Himmel und Erde - Lutherkirche Wiesbaden

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Himmel und Erde - Lutherkirche Wiesbaden

himmel

erde

Die Lutherkirchenzeitung

und

März – Juni 2013

SCHATZKÄSTCHEN

Alte

wohin damit?

Trauer

Angst

• Wut •

Weihnachtszeitzeugen

Atommüll

Behinderte

Altkleider

Akkordeon

Evangelische Lutherkirchengemeinde Wiesbaden | www.lutherkirche-wiesbaden.de


2 2

Liebe Leserinnen

und Leser,

Sie kennen das sicher: Jemand

macht Ihnen ein Geschenk, das

Sie nicht mögen oder nicht gebrauchen

können, was stellen

Sie damit an? Welche Wege ein

unliebsames Geschenk nehmen

kann, verfolgen Sie in dieser Ausgabe

von »Himmel und Erde«.

Etwas ernsthafter haben wir uns

aber auch mit dem Titelthema »Wohin damit?« auseinandergesetzt:

Was tun wir mit alten Gegenständen, die uns

Geschichten erzählen? Was tun wir mit alten Kleidungsstücken?

Können wir all das einfach wegwerfen? Lesen

Sie, wie aus einer Teeverpackung ein Schatzkästchen wird

und was man darin aufbewahren kann. Einen spannenden

Einblick in psychologische Arbeit mit Kindern eröffnet

die Frage: Was passiert mit Kindern, die Erlebnisse und

Gefühle in sich tragen, die sie nicht bewältigen können?

Und nicht zuletzt: Was passiert, wenn Menschen von der

Gesellschaft ausgeschlossen werden? Es erwarten Sie interessante

Antworten in einem – wie immer – abwechslungsreichen

Heft.

Wir wünschen Ihnen eine schöne Osterzeit und beantworten

gerne noch die Frage »wohin mit all den Ostereiern?«

Unser Tipp: Unauffindbar gut verstecken und selber naschen!

Im Namen der Redaktion grüßt Sie herzlich

Tanja Scharnhoop

Inhalt

Editorial 2

Eine neue Vikarin 3

Wohin mit den Altkleidern? 4–5

Kleidersammlung für Bethel 5

»Zeitzeugen« 6

Kreislauf 7

Weg mit ihm! 8–9

Weniger ist mehr! 9

Kinder als gesegnete Kinder sehen 10–11

Interview 12

Veranstaltungen

Weihnachtstütenwunder 13

Frauen der Lutherkirche 13

Musik in der Lutherkirche 14–15

Café Luther 15

Creativ Club 15

Gottesdienste 16–17

Veranstaltungen in der Lutherkirchengemeinde 17–18

Termine in der kath. Kirche Dreifaltigkeit 17

Ökumenischer Gottesdienst für Menschen mit Demenz 17

Deutscher Schwerhörigenbund 18

Gottesdienst zum Gründonnerstag 19

Das Grab ist leer! 19

Tauferinnerungsgottesdienst 19

10. Todestag von Dorothee Sölle 19

Meditativer Tanzabend 19

Wohin? 20

Namen und Räume 20

Taufen, Trauungen und Bestattungen 21

Gib dem Alter (s)eine Chance 21

Anzeigen 22

Impressum/Anzeigen 23

Schatzkästchen 24


Liebe Gemeinde,

3

die Frage »Wohin damit?«

habe ich mir in

den letzten Wochen

und Monaten nach

meinem Examen nur

zu oft gestellt. »Wohin

mit all unseren Sachen?«

war nicht nur

ganz konkret bei der

Planung unseres Umzugs

von Berlin nach Wiesbaden eine Frage. Auch bei dem

Gedanken an den Wechsel vom Studentinnen- ins Berufsleben

drängte sich einige Male ein »Wohin« auf. Denn

mancherlei Veränderung kann altbewährte Sicherheiten

plötzlich obsolet oder unpassend erscheinen lassen.

Dabei habe ich festgestellt, dass es bei der Frage »Wohin

damit?« nicht nur um das Entsorgen, Befreien von Altlasten

und Aufräumen, sondern auch um ein Bereitmachen

für Neues geht. Wer sich von Altbewährtem trennt, muss

Mut für Neues aufbringen.

Oft konnte ich die Frage nach dem »Wohin« gar nicht so

schnell beantworten. Da kann einen schon mal das beklemmende

Gefühl der Orientierungslosigkeit überkommen.

Doch gerade dann, wenn alles beinahe unheimlich

offen zu sein scheint, können sich plötzlich neue Möglichkeiten

auftun.

Jetzt bin ich schon seit Februar 2013 Ihre neue Vikarin an

der Lutherkirche und lerne nun nach und nach unter der

Anleitung von Pfarrerin Ursula Kuhn alle wesentlichen Bereiche

der Gemeindearbeit kennen. Sie haben mich bisher

noch gar nicht wahrgenommen?

Dies kann an den regelmäßigen

Seminarwochen im Theologischen

Seminar im oberhessischen

Herborn liegen, ein

fester Bestandteil der praktischen

Ausbildung.

Nun aber noch einiges zu meiner

Person: Aufgewachsen bin

ich in Wiesbaden-Schierstein

und in Mainz. Nach dem Abitur

habe ich zunächst für ein

Jahr in Berlin in einer Lebensgemeinschaft mit geistig und

körperlich behinderten Menschen zusammengelebt und

gearbeitet. Diese Zeit hat mich sehr geprägt und sicherlich

auch seinen Teil zu meinem Wunsch Theologie zu studieren

beigetragen. Auch während meines Grundstudiums in

Göttingen bin ich weiter in der Pflege aktiv geblieben.

Nach einem einjährigen Erasmusaufenthalt in Amsterdam

stand noch einmal ein Studienortwechsel nach Berlin an.

Dort war ich neben der Uni die letzten drei Jahre in der

Berliner Philharmonie in der Veranstaltungsbetreuung beschäftigt.

Für mich war das ein wunderbarer und aufregender

Ort! Daher freue ich mich sehr darüber, dass in der

Lutherkirche Musik eine besondere Rolle spielt.

Zur Frage nach dem »Wohin« nur noch eine kurze

Schlussbemerkung:

Als ich nach den Examensprüfungen den Ausbildungsreferenten

in Darmstadt gespannt fragte, wohin es denn eigentlich

für mich ins Vikariat gehen soll, habe ich mich

wirklich sehr darüber gefreut, dass die Antwort »Luthergemeinde

in Wiesbaden« lautete.

Gemeinsam mit meinem Verlobten bin ich nun vor wenigen

Wochen in eine nette Dachgeschosswohnung am Zietenring

gezogen. Neugierig und gespannt freue ich mich

nun auf die Begegnungen und die gemeinsame Zeit mit

Ihnen!

Herzliche Grüße,

Constanze Adam

himmel und erde | März – Juni 2013


4

Wohin mit den Altkleidern

Natürlich in die Brockensammlung für Bethel!

Von Etta Duckert

In Deutschland werden zurzeit jährlich ca. 750.000 Tonnen

Altkleider und Textilien gesammelt, davon bekommen

die Bodelschwing’schen Anstalten in Bethel etwa

11.000 Tonnen pro Jahr. Diese großen Mengen kommen

aus etwa 4.500 evangelischen Kirchengemeinden, zu denen

auch die Lutherkirchengemeinde gehört.

Diese 11.000 Tonnen können in Bethel selbst weder sortiert

noch aufgetragen werden, aber es werden dort doch

täglich 1 bis 2 Tonnen Bekleidung sortiert. Diese werden

aus der Umgebung gebracht oder per Post geschickt. Die

Stiftung unterhält einen Laden für Bewohner und Menschen

mit geringem Einkommen, daneben gibt es zwei

kommerzielle Läden.

Aus diesen 1 bis 2 Tonnen Material werden auch bedarfsgerecht

Kleidung und Textilien für Projekte zusammengestellt,

z.B. wurde gerade vor kurzem eine Lieferung an ein psychiatrisches

Krankenhaus in Tanzania auf den Weg gebracht.

Was geschieht nun mit den Spenden, die in den Gemeinden

gesammelt wird?

Ein großer Teil davon wird an Sortierbetriebe geliefert und

dort von Hand sortiert. Diese Betriebe sind Vertragspartner

der Stiftung Bethel und arbeiten nach den Richtlinien

des Dachverbandes FairWertung e.V..

Gute Kleidung, Textilien und Schuhe werden im ökologischen

Sinne weiterverarbeitet, nicht mehr Tragbares

wird zu Rohstoffen wie Putzlappen, Reißwolle, Dachpappe

oder Dämm-Materialien verarbeitet. Der Müllanteil wird

sachgerecht entsorgt.

Alle Erträge werden für die satzungsgemäßen

Aufgaben der Stiftung eingesetzt.

Die Sortierware wird danach zu einer

weltweiten Handelsware. Bethel

nimmt soweit möglich Einfluss darauf,

dass dieser Handel sozial verträglich

abläuft und intakte Strukturen

in den Entwicklungsländern nicht gestört

werden.

Keiner der Spender möchte, dass die

Textilindustrie z.B. in Afrika beeinträchtigt

wird, allen ist es vielmehr ein

Anliegen, dass Menschen mit geringem

Einkommen von den Spenden

profitieren. FairWertung e.V. hat in Afrika ein »Dialogprogramm

Gebrauchtkleidung« eingerichtet und hier sind einige

Erkenntnisse daraus:

Immer wieder wurde den Interviewern gesagt, dass die Secondhandkleidung

»good for the people« sei.

Fälschlicherweise wird immer angenommen, dass es vor

der Einfuhr von Gebrauchtkleidung eine funktionierende

einheimische Bekleidungsindustrie in Afrika gegeben habe,

preisgünstig und flächendeckend.

Tatsächlich hat es in den 1980er Jahren eine einheimische

Produktion gegeben, einige Regierungen förderten sogar

die gesamte textile Kette vom Baumwollanbau bis hin zur

Konfektionierung. Die Binnenmärkte wurden gegen Importe

abgeschottet.

Mitte der 1980er Jahre mussten wegen der Umschuldungsprogramme

durch den Internationalen Währungsfond die

Subventionen gestrichen werden, die Importbeschränkungen

wurden aufgehoben, die einheimischen Betriebe

wurden so der Konkurrenz des Weltmarktes ausgesetzt.

In diesen Jahren gab es nur wenig und teure Kleidung zu

kaufen, Secondhandtextilien sorgten für Abhilfe auch in

ländlichen Gebieten. »Mitumba« heißt auf Kisuaheli das

Wort für diese Ware und bedeutet »Bündel« oder »Ballen«.

Die verbliebenen einheimischen Betriebe spezialisierten

sich z.B. auf Schuluniformen oder auf landesübliche

Trachten für besondere Anlässe.

In den letzten Jahren gab es Neukleidungsimporte vor

allem aus China, die den Markt beeinflussten. Diese Tex-


und anderen Textilien ?

5

tilien werden preiswerter angeboten als die gebrauchten

Kleider, trotzdem bevorzugen die Menschen in Afrika die

letzteren, weil sie weniger Kunststoffanteile enthalten und

strapazierfähiger sind.

Es gibt auch Textilfabriken in Afrika, die nur für den Export

nach USA und Europa produzieren. Mit Zollvergünstigungen

und Steuerbefreiungen locken die Regierungen

ausländische Unternehmen an, die Arbeitsplätze schaffen

sollen. Die Arbeiter in diesen Sonderwirtschaftszonen

werden sehr schlecht bezahlt und können die Preise ihrer

Erzeugnisse nicht bezahlen und decken ihren Bedarf in Secondhandläden.

Das ist paradox, stellt FairWertung fest.

Die Kaufkraft bestimmt also das Angebot, konsumiert

wird, wo die Kaufkraft am höchsten, produziert wird, wo

die Löhne am niedrigsten sind.

Die Annahme, geringere Gebrauchtkleidungsimporte

oder gar deren Verbot

würde automatisch einen Aufbau

oder Wiederaufbau der heimischen

Textilindustrie nach sich ziehen, trifft

nicht zu. Mangelndes Kapital, mangelnde

Kenntnisse, häufige Stromausfälle

und fehlende Ersatzteile sind die

Gründe dafür.

Der Handel mit Secondhand-Kleidung,

das Sammeln, Sortieren und

Verkaufen sichert weltweit vielen

Menschen Arbeit und Einkommen,

auch das Umarbeiten der Textilien

durch Schneidereien zählt dazu.

Auf einem Markt in Nairobi vor vielen Jahren sah ich neben

Riesenhaufen von gebrauchter Kleidung gleich mehrere

sehr kompetente Schneiderinnen vor ihren Singer-

Nähmaschinen sitzen, die auf Wunsch sofort Änderungen

vornahmen, z.B. sehr kunstvoll Flicken auf Hosen setzten.

FairWertung weist darauf hin, wie wichtig es ist, dass die

gemeinnützigen Sammelorganisationen genau beachten,

welchem Abnehmer sie das Sammelgut verkaufen.

Die Stiftung Bethel geht da sehr verantwortungsvoll vor,

hat man den Eindruck.

Wer mehr über den Verein FairWertung wissen möchte,

klicke www.fairwertung.de an

und bekommt sehr ausführliche

Informationen.

Fotos: Dachverband FairWertung e.V., Haller – Museum für Kommunikation Frankfurt

Kleidersammlung

für Bethel

Die Kleidersammlung für Bethel

findet in diesem Jahr

in der Zeit vom

13. Mai 2013 bis 18. Mai 2013

statt.

Abgabestellen

Garage, Sartoriusstrasse 14

und Kindertagesstätte Käthe,

Roseggerstrasse 6

himmel und erde | März – Juni 2013


6

ÈZeitzeugenÇ

von Tanja Scharnhoop

Gerade ist die Weihnachtszeit zu Ende gegangen und

da stehe ich wieder vor einem Berg aus selbst gebastelten

Sternen meiner Kinder, Weihnachtsgrußkarten, Geschenken,

die man vielleicht gar nicht gebrauchen kann.

Sperrige Überbleibsel aus der Jahreszeit, die überquillt von

Dingen, von denen wir irgendwann nicht mehr wissen, wohin

damit. Das soll sich nicht undankbar klingen. Nein, ich

freue mich über jede Eisblume aus Papier, die die Händchen

meiner Kinder gefertigt haben. Dennoch überkommt

mich in dieser Jahreszeit auf seltsame Weise jedes Jahr

aufs Neue die Gewissheit: ich kann all das nicht mehr unterbringen

in unserer Wohnung und unserem Keller. Ich

muss mich von manchen Gegenständen wieder trennen,

wenn ich nicht im Chaos versinken will. Diese Trennung

fällt mir bei manchen Sachen leichter als bei anderen.

Manchmal denke ich, dass es doch ausreichen muss, sich

an die Dinge zu erinnern. Aber was, wenn ich mein Erinnerungsvermögen

irgendwann verliere?

Wie muss es sich anfühlen, wenn man gleich ein ganzes

Haus auflösen muss, wenn zum Beispiel Angehörige ausziehen

müssen, oder wenn sie gestorben sind? Wie kann

man wegwerfen, was anderen sehr lieb und teuer war? Will

und kann man darüber entscheiden? Eine quälende Aufgabe,

sich als »Herr über die Dinge« geben zu müssen. Der

Verstand sagt klar, dass es nur Gegenstände sind, die ihre

Verwendung und Nutzen hatten, wie der alte Küchentisch

der Großmutter. Das Herz aber mahnt: An diesem Tisch

hat sie schon ihr Leben lang gesessen, gegessen, gebacken,

geweint, gefreut, eben gelebt. Das ist nicht nur ein

Tisch. Der kann nicht einfach weggeworfen werden. Diese

alten Sachen sind auch irgendwie »Zeugen« eines Lebens.

Vor kurzem fand ich in einer Tüte mit Stoffresten aus dem

Hause der Urgroßmutter meiner Kinder einen alten Mehlsack

aus Baumwollstoff. Ein verblasster Aufdruck verriet

mir die Herkunft: »The Midland Flour Milling Co.

North Kansas city, MO, U.S.A. Milled March 1945«

Foto: © stefan_weis – Fotolia.com


Kreislaufvon Günter Meder

7

Simone kannte ich aus der Zeit der Bürgerinitiative zur

Erhaltung der Wildkirschbäume in unserem Wohnviertel.

Sie war mit einem Mann verheiratet, der zweimal in

meinem Beisein Männer über 50 als »alte Säcke« bezeichnet

hatte. Aufgrund meiner Frage, wie viele Jahre er denn

selbst noch benötige, um zu dieser »erlauchten Gruppe«

dazu zu gehören, zog ich mir seinen Unmut zu, den er sicherlich

schon vorher aus der leicht zu erklärenden Tatsache

gehabt hatte, dass Simone mich aus welchen Gründen

auch immer – wie ich übrigens auch sie – schätzte. Während

ihr Mann täglich nach Frankfurt mit Zug, Anzug und

Aufzug in die 17. Etage einer Investmentbank einpendelte,

designte und plante Simone indessen in ihrer dreiviertel

Million Euro teuren Eigentumswohnung die lebensfremde

Zukunft ihrer Kinder, der zufolge die Gegenwart nichts galt

und Kindheit ein Mangelzustand war, der nur durch möglichst

frühes Lernen, Wissensaneignung und Trainings –

unter anderem in Frühchinesisch und Fagott-Spielen – zu

überwinden war.

Dass Simone mich mochte, merkte ich jedes Jahr daran,

dass sie mich ein oder zwei Tage nach meinem Geburtstag

anrief und mir gratulierte. »Ich habe auch ein Geschenk

für Dich.« Diesen Satz sagt sie mir nun schon seitdem ich

sie kenne. Das Geschenk überreicht sie mir dann aber immer

erst bei irgendeinem Anlass ungefähr ein halbes Jahr

nach meinem Geburtstag, obwohl sie nur eine Straße weiter

wohnt.

Das erste Geschenk, das sie mir vor zehn Jahren gemacht

hatte, war eine CD mit Bach-Adaptionen

für Akkordeon und Querflöte mit

Alexei Stranuriwitsch und Swetlana

Plischiskova der Petersburger

Meisterklasse. Wer

mich kannte – und Simone

konnte mich nicht kennen

– wusste, dass ich zwar

die Musik von Bach sehr

mochte, aber dass eine

Kombination von Akkordeon

und Querflöte

›nicht an mich ranging‹.

Ich hörte mir die

CD also erst gar nicht

an, ließ sie in ihrer

Cellophanverpackung, auf der ein kleiner Aufkleber mir signalisierte,

dass Simone diese CD in der Musikalienhandlung

Wagner und Heffner in Kassel erstanden haben musste.

Zwei Wochen später verschenkte ich sie an Werner, von

dem ich dachte, dass er Akkordeonmusik mochte, da er

schließlich seinen Sohn jahrelang zum Akkordeonunterricht

in einen Vorort gefahren hatte. Auch dachte ich:

Wenn Werner diese CD nicht mag, schenkt er sie seinem

Sohn weiter und somit hat er ein Geschenk gespart, so wie

ich ein Geschenk an Werner gespart habe, wenn ich die

CD von Simone für mich an ihn weiterschenke.

So schenkt mir Simone nun schon jedes Jahr – wie schon

gesagt immer ein halbes Jahr nach meinem Geburtstag –

eine CD, die bisher alle ohne Ausnahme noch nie meinem

musikalischen Geschmack entsprochen haben. An allen

fehlte mir Biss, Experiment, Neugierde auf Neues und lebendige

Musikalität. So habe ich alle weiterverschenkt und

manchen Menschen, das bildete ich mir jedenfalls ein, eine

echte Freude gemacht. Vorher hatte ich die Idee, sie auf

dem jährlich im Viertel stattfindenden Flohmarkt zu verkaufen.

Doch riet ich mir selber davon aus naheliegenden

Gründen ab, denn Simone wohnt ja nur eine Straße weiter.

Gestern war es dann mal wieder soweit. Simone hatte mir

im Mai zwei Tage nach meinem Geburtstag gratuliert und

gestern – es war ein kalter eisiger Novembertag – steckte

sie mir während der Eröffnung der neuen Festhalle eine

CD in meine Manteltasche, flüsterte mir noch »Nachträglich

zu Deinem Geburtstag« zu und verschwand,

»denn ich habe noch einen Termin«, sagte sie.

Heute habe ich die CD in meiner Manteltasche

wiederentdeckt, das schöne Geschenkband

aufgeschnürt und das

bunte Papier aufreißen müssen. Was

wird es dieses Mal für eine Musik

sein? Ich halte die CD in den Händen:

Bach-Adaptionen für Akkordeon

und Querflöte mit Alexei

Stranuriwitsch und Swetlana

Plischiskova der Petersburger

Meisterklasse. Hinten auf der

Cellophanverpackung immer

noch der kleine Aufkleber der

Musikalienhandlung Wagner

und Heffner in Kassel.

himmel und erde | März – Juni 2013


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Weg mit ihm! von

Volkmar Thedens-Jekel

Hau ab, wir wollen dich nicht!« So oder ähnlich kann

man es manchmal im Kindergarten oder auf dem

Schulhof der Grundschule hören. Die Einen sind mitten

im Spiel beschäftigt, ein anderer will mitmachen und wird

abgewiesen oder weggeschoben. Deutlich und herb können

Kinder zeigen, wen sie mögen und wen nicht. Für die

Abgewiesenen ist die Erfahrung bitter, die anderen fühlen

sich erleichtert.

Unter Erwachsenen gibt es dieses Verhalten auch, oft aber

nicht so offen. In lockeren Gemeinschaften, in Freundeskreisen

oder in Unternehmensabteilungen gibt es immer

wieder die »schwierige Person«; viele Beteiligte denken,

dass mit dem Entfernen dieser Person auch die Schwierigkeit

der Situation verschwindet. Das »Weg mit ihm!«,

»Weg mit ihr!« wirkt so verführerisch einfach. Aber der Ruf

»Hau ab, wir wollen dich nicht!« kommt oft nicht offen,

eher zwischen den Zeilen oder gar von hinten. Beim ›Mobbing‹

versucht man sogar, die unerwünschte Person durch

versteckte, halb offene Gemeinheiten ›fertig zu machen‹

und dazu zu bringen, von selbst das Weite zu suchen. Es

scheint so einfach, der Konflikt löst sich sicher auf, wenn

die Person verschwindet… Unter Fachleuten ist aber längst

bekannt, dass das Problem meistens nicht auf diese Weise

geklärt wird. Oft geschieht es nämlich, dass nach solch

einer vermeintlichen Lösung jemand anders die ärgerliche

Rolle übernimmt. Es muss eben nach tieferen Gründen

für die Konfliktlinie gesucht werden. Erst dann gibt es Lösungen,

die langfristig helfen und vielleicht sogar mit der

›schwierigen Person‹ gemeinsam gelebt werden können.

Auch in der Bibel wird von Situationen erzählt, in denen

die einen die anderen ausschließen oder sogar ausstoßen,

um Ruhe zu bekommen. Ein Beispiel ist die heftige Auseinandersetzung

zwischen Sarah und ihrer Sklavin Hagar

(Gen 21), in der Abraham seiner Frau zuliebe schließlich

Hagar in die Wüste schickt. Im Folgenden wird deutlich,

dass Gott dieses Verhalten kritisiert, indem er Hagar in ihrer

großen Not hilft.

In der Geschichte von Jakob, der seinen Bruder schändlich

betrügt und deshalb fliehen muss, wird deutlich, dass eine

Lösung des Problems darin besteht, dass er nach langem

und erfolgreichem Exil sich um die Versöhnung mit seinem

Bruder bemüht. Auf diese Weise ist zumindest eine

friedliche Koexistenz der grundverschiedenen Brüder und

ihrer Clans möglich (Gen 27–33).

Jesus setzte einen neuen Akzent, wie z. B. an der Geschichte

von Zachäus (Lukas 19) erkennbar wird: In

der völlig verfahrenen Situation zwischen dem verhassten

Zöllner Zachäus und den Menschen in seiner

Stadt tut Jesus etwas völlig Unerwartetes – er macht

nicht mit beim ›Mobbing‹ der anderen, sondern geht

im Gegenteil auf den Verhassten zu und ehrt ihn durch

seinen Besuch. Die anderen sind erbost, aber Zachäus

hat die Chance, sich grundlegend zu ändern –

und er nutzt sie.

Jesus selbst musste schließlich durch denselben sozialen

Mechanismus sein Leben lassen: Erst wird er beim Einzug

in Jerusalem durch die Massen bejubelt, die wohl in ihm

den Heerführer der Befreiung von der römischen Besatzung

sehen; wenig später schreien die Massen ihr »Kreuzige,

kreuzige ihn!« Dazwischen ist er einerseits durch seine wütende

Zeichenhandlung im Tempel gegen den Kommerz im

Heiligtum aufgefallen, und andererseits durch seine Wei-


gerung, die Befreiung des Volkes durch militärische Gewalt

voranzutreiben. Dadurch wurde er ein Risiko für die herrschende

Priesterschaft. Und in einer vordergründig kühlen

Kalkulation (»Es ist besser, dass ein Mensch stirbt, als das

ganze Volk!«), die nur mühsam die heiße Wut über seine

klaren kritischen Worte verdeckte, den Feinden zur Kreuzigung

übergeben. Auch hier zeigte Gott mit der Auferweckung

des Gekreuzigten, dass er auf der Seite der Verstoßenen

und Ausgeschlossenen ist. Und dass er mit seiner

Liebe auf alle zugeht, um unser Verhalten zu ändern.

Das Interesse und die Fähigkeit Jesu, die Ausgestoßenen

und an den Rand Gedrängten in die Gemeinschaft hereinzuholen,

hat die frühe christliche Gemeinde übernommen.

Das war nicht immer einfach, brachte auch manche

Konflikte, wie z. B. Paulus in seinem ersten Brief an die Gemeinde

in Korinth beschreibt und zu verändern versucht (1.

Kor 1, 10–13 und 10, 17–34). Es war doch einer der starken

Anziehungspunkte der frühen christlichen Gemeinden,

dass sie die unterschiedlichsten Menschen (z. B. Sklaven

und Sklavenbesitzer) zusammenbrachten und sich zumindest

sehr um eine gute Integration bemühten. Leider hat

die Kirche die Ausgrenzung der vermeintlich ›falsch‹ Glaubenden

im Laufe der Zeit immer wieder praktiziert.

Umso wichtiger ist es, dass wir die Kraft der Versöhnung

in unsere Welt einbringen und die Arbeit für die Integration

vorantreiben. Dass wir scheinbar schwierige Menschen

nicht einfach wegschieben, sondern ihr Anliegen ernst

nehmen.

9

Weniger ist mehr! von

Regina Pfeiffer, Kita Pauline

Wohin damit!?!

Wer wie ich einmal im Wiesbadener Westend gelebt

hat und ein Auto sein eigen nannte, wird diesen

Stoßseufzer kennen: »Wohin damit!« Man dreht

seine Runden, anfangs noch recht geduldig,

doch mit jeder Runde wird der Zorn größer. Auch

nicht der allerkleinste Parkplatz ist zu finden.

Wohin nur mit der Karre? Ich will endlich heim,

die Beine hochlegen und meinen Feierabend genießen.

Und ich beschließe wieder einmal, mein Auto

abzuschaffen und auf Bus und Bahn umzusteigen.

Wohin damit?!?

Es ist ein schöner Abend: Dichterlesung

mit Whisky probe und einem riesigen

Buffet. Erlesene Köstlichkeiten werden

aufgetischt und die Küche sorgt stets für

neuen Nachschub. Den Gästen soll es an

nichts fehlen. Spät am Abend geht man zufrieden

und gesättigt nach Hause. Zurück bleibt ein wunderbares

Buffet mit Räucherlachs, Suppen, Salaten, Nachspeise.

Der Kellner fragt noch: »Wollen Sie nicht etwas mitnehmen?

Der Rest muss leider in die Tonne.«

Wohin damit?!?

Freudestrahlend kommt die kleine Tochter meiner

Freundin auf mich zu: »Schau mal, was ich alles zu

Weihnachten bekommen habe!« Ungläubig blicke

ich auf den Geschenke berg unter dem Weihnachtsbaum.

Ein neues großes Puppenhaus (das alte sieht

doch eigentlich noch ganz gut aus), eine schicke

Barbie (die wievielte?) mit einem Koffer voller

Klamotten, dazu der passende Frisiertisch,

daneben das tolle rosa Pferd mit der Silbermähne

und dem Glitzerzaumzeug. Natürlich durfte auch der Stall

für das edle Tier nicht fehlen. Später, als wir bei einem

Glas Wein gemütlich auf dem Sofa sitzen, klagt meine

Freundin: »Meinst du, dieses Kind räumt auf? Die vielen

schönen Sachen fliegen immer nur herum und es ist ein

beständiger Kampf mit ihr.« »Tja«, denke ich im Stillen,

»Ich wüsste auch nicht wohin mit all dem Krempel.«

Wohin damit?!?

Wohin mit dem Essen, das keiner mehr essen

will? Wohin mit den Klamotten, die zu klein

geworden sind? Wohin mit dem Geschenk von

Tante Käte, das mir nicht gefällt? Wohin mit dem

Hund, der nicht mit in den Urlaub darf? Wohin mit

dem Kind, wenn ich endlich wieder zurück in meinen

Beruf will, aber ein Betreuungsplatz fehlt? Wohin mit

dem vielen Müll, den wir produzieren? Wohin mit meinem

Ärger und Frust über die ewige Frage: Wohin damit?

Wenn ich verantwortungsbewusst leben will, dann komme

ich um die Frage nach dem »wohin damit« nicht herum.

Dann muss ich mir Gedanken machen, wie wertvoll mir

das anvertraute oder erworbene Gut ist. Dann werde ich

das Essen nicht in den Müll werfen, den Hund nicht an der

Autobahn aussetzen, das Kind sich nicht selbst überlassen.

Dann koche ich nicht für zwanzig Leute, wenn ich nur

zehn eingeladen habe.

Wenn ich verantwortungsbewusst leben will, dann überlege

ich mir vorher, ob ich dies und das wirklich brauche.

Dann lasse ich mich nicht von tollen Sonderangeboten

blenden und zum schnellen Kauf verführen. Dann überlege

ich, ob Überfluss wirklich glücklich macht und nicht

doch das alte Sprichwort gilt: Weniger ist mehr!

himmel und erde | März – Juni 2013


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Kinder als gesegnete

Einblicke in eine psychologische Arbeit

von Ilona Dudas-Gürtler

Marie richtet Chaos an, wenn ihr

alles zu viel wird: Sie wirft Möbel

um, reißt Bücher aus dem Schrank,

zerlegt ganze Klassenzimmer und

scheut sich auch nicht davor, die Limonade

des Lehrers vor seinen Augen

leer zu trinken. »Ich zeige euch allen

mal, wer hier das Sagen und die Kontrolle

hat«, scheint sie damit auszudrücken.

Für die Lehrer und die Klasse ist das

nicht lustig. Sie haben Angst vor Marie

und diesen Ausbrüchen. Marie bekommt

danach eine Strafe und häufig

wird sie auch von gemeinsamen Klassenaktivitäten

ausgeschlossen. Marie

soll ihr Verhalten bessern. Ihre Eltern

werden zu Gesprächen geladen und

die Erwachsenen versuchen herauszufinden,

wie sie auf Marie einwirken

können, damit sie diese Ausbrüche

nicht mehr hat. Sie soll sich besser

im Zaum halten und überhaupt verstehen

sie alle nicht, warum Marie

das macht. »Sie bekommt doch jetzt

so viel Zuwendung«, sagen sie, »die

verfahrene Scheidungssituation der Eltern

hat sich mittlerweile auch gelegt«.

Marie hat jetzt einen festen Rahmen,

in dem sie sich orientieren kann. Was

früher mal war, ist jetzt überholt. Sie

bekommt gute Kleider gekauft. Sieht

chic und ordentlich aus. Überhaupt

Ordnung – ja, Ordnung ist Marie sehr

wichtig. Alles muss in bestimmter

Reihenfolge abfolgen bei Marie. Das

braucht natürlich Zeit. Bis Marie mal

soweit ist, dass sie mit dem Abschreiben

loslegen kann, ist so viel Zeit vergangen,

dass die anderen Kinder bereits

ihre Heftseite vollgeschrieben haben.

Marie bekommt diese Aufgaben

dann zusätzlich zu den Hausaufgaben

noch auf. Deshalb sitzt Marie sehr lange

an ihren Schulaufgaben. So lange,

Foto: © Hilde Vogtländer_pixelio.de


Kinder sehen –

11

dass ihr nicht mehr die Zeit zum Spielen bleibt. Weil sie das

so betrübt, kann sie sich nicht gut auf ihre Aufgaben konzentrieren.

Sie träumt vor sich hin, macht Fehler und muss

dann von vorne anfangen. Die Eltern und Lehrer verstehen

nicht, warum Marie so langsam ist. Wie soll sie die Schule

schaffen, wenn sie nicht endlich schneller wird? Sie beginnen

ein Konzentrationstraining mit ihr. Marie muss nun vor

den Hausaufgaben Blätter zur Konzentrationsförderung bearbeiten.

Sie sitzt in ihrem Zimmer und träumt vor sich hin.

Alexander kommt aus einem anderen Land. Er lebt in zwei

Welten. Er ist viele Wochen im Jahr im anderen Land, dessen

Sprache er viel besser spricht als das Deutsche. Dort hat

er Tiere: Hunde, Katzen, Hühner und zwei Pferde. Er darf

auch schon Motorrad fahren. Natürlich ohne Helm, denn

niemand fährt in seinem Dorf mit Helm Motorrad. In seinem

Dorf ist ihm fast alles erlaubt, was er hier in Deutschland

nicht darf. Dort wird er fast schon wie ein Mann behandelt.

Er darf Rauchen und Alkohol trinken. Wird dazu

aufgefordert von den Onkels und vom Großvater. Alexander

gefällt es dort gut, auch wenn sie kein warmes Wasser haben

und manchmal betrunkene Männer durch die Straßen

laufen und mit ihren Gewehren auf die Häuser schießen.

Alexander muss immer wieder an diese Nächte denken, wo

er mit seinem kleinen Bruder unter großer Angst im Zimmer

lag und nicht wusste, ob es seine letzten Minuten sein

würden. Er hat auch gesehen, wie sie seinen Vater zusammen

geschlagen haben. Ganz blutig war sein Gesicht, die

Nase gebrochen. Als er seinen Vater gefragt hat, warum

das passiert ist, hat er zwei Ohrfeigen bekommen. Alexander

fragt nicht mehr. Er mag seine Tiere sehr gerne und das

Gurren der Tauben am Morgen. Er liebt es, durch staubige

Straßen mit nackten Füßen auf diesen alten, rostigen Rädern

zu fahren, die es nur dort gibt: im anderen Land, wo er

herkommt. Er muss dort nicht auf seine Kleidung achten.

Auf saubere Hände, auf geputzte Zähne und andere unwichtige

Dinge. Aber hier schon. Hier, in Deutschland, wohnen

sie in der Innenstadt in einer kleinen Wohnung mit der

Tante und Cousine zusammen. Manchmal hat er das Gefühl,

dass er platzen muss, weil es so eng um ihn ist. Er hört

morgens den Verkehr und die Busse, die Müllabfuhr und

Geschrei vom Kiosk nebenan. Alexander ist müde, doch er

muss raus in die Schule. In Deutschland wird das sehr ernst

genommen mit der Schule. Die Lehrer machen sich Sorgen

um ihn, weil er immer müde ist, schlechte Noten schreibt

und sich nicht konzentriert. Er kann die deutsche Sprache

nicht gut, versteht vieles nicht genau und scheint in Gedanken

meistens woanders zu sein. Alexander ist hibbelig. Er

wippt mit dem Stuhl und trommelt viel auf dem Tisch herum.

Es häufen sich die Vorfälle in den Pausen, wo Alexander

in Schlägereien verwickelt ist. Die Lehrer vermuten ADHS

bei ihm (eine Aufmerksamkeitsstörung, die mit körperlicher

Unruhe einhergeht und meistens durch Medikamentengabe

(Ritalin…) behandelt wird) und so muss Alexander zur

diagnostischen Abklärung. Manche wären froh, wenn er mit

einer Diagnose entlassen würde. Da hätten sie etwas in der

Hand gegen die Hibbeligkeit.

Kinder wie Marie und Alexander gibt es viele. Sie können

jeden Namen tragen und viele Geschichten haben. Ihnen

gemeinsam ist, dass sie Erlebnisse und Gefühle mit sich

tragen, über die sie nicht sprechen und die sie nicht bewältigen

können. Statt der eigentlichen Gefühle von zum Beispiel

Angst, Trauer und Hilflosigkeit entladen sich meistens

Aggressionen und Verzweiflung in unerwünschtem und

unangemessenem Verhalten. Meistens ist hinter großer

Aggression und Wut eine sehr tiefe Traurigkeit und Verletztheit.

Doch wer schaut den Kindern schon hinter ihre vordergründigen

Verhaltensweisen? Wer zeigt Mitgefühl mit

einem Jungen, der gnadenlos auf andere einprügelt? Oder

mit einem Mädchen, das klaut, lügt oder rotzfrech ist? Es ist

für viele Menschen eine große Herausforderung, Verständnis

und Einfühlung für ein schwieriges Kind zu entwickeln.

Für das Kind ist es jedoch notwendig, dass es wirklich gesehen

wird, in seiner ganzen Not und seiner Geschichte. Dass

es ganz angenommen wird, auch mit den schwierigen Seiten,

die Ausdruck seiner Verletztheit sind. Dass jemand unterscheiden

kann, was inakzeptables Verhalten ist und was

der eigentliche, gute Kern des Kindes ist. Dass Wohlwollen

spürbar wird und ein liebender, vertrauensvoller Blick auf

das Kind gerichtet ist. Dann beginnt Heilung. Nicht nur

beim Kind: Ich meine, dass immer auch die Familie und die

Angehörigen gemeint sind und im Grunde jeder, der mit

dem Kind konfrontiert ist: Lehrer, Betreuer, Erwachsene ...

auch die Psychologin, die durch den liebenden Blick auf die

Verletztheit des Kindes, die Einfühlung in die innere Not,

stellvertretend Heilung spürt für das Kind und selbst auch

davon berührt wird.

Niemand steht mit seiner Not alleine. Sie greift auf andere

über, so wie auch Heilung auf andere übergreift.

himmel und erde | März – Juni 2013


12

Aufbewahren oder wegwerfen?

Ein Interview

In der Redaktion von »Himmel und Erde« haben wir

beim Gespräch über das Thema »Wohin damit?« auch

in unserem Kreis die verschiedenen Positionen zur Frage

»Aufbewahren oder wegwerfen?« wiedergefunden. Wohin

mit all den Dingen, die man früher einmal unbedingt

nützlich oder sinnvoll und schön fand – aber seit einigen

Monaten oder Jahren längst nicht mehr braucht? Es zeigte

sich, dass zwei Mitglieder der Redaktion, Frau Etta Duckert

und Pfarrer Volkmar Thedens-Jekel, beim Austausch

über diese Frage gegensätzliche Positionen vertraten. Diese

beiden Sichtweisen möchten wir Ihnen nun in Form

eines Interviews präsentieren. Vielleicht finden Sie sich in

der einen oder anderen Position wieder?

Gibt es etwas, was Sie sammeln oder horten?

Duckert: Ja, alte Gläser, die aber auch benutzt werden.

Und Bilder, die meine ältere Tochter gemalt hat.

Thedens-Jekel: Ich sammle die Fotos, die ich seit meiner

Studienzeit gemacht habe. zunächst waren es vorwiegend

Dias, seit 2009 kommen nur noch digitale Fotos hinzu, da

ist der Platzbedarf wesentlich geringer. Außerdem sammle

ich alle Texte, die ich für Gottesdienste formuliert habe,

und alle Briefe und Karten, die mir geschrieben wurden.

Bücher, Schallplatten und CDs haben sich auch schon in

gewisser Größenordnung bei mir angesammelt …

Wie lösen Sie die Platzprobleme in Ihrer Wohnung?

Duckert: Das geht ganz einfach: Zweimal im Jahr kritisch

alle Bestände sichten und aussortieren, was als Ballast

erscheint: Bücher, Kleidung, Geschirr, alte Kontoauszüge

oder alte Rechnungen.

Thedens-Jekel: Nun ja, solange ich im Pfarrhaus wohne,

kann ich sammeln, allerdings nur im Arbeitszimmer und

auf dem Dachboden. Hin und wieder sortiere ich auch

Papiere und Sachen aus, die sich nach längerem Liegen

als unwichtig erwiesen haben. Anders wird es, wenn ich in

den Ruhestand gehen werde, dann stehen »schwere Entscheidungen«

an.

Haben Sie schon einmal bereut, etwas weggegeben/weggeworfen

zu haben?

Duckert: Nein, auch bei gründlichem Nachdenken nicht.

Ich bin ein bekennender Entsorger nach dem Motto: »Was

weg ist, beißt nicht mehr!« Ich fühle mich gut, frei und erleichtert,

wenn Platz geschaffen ist für Neues. Und das,

was wichtig war, ist sowieso im Gedächtnis gespeichert.

Thedens-Jekel: Das habe ich einige Male erlebt, als ich Bücher

verliehen hatte, aber nicht mehr wusste, an wen.

Was würden Sie niemals weggeben?

Duckert: Die meisten der alten Gläser, einige Lieblingsfotos,

sechs oder acht Bücher und keines der Bilder meiner

Tochter. Wenn aber ein netter Mensch, den ich mag, ein

Glas von mir haben möchte, gebe ich es ihm gern.

Thedens-Jekel: Niemals weggeben werde ich meine beiden

E-Gitarren, meine erste Kamera (Pentax, Bj. 1975), den

vom Großvater geerbten Schreibtisch oder Bücher, die

mich durch eine persönliche Widmung mit Menschen aus

meiner Lebensgeschichte verbinden.

Die Fragen stellte Ilona Dudas-Gürtler.

Fotos: © Maja Dumat_pixelio.de, Mariocopa_pixelio.de


himmel

erde

Veranstaltungen

und

Kennen Sie das Weihnachtstütenwunder?

von Dorethée Bücher-Legeland

Wohin nur mit all den Tüten? Natürlich in die Teestube!

120 liebevoll gepackte Tüten wurden zu

Weihnachten 2012 in unserer Luthergemeinde doch in

letzter Minute abgegeben. Darüber waren wir alle sehr

froh und dankbar, denn vor dem verabredeten Abgabetermin

standen erst ganz wenige unter dem Wunschbaum.

Nach einem Aufruf in der Zeitung und eifrigem Mailverkehr

stellte sich das Weihnachtstütenwunder doch noch

ein. Unterstützt wurden wir dabei auch von der Konrad-

Duden-Schule in Sonnenberg. Die Elternbeiratsvorsitzende,

Frau Meyer, motivierte Schüler, Lehrer und Eltern.

Mit deren 50 wunderschönen Tüten trafen wir uns am

21. Dezember in der Teestube und konnten dem Leiter

Herrn Röhrig die Wundertüten für die Weihnachtsfeier der

Teestubenbesucher überreichen. Am Ende hatten wir so

viele Tüten, dass wir sogar auch die Bewohner des Männerwohnheims

der Heilsarmee bedenken konnten. So hat

unsere Aktion viele bedürftige Menschen in unserer Stadt

erreicht. Ein dickes Dankeschön an alle, die sich an dem

Tütenwunder beteiligt haben!

Wir werden auch in diesem Jahr diese wertvolle Aktion

wieder starten und freuen uns auf die gelebte Nächstenliebe.

Denn: Wunder gibt es immer wieder, wir wissen

wohin damit!

13

Veranstaltungen

Evangelische Frauen der Lutherkirche

Der Verein Evangelische Frauen der Lutherkirche Wiesbaden schaut auf eine

lange Tradition zurück: Er wurde 1909 kurz nach dem Entstehen der

Lutherkirchengemeinde gegründet. Die Frauen der Gemeinde wollten ihre

Verantwortung für die Menschen in der Gemeinde wahrnehmen und setzten

sich für sozial Benachteiligte ein. Diesem Gedanken fühlen wir uns heute noch

verpflichtet, wie in der Satzung des Vereins nachzulesen ist. Mit einer Mitgliederzahl

von 30 Frauen arbeitet das fünfköpfige Vorstandsteam mit dem Ziel,

insbesondere Frauen bei der Bewältigung ihrer komplexen Aufgaben in Familie,

Beruf, Kirche und Gesellschaft zu unterstützen.

Im Jahr 2012 hat der Verein vielfältige Projekte unterstützt, z.B. die Veranstaltungsreihe

der Lutherkirchengemeinde »Christliche Lebenskunst«, Sonderausgaben

zum Anlass des 100jährigen Jubiläums der Kita Käthe der Lutherkirchengemeinde,

Rückenkurse an der Lutherkirche für Frauen der Gemeinde, die

Aktion für Obdachlose »Weihnachten aus der Tüte«, Fortbildungskurse in der

Familienbildungsstätte im Haus an der Marktkirche und die Renovierung der

Räume im Haus für Frauen in Not.

Auch für das Jahr 2013 haben wir uns wieder einige Projekte vorgenommen

und freuen uns über Ihr Interesse, Ihre ehrenamtliche Mitarbeit und Ihre finanzielle

Unterstützung. Den Kontakt zum Verein erhalten Sie über das Gemeindebüro

der Lutherkirche oder über unseren Flyer, der in den Räumen der

Lutherkirche ausliegt.

Frauen der Lutherkirche

n Frauenfrühstück im Vorraum

des Luthersaales

Ansprechpartnerin:

Susanne Regel, Tel.: 9490653

09.03. | 13.04. | 11.05. | 08.06.

jeweils um 9.30 Uh

n Frauenhilfe

Ansprechpartnerin:

Ulrike Brommer, Tel.: 379550

Bibelkreis der Frauenhilfe mit

Pfr. Thedens-Jekel

20.03. | 24.04. | 15.05. | 19.06.

jeweils um 15.30 Uhr

himmel und erde | März – Juni 2013


14

Veranstaltungen

Musik in der Lutherkirche

Kantaten-Gottesdienste, Konzerte und Matineen

Sonntag, 10. März, 11.15 Uhr

Sonntagsmatinee – Chormusik zur

Passion

Marcel Dupré: De Profundis op. 17

Kammerchor des Bachchors

Wiesbaden

Orgel: Eva-Maria Hodel

Leitung: Jörg Endebrock

Marcel Duprés Vertonung des 130.

Psalms zählt zu seinen eindringlichsten

und ergreifendsten Kompositionen.

Entstanden während des 1. Weltkriegs,

spiegeln sich die Erschütterungen dieser

Zeit auch in der Musik wider. Dieses

Werk, das nun seine Wiesbadener

Erstaufführung erlebt, ist ein Zeugnis

der fantasievollen Schaffenskraft des

berühmten Organisten auch im vokalen

Bereich.

Eintritt frei, Spende am Ausgang

erbeten

Sonntag, 10. März, 19 Uhr

3. Wiesbadener Orgelspaziergang

mit Gabriel Dessauer, Thomas J.

Frank und Jörg Endebrock

Die Organisten der Lutherkirche, von

St. Bonifatius und der Marktkirche präsentieren

auch in diesem Jahr nacheinander

ihre Orgeln in einem Wandelkonzert:

Beginn ist um 19 Uhr in der

Lutherkirche, fortgesetzt wird das Programm

um 20 Uhr in der Bonifatiuskirche

und der Schlusspunkt wird um 21

Uhr in der Marktkirche gesetzt. Alle drei

Organisten spielen dabei u.a. eine Passacaglia

von Reger, so dass man neben

den Instrumenten auch die Interpretation

vergleichen kann. Am Ende können

Sie mit den Organisten bei einem Glas

Sekt ins Gespräch kommen. Für Menschen,

die nicht so gut zu Fuß sind, gibt

es eine Fahrgelegenheit.

Eintritt: 10 Euro für alle drei Konzerte

Sonntag, 17. März, 10 Uhr

Gottesdienst mit musikalischem

Schwerpunkt

Musik für Violine und Orgel

Montag, 25. März, 20 Uhr

Einführung in Bachs Matthäuspassion

mit Dr. Meinrad Walter,

Jörg Endebrock und

Mitgliedern des Bachchors

Wiesbaden

Als Einstimmung auf das Karfreitagskonzert

wird einer der größten deutschen

Bachexperten, Dr. Meinrad

Walter, die theologischen und kompositorischen

Besonderheiten von Bachs

Matthäuspassion erläutern. Die Musikbeispiele

werden Ihnen »live« von Mitgliedern

des Bachchors demonstriert.

Eintritt frei

Karfreitag, 29. März, 17 Uhr

J. S. Bach: Matthäuspassion BWV 244

Katharina Persicke, Sopran

Katharina Magiera, Alt

Simon Bode, Tenor

Falko Hönisch, Bass

Matthias Horn, Christusworte

Bachchor Wiesbaden

Jugendkantorei des Bachchors

Wiesbaden

Bachorchester Wiesbaden auf

Barockinstrumenten

Leitung: Jörg Endebrock

»Bachs Matthäus-Passion ist auch

als Ganzes ein im seltenen Grade

volkstümliches Werk. Nicht nur in der

starken Akzentuierung des Chorals,

nicht nur in der Anknüpfung an gewisse

volkstümliche Anschauungen oder in

der treuen Wahrung lieb gewordener

kirchlicher Gebräuche liegt diese Eigenschaft

begründet. Sie beruht auf dem

gesamten Charakter der Musik, die bei

all ihrer Tiefe, Weite und Fülle und trotz

aller an sie gewendeten Kunst dennoch

nirgends die Eingänglichkeit und Einfachheit

als ihren Grundzug verleugnet,

die zugleich mit bewundernswerter

Sicherheit diejenige Hauptempfindung

trifft und festhält, welche die ganze Geschichte

von Christi Leiden und Sterben

durchdringt: die versöhnende Liebe."

Philipp Spitta (1879)

Eintritt: 30/25/20/15/10/6 Euro,

1-Euro-Karten für Hartz IV-Empfänger

Ostersonntag, 31. März, 10 Uhr

Kantatengottesdienst zum Osterfest

Nicolaus Bruhns: »Hemmt eure

tränenflut«

Solisten, Kammerchor und Bachorchester

Wiesbaden

Leitung: Jörg Endebrock

Sonntag, 14 . April, 11.15 Uhr

Sonntagsmatinee – Klavier 4-händig

Werke von Reger und Ravel

Yumi Fujimoto und Jörg Endebrock,

Klavier

Die Werke, die in dieser Matinee erklingen,

sind fast zeitgleich komponiert

worden: Ravels Zyklus »Ma mère,

l’oye« entstand 1910, die berühmten

Mozart-Variationen Regers datieren

vom Jahr 1914. Die originale Orchesterfassung

bearbeitete der Komponist ein

Jahr später für Klavier zu vier Händen.

Entstanden ist eine völlig eigenständige

Fassung, die mehr ist als nur ein »Klavierauszug«

der Orchesterpartitur und

die die Klangmöglichkeiten des Klaviers

wunderbar farbenreich auslotet.

Eintritt frei, Spende am Ausgang

erbeten

Sonntag, 28. April, 10 Uhr

Gottesdienst zum Sonntag »Kantate«

J. S. Bach: Motette BWV 225

»Singet dem Herrn ein neues Lied«

Bachchor und Bachorchester

Wiesbaden

Leitung: Jörg Endebrock

Sonntag, 12. Mai, 11.15 Uhr

Sonntagsmatinee – Trompete und

Orgel

Werke von Martini, Telemann,

Hakim und Damase

Jörge Matthias Becker, Trompete

Jörg Endebrock, Orgel

Jörge Matthias Becker war mehrfacher

Preisträger beim Bundeswettbewerb

»Jugend musiziert«. Später war er

Schüler von Markus Mester (Bamberger

Symphoniker) und begann bereits

während seiner Schulzeit mit dem Vor-


studium an der Musikhochschule Stuttgart

bei Prof. Wolfgang Bauer. Hier

absolvierte er auch sein Hauptstudium,

das er mit Auszeichnung abschloss. Von

2006 bis 2009 war er Solotrompeter

an der Staatsoper Stuttgart und ist seit

2009 in gleicher Position im Radiosinfonieorchester

Stuttgart des SWR tätig.

Seit 2008 hat er an der Musikhochschule

Stuttgart einen Lehrauftrag.

Eintritt frei, Spende am Ausgang

erbeten

Sonntag, 19. Mai, 10 Uhr

Kantatengottesdienst zum Pfingstfest

Nicolaus Bruhns: »O werter Heilger

Geist«

Solisten, Kammerchor und Bachorchester

Wiesbaden

Leitung: Jörg Endebrock

Sonntag, 9. Juni, 11.15 Uhr

Sonntagsmatinee – Kammermusik

Edward Elgar: Klavierquintett op. 84

Elke Tobschall, Violine

NN, Violine

Nina Torborg-Hunck, Viola

Andrea Hoyer, Violoncello

Jörg Endebrock, Klavier

Elgars Klavierquintett entstand 1918

kurz nach Ende des ersten Weltkriegs

und ist von einer ähnlichen Melancholie

erfüllt wie sein berühmtes Cellokonzert.

Doch gerade in dieser Melancholie

zeigt sich die Größe des späten Elgar:

der (manchmal etwas vordergründige)

Pomp früherer Werke weicht einer

großen Innerlichkeit und einem zutiefst

anrührenden Lyrizismus.

Eintritt frei, Spende am Ausgang

erbeten

Samstag, 15. Juni, 17 Uhr

Sommerkonzert der Kinderchöre der

Lutherkirche

Leitung: Barbara Morlock und

Jörg Endebrock

Eintritt frei

Sonntag, 16. Juni, 10 Uhr

Kantatengottesdienst

J. S. Bach: »Ich hatte viel Bekümmernis«

BWV 21

Solisten, Bachchor und Bachorchester

Wiesbaden

Leitung: Jörg Endebrock

Samstag, 22. Juni, 19.30 Uhr

Richard Wagner und die Religion

Ein Einführungsvortrag zur Aufführung

von Wagners »Parsifal«

Mit Dr. Peter Steinacker, Frankfurt

Richard Wagners »Parsifal« taucht

vordergründig in die mittelalterliche

Sagenwelt rund um den Heiligen Gral

ein. Allerdings ist es ein außerordentlich

vielschichtiges Werk mit einer Fülle

von religiösen Bezügen – nicht zur

zum Christentum, sondern auch zum

Buddhismus, denen nachzugehen sich

lohnt. Der Kirchenpräsident a. D. Dr.

Peter Steinacker ist ein ausgewiesener

Wagner-Spezialist und wird in diesem

Vortrag die eigenwillige Religiosität in

Wagners Spätwerk aufschlüsseln.

Eintritt frei

Sonntag, 23. Juni, 16–22 Uhr

Richard Wagner: Parsifal

Ein Bühnenweihfestspiel in drei

Aufzügen

Konzertante Aufführung

Solisten, Bachchor Bad Homburg

Orchester »L’Arpa festante«

Leitung: Susanne Rohn

Wagners wegweisendes Spätwerk mit

seiner farbigen Harmonik und sakralen

Aura in einer Kirche zu spielen ist sicherlich

ungewöhnlich, aber anlässlich

des 200. Geburtstages des Komponisten

und angesichts des religiösen Inhalts der

Oper auch außergewöhnlich reizvoll!

Zumal die farbige Jugendstilornamentik

der Lutherkirche wunderbar zur Musik

passt. Eine weitere Besonderheit der

Aufführung: Das Orchester wird auf

Originalinstrumenten des 19. Jahrhunderts

spielen. Pausen sind nach dem

1. und 2. Akt, in denen Sie sich im eingerichteten

Bistro stärken können.

Eintritt: 15–45 Euro

Nähere Informationen auf der

website des Bachchors Wiesbaden:

www.bach-chor-wiesbaden.de

15

Veranstaltungen

Wiedereröffnung Café Luther

Der Kaffeeduft durchzieht den Raum, frisch gebackener

Kuchen steht auf dem Buffet, auch etwas Herzhaftes

fehlt nicht, leise Musik im Hintergrund. Es ist soweit:

Nach einer längeren Pause öffnete im letzten Jahr das Cafè

Luther wieder seine Tür im Vorraum des Luthersaals.

Sie möchten die Menschen der Gemeinde kennen lernen,

Mütter und ihre Kinder treffen, sich zu einem kleinen

Plausch verabreden oder einfach mal eine gute Tasse Kaffee

oder Tee trinken? Wir verwöhnen Sie jeden 2. Mittwoch

im Monat ab 15 Uhr. Für die Kleinen steht ein kinderfreundliches

Team zur Verfügung sowie Raum, Zeit und

Spielsachen, die Kinderherzen strahlen lassen. Hier sind

unsere Termine für 2013:

Neuer Creativ Club

W

enn Sie kreativ sein wollen oder es schon sind,

laden wir Sie jeden 2. Mittwoch im Monat im Anschluss

an das Cafè Luther ab 18 Uhr zum Creativ Club

ein.

Hier treffen sich StrickerInnen, Stickerinnen, BastlerInnen

und alle Interessierten, die schon immer kreativ tätig sein

wollen, aber keine rechte Zeit haben und es in Gesellschaft

einfach netter finden. Wir bringen unserer Ideen und

Handarbeiten mit und helfen uns gegenseitig. Und so viel

sei verraten: Es sind sehr Erfahrene dabei, Sie sind hier in

guten Händen. Schauen Sie einfach mal vorbei!

13. März | 10. April | 08. Mai | 12. Juni

Das Cafè-Luther-Team heißt Sie herzlich willkommen!

himmel und und erde erde | Juli | März – Oktober – Juni 2013 2009


16

Gottesdienste

Veranstaltungen

n März 2013

2. März, Samstag, 10 bis 12 Uhr

Kinderkirche

Kinderkirchen-Team

3. März, Sonntag, 10.00 Uhr

Gottesdienst mit Abendmahl

Pfarrerin Ursula Kuhn

17.30 Uhr

Ökumenische Passionsandacht

6. März, Mittwoch , 6.30 Uhr

Morgenandacht im Linnemannsaal

mit anschließendem Frühstück

Jörn Dietze

10. März, Sonntag, 10.00 Uhr

Gottesdienst

Pfarrer Thedens-Jekel

17.30 Uhr

Ökumenische Passionsandacht

17. März, Sonntag , 10.00 Uhr

Gottesdienst mit musik. Schwerpunkt

Dekan Dr. Mencke

17.30 Uhr

Ökumenische Passionsandacht

21. März, Donnerstag, 15.00 Uhr

Passions-Gottesdienst mit den

Kindertagesstätten

Pfarrerin Kreutz

24. März, Sonntag , 10.00 Uhr

Gottesdienst

im Anschluss Kirchenkaffee

Pfarrerin Kuhn

17.30 Uhr

Ökumenische Passionsandacht

28. März, Gründonnerstag, 19.00 Uhr

Gottesdienst mit Abendmahl im

Luthersaal

Pfarrer Thedens-Jekel

29. März, Karfreitag, 10.00 Uhr

Gottesdienst mit Abendmahl

Pfarrerin Kreutz

31. März, Ostersonntag, 6.00 Uhr

Tauf-Gottesdienst mit Abendmahl

Pfarrerin Kuhn

31. März, Ostersonntag, 10.00 Uhr

Kantatengottesdienst zum Osterfest

mit Abendmahl

Pfarrer Thedens-Jekel

n April 2013

1. April, Ostermontag, 10.00 Uhr

Familiengottesdienst mit bunter

Eiersuche

Pfarrerin Kreutz

3. April, Mittwoch, 6.30 Uhr

Morgenandacht im Linnemannsaal

mit anschließendem Frühstück

Jörn Dietze

6. April, Samstag, 10 bis 12 Uhr

Kinderkirche

Kinderkirchen-Team

7. April, Sonntag, 10.00 Uhr

Gottesdienst mit Abendmahl

Dekan Dr. Mencke

14. April, Sonntag, 10.00 Uhr

Gottesdienst

Pfarrerin Kreutz

21. April, Sonntag, 10.00 Uhr

musikalischer Gottesdienst mit der

Kinderkantorei

Pfarrerin Kuhn

28. April, Sonntag, 10.00 Uhr

Gottesdienst zum Sonntag »Kantate«

im Anschluss Kirchenkaffee

Pfarrer Thedens-Jekel

n Mai 2013

4. Mai, Samstag, 10 bis 12 Uhr

Kinderkirche

Kinderkirchen-Team

5. Mai, Sonntag, 10.00 Uhr

Gottesdienst mit Abendmahl

Dekan Dr. Mencke

8. Mai, Mittwoch, 6.30 Uhr

Morgenandacht

im Linnemannsaal

mit anschließendem Frühstück

Jörn Dietze

9. Mai, Donnerstag, 10.00 Uhr

Gottesdienst zu Christi Himmelfahrt

Pfarrer Thedens-Jekel

12. Mai, Sonntag, 10.00 Uhr

Gottesdienst

Pfarrerin Kreutz

19. Mai, Pfingstsonntag, 10.00 Uhr

Kantaten-Gottesdienst zum Pfingstfest

mit Abendmahl

im Anschluss Kirchenkaffee

Pfarrer Thedens-Jekel

20. Mai, Pfingstmontag, 10.00 Uhr

Tauferinnerungsgottesdienst an

Pfingstmontag

Pfarrerin Kuhn

25. Mai, Samstag, 18.00 Uhr

Gottesdienst mit Konfirmations-

Abendmahl

Konfi-Team

Pfarrerin Kuhn

Pfarrer Thedens-Jekel

26. Mai, Sonntag, 10.00 Uhr

Gottesdienst zur Konfirmation

Pfarrerin Kuhn und

Pfarrer Thedens-Jekel

n Juni 2013

1. Juni, Samstag, 10 bis 12 Uhr

Kinderkirche

Kinderkirchen-Team

2. Juni, Sonntag, 10.00 Uhr

Gottesdienst mit Abendmahl

Pfarrerin Kreutz

5. Juni, Mittwoch, 6.30 Uhr

Morgenandacht im Linnemannsaal

mit anschließendem Frühstück

Jörn Dietze

9. Juni, Sonntag, 10.00 Uhr

Gottesdienst

Pfarrer Thedens-Jekel

16. Juni, Sonntag, 10.00 Uhr

Kantatengottesdienst

Pfarrerin Kuhn


17

23. Juni, Sonntag, 10.00 Uhr

Familien-Sommergottesdienst

im Anschluss Kirchenkaffee

Dekan Dr. Mencke

30. Juni, Sonntag, 10.00 Uhr

Gottesdienst der Evangeliumsgemeinschaft

Mittlerer Osten

Kinderkirche

Ansprechpartner für das Kinderkirchenteam:

Pfr. Volkmar Thedens-Jekel,

Tel.: 89067325

Jeden ersten Samstag im Monat von

10.00 Uhr bis 12.00 Uhr

Beginn im Linnemannsaal.

02.03. | 06.04. | 04.05. | 01.06.

Morgenandachten

Ansprechpartner: Jörn Dietze

Tel.: 801889

Mittwoch, 06.03. | 03.04. | 08.05. |

05.06.

jeweils 6.30 Uhr im Linnemann-Saal

mit anschließendem Frühstück.

Gottesdienste in

Altenheimen in der

Gemeinde

Clemenshaus

Biebricher Allee 41

Donnerstag, 16 Uhr

07. 03. | 21. 03. | 04. 04. | 18. 04. |

02. 05. | 16. 05. | 30. 05. | 13. 06. |

27. 06.

in der Regel mit Pfarrer Thedens-Jekel

Kursana Villa

Mosbacher Straße 4a

Donnerstag, 16.00 Uhr und 16.45 Uhr

14. 03. | Mittwoch 27. 03. | 11. 04. |

25. 04. | Freitag 10. 05. | 23. 05. |

06. 06.

in der Regel mit Pfarrer Thedens-Jekel

Bibelkreis

Informationen und Gespräche

zu biblischen Geschichten

Ansprechpartner:

Pfr. Volkmar Thedens-Jekel

Tel.: 89067325

jeweils um 19.30 Uhr im Treffpunkt

06.03. »Bin ich selbstgerecht?«

Lukas 18, 9–14

03.04. »Die Gemeinde – eine Schafherde?«

Lukas 15, 1–7 und

Johannes 10, 11–18.27–30

08.05. »Lebe ich den christlichen

Glauben?«

Johannes 15, 1–8

Termine in der

Pfarrei Liebfrauen/Kirche

Dreifaltigkeit

21. April: Erstkommunion

26. April bis 04. Mai: Gemeindefahrt nach Zypern (näheres s.u. *)

26. Mai: Dreifaltigkeitssonntag, mit Beisammensein nach dem Gottesdienst

30. Mai: Fronleichnam; gemeinsamer Gottesdienst der Innenstadtgemeinden

auf dem Schlossplatz

Angebot und herzliche Einladung zum gemeinsamen Frühschoppen nach

dem Sonntagsgottesdienst an jedem letzten Sonntag des Monats im Pfarrgarten

bzw. Piushaus (31.03., 28.04., 26.05., 30.06.).

So noch weitere Angebote dazu kommen, bitten wir um Beachtung an den

Aushängen an der Dreifaltigkeitskirche bzw. im Internet unter

http://bonifatius-wiesbaden.de/kirchorte/dreifaltigkeit/.

* Nähere Infos zur Zypernfahrt:

Vom 26.04.–04.05.2013 plant der Kirchort Dreifaltigkeit eine 9-tägige-Flugreise nach

Zypern.

Ein 1. Informationstreffen findet am 28. August um 19.00 Uhr im Piushaus, Gutenbergstraße

6, statt.

Zypern, die drittgrößte Insel des Mittelmeeres zeugt von einer sehr abwechslungsreichen

Geschichte und Kultur: Mykener, Phönizier, Assyrer, Ägypter, Perser, Römer,

Kreuzfahrer, Venezianer, Osmanen und Briten haben zahlreiche Spuren hinterlassen.

Neben den frühchristlichen Basiliken und den byzantinischen Kirchen ist eine oft noch

unberührte und abwechslungsreiche landschaft zu bewundern, die mit ihrem einzigartigen

Klima zum Erholen einlädt.

Herzliche Einladung zu dieser Reise.

05.06. »Das richtige Tun – das Richtige

tun!«

Sprüche 16

Ich höre auf Deine

Stimme …

Ökumenischer Gottesdienst insbesondere

für Menschen mit Demenz

und ihre Angehörige

Sonntag 03. März 2013, 14.30 Uhr

Maria-Hilf-Kirche Wiesbaden,

Kellerstraße 35–37

Im Anschluss an den Gottesdienst laden

wir zu Kaffee und Kuchen ein.

Kirche und Gemeindesaal sind rollstuhlgeeignet.

Die Maria-Hilf-Kirche ist mit der Buslinie

6 gut zu erreichen.

Der Gottesdienst wird veranstaltet vom:

Forum Demenz Wiesbaden, dem Evangelischen

Dekanat und dem Katholischen

Stadtbezirk.

Kuchenspenden sind herzlich willkommen.

Bitte melden Sie sich bei:

Pfarrerin Claudia Vetter-Jung

Telefon 0611 7169748

Veranstaltungen

himmel und und erde erde | Juli | März – Oktober – Juni 2013 2009


18

Veranstaltungen

Kirchenmusik

Ansprechpartner: Jörg Endebrock

Tel.: 89067313

n Kinder- und Jugendkantorei

Dienstag,

14.45–15.15 Uhr (Lutherspatzen I, 5–6 J.)

15.15–15.45 Uhr (Lutherspatzen II, 5–6 J.)

15.45–16.30 Uhr (Mädchenchor I, 7–9 J.)

Mittwoch,

15.00–15.45 Uhr (Jungenchor 7–9 J.)

15.00–15.45 Uhr (Mädchenchor II 7–9 J.)

16.00–16.45 Uhr (Kinderkantorei ab 10 J.)

17.00–18.00 Uhr (Jugendkantorei ab 7. Kl.)

n Bachchor Wiesbaden

Donnerstag, 19.45 Uhr

n Posaunenchor

Donnerstag, 19.30 Uhr

Ansprechpartner: Matthias Schädlich

Tel.: 0 611 1355014

Angebote fÜr Senioren

und Seniorinnen

n Kontaktkreis

Ansprechpartnerin: Helga Schütz

Tel.: 809576

Mittwoch,

20.03. | 17.04. | 15.05. | 19.06.

jeweils um 19.30 Uhr

n Samstagscafé

Gemütliches Beisammensein

Ansprechpartner: Gemeindebüro

Tel.: 8906730

Samstag, 15.00 – 17.00 Uhr

n Treffpunkt

Ansprechpartnerin:

Hannelore Bensberg

Tel.: 371167

Zusammensein bei Kaffee und

Kuchen, Plausch und Spielen

Donnerstag, 14.30 Uhr

(im Linnemannsaal)

Spielkreise fÜr Kinder

und Eltern

Ansprechpartner: Gemeindebüro

Tel.: 8906730

(alle Spielkreise sind offen)

Montag

17.00 – 18.30 Uhr (Schmusekätzchen)

Konfirmationsunterricht

Ansprechpartner/in:

Pfrin. Ursula Kuhn

Tel.: 89067326

Pfr. Volkmar Thedens-Jekel,

Tel.: 89067325

Dienstag, 15.15 Uhr und 17.00 Uhr

Konfi-Team

Mitarbeit im Konfirmationsunterricht

Mittwoch, 17.30 Uhr

Redaktionsteam

der Gemeindezeitung

»himmel und erde«

Sitzungstermine bitte im Gemeindebüro

erfragen.

Tel.: 8906730

n Senior/innengymnastik

Ansprechpartnerin:

Annette Aschenbrenner

Tel.: 06196 83560

Donnerstag, 10.00 Uhr

im Bach-Saal

Ansprechpartner/in:

Pfrin. Ursula Kuhn

Tel.: 89067326

Pfr. Volkmar Thedens-Jekel,

Tel.: 89067325

Offene Lutherkirche

Ansprechpartnerin:

Edith Mädche, Tel.: 1374595

Nach Möglichkeit ist die Kirche

täglich von 16.00 Uhr bis 18.00 Uhr

geöffnet.

Kollekten-Bons im Wert von

2€, 3€, 5€ und 10 €

können Sie in Bögen à 70 Euro

und 90 Euro gegen Barzahlung im

Gemeindebüro erwerben.

n Ruheständler

Gemütliches Beisammensein bei

Kaffee, Kuchen und interessanten

Vorträgen

Ansprechpartner:

Pfr. Volkmar Thedens-Jekel

Tel.: 89067325

1 x im Monat um 15.00 Uhr

im Luthersaal.

04.03. | 08.04. | 13.05. | 03.06.

Literaturkreis

Ansprechpartner:

Dr. Winfried Duckert

Tel.: 0177 2757379

Deutscher Schwerhörigenbund

Ortsverein Wiesbaden e.V.

Seit vielen Jahren zu Gast in der

Lutherkirchengemeinde

Unser Programm in der Lutherkirche:

Freitags ab 15.30 Uhr

01.03.2013 Mundabsehtraining

08.03.2013 Offenes Treffen

15.03.2013 16 Uhr, Mitgliederversammlung

12.04.2013 Mundabsehtraining

26.04.2013 Offenes Treffen

03.05.2013 Mundabsehtraining

17.05.2013 Offenes Treffen

Termine im Juni noch offen

Gäste sind herzlich willkommen!


Ein besonderer Gottesdienst

zum Gründonnerstag

A

m Gründonnerstag, dem 28. März, feiern wir wieder

den Gottesdienst, in dessen Zentrum die Feier des

Heiligen Abendmahls und die Erinnerung an das Abschiedsmahl

Jesu mit seinen Jüngerinnen und Jüngern

steht. Auch in diesem Jahr lade ich Sie herzlich zu Liturgie,

Predigt und Heiligem Abendmahl mit Abendessen in den

Luthersaal ein.

Pfarrer Volkmar Thedens-Jekel

Das Grab ist leer!

Herzliche Einladung zur Feier des Ostermorgens

Das erlebten die Frauen am Ostermorgen, als sie den

Leichnam Jesu salben wollten. Angst und Schrecken

ergriff sie. Sollte nach seinem grausamen Tod nun auch

noch seine Leiche gestohlen worden sein?

Doch dann die erlösende Botschaft: Jesus lebt. Er ist auferstanden.

Sagt es allen weiter. Halleluja!

Diese frohe Botschaft wollen wir auch in diesem Jahr mit

den Frauen am Grab erleben. Von der Dunkelheit des Karfreitags

und der Nacht kommend wollen wir gemeinsam

ins Licht des Ostermorgens treten. Die Wende, die Gott

uns in Jesus Christus geschenkt hat – vom Tod zum Leben,

von der Dunkelheit zum Licht, von der Trauer zur

Freude – wird in dieser Feier deutlich.

So laden wir Sie recht herzlich ein, mit uns den Ostermorgen

in besonderer Weise in der Lutherkirche zu feiern. Unser

Gottesdienst am 31. März beginnt um 6.00 Uhr in der

dunklen Kirche, um dann gemeinsam zum Licht zu gehen.

Ein Team wird diesen Gottesdienst vorbereiten. Vertrautes

und Neues wird uns begegnen und wir werden gemeinsam

Abendmahl und vielleicht auch Taufe feiern.

Im Anschluss an den Gottesdienst laden wir Sie herzlich

zum gemeinsamen Osterfrühstück im Luthersaal ein.

Pfarrerin Ursula Kuhn

27.4.2013 – 10. Todestag von

Dorothee Sölle

»Dorothee Sölle, Theologin und Germanistin, beschrieb

ihr Leben als Suche nach Wahrheit und damit nach Gott

und beeindruckte durch die Kraft ihrer Sprache. Sie setzte

sich ein für Selbstbestimmung in Gesellschaft und Kirche

und eine Theologie aus der Perspektive von Frauen.« Die

Internetseite von Hinrich Kley-Olsen soll an diese besondere

Theologin erinnern. Bei www.dorothee-soelle.de finden

sich viele Texte von und über Dorothee Sölle und auch

die Termine der Gedenkveranstaltungen in diesem Jahr.

Tauferinnerungsgottesdienst

Auch in diesem Jahr wollen wir wieder gemeinsam einen

Tauferinnerungsgottesdienst feiern. Denn wer

kann sich schon an die eigene Taufe erinnern? Zumal wer

als Baby oder kleines Kind getauft wurde.

Mit der Taufe haben wir ein besonderes Geschenk erhalten:

Gott hat uns versprochen, immer bei uns zu sein, egal

wie es uns geht, egal, was wir gerade machen.

Es ist gut, sich immer wieder an dieses Geschenk zu erinnern.

Man kann eine Kerze – vielleicht sogar die Taufkerze –

am Jahrestag der Taufe anzünden und ein kleines Fest mit

den Patinnen und Paten feiern, die ja schließlich versprochen

haben, das Geschenk Gottes zu unterstützen.

Wenn wir in der Lutherkirche Tauferinnerung feiern, dann

sind alle – groß und klein – herzlich eingeladen. Einige

Kinder werden zu diesem Gottesdienst eine ganz persönliche

Einladung bekommen.

So freuen wir uns, mit vielen unseren Tauferinnerungsgottesdienst

am Pfingstmontag, 20. Mai 2013 um 10 Uhr in

der Lutherkirche feiern zu können.

Pfarrerin Ursula Kuhn

Herzliche Einladung zum Meditativen

Tanzabend

am Montag, dem 18. März 2013, 19.00–21.00 Uhr

»Passionstrauer – Osterfreude!«

An diesem Abend lade ich Sie ein, sich mit Tänzen, Liedern

und Texten auf die Passions- und Osterzeit einzustimmen.

und

am Freitag, dem 24. Mai 2013, 19.30–21.30 Uhr

»Pfingstjubel-Pfingstfreude!«

An diesem Abend lade ich Sie ein, sich mit Tänzen, Liedern

und Texten auf Pfingsten einzustimmen.

n Zur Ruhe kommen

n Bei sich ankommen

n Der Freude Raum geben

n Einfache meditative Tanzschritte

Ort: Bachsaal der Lutherkirche

Leitung: Monika Kreutz, Pfarrerin, Tanztherapeutin,

Tanzpädagogin

Wir bitten um kurze telefonische Voranmeldung bei

Monika Kreutz, Telefon 0611 9277824

Email: Monikakreutz@t-online.de oder

im Gemeinde büro.

19

Veranstaltungen

himmel und und erde erde | Juli | März – Oktober – Juni 2013 2009


20

Veranstaltungen/Anzeige

Wohin?

von Ursula Kuhn

Kennen Sie die Häuser in der Herrengartenstraße 11

und 16? Zwei ganz normale Wohnhäuser in unserem

Gemeindegebiet. Und doch verbirgt sich hinter ihren

Mauern eine bedrückende Vergangenheit. Hier lebten bis

1942 Regina Beck (Haus Nr. 11) und die Familie Rosenau

(Haus Nr. 16), Wiesbadener Bürger jüdischen Glaubens,

die durch die Verfolgung der Nationalsozialisten ums Leben

kamen.

Die Konfirmandinnen und Konfirmanden haben sich im

November vergangenen Jahres mit dem Schicksal von Regina

Beck sowie Moritz und Grete Rosenbaum beschäftigt.

Was ist mit ihnen geschehen?

Wohin wurden sie deportiert?

Wann und unter welchen Umständen kamen sie ums Leben?

Mit Unterstützung von Inge Naumann-Götting des Aktiven

Museums Spiegelgasse haben sie für diese Menschen

Erinnerungsblätter vorbereitet, damit ihr Leben und

Namen und Räume

von Volkmar Thedens-Jekel

Unsere Gemeinde hat das Glück, dass sie unter dem

Dach der Lutherkirche viele unterschiedliche Räume

nutzen kann.

n Direkt unter der Kirche liegt der Luthersaal,

n über dem Vorraum der Kirche haben wir den Bachsaal –

die Benennung nach großen protestantischen Verkündigern

liegt auf der Hand.

n Auf einer ähnlichen Linie liegt auch der Name des

Konferenzraums hinter den Büros: das Niemöller-Zimmer.

n Aber bei dem kleinen Raum neben dem Vorraum der Kirche

wurde die Benennung nach einem anderen Prinzip vorgenommen:

Das Pützer-Zimmer erinnert an den Architekten

unserer Lutherkirche.

n Der große Raum unter dem Vorraum der Kirche (früher

»Treffpunkt« genannt), heißt jetzt nach den Künstlern,

die die Ausmalung der Kirche entworfen und durchgeführt

haben, Linnemannsaal;

n und der kleine Gruppenraum hinter den Toiletten im Erdgeschoss

führt nun den Namen Varnesi-Zimmer und erinnert

an den Künstler, der u.a. die Mosaiken im Haupteingang

geschaffen hat.

n Nur die Sakristei hinter der Walckerorgel und dem Küsterzimmer

bleibt weiterhin, was sie von Anfang an war:

eben die Sakristei.

Mögen wir uns alle immer gut zurechtfinden im Labyrinth

der Lutherkirche!

Sterben nicht in Vergessenheit gerät – zur Erinnerung und

Mahnung.

Am 25. April werden die Konfirmandinnen und Konfirmanden

in einer Feierstunde um 18 Uhr im Vorraum der

Lutherkirche die Erinnerungsblätter übergeben. Und eine

Woche später am 2. Mai werden um 15 Uhr in der Herrengartenstraße

für Regina Beck sowie Moritz und Grete

Rosenbaum Stolpersteine verlegt.

Zu beiden Veranstaltungen laden die Konfirmandinnen

und Konfirmanden der Lutherkirche mit dem Aktiven Museum

Spiegelgasse herzlich ein.

Sie können diese Aktion unterstützen: ideell und finanziell.

Kommen Sie zur Feierstunde am 25. April und zur Stolpersteinverlegung

am 2. Mai.

Spenden Sie für die Aktion mit dem Stichwort »Stolpersteine«

auf unser Spendenkonto bei der Wiesbadener

Volksbank, Konto-Nr. 26 38 18, BLZ 510 90 00.


Taufen | Trauungen | Bestattungen

21

Taufen

Wir wünschen allen neu

Getauften, dass sie von

Gott begleitet und behütet

werden. Allen Verantwortlichen

wünschen wir Klarheit und Liebe im

Zusammenleben.

Trauungen

Wir freuen uns mit den

Ehepaaren und erhoffen

für sie, dass der Reichtum von Gottes

Liebe sie stärke und ihre Gemeinschaft

mit Freude fülle.

Bestattungen

Allen, die im Glauben

von uns gegangen sind,

ist das Wort Christi zugesagt: »Ich

lebe und ihr sollt auch leben!« So

wissen wir die Verstorbenen bei Gott

wohl geborgen.

Die Pfarrerinnen und Pfarrer

der Lutherkirchengemeinde

Veranstaltungen

Gib dem Alter (s)eine Chance

Podiumsgespräch im Luthersaal der Lutherkirche

Teilnehmer/innen: Ursula Krey, Joachim Mast, Rosemarie

Otto, Karl-Fried Schuwirth

Moderation: Marianne Kreikenbom, freie Journalistin

(Wiesbadener Tagblatt)

»Alle wollen alt werden, aber keiner will es sein!«, soll der

Schauspieler Gustav Knuth (1901 bis 1987) einmal gesagt

haben. Gewissermaßen in einem Atemzug klingt der Satz

positiv wie negativ: Alt werden ist in Ordnung und alt sein

nicht. Warum eigentlich nicht? Weil man oft schon mit 55

Plus zum alten Eisen zählt?

Die vier Gäste, die zum LAB-Podiumsgespräch »Gib dem

Alter (s)eine Chance« eingeladen worden sind, beweisen

genau das Gegenteil. Da ist Ursula Krey, rühriges Mitglied

sowohl im Arbeitskreis Altenarbeit in der südlichen Innenstadt,

der Akademie für Ältere wie auch im LAB-Vorstand

und zudem jahrelang im Seniorenbeirat der Stadt aktiv.

Der sehbehinderte Joachim Mast engagiert sich erfolgreich

als Vorsitzender des Arbeitskreises der Wiesbadener

Behindertenorganisationen, hat unter anderem das Angebot

Rollstuhltanz beim Tanzclub Blau-Orange mitinitiiert

und ist Mitbegründer der seit 10 Jahren bestehenden

Selbsthilfegruppe SEHEN in Wiesbaden. Die heute 84-jährige

Schneidermeisterin Rosemarie Otto aus Taunusstein

reiste nach ihrer Verabschiedung aus dem Berufsleben

als Senior-Expertin »mit Nadel und Faden um die halbe

Welt«. Für den Senior Experten Service (SES) war sie zwischen

1992 und 2003 insgesamt dreizehn Mal auf vier

Kontinenten im Einsatz. Karl-Fried Schuwirth, langjähriger

Geschäftsführer im Nachbarschaftshaus Biebrich, kam

nach seinem Eintritt ins Rentenalter zum Netzwerk 55plus.

Wir sprechen übers Altsein als Chance, aber auch darüber,

was Menschen hindert, diese Chance zu nutzen: Altersarmut

zum Beispiel. Muss man sich ehrenamtliche Arbeit

leisten können oder weiter Geld verdienen, um die Rente

aufzubessern? Was fängt man mit der vielen Zeit an, die

man sich immer gewünscht hat? Ist gesellschaftlicher

oder politischer Einsatz im Alter wertvoller als die Erfüllung

privater Wünsche wie Reisen, sich den Enkelkindern

widmen oder noch mal studieren, was man schon immer

wollte? Vielleicht lässt sich ja auch alles zusammen

stressfrei unter einen Hut bringen, frei nach dem Motto:

Rentner(innen) haben niemals Zeit. Es gibt jedenfalls viele

gute Gründe, das Alter trotz finanzieller oder körperlicher

Einschränkungen positiv in den Blick zu nehmen und darüber

zu reden.

Termin: Mittwoch, 13. März 2013, 15.00–17.00 Uhr

Ort: Luthersaal der Lutherkirche, Satoriusstr. 16

Veranstalter: LAB (Leben aktiv bereichern) in Zusammenarbeit

mit dem Arbeitskreis Altenarbeit in der südl. Innenstadt

zum Jahresthema der Akademie für Ältere: »Chancen

des Älterwerdens«

himmel und erde | März – Juni 2013


22

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Schwalbacher Straße 6

65185 Wiesbaden

Öffnungszeiten:

Montag und Freitag 10–16 Uhr

Dienstag – Donnerstag 10–18 Uhr

Ev. Stadtkirchenpfarrerin

Annette Majewski

Tel. 0611/14 09 740

E-Mail: schwalbe6@web.de

Infos unter Tel. 0611/1409 740

Was Sie bei uns finden:

Informationen rund um Kirche,

Cappuccino und mehr, Kircheneintrittsstelle,

Rat und Hilfe und

spezielle Veranstaltungen.

n Gemeindebüro

Gemeindesekretärin Bärbel Rathgeber

Telefon 8906730, Fax 89067311

Sartoriusstraße 16

E-Mail: lutherkirche-wi@t-online.de

Montag–Donnerstag

9.00 Uhr–12.00 Uhr,

Mittwoch 15.00–18.00 Uhr

Freitag geschlossen

n Seelsorger/innen

Pfarrerin Ursula Kuhn

Telefon 89067326,

Mosbacher Straße 4

u.kuhn@lutherkirche-wiesbaden.de

Pfarrer Volkmar Thedens-Jekel

(Geschäftsführung)

Telefon 89067325,

Mosbacher Straße 4a

thedens-jekel@web.de

Pfarrerin Monika Kreutz

Telefon 9277824,

Nelkenweg 4a

monikakreutz@t-online.de

n Kirchenmusik

Jörg Endebrock

Telefon 89067313, Sartoriusstraße 16

endebrock@t-online.de

n Küster/in

Lothar Dittmar

Mobil 0177 6570882

Gemeindetelefon 89067314

Marina Herkt

Mobil 0171 2064602

Gemeindetelefon 89067314

n Kindertagesstätten

Kindertagesstätte Käthe

Leiterin Susanne Schwieder

Telefon 844631, Fax 9854244,

Roseggerstraße 6

ev.kita-kaethe.wiesbaden@ekhn-net.de

Kindertagesstätte Pauline

Leiterin Sonja Strauch

Telefon 842308, Fax 9889481,

Schiersteiner Straße 48

ev.kita-pauline.wiesbaden@ekhn-net.de

Kindertagesstätte Sternenzelt

Leiterin Barbara Caesar

Telefon 840065, Fax 9881212,

Klopstockstraße 35

ev.kita-sternenzelt.wiesbaden@ekhnnet.de

n Bankverbindung

Wiesbadener Volksbank 263818,

BLZ 51090000

Impressum/Adressen/Anzeigen

Impressum/Anzeige

Ihr Freundeskreis

Selbsthilfegruppe für Alkoholund

Medikamentenabhängigkeit

n Kirchenvorstand

Werner Ott (Vorsitzender)

Telefon 06128 44548

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Gruppenabende für

Betroffene und Angehörige

jeden Montag, 19.00 – 21.00 Uhr

im kleinen Gruppenraum

der Evangelischen Lutherkirche

Ansprechpartner:

Lothar Dittmar

Telefon: 0177/65708 82

n Ehe- und Familienberatung: Rheinstr. 65, Tel. 3609125

n Haus für Frauen in Not (Frauenhaus): Tel. 806050

n Wohngemeinschaft für Mutter und Kind: Kapellenstr. 82, Tel. 51886

n Teestube für Wohnsitzlose: Dotzheimer Straße 3, Tel. 445660

n Telefonseelsorge: 0800/1110111 oder 0800/1110222

n Kinder- und Jugendtelefon: 0800/1110333, Mo–Fr 15.00–19.00 Uhr

Impressum: Die Kirchenzeitung der Lutherkirchengemeinde erscheint für jeweils vier

Monate im Auftrag des Kirchenvorstandes (Postanschrift: Gemeindebüro, s.o.)

Redaktion: Jörn Dietze, Etta Duckert, Ilona Dudas-Gürtler, Günter Meder,

Tanja Scharnhoop, Volkmar Thedens-Jekel

Namentlich gekennzeichnete Artikel geben nicht unbedingt die Meinung der

Redaktion wieder.

V.i.S.d.P.: Kirchenvorstand der Lutherkirchengemeinde, Sartoriusstraße 16,

65187 Wiesbaden

Grafische Konzeption/Herstellung: rsrdesign, Wiesbaden, www.rsrdesign.de

Druck: Druckerei Wilhelm & Adam, Heusenstamm

Gedruckt auf chlorfrei gebleichtem Papier

himmel und und erde erde | Juli | März – Oktober – Juni 2013 2009


24

Schatzkästchen

von Ilona Dudas-Gürtler

Vor kurzem erzählte mir eine Freundin, dass sie sich

Schatzkästchen zugelegt habe.

Sie suchte sich zunächst kleine Schachteln aus, die sie

ansonsten weggeworfen hätte: Das eine war eine Teeverpackung

und das andere die Papphülle von Textmarkern.

Dann beklebte sie diese beiden Schachteln mit schönem

Geschenkpapier. Festes sollte es sein, sagte sie mir, damit

es beim Schneiden nicht so schnell reiße. Das eine

Kästchen nimmt sie nun als Dankbarkeitskästchen: Jeden

Abend bevor sie ins Bad geht, nimmt sie es hervor

und schreibt auf je ein Zettelchen, wofür sie dankbar ist.

Was war gut? Was ist mir heute gelungen? Wofür sage ich

Dank? Die Zettelchen legt sie in das Kästchen und schließt

es weg. Danach nimmt sie das zweite Kästchen, ihr eigentliches

Schatzkästchen, wie sie sagt: Dort hinein kommen

all die Dinge, die sie nicht mehr bei sich und in sich

tragen möchte. Das sind Ängste, Sorgen, alter Ärger,

Schuld, Ungerechtigkeiten, Verletzungen, Trauer,

Schmerz und Probleme. Viele Dinge, deren

Fortgang oder Lösung sie nicht

in der Hand hat. Sie legt sie

in Form von beschriebenen

Zettelchen ab und weiß, dass sie dort gut aufgehoben

sind, weil sich jemand anderes um sie kümmern wird.

In ihrer Macht liegt es nicht, wie es mit den Problemen

und Sorgen weiter gehen wird, doch es gibt eine höhere

Macht, die sich darum kümmert und die meistens alle

Dinge wieder gut werden lässt. Darauf vertraut sie.

Nach einiger Zeit nimmt sie die Kästchen und öffnet sie

zum Lesen. Es gibt dann einige Papierchen, die sie nicht

mehr braucht oder die nicht mehr passen. Es tut ihr gut,

manches wieder herausnehmen zu können und wegzuwerfen.

Denn eins ist gewiss: Es kommen immer wieder

neue hinzu.

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