Zeit für ein stück vom glück

salzkammergut

Zeit für ein stück vom glück

Foto: © 2012 Shutterstock Inc.

Ausgabe 2012

Zeit für ein

stück vom glück

UrlAUb Für

lebenSFreUde

AUs Der BAHn

eldOrAdO IM SCHnee

mAmArAZZA

MArIAnne FürSTIn ZU

SAYn-WITTGenSTeIn-SAYn

grün BeWegt

e-bIKe der UMWelT

ZUlIebe


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inHAlt

sommer & Winter 2012

Aus der redaktion Seite 04

Zeit für ein stück vom glück

Urlaub für lebensfreude Seite 06

100 Jahre traunseebahn

Schmalspurbahn mit Tradition Seite 15

geformt, getrocknet, gebrannt

Handwerkskunst – Keramik Seite 18

nadel & faden

lederhosenmacher Seite 26

ort der Dichter

Salzkammergut –

Inspiration für Künstler Seite 30

WintermÄrcHen

Aus der Bahn

eldorado im Schnee Seite 08

Winter Wunder land

Faszination auf individuellen Wegen Seite 10

stille Zeit

„Je später die Stund´…“ Seite 12

Das weiße gold

Salzkammergut –

7000 Jahre Geschichte Seite 24

vorhang auf

Johann Strauss im lehartheater Seite 33

Wir bedanken uns bei unseren Wirtschaftspartnern:

Bei der Produktion unserer Druckwerke

achten wir im Salzkammergut auf

Umweltschutz und Nachhaltigkeit.

Foto: © Maria Schoiswohl

Foto: © big shot/erich Hagspiel

erleben

entdecken

genießen

das Salzkammergut bietet eine Fülle an erlebnissen,

entdeckungen und Genüssen. die Salzkammergut

erlebnis-Card bietet viele Vorteile.

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24

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impressum

Herausgeber: Mag. Ronald Felder, STMG

Salzkammergut Tourismus-Marketing GmbH, Salinenplatz 1, 4820 Bad Ischl, Austria

Tel.: +43 6132 26909, Fax: +43 6132 26909-14, www.salzkammergut.at

Projektleitung: Mag. Rudolf Sumereder, STMG

Beirat: Mag.(FH) Thomas Ebner, Pamela Binder, Robert Herzog, Beatrix Hofstetter, Mag.(FH) Petra Gangl, Ernst Kammerer,

Andreas Murray, Mag.(FH) Christian Schirlbauer, Mag.(FH) Hildegund Schirlbauer, Hans Wieser

Chefredakteur: Dr. Martin A. Schoiswohl, Kommhaus

Redaktion: Griselda Fosen, Dr. Maria Schoiswohl, Franz Thalhammer, Kommhaus

Art Direktor: Gerald Pilz, Kommhaus

Grafik: Anna Steinhuber, Kommhaus

Lektorat: Gertraud Morocutti

Projektleitung: Dipl.-Päd. Astrid Schoiswohl, Kommhaus

Redaktionsanschrift: Das Kommunikationshaus Bad Aussee, Altausseer Straße 220, 8990 Bad Aussee, Austria

Tel.: +43 3622 55344-0, Fax: +43 3622 55344-17, www.kommhaus.com

Anzeigenredaktion: Salzkammergut Tourismus-Marketing GmbH

Fotos: siehe Bildverweise

Druck: Vorarlberger Verlagsanstalt GmbH, www.vva.at

Grundlegende Richtung: Das Salzkammergut Magazin erscheint jährlich. Es informiert Gäste, Einheimische und

Freunde des Salzkammergutes über die Region und seine Menschen. Vorbehaltlich Änderungen, Irrtümer und Druckfehler.

Foto: © STMG/Ch. Parzer

Foto: © Salinen Tourismus GmbH

Foto: © Kommhaus

sommertrAUm

tour de sel

rennradregion Salzkammergut Seite 14

Aufgeigen

ein Fest mit Seele Seite 19

Des kaisers Jagdgründe

Jagd im Salzkammergut Seite 20

es heulen wieder die Wölfe

Cumberland Wildpark Seite 27

1000-jährige linde

Magischer baum Seite 32

grün bewegt

e-bike – der Umwelt zuliebe Seite 34

Wasservergnügen

76 trinkwasserklare Seen Seite 36

Wo die Wildfrauen wohnen

Scheue Wesen einer anderen Welt Seite 38

„miteinand“

bauernherbst – Tradition in reinkultur Seite 42

Auf neuen schienen

Schafbergbahn – steiler Aufstieg Seite 44

für leon & lena

dirndln und lederhosen für Kinder Seite 45

golfkammergut

Kleiner ball – Großer Sport Seite 46

Welterbe unter Wasser

Pfahlbauten im Salzkammergut Seite 47

42

Fotos: © www.Urlaubambauernhof.at

Foto: © 2011 Imagno/Austrian Archives/gettyimages

Foto: © TV Attersee-Salzkammergut

intervieWs & PortrÄts

franz Welser-möst

Auftanken in der Stille der berge Seite 16

10 mal olympia

Hubert raudaschl Seite 22

mamarazza

Marianne Fürstin zu

Sayn-Wittgenstein-Sayn Seite 28

endlich ich selbst sein

nicole beutler im Salzkammergut Seite 40

Foto: © roger Mastroianni

Foto: © Kulturverlag Polzer

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Foto: © Cumberland Wildpark/lankmaier

Foto: © OÖ. Werbung/Himsl

Foto: © www.ocean7.at/Gernot Weiler

Foto: © www.nicole-beutler.com/Silke Maier

03


Johann Panhuber

Für den Herausgeber

04

Foto: © Foto Hofer bad Ischl

eDitoriAl

Kennen Sie das echoblasen am Almsee? den Frühaufsteher belohnt ein einzigartiger

Sonnenaufgang am löckermoos in Gosau. der Steirersee auf der

Tauplitz verzaubert bei jedem Tageslicht mit seinen Wasserfarben von grün bis

blau. das Schloss Ort am Traunsee lädt zu allen Jahreszeiten zur Hochzeit.

Schifahren am dachstein? ein unvergesslicher Genuss… „bei uns ist es schon

sehr schön“, kommen viele einheimische und Gastgeber des Salzkammergutes

ins Schwärmen, wenn sie über ihre Heimat reden und Gästen Tipps für ihren

Aufenthalt geben. „Wie schön es wirklich ist, wissen sie ja gar nicht“, antworten

oft Gäste, die meinen, den wahren reiz der region erkennt nur der, der nicht

andauernd in dieser überbordend schönen Gegend lebt.

Ob Gast, Zweitheimischer oder einheimischer, alle finden im Salzkammergut

erfüllung in ihrer Sehnsucht nach lebenskraft und lebensfreude. dieser einmalige

Flecken erde mit seinen unverwechselbaren Menschen ist eine wirklich

einzigartige Mischung aus Tradition, lebensqualität, natur, Authentizität, Gesundheit,

Gastfreundschaft, Stolz, Humor, Harmonie, Verlässlichkeit und lust.

diese Werte verbinden die Menschen seit Jahrhunderten und auch heute noch

– über alle ländergrenzen hinweg. Ist doch das Salzkammergut im dreiländereck

Oberösterreich, Salzburg und Steiermark gelegen. „das Salzkammergut

schenkt uns immer ein Stück vom Glück“, sind sich alle über alle Grenzen hinweg

einig. Was, wen, wann glücklich macht – auf diese Spurensuche hat sich

das Salzkammergut-Magazin begeben. das ergebnis lädt zum Schmökern ein.

Franz Welser-Möst zieht sich regelmäßig an den Attersee zurück. „Hier bin

ich einfach der Franz“, sagt der Generalmusikdirektor der Wiener Staatsoper.

Kaiser Franz Joseph frönte 70 Jahre lang seiner Jagdleidenschaft in bad Ischl.

„Wenn man viel reist, kommt man schnell drauf, dass es zum Salzkammergut

landschaftlich keine Steigerung gibt“, schwärmt Segellegende Hubert

raudaschl (zehn Mal Olympia!) aus ried bei St. Wolfgang. „Wenn ich die Augen

zumache und daran denke, wo ich mich wohl fühle, dann ist das hier“, meint

Marianne Fürstin zu Sayn-Wittgenstein-Sayn und spricht dabei über ellmautal

beim Salzburger Fuschlsee. „Treibt’s mich heut’ zum See, zur Klause? Treibt’s

mich auf die blaa Alm hin? Wird’s beim Fischer eine Jause, wird’s ein Gang zur

Wasnerin?“ reimte der große österreichische Schriftsteller Friedrich Torberg im

amerikanischen exil 1942 in seinem Gedicht „Sehnsucht nach Altaussee“. Für

die Schauspielerin und Chansonnière nicole beutler (Schlosshotel Orth) ist der

Traunsee Kraftquelle und Inspiration zugleich: „Hier lerne ich meine Texte, lese

viel und genieße das leben.“

Jeder findet im Salzkammergut seine Kraftquelle, seine Freude. Ist doch der

namensgeber, das Salz, an sich schon wichtige Würze des lebens. berge und

Seen locken Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter genauso ins Salzkammergut

wie zahlreiche Veranstaltungen im gesamten Jahreskreis. Jede Sekunde ist

hier die begegnung mit dem Glück möglich. Kein Wunder, ist doch das Salzkammergut

die region mit der größten dichte an empirisch nachgewiesenen

Glücksplätzen. diesen vielen möglichen Quellen des Glücks ist das Salzkammergut

Magazin 2012 gewidmet. es bestätigt in vielen details das Grund-

versprechen der region: „Salzkammergut. energie für mich.“ Wer noch mehr

Tipps für seinen Urlaub sucht, fragt am besten beim Tourismusbüro oder seinen

Gastgeber. Wundern Sie sich aber nicht, wenn Sie und Ihr Gesprächspartner ins

Schwärmen kommen.

Viel Freude beim lesen!

Johann Panhuber

Für den Herausgeber

Martin A. Schoiswohl

Chefredakteur

Foto: © STMG/W. Stadler

„Im Salzkammergut da kann man gut lustig

sein“, heißt es im ersten Akt der Operette

„Im weißen rössl“ von ralph benatzky.

die einzigartige berg- und Seenlandschaft,

die authentischen einwohner und das unverwechselbare

Wetter sorgen dafür ebenso

wie die Salzkammergut erlebnis-Card.

Sie ist das Tüpfelchen auf dem i für einen

wahrlich lustigen Urlaub voll erlebnissen,

entdeckungen und Genuss. die kleine

Karte im Scheckkartenformat gilt von 1. Mai

bis 31. Oktober und ermöglicht bis zu

30 Prozent ersparnis bei 130 Partner-

betrieben im gesamten Salzkammergut.

Gleich ob Schifferlfahren am Traunsee,

mit den bergmännern das Salzbergwerk

in Hallstatt entdecken, in Altaussee im

Hochseilklettergarten vergnügen, mit der

Schafbergbahn auf den berg fahren, im

dachstein Höhlen erforschen oder einen

nachmittag in den kaiserlichen Gemächern

der Kaiservilla in bad Ischl verbringen – das

Freizeitprogramm im Sommer 2012 kommt

mit der erlebnis-Card einfach günstig.

die Karte kostet 4,90 euro und ist in allen

Informationsbüros im Salzkammergut sowie

in zahlreichen Partner- und beherbergungsbetrieben

erhältlich.

www.salzkammergut.at

erleBen

entDecken

geniessen

05


Zeit für

ein stück

vom glück

Wer sich Zeit nimmt, seinem

Glück ein Stück entgegenzu-

gehen, ist im Salzkammergut

genau richtig. nirgendwo sonst

ist es einem näher als hier.

Foto: © Maria Schoiswohl

drei Herren sitzen an diesem

späten Sommernachmittag bei

Kaffee und Marillenstrudel im

Gastgarten des deutschen Hauses

am Almsee. die Gesichter rot und

verschwitzt von ihrer radtour ab

Wels. „In unserer Jugend sind wir

von Gössl am Grundlsee über die

berge hierher gewandert“, erzählt

einer der Männer. „das ist schon

lange her“, lacht der Zweite.

dazwischen liegen die Familie,

der beruf, der Alltag und sie haben

sich aus den Augen verloren. Seit

drei Jahren kommen die rüstigen

70-Jährigen wieder regelmäßig

an den Almsee. Um über das

leben zu reden, über die enkerl,

über alte Zeiten. Und um beim

Kartenspielen „ein Vermögen“

zu verspielen. Im Garten des

deutschen Hauses, einem ehe-

maligen Jagdhaus des fränkischen

Welfengeschlechts, geht es um

10-Cent-Stücke.

beim Almsee im oberösterrei-

chischen Almtal beginnt das ende

der Welt – richtung Süden ragt

das Tote Gebirge bis über 2.000

Meter in die Höhe. rotgschirr

oder Almtaler Sonnenuhr heißt

die karge Kulisse, die bergsteigpionier

Sepp Huber um 1900 für

die wanderfreudige nachwelt

professionell erschlossen hat.

der Sepp-Huber-Steig richtung

röllsattel zeugt von seiner

leidenschaft. Anspruchsloser ist

der Weg um den See, gesäumt

von sumpfigen Wiesen und

Schilfbuchten im norden und

Süden, von sanften berghängen

in Ost und West. beim Spaziergang

rauschen die blätter der

Grau- und Schwarzerlen, die

Sonne zaubert tanzende lichtpunkte

aufs Wasser und am

Wegesrand wachsen Farne,

Glockenblumen, Himbeeren und

wilde Minze. Mit Ausnahme des

Seehauses steht kein einziges

Gebäude am Ufer des Almsees.

das heutige naturschutzgebiet

gehört seit 777 dem Stift Kremsmünster.

das Seehaus ließen die

Mönche 1652 für eine landwirtschaft

erbauen, heute ist es eine

Gaststätte.

die drei Herren bleiben im deutschen

Haus über nacht. eine

einfache Herberge mit zwölf Zimmern,

einige mit blick auf den

See, ein „Zauberspiegel“ wie

Adalbert Stifter 1834 in einem

brief schreibt. das echo, das

den bergen innewohnt, trieb ihm

damals in einer Vollmondnacht

die Tränen in die Augen – es erklang

Goethes lied „Auf dem

See“ begleitet von einer Zither.

Heute schicken vier junge bläser

des Grünauer Musikvereins einige

Stücke über den Almsee, das

Publikum antwortet mit Applaus.

„die am anderen Ufer haben gut

mitgespielt“, scherzt einer der

Trompeter über das echo, das

an guten Tagen bis zu sieben Mal

durchs Almtal hallt. die drei Herren

lauschen den entfernten Klängen

der bläser, statt Kaffee gibt es

jetzt Most. ein lauer Abend voll

langer Gespräche und unzähliger

Kartenspiele steht bevor. Und

ein frischer Morgen: „Wenn sich

der nebel vom See hebt und die

Sonne direkt aufs Haus scheint,

das hat schon was.“

„Das ist ein

Glücksplatzerl.“

so Die erkenntnis

Dreier Herren am

almsee.

Wegweiser ins Glück

Im Salzkammergut gibt es die

weltweit größte dichte an nachgewiesenen

Glücksplätzen, 212

an der Zahl. Sie wurden von sensiblen

Menschen und Wissenschaftern

ausgewählt.

Im neuen buch „Wandern ins

Glück“ erzählt Maria Schoiswohl

zu 20 ausgewählten Glücksplätzen

Geschichten wie diese. das

buch ist im Handel in deutscher

Sprache erhältlich (Schubert-

Franzke, 17,90 euro).

06 07

Foto: © Schubert & Franzke


08

AUs Der

BAHn

Ob Skifahren, Freeriden,

Fahrten mit dem Pferdeschlitten

oder rodeln –

das Salzkammergut hat

für jeden den passenden

Winterspaß bereit. Vor

allem Familien finden hier

ein eldorado im Schnee.

Skigebiet/-region Abfahrten

Glitzernde Schneedecken

umhüllt von der traumhaften

bergwelt im Salzkammergut:

ein Wintertraum

bei glasklarer luft.

Abseits der hektischen

alpinen Skigebiete bietet

die region erholung

für Familien und die-

jenigen, die eine abwechslungsreiche

berg-

und Seenlandschaft in

ruhe genießen wollen.

Aber auch die Action

kommt nicht zu kurz. Mit

140 Kilometern Abfahrten

ist die Skiregion dachstein-West

in Gosau,

russbach und Annaberg

die größte Skischaukel

Oberösterreichs. Freerider

und Snowboarder

finden auf den mehr als

30 Kilometer langen Off-

Pisten am Krippenstein ihr

eldorado. Für die Freunde

des langlaufens stehen

hunderte Kilometer be-

Dachstein-West 130 km (9 Kabinenseilbahnen, 8 Sessel-, 46 Übungs- und Schlepplifte)

Kasberg 40 km (2 Kabinenseilbahnen, 1 Sessellift, 8 Schlepp- und 3 Übungslifte)

Tauplitzalm 40 km (1 Kabinenseilbahn, 4 Sessel-, 9 Schlepp-, 4 Seillifte)

Gaissau-Hintersee 40 km (3 Sessel-, 5 Schlepplifte, 1 Übungslift)

Postalm 20 km (1 Sessellift, 6 Schlepplifte)

Loser 30 km (4 Sessel-, 4 Schlepplifte)

Krippenstein 20 km (1 Kabinenseilbahn, 1 Sessellift, 3 Schlepplifte + 30 km Off-Piste in Freeride-Arena)

Feuerkogel 12 km (1 Kabinenseilbahn, 1 Sessellift, 5 Schlepplifte, 1 Babylift)

Zwölferhorn 11 km (1 Kabinenseilbahn, 1 Schlepplift)

Wachtberg 5 km (1 Schlepp-, 1 Tellerlift)

Hochlecken 4 km (3 Schlepplifte, 1 Babylift)

Hof bei Salzburg 2 km (1 Schlepp-, 1 Teller-, 1 Babylift)

Hochplettlifte-Mondsee 2 km (2 Schlepplifte)

Faistenau 1 km (3 Schlepp-, 3 Babylifte)

Kronberg 1 km (1 Schlepp-, 1 Kinderlift)

Zlaim-Grundlsee 1 km (1 Schlepp-, 1 Kinderlift)

Koppl bei Salzburg 1 km (2 Schlepplifte)

Thalgauberg 1 km (1 Schlepplift)

stens präparierte loipen

in unterschiedlichen Höhen

zur Verfügung.

Schneeschuhwanderungen

in der traumhaften

landschaft bescheren

beeindruckende Augenblicke

in der natur. eine

leichtigkeit breitet sich

aus und lässt die Gedanken

des Alltags vergessen.

erholung auf

hohem niveau! Spaß für

die ganze Familie wird

bei den rodelpartien

garantiert. naturrodelbahnen

mit verschiedenen

Schwierigkeits-

graden teilweise auch mit

beleuchtung für abendliches

rodelvergnügen

gibt es im ganzen Salzkammergut.

die zünftige

Hüttengaudi zum

Abschluss sollte dabei

nicht fehlen.

Foto: © Fuschlsee Tourismus/erber

aUF Die ricHtiGe karte setzen

eine Karte – viele Vorteile: die Salzkammergut Winter-Card

bietet ermäßigungen bis zu 25 Prozent

für attraktive Freizeitangebote vom Ausflug in die

Therme bis zum Museumsbesuch. reichhaltig ist

das Angebot für winterliches Vergnügen im ganzen

Salzkammergut. Verschneite bergwelten, traumhafte

Skigebiete, herrliche langlaufloipen, romantische

Wanderungen um die winterlichen Seen, Thermen,

Wellnessangebote und vieles mehr. Vielfältig wie die

landschaft präsentieren sich auch die mannigfaltigen

Möglichkeiten alleine, zu zweit oder mit der ganzen

Familie Spaß zu haben und den Urlaub zu genießen.

Praktisch & günstig

Mit der Salzkammergut Winter-Card bieten 75 Partner-

betriebe ermäßigungen bis zu 25 Prozent an. Sie

wird ab einer Aufenthaltsdauer von drei nächten

kostenlos an die Gäste abgegeben. erhältlich ist die

Salzkammergut Winter-Card bei allen Tourismusverbänden

und ausgewählten beherbergungsbetrieben.

Mehr Infos dazu unter www.salzkammergut.at

09

Foto: © STMG/Ch. Parzer


10

das Salzkammergut im Winter.

Faszinierend in seiner Ursprünglichkeit,

unvergesslich mit seiner tief verschneiten

landschaft. dort wo der Winter zu Hause ist.

Winter

WUnDer

lAnD

Praktische Tipps für

Tourengeher finden Sie unter:

www.tourenlehrpfad.at

Foto: © STMG/Ch. Parzer

Faszination auf

individuellen Wegen

die ersten Sonnenstrahlen

zaubern einen funkelnden

Schimmer auf die tief verschneiten

Gipfel des dachsteinmassivs.

es ist noch früh

am Morgen, ich sitze neben

meinem Freund Markus in

dessen Auto und wir schlängeln

uns entlang des Hallstättersees

richtung Obertraun.

Kurz vor dem Ort Obertraun

biegen wir rechts ab und

schon sind wir bei der Talstation

der Krippensteinbahn.

Heute ist der perfekte Tag

für unsere Skitour, ein klarer

wolkenloser Wintertag. den

ersten Teil des Aufstiegs ersparen

wir uns elegant, indem

wir die Krippenstein-Seilbahn

bis auf das dachstein-Plateau

benützen. Aussteigen, fertigmachen,

nun geht´s los! Gut,

dass Markus ein sehr erfahrener

Skitourengeher ist. Als

Mitglied der örtlichen bergrettung

kennt er sich in diesem

Gelände bestens aus.

das beruhigt mich, als ich auf

die unendliche Weite des Plateaus

blicke. langsam steigen

wir entlang eines markierten

Winterwegs richtung Simonyhütte.

In langen Serpentinen

gewinnen wir ständig an Höhe

und schon bald liegt die bergstation

der Gondelbahn weit

unter uns. Vollkommene ruhe,

die nur vom Knirschen des

Schnees unter unseren Skiern

unterbrochen wird. ein Gefühl

der Freiheit macht sich breit.

es stimmt also tatsächlich,

denke ich mir, je höher man

steigt, desto weiter weg liegt

das Alltägliche. es bleibt sozusagen

im Tal zurück.

Für Leib und Seele

nach gut drei Stunden erreichen

wir die Simonyhütte

auf 2.203 Metern Seehöhe.

der Ausblick ist überwältigend.

der blick

schweift über die

Täler und berge

der region

dachstein

Salzkam

mer-

gut bis weit ins ober-

österreichische Flachland

hinaus. Wir sitzen in der

herrlichen Wintersonne und

genießen die kräftige Jause.

damit haben wir nun den

höchsten Punkt unserer Tour

erreicht. nach einer knappen

halben Stunde brechen

wir wieder auf. „Ab jetzt wird

es nur noch ein Genuss“,

sagt Markus mit einem verschmitzten

lächeln auf den

lippen. Wir schnallen die Ski

an und gleiten einigen Skispuren

folgend über leicht

welliges Gelände richtung

Wiesberghaus, unserem

nächsten etappenziel. Sanfte

Abfahrten und leichte Anstiege

wechseln sich hier ab.

Die Leichtigkeit des Seins

Wir umrunden eine kleine

Kuppe und wie aus dem

nichts steht das Wiesberghaus

direkt vor uns. nochmals

wird eine kurze rast

eingelegt. „das beste kommt

zum Schluss“, grinst Markus

und spielt damit auf den

letzten Teil unserer Tour an,

die teilweise schwierige Abfahrt

durch den sogenannten

„Tiergarten“ ins echerntal

bei Hallstatt. Hier sind

nun meine skifahrerischen

Künste gefragt. Zum Glück

ist der Schnee leicht und

trocken als wir durch das immer

steilere Gelände talwärts

unsere Schwünge ziehen.

Sagenhafte 15 Kilometer ist

die gesamte Abfahrt lang.

erst weit über der baumgrenze

nähern wir uns mit

jedem Schwung den weit

oben stehenden lärchen. In

rasanter Fahrt folge ich Markus

durch den lichten Hochwald.

Ich verspüre ein Gefühl

tiefer Zufriedenheit und des

Glücks. „Man müsste solche

Augenblicke festhalten können“,

denke ich kurz. doch

solche Momente lassen

sich nicht festhalten.

Man kann sie aber

mit sich tragen

und sich daran

erinnern.

Auch das

tut gut.

11


12

aDventzeit in pürGG:

„Je später Die stUnD’, Desto

stimmUnGsvoller WirD’s.“

stille

Zeit

besinnliche Musik, der duft

von bratäpfeln, lebkuchen

und Glühwein, glänzende

Kinderaugen. Ja, es ist wieder

so weit – Advent steht im

Salzkammergut vor der Tür.

Foto: © Wolfgangsee Tourismus GmbH

„Mami, warum hat das

Christkind nichts zum

Anziehen? es muss doch

frieren!“ die kleine Hannah

zieht ihre Mutter zum

Stand eines Schnitzers

und deutet auf die kleine

Figur in der Krippe. es

macht Spaß dem Mann

beim Arbeiten zuzuschauen

und es gibt wahrlich

viel zu sehen: Schafe, die

aussehen als würden sie

lachen, die Heiligen drei

Könige, festlich gekleidet,

Maria mit goldenem,

wallendem Haar. Handwerkskunst

und brauchtum

werden bei den traditionellen

Adventmärkten

im Salzkammergut groß

geschrieben. besucher

schlendern gemütlich von

einem Stand zum ande-

ren, unterhalten sich mit

den Ausstellern über deren

Arbeit und erstehen

bei dieser Gelegenheit

das eine oder andere außergewöhnliche

Geschenk

für Weihnachten.

Advent am Wolfgangsee

der Markt in St. Wolfgang

gilt als der schönste

Adventmarkt Österreichs

und zieht Jahr für Jahr

tausende Gäste aus

aller Welt an. der Markt

erstreckt sich durch den

ganzen Ort, die Aussteller

achten streng auf Authentizität

und Qualität.

Schiffe der Wolfgangseeschifffahrt

bringen besucher

nach Strobl und

St. Gilgen, wo sie sich

dem Zauber weiterer

Foto: © big shot/erich Hagspiel

ADvent-

HigHligHts

2012

ausseer advent:

Christkindlmarkt an allen vier

Adventwochenenden im Kurpark

bad Aussee, traditionelles nikolospiel

in bad Mitterndorf, Tauplitz

und Pichl-Kainisch: 05.12.

salzkammergut advent in

Bad ischl:

Ischler HandwerksKultur in der

Trinkhalle, 30.11.–20.12.

Weihnachtsort traunkirchen:

01.–02.12., 08.–09.12.

Gmundner adventmarkt in der

altstadt:

01.–02.12., 08.–09.12.,

15.–16.12.

schlösseradvent im landschloss

und seeschloss ort:

23.–25.11., 30.11.–02.12., 07.–09.,

14.–16.12.

Adventmärkte hingeben. ne-

ben brauchtum und Kulinarik

kommt auch die Kultur in

der Adventzeit nicht zu kurz.

Chorgesang, traditionelle Volks-

musik oder vergnüglich-besinn-

liche lesungen versüßen einheimischen

und Gästen die

Wartezeit bis Weihnachten.

Region der Krippen

das Salzkammergut gilt seit jeher

als Kripperlregion. Privat-

häuser öffnen in der Adventzeit

ihre Stuben und laden zu

einer „Kripperlroas“ ein. natur,

bunt, figurenreich, aus Ton,

Papier oder Maisblättern, liebevoll

aufgebaut – jede einzelne

Krippe hat Charme und erzählt

ihre Geschichte.

Traditionelle Krippe aus 1838

eine sehr bekannte Krippe ist

die Kalß-Krippe, die im Museum

der Stadt bad Ischl zu bewundern

ist. die Krippe besteht aus

etwa 300 beweglichen Figuren,

die größten sind bis zu 30 Zentimeter

hoch. der Grundstock

zu dieser Krippe wurde um

1838 gelegt.

advent in mondsee:

30.11.–02.12., 07.–09.,

14.–16.12., 21.–23.12.

Welterbe-advent

salzkammergut:

Gosauer bergweihnacht:

01.–02.12. und 08.–09.12.

Obertraun – nikolaus kommt über

den See: 01.12.

Hallstatt: 07.–09.12.

Meisteradvent in bad Goisern:

15.–16.12.

Wolfgangseer advent:

23.–25.11., 29.11.–02.12.,

06.–09.12., 13.–16.12.,

20.–23.12.

Winterzauber am attersee:

01.12.2012–06.01.2013

advent der Dörfer in der

Fuschlseeregion:

26.11.–23.12.

Weitere Termine unter:

www.salzkammergut-advent.at

Ein Krippendorf als Tor zum

Salzkammergut-Advent

einmal im Jahr – an den ersten

beiden Adventwochenenden –

wird der kleine, romantische Ort

Pürgg zur Krippe. dieser einzigartige

Markt zieht sich durch den

ganzen Ort. besucher schauen

sich vergeblich nach Stand’ln

um, es gibt keine! die etwa 40

Aussteller benützen für die Präsentation

ihrer Kunsthandwerke

Ställe, Garagen, Tennen und

Wohnräume der Pürgger Privathäuser.

daneben lassen sich die

Veranstalter ein abwechslungsreiches

Programm für die vielen

besucher aus dem In- und Ausland

einfallen. der bogen umspannt

dabei die besichtigung

der landschaftskrippe, eine

engelbackstube für Kinder,

Krampusspiel, Glöcklerlauf,

Musikdarbietungen, lesungen

und Führungen in der Johanneskapelle

mit romanischen Fresken

aus dem 11. Jahrhundert.

Offene Feuerstellen, mit Kerzen

beleuchtete Fenster und

bläsermusik sorgen zudem für

adventliche Gefühle. Stammbesucher

von Pürgg wissen:

„Je später die Stund’, desto

stimmungsvoller wird’s!“

13


14

Alljährlich in der zweiten

Jännerwoche treffen sich

ballonfahrer aus ganz

europa in Gosau im

Salzkammergut zur inter-

nationalen dachstein-

Alpentrophy.

toUr

De sel

Top-rennrad-destinationen

im Salzkammergut warten mit

zahlreichen Touren in verschiedenen

Schwierigkeitsgraden

auf. Freizeitsportler erleben

dabei die vielfältige Schönheit

der Seen- und berglandschaft.

DiE SALzKAmmERGuT REnnRADREGion

umFASST DAS monDSEELAnD, DiE

REGionEn um ATTERSEE, FuSchLSEE

unD WoLFGAnGSEE.

www.rennrad-austria.at

www.salzkammergut.at

„Bei keiner anDeren erFinDUnG

ist Das nützlicHe mit Dem

anGeneHmen so inniG verBUnDen

Wie Beim FaHrraD.“

Adam Opel, deutscher Industrieller

„Wir Freizeitsportler legen

an einem Tag zwischen

50 und 250 Kilometer

zurück“, berichtet stolz

Michael Wagner aus

Wien, ein begeisterter

rennradfahrer. Für ihn

und seine Sportfreunde

steht das einzigartige

berg-See-erlebnis im

Salzkammergut im Mittelpunkt.

eine der 20 ausgewiesenen

routen ist die

4-Seen-Tour, eine 77 Kilo-

meter lange Strecke von

Fuschl über St. Gilgen,

Koppl und Faistenau

retour nach Fuschl am

See. dabei werden 1.087

Höhenmeter zurückgelegt.

die 4-Seen-Tour ist

mittelschwer und bietet

sowohl für Sprinter

als auch für bergfahrer

Herausforderungen. Im

Sommer 2011 wurde

die rennradregion Salz-

burgerland-Salzkammergut

gegründet – mit

großem erfolg. „19 betriebe

in sechs regionen,

von der Pension zur

Vierstern-Superior-

Unterkunft, kümmern

sich um das Wohl der

radrennfahrer“, erklärt

Michael Wagner. die betreiber

stellen sich auf

die bedürfnisse der Freizeitsportler

ein. So ist es

selbstverständlich, dass

teure rennräder mit aufs

Zimmer genommen werden.

nach anstrengenden

Fahrten gibt es besondere

„After race-Snacks“.

bei bedarf können sich

rennradfahrer bei den

beherbergern GPS-Systeme

ausborgen. Sie

erhalten Kartenmaterial

und aktuelle Wetterinfos.

Foto: © rennradregion Salzburgerland Salzkammergut

Die traUnseeBaHn im salzkammerGUt

Feiert HeUer iHr 100-JäHriGes JUBiläUm.

Die scHmalspUrBaHn verBinDet Den

GmUnDner seeBaHnHoF mit kircHHam.

sie ist ein WicHtiGes öFFentlicHes

verkeHrsmittel Für Den alltaG.

Auch Gäste im Salzkammergut

kennen und schätzen die

Traunseebahn, die in diesem

Jahr einen runden Geburtstag

feiert. Sie verbinden mit dem

attraktiven, öffentlichen Verkehrsmittel

auch besondere kulinarische

Genüsse. Zum einen

nützen die Gäste die Traunseebahn

als „bratlzug zum bratlwirt“

in Kirchham. dort wartet

auf bestellung eine zünftige

Portion Schweinsbraten mit

Knödel. Zum anderen fahren sie

mit der bahn nach eggenberg

und statten dort der Speziali-

tätenbrauerei einen besuch ab.

Wer lust hat, kann sich auf der

14,9 Kilometer langen Strecke

der Traunseebahn nach kurzer

einschulung sogar als Hobbylokführer

betätigen.

1912 wurde die Schmalspurbahn

in betrieb genommen

und sollte ursprünglich mit der

Fotos: © Stern & Hafferl

Gmundner Straßenbahn verbunden

werden. doch der erste

Weltkrieg und die Wirtschaftskrise

der nachkriegszeit

durchkreuzten diese Pläne.

nach wie vor beliebt

„die Gmundner Straßenbahn

ist die kleinste und steilste der

Welt“, erklärt Triebwagenführer

ernst Attwenger aus Pinsdorf,

der seinen Job seit 13 Jahren

mit begeisterung ausübt. er

kennt seine Stammfahrgäste

und auch jede besonderheit

der 2,3 Kilometer langen Strecke

zwischen bahnhof und

Franz-Josef-Platz. So ist in

den schneereichen Wintern im

Salzkammergut ein berg, der

zehn Prozent Steigung aufweist,

eine ganz besondere Herausforderung

auf der Strecke.

100

JAHr

traunseebahn

Fotos: © Stern & Hafferl

Fotos: © Stern & Hafferl

15


16

„icH Höre Dem plätscHern Des

Wassers zU UnD erleBe so ein

stück Heile Welt.“

frAnZ

Welser

mÖst

ruhig dasitzen und auf den

Attersee schauen – diese

Momente der erholung und

entspannung gönnt sich

dirigent Franz Welser-Möst

bei seinen Aufenthalten im

Salzkammergut. Als begeisterter

bergsteiger schätzt er

die Stille auf den bergen.

www.wiener-staatsoper.at

bereits als junger bursch verbrachte Franz Welser-

Möst regelmäßig seine Urlaube im Salzkammergut.

„Mein Großvater hat vor mehr als 90 Jahren ein Grundstück

am Attersee erworben“, erklärt der dirigent, der

regelmäßig zwischen liechtenstein, Wien und seinen

vielen Tourneestationen auf der ganzen Welt hin- und

herpendelt. An den Attersee zieht er sich regelmäßig

im Sommer zur erholung zurück. „Hier bin ich einfach

der Franz“, sagt der Generalmusikdirektor der Wiener

Staatsoper. er liebt die Stille, die berge und den See.

„Ich höre dem Plätschern des Wassers zu und erlebe

so ein Stück heile Welt“, betont der Musiker. er gönnt

seinen Ohren immer wieder ruhe. Schließlich sind

diese seine wichtigsten Werkzeuge. Franz Welser-

Möst kann background Musik wenig abgewinnen. er

muss immerzu hinhören und das belaste unnötig seine

Speicherplatte im Gehirn.

Franz Welser-Möst wurde im August 1960 geboren.

bereits am linzer Musikgymnasium wurde sein außergewöhnliches

Talent erkannt und auch gefördert. er

studierte Komposition und Geige, nach einem schweren

Autounfall musste der Musiker seine Karriere als

Foto: © roger Mastroianni

Geiger frühzeitig beenden

und wandte sich dem dirigieren

zu. 1985 debütierte er bei

den Salzburger Festspielen

als leiter des Mozarteum-

Orchesters. er arbeitete in

der Schweiz und in Schweden

und spielte als Gastdirigent

mit großen Orchestern in aller

Welt. er war Chefdirigent des

london Philharmonic Orchestra,

Generalmusikdirektor der

Züricher Oper sowie Chefdirigent

des Cleveland Orchestra.

2010 wurde er Generalmusikdirektor

der Wiener Staats-

oper mit dominique Meyer als

Operndirektor. Am 1. Jänner

2011 dirigierte er erstmals das

traditionelle neujahrskonzert

mit den Wiener Philharmonikern.

„In Japan hat man als

neujahrskonzert-dirigent fast

einen gottähnlichen Status“,

freut sich der dirigent über

diese einladung. Staatsopernfans

können den begnadeten

dirigenten in dieser Spielsaison

unter anderem in Verdis

„don Carlos“ und Strauss’ „die

Frau ohne Schatten“ genießen.

begabungsvielfalt, Professionalität

und Kreativität

zeichnen Franz Welser-Möst

aus. Zu seinen Werten gehören

Qualität, disziplin, beständigkeit

und soziales engagement.

Wer viel arbeitet, braucht aus-

reichend Zeit zum erholen.

diese Auszeit gönnt sich

der begnadete Musiker mit

seiner Frau am Attersee – mit

entspannen, lesen, bergsteigen

und Tarockieren.

17


18

geformt

getrocknet

geBrAnnt Foto:

Gmunden galt schon im

17. Jahrhundert als Hoch-

burg der altösterreichischen

Fein- und Zierkeramik.

doch nicht nur Hersteller

von Kunst- und Gebrauchskeramik

gründeten am

nordufer des Traunsees

im Salzkammergut Handwerksstätten.

Auch Hafner,

Ofensetzer und Fliesenhersteller

wurden sesshaft

und ließen sich von der

naturschönheit rund um

den Traunsee inspirieren.

So kommen – damals wie

heute – bunte Farben, landschaften

und blumen – inspiriert

von der naturvielfalt

des Salzkammergutes – auf

den Keramikarbeiten vor.

„seHen, staUnen UnD Das GeHeimnis

einer Grossen traDition ent-

Decken“, Das verspricHt Die

GmUnDner keramik manUFaktUr.

Wie vor 300 JaHren WirD Hier

stück Für stück in lieBevoller

HanDarBeit GescHaFFen.

Gmundner keramik –

tonarbeit mit tradition

1903 wurde in einem alten

Hafnerhaus die Gmundner

Tonwarenfabrik gegründet, der

Grundstock für die Gmundner

Keramik Manufaktur. die

Technik ist seit 300 Jahren die

gleiche: rohmasse wird aufbereitet

und in Form gebracht.

Teller werden gedreht,

Kannen in Gipsformen gegossen.

die Feinkorrektur erfolgt

händisch. danach wird der

rohling gebrannt, glasiert und

handbemalt. der zweite brand

sorgt für die gewünschte

Härte, Farben entfalten ihre

volle leuchtkraft.

www.gmundner.at

© www.gmundner-keramik.at

Foto: © GoisererGeigndischgu

AUfgeigen

Seit dem Jahr 2000 findet

jährlich am ersten Sonntag

im September in der

Kirchengasse, dem historisch

ältesten Teil von bad

Goisern, das inzwischen

weit über die region

hinaus bekannte Geigentreffen

„Aufgeigen in Goisern“

statt. dabei handelt

es sich um kein „Mega-

event“ sondern um ein

Fest mit Seele. überschaubar

und in fast familiärer

Atmosphäre treffen

sich Geigenspieler aus

allen Teilen Österreichs

und dem angrenzenden

bayern um gemeinsam

zu musizieren und ein

ganz besonderes Fest zu

feiern. der musikalische

bogen spannt sich von

traditioneller Salzkammergut-Volksmusik

über

irische Klänge, jazzig angehauchten

Tönen bis

hin zur Country Musik.

„bei uns sind sämtliche

Stilrichtungen vertreten.

Wichtig dabei ist nur, dass

die Geige im Mittelpunkt

steht“, sagt Hannes Savel

von der Gruppe „Goiserer

Geigndischgu“, die seit

Anbeginn als Veranstalter

des liebenswerten Musikfestivals

auftritt. „Geigendischgu“

ist übrigens

ein Goiserer dialektausdruck,

der übersetzt im

weitesten Sinne „kommunizierende

Geigen“

bedeutet. Um Kommunikation

geht es auch beim

Aufgeigen in Goisern.

ein Fest mit seele: Das GeiGen-

treFFen in BaD Goisern im

salzkammerGUt FinDet in Der

HistoriscHen kircHenGasse

statt. HeUer am 2. septemBer.

der dialog zwischen den einzelnen Musikern sowie

die Interaktion zwischen den Musikern und ihrem

Publikum. dabei wird nicht auf irgendwelchen

bühnen gespielt, sondern mitten unter den leuten.

locker und ungezwungen geht es zu. die herzliche

Atmosphäre macht den speziellen reiz der Veranstaltung

aus und ist mit verantwortlich, dass sich

Aufgeigen in Goisern so großer beliebtheit erfreut.

„Wir werden aber sicher nicht in Größenwahn verfallen

um irgendwelche rekorde zu brechen. bei

uns geht Qualität vor Quantität“, sagt Savel. Und

das ist gut so.

Sogar eine eigene Anstecknadel

gibt es für die teilnehmenden

Musikerinnen und Musiker.

19

Foto: © GoisererGeigndischgu


20

Des

kAisers

JAgDgrünDe

ischl – „meine Jagd“

nannte es der kaiser.

die beziehung von

Kaiser Franz Joseph

(18.08.1830–21.11.1916)

zu seinem geliebten

bad Ischl war vielfältig.

die Jagd – die große

leidenschaft des

Monarchen – stand

jedoch immer an

vorderster Stelle bei

seinen häufigen

Aufenthalten.

Wenn der Monarch zur jährlich

wiederkehrenden Sommerfrische

(zumindest den

ganzen August) in bad Ischl

weilte, reihte sich, insofern

es das Wetter zuließ, ein

Jagdtag an den anderen.

die Wälder und berge rund

um Ischl und ebensee beherbergten

reichlich Wild. „Meine

Jagd“, pflegte er bescheiden

dieses Gebiet zu nennen, zu

dem er eine besonders innige

Zuneigung empfand.

Vielleicht auch, weil es reminiszenzen

seiner Jugend

hervorrief. Unweit von Ischl,

auf der „Hohen Schrott“ erlegte

er als dreizehnjähriger

seine erste Gams. Schließlich

hatte schon sein Vater, erzherzog

Franz Karl gemeinsam

mit erzherzog ludwig, dem

jüngeren bruder erzherzog

Johanns, seit den Vierziger-

jahren des neunzehnten

Jahrhunderts eine Jagd im

Kammergut inne.

Jagdvergnügen in

Gesellschaft

Wenn er auch die einsame

Pirsch oder den einzelnen

Ansitz bevorzugte, so freute

er sich nicht minder als seine

Gäste auf ein gedeihliches

Waidwerk im intimen Kreise,

bei dem er wahrlich mit einigem

aufwarten konnte.

Franz Joseph erwies sich

als profunder, praxisorientierter

Kenner seiner reviere.

er wusste, wen er wo auf

der von Hofjagdleiter Hofrat

böhm vorgelegten Jagdskizze

eintragen würde, und

was der jeweilige Schütze

erwarten könne. die Zuteilung

der Stände lag ganz allein im

ermessen des Allerhöchsten

Jagdherren des Kaisers.

Foto: © 2011 Imagno/Austrian Archives/gettyimages

Das FrüHstück naHm Die

versammelte GesellscHaFt

in einem pavillon aBseits

Der villa ein Um Die Damen

nicHt zU stören.

Gegen ein oder zwei Uhr früh stieg man in die

Hofkutsche um zu den näheren revieren zu

gelangen. die entlegenen erreichte man mit dem

Separatzug, vorausgesetzt die Witterung ließ es

zu. Gebirgsreviere mit ihrem wetterwendischen

Trotz entziehen sich nur allzugern jeglicher disposition.

So musste die versammelte Jagdgesellschaft

stets gewärtig sein, dass der Allerhöchste

Jagdherr, soeben von einer fernmündlichen

nachricht ereilt, seinen erwartungsvollen Gästen

mitteilte: „die Treiber können wegen des nebels

sich in den Wänden nicht ohne lebensgefahr

fortbewegen. Geht jetzt nach Hause, die Jagd

wird nicht abgehalten, sie wird ein anderes

Mal stattfinden.“ nach wie vor erfreuen sich

die reviere im Salzkammergut großer

beliebtheit bei den Waidmännnern. Wildreichtum,

die einmalige natur und nach-

haltigkeit als oberstes Prinzip garantieren, dass

sich auch noch zukünftige Generationen daran

erfreuen können.

21


22

10 mAl

olYmPiA

HUBert

rAUDAscHl

Foto: © www.ocean7.at/Gernot Weiler

die Segellegende aus ried bei St. Wolfgang:

Hubert raudaschl. Zehnmal hat

er an Olympischen Spielen teilgenommen

und als Segelmacher den Sport

maßgeblich weiterentwickelt. Heute

genießt er seine Pension im Salz-

kammergut und an der Oberen Adria.

Im August wird raudaschl 70.

„Man lebt in der Gegenwart und

plant die Zukunft. das ist auch

in der Pension so“, sagt Hubert

raudaschl, der heuer im August

seinen 70. Geburtstag feiert. es

scheint, als wären die Jahre an

dem Mann mit dem schlohweißen

Haar spurlos vorübergegangen.

Früher in der ganzen Welt als

Sportler, Segelmacher und bootsbauer

– Pionier auf seinem Gebiet

– unterwegs, genießt er heute

seine Pension im Salzkammergut

oder an der Oberen Adria rund

um Piran. „Ich schätze die bodenständigkeit

der Menschen im

Salzkammergut.“ In ried bei St.

Wolfgang widmet raudaschl sich

der Malerei und Zeitgeschichte.

Seine bilder spendet er für gute

Zwecke, selbst ist er in neun karitativen

Organisationen aktiv.

raudaschl kennt Promis und

Stars, etwa Hans Staudacher

oder den norwegischen König

Harald V., doch Schick und Pomp

sind seine Welt nicht: „dampfplauderer

machen mich nervös.“

Viel lieber segelt er mit seiner

Frau Gabriele am Wolfgangsee im

Salzkammergut. Sie begleitet ihn

seit über 35 Jahren, gemeinsam

haben sie zwei Kinder: Sabine

und Florian. Sabine segelt zum

Spaß, Florian professionell.

Mit 18 war Hubert raudaschl

erstmals Olympionike. 1960 als

ersatzmann in Italien. 36 Jahre

später ging er in den USA zum

zehnten Mal für Österreich an

den Start. Kein anderer Sportler

hat das bisher geschafft. „die

Olympiateilnahmen muss man

relativieren“, sagt raudaschl.

beim Segeln gebe es keine Alters-

grenze. Zweimal Silber brachte

er von den Olympischen Spielen

nach Hause. dazwischen liegen

zahlreiche Teilnahmen, Siege

und Stockerlplätze bei Welt- und

europameisterschaften.

das Segeln begleitet raudaschl

von Kindesbeinen an: Mit sechs

Jahren segelte er das erste Mal, als

Spross einer bootsbauerfamilie –

„mein Großvater hat schon Traunerl

gebaut“ – erlernt er das

Handwerk und übernimmt den

Familienbetrieb. beim Wettkampf

am Wasser verbindet er Sport

und beruf: „das war natürlich

eine riesige Motivation, die Segel

am Wasser selbst zu testen.“ die

Firma raudaschl doyle exportiert

heute Segel und Know-how in die

ganze Welt. 2003 zog sich raudaschl

aus dem offiziellen Sportleben

zurück und übergab auch

den betrieb an seinen Sohn Florian.

„Wenn man viel

reist, kommt

man scHnell

DraUF, Dass es

zUm salzkammerGUtlanDscHaFtlicH

keine steiGerUnG

GiBt.“

Am Wolfgangsee sehen aufmerksame

Spaziergänger raudaschl

manches Mal mit Strohhut am

Schafberg wandern. „Aber nur auf

der Sonnenseite.“

23


24

DAs

Weisse

golD

es ist der namensgeber

der ganzen region und

dafür verantwortlich, dass

sich hier bereits vor

7000 Jahren die ersten

Menschen angesiedelt

haben.

www.salzwelten.at

die Geschichte des Salzkammergutes reicht zurück bis in

die späte Jungsteinzeit (ca. 5000 v. Chr.). damals vollzog

sich der übergang von Jäger- und Sammlerkulturen zu

sesshaften bauern. Auf Streifzügen im Gebiet des heutigen

Hallstatt im Salzkammergut wies das Wild den Menschen

die Spuren zu den natürlichen Salzsolequellen. bei

Ausgrabungen im Hallstätter Salzbergwerk fand man 1977

Spuren einer ersten Salzproduktion, die als mittel- bis spätbronzezeitlich

(1600 bis ca. 900 v. Chr.) anzusehen sind.

Hallstattzeit

den ersten Fund aus der sogenannten Hallstattzeit (800

bis 400 v. Chr.) machten im Jahre 1734 einige Hallstätter

bergknappen, als sie den vom Salz konservierten Körper

eines bergmanns im Geröll eines eingestürzten Stollens

fanden. Man weiß heute, dass der prähistorische

Hallstätter bergbau bereits ein straff organisiertes Unternehmen

mit raffinierten Abbaumethoden war. es gab

Foto: © Salinen Tourismus GmbH

Arbeiter mit speziellen einsatzgebieten,

die Wirtschaftsbeziehungen

waren ausgedehnt.

Im Jahr 1147 scheint Altaussee

als Salzbergwerk in den Urkunden

auf. damals wurde dem

Zisterzienserstift rein die nutzung

zweier Salzpfannen am

Sandling, dem Ausseer Salzberg

gestattet. 1297 kam es zu einer

neuorganisation des Salzwesens.

Mit dem Aufschwung

der Pfannhäuser (Salinen) kam

eine neue Unternehmerklasse auf

– die Hallinger – bis schließlich

Friedrich III die Hallämter samt

den Pfannhäusern ablöste. der

jüngste Salzbergwerksbetrieb

ist bad Ischl. Im Jahr 1571 ging

die Ischler Sudpfanne in betrieb.

errichtung der ersten saline

In Hallstatt war indessen die Versorgung

mit Holz zur befeuerung

der Sudpfannen nicht mehr gesichert

und so gab Kaiser rudolf II

1595 den Auftrag zur errichtung

einer Saline in ebensee. Gleichzeitig

erfolgte der bau der ersten

Soleleitung von Hallstatt nach

ebensee. Unter Kaiser Maximilian

waren erstmals die landesfürstlichen

Salinen Aussee, Hall in

Tirol und Hallstatt in einer Hand

vereint. er begann das wirtschaftliche

Potenzial zu nutzen. nach

dem revolutionsjahr 1848 wurde

das Salzoberamt,

die politische und

wirtschaftliche

Verwaltungsbehörde

des Kammerguts

zu einem

reinen Wirtschaftsunternehmen.

das 19. Jahrhundert

brachte

mit der Industrialisierung

neue Absatzmärkte.

Aus

dem weißen Gold war ein industrieller

Massenrohstoff geworden.

Heute produziert die Salinen Austria

AG rund 1.046.000 Tonnen

Siedesalz pro Jahr für die unterschiedlichsten

Anwendungen

und ist damit einer der führenden

Salzproduzenten europas.

Wichtiger tourismusfaktor

Kaiser Franz Josef kam regelmäßig

zur Sommerfrische nach bad

Ischl und Gmunden. Ihm folgten

eine Vielzahl von Adeligen, wodurch

die kulturelle und touristische

entwicklung des gesamten

Salzkammergutes nachhaltig

beeinflusst wurde.

die Salzwelten

in Hallstatt, Hallein

und Altaussee

bieten heute

ein breites touris-

tisches Angebot.

Von der Schatzsuche

mit dem

„bergmandl“, über

die lustige Kinderführung

mit

Cleverix bis zur

Kunstausstellung am Altausseer

Steinberg reicht die Palette. der

mystische Salzsee tief im Inneren

des Sandlings lockt mit faszinierenden

lichtperformances. In den

drei Schaubergwerken lässt sich

auf wundersame Weise in die

Hallstattzeit eintauchen.

seit JAHrtAUsenDen nimmt DAs sAlZ einen

festen PlAtZ im leBen Der menscHen ein.

sAlZ gAlt Als Heilig, Als gescHenk Der

gÖtter – mit sAlZ WUrDen eiDe Besiegelt

UnD oPfer BekrÄftigt.

25


26

FrüHer War sie ein arBeitsGeWanD.

Dann macHte sie erzHerzoG JoHann

salonFäHiG. HeUte traGen sie

männer UnD FraUen aUF Der Ganzen Welt:

Die leDerHose aUs Dem salzkammerGUt.

nADel & fADen

Seit über 30 Jahren fertigt

Säckelmeister Peter

Ahamer in ebensee am

Traunsee lederhosen.

Sein Glanzstück: die

grün-bestickte erzherzog

Johann-lederhose.

bis zu 90 Stunden sitzt

er an der Stickerei für

eine Hose aus qualitativ

hochwertigem, sämisch

gegerbten Hirsch-,

Gams- oder rehleder.

Insgesamt investiert er

an die 130 Stunden in

seine Meisterstücke.

die Fertigkeit des

lederstickens, das Kraft

und Genauigkeit erfordert,

hat Peter von

seinem Vater gelernt.

das Muster stammt aus

dem 18. Jahrhundert,

als erzherzog Johann

das Salzkammergut

auf liebespfaden oft

bewanderte und die

„Kracherne“ aus dem

Arbeiterstand in den

Adelsstand hob. ebenso

wie die Postmeistertochter

Anna Plochl aus

bad Aussee, die damals

sein Herz eroberte.

die lederhose im Salzkammergut

trägt der

Kenner mit latz und

Türl, Hemd, Stutzen

und Haferlschuhen. Ihr

design unterscheidet

sich je nach region.

Allein im Ausseerland-

Salzkammergut gibt es zwischen den nur wenige

Kilometer entfernten Orten verschiedene Varianten:

Haben die Altausseer etwa am beinende ein angestückeltes

„bürsel“ mit weißem rand, so ist das beinende

der Grundlseer in der Hosenfarbe eingefasst.

nur wenige betriebe im Salzkammergut pflegen noch

die hohe Kunst der handbestickten lederhose. Meist

seit Generationen fest in Familienhand, legen die

Säckelmeister viel liebe und Herz in die Hosen, die

von kurz bis lang, von Männern und Frauen auf der

ganzen Welt zu den unterschiedlichsten Anlässen

getragen werden – vom Zeltfest bis zur Hochzeit,

sowohl im Salzkammergut als auch in new York.

Foto: © OÖ. Tourismus

Foto: © Cumberland Wildpark/lankmaier

„erstaunt waren wir schon über

unsere beiden Wolfsbabys“, schmunzelt

der Geschäftsführer vom Cumberland

Wildpark Grünau bernhard lankmaier.

Schließlich hieß es, dass die drei rüden

nicht mehr zeugungsfähig seien.

der nachwuchs im Wolfsgehege wurde

im Vorjahr dennoch mit offenen Armen

aufgenommen. „Jedes Tierbaby

zieht besucher an und die Wölfe gehören

zu den Attraktionen unseres Wildparks“,

erklärt der Almtaler. Wölfe gehören seit

Jahren zu den besonderheiten von Cumberland.

Zunächst waren es Timberwölfe,

die durch ein Forschungsprojekt

der Konrad-lorenz-Forschungsstation

bekannt wurden. „Untersucht wurde was

den Haushund vom Wolf unterscheidet,

wenn beide unter denselben bedingungen

aufwachsen“, weiß lankmaier.

2009 übersiedelten die Wölfe ins Wolf

Science Center ins niederösterreichische

ernstbrunn.

derzeit leben rund 500 Tiere im Wildpark.

neben den Wölfen gehören braunbären,

der luchs und Wildschweine zu den

lieblingen der besucher. Gäste loben

die gepflegte 60 Hektar große, natur-

belassene Anlage sowie die reizvolle

landschaft. Aktuell werden einzelne Tiergehege

modernisiert und umgestaltet.

der luchs hat schon ein neues Zuhause,

das bären- und Wolfsgehege folgt.

es HeUlen WieDer

Die WÖlfe

Wölfe spielen im Cumberland Wildpark Grünau schon

seit Jahren eine wichtige rolle. 2010 kamen vom Innsbrucker

Alpenzoo vier europäische Wölfe ins Almtal,

die im Vorjahr erstmals für nachwuchs sorgten.

www.wildparkgruenau.at

27


28

Foto: © Kulturverlag Polzer

mAmA

rAZZA

sAgenHAftes

sAlZkAmmergUt

Fuschl am

See ist für

Marianne

Fürstin zu

Sayn-Wittgenstein-Sayn

ein

Stück Heimat.

Sie liebt die

Gegend genauso

wie ihre

Fotografie.

ein besuch im

landhaus.

„Wenn ich die Augen zumache

und daran denke, wo

ich mich wohl fühle, dann ist

das hier.“ Marianne Fürstin

zu Sayn-Wittgenstein-Sayn

sitzt auf der Terrasse ihres

Hauses im ellmautal. Seit

ihrer Kindheit schätzt die

heute 92-jährige Ur-Urenkelin

des erzherzog Johann

das Salzkammergut: „Unsere

eltern fuhren mit uns zu

Ostern immer nach Fuschl

am See. die Aufregung

begann bereits

beim baderluck, wenn wir

im offenen Steyr kamen

und der Vater fragte:

Wer sieht als erster den

Fuschlsee?“

das war Anfang 1920. dann

kamen der Krieg, eine ehe

mit ludwig Prinz zu Sayn-

Wittgenstein-Sayn, fünf Kinder

und eine Gärtnerei auf

Schloss Sayn im rheintal,

wo die Fürstin 20 Jahre

lebte. 1957 entsteht in Fuschl

das Haus auf einer

weiten, von dichtem Wald

umrahmten lichtung. „Mit einem Tempolieferwagen

haben wir damals die Ziegel transportiert“,

erinnert sich die Fürstin. Als 1962 ihr

Mann bei einem Autounfall ums leben kommt,

wartet sie bis der älteste Sohn die Universität

in den USA beendet und Schloss Sayn übernimmt.

„dann konnte ich wieder nach Hause

zurück gehen. nach Fuschl.“

Familie, Freunde, Fotografie

die Familie – die Kinder, 20 enkel und 23

Urenkel – lebt heute auf der ganzen Welt verstreut

und trifft sich zu Weihnachten im Salzkammergut.

Im Sommer kommt seit mehr als

35 Jahren die internationale Prominenz der

Salzburger Festspiele nach Fuschl: leonard

bernstein, Gunter Sachs, Margaret Thatcher,

Klaus Maria brandauer, Prinz Charles. „Manni“

empfängt jeden Sonntag in der Festspielzeit

bis zu 100 geladene Gäste zum Mittagessen,

serviert marinierte lachsforelle aus dem Fuschl-

see oder selbstgemachten Obstkuchen. bei

jeder Gelegenheit zückt sie ihre Kamera.

„die Fotografie bedeutet mir alles, weil ich

den einen gewissen Augenblick, den ich toll

finde, festhalten will.“ bereits mit neun Jahren

beginnt sie zu fotografieren und wird in den

60ern als Gesellschaftsfotografin „Mamarazza“

bekannt. Vier publizierte bücher zeugen

von ihrem Schaffen, das insgesamt 300.000

bilder umfasst. Mit 92 ist Mamarazza noch

lange nicht müde. „Am liebsten arbeite ich

nachts an meinem Küchentisch.“

29


30

das Salzkammergut ist seit dem 19. Jahrhundert Anziehungspunkt

für Künstler und Schriftsteller. Viele haben ihre Sommerfrische

im Ausseerland-Salzkammergut verbracht, einige

haben sich hier niedergelassen, andere sind hier geboren und

haben von hier aus die Welt der literatur mitgeprägt.

ort Der

DicHter

„Sehnsucht nach Altaussee“, heißt ein Gedicht

des großen österreichischen dichters Friedrich

Torberg, das er im exil in Kalifornien über Altaussee

im Salzkammergut geschrieben hat. er

sagte einmal, dass er auf die Frage, was er sich

im leben am meisten wünsche, immer nur eines

geantwortet hätte: „ein Haus in Altaussee“. Wie

sehr er dieser Gegend verbunden war, zeigt das

folgende essay: „Ob es der duft der narzissen

ist, der im Frühling in der luft liegt, die weiten

Wiesen mit den wie in malerischer Willkür hingetupften

Häusern oder der spiegelblanke See,

die Harmonie der natur scheint hier einen Höhepunkt

zu erreichen. der loser, das Tote Gebirge

und die steil abfallende Trisselwand bilden im

norden am Seeufer die Grenze, nach Süden ist

das Tal weit und gibt den blick zum fernen dachstein

frei. Selbst wenn man wollte, von Altausee

Foto: © rastl

kommt man nicht weiter, hier

muss man bleiben“. Friedrich

Torberg ist einer in der langen

reihe von Schriftstellern,

die im Ausseerland Inspiration

und Muße fanden und finden.

begonnen hatte alles 1847

als der dichter Joseph Christian

Freiherr von Zedlitz – ein

Freund eichendorffs und Grillparzers

– „aus liebe zur natur

und dem entzücken über diese

wunderbare landschaft“ – sein

Seehaus am Altausseer See errichtete.

das Haus wurde bald

Treffpunkt seines großen und

vornehmen bekanntenkreises.

Als besucher verzeichnet die

Chronik unter anderem nikolaus

lenau, Franz Grillparzer und

Adalbert Stifter. 1896 erschien

im Simplicissimus die erzählung

„das dorf im Gebirge“. der zuständige

redakteur war Jakob

Wassermann. der Autor Hugo

von Hofmannsthal und das dorf

Altaussee, wo er schon seit ein

paar Jahren den Sommer ver-

treiBt’s micH HeUt’ zUm see, zUr klaUse?

treiBt’s micH aUF Die Blaa alm Hin?

WirD’s Beim FiscHer eine JaUse,

WirD’s ein GanG zUr Wasnerin?

Friedrich Torberg, Sehnsucht nach Altaussee 1942

brachte. Mit Hofmannsthal kam

„Jung Wien“, ein Kreis junger literaten

und Schriftsteller (Arthur

Schnitzler, Felix von Saiten,

raoul Auenheimer, Hermann

bar, leopold von Andrian) ins

Ausseerland-Salzkammergut.

ungebrochene Faszination

die Magie des Ortes zieht bis

heute Künstler und Schreiber

aus allen disziplinen ins Ausseer-

land. Sehenswert das literatur-

museum Altaussee. Präsidentin

barbara Frischmuth zeigt die

einmalige Wechselwirkung von

bewohnern, landschaft und

Schriftstellern. neben der gebürtigen

Ausseerin barbara

Frischmuth zählen Prof. Paul

lendvai, Alfred Kolleritsch,

Alfred Komarek, brigitte neumeister

oder edith Schreiber-

Wicke zu den zeitgenössischen

Schriftstellerinnen und Schriftstellern

im Ausseerland-Salzkammergut.

31


32

www.atterwiki.at

1000-JÄHrige

linDe

rund 30 Meter hoch und über elf Meter

Stammumfang, das sind die imposanten

Maße der 1000-jährigen linde am Ufer

der dürren Ager in St. Georgen am Attergau.

Sanft wiegen sich die saftigen blätter

im Wind. ein kleines Mädchen schaut

nach, was im Inneren des Stammes

versteckt ist. „der Stamm ist ja hohl!“,

ruft die Kleine verwundert aus. „1947

brach im Stamm ein Feuer aus, bei dem

er ausbrannte“, erklärt Franz Hauser, der

Obmann vom Verein AtterWiki, der sich

die Sammlung, Archivierung und Verbreitung

von Wissen über die region

Attersee-Attergau zur Aufgabe gemacht

hat. dass der baum trotz Aushöhlung

noch soviel lebenskraft zeigt, fasziniert

den Hobbyhistoriker. bis ins 16. Jahrhundert

diente der baum als Gerichtsort.

„Im Mittelalter war es üblich, Gerichtsverhandlungen

und besprechungen von

öffentlichem Interesse unter freiem Himmel

abzuhalten. Meist geschah dies unter

dem Schutz von bäumen“, weiß Franz

Hauser. lindenbäume waren in dieser

Zeit als Gerichts- und Versammlungsort

besonders beliebt. dem baum wurde eine

magische Wirkung nachgesagt. Gleichzeitig

gab es den Aberglauben, dass der

duft der lindenblüten Streithähne sanft,

richter wohlwollend und Feiernde fröhlich

stimmen würde. die „linde im Gries“

– das Wahrzeichen von St. Georgen – ist

einer der ältesten bäume Österreichs.

eine 1000-jährige linde ist auch das

Wahrzeichen von Faistenau. Sie steht am

malerischen dorfplatz und gehört zu den

Glücksplätzen im Salzkammergut.

Foto: © Gerald Pilz

Foto: © Christoph lenzenweger

Johann Strauss persönlich

stand im lehartheater am Pult

und dirigierte seine „Fledermaus“.

die Aufführung war ein

Geschenk zum 81. Geburtstag

von Kaiser Franz Joseph.

www.lehartheater.at

Foto: © Ing. Gerhard Flohberger, bad Ischl

vorHAng

AUf

das lehartheater im Zentrum

von bad Ischl im

Salzkammergut war vom

biedermeier bis in die

Zwischenkriegszeit ein

bekanntes Sommertheater.

die Anwesenheit des

Kaisers übte auf Publikum

und Schauspieler gleichermaßenAnziehungskraft

aus. Auf der bühne

des Theaters standen

Größen wie beispielsweise

Johann nestroy, Theo

lingen, Hans Moser,

Karl Valentin, Katharina

Schratt, richard Tauber

und Paula Wessely. Auch

der bekannte Schauspieler

O. W. Fischer gab hier

ein Gastspiel.

Kultur fördert

Gesundheit

ein Kurbetrieb kombiniert

mit geistiger beschwingtheit

und angeregter

entspannung wirkt sich

positiv auf die medizinische

Heilung aus. davon

war Kurarzt Franz Wierer

Mitte der 20er-Jahre

des 19. Jahrhunderts

überzeugt. er stellte ein

Grundstück für die errichtung

eines Kurtheaters

zur Verfügung. das

Haus wurde 1827 eröffnet,

auf dem Programm

standen Schauspiel,

Operette und Oper. Seit

1921 finden Filmvorführungen

statt. 1940 wurde

die Spielstätte in lehar-

theater umbenannt.

Von Lohner bis Watts

In diesem Jahr feiert das

historische Juwel sein

185-jähriges bestehen.

das Theater wird heute

mit lesungen, liederabenden,

Konzerten,

Theatervorstellungen,

Kabaretts und Kleinkunst-

Gustostückerln bespielt.

Unvergesslich sind Auftritte

von Helmuth lohner,

Otto Schenk und Charlie

Watts. der drummer der

rolling Stones trat 2010

in bad Ischl mit seiner

Zweitband „The AbC & d

of boogie Woogie“ auf.

33


34

grün

BeWegt

bequem und vor allem umweltfreundlich

sind die neuen elektrobikes. radfahrer

starten mit diesem neuen Fahrgefühl

beschwingt ihre entdeckungsreisen durchs

Salzkammergut.

www.salzkammergut.at

Mit einem Tiefgang von nur 65 Zentimetern ist

der Solar-Katamaran für den Altausseer See

perfekt geeignet.

Foto: © Franz Josef Schenk

Foto: © TV Attersee-Salzkammergut

Auf unzähligen Kilometern können

Freizeitsportler mit dem Fahrrad

das Salzkammergut von seiner

schönsten Seite kennenlernen.

Gemütlich und vor allem stressfrei

sind „Pedalritter“ mit ihren elektrobikes

unterwegs – das brennen

in den Oberschenkeln bei kurzen

bergstrecken oder der Kampf

gegen den Wind

gehören ab sofort der

Vergangenheit an.

e-bikes unterscheiden

sich optisch

kaum von einem

gewöhnlichen Fahrrad.Tourismusbetriebe

und -organisationen

bieten Gästen

im Salzkammergut

gegen einen Unkostenbeitrag dieses

umweltfreundliche Fortbewegungsmittel

an. So ist es jedem

möglich, ohne schweißtreibende

Anstrengung die traumhafte region

erleben und genießen zu

können. Geht dem Fahrrad nach

stundenlangem betrieb wirklich

einmal die Puste aus, steht

seit dem Sommer 2011 ein flächendeckendes

netzwerk an

e-bike-Verleihstationen und Akku-

wechselstationen zur Verfügung.

Auf Anfrage besteht auch die Möglichkeit,

einen Kindersitz zu mieten.

Erster Solar-Kat in Altaussee

Seit dem Sommer des Vorjahres

steht Passagieren auf dem Altausseer

See der erste solarbetriebene

Katamaran Österreichs für linien-

e-Bike-toUren

im sAlZkAmmergUt

fahrten zur Verfügung. die 25 Meter

lange und 4,2 Meter breite „Altaussee“

bietet Platz für bis zu

100 Personen und ist jeweils von

Mai bis Oktober im einsatz. der

Solar-Katamaran wurde 1998

von der Österreichischen Schiffs-

werften AG Korneuburg gebaut.

das Salzkammergut leistet mit

Die neUe altaUsseer scHiFF-

FaHrt soll im HarmoniscHen

einklanG mit Dieser einziGartiGen

natUrlanDscHaFt

steHen UnD DUrcH iHre Um-

WeltFreUnDlicHkeit DazU BeitraGen,

Dieses JUWel aUcH

Für künFtiGe Generationen zU

BeWaHren.

Radtour im Almtal: 42 km, 250 Höhenmeter, leicht

Reichenthalheim-Aumühle im Attergau: 15 km, 56 Höhenmeter, leicht

Rund um den Attersee: 48 km, 289 Höhenmeter, leicht

Ausseerland narzissentour: 30 km, 237 Höhenmeter, mittel

Bad ischl – St. Wolfgang – Bad ischl: 30 km, 140 Höhenmeter, leicht

Dachstein Salzkammergut: 26 km, 700 Höhenmeter, mittel/schwer

Fuschlsee Rundkurs: 38 km, 227 Höhenmeter, mittel

Rund um den mondsee und irrsee: 52 km, 267 Höhenmeter, leicht

Traunsee – Traunfall – retour: 50 km, 500 Höhenmeter, schwer

Wolfgangsee – Postalm Arena: 30 km, 672 Höhenmeter, schwer

seinen Maßnahmen im rahmen

der e-Mobilität einen wesentlichen

beitrag zur CO2-reduktion.

das erkannte auch das bundesministerium

für land- und Forstwirtschaft,

Umwelt und Wasserwirtschaft

und verlieh der region die

Auszeichnung „klima:aktiv Partner“

für besondere Kompetenz im

Klimaschutz.

35


Foto: © Heilinger

36

AuswAhl schöner seen und

BAdeplätze im sAlzkAmmergut

Altausseer See: rundherum frei zugänglich, ein schöner Platz

ist das Kahlseneck / bis 24° C

Attersee: Litzlberg mit Panoramablick über den See / bis 26° C

Fuschlsee: 250 Meter langer Naturbadestrand / bis 24° C

Grundlsee: frei zugängliche Stein-, Sand- und Wiesenstrände

rund um den See / bis 23° C

Hallstättersee: viele schöne Badeplätze entlang des

Ostuferweges zwischen Hallstatt und Obertraun / bis 23° C

Irrsee: einer der wärmsten Seen des Salzkammergutes / bis 26° C

Mondsee: Alpenseebad Mondsee – das größte Strandbad im

Salzkammergut / bis 26° C

Ödensee: frei zugänglicher Moorsee / bis 26° C

Offensee: frei zugänglich bis auf das sumpfige

Nordufer / bis 22° C

Traunsee: Strandbad in Gmunden mit Wasserrutsche und

Wassertrampolin / bis 22° C

Wolfgangsee: Strandbad Strobl / bis 24° C

WAsser

vergnügen

badespaß am Mondsee.

Ob bade- oder Gebirgssee – jeder

der Salzkammergut-Seen hat

seinen ganz besonderen Charme.

„Gisela“ am Traunsee „Gustav Klimt“ am Attersee Ausflugsfahrt am Wolfgangsee

Foto: © Atterseeschifffahrt/Ch. Parzer

Foto: © MondSeeland

Foto: © www.wolfgangseeschifffahrt.at

eines zeichnet alle 76 Salzkammergut-Seen

gemeinsam aus:

Sie haben Trinkwasserqualität

und sind eingebettet in einer

traumhaften landschaft. Viele

Ufer sind unverbaut, sodass

einem vergnüglichen badespaß

nichts im Wege steht. Mondsee

und Irrsee gehörten bereits

in der Monarchie zu beliebten

Urlaubszielen. Mit bis zu 26 Grad

ist der Mondsee einer der wärmsten

Seen im Salzkammergut. Als

„lacus felix“ – glücklicher See

– bezeichneten die alten römer

den Traunsee. der größte See im

Salzkammergut ist der Attersee.

durch zahlreiche Fernsehfilme

gehört der Wolfgangsee zu einem

der berühmtesten in der region,

der Altausseer See ist landschaftlich

ein außergewöhnlicher See. er

liegt am Fuße des losers mit blick

auf den dachstein.

Auch Segelsportler kommen im

Salzkammergut nicht zu kurz.

Gute Windbedingungen finden

sie auf dem Grundlsee, Wolfgangsee,

Mondsee und Traunsee vor.

der Attersee ist unter Seglern

und Surfern für seinen langanhaltenden

rosenwind bekannt.

scHiFFFaHrt

aUF Den

salzkammer-

GUt-seen

die Schönheit der region können

Sie auch per Schiff entdecken.

Solch gemütliche Urlaubserlebnisse

werden in Altaussee sowie

auf dem Attersee, Fuschlsee,

Mondsee, Traunsee, Hallstättersee

und Wolfgangsee angeboten.

Vom ältesten raddampfer über die

nostalgische Zille oder Plätte bis

hin zum modernen Ausflugsschiff

reichen die Möglichkeiten, um mit

der Flotte des Salzkammergutes

die idyllische Gegend zu genießen.

Individuelle Urlaubswünsche

werden gerne erfüllt: regionale

Schmankerlbuffets, Festarrange-

ments und Hochzeiten sind

besondere Angebote.

www.salzkammergutschifffahrt.at

37


38

Wo Die

WilDfrAUen

WoHnen

Wo die Traun ihren

Ursprung hat, leben die

Wildfrauen. Wild sind sie

keineswegs. Vielmehr

elfenhaft und nymphengleich.

Wer sie erblickt,

hat Glück.

Foto: © OÖ. Werbung/Himsl

Wenn sich die Wildfrauen am

Traunursprung am Kammersee

ihrem bad hingeben, stockt dem

beobachter der Atem: nackte,

nymphengleiche Wesen mit langem,

goldblondem Haar schweben

durch den Wald, halten

ein, um sich auf einem moosbewachsenen

Stein zu sonnen.

Wassertropfen glitzern auf ihrer

elfenbeinfarbenen Haut. Kein

laut ist zu hören, bei der intimen

Zusammenkunft. über ihre unschuldigen

Körper rieselt das

klare Wasser der jungen Traun, die

sich hier am ende des Sees aus

dem Felsen stürzt.

es sind scheue Sagenwesen,

die Wildfrauen, die den Kontakt

mit den Menschen meiden und –

fühlen sie sich entdeckt – ihrem

beobachter nicht zimperlich beikommen.

Mündliche überlieferungen

sprechen von schweren

Schicksalsschlägen.

selten zeiGen sicH Die

scHücHternen WilD-

FraUen am kammersee

im aUsseerlanD. nUr

Wer sicH rUHiG verHält,

kommt iHnen naHe.

die Sage der Wildfrauen im Salzkammergut

wird seit Jahrhunderten

erzählt. Ihr Ursprung ist

nicht dokumentiert, eine einheitliche

Version der Geschichte existiert

nicht. Gewiss ist, dass die

Fabelwesen weder wilde Hexen,

noch verführerische Sirenen sind.

Sie leben ruhig und zurückgezogen

im Salzkammergut und zeigen

sich vor allem am Kammersee im

Ausseerland. Wenn manche Stimmen

auch behaupten, der bau des

Felskanals zwischen dem Kammersee

und Toplitzsee Mitte des

16. Jahrhunderts habe die grazilen

Wesen vertrieben, so meinen

andere, die fantastischen Frauen

würden noch heute gesichtet.

Wird einem das seltene Glück zuteil,

sollte man dies für sich behalten.

Und den mystischen Anblick

im Stillen genießen.

traUnUrsprUnG

3-seen-toUr

die Tour zum Traunursprung am Kammersee startet beim See-

hotel am beginn des Grundlsees mit den linienschiffen „rudolf“

oder „Traun“, die das über 6,5 Kilometer lange Gewässer richtung

Gößl überqueren. links: der blick auf den Ort Grundlsee, rund-

herum: berge, die grün und grau in den Himmel ragen. Ab Gößl

führt ein Weg zum Toplitzsee, vorbei an der steilen, 220 Meter hohen

Gößlerwand, durch den Wald, in dem die Traun plätschert, bis hin

zur Toplitzseehütte, wo Hungrige einen kurzen Jausenstopp einlegen,

bevor sie in die Plätte steigen, die sie über den See bringt.

das lange, schmale boot gondelt langsam über den berühmt-berüchtigten

103 Meter tiefen See, lebensraum des Toplitzseewurms

und angebliches Versteck für reichtümer aus der Zeit des nationalsozialismus.

Oftmals erforscht, wurde der Schatz bis heute

nicht gehoben. Schließlich legt die Plätte am Kiesufer an und ein

schmaler Pfad leitet durch den Wald und einen engen Felskanal

zum Kammersee, der zwischen den Kalksteinbergen des Toten

Gebirges liegt, und dessen Wasserstand je nach Jahreszeit auffallend

variiert. die einsame bank mit blick auf den See ist ein ausgewählter

Glücksplatz. Wer den meist spiegelglatten See umrundet

– aufgrund der lage ist es am Kammersee äußerst windstill – stößt

schließlich auf einen kleinen Wasserfall, den Ursprung der Traun.

Für die drei-Seen-Tour von Grundlsee bis zum Kammersee sollte

man sich mindestens drei Stunden Zeit nehmen. die Tour wird zwischen

Mai und Oktober angeboten – jeden Tag. Informationen sind

auf www.3-seen-tour.at zu finden.

Foto: © Schloss Trautenfels, UMJ, Archiv A. rastl

39


Foto: © www.nicole-beutler.com/Silke Maier

enDlicH icH

selBst sein

nicole BeUtler „Mein Sommerhäuschen am Traunsee ist meine

Oase, da lerne ich meine Texte, lese viel

und genieße das leben“, sagt nicole beutler.

die erfolgreiche Schauspielerin und Chansonnière

verbringt seit 1996 so viel Zeit wie

möglich im Salzkammergut. die Gegend um

den Traunsee ist für sie Kraftquelle und Inspiration

zugleich. berufsbedingt ist sie sehr viel

unterwegs. Auf der bühne ebenso erfolgreich

wie vor der Kamera bei internationalen Film-

und TV-Produktionen. die dreharbeiten zu

die dreharbeiten zur erfolgreichen

TV-Serie „Schlosshotel

Orth“ waren der Auslöser, dass

die Schauspielerin und

Chansonnière am Traunsee

„hängenblieb“ und zur „Wahl-

Salzkammergütlerin“ wurde.

einer der erfolgreichsten deutschsprachigen

TV-Serien „Schlosshotel Orth“ in Gmunden

waren auch der Auslöser, dass ihre liebe zum

Salzkammergut entflammte. „erst habe ich

die Produktionswohnung ganzjährig gemietet,

und schließlich ein kleines Haus am Traunsee

bezogen. Wenn ich da bin versuche ich

fast jeden Abend am See zu sitzen und auf

den Traunstein zu blicken. das ist mein persönlicher

Kraftplatz, das ist herrlich. da kann

ich loslassen und meditieren“. Sie hat sich im

Salzkammergut sofort zu Hause gefühlt. besonders

wenn sie an neuen Ideen arbeitet,

schätzt sie die ruhe und die „gewisse“ Kraft,

die von dieser landschaft ausgestrahlt wird.

das zweite eigene Chanson-Programm entstand

großteils hier. damit reiht sich nicole

beutler in eine lange reihe großer Künstler

ein, die sich im Salzkammergut inspirierten

und hier einige ihrer großen Werke schrieben.

Anlässlich der Premiere des ersten allseits

gefeierten Chanson-Programms meinte nicole

beutler, damit könne sie „endlich sie selbst

sein“. Keine rolle spielen, sondern nicole

beutler pur, mit ihren empfindungen und

ihren Gefühlen. Umgemünzt auf ihr geliebtes

domizil im Salzkammergut sagt sie, „hier kann

ich immer wieder ich selbst sein. es ist ein perfekter

Ort für mich und ich bin unendlich froh

ihn gefunden zu haben, meinen perfekten Ort.“

40 41


42

„miteinAnD“

Frühmorgens die butter rühren, untertags mit

dem Traktor übers Feld fahren und mitten in der

nacht der Kuh beim Kalben zusehen. Urlaub am

bauernhof ist bäuerliches leben zum Angreifen.

Im Salzkammergut ermöglichen dies über 130

Höfe*. bäuerliche Tradition in reinkultur präsentiert

sich beim jährlichen bauernherbst.

Fotos: © www.Urlaubambauernhof.at

Bauernkrapfen (für ca. 15 Krapfen)

Originalrezept von Lisi Matieschek von der

Mayerlehenhütte auf der Gruberalm

1 kg Mehl

1 Esslöffel Salz

1 Kaffeelöffel Zucker

1 Würfel Germ

2 Eier

3/4 l Milch

Mehl und Salz in eine Schüssel geben. In

der Mitte eine Mulde formen. Germ und

Zucker in die Mulde geben und mit lauwarmer

Milch bedecken. Das Dampfl ca.

10 Minuten ziehen lassen. Eier und die restliche

Milch hinzugeben und die Masse zu

einem glatten Teig schlagen. Den Teig ca.

reinhard testet am frühen

Morgen seine Muskeln und

rührt die butter fürs Frühstück

an. Seine Frau Sabine,

passionierte langschläferin,

liegt noch unter der dicken

Tuchent – in den Gliedern

einen leichten Muskelkater

vom gestrigen Stallausmisten.

Heute freut sie sich auf

die bevorstehende Wanderung.

Im nebenzimmer hört

sie ihre Töchter Julia und

Teresa leise tuscheln: Teresa

saß am Vortag das erste Mal

auf einem esel und Julia hat

sich scheint’s furchtbar verliebt.

die kleinen Hasen und

Katzen haben es ihr angetan.

ein Urlaub am bauernhof ist

ein ganzheitliches erlebnis.

die Gäste – von der Jungfamilie

bis zum aktiven

Seniorenpaar – leben im

bäuerlichen Alltag mit und

können so richtig anpacken.

Ob im Stall, auf dem Feld

oder in der Küche. Manche

Höfe sind speziell auf Familien

ausgerichtet, andere

setzen auf reitsport, Kräuter,

bio oder Gesundheit. Viele

betriebe stellen ihre lebensmittel

selbst her. die Palette

reicht von butter und Käse

über Speck und Wurst bis

hin zu Marmelade und Honig.

BAUern-

HerBst

ende August bis ende Oktober

steht das Salzkammergut

ganz im Zeichen

des bauernherbstes. Speziell

in der region um Fuschl

am See, Faistenau, Koppl,

Hof bei Salzburg, Thalgau

und bad Ischl zeigen die

landwirte stolz ihre Traditionen.

da werden Almkranzln

gebunden, Tiere

beim Almabtrieb ins Tal

gebracht oder Oldtimer-Traktoren

ausgestellt. Trachten-

musikkapellen spielen auf

und volkstümliche Tanzgruppen

wiegen sich am

dorfplatz im Takt. der bauernherbst

versorgt seine besucher

natürlich mit allerlei

regionalen Schmankerl und

Köstlichkeiten. In der 1872

errichteten rumingmühle in

Fuschl am See kann man sogar

selbst Hand anlegen und

beim brotbacken mithelfen.

*Höfe der Dachmarke

„Urlaub am Bauernhof“

www.bauernhof.at

eine Stunde bei warmer Temperatur rasten

lassen. Anschließend mit einem Esslöffel

Portionen aus dem Teig stechen, diese

zu Kugeln formen und auf ein bemehltes

Brett geben. Dort abermals ca. 10 Minuten

gehen lassen. Den Teig schließlich mit den

Händen rund ausziehen (Dessertteller groß)

und im heißen Fett schwimmend backen.

Die warmen Krapfen mit Staubzucker,

Hollerkoch oder – für saure Genießer – mit

Sauerkraut servieren. Mahlzeit!

43


www.schafbergbahn.at

AUf

neUen

scHienen

die steilste dampf-Zahnradbahn

Österreichs befindet sich in

St. Wolfgang im Salzkammergut.

Knapp 300.000 Personen im Jahr

fahren auf den Schafberg.

In St. Wolfgang besteigt

die sechsköpfige Wandergruppe

die Zahnradbahn.

„Habt ihr eure

Kameras griffbereit?“,

fragt die quirlige Sarah

ihre Wanderfreunde. „bereits

von der Mittelstation,

der Schafbergalpe soll es

einen traumhaften blick

auf den Wolfgangsee

geben“, ergänzt die Unternehmungslustige.

Vor

exakt 120 Jahren wurde

mit dem bau der Zahnradbahn

begonnen. 350

Arbeiter – hauptsächlich

aus Italien – machten sich

ans Werk. 6.000 Maultierlasten

Material und Verpflegung

wurden auf den

berg gebracht. bereits

nach einem Jahr war die

bahn fertig. Per Schlitten

wurde die erste lok nach

St. Wolfgang gebracht

und zusammengebaut.

Im März 1893 startete die

erste Probefahrt, im Juli

erreichte die erste bahn

die Schafbergspitze. „In

knapp einer dreiviertel

Stunde werden 5,85 Kilometer

zurückgelegt. der

Höhenunterschied beträgt

1.190 Meter“, klärt

die Wanderin ihre Freunde

auf. die dampfloks der

Schafbergbahn gehören

zu den ältesten der Welt.

Knapp 300.000 Gäste

kommen jährlich nach

St. Wolfgang und fahren

mit der Zahnradbahn auf

den Schafberg. Von hier

haben sie ein beeindruckendes

Panorama weit

über das Salzkammergut

bis hin zum dachsteingletscher

und in die

Tauern. bei Schlecht-

wetter bietet sich als Alternative

eine Führung durch

die remise der Schafbergbahn

mit besichtigung

der alten dampflok

und des kaiserlichen Hof-

Salonwagens an.

Foto: © www.schafbergbahn.at

„EinE LEDERhoSE

BRAuchT KEinE BüGEL-

FALTEn“, SinGT DER BE-

KAnnTE unD BELiEBTE

SänGER, SchAuSPiE-

LER unD ShoWmASTER

PETER ALExAnDER in

EinEm SEinER LiEDER.

WiE WAhR! DiE LEDERnE

iST unD BLEiBT FüR ViELE

BuBEn unD Auch mäDchEn

DAS BEquEmSTE

KLEiDunGSSTücK.

„rein in die Hose, Träger rauf

und schon geht der Spaß

los“, erklärt der fünfjährige

Max mit ernstem Gesicht

seiner Tante. er liebt dieses

Kleidungsstück. In seiner

lederhose kann er im Garten

nach lust und laune

herumtollen. Kommt einmal

ein kleiner Klecks auf die

Hose, gibt es keine Schelte.

„Kinder tragen Trachtenklei-

Klein-Mademoiselle

im dirndl mit Spitzenbluse

und Monsieur

in der ledernen – mit

einer Trachtenkleidung

sind Kinder immer chic

und zeitlos unterwegs.

www.goessl.com

dung mit allem drum und dran genau

so gern wie ihre eltern“, weiß Gerhard

Gössl, Inhaber des Salzburger Traditionsunternehmens.

das heißt, burschen

wählen zu ihrer ledernen ein

kariertes baumwollhemd, Wollstutzen

und bequeme Haferlschuh. Ist es kühl,

greifen sie zu einem leinenjackerl mit

Ausseer Stickerei. natürlich darf die

obligatorische Messertasche an der

Mini-lederhose nicht fehlen. Mädchen

lieben herzige dirndln mit

für

leon

&

lenA

bedruckten baumwollschürzen, bluserln

mit Spitze am Ausschnitt und

gesmokten Ärmeln. Weiße Strümpfe,

dirndltasche und ein jugendlicher

Trachtenschmuck – und schon ist der

nachwuchs durch und durch trachtig

gestylt. eine Alternative zur ledernen

ist die „Hanflederne“. „das Material

ist 100 Prozent natürlich“, betont

Gerhard Gössl. nach dem Vorbild der

ledernen wird die Hanflederne mit

einer reliefstickerei verschönert.

44 45

Fotos: © Gössl Salzburg


46

golfkAmmergUt

„das Schönste am Salzkammergut ist für mich nicht nur das Golfen, sondern die große Abwechslung, die

einen hier erwartet“, sagt mein langjähriger bekannter Klaus, normalerweise in darmstadt beheimatet, aber

immer öfter treffe ich den passionierten Golfer nun im Salzkammergut an. „die Golfplätze hier unterscheiden

sich in ihrer Vielfalt und eigenheiten völlig voneinander. Kaum woanders hat man im Umkreis von maximal

einer Autostunde so viele hervorragende Plätze wie hier“, fährt er fort. In seiner Stimme schwingt merklich

begeisterung mit. „Stell dir vor, gestern war ich am Golfplatz in bad Ischl und habe mit dem bekannten Golflehrer

Franz laimer gesprochen. Weißt du, was er mir erzählt hat?“, sprudelt es förmlich aus ihm heraus.

„Was denn?“, frage ich neugierig. „bei einem Golfschwung werden 124 von 434 Muskeln des menschlichen

Körpers bewegt“, erklärt Klaus. Ich bin beeindruckt und mir nun auch ziemlich sicher, dass ich diesen für so

viele faszinierenden Sport demnächst auch einmal probieren werde. da wird er schauen, der Klaus.

Golfwelt Salzkammergut

kleiner BAll – grosser sPort.

golfen für kÖrPer UnD seele.

Attersee

Attersee Golfclub Weyregg (9 Loch, Par 68), www.gcweyregg.at

Golfclub am Attersee (18 Loch, Par 71), www.golfamattersee.at

Golfclub Attersee-Traunsee (18 Loch, Par 73), www.atterseegolf.at

Bad Aussee

Golfclub Ausseerland (9 Loch, 70 Par), www.golfclub-ausseerland.at

Bad Ischl

Golfclub Salzkammergut (18 Loch, Par 72), www.salzkammergut-golf.at

House of Golf, Franz Laimer, www.franzlaimer.com

Fuschlseeregion

Golfclub Waldhof (9 Loch, Par 62), www.golfclub-waldhof.at

Golfclub Salzburg-Fuschl (9 Loch, Par 60), www.golfclub-salzburg.at

Mondsee

Golfclub Am Mondsee (18 Loch, Par 72), www.golfclubmondsee.at

Golfclub Drachenwand (9 Loch, Par 68), www.gcdrachenwand.com

Traunsee

Golf Club Traunsee-Kirchham (18 Loch, Par 70), www.golfclubtraunsee.com

Foto: © STMG/Ch. Parzer

Foto: © STMG/Ch. Parzer

Foto: © MondSeeland/T. ebner

Ausgrabungen im Pfahlbaumuseum Mondsee

PfAHlBAUten Am monDsee UnD

Attersee sinD WeltkUltUrerBe

Vor rund 5800 Jahren lebten an den Ufern des

Mondsees und Attersees die Menschen in Pfahlbauten.

2011 wurden diese in die liste der offiziellen

Weltkulturerbe-denkmäler aufgenommen.

die prähistorischen Pfahlbauten Alpenraum genießen künftig

als Weltkulturerbe besonderen Schutz. dabei wurden auch

die prähistorischen Siedlungen am Mondsee und Attersee

in die liste aufgenommen. die Fundstellen sind die ersten

archäologischen Unterwasserdenkmäler mit dem begehrten

Welterbetitel. die ältesten Pfahlbaureste stammen nach Angaben

von Archäologen aus der Zeit um 3800 vor Christus und

haben unter Wasser oder in feuchten böden bis heute überdauert.

1870 barg Matthäus Much die ersten Funde vom Seeboden

im Mondsee. er prägte den begriff „Mondseekultur“,

der die Zeit im neolithikum im gesamten Salzkammergut beschreibt.

die Pfahlbauten der frühen Siedler dienten unter

WelterBe

Unter

WAsser

anderem der Absicherung gegen raubtiere

und feindliche nachbarn oder gegen

schädliche Ausdünstungen des bodens.

Siedlungen in Pfahlbauweise lassen sich

bis in die Jungsteinzeit zurückverfolgen.

Meist fördern bergungsarbeiten zahlreiche

Alltagsgegenstände der jeweiligen Kultur

zutage. Im Österreichischen Pfahlbaumuseum

in Mondsee und im Heimathaus

Schörfling am Attersee sind zahlreiche

relikte dieser beachtlichen Kultur zu

bewundern.

47


salzkammergut tourismus

Salinenplatz 1

4820 bad Ischl

Austria

Tel.: +43 (0)6132 26909

Fax: +43 (0)6132 26909-14

info@salzkammergut.at

www.salzkammergut.at

www.facebook.com/salzkammergut

Foto: © OÖ. Tourismus/erber

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