Jahresbericht 2010 - Freiwillige Feuerwehr Pullach

feuerwehr.pullach.de

Jahresbericht 2010 - Freiwillige Feuerwehr Pullach

Freiwillige Feuerwehr

Pullach i. Isartal

Wissenswertes über Ihre Feuerwehr

Neuanschaffungen

Einsätze

Übungen

Jugendfeuerwehr

Informationen für die Bürger

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Unsere Website informiert Sie tagesaktuell über

- Einsätze

- Übungen

- Fahrzeuge

- Gerätehaus

- andere Aktivitäten

www.feuerwehr-pullach.de

Impressum

Herausgeber: Freiwillige Feuerwehr Pullach i. Isartal, Kagerbauerstraße 4, 82049 Pullach

Verantwortlich für den Inhalt: Andreas Brandl, Kommandant

Redaktion: Moritz Lochmann und Sebastian Westenthanner

Dateneingabe für die Statistik: Florian Horak, Hans Horak (Auswertung)

Fotos: Feuerwehr Pullach, Claus Schunk (2), JF München-Süd (3), JF München-Land (1), FF Grünwald

(2)

Stand: 07.01.2011

Druck: Offsetdruck Wirth, Pullach

Auflage: 1300 Stück


Inhaltsverzeichnis

Inhalt

Inhaltsverzeichnis………………………………………….. Seite 3

Vorwort ………………………………….…………………….. Seite 4

Informationen über Ihre Feuerwehr………………. Seite 5

Mitgliederstruktur…………………………………... …….Seite 6

Einsatz– und Übungsstatistik 2010………………... Seite 8

Neuanschaffungen 2010……………………………….. Seite 10

Ausrüstung……………………………………………………. Seite 11

Bemerkenswerte Einsätze 2010…………………….. Seite 12

Übungen und Fortbildungen………………………….. Seite 15

Jugendfeuerwehr………………………………………….. Seite 18

Andere Aktivitäten…...…………………………………... Seite 19

Informationen für Pullacher Bürger……………….. Seite 20

3


Vorworte

Vorworte

Sehr geehrte Damen und

Herren,

liebe Freunde und Gönner

der Feuerwehr Pullach,

liebe aktive und passive Mitglieder,

4

schon wieder ist ein ereignisreiches

Jahr bei der Feuerwehr

Pullach vergangen.

Nach Neuwahlen im März

konnten wir Harald Stoiber

als stellvertretenden Kommandanten

in unserer Führung

begrüßen.

Mit 188 Einsätzen ist das Jahr

2010 zwar eher etwas ruhig

zu Ende gegangen, dennoch

lag einiges an Arbeit vor uns.

So zeigten die letzten Jahre,

dass das Einsatzaufkommen

an der Isar gleichbleibend

hoch war. Hierfür musste

eine maßgeschneiderte Ausrüstung

erarbeitet und beschafft

werden.

Im Mai wurde unsere neue

Drehleiter fertiggestellt, die

mit einer Delegation vom

Werk in Ulm in Empfang genommen

werden konnte.

Darauf folgte eine intensive

Ausbildung der Maschinisten

und Mannschaft, so dass sie

nach einer Weihe, zusammen

mit unseren schon im letzten

Jahr beschafften Manschafttransportwagen,

in den Einsatzdienst

gehen konnte. Bei

dem darauf folgenden Tag

der offenen Türe konnte

dann eindrucksvoll die Flexibilität

der neuen Leiter gezeigt

werden.

Mitte August machten wir

uns mit der alten Drehleiter

auf den Weg in die Ukraine.

Dort wurde sie feierlich der

Feuerwehr Baryschiwka übergeben,

wo sie wie unsere an

deren Fahrzeuge noch lange

für die Sicherheit der Bürger

dienen kann.

Ganz erfreulich waren auch

die Aktivitäten und Erfolge

unserer Jugendfeuerwehr,

doch davon später mehr!

Nun viel Spaß mit unserer

neuen Ausgabe des Jahresberichtes

2010.

Aktuell können Sie sich immer

auf unserer Internetseite

www.feuerwehr-pullach.de

informieren.

Ihnen wünsche ich ein unfallfreies

Jahr 2011.

Andreas Brandl

Kommandant

wie in den vergangenen Jahren

haben wir für 2010 wieder

einen Jahresrückblick

erstellt. An dieser Stelle danke

ich allen, die an dieser

Ausgabe mitgearbeitet haben.

Vor allem Moritz Lochmann

und Sebastian Westenthanner,

die das ganze

Jahr über alles zusammentragen,

was für einen Jahresrückblick

benötigt wird, vielen

Dank.

Die Feuerwehr Pullach i. Isartal

informiert Sie mit dieser

Ausgabe ihre unsere vielfältigen

Tätigkeiten im vergangenem

Jahr.

Einige der Aktivitäten wurden

im vergangenen Jahr

wieder durch den Feuerwehrverein

initiiert.

Neben ihrer Primärfunktion

als Hilfsorganisation hat die

Feuerwehr auch eine wichtige

Funktion im gesellschaftlichen

Leben der Gemeinde.

Sie trägt dazu bei, dass uneigennützige

Hilfeleistung auch

in unserer modernen Zeit

erhalten bleibt.

Bitte sprechen Sie uns gerne

an, wenn Sie Fragen zum Jahresbericht

oder zur Feuerwehr

Pullach haben.

Josef Rauscher

Vorstand


Wissenswertes

Wissenswertes über die Feuerwehr

Wer wir sind

Die Feuerwehr Pullach besteht aus 98 aktiven Mitgliedern, darunter elf Jugendfeuerwehrleute,

sowie 21 passiven und 18 Ehrenmitgliedern (unter ihnen die Altbürgermeister und besonders

verdiente ehemalige Feuerwehrleute). An der Spitze stehen die Kommandanten und der

Vorstand des Feuerwehrvereins, der Ehrenkommandant und ehemalige Kreisbrandmeister

Josef Rauscher. Den Feuerwehrdienst leisten alle Mitglieder freiwillig, unentgeltlich und

überwiegend in ihrer Freizeit. Lediglich zur Wartung und Instandhaltung der Fahrzeuge, Geräte

und des Feuerwehrhauses ist bei der Gemeinde Pullach ein hauptamtlicher Gerätewart

beschäftigt, der auch Feuerwehrmitglied ist.

Was wir tun

Die Feuerwehr Pullach tut Vieles – in erster Linie aber erfüllt sie ihre Pflichtaufgaben, den

„Abwehrenden Brandschutz“ und den „Technischen Hilfsdienst“. Zu diesen Einsätzen zählt

natürlich das Löschen von Bränden, das aber bereits seit geraumer Zeit eine untergeordnete

Rolle spielt. Die meisten Einsätze finden heutzutage im Bereich der technischen Hilfeleistung

statt. Hier sind das Öffnen von Wohnungen bei Gefahr, beispielsweise weil der Bewohner

medizinische Hilfe benötigt und nicht mehr selbst öffnen kann, das Beseitigen von Wasserund

Sturmschäden oder das Befreien eingeklemmter Personen nach Verkehrsunfällen zu

nennen.

Auch das Stellen von Brandsicherheitswachen bei Veranstaltungen im Bürgerhaus oder bei

großen Festen, wie dem Sonnwendfeuer des Burschenvereins, zählt zu unseren Aufgaben.

Die Einsatzzahl beträgt im Durchschnitt pro Jahr rund 200. Außerdem helfen wir bei Events

anderer Vereine wie dem Entenrennen des Lions Clubs und sind mit Infoständen, beispielsweise

am Weltkindertag, dem Bürgerfest und dem Weihnachtsbazar des Gymnasiums, vertreten.

Einen großen Teil der aufgewendeten Zeit verbringen wir damit, uns bei Übungen am Standort

und Lehrgängen auf Kreis- und Landesebene auf den Einsatzfall vorzubereiten. Hierzu

wurden im letzten Jahr an die 60 Übungen abgehalten und zahlreiche Lehrgänge an verschiedenen

Ausbildungszentren von den Feuerwehrleuten besucht. Auch Vereinsveranstaltungen

wie Fahnenumzüge oder ein gemeinsamer Ausflug aller Feuerwehrkameraden sowie die Restaurierung

unseres Oldtimerfahrzeugs gehören zu unseren Aktivitäten.

Da die körperliche Fitness im Einsatz sehr wichtig ist, spielt die sportliche Betätigung ebenfalls

eine große Rolle bei der Pullacher Feuerwehr, egal ob im Fitnessraum, beim Fußballturnier

oder beim Skirennen der Landkreisfeuerwehren.

Insgesamt leisten wir pro Jahr ungefähr 13 000 Stunden Feuerwehrdienst, das ergibt knapp

200 Stunden pro aktives Mitglied.

Was Sie tun können, um Ihre Feuerwehr zu unterstützen und sich selbst auf den Ernstfall

vorzubereiten, erfahren Sie auf Seite 22.

5


Mitglieder

Unsere Mitglieder

Mitgliederstand zum 31.12.2010

Aktive insgesamt 79 Mitglieder

davon weiblich 5 Mitglieder

davon männlich 74 Mitglieder

davon Jugend 11 Mitglieder

passive Mitglieder 21 Mitglieder

Ehrenmitglieder 18 Mitglieder

Eingetreten im Jahr 2010 (Aktive) 4 Mitglieder

Ausgetreten im Jahr 2010 (Aktive) 2 Mitglieder

___________________________________________________

Veränderung 2009 / 2010 (Aktive) +2 Mitglieder

Feuerwehr

Führungskräfte

Kommandant Brandmeister Andreas Brandl

stv. Kommandant Brandmeister Harald Stoiber

Zugführer Oberbrandmeister Hans Horak

Brandmeister

Otto Horak

Brandmeister

Jürgen Westenthanner

Gruppenführer Hauptlöschmeister Tobias Bente

Löschmeister

Robert Buchner

Hauptlöschmeister Werner Ertlmaier

Oberlöschmeister Josef Freisinger

Oberlöschmeister Gerhard Hoheneder

Löschmeister

Eberhard Mälz

Löschmeister

Florian Oesterreicher

Löschmeister

Wolfgang Orthofer

Oberlöschmeister Goran Popov

Hauptlöschmeister Hermann Popp

Oberlöschmeister Peter Wolff

Hauptlöschmeister Kurt Zechmeister

6

Jugendwarte Oberlöschmeister Peter Wolff

Brandmeister

Andreas Brandl


Mitglieder

Mannschaft

Andreß Sebastian Netzer Alfons

Beckmann Hanno Neukamm Oliver

Bracker Sebastian Nimanaj Zenel

Braun Andreas Popp Gunter

Broy Raffael Popp Stefan

Ertlmaier Tobias Popp Tobias

Fischer Willi Portenlänger Maximilian

Fußstetter Andreas Rauscher Alexander

Golle Urs Richter Florian

Gratz Christian Russek Andreas

Gschirr Philipp Schorsten Martina

Gschoßmann Florian Schroeder Benno

Gundermann Markus Schröder Daniel

Haas Julius Seelmann Alfred

Horak Florian Seelmann Martin

Huber Ferdinand Seelmann Manuel

Joppa Christoph Seelmann Thomas

Kaffl Benno Segler Christoph

Kaffl Jakob Seitz Victor

Kastner Andreas Simbeck Johannes

Kastner Martin Sülzenfuhs Sieglinde

Kiel Tanja Vordermeier Samantha

Klier Richard Wegmann Alexander

Klier Thomas Wegmann Florian

Kohlberger Günther Westenthanner Sebastian

Koppenhöfer Marcus

Westenthanner Stephanie

Kranich Fabian Wittstadt Bernhard

Kranich Simon Würthner Justus

Lochmann Konstantin Zacherl Andreas

Lochmann Moritz Zech Michael

Maranelli Oliver Zimmermann Josef

Maranelli Thomas

Feuerwehrverein

Der Feuerwehrverein setzt sich aus den aktiven Mitgliedern der Feuerwehr, den passiven Mitgliedern

(aus Alters- oder sonstigen Gründen ausgeschiedene Aktive) und den Ehrenmitgliedern

zusammen. Ehrenmitglieder sind sowohl besonders verdiente ehemalige Feuerwehrleute

als auch andere Pullacher, die sich für die Feuerwehr eingesetzt haben, wie die Altbürgermeister

und andere Mitglieder des Gemeinderats.

Vorstand

1. Vorstand Josef Rauscher 2. Vorstand Jürgen Westenthanner

1. Kassenwart Helmut Küpfer 2. Kassenwart Andreas Kastner

1.Schriftführer Peter Wolff 2. Schriftführerin Stephanie Westenthanner

7


Statistik

Das Jahr 2010 in Zahlen (Stand: 31.12.2010)

Erläuterung:

8

Kleinbrand:

Mittelbrand:

Großbrand:

Blinder Alarm:

Brand-/Gefahrenmeldeanlagen:

Sicherheitswache:

z. B. brennender Müllkorb

z. B. brennender PKW

z. B. Gebäudebrand

Irrtum des Meldenden

Fehlauslösung einer Brandmeldeanlage, z. B. durch

Wasserdampf oder technische Störung der Anlage

Brandsicherheitswache bei Veranstaltungen


Statistik

Stundenzahlen teilweise geschätzt

9


Neuanschaffungen

Neue Technik im Jahr 2010

Neues Drehleiterfahrzeug DLK 23-12

Nachdem das Vorgängerfahrzeug,

ein Drehleiterfahrzeug mit Korb

von Magirus Deutz aus dem Jahr

1982 nicht mehr dem Stand der

Technik entsprach, beschloss der

Pullacher Gemeinderat Anfang

2009 die Beschaffung eines Nachfolgers.

Die Wahl fiel, nachdem

zwei Firmen ihre Produkte präsentiert

hatten und diese an Objekten

im Einsatzgebiet getestet worden

waren, auf ein Fahrzeug der Firma

Iveco Magirus (Ulm).

Die Auslieferung erfolgte nach gut einjähriger Bauzeit im April 2010. Eine Gruppe von Maschinisten

um den Kommandanten Andreas Brandl holte das Fahrzeug im Werk in Ulm ab

und überführte es nach Pullach. Dort wurden sie bereits von zahlreichen Feuerwehrleuten

erwartet, die der Ankunft des neuen Fahrzeugs gespannt

entgegensahen. Bereits am nächsten Tag wurde das Fahrzeug

auf dem Kreisfeuerwehrtag präsentiert, wo es allseits

bewundert wurde.

Wenig später begann unter der Leitung von Otto Horak, der

durch die Herstellerfirma ausgebildet wurde, die Einweisung

der Feuerwehrleute in die Technik des neuen Fahrzeugs,

die insbesondere durch die vielen Steuermöglichkeiten

und die Computerunterstützung sehr komplex ist.

Die exakte Bezeichnung des Fahrzeugs lautet DLK 23-12 GL-T CS. Es wurde auf einem 16 Tonnen-Fahrgestell

mit Straßenantrieb der Firma Iveco aufgebaut, dessen Motor über 300 PS

verfügt. Die Bezeichnung 23-12 bedeutet, dass die Rettungshöhe bei einem Abstand zum

Objekt von 12 Metern genau 23 Meter beträgt. Das letzte Leiterteil ist abknickbar und als

besondere Zusatzausstattung teleskopierbar ausgeführt. Hierdurch kann beispielsweise die

Rückseite von Dächern erreicht werden, was insbesondere

bei schwer zugänglichen Objekten von Vorteil ist. Der

Rettungskorb ist mit 270 Kilogramm belastbar und verfügt

über Halterungen für ein Strahlrohr, Scheinwerfer und die

Krankentragen des Rettungsdienstes. Außerdem kann der

Leiterpark zum Anheben von Lasten verwendet werden.

Die Beladung umfasst Atemschutzgeräte, einen Schlauch,

dessen Länge auf die Drehleiter abgestimmt ist, einen

schallgedämpften, leistungsfähigen Stromerzeuger, eine

Krankentrage, Motorsägen, Gerätschaften zur Absturzsicherung

und diverse andere Ausrüstungsgegenstände.

10

Nachdem die Einweisung der Bedienmannschaften abgeschlossen

war ging das Fahrzeug in Dienst. Das Vorgängermodell

wurde im Sommer in die ukrainische Partnerstadt

Baryschiwka überführt, wo es jetzt seinen Dienst leistet.


Neuanschaffungen

Notfallrucksäcke in Dienst gestellt

Um sowohl Kameraden, die bei Einsätzen oder Übungen medizinischer Hilfe bedürfen, als

auch Mitbürgern, die bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes durch die Feuerwehr erstversorgt

werden müssen, professionelle Hilfe zukommen lassen zu können, wurden bei der Feuerwehr

Pullach im Juni zwei Notfallrucksäcke in Dienst gestellt.

Die beiden nahezu identisch ausgestatteten Rucksäcke enthalten

sämtliche Gerätschaften, die zur Erhaltung oder Wiederherstellung

der Vitalfunktionen benötigt werden. Vom

Blutdruckmessgerät über zahlreiche Verbände, eine Sauerstoffflasche

mit Beatmungsbeutel und Infusionen bis hin zu

Möglichkeiten der Atemwegsicherung bei bewusstlosen Patienten

werden alle wichtigen Gegenstände mitgeführt. Einer

der Rucksäcke enthält zusätzlich einen sogenannten Automatisierten

Externen Defibrillator, also ein Gerät, das zur

Beseitigung von lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen Stromstöße abgeben kann.

Die Beschaffung von zwei Pulsoximetern, also Geräten, die die Sauerstoffsättigung im Blut

sowie die Herzfrequenz messen, wurde durch die großzügige Spende der beiden Pullacher

Apotheker Bernhard Grüneisen (Rabenapotheke) und Axel Schwarz (Schubertapotheke) ermöglicht.

Ebenso steuerten sie einige Verbrauchsmaterialien zur Ausstattung der Rucksäcke

bei. Die Feuerwehr Pullach bedankt sich auf diesem Wege nochmal sehr herzlich für die großzügige

Spende!

Im September begann die Einweisung der Mannschaft auf die mitgeführten Geräte. Im Rahmen

eines Übungsabends erklärten die Erste Hilfe-Ausbilder der Pullacher Feuerwehr ihren

Kameraden grundlegende Hilfstätigkeiten wie Blutdruckmessen

oder Vorbereiten einer Infusion. Ende des Jahres

konnte ein zweiter Defibrillator, der auch über die Möglichkeit

der Ableitung eines EKG verfügt, sowie eine Übungspuppe

angeschafft werden, mit der in Zukunft die Erste Hilfe-Fortbildung

praxisnah gestaltet werden kann. Die Ausstattung

wurde bereits bei mehreren Einsätzen sehr erfolgreich

eingesetzt und unterstützte die Feuerwehrkameraden

bei der Versorgung von verletzten Personen bis zum Eintreffen

des Rettungsdienstes.

Ausrüstung für die Wasserrettung

Aufgrund der seit einiger Zeit stark vermehrten Einsatztätigkeit

im Bereich der Wasserrettung beschaffte die Feuerwehr

Pullach im vergangenen Jahr neue Ausrüstung für diese herausfordernde

Aufgabe. Neben neuen Schwimmwesten, die

die Bewegungsfreiheit weniger einschränken als ihre Vorgängermodelle,

wurden Schwimmleinen und mehrere Hilfsmittel

zur Sicherung von

im Wasser treibenden Personen

beschafft. Herzstück

des Ausrüstungskonzepts ist ein sogenannter Überlebensanzug,

der im Bild rechts zu sehen ist. In Kombination mit

einer Schwimmweste verleiht er dem Retter Auftrieb und

schützt auch vor Unterkühlung. Die Ausrüstung wurde bereits

getestet und geht in Dienst, nachdem sie ausführlich

beübt wurde.

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Einsätze

Einsätze 2010 - ein Auszug

23.03.2010, 08:59 Uhr - Adolf-Wenz-Straße

Keller unter Wasser

Die ersteintreffenden Feuerwehrleute staunten zunächst,

als ihnen das Wasser bereits aus der Haustüre entgegenkam.

Ein abgerissener Heizungsschlauch im Keller hatte für

diesen massiven Wasserschaden gesorgt, der vorsichtigen

Berechnungen zufolge

mindestens 100 000 Liter

umfasste. Die Feuerwehr

setzte, nachdem der Energieversorger

das Gebäude

stromlos geschaltet hatte, eine große Schmutzwasserpumpe

sowie eine Tauchpumpe und zwei Wassersauger ein.

Nach über drei Stunden war der Einsatz für die zwölf angerückten

Feuerwehrleute beendet.

12

26.03.2010, 04:17 Uhr - Grünwald, Schloßstraße

Großbrand

Der spektakulärste Großeinsatz des Jahres 2010 führte 43

Pullacher Feuerwehrleute am frühen Freitagmorgen in ein

Grünwalder Einkaufszentrum. Dort war kurz zuvor ein

Brand im Obergeschoß ausgebrochen, der sich rasch ausbreitete.

Die Kräfte aus Pullach und Grünwald begannen

mit der Brandbekämpfung und wurden wenig später

durch weitere Löschzüge aus Baierbrunn, Straßlach, und

Taufkirchen unterstützt. Ebenfalls vor Ort waren mehrere

Rettungs- und Notarztfahrzeuge,

die Kreisbrandmeister und -inspektoren,

der Kreisbrandrat, der Einsatzleitwagen des Landkreises,

Mitglieder des ABC-Zuges sowie zahlreiche Polizeifahrzeuge.

Das Feuer wurde von vier Drehleitern und mehreren

Löschrohren gleichzeitig

bekämpft. Unterdessen

waren weitere Feuerwehrleute

in den bereits

abgelöschten Gebäudeteilen mit der Beseitigung des immensen

Wasserschadens beschäftigt. Aufgrund der Ausdehnung

des Feuers auf den kompletten Gebäudetrakt

und die schwierigen baulichen Gegebenheiten konnte erst


Einsätze

07.04.2010, 17:05 - Forstenrieder Park

Waldbrand

Im Forstenrieder Park, nahe der Garmischer Autobahn war

Jungwald auf einer Fläche von ungefähr 10 000 Quadratmetern

in Brand geraten. Mit dem Wasservorrat der beiden

Pullacher Tanklöschfahrzeuge wurden die Feuerwehren

Neuried und Planegg bei der Brandbekämpfung unterstützt.

Ebenfalls vor Ort waren der Einsatzleitwagen, der

zuständige Kreisbrandinspektor, die Polizei und ein

Rettungswagen der Berufsfeuerwehr. Der Einsatz war nach

gut einer Stunde beendet.

gegen 13 Uhr „Feuer aus“ gemeldet werden. Glücklicherweise

wurde niemand verletzt, die Bewohner konnten sich

selbst in Sicherheit bringen. Der Schaden dürfte im mittleren

siebenstelligen Bereich liegen. Für die letzten Feuerwehrkräfte,

zu denen auch einige aus Pullach zählten, war

der Einsatz gegen 17 Uhr beendet. Der anschließenden Berichterstattung

zufolge konnte ein defektes Elektrogerät als

Brandursache ermittelt werden.

12.04.2010, 12:39 - Ebenhausen, Wolfratshauser Straße

Gefahrstoffaustritt

Ein Fass, in dem sich hochkonzentriertes Wasserstoffperoxid

befand, sorgte für einen Großeinsatz in Ebenhausen.

Der Fahrer des Giftmobils, der das Fass zur Entsorgung entgegengenommen

hatte, bemerkte austretende Dämpfe

und alarmierte die Feuerwehr. Daraufhin rückten zahlreiche

Kräfte aus Ebenhausen, Hohenschäftlarn, Baierbrunn

und Pullach, sowie fünf Mitglieder der Kreisbrandinspektion,

mehrere Rettungsund

Notarztfahrzeuge,

der ABC-Zug und die Polizei an. Zwei Pullacher Feuerwehrleute,

ausgerüstet mit Atemschutzgeräten und Chemieschutzanzügen,

erkundeten die Lage genauer und beseitigten

die Gefahr, indem sie das Gefäß in ein luft- und flüssigkeitsdichtes

Überfass stellten. Für die Feuerwehr Pullach,

die mit fünf Fahrzeugen und 16 Feuerwehrleuten anrückte,

war der Einsatz nach einer Stunde beendet.

19.05.2010, 14:23 - Isarhang Höhe Georg-Kalb-Straße

Tierrettung

An diesem Tag wurde die Feuerwehr Pullach mittags gerufen,

da Spaziergänger einen Hund etwa auf Höhe der Waldwirtschaft

in einem Fuchsbau entdeckt hatten. Die elf angerückten

Feuerwehrmänner gruben den Hund zunächst

mit Schaufeln und anschließend mit den bloßen Händen

frei. Da die Hundedame sich mit der Leine in einer Wurzel

verfangen hatte, wäre sie von selbst nicht mehr frei gekommen

- das Eingreifen der Feuerwehr war ihre letzte

Rettung. Im Anschluss an die zweistündige Rettungsaktion

wurde sie an ihre überglückliche Halterin übergeben, die bereits zum zweiten Mal innerhalb

weniger Jahre das Leben ihres Begleiters dem Eingreifen der Einsatzkräfte verdankt.

13


Einsätze

03.06.2010 - 05.06.2010 - Bereich der Isar

Mehrere Einsätze in Zusammenhang mit Hochwasser

Zu insgesamt fünf Einsätzen, die durch das Isarhochwasser bedingt waren, wurde die Pullacher

Feuerwehr Anfang Juni gerufen. Den Anfang machten

zwei Keller in der Wenz-Siedlung, die mit Grundwasser vollgelaufen

waren. Feuerwehrleute brachten Tauchpumpen

und Wassersauger zum Einsatz, um den Schaden zu beseitigen.

Um ständige Alarmierungen der Feuerwehr zu vermeiden

wurden Tauchpumpen fest an bestimmten Punkten der

Wenz-Siedlung installiert, die mehrmals täglich durch Feuerwehrleute

kontrolliert wurden. Bereits am Tag darauf entspannte

sich die Lage jedoch.

Zu zwei deutlich brisanteren Einsätzen kam es am Nachmittag

des 5. Juni. Ein Großaufgebot von Feuerwehren aus

Stadt und Landkreis München, Rettungsdienst, Polizei und

Wasserwacht sowie ein Hubschrauber wurden alarmiert,

da vier unvorsichtige Schlauchbootfahrer nahe der Großhesseloher

Brücke ins Wasser geraten waren. Wie sich wenig

später herausstellte, konnten sich alle Personen selbst

ans Ufer retten.

Nur eineinhalb Stunden später, während der Nachbesprechung

des ersten Einsatzes, wurde ein hilflos in der Isar

treibender Kanufahrer gemeldet. Die gleichen Einheiten

setzten sich in Bewegung und unterstützten Polizisten, die

den Hilflosen im Wasser entdeckten, bei der Rettung.

In diesem Zusammenhang weist die Feuerwehr darauf hin,

dass die Isar insbesondere bei Hochwasser ein reißender

Fluss ist, dessen Gefahren nicht zu unterschätzen sind!

29.10.2010, 14:16 Uhr - Höllriegelskreuth

Bombenfund

Bauarbeiter stießen bei Rodungsarbeiten für die dritte Geothermiebohrung

auf eine Bombe aus dem zweiten Weltkrieg.

Nach einer Erkundung der Lage durch Feuerwehr,

Kreisbrandinspektion, Polizei und Kampfmittelräumdienst

wurde beschlossen, die Bombe vor Ort zu entschärfen. Zu

diesem Zweck wurden ein Einkaufszentrum und gut 30

Wohnungen im Umfeld des Fundorts evakuiert. Feuerwehrleute

aus Pullach, Grünwald und Baierbrunn räumten das

betroffene Gelände und

öffneten Wohnungen, falls dort niemand reagierte. Anschließend

gingen die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei,

unterstützt durch drei Rettungswägen und ein Notarztfahrzeug,

in Bereitschaft, um bei Zwischenfällen während

der Entschärfung eingreifen zu können. Außerdem

wurde die B11 für den Verkehr gesperrt. Nach sechs Stunden

vermeldete der Sprengmeister die erfolgreiche Entschärfung

der Bombe, so dass alle Sperrungen aufgehoben

werden konnte und der Einsatz beendet war.

14

Die beschriebenen Einsätze stellen nur einen kleinen Auszug aus unserer Tätigkeit im Jahr

2010 dar. Eine Liste aller Einsätze, teilweise mit Bericht und Bildern, finden Sie tagesaktuell

auf unserer Website unter www.feuerwehr-pullach.de!


Ausbildung

Ausbildung im Jahr 2010

Nur Feuerwehrangehörige, die konsequent an Aus- und Fortbildungsveranstaltungen teilnehmen,

können im Einsatz schnell und sicher arbeiten. Die Feuerwehr Pullach bietet ihren aktiven

Mitgliedern über das Jahr verteilt zahlreiche Möglichkeiten, dieser Pflicht nachzukommen.

Dazu gehören selbstverständlich die Übungen am Standort, die die Grundlage für die Feuerwehrarbeit

bilden. Der Grundausbildungslehrgang sowie einige weitere Kurse werden im

Kreisausbildungszentrum in Haar abgehalten. Für Führungslehrgänge und sonstige Weiterbildungen

wird regelmäßig das Angebot der drei Staatlichen Feuerwehrschulen in Geretsried,

Regensburg und Würzburg in Anspruch genommen.

Erwähnenswert ist in diesem Jahr insbesondere, dass für die Feuerwehranwärter, die noch

keinen Grundausbildungslehrgang besucht haben, einige Übungen auf Standortebene angeboten

wurden. Unter Leitung von Hans Horak erlernten sie bei Sonderübungen im Herbst die

grundlegenden Feuerwehrtätigkeiten.

Außerdem besuchten mehrere Feuerwehrleute die Kurse Truppmann Teil 2 und Truppführer.

Sie konnten somit ihre Grundausbildung abschließen.

Um einem Mangel an Maschinisten, also Fahrern für die Großfahrzeuge, vorzubeugen, wurde

in diesem Jahr mit der Ausbildung von drei Feuerwehrleuten zu Maschinisten begonnen.

Ein kleiner Auszug aus dem Ausbildungsgeschehen ist auf den nächsten Seiten zu finden.

09.03.2010 - Gruppenübung „Baustellenunfälle“

Geothermie-Gelände Hans-Keis-Straße

Insbesondere in Zusammenhang mit der Erweiterung des Fernwärmenetzes für die Pullacher

Geothermie-Anlage ist seit einigen Jahren im Gemeindegebiet

eine verstärkte Tiefbautätigkeit festzustellen. Goran

Popov, Gruppenführer bei der Pullacher Feuerwehr und

Verantwortlicher des Rathauses für diese Baumaßnahmen,

organisierte im Verlauf des Jahres drei Gruppenübungen,

bei denen das besondere Verhalten bei Tiefbauunfällen geübt

wurde. In Zusammenarbeit mit einer Baufirma konnte

so das Sichern einer Baugrube und die Personenrettung unter

realistischen Bedingungen geübt werden.

11.05.2010 - Gruppenübung „Messtechnik“

Gerätehaus

Häufig kommt es im Rahmen von Aushubarbeiten auf Baustellen

zur Beschädigung von Gasleitungen, ebenso wie auch

der Gas-Hausanschluss von Leckagen betroffen sein kann. In

einem solchen Fall wird die Feuerwehr alarmiert, um Messungen

durchzuführen und die Einsatzstelle bis zum Eintreffen

der Stadtwerke abzusichern. Außerdem sind die Unfallgefahren

beim Transport von Gefahrgütern auf den Straßen

oder der Lagerung entsprechender Stoffe nicht zu unterschätzen.

Um eine solche Gefahr zu erkennen und die richtigen

Maßnahmen einzuleiten sind regelmäßige Übungen mit den Messgeräten der Feuerwehr

wichtig. Unter der Leitung von Florian Oesterreicher, dem Gefahrgutbeauftragten der Pullacher

Feuerwehr, wurden drei Messübungen durchgeführt. Dabei erlernten die Teilnehmer

den Umgang mit einem Messgerät, das den Anteil von explosionsfähigen Gasen in der Luft

misst. Mithilfe von Prüfröhrchen, deren Handhabung Hans Horak erläuterte, kann bei unbekannten

Chemikalien die Art des Stoffes bestimmt werden.

15


Ausbildung

12.06.2010 - Gemeinsame Übung

Isar

Eine Samstagsübung im Sommer bei traumhaftem Wetter

ist quasi prädestiniert für das Isarufer als Übungsort. Für

die zahlreich erschienenen Feuerwehrleute stand an diesem

Tag der Aufbau einer Wasserversorgung und die

Rettung einer Person vom anderen Isarufer mit Transport

und anschließender medizinischer Versorgung auf dem

Programm. Die Förderung von Wasser aus der Isar über

eine Fahrzeugpumpe und

eine tragbare Pumpe sowie

die anschließende Wasserabgabe über verschiedene

Strahlrohre und die Wasserwerfer der Fahrzeuge waren die

erste Aufgabe. Außerdem wurde das Wenderohr der neuen

Drehleiter erstmals in Betrieb genommen. Zusätzlich übten

die Bootsführer den Transport einer verletzten „Person“

vom Mitteldamm zum Isarufer, wo diese anschließend medizinisch

erstversorgt wurde.

15.06.2010 - Atemschutzübung

Gerätehaus

Jeder Atemschutzgeräteträger muss zum Erhalt dieser Qualifikation

mindestens einmal pro Jahr eine sogenannte Belastungsübung

absolvieren. Dazu muss je eine bestimmte

Strecke auf der Endlosleiter und dem Laufband, selbstverständlich

in voller Montur, zurückgelegt werden. Anschließend

müssen die Feuerwehrleute die Atemschutzübungsstrecke

durchlaufen und in der Brandsimulationsanlage ihr

Können unter Beweis stellen. Diese Übung wird, um allen

Feuerwehrleuten die Teilnahme zu ermöglichen, mehrmals

im Jahr angeboten. Zusätzlich ist in regelmäßigen Abständen eine betriebsmedizinische Untersuchung

vorgeschrieben.

14.09.2010 - Gruppenübung „Anheben von Lasten“

Gerätehaus

Die erste gemeinsame Übung nach den Sommerferien mit

dem Thema „Anheben von Lasten“ verlangte von den Teilnehmern

Einiges an technischem und physikalischem Verständnis.

Aufgeteilt in zwei Gruppen hatten sie je abwechselnd

verschiedene Aufgaben zu bewältigen: Eine Gruppe

hob einen Rollwagen mithilfe einer hydraulischen Winde, in

der Feuerwehrsprache „„Büffelheber“ genannt, an. Die

andere Gruppe musste einen mehrere hundert Kilogramm

schweren Stein mithilfe von Hebekissen anheben. Angenommen

wurde, dass sich darunter eine eingeklemmte Person befindet. Wichtigstes Lernziel

dieser Übung war der korrekte Unterbau der anzuhebenden Last. Nachdem beide Gruppen

die Aufgaben erfolgreich bewältigt hatten präsentierte Harald Stoiber das neue Konzept der

Gerätebereitstellung (siehe Seite 17).

16

25.09.2010 - Ausbildung für polnische Feuerwehrleute

Gerätehaus

Nachdem der erste Ausbildungstag für Feuerwehrleute aus den polnischen Partnerlandkreise

Krakau und Wieliczka vor zwei Jahren ein voller Erfolg war, wurde diese Aktion im September


Ausbildung

wiederholt. Erneut wurden mehrere polnische Feuerwehrkameraden

als Multiplikatoren im Bereich „Technische Hilfeleistung

bei Verkehrsunfällen“ ausgebildet. Das Pullacher

Ausbilderteam um Tobias Bente hatte zwei neuwertige

Fahrzeuge der 5er-Reihe von BMW zur Verfügung, um die

Schwierigkeiten der Patientenbefreiung bei modernen Fahrzeugen

zu demonstrieren.

Auch die Rettung aus

schwierigen Lagen, nämlich

einem auf dem Dach oder der Seite liegenden Fahrzeug,

wurde trainiert. Aufgrund der guten Fachkenntnisse

und vor allem der außerordentlichen Zusammenarbeit unter

den polnischen Feuerwehrleute konnte diese alle Aufgaben

hervorragend erfüllen - auch die Pullacher Ausbilder

konnten sich hier noch das Ein oder Andere abschauen.

09.11.2010 - gemeinsame Übung „Technische Hilfeleistung“

Gerätehaus

Um die Pullacher Feuerwehrleute optimal auf die technische

Rettung von eingeklemmten Personen bei Verkehrsunfällen

vorzubereiten wurde im November eine gemeinsame

Übung mit diesem Thema abgehalten. Ebenfalls wurde erstmals

das neue Konzept einer Bereitstellungsfläche für alle

benötigten Geräte eingeübt. Dies ermöglicht eine schnelle

Rettung der eingeklemmten Person, da alle Gerätschaften

sofort zur Verfügung stehen. Außerdem wurden, wie bereits

mit den polnischen Feuerwehrkameraden, außergewöhnliche

Situationen, beispielsweise auf der Seite und auf dem Dach liegende Fahrzeuge geprobt

und entsprechende Befreiungstechniken durch den Ausbilder

gezeigt. Auch die Handhabung der schweren Gerätschaften

- hydraulische Rettungsgeräte wiegen bis zu 25

Kilogramm - muss regelmäßig geübt werden. Bei Einsätzen

im Straßenverkehr ist die Absicherung der Unfallstelle eine

ausgesprochen wichtige Maßnahme, die sowohl dem

Schutz der am Unfall beteiligten Personen, als auch dem

der Rettungskräfte dient. Die Ausleuchtung der Einsatzstelle

ist eine weitere Maßnahme, die regelmäßig für den

Ernstfall trainiert werden muss.

13.11.2010 - gemeinsame Übung „Gefahrstoffaustritt“

Geothermieanlage

Die letzte Übung des vergangenen Jahres - traditionell an

einem Samstag tagsüber - fand auf dem Gelände der ersten

Pullacher Geothermiebohrung statt. Angenommen wurde

ein Gefahrstoffaustritt im Keller der Steuerzentrale, bei

dem die Feuerwehrleute

zunächst mit Chemieschutzanzügen

ausgerüstet

erkunden mussten

und anschließend einen

Brand bekämpften. Nach einer Nachbesprechung der

Übung, die durch Harald Stoiber ausgewertet wurde, folgte

ein gemeinsames Essen im Feuerwehrhaus.

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Jugendfeuerwehr

Die Jugendfeuerwehr

Unsere Jugendgruppe besteht Ende 2010 aus elf Mitgliedern. Unter Anleitung der Jugendwarte

Peter Wolff und Andreas Brandl sowie der Jugendbetreuer Urs Golle, Julius Haas, Florian

Horak, Stephanie Westenthanner und Justus Würthner wurde auch in diesem Jahr wieder

fleißig geübt.

Ein besonderes Highlight stand im Juli 2010 für die Jugendgruppe

auf dem Programm. Sie legte als erste und bisher

einzige Gruppe im Landkreis München die sogenannte

„Leistungsspange der Deutschen Jugendfeuerwehr“ ab, die

in einer Veröffentlichung des Deutschen Feuerwehrverbandes

als „höchste Auszeichnung“ und „Krönung der Mitgliedschaft

in der Jugendfeuerwehr“ bezeichnet wird. Gemeinsam

mit Jugendlichen aus dem Bereich Süd der Freiwilligen

Feuerwehr München wurde die Prüfung auf dem Sportplatz des Erasmus-Grasser-

Gymnasiums abgelegt.

Die zu bewältigenden Aufgaben werden in fünf Bereiche aufgeteilt:

Löschübung, Staffellauf, Kugelstoßen, Schnelligkeitsübung

und Fragenbeantwortung. Zuerst muss ein schulmäßiger

Löschangriff nach Feuerwehrdienstvorschrift vorgenommen

werden, dies stellt die Grundlage eines jeden Brandeinsatzes

dar. Es folgt ein Staffellauf über 1500 Meter, der von

der aus neun jungen Feuerwehrleuten bestehenden Gruppe

in höchstens vier Minuten absolviert werden muss. Im Rahmen

der Schnelligkeitsübung müssen anschließend innerhalb

von 75 Sekunden acht Schläuche ausgerollt und verbunden

werden. Eine weitere sportliche Herausforderung

stellt das Kugelstoßen dar, wobei die Mannschaft insgesamt

mindestens 55 Meter erreichen muss. Im theoretischen Teil

mussten die Jugendlichen mit ihrem Fachwissen überzeugen,

um anschließend die Urkunden zu erhalten.

Nachdem alle Jugendlichen ihre Urkunden und Abzeichen

erhalten hatten feierte die Gruppe diesen besonderen Erfolg.

Einige Wochen später erhielten alle Teilnehmer ein T-

Shirt mit einer entsprechenden Aufschrift, das diese Leistung

nochmals würdigt.

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Auch an dieser Stelle nochmals Glückwunsch zu dieser Leistung,

auf die die gesamte Pullacher Feuerwehr stolz ist!


Jugendfeuerwehr

Im Herbst nahm die Gruppe am Bundeswettbewerb Jugendfeuerwehr,

einem zweiteiligen Wettkampf, teil. Im A-Teil

muss ein kompletter Löschangriff aufgebaut werden, wobei

einige Hindernisse wie ein „Wassergraben“ oder eine Leiterwand

zu überwinden sind. Der B-Teil ist ein Staffellauf, währenddessen

feuerwehrtechnische Aufgaben wie beispielsweise

das Aufrollen eines Schlauches erledigt werden. Unter den

Augen von Bürgermeister Jürgen Westenthanner und zahlreicher weiterer Besucher konnte

die Gruppe einen hervorragenden dritten Platz erreichen! Dank der wochenlangen Vorbereitung

durch die Betreuer und dem engagierten Auftreten der Jugendlichen nimmt die Feuerwehr

Pullach im nächsten Jahr an der Bezirksausscheidung, dem nächsten Schritt auf dem

Weg zum Bundeswettbewerb, teil.

Am gleichen Tag fand auch der diesjährige Jugendwissenstest statt, bei dem die jungen Feuerwehrleute

Fragen zu jährlich wechselnden Themen, diesmal „Organisation der Feuerwehr

und Jugendschutz“, beantworteten und anschließend entsprechende Abzeichen überreicht

bekamen.

Im September besuchte die Jugendgruppe gemeinsam mit ihren

Betreuern einen Klettergarten am Blomberg. Sowohl aus sportlicher

Sicht, als auch zur Förderung des Teamgeists, war dieser

Ausflug ein voller Erfolg. Körperliche Fitness, Geschicklichkeit und

insbesondere die vertrauensvolle Zusammenarbeit untereinander

sind einige der wichtigsten Eigenschaften, die in Pullach bereits

den jüngsten Feuerwehrleuten beigebracht werden.

Auch abseits der Ausbildungstätigkeit ist die Jugendfeuerwehr aus dem Leben der Feuerwehr

Pullach nicht mehr wegzudenken. Ihre Mitglieder sind die Stütze des wöchentlich stattfindenden

Dienstsports und sind auch bei allen anderen Veranstaltungen mit viel Engagement dabei.

Ob bei der Schauübung für die Kinder aus den ukrainischen Partnergemeinden, dem Bau

einer neuen Spritzwand für den Tag der offenen Tür, der Restauration des Oldtimerfahrzeugs

oder dem Infostand am Weltkindertag - überall ist die Jugendfeuerwehr vertreten.

Bei Einsätzen dürfen Jugendliche, die das 16. Lebensjahr vollendet und die Grundausbildung

abgeschlossen haben, außerhalb des Gefahrenbereichs unter Anleitung eines erfahrenen Kollegen

eingesetzt werden und erste Erfahrung sammeln.

Zur Mitgliedergewinnung ist die Jugendfeuerwehr bei den bereits genannten Veranstaltungen,

ebenso wie beispielsweise beim Weihnachtsbazar des Pullacher Gymnasiums, vor Ort.

Eine besonders enge Kooperation pflegt die Pullacher Feuerwehr seit einigen Jahren mit dem

Staatlichen Gymnasium in der Hans-Keis-Straße. Zwei gemeinsame Räumungsübungen, das

Engagement von jungen Feuerwehrleuten im Sicherheitsteam des Gymnasiums und die großzügige

Haltung der Schulleitung, was zeitliche Verpflichtungen im Rahmen der Feuerwehrmitgliedschaft

angeht, machen diese Partnerschaft für alle Seiten attraktiv.

Als besonderes Highlight hatte die Feuerwehr die Möglichkeit,

sich im Juli an einem Vormittag vor den Schülern der

Jahrgangsstufe 7-9 zu präsentieren. Nach guter Vorbereitung

wurde den Schülerinnen und Schülern ein attraktives Programm

geboten: Die Vorführung des Feuerwehrfilms, ein

Vortrag über die Aufgaben der Feuerwehr, praktische Übungen

an einem Feuerlöschertrainer und eine Geschicklichkeitsaufgabe

mit dem hydraulischen Spreizer.

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Aktivitäten

Weitere Aktivitäten im Jahr 2010

Tag der offenen Tür mit Fahrzeugweihe

Der diesjährige Tag der offenen Tür stand ganz im Zeichen

der Einweihung des neuen Drehleiterfahrzeugs. Um 11 Uhr

wurde das neue Einsatzfahrzeug sowie ein vom Feuerwehrverein

angeschaffter Mannschaftswagen von den beiden

Pullacher Pfarrern Stefan Füger und Kurt Bordon geweiht

und durch den 1. Bürgermeister Jürgen Westenthanner an

den Kommandanten Andreas Brandl übergeben.

Im Laufe des Vormittags füllten sich Gerätehaus und Vorplatz mit zahlreichen Besuchern.

Durch laufende Vorführungen konnten sich die Gäste von der Arbeit ihrer Feuerwehr beeindrucken

lassen. Die Vorführungen zeigten einen Ausschnitt aus der alltäglichen Arbeit der

Feuerwehr.

Kommandant Andreas Brandl und die Aktiven und Passiven der Pullacher Wehr hatten alle

Hände voll zu tun, um durchgehend von 10 Uhr bis 15 Uhr ein sehr umfang- und abwechslungsreiches

Programm für die großen und kleinen Besucher zu bieten.

Begeistert waren jung und alt von den Fahrzeugen, den modernen

Gerätschaften und dem Gerätehaus der Feuerwehr

Pullach. Ein Anziehungspunkt war auch das liebevoll restaurierte

Tanklöschfahrzeug aus dem Jahr 1954. Die aktiven

und passiven Mitglieder standen den Besuchern stets zur

Seite und beantworteten jede Frage.

Besonders attraktiv - nicht nur für die Kleinen - war die Vorführung

von Modell-Feuerwehrautos, die ferngesteuert

über den Vorplatz rasten und ein Miniatur-Feuer mit einem Wasserwerfer löschten. Die Feuerwehr

Pullach ist stolz, die beiden deutschen Meister im Modellbau, Hermann und Tobias

Popp, als aktive Mitglieder in ihren Reihen zu haben.

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Für die Jugendlichen der verschiedenen Altersstufen gab es

zusätzlich Möglichkeiten, sich selbst als Feuerwehrleute zu

betätigen. Die Kleinsten versuchten an der von unserer Jugendfeuerwehr

betreuten Spritzwand imaginäre Feuer zu

„löschen“. Die Größeren konnten Ihre ganze Geschicklichkeit

beim Bierkistenstapeln beweisen.

Allgemeine Informationen zum Thema Vermeidung von

Gefahren im Haushalt, Brandschutz und Rauchmelder so-


Aktivitäten

wie Luftballons für die Kinder und ein Kinderquiz gab es am Infostand der Feuerwehr. Die Kollegen

von der Polizeiinspektion in Grünwald versorgten die Besucher zusätzlich mit wichtigen

Informationen zum Schutz von Wohnungen und Wohnhäusern gegen Einbruch.

Auch das leibliche Wohl kam nicht zu kurz. Die Feuerwehrfrauen

und -männer versorgten ihre Gäste mit Getränken,

grillten Würstl und Fleisch und boten Kaffee sowie selbst gemachte

Kuchen und Torten zum Verzehr an. Die Resonanz

der Besucher betrachtend, kann man diesen Tag der offenen

Tür als sehr gelungen bezeichnen. Einer Neuauflage im

nächsten Jahr steht also nichts entgegen. Der Termin für den

Tag der offenen Tür im Jahr 2011 wird über die Presse bekanntgegeben.

Besuch der Feuerwehrmesse „Interschutz“

An einem Donnerstag im Juni machten sich am frühen Morgen

sieben Feuerwehrleute auf den Weg zu einer Fortbildungsveranstaltung

der besonderen Art. Sie besuchten die

internationale Feuerwehrmesse „Interschutz“ in Leipzig im

Rahmen eines Tagesausflugs. Um sich über die neuesten Entwicklungen

in allen Bereichen des Feuerwehrwesens zu informieren,

haben die Feuerwehrleute – und auch der Feuerwehrverein,

der sich dankenswerterweise finanziell beteiligte

– keine Kosten und Mühen

gescheut. Der Ausflug, der letztendlich 23 Stunden dauerte,

hat sich aus Sicht aller Beteiligten auf jeden Fall gelohnt:

Neuerungen im Bereich der Fahrzeugtechnik, Schutzausrüstung,

Kommunikation und Übungsmöglichkeiten wie der

Durchgang durch eine Atemschutzübungsstrecke machten

den Tag für alle Teilnehmer unvergesslich. Ein Besuch der

nächsten Messe im Jahr 2015 - dann wieder in Hannover -

ist selbstverständlich geplant.

Der Feuerwehrfilm

Hollywood in der Habenschadenstraße - so könnte man beschreiben,

was sich an einem Samstag im Mai dort abspielte.

Ausgerüstet mit einem Drehbuch begannen die Vorbereitungen

in einem zum Abriss vorgesehenen Haus, es wurden

Nebelmaschinen und Rauchbomben installiert, Verletzte

geschminkt und die Darsteller eingeteilt. Die Anfahrt der

Feuerwehrleute zum Gerätehaus, das Ausrücken, die Erstmaßnahmen

an der „Einsatzstelle“ - all das wurde auf zwei

hochwertigen Kameras festgehalten, in wochenlanger Arbeit

geschnitten und wird seitdem am Tag der offenen Tür und

allen anderen öffentlichen Auftritten der Pullacher Feuerwehr

gezeigt, um den Einsatzablauf bei einem Zimmerbrand

darzustellen. Für die Möglichkeit, die Filmaufnahmen in High

Definition-Qualität durchzuführen, ist die Feuerwehr Pullach

der Firma Foto-Video Sauter am Sendlinger Tor, die die zwei

Kameras kostenfrei auslieh, zu größtem Dank verpflichtet.

Auch der Firma Dech und Schulz, die das Objekt zur Verfügung stellte, sei nochmals gedankt.

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Informationen

Das können Sie tun

Abgesehen von Ihrer aktiven Mitgliedschaft oder einer Spende, gibt es einige Maßnahmen,

die Sie ergreifen können, um im Ernstfall sich selbst und uns zu helfen.

Bereits Kleinigkeiten können hilfreich sein: Achten Sie darauf, dass die Hausnummer gut

sichtbar und nicht zugewachsen ist, ein beleuchtetes Schild ist optimal und erleichtert uns

das Auffinden der Einsatzadressen. Nicht in Feuerwehranfahrtszonen zu parken sollte eigentlich

selbstverständlich sein. Außerdem ist in manchen engen Straßen das Durchkommen

mit den Großfahrzeugen sehr schwierig - auch hier können Sie etwas tun!

Auf zwei Themen wollen wir hier etwas ausführlicher eingehen:

Der richtige Notruf

Die europaweit einheitliche Notrufnummer für Feuerwehr und Rettungsdienst lautet 112!

Ob vom Handy oder Festnetztelefon, ein Notruf unter der 112 ist in jedem Fall kostenlos.

Damit die Hilfe Sie schnellstmöglich erreicht, sind beim Notruf einige Dinge zu beachten:

Die aufnehmende Einsatzzentrale muss nicht unbedingt die für Ihren Standort richtige sein.

Teilen Sie dem Kollegen in der Einsatzzentrale daher unbedingt Ihren genauen Aufenthaltsort

mit (viele gleichnamige Straßen existieren in verschiedenen Orten!) . Damit alle wichtigen

Informationen enthalten sind, sollten Sie sich folgendes Schema einprägen:

- WER ruft an Nennen Sie Ihren Namen und eine Rückrufnummer.

- WO ist der Einsatzort Geben Sie die genaue Einsatzadresse (Gemeinde, Stadtteil,

Straße, Hausnummer, Stockwerk) an und beschreiben Sie

Besonderheiten (Hinterhof, Parkanlagen, Kilometerangabe

und Fahrtrichtung auf der Autobahn).

- WAS ist passiert Beschreiben Sie mit kurzen Worten was passiert ist: „Es

brennt in der Wohnung“ oder „Mein Kollege ist nicht

ansprechbar“.

- WIE VIELE Verletzte Teilen Sie der Einsatzzentrale die Anzahl der Verletzten mit.

Sind in einem brennenden Haus oder einem PKW Personen

eingeschlossen

- WARTEN! Legen Sie nicht selbstständig auf. Der Mitarbeiter der

Einsatzzentrale beendet das Gespräch, wenn er keine Fragen

mehr hat.

Rauchmelder

Weil bereits drei Atemzüge im Brandrauch tödlich wirken können und zwei Drittel der 50

Brandtoten pro Monat in Deutschland im Schlaf überrascht werden, ist die Installation von

Rauchmeldern eine sehr gute Investition! Der laute Alarm dieses kleinen Lebensretters

warnt Sie und Ihre Familie zu jeder Zeit vor der tödlichen Gefahr, die von Zimmerbränden

ausgeht. Er gibt Ihnen den nötigen Vorsprung, um die Wohnung zu verlassen und die Feuerwehr

zu alarmieren. Um nur qualitativ hochwertige Rauchmelder einzusetzen, sollten Sie auf

die CE-Kennzeichnung, die Prüfung nach EN 14 604 und das VdS-Prüfzeichen achten. Mindestens

in jedem Schlaf- und Kinderzimmer sowie einmal pro Etage (am besten im Flur) sollte

ein Rauchmelder angebracht sein.

Weitere Informationen finden Sie unter www.rauchmelder-lebensretter.de

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Weitere Flyer und Informationen zu Themen des häuslichen Brandschutzes finden Sie unter

www.feuerwehr-pullach.de

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