Auch - die Verfilmung des die ärzte Albums - Die Kunstagentin

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Auch - die Verfilmung des die ärzte Albums - Die Kunstagentin

auch

Die Verfilmung des neuen die ärzte Albums


Einleitung

Die Musikindustrie steht am Abgrund.

Seit mehr als zehn Jahren verweilt sie dort und bewegt sich nicht.

Hot Action Records, das Plattenlabel der die ärzte wurde dessen

überdrüssig und machte einen gewagten Schritt nach vorne:

Das komplette Album AUCH der ärzte wird pünktlich zum

Platten-Release auf youtube gestellt.

Alle 16 Lieder illustriert mit 16 Videos. Einfach so.

Dafür galt es ein Präsentationkonzept zu entwickeln, das einerseits

visuell abwechslungsreich ist, andererseits den Album-Charakter

unterstützt und vor allem:

Das auf youtube funktioniert.

Wir beschlossen den ärzten ein Cutout-Design zu verpassen und sie

anschließend zu jagen. Das komplette Album über.

Vom ersten bis zum letzten Song.

Wir hetzen die Band über Wald, Wiesen und Friedhöfe, durch

Buchstabenwüsten, den Weltraum, durch Himmel und Hölle.

Und durch Salzburg.

Dabei sollte jeder einzelne Clip einen eigenen starken Charakter

erhalten, deswegen wurde jeder Clip von einem eigenen Regisseur /

Illustrator mit einem prägnanten Stil gestaltet und erstellt.

Als »Klammer« die die einzelnen Filme als Album zusammenhält und

den Zuschauer durch die Lieder und Welten führt, wurde das

konstante Design der gejagten Band verwendet.

So entsteht eine Serie verschiedenst gestalteter Clips die dennoch

ganz klar zusammengehören.

Nicht zuletzt in ihrem unbedingtem Streben die »beste Band der

Welt« zur Strecke zu bringen.

Bernhard Schmitt

Creative Director


Produktionsnotiz

Die Produktion von 16 Videoclips für das neue die ärzte Album

„AUCH“ war ausgeschrieben als konzeptioneller Wettbewerb und

„Drittmittelprojekt“ der Filmakademie Baden-Württemberg. Über eine

Absolventin in Ludwigsburg, die Regisseurin Tine Kluth, kam meine

Firma Pony Productions an den Auftrag.

Meine Partnerin und ich waren uns schnell darüber einig, die Herausforderung

annehmen zu wollen – obwohl uns der Umfang des

Projektes, der zeitliche Rahmen und die budgetären Grenzen großen

Respekt einflößten.

Schnell war klar, dass die Band nur drei Tage Drehzeit zur Verfügung

hatte. In dieser kurzen Zeit 16 Musikvideos in den Kasten zu bekommen,

schien erst einmal fast unmöglich.

Der wichtigste Mann am Set war demnach der erfahrene Regieassistent

und Schauspielcoach Henrik Holler, der es nicht nur geschafft

hat, den unglaublichen Drehplan von knapp 300 Einstellungen ohne

Überstunden einzuhalten, sondern der auch als Spielpartner der

Band einen atemberaubenden Job machte.

(unvergessen die Rasentraktor Wettrennen!)

Nach Abschluss der Dreharbeiten übernahm unser Visual Effects

Supervisor Tom Degel die riesigen Datenmengen, schätzungsweise

mehr als eine halbe Million Einzelbilder.

Tom stellte mit seinem Team die Bewegungen „frei“, also schnitt die

Figuren der die ärzte aus und richtete einen großen, streng geschützten

Server im Netz ein, auf dem dann alles für die Regisseure (die in

Deutschland, Österreich und England arbeiteten) abrufbar war.

Die sechzehn Regisseure und Teams überhaupt zu finden, an Bord

zu holen und über knapp fünf Monate zu betreuen war der anspruchsvolle

Job von Bernhard Schmitt, Creative Director des Projektes.

Für mich als Produzentin war dabei immer wieder der berühmte

Spagat vonnöten: wir hatten, verteilt auf die vielen einzelnen Positionen,

kaum Budget, mussten also ein klassisches Studentenfilmprojekt

abwickeln.

Gleichzeitig aber produzierten wir für eine renommierte, die beste,

Band und mit sehr erfahrenen, sowie hoch potentiellen Kreativen.

Das war für uns alle nur möglich, weil das ganze Team bereit war, viel

Vertrauen in die Sache zu legen, miteinander zu reden, offen zu sein

und zuzuhören.

Der Einsatz aller Beteiligten macht mich sehr stolz und die

Einzigartigkeit der Ergebnisse spricht für sich.

Barbara Wressnig,

Produzentin

Pony Productions Television und Film GmbH


Pony Productions

Pony Productions ist, wie der Name schon sagt, eine kleine aber

überaus robuste Filmproduktionsfirma mit Sitz in Berlin, geführt von

zwei Cousinen namens Barbara Wressnig und Gwendolin Szyszkowitz-

Schwingel.

Im April 2009 gegründet und somit erst stolze zwei Jahre alt befinden

sich auf der Filmographie große Namen wie Bertelsmann und

Mercedes Benz.

Nebenher entwickeln die beiden Produzentinnen mit viel Herzblut

Dokutainment Konzepte wie „Jetzt oder Nie“, ein Format in dem es

darum geht, älteren Menschen Herzenswünsche zu erfüllen, realisieren

filmbegleitende Reportagen zu großen TV-Events und arbeiten

an der Realisierung von innovativen Online Konzepten wie einem

Reiseführer für die Deutsche Bahn.


Bernhard Schmitt

Creative Director

Geboren 1980 in Würzburg, wuchs Bernhard Schmitt in Erlangen auf.

An der Fachhochschule Mainz studierte er Medien- und Grafikdesign.

Er arbeitet als freier Stopmotion-Animator und Animation-Rigger bei verschiedenen internationalen

Produktionen, unter anderem bei Aardmann und Tim Burtons Frankenweenie.

Gelegentlich schreibt er auch Konzepte und Treatments.

Er lebt und arbeitet in Berlin.

Was hat Dich dazu bewogen bei dem Projekt mitzumachen?

Tine hat mich gefragt, ob wir ein Konzept für den Pitch entwickeln

wollten und da ich vom Musikvideomachen nicht die geringste

Ahnung hatte, hab‘ ich sofort »Ja« gesagt.

Zudem fand ich den Ansatz des Plattenlabels sehr interessant, das

Album am Tag des Erscheinens komplett ins Netz zu stellen.

Es reizte mich, ein Format zu entwickeln, dass explizit auf youtube

funktionieren sollte.

Welcher ist Dein persönlicher Bezug zu den ärzten?

Die ärzte haben mich in sehr jungen Jahren über Themen wie

Sodomie und Inzest aufgeklärt.

Das prägt und schafft persönlichen Bezug.

Was war die größte Herausforderung?

Die größte Herausforderung war 16 völlig verschiedenen Gestaltern/

Teams einerseits so viel kreative Freiheit zu lassen wie nur irgend

möglich, andererseits darauf zu achten, dass alle 16 Clips eine

Einheit bilden und der Albumcharakter erhalten bleibt.


Die Filme

Ist das noch Punkrock?

Bettmagnet

Sohn der Leere

TCR

Das darfst du

Tamagotchi

M&F

Freundschaft ist Kunst

Angekumpelt

Waldspaziergang mit Folgen

Fiasko

Miststück

Das finde ich gut

Cpt. Metal

Die Hard

zeiDverschwÄndung

- Oliver Martinovic, Nico-John Dengg

- Anja Hartmann, Natalie Heinlein

- Angela Wittchen, Niklas Hughes

- Frank Höhne

- Holger Braune

- Pia Djukic

- Florian Sänger

- Björn Ullrich

- Tobias & Fabian Roettger

- Kirill Abdrakhmanov

- Johannes Baptista Ludwig

- Shot Shot Shot

- Fufu Frauenwahl

- LWZ

- Thomas Kaufmann, Florian Rößler

- Tine Kluth


01 Ist das noch Punkrock?

Link zum Film


Oliver Martinovic

Nico John Deng

Seit seiner Geburt 1976 lebt Oliver Martinovic in Frankfurt am Main.

Wie sein Kollege Nico-John Dengg hat auch er an der Fachhochschule Mainz studiert.

Er erstellt vorwiegend angewandte, animierte Videos und ist spezialisiert auf Motion Graphics.

Darunter finden sich auch Arbeiten wie Trailer für Filmfestivals, Videos für Kunstinstallationen

und wenn es seine Zeit zulässt, Experimente im Animations-/Videobereich.

Nico-John Dengg wurde 1976 in Wetzlar geboren und wuchs in einem kleinen Dorf Namens

Weyer, unweit von Limburg, auf.

Von dort aus zog es ihn an die Fachhochschule Mainz wo er 2005 sein Diplomstudium in

Mediendesign erfolgreich beendete. Seither macht er Videos und Musik, mal für Geld, mal für

sich selbst. Sein Talent als Motion Designer wurde unter anderem von der Automobil- und

Modebranche entdeckt. Privat ist die Musik seine große Leidenschaft.

Was hat Euch dazu bewogen bei dem Projekt mitzumachen?

Nico-John Dengg: Ich wollte immer schon mal ein Musikvideo im größeren

Stil für eine bekanntere Band machen, der Musikvideosektor

hat mich einfach immer schon gereizt.

Was ist Euer persönlicher Bezug zu den ärzten?

Nico-John Dengg: Mein Bezug zu den ärzten ist der Film Richi Guitar.

Was hat euch zu dem Video inspiriert?

Nico-John Dengg: Begonnen hat alles mit einer Bleistiftskizze. Dann

haben wir uns über den Look Gedanken gemacht. Der Gedanke war

das Ganze in eine Modellbau- bzw. Spielzeugwelt zu packen. Wir

wollten auf spielerische Weise die Engstirnigkeit einiger Punkrocker

auf die Schippe nehmen.

Oliver Martinovic: Wir hatten uns drei Konzepte ausgedacht, eines

davon hatte als Idee in diese Modelleisenbahn-Hobbybastler- Welt

einzutauchen. Wir haben dann angefangen uns in entsprechenden

Geschäften und Modelleisenbahnwelten umzuschauen, im Modellbahnhof

Stockheim zum Beispiel. Das ist eine sehr faszinierende Welt

für sich, die stecken da sehr viel Liebe und Energie rein.

Mit welcher Technik arbeitet Ihr? Was ist das Besondere daran?

Nico-John Dengg: Wir haben hauptsächlich mit 2D gearbeitet, dazu

kam noch Stoptrick und auch etwas 3D Animation. Realbild (z.B. die

vor Bluescreen an Fäden wie eine Marionette animierten Handschellen)

haben wir auch mit reingepackt.

Was war die größte Herausforderung?

Oliver Martinovic: Viele kleine Dinge, die am Ende ein großes Video

ergeben. Aber am Anfang die ganzen Elemente aus dieser Modelleisenbahnwelt

zu organisieren war sicherlich die Größte.

Wir hatten ja ein Skript, wo klar war welche Elemente wir brauchen

und einige Elemente gab es leider nicht im Modelleisenbahnbereich.

Die alle zu organisieren hat locker 2-3 Monate parallel zur eigentlichen

Produktion gedauert.


02 Bettmagnet Link zum Film


Anja Hartmann

Natalie Heinlein

Anja Hartmann wurde 1983 im Schwabenlande geboren.

Von 2003 bis 2008 absolvierte sie ihr Diplom-Studium für Audiovisuelle Medien. Seit 2009

studiert sie Motion Design an der Film-Akademie Baden Württemberg.

Heute arbeitet sie für diverse Medien- und Szenografieagenturen in Stuttgart und Berlin.

Natalie Heinlein wurde 1986 in Bamberg geboren.

Von 2007 bis 2009 studierte sie

Kommunikationsdesign an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Gegenwärtig absolviert sie

ihr Diplom an der Film-Akademie Baden-Württemberg im Bereich Motion Design.

Besonders auffällig ist die Vorliebe für handwerkliches Arbeiten in Kombination mit den zeitgemäßen

digitalen Techniken.

Was hat Dich dazu bewogen bei dem Projekt mitzumachen?

Anja Hartmann: Hauptsächlich die ärzte. Schon als ich das erste mal

von dem Projekt gehört hatte, und dann auch in die Lieder reinhören

durfte, habe ich mir sofort gedacht, dass ich da gerne mitmachen

würde.

Was ist Dein persönlicher Bezug zu den ärzten?

Anja Hartmann: Die ärzte waren immer präsent in meinem Leben, ich

bin mit der Musik praktisch aufgewachsen. Und da war immer etwas

dabei, was man toll fand.

Was hat Euch zu dem Video inspiriert?

Anja Hartmann: Wir hatten ja einen Bela B. Song und wussten, dass

Bela immer wieder mal bei Trash Filmen mitgespielt hat und anscheinend

auch ein Trash Film Freund ist. Also haben wir uns dafür

entschieden, dass Video im Stil der Demoreels zu halten.

Wir haben versucht möglichst viele Charaktere mit rein zu bekommen,

wie zum Beispiel die 20 Meter große Frau oder die Zombies.

Die Essenscharaktere waren konzeptionell bereits vorgegeben.

Mit welcher Technik habt Ihr gearbeitet?

Anja Hartmann: Wir haben mit After Effects gearbeitet. Wir haben die

Dinge mit Hand gezeichnet und in Photoshop coloriert und dann am

Computer animiert.

Was war die größte Herausforderung?

Anja Hartmann: Wir haben zu zweit an dem Projekt gearbeitet, haben

natürlich unterschiedliche Herangehensweisen und haben unsere

Ideen episodenhaft zusammengebracht.


03 Sohn der Leere Link zum Film


Angela Wittchen

Nik Hughes

Angela Wittchen (Regie, Story & Illustration)

und Niklas Hughes (Regie & Animation) sind seit ihrem Studium als Illustratoren und Grafik-

Designer national und international für Design- und Werbeagenturen, Filmproduktionsfirmen

und Verlage tätig.

Sie haben Illustrationen für verschiedene Magazine wie „Mare“ und „Psychologie Heute“, den

Dokumentarfilm „Bulb Fiction“ (2011), für Albert Schweizer Kinderdörfer, Städtische Kommunen

und viele weitere Projektpartner aus Kunst, Kultur, Werbung und Wirtschaft verwirklicht.

Mit einem grimmigen Kater und einem Faible für Arcade-Automaten leben und arbeiten sie

gemeinsam freischaffend in Hamburg.

Was hat Euch dazu bewogen bei dem Projekt mitzumachen?

Eigentlich stand für uns sofort fest, dass wir mitmachen, als wir gehört

haben, dass es um die ärzte geht. Die Voraussetzungen, unter denen

wir das Projekt machen konnten, waren fantastisch. Die Ansage war:

Tobt Euch aus. Das ist bei den meisten Projekten dieser Art eher

untypisch.

Was ist Dein persönlicher Bezug zu den ärzten?

Vor dem Projekt hatte ich keinen großen Bezug zur Band. Ich war

kein ausgewiesener ärzte Fan. Ich fand die immer schon ziemlich

witzig, aber ich hatte auch nicht all zu viel Ahnung. Nik konnte mir

mit Hintergrundwissen zu den ärzten dann zum Glück weiterhelfen.

Er kannte sich mit der Bandgeschichte und den Songs wesentlich

besser aus als ich, was wohl auch mit seiner Punk-Vergangenheit

zusammenhängt.

Was hat Euch zu dem Video inspiriert?

Es hat sich ziemlich schnell gezeigt, dass das Nostalgie-Thema in

Verbindung zum Songtext viel Potenzial hat. Wir haben viele Zitate

aus älteren Songs eingebaut, von denen manche vermutlich nur eingefleischte

Fans und die ärzte selbst erkennen. Und auch die ärzteuntypische

Stimmung des Songs hatte nach dem ersten Mal Hören

Einfluss auf die Gestaltung.

Mit welcher Technik habt Ihr gearbeitet?

Handgezeichnete Bleistiftillustrationen, die eingescannt, nachbearbeitet,

koloriert und dann anschließend animiert wurden.

Was war die größte Herausforderung?

Zu Beginn haben wir erst mal angefangen, Ideen zu sammeln.

Viele davon konnten wir am Ende leider gar nicht umsetzen,

weil der Song sonst doppelt so lang hätte sein müssen. Wir haben

nicht vorne angefangen und dann immer weiter gezeichnet

bis zur letzten Szene, sondern kreuz und quer Ideen gesammelt

und Szenen animiert - ohne zu wissen, ob es hinterher

wirklich funktioniert. Am Ende des Projekts waren wir dann

ziemlich erleichtert, als wir sahen, dass es im Schnitt klappte.


04 TCR Link zum Film


Frank Höhne

Frank Höhne, geboren 1981 in Ost-Berlin, nahm 2001 das Studium für Visuelle Kommunikation

in Essen auf.

2006 wechselte er zurück nach Berlin an die Kunsthochschule-Weißensee um Illustration zu

studieren.

Seither ist er als freier Illustrator für diverse Magazine und Labels tätig.

Seit 2010 ist er Vater und das ist gut so.

Frank Höhne lebt und arbeitet in Berlin-Kreuzberg.

Was hat Dich dazu bewogen bei dem Projekt mitzumachen?

Bernie hat gefragt und »ärzte« gesagt.

Welcher ist Dein persönlicher Bezug zu den ärzten?

Die ärzte waren die erste Band, die ich wirklich gehört habe.

Ich erinnere mich an Fahrradtouren mit sieben Jahren als ich mit meiner

Schwester „Schwanz ab“ gesungen habe und meine Eltern uns

gezüchtigt haben.

Die ärzte früher“, „Nach uns die Sintflut“ und „Westerland“ kann ich

heute noch auswendig mitsingen, obwohl ich die Band nicht weiter

verfolgt, geschweige denn gehört habe.

Die ärzte haben mich sehr geprägt in Zeiten als das noch möglich

und vor allem richtig war.

Was hat Dich zu dem Video inspiriert?

Erklärt sich aus Antwort 2, oder?

Mit welcher Technik hast Du gearbeitet?

Stift und Computer. Also erst Stift und dann mit Computer bewegt.

Was war die größte Herausforderung?

Zu verstehen wie das bewegen am Computer wohl funktioniert.

Dabei habe ich Einiges gelernt, allerdings erst in der letzten Woche.


05 Das darfst du

Link zum Film


Holger Braune

Holger Braune wurde 1969 in Berlin (West) geboren.

Bereits als Jugendlicher zeichnete er Comics und drehte eigene Kurzfilme auf Super 8.

Nach dem Abitur 1989 studierte er zwei Semester Politik- und Filmwissenschaften. Nach

einem halbjährigen Sprachschulaufenthalt in Rom absolvierte er diverse Praktika bei Film- und

Fernsehproduktionsfirmen in den Bereichen Kamera, Schnitt, Redaktion und Aufnahmeleitung.

Von 1994 bis 1996 besuchte er die Staatliche Fachschule für Optik und Fototechnik Berlin (Abschluss:

Kamera). Seitdem arbeitet er als freiberuflicher Kameramann, vorwiegend für Fernsehen

und Dokumentarfilm.

Nebenher ist er als Illustrator tätig und realisiert eigene Trickfilme.

Was hat Dich dazu bewogen bei dem Projekt mitzumachen?

Ein solches Gemeinschaftsprojekt hat es in der Form noch nicht

gegeben, und da will man natürlich dabei sein. Das Besondere war,

dass keiner von uns wusste, was der andere genau macht, und wir

auch bis zum Ende nichts von den anderen Clips zu sehen bekamen.

Welcher ist Dein persönlicher Bezug zu den ärzten?

Ich war nie ein ausgewiesener ärzte Fan, fand die Band aber immer

cool, weil sie sich (trotz Riesenerfolgs) im Gegensatz zu fast allen

anderen deutschen Bands nie erkennbar dem Mainstream angedient,

sondern immer ihr Ding gemacht hat. Dass sie bis heute z.B. noch nie

Werbung gemacht haben, rechne ich ihnen hoch an.

Was hat Dich zu dem Video inspiriert?

Das war Steven Spielberg mit seiner Verhunzung der wunderbar

grafisch reduzierten „Tim und Struppi“-Comics durch einen kopflos

überladenen 3D-Digitalschrott-Blockbuster. Da fand ich, es sei an der

Zeit, dem einen ganz einfachen, handgemachten und holprigen Stop-

Motion-Clip entgegenzusetzen.

Mit welcher Technik hast Du gearbeitet?

Einer Kombination aus Stop Motion und Fototrick. Ich habe zunächst

die Objekte in allen benötigten Perspektiven fotografiert, die Bilder

dann freigestellt, umfangreich bearbeitet (teilweise in Kombination mit

ausgedrucktem und wieder eingescanntem Papier) und schließlich

als Einzelbilder mit den Clips der ärzte zusammengefügt.

Was war die größte Herausforderung?

Die größte Herausforderung war, allein in 2 Monaten 3 1/2 Minuten

Einzelbildanimation zu stemmen! Darüber hinaus war es mitunter

schwierig, die Dramaturgie der Story der Songstruktur anzupassen.


06 Tamagotchi Link zum Film


Pia Djukic

Pia Djukic wurde 1981 in Stuttgart geboren.

Sie begann 1996 Charaktere mit der Sprühdose zu malen, seit 2004 unter dem Namen Fee14.

2006 nahm sie an einem Graffiti Austausch zwischen LA und Stuttgart teil und verschönerte

mit ihrer Crew Betonink in New York zusammen mit PerOne aus der FX Crew die Bronx.

Während ihres Kunststudiums an der ABK Stuttgart experimentierte sie mit Radierungen und

verschiedenen Animationstechniken.

Nebenbei nahm sie an einigen Gruppenausstellungen teil, hielt Graffiti-Workshops und unterrichtete

Character Design an der Kolping Akademie in Fellbach. Seit 2008 lebt sie in Berlin.

Während ihres Zweitstudiums an der HFF in Potsdam-Babelsberg beschäftigt sie sich als

Autorenfilmerin vor allem mit 3D Computeranimation.

Im Sommer 2011 heiratete sie die Liebe ihres Lebens.

Was hat Dich dazu bewogen bei dem Projekt mitzumachen?

Die kreative Freiheit.

Welcher ist Dein persönlicher Bezug zu den ärzten?

Die meisten Songs der ärzte mag ich sehr gern, mehr wegen den

Texten, als wegen dem Sound. Mein Lieblingslied ist „Ich wär‘ gern

Madonnas Dickdarm“. Die Konzerte waren auch immer ein Spaß.

Was hat Dich zu Deinem Video inspiriert?

Computerspiele von Nintendo und Style.

Mit welcher Technik hast Du gearbeitet?

Mischtechnik: Legetrick - viel charmantes Papier - und After Effects.

Was war die größe Herausforderung?

Mit geringem Aufwand das Höchstmaß an Freshness erzielen.


07 M & F

Link zum Film


Florian Sänger

Geboren 1979 in Lippstadt wuchs Florian Sänger in Eichstätt auf.

Schon früh fasste er den Entschluss Design zu studieren, und setzte diesen Entschluss nach

einem Praktikum in Frankfurt am Main an der Folkwang Universität in Essen um.

In Düsseldorf war er für die Agentur V2A beruflich tätig und zog dann für einen Auslandsaufenthalt

an der Danmark Design Skole nach Kopenhagen.

Auch in New York verbrachte er ein Auslandsjahr bei Parsons.

Heute ist der diplomierte Designer als Freelancer in Berlin tätig.

Was hat Dich dazu bewogen bei dem Projekt mitzumachen?

Ich mag die ärzte. Mit ihnen und dieser Art von Musik bin ich aufgewachsen.

Die Freiheit das Video nach meinen eigenen Ideen

umzusetzen hat mich an dem Projekt gereizt. Ich konnte viele Ideen

verwirklichen, die in anderen Projekten keinen Platz hatten. Natürlich

haben materielle Zuwendungen keinerlei Rolle gespielt.

Welcher ist Dein persönlicher Bezug zu den ärzten?

Meine erste ärzte Platte hat mir freundlicherweise ein Schulfreund

auf einer evangelischen Jugendfreizeit vorgespielt. Von da an ging es

bergab.

Was hat Dich zu dem Video inspiriert?

Die Arbeiten von Fritz Kahn, die „Eiserne Lady“, die griechische

Tragödie, der russische Gesellschaftsroman des 19. Jahrhunderts

und Autoverfolgungsjagden haben mich zu dem Clip inspiriert.

Jedes Video braucht eine gute Autoverfolgungsjagd.

Das Actionfilmgenre allgemein hat mir auch gute Anstöße gegeben.

Es gibt noch viele andere Inspirationen und „subtile“ Anspielungen,

aber ich überlasse es dem Zuschauer sie zu finden.

Mit welcher Technik hast Du gearbeitet?

Hauptsächlich Handzeichnungen, dressierte Zirkustiere, Synchronschwimmerinnen

(formen die einzelnen Pixel). Die Massenszenen

wurden mit Spiegeln, Puppen und Dörrfleisch auf Baltrum gedreht.

Was war die größte Herausforderung?

Für mich war es die größte Herausforderung, dass dem Betrachter

des Videos bei der Reise durch einen fremden Körper die eigene

Verletzlichkeit offenbart wird.


08 Freundschaft ist Kunst

Link zum Film


Björn Ullrich

Björn Ullrich wurde 1977 in Frankfurt am Main geboren und lebt seit geraumer Zeit in Berlin.

An der Hochschule für Gestaltung in Offenbach hat er Visuelle Kommunikation (Animation,

Mediensoziologie) studiert und als Diplom Designer abgeschlossen.

Er arbeitet als freischaffender Trickfilmmacher und Kameramann an verschiedenen internationalen

Trickfilmproduktionen, sowie an eigenen Filmprojekten.

Zuletzt arbeitete er für Disney an Tim Burton’s Puppentrickfilm „Frankenweenie“ in London.

Was hat Dich dazu bewogen bei dem Projekt mitzumachen?

Das Konzept ist klasse und es sind die ärzte - die mag man. Das

wahrscheinlich Interessanteste an der Idee war für mich die Tatsache,

dass die real fotografierte Band letztlich in einen Trickfilm Kontext

eingebunden werden würde.

Bereits bei dem Footage-Shoot musste man die ärzte so zu sagen als

Trickfilmcharaktere begreifen und dem entsprechend agieren lassen.

Was den Dreh mit der Band äußerst bizarr und verständlicherweise

urkomisch gestaltete.

Welchen persönlichen Bezug hast Du zu den ärzten?

Die ärzte sind wie Kaugummiautomaten – schon immer da gewesen

und wenn man sie sieht freut man sich.

Was hat Dich zu Deinem Video inspiriert?

Mich hat der Aspekt, dass das Projekt speziell für das Internet, bzw.

für youtube ausgelegt ist, dazu gebracht mich zu fragen, was ich mir

auf solchen Internet Plattformen selber gerne anschaue.

Was unter Anderem animierte Wallpaintings sind. Ich habe mir dann

Farbe und Pinsel geschnappt, mich in einem Raum in unserem Studio

zurückgezogen und angefangen zu malen und zu fotografieren.

Mit welcher Technik hast Du gearbeitet?

Stopptrick. Dabei werden analog Frame für Frame neue Bildinformationen

erstellt. In diesem Fall eben mit Farbe an der Wand.

Was war die größte Herausforderung?

Ich musste irgendwann einsehen, dass ich die ärzte nicht wie ursprünglich

von mir geplant im Cutout-Verfahren (ausdrucken, ausschneiden,

aufbappen) animieren konnte, da dies den zeitlichen

Rahmen ganz einfach gesprengt hätte.

Stattdessen habe ich die digital freigestellten Figuren der Band verwendet

und mit dem von mir erstellten analogen Material am Rechner

zusammen gebaut.


09 Angekumpelt

Link zum Film


Tobias Röttger

Fabian Röttger

Tobias Röttger, geboren 1980 in Aachen ist Grafikdesigner und Illustrator.

Er lebt in Berlin und London, arbeitet für Magazine, entwirft Plattencover und entwickelt Corporate-Designs.

Neben seiner freiberuflichen Tätigkeit ist er auch ein Teil des Grafik-Design-

Büros HORT.

Tobias Röttger wurde unter anderem vom TDC Tokyo, vom ADC Europe und vom ADC

Deutschland mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. Das Wallpaper Magazine wählte ihn 2008

zu einem der besten Absolventen in der Kategorie Grafik-Design.

Doch um Inspiration zu erhalten, muss man auch inspirieren, und so leitete er zusammen mit

Eike König bislang unterschiedliche Workshops, u.a. mit Studenten der FH Mainz und der

Bauhaus Universität Weimar sowie der Udk Berlin.

Was hat Dich dazu bewogen bei dem Projekt mitzumachen?

»Bestie in Menschgestalt« ist das einzige Musik-Album bei dem ich

jeden Song zumindest mitmurmeln kann.

Welcher ist Dein persönlicher Bezug zu den Ärzten?

»Bestie in Menschgestalt« und das live Album »Nach uns die Sintflut«

waren Stützpfeiler meiner Pubertät. Danach habe ich den Blickkontakt

verloren. Durch die Arbeit an dem Clip kam es zur Wiederentdeckung

der alten und neuen Hits.

Was hat Dich zu dem Video inspiriert?

»Yellow Submarine« der Beatles.

Mit welcher Technik habt Ihr gearbeitet?

Lege-Trick.

Was war die größte Herausforderung?

Lege-Trick ist furchtbar aufwendig in der Vorbereitung. Jeder Frame

(Figur, Pose) muss ja einzeln ausgeschnitten werden und Änderungen

sind nach dem Dreh der Szene kaum noch möglich.


10 Waldspaziergang mit Folgen

Link zum Film


Kirill Abdrakhmanov

Kirill Abdrakhmanov wurde Mitte der Siebziger in Moskau geboren.

Er wuchs in Kasachstan und in Estland auf. 1990 kam er mit seiner Familie nach Deutschland.

In Hamburg studierte er Illustration und Kommunikationsdesign an der Hochschule für Angewandte

Wissenschaften.

Seit 2007 lebt er in Berlin, wo er als freiberuflicher Filmemacher im Animationsbereich arbeitet.

Er nahm Teil an diversen Trickfilmprojekten als Animator und Puppenbauer, konzipierte und

animierte Beiträge für Fernsehen und Theater.

Was hat Dich dazu bewogen bei dem Projekt mitzumachen?

Das Projekt war eine Herausforderung und klang sehr interessant für

mich. Außerdem mag ich die Band gerne.

Welcher ist Dein persönlicher Bezug zu den ärzten?

Es gab in meinem Leben eine Phase, da habe ich die Band oft gehört

und verbinde daher viel damit. Die ärzte haben mich über eine Zeit

lang begleitet, jetzt war es besonders schön für mich für eine Band,

die ich mag, zu arbeiten.

Was hat Dich zu Deinem Video inspiriert?

Es gab ja einen gewissen Rahmen, dessen Grenzen ich versucht

habe zu sprengen. Der Song hat mich zu vielen von meinen Ideen

inspiriert, vieles ist aus dem Moment heraus entstanden. Ich habe

aber auch Inspiration durch Filme wie „Yellow Submarine“ oder „The

Big Lebowski“ gefunden.

Mit welcher Technik hast Du gearbeitet?

Ich habe mit einer Kombinationstechnik gearbeitet. Im Prinzip ist das

Video im Computer entstanden, alle Elemente habe ich darin zusammengesetzt.

Die meisten Gegenstände habe ich im Vorfeld Bild für

Bild, in der Bewegung, die ich brauchte, fotografiert.

Was war die größte Herausforderung?

Es war eine Herausforderung für mich, für eine bekannte Band zu arbeiten,

und sich von ihrem Bekanntheitsgrad nicht unter Druck setzen

zu lassen.


11 Fiasko Link zum Film


Johannes Baptista Ludwig

1975 in Würzburg geboren lebt und arbeitet Johannes Baptista Ludwig heute in Köln.

Bereits während seines Studiums zum Kommunikationsdesigner an der Fachhochschule

Mainz erhielt er zahlreiche Preise für seine Animationsfilme. Für seine Arbeiten im Printdesign

wurde er ebenfalls mehrfach ausgezeichnet.

Seit seinem Studium, in dem Ludwig für seine herausragenden Leistungen 2006 ein Auslandsstipendium

für die Bezalel Akademie für Kunst und Desgin in Jerusalem erhielt, ist er als freier

Art Director für verschiedene Agenturen und Unternehmen in ganz Deutschland tätig.

Vielfältig interessiert reflektiert er in seinen mehrfach ausgestellten Kunstwerken auch aktuelle

politische und gesellschaftliche Geschehnisse.

Was hat Dich dazu bewogen bei dem Projekt mitzumachen?

Die LP “Im Schatten der ärzte“ war die erste Platte überhaupt die ich

von meiner Mutter geschenkt bekommen habe. Ich bin quasi schon

seit dem ich 13 Jahre alt bin Fan und deshalb hab ich auch gesagt:

das mach ich.

Welcher ist Dein persönlicher Bezug zu den ärzten?

Siehe oben.

Was hat Dich zu Deinem Video inspiriert?

Ich finde 20er Jahre Kram ziemlich gut, auch filmtechnisch und visuell

generell. Ich dachte mir dann vielleicht kann man das irgendwie verbinden

und verbauen.

Als es dann auch noch um Typografie ging, dachte ich dass man

das vielleicht gut miteinander verbinden könnte, es geht ja auch um

Wortfindung.

Das Video ist relativ impulsiv und intuitiv entstanden. Ich dachte mir,

dass der Punkrock für sich schon knallig ist und wollte daher visuell

und farblich etwas leisere Töne anschlagen, dafür aber die Character

überzeichnen.

Mit welcher Technik hast Du gearbeitet?

Mit digitalem Compositing.

Was war die größte Herausforderung?

Die Zeit – es war die größte Herausforderung das alles in der vorgegebenen

Zeit alleine auf die Reihe zu bekommen.


12 Miststück Link zum Film


ShotShotShot

Shotshotshot ist eine Motion-Design-Boutique, die 2006 in Graz von Daniel Bauer und Richard

Techt gegründet wurde.

Ihre Konzepte und Arbeiten basieren auf Erfahrungen und Einflüssen aus Rock-Musik, Architektur,

Computergrafik und Film.

Von Beginn an nutzten sie ihre Arbeit an Musikvideos um visuelle Ideen und narrative Konzepte

zu erkunden. Bald zogen ihre Konzepte auch gewerbliche Kunden an. Heute arbeitet

ShotShotShot mit dem selben Engagement für lokale Bands und Brands, wie sie es für große

Player wie T-Mobile, Austrian Airlines, A-TV, Microsoft, PKP-BBDO, Young & Rubicam und

Jung von Matt tun.

Shotshotshot ist eine Full Service Agentur, die jedes erdenkliche Format digital und analog

produzierter und bewegter Bilder von der Konzeption bis zur Lieferung herstellt, ohne von der

„do it yourself but without compromise“ -Haltung Abstand zu nehmen.

Was hat Euch dazu bewogen bei dem Projekt mitzumachen?

Daniel Bauer:Wieder mal ein Konzept umsetzen zu können, das

unser Herz erwärmt und damit auch eine Menge an Menschen zu

erreichen.

Welcher ist Dein persönlicher Bezug zu den ärzten?

Mir persönlich war Punk und Fun Punk Ende der 80er sehr wichtig.

Meine jugendlichen Positionierungsversuche führten aber klar zu den

Zitronen und das war nicht sehr ärzte kompatibel. Als Musiker orientierten

wir uns dann mehr an Hardcore und Indiependent Musik aus

den USA, also auch wenig ärzte. Vermutlich sind die ärzte die einzige

deutsche Fun Punk Band der 80er die wir nie live gesehen haben

(obwohl sie des Öfteren vor Ort waren). Schön, dass wir das 20 Jahre

später nachholen können.

Was hat Euch zu dem Video inspiriert?

Daniel Bauer: In erster Linie vermutlich die Kontinuität in unserer

Arbeit, wo das Hantieren und Jonglieren mit Genres und Stereotypen

uns immer wieder interessiert hat. In zweiter Linie aber sicher auch

der Song „Miststück“ und dessen Morricone-artigen Gitarren Passagen,

die uns so manche Western Einstellungen nahegelegt haben.

Mit welcher Technik habt Ihr gearbeitet?

Daniel Bauer: Mixed Media aus Foto Montage und Collage, 2D Animation,

pseudo 3D und richtigen 3D Animationen.

Was war die größte Herausforderung?

Daniel Bauer: Das Budget ;-)


13 Das finde ich gut Link zum Film


Fufu wurde 1974 in der Nähe von Regensburg geboren.

Er studierte in Nürnberg Kommunikations-Design und in Angoulême „La BD“ (Comiczeichnen),

und arbeitet seit 2000 als freischaffender Illustrator in verschiedenen Bereichen.

Neben Aufträgen aus Film und Werbung, zeichnet er fortlaufend Illustrationen für diverse Rollenspiele,

wie z.B. Cthulhu, Perry Rhodan und Das Schwarze Auge. Von 2005 bis 2007 wirkte

er in einem Amsterdamer Computerspiele-Studio mit an einigen namhaften Games wie Saints

Row, Unreal 3, Overlord.

In den letzten Jahren arbeitete er verstärkt im Bereich Bühnenproduktion, unter anderem

designte er 2010 zahlreiche Animationssequenzen für die Finale-Show der Kulturhauptstadt

Ruhr-Festivitäten in Gelsenkirchen und gestaltete die kompletten animierten Bühnenbilder zu

dem Rock-Musical „Fahrenheit 451“ in München.

Fufu Frauenwahl

Was hat Dich dazu bewogen bei dem Projekt mitzumachen?

Das Gesamtkonzept ist überzeugend und der von mir illustrierte Song

hat mich auch sehr angesprochen, zuerst vor allem textlich aber dann

gefiel er mir auch musikalisch immer mehr.

Welcher ist Dein persönlicher Bezug zu den ärzten?

Als ich 15 oder so war haben wir immer, wenn ich bei Kumpels war

die die Platten besaßen „Im Schatten der Ärzte“, „Nach uns die Sintflut“

und „Ab 18“ gehört. Ich fand ihre Songs und Texte immer geistreich

und lustig, aber richtiger Fan war ich nie. Ich kaufte mir da lieber

Platten der Dead Kennedys.

Was hat Dich zu dem Video inspiriert?

Ich hatte seit längerer Zeit die Idee etwas zum Thema Totentanz zu

machen. Als ich dann das neue Album durchhörte stach „Das finde

ich gut“ für mich gleich heraus, weil der Text genau zu diesem Thema

perfekt passte, und da es für das Video zu diesem Song noch kein

Treatment gab, schlug ich es Bernhard vor und er fand es gut.

Mit welcher Technik hast Du gearbeitet?

Ich habe alle Zeichnungen direkt am Computer gemacht und sie dann

in einem 2D-Animationsprogramm animiert.

Was war die größte Herausforderung?

Die Handlung die ich mir ursprünglich ausgedacht hatte stellte sich

als etwas zu viel für den kurzen Clip heraus. Wäre das Lied eine

Minute länger gewesen hätte ich alles untergebracht, aber so musste

ich einiges rausschneiden. Andererseits war es wahrscheinlich auch

ganz gut, dass der Song eher kurz ist, denn es war auch so zeitlich

schon recht knapp. Ich bin ja eigentlich Illustrator und mache nur hin

und wieder etwas Animation, deshalb bin ich da nicht gerade der

Schnellste.


14 Cpt. Metal Link zum Film


LWZ (die Linke Wienzeile) ist ein unabhängiges Kollektiv arbeitsfroher bis arbeitsloser Akademiker

mit ländlichen Wurzeln.

Martin Lorenz, Stefan Salcher und Markus Wagner waren während der Verfilmung von „Cpt.

Metal“ alles andere als arbeitslos.

Durch die strenge Hand berüchtigter Talentschmieden wie dem SV Hintstein, Union Brunnenthal,

dem SK Großraming, SK Admira Stock Linz, TV Gersthof oder gar des Musikvereins

Biberbach wurden Talente geweckt die erst durch das gemeinsame Studium (MultiMediaArt)

an der FH Salzburg gebündelt werden konnten.

Jetzt sitzt man in Wien, „genießt“ die sanften Verkehrswellen der linken Wienzeile, experimentiert

mit Hang zum Unkonventionellen und hat Freude an visuellen Entgleisungen. Sei es in

installierter, bewegter oder in gedruckter Form.

L W Z

Was hat Euch dazu bewogen bei dem Projekt mitzumachen?

Die ärzte und die Chance an einem großem Musikvideo zu arbeiten

- und die Freiheit sich total austoben zu dürfen und natürlich sex,

money & fame.

Welcher ist Euer persönlicher Bezug zu den Ärzten?

Die ärtzte haben ihr erstes Album im gleichen Jahr veröffentlicht,

indem wir geboren wurden. Irgendwie hat jeder von uns mindestens

ein ärzte Album zuhause.

Was hat Euch zu dem Video inspiriert?

Manowar/Slayer/Iron Maiden, alte Superheldenfilme, limited Animation

wie „Sailormoon“ und cheesy anime und Bier.

Mit welcher Technik habt Ihr gearbeitet?

Digitale Cell Animation, 2D Animation.

Was war die größte Herausforderung?

Mit bescheidenen Mitteln ein feines Video zu machen.


15 Die hard Link zum Film


Thomas Kaufmann

Geboren 1979 in Schweinfurt, studierte er an der Fachhochschule Mainz Mediendesign. Seine

Schwerpunkte sind Animationen und Bewegtbild.

Auch im Bereich 3D Animation konnte er Erfahrungen sammeln, die er bei dem Kurzfilm

„Watersoul“ (in Produktion) unter Beweis stellen wird. Er verlässt gerne konventionelle Wege,

um dabei die Animation immer wieder neu zu entdecken. Seine Vielseitigkeit reicht weit über

den Animationsbereich hinaus, sodass er Techniken aus der digitalen Postproduktion oder

physikalische Simulationen in seine Gestaltung mit einbezieht.

Florian Rößler

Geboren wurde Florian Rößler 1980 in Bingen am Rhein.

Er absolvierte die Fachhochschule Mainz in Kommunikationsdesign und setzt heute seine

beruflichen Schwerpunkte im Bereich Storyboard, Concept Art, Buch- und Editorial Illustration.

Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Rowohlt oder die Büchergilde Gutenberg

konnten ihn für seine Arbeit gewinnen.

Im Mittelpunkt seiner Arbeit steht die Herausforderung, einen bestimmten Inhalt mit handwerklichem

Geschick, originell und ausdrucksstark zu vermitteln.

Thomas Kaufmann

Florian Rößler

Was hat Dich dazu bewogen bei dem Projekt mitzumachen?

Thomas Kaufmann: Ich fand, es war eine gute Möglichkeit, um sich

mal wieder künstlerisch austoben zu können. Das Projekt für eine

Band wie die ärzte zu machen, war ein zusätzlicher Ansporn für mich.

Welcher ist Dein persönlicher Bezug zu den ärzten?

Thomas Kaufmann: Ich muss zugeben, dass ich kein ärzte Fan bin.

Sie machen aber absolut solide Musik, die sehr hörenswert ist. Durch

die Arbeit an dem Video hab ich die ärzte aus einem anderen Licht

kennengelernt und habe jetzt einen neuen Bezug zu der Band.

Was hat Euch zu dem Video inspiriert?

Florian Rößler: Im Text geht es ja um diesen Widerspruch von Gewaltanwendung

und Verniedlichung. Der Reizwiderspruch hat uns

dazu angeregt dieses Bild in den Himmel zu verfrachten und den

Spieß dabei aber umzudrehen.

Mit welcher Technik habt Ihr gearbeitet?

Florian Rößler: Collagenanimation. Wobei viele Teile natürlich auch

gezeichnet wurden.

Was war die größte Herausforderung?

Thomas Kaufmann: In so kurzer Zeit das Projekt in einem professionellen

Rahmen abzugeben.


16 ZeiDverschwÄndung Link zum Film


Tine Kluth wurde 1973 in Stuttgart geboren.

Sie wuchs am Theater auf als Tänzerin, Tanzlehrerin, Bühnenbildnerin und Illustratorin. Später

studierte sie an der Filmakademie Baden-Württemberg und arbeitet seither als freie Filmemacherin

und Animatorin, Storyboarderin, Illustratorin und Tänzerin. 2005 schrieb, choreografierte

und inszenierte sie das Tanztheaterstück „die Sonderbar“, im selben Jahr veröffentlichte sie

ihren Debutfilm „Kater“.

Seit 2007 lebt sie in London und arbeitet unter anderem für Aardmans „Timmytime“ und

„Shaun the sheep“ und düst ansonsten zwischen Berlin, Bristol und London hin und her für

diverse Trailer, Werbefilme und anderes.

Tine Kluth

Was hat Dich dazu bewogen bei dem Projekt mitzumachen?

Ich habe das Projekt sozusagen an Land geholt. Die Filmakademie

Baden-Württemberg hatte den Pitch für das ärzt Album ausgeschrieben

und das war eine Chance, die man sich nicht entgehen lassen

kann. Ich habe mich also angemeldet und mit Bernhard zusammen

an den ersten kreativen Ideen gearbeitet.

Welcher ist Dein persönlicher Bezug zu den ärzten?

Ich hatte als Teenager ein Poster von Bela.B über meinem Bett

hängen, denn wie fast alle Mädchen damals stand ich total auf Bela

(und andere, die Ähnlichkeit mit Robert Smith hatten...!). Die Musik

der ärzte selber habe ich nie bewusst gehört, aber wie eigentlich alle

meiner Generation sind wir mit den ärzten aufgewachsen und kannten

die Songs.

Was hat Dich zu Deinem Video inspiriert?

Ich mag die Verbindung von Musik und Film, Musik lässt in meinem

Kopf Bilder entstehen.

In dem Song singen die ärzte über ihre Karriere, es lag also auf der

Hand viele Referenzen an Alben und die Vergangenheit der Band

einzubauen, ich wühlte mich durch ihre Biografie und es machte viel

Spaß, lauter kleine Details in den Bildern zu verstecken - die aber von

akribischen Fans gefunden werden!

Mit welcher Technik hast Du gearbeitet?

Ich hatte einen klassischen Tricktisch mit drei Ebenen, die Figuren

habe ich am Computer in Flash animiert, ausgedruckt, ausgeschnitten

und dann auf dem Tricktisch animiert. Die drei ärzte wiederum filmten

wir real, dann druckte ich sie Bild für Bild aus und schnitt sie aus.

Da das sehr aufwändig war, setzte ich ein paar Einstellungen auch

am Computer zusammen, aus Zeitgründen.

Was war die größte Herausforderung?

Die Zeit. Da das Video in langwieriger (umso mehr durch die Mischung

2D mit 3D) Stop Motion Technik hergestellt wurde und die

Single sechs Wochen früher veröffentlicht werden sollte, war Tagund

Nachtarbeit angesagt.


Auch - die Verfilmung des die ärzte Albums

Executive Producer: Yves Alain Lambert

Producer: Barbara Wressnig

Concept/Creative Producer: Bernhard Schmitt

Director (Live Action): Tine Kluth

Director of Photography (Live Action): Björn Ullrich

1st Assistant Director: Hendrik Holler

2nd Assistant Directors: Max Conradt, Simon Lubinski

Digital Imagine Technician: Hagen Decker

Art Department: Susanna Jerger

Key Grip: Markus Goergens

Hair and Make Up Artist: Teena Tuning

„The Huntsman“: Boris Lisowski

Runner: Robert Kettmann

Compositing (Live Action): Thomas Degel, Jürgen Reichenbächer, Elyria Seidl

A Pony Production – http://ponyproductions.de

Commissioned by Filmakademie Baden-Württemberg – http://filmakademie.de

© Hot Action Records 2012

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