LEBENDIGES LINZ

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LEBENDIGES LINZ

Österreichische Post AG Info Mail Entgelt bezahlt Amtliche Mitteilung

StadtmagazinMärz2012

LEBENDIGES

LINZ


Foto: Stadtplanung/Pertlwieser

Die von der Stadt Linz angekaufte

Tabakfabrik (Bildmitte)

ist zu einer gefragten Adresse

geworden (Näheres Seite 23).

Weiters im Bild: Fitnessoase

Parkbad (vorne) und die neue

Wohnanlage „Wohnen beim

Donaupark“ auf dem Areal der

ehemaligen Landesfrauen -

klinik (hinten, rechts).

Liebe Linzerin!

Lieber Linzer!

Der Erhalt und der Ausbau der sozialen Leistungen in unserer Stadt sind bereits seit

Jahren bedeutende Schwerpunkte der Linzer Kommunalpolitik. Das vor kurzem

beschlossene neue Linzer Sozialprogramm schafft die Grundlagen dafür, dass Linz auch

weiterhin soziale Musterstadt bleibt, in der sich alle Generationen wohlfühlen. In

insgesamt 96 Handlungsansätzen, unterteilt in vier Themenbereiche, werden die

Leitlinien der Sozialpolitik für die kommenden Jahre festgelegt, wobei soziale Sicherheit

und Gerechtigkeit höchsten Stellenwert einnehmen.

Neben dem Ausbau der sozialen Versorgung ist die Erhöhung der Lebensqualität in den

einzelnen Stadtteilen ein großes Anliegen der Stadt Linz. Um zu erfahren, was die

LinzerInnen bewegt und beschäftigt, hat die Stadtverwaltung eine umfassende

BürgerInnen-Befragung durchgeführt. Die Ergebnisse sind für uns eine wichtige

Entscheidungs- und Handlungsgrundlage für die Zukunft. Wie ausgeprägt die

Zufriedenheit der BewohnerInnen in den verschiedenen Themen- und Lebensbereichen

ist, erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe des „Lebendigen Linz“. Aber auch andere

inhaltliche Schwerpunkte, wie etwa die derzeitige und künftige Nutzung der Tabakfabrik,

die seit 2009 im Besitz der Stadt Linz ist, werden im Stadtmagazin behandelt.

Ihr

Franz Dobusch

Bürgermeister der Landeshauptstadt Linz

Unternehmensgruppe Stadt Linz

Inhalt

Nr. 205, März 2012, 35. Jahrgang

11. BOREALIS Linz Donau Marathon 4/5

Linz bleibt soziale Musterstadt 8/9

Open Commons: Neue Apps mit Linzer Daten 11

Ergebnisse der BürgerInnen-Befragung 2011 12/13

Der Aktivpass spart bares Geld 14

Budget 2012: Hoher sozialer Standard bleibt gewahrt 16/17

Erneuerung der Feuerwache Nord 19

Kulturjahr 2012: Im Zeichen von Architektur und Technik 20/21

Tabakfabrik Linz – Gefragtes Industriedenkmal 23

Nachhilfe auf Nachfrage im Wissensturm 28/29

Industrie-Logistik Linz – Schlüssel zum Erfolg 31

Sozialverein B37 – Ein sicherer Schlafplatz 32/33

LINZ AG 34– 41

Frachtenbahnhof – Neuer Stadtteil mit hoher Lebensqualität 43

Brucknerhaus: Musikalischer Frühlingsreigen 44/45

Stadt Linz reduziert Schilderwald 46

3


11. BOREALIS Linz Donau Marathon

Europameister Röthlin in Linz

auf Rekordjagd

Kein Geringerer als der Schweizer Marathon-Europameister

Viktor Röthlin wird am 22. April 2012 bei der

elften Auflage des BOREALIS Linz Donau Marathons

in der Landeshauptstadt am Start sein. Sein Ziel

ist es, den Linzer Streckenrekord über die Halb -

marathon-Distanz zu brechen.

4

Mehr als 15.000 TeilnehmerInnen gingen im Vorjahr beim

Jubiläumsmarathon an den Start. Eine Marke, die nach

derzeitigem Stand, auch heuer wieder erreicht werden

wird. Mit besonderer Spannung wird beim 11. BOREALIS

Linz Donau Marathon der Halbmarathon und Marathon erwartet,

bei denen es um Rekorde und Limits für die im

Sommer in London stattfindenden Olympischen Spiele gehen

wird. Unter anderem wollen die Österreicher Markus

Hohenwarter und Christian Pflügl das Olympialimit schaffen.

Auch Vizestaatsmeisterin Sabine Reiner, die über

die klassische Marathondistanz antritt, hat sich für den

BOREALIS Linz Donau Marathon einiges vorgenommen.

RÖTHLIN – DER WEISSE KENIANER

Der hohe Stellenwert des BOREALIS Linz Donau Marathons,

der sich in der internationalen Laufsport-Szene in

den vergangenen Jahren einen hervorragenden Ruf erworben

hat, wird durch das Antreten des derzeit wohl besten

europäischen Langstreckenläufers, Viktor Röthlin, nachhaltig

untermauert. Der Schweizer, der häufig gemeinsam

mit Kenias Wunderläufern trainiert, ist amtierender Marathon-Europameister

und hat unter anderen auch den Tokio

Marathon in 2:07:23 Stunden gewonnen. Von seinen Fans

wird der fünffache „Schweizer Athlet des Jahres“ der weiße

Kenianer genannt. Die schnelle Linzer Strecke soll Viktor

Röthlin, der mit einem eigenen Tempomacher nach Linz

kommt, als optimale Vorbereitung für London dienen.

MARATHON DES JAHRES 2011

Bei der alljährlich durchgeführten Umfrage des Internetportals

marathon4you wurde der BOREALIS Linz Donau

Marathon in Österreich zum Marathon des Jahres 2011,

noch vor dem Vienna City Marathon, gewählt. Rund

12.000 LeserInnen haben sich an der Wahl beteiligt.

Bereits im Jahre 2009 belegte der Linz Marathon den ersten

Platz. Eine Auszeichnung, die die Arbeit der Marathon-

Organisatoren eindrucksvoll bestätigt. Durchgeführt wird

das Linzer Laufsport-Großereignis gemeinsam von der

Stadt Linz, der LIVA, den Oberösterreichischen Nachrichten

und dem ORF, Radio Oberösterreich.

BOREALIS – NEUER HAUPTSPONSOR

Mit BOREALIS hat der Linz Donau Marathon für die nächsten

fünf Jahre einen neuen Titelsponsor. BOREALIS, der

führende Anbieter innovativer Lösungen in den Bereichen

Basischemikalien und Kunststoffe, steigt somit an seiner

größten Forschungs- und Produktionsstätte als Hauptsponsor

in eines der sportlichen Highlights der Landeshauptstadt

Linz ein. BOREALIS löst damit die OMV ab, die

zehn Jahre lang als Titelsponsor die größte Laufveranstaltung

Oberösterreichs unterstützt hat.

RUND UM DEN MARATHON

Sportreferentin Vizebürgermeisterin

Christiana Dolezal

„Mit BOREALIS als neuem

Hauptsponsor und dem Weltklasseläufer

Viktor Röthlin startet der

Linz Donau Marathon in seine

zweite Dekade. Einen besseren

Auftakt kann man sich kaum vorstellen. Der Linz

Donau Marathon wird seiner Rolle als sportlicher

Höhepunkt der Landeshauptstadt Linz auch heuer

mehr als gerecht werden.“

Auch heuer wird mit einem spektakulären Programm auf

zahlreichen Bühnen für beste Marathon-Stimmung gesorgt.

Die Bewerbe reichen von Kinderläufen, Inline Skating,

Handbike und Rennrollstuhl bis hin zur klassischen

Marathondistanz. Auch viele MitarbeiterInnen des Magistrates

werden am Start sein. Bestens vorbereitet haben sie

sich dafür im Rahmen der Aktion „Magistrat … laufend

besser 2012“, bei der sie unter Anleitung von Fachleuten

fit fürs Rennen gemacht wurden.

Nähere Infos: www.linz-marathon.at.

PETER PRASS

Fotos: Martin Parzer, Snapdox. Viktor Röthlin, Keystone, Stadtkommunikation Linz


Der Schweizer Viktor

Röthlin ist der Topstar

des 11. BOREALIS Linz

Donau Marathons.

Heuer werden abermals mehr als 15.000

TeilnehmerInnen beim Linzer Laufsportereignis

des Jahres erwartet.

5


Lange Nacht der Forschung

Das größte bundesländerübergreifende

Forschungsevent, die „Lange Nacht der

Forschung“, findet heuer am 27. April

von 17 bis 23 Uhr statt. Die Vermittlung

von Forschungsleistungen und Erfolgen

in Form von Publikumsveranstaltungen

ist für den Forschungs- und Wirtschaftsstandort

Oberösterreich, besonders auch

für Linz, von großer Bedeutung. Ziel der

Veranstaltung ist es, das Interesse für

Technologie und Innovation zu wecken

und die vielfältige Forschungslandschaft

als attraktiven Arbeitsplatz zu veranschaulichen.

Fast 70 Standorte in Ober -

österreich werden teilnehmen. In Linz

sind unter anderem das AKh Linz, die Ars

Electronica Linz GmbH, die LINZ AG, der

Wissensturm und viele mehr dabei.

www.LNF2012.at

Ars Electronica Center

Deep Space LIVE FAMILY

Ab sofort lädt das Ars Electronica Center

an jeweils einem Wochenende im Monat

zu den Family Days. Ausstellungsparcours

und Führungen sind dann allesamt

speziell auf Familien zugeschnitten. Genau

wie der Deep Space LIVE Family, der

mit beeindruckenden Bildwelten und

spannenden Vorträgen aufwartet.

Dauer 30 – 45 Minuten

Preis 2 € pro Person / mit Familienkarte

4 € für die ganze Familie; mit gültigem

Museumsticket gratis.

Reservierung unter center@aec.at oder

+43 (0)732/7272-51

Sonntag, 25. März 2012, 16 Uhr

Mount St. Helens – Der Vulkan lebt

Der renommierte österreichische Naturfilmer

Erich Pröll war der erste, der nach

dem Aufsehen erregenden Vulkanaus-

Warn- und Alarmsignale

bruch des Mount St. Helens im Spirit

Lake in den USA tauchte und dessen vollständige

Zerstörung dabei auf Film bannte.

Dass das Leben mittlerweile in den

See zurückgekehrt ist, bezeugen Erich

Prölls neue Aufnahmen, die er im Deep

Space präsentiert.

Samstag 14. und Sonntag 15. April

2012, 16 Uhr

Wovon die Sterne erzählen

Astrofotograf Dietmar Hager lädt auf eine

Reise durchs Weltall und erzählt dabei

von allerhand Mythen rund um Planeten

und Sternbilder.

Samstag 26. und Sonntag 27. Mai

2012, 16 Uhr

Faszination der Ozeane – Aug’ in Aug’

mit Nemo und seinen Freunden

Taucher und Unterwasserfotograf Peter

credit: Erich Pröll

LINZTIPPS

Erich Pröll präsentiert seine Bilder im Deep Space.

Pflügl zeigt faszinierende Aufnahmen

von seltenen Unterwassertierchen, vom

15 mm kleinen Pygmy-Seepferdchen bis

zum 3 m langen Sandtigerhai.

Öffnungszeiten: Dienstag, Mittwoch und

Freitag: 9 – 17 Uhr; Donnerstag: 9 –

21 Uhr; Samstag, Sonntag und Feiertag:

10 – 18 Uhr

ARS ELECTRONICA CENTER

Ars-Electronica-Straße 1, 4040 Linz

Tel.: +43 (0)732/7272-51

E-Mail: center@aec.at

www.aec.at

7


Das neue Linzer Sozialprogramm

Linz bleibt soziale Musterstadt

Ende November 2011 wurde das neue Sozialprogramm

beschlossen. 96 Handlungs ansätze, in vier Themenbereiche

unterteilt, formulieren die sozialpolitischen

Schwerpunkte der Landeshauptstadt in den kommenden

Jahren.

8

Nach dem umgesetzten Sozialprogramm von 1990, das

die Sozialstadt Linz nachhaltig prägte, haben sich die Lebenswelten

der LinzerInnen mittlerweile stark verändert.

Die Linzer Sozialpolitik steht somit vor neuen Aufgaben.

Ein neues Sozialprogramm, das aktuelle und künftige Herausforderungen

beinhaltet, wurde daher vom Sozialausschuss

des Gemeinderates beraten und erarbeitet. An den

Sitzungen nahmen neben GemeinderätInnen auch ExpertInnen

aus den Fachdienststellen teil. Überdies wurde der

neue Entwurf auch mit sozialen Vereinen, Initiativen und

Organisationen sowie politischen Fraktionen diskutiert.

Das neue Sozialprogramm ist in vier Teile gegliedert, unter

denen die sozialpolitischen Maßnahmen und Schwerpunkte

der kommenden Jahre untergeordnet sind. Zu den Themen

Lebens-Netze, -Räume, -Vielfalt und -Chancen wurden

neben übergeordneten Zielsetzungen insgesamt 96

Handlungsansätze ausgearbeitet.

LEBENS-NETZE

Das erste Kapitel stellt die Rahmenbedingungen für ein

selbst bestimmtes Leben sowie ein dichtes Auffangnetz in

Notsituationen in den Vordergrund. Alle LinzerInnen sollen

dabei unterstützt werden, ihr Leben auch dann freier zu gestalten,

wenn einzelne Familienmitglieder Hilfe und Unterstützung

benötigen. Drei der sieben Zielsetzungen im

Bereich Lebens-Netze sind die bessere Vereinbarkeit von

Familie und Beruf, Hilfestellung im Krisenfall oder die

Garantie für ein würdevolles Altern. 33 Maßnahmen wurden

in diesem Bereich geplant. Darunter etwa ein zusätz -

liches, stundenweises, flexibles Betreuungsangebot für

Kinder unter drei Jahren.

LEBENS-RÄUME

Ausreichende Wohn- beziehungsweise Freizeiträume tragen

wesentlich zur Lebensqualität der BewohnerInnen und

zur Gesamtattraktivität einer Stadt bei. Daher kommt der

Bereitstellung von zeitgemäßem und vor allem auch leistbarem

Wohnraum besondere Bedeutung zu. 19 Vorschläge

zur Verbesserung der Wohnsituation in Linz, der Schaffung

von ausreichenden Freiräumen sowie die Forcierung der

Sozialreferent Vizebürgermeister

Klaus Luger

„Das neue Sozialprogramm soll den

Zusammenhalt unserer Gesellschaft

erhöhen – also: die Vereinbarkeit von

Beruf und Familie fördern, die Integration

von Zuwanderern verbessern

und jene Menschen unterstützen, die die Hilfe unserer

Gemeinschaft benötigen!“

Barrierefreiheit wurden im neuen Sozialprogramm aufgenommen.

Unter anderem sollen neue Wohnformen für

SeniorInnen, serviceorientierte Stadtteilbüros und Frei -

flächen für mehr Kreativität geschaffen werden.

LEBENS-VIELFALT

Zur Sicherung des Zusammenhalts in unserer Gesellschaft

muss alles versucht werden, die Bedürfnisse aller in der

Stadt lebenden Menschen bestmöglich einzubeziehen.

Das Thema Integration nimmt im neuen Sozialprogramm

einen Schwerpunkt ein. Ziel ist der Abbau von sozialen, beruflichen,

sprachlichen und auch rechtlichen Barrieren.

Umgesetzt werden soll dies unter anderem durch die Intensivierung

der Sprachförderung. Neue Ausbildungsmöglichkeiten

in Sozial- und Gesundheitsberufen sollen die berufliche

Qualifizierung von MigrantInnen stärken.

LEBENS-CHANCEN

Wohlbefinden und Zufriedenheit hängen wesentlich von

den Chancen und Möglichkeiten ab, am gesellschaftlichen,

wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Leben teilzunehmen.

Diese Lebenschancen sollen jedoch unabhängig

vom Herkunftsmilieu wahrgenommen werden können.

27 Maßnahmen sind im neuen Sozialprogramm vorgesehen,

um Barrieren zu reduzieren und den Zugang zu Bildung

und Ausbildung zu gewährleisten. Erreicht werden

soll dies durch die Entwicklung eines Förderprogramms für

SchülerInnen mittels Lernclubs und durch Optimierung

der Rahmenbedingungen, etwa mit ganztägigen Schulformen.

Eine Erleichterung beim Berufseinstieg ist durch eine

bessere Berufsberatung und einem größeren Ausbildungsangebot

vorgesehen. Die vereinfachte Anerkennung

von ausländischen Ausbildungsabschlüssen würde zudem

die Chancengleichheit erhöhen.

Nähere Infos: www.linz.at/sozialprogramm2011.asp

PETER HIRHAGER

Fotos: Stadtkommunikation Linz


Die Sozialstadt Linz garantiert beste Versorgung für alle Generationen: Sei es kompetente Pflege für Linzer SeniorInnen in modernen Seniorenzentren

(im Bild das Seniorenzentrum Pichling l. u.) oder liebevolle Betreuung in den städtischen Kinderbetreuungseinrichtungen. Wichtiges Ziel der Stadt

Linz, das auch im neuen Linzer Sozialprogramm ausgewiesen ist, ist die Integration von BewohnerInnen mit Migrationshintergrund.


Open Commons Region Linz

Neue Apps mit

Linzer Daten

Das kostenlose Datenangebot der „Open Commons

Region Linz“ findet bei den Apps-EntwicklerInnen

Anklang. Eine Reihe dieser Programme

für Smartphones ist bereits verfügbar.

Auf der Plattform www.data.linz.gv.at sind bereits mehr

als hundert Datenpakete gespeichert. Sie stehen Personen,

Firmen und Institutionen für die Schaffung neuer Internet-Inhalte

und Applikationen für Mobiltelefone zur Verfügung.

Luftbilder werden ebenso geboten wie ein digitaler

Stadtplan und Statistiken von Bevölkerungsdaten bis zur

Zahl der Feuerwehreinsätze. Im Blog „Ideenpool“ werden

Anregungen zur Weiterentwicklung des Angebotes diskutiert.

Zu den interessantesten Daten für die EntwicklerInnen

zählen die direkt aus dem Leitrechnersystem der LINZ

AG LINIEN stammenden Fahrplandaten und der städtische

Online-Veranstaltungskalender „Linz Termine“. Er

wird derzeit von mehr als 700 VeranstalterInnen mit Informationen

gespeist. Diese Daten sind nun auch mittels

Smartphone-App abrufbar.

VERANSTALTUNGSKALENDER „T’HERMINE“ UND „LILLI“

Die App „T’Hermine“ von Hanspeter Klapf macht Handys

mit dem Betriebssystem Android zum Wegweiser durch das

Wichtiger Wegweiser durch das Linzer Veranstaltungswesen sind die

Linz_Termine, die wertvolle Infos für die Freizeitplanung liefern.

Auf Android-Smartphones zeigt der Routenplaner

„LILLI“ unter anderem aktuelle Abfahrtszeiten von

Bussen und Straßenbahnen der LINZ LINIEN für ausgewählte

Haltestellen an.

Linzer Veranstaltungsgeschehen. Speziell für TouristInnen

ist dabei die kostenlose Nutzung der 119 Linzer Hotspots

interessant. Der Routenplaner „LILLI“ von Sebastian

Höbarth zeigt auf Android-Smartphones nicht nur die für

ausgewählte Haltestellen aktuellen Abfahrtszeiten von

Bussen und Straßenbahnen der LINZ AG LINIEN an. Er

kann auch die Wegstrecke von Tür zu Tür inklusive aller

Fußwege auf dem Stadtplan darstellen.

BESTE ANWENDUNGEN GESUCHT

Besonders gelungene Anwendungen auf der Grundlage

städtischer Daten können Einzelpersonen, Gruppen, Unternehmen

und Institutionen noch bis 2. April beim Wettbewerb

„Apps4Linz“ eingereicht werden. Es gibt kein

Alterslimit. TeilnehmerInnen unter 18 Jahren benötigen

jedoch eine Erlaubnis der Erziehungsberechtigten. Der erste

Preis ist mit 3.000 Euro dotiert und wurde vom Linzer

Softwarehaus Fabasoft gestiftet. Der zweite Preis in Höhe

von 2.000 Euro wird vom Smartphoneanbieter Blackberry

zur Verfügung gestellt. Das Preisgeld der LINZ AG für den

dritten Platz beträgt 1.000 Euro. Für Anwendungen im

Zusammenhang mit der städtischen Initiative Public Space

Server wird ebenso wie in den Kategorien Tourismus und

beste Idee ein mit jeweils 1.000 Euro dotierter Spezialpreis

vergeben. In der Kategorie Unternehmen werden drei

Preise verliehen.

CHRISTIAN FREIMÜLLER

Fotos: Stadtkommunikation Linz

11


Leben in Linz

Ergebnisse der BürgerInnen-Befragung

Was denken die LinzerInnen über ihre Stadt?

Welche Themen bewegen sie? Um das zu erfahren,

führte die Stadt Linz mehrmals BürgerInnen-

Befragungen durch. Die Ergebnisse der jüngsten

Umfrage liegen jetzt vor.

12

Nach 1995, 1999 und 2004 war die Meinung der BürgerInnen

im Herbst 2011 bereits zum vierten Mal gefragt.

Linz ist damit bundesweit die einzige größere Stadt, die je

eine solch breit angelegte Befragungsreihe durchführte.

Bei der aktuellen Umfrage waren rund 45.000 LinzerInnen

zum Mitmachen eingeladen. Teilgenommen haben rund

9.100 BewohnerInnen im Alter zwischen 16 und 79 Jahren.

Um Kosten zu sparen, wurde die Umfrage grundsätzlich

online im Internet abgewickelt. Auf Wunsch konnte

man natürlich auch mittels Papierfragebogen antworten.

Durch die vorliegenden Ergebnisse können sich Politik und

Verwaltung nun ein Bild davon machen, wie die Linzer

Bevölkerung über einige wichtige Themen denkt. Damit

sind sie eine wesentliche Entscheidungs- und Handlungsgrundlage

für die nächsten Jahre. Der Aspekt der KundInnen-Orientierung

steht dabei wie immer im Mittelpunkt.

GEFRAGTE THEMEN

Bürgermeister

Franz Dobusch

Schon vier Mal wurden die LinzerInnen zu

Themen befragt, die für das Leben in unserer

Stadt wichtig sind. Ich möchte mich bei

allen ganz herzlich bedanken, die bei dieser

Befragung mitgemacht haben. Mit den

Antworten und Rückmeldungen haben wir eine wertvolle Entscheidungshilfe

für die Arbeit der nächsten Jahre bekommen.

Sie werden in unsere Bestrebungen einfließen, die Lebensqualität

in Linz weiter auszubauen.

Um Langzeittendenzen ablesen zu können, hat die Stadtforschung

Linz bei der aktuellen Befragung einen Großteil

der Themen aus den vorigen Umfragen wieder aufgegrif-

Fotos: Stadtplanung/Pertlwieser, Stadtkommunikation Linz

fen. Die Ergebnisse erhalten durch diese lange Zeitreihe

besondere Aussagekraft. Zu beurteilen waren bei der

BürgerInnen-Befragung 2011 im Detail die Wohngegend,

Infrastruktur, Sicherheit, die Lärm- und Verkehrssituation,

das Bildungsangebot und die Arbeitsplatzsituation.

Gleichzeitig gab es bei offenen Fragestellungen die Möglichkeit,

Anregungen und Wünsche zu formulieren.

LEBEN IM STADTTEIL

Auch diese Umfrage hat bestätigt: Die LinzerInnen fühlen

sich zu 96 Prozent mit ihrer Stadt stark verbunden. 86 Prozent

leben gerne in ihrem Viertel und nur 10 Prozent würden

einen anderen Stadtteil bevorzugen. Zudem hat sich

gezeigt, Linz ist für fast die Hälfte der Befragten schon länger

als 30 Jahre Lebensmittelpunkt. Die Zufriedenheit mit

dem Wohnumfeld hängt stark mit der Infrastruktur zusammen,

die im täglichen Leben benötigt wird. Dementsprechend

wurde etwa abgefragt, wie es mit der Versorgung mit

praktischen ÄrztInnen, mit Freizeitangeboten, Einkaufsmöglichkeiten

oder mit Betreuungsplätzen aussieht. Diese

Angebote wurden überwiegend für gut befunden.


2011

Auch eine Teilauswertung liegt schon vor. Sie gibt Aufschluss darüber, wie Frauen und Männer geantwortet haben.

UNTERWEGS IN LINZ

In diesem Bereich sollten die Befragten beurteilen, wie es mit

dem zu Fuß gehen, dem Rad und Auto fahren im eigenen Stadtteil

aussieht. 68 Prozent zeigten sich mit der Verkehrssituation

für FußgängerInnen zufrieden, 11 Prozent unzufrieden. Die

Hälfte der Befragten glaubt, dass RadfahrerInnen gute Bedingungen

vorfinden. 17 Prozent sind gegenteiliger Meinung. Dass

das Angebot in ihrer Wohngegend für AutobenutzerInnen

stimmt, glauben 53 Prozent. 16 Prozent sind damit unzufrieden.

Eine große Akzeptanz gibt es bei den öffentlichen Verkehrsmitteln:

82 Prozent schätzen Bus und Bim und nur 6 Prozent

sind damit unzufrieden.

SCHWERPUNKT SICHERHEIT

Wie schon 2004 war die öffentliche Sicherheit zentrales Thema

der Befragung. Laut aktueller Umfrage fühlen sich 82 Prozent

der Befragten in ihrer Wohngegend generell sicher. 12 Prozent

fühlen sich eher unsicher und nur 2 Prozent sehr unsicher.

Als wichtige Maßnahme zur Erhaltung der Sicherheit wird von

87 Prozent der Befragten die Bekämpfung der Straßenkrimi -

nalität angesehen. Ganz oben auf der Wunschliste steht mit

85 Prozent auch der Einsatz von Polizeistreifen zu Fuß. Neben

mehr Präsenz sind den Befragten auch verstärkte Kontrollen

wichtig. Ein Teil der BürgerInnen-Befragung 2011 war auf den

Ordnungsdienst der Stadt Linz abgestimmt. Grundsätzlich

halten 49 Prozent die Einführung für gut, 45 Prozent stimmten

dem nicht zu. Details und weitere Ergebnisse zu diesem und

allen anderen Umfrage-Themen sind im Internet unter

www.linz.at/befragung2011.asp.

Nach der Vorstellung dieser ersten großen Umfrageanalyse

arbeitet die Stadtforschung Linz laufend noch an detaillierteren

Auswertungen. Als erstes wurde der Frage nachgegangen, wie

mann/frau geantwortet hat. Diese Teilauswertung nach

Geschlechtern kann auch schon online nachgelesen werden.

JUTTA STEINER-KRONBERGER

Ergebnisse der BürgerInnen-Befragung 2011 im Internet

www.linz.at/befragung2011.asp

13


Neue Einkommensgrenze seit Jahresbeginn

Aktivpass – spart bares Geld

Bereits seit 20 Jahren ermöglicht

der Aktivpass LinzerInnen mit

geringem Einkommen städtische

Angebote gratis oder stark vergünstigt

zu nutzen. Aktuell be -

sitzen knapp 39.500 LinzerInnen

den Aktivpass und ersparen sich

damit Monat für Monat bares

Geld. Seit Jahresbeginn wurde die

Einkommensgrenze, die den Aktivpass

ermöglicht, angehoben.

14

Wie überall im Leben gilt auch beim Aktivpass: das Angebot

steigert die Nachfrage. Und da die Stadt Linz das Angebot

laufend verbessert, sichern sich immer mehr LinzerInnen

den Aktivpass.

NEUE EINKOMMENSGRENZE

Für 2012 wurde die Einkommensgrenze für den Bezug

des Aktivpasses angehoben. Wer in Linz seinen Hauptwohnsitz

und weniger als 1.110 Euro netto im Monat zur

Verfügung hat, erhält den Aktivpass. Ausgestellt wird er im

Bürgerservice des Neuen Rathauses oder in einer der zwölf

Stadtteilbibliotheken. Mitzunehmen ist ein aktueller Einkommensnachweis,

ein Lichtbildausweis sowie ein Foto.

Präsenz- und Zivildiener, die in Linz ihren Dienst versehen,

Kurse der Volkshochschule sind für Aktivpass-InhaberInnen um

50 Prozent verbilligt.

Bereits mehr als 39.500 LinzerInnen besitzen einen Aktivpass, dessen Beliebtheit ständig steigt.

sowie StudentInnen, die in Linz studieren, erhalten den

Aktivpass auch ohne Hauptwohnsitz Linz.

10 EURO TICKET IST DER RENNER

Vor allem die Möglichkeit, mit dem Aktivpass-Monatsticket

der LINZ LINIEN das gesamte Streckennetz um nur 10

Euro nutzen zu können, ist für viele Aktivpass-Anmeldungen

verantwortlich. 2011 wurden 294.376 dieser Aktivpass-Tickets

verkauft. Seit der Einführung 2007 mehr als

1,3 Millionen. Aber auch die zahlreichen anderen Leistungen

und Vergünstigungen können sich sehen lassen: zum

Beispiel durch verbilligte Eintritte in Hallenbäder, Eishalle

und Freibäder der LINZ AG, ebenso günstige Eintrittskarten

für Veranstaltungen der LIVA, in Linzer Museen oder die

Möglichkeit eines ermäßigten Internetzuganges. Kurse der

Volkshochschule sind ebenfalls um 50 Prozent billiger zu

haben. Nähere Infos: www.linz.at/aktivpass

39.500 AKTIVPÄSSE AUSGEGEBEN

Die meisten der rund 39.500 AktivpassbezieherInnen sind

zu rund 25 Prozent unselbständige Erwerbstätige, darunter

viele teilzeitbeschäftigte Frauen mit entsprechend

geringem Einkommen. Auch die PensionistInnen sind mit

insgesamt rund 7.300 Personen eine relativ große Nutzergruppe.

Jeweils etwa 5.000 Personen umfassen StudentInnen,

Arbeitslose und NotstandshilfeempfängerInnen

sowie Personen ohne jegliches Einkommen. Die restlichen

BezieherInnen verteilen sich auf EmpfängerInnen von

Ausgleichszulagen und Karenzgeld sowie Sozialhilfe.

PETER HIRHAGER

Fotos: Stadtkommunikation Linz


Luftmesswerte November–Jänner

Die Grenzwerte des Immissionsschutzgesetzes-Luft

(IG-L) wurden

im November 2011 in Linz

nur durch Feinstaub überschritten.

Die Zielwerte wurden bei

Stickstoffdioxid an der Station

Römerberg nicht eingehalten.

Mit ein Grund für den staubbelasteten

Monat war das Wetter. Der

übliche Niederschlag blieb aus.

Daher wurde die Verdünnung

bzw. der Abtransport der Emissionen

sehr stark beeinträchtigt.

Im Dezember 2011 wurden die

Grenz- und Zielwerte des IG-L nur

punktuell und geringfügig an den

Stationen Römerberg und 24er-

Turm durch PM10-Feinstaub

überschritten. Der vergangene

Dezember war einer der am geringsten

mit Staub belastete Dezembermonate

der letzten zehn

Jahre.

Im Jänner 2012 wurden die

Luftbelastung in Linz

Grenzwert Immissionsschutzgesetz-Luft

keine Messung

Römerberg

Neue Welt

24er-Turm

Informationsschwellenwert der EU

Schwefeldioxid

keine Messung

Stadtpark

Kleinmünchen

Ozon

160

140

120

100

80

60

40

20

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240

220

200

180

160

140

120

100

80

60

40

20

0

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■ November ■ Dezember ■ Jänner

Anzahl 2011

Zielwert

Immissionsschutzgesetz-Luft

Anzahl 2012

Feinstaub (PM 10)

Stickstoffdioxid

Kleinmünchen

Erlaubte Anzahl

Überschreitungstage

pro Jahr: 25

keine Messung

keine Messung keine Messung keine Messung

9

8

6

7

1

3

3 0

1 1 1

2 2

0

2 2

Römerberg Neue Welt 24er-Turm Stadtpark Kleinmünchen

Römerberg

Neue Welt

24er-Turm

Stadtpark

Bericht: Umwelt- u. Technik-Center, Abt. Umwelttechnik. – Daten: Luftgütemessnetz des Amtes der oö. Landesregierung

Grenzwerte des IG-L nur bei Feinstaub überschritten,

die Zielwerte wurden eingehalten.

Die Überschreitungen traten entweder am 1. 1.

Römerberg

Ostern in Wien und Bratislava

Marchmündung in die Donau

TERMIN

Fr, 6. Apr. bis Mo, 9. Apr. 2012 (Ostern)

REISEVERLAUF

Karfreitag, 8.30 h Boarding Linz-Urfahr; Parken

beim Schiff. Gleiten Sie auf der MS Kaiserin Elisabeth

II nach Wien mit Stops in Grein (Operettenkonzert)

und Weißenkirchen (Weinprobe), kont. Frühstück

& Abendmenü an Bord. 22 h an Wien.

Transfer ins Hotel.

Karsamstag, indiv. Besichtigung Wien. Ü/Fr. wie

Vortag.

Ostersonntag, 8.45 h „Leinen los“ ab Wien bis

Bratislava (an 12.10 h). Geführter Stadtrundgang.

Ü/Fr. im 4****Austria Trendhotel Bratislava.

Neue Welt

Bratislava, Pressburg Krönungskirche Hotel Park Inn, Wien

Ostermontag, Rückreise per Bahn; zB. Bratislava

ab 14.46 h/Wien-Simmering an 15.52; per U-Bahn

zum Westbahnhof. Mit den Zügen der ÖBB, Wien ab

16.32 h/Linz an 18.10 h. Per Straßenbahn zum geparkten

Auto.

LEISTUNGEN

+ Schiff Linz – Wien inkl. Frühstück & 4-Gang-

Abendmenü sowie Landprogramm Grein, Weißenkirchen

und Stadtrundgang Bratislava

+ Bustransfer Schiff-Hotel in Wien; Bahnticket

Bratislava-Wien und Wien-Linz bei freier Zugwahl/2.

Kl.; 1 U-Bahnticket Wien;

1 Straßenbahnticket Linz

+ 2 x Ü/F im 4****Hotel Park Inn Wien

+ 1 x Ü/F im 4****Austria Trendhotel Bratislava

Veranstalter: Donau Touristik, Ledererg. 4-12, 4010 Linz, Tel. 070-2080. Mail: s.bohak@donautouristik.at

Internet: www.donaureisen.at oder linz.donaureisen.at

45

38

Anzahl 2011

Anzahl 2012

24er-Turm

Stadtpark

45

Anzahl 2011

Anzahl 2012

Anzahl 2011

Anzahl 2012

als Folge der Silvesterknallerei auf und/oder am

28. 1. Im Jahresvergleich zeigte sich der heurige

Jänner als der sauberste der letzten zehn Jahre.

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Hauptstädte per Schiff reisen.

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Tage mit Überschreitungen des Tagesgrenzwertes

DIE REISE-ECKE


Budget 2012

Hoher sozialer Standard bleibt gewahrt

Den weiteren Ausbau des

Sozialbereichs und ein nach

wie vor hohes Investitionsniveau

trotz wirtschaftlich

schwieriger Zeiten weist

der Voranschlag 2012

der Stadt Linz aus.

16

Das Gesamtbudget der Stadt beträgt heuer 782,7 Millionen

Euro. Für Investitionen mit den Schwerpunkten Soziales,

Bildung, Kultur und Verkehr sind 102,1 Millionen Euro

vorgesehen. Davon entfallen 76,8 Millionen Euro auf den

Magistrat und 25,2 Millionen Euro auf die städtische

Immobiliengesellschaft.

SCHWACHE ZUWÄCHSE BEI EINNAHMEN

Investitionsschwerpunkte 2012

Bildung

Finanzreferent Stadtrat

Johann Mayr

„Das hohe kommunale

Leistungs angebot ist auch

2012 gesichert.“

Verkehr

Wie in den vergangenen Jahren sind auch heuer in den herausragenden

Einnahmenbereichen nur schwache Zuwächse

zu erwarten. Wichtigste Einnahmenquelle sind die

Bundesabgabenertragsanteile, zu denen unter anderen die

Anteile an der Lohn- und Einkommenssteuer, der Umsatzsteuer

und der Mineralölsteuer zählen. Sie betrugen 2008,

als im Herbst die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise

begann, rund 206,6 Millionen Euro. Für 2012 werden

Soziales

216,4 Millionen Euro erwartet. Somit beträgt die Steigerungsrate

für vier Jahre nur 4,7 Prozent. Bei den eigenen

Steuereinnahmen wird sich für diesen Zeitraum ein mit 8,5

Prozent ebenfalls nur schwaches Plus ergeben. Insgesamt

werden aus dieser Quelle heuer 163,8 Millionen Euro erwartet.

Die Mehreinnahmen von 7,2 Millionen Euro gegenüber

2011 betreffen mit 5,6 Millionen Euro die Kommunalabgabe.

Sie hängt von der Zahl der Arbeitsplätze und

dem Einkommensniveau ab.

STEIGENDE SOZIALAUSGABEN

Kultur

19 18,5 17,1 10

Mio. Euro

Die Stadt Linz hat seit 2007 das Angebot an Kindergarten-,

Hort- und Krabbelstubengruppen um 70 Gruppen auf

418 Gruppen erweitert. Daher wird der Zuschussbedarf für

die Kinder- und Jugendservices heuer mit 24,1 Millionen

Euro um 81,5 Prozent höher als vor fünf Jahren sein. Die

Inflationsrate für diese Periode beträgt dagegen 11,3 Prozent.

Für die Erziehungshilfe in Familien und Einrichtungen

sind 14 Millionen Euro als Zuschussbedarf budgetiert,

um 49 Prozent mehr als 2007.

In den 159,6 Millionen Euro für den Verwaltungs- und Betriebsaufwand

sind 106 Millionen Euro für den Sozialbereich

enthalten. 73,5 Millionen Euro kommen in Form von

Sozialhilfe den BewohnerInnen von Seniorenzentren zugute.

Nach Abzug der Einnahmen ergibt sich ein Zuschussbedarf

von 23,8 Millionen Euro. 7,9 Millionen Euro dienen für

die SeniorInnenbetreuung durch mobile Dienste.


Auch die Transferzahlungen an das Land Oberösterreich haben

die Inflationsentwicklung weit übertroffen und belasten die Finanzkraft

der Stadt stark. So wird der Krankenanstalten-Sprengelbeitrag

heuer mit 51,3 Millionen Euro um 41,4 Prozent

höher als 2007 sein. Die Sozialtransfers übertreffen den damaligen

Wert um 35 Prozent. Während 1990 noch 30,5 Prozent

der Bundesabgabenertragsanteile für die Transferzahlungen

ausreichten, muss mittlerweile die Hälfte aufgewendet werden.

INVESTITIONEN FÜR SOZIALES

17,1 Millionen Euro werden im Sozialbereich investiert. Für die

Errichtung und die Planung von Kindergärten, Horten und Krabbelstuben

sind 7,3 Millionen Euro vorgesehen. Davon entfallen

zwei Millionen Euro auf den Hortneubau Harbachschule für

acht Gruppen. Der Bau der Kinderbetreuungseinrichtung Garnisonstraße

mit sechs Kindergarten- und zwei Krabbelstubengruppen

ist mit 1,6 Millionen Euro dotiert. Diese beiden Projekte

werden bis September 2013 fertig. Die Errichtung der Krabbelstube

Hessenplatz für drei Gruppen dauert bis zum heurigen

September und schlägt mit 1,4 Millionen Euro zu Buche.

VERKEHRSPROJEKTE

Für Investitionen auf dem Sektor Straßenbau und Verkehr sind

18,5 Millionen Euro budgetiert. Davon betreffen 8,4 Millionen

Euro die Errichtung und die Sanierung von Straßen sowie Gehund

Radwegen. Der Grunderwerb für den Straßenbau erfordert

2,2 Millionen Euro und die Erweiterung der Beleuchtungsanlagen

1,1 Millionen Euro.

Größtes Straßenbauvorhaben ist die Neugestaltung der Landstraße

zwischen Bismarckstraße und Musiktheater. Für dieses

Projekt stehen heuer drei Millionen Euro zur Verfügung. Bereits

in Bau ist die Straßenanbindung des Wohnprojekts „Lange

Allee“ an der Ellbognerstraße im Stadtteil Neue Heimat, für die

570.000 Euro veranschlagt sind.

BILDUNG UND KULTUR

19 Millionen Euro enthält der Voranschlag für Investitionen im

Bildungsbereich. Das größte Schulprojekt ist mit 5,9 Millionen

Euro die Erweiterung und grundlegende Modernisierung der

beiden Neuen Mittelschulen HS 17 und HS 18 Dr.-Karl-Renner-Schule

in der Neuen Heimat. Die Generalsanierung der

Neuen Mittelschule Stelzhamerschule im Volksgartenviertel

und der benachbarten Volksschule wird bis zum September

2012 mit einem Aufwand von drei Millionen Euro abgeschlossen.

Die bis Sommer 2012 dauernde Aufstockung und Adaptierung

der Leonardo da Vinci-Schule und der Polytechnischen

Schule Urfahr im Schulkomplex der Jahnschule ist heuer mit

2,8 Millionen Euro dotiert. 1,9 Millionen Euro können für die

Fotos: Stadtkommunikation Linz

Investitionsschwerpunkte sind die Bereiche Soziales, Bildung und Verkehr.

Im Bild die Projekte: Aus- und Umbau der Leonardo da Vinci-Schule (oben),

Krabbelstube Hessenplatz und Neugestaltung Landstraße (unten).

Einrichtung von Schulen ausgeben werden. Für Kulturinvestitionen

sind zehn Millionen Euro vorgesehen. Davon entfallen

5,2 Millionen Euro auf den Kostenbeitrag für die Errichtung

des Musiktheaters, 2,5 Millionen Euro auf das Kunstmuseum

Lentos und zwei Millionen Euro auf das Ars Electronica Center.

Die Projektentwicklung für die Nutzung der Tabakfabrik wurde

mit drei Millionen Euro budgetiert.

CHRISTIAN FREIMÜLLER

17


Fotos: Stadtkommunikation Linz

Erneuerung Feuerwache Nord

Für bestmögliche Arbeitsbedingungen

Damit die Berufsfeuerwehr

den hohen Anforderungen

weiterhin gerecht

werden kann, bedarf es

neben einer top ausgebildeten

Mannschaft

auch zeitgemäßer Geräte

und Gebäude. Die 36

Jahre alte Feuerwache

Nord muss deshalb dringend

erneuert werden.

Hochbaureferent Stadtrat Johann Mayr

„Mit der Adaptierung und Modernisierung am Standort

Urfahr sollen beste Arbeitsbedingungen für die

Berufsfeuerwehr Linz geschaffen werden. Für die

Planung und vorbereitende Baumaßnahmen stehen rund

250.000 Euro zur Verfügung“.

Das Gebäude an der Dornacher Straße in Urfahr ist 1976 provisorisch

und 1978 offiziell in Betrieb gegangen. Seither versehen

dort jeden Tag rund um die Uhr die Mitarbeiter der Berufsfeuerwehr

ihren Dienst. Mindestens 20 Einsatzkräfte müssen in

der Feuerwache Nord 24 Stunden am Tag bereit sein. Mittlerweile

bedarf es mehr Platz in der Fahrzeughalle, da sich der

Fuhrpark im Laufe der Jahre verändert und vergrößert hat. Das

Durchfahren der Halle ist nicht mehr möglich, denn die Fahrzeuge

stehen aus Platzmangel in zwei Reihen. Außerdem muss

der Dekontaminationsbereich auf ein zeitgemäßes Niveau gebracht

werden. In diesem wichtigen Bereich reinigen die Feuer-

Besichtigung der Feuerwache Nord durch die Mitglieder des Sicherheitsund

Ordnungsausschusses.

Durch die ständige Erweiterung des Fuhrparks platzt die Fahrzeughalle bereits aus allen Nähten.

Sicherheitsreferent Stadtrat

Detlef Wimmer

„Ich habe mir am 30. Jänner 2012 mit

den Mitgliedern des Sicherheits- und

Ordnungsausschusses persönlich ein

Bild vom Zustand der Feuerwache Nord

gemacht. Die Erneuerung ist dringend

notwendig und soll so rasch wie möglich in Angriff genommen

werden. Die Feuerwehrmänner brauchen eine entsprechende

Infrastruktur, damit sie ihre wertvolle Arbeit für die Sicherheit

der Bevölkerung bestmöglich leisten können.“

wehrmänner nach Einsätzen ihre Schutzausrüstung und sich

selbst. Die Sanitärräume sind ebenfalls zu klein geworden und

noch nicht nach Geschlechtern getrennt. Generell ist die in „Betonplattenbauweise“

aus den 70er Jahren errichtete Feuerwache

Nord erneuerungsbedürftig. Im Gemeinderat wurden die für

die Adaptierung der Feuerwache Nord notwendigen Planungen,

Projektierungen und Voruntersuchungen genehmigt. Die städtische

Immobilien Linz GmbH wird bis Ende des Jahres einen

Entwurf für die Erneuerung vorlegen, der eine Kostenschätzung

ermöglicht. Sobald der Gemeinderat die Mittel beschließt, kann

mit der Modernisierung der Feuerwache Nord begonnen werden.

Durch die starke Nord-Süd-Ausdehnung des Linzer Stadtgebietes

kommt dieser neben der Hauptfeuerwache an der Wiener

Straße eine große Bedeutung zu. So können die bestens

geschulten Männer der Berufsfeuerwehr die Einsatzorte innerhalb

weniger Minuten erreichen.

EDITH PRASS

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Fotos: Stadtkommunikation Linz, Lentos

Kulturjahr 2012

Im Zeichen von Architektur und Technik

Auch drei Jahre nach dem großen Kulturhauptstadt ereignis ist das kulturelle Geschehen der

Stadt vielfältig und von zahlreichen Höhepunkten geprägt. Dem zentralen Jahresthema des Linz

Tourismus „Architektur & Technik“ sind dabei zwei große städtische Beiträge gewidmet.

Einbringer mit Objekt © Erzähl uns Linz!

Die Höhepunkte des Kulturjahres 2012 reichen von der Ausstellung „Car Culture“ (oben) und „Erzähl uns Linz!“ bis hin zum Pflasterspektakel und der

Klangwolke im Rahmen des Brucknerfestes (unten v. l. n. r.).

20

Foto © Tobias Rehberger – Foto: Christof Hierholzer, Karlsruhe


Die beiden Ausstellungen über „Hitlerbauten“ im Nordico und

„Car Culture“ zum Thema Mythos Automobil im Lentos zählen

zu den Höhepunkten des heurigen Jahres. Überdies wird die

Tabakfabrik Schauplatz der großen Porsche-Ausstellung des

Landes OÖ und der Kunstuniversität sein.

AUFTAKT MIT CROSSING EUROPE

Den Auftakt des Festivalreigens bildet von 24. bis 29. April

CROSSING EUROPE und verwandelt Linz zum neunten Mal in

einen europäischen Festival-Hotspot. Rund 140 herausragende

handverlesene Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme aus

ganz Europa – zumeist als Österreichpremieren – werden zu

sehen sein.

KULTUR AN DER DONAU

Fix im Kulturgeschehen verankert sind auch heuer wieder die

beiden Festivals LINZFEST und Pflasterspektakel. Atmosphärisch

einzigartig und programmatisch vielfältig wird sich das

LINZFEST wieder am Pfingstwochenende von 26. bis 28. Mai

präsentieren. Am Donauufer zwischen Lentos und Brucknerhaus

wird ein dreitägiges Kulturprogramm bei freiem Eintritt geboten.

Als musikalischer Schwerpunkt werden unter dem Motto

„Global Beats“ Live-Acts präsentiert, die eine außergewöhnliche

und moderne Synthese aus Pop, Rock und traditioneller

Musik aus aller Welt auf die Bühne bringen. Anziehungspunkt

für Familien ist wieder das Kinderfest. Beim Kulturpicknick im

Donaupark wird das LINZFEST gemütlich ausklingen.

BUNTE WELT

Kulturreferent

Vizebürgermeister Dr. Erich Watzl

„Die Kultur in Linz lässt auch 2012

nicht locker. Bis zum Jahresende

spannt sich ein vielfältiger und abwechslungsreicher

Veranstaltungs -

bogen. Besonders interessant sind

sicherlich die Angebote rund um das

Jahresthema Architektur und Technik.“

Treffpunkt für StraßenkünstlerInnen aus aller Welt ist im Sommer

das Pflasterspektakel, das von 19. bis 21. Juli als eines

der größten und erfolgreichsten Straßenkunstfestivals Europas

über die Bühne geht. Bei dieser 26. Festivalausgabe wird es

wieder beliebte und bekannte Programmhöhepunkte, wie die

Kaleidoskopnächte im Spektakelzelt oder die Straßentheater in

den Innenhöfen geben. Internationale Straßenkunst auf höchstem

Niveau – von Objekt- und Improtheater über Musik, Tanz,

Comedy und Jonglage bis zu Hochseil- und Feuerakrobatik –

erwartet die BesucherInnen an den verschiedensten Plätzen in

der Linzer Innenstadt.

GROSSE AUSSTELLUNGEN

Mit großen Ausstellungen sorgen die städtischen Museen, aber

auch andere Einrichtungen in Linz für außergewöhnlichen

Kunstgenuss für jedermann/-frau. Im Frühling wird der große

Saal des Lentos zu einem Parkplatz, auf dem sich künstlerische

Vehikel ein Stelldichein geben. In der Ausstellung Car Culture

von 2. März bis 4. Juli wird das Auto als Skulptur vorgestellt. Im

Sommer ist ab 11. Juli eine Ausstellung des Kunstmuseums

dem großen irischen Maler Sean Scully gewidmet. „Der nackte

Mann“, dargestellt auf rund 100 Werken von Egon Schiele bis

Andy Warhol, wird ab 26. Oktober die Museumsräumlichkeiten

füllen.

ERZÄHL UNS LINZ – AUFRUF ZUR BETEILIGUNG

Das Nordico setzt bei der Ausstellung „Erzähl uns Linz!“ ganz

auf die Beteiligung der Bevölkerung. Die LinzerInnen sind aufgerufen,

die eigene Geschichte zu erzählen und symbolische

Gegenstände für die Ausstellung dem Museum zu leihen – zu

sehen ab 30. März. Die stadtgeschichtliche Schau „Hitlerbauten

in Linz“ zeigt im Herbst ab 21. September die über 70-jährige

Nachnutzung der zahlreichen Wohnsiedlungen, die zwischen

1938 und 1945 entstanden sind.

Nicht zu vergessen: Das Atelierhaus Salzamt zeigt im

März/April „Home Sweet Home“ mit Zeichnung zum Thema im

Rahmen von NEXTCOMIC. „Das Gegenteil vom kleinsten gemeinsamen

Nenner“ lautet der Titel der Schau im Mai/Juni von

Linzer KünstlerInnen, die ein Jahr ein Salzamt-Atelier nutzen.

Gegenwartskunst aus dem Iran folgt im Juni/Juli.

TREFFPUNKT TABAKFABRIK

Ab Juli 2012 wird eine große Porsche-Ausstellung Rennatmosphäre

in der Linzer Tabakfabrik verströmen. Rund 30 aktuelle

wie auch historische Sportwagen können hier bestaunt werden.

Die Leihgaben wie der Porsche 917 kommen von Porsche

Stuttgart. Im Innenhof der Tabakfabrik wird ein Stück der Rennstrecke

von Le Mans nachgebaut. Dazu werden Rennfahrer-

Legenden wie Jochen Maas, Joachim Stuck oder Walter Röhrl

erwartet.

NOCH MEHR VERANSTALTUNGSHIGHLIGHTS

Zum Jahresthema „Architektur & Technik“ passend findet das

Ars Electronica Festival von 30. August bis 4. September bereits

zum 32. Mal statt. Auch das Internationale Brucknerfest

mit den Klangwolken wird von 9. September bis 3. Oktober

wieder eines der ganz großen kulturellen Highlights in Linz sein.

Noch mehr Veranstaltungen finden Interessierte unter

www.linztermine.at!

SABINE HÖRSCHLÄGER

21


Starke „Rauchzeichen“ gibt im heurigen

Jahr die 2009 von der Stadt Linz

erworbene Tabakfabrik. Mehrere Unternehmen

und die Kulturinitiative Red

Sapata werden in das unter Denkmalschutz

stehende Industriegebäude einziehen.

Im Sommer wird dort eine Großausstellung

über die legendäre

Automarke Porsche (Näheres Seiten

20/21) zu sehen sein.

Tabakfabrik Linz – vielfältige Zwischennutzungen

Gefragtes Industriedenkmal

Fotos: Stadtkommunikation Linz

Die Tabakfabrik ist zu einem gefragten, unkonventionellen

Veranstaltungszentrum geworden. Diese Aufwärtsentwicklung

setzt sich heuer fort. 2011 registrierte die zur Unternehmensgruppe

Stadt Linz zählende Tabakfabrik Linz Entwicklungs-

und Betriebsgesellschaft rund 50 Veranstaltungen

mit zirka 16.000 BesucherInnen. Die Zwischennutzungen

werden von einem Beirat genehmigt. Sein

Vorsitzender ist der Linzer Karikaturist Gerhard Haderer. Er

ist ebenso wie die weiteren Ausschussmitglieder Klaus

Pruenster, Musiker und Komponist, und Univ.-Prof. Dr.

Robert Bauer, Vorstand des Instituts für Organisation der

Johannes Kepler Universität, Aufsichtsratsmitglied der

Entwicklungs- und Betriebsgesellschaft. Als Koordinator

der Zwischennutzungen wirkt seit kurzem der erfahrene

Kulturmanager Mag. Chris Müller.

Das Großprojekt Tabakfabrik erfordert einen längerfristigen

Planungsprozess. Heuer sollen erste Entscheidungen über

eine langfristige Nutzung getroffen werden. Die Schaffung

von Entfaltungsmöglichkeiten für die Kreativwirtschaft

steht ebenso zur Diskussion wie die Ansiedlung von Bildungseinrichtungen.

Auch im Rahmen des städtebaulichen

Ideenwettbewerbs für junge europäische Architekten

Kulturmanager

Mag. Chris Müller ist

für die Koordination

der Zwischennutzungen

zuständig.

Die im Eigentum der Stadt Linz stehende Tabakfabrik ist zu einer gefragten

Adresse in Sachen Veranstaltungen und Büroräumlich keiten geworden.

„Die Linzer Tabakfabrik bietet große Chancen für

die Stadtentwicklung“.

Bürgermeister Franz Dobusch

„EUROPAN 11“ entstanden Visionen für die Zukunft der

Tabakfabrik. Mit der Etablierung des Büros der Creative.Region

Linz & Upper Austria GmbH wird das bedeutende

Industriedenkmal zur Zentrale der heimischen Kreativwirtschaft.

BEGEHRTE BÜROFLÄCHEN

Als Impulsgeberin für den Standort Tabakfabrik wird auch

der Geschäftsbereich Ars Electronica Solutions der Ars

Electronica Linz GmbH wirken. Er nutzt die Basisentwicklungen

des Ars Electronica Future Labs für die Entwicklung

marktreifer Softwareprodukte. Auf digitale Medien spezialisiert

ist auch die Agentur für Kommunikationsdesign

Netural. Sie wird ebenso wie das Linzer Architekturbüro

kleboth lindinger dollnig in das markante Kopfgebäude an

der Donaulände einziehen.

Der Charme der nach Plänen der Architekten Peter Behrens

und Alexander Popp errichteten Tabakfabrik hat auch

die Baufirma Alpine angelockt. Das Unternehmen wird ab

Spätsommer 2012 auf dem Froschberg einen Neubau

ihrer Linzer Niederlassung errichten und benötigt ein Ausweichquartier

für rund 120 MitarbeiterInnen. Da dort aus

Denkmalschutzgründen keine Veränderungen der Bausubstanz

vorgenommen werden dürfen, baut die Alpine

transparente Büroboxen mit eigenem Heiz- und Kühlsystem

in der Tabakfabrik ein.

CHRISTIAN FREIMÜLLER

23


Veranstaltungen

Ausstellungen

24

Lentos

bis 4. Juli 2012

Car Culture

Der große Ausstellungssaal des

Lentos wird zu einem Parkplatz,

auf dem sich künstlerische Vehikel ein Stelldichein geben:

Autos als Skulpturen, von KünstlerInnen erdacht oder bearbeitet.

Lentos

bis 6. Mai 2012

Ursula Biemann: Mission

Reports

Videoessays und -installationen zu

Themen wie Migration und Geschlechterpolitik

vor dem Hintergrund von Globalisierung,

Freihandelszonen, virtueller

Kommunikation und dem Ausbau

der Grenzfestungen hoch entwickelter

Staaten.

Lentos

25. Mai bis 12. August 2012

Gil & Moti: Totally Devoted

To You

Die Arbeiten des Künstlerpaars negieren

Grenzen zwischen Leben, bildender

Kunst, Performance und sozialen

Interventionen.

Info: www.lentos.at

Nordico

30. März bis 26. August 2012

Erzähl uns Linz! –

Stadtgeschichten

suchen, sammeln und

erleben

Erzähl uns Linz! ist ein Aufruf an

die Bevölkerung, ihre eigene Stadtgeschichte

zu schaffen: Gegenstände,

die symbolisch für Erlebnisse

und Geschichten stehen, werden gesammelt und zu

Stadtereignissen des kollektiven Gedächtnisses in Beziehung

gesetzt.

Info: www.nordico.at

Ausstellungen

Botanischer Garten, Freiland,

Kalthaus

24. März bis 13. Mai 2012

Frühlingserwachen –

der Botanische Garten

erblüht

Kein Frühling ohne den Willkommensgruß auf der Gugl. Die

bezaubernde Bepflanzung mit Frühblühern lädt zum Genießen

der ersten warmen Tage ein.

Botanischer Garten, Kakteenhaus

28. April bis 9. September 2012

Pflanzliche

Überlebenskünstler:

Sukkulente Gewächse aus

Afrika

Den genügsamen afrikanischen Kakteenarten

ist diese Schau gewidmet.

Info: Tel. 7070-1870

Freizeit/Unterhaltung

Urfahraner Jahrmarktgelände

28. April 2012 bis 6. Mai 2012

Urfahraner Frühjahrsmarkt

Ein Highlight jedes Linzer Frühlings ist

das Marktgetümmel an der Donau.

Info: www.urfahranermarkt.at

Urfahraner Jahrmarktgelände

28. April 2012 bis 6. Mai 2012

Ausstellungszelt LINZ VERÄNDERT

geöffnet täglich von 10:00 bis 19:00 Uhr; Sa 28. April

und Do 3. Mai von 10:00 bis 22:00 Uhr

Info: www.aec.at

Sport

22. April 2012: 11. Borealis Linz Donau Marathon

28. April 2012, 15:00 Uhr: 3-Brückenlauf

19. Mai 2012: 8. FH OÖ Linztriathlon, Pleschingersee

17. Juni 2012: 14. Linzer Frauenlauf, Pichlingersee


Bühne/Musik/Literatur

Posthof

21. April 2012, 20:00 Uhr

Deutsches Theater Berlin:

Tagebuch eines

Wahnsinnigen

von Nikolai Gogol

Samuel Finzi, vielgefragter

Theater- und Filmstar, in einem

dramatischen Parforceritt durch

die Abgründe der Seele.

Posthof

4. Mai 2012, 20:00 Uhr

Gianmaria Testa: Vitamia

Der gefühlvolle italienische Liedermacher

vereint auf mitreißende

Art und Weise Tango, Bossanova,

Jazz, Habanera und Walzer.

Wer Paolo Conte mag, wird

Gianmaria Testa lieben.

Info: www.posthof.at

Brucknerhaus, Großer Saal

13. April 2012, 19:30 Uhr

Jazz Standards Heritage Club

Brucknerhaus, Großer Saal

2. Mai 2012, 19:30 Uhr

German Jazz Night

Brucknerhaus, Mittlerer Saal

4. Mai 2012, 19:30 Uhr

Dirty Songs – erotische Lieder heutiger

Komponisten

Info: www.brucknerhaus.at

Friedenskirche

24. März 2012, 19:30 Uhr

Johannes-Passion

von J. S. Bach

mit dem Österreichischen BachCollegium und dem Brucknerchor

Linz

Info: www.brucknerchor.at

www.linztermine.at

Festival

Linz

15. bis 23. März 2012

Next Comic Festival

2012

Während im Lentos „Rudi Klein“ eine Ausstellung gewidmet

ist und im Atelierhaus Salzamt selbstgezeichnete Postkarten

internationaler ComickünstlerInnen gezeigt werden,

regiert im AEC die Multimedia-Variante des Comics. Im

Festivalzentrum oö kulturquartier erhalten Sie alle Informationen,

um in die Comicwelt einzutauchen.

Info: www.nextcomic.org

Linz

19. bis 24. März 2012

Culinary Art Festival 2012

In zwölf Linzer Betrieben sorgen Starköche für ein kulinarisches

Feuerwerk der Sinnesfreuden beim Gourmet-Frühling

an der Donau.

Info: www.hotspots-linz.at

4. bis 11. Mai 2012

Internationales

integratives Kulturfestival sicht:wechsel

Zum dritten Mal erarbeiten internationale Theater-, Tanzund

Musikensembles mit Menschen mit und ohne Beeinträchtigung

künstlerisch hochwertige Produktionen.

Info: www.sicht-wechsel.at

zwischen Lentos und Brucknerhaus

26. bis 28. Mai 2012

LinzFest 2012

Unter dem Motto „Global

Beats“ warten entlang der

Kulturmeile an der Donau

Live-Acts mit einer außergewöhnlichen

und modernen

Synthese aus Pop, Rock und traditioneller Musik aus aller

Welt auf Sie. Für einen gemütlichen Ausklang sorgt wieder

das Kulturpicknick im Donaupark.

Info: www.linzfest.at

Diese und weitere Veranstaltungen finden Sie unter:

www.linztermine.at

25


BLICKPUNKT

Bei einem Besuch im Chemiepark Linz informierten sich Bürgermeister Franz Dobusch (7.v.r.), die

Vizebürgermeister Dr. Erich Watzl (8.v.r.) und Klaus Luger (5.v.r.), die StadträtInnen Mag. a Eva Schobesberger

(7.v.l.) und Hans Mayr (2.v.r.) sowie Führungskräfte der Verwaltung über die Kooperationen am

Standort zum Thema Sicherheit. Von seiten der Borealis Agrolinz Melamine nahmen Mag. Christian

Wiesmeier (4.v.r.) und Dipl.-Ing. Herwig Ertel (9.v.l.) teil, weiters: Geschäftsführer Wim Vorage (8.v.r.)

und Ing. Harald Gruber (6.v.r.) sowie Dr. Wilhelm Dobramysl (r.) für die DSM Fine Chemicals. Gemeinsam

konnte aufgezeigt werden, dass durch firmenübergreifende Strukturen Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz

zentrales Thema sind. Eine Säule dabei ist die Betriebsfeuerwehr mit ihren Maßnahmen zum

vorbeugenden Brandschutz, die eng mit der Berufsfeuerwehr der Stadt Linz zusammenarbeitet.

60 Jahre Botanischer Garten

Erlebnis der Sinne

Im Mai feiert der Botanische Garten sein

60-jähriges Bestandsjubiläum. 1950

legte die Stadt Linz mit der Übernahme

einer 1,8 Hektar großen Fläche an der

Roseggerstraße den Grundstein für den

Botanischen Garten. Dieser wurde am 5.

Mai 1952 von Bürgermeister Dr. Ernst

Koref eröffnet. Neun Jahre später wurde

das Areal erweitert und erreichte 1966

mit der Enstehung des Rosengartens auf

dem Gelände der ehemaligen Linzer

Glashütte seine endgültige Größe von

4,2 Hektar. In den folgenden Jahren

wurde die Infrastruktur des Gartens

immer wieder erweitert beziehungsweise

um- und neu gestaltet. Dabei ist das

26

Historische Aufnahme

aus den

Anfängen des

Botanischen

Gartens.

Jahr 2000 von großer Bedeutung. Neben

dem Bau einer Freiluftbühne und dem

Umbau des Eingangsbereiches entstanden

unter anderen ein Seminarraum und

ein Gartencafé. Heute ist der Botanische

Garten mit seinen über 10.000 ver -

schiedenen Pflanzenarten einer der

schönsten seiner Art in Europa. In den

fünf Gewächshäusern entfalten vor

allem exotische Pflanzen ihre Pracht.

Seltene Orchideen, eine europaweit einzigartige

Kakteensammlung und ein

Skulpturenpark – als Galerie im Freien –

machen das ganze Jahr einen Besuch

zum Erlebnis.

www.linz.at/botanischergarten

Bürgerservice Center

Gefragtes Service

seit zehn Jahren

Auf mittlerweile zehn erfolgreiche Jahre

kann das Bürgerservice Center zurückblicken.

Im Jänner 2002 hat die multifunktionale

Einrichtung im Neuen Rathaus

ihren Betrieb aufgenommen und war

von Beginn an stark frequentiert. Mit zu -

nehmender Ausweitung des Angebotsspektrums

– mit März 2002 wurde das

Meldewesen und ab März 2003 das Passwesen

von der Bundespolizeidirektion

Linz übernommen – sind die KundInnenzahlen

gestiegen. Seit Jänner 2007 ist

das Bürgerservice Center zusätzlich mit

der Ausstellung des Aktivpasses betraut,

was eine weitere Zunahme der Frequenz

mit sich brachte. Haben 2002 rund

71.000 BürgerInnen das Angebot der

Serviceeinrichtung genutzt, so sind 2011

in etwa 113.000 KundInnen persönlich

ins Bürgerservice Center gekommen. Am

häufigsten, nämlich 59.261 Mal ging es

im Vorjahr um Anliegen rund um das Einwohner-

und Meldewesen, wie An-, Aboder

Ummeldungen des Wohnsitzes, Meldebestätigungen

und Meldeauskünfte.

Viele Bürgerservice-Leistungen werden

auch dezentral in den Stadtbibliotheken

angeboten. Rechnet man diese Frequenz

noch dazu, dann erhöht sich die Vorjahresbilanz

um weitere rund 51.400 auf

insgesamt rund 164.400 KundInnen-

Kontakte.

Näheres: www.linz.at

Seit zehn Jahren steht das Bürgerservice Center

im Neuen Rathaus für KundInnen-Anliegen zur

Verfügung.


Gesundheitsreferentin Vizebürgermeisterin Christiana Dolezal (r.) verlieh die Gesundheitspreise

2011 im Alten Rathaus.

Gesundheitspreis 2011

Herausragende Leistungen gewürdigt

Mitte Februar 2012 fand die Verleihung

des Gesundheitspreises der Stadt Linz

im Rahmen eines Festaktes im Alten Rathaus

statt. Mit diesem Preis wurden herausragende

Leistungen im Gesundheitswesen

gewürdigt. Insgesamt wurden

26 Projekte eingereicht. Davon acht

in der Kategorie „Krankenanstalten“,

sieben in der Kategorie „Gesundheitseinrichtungen,

Initiativen, Betriebe“ und elf

in der Kategorie „Schulen, Bildungseinrichtungen“.

Die GewinnerInnen sind:

Kategorie: Krankenanstalten: 1. Preis:

Projekt: „Psychische Erkrankungen erkennen,

verstehen und behandeln“, OÖ.

Landesnervenklinik Wagner-Jauregg;

Kategorie: Gesundheitseinrichtungen:

1. Preis: Projekt: „PAULA-Kursreihen für

Angehörige von an Demenz erkrankten

Personen“, Caritas für Betreuung und

Pflege, Servicestelle Pflegende Angehörige;

Kategorie: Einzelpersonen, Initiativen,

Schulen, Bildungseinrichtungen,

Betriebe, Medien: 1. Preis: Projekt: „Verein

Marathon“, Verein Marathon, Landesfrauen-

und Kinderklinik Linz.

Glanzlichter 2012

Musikalische Talente im Rampenlicht

Zu einem Konzertabend lädt die Musikschule

der Stadt Linz am 19. April 2012

um 19.00 Uhr in den neuen Festsaal

des Ursulinenhofs. Dabei werden sich

MusikschülerInnen mit besonderer

künstlerischer Ausdruckskraft präsentieren.

Begleitet werden sie vom Großen

Orchester der Musikschule Linz.

Zu genießen gibt es populäre Werke von

Max Bruch, Vincenco Bellini, Lional

Hampton, W.A. Mozart und viele mehr.

Dirigiert wird das Große Orchester von

Dirigent Ingo Ingensand.

Als SolistInnen werden sara.bauernfeind@violine.linz,

michael.kass@

klavier.linz, roman.ortner@klarinette.

linz, alexander.poxhofer@klarinette.linz,

sebastian.pauzenberger@vibrafon.linz,

ruth.tauber@blockflöte.linz und sabeth.

puri-jobi@jazzvoc.linz zu hören sein.

Großes Reise-Gewinnspiel

Spielen Sie mit und verreisen Sie!

Gesponsert von der Donau Touristik

GmbH verlost „Lebendiges Linz“ drei

Reisen nach Bratislava (siehe Seite 15).

Zusätzlich werden zwei Schiffsausflüge

Linz – Passau – Linz verlost.

Schneiden Sie den Gewinnspiel-Abschnitt

aus und schicken Sie diesen bis

30. April 2012 an die Stadtkommunikation

Linz, Redaktion „Lebendiges Linz“,

Hauptplatz 1, 4041 Linz, oder schicken

Sie ein Fax an (0732) 7070-1313.

Die am originellsten gestalteten Einsendungen

werden von einer Fachjury auserwählt

und mit Kurzurlauben beziehungsweise

Schiffsausflügen belohnt.

Linzer Straßen und Plätze

Die Ramsauerstraße am Bindermichl wurde

1945 nach dem Entdecker des prähistorischen

Hallstätter Gräberfeldes, dem Bergmeister

Georg Ramsauer (1795–1874), benannt.

Fotos: Stadtkommunikation Linz/Wagner, Dworschak

Impressum: Lebendiges Linz, Stadtmagazin, Medieninhaberin (Verlegerin),

Herausgeberin und Redaktion: Stadt Linz, Stadtkommunikation

Linz, Hauptplatz 1, 4010 Linz; Chefredakteurin: Dr. Karin Frohner,

Redaktion: Peter Prass, Tel.: 7070/1368, Fax: 7070/1313,

E-Mail: peter.prass@mag.linz.at. Luftbilder: StPL/Pertlwieser, freigegeben

vom BMLV GZ S90986/28-Recht B/2005. Druck und Herstellung:

NÖ. Pressehaus, Druck- und Verlagsgesellschaft m.b.H., Gutenberg-straße

12, 3100 St. Pölten. Für den Anzeigenteil verantwortlich:

Pepi Lehner, Niederösterreichisches Pressehaus, Telefon 0664/

4112222, E-Mail: p.lehner@np-druck.at. Auflage: zirka 116 500

Exemplare. Erscheinungsweise: zweimonatlich.

Offenlegung gem. § 25 des Mediengesetzes:

Eigentümerin, Herausgeberin und Medieninhaberin: Magistrat der

Landeshauptstadt Linz, Stadtkommunikation Linz, Hauptplatz 1,

4041 Linz. Chefredakteurin: Dr. Karin Frohner. Erklärung über grundlegende

Richtung: Kommunale Berichterstattung über städtische

Themen (Verkehr, Bauwesen, Grün, Sport, Umwelt, Gesundheit, Wirtschaft,

Kultur, Soziales, Freizeit, Planung, Budget, Personal, usw.)

zur Information der Bevölkerung.

27


28

Auf Initiative von Bildungsstadträtin Mag. a Eva Schobesberger

hat die Linzer Volkshochschule ihr bereits gut ausgebautes

Förderprogramm für HauptschülerInnen wieder

erweitert. Mit der „Nachhilfe auf Abruf“ gibt es seit kurzem

Unterstützung in den drei Hauptgegenständen Deutsch,

Mathematik und Englisch. In allen vier Schulstufen werden

die Lerninhalte für den kostenlosen VHS-Förderunterricht

gemeinsam mit den LehrerInnen festgelegt. Die Linzer

SchülerInnen erhalten damit exakt dort Unterstützung,

wo der Schuh drückt.

FÖRDERKURSE VOR ORT

Bildungsstadträtin

Mag. a Eva Schobesberger

„Die individuellen und zum Teil

kosten losen Angebote der VHS

werden immer wichtiger für ein

funktionierendes Bildungssystem.

Speziell der Förderunterricht in

den Hauptschulen ist eine wichtige Unter stützung im

Bildungsprozess der Linzer SchülerInnen und sorgt

damit für mehr Chancengleichheit“.

Bildungsangebote im Wissensturm

Nachhilfe auf Nachfrage

Mit kostenlosem Förderunterricht direkt in der Schule

hat die Volkshochschule (VHS) ein österreichweit einzigartiges

Projekt gestartet. In Absprache mit der

Schule gibt es für Linzer HauptschülerInnen maßgeschneiderte

Nachhilfe – punktgenau auf ihre Bedürfnisse

abgestimmt und gleich vor Ort.

Das Konzept der „Nachhilfe auf Abruf“ basiert auf einer

engen Zusammenarbeit zwischen den Schulen und der

VHS. Wenn LehrerInnen feststellen, dass es für SchülerInnen

in einem Gegenstand Förderbedarf gibt, wird mit der

VHS Kontakt aufgenommen. Gemeinsam werden dann

Wochentag und Uhrzeit für den Zusatzunterricht fixiert,

und die passende Lehrkraft für das Förderprogramm kontaktiert.

Die SchülerInnen haben somit keine Anfahrtswege

zum Wissensturm und können die Kurse direkt an ihrer

Schule besuchen.

DIE VHS ALS PARTNERIN DER SCHULEN

Die Förderkurse „auf Abruf“ sind von Anfang an auf großes

Interesse gestoßen. Bisher nehmen neun Hauptschulen und

rund 300 SchülerInnen das neue Angebot der VHS in Anspruch

und der kostenlose Förderunterricht ist nach wie vor

sehr gefragt. Durch die persönliche Absprache der Projektzuständigen

der VHS mit den DirektorInnen und Lehrkräften

der Linzer Schulen konnte das neue Angebot rasch koordiniert

und im innerschulischen Ablauf verankert werden.

Seit Jänner 2012 werden die kostenlosen Förderkurse

auch für SchülerInnen der Polytechnischen Lehrgänge angeboten.

Sie können sich bei Problemen in den Fächern

Englisch, Text- und Informationsverarbeitung, Buchhaltung

und Kaufmännisch Rechnen im Wissensturm Unterstützung

holen.


Die Volkshochschule Linz ist wichtige Partnerin der Linzer Pflichtschulen, vor allem wenn es um maßgeschneiderte Förderungskonzepte für SchülerInnen geht.

Aber auch Erwachsene sind im Wissensturm an der richtigen Adresse, wenn sie zum Beispiel den Hauptschul-/ Mittleren Bildungsabschluss nachholen wollen.

BILDUNGSABSCHLUSS MIT MATURA

Der Wissensturm ist für viele der Hot Spot, um versäumtes

Wissen nachzuholen oder neue Bildungswege zu entdecken.

Bestes Beispiel dafür ist die „Lehre mit Matura“, die

seit zwei Jahren kostenlos im Wissensturm angeboten wird.

Im vergangenen Jahr haben 1.277 Lehrlinge daran teilgenommen.

Die Lehrlingsmatura besteht aus vier Gegen -

ständen – Deutsch, Englisch und Mathematik, sowie ein

ausbildungsbezogenes berufliches Fach. Ein Abschluss ist

in zwei bis drei Jahren möglich.

Bereits auf 15 Jahre Erfahrung kann die VHS bei der erfolgreichen

Abwicklung der Berufsreifeprüfung zurückblicken.

Derzeit nehmen rund 117 Personen in 11 parallel laufenden

Lehrgängen dieses Angebot in Anspruch. Traditionell

geht die VHS-Berufsmatura auf die unterschiedlichen

Vorkenntnisse und Lebensumstände der Menschen ein und

stellt individuelle Bildungsplanung in den Vordergrund.

Nach wie vor ist das Preis/Leistungsverhältnis der

VHS-Berufsmatura unübertroffen. Besonders interessant:

Ein gültiger Linzer Aktivpass bringt eine 50prozentige

Ermäßigung.

BILDUNGSABSCHLUSS FÜR ERWACHSENE

Seit dem Jahr 2010 kann man im Wissensturm den Hauptschul-/Mittleren

Bildungsabschluss nachholen. Diese innovative

und österreichweit neue Form der HauptschulexternistInnenprüfung

wurde im Grundbildungszentrum der

Volkshochschule Linz entwickelt. Das kostenlose Angebot

ermöglicht allen Menschen ohne Schulabschluss, Versäumtes

von Beginn an nachzuholen und bietet damit die

Chance auf berufliche und persönliche Weiterentwicklung.

SILVIA KREMSNER

Fotos: Stadtkommunikation Linz

29


Fotos: Stadtkommunikation Linz

Mit innovativer Logistik und

industrieller Dienstleistung hat

sich die Industrie-Logistik-Linz

GmbH & Co KG europaweit

einen Namen gemacht. Im

Unternehmen mit Standorten

in Linz, Steyr und Moerdijk

(Niederlande) sind 250 MitarbeiterInnen

beschäftigt.

Industrie-Logistik-Linz GmbH & Co KG

Logistik – Schlüssel zum Erfolg

Wirtschaftsreferentin Stadträtin Susanne Wegscheider stattete der Industrie-

Logistik-Linz GmbH & Co KG einen Besuch ab. Im Bild links Geschäftsführer

DI Dr. Ralph Gallob.

Was haben die voestalpine Stahl GmbH, die BMW Motoren

GmbH, die MAN Nutzfahrzeuge Österreich AG oder

die Steyr Präzisionstechnik GmbH & Co KG gemeinsam?

All diese Unternehmen setzen mit großem Erfolg auf die

Logistikpartnerschaft mit der ILL – Industrie-Logistik-

Linz. Seit 1993 beschäftigt sich das Unternehmen mit

der ganzheitlichen Planung, Steuerung und Abwicklung

von Industrielogistikprozessen aller Art. Darüber hinaus

stellen die Lagerung und Versandabwicklung weitere

Schwerpunkte der vielfältigen Dienstleistungspalette

dar. Für jede/n der zahlreichen KundInnen wird ein indi-

Die an der Stahlstraße angesiedelte Industrie-Logistik-Linz besticht mit

innovativer Logistik und individueller Dienstleistung.

viduelles, auf ihre Erfordernisse und Wünsche abgestimmtes

Servicepaket geschnürt. Seit Februar 2009 gilt

ein Hauptaugenmerk der ILL der Binnenschifffahrt.

Durch Identifikation, Integration und Weiterentwicklung

von Informationsdiensten, soll die Donau als Verkehrsweg

noch attraktiver und wettbewerbsfähiger gemacht

werden.

ERFOLGSGESCHICHTE

Am 1. Oktober 1993 erfolgte die Gründung der Industrie-

Logistik-Linz GmbH durch die Ausgliederung der Versandabteilung

der voestalpine Stahl in Linz. Ein Jahr später

wurde an der Stahlstraße die erste ILL-Lagerhalle samt

Bürogebäude errichtet. 1998 entstand mit dem Bau einer

Hafenhalle, der damals erste gedeckte, trimodale (Schiff-

Bahn-Lkw) Hafen Europas.

Die Jahre 2000 und 2003 waren für die Expansion des

Unternehmens von großer Bedeutung, entstanden doch

die Firmenstandorte in Steyr und Moerdijk. Hand in Hand

damit ging die Gründung der 100-prozentigen Tochterfirma

Industrie-Logistiek-Nederland b.v. 2004 wurde die

ILL in die Industrie-Logistik-Linz GmbH & Co KG umgewandelt.

Der Bau eines Hochregallagers 2005 und die Eröffnung

eines Logistikzentrums im Linzer Hafen 2009 sind weitere

Meilensteine des Wachstums. Nicht zuletzt zeugt der

ständige Ausbau des Dienstleistungsangebots von der Erfolgsgeschichte

des Unternehmens.

HELMUT POHLERT

31


Sozialverein B37

Ein sicherer Schlafplatz

Seit über 23 Jahren kümmert sich der Sozialverein B37 um

Menschen, die akut von Wohnungslosigkeit betroffen sind.

2011 wurden in den Einrichtungen des Vereins mehr als

129.000 Nächtigungen verzeichnet. Für die betroffenen

Menschen sowie die Landeshauptstadt Linz ist das

umfangreiche Angebot heute wichtiger denn je.

32

Das soziale Netz sorgt in der Landeshauptstadt dafür, dass niemand, auch in extremen Notlagen, auf der Straße schlafen muss.

Insgesamt neun unterschiedliche Einrichtungen

und Unterstützungsangebote stellt der

B37 aktuell zur Verfügung. Alle diese Angebote

sind auf eine Zielgruppe ausgerichtet: Wohnungslose

Menschen. Zum Teil unverschuldet

durch Scheidung und Arbeitsplatzverlust in die

Obdachlosigkeit abgerutscht, gibt es auch zahlreiche, die

aufgrund von Alkohol- oder anderen Suchterkrankungen

sowie psychologischen Problemen kein Dach mehr über

dem Kopf haben. Der B37 nimmt sich um alle an, ohne

Ausnahme. Das Angebot ist mittlerweile so gut ausgebaut,

dass die in Linz von Obdachlosigkeit betroffenen Menschen

vollständig versorgt werden können, sofern sie eine

Unterstützung in Anspruch nehmen wollen.

GROßES NÄCHTIGUNGSANGEBOT

Fünf der neun B37 Einrichtungen bieten Schlaf- bzw.

Wohnmöglichkeiten an. Insgesamt 247 Betten sowie 140

mobilbetreute Wohnplätze stehen zur Verfügung. Im Jahr

2010 wurden 127.290 Nächtigungen gezählt. Im vergan-

„Der Verein B37 ist eine besonders

wichtige soziale Einrichtung in Linz

und gleichzeitig ein Garant dafür,

dass niemand in unserer Stadt auf

der Straße schlafen muss.“

genen Jahr stieg diese Zahl auf 129.077 Übernachtungen

an. Dies entspricht einer Auslastung von rund 96 Prozent

der vereinseigenen Schlaf- und Wohnplätze.

DER VEREIN B37

Bürgermeister Franz Dobusch

Nachdem 1988 die Heilsarmee Linz verließ, kaufte das

Magistrat das verwaiste Haus Bethlehemstraße 37 auf.

Rund 160 Personen wohnten zu diesem Zeitpunkt noch


Fotos: Stadtkommunikation Linz

dort. Der neu gegründete, selbstständige Verein „Sozialheim

B37“ mietete das Objekt und führte es als Wohnungslosenheim

weiter. Nach und nach wurde die Zielgruppe der Obdachlosen

immer breiter und differenzierter, so dass neue Angebote zur

Betreuung und Wiedereingliederung in ein selbständiges Leben

notwendig wurden. Rund 110 MitarbeiterInnen sind mittlerweile

in einer der neun B37-Einrichtungen beschäftigt und ermöglichen

erst die vielfältigen Leistungen. Die gesamte Finanzierung

des Sozialvereins erfolgt grundsätzlich durch das Land

Oberösterreich, die Stadt Linz trägt jedoch durch das Umlageverfahren

rund ein Viertel zum Vereinsbudget bei.

ERSTE ANLAUFSTELLE

Als erste Anlaufstelle für viele Wohnungslose gilt die Notschlafstelle

NOWA, seit 2007 in der Anastasius-Grün-Straße. Menschen,

die keine andere Schlafmöglichkeit haben, können hier

für eine bestimmte Zeit ein Dach über dem Kopf sowie Beratung

und Information bekommen.

Viele wohnungslose Menschen haben auch gesundheitliche

Probleme. Zum einen schwere psychische Erkrankungen, zum

anderen Suchterkrankungen. Diese Personen haben es besonders

schwer, Unterkunft und Unterstützung zu finden. Das psychosoziale

Wohnheim PSB in der Bethlehemstraße 37 nimmt

sich dieser Fälle an.

STREETWORK

Um auch Personen, die nach wie vor auf der Straße leben in ein

Betreuungsverhältnis zu führen, entstand das Projekt OUTRE-

ACH. Streetworker stellen dabei auf niederschwelliger Ebene

Kontakt zu den Menschen her und bieten Unterstützung mit

Schlafsäcken, warmer Bekleidung und medizinischen Angeboten.

Etwa 50-60 Personen leben in Linz derzeit nach wie vor

freiwillig auf der Straße und können nicht in eine vorübergehende

oder feste Wohnform aufgenommen werden.

AKTIV LEBEN OHNE ALKOHOL

Im ALOA-Wohnheim stehen 15 Wohnplätze in Einzelzimmern

Menschen nach einer Entwöhnungsbehandlung zur Verfügung.

Hier können sie in einer alkoholfreien Umgebung wieder

Verantwortung für das eigene Leben übernehmen. Im Zuge der

Neugestaltung des ALOHA erfolgte die Errichtung der Tagesstruktur

Goethestraße, einer Werkstatt für Holz- und Metallarbeiten.

Dort besteht die Möglichkeit, Gegenstände für den Eigengebrauch

herzustellen oder bei kleineren Auftragsarbeiten

mitzuarbeiten, vor allem aber bietet sie einen geregelten Tagesablauf.

WIEDER SELBSTSTÄNDIG LEBEN

Das Übergangswohnheim Schuhmannstraße, gilt für Männer,

Frauen, Paare und auch Familien als Sprungbrett zu einer eigenen

Wohnung. Ein erfahrenes Team hilft den BewohnerInnen,

die Grundlagen für eine neue Existenz zu schaffen. Die Wohndauer

im SCHU wird individuell festgelegt, darf allerdings zwei

Jahre nicht überschreiten. Nach einer Betreuung durch den

B37 können viele Menschen wieder im normalen Leben Fuß

fassen und in eine eigene Wohnung entlassen werden. Damit

diese Personen nicht wieder in ihr altes Leben zurückfallen, unterstützt

sie die Mobile Wohnbetreuung MOWO jedoch auch in

der neuen Wohnung noch für eine bestimmte Zeit weiter.

BESSERE BETREUUNGSLEISTUNG

Aufgrund eines neuen Leistungsvertrages mit dem Land Oberösterreich

kann das B37 künftig seine Betreuungsleistungen

wesentlich verbessern. 110.000 Euro pro Jahr Zuschuss sind

für die kommenden 10 Jahre gesichert. Mit diesem Geld können

nun vor allem Altenfachbetreuer angestellt werden, da

rund 30-40 Personen im Psychosozialem Wohnheim bereits in

den Pflegestufen 5-6 sind und eine entsprechende Versorgung

benötigen. Auch die tägliche 24-Stunden-Betreuung im Haus

kann durch eine neue Zweit-Mannschaft besser gewährleistet

werden.

PETER HIRHAGER

Die Notschlafstelle des Sozialvereins B 37 ist die erste Anlaufstelle für

Menschen in sozialen Notsituationen.

33


Schnurrdiburr ...

Frühlingszauber in der Grottenbahn!

24. März: Mär ärz rz: Gr Groß Großes oßes Frühlingsfest Frühling Frühlingsfest lingsfest st

Osterferien OOsterfer Ost ssterfer ste ster t erferie erfer f feerien i n mit mmi m mmit i it t Sebastian Sebast S SSebast

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34

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Mehr als 6.000 Fahrgäste und zusätzlich über 8.000

SeniorInnen nutzen die vielen Vorteile einer Jahresnetzkarte

der LINZ AG LINIEN. Seit 1. März gibt es

das MEGA-Ticket noch günstiger. Um einen Euro pro

Tag genießen Sie volle Mobilität im gesamten Linzer

Liniennetz.

Seit 1. März erhalten KundInnen bei Barzahlung der Jahresnetzkarte

im Voraus einen Rabatt von 3,4 Prozent.

Dann kostet das MEGA-Ticket nur 365 Euro anstatt 378

Euro bei Ratenzahlung. Damit auch SeniorInnen in den

Genuss dieses Preisvorteils kommen, zahlen diese bei

Barzahlung der Senioren-Jahresnetzkarte im Voraus nur

mehr 212 Euro, anstatt 218 Euro bei Ratenzahlung.

ALLE VORTEILE BLEIBEN ERHALTEN

Trotz dieser Preisreduktion bleiben alle Vorteile des übertragbaren

MEGA-Tickets bestehen. Das sind z. B. die

Übertragbarkeit und die Mitnahmeberechtigungen von einem

Erwachsenen und bis zu vier Kindern an Wochenenden,

die Gültigkeit bei der Pöstlingbergbahn und verschiedene

Vergünstigen wie etwa beim Anruf-Sammeltaxi oder

bei Mietwagen. Achtung: Bei der Seniorenkarte gelten unterschiedliche

Bedingungen.

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Mit diesem neuen Angebot profitieren Fahrgäste der

LINZ AG LINIEN von einem Preisvorteil, ohne Einbuße der

zusätzlichen Qualitätsmerkmale dieser beliebten Jahresnetzkarte.

»RÜCKSICHT KOMMT BESSER AN«

Sauber fährt am besten

Pünktlich, komfortabel und vor allem sauber wünschen

sich die Fahrgäste der LINZ AG LINIEN die

Fahrzeuge und Haltestellen. Als wichtiger Schritt zur

Erfüllung dieser Anforderungen wurden bereits die Intervalle

der Haltestellenreinigung verkürzt.

Für die Sauberkeit in den Fahrzeugen und an Haltestellen

braucht es jedoch auch die Mitwirkung der

Fahrgäste. Manche Fahrgäste finden es etwa bequem,

ihre Beine am Nachbarsitz hochzulegen. Das mag

zwar gesund für die Venen sein, als Fußabstreifer sind

die Sitzpolsterungen aber definitiv nicht gedacht.

Oft sind es auch bloß Unachtsamkeit und Gedankenlosigkeit,

die dazu verleiten, persönlichen Müll in den

Fahrzeugen und Haltestellen zu hinterlassen. Jedoch

sollten Zeitungen, Jausensackerl oder Getränkedosen

stets in den Abfalleimern der Haltestellen landen.

Darum unser Aufruf für ein konfliktfreies und sauberes

Miteinander: Rücksicht kommt besser an.

35


Umweltfreundliche Energieerzeugung

36

www.linzag.at Immer bestens betreut.

Von der Aufbereitungsanlage wird der Abfall über einen Rohrgurtförderer ins Kraftwerk transportiert.

Strom und Fernwärme aus Reststoffen

Das neue Reststoff-Heizkraftwerk (RHKW) der

LINZ AG erzeugt Strom und Fernwärme aus Abfall.

Derzeit noch im Probebetrieb, ergänzt es den

bestehenden Kraftwerkspark und erhöht die

Versorgungssicherheit.

WERTVOLLER ABFALL

Im RHKW werden aufbereitete Haus- und Gewerbeabfälle

sowie Klärschlamm der Kläranlage Asten als Brennstoffe

verwendet. Mit einer jährlichen Verbrennungskapazität

von rund 230.000 Tonnen zählt es zu den leistungsfähig -

sten Anlagen für die thermische Abfallentsorgung in Österreich.

Die zur Verbrennung bestimmten Reststoffe stammen

größtenteils aus Linz, zum Beispiel aus dem Restmüll

der Linzer Haushalte. Firmen können auch ungefährliche

Gewerbe- und Industrieabfälle entsorgen lassen. Der Klärschlamm

und das Rechengut aus der Kläranlage Asten

werden direkt zum Kraftwerk geliefert.

SORGFÄLTIGE AUFBEREITUNG

Die angelieferten Abfälle werden zuerst in der Reststoff-

Aufbereitungsanlage (RABA) kontrolliert und aufbereitet.

70 Förderbänder mit einer Gesamtlänge von 1.200 Metern

verbinden die einzelnen Aufbereitungsmaschinen. Nach

der Vorzerkleinerung wird der Abfall in Siebmaschinen

nach Größen sortiert. Eisen- und Nichteisenmetalle sowie

Störstoffe werden abgetrennt. Im Brennstoffbunker, mit

einer Kapazität von rund 3.000 Tonnen, landen letztlich

Stücke mit einer Maximalgröße von 80 Millimeter.

COMPUTERGESTEUERT INS KRAFTWERK

Foto: Stadtplanung/Pertlwieser

Eine 470 Meter lange, computergesteuerte Förderanlage

verbindet das Kraftwerk mit der Aufbereitungsanlage. Der


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auf einer markanten Brückenkonstruktion laufende Rohrgurtförderer

umschließt den Brennstoff, sodass beim

Transport kein Staub und Geruch austreten kann.

ABLUFT WIRD GENUTZT

Die Abluft der Aufbereitungsanlage wird zum Teil über eine

an der Brücke montierte Rohrleitung in den Kraftwerks -

kessel geleitet und dort als Verbrennungsluft genutzt. Die

übrige Abluft strömt durch eine Filteranlage in den 60 Meter

hohen Kamin der RABA.

VERBRENNUNG BEI 950 GRAD

Das Feuer im Kessel des Kraftwerks wird mit Erdgasbrennern

gezündet, die auch verhindern, dass die Verbrennungstemperatur

unter 850 Grad absinkt. Die Normaltemperatur

im Kessel beträgt zirka 950 Grad.

UMWELTSCHUTZ AUF HÖCHSTEM NIVEAU

Nach der Verbrennung wird das Rauchgas gereinigt.

Durch Messungen des gereinigten Abgases vor dem Eintritt

in den 185 Meter hohen Kamin wird die Einhaltung

der strengen Grenzwerte kontinuierlich überwacht.

KLIMASCHUTZ

Das neue Kraftwerk steigert den Anteil nicht fossiler Energieträger

bei der Fernwärmeerzeugung auf rund 40 Prozent.

Damit leistet das RHKW einen wichtigen Beitrag

zum Klimaschutz.

Müllabfuhr

150.000 t

Reststoffe pro Jahr

WC

Müll

Strom

Fernwärme

LINZ AG-Kund/innen

Faultürme Kläranlage

RABA

Aufbereitungsanlage

Fernwärme

20.000 Haushalte

50.000 t

Klärschlamm pro Jahr

Strom

30.000 Haushalte

RHKW

Kraftwerk

Haus- und Gewerbeabfälle werden in der Reststoff-Aufbereitungsanlage

(RABA) sortiert und gemeinsam mit dem Schlamm aus der

Kläranlage Asten im Reststoff-Heizkraftwerk (RHKW) in Strom und

Fernwärme umgewandelt.

Die vorwiegend aus Linz stammenden Abfälle werden vor der Verbrennung

in der Reststoff-Aufbereitungsanlage kontrolliert und

aufbereitet.

ENERGIE FÜR RUND 50.000 HAUSHALTE

Mit dem künftig im RHKW erzeugten Strom ist die Versorgung

von ca. 30.000 Haushalten mit Strom und rund

20.000 Haushalten mit Fernwärme auch in Zukunft gesichert.

Lange Nacht der

Forschung

Am Freitag, 27. April, laden wir alle Interessierten zu

einer Besichtigung der neuen Reststoff-Aufbereitungsanlage

(RABA) und des neuen Reststoff-Heizkraftwerks

(RHKW) ein.

Ab 17 Uhr finden im Rahmen der „Langen Nacht der

Forschung“ laufend Führungen statt. Treffpunkt ist

der Info-Point in der Nebingerstraße 1 in Linz. Der Eintritt

ist frei.

37


Forschungsprojekt schafft Vorsprung

38

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Den Stromverbrauch im Griff

Das EU-Forschungsprojekt

„eSHES“ (ICT for Saving

Energy in Social Housing) der

LINZ STROM soll helfen, den

Energieverbrauch in Haushalten durch effizienten

Energieeinsatz zu senken. Doch wie soll das

funktionieren? Praktische Hilfe bietet der Einsatz

von iPods im Rahmen des Projekts.

36 Wohnungen werden jeweils mit einem iPod mit spezieller

Software ausgestattet. Das ermöglicht eine Online-Verfolgung

des Stromverbrauchs. Erstmals ist es möglich,

nicht nur die Auswirkungen des Energieverbrauchs der Vergangenheit

zu untersuchen, sondern den aktuellen Energieeinsatz

festzustellen und zu reduzieren.

DURCH WISSEN ZU MEHR EFFIZIENZ

Um seinen persönlichen Energiebedarf beeinflussen zu

können ist es notwendig, ein Gefühl für den täglichen Ver-

Mag. Thomas

Wolfschluckner

hat als Teilnehmer

am EU-Forschungsprojekt

seinen

Energieverbrauch

voll im Griff.

Kein Atomstrom bei der LINZ AG

Die Kontrolle des aktuellen Energieverbrauchs ermöglicht es,

Sparpotenziale zu erkennen und Optimierungsmaßnahmen zu

setzen. Ein weiterer Schritt zu mehr Energieeffizienz. LINZ AG-

Mitarbeiter Christian Buschbacher überreicht Mag. Thomas Wolfschluckner

den neuen iPod mit spezieller Software.

brauch zu bekommen. Erst mit diesem Wissen sind Optimierungen

möglich. Die Auswertungen der Einspareffekte

im vorangegangenen Projekt „Intelliekon“ zeigten,

dass zeitnahes Wissen über den Energieverbrauch nachhaltige

Einspareffekte von durchschnittlich 3,7 Prozent

ermöglicht.

WICHTIGER SCHRITT IN DIE ZUKUNFT

Voraussetzung für die persönliche Kontrolle des Energieverbrauchs

sind so genannte Smart Meter oder intelligente

Stromzähler. Die LINZ AG ist auf diesem Gebiet Vorreiterin

und hat bereits rund 75.000 Kundenanlagen mit diesen

modernen Zählern ausgestattet.

KundInnen von LINZ STROM-Vertrieb können sicher sein, dass ihr Strom nicht aus Atomkraftwerken stammt. Das

garantieren unabhängige GutachterInnen, welche die Stromzusammensetzung jährlich überprüfen und kontrollieren.

Der gelieferte Strom setzt sich zusammen aus rund 40 Prozent Wasserkraft und 15 Prozent Ökostrom (Wind,

Photovoltaik, Biomasse, Kleinwasserkraft etc.). 45 Prozent stammen aus hocheffizienten, regionalen Kraftwerken.

Hier wird Strom und Fernwärme durch Kraft-Wärme-Koppelung erzeugt. Als so genannte Primärenergie dient Erdgas.

Der Strom des LINZ STROM Vertriebs ist somit frei von Atomenergie und enthält auch keine elektrische Energie

unbekannter Herkunft. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz, zur regionalen Wertschöpfung

und zur Versorgungssicherheit.


Die Sonnenkraftwerke der LINZ AG

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Sonnenstrom für 150 Haushalte

Trotz winterlicher Temperaturen arbeiteten die Montageteams der LINZ AG mit Hochdruck an der Errichtung der insgesamt

36 Photovoltaikanlagen.

Als erster österreichischer Energieversorger hat die LINZ AG gemeinsam mit ihren Kundinnen und

Kunden das Projekt „Sonnenkraftwerke“ umgesetzt. Die innovative Idee einer Bürgerbeteiligung ist

ein weiterer Schritt in eine atomstromfreie Energiezukunft.

Die im Juni 2011 gestartete Aktion „Sonne rein“ ermöglichte

Privatpersonen, die in Wohnungen leben und keinen

Platz für Solaranlagen haben, einen aktiven Beitrag

zur sauberen Stromversorgung in Linz zu leisten. Der

durchschlagende Erfolg beim Verkauf von „Sonnen-

Scheinen“ an die KundInnen ermöglichte die Errichtung

von insgesamt 36 Photovoltaikanlagen (PV-Anlage) auf

unterschiedlichen Linzer Gebäuden.

UMSETZUNG FAST ABGESCHLOSSEN

Nach Auswahl der geeigneten Standorte, wurde die Errichtung

der PV-Anlagen mit insgesamt 1.600 Solar-Modulen

zügig in Angriff genommen und ist fast abgeschlossen.

Die Anlagen befinden sich etwa auf dem Dach des

LINZ AG-Centers, am Dach der Erlebnisoase Schörgenhub

oder auf der neuen Reststoffaufbereitungsanlage in

der Nebingerstraße. In Kürze sind auch die letzten Anlagen

auf der Remise Weingartshof und den Kühlhallen der

Donaulager GmbH fertig gestellt.

KOSTENLOSE SONNENENERGIE

Alle installierten Sonnenkraftwerke werden an sonnigen

Tagen fast 400 Kilowatt Sonnenstrom liefern. Mit der erzeugten

Jahresenergiemenge von etwa 400.000 Kilowattstunden

könnten 150 Haushalte ein Jahr lang mit elektrischer

Energie versorgt werden.

GUT FÜR DIE UMWELT

Die umweltfreundliche Energieerzeugung entlastet die

Umwelt. Fast 200 Tonnen CO2 sparen die Sonnenkraftwerke

jährlich ein. So tragen engagierte LinzerInnen aktiv

zu einer umweltfreundlichen Energie-Zukunft bei.

39


Kurz und aktuell

GRÄFIN MARIZA SANG FÜR LINZ AG

Zahlreiche FreundInnen und GeschäftspartnerInnen der LINZ AG folgten im

Jänner der Einladung zu einem Gala-Abend ins Linzer Landestheater. Rund

600 Gäste konnte Generaldirektor Mag. Alois Froschauer zur Operettenaufführung

„Gräfin Mariza“ begrüßen. Den Ausklang des beschwingten Abends genossen

Gäste und Gastgeber in den Redoutensälen.

Im Bild v. l.: LINZ AG-Vorstände DI Erich Haider u. DI Wolfgang Dopf, Daniela

Durstberger (Bürgermeisterin Lichtenberg), Manfred Baumberger (Bürgermeister

Ansfelden), LINZ AG-Generaldirektor Mag. Alois Froschauer.

E-BIKES VERLOST

LINZ GAS Vertrieb hat im Herbst 2011 unter allen Erdgas-NeukundInnen des

letzten Jahres zwei Elektrofahrräder verlost. Christine Glatzmeier aus Linz-

Ebelsberg ist nun stolze Besitzerin eines modernen Damen-Elektrofahrrads,

das stellvertretend von ihrer Schwester (2. v. r.) übernommen wurde. Das Herren-Modell

hat Jovan Kavacevic (1. v. l.) aus Traun gewonnen. Julia Froschauer

und Philip Rafalt von LINZ GAS Vertrieb übergaben zusätzlich Fahrrad-Helme

an die Gewinner.

E-MOBILER AUTOFRÜHLING

Vom 16. bis 18. März werden

beim Autofrühling im Design-

Center wieder Top-Neuheiten am

Automarkt präsentiert. Besuchen

Sie auch den Stand der LINZ AG

und informieren Sie sich über

das Neueste am Sektor E-Mobilität.

Zu sehen ist zum Beispiel der

neue Renault Twizy.

40

www.linzag.at Immer bestens betreut.

EDUARD DER EISBRECHER

Im Februar war Eduard, das 22 Meter lange Bugsierschiff der LINZ AG, regelmäßig

im Einsatz. Täglich drei Stunden Fahrt durchs Eis waren notwendig, um

die Becken des Handels- und Tankhafens für die Schifffahrt nutzbar zu halten.

Mit zwei Mal 170 PS ruckelte das 57 Jahre alte Schiff durchs Eis und brach unter

lautem Getöse die gefrorenen Flächen in kleine Stücke. Möglich ist das bis

zu einer Eisdicke von 20 Zentimeter. Darüber hinaus ist auch Eduard machtlos.

Übrigens: Im Sommer kann Eduard als Ausflugsschiff gebucht werden.

NEUES ALTSTOFFSAMMELZENTRUM

Am 2. Jänner eröffnete am Melissenweg 36 im Linzer Stadtteil Wegscheid ein

neues Altstoffsammelzentrum mit Recyclinghof. LinzerInnen können dort Altund

Problemstoffe umweltgerecht und großteils kostenlos entsorgen.

Öffnungszeiten: Mo, Mi, Do, Fr von 8.00 bis 17.30 Uhr, Di von 8.00 bis 12.00

Uhr und Sa von 8.00 bis 12.30 Uhr. Tel. 0732/3400-7465.

WASSERWELT SCHARLINZ

Am 22. März ist Weltwassertag. Aus diesem Anlass öffnet die LINZ AG am

Samstag, den 24. März, wieder die Tore der Wasserwelt Scharlinz und lädt alle

Interessierten ein, dem Kreislauf des Wassers zu folgen. Die anschaulich und

spannend gestaltete Wasserwelt ist ein Erlebnis für Kinder und Erwachsene.

Öffnungszeiten: Samstag, 24. März von 9 bis 17 Uhr, die Führungen beginnen

jeweils zur vollen Stunde (letzte Führung startet um 16 Uhr).


www.linzag.at Immer bestens betreut.

Ein glückliches und erfülltes Leben schließt auch ein, den letzten

Weg selbstbestimmt zu gehen. Individuelle Spuren zu hinterlassen

und so in Erinnerung zu bleiben, wie Sie es gerne möchten,

das garantiert die LINZ AG mit einem speziellen Angebot.

Wenn Menschen schon heute an morgen denken, indem sie

den eigenen Abschied nach persönlichen Vorstellungen planen

und den Weg vorzeichnen, wie sie ihre letzte Reise antreten

möchten, dann gibt dies den Angehörigen ein sicheres

Gefühl. Es bringt Entlastung und erleichtert das Abschiednehmen

für beide Seiten. Es nützt nichts, diese Wünsche in

einem Testament festzuhalten, da dieses meist zu spät geöffnet

wird.

Uns sind die Bedürfnisse der Menschen ein großes Anliegen.

Bei Interesse vereinbaren wir mit Ihnen, ein eigenes, Ihren

persönlichen Vorstellungen entsprechendes, prechendes, Leistungsp Leistungspaket

als individuelle Abschiedsvorsorge.

Wir beraten Sie dazu gerne in einem persönlichen Gespräch

in unseren Aufnahmebüros.

Aufnahmebüros Linz:

Linz n -Zen en entrum, Land nd n straße 15, 0732 32/3 /3 /340 40 400- 0- 0 67 6700 00 0

Mo Mont nt ntag bis Freit i ag: 8.00 00 0 bis 17.00 0 Uhr

Sams ms mstag, Sonn- und Feier er erta t g: 8.00 bis 12.00 0 Uh U r

Li L nz nz-U -U - rf rfah ah ahr, Rud ud u ol o fstr tr t aße e 6, , 07 0732 3 /340 40 400- 0- 0-67 6 10

Mo M nt n ag a bis Freit it itag: 8.00 bis 14. 1 14

00 Uhr h

Linz nz nz-K -K - leinmünc nc nchen, Zep ep eppelinstr traß a e 2, 07 0732/340 400- 0 67 6 11

Mo M nt n ag a bis

F FFreitag

ag a : 8.00 bis is 114.

4. 4.00 00 Uhr

Li Linz n -Pic ic ichl h ing, g, TTra

Traun

un undorfer Straße 135, 0732/3 /3 /340 4 0-6731 31

Mo Montag bis Freitag: : 8. 8.00 00 bis

14. 4. 4.00 00 Uhr

Aufnahmebüro Haid/Ansfelden:

Ha H uptpla la latz tz 14, , 07 0 32 3 /3 /340 400- 0- 0-67 67 6730 3

Mo M ntag b bbis

is F

Freit it i ag ag: 8.00 bis i 14. 4. 4 00 Uhr

Auf Wu Wuns ns nsch ch kkomme

m n wi wir r ge gerne auch ch c

zu Ihnen

nach Ha H use. e

Ihre Vorteile:

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Neuer Stadtteil mit hoher Lebensqualität

Am 14. Februar 2012

erfolgte der Spatenstich

für den neuen Stadtteil

„grüne Mitte Linz“ auf

dem ehe maligen Areal

des Frachtenbahnhofs.

GWG und GWB beginnen

in der ersten Etappe

heuer mit dem Bau von

113 Wohnungen.

Durch einen weitläufigen Park mit 13.800 Quadratmetern wird die Lebensqualität im neuen Stadtteil „grüne Mitte Linz“ zusätzlich angehoben.

Rund 700 Wohnungen sollen in Niedrigenergiehäusern

von sieben Wohnungsgesellschaften auf dem Areal der

„grünen Mitte Linz“ errichtet werden. Zur Sicherung der

sozialen Grundversorgung ist die Errichtung einer achtgruppigen

Kinderbetreuungseinrichtung mit Kindergarten

und Krabbelstube vorgesehen. Überdies sind 50 betreubare

Wohnungen in einem gemeinsamen Komplex mit der

Kinderbetreuung geplant. Die hohe Lebensqualität soll

auch durch einen mehr als 13.800 m 2 großen öffentlichen

Park im Zentrum des Geländes erreicht werden.

„HÄNGENDE GÄRTEN“

Als herausragende Innovation sind „Hängende Gärten“ geplant.

Damit soll die Wohnqualität zusätzlich gehoben werden.

Spezielle bauliche Maßnahmen werden gesetzt, um

zahlreiche Grünflächen und Kleingärten auch in den Obergeschoßen

und auf den Dächern zu verwirklichen. Erfolgreiche

Vorbilder existieren nicht nur in Japan, sondern

auch in Skandinavien.

Foto: Stadtkommunikation Linz Start für Wohnverbauung Frachtenbahnhof

START FÜR 113 WOHNUNGEN

An der Umsetzung des Bauvorhabens beteiligen sich sieben

Wohnungsgesellschaften: Baureform-Wohnstätte, Familie,

GWB, GWG, LAWOG, Neue Heimat und WSG. Die

städtische Wohnungsgesellschaft GWG soll neben den

114 Wohnungen in zwei Etappen auch die Kinderbetreuungseinrichtungen

und die 50 betreubaren Wohnungen errichten.

Den ersten geladenen Wettbewerb für die 113 Wohnungen

von GWG (62) und GWB (51) konnte das Büro Karrer aus

Linz im November 2009 für sich entscheiden. Den zweiten

Wettbewerb für die 52 Wohnungen der GWG im Nordosten

des Areals, der im März 2011 stattfand, gewannen die

Ganahl-Ifsits-Architekten aus Wien. Beim dritten Wettbewerb

für 51 Wohnungen der GWB an der Lastenstraße im

November 2011 ging das Büro Kneidinger als Sieger hervor.

Das Büro HERTL.ARCHITEKTEN entschied den vierten

Wettbewerb über 85 Wohnungen der LAWOG für sich.

CHRISTIAN REITER

Am 14. Februar fand in Anwesenheit

von Landesrat Dr. Manfred Haimbuchner,

Bürgermeister Franz Dobusch,

Vizebürgermeister Dr. Erich

Watzl und Vizebürgermeister Klaus

Luger sowie den Architekten und

Geschäftsführern der Wohnungsgenossenschaften

der Spatenstich für

die neue Wohnanlage statt.

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Brucknerhaus Linz

Musikalischer Frühlingsreigen

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Vom Vokalwerk Schuberts an zwei Abenden über die Passion und die Sonntagsmatinee

zum Muttertag bis hin zum Jazz Standards Heritage Club: Das Brucknerhaus

präsentiert seinen Frühlingsreigen.

Mittwoch, 21. 3. 2012, 19:30, Mittlerer Saal

STIMMEN: SCHUBERT – VOKAL TOTAL 1

Duette, Terzette, Quartette mit Ursula Langmayr, Michaela

Selinger, Herbert Lippert, Robert Holzer sowie mit Thomas

Kerbl am Klavier. Von Schuberts rund 130 mehrstimmigen

Liedern wurden viele für einen bestimmten Anlass komponiert,

zahlreiche Ensemblestücke schrieb er für das gemeinsame

Musizieren im Freundeskreis, wo er meist das

Klavier spielte oder mitsang. Die fünf oberösterreichischen

KünstlerInnen besingen an diesem Abend den Facettenreichtum

Franz Schuberts von der heiteren Seite bis hin zur

weihevollen Harmonie.

Freitag, 30. 3. 2012, 19:30, Minoritenkirche

PASSION 2012: MYSTERIUM CRUCIS

Heute ist die Passionsmusik, die während der Fastenzeit in

Linzer Kirchen und im Brucknerhaus stattfindet, nicht

mehr aus dem Jahresreigen des musikalischen Programmes

wegzudenken. Das Brucknerhaus war und ist Partner

für größer besetzte Werke, die auch in einem nicht sakralen

Raum wirken. Gemeinsam wurden Auftragskompositionen

vergeben – der Anspruch, neue Werke zu bringen und so zu

zeigen, dass Kirchenmusik nicht historisch, sondern lebendig

und modern ist, blieb über die Jahre ein wichtiges

Anliegen. Heuer steht wieder ein zeitgenössisches Werk

auf dem Programm: Mysterium Crucis von Rupert Gottfried

Frieberger, ein Kammeroratorium nach Texten der Hl.

Schrift und von Kurt Marti. Mit: Herbert Baum (Sprecher),

Rosemarie Schobersberger (Sopran), Klaus Eibensteiner

(Tenor), Andreas Lebeda (Bass), Cantoria Plagensis Collegium

Musicum Plagense, Michaela Aigner (Orgelpositiv).

Freitag, 13. 4. 2012, 19:30, Großer Saal

JAZZ: JAZZ STANDARDS HERITAGE CLUB

Neuerlich gastiert ein Weltklasse-Star im Brucknerhaus:

Die großartige Sängerin Melba Joyce kommt gemeinsam

mit Larry Smith (alto saxophone), Carlos Garnett (tenor saxophone),

Kirk Lightsey (piano), Reggie Johnson (bass)

und Howard Curtis (drums) und bringt jazzige Rhythmen

an die Donau. Der Jazz Standards Heritage Club vereint einige

der größten lebenden Legenden des Jazz der 1950erund

1960er-Jahre, die dem Jazz seine Strahlkraft zurückgeben.

Die GroßmeisterInnen erweisen ihre Reverenz vor

den Großen von damals, mit denen sie zum Gutteil selbst

gespielt haben: Count Basie, Miles Davis und vielen mehr.

Sonntag, 15. 4. 2012, 11:00, Großer Saal

SONNTAGSMATINEE: CAMERATA ACADEMICA SALZBURG

Bei der Sonntagmatinee im April gastiert mit Heinrich

Schiff am Dirigentenpult ein „Stammgast“ des Brucknerhauses,

diesmal mit der Camerata Academica Salzburg.

Der Vormittag erklingt mit H. Dutilleux: Mystère de l’instant

für 24 Streicher, Cymbal und Schlagwerk, W. A. Mozart:

Sinfonie g-Moll sowie F. Schubert: Sinfonie Nr. 2.

Sonntag, 13. 5. 2012, 11:00, Großer Saal

SONNTAGSMATINEE: FESTIVAL SINFONIETTA LINZ

Das heurige Muttertagskonzert im Brucknerhaus bietet mit

Wolfgang Amadeus Mozarts Ouvertüre aus der Oper Titus sowie

Joseph Haydns Sinfonie Nr. 103 Es-Dur Mit dem Paukenwirbel

ein wunderbares Programm für diesen besonderen

Sonntag. Herausragender Teil des Vormittages wird allerdings

die Uraufführung eines Klavierkonzertes von F. X.

Frenzel sein, dem „einzigen lebenden Barockkomponisten“

– ein Kompositionsauftrag des Brucknerhauses. Johannes

Wildner dirigiert, Gottlieb Wallisch spielt am Klavier.

Donnerstag, 24. 5. 2012, 19:30, Mittlerer Saal

STIMMEN: SCHUBERT – VOKAL TOTAL 2

Robert Holzer (Bass) und Thomas Kerbl (Klavier) präsentieren

den zweiten Teil ihres Schumann-Zyklus mit dem

Schwanengesang. Der Liederzyklus erschien ein Jahr nach

Schuberts Tod. Er enthält 13 letzte Lieder nach Gedichten

von Ludwig Rellstab und Heinrich Heine, welche der Bruder

des Komponisten posthum veröffentlichen ließ. Der

Verleger fügte eigenmächtig ein vierzehntes Lied auf einen

Text von Johann Gabriel Seidl hinzu. Eine Gruppe von weiteren

Liedern nach Gedichten Seidls ergänzt den Zyklus.


Camerata Academica Salzburg Robert Holzer und Thomas Kerbl

Melba Joyce Festival Sinfonietta Linz

Passion 2012

Rupert Gottfried Frieberger

Brucknerhaus Karten-Infos

Brucknerhaus-Servicecenter

Untere Donaulände 7

4010 Linz

Tel: +43 (0) 732 / 77 52 30

kassa@liva.linz.at

www.brucknerhaus.at

Montag bis Freitag:

12:00 bis 18:30

Samstag:

10:00 bis 13:00

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Gelbe Linien bedeuten Halten verboten

Stadt reduziert Schilderwald

In Linz gibt es rund 24.500 Verkehrs- und Hinweisschilder.

Nach dem Motto „Weniger ist oft mehr“ ist

die Stadt bemüht, den Schilderwald lichten.

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Fotos: Polland, Stadtkommunikation Linz

Bereits im Jahr 2007 wurde ein Leitsystem für öffentliche

Einrichtungen und Hotels eingeführt. Es ermöglichte, hunderte

grüne Hinweisschilder aus dem Stadtbild zu entfernen.

Mit der jüngsten Novelle der Straßenverkehrsordnung

(StVO) bietet sich nun die Chance, den Linzer Schilderwald

weiter zu reduzieren und das Stadtbild zu verbessern. So

können nun statt Halteverbotstafeln gelbe Bodenmarkierungen

am Fahrbahnrand beziehungsweise am Gehsteig

angebracht werden. „Nachdem bis heute viele VerkehrsteilnehmerInnen

noch nicht über die neue Markierung informiert

sind, werden wir Hinweistafeln und Plakatständer

länger stehen lassen, damit mehr Klarheit herrscht und

niemand unvorbereitet von der Polizei bestraft werden

kann“, informiert Verkehrsreferent Vizebürgermeister

Klaus Luger.

Der Schilderwald sorgt oft für Verwirrung und beeinträchtigt

überdies das Stadtbild.

Halten und Parken verboten – gekennzeichnet durch eine gelbe Linie – an der Bethlehemstraße.

HALTEN UND PARKEN VERBOTEN

Gelbe nicht unterbrochene Längsmarkierungen bedeuten

Halten und Parken verboten, gelbe unterbrochene Längsmarkierungen

Parken verboten.

Das Bezirksverwaltungsamt des Magistrates der Stadt Linz

hat seit dem vergangenen Herbst bisher an folgenden

Standorten Halteverbote durch gelbe Linien verordnet:

Fabrikstraße

Kremplstraße

Riesenederfeld

Landesbibliothek (Schillerstraße, Ederstraße,

Rainerstraße)

Noßbergerstraße

Müller-Guttenbrunn-Straße

Matthäus-Herzog-Straße

Bethlehemstraße

Ferihumerstraße

Friedrichstraße

Schiferweg (im Stadtteil Keferfeld)

Ein Parkverbot durch eine gelbe unterbrochene Linie ist im

Bereich Blumau-Tower verordnet worden.

Weitere „Gelbe Markierungen“ sind geplant. Voraussichtlich

ab dem Frühjahr sollen sie auf der Ludlgasse und der

Hafnerstraße sowie im Umfeld des neuen Musiktheaters

angebracht werden.

„Wie bei allen Neuregelungen bedarf es allerdings einer

gewissen Eingewöhnungsphase, bis sich die AutofahrerInnen,

vor allem auch EinpendlerInnen aus anderen Bezirken,

an die Änderung gewöhnt haben. Es handelt sich um

eine Maßnahme, von der durch die Verbesserung des

Stadtbilds letztlich alle profitieren“, weist der Linzer

Verkehrsreferent Vizebürgermeister Klaus Luger auf

die Beweggründe für die Einführung der Bodenmarkierungen

hin.

ROBERT HUBMANN

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