HYDRAULIKPRESSE - HANSA-FLEX

hansa.flex.com

HYDRAULIKPRESSE - HANSA-FLEX

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Ausgabe 12/2007

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HYDRAULIKPRESSE

Mining-Bagger im

Einsatz

Giganten im Ölsand

Alles aus einer Hand

Jetzt auch Formschläuche

lieferbar

Südafrika

Hydraulikservice im

Land des Bergbaus

Mining-Bagger im Einsatz

Giganten im Ölsand

Seite 6

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INHALT | IMPRESSUM

Inhalt

Editorial 03

XWORLD-Off road-Event – Mit dem Tiger durchs Gelände 04

Mining-Bagger – Giganten im Ölsand 06

Im Gespräch: Diethelm Kappe 10

Alles aus einer Hand: Jetzt auch Formschläuche lieferbar 12

HANSA-FLEX Tschechien – Entwicklung im Zeitraff er 14

HANSA-FLEX Niederlassung Nordhausen – Eine Region im Umbruch 15

Mit Magaziner ganz nach oben – Stapler passen sich an 16

Hydraulikservice per Hubschrauber – Vom Handelsbetrieb zum starken Partner 18

Ölpfl ege leicht gemacht 20

20 erfolgreiche Jahre in der Hydraulikbranche – Führungswechsel bei Willmann 22

Gewinnspiel, Zahlen & Fakten, Vorschau 23

02

HYDRAULIKPRESSE

Die HYDRAULIKPRESSE

ist auch in einer

englischsprachigen

Ausgabe erhältlich.

Weitere Informationen

erhalten Sie über Ihre

Niederlassung.

HINWEIS

Herausgeber:

HANSA-FLEX Hydraulik GmbH

Zum Panrepel 44 · 28307 Bremen

Telefon: 0421 - 48 90 70

Telefax: 0421 - 4 89 07 48

E-Mail: info@hansa-fl ex.com

www.hansa-fl ex.com

Redaktion: Dietbert Keßler, Enrico Kieschnick,

Horst Otto (PAPP Werbeagentur)

Gestaltung: Nadine Staciwa

Druck: Berlin Druck · www.berlindruck.de

Verantwortlich für den Inhalt: Wolfgang Rink

Erscheinungsweise: Sechs mal jährlich

Ein Abo-Service der steht Ihnen

auf unserer Internetseite zur Verfügung.

AUSGABE OKTOBER 2007

13. JAHRGANG

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AUSGABE DEZEMBER 2007

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

das Jahr 2007 geht dem Ende entgegen; es war für HANSA-FLEX ein ereignisreiches Jahr. Neue Niederlassungen

im In- und Ausland ergänzten das schon bestehende enge Netz. Erst kürzlich konnte die 300. Niederlassung

eröff net werden, mit der wir noch näher am Kunden sind. Und mit FLEXXPRESS kommen wir überall

dort schnell zu Hilfe, wo akute Hydraulikprobleme entstehen.

Aus dem Kreis unserer Kunden hören wir immer wieder, dass es neben dieser Kundennähe und der absoluten

Dienstleistungsbereitschaft vor allem das hohe Engagement aller HANSA-FLEX Mitarbeiter ist, das

zum Ansehen unseres Hauses als Systempartner Hydraulik beiträgt. Diese Kundenorientierung wird von den

Kunden mit neuen Aufträgen und wachsender Verantwortung honoriert. Eine Verantwortung, die wir gern

annehmen, denn Nähe zum Kunden, das ist unsere Leitlinie.

Mehr als 15 Prozent Umsatzwachstum in 2007 sprechen für sich. Wir tun alles, um dieses Wachstum durch

die Entwicklung unseres Unternehmens abzusichern. Dazu gehört auch die Erweiterung unserer Produktrange.

Neu im Programm sind HANSA-FLEX Formschläuche, die wir nicht nur in vielen Größen auf Lager

haben, sondern auch gezielt auf die Anforderungen unserer Kunden hin anfertigen. Mehr dazu lesen Sie auf

Seite 12 dieser Ausgabe.

Weiterhin setzen wir alles daran, dass alle Kunden überall zur vollsten Zufriedenheit unterstützt werden. Sei

es beim Kaliabbau in Thüringen, in der Diamanten-Mine in Südafrika oder beim Abbau von Ölsand im kanadischen

Tagebau. Sei es bei der schnellen Lieferung einer Ersatzschlauchleitung oder aber bei der Unterstützung

von OEM mit komplett vormontierten Baugruppen für den Einbau direkt an den Montageplätzen.

Mit unserem Kunden Terex Mining gehen wir sogar noch eine Schritt weiter. Auf Seite 6 stellen wir Ihnen

eine maßgeschneiderte Lösung vor und zeigen, wie HANSA-FLEX seine OEM-Kunden direkt im Werk mit der

zeitnahen Fertigung von Schlauchleitungen, gebogenen Rohren und einem umfangreichen Lager effi zient

unterstützen kann. Solche, auf die Anforderungen des jeweiligen Kunden genau zugeschnittenen Dienstleistungspakete

entwickeln wir in enger Zusammenarbeit mit den Kunden, um sie dabei zu unterstützen, ihre

Kosten zu senken und ihre Produktivität und Wertschöpfung zu steigern.

Unseren Mitarbeitern danken wir an der Jahreswende 2007/2008 für ihren engagierten Einsatz, mit dem

sie die Kundennähe mit Leben erfüllen. Bei unseren Kunden bedanken wir uns für das entgegengebrachte

Vertrauen. Ihnen allen wünschen wir Gesundheit und Erfolg im neuen Jahr.

Die Geschäftsführer

VORWORT

Editorial

Uwe Buschmann Thomas Armerding

HYDRAULIKPRESSE

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03


XWORLD

Schlamm spritzt gegen die Windschutzscheibe. Das

massive Profi l der Reifen gräbt sich fordernd durch

den zähen Morast. Jedes Schlammloch ist tiefer als

das Vorherige. Immer holpriger, immer enger wird

der Pfad zwischen den Bäumen - eine Kraftprobe

sowohl für die Nerven der Fahrer als auch die Achsen

der Off roader. Jetzt heißt es: Konzentration und nur

nicht festfahren!

In den Genuss dieser abenteuerlichen Szenarien

kamen bislang die Teilnehmer der XWORLD-Off -

road-Events. Bevor im März 2008 die erste Etappe

der Tour startet, hatten Mitarbeiter, Partner

und externe Gäste die Gelegenheit, sich fernab

der Straße von den Qualitäten der aufgerüsteten

Toyota Land Cruiser zu überzeugen. Seit Februar

diesen Jahres bot sich bei über einem Dutzend

Off road-Events und Testfahrten die Möglichkeit,

die XWORLD-Fahrzeuge live zu erleben.

Angenehmer Komfort im Inneren, kraftvolle 173

PS unter der Haube, permanenter Allradantrieb

und eine Tourausstattung der Extraklasse sorgen

für Fahrspaß und Sicherheit. Ob der „Schnorchel“

für Wasserdurchfahrten, eine Seilwinde oder die

GPS-Navigation mit Höhenmesser – die XWORLD-

Fahrzeuge sind keine Massenware von der Stange,

sondern Spezialanfertigungen für die hohen Ansprüche

der unterschiedlichen Etappen.

Tests im Tagebau

Im ersten Gang fährt der dschungelgrüne Toyota

Land Cruiser auf die mit Schilf bewachsene, hohe

Sanddüne zu. Die Aufgabe: Der XWORLD-Off roader

muss sich, ohne auszubrechen oder gar zu kippen,

durch die Steilkurve wühlen. Der feuchte Sand

rutscht und damit auch das Heck. Langsam graben

sich die Räder durch die Fahrspuren immer höher

die Düne entlang. Aufregend ist es, dem Fahrzeug

mit dem Tiger auf der Flanke zu vertrauen. Und

tatsächlich manövriert sich der Off roader ohne

Schwierigkeiten durch die bröckelige Steigung.

4

XWORLD-Off road-Events

Mit dem Tiger durchs Gelände

HYDRAULIKPRESSE

Die ersten Testfahrten in anspruchsvollem Gelände

startete das XWORLD-Projektteam um Enrico

Kieschnick bereits Anfang 2007. Bestens geeignet

war dafür das stillgelegte Tagebaugelände Meuro

nahe Senftenberg und Großräschen in Brandenburg.

Auf dem riesigen Areal konnten im März erstmals

im Rahmen einer HANSA-FLEX Regionalleitertagung

die Geländewagen zeigen, was in ihnen

steckt. Mitte Oktober 2007 durfte dann auch die

Fachpresse in einer ganztätigen Tagebautour alle

XWORLD-Fahrzeuge testen. Fazit: Die Autos sind fi t

für die 43 Etappen durch Europa und Asien!

Graue Hügel soweit das Auge reicht. Durch die Hänge

ziehen sich tiefe Schneisen. Der himmelblaue Toyota

mit Himalaya-Panorama zieht eine Staubwolke

aus Kohlesediment hinter sich her, während er sich

zwischen Findlingen einer Abbruchkante nähert.

Plötzlich kippt er nach vorn. Die Insassen hängen

in den Sicherheitsgurten. Das Fahrzeug rutscht und

rollt im lockeren Sand, bis es ein paar Meter tiefer

wieder Fahrt aufnimmt und wenig später mit hoher

Geschwindigkeit durch ein mannshohes Grasfeld

pfl ügt.

Off road fahren lernen

Nervenkitzel und Adrenalinkick gehören zu jedem

Event wie die obligatorischen Schlammspritzer auf

Hose und Jacke. Die spektakulären Off road-Veranstaltungen

dienen jedoch besonders dazu, die Fahrer

im Umgang mit Off road-Fahrzeugen allgemein

und im Speziellen mit den XWORLD Toyota Land

Cruisern vertraut zu machen. „Beim Off roadfahren

gibt es sehr viele Dinge zu beachten. Selbst erfahrene

Autofahrer müssen erst lernen, mit unseren

speziell aufgerüsteten XWORLD-Fahrzeugen umzugehen“,

so Projektleiter Enrico Kieschnick. Er und

HANSA-FLEX Mitarbeiter Roelof Wittler sind dank

vieler eigener Trainings bereits ein eingespieltes Instruktoren-Team.

Sie übernehmen die Einweisung

vor Beginn und begleiten, teils per Funk, die Fahrer

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während des gesamten Events. „Anfänglich haben

die meisten Respekt vor der Technik und der Wagengröße,

aber das ist meistens nach ein paar Runden

im Gelände und dem ersten erfolgreich gefahrenen

Manöver überstanden. Danach ist jeder begeistert

von dem, was die Fahrzeuge leisten können.“

Auf der ersten großen Testfahrt im Mai 2007 ging

es pünktlich zum 5. HANSA-FLEX Fußball-Turnier in

Kroatien Richtung Balkan über die Alpen. In den Tiroler

Bergen wurden die Langstreckentauglichkeit,

Rad-Reifen-Kombination und Fahrwerksabstimmung

getestet. Die über 1500 km lange Strecke

nach Split bestand die Technik mit Bravour. Im

anschließenden Fußball-Tunier mussten sich die

deutschen HANSA-FLEX Fußballer gegen die laufstarken

Tschechen und den Gastgeber aus Kroatien

bei strahlendem Sonnenschein mit einem erfolgreichen

dritten Platz zufrieden geben.

Dunkles Brackwasser schwappt in Wellen gegen die

weißen Sandstrände der kleinen Insel auf der Fahrertür

des Südsee-Land Cruisers. Der Vorhang aus Wassergräsern

öff net sich unter der leichten Bugwelle vor

der Motorhaube und gibt die Sicht frei bis zum nahen

Ufer. Immer wieder kämpft sich der Off roader schaukelnd

aus tiefen Fahrrillen und Unterwasserkratern.

Der Wasserspiegel beginnt zu sinken und endlich ist

das Ufer erreicht. Die Füße sind trocken geblieben,

doch im Kühlergrill hängen noch Schilfreste.

Bis zum Start der Tour im März 2008 ist noch eine

Reihe verschiedener Off road-Events und Show-Termine

geplant. Bis dahin sorgen die XWORLD Toyota

Land Cruiser auf den deutschen Straßen für Aufsehen.

AUSGABE DEZEMBER 2007

Lust aufs Abenteuer macht auch der umfangreiche

XWORLD Katalog, der unter www.xworld.cc oder

telefonisch unter +49 - 661 - 440 77 27 70 angefordert

werden kann. Jede Tour bietet das individuelle

Abenteuer und unterschiedlichste landschaftliche

Highlights. Dabei erfreuen sich einige XWORLD-

Etappen besonderer Beliebtheit, deshalb sollten

Interessierte nicht länger zögern.

Katharina Bader

PRG Werbeagentur GmbH

XWORLD

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TEREX GMBH

Steigende Rohölpreise und absehbare Verknappung

der Ressourcen führen dazu, dass auf der Suche nach

Erdöl inzwischen auch Quellen ausgebeutet werden,

die früher nicht lukrativ genug waren. Ein Beispiel

sind die riesigen Ölsandfelder im kanadischen Fort

McMurray.

In der Provinz Alberta lagert etwa ein Drittel des

gesamten weltweit verfügbaren Ölsandes, der

im Tagebau von schweren Raupenbaggern abgebaut

wird. Hier betreibt Nordamerikas größter

Rohölproduzent Syncrude Canada Ltd. (SCL) drei

Tagebaubetriebe. Zum Abbau des Ölsands werden

dort gigantische RH 400 Mining-Bagger von Terex

O&K eingesetzt. Die Terex GmbH in Dortmund, eine

Nachfolgegesellschaft der im Jahr 1876 gegründeten

O&K AG, hat immer wieder Meilensteine in der

Entwicklung hydraulischer Bagger gesetzt und ist

auf die Förderung und den Transport in Tagebau-

Betrieben spezialisiert. In Fort McMurray arbeiten

sowohl Hydraulik-, Seil- als auch Schaufelradbag-

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Mining-Bagger – Giganten im Ölsand

„Werk im Werk“-Konzept bewährt sich

HYDRAULIKPRESSE

ger. Unter ihnen ist der RH 400 mit etwa 1.000 Tonnen

Betriebsgewicht der größte Hydraulikbagger

der Welt, dessen überwältigende Dimensionen in

XXL ausgelegt sind. Allein die Schaufel des Baggers

hat ein Fassungsvermögen von 45 Kubikmetern,

mit einem Arbeitsspiel werden etwa 100 Tonnen

Ölsand bewegt. Dazu sind enorme Kräfte nötig,

die der RH 400 aus einer Motorleistung von 4400

PS bezieht und aus einer Hydraulik, die mit einem

Betriebsdruck von bis zu 310 bar arbeitet. Gefördert

wird der Ölsand im Winter bei - 40 Grad Celsius,

wenn der Boden steinhart gefroren ist, aber auch im

Sommer bei + 40 Grad Celsius, wenn der Ölsand zu

einer zähen Masse wird. Der abgebaggerte Ölsand

wird dann auf gigantische Schwerlastkraftwagen

(SLKW) mit bis zu 360 Tonnen Nutzlast geladen,

die ihn weiter zur Verarbeitung transportieren, an

deren Ende das begehrte Rohöl verfügbar ist.

Vier Schaufeln des RH 400 füllen einen SLKW. Gesteuert

wird der Mining-Bagger sozusagen vom

dritten Stockwerk aus, denn in dieser Höhe befi ndet

sich das Führerhaus samt Steuerstand, eigener

Küche mit Mikrowelle und Aufenthaltsraum. Die

präzise Steuerung ist auf leichte Bedienbarkeit

ausgelegt, dennoch spielt das Können des Baggerführers

eine große Rolle. Erstaunlicherweise sind

auf diesem Arbeitsplatz immer häufi ger Frauen

anzutreff en, denn die Erfahrung hat gezeigt, dass

diese umsichtiger mit den Geräten umgehen.

Kurzfristig bestellt, schnell

geliefert

Ein neuer RH 400 von Terex O&K soll bereits im Januar

2008 seinen Dienst in einer der drei Ölsand-

Lagerstätten in Alberta aufnehmen. Die Zeitspanne

von der Bestellung des Mining-Baggers beim

deutschen Hersteller bis zur Inbetriebnahme ist

denkbar knapp. Der Bau solcher Arbeitsgiganten

muss heutzutage in Rekordzeit geschehen. Wenn

sich ein Förderunternehmen entschließt, ein neues

Ölfeld auszubeuten, kann nicht monatelang auf die

Lieferung des dafür notwendigen Gerätes gewartet

werden.

Für Terex O&K als Partner des Minenbetreibers stellen

sich hierbei hohe Anforderungen an die Lieferbereitschaft.

Montageabläufe dürfen sich keinesfalls

verzögern. Dementsprechend erwartet Terex

O&K auch besondere Leistungen der jeweiligen

Zulieferer, was natürlich auch auf die Hersteller der

hydraulischen Verbindungselemente zutriff t. Der

jetzt gefertigte Bagger basiert zwar auf Konstruktionen,

Zeichnungen und Stücklisten eines bestehenden

Modells, wurde aber von Terex O&K zuletzt

vor drei Jahren gebaut, denn Mining-Bagger dieser

Größe werden nicht am Band in Serie produziert.

Da die technische Entwicklung seither nicht stehen

geblieben ist, müssen technologische Änderungen

natürlich berücksichtigt werden und in den Bau

des Baggers mit einfl ießen. Das können neue Aggregate

mit geänderten Anschlüssen sein, aber

auch neue Verlegewege für Rohr- und Schlauchleitungen,

die sich anhand ausgewerteter Erfahrungen

des Betreibers innerhalb der vergangenen

Jahre ergeben haben. In solchen Fällen müssen

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Armaturen geändert werden, ebenso wie Nennweiten,

da werden Rohrsammler umkonstruiert und

ähnliches. Allein an Hydraulikschlauchleitungen

werden im RH 400 etwa 150 verschiedene Varianten

verbaut, mit Nennweiten von 4 bis 204. Neben

diversen Rohrleitungen werden im RH 400 Bagger

900 Meter Schlauchleitungen verlegt, in denen

mehr als 13.000 Liter Hydrauliköl im Einsatz sind.

Um Arbeitsgiganten wie den RH 400 also in Rekordzeit

zu bauen, sind schnelle Lösungen gefragt, was

aufgrund kurzfristiger Planung auch hohe Ansprüche

an die Flexibilität des Lieferanten für Hydraulikschlauchleitungen

stellt. Und der heißt seit kurzem

HANSA-FLEX.

Der Bremer Hydraulikdienstleister ist seit dem 1. Juli

2007 mit einer eigenen Vor-Ort-Produktion im Unternehmen

von Terex O&K vertreten. Mit dem dort

angesiedelten Werk im Werk sichert HANSA-FLEX

die nötige Flexibilität, um jederzeit kurzfristige Änderungen

an Bauteilen vornehmen zu können.

Neuorientierung erfordert

Wechsel

Die Zusammenarbeit zwischen Terex O&K und

HANSA-FLEX entstand, nachdem es bei Terex O&K

aufgrund deutlicher Produktionssteigerungen

und dadurch entstandener Lieferverzögerungen

verschiedener Lieferanten zu Störungen an den

Montageplätzen kam. Die Bereitstellungszeit für

Schlauchleitungen sollte von einer Woche auf einen

Tag reduziert werden, um den immer weiter

steigenden Kundenanforderungen gerecht zu

werden. Für kurzfristige Änderungen an Bauteilen

sowie immer kürzer werdende Lieferzeiten für Ersatzteile

reichte die bisherige Form der Belieferung

nicht mehr aus. Kurz entschlossen machten sich die

Terex-Ingenieure Andreas Bruns und Frank Gorczak

auf, um Lieferanten zu fi nden, die eine tagesgenaue

Lieferung garantieren können.

Die Suche führte Andreas Bruns zur HANSA-FLEX

Niederlassung Oldenburg, wo er sich intensiv für

die Fertigung von Hydraulikschlauchleitungen interessierte.

Im Gespräch erkannte Niederlassungs-

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leiter Jens Bruhn rasch, dass hier ein potenzieller

Kunde grundsätzliche Lösungen für seine Vorgaben

suchte. Kurzerhand informierte er Key Account

Manager Matthias Henke in der HANSA-FLEX Zentrale

über diesen Kontakt, der telefonierte direkt

mit Terex Lean Manager Andreas Bruns und im

Mai 2006 begann eine Periode des gegenseitigen

Kennenlernens. In den folgenden Wochen entwickelte

HANSA-FLEX gemeinsam mit Terex O&K ein

Konzept, dass 9.000 für die Hydraulikbagger benötigte

verschiedene Artikel in der verlangten Qualität

und absoluten Verfügbarkeit sichert. Darunter

Schlauchleitungen in verschiedenen Nennweiten

und mit vielfältigen Sonderarmaturen, Edelstahlrohre

für das Luftansaugsystem, Schlauchleitungen

für die Klimaanlage, Sonderstahlteile wie Pumpenfl

ansche und Rohrsammler mit ungewöhnlichen

Dimensionen und Geometrien, Verschraubungen

und Befestigungstechniken.

Ein überzeugendes Konzept

All das konnte HANSA-FLEX nicht nur liefern, sondern

demonstrierte die von Terex O&K gewünschte

Flexibilität und Dienstleistungsbereitschaft. Gemäß

der Philosophie der Kundennähe erklärte

HANSA-FLEX sich bereit, für die Zusammenarbeit

eine eigene Werkstatt – samt kompletter Fertigungslinie

für Schlauchleitungen aller Dimensionen

– zur kurzfristigen Fertigung von Schlauchleitungen

auf dem Betriebsgelände von Terex O&K in

Dortmund einzurichten, inklusive eines dazugehörigen,

9.000 Artikel umfassenden Lagers. Dieser

Lösungsansatz garantierte die geforderte Lieferzeit

von nur einem Tag. Für Terex O&K das entscheidende

Kriterium!

Mit diesem so genannten „Werk im Werk“ zeigt

HANSA-FLEX die Bereitschaft, sich vollständig mit

den Produktionsabläufen beim Kunden zu verzahnen;

dazu gehört natürlich auch die Dienstleistungsbereitschaft

im Zwei-Schicht-System sowie

die unmittelbare Hilfestellung bei der Montage:

HANSA-FLEX Mitarbeiter ermitteln vor Ort die Abmaße

der Schlauchleitungen, bestimmen den

Drehwinkel der Armaturen und fertigen die Teile in

TEREX GMBH

kürzester Zeit an. Und zwar verbindlich: ist die Lieferung

innerhalb von drei Stunden zugesagt, so ist

diese auch nach drei Stunden verfügbar! Nachdem

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TEREX GMBH

diese grundsätzliche Bereitschaft zur Zusammenarbeit

geklärt war, ging alles ganz schnell.

Starklar in Bestzeit

Ralf Vogeler, technischer Experte der HANSA-FLEX

Zentrale, übernahm die verantwortungsvolle Aufgabe,

alle Terex Spezifi kationen mit dem

HANSA-FLEX Lieferprogramm abzugleichen und für

technisch einwandfreie Lösungen zu sorgen. Dazu

waren alle vorhandenen Konstruktionszeichnungen

zu analysieren und Stücklisten auszuwerten, denn

bei Terex O&K durfte kein Aufwand für Neuzulassungen

von Bauteilen entstehen, damit der Start

der Zusammenarbeit störungsfrei vonstatten gehen

konnte. Das Ergebnis war beeindruckend und Einkäufer

Frank Gorczak konnte sich anhand der Ausarbeitungen

überzeugen, dass HANSA-FLEX als

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HYDRAULIKPRESSE

Lieferant alle Erwartungen erfüllt. „Wir haben uns

für den Lieferanten entschieden, der uns mit seiner

Dienstleistungsbereitschaft, Produktqualität und

Materialverfügbarkeit die bestmögliche Versorgungssicherheit

bietet.“ Aber nicht nur die reibungslosen

Prozessabläufe, sondern auch die zertifi

zierte Qualität, die in den Zertifi katen EN DIN ISO

9001 und des Germanischen Lloyd zum Ausdruck

kommen, sprechen für HANSA-FLEX.

Damit alles in kürzester Zeit für den Betriebsstart

vorbereitet werden konnte, übernahm der Vertrieb

in Bremen die Koordination und setzte Matthias

Henke als Projektleiter ein. Auf Grundlage des im

Dezember 2006 geschlossenen Vertrags eröff neten

im Juli 2007 Thomas Armerding, Geschäftsführer

der HANSA-FLEX Hydraulik GmbH, und Dr. Heribert

Bussmann, Geschäftsführer der Terex GmbH, die

neue HANSA-FLEX Niederlassung auf dem Terex

O&K -Betriebsgelände.

Untermieter in Rotweiß

Seitdem überzeugt das „Werk im Werk“-Konzept.

Die sieben im Werk tätigen HANSA-FLEX Mitarbeiter

arbeiten in einer 1.300 Quadratmeter großen

Halle in unmittelbarer Nähe der Montageplätze.

In Zusammenarbeit mit den Monteuren von ThyssenKrupp

Industrieservice (TKIN) wurde die Halle

speziell für die Erfordernisse der HANSA-FLEX

Produktionsabläufe hergerichtet, die Maschinen

montiert, elektrische Anlagen installiert und natürlich

alles entsprechend der HANSA-FLEX Corporate

Identity lackiert. Die Anordnung der Maschinen

und Lagerfl ächen hatte Key Account Manager

Ralph Rehberger geplant, der zukünftig auch weitere

Aufgaben wie das Cost-Reduction-Projekt in

der Zusammenarbeit mit Terex O&K übernehmen

wird. Das Projekt ist Vertragsteil mit Terex O&K

und soll innerhalb von 30 Monaten die Beschaffungskosten

für den Bagger-Hersteller senken.

Unter anderem durch Vorschläge zur Optimierung

der Leitungstechnik, indem zum Beispiel

Verlegungswege verbessert, Verschraubungen

und Montageaufwand durch neue Lösungen reduziert

sowie Stücklisten verbessert werden. Die

von HANSA-FLEX entwickelten Vorschläge kann

der Kunde nach Bedarf umsetzen. Die Vorteile einer

Werkstatt direkt beim Kunden liegen auf der

Hand und haben sich schon nach wenigen Wochen

bemerkbar gemacht. HANSA-FLEX liefert just-intime,

was für Terex von entscheidender Bedeutung

für die Einhaltung der Montagezeiten ist. Außerdem

gibt der enge Kontakt auf dem Betriebsgelände

Spielraum für eine intensive Kooperation.

Als sich aus baulichen Gründen am weltgrößten

Hydraulikbagger die Längenabmessungen und Verdrehwinkel

der Armaturen für die Saugleitungen

änderten, konnte dafür schnell eine Lösung gefunden

werden. Die vom Produktionsleiter Marius

Vennemann und seinem Stellvertreter Jörg Schulmeistrat

geführten Mitarbeiter nahmen am Bagger

die exakten Maße und schon kurze Zeit später lagen

die passenden Verbindungselemente einbaufertig

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vor und können passgenau eingesetzt werden.

Denn bei Schlauchleitungen mit der Nennweite

204 gibt es beim Einbau kaum Spielraum, um Geometriefehler

zu korrigieren.

Vom Lager direkt in den Ölsand

Auch die Lagerhaltung liegt in der Regie des Bremer

Hydraulikspezialisten, so dass Terex O&K sein eigenes

Lager mit Hydraulikverbindungselementen auf

Null herunterfahren und dadurch Kosten senken

kann. Die benötigten Bauteile werden dann von

HANSA-FLEX in Trollies angeordnet und griff bereit

für die Monteure arbeitsplatzbezogen bereit

gestellt. Dabei werden natürlich auch die Hochdruckschlauchleitungen

von HDS in die Lieferungen

integriert.

Die enge Zusammenarbeit zwischen HANSA-FLEX

und Terex O&K zeigt sich allmorgendlich, wenn im

Terex O&K Werk ein Meeting zur Arbeitsplanung

stattfi ndet, bei dem Verantwortliche aus Arbeitsvorbereitung,

Beschaff ung, Konstruktion und Qualitätssicherung

zusammenkommen, um den Ar-

AUSGABE DEZEMBER 2007

beitsstand an den Montageplätzen einzuschätzen

und Maßnahmen für den schnellen Fortgang der

Arbeiten festzulegen. Die Kollegen von HANSA-FLEX

sind dabei und können somit ohne Zeitverlust schnell

auf jede Anforderung von Terex O&K eingehen. Als

weiterer Optimierungsprozess wird im Jahr 2008

auf ein elektronisches Bestellsystem umgestellt.

Das papierlose Bestellsystem beschleunigt den

Bestellvorgang, weil manuelle Systemeingaben

entfallen und etwaige Fehllieferungen auf Grund

von Übertragungsfehlern oder Missverständnis-

TEREX GMBH

sen ausgeschlossen sind. Natürlich unterstützt

HANSA-FLEX mit dem Werk im Werk auch die

Terex-Serviceabteilung, die weltweit im Einsatz

befi ndliche Mining-Bagger von Dortmund aus mit

den benö-tigten Ersatzteilen versorgt. Mining-

Bagger sind das Herzstück in der Logistikkette

des Ölsandabbaus und müssen daher möglichst

ohne Unterbrechung ihre Arbeit verrichten. Terex

O&K kann nun, gestützt auf das leistungsfähige

HANSA-FLEX Lager in Dortmund, schnelle Hilfe

bieten.

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IM GESPRÄCH MIT

Mehr als 20 Jahre bei HANSA-FLEX, zunächst in der

Werkstatt, als Außendienstler, dann Niederlassungsleiter.

Seit vier Jahren als Regionalleiter für die Niederlassungen

Boff zen/Höxter, Korbach, Paderborn,

Blomberg, Warburg und Lemgo zuständig. Diethelm

Kappe vereint in seiner Person Theorie und Praxis zu

kundengerechten Lösungen.

Im Jahr 1986 wurde Diethelm Kappe in Boff zen

von Peter Weidtkamp sr. eingestellt und in die Welt

der Hydraulik eingeführt. Dynamisches Wachstum

10

Im Gespräch: Diethelm Kappe

„Ohne Schulung geht es nicht“

HYDRAULIKPRESSE

von HANSA-FLEX führte 1987 zur Gründung der

Niederlassung Paderborn, wo Diethelm Kappe

Aufgaben als Werkstattmitarbeiter übernahm.

Niederlassungsleiter Hans Lohmann erkannte rasch

Kappes Fähigkeiten als Außendienstmitarbeiter

und förderte sie. 1999 „beerbte“ er seinen Förderer

als Niederlassungsleiter in Paderborn. Im Jahr

2003 gehörte er zu den ersten Regionalleitern und

ist seit 2002 auch für interne Audits in den Niederlassungen

der Gruppe zuständig. Mit HYDRAULIK-

PRESSE sprach er über seinen Weg und die Zukunft

von Spezialisten:

Sie geprägt?

: Hat die Arbeit in Boff zen

Diethelm Kappe: Ja, da habe ich Peter Weidtkamp

sr. viel zu verdanken. Sein Anspruch, das

Unternehmen wie einen Familienbetrieb zu führen,

hat mir sehr imponiert. Sein gezieltes Fordern und

Fördern hat uns alle motiviert und die Gruppe Boff -

zen wachsen lassen. Seitdem weiß ich, wie wichtig

engagierte Mitarbeiter sind. Inzwischen hat Peter

Weidtkamp jr. als Gesellschafter die Gruppe Boff zen

übernommen, mit dem ich sehr partnerschaftlich

zusammenarbeite; was auch für seine Schwester

Sabine Weidtkamp zutriff t.

: Mit Peter Weidtkamp jr.

verbindet Sie gemeinsame Arbeit.

Diethelm Kappe: Sie sprechen von meiner Zeit

in Niederaula. Nach intensiver Einarbeitung habe

ich damals gemeinsam mit Peter Weidtkamp jr.

die Tunnelbaustellen rund um die ICE-Trasse mit

einer mobilen Werkstatt betreut. Wir waren mit

gut sortiertem Lagerbestand immer in der Nähe,

um schnell Ersatzschlauchleitungen zu liefern.

Schnelle Verfügbarkeit und Dienstleistungsbereitschaft

von HANSA-FLEX haben überzeugt.

Wir haben praktisch Pionierarbeit geleistet,

die später in die Konzeption des HANSA-FLEX

Servicemobils eingefl ossen ist. Heute gibt es

mit FLEXXPRESS ein mobiles Angebot, dass

den Kunden schnelle Unterstützung sichert.

: Sie sind dann bald in den

Außendienst gegangen?

Diethelm Kappe: Hans Lohmann erkannte damals

in Paderborn, dass ich nicht nur ein gutes

technisches Verständnis besitze und mich in eine

Materie hineinversetzen kann, sondern auch, dass

ich die Kunden verstehe und ihre Sprache spreche.

Ich habe Spaß an der Außendiensttätigkeit, nicht

zuletzt deshalb, weil ich durch „alte Hasen“ wie

Horst Klaholz, Werner Rode und Jürgen Marx geschult

wurde. Ihre Erfahrungen und Tipps waren

mir oftmals sehr hilfreich.

: Welchen Stellenwert

messen Sie Schulungen bei?

Diethelm Kappe: Ohne Schulung geht es nicht,

auch ich bin damals zielgerichtet gefördert worden.

Heute gibt es ja ganz andere Möglichkeiten der

Schulung in der HANSA-FLEX Gruppe. Zum Beispiel

Lehrgänge im Schulungszentrum, in den Niederlassungen,

Produkteinweisungen durch Lieferanten.

Ich lege viel Wert darauf, dass alle Mitarbeiter in

meiner Region planmäßig geschult werden, denn

das kontinuierliche Wachstum der HANSA-FLEX

Betriebe verlangt gezielte Nachwuchsarbeit auf

allen Ebenen. Zukunft kann man aktiv nur mit

qualifi ziertem Personal gestalten. Wir haben in der

Region vier Azubis als Groß- und Außenhandelskaufl

eute und Lagerlogistiker.

Die werden voll in die Abläufe der Betriebe eingebaut,

lernen selbstständiges Handeln und verinnerlichen

die kundenorientierte Dienstleistungsbereitschaft

von Grund auf. Eine tolle Sache ist die Initiative von

HANSA-FLEX, zu einer Fachkraft Hydraulik auszubilden

– sogar mit Zertifi kat. Unser Paderborner

Werkstattleiter Hans-Josef Denzer wird im Sommer

2008 in Dresden diese Ausbildung absolvieren. So

kann jeder Mitarbeiter an seinem berufl ichen Weg

neue Aufgaben übernehmen, auch im Ausland.

Spezialisten?

: Braucht HANSA-FLEX

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Diethelm Kappe: Das Thema spielt auch im Rahmen

der Regionalleitertreff en eine große Rolle.

Mit der Weiterentwicklung des Systemanbieterkonzepts

werden Spezialisten gesucht. Schließlich

wollen wir das dynamische Wachstum auch

personell absichern. Die Mitarbeiter der ersten

Stunde werden langsam ausscheiden und müssen

durch kompetente Nachfolger ersetzt werden.

: Wohin führt die Entwicklung

der Gruppe zukünftig?

Diethelm Kappe: Ich selbst habe den Wandel

vom Lieferanten für Ersatzschlauchleitungen hin

zum Systemanbieter Hydraulik erlebt. Mit diesem

Konzept sind neue Möglichkeiten am Markt erwachsen,

das zeigt sich auch beim Umsatzwachstum.

Die Kunden schätzen unsere Dienstleistungsbereitschaft,

das wollen wir weiter optimieren.

AUSGABE DEZEMBER 2007

Es geht darum, neue Märkte zu öff nen und gezielt

die Möglichkeiten zu nutzen, um den vorhandenen

Kundenstamm zuverlässig zu unterstützen. Indem

wir es für sie leichter machen, eben alles aus einer

Hand bieten. Das müssen wir aktiv kommunizieren,

zum Beispiel die Planung und Fertigung von Aggregaten

oder kompletter hydraulischer Anlagen

bis hin zur Montage und Inbetriebnahme in den

Betrieben der Kunden.

Ich bemerke auch bei den Mitarbeitern einen Wandel.

Waren sie früher zufrieden, wenn der Kunde

sein Ersatzteil hatte, so treten sie heute gezielt an

die Kunden heran, um sie auf die Service- oder

Montageleistungen bis hin zur Komponentenlieferung

aufmerksam zu machen. Sie treten

selbstsicher auf, weil sie geschult werden und so

dem Kunden auch kompetent beraten können.

IM GESPRÄCH MIT

: Gibt es Beispiele dafür

Beispiele in Ihrer Gruppe?

Diethelm Kappe: Das Angebot, in Boff zen Zylinderreparaturen

auszuführen, ist schnelle, umgehende

Hilfe für Kunden. Handelt es sich um kleine Reparaturen,

wie das Auswechseln von Dichtungen, können

diese in Boff zen durch Andreas Meyer oder Ansgar

Block ausgeführt werden. Aufwändigere Arbeiten

führen wir in Kooperation mit den Spezialisten der

HANSA-FLEX Zylinderreparatur in Königshofen

durch.

eingebunden?

: Inwieweit ist X-CODE

Diethelm Kappe: Zahlreiche Kunden nutzen

begeistert dieses Servicemodul. Zum Beispiel der

Automobillogistiker E.H. Harms in Paderborn. Früher

kam ein Monteur von Harms morgens mit einer

großen Kiste alter Schlauchleitungen in die Niederlassung,

um diese ersetzen zu lassen. Heute kommt

morgens ein Fax mit den X-CODE Nummern. Die

Ersatzschlauchleitungen werden sofort und fehlerfrei

angefertigt, und liegen mittags zum Abholen

bereit.

Oder das Beispiel Benteler Automotive und Benteler

Stahlrohr. Dort wurden Schlauchleitungen an

den Produktionsmaschinen mit X-CODE nachcodiert.

Im Reparaturfall werden so die Stillstandszeiten

der Maschinen auf ein absolutes Minimum

reduziert. Und wir liefern die Ersatzteile sogar mit

unserem Servicefahrzeug ohne Zeitverlust zum

Kunden. Konkreter Nutzen für die Kunden, damit

hat HANSA-FLEX Erfolg.

HYDRAULIKPRESSE 11

HP_2007_12.indd 11 21.11.2007 9:33:39 Uhr


FORMSCHLÄUCHE

Wenn es eng wird beim Maschinenbau, greifen

Hersteller ab sofort auf HANSA-FLEX Formschläuche

zurück. Mit dieser neuen Produktrange komplettiert

HANSA-FLEX sein umfassendes Angebot: Der

Systempartner in der Fluidtechnik bietet jetzt Formschläuche,

die sich in allen Formen, Geometrien und

Durchmessern herstellen lassen und das bewährte

Angebot für die Fluidtechnik optimal ergänzen.

Jeder Autobesitzer kennt sie, denn Formschläuche

werden zum Beispiel an Übergängen von Kühlern

zu Motoren eingesetzt. Doch das ist nur einer von

vielen Anwendungsbereichen. Das Einsatzfeld von

Formschläuchen beginnt überall dort, wo Rohrleitungen

an ihre natürlichen Grenzen stoßen. Dies ist

vor allem bei engen und komplizierten Einbauverhältnissen

der Fall, die Biegeradien nötig machen,

bei denen Rohrleitungen einfach nicht mehr realisiert

werden können.

12

Alles aus einer Hand:

Jetzt auch Formschläuche lieferbar

HYDRAULIKPRESSE

Generell gilt, dass Formschläuche als Verbindungselement

zwischen zwei Bauteilen genutzt werden.

Also beispielsweise vom Filter ans Getriebe

oder vom Lenkgetriebe zum Ölkühler, und zwar

vor allem dann, wenn die Einbauverhältnisse Biegeradien

notwendig machen, die sich nur durch

Formschläuche erreichen lassen. Denn derartige

Schläuche können in allen Formen, Geometrien und

Durchmessern hergestellt werden und sind unter

engsten Bedingungen einsetzbar. So können selbst

bei schwierigen und engen Einbausituationen noch

technisch einwandfreie Leitungen verlegt werden,

die letztlich wesentlich zur Verschleißfestigkeit von

Systemen beitragen.

Gleichzeitig gleicht ein Formschlauch Toleranzen

besser aus und wirkt als Schwingungsdämpfer entkoppelnd.

Er nimmt Vibrationen – zum Beispiel des

Motors – auf und beugt dadurch auch Vibrationsleckagen

oder gar -brüchen zuverlässig vor.

Deshalb werden solche Schläuche zum Beispiel

auch bei schweren Mining-Baggern für den Tagebau

montiert. Die starken Motoren dieser

gewaltigen Fahrzeuge, die ohne Pause an 365

Tagen im Jahr im Einsatz sind, machen den Einbau

von Formschläuchen absolut notwendig, da

diese Vibrationen und Schwingungen absorbieren.

HANSA-FLEX fertigt die maßgenauen Schläuche

exakt nach den Vorgaben des Herstellers an. Dafür

ist Ralph Rehberger verantwortlich, der bei

HANSA-FLEX als Spezialist für den gesamten Bereich

Formschläuche zuständig ist.

Individuell geformt

Formschläuche können als individuelle Lösung exakt

nach den jeweils spezifi schen Anforderungen

des Kunden zugeschnitten werden. Was insbesondere

bei Neukonstruktionen von Vorteil ist, wo meist

individuelle Lösungen notwendig sind. Dafür bietet

HANSA-FLEX seinen Kunden den entsprechenden

Full-Service an. Von der Entwicklung der Formschläuche

bis zur Bemusterung und Überführung

in die Serienfertigung. Gibt der Kunde die dafür be-

AUSGABE DEZEMBER 2007

HP_2007_12.indd 12 21.11.2007 9:33:39 Uhr


nötigten Raumkoordinaten nicht vor, so übernimmt

HANSA-FLEX auch die messtechnische Ermittlung

der XYZ-Daten. Zur Herstellung des Schlauches

wird dann ein Formwerkzeug benötigt. Anhand

der vorgegebenen bzw. ermittelten Daten stellt

HANSA-FLEX zunächst einen so genannter Formdorn

aus Stahl oder Edelstahl her, dessen Geometrie die

später zu erhaltene Schlauch-Geometrie abbildet.

Durch einvulkanisierte Metallteile oder anvulkanisierte

Komponenten aus Gummi können die vielfältigsten

Gestaltungs- und Befestigungsmöglichkeiten

umgesetzt werden – ein weiterer Vorteil der

Formschläuche. Da die Formschläuche in engen Einbauverhältnissen

besonders hohen Vibrations- und

Biegebelastungen ausgesetzt sind, ist eine beständige

Qualität entscheidend für eine hohe Lebensdauer.

Daher werden HANSA-FLEX Formschläuche

zum Beispiel aus dem Material EPDM hergestellt.

Dieser Ethylen-Propylen-Kautschuk ist beständig

gegen wässrige Medien und wird deshalb

auch häufi g im Kühlwasserbereich eingesetzt.

Das vielseitige Material zeichnet sich außerdem

durch eine hohe Alterungs-, Witterungs- und

Ozonbeständigkeit aus und kann in Temperaturbereichen

von -50 bis +150 Grad Celsius verwendet

werden.

Grundausstattung schon auf

Lager

Neben den ab Lager verfügbaren Formschläuchen

aus EPDM-Material stellt HANSA-FLEX Formschläuche

je nach Anforderung auch noch aus Acryl-Butadien-Kautschuk

(NBR), aus NBR/PVC-Verschnitt

her, die sich durch Öl- bzw. Ölspurenbeständigkeit

auszeichnen und besonders robust, alterungsfest

und fl exibel sind. Über eine gute Chemikalien-,

Alters- und Ozonbeständigkeit verfügt

Chlor-Butadien Kautschuk

(CR), wogegen Acrylester-

Kautschuk (AEM) mit einer

guten Beständigkeit gegen

Mineralöle, Wasser und

Kühlfl üssigkeiten punktet.

AUSGABE DEZEMBER 2007

Epichlorhydrin-Kautschuk (ECO) muss für Formschläuche

eingesetzt werden, die bei Temperaturen

von über 160 Grad Celsius und gleichzeitiger Einwirkung

von Kraftstoff en eingebaut werden. Um

fl üssige Medien mit hoher Materialtemperatur oder

bei hohen Umgebungstemperaturen zu fördern,

sind Formschläuche aus Silikon nötig. Als fl exibles

formbeständiges Material halten sie dauerhaft

Temperaturen bis 180 Grad Celsius stand, kurzzeitig

sogar bis 250 Grad Celsius.

Mit der breiten Palette von Formschläuchen kann

HANSA-FLEX seinen Kunden jetzt alles aus einer

Hand bieten. Im Lager in der HANSA-FLEX Niederlassung

Walldorf liegt eine Grundausstattung

mit Formschläuchen aller Art für Standardanwendungen

wie dem Kühlwasserbereich bereit, die

sofort geliefert werden können. Angefangen bei

einem Innendurchmesser von 20 Millimeter bis

zu 78 Millimeter. Ab Lager sind die robusten und

langlebigen Formschläuche über alle HANSA-FLEX

Niederlassungen verfügbar.

FORMSCHLÄUCHE

HYDRAULIKPRESSE 13

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NIEDERLASSUNGEN

HANSA-FLEX Tschechien wurde im Jahr 1995 in Prag

mit einer Niederlassung in der Industriezone der

Prazská strojírna A.G. gegründet, die zunächst den

Hydraulikservice für die ganze mittelböhmische Region

sicherstellte.

Schnell konnten die Kunden mit der gelieferten

Qualität, den umfangreichen Lagervorräten und

dem 24-Stunden-Service überzeugt werden. Zahlreiche

Verkehrs- und Bauunternehmen zählten

dort bald zu den Kunden, die am Bau der neuen

Verkehrstrassen und der neuen Linien der Prager

U-Bahn beteiligt waren. Bereits 1999 öff nete in

Prag eine zweite Niederlassung mit vier Mitarbeitern,

von der aus heute alle Niederlassungen in der

Tschechischen Republik gesteuert werden. Geleitet

wird sie von Rudolf Melc.

Seit 2002 gehören zur tschechischen Gruppe

HANSA FLEX auch die Niederlassungen in Ústí nad

Labem und Liberec. Die Niederlassung in Liberec,

14

HANSA-FLEX Tschechien

Entwicklung im Zeitraff er

HYDRAULIKPRESSE

die von Pavel Kovarík geleitet wird, hat ihren Sitz im

Geburtshaus des bekannten Automobilkonstrukteurs

Porsche. Gemeinsam mit der von Rudolf Reichelt

geleiteten Niederlassung in Ústí nad Labem

stellt sie den Service in Nordböhmen sicher. Die

Niederlassung von Ústí war auch am Tunnelbau des

Autobahnnetzes zwischen Prag und Dresden beteiligt.

In der traditionell sehr starken Industrieregion

Brünn liegt seit 2003 eine der erfolgreichsten Niederlassung

Tschechiens, wo sich Marian Bednarík

mit zwei weiteren Mitarbeitern dem Handel mit

Hydraulikkomponenten widmet und für einen

bedeutenden europaweit liefernden Exporteur für

Bohrinseln als Erstausrüster tätig ist.

In der stark vom Maschinenbau geprägten Region

Pilsen leitet Michal Urban eine im Jahr 2004

gegründete Niederlassung. Neben dem hydraulischen

Service unterstützt sie das weltweit tätige

Unternehmen Ingersoll-Rand bei der Kompressor-

Produktion in der Erstausrüstung. Mit Hilfe der

Zentrale in Bremen, namentlich von Karl-Heinz

Loose, konnte Pilsen die Lieferung von Biegerohren

übernehmen, deren Produktion von HANSA-FLEX

Weixdorf sichergestellt wird. Im Jahr 2005 kam die

Niederlassung in Pardubice hinzu, die von Miroslav

Vencl geleitet wird. In der Region ist die chemische

Produktion stark. Bekanntestes Produkt ist Semtex,

ein Plastiksprengstoff für kommerzielle Sprengungen.

Außer den Kunden aus der chemischen

Industrie gehören Landwirtschaftsfi rmen und die

am Aufbau des Eisenbahnkorridors

Prag-Ostrava beteiteiligtenBauunter- nehmen zu den

Kunden der Niederlassung.Chodov

bei Karlsbad

sah im Jahr 2006

die nächste

Niederlassungsgründung.

Hier

steht Niederlassungsleiter

Zdenek Kozel vor

der großen Aufga- a-

be, insbesondere jene Kunden zu gewinnen, die die

Förderung im Kohlenbecken von Nordböhmen und

Most sicherstellen.

Sehr dynamisch hat sich die Region von Ostrava,

ein ehemaliges Stahlzentrum der Tschechischen

Republik, entwickelt. Dort wächst die Nachfrage

nach hydraulischen Dienstleistungen, weshalb im

Jahr 2007 eine weitere HANSA-FLEX Niederlassung

unter Führung von Jirí Stanovsky dort angesiedelt

wurde.

Ebenfalls noch in diesem Jahr folgte die zehnte

Niederlassung im Industriegebiet von Zlín, wo

die Maschinenbauproduktion zur Zeit neu belebt

wird. Geleitet wird die Jubiläumsniederlassung

von Martin Panácek. Das enge Niederlassungsnetz

in Tschechien unter Leitung von Jaroslav Kratochvil

steht, nun geht es zukünftig darum, die Qualität

der Dienstleistungen weiter zu steigern und das

Serviceangebot durch zusätzliche, von den Kunden

geforderte Dienstleistungen zu erweitern.

So soll das in Prag stationierte FLEXXPRESS Fahrzeug

durch weitere Fahrzeuge in den Regionen

ergänzt werden. Neue Dienstleistungen wie

X-CODE, ISSO-Norm und natürlich die ständigen

Sortimentserweiterungen kommuniziert

HANSA-FLEX Tschechien auf Messen, durch Fachzeitschriften

und natürlich die HYDRAULIKPRESSE.

AUSGABE DEZEMBER 2007

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Ab 2008 ist für die Mitarbeiter der HANSA-FLEX

Niederlassung Nordhausen die Nacht um 4 Uhr

morgens zu Ende. Mit Einführung des Zwei-Schichtsystems

heißt es dann früh aufstehen. Anders sind

die Anforderungen der Kunden nicht mehr zu bewältigen.

Der Umbruch einer ganzen Region am Südrand

des Harzes im Norden Thüringens wird spürbar.

Niederlassungsleiter Bernd Bady und seine vier

Mitarbeiter, die in Kürze um zwei weitere Kollegen

ergänzt werden, betreuen von Nordhausen

aus nicht nur über 1.000 Kunden im Agrarbereich

und in großen und kleinen Industriebetrieben der

Region, sondern sind auch als Erstausrüster überregional

bekannter Hersteller tätig. Einer davon

ist die Schachtbau Nordhausen GmbH, ein Spezialunternehmen

mit mehr als 100-jähriger Tradition

in Techniken des Berg- und Untertagebaus

sowie der Anwendung moderner Bauverfahren,

das sich heute neben dem Untertagebau auch

mit Brücken- und Ingenieurbau beschäftigt und

im Bereich der Umwelttechnik engagiert ist. Thüringen

ist seit Jahrhunderten bekannt für den in

der Region stattfi ndenden Kalisalz-Abbau in Tiefen

zwischen 600 und 1000 Meter. Zwar wurden

in den vergangenen Jahren viele Kalibergwerke

AUSGABE DEZEMBER 2007

NIEDERLASSUNGEN

HANSA-FLEX Niederlassung Nordhausen

Eine Region im Umbruch

zurückgebaut und stillgelegt, doch soll ab dem

Jahr 2009 nun erstmals wieder – nicht zuletzt

durch steigende Salzpreise verursacht – Kalisalz

gefördert werden. Und zwar in einer Lagerstätte

mit mindestens 200 Millionen Tonnen Kalisalz.

Dadurch werden auf HANSA-FLEX Nordhausen

zusätzliche Aufgaben zukommen. Für die Schachtbau

GmbH ist die Niederlassung als Erstausrüster

in den Geschäftsbereichen Unter- und Oberwagen

für Baustellen- und Grubenfahrzeuge, Mäkler und

Aufbauten auf MAN-Bohrtechnik aktiv.

Auch die Maximator GmbH, Systemlieferant für

Hochdruck- und Prüftechnik, Hydraulik und Pneumatik

setzt auf die Unterstützung aus Nordhausen.

Als Erstausrüster sorgt HANSA-FLEX unter

der Verantwortung von Außendienstmitarbeiter

Volker Weickert dafür, dass Prüfstände für den

Hochdruckbereich, mit denen Druck- und Berst-,

Dichtheits- und Innendruckprüfungen durchgeführt

werden können, die passenden hydraulischen

Komponenten erhalten. Solche Prüfstände werden

in Laboren oder Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen

oder bei der Qualitäts- und Wareneingangskontrolle

eingesetzt. Aktuell betreut

die HANSA-FLEX Niederlassung Nordhausen mit

einem Werkstattcontainer die Tunnelbaustelle

Höllbergtunnel Bernterode an der B 80 / A 38.

Der dort tätige Kunde setzt bereits seit Jahren auf

Baustellen in anderen Regionen Deutschlands auf

die Unterstützung und das enge Servicenetz von

HANSA-FLEX und hat dabei gute Erfahrungen gemacht.

Deshalb war es selbstverständlich, dass auch an

der Tunnelbaustelle in Thüringen die nächstgelegene

Niederlassung in Nordhausen den Einsatz

und die Betreuung des Werkstattcontainers übernimmt.

Betriebsleiter Bernd Bady und Volker Weickert

sind dafür verantwortlich, dass dieser, mit

der Tunnelbaustelle wandernde Container jeder

Zeit ausreichend mit den auf der Baustelle benötigten

Hydraulikersatzteilen bestückt ist.

Die Kundenstruktur der Niederlassung Nordhausen

bringt es mit sich, dass immer wieder Leistungen

der HANSA-FLEX Spezialbetriebe benötigt werden.

Spezielle Hydraulikkomponenten ebenso wie

Sonderrohre und -armaturen. Auch wenn es um

Dichtungstechnik oder um Aggregate- und Anlagenbau

geht, greifen die Kollegen aus Nordhausen

gern und häufi g auf die Dienste und das gesamte

Spektrum der zahlreichen HANSA-FLEX Spezialbetriebe

zurück. Wie zum Beispiel bei der Anfertigung

von Hydraulikaggregaten, die Schachtbau Nordhausen

für den Off shore-Bereich benötigt.

HYDRAULIKPRESSE 15

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MAGAZINER

Die Logistikbranche boomt, die Globalisierung führt

zu einem Güterumschlag, der nicht nur stetig wächst

sondern zunehmend schneller abgewickelt werden

muss. Der weltweite Handel wächst, wovon im Wesentlichen

die Lagerwirtschaft profi tiert. Dort erfordert

die Beschleunigung der Abläufe ausgeklügelte

Lagersysteme, die beim Zusammenspiel Regal und

Stapler reibungslos ineinandergreifen müssen.

16

Mit Magaziner ganz nach oben

Stapler passen sich an

HYDRAULIKPRESSE

Das gilt vor allem für modernste Hochregallager

mit Kommissioniermöglichkeiten, in denen

spezielle Stapler eingesetzt werden. Auf die

Entwicklung, Konstruktion und Produktion von

Kombi-Schmalgangstaplern hat sich die im Jahr

1975 gegründete Magaziner GmbH als inhabergeführtes

Familienunternehmen spezialisiert. Die

Flurförderfahrzeuge – so die offi zielle Bezeichnung

– fertigte Magaziner ursprünglich für die

Marken Lansing und Linde; sehr stabile und zuverlässige

Stapler mit fl exibler Schmalgangtechnik.

Diese Spezialfl urförderfahrzeuge zeichnen sich

insbesondere dadurch aus, dass sie individuell

produziert werden. „So können wir die Geräte

ganz gezielt auf die Besonderheiten der Kundenlager

abstimmen“, gerät Magaziner Vertriebsleiter

Hans-Jürgen Ebsen geradezu ins Schwärmen.

Denn während der Wettbewerb häufi g nur Produktvarianten

in vier Baugrößen anbietet, liefert

Magaziner Baubreiten von 1.000 bis 2.600 Millimeter,

also sowohl besonders schmale als auch

breite Fahrzeuge, die zudem mit 2.850 Millimeter

Länge noch sehr kurz und wendig sein können.

Im Rahmen dieser Baugröße können die Förderfahrzeuge

bei der Konstruktion in Zentimeterschritten

genau auf den späteren Einsatzbereich

angepasst werden – so dass sie in Schmalganglagern

ebenso arbeiten können wie in Hallen mit

großen Wegbreiten für sperrige Produkte. Diese

Anpassungsfähigkeit der Stapler ist für Betreiber

von Lagerbetrieben im Dienstleistungsbereich von

Vorteil, um optimale Laufruhe beim Fahren, aber

auch ergonomische Auslegung für Kommissionierarbeiten

zu ermöglichen.

Ideale Kombination

Diese variable Anpassungsfähigkeit ist für Kunden

ein überzeugender Grund, diese Geräte einzusetzen.

Erst kürzlich erhielt Magaziner einen bedeutenden

Auftrag eines Automobilherstellers, der 70

Stapler für seine Logistik orderte. Nachgefragt wurden

Schmalgang-Kombigeräte, denn der Hersteller

hatte bereits Kommissioniergeräte im Einsatz, die

mit einem Fahrer besetzt waren, der mit der Palette

hoch zum Lagerplatz fährt und dort die Ware

entsprechend per Hand ein- oder auslagern kann.

Diese Arbeitsweise bedeutet nicht nur ergonomische

Vorteile für den Mitarbeiter, sondern auch

eine eff ektivere Ausnutzung der Platzverhältnisse

im Hochregal, da der Mitarbeiter die Paletten exakt

positionieren kann. Wo sonst oftmals nur drei

AUSGABE DEZEMBER 2007

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Paletten Platz fanden, weil die Sicht vom Boden

ab sechs Meter Höhe unpräzise wird, kann der mit

dem Stapler hochfahrende Mitarbeiter vier Paletten

abstellen, die Kapazitäten werden also besser

genutzt. Außerdem ist es einfacher, den Paletten

einzelne Teile zu entnehmen, was Kommissionierungsarbeiten

zusätzlich erleichtert.

Schon lange gab es die Schmalgangtechnologie

mit so genannten „Man Down Staplern“ – dabei

bleibt der Stapler-Bediener am Boden. Bereits 1973

verschmolz Magaziner als einer der ersten Hersteller

überhaupt nach gemeinsamen Gesprächen und

Planungen mit dem Kunden beide Systeme inklusive

ihrer jeweiligen Vorteile. Gerade im Bereich

Automobilbau muss der Teiletransport natürlich

reibungslos funktionieren, sowohl was komplette

Paletten als auch einzelne Bauteile angeht. Serienmäßig

sind die Kombigeräte mit einer geräumigen

und komfortablen Kabine ausgerüstet werden, die

dank schmaler Brüstung das Kommissionieren erleichtert.

Mit 250 pro Jahr verkauften Schmalganggeräten

hat Magaziner in diesem Sektor einen Marktanteil

von 25 Prozent und gehört mittlerweile zu den

wichtigsten Hersteller solch spezieller Fahrzeuge.

Als einziger Hersteller baut Magaziner diese Kombigeräte

mit einer Hubhöhe bis zu maximal 17 Meter

und mit Tragkräften bis zu zwei Tonnen. Derartige

Schmalgangstapler werden sogar in Kühlhäusern

eingesetzt, in denen Lebensmittel wie Fisch, Fleisch

und Tiefkühlgemüse eingelagert ist. Hier sind nicht

nur 17 Meter Hubhöhe zu überwinden, auch die

im Kühllager herrschenden Temperaturen von -30

Grad Celsius stellen hohe Anforderungen an die Einsatzbereitschaft

der Geräte. Eine Bewährungsprobe

für jeden Stapler.

Die Hubgerüste der Stapler werden computeroptimiert

konstruiert, haben dadurch einen sehr leichten

Mast mit einer hervorragenden Durchsicht. Der

Gesamtschwerpunkt des Staplers liegt niedrig am

Boden, damit sich das Fahrzeug wie ein „Stehaufmännchen“

verhält, sprich eine hohe Standfestigkeit

aufweist. Außerdem ist ein niedriges Mast-

AUSGABE DEZEMBER 2007

gewicht wichtig, denn das ist Grundvoraussetzung

für eine hohe Leistung und einen geringen Energieverbrauch.

Aufwendige elektrische Systeme zur

Stabilisierung der Geräte sind bei Magaziner deshalb

grundsätzlich nicht erforderlich.

Für jeden Einsatz gerüstet

Aktuell arbeitet Magaziner gerade an einer Sonderausführung

des Kombistaplers, der in einem Lager

für Möbellogistik eingesetzt werden soll. Da in

diesen Lagerhallen aus hygienischen Gründen und

zum Schutz der Gesundheit der dort arbeitenden

Menschen Abgase vermieden werden müssen, legt

Magaziner seine Stapler als elektrogetriebene Fahrzeuge

aus. Es gibt sogar Spezialförderfahrzeuge p g als

Ex-geschützte Version für den Einsatz in der chemischen

Industrie.

Da Magaziner ausschließlich ichHändler beliefert, kommen die e Aufträge

von deren Kunden, die dem em Händler

beispielsweise die Vorgaben gaben zur

Palettengröße und Füllhöhe he geben,

dazu die Maße der Halle mit dem

Auftrag, die dafür maximale male Zahl

an Stellplätzen einzurichten hten und

diese schnell bedienen zu u können.

Magaziner berät nach diesen esen KunKundenvorgaben die Händler, , unterstützt

sie bei der Festlegung ng aller

Parameter und setzt diese Vorgaben

in ein optimales Design gn um.

Von dieser individuellen n Bauweise

der Stapler ist natürlich ürlich auch

HANSA-FLEX als Zulieferer r abhängig. Wie dessen

Kunden, so erwartet auch ch Magaziner schnelle

Lieferfähigkeit und stellt spezielle Anforderungen

an den Hydraulikdienstleister. ster. Dazu gehört bei individuellen

Geräten natürlich ich die Beratung, wie die

Leitungstechnik optimal ausgelegt usgelegt werden kann.

Die Zeiten für den Produktionsdurchlauf ktionsdurchlauf vom

Auftrag bis zur Indienststellung tstellung eines Fördergerätes

werden immer r enger, denn in der

MAGAZINER

boomenden Logistikbranche muss schnell reagiert

werden. Die HANSA-FLEX Niederlassung Hannover

mit ihrem Betriebsleiter Carsten Dau und sein Team

betreuen Magaziner im 30sten Jahr und sind darauf

eingestellt, den Kunden umfassend zu unterstützen.

Die einbaufertigen Schlauchleitungen werden

samt Befestigungstechnik schnellstens geliefert.

Zwar besitzt Magaziner eigene Maschinen, um

Schlauchleitungen selbst anzufertigen, doch liefert

HANSA-FLEX auch hierfür das komplette Schlauchmaterial.

HYDRAULIKPRESSE 17

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HANSA-FLEX SCHWEIZ

Hydraulikservice per Hubschrauber

Vom Handelsbetrieb zum starken Partner

Der neue Name macht es nun auch nach außen deutlich,

was viele Kunden schon längst bemerkt haben:

HANSA-FLEX AG ist ein ganz starker Hydraulik-Partner

geworden und heißt deshalb seit August 2007

offi ziell HANSA-FLEX Hydraulik AG.

Unter der engagierten Leitung von Paul Rentsch hat

sich die ehemalige HANSA-FLEX AG von einem Handelsbetrieb

mit Schlauchleitungs-Konfektionierung

nun zu einem Gesamtanbieter Hydraulik gewan-

18

HYDRAULIKPRESSE

delt. „Das drücken wir mit unserer Namensänderung

auch aus“, so Geschäftsführer Paul Rentsch.

Der Wandel ging einher mit zusätzlichen Dienstleistungsangeboten.

Dabei hat sich das HANSA-FLEX

Montageteam bereits unter schwersten Bedingungen

bewährt, hat imposante Hydraulikanlagen

erfolgreich montiert und in Betrieb genommen.

So wie an der Baustelle Sedrun des Gotthard-Basis-

Tunnels, wo HANSA-FLEX im Auftrag der Marti-

Technik AG die Hydraulikanlagen von Betonschalungswagen

montierte und in Betrieb nahm. Beim

Betonieren der beiden Tunnelröhren, jede hat einen

Durchmesser von rund neun Metern, rotiert eine

Düse um die Längsachse der Tunnelbohrmaschine

und spritzt die gesicherte Röhre mit Beton aus.

Die dabei entstehende Innenschale muss möglichst

glatt sein, um später eine hohe Betriebsgeschwindigkeit

der dort verkehrenden Züge zu ermöglichen.

Die Arbeit am Gotthard-Tunnel stellt für die

AUSGABE DEZEMBER 2007

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HANSA-FLEX Monteure keinesneswegs eine leichte Aufgabe dar, ar,

denn die Vortriebsstellen sind d

nur über einen rund einen Kiilometer langen Zugangsstollen en

zu erreichen. Das bedeutet, dass ass

jedes benötigte Bauteil von 1.300 .300

Meter ü.M. mit einem riesigen n Lift

auf die Gleishöhe von 500 Meter er abgesenkt

werden muss. Dafür müssen üssen

alle Maschinen so zerlegbar sein, ein, so

dass sie überhaupt in den Lift passen.

Die Logistik muss ebenfalls stimmen. timmen.

Jedes vergessene Werkzeug bedeutet

wieder den Weg nach oben und nd zurück –

was jedes Mal bis zu zwei Stunden unden dauert.

Und um 22 Uhr fährt der letzte e Lift. Also ist ununser Montageteam mit einem 10-Fuß-Container 0-Fuß-Container und

1.500 Meter Schlauch KP213 sowie owie den den passenden

Pressnippeln und Verschraubungen ngen angerückt. Im

Tunnel wurden dann die Schlauchleitungen uchleitungen ausgemessen,

konfektioniert, montiert ert und anschließend

die Verschalungsanlage in Betrieb genommen.

Eine Arbeit, die HANSA-FLEX Monteure bereits auf

mehreren Baustellen durchgeführt führt und dabei insgesamt

fast 9.000 Meter Schlauchleitungen uchleitungen verlegt

haben. Mehrere hundert Meter er Rohre wurden zur

vollsten Zufriedenheit des Kunden nden verlegt, als der

HANSA-FLEX Hydraulikservice Produktionsanlagen

der Jansen Röhrenwerke umstellte ellte oder erneuerte.

Wenn der Berg FLEXXPRESS XPRESS ruft

Auch FLEXXPRESS ist als Dienstleistung in der

Schweiz erfolgreich eingeführt worden; der mobile

Hydraulikservice kommt in den Bergen sogar per

Hubschrauber, wenn es anders nicht möglich ist.

Die Servicetechniker haben mit den mobilen Werkstätten

schon so manche Leitung vor Ort wieder

repariert und Stillstandszeiten reduziert und damit

Produktionsausfälle vermieden. Dabei half natürlich

auch X-CODE für die eindeutige Identifi kation eines

Ersatzteiles. Wie vorteilhaft die Codierung bei Einsätzen

im Gotthard-Tunnel ist, braucht nicht extra

AUSGABE DEZEMBER 2007

erwähnt zu werden. Seit

kurzem bietet HANSA-

FLEX seinen Schweizer

Kunden weitere

Dienstleistungen wie

Inspektion und Wartung

von Hydraulikanlagen,

inklusive der Ölpfl ege,

an. Ein Service, der besonders

für Kunden mit

dezentralen, regionalen

Produktionsstandorten

von Interesse ist.

HANSA-FLE X SCHWEIZ

HYDRAULIKPRESSE 19

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SCHULUNGSZENTRUM

Ölpfl ege leicht gemacht

In hydraulischen Systemen trägt die Hydraulik- bzw.

Druckfl üssigkeit entscheidend dazu bei, ob eine

hydraulische Anlage zuverlässig arbeitet und hohe

Standzeiten erzielt. Der Einsatz von Fluiden in hydraulischen

Anlagen verlangt enormes Wissen und

Umsicht. Mit der Schulungsrichtung „Druckfl üssigkeiten“

keiten trägt HANSA-FLEX

dazu bei, Kunden im

Umgang mit mi

Druckflüssig

keiten zu sen

sibilisieren.

20

HYDRAULIKPRESSE

Welche schwerwiegenden Folgen die Verwendung

falscher Fluide und Fluid-Gemische

oder minderwertiger Öle sowie von

Ölen, die nicht auf die Spezifi kationen des Einsatzes

abgestimmt sind, haben kann, darauf weist

HANSA-FLEX Schulungsleiter Ulrich Hielscher immer

wieder hin. „Das kann bis zum Ausfall der hydraulischen

Anlage führen.“ Deshalb kommt es darauf

an, die richtige Druckfl üssigkeit auszuwählen. „Dabei

entscheidend ist das Anwendungsgebiet, also ob

die Anlage beispielsweise im Fahrzeugbau, in einer

Presse oder im Hütten- und Walzwerk eingesetzt

wird; ob es eine Sondermaschine oder eine mobile

Arbeitsmaschine ist. Der maximale Betriebsdruck

spielt ebenso eine Rolle wie die Umgebungstemperatur

und der Einsatzort.“ Denn keine Druckfl üssigkeit

kann für jeden Anwendungsbereich eingesetzt

werden. So verschieden wie die Anwendungen so

unterschiedlich sind die Öle. Viele Hersteller von

Markenprodukten geben eindeutig vor, welche

Spezifi kationen ein Öl für ihre Anlage erfüllen muss.

„Wichtig für die Praxis ist, dass die DIN für Druckfl

üssigkeiten für Hersteller und Betreiber nur

die Mindestanforderungen darstellen und für

die meisten Einsatzfälle nicht mehr ausreichen.

Für viele Anlagen- und Maschinenbauer ist hier

die Norm nur unterstes Niveau“, erklärt Ulrich

Hielscher. Entspricht ein Öl nicht den Spezifi kationen

des Herstellers, kann dies zum Verlust der

Gewährleistung führen. Werden durch Leistungseckdaten

spezifi zierte Öle vom den Hersteller

freigegeben, so beträgt die Gewährleistung zwei,

bei Einsatz von speziell namentlich genannten

und durch den Maschinenhersteller bereits im

Versuchsfeld getestete Öle, erhöht sich die Gewährleistung

auch schon mal auf drei Jahre.

Fluid unter Druck

Bei der Entscheidung, welches Öl genutzt wird,

empfi ehlt sich ein Blick in die von den Öllieferanten

zur Verfügung gestellten technischen Datenblätter,

sie dokumentieren die wesentlichen Kernwerte des

Öls. Z.B. welches Luftabscheidevermögen oder Alterungsverhalten

gilt und welche Viskosität das Öl

besitzt. Gestützt auf diese Daten des Öllieferanten

und im Vergleich zu den geforderten Daten der

Hersteller ist man bei der Ölauswahl immer auf der

sicheren Seite. Die Viskosität kennzeichnet nicht

die Qualität der Druckfl üssigkeit, sondern gibt Aufschluss

über das Verhalten der Druckfl üssigkeit bei

einer bestimmten Bezugstemperatur. Um die Einsatzgrenzen

einer Druckfl üssigkeit zu berücksichtigen,

ist es wichtig, die vom Hersteller der Hydrokomponenten

angegebenen zulässigen minimalen und

maximalen Viskositätswerte zu berücksichtigen.

Die Druckfl üssigkeit soll auch bei Temperaturschwankungen

über einen weiten Bereich nicht

dick- oder dünnfl üssiger werden, da sich sonst

die Volumenströme an den Drosselstellen verändern.

Für die Konstruktion ist es auch notwendig

den kritischen Bereich zu betrachten, denn

beim Anfahren einer Maschine darf das Öl nicht

zu zähfl üssig sein, ansonsten besteht die Gefahr,

AUSGABE DEZEMBER 2007

HP_2007_12.indd 20 21.11.2007 9:34:17 Uhr


dass Schmierstellen nicht zeitnah erreicht werden.

Bei Erreichen der Betriebstemperatur aber

auch nicht zu dünnfl üssig, da sonst der Reibverschleiss

nicht mehr ausreichend verhindert wird.

Druckfl üssigkeiten mit einem hohen Viskositätsindex

werden überwiegend bei Anwendungen

benötigt, die hohen Temperaturschwankungen unterliegen.

Zum Beispiel mobile Arbeitsmaschinen,

Fahr- oder Flugzeuge.

Instandhaltung kostet – Instandsetzung

kostet mehr

Damit ein störungsfreier Betrieb aller Steuerungsfunktionen

der Komponenten gewährleistet und

eine reibungslose Funktion sichergestellt ist,

müssen hydraulische Anlagen exakt geschmiert

werden. Denn in den Anlagen fl ießen große Volumenströme

unter hohem Druck durch kleine Spalten.

Dabei entsteht durch kleinste Schmutzpartikel

eine feine „Schmirgelpaste“, die zu Verschleiß

in Form von Abrieb führt. Die Reibung zwischen

AUSGABE DEZEMBER 2007

Zylinder Z und Hubstange muss vermindert werden,

ein großer Teil der Hydraulikkomponenten

bewegt sich auf einem minimalen Ölfi lm, der mit

bloßem Auge gar nicht sichtbar ist. Er garantiert

die reibungslose Funktion der Maschine. Allerdings

nur, wenn das Öl 100-prozentig sauber ist, was in

der Praxis – so die Erfahrung von Ulrich Hielscher

– kaum vorkommt. „Zum einen unterliegt Öl im

Betrieb immer einem Alterungsprozess, zu hohe

Temperatur, T

aber auch zuviel Luft führt im System

zur z Oxydation des Öls; zum anderen kann Wasser

durch Schwitzwasser eindringen und der Abrieb

von v Schlauchleitungen (Elastomere) und von

Kolben und Zylindern hinterlässt seine Spuren.“

Erfahrungsgemäß sind 75 Prozent aller Druckfl

flüssigkeiten

in Hydraulikanlagen verschmutzt,

und zunehmende Verschmutzung bedeutet

geringeren Wirkungsgrad und geringere Komponentenlebensdauer.

Die Folge olge sind unge

wollte w Stillstandszeiten und damit amit hohe Kosten.

Deshalb ist die richtige Ölpfl ege entscheidend.

Und hier verweist Ulrich Hielscher scher HANSA-FLEX

Kunden auf den FLEXXPRESS Fluid-Service, der

Maschinenbetreibern die Möglichkeit ichkeit bietet, die

verantwortungsvolle Ölpfl ege in die Hände versierter

Spezialisten zu geben, die über ber den Ölstatus

jeder einzelnen Maschine eine e schnelle,

präzise und aussagekräftige Analyse

abgeben und individuelle Vorschläge schläge

zur Optimierung machen. In Zusamusammenarbeit mit dem herstellerunrunabhängigen Öllabor WEARCHECK ECK

liegt das Ergebnis einer Ölprobe be

innerhalb von 36 Stunden vor. Auf uf

dieser Grundlage wird dann ein in

Aktionsplan entwickelt. Das kann n

von der einfachen Filtration des s

Öls im Nebenstromverfahren bis s

zum kompletten Austausch des

Öls gehen.

SCHULUNGSZENTRUM

Ölkauf ist Vertrauenssache

Doch mit der richtigen Auswahl und Pfl ege des Öls

ist es allein nicht getan. „Ölkauf ist Vertrauenssache“,

das betont Ulrich Hielscher in seinen Schulungen.

Ein verantwortungsbewusster Lieferant

dokumentiert seine Öllieferung mit einem technischen

Datenblatt und gibt auch Auskunft über

seine qualitätssichernden Maßnahmen zwischen

Raffi nerie und Öllager. Sollte ein Öl unsachgemäß

gelagert gewesen sein und hat bereits Wasser gezogen,

führt natürlich das sofort zur Beeinträchtigung

der jeweiligen Öleigenschaften und kann zum

Totalausfall der Maschine führen. „Die Erfahrung

zeigt, dass oftmals selbst neue Öle hochgradig bei

Anlieferung verschmutzt sind. „Deshalb kann ich

nur empfehlen“, so Ulrich Hielscher, „vor dem Befüllen

der Anlage eine entsprechende Abreinigung des

Öls über Nebenstromfi lteranlagen vorzunehmen“.

Auch das gehört zu einer verantwortungsvollen

Ölpfl ege!

HYDRAULIKPRESSE 21

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WILLMANN

Zum 1. Januar 2006 hatte die HANSA-FLEX Hydraulik

GmbH die Anteile der Willmann Steuerungstechnik

GmbH übernommen. Nun steht zum Jahresbeginn

2008 der Führungswechsel an.

Wolfgang Willmann hatte mit dem Verkauf

der Willmann Steuerungstechnik GmbH an die

HANSA-FLEX Hydraulik GmbH eine strategische

Entscheidung für die Zukunft getroff en, um die

Kontinuität seines Unternehmens und somit die

Betreuung der Kunden dauerhaft zu sichern.

Insbesondere der Bereich des Stahlwasserbaus,

eine Kernkompetenz der Willmann Steuerungstechnik,

wurde bereits in den vergangenen

Jahren federführend von Stephan Kallage betreut,

der im Unternehmen weiter tätig sein wird. Mit ihm

konnte somit die lanjährige Erfahrung zum Wohle

22

20 erfolgreiche Jahre in der Hydraulikbranche

Führungswechsel bei Willmann

HYDRAULIKPRESSE

der Kunden für das Unternehmen erhalten werden,

wodurch sich eine betriebliche Sicherheit für laufende

und für neue Projekte ergibt.

Vielversprechend sehen derzeit die Erfolgschancen

für zwei anstehende Stahlwasserbauprojekte aus.

Wolfgang Willmann war bestrebt, den direkten

Kontakt zu den Kunden aufrecht zu halten, denn

schnelle technische Unterstützung und die persönliche

Betreuung bleiben weiterhin das Markenzeichen

des Unternehmens. Auf speziellen Wunsch der

HANSA-FLEX Hydraulik GmbH hatte er das Unternehmen

als Geschäftsführer zunächst weiter geführt,

um insbesondere die betriebliche Nachfolge

zu regeln und den Übergang fl ießend und reibungslos

zu gestalten.

Das ist nun geschehen. Die Geschicke der Willmann

Steuerungstechnik GmbH werden zukünftig durch

Stephan Kallage und Martin Brinkmann geleitet.

Stephan Kallage übernimmt die Aufgaben des

technischen Leiters, die kaufmännische Leitung

verantwortet Martin Brinkmann. Als Außendienstmitarbeiter

wird Eilt Poppen eine wesentliche Rolle

bei der Kundenbetreuung und -akquisition übernehmen,

der somit das gesamte Team der Willmann

Steuerungstechnik GmbH als Einheit abrundet.

„Kompetenz in Hydraulik“ – diesem Anspruch

wird Willmann Steuerungstechnik auch zukünftig

gerecht werden. Das neue Team sieht darin seine

Herausforderung. Mit dem technischen Knowhow

und den Erfahrungen aller Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter werden auch weiterhin die Erwartungen

der Kunden zur vollsten Zufriedenheit

erfüllt.

AUSGABE DEZEMBER 2007

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In der nächsten Ausgabe erwarten Sie folgende Themen...

02/08

Neueröff nungen

Oktober

HANSA-FLEX Sp. z.o.o. Ul. Kwiatkowskiego 1 37-450 Stalowa Wola Polen

HANSA-FLEX Hidraulika d.o.o. Sarajevska 2 18000 Niš Serbien

HANSA-FLEX Hydraulic Ltd. 135/2 Moo 7, Bann Krua Road 18240 Amphoe Chaloem Phra Kiat Thailand

November

HANSA-FLEX Hydraulic Co. Ltd. Unit 3.5/F., Far East Consortium Bui Hongkong China

HANSA-FLEX Bulgaria Ltd. Kuklensko Schosse No.21 4004 Plovdiv Bulgarien

HANSA-FLEX Hydraulik GmbH Havelstr. 12-14 24539 Neumünster Deutschland

Dezember

HANSA-FLEX Hydraulik GmbH Am Surbach 10 35625 Hüttenberg-Rechtenbach Deutschland

Dezember 2007: HANSA-FLEX Elsterweda 10 Jahre

Januar 2008: HANSA-FLEX Barleben 10 Jahre

HANSA-FLEX Zwenkau 10 Jahre

XWORLD Adventure 2008/2009 Startvorbereitung in Bremen

Im Gespräch... Regionalleiter Thorsten Hellmann

Sonderfahrzeugbau Stokota überzeugt mit neuen Konzepten

Schulungszentrum Öl ist nicht gleich Öl

Industrieschläuche Ein neues Angebot für den Seewasserbereich

Ölservice Maschinenverfügbarkeit steigern, Kosten senken

LITERATUR | ZAHLEN & FAKTEN | VORSCHAU

Gewinnen Sie einen iPod nano

Beantworten Sie einfach unsere Gewinnspielfrage und und schon kann Ihnen ein iPod nano 8 GB gehören!

Zusendung bitte per E-Mail an ma@hansa-flex.com

oder per Post. Bitte vergessen Sie nicht Ihren Namen

und Ihre Adresse. Einsendeschluss ist der 23. Januar

2008. Pro Teilnehmer wird nur eine Einsendung

berücksichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen,

ebenso jegliche Haftung, soweit rechtlich zulässig.

Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich.

AUSGABE DEZEMBER 2007

Jubiläen

iPod Nano, 8 GB (bis zu 2000 Songs), Farbe: schwarz

oder silber; inkl. Ohrhörer, USB 2.0 Kabel, Dock-Adapter,

Software iTunes für Mac & Windows; Voraussetzungen

PC: USB 2.0 Anschluss , Windows XP Home oder Professional

Service Pack 2 (oder neuer), iTunes 7.4;

Voraussetzungen Mac: USB 2.0 Anschluss, MAC OS X

10.4.8 oder neuer; (Abbildung ähnlich)

Aufl ösung Ausgabe 10/07:

B: Suak Nie, Gewinner: C. Seidel, Dortmund

Zahlen & Fakten

Gesamt

316

165

Vorschau

Deutschland

175

91

Redaktionsschluss: 25. Januar 2008

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