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Info Broschüre - Stadtwerke Rotenburg

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-StraßeEinführungSeit Ende April 2010 fließt die Wärme im Baugebietzwischen Königin-Christina-Straße und Knickchaussee.Die Wärmeversorgung des Baugebietes erfolgt übereine von den <strong>Stadtwerke</strong>n geplante und gebaute Energiezentrale,die auf einem der Grundstücke ihren Platzgefunden hat.Wissenswertes überNahwärmeEine Baumaßnahme stellt sich vor.Kraft-Wärme-KopplungEin Blockheizkraftwerk (BHKW)erzeugt hier umwelt freund lichaus erneuerbaren Energieträgerngleichzeitig Strom und Wärme.Kraft-Wärme-Kopplung heißtdiese Technologie.Um die Wärme von der Energiezentrale zu den einzelnen Abnehmern transportieren zu können istein Rohrnetz entstanden. Es sind ca. 2.200 m Versorgungsleitungen (für Vorlauf und Rücklauf) imErdreich verlegt worden. Die Anschlüsse für alle Wohneinheiten nach der vollständigen Bebauungwerden noch einmal genauso lang sein.Die örtlichen und technischen Voraussetzungen für den Anschluss weiterer Wärmekunden nördlichdes Neubaugebietes sind gegeben. In der Energiezentrale wurden dafür an dem Wärmeverteilerzusätzliche Abgänge vorgesehen. Ein Platz für ein weiteres BHKW und einen weiteren Kessel ist auchvorhanden.Margaretha-Meinecken-StraßeErika -Köster-StraßeRosemarie-EisenbergKönigin-Christina-StraßeKnickchausseeLegendeKönigin-Christina-StraßeKönigin-Christina-StraßeBHKWangeschlossene HäuserHäuser im Bau oder Planungfreie GrundstückeNahwärme-VorlaufNahwärme-RücklaufStand: September 20121


SchemaSchematische Darstellungder Nahwärmeerzeugung2DN 125DN 125DN 80DN 80DN 15JDN 50 DN 50 DN 50DN 125DN 50DN 80LTSM DN25 mit KugelhahnMAGNA 25-100180/230VDN 80HydraulischeWeiche DN 250LTDN 125DN 80DN 125LTDN 125DN 125DN 125LTDN 80 DN 80DN 80DN 80DN 50DN 50DN 15JDN 15MAGNA32-120F 230VMAGNA32-120F 230V263 kW 263 kWK2WMST T T TMAGK1WMSMAGSpülanschlußKH 1570 kW el. / 115 kW th.JMAGUPS 32-60FDN 50WMSAusdehnungsgefäßAGKVDN 15 DN 15DN 50ca. 7m³ ca. 7m³KFE 15DN 50KFE 15KFE 15DN 200DN 501515SpitzenlastkesselSeite 7 / Bild 3BlockheizkraftwerkSeite 7 / Bild 2PufferspeicherSeite 8 / Bild 4420 410 550 450 375Einspeisung in das WärmenetzSeite 8 / Bild 6


FaktenGute Notenin ÖkologieBioerdgas ist eine umweltfreundliche Energiequelle.Bioerdgas wird aus organischen Lebensmittelrest- und Abfallstoffensowie aus nachwachsenden Energiepflanzen, wieMais, Zuckerrüben oder Roggen gewonnen. Es setzt somitnicht mehr Kohlendioxid frei als die Pflanzen während ihresWachstums über die Fotosynthese aufgenommen haben.Die Zukunft:BioerdgasBioerdgas ist ein Gasgemischdas aus Biogas gewonnen,auf Erdgasqualität aufbereitetund ins Erdgasnetz eingespeistwird.Bioerdgas ist eine heimische Energie, die jederzeit verfügbar ist und von Energieimportenunabhängiger macht3


Bioanteil im ErdgasRegenerative Energie mit ZukunftFakten<strong>Stadtwerke</strong> als Pionier in der Bioerdgasversorgung.Die <strong>Stadtwerke</strong> <strong>Rotenburg</strong> haben mit vier weiteren Unternehmen– darunter auch die <strong>Stadtwerke</strong> Verden – eine Gesellschaftgegründet, (der Biogas Pool 1 für <strong>Stadtwerke</strong>) diesich zur Aufgabe gemacht hat, Bioerdgas herzustellen. DerBiogas Pool erwirbt Rohbiogas von Landwirten für einenlangfristigen Zeitraum und bereitet dies in Aufbereitungsanlagenauf Erdgasqualität auf. Anschließend wird das aufbereiteteBioerdgas in das Erdgasnetz eingespeist und kanndann zur Strom- und Wärmeerzeugung oder auch in einerErdgastankstelle eingesetzt werden.WürdigungDer Biogas Pool 1 für <strong>Stadtwerke</strong>ist für sein Engagement und dieseGeschäftsidee von der Deutschen-Energie-Agentur (dena) im vergangenenJahr als „Biogaspartnerschaftdes Jahres 2011“ ausgezeichnetworden. Dabei wurde insbesondereder innovative und partnerschaftlicheCharakter gewürdigt.ErdgasnetzErdgastankstelleKnickchausseeErdgasnetzEinspeisungBiomasseTransportBiogas-NetzBiogas-ProduktionBiogas-AufbereitungBHKW / KWK-KraftwerkeBioerdgas als Energieträger ist interessant und die <strong>Stadtwerke</strong> <strong>Rotenburg</strong> wollen verstärkt erneuerbareEnergien für mehr Klimaschutz anbieten.4


KWK-PrinzipGetrennte ErzeugungStrom im Kraftwerk /Wärme im KesselWas ist eineKraft-Wärme-KopplungEnergetisch hoch effizient,durch gleichzeitige Erzeugung von Strom und WärmeUmweltEin BHKW ist unschlagbarumweltfreundlich. Um die gleicheEnergieausbeute zu erzielen wieherkömmliche Kraftwerke benötigtman ca. 30 Prozent weniger anPrimärenergie.Der Ausstoß des klimaschädlichenCO 2reduziert sich sogar um ca.80-90 Prozent.34 % StromEinsatz143 %Primärenergie53 %Heizwärme57 % VerlusteKraft-Wärme-KopplungBlockheizkraftwerkEinsatz100 %Primärenergie34 %53 %StromVerteilung der Wärmeüber Rohrnetz mitWärmeträger Wasser;NahwärmePrimärenergieersparnis(143-100):143 = 30%13 % Verluste5


PhotovoltaikEigentumSchematische Darstellungder NahwärmeversorgungBei einer Nahwärmeversorgung werden einzelne Gebäudeüber erdverlegte und gedämmte Rohrleitungenvon der Energiezentrale versorgt. Das Heizungswassergibt seine Wärme für Raumheizung und Warmwasserbereitungin einer Übergabestation ab.EigentumsgrenzenZuständigkeitFür die Kundenanlage ist ausschließlichder Kunde zuständig.Für die Erzeugung, Transport undÜbergabe der Wärme sind die<strong>Stadtwerke</strong> <strong>Rotenburg</strong> verantwortlich.<strong>Stadtwerke</strong> <strong>Rotenburg</strong>KundeEnergiezentraleWärmeerzeugungBHKW, Kessel etc.ÜGSTWEHauptleitung-VorlaufHauptleitung-RücklaufHausanschlussÜGS = ÜbergabestationTWE = Trinkwassererwärmung= Kundenanlage= Eigentumsgrenze6


EnergiezentraleBild 1Schornsteine sind aufgestellt und einePhotovoltaikanlage ist auf dem Dach.Die Energiezentrale ist fertiggestellt.Datum: 28.07.2010EnergiezentraleBild 2Das BHKW hat eine thermischeLeistung von 115 kW und eineelektrische Leistung von 70 kW.Es wird zur Deckung der Grundlasteingesetzt.Datum: 14.04.2010Bild 3In sehr kalten Tagen sorgenSpitzenlastkessel mit je 260 kWLeistung für die zusätzliche Wärme.Datum: 14.06.20107


Bild 4Zwei Pufferspeicher mit je7.000 Liter Wasserinhalt sorgen füreine optimale Effizienz. Sie dienendazu, Differenzen zwischen dererzeugten und der verbrauchtenWärmemenge auszugleichen undLeistungsschwankungen zu glätten.Das verbessert die Abgaswerte,den Wirkungsgrad und erhöht dieLebensdauer der Anlage.EnergiezentraleDatum: 14.04.2010Bild 5Die DDC-Regelungstechnik sorgtdurch Optimierungsprogrammedafür, dass die komplette Anlagesparsam und entsprechend denNutzungsanforderungen betriebenwird. Dies geschieht ohneKomforteinbußen für denGebäudenutzer.Datum: 14.04.2010Bild 6Die erzeugte und im Pufferspeicherzwischengespeicherte Wärme wirdim Heizkreisverteiler aufgeteilt undverlässt an diesen Stellen in gutisolierten Rohren die Energiezentrale.Datum: 14.04.20108


DokumentationAusführung IHauptleitungverlegungDie ummantelten Stahlrohre messenzwischen 50 und 80 Millimetern imInnendurchmesser und wurden inZweierreihen für Vorlauf und Rücklaufverlegt.Die Verbindungen der Stahlrohre wurdendurch Schweißmuffen realisiert. Danachsind die Rohrverbindungen fachgerechtisoliert und das gesamte Rohrnetz aufDichtigkeit überprüft worden.Datum: 09.10.2009Datum: 05.10.2009Datum: 11.09.20099


Die verlegten Rohre sind aus Edelstahl,mit Schaum isoliert und mit einemSchutzmantel versehen.Ein Leckwarnsystem soll Undichtigkeitenanzeigen, so dass man sie genau ortenkann um Reparaturen zügig vornehmenzu können.HauptleitungverlegungDatum: 16.09.2009Mit bis zu 90 Grad Celsius wird dasWasser in die Nahwärmeleitungeneingespeist und kommt, aufgrundguter Isolierung, in den Häusernkaum kühler an.Datum: 09.10.2009Um die Ausdehnung der Rohre imErdreich zu ermöglichen, wurdenDehnpolster um die Rohre gelegt.Das gesamte Nahwärmenetz wurdein Bereiche aufgeteilt, die mit Hilfevon Schiebern getrennt werdenkönnen.Datum: 26.11.200910


Eine neu verlegte Gasleitung versorgtdas BHKW in der Heizzentrale mitBioerdgas.HauptleitungverlegungDatum: 03.09.2009Bei der Verlegung sind von Spezialistenca. 270 Schweißnähte gezogen undgeröntgt worden.Datum: 11.09.2009Zur Versorgung des Baugebietes liegenim Erdreich außer den Nahwärmerohrenauch Wasserleitungen und Stromkabel.Datum: 04.12.200911


Die Häuser sind mit einer 25-MillimeterstarkenLeitung an das Nahwärmenetzangeschlossen.Die Lage der Hauseinführungwurde genau eingemessen, damitdie Rohrleitungen und Kabel an derrichtigen Stelle nach der Fertigstellungder Betonsohle liegen.WärmestationDatum: 26.03.2010Die Übergabe der Wärme im Hauserfolgt mit einer sehr platzsparendenÜbergabestation. Diese ist mit einemWärmetauscher, einem Regler undeinem Mischer ausgerüstet, damit dieHeizkörper nur so warm werden wieerforderlich.Datum: 03.09.2012Mit Hilfe einer Mehrsparteneinführungwurden die Nahwärmeanschluss leitungenin den Heizraum eingezogen.Die Wärme für Heizzwecke undWarmwasserbereitung kann fließen.Datum: 03.09.201212


Vollkostenvergleich für unterschiedliche Heizungs- und Trinkwassersystemebei Neubau eines EinfamilienhausesVollkostenvergleich für unterschiedliche Heizungs- und Trinkwassersystemebei Neubau eines EinfamilienhausesKostenvergleichQuelle: Ratgeber Wärmeversorgung mit Kostenvergleich Heizung 2011 für Neubau/Grundsanierung der Arbeitsgemeinschaft für umweltfreundlichen Energieverbrauch e.V. ASEWQuelle: Ratgeber Wärmeversorgung mit Kostenvergleich Heizung 2011 für Neubau/Grundsanierung der Arbeitsgemeinschaft für umweltfreundlichen Energieverbrauch e.V. ASEWbezogen auf:Wärmebedarf für Heizung und TWE- 62,5 kWh/m²abeheizte Fläche - 150 m²Jahreswärmebedarf - 62,5 kWh/m²a x 150 m² = 9.375 kWhKapitalgebundene Kosten €/aVerbrauchsgebundene Kosten €/aBetriebsgebundene Kosten €/a13Jahresgesamtkosten in €/a3.5003.0002.5002.0001.5001.0002.2761.2688642.6151.6338282.2099561.2132.7671.6059003.1011.9818482.7272.0166612.0077753.3392.021984SR Nahwärmein derKnickchaussee2.065Grundpreis 1.180inkl.BKZ und TWEArbeitspreis 76550001451554026327350 50333Messpreis 120Gas-BW+ solare TWEGas-BW+ solareHeizungsunt.und TWENahwärmeaus Gas-BWoder BHKWHeizöl-BW+ solare TWEHeizöl-BW+ solareHeizungsunt.und TWESole-WasserWP+ SpeicherLuft-WasserWP+ SpeicherHolzpellets+ SpeicherBetrieb BHKWmit BioerdgasLegendeBW = BrennwertkesselTWE = TrinkwassererwärmungWP = WärmepumpeBKZ = BaukostenzuschussKapitalgebundene Kosten = Aufwendungen für Investition und InstallationVerbrauchsgebundene Kosten = Aufwendungen für Energie und HilfsenergieBetriebsgebundene Kosten = Aufwendungen für Wartung, Reinigung und VersicherungDiese drei Kostenarten ergeben die Summe der Jahresgesamtkosten


Jährliche CO 2-Emissionen in kg/a für unterschiedlicheHeizungs- und Trinkwassersysteme bei Neubau eines EinfamilienhausesCO 2-EmissionenQuelle: Ratgeber Wärmeversorgung mit Kostenvergleich Heizung 2011 für Neubau/Grundsanierung der Arbeitsgemeinschaft für umweltfreundlichen Energieverbrauch e.V. ASEW4.000bezogen auf:Wärmebedarf für Heizung und TWE- 62,5 kWh/m²abeheizte Fläche - 150 m²Jahreswärmebedarf - 62,5 kWh/m²a x 150 m² = 9.375 kWh3.5003.3403.124SR Nahwärmein derKnickchaussee3.000142.5002.0002.3672.2331.7641.9452.4021.5001.0007045002210Gas-BW+ solare TWEGas-BW+ solareHeizungsunt.und TWENahwärmeBetrieb-BHKWmit ErgdasHeizöl-BW+ solare TWEHeizöl-BW+ solareHeizungsunt.und TWESole-WasserWP+ SpeicherLuft-WasserWP+ SpeicherHolzpellets+ SpeicherBetrieb BHKWmit BioerdgasLegendeBW = BrennwertkesselTWE = TrinkwassererwärmungWP = Wärmepumpe


KompetenzReinhard DavidGeschäftsführer<strong>Stadtwerke</strong> <strong>Rotenburg</strong> (Wümme) GmbHReinhard DavidGeschäftsführer<strong>Stadtwerke</strong> <strong>Rotenburg</strong> (Wümme) GmbHMit diesem Projekt haben wir bereits vor über 3 Jahren die Energiewendelokal in <strong>Rotenburg</strong> eingeleitet. Durch die gleichzeitige Erzeugung von Stromund Wärme ist dieses Projekt besonders effizient und umweltfreundlich. Bioerdgasreduziert nicht nur erheblich die CO 2-Dipl. - Ing. Ronald HolstEmissionen, sondern macht unsTechnischer Leiter auch unabhängig von Erdgasimporten.Dipl.-Ing. Carsten SchleeßelmannDipl. - Ing. Ronald HolstLeiter Energie und NachhaltigkeitTechnischer LeiterAus technischer Sicht war das Projekt sehr reizvoll. Damit unsere Kunden jederzeitmit Strom und Wärme sicher versorgt werden, haben wir unsere Energiezentraleund Versorgungsleitungen nach neustem und höchstem Stand derTechnik ausgelegt und das zu günstigen Preisen und mit einem 24-StundenBereitschaftsdienst.Die <strong>Stadtwerke</strong> <strong>Rotenburg</strong> (Wümme) entwickeln über die herkömmliche Energieversorgunghinaus neue Konzepte Dipl.-Ing. für die Carsten Zukunft. Schleeßelmann Für das Wohnquartier Knickchaussee wurde einseparates Gebäude Leiter speziell Energie für und die Nachhaltigkeit Haustechnik errichtet. Dort befindet sich die Heizzentrale.Mit einem Blockheizkraftwerk Nachhaltiges und Wirtschaften Gas-Brennwertkessel zeichnet dieses Projekt versorgt besonders sie das aus. gesamte Das gilt fürWohnquartier mit die Wärme angesetzten zu Heizzwecken technischen und Materialien Warmwassererbereitung.und Komponenten, sowie für dasBioerdgas. Die dezentrale Versorgung von Strom und Wärme wie hier imNeubaugebiet „Knickchaussee“ mit Bioerdgas ist vorbildlich und wegweisend.<strong>Stadtwerke</strong> <strong>Rotenburg</strong> (Wümme) GmbHMittelweg 19 / 27356 <strong>Rotenburg</strong> (Wümme)Telefon 04261 675-0info@stadtwerke-rotenburg.dewww.stadtwerke-rotenburg.de

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