Himmel und Erde - Lutherkirche Wiesbaden

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Himmel und Erde - Lutherkirche Wiesbaden

himmel

erde

Die Lutherkirchenzeitung

und

Juli – Oktober 2013

überBrücken

Evangelische Lutherkirchengemeinde Wiesbaden | www.lutherkirche-wiesbaden.de


2 2

Liebe Leserinnen

und Leser,

ÜberBrücken: Unsere kleinen Geschichten

befassen sich mit der

Bedeutung – auch im übertragenen

Sinne – von Brücken, die

ganze Kontinente, Länder und

Städte verbinden sowie Täler, Gräben

und Schluchten überspannen.

Brücken sind Orte der Begegnung;

Orte, an denen Liebesgeschichten

beginnen, wie Tagebuchaufzeichnungen

eines jungen Mannes zeigen.

Sie können aber auch Orte

von Angst und Schrecken sein,

wenn sie zusammenbrechen oder hinter sich abgebrochen

werden.

Eine Großstadtgeschichte zeigt, dass Leben nicht nur auf

sondern – im Alltag kaum wahrgenommen und oft romantisiert

– auch unter Brücken stattfindet.

Neben zwei Beiträgen über freundliche und überraschende

Begegnungen zwischen Menschen macht uns

ein weiterer Text deutlich, dass wir täglich mit Bildern von

Brücken hantieren, diese glätten, falten, eintauschen, weitergeben,

ja sogar auf die hohe Kante legen, ohne die auf

ihnen abgebildeten Bauwerke wahrzunehmen.

Im Namen der ganzen Redaktion wünsche ich Ihnen einen

schönen Sommer, mannigfaltige Lesefreuden und viele

gute menschliche Begegnungen.

Günter Meder

Inhalt

Editorial2

Stein gewordene Erinnerung 3

Erdbeben4–5

Ein tiefer Graben6–7

Es gibt ein Bild von Renoir … 8–9

Kommt, lasst uns eine Brücke bauen! 9

Außer Landes 10

»Ein Segen sein« – Lutherkirchenstiftung 11

Veranstaltungen

Bericht aus dem Kirchenvorstand 12

Sommerfest der Lutherkirchengemeinde 13

Konfirmation 2014 13

Konfirmationsjubiläen13

Der 1. Schultag 13

Musik in der Lutherkirche 14

Frischer Wind für unsere Klaisorgel 15

Die Nacht der Kirchen 16

Eine Gemeinde – ein Thema16

Deutscher Schwerhörigenbund 16

Tischgespräche 201316

Termine in der kath. Kirche Dreifaltigkeit 16

Vier Abende, dem Glauben näher zu kommen 17

Meditativer Tanzabend 17

»Ich suchte, den meine Seele liebt« 17

Reformationstag17

Gottesdienste18–19

Tag des offenen Denkmals 19

Themenreihe des Ev. Dekanates Wiesbaden 19

Termine und Veranstaltungen19–20

Taufen, Trauungen, Bestattungen und Konfirmierte 21

Anzeigen21–22

Impressum/Anzeigen 23

Unter der Brücke 24


Stein gewordene

3

Es ist eine ganz spannende Sache

mit unserem Gehirn: All die

Dinge, die wir tagtäglich benutzen

und in den Händen bzw. im Blick

haben, werden nicht genau im Gedächtnis

abgespeichert. Können Sie aus dem Kopf heraus

aufmalen, wie Ihr Handy aussieht? Können Sie aktiv die

Armaturen Ihres Autos wiedergeben? Falls Sie noch Armanduhren

tragen – im Handyzeitalter ist das ja nicht

mehr so verbreitet –, probieren Sie es doch einmal, aus

der Erinnerung heraus das Ziffernblatt und das Schriftbild

der Zahlen aufzumalen! Und wie sieht es mit Geldstücken

aus? Können Sie aus dem Stand die Euro-Münzen

erinnern und aufmalen? Und die Geldscheine? Jeder von

uns hat sie ungezählte Male schon gesehen und zwischen

den Fingern gehalten. Man müsste denken, bei der hoch

entwickelten Spezies Mensch wären diese häufig wahrgenommenen

Informationen längst bestens abgespeichert.

Ich muss hier jedoch passen, wie die allermeisten Menschen

auch. Es gibt sehr wenige Ausnahmen und das sind

die mit einem fotografischen Gedächtnis, denen es anders

geht. Sie könnten uns dann auch erzählen, dass auf jedem

Euroschein eine Brücke abgebildet ist, die einen bestimmen

Baustil repräsentiert. Insgesamt sieben Brücken, die

ursprünglich der Fantasie entsprangen, um kein Euroland

zu benachteiligen oder Konkurrenzgedanken, gar Eifersüchteleien

unter den Völkern zu bewirken. Nein, ganz im

Gegenteil sollen die neutralen Brücken auf Verbindendes

und Zusammenwachsendes hinweisen und Kulturleistungen

gemeinschaftlich würdigen.

Erinnerung

von Ilona Dudas-Gürtler

Und nachdem ein niederländischer Grafikdesigner ohne

fotografisches Gedächtnis einmal lange auf das Bezahlen

warten musste, dabei die Gelegenheit nutzte, die Euroscheine

im Portemonnaie genauer zu betrachten und später

im Internet feststellte, dass die abgebildeten Brücken

allesamt Fantasiegebilde waren, beschloss er, dies zu ändern:

Robin Stam sprach den Bürgermeister seiner Heimatgemeinde

»Spijkenisse« bei Rotterdam auf seine Idee an,

das wasserreiche Neubaugebiet des Ortes mit nachgebauten

farbechten »Euroschein-Brücken« zu verschönern.

Der Bürgermeister war begeistert, Investoren und

Architekten schnell gefunden. So stehen bereits seit Ende

2011 die ersten »Euro-Brücken« im 73 000 Seelen Ort und

überspannen Grachten. Insgesamt wird es sechs Brücken

statt der sieben Geldscheinabbildungen geben, die letzte

zu bauende ist eine Mischung aus zwei Stilepochen. Das

Wohnviertel soll dann statt »Het Land« in »Het Euroland«

umbenannt werden.

Ob das Bauvorhaben nicht risikoreich sei, fragte man

die Entscheider angesichts der dauerhaften Eurokrise?

»Nein«, war die Antwort, denn selbst wenn der Euro unterginge

und es wieder Gulden im Land gäbe, hätte man

die Bauwerke als Stein gewordene Erinnerung und könnte

in einzigartiger Weise »auf dem Euro herumtrampeln«!

himmel und erde | Juli – Oktober 2013


4

E

von Günter Meder

R

D

B

P

asquale

sitzt an Tisch 1. Er isst eine Lasagne und trinkt

ein Glas Rotwein. Dabei wirft er immer wieder einen

Blick in die Sportzeitung. Er regt sich fürchterlich auf, dass

eine italienische Mannschaft in einem Pokalwettbewerb

gegen eine französische verloren hat. Dann schimpft er

auf Zinedine Zidanes Kopfstoß.

»Wieso?«, frage ich ihn. »Das war doch 2006 und das ist

doch schon so lange vorbei.« Und außerdem hätte Marco

Materazzi doch zugegeben, dass er Zidane damit provoziert

hätte, dass er über seine Schwester gesagt hätte,

dass sie eine Prostituierte sei. Schließlich hätte Materazzi

sein Verhalten inzwischen ja auch öffentlich bedauert.

Auf meine Einlassungen geht Pasquale nicht ein. Während

er weiter vor sich hinschimpft, sitze ich vor einer Pizza

Cappriciosa mit Artischockenherzen und schwarzen Oliven.

Pasquale steht von seinem Tisch auf, nimmt seinen leeren

Teller und will ihn in die Durchreiche stellen, als das

Restaurant kurz und heftig erschüttert wird. Die Weingläser

in den Glasregalen vibrieren und klirren aneinander.

Ich sehe, wie Pasquale den Teller fallen lässt und unter

den Türsturz springt, der die Garderobe mit dem Restaurant

verbindet. Dort steht er, das Gesicht weiß wie die ihn

umgebenden Wände. Er zittert am ganzen Leib und guckt

mich mit irren flackernden Augen an. Schweißperlen stehen

ihm im Gesicht.

Francesca kommt aus der Küche gestürzt, sieht Pasquale,

geht zu ihm und nimmt ihn wie ein Kind an die Hand und

führt ihn an den Tisch zurück.

Francesca zu mir: »Das ist Friaul. Das sitzt in seinen Knochen

und das lässt ihn nie mehr los«.

»Ich glaube, ein Schwertransporter ist vorbeigefahren«,

sage ich, »die Gläser haben geklirrt und die Wände leicht

gezittert«.

Francesca: »Ich hab’s auch in der Küche gespürt«, dabei

legt sie einen Arm um Pasquales Schultern. Er verbirgt

sein Gesicht in beiden Händen, spricht leise auf Italienisch

vor sich hin und bekreuzigt sich.

Francesca sagt ihm etwas lauter: »Du, Pasquale, das war

nur ein Lastwagen. Keine Sorge! Du bist in Sicherheit. Alles

ist gut. Nur ein Lastwagen.«

Pasquale guckt wieder hoch: «Es geht schon wieder.«

Ich sehe ihm an, dass dem nicht so ist.

Es dauerte mehrere Wochen, bis Pasquale selbst auf dieses

Ereignis zurückkam. Er stellte mir ungefragt einen Grappa

hin, hatte selbst einen in der Hand, setzte sich ohne mich

zu fragen an meinen Tisch, schaute seitlich rüber zur Theke,

wo Francesca Weinkelche polierte, vermied dabei, mir

ins Gesicht zu schauen.

»Ich war Soldat, in Friaul stationiert, in der Nähe von

Udine, bei den Alpini. Das sind unsere Gebirgsjäger. Einmal

Alpini, immer Alpini. Ich gehöre heute noch zu denen,

man trifft sich einmal im Jahr, feiert, isst zusammen, trinkt,

macht Umzüge durchs Dorf. Es war damals im Mai ’76, ich

erinnere mich genau, wir hatten ausgehfrei und ich stand

gerade vorm Spiegel, um mir die Haare zu kämmen. Da

ging’s los. Es hat lange gedauert. Eine Ewigkeit, auch

wenn’s nur Sekunden waren. Ich habe mich an den Spind,

in dem meine Klamotten drin waren und der – wie ich – hin

und her wankte, festgehalten. Ich wollte nicht, dass er umkippte.

Kannst Du Dir das vorstellen? Und dann war plötzlich

alles vorbei. Eine große Ruhe brach aus, nur Sekunden,

als wenn die ganze Natur die Luft angehalten hätte.

Ich weiß noch, dass ich dann als erstes Amseln singen gehört

habe, und dann bin ich aus dem Zimmer gestürzt und


5

E

B

sehe, dass das Kasernengebäude, in dem ich stationiert

war, gar keine Treppe mehr hatte, und dann hörte ich von

überall die Hilfeschreie. Wir haben uns abgeseilt. Es gab

viele Tote … und diese Schreie, die von überall herkamen.

Später habe ich dann durch das Kasernentor auf die weiße

Betonbrücke geschaut, die über einen kleinen Fluss führte.

Eine Brücke, vielleicht 80 oder auch 100 Meter lang. Genau

in der Mitte dieser Brücke befand sich über dem Mittelpfeiler

ein Auto und um dieses herum drei Erwachsene

und zwei Kinder, die um Hilfe schrien. Sie standen wie auf

einer winzigen Plattform mitten im Fluss, denn links und

rechts war die Brücke, die andere Fahrzeuge mitgerissen

und unter sich begraben hatte, weggebrochen.

In den Nachbardörfern Tolmezzo, Gemona, Venzone und

Osoppo stand kein Haus mehr. Im gleichen Jahr gab es

weitere Nachbeben, viele leichtere aber auch ein schweres,

morgens früh, so gegen vier fünf Uhr, und alles, was nicht

auf festen Fundamenten stand, brach dann endgültig zusammen:

Kirchen, Schulen, Krankenhäuser. Gottseidank

schliefen wir noch in Zelten.

Verstehst Du, wenn Du das erlebt hast, bekommst Du es

nicht mehr raus.«

E

N

»Was ist mit den fünf Menschen auf der Brücke geschehen?«,

fragte ich.

»Wir sind durch den Fluss gewatet, der an dieser Stelle

nicht tief war und haben Seile, in die wir vorher viele Knoten

zum Absichern und Festhalten gemacht hatten, hochgeworfen,

… naja, Du hast ja selbst gesehen, was mit mir

war, als der Lastwagen vorbeidonnerte. Manchmal schäme

ich mich dafür, aber es ist so, wie es ist. Auch über

Brücken kann ich meistens nicht wie Du und die meisten

meiner Gäste in Ruhe gehen. Mein Herz fängt dann an zu

rasen, dann muss ich rennen, schnell drüben auf der anderen

Seite sein, verstehst Du, wie ich’s meine? Francesca,

bitte bringe uns noch einen.«

Dabei hielt er sein Grappa-Glas hoch und schaute mich

das erste Mal an.

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Ein tiefer Graben

Die Leute strömen zusammen. Aufgeregt schwatzend

verteilen sie sich an der Straße, auf der er in die Stadt

kommen soll. Er, den alle einmal live gesehen, ja lieber

noch: berührt haben wollen. Wahre Wunderdinge erzählt

man sich von ihm. Und er soll so nett sein, überhaupt nicht

unnahbar. Allein sein Blick – man schmelze dahin, wenn er

einen anschaue, sagen die einen. Nein, man fühle neue Energie

bei diesem Blick, sagen die anderen. Alle sind äußerst

gespannt, wie er denn nun wirklich ist. Und manche fragen

sich schon, wo er denn heute unterkommen wird. Die Meinungen

gehen auseinander: vielleicht im besten Hotel der

Stadt? Oder bei einem Freund? Manche sind sich sicher,

dass er bei einem Stadtprominenten eingeladen ist. Das

wäre angemessen und standesgemäß.

Da, nun kommen auch die feinen Leute, sie sind sich tatsächlich

nicht zu schade, mit allen am Rande der Straße zu

stehen, natürlich in der vordersten Reihe.

nur verstohlen gegrinst! Das sieht nach offener Schadenfreude

aus, so als könnten sie ihm endlich einmal etwas

heimzahlen…

Aber er geht nicht weg, er gibt nicht auf. Es muss ihm sehr

wichtig sein, irgendwie in die Nähe des Prominenten zu

kommen. Der Hass der Leute scheint ihm nicht neu zu

sein, vielleicht kann er ihn sogar irgendwie nachvollziehen.

Er muss schon einiges getan haben, was gegen die Regeln

verstoßen hat. Aber er hat sich wohl an den Graben

zwischen sich und den anderen gewöhnt. Er hat ja seinen

Reichtum, den er sogar hier zeigt. Und er hat auch seine

Schläue, mit der er sich schon oft gewehrt hat. Er lässt also

nicht locker, probiert es immer wieder, an die Straße zu

kommen. Vergeblich.

Dort wird es jetzt langsam enger, es kommen immer mehr

und drängen an die Stellen, an denen man noch einen Blick

auf die Straße hat. Zum Glück gibt es ein paar Bäume, die

in der sengenden Hitze Schatten spenden. Aber den meisten

ist die Sonne jetzt egal, die Spannung steigt, man hört

schon erste Rufe: »Er kommt!« Aber es ist dann doch nur

ein Spaßvogel, der über die hastigen Reaktionen der Umstehenden

lachen will – und es funktioniert nicht nur einmal!

In all dem Trubel fällt der eine Mann zunächst gar nicht

auf. Er ist bestens gekleidet, alles edle Stoffe, vielleicht ein

wenig zu protzig, aber nur etwas. Erst schlendert er wie zufällig

über den Boulevard, weicht hier und da den stehenden

Gruppen aus und schaut immer wieder zur Straße. Er

scheint ein bisschen nervös zu sein, die vielen Leute behagen

ihm wohl nicht. Er stellt sich auch nicht zu den anderen

gut Gekleideten, wird von diesen auch nicht beachtet oder

gar herbeigerufen. Im Gegenteil, diejenigen, die ihn doch

wahrnehmen, haben eher böse Blicke für ihn. Man hört

hier und da geraunte Sätze wie »Was will der denn hier?

Der soll lieber abhauen!« Plötzlich kommt sogar eine Kinderschar,

die ihn entdeckt hat, und zeigt mit den Fingern

auf ihn, dann singen sie Spottverse. Schnell geht er in einen

anderen Bereich der Straße. Jetzt versucht er doch, näher

an die Straße zu kommen. Er will wohl auch einen Blick auf

den Prominenten erhaschen. Oder will er sogar mit ihm reden?

Aber da hat er keine Chance, denn jetzt wird deutlich,

dass die Leute ihn nicht mögen – keiner, wirklich keiner. Sie

machen sich sogar einen Spaß daraus, sich schnell an den

Stellen, auf die er zugeht, zu sammeln und den Zugang zur

Straße abzusperren. Und da er ziemlich klein ist, kann er

nicht über sie hinweg auf die Straße sehen. Da wird nicht


7

von Volkmar Thedens-Jekel

Ja und dann findet er doch noch einen Ausweg: diesen

Baum mit dem großen Ast, der leicht über die Straße reicht.

Es ist kinderleicht hochzusteigen und Kinder sind auch

schon oben. Jetzt wollen sie ihn am Aufstieg hindern, aber

er lässt sich nicht beirren, auch nicht durch seine edle Kleidung,

die muss dann eben etwas leiden. Die Leute fangen

an zu lachen über den reichen Affen, der da an dem Ast

hängt.

Komfortabel ist es nicht da oben, eher unbequem (das ist

er gar nicht gewöhnt, er sitzt und liegt ja sonst eher weich),

und die Hoffnung, von dem großen Prominenten bemerkt

zu werden, kann er auch aufgeben. Wäre ja auch ganz schön

peinlich, so kindisch an einen Ast geklammert gesehen zu

werden. Aber er hat von hier aus einen hervorragenden

Blick auf die Straße. Immerhin. Ein kleiner Triumph.

Und nun sieht er ihn kommen, die anderen raunen und rufen,

alles drängt sich noch mehr am Straßenrand, die Kinder

zwängen sich schnell noch zwischen den Beinen der

Erwachsenen durch, werden hier und da wieder zurückgezogen

und es wird still.

Alle schauen zu, wie er die Straße entlang kommt, hier und

da jemandem die Hand gibt oder einem Kind über den Kopf

streicht, auch einmal etwas länger stehen bleibt und jemandem

Mut zuspricht.

Er kommt immer näher.

Und dann bleibt er direkt vor dem Baum stehen und schaut

nach oben. Er blickt dem Mann auf dem Ast ins Gesicht.

Die Umstehenden trauen ihm durchaus zu, dass er diesen

Schuft, diesen Verräter durchschaut und ihm deutlich die

Meinung sagt. Der Mann auf dem Ast fühlt sich erkannt,

dieser Blick geht ihm durch und durch.

Aber plötzlich verändert sich die Situation, die Leute glauben,

dass sie ihren Ohren nicht trauen können: »Komm herunter

von Deinem Ast, heute muss ich in Deinem Haus

bleiben.« Das kann doch wohl nicht wahr sein! Bei diesem

Schuft, diesem Halsabschneider will er einkehren? Das

verdreht alle Werte! Soll der auch noch belohnt werden für

seine Gemeinheiten? Er hat sich doch selbst ins Abseits gestellt!

Soll er da doch schmoren, bis er verkohlt ist!

Aber sie haben sich nicht verhört. Man sieht, wie der Mann

eilends vom Baum steigt, widerwillig wird ihm eine Gasse

gemacht, und er eilt nach Hause, um alles vorzubereiten für

den prominenten Gast.

Rundum nur Kopfschütteln und ärgerliches Raunen. Hat er

nicht gemerkt, dass er da an den völlig Falschen geraten ist?

Jetzt kriegt der noch mehr Oberwasser, der Verräter!

Am Abend gibt es ein großartiges Festessen – für die, die in

das Haus des verhassten Mannes mitgegangen sind, seine

Freunde, die ähnlich im Abseits gelandet sind. Die anderen

bleiben draußen stehen und machen ihrer Empörung Luft,

sie können es immer noch nicht fassen.

Aber dann erleben sie etwas, was einige von ihnen doch

nachdenklich macht. Dieser egoistische, gewissenlose Abzocker

kündigt auf einmal etwas an, was niemand erwartet

hätte: Er verspricht allen, die er ausgebeutet hat, Schadenersatz;

und er will von seinem immensen Reichtum einen

großen Teil an die Ärmsten verschenken. Keiner hat es von

ihm verlangt, es bricht mit einer riesigen Freude aus ihm

heraus.

Die Leute sind erstaunt. Ist er ein anderer Mensch geworden?

Kann man dieser Veränderung trauen?

Sein großer Gast jedenfalls freut sich mit ihm. Es sieht so

aus, als sei er von dieser Veränderung nicht überrascht.

Lukas 19, 1–10

himmel und erde | Juli – Oktober 2013


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Es gibt ein Bild von Renoir …

von Günter Meder

12. Mai – Ich bin heute früher als sonst aufgestanden.

Die Sonne schien. Mein weißes Hemd passte gut zu

diesem Morgen. Eine Frau ist mir entgegen gekommen.

Sie schaute immer nur auf den Fluss. Für nichts anderes

schien sie einen Blick zu haben.

13. Mai – Ich hoffte, die Frau, die mir gestern auf

der Brücke entgegen gekommen war, wieder zu sehen. Habe

darum die Wohnung zur selben Zeit wie gestern verlassen.

Von weitem sah ich sie schon, als ich die Brücke

be trat. Wieder ging sie an mir vorbei. Sie muss ganz fasziniert

von dem glitzernden Wasser und den im Dunst liegenden

Bergen gewesen sein. Ihr Bild ging mir den ganzen

Tag nicht aus dem Kopf. Ein Gesicht wie die Binoche,

einen leicht wippenden Gang, trug wieder ein bunt fröhliches

Kleid mit vielen Orangetönen und über den Schultern

eine hellgrüne Umhängetasche.

14. Mai – Sie war heute Morgen nicht auf der Brücke.

Habe im Büro zwei Kugelschreibern den Federmechanismus

ruiniert. Musste beide wegwerfen.

15. Mai – Habe sie heute wieder gesehen. Sie war

in einer Gruppe anderer junger Frauen, lachte, redete. Habe

sie rausgehört. Sie hat eine freundliche lebendige Stimme,

eher ein bisschen dunkel. Habe sie angestarrt. Einer

anderen Frau aus der Gruppe ist das aufgefallen und hat

sich nach mir umgedreht. Wir haben uns beide angesehen.

›Ich meine nicht Dich‹, hätte ich ihr am liebsten zugerufen.

16. Mai – Kommt sie heute, kommt sie nicht?

Konnte fast nichts frühstücken. Nur einen Kaffee. Dann

sah ich sie kommen, sie guckte wieder fast nur aufs Wasser.

Ich habe zwei Schritte vor unserer Begegnung ›Guten

Morgen‹ gesagt. Sie hat sich erschrocken, mich angesehen

und reflexhaft zurückgegrüßt. Sie hat grüne Augen mit

Sonnenpünktchen. In jedem Ohr eine Perle. Habe heute

einen glänzenden Vortrag gehalten. Mein Chef hat mich

sehr gelobt. Mache Freudensprünge – wie ein Känguru.


17. Mai – Samstag. Ich hoffe, dass das Wochenende

bald vorbei ist. Mich nervt heute alles, sogar die Sonne.

Denke nur an sie. Bin über die Brücke gegangen. Habe

auf einen Schleppkahn gespuckt. Der ist einfach weitergefahren

und nicht gesunken. Ich kann nichts mit mir anfangen.

Gladbach hat gegen den HSV gewonnen. War mir

so etwas von egal. Barbara rief an, ob ich mit ihr ins Kino

ginge. ›Ich habe nervöse Magenschmerzen‹, habe ich ihr

geantwortet. Ich habe an ihrer Stimme gemerkt, dass sie

mir das nicht abnahm. Dabei stimmte es.

18. Mai – Habe das Handy auf stumm geschaltet.

Es soll schnell Montag werden.

19. Mai – Neuer Tag, neues Glück! Habe mich

zweimal umgezogen. Mich schließlich für die grüne

Jeans und den dünnen bretonischen Pullover mit den

blau-weißen Streifen entschieden. Ich erkannte sie

schon auf Höhe des ersten Pfeilers. Sie trug wieder dieses

fröhliche Kleid. Ich mag es sehr. Als sie näher kam,

sah ich die vielen kleinen Blümchen drauf. (Es gibt ein

Bild von Renoir…) Sie war wieder in diesem Pulk junger

Frauen. Ich habe alle gegrüßt, aber nur sie angesehen

und sie mich. Neugierig. Sie hat sich nicht nach mir

umgedreht.

20. Mai – Sie ist heute alleine gekommen. Sie hat

mich freundlich angesehen, nein, gemustert, taxiert, ‚hallo’

hat sie gesagt, fast zögerlich. Ich habe mich nach ihr

umgedreht, ihr lange nachgesehen, bis sie verschwunden

war. Sie muss doch spüren, dass ich mich nach ihr umdrehe!

›Dreh Dich um‹, höre ich mich im Innern rufen,

›bitte, dreh Dich rum, gib mir ein Zeichen!‹ Habe schon

wieder einem Kugelschreiber den Garaus gemacht. Habe

kaum etwas zu Mittag in der Kantine gegessen. Nur ein

bisschen im Nachtisch (rosafarbener Chemiepudding)

rum gestochert. Habe mir ein Fädchen am Daumen blutig

aufgerissen. Und plötzlich konnte ich mich nicht mehr an

ihr Gesicht erinnern.

21. Mai – Ich habe kaum geschlafen. Sie kam mir

wieder entgegen. Ein freundliches Lachen und wir beide

zur gleichen Zeit: ›Guten Morgen‹, gehen aneinander vorbei.

Ich drehe mich rum, rufe: ›Café am Markt, 17 Uhr.‹ Sie

dreht sich rum, lacht mich an und geht weiter, ohne was

zu sagen. Ein riesiges Schiff mit bunten Containern fährt

unter dem Mittelbogen durch. Ich schaue ihr nach. Am Ende

der Brücke dreht sie sich um, hebt ein wenig den Arm.

Ich spüre Angst, juble innerlich, höre mein Herz lauter als

sonst schlagen und auch eine innere Stimme, die mich

fragt, ob ich die Schuhe geputzt habe. Um zwanzig vor

fünf bin ich ins Café gegangen, habe mich an einen Tisch

an der Wand mit gutem Blick auf die Tür und den Markt

gesetzt. Habe gewartet, und dann sah ich sie aus der Seitenstraße

neben dem Fachgeschäft für Mal- und Zeichenbedarf

herauskommen.

Kommt,

lasst uns eine Brücke bauen.

Nicht eine große

aus Beton und Stahl,

die Schluchten

in der Landschaft

überspannt

oder Meeresbuchten

miteinander verbindet,

nur eine kleine bescheidene,

die von Dir zu mir führt,

damit wir uns

besser verstehen lernen,

die Angst voreinander verlieren

und uns bei der Hand

nehmen können.

Komm,

lass uns eine Brücke bauen,

damit wir uns spüren.

Nicht warten damit, anfangen!

Winfried Duckert

Die Ehe ist eine Brücke,

die man täglich neu bauen muss,

am Besten von beiden Seiten.

Ulrich Beer

Die Menschen bauen

zu viele Mauern

und zu wenig Brücken

Isaac Newton

Wer alle Brücken abbricht,

muss schwimmen können.

François de la Rochefoucauld

Möge das erste gute Wort,

das du am Morgen sprichst,

eine Brücke sein

in den jungen Tag.

Irischer Segen

9

himmel und erde | Juli – Oktober 2013


10

Außer Landes

von Ilona Dudas-Gürtler

Alle zwei oder drei Jahre fahre ich in diesen Ort. Er liegt

weit hinter Wiesbaden, man fährt hoch und schnell

außerhalb von Ortschaften eine Weile an Wäldern und Feldern

vorbei und kommt dann ganz plötzlich in eine kleine

Ortschaft. Der Bus fährt tagsüber einmal in der Stunde in

die Stadt und in umliegende Ortschaften, am Abend dann

gar nicht mehr. Ob sich Hase und Fuchs in dieser Gegend

»Gute Nacht« sagen? Ich könnte es mir vorstellen.

Mich treibt es hin und wieder in diesen kleinen Ort, weil es

dort eine Fachwerkstatt gibt, die ich aufsuche. Und um

nicht eine Stunde auf den nächsten Bus warten zu müssen,

hielt ich auf der Hinfahrt bereits an der Bushaltestelle

an, um mir die Uhrzeit zu merken, zu der ich wieder Richtung

Wiesbaden kommen konnte.

Es wartete ein alter Mann mit dunkler Haut und schwerem

Wollmantel an der Glas überdachten kleinen Haltestelle

und ich grüßte ihn mit »Guten Tag«. Er nickte mir leise zu.

Meinen Bus musste ich in 25 Minuten erwischen, sonst

hing ich dort fest und keine Bäckerei, kein Laden, keine

Örtlichkeit weit und breit, Außentemperaturen von etwa

zwei Grad Celsius, doch gefühlt bei kaltem Wind weit weniger.

Ich beeilte mich, in der Werkstatt zu erklären, warum

ich gekommen war und stand dann nach einer Viertel

Stunde bereits wieder an der Bushaltestelle an der Ortseinfahrt,

wo der alte Mann weiterhin als Einziger am Warten

war. Er lief auf und ab und zeigte mir dann mit Händen,

dass er bereits eine Stunde dort sei und der Bus noch

nicht gekommen war. Ich fragte, wo er hin müsse und

wollte ihm helfen, seinen Busplan zu lesen. Er sagte dann

auf Englisch, er könne kein Deutsch sprechen und wir

wechselten in die Sprache, die uns gemeinsam war. Es sei

sehr kalt, sagte er, vor allem für ihn und seine Leute, er

komme nämlich aus Afrika. In Äthiopien, erzählte er mit

strahlenden Augen, hätten sie nie mehr als ein dünnes

Hemd an. Es sei immer warm. Er sei zu Besuch in

Deutschland. Drei Kinder habe er hier leben, drei in Afrika.

Das Leben in Äthiopien sei sehr billig, deshalb könne man

dort viele Kinder haben, lachte er und ich mit ihm. Früher

war er »boat-man«, er arbeitete auf dem Schiff und fuhr

viel auf der Ostsee und war auch in Frankreich, Spanien

und Portugal unterwegs. Ich zeigte ihm ein Bild von meiner

Tochter und erzählte, dass ich noch eine zweite hätte,

als mein Bus angefahren kam. »It was a pleasure to meet

you!« * , verabschiedete ich mich von ihm und meinte das

auch so.

* Es war mir eine große Freude, Sie zu treffen!


»Ein Segen sein«11

Lutherkirchenstiftung in Wiesbaden

von Andreas Keller

Im Jahr 2004 gründete der Kirchenvorstand unserer Lutherkirchengemeinde

eine Stiftung. Sie erhielt ihren Namen,

um schon damit Sinn und Zweck auszudrücken: die

Unterstützung der Lutherkirchengemeinde. Vorangegangen

war der gnädige Umstand eines großzügigen Vermächtnisses

an die Gemeinde.

Schon früher hat die Lutherkirchengemeinde immer wieder

tolle, auch finanzielle, Unterstützung erfahren, am Beginn

des neuen Jahrhunderts jedoch führten aufgrund

einer langfristigen Perspektive

die Überlegungen im Kirchenvorstand

zum Stiftungsmodell.

Maßgeblicher Ideengeber

war seinerzeit der

Vorsitzende des Kirchenvorstandes

Friedrich Christoph

von Bismarck.

In den Folgejahren konnten

wichtige Projekte, Bauvorhaben

und nicht zuletzt auch

die große Renovierung der

Walcker-Orgel finanziell unterstützt

werden. Die Gemeindefinanzen

hätten manches

ohne die regelmäßigen

Ausschüttungen aus dem Ertrag

des Stiftungsgrundstocks

nicht ermöglichen

können. Dafür sind wir sehr

dankbar.

Durch weitsichtige Mittelverwendung in der Stiftung werden

mittlerweile rund 10% des Gemeindehaushalts durch

die Stiftung getragen. Richtigen Charme besitzt dabei der

Aspekt der Werterhaltung des Stiftungsvermögens. Das

bedeutet, es werden seit Bestehen der Stiftung ein Drittel

des Zinsertrags als Inflationsausgleich der Stiftungsrücklage

zugeführt und mit dem verbleibenden zwei Dritteln

die Gemeinde in ihren Arbeiten und Aufgaben unterstützt.

Mit der letzten Wahl zum Kirchenvorstand kamen auch

neue Überlegungen zu einer möglichen Erweiterung des

Stiftungsvermögens auf. Getragen durch das Engagement

der Menschen unserer Gemeinde, stellvertretend seien

hier Frau Pfarrerin Ursula Kuhn und der Vorsitzende der

Stiftung, Peter Klein, genannt, möchten wir die Stiftung,

obgleich in der Gemeinde fest verankert und dennoch nahezu

unbekannt, der Gemeindeöffentlichkeit stärker ins

Bewusstsein rücken.

Wir bieten den Menschen mit einer Beteiligung am Stiftungswesen

der Gemeinde die Möglichkeit, sehr langfristig

unmittelbar die Lutherkirche, die Kirchenmusik und

andere Aufgaben in der Gemeinde zu unterstützen. Das

eröffnet gleichzeitig die Möglichkeit, wenn gewünscht, die

Erinnerung und den Dank an

die Menschen, die der Lutherkirche

verbunden sind.

Der Stiftungsvorstand hat

nun beschlossen, die Möglichkeiten

der Erweiterung

der Stiftung in der Öffentlichkeit

zu adressieren. Wir freuen

uns, mit Ihnen darüber

ins Gespräch zu kommen.

Freuen Sie sich mit der Gemeinde

an den Segnungen,

die uns durch die Stiftung erwachsen

und auch durch

Sie wird die Stiftung ein Segen

sein.

Lutherkirchenstiftung in Wiesbaden

Sartoriusstraße 16, 65187 Wiesbaden

Tel. 0611 8906730

www.Lutherkirchenstiftung.de

Ansprechpartner sind Herr Klein (Vorsitzender des Vorstands),

Herr Keller (Vorstand, Schatzmeister) und unsere

Pfarrer Frau Kuhn und Herr Thedens-Jekel, sowie alle Mitglieder

des Kirchenvorstands.

Die Lutherkirchenstiftung auf unserem Sommerfest:

Hier haben Sie die Möglichkeit mit den Verantwortlichen

über das Stiftungswesen ins Gespräch zu kommen. Wir

laden Sie dazu herzlich ein und freuen uns darauf.

himmel und erde | Juli – Oktober 2013


12

Veranstaltungen

himmel

erde

Veranstaltungen

von Werner Ott

und

Bericht aus dem Kirchenvorstand

Uns bewegt so einiges im Kirchenvorstand und den

einzelnen, betroffenen Ausschüssen unserer Lutherkirchengemeinde

und dies wird Zeit und Raum benötigen,

um zu einer zufriedenstellenden Lösung hin zu führen. Die

beschlossene Pfarrstellenbemessung der Landessynode

der EKHN sieht ganz klar den Wegfall der befristeten halben

Pfarrstelle der Lutherkirchengemeinde zum 31.12.2014

vor. Frau Pfarrerin Kreutz hat bereits eine nur bis zu diesem

Termin befristetete Stelle bei uns. Hoffnung auf eine

Fortsetzung dieser halben Pfarrstelle hatte ich bis zuletzt,

da die Parameter ja vom Dekanatssynodalvorstand (DSV)

konkretisiert wurden und schon eine unterschiedliche

Gewichtung ermöglichen. Es geht nach Gemeindemitgliederzahl,

Predigtorten und Kindertagesstätten. Hier,

bei der Bewertung der Kindertagesstätten, hatte ich noch

Hoffnung. Ich halte es grundsätzlich für wichtig die Kindertagesstätten

stärker zu berücksichtigen. Dies ist für die

Gemeinde ein außerordentlich wertvolles Arbeitsfeld, um

Kinder, Eltern und ErzieherInnen anzusprechen. Das bedeutet

aber auch Zeit und Freudigkeit für einen PfarrerIn.

Wir haben derzeit in unseren drei Einrichtungen (Käthe,

Pauline und Sternenzelt) über 300 Kinder sowie 72 ErzieherInnen.

Das wollen wir auch in Zukunft leisten, aber

wie? Diese Frage führt uns zu unseren eigentlichen Aufgaben

in der Gemeinde, und wir müssen bereit sein »Pflicht

und Kür« zu hinterfragen, um zu einer für alle Beteiligten

annehmbaren Lösung zu kommen.

Die Lutherkirchenstiftung wird aktiv. Der Stiftungsvorstand

hat ein Fundrasingkonzept beschlossen. Die Stiftung wird

in nächster Zeit mit Veranstaltungen und gezielter Information

auf sich aufmerksam machen und sicher Interesse wecken.

Die Lutherkirchenstiftung steht für langfristige, nachhaltige

Unterstützung unserer vielfältigen Gemeindearbeit.

In unserer letzten Kirchenvorstandsitzung hat Frau Krack-

Roberg in einer persönlichen Erklärung ihr Ausscheiden

aus dem Kirchenvorstand zum Ende April 2013 mitgeteilt.

Frau Krack-Roberg hat sich über dreizehn Jahre im Kirchenvorstand

und verschiedenen Ausschüssen mit gro ßer

Freudigkeit engagiert und ihre vielfältigen Ideen eingebracht.

Herzlichen Dank für alle »Auseinandersetzung«,

für alles Mitdenken und Mitfühlen. Viel Freude, Kraft und

Gottes Segen für die Zukunft.

In den Sommermonaten (ab 24. Juni 2013) beginnen die

Sanierungsarbeiten rund um den Haupteingang unserer

Kirche. Vorübergehend dient der Turmeingang (ab 29. Juli

2013) als Zugang zur Kirche. Wir hoffen und wünschen,

dass die Arbeiten bis zum 13. August 2013 abgeschlossen

sind.

Während der Sommermonate wird auch die anstehende

Wartung der Klais Orgel durchgeführt. Herzlichen Glückwunsch

an unseren Kantor Herrn Jörg Endebrock, zwischenzeitlich

ist die 120. !! Anmeldung in der Kinderkantorei

eingegangen. Viel Freude und Erfolg für diese wunderbare,

starke Arbeit.

Bis zum diesjährigen Sommerfest am 25.08.2013 werden

die Damentoiletten auf der Ebene Luthersaal/Linnemannsaal

(früher »Treffpunkt«) verändert und renoviert. Hier

wird es künftig auch eine Behindertentoilette geben.

Bereits in der Januarsitzung des Kirchenvorstandes habe

ich mitgeteilt, dass ich bei der im September erneut anstehenden

Wahl als Kirchenvorstandsvorsitzender nicht mehr

kandidieren werde. So werde ich zum September aus dem

Kirchenvorstand ausscheiden und dies aus ganz persönlichen

Gründen. Ich möchte mich an dieser Stelle ganz

herzlich bei allen Vorstands- und Ausschusskolleginnen/

kollegen sowie bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

für die sehr gute Zusammenarbeit bedanken. Herzlichen

Dank an Frau Pfarrerin Kuhn, Frau Pfarrerin Kreutz

sowie Herrn Pfarrer Thedens-Jekel für eine allzeit kritische,

außer ordentlich fruchtbare, ja, liebevolle Zusammenarbeit.

Herzlichst

Ihr Werner Ott


Sommerfest der

Lutherkirchengemeinde

Sonntag, 25. August 2013

10.00 Uhr Gottesdienst für Kinder und Erwachsene

11.15 Uhr Sonntagsmatinee:

»Die Konferenz der Tiere« –

Ein Orgelkonzert für Kinder

12.00 Uhr Eröffnung im Kirchhof

Mittagessen, Grill, Salat-, Getränke-Bar

13.00 bis Buntes Programm

18.00 Uhr Spiele für Groß und Klein, Flohmarkt,

Kaffee und Kuchen, Cocktail-Bar,

Kicker-Turnier, Versteigerung

handsignierter Bücher »Ein’ feste Burg

ist unser Gott. Die Wiesbadener

Lutherkirche – Ein Juwel des Jugendstils«

Ab 14.00 Uhr Turmbesteigungen: Blick auf

Wiesbaden! (jeweils zur vollen Stunde)

14.00 Uhr Kirchenführung für Kinder

15.00 Uhr Kinder- und Mitmachzirkus

Auch in diesem Jahr beginnen in unserer Gemeinde

wieder Jugendliche mit dem Konfirmationsunterricht.

Die Namen der neuen

Konfirmandinnen und

Konfirmanden sind:

Liebe Konfis,

wir begrüßen Euch

und Eure Eltern und Erziehungsberechtigten

herzlich

in unserer Gemeinde. Wir wünschen

Euch und allen, die Euch begegnen

eine gute, gesegnete Zeit!

Pfarrer Volkmar Thedens-Jekel, Pfarrerin

Ursula Kuhn, Pfarrerin Monika Kreutz und

Vikarin Constanze Adam.

Konfirmation 2014

13

Veranstaltungen

Für das Kuchenbuffet bitten wir

noch um Ihre Spende!

Konfirmationsjubiläen am

18. August 2013

In diesem Jahr feiern wir die Konfirmationsjubiläen

in einem

Abendmahlsgottesdienst am

18. 09. 2013 um 10 Uhr in der Lutherkirche.

Alle, die vor 25, 50, 60 oder mehr Jahren konfirmiert

wurden

(1988, 1963, 1953 usw.), sind herzlich eingeladen –

unabhängig vom Ort der Konfirmation.

Wir freuen uns, mit Ihnen diesen besonderen

Gottesdienst feiern zu können.

Bitte melden Sie sich im Gemeindebüro an.

Pfarrerin Monika Kreutz

Der 1. Schultag …

… ist immer aufregend und mit großen Erwartungen

verbunden. Es beginnt ein neuer, wichtiger

Schritt im Leben eines Kindes. Neben aller Vorfreude

und Spannung können auch Ängste und Sorgen drücken,

sowohl bei den Kindern, als auch bei den Eltern.

Zu einem ökumenischen Schulanfängergottesdienst,

den die evangelische Lutherkirchengemeinde und die

katholische Liebfrauengemeinde zusammen feiern,

wollen wir Sie und Ihre Kinder herzlich einladen. Wir

wollen Ihnen anbieten, Ihre Freude und Ihre Sorge

Gott anzuvertrauen und Ihre Kinder für den neuen

Start segnen zu lassen.

Zeit: 20. August 2013 um 9.00 Uhr

Ort: Dreifaltigkeitskirche

himmel und und erde erde | Juli | März – Oktober – Juni 2013


14

Veranstaltungen

Musik in der Lutherkirche

Kantaten-Gottesdienste, Konzerte und Matineen

Liebe Musikfreunde,

Vor 100 Jahren wurde einer der bedeutendsten englischen Komponisten geboren:

Benjamin Britten. Seine Musik zeichnet sich dadurch aus, dass sie trotz moderner

Tonsprache sehr zugänglich ist und auch Menschen berührt, die mit »neuer

Musik« sonst nichts anfangen können. Die Vorliebe des Komponisten galt einerseits

der Oper und andererseits der Kirchen- und Chormusik. Das zweite Halbjahr

2013 wird in der Lutherkirche deshalb einen Britten-Schwerpunkt haben, bei

dem die verschiedenen Facetten seines kompositorischen Schaffens dargestellt

werden, gipfelnd in der Aufführung seines erschütternden »War Requiems« am

23. November durch den Bachchor Wiesbaden.

Am 5. und 6. Oktober führt die Kinder- und Jugendkantorei der Lutherkirche

seine einaktige Kirchenoper »Noahs Flut« auf, eine hinreißende Verbindung

von Kirchenmusik und Oper.

Mit diesem Werk wollte Benjamin Britten Kindern die Freude am Singen und

Musizieren vermitteln. Er schrieb das Werk in den 1950er Jahren speziell für

Kinder und Laienmusiker. Lediglich die Partien des Noah, die seiner Frau und

die Stimme Gottes werden von professionellen Sängern übernommen.

Die Regie wird von dem jungen spanischen Regisseur Rafael Villalobos übernommen,

der gerade den renommierten Europäischen Opernregiepreis gewonnen

hat. Das Orchester wird aus Mitgliedern des Staatsorchesters Wiesbaden

und aus dem Schulorchester der Oranienschule bestehen. Ein spannendes

Projekt, das Sie unbedingt sehen sollten.

Ich wünsche Ihnen viel Freude bei den Konzerten und Musikgottesdiensten!

Ihr

Jörg Endebrock

Sonntag, 24. August, 11.30

Sonntagsmatinee zum Sommerfest

»Die Konferenz der Tiere«

Ein Orgelkonzert für Kinder von

Christiane Michel-Osterthun

Jörg Endebrock auf der Walcker-Orgel

Edith Mädche, Erzählerin

Eintritt frei

Freitag, 6. September, 21 Uhr

Die Nacht der Kirchen in Wiesbaden

Chorkonzert mit dem Bachchor

Wiesbaden

Mehrchörige Musik von Thomas

Tallis (40-stimmige Motette »Spem in

alium«) und Johann Sebastian Bach

(Motette »Singet dem Herrn«)

Eintritt frei

Sonntag, 8. September, 11.15 Uhr

Sonntagsmatinee –

Kammermusik des Barock

Werke von Bach, Telemann u. a.

Hildegard Fischer, Sopran

Charlotte Adelsberger und Beatrix

Weber, Blockflöte

Yumi Fujimoto, Orgel

Eintritt frei

Sonntag, 15. September, 10 Uhr

Kantatengottesdienst

J. S. Bach: Kantate 148 »Bringet dem

Herrn Ehre seines Namens«

Kammerchor des Bachchors

Wiesbaden

Bachorchester Wiesbaden

Leitung: Jörg Endebrock

Samstag, 5. Oktober, 19.30 Uhr

Zum 100. Geburtstag des

Komponisten Benjamin Britten:

»Noye’s Fludde« (Noahs Flut)

Kirchenoper nach dem »Chester

Miracle Play«

Markus Flaig, Bass (Noah)

Barbara Morlock, Mezzosopran

(Noahs Frau)

Jugend- und Kinderkantorei der

Lutherkirche

Mitglieder des Hessischen Staatsorchesters

Wiesbaden

Schulorchester der Oranienschule

Rafael Villalobos, Regie

Jörg Endebrock, musikalische Leitung

Folgeaufführungen:

6. und 10. Oktober

Sonntag, 13. Oktober, 11.15 Uhr

Sonntagsmatinee – Klarinette und

Klavier

Thomas Sattler-Fujimoto, Klarinette

Yumi Fujimoto, Klavier

Eintritt frei

Nähere Informationen auf der website des Bachchors Wiesbaden: www.bach-chor-wiesbaden.de


Frischer Wind für unsere Klais-Orgel

himmel und erde sprach

mit dem Organisten

Jörg Endebrock und

dem Pfarrer Volkmar

Thedens-Jekel.

Die Klais-Orgel wird in diesem Sommer general überholt

HuE: Hr. Endebrock, wir haben in

diesem Sommer die Orgelbauer im

Haus. Was ist der Grund dafür?

Endebrock: Die Klais-Orgel wird im

Herbst 35 Jahre alt. In dieser Zeit

haben sich viele Teile der Orgel

verschlissen und der Staub hat

sich in den Pfeifen und im Gehäuse

abgesetzt. Normalerweise muss

eine Generalüberholung alle 15–20

Jahre erfolgen. Um die Orgel auf

Dauer zu erhalten wird es wird also

höchste Zeit hierfür! Alle 3.095 Pfeifen werden ausgebaut,

sorgfältig gereinigt, neu intoniert und die komplizierte Mechanik

dieses »technischen Wunderwerks« ausgebessert.

HuE: Hr. Thedens-Jekel, als Pfarrer haben Sie von Altar und

Kanzel die Klais-Orgel immer im Blick. Wann freuen Sie sich

am meisten über dieses Instrument?

Thedens-Jekel: Ich freue mich immer über den klaren und

strahlenden Klang der Klais-Orgel, vor allem natürlich in

größeren Kompositionen. Aber auch in der Begleitung der

Liturgie und der Lieder kann Jörg Endebrock mit dieser

Orgel durch ihren großen Klangreichtum schöne Akzente

setzen. Ich bin manchmal ganz überrascht, welche Klangfarben

er ihr gerade wieder entlockt und wie es zur Stimmung

des Liedes passt!

HuE: Hr. Endebrock, die Lutherkirche hat zwei große Orgeln.

Welche spielen Sie lieber?

Endebrock: Das hängt ganz vom Stück ab, das ich spiele.

Die Walcker-Orgel ist ein Instrument, auf dem sich die

symphonische Orgelmusik des 19. Jahrhunderts, die mir

besonders liegt, mustergültig darstellen lässt. Die Orgelmusik

von Bach hingegen braucht den hellen, silbernen

und durchsichtigen Klang der Klais-Orgel. Die ganze Orgelmusik

der Barockzeit und z.T. auch der Moderne ist auf

der Klais-Orgel zu Hause. Durch die Generalüberholung

wird sich das Klangbild der Orgel weiter verbessern: heute

sind manche Register etwas laut, andere könnten etwas

mehr »Charakter« bekommen. Es ist faszinierend zu beobachten,

wie ein Orgelintonateur die Klangfarben der

Pfeifen verändern kann!

HuE: Hr. Thedens-Jekel, als geschäftsführender Pfarrer halten

Sie gemeinsam mit Ihren hauptamtlichen Kolleginnen und

dem Kirchenvorstand die Geschicke der Gemeinde in den Händen.

Wie kann so eine Orgelrenovierung finanziert werden?

Thedens-Jekel: Die Renovierung der

Klais-Orgel wird ca. 56.000 € kosten.

Das ist viel Geld. Wir werden

etwa 11.000 € Zuschüsse erhalten

und müssen die übrigen 44.000 €

selber aufbringen. Dies werden wir

nur mit der Unterstützung möglichst

vieler Menschen, Unternehmen

und Institutionen schaffen.

HuE: Hr. Endebrock, mit welchen Beiträgen

kann man helfen?

Endebrock: Grundsätzlich gilt: Jeder

Euro hilft! Eine der 3.095 Pfeifen

mit allem was dazugehört instand

zu setzen kostet uns 15 €,

ein ganzes Register im Hauptwerk

schlägt mit 800 bis 1.900 € zu Buche.

Unabhängig vom gespendeten

Betrag werden wir jede Spenderin und jeden Spender

persönlich dazu einzuladen, wenn wir Anfang November

unsere Orgel mit einem festlichen Konzert wieder in Betrieb

nehmen. Ich freue mich schon heute darauf, mit den

Menschen der Gemeinde den »aufgefrischten« Klang unserer

Klais-Orgel zu erleben.

HuE: Darauf freuen wir uns auch und danken für das Gespräch.

Sie können die Aktion »Frischer Wind für unsere

Klais-Orgel« durch eine Spende auf folgendes Konto

unterstützen:

Lutherkirchengemeinde, Kto-Nr. 263850 bei der

Volksbank Wiesbaden, BLZ 51090000

Die Generalsanierung kostet uns

n 15 € für eine der 3095 Pfeifen

n 180 € für eine Oktave (12 Pfeifen)

n 400 € für ein ganzes Register im Pedal

n 800 € für ein ganzes Register im Manual

n 1900 € für ein ganzes Register mit mehreren Pfeifen

pro Ton

Bitte geben Sie im Verwendungszweck Ihre Postadresse

an, Sie erhalten dann eine Einladung zum Einweihungskonzert

und eine Spendenbescheinigung.

Wir laden Sie herzlich ein, sich vor Beginn der Renovierung

die Klais-Orgel und die notwendigen

Renovierungsarbeiten von unserem Kantor Jörg

Endebrock erklären zu lassen. Am Sonntag, dem

4. August findet im Anschluss an den Gottesdienst

um 11:15 Uhr eine Orgelführung statt.

15

Veranstaltungen

himmel und erde | Juli – Oktober 2009 2013


16

Veranstaltungen

Programm in der Lutherkirche

n 17.45 Uhr: Abendgeläut

n 18.00 Uhr: »Abend ward, bald kommt die Nacht«

Abendandacht mit Abendliedern

n 18.45 Uhr: Bläsermusik

Der Posaunenchor spielt Choräle und mehr

vor dem Turm

n 19.00 Uhr: Kirchenführungen

Lernen Sie die Lutherkirche kennen!

n 20.00 Uhr: Töne und Texte

Literarisches im Wechsel mit Musik an Saxophon und

Bass

n 21.00 Uhr: Der Bachchor singt

Mehrchörige Musik von Thomas Tallis (40-stimmige

Motette »Spem in alium«) und Johann Sebastian Bach

(Motette »Singet dem Herrn«)

n 22.15 Uhr:

Die Nacht der Kirchen am Freitag,

dem 6. September 2013

Videokunst in der Kirche:

theologia crucis – Das Kreuz im Mittelpunkt

Die audioreaktive Videoinstallation »Ursprung«

des Künstlers Ralf Kopp aus Darmstadt

n ab 20.30 Uhr: Turmführungen mit

»Blick auf das nächt liche Wiesbaden«

n von 18.00 bis 23.30 Uhr:

Stärken Sie sich im Bistro »Luther« mit Speisen und

Getränken zu zivilen Preisen!

… Eine ideale Möglichkeit, sich auszuruhen und

miteinander ins Gespräch zu kommen …

Deutscher Schwerhörigenbund

Ortsverein Wiesbaden e.V.

Seit vielen Jahren zu Gast in der

Lutherkirchengemeinde

Unser Programm in der Lutherkirche:

Freitags ab 15.30 Uhr

05.07.2013 Vortrag: Niemand darf

wegen seiner Behinderung

benachteiligt

werden (Art. 3 Abs. 3

Satz 3 Grundgesetz)

ab 08.07.2013 Sommerpause

16.08.2013 Mundabsehtraining

25.08.2013 Sommerfest in der

Lutherkirche

Termine ab September noch offen

Gäste sind herzlich willkommen!

Tischgespräche 2013:

»Glaube und Bekenntnis«

Jeweils am 2. Mittwoch im Monat

von 19.30 Uhr bis 21.00 Uhr

im Linnemannsaal

Die nächsten Termine:

10. Juli

14. August

11. September

9. Oktober

Eine Gemeinde – Ein Thema

Am 23. November 2013 wird unser Bachchor das »War Requiem« von Benjamin

Britten aufführen. Brittens Meisterwerk ist ein eindringlicher Appell

gegen die Gewalt des Krieges und für die Versöhnung der Völker.

Der Kirchenvorstand der Lutherkirchengemeinde nimmt die Aufführung zum

Anlass, im Herbst 2013 ein Gemeindeprojekt zum Thema »Krieg, Frieden, Versöhnung«

durchzuführen. Die Gruppen und Kreise der Gemeinde sind herzlich

eingeladen, sich aus ihrer jeweiligen Perspektive mit selbst gewählten Aspekten

des Themas zu beschäftigen. Im November wird es im Rahmen des

»Forum Lutherkirche» eine Reihe von öffentlichen Veranstaltungen mit Vorträgen,

Diskussionen und vielen Denkanstößen geben.

Ausführliche Informationen folgen in der nächsten Ausgabe von himmel und erde.

Niels Weigelt, Volkmar Thedens-Jekel

Termine in der

Pfarrei Liebfrauen/

Kirche

Dreifaltigkeit

10.–21.7.: Jugendfreizeit

22.–26.7.: Ferienspiele (5–9 Jahre)

07.–16.8.: Kinderfreizeit (9–14)

25.8.: Frühschoppen

28.9.: Premiere die gewissen

29.9.: Frühschoppen

04./05.10.: die gewissen

11./12.10.: die gewissen

27.10.: Frühschoppen

als Vorschau: 08.11.: Weinprobe


Vier Abende, dem Glauben näher zu

kommen

Auch im Herbst diesen Jahres wird es wieder einen

vierwöchigen Kurs zum Glauben geben.

»Kann man denn Glauben in einem Kurs lernen?« fragte

eine der Teilnehmerinnen beim letzten Mal. »Das nicht«,

meinte ein anderer. »Doch wir können dem Glauben wieder

ein bisschen näher kommen.«

Ja, genau das wollen wir. An den vier Abenden werden wir

uns ersten Grundlagen des Glaubens annähern:

n Der Glaube kann mir helfen, mit den Grenzen des Lebens

umzugehen.

n Ich kann nur echt leben, wenn ich es im Gegenüber zum

»Du« mache – in Beziehung.

n Liebe und Glück sind für mich wichtige Werte – und für

Gott auch.

n Ich brauche einen Grund und eine Mitte, die mich tragen

und halten – im Leben und im Sterben.

Die vier Abende richten sich an Erwachsene, die neu die

Grundlagen des christlichen Glaubens erkunden wollen.

17.09. | 24.09. | 01.10. und 08.10.2013

jeweils 19.30–21.30 Uhr

im »Bachsaal« der Lutherkirche

Mosbacher Straße 2

65187 Wiesbaden

Kursleitung & Information:

Pfarrerin Ursula Kuhn

Tel. 890673-26

Die Teilnahme ist kostenfrei, über Spenden freuen wir uns.

»Ich suchte, den meine Seele liebt«

Poetisch-musikalische Reise vom Hohen Lied der Liebe

bis zur Gegenwart

Das Hohe Lied der Liebe in der Jüdischen Bibel (Altes

Testament) ist eine Sammlung von Liebesliedern, in

denen eine Frau und ein Mann ihre erotische Sehnsucht

abwechselnd in schönen, einprägsamen Bildern zum Ausdruck

bringen. Es bildet den Ausgangspunkt unserer poetisch-musikalischen

Reise, bei der wir dem mittelalterlichen

Minnesang, Friedrich Hölderlin, Eduard Mörike,

Rainer Maria Rilke, Erich Fried und Ingeborg Bachmann

begegnen. Begleitet werden wir von Liedern von George

Gershwin, Elvis Presley, Jan Garbarek und Thelonius Monk

u.a.. Unterwegs gibt es einen kräftigenden Imbiss am Altar

samt Tischreden über die Liebe.

Gestaltet wird die Reise von Pfarrerin Ursula Kuhn, Ruth

Huppert, Elke Boger, Edith Mädche und Jörn Dietze als

Sprecher/innen.

Musikalische Begleitung: Hartmut Boger, Kontrabass,

Hans Fischer, Flöte und Saxophon

Veranstalterinnen: Evangelische Lutherkirchengemeinde

Wiesbaden, Evangelische Stadtakademie Wiesbaden,

vhs Wiesbaden

F11220 4,00 Ustd. 19,– €

Ev. Lutherkirchengemeinde, Mosbacher Straße 2

Fr. 27.09.2013, 18.00–21.00 Uhr

17

Veranstaltungen

Herzliche Einladung zum Meditativen

Tanzabend

am Montag, dem 30. September 2013, 19.30–21.30 Uhr

unter dem Motto

Geh aus mein Herz und tanze Freud

An diesem Abend laden wir Sie ein,

die Lebendigkeit und Freude der Sommerzeit in Tänzen

und Liedern umzusetzen.

n auftanken

n die eigene Lebendigkeit spüren

n Kraft erfahren

n Einfache meditative Tanzschritte

Ort: Bachsaal der Lutherkirche

Leitung: Monika Kreutz, Pfarrerin, Tanztherapeutin,

Tanzpädagogin

Wir bitten um kurze telefonische Voranmeldung bei

Monika Kreutz, Tel. 0611 9277824

Email: Monikakreutz@t-online.de oder im Gemeinde büro.

Reformationstag

Reformationstag

31. Oktober 2013

Lutherkirche Wiesbaden

Mosbacher Str. 2, Am Gutenbergplatz

18.00 Uhr

Gottesdienst

mit Pfarrer Dr. Volker Jung,

Kirchenpräsident der EKHN

anschließend:

Festvortrag von

Nico Hoffmann (Filmemacher und Produzent)

anschließend:

Empfang im Luthersaal

Die Kirchenleitung der Evangelischen Kirche in Hessen

und Nassau lädt zu dieser Festveranstaltung ein.

himmel und erde | Juli – Oktober 2009 2013


18

Gottesdienste

Veranstaltungen

n Juli 2013

3. Juli, Mittwoch, 6.30 Uhr

Morgenandacht

im Linnemannsaal

mit anschließendem Frühstück

Jörn Dietze

6. Juli, Samstag, 10 bis 12 Uhr

Kinderkirche

Kinderkirchen-Team

7. Juli, Sonntag, 10.00 Uhr

Gottesdienst mit Abendmahl

Vikarin Adam

14. Juli, Sonntag, 10.00 Uhr

Gottesdienst

Pfarrerin Kreutz

21. Juli, Sonntag, 10.00 Uhr

Gottesdienst

Pfarrer Thedens-Jekel

25. August, Sonntag, 10.00 Uhr

Gottesdienst zum Sommerfest

Pfarrer Thedens-Jekel

n September 2013

1. September, Sonntag, 10.00 Uhr

Gottesdienst mit Abendmahl

»Journalistenkanzel« mit Stefan

Toepfer (FAZ) und Pfarrerin Kuhn

4. September, Mittwoch, 6.30 Uhr

Morgenandacht

im Linnemannsaal

mit anschließendem Frühstück

Jörn Dietze

7. September, Samstag, 10 bis 12 Uhr

Kinderkirche

Kinderkirchen-Team

8. September, Sonntag, 10.00 Uhr

Gottesdienst

Pfarrerin Kreutz

6. Oktober, Sonntag, 10.00 Uhr

Erntedank-Gottesdienst mit der

Kindertagesstätte Pauline mit

Abendmahl?

Pfarrerin Kreutz

13. Oktober, Sonntag, 10.00 Uhr

Gottesdienst

Pfarrer Gmelin

20. Oktober, Sonntag, 10.00 Uhr

Gottesdienst

Pfarrer Thedens-Jekel

27. Oktober, Sonntag, 10.00 Uhr

Herbstgottesdienst mit der Kindertagesstätte

Sternenzelt

im Anschluss Kirchenkaffee

Pfarrerin Kuhn

31. Oktober, Donnerstag, 18.00 Uhr

Reformations-Gottesdienst der EKHN

Pfarrerin Kuhn u.a. (s. Seite 17)

28. Juli, Sonntag, 10.00 Uhr

Gottesdienst

im Anschluss Kirchenkaffee

Pfarrerin Kreutz

n August 2013

4. August, Sonntag, 10.00 Uhr

Gottesdienst mit Abendmahl

Dekan Dr. Mencke

7. August, Mittwoch, 6.30 Uhr

Morgenandacht

im Linnemannsaal

mit anschließendem Frühstück

Jörn Dietze

11. August, Sonntag, 10.00 Uhr

Gottesdienst

Pfarrerin Kuhn

18. August, Sonntag, 10.00 Uhr

Gottesdienst zur Jubiläumskonfirmation

mit Abendmahl

Pfarrerin Kreutz (s. Seite 13)

15. September, Sonntag, 10.00 Uhr

Gottesdienst

Vikarin Adam

22. September, Sonntag, 10.00 Uhr

Gottesdienst SELK

(Sprengelsängerfest)

Pfarrerin Kreutz

29. September, Sonntag, 10.00 Uhr

Gottesdienst

im Anschluss Kirchenkaffee

Pfarrer Thedens-Jekel

n Oktober 2013

2. Oktober, Mittwoch, 6.30 Uhr

Morgenandacht

im Linnemannsaal

mit anschließendem Frühstück

Jörn Dietze

5. Oktober, Samstag, 10 bis 12 Uhr

Kinderkirche

Kinderkirchen-Team

Kinderkirche

Ansprechpartner für das Kinderkirchenteam:

Pfr. Volkmar Thedens-Jekel,

Tel.: 89067325

Jeden ersten Samstag im Monat von

10.00 Uhr bis 12.00 Uhr

Beginn im Linnemannsaal.

06.07. | 07.09. | 05.10.

Morgenandachten

Ansprechpartner: Jörn Dietze

Tel.: 801889

Mittwoch, 03.07. | 07.08. | 04.09. |

02.10.

jeweils 6.30 Uhr im Linnemann-Saal

mit anschließendem Frühstück.


Gottesdienste in

Altenheimen in der

Gemeinde

Clemenshaus

Biebricher Allee 41

Donnerstag, 16 Uhr

11.07. | 25.07. | 08.08. | 22.08.

05.09. | 19.09. | 17.10. | 31.10.

in der Regel mit Pfarrer Thedens-Jekel

Kursana Villa

Mosbacher Straße 4a

Donnerstag, 16.00 Uhr und 16.45 Uhr

04.07. | 18.07. | 01.08. | 15.08. | 29.08.

12.09. | 26.09. | 10.10. | 24.10.

in der Regel mit Pfarrer Thedens-Jekel

Frauen der Lutherkirche

n Frauenfrühstück im Vorraum

des Luthersaales

Ansprechpartnerin:

Susanne Regel, Tel.: 9490653

13.07. | 10.08. | 14.09. | 12.10.

jeweils um 9.30 Uh

n Frauenhilfe

Ansprechpartnerin:

Ulrike Brommer, Tel.: 379550

Bibelkreis der Frauenhilfe mit

Pfr. Thedens-Jekel

17.07. | 18.09. | 09.10.

jeweils um 15.30 Uhr

Tag des

offenen Denkmals

am 8. September 2013

Die Lutherkirche ist von

9.30 bis 17.00 Uhr geöffnet

12.30 Uhr Kirchenführung

mit Turmbesteigung

16.00 Uhr Orgelführung

19

Veranstaltungen

Bibelkreis

Informationen und Gespräche

zu biblischen Geschichten

Ansprechpartner:

Pfr. Volkmar Thedens-Jekel

Tel.: 89067325

03.07. | 04.09. | 02.10.

jeweils um 19.30 Uhr im Treffpunkt

Kollekten-Bons im Wert von

2€, 3€, 5€ und 10 €

können Sie in Bögen à 70 Euro

und 90 Euro gegen Barzahlung im

Gemeindebüro erwerben.

himmel und erde | Juli – Oktober 2009 2013


20

Veranstaltungen

Kirchenmusik

Ansprechpartner: Jörg Endebrock

Tel.: 89067313

n Kinder- und Jugendkantorei

Dienstag,

14.00 Uhr (Lutherspatzen I, ab 5 J.)

14.35 Uhr (Lutherspatzen II, ab 5 J.)

15.10 Uhr (Lutherspatzen III, ab 5 J.)

15.45 Uhr (Mädchenchor I, ab 2. Kl.)

16.35 Uhr (Jungenchor, ab 2. Kl.)

Mittwoch,

15.00 Uhr (Mädchenchor II, ab 2. Kl.)

16.00 Uhr (Kinderkantorei, ab 4. Kl.)

17.00 Uhr (Jugendkantorei ab 6. Kl.)

Leitung: Barbara Morlock und

Jörg Endebrock

Tel.: 89067313

kantor@lutherkirche-wiesbaden.de

n Bachchor Wiesbaden

Donnerstag, 19.45 Uhr

n Posaunenchor

Donnerstag, 19.30 Uhr

Ansprechpartner: Matthias Schädlich

Tel.: 0 611 1355014

Redaktionsteam

der Gemeindezeitung

»himmel und erde«

Sitzungstermine bitte im Gemeindebüro

erfragen.

Tel.: 8906730

Offene Lutherkirche

Ansprechpartnerin:

Edith Mädche, Tel.: 0176 31499012

Nach Möglichkeit ist die Kirche

Mo. und Fr. von 16.00 bis 18.00 Uhr,

Di.–Do. von 15.00 bis 17.00 Uhr

geöffnet.

Angebote fÜr Senioren

und Seniorinnen

n Kontaktkreis

Ansprechpartnerin: Helga Schütz

Tel.: 809576

Mittwoch,

17.07. | 21.08. | 18.09. | 16.10.

jeweils um 19.00 Uhr

n Samstagscafé

Gemütliches Beisammensein

Ansprechpartner: Gemeindebüro

Tel.: 8906730

Samstag, 15.00 – 17.00 Uhr

n Treffpunkt

Ansprechpartnerin:

Hannelore Bensberg

Tel.: 371167

Zusammensein bei Kaffee und

Kuchen, Plausch und Spielen

Donnerstag, 14.30 Uhr

(im Linnemannsaal)

n Senior/innengymnastik

Ansprechpartnerin:

Annette Aschenbrenner

Tel.: 06196 83560

Donnerstag, 10.00 Uhr

im Bach-Saal

n Ruheständler

Gemütliches Beisammensein bei

Kaffee, Kuchen und interessanten

Vorträgen

Ansprechpartner:

Pfr. Volkmar Thedens-Jekel

Tel.: 89067325

1 x im Monat um 15.00 Uhr

im Luthersaal.

01.07. Auf den Spuren

Martin Luthers in Sachsen

02.09. Bilder aus Norditalien

(Trentino und Südtirol)

07.10. Bilder von unserer Seniorenfahrt

ins Extertal

Literaturkreis

Ansprechpartner:

Dr. Winfried Duckert

Tel.: 0177 2757379

Spielkreise fÜr Kinder

und Eltern

Ansprechpartner: Gemeindebüro

Tel.: 8906730

(alle Spielkreise sind offen)

Montag

15.00 – 16.30 Uhr (Sonnenkäfer)

17.00 – 18.30 Uhr (Schmusekätzchen)

Konfirmationsunterricht

Ansprechpartner/in:

Pfrin. Ursula Kuhn

Tel.: 89067326

Pfr. Volkmar Thedens-Jekel,

Tel.: 89067325

Dienstag, 15.15 Uhr und 17.00 Uhr

Konfi-Team

Mitarbeit im Konfirmationsunterricht

Mittwoch, 17.30 Uhr

Ansprechpartner/in:

Pfrin. Ursula Kuhn

Tel.: 89067326

Pfr. Volkmar Thedens-Jekel,

Tel.: 89067325

Café

Luther

Wir verwöhnen Sie jeden 2. Mittwoch

im Monat ab 15 Uhr mit einer

guten Tasse Kaffee oder Tee

Für die Kleinen steht ein kinderfreundliches

Team zur Verfügung

sowie Raum, Zeit und Spielsachen,

die Kinderherzen höher

schlagen lassen.

Hier sind unsere Termine für

2013:

10.07. | 14.08. | 11.09. | 09.10.

Das Café-Luther-Team heißt Sie

herzlich willkommen!


Taufen | Trauungen | Bestattungen

Taufen

Wir wünschen allen neu

Getauften, dass sie von

Gott begleitet und behütet

werden. Allen Verantwortlichen

wünschen wir Klarheit und Liebe im

Zusammenleben.

KONFIRMIERTE 2013

Am 26. Mai 2013 feierten wir Konfirmation mit den Jugendlichen

Liebe Konfirmandinnen und Konfirmanden,

wir freuen uns mit Euch und heißen Euch als

Konfirmierte in unserer Gemeinde

herzlich willkommen! Wir wünschen Euch

alles erdenklich Gute und Gottes reichen Segen

auf Eurem weiteren Lebensweg.

21

Veranstaltungen/Anzeige

Trauungen

Wir freuen uns mit den

Ehepaaren und erhoffen

für sie, dass der Reichtum

von Gottes Liebe sie stärke und

ihre Gemeinschaft mit Freude fülle.

Bestattungen

Allen, die im Glauben von uns gegangen

sind, ist das Wort Christi zugesagt: »Ich

lebe und ihr sollt auch leben!« So wissen wir die Verstorbenen

bei Gott wohl geborgen.

Die Pfarrerinnen und Pfarrer der Lutherkirchengemeinde

himmel und erde | März – Juni 2013


22

Anzeigen

Die Buchhandlung im Dichterviertel

mit dem individuellen Service:

Wir nehmen uns Zeit für kompetente und freundliche Beratung und

bestellen über Nacht Bücher, DVDs, Hörbücher, Spiele, Software,

Comics ... denn bei uns finden Sie immer das passende Geschenk!

Brigitte Endres-Grzybek · Niederwaldstraße 8 · 65187 Wiesbaden

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Persönliche Termine

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Stilvoll leben, selbstbestimmt agieren, sich verwöhnen

lassen, persönlichen Service erleben und anspruchsvoll

gepflegt werden – so lautet die Intention der Kursana

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Ein erstklassiger Service in allen Lebensbereichen

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23

KirchenFenster Schwalbe 6

Schwalbacher Straße 6

65185 Wiesbaden

Öffnungszeiten:

Montag und Freitag 10–16 Uhr

Dienstag – Donnerstag 10–18 Uhr

Ev. Stadtkirchenpfarrerin

Annette Majewski

Tel. 0611/14 09 740

E-Mail: schwalbe6@web.de

Infos unter Tel. 0611/1409 740

Was Sie bei uns finden:

Informationen rund um Kirche,

Cappuccino und mehr, Kircheneintrittsstelle,

Rat und Hilfe und

spezielle Veranstaltungen.

n Gemeindebüro

Gemeindesekretärin Bärbel Rathgeber

Telefon 8906730, Fax 89067311

Sartoriusstraße 16

E-Mail: lutherkirche-wi@t-online.de

Montag–Donnerstag

9.00 Uhr–12.00 Uhr,

Mittwoch 15.00–18.00 Uhr

Freitag geschlossen

n Seelsorger/innen

Pfarrer Volkmar Thedens-Jekel

(Geschäftsführung)

Telefon 89067325,

Mosbacher Straße 4a

thedens-jekel@web.de

Pfarrerin Ursula Kuhn

Telefon 89067326,

Mosbacher Straße 4

u.kuhn@lutherkirche-wiesbaden.de

Pfarrerin Monika Kreutz

Telefon 9277824,

Nelkenweg 4a

monikakreutz@t-online.de

n Kirchenmusik

Jörg Endebrock

Telefon 89067313, Sartoriusstraße 16

endebrock@t-online.de

n Küster/in

Lothar Dittmar

Mobil 0177 6570882

Gemeindetelefon 89067314

Marina Herkt

Mobil 0176 31742114

Gemeindetelefon 89067314

n Kindertagesstätten

Kindertagesstätte Käthe

Leiterin Susanne Schwieder

Telefon 844631, Fax 9854244,

Roseggerstraße 6

ev.kita-kaethe.wiesbaden@ekhn-net.de

Kindertagesstätte Pauline

Leiterin Sonja Strauch

Telefon 842308, Fax 9889481,

Schiersteiner Straße 48

ev.kita-pauline.wiesbaden@ekhn-net.de

Kindertagesstätte Sternenzelt

Leiterin Barbara Caesar

Telefon 840065, Fax 9881212,

Klopstockstraße 35

ev.kita-sternenzelt.wiesbaden@ekhnnet.de

n Bankverbindung

Wiesbadener Volksbank 263818,

BLZ 51090000

Impressum/Adressen/Anzeigen

Impressum/Anzeige

Ihr Freundeskreis

Selbsthilfegruppe für Alkoholund

Medikamentenabhängigkeit

n Kirchenvorstand

Werner Ott (Vorsitzender)

Telefon 06128 44548

www.lutherkirche-wiesbaden.de

Gruppenabende für

Betroffene und Angehörige

jeden Montag, 19.00 – 21.00 Uhr

im kleinen Gruppenraum

der Evangelischen Lutherkirche

Ansprechpartner:

Lothar Dittmar

Telefon: 0177/65708 82

n Ehe- und Familienberatung: Rheinstr. 65, Tel. 3609125

n Haus für Frauen in Not (Frauenhaus): Tel. 806050

n Wohngemeinschaft für Mutter und Kind: Kapellenstr. 82, Tel. 51886

n Teestube für Wohnsitzlose: Dotzheimer Straße 3, Tel. 445660

n Telefonseelsorge: 0800/1110111 oder 0800/1110222

n Kinder- und Jugendtelefon: 0800/1110333, Mo–Fr 15.00–19.00 Uhr

Impressum: Die Kirchenzeitung der Lutherkirchengemeinde erscheint für jeweils vier

Monate im Auftrag des Kirchenvorstandes (Postanschrift: Gemeindebüro, s.o.)

Redaktion: Jörn Dietze, Etta Duckert, Ilona Dudas-Gürtler, Günter Meder,

Tanja Scharnhoop, Volkmar Thedens-Jekel

Namentlich gekennzeichnete Artikel geben nicht unbedingt die Meinung der

Redaktion wieder.

V.i.S.d.P.: Kirchenvorstand der Lutherkirchengemeinde, Sartoriusstraße 16,

65187 Wiesbaden

Grafische Konzeption/Herstellung: rsrdesign, Wiesbaden, www.rsrdesign.de

Druck: Druckerei Wilhelm & Adam, Heusenstamm

Gedruckt auf chlorfrei gebleichtem Papier

himmel und erde | Juli – Oktober 2009 2013


24

Unter der Brücke

von Tanja Scharnhoop

Eine Fahrradtour an einem Frühlingstag durch die

Stadt führte auch unter einer der vielen Brücken hindurch.

Über diese Brücke war ich schon oft gefahren. Auf

dem Weg ins Büro über die Spree. Viel Verkehr da oben.

Leute auf dem Weg zur Arbeit, Busse, Taxis, Touristen.

Was aber unter dieser oder irgendeiner anderen Brücke

los sein könnte, daran hab ich nie gedacht. Niemand hat

daran gedacht, wenn er die Brücke überquerte. Wenn man

überhaupt die Brücke oder sonst irgendetwas wahrnahm

auf dem Weg ins Büro. Alles alltäglich, nichts Besonderes,

der Kopf in der Zeitung. Alles ganz normal in einer Stadt

wie Berlin.

An jenem Tag war ich zum ersten Mal unter dieser Brücke.

Auf den ersten Blick sah ich viel Dreck, Graffiti auf

dem Beton, leere Flaschen und Abfall. Es stank. Die Spree

plätscherte vor sich hin und zog vorbei. Alles ganz normal

in einer Stadt wie Berlin. Dann fiel mein Blick auf diesen

»Haufen«. Ein Mensch, dicht gedrängt an die Betonwand

auf einem großen Stück Pappkarton, eingehüllt in einen

Schlafsack, schäbig und zerschlissen. Es war kein Körperteil

zu sehen. Er versteckte sich ganz in seinem Schlafsack

und rührte sich nicht. Was für ein Ort, um sich hinzulegen.

Nicht denkbar, sich hier auch nur kurz aufhalten zu

wollen! Alles dreckig und kalt. Alles ganz normal in einer

Stadt wie Berlin. Ich fuhr vorbei.

Auf dem Rückweg hielt ich doch an neben dem »Haufen«.

Vielleicht wollte ich mich nur vergewissern, ob dieser

Mensch noch lebte. Er bemerkte mich und richtete sich

auf. Ein Mann mit zotteligen Haaren und verklebtem Bart,

ein Obdachloser.

Ich erschrak und fragte schnell: »Alles in Ordnung bei Ihnen?«

Er schaute mich an und zuckte mit den Schultern.

»Brauchen Sie irgendetwas oder brauchen Sie Hilfe?« Eigentlich

eine blöde Frage, schoss es mir in den Kopf. Was

sollte ich schon tun können? Und irgendwie hatte ich auch

Angst.

»Et jeht mir janz jut.«

»Warum hier?« fragte ich.

Er seufzte und deutete mit seinem Kopf nach oben:

»Weeste, da oben bin ick jahrelang mit die andern über

die Brücke jehetzt. Tu ick ma jetze nich mehr an. Jift,

vastehste?

Ich verstand. Alles ganz normal in einer Stadt wie Berlin.

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