Welt Auge - Volker Steinbacher

volker.steinbacher.de

Welt Auge - Volker Steinbacher

Welt

Auge


Der Weg der Steine


Steine gehen auf eine Reise.

Rund um die Welt.

In jedes Land der Erde.

Alle Steine tragen ein aufgemaltes Auge.

Jeder Stein berichtet, was er sieht.


Volker Steinbacher

und

Gerald Wingertszahn


Projektbeginn:

16.3.2003


Südsudan wurde am 12.11.2011

als letzter Staat erreicht.


Inhalt:

Band 1 Projektbeschreibung

Staatenliste

Teilnehmer

Staaten A- K

Band 2 Staaten L-Z

Arktis und Antarktis

Internationale Weltraumstation ISS

Band 3 Texte

Fotos

Kataloge

Materialien

Band 4 Karten

Band 5 Panoramafotos

Band 6 Ergänzungen


Welt Auge – Der Weg der Steine

Die Geschichte

Mirabel ist ein kleines französisches Bergdorf zwischen Aubenas und Montelimar, im Departement

Ardeche. An ein schroffes Basaltplateau gebaut, bildet es im weiten Umkreis den

höchsten Punkt und bietet eine atemberaubende Landschaftserfahrung.

Vor hundert Jahren florierte hier die Seidenraupenzucht, man findet noch heute am

Straßenrand alte Maulbeerbäume. Durch die Erfindung der Kunstfaser verloren viele Bauern

ihre Existenzgrundlage. Geblieben sind die alten, teils verfallenen Häuser aus schwarzem

Stein, die Gassen, schief und ausgewaschen.

Von 1981 bis 2004 war Mirabel im späten Sommer Treffpunkt eines Künstlersymposiums

ost- und westeuropäischer Künstler, genannt „Pleinair Mirabel“.

Pleinair Mirabel 1998

1998 wurde ich zu einem Arbeitsaufenthalt eingeladen und fand meine Bleibe in einem

entlegenen und zerfallenen Winkel des Dorfes, zwischen Ruinen und einer Natur, die sich die

Zivilisation zurückzuholen begann.

So fiel mein Blick irgendwann auf jene Steine, die ganz Mirabel bevölkerten. Steine aus

Basalt, Kalkstein und Scherben der alten Dachziegel. Alle Straßen waren voll damit, jeder

Schritt davon bestimmt.


Ich fing an, diese Steine mit Augen und Tieren zu bemalen.

Die „Augen“ schienen unmittelbar zu überzeugen, und es malten mit: Frank Schylla, Maler

aus Darmstadt, und vier sächsische Künstler aus dem Umfeld von Dresden und Chemnitz:

Günter Hofmann, Volker Beyer, Hans Wutzler und Steffen Morgenstern.

Trompe l´Œil

Wir füllten die Ruinen und Steinhalden mit Augen und Tieren...und präsentierten dies zur

Ausstellungseröffnung in Mirabel als: „Trompe l´Œil“.

Die Präsentation stieß zu unserer Überraschung auf positive Resonanz bei den Einwohnern

und Vernissagengästen, viele Steine wurden gekauft und auch geklaut.

Ein guter Teil der Steine wurde im Rahmen der anschließenden Pleinair-Ausstellung im

Museum Künstlerkolonie in Darmstadt gezeigt. Auch hier wieder viel Zustimmung, und eine

Menge Steinverkäufe. Jeder wollte einen solchen Stein haben.

Eine Kiste mit Steinen war übriggeblieben, ich verschenkte sie an einige Freunde und

eigentlich schien damit die Geschichte zu Ende zu sein.

AugenReisen

Aber...die Augen waren plötzlich überall, bei mir zu Hause, bei Freunden und Fremden.

Wohin ich auch kam, wen ich auch besuchte: Überall schauten mich gemalte Augen an.

Es sollten aber noch drei Jahre vergehen, bis ich die Idee wieder aufgriff.

Denn ein glücklicher Zufall verschlug mich 2001 nach Usbekistan, für ganze 48 Stunden,

und im Gepäck war ein AugenStein.

Meine Reise begann am 13.9. 2001, also zwei Tage nach den Anschlägen in New York und

Washington. In Taschkent gelang es tatsächlich, einen Fahrer zu finden, der nach

Samarkand fuhr. Bei einer kurzen Rast am Rande der Wüste Kysylkum legte ich ohne große

Überlegung einen AugenStein an die Straßenböschung.

Damit war das Projekt geboren.

Es sollten noch anderthalb Jahre vergehen, bis aus dieser spontanen Aktion ein

künstlerisches Projekt werden sollte. Die Idee entwickelte sich dabei wie in einer Nährlösung

des sich wandelnden internationalen politischen Klimas.


Die Natur des Menschen

Wenige Tage vor dem 2. Irakkrieg, am 16.3.2003, beschloß ich: Es sollen AugenSteine in die

ganze Welt ausschwärmen, schauen und berichten.

Sie sollen berichten von der Vielfalt der menschlichen Kultur, den großen und kleinen Dingen

des Lebens, den tagtäglichen Trivialitäten, der Schönheit der Natur, aber auch von den

Verbrechen und Untaten der menschlichen Historie.

Eine friedliche und minimalistische Weltbesetzung

Ohne genaues Konzept gab ich Reisenden Steine mit, Geschäftsreisenden, Urlaubern,

Wissenschaftlern, Künstlern und anderen. Die Reisenden konnten selbst einen Platz für

„ihren“ Stein bestimmen und in einem kurzen Protokoll vermerken, wo der Stein lag und was

er „sah“. Dem Reisenden kam die Rolle des Zeugen zu, er bezeugte mit seinem Namen, daß

der Stein wirklich an dem von ihm genannten Ort abgelegt worden war.

Dabei sollte nicht unterschieden werden zwischen „wichtigen“ und „unwichtigen“ Plätzen,

Städten oder Ländern. Auch sollten alle Protokolle und Protokollanten gleichwertig

nebeneinander stehen. Politische Verbände, Firmen und Interessengruppen wurden von der

Teilnahme ausgeschlossen, die Auswahl der Destinationen erfolgte nach dem Zufallsprinzip.

Als Ziel wurde anvisiert, dass in jedem Staat der Erde mindestens ein Stein liegen sollte.

Ausgangspunkt war eine Staatenliste des Deutschen Auswärtigen Amtes, die sich aber mit

der Zeit als nur bedingt brauchbar erwies, weil sie eben nur die deutsche Sicht auf die Welt

repräsentierte. Da aber Menschen aus allen Teilen der Welt an diesem Projekt teilnahmen,

wurde die Staatenliste durch die weitgehend neutrale Mitgliedsliste der UNO ersetzt. Aber

auch jetzt hatte die Liste Unschärfen: Militärisch besetzte oder okkupierte Staaten, in

mehrere meist verfeindete Teile zerfallene Staaten, eine Reihe von Kolonien und

Treuhandgebieten und nichtstaatliche Territorien wie die Antarktis.

TuscheAugen

Die Bemalung der Steine erfolgte übrigens ausschließlich mit schwarzer Tusche. So war

gewährleistet, daß das Auge nur für kurze Zeit zu sehen war und beim nächsten Regen

verschwand. Der Stein anonymisierte sich auf diese Weise und konnte in der Regel nicht

wieder gefunden werden. Es blieb lediglich die Vorstellung eines fremden Steines an einem

fremden Ort...

Die Verteilung der Steine entwickelte sich weitaus schneller als gedacht:

Während sich anfangs nur mein Freundeskreis an dem Projekt beteiligte, sprach es sich bald

wie ein Lauffeuer herum. Von den vielen (mehrere hundert) Verteilern habe ich vielleicht die

Hälfte je zu Gesicht bekommen. Viele Steine wanderten durch mehrere Hände, bevor sie ihr

Ziel erreichten.

Erst später erhielt das Projekt einen Namen:

Welt Auge – Der Weg der Steine

Und ein Konzept, in dem die Spielregeln festgelegt wurden.

www.wegdersteine.de

Im Sommer 2003 entwickelte Frankfurter Webdesigner Gerald Wingertszahn aus den

Protokollen eine Internetversion. Erst dadurch wurde das Projekt ein öffentliches. Die Web-


seite www.wegdersteine.de wurde seitdem ständig aktualisiert und von vielen Menschen auf

der ganzen Welt besucht.

Natürlich konnte dieses Projekt nicht allein mit den verbliebenen Steinen des Trompe l´Œil

gestaltet werden, im Jahr 2003 wurden in Mirabel eine große Zahl neuer Steine bemalt.

Denn: Zur Regel des Projektes gehörte, daß alle, wirklich alle Steine nur aus Mirabel

kommen durften.

Beginn einer jahrelangen Reise

Seit dem 16. März 2003 waren AugenSteine unterwegs, jede Woche erreichten mich durchschnittlich

ein bis zwei Protokolle. Im ersten Jahr des Projektes wurden ca. 100 Steine dokumentiert

abgelegt und erreichten sechzig Staaten.

Später verlangsamte sich das Tempo deutlich und die Steine konnten erst nach

umfangreichen Recherchen ihre Reise antreten.

Im den letzten Jahren gelang es, vollkommen entlegene Ziele zu erreichen, darunter die

Küste des ausgetrockneten Aralsees, die Phosphatinsel Nauru und Pitcairn, jene Insel, die

von den Nachfahren der Bounty-Meuterer bewohnt wird. Steine erreichten außerdem die

arktische und die antarktische Forschungsstation des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und

Meeresforschung und viele, viele andere Ziele. Höhepunkt des Projektes war sicherlich der

Besuch eines AugenSteins auf der Internationalen Weltraumstation ISS im Jahre 2006.

Am 10.12.2010 erreichte ein Stein Malabo in Äquatorialguinea und damit das letzte Land auf

unserer langen Liste. Als aber am 9.7.2011 der Südsudan als Vollmitglied bei den Vereinten

Nationen aufgenommen wurde, wurde erneut ein Stein auf Reisen geschickt. Mit der Ankunft

des Steines in Juba, der Hauptstadt des Südsudan, am 12.11.2011 endete das Projekt.


Fast 500 Steine wurden weltweit abgelegt und dokumentiert. Die eigentliche Zahl der

reisenden AugenSteine dürfte aber um ein vielfaches höher sein. Es sind dies Steine, zu

denen ich keine Rückmeldung erhielt, Steine, die auf dem Postweg verloren gingen, Steine,

die gekauft oder einfach mitgenommen wurden, Steine, die weiter verschenkt wurden. Und

nicht zuletzt Steine, die in Bücherregalen, Schubladen, Kunst- und Mineraliensammlungen

und Gärten vor sich hin schlummern.

Unabhängig von ihrem realen Ort aber ist:

Sie sind Teil eines weltumspannenden, imaginären Koordinatensystems geworden.

Volker Steinbacher

im November 2011

Zu ergänzen ist noch:

Das Kunstprojekt Welt Auge - Der Weg der Steine wurde völlig ohne fremde Geldmittel

finanziert, weder der Webdesigner, noch die „Überbringer“ noch der Initiator, haben einen

materiellen Gewinn aus diesem Projekt gezogen... und es hat dennoch funktioniert. Die Idee

hat Menschen unterschiedlichster Herkunft, sozialen Standes, Religion, Sprache und Kultur

unmittelbar eingeleuchtet und zum Mitmachen motiviert – in einer Welt, deren ideologischer

Überbau die alles regulierende Kraft des Marktes und des Geldes postuliert, ein gutes

Zeichen.


Staaten

Afghanistan

Ägypten

Albanien

Algerien

Andorra

Angola

Antigua und Barbuda

Äquatorialguinea

Argentinien

Armenien

Aserbaidschan

Äthiopien

Australien

Bahamas

Bahrain

Bangladesch

Barbados

Belgien

Belize

Benin

Bhutan

Bolivien

Bosnien und Herzegowina

Botsuana

Brasilien

Brunei

Bulgarien

Burkina Faso

Burundi

Chile

China

Costa Rica

Côte d Ivoire

Dänemark

Deutschland

Dominica

Dominikanische Republik

Dschibuti

Ecuador

El Salvador

Eritrea

Estland

Fidschi

Finnland

Frankreich

Gabun

Gambia

Georgien

Ghana

Grenada

Griechenland

Großbritannien

Guatemala

Guinea

Guinea-Bissau

Guyana

Haiti

Honduras

Indien

Indonesien

Irak

Iran

Irland

Island

Israel

Italien

Jamaika

Japan

Jemen

Jordanien

Kambodscha

Kamerun

Kanada

Kap Verde

Kasachstan

Katar

Kenia

Kirgistan

Kiribati

Kolumbien

Komoren

Kongo Republik

Kongo, Demokratische Republik

Korea, Nord

Korea, Süd

Kroatien

Kuba

Kuwait

Laos

Lesotho

Lettland

Libanon

Liberia

Libyen

Liechtenstein

Litauen

Luxemburg

Madagaskar

Malawi

Malaysia

Malediven

Mali

Malta

Marokko

Marshallinseln

Mauretanien

Mauritius

Mazedonien

Mexiko

Mikronesien

Moldau

Monaco

Mongolei

Montenegro

Mosambik

Myanmar

Namibia

Nauru

Nepal

Neuseeland

Nicaragua

Niederlande

Niger

Nigeria

Norwegen

Oman

Österreich

Pakistan

Palau

Panamá

Papua-Neuguinea

Paraguay

Peru

Philippinen

Polen

Portugal

Ruanda

Rumänien

Rußland

Salomonen

Sambia

Samoa

San Marino

São Tomé und Príncipe

Saudi-Arabien

Schweden

Schweiz

Senegal

Serbien

Seychellen

Sierra Leone

Simbabwe

Singapur

Slowakei

Slowenien

Somalia

Spanien

Sri Lanka

St. Kitts und Nevis

St. Lucia

St. Vincent und die Grenadinen

Südafrika

Südsudan

Sudan

Surinam

Swasiland

Syrien

Tadschikistan

Taiwan

Tansania

Thailand

Timor-Leste

Togo

Tonga

Trinidad und Tobago

Tschad

Tschechien

Tunesien

Türkei

Turkmenistan

Tuvalu

Uganda

Ukraine

Ungarn

Uruguay

Usbekistan

Vanuatu

Vatikanstadt

Venezuela

Vereinigte Arabische Emirate

Vereinigte Staaten von Amerika

Vietnam

Weißrußland

Zentralafrikanische Republik

Zypern, Süd-


Kolonien, Besitzungen, teilautonome Gebiete und Treuhandgebiete

Amerikanische Jungferninseln

Athos

Britische Jungferninseln

Cookinseln

Grönland

Guam

Niue

Pitcairn

Puerto Rico

Spitzbergen

Südgeorgien

Staaten und Territorien mit umstrittenem Status, besetzte Gebiete

Abchasien

Berg Karabach

Kosovo

Palästina

Südossetien

Transnistrien

Westsahara

Zypern, Nord-

Internationale Territorien

Antarktis

Internationale Weltraumstation ISS,

Spaceshuttle Discovery,

Flug STS-121

Staaten, die nicht mehr existieren

Serbien und Montenegro (bis 2006)

Sonstiges

Niemandsland

Rot= noch nicht erreicht


Teilnehmer

Andreas Ackermann, Oberursel

Andrea Albury, Treasure Cay

Andreas Altmann, Berlin

Ludwig Ammann, Freiburg

Jochen Anderko, Frankfurt/Main

Christoph Angelkort, Dresden

Abdelkader Aribi, Frankfurt/Main

Liana Attore, Rom

Nancy Atzenweiler, Pointe Mulatre

Rita Balzer, Bad Soden

Heike Bäder, Darmstadt

Alexander Bauer, Frankfurt/Main

Mustafa Barghouthi, Ramallah

Damaris Bartel, Chemnitz

Steffen Bartel, Chemnitz

Birgitt Beck-Schlotter, Frankfurt/Main

Sigrun Becker, Frankfurt/Main

Kirsten Bergerhoff, Frankfurt/Main

Friedrich Bergerhoff, Frankfurt/Main

Martina Bernasko, Madrid

Susanne Bernhard, Libreville

Volker Beyer, Langenau

Dixie-Marie Blank, Bad Vilbel

Petra Bothe, Lippstadt

Karl-Maria Brand, Ewa

Inge Braun, Rodgau

Regine Brehm, Erbach

Walter Breitinger, Frankfurt/Main

Manfred Brockmann, Wladiwostok

Andrea Brocks, Frankfurt/Main

Daniel Bronkal, Hargeisa

Christian Brückmann, Bürstadt

Andreas Buhl, Papenburg

Bernhard Büschl, Idstein

Lydia Büttner, Frankfurt

Anne-Catherine Charbonnier, Sevres

Stefanie Christ, Dieburg

Gordon Crawford, Offenbach

Erika Deutscher, Frankfurt/Main

Maica Diaz, Frankfurt/Main

Kaija Diehl, Bensheim

Marcus Dietzsch, Frankfurt/Main

Alexander Di Leonardo, Chişinău

Wolfgang Döbrich, Neuendettelsau

Britta Duelke, Oberursel

Assad Ebrahimi-Lamai, Frankfurt/Main

Monika Efferth, Heidelberg

Thomas Efferth, Hedelberg

Ulli Emig, Darmstadt

Katja Epes, Darmstadt

Miguel Epes, Darmstadt

Jürgen Erdelkamp, Hannover

Hannah Ernst, Kelkheim

Andrea Eschemann, Frankfurt/Main


Andrej Evstratov, Moskau

Birgit Fach, Frankfurt/Main

Ulrike Falk, Offenbach

Wilhelm Falk , Offenbach

Martin Feldmann, Frankfurt/Main

Ivan Ferrer, Mexiko-Stadt

Katharina Fertsch-Röver, Frankfurt/Main

Siglinde Fischer, Möttau

Andreas Fissla, Frankfurt/Main

Oleg Flaum, Tiflis

Tatyana Flaum, Frankfurt/Main

John Fravel, Chişinău

Tanja Fürst, Budaiya

Martina Gaebler, Frankfurt/Main

Gabi Gais, München

Herbert Gais, München

Esther Geis, Asmara

Susanne Gentejohann, Wellington

Hermann Gerdau, Brachttal-Steitberg

Anette Getzlaff, Wuppertal

Mathias Getzlaff, Wuppertal

Uwe Gillig, Neu-Isenburg

Dagmar Girbardt, Dietzenbach

Juliane Girbardt, Dietzenbach

Corinna Glasenapp, Offenbach

Joachim Glasenapp, Offenbach

Javier de Gregorio, Madrid

Andre Gröger, Frankfurt/Main

Ingrid Golla, Seligenstadt

Volker Gottowik, Frankfurt/Main

Katarina Greifeld, Frankfurt/Main

Ute Grüner, Bonn

Horst Gruner, Malabo

Gerda Guttandin , Dieburg

Hasko Haberlah, Wiesbaden

Michael Habermann, Darmstadt

Joachim Hanke, Plovdiv

Andreas Hansel, Frankfurt/Main

Reinhard Hansen, Neuendettelsau

Mounira Harms-Daoud, Frankfurt/Main

Birgitte Harries, Dreieich

Heinrich Harries, Dreieich

Marianne Harries, Mainz

Mimi Hayashi-Venus, Frankfurt/Main

Jutta Heidt-Hansel , Frankfurt/Main

Elmar Heimes, Geisig

Barbara Hejlik, Erfurt

Rainer Hejlik, Erfurt

Roland Held, Darmstadt

Anne Henkel, Frankfurt/Main

Ramona Hering, Berlin

Heidi Herrmann, Alfhausen-Heeke

Ulrike Hertel, Apia

Doris Hertrampf, Pjöngjang

Hans Hess, Schwarzenberg

Clemens Hofmann, Berlin

Sigrid Hofer, Marburg

Günter Hofmann, Hainichen

Robert Hofmann, Hainichen, Berlin, Kiel


Peter Hölzl, Dreieich

Anne Hormes, Nomadin ohne festen Wohnsitz

Nina Jahn, Frankfurt/Main

Erzsébet Jankovic, Frankfurt/Main

Natalija Jankovic,

Claudia Jeske, Hanau

Peter Jöst, Weinheim

Alex Kahl, San Rafael

Tisha Kahl, San Rafael

Waltraud Kallenbach, Frankfurt/Main

Abu Khalil, Rama

Christoph Kellner, Maseru

Niels von Keyserlingk, Dschibuti

Tina und Alex Kietz, Hofheim/ Taunus

Elena Kilina, Minsk

Angelika Klein-Wittmeier, Frankfurt/Main

Constanze Kleis, Frankfurt/Main

Karin Kliks, Berlin

Norbert Kliks, Berlin

Maria Kluge, Frankfurt/Main

Gabriela Knäbe, Frankfurt/Main

Erwin Koch, Darmstadt

Toni Köpf, Frankfurt/Main

Simone Kopfmüller, Addis Abeba

Anna Kommarnicka , Warschau

Kazmer Kovacs , Sfînto Gheorghe

Joachim Krause, Frankfurt/Main

Klaudia Kreussler, La Esperanza

Liana Krishcevska, Odessa

Julia Krohmer, Frankfurt/Main

Andreas Krüger, Bagdad

Ulrich Kubetzek, Frankfurt/Main

Eva von Kügelgen, Berlin

Henning von Kügelgen, Berlin

Birgit Kundermann, Gießen

Sabahat Kurt, Konya

Yiḡit Kurt, Istanbul

Piotr Kutkowski, Radom

Karl-Heinz Lampert, Modautal

Lars Lampe, Hamburg

Serena Laze, ?

Inge Lempp, Baucau

Claudia Langer, Freienwil

Daniela Lengler, Osnabrück

Sabine Lichtenfels, Tamera

Lenore Lobeck, Schwarzenberg/Erzgebirge

Werner Lobeck, Schwarzenberg/Erzgebirge

Golnar Lüderwaldt, Dreieich

Joachim Lüderwaldt, Dreieich

Mathias Lueg, Oberursel

Lionel Lupo, Dresden

Kai MacKenzie, Bridgetown

Pierce MacKenzie, Bridgetown

Michael Maischein, Frankfurt/Main

Saranda Maloku, Möhnesee

Ruchama Marton, Tel Aviv

John McInerney, Ennis

Frida Meissner, Buenos Aires

Alfred Meixner, Frankfurt/Main


Daniela Mendes, Bad Breisig

Antje Mertens, Niederdorfelden

Klaus Meßlinger, Frankfurt/Main

Matthias Mnich, Blankenburg

Reiko Mogi, Berlin

Sandra Müller, Mönchaltorf

Ricarda Müller-Schuhmann, Darmstadt

Gerlinde Münch, Kelkheim

Claus Neukirch, Chişinău

Stefi Neumann, Dreieich

Darren Nichols, Melbourne

NN, Osaka

NN, Huambo (Edelgard Schöne)

Sören Noll, Frankfurt/Main

Rosemarie Obst, Frankfurt/Main

Matthias Ohnemüller, Doha

Liane Palesch, Darmstadt

Annette Passarge, Frankfurt/Main

Ralph Passarge, Frankfurt/Main

Thomas Paulsteiner, Neuendettelsau

Thomas Peters, Neu-Isenburg

Wilma Petry, Mühltal

Heino Petzold, Berlin

Ralph Pförtner, Weissenohe

Brigitta Philipps, Neu-Isenburg

Henny Piezonka Burg/Spreewald und Berlin

Roger Pineda, Frankfurt/Main

Editha Platte, Frankfurt/Main

Mona Yuki Preller, Frankfurt/Main

Katja Puckhaber, Lomé

Dorle Regenstein, Lindhorst

Thomas Reinheimer, Darmstadt

Veronika Reinheimer, Darmstadt

Thomas Reiter, Wahnbek

Ralf Gottfried Reuter, Bagdad

Hilde Riehl, Frankfurt/Main

Lene Risbakken, Longyearbyen

Sabine Rößler de Pineda, Frankfurt/Main

Jürgen Rudolph, Singapur

Jürgen Runge, Bangui

Christoph Rust, Bielefeld

Hilda Sabato, Buenos Aires

Alois Sander, Essen

Jürgen Sander, Rodgau

Carl Sanft, Nuku´alofa

Stevan Savevski, Skopje

Kathleen Schaefer, Bad Soden

Martin Schäfer, Pretoria

Heidi Scheinost, Bad Vilbel

Ulrich Scheinost, Bad Vilbel

Stefan Schmid, Frankfurt/Main

Gabriele Schmidt-Steinbacher, Frankfurt/Main

Dorothee B. Schmitt , Berlin

Anja Schneidenbach, Neu-Isenburg

Irene Schneider, Berlin

Gerald Schneider, Berlin

Edelgard Schöne, Huambo

Eric Schrade, Frankfurt/Main

Jonas Schramm, Regensburg


Thomas W. Schubert, Koror

Kerstin Schütz, Neu-Isenburg und Höchst/Odenwald

Brigitta Schultz, Frankfurt/Main

Thea Schwinn, Darmstadt

Frank Schylla, Darmstadt

Martina Seidel, Mühltal

Edith Seuß, Dreieich

Kerstin Seuß, Dreieich

Mia Seuß, Dreieich

Sabine Seuss, Frankfurt/Main

Nona Shiroyan, Eriwan

Ilka Siebels, Frankfurt/Main

Regina Sieber, Grünhainichen

Marlen Simon, Santa Fe de Bogotá

Rainer Simon, Potsdam

Tanya Slavgorodskaya, Moskau

Claudia Spahl, Duschanbe

Ellen Stadler, Manila

Kurt Stadler, Manila

Hans Stehling, Frankfurt/Main

Claudia Stein, Frankfurt/Main

Elli Steinbacher, Neu-Isenburg

Leon Steinbacher, Berlin

Nelly Steinbacher, Frankfurt/Main

Rosa Steinbacher, Frankfurt/Main

Volker Steinbacher, Frankfurt/Main

Willi Steinbacher, Neu-Isenburg

Walter Steinberg, Möttau

Hans-Dieter Stell, Antananarivo

Emil Stoimenoff, Kelkheim

Ljubomir Stoimenoff, Steinbach/Taunus

Rainer Stroh, Hofheim/ Taunus

Bettina Stuckard, Neu-Isenburg

Marina Stupnitzkaja, Wladiwostok

Christa Teichert, Frankfurt/Main

Fernando Tejeda, Frankfurt/Main

Khalil Toama, Offenbach

Abdelkader Touhami, Frankfurt/Main

Ortrud Toker, Frankfurt/Main

Zafer Toker, Frankfurt/Main

Birgit Thomann, Priština

ChristineThomasmorr, Bad Soden

Markus Thomasmorr, Bad Soden

Irene Tosti, Genf

Maria Tschanz, Dili

Beate Twittmann, Essen

Hans Twittmann, Essen

Rolf Ulrich, Abidjan

Maria-Paz de la Usada, Madrid

Niki de la Usada, Madrid

Tiina Vakiparta, Helsinki

Eckhard Vogel, Frankfurt/Main

Heinke Vogel, Frankfurt/Main

Jutta Vogel, Köln

David Vogt, San Salvador

Steffen Wachter, Darmstadw

Ullrich Wagner, Langen

Johannes Wantzen, Klein-Winternheim

Klaus Warning, Lingen


Meralda Warren, Adamstown

Birgit Weber, Frankfurt/Main

Uschi Webler, Bensheim

Markus Wegerich, Seligenstadt

Caroline Wegner, Gharm

Peter Weisbrod, Maintal

Sabine Welsch, Darmstadt

Klaus Wendelberger, Pjöngjang

Hans Widmann, Eddersheim

Sigrid Widmann, Eddersheim

Alfred Wienhues, Hagen

Claudia Wienhues, Hagen

Solvejg Wilhelm, Frankfurt/Main

Cathrine Wirbelauer, Gaborone

Günther Wirth, Boroma

Jürgen Womser-Schütz, Neu-Isenburg und Höchst/Odenwald

Elvira Zec, Novi Sad

StevanZec, Novi Sad

Anna Zeibert, Eriwan

Monica Zelt, Nörtershausen

Bernd Ziegler, Berlin

Michael Zeising, Kassel

Dieter Zillmann, Ilulissat

Dimitrij Zobnin, Moskau


Angola

Luanda

Dunkel, feucht, naß und chaotisch.

Das Auge sieht nichts Schönes.

Viele unfertige Gebäude, die nicht zu Ende

gebaut werden, modriger Geruch – etwas

wie „Weltuntergangsstimmung“ kommt auf.

Schon die Taxifahrt reicht aus, um eigentlich nur so schnell wie möglich nach Hause zu

wollen, doch das Auge muß bleiben!

Und findet seinen Platz auf dem Rahmen eines afrikanischen Bildes.

Birgitte Harries, Dreieich

2010


Rußland

Awatschinskaja Sopka

Seit meiner ersten Begegnung faszinieren mich dieses Land und seine Menschen immer wieder aufs Neue.

Mit 8 Stunden Zeitunterschied zu Moskau und fast 10 Stunden Flug von Moskau erreicht man die größte Halbinsel

Ostasiens, die von der Fläche einige Tausend km2 größer ist als Deutschland.

Abgelegt habe ich den Augenstein dann auf den Kraterrand des Vulkans Awatschinskaja Sopka (Авачинская сопка).

Dieser aktive Schicktvulkan hat eine Höhe von ca. 2.800 m und liegt nördlich der Stadt Petropawlowsk-Kamtschatski -

immer in Sichtweite zur Stadt. Von vielen Stellen aus kann man ihn sehen. Auf dem Gipfel der Awatscha kann man

den Krater mit einem Durchmesser von 350 m bewundern. Um dorthin zu gelangen, mussten wir 7,5 Stunden stramm

marschieren, Oben angekommen - fix und fertig -aber glücklich, haben wir das Panorama der umgebenden

Landschaft, die unterschiedlichsten Farben und den stinkenden Rauch des vor sich hin köchelnden Vulkans bewundert.

Weil es das Anstrengendste war, was ich je in meinem Leben gemacht habe, habe ich den Stein dort abgelegt. Nach

insgesamt mehr als 12 Stunden Marsch endlich zurück am Basiscamp fühlte ich mich erschöpft und glücklich

zugleich. Mit einer Flasche Kamtschatka-Bier auf dem Boden sitzend und den Vulkan betrachtend stellte ich fest, dass

dies für mich die wohl eindrucksvollste Erfahrung mit der Natur war.

Zafer Toker, Frankfurt/Main

2011

Zafer Toker, 14. August 2011, Moskau


Südsudan

Juba

.

Auf dem Juba Jebel, einer Anhöhung am Stadtrand der Hauptstadt des jüngsten Staates in der Weltgemeinschaft liegt

der Augenstein mit Blick auf das städtische Treiben.

Nach mehr als 50 Jahren kriegerischer Konflikte zwischen Nord und Süd und einer Volksabstimmung, in der sich die

Südsudanesen mit überwältigender Mehrheit für die Loslösung vom Norden entschieden haben wurde am 9.Juli 2011

die Unabhängigkeitserklärung des neuen Staates ausgerufen. Die Hauptstadt Juba, auf die wir schauen, liegt am

weißen Nil mit ca. ½ Mio. Einwohnern..

Der Juba Jebel wird in Handarbeit abgetragen und zu Kies verarbeitet. Die junge Hauptstadt erfährt einen Bauboom

und hat erheblichen Bedarf an Baumaterialien.

Im November 2011

Dorothee B. Schmitt, Berlin und Bernhard Büschl, Idstein

2011


Tonga

Nuku´alofa

The stone eye view on top of Sanft Building in Tonga.

Carl Sanft, Nuku´alofa

2011


Vereinigte Staaten von Amerika

Barringer-Krater

Hier sitze ich am Rand

des Barringer-Kraters,

oder einfach „Meteor

Crater“ in Arizona, ich

der „Augenstein“ aus

den südfranzösischen

Cevennen. Um mich

herum liegen

Kalksteine, die aus dem

Canyon Diablo

stammen, und deshalb

fühle ich mich wie

zuhause. Vor 50.000

Jahren ist hier ein

großer Meteor

eingeschlagen und hat

diesen Krater – er ist

der schönste der Welt

entstehen lassen. Ich kann in 1.200 m den gegenüberliegenden Kraterrand erkennen, in

180 m Tiefe den Kraterboden. Riesige Dimensionen für mich kleinen „Augenstein“.

Die beiden haben mir einen interessanten Platz gegeben. Ich sehe die neugierigen Blicke

der Besucher beim Betreten des Rundgangs. Die fragenden Blicke zum Kraterrand hin mit

seinen vielen Ablagerungsschichten.

Es ist ein erhebendes Gefühl hier zu sitzen um weit in alle Richtungen zu schauen. Wenn

die Sonne über dem Krater untergeht, höre ich die alten Lieder der Navajos und vielleicht

tanzt einer von ihnen den –„Tanz des Adlers“.

Sigrid und Hans Widmann, Eddersheim

2011

Im November 2011


Island, Þingvellir (Foto: Volker Steinbacher, 2011)


Liebe Freunde vom Weg der Steine,

am 16.3.2003 begann eine große Reise mit kleinen Steinen.

Jeder Stein hatte ein aufgemaltes Tuscheauge und sollte einen bestimmten Platz auf

unserem Planeten bekommen:

In jedem Land der Erde.

Menschen aus vielen Ländern haben teilgenommen, indem sie Steine abgelegt und

dokumentiert haben, andere haben Verbindungen und Kontakte geknüpft, die das

Projekt beförderten.

Am 10.12.2010 erreichte ein Stein Malabo in Äquatorialguinea und damit das letzte

Land auf unserer langen Liste.

Das Ziel des Projektes war erreicht.

Als am 9.7.2011 der Südsudan als Vollmitglied bei den Vereinten Nationen aufgenommen

wurde, haben wir erneut einen Stein auf Reisen geschickt.

Mit der Ankunft des Steines in Juba, der Hauptstadt des Südsudan, am 12.11. 2011

endet nun unser Projekt.

Wir danken auf diesem Wege allen Menschen, die mitgemacht und geholfen haben!

Volker Steinbacher und Gerald Wingertszahn


Impressum:

© 2011

Volker Steinbacher

und Gerald Wingertszahn

Frankfurt/Main

Urheberrechte für Wort und Bild

bei den Autoren

Herausgeber:

Volker Steinbacher

Musikantenweg 16

60316 Frankfurt/Main

volker.steinbacher@t-online.de

www.wegdersteine.de

www.der-weg-der-steine.de

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