong>PC</strong> mit einem HD-<br />

MI-Ausgang mit einem Full-HD-Fernseher gekoppelt<br />

werden. Für eine flüssige Wiedergabe<br />

von Videos in hoher Auflösung sollte bei <strong>PC</strong>s<br />

mit Atom-Prozessor aber ein separater Grafikchip<br />

an Bord sein, bei Rechnern mit AMD<br />

E-450 reicht die integrierte Grafik aus. Auf der<br />

AMD-CPU basiert der Acer Aspire Revo RL70.<br />

Der kleine Acer kann mit einer 640-GByte-<br />

HDD, einem DVB-T-Tuner und einer raffinierten<br />

Fernbedienung mit rückseitiger Mini-Tastatur<br />

aufwarten. In der 530-Euro-Spitzenvariante<br />

ist zudem auch noch ein Blu-ray-Combo-Laufwerk<br />

mit an Bord. Beim Zotac ZBox nano XS<br />

AD11 Plus muss man auf ein optisches Laufwerk<br />

verzichten, dafür ist der winzige Rechner<br />

auch nur 10,7 x 10,7 x 3,7 Zentimeter groß und<br />

hat trotzdem alle wichtigen Schnittstellen an<br />

Bord. Allerdings muss die AMD-CPU in dem ultrakompakten<br />

Gehäuse aktiv gekühlt werden,<br />

was nicht zu überhören ist. Beim Preis von<br />

360 Euro ist das Betriebssystem nicht dabei.<br />

Das muss man auf der nur 64 GByte großen<br />

mSATA-SSD selbst installieren. Für eine umfangreiche<br />

Videosammlung sollte entweder<br />

ein NAS-Gerät oder eine externe HDD bereit<br />

stehen.<br />

Neben den beiden AMD-Minis eignen sich<br />

auch die auf der vorhergehenden Seite vorgestellten<br />

Atom-<strong>PC</strong>s von Asus, Lenovo, Shuttle<br />

und Zotac als Wohnzimmer-<strong>PC</strong>s, da der Intel-<br />

Prozessor bei diesen Rechnern durch einen<br />

separaten Grafikchip unterstützt wird. kl<br />

Der Zotac-Winzling misst nur 10 cm² und<br />

verfügt über zwei USB-3.0- und einen SATA-<br />

Anschluss. Eine Fernbedienung ist auch dabei.<br />

Empfehlung<br />

Acer Aspire Revo RL70<br />

www.acer.de<br />

ca. 530 Euro<br />

Prozessor/Speicher: AMD E-450/4 GByte<br />

Grafik: AMD Radeon HD 6320<br />

HDD/opt. Laufwerk: 640 GByte/BD-Combo<br />

Zotac ZBox nano XS Plus<br />

www.zotac.de<br />

ca. 360 Euro<br />

Prozessor/Speicher: AMD E-450/2 GByte<br />

Grafik: AMD Radeon HD 6320<br />

SSD: 64 GByte mSATA<br />

Der Aspire Revo RL70 ist<br />

gleichzeitig auch ein DVB-T-<br />

TV-Empfänger und digitaler<br />

Videorekorder.<br />

Auf dem Die der<br />

Ivy-Bridge-CPUs<br />

ist nun eine<br />

schnellere DX11-<br />

Grafik integriert.<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 10/2012 www.pc-magazin.de


83<br />

Schein-Zwerge<br />

Richtige Rechner im Mini-Format ■ Bei Mini-<br />

<strong>PC</strong>s muss nicht unbedingt eine schwache CPU<br />

im Gehäuse stecken, es gibt auch ultrakompakte<br />

Rechner mit einer ausgewachsenen<br />

CPU. Sie sind die erste Wahl, wenn rechenintensive<br />

Anwendungen zum Einsatz kommen<br />

sollen, etwa Software-Entwicklung, Bildbearbeitung<br />

oder anspruchsvolle Business-Anwendungen.<br />

HD-Videos stellen für die in den<br />

Intel-Core-Prozessoren integrierte Grafikeinheit<br />

ebenfalls kein Problem dar, die HD4000-<br />

Grafik in den Ivy-Bridge-CPUs reicht sogar für<br />

viele 3D-Games vollkommen aus.<br />

Der 1,5-Liter-<strong>PC</strong> Fujitsu Esprimo Q910 ist mit<br />

der vPro-Unterstützung im Intel-Q77-Chipsatz<br />

für den Firmeneinsatz gut gerüstet, optional<br />

gibt es aber auch eine Fernbedienung für den<br />

Einsatz im Wohnzimmer. Allerdings ist der<br />

kleine <strong>PC</strong> mit dem großen Prozessor kein Sonderangebot:<br />

Mit einem Intel Core i5-3470T,<br />

500-GByte-HDD und DVD-Brenner bestückt,<br />

kostet der Q910 etwa 830 Euro.<br />

Noch kleiner als der Esprimo Q910 ist der<br />

brandneue i53 des auf Mini-<strong>PC</strong>s spezialisierten<br />

Herstellers Giada. Er misst nur 192 x 155<br />

x 26 Millimeter, verfügt aber dafür nicht über<br />

ein internes Laufwerk. Der Giada ist mit sei-<br />

nem HM76-Chipsatz für Heimanwender oder<br />

den SoHo-Einsatz geeignet und wird auch mit<br />

Ivy-Bridge-CPUs auf den Markt kommen, der<br />

Preis steht noch nicht fest.<br />

Mini maßgeschneidert<br />

Shuttle bietet mit dem XH61V auch einen<br />

Barebone im Slim-Formfaktor für Sandy- und<br />

Ivy-Bridge-Prozessoren an. Das 3-Liter-Gehäuse<br />

mit Intel-H61-Mainboard und externem<br />

90-Watt-Netzteil kostet 190 Euro. Mit<br />

vergleichbaren Komponenten wie im Esprimo<br />

Q und <strong>Windows</strong> 7 Home <strong>Premium</strong> kommt der<br />

Shuttle XH61V somit auf etwa 640 Euro. Wer<br />

also den <strong>PC</strong> selbst zusammen schrauben<br />

kann, fährt deutlich günstiger.<br />

kl<br />

Der Fujitsu Esprimo Q910 ist ein vollwertiger<br />

Ivy-Bridge-<strong>PC</strong> mit Abmessungen von 185 x 188<br />

x 54 Millimetern.<br />

Der Shuttle-Barebone XH61V ist etwas größer<br />

als der Esprimo Q, kann dafür aber zwei Festplatten<br />

aufnehmen.<br />

Empfehlung<br />

Fujitsu Esprimo Q910<br />

www.fujitsu.com/de<br />

ca. 830 Euro<br />

Prozessor/Speicher: Intel Core i5-3470T/4 GByte<br />

Chipsatz/Grafik: Intel Q77/Intel HD4000<br />

Festplatte: 500 GByte (2,5-Zoll-HDD)<br />

Opt. Laufwerk: DVD-Brenner<br />

Shuttle XH61V (Barebone)<br />

www.shuttle.eu<br />

ca. 190 Euro<br />

Sockel/Chipsatz: 1155/Intel H61<br />

Speicherplätze: 2 x SO-DIMM (DDR3)<br />

Festplattenschächte: 2 x 2,5 Zoll<br />

Schacht für opt. Laufwerk: Slimline<br />

Der SZ77R5 ist der jüngste Shuttle-Modell im<br />

klassischen Würfeldesign. Er bietet auch Platz<br />

für leistungsfähige Grafikkarten.<br />

Empfehlung<br />

Alienware<br />

www.alienware.de<br />

ca. 1680 Euro<br />

CPU/Speicher: Intel Core i7-3770K/8 GByte<br />

Grafikkarte: Nvidia GeForce GTX 660<br />

Festplatte: 2 TByte (3,5-Zoll-HDD)<br />

Opt. Laufwerk: Blu-ray-Combo<br />

Shuttle SZ77R5 (Barebone)<br />

www.shuttle.eu<br />

350 Euro<br />

Sockel/Chipsatz: 1155/Intel Z77<br />

Festplattenschächte: 2 x 3,5 Zoll<br />

Schacht für opt. Laufwerk: 5,25 Zoll<br />

Spiele-Wichtel<br />

Mini-<strong>PC</strong> statt Spielekonsole ■ Die meisten<br />

Gaming-<strong>PC</strong>s sind immer noch richtig große<br />

Kisten mit Midi- oder Full-Tower-Gehäuse.<br />

Dass man einen flotten Intel-Core-Prozessor<br />

und eine flotte Grafikkarte auch auf deutlich<br />

weniger Raum unterbringen kann,<br />

beweist der X51 von Alienware.<br />

Der Rechner der zu Dell gehörenden<br />

Gaming-<strong>PC</strong>-Schmiede<br />

hat etwa die Abmessungen einer<br />

Xbox 360, kann aber trotzdem mit Intel-CPUs<br />

bis hinauf zum Core i7-3770K und einer leistungsstarken<br />

GeForce GTX 660 als schnellster<br />

Grafikkarte aufwarten. Die GeForce-Karte ist<br />

dabei mittels einer Riser-Card flach gelegt,<br />

der <strong>PC</strong> so nur 9,5 Zentimeter breit. Neben<br />

einer 3,5-Zoll-Festplatte ist noch ein Slotin-Laufwerk<br />

untergebracht. Als besonderes<br />

Gimmick kann man die Augen des Alienlogos<br />

in der Front und zwei transparente Kunststoffeinsätze<br />

an den Seiten des Gehäuses verschiedenfarbig<br />

beleuchten. Das Top-Modell<br />

kostet dafür auch satte 1680 Euro, die kleinste<br />

Variante mit Core-i3-CPU und einer GeForce<br />

GTX 545 bekommt man für 750 Euro.<br />

Der kompakte Alienware<br />

X51 ist etwa so<br />

groß wie eine Xbox<br />

360. Als Grafikkarte<br />

steht maximal eine<br />

GeForce GTX 660 zur<br />

Verfügung.<br />

Der Klassiker: Shuttles Würfel<br />

Shuttle ist der Pionier bei kompakten Gaming-<br />

<strong>PC</strong>s. Bereits 2001 brachte die Firma den ersten<br />

X<strong>PC</strong> mit seinem Cube-Design auf den Markt.<br />

Das aktuellste Modell der X<strong>PC</strong>-Serie ist der<br />

Barebone SZ77R5 für Ivy-Bridge-Prozessoren.<br />

Das 500-Watt-Netzteil und die Kühlleistung<br />

reichen auch für große Grafikkarten aus.<br />

Der Basispreis für den Barebone ohne CPU,<br />

Speicher, Grafikkarte und Laufwerke liegt bei<br />

350 Euro, eine der Alienware X51-vergleichbare<br />

Konfiguration mit Core i7 und GTX 660<br />

kommt auf etwa 1300 Euro mit Betriebssystem<br />

und Maus sowie Tastatur.<br />

kl<br />

www.pc-magazin.de <strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 10/2012


84<br />

HARDWARE<br />

MINI-<strong>PC</strong>s<br />

Die Anatomie eines Mini-<strong>PC</strong>s<br />

Bei Mini-<strong>PC</strong>s müssen die Komponenten auf engstem Raum untergebracht werden.<br />

Daher kommen in der Regel Bauteile zum Einsatz, die auch bei Notebooks verwendet<br />

werden, etwa SO-DIMMs, 2,5-Zoll-Festplatten oder Mini-<strong>PC</strong>I-Express-Karten.<br />

1<br />

TV-Karte: Der<br />

DVB-T-Empfänger ist<br />

eine Mini-<strong>PC</strong>I-<br />

Express-Karte.<br />

2<br />

Speicher-Module:<br />

Hier werden zwei<br />

kompakte SO-DIMMs<br />

eingesetzt.<br />

3<br />

Unter dem<br />

Kühler sitzt der AMD<br />

E-450, der auch für<br />

die Grafik sorgt.<br />

2<br />

1<br />

3<br />

7<br />

6<br />

Zwergpinguine<br />

Spielen mit dem Pinguin ■ Natürlich kann<br />

man auf den bisher vorgestellten Mini-<strong>PC</strong>s<br />

statt <strong>Windows</strong> auch eine Linux-Distribution<br />

installieren. Die allerkleinsten Rechner laufen<br />

aber ausschließlich unter Linux. Die Einplatinen-Computer<br />

sind nur so groß wie eine<br />

Scheckkarte, aber trotzdem komplette Rechner<br />

mit ARM-CPU, Arbeitsspeicher, Grafikanschluss<br />

und Schnittstellen.<br />

Bastelrechner<br />

Der bekannteste Miniaturrechner ist der Raspberrry<br />

Pi (www.raspberrypi.org), der eigentlich<br />

für Elektronik-Bastelprojekte an Schulen<br />

entwickelt wurde.<br />

4<br />

Vier der sechs<br />

USB-Schnittstellen<br />

und der HDMI-Port.<br />

4<br />

5<br />

5<br />

SATA-Anschluss<br />

und Stromversorgung<br />

für das<br />

optische Laufwerk.<br />

6<br />

Festplatte: Acer<br />

hat im Revo eine<br />

2,5-Zoll-HDD<br />

eingebaut.<br />

10,7 cm<br />

7<br />

WLAN-Modul: An<br />

der Mini-<strong>PC</strong>Ie-Karte<br />

sind zwei Antennen<br />

angeschlossen.<br />

Das Betriebssystem wird beim Raspberry Pi von<br />

einer SD-Karte geladen. Neben diversen Linux-<br />

Varianten soll auch Android 4.0 laufen.<br />

Als Prozessor kommt eine 700-MHz-ARM-CPU<br />

von Broadcom mit integrierter Grafikeinheit<br />

zum Einsatz, der 256 MByte große Arbeitsspeicher<br />

kann nicht erweitert werden. Die<br />

Grafikausgabe erfolgt über HDMI, daneben<br />

sind ein serieller Port, zwei USB-Buchsen und<br />

ein LAN-Port vorhanden. Das Betriebssystem<br />

wird mittels SD-Karte geladen. Der kleine<br />

Rechner kostet 33 Pfund, Netzteil und Gehäuse<br />

muss man sich selbst besorgen. Für den<br />

kleinen Rechner werden auch diverse Erweiterungsplatinen<br />

entwickelt, etwa zur Steuerung<br />

elektronischer Geräte oder auch ein<br />

Kameramodul.<br />

Ohne Zusatz-Hardware kann der Pi<br />

auch als Mini-Server oder Multimedia-<br />

Rechner eingesetzt werden. Allerdings<br />

bremst hier die schwache CPU.<br />

Ein schon älteres Bastel-Projekt mit einer<br />

eigenen Programmiersprache ist der Arduino<br />

(www.arduino.cc).<br />

Der kleinste <strong>Windows</strong>-Mini-<strong>PC</strong> ist die Zotac<br />

ZBox ZBox nano XS mit 10,7 Zentimetern<br />

Kantenlänge und 3,7 Zentimetern Höhe. Hier in<br />

Originalgröße abgebildet.<br />

Steckdosen-<strong>PC</strong><br />

Eine weitere interessante Gattung unter den<br />

Linux-Minis sind die Plug-<strong>PC</strong>s. Sie sind etwa<br />

so groß wie ein Steckernetzteil und werden direkt<br />

in eine Steckdose eingesteckt. Sie dienen<br />

meist als kleiner Server oder Thin-Client. kl<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 10/2012 www.pc-magazin.de


Optimieren Sie<br />

Ihren Schreibtisch.<br />

Samsung Smart Station Serie 7.<br />

Genießen Sie nahtlose Arbeitsabläufe: Als neue Steuerzentrale auf Ihrem Schreibtisch<br />

bieten die Smart Station Monitore SyncMaster C27B750X LED und SyncMaster C24B750X<br />

LED mit integrierter Dockingstation nicht nur hervorragende Bildqualität. Sie ermöglichen<br />

auch eine kabellose Verbindung zu Notebook, Peripherie oder Internet und dienen zur<br />

einfachen Steuerung Ihrer kompatiblen Mobilgeräte.<br />

Die Smart Stations der Serie 7 erweitern Ihr Notebook im<br />

Handumdrehen um ein drahtloses Display. Nach dem ersten<br />

Einrichten wird die Verbindung automatisch hergestellt.<br />

Über den wireless USB-Hub können Sie zudem auf alle<br />

angeschlossenen Peripheriegeräte zugreifen. Innovative<br />

Funktionen wie eine MHL-Schnittstelle sorgen dafür, dass<br />

Sie Bilder oder Videos von Ihrem Smartphone übertragen –<br />

und in großem Format betrachten können. Über die neue<br />

Mobile Control Funktion lassen sich mobile Endgeräte sogar<br />

per Tastatur steuern und z. B. eine SMS beantworten<br />

oder Dateien per Drag’n Drop* übertragen.<br />

SyncMaster<br />

Bildschirmgröße<br />

Auflösung<br />

C27B750X LED / C24B750X LED<br />

68,58 cm Wide (27'') bzw. 60,96 cm Wide (24'')<br />

1.920 x 1.080 Pixel<br />

Helligkeit 300 cd /m 2 bzw. 250 cd /m 2<br />

Kontrast (statisch) 5.000:1<br />

Reaktionszeit 5 ms (G / G)<br />

Betrachtungswinkel 178° / 178°<br />

Signaleingang analog, digital<br />

Signalanschlüsse HDMI, USB (wireless / wired)<br />

Besonderheiten Monitor mit integrierter Notebook Dockingstation, Verbindung<br />

zum Notebook wahlweise per wireless oder wired USB, Anschluss<br />

von Tastatur, Maus, Drucker etc. per USB, Anschlüsse der<br />

Dockingstation: 1xUSB 2.0, 2xUSB 3.0 mit Super Charge<br />

Funktion, RJ-45 (Ethernet), Audio-Ausgang (3,5 mm Klinke),<br />

MHL-Schnittstelle, Mobile Control, <strong>Windows</strong> ® XP oder 7 Betriebssystem<br />

ist Voraussetzung<br />

* nur bei Android OS


86<br />

HARDWARE<br />

SMARTPHONES<br />

3,7“ ab<br />

180 Euro<br />

4,3“ ab<br />

230 Euro<br />

3,5“ ab<br />

100 Euro<br />

4,0“ ab<br />

300 Euro<br />

TOP SMARTPHONES FÜR WENIG GELD<br />

Smartphones für Sie<br />

und Ihren Geldbeutel<br />

Gute Smartphones gibt es<br />

nicht unter 500 Euro –<br />

denken Sie? Ganz falsch<br />

gedacht. Inzwischen gibt es<br />

echte Schnäppchen, die besondere<br />

Stärken haben.<br />

Wir verraten, welches Smartphone<br />

das richtige für Sie ist<br />

und warum Sie getrost Ihr<br />

altes Handy dem Sondermüll<br />

zuführen dürfen.<br />

VON OLIVER KETTERER<br />

A<br />

uch günstige Smartphones sind Smartphones.<br />

Will heißen: Auf Features<br />

müssen Sie nicht verzichten. So haben<br />

alle Smartphones, auch die preiswerten,<br />

inzwischen ein eingebautes GPS und eine<br />

Anbindung an Online-Kartenmaterial mit<br />

Routenfunktion. Selbst das sehr günstige<br />

Huawai Y200 für rund 100 Euro ist da keine<br />

Ausnahme. Bei einem so günstigen Einstiegspreis<br />

ist die Zeit also mehr als reif für<br />

einen Wechsel vom „klassischen“ Handy<br />

zum smarten Alleskönner. Das inzwischen<br />

überaus erfolgreiche Android-Betriebssystem<br />

von Google ist dabei bereits in seinen<br />

Grundfunktionen hervorragend ausgestattet.<br />

Selbst wenn man nicht die neueste<br />

4.0-Version auf seinem Telefon installiert<br />

hat, wird man kaum Funktionen vermissen.<br />

Teathering gehört beispielsweise bereits<br />

ab Version 2.2 (Froyo) zum Standard eines<br />

jeden Android-Smartphones. Was das ist?<br />

Damit verwandeln Sie Ihr Smartphone zu<br />

einem WLAN-Hotspot, über den Sie mit Ihrem<br />

Laptop über das Funknetz ins Internet<br />

kommen – falls mal kein WLAN in Reichweite<br />

ist. Aber das ist nur ein Beispiel von<br />

vielen. Eine Welt der schier endlosen Möglichkeiten<br />

bietet der App-Store von Google,<br />

in dem man tausende von Anwendungen<br />

– zum großen Teil kostenlos – findet, die<br />

in vielen Lebenslagen weiterhelfen, sei es<br />

der Übersichtsplan der öffentlichen Verkehrsmittel<br />

mit angebundenem Fahrplan,<br />

ein Börsen-Tool oder eine App, mit der man<br />

schnell und günstig ein Hotelzimmer reservieren<br />

kann. Wer einmal diese Welt entdeckt<br />

hat, will sie nicht mehr missen.<br />

Android ist außerdem ein relativ offenes Betriebssystem.<br />

Es gibt praktisch bei jedem Gerät<br />

die Möglichkeit, den Speicher über eine<br />

MicroSD-Karte zu erweitern und über den<br />

USB-Anschluss beliebig Daten mit einem <strong>PC</strong><br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 10/2012 www.pc-magazin.de


87<br />

auszutauschen – ganz im Gegensatz zur geschlossenen<br />

Welt von Apple. Leider orientiert<br />

sich auch das jüngste Betriebssystem von Microsoft,<br />

<strong>Windows</strong> Phone 7.5, an den Restrikitonen,<br />

die Apple für seine Geräte bereit hält.<br />

So kann man nur über das iTunes-Äquivalent<br />

Zune Daten synchronisieren – und eine Speichererweiterung<br />

ist, von der Cloud einmal<br />

abgesehen, ebenfalls nicht vorgesehen.<br />

Dennoch haben wir auch ein Smartphone<br />

aus dem Microsoft-Lager in unsere Empfehlungsliste<br />

aufgenommen, das Nokia Lumina<br />

710 – für den schmalen Geldbeutel und für<br />

Facebook- und Social-Network-Junkies ist es<br />

die beste Wahl.<br />

Das wirft natürlich eine entscheidende Frage<br />

auf: Wenn die billigsten Smartphones ohnehin<br />

schon alles können, warum kosten dann<br />

einige Modelle trotzdem noch 700 Euro oder<br />

sogar mehr?<br />

Preistreiberei<br />

Die Antwort: Die Hardware macht den<br />

enormen Preisunterschied aus. Wer sich beispielsweise<br />

eine 8-Megapixel-Kamera, ein<br />

hochauflösendes OLED-Display mit nicht weniger<br />

als 4 Zoll und einen Quadcore-Prozessor<br />

leisten möchte, der schiebt auch ein Bündel<br />

Geldscheine über die Ladentheke. Die Lizenzgebühr<br />

für das Betriebssystem ist dabei nicht<br />

teurer.<br />

Einen weiteren Unterschied gibt es noch bei<br />

der verwendeten Betriebs-Software. Sobald<br />

die Smartphones vor Rechenleistung strotzen,<br />

werden oft zusätzliche 3D-Oberflächen aufgespielt.<br />

Das sieht schick aus, ist aber funktio-<br />

<strong>Windows</strong> Phone 7.5 auf dem Nokia<br />

Lumina ist perfekt für Facebook & Co.<br />

Für Social<br />

Networker:<br />

180,– Euro<br />

Für<br />

Sparfüchse:<br />

nal gesehen reiner Schnickschnack. Wenn Sie<br />

optisch also auch mit weniger auskommen<br />

können, sollten Sie einen ernsthaften Blick<br />

auf die feine und preiswerte Auswahl werfen,<br />

die wir hier empfehlen.<br />

Huawai Ascend Y200:<br />

Android für Sparfüchse<br />

100,– Euro<br />

Huawei Y200: Bei der Supermarktkette Lidl ist<br />

das Smartphone im Online-Shop zu haben.<br />

100€<br />

Billig muss nicht gleich schlecht sein. Das<br />

Huawai Ascend Y200 für 100 Euro ist ein<br />

sehr ordentliches Smartphone. Mit Android<br />

Gingerbread (2.3.6) und einem 800-MHertz-<br />

Prozessor ist das Ascend flott unterwegs.<br />

Apps starten und laufen ausreichend schnell.<br />

Zugegeben, auf 3D-Animations-Effekte sollte<br />

man besser verzichten. Aber auch mit diesem<br />

preiswerten Einstiegsmodell kann man sehr<br />

viel machen. Etwa beliebte Spiele spielen wie<br />

zum Beispiel „Angry Birds“. Im Gegensatz zu<br />

<strong>Windows</strong> Phone oder dem iOS Betriebssystem<br />

von Apple ist das erfolgreiche Game für<br />

Android-Nutzer im Playstore von Google sogar<br />

kostenlos zu haben.<br />

Das Display ist mit 3,5 Zoll Diagonale<br />

zwar nicht eben riesig, aber für die<br />

schnelle SMS zwischendurch oder<br />

einen Blick in den E-Mail-Eingang<br />

muss der Touchscreen gar nicht<br />

größer sein. Im Vergleich zum gewöhnlichen<br />

Handy ist das Tippen<br />

per Bildschirmtastatur – insbesondere<br />

in der Queransicht – ein riesen Fortschritt.<br />

Wenn das Display eher klein gehalten<br />

ist, hat das nicht nur Auswirkungen auf die<br />

Gesamtgröße des Phones, sondern auch auf<br />

seine Akkulaufzeit – jedenfalls dann, wenn<br />

ein ordentlicher Akku zum Einsatz kommt.<br />

Das Huawai schafft von allen Testkandidaten<br />

bei „typischer Nutzung“ – das heißt, alle<br />

Funkfunktionen sind eingeschaltet – mit 6:15<br />

Stunden das beste Ergebnis. Wer allerdings<br />

per UMTS Daten aus dem Netzt saugen will,<br />

sollte sich sputen, denn hier hält das<br />

Huawai keine vier Stunden durch.<br />

Von der internen Kamera darf man sich<br />

nicht zu viel erwarten. 3,2 Megapixel<br />

ohne die Unterstützung eines LED-<br />

Flash-Lichtes sind mager, Fotos kann<br />

man nur bei ausreichendem Tageslicht<br />

schießen. Und die geringe Auflösung gepaart<br />

mit lediglich 264 000 Farben sind kaum<br />

geeignet für die Diaschau der letzten Urlaubsfotos.<br />

Die anderen Smartphones haben alle<br />

16 Mio. Farben.<br />

Für eine Speicherkarte sollte man unbedingt<br />

nochmal Budget einplanen, um Musik, Videos<br />

oder Fotos überhaupt ablegen zu können.<br />

Intern verfügt das chinesische Smartphone<br />

lediglich über 100 MByte – viel zu wenig!<br />

32-GByte-microSD-Speicherkarten gibt es bei<br />

Amazon aber bereits für unter 20 Euro. Wer<br />

das Y200 überdies als Navi einsetzen möchte<br />

Der günstige<br />

Allrounder:<br />

180,– Euro<br />

HTC Desire C: Rundum funktional und sogar<br />

mit aktuellem Adroid 4.0 ausgestattet.<br />

tut gut daran, eine Daten-Flatrate zu besitzen<br />

– alle Navidaten werden nämlich aus dem Internet<br />

geladen. Einschränkugnen gibt‘s auch<br />

beim Thema Multimedia: Die <strong>Windows</strong>-Formate<br />

WMA und WMV mag das Huawai nicht,<br />

ansonsten spielt es aber alle gängigen Musikund<br />

Videodateien ab. Ein Word- und Exel-Viewer<br />

ist bereits an Board, bearbeiten kann man<br />

Office-Dokumente mit diesem aber nicht.<br />

Das Huawai ist eine echte Bereicherung im<br />

Markt der günstigen Smartphones. Für 100<br />

www.pc-magazin.de <strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 10/2012


88<br />

HARDWARE<br />

SMARTPHONES<br />

Euro gibt es derzeit keinen besseren Einstieg<br />

in die Welt der Android-Smartphones, die<br />

einem die Welt der zahlreichen Apps aus dem<br />

Playstore eröffnet.<br />

Nokia Lumia 710: Der Spezialist<br />

für soziale Netzwerke<br />

<strong>Windows</strong> Phone 7,5 ist besonders für Leute interessant,<br />

die viel mit Facebook, Twitter oder<br />

LinkedIn arbeiten. Das Smartphone-Betriebssystem<br />

hat den Kommunikationsaustausch<br />

mit den Sozialen Netzwerken geradezu perfektioniert.<br />

Facebook-Freunde werden beispielsweise<br />

automatisch in die Kontaktliste<br />

übernommen, die man für Anrufe und SMS<br />

verwendet. Aber auch Twitter-Freunde kann<br />

man durch Ändern der Grundeinstellung in die<br />

Kontakte aufnehmen. Neu bei 7,5 ist, dass die<br />

diversen „Chatkanäle“ als ein Thread erscheinen.<br />

Es ist also egal, ob man SMS schickt oder<br />

eine Facebook-Nachricht – der Gesprächsverlauf<br />

wird immer chronologisch und übersichtlich<br />

dargestellt. Für wahre „Facebook-Junkies“<br />

ist das das perfekte Betriebssystem. <strong>Windows</strong><br />

Phone 7.5 erlaubt noch keine Speichererweiterung<br />

durch microSD-Karte, das wird es erst<br />

ab <strong>Windows</strong> Phone 8 geben. Beim Lumia 710<br />

hat man also nur den internen Speicher von<br />

zirka 4,9 GByte für Apps, Fotos und Videos zur<br />

Verfügung. Und das ist ziemlich wenig, insbesondere<br />

dann, wenn man sich das kostenlose<br />

Nokia-(Navteq)-Kartenmaterial komplett<br />

auf das Phone lädt. Danach muss man auf<br />

die 25 GByte Skydrive-Speicher ausweichen,<br />

die es kostenlos zu jedem <strong>Windows</strong>-Phone<br />

dazu gibt. Deshalb und wegen des häufigen<br />

180€<br />

Das LG Optimus<br />

L7 ist mit<br />

einem großen<br />

4,3“-Display<br />

ausgestattet.<br />

Für Komfortliebhaber<br />

230,– Euro<br />

Nachrichtenversands empfiehlt es sich, einen<br />

Mobilfunkvertrag mit Daten-Flatrate zu vereinbaren.<br />

Das Nokia Lumia 710 ist aber genau<br />

wegen der zum Teil eingeschränkten Hardware<br />

für preisorientierte Käufer interessant.<br />

Beim Preisvergleicher findet man<br />

das Smartphone schon für 180 Euro inklusive<br />

Versandkosten. Beim Prozessor<br />

haben die Finnen aber nicht gespart.<br />

Hier kommt ein mit 1,4 GHertz getakteter<br />

Qualcomm zum Einsatz – sehr<br />

gut. Fürs Spielvergnügen sind also alle<br />

Türen weit geöffnet.<br />

HTC Desire C: Das Allrounder-<br />

Smartphone mit Android 4.0<br />

Es gibt nur sehr wenige Smartphones unter<br />

200 Euro, die Android 4.0 als Betriebssystem<br />

einsetzen. Das HTC Desire C ist eines davon.<br />

HTC hat dem Desire C sogar die hauseigene<br />

Oberfläche Sense 4 spendiert, die praktische<br />

Widgets beinhaltet und zudem edel aussieht.<br />

Allerdings hat man klugerweise auf die 3D-<br />

Animationen verzichtet. Der etwas schwache<br />

Prozessor hätte daran keine Freude. Schon<br />

große Apps zu starten ist nicht ohne. Was bei<br />

1,4-GHertz-Geräten in einem Augenzwinkern<br />

erledigt ist, dauert beim HTC schon mal eine<br />

knappe Sekunde. WLAN, HSPA und Bluetooth<br />

gehören ebenso selbstverständlich zur Ausstattung<br />

wie ein microSD-Kartenslot. Gegen<br />

Langeweile gibt es ein RDS-UKW-Radio oder<br />

das Internetradio TuneIn. Fotos schießt das<br />

HTC mit einer 5-Megapixel-Kamera, die ordentliche<br />

Bilder abliefert, und Videos kann<br />

der Allrounder auch aufzeichnen – allerdings<br />

nur in VGA-Auflösung. Besonders gut gefällt<br />

das Polaris Office mit dem auch Word-,<br />

Exel- und PowerPoint-Dokumente bearbeitet<br />

werden können. Das können die wenigsten<br />

Smartphones. Das HTC ist zwar nicht das<br />

schnellste, aber rundum funktional – ein<br />

echter Allrounder eben.<br />

180€<br />

LG P700 Optimus L7: Bedienkomfort<br />

und flaches Design<br />

SMS schreiben und E-Mail checken kann man<br />

auch ohne Probleme auf einem 3,5-Zoll-Display.<br />

Webseiten durchstöbert man aber viel<br />

bequemer mit einem ausreichend großen Bildschirm.<br />

Das Optimus L7 von LG verfügt über<br />

ein 4,3 Zoll großes TFT-Display, das mit 480 x<br />

800 Bildpunkten auflöst und damit für Ausflüge<br />

ins Internet bestens gerüstet ist. Auch sonst<br />

geht einem die gesamte Bedienung viel leichter<br />

von der Hand. Das merkt man nicht nur bei<br />

den fünf Startseiten, im Menü und bei den<br />

Einstellungen, sondern auch beim Tippen. Je<br />

größer die virtuelle Bildschirmtastatur ist, desto<br />

weniger vertippt man sich beim Schreiben.<br />

230€<br />

Auf Design hat LG großen Wert gelegt. Sowohl<br />

äußerlich gefällt das besonders schlank<br />

wirkende Smartphone als auch durch seine<br />

zusätzliche grafische Oberfläche. Diese UI<br />

3.0 genannte GUI bietet Animationen, außerdem<br />

darf man die Startseiten nach seinem<br />

eigenen Gusto gestalten. Wer zuviel<br />

„Spielerei“ implementiert, darf sich allerdings<br />

nicht wundern, wenn der 1-GHertz-<br />

Prozessor alsbald an seine Grenzen stößt.<br />

Ein besonderes Highlight ist der NFC-Sensor<br />

(near field communication) des L7. Es gibt<br />

vier Modi, in die sich das Smartphone hierbei<br />

automatisch, durch Auflegen auf den<br />

Erkennungs-Tag, schalten kann. Hat man<br />

das selbstklebende NFC-Tag beispielsweise<br />

im Auto angebracht, so schaltet sich das L7<br />

in den Bluetooth-Modus und mit dem Autoradio<br />

kurz. Das lässt sich alles per LG Tag+<br />

App konfigurieren und ist sehr komfortabel.<br />

Ebenfalls sehr gut: LG hat das L7 mit einem<br />

ausdauernden 1700-mAh-Akku ausgerüstet,<br />

der eine reine Gesprächszeit von über<br />

13 Stunden im D-Netz und 5:34 Stunden bei<br />

Mischbelastung ermöglicht.<br />

Günstige Smartphones bis 300 Euro<br />

Modell<br />

Technische Ausstattung<br />

Betriebssystem/Preis (ca.)<br />

Prozessor/Kerne/Taktfrequenz (MHz)<br />

Kameraauflösung (Megapixel)<br />

Display-Typ/Diagonale/Auflösung<br />

Interner Speicher / Mircos-Steckplatz<br />

USB/Massenspeicher/Laden<br />

GPRS/EDGE/UMTS<br />

HSDPA/HSUPA (Mbit/s)<br />

GPS-Empfänger/A-GPS<br />

Maße (L x B x H in mm) / Gewicht<br />

Funktionen<br />

Freisprechen/Stummschalten<br />

E-Mail/POP3/IMAP/HTML<br />

Kontakt-/Terminverwaltung<br />

Sync: Outlook/Mac<br />

Word betrachten/bearbeiten<br />

Excel betrachten/bearbeiten<br />

PDF-Viewer/Taschenrechner/Voice-Memo<br />

Audio-Format: MP3/WMA/M4A/AAC<br />

Video-Formate: 3GP/MP4/WMV<br />

Gemessene Gesprächszeit D-Netz/UMTS/<br />

typische Ausdauer (Stunden)<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 10/2012 www.pc-magazin.de


89<br />

300€<br />

Samsung Galaxy S Advance<br />

I9070P: Der Foto- & Videoprofi<br />

Zugegeben, besonders spektakulär sieht das<br />

Galaxy S nicht aus. Auch das Plastikgehäuse<br />

beeindruckt wenig. Ein echter Knaller ist aber<br />

der OLED-Bildschirm. Eine scharfe und kontrastreiche<br />

Darstellung, gepaart mit kräftigen<br />

Farben, begeistert den Betrachter. Daher ist<br />

es für Fotofreunde, die Ihre Bildergalarien<br />

gern herumzeigen, bestens<br />

geeignet.<br />

Für<br />

Fotoprofis<br />

300,– Euro<br />

Das Galaxy S Advance hat als einziges ein<br />

OLED-Display – und das ist richtig gut!<br />

Aber auch Videofreunde<br />

kommen mit diesem Smartphone<br />

auf ihre Kosten. Das<br />

Galaxy S zeichnet Videos mit<br />

HD-Qualität auf – das kann<br />

kein anderes Smartphone in<br />

unserer Auswahl, nicht einmal das LG L7. Und<br />

auch die integrierte Fünf-Megapixel-Kamera<br />

schießt gute Schnappschüsse, auch wenn<br />

ein ambitionierter Hobby-Fotograf nicht auf<br />

den Gedanken käme, mit dem Smartphone<br />

auf Fotosafari zu gehen.<br />

Das Galaxy S ist zudem mit einem Zweikernprozessor<br />

ausgerüstet und dadurch besonders<br />

flott. Das merkt man beispielsweise<br />

beim Durchblättern der Startscreens. Spiele<br />

und Apps laufen problemlos und wer möchte,<br />

kann den Speicherplatz maximal um eine<br />

32-GByte-mircoSD-Karte erweitern.<br />

Fazit<br />

Selbst das billigste Smartphone bietet heute<br />

einen riesigen Funktionsumfang: Navi, MP3-<br />

Spieler, Radio, Spiele und Internetzugang.<br />

Das gewöhnliche Handy hat damit ausgedient.<br />

Der Preisbrecher von Huawai ist das<br />

Smartphone für den Einsteiger. Aber, eine<br />

extra Speicherkarte sollte man sich gönnen.<br />

Wer es bequem mag, insbesondere bei der<br />

Bedienung, der findet im LG L7 die gelungene<br />

Lösung.<br />

Das Nokia Lumia 710 ist dagegen für Freunde<br />

von Facebook und Co. maßgeschneidert.<br />

Und wer auf kein Feature verzichten will und<br />

keinen großen Wert auf Geschwindigkeit<br />

legt, liegt mit dem HTC Desire C richtig. Den<br />

Einstieg in die AMOLED-Klasse hochwertiger<br />

Smartphones markiert das Samsung Galaxy,<br />

auf dem Fotos richtig toll aussehen. ok<br />

HTC<br />

Desire C<br />

Huawei<br />

Ascend Y200<br />

LG<br />

Optimus L7<br />

Nokia<br />

Lumia 710<br />

Samsung<br />

Galaxy S<br />

Advance<br />

I9070P<br />

Android 4.0.3/180 Euro Android 2.3.6/100 Euro Android 4.0.3/230 Euro <strong>Windows</strong> Phone 7.5/180 Euro Android 2.3.6/300 Euro<br />

Qualcomm MSM7225A/1/600 Qualcomm MSM7225A/1/800 Qualcomm MSM7227A/1/1000 Qualcomm MSM8255/1400 ARM Cortex A9/2/1000<br />

5 Megapixel 3,2 Megapixel 4,9 Megapixel 5 Megapixel 5 Megapixel<br />

TFT/3,5 Zoll/320x480 TFT/3,5 Zoll/320x480 TFT/4,3 Zoll/480x800 TFT/3,7 Zoll/480x800 OLED/4 Zoll/480x800<br />

1 GByte / ✔ 100 MByte / ✔ 2,4 GByte / ✔ 4,9 GByte / – 5,7 GByte / ✔<br />

✔/✔/✔ ✔/✔/✔ ✔/✔/✔ ✔/–/✔ ✔/✔/✔<br />

✔/✔/– ✔/✔/✔ ✔/✔/✔ ✔/✔/✔ ✔/✔/–<br />

7,2/5,76 7,2/– 7,2/5,76 14,4/5,76 14,4/5,76<br />

✔/✔ ✔/✔ ✔/✔ ✔/✔ ✔/✔<br />

108 x 61 x 12 /99 Gramm 117 x 62 x 11 / 113 Gramm 126 x 68 x 9 /126 Gramm 119 x 62 x 13 / 124 Gramm 124 x 63 x 10 / 119 Gramm<br />

✔/✔ ✔/✔ ✔/✔ ✔/✔ ✔/✔<br />

✔/✔/✔/✔ ✔/✔/✔/✔ ✔/✔/✔/✔ ✔/✔/✔/✔ ✔/✔/✔/✔<br />

✔ / ✔ ✔ / ✔ ✔ / ✔ ✔ / ✔ ✔ / ✔<br />

optional/– –/– optional/– –/– optional/✔<br />

✔/✔ ✔/– ✔/✔ ✔/✔ ✔/✔<br />

✔/✔ ✔/– ✔/✔ ✔/✔ ✔/✔<br />

✔/✔/✔ ✔/✔/✔ ✔/✔/✔ –/✔/✔ ✔/✔/✔<br />

✔/✔/✔/✔ ✔/–/✔/✔ ✔/✔/✔/✔ ✔/✔/✔/– ✔/✔/✔/✔<br />

✔/✔/✔ ✔/✔/– ✔/✔/✔ –/✔/✔ ✔/✔/✔<br />

5:33/3:49/4:30 7:06/3:42/6:15 13:07/5:12/5:34 8:19/3:16/4:52 11:21/4:46/5:16<br />

www.pc-magazin.de <strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 10/2012


90<br />

HARDWARE<br />

CONTROLLER<br />

Plextor M5 Pro www.plextor.com<br />

270 Euro<br />

Controller<br />

Marvell 88SS9187<br />

Kapazität<br />

256 GByte/238,47 GiB<br />

Interface<br />

ATA8-ACS – SATA III (SATA 6Gb/s)<br />

MTBF<br />

2,4 Mio. Stunden<br />

Mitt Zugriffszeit Lesen / Schreiben<br />

0,065 / 0,055 ms<br />

CPU Last Lesen / Schreiben 7 / 5,7 %<br />

Preis pro GiB<br />

1,13 Euro<br />

Gewicht/Höhe<br />

57,6 g/6,9 mm<br />

Herstellergarantie<br />

5 Jahre<br />

Verglichen mit HDDs sind alle<br />

SSDs Spitzen-Sprinter.<br />

Doch auch in der Sprinter-<br />

Weltspitze gibt es Unterschiede,<br />

den Controllern sei Dank.<br />

Unser Duell findet deshalb<br />

quasi unter der Haube statt<br />

und lautet: SandForce gegen<br />

Marvell. VON OLIVER KETTERERController<br />

Bis auf die Kabel ist bei Plextor alles Nötige<br />

dabei, sogar Acronis True Image.<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 10/2012 www.pc-magazin.de<br />

TESTURTEIL<br />

Gesamtnote<br />

sehr gut<br />

Preis/Leistung<br />

96<br />

sehr gut<br />

SSD-SPEICHERTECHNOLOGIEN IM DUELL<br />

Z<br />

wei exquisite SSDs treten in diesem Duell<br />

gegeneinander an. Das derzeitige Top-Modell<br />

von ADATA, die XPG SX910, wird herausgefordert<br />

von der brandneuen Plextor M5 Pro, die<br />

ab etwa Mitte September zu haben sein wird.<br />

Auf den ersten Blick ähneln sich die Duellanten<br />

einander sehr. Beide SSDs haben eine<br />

Kapazität von 256 GByte, beide kosten um die<br />

260 Euro und die Herstellerangaben bezüglich<br />

der Lesegeschwindigkeit liegen auf etwa gleich<br />

hohem Niveau – bei 540 bzw. 550 MByte/s.<br />

Übrigens, „XPG“ steht bei ADATA für „extreme<br />

performance gear“, das wohl so viel<br />

bedeuten soll wie „außergewöhnliche Leistung“.<br />

Angetrieben wird die ADATA vom aktuellen<br />

SandForce-SF-2281-Controller, der<br />

auch in sehr vielen anderen Solide-State-<br />

Disks zum Einsatz kommt.<br />

In der neuen M5 Pro von Plextor arbeitet ein<br />

88SS9187-Controller von Marvell. Marvell<br />

bedient zwar nicht so viele SSD-Hersteller<br />

mit ihren Controllern wie SandForce. Das<br />

muss aber nicht bedeuten, dass diese<br />

schlechtere Arbeit machen. Beim Controller<br />

kommt es nicht nur auf maximale Transferraten<br />

an. Er ist auch für schnellen Zugriff<br />

und andere Aufgaben zuständig.<br />

Aufgaben des Controllers<br />

Der Controller hat die Herrschaft über alle<br />

Daten. Er nimmt Anfragen des Betriebssystems<br />

entgegen und veranlasst den Zugriff<br />

auf entsprechende Datenblöcke. Bei der Datenrate<br />

spielt natürlich auch die Qualität und<br />

Geschwindigkeit des verwendeten Speichers<br />

eine Rolle. Grundsätzlich lässt sich aber festhalten:<br />

Je schneller Anfragen abgearbeitet<br />

werden, desto flotter läuft auch der Datentransfer.<br />

Bei SSDs kommt insbesondere auch<br />

noch dem Speichermanagement eine wichtige<br />

Rolle zu, diese ist zudem von der Qualität<br />

der programmierten Firmware abhängig. Bei<br />

SSDs können Daten, so wie bei HDDs, nicht<br />

Plextor M5 Pro<br />

795<br />

464,6<br />

401,1<br />

540,7<br />

452,8<br />

25,9<br />

52,9<br />

18021<br />

* Bei 2, 4 und 8 MByte großen Dateien<br />

Leistungsindex AS SSD (Punkte)<br />

Sequenziell Lesen (MByte/s)<br />

Sequenziell Schreiben (MByte/s)<br />

Max. Leserate (MByte/s)*<br />

Max. Schreibrate (MByte/s)**<br />

Schreibrate 512 Byte (MByte/s)<br />

Schreibrate 1 KByte (MByte/s)<br />

IOPS schreiben (512 Byte)<br />

einfach überschrieben werden. Der Löschvorgang<br />

ist vielmehr eine komplexere Angelegenheit.<br />

Daten können nur in so genannten<br />

Blöcken gelöscht werden. Ein Block besteht<br />

entweder aus 128 so genannten „Pages“ mit<br />

je 4 KiB, also 512 KiB, oder aus 256 Pages mit<br />

je 8 KiB, also 2 MiB. Diese Löschvorgänge<br />

nennt man PE-Zyklen (programm erase). Die<br />

Speicherzellen werden dabei – auf ziemlich<br />

rabiate Weise – komplett mit Elektronen geflutet.<br />

Leider führt jeder PE-Zyklus zur Abnutzung<br />

der „Tunnel Oxyde“, ein Material, das<br />

für die Ladungserhaltung verantwortlich ist.<br />

Eine einzelne Speicherzelle einer Konsumer-<br />

SSD erlaubt heute etwa 300 PE-Zyklen, bevor


91<br />

ADATA XPG SX910 www.adata-group.com<br />

250 Euro<br />

Controller<br />

SandForce SF-2281<br />

Kapazität<br />

256 GByte/238,47 GiB<br />

Interface<br />

ATA8-ACS - SATA III (SATA 6Gb/s)<br />

MTBF<br />

1,0 Mio. Stunden<br />

Mitt Zugriffszeit Lesen / Schreiben<br />

0,114 / 0,313 ms<br />

CPU Last Lesen / Schreiben 5,2 / 6,5 %<br />

Preis pro GiB<br />

1,05 Euro<br />

Gewicht/Höhe<br />

71,6g/9,5mm<br />

Herstellergarantie<br />

5 Jahre<br />

-K(r)ampf<br />

Leistungsindex AS SSD (Punkte)<br />

Sequenziell Lesen (MByte/s)<br />

Sequenziell Schreiben (MByte/s)<br />

Max. Leserate (MByte/s)*<br />

Max. Schreibrate (MByte/s)**<br />

Schreibrate 512 Byte<br />

Schreibrate 1 KByte<br />

IOPS schreiben (512 Byte)<br />

ADATA XPG SX910<br />

690<br />

471,7<br />

298,6<br />

554,11<br />

500,58<br />

16,3<br />

32,3<br />

3183<br />

** Bei 1 und 8 MByte großen Dateien<br />

sie nicht mehr mit neuen <strong>Info</strong>rmationen beschrieben<br />

werden kann. Deshalb fallen dem<br />

Controller auch so wichtige Aufgaben zu wie<br />

das gleichmäßige Beschreiben der Speicher<br />

(Wear Levelling). In punkto Lebensdauer muss<br />

ein SSD-Controller also für einen perfekten<br />

Ausgleich sorgen: Die Schreibgeschwindigkeit<br />

ist nur dann hoch, wenn leere Speicherblöcke<br />

vorhanden sind. Da die Löschvorgänge<br />

allerdings begrenzt sind, sollten halbvolle<br />

Blöcke möglichst nicht gelöscht werden.<br />

Leistungsdaten und Laborwerte<br />

Die XPG SX910 erzielt enorm hohe maximale<br />

Transferraten. Die maximale Leserate von<br />

TESTURTEIL<br />

Gesamtnote<br />

gut<br />

Preis/Leistung<br />

84<br />

sehr gut<br />

554 MByte/s ist äußerst beeindruckend und<br />

gleiches gilt auch für die maximal erreichte<br />

Schreib rate von über 500 MByte/s. Vor<br />

allem bei der maximalen Schreibrate zieht<br />

die Plextor M5 Pro den kürzeren Halm, denn<br />

sie kommt nur auf knapp 453 MByte/s. Das<br />

Geheimnis der SX910 liegt im SandForce-<br />

Controller. Dieser ist in der Lage, Daten zu<br />

komprimieren, bevor sie versendet werden.<br />

Dieser Vorteil kommt allerdings erst bei Dateien<br />

voll zur Geltung, die wenigstens ein<br />

MByte groß sind. Je kleiner die zu transportierenden<br />

Daten sind, desto weniger effektiv<br />

ist das Komprimieren. Bei 1 KByte großen<br />

Daten beispielsweise erreicht die Plextor M5<br />

Pro satte 52,9 MByte/s, die XPG SX910 knickt<br />

mit lediglich 32,3 MByte/s gewaltig ein. Dass<br />

Daten, die bereits komprimiert vorliegen, vom<br />

SandForce-Controller entsprechend langsamer<br />

bewegt werden, versteht sich.<br />

Dass der Trick mit der Komprimierung sich<br />

nicht für alle Anforderungen auszahlt, wird<br />

auch beim sequenziellen Datentransfer<br />

deutlich. Wenn der Controller Daten kontinuierlich<br />

in den Flashspeicher schreibt, dann<br />

erreicht die Adata in unserem Labor knapp<br />

300 MByte/s. Die Plextor ist mit 401 MByte/s<br />

deutlich schneller. Für Projektarbeit mit Videodateien,<br />

die anschließend gerendert<br />

werden, wäre die Plextor damit schon besser<br />

geeignet. Wer beispielsweise häufig Fotos bearbeitet<br />

und in eine Software lädt, der hat mit<br />

Adata leichte Vorteile.<br />

Gewaltig ist allerdings der Unterschied bei<br />

den IOPS (input-output operations per second).<br />

Wir messen die IOPS für verschiedene<br />

Dateigrößen. Es zeigt sich ein ähnliches<br />

Bild wie bei den Schreib- und Leseraten für<br />

diverse Dateigrößen. Je kleiner die Daten werden,<br />

desto deutlicher sind die Unterschiede<br />

zwischen der Plextor mit Marvell-Controller<br />

und der Adata mit SandForce-Controller. Bei<br />

512 Byte großen Dateien schlägt die Plextor<br />

die Adate geradezu vernichtend. Ihre enorm<br />

schnelle Speicherzugriffszeit kommt ihr hier<br />

auch zu Gute.<br />

Fazit<br />

Beide Produkte gleichen sich in Preis, Speichergröße<br />

und Ausstattung sehr – und doch<br />

ist der Unterschied erheblich. Die Plextor mit<br />

Marvell-Controller eignet sich mit ihrer rasanten<br />

Zugriffszeit und den schnellen Transferraten<br />

bei kleineren Dateien bestens als System-<br />

Platte. Die Adata mit ihren Spitzenleistungen<br />

bei maximalen Transferraten ist dagegen eher<br />

was für Fotografen, die viel Bildbearbeitung<br />

zu erledigen haben.<br />

ok<br />

Rahmen und Schrauben sind im Paket der Adata<br />

– Acronis gibt es als Download mit Code.<br />

www.pc-magazin.de <strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 10/2012


92<br />

HARDWARE<br />

ENERGIE<br />

STROM SPAREN<br />

Energiewende<br />

Gute Taten werden doch belohnt! Energiesparen ist<br />

nicht nur gut für den Klimaschutz, sondern auch<br />

für den Geldbeutel. Wir haben nach (un)heimlichen<br />

Energieverschwendern im Haushalt<br />

gesucht und zeigen Ihnen, wie Sie<br />

bares Geld sparen können.<br />

VON HEIDEMARIE EIBL<br />

D<br />

ie gute Nachricht zuerst:<br />

Es hat sich was getan in<br />

Europa. Die europäische ErP-<br />

Richtlinie für ressourcenschonende<br />

Produktgestaltung<br />

hat vor allem den Standby-<br />

Energieverbrauch im Visier.<br />

So schreibt die Richtlinie seit<br />

letztem Jahr einen maximalen<br />

Standby-Verbrauch von einem Watt vor, ab<br />

2013 sind gar nur mehr 0,5 Watt erlaubt.<br />

Das Schöne daran: Im Gegensatz zum Verbot<br />

leistungsstarker Glühbirnen zugunsten von<br />

Energiesparlampen ist die Reduzierung des<br />

Stromverbrauchs ruhender Geräte auch völlig<br />

unumstritten. Schließlich ist kaum etwas<br />

unsinniger als im Standy-Betrieb vergeudeter<br />

Strom. Dass da ganz schöne Mengen zusammen<br />

kommen, belegt eine vorbereitende Studie<br />

der EU. Demnach beträgt die im Standby<br />

aufgenommene elektrische Energie durch<br />

Geräte in den EU-Ländern nicht weniger als<br />

47 Terawattstunden (TWh), und diese entsprechen<br />

nicht weniger als dem Ausstoß von<br />

19 Megatonnen des Treibhausgases Kohlen-<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 10/2012 www.pc-magazin.de<br />

2,6<br />

Watt<br />

(im Betrieb)<br />

Telefon<br />

dioxid. Durch die Vorgabe<br />

sollen davon immerhin 35<br />

TWh eingespart werden –<br />

das entspricht ungefähr<br />

dem Strombedarf von einem<br />

Drittel der deutschen Privathaushalte.<br />

Die Studie belegt auch, dass<br />

viele kleine Verbrauchsgeräte<br />

für eine große Verschwendung sorgen<br />

können. Zählen Sie zuhause mal alle Steckernetzteile<br />

zusammen, die ans Stromnetz<br />

angeschlossen sind und nutzlos elektrische<br />

Energie in Wärme umwandeln – weil das<br />

Gerät am anderen Ende entweder gar nicht<br />

dran steckt oder nicht im Betrieb ist. Handy-<br />

Ladegeräte, die Ladestation<br />

der elektrischen Zahnbürste,<br />

Aktiv-Lautsprecher am <strong>PC</strong>, die<br />

akkubetriebene Gartenschere,<br />

diverses Kinderspielzeug und<br />

unzählige andere Kleingeräte,<br />

die nicht über eine integrierte<br />

Stromversorgung verfügen. Da<br />

kommt sicher einiges zusam-<br />

Spielekonsole<br />

men. Für die Hersteller sind externe Netzteile<br />

aber enorm praktisch, da die lebensgefährliche<br />

Netzspannung bereits außerhalb ihres<br />

Gerätes in ungefährliche Niederspannung<br />

gewandelt wird. Damit ersparen sie sich den<br />

Aufwand, ihre Geräte den scharfen Richtlinien<br />

für netzspannungsbetriebene Geräte anzupassen.<br />

Für den Kunden bedeutet das aber vor allen,<br />

dass er an solchen Geräten vergeblich nach<br />

einem Netzschalter sucht. Solange das Netzteil<br />

am Netz hängt, verbraucht es jedoch Energie.<br />

Das können bestenfalls wenige 100 Milliwatt<br />

sein oder einige Watt. Ältere Exemplare<br />

in unserem Labortest bringen es auf fünf Watt<br />

und mehr. Ein guter Anhaltspunkt für den Verbrauch<br />

ist die Erwärmung.<br />

Fassen Sie das Netzteil an:<br />

Erwärmt es sich auch nach<br />

längerem Betrieb nicht<br />

spürbar, verbraucht es nur<br />

sehr wenig Strom. Sobald<br />

das Netzteil aber handwarm<br />

oder gar heiß wird,<br />

lohnt es sich, bei Nichtge-<br />

20 Watt


93<br />

brauch den Stecker zu ziehen. Nun könnte<br />

man einwerfen, dass ein paar Watt hin oder<br />

her doch zumindest von den Kosten her wenig<br />

Auswirkung zeigen. Doch auch hierbei ist der<br />

Effekt ein größerer, als den meisten Menschen<br />

bewusst ist. Derzeit kostet die Kilowattstunde<br />

(kWh) Strom – inklusive<br />

aller Kosten wie z.B.<br />

Grundgebühr – durchschnittlich<br />

22 Cent. Wie<br />

200<br />

Kühlschrank Watt<br />

im Kasten „Elektrische Energie“ vorgerechnet,<br />

kostet somit jedes Watt Leistung, das 24<br />

Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr verbraucht<br />

wird, 1,93 Euro. Die 5 Watt eines Billigsteckernetzteils<br />

summieren sich so auf fast 10 Euro.<br />

Fünf solcher Netzteile im Haushalt verteilt,<br />

kommen auf 48,25 Euro – und somit sechs<br />

Prozent der Stromkosten eines Durchschnittshaushaltes.<br />

Sogar noch deutlich stärker machen sich die<br />

eingangs erwähnten Standby-Verbraucher<br />

auf der Stromrechnung bemerkbar. Der Kaffeeautomat,<br />

der auch um drei Uhr nachts brav<br />

darauf wartet, dass jemand auf den Espressoknopf<br />

drückt, TV-Geräte, <strong>PC</strong>s, Drucker, Stereoanlagen,<br />

die untätig darauf warten, dass<br />

der Benutzer sie irgendwann doch wieder in<br />

Betrieb nimmt. Neue Geräte – zumal wenn sie<br />

von Markenherstellern stammen – halten sich<br />

nach unseren Messungen tatsächlich an die<br />

EU-Richtlinie. Einige wenige Ausreißer bringen<br />

es da mal auf 1,2 Watt – wirklich bedeutend<br />

sind solche Verbräuche jedoch nicht.<br />

Verheerend stellt sich die Situation aber bei<br />

vielen älteren Geräten dar. Spitzenreiter unseres<br />

Tests war ein Sourroundreceiver von<br />

Onkyo, immerhin Baujahr 2006, der mit stolzen<br />

60 Watt im Standby-Betrieb das Wohnzimmerregal<br />

beheizt. Auch ganz vorne dabei<br />

war ein älterer Videorecorder aus den späten<br />

90ern mit 45 Watt. Besonders ärgerte uns ein<br />

Multifunktionsgerät auf Farblaser-Basis, das<br />

ebenfalls nach 48 Watt verlangt. Der Luxus der<br />

ständigen Fax-Empfangsbereitschaft kostet<br />

so stolze 92 Euro pro Jahr oder – anders ausgedrückt<br />

– 12 Prozent der durchschnittlichen<br />

Stromkosten eines deutschen Haushaltes.<br />

Neu muss nicht neu sein<br />

Leider ist auch derjenige, der ausschließlich<br />

neuere Geräte einsetzt, nicht gänzlich vor<br />

Standby-Übeltätern gefeit. Zum einen hat<br />

die EU großzügige Übergangsfristen für den<br />

Gesamtbilanz: So teilt sich der Stromverbrauch auf<br />

Auf private Haushalte entfällt nur<br />

rund ein Viertel der Energie, die in<br />

Deutschland verbraucht wird. Rund 30<br />

Prozent entfallen auf die Industrie, 16<br />

Prozent auf Handel und Dienstleistung<br />

und nochmals rund 30 Prozent auf den<br />

Verkehr, wovon wir wiederum fast 90<br />

Prozent durch die Auspuffrohre unserer<br />

Fahrzeuge blasen. Gerade mal 10 Prozent<br />

werden durch Flugverkehr, Bahn und<br />

Schifffahrt verbraucht.<br />

Betrachtet man nur den Energieverbrauch<br />

der privaten Haushalte, entfällt<br />

24 %<br />

Private<br />

Haushalte<br />

30 %<br />

Verkehr<br />

30 %<br />

Industrie<br />

16 %<br />

Handel<br />

Private Haushalte sind für ein<br />

Viertel des Stromverbrauchs<br />

verantwortlich. Die Hälfte<br />

davon entfällt auf Heizung<br />

und Warmwasser.<br />

Elektrische Energie: Eher Leistung statt Verbrauch<br />

davon im statistischen Mittel der größte<br />

Teil – nämlich 51 Prozent – für Heizung<br />

und Warmwasser. Rund 32 Prozent werden<br />

für den Kraftstoffbedarf aufgewendet.<br />

Nur die übrigen 17 Prozent werden<br />

für Stromanwendungen eingesetzt.<br />

Aus Sicht des Sparens und des Klimaschutzes<br />

bringt folglich der Umstieg<br />

auf einen sparsameren PKW – oder besser<br />

noch auf die Bahn – oder eine gute<br />

Wärmedämmung um Größenordnungen<br />

mehr als der Umstieg auf Energiesparlampen.<br />

Spricht man von Strom- bzw. Energieverbrauch, verdrehen Techniker schon mal die<br />

Augen. Zurecht: Energie kann nicht „verbraucht“, sondern allenfalls umgewandelt<br />

werden und „Strom“ als Bezeichnung für elektrische Energie ist schlichtweg falsch.<br />

Aber „Energieverbrauch“ und „Stromverbrauch“ haben sich im Sprachgebrauch etabliert.<br />

Die Begriffe sollte man aber klären. Ein elektrischer Verbraucher nimmt nämlich<br />

richtigerweise Leistung auf – Leistungsaufnahme ist folglich der korrekte Begriff.<br />

Leistung wird aber in Watt bemessen, wobei elektrische Leistung das Produkt<br />

aus der (effektiven) Spannung und der Stromstärke ist. Und dann gibt es noch den<br />

Faktor Zeit: So verbraucht eine 40-Watt-Glühbirne im Gäste-WC in einer Stunde 0,04<br />

Beispiel: Eine elektrische Herdplatte, durch die<br />

ein Strom von 10 Ampere fließt, hat bei 230 Volt Netzspannung<br />

eine Leistungsaufnahme von 2300 Watt,<br />

oder 2,3 Kilowatt (kW). Ist die Herdplatte eine Stunde<br />

im Betrieb bezieht sie aus dem Stromnetz elektrische<br />

Energie in der Höhe von 2,3 kW x 1 Stunde entsprechend<br />

2,3 Kilowattstunden (kWh).<br />

kWh, pro Tag ergibt das 0,96 kW,h (0,04 kW x 24 h). Ein Verbraucher mit einem Watt<br />

Leistungsaufnahme benötigt pro Jahr (0,001 kW x 24 h x 365) 8,76 kWh elektrische<br />

Energie. Bei 22 Cent pro kWh kostet folglich jedes Watt Standby-Leistung im Jahr<br />

1,93 Euro – pro Gerät, wohlgemerkt. Das sollte man stets im Hinterkopf behalten und<br />

ruhig mal alle Steckernetzteile, Fernseher, Videorekorder und Uhrenradios zusammenzählen,<br />

die jahrein, jahraus – meist nutzlos – im Betrieb sind.<br />

www.pc-magazin.de <strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 10/2012


94<br />

HARDWARE<br />

ENERGIE<br />

Abverkauf von lagernder Ware<br />

eingeräumt. Zum anderen<br />

halten sich viele Billigimporte<br />

schlicht und ergreifend nicht<br />

an die Vorschriften. Bestes<br />

Beispiel ist das vermeintliche<br />

CE-Zeichen, das auf so<br />

manchem China-Preiskracher<br />

klebt. Statt für „Conformité<br />

Européenne“ steht die leicht abgewandelte<br />

Plakette für „China Export“ und damit gleichbedeutend<br />

für die Nichtbeachtung geltender<br />

Regelungen. Ebenfalls häufig von diesem<br />

Schwindel betroffen sind besonders preiswerte<br />

<strong>PC</strong>-Netzteile. Neben<br />

einer erhöhten Brandgefahr<br />

zeichnen sich solche<br />

Stromwandler vor allem<br />

durch einen viel zu hohen<br />

Standby-Stromverbrauch<br />

aus, und das mitunter im<br />

zweistelligen Watt-Bereich.<br />

Das scheinbare Schnäppchen<br />

entpuppt sich dann auf der Stromrechnung<br />

als überteuerte Luxus-Ware. Leider<br />

unterliegen auch einige gewerbsmäßige <strong>PC</strong>-<br />

Assemblierer der Versuchung, derartige Billigheimer<br />

zu verbauen, die dann als aktuelle<br />

Multifunktionsgerät<br />

400 Watt<br />

Komplettsysteme in den Handel kommen.<br />

Dass so ein <strong>PC</strong> dann sicherlich mehr als das<br />

geforderte Watt im Standby-Betrieb konsumiert,<br />

wundert selbst den Nicht-Energiefachmann<br />

kaum mehr.<br />

Auf die Schliche gekommen<br />

Im <strong>PC</strong>-<strong>Magazin</strong>-Testlabor steht uns für Energiemessungen<br />

mit dem LeCroy SD3000 und<br />

seiner hochempfindlichen Strommesszange<br />

ein Messgerät im Gegenwert eines stattlichen<br />

Oberklasse-PKW zur Verfügung. Damit lassen<br />

sich auch geringste Verbräuche im Bereich<br />

weniger Milliwatt exakt erfassen und damit<br />

Soviel Strom verbraucht ein <strong>PC</strong><br />

Wie viel Strom braucht ein <strong>PC</strong>? Das<br />

hängt von der Hardware ab. Hochgezüchtete<br />

Spiele-<strong>PC</strong>s können bei Volllast leicht<br />

das 20-fache eine Core-i3-Notebooks verbrauchen.<br />

Beim stromfressenden High-<br />

End-<strong>PC</strong> sind es vor allem die Grafikkarte<br />

(bis zu 250 Watt), die CPU (bis zu 150<br />

Watt), die in die Vollen gehen. Bei derartigen<br />

Leistungen spielen aber auch die<br />

Verluste der Spannungswandler auf dem<br />

Mainboard (bis zu 60 Watt) bereits eine<br />

Rolle. Der Verbrauch von DDR3-Arbeitsspeicher<br />

(ca. 1,5 Watt pro Riegel) und<br />

einer oder mehrerer 3,5-Zoll-Festplatten<br />

(pro Stück 7 bis 10 Watt im Betrieb) ist<br />

da schon beinahe vernachlässigbar.<br />

Erfreulicherweise zeigen sich moderne<br />

High-End-Komponenten im Vergleich zu<br />

früher erfreulich genügsam, wenn sie<br />

mehr oder weniger beschäftigungslos vor<br />

sich hin dümpeln. Sowohl die neueste<br />

Generation der Spieleboliden von AMD<br />

und Nvidia als auch die zweite und dritte<br />

Generation der Core-i-Prozessoren zeigen<br />

im Idle-Betrieb vertretbare Leistungsaufnahmen.<br />

Wer allenfalls mal nach Feierabend<br />

ein Stündchen mit Zocken vor dem<br />

Bildschirm verbringt, muss sich auch bei<br />

einem schnellen <strong>PC</strong> nicht vor der Stromrechnung<br />

fürchten. Wer jedoch regelmäßig<br />

ganze Nächte vor dem Rechner<br />

verbringt, sollte das Thema Energieverbrauch<br />

nicht aus den Augen verlieren.<br />

<strong>PC</strong>s und Peripherie,<br />

die rund um die<br />

Uhr, sieben Tage die<br />

Woche in Betrieb<br />

sind, gehören zu den<br />

größten Energieverschwendern.<br />

Wer<br />

seinen Rechner nonstop<br />

laufen lassen<br />

will oder muss,<br />

kommt mit einem<br />

Laptop oder einem<br />

All-in-one-<strong>PC</strong> deutlich<br />

günstiger weg<br />

– bei der Stromrechnung<br />

am Jahresende.<br />

Mobile Sparkünstler<br />

Notebooks sind auf Energiesparen getrimmt,<br />

schließlich muss der Akku lange<br />

laufen. Mobile CPUs und GPUs sind<br />

darauf optimiert, sobald wenig Arbeit<br />

anliegt, die Taktfrequenz herunter zu fahren.<br />

Zudem sind sie in punkto Leistung<br />

von vornherein deutlich weniger potent<br />

als ihre Desktop-Pendants. Es kommen<br />

stromsparende 2,5-Zoll-HDDs, optimierte<br />

Spannungsregler und extrem sparsamere<br />

Chipsätze in Notebooks zum Einsatz.<br />

Deshalb unser Tipp: Wer Zuhause oder im<br />

Büro auf Notebooks statt Desktops setzt,<br />

zahlt zwar zunächst etwas mehr für die<br />

portable Technik, spart dafür aber bei<br />

der Stromrechnung.<br />

Aus dem <strong>PC</strong>M-Testlabor: Das verbrauchen<br />

Verbraucher<br />

Tintendrucker, aktuelles Modell<br />

Notebook neu<br />

Schnurlostelefon<br />

Aktivboxen<br />

Tintendrucker, älteres Modell<br />

Hometrainer<br />

Settop Box<br />

Notebook alt<br />

WLAN-Router<br />

Spielkonsole<br />

DVD-HDD-Rekorder<br />

Kühlschrank<br />

Video Scaler<br />

Sourround-Receiver<br />

Röhrenfernseher 55 cm<br />

<strong>PC</strong> neu mit 22-Zoll-TFT<br />

TFT-FullHD-TV, neues Modell<br />

Farblaserdrucker<br />

<strong>PC</strong> alt mit 15-Zoll-TFT<br />

Multifunktionsgerät<br />

Waschmaschine<br />

Geschirrspüler<br />

Gefrierschrank<br />

Kühl-Gefrier-Kombi<br />

TFT-FullHD-TV, älteres Modell<br />

Wäschetrockner<br />

Wasserbett<br />

Heizungs- und Warmwasserpumpen<br />

Aquarium<br />

Lüftungsanlage<br />

Midrange-Sourround-Verstärker<br />

50-Zoll-Plasma-TV, älteres Modell<br />

High-End-Spiele <strong>PC</strong> unter Volllast<br />

Kochen<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 10/2012 www.pc-magazin.de


95<br />

wurden auch die meisten Werte unserer<br />

Tabelle ermittelt. Im Elektronikhandel<br />

finden sich jedoch auch<br />

weitaus billigere Geräte im Bereich<br />

von 15 bis 25 Euro, die zwar nicht<br />

so exakt sind wie die unseres<br />

Labors, zur Entlarvung (un)<br />

heimlicher Energiefresser im<br />

Haushalt oder im Büro, aber<br />

vollends ausreichen. Wer damit<br />

einen Übeltäter wie unseren<br />

Surroundverstärker oder<br />

Geräte im Haushalt wirklich an Strom<br />

Verbrauch<br />

(Watt)<br />

Standby-<br />

Leistung<br />

(Watt)<br />

Betriebsart<br />

High-End-Spiele-<strong>PC</strong><br />

1100 Watt<br />

Jährlicher<br />

Energieverbrauch<br />

(kWh)<br />

das Multifunktionsgerät entdeckt,<br />

hat die Anschaffungskosten<br />

solch eines Messgeräts<br />

schnell amortisiert. Ein verregneter<br />

Sonntagnachmittag sollte<br />

ausreichen, alle Verbraucher<br />

einer kurzen Prüfung zu unterziehen.<br />

Mehr Zeit ist dagegen<br />

bei Geräten mit wechselnder<br />

Leistungsaufnahme erforderlich.<br />

Um zu erfassen,<br />

was der Kühlschrank, das<br />

Wasserbett oder der Laserdrucker<br />

tatsächlich aus<br />

Jährlicher Energieverbrauch<br />

(kWh)<br />

inkl. Standby<br />

Kosten<br />

pro Jahr<br />

(Euro)<br />

15 0,5 10 Minuten pro Tag 1 5 1,10<br />

28 0 2 Stunden pro Tag 20 20 4,40<br />

2,6 entfällt 24/7 23 23 5,06<br />

8,6 3,8 2 Stunden pro Tag 6 37 8,14<br />

36 4 10 Minuten pro Tag 2 37 8,14<br />

23 4,6 30 Minuten pro Tag 4 44 9,68<br />

32 1,2 3,5 Stunden pro Tag 41 56 12,32<br />

55 3,2 2 Stunden pro Tag 40 66 14,52<br />

10 entfällt 24/7 88 88 19,36<br />

20 9,5 2 Stunden pro Tag 15 91 20,02<br />

36 6,2 3,5 Stunden pro Tag 46 99 21,78<br />

200 entfällt 24/7 125 125 27,50<br />

17,5 14,4 3,5 Stunden pro Tag 22 133 29,26<br />

80 2,5 3,5 Stunden pro Tag 102 136 29,92<br />

78 5 3,5 Stunden pro Tag 100 151 33,22<br />

175 3,5 2 Stunden pro Tag 128 156 34,32<br />

120 0 3,5 Stunden pro Tag 153 175 38,50<br />

480 19 10 Minuten pro Tag 29 196 43,12<br />

178 8,4 2 Stunden pro Tag 130 197 43,34<br />

400 24 10 Minuten pro Tag 24 234 51,48<br />

500 11 3 Wäschen pro Woche 156 252 55,44<br />

500 0 5 Wäschen pro Woche 260 260 57,20<br />

300 entfällt 24/7 300 300 66<br />

350 entfällt 24/7 350 350 77<br />

250 0 3,5 Stunden pro Tag 319 365 80,30<br />

1500 0 3 Wäschen pro Woche 468 468 102,96<br />

600 entfällt 24/7 500 500 110<br />

120 entfällt 5 Monate Heizperiode 518 518 113,96<br />

60 entfällt 24/7 526 526 115,72<br />

60 entfällt 24/7 526 526 115,72<br />

88 58 3,5 Stunden pro Tag 112 562 123,64<br />

410 5 3,5 Stunden pro Tag 524 636 139,92<br />

1100 2,5 2 Stunden pro Tag 803 823 181,06<br />

2500 0 1 Stunde pro Tag 913 913 200,86<br />

dem Netz ziehen, sollten<br />

Sie eine Durchschnittsmessung<br />

über mehrere Stunden (Laserdrucker)<br />

bis Tage (Kühlschrank) ansetzen.<br />

Gegenmaßnahmen<br />

Was aber kann man nun gegen den „Stromdurst“<br />

tun? Ganz einfach: Was nicht am Netz<br />

hängt, kann auch nichts verbrauchen. Wer<br />

sich an diese einfache Formel hält, trennt alle<br />

Geräte, die nicht benötigt werden, vom Netz.<br />

Falls vorhanden, betätigen Sie dabei den<br />

Netzschalter statt der Standby-Taste. Andernfalls<br />

ziehen Sie den Stecker oder benützen<br />

eine Vielfachsteckdose mit Schalter. Noch<br />

bequemer sind Steckdosenleisten mit Master/Slave-Funktion.<br />

Ein Gerät dient dabei als<br />

Master. Erst wenn dieses Gerät angeschaltet<br />

wird, erhalten die Geräte an den Slave-Steckdosen<br />

Strom. Wird der Master ausgeschaltet,<br />

trennt die Steckdosenleiste alle anderen Slave-Dosen<br />

vom Netz.<br />

Praktisch sind solche Steckdosenleisten für<br />

den <strong>PC</strong>-Arbeitsplatz. Nur wenn der <strong>PC</strong> läuft,<br />

werden auch Monitor, Scanner, Aktiv-Lautsprecher<br />

und Drucker mit Netzspannung versorgt.<br />

Sobald der <strong>PC</strong> aus ist, ist auch die Peripherie<br />

vom Netz getrennt und kann keinen<br />

Strom mehr verbrauchen. Vorsicht ist jedoch<br />

beim Einsatz von Tintendruckern angebracht.<br />

Die meisten Geräte quittieren<br />

eine längere Trennung<br />

vom Netz mit einer ausgiebigen<br />

Reinigung<br />

der Druckdüsen.<br />

Die dadurch vergeudete<br />

Tinte ist<br />

dabei mitunter<br />

bei weitem teurer<br />

als der gesparte<br />

Strom. Bleibt<br />

der Drucker zu<br />

lange vom Netz<br />

getrennt, besteht zudem die Gefahr, dass die<br />

Düsen eintrocknen. Auch das dürfte dann in<br />

der Regel teurer sein als der Stromspareffekt.<br />

Wasserkocher<br />

2000 Watt<br />

Andere Verbraucher<br />

In unserem Musterhaus, das für viele der Messungen<br />

in der Tabelle herhalten musste, fielen<br />

eine Reihe Verbraucher auf, die nicht jeder<br />

auf seiner Rechnung hatte. So entpuppte sich<br />

das Aquarium mit seiner Pumpe, der Beleuchtung<br />

und der Heizung mit 115 Euro per anno<br />

als alles andere als vernachlässigbar. Das gilt<br />

auch für Heizungs- und Zirkulationspumpen:<br />

Moderne Exemplare kommen mit 15 Watt<br />

oder weniger aus, antiquierte Pumpen komen<br />

aber auch auf 150 Watt. Wer so eine Pumpe<br />

vom Fachmann gegen eine neue austauschen<br />

lässt, hat die Kosten schon nach zwei bis drei<br />

Jahren wieder hereingespart.<br />

ok<br />

www.pc-magazin.de <strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 10/2012


96<br />

HARDWARE<br />

TABLETS<br />

10,1-ZOLL-TABLETS MIT ANDROID 4.0.3<br />

Roboter-<br />

Ballett<br />

Bei Smartphones haben die Androiden Apple<br />

schon überholt. Die Android-4-Quartett von<br />

Acer, Asus, Fujitsu und Samsung nimmt nun<br />

das iPad ins Visier.<br />

VON KLAUS LÄNGER<br />

A<br />

pple hat mit einem weltweiten Marktanteil von 68 Prozent<br />

immer noch einen klaren Vorsprung vor den Android-Tablets,<br />

die zusammen auf etwa 29 Prozent kommen. Aber die Hersteller<br />

versuchen, mit neuen Geräten Boden gut zu machen. Die<br />

vier Tablets im Test sind alle mit der aktuellsten Version<br />

4.0.3 von Android „Ice Cream Sandwich“ ausgestattet,<br />

das gegenüber Android 3.0 „Honeycomb“ spürbar flotter<br />

läuft. Weitere Gemeinsamkeiten des Quartetts sind das<br />

10,1-Zoll-Display mit der üblichen Auflösung von 1280 x 800 Bildpunkten<br />

und Prozessoren mit vier Kernen.<br />

Acer Iconia Tab A510<br />

Mit einem Preis von knapp 400 Euro gehört das Iconia Tab A510 zu den<br />

Mittelklassemodellen unten den 10-Zoll-Androiden. Mit 685 Gramm<br />

gehört es aber zugleich zu den Schwergewichten seiner Klasse. Das<br />

in ein Kunststoffgehäuse gehüllte Gerät ist mit 11 Millimetern auch<br />

vergleichsweise dick, wobei der große 9800-mAh-Akku, der für eine<br />

lange Akkulaufzeit sorgt, der wesentliche Grund ist. Als Prozessor<br />

dient der Tegra 3 von Nvidia mit 1,3 GHz. Ein 3G-Modul fehlt im A510,<br />

WLAN-N und Bluetooth sind vorhanden. An weiteren Schnittstellen<br />

bekommt man einen Mini-HDMI-Port und eine Micro-USB-Buchse geboten,<br />

ein USB-Adapterkabel gehört zum Lieferumfang. Das Acer-Tablet<br />

unterstützt ebenso wie die Geräte von Asus und Fujitsu externe<br />

Laufwerke mit NTFS-Partition, beim Samsung fehlt eine USB-Buchse.<br />

Im Gegensatz zu den anderen Tablets im Test setzt Acer beim A510<br />

kein IPS-Panel ein. Der 10,1-Zoll-Screen mit 1280 x 800 Bildpunkten<br />

wirkt daher bei seitlichen Blickwinkeln etwas verwaschen und liefert<br />

unter freiem Himmel bei Sonnenlicht eine schlechtere Qualität. Als<br />

zusätzliche Oberfläche über Android 4.0 dient der Acer Ring, der über<br />

einen ringförmigen Soft-Button aufgerufen wird und einen Schnellzugriff<br />

auf vordefinierte Webseiten in Karussell-Ansicht erlaubt sowie<br />

die Suche und bis zu vier konfigurierbare Apps. Zusätzlich hat<br />

Acer Polaris Office, die hauseigene DLNA-App Clear.fi und eine<br />

Print-App vorinstalliert. Sie erlaubt über USB oder WLAN den<br />

Zugriff auf eine ganze Reihe von Druckern.<br />

Asus Transformer Pad TF300T<br />

Nach dem Transformer Prime mit Tastatur-Dock bringt Asus nun mit<br />

dem Transformer Pad TF300T eine mit 475 Euro günstigere Variante<br />

des Verwandlungskünstlers auf den Markt, das ebenfalls mit einem<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 10/2012 www.pc-magazin.de


97<br />

Tegra 3 aufwartet. Beim TF300T gehört die Andocktastatur mit zusätzlichem<br />

Akku, mit der sich das Tablet in ein kleines Android-Notebook<br />

verwandelt, ebenfalls zur Grundausstattung. Als Prozessor dient im<br />

TF300T ein Nvidia Tegra 3, der Screen bietet 10,1 Zoll Bildschirmdiagonale.<br />

Das IPS-Panel ist gut, aber nicht so leuchtstark wie der Super-<br />

IPS+-Screen im großen Transformer. Auch beim Gehäuse hat Asus<br />

gespart, um den günstigeren Preis zu erreichen: Es besteht aus Kunststoff<br />

statt aus Aluminium. Mit angedockter Tastatur bringt der TF300T<br />

1147 Gramm auf die Waage, das Tablet allein wiegt 621 Gramm. Allerdings<br />

sitzt die einzige USB-Buchse im Dock, das auch noch einen<br />

Card-Reader für SD-Karten enthält. Ein Micro-SD-Slot sowie eine Mini-<br />

HDMI-Schnittstelle sitzen im Tablet selbst.<br />

Asus hat die Oberfläche von Android 4.03 mit einigen Widgets angereichert.<br />

Zudem bekommt der Anwender mit Polaris Office eine Office-<br />

Suite, die allerdings nur bedingt kompatibel zu Microsoft Office ist.<br />

Zusätzlich gibt es noch einige Asus-eigene Cloud-Anwendungen und<br />

acht GByte Online-Speicher.<br />

Fujitsu Stylistic M532<br />

Mit dem Stylistic M532 betritt nun auch Fujitsu das Android-Spielfeld.<br />

Der 10,1-Zöller ist mit einem Gewicht von 560 Gramm sehr leicht und<br />

mit einer Dicke von 8,6 MIllimetern eines flachsten Tablets. Trotzdem<br />

ist das Fujitsu-Tablet sehr solide verarbeitet. Als Prozessor dient auch<br />

hier der Tegra 3 von Nvidia mit einer Taktfrequenz von 1,3 GHz. Ein<br />

Pluspunkt des Fujitsu ist das helle IPS-Panel, das auch weniger stark<br />

spiegelt als die Displays in den anderen Tablets im Test. Fujitsu hat<br />

dem Tablet für die Kommunikation neben WLAN-N und Bluetooth<br />

auch noch ein 3G-Modul spendiert. Die Micro-USB-Buchse kann aber<br />

nicht zum Laden des Tablets verwendet werden. Das geht nur über<br />

den Netzteil-Konnektor, der gleichzeitig als Anschluss für den optionalen<br />

Cradle dient. Den benötigt man für den Anschluss eines externen<br />

Displays, denn ein Mini-HDMI-Port fehlt auf dem Tablet.<br />

Die vorinstallierten Apps machen klar, dass sich Fujitsu mit dem<br />

Stylistic M532 nicht primär an Heimanwender richtet, sondern auch<br />

den professionellen Einsatz im Auge hat. So sind für die Arbeit mit<br />

<strong>Windows</strong>-Anwendungen auf einem Terminal Server der Citrix Receiver<br />

und VMWare View vorinstalliert. Heimanwender finden neben Think-<br />

Free Office noch PowerDVD Mobile und eine Jahreslizenz von Norton<br />

Security auf dem mit 550 Euro vergleichsweise kostspieligen Fujitsu.<br />

Samsung Galaxy Note 10.1<br />

Mit dem Galaxy Note 10.1 beschreitet Samsung neue Wege bei den<br />

10-Zoll-Tablets. Das Gerät verfügt über einen Stift als zusätzliche Eingabemöglichkeit<br />

und kann ausgewählte Apps auf dem zweigeteilten<br />

Screen parallel ausführen – so lässt sich das Android-Multitasking<br />

besser ausnutzen. Damit es hier nicht zu Speicherengpässen kommt,<br />

haben die Koreaner dem Galaxy Note zwei GByte RAM mitgegeben –<br />

doppelt so viel wie bei den anderen Tablets im Test. Auch die Rechenleistung<br />

des neuen Samsung kann sich sehen lassen: In den System<br />

und 3D-Benchmarks hängt der selbst entwickelte Quadcore-Prozessor<br />

Exynos 442 den Tegra 3 klar ab. Allerdings ist der Flash-Speicher mit<br />

nur 16 GByte für ein 690-Euro-Tablet knapp bemessen, die anderen<br />

Tablets im Testfeld bieten 32 GByte . Mit knapp 600 Gramm ist das in<br />

ein glattes Kunststoffgehäuse gehüllte Galaxy Note 10.1 dafür relativ<br />

leicht. USB- und HDMI-Schnittstellen bietet der Samsung nicht, aber<br />

einen Infrarot-Sender, mit dem sich das Tablet als universelle Fernbedienung<br />

nutzen lässt. Für die drahtlose Kommunikation stehen<br />

WLAN-N, Bluetooth und ein 3G-Modul bereit.<br />

Der Stift und der zugehörige Digitizer stammen von Wacom. Die Handschrifteingaben<br />

in der S-Note-App funktionieren sehr gut und auch<br />

Das Display des Acer Iconia Tab A510 kann qualitativ mit den IPS-<br />

Paneln der drei anderen Tablets im Test nicht mithalten.<br />

Beim Acer-Tablet verbirgt sich der MicroSD-Slot hinter einer Abdeckung,<br />

links daneben die Mini-HDMI-Buchse.<br />

Zugriff auf USB-Geräte hat man beim Asus TF300T nur, wenn das<br />

Tablet im Tastatur-Dock steckt.<br />

Das Fujitsu Stylistic ist trotz seiner robusten Bauweise deutlich<br />

flacher als das Iconia Tab A510 von Acer.<br />

Testverfahren: Tablets<br />

Die Ausstattung geht mit 40 Prozent in die Wertung ein. Zu<br />

ihr zählen das Display, Arbeits- und Massenspeicher, sowie die<br />

Schnittstellen und die Kommunikations-Hardware. Auch Besonderheiten<br />

wie das Tastaturdock beim Acer oder die Stiftbedienung<br />

beim Samsung bringen Punkte. Für die Leistungsmessung (30<br />

Prozent) nutzen wir den Quadrant-Benchmark für die Ermittlung<br />

der Systemleistung und den Egypt-Classic-Teil des GL-Benchmarks<br />

2.5. Daneben gehen noch die Mobilität mit Laufzeit und Gewicht<br />

sowie Verarbeitung und Garantie in die Gesamtwertung ein.<br />

www.pc-magazin.de <strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 10/2012


98<br />

HARDWARE<br />

TABLETS<br />

für Zeichnungen im vorinstallierten Photoshop Touch<br />

lässt sich das Tablet gut verwenden, auch wenn die Erkennung<br />

der Druckstufen nur grob geschieht. Die systemweite<br />

Handschrifterkennung kann im Vergleich zu<br />

der bei <strong>Windows</strong>-Tablets nicht ganz mithalten. Zudem<br />

hat Samsung diese Funktion gut versteckt: Sie wird<br />

aktiviert, indem man das Werkzeugsymbol im virtuellen<br />

Keyboard lange hält. Die integrierte Handschrifterkennung<br />

in der S-Note-App ist dagegen schlicht<br />

unbrauchbar.<br />

Auch der Splitscreen-Funktion für die gleichzeitige<br />

Benutzung zweier Apps merkt man an, dass sie nachträglich<br />

an Android angeflanscht wurde. Sie ist nur<br />

für wenige Apps verfügbar und die Funktionen zum<br />

Kopieren von <strong>Info</strong>rmationen zwischen Apps sind nicht<br />

gerade intuitiv geraten. Praktisch ist dagegen die Option,<br />

Apps wie den Taschenrechner, den Kalender oder<br />

den MP3-Player über eine Leiste am unteren Display-<br />

Die App-Leiste des Galaxy Note<br />

erscheint automatisch, wenn<br />

der Stift herausgezogen wird.<br />

Rand in einem Fenster zu starten und so parallel zu<br />

Fullscreen-Apps zu nutzen.<br />

Fazit: Sieger mit Startproblemen<br />

Den Testsieg verdient sich das Galaxy Note 10.1 von<br />

Samsung dennoch, vor allem durch seine sehr guten<br />

Leistungswerte. Der neue Quadcore-Prozessor ist<br />

deutlich schneller als der Nvidia Tegra 3. Den Stiftfunktionen<br />

merkt man aber an, dass das OS eigentlich<br />

nicht für diese Eingabemethode ausgelegt ist. Zudem<br />

ist der Samsung mit 690 Euro recht teuer. Den zweiten<br />

Platz belegt das flache, leichte und sehr solide Fujtsu<br />

Stylistic M532, das vor allem für Businesskunden interessant<br />

ist. Allerdings ist er verhältnismäßig teuer.<br />

Den Preistipp erringt der Asus Transformer Tab TF300T<br />

mit seinem praktischen Tastaturdock. Beim günstigen,<br />

aber schweren Acer Iconia Tab A510 stört das vergleichsweise<br />

schlechte Display.<br />

kl<br />

10,1-Zoll-Tablets 1 2 3 4<br />

Hersteller SAMSUNG FUJITSU ASUS ACER<br />

Produkt Galaxy Note 10.1 Fujitsu Stylistic M532 Transformer Pad TF300T Iconia Tab A510<br />

TESTERGEBNISSE<br />

AUF EINEN BLICK<br />

4 Tablets von<br />

400 bis 690 Euro<br />

Preis [ ca. ] 700 Euro 550 Euro 500 Euro 400 Euro<br />

Internet www.samsung.de www.fujitsu.com/de www.asus.de www.acer.de<br />

Gesamtwertung<br />

[ 100 max ]<br />

[ 81 ]<br />

gut<br />

[ 75 ]<br />

gut<br />

[ 74 ]<br />

gut<br />

Preis/Leistung befriedigend befriedigend gut gut<br />

[ 66 ]<br />

befriedigend<br />

Service<br />

Garantie 24 Monate 12 Monate 24 Monate 12 Monate<br />

Serviceleistungen Bring-in Collect-and-Return Pick-up-and-Return Carry-In<br />

Technische Merkmale<br />

Prozessor/Taktfrequenz Samsung Exynos/1,4 GHz Nvidia Tegra 3 / 1,3 GHz Nvidia Tegra 3 / 1,3 GHz Nvidia Tegra 3 / 1,3 GHz<br />

RAM/Flash 2048 MByte / 16 GByte 1024 MByte / 32 GByte 1024 MByte/ 32 GByte 1024 MByte/ 32 GByte<br />

Display-Größe/Auflösung 10,1 Zoll/1280 x 800 10,1 Zoll/1280 x 800 10,1 Zoll/1280 x 800 10,1 Zoll/1280 x 800<br />

WLAN/Bluetooth 802.11n/3.0 802.11n/3.0 802.11n/3.0 802.11n/3.0<br />

3G/LTE ✔/– ✔/– –/– –/–<br />

Schnittstellen MicroSD/Netzteil Micro-USB/MicroSD/Netzteil Mini-HDMI/MicroSD/Dock Micro-USB/MicroSD/Mini-HDMI<br />

Kameras 1,9 MP Front/5,0 MP Rückseite 2,0 MP Front/8,0 MP Rückseite 1,2 MP Front/8,0 MP Rückseite 1,0 MP Front/5,0 MP Rückseite<br />

Abmessungen/Gewicht 262 x 180 x 8,9 / 583 g 263 x 180 x 10 / 620 g 263 x 175 x 8,6 mm / 560 g 260 x 175 x 11 mm / 680 g<br />

Besonderheiten<br />

Stiftbedienung, IR-Fernbedienung<br />

besonders robustes Gehäuse Tastaturdock mit USB- und USB-Adapter<br />

(„semi ruggedized“) SDCard-Schnitstelle<br />

Lieferumfang<br />

Betriebssystem Android 4.0.3 Android 4.0.3 Android 4.0.3 Android 4.0.3<br />

Software<br />

Polaris Office, Photoshop<br />

Touch, Samsung-Tools<br />

VMWare View, Citrix Receiver,<br />

iTap Mobile DRP, Norton Tablet<br />

Security, ThinkFree Office<br />

Polaris Office,SuperNote, Asus<br />

Cloud-Tools<br />

Messwerte<br />

Quadrant 5089 Punkte 4428 Punkte 3680 Punkte 3759 Punkte<br />

Egypt Classic Offscreen 58 fps 29 fps 31 fps 35 fps<br />

Acer Ring, Polaris Office, Acer<br />

Tools<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 10/2012 www.pc-magazin.de


AKTION<br />

DAUERTEST<br />

99<br />

JAN | FEB | MÄR | APR | MAI | JUN | JUL | AUG | SEP | OKT | NOV | DEZ<br />

-Leser testen<br />

LESER-LANGZEITTEST 2012<br />

In diesem Monat ist es Zeit für das Fazit vom Wi-Drive des Herstellers<br />

Kingston und den Neustart eines Dauertests: Testen<br />

Sie den A4-LED-Farbdrucker C321dn von OKI! VON STEFAN SCHASCHE<br />

Lesertest-Ansprechpartner<br />

Ansprechpartner für<br />

Leser und teilnehmende<br />

Firmen ist Stefan<br />

Schasche. Er verfügt<br />

über langjährige redaktionelle<br />

Erfahrungen<br />

und kennt sich mit <strong>PC</strong> & Co. bestens<br />

aus. Als Redakteur betreut er unter anderem<br />

zahlreiche Leseraktionen.<br />

JAN | FEB | MÄR | APR | MAI | JUN | JUL | AUG | SEP | OKT | NOV | DEZ<br />

A4-LED-FARBDRUCKER<br />

20 x OKI C321dn<br />

■ Der A4-Drucker C321dn von OKI erfüllt alle<br />

Druckansprüche von privaten Anwendern und<br />

kleinen Unternehmen. Der netzwerkfähige<br />

LED-Drucker bietet Duplexdruck, eine hoch<br />

auflösende Farbqualität und er ist schnell: Nur<br />

8,5 Sekunden benötigt der C321dn bis zur ersten<br />

Seite. Pro Minute bringt er 20 Farb- oder<br />

22 Schwarzweißseiten bei einer Druckauflösung<br />

von 1200 x 600 dpi aufs Papier. Sehr<br />

nützlich gerade in heutigen Zeiten ist der ECO-<br />

Modus, der den Energieverbrauch um knapp<br />

20% senkt. Der C321dn von OKI versteht sich<br />

nicht nur mit <strong>PC</strong>s oder Macs, sondern erlaubt<br />

auch mobiles Drucken im Zusammenspiel mit<br />

Smartphones, iPhones oder dem iPad. Wenn<br />

Der A4-LED-Farbdrucker OKI C321dn ermöglicht<br />

professionelle Druckqualität in jedem Büro.<br />

Sie den OKI-Drucker testen möchten, bewerben<br />

Sie sich als Tester! Die Teilnahmebedingungen<br />

entnehmen Sie dem Kasten rechts.<br />

JAN | FEB | MÄR | APR | MAI | JUN | JUL | AUG | SEP | OKT | NOV | DEZ<br />

DATENSPEICHER FÜR IPHONE, IPAD UND IPOD TOUCH<br />

Kingston Wi-Drive<br />

Teilnahmebedingungen<br />

Bewerben Sie sich als Dauertester auf<br />

www.pc-magazin.de/dauertest. Sie werden<br />

dort nach Ihrem Namen, einer E-Mail-<br />

Adresse und der Anschrift gefragt, an die<br />

das Testgerät geschickt werden soll. Die<br />

Kontaktdaten benötigen wir, um Missbrauch<br />

auszuschließen. Die Angabe der Telefonnummer<br />

ist für eventuelle Rückfragen<br />

nötig. Aus allen Bewerbungen werden die<br />

Tester ausgelost. Sechs Monate geben sie<br />

uns monatlich per Webformular ein Feedback.<br />

Nach Ablauf des Tests können alle<br />

Tester ihre Testprodukte ohne Zuzahlung<br />

oder andere Verpflichtungen behalten. Bewerben<br />

Sie sich vom 1.9.2012 bis zum<br />

30.9.2012 unter www.pc-magazin.de/dau<br />

ertest und testen Sie einen von 20 brandneuen<br />

A4-LED-Farbdruckern C321dn von<br />

OKI im Wert von je 200 Euro. Viel Glück!<br />

<strong>Info</strong><br />

Produkt: Kingston Wi-Drive<br />

Preis: 40 Euro<br />

<strong>Info</strong>: www.kingston.com/de<br />

Gesamtnote 2,6<br />

■ Der Kingston Wi-Drive erwies sich<br />

für die meisten Tester als zuverlässiger<br />

Zusatzspeicher für daheim<br />

und unterwegs. Fast immer kam<br />

das Gerät mehrmals wöchentlich zum<br />

Einsatz, die Nutzung erfolgte fast ausschließlich<br />

privat, als reine Speichererweiterung<br />

für das Smartphone oder<br />

zum Datenaustausch. Hauptsächlich<br />

wurden Fotos oder Videos gespeichert.<br />

Seine Aufgaben erfüllte der Wi-Drive weitgehend<br />

zuverlässig. Bei einem Nutzer war nach<br />

einiger Zeit keine WLAN-Nutzung mehr möglich,<br />

weitere Defekte traten jedoch nicht auf.<br />

Einen zusätzlichen SD-Karten-Slot wünschte<br />

Der Wi-Drive von Kingston beendete den Dauertest<br />

mit der guten Durchschnittsnote von 2,6.<br />

sich ein Tester. Die Kapazität von 16 GByte<br />

hielten gleich mehrere Tester für zu gering.<br />

Sehr gelobt wurde die Haptik des Gerätes.<br />

13%<br />

13%<br />

7%<br />

7%<br />

60%<br />

■ sehr gut ■ gut ■ befriedigend<br />

■ ausreichend ■ ungenügend<br />

www.pc-magazin.de <strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 10/2012


100<br />

HARDWARE<br />

PRAXIS<br />

7<br />

Tipps<br />

für einen<br />

leisen <strong>PC</strong><br />

Auf Dauer nervt das! Ein lärmender <strong>PC</strong> ist kein<br />

optimales Arbeitsgerät. Unsere Tipps lassen den <strong>PC</strong><br />

verstummen. Sie können sofort loslegen und später<br />

Dämmmatten oder Austauschlüfter kaufen, falls es<br />

denn noch nötig ist.<br />

VON OLIVER KETTERER<br />

D<br />

ie heißen Sommertage sind vorüber. Der <strong>PC</strong> hat Hochleistungsarbeit<br />

erbracht und wahrscheinlich ist das Gehäuse und auch<br />

dessen Lüfter unter einer Staubschicht versunken, wie Omas Vanillekipferl<br />

unter Puderzucker. Den <strong>PC</strong> vom Staub zu befreien macht<br />

ihn leiser – nicht nur sauber. Wer noch nie einen Blick in sein BIOS<br />

geworfen hat, der sollte das einmal tun, denn hier lassen sich oft<br />

Lüfter automatisch regeln, die ansonsten mit Hochtouren rotieren<br />

und entsprechenden Lärm verursachen. Natürlich gibt es auch Lüfter,<br />

die man besser sofort austauscht. Gegen störendes Vibrieren<br />

haben wir auch passende Tipps: einfach, aber wirkungsvoll!<br />

Tipp 2<br />

Lüfter im BIOS oder mit Speedfan leiser regeln<br />

Tipp 1<br />

Legen Sie Hand an, um lärmende Lüfter und klappernde<br />

Gehäuse zum Schweigen bringen<br />

■ Lüfterblätter, die mit Staub<br />

überzogen sind, verursachen<br />

mitunter unangenehme Geräusche.<br />

Beim Putzen sollte man<br />

darauf achten, dass man jedes<br />

einzelne Rotorblatt bestimmt<br />

aber vorsichtig abwischt, um<br />

das Lager nicht zu beschädigen,<br />

aber dennoch die oft hartnäckige<br />

Staubschicht entfernt.<br />

Der Verschluss muss fest und<br />

ohne Spiel sitzen, sonst fängt<br />

das <strong>PC</strong>-Gehäuse zu vibrieren an.<br />

Mit einer Zange regelt man den<br />

Schiebeverschluss nach.<br />

Einfach, aber wirkungsvoll: den<br />

Gehäusedeckel mit Klebeband<br />

versehen und schon klappert es<br />

nicht mehr so laut.<br />

Alle Gehäuselüfter, die über das Mainboard mit Strom versorgt werden,<br />

können meist auch im BIOS temperaturabhängig geregelt werden.<br />

■ Jedes BIOS ist anders. Eine Möglichkeit, die Lüfter zu regeln, haben<br />

aber die meisten. Mit den Werkseinstellungen laufen Lüfter ungeregelt<br />

mit voller Leistung. Man sollte sie aber regeln, denn unnötige<br />

Kühlung verursacht nur Lärm, bringt aber nicht mehr Performance.<br />

Wer kein Glück hat im<br />

BIOS, kann das Tool<br />

SpeedFan verwenden,<br />

um die Lüfter in<br />

seinem <strong>PC</strong> zu regeln.<br />

Das Tool erkennt viele<br />

Hardware-Profile,<br />

überwacht Komponenten<br />

und steuert<br />

die Lüfterdrehzahl<br />

nach den Anwendervorgaben.<br />

SpeedFan ist Freeware<br />

und steuert die<br />

<strong>PC</strong>-Lüfter über die<br />

S.M.A.R.T-<strong>Info</strong>s.<br />

<strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 10/2012 www.pc-magazin.de


IT PROFESSIONAL<br />

PROGRAMMIERUNG 101<br />

Tipp 3<br />

Lüftertausch: Alte Systemlüfter gegen regelbare<br />

tauschen und einen leisen CPU-Kühler einbauen<br />

■ In älteren oder<br />

Eigenbaugehäusen<br />

kommen mitunter<br />

noch Lüfter zum Einsatz,<br />

die nicht gut<br />

regelbar sind (zweiadrig).<br />

Ein Lüfter sollte<br />

wenigstens einen<br />

3-Pin-Anschluss haben<br />

für Masse, variable<br />

Spannung und<br />

das Tachosignal, das<br />

ans System zurück<br />

läuft. Anhand des Signals<br />

kann die Software<br />

die Spannung Mitte: Anschluss eines Intel-CPU-Kühlers.<br />

Links: Lüfter mit drei Adern sind regelbar.<br />

regeln, um Zielvorgaben<br />

zu erreichen.<br />

Rechts: nicht regelbarer Lüfteranschluss.<br />

Den 4-Pin-Anschluss hat Intel mit dem CPU-775-Sockel eingeführt.<br />

Er erlaubt eine exaktere Regelung der Drehzahl des Lüftermotors als<br />

Lüfter mit einem dreiadrigen Anschluss, der nur eine Absenkung der<br />

Spannung erlaubt.<br />

Tipp 4<br />

Dämmmatten sind günstig und wirkungsvoll<br />

Gewöhnliche CPU-<br />

Kühler haben bei<br />

voller Drehzahl gerne<br />

über 40 dB(A). Es gibt<br />

aber auch kaum hörbare<br />

Lüfter. Z.B. hat<br />

der Xigmatek Prime<br />

SD 1484 lediglich 18<br />

dB(A). Er kostet allerdings<br />

auch rund 54<br />

Euro (Amazon).<br />

Flüsterer: Der SD<br />

1484 ist leiser als<br />

jeder „Boxed“-Lüfter.<br />

■ Wer sämtliche Lüfter in seinem <strong>PC</strong>-System getunt oder ausgetauscht<br />

hat und nicht zufrieden ist, kann mit Dämmmatten<br />

den Geräuschpegel noch ein paar Dezibel<br />

zurück drehen. Eine gute Gehäuselüftung ist<br />

aber Pflicht, denn die Matten schotten nicht<br />

nur Lärm ab, sie verschlechtern auch die<br />

Abwärmeeigenschaften des Gehäuses.<br />

Unser Tipp: Ein Universalkit mit zugeschnittenen<br />

Matten, z. B. „Super Silent“<br />

von Cooltek. Preis: 18 Euro.<br />

Dämmmatten gibt es in den unterschiedlichsten<br />

Ausführungen.<br />

Wir empfehlen Universal-Sets.<br />

Tipp 5<br />

Notorisch vibrierende Festplatten<br />

gehören in einen Gummikäfig<br />

■ Festplatten vibrieren. Deshalb gibt es Festplatten-Entkoppler. Voraussetzung:<br />

ein freier 3,5-Zoll-LW-Einschub. Die Wirkung überzeugt<br />

– das Gehäuse ist immun gegen den Missbrauch als Klangkörper.<br />

Die Alternative: HDD gegen SSD tauschen und für verbleibende<br />

HDDs einen schnellen Schlafmodus aktivieren.<br />

Tipp 6<br />

Wenn Wasserkühlung, dann aber richtig!<br />

Vor allem Festplatten<br />

mit 7200 U/min oder<br />

mehr vibrieren gerne<br />

– dagegen hilft ein<br />

HDD-Entkoppler.<br />

Ein billiges Wasserkühl-Set, ab 50 Euro zu haben, bringt akustisch<br />

kaum eine Verbesserung – davon lässt man besser die Finger.<br />

■ Wasserkühlungen sind mit modernen CPUs und deren dynamischer<br />

Taktanpassung etwas aus der Mode gekommen. Für Standard-<br />

<strong>PC</strong>s benötigt man sie nicht. Interessant ist eine Wasserkühlung für<br />

High-End- und Gaming-<strong>PC</strong>s, die womöglich noch übertaktet werden<br />

sollen. Wir empfehlen eine Wasserkühlung allerdings erst dann,<br />

wenn man CPU und Grafikkarte stark kühlen muss. Nicht zu empfehlen<br />

sind Billig-Sets (Bild oben), die preislich bei 50 Euro starten. Der<br />

Radiator ist zu klein und der Lüfter macht sogar mehr Lärm, denn<br />

ein Radiator wird immer außerhalb des Gehäuses befestigt. Unten:<br />

das <strong>Premium</strong> XXD Universal von Innovatek (250 Euro). Einen GPU-<br />

Kühler muss man zusätzlich bestellen (50 Euro). Für ausreichende<br />

Speicherkühlung auf der Grafikkarte muss man nach Lüfterentfernung<br />

zusätzlich sorgen.<br />

Wer sich ein<br />

Wasserkühlung<br />

erstmals in den<br />

<strong>PC</strong> baut, der tut<br />

gut daran, ein Set<br />

zu kaufen, wie<br />

etwa das <strong>Premium</strong><br />

XXD Univeral von<br />

Innovatek. Enorm<br />

wichtig ist auch,<br />

die Einbauanleitung<br />

genau zu<br />

befolgen.<br />

www.pc-magazin.de <strong>PC</strong> <strong>Magazin</strong> 10/2012


102<br />

HARDWARE<br />

PRAXIS<br />

Tipp 7<br />

„No-noise“: Wasserkühlung mit passivem Kühlkörper<br />

oder vollständig passiv gekühltes <strong>PC</strong>-Gehäuse<br />

■ Eine Wasserkühlung ist nicht<br />

absolut leise. Die Radiatorlüfter,<br />

die immer außerhalb des<br />

Gehäuses sind, können stören.<br />

Dagegen hilft nur ein passiver<br />

Kühlkörper, den man anstelle<br />

des Radiators einsetzt. Oben<br />

sieht man ein älteres Modell von<br />

Zalman, das sich gut auf einem<br />

Schreibtisch macht. Einen aktuelleren<br />

Zalman, den Resorator 1<br />

V2 findet man gelegentlich noch<br />

für rund 230 Euro im Internet.<br />

Der passive Radiator von Innovatek<br />

(Bild unten) ist Bestandteil<br />

des XxK Ultra Sets. Dieses Set ist<br />

ebenso umfangreich wie das <strong>Premium</strong><br />

XXD, jedoch mit dem passivem<br />

Kühlkörper ausgestattet.<br />

Preis: 382 Euro (www.innovatek.<br />

de). Der GPU-Kühler kostet rund<br />

50 Euro extra.<br />

Wer seine Wasserkühlung mit<br />

passivem Kühlkörper ausstattet,<br />

kann Stille genießen, sofern die<br />

Wasserpumpe gut gedämmt ist.<br />

■ Der röhrenden Grafikkarte<br />

einen passiven Kühlkörper zu<br />

spendieren ist effektiv. Es empfiehlt<br />

sich aber nicht für High-<br />

End-Karten. Pflicht: ein belüftetes<br />

Gehäuse. Preis: ab 30 Euro.<br />

■ Tatsächlich lautlos ist ein <strong>PC</strong> nur dann, wenn sich in ihm nichts<br />

dreht. Man braucht also ein passiv gekühltes Gehäuse mit einer<br />

SSD anstelle einer HDD. Das HFX 511 classic ist beispielsweise so<br />

ein Gehäuse. Es kostet rund 340 Euro. Hinzu kommen entsprechende<br />

Kühler-Heat-Pipes für CPU und onboard Grafikchip für je rund 60<br />

Euro. Außerdem benötigt man noch ein passives Netzteil, das es ab<br />

zirka 200 Euro gibt. Eine Grafikkarte mit passiver Kühlung ist dabei<br />

nicht gestattet, denn es fehlt an ausreichend Abluft.<br />

Unser Tipp: ein lüfterloses Geäuse<br />

oder einen komplett fertigen<br />

Lautlos-<strong>PC</strong> von www.ichbinleise.de<br />

ab zirka 1200 Euro.<br />

Ein Bausatz für Grafikkarten, der<br />

absolute Ruhe verspricht.<br />

Spannende<br />

Hörbücher!<br />

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Pascoe hat eine Formel zur Schlafüberwindung<br />

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will er die Menschheit vor einer von<br />

unendlicher Produktivität geprägten Zukunft<br />

ohne Schlaf und ohne Träume zu bewahren.<br />

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HARDWARE<br />

TEST<br />

103<br />

EMPFEHLUNG DER<br />

REDAKTION<br />

SOLIDE STATE DISK<br />

OCZ Vertex 4<br />

Budget-Empfehlung ■ Wer überleben will,<br />

muss die bessere Strategie haben. Das lehrt<br />

uns Darwin. Und auch OCZ hat sich dieses<br />

Lehrsatzes erinnert, denn wenn es um erstklassige<br />

und bezahlbare SSDs geht, braucht<br />

man vor allem einen guten Controller – und<br />

den hat man jetzt bei OCZ. Speicherriegel<br />

stellt man ohnehin nicht selber her, sondern<br />

kauft sie zu. Unlängst hat OCZ aber auch noch<br />

die Firma Indilinx – einen Controller-Hersteller<br />

– erworben. Die Vertex 4 ist also nicht mit dem<br />

weit verbreiteten SandForce-, sondern mit<br />

einem Indilinx- Everest-Controller bestückt.<br />

Wir haben die Vertex 4 mit aktueller Firmware<br />

(Version 1.5) auf den Prüfstand gestellt. Die<br />

maximalen Transferraten sind außerordentlich<br />

schnell. Insbesondere beeindruckt die<br />

maximale Schreibgeschwindigkeit von 490<br />

MByte/s, die schon bei 256 KByte großen<br />

Dateien erreicht wird. Auch die sequenzielle<br />

Schreib- und Lesegeschwindigkeit gehört zu<br />

den besten, die wir im <strong>PC</strong>-<strong>Magazin</strong>-Testlabor<br />

bis heute gemessen haben. Die Zugriffszeit<br />

könnte aber etwas flotter sein. Ein weiterer<br />

Schwachpunkt: Die Wärmeentwicklung ist<br />

vergleichsweise hoch – zehn Grad über der<br />

Umgebungstemperatur – und die CPU-Belastung<br />

beim Lesen ist mit 8,5 Prozent ebenfalls<br />

recht happig.<br />

FAZIT: Mit einem GByte-Preis von deutlich unter<br />

einem Euro und sehr guter Leistung ist die<br />

Vertex 4 ein echtes Schnäppchen! ok<br />

MOBILER LAUTSPRECHER<br />

Soundfreaq Sound Kick<br />

Zieharmonika ■ Der Sound Kick ist ein ziemlicher<br />

Brocken. In eine Damenhandtasche<br />

passt er nicht – mit 726 Gramm gehört er da<br />

aber auch nicht rein.<br />

Der rückwärtige Auszug und der UQ3 Raumklangeffekt<br />

sollen den Stereoton in neue<br />

Sphären heben. Beide Features überzeugen<br />

die Tester jedoch nicht vollends. Der Sound<br />

ist gut, aber bei dieser<br />

Gewichtsklasse<br />

erwartet man mehr<br />

Klangvolumen und<br />

klare Mittentöne.<br />

Die Bedienung ist<br />

pfiffig gelöst mit be-<br />

Zieht man die<br />

Rückwand heraus,<br />

klingt der Sound Kick<br />