Moers_Dezember

47design

03|12

2015

Genussvoll:

Moderner Landhauscharm

Das Renzis an

der Grenze zu Moers S.14

Titelthema:

Das Schicksal der ALS - Erkrankten

Uwe Pöttmann

und seine Geschichte S.6

Fit&Gesund:

Willkommen bei den Musketieren

Der Moerser Fechtclub bildet als Zentrum

für Nachwuchs-Leistungssport S.20


Fröhliche Weihnachten

und ein gutes neues Jahr.

Wir wünschen Ihnen ein fröhliches Weihnachtsfest im Kreis Ihrer Lieben. Herz lichen Dank für das

uns entgegengebrachte Vertrauen. Zugleich hoffen wir, dass das Jahr 2016 viel Gutes für Sie

bereithält. Wir freuen uns schon jetzt darauf, Ihnen auch zukünftig in allen Finanzfragen zur Seite

stehen zu dürfen. www.sparkasse-am-niederrhein.de


3

Editorial

LIEBE LESERINNEN,

LIEBE LESER.

LIEBE MOERSER!

So schnell vergeht die Zeit. Im Dezember

2015 erscheint schon unsere dritte MOers-

Ausgabe, in der wir für Sie wieder viele

schöne, spannende und emotionale

Moerser-Geschichten aufbereitet haben.

Erinnern Sie sich noch an die „Ice Bucket

Challenge“? Handballgröße Stephan

Kretzschmar, Schlagerstar Helene Fischer

und Schauspieler Matthias Schweighöfer

sowie zahlreiche Stars aus dem In- und

Ausland gossen sich im Sommer 2014

vor laufender Kamera einen Eimer mit

Eiswürfel-Wasser über den Kopf. Mit

dieser Aktion wollten prominente und

nichtprominente Unterstützer auf die ALS-

Krankheit aufmerksam machen. Aber wie ist

nach der Aktion weitergegangen und was

steckt eigentlich hinter der „Amyotrophe

Lateralskleorose“, besser bekannt als ALS?

Wir haben ALS-Kranke aus Moers besucht

und die Krankheit und das Leben der

Betroffenen beleuchtet.

Das war aber nicht der einzige Besuch, den

unser Redaktionsteam im vergangenen

Monat getätigt hat. Auch der Moerser

Fechtclub öffnete für uns freundlicherweise

die Türen seines neuen schmucken

Wohnzimmers an der Filder Straße.

Geschäftsführerin Bianca Bergmann und

der 2. Vorsitzende Jörg Stieren entpuppten

sich in der Sparkassen-Arena als perfekte

Gastgeber, die viel über die Geschichte,

die Zukunftsvision und die vielen kleinen

und großen Fechter des Vereins zu erzählen

hatten.

In Moers wird nicht nur viel Bier getrunken,

sondern jetzt auch frisch gebraut. Wir haben

einen leibhaftigen Bierbrauer in Kamp-

Lintfort in seiner Versuchsküche besucht

und können verraten: Das Bier schmeckt.

Natürlich hat sich unser Kolumnist Markus

Grimm auch in der Dezember-Ausgabe um

seine „Märchen“ gekümmert.

Sie sehen, wie in den zuvor erschienenen

Ausgaben, ist MOers auch diesmal wieder

ein buntes und lebensfrohes Magazin

geworden, das den Zeitgeist aufgreift und

trifft.

Wir freuen uns sehr, dass uns in der aktuellen

Ausgabe so viele Unternehmen aus Moers

und Umgebung unterstützt haben. Ein

herzliches Dankeschön dafür. Ihre Hilfe und

Ideen benötigen wir auch im kommenden

Jahr, in dem wir ab Februar wieder für Sie

da sind.

Bis dahin wünschen wir Ihnen alle ein frohes,

besinnliches Weihnachtsfest und einen

guten Rutsch in ein hoffentlich erfolgreiches

und friedliches neues Jahr 2016.

Herzlichst Ihr Dennis Zimmer

3


Inhalt

06

Fit&Gesund

Willkommen bei den Musketieren

INHALT

Der Moerser Fechtclub bildet als Zentrum für

Nachwuchs-Leistungssport des Deutschen

Fechter Bundes viele junge Fechttalente

erfolgreich aus. ...

ZEN – DIE LEHRE DES NICHT-LEHRBAREN

Ich bin etwas unsicher, da ich keine Vorstellung

davon habe, was auf mich zukommt. Mit mir

fremden Menschen in einem Raum, welcher nur

mit Socken betreten werden darf, zu sitzen und zu

meditieren, das ist für mich ungewohnt. ...

4

47Design Werbeagentur

Diessemer Bruch 150 | Krefeld

Telefon: 02151 - 48 27 43 0

E-Mail: info@moersonline.de

Web: www.moersonline.de

Herausgeber: Dennis Zimmer (V.i.S.d.P.)

Redaktion: Ann-Katrin Roscheck | Uli Geub

E-Mail: redaktion@moersonline.de

Grafik und Layout: Daniela Waldschenk

E-Mail: grafik@moersonline.de

Mitarbeiter dieser Ausgabe:

Sarah Heckhoff | Markus Grimm I Anna

Büscherfeld I Florian Ricks

Titelfoto: Dennis Zimmer

Vertrieb: MOers

Druck: Joh. Brendow & Sohn

Gutenbergstraße 1 | 47443 Moers

Anzeigen: Dennis Zimmer

Mobil: 0152 - 01 90 88 01

E-Mail:info@moersonline.de

© by MOers Für unverlangt eingesandte Manuskripte,

Fotos und Illustrationen übernimmt MOers keine

Haftung. Nachdrucke (auch auszugsweise) und

Verfielfältigungen jeglicher Art nur mit schriftlicher

Erlaubnis des Herausgebers/der Redaktion. Für die

Inhalte der Anzeigen sind allein die Auftraggeber

verantwortlich. ST.ID-Nr. DE120047543

12

Blickpunkte

Shaun Bate

Ein waschechter Bayer, den es ins

Ruhrgebiet verschlagen hat, macht Musik.

Martin Brandl ist 31 Jahre alt, von Beruf

Produzent und DJ und besser bekannt als

„Shaun Bate“...

14

Genussvoll

Das Renzis - an der Grenze zu Moers

Knackender Holzboden wechselt sich mit Motivfliesen aus einer vergangenen

Zeit ab, alte hölzerne Karren hängen neben Bildern von Landmaschinen

und Kerzenleuchtern und Industrielampen verleihen dem alten Gehöft eine

angenehme Gemütlichkeit. ...


5

Inhalt

20

Blickpunkte

Stock&Stein

Das Schicksal der Als - Erkrankten

- TITELGESCHICHTE

Ob Handballgröße Stephan Kretzschmar,

Schlagerstar Helene Fischer oder

Schauspieler Matthias Schweighöfer: Im

Sommer 2014 gossen sie sich alle drei

vor laufender Kamera einen Eimer mit

Eiswürfel-Wasser über den Kopf. ...

Das THW im Kreis Wesel

Wie blaue Feuerwehrautos bahnen sie sich

den Weg durch Moers. ...

26

MOstorie

Eine Auszeit im Kloster Kamp

Es gibt nur wenige Orte, die so einen

Zauber in sich tragen. Die helfen, die

Sorgen und Gedanken des Alltags

hinter sich zu lassen und die auf die

Seele heilsam wirken. ...

Das Geilings Bräu

12/15 I 01/16

5

18

Blickpunkte

Auf einem provisorischen Gerüst in einer

Scheune stehen drei große Töpfe, die

durch Leitungen verbunden sind und

unter denen ein Gasbrenner zischelnde

Laute abgibt. ...

AUSSERDEM IN

DIESEM HEFT

MO-Kolumne 29

Veranstaltungs-

Ticker 30

Termine für

Dezember 2015 &

Januar 2016 35

Editorial 03

Impressum 04

MO-KOLUMNE SEITE 29


Fit&Gesund

6

WILLKOMMEN

BEI DEN MUSKETIEREN

Der Moerser Fechtclub bildet als Zentrum für Nachwuchs-Leistungssport des Deutschen

Fechter Bundes viele junge Fechttalente erfolgreich aus. In der neuen Vereinshalle

trainieren die Olympiasieger von morgen mit großer Leidenschaft. Wir besuchten die

Moerser Fechtfamilie in ihrem schmucken Wohnzimmer.

Eigenständigkeit hat beim Moerser Fechtclub 1950

e.V. Tradition. Der vor 65 Jahren mit 47 Mitgliedern

gegründete Club betreibt seinen Sport praktisch von

Beginn an in seinen eigenen vier Wänden. Kurz nach

der Taufe des Vereins bauten die Gründungsväter ihre

eigene Fechthalle am Nordring. Zur Einweihungsfeier

am 28. und 29. Juni 1959 schaute damals sogar das

Fernsehen vorbei.

25 Jahre um die neue Sparkassen-Arena

gekämpft

Als für die in die Jahre gekommene Sportstätte Ersatz

gefunden werden musste, kämpfte der Vereinsvorstand

um Walter Zyber lange, fast 25 Jahre, um

einen Neubau. Und ebenso, wie es die vielen Moerser

Fechter seit Jahrzehnten tun, letztendlich mit Erfolg.

„Beharrlichkeit ist die Macht des kleines Mannes“,

war der Leitspruch von Walter Zyber, der dem Verein

im vergangenen Jahr eine schmucke neue Halle

bescherte. Der 1.05 Mio. Euro teure Neubau der

Sparkassen-Arena wurde von Land (460.000), Stadt

(300.000) und Verein (300.000 Euro) gemeinschaftlich

mit einem Großsponsor geschultert. „Das hat uns

keiner richtig zugetraut, aber wir haben das durchgezogen“,

blickt Jörg Stieren, 2. Vorsitzender des

Vereins, zufrieden zurück. Vom Spatenstich im Mai

2013 dauerte es ganze neun Monate bis im Februar

2014 die Türen zum ersten Training aufgeschlossen

werden konnten.

Musketierturnier in der Talentschmiede

Mit dem Hallenneubau begann auch für den Verein

eine neue Ära. In diesem Jahr zog sich der langjährige

Vorsitzende Walter Zyber vom Chefposten zurück

und machte Platz für eine jüngere Generation. Mit

Geschäftsführerin Bianca Bergmann (35) und dem 2.


7

Fit&Gesund

Drei, die sich für den Club und die Sportler einsetzen.

vl. Erik Pachmann, Bianca Bergmann

(Geschäftsführerin), Jörg Stieren ( 2. Vorsitzender)

Vorsitzenden Jörg Stieren (50) führten unser Redaktions-Team

beim Besuch zwei frisch gekürte Macher

des Vereins durch das von außen und innen rotgestrichene

Schmuckkästchen an der Filder Straße 145c.

Wie immer unter der Woche trainierten hier zahlreiche

Kinder und Jugendliche. Diese kommen nicht nur

aus Moers.

„Da wir in NRW ein Zentrum für Nachwuchs-Leistungssport

des Deutschen Fechter Bundes sind,

kommen an bestimmten Tagen die Talente aus der

gesamten Region zu uns nach Moers“, erklärt Bianca

Bergmann, deren 12-jährige Tochter Lara genauso

wie die Kinder von Jörg Stieren, Niklas (16) und

Merle (12), auf der Fechtbahn, der Planche, steht.

Aus Düsseldorf, dem Ruhrgebiet und Klever Raum

versammeln sich die Nachwuchshoffnungen zum

gemeinsamen Training, das in Moers zwei hauptamtliche

Trainer leiten. Matthias Block und Miro Lusic

sorgen dafür, dass auch zukünftig Deutsche Meister

und Olympiasieger aus der Moerser Florett-Talentschmiede

kommen.

Neuer Vorstand mit Zukunftsvision

„Florettkonzept“

Unterstützt werden die Trainer dabei tatkräftig vom

gesamten neuen Vorstand, der vom 1. Vorsitzenden

Markus Tenbergen und der Kassiererin Marita Grundler

komplettiert wird. „Mit unserer Zukunftsvision

Moerser Fechtfamilie

Fechtclub Moers 1950 e. V.

Sparkassen Fechtarena

Filderstraße 145 c

47447 Moers

Markus Tenbergen (1. Vorsitzender)

Jörg Stieren (2.Vorsitzender)

Bianca Bergmann (Geschäftsführerin)

Telefon: 02841-21474

E-Mail: fechten-in-moers@web.de

Wie in einer richtigen Familie packen alle mit an. So

werden Auswärtsturniere, bei denen man meist durch die

langen Fahrdistanzen über Nacht bleibt, von Eltern perfekt

organisiert. „Wir haben da eine Kümmerin, die vom

Hotel und Pensionen bis zum Restaurant alles detailliert

plant“, so Bianca Bergmann. Auch finden jährlich

Freizeitfahrten und Trainingslager mit den Clubkindern

statt, wie Segeln auf dem Ijsselmeer oder Trainingslager

in Radebeul und Sevelen.

Aktuell hat der Club über 200 Mitglieder. Der Mitgliedsbeitrag

liegt bei 25,00 Euro im Monat.


Fit&Gesund

8

Ausrüstung und Fecht-ABC

´Florettkonzept´ möchten wir die finanzielle Situation

des Vereins sichern und nachhaltig gestalten“, so

Bianca Bergmann, deren Motivation die Freude der

jungen Fechter an ihrem Sport, aber auch die vielen

Erfolge der Moerser Aktiven sind. Ein Teil der Basis

für die erfolgreiche Arbeit im Verein ist das Talentförderungs-

und Talentssichtungspaket. „Wir gehen

jedes Schuljahr mit unseren Trainern und Übungsleitern

in die Schulen und stellen in AGs den Sport vor,

der übrigens für Jungen und Mädchen gleichermaßen

bestens geeignet ist. Am Ende gibt es dann für alle

Beim Fechten wird eine spezielle Ausrüstung benötigt. „Anfänger

bekommen diese bei uns gestellt“, erklärt Jörg Stieren.

Wer sich für den Fechtsport entscheidet, legt sich wie in allen

anderen Sportarten eine eigene Ausrüstung zu, die aus

folgenden Einzelteilen besteht: Fechtmaske, Plastron (Unterziehweste),

Fechtjacke, -hose, -schuhe und -socken, E-Weste,

Handschuhe, Brust- und Unterleibschutz.

Die Turnierausrüstung komplettieren zwei Florette und Körperkabel.

Die Gesamtkosten liegen bei 400 bis 500 Euro.

Viele Begriffe beim Fechten stammen aus dem Französischen.

So heißt es zu Beginn eines Gefecht „En garde“ (Fechtstellung),

mit „Allez“ wird ein Gefecht nach einer Unterbrechung

fortgeführt, „Assaut“ ist ein Übungsgefecht, „Coupé“ ein

Wurfstoß, „Defait“ eine Niederlage und die „Planche“ ist die

Fechtbahn.

ein Musktetier-Turnier. Ein Riesenspaß nicht nur für

die Kids, denn oft kommt die ganze Familie mit und

schaut sich das an“, freut sich Bergmann über die

tolle Resonanz. So kommen Jahr für Jahr neue Fechter

und Talente in den Verein, die es dann den großen

Vorbildern nacheifern.

Deutsche Meister, Weltmeister und

Olympiasieger aus Moers

Von denen gibt es tatsächlich viele. So haben die

Moerser Weltmeister und Olympiasieger hervorgebracht.

Etwa David Hausmann, 1999 Junioren-Weltmeister,

oder Benjamin Kleibrink, der 2008 in Peking

Olympiasieger im Herrenflorett wurde. Bilder beider

Sportler hängen im Flur der neuen Halle an den Wänden

und erinnern an die großen Erfolge und Sportler.

Aber nicht nur diese beiden Ausnahmekönner, die

das Fechten in Moers erlernten, sorgten und sorgen

für Medaillen und Glanz. Auch Hanna Fenger und Natascha

Gollen holten sich reihenweise nationale Titel.

„Wir sind mit unseren Fechtern und Teams regelmäßig

auch bei Deutschen Meisterschaften erfolgreich“,

strahlt Bianca Bergmann. „Gerade haben Johanna

Féron, Sabrina Welting, Greta Jansen und Pia Ueltgesforth

wieder die Deutsche A-Jugend Mannschafts-

Meisterschaft gewonnen“.

Zahlreiche weitere Talente aus allen Jugendklassen

vertreten die Moerser Farben auf nationaler und internationaler

Ebene erfolgreich. Viele werden in den

deutschen Ranglisten weit oben geführt und sind auf

dem Sprung in den Nationalkader. „Wir arbeiten mit

unserem Nachwuchs den beiden großen Fechtzentren

Bonn und Tauberbischofsheim zu“, führt Jörg Stieren


9

Fit&Gesund

Woher kommt der Fechtsport?

Von Italien kommend, erlebte das Fechten im 17. Jahrhundert

in Frankreich seine erste große Blütezeit, Gesichtsmasken

machten es gefahrloser. Ende des 16. Jahrhundert prägte der

Franzose Henri Saint Didier die meisten Fechtausdrücke, die

bis heute verwendet werden. In die Welt trugen den „Fechtsport“

auch die „Drei Musketiere“ aus dem bekannten Roman

von Alexandre Dumas (1802-1870).

In Deutschland wurde das Fechten vor allem an den Universitäten

betrieben. 1862 entstand der erste deutsche Fechtklub.

1896 zählte Fechten in Athen zu den olympischen

Gründungs-Sportarten. Auch der Begriff Florett stammt aus

dem Französischen von „Fleur“ (Blume) und ist nach der

Form des Spitzenschutzes benannt, der auf der Spitze der

Waffe aufgesetzt ist.

aus. „Bis zum Berufsleben ist Moers eine erste Adresse,

dann geht es weiter, zum Beispiel in die Universitätsstadt

Bonn“. Dort ist beispielsweise der Moerser

Paul Tenbergen zum Bundeskaderathlet gereift. Zuletzt

sorgte er beim hochklassig besetztes Turnier in

Burgsteinfurt für Furore, als er dieses gewann.“

Apropos Turnier. Nicht nur als Ausbildungsstätte,

auch als Turniergastgeber hat sich der Moerser Fechtclub

ein großes Renommee erarbeitet. Zahlreiche

große Turnierevents, wie Deutsche Meisterschaften,

finden in Moers statt. „Wir sind bekannt für eine gute

Organisation. Beim letzten Hodey-Cup waren 360

Sportler mit ihren Vereinen, Trainern und Familien

hier“, so Stieren. Als nächstes großes Highlight wird

am 5. und 6.2.2016 der große Sparkassen-Cup, ein

WM-Qualifikationsturnier, mit 250 - 300 Fechtern

der Juniorenjahrgänge 1997 -2003 in Moers stattfinden.

„Das alles geht natürlich nur mit der großen

Hilfe von vielen ehrenamtlichen Unterstützern. Da

sind unsere Mitglieder einfach klasse “, bedankt sich

Binaca Bergmann auf diesem Wege für die große Hilfe,

weit über die Vorstandsmannschaft hinaus. Der

Moerser Fechtclub ist eben eine große Fechtfamilie,

in der man sich hilft und in der sich alle bestens aufgehoben

und geborgen fühlen.

Text: Uli Geub

Fotos: Dennis Zimmer, Moerser Fechtclub

Mehr Infos:

www.fechtclub-moers.de und www.fechten.org

Kaffeerösterei

Restaurant | Weinbar

Vielfältigkeit im Oranien-Nassau ®

Mo-Do & So 9:00 - 22:00 | Fr & Sa 9:00 - 0:00

Kuchen, Torten, frisch gerösteter Kaffee

Frühstück, Mittagstisch, Abendkarte

Fassbier und erlesene Weine

Gesellschaften und Events

Rheinberger Straße 199 | 47445 Moers | Tel. 0 28 41 97 98 969

www.oranien-nassau.de | info@oranien-nassau.de


Fit&Gesund

EIN ERLEBNISBERICHT:

ZEN – DIE LEHRE DES

NICHT-LEHRBAREN

10

Ich bin etwas unsicher, da ich keine Vorstellung davon habe, was auf mich zukommt.

Mit mir fremden Menschen in einem Raum, welcher nur mit Socken betreten werden darf,

zu sitzen und zu meditieren, das ist für mich ungewohnt. „Auf was habe ich mich hier nur

eingelassen“, schießt mir als spontaner Gedanke durch den Kopf. Der Zen Lehrer Wajin

begrüßt mich sehr freundlich, seine gute Laune und positive Energie stecken an. Ich werde

lockerer.

Mittig im Raum liegen Decken, auf denen sich die

Sitzkissen der Teilnehmer befinden. Eine kleine Tasse

steht dahinter. Mein erster Gedanke: „Gemeinsames

Teetrinken, wie gemütlich“. Doch weit gefehlt, hier

geht es um weitaus mehr, als miteinander Tee zu

trinken.

Während wir auf die letzten Teilnehmer warten, habe

ich die Gelegenheit, auf ein kurzes Gespräch mit dem

Zen Lehrer, denn während der späteren Meditation wird

nicht gesprochen.

Ich halte mein Blatt mit Fragen in der Hand und bin

bereit, ihn mit diesen zu bombardieren, doch auch hier

irre ich mich: Wajin ist kein Mann der großen Worte. Er

erzählt vom Zufall und davon, wie er zum Zen, einer

Linie des Mahayana-Buddhismus, kam. „Ich habe eine

Frau kennengelernt, die vor mir meditierte“, erklärt der

Lehrer. „Als ich sie fragte, was sie dort tun würde, gab

sie mir keine Antwort. Sie lächelte und forderte mich

auf, es selbst auszuprobieren.“ Und das tat Wajin.: Bei

„Pater Kopp“ in Essern ist er 20 Jahre lang Schüler

und trainiert, in der Meditation loszulassen und die

Kontrolle über seine Gedanken zu gewinnen. Auf

Reisen findet er zu sich selbst und begegnet anderen

Menschen, die ebenfalls der besonderen Meditation

verfallen sind. „In Amerika ermächtigte mich Roshi

Genki Paul Khan aus dem Garland Orden zum Priester“,

sagt Wajin und strahlt eine unheimliche Ruhe aus.

„Das habe ich danach genäht.“ Wajin deutet auf einen

bestickten Stoff, den er sich um den Hals gelegt hat.

„Rakusu“, das Gewand des Buddhas, hat er in

liebevoller Handarbeit hergestellt. Während mir der

Lehrer mit einem strahlenden Gesicht seine Geschichte


Fit&Gesund

erzählt, füllt sich der Raum und die Teilnehmer lassen

sich auf die Kissen nieder. Die Meditation beginnt und

nun ist es an mir, meine Gedanken zu steuern und

meinen Kopf frei zu machen. Mir fällt es schwer, mich

auf die Ruhe einzulassen. „Zu sitzen und nichts zu tun,

kann doch nicht so schwierig sein“, denke ich noch,

aber da beginne ich zu verstehen, was das eigentliche

Problem ist: Ich bin nicht gewohnt, nichts zu tun.

Nach der ersten „Zazen“, der Meditation, erklingt die

kleine Klangschale, welche ich zu Beginn auf dem

Boden gesehen habe. Zwei Mal erklingt das Geräusch,

das verrät, dass die erste Meditationsrunde nun

beendet ist. Die Teilnehmer stehen auf, sie erheben

sich zum gemeinsamen „Kinhin“ durchzuführen,

langsam zu gehen. Eigentlich war ich der Ansicht, dass

ich einen langsamen Schritt habe, aber auch hier

werde ich eines Besseren belehrt: Alle Teilnehmer

gehen synchron und bedacht, ich habe Probleme, mich

anzupassen. Erneut ertönt der Klang und die nächste

Meditationsrunde beginnt. Ich versuche wieder, mich

einzulassen.

Am Ende des Tages fühle ich mich gut, ich bin

entspannt, aber empfinde dennoch einen großen

Redebedarf. Ich merke, dass es mir schwerfällt, zur

Ruhe zu kommen und loszulassen. Was es bedeutet,

mich auf mein Sein zu konzentrieren, muss ich erst

noch lernen. Wajin dagegen hat das eigene Sein schon

längt gefunden.

Text: Anna Büscherfeld

Fotos: Dennis Zimmer

Die entspannende Geräusche der Klangschale

kennzeichnen die Meditationsdurchläufe

Die Zen-Meditationsgruppe

mit Lehrer Wajin

trifft sich jeden Donnerstag

ab 20.15 Uhr

im Bollwerk 107 in

Moers.

Interessierte sind

herzlich eingeladen,

die Gruppe kennenzulernen.

Bitte bringen

Sie eine Wolldecke

mit, Vorkenntnisse und

Anmeldung sind nicht

erforderlich.

Einmal in der Woche lädt Lehrer Wajin

zur Zen-Meditation

11


Blickpunkte

ALS WASCHECHTER BAYER ZUERST NACH MOERS UND DANN INS RADIO:

SHAUN BATE

12

Ein waschechter Bayer, den es ins Ruhrgebiet verschlagen hat, macht Musik. Martin Brandl ist

31 Jahre alt, von Beruf Produzent und DJ und besser bekannt als „Shaun Bate“. Zusammen mit

Marie Pannen, genannt „Sirona“, landet er im Sommer den Club-Dance-Hit „Don’t You Worry“,

vor wenigen Wochen wurde die zweite Single des Ensembles veröffentlicht. Wir haben ihn in seiner

neuen Heimat Moers getroffen.

MOers: Martin, wie wurdest du zu Shaun Bate

und was genau machst du?

Martin: Mit 14 Jahren habe ich angefangen, mich für

die Arbeit als DJ zu interessieren. Damals habe ich auf

Geburtstagsparties aufgelegt und irgendwann dann

auch zum ersten Mal in einer Diskothek. Da musste ich

mir überlegen, wie mich die Leute kennenlernen sollen

und ich nannte mich Shaun Bate. Ich war anschließend

regelmäßig als DJ unterwegs, habe versucht, mir einen

Namen aufzubauen, immer mehr Jobs gemacht, und irgendwann

hat mir das nicht mehr gereicht. Ich wollte

noch mehr. Ich habe mich also in den Produktionsbereich

eingearbeitet. Heute ist es so, dass ich von Montag

bis Freitag produziere und am Wochenende weiter

als DJ unterwegs bin.

MOers: Aktuell arbeitest du zusammen mit der

Sängerin Sirona …

Martin: Genau, nachdem ich erste Projekte hatte,

die in Richtung Scooter und ähnliches gegangen sind,

wollte ich auch etwas Kommerzielleres machen, einen

Song, der im Radio laufen kann oder im Club.

Sirona habe ich vor fünf oder sechs Jahren kennengelernt,

aber lange ist nichts aus einer Zusammenarbeit

geworden, obwohl wir immer wieder darüber geredet

haben. Im Endeffekt kam der Entschluss dann beim

Bowling. Ich hatte ihr den Song „Don’t You Worry’“ vorgespielt,

sie fand ihn gut und wir haben es einfach mal

versucht.

MOers: Und wohin soll es mit euch beiden

gehen?

Martin: Nach der ersten Nummer wussten wir ja gar

nicht, was passiert. Wir haben das Lied dann an die

großen Konzerne rausgeschickt und SONY wollte den

Song direkt haben. Step by step hat sich alles entwickelt,

ein Video wurde gemacht, der Song stieg in die

Clubcharts ein, bei amazon und iTunes und dann auch

in die Charts. Im Studium hatten wir viel Spaß und wir

dachten: ‘Wenn es den Leuten gefällt, dann machen wir

natürlich weiter!’. Jetzt ist unsere zweite Single „Sing

That Song“ frisch draußen, damit versuchen wir natürlich

auch, zu landen, und wir denken schon an weitere

Songs. Vielleicht machen wir auch mal etwas Schnelleres

oder eine Ballade, festgesetzt sind wir da nicht. Wer

weiß, vielleicht reicht es ja auch bis zum Album. Aber

wir versuchen jetzt nicht, am laufenden Band irgendwas

zu produzieren, nur um ein Album zu füllen.


Blickpunkte

MOers: Wie ist es denn überhaupt, mit so einer

großen Firma wie SONY zusammenzuarbeiten?

Martin: Kleine Labels haben kaum die Zeit, um sich

richtig um die Künstler zu kümmern und sich Marketingstrategien

zu überlegen. Wir hatten den Wunsch mit

unseren Songs ins Radio zu kommen und SONY kann

dafür sorgen, dass man bei iTunes einsteigt oder dass

man Auftritte bekommt. So ein Label weiß genau, wo

sie ansetzen müssen, um ein breites Publikum zu gewinnen.

Und dabei arbeiten sie wirklich eng mit uns

zusammen und unterstützen unsere Vorstellungen.

MOers: Wenn du durch iTunes scrollst und da

steht plötzlich dein eigener Song: Wie fühlt sich

das an?

Martin: Es ist ganz furchtbar! (Martin lacht) Am Anfang

denkt man sich nur: „Wahnsinn!“ Und dann fängt der

Song an, in der Platzierung zu springen, da fiebert man

extrem mit und fragt sich, wie weit man es wohl schafft.

Wir haben es mit „Don’t You Worry“ bis in die Top Ten

geschafft. Am Anfang haben wir natürlich alle Freunde

mobilisiert, aber irgendwann haben die alle den Song

heruntergeladen und wenn es dann noch weitergeht,

ist das klasse. Es hat schon eine gewisse Eigendynamik

entwickelt. Selbst meine Mutter, die meine Musik

ansonsten schrecklich findet, findet „Don’t You Worry“

gut!

MOers: Legst du nebenher immer noch in Clubs

auf oder konzentrierst du dich gerade komplett

auf das Projekt mit Sirona?

Martin: Ich bin immer noch als DJ unterwegs, meistens

an den Wochenenden. Das ist natürlich teilweise sehr

stressig. Manchmal habe ich drei Wochen frei, dann bin

ich wieder wochenlang jedes Wochenende unterwegs.

Gerade ist es extrem stressig, weil wir parallel an den

nächsten Nummern arbeiten, da müssen Ideen gesammelt

und Sachen ausprobiert werden. Da arbeite ich

dann auf Hochtouren und wenn etwas nicht klappt, hört

man mich im ganzen Haus auf bayerisch fluchen. Aber

es macht ja Spaß und ich lass’ mich überraschen, wohin

uns das noch führt.

Wir wünschen Dir viel Erfolg dabei und danken für das

Interview.

Das Gespräch führte Sarah Heckhoff.

Fotos: Dennis Zimmer

shaunbate.com

facebook.com/

MOers: Entsteht da dann nicht ein gewisser

Druck, nachlegen zu müssen?

Martin: SONY unterstützt uns ja noch für weitere

Songs, wir gehen also immer wieder weiter in die Planung

für die nächste Nummer. Wir haben zum Glück

viel Freiraum zu tun, was wir wollen, aber wir bekommen

Ratschläge von den Profis. Ich will ja nicht unbedingt

Superstar werden, ich möchte einfach etwas machen,

das gut ankommt. Viele Nummern, die eigentlich

gut sind, scheitern dann, weil es den Leuten einfach

nicht gefällt. Ich hätte schon Bock drauf, dass es gut

weitergeht und dass etwas Größeres aus dem Projekt

wird, aber wir gehen da Schritt für Schritt vor.

MOers: Wie lange bist du eigentlich schon hier

in Moers und was hat dich hierher verschlagen?

Martin: Mich hat die Liebe hergeführt, außerdem hatte

ich durch die Musik auch schon einige Kontakte im

Ruhrgebiet. Mittlerweile lebe ich seit 6 Jahren hier und

das wirklich gerne. Die Leute sind auch ganz anders als

in Bayern. Dort ist es teilweise schwierig, die Leute zum

Tanzen zu bewegen, es sind eher Beobachter. Ich will

nicht sagen, dass es hier einfacher ist, aber die Leute

haben in Nordrhein-Westfalen mehr Lust, zu feiern, sie

sind ausgefallener.

facebook.com/renzis

Die Event- und

Familienlocation am Niederrhein

Öffnungszeiten:

Mi. - Sa.: ab 17:00 Uhr | Sonntag: ab 12:00 Uhr

Montag & Dienstag: Ruhetag

Unsere Küche ist durchgehend bis 22:00 Uhr geöffnet.

NEU

Partyscheune

für bis zu

100 Personen

Eventlocation

Feste feiern im Renzis

Biergarten

Entspannen im Biergarten Spielplatz & Tiere

Partyservice

Leckere Büffets für Ihre Party zu Hause

13

Familie Tobias & Astrid Bähner | Grafschafter Strasse 197 | 47199 Duisburg

Telefon: 02841 - 98 111 23 | www.renzis.de


Genussvoll

14

MODERNER LANDHAUSCHARME ALS FAMILIENPARADIES:

AN DER GRENZE ZU MOERS

BESTICHT DAS RENZIS

ALS RESTAURANT FÜR

GROSS UND KLEIN

Knackender Holzboden wechselt sich mit Motivfliesen aus einer vergangenen Zeit ab, alte hölzerne

Karren hängen neben Bildern von Landmaschinen und Kerzenleuchtern und Industrielampen

verleihen dem alten Gehöft eine angenehme Gemütlichkeit. Als Astrid und Tobias Bähner vor sechs

Jahren das heutige Renzis bei einer Zwangsversteigerung ergattern, ist der alte Hof vermüllt

und heruntergekommen: Heute strahlt das Renzis im modernen Landhausstil und beweist mit mehr

als 150 Veranstaltungen im Jahr und einem regen Restaurantbetrieb, dass es seinen Platz in

Duisburg-Baerl an der Grenze zu Moers gefunden hat.

Als sich Astrid und Tobias vor fast 20 Jahren während

der Ausbildung im 5-Sterne Hotel „Bachmair

am See“ am Tegernsee weit ab von ihrer Heimat kennenlernen,

träumen der gelernte Koch und Hotelfachmann

und die ausgebildete Hotelfachfrau von einem

eigenen Betrieb im hochklassigen Bereich. Als 2007

das Restaurant am Lohheidesee freisteht entschließen

sich die gebürtige Bayerin und der Ruhrgebietler,

ihre Zelte in Nordrhein-Westfalen aufzuschlagen.

„Tobias hat schon als kleiner Junge das Restaurant

am See bewundert. Als es auf einmal freistand, war

schnell klar, dass wir uns hier verwirklichen möchten“,

erzählt Astrid Bähner. Doch auch die nächste

Verlockung lässt nicht lange auf sich warten, als nur

zwei Jahre später das alte Gestüt an der Grafschafter

Straße zwangsversteigert wird, schlagen die jungen

Eltern zu. Nach einer fünfmonatigen Renovierungsphase

eröffnet das Gastronomehepaar 2010 ihr

zweites, das nach ihrem Sohn benannte, Restaurant

„Renzis“. „Wir gingen damals mit unserer Tochter

einen Pakt ein“, erzählt Astrid Bähner und lacht.

„Vom Sohn kommt der Name und von der Tochter

der Wunsch nach einem Streichelzoo.“ Wer einmal

im Renzis war erinnert sich garantiert an die vielen

Tiere, die im Hof des alten Gestüts darauf warten,

gestreichelt und gefüttert zu werden. Dass Laurentius

eigentlich auch der Schutzpatron der Köche ist, erfahren

die beiden Unternehmer erst später. Während

im „Bähner’s am See“ die vornehme Küche waltet

wird das Renzis zu einem beliebten Treffpunkt, an

dem sich jeder wohlfühlt. 2013 fällt die Entscheidung,

aufgrund der hohen Belastung das Restaurant


Genussvollll

am See zu schließen, seither konzentriert sich das

Ehepaar mit voller Energie auf das Renzis. „Wir sind

ein echter Familienbetrieb“, schwärmt Astrid Bähner.

„Es ist schön, dass wir unsere Kinder mit ins Restaurant

bringen können und dass es uns unsere Gäste

gleich tun.“ Neben Tieren hinter dem Haus lockt ein

großer Spielplatz zum Austoben und ein offener Biergarten,

auf der Speisekarte findet sowohl Klein als

auch Groß sein Leibgericht.

Die Ausbildung in der Gastronomie führte Tobias und Astrid

Bähner vor fast 20 Jahren zusammen. Heute gehört dem

Ehepaar das Renzis

15

Zur Vorspeise serviert Bähner einen luftigen Flammkuchen

mit Lauch und Speck und knuspriges Baguette

mit selbstgemachtem Kräuterquark und

Aioli. Als Hauptgericht folgt der Renzis Burger, der

mit Blattsalat, Tomate, Gurken, Zwiebeln, Krautsalat

und selbstgemachter Joppiesauce eigenständig

belegt werden kann. Das Patty vom Grill schmeckt

würzig und hat eine angenehme Barbecuenote und

das Brötchen, das bei der Bäckerei Kretzmann eigens

für das Restaurant gebacken wird, ist angenehm

fluffig. Auch die servierten Spareribs überzeugen

mit einer rauchigen Marinade. „Die Rippchen werden

bei Niedertemperatur langsam gegart, bis sie

besonders zart sind, anschließend werden sie mindestens

drei Tage in unserer Marinade aus Ketchup,

Honig, Hickory Rauchsalz und weiteren geheimen

Zutaten gelegt“, verrät Tobias Bähner als Küchenchef.

„Wir kochen nur mit frischen Produkten, Regionalität

ist uns außerdem sehr wichtig.“ Das wird

auch bei „Renzis Lieblings-Schweineschnitzel“ mit

Sauce-Bernaise, gebratenen Champignons und einem

Spiegelei deutlich: Eine knusprige, hauchdünne

Panade umschließt das Fleisch. „Das Schnitzel heißt

übrigens ‚Renzis-Lieblingsschnitzel’, weil unser Sohn

die Kombination aus Spiegelei, Pilzen und Schnitzel

liebt“, erklärt die sympathische Hausherrin und

lacht erneut. „Irgendwie haben unsere Kinder eben

überall Mitspracherecht.“ Auch Astrid Bähner selbst

ist unter vielen Menschen aufgewachsen. Im tiefsten

Bayrischen Wald leitet ihre Familie ein Restaurant

mit mehr als 100 angeschlossenen Gästewohnungen,


Genussvoll

Die Burger-Pattys werden über dem Grill geröstet

Die Rippchen im Renzis sind eine Spezialität des

Hauses

als Mädchen hilft sie schon früh im Familienbetrieb

mit. Das ist einer der Gründe, warum das Renzis

seit August 2014 auch eine eigene Ferienwohnung

anbietet. Die anderen Gründe sind praktisch angelegt:

Mit mehr als 150 Veranstaltungen im Jahr,

darunter viele Hochzeiten, stellt das Ehepaar Bähner

seinen Gästen gerne Betten zur Verfügung. „Wir

haben einen unheimlich großen Veranstaltungsbereich“,

sagt Bähner. „Alleine in unserem umgebauten

Kuhstall finden 80 Gäste Platz, das Kaminzimmer

bietet noch einmal Raum für weitere 50 Gäste.“ Auch

im Veranstaltungswesen lieben die jungen Eltern den

Trubel. Gerade die Begegnungen zeichnen ihren Job

aus, schwärmt die Unternehmerin: „Über die Jahre

habe ich ein Gespür dafür entwickelt, ob sich die

Gäste wohlfühlen oder ob sie noch etwas benötigen.

Ob Geschäftsmann oder Angestellter, ob Braut oder

Großmutter, ich liebe es, unsere so unterschiedlichen

Gäste kennenzulernen.“

Inzwischen ist das Renzis durch seine Kombination

aus Qualität und Gastfreundlichkeit zu einem beliebten

Treffpunkt geworden: In der Woche locken Mittwochs

der Schnitzeltag, Donnerstags der Rippchentag

und Freitags das Burger-Buffet, am 1. Sonntag im

Monat gibt es einen großen Schlemmerbrunch, auch

saisonale Aktionen wie das Winter-Grillen oder das

Gänse-Essen sind oft ausgebucht. Das Renzis an der

Grenze zu Moers ist angekommen.

16

Tobias Bähner legt Wert auf frische Produkte: Auch

beim Belag der Flammkuchen

Text: Ann-Katrin Roscheck

Fotos: Dennis Zimmer

8

9

Damenoutfit: Hose von

Tigha um 190 €, Jacke

von Imperial um 170 €

Herrenoutfit: Hose von

Imperial um 160 €, Jacke

von Imperial um 190 €

und Brille von ic! berlin

um 280 €.

Foto: Inteus Photography

Die Lust

an der Mode

Ad Oculos Augenoptik

Frauenzimmer & Friends

Jeanine Steinborn von Frauenzimmer

& Friends und Petra Adelsbach, Ad

Oculos Augenoptik, verbindet nicht

nur eine Freundschaft, sondern auch

die Lust an Mode und ein sicheres Gespür

für Stil, Style und Trends. Nicht

umsonst fahren beide jedes Jahr gemeinsam

nach Ibiza. Dort sammeln sie

neue Ideen, lassen die neuen Einflüsse

auf sich wirken und bringen diese mit

nach Moers.

„Im Moment

bestimmen

die Revivals

unsere Mode“,

sagt Jeanine

Steinborn.

Viele

Trends greifen

die 70er

Jahre wieder auf. Heute werden jedoch

weiche, fließende und transparente

Stoffe verwendet, die mit einer Fellweste

kombiniert, den Bohemien Style

charakterisieren. „Ich glaube, dass wir

an der Schlaghose nicht vorbei kommen

werden", erzählt Jeanine uns

Frauenzimmer

& Friends

Friedrichstraße 69

47441 Moers

Telefon: 0 28 41 / 88 55 631

www.facebook.com/FrauenzimmerMoers

AND FRIENDS

lächelnd. "Auf der anderen Seite mag

ich den Clean Chic. Ein eher nüchterner

Stil. Klare Linien und schnörkellose

Schnitte machen den Stil aus. Die

Stoffe sind edel.“

„In der Brillenmode

haben

die Revivals

schon längst

Einzug gehalten.

Spätestens

mit dem guten,

alten Nerd-

Style der 60iger“, erzählt Petra Adelsbach.

„Die Nerdbrille ist mächtig und

dominant. Ich liebe auch den Stil der

40iger. Da geht es um Harmonie. Die

Panto, wie Marvin sie auf dem rechten

Bild trägt, ist viel zarter”, erklärt Petra,

„die Farben zurück haltend, monochrom.

Total cool kann man die Panto

auch mit einem Sonnenclip tragen.

Wegweisend ist die Kollektion von

Garrett Leight California Optical, die

wir exklusiv in Moers vertreiben.

Zum Clean Chic passen z.B. Brillen von

Mykita Mylon, wie Fee (Bild rechts) sie

trägt. Die Brillen werden im 3-D Druck

aus Nylon gefertigt. Das Material ist

irre schön und federleicht!

An einigen Details der neuen Brillen

erkenne ich, dass die gute alte Metallbrille

wieder auf dem Vormarsch ist”,

lacht Petra.

Ad Oculos

Augenoptik

Friedrichstraße 22

47441 Moers

Telefon: 0 28 41 / 888 720

www.ad-oculos.de

Damenoutfit: Hose von

Please um 120 €, Federweste

um 80 €, Bluse

von Ten Feed 130€, Brille

von Mykita Mylon um

490 €

Herrenoutfit: Hose von

Imperial um 120 €, Sakko

von Imperial um 160 €,

Brille von Garrett Leight

um 250 €

Foto: Inteus Photography


101 Menschen, die MOers lieben.

Blickpunkte

Mir gefällt der Stadtpark besonders gut

in Moers. Das Bollwerk ist für mich eine

super Veranstaltungslocation und ich

komme gerne hierher.Ausserdem gefällt

mir, dass man an vielen Orten relativ

günstig parken kann.

Ich finde die Cafés und Kneipen in Moers gut und gemütlich.

Als Anwohner kann ich alles super zu Fuß in der City

erreichen, dennoch ist es ruhig und ich kann gemütlich in

Parks mit meinem Hund spazieren gehen. Martin

Moers ist optisch eine wunderschöne

Stadt, es gibt viele Möglichkeiten was zu

machen und und zu unternehmenn. Moers

ist nicht so Großstadt, aber auch nicht so

wie ein Dorf. Für mich die perfekte größe.

Facebook!

Moers ist das Tor zwischen Ruhrgebiet

und Niederrhein. Ins Ruhrgebiet komme

ich schnell, wenn ich etwas brauche, am

Niederrhein kann ich mich entspannen

und erholen.“ Silvan, Künstler

Warum wir glauben, dass Dir es gefällt sich lohnt, unser Magazin? In den Dann kommenden unterstütze Ausgaben stellen wir

unserer Stadt zu leben? uns mit einem Klick auf Ihnen gefällt 101 mir! Moerser vor, die uns die Gründe

www.facebook.com/MoersMagazin

liefern, warum sie genauso empfinden.

Sie sind auch ein leidenschaftlicher MOerser

und möchten Ihren

www.moersonline.de

Grund, unserer Stadt

zu leben, mit uns teilen?


Blickpunkte

18

AUS MAMAS KOCHTÖPFEN ZUM KAMP-LINTFORTER KARNEVAL:

DAS GEILINGS BRÄU ALS BIER

FÜR DEN NIEDERRHEIN

Auf einem provisorischen Gerüst in einer Scheune stehen drei große Töpfe, die

durch Leitungen verbunden sind und unter denen ein Gasbrenner zischelnde Laute

abgibt. Es riecht nach gegärter Hefe und Alkohol, Fässer und Kästen ragen aus den

Regalen. Das, was sich in auf dem Saalhoffer Geilings Hof befindet, ist nicht etwas das

Experimentierlabor eines Hobby-Chemikers, sondern der Schaffenskreis von Brauer und

Mälzer Johannes Lehmbrock. Vor drei Jahren hat sich der 27-Jährige mit seiner eigenen

Biermarke, dem Geilings Bräu, aus der väterlichen Scheune selbstständig gemacht.

„In der Schule im Chemieunterricht habe ich zum

ersten Mal selbst Bier gebraut“, erinnert sich der

Blondschopf und lacht. „Ab da wusste ich eigentlich,

dass Bier auch zukünftig meine Leidenschaft

sein wird.“ Das Familiengrundstück bietet schon in

jungen Jahren viel Platz, um allerhand auszuprobieren

und Schabernack zu treiben. Ob der hauseigene

Brunnen, der im Garten steht, oder die Kellerräume,

Lehmbrock hat ein Talent, den Hof für sich und seine

Experimente einzunehmen. „Auf mysteriöse Art und

Weise verschwanden Mutters Töpfe aus den Schränken“,

erzählt Papa Heiner. „Als ich eines Tages in

den Keller kam, hingen sie unter der Decke. Johannes

hatte sehr viele Ideen, um sein Bier zu brauen.“ Was

am Anfang noch ungenießbar scheint, schmeckt heute

außergewöhnlich gut. Nach dem Schulabschluss

absolviert Lehmbrock seine Ausbildung bei Diebels

und arbeitet anschließend weiter im Unternehmen.

„Die ersten zwei Azubijahre bestanden eigentlich

nur aus Putzen. Vor allem im letzten Jahr habe ich

dann aber wirklich viel gelernt, das mich heute weiterbringt“,

so Lehmbrock. „Die wichtigsten Erfahrun-


Blickpunkte

Mit Mutters Töpfen hat sich Johannes Lehmbrock eine Bierbraukonstruktion

gebaut. Mit Erfolg: Der 27-Jährige vertreibt sein eigenes

Hausbier

„DIE WICHTIGSTEN

ERFAHRUNGEN

FANDEN IM

SELBSTVERSUCH

STATT“

Inzwischen wird die kuriose

Konstruktion fast nur noch für die

Findung von neuen Rezepturen

benutzt

19

gen fanden allerdings im Selbstversuch statt.“ Ob

Bier mit Gummibärchen- oder Mettwurstgeschmack,

der Bierlandschaft sind keine Grenzen gesetzt. Auch

der junge Kamp-Lintforter probiert gerne aus: Aktuell

arbeitet er an einem Weihnachtsbier. Zimt, Orangen

und Nelken liegen auf dem Tisch. Da, wo viele Brauereien

mit Sirup arbeiten, setzt der 27-Jährige auf

frische Produkte und den eigenen Geschmack, ganz

nach dem Motto „Was mir schmeckt, schmeckt auch

anderen“. Lange hat der Brauer deswegen auch an

seiner ersten Kreation getüftelt: Die Hausmarke, ein

untergäriges und naturtrübes Pils, verspricht einen

vollen und süffigen Geschmack. Es hat eine angenehme,

bittere Note und geht gut durch den Hals.

„Ich kann bezeugen, dass man davon keinen Kater

bekommt“, sagt Peter Kimmeyer lachend, der heute

extra aus Münster gekommen ist, um sich die Weihnachtsbierversuche

seines Freundes anzuschauen.

Freundschaft spielt in Johannes Lehmbrocks Unternehmensphilosophie

eine große Rolle: Wenn er

einmal im Monat seinen Bierbrau-Apparat in der

Scheune anschmeißt, kommen Bekannte in Scharen:

Nicht nur, um sich am leckeren Bier satt zu trinken,

sondern auch, um den 27-Jährigen zu unterstützen.

Dass leidenschaftliche Biertrinker gesellig sind, zeigt

die angenehme Atmosphäre. „Ich habe gute Freunde,

die mir helfen, die Flaschen zu etikettieren und auch

auszuliefern“, sagt Lehmbrock. „Alleine könnte ich

das sonst nicht leisten.“ Um auch auf betriebswirtschaftlicher

Basis gut aufgestellt zu sein, studiert der

Braumeister nach seiner Ausbildung BWL in Münster.

Nebenbei arbeitet er inzwischen als Geschäftsführer

des väterlichen Gerüstbauunternehmens. Die Tage

des ehrgeizigen 27-Jährigen sind lang, denn Geilings

Bräu ist inzwischen nicht nur ein beliebtes Getränk

beim Kamp-Lintforter Karneval, auch einige Supermärkte,

Weinbars und Gaststätten bestellen das Bier

vom Saalhoffer Hof. „Die Scheune ist schon meine

Tüftelstube, hier geht es oft darum, Rezepte zu entwickeln“,

erklärt der Braumeister. Für große Produktionen

mietet er sich Brauerein in der Umgebung

an. Aber auch der Geilings Hof soll zukünftig einen

professionelleren Rahmen für die Bierproduktion geben:

Gemeinsam mit Vater Heiner plant Lehmbrock

Junior, die Scheune auszubauen: Eine Kühlung soll

zum Beispiel entstehen, auch ein Seminarraum ist

ein Wunsch des selbsternannten Bierbotschafters.

„Ich liebe Bier und ich kann den ganzen Tag darüber

reden, nachdenken und es selbstverständlich auch

trinken“, sagt der sympathische Kamp-Lintforter und

lacht erneut. „Warum soll ich das nicht teilen? In der

Bierwelt gibt es so viel zu entdecken. Ich würde mich

freuen, wenn ich mein Wissen zukünftig weitergeben

könnte.“

Text: Ann-Katrin Roscheck

Fotos: Dennis Zimmer

Möchten auch Sie das

Saalhoffer Bier probieren?

Geilings Bräu

gibt es in folgenden

Genussstätten:

Rosin’s Restaurant &

Café, Kamp-Lintfort;

Wein-Markt Inh. H.

Wörpel, Kamp-Lintfort;

Wein & Cocktail,

Rheinberg; Das kleine

Rote, Rheinberg; Haus

Alte Schmiede, Kamp-

Lintfort; Rewe Lange

oHG, Moers.

Weitere Informationen

finden Sie im Internet:

geilings-braeu.de


Blickpunkte - TITELGESCHICHTE

DAS SCHICKSAL DER ALS - ERKRANKTEN

VERSTEINERTE PUPPEN MIT

VOLLEM VERSTAND

„WIR HABEN KEINE ZEIT, ZU ZÖGERN.“

Ob Handballgröße Stephan Kretzschmar, Schlagerstar Helene Fischer oder Schauspieler

Matthias Schweighöfer: Im Sommer 2014 gossen sie sich alle drei vor laufender

Kamera einen Eimer mit Eiswürfel-Wasser über den Kopf. Wie die Prominenten nahmen

mehr als 17 Millionen Menschen an der „Ice Bucket Challenge“ teil, die sich dank

Sozialer Netzwerke wie ein Laubfeuer auf dem Globus verbreitete. Ziel war es, Spenden

für ALS-Kranke zu sammeln.

Wir freuen, wenn Sie uns Ihr Statement mit Foto mailen an: redaktion@moersonline.de


TITELGESCHICHTE - Blickpunkte

„DER LEIDENSWEG ENDET

MIT DEM ERSTICKEN“

Bruno Schmidt und Uwe Pöttmann leiden an ALS. Manuela Poschmann

unterstützt Erkrankte ehrenamtlich (v.l.n.r.)

Über ein Jahr nach dem Medienhype sind die Feuer

verloschen und die Asche abgekühlt: Kaum einer

weiß mehr – wenn er es denn je gewusst hat – welches

Spendenziel die Ice Bucket Challenge hatte. MOers –

Das Magazin möchte aktiv aufklären, denn Menschen

wie Uwe Pöttmann aus Kamp-Lintfort und seine

Familie erleben die Folgen der schweren Krankheit

jeden Tag: Im Jahr 2013 diagnostizierten die Ärzte

beim 51-Jährigen die unheilbare Krankheit ALS.

Bei Uwe beginnt die Krankheit mit Muskelzuckungen

„Ich hatte damals vor allem Probleme mit meinem

Bein und habe stark gehumpelt, außerdem litt ich an

heftigen Muskelzuckungen“, erinnert sich der Kamp-

Lintforter. „Als mir der Arzt verkündete, dass ich eine

Motoneuronerkrankung habe, hatte ich keine Vorstellung

davon, was auf mich zukommt. Ähnlich wie ich

war der Arzt mit der Diagnose völlig überfordert.“ Die

Amyotrophe Lateralskleorose, kurz ALS, ist eine der

schwersten Erkrankungen, an der der Mensch leiden

kann. Im Verlauf von Monaten bis wenigen Jahren

kommt es zu einer Lähmung des Körpers, die anschließend

immer zum Tod führt. Bei der ALS findet

eine fortschreitende und irreversible Schädigung

der Nervenzellen statt, durch die die Betroffenen auf

Dauer ihre Muskeln nicht mehr bewegen können:

Sie werden zu versteinerten Puppen mit intaktem

Bewusstsein aber bewegungslosen Körper, die nach

einem langen Leidensweg meist bei vollem Verstand

ersticken.

Als Uwe Pöttmann die Schwere seiner Krankheit begreift,

zieht er sich in sich zurück: Er möchte niemanden

sehen und niemanden hören, mit niemandem sprechen

und keine Gefühle zulassen. „Irgendwann habe

ich dann gedacht ‚Reiß dich zusammen und genieß

die Zeit, die du noch hast‘“, erinnert sich der 51-Jährige,

der inzwischen im Rollstuhl sitzt. „Ich habe eine

wunderbare Tochter und eine tolle Frau, die verdient

haben, dass ich mich mit der Krankheit auseinandersetze.“

Petra, Uwes Partnerin, erkundigt sich im

Internet über die Krankheit, sie sucht nach Kontaktmöglichkeiten

zu anderen Erkrankten und versucht,

Unternehmungen zu organisieren. Aber Pöttmann

geht es körperlich zunehmend schlechter: Er gibt

seinen Beruf auf, als Prozesskoordinator bei Thyssen

ist er auf seine Hände angewiesen, die lassen

ihn aber zunehmend im Stich. Er kann seine Hobbys

nicht mehr ausleben: Für Motorradfahren und Tanzen

braucht er seine Muskelkraft. Als stiller Leser verfolgt

er bei Facebook eine Gruppe, in der sich ALS-

Erkrankte aus ganz Deutschland austauschen. „Und

irgendwann kam er zu mir und sagte, es gebe ein Fest

in der Nähe von Aachen und er wollte dahinfahren“,

erklärt seine Frau. „Natürlich sind wir gefahren.“

Bruno geht offensiv mit seiner Krankheit um

Das Fest, zu dem Petra und Uwe aufbrechen, ist initiiert

von Bruno Schmidt, einem Lebensmitteltechniker,

Leistungssportler und ALS-Erkrankten aus

Gereonsweiler. Schmidt ist ein ganz anderer Charaktere:

Statt sich zurückzuziehen, bricht er nach seiner

Diagnose aus dem Alltag aus, sucht Kontakt zu den

Medien und möchte allen davon erzählen, was bei der

ALS mit dem Körper passiert. „Ich habe im Dezember

nach der Ice Bucket-Challenge meine Diagnose

erhalten“, erinnert sich der Familienvater. „Obwohl

ich damals auch die Ice Bucket-Challenge verfolgt

habe, hatte ich keine Ahnung, was ALS eigentlich

ist. Ich habe mir gedacht, dass es vielen so geht und

genau das wollte ich ändern.“ Schmidt arbeitet offensiv:

Über das Intranet der Firma informiert er sein

SCHICKSAL ALS

21


Blickpunkte - TITELGESCHICHTE

Bruno Schmidt ist leidenschaftlicher Radfahrer: 800 Kilometer legt er zurück, um auf

ALS in den Medien aufmerksam zu machen. Beim Abschlussfest der Tour im Sommer

treffen Bruno und Uwe zum ersten Mal aufeinander

22

gesamtes Kollegium – über 1.000 Mitarbeiter – über

seine Krankheit, er spricht Filmemacher Lars Pape

an, dessen Mutter selbst den Kampf gegen ALS verloren

hat, und entschließt sich, eine letzte große Tour

zu fahren, auf der er mit anderen Erkrankten vor der

Kamera das Gespräch sucht. „Ich war schon immer

leidenschaftlicher Radfahrer und habe große Touren

durch ganz Europa gemeinsam mit meinen Kollegen

gemacht“, erklärt der lebensfrohe 50-Jährige. „Diese

Tour wollte ich nutzen, um aufzuklären und um

Spendengelder für andere ALS-Erkrankte sammeln.“

Es gibt ein einziges Medikament, das die Lebensdauer

von Erkrankten um drei Monate erhöhen soll,

dieses wird von der Krankenkasse getragen, bei der

HELFEN SIE UWE UND SEINER FAMILIE,

EINE WOHNUNG ZU FINDEN

Seit vielen Monaten sucht Uwe Pöttmann gemeinsam mit seiner Frau

und seiner Tochter eine neue, barrierefreie Dreizimmerwohnung im

Kreis Kamp-Lintfort, Moers, Rheinberg oder Alpen. Die Pöttmanns

leben bisher in der ersten Etage, was dazu führt, dass Uwe ohne Begleitung

die Wohnung nicht verlassen kann. Da Petra, Uwes Ehefrau,

zeitnah ihren Job aufgeben muss, um ihren Mann zu pflegen, darf

der Mietpreis der Wohnung 1.000 Euro Warmmiete nicht überschreiten.

Bitte helfen Sie uns, zeitnah eine passende Wohnung für Uwe und

seine Familie zu finden. Uwe fehlt die Zeit, um noch lange zu suchen.

Bitte kontaktieren Sie das Magazin-Team: redaktion@moersonline.de

sonstigen Finanzierung ihrer neuen Lebensumstände

werden die Erkrankten dagegen völlig alleingelassen.

„Das Auto muss auf Dauer behindertengerecht umgebaut

werden, in der Wohnung müssen die Barrieren

verschwinden und auch die Zusatztherapien, die

schmerzlindernd wirken, oder die etlichen Nahrungsergänzungsmittel

werden nicht bezahlt“, erklärt Manuela

Poschmann vom Verein „ALS – Der Wunsch

zu leben“. „Erkrankte sind auf Spendengelder angewiesen.“

Mit seinem offenen Wesen und seinem Schicksal

trifft Bruno Schmidt den gesellschaftlichen Nerv: In

kurzer Zeit sammelt er alle nötigen Spenden, um den

Film zu finanzieren, und noch weitere, um anderen

Erkrankten zu helfen. Auf seiner Radtour macht er

zudem Begegnungen, die ihn prägen. Es ist seine

ganz eigene Art, seine Diagnose zu verarbeiten. Die

Menschen, die er auf seiner Reise kennenlernt und

alle, die im Sozialen Netzwerk seinen Trip verfolgen,

lädt er am letzten Tag seiner Tour auf ein großes Fest

in Gereonsweiler ein, ein kleines Dorf in der Nähe von

Aachen.

Cannabiskonsum, Freitod und behindertengerechter

Urlaub - Themen, die Uwe und Bruno beschäftigen

Heute sitzen die beiden Männer gemeinsam mit ihren

Familien in Uwes Küche in Kamp-Lintfort. Auch

wenn beide völlig unterschiedlich mit ihren Krankheiten

umgehen, beschäftigen sie doch die gleichen

Gedanken, Fragen und Ängste. ALS habe dazu geführt,

die Welt neukennenzulernen, sind sie sich ei-


TITELGESCHICHTE - Blickpunkte

Auch Uwes Tochter Debbie und seine Frau Petra haben gelernt, mit Uwes Krankheit umzugehen. Sie wissen,

dass er sterben muss

nig. „Wir verlieren nicht an Lebensqualität, sondern

wir passen sie der Krankheit an“, sagt Uwe Pöttmann

und Bruno Schmidt ergänzt: „In der Sonne

zu sitzen und den Moment zu genießen, das haben

wir beide gelernt.“ Aber auch der Austausch über

den Verlauf der Krankheit ist Gesprächsthema. Uwe

Pöttmann ist auf seinem letzten Weg schon einen

Schritt weiter: Die Wohnung kann er nur mit Hilfe

verlassen, auf den Rollstuhl ist er angewiesen und

im Schlaf begleitet ihn eine Atemmaske. Pöttmann

ist ein fröhlicher Mensch, aus seinen freundlichen

Augen blitzt dennoch die Hoffnungslosigkeit. Aber

auch Schmidt hat Momente, in denen er trotz seiner

großen Zuversicht die Traurigkeit zulässt. „Über

Freitod hat sicher jeder ALS-Erkrankte schon einmal

nachgedacht“, gibt er zu. „Aber dann ist da doch

noch so viel, das wir erleben möchten.“ Erst vor kurzem

war Uwe Pöttmann gemeinsam mit seiner Frau

auf Teneriffa in einem Hotel, das auf Menschen mit

Behinderungen spezialisiert sei. Es war ein Traumurlaub,

so schwärmt er, den er hofft, wenn es die Kräfte

zulassen, im nächsten Jahr wiederholen zu können.

Auch Schmidt will noch viel erreichen: Seine Tochter

Jenny ist 24 Jahre alt, einige Jahre möchte er sie

noch auf ihrem Weg begleiten. Dass die Forschung in

der ALS-Bekämpfung nicht weiterkommt und die bürokratischen

Wege der Krankenkasse die Schwerkranken

mit ihrem Schmerz alleine lassen, macht beide

Männer wütend. Cannabismedikamente, so wissen

sie aus Erzählungen, helfen, die ständigen Muskelzuckungen,

unter denen vor allem Uwe Pöttmann

leidet, erträglicher zu machen. „Um die Zulassung

für die Medikamente zu bekommen, muss aber ein

„IN DER SONNE ZU

SITZEN UND DEN

MOMENT ZU GENIESSEN,

DAS HABEN WIR BEIDE

GELERNT.“

unglaublicher Stapel an Anträgen ausgefüllt werden“,

erklärt Manuela Poschmann vom ALS-Verein.„Das

braucht Zeit, die unsere Mitglieder aber nicht haben.“

Uwe und Bruno haben gelernt, in kurzen Momenten

zu denken:

Das nächste Ziel ist die gemeinsame Weihnachtsfeier

des Vereines, auf dem sie viele, schwerkranke

Freunde und ihre Familien wiedersehen werden. Sie

werden feiern und lachen, essen und trinken, sie werden

tanzen – ob im Rollstuhl oder ohne Gehhilfe, und

gemeinsam anstoßen, und dennoch werden sie sich

zu jeder Zeit darüber bewusst sein, dass einige ihrer

Freunde das letzte Weihnachtsfest feiern.

Text : Ann-Katrin Roscheck

Fotos : Dennis Zimmer, Bruno Schmidt

ALS –

Der Wunsch zu

leben

Der Verein versteht

sich als Selbsthilfevereinigung

und

Lobby für Menschen

mit einer neuromuskulären

Erkrankung,

im Besonderen

der ALS. Die Hauptaufgaben

des Vereins

beinhalten die Förderung

der Forschung,

die Aufklärung

der Öffentlichkeit,

die Verbesserung von

Therpiemöglichkeiten

und die Unterstützung,

sowohl

psychisch als auch

finanziell, von Erkrankten

und Angehörigen.

Weitere

Informationen finden

Sie im Internet:

www.als-verein.de

Spendenkonto

Volksbank Krefeld

BLZ:

32060362

Kontonr.:

2185945017

BIC:

GENODED1HTK

IBAN

DE94 3206 0362

2185 9450 17

23


Blickpunkte

Wenn das Zahnrad funktioniert:

DAS THW IM KREIS WESEL

Wie blaue Feuerwehrautos bahnen sie sich den Weg durch Moers. Ihr Logo, ein weißes Zahnrad,

schmückt die Seiten, daneben stehen drei Buchstaben: THW – Technisches Hilfswerk. Aber was

steckt eigentlich hinter dem Namen?

24

Der Ortsverband Moers des THWs hat seine Dienststelle

in Moers-Scherpenberg zwischen der Geschwister-Scholl-Gesamtschule

und dem Fußballplatz.

Schnell übersieht der Moerser die unscheinbare Zufahrt

zwischen den Bäumen, denn der Auftritt des

Technischen Hilfswerks ist bescheiden. Das, was

hier entsteht, ist dagegen groß: Von der Dienststelle

aus organisieren und starten die 157 Helfer des

Ortsverbandes ihre Einsätze. Ob technische Hilfe für

Behörden wie die Polizei oder die Feuerwehr, oder

Auslandshilfe und Zivilschutz, die Aufgaben des

Hilfswerks sind breitgefächert. Auch bei Ausnahmesituationen

in den Gemeinden werden die Ehrenamtlichen

tätig: Nach Naturkatastrophen räumen sie

die Keller aus und pumpen Wasser ab, bei schweren

Unglücken im Ausland sind sie zur Stelle und auch

bei der aktuellen Flüchtlingsproblematik packen sie

mit an. Was wenige wissen: Der THW untersteht dem

Bundesinnenminister und ist die einzige Behörde, die

in so einem Fall stattlich agiert. Dabei sind die Kameraden

allesamt ehrenamtlich dabei: Jeder, der hilft,

tut das auf vollkommen freiwilliger Basis.

Als Ehrenamtler im Dienst freigestellt

“In ganz Deutschland gibt es 80.000 Helfer, von

denen nur 7 hauptberuflich für das THW arbeiten”,

weiß Fachberater und Kreisbeauftragter Michael

Jansen. Auch er selbst, seit 33 Jahren dabei, engagiert

sich ehrenamtlich und betreut die Ortsverbände

Moers, Wesel und Dinslaken. Sein Arbeitgeber stellt

ihn immer wieder für Einsätze frei, auch für längere

Aufenthalte im Ausland. „Das Engagement beim

THW wird bei Arbeitgebern gesehen“ erklärt der

Fachberater. „Auf die Unterstützung sind wir aber

auch angewiesen.“

Starke Jugend

Viele der Kameraden sind seit ihrer Jugend beim

Technischen Hilfswerk tätig: Jörg Rubinowski ist mit

16 Jahren beigetreten, heute ist er 35 und betreut

als Ausbildungsbeauftragter den Nachwuchs. Eine

seiner derzeitigen Aufgaben ist das „Sozial genial“-

Projekt der Geschwister-Scholl-Gesamtschule. „Die

Schüler der Jahrgangsstufe neun engagieren sich im

Rahmen des Projektes in Sozialen Einrichtung. Auch

das THW macht mit “, erklärt Rubinowski. „Für uns

ist das eine tolle Gelegenheit, schon bei potenziellen

THWlern Werbung für das Ehrenamt zu machen.

Wir zeigen den Jugendlichen Ausschnitte aus dem

Ausbildungsprogramm. Was sie dabei lernen, dürfen

sie anschießend direkt anwenden.“ Das Ausleuchten

einer Einsatzstelle beispielsweise: Nach dem trockenen

Theoriestoff geht es nach unten in den Hof, wo

die Schüler selbst ausprobieren können, wie es ist,

mit den leistungsstarken Lampen und zum Teil sechs

Meter hohen Stativen zu hantieren. Manchmal ist nur

ein Knopfdruck nötig, um eine Einsatzstelle in helles

Flutlicht zu tauchen, bei anderen Lichtinstallationen

wird dagegen länger getüftelt. Als alles steht, ist

der Hof hinter den Fahrzeughallen des Technischen

Hilfswerks taghell erleuchtet, obwohl die Landschaft

ringsum schön längst in Dunkelheit versunken ist.

Nebel steigt aus einem Schacht auf, während ein

Kamerad hervorklettert: Der THW hat extra Tunnel

für Übungswecke gebaut. Das Bild, das sich bietet,

wirkt wie bei einem Großbrand, ist aber nur eine kleine

Übung, damit die Jugendlichen eine Vorstellung

davon bekommen, wie sein Einsatz aussehen kann.

Ohne ausreichende Ausleuchtung der Einsatzstelle

würde hier draußen keiner der Kameraden die Hand-


Blickpunkte

Jörg Rubinowski (oben) ist seit er 16

Jahre alt ist im THW aktiv. Kreisbeauftragter

Michael Jansen weiß, dass das

der typische Weg ist

vor Augen sehen, geschweige denn den Eingang zu

einem Tunnel finden. Erst recht nicht im Nebel. „Das

ist eine gute Übung um uns zu zeigen, was der THW

tut und warum er eigentlich wichtig ist“, sagt ein Jugendlicher.

Teamfähigkeit und Kameradschaft sind

wichtige Grundsätze

Und auch Jörg Rubinowski ist zufrieden mit der Arbeit

der Schüler. “Das haben sie gut gemacht”, lobt er die

Jungs, die fast keine Hilfe in Anspruch genommen

und sich gut selbst organisiert haben. Teamfähigkeit

ist beim THW elementar. “Kameradschaft”, so Kreisbeauftragter

Jansen, “ist der wichtigste Grundsatz.”

Einer der diese Teamfähigkeit schon oft bewiesen

hat, ist Philipp Söhlke. Der 21-Jährige ist bereits seit

2008 beim THW dabei und engagiert sich noch immer

bei der THW-Jugend, auch wenn er mittlerweile

kein Junghelfer mehr ist. So begleitet er beispielsweise

Ausflüge oder Gruppenfahrten, die das Teamgefühl

stärken. Söhlke ist ein Sinnbild dafür, dass das

Ehrenamt oft über einen langen Zeitraum ausgeführt

wird:. Seit Jahren ist es ein Teil seines Lebens, den er

aus vielen Gründen nicht mehr missen will. „Ich absolviere

eine Ausbildung zum Großhandelskaufmann,

in meinem Bürojob fehlt mir der technische Aspekt.

Beim THW zu sein ist mein Ausgleich”, erklärt er.

Sein Arbeitgeber begrüßt es, dass er sich ehrenamtlich

engagiert und hat kein Problem damit, ihn auch

für mehrere Tage freizustellen, wenn er zu einem Einsatz

muss. “Wir tun ja etwas Gutes”, sagt Söhlke.

“Das will auch der Betrieb, in dem ich arbeite, unterstützen.”

Und genau das ist es, was das THW auszeichnet: Es

hilft und gibt Anleitung, Gutes zu tun. Es ist in den

Orten verankert und hilft dennoch überall wo es gebraucht

wird. Es ist ein Werk, das Hilfe schafft.

Text: Sarah Heckhoff

Fotos: Dennis Zimmer

Bundesanstalt

Technisches Hilfswerk

Ortsverband Moers

Homberger Straße

250 | 47443 Moers

Telefon:

02841 55740

www.thw-moers.de

25

Es braucht nur einen Gutschein für ein vielfältiges Einkaufserlebnis in Moers.

WERBERRING

Shoppen in über 25 Geschäften in Moers!

Wir wünschen Ihnen eine schöne Weihnachtszeit

und einen guten Rutsch in das Jahr 2016!

Den Gutschein erhalten Sie beim:

Moers-Marketing am Königlichen Hof, Homberger Str. 4

www.werbering-moers.de


MOstorie

26

WENN DIE SEELE ZUR RUHE KOMMT:

EINE AUSZEIT IM KLOSTER KAMP

Es gibt nur wenige Orte, die so einen Zauber in sich tragen. Die helfen, die Sorgen und

Gedanken des Alltags hinter sich zu lassen und die auf die Seele heilsam wirken. Einer

dieser Orte ist das alte Kloster Kamp am Kamper Hügel in Kamp-Lintfort. Dort, wo früher

die Zisterzienser gelebt, gearbeitet und gebetet haben, lädt heute ein Geistliches und

Kulturelles Zentrum zu Konversation, Besinnung und zum Kulturerlebnis ein.

Die Ursprünge in Burgund, die Entwicklung in

Kamp-Lintfort

Als der Benediktinerordnen im 12. Jahrhundert durch

Reichtum wächst und den Schwung des Anfangs

verliert, entsteht eine Gemeinschaft, die sich im Orden

nicht mehr wohlfühlt: Auf der Suche nach der

Einfachheit der mönchischen Lebensweise und dem

Ideal, von der eigenen Hände Arbeit zu leben, bildet

sich eine Reformbewegung, die auf der Grundlage der

alten Benediktsregel einen eigenen, straff organisierten

Mönchsorden gründet. Die Zisterzienser möchten

Liturgie, Disziplin und Eigenständigkeit in den Fokus

rücken. Im Jahr 1123 findet der erste Zisterzienserorden

eine Heimat im deutschsprachigen Raum: Am Kamper

Berg, südlich des Kanals Fossa Eugeniana, entsteht

das Kloster Kamp. „Es waren zwei Deutsche, Arnulf

und Heinrich, im Orden. Sie waren Brüder des

Erzbischofs Friedrich I. von Köln“, erklärt Dr. Peter

Hahnen, der seit mehr als zwei Jahren Leiter des

Geistlichen und Kulturellen Zentrums ist. „Durch diese

Verbindung ist der Orden nach Kamp-Lintfort

gekommen.“ Über die ersten Gebäude auf dem alten

Gelände ist heute nur noch wenig bekannt, es ist aber

davon auszugehen, dass die Brüderschaft zuerst eine

Kirche baute. „Schon in den ersten Jahren muss eine


MOstorie

Die alte Landkarte im Klostermuseum zeigt wie weitläufig das Gebiet

zum damaligen Zeitpunkt war

Dr. Hahnen nennt das Museum des Klosters liebevoll "Die

Schatzkammer". Hier erzählen Schätze aus der Vergangenheit

ganz eigene Geschichten

27

beeindruckende Anlage entstanden sein“, erzählt Dr.

Hahnen. „Es gab neben der Kirche und dem Kloster

Ställe und Scheunen, Fischteiche wurden angelegt und

alle Voraussetzungen geschaffen, um auch

landwirtschaftliche Erfolge zu erzielen.“ Das Kloster

Kamp und der Zisterzienserorden blühen auf: Noch

heute erzählt ein großer Stammbaum im

angeschlossenen Museum wie viele Tochterklöster das

Kloster Kamp zum Vorbild hatten. Doch mit dem

Truchsessischen Krieg wird die Anlage zerstört und der

Orden in eine Krise gerissen. Und auch als 60 Jahre

später, 1640, die ersten Zisterzienser mit dem

Wideraufbau beginnen, ist der Optimismus nicht von

langer Dauer, denn in Folge kriegerischer

Auseinandersetzungen zwischen Frankreich und

Holland werden sie erneut vertrieben. Nach letzter

Blüte macht dann die Französischen Revolution dem

Kloster den Garaus: Kamp wird aufgelöst.

Schönheit gepaart mit spiritueller Geschichte

Das, was auf Kamp entstanden war, ist heute teilweise

noch zu sehen. Im Jahr 1700 wird die Abteikirche auf

altem Gemäuer und kurze Zeit später die Marienkapelle

errichtet, noch heute werden hier Gottesdienste

gehalten. „Auch für Kunstliebhaber sind die alten

Gebäude ein beliebter Anlaufpunkt“, schwärmt der

Leiter der Begegnungsstätte. „Die Statuen aus längst

vergangenen Zeiten, die in Bildern und Wappen

verborgende Symbole und die wunderschönen

Wandbilder erzählen Geschichten von Heiligen und von

der Sehnsucht nach dem Heiligen. Eine Besichtigung

der Abtei und der Kapelle ist wie eine kulturelle und

spirituelle Zeitreise.“ Neben der Kirche und der Abtei

erinnert auch der außergewöhnliche Terrassengarten,

der vor einigen Jahren von der Stadt Kamp-Lintfort

dem alten Original nachempfunden wurde, an die alte

Lebensweise der Mönche. Unterhalb der Pergola, die

hinter dem heutigen Begegnungszentrum liegt,

wandern Hecken und Bäume den Hügel hinunter. Am

Fuß des kleinen Berges sind liebevoll Blumenbeete

angelegt, in dessen Schönheit sich der Gast verlieren

kann. Ein Besuch im Terrassengarten erinnert an eine

Auszeit in Italiens Botanischen Gärten oder an ein

Mittagessen im Regent’s Park in London. „Egal, wie

viel Stress ich habe, oder wie unglücklich mein Tag

gelaufen ist, wenn ich hier herunterschaue, dann ist

die Welt in Ordnung“, sagt Dr. Hahnen und lacht. Und

dass das auch andere Menschen so empfinden, zeigt

der Erfolg der Angebote, die Dr. Hahnen und sein Team

im Geistlichen und Kulturellen Zentrum entwickelt

Wussten Sie schon?

„Du holst dir gleich

den Segen von Kloster

Kamp“ – Das alte

Sprichwort haben viele

Heranwachsende in der

Region gehört, wenn

Sie einmal nicht artig

waren. Das Sprichwort

stammt tatsächlich aus

dem Kreis Wesel: Es

wird erzählt, dass die

Pächter der Ländereien

rund um das Kloster

Kamp, wenn sie ihren

Pachtzins nicht rechtzeitig

bezahlen konnten,

von den Zisterziensern

abgemahnt

wurden – auch manchmal

auf nicht so

christliche Art und

Kloster Kamp


MOstorie

Der Verein

„Geistliches und

Kulturelles Zentrum

Kloster Kamp e.V.“

Mit der Bedingung,

die Räumlichkeiten

vom Bistum Aachen

mietfrei zur Verfügung

zu bekommen, gründete

sich 1979 der

Verein am Kamper

Berg mit Männern und

Frauen aus Politik,

Kirche, Wissenschaft,

Wirtschaft und Lehre.

Das Bistum, die Stadt

Kamp-Lintfort und der

Kreis Wesel fördern

das Zentrum und

das Museum, beide

sind aber auf zusätzliche

Finanzmittel

durch Sponsoren und

Spender angewiesen.

Seit dem Frühjahr

2003 unterstützt ein

Förderkreis das Geistliche

und Kulturelle

Zentrum. Der Mindestbeitrag

liegt bei 50

Euro jährlich.

Weitere Informationen

finden Sie im Internet:

www.kloster-kamp-eu

Regelmäßig holt Leiter Dr. Peter Hahnen (rechts) internationale

Gäste in den Rokokosaal

haben. „Neben unseren eigenen Angeboten wie

Einkehrtagen, Bibelgesprächen und Seminaren,

vermieten wir zum Beispiel Räumlichkeiten für

Fortbildungen, Besprechungen oder Tagungen“, erklärt

der Theologe, der im ersten Beruf Kinderkrankenpfleger

war. „Dabei erlebe ich immer wieder, dass wenn zum

Beispiel die Gesprächspartner in einer Sackgasse bei

einem Personalgespräch stecken, sie zur Pause in den

Garten gehen und auf einmal die Unterhaltungen

wieder ihren gewohnten Gang finden.“ Auch Künstler

nutzen die Schönheit des Ortes, um sich auf ihre

Kreativität zu besinnen und die Akkus aufzuladen.

Regelmäßig kommen internationale Musiker ins Kloster

Kamp, um am kostbaren Flügel im stuckverzierten

Rokokosaal Konzerte zu geben. „Oftmals ist es das

einzige Konzert hier in der Region, denn die Künstler

entscheiden sich für uns, weil sie sich anschließend

eine Ruhezeit im Kloster Kamp gönnen“, erklärt Dr.

Hahnen weiter. Der Theologe und Seelsorger weiß nur

zu gut, dass Traditionen nicht immer offensichtlich

weitergelebt werden müssen. „Egal, wie Menschen an

Gott glauben, Spiritualität hat immer etwas mit der

Besinnung auf Kraftquellen zu tun und auf die

lebenslange Aufgabe, seinen Platz in der Welt zu finden

und zu gestalten“, sagt der Familienvater und

schmunzelt fast unmerklich. „Die alten Zisterzienser

taten das schon. Wer heute ins Kloster Kamp kommt,

tut es ebenso, wenn auch auf eine andere Art und

Weise.“

Auf alte Werte besinnen

Dann gibt es aber auch die Orte im Kloster Kamp, die

ganz deutlich auf die früheren Werte des Mönchsordens

hinweisen. Das Spenden-Café im Refektorium ist ein

Raum der Gastfreundschaft, hier bieten ehrenamtliche

Helfer Kaffee und Kuchen sowie Wasser und Säfte an.

Wer zahlen kann lässt seinen Obolus im Spendenkörbchen.

Auch der Kräutergarten wird von

Ehrenamtlichen gepflegt: In Tradition alter Gärten

bietet er Einblick in ein liebevoll gestaltetes

Sinnesparadies mit Würz- und Heilkräutern und gibt

Wissen von Kräuterfreunden aus allen Zeitaltern weiter.

„Unsere Kloster- und Museumsshops bieten außerdem

einen Einblick in das frühere Handwerk der Brüder“,

erzählt Dr. Hahnen. „Im Museum ist noch ein Bild zu

sehen, das die riesigen Anbaugebiete des Ordens zeigt.

In abgespeckter Variante stellen auch wir noch einige

Produkte her.“ Ob Bienenhonig vom eigenen Imker,

Brotaufstriche oder Kräuterlikör, das Kloster Kamp hat

inzwischen eine ausgewogene, eigene Produktpalette.

Auch hier arbeiten Ehrenamtliche sowohl in der

Produktion als auch im Verkauf.

Mehr als 80 Freiwillige wirken im Kloster Kamp. Auch

wenn seit 2002 keine Ordensleute mehr in Kamp-

Lintfort leben, tragen diese Männer und Frauen etwas

von den Grundsätzen der Ordensleute durch ihr Wirken

weiter. „Ein anderer Blick auf das Leben“, sagt Dr.

Hahnen. „Das ist unser Grundsatz hier.“ Menschen auf

der Suche nach dem Sinn des Lebens zu begleiten,

Menschen die Begegnung mit Kultur zu ermöglichen,

Menschen bei der Entdeckung und Entfaltung ihrer

Kreativität zu unterstützen und Menschen auf ihrem

Glaubensweg zu begleiten, das sind die Ziele der

heutigen Gemeinschaft im früheren Kloster Kamp.

Text: Ann-Katrin Roscheck

Fotos: Dennis Zimmer


MO-Kolumne

GRIMMS NEUE

MÄRCHEN

Ein Fundbüro für den Märchenwald

Eigentlich sollte hier ein beschwingter Text

stehen, ein humorvoller Text. Aber auch drei

abgekaute Bleistifte weiter will sich das

Beschwingte nicht einstellen. Wie kann ich ein

neues Märchen schreiben, wenn ein altes

Märchen selbst noch nicht wahr geworden ist?

Das Märchen vom "Frieden auf Erden" - von der

vollkommenen Friedfertigkeit dem Nächsten

und allen Wesen gegenüber. Ich kann es einfach

nicht. Auch dann nicht, wenn ich mir durch

weitere abgekaute Bleistifte eine Bleivergiftung

zuziehe und die Welt nur noch schwammig

wahrnehme.

Die Welt versinkt in Chaos anstatt im Weltfrieden.

Natürlich sind auch in den alten Märchen

Unfriede und das Verlangen nach Macht immer

Begriffe gewesen, doch sind Märchen auch

nichts anderes als das Echo einer Welt aus einer

anderen Zeit. Geschichte wiederholt sich, ob im

Märchen oder im Hier und Jetzt. Mit Riesen und

mit bösen Hexen würde man fertig werden, doch

mit all den Dämonen, die uns heute quälen, die

kann man nicht einfach in einen hundertjährigen

Schlaf legen - sie sind real und sie machen mir

Angst. Diese Angst hatte mal etwas mit Märchen

gemein - sie war weit weg - "In einem Land weit,

weit entfernt..." - doch heute liegen keine sieben

Berge dazwischen und der schützende

Märchenwald scheint abgeholzt. Ich will weder

in einer verniedlichten Märchenwelt, noch in

einer Welt voller Angst leben, sondern im Hier

und Jetzt. Doch was passiert Hier und Jetzt

gerade? Als neulich am Moerser Bahnhof ein

Koffer gefunden wurde, da kamen mir Gedanken,

die mich seitdem nicht mehr loslassen. Der

Bahnhof und die Umgebung wurden gesperrt,

ein Roboter machte Aufnahmen von dem

verdächtigen Gegenstand. Anschließend rückte

ein Spezialist in gepanzerter Montur an, um ihn

zu untersuchen. Helle Aufregung, verständlich

nach den schrecklichen Taten

in Paris und alldem, was überall auf dem

Globus jeden Tag passier. Und am Ende? Leer!

Dieser Koffer steht für zwei Dinge. Erstens:

Er mag leer gewesen sein, aber er war doch

randvoll - er war gefüllt mit Angst - unsichtbar,

unfassbar, unbegreiflich. Große Angst passt in

einen kleinen Koffer und diesen Koffer tragen

wir mittlerweile alle mit uns herum. Zweitens:

Dieser Koffer war kein Koffer mehr - er war ein

"verdächtiger Gegenstand". Ich möchte nicht in

einer Welt leben, in der ein Koffer ein

verdächtiger Gegenstand ist - ein Koffer soll

Dinge transportieren: Kleidung wenn man

verreist, Erinnerungen an Orte, die man besucht

hat und Souveniers, die man den Liebsten

mitbringt - aber dieser Koffer transportierte

eben nur Angst. Ich erinnere mich wage an eine,

hoffentlich nicht nur erträumte Zeit zurück, in

der man beim Betrachten eines vergessenen

Koffers im Zug oder Bahnhof ans Fundbüro

dachte und nicht an ein Sprengkommando.

Doch dieser Zug scheint abgefahren und hat

eben leider nur diesen kleinen Koffer voller

Angst am Bahnsteig vergessen.

Ich bin nur ein kleiner Autor und Sänger - ich

trage meine eigenen Koffer durch den Tag und

wage es nicht, lauter zu schreien als ich singen

kann. Aber, ich wünsche uns allen, dass der Tag

kommt, an dem man ohne Angst auf jeden

Menschen dieser Welt zugehen kann und wenn

man sieht, dass dieser andere Mensch schwer an

seinem Koffer zu tragen hat, man ihm die Hand

reicht und ein Stück des Weges die Last des

Alltags gemeinsam trägt - ohne ihn oder seinen

Koffer als verdächtigen Gegenstand anzusehen.

Vielleicht wird das ja irgendwann ein wahres

Märchen.

29

Ihr Markus Grimm


Kunst & Kultur

Weihnachtskonzert:

Besinnliche Vorweihnachtszeit

mit Chris Murray

Mit seinem Weihnachtskonzert lädt der bekannte

Musicalsänger Chris Murray zusammen mit seinem Pianisten

Philipp Polzin zu einem besinnlichen Abend im Bollwerk ein.

Neben Songs der Weihnachts-CD bringen die Künstler

Musicalhits zum Abschalten und Träumen in der hektischen

Vorweihnachtszeit mit.

Chris Murray debütierte 1997 bei „Das Phantom der Oper“.

Seitdem sang er unter anderem die Hauptrollen in bekannten

Musicals wie „Jesus Christ Superstar“, „Les Miserables“ und

„Jekyll & Hyde“. Neben seiner Weihnachts-CD „A very Murray

Christmas“ veröffentlichte er zwei weitere Solo-Alben und

wurde bereits mehrfach für seine künstlerischen Leistungen

als „Bester Darsteller“ und „Schönste Stimme“ geehrt.

30

Chris Murray Musical-Christmas

18. Dezember | 20.00 Uhr im Bollwerk 107 in Moers

Eintritt: VVK 22€ | AK 24€

Tickets gibt’s in der Kneipe oder im Internet:

www.bollwerk107.de

Konzert:

Authentische

Blues von Europa

bis Nordamerika

Foto: Maik Reishaus

Authentischen Blues verspricht Kai Strass mit seiner Band

„The Electric Blues Allstars“. Sein aktuelles Album „Electric

Blues“ wurde unter die 20 besten Blues-Alben 2014 weltweit

gewählt und. Das Konzert verspricht demnach 100% Blues mit

der Erfahrung aus 15 Tournee-Jahren, von Europa bis

Nordamerika.

Kai Strauss & The Electric Blues Allstars, 11. Dezember um 21

Uhr in der Röhre. VVK 17,50€ Tickets im Internet unter www.

adticket.de


Kunst & Kultur

EVENTS

2016

Frankensteins Braut

Dinner Show

Moerser

Weihnachtsmarkt

30.01.2016 - Einlass ab 19:00 Uhr / Beginn 19.30 Uhr

74,00 € / Person inkl. 4 Gang Menü

In der Luft liegt der Geruch gebrannter Mandeln und

Christstollen, die kalten Hände werden an einer heißen

Tasse Glühwein oder Punsch gewärmt. Noch bis

einschließlich zum 22. Dezember ist der

Weihnachtsmarkt am Kastellplatz geöffnet. Von 11 bis

20 Uhr können an mehr als 90 Ständen weihnachtliche

Handarbeit, Geschenke und Leckereien gekauft

werden. Erstmals gibt es in diesem Jahr zudem vegane

Speisen und Getränke wie zum Beispiel Chili non Carne

oder Bio Rhabarber Schorle. Dazu laden eine Eisbahn

sowie ein täglich wechselndes, abwechslungsreiches

Programm auf der Weihnachtsmarktbühne zum

Verweilen ein. Das Angebot wechselt von Tag zu Tag: So

kann sich an einem Stand an dem letzte Woche noch

Kerzen verkauft wurden morgen schon ein Krippenbauer

befinden. Diese kleinen Details vor der malerischen

Kulisse des Schlosses sorgen dafür, dass der Moerser

Weihnachtsmarkt wohl einer der schönsten der Region

ist. Ein Highlight stellt der Kerzenabend am 9.

Dezember dar. Hier wird, sofern es dich Sicherheit

zulässt, größtenteils auf künstliches Licht verzichtet:

Im Kerzenschein verfällt der Markt zu einem besonderen

Zauber. Und natürlich kommt am 6.Dezember auch der

Nikolaus vorbei und verteilt seine Gaben an die braven

Kinder. Der Eintritt ist auch in diesem Jahr wie immer

frei.

Single Malt Tasting

Mit William G. Robertson

11.03.2016 ab 19:00 Uhr.

55,00 € / Person inkl. 3 Gang Menü

Jack the

Ripper

Dinner Show

Comedy & Currywurst

Ganz schön scharf

Diesmal das gleiche Programm im

Doppelpack!

19.03.2016 – Einlass ab 19:00 Uhr

Beginn 19.30 Uhr

74,00 € / Person inkl. 4 Gang Menü

31

Moerser Weihnachtsmarkt, 23. November bis 23.

Dezember, Montag bis Donnerstag 11 bis 20 Uhr,

Freitag bis Sonntag 11 bis 21 Uhr, Kastellplatz Moers

13.04.2016 – Einlass ab 18.30 Uhr / Beginn 19.00 Uhr

14.04.2016 – Einlass ab 18.30 Uhr / Beginn 19.00 Uhr

22,00 € / Person inkl. Currywurst

Kunst & Kultur


Kunst & Kultur

Konzert:

Menachem

Har-Zahav

Nach mehreren begeisternden Auftritten kehrt der Meisterpianist

Menachem Har-Zahav im Januar im Kammermusiksaal

Martinstift auf. Mit einem breiten Querschnitt aus Romantik,

Impressionismus und Moderne wird der Ausnahmemusiker auch

diesmal sein Publikum zu begeistern wissen.

Bereits im Alter von sieben Jahren spielte Menachem Har-Zahav

sein erstes öffentliches Konzert. Mit 26 wurde er Leiter der

Klavierfakultät der University of Arkansas, nach einem weiteren

Doktorandenstudiengang in England hat der Pianist seinen

Lebensmittelpunkt inzwischen nach Deutschland verlagert und

widmet sich seitdem ausschließlich dem Konzertieren.

Für Jung und alt:

Buchtauschbörse

Kurz vor Weihnachten lädt die Moerser-

Jugendbuch-Jury zum Schmökern und

tauschen ein. In der Zentralbibliothek

können nicht mehr benötigte Bücher

getauscht und vielleicht neue Schätzchen

entdeckt werden. Der Eintritt ist frei.

Buchtauschbörse der Moerser-Jugendbuch-

Jury – für Menschen aller Altersklassen,

Samstag 19. Dezember, 11 bis 13:30 Uhr,

Bibliothek Wilhelm-Schröder-Straße 10

32

Menachem Har-Zahav, Sonntag 31. Januar, 15 Uhr,

Kammermusiksaal Martinstift, Eintritt 20€ / 15€ ermäßigt,

Kinder haben freien Eintritt, Reservierungen 0151/28442449

Moerser Innenstadt:

Festlich geschmückte

Gassen und weihnachtliche

Beleuchtung laden

zum Bummeln ein

Pünktlich zur Weihnachtszeit lädt die Moerser Innenstadt ein letztes

Mal im Jahr 2015 zum Sonntagsshopping ein. Von 13 bis 18 Uhr

bietet sich für manch einen die letzte Chance, entspannt nach

Geschenken für die Liebsten zu stöbern oder bei weihnachtlicher

Atmosphäre Kaffee und Kuchen zu genießen. Zum verkaufsoffenen

Sonntag lassen sich die Händler viele Angebote einfallen, auch der

Werbering wird dabei sein.

Verkaufsoffener Sonntag im Lichterglanz, Sonntag 6. Dezember, 13

bis 18 Uhr, Innenstadt

Karnevalsparty

der Herren

Die Zeit der Jecken ist in vollem Gange. Die

Karnevalsgesellschaft Humorica lädt auch in dieser

Session zur alljährlichen Herrenparty. Viel Spaß,

Klamauk, Tanz und Musik bilden ein buntes Programm.

Neben Auftritten beliebter Karnevalsgrößen wie Achnes

Kasulke, bekannt aus ZDF und WDR, präsentiert sich

auch das Prinzenpaar des Kulturausschuß Grafschafter

Karneval. Bei leckeren Getränken kann bei Livemusik

der Oedingsche Jonges und der anschließenden Party

bis in den frühen Morgen gefeiert werden.

Herrenparty der KG Humoric, Sonntag 24. Januar,

18:40 Uhr, Haus Engeln in Moers, VVK 18€. Karten

gibt es unter Telefon 02841/54902


Kunst & Kultur

The Rest is Noise:

Reise durch die

Musikgeschichte

Angelehnt an die letzten Worte Hamlets

(„The rest is silence“), will das vom

Intendanten der Ruhrtriennale, Johan

Simons inszenierte „The rest is noise“

zeigen, dass entgegen aller Vorurteile die

„neue“ Musik keineswegs nur Lärm ist. Auf

der Reise durch die Musikgeschichte

erleben wir die Geschichte neu: Vom Paris

der 1920er Jahre über Deutschland zur NS

Zeit und Stalins Russland bis hin ins New

York der 60er und 70er Jahre. Die

Geschichte eines Jahrhunderts wird erzählt

durch ihre Musik.

Nach dem ersten Auftritt in Essen macht

die Reise durch die Musikgeschichte am 3.

Dezember Halt im Moerser Schlosstheater.

Bei der musikalischen Lesung wird das

Moerser Ensemble von Mitgliedern der

Bochumer Symphoniker und dem Musiker

Carl Oesterhelt begleitet.

33

The Rest is Noise, eine musikalische

Lesung nach dem Buch von Alex Ross,

Donnerstag 3. Dezember, 19:30 Uhr,

Schlosstheater Moers, Infos und Tickets

unter www.schlosstheater-moers.de

Swing

meets Electro

Nachdem Erfolg der ersten Auflage an Pfingsten und dem

letzten Freefall Festival im August vergangen Jahres laden

die Festival-Macher zur zweiten Runde „Freefall küsst

Bollwerk“ ein. Nachdem bei der ersten Party mit den Dirty

Honkers einer der früheren Headliner gewonnen wurde, darf

man gespannt sein, welche musikalischen Highlights sich

dieses Mal in der Kulturkneipe einfinden werden.

Freefall küsst Bollwerk#2, 23. Januar 22 Uhr im Bollwerk

107 in Moers. Tickets und Infos unter: www.bollwerk107.de


VERANSTALLTUNGEN

NOVEMBER 2015

34

DI. 01.12.

Bastelwerkstatt

Advent für Kinder

ab 5 Jahren -

Zusatztermin

Kerzen, Nikoläuse,

Engel und andere

Kleinigkeiten für

die Adventszeit

können von Kindern

ab 5 Jahren an

diesem Nachmittag

gebastelt werden.

Beginn:

15:00 - 16:30

Ort: Bibliothek,

Kinder- und

Jugendbibliothek

Wilhelm-

Schroeder-Straße

10, 47441 Moers

Eintritt: 2€

Moerser

Weihnachtsmarkt:

Frauenchor

Sangeslust

Beginn:

18:00 - 19:00

Ort:Kastellplatz

Kastell

47441 Moers

Fr. 02.12.

Lies mir doch was

vor - Vorlesespaß

für Kinder ab 4

Jahren mit den

Vorlesepatinnen

Frau Lotz und

Frau Salewski

Ob die Veranstaltung

auch wirklich

stattfindet, können

Sie gerne vorher

unter der Telefonnummer

0 28 41 /

201-751 erfragen.

Beginn: 15:30

Ort: Bibliothek,

Kinder- und

Jugendbibliothek

Wilhelm-

Schroeder-Straße

10, 47441 Moers

Eintritt: Frei

Moerser

Weihnachtsmarkt:

Achim Frank und

Bands presented

by Traber Event

Beginn: 18:00

Ort: Kastellplatz

Kastell

47441 Moers

Eintritt: Frei

SA. 03.12.

Wodo Puppenspiel

zeigt Nulli

und Priesemut -

Ein Baum für den

Weihnachtsmann

Beginn: 15:00

Ort: Bibliothek,

Zweigstelle

Repelen

Lintforter

Straße 101

47445 Moers

Eintritt:

Kinder 3€

Erwachsene 6€

Ohren aufgemacht

- Frau

Wahrburg erzählt

Märchen und

Geschichten

für Kinder ab 3

Jahren

Ob die Veranstaltung

auch wirklich

stattfindet, können

Sie gerne vorher

unter der Telefonnummer

0 28 41 /

201-751 erfragen.

Beginn: 15:00

Ort: Bibliothek,

Kinder- und

Jugendbibliothek

Wilhelm-Schroeder-Straße

10

47441 Moers

Eintritt: Frei

Moerser

Weihnachtsmarkt:

ABBA Chiquitita

Show Double

Beginn: 18:00

Ort: Kastellplatz

Kastell

47441 Moers

Eintritt: Frei

SO. 04.12.

Nachtwächterführung

– durch Tore

und Gassen zu

alten Gemäuern

Wandeln Sie auf

den Spuren der

Nachtwächter der

ehemals befestigten

Stadt. Lassen Sie

nach Einbruch der

Dunkelheit die Geschichte

von Moers

wieder lebendig

werden – und lauschen

Sie spannenden

Erzählungen

aus früheren Zeiten.

Bei dieser Führung

führt Sie Erika

Ollefs.

Beginn: 18:00

Ort: Denkmal

Neumarkt

Eintritt: Frei

Moerser

Weihnachtsmarkt:

Valerie Scott -

Queen of Soul

Beginn: 19:00

Ort: Kastellplatz

Kastell

47441 Moers

Eintritt: Frei

Tatort-Dinner

"Lord Moad"

Ein Krimi frei nach

Edgar Wallace mit

Live Musik und

Gesang!

Beginn: 19:00

Ort: Hotel Moers

van der Valk

Krefelder Straße

169, Moers

Eintritt: Ticketpreis

69,90 Euro

inklusive 4-Gänge

Menü

Jam Session

Beginn: 20:00

Ort: Bollwerk 107

Homberger Straße

107, Moers -

Mitte

Eintritt: Frei

MO. 05.12.

Der kleine Hase

im Weihnachtswald

von Rebecca

Harry - Bilderbuchkino

und

Basteln mit Ina

Wilmsmann für

Kinder ab 4

Jahren

Schneehäschen

Flöckchen wünscht

sich einen Freund!

Also macht es

sich auf zum

Weihnachtsmann.

Unterwegs trifft es

viele Tiere, denen

es gerne hilft. Und

beim Weihnachtsmann

angekommen,

hat sich der

Wunsch schon von

ganz alleine erfüllt.

Beginn:11:30

Ort: Bibliothek,

Kinder- und

Jugendbibliothek

Wilhelm-

Schroeder-Straße

10, 47441 Moers

Eintritt: Frei

Kunstmarkt des

offenen Ateliers

Traditionell lädt

die vhs in der

Adventszeit zum

Kunstmarkt des

"offenen Ateliers"

ein.Die Kursmitglieder

geben den

Besucherinnen und

Besuchern einen

Einblick in ihre

Arbeit, offerieren

"gute Kunst zu

kleinen Preisen"

und freuen sich auf

interessante Gespräche

bei Kaffee

und Plätzchen.

Beginn: 13:00

Ort: Volkshochschule

Moers -

Kamp-Lintfort

Wilhelm-

Schroeder-Straße

10, 47441 Moers

Eintritt: Frei

Weihnachtszeit!

- eine musikalisch-literarische

Revue, mitunter

wenig besinnlich

Heitere und ernste,

komische und

nachdenkliche,

anrührende und

kritische Seiten

von Weihnachten

– unterhaltsam zu

Gehör gebracht.

Gewürzt mit Liedern

und Kabarett

Beginn: 15:00

Ort: Moers - Ev.

Gemeindezentrum

Begegnungsstätte

Schwanenring 5

47441 Moers

Moerser

Weihnachtsmarkt:

Hayden Chisholm

(Improviser in Residence)

und Afro

Lounge Brothers

Beginn: 14:00

Groovin a box

Beginn: 19:30

Kastellplatz

Kastell

47441 Moers


Kammermusik mit Pahud & Rivet

Mi 18.12.13, 20 Uhr,

Kulturforum Franziskanerkloster, Paterskirche

DI. 06.12.

Matinée

Gitarrenmusik

Beginn: 11:00

Ort:

sci Volksschule

Hanns-Albeck-

Platz 2

47441 Moers

Eintritt: Frei

Adventsmatinee

Beginn: 11:30

Ort: Moers-

Scherpenberg -

Ev. Kirche

Homberger Straße

350, Moers

Eintritt: Frei

Verkaufsoffener

Sonntag im

Lichterglanz

Ort: Innenstadt

Moers-Mitte

Moerser

Weihnachtsmarkt:

Drehorgelspieler

Walter Stiller auf

dem Weihnachtsmarktgelände

Beginn: 14:00

ENNI Familienweihnacht

mit

Nikolaus

Beginn: 15:00

Gospelchor Barbershop

Blend

Sonsbeck

Beginn: 17:30

Ort:Kastellplatz

Kastell

47441 Moers

Vorweihnachtliches

Benefiz-

Festkonzert

Ort: Repelen -

Ev. Dorfkirche

An der Linde 1

47445 Moers

Weihnachtliche

Bläsermusik

Ort: Utfort - Ev.

Kirche

Friedenstraße

47445 Moers

Moerser

Weihnachtsmarkt:

Gospelchor Barbershop

Blend

Sonsbeck

Beginn: 17:30

Kastellplatz

Kastell

47441 Moers

DO. 08.12.

Bastelwerkstatt

Advent für Kinder

ab 5 Jahren -

Zusatztermin

Kerzen, Nikoläuse,

Engel und andere

Kleinigkeiten für

die Adventszeit

können von Kindern

ab 5 Jahren an

diesem Nachmittag

gebastelt werden.

Beginn:

15:00 - 16:30

Ort: Bibliothek,

Kinder- und

Jugendbibliothek

Wilhelm-

Schroeder-Straße

10, 47441 Moers

Moerser

Weihnachtsmarkt:

Knappenchor

Rheinland

Beginn: 19:00

Ort: Kastellplatz

Kastell

47441 Moers

Eintritt: Frei

FR. 09.12.

Moerser

Weihnachtsmarkt:

Kerzenabend

Beginn: 17:30

Achim Frank und

Bands presented

by Traber Event

Beginn: 18:00

SA. 10.12.

Moerser

Weihnachtsmarkt:

Karl Timmermann

Beginn: 18:00

Helene Fischer

Double Lena

Beginn: 18:30

FR. 11.12.

Benjamin Britten

- A Ceremony of

Carols

Jugendchor und

Voicemail unter der

Leitung von Dennis

Kittner

Beginn: 19:30

Ort:

Ev. Dorfkirche

Repelen

An der Linde

47445 Moers -

Repelen

Eintritt: Frei

plattendruck-direkt.de

die schilder druckerei

Wir drucken Ihr Schild auf:

• AluDibond

• PVC-Hartschaum

• Polystyrol

• Hohlkammer

• Acrylglas

• Magnetfolie

inkl. Zuschnitt, Bohrungen oder Formfräsen

Sounds Like A

Melody

Bis in die frühen

Morgenstunden feiern

wir mit Klassikern

aus den 80ern

und 90ern - wie

immer quer durch

den Garten von

Rock bis Pop, ohne

Berührungsängste

und ohne Vorurteile.

Mit TEAM RIPTIDE

Beginn: 22:00

Ort: Bollwerk 107

Homberger Straße

107, Moers

Eintritt: 5€

SA. 12.12.

Moerser

Weihnachtsmarkt:

Livin sixties

Beginn: 19:15

Ort: Kastellplatz

Kastell

47441 Moers

Eintritt: Frei

Weihnachtskonzert

- Niederrheinisches

Kammerorchester

Moers

Das Niederrheinische

Kammerorchester

Moers

wählt traditionell im

Advent ein barockes

Programm. Maria

Jarovaya tritt bei der

Jungen Münchener

Philharmonie, beim

Mitteldeutschen

Kammerorchester,

bei den Ludwigsburger

Schlossfestspielen

und beim

Klangforum Mitte

Europa auf.

Beginn: 19:30

Ort: Martinstift

Filder Straße 126

47447 Moers

Eintritt:

Kartenvorverkauf:

MoersMarketing,

Homberger

Straße, 47441

Moers

Deine ü30 Party

“Deine ü30 Party

ist Treffpunkt für

Singles, Paare oder

auch ganze Cliquen,

die zusammen bei

feinster ausgewählten

Musik die

Sohlen bis in die

frühen Morgenstunden

durchtanzen!“,

SO. 13.12.

Moerser

Weihnachtsmarkt:

Johnny Cash

Experience

Beginn: 19:15

Ort: Kastellplatz

Kastell

47441 Moers

Eintritt: Frei

sagt Veranstaltungsleiterin

Ahraf Börger

von der veranstaltenden

Agentur viva

concepts UG.

Beginn: 20:00

Ort: ENNI Sportpark

Rheinkamp

Am Sportzentrum

5, 47445 Moers

Eintritt: 14 Euro

inklusive Vorverkaufsgebühren

Weihnachtskonzert

- Niederrheinisches

Kammerorchester

Moers

Das Niederrheinische

Kammerorchester

Moers

wählt traditionell im

Advent ein barockes

Programm. Maria

Jarovaya tritt bei der

Jungen Münchener

Philharmonie, beim

Mitteldeutschen

Kammerorchester,

bei den Ludwigsburger

Schlossfestspielen

und beim

Klangforum Mitte

Europa auf.

Beginn: 19:30

Ort: Martinstift

Filder Straße 126

47447 Moers

35


36

Kartenvorverkauf:

MoersMarketing,

Homberger

Straße, 47441

Moers

DI. 15.12.

Bastelwerkstatt

Advent für Kinder

ab 5 Jahren -

Zusatztermin

Kerzen, Nikoläuse,

Engel und andere

Kleinigkeiten für

die Adventszeit

können von Kindern

ab 5 Jahren an

diesem Nachmittag

gebastelt werden.

Beginn:

15:00 - 16:30

Ort: Bibliothek,

Kinder- und

Jugendbibliothek

Wilhelm-

Schroeder-Straße

10, 47441 Moers

Eintritt: 2€

Moerser

Weihnachtsmarkt:

Knappenquartett

Beginn: 18:00

Ort: Kastellplatz

Kastell

47441 Moers

Eintritt: Frei

MI. 16.12.

Moers ganz

weihnachtlich

Lauschen Sie beim

Rundgang durch die

weihnachtlich geschmückte

Altstadt

den Erzählungen

über Brauchtum,

Traditionen und

weihnachtliche

Begebenheiten.

Genießen Sie dabei

köstliches Grafschafter

Gebäck.

Bei dieser Führung

führt Sie Anne

Fusenig.

Beginn: 15:00

Ort: Denkmal

Altmarkt, Moers

Moerser

Weihnachtsmarkt:

Achim Frank und

Bands presented

by Traber Event

Beginn: 18:00

Ort: Kastellplatz

Kastell

47441 Moers

Eintritt: Frei

DO. 17.12.

Moerser

Weihnachtsmarkt:

Shondell

Beginn: 18:00

Ort: Kastellplatz

Kastell

47441 Moers

Eintritt: Frei

Jazz Session

JazzAktiv und Gäste

laden ein zur Jazz-

Session mit Swing,

Blues, Latin, Fusion

und Funk...

Beginn: 20:00

Ort: Bollwerk 107

Homberger Straße

107 Moers

Eintritt: Frei

Traber Event

FR. 18.12.

Moerser

Weihnachtsmarkt:

Musikstudio

Moers

Beginn: 17:00

Michael Bublé

Tribute Show mit

Gesangsdouble

Beginn: 19:00

Ort: Kastellplatz

Kastell

47441 Moers

Eintritt: Frei

Chris Murray Musical

Christmas

Der bekannte

Musical-Star Chris

Murray präsentiert

zusammen mit dem

Pianisten Philipp

Polzin sein Weihnachtskonzert.

Beginn: 20:00

Ort: Bollwerk 107

Homberger Straße

107

Eintritt: Vorverkauf

22 €,

Abendkasse 24 €

SA. 19.12.

Moerser

Weihnachtsmarkt:

Drehorgelspieler

Walter Stiller auf

dem Weihnachtsmarktgelände

Beginn: 14:00

Band Reflame

Beginn: 16:30

Dirk Elfgen

Sänger und

Entertainer

Beginn: 19:15

Ort: Kastellplatz

Kastell

47441 Moers

Eintritt: Frei

MO. 21.12.

Moerser

Weihnachtsmarkt:

Frl. Inge und Mr.

Mike - Swing

Quartett

Beginn: 18:00

Big Band Orchester

Niederrhein

Beginn: 19:00

Ort: Kastellplatz

Kastell

47441 Moers

Eintritt: Frei

DI. 22.12.

Moerser

Weihnachtsmarkt:

Musikverein Menzelen

Beginn: 18:00

Ort: Kastellplatz

Kastell

47441 Moers

Eintritt: Frei

Traditionelles

Weihnachtskonzert

Cantare-Da Capo

und Collegium

Vocale

Beginn: 19:00

Ort: Repelen -

Ev. Dorfkirche

An der Linde 1

47445 Moers


D0. 24.12.

Kinder-Weihnachts-Aktion

Wir warten aufs

Christkind! Sie bauen

den Weihnachtsbaum

auf, packen

die letzten Geschenke

ein, bereiten

das Weihnachtsessen

vor ... Vieles

muss noch erledigt

werden. Und Ihre

Kinder? Sind

dann bei uns zur

Kinder-Weihnachts-

Aktion genau richtig

aufgehoben! In

der Evangelischen

Kirchengemeinde

Moers-Scherpenberg

steht dann ein

erfahrenes Team

bereit und hat

Zeit zum Basteln,

Spielen, Toben,

Quatschen und

viele Bastelaktionen

sind nur einige der

Angebote, die wir

dieses Jahr für Ihre

Kinder geplant und

vorbereitet haben.

Beginn: 9:00

Ort: Ev. Kirchengemeinde

Moers-

Scherpenberg

Homberger Straße

350, Moers

Dschungel

Christmas Rock

Auch in diesem

Jahr spannt DJ

Chris wieder frühzeitig

die Rentiere

vor seinen Schlitten,

um pünktlich

ab 22 Uhr zum

"Dschungel Christmas

Rock" in der

Bollwerk-Kneipe

das Beste aus den

80ern, 90ern und

Rockbereich zu

bescheren.

Beginn: 22:00

Ort: Bollwerk 107

Homberger Straße

107

Eintritt: Frei

SA. 26.12.

High5 Soundclash

on

Christmas

Auf 3 Floors wird

der 2. Weihnachtstag

gefeiert! Genau

das richtige nach

besinnlichen

Weihnachtsliedern,

riesen Bescherung,

tonnenweise

Lebkuchen und der

traditionellen Gans!

Beginn: 22:00

Ort: Bollwerk 107

Homberger Straße

107

Eintritt:

Vorverkauf 7 €,

Abendkasse 10€

DO. 31.12.

Silvester-Games

n familiärer Atmosphäre

werden

Allgemeinwissen,

Geschicklichkeit

und Reaktionsvermögen

auf die

Probe gestellt - ab

Anfang Dezember

sind hierfür 40 Karten

zu je 10 Euro

inklusive Buffet und

Mitternachtssekt in

der Kneipe erhältlich.

Beginn: 18:00

Ort: Bollwerk 107

Homberger Straße

107

Eintritt:

10 € inklusive

Buffet und Mitternachtssekt

Moerser

Silvesternacht

Neben den 3 Tanzflächen

(Chart-ARE-

NA, Fox-AREA und

Club-LOUNGE) wird

es mit Willi Herren,

Köln verrücktester

Entertainer, einen

echten LIVE-Act

auf der Bühne in

der Chart-ARENA

geben. Mit Hits

wie „Ist mir egal“,

„In allen vier

Ecken“ oder „Ich

war noch niemals

in New York“ wird

der ehemalige

Lindenstraßen-

Schauspieler eine

fantastische Show

liefern. Für den

richtigen musikalischen

Rahmen in

das neue Jahr 2015

sorgen die renommierten

Party DJ´s.

Als erfahrene DJ's

der erfolgreichen

Deine ü30 Party

sind die 3 Mitdreissiger

bestens auf

den Jahreswechsel

vorbereitet.

Beginn: 19:00

Ort: ENNI Sportpark

Rheinkamp

Am Sportzentrum

5, 47445 Moers

Eintritt:

Bronze-Ticket

für 27 Euro zzgl.

Gebühr, Silber-

Ticket für 49 Euro

zzgl. Gebühr,

Gold-Ticket für 99

Euro inkl. Gebühr

SO. 10.01.

Perlen des Barock

- Barockensemble

der Düsseldorfer

Symphoniker Matinee

zum Neuen

Jahr

Beginn: 11:00

Ort: Martinstift

Filder Straße 126

47447 Moers

Eintritt: Kartenvorverkauf:

MoersMarketing,

Homberger Straße,

47441 Moers

SO. 17.01.

Kindersitzung KG

Humorica

Cantare-Da Capo

und Collegium

Vocale

Beginn: 15:00

Ort: Haus Engeln

Römerstraße 348

47441 Moers

Eintritt: Frei

FR. 22.01.

Tatort-Dinner

"Mörderische

Auktion

Einladung zur

Auktion.

Das Vermögen

der Lady Leslie of

Cornwall wird versteigert.

Im Angebot

finden sich Antiquitäten

und Kuriositäten

aus dem

englischen Hochadel.

Zur Veranstaltung

wird ein Menü

gereicht. Wir bitten

um pünktliches

Erscheinen und dezente

Kleidung....

Beginn: 19:00

Ort: Hotel Moers

van der Valk

Krefelder Str. 169

47447 Moers

Eintritt: Ticketpreis

69,90 Euro

inklusive 4 Gänge

Menü

SA. 23.01.

Damensitzung

Fidelio Moers

Beginn: 16:00

Ort: Kulturzentrum

Rheinkamp

Kopernikusstraße

11, 47445 Moers

Eintritt: Frei

Damenparty

Beginn: 19:11s

Ort: Haus Engeln

Römerstraße 348

47441 Moers

Eintritt: Frei

SO. 24.01.

Herrensitzung

Fidelio Moers

Beginn: 11:00

Ort:Kulturzentrum

Rheinkamp

Kopernikusstraße

11,47445 Moers

Familienkino

Wenn es draußen

kalt wird, wird es

drinnen gemütlich:

mit einem Kino-

Nachmittag für die

ganze Familie, besonders

Großeltern

sind ganz herzlich

mit eingeladen!

Dazu gibt es kleine

Leckereien und

Getränke.

Welchen Film wir

zeigen, geben wir

Ende Dezember

bekannt.

Beginn: 15:30

Ort: Ev. Kirche

Moers-Scherpenberg,

Homberger

Str. 350, 47443

Moers

Eintritt:

Kinder: 1€

Erwachsene: 3€

Herrenparty KG

Humorica

Sitzungspräsident:

Heinz-Gerd ( Hacky

) Hackstein

Prinzenpaar des

„Kulturausschuß

Grafschafter Karneval“

Funky Marys - die

süßen frechen Mädchen

aus Köln

Achnes Kasulke

- die „Schrullige“

bekannt durch ZDF

& WDR

Manni der Rocker

- ein Mann der

Spitzenklasse

Schlenderhaner

Lumpe - Tanzcorps

mit kölsche Tanzakrobatik

Kölsche Biester -

die freche Biester-

Party

Oedingsche Jonges

- die karnevalistische

Kultband

37


38

Tanzmariechen

- Tanzsportgemeinschaft

Rheinhausen

Und weitere viele

schöne Überraschungen

DJ Party bis in den

frühen Morgen

Beginn: 18:40

Ort: Haus Engeln

Römerstraße 348

47441 Moers

Eintritt: 18€

SO. 31.01.

Meisterpianist

Menachem

Har-Zahav

Keinesfalls verpassen

sollten Freunde

virtuoser und

ausdrucksstarker

Klaviermusik das

nächste Gastspiel

des Meisterpianisten

Menachem Har-

Zahav am Sonntag,

dem 31. Januar

um 15 Uhr im

Kammermusiksaal

Martinstift in Moers

(Filderstraße 126).

Har-Zahav, der hier

bereits mehrfach

begeisterte, präsentiert

diesmal einen

abwechslungsreichen

Querschnitt

aus Romantik,

Impressionismus

und Moderne mit

Meisterwerken von

Frédéric Chopin,

Johannes Brahms,

Claude Debussy,

Maurice Ravel,

Michail Glinka,

Sergei Rachmaninoff

und George

Gershwin. Zu

hören sind so z.B.

„L'Alouette" („Die

Lerche") von Glinka/

Balakirew, Ravels

„Jeux d'eau", die

„Ballade in g-moll"

von Chopin, Debussys

„Claire de lune"

und „L'Isle Joyeuse",

von Brahms die

„Klavierstücke Op.

119" und Gershwins

„An American

in Paris".

Von Menachem Har-

Zahavs Interpretationen

voller Gefühl,

Esprit und Temperament

sind Publikum

und Presse regelmäßig

begeistert: Die

NRZ z.B. beurteilte

ihn als „perfekten

romantischen Virtuosen,

technisch

brillant, ausdrucksstark,

sensibel ohne

falsche Sentimentalität".

Seiner

musikalischen

Aussagekraft und

seiner „ans Wahnwitzige

reichenden

Technik" verdankt er

die Bezeichnungen

als Weltklasse- und

Starpianist. Dabei

ist die Virtuosität

nie Selbstzweck,

sondern sie wird

eingesetzt, um

transparente

Klangbilder im

Dienste der Musik

zu schaffen.

Menachem Har-

Zahav ist als

Solist mit und ohne

Orchesterbegleitung

international

aufgetreten. Freier

Eintritt für Kinder

Beginn: 15:00

Ort: Kammermusiksaal

Martinstift

Filderstraße 126

47447 Moers

Eintritt: 20 Euro /

15 Euro für Studenten,

Schwerbehinderte

und

Arbeitslose mit

Ausweis. Unter

18 Jahre frei.

Reservierungen

jederzeit möglich

unter der telefonischen

Hotline:

0151 / 28 442

449.Tageskasse

und Einlass ab

14:30 Uhr. Freie

Platzwahl.

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine