schinkel-wettbewerb 2006 - Architekten- und Ingenieur-Verein zu ...

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schinkel-wettbewerb 2006 - Architekten- und Ingenieur-Verein zu ...

SCHINKEL-WETTBEWERB

2006

"Fluss, Ufer, Fahrt, alles hat den norddeutschen Charakter."

Schreibt Theodor Fontane im September 1861 über seine Schifffahrt von Frankfurt über die Oder nach Schwedt.

Über Frankfurt selbst setzt er hinzu "...die alte Stadt Frankfurt, hohe Häuser und Kirchen zur Seite."

Frankfurt an der Oder ist heute Grenzort mit den wichtigsten Straßen-und Eisenbahnverbindungen nach Polen. Im Mittelalter war

es durch seine Lage an großen Handelswegen zu Lande und zu Wasser, von West nach Ost und von Nord nach Süd wohl die bedeutendste

Stadt der Mark Brandenburg. Zwischen den Hochflächen beiderseits der Oder, zwischen Lebuser Platte im Westen und Sternberger

Land im Osten, vom Rand des Berlin-Warschauer Urstromtales im Süden bei Lossow bis zum Beginn des Oderbruchs im

Norden bei Reitwein verengt sich die Niederung des Odertals merklich und erleichterte den Übergang. Bereits aus der Zeit um 1300

v. Chr. sind Siedlungsfunde nachgewiesen.

Das spätere Stadtgebiet wird erstmals im 13. Jhdt. n. Chr. erwähnt: auf der Talsandinsel am Fuße des Hochufers. Die von den Markgrafen

Brandenburgs verliehenen Stadtrechte umfassten schon damals die Erlaubnis zum Brückenbau und zur Errichtung einer

Schwesterstadt am östlichen Ufer: Sliwitz, das heutige Slubice. Ein Stich aus dem 17. Jhdt. zeigt die Befestigungsanlagen der Stadt

auf beiden Seiten der Oder. Frankfurt entwickelte sich zum führenden Fernhandelsplatz im nordostdeutschen Binnenland und verlor

diese machtvolle Stellung erst in nachmittelalterlicher Zeit an das zur Residenz heranwachsende Berlin.

Den Grundriss der Stadt bildet ein Rechteck parallel zur Oder, Haupt-und Nebenstrassen kreuzen sich rechtwinklig. Aus diesem Gitternetz

waren im Süden Markt-und Kirchplatz ausgespart. Die Mauer, die dieses Rechteck umgab, wurde erst ab 1815 beseitigt und

von Peter Joseph Lenné in Parkanlagen umgestaltet. 1506 wurde die brandenburgische Landesuniversität gegründet, die 1811 mit

der Breslauer Universität zusammengelegt wurde, heute aber als Europa-Universität "Viadrina" wieder großes Renomée genießt.

Die ehemals östliche Vorstadt von Frankfurt (Oder), die Dammvorstadt Sliwice ( Sliwitz ) im historischen Lebuser Land, wurde zu

Slubice. Slubice ist heute eine lebhafte und junge Stadt an der deutsch-polnischen Grenze, im westlichen Teil der Wojwodschaft

Lebus. Es umfasst eine Fläche von 19 km 2 und zählt rund 17.000 Einwohner. In der Territorial- und Verwaltungsstruktur Polens hat

Slubice sowohl die Funktion der Gemeinde, als auch der Kreisstadt. An die polnisch-deutsche Vergangenheit erinnert heute noch

das Wappen von Slubice. Es zeigt den polnischen Adler, der die Wurzeln der Piasten symbolisiert, und den Frankfurter Hahn. Durch

Slubice verlaufen wichtige Verkehrslinien: Hamburg-Wroclaw (Breslau)-Prag und Berlin-Poznan (Posen)-Warschau. 1993 trat Slubice

den Gemeinden der Euroregion Pro Europa Viadrina bei, 1994 dem Bund der Hansestädte. 1997 wurde die Wirtschaftssonderzone

Kostrzyn-Slubice errichtet.

Slubice ist auch Universitätsstadt: am 10. Juni 1998 ist das Hauptgebäude des Collegium Polonicum eröffnet worden, einer Einrichtung,

die aus der Kooperation zwischen der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) und der Adam-Mickiewicz-Universität in

Poznan (Posen) entstanden ist.

Der Schinkelwettbewerb 2006 hat zum Ziel, durch einen integrativen Lösungsansatz Impulse für die Stadtentwicklung als Ganzes

zu geben. Dabei geht es einerseits um eine nachhaltige Weiterentwicklung im Bestand, andererseits auch um die Öffnung der Stadt

zur Oder und zum jeweils gegenüberliegenden Ufer. Die Stadt Frankfurt ist Brücke über die Oder und Tür für den Verkehr zwischen

Deutschland und Polen, für den Transfer von Personen, Gütern, Ideen und Träumen. Diesem Brückenkopf ein neues Antlitz zu

geben, das die Spuren nicht verwischt und der gemeinsamen Verantwortung für die Zukunft gerecht wird, dient der Wettbewerb

2006. Wilma Glücklich

Frankfurt (Oder) und


– die transnationale Stadt


Förderer und Stifter des Schinkel-Wettbewerbs

Friedrich Wilhelm IV. hat 1855 den ersten Schinkel-Preis ausgesetzt.

In der Nachfolge der Preußischen Könige fördern den Schinkel-Wettbewerb heute:

der Bundesminister für Verkehr, Bauwesen und Stadtentwicklung

die Senatorin für Stadtentwicklung Berlin

der Minister für Infrastruktur und Raumordnung des Landes Brandenburg

die Höpfner-Stiftung

die Hans-Joachim Pysall-Stiftung

der Verband Beratender Ingenieure VBI – Förderverein - e.V.

der Verband Deutscher Architekten- und Ingenieurvereine, DAI, e.V.

der Oldenburgische Architekten- und Ingenieurverein e.V.

der Deutsche Beton- und Bautechnik Verein e.V.

die Urban System Consult Aktiengesellschaft

Die Mitglieder des Schinkelausschusses

Mitglieder lt. Statut:

Dr.-Ing. Manfred Semmer - Architekten- und

Ingenieur-Verein zu Berlin,

Dipl.-Ing. Joachim Darge - Architekten- und

Ingenieur-Verein zu Berlin,

Dipl.-Ing. Christian Baumgart

Verband Deutscher Architekten- und

Ingenieurvereine,

Dr.-Ing. Manfred Flohrer

Verband Beratender Ingenieure VBI,

Förderverein,

Dr.-Ing. Frank Fingerloos - Deutscher

Beton- und Bautechnik-Verein e.V.

Dipl.-Ing. Günter Wankerl - Bundesministerium

für Verkehr, Bauwesen und Stadtentwicklung,

Berlin, ständig vertreten durch

Dipl.-Ing. Vera Moosmayer,

Senatorin Ingeborg Junge-Reyer

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung,

Minister Frank Szymanski

Ministerium für Infrastruktur und

Raumordnung, Brandenburg,,

Dipl.-Ing. Uwe Scholz - Präsident des

Oberprüfungsamtes, Frankfurt am Main,

ständig vertreten durch

Dipl.-Ing. Gerhard Ihrig,

Prof. Dr. Stefan Polónyi Höpfner-Stiftung,

Köln,

Dipl.-Ing. Hans-Joachim Pysall -

Hans-Joachim-Pysall-Stiftung, Berlin,

Dipl.-Ing. Jens Krause -

Urban System Consult AG

Dipl.-Ing. Hans-Martin Schutte

Oldenburgischer Architekten- und

Ingenieurverein e.V

Dipl.-Ing. Lothar Juckel † - AIV.

Schinkelausschuss (mit zugewählten

Jurymitgliedern)

Vorsitzende:

Dipl.-Ing. Wilma Glücklich

Städtebau

Dipl.-Ing. Peter Brenn

Dr.-Ing. Renate Fritz-Haendeler

Dipl.-Ing. Klaus Hinzpeter

Prof. Dipl.-Ing. Hermann Kendel

Dipl.-Ing. Ludwig Krause

Dipl.-Ing. Bernd Kühn

Prof. Angela Mensing-de Jong

Dipl.-Ing. Peter Ostendorff

Dipl.-Arch. Hannelore Vetter

Dipl.-Ing. Cyrus Zahiri

zugewählt:

Sabine Thierbach, Stadt Frankfurt (Oder),

Planungsamt

Prof. Dr. Christof Asendorf, Europa-Universität

Viadrina, Frankfurt (Oder)

Architektur

Dipl.-Ing. Alexander Beljatzky

Dipl.-Ing. Horst Grünberg †

Dipl.-Ing. Rolf Hartleben

Dipl.-Ing. Markus Hastenteufel

Dipl.-Ing. Manfred Pflitsch

Prof. Dr.-Ing. J.-P. Schmidt-Thomsen †

Dipl.-Ing. Britta Schulz-Hahn †

Ministerialrat Christoph Siegler

Dipl.-Ing. Reinhart Steinweg

Landschaftsarchitektur

Dipl.-Ing. Holm Becher

Dipl.-Ing. Ulrike Böhm

Dipl.-Ing. Thomas Dietrich

Dipl.-Ing. Hendrik Gottfriedsen

Dipl.-Ing. Michael Heurich

Dipl.-Ing. Elke Hube

Prof. Dipl.-Ing. Erhard Mahler

Dipl.-Ing. Cornelia Müller

Dipl.-Ing. Beate Profé

Dipl.-Ing. Jürgen Weidinger

Kunst und Bauen

Dipl.-Ing. Hans-Joachim Arndt

Prof. Dr. Ludwig Deiters

Dipl.-Ing. Thomas Hannibal

Dr. Dieter Hasse

Prof. Dr. Bernd Kochendörfer

Dr. Peter Lemburg

Dipl.-Ing. Klaus Plaschka

Bildhauer Emanuel Scharfenberg

Dipl.-Ing. Olaf Schmidt

Bildhauer Georg Seibert

Konstruktiver Ingenieurbau

Dipl.-Ing. Edgar Böttcher

Prof. Dr.-Ing. Erich Cziesielski

Dipl.-Ing. Dieter Desczyk

Dipl.-Ing. Arthur Franz

Prof. Dr. Jens Kickler

Prof. Dr.-Ing. Lindner

Dr.-Ing. Michael Mündecke

Dipl.-Ing. Traugott Rostalski

Prof. Dr.-Ing. Michael Schlaich

Dipl.-Ing. Jörg Wiese

Zugewählt: Tadeusz Hryniewicz

Straßenbau und Verkehrswesen

Dipl.-Ing. Wilfried Brill

Dipl.-Ing. Bernd Frischgesell

Dr. Ing. Manfred Garben

Dipl.-Ing. Bernd Misch

Zugewählt: Robert Schumann Landesbetrieb

f. Straßenwesen Brandenburg

Technische Gebäudeausrüstung

Prof. Dr.-Ing. Rüdiger Külpmann TFH Berlin

Dipl.-Ing. Christian Stolte

Dr. Uwe Römmling Energiebeauftragter der

Bundesregierung

Eisenbahnbau

Dr.-Ing. Jens Böhlke, Seantsverwaltung für

Wirtschaft, Hamburg

Peter Debuschewitz, Deutsche Bahn AG

Dipl.-Ing. Erhard Hübner-Kosney

Prof. Dr. Bernd Kruse TU Berlin

Dipl.-Ing. Rüdiger Lemnitz

Wasserbau

Dipl.-Ing. Wolfgang Colwin

Dipl.-Ing. Peter Neugebauer

– 2 –


Die Preisträger im Schinkel-Wettbewerb 2006

Städtebau

Schinkelpreis und

Sonderpreis des Ministeriums für

Infrastruktur und Raumordnung des

Landes Brandenburg

in Höhe von 3.000 €

Pysall-Stipendium in Höhe von 2.500 €

Bastian Kraß

Ingmar Pohlmann

Weimar

Anerkennungspreis in Höhe von 1.500 €

Thorsten Margenburg

Marko Nothdurft

Benjamin Schultze

Hannover

Architektur

Anerkennungspreis in Höhe von 2.000 €

Höpfner-Stiftung

Christof Sommer

Berlin

Johanna-Blank-Preis

in Höhe von 1.500 €

Sven Kühnhold

Henrico Romany

Müchelen / Geiseltal

Anerkennungspreis in Höhe von 1.000 €

Jan Bovelet

Wladimir Hötling

Miodrag Nerandic

Berlin

Reisestipendium nach Oldenburg

des Architekten- und Ingenieurverein

Oldenburg in Höhe von 500 €

Brit Aschman

Hamburg

Landschaftsarchitektur

Anerkennungspreis in Höhe von 2.000 €

Fine Aufmkolk

Marek Langner

Berlin

Anerkennungspreis in Höhe von 1.500 €

Andreas Herrmans

Niederkrüchten

Kunst und Bauen

Schinkelpreis gestiftet von der

Höpfner-Stiftung in Höhe von 3.000 €

Markus Johannes Nikolaus Trapp

Kassel

Außerordentlicher

Anerkennungspreis in Höhe von 500 €

Matthieu Götz

Gergana Stavreva

Kassel

Konstruktiver Ingenieurbau

Schinkelpreis in Höhe von 3.000

Sonderpreis für die Kooperation von

Ingenieuren und Architekten

gestiftet vom

Verband Beratender Ingenieure –

Förderverein

Ron Behnke

Christian Hartz

Send Jørgensen

Johannes Staudt

Berlin

Sonderpreis des Deutschen Betonund

Bautechnikvereins e.V.

in Höhe von 2.000 €

Inka Fischer

Friso Friese

Dirk Krutke

Doreen Zauft

Berlin

Eisenbahnbau

Anerkennungspreis in Höhe von 1.000 €

Wolfgang Dichans

Martin Schlünß

Köln

Wasserbau

Anerkennungspreis in Höhe von 2.000 €

Mariko Winkler

Jörg Franke

Annette Lächler

Christian Seng

Stuttgart

86 Arbeiten wurden abgegeben, davon waren 21 Arbeiten in Kooperation verschiedener Fachsparten erarbeitet worden.

Trotz intensiver Bemühungen ist keine Arbeit aus dem Nachbarland Polen eingereicht worden.

In den Fachsparten Straßenbau und Verkehrswesen und Technische Gebäudeausstattung konnten in diesem Jahr

keine Preise vergeben werden.

Ebenfalls konnte der Preis für eine internationale Kooperation der USC AG nicht vergeben werden.

– 3 –


Fachsparte Städtebau

Wunden heilen und Räume eröffnen

Die alte Hanse-und Universitätsstadt hat nach dem Krieg die Lasten der Teilung Deutschlands und Europas besonders hart tragen

müssen. Sie wurde zur Bezirkshauptstadt gemacht, Industrie und Verwaltung wurden an die Oder geholt. Nach der Wiedererlangung

der deutschen Einheit haben viele dieser Impulse nicht Stand gehalten. Abwanderung und Überalterung, Wegbrechen von Arbeitsplätzen

und Wohnungsleerstand sind die Folgen, denen man nur durch sehr sorgfältige Strategien begegnen kann. Durch einen integrativen

Lösungsansatz sollten Impulse für die Stadtentwicklung als Ganzes gegeben werden. Dabei geht es einerseits um eine nachhaltige

Weiterentwicklung im Bestand, andererseits auch um die Öffnung der Stadt zur Oder und zum jeweils gegenüberliegenden

Ufer. Wettbewerbsgebiet war die Innenstadt (ehemals historische Altstadt) von Frankfurt (Oder).

Ergebnis:

11 Arbeiten wurden abgegeben,

davon 2 Kooperationsarbeiten.

Schinkelpreis

und

Sonderpreis des Ministeriums für

Infrastruktur und Raumordnung des

Landes Brandenburg

und

Hans-Joachim Pysall Reisestipendium

Bastian Kraß

Ingmar Pohlmann

Weimar

Aus der Niederschrift der Jury :

Die Arbeit gründet auf einer treffenden Analyse der Stadtstruktur, die entwurfsleitend

zu einer funktional und gestalterisch bemerkenswerten Neuausrichtung der Stadt führt.

Die Entwurfsverfasser stellen fest, dass die wichtigsten Stadträume in Frankfurt (Oder)

parallel zum Fluss verlaufen. Dazu gehören der Lennépark, die Karl-Marx Straße als

denkmalgeschützte Magistrale, die Große Scharrnstraße als Einkaufsstraße sowie die

Oderpromenade. Sie sind als gestaltete Raumfolgen im Stadtgefüge erkennbar. Dagegen

fehlt es den Querungen zwischen diesen Elementen an räumlicher Prägnanz und

Aufenthaltsqualität.

Um den räumlichen Bezug zur Oder zu stärken und eine stärkere Verbindung der parallel

verlaufenden Stadträume untereinander zu erreichen, schlagen die Verfasser eine

Stärkung dieser Querverbindungen vor. Die Verfasser identifizieren im Stadtgefüge

vier wichtige Querungen, denen sie jeweils unterschiedliche Nutzungsschwerpunkte

zuordnen. Diese Nutzungsvorschläge greifen die vorhandenen Aktivitäten im unmittelbaren

Kontext der Querungen auf.

Der als ‚Entwicklungsstreifen’ bezeichnete Bereich um jede Querung soll in Phasen

entwickelt werden. Vorgesehen ist zunächst eine Betonung der Querungen durch landschaftsarchitektonische

Endpunkte im Uferbereich. Flankiert werden sie durch bauliche

Hochpunkte, deren Lage und Form die Querungen im Stadtbild sichtbar machen

und die die Orientierung zur Oder hin erleichtern. Die mit ihrer Schmalseite zum Ufer

hin ausgerichteten Gebäude ergänzen die Ufersilhouette. Gleichzeitig berücksichtigt

ihre Lage immer auch kleinräumliche Zusammenhänge im bestehenden Stadtgrundriss.

DenVerfassern gelingt es, ein übergeordnetes stadträumliches Konzept zu entwickeln

und durch rücksichtsvolle bauliche und landschaftsarchitektonische Ergänzungen zu

präzisieren. Es ist vorstellbar, die zur Oder orientierten „Entwicklungsstreifen“ künftig

weiter auszuformulieren. Die für die Teilbereiche vorgesehenen Nutzungen sind nachvollziehbar

und vermeiden eine Entmischung.

Mit außerordentlich überzeugender baulich-räumlicher Vorstellungskraft regt der Entwurf

die Betrachter diesseits und jenseits der Oder zu einem Blickwechsel an. Das

neue Stadtpanorama ist nicht auf sich selbst bezogen sondern setzt auf das Gespräch

mit der Partnerstadt gegenüber.

Wegen der außerordentlichen Qualität dieses Beitrags und da die Arbeit der Themenstellung

des Schinkelwettbewerbs 2006, Franfurt und - transnationale Stadt’

über die Maßen gerecht wird, votiert die Jury Städtebau dieser Arbeit sowohl den

Schinkelpreis Städtebau als auch den Brandenburgischen Sonderpreis Städtebau zu

verleihen.

– 4 –


– 5 –


Anerkennungspreis

Thorsten Margenburg

Marko Nothdurft

Benjamin Schultze

Hannover

Aus der Niederschrift der Jury:

Die Verfasser versuchen, die beiden Teile der Stadt an drei strategischen Punkten mit

drei ganz unterschiedlichen Brücken zu verbinden.

Von einem teilweise neugestalteten Universitäts-Campus führt eine lange und große

Fußgängerbrücke über Ziegenwerder zu einer neuen Bibliothek „Grenz-Wissen“ weiter

übers Wasser zum Collegium Polonikum.

Die Stadtbrücke erhält auf der Frankfurter Seite eine neue Landmarke, ein Kongresszentrum.

Das anschließende Gebiet südlich der Slubicer Straße wird neu gestaltet. Dabei

wird leider die Verbindung zwischen Ober- und Untermarkt unterbrochen.

Außerdem wird bemängelt, dass das Haus entlang der Karl-Marx-Straße, das unter

Denkmalschutz steht, nicht mehr erscheint.

Das Gebiet nördlich des Gasometers wird zur „normfreien“ Zone für Studenten erklärt.

Von dort führt eine interessante „Faltbrücke“ mit Schwimmbecken zu einem Strand-

Cafe auf der polnischen Seite der Oder.

Der Versuch, diesen drei strategischen Punkten eine eigene Identität zu geben wird

vom Preisgericht gewürdigt, auch der Ringweg entlang der Ufer auf beiden Seiten und

über die Brücken erscheint attraktiv. Das Preisgericht vermerkt allerdings auch, dass

die vorgeschlagene Neubebauung relativ konventionell erscheint und dass außerdem

die mit einem Rückbau der Fahrspuren auf der Karl-Marx-Straße verbundene neue

Baumbestand so dicht und ununterbrochen die unter Denkmalschutz stehenden Teile

zudeckt“.

– 6 –


Anerkennungspreis

Thorsten Margenburg

Marko Nothdurft

Benjamin Schultze

Hannover

Aus der Niederschrift der Jury:

Die Verfasser versuchen, die beiden Teile der Stadt an drei strategischen Punkten mit

drei ganz unterschiedlichen Brücken zu verbinden.

Von einem teilweise neugestalteten Universitäts-Campus führt eine lange und große

Fußgängerbrücke über Ziegenwerder zu einer neuen Bibliothek „Grenz-Wissen“ weiter

übers Wasser zum Collegium Polonikum.

Die Stadtbrücke erhält auf der Frankfurter Seite eine neue Landmarke, ein Kongresszentrum.

Das anschließende Gebiet südlich der Slubicer Straße wird neu gestaltet. Dabei

wird leider die Verbindung zwischen Ober- und Untermarkt unterbrochen.

Außerdem wird bemängelt, dass das Haus entlang der Karl-Marx-Straße, das unter

Denkmalschutz steht, nicht mehr erscheint.

Das Gebiet nördlich des Gasometers wird zur „normfreien“ Zone für Studenten erklärt.

Von dort führt eine interessante „Faltbrücke“ mit Schwimmbecken zu einem Strand-

Cafe auf der polnischen Seite der Oder.

Der Versuch, diesen drei strategischen Punkten eine eigene Identität zu geben wird

vom Preisgericht gewürdigt, auch der Ringweg entlang der Ufer auf beiden Seiten und

über die Brücken erscheint attraktiv. Das Preisgericht vermerkt allerdings auch, dass

die vorgeschlagene Neubebauung relativ konventionell erscheint und dass außerdem

die mit einem Rückbau der Fahrspuren auf der Karl-Marx-Straße verbundene neue

Baumbestand so dicht und ununterbrochen die unter Denkmalschutz stehenden Teile

zudeckt“.

– 6 –


Anerkennungspreis

Höpfner-Stiftung, Köln

Christof Sommer

Berlin

Aus der Niederschrift der Jury:

Der Verfasser schlägt für das Quartier um die Slubicer Straße eine Blockrandbebauung

als städtisches Entwicklungsziel vor, die vereinfachend schematisch im Lageplan dargestellt

wird.

Bewusst wird auf einen weithin sichtbaren Brückenkopf am westlichen Ufer der Oderbrücke

verzichtet, als Informations- und Begegnungszentrum wird vielmehr ein Baukörper

angeboten, der sich zur Uferpromenade hin ausrichtet und sich wie ein „gefasstes

Juwel“ konsequent in das vorgeschlagene Bebauungskonzept einordnet.

In Westen des Baukörpers entsteht ein neuer Platz, der sich zum westlichen Kopf der

Oderbrücke hin öffnet und sich über ein Netz von Wegebeziehungen locker der Entwicklungsachse

Friedenskirche – Marktplatz zuordnet.

Die Funktionen des Informations- und Begegnungszentrum selbst werden in einem

gestreckten Baukörper untergebracht, der durch seine transparente Klarheit im Äußeren

und durch seine überzeugende räumliche Gliederung im Inneren besticht.

Das Café mit einer leicht erhöhten Außenterrasse und der Vortrags- und Veranstaltungssaal

sind sinnvoll der Oderpromenade zugeordnet.

Ausstellungsflächen, Shopbereich und eine kleine Bar öffnen sich zu dem erhöht liegenden

neuen Stadtplatz im Westen. Die übrigen Nutzungsbereiche des Programms

sind überzeugend und räumlich gut ausgebildet im Gebäude angeordnet und werden

über eine zentrale Halle erschlossen, die sich über die gesamte Gebäudehöhe erstreckt.

Zur Oder hin nach Osten und zum neuen Stadtplatz nach Westen öffnet sich diese zentrale

Halle über gebäudehohe, großzügig verglaste Zonen und akzentuiert so wesentlich

die elegante Transparenz des Gebäudes.

Die besondere architektonische Qualität der vorgeschlagenen Baumaßnahmen und

eine mit einfachen Mitteln erzeugte sinnvolle städtebauliche Einbindung zeichnen die

Arbeit besonders aus.

– 8 –


Johanna-Blank-Preis

Sven Kühnhold

Henrico Romany

Mücheln / Geiseltal

Aus der Niederschrift der Jury:

Die Arbeit definiert eine „Neue Mitte Frankfurt“ als den Ort, an dem der historische

Ursprung der Stadtgründung auf dem westlichen Ufer der Oder lag. Im Gegensatz zu

den meisten Arbeiten der Fachsparte Architektur stellen die Autoren den städtebaulichen

Ansatz mit seiner geschichtlichen Entwicklung in den Mittelpunkt ihres Entwurfs

und gestalten diesen Ort bewusst neu. Überzeugend stellen sie dar, wie sie sich ihre

Formfindung dieser Entwicklung und den Bezügen zur bestehenden Stadtstruktur

ableitet. Sie schaffen einen quadratischen Stadtplatz, der sich zur Oder und der Slubicer

Seite einladend öffnet. Die Straße quert diesen in Mittellage. Gleichzeitig nehmen

die Öffnungen in den drei Platzwände der geplanten fünfgeschossigen Randbebbauung

wichtige Sicht- und Funktionsachsen zu den bestehenden Stadtquartieren auf.

Damit schafft die „Neue Mitte“ ihre An- und Einbindung in die Stadt.

Der Entwurf bezieht bewusst das vorhandene Hochhaus, einen markanten Punkt der

Stadtsilhouette, in die Gestaltung des neuen Platzes ein. Es steht nun frei vor den neu

zur errichtenden Platzwänden auf der südwestlichen Platzhälfte offen zur Oder. In Korrespondenz

dazu setzen die Entwurfsverfasser einen dreigeschossigen Neubau auf die

nordöstliche Seite des Platzes. Um eine Beziehung zwischen beiden Baukörpern herzustellen,

greift die neue Fassade des Hochhauses Gestaltelemente des Neubaus auf,

wodurch es architektonisch erheblich aufgewertet wird. Beide werden funktionell und

baulich unter der Platzebene miteinander verbunden. Dabei öffnet sich dieser Flachbaukörper

zur Uferpromenade und Oder.

Im Hochhaus soll ein deutsch-polnisches Handelszentrum seinen Platz finden. Das

Besucherzentrum mit seinen Funktionsräumen ist sowohl im dreigeschossigen nördlichen

Hochbaukörper (Ausstellung, Café, etc.), als auch im Flachbau unter dem Platz

(Saal, Bibliothek, Rundfunk- und Fernsehstudios, etc.) vorgesehen. Die Belichtung der

Räume des Flachbaus erfolgt über Oberlichter, die an verschiedenen Stellen des Platzes

positioniert werden und so dessen „Bespielbarkeit“ beeinträchtigen können.

Der Entwurf eröffnet durch den umfangreichen Eingriff in die Stadtstruktur exemplarisch

neue Entwicklungsperspektiven. Er schafft als Geste einer sich öffnenden Stadt

den Brückenschlag zu unseren polnischen Nachbarn und nach Slubice.

– 9 –


Anerkennungspreispreis

Jan Bovelet

Wladimir Hötling,

Miodrag Nerandzic

Berlin

Aus der Niederschrift der Jury:

Die Verfasser schlagen am westlichen Kopf der Oderbrücke eine gestaffelte

Gebäudegruppe vor, die zur Oder hin eine signifikante Torsituation und zum westlich

ausgrenzendem Stadtquartier einen neuen Stadtplatz formuliert.

Die Staffelung der Baukörper wird positiv beurteilt, die Materialauswahl und die

Ausprägung der Fassaden konnten jedoch weniger überzeugen. Die Programmflächen

sind nachvollziehbar in den Baukörpern organisiert, wobei im Detail Schwächen

erkennbar werden.

Durch differenzierte Wegebeziehungen werden der Stadtplatz und die angrenzenden

Quartiere mit der Oderpromenade gut verbunden.

Dass der neue Stadtplatz unterhalb des Niveaus der Slubicer Straße. und dem angrenzenden

Brückenkopf angelegt ist, wird negativ beurteilt.

Der Beitrag bietet als Brückenkopfbetonung in Verbindung mit dem neuen Stadtplatz

aber positive Impulse für die Entwicklung dieses besonderen Ortes.

– 10 –


Reisestipendium des Oldenburgischen

Architekten- und Ingenieurvereins in

die Region Oldenburg

Brit Aschmann

Hamburg

Aus der Niederschrift der Jury:

Die Idee, das Begegnungszentrum in ein eigenes kleines Stadtviertel in „romantischer“

Strukturierung umzusetzen und zugleich einen unmittelbar neben der Oderbrücke gelegenen

Stadtbereich zwischen den geschlossenen Stadtstrukturen und sich zur Oder

öffnend zu besetzen, ist ein durchaus sympathischer Lösungsversuch für die Aufgabenstellung.

Eine prägnante Erscheinungsform ist gewollt.

Der formale und architektonische Aufwand, mit dem diese Atmosphäre erzeugt werden

soll, ist im Einzelnen nicht immer nachvollziehbar und konterkariert – besonders

auch in der Höhenentwicklung und Fassadengestaltung – die gewünschte Altstadtatmosphäre;

dabei entgeht die Gestaltung im Einzelnen nicht dem Eindruck einer gewissen

Willkür. Das Image von Lebendigkeit wird aber vermittelt.

– 11 –


Fachsparte Landschaftsarchitektur

Die grüne Spange

In der Fachsparte Landschaftsarchitektur war ein Park zu entwerfen, der auf der Seite von Frankfurt (Oder)die bestehende Uferpromenade

weiterführt und mit dem Lennépark verknüpft. Auf der gegenüberliegenden Seite in Slubice soll ebenfalls der an die Oder

grenzende Freiraum entlang der Mickiewicza als Park entwickelt und an die neu zu gestaltenden Uferpromenade (Nardorzanska)

herangeführt werden. Es ist eine grüne Spange zu entwickeln, die die Uferseiten von Slubice und Frankfurt über die Oder hinweg

(ideell) verbindet.

Die historische Entwicklung und die besondere Lage der beiden Städte am Grenzfluss Oder erfordern einen sensiblen Umgang mit

dem aus unterschiedlichen Gründen entstandenen stadträumlichen Kontext. Dabei sollten übergeordnete Eigenheiten und die besonderen

Entwicklungen der beiden Städte betrachtet und konzeptionell einbezogen werden.

Ergebnis:

27 Arbeiten wurden abgegeben,

davon 2 Kooperationsarbeiten.

– 12 –


Anerkennungspreis

Fine Aufmkolk

Marek Langner

Berlin

Aus der Niederschrift der Jury:

Die Arbeit versucht auf dem klassischen gestalterischen Weg zwei Orte über die Oder

hinweg mit landschaftsarchitektonischen Mitteln in Beziehung zu setzten. Ein

anspruchsvolles Unterfangen, bei dem der Verfasser auf die visuelle Kraft von zwei

unterschiedlich geprägten Uferabschnitten, ein mit rotem Klinker befestigten Uferplatz

in Slubice und einem „grün eingefärbten“ Uferplatz in Frankfurt setzt.

Obwohl der konzeptionelle Ansatz, an ausgewählten Orten „Transplantate“ der jeweils

gegenüberliegenden Uferseite einzusetzen Fragen aufwirft, werden doch an den richtigen

Orten die richtigen Mittel eingesetzt. Es werden klare Aussagen zum Charakter der

Räume gemacht. Einem mineralischen (roten) Uferplatz in Slubice, wird ein durch die

Farbe Grün dominierter Uferplatz in Frankfurt / Oder gegenübergestellt.

In Slubice zeigt sich ein prosperierender Stadtteil mit selbstbewusster, beinahe großstädtischer

Geste am Uferraum der Oder. Entlang der Deichkante wird auf der Höhe

des Flusses ein zweiter Spazierweg mit kleinen Aufenthaltsplätzen angeboten. Darüber

hinaus werden keine Eingriffe in das grüne Flussufer vorgenommen. In Frankfurt zieht

sich die Stadt dagegen zurück, der Verfasser reagiert mit einem einfachen, klar gefassten

Grünraum an der hier endenden städtischen Uferpromenade. Ein leicht erhöhter

grüner Platz lädt zur vielfältigen Nutzung ein.

Als eindeutige Schwachstelle des Entwurfes wird der Umgang mit der in der Auslobung

geforderten Anbindung des Lennéparks an die Oderpromenade ausgemacht. Die

auf der Nordseite des Gasometers noch erhaltenen Fragmente der alten Stadt werden

mittels stringenter Baumpflanzungen in klar definierte Blockstrukturen eingebunden.

Die dadurch entstandenen Raumkanten könnten den geeigneten Rahmen für eine Weiterentwicklung

des Lennéparks darstellen. Aber hier entzieht sich der Verfasser konkreteren

Aussagen. Der dargestellte „Restgrünraum“ kann nicht überzeugen.

Insgesamt wird die Arbeit jedoch als ein Beitrag gewertet, der mit einfachen Mitteln,

den zum Teil sehr heterogenen Orten zu einer kräftigen Aussage verhilft. Der

gewünschte Dialog der beiden Uferseiten lässt sich glaubhaft nachspüren. Auch wenn

die Arbeit Schwachstellen aufzeigt, so ist doch vorstellbar, dass diese eine Qualifizierung

erfahren können ohne das Gesamtkonzept in Frage zu stellen.

– 13 –


Anerkennungspreispreis

Andreas Hermanns

Niederkrüchten

Aus der Niederschrift der Jury:

Rückgrat der Planung ist die Ausbildung eines über die Oder hinwegreichenden Raumes

zwischen Gasometer und Platz der Mieckiewicza, der mit einer Mauer in Sitzhöhe

eingefasst wird. Die innen liegenden Flächen werden stringent behandelt: Wiesen

prägen den Raum; geradlinige Wege mit einheitlichem Pflaster, gleiches Mobiliar und

gleiche Pflanzenauswahl versuchen die Beziehung zwischen den Orten beidseitig des

Flusses zu betonen. Die harte Uferkante auf der Frankfurter Seite ist aufgebrochen und

soll die weiche Ostseite abbilden. Der Deich auf der Slubicer Seite wird mit einem

Holzsteg ergänzt. Angrenzende Flächen erhalten einen städtischen Charakter.

Die Arbeit schafft es, mit wenigen einfachen Mitteln eine „Brücke“ über die Oder zu

schlagen. Die Anschlüsse an das vorhandene Wege- und Straßennetz sind nachvollziehbar.

Die Gestaltungssprache ist zurückhaltend und dennoch eigenständig. Kontrovers

wurde diskutiert, ob es mit dieser Planung gelingt, den gewünschten Zusammenhang

von beiden Flussseiten wahrzunehmen und zu erleben. Inwieweit die Nutzungsangebote

(z. B. Kulturcafé, Kiosk, Parkplatz) in ihrer Dimension den Bedürfnissen entsprechen,

bleibt offen. Die Wechselflorpflanzungen entlang der Mieckiewicza sind

fragwürdig.

– 14 –


Fachsparte Konstruktiver Ingenieurbau

Der Gelehrtenweg

Zwischen den Schwesterstädten Frankfurt (Oder) und Slubice ist schon im Strukturplan von 1994 eine zusätzliche Fußgängerverbindung

über die Oder vorgesehen.

Für den Schinkelwettbewerb 2006 wird dafür als geeigneter Ort die Verbindungslinie zwischen den beiden ufernahen Universitäten

Viadrina und Collegium Polonicum angenommen. Damit wird eine wünschenswerte direkte Kommunikation zwischen den geistigen

Zentren beider Städte ermöglicht. Die ca. 320 m lange Brücke soll von der Straße „1.Maja“ in Slubice über den Oderaltarm und

die naturgeschützte Oderinsel weiter über den grenzbildenden Hauptstrom auf das Hochufer der Frankfurter Uferpromenade nördlich

des Holzmarktes führen. Die Brückenbreite ist wegen der längenbedingt erforderlichen Quersteifigkeit mit ca. 8 m anzunehmen,

sofern nicht besondere konstruktive Maßnahmen die notwendige Quersteifigkeit anderweitig gewährleisten. Die Stützung der Konstruktion

aus beliebigem Material kann außerhalb der Widerlager auf der polnischen Oderinsel (Naturschutz, kein Abgang) erfolgen

oder ggf. durch zusätzliche Pfeiler neben dem Schifffahrtsband des Hauptstromes. Die Widerlagerbereiche sind mit Rampen und

Treppen an die vorhandene Topographie anzuschließen, und die Gesamterscheinung der Brücke soll sich harmonisch in die weite

Flussaue einfügen.

Kooperationspreis

Im Rahmen der Kooperationsaufgabe Architekt/Ingenieur soll zusätzlich zur Leistungserfüllung, wie sie für die Aufgabe im „Konstruktiven

Ingenieurbau“ – siehe 4.5.1 – gefordert wird, ausführlich dargestellt werden, welche Auswirkungen die konzeptuelle Denkens-und

Vorgehensweise des Architekten, in Zusammenarbeit mit dem Ingenieur, auf die Gesamt-Gestaltung der Brücke hat. Dabei

sollen die fachspartentypischen Zielkonflikte ebenso wie die integrativen Aspekte der Zusammenarbeit, d.h. also der Weg zur

gemeinsamen Aufgabenbewältigung offen gelegt und deutlich gemacht werden.

Ergebnis:

9 Arbeiten wurden abgegeben,

davon 7 Kooperationsarbeiten.

– 15 –


Schinkelpreis

und

Sonderpreis für die Kooperation

von Ingenieuren und Architekten

gestiftet vom

Verband Beratender Ingenieure,

Förderverein e.V.

Ron Behnke

Christian Hartz

Svend Jørgensen

Johannes Staudt

Berlin

Aus der Niederschrift der Jury:

Zwei Bögen tragen die abgehängte Fahrbahn. Die Bögen überspannen die Oder und

den Nebenarm. Die mittlere Gründung befindet sich auf der Oderinsel. Wegen des

Naturschutzes gibt es keinen Abgang auf die Insel. Diese Lösung nimmt den Bogen der

neuen Stadtbrücke Frankfurt (Oder) auf.

Die Bogengeometrie ist so gewählt, dass ein Schiffsanprall nicht erfolgen kann. Die

vorgegebene Geometrie der Fahrbahn ist soweit nachvollziehbar umgesetzt.

In den Bogenmitten sind die Hängerseile in der Mitte des Brückendecks angeordnet.

Durch die Ausbildung von Sitzbankinseln um diese Seile werden diese bzw. die

Passanten vor Kollissionen geschützt.

Das statische System ist umsetzbar, jedoch scheint die Stabilisierung problematisch, da

die Abtriebskräfte aus den schrägen Seilen nicht ausgeglichen sind. Diese

Differenzkräfte und Auflermittigkeiten aus Verkehr müssen über Torsion abgetragen

werden. Da das Brückendeck als torsionssteifer Hohlkasten ausgebildet ist, ist dies

möglich. Die Gründung und die Ableitung des horizontalen Bogenschubs sind nicht

nachgewiesen, erscheinen aber wegen des geringen Eigengewichtes der Bögen machbar.

Die Unterbauten bestehen aus üblichen Baustoffen wie Stahlbeton, das Brückendeck

aus Stahl.

Wegen der groflen Stützweite und der daraus für Stahl resultierenden großen Windangriffsflächen

wurde als innovativer Baustoff für die Bögen kohlefaserverstärkter

Kunststoff (Karbon oder Kevlar) gewählt. Dieser Baustoff ist nicht nur im Flugzeugund

Schiffbau bekannt, sondern wird auch im Bauwesen, z. B. zum Verstärken von

massiven Bauteilen durch angeklebte Laschen, verwendet.

Obwohl der Baustoff Karbon hinsichtlich der Fügetechnik und hinsichtlich seiner

Empfindlichkeit auf mechanische Beanspruchung (Kerben, Scheuerstellen usw.) problematisch

ist, erscheint der Einsatz dieses Baustoffes wegen seiner Leichtigkeit und

groflen Festigkeit im Hinblick auf die groflen Stützweiten hier sehr sinnvoll. Ein

Vorschlag zur Lösung der Zusammenbauproblematik der Bögen ist als machbares

Detail dargestellt.

Wegen der Leichtigkeit der Karbonbögen ist die Montage der Bögen unproblematisch.

Das Brückendeck kann dann symmetrisch von den jeweiligen Bogenenden vorgebaut

werden.

– 16 –


Sonderpreis

des Deutschen Beton- und

Bautechnik Vereins e.V.

Inka Fischer

Friso Friese

Dirk Krutke

Doreen Zauft

Berlin

Aus der Niederschrift der Jury:

Die Arbeit umfasst in bemerkenswerter Vollständigkeit alle geforderten Leistungen

hinsichtlich der Nachweise, Statik und Montageüberlegungen. Sie erfüllt auch alle

gestellten Randbedingungen bis auf die Überschreitung der maximal zul. Gehwegneigung

um 2 % am Uferanschluss FFO. Diese Überschreitung ist aber verbunden mit

dem orginellen Ansatz, die Brücke in die Forststr. einmünden zu lassen. Dadurch wird

die Uferpromenade einfach überbrückt und die sonst auftretenden Anbindungsprobleme

der durch das Schifffahrtsprofil bedingten Höhenlage vermieden.

Die im Grundriss unterschiedlichen Anbindungswinkel auf deutscher und polnischer

Seite werden durch eine mit elegantem Schwung abgewinkelte stählerne Hohlkastenkonstruktion

verbunden, die auf der Insel an einem Dreibockpylon und an den Ufern

an abgespannten Masten mit exzentrisch angebundenen Schrägseilen angehängt ist.

Die Schwingungsanfälligkeit der Konstruktion ist nachgewiesen.

Durch den minimalistischen Einsatz von vertikaler Konstruktion und die durch Abhängung

minimierte Konstruktionshöhe ist die optische Beeinträchtigung der weiten

Flusslandschaft auf das geringst Mögliche reduziert, die Verfasser haben sich sogar

Gedanken über eine noch materialreduziertere Lösung mit einer Fachwerkkonstruktion

gemacht, die aber statisch nicht machbar war.

– 17 –


Fachsparte Kunst und Bauen

„ “? *

Innerhalb des Wettbewerbsgebietes der beiden Stadtteile Frankfurt und Slubice wird

der Lauf der Oder als Wettbewerbsbereich für die Sparte Kunst und Bauen ausgewiesen.

Hierbei gelten folgende Grundsätze:

• Die Kunst ist ein verbindendes Element zwischen den Völkern.

• Der trennende Flusslauf soll durch künstlerische Gestaltungen zu

einem verbindenden Brückenschlag zwischen beiden Teilen dieser Stadt

verwandelt werden.

Es ist das Ziel dieser Aufgabenstellung, nicht nur durch Kunstakzente

die Uferbereiche zu verschönern, sondern den Eindruck einer

zusammenwachsenden Stadt zu vermitteln durch

Wiederkehr analoger Formideen auf beiden Seiten der Oder.

* nennt der Künstler Michael Kurzwelly die virtuelle Doppelstadt an der Oder

in seinemKunstprojekt.

Ergebnis:

5 Arbeiten sind abgegeben worden,

davon 2 Kooperationsarbeiten.

– 18 –


Schinkelpreis

Höpfner-Stiftung

Markus Johannes NikolausTrapp

Helsinki

Aus der Niederschrift der Jury:

Die Arbeit besticht durch eine hervorragende Darstellung und zeugt auch im Detail von

großer Könnerschaft. Die beiden Oderufer werden mit expressiven skulpturalen Kleinarchitekturen

besetzt, die sich trotz ihrer unterschiedlichen Gestaltung als zusammengehörig

definieren. Diese akzentuierten Orte werden inselartig in den Strom vorgeschoben,

sind aber vom jeweiligen Ufer wie auch über das Wasser erreichbar. Auf und

auch in ihnen wird die Natur thematisiert, sei es mit dem „Gras“ des Arbeitsmottos

(„the grass is always greener...“) oder durch die visuell umgesetzte Wasserkraft.

Mit den inselartigen Gebilden will der/wollen die Verfasser die Zusammengehörigkeit

beider Stadthälften dokumentieren. Sie ordnen ihnen Bereiche des gesellschaftlichen

Lebens wie Kultur, Recht, Bildung, Umwelt zu. Das nun wirkt ein wenig strapaziert

und ist nur mit Einschränkung nachvollziehbar.

– 19 –


Fachsparte Bahnwesen

Güterverteilzentren im Raum Berlin

Nach der Vereinigung Deutschlands und insbesondere der geteilten Stadt Berlin im Jahr 1990 und mit der Wiederherstellung eines

einheitlichen Verkehrsnetzes im Raum Berlin erfolgte im Rahmen des politischen Umbruchs ein Verkehrsträgerwechsel im Güterverkehr.

Wurden in der ehem. DDR noch 80 % der Gütertransporte auf Bahn und Binnenschiff abgewickelt, setzte unmittelbar nach der

Wende ein radikaler Verkehrsträgerwechsel im Osten Deutschlands ein, indem eine zügige Angleichung der Verhältnisse an den

Westen stattfand. Der Anteil der Bahn sank unter 20 %. Dies blieb nicht ohne Folgen für die vorhandene Infrastruktur der Bahn. Seit

Anfang der Neunziger Jahre werden Streckennetz und Bahnhöfe reduziert, Rangieranlagen, Ortsgüterbahnhöfe und Gleisanschlüsse

in hohem Maß stillgelegt.

Es soll der Gedanke der Güterverteil-Subzentren innerhalb der Berliner Innenstadt wieder aufgenommen werden, welche am oder

in der Nähe des Berliner Innenringes der Eisenbahn liegen könnten. Denkbar wäre auch die heute schon wichtige Rolle des Westhafens

beim intermodalen Umschlag zu stärken, sofern eine günstige Anbindung aufgezeigt werden könnte.

Ergebnis:

1 Arbeit ist abgegeben worden

Anerkennungspreis

Wolfgang Dichans

Martin Schlünß

Köln

Aus der Niederschrift der Jury:

In ausführlicher Breite werden die verschiedenen Arten von Gütertransporten dargestellt.

Das „Ringzuggüterzugkonzept mit Ladeeinheiten für Berlin“ wird dargestellt. Die Darstellung

der Güterbahnhöfe, die für das Ringzugsystem infrage kommen, weist Ungenauigkeiten,

unrichtige Namen und z.T. Darstellungsfehler in den Lageskizzen auf.

Technisch unmögliche Verbindungen werden vorgeschlagen wie der Ostanschluß des

Gbf Westhafen, aber auch der technisch mögliche, jedoch viel zu teure Anschluß von

Westen. Zudem werden, wie z.B. beim Güterverkehrszentrum West in Wustermark,

nur Beschreibungen aus dem Internet wiedergegeben und z.T. etwas abgewandelt

(ergänzt mit einigen eigenen Angaben, allgemein gehalten und ohne wirklich brauchbare

eigene Einschätzung).

Über das Güteraufkommen werden allgemein gehaltene Angaben, über die verschiedenen

Verkehrsträger werden grundsätzliche Angaben gemacht.

Über die Kosten sind sehr allgemeine Angaben gemacht worden, jedoch nur über eine

einzige Betriebsart (konventionell). Interessant wäre hier ein Vergleich gewesen mit

automatischem Gerät im Vergleich zu personalintensivem herkömmlichen Verfahren.

Bezweifelt wird zudem die Stellung nur eines mobilen Kranes je Bahnhof.

– 20 –


Fachsparte Wasserbau

Erlebnislandschaft Oderaue

Im Nahbereich der Stadt Frankfurt (Oder) sind an der Oder vielerorts Flußauenlandschaften

vorhanden. Diese Gebiete sind jedoch nicht zugänglich oder nur auf sehr

abenteuerlichen Wegen zu erreichen. Das Ziel der Wettbewerbsaufgabe besteht deshalb

in der Herstellung einer Flußauenlandschaft im Stadtbereich. Die Aufgabe umfasst

sowohl technische Aspekte als auch landschaftsplanerische Belange und ist deshalb gut

geeignet für eine Zusammenarbeit verschiedener Fachbereiche.

Der neue Landschaftspark soll Anwohnern und Besuchern den Erlebnisraum Aue vermitteln.

Dazu sind auf einer derzeitigen Wiesenlandschaft Gewässer und auentypische

Vegetationseinheiten in Verbindung mit einer abwechslungsreichen fußläufigen

Erschließung zu planen. Der angegebene Planungsraum kann ohne Berücksichtigung

vorhandener Gestaltung bebaut werden, die äußere Erschließung ist nicht Bestandteil

der Aufgabe. Die Planung soll sich an die vorhandene Auenlandschaft anlehnen,

jedoch dem Besucher eine vielfältig gestaltete Wasserlandschaft bieten.

Ergebnis:

4 Arbeiten wurden abgegeben.

– 21 –


Anerkennungspreis

Mariko Winkler

Jörg Franke

Annette Lächler

Christian Seng

Stuttgart

Aus der Niederschrift der Jury:

Die Aufgabenstellung umfasste vier Aufgabenteile:

1. Konzeptionelle Planung (Varianten)

2. Detailplanung (Vorzugsvariante)

3. Technische Vorbemessung

4. Recherche über zu beteiligende Dritte

Der Wettbewerbsteilnehmer hat die Aufgabenstellung weitestgehend erfüllt.

Lediglich im 3. Aufgabenteil wurde eine andere, als die geforderte Berechnung aufgestellt.

Die Variantenuntersuchung und –diskussion zur Planung einer Flußauenlandschaft

wurde anschaulich dargestellt

Die erwünschten Einzelelemente wie Ufergestaltungen, Wegeführungen, Erläuterungen

zu Vegetationseinheiten und Einrichtungen (Schutzhütten, Aussichtspunkte).

wurden umfänglich berücksichtigt. Die Darstellung im Detail in ausgewählten Querschnitten

und Ansichten ist umfänglich.

Die Arbeit konnte insgesamt durch einen hervorragenden Gesamteindruck, eine

gestalterisch gefällige und detailreiche Darstellung sowie den inhaltlichen Umfang

der Aufgabenteile überzeugen.

– 22 –


Anerkennungspreis

Matthieu Götz

Gergana Stavreva

Kassel

Ein recht extrovertiertes Schalentragwerk wird hier als Brücke vorgeschlagen. Die

organische, an Adern bzw. Seegrassstränge erinnernde Form ist von grosser Ausdrucksstärke.

Das Schalentragwerk lässt sich als Durchlaufträger interpretieren, dessen

Bauhöhe dem Momentenverlauf aus Eigengewicht folgt. Der Vorschlag beeindruckt

mit seiner leuchtorangefarbigen aufwändigen Darstellung, mit netten Texten – wie

Beschreibungen der Aktivitäten die Brücke dem Nutzer bietet – und sehr ansprechenden

graphischen Details.

Aus Sicht des Konstruktiven Ingenieurbaus ist zu sagen, dass konstruktive Details, statische

Berechungen oder Angaben zum Bau dieser komplexen Brücke vollständig fehlen.

Das vorgeschlagene Material Stahlbeton für das Tragwerk ist sicher richtig gewählt;

komplexe Schalen dieser Art lassen sich, wenn überhaupt, nur mit diesem Material

bauen. Schon in den 60er Jahren hat Myron Goldsmith für eine Brücke über den

Tiber in Rom ein Schalentragwerk als Brücke vorgeschlagen. Bei diesem Entwurf kann

aber im Gegensatz zur Tiberbrücke von Baubarkeit und Tragfähigkeit keine Rede sein.

Das Preisgericht hat denn auch den Vorschlag eher als eine Idee, eine Graphik, verstanden

und trägt dem mutigen Entwurf und der künstlerischen Handschrift durch eine

Anerkennung Rechnung.

– 23 –


Ausblick

Vom Bahnhofsvorplatz zum Stadtquartier

2007 steht ein Gelände nördlich des neuen Hauptbahnhofes (Lehrter Bahnhof) an der Heidestraße im Mittelpunkt des 152. Schinkel-Wettbewerbs.

Im Übergangsbereich zwischen Innenstadt und Innenstadtrand liegt hier ein Areal mit großen zusammenhängenden

Flächen. Insgesamt sind rund 50 ha frei oder kurzfristig verfügbar. Auf den im wesentlichen ehemaligen Eisenbahnbetriebsflächen

bieten sich vielfältige Potenziale: die Nähe zu Einrichtungen der Kunst und Kultur sowie Forschung und Wissenschaft bieten

Ansätze zur Entwicklung des Ortes. Durch die Nachbarschaft zu Regierungseinrichtungen könnte der Raum attraktiv für Unternehmenszentralen

sein. Außerdem bietet die Wasserlage Anreize für besondere Wohnformen.

Dieses öffentlich kaum zugängliche Gebiet wird noch nicht als ein attraktiver Ort in der Stadt wahrgenommen. Mit den wichtigsten

Akteuren und Eigentümern im Strategieraum die Potenziale und Handlungsspielräume herauszuarbeiten und die Zukunftsperspektive

zu erörtern, wird eine spannende Aufgabe für junge Architekten und Ingenieure sein.

Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin

AIV

gegr. 1824

Ein Bericht von Wilma Glücklich

Vorsitzende der Schinkelausschusses

Organisation:

Dipl.-Ing. Sonja Bertsch

Vorprüfung/Betreuung:

Dipl.-Ing. Ulrike Böhm, Dipl.-Ing. Alexander Beljatzki

Dipl.-Ing. Markus Hastenteufel, Dipl.-Ing. Michael Heurich

Herausgegeben vom:

AIV Architekten- und Ingenieur-Verein zu Berlin

Bleibtreustraße 33, D-10707 Berlin

www.aiv-berlin.de

Layout: Christian Ahlers, Berlin

Herstellung: MEDIALIS, Berlin

© Copyright bei Herausgeber und Autoren

postscriptum

1824 wurde der AIV von 18 jungen „Bauconducteuren“ um Eduard Knoblauch in Berlin gegründet.

Bedeutende Persönlichkeiten des Bauwesens wie beispielsweise Friedrich August Stüler, Ludwig Persius,

Paul Wallot sowie Ludwig Hoffmann und nicht zuletzt auch Karl Friedrich Schinkel gehörten dem Verein an. Es gehört zur

Tradition des AIV, die enge Verbindung von Architektur und Bauingenieurkunst zu pflegen. Seine Gründungsziele sind heute noch

so aktuell wie vor 180 Jahren.

Der AIV hat das Ziel, die Berliner Baukultur zu fördern. Seine wichtigste Aufgabe sieht der traditionsreiche und zweitälteste Verein

Berlins darin, Stellung zu aktuellen Planungsvorgängen zu beziehen und Einfluss auf die Entwicklungen in wichtigen städtischen

Bereichen der Hauptstadt zu nehmen. Er analysiert und kommentiert Etappen und Projekte und stellt Diskussionsansätze für die

zukünftige Stadt-entwicklung vor. Der AIV ist ein wichtiger und kritischer Begleiter der Bau- und Kulturgeschichte Berlins,

Preußens und Deutschlands. Er gibt seit 1877 das wissenschaftliche Werk „Berlin und seine Bauten“ heraus.

Zu den vielfältigen Aktivitäten des AIV gehört unter anderem die Auslobung des Schinkelwettbewerbes. Er jährt sich 2006 zum 151.

Mal. Die Preisverleihung findet während des Schinkelfestes, am 13. März, anlässlich des 225. Geburtstages von Karl Friedrich

Schinkel statt. Außerdem unterhält der AIV zu Berlin das Scharoun-Colloquium. Ziel dieser öffentlichen Veranstaltung ist es, über

grundsätzliche und aktuelle Fragen des Städtebaus und der Stadtentwicklung in der Bundeshauptstadt zu sprechen.

Der AIV zählt ca. 450 Mitglieder. Davon kommen etwa 40 Prozent aus der Fachrichtung Bauingenieurwesen. Dem Verein gehören

außerdem Stadt- und Landschaftsplaner, Maler und Bildhauer; Architekten und Ingenieure sowie Architektur- und Bauingenieurstudenten

der Berliner Fachhochschulen und Universitäten an.

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