aUF DER GaRtENBaNk… - Osteuropamission Schweiz

osteuropamission.ch

aUF DER GaRtENBaNk… - Osteuropamission Schweiz

iN DiESER aUSGaBE:

GEoRGiEN: BERicHtaUS DEm aLtERSHEim- PoRtRait

UkRaiNE: ERLEBNiSBERicHt GaBoR totH

oStEN aktUELL: NotHiLFE

aUF DER GaRtENBaNk…

… da lässt man sich gerne nieder, besonders zu dieser Jahreszeit, wo alles so herrlich grünt

und blüht. Unsere Senioren im Altersheim in Tiflis schätzen diese Oase des Friedens. Sie

fühlen sich hier wie im Paradies, verglichen mit ihrem alten Leben, das von harten

Schicksalsschlägen, grosser Not und Armut geprägt war. Lesen Sie die Berichte auf den

Seiten 3 und 4.

ZEitScHRiFt DER StiFtUNG oStEURoPamiSSioN NR.7, JULi 2013, 44. JaHRGaNG


IMPRESSUM

Stiftung Osteuropa Mission Schweiz

Postfach 43, 8624 Grüt ZH

Missionsleitung:

Eelco de Boer

Tel: 044 / 9327913, Fax: 044 / 9327057

Email: oemch@osteuropamission.ch

PC Zürich 80-24422-4

Sammelstellen für Kleider und Hilfsgüter:

* Fam. G. Schmid, Tel: 044 / 9481175

8617 Mönchaltorf

* Fam. K u. N. Albisser, 8049 Zürich

Tel: 044/3412081, Natel 079/4065420

HOMEPAGE IM INTERNET

http://www.osteuropamission.ch

Redaktion: Elsbeth de Boer

Osteuropa Mission Eggingen e.V.

Region Süddeutschland

Leitung: Daniela Gäng, Grünwiesen 2,

79805 Eggingen, Tel.: 07746-1553,

Email: theogaeng@t-online.de

Bankverbindung: Konto-Nr: 226951

bei Sparkasse-Bonndorf-Stühlingen,

Swift-Bic: DE65 6805 1207 0000 226951

BLZ 68051207, Sammelstelle für Kleider

und Hilfsgüter mit Voranmeldung bei

Daniela & Theo Gäng (siehe oben).

Partnerorganisationen:

Hilfswerk f. Rumänien, H. Hofmann Schweiz

Osteuropa Mission Eggingen e.V. Deutschland

Osteuropa Mission Österreich

Osteuropa Misjonen Norwegen

Kelet-Európa Misszió Ungarn

Est Europa Cluj Rumänien

Casa Speranta, Viseu de Sus Rumänien

Fundatia Umanitara, Ruscova Rumänien

Fundatia Casa Speranta, Arad Rumänien

Wostotschno-Ewropeickaja Missija Ukraine

Istocno Evropska Misija Serbien

Eastern European Mission Kosova

Eastern European Mission Georgien

Deti nadeje / OEM, Tschechische Rep.

www.osteuropamission.nl

Die Osteuropa Mission ist ein unabhängiges

christliches Hilfswerk, das in Osteuropa materielle

und soziale Hilfe leistet. Unsere Zeitschrift erscheint

monatlich. Im jährlichen Mitgliederbeitrag

von CHF 10,-- sind die Kosten für die Zeitschrift

enthalten. Der Nachdruck der hier veröffentlichten

Texte ist nur mit Quellenangabe gestattet, wir

bitten um Zusendung von zwei Belegsexemplaren.

Die Einnahmen und Ausgaben werden jährlich

von der BDO Visura in Basel überprüft. Die

Prüfungsberichte können auf Anfrage eingesehen

werden.

Wir bitten Sie, beiliegendenden Einzahlungsschein

nicht als Aufforderung zu betrachten. Er

soll jene, die unsere Arbeit unterstützen wollen,

entlasten.

LIEBE MISSIONSFREUNDE

Apg. 3,6 Da sprach Petrus: „Silber und Gold habe ich nicht, was

ich aber habe, das gebe ich dir. Im Namen Jesu Christi von

Nazareth: Steh auf und geh!“

In Kapitel 3 der Apostelgeschichte

lesen wir den wunderbaren und

zugleich auch herausfordernden

Bericht von der Heilung des

gelähmten Mannes, der täglich vor

dem Tempel um Almosen bettelte.

Dieser Mann war schon von Geburt

auf gelähmt. Es ist für die meisten

von uns kaum vorstellbar, was für

ein eintöniges und schweres Dasein

dieser Mann wohl schon viele Jahre

fristete. Damals konnte er sich noch

nicht mit einem batteriebetriebenen

Rollstuhl auf geteerten Strassen

und Plätzen selbst fortbewegen. Er

war völlig auf die Hilfe von anderen

Menschen angewiesen. Dieser Mann

lebte bestimmt auch in grosser

Armut. Ich weiss nicht, wie viele

Male er enttäuscht Menschen nachblickte,

die unbarmherzig und achtlos

an ihm vorbeigingen oder wie

oft er in den Augen von Passanten

erkannte, dass er ihnen völlig

gleichgültig ist und sie ihm nur ein

kleines Almosen gaben, um ihr eigenes

Gewissen zu beruhigen. Ich

weiss auch nicht, wie oft er am

Abend wieder abgeholt wurde und

mit den erhaltenen Gaben kaum seinen

Hunger stillen konnte. Tag für

Tag und Jahr für Jahr dasselbe Bild.

Doch da kommen nun Petrus und

Johannes auf dem Weg zum Tempel

an ihm vorbei. Sie zeigen echtes

Erbarmen und reagieren auf das

Betteln des Gelähmten. Sie haben

selber zwar auch kaum Geld, aber in

einer Selbstverständlichkeit und

Glaubenszuversicht wissen sie, wie

sie diesem Lahmen helfen und dienen

können: „Silber und Gold habe

ich nicht, was ich aber habe, das

gebe ich dir. Im Namen Jesu Christi

von Nazareth: Steh auf und geh!“

Ich erkenne in diesem Satz kein

Fragen und Zweifeln was wäre,

wenn Gott jetzt nicht eingreifen

würde. Oder ein hin und her abwägen,

was wohl die Gründe für sein

Leiden sein könnte. Sie nehmen sich

Zeit und dienen ihm.

Dieser Bericht fordert mich selbst

immer wieder neu heraus. Wie

begegne ich Not leidenden

Menschen? Sind sie mir gleichgültig.

Ist mir mein eigenes Wohlergehen

wichtiger als mit ihnen barmherzig

zu sein? Habe ich Zeit für Menschen

in Not, oder bin ich so mit mir und

meinen Aufgaben beschäftigt, dass

ich achtlos vorbeigehe?

In dieser Ausgabe lesen Sie die

Geschichte von Nana Kharchilava

aus Georgien. Sie ist eine Frau, die

nach langer Leidenszeit echte Hilfe

und Barmherzigkeit erfahren hat.

Dank Ihren Gebeten und Ihrer treuen

Unterstützung können wir unzähligen

Not leidenden Menschen in

Osteuropa immer wieder dringend

benötigte Hilfe zukommen lassen.

Die unermessliche Freude und

Dankbarkeit in den Augen dieser

Menschen zu sehen ist auch für uns

immer ein herzbewegender

Moment. Darum wollen wir nicht

müde werden und mit Mut und

Glaubenszuversicht wie Petrus und

Johannes barmherzig handeln.

Ulrich Haldemann


GEoRGiEN: BERicHt vom aLtERSHEim iN tBiLiSi (tiFLiS)

Vitali Ivanov, Missionsleiter der OEM Georgien,

gibt uns Einblick in die Freuden und Leiden des

täglichen Lebens im Altersheim.

Larissa und Vitali Ivanov

Mich begeistert immer wieder neu, in einem

so wunderbaren Dienst arbeiten zu dürfen.

Ganz praktisch zu sehen, wie etwas gut funktioniert,

seine Bestimmung optimal erfüllt

und den Menschen echte Hilfe gibt.

Natürlich ist auch klar, dass ein so grosses

Projekt nicht immer nur reibungslos und sorgenfrei

verläuft. Da tauchen auch schon einmal

Probleme und Hindernisse auf. Aber die

Freude und Zufriedenheit in den Augen der

Bewohnerinnen und Bewohner zu sehen,

gibt uns Genugtuung und Kraft, den Auftrag

treu weiterzuführen. Besonders dankbar sind

wir dem Herrn für unser gutes Mitar -

beiterteam. Es sind treue, eifrige, hilfsbereite

und zuverlässige Leute, die ihre Arbeit nicht

in erster Linie wegen des Verdienstes tun. Es

sind alles hingegebene Christen, die nun

schon mehrere Jahre mit uns zusammenarbeiten.

So betrachten wir sie heute nicht nur

als unsere Arbeitskollegen, sondern auch als

gute Freunde.

Im Haus geht alles seinen gewohnten Gang.

Spannend ist es immer, wenn neue Leute ins

Altersheim eintreten und von allen zuerst

einmal liebevoll willkommen geheissen werden.

Meist geprägt von schweren Lebens -

erfahrungen sind sie anfangs sehr angespannt,

ängstlich und vorsichtig. Unsere

Erfahrung hat aber gezeigt, dass nach einer

gewissen Zeit unter demselben Dach ihre

eigene, wahre Persönlichkeit zum Vorschein

kommt. Wir können nicht sagen, dass wir

immer glücklich über die jeweilige Situation

sind, aber als Christen sind wir motiviert, die

Lage positiv zu sehen und nach den bestmöglichen Lösungen zu

suchen.

Kürzlich haben wir zwei neue Frauen, beide blind, gemeinsam in

einem speziell dafür hergerichteten Zimmer im ersten Stockwerk

untergebracht. Wir waren überrascht zu sehen, auf welch eine

interessante Art das Erscheinen dieser beiden Frauen den Rest der

Heimbewohner beeinflusste. Die älteren Mitbewohner haben die

beiden Neuankömmlinge so richtig unter ihre Fittiche genommen.

Sie haben angefangen, sie in den Speisesaal und wieder zurück zu

begleiten, ihnen laut aus der Bibel vorzulesen und ihnen, unabhängig

von ihren eigenen stimmlichen Qualitäten, christliche Lieder

vorzusingen. Eine solch grosse Veränderung in der gegenseitigen

Beziehung unserer Heimbe -

wohner zu sehen, hat uns tief

berührt und ermutigt - kommen

doch fast alle aus miserablen

Verhältnissen, geprägt von

Abgestumpftheit und Egoismus,

die in der Vergangen heit die

Beziehungen in ihren eigenen

Familien ruiniert haben.

Zimmer mit Duschraum

Die zwei blinden Bewohnerinnen

Dank Larissas Einsatz konnte unser Hof und der kleine Garten in

einen wunderschönen Sitzplatz umgestaltet werden, der draussen

zum Verweilen einlädt. Fast jeden Morgen sehen wir die beiden

blinden Frauen, die es gewohnt waren, irgendwo eingesperrt zu

sein, wie sie in Begleitung von anderen einen kleinen Spazier gang

machen, draussen auf einer Bank angeregt diskutieren oder

Bibelverse hören.

Ab und zu haben wir natürlich

auch schwere Ereignisse zu verkraften.

Diese Woche ist eine

unserer Heimbewohnerinnen

gestorben. Aber auch das

gehört zu unserem Leben.

Trotzdem macht es uns sehr froh

zu verstehen, dass Gott uns hier

als seine Werkzeuge ge braucht,

um seine Liebe diesen Men -

schen gegenüber sichtbar werden

zu lassen. Glauben Sie uns, die Zeit, die sie bei uns verbringen,

gehört zu den glücklichsten Momenten, die sie in ihrem ganzen

Leben erfahren haben. Ich danke Ihnen im Namen all unserer

Bewohnerin nen und Bewohner ganz herzlich für ihren treue Unter -

stützung. Der Herr segne Sie überreich dafür!


„Gott Hat micH NicHt vERGESSEN!“ PoRtRait EiNER HEimBEwoHNERiN

Obwohl in ganz Osteuropa vieles im Umbruch ist, sind es vor allem

die armen Menschen, die von der Regierung oft völlig allein gelassen

werden. So auch in Georgien – wenige profitieren vom wirtschaftlichen

Aufschwung im Land, aber ein Grossteil der

Bevölkerung lebt in Armut und Elend. Für sie ist oft kein Ausweg

aus dem Leid sichtbar. Wenn solche Menschen Gottes Güte und

Fürsorge ganz real erleben, ist ihre Freude nicht mit Worten auszudrücken.

Eine dieser herzbewegenden Geschichten erfahren wir

von Nana Kharchilava. Sie gibt auch uns die Kraft und

Entschlossenheit, treu unseren Auftrag weiterzuführen.

Nana wurde in einem kleinen Dorf in Georgien in eine arme

Bauersfamilie hineingeboren. Kurz nach ihrem zehnten Schuljahr

heiratete sie bereits und gebar bald einen Sohn. Doch im vierten

Ehejahr starb ihr Mann überraschend an einem Herzinfarkt. Nanas

Eltern halfen ihr so gut sie konnten, ihren Sohn aufzuziehen. Nana

lernte nebenbei Haare zu schneiden, doch das brachte kaum

zusätzlich Geld ein. In ihrem kleinen Dorf lebten fast alle wie eine

Familie zusammen und so wurde von Nana meistens erwartet, dass

sie die Haare gratis schneiden soll. 1980, als die Olympischen

Spiele nach Moskau kamen, versuchten viele, in der Hauptstadt

eine neue Existenz aufzubauen. Auch Nana versuchte ihr Glück und

wanderte nach Moskau aus. Es gelang ihr tatsächlich, dort eine

eigene Existenz aufzubauen. Doch dieses Glück hielt nicht lange an.

In Georgien brach ein Bürgerkrieg aus. Nanas Bruder und seine

Familie verloren dabei alles und wurden Flüchtlinge. So musste

Nana Moskau wieder verlassen, um ihrem Bruder und seiner

Familie beizustehen. In der Ukraine mietete sie für alle zusammen

eine Wohnung. Auf sehr engem Raum versuchten sie gemeinsam

über die Runden zu kommen. In dieser Zeit lernte Nana einen

Musiker kennen und heiratete ihn. Doch nach einiger Zeit stellte sie

fest, dass ihr neuer Mann immer mehr zu trinken begann und so

zogen erneut dunkle Wolken über der Familie auf. Nach langem

hin und her hatten Nana und ihr Mann die Gelegenheit, in einer

christlich geführten Reha-Arbeit unterzukommen. Ihr Mann hörte

auf zu trinken und sie entschieden sich beide, Christus nachzufolgen.

Doch nach zwei Jahren verfiel ihr Mann erneut dem Alkohol.

Weil seine Leber bereits krank war, hatte dies fatale Folgen für

seine Gesundheit, so dass er starb. All diese Erlebnisse setzten Nana

so sehr zu, dass sie immer mehr unter körperlichen Schmerzen litt.

Die Arthrose in ihren Knien schmerzte so sehr, dass sie zeitweise

kaum noch gehen konnte. Das Geld für medizinische Behand -

lungen reichte nicht lange aus, so dass Nana gezwungen war, ihre

Wohnung in der Ukraine wieder aufzugeben und in ihr kleines

armes Dorf in Georgien zu ihren Eltern zurückzukehren. Ihre Mutter

war aber inzwischen gestorben. So lebte Nana bei ihrem Vater, den

sie über 20 Jahre nicht mehr gesehen hatte. Nebst all den körper-

lichen Schmerzen belastete Nana zusätzlich,

dass es ihr nicht mehr vergönnt war, sich von

ihrer Mutter zu verabschieden. Nana fühlte

sich sehr einsam, weil sie hier keine

Gemeinschaft mit Christen hatte und es in

der Umgebung keine christliche Gemeinde

gab. Sie träumte davon, eines Tages wieder

eine einfache Wohnung in der Nähe einer

Gemeinde zu mieten. Doch ihre finanzielle

Situation liess jegliche Hoffnung für diesen

Traum im Sand versinken. Dennoch betete

Nana beharrlich weiter und vertraute darauf,

dass Gott sie nicht im Stich lassen wird. Eines

Tages erhielt Nana Besuch von einer alten

Schulfreundin, die sie seit ihrer Kindheit nicht

mehr gesehen hatte. Diese Freundin kannte

unser Altersheim, das die Osteuropa-Mission

in Tbilisi betreibt. So ging Nanas lang ersehnter

Traum doch in Erfüllung. Sie erhielt ein

Platz im Altersheim, wo sie wunderbar

betreut wird, Gemeinschaft mit anderen

Christen hat und sich nicht mehr um ihr tägliches

Überleben sorgen muss. Nana konnte

ihr Glück kaum fassen und sagte: „Ich lebe

hier wie eine Königin. Das ist ein grosses

Wunder Gottes.“ Dank der treuen

Unterstützung von Missionsfreunden in der

Schweiz darf Nana nach jahrelanger

Leidenszeit einen entspannten und glücklichen

Lebensabend in der Gemeinschaft verbringen.

UNGARN: Ausser Gefahr durch rechtzeitige Hilfe

Unser ungarischer Mitarbeiter Attila Kereszi schreibt:

Bei Familie Kuklis hatte sich die Küchendecke

gesenkt und war in der Ecke eingebrochen. Als wir

mit der Reparatur begannen und die Decke öffneten,

erschraken wir über den schlechten Zustand des

Gebälks, das völlig verrottet und teilweise gebrochen

war. So konnte das Holzgerüst mit der darauf

liegenden Betonschicht natürlich nicht halten. Es

stellte sich heraus, dass bei der Dachkonstruktion morsche und

brandgeschädigte Holzbalken verwendet worden waren. Durch

diese Nachlässigkeit war die ahnungslose Familie (sie haben 12

Kinder) in große Gefahr geraten. Die Decke hätte jederzeit einstürzen

und auf eines der Kinder fallen können. Als die Mutter sah,

was beim Abbruch alles zum Vorschein kam, kamen ihr die Tränen.

Nun ist die Renovation abgeschlossen und

die Mutter bedankt sich ganz herzlich für die

Hilfe der Schweizer Mission, welche die dringende

Renovation ermöglicht hatte. Ich bin

froh, dass wir dieser Familie mit Eurer

Unterstützung helfen konnten.


NEUES LEBEN

UKRAINE: Erlebnisbericht unseres

Mitarbeiters Gabor Toth

Gabor und Kati Toth kamen vor einigen Jahren

in Kontakt mit unserer Mission, als sie eine

entscheidende Wendung in ihrem persönlichen

Leben erfuhren. Heute sind sie als unsere

Mitarbeiter in der Region Beregowo unter

den Armen, vorwiegend Roma tätig, wo sie

den Kindern Lesen und Schreiben beibringen,

Kinder- und Jugendtreffen organisieren und

vielen bedürftigen Familien mit Rat und Tat

zur Seite stehen. Wir kennen sie als sehr fröhliche

und unermüdliche Mitarbeiter.

„Ich lebe mit meiner Frau und unseren

zwei Kindern in Kuklya, in Transkarpathien.

Ich bin 38 Jahre und meine Frau Katalin 36

Jahre alt. Die meisten unserer 19 Ehejahre

waren recht stürmisch, doch vor sieben

Jahren ist uns Gott begegnet und mit Ihm

kam auch Frieden in unsere Herzen und

unsere Familie. Seitdem dienen wir dem

Herrn mit ganzem Herzen und mit all unserer

Zeit.

Gabor mit Einsatzgruppe im Zigeunerdorf

unser Leben zu verbessern, aber ich lehnte den besseren Weg

immer ab. Wir waren beide religiös erzogen worden, als Kind

ging ich in die Reformierte, meine Frau in die Katholische Kirche

– den Herrn jedoch kannte keiner von uns. Obwohl ich die

Kirche besuchte, schenkte ich dem Wort Gottes keine

Aufmerksamkeit und wartete oft nur darauf, endlich wieder

wegzukommen. In der Zwischenzeit kam meine Frau zum

Glauben an Jesus Christus, bat Gott um Hilfe und begann intensiv

für mich zu beten.

Eines Tages, als ich in Beregowo war, fiel mir eine Gruppe von

Menschen auf, die auf der Strasse evangelisierte. Der Prediger

zitierte gerade Jesus, wie er die müden Sünder zu sich ruft. Die

Botschaft traf mich mitten ins Herz und ich fing an, die

Gemeinde zu besuchen, wo ich den Herrn mehr und mehr kennenlernen

durfte. So entschied auch ich mich für Jesus Christus.

Je näher wir zu Gott kamen, umso mehr hat er uns verändert.

Ich begann, in meiner Umgebung das Evangelium zu verkünden

und zu erzählen, was Gott in meinem Leben getan hat. Kurz darauf

traten meine Frau und ich in den Dienst der Gemeinde und

wurden auch Mitarbeiter der Osteuropamission.

Kati gibt Unterricht

Ich kam als Mitglied einer Großfamilie auf

die Welt und bin das achte von zehn

Kindern. Meine Eltern haben sehr hart

gearbeitet und auch ich musste meinen Teil

dazu beitragen. Ich habe jung geheiratet

und schon bald darauf kamen die Kinder.

Arbeit und Verant wortung nahmen immer

mehr zu in meinem Leben. Um davon

Abstand zu gewinnen, ging ich viel von

Zuhause weg und schloss da und dort

Freundschaften. Ich fühlte mich von

Alkohol, Zigaretten und den Kumpels stark

angezogen. Dabei merkte ich gar nicht,

dass der Weg, den ich ging, immer schlechter

und holpriger wurde. Mein Familien -

leben ging den Bach hinunter, zu Hause

hatten wir ständig nur noch Streit. Meine

Frau tat alles, um mich zu ändern und

Durch unseren Dienst an bedürftige Menschen sehen wir Tag für

Tag die Armut und Not in ihren Leben, aber auch die

Dankbarkeit. Es ist immer eine große Freude, wenn wir den

Familien mit Lebensmitteln, Kleidung oder Brennholz helfen

und gemeinsam mit ihnen beten können. Gott gibt uns seine

Liebe, Kraft und Weisheit für diesen Dienst. Der Herr sagt: „Rufe

mich an am Tag der Not, so will ich dich erretten, und du sollst

mich ehren“ (Psalm

50,15). Das haben

meine Frau und ich

persönlich erlebt

und wir sind dankbar,

dass wir die

gute Nachricht an

andere weitergeben

dürfen.“

Gábor Tóth, Kuklya

Kati und Gabor


O STEN A KTUELL

NotHiLFE

NOTHILFE- AUFRUF

Innerhalb kurzer Zeit erreichten uns gleich mehrere

Anfragen für Nothilfe.

ALBANIEN: Die Familie

Jaupai wohnt in Ninesh,

Süd-Albanien. Anfang Mai

starb Mutter Valentina, sie

litt an Brustkrebs. Kurz vor

ihrem Tod sagte sie: „Ich

habe Frieden gefunden

und fühle mich erleichtert.

Flatun besucht Valentina Gott hat mich mit 4

Kindern glücklich gemacht,

sie gehören vor allem IHM. Die Kinder sind zwischen 7 und

17 Jahre alt. Zusammen mit den Grosseltern wohnen jetzt 7

Personen im alten, reparaturbedürftigen 2-Zimmerhaus. Das

Dach rinnt und die Türen sind undicht, es gibt keine richtige

Toilette und nur kaltes Wasser. Vater Teki findet nur

Gelegenheitsjobs. Er weiss nicht, wie er die Schulden von

umgerechnet CHF 450.-/ Euro 360.- und die anstehenden

Reparaturen bezahlen soll.

UNGARN: In Kiskunmajsa, Süd-Ungarn, kümmert sich

Kontaktperson Attila Kérészi um die Familie Fodor. Mutter

Ilona ist verwitwet, ihr Mann nahm sich im März 2012 das

Leben. Die 3 Kinder sind zwischen 10 und 17 Jahre alt. Ilona

arbeitet in einem Gänsemastbetrieb, aber momentan ist sie

sehr erschöpft. Und nun ist

auch noch die Waschmaschine

defekt, für den Ersatz haben sie

kein Geld. Bereits im letzten

Winter konnte Ilona die Gas -

rechnung nicht bezahlen und es

wurde sehr kalt in den 2

Räumen. Attila überraschte die

Familie mit einem Holzofen

und Brennholz, gespendet von

Gönnern der OEM Schweiz.

Nun würde er sich freuen,

wenn er ihnen auch eine

Wasch maschine für CHF 400.-/

Euro 320.- kaufen könnte.

Familie Fodor

RUMÄNIEN: Familie Sziki

aus Viisoara (West-Rumänien)

hätte die Möglichkeit, eine

Kuh zu halten. Doch der

Betrag von CHF 600.-/ Euro

480 übersteigt auch hier das

mehr als knappe Budget, ausserdem

haben sie noch

Schulden für den Hausaus -

Familie Sziki

bau. Der Vater ist nach einem Unfall IV-Rentner und die

Mutter erhält in dieser Gegend kaum Arbeit. Ihre 5 Kinder

sind alle in der Schule oder in der Ausbildung.

Auch aus Brasov, Zentral-Rumänien, erreichte uns ein

Hilferuf. Familie Husti und ihre 3 Kinder teilen sich 2 Räume

in einem Wohnheim. Der 12-jährige Sohn Robert ist wegen

einer Hirnkrankheit im Spital von Câmpina, wo er auch die

Schule besucht. Da die Versorgung in den rumänischen

Spitälern nicht gewährleistet ist, reisen die Eltern so oft als

möglich zu ihrem Sohn und bringen ihm Lebensmittel und

die nötigen Medikamente mit. Cristinel

erhält als Maurer nur unregelmässig

Arbeit zwischen Frühling und Herbst, die

Schulden für die tägliche Ver sorgung be -

tragen bereits über CHF 500.-/ Euro 400.-

Spenden mit Vermerk „Nothilfe“ leiten wir

gerne an die Familien weiter. Herzlichen

Dank für Ihr wertvolles Mittragen!

Robert Husti

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PATENSCHAFTS-

COUPON

Ich bitte um Information über:

❏ Kinderpatenschaft

FERIENLAGER 2013

Für Kinder in Osteuropa

Auch in diesem Jahr möchten wir Kindern aus armen Familien in

Osteuropa ermöglichen,an einem unserer Ferienlager teilzunehmen.

Diese bieten den Kindern nicht nur Erholung, Entspannung und gutes

Essen, sie hören und lernen viele Dinge, die ihnen eine neue

Lebensperspektive aufzeigen und wegweisend für die Zukunft sein können.

Wenn Sie einem Kind solche Ferien schenken möchten

(Kosten CHF 80.- / Euro 60.-), vermerken Sie „Ferienlager“,

vielen Dank.

❏ Seniorenpatenschaft

S

❏ Mitarbeiterpatenschaft

S

❏ M

❏ M

Name:______________________

Strasse:______________________

Plz:_________________________

Ort:_________________________

Bitte zusenden an:

Stiftung Osteuropamission,

Postfach 43, 8624 Grüt

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