Ü40 Heft 7_Layout 1

syno.kom.de

Ü40 Heft 7_Layout 1

UAUSGABE 7 | HANNOVER & REGION

40

GEWINNSPIELE

GOP: 5x VARIETÉ FÜR ZWEI

phæno: 5 FAMILIEN-TICKETS

VERKEHRS-VISIONEN

HANNOVER OHNE AUTOS?

SCHNARCHEN

KRANK IM SCHLAF?

ZUM MITNEHMEN


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EDITORIAL

LIEBE LESERINNEN, LIEBE LESER,

LIEBE LESERINNEN, LIEBE LESER,

Endlich Urlaub. Das sagen wir uns auch –

aber haben zuvor selbstverständlich noch

an Sie gedacht. Wenn Ihnen in diesem Jahr

einmal nicht nach weißem Strand ist, nach

Kraxeln im Hochgebirge, Tiefseetauchen

oder Drachenfliegen: Wenn Sie einfach mal

ein paar Tage zu Hause entspannen wollen,

dann haben wir in der neuen Ausgabe von

Ü 40 noch ein paar Tipps für Sie.

Sie können vor der Haustür eine neue Welt entdecken. Das Science

Center phaeno in Wolfsburg ist zwischen sechs Meter hohen

Feuertornados, dem schauspielernden Maschinenmann „Robo“ und

einem Seifenblasenfestival immer für ein phänomenales Erlebnis

gut. Oder Sie suchen mit den Experten von NaTourWissen nach den

vielfältigen Spuren unserer Vergangenheit – Bustouren zu Dino-

Relikten, Eiszeit-Landschaften und den Lebenswelten von Mammut,

Wolf und Höhlenbär. Wir legen Ihnen Kleingärten ans Herz, das

Urlaubsparadies um die Ecke. Wir sagen Ihnen, was die stolze

Maschsee-Flotte inzwischen alles zu bieten hat: Sie müssen ja nicht

gleich heiraten. Oder, a propos Binnengewässer, was Sie alles mit

dem Kanu auf Aller, Oker und Ilser erleben können. Und wir machen

Ihnen mit ausgefallenen Grillrezepten von zwei hannoverschen

Spitzenköchen den Mund wässrig.

Man spricht nicht gern darüber – aber Schnarchen ist inzwischen ein

Thema in vielen Schlafzimmern. Ü 40 sagt Ihnen auf den Gesund -

heitsseiten, woran es liegt und was Sie dagegen tun können. Außer -

dem eine aktuelle Warnung vor dem steigenden Infektionsrisiko

Borreliose: Was tun, wenn die Zecke beißt? Im Ratgeber-Teil machen

wir Sie auf die Vorteile eines Versicherungsschutzes bei Auslands -

reisen und die Notwendigkeit einer Haftpflichtversicherung für

Hunde aufmerksam.

Natürlich finden Sie in dieser Ausgabe wieder die vertraute

Mischung aus Terminen, Trends und Tipps: Beispielsweise, was die

Marktforscher in Sachen Reiselust herausgefunden haben und welche

Vorteile Ihnen eine total vernetzte Wohnung in Zukunft bieten

kann: „Kühlschrank an Handy: Einkaufen!“

Übrigens: Unsere Gewinnspiele finden Sie wie immer auf Seite 34.

Blättern Sie doch mal hin!

Schöne Ferien wünscht Ihnen die Redaktion. Und natürlich viel Spaß

bei der Lektüre dieser Ü 40!

Ihre Sybille Nobel-Sagolla

INHALT

03 Editorial / Inhalt

REGIONALES

INHALT / EDITORIAL 03

04 – 05 Tipps und Trends

06 – 07 Verkehrsvisionen – Auslaufmodell Auto?

08 Giganet – Quantensprung durch Glasfaser

09 Coptograph – Schnappschüsse im Fliegen

10 Cityprojekt – Sinnlichkeit für das Steintor

FREIZEIT

11 phaeno – 350 Phänomene zum Anfassen

12 Kanu – unterwegs auf Aller, Oker und Ilse

13 Maschsee-Flotte – feiern, heiraten und entspannen

14 – 15 NaTourWissen – auf den Spuren der Vergangenheit

16 Kleingärten – der grüne Kult

17 Kleines ganz groß – Fotowettbewerb der Sparkasse

LIFESTYLE

18 – 19 Grillen – Sommerkult auf heißem Rost

GESUNDHEIT

20 Schlafstörung – Schnarchen macht krank

21 Schlafmedizin – Kunststoffschiene wirkt Wunder

22 Zecken – Infektionsrisiko auf acht Beinen

23 Computeritis – innere Uhr aus dem Takt

RATGEBER

24 Hunde – Haftpflichtrisiko auf vier Beinen

25 Urlaub – Versicherungsschutz lohnt sich

REISE

26 Privatjets – Luxus auf der Linie

27 Marktforschung – Reiselust statt Urlaubsfrust

28 – 29 Passau – drei Flüsse und Golf mit Weitblick

BAUEN + WOHNEN

30 – 31 Gartenpool – Lagune für Ferien-Feeling

TECHNIK + VERKEHR

32 Auto-Apps – Smart im Urlaub

33 SerCho – Digitalbutler im vernetzten Heim

SERVICE

34 Gewinnspiele / Notdienste / Impressum


04 REGIONALES Ü40

04 Ü40 NICE TO . . .

NICE TO MEET

BANANEN BEGEISTERN DINKAR

Der Erlebnis Zoo Hannover ist eine tierisch fruchtbare Gesell -

schaft. Ob bei Berberlöwen oder Lamas, Schneeeulen oder

Flamingos, ja sogar bei den Faultieren – in beinahe jedem Gehege

gibt es Nachwuchs. Doch weltweit rekordverdächtig ist das

Geschehen im Dschungelpalast: Fünf asiatische Elefantenbabys

wurden dort 2010, innerhalb eines Kalenderjahres, geboren. Gera

de feierte Nr. 4, das Elefantenkind Dinkar (Sonne) seinen ersten

Geburtstag – knuddelige 411 Kilo schwer, strubbelig behaart und

– wie sein Name schon sagt – sonnigen Gemüts. Der Wonne -

proppen liebt neben seiner Familie nicht nur alle Elefanten -

pfleger, sondern vor allem Bananen. Um Dinkars Begeisterung

über eine Bananentorte als Geburtstagsgeschenk zu verfolgen,

würden Sie natürlich jetzt zu spät kommen. Aber auch so lohnt

sich natürlich jederzeit ein Besuch bei Groß und Klein im Zoo.

Übrigens: Sie können Zoo-Eintrittskarten gewinnen. Blättern Sie

doch mal auf die Seite 34! www.zoo-hannover.de

NICE TO SEE

BEGEGNUNG MIT MARCO POLO

„Il Milione. Die Wunder der Welt“ – seit mehr als 700 Jahren fesselt der Bericht des

Venezianers Marco Polo über seine abenteuerlichen Reisen im China des 13. Jahr -

hunderts Leser in der ganzen Welt: spannende Episoden über ferne Handels -

routen, kriegerische Mongolen, prächtige Paläste und unglaubliche Schätze. Doch

wer war der wagemutige Kaufmann und Reisende im Dienste Kublai Khans?

Einblicke in die fremde Wirklichkeit einer fernen Welt gibt die internationale

Premierenausstellung „Marco Polo – Von Venedig nach China“ im Niedersäch -

sischen Landesmuseum Hannover. Konzipiert von Prof. Giandomenico Romanelli,

dem Direktor der Stiftung der Museen in Venedig, enthält sie kostbare Leihgaben

aus italienischen Museen. Diese werden ergänzt durch Neuentdeckungen aus

deutschen Sammlungen. Videoprojektionen, Grafiken und lebensechte

Rekonstruktionen ermöglichen dem Besucher, die Reisen Polos mit allen Sinnen zu

erleben. Die Ausstellung ist bis zum 26. Februar 2012 zu sehen.

www.landesmuseum-hannover.de

NICE TO HEAR

WELTSTAR UTE LEMPER IM HCC

Seit mehr als 40 Jahren präsentiert Pro Musica bedeutende Orchester,

Dirigenten und Solisten in klassischen oder populären Konzerten. Aus -

ver kaufte Häuser und begeisterte Kritiken begleiten dies Engagement.

Mit der gefeierten Chanson-Diva Ute Lemper wird Pro Musica am

2. Dezember einen gefeierten Weltstar im Hannover Congress Centrum

(HCC) präsentieren. Gemeinsam mit der Astor Piazzola Band wird Ute

Lemper zeigen, wie sich im Nuevo Tango Elemente aus dem Barock, dem

Jazz und der klassischen Musik vereinen – zu Themen, die von Liebe, Tod,

Leidenschaft, Schicksal und Überleben erzählen. Ute Lemper, geboren in

Münster, lebt an der Upper West Side in New York und hat in

Konzerthäusern weltweit Erfolge. Das Piazzolla Sextett beschreibt der

Londoner Guardian als „die letzte unschätzbare Verbindung zu der Welt,

in der Astor Piazzolla gelebt hat“. Beginn 20 Uhr, Kuppelsaal im HCC,

Kartenpreise zwischen 23 und 70 €.

www.promusica-hannover.de


NICE TO VISIT ARTISTIK, POP UND PUNK IM GOP

Turnhose, Pailletten-BH und Irokesen-Frisur:

Jung, wild und modern präsentiert sich noch bis

zum 30. Oktober eine neue Künstler generation

im GOP – Georgspalast Hannover. So faszinierend

wie ihr Aussehen ist auch das Können der

19 jungen Frauen und Männer aus der Ukraine.

Denn das Besondere am Pro gramm „Move“ ist,

dass sich Tänzer, Musiker und Artisten in einer

mitreißenden Show auf höchstem Niveau vereinen.

Während Iana und Andrey mit ausdrucksstarken

Choreographien die Verbindungen zwischen

den Künstlern schaffen, geben die vier Musiker

der Band „Bryats“ den Takt an. Sie spie len rockig

oder gefühlvoll auf der Balalaika oder dem

Akkordeon, entführen die Zuschauer in die Welt

einer absolut neuen Musik, die sie „creativ

Fusion“ nennen.

Eine russische Antwort auf „Apoca liptica“ und

Vanessa May zugleich. Für heitere Intermezzi

sorgen Pavel und Igor. Schüchtern, frech, ko -

misch – die beiden zeigen eine tolle Band breite

an Mimik und Komik.

Ob sie als Jongleure oder mit dem Hula-Hoop-

Reifen auftreten, ob sie mit dem Einrad tanzen

oder sich am Trapez aufrollen, ob Schlangen frau

oder Hand-auf-Hand-Darbietung – alle Künstler

haben der alten, klassischen Artistik mit Pop und

Punk einen neuen Stempel aufgedrückt. Und

das ist mal richtig spannend!

www.variete.de

NICE TO HAVE TRENDS RUND UMS ÖKOHAUS

Gesundheitsaspekte und Wohlbefinden spielen für den Wohnraum

eine bedeutende Rolle – verbringen wir doch einen Großteil unserer

Zeit zu Hause. Der Bildband „Nachhaltiges Wohnen – Meisterwerke

der Bioarchitektur“ illustriert auf 288 Seiten anschaulich herausragende

Tendenzen und Trends rund um das so genannte Ökohaus.

Angesprochen werden in einem faszinierenden Panorama architek-

© White Star Verlag, Steffen Jänicke, Werner Aisslinger

NICE TO . . . Ü40 05

tonischer Artenvielfalt Themen wie Raumklima, thermische

Behaglichkeit, Schadstofffreiheit und die Verwendung von natürlichen

Materialien – die „Poesie der Naturmaterialien“, wie ein Kapitel

überschrieben ist.

Die Autoren, der Architekt und Publizist Marco Moro und die

Landschafts- und Umweltschutzexpertin Beatrice Spirandelli, verstehen

Wohnen und Leben als Einheit zwischen traditionellen Ökomöbeln

oder einer eher subtilen Produktsprache sowie einer innovativen

wie energieeffizienten Technik. Sie zeigen in 322 großformatigen

und überaus beeindruckenden Farbfotografien die Bandbreite aktueller

Projekte mit 43 Beispielen nachhaltiger Architektur aus aller

Welt. Und sie stellen deren Vertreter vor: Visionäre, Pioniere oder aufstrebende

Nachwuchsarchitekten. Eine Quintessenz der Autoren:

„Das ökologische Bauen ist eine neue Form, die Welt zu betrachten.“

Übrigens: Blättern Sie doch mal auf die Seite 34. Dort finden Sie zu

diesem Thema ein Gewinnspiel.

„Nachhaltiges Wohnen – Meisterwerke der Bioarchitektur“, White Star Verlag,

ISBN 978-3-86726-174-6, 38 €.

www.whitestar-verlag.de


06 Ü40 REGION

Das Mackinson Inlet im Südteil des CASE 12-Arbeitsgebiets.

SPURENSUCHE

UNTER EWIGEM EIS

VON DIETER SAGOLLA

Auf der Suche nach einer versunkenen Welt: Ein 13-köpfiges Expeditions -

team der hannoverschen Bundesanstalt für Geowissen schaften und

Rohstoffe (BGR) hat sich auf Ellesmere Island in Nordkanada auf Spu rensuche

nach dem zerbrochenen Riesen kontinent Laurasia begeben.

Der streng wissenschaftliche Blick in die

Vergangenheit erinnert ein wenig an Arthur

Conan Doyles SciFi-Roman „Die vergessene

Welt“: Auf einer mysteriösen Insel sieht sich

eine Forschergruppe Kannibalen, Dinosau -

riern und Riesenpflanzen gegenüber. Nun,

ganz so abenteuerlich gestaltet sich die

aktuelle Arktisexpedition „CASE 12“ (CASE:

Cirum-Arctic Structural Events) nicht.

Immerhin bekommt es die internationale

For schergruppe in der arktischen Wildnis

schon mal mit Eisbären oder angriffslustigen

Moschusochsen zu tun.

Neben vier BGR-Forschern zählten zwei

deutsche und ein britischer Gastwissen -

schaftler sowie technisches Personal und

drei kanadische Inuit-Guides zum Expe -

ditionsteam. Die Inuit schützen das Camp,

etwa 200 Kilometer nördlich der letzten

kanadischen Siedlung Grisefjord, und die

Geologen vor Übergriffen durch Bären und

Ochsen. Das nächste Krankenhaus liegt gut

2.200 Kilometer entfernt.

Bei der knapp 350.000 Euro teuren For -

schungsreise geht es vor allem um alte

Bruchzonen und vulkanische Asche, die

belegen, wie und wann der ehemalige

Nordkontinent „Laurasia“ vor rund 60

Millionen Jahren zerbrochen ist – in „Lau -

rentia“, das heutige Nordamerika und

Eurasien. „Die Untersuchungen sind Teil

eines gigantischen Puzzles von der Ent -

stehung des Polarmeeres“, erklärt BGR-

Polarexperte Dr. Karsten Piepjohn.

Seit 1992 führt die Bundesanstalt CASE-Ex -

peditionen durch, um die Geodynamik der

Randbereiche des Arktischen Ozeans zu

erforschen – Gebiete, über die es bisher nur

geologische Mutmaßungen und fast keine

exakten Daten gibt.

„CASE 12 ist ein Blick in die Vergangenheit, in

eine Zeit, als Europa noch mit Nordamerika

zusammenhing“, so Expeditionsleiter Dr.

Lutz Reinhardt. Damals, kurz nach dem


Der Hubschrauber dient neben der nächtlichen aeromagnetischen Befliegung dem Transport der Geologengruppen.

Aussterben der Dinosaurier, war es auf der Erde zehn Grad Celsius

wärmer als heute und die Arktis war von Wäldern bedeckt.

Neben Zelten mussten Lebensmittel, Arbeitsgeräte und rund 100

Fässer Treibstoff vom 500 Kilometer entfernten Flughafen für die

hubschraubergestützte Expedition 1.300 Kilometer nördlich des

Polarkreises herangeschafft werden. Ellesmere Island ist etwa so

groß wie Großbritannien, wird aber nur von 150 Menschen bewohnt.

In einem Umkreis von 60 Kilometern rund um das Camp wurde das

Expeditionsgelände nachts per Hubschrauber beflogen und magnetisch

gescannt. Mit dieser Methode können nach Auskunft von

Geophysiker Dr. Detlef Damaske geologische Strukturen unterhalb

der mehrere hundert Meter mächtigen Eiskappe der Insel aufgezeichnet

und Rückschlüsse auf den Zerfall des alten Kontinents gezogen

werden.

Immerhin sind in der Arktis 25 Prozent des weltweiten Erdölvor -

kommen zu vermuten. Und wer weiß, was das ewige Eis sonst noch

verborgen hält.

REGION Ü40 07

Zu Erkundungen werden Twin Otter, zweimotorige Flugzeuge, eingesetzt. Die Gletscherfront des Ooblooyah Glaciers im Nordteil der Ellesmere-Insel.

ROHSTOFF-SICHERUNG

MIT KÖNIGLICHEN WURZELN

Die hannoverschen Forscher in Sachen Grund und Boden

starteten vornehm: Die Bundesanstalt für Geowissenschaften

und Rohstoffe (BGR) wurde 1873 als Königlich Preußische

Geologische Landesanstalt in Berlin gegründet. 1934 waren

die Preußen mit einer Filiale nach Hannover gegangen, aus

der nach dem Krieg das geowissenschaftliche Kompe -

tenzzentrum der Bundesrepublik entstanden war – die BGR.

Dem Bundeswirtschaftsministerium zugeordnet, steuert sie

von Hannover aus namhafte internationale Projekte:

Nutzung der geothermischen Energie, Erforschung von

Meeres- und Polarregionen, Erkundung der natürlichen

Ressourcen Wasser und Boden. Geprüft werden auch die

geologische Sicherheit für die Endlagerung radioaktiver

Abfälle und Optionen unterirdischer Kohlendioxid-Spei -

cherung.


08 Ü40 REGION

(DS). Hannover zwischen historischem Char -

me und ersten kräftigen Konturen einer

dynamischen Großstadt: Die Ausstellung

„Hannovers Moderne 1900/1939“ im Histo -

rischen Museum Hannover verzaubert den

Besucher mit kontrastreichen Stadtbildern

aus der Zeit, als die Bilder gerade laufen lernten

und die heutige Großstadt noch in den

Kinderschuhen steckte.

Wandel – gerade das dokumentiert der erste

Teil dieser Rückschau vor den Zerstörungen

des Zweiten Weltkriegs: Fotografien, Gemäl -

de, Drucke, Postkarten und Souvenirs, die

meisten erstmals öffentlich zu sehen, verdeutlichen

die spannungsvolle Beziehung

des alten Stadtbilds mit Neubauten und

architektonischen Innovationen. Wenn man

so will, steht dabei die sanierungsbedürfte

Altstadt im Kontrast zu mehrgeschossigen

Geschäfts- und modernen Warenhäusern.

Foto: Friedrich Reinecke

STADTBILDER

Altstadt 1900: Blick in die Köbelinger Straße

Richtung Marktplatz.

Kurator Dr. Andreas Urban präsentiert das

unbewegte dokumentarische Material auf

der Folie des Films „Das Gesicht der Stadt“

von 1932. Und so begeben sich Besucher mit

diesem optischen Kunstgriff auf einen

Rundgang durch Hannover: Sie durchwandern

mit ihren Augen Leine und Leinemasch

mit dem bis 1936 angelegten Maschsee,

wer den von der morbiden Atmosphäre der

Altstadt gefangen genommen sowie dem

von Kirchen in der Neustadt und Indus trie -

anlagen in der Glocksee ge prägten Westen.

Sie erhalten Impressionen von der 1920 mit

Hannover vereinigten In dus triestadt Linden

und dem von Gärten und Wald gerahmten

Norden mit Königsworther Platz, Klages -

markt und Welfenplatz. Sie besuchen den

Hinterhof des Hauptbahnhofs und schließlich

den Süden mit den größten städtischen

Baustellen nach der Jahrhundertwende –

Foto: Hans Pusen

City 1935: Kreuzung Georg- und Nordmann -

straße mit Anzeiger-Hochhaus.

City 1925: Kreuzung Georg- und

Rathenaustraße mit Café Kröpcke.

HANNOVERS MODERNE 1900–1939

den modernen Wohnblocks aus Klinkerbau -

steinen an den Verkehrsachsen Marien- und

Hildes heimer Straße.

Im zweiten Ausstellungsteil wird das lebendige

Stadt- und Straßenleben in den Anfän -

gen des 20. Jahrhunderts vorgestellt. Nicht

das gebaute Hannover steht im Vorder -

grund, sondern die Menschen bei ihren alltäglichen

Geschäften, bei der Arbeit, beim

Ein kau fen, beim Bummeln, bei Vergnügun -

gen. Es wird deutlich, wie die „Kulissen“ der

Stadt gestaltet und durch Licht, Reklame

und Schaufenster in Szene gesetzt wurden.

Zeittypische Werbemedien auf Litfaßsäulen,

an Fassaden und in den Schaufenstern der

modernen Warenhäuser, Festveranstaltun -

gen wie die Kaiserbesuche vor 1914, Märkte,

Promenaden, politische Demonstrationen

und das Leben auf den Straßen kommen in

den Blick.

Eine bahnbrechende Innovation dieser Zeit

erfährt besondere Aufmerksamkeit: Die

durch künstliche Beleuchtung illuminierte

Stadt, oder – wie es eine Publikation 1930

formulierte: „Hannover im Licht“ – als Sig na -

tur der Modernität.

Die Ausstellung ist bis 26. Februar 2012 zu

sehen und wird durch Vorträge und Lesun -

gen zur Kulturgeschichte des frühen 20.

Jahrhunderts begleitet. Ein museumspäda -

go gisches Programm soll Planungs initia -

tiven wie das Zukunftsprogramm „Han nover

City 2020“ mit der historischen Stadt gestalt

vergleichen.

Foto: Wilhelm Ackermann

www.historisches-museum-hannover.de


ARCHITEKTUR IM WANDEL DER ARBEITSWELTEN

(DS). Zeitgeist trifft Zeugnisse der Vergangenheit: In der Architektur

geht das mitunter großartig zusammen, und ein gutes Beispiel dafür

liefert das hannoversche City-Quartier zwischen Schiffgraben und

Warmbüchenstraße.

Dort hat die VGH, größter Versicherer Niedersachsens, in drei Bau -

abschnitten ihren Bürostandort über vier Jahrzehnte hinweg beständig

erweitert und modernisiert. Der VGH-Komplex dokumentiert mit

exemplarischer Architektur den Wandel im Erscheinungsbild von

Büroimmobilien – sozusagen vom wuchtigen Beton zu fast filigranem

Stahl und Glas. Aber auch hinter den Fassaden wird Zeiten -

wechsel deutlich, indem frühere Großraumkonzepte unter den

Anforderungen moderner Kommunikationstechnik durch transparente

Arbeitsinseln ersetzt worden sind.

Das alles ist nachzulesen in einem kurzweiligen Architekturbuch des

hannoverschen Lokaljournalisten Conrad von Meding, das den Titel

„Bauen in der Stadt – VGH Arbeitswelten 1970 – 2010“ trägt. Denn

wo andere Unternehmen aus der Mode gekommene Architektur

schnell mal abreißen und ersetzen, hat die VGH durch wegweisende

Veränderungen Gestaltungsgeschichte ge schrieben: „Keine pompöse

Versicherungszentrale“ sei entstanden, wie Stadtbaurat Uwe

Bodemann quasi erleichtert feststellt, sondern „ein in die vorhandene

Stadtstruktur eingebettetes Stück neuer Innenstadt“.

Auf 104 Seiten beschreibt von Meding diesen Modernisierungs -

prozess von Gebäude- und Bürostrukturen im Inneren und Äußeren.

Das Spektrum reicht vom Ursprungsbau der 1970-er Jahre, der mit

großer Geste am Schiffgraben thront, über die gestalterisch zurückhaltende

Erweiterungsarchitektur der 1990-er bis zu den aktuellen

REGION Ü40 09

„kristallinen Baukörpern“ vis-à-vis. Sie setzen einen architektonischen

Höhepunkt für die VGH, aber auch für die Dienstleistungs -

architektur in Hannover. Im jüngsten Bauabschnitt ergänzen

Wohnungen das Büroareal und zeigen so den neuen städtebaulichen

Trend auf zu einer wieder besser durchmischten Stadtstruktur.

Prosopagnostisches Netz

I-Tüpfelchen und Schlusspunkt der Modernisierungsphase ist das

Kunstwerk „Prosopagnostisches Netz“ (Foto) des Berliner Künstlers

Prof. Raimund Kummer im Innenhof des Komplexes: eine sechs Meter

hohe netzartige Skulptur in Glasfaserverbundtechnik – rosafarbenverspielter

Kontrast zu den gradlinigen Gebäude-Ensembles. Ein

Prosopagnostiker kann sich übrigens keine Gesichter merken. Über-

Arbeitsplätze im Wandel – Großraumbüro 1970 und klar gegliederte Arbeitsbereiche heute (re). Kunst rundet das Neubauprojekt ab.

haupt, sehr lesenswert ist das Kapitel über die Kunst, die bei der VGH

eine vorbildliche Rolle einnimmt. Was sagt Timm Ulrichs, einer der

engagierten Künstler? „Es gibt nur ein einziges Projekt – und das ist

das Leben selbst...“

Und so spielte bei alledem schließlich die Unternehmensphilosophie

die vielleicht wichtigste Rolle: „Dass die Gebäude für die Menschen

gemacht sind, die in ihnen arbeiten, und sich mit ihren Ansprüchen

verändern können müssen“, wie der Autor schreibt. Belegt wird dieser

Wandel durch 100 teilweise großformatige Bilder, vorwiegend

vom hannoverschen Fotografen Ulrich Reinecke – aber auch von

VGH-Mitarbeitern. Sie schildern, wie es sich in den Gebäuden der

unterschiedlichen Epochen arbeiten lässt. Aber lesen Sie selbst...

„Bauen in der Stadt – VGH Arbeitswelten 1970 – 2010“, Wasmuth-Verlag Tübingen/Berlin

(ISBN 978 3 8030 0739 1), 39,80 Euro.


10 Ü40 REGION FREIZEIT

WO DIE STEINZEITJÄGER LEBTEN

MIT NaTourWissen IN DIE VERGANGENHEIT

Wissen Sie eigentlich, wo der größte Findling Niedersachsens liegt?

Wo Saurier und Steinzeitmenschen deutliche Spuren hinterlassen

ha ben? Lassen Sie sich überraschen – direkt vor Ihrer Haustür ist die

Vergangenheit noch höchst lebendig. NaTourWissen zeigt es Ihnen

gern.

Gehen Sie mit den Paläobiologen Dr. Alexander Mudroch und Dr. Ute

Richter auf Entdeckungsreise! Dabei können Sie Lebensräume von

Mensch und Tier völlig neu kennen lernen – mit kulturhistorischem

und wissenschaftlichem Knowhow unterhaltsam und verständlich

aufbereitet.

Die Naturwissenschaftler laden ihre Gäste im Herbst zu spannenden

Erlebnistouren ein – zu Fuß bei Stadtspaziergängen in und um Han -

no ver und gerade jetzt in der kalten Jahreszeit, mit dem Bus. Ü 40

stellt Ihnen die Spurensuche in der Natur mit bequemen Reise -

bussen vor:

Die Steinzeitjäger in Hannover

In Zusammenarbeit mit dem

Landesmuseum erfahren Sie,

wo die Jäger der Eiszeit vor

100.000 Jahren lebten und

welche Tiere sie jagten. Viele

der großen Tiere gibt es

nicht mehr, einige kann man

heute noch sehen – beispielsweise

im Wisentge -

hege Springe. Erfahren Sie,

welche Tiere überlebten und

Lebten schon in der Eiszeit: Wisente

warum. Dier Tour beginnt am

Landes museum Hannover und führt über das Jagdschloss am Sau -

park zum Wisentgehege Springe.

Mammut, Wolf und Höhlenbär

Der Tagesausflug zeigt Ihnen die Veränderungen der Tier- und Pflan -

zenwelt seit drei Millionen Jahren. Startpunkt ist die Einhorn höhle

bei Scharzfeld im Harz. Dort fand man Knochen und Zähne, die dem

sagenhaften Einhorn zugeordnet werden. Es folgen ein naturkundlicher

Spaziergang und die Fahrt zum Bärenpark nach Worbis mit Wolf

und Bär auf Augenhöhe. Seltene Fossilien von Mammut und Wollnas -

horn sind im Museum des Geowissenschaftlichen Instituts der Uni

Göttingen zu sehen.

Die Geschichte der Weser

Wie hat sich die Weser vor 350.000 Jahren von Hameln einen neuen

Lauf gesucht und was hat dazu geführt, dass sie heute durch die

Porta Westfalica fließt? Das zeigt Ihnen NaTourWissen vor Ort mit

den Stationen Kiesteiche Nordstemmen, Deisterpforte, Klüth-Turm

Hameln, Bodenwerder und Kaiserdenkmal Porta Westfalica.

Landschaften nach der Eiszeit

Sie sehen in der Nienburger Geest, wie Gletscher Landschaften formten.

Moore, Seen und Findlinge wie der 330 Tonnen schwere

Giebichenstein bei Nienburg oder der Davidstein bei Mardorf erinnern

daran. Stationen: Hagenburger Moor, Ökologische Schutz -

station Winzlar, Giebichenstein, Weiße Düne Mardorf.

Salz als Landschaftsarchitekt

Lernen Sie die konstruktiven Kräfte kennen, die das Salz seit 250

Millionen Jahren im Untergrund entfaltet hat. Das „Weiße Gold“ ist

bis heute wichtiger Rohstoff und ökologische Herausforderung

zugleich. Stationen: Niedersächsisches Museum für Kali- und Salz -

bergbau, Kalihalde Sehnde, Hüttenpark Ilsede, Bismarckturm Asse,

Dowesee Braunschweig.

Dinosaurier in Niedersachsen

Wie sah die Tier- und Pflanzenwelt aus, als die Dinosaurier vor 130 bis

160 Millionen Jahren durch die tropischen Sümpfe und Lagunen der

alten Welt wanderten und ihre Spuren hinterließen? Sie erfahren es

an den Stationen Dinosaurier-Freilichtmuseum Münchehagen,

Natur lehrpfad Bückeberge bei Obernkirchen und Spurendenkmal

Barkhausen/Bad Essen.

Infos, Buchungen und Kontakt:

Tel. 0511 - 390 68 09

info@natourwissen.de

www.natourwissen.de


„Eine schöne Wanderung auf schmalen Pfaden entlang der Leine: Wir starten diese

Wanderung an der Haltestelle der Stadtbahn Linie 2 Neuer Schlag in Laatzen und

biegen in die gleichnamige Straße ein. Wir laufen an den Kleingärten vorbei bis die

Leine Ihren Weg nach links bahnt. Besonderheiten am Wanderweg: Ev. Pfarrkirche

St. Marien mit mittelalterlichem Kirchturm in der Kirchstraße – Alter Bunker von 1944

(Fliegenpilz) in der Leinstraße – städtische Siedlung Laatzen in Höhe Am Bergdahle,

Beispiel einer Gartenstadt für Hannover und Umland – freistehender Einzelhaustyp

entsprechend dem niedersächsischen Ackerbürgerhaus.“

Die reizvollsten Plätze, Wanderwege und

Rad touren in der Region Hannover sowie

jede Menge Freizeittipps per Mausklick –

das verspricht das neue Internetportal

„www.meine-umweltkarte-niedersach -

sen.de“. Die Niedersächsischen Bingo-Um -

weltstiftung und die Hannover Marketing

und Tourismus GmbH (HMTG) als Initiatoren

haben die digitale Plattform als Pilotprojekt

für umweltverträglichen Tourismus entwikkelt.

Gleichzeitig lädt das Portal als Umwelt-

Mitmachkarte zu persönlichen Er gän zungen

ein: Alle Regionskenner sind aufgefordert,

Ihre persönlichen Lieblingsorte, Ausflugs -

tipps etc. auf der Karte zu verorten und

durch eigene Fotos zu vervollständigen.

„Wir freuen uns, die Entwicklung der Um -

welt-Mitmachkarte am Beispiel der Region

Hannover unterstützen zu können, denn die

Ergebnisse des aktuellen Sparkassen-Touris -

musbarometers bestätigen unsere vor über

einem Jahr begonnenen Aktivitäten.

Diese Studie zeigt deutlich, dass Regionen,

deren Stärke in der Kombination aus ländlich

und städtisch geprägten Gebieten

liegen, im Rahmen des gesamten Auf -

schwungs im Tou rismus am deutlichsten

profitieren“, er klärt HMTG-Geschäftsführer

Hans Nolte das Engagement des Unterneh -

mens.

Das Steinhuder Meer Wandern im Deister

In dem neuen Portal werden auch interessante

Schutzgebiete und Biotope, Parks und

Gärten, BINGO-Umweltstiftung-Projekte und

Freizeiteinrichtungen in der Region Hanno -

ver vorgestellt.

Deshalb betont Karsten Behr, Geschäfts -

führer der Niedersächsischen Bin go-Um -

welt stiftung: „Die Umwelt-Mitmach karte

bie tet hervorragende Möglichkeiten, vielen

Menschen während ihrer Freizeit planung

auf möglichst einfache Weise auch das

Thema Naturschutz näher zu bringen. Vor

allem die vielen Mitmachfunktionen werden

sowohl bereits im Umweltschutz aktive als

auch andere Bürger gerne nutzen, um die

Karte weiter auszubauen“, betont er. Für

einen gelungenen Ausflug oder einen span-

REGION FREIZEIT Ü40 11

AUSFLÜGE PLANEN PER INTERNET

nenden Kurzurlaub gibt das Portal über eine

Detail-Suche einen kompakten Überblick zu

Natur- und Kulturdenkmalen, schönen Wan -

de rwegen, tollen Radtouren und interessanten

Naturschutzgebieten ebenso wie nützliche

Tipps zu kulturellen Einrich tungen, Hof -

läden oder Rast- und Grill plätzen.

Auch Ju gendherbergen, Natur freunde häu -

ser, Öffi-Haltestellen und Kanu-Anbieter fehlen

nicht.

Zu vielen Einträgen sind Adressen, Fotos

sowie weitere Informationen abrufbar. Radund

Wanderrouten stehen zum Download

(pdf, GPS-Format und Shape-Files) zur Ver -

fügung und sind zusätzlich mit einem

Höhenprofil ausgestattet.

Nach einer einmaligen Registrierung können

Touren, Orte und Highlights am Weges -

rand mit wenigen Mausklicks auch den

anderen Nutzern zur Verfügung gestellt

wer den. Kommentare und Bewertungen zu

vorhandenen Touren sind willkommen. Es

zählt der Community-Gedanke: Eine detaillierte

Tourenbeschreibung garantiert allen

Natur-Fans einen spannenden Tag.

www.meine-umweltkarte-niedersachsen.de


12 Ü40 REGION KULTUR

LECKER-

BISSEN

IM SCHLOSS

LANDESTROST

Tango aus Berlin, Jazz aus Dänemark oder auch Brit-Folk: Schloss

Landestrost, das Kulturzentrum der Region Hannover, bietet in den

nächsten Wochen nicht nur musikalische Leckerbissen. Auch die

Ausstellung mit Malereien und Plastiken von Bernd-Wolf Dettelbach

lohnen den Besuch in Neustadt. Die Werke des hannoverschen

Künstlers erzählen expressiv und kraftvoll von „Menschlein, die versuchen,

in der Welt zurechtzukommen“.

TANGO IRGENDWIE ANDERS

Das Quintett „Bassa“ steht für musikalischen Stilmix

Tango, der irgendwie anders klingt, dazu Walzer und Milonga: Das

sind Markenzeichen des Quintetts „Bassa“ aus Berlin. Inspiriert aus

unterschiedlichen Musikgenres und Kulturen formen die jungen Mu -

si ker eine charmant-temperamentvolle und melancholische Instru -

men talmusik. Mal klingt der Stilmix nach Balkan, mal nach Klezmer

und mal nach Jazz. 27. Oktober, 20 Uhr, Eintritt: 18 €, ermäßigt 12 €.

Schloss Landestrost in Neustadt am Rüben -

berge wurde zwischen 1573 und 1584 im

Stil der Weserrenaissance errichtet. Bis 1636

diente es als Residenz der Herzöge von

Lüneburg. Seit 1997 gehört es der Stiftung

Kulturregion Hannover, die getragen wird

von der Sparkasse und der Region Hanno -

ver. Inzwi schen haben sich in den ehemaligen

Wohn- und Verwaltungsgebäuden

Schloss Landestrost präsentiert ein buntes Kulturprogramm.

zahlreiche Institu tio nen niedergelassen –

darunter das Torf museum, das Amtsgericht

Neustadt und die Stadtbibliothek. In eigenen

Gewölben stellt die Kellerei Duprès

bereits seit 1888 Sekt her.

Eine ständige Ausstellung berichtet über

Herzog Erich II., der Schloss und Festungs -

anlage erbauen ließ und die Geschichte

DÄNISCHE „QUEEN OF JAZZ“

Im Norden Europas wird Vocal Jazz-Geschichte geschrieben – und

das ist auch Caecilie Norby zu verdanken. Auf ihrer neuen CD

„Arabesque“ hat die Musikerin für Klassiker von Satie, Faure und

Ravel eigene englische Texte geschrieben und sie zu fragilen

Miniaturen zwischen Vocal Jazz und schlichtem Liedgesang umgearbeitet.

Die dänische „Queen of Jazz“ wird unter anderem von Lars

Danielsson (Bass) und Morten Lund (Drums) begleitet. 9. November,

20 Uhr, Eintritt 22 € (16 €).

FOLK MIT BRITISCHEM BISS

Kammerpop für Genießer: So präsentiert „Feinkost Lampe“ – der

Verein für Raumklangpflege e.V.“ aus dem hannoverschen Stadtteil

Linden sein Programm „The Miserable Rich“. Dabei serviert das

Streichsextett aus dem Seebad Brighton Folkköstlichkeiten mit britischem

Charme und Biss. Zutaten unter anderem: ein Cello auf

Ukulele, eine Geige auf Gitarre und ein Kontrabass auf Gesang.

18. November, 21 Uhr, Eintritt 12 € (10 €).

MEISTER DER GESCHMEIDIGKEIT

VON DER RESIDENZ ZUM KULTURZENTRUM

Die „Celebration Tour“ führt den „Meister der Geschmeidigkeit“

Dusko Goykovich auch nach Neustadt. Die 80-jährige Jazz-Legende,

der Startrompeter und Flügelhorn-Virtuose wird mit seinem

Quartett rasanten Bebop, samtene Balladen und anschmiegsamen

Bossa Nova spielen. 23. November, 20 Uhr Eintritt 22 € (16 €).

www.stiftung-kulturregion.de/landestrost.html

des Schlosses. Der große Festsaal und weitere

aufwändig restaurierten Räume bilden

die Kulisse für Konzerte und andere kulturelle

Veranstaltungen; die Räumlichkeiten

werden auch für Tagungen, Bankette und

Seminare genutzt. Lohnend ist schließlich

ein Besuch der nach altem Vorbild gestalteten

Gartenanlage des Schlosses mit einer

wunderbaren Aussicht auf die Leine auen.


HOLZHAMMER

FÜR „MEHR MUSEUM“

Brauchen Sie noch einen schicken Holz -

hammer? Eine knallrote Schippe? Eine klassische

Gießkanne in Zink? Dann sollten Sie

am 16. Oktober den „Baustoffhandel“ im

Sprengel Museum Hannover besuchen. Mit

dem Kauf von Material oder Gerät unterstützen

Sie mit einem kleinen Beitrag den 28,5-

Millionen-Sprengel-Erweiterungsbau. „Mehr

Museum“ heißt diese witzige Aktion der

Freunde des Sprengel Museums.

„Klee im Norden“ und „Marc, Macke, Delau -

nay“: Auch neben diesen überaus erfolgreichen

Großpräsentationen bietet das Mu -

seum am Maschsee auch im Alltag einen

hohen internationalen Ausstellungsstan -

dard und hat sich zu einem der bedeutend-

sten Museen für die Kunst des 20. und 21.

Jahrhunderts entwickelt. Doch langsam wird

der Platz knapp. Um auch bisher verborgene

Schätze – Klassiker der Moderne, Schenkun -

gen und Stiftungen wie auch Fotografien –

zeigen zu können, soll die Ausstellungs -

fläche um mehr als 1.400 Quadratmeter

erweitert werden.

Alles in allem gibt es aber noch eine Finan -

zierungslücke von 650.000 Euro, die mit privaten

Spenden geschlossen werden soll.

Unter Schirmherrschaft von Oberbürger -

meister Stephan Weil und Ministerpräsident

David McAllister wirbt der Freundesverein

des Sprengel Museum seit Monaten mit der

Initiative „Mehr Museum“ um Sponsoren für

den Erweiterungsbau: „. . . weil spenden

unsterblich macht!“

Wenn Sie übrigens unsterblich werden

möchten – die Kontonummer des Vereins

bei der Sparkasse Hannover (BLZ 250 501

80) lautet 900 450 045.

www.mehr-museum.de

REGION KULTUR Ü40 13

Mittwoch : 9. November 2011

Kuppelsaal im HCC

CAMERON

CARPENTER :

ORGEL

Unglaublich virtuos, gefeiert und

umstritten ist der Revolutionär

an der Orgel – er spielt Werke von

Bach bis Carpenter

Sonntag : 13. November 2011

Kuppelsaal im HCC

ORQUESTRA DE

CADAQUÉS :

LEITUNG : GIANANDREA NOSEDA

XAVIER DE MAISTRE : HARFE

Samstag : 19. November 2011

Großer NDR-Sendesaal

THE KING’S

SINGERS :

Werke von Byrd, Tallis, Gilbert and

Sullivan, Birslow und Finzi

Mittwoch : 23. November 2011

Großer NDR-Sendesaal

BACH KONZERTE

FÜR 1 – 4 KLAVIERE :

BACH COLLEGIUM STUTTGART

LEITUNG : HELMUTH RILLING

EVGENI KOROLIOV :

ANNA VINNITSKAYA : LJUPKA HADZI-

GEORGIEVA : STEPAN SIMONYAN :

KLAVIER

Freitag : 2. Dezember 2011

Kuppelsaal im HCC

PRO MUSICA

Georgstraße 36

30159 Hannover

Tel: 0511 : 36 38 17

Fax: 0511 : 36 38 87

www.promusica-hannover.de

UTE LEMPER &

ASTOR PIAZZOLLA

BAND :

„Ute sings Piazzolla” –

Eine Hommage an Astor Piazzolla

Bitte fordern Sie den ausführlichen

Konzertkalender an.

Karten bei allen bekannten

Vorverkaufsstellen und


14 Ü40 LIFESTYLE

CHRISTMAS

ODER

SÜDSEEFLAIR?

SHOPPEN, SCHAUEN

UND GENIESSEN

AUF DER infa 2011

Strand-Atmosphäre vor paradiesischer Kulisse: Vergessen Sie den

Herbst und kehren Sie ein bei „Tropical Island“. Da erwartet Sie Party -

macher Roberto Blanco, eine Bademodenschau oder Laufstegtrainer

Jorge Gonzalez von „Germany´s Next Topmodel, der Sie in die

Geheimnisse des Modelns einführt (Messehalle 19). Von der Südsee

geht es direkt in ein Wintermärchen – Weihnachten präsentiert sich

mit festlichen Dekorationen, Kunsthandwerk, Christbaumschmuck

und liebevollen Geschenkideen (Halle 22). Kontrastprogramm pur.

Das bietet die infa 2011 mit 1200 Ausstellern aus 40 Nationen in acht

Messehallen.

n Lebensart: Auf dieser Lifestyle-Schau gibt es nicht nur Musik und

Talks, sondern auch die schönen Dinge des Lebens, die man nicht

überall findet. Das Angebot reicht von individueller Mode, edlem

Schmuck, feinem Porzellan, exquisiter Wäsche über Möbel und

Wohnaccessoires bis hin zu Antiquitäten.

n Christmas: Auch die Weihnachtswelt ist jedes Jahr ein Magnet. Der

Trend heißt: Farbe an den Baum und auf den Tisch. Neu und mutig

kommen die bunten Christbaumkugeln daher, mal orange getupft,

grün gestreift oder mit Perlen besetzt. Ob Herrnhuter Sterne,

Volkskunst aus dem Erzgebirge wie Nussknacker oder Weihnachts -

pyramiden, Räuchermännchen oder Krippen – nirgendwo sonst

kann man sich schon im Oktober so schön auf das Fest einstimmen

wie auf der infa.

n Wohnen & Ambiente: Ob klassische oder stylische Einrichtungen,

Wohnzubehör oder Accessoires – in der Halle „bauen“ stehen rund

300 Firmen, Institutionen und Verbände als Ansprechpartner bereit.

Informative Sonderschauen mit Rat von Architekten, Holz-Profis und

Steinmetzen runden das Angebot ab.

n bewusst leben: Hier geht es um Wohlbefinden, gesunde Lebens -

mittel, Bioprodukte, innovative Gesundheitstechnik. Mit da bei: Das

Forum für Naturheilkunde, in dem beispielsweise Heil praktiker span-

nende Einblicke in ihre Arbeit geben. Neu: Das Exper ten-Gesund -

heits-Forum mit Vorträgen zu Themen wie Ernährung, Ayurveda,

Prävention.

n Basar der Nationen: Wer die Wahl hat, hat die Qual bei dieser

Auswahl an orientalischem Kunsthandwerk und dieser Fülle an Sou -

venirs aus aller Welt. Und italienische Gaumenfreuden locken auf die

Piazza Italia.

n Markthalle: Gehen Sie auf eine kulinarische Weltreise und genießen

Sie Wein, Pasta, Kaviar, Gewürze, Spezialitäten aus aller Herren

Länder. Neben praktischen Haushaltshelfern und Live-Cooking präsentiert

sich auch Thüringen – touristisch und kulinarisch.

n infa-Kurz-Specials: Nicht verpassen sollten die Besucher die

„Ener gieSparTage“ vom 22.–24. 10.: Die Messe für energieeffizientes

Bauen und Modernisieren zeigt, wie man Energie sparen, Kosten senken

und die Umwelt schützen kann. Die „infa kreativ“ vom 22.–24. 10.

ist eine Hochburg für alle Bastler und Handar beitsfans mit einer großen

Auswahl an Handarbeits- und Bastel utensilien. Doch auch Mit -

mach aktionen zu Pailletten- und Serviet tentechnik, Scrap booking,

Kerzengestaltung oder Woll-Workshops gehören zum Angebot.

High light: „Die Kunst des Strickens“ mit Guildo Horn am 23. Oktober.

TIPP: infa-BESUCH

Die infa 2011 ist vom 22. bis 30. Oktober täglich von 10 bis 18

Uhr geöffnet. Eintrittspreise: Erwachsene 10 Euro (ermäßigt: 9 €);

Schüler/Jugendliche 7 bis 18 Jahre: 5 Euro (am 29. und 30.

Oktober haben Kinder und Jugendliche freien Eintritt in

Begleitung eines Erwachsenen); Kinder bis 6 Jahre können die

infa gratis besuchen.

www.meine-infa.de


Das AbendMahl

(fb). Die gute Küche gehört für den Italiener

zur ars vivendi – zur Kunst, das Leben zu

genießen. Und so ist, jedenfalls in Europa,

Italien aller guter Küche Anfang, und zwar

bereits seit dem 15./16. Jahrhundert. Das

wiederum war auch die Zeit großer italienischer

Künstler wie Leonardo da Vinci und

Michelangelo Buonarroti. Keine schlechte

Idee also, die Traditionen guter italienischer

Küche und großer italienischer Kunst zu vereinen:

Willkommen im Restaurant „Das

AbendMahl“ an der Hildesheimer Straße 37.

Es liegt dem Italiener im Blut, seine Meis -

terschaft an Topf und Pfanne mit großer

Geste zu zelebrieren. Raffaele Di Michele

kann darauf verzichten. Denn das Ambiente,

das der Südstädter Wirt seinen Gästen

beschert, ist allein schon großes Kino: Die

stilvolle Atmosphäre mit hellen Natur -

steinwänden, antikem Mobiliar und barokken

Tisch-Accessoires wird beherrscht von

monumentalen Klassikern: „Die Beseelung

Adams“ und „Das jüngste Gericht“ von

Michelangelo, im Mittelpunkt aber da Vincis

„Abendmahl“.

Wer vor der Kulisse eines der bekanntesten

Gemälde der Welt serviert, kann seinen Ser -

vice auf unaufdringliche Freundlichkeit, hilfreiche

Beratung und aufmerksame Bedie -

nung beschränken. Und weil das auch so ist,

fühlt sich der Gast auf Anhieb behaglich im

„AbendMahl“, liest vielleicht auf den ersten

Seiten der Speisekarte den geschichtlichen

Hintergrund der wandfüllend-biblischen

Kunstwerke nach, genießt schon mal das

Liebt große Kunstwerke: Raffaele Di Michele

selbst gebackene Ciabatta-Brot zum Emp -

fang – und ist gespannt auf sein Abend mahl.

Vitello Pavarotti – genussvoll speisen

Natürlich finden sich auf der Karte italienische

Antipasti-Klassiker wie Caprese, aber

auch ein leckeres Carpaccio misto – hauchdünn

geschnittene Filetscheiben vom Rind,

Vitello Tonnato, Caprese, Rucola und Parme -

san – für 9,50 Euro. Es fehlen weder Suppen

wie die Crema di Pomodoro und die

Ministrone (4,50 €), noch Salate (4,50 bis

9,50 €). Und natürlich gibt es Pasta (6 bis 9 €)

und Pizza (5 bis 8,50 €). Traditionell gut auch

LIFESTYLE Ü40 15

GUTE KÜCHE VOR

GROSSER KUNST

die Auswahl an Kalb, Rind und Schwein. Zu

empfehlen beispielsweise das „Vitello

Pavarotti“ – eine dem Namenspatron würdige

Portion Kalbsschnitzelstreifen in Balsa -

mico auf Rucolasalat, mit Parmesan und frischen

Tomaten für 16 Euro. Oder, aus der

Abteilung „Fisch“, die „Gamberoni aglio e

olio“, die Riesengarnelen in Koblauchsauce

für 20,50 Euro – ein Genuss.

Einschließlich der Dolci umfasst die Karte

mit Fleisch und Fisch gut 120 Positionen. Gut

beraten ist, wer sich vor der Bestellung von

Wirt Di Michele beraten lässt, nicht nur bei

der Auswahl des Weines. Wie sollte man

sonst erfahren, ob eine der Spezialitäten des

„AbendMahl“, die sizilianisch zubereitete

Kalbsleber mit roten Zwiebeln in Marsala

angeboten wird. Oder welcher Fisch außerhalb

der Speisekarte auf Verzehr wartet. Bei

den Nachspeisen ist übrigens keine Emp -

fehlung notwendig: Ob Tiramisu oder

Tartufo, Panna Cotta oder Zabaglione (4,50

bis 5 €) – alle sind die Sünde wert.

Das „AbendMahl“ hat sich inzwischen weit

über die Südstädter Nachbarschaft hinaus

einen guten Namen gemacht. Raffaele Di

Michele bietet eine gute traditionelle italienische

Küche zu angemessenen Preisen.

Man besucht dieses stimmungsvolle ristorante

italiano gern wieder. Denn auch die

mittäglich wechselnden Zwei-Gänge-Menüs

für 6,90 Euro sind überaus empfehlenswert.

www.abendmahl-hannover.de

Öffnungszeiten Mo-Sa 12-15 und 18-23 Uhr,

Reservierungen uner Telefon 0511 / 899 70 99


16 Ü40 LIFESTYLE

WANDERN,

WO DER WEIN

WÄCHST

(DS). Lieben Sie Wein? Dann lässt sich gerade im Herbst süffiger

Genuss gut mit ein wenig körperlicher Aktivität verbinden

– auf Deutsch lands wunderschönen Wein-Wan -

derwegen. Silvaner und Gutedel, Weißburgunder und

Riesling: Beim Spazieren durch die Weinberge lernt man die

RHEIN: ES LOCKT

DIE LORELEY

60 Weinbauern haben sich in der Winzer -

genossenschaft Loreley Bornich zusammengeschlossen.

Ihre Lagen befinden sich oberhalb

des mächtigen Felsens, von dem der

Sage nach einst die blonde Loreley lockte.

Am westlichen Ortsrand von Bornich lockt

indes die Genossenschaftskellerei mit Ries -

ling, Kerner, Müller-Thurgau, Spätburgunder,

Regent – und mit dem Riesling-Sekt „Lo -

reley“. Sieben Stunden etwa dauert die

Weinberg-Wanderung auf dem Rheinsteig

mit seiner rund 23 Kilometer langen spektakulären

Etappe von St. Goarshausen nach

Kaub. Wem das zu viel es Guten ist, dem ist

der liebevoll gepflegte Weinlehrpfad zu

empfehlen. Zwei Stunden ist man unterwegs,

umrundet dabei den Hauptweinberg

„Bornicher Rodenack“ und gnießt einen

atemberaubenden Blick hinunter ins Rhein -

tal. An schönen Wochenenden ist übrigens

die Weinprobierhütte auf halber Strecke

geöffnet.

winzergenossenschaft@bornich.de

edelsten und süffigsten Trauben kennen. Inzwischen um -

werben Wein lagen von der Mosel bis zur Saale den

Urlauber mit Mottostraßen und Wanderwegen. Wo der

Wein wächst – zur Weinlese hat Ü 40 fünf besonders schöne

Routen für Sie zusammengestellt.

MOSEL: DIE STEILSTEN WEINBERGE EUROPAS

Moselschleife bei Bremm mit dem Calmont – steilster Weinberg Europas.

Als Inbegriff der deutschen Weinromantik

gilt die Mosel. In den Weinbergen über dem

Fluss ist von der Touristenhektik der historischen

Ortszentren von Cochem oder

Bernkastel-Kues nichts zu spüren. Denn hier

ist das Wandern gelegentlich anstrengend:

Die Lagen an der Moselschleife von Bremm

sind die steilsten Europas. Weniger be -

schwer lich kommt der Weinfreund den

Reben in der Moselhauptstadt nahe – auf

dem Trierer Weinkulturpfad, der in unmittelbarer

Nähe des römischen Amphithea ters

beginnt. Auf zwei Kilometer Länge und in

einer gemütlichen Stunde wird „Sehens -

wertes und Merkwürdiges“ rund um den

Weinstock und Reben präsentiert. Maische,

Oechsle und Abstich sind Themen beim

Besuch in der Kellerei der Vereinigung der

Trier-Olewiger Winzer. Und natürlich der

Wein mit seinen verschiedenen Rebsorten

aus der Mosel-Schatzkammer – Riesling,

Rivaner, Grau-, Weiß- und Blauer Spätbur -

gun der sowie Kerner.

www.trier-info.de/weinkulturpfad-info


FRANKEN: BOCKSBEUTEL

Ein guter Startpunkt zu einer ganztägigen

Wanderung durch das Land des Bocksbeutel

liegt in Castell. Das dort majestätisch aufragende

Schloss ist Frankens größtes Privat -

gut. Kenner stärken sich vor der Tour mit

einer Vesper im Weinstall und besichtigen

den imposanten Gewölbekeller. Dann geht

es über den Kammweg des Schwanbergs

zur Burgruine mit einem fantastischen

Fernblick. Der Weg führt durch einige der

besten Lagen des Frankenweins bis zur

BADEN: WII-WEGLI FOLGT DER ROTEN ROUTE

Markgräfler Land – Heimat der Gutedeltraube, älteste Rebsorte der Welt.

Badens gute Stube, das Markgräfler Land,

erhielt ihren Namen vom Markgrafen

Friedrich – einem Liebhaber der Gutedel -

rebe. Sie gehört zu den ältesten Rebsorten

der Welt und stammt aus Ägypten oder dem

Jordantal, da streiten sich die Gelehrten.

Jedenfalls brachte der Markgraf sie im 18.

Jahrhundert in seine badische Heimat. Von

Badenweiler wandert es sich herrlich zum

zwölf Kilometer entfernten Schloss Bürgeln.

Dort wird die Mühe mit einer grandiosen

Weinkenner: Marina Blume und Sven Dey

Fachwerkstadt Iphofen. Hier präsentieren

Iphöfer Winzer in der Vinothek oder im

historischen Zehntkeller Spitzenerzeugnisse

rund um die Parade-Rebe, den Silvaner.

www.fraenkisches-weinland.de

Aussicht über Rheintal und Vogesen

belohnt. Wer möchte, kann aber auch dem

gut 70 Kilometer langen „Markgräfler Wii-

Wegli“ von Weil am Rhein bis Freiburg im

Breisgau folgen. Das Wegli lässt sich gut in

vier Tagestouren aufteilen: Man muss nur

der roten Raute mit der Weintraube folgen.

Überall locken gastliche Weinstuben mit

Munsterkäse, Hausmacherwurst und natürlich

einem Glas Gutedel.

www.wii-wegli.de

LIFESTYLE Ü40 17

SAALE: BLÜTENGRUND

Ganzer Stolz der Rotkäppchen-Kellerei –

das größte deutsche Cuvée-Fass aus Holz.

Die Saale-Unstrut Region ist inzwischen kein

Geheimtipp mehr für Weingenießer: Das 680

Hektar große Anbaugebiet mit mehr als 40

Weingütern bringt fast 30 verschiedene

Reb sorten hervor. Angenehm und nie zu

steil läuft der Besucher in gut drei Stunden

von Freyburg nach Naumburg. Am Rande

des Wegs durch die Weinberge sieht er mittelalterliche

Burgen, Jahrhunderte alte

Trocken mauern und romantische Wein -

bergs häuschen. Der Weg führt durch den

„Blütengrund“, eine idyllische Südlage, auf

der Weißburgunder und Müller-Thurgau ge -

deihen. Besonders eindrucksvoll ist ein Be -

such der historischen Rotkäppchen Sekt kel -

le rei in Freyburg. Dort sind fünfstöckige, in

den Fels getriebene Keller, das Dom keller -

gewölbe mit dem größten deutschen Cu -

vée fass aus Holz und der denkmalgeschützte

Lichthof aus der Grün derzeit zu sehen.

www.weinbauverband-saale-unstrut.de

DIE MÖVENPICK WEINBAR EMPFIEHLT . . .

Marina Blume, Chef de Cave an der Mövenpick Weinbar am Kröpcke, gibt mit

Restaurantleiter Sven Dey zwei Weinempfehlungen. Als Rotwein haben beide aus dem

großen Sortiment von rund 220 Weinen den „2008 Frühburgunder Pauline trocken – im

Holzfass gereift“ vom Weingut Manz / Rhein hessen ausgesucht. Der kleine Bruder des

Spätburgunders enthält Noten von Wald- und Heidel beeren. Beim Weißen lautet der

Tipp: „2010 Weissburgunder, pur mineral, trocken“ vom Weingut Rudolf Fürst / Franken –

mit feinen Fruchtaromen, geprägt von steinigen Böden des Centgrafen bergs. An der

Mövenpick Weinbar finden Liebhaber edler Tropfen übrigens stets 30 Weinsorten im offenen

Ausschank: Eine so große Auswahl – vor allem an Weißweinen der besten Winzer

Deutschlands wie Schönleber, Knipser, Horst Sauer oder Salwey – findet man sonst nirgendwo

in der Stadt. So kann der Gast beste Weine zum Essen genießen oder auch probieren,

welche Flasche für die nächste Familien feier oder für gemütliche Stunden geeignet

ist. Die Cuvée-Hausweine (0,1 l ab 2,80 Euro) werden übrigens vom Weingut Becker

Landgraf in Rheinhessen exklusiv für das Mövenpick am Kröpcke kreiert.

n Ü40-Tipp: Notieren sollten Sie sich den 18. und 19. November! Da ist das Weingut Manz

aus Rheinhessen zu Gast an der Weinbar im Mövenpick am Kröpcke.


18 Ü40 LIFESTYLE

Mode

VON BETTINA ZINTER

PETRA WARNEKE:

ECHT ANIMALISTISCH

MODE – (HAND)MADE IN HANNOVER

Ungewöhnliches Design und junge Labels machen Hannover

auch in puncto Mode „anziehend“. . .

Als Hot Spots für Modetrends gelten natürlich Metropolen wie

Mailand, London, Paris, New York oder Berlin. Doch auch an der

Leine macht inzwischen eine junge Modeszene von sich reden.

Nicht zuletzt, weil es in Hannover mit den Berufsfachschulen

Fahmoda (Akademie für Mode und Design) und M3 (Menschen

Hirschgeweihe umkränzen die Ladenfas -

sade in der Friesenstraße Nr. 48a. Sie weisen

den Weg zu Petra Warneke, die sich dem

Thema „Pelz und Leder“ widmet und damit

ihr Motto „echt animalisch“ unterstreicht.

Mit dem originellen Geschäft hat sich die

Hannoveranerin vor drei Jahren einen Traum

erfüllt. Zur unverputzten Ziegelwand und

zum rustikalen Zuschneidetisch aus Holz -

bohlen setzen Lüster und Antiquitäten den

Kontrast. Eine geschickte Symbiose, die sie

da mit dem Antikhändler Michael Steier eingegangen

ist. Ihre Pelz- und Ledermode verbindet

Eleganz und Sinnlichkeit, präsentiert

sich luxuriös und natürlich.

Die zu ihr kommen, wollen etwas Be son -

deres. Aus der unmodischen grauen Nerz -

jacke entfernt sie das Innenfutter, verpasst

ihr Strick an Ärmeln und Hüfte, gibt noch

eine Kapuze dran – fertig ist die Verwand -

lung zum Wendeblouson. Als I-Tüpfel

schreibt Petra Warneke von Hand Gedicht -

zeilen drauf. Am liebsten von Gioconda Belli,

der Lyrikerin aus Nicaragua, die sie bei einer

Lesung kennengelernt hat. So setzt sie alte

Pelze in einen ganz neuen Kontext.

Manch mal wird auch ein Rucksack draus.

Nerz kombiniert sie mit Kalbsleder,

Lederröcke kreiert sie mit gestepptem Bund,

meist mit Bewe gungsfalten. Bequem soll es

machen Moden) sowie dem Studiengang Modedesign an der

Fachhochschule Top-Adres sen gibt, die alljährlich 70 Absol ven -

ten in die Welt der Mode entlassen. Wer im Internet sucht oder

in der Stadt auf Entdeckertour geht, der findet die zumeist originellen

Läden für Modedesign schon in vielen Stadtteilen. Denn

immer mehr junge Leute beginnen gleich vor Ort mit ihrer

kreativen Laufbahn.

Ü40 stellt stellvertretend für andere Kreative zwei Modelabels –

made in Hannover – vor.

sein. Schwung voll „schreibt“ sie mit der Näh -

maschine Zitate auf ihre Lederwestchen,

schnürt sie im Rücken mit Bändern. „Ich mag

Weiblichkeit und stimmige Proportionen –

nicht, was modisch angesagt ist“, sagt die

zierliche Frau. Männer zieht sie lässig und

maskulin an.

Neu ist die Kooperation mit der Schuh -

manufaktur Bleyer, die nach ihren Vorgaben

leichtes Schuhwerk nach Maß und in

gewünschten Farben anfertigen lässt. Zum

roten Lederrock gibt es aus dem gleichen

Leder die passenden roten Schuhe oder

Stiefel zu erschwinglichen Preisen.

„Die Häute kommen von Händ lern meines

Vertrauens und werden in Deutschland

mineralisch oder pflanzlich gegerbt und

gefärbt.“ Eine Spezialität sind ihre Reliefs.

Das Leder wird in eine von ihr selbst hergestellte

Negativform gepresst, getrocknet

und ausgefüllt. Das fertige dreidimensionale

Stück ist beweglich und gibt z. B. Taschen

eine eigene, fast magische Aus strahlung.

www.pw-lederdesign.de


MELANIE HERTLE:

MÄLA FÜR PRINZESSIN

„Mode ist, was man selber trägt. Was unmodern

ist, tragen die anderen...“ Das Bonmot

von Oscar Wilde hat Melanie Hertle zu ihrem

Motto erklärt. Mit ihren häufig farbenprächtigen

Kreationen möchte sie Frauen wie

Männer geradezu verzaubern. Nicht von un -

gefähr hat sie unlängst zu einer Moden -

schau eingeladen, die im Rahmen einer

Märchenerzählung stattfand. Heißt doch ihr

Label „Mäla“: Und das bedeutet auf bretonisch

Prinzessin. „Ich bin schon als Schnei -

derin auf die Welt gekommen“, lacht die

41jährige Blondine mit den grün-braunen

Augen. „Meine Oma war Schneiderin und ihr

habe ich schon als Kind geholfen.“ Mit vier

konnte sie häkeln, als sie in der fünften

Klasse war, bekam sie eine Nähmaschine.

Fand sie zu Hause Bettlaken, wurden sie

flugs für Schnittmustervorlagen zerschnitten.

Da kam der mütterliche Protest meist

zu spät.

Kein Wunder, dass sie eine Schneiderlehre

absolvierte und bald ihr erstes Atelier in

Barsinghausen eröffnete, damals unter dem

Namen „Mina-Naturbetont“. Das natürliche

Image hat sie auch für Mäla-Design beibehalten.

Melanie Hertle arbeitet vorwiegend

mit Leinen, Seide und Wolle. Ihre Mode

bezeichnet sie selbst als sportlich-elegant.

Gemusterte Stoffe kombiniert sie oft mit

schwarz, schließt Hosensäume mit drei

Biesen ab, die Röcke wellen sich am Saum

und geben der Trägerin den gewissen

Schwung. „Die Liebe zum Detail ist mir

wichtig“, erklärt sie. „Ich suche beispielsweise

immer ganz besondere Knöpfe aus.“

Im Som mer setzt sie ganz auf farbenfrohe

Modelle, denn sie wünscht sie sich bei den

Hannoveranerinnen mehr Mut zur Farbe.

Hat sich eine ihrer Kundinnen für ein Modell

entschieden, kann nach Wunsch variiert

werden: Die Rüsche kommt weg, der Kragen

wird mit einem anderen Stoff unterlegt und

selbstverständlich werden die entsprechenden

Proportionen berücksichtigt. So be -

kommt der Kunde immer ein Unikat – eben

handmade in Hannover.

Erst im Juni bezog sie neue Räume in der

Altstadt am Hinrich-Wilhelm-Kopf-Platz 4,

gegenüber dem Landtag. Am 5. und 6. No -

vem ber stellt „Mäla“ übrigens im Histo -

rischen Museum aus und präsentiert eine

Modenschau am ersten Tag.

MODELABELS

AUS HANNOVER

LIFESTYLE Ü40 19

www.maela-design.de

n Rike Winterberg: Hannovers wohl be -

kannteste Designerin sitzt in der Kra -

mer str. 4. www.rikewinterberg.de

n Lara Blunk mit der Popmode „Lieb es

bunt“ hat in der Drostestraße 1a ihr

Atelier. www.liebesbunt.de

n Anne Zorn mit „RockXanne“ und Zeit -

label „Frau Zorn“ arbeitet in der Lim -

merstr. 44. www.rockxanne.de

nAnn Müller hat ihre Werkstatt für

weibliche-elegante Mode in der

Jacobistraße 20. www.ann-mueller.de

nSandra Strüber präsentiert ihre handgemachten

Accessoires in der Ram -

bergstr. 32. www.kleinod-online.de

nMelanie Wedemeier kreiert Braut-,

Abend- Businessmode in der Calen ber -

ger Str. 21. www.sasse-design.com


20 Ü40 MEDIZIN

CELLULITE

KANN THERAPIE

MIT STOSSWELLEN

HELFEN?

VON SYBILLE NOBEL-SAGOLLA

„Eine Glatze gehört zum Mann wie die Cellulite zu einer Frau.“

Ganz so gelassen wie Schauspieler Matthias Schweighöfer das Älterwerden in dem

Kinofilm „What A Man“ beschreibt, sehen es nicht alle. Zumindest viele betroffene Frauen

wünschen sich glatte schöne Haut statt Dellen. Ü40 beleuchtet das Thema Cellulite –

auch Orangenhaut genannt - aus medizinischer und kosmetischer Sicht.

Cellulite – früher fälschlich Zellulitis genannt

– betrifft immerhin rund 80 Prozent aller

Frauen. Nicht nur beim Blick in den Spiegel

zur Bikini-Saison macht sich bei vielen

Frauen – vor

allem über 40 –

Frust breit. Wer

Übergewicht

hat und sich

obendrein noch

we nig bewegt,

ist für Cellulite

be sonders emp-

Prof. Dr. Karsten Knobloch

fänglich. Doch

jede körperbewusste Frau, die sich gesund

ernährt und regelmäßig Sport treibt, kann

trotzdem Cellulite haben.

Warum es Frauen trifft

„Cellulite ist eine unerfreuliche Mischung

aus weiblich-anatomischer Situation, Bin -

degewebsschwäche, Fettzellen sowie deren

Reaktion auf Östrogene“, sagt Prof. Dr.

Karsten Knobloch von der Klinik für Plas -

tische, Hand- und Wiederherstellungs -

chir urgie der Medizinischen Hochschule

Han nover (MHH) unter Leitung von Klinik -

direktor Prof. Dr. Peter M. Vogt.

Während die Kollagenfasern der männlichen

Unterhaut netzartig verwoben sind, lie-

gen sie bei der Frau parallel zueinander. Fett -

zellen können sich durch diese Netze „hindurchzwängen“,

und so entsteht oftmals die

störende noppige, an eine Orange erinnernde

Struktur, so Prof. Knobloch. Östrogen sei

auch mitverantwortlich dafür, dass sich das

Depotfett der Frau vorwiegend als „Reit -

hose“ an Hüfte und Gesäß anlagert. Zudem

werden die weiblichen Fettspeicher zellen

(Lipozyten) größer als die des Man nes.

Stoßwellen gegen Cellulite?

Die Stoßwellentherapie hat Ihren Ursprung

in der Urologie zur Zertrümmerung von

Nierensteinen. In der Orthopädie wird die

Stoßwellentherapie bei Sehnen- oder auch

Muskelproblemen erfolgreich eingesetzt. Da

die extrakorporalen (außerhalb des Körpers)

erzeugten Stoßwellen die Freisetzung von

durchblutungs- und heilungsfördernden

Stof fen verursachen, werden sie vor allem

gegen Schmerz- und Entzündungszustände

eingesetzt. Die niedrigen energetischen Im -

pul se dringen je nach Energie und gewähltem

Schallkopf bis zu mehreren Zentimetern

in die Tiefe. Sie regen Fettstoff wechsel,

Lymphzirkulation und Durch blutung massiv

an, auch wenn bei Cellulite der Wirkme -

chanismus nicht vollständig zu erklären ist.

Die Haut an Oberarmen, Bauch, Hüfte,

Ober- und Unterschenkeln wird wieder glat-

ter. Dies haben internationale Studien ergeben.

Studie an der MHH

Auch an der Medizinischen Hochschule in

Hannover (MHH) wurden im Rahmen einer

kontrollierten Studie 55 per Zufall ausgewählte

Frauen zwischen 18 und 65 Jahren –

mit moderat bis schwerer Cellulite– mit der

fokussierten Stoßwellentherapie und einem

Storz Duolithgerät behandelt. „Zunächst

wurde ein standardisiertes Basisfoto erstellt,

das dann mit einer Abschlussfotographie

verglichen wurde“, so Prof. Knobloch. Durch -

blutung, Venendruck und Sauerstoffsät ti -

gung der Muskeln wurden ebenfalls festgehalten.

Sechsmal wurde dann die fokussierte

Stoßwellentherapie mit 2000 Impulsen

pro 15-Minuten-Sitzung angewendet: in

einer Gruppe in einer wirksamen und in

einer anderen Gruppe in einer vermutlich

Kneiftest: Wie stark ist Cellullite ausgebildet.


unwirksamen Dosierung (so genannte Dop pel-Blind-Studie). Zusätz

lich trainierten alle Teilnehmerinnen mit zwei Übungen ihre

Gesäßmuskulatur – 3 x 15 Übungen täglich über zwölf Wochen.

Danach erfolgte die Erfolgs kontrolle mit den Digitalphoto gra phien.

Diese wurde dann von zwei unabhängigen Untersuchern anhand

des 15 Punkte umfassenden Cellu lite Severity Scores (CSS) bewertet

– dabei gelten 1-5 Punkte als mild, 6-10 Punkte als moderat und

11-15 Punkte als schwere Form der Cellulite.

Das Ergebnis

Die Kombination des Krafttrainings und der fokussierten Stoß -

wellentherapie führte zu einer Verbesserung des CSS von 24 Prozent

in der Interventionsgruppe (von 10,9 auf 8,3 Punkte). In der Kontroll -

gruppe mit dem Kraft training und der unwirksam-dosierten Stoß -

wellentherapie blieb der CSS dagegen konstant bei 10. Die Anzahl

der Haut depressionen nahm um 20 Prozent ab, die Tiefe der Dellen

um 31 Prozent, die Haut laxizität verbesserte sich um 25 Prozent und

der Schweregrad der Cellulite um 24 Prozent in der Behandlungs -

kontrolle. Und dies gilt für alle behandelten Frauen mit moderat bis

schwer ausgeprägter Cellulite. Hinsichtlich der Verträglichkeit wurden

keinerlei Neben wirkungen beobachtet, so der MHH-Spe zialist.

Nur unter bestimmten Bedingungen ist die Stoßwellen-Behandlung

nicht angezeigt: bei akuter Beinvenen-Thrombose, Blutgerin nungs -

störungen oder Einnahme von Medi kamenten, die sich auf die Blut -

gerinnung auswirken. Ebenfalls bei Schwangerschaft, Tumor -

erkrankungen, Cortison-Einnahme oder akuten Entzündungen sollte

auf eine Stoßwellentherapie verzichtet werden.

www.mh-hannover.de

CREMES UND GELS – WIRKUNGSLOS?

Die Stiftung Warentest kam 2009 in der Zeitschrift „Test“ zu einem

sehr ernüchternden Ergebnis: Von zehn Cellulite-Mitteln – von der

Creme über elektronische Pflaster bis hin zum Massageroller – überzeugte

keines.

Alle Produkte, auch die teuren Präparate, hatten „keinen sichtbaren

Einfluss“ auf Cellulite. Manchmal wurde ein wirkstofffreies Präparat

sogar besser beurteilt als ein Anti-Cellulite-Produkt. Also alles vergeblich?

Nicht ganz . . . So machen jedenfalls Renate Donath vom Bundes -

verband Deutscher Kosmetik und Andreas Scholz von der Gesell -

schaft für Ernährungsforschung vielen Frauen doch ein wenig Hoff -

nung und geben Tipps.

n Bewegung, gesunde Ernährung und Behandlung richtig zu kombinieren,

dazu raten die beiden Spezialisten in Sachen Schönheit und

Ernährung. Aus ihrer Sicht sei eine falsche Ernährung mit zuviel

Kohlenhydraten und Fett der Hauptgrund für Cellulite. Von Radikal -

diäten raten sie jedoch ab. Diese endeten meist mit dem berüchtigten

Jojo-Effekt.

MEDIZIN Ü40 21

Die Stoßwellentherapie setzt durchblutungs- und heilungsfördernde Stoffe frei. Das Model auf der Liege demonstriert lediglich die Anwendung.

n Für eine gute Figur empfiehlt Andreas Scholz eine ausgewogene

Ernährung – mageres Rindfleisch und viel Fisch, frisches Gemüse und

Obst, Mineralwasser ohne Kohlensäure. Auch Molke oder Amino säu -

re tabletten können aus Sicht helfen, das Bindegewebe aufzubauen.

n Unerlässlich zur Cellulite-Bekämpfung ist Sport: Joggen,

Schwimmen und Radfahren. Auch gezielte Gymnastikübungen für

Bauch, Beine und Po können sinnvoll sein. Häufig helfe auch

Krafttraining in den Problembereichen. Der Stoffwechsel kommt

dadurch wieder in Schwung, Kohlenhydrate und Fett werden verbrannt

anstatt gespeichert.

n Faktoren wie Übergewicht oder Nikotinabhängigkeit tragen ebenfalls

zur Entstehung der Cellulite bei. Nikotin verengt die Blutgefäße

der Haut, was den Stoffwechsel verlangsamt. Außerdem wird das

Bindegewebe geschädigt.

Grundsätzlich benötigt man viel Disziplin, langen Atem und einen

gut gefüllten Geldbeutel beim Kampf gegen Cellulite. Am besten,

von allem etwas. Oder Sie sehen es wie Matthias Schweighöfer.

„Eine Glatze gehört zum Mann wie die Cellulite zu einer Frau.“


22 Ü40 MEDIZIN

FIT UND

STRAFF IN

REKORD-

ZEIT

BODYSTREET

STUDIO NR. 2

IN HANNOVER

ERÖFFNET

Wer möchte nicht einen schönen, straffen

Body? Doch die wenigsten bringen die Zeit

und die Energie auf, regelmäßig ins Fitness -

studio zu gehen oder Sport zu betreiben. Für

alle, die aus beruflichen oder familiären

Gründen wenig Zeit haben, gibt es jetzt

auch in Hannover eine Lösung.

„Quick In and Quick Out“: So lautet das

Motto in der zweiten Body-Street Filiale in

Hannover. Nach Eröffnung des ersten Stu -

dios am Aegi vor kaum neun Monaten bietet

das Franchiseunternehmen jetzt auch am

Engelbosteler Damm effizientes und vor

allem zeitsparendes Workout. Mit nur 20

Minuten Training pro Woche wird ein Effekt

erzielt, der bis zu 18 Mal (!) so hoch ist, wie

bei einem herkömmlichen Krafttraining.

Zauberei? Nein. EMS lautet die Lösung.

Schwören auf EMS: Nils Kopp (l.) und

Andreas Pätzold

Elektro-Muskel-Stimulation

Das „Elektro-Muskel-Stimulations-Training”

(EMS) wird seit vielen Jahren schon erfolgreich

in der Sportmedizin, der Rehabilitation

und im Leistungssport angewendet. Bei dieser

künstlich erzeugten elektrischen Stimu -

la tion eines Muskels werden Impulse mit

niedriger Frequenz dazu benutzt, unter der

Haut liegende Nerven anzuregen, welche

dann die dazugehörigen Muskelgruppen

ansprechen. Der Muskel kann nicht unterscheiden,

ob der Impuls nun vom Gehirn

kommt oder von außen, nämlich von den

auf der Haut liegenden Elektroden. Der

Muskel reagiert wie gewohnt auf den Reiz,

spannt an und verbraucht durch die geleistete

Arbeit auch Energie.

Die moderne Generation von EMS-Geräten –

bei Bodystreet kommen Geräte von „Miha

Bodytec” zum Einsatz – gestattet die Aus -

wahl diverser Parameter wie Impulsdauer,

Impulsfrequenz oder -intensität. Beim Per -

sonal Training aktivieren in einer Weste

fixierte sowie an Armen und Beinen direkt

angebrachte, großflächige Elektroden die

komplette Muskulatur.

„In der derselben Zeit, in der man bisher nur

einige wenige Muskelgruppen trainieren

konnte, kann man jetzt ein Ganzkörper -

training durchführen“, sagt Nils Kopp vom

Bodystreet Studio Aegidientorplatz. Bizeps

und Trizeps können sogar gleichzeitig trainiert

werden. „Wir bieten ein hocheffizientes,

20-minütiges Personaltraining für verschiedenste

Zielgruppen – egal, ob Männer

oder Frauen, Manager oder Cardio-Sportler“,

ergänzt Andreas Pätzold von der Bodystreet

Filiale am E-Damm und nennt weitere Vor -

teile:

n Tiefenwirksame Anspannung: Auch tief

gelegene Muskelfasern sind gezielt zur Stär -

kung ansteuerbar – ohne zeitraubende Hal -

te übungen.

n Schonung des Bewegungsapparat: Die

Trainingsintensität entsteht nicht durch

hohe Gewichte, sondern ist extrem gelenkschonend.

n Muskuläre Dysbalancen: Das weit verbreitete

Ungleichgewicht der Haltemuskulatur

von Rücken, Bauch und Beckenboden kann

gezielt angesprochen und effektiv trainiert

werden.

n Muskelverspannungen: Das Training fördert

die Muskeldurchblutung und kann

dadurch helfen, Verspannungen in der Mus -

kulatur, Kontrakturen oder Knötchen zu

lösen.

n Gewichtsreduktion: Bei Frauen konnte

eine Reduktion des Körperumfangs festgestellt

werden, vor allem an den Problem -

zonen Taille, Hüfte und Oberschenkel, bei

gleichzeitiger Straffung von Brust und

Armen. Bei Männern führt EMS ebenfalls zu

Umfangsrückgängen.

Die Preise für die wöchentliche Trainings -

einheit beginnen bei 19,90 Euro. „Doch jeder

profitiert von der immensen Zeiterspar -

nis – das Verhältnis zwischen investierter

Zeit pro Woche und dem individuellen Nut -

zen ist unschlagbar“, sagen beide Experten.

Bodystreet Hannover Aegidientorplatz,

Breite Straße 4, 30159 Hannover,

Telefon 0511-89 70 66 83

Öffnungszeiten: Mo-Frei 10-12 Uhr, Sa 10-16 Uhr

Bodystreet Hannover E-Damm: Kopernikusstraße 4,

30167 Hannover, Tel.: 0511-37 36 71 10

Öffnungszeiten: Mo-Frei 10-21 Uhr, Sa 10-16 Uhr

www.bodystreet.com


Hoch oben zwischen Eichen und Buchen können Urlauber jetzt in

Bad Zwischenahn wohnen und den Geräuschen des Waldes lauschen:

Das „Resort Baumgeflüster“ besteht aus vier aufgeständerten

Lärchenholzhäusern mit Blick auf Reh und Fasan. Nach einem Hotel

im Solling ist dies nun der zweite niedersächsische Standort für

einen Urlaub in den Wipfeln.

Mit diesem Hotel im neuen Baumhaus-Stil ist die Region westlich

von Oldenburg um eine Attraktion reicher. Betreiberin Insa Otteken

ist selbst ganz angetan. „Wir haben einen Ort für die Seele geschaffen.

Romantik, Eleganz, Stil und Design sind hier mit der Natur verknüpft“,

sagt sie. Das Probeschlafen hat die Familie hinter sich. Jetzt

kommen die ersten Gäste. Sie steigen über eine Treppe auf das vier

Meter hohe Plateau über dem weichen und federnden Waldboden

hinauf. „Eine Oase“, freut sich Insa Otteken, deren Sohn die Idee zu

dem Übernachtungsort zwischen den Bäumen hatte.

Bis zu vier Gäste finden in jedem Haus Platz. „Wir können auch

Brötchen per Seilwinde auf die Terrasse bringen“, schwärmt die frisch

gebackene Hotelchefin. Die Kunden, zu denen auch Firmen zählen,

sollen sich einfach wohlfühlen. Im Innern geht es recht komfortabel

und hochwertig zu. Küche, Bad mit Fußbodenheizung und

Schlafgemach sind vom Feinsten. Es wurden biologische Baustoffe

und bei den Betten ägyptische Baumwolle verwendet, die nach

Blümchen duftet. „Wir haben hier richtige Suiten“, erläutert die

Besitzerin, deren Eltern in der Nähe einen Bauernhof haben. Dort

steht auch für die Kinder eine Scheune zum Toben und Spielen

bereit. Auch Platz für Lagerfeuer ist vorhanden.

Die ersten Besucher haben sich im „Resort Baumgeflüster“ bereits

umgesehen. „Es ist ein neuer Baumhaus-Stil“, loben sie. Zwischen

Eichen und Buchen steht die Arche aus Lärchenholz fest auf

Stahlstelzen. In der Woche kostet die Übernachtung 107 Euro pro

Das „Resort Baumgeflüster“ in den Wipfeln.

URLAUB

IN DEN

WIPFELN

EIN ORT FÜR DIE SEELE

VON KNUT DIERS

REISE Ü40 23

Person und Nacht, 127 Euro für zwei – als Einführungspreis im

November. Romantik pur gibt es auch im Winter – die Suiten sind

dank Heizung und Massivholz das ganze Jahr über zu mieten. Tel.

04403 / 620 272

Bad Zwischenahn ist ein staatlich anerkanntes Moorheilbad mit

Kurpark und Wandelhalle. Ein bekannter Sohn Bad Zwischenahns ist

Wilhelm Heinrich Schüßler (1821-1898), der damals die „biochemische

Heilweise“ begründete. Bis heute haben sich die von ihm

homöopathisch aufbereiteten zwölf Mineralsalze als Arzneimittel

behauptet. Zahlreiche Herbstmärkte locken ebenfalls ins

Ammerland. Auch ein Besuch im benachbarten Oldenburg sollte auf

dem Ausflugsprogramm stehen.

Geradezu ideal ist die Gegend rund ums Zwischenahner Meer – mit

526 Hektar drittgrößtes Binnengewässer Niedersachsens – für

Wanderungen und Radtouren auf rund 380 Kilometer gut ausgeschilderten

Routen. Als Spezialitäten gelten Ammerländer Schinken

und Smoortaal. Mit dem ersten Frost ist Hochsaison für Grünkohl

und Pinkel. Unbedingt probieren!

Blick vom Kurpark aufs Zwischenahner Meer.

TIPP: LÖFFELTRUNK

Der Ammerländer Löffeltrunk ist ein Ritual aus alten Zeiten:

Harte Sachen wurden aus dem Zinnlöffel getrunken. Da man

damals die rechte Hand wehrhaft bereithalten musste, nahm

man den Löffel in die linke Faust. Nachdem eingeschenkt war,

gab es einen feierlichen Trinkspruch auf platt. Gastgeber: Ik seh

di! (Ich sehe dich) Gast: Dat freit mi! (Das freut mich) Gastgeber:

Ik sup di to! (Ich trinke dir zu) Gast: Dat do! (Das tu) Gastgeber:

Prost! Gastgeber: Ik heb di tosapen! (Ich habe dir zugetrunken)

Gast: Hest´n Rechten drapen! (Hast den Richtigen getroffen)

www.baumgefluester.de

www.bad-zwischenahn-touristik.de


24 Ü40 REISE

Karibik Feeling in Villen am Strand

Jetzt setzt TUI mit neuen Sensimar Hotels

die Erfolgsstory fort: So eröffnet zur Winter -

saison 2011/12 das erste Hotel der Marke in

der Dominikanischen Republik. Das Sensi -

mar Punta Cana Villas & Suites wurde neu

erbaut und liegt direkt am traumhaften Kari -

bik-Strand in der Nähe von Punta Cana. Das

Fünf-Sterne-Hotel ist unter anderem mit 104

Suiten, die sich in zwei- bis dreistöckigen

Strandvillen befinden, und einem A-la-carte-

Restaurant ausgestattet. Palmen, weiße

Strän de und Merengue – die heißen Rhyth -

men der Dominikanischen Republik bilden

die Traumkulisse für Traumurlaub.

„Mein Haus am Meer“

in Mallorca & „Fuerte“

PAARE LIEBEN SENSIMAR

Traum von Pool und Meer: Das Sensimar Royal Blue Resort auf Kreta

Sensimar: Mit dieser Wortschöpfung aus Gefühl und Meer verbinden immer mehr

Paare die TUI-Hotelmarke, die auf Qualität und Komfort setzt. Erst 2009 startete TUI

mit den ersten Hotels im türkischen Belek sowie auf Kos und Rhodos die

Erfolgsgeschichte von „Mein Haus Meer“.

Nach dem Start auf Mallorca mit dem Sen -

simar Aguait Resort & Spa eröffnet ebenfalls

Direkt am Strand: Das Sensimar Calypso Resort & Spa in Fuerteventura

zur Wintersaison auf der kanarischen Insel

Fuerteventura ein neues Sensimar Haus. Das

Sensimar Calypso Resort & Spa (Vier-Sterne-

Plus) liegt direkt am Strand von Jandia und

richtet sich an Paare ab 18 Jahren. Zur Aus -

stattung des komplett renovierten Hotels

zählen 250 Zimmer, ein A-la-carte-Restau -

rant und ein neuer Wellness-Bereich. High -

light des Hotels ist die neue Chill-Out-

Terrasse, die den Gästen bei entspannter

Musik einen tollen Blick über den Atlantik

bietet. Die beiden neuen Sensimar Hotels

werden vom langjährigen TUI Partner Riu

gemanagt.

Ruhe und Entspannung locken Paare

Allen Hotels unter Sensimar Flagge liegt ein

einheitliches Konzept zugrunde, das auf

deutschsprachige Paare mittleren Alters

aus gerichtet ist. So sind eine direkte Lage

am Meer, maximal 250 Zimmer, Vier- bis

Fünf-Sterne-Komfort, gehobener Service

und anspruchsvolle Gastronomie, eine persönliche

Betreuung durch einen deutschsprachigen

Guest Relation Manager, viele

Ruhezonen und moderne Wellnessbereiche

Grundlage dieses Paare-Konzepts, das be -

reits viele Liebhaber gefunden hat.

Gästezufriedenheit: Note 1,43

Zehn Sensimar Hotels in Griechenland,

Spanien, Ägypten und der Türkei erfreuten

sich im vergangenen Sommer großer

Beliebtheit und waren im Schnitt zu rund 80

Prozent ausgelastet. Die Gästezufriedenheit

ist mit einem Wert von 1,43 überdurchschnittlich

hoch. TUI hatte auf ein moderates

Wachstum gesetzt, um die hohen Qualitäts -

standards des modernen Franchisekonzepts

auch sicherzustellen. „Die Expansion auf

der Fernstrecke und auf den Kanarischen

Inseln ist ein weiterer Meilenstein für unsere

junge Hotelmarke“, so TUI-Deutschland-

Chef Dr. Volker Böttcher. „Die gute Aus -

lastung und die hohen Gästezufrieden -

heitswerte zeigen uns, dass wir mit dem

deutschsprachigen Paare-Konzept eine

Markt lücke geschlossen haben.“

WINTERTIPP: Tanzen & Tauchen

In der kommenden Wintersaison haben

– mit Ausnahme der fünf Häuser in

Griechenland – sieben Sensimar Hotels

in der Türkei, in Ägypten, auf Mallorca

und Fuerteventura sowie in der Domi -

nikanischen Republik geöffnet. Die

„Mehr erleben-Themenwochen“ starten

im Winter mit einer Tanzwoche im

Sensimar Belek Resort & Spa an der

Türkischen Riviera (5. bis 12. Dezember

2011) und einer Tauchwoche im Sen -

simar Makadi Hotel in Ägypten (8. bis

15. März 2012).

www.sensimar.com


FERIENABENTEUER

FÜR FREIZEITKAPITÄNE

„Ich liebe dieses Gefühl, wenn die Leinen zum ersten Mal losgelassen

werden, diese Freiheit, dem Alltag zu entrinnen: die Natur, die Seen, die

Wälder, die wir gemächlich durchqueren werden...“

So wie dieser begeisterte Urlauber in einem Blog übernehmen im -

mer mehr Freizeitkapitäne das Ruder eines gecharterten Hausboots

für ein romantisches Urlaubsabenteuer zu Zweit, mit der Familie oder

mit Freunden. Das Schippern auf dem Hausboot ist beinahe überall

in Europa möglich – und einfacher als man denkt. Das maximal 15

Meter lange Schiff kann heute jeder auf ausgewiesenen Wasser -

straßen mit einem Charterschein steuern. Anlegen und Wenden, einfache

Seemannsknoten, kleine Schleusenkunde: Die Lektion vor

dem ersten „Leinen los!“ dauert kaum länger als drei Stunden, ein

Bootsführerschein ist nicht nötig.

Ob Flüsse oder Kanäle, holländisches Ijsselmeer, französische

Wasserstraßen oder Mecklenburgische Seenplatte: Beinahe so zahlreich

wie die europäischen Reiseziele sind die Anbieter von

Hausbooten. In Deutschland haben es sich die ADAC Sportschifffahrt

mit dem Bootsreisespezialisten „Cardinal Boating Holidays“ aus

Fürstenberg/Havel und dem Reisemagazin „Seenland“ als Partner zur

Aufgabe gemacht, über die Schönheit eines Hausbooturlaubs auf

Vier- und Fünf-Sterne-Schiffen zu informieren.

In Deutschland sind mittlerweile mehr als 700 Kilometer Wasser stra -

ßen in und um Berlin, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vor -

pommern, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und dem Saarland

als Charterschein-Reviere führerscheinfrei befahrbar. So auch die

Müritz – mit 112 Quadratkilometern der größte deutsche Binnensee

und Herzstück der Mecklenburgischen Seenplatte. Nirgendwo in

Deutschland gibt es eine größere Hausboot-Dichte als auf dem

„Mittelmeer der Hausboote“. Insgesamt bietet das Mecklenburger

Revier ideale Bedingungen, nicht zuletzt auch auf der Müritz-Elde-

Wasserstraße. Die Route führt durch 17 Schleusen und über 184

Kilometer bis nach Dömitz an der Elbe.

Luxus auf Fünf-Sterne-Booten

Das sanfte Dahingleiten durch Fluss- und Seenlandschaften sorgt für

Entspannung pur. Die Strecke auf den Wasserstraßen ist selbst

bestimmt – man legt an, wo es einem am besten gefällt. Und bis

FAHRSPASS

OHNE

FÜHRERSCHEIN

dahin schweift der Blick über Stadt, Land und Fluss. Neben der mecklenburgischen

Seenplatte bieten auch die Gewässer Brandenburgs

ideale Routen für den Bootstourismus. Hunderte von Seen sind

durch Kanäle und Flüsse miteinander verbunden.

Der Urlaub auf dem Boot kann übrigens auch fünf Sterne tragen: So

bietet die „Europa 400“ Platz für bis zu vier Personen und verfügt

über zwei komfortable Doppelkabinen mit eigenen Badezimmern.

Der wohnliche Salon samt Sitzgruppe ist mit einem Multimedia -

center inklusive Flachbildschirm, DVD-Player und Satellitenanlage

bestückt. Perfekt ausgestattet ist die Bordküche und das Teakholz-

Oberdeck lädt zum Sonnen und Relaxen ein. Startmöglichkeiten gibt

es in Fürstenberg/Havel oder am Fleesensee in Göhren-Lebbin.

TIPP: OPEN BOAT IN HANNOVER

REISE Ü40 25

Wenn Sie das Ferienabenteuer auf dem Wasser interessiert, sollten

Sie sich den 15. und 16. Oktober vormerken. Dann legt eines

der „Europa“-Ferienschiffe im Rahmen einer fünfwöchigen maritimen

Info-Tour für ein Wochenende in Hannover an: „Open

Boat“ von 10 bis 18 Uhr am Mittellandkanal (Marine kamerad -

schaft Hannover, Werftstraße 19). Die Crew beantwortet Fragen

rund um Bootsferien, und natürlich dürfen Besucher auch einmal

das Ruder in die Hand nehmen.

www.adac.de/sportschiffahrt

www.cardinalboating.com


26 Ü40 BAUEN + WOHNEN

AUF HISTORISCHEM GRUND

WOHNEN „AN DER GARTENBAUSCHULE“ – GRÜN UND ÖKOLOGISCH

VON SYBILLE NOBEL-SAGOLLA

Eigentlich zu Grün, um noch großstädtisch

zu sein; gleichzeitig alles andere als draußen

auf der grünen Wiese: Das HRG-Projekt „An

der Gartenbauschule“ in Ahlem entwickelt

sich durch eine geschickte Verbindung von

Wohngebieten mit Grünzügen und Regen -

rück haltung zu einem ökologisch ambitionierten

Bauareal. Auf dem ehemaligen Ge -

müsefeld der früheren israelitischen Garten -

bauschule aus dem 19. Jahrhundert entstehen

Eigenheime, Reihen- und Townhäuser

inmitten von Bäumen, großzügigen Anger -

flä chen und historischer Hecke.

Für Dirk Felsmann ist der Ahlemer Baugrund

ein „Glücksfall“. Der Geschäftsführer der

Hannover-Region Grundstücksgesellschaft

(HRG) sagt: „Das Areal hat danach geschrien,

entwickelt zu werden.“ Immerhin liegt das

Ahlemer Projekt voll im Trend. Denn Bauen

und Wohnen auf der grünen Wiese ist selbst

bei jungen Familien nicht mehr angesagt.

„Zurück in die Stadt“, heißt es wieder.

Was bei einem angehenden Wohngebiet

wie dem an der Heisterbergallee in Ahlem

und seiner guten Öffi-Anbindung an die

Innenstadt auch nicht weiter verwunderlich

ist: 20 Stadtbahnminuten vom Hauptbahn -

hof entfernt, entstehen auf dem 7,5 Hektar

großen Planareal nur auf gut zwei Dritteln

der Fläche Wohnbauten, während stolze 2,3

Hektar für Grünareale reserviert sind.

Neben einer historischen Hainbuchenhecke

aus der Zeit um 1920, die das Gelände westlich

abgrenzt, wurden vier Angerflächen eingeplant:

Als so genannte „Retentionsflä -

chen“ dienen sie der Entwässerung. Kleine

Gräben in der Mitte nehmen das Regenwas -

ser auf – gleichzeitig werden diese Anger

mit Bäumen und Gehölzen bepflanzt.

Die Grenzen zu den Privatgärten sollen fließend

sein. Projektchefin Dr. Ulrike Viktoria

Maurer wünscht sich Transparenz zwischen

öffentlichen und privaten Bereichen und

ebenso eine gute Nachbarschaft unter den

künftigen Bewohnern. Die einzelnen Grün -

zonen werden über eine öffentliche Wege -

ver bindung sowie – zur Verkehrsberuhigung

– durch Einbahnstraßen erschlossen.

Interessenten sollten sich beeilen

Inmitten dieser grünen Oase entstehen 150

Wohngrundstücke zu einem Quadratmeter -

preis von rund 260 Euro: ein Einfamilien -

haus gebiet, eines für Reihenhäuser und eine

Fläche für dreigeschossigen Wohnungsbau

in Townhäusern an der Heisterbergallee.

Schon vor dem Baubeginn Ende September

ist der Verkauf an Private, Bauherrnge mein -

schaften und Wohnungsbaugesellschaften

aus HRG-Sicht hervorragend angelaufen.

So sind auch die meisten der 35 Einfamilien -

häuser zumindest reserviert. 2008 hatte die

HRG die Fläche über einen städtebaulichen

Wettbewerb erworben. Da war das künftige

Wohngebiet bereits vom Hamburger Büro

der internationalen Archi tek tensozietät

Gerkan, Marg und Partner, bekannt für

Entwurfspläne vom neuen Berliner Haupt -

bahnhof über das Fußball stadion in Kap -

stadt bis zum das National museum in

Peking, durchgeplant worden. Seit dem

ersten Spatenstich Ende 2010 hat die HRG

bereits fast 2 Millionen Euro in den Ahlemer

Untergrund investiert – Kanalbau und Kabel,

Rohrleitungen und Baustraßen.

Für das gesamte Baugebiet wurden Gestal -

tungsrichtlinien in die Kaufverträge aufgenommen.

Sie sehen ein einheitliches Er -

schei nungsbild in erster Linie bei der Fas -

sadengestaltung, aber auch bei Ziegeln und

Dachflächen vor. Modellhaft ist das Nah -

wärmekonzept mit einem Primär-Energie-

Faktor (PEF) „Null“.

Das Blockheizkraftwerk wird (rein rechnerisch)

mit Biogas betrieben. „Wir sind gemäß

dem EEG (Erneuerbare Energien Gesetz) in

Vorleistung getreten“, so Geschäftsführer

Felsmann. Partner bei der Energiever -

sorgung ist die Dalkia, eine Veolia-Tochter.

Am Rand des Areal an der Heisterbergallee

soll eine Dialyseklinik entstehen. Mit der

Bäckerinnung ist man im Gespräch über den

Bau einer Bäckerei fach schule.

www.an-der-gartenbauschule.de

www.hrg-online.de


60 JAHRE BEWEGTE JÜDISCHE GESCHICHTE

Jüdische Freimaurer halfen im angehenden 20. Jahrhundert mit

ihrem Geld, dass in Ahlem Waisenkinder aus ganz Deutschland in

Acker- und Gartenbau ausgebildet werden konnten. Die historische

Ahlemer Gartenbauschule war aus der von Moritz Simon

1893 gegründeten Israelitischen Erziehungsanstalt hervorgegangen.

1942 schlossen die Nationalsozialisten die Schule und leite-

STADT ODER LAND?

Wohnbaugebiet »An der Gartenbauschule«

BEIDES!

Die wichtigste Frage beim Bauen ist die kürzeste:

Wo? Ahlem macht die Antwort leicht.

Denn das Wohnbaugebiet »An der Gartenbauschule«

liegt nah an den vielen Angeboten einer pulsierenden

Stadt – und bietet gleichzeitig die Ruhe und Erholung,

die man sonst nur auf dem Lande kennt.

Für ausführliche Infos besuchen Sie unsere Website:

www.wohnen-an-der-gartenbauschule.de

BAUEN + WOHNEN Ü40 27

ten von Ahlem aus Deportationen in Konzentra tions lager. 1945

gründeten jüdische Überlebende dort ein Kibbuz, das zur

Vorbereitung der Auswanderung nach Israel diente. 1955 erwarb

die Landwirtschaftskammer Hannover das Gelän de. Heute erinnert

die Mahn- und Gedenkstätte Ahlem in der Heisterbergallee 8

an die 60-jährige bewegte Geschichte der Gartenbauschule.

Auf gutem Grund.


28 Ü40 BAUEN + WOHNEN

FÖRDERUNG FÜR

SOLARWÄRME:

JETZT

ZUGREIFEN!

2012 sinkt die Bundesförderung für Solar kol lektoranlagen. Der nächste Winter kommt

bestimmt – wer eine solche Anlage installieren will, sollte jetzt handeln. Immer hin können

Hausbesitzer die Bundeszu schüsse auch mit den Förderprogrammen des regionalen

enercity-Fonds „proKlima“ kombinieren. Die Anträge dafür aber müssen bis zum

31. Oktober vorliegen.

Das Bundesamt für Wirtschaft und Aus -

fuhrkontrolle (BAFA) unterstützt eine thermische

Solaranlage mit Heizungsunterstüt -

zung und Trinkwassererwärmung noch bis

Ende 2011 mit einem Zuschuss von 120 Euro

pro Quadratmeter Kollektorfläche. Mit dem

Jahreswechsel sinkt die Förderung auf 90

Euro. Dies gilt für eine Anlagengröße bis zu

40 Quadratmetern.

„Für einen Vier-Personen-Haushalt genügen

meist schon fünf Quadratmeter Kollektor -

fläche, um mehr als die Hälfte des jährlichen

proKlima fördert auch Sanierungsmaßnahmen

Warmwasserbedarfs durch die Sonne zu

decken“, erklärt proKlima-Ingenieur Dirk

Huf nagel. „Bei zusätzlicher Unterstützung

der Raumheizung sollte maximal die doppelte

Kollektorfläche installiert werden“, so

der Fachmann für Solarenergie.

proKlima fördert nach Wärmeertrag

Wichtig: Die BAFA-Förderung lässt sich mit

den Zuschüssen des enercity-Fonds pro -

Klima kombinieren. Denn der hannoversche

Kli maschutzfonds unterstützt die Installa -

tion von Solarwärme- sowie Holzpelletsund

Holzhackschnitzelanlagen durch eine

so genannte Ertragsförderung. Nach dem

ersten Betriebsjahr beträgt sie 20 Cent pro

Kilowattstunde Solarwärme und maximal 90

Euro pro Quadratmeter Kollektorfläche.

Um den Ertrag zu erfassen, wird eine spezielle

Messtechnik installiert, die proKlima

eigens mit 400 Euro fördert. Darüber hinaus

gewährt der enercity-Fonds Bonuszah -

lungen in Höhe von 700 Euro für den Einbau

eines überdurchschnittlich gut gedämmten

Wärmespeichers mit optimierten Rohrlei -

tungs anschlüssen.

Interessant für Altbau-Sanierer

In den Förderkatalog von proKlima fallen im

Rahmen des Altbau-Programms 2011 auch

zahlreiche Maßnahmen zur Senkung des

Energieverbrauchs. So sollten Hausbesitzer

beim Einsatz der Solartechnik auch an die

Gebäudehülle denken: Dämmung der

Außen wände, des Daches oder Einbau

neuer Passivhausfenster sind ebenso förderfähig

wie die Installation moderner Hei -

zungstechnik oder einer Komfortlüf tungs -

anlage.

Wer Rat bei der Gebäudesanierung benötigt,

sollte sich an die von proKlima gelisteten

Energielotsen wenden. Die Fachleute

begleiten Hausbesitzer bei der erfolgreichen

Umsetzung ihrer Sanierungsprojekte. Übrigens

wird auch diese Beratung von proKlima

gefördert.

JÄHRLICH 5 MILLIONEN

EURO FÜRS KLIMA

Der europaweit einzigartige Fonds

proKlima wurde im Juni 1998 gegründet.

Finanziert wird er mit jährlich rund

fünf Millionen Euro von den Städten

Hannover, Hemmingen, Laatzen, Lan -

gen hagen, Ronnenberg und Seelze

sowie vor allem den Stadtwerke Han -

nover AG (enercity). Inzwischen wurden

Fördermittel in Höhe von mehr als 45

Millionen Euro bewilligt. Mit Know-how

und Zuschüssen unterstützt proKlima

vor allem energieeffizientes Bauen und

Modernisieren, Energiesparberatungen,

die Installation von Solarwärme- und

Holzheizanlagen, Fernwärme anschlüs -

se und den Einbau von Blockheiz -

kraftwerken sowie die Ausstattung von

Schulen mit Unterrichtsmaterialien zu

Klimaschutz und erneuerbaren Ener -

gien.

www.proklima-hannover.de


PROFIS FÜR WOHNTRÄUME NACH MASS

Wünschen Sie sich einen Einbauschrank im Wohnzimmer? Ein Bücherregal mit Gleit -

türen in der Dachschräge? Oder ein komplettes Schlafzimmer mit ganz persönlichen

Ausstat tungsmerkmalen? Dann kommen Sie um eine fachkundige Beratung kaum

herum. Das Einrichtungsstudio „Wohnideen nach Maß“ gehört zu den Topadressen für

individuelle Lösungen in Hannovers City. Dort sitzen Profis, die nach Ihren Vorstel lungen

planen – eben maßgeschneidert.

Wohlfühlen und Bequemlichkeit in den

eigenen vier Wänden gehört für die meisten

Menschen zu den unverzichtbaren Lebens -

qualitäten. Geschäftsführer Claus-H. Hucht -

hausen, Lebenspartnerin Eva Martin und

Sohn Peter Huchthausen, alle drei Diplom-

Ingenieure in den Bereichen Produktdesign,

Architektur, Bauen bilden den Kern des

Beratungs- und Planungsteams. Kunden -

träume werden visualisiert, in der eigenen

Tischlermeister-Werkstatt realisiert und vor

Ort installiert.

Es kommt auf den Millimeter an

Wer hier Beratung sucht, erhält eine individuelle

Planung, eine Maßarbeit zum Fest -

preis, den Einbau von hochwertigen, millimetergenau

gefertigten Wohn-systemen. Es

gibt keine starren Rastermaße, die dann mit

Blenden kaschiert werden müssten. Jeder

Kunde kann zwischen unterschiedlichsten

Fron ten, Oberflächen und Designs wählen –

oder mit Dekor, Holz, Metall, Spiegel, Glas,

Stoff, etc. seinen Wohnräumen eine persönliche

Note verleihen. Auf Wunsch wurden

schon Familienfotos, Landschaften oder ab -

strakte Malereien auf Gleittüren abgebildet.

Ganz wichtig ist, dass der Kunde auch das

Innenleben seiner Möbel gestalten kann.

„Dafür steht eine Palette sinnvoller und notwendiger

Funktionalitäten bei Schüben,

Schubladen, Hängevorrichtungen oder Zwi -

schenböden zur Auswahl“, sagt Architektin

Eva Martin und verweist auch auf renommierte

Partner wie raumplus. Für den Chef

ist es eine Selbst verständlichkeit, Beratung

und Feinplanung auch vor Ort vorzunehmen.

„Nur in Kenntnis der örtlichen Gege -

ben heiten und des persönlichen Bedarfs

können wir die Kunden über bestimmte

Wohn systeme oder Möblie rungen optimal

beraten“, sagt Huchthausen.

Und wenn nötig, übernimmt seine Firma

auch eine komplette Umbaukoordination

mit allen dazu notwendigen Handwerkern –

Malern, Raumaus stattern, Elektrikern, etc.

Wunsch nach Qualität und Komfort

„Unsere Stärken sind individuelle Lösungen

und der ständige intensive Kontakt mit dem

Kunden“, bekräftigt Eva Martin. Sie meint

damit Menschen, die nicht mehr zur „IKEA“-

Generation zählen, die sich auch nicht in den

riesigen Ausstellungshallen großer Möbel -

häuser verlieren mögen – oder die einfach

ein passgenaues Einrichtungsdetail benötigen.

„Zu unseren Kunden gehören vor allem

Menschen über 40, die sich Qualität leisten

wollen und Komfort suchen – bei der

Höhe des Bettes, der Bedienungsfreund lich -

keit von Schrankschüben oder der Zu gäng -

lichkeit der Kleiderschränke“, so die Planerin.

BAUEN + WOHNEN Ü40 29

Detailplanung: Eva Martin (r.) und Mitarbeiterin.

Die Firma wurde vor 35 Jahren von Claus-H.

Huchthausen gegründet und startete in

einer Garage in Linden. Seit 1985 gibt es

Wohnideen nach Maß in Hannovers City, in

der Osterstraße 32. Und seit 1994 wer den

die hochwertigen Einrichtungen des familiengeführten

Unternehmens in der eigenen

Produktionshalle in Seelze gefertigt.

„Wir haben zwar unseren Schwerpunkt in

Hannover und der Region. Aber es gibt

manchmal auch Aufträge in Köln, Frankfurt

oder z. B. Binz auf Rügen, weil unsere Kunden

dorthin gezogen sind oder eine Fe -

rienwoh nung einrichten wollten“, erzählt

Architektin Martin. Und, wenn es sein muss,

geht es für „Wohnideen nach Maß“ auch

weiter – so mit einer Wagenladung Einbau -

türen nach Ibiza, wie Anfang dieses Jahres.

www.wohnideen-nach-mass.de


30 Ü40 TECHNIK + VERKEHR

DER „YARIS“ HOLT DAS INTERNET INS AUTO

Kompakt, clever, effizient: Toyota hat seinen Bestseller „Yaris“ herausgeputzt.

Die dritte Generation des Kleinwagens bietet viel mehr Platz

und glänzt mit einem bemerkenswerten Infotainment-System.

Markantes Äußeres und sparsame Motoren sorgen dafür, dass der

neue Yaris an den Erfolg seiner Vorgänger anschließen kann. Obwohl

die Auslieferung des Japaners noch nicht begonnen hat, sind bereits

mehr als 600 Exemplare verkauft.

Gefährliches Gefummel am Mobiltelefon nach Namen und Straßen

während der Autofahrt gibt es nicht mehr. Wer im Yaris sitzt – und

einen Aufpreis von 550 Euro akzeptiert hat – verfügt über die internetgestützte

Local-Search-Funktion „Toyota Touch&Go“. Ob Apo -

theke, Restaurant, Museum oder Tankstelle: Google sei dank ist die

Adresse so genannter points of interest mit drei Fingertipps auf der

großen Touchscreen am Cockpit gefunden und als Navigationsziel

übernommen.

Mit dem wegweisenden Multimediasystem „Toyota Touch“ setzt der

Japaner ohnehin neue Maßstäbe für diese Fahrzeugklasse. Gesteuert

über ein 6,1-Zoll-Display verfügt er über Bluetooth- und USB-

Schnittstellen und eine nicht nur in engen Parkhäusern hilfreiche

Rückfahrkamera. Das System nutzt als Schnittstelle zur Daten -

autobahn das (Bluetooth-fähige) Mobiltelefon des Fahrers und kann

obendrein auch als Freisprechanlage, Musikbox oder SMS-Terminal

dienen.

Der jugendlich-moderne Anstrich des Yaris setzt sich auch im überarbeiteten

Design fort. Kantig-knackig kommt der kompakte Japaner

daher, gewohnt ausgewogen und funktional präsentiert sich dagegen

die Motorenpalette der neuen Modellgeneration. Die Käufer

haben die Wahl zwischen zwei verbrauchsarmen Benzinern und

einem besonders sparsamen Selbstzünder. Alle drei Motoren profitieren

von „Toyota Optimal Drive“ – konstruktive Maßnahmen maximieren

Leistung und Fahrspaß und sorgen gleichzeitig für minimalen

Verbrauch und geringe CO2-Emissionen. Je nach Motorisierung

liegt der Verbrauch zwischen 3,9 bis 5,1 Litern auf 100 Kilometern

und die Emissionen reichen von 103 bis 118 Gramm pro Kilometer.

Zu besichtigen im Autohaus Ahrens

Toyota will von seinem wichtigsten Modell in Europa im nächsten

Jahr 200.000 Exemplare verkaufen. In Deutschland sollen es 2012

rund 27.000 Yaris-Neuzulassungen werden und in diesem Jahr noch

5.000. Sie können den neuen Yaris ab 15. Oktober in fünf Ausstat -

tungsvarianten im Autohaus Ahrens besichtigen und zur Probe fahren

und kaufen: Die Modelle Yaris, Cool, Life, Club und Executive bieten

den Käufern zahlreiche Möglichkeiten der persönlichen

Individualisierung. Wie auch der Vorgänger ist der Yaris als Drei- und

Fünftürer zu haben.

Das Autohaus Ahrens ist seit mehr als 50 Jahren eine dynamische

Größe am hannoverschen Automobilmarkt. Für die Zufriedenheit

der Kunden sorgen hier 67 Mitarbeiter an zwei Standorten – Am

Listholze in Hannover und in der Bremer Straße in Garbsen. Natürlich

wird auch in diesen Niederlassungen die Toyota-Firmenphilosophie

vom nachhaltigen, grün orientierten Wirtschaften gelebt, die mit der

Verleihung des „Best Global Green Brand 2011“ als umweltfreundlichste

Marke durch die weltweite Interbrand-Bewertung gewürdigt

worden ist.

Das wird auch durch die Vielfalt von Hybridmodellen im Ahrens-

Angebot bestätigt: Auris Hybris, Prius, CT200h, GS 450h, RX 450h, der

neue Prius+ und Auris Hybrid ab 2012. Aber nun geht es erst mal um

den neuen Yaris.

www.toyota-ahrens.de


WINTER-

REIFEN

IM ALPENTEST

Der nächste Winter kommt bestimmt. Des -

halb haben der Auto Club Europa (ACE) und

die Gesellschaft für Technische Überwachung

(GTÜ) schon jetzt auf einer speziellen

Alpenstrecke einen Extremtest für Winter -

reifen durchgeführt. Die gute Nachricht: Im

gehobenen und mittleren Preissegment

können die Kunden bedenkenlos zugreifen

– die Qualitätsunterschiede bei Marken -

reifen sind nicht gravierend.

Acht neue Pneus der Marktführer Con -

tinental, Semperit, Dunlop, Nokian, Pirelli,

Fulda, Michelin und Goodyear standen auf

dem rutschigen Prüfstand. Getestet wurde

die für zahlreiche Kompaktmo delle passende

Größe 205/55R16 91H. Sieger in den

Disziplinen Traktion auf Schnee, Handling

und Bremsen auf schneereicher Fahrbahn,

trockener Fahrbahn und Aquaplaning wur -

de der Ultra Grip 8 von Goodyear für 500

Euro pro Satz. Die Note „sehr empfehlenswert“

erhielten von den GTÜ-Experten der

Semperit Speed Grip2 für 416 Euro, der

Continental Winter Contact TS 830 (516

Euro), der Dunlop Winter Sport 4D (526 Euro)

und der Pirelli Snowcontrol Serie 3 (498

Euro).

Sie wissen ja: Winter- bzw. M+S-Reifen sind

immer dann Pflicht, wenn auf der Straße

Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eisoder

Reifglätte herrschen. Um in der kalten

Jahreszeit auf der sicheren Seite zu sein,

empfehlen Verkehrsexperten zu konsequenter

Winterbereifung von Oktober bis Ostern.

Und: Nur so sind Bußgelder zwischen 40 und

80 Euro sowie ein Punkt in Flensburg zu vermeiden.

Wichtig für Autofahrer ist auch der Durch -

blick: Rechtzeitig vor dem ersten Kälte ein -

bruch sollte Frostschutzmittel in der Schei -

benwaschanlage und im Kühler nachgefüllt

werden. Eine Kontrolle der Vorder- und

Rückleuchten garantiert die eigene Sicht -

barkeit. Die Autobatterie – im Winter Pan -

nenursache Nr. 1 – sollte gecheckt werden.

Schließlich ge hö ren zum üblichen Bord -

werkzeug vor dem ersten Schnee auch

Eiskratzer, Handfeger, Decke, Taschenlampe,

Starthilfekabel und Abschleppseil.

www.winterreifen.de

TECHNIK + VERKEHR Ü40 31

Um auf der sicheren Seite zu sein, sollte von Oktober bis Ostern Winterbereifung aufgezogen werden.


32 Ü40 UMWELT + TECHNIK

ROTER BALKEN FÜR STROMFRESSER

Augen auf beim Gerätekauf: Ob Gefrierkombi oder Geschirrspüler,

Waschmaschine oder Fernseher – bis zu 75 Prozent Strom lässt sich

einsparen, wenn man beim Neukauf von Elektrogeräten auf die

höchste Energie-Effizienzklasse achtet. Die Verbrauchskennzeich -

nung mit dem so genannten EU-Label wird optisch durch farbige

Balken unterstützt. Dabei steht Grün für sparsam und Rot kennzeichnet

einen vergleichsweise hohen Energieverbrauch.

Das „A“ mit drei Sternen („A+++“) steht bei neuen Kühl- und Gefrier -

geräten, Geschirrspülern

und Waschmaschinen seit

Dezember 2010 EU-weit für

die höchste Energie-Effi -

zienzklasse. Die Skala be -

ginnt beim einfachen Buch -

staben „A“ – jedes Sternchen

obendrauf bringt etwa 20

Prozent Stromer sparnis.

Doch Ach tung: Noch bis

Ende dieses Jahres kann der

Handel die alten Labels verwenden,

und auch da nach

ist ein Um etikettieren von

zuvor produzierten Ge räten

nicht vorgeschrieben.

Das neue EU-Label für

Waschmaschinen.

Energielabel für Fernseher

Fernseher werden immer flacher

und größer – und energieintensiver.

Das neue EU-

Label macht die Kennzeich -

nung von Fernsehgerä ten ab

30. November 2011 zur

Pflicht. Die Spanne reicht

derzeit von „A“ bis „G“. Da

manche Flachbildschirme wahre Energiefresser sind und es große

Unterschiede beim Energieverbrauch gibt, ist die neue Etikettierung

aus Verbrauchersicht überfällig. Immerhin lassen sich nach Angaben

der Deutschen Energie-Agentur (dena) je nach Geräteart und -typ

durch energieeffiziente Unterhaltungselektronik bis zu 75 Prozent

Stromkosten einsparen. Doch noch ist eine den Küchengeräten vergleichbare

Kennzeichnung des Heimkinos ein Zukunftsprogramm:

2014 kommt „A+“ dazu, 2017 die Klasse „A++“ und erst 2020 das

Premiumlabel „A+++“.

Übrigens haben neue Fernsehgeräte aufgrund von EU-Vorgaben im

Stand-By-Betrieb nur noch eine geringe Leistungsaufnahme. Seit

August 2011 dürfen sie dann nicht mehr als 0,5 Watt verbrauchen. Da

ältere Geräte einen zum Teil deutlich höheren Stromverbrauch verzeichnen,

lohnt es sich, diese Fernseher und die dazugehörigen

Geräte nach dem Ausschalten komplett vom Netz zu trennen.

Kaufinfos im Internet

Wer Strom sparen will:

Augen auf beim

Waschmaschinenkauf.

Wer sich vor dem Kauf eines Küchen- oder Fernsehgeräts über den

Energieverbrauch – oder generell über das Thema Strom sparen –

informieren will, wird auf den Internetseiten der Verbraucherzentrale

Niedersachsen, der Stiftung Warentest, der Deutsche Energie-

Agentur oder des proKlima-Fonds fündig. Beispielsweise sind dort

detaillierte Informationen über sparsame Haushaltsgeräte als

Kaufhilfe nachzulesen. In einer ständig aktualisierten Datenbank lassen

sich sparsame Elektrogeräte genau vergleichen und die langfristigen

Betriebskosten kalkulieren. Zusätzlich können sich Ver -

braucher mit dem „Online-Ratgeber Stromsparen“ anhand von fünf

verschiedenen Anwendungen über Energiesparmöglichkeiten im

Haushalt informieren.

www.verbraucherzentrale-niedersachsen.de

www.test.de

www.stromeffizienz.de

www.proklima-hannover.de/themen/stromsparen


Die modernen Hybridbusse erregen Aufmerksamkeit.

Mit zehn nagelneuen Hybridbussen startet

Hannovers Verkehrsunternehmen üstra ins

Zeitalter der Elektromobiltät: Vorgestellt und

eingeweiht mit einem Fest in der Südstadt,

sind die energiesparenden und abgasarmen

Omnibusse seit September auf der Linie 121

unterwegs – von der Haltenhoffstraße über

Hauptbahnhof und Sallstraße zum Alten -

beekener Damm.

„Der diesel-elektrische Nahverkehr ist gerade

in eng bebauten Stadtteilen die umweltfreundliche

und wirtschaftliche Alternative

zum Neubau von Stadtbahnstrecken“, freut

sich üstra-Vorstandsvorsitzender André Neiß

über den Innovationsschritt. Ohnehin gilt

die Busflotte des hannoverschen Nahver -

kehrs versorgers als vorbildlich, da sie voll -

stän dig mit Rußpartikelfiltern ausgerüstet

ist.

Der Hybridbus ist mit einer völlig neuen

Antriebstechnik ausgestattet – zwei Elektro -

motoren und einem Dieselmotor. Die Elek -

tromotoren unterstützen den Diesel beim

Anfahren – dann, wenn die meiste Energie

benötigt wird. Während des Bremsens wird

Energie zurückgewonnen und in einer Bat -

te rie auf dem Busdach gespeichert. Mit dieser

Technik senkt der Hybrid den Ausstoß

von klimaschädlichem Kohlendioxid (CO2)

um fast ein Drittel, und auch bei der

Stickoxidbelastung unterschreitet er den

anspruchsvollen Europastandard. Gegen -

über dem herkömmlichen Dieselbus werden

darüber hinaus im Stadtverkehr bis zu

30 Prozent Kraftstoff eingespart.

Bestätigt werden diese vielversprechenden

Daten durch das renommierte Fraunhofer

Institut. Es hat den Testbetrieb eines ersten

250 PS starken Hybridbusses im Linienver -

kehr von Stadt und Region seit dem Som -

mer 2008 wissenschaftlich begleitet und

ausgewertet. Neben den wirtschaftlich-ökologischen

Vorteilen bietet die Hybridtechnik

auch mehr Fahrkomfort: Der Bus ruckt we -

der beim Anfahren noch beim Abbremsen.

Seine Elektromotoren schnurren besonders

leise. „Mit dieser überzeugenden neuen

Technik können wir den Umweltvorteil des

öffentlichen Nahverkehrs gegenüber dem

Hybrid-Torso bei der Montage im Solaris-Werk Polen.

Individualverkehr auf Dauer aufrecht erhalten“,

bilanziert üstra-Vorstandsmitglied Wil -

helm Lindenberg optimistisch.

Ein Hybridbus ist etwa 150.000 Euro teurer

als ein herkömmlicher Diesel. Die zehn

neuen Hybridfahrzeuge wurden in den vergangenen

Monaten beim Hersteller „Solaris“

in Polen zum Stückpreis von 470.000 Euro

gefertigt. Für ihre Anschaffung hat die üstra

UMWELT + TECHNIK Ü40 33

START

IN DIE

ELEKTRO-

MOBILITÄT

aus dem 20-Millionen-Fördetopf „Hybrid -

bus se für einen umweltverträglichen ÖPNV“

des Bundesministeriums für Umwelt, Natur -

schutz und Reaktorsicherheit (BMU) „einen

Zuschuss von 1,12 Millionen Euro erhalten.

Unterm Strich leisten die neuen Fahrzeuge

einen wichtigen Beitrag zum Verkehrs -

entwicklungsplan „pro Klima“, durch das die

CO2-Emissionen in der Region Hannover bis

zum Jahr 2020 um bis zu 40 Prozent gesenkt

werden sollen. Auch deshalb hatte die

Region Hannover 2008, beim Kauf des

Testbusses, bereits 80.000 Euro zugeschossen.

Regionspräsident Hauke Jagau: „Durch

den Einsatz der Busse im innerstädtischen

Linienverkehr und die Zusammenarbeit von

Herstellern, regionalen Interessenvertretern

und den Verkehrsunternehmen kann die

Hybridbustechnologie Serienreife erlangen.

Das ist ein Antrieb für den Klimaschutz.“

www.uestra.de


34 GEWINNSPIELE / SERVICE

SOMMERSHOW IM GOP:

GEWINNEN SIE VARIETÉ-KARTEN

„Wir sind die Show“ sagen die Varie -

témacher im GOP-Georgs palast Han -

nover. Sie können dabei sein und sich

faszinieren lassen, wenn außergewöhnliche

junge Künstler die Bühne unsicher

machen – artistisch, verblüffend, verspielt

und jeden Abend mit ganzem

Herzen. Das GOP verlost fünf mal zwei

Gutscheine für das laufende Programm.

Sie brauchen nur diese Frage zu beantworten:

Wie heißt die Sommershow im GOP?

Senden Sie bis zum 31. Juli (der Rechtsweg ist ausgeschlossen)

eine E-Mail mit der Lösung und Ihrer vollständigen Postanschrift

an synokom1@gmx.de.

FASZINIERENDE WELT ZUM STAUNEN:

GEWINNEN SIE EINEN TAG IM phæno

Wollen Sie sich in die faszinierende Welt der Seifenblasen entführen

lassen? Den liebenswerten Maschinenmenschen „Robo“ kennen

lernen? Oder stehen Sie mehr auf

Feuertornados und physikalische

Phänomene? Dann sind Sie im phæno

richtig. Deutschlands einzigartiges

Science Center freut sich auf Ihren Besuch

und verlost deshalb fünf Familien -

gutscheine. Wenn Sie dabei sein wollen,

dann beantworten Sie einfach diese

Frage:

In welcher Stadt liegt das phæno?

Senden Sie bis zum 31. Juli (der Rechtsweg ist ausgeschlossen)

eine E-Mail mit der Lösung und Ihrer vollständigen Postanschrift

an synokom2@gmx.de.

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!

Über fünf mal zwei Premierenkarten für den Internationalen

Feuerwerkswettbewerb freuten sich: Dr. Manola Märtens, Seelze;

Bettina Schröter, Hannover; Anneliese Hillesheim, Gifhorn; Helga

Schnäbele, Wathlingen; Karsten-Wolfgang Kurth, Hamburg.

Zehn Exemplare des Stadtführers „Merian Live! Hannover“ gingen an:

Dr. Klaus Bosecker, Hannover; Bettina Kirstein, Hannover; Faten Al-

Ghori, Laatzen; Ursula Siewert, Neustadt; Ute Rohrmann, Ronnen -

berg; Sabine Leidig, Celle; Klaus Radtke, Brandenburg; Martin

Borchert, Göttingen; Britta Lindemann, Peine; André Stölten,

Ludwigslust.

IMPRESSUM

NOTRUFE

Allgemeine Notdienste

Rettungsleitstelle Krankentransport Tel. 0511 19 22 2

Mobiler ärztlicher Notdienst Tel. 0511 31 40 44

Kinderärztliche Notfallambulanz Tel. 0511 81 15 33 00

Augen-, HNO-, Frauenarzt Tel. 0511 31 40 44

Neurologe/Psychiater Tel. 0511 31 40 44

Notfallsprechstunde / Laatzen Tel. 0511 98.22 574

Zahnärztliche Notdienste

Zahnärztlicher Notdienst (alle Kassen) Tel. 0180 5 30 45 05

Privatärztlicher Notruf (24 Stunden)* Tel. 0511 8 38 73 03

Privatärztlicher Notdienst* Tel. 0511 2 61 42 10

Privatärztlicher Akutdienst* Tel. 0180 5 30 45 05

Privatzahnärztlicher Notdienst* Tel. 0511 8 38 73 03

Zahnschmerz-Notdienst Tel. 0511 2 61 42 10

Klinikum Region Hannover

Klinikum Nordstadt Tel. 0511 970 0

Klinikum Oststadt-Heidehaus Tel. 0511 906 0

Klinikum Siloah Tel. 0511 927 0

Hautklinik Linden Tel. 0511 92 46 0

Klinikum Agnes Karll Laatzen Tel. 0511 820 8 0

Klinikum Großburgwedel Tel. 05139 801 1

Klinikum Lehrte Tel. 05132 503 0

Klinikum Neustadt am Rübenberge Tel. 05032 88 0

Klinikum Robert Koch Gehrden Tel. 05108 69 0

Klinikum Springe Tel. 05041 775 0

Geriatrie Langenhagen Tel. 0511 73 00 02

Psychiatrie Langenhagen Tel. 0511 73 00 03

Psychiatrie Wunstorf Tel. 05031 93 0

Medizinische Hochschule Hannover

Zentrale Notaufnahme Tel. 0511532 2052

Kindernotfälle Tel. 0511532 3220

Herzinfarkttelefon Tel. 0511532 2147

Zahnärztlicher Notdienst Tel. 0511532 4898 / 9

Tiere

Tierärztlicher Notdienst Tel. 0511 55 50 92

Klinik für Kleintiere /

Tierärztliche Hochschule Tel. 0511 85 67 253

*Keine Kostenübernahme durch gesetzliche Krankenkasse

VERANTWORTLICH (v.i.S.d.P.): syno-kommunikation Sybille Nobel-Sagolla, Adelheidstraße 6, D 30171 Hannover, Telefon 0511 – 28 26 17, www.syno-kom.de.

REDAKTION Dieter Sagolla (DS) MITARBEIT Sybille Nobel-Sagolla (syno), Bettina Zinter (bz), Knut Diers (kdi) FOTOS 123-rf iStockphoto, coptograph, enercity,

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D 31061 Alfeld/Leine, Telefon 05181 – 80 09-28


Die neuen Hybridbusse fahren

jetzt auf der Linie 121!

Auf ganzer Linie Hybrid –

Hannovers erste Hybridbus-Linie.

Ab sofort fahren zehn nagelneue Hybridbusse auf der Linie 121 von der Haltenhoffstraße

über den Hauptbahnhof zum Altenbekener Damm. Selbstverständlich barrierefrei und mit

gewohnt hohem Komfort. Die neuen Modelle sparen nicht nur Energie, sondern entlasten

die Umwelt noch mehr und sind auch leiser unterwegs. Davon profi tiert nicht nur die Umwelt,

sondern die ganze Stadt – und alles ist im grünen Bereich.

www.uestra.de


Ein Schluck

Natur.

Natürlich reines Grundwasser,

garantiert hochwertig und

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Seit über 100 Jahren bereitet enercity in seinen

Wasserwerken das Trinkwasser für die Menschen

in und um Hannover auf. enercity Wasser – ein

frischer Genuss aus Ihrer Region.

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