Deutscher Alpenverein Sektion Kampenwand e.V. München

sektion.kampenwand.de

Deutscher Alpenverein Sektion Kampenwand e.V. München

Deutscher Alpenverein

Sektion Kampenwand e.V.

München

Winter 2007/2008

Das Winterprogramm

beginnt mit dem 9. Dezember


Deutscher Alpenverein

S E K T I O N K A M P E N W A N D M Ü N C H E N E . V .

Vorstand:

G. Küspert, Am Bahnsteig 6 b, 8 0 4 Taufkirchen, Telefon: (089) 6 14 8 54

Vereinslokal:

Gasthaus Gartenstadt, Naupliastr. , 81546 München, Telefon: (089) 690 4 88

Internet: www.sektion-kampenwand.de

Jeden zweiten Mittwoch Sektionsabend (Tourenbesprechung)

Stellvertretender Vorsitzender, Redaktion: Manfred Mayer, Steinstraße 61,

81667 München, Telefon (089) 688 73 33

Schatzmeister: Sabine Mayer, Telefon (089) 680 8 65

Schriftführer, Sektionsdatenverwalter: Frank Förster, Telefon (089) 78 07 81 16

Ausbildungsreferent: Karl Eisenhofer, Telefon (089) 61 61 66

Tourenwart: Kurt Kuhn, Telefon (089) 7 14 1 54

Hüttenwart: Alfred Mair, Telefon (089) 56 63 53

Leiter der Ortsgruppe Germering: Götz Mohr, Narzissenstraße 3,

8 110 Germering, Tel.+Fax (089) 84 75 9

Sektionsabend:

Jeden zweiten Mittwoch ab 19 Uhr im Gasthaus Gartenstadt, Naupliastraße

81547 München (U 1 Mangfallplatz)

Ausleihe:

Bei den Sektionsabenden können kostenlos Führerliteratur, Karten und VS-Geräte

ausgeliehen werden. Die Ausleihzeit beträgt zwei Wochen. Weitere Literatur steht zur

Verfügung.

Adress- und Kontoänderungen:

Bitte teilen Sie uns Änderungen von Adresse oder Bankverbindung unverzüglich

schriftlich mit. Es entstehen sonst unnötige Kosten durch fehlgeleitete Post oder

vergeblichen Bankeinzug, die wir in Rechnung stellen müssen.

DAV-Kletterzentrum München:

Auch die Sektion Kampenwand ist als Münchner Sektion an der Kletteranlage beteiligt.

Adresse: Bezirkssportanlage Thalkirchen, Dietramszeller Platz (Eingang von der Thalkirchner

Straße), Telefon (089) 15 91

Öffnungszeiten: Täglich von 9 Uhr bis spätestens 3 Uhr.

Eintritt: Karten sind nur noch an der Kletteranlage zu den dort veröffentlichten

Tarifen erhältlich.

Titelbild: Christl Mayer


Liebe Kampenwandler

Die Vorstandschaft wünscht

Euch gesegnete Weihnachten

und einen guten Rutsch ins

Neue Jahr 2008.

Wie jedes Jahr möchte ich mich bei allen, die

ehrenamtlich für unseren Verein tätig waren,

recht herzlich bedanken.

Was gibt es Neues zu berichten?

Unser Altengrill, Verzeihung Altentreff in Niederbreitenbach

vom 17. bis 19. August, war

wie jedes Jahr ein gelungener Event. Alfred

hatte die Tätigkeit des Mundschenks und

Markus die des Fleischumdrehers am Grill

übernommen. Während zwei Vierergruppen

unaufhörlich die Karten mischten, sie auf

den Tisch droschen, um vielleicht das große

Spiel zu gewinnen (man nennt es Schafkopf),

bereiteten die Frauen zum Grillfleisch etliche

köstliche Salate zu. Mein Dankeschön an

Familie Mair und an alle fleißigen Feen.

Hexenwasser statt Bikerennen war heuer

die Devise vom 14. bis 16. September.

Mit der Bahn, zu Fuß, oder mit dem Bike

erreichte die Gruppe mit ca. 10 Kindern die

Mittelstation der Hohen Salve (Hexenwasser).

Um in den Genuss des verzauberten

Hexenwassers zu kommen, war es natürlich

Pflicht, barfüßig die vorgegebene Strecke

zu umrunden. Es war ein fröhliches Wasserplanschen.

Mitunter musste manche Mutter

ihr Kind neu einkleiden und das nasse

Zeug im Rucksack verstauen, denn Wasser

hat nun mal keine Balken und die, die im

3

Wasser lagen, waren zu glitschig um darauf

balancieren zu können. Zum Glück spielte

der launische Wettergott mit und er war uns

an diesem Tag sehr gesonnen.

Nun etwas Unerfreulicheres,

zur Erinnerung:

Der von mir gestellte Antrag zu unserer

Jahreshauptversammlung am 8. März 006

(Alleinerziehende mit Kind/ern sollte der

B-Beitrag gewährt werden...) wurde mit 41

Ja- Stimmen, 8 Nein-Stimmen und 3 Enthaltungen

angenommen.

Diesen Antrag reichte ich am 7. Juni 006

an den Verbandsrat des DAV weiter. Leider

wurde er wegen der versäumten Halbjahresfrist

vor Beginn der Jahreshauptversammlung

des DAV vom 10. und 11. November

006 abgelehnt.

Am 19. April 007 reichte ich den Antrag

fristgemäß nochmals an den Verbandsrat

zur Beratung ein. Die diesjährige Hauptversammlung

findet vom 8. bis 11. November

findet in Fürth statt, d. h. die Halbjahresfrist

wurde eingehalten.

Der Verbandsrat lehnte unseren Antrag ab

(siehe Begründung Seite 17).

Trotzdem werde ich versuchen, auf der kommenden

Hauptversammlung in Fürth, wo

endgültig über den Antrag abgestimmt wird,

mit neuen Argumenten für unseren Antrag

zu werben.

Liebe Kampenwandler,

unsere Weihnachtsfeier findet heuer am Freitag, 14. Dezember in unserem Vereinslokal

Gartenstadt, Naupliastraße (U 1), statt. Ab 18.30 Uhr ist der Saal geschmückt.

Durch das Programm führt euch unser Vorstand Günter Küspert.

Die Vorstandschaft und auch der Nikolaus freuen sich über euer zahlreiches

Erscheinen.


Tourenprogramm Winter/Frühjahr 2007/2008

Dezember

9. Dezember, Sonntag

Schneeschuhwanderung

Zur Kaseralm und zum Bärenfleck unterhalb des Heimgartens.

Peter Bisigo

16. Dezember, Sonntag

Leiche Winterwanderung

Eventuell mit Schneeschuhen auf das Zwölferköpfl (1434 m) in der Jachenau.

Aufstieg Std. 680 Hm

Peter Faulhaber

Januar

4. Januar, Freitag

Skitour auf die Scheinbergspitze (1926 m), Ammergauer Alpen

Ideal für die ersten Schwünge im Tiefschnee. 1094 Hm, Zeit ,5–3,0 Std.

Rudi Schaider

6. Januar, Sonntag

Schneeschuhwanderung auf die Luitpoldalm in der Jachenau,

Von dort gehen wir auf den Zwölferköpfl, (1434 m). Ca. 650 Hm, Zeit Std.

Peter Bisigo

1 . Januar, Samstag

Skitour auf die Hochplatte (1595 m)

Hochwintertour mit unserem Vorstand. Ca. 800 Hm, Zeit 3 Std.

Ausgangspunkt: Klamm ( Wildbad Kreuth ) über Schwarzentennalmen zur Hochplatte.

Günter Küspert

19. Januar, Samstag

Skitour auf den Breitenstein (1622 m)

Eine gemütliche Skitour im Wendelsteingebiet. Ausklang bei Cafe und Kuchen im Winklstüberl.

Rund 800 Hm, Zeit Std.

Kurt Kuhn

3. Januar, Mittwoch

Vortrag (siehe Seite 8)

6. Januar, Samstag,

Leichte Skitour auf das Joch (2052 m) in den Lechtaler Alpen

Talort Mitteregg 1349 m, Aufstieg Std,. 700 Hm

Peter Faulhaber

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7. Januar, Sonntag,

Skitour auf den Herrenstein (1820 m) im Wilden Kaiser

Weite, große Pulverschneehänge warten auf uns. 1000 Hm, Zeit ca. ,5-3 Std.

Andrea und Andi Strauß

Februar

3. Februar , Sonntag

Schneeschuhwanderung auf die Brunnenhäuser (1602 m)

Ausgangspunkt Schloss Linderhof. Aufstieg Std.700 Hm

Peter Bisigo

6. Februar, Mittwoch

Vortrag (siehe Seite 8)

7. Februar, Donnerstag

Skitour zum Trainsjoch (1707 m)

Voralpentour im Ursprungtal. Rund 900 Hm, Zeit ca. 3 Std

Rudi Schaider

14. Februar, Donnerstag

Klettertechnik für Klettersteiggeher in der Kletterhalle Thalkirchen

Beginn: Mittags nach Absprache

Michael Brosius

16. Februar, Samstag

Rotwandreib'n im Spitzinggebiet (1200 Hm)

Bei schönem Wetter super Tour, bei weniger schönem Wetter auch

Karl Eisenhofer

17. Februar, Sonntag

Thaneller (2341 m), Lechtaler Alpen

Landschaftlich hochinteressante Skitour über das Thanellerkar zur Scharte und dann

südseitig zum markanten Gipfel mit hervorragender Aussicht in die Lechtaler Alpen.

1300 Hm, 3,5 Std.

Kurt Kuhn

0. Februar, Mittwoch

Vortrag (siehe Seite 8)

./3.März, Samstag/Sonntag

Skitourenwochenende im Allgäu

Leichte bis mittelschwere Touren je nach Schneelage und Teilnehmer. Übernachtung in

Privatpension oder Wohnmobil (Organisation nach Absprache)

Andrea und Andi Strauß

5. März, Mittwoch

Vortrag (siehe Seite 8)

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9. März, Sonntag

Hirzer (2725 m), Tuxer Alpen

Anspruchsvolle, dafür landschaftlich großartige Frühjahrsskitour.

Ausgangspunkt: Gasthaus Haneburger im Wattental (1351 m). Ca.1400 Hm, Zeit 4 Std.

Günter Küspert

15. März, Samstag

Skitour zur Schöttelkarspitze (2050 m), Karwendel

Eine längere, nicht überlaufene Unternehmung für ausdauernde Tourengeher.

Ausgangspunkt: Krün, 1340 Hm, ca. 4 Std.

Kurt Kuhn

19. März, Mittwoch

Vortrag (siehe Seite 8)

9. März, Samstag

Kleine Reib'n, Skitour in den Berchtesgadener Alpen

Mit der Seilbahn zum Jenner, 180 m. Anschließend in einem Zwei-Stunden-Anstieg zum

Schneibstein. Vom Seeleinsee dann noch einmal 100 m Gegenanstieg. Skitour in einer

herrlichen Landschaft!

Karl Eisenhofer

April

. April, Mittwoch

Jahreshauptversammlung

6. April, Sonntag

Kuhmesser (2264 m), Tuxer Voralpen

Ausgesprochene Frühjahrsskitour vom Gasthaus“ Loas“ in 1675 m bei Hochpillberg. Ca.

600 Hm, Std.

Günter Küspert

1 . April, Samstag

Frühjahrsradtour durch das Lüßbachtal im Alpenvorland

Schöne Aussichtspunkte. Streckenlänge ca. 40-50 Km, je nach Abfahrtsort

Michael Brosius

Teilnahme nur mit vorher geprüfter, sachgerechter Ausrüstung möglich, insbesondere Verschüttetensuchgerät,

Schaufel und Lawinensonde. Außerdem erfolgt die Teilnahme auf

eigene Gefahr!

Ich wünsche allen Teilnehmern an unseren Sektionsveranstaltungen viel Spaß, gutes Wetter

und einen unfallfreien Verlauf.

Kurt Kuhn, Tourenwart

Telefonnummern unser Tourenführer, die im Winterprogramm tätig sind

Karl Eisenhofer 089/61 61 66 Günter Küspert 089/6 14 8 54

Peter Bisigo 089/7 50738 Andrea und Andi Strauß 08064/90 97 14

Michael Brosius 081 79/99 87 10 Rudi Schaider 81 41/7 18 79

Kurt Kuhn 089/7 14 1 54 Peter Faulhaber 089/691 65 45

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Schneeschuh-Verleih

Bereits Indianer und Trapper benutzten Schneeschuhe bei der winterlichen Jagd.

Im Zeitalter der Wellness-Bewegung wurden auch Schneeschuhe neu entdeckt, technisch neu

aufbereitet, können sie vielseitig eingesetzt werden.

Zum Aufstieg für Snowbordfahrer bei winterlichen Touren, oder bei Wanderungen in unberührten

Schneelandschaften sind Schneeschuhe einsetzbar. Wer dieses Gefühl einmal erleben

und es ausprobieren möchte, kann sich bei mir für eine Nutzungsgebühr Schneeschuhe

ausleihen.

Peter Bisigo, Hochmeierstrasse - 1, 81373 München, Telefon 089/7 5 07 38 oder

am Sektionsabend.

Schneeschuhtouren sind auch in lawinensicheren Gebieten möglich und können also auch

ohne Lawinenausrüstung genutzt werden. Alpines Gelände setzt egal ob zu Fuß, mit Ski

oder auch mit einem Snowboard eine Lawinenausrüstung und die dazugehörige Ausbildung

voraus.

Stadträtin Christl Purucker-Seunig

Die Sektion trauert um

Christl

Purucker-Seunig

Gerhard Schröter

Anton Renner

Nachruf

Christl Purucker-Seunig starb nach schwerer Krankheit

am 9. August 007 in der Nacht von Dienstag

auf Mittwoch.

Wenn es ihr Terminkalender erlaubte, besuchte sie

unsere Sektion. Bei Jahreshaupt-versammlungen

und Weihnachtsfeiern war die meistens dabei.

Ihren sechzigsten Geburtstag feierte sie im Gasthof

„Schlachthof“. Neben vielen Stadträten und Vereinsvorständen

war ich als Sektionsvorstand eingeladen.

Nachdem viele Gäste ihre Geburtstagsglückwünsche

in Gedichtsform vorgetragen hatten, fühlte auch

ich mich inspiriert, mein Verslein „Ich wünsche dir

Zeit“ vorzulesen, wobei die letzte Zeile lautet: „Ich

wünsche dir: Zeit haben zum Leben“. Welch Ironie

des Schicksals. Sie hatte nicht einmal mehr zwei

Jahre zu leben.

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Vorträge

In den ersten vier Monaten des Jahres 008 gibt es gleich fünf Veranstaltungen, für die wir

den großen Saal reservieren mussten. Die letzte ist unsere Jahreshauptversammlung, zu der

auf Seite 9 gesondert eingeladen wird.

Wir gehen davon aus, dass bei allen Vorträgen und erst recht bei der Jahreshauptversammlung

großes Gedränge herrschen wird. Der rote Teppich ist ausgerollt!

3. Januar, Mittwoch

Impressionen aus Nepal und Tibet mit musikalischer Begleitung.

Vorgetragen von Claudia Gruber und Ludwig Thurner

6. Februar, Aschermittwoch

Bergsteigertagebuch

Der Kehraus-Kater hat sich hoffentlich schon davongeschlichen, so dass die Aufmerksamkeit

für die vermutlich zahlreichen Beiträge unserer Mitglieder (Dias, elektrische Bilder

oder Videofilm) entsprechend groß ist. Falls Videoausrüstung benötigt wird, bitte rechtzeitig

bestellen bei Manfred Mayer.

0. Februar, Mittwoch

Aus einer andern Perspektive

Unterwegs in den bayrischen Voralpen. Ein nicht all zu ernster Vortrag von unserem Mitglied

Markus Mair

5. März, Mittwoch

Trecking am Mount Everest

Ein Videofilm (45 Minuten) von unserem Sektionsmitglied Georg Förth.

Es wurde aber auch

höchste Eisenbahn, dass

Ihr den Weg in unsere kleine,

aber feine Sektion gefunden

habt. Herzlich willkommen!

Wir wünschen euch immer

eine gute Brotzeit

im Rucksack. Es wäre

schön, euch mal

persönlich begrüßen

zu können.

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Jahreshauptversammlung

Liebe Mitglieder,

unsere Jahreshauptversammlung findet am . April 006 um 18.30 Uhr in unserem Vereinslokal

„Gasthaus Gartenstadt“, Naupliastraße (U 1, Mangfallplatz), statt.

Wir laden alle Mitglieder, gerade die weniger aktiven, recht herzlich dazu ein und bitten um

zahlreiches und ebenso pünktliches Erscheinen. Gäste sind – wenn auch ohne Stimmrecht

– herzlich willkommen.

Tagesordnung:

1. Eröffnung durch den 1. Vorsitzenden Günter Küspert

. Wahl des Versammlungsleiters

und der Beisitzer

3. Bericht des 1. Vorsitzenden Günter Küspert

4. Bericht der Untergruppe Germering Götz Mohr

5. Bericht des Jugendreferenten Markus Mair

6. Bericht des Ausbildungsreferenten Karl Eisenhofer

7. Bericht des Tourenwarts Kurt Kuhn

8. Bericht des Hüttenwarts Alfred Mair

9. Bericht des Schatzmeisters Sabine Mayer

10. Bericht der Revision Wolfgang Götz, Resi Luber

11. Aussprache zu den Tagesordnungspunkten 3 bis 1

1 . Entlastung des Vorstands

13. Anträge

14. Verschiedenes

Anträge zur Jahreshauptversammlung müssen spätestens eine Woche vor der Jahreshauptversammlung

bei Günter Küspert, Am Bahnsteig 6b, 8 0 4 Taufkirchen, eingereicht

werden.

Vereinstermine 2008

9. Januar 30. April 3. September

23. Januar, Vortrag 14. Mai 17. September

6. Februar, Vortrag 28. Mai 1. Oktober

20. Februar, Vortrag 11. Juni 15. Oktober

5. März, Vortrag 25. Juni 29. Oktober

19. März 9. Juli 12. November

2. April, 23. Juli 26. November

Jahreshauptversammlung 6. August 10. Dezember

16. April 20. August

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Durchquerung des Nordbergell

Ein Bericht der Germeringer Ortsgruppe

Die Idee mit der Tour durchs Bergell war

bereits vor Weihnachten 2006 entstanden.

Ausgelöst durch den Artikel in der

„Panorama“. Diesen studierten wir ausgiebig

während unseres Skitourenaufenthalts

auf der Martin-Busch-Hütte Ende März.

Luis und Beppo hatten bereits Erfahrung

mit der Südrunde. Doch diesmal sollte es

durch den Norden gehen. Und wenn das

Wetter es erlaubte, über die Südrunde

wieder zurück. Laut Beschreibung hatten

wir dafür 8 Tage einzuplanen. Wir waren

begeistert.

Beppo fungierte als Organisator. Seinem

Charme und seinen Italienisch-Kenntnissen

konnte niemand, auch kein Hüttenwirt,

widerstehen. Und so trafen sich vier Germeringer

Kampenwandler und zwei Landsberger

am Fernpass, um gemeinsam die Autofahrt

zum Malojapass fortzusetzen. Luis konnte

leider nicht dabei sein. Ihn hatten die Klimaanlagen

der türkischen Hotels niedergestreckt.

1. Tag, Aufstieg zur Fornohütte: Um die

Mittagszeit ging es dann los. Einen Parkplatz

hatten wir an einem geschlossenen Hotel

unmittelbar am Pass gefunden. Über grüne

Wiesen wanderten wir hinauf in die Welt des

Blockgesteins und des Glet-schereises. An

der Zunge des Fornoglet-schers angekommen,

hieß es erst mal die Steigeisen anschnallen.

Weiter ging es über Blankeis. Die

Markierungsstangen wiesen uns nach links

zum Rand des Gletschers. Fritz war bereits

vorausgegangen und folgte einer roten Markierung

hinauf auf die Moräne. Die Anderen

vertrauten den blau markierten Blöcken und

suchten ihren Weg entlang des Gletschers.

Den Fritz pfiffen wir zurück und machten ihm

damit seinen Vorsprung zunichte. Denn als

sich die blaue Markierung verlor, sahen wir

die Hütte ca. 00 m höher hinter uns auf

den Felsen über der Moräne ste-hen. Also

wieder zurück und über den neu angelegten,

rot markierten Steig, auf die gemütliche

Fornohütte.

Abends bei Suppe und Nudeln (mit Nachschlag)

kamen wir ins Gespräch mit einer

Gruppe von Schweizern. Sie waren im

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Auftrag ihrer Sektion als Wegemarkierer

unterwegs. Bereitwillig erklärten sie uns den

Unterschied der blauen Markierungen für

Wanderwege und den roten für anspruchsvollere

Bergsteige. Von unserer Idee, für den

Übergang zur Albignahütte den Cantonepass

zu benutzen, waren sie weniger begeistert.

Hatten sie doch soeben die Standardübergänge

markiert. Doch für uns ging es erst

mal um den nächsten Tag. Unser Plan war,

über den Fornogletscher zum Monte Rosso

aufzu-steigen. Nachdem eine Gewitterfront

be-reits am Himmel stand, erkundigte

sich Beppo beim Hüttenwirt über die Wetteraussichten.

Der Wirt meinte, dass das

schlechte Wetter bis zum nächsten Morgen

wieder abziehen würde. Also bestellten wir

Frühstück für den frühen Abmarsch und stellten

unsere Wecker auf 5 Uhr.

2. Tag, Fornogletscher mit Gipfelgrat des

Monte Sissone: Es regnete die ganze Nacht

hindurch. Als es um 5 Uhr immer noch regnete,

entschieden wir, erst um 7 Uhr aufzustehen.

Bis dahin hatte es fast aufgehört zu

regnen. Sollte der Hüttenwirt doch Recht gehabt

haben? Um 8 Uhr gingen wir los. Zuerst

über den gut gesicherten Steig hinab auf

den Gletscher. Auf dem Eis angekommen,

schnallten wir wieder die Steigeisen an.

Die Berge hingen noch in den Wolken. Es

regnete aber nicht mehr. Auf dem Gletscher

waren zwischen den aperen Eishuckeln noch

Reste von Skispuren zu erkennen. Denen

und dem großen Stein am Horizont gingen


wir mangels anderer Markierungen nach. Je

länger wir gingen, umso mehr lichtete sich

der Himmel. Die Sonne kam heraus und

machte die Sicht auf die Cima di Castello

frei.

Zwischenzeitlich hatten wir das Gletscherbecken

erreicht. Wir waren umgeben von

Bergen und fühlten uns wie in einer Kathedrale.

Der Gletscher wurde steiler und

spaltenreich. Uns schien, dass der Bereich

rechts von der Mitte am besten zu durchsteigen

war. Markierungen waren ja nicht

vorhanden. Außerdem waren wir ganz alleine

unterwegs. Und so suchten wir uns einen

Weg durch den stark zerklüfteten Gletscher.

Die offenen Spalten bzw. dünnen Brücken

erforderten öfters größere Umwege. In

3000 m auf dem Grat des Monte Sissone

angekommen, genossen wir zuerst die

atemberaubende Aussicht auf die Bernina

mit Biancograt. Angesichts der fortgeschrittenen

Zeit entschieden wir uns, keinen der

Gipfel mehr zu machen. Das späte Aufstehen

forderte seinen Tribut. Die

Entscheidung war richtig, wie sich

später herausstellen sollte.

Etwas abgeschreckt von den

Spalten des Aufstiegs nahmen

wir den Rückweg durch den

linken Bereich des Gletschers.

Dort vermuteten wir bessere

Verhältnisse. Doch weit gefehlt.

Wir gerieten in eine noch stärker

zerklüftete Zone. Als wir dann nur

noch unter Einsatz von Pickel und

Seilsi-cherung weiterkamen, erinnerte

uns Fritz an den Grundsatz,

im Zweifelsfall immer denselben

Weg zurück zu gehen. Seine Mahnung

war erfolgreich. Wir stiegen

wieder hinauf und querten den

Gletscher so weit, bis wir wieder

die alte Aufstiegsspur fanden.

Dieser folgten wir dann abwärts,

wobei uns die offenen Spalten

noch mehr Respekt einflössten

als am Vormittag. Am Gletscherfuß

wieder angekommen, rannte

Beppo auf der langen und holperigen

Gletscherzunge mit großen

Schritten voraus und erreichte

lange von uns den respektablen

Hüttenanstieg.

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3. Tag, Übergang zur Albignahütte: Für

den Übergang zur Albignahütte hatten wir

uns die Gletscherroute über den Cantonepass

vorgenommen. Also ging es früh am

Morgen wieder hinunter auf den Fornogletscher

und über die lange Gletscherzunge

Richtung Torrone-Gruppe. Wir waren alleine.

Zwischenzeitlich war die Sonne aufgegangen

und strahlte vom blauen Himmel. Das

Gletscherbecken erreicht, orientierten wir

uns nun nach rechts hinauf. Auch diesmal

markierungslos. Aber wenigstens hatte dieser

Gletscherbereich nicht so viele Spalten.

Weiter oben fanden wir eine Spur. Dieser

folgten wir, bis wir vor einer Felswand standen.

War das die Stelle, wo eine andere

Gruppe den Tag zuvor abgeseilt hatte? Uns

schien die Stelle unüberwindlich und wollten

uns schon auf die Suche nach einer Umgehung

machen. Doch da war Reiner, der nicht

locker lies und seine Fähigkeiten im Klettern

einsetzte. Er schaffte es, die ca. 0 m

hohe Wand zu überwinden. Nun war es nur

noch eine Angelegenheit seiner Sicherungs-


technik, bis auch die restlichen Mitglieder

der Gruppe oben ankamen. Dort hing auch

die Bandschlinge der Gruppe, die sich den

Tag vorher abgeseilt hatte. Die Unternehmung

raubte uns so viel Zeit, dass nun die

Mittagspause gekommen war.

Der restliche Weg zum Pass war steil, aber

vergleichsweise bequem. Auf der anderen

Seite allerdings gab es eine noch steilere

Querung, wo wir auf die hochtechnischen

Titan-Eisschrauben nicht verzichten wollten.

Vorsichtig ging es weiter durch die

tückischen Gletscherspalten den nördli-chen

Castellogletscher hinunter. In 800 m Höhe

erreichten wir den Gletscherrrand. Anfangs

durch Blockgestein die Markie-rung auf die

Randmoräne. Auf ihr stiegen wir weit abwärts

bis zum Albigna-See. Von dort führte

uns ein versicherter Steig um den steil in

den See abfallenden Ausläufer der Punta

Albigna. Die Hütte wurde endlich sichtbar.

Gerne machten wir zwischen-durch wieder

Pause. Uns störte es nicht, dass wir dann

13,5 Stunden brauchten. Schließlich war es

gutes Wetter und der Tag auch schön lang.

Nach Querung des Gletscherbaches konnten

wir schließlich die 170 Höhenmeter des

Hüttenanstieges in Angriff nehmen. Er führte

uns hinauf zur modernisierten Albignahütte,

wo uns der Hüttenwirt mit einem reichlichen

Abendessen begrüsste.

4. Tag, Übergang zur Sciorahütte: Dies

sollte nun ein Tag durch Fels und Blockgestein

werden. Über die Staumauer erreichten

wir die andere Seite des Albignasees.

Zügig ging es hinauf über einen Wiesen-weg.

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Schnell änderte sich die Szenerie und aus

dem Gras wurde Blockgestein. Wir konnten

die erneuerten Markierungen erkennen. In

934 m Höhe erreichten wir den Cacciabella-Pass.

Um uns herum grüssten der Piz

Badile, der Piz Cengalo, die Bügeleisenkante

und weitere. Vom Pass kletterten wir über

den mit erneuer-ten Ketten und Leitern gesicherten

Steig abwärts in Richtung Sciorahütte.

Dort kamen wir am frühen Nachmittag

an. Die Lage der Hütte war atemberaubend.

Wir genossen die Aussicht und das von Uta

gespendete Weizenbier. Eigentlich waren

das die besten Voraussetzungen, um uns

auf den Weg über den Bondopass vorzu-bereiten.

Doch was wir sahen lies uns zweifeln.

Der Gletscher war aper und hatte viele offene

Spalten. Der Hüttenwirt bestätigte uns,

dass seit Monaten niemand mehr über

den Pass kam. Was tun?

Wir studierten die Karte und kamen zur

Erkenntnis, dass eine Fahrt ins südliche

Bergell zu aufwändig war. Über die Sasc-

Furä Hütte zu gehen, hätte unsere Tour um

mindestens einen Tag verlängert und damit

unsere Reservierungen zunichte gemacht.

Außerdem war schlechtes Wetter angesagt.

Nachdem wir auf 4 gelunge-ne Tage zurückblicken

konnten, beschlossen wir, am nächsten

Tag nach Bondo abzusteigen und von

dort aus den Heimweg anzutreten.

5. Tag, Abstieg und Heimfahrt: Um 8:30 Uhr

standen wir vor der Hütte und machten uns

fertig für den Abmarsch. Wir schauten erwartungsvoll

den Abstiegsweg hinunter. Nanu,

da kamen zwei herauf. Als sie da waren gab

es plötzlich ein großes Hallo. Was für eine

Überraschung. Es waren Andrea und Andy

Strauß. Sie hatten gerade ihre Sommertour

begonnen. Nach einem längeren Ratsch

begannen wir unseren Abstieg. Er führte

uns durch herrliche Lärchenwälder bis nach

Bondo. Von dort brachte uns der Postbus

hinauf zu unserem Auto am Malojapass. Die

schwarzen Wolken standen bereits am Himmel.

Als wir Landeck erreichten goss es in

Strömen. Das schlechte Wetter war wirklich

angekommen und wir konnten zurückblicken

auf fünf anstrengende, aber schöne und erlebnisreiche

Tage im nördlichen Bergell.

Die Teilnehmer: Beppo Calamita, Hermann

Eiting, Bitta u. Utal Jell, Reiner Schiefner,

Fritz Westenrieder.


Ortsgruppe Germering, Winterprogramm 2007/2008

November 2007

11. November, Sonntag

Bergwanderung zur Rotwand (1885 m).

Anstieg vom Spitzingsee, 800 Hm, ca. 3 Std. Aufstieg.

Fritz Westenrieder

17. November, Samstag,

Wanderung Maisinger Schlucht (Rundweg).

Strecke 16 km, Gehzeit ca. 4 Std.

Hannelore Lorenz

18. November, Sonntag

Piepserübung am Germeringer See.

Diese praktische Übung mit Verschüttetensuchgeräten ist Voraussetzung für die Teilnahme

an gemeinschaftlichen Skitouren.

Hartmut Buchwald

4. November, Samstag

Bergwanderung Brünnstein/Sudelfeld (1619 m).

Ab Parkplatz Berggasthof Rosengasse, 600 Hm, Aufstiegszeit ca. 3 Std. Evtl. Gipfelrunde

mit Klettersteig (+ 1Std.).

Beppo Calamita

Dezember 2007

10. Dezember, Montag,

Winter-Bergwanderung

Vom Olympiastadion Garmisch über Wamberg, Eckbauer, Graseck. Zurück über die Partnachklamm,

falls möglich. 5 0 Hm, 10 km, Gehzeit ca. 4 Std. auf einfachem Bergweg.

Hans Drocco

17. Dezember, Montag

Skitour zum Taubenstein (1695 m)/Spitzing.

Ab Talstation Taubensteinbahn. 600 Hm, Aufstiegszeit ca. ,5 Std., Eingehtour.

Sepp Bauer

31. Dezember, Montag,

Silvesterwanderung

Von Weßling durch den Seefelder Wald zum Gut Wiesmath. Gesamtgehzeit 3 Std., Anfahrt

mit der S-Bahn.

Rudi Hofner

Januar 2008

3. Januar, Donnerstag,

Skitour zum Hirschberg (1670 m) am Tegernsee.

750 Hm, Aufstiegszeit ca. Std. mit Aufstiegshilfe, mäßig geneigtes Gelände.

Hermann Eiting

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9. Januar, Mittwoch

Ski & Rodel (hoffentlich) gut! Mit Ski oder zu Fuß zum Blomberghaus (1200 m).

Ab Parkplatz Blombergbahn. 500 Hm, Aufstiegszeit ca. Std., Abfahrt auf Piste oder

Rodelbahn.

Hans Drocco

1 . Januar, Samstag

Ski-Langlauf ab Kloster Reutberg. Große Runde bis Bad-Tölz, 17 km.

Evtl. kleine Runde bis Kirchseefilzen, 8 km.

Beppo Calamita

17. Januar, Donnerstag

Skitour zur Scheinbergspitze (1926m), Ammergauer Alpen.

900 Hm, Aufstiegszeit ca. 3,0 Std.

Rudi Hochrein

19. Januar, Samstag

Wanderung ab Hechendorf (S-Bahn), Schloss Seefeld, Frieding nach Andechs.

Zurück über Herrsching (S-Bahn). Strecke 1 km, Gehzeit 3,5 Std.

Hannelore Lorenz

6. Januar, Samstag

Skitour zum Geigelstein (1808 m), Chiemgauer Alpen.

1050 Hm, ca. 4 Std. Aufstieg.

Fritz Westenrieder

31. Januar, Donnerstag

Langlauf am Tutzinger Golfplatz. Ca. 15 km, wenig hügeliges Gelände

Dorle Weingart

Februar 2008

9. Februar, Samstag

Skitour zum Juifen (1988 m) am Achensee. 1100Hm, ca. 4 Std. Aufstieg.

Fritz Westenrieder

14. Februar, Donnerstag

Skitour auf den Hochalplkopf (1770 m), Karwendel.

Ausgangspunkt Hinterriß (9 8 m). 850 Hm, Aufstiegszeit ca. 3 Std.

Rudi Hochrein

16. Februar, Samstag

Langlauf in Bayersoien. Ca. 15 km, leicht hügeliges Gelände.

Dorle Weingart

18. Februar , Montag

Skitour zur Brünnsteinschanze (1545m). 750 Hm, Aufstiegszeit ca. 2,5 Std.

Sepp Bauer

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3. Februar, Samstag

Skitour zum Seekarkreuz (1601 m), Tegernseer Berge.

Vom Parkplatz „Winterstube“, 800 Hm, Aufstiegszeit ca. 3,5 Std.. Sicheres Tiefschneefahren

in mäßig geneigtem Gelände erforderlich.

Walter Weingart

8. Februar, Donnerstag,

Winterwanderung vom Spitzingsee (1085 m) in die Valepp (872 m).

13 Hm, Gesamtgehzeit ca. 3 Std. auf Forststraße.

Hans Strobl

März 2008

1. März, Samstag

Skitour Mittergrat (2420 m), Sellrain/Haggen.

770 m, Aufstiegszeit bis 3 Std., mittlerer Anspruch an Skitechnik und Sicherheit im

Gelände.

Reiner Schiefner

8. März, Samstag

Skitour Rotwandreibn (1885m)/Spitzing.

Über Rotwand, Auerspitz, Miesingsattel. 1350 Hm, Aufstiegszeit ca. 4,5 Std., mässig

geneigtes Gelände, teilweise Piste.

Hermann Eiting

13. März, Donnerstag

Winter-Bergwanderung auf dem Schneerosenweg zum

Berggasthaus Aschenbrenner (1128 m).

Ausgangspunkt Parkplatz Kaiserlift/Kufstein (500 m). Einfacher Bergweg/Forststraße.

6 8 Hm, Aufstiegszeit ca. ,5 Std.

Hans Strobl

15. März, Samstag

Skitour zur Steinkarspitze (2215 m).

Aufstieg von Kelmen/Lechtal. 850 Hm, ca. 3 Std. Aufstieg

Fritz Westenrieder

0. März, Donnerstag

Skitour zum Mitterzeiger Kopf (2629 m)/Stubaier Alpen.

Ab Parkplatz vor Kühtei, 700 Hm, Aufstiegszeit ca. 3 Std.. Sicheres Tiefschneefahren in

mässig geneigtem Gelände erforderlich.

Walter Weingart

30. bis 4. April, Sonntag bis Freitag

Skihochtouren von der Wiesbadener Hütte, Silvretta Gruppe.

Ziele: Piz Buin, Silvretta Horn, Dreiländer Spitz und Weitere. Anspruch: Vergletschertes

Gelände, entsprechende Ausrüstung, Kondition und Skitechnik. Aufstiegszeiten 4–5 Std.

Luis Zauner

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April 2008

9. April, Mittwoch

Frühjahrswanderung

Von Klais zum Schloß Elmau durchs Ferchental nach Mittenwald. Per Bahn zurück nach

Klais. Dauer ca. 5 Std.

Götz Mohr

1 . April, Samstag,

Frühjahrs-Bergwanderung auf den Osterfeuerkopf (1365m), ab Ohlstadt.

600 Hm, Aufstiegszeit Std., anspruchsloser Bergweg.

Sepp Bauer

Samstag, 19. April 008

Frühjahrs-Bergwanderung auf das Kohlgruber Hörnle (1548m).

Aufstieg von Kappel/Unterammergau, 700Hm, Aufstiegszeit ,5Std.

Hermann Eiting

6. April, Samstag

Radltour von Lenggries bzw. Jachenau um den Walchensee.

Anfahrt mit PKW, Streckenlänge 80km (wahlweise weniger).

Sepp Bauer

Als Organisatoren/Tourenbegleiter wirken:

Sepp Bauer Tel. 841 75 35 Hannelore Lorenz Tel. 840 13 8

Hartmut Buchwald 80 61 67 Götz Mohr 84 75 9

Beppo Calamita 60 60 04 98 Reiner Schiefner 84 57 10

Hans Drocco 840 4 6 Hans Strobl 66 18 65

Hermann Eiting 841 8 35 Dorle u. Walter Weingart 84 75 37

Rudi Hochrein 58 3 74 Fritz Westenrieder 81 74 64

Rudi Hofner 84 39 15 Luis Zauner 08191/ 865

Abschließende Hinweise zum Tourenprogramm

Bei den ausgeschriebenen Touren bzw. Veranstaltungen handelt es sich um Gemeinschaftstouren

entsprechend dem Handbuch des Deutschen Alpenvereins Pt. 145/IV/ : „Hinweise

zur Unterscheidung von Gemeinschaftstouren bzw. Führungstouren“.

Für die Teilnahme wird grundsätzlich die Mitgliedschaft im DAV, Sektion Kampenwand,

vorausgesetzt. Ausnahmen bedürfen der Genehmigung durch den jeweiligen Organisator bzw.

Tourenbegleiter.

Die Teilnahme an den Touren erfolgt in Eigenverantwortung und auf eigene Gefahr.

Dementsprechend haben die Teilnehmer den Touren konditionell und technisch gewachsen

zu sein. Soweit die Anforderungen sich nicht aus der Tourenbeschreibung ergeben, sind diese

beim Tourenbegleiter zu erfragen.

Entscheidungen über Ziel und Weg, Abbruch der Tour, Festlegung von Sammelpunkten,

Absprache über Führungs- und Schlussmann, Absprachen für Zwischenfälle usw. werden

gemeinsam getroffen. Alle Teilnehmer müssen über Verlauf und Länge der Tour Bescheid

wissen, Gefahren selbständig abschätzen können und den gesetzten Zielen selbständig

gewachsen sein. Der überwiegende Teil der Gruppe sollte sich bereits von früheren Touren

her kennen.

16


Der Organisator der Gemeinschaftstour kümmert sich in der Regel um die Rahmenbedingungen,

wie Anmeldung, Organisation der Anfahrt, Übernachtungen usw. Er überprüft

die Tauglichkeit der Teilnehmer und kann ggf. unbekannte oder nicht geeignete Teilnehmer

zurückweisen.

Jeder Teilnehmer verzichtet auf die Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen jeglicher

Art wegen leichter Fahrlässigkeit gegen die Organisatoren bzw. Tourenbegleiter, andere Sektionsmitglieder

oder die Sektion Kampenwand, die über den Versicherungsschutz hinausgehen,

der im Rahmen der Mitgliedschaft im DAV, sowie für die ehrenamtliche Tätigkeit besteht.

Die Anmeldung zu den Touren erfolgt persönlich an den Gruppenabenden oder frühzeitig

beim Organisator/Begleiter. Zusätzlich können Touren außerhalb des Programms vereinbart

werden. Ansprechpartner werden an den Gruppenabenden bekannt gegeben.

Auf eine funktionstüchtige und vollständige Ausrüstung ist zu achten. Für die Teilnahme an

Skitouren gilt insbesondere Verschüttetensuchgerät und Schaufel.

September 007

Gez. Götz Mohr gez. Hermann Eiting

Leiter der Ortsgruppe Schriftführer

Achtung: An alle Alleinerziehenden Frauen und Männer

Ab 008 starten wir, die Sektion Kampenwand,

ein Pilotprojekt.

Alle Alleinerziehenden zahlen statt 46,– Euro

(A- Beitrag) nur noch den B- Beitrag von

5,– Euro.

Zusätzlich sind Kinder bis zum 18 Lebensjahr

beitragsfrei.

Stellungnahme des Verbandsrates:

Der Verbandsrat empfiehlt die Ablehnung

des Antrages der Sektion Kampenwand.

Die Hauptversammlung 005 hat nach

ausführlicher Diskussion und intensiver

Einbeziehung aller Sektionen eine neue

Beitragsstruktur beschlossen. Diese

neue Beitragsstruktur tritt zum 1. Januar

008 in Kraft.

Diese neue Beitragsstruktur stellt Alleinerziehende

gegenüber der bisherigen

Struktur durchaus besser. Der Beschluss

der HV 005 besagt u.a., dass bei Entrichtung

eines Vollbeitrags alle eigenen

Kinder bis 18 Jahre beitragsfrei sind,

sofern alle Familienmitglieder die gleiche

Anschrift aufweisen. Außerdem ist

es auch zukünftig möglich, dass soziale

17

Auch sie bekommen, wie gehabt, ihren AV-

Ausweis.

Diese Vergünstigung bekommen natürlich

nur jene, die sich beim Vorstand schriftlich

anmelden. Kinder nicht vergessen!

Besonderheiten auf Sektionsebene geregelt

werden können.

Der diesbezügliche Beschluss lautet wie

folgt: „Soziale Besonderheiten (Sozial

B) können auf Sektionsebene geregelt

werden. Unabhängig von den in den

Sektionen hierfür vorgesehenen Mitgliedsbeiträgen

ist an den Hauptverein

der jeweils für die Altersgruppe gültige

Verbandsbeitrag zu zahlen.

Unabhängig von diesen sachlichen

Argumenten hält der Verbandsrat eine

erneute Änderung noch vor dem Inkrafttreten

der 005 beschlossenen

Beitragsstruktur am 1. Januar 008 für

nicht sinnvoll.


Ortsgruppe Germering Vorträge und Veranstaltungen

Herzliche Einladung zu unseren Gruppenabenden.

Auch in der bevorstehenden Herbst- und Wintersaison finden unsere Gruppenabende wieder jeweils

am 1. und 3. Dienstag des Monats um 19.30 Uhr im Vereinsheim des SVG am Hallenbad statt.

(Ausnahmen durch Feiertage im Januar und Februar) Die nachstehenden Vorträge und Info-Abende

sind – wie immer – für unsere Bergfreunde kostenlos. Gäste sind willkommen. Wir hoffen nun wieder

auf eine rege Teilnahme. Besonders erwarten wir Euch zahlreich zu den Ausbildungsabenden

im November.

An allen Gruppenabenden stehen natürlich der Rückblick und die Planung unserer Touren im Mittelpunkt.

Oktober 2007

. Oktober, Dienstag, Dia-Schau

NEPAL: 5 Kampenwandler umrunden die Annapurna

Fritz Westenrieder

5. Oktober, Freitag, 17:00 Uhr, Neubürgerversammlung

Vorstellung unserer DAV-Ortsgruppe KAMPENWAND

anlässlich der Neubürger-Versammlung in der Stadthalle mit eigenem Stand.

16. Oktober, Dienstag, Dia-Schau

Der Dachstein ruft.

Wanderungen und Touren im Dachstein- Gebiet

Dabei werden uns die beiden Autoren ihr neues Buch vorstellen.

Andrea u. Andy Strauß

November 2007

Die Teilnahme an den beiden nachstehenden INFO-Abenden sollte für alle Mitglieder obligatorisch

sein:

6. November, Dienstag, Ausbildungsabend

Die Bergwacht bei uns zu Gast

Herr G. Reichart berichtet über die Arbeit der Bergwacht und informiert uns über richtiges

Verhalten am Berg.

0. November, Dienstag, Ausbildungsabend

Das Rote Kreuz bei uns zu Gast

Herr Huber vom BRK informiert uns über 1. Hilfe am Berg (Grundlagenkurs).

Dezember 2007

4. Dezember, Dienstag, Dia-Schau

Höhlenforschung in den bayerischen Alpen.

Ein Ausflug in die „Unterwelt „ der Berge.

Adolf Triller

8. Dezember, Samstag, 19:00Uhr

EINE BAYERISCHE WEIHNACHT

Ein weihnachtlicher Gruppenabend mit der Stubenmusi „Aurikel„ dem Gilchinger Flötenkreis

und Mitwirkenden unserer Ortsgruppe.

18


Januar 2008

8. Januar, Dienstag, Dia-Schau

Wanderungen auf LA PALMA

Bergtouren und Wanderungen wo andere Urlaub machen.

Markus Bauer

. Januar, Dienstag, Filmabend

Von Moskau nach Peking

Ruth u. Ady Stark berichten in einem 8 mm Film über ihre Wanderungen in der Mongolei

und am Baikalsee.

Februar 2008

1 . Februar, Dienstag, Digitalschau

Eine Hochtourenwoche im Bergell

Mitglieder unserer Ortsgruppe berichten von einer hochalpinen Unternehmung.

19. Februar, Dienstag, Rückblick

Unser Bergsteiger-Tagebuch

Bitte bringt wieder reichhaltiges Bildmaterial von euren und unseren Touren mit.

März 2008

4. März, Dienstag, Diaschau

Mit dem Fahrrad durch die französischen Alpen.

Reinhard Eberding, Mitglied unserer Sektion in München nimmt uns mit auf seiner Tour

durch die französischen Alpen von Brig nach Nizza.

Ergänzung?

18. März, Dienstag

Jahresmitgliederversammlung unserer Ortsgruppe

Gesonderte Einladung folgt. Im Anschluss daran wird uns Fritz Westenrieder Bilder von

Bergtouren an der Côte d’Azur zeigen.

Wir wünschen Euch nun interessante Abende in unserer Ortsgruppe.

Alfred wird siebzig

Leicht war das letzte Jahr nicht

für unseren Hüttenwart.

Aber, das Pendel hängt nicht immer

nur nach einer Seite.

Lieber Alfred, man muss mit allem

rechnen, sogar mit dem Besten!

Wir wünschen es Dir von Herzen!

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Ski- und Snowboardwochenende

2008

für Kinder, Jugend und Erwachsene

Vom 18. bis 0. Januar und 5. bis 7. Januar

Ort: Niederbreitenbach

Skigebiet: Großraum Söll

Wie jedes Jahr wieder unsere Skiwochenenden für die ganze Familie. Mama und Papa können

sich mit unseren Skilehrern einen schönen Tag machen und die neuesten Techniken ausprobieren,

und die Kleinen fahren mit ihren Betreuern die tollsten Pisten ab, und für das Essen

ist auch gesorgt.

Wenn die Technik nicht versagt, wird am Samstagabend das Fahrkönnen per Viodeoanalyse

beurteilt. Am Abend steht natürlich auch ein Programm für unsere Kleinsten an.

Vielleicht ist ja eine Kissenschlacht möglich.

Also Kinder: Packt eure Eltern, schickt sie zum Bankautomaten und lasst sie das Geld überweisen.

Wir freuen uns natürlich auch auf Singles und kinderlose Paare.

Auch heuer wird im Rahmen des Skiwochenendes die Vereinsmeisterschaft ausgetragen.

Natürlich auch wieder für unsere Snowboarder. Also strengt euch an!!! Anfänger sind natürlich

auch gern gesehen.

Leider konnte ich den Preis nicht halten, da die Liftpreise angehoben wurden.

Info: Markus Mair, Telefon 08131/7 81 66 oder mairmuckl@t-online.de

Mit der Anmeldung sind auf folgtendes Konto zu überweisen:

Konto 110596830

BLZ 700 515 49, Sparkasse Dachau

Bezug Skiwochenende Sektion Kampenwand

Für Mitglieder: 180,– €

Für Nichtmitglieder: 0,– €

Jugendliche der Jahrgänge 1989, 1990 und 1991: 1 8,– €

Für Kinder: 9 ,– €

Der Betrag setzt dich wie folgt zusammen:

Teilnahmegebühr: Mitglieder 0,– €. Nichtmitglieder 40,– €. Jugend 10,– €. Kinder 10,– €.

Skipass für 4 Tage 130,– €. Jugend 104,– €. Kinder 68,– €.

Essen 10,– €. (für beide Wochenenden am Samstagabend).

Übernachtung Mitglieder 0,– €. Nichtmitglieder 40,– €. Kinder 4,– €.

Das Ski- und Snowboarlehrer-Team

0


für alle, die sich angesprochen fühlen, von 8 – 88 Jahre.

Schon gemerkt? Es herbstelt recht – denkt mir an die Winterreifen für Eure Boliden.

Und tut´s Eure Carver & Schnobords rechtzeitig zum Wachseln und Kantenschleifen, neue

Aufgaben sind zu bewältigen:

18. bis 20 . Januar und

25. bis 27. Januar 2008.

Skiwochenende: Das sektionseigene Skilehrer-Team wird sich alle Mühe geben, Euch u.a.

endlich das „hüftbreite Fahren“ nahe zu bringen. Teilnahme ist verpflichtend für alle ...

und wenn ich schreibe: Für alle – dann meine ich auch alle!!! (gez. Markus)

26. Januar 2008

Ski – Rennen: Näheres entnehmt bitte der gesonderten Ausschreibung.

Die Teilnahme ist ebenfalls verpflichtend für alle . . .

und wenn ich schreibe: Für alle – dann meine ich auch alle!!! (gez. Markus)

15.02. – 17.02.

Wochenende auf der Hütte rund um den Schnee (Last euch überraschen)

Im Mai MTB-Fahrertraining:

Fahr- und Geschicklichkeit für zügiges und trotzdem sicheres Zu-Tale-kommen, Basteltipps

rund ums Radl

Vierzehntägig Klettern in Thalkirchen mit Euren hervorragenden Jugendleitern!

Findet wie letztes Jahr immer mittwochs ab 17 Uhr statt!

Jugendstammtisch im Vereinslokal an jedem ersten Monatstermin (siehe Seite 9) Jugendstammtisch

im Vereinslokal

Ansonsten jederzeit aufgeschlossen für eure Wünsche und Anregungen freuen sich auf euch

eure Jugendleiter

Hermine & Markus

1


Einaldung zur

7. Vereins-Ski-Meisterschaft

Da leider unsere jährliche Ski-Vereinsmeisterschaft im letzten Winter auf Grund der schlechten

Schneeverhältnisse ausgefallen ist, soll sie 008 wieder stattfinden, nebst samstagablendlichem

Mannschaftsschmaus und feierlicher Siegerehrung bei großzügig gehandhabter

Hüttenruhe.

Steigen wird das Rennen am 6. 1. 008 wieder im Skigebiet Scheffau. Der Ablauf ist geplant

wie folgt:

Startnummernausgabe um 10.00 Uhr auf der Piste

– Beginn des Skirennens ca. 11.00 Uhr

– Start nach verschiedenen Kategorien

– Freies Fahren im Skigebiet bis ca. 16.00 Uhr oder Skikursteilnahme

– Rückkehr zur Hütt'n

Teilnehmen darf (soll!) jeder, der Skifahren kann von 4 bis 88 Jahren, Mitglieder und

Gäste!

Für einen Unkostenbeitrag von nur € 8,— wird 'ne Menge geboten! Darin enthalten sind

Startgeld, Abendessen (Samstag), Siegerehrung mit Pokalen und Preisen, Schneebar mit gut

gekühlten bzw. erhitzten Getränken.

Ihr wisst noch vom letzten Jahr, die Teilnehmerzahl ist stark limitiert, daher eiligst den beiliegenden

Coupon ausfüllen und mir auf dem schnellsten Wege zukommen lassen! Wäre doch

eine wahre Schande für jeden unserer ambitionierten Ski-Profis, diese Pflichtveranstaltung

sausen zu lassen, oder?

Auf Eure zahlreich eingehenden Meldungen freut sich

euer Markus Mair

Ich _____________________________ möchte beim Skirennen teilnehmen.

(Vorname, Name, Baujahr)

Die 8,– € habe ich beigelegt. # Ja # Nein

Ich möchte in Niederbreitenbach übernachten # Ja # Nein

Ich nehme an der Siegerehrung und Party teil # Ja # Nein

Anmeldung schicken an:

Markus Mair, Hermann-Stockmann-Str. 86, 85221 Dachau oder mairmuckl@t-online


Snowboardwochenende

auf der Hütt'n

Durch den Riesenandrang an Snowboardern letztes Jahr bei den Ski-/Snowboard-Wochenenden

sahen wir uns dieses Jahr genötigt, ein zusätzliches Wochenende nur für Snowboarderinnen

und Snowboarder ins Leben zu rufen.

Termin: 22. bis 24. Februar 2008

Ablauf:

Anreise am Freitagabend

Samstag: Sprung- und Freestylecontest mit Videoaufnahmen

Bei Bedarf Nachhilfe

Abendessen, anschließend Feier an der Schneebar (wenn genügend Schnee vorhanden

ist)

Sonntag: Snowboarden und Heimreise

Mindestalter 14 Jahre

Preis: 30 € für Übernachtung und Essen

Bei Nachhilfe wird eine Gebühr in Höhe von 0 € pro Person erhoben.

Anmeldung bis spätestens 15. Januar 008 per E-Mail.

Infos: Simon Lindner

Handy: 017 /8 16 59

E-Mail: simon.lindner@gmx.de

Wir freuen uns über eine zahlreiche

Beteiligung, gerne werden auch Freunde und

Nichtmitglieder gesehen!!

Die Teilnahme für unsere Schüler der letzten

Jahre ist PFLICHT!)

Euer Snowboardteam

3


und jetzt

unsere Kinderseite

Für unsere Jüngsten gibt es heuer wieder die Skiwochenenden mit Hermine, die

letztes Jahr sehr gut angenommen wurde. Was uns natürlich „unbandig g'freit

hat“. Heuer gibt’s wieder ein Abschlussrennen am letzten Samstag!

Wir hoffen, es sind heuer wieder ähnlich viele, die ihre Eltern einpacken und

an den beiden Wochenenden (18. bis 0. Januar und 5. bis 7. Januar 008)

zu uns auf die Hütte kommen (für die Eltern: Es ist für alles gesorgt – vertraut

uns nur).

Wir haben uns auch wieder einiges einfallen lassen, damit euch bestimmt nicht

langweilig wird.

Ab jetzt wird wieder mit Hermine am Freitag in Thalkirchen geklettert.

Eure Jugendleiter

Hermine und Markus

Die Sektion

gratuliert

ganz herzlich

zum 85. Geburtstag zum 80. Geburtstag zum 75. Geburtstag

Kurt Wilsdorf Ilse Wolf Franz Hank

Rudolf Hochrein

John Mountain

Wir wünschen allen Jubilaren weiterhin gute Gesundheit und Lebensfreude!

4


Zwei Frisöre auf dem Weg zum

Thanellerkar (2343 m)

Günter Küspert

„Er geht wie ein Frisör ins Gebirge“, ein

Spruch aus meiner bergsteigerischen Sturmund

Drangzeit. Wie dieser Spruch zu deuten

ist, möchte ich anhand einer kleinen Episode

erzählen.

Es begann am Ostersonntag, ca. sieben

Uhr morgens bei Nieselregen, als Peter, mit

Nachnamen Faulhaber, mich zur Skitour zum

Thanellerkar abholte. Tags zuvor war der

Himmel noch strahlend blau.

Trotz schlechtem Wetter düsten wir unbeirrt

Richtung Garmisch und weiter nach Heiterwang.

Auf Höhe von Bad Tölz wollte ich

schon unser Tourenziel wegen der Wetterlage

ändern und meinte nebenbei zum rasenden

Peter, dass der Schinder bei solcher

Witterung auch ein lohnenderes Ziel sei. Wer

aber Peter kennt, der weiß: „ausgmacht is,

is ausgmacht“.

So packten wir unsere Ski am Parkplatz

von Heiterwang in unsere Rucksäcke und

latschten über schon schneefreie Wiesen

bei null Sicht und Nieselregen in Richtung

Thanellerkar. Null Sicht hieß an diesem Tag,

dass wir in 10 m Entfernung noch Umrisse

der Bäumen erkennen konnten. Beim ersten

Schneekontakt schnallte ich meine Felle an

die Ski. Peter ging noch ein gutes Stück zu

Fuß weiter und übersah dabei ein Schild, das

in Richtung Thanellerkar wies.

Vor vielen Jahren hatte Peter die Tour schon

einmal geführt. Mein Vertrauen an seinen

Ortskenntnisse war an diesem Tag grenzenlos.

So ignorierte ich diesen Wegweiser

und sputete mich, Peter einzuholen. Wieder

vereint quälten wir uns teils zu Fuß, teils mit

Ski spurend ein steiles Bachbett hoch.

Der Wettergott hatte an diesem Tag kein Mitleid

mit uns. Dichter Nebel, leichter Schneefall,

bis zum Knie im nassen Schnee steckend,

und alle fünf Meter eine Spitzkehre,

weil uns jetzt noch mächtige Latschen die

gedachte Aufstiegsspur zum imaginären

Thanellerkar und hoch zum Rintljoch versperrten.

5

Wäre ich alleine unterwegs gewesen, ich

hätte schon lange die Fliege gemacht.

Ich glaubte, meinen Ohren nicht zu trauen,

als jetzt auch Peter leise vor sich hin fluchte,

als er sich beim Spuren im Latschengebüsch

verhedderte.

Für zwanzig Minuten blies der Wettergott die

dicken Wolken zur Seite. Schadenfroh zeigte

er uns nach guten zwei Stunden Plagerei

unseren gewählten Weg. Wir standen viel

zu weit im Osten unter einer senkrechten

Felswand, die uns den Weg hinunter ins Thanellerkar

versperrte. Es gab keine Möglichkeit

in das Kar hineinzuqueren oder dorthin

abzufahren.

Wir schauten blöd aus der Wäsche. Mein

einziger Kommentar dazu war: „Aus is, und

gar is, und gwis is, das wahr is!“.

Peter meinte enttäuscht, dass diese Tour ja

nur schief gehen konnte, da keiner von uns

weder Karte, noch Höhenmesser, noch einen

Kompass dabei hatte. Eben „wie zwei Frisör

samma unterwegs“, meinte er in Selbstironie

und bei seiner Tourentrefferquote sinke

nun wieder der erreichte Durchschnitt.

Und hier kommt jetzt der Titel zum Tragen:

„Er geht wie ein Frisör ins Gebirge“.

Ich möchte bestimmt keinen Berufsstand

abwerten, aber: Ein Frisör braucht nur einen

Kamm und eine Schere, sonst nichts. Ein

Bergsteiger braucht so vieles mehr, um eine

Tour zum Erfolg zu bringen.

Auf dem Nachhauseweg stellten wir uns die

Frage „Thanellerkar – nie wieder, oder jetzt

erst recht?“.

Was für ein Pech! Am Ostermontag war wieder

strahlend blauer Himmel.

Vierzehn Tage später fuhr ich mit Andi Gahl

zum Thanellerkar. Bei wolkenlosem Himmel

standen wir am Gipfel des Thaneller auf

343 m. Was wir dabei erlebten, erzähl ich

euch ein anderes Mal.


Dieters Reisetagebuch (Auszug)

Besteigung des Teide

Dieter Schmidt

....

Ja, bereits heute „machen“ wir den Teide.

Der Wetterbericht bestimmt das Programm

der Woche vor dem gedruckten. Unser Kleinbus

bringt uns auf ca. 300 m Höhe. Was

uns jetzt erwartet?

Dreizehn Kilometer steiler Anstieg mit einem

Höhenunterschied von 1.400 m – kein Spaziergang!

Um 9:00 Uhr verlassen wir den

Parkplatz. Wir passieren eine Schranke, die

es früher hier nicht gab. Ich kann es nicht

lassen, mit meinen früheren Besuchen und

den damit verbundenen Erfahrungen zu

vergleichen. Eine Schotterstraße, die wir

damals befahren konnten, kostet uns heute

eine Stunde.

Weitere zwei Stunden benötigen wir zur

Refugio de Altavista. Der Pfad erscheint mir

stabiler als früher. Freilich habe ich heute

besseres Schuhwerk.

Die Luft auf 3 00 m lässt uns schwerer

atmen. Unser Permit bestimmt die erholsame

Rast auf der Hütte. Die vorher organisierte

Genehmigung für die Gipfelbesteigung

ist an ein Zeitfenster von einer Stunde gebunden!

Zwischen 13:00 und 14:00 sollten

wir uns nahe der Teleferico (Bergstation der

Seilbahn, 3 00 m) einfinden.

6

Bald treffen wir wieder auf einen Ansturm

von bunten Touristenscharen, die sich den

Weg von der Seilbahn zu einer befestigten

Aussichtsplattform erkämpfen. Über deren

Kleiderordnung in dieser Höhe kann ich mich

köstlich amüsieren.

Höchst interessant: Die luftigen T-Shirts,

oftmals über dicke Bäuche gespannt und

die, nur zu leicht keine sportliche Anatomie

erahnenden, knappen Shorts werden noch

von den filigranen Sorten der Strand- und

Nachtbarsandalen übertroffen. Ach, wie

ästhetisch erschiene passende Kleidung anstelle

der schamlos teilentblößten Figuren!

Ich verdränge meine Gedanken über athletische,

von der Sonne bronzierte Körper.

Unter dieser intensiven Höhenstrahlung

errötet die ungeschützte Haut der Flachländer

sichtbar! Ich beobachte schlimme

körperliche Zustände: Knallrote Köpfe auf

transpirierenden Leibern, nicht nur vom

Sonnenbrand sondern von der Anstrengung

nach dem zu schnellen Lift auf diese Höhe,

Nasenbluten, stöhnende Kreaturen! Ich

frage mich nach dem Warum?! Verträgt das

Terrain eine Zahl von Zweitausend dieser

Spezies, die die Seilbahn pro Tag rauf- und

runterschaufelt?

An einem gespannten

Seil vor dem Zugang

zum Gipfelpfad stoppt

ein junger Naturparkangestellter

pflichtbewusst,

ausgestattet mit Funkgerät

und ernster Mine alle

Personen, die meinen sie

könnten, ja müssten, da

hinauf. Auch wir werden in

die Schranken gewiesen.

Seit 1988 reglementiert

die Nationalparkver-waltung

die Gipfelpassage

ausschließlich mittels

Sonder genehmigung.

Rolf, unser Führer, gibt

sich zu erkennen. Schnell


findet der Mann in seiner Pfadfinderuniform

eine gelbe Liste, auf der unsere Namen und

Passnummern vermerkt sind. Halt, jeder von

uns muss jetzt seinen Ausweis zeigen um

die vielstelligen Nummern zu vergleichen.

Das dauert . . . Zu meinem Erstaunen endet

dieser Verwaltungsakt erfolgreich für uns!

Wir dürfen passieren.

Ein inzwischen gut angelegter Weg führt uns

weiter nach oben. Ich lasse mir Zeit, die

schwere Atmung bestimmt mein Tempo in

dieser Höhe. Der einseitig überhöhte Rand

eines relativ kleinen Kraters stellt den Gipfel

dar. Meine Uhr zeigt jetzt 14:00 Uhr – geschafft

– Teneriffa liegt uns jetzt zu Füßen!

Was mir gleich auffällt, das eiserne Gipfelkreuz

von früher fehlt! Mit 3718 m Höhe der

höchste Berg des erzkatholischen Spaniens

trägt seit Jahren kein sakrales Zeichen! Aus

undefinierbaren Löchern und Spalten quillt

ätzender Schwefeldampf. Es stinkt scheußlich

nach faulen Eiern! Mit der Nase in den

kühlen Wind gedreht lässt es sich bequemer

atmen. Nun – der grandiose Ausblick entschuldigt

alles.

Eine wohlverdiente Belohnung wieder auf diesem

exponierten Gipfel verweilen zu dürfen?

Ich fühle mich frei, psychisch und physisch

befreit von allem Ballast. Was sonst könnte

ich auf diesem einmalig hohen Aussichtsturm

mitten im Atlantik empfinden?

Von Nord über West verdecken die Passatwolken

Küste und Land. Der Osten und

Süden liegen frei. El Medano, Punta Abona

sind klar zu sehen. Unregelmäßig abgestufte

Wolkenformationen lassen die Lage der

Nachbarinseln La Palma, Gomera und Gran

Canaria erkennen. Unbegreifbar weit entfernt

ruht der unscharfe Saum wo die blaue

Kuppel in den gekrümmten Atlantik fließt.

Wer könnte je behaupten, die Erde sei eine

Scheibe?

An meinen ersten Aufstieg vor vielen Jahren

(1977) erinnere ich mich genau, wie ich

jämmerlich fror in den frühen Morgenstunden,

auf den Sonnenaufgang wartete, mein

Fotostativ erwartungsvoll mit klammen Fingern

aufbaute, mich nicht satt sehen konnte

an diesem Naturschauspiel, wenn die rote

Scheibe langsam das Meer mit Leben füllt,

der Teide seinen überdimensionalen Kegelschatten

unbeschreiblich weit in einen

Ozean aus Wasser und Dunst hinausträgt.

7

Wie ich später lese, beschreibt bereits

Alexander von Humboldt im Jahre 1799 auf

der „glückseligen Insel“ welche „Großartigkeit

der Natur“ sich hier zwischen den „hinund

hergetriebenen Dunstmassen“ auftut.

„Starr vor Kälte“ dokumentiert der berühmte

deutsche Forschungsreisende Botanik und

Geographie des ruhenden Vulkanes. Dessen

Gipfel genieße ich wie kaum einen anderen.

Nach angenehm langem und dennoch zu

kurzem Aufenthalt geht’s den gleichen Weg

abwärts.

Der Abstieg erscheint mir länger als der Aufstieg.

Wieso eigentlich? Im Nachmittagslicht

leuchten die Lavafelder in anderen Farben.

Gegen Ende der Tour, an den Ausläufen des

Montaña Blanca, treffen wir wieder auf die

„Huevos“.

Die Huevos del Teide erinnern in ihrer Form

an Eier. Mit mehreren Metern Durchmesser

heben sie sich, jetzt tiefschwarz glänzend,

vom hellen Bimssteinuntergrund ab. Gigantische

Kräfte haben diese harten Brocken

aus Obsidian scheinbar spielerisch hier ausrollen

lassen. Übrigens, der Vulkan ruht seit

seinem letzten Ausbruch im Jahre 1909!

Gegen 17:30 Uhr erwartet uns der Bus.

Nach einer typischen Paella und reichlich

Rotwein falle ich todmüde ins Bett.


Georg Wudi ist tot.

Gestorben ist er an einem Herzinfarkt in

Sekundenschnelle am Dienstag Abend, den

9. Oktober 007. Ein Schock für alle, die

den Schorsch kannten. Vor allem aber für

seine Frau Anni.

Ich nannte ihn, aus mir unerfindlichen

Gründen, nur „Schurl“. Er konnte sich für

vieles begeistern. Bevor er seine neue Leidenschaft

als „Schnürlwascher“, sprich das

Fischen entdeckte, war er jahrelang Hochtourenführer

in unserer Sektion. Er führte

unsere Mitglieder, die mit ihm unterwegs

waren, sicher und unfallfrei durch das Gebirge.

Als sich in den 80ern das Bergradeln

zum Trendsport entwickelte, strampelte er

mit unseren Leuten nach „Moser“ by Bike

durch die Bergwelt.

Im Winter musste er sich jedes Wochenende

aufs Neue entscheiden, ob er mit Freunden

auf Skitour gehen oder seiner alten Leidenschaft,

dem Langlaufrennen, frönen sollte.

Seine Frau Anni ließ ihn laufen. Sie kannte

ihn gut genug. Er sammelte dann auch

Punkte, so nannte er es, wenn es danach

wieder nach den Wünschen der Anni ging.

In seinem Fischereiverein – wie sollte es

auch anders sein bei einem geselligen und

hilfsbereiten Menschen wie ihm – war er

ehrenamtlich eingebunden. Wegen zwei Hüftoperationen

musste er etwas pausieren.

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Während dieser Zeit war Fischen in Alaska,

in Augenhöhe mit Braunbären und Grizzlies,

ein besonderer Trip für ihn.

Wieder ganz gesundet trainierte er mindestens

einmal wöchentlich in der Thalkirchener

Kletterhalle.

Klettern war wieder seine Erfüllung und

Um-die-Wette-Fischen mit Braunbären seine

zweite große Leidenschaft.

„Machst ma a Arbeit aufhalsen?“, erwiederte

er, mich verschmitzt anächelnd, als ich

ihm das Amt des Vortragsreferenten anbot.

Er sagte ja!

Seine letzte große Klettertour „Die glorreichen

Sieben“ an der Schärtenspitz im

Blaueisgebiet mit dem Schwierigkeitsgrad 6

minus erfüllte ihn voller Stolz.

Ich bin mit ihm jahrelang im Gebirge unterwegs

gewesen. 1973 hetzten wir uns den 70

Kilometer langen Matschalonga im Fassa-Tal

entlang. 1974 durchquerten wir die Haute

Route.

In den 80er Jahren, unserer großen Kletterepoche,

gelangen uns einige der damals

schwersten Klettertouren im Wilden Kaiser

(Karlspitzpfeiler, Bauernpredigstuhl Lucke/

Strobl-Riss, Fleischbank SO-Verschneidung

und viele mehr). Auch Chamonix war uns

nicht fremd. Viele großartige Touren nahmen

wir mit nach Hause (Montblanc Längsüberschreitung,

Montblanc Brenva-Sporn, Tour

Ronde N-Wand). Ich könnte noch manche

Episode über unser Bergsteigerleben erzählen.

Teils lustige, aber auch welche zum

Nachdenken. Als ich in den 90er Jahren das

Amt des Jugendreferenten und Jugendleiters

übernahm und später das ehrenvolle Amt

des Vorstands unserer Sektion, verloren

sich unsere engen Kontakte. Aber unsere

runden Geburtstage – wir haben beide am

selben Tag Geburtstag – feierten wir immer

gemeinsam: Um 4 Uhr, jawohl, um 4 Uhr,

auf meinem Hirschberg.

Er war ein Pfundskamerad, ein wirklich guter

Freund.

Seiner Frau Anni wünsche ich von Herzen,

dass sie über diesen schweren Verlust

hinwegkommen mag. Ich hätte Schurl gerne

noch für viele Jahre als Nikolaus oder nur so

zum Ratschen in unserem Verein gesehen.

Wir werden ihn alle schmerzlich vermissen.

Günter Küspert

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