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Chronik - 850 Jahre Reichshof

Chronik zur 850-Jahr-Feier der Gemeinde Reichshof

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<strong>850</strong> JAHRE REICHSHOF


<strong>850</strong> JAHRE REICHSHOF<br />

1


2<br />

INHALTSVERZEICHNIS<br />

<strong>850</strong><br />

<strong>Jahre</strong> <strong>Reichshof</strong><br />

Grußwort des Bürgermeisters . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5<br />

Statistische Angaben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6<br />

Einwohnerdichte der Gemeinde <strong>Reichshof</strong> | Entwicklung der Einwohnerzahl<br />

| Gebietsfläche der Gemeinde <strong>Reichshof</strong> | Gesamtfläche<br />

Gemeindekarte und Einwohnerzahlen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8<br />

Bürgermeister und Gemeindedirektoren der Gemeinde <strong>Reichshof</strong> seit 1969 . . . . . 10<br />

Gemeinderat und Verwaltungsführung im Jubiläumsjahr . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11<br />

Die historische Entwicklung der Gemeinde <strong>Reichshof</strong> . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12<br />

Der Mannbrief | Der Wildberger Silbertaler | Die Stiftungsurkunde vom<br />

01. August 1167<br />

Wirtschaftliche Entwicklung des <strong>Reichshof</strong>es . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28<br />

Die Silberkaul | Die Gewerbegebiete Hunsheim, Brüchermühle, Wildbergerhütte,<br />

Pochwerk, Mittelagger, Allenbach, Hahn, Hespert, Erdingen,<br />

Wehnrath/Sinspert | Ausblick auf zukünftige Entwicklungen | Gewerbestruktur,<br />

Arbeitsplätze, Steuererträge<br />

Unsere Lebensader, die Autobahn A 4 Köln/Olpe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44<br />

Die Entwicklung des Ferienlands <strong>Reichshof</strong> . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 48<br />

Heilklimatischer Kurort | Gastronomie und Hotelangebot im Kurgebiet<br />

und der Gemeinde <strong>Reichshof</strong> | Wandergebiet <strong>Reichshof</strong> mit dem Staatsforst<br />

Puhlbruch | Schwalbe Fahrradpark <strong>Reichshof</strong> | Wintersportgebiet<br />

Blockhaus-Belmicke | Freizeitangebote, Sehenswürdigkeiten, Veranstaltungen<br />

| Konzeptionelle Aktivitäten<br />

Die Kulturlandschaft in der Gemeinde <strong>Reichshof</strong> . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 68<br />

Bildung in der Gemeinde <strong>Reichshof</strong> . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 76<br />

Sport in der Gemeinde <strong>Reichshof</strong> . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 86<br />

Entwicklung der Bäderlandschaft in der Gemeinde <strong>Reichshof</strong> . . . . . . . . . . . . . . . . . 92


3<br />

Ehrenamtliche Aktivitäten in der Gemeinde <strong>Reichshof</strong> . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 96<br />

Der BürgerBus | Die Ehrenamtskarte<br />

Brandschutz in der Gemeinde <strong>Reichshof</strong> – Ein kurzer Streifzug ...............100<br />

Unser Dorf hat Zukunft – ein Dorfwettbewerb mit Tradition ..................106<br />

Landwirtschaft in <strong>Reichshof</strong> im Wandel der Zeit ............................108<br />

Sagen aus damaliger Zeit .................................................116<br />

Die Hollekuhlen | Ritter Huhn aus Haferspanien | Heinzelmännchen<br />

„Aber wer waren sie wirklich? Wo kamen sie her?“<br />

Der Wald in der Gemeinde <strong>Reichshof</strong>, die grüne Zierde der Gemeinde ..........120<br />

Wald- und Forstgeschichte | Die forstlichen Vereine | Die Tier- und<br />

Pflanzenwelt der Wälder in <strong>Reichshof</strong><br />

Staatsforst Puhlbruch – Die Natur erleben ..................................126<br />

Puhlbruch – ein Wald von herausragender Bedeutung im Bergischen<br />

Land | Waldlehrpfad | Wacholderschutzgebiete | Kohlenmeiler | Hangmoor<br />

an der Silberkuhle | Eisenverhüttungsbezirk im Puhlbruch |<br />

Hexentanzplatz<br />

Die Wiehltalsperre .......................................................132<br />

Die Zukunft gestalten ....................................................138<br />

Das Festprogramm ......................................................140<br />

Kaiser Barbarossa verschenkt den <strong>Reichshof</strong> in der evangelischen Barockkirche<br />

zu Eckenhagen | großes Familienfest im Elektrisola-Festzelt<br />

am Rodener Platz | Festkommers zur <strong>850</strong> Jahr Feier im Elektrisola-<br />

Festzelt am Rodener Platz | Kaiser, Kunst und Krämer | großer Festumzug<br />

durch den Reichs- und Königshof Eckenhagen<br />

Sponsorenliste ..........................................................154<br />

Impressum..............................................................155


<strong>850</strong> <strong>Jahre</strong> <strong>Reichshof</strong>


5<br />

GRUSSWORT DES BÜRGERMEISTERS<br />

Liebe Leserinnen und Leser,<br />

unsere liebens- und lebenswerte<br />

Gemeinde <strong>Reichshof</strong><br />

schaut in diesem Jahr auf<br />

eine interessante Entwicklung<br />

in den letzten <strong>850</strong> <strong>Jahre</strong>n<br />

zurück.<br />

Im Jahr 1167 schenkte Kaiser Friedrich I. (Barbarossa)<br />

seinem Reichskanzler und Erzbischof zu Köln, Rainald<br />

von Dassel den <strong>Reichshof</strong> zu Eckenhagen. Diesen Anlass,<br />

der Erstnennung des <strong>Reichshof</strong>es begehen wir mit einem<br />

großen Festwochenende in der Zeit vom 28. bis 30. April<br />

2017 in Eckenhagen.<br />

Mein herzlicher Dank gilt allen Damen und Herren, die<br />

bei der Organisation der Veranstaltungen federführend<br />

mitgewirkt haben, besonders danke ich den Vertretern<br />

der Eckenhääner Vereine: der Allgemeinen Schützengesellschaft,<br />

dem Deutschen Roten Kreuz, der Freiwilligen<br />

Feuerwehr, der FFR Bigband, dem Ev. Kirchen- und dem<br />

Ev. Posaunenchor, dem Heimatverein, dem Kath. Kirchenchor,<br />

dem TUS <strong>Reichshof</strong> und den Beteiligten der<br />

Gemeindeverwaltung.<br />

Gleichzeitig gilt mein Dank all denjenigen, die die Veranstaltungen<br />

mit ihren Beiträgen, Vorführungen und ihrer<br />

ehrenamtlichen Arbeit unterstützen und gestalten. Ganz<br />

besonders herzlich bedanke ich mich bei den Sponsoren,<br />

die uns großzügig unterstützt haben.<br />

Unsere Gemeinde <strong>Reichshof</strong>, die im Jahr 1969 aus den<br />

Altgemeinden Denklingen und Eckenhagen hervorgegangen<br />

ist, hat sich im Laufe der Jahrzehnte von einem landwirtschaftlich<br />

geprägten kargen „Haferspanien“ zu einem<br />

wirtschaftlich gut aufgestellten Gemeinwesen entwickelt.<br />

Diese <strong>Chronik</strong> soll Ihnen einen kleinen Einblick über den<br />

erfolgreichen Weg unseres „<strong>Reichshof</strong>es“ in verschiedenen<br />

Themenbereichen geben.<br />

Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der Lektüre dieser Schrift<br />

und unterhaltsame Stunden bei den Festaktivitäten in<br />

Eckenhagen.<br />

Herzlich grüßt Sie<br />

Ihr<br />

Rüdiger Gennies<br />

(Bürgermeister)


<strong>850</strong> <strong>Jahre</strong> <strong>Reichshof</strong>


7<br />

STATISTISCHE ANGABEN<br />

Nutzungsarten Fläche Fläche<br />

in ha in %<br />

Fläche insgesamt 11.466 100<br />

GEBIETSFLÄCHE<br />

DER GEMEINDE<br />

REICHSHOF<br />

Siedlungs- und Verkehrsfläche 2.105 18,4<br />

Gebäude- und Freifläche,<br />

Betriebsfläche 909 7,9<br />

Erholungsfläche 189 1,7<br />

Verkehrsfläche 1.007 8,8<br />

Freifläche außerhalb der<br />

Siedlungs- und Verkehrsfläche 9.361 81,6<br />

Landwirtschaftsfläche 4.135 36,1<br />

Waldfläche 4.879 42,5<br />

Wasserfläche 277 2,4<br />

Moor, Heide, Unland 23 0,2<br />

Abbauland 42 0,4<br />

Flächen anderer Nutzung 5 0<br />

GESAMTFLÄCHE<br />

DER GEMEINDE<br />

REICHSHOF<br />

Die Gesamtfläche der<br />

Gemeinde <strong>Reichshof</strong><br />

beträgt 114,66 qkm.<br />

Quelle: Kommunalprofil<br />

des Landesbetriebes IT NRW<br />

Stand: 31.12.2015


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Grün-<br />

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Nebel-<br />

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Nebelseifen<br />

seifen<br />

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Ober-<br />

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Ober-<br />

Ober-<br />

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Ober-<br />

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Ober-<br />

Ober-<br />

Obersteimel<br />

steimel<br />

steimel<br />

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steimel<br />

Nieder-<br />

Nieder-<br />

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Niedersteimel<br />

steimel<br />

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steimel<br />

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steimel<br />

Feld<br />

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Feldermühle<br />

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bert<br />

bert<br />

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Kamp<br />

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Heikau-<br />

Heikau-<br />

Heikau-<br />

Heikau-<br />

Heikau-<br />

Heikau-<br />

Heikau-<br />

Heikau-<br />

Heikau-<br />

Heikau-<br />

Heikau-<br />

Heikau-<br />

Heikau-<br />

Heikau-<br />

Heikau-<br />

Heikau-<br />

Heikau-<br />

Heikau-<br />

Heikau-<br />

Heikau-<br />

Heikau-<br />

Heikau-<br />

Heikau-<br />

Heikau-<br />

Heikau-<br />

Heikau-<br />

Heikau-<br />

Heikau-<br />

Heikau-<br />

Heikau-<br />

Heikau-<br />

Heikau-<br />

Heikau-<br />

Heikau-<br />

Heikau-<br />

Heikau-<br />

Heikau-<br />

Heikau-<br />

Heikau-<br />

Heikau-<br />

Heikau-<br />

Heikau-<br />

Heikau-<br />

Heikau-<br />

Heikausen<br />

sen<br />

sen<br />

sen<br />

sen<br />

sen<br />

sen<br />

sen<br />

sen<br />

Volken-<br />

Volken-<br />

Volken-<br />

Volken-<br />

Volken-<br />

Volken-<br />

Volken-<br />

Volken-<br />

Volken-<br />

Volken-<br />

Volken-<br />

Volken-<br />

Volken-<br />

Volken-<br />

Volken-<br />

Volken-<br />

Volken-<br />

Volken-<br />

Volken-<br />

Volken-<br />

Volken-<br />

Volken-<br />

Volken-<br />

Volken-<br />

Volken-<br />

Volken-<br />

Volken-<br />

Volken-<br />

Volken-<br />

Volken-<br />

Volken-<br />

Volken-<br />

Volken-<br />

Volken-<br />

Volken-<br />

Volken-<br />

Volken-<br />

Volken-<br />

Volkenrath<br />

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rath<br />

rath<br />

rath<br />

rath<br />

rath<br />

rath<br />

rath<br />

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rath<br />

rath<br />

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Sotter-<br />

Sotter-<br />

Sotter-<br />

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Sotter-<br />

Sotter-<br />

Sotter-<br />

Sotter-<br />

Sotter-<br />

Sotter-<br />

Sotter-<br />

Sotter-<br />

Sotter-<br />

Sotter-<br />

Sotter-<br />

Sotter-<br />

Sotter-<br />

Sotter-<br />

Sotter-<br />

Sotter-<br />

Sotter-<br />

Sotter-<br />

Sotter-<br />

Sotterbach<br />

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Heischeid<br />

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Heischeid<br />

Heischeid<br />

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Heischeid<br />

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Heien-<br />

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Heien-<br />

Heien-<br />

Heien-<br />

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Heien-<br />

Heien-<br />

Heien-<br />

Heien-<br />

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Heien-<br />

Heien-<br />

Heien-<br />

Heien-<br />

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Brücher-<br />

Brücher-<br />

Brücher-<br />

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Brücher-<br />

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Brücher-<br />

Brücher-<br />

Brücher-<br />

Brücher-<br />

Brücher-<br />

Brücher-<br />

Brücher-<br />

Brücher-<br />

Brücher-<br />

Brücher-<br />

Brücher-<br />

Brücher-<br />

Brücher-<br />

Brücher-<br />

Brücher-<br />

Brücher-<br />

Brücher-<br />

Brücher-<br />

Brücher-<br />

Brücher-<br />

Brücher-<br />

Brücher-<br />

Brücher-<br />

Brücher-<br />

Brücher-<br />

Brücher-<br />

Brücher-<br />

Brücher-<br />

Brücher-<br />

Brücher-<br />

Brücher-<br />

Brücher-<br />

Brücher-<br />

Brücher-<br />

Brücher-<br />

Brücher-<br />

Brücher-<br />

Brücher-<br />

Brücher-<br />

Brücher-<br />

Brücher-<br />

Brücher-<br />

Brücher-<br />

Brücher-<br />

Brücher-<br />

Brücher-<br />

Brücher-<br />

Brücher-<br />

Brücher-<br />

Brücher-<br />

Brücher-<br />

Brücher-<br />

Brücher-<br />

Brücher-<br />

Brücher-<br />

Brücher-<br />

Brücher-<br />

Brücher-<br />

Brücher-<br />

Brücher-<br />

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mühle<br />

mühle<br />

mühle<br />

mühle<br />

mühle<br />

mühle<br />

mühle<br />

mühle<br />

mühle<br />

mühle<br />

mühle<br />

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mühle<br />

mühle<br />

mühle<br />

mühle<br />

mühle<br />

mühle<br />

mühle<br />

mühle<br />

mühle<br />

mühle<br />

mühle<br />

mühle<br />

mühle<br />

mühle<br />

mühle<br />

mühle<br />

mühle<br />

mühle<br />

mühle<br />

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Eiers-<br />

Eiers-<br />

Eiers-<br />

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Eiers-<br />

Eiers-<br />

Eiers-<br />

Eiers-<br />

Eiers-<br />

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Eiers-<br />

Eiers-<br />

Eiers-<br />

Eiers-<br />

Eiers-<br />

Eiers-<br />

Eiers-<br />

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Eiers-<br />

Eiers-<br />

Eiers-<br />

Eiers-<br />

Eiers-<br />

Eiers-<br />

Eiers-<br />

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hagen<br />

hagen<br />

hagen<br />

hagen<br />

hagen<br />

hagen<br />

hagen<br />

hagen<br />

hagen<br />

hagen<br />

hagen<br />

hagen<br />

hagen<br />

hagen<br />

hagen<br />

hagen<br />

hagen<br />

hagen<br />

hagen<br />

hagen<br />

hagen<br />

hagen<br />

hagen<br />

hagen<br />

hagen<br />

Sterzenbach<br />

Sterzenbach<br />

Sterzenbach<br />

Sterzenbach<br />

Sterzenbach<br />

Sterzenbach<br />

Sterzenbach<br />

Sterzenbach<br />

Sterzenbach<br />

Sterzenbach<br />

Sterzenbach<br />

Sterzenbach<br />

Sterzenbach<br />

Sterzenbach<br />

Sterzenbach<br />

Sterzenbach<br />

Sterzenbach<br />

Sterzenbach<br />

Sterzenbach<br />

Sterzenbach<br />

Sterzenbach<br />

Sterzenbach<br />

Sterzenbach<br />

Sterzenbach<br />

Sterzenbach<br />

Sterzenbach<br />

Sterzenbach<br />

Sterzenbach<br />

Sterzenbach<br />

Sterzenbach<br />

Sterzenbach<br />

Sterzenbach<br />

Sterzenbach<br />

Sterzenbach<br />

Sterzenbach<br />

Sterzenbach<br />

Sterzenbach<br />

Sterzenbach<br />

Sterzenbach<br />

Sterzenbach<br />

Sterzenbach<br />

Sterzenbach<br />

Sterzenbach<br />

Sterzenbach<br />

Sterzenbach<br />

Erdingen<br />

Erdingen<br />

Erdingen<br />

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Erdingen<br />

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Erdingen<br />

Erdingen<br />

Erdingen<br />

Erdingen<br />

Erdingen<br />

Erdingen<br />

Erdingen<br />

Erdingen<br />

Erdingen<br />

Erdingen<br />

Erdingen<br />

Erdingen<br />

Erdingen<br />

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Erdingen<br />

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Erdingen<br />

Erdingen<br />

Erdingen<br />

Erdingen<br />

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Erdingen<br />

Erdingen<br />

Erdingen<br />

Erdingen<br />

Erdingen<br />

Erdingen<br />

Erdingen<br />

Erdingen<br />

Erdingen<br />

Oden-<br />

Oden-<br />

Oden-<br />

Oden-<br />

Oden-<br />

Oden-<br />

Oden-<br />

Oden-<br />

Oden-<br />

Oden-<br />

Oden-<br />

Oden-<br />

Oden-<br />

Oden-<br />

Oden-<br />

Oden-<br />

Oden-<br />

Oden-<br />

Oden-<br />

Oden-<br />

Oden-<br />

Oden-<br />

Oden-<br />

Oden-<br />

Oden-<br />

Oden-<br />

Oden-<br />

Oden-<br />

Oden-<br />

Oden-<br />

Oden-<br />

Oden-<br />

Oden-<br />

Oden-<br />

Oden-<br />

Oden-<br />

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spiel<br />

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spiel<br />

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spiel<br />

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spiel<br />

spiel<br />

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spiel<br />

spiel<br />

Wildberg<br />

Wildberg<br />

Wildberg<br />

Wildberg<br />

Wildberg<br />

Wildberg<br />

Wildberg<br />

Wildberg<br />

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Wildberg<br />

Wildberg<br />

Wildberg<br />

Wildberg<br />

Wildberg<br />

Wildberg<br />

Wildberg<br />

Wildberg<br />

Wildberg<br />

Wildberg<br />

Wildberg<br />

Wildberg<br />

Wildberg<br />

Wildberg<br />

Wildberg<br />

Wildberg<br />

Wildberg<br />

Wildberg<br />

Wildberg<br />

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Wildberg<br />

Wildberg<br />

Wildberg<br />

Wildberg<br />

Grune-<br />

Grune-<br />

Grune-<br />

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Nos-<br />

Nos-<br />

Nos-<br />

Nos-<br />

Nos-<br />

Nos-<br />

Nos-<br />

Nos-<br />

Nos-<br />

Nos-<br />

Nos-<br />

Nos-<br />

Nos-<br />

Nos-<br />

Nos-<br />

Nos-<br />

Nos-<br />

Nos-<br />

Nos-<br />

Nos-<br />

Nos-<br />

Nos-<br />

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bach<br />

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bach<br />

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Langen-<br />

Langen-<br />

Langen-<br />

Langen-<br />

Langen-<br />

Langen-<br />

Langen-<br />

Langen-<br />

Langen-<br />

Langen-<br />

Langen-<br />

Langen-<br />

Langen-<br />

Langen-<br />

Langen-<br />

Langen-<br />

Langen-<br />

Langen-<br />

Langen-<br />

Langen-<br />

Langen-<br />

Langen-<br />

Langen-<br />

Langen-<br />

Langen-<br />

Langen-<br />

Langen-<br />

Langen-<br />

Langen-<br />

Langen-<br />

Hahnen-<br />

Hahnen-<br />

Hahnen-<br />

Hahnen-<br />

Hahnen-<br />

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Heidberg<br />

Heidberg<br />

Heidberg<br />

Heidberg<br />

Heidberg<br />

Heidberg<br />

Heidberg<br />

Heidberg<br />

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Heidberg<br />

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Heidberg<br />

Heidberg<br />

Heidberg<br />

Heidberg<br />

Heidberg<br />

Heidberg<br />

Heidberg<br />

Heidberg<br />

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Heidberg<br />

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Heidberg<br />

Heidberg<br />

Heidberg<br />

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Heidberg<br />

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Heidberg<br />

Heidberg<br />

Heidberg<br />

Heidberg<br />

Heidberg<br />

Heidberg<br />

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Heidberg<br />

Heidberg<br />

Heidberg<br />

Heidberg<br />

Heidberg<br />

Heidberg<br />

Heidberg<br />

Heidberg<br />

Heidberg<br />

Heidberg<br />

Heidberg<br />

Heidberg<br />

Heidberg<br />

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Heidberg<br />

Heidberg<br />

Heidberg<br />

Heidberg<br />

Heidberg<br />

Heidberg<br />

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Heidberg<br />

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Heidberg<br />

Heidberg<br />

Heidberg<br />

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Heidberg<br />

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Heidberg<br />

Heidberg<br />

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Heidberg<br />

Heidberg<br />

Heidberg<br />

Heidberg<br />

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Heidberg<br />

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Heidberg<br />

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Heidberg<br />

Heidberg<br />

Heidberg<br />

Heidberg<br />

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Wiehl<br />

Wiehl<br />

Wiehl<br />

Wiehl<br />

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Wiehl<br />

Wiehl<br />

Wiehl<br />

Wiehl<br />

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Wiehl<br />

Wiehl<br />

Wiehl<br />

Wiehl<br />

Wiehl<br />

Wiehl<br />

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Wiehl<br />

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Wiehl<br />

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Hahn<br />

Hahn<br />

Hahn<br />

Hahn<br />

Hahn<br />

Hahn<br />

Hahn<br />

Hahn<br />

Hahn<br />

Hahn<br />

Hahn<br />

Hahn<br />

Hahn<br />

Hahn<br />

Hahn<br />

Hahn<br />

Hahn<br />

Hahn<br />

Hahn<br />

Hahn<br />

Hahn<br />

Hahn<br />

Hahn<br />

Hahn<br />

Hahn<br />

Hahn<br />

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Hespert<br />

Hespert<br />

Hespert<br />

Hespert<br />

Hespert<br />

Hespert<br />

Hespert<br />

Hespert<br />

Hespert<br />

Hespert<br />

Hespert<br />

Hespert<br />

Hespert<br />

Hespert<br />

Hespert<br />

Hespert<br />

Hespert<br />

Hespert<br />

Hespert<br />

Hespert<br />

Hespert<br />

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Hespert<br />

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Sinspert<br />

Sinspert<br />

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Sinspert<br />

Sinspert<br />

Sinspert<br />

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Sinspert<br />

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Sinspert<br />

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Sinspert<br />

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Sinspert<br />

Sinspert<br />

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Sinspert<br />

Sinspert<br />

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Wehn-<br />

Wehn-<br />

Wehn-<br />

Wehn-<br />

Wehn-<br />

Wehn-<br />

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Wehn-<br />

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rath<br />

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rath<br />

rath<br />

rath<br />

rath<br />

rath<br />

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Ober-<br />

Ober-<br />

Ober-<br />

Ober-<br />

Ober-<br />

Ober-<br />

Ober-<br />

Ober-<br />

Ober-<br />

Ober-<br />

Ober-<br />

Ober-<br />

Ober-<br />

Ober-<br />

Ober-<br />

Ober-<br />

Ober-<br />

Ober-<br />

Ober-<br />

Ober-<br />

Ober-<br />

Ober-<br />

Ober-<br />

Ober-<br />

Ober-<br />

Ober-<br />

Ober-<br />

Ober-<br />

Ober-<br />

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Ober-<br />

Ober-<br />

Ober-<br />

Ober-<br />

Ober-<br />

Ober-<br />

Ober-<br />

Ober-<br />

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Mittel-<br />

Mittel-<br />

Mittel-<br />

Mittel-<br />

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Mittel-<br />

Mittel-<br />

Mittel-<br />

Mittel-<br />

Mittel-<br />

Mittel-<br />

Mittel-<br />

Mittel-<br />

Mittel-<br />

Mittel-<br />

Mittel-<br />

Mittel-<br />

Mittel-<br />

Mittel-<br />

Mittel-<br />

Mittel-<br />

Mittel-<br />

Mittel-<br />

Mittel-<br />

Mittel-<br />

Mittel-<br />

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Mittel-<br />

Mittel-<br />

Mittel-<br />

Mittel-<br />

Mittel-<br />

Mittel-<br />

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agger<br />

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agger<br />

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agger<br />

kammer<br />

kammer<br />

kammer<br />

kammer<br />

kammer<br />

kammer<br />

kammer<br />

kammer<br />

kammer Mennkausen<br />

Mennkausen<br />

Mennkausen<br />

Mennkausen<br />

Mennkausen<br />

Mennkausen<br />

Mennkausen<br />

Mennkausen<br />

Mennkausen<br />

Mennkausen<br />

Mennkausen<br />

Mennkausen<br />

Mennkausen<br />

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Mennkausen<br />

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Mennkausen<br />

Mennkausen<br />

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Mennkausen<br />

Mennkausen<br />

Mennkausen<br />

Mennkausen<br />

Mennkausen<br />

Alling-<br />

Alling-<br />

Alling-<br />

Alling-<br />

Alling-<br />

Alling-<br />

Alling-<br />

Alling-<br />

Alling-<br />

Alling-<br />

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Lepperhof<br />

Lepper-<br />

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Lepperhof<br />

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Lepperhof<br />

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Lepperhof<br />

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Lepperhof<br />

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Lepperhof<br />

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Lepperhof<br />

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Lepperhof<br />

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Lepperhof<br />

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Lepperhof<br />

Lepperhof<br />

Lepperhof<br />

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Konrads-<br />

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ECKENHAGEN<br />

ECKENHAGEN<br />

ECKENHAGEN<br />

ECKENHAGEN<br />

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Wiehltalsperre<br />

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Wiehltalsperre<br />

Wiehltalsperre<br />

Wiehltalsperre<br />

Wiehltalsperre<br />

Wiehltalsperre<br />

Wiehltalsperre<br />

Wiehltalsperre<br />

Wiehltalsperre<br />

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Wiehltalsperre<br />

Wiehltalsperre<br />

Wiehltalsperre<br />

Wiehltalsperre<br />

Wiehltalsperre<br />

Wiehltalsperre<br />

Wiehltalsperre<br />

Wiehltalsperre<br />

Wiehltalsperre<br />

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Oesingen<br />

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Oesingen<br />

Oesingen<br />

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ENTWICKLUNG DER EINWOHNERZAHL IN REICHSHOF<br />

1970 1980 1990 2000 2004 2010 2015<br />

15.063 16.059 16.656 19.611 20.232 19.526 18.837<br />

Quelle: Kommunalprofil des Landesbetriebes IT NRW<br />

EINWOHNERDICHTE<br />

DER GEMEINDE REICHSHOF<br />

Die Einwohnerdichte<br />

beträgt je qkm am 31.12.2015:<br />

164,3 Personen<br />

<strong>850</strong> <strong>Jahre</strong> <strong>Reichshof</strong><br />

<strong>850</strong> <strong>Jahre</strong> <strong>Reichshof</strong><br />

8


9<br />

GEMEINDEKARTE UND EINWOHNERZAHLEN<br />

ORTSCHAFTEN UND EINWOHNER IM JAHR:<br />

Quelle: Einwohnerfortschreibung der Gemeinde <strong>Reichshof</strong><br />

1991 2005 2016<br />

Aggermühle 9 9 4<br />

Allenbach 204 212 194<br />

Allinghausen 146 176 142<br />

Alpe 247 255 237<br />

Berghausen 462 643 704<br />

Bieshausen 105 102 69<br />

Blankenbach 134 103 115<br />

Blasseifen 20 26 19<br />

Blockhaus 9 9 13<br />

Borner 38 33 25<br />

Branscheid 53 54 38<br />

Breidenbach 32 33 28<br />

Brüchermühle 1.565 1.890 1.698<br />

Buchen 101 74 63<br />

Burgmühle 6 5 6<br />

Denklingen 1.495 2.232 2.007<br />

Dorn 197 234 184<br />

Dreschhausen 126 95 84<br />

Dreslingen 39 67 57<br />

Drespe 163 182 166<br />

Eckenhagen 1.696 2.032 2.000<br />

Eichholz-E. 130 132 126<br />

Eichholz-D. 33 28 22<br />

Eiershagen 139 141 119<br />

Erdingen 239 253 260<br />

Ersbach 72 71 69<br />

Fahrenberg 51 44 43<br />

Feld 147 173 189<br />

Feldermühle 3 10 7<br />

Freckhausen 128 133 129<br />

Grünschlade 20 21 15<br />

Grunewald 7 4 8<br />

Hähnen-D. 10 11 11<br />

Hähnen-E. 12 13 13<br />

Hahn 204 191 172<br />

Hahnbuche 130 132 146<br />

1991 2005 2016<br />

Hahnenseifen 22 18 18<br />

Halsterbach 30 49 36<br />

Hamig 20 22 20<br />

Hardt 63 55 49<br />

Hasbach 25 24 10<br />

Hasenbach 78 77 81<br />

Hassel 35 23 20<br />

Hecke 31 25 18<br />

Heidberg 409 448 396<br />

Heide 24 49 37<br />

Heienbach 124 129 102<br />

Heikausen 62 68 55<br />

Heseln 33 35 24<br />

Heischeid 224 265 246<br />

Hespert 289 355 303<br />

Hundhausen 3 9 5<br />

Hunsheim 926 1.032 1.017<br />

Kalbertal 6 1 6<br />

Kamp 13 11 9<br />

Komp-D. 16 18 14<br />

Komp-E. 31 34 46<br />

Konradshof 12 0 59<br />

Leienschlade 7 9 5<br />

Lepperhof 83 70 63<br />

Lüsberg 55 61 55<br />

Löffelsterz 84 97 88<br />

Meiswinkel 120 114 115<br />

Mennkausen 47 58 53<br />

Mittelagger 362 505 426<br />

Mühlenschlade 8 13 8<br />

Müllerheide 45 43 36<br />

Nebelseifen 20 11 11<br />

Nespen 114 103 111<br />

Neumühle 10 13 13<br />

Niedersteimel 17 24 20<br />

Nosbach 239 194 192<br />

1991 2005 2016<br />

Nothausen 2 0 0<br />

Oberagger 398 641 543<br />

Obersteimel 85 67 81<br />

Oberwehnrath 10 12 14<br />

Odenspiel 364 429 432<br />

Oesingen 19 15 12<br />

Ohlhagen 156 111 98<br />

Pettseifen 61 61 55<br />

Pochwerk 42 38 30<br />

Rabenschlade 9 12 10<br />

Schalenbach 59 65 63<br />

Schemmerhausen 80 98 86<br />

Schmittseifen 35 41 39<br />

Schneppenberg 35 38 36<br />

Schneppenhurth 49 56 45<br />

Schönenbach 104 111 131<br />

Singelbert 15 19 12<br />

Sinspert 464 666 650<br />

Sotterbach 119 118 106<br />

Stein 27 20 21<br />

Sterzenbach 139 220 267<br />

Tillkausen 50 54 48<br />

Ulbert 4 4 3<br />

Volkenrath 222 296 283<br />

Wald 115 113 107<br />

Wehnrath 219 288 269<br />

Welpe 95 105 99<br />

Wiedenhof 7 6 5<br />

Wiehl 150 121 113<br />

Wildberg 432 495 495<br />

Wildbergerhütte 1.631 1.842 1.600<br />

Windfus 297 354 337<br />

Wolfkammer 65 72 56<br />

Wolfseifen 35 42 34<br />

Zimmerseifen 78 88 81


10<br />

BÜRGERMEISTER UND GEMEINDEDIREKTOREN<br />

DER GEMEINDE REICHSHOF SEIT 1969<br />

<strong>850</strong><br />

<strong>Jahre</strong> <strong>Reichshof</strong><br />

KARL HEINZ JAEGER<br />

Bürgermeister<br />

1969 – 1975<br />

HERBERT RAEUTER<br />

Gemeindedirektor<br />

1961 – 1969 ehem. Gemeinde Eckenhagen<br />

1969 – 1986 Gemeinde <strong>Reichshof</strong><br />

HANS-FRIEDRICH<br />

SCHMALENBACH<br />

Bürgermeister<br />

1975 – 1989<br />

GREGOR ROLLAND<br />

Gemeindedirektor 1986 – 1999<br />

Bürgermeister 1999 – 2009<br />

JOSEF WELTER<br />

Bürgermeister<br />

1989 – 1999<br />

RÜDIGER GENNIES<br />

Bürgermeister<br />

seit 2009


11<br />

GEMEINDERAT UND VERWALTUNGSFÜHRUNG<br />

IM JUBILÄUMSJAHR<br />

von links nach rechts: René Semmler, Otto Engelbertz, Jan Gutowski, Johannes Heister, Dagmar Becker, Gottfried Claus, Ina<br />

Kuhlmann, Thomas Funke, Karl-Wilhelm Dohrmann, Lars Dissmann, Susanne Maaß, Anja Theis, Marlies Schirp, Bernd Krämer,<br />

Ralf Oettershagen, Andreas Horath, Hans-Willi Braun, Klaus-Werner Jaeger, Axel Osterberg, Reinhard Krumm, Anja Kraemer,<br />

Frank Dick, Rüdiger Jungjohann, Thorsten Theis, Hans-Günter Weidenbrücher, Hans Otto Gries, Thomas Roos, Rüdiger Gennies,<br />

Gerd Dresbach.<br />

Es fehlen: Christine Brach, Helmut Engels, Anke Haftke-Schmitz, Dr. Konstanze Heinrich, René Kauffmann, Kerstin Klein,<br />

Karl-Bodo Leienbach, Ingeborg Mohr-Simeonidis


<strong>850</strong> <strong>Jahre</strong> <strong>Reichshof</strong>


13<br />

DIE HISTORISCHE ENTWICKLUNG<br />

DER GEMEINDE REICHSHOF<br />

Im Jahr 2017 blicken wir auf die erstmalige urkundliche<br />

Erwähnung des <strong>Reichshof</strong>es zu Eckenhagen vor <strong>850</strong><br />

<strong>Jahre</strong>n zurück, als Kaiser Friedrich der I. (Barbarossa)<br />

seinem Reichskanzler Rainald von Dassel den <strong>Reichshof</strong><br />

zu Eckenhagen am 01. August 1167 in Rom für seine Verdienste<br />

bei den italienischen Feldzügen geschenkt hat.<br />

Aber der <strong>Reichshof</strong> ist noch viel älter. – Einen eindeutigen<br />

Beleg hat die Ausgrabung in der ev. Kirche in Eckenhagen<br />

im Jahr 1969 erbracht: Danach gab es bereits im 10./11.<br />

Jahrhundert eine einfache einschiffige Saalkirche, offenbar<br />

eine Holzkirche (oder Fachwerkkirche), die im 12.<br />

Jahrhundert abgebrannt ist. Außerdem vermutet man in<br />

der Siedlungsnamensforschung, dass die Orte mit der<br />

Endung „-hagen“ (z.B. Eckenhagen, Drolshagen, Meinerzhagen)<br />

im 9./10. Jahrhundert entstanden sind. 100 <strong>Jahre</strong><br />

älter sind wahrscheinlich die Orte, die auf -heim, -ingen,<br />

inghausen in ihrem Ortsnamen enden.<br />

Schon in der jüngeren Steinzeit waren unsere Vorfahren<br />

im Gebiet der heutigen Gemeinde <strong>Reichshof</strong> unterwegs.<br />

Das belegen zufällige Funde von historischen Steinbeilen<br />

bei Blankenbach und Nothausen. „Am 01. Juni 1951 fand<br />

der 75 jährige Bauer August Hombach auf seinem Acker,<br />

300 m vom Dorfausgang, an der Straße Nothausen-Finkenrath<br />

(ehemalige Dörfer im Gebiet der Wiehl talsperre)<br />

ein Steinbeil. Die amtliche Untersuchung stellte fest,<br />

dass es sich bei diesem Fund um ein spitznackiges,<br />

neolitisches Steinbeil handelt,<br />

dessen Alter auf über<br />

4000 <strong>Jahre</strong> geschätzt wird.<br />

„Auszug aus Oswald Gerhard<br />

„Eckenhagen und Denklingen im<br />

Wandel der Zeiten“, Seite 2“<br />

Das Original-Fundstück befindet sich in Schloss Homburg.<br />

In der Nähe der Fundstelle steht seit dem Jahr 2015<br />

eine Hinweistafel am Wanderweg A 2 an der Wiehltalsperre,<br />

ca. 300 m unterhalb der ehemaligen Ortschaft<br />

Nothausen in Richtung Sinspert.<br />

Die weitere frühgeschichtliche Entwicklung ist leider nicht überliefert.<br />

Die erste offizielle geschichtliche Nennung des <strong>Reichshof</strong>es<br />

zu Eckenhagen erfolgte in einer kostbaren Schenkungsurkunde<br />

des wohl berühmtesten mittelalterlichen<br />

Kaisers Friedrich I., der durch seinen imponierenden rotblonden<br />

Bartwuchs, den Beinamen „Barbarossa“ (Rotbart)<br />

trug.<br />

Am 1. August 1167 – Datum der Urkunde – die im Original<br />

im Stadtarchiv Köln aufbewahrt wird, schenkte Kaiser<br />

Friedrich der I. seinem Reichskanzler und Erzbischof zu<br />

Köln Rainald von Dassel (geb. um 1120, gest. 1167) zum<br />

Lohne für den durch die Tapferkeit desselben und des<br />

kölnischen Heeres erfochtenen Siege gegen die Römer


14<br />

Hafenstadt <strong>850</strong><br />

<strong>Jahre</strong> <strong>Reichshof</strong><br />

und zu einem steten Denkmal<br />

desselben, die Herrlichkeit<br />

und den <strong>Reichshof</strong> Andernach<br />

mit der Münze, dem Zolle und<br />

der Gerichtsbarkeit, ferner<br />

den <strong>Reichshof</strong> zu Eckenhagen<br />

mit den Silbergruben und<br />

allem Zubehör.<br />

Die Gleichstellung der beiden Reichshöfe ist verwunderlich.<br />

Andernach war schon zur Stauferzeit als Vorort<br />

des fruchtbaren Neuwieder Beckens als Festungs- und<br />

Hafenstadt bedeutsam. Eckenhagen dagegen, direkt ver-<br />

kehrsfeindlich in den Wäldern zwischen Wiehl und Wup-<br />

per gelegen, siedlungsarmes Bauernland, weitab, ohne<br />

jegliche Chance für eine städtische Entwicklung. Aber,<br />

und das scheint bedeutsam gewesen zu sein, wertvoll al-<br />

lein durch die reichen Silbererze bei Wildberg und Heid-<br />

berg auf den südlichen Abhängen der Silberkuhle, die<br />

reichsten Silbervorkommen des Bergischen Landes. Das<br />

<strong>Reichshof</strong>gebiet Eckenhagen umfasste das Gebiet der<br />

ehemaligen Landgemeinden Eckenhagen und Denklin-<br />

gen mit den Honschaften Agger, Eckenhagen, Heischeid,<br />

Bieshausen, Sinspert, Hespert, Wildberg, Denklingen, Er-<br />

dingen und Odenspiel, insgesamt 115 qkm.<br />

Von den Unruhen im Reichsgebiet nach dem Tode Kaiser<br />

Barbarossa´s (geb. 1122, gest. 1190) und dem selbstherr-<br />

lichen Gebaren von Kirche und Adelsgeschlechtern in der<br />

damaligen Zeit, blieb auch Eckenhagen nicht verschont.<br />

Der ehemalige <strong>Reichshof</strong> wanderte wie ein Spielball in<br />

die Hände des jeweiligen Günstlings, bis Eckenhagen im<br />

<strong>Jahre</strong> 1257 durch Vertrag zwischen den Grafen von Sayn<br />

und von Berg unter bergische Herrschaft kam.<br />

Mit dem Ausbau und der Abrundung der Grafschaft<br />

Berg ging die Bildung der Verwaltungsbezirke, der Ämter,<br />

Hand in Hand. Die Keimzelle des Amtes Windeck ist<br />

der Burgbezirk an der Sieg, der sich ständig ausdehnte<br />

und abrundete. Im Norden lag das Reichsgebiet, womit<br />

Eckenhagen also zu einem der ältesten bergischen Besitztümer<br />

in unserer Region wurde. Wenn demnach der<br />

heutige Landkreis zwischen Sieg und Wipper den Namen<br />

Oberbergischer Kreis trägt, so ist nach der geschichtlichen<br />

Entwicklung das ehemalige <strong>Reichshof</strong>gebiet Eckenhagen<br />

allein berechtigt, als ältester Träger dieses Begriffs<br />

aufzutreten.<br />

Eckenhagens Geschichte deckt sich in der Nachfolgezeit<br />

im großen und ganzen mit der des Kreises Waldbröl<br />

als des hauptsächlichsten Teil des Amtes Windeck. Als<br />

1815 das hiesige Gebiet unter preußische Verwaltung<br />

geriet, wurde der <strong>Reichshof</strong> zu einer Bürgermeisterei<br />

zusammengeschlossen. Erst 1830 erfolgte die Trennung<br />

zwischen Eckenhagen und Denklingen in eigene Bürgermeistereien<br />

mit eigenen Bürgermeistern. Eine Ausnahme<br />

bildete die Zeit von 1899 bis 1907, wo die Bürgermeistereien<br />

in Personalunion vom Bürgermeister aus Eckenhagen<br />

verwaltet wurden.<br />

Die <strong>Chronik</strong> spricht davon, dass gerade diese Verwaltungsreform<br />

alter Zeit den beiden Gemeinwesen gut<br />

bekommen ist. Handel und Gewerbe hätten eine bedeutende<br />

Steigerung erfahren, was nicht nur auf die rasche<br />

Folge neuer Gesetze auf dem Gebiete der Sozialpolitik<br />

und des Steuer- und Abgabewesens, sondern auch auf<br />

eine Reihe bedeutsamer Anlagen wie Wasserwerk, Schulbauten,<br />

Wege und Straßen, nicht zuletzt aber auch auf<br />

das wirtschaftliche Aufblühen der Gemeinden zurückzu-


15<br />

Der Mannbrief<br />

(verfasst vom ehem. Gemeindedirektor Herbert Raeuter im Jahr 1992)<br />

zu schicken, um das festzustellen. Sie gingen hin, fanden<br />

aber unter den Figuren keinen Eckenhääner. Sie machten<br />

fürchterlichen Krach und wurden für drei Wochen in den<br />

Klingelpütz gesperrt.<br />

Bei den Nachforschungen nach alten Unterlagen wurde<br />

im Kölner Archiv noch ein „Mannbrief“ aus dem <strong>Jahre</strong> 1356<br />

gefunden. Eine Originalität, Grösse etwa in DIN A 5 mit drei<br />

anhängenden Siegeln.<br />

Und was hatte dieser „Mannbrief“ mit Eckenhagen zu tun?<br />

In Eckenhagen herrschte wegen des langen Ausbleibens<br />

natürlich große Aufregung. Als man sie dann endlich entließ,<br />

mussten sie den „Mannbrief“ unterschreiben; in dem<br />

sie sich verpflichteten „Zeit ihres Lebens Köln nicht mehr zu<br />

bedrohen“.<br />

Es ist bekannt, dass der <strong>Reichshof</strong> von 1167 bis 1257, also<br />

90 <strong>Jahre</strong>, zur Kölner Kirche gehörte, also auch das Silber<br />

aus dem <strong>Reichshof</strong> nach Köln floss. Im <strong>Jahre</strong> 1235 begann<br />

ein Nachfolger von Rainald von Dassel, Konrad von Hochstaden,<br />

mit dem Dombau.<br />

In Eckenhagen vermutete man im <strong>Jahre</strong> 1356, nicht zu<br />

Unrecht, dass das <strong>Reichshof</strong>silber auch für den Dombau<br />

Verwendung gefunden habe. Und da man erfahren hatte,<br />

dass an den Domportalen so allerhand Figuren aufgestellt<br />

waren, mit Bischofsmütze und ohne Bischofsmütze,<br />

meinte man, dass wegen des <strong>Reichshof</strong>er Silbers hier<br />

aus Anstandsgründen auch ein Eckenhääner dabei sein<br />

müsste. Und man beschloss, drei Eckenhääner nach Köln<br />

führen sei. Die bedeutende Erweiterung, so wird weiter<br />

berichtet, welche die Amtsgeschäfte der Gemeinde und<br />

Polizeiverwaltung, namentlich durch den Zusammenschluss<br />

der beiden Bürgermeistereien, erfahren haben,<br />

mache auch die Anstellung vieler Beamter zur Notwendigkeit.<br />

Gegenwärtig – 1905 – seien auf dem Bürgermeisteramt<br />

neben dem Bürgermeister beschäftigt:<br />

2 Sekretäre und 6 Lehrlinge.<br />

Bei der Polizei:<br />

2 Gendarmen,<br />

welche in Eckenhagen und Derschlag stationiert waren,<br />

4 Gemeindepolizisten und 2 Nachtwächter.<br />

Ein Polizeigefängnis sei vorhanden!


16<br />

Ab 1907 gingen die Gemeinwesen Eckenhagen und<br />

Denklingen wieder ihren eigenen Weg und erlebten entsprechend<br />

auch eigene Entwicklungsphasen.<br />

<strong>850</strong><br />

<strong>Jahre</strong> <strong>Reichshof</strong><br />

Erst im Jahr 1969 vereinigte sich der Weg zwischen<br />

Denklingen und Eckenhagen auf der Grundlage des Gesetzes<br />

zur kommunalen Neugliederung, dass am 01. Juli<br />

1969 in Kraft trat, wieder. Die Altgemeinden Eckenhagen<br />

und Denklingen schlossen sich zur neuen „Gemeinde<br />

<strong>Reichshof</strong>“ zusammen. Ein Gemeindegebiet, mit damals<br />

118 Dörfern, das dem alten historischen <strong>Reichshof</strong> in sei-<br />

ner Gebietsfläche mit 115 qkm gleicht.<br />

Warum lautete<br />

der neue Gemeindename „<strong>Reichshof</strong>“?<br />

Die Ratsvertreter der beiden Landgemeinden standen vor<br />

der Situation sich der kommunalen Neugliederung beu-<br />

gen zu müssen, sich dabei entweder zusammenzuschlie-<br />

ßen oder an die benachbarten Städte aufgeteilt zu werden.<br />

Eine große Bedeutung bei der Bildung der neuen Ge-<br />

meinde hatte die Wiehltalsperre, deren Bau bevorstand<br />

und die damals geplante Steinaggertalsperre, daher lau-<br />

tete der Arbeitstitel für die neue Gemeinde „Wiehltalsper-<br />

rengemeinde“. Die Talsperren sollten in einem einheitli-<br />

chen Gemeindegebiet liegen und nicht auf verschiedene<br />

Verwaltungseinheiten verteilt werden. Eine Aufteilung<br />

oder ein Zusammenschluss der bisherigen Gemeinden<br />

mit anderen Kommunen war nicht gewollt und hätte<br />

auch der Historie widersprochen und deshalb beschlos-<br />

sen die Gemeinderäte, die Selbständigkeit für die Zukunft<br />

zu sichern. Eine weise Entscheidung in der damaligen<br />

Zeit, wenn man auf die heutige erfolgreiche Gemeindeentwicklung<br />

zurückblickt.<br />

Aber wie sollte die neue Gemeinde heißen:<br />

Die Gemeinden Denklingen und Eckenhagen standen<br />

jahrhundertelang unter gemeinsamer Verwaltung. Sie<br />

bildeten das Gebiet des ehemaligen „<strong>Reichshof</strong>es zu<br />

Eckenhagen“. In Anlehnung an diese geschichtliche Gemeinsamkeit<br />

legten die Gemeinderäte von Denklingen<br />

und Eckenhagen den Namen im Gebietsänderungsvertrag<br />

vom 14. Mai 1968 fest:<br />

Der neue Name lautete:<br />

„Gemeinde <strong>Reichshof</strong> “


17<br />

1. 2.<br />

Eckenhagen<br />

3.<br />

4.<br />

5.<br />

1. Ehemalige Hauptstraße<br />

2. Blick auf Eckenhagen von Südwesten (1930)<br />

3. Blick auf Eckenhagen<br />

4. Ortsmitte mit evangelischer<br />

Barockkirche<br />

5. Blick auf Eckenhagen


18<br />

Wildbergerhütte<br />

2.<br />

<strong>850</strong><br />

<strong>Jahre</strong> <strong>Reichshof</strong><br />

1.<br />

4.<br />

3.<br />

5.<br />

1. Gefallenendenkmal (1946)<br />

2. Blick auf Wildbergerhütte<br />

3. Bahnhof<br />

4. Bergmannsheim (1905)<br />

5. Café Klein


19<br />

DER WILDBERGER SILBERTALER<br />

Die Altgemeinde Eckenhagen hatte für die 800-Jahr-Feier<br />

im <strong>Jahre</strong> 1967 den im <strong>Jahre</strong> 1756 hier als Zahlungsmittel<br />

kursierenden „Wildberger Silbertaler“ nachprägen lassen.<br />

In Wildberg (in der ehemaligen Gemeinde Eckenha-<br />

gen) befanden sich zur damaligen Zeit die Silbergruben.<br />

Das Original des Talers liegt im Museum des Oberbergischen<br />

Landes im Schloss Homburg.<br />

Der Taler trägt auf der Vorderseite das Bildnis Carl<br />

Theodors mit der Beschriftung „Von Gottes Gnaden, Carl<br />

Theodor, Pfalzgraf bei Rhein, des Heiligen Römischen<br />

Reiches Erzschatzmeister und Kurfürst“.<br />

Die Rückseite zeigt das zweiteilige Allianzwappen mit<br />

Krone darüber und am Fuße des Wappens „fein Silber“, in<br />

der Umschriftung den Text: „Aus der Tiefe des Bergwerkes<br />

Wildberg“.<br />

Bergwerk Wildberg (1910)


20<br />

<strong>850</strong><br />

<strong>Jahre</strong> <strong>Reichshof</strong><br />

1. 2.<br />

Denklingen<br />

3.<br />

4.<br />

6.<br />

5.<br />

1. Denklingen (1950)<br />

2. Bürgermeisteramt Denklingen<br />

3. Denklingen Ortsmitte<br />

4. „Heilanstalt“ Denklingen (1950)<br />

5. Burghaus Dreslingen (1950)<br />

6. Blick auf Denklingen


21<br />

Hunsheim<br />

2.<br />

1.<br />

3.<br />

4.<br />

5.<br />

1. Blick auf Hunsheim<br />

2. MGV Concordia Dorn<br />

3. Sängerheim Hunsheim<br />

4. Blick auf Hunsheim<br />

5. Haus der Familie Schulte


22<br />

1. 2.<br />

<strong>850</strong><br />

<strong>Jahre</strong> <strong>Reichshof</strong><br />

3.<br />

4.<br />

5.


23<br />

6.<br />

<strong>Reichshof</strong>er Dörfer<br />

1. Kamp<br />

2. Wehnrath<br />

3. Heidberg und Langenseifen (1926)<br />

4. Dreschhausen<br />

5. Eckenhagen<br />

6. Odenspiel (1948)<br />

7. Heseln (1951)<br />

8. Oberagger (um 1925)<br />

9. Brüchermühle (um 1910)<br />

10. Haus von Friedrich Schöler in Hecke (vor 1900)<br />

7.<br />

8.<br />

9.<br />

10.


24<br />

1.<br />

2.<br />

<strong>850</strong><br />

<strong>Jahre</strong> <strong>Reichshof</strong><br />

3.<br />

4.<br />

5.<br />

<strong>Reichshof</strong>er Dörfer<br />

1. Odenspiel (1972)<br />

2. Fahrenberg (1930)<br />

3. Raststätte Grunewald<br />

4. Breidenbach (1914)<br />

5. Hahnbuche (1930)


25<br />

1. 2.<br />

3.<br />

4.<br />

5.<br />

1. Abrisshaus mit Toilette (1962)<br />

2. Ochsenritt<br />

3. Kartoffelernte<br />

4. Reichsnährstandsilo (1950)<br />

5. Eröffnung eines Spielplatzes (1959)<br />

6. Wasserpumpe im Haus<br />

6.


26<br />

DIE STIFTUNGSURKUNDE VOM 01. AUGUST 1167<br />

wähnen <strong>850</strong><br />

<strong>Jahre</strong> <strong>Reichshof</strong><br />

Die deutsche Übersetzung der Stiftungsurkunde lautet:<br />

Im Namen der heiligen und unteilbaren Dreifaltigkeit,<br />

Friedrich von Gottes Gnaden römischer Kaiser, zu allen<br />

Zeiten Mehrer des Reiches. Es ziemt sich, dass alle bemerkenswerten<br />

Taten unserer Hoheit zur Kenntnis der Nachkommen<br />

in feierlicher Form einer Urkunde überliefert<br />

werden, wieviel mehr aber das, was durch rühmliches Er-<br />

wähnen unserer Freigibigkeit und durch den strahlenden<br />

Glanz unseres Sieges sich hervortut; und daher wollen<br />

wir, dass allen Getreuen Christi und des Reiches durch<br />

gegenwärtiges Schreiben offenbar werde, dass wir für die<br />

vielen ausgezeichneten Dienste, die unser getreuester<br />

Fürst, Rainald, der ehrwürdige Erzbischof von Köln, uns<br />

oft erwiesen hat und besonders, weil er mit Gottes Hilfe<br />

die Römer im offenen Kampfe durch seine und des Köl-<br />

ner Heeres unbesiegbare Tapferkeit überwunden und so<br />

das Ansehen unseres heiligen Reiches in ganz hervorra-<br />

gender Weise vermehrt hat, ihm und seinen Nachfolgern<br />

auf dem erzbischöflichen Stuhl zu<br />

Köln gewähren, gnädigst schenken<br />

und für alle Zeiten bestätigen: all<br />

unser Recht und die gesamte Herr-<br />

schaft sowie den ganzen Hof in An-<br />

dernach mit seinen Leuten, Besit-<br />

zungen, Wiesen, Weiden, Wäldern,<br />

bebautem und unbebautem Land,<br />

mit der Münze, dem Zoll, den Ge-<br />

fällen, Fischerei, Mühlen, dem Ball<br />

und allen Rechten und Gerechtsamen,<br />

die diesem Hofe anhaften. Ferner gewähren und<br />

schenken wir ihm und seinen Nachfolgern für alle Zeiten<br />

unseren ganzen Hof zu Eckenhagen samt seinen Leuten,<br />

Besitzungen, Silbergruben und allen anderen Gerechtsamen<br />

und allem Zubehör des Hofes. Und damit Geschenk<br />

und Gabe unserer kaiserlichen Gunst als ewiges Denkmal<br />

für den von dem genannten ehrwürdigen Kölner Erzbischof<br />

Rainald errungenen glorreichen Sieg bleibe, befehlen<br />

wir unwiderruflich mit seinem kaiserlichen Befehl,<br />

dass niemand, wes Standes er auch immer sei, ihn oder<br />

seine Nachfolger im Besitz der vorgenannten Höfe oder<br />

Rechte zu irgendeiner Zeit bekümmern oder belästigen<br />

mag. Wenn aber jemand gegen diesen unseren Befehl<br />

irgendwann zu handeln wagen sollte, so soll er 50 Pfund<br />

Gold, je zur Hälfte an die kaiserliche Kammer und die<br />

Kölner Kirche zahlen. Diese unsere Schenkung aber soll<br />

unverbrüchlich und unwiderruflich bleiben.<br />

Zeugen sind:<br />

Christian, Erzbischof von Mainz<br />

Herbert, Erzbischof von Besançon<br />

Alexander, Bischof von Lüttich<br />

Daniel, Bischof von Prag<br />

Rudolf, Bischof von Straßburg<br />

Gero, Bischof von Halberstadt<br />

Tracius, Bischof von Pistija<br />

Guido, erwählter Bischof von Massa<br />

Hermann, Abt von Fulda<br />

Adolf, Abt von Werden<br />

Gottfried, Abt von Farfa<br />

Herzog Friedrich, Sohn des Königs Konrad<br />

Berthold, Burggraf von Magdeburg<br />

Johann, Präfekt von Rom<br />

Guido Werra, Graf Tuscien<br />

Wilhelm, Markgraf von Montferrat<br />

Markgraf Manfred<br />

Graf Reino von Anguillari<br />

Arnold, Sohn des Grafen Eberhard von Altena<br />

Reino von Tusculum<br />

Gottfried von Montecelium<br />

Oddo von Colonna<br />

Constantin von Berg<br />

Otto von Vesperthe<br />

Otto von Oyen<br />

Gerhard, der Vogt von Köln und sein Bruder Hermann<br />

Richwin von Zündorf<br />

und andere ehrenfeste Leute.


27<br />

Und auf dass zu aller Zeit diese Urkunde gewißlich in<br />

Kraft bleibe, haben wir sie mit eigener Hand bekräftigt<br />

und mit unserem Majestätssiegel siegeln lassen.<br />

Mit Unterschrift des Herrn Friedrich, des unbesiegbaren<br />

Kaisers.<br />

Ich, Philipp, Kanzler des kaiserlichen Hofes, habe für den<br />

Herrn Rainald, Erzbischof von Köln und Erzkanzler für Italien,<br />

hiervon Kenntnis genommen und unterschrieben.<br />

Geschehen ist dies im <strong>Jahre</strong> der Fleischwerdung des Herrn<br />

1167, in der 15. Indiktion, unter der Herrschaft des Herrn<br />

Friedrich, des unbesiegbaren römischen Kaisers, im 15.<br />

Jahr seines Königtums und im 13. seines Kaisertums.<br />

Gegeben zu Rom beim hl. Petrus am 1. August 1167<br />

In Gottes Namen.<br />

Amen<br />

50<br />

<strong>Jahre</strong> <strong>Reichshof</strong>


<strong>850</strong> <strong>Jahre</strong> <strong>Reichshof</strong>


29<br />

WIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG<br />

DES REICHSHOFES<br />

Der Abbau von Silber, Blei und Eisenerz prägte das Gebiet<br />

des <strong>Reichshof</strong>es fast ein halbes Jahrtausend. Der erste<br />

Höhepunkt liegt etwa im 12. Jahrhundert. Es ist bekannt,<br />

dass der Erzbischof Konrad von Staaden die Erze im Eigen<br />

Eckenhagen fördern ließ und sie für den Dombau zu Köln<br />

einsetzte. Es ist deshalb anzunehmen, dass sowohl die<br />

Erzmaterialien selbst, als auch die Erlöse aus dem Erzbergbau<br />

dem Dombau bzw. der Domfinanzierung dienten.<br />

Der Erzabbau führte zu einem gewissen Wohlstand im<br />

<strong>Reichshof</strong> zu Eckenhagen. Im Jahr 1729 heißt es in einer<br />

Schilderung des jülich-bergischen Hofkämmerers,<br />

Eckenhagen sei ein schöner Markt- und Handelsflecken,<br />

wo Handel mit rohem Stahl und Eisen getrieben werde,<br />

wo es Hämmer und Schmelzhütten gäbe und wohlhabende<br />

Kaufleute wohnen.<br />

Steinbruch Sengelbusch (1895)<br />

Wenn Oswald Gerhard in seinem Buch „Eckenhagen<br />

und Denklingen im Wandel der Zeiten“ von der früheren<br />

Bezeichnung der „Bergstadt Eckenhagen“ spricht, so ist<br />

diese Bezeichnung wohl darauf zurückzuführen, dass die<br />

gesamte Grubenverwaltung und zwar der Bergvogt des<br />

gesamten bergischen Bergbaues, ein Bergmeister, ein<br />

Bergschreiber und die Schichtmeister in Eckenhagen ihren<br />

Sitz hatten. Zu größeren Ansiedlungen um das Dorf<br />

Eckenhagen ist es jedoch nie gekommen, da vor allem<br />

die zahlreiche Arbeiterschaft auf ihren Höfen verblieb<br />

und zu den Arbeitsstätten pendelte.


30<br />

Bergwerk Wildberg (1905) Heidberg und Langenseifen (um 1900)<br />

Silber <strong>850</strong><br />

<strong>Jahre</strong> <strong>Reichshof</strong><br />

Die Hüttenwerke in Pochwerk, Heidberg und Wildberg<br />

(Wildbergerhütte) waren sehr produktiv. So ist von der Hüt-<br />

te Wildberg bekannt, dass sie im <strong>Jahre</strong> 1859 14,8 Zentner<br />

Silber im Werte von 44.019 Talern und 18.163 Zentner Blei<br />

im Werte von 115.032 Talern produzierte und einbrachte.<br />

Eckenhagen war in dieser Zeit des florierenden Bergbaues<br />

gleichwertig mit allen in der Region liegenden Städten und<br />

Ansiedlungen, wie Gummersbach, Waldbröl, Wiehl usw.<br />

Je mehr das Oberbergische Land nach 1<strong>850</strong> durch Stra-<br />

ßen und Eisenbahnen erschlossen wurde, umso stärker<br />

gerieten die Städte Gummersbach und Waldbröl in eine<br />

zentrale Lage, mit allen damit verbundenen Aufwärts-<br />

tendenzen. Denklingen und Wildbergerhütte konnten<br />

ihre Situation ebenfalls wegen ihrer Lage verbessern.<br />

Wildbergerhütte/Bergerhof entwickelte sich nach der<br />

Jahrhundertwende zur jungen Verkehrs- und Industrie-<br />

ansiedlung. Der Verkehrsschwerpunkt der Gemeinde<br />

Eckenhagen wanderte in den südlichen Raum an die<br />

Wiehl. Eckenhagen selbst gerät aus den geschilderten<br />

Umständen ins Hintertreffen. Die Industrie orientierte<br />

sich vorwiegend an<br />

der Wiehl und der Agger. Auch die großzügige Spende<br />

der Eckenhagener Bevölkerung im <strong>Jahre</strong> 1856, durch die<br />

freiwillige Hergabe von 938 Talern, sich an dem Straßenbau<br />

Derschlag – Rothemühle über Eckenhagen zu beteiligen,<br />

brachte zwar den Straßenbau, jedoch blieb der erwartete<br />

Erfolg versagt. Die projektierte Eisenbahnstrecke<br />

Derschlag – Rothemühle, die Eckenhagen berühren sollte,<br />

wurde nicht gebaut und damit blieb der Hauptort<br />

Eckenhagen verkehrsungünstig gelegen.<br />

Der rückläufige Bergbau am Ende des 19. Jahrhunderts<br />

und die mindere wirtschaftliche und administrative Bedeutung<br />

des Ortes Eckenhagen, brachte zwangsläufig auch<br />

Veränderungen der sozialen Struktur. Die Arbeiterschaft<br />

half sich durch Wander- und Saisonarbeit und schließlich<br />

folgte eine ständige Abwanderung der jungen Arbeiter und<br />

Arbeiterinnen in die Industriegebiete. Dort entwickelten<br />

sich die namhaften Unternehmen der Eckenhagener „Auswanderer“,<br />

deren Verlust in der Heimat die wirtschaftliche<br />

Entwicklung auf Jahrzehnte hinaus stagnieren ließ.<br />

Von einer ehemals reichen und stolzen Bergbauwirtschaft<br />

sind in der Literatur nur die Beschreibungen von<br />

verschütteten Stollen und Halden geblieben, nachdem<br />

der Bergbau im <strong>Jahre</strong> 1911 endgültig eingestellt wurde.


31<br />

Was geblieben ist, sind auch die Sagen und Märchen um<br />

die Silberkuhle, die noch von einer üppigen und auch<br />

teils verschwenderischen Zeit berichten.<br />

Eine alte Sage aus der Region<br />

(aus dem Buch „Die Straße der Arbeit“ von Harry Böseke)<br />

Die Silberkaul<br />

Die Zecher hörten es wohl, lachten aber darüber, trieben<br />

ihren Spott und praßten weiter. Am anderen Tag aber<br />

entlud sich ein furchtbar schweres Gewitter über der Silberkaule,<br />

wie es die ältesten Leute nicht erlebt hatten.<br />

Grauschwarze und schweflige Wolken wälzten sich heran;<br />

die Blitze zuckten, einer greller als der andere, und<br />

der Donner prasselte gewaltig, dass die Berge erbebten<br />

und die Menschen schrien vor Angst. Dann entluden die<br />

Wolken eine ungeheure Regenmenge auf die Erde, dass<br />

Bäche im Nu zu reißenden Strömen anschwollen und der<br />

Teich zwischen Silberkaul und Heidberg schnell überquoll.<br />

Der Damm wurde von einem Blitz zerrissen, und die Fluten<br />

ergossen sich, alles mit sich reißend, zu Tal. In der Grube<br />

Heidberg ertrank die gesamte Belegschaft der Bergleute.<br />

Bei der Entstehung unserer Erdoberfläche sind in den Bergen<br />

des Oberbergischen Landes auch Erzadern entstanden,<br />

die Silber, Blei, Kupfer und Eisen führten.<br />

Da war es mit der Herrlichkeit des Silbersegens und des<br />

Reichtums für immer vorbei.<br />

In früheren Zeiten soll der Erzreichtum an einigen Stellen<br />

unermesslich groß gewesen sein. Zu den ergiebigsten<br />

Bergen gehörte die Silberkaul, oder Silberkuhle bei Eckenhagen,<br />

in der reiche Adern von Silber zu finden waren. In<br />

der Zeit verdienten die Bergleute bei ihrer unterirdischen<br />

Schürfarbeit unerhört viel Geld. Aber sie hatten das Sparen<br />

verlernt und glaubten, der Reichtum werde nie ein Ende<br />

nehmen; so wurden sie stolz und gottlos und verpraßten<br />

ihr Geld in übelster Weise. Ihre Kinder ließen sie auf den<br />

Straßen und Plätzen mit reinen Silbertalern spielen.<br />

Eines Tages veranstalteten die Bergleute wieder ein großes<br />

Fest, und sie schmausten und tranken und schwelgten<br />

nach Herzenslust.<br />

Da flog ein kleines buntes Vöglein in das Fenster des Wirtshauses<br />

und sang mit heller Stimme:<br />

„Silberkuhle, tu dich zu, es bleibt kein Hirt bei der Kuh!“


32<br />

Die Mühle konnte allerdings auch über ein Mühlrad mit<br />

Wasserkraft betrieben werden, dazu gab es kurz vor Wolfseifen<br />

einen großen Teich. An das Walzwerk schlossen<br />

sich die weiteren Verarbeitungsanlagen an. Das Pulver<br />

wurde nach Fertigstellung in einem, am Wald gelegenen,<br />

Gebäude gelagert und mit Pferdefuhrwerken abtransportiert.<br />

Durch die stetige Weiterentwicklung in der Pulverherstellung<br />

kam die Produktion in Eckenhagen zum<br />

Erliegen.<br />

Wie <strong>850</strong><br />

<strong>Jahre</strong> <strong>Reichshof</strong><br />

Wildberg (um 1905)<br />

Wie Oswald Gerhard weiter beschreibt, gehörte unser Ge-<br />

meindegebiet zu dem wirtschaftlich schwächsten Teil des<br />

Kreises. Von einer Industrie konnte bis zu Anfang des 19.<br />

Jahrhunderts kaum die Rede sein. Er beschreibt dann klei-<br />

nere Anfänge aus dem Jahr 1<strong>850</strong>, als im Euelerhammer bei<br />

Brüchermühle, Karl Kattwinkel eine Papiermühle errichtete,<br />

die dann einer Rasierklingenfabrik Platz machen musste.<br />

Der Vater von Oswald Gerhard gründete im Jahr 1883 eine<br />

Pulverfabrik bei Eckenhagen. Der Grund für die Anlage im<br />

Tal war die völlig abseitige Lage, wodurch eine Gefähr-<br />

dung menschlicher Siedlungen vermieden wurde. Die<br />

Gebäude waren leicht in Fachwerk gebaut. Das Maschi-<br />

nenhaus war an dem hohen, eisernen Schornstein, der<br />

durch Drahtgestänge gehalten wurde, von weitem erkenn-<br />

bar. Darin stand die große Dampfmaschine. Ganz in der<br />

Nähe war das Wohnhäuschen des Meisters Dinstuhl aus<br />

Blankenbach. Tiefer gelegen befand sich das Walzwerk.<br />

Zwei mächtige Mühlsteine, wohl 2 m im Durchmesser und<br />

0,50 m dick, bewegten sich in senkrechter Stellung, um<br />

eine in der Mitte stehende Achse, indem die Dampfkraft<br />

durch Transmission übertragen wurde.<br />

Wegen der großen Gefahr der Entzündung war aus dem<br />

eigentlichen Betrieb alles Eisen verbannt. Zahnräder und<br />

Übertragungen waren aus Holz. An Stelle der Eisennägel<br />

befanden sich Holzstifte und, wo erforderlich, Kupferschrauben.<br />

Die Arbeiter durften nur holzgenagelte Schuhe<br />

oder Pantoffeln tragen, selbst Taschenmesser oder<br />

sonstige eiserne Gegenstände waren verboten. Bei größter<br />

Vorsicht kamen aber dennoch folgenschwere Entzündungen<br />

vor.<br />

Mühlsteine in Oberagger (1975)


33<br />

Meyer-Hosen AG<br />

Rohstoffhandelsgesellschaft Robert Jaeger<br />

Wessel GmbH<br />

Die Pulvermühle am Ortsrand von Oberagger explodierte<br />

am 09. März 1880 und zwei Arbeiter fanden dabei den<br />

Tod. Der starke Luftdruck richtete großen Schaden an.<br />

Selbst die Fenster des Schulhauses in Mittelagger zersplitterten.<br />

Ein Wiederaufbau der Pulvermühle erfolgte<br />

wegen der Nähe zum Ort nicht mehr. Die Mühlsteine der<br />

Pulvermühle wurden im Jahr 1975 ausgegraben und auf<br />

dem Vorplatz des Dorfhauses in Oberagger aufgestellt.<br />

In Denklingen gründete Otto Schmidt eine Strickerei, die<br />

im Jahr 1912 an die damalige Firma Büren und Eisenfeller<br />

ging. Durch weitere Zusammenschlüsse wurde das Unternehmen<br />

vergrößert und ein neues Fabrikgebäude errichtet.<br />

Heute befindet sich in Denklingen einer der führenden<br />

europäischen Hosen-Spezialisten, die Meyer-Hosen AG,<br />

deren Gründung im Jahr 1960 in Waldbröl erfolgte. Der<br />

Hosen-Spezialist genießt das Vertrauen von über 4.000<br />

Handelspartnern in 35 Ländern weltweit.<br />

Die Rohstoffhandelsgesellschaft Robert Jaeger ist<br />

in Denklingen mit einem umfassenden Angebot zum<br />

Schrott- und Metallrecycling in der dritten Generation<br />

unter der Geschäftsführung von Herrn Magnus Bürger<br />

ansässig.<br />

Die Firma Wessel GmbH errichtete in Wildbergerhütte im<br />

Jahr 1942 ein Werk zur Herstellung von Spezialbürsten. Es<br />

handelte sich um ein Zweigwerk des Ronsdorfer Betriebes,<br />

der im Jahr 1945 Kriegseinwirkungen zum Opfer fiel.<br />

Der Zusammenbruch bei Kriegsende brachte nur einen<br />

kurzen Stillstand in der Produktion in Wildbergerhütte.<br />

Im Juni 1945 wurde die Fabrikation auf Friedenserzeugnisse<br />

für den Hausgebrauch und zwar auf patentierte<br />

Gummibürsten, besonders Scheuerbürsten sowie andere<br />

Bürsten und Besen umgestellt. Im mechanischen Betrieb<br />

erfolgte die Herstellung von landwirtschaftlichen Geräten<br />

und Maschinen. Das Wessel-Werk hatte bereits 1947 wieder<br />

200 Beschäftigte in Wildbergerhütte.<br />

Heute ist das Wessel-Werk der weltweit führende Hersteller<br />

von Staubsaugerdüsen und Staubsaugerzubehör und<br />

ein wichtiger Arbeitgeber in der Region. Weiterhin werden<br />

Streifen- und Industriebürsten für jede Anforderung angeboten.<br />

Mit Produktionsstätten in Deutschland, USA und<br />

China sowie einem weltweiten Vertriebsnetz bietet das<br />

Unternehmen einen direkten Vor-Ort-Service.


34<br />

Firma E&A Noss<br />

Hans Berg GmbH & Co. KG<br />

Elektrisola Dr. Gerd Schildbach GmbH&Co. KG<br />

Es <strong>850</strong><br />

<strong>Jahre</strong> <strong>Reichshof</strong><br />

Die Gründung der Firma E&A Noss erfolgte im Jahr 1924<br />

in Brüchermühle. Das Unternehmen befasste sich mit der<br />

Herstellung von Metalloxyden und keramischen Farben.<br />

Es handelte sich um Produkte, die als wichtige Hilfsstoffe<br />

der Emaille- und keramischen Industrie dienten. Als eines<br />

der wenigen bestehenden Werke dieser Art in Europa,<br />

konnte das Unternehmen dank seiner rührigen Leitung ei-<br />

nen beachtlichen Aufschwung nehmen, der im Laufe der<br />

<strong>Jahre</strong> zu einer bedeutenden Vergrößerung der Betriebs-<br />

anlagen und zu einer Ausdehnung der Geschäftstätigkeit<br />

in die europäischen Staaten führte. Die Produktion wurde<br />

allerdings im Jahr 1959 eingestellt und das Firmengelän-<br />

de im Jahr 1961 von der Firma Berg KG übernommen.<br />

Heute befindet sich an der Talsperrenstraße in Brücher-<br />

mühle die Hans Berg GmbH & Co. KG, die im Jahr 1950<br />

von Herrn Hans Berg gegründet wurde und mittlerwei-<br />

le in der dritten Generation als Familienunternehmen<br />

von Herrn Jan Isenhöfer geführt wird. Das Gewerbege-<br />

biet hat eine Fläche von rd. 9 ha und bietet ausreichen-<br />

de Erwei terungsmöglichkeiten für die Firma Berg am<br />

Standort. Die Hans Berg GmbH & Co KG ist ein interna-<br />

tional tätiger Produzent von Tiefziehteilen und metalli-<br />

schen Rohrkomponenten für den Bedarf unterschiedlicher<br />

Industrie zweige.<br />

Die Unternehmensgruppe mit Standorten in <strong>Reichshof</strong>-Brüchermühle<br />

(Hauptsitz) sowie Zweigwerken in<br />

Florstadt und Dilovasi/Istanbul (Türkei) beschäftigt rund<br />

400 MitarbeiterInnen und ist spezialisiert auf Kaltumformung,<br />

Schweißtechnik, Gewindetechnik und Zerspanungstechnik.<br />

Berg ist technologie- und marktführend<br />

im Bereich der Anschlusstechnik von Heizkörpern, Radiatoren<br />

und Konvektoren. Für die Automobilindustrie werden<br />

Sicherheitskomponenten entwickelt und gefertigt,<br />

wie z.B. Airbag-Gasgeneratoren.<br />

Dem vielfachen Bemühen der Gemeinde Eckenhagen,<br />

auch im nördlichen Teil des Gemeindegebietes Industrie<br />

anzusiedeln, war im Jahr 1948 ein erster größerer Erfolg<br />

beschieden.<br />

Dr. Gerd Schildbach gründete die Firma Elektrisola<br />

am 1. Juli 1948 in Eckenhagen auf dem ehemaligen Gelände<br />

der Badeanstalt im Steinaggertal. Sein Vater Dr.<br />

Ing. Richard Schildbach, war bereits mit seiner Firma,<br />

der Rheinischen Feindrahtindustrie in Bergneustadt<br />

tätig und produzierte dünne Widerstandsdrähte und<br />

hielt 1938 den Weltrekord im Ziehen feinster Drähte<br />

(0,008 mm). Basierend auf diesem Verständnis für die<br />

Drahttechnologie begann Dr. Gerd Schildbach, seine ei-


35<br />

Elektrisola, Baubeginn Halle 3 (1951) BPW Bergische Achsen, Werk Hunsheim stewe Dienstleistungen GmbH<br />

genen Feindraht-Emailliermaschinen zu entwickeln und<br />

zu bauen. Diese selbst entwickelte Prozess-Technologie<br />

war später wesentlich für das weltweit schnelle Wachstum<br />

der Feindraht-Produktion von Elektrisola.<br />

Das Unternehmen wird seit 1993 von Herrn Dr. Detlef<br />

Schildbach und Herrn Dr. Oliver Schildbach geführt. Die<br />

Elektrisola Gruppe mit Stammsitz in Eckenhagen (ca. 5 ha<br />

Gewerbefläche) ist heute weltweit mit rd. 2.500 Beschäftigen<br />

der führende Hersteller von feinem und ultrafeinem<br />

Kupferlackdraht. Kunden in der ganzen Welt werden von<br />

den Fabriken in Europa, Amerika und Asien über ein umfassendes<br />

Vertriebsnetz beliefert.<br />

In der weiteren Entwicklung unserer Gemeinde spielt die<br />

Schaffung von neuen Gewerbegebieten und die Absicherung<br />

von Handwerks- und Industriebetrieben an ihren Standorten<br />

eine große Rolle. Die Aktivitäten der Gemeinde waren und<br />

sind bis zum heutigen Tag sehr erfolgreich verlaufen.<br />

GEWERBEGEBIET HUNSHEIM<br />

Es ist eines der ältesten Gewerbegebiete der Gemeinde<br />

<strong>Reichshof</strong>. Noch in den 1960er <strong>Jahre</strong>n legte die Altgemeinde<br />

Denklingen den Grundstein für das Gebiet. Insgesamt<br />

umfasst das Gewerbe- und Industriegebiet eine Fläche<br />

von ca. 18 Hektar und ist vollständig belegt. Beispielhaft<br />

werden folgende zwei Unternehmen kurz dargestellt:<br />

Das besondere Ereignis des <strong>Jahre</strong>s 1965 war die Eröffnung<br />

des Zweigwerkes der BPW, Wiehl in Hunsheim,<br />

wohin die bisher im Zweigwerk in Brüchermühle betriebene<br />

Gestängesteller-, Bremsnockenwellen- und<br />

Bremsbolzenfertigung verlegt wurde. Ab 02. März 1965<br />

erfolgte in Hunsheim die Produktion von Schnecken<br />

und Schnecken rädern für Triebachsen auf einem neuen<br />

„6-Spindel-Automaten“. Die Fertigung von Bremsnockenwellen<br />

begann nach dem 01.05.1965 in Hunsheim. Unmittelbar<br />

danach folgte die Bremsbolzenfertigung auf<br />

einer im Werk konstruierten und gebauten Bremsbolzenstraße.<br />

Ende des <strong>Jahre</strong>s 1965 waren 35 Mitarbeiter<br />

im Zweigwerk beschäftigt. Nach der zügigen Erweiterung<br />

und Modernisierung des Standortes im Jahr 2008 sind<br />

heute ca.113 Beschäftigte in Hunsheim tätig. Hier erfolgt<br />

die Entwicklung und Fertigung von modernen Scheibenbremsen<br />

für LKW-Anhänger und Auflieger.<br />

Im Jahr 1990 gründete Herr Stefan Wenzel die stewe Industriereinigung<br />

GmbH, die sich im Jahr 1993 im neuen<br />

Bürogebäude im Gewerbegebiet Hunsheim ansiedelte.


36<br />

VMA Getzmann GmbH BPW Bergische Achsen, Werk Brüchermühle Jaeger Steinbruchbetriebe GmbH<br />

wickelt. <strong>850</strong><br />

<strong>Jahre</strong> <strong>Reichshof</strong><br />

Das Unternehmen firmiert seit 1994 unter dem Namen<br />

„Stewe Dienstleistungen GmbH“ und hat sich stetig mit<br />

neuen Geschäftsfeldern und neuen Standorten weiterentwickelt.<br />

Seit 2002 kamen die Bereiche „Wach- und Sicher-<br />

heitsdienste“, 2004 der „Personalservice“, 2005 die Sparte<br />

„Technischer Gebäudedienst“, 2013 „Maler und Lackierar-<br />

beiten“ und 2015 der „stewe Industrieservice“ hinzu.<br />

GEWERBESTANDORT IN BRÜCHERMÜHLE<br />

Das Gewerbegebiet Euelerhammer umfasst ca. 6,5 ha<br />

Fläche und ist vollständig besiedelt. Beispielhafte Un-<br />

ternehmen: Die Courth Edelstahl Apparatebau GmbH<br />

konstruiert und fertigt seit über 35 <strong>Jahre</strong>n Chargiergerä-<br />

te für Industrieöfen und Wärmebehandlungsanlagen in<br />

Guss- und Schweissausführungen.<br />

Die VMA Getzmann GmbH entwickelt, produziert und<br />

vertreibt weltweit hochwertige Rühr-, Dispergier- und<br />

Feinmahlsysteme. Die innovative Verknüpfung von Tech-<br />

nik und Design sowie ein hoher Qualitätsanspruch sind<br />

kennzeichnend für die Produktvielfalt.<br />

Im Gewerbegebiet an der Rölefelder Straße in Brü-<br />

chermühle hat die Firma BPW Bergische Achsen Wiehl<br />

ebenfalls ein Zweigwerk. Das Gewerbegebiet umfasst<br />

eine Fläche von rd. 9,5 ha und bietet noch Erweiterungsmöglichkeiten.<br />

Das Zweigwerk der Firma BPW in Brüchermühle wurde<br />

im Jahr 1954 in Betrieb genommen und beschäftigte in<br />

Spitzenzeiten 456 MitarbeiterInnen im Jahr 1964. Die Produktion<br />

war über viele Jahrzehnte hinweg von der Triebachsenherstellung<br />

geprägt. In den <strong>Jahre</strong>n 2005 sowie<br />

2013/2014 erfolgten umfassende Modernisierungen und Erweiterungen<br />

im Zweigwerk. In Brüchermühle läuft die Komponentenfertigung<br />

für Fahrwerke von LKW-Anhäng ern und<br />

Aufliegern ( z.B. Stützen und Kapseln). Im Jahr 2016 waren<br />

dort im <strong>Jahre</strong>sdurchschnitt 209 Personen beschäftigt.<br />

Courth Edelstahl Apparatebau GmbH


37<br />

Westdeutsche Grauwacke Union<br />

SPRINT METAL EDELSTAHLZIEHEREIEN GmbH<br />

Schroedahl GmbH<br />

GEWERBESTANDORT WILDBERGERHÜTTE<br />

Die vorhandenen Gewerbestandorte im Siedlungsbereich<br />

Wildbergerhütte sind aufgrund der örtlichen Entwicklungen<br />

in den vergangenen Jahrzehnten entstanden.<br />

Das Wessel Werk befindet sich auf einer Fläche von ca.<br />

3 ha. und wurde bereits beschrieben. Darüber hinaus<br />

verfügt der Raum Wildbergerhütte über zahlreiche Handwerks-<br />

und Gewerbebetriebe und der Handel hat hier mit<br />

Verbrauchermärkten (wie Aldi, Rewe) und einzelnen Geschäften<br />

einen hohen Stellenwert.<br />

Am Ortsrand von Wildbergerhütte und Nespen befinden<br />

sich zwei große Steinbruchbetriebe; die Jaeger Steinbruchbetriebe<br />

GmbH mit ca. 1 ha Fläche und die Westdeutsche<br />

Grauwacke Union mit 1,5 ha Fläche. Hier wird<br />

auch ein Asphaltwerk betrieben.<br />

Ein weiterer Gewerbestandort am Ortsrand von Wildbergerhütte<br />

(Richtung Borner) wird von der Gala-Lusit<br />

Betonsteinwerke GmbH auf einer Fläche von 4,3 ha gewerblich<br />

genutzt. Das Unternehmen wurde im Jahr 1953<br />

von Horst Lusga aus Löhne gegründet und gehört seit<br />

dem Jahr 2006 zur Papenburg Gruppe, Hannover und<br />

stellt vielfältige Betonsteinprodukte für die Garten-, Böschungs-<br />

und Platzgestaltung her.<br />

GEWERBESTANDORT POCHWERK<br />

Hier befindet sich auf einer Fläche von ca. 1,5 ha die Firma<br />

SPRINT METAL.<br />

Die Geschichte geht auf die Gründung im Jahr 1933 durch<br />

Willi Vongehr und Rudolf Pack zurück und repräsentiert<br />

somit mehr als 80 <strong>Jahre</strong> Erfahrung in der Herstellung<br />

von Feindrähten. Die Übernahme durch die französische<br />

SPRINT METAL S.A. erfolgte im Jahr 1978, die Umfirmierung<br />

in SPRINT METAL EDELSTAHLZIEHEREIEN GmbH im<br />

Jahr 1981. Seit 2006 ist das Unternehmen über die französische<br />

Muttergesellschaft UGITECH in die Aktivitäten des<br />

weltweit größten Herstellers von Edelstahl Langprodukten<br />

– die Schmolz & Bickenbach AG, Luzern/Schweiz integriert.<br />

SPRINT METAL bewegt sich im Markt für Fein- und Feinstdrähte<br />

aus rostfreiem Edelstahl für Webereien, Strickereien,<br />

Flechtereien und Seilereien. Weiterhin ist das<br />

Unternehmen weltweit führender Hersteller von Drähten<br />

für Sonderanwendungen wie z.B. Gewebe für den elektronischen<br />

Siebdruck.


38<br />

Blockhausbau Kranenberg GbR<br />

ALUPRO GmbH & Co. KG<br />

Autohaus Gabrieles<br />

3,5 <strong>850</strong><br />

<strong>Jahre</strong> <strong>Reichshof</strong><br />

GEWERBESTANDORT MITTELAGGER<br />

Das Gewerbegebiet Mittelagger hat eine Fläche von<br />

3,5 ha und ist durch drei Gewerbebetriebe vollständig<br />

belegt. Die Firma Schroedahl GmbH ist ein weltweit auf-<br />

gestelltes Unternehmen mit jahrzehntelanger Erfahrung<br />

in der Entwicklung und Fertigung hochwertiger Spezial-<br />

armaturen für Kraftwerke, Industrieanlagen sowie für<br />

Förder- und Produktionssysteme im Öl- und Gasbereich.<br />

Weitere Gewerbebetriebe am Standort sind die<br />

Block-<br />

hausbau Kranenberg GbR und der Gerüstbau Röhrich.<br />

GEWERBEGEBIET ALLENBACH<br />

Das Gewerbegebiet Allenbach hat eine Fläche von ca.<br />

5 ha und ist vollständig ausgelastet. Erweiterungsmög-<br />

lichkeiten bestehen nicht mehr.<br />

Unternehmen: ALU-<br />

PRO GmbH & Co. KG (Aluminium-Profilbearbeitung),<br />

Elektro schmelze Plötz, Firma AKA Adolf Koch, Bau-<br />

unternehmung GmbH, Autohaus Gabrieles.<br />

Auf der Basis der Erfahrung des 1976 gegründeten Un-<br />

ternehmens entwickelte sich ALUPRO besonders in<br />

den letzten <strong>Jahre</strong>n zu einem flexiblen und zuverlässigen<br />

Lieferanten im Bereich der komplexen Aluminium-Profilbearbeitung.<br />

Am jetzigen Firmensitz stehen ALUPRO ca.<br />

8400 m² Produktions- und Lagerfläche zur Verfügung. Die<br />

bearbeiteten Profile finden in unterschiedlichsten Produkten<br />

und Branchen Verwendung.<br />

GEWERBESTANDORT HAHN<br />

Am Rand der Ortslage Hahn hat die Firma FS-BF GmbH<br />

& Co. KG ihren Firmensitz auf einer Fläche von ca. 2 ha<br />

und stellt mit 116 Beschäftigen hochwertige Dichtstoffe<br />

aus Silikon und Acryl für Handwerk, Handel und<br />

Bauindustrie her.<br />

AKA Adolf Koch, Bauunternehmung GmbH


39<br />

Metallwerk Emil Müller GmbH Egon Vogel GmbH Klinker Zentrale GmbH<br />

GEWERBESTANDORT HESPERT<br />

Die beiden Gewerbebereiche westlich mit ca. 3,1 ha und<br />

östlich von Hespert mit ca. 0,8 ha werden vom Metallwerk<br />

Emil Müller GmbH genutzt.<br />

Das Unternehmen ist Marktführer bei der Herstellung von<br />

vielfältigen Rohrprodukten aus Kupfer, Messing, Neusilber,<br />

Kupfer-Nickel und weiteren Kupferlegierungen.<br />

GEWERBESTANDORT ERDINGEN<br />

Der Gewerbestandort Erdingen umfasst eine Fläche von<br />

rd. 3 ha.<br />

Die Egon Vogel GmbH ist ein Familienunternehmen mit<br />

jahrzehntelanger Erfahrung im Umgang mit Kunststoff<br />

und Lack und Gründungsmitglied der Kunststoffinitiative<br />

Oberberg (KIO). Sie übernimmt die Veredelung von<br />

Industrieprodukten und Konsumgütern für die Automobilbranche<br />

sowie der Elektro- und Haushaltsgeräteindustrie.<br />

Die erfolgreiche Unternehmensgeschichte<br />

reicht bis ins Jahr 1971 zurück. Das Unternehmen bietet<br />

insgesamt 35 Beschäftigen einen Arbeitsplatz.<br />

In Erdingen wurde im Jahr 1980 von Herrn Heinz Schmalenbach<br />

ein Klinkerhandels- und Verarbeitungsbetrieb<br />

gegründet. Im weiteren erfolgreichen Geschäftsverlauf<br />

entwickelte sich aus dem Handels- und Verarbeitungsbetrieb,<br />

die „Klinker Zentrale GmbH“, als Systemhersteller<br />

für Dämmklinker. Das Unternehmen ist heute<br />

Marktführer für Klinker- und Dämmklinkerprodukte in<br />

Deutschland und mit einem Vertriebsnetz europaweit<br />

aufgestellt.<br />

GEWERBEGEBIET WEHNRATH/SINSPERT<br />

Das Gewerbegebiet Wehnrath hat sich seit Beginn der<br />

Erschließung des 1. Planungsabschnitts im Jahr 1987<br />

bis zum heutigen Tag hervorragend entwickelt. Das Gewerbegebiet<br />

links und rechts der Autobahn A 4 hat eine<br />

Gesamtfläche von 60 ha in fünf Planungsabschnitten.<br />

Lediglich im V. PA, des interkommunalen Gewerbeparks<br />

Sinspert/Wehnrath, den <strong>Reichshof</strong> in Kooperation mit<br />

der Stadt Bergneustadt erschlossen hat, stehen noch<br />

rd. 10 ha Industrie- und Gewerbeflächen zur Verfügung.<br />

Die Erschließung der Planungsabschnitte I bis III und V.<br />

wurden vom Land NRW mit Finanzmitteln gefördert. Der<br />

IV. PA wurde vollständig von der Gemeinde <strong>Reichshof</strong> in<br />

Eigenleistung finanziert.


40<br />

Bohle GmbH<br />

BAHAMA GmbH<br />

Eschmann Stahl GmbH & Co. KG<br />

ben <strong>850</strong><br />

<strong>Jahre</strong> <strong>Reichshof</strong><br />

Die Vermarktung des Gewerbegebietes Wehnrath/<br />

Sinspert war bisher eine Erfolgsgeschichte für die Ge-<br />

meinde <strong>Reichshof</strong>, denn insgesamt 47 Unternehmen ha-<br />

ben sich hier angesiedelt.<br />

Das Gewerbegebiet trägt erheblich zur Strukturver-<br />

besserung und zum höheren Gewerbesteueraufkommen<br />

bei. Die Branchenvielfalt wird an der kurzen Darstellung<br />

einiger Wehnrather Unternehmen deutlich:<br />

Die Firma Bohle GmbH ist weltweit unterwegs. Fahrrad-<br />

reifen der Marke „Schwalbe“ gibt es in den USA, genauso<br />

wie in Südafrika, in Japan und Australien. In Europa ist<br />

das Unternehmen Marktführer.<br />

Die Firma ist seit ihrer Gründung im Jahr 1922 in dritter<br />

Generation im Eigentum der Familie Bohle und hat ihren<br />

Stammsitz im Jahr 1995 von Bergneustadt ins Gewerbe-<br />

gebiet <strong>Reichshof</strong>-Wehnrath verlegt. Das sehr erfolgreiche<br />

Unternehmen hat Zweigwerke in Frankreich, Großbritan-<br />

nien, Italien, den Niederlanden und USA/Kanada sowie<br />

eine Produktionspartnerschaft mit dem koreanischen Rei-<br />

fenhersteller Hung-A mit Produktionsstätten in Indonesien<br />

und Vietnam. Vertriebspartner für die Schwalbe-Produkte<br />

befinden sich in über 40 Ländern der Erde.<br />

Die Ralf Bohle GmbH beschäftigt im Stammunternehmen<br />

120 MitarbeiterInnen und bei den Bohle-Tochterunternehmen<br />

60 Personen. In Indonesien und Vietnam<br />

befinden sich ca. 5.000 Beschäftige in den Joint-Venture-Produktionsbetrieben.<br />

Reifen im Labor der Bohle GmbH<br />

Die BAHAMA GmbH ist ein 1950 gegründetes etabliertes<br />

Unternehmen, das sich mit der Konstruktion, der vollstufigen<br />

Herstellung und dem weltweiten Vertrieb seiner<br />

professionellen BAHAMA-Allwetter-Großschirme für den<br />

Außeneinsatz in Hotellerie, Gastronomie, Touristik, Schulen,<br />

Universitäten etc. befasst. BAHAMA-Produkte gelten<br />

national und international als technisch-qualitative Nr. 1.


41<br />

MED-LaborUnion GmbH<br />

Schürholz-Schäfer Baugesellschaft mbh<br />

Münker Metallprofile GmbH<br />

Die Eschmann Stahl GmbH & Co. KG gehört zu den<br />

größten Werkzeuglieferanten Europas. Das Tochterunternehmen<br />

der weltweit operierenden voestalpine<br />

Edelstahl GmbH, Linz, Österreich liefert den Kunden ein<br />

breites Spektrum an Kunststoffformenstählen, Kalt- und<br />

Warmarbeitsstählen sowie leistungsstarken Eschmann-<br />

Stahlgütern. Das im Jahr 1953 gegründete Unternehmen<br />

hat seinen Produktionstandort komplett nach <strong>Reichshof</strong>-Wehnrath<br />

verlagert und den Komplettumzug mit<br />

dem Neubau des Verwaltungstraktes Mitte Dezember<br />

2014 vollendet.<br />

Die MED-LaborUnion GmbH ist eine Laborgemeinschaft<br />

mit über 1.000 angeschlossenen Ärzten. 1993 gegründet,<br />

wurde ein Jahr später der Standort in <strong>Reichshof</strong>-Wehnrath<br />

bezogen. Im südlichen Teil von NRW<br />

gelegen, deckt das Labor einen Umkreis von ca. 150 km<br />

Durchmesser ab. Die LaborUnion bietet Dienstleistungen<br />

in der Laboranalytik und dem medizinischen Fachhandel<br />

auf höchstem Qualitätsniveau. Die Laborunion wird in<br />

naher Zukunft ihren Standort vom Kastanienweg innerhalb<br />

des Gewerbegebietes auf eine größere Fläche in der<br />

Albert-Einstein-Straße in einen Neubau verlagern.<br />

Die Schürholz-Schäfer Baugesellschaft mbh wurde bereits<br />

im Jahr 1892 im Oberbergischen gegründet. Bis Mitte<br />

der 1970er <strong>Jahre</strong> gehörte der Neubau von Sakral- und Profanbauten<br />

zum Kerngeschäft des Traditionsunternehmens.<br />

Seitdem erfolgte eine Spezialisierung auf die Sicherung<br />

und Instandsetzung denkmalwerter Gebäude. Die Arbeiten<br />

werden mit modernen Verfahrenstechniken und traditioneller<br />

Handwerkskunst in hoher Qualität ausgeführt.<br />

Die Münker Metallprofile GmbH wurde 1979 von Herrn<br />

Frank-Udo Münker in Kreuztal-Littfeld gegründet. Als die<br />

Produktionsstätte dort an ihre Kapazitätsgrenzen stieß,<br />

erfolgte die Umsiedlung des gesamten Unternehmens<br />

im Jahr 2009 in einen imposanten Werksneubau in den<br />

fünften interkommunalen Planungsabschnitt des Gewerbeparks<br />

Sinspert/Wehnrath.<br />

Die Münker Metallprofile GmbH ist einer der größten,<br />

konzernunabhängigen Hersteller von Bauteilen für den<br />

Metallleichtbau und fertigt Trapezprofile, Wellprofile,<br />

Kassetten und Kantteile. Die Produkte finden international<br />

Verwendung im ökonomischen Metallleichtbau,<br />

als großflächig abschließende Gebäudehülle im Dach-,<br />

Wand- und Fassadenbereich. Ebenso werden Privatkunden<br />

von der Firma Münker bedient.


42<br />

Bühler GmbH<br />

Coach Service GmbH<br />

Trucking Service GmbH<br />

Firmenverlagerung <strong>850</strong><br />

<strong>Jahre</strong> <strong>Reichshof</strong><br />

Die Bühler GmbH hat sich im Jahr 2016 im interkommunalen<br />

Gewerbepark der Gemeinde <strong>Reichshof</strong> und<br />

der Stadt Bergneustadt angesiedelt. Mit der kompletten<br />

Firmenverlagerung in einen Werksneubau konnten rd.<br />

200 Arbeitsplätze in der Region gesichert werden. Die<br />

Bühler GmbH gehört zur Bühler AG, die ihren Hauptsitz in<br />

Uzwil in der Schweiz hat und weltweit in 140 Ländern mit<br />

10.800 MitarbeiterInnen tätig ist.<br />

Die Spezialität des Unternehmens liegt in der Umsetzung<br />

innovativer technologischer Ideen, in technisch perfek-<br />

ten Maschinen- und Anlagenkonzepten, für optimale<br />

Prozessgestaltungen zur Herstellung von Schokoladen-<br />

produkten.<br />

Die Coach Service GmbH stellt der Entertainment Bran-<br />

che die modernste und flexibelste Nightliner-Flotte zur<br />

Verfügung. In den individuell ausgebauten Tourbussen<br />

reisen internationale KünstlerInnen und deren Crews an<br />

rd. 14.000 Produktionstagen quer durch ganz Europa und<br />

darüber hinaus.<br />

Die Trucking Service GmbH<br />

wurde 1992 gegründet und<br />

unterstützt die Künstler bei ihren Tourneen mit Transportleistungen<br />

für das Tournee-Equipment. Pro Jahr<br />

führt Trucking Service rund 500 Transporte durch – von<br />

der drei Monats-Tournee mit 20 Sattelzügen bis zum Einweg-Transport.<br />

In dieser <strong>Chronik</strong> konnte nur eine beispielhafte Darstellung<br />

der Branchenvielfalt in unserer Gemeinde wiedergegeben<br />

werden.<br />

AUSBLICK AUF ZUKÜNFTIGE ENTWICKLUNGEN<br />

Aufgrund der sehr positiven Entwicklung bei der Ansiedlung<br />

von Unternehmen im Gemeindegebiet stehen aktuell<br />

nur noch 10 ha Gewerbe- und Industrieflächen zur<br />

Veräußerung im Gewerbepark Sinspert/Wehnrath zur<br />

Verfügung.<br />

Es ist daher von großer Bedeutung für die nächsten Jahrzehnte,<br />

entsprechende neue Gewerbeflächen zu entwickeln.<br />

Gemeinsam mit den oberbergischen Städten und<br />

Gemeinden, dem Oberbergischen Kreis, den Vertretern<br />

der Wirtschaft und der Gewerkschaft haben Vertreter der<br />

Gemeinde <strong>Reichshof</strong> an der Erarbeitung des Industrieund<br />

Gewerbeflächenkonzeptes Oberberg mitgewirkt. Mit<br />

diesem wegweisenden Konzept soll die zukünftige Neuausweisung<br />

und Entwicklung von Gewerbeflächen beim<br />

Land NRW und der Bezirksregierung Köln erreicht werden.


43<br />

Dies ist ein wichtiger Prozess im Rahmen der Regionalplanung<br />

für die zukunftsorientierte Ansiedlung von Gewerbe-<br />

und Industriebetrieben und zur Sicherung und<br />

Schaffung von Arbeitsplätzen in unserer Gemeinde und<br />

in der Region für die nächsten Jahrzehnte. Auch die<br />

Ausweisung von Wohnbauflächen im Verhältnis zur Bevölkerungsentwicklung<br />

wird eine wichtige Rolle spielen<br />

und soll ebenfalls interkommunal auf den Weg gebracht<br />

werden.<br />

Folgende Suchräume für die Ausweisung von neuen Gewerbeflächen<br />

wurden in der Gemeinde <strong>Reichshof</strong> definiert:<br />

• Erweiterung des Gewerbeparkes Sinspert/Wehnrath in<br />

Richtung südlich der Ortschaft Breidenbach (nördlich<br />

der A4) mit ca. 20 ha Fläche.<br />

• Gebietsflächen östlich von Wehnrath, südlich der A4,<br />

an der Landstraße L 148 in einer Größenordnung von<br />

ca. 33 ha.<br />

• Flächenpotentiale in einer Größenordnung von ca.<br />

38 ha in der Nähe der Autobahnabfahrt bei <strong>Reichshof</strong>-Hespert,<br />

nördlich der A4 und der Ortschaft Buchen,<br />

südlich der Ortschaft Windfus<br />

GEWERBESTRUKTUR, ARBEITSPLÄTZE,<br />

STEUERERTRÄGE<br />

Die Gemeinde <strong>Reichshof</strong> verfügt über einen vielfältigen<br />

Branchenmix im Gemeindegebiet. Die Schwerpunktbranchen<br />

liegen im: Maschinenbau, dem Stahl- und Metallbau,<br />

der Kunststoffverarbeitung, der Elektronik, der<br />

Mikro-Elektronik, der Drahtzieherei und dem Straßenund<br />

Tiefbau und vielfältigen Handwerksbetrieben und<br />

Freiberuflern. Insgesamt sind ca. 1.800 Gewerbebetriebe<br />

in der Gewerbedatei der Gemeinde <strong>Reichshof</strong> registriert.<br />

Die Zahl der<br />

sozialversicherungspflichtig Beschäftigten<br />

am Arbeitsort <strong>Reichshof</strong> hat sich wie folgt entwickelt:<br />

Stichtag ist jeweils der 30.06.<br />

1995 1999 2003 2006 2009 2010 2013 2015<br />

4.014 4.342 4.632 4.561 4.799 5.007 5.379 5.543<br />

Von 1995 bis 2015 ist die Anzahl der sozialversicherungspflichtigen<br />

Arbeitsplätze am Arbeitsort <strong>Reichshof</strong><br />

um 1.529 angestiegen.<br />

Entwicklung des<br />

Gewerbesteueraufkommens-brutto- in Tsd. Euro<br />

(„brutto“ -vor Abzug der Gewerbesteuerumlage an Land und Bund-)<br />

1969 1979 1989 1999 2009 2010 2013 2015<br />

965 2.304 5.255 6.115 10.796 9.752 11.633 15.736<br />

Das Ergebnis der Gewerbesteuer -brutto- im Jahr<br />

2016 beträgt rd. 17,7 Mio. Euro


<strong>850</strong> <strong>Jahre</strong> <strong>Reichshof</strong>


45<br />

UNSERE LEBENSADER,<br />

DIE AUTOBAHN A 4 KÖLN/OLPE<br />

Der letzte Teilabschnitt der Autobahn A 4 von Gummersbach<br />

nach Olpe/Wenden wurde am 07. Dezember<br />

1976 in Wiehl-Morkepütz für den Verkehr freigegeben.<br />

Bei der Eröffnung des Autobahnabschnittes der A 4<br />

Köln-Olpe wurden folgende Eckdaten von den Vertretern<br />

der Bundes- und Landesministerien genannt:<br />

• Für die Realisierung der 62,8 km langen Strecke wurden<br />

insgesamt zehn Planfeststellungsverfahren erforderlich.<br />

• Die Autobahntrasse mit den Zubringern erforderte<br />

rund 800 ha Grundstücksflächen, die von 2.700 Eigentümern<br />

erworben wurden.<br />

• Zwischen den Anschlussstellen Gummersbach/Wiehl<br />

und Wenden erfolgten Erdbewegungen in einer Größenordnung<br />

von 7,0 Mio. cbm Erd- und Felsmassen.<br />

• Zwischen Köln-Ost und Olpe mussten 69 Autobahnbrücken<br />

gebaut werden und weitere 38 Brücken, die<br />

über die A 4 hinweg führten.<br />

Die langersehnte Verbesserung<br />

der Anbindung der Gemeinde<br />

<strong>Reichshof</strong> an wichtige Wirtschaftsräume<br />

an Rhein<br />

und Ruhr über das überörtliche<br />

Autobahnnetz<br />

wurde wahr.<br />

Die Autobahn A 4 ist die Lebensader für die wirtschaftliche<br />

und touristische Entwicklung in unserer Region<br />

und nicht mehr wegzudenken. Zwischen Köln-Ost und<br />

Bergisch-Gladbach sind heute täglich 90.000 Fahrzeuge unterwegs.<br />

Richtung Olpe werden es kontinuierlich weniger,<br />

auf dem letzten Abschitt vor der A 45 sind es noch 30.000<br />

pro Tag und der Verkehrslärm ist nicht zu unterschätzen.<br />

Die Gemeinde <strong>Reichshof</strong> erhielt zwei Autobahnanschlüsse<br />

mit <strong>Reichshof</strong>/Bergneustadt (Abfahrt 26) am Schönenbacher<br />

Kreuz und <strong>Reichshof</strong>/Eckenhagen bei Hespert<br />

(Abfahrt 27).


46<br />

2.<br />

<strong>850</strong><br />

<strong>Jahre</strong> <strong>Reichshof</strong> 1.<strong>Jahre</strong><br />

1.<br />

1./2. Freigabe der 256 n und Steinagger-Talbrücke mit<br />

Staatssekretär Dr. Waffenschmidt (20.06.1984)<br />

3. Protestveranstaltung der Gemeinden Eckenhagen und<br />

Denklingen gegen den Autobahnbau (05.08.1964)<br />

4. /5. Freigabe des letzten Teilstücks der A4 von AK <strong>Reichshof</strong><br />

bis Olpe (07.12.1976)<br />

4.<br />

3.<br />

5.


47<br />

Ohne die A 4 hätten wir niemals diese hervorragenden<br />

Entwicklungen in der Ansiedlung und Standortsicherung<br />

unserer weltweit operierenden Unternehmen erreichen<br />

können, wir wären wahrscheinlich heute noch „Haferspanien“<br />

und kein florierender Wirtschaftsstandort mit<br />

einem deutlichen Zuwachs an Arbeits- und Wohnplätzen.<br />

Neben der wirtschaftlichen Entwicklung, ist auch die touristische<br />

Attraktivität unabdingbar mit der Erreichbarkeit<br />

unserer Freizeitangebote aus den Ballungsgebieten an<br />

Rhein und Ruhr über die Autobahn verbunden. Die zahlreichen<br />

Gäste aus nah und fern nutzen die Lebensader A 4,<br />

um unser schönes Ferienland <strong>Reichshof</strong> zu entdecken,<br />

sich zu erholen und vieles zu erleben.<br />

Abschließend eine kleine Anekdote von der Autobahn-<br />

Eröffnung am 07. Dezember 1976:<br />

Die Eroffnung<br />

Bei der Freigabe des letzten Bauabschnittes von Gummersbach<br />

nach Olpe (22,8 km) war ein Nachttopf die<br />

Attraktion. Wiehls Stadtdirektor Dr. Dieter Fuchs überreichte<br />

Herrn Bundesverkehrsminister Kurt Gscheidle,<br />

einen von der Oberbergischen Volkszeitung präparierten<br />

Nachttopf – mit einem Kaktus darin, Toilettenpapier<br />

und einer OVZ-Schärpe als Dekoration. – Hintergrund des<br />

Präsents: Auf der gesamten neuen Autobahn gab es kein<br />

einziges stilles Örtchen. Der Minister nahm das Geschenk<br />

lachend an.<br />

Die Raststätte Aggertal wurde 1980 eröffnet. Dort und<br />

an den Parplätzen Morkepütz, Lustheide und Hasbacher<br />

Höhe gibt es heute Toiletten.


<strong>850</strong> <strong>Jahre</strong> <strong>Reichshof</strong>


49<br />

DIE ENTWICKLUNG<br />

DES FERIENLANDS REICHSHOF<br />

Der Tourismus hat sich im Oberbergischen und in der Gemeinde<br />

<strong>Reichshof</strong> in den vergangenen Jahrzehnten sehr<br />

positiv entwickelt. In vielen der 106 Ortschaften des Ferienlands<br />

lässt es sich herrlich entspannen und erholen.<br />

Bild unten: Wildberg<br />

Bilder rechts: Freckhausen, Sinspert, Hecke


50<br />

MediClin Reha-Zentrum<br />

Kurpark<br />

Kurpark<br />

Jahr <strong>850</strong><br />

<strong>Jahre</strong> <strong>Reichshof</strong><br />

HEILKLIMATISCHER KURORT<br />

Mit Erlangung des Titels „Heilklimatischer Kurort“ im<br />

Jahr 1991 konnte Eckenhagen auch im Bereich Gesund-<br />

heit eine deutliche Attraktivitätssteigerung erzielen. Im<br />

Jahr 2013 stand die Rezertifizierung des Prädikats „Heil-<br />

klimatischer Kurort Eckenhagen“ und „Erholungsort<br />

Denklingen“ an. Nach einem Jahr der Prüf- und Messzeit<br />

wurde die Überprüfung mit einem hervorragenden Er-<br />

gebnis abgeschlossen.<br />

Mit der Eröffnung des MediClin Reha-Zentrums Reichs-<br />

hof<br />

im <strong>Jahre</strong> 1998 kam eine für die Gemeinde <strong>Reichshof</strong><br />

wichtige Institution ins Kurgebiet und bietet Behandlun-<br />

gen in den Bereichen Herz-, Kreislauf- und Gefäßerkran-<br />

kungen, chronische Erkrankungen der Atemwege sowie<br />

Regulationsstörungen des vegetativen Nervensystems.<br />

Zukünftig werden 20 neue Patientenbetten im MediClin<br />

Reha-Zentrum <strong>Reichshof</strong> für die neurologische Frühreha-<br />

bilitation von Patienten mit schweren Schädel-Hirn-Schä-<br />

digungen eingerichtet.<br />

Mit aktuell 242 Betten und einer <strong>Jahre</strong>sauslastung im Jahr<br />

2016 von 88,5 %, beschäftigt das MediClin Reha Zentrum<br />

über 250 MitarbeiterInnen in Eckenhagen. Im Jahr 2016<br />

erfolgten 78.385 Übernachtungen in der Klinik.<br />

Herr Dr. Jürgen Bonnert, Chefarzt im MediClin Reha-Zentrum,<br />

bietet als Kur- und Badearzt im Kurort Eckenhagen<br />

eine umfassende Beratung und ärztliche Betreuung während<br />

einer ambulanten Kur.


51<br />

Im Jahr 2012 eröffnete im ehemaligen Park-Hotel Eckenhagen eine weitere<br />

neue Klinik. In der My Way Privatklinik werden Führungskräfte mit Burnout,<br />

Depressionen, Angstzuständen und psychosomatischen Störungen<br />

therapiert. Mit diesem neuen medizinischen Angebot konnte die Gesundheitssparte<br />

weiter ausgebaut werden.<br />

Im Jahr 2014 konnte erstmals eine Klimatherapeutin für Eckenhagen gewonnen<br />

werden. Frau Dorothee Bastian bietet gesundheitsorientierte Wanderungen<br />

rund um Eckenhagen auf den Heilklimawanderwegen an.<br />

Als staatlich anerkannter Heilklimatischer Kurort verfügt Eckenhagen über<br />

viele Einrichtungen und Möglichkeiten für den kerngesunden Urlaub. Patienten<br />

der beiden Kliniken sowie Tagesbesucher und Bürger können den<br />

barrierefreien Kurpark in Eckenhagen zur Erholung und Entspannung nutzen.<br />

Neben einem kleinen Barfußpfad, befindet sich dort eine Duftecke der<br />

Bergischen Gartenarche sowie Spieltische für Schach und Mühle. In den<br />

Sommermonaten finden die Kurkonzerte regelmäßig in der Musikmuschel<br />

statt und locken viele Besucher an.<br />

Im Rahmen des Integrierten Handlungskonzeptes für Eckenhagen wird der<br />

Kurpark grundlegend modernisiert und zu einem Mehrgenerationenpark<br />

aufgewertet. Geplant sind z.B. das Wegenetz neu zu ordnen, das Wassertretbecken<br />

zu erneuern, einen großen Barfußpfad anzulegen, den Sinnesgarten<br />

zu erweitern, die Teichanlage zu vergrößern, einen Kinderspielplatz anzulegen<br />

sowie reizvolle Orte zum Erholen und Verweilen zu schaffen. Oberhalb<br />

des Kurparks soll ein barrierearmer Sinnesweg entstehen, der Groß<br />

und Klein in die Natur lockt und ihnen Interessantes zu Flora und Fauna<br />

beibringt.<br />

Bild links: Blick auf Eckenhagen<br />

Bilder rechts: Kurpark mit Musikmuschel, Spieltischen und Skulpturen


52<br />

Steakhaus Pfeffermühle<br />

Restaurant Ballebäuschen<br />

Restaurant Lindenstübchen<br />

Jährlich <strong>850</strong><br />

<strong>Jahre</strong> <strong>Reichshof</strong><br />

GASTRONOMIE UND HOTELANGEBOT<br />

IM KURGEBIET UND DER GEMEINDE REICHSHOF<br />

Jährlich werden zwei Spitzenrestaurants in der Gemein-<br />

de <strong>Reichshof</strong> von renommierten Testern besucht und mit<br />

hervorragenden Ergebnissen belohnt.<br />

Das Restaurant Ballebäuschen in Hespert, geführt von<br />

den Eheleuten Günter und Marlies Allmann, erreicht in<br />

den renommierten Restaurantführern dauerhaft exzellen-<br />

te Bewertungen und erfreut sich sehr großer Beliebtheit.<br />

Im Gault Millau werden zum Beispiel besonders der hohe<br />

Grad der Kochkunst, die Kreativität und die Qualität be-<br />

tont. Der 246 km lange Bergische Panoramasteig führt di-<br />

rekt am Restaurant Ballebäuschen vorbei und brachte die<br />

Eheleute Allmann zu dem Entschluss ihr Restaurant nach<br />

den Bedürfnissen der Gäste in „Ballebäuschens Brotzeit“,<br />

„Ballebäuschens GlasWein“ und „Ballebäuschens Res-<br />

taurant“ zu unterteilen. Hier erwartet den Gast Herzhaftes<br />

von der Brotzeitkarte, verschiedene Weine aus einer deut-<br />

schen Weinregion und dazu passende elegante Speisen<br />

sowie eine ausgezeichnet bewertete regionale Küche.<br />

Ebenso konnte das Steakhaus Pfeffermühle, am Meilenstein<br />

in Müllerheide, mit seinen ausgezeichneten<br />

saisonalen Angeboten begeistern und punktete bei den<br />

Restau rantbewertern. In stilvollem Ambiente erleben<br />

Gäste gehobene deutsch-europäische Küche mit internationalen<br />

Weinen und einem freundlichen Service. Die<br />

Eheleute Martin und Sandra Krossa bieten jungen Menschen<br />

mit Handicap eine Ausbildungsstelle und wurden<br />

für dieses besondere Angebot ausgezeichnet.<br />

Seit <strong>Jahre</strong>n ist das Lindenstübchen ein beliebtes Restaurant<br />

in der Kirchbergstraße mit Blick auf die Evangelische<br />

Barockkirche zu Eckenhagen. Angeboten wird<br />

von der Familie Koromilas griechisch-deutsche Küche in<br />

gemütlicher Atmosphäre des denkmalgeschützten Gasthauses<br />

unter den alten Linden.<br />

Das Hotel-Restaurant Barbarossa wurde vor zwei <strong>Jahre</strong>n<br />

umfassend renoviert und unter neuer Führung der<br />

Familien Alilovic und Renic im letzten Jahr wiedereröffnet.<br />

Das Restaurant bietet kroatische und internationale Küche.<br />

In Wildbergerhütte sorgt das Landhaus Wuttke mit 42<br />

Betten für Urlaub und Erholung im Landhausstil. Eine<br />

gute und regionale Küche wissen die Gäste hier zu schätzen.<br />

Das gastronomische Angebot runden die Pizzeria<br />

Enzo und das Café Sänger ab.


53<br />

Im Nachbarort Wildberg wurde 2016 das Gästehaus<br />

Villa Ruth liebevoll bis ins kleinste Detail saniert und<br />

bietet sechs Ferienwohnungen in luxuriöser Ausstattung<br />

und Komfort. Alle Wohnungen wurden mit fünf Sternen<br />

klassifiziert.<br />

Bilder: Haus Waldblick, Denklinger Hof, Landhaus Wuttke, Pizzeria Enzo,<br />

Gästehaus Villa Ruth, Hotel-Restaurant Barbarossa, Café Sänger<br />

Für Wandergruppen bietet sich das Haus Waldblick in<br />

waldreicher Lage in Dreschhausen an. In direkter Nähe<br />

zum Bergischen Panoramasteig kann man hier ausgedehnte<br />

Wanderungen machen.<br />

Im Denklinger Hof in Denklingen verfügt die Familie<br />

Sachs in ihrem Hotelbetrieb und dem separaten Gästehaus<br />

über 32 Betten und bietet sich für Familienfeiern<br />

und Gruppenurlaube mit gut bürgerlicher Küche an.


54<br />

Gaststätte „Sinsperter Hof“ Landgasthaus Spichertal Frühstückspension Konradshof<br />

<strong>850</strong><br />

<strong>Jahre</strong> <strong>Reichshof</strong><br />

Die Gaststätte „Sinsperter Hof“ in der Ortschaft Sinspert,<br />

geführt von der Familie Schröck, bietet neben gut<br />

bürgerlicher Küche, Cateringangebote für Feste und Feiern.<br />

Neben gut bürgerlicher Küche bietet Herr Uwe Frede als In-<br />

haber des Landgasthauses Spichertal in Schmittseifen<br />

auch Ferienwohnungen an.<br />

Die gastronomischen Betriebe in der Gemeinde <strong>Reichshof</strong><br />

blieben vom Strukturwandel und einem veränderten Frei-<br />

zeitverhalten in den letzten <strong>Jahre</strong>n leider nicht verschont<br />

und so kam es zu verschiedenen Schließungen in dieser<br />

Branche. In Eckenhagen ging mit der Schlie-<br />

ßung des Hotels zur Post der Familie Eduard<br />

Feld im Jahr 2016 eine Ära zu Ende. Die Ge-<br />

meinde <strong>Reichshof</strong> hat das Gebäude erworben<br />

und wird es gemeinsam mit den Eckenhääner<br />

Vereinen im Rahmen des Integrierten Hand-<br />

lungskonzeptes Eckenhagen zu einem Bür-<br />

ger- und Nachbarschaftstreff mit Fördermitteln<br />

des Bundes und Landes NRW umbauen und<br />

barriere frei modernisieren. Gleichzeitig werden<br />

die Kurverwaltung sowie das Puppen- und Mi-<br />

neralienmuseum dort einen neuen Standort in<br />

zentraler Lage erhalten.<br />

Sehr positiv und hoffnungsvoll für die weitere Entwicklung<br />

sind die Neueröffnungen zu bewerten, wie das Café<br />

Gießelmann, am Rodener Platz sowie die KaffeePause,<br />

unterhalb der Ev. Barockkirche. Zu den Neueröffnungen<br />

gehört auch die Frühstückspension Konradshof in idyllischer<br />

Lage in Richtung Blockhaus.<br />

Bewährte Angebote, wie über 40 Pensionen und Ferienwohnungen<br />

sorgen in der Gemeinde <strong>Reichshof</strong> für Übernachtungsmöglichkeiten,<br />

teilweise sogar mit Sternen<br />

des Deutschen Tourismusverbandes zertifiziert.<br />

KaffeePause<br />

Café Gießelmann


55<br />

WANDERGEBIET REICHSHOF MIT DEM STAATSFORST PUHLBRUCH<br />

Besonders geprägt ist das Ferienland <strong>Reichshof</strong> von seiner waldreichen<br />

Umgebung und einer Vielzahl von markierten Wanderwegen. Besonders<br />

großer Beliebtheit erfreut sich der Waldlehrpfad, der im <strong>Jahre</strong> 1956 von<br />

der Waldjugend Windfus im Staatsforst Puhlbruch errichtet wurde. Auf einer<br />

Strecke von 4,5 km wird dem Wanderer die Schönheit unserer Natur näher<br />

gebracht und auf Infotafeln über Flora und Fauna erlebbar gemacht.<br />

Im Jahr 2012 ist das überregionale Projekt „Bergisches Wanderland“ im<br />

Rahmen von Förderprogrammen als neuer Tourismusmagnet von der Naturarena<br />

Bergisches Land mit den angeschlossenen Städten und Gemeinden<br />

realisiert worden.<br />

Der vom Deutschen Wanderverband zertifizierte Bergische Panoramasteig<br />

mit einer Gesamtlänge von 246 km, führt in <strong>Reichshof</strong>, von Bergneustadt<br />

kommend, über 20 km markierte Wanderwege von Hecke/Blockhaus<br />

bis nach Odenspiel und geht in Richtung Morsbach weiter. An klaren Tagen<br />

bietet sich vom Blockhaus eine traumhafte Aussicht bis ins Siebengebirge<br />

und die Eifel. In unmittelbarer Nähe zur Aussichtsstelle kann in Schorsch‘s<br />

Panoramahütte, die seit 2013 eine Einkehr für Wanderer, Radfahrer und<br />

Naturliebhaber bietet, eine Rast eingelegt werden.<br />

Mit dem 5,5 km langen Bergischen Streifzug zur Wacholderheide bei Branscheid/Hecke<br />

ist ein Qualitätsweg entstanden, der mit Infotafeln u.a. über<br />

den sogenannten Todesbaum Wacholder informiert und eine der letzten<br />

Wacholder heiden im Oberbergischen Land erlebbar macht.<br />

Folgt man dem Bergischen Panoramasteig bis nach Nespen wartet dort die<br />

nächste Jausenstation an der historischen Mühle auf die Wanderer und<br />

Besucher. Das Mühlencafé ist seit 2014 in Betrieb und wird, ebenfalls wie die<br />

dreistöckige Mühle und der E-Bike Verleih, durch die Familie Jaeger betrieben.<br />

Bilder rechts: Beschilderung „Bergisches Wanderland“, Blockhaus, Streifzug zur Wacholderheide


56<br />

Mühle Nespen Krombacher Insel Wandergebiet <strong>Reichshof</strong><br />

berühmte <strong>850</strong><br />

<strong>Jahre</strong> <strong>Reichshof</strong><br />

In kurzer Entfernung befindet sich die „Krombacher Insel“,<br />

in der Wiehltalsperre gelegen. Über den Wanderweg A5<br />

können Wanderer die Aussichtsstelle mit Blick auf die<br />

berühmte kleine Insel genießen und eine beeindrucken-<br />

de Flora und Fauna erleben. Regelmäßig im Jahr bieten<br />

die Förster des Landesbetriebes Wald und Holz sowie der<br />

Aggerverband geführte Wanderungen über die „verbote-<br />

nen Wege“ an und ermöglichen so tolle Ausblicke auf die<br />

Trinkwassertalsperre.<br />

Weitere Rundwanderwege wie der Prozessions-Wander-<br />

weg in Denklingen, die beiden Wiehlquellen-Wanderwe-<br />

ge bei Wiehl/Hahn und der Wildberger Rundwanderweg<br />

zum Zauberbaum bei Nosbach sind in den letzten <strong>Jahre</strong>n<br />

mit einem hohen Maß an ehrenamtlichem Engagement<br />

entstanden. Im Ferienland <strong>Reichshof</strong> werden dem Wan-<br />

derer insgesamt knapp 400 km markierte Wanderwe-<br />

ge geboten, um die Natur in vollen Zügen zu genießen.<br />

Wer sich lieber einer geführten Wanderung anschließen<br />

möchte, findet in der 10. Auflage der Broschüre „Geführte<br />

Wanderungen und Radtouren“ abwechslungsreiche Tou-<br />

ren zur Wiehltalsperre, der Wacholderheide oder Genuss-<br />

wanderungen, um nur einige davon zu nennen.<br />

SCHWALBE FAHRRADPARK REICHSHOF<br />

Neben dem Wandern ist das Thema Radfahren im Ferienland<br />

<strong>Reichshof</strong> von großer Bedeutung. Mit dem hiesigen<br />

Unternehmen Ralf Bohle GmbH in Wehnrath (Marke<br />

Schwalbe) konnte 2003 der Schwalbe Fahrradpark in<br />

<strong>Reichshof</strong> mit vier anspruchsvollen Radtouren in herrlicher<br />

Landschaft eröffnet werden. Im Jahr 2013 wurde in<br />

Zusammenarbeit mit der Firma Bohle und dem Arbeitskreis<br />

für Freizeit und Tourismus ein Radevent mit dem<br />

Radsportidol Rudi Altig zelebriert, um den modernisierten<br />

Schwalbe Fahrradpark mit neuem Leben zu füllen.<br />

Leih-E-Bikes der Gemeinde <strong>Reichshof</strong>


57<br />

WINTERSPORTGEBIET BLOCKHAUS-BELMICKE<br />

Doch nicht nur im Sommer bietet das Ferienland <strong>Reichshof</strong><br />

ein attraktives Angebot, auch im Winter hat die Gemeinde<br />

ihre Reize und kann bei entsprechender Schneelage<br />

mit drei Schleppliften, auf dem Blockhaus, in Hahn<br />

und Schemmerhausen, für Rodler und die kleinen Skifahrer<br />

auftrumpfen. Dank großer finanzieller Unterstützung<br />

durch Sponsoren, viel ehrenamtlicher Arbeit und Engagement,<br />

konnte der neue Lift am Blockhaus mit einer Länge<br />

von 175 m im Jahr 2013 aufgestellt werden. Ebenso wurde<br />

die neue Panoramahütte durch einen großzügigen Förderer<br />

des Wintersportgebietes errichtet. Ein attraktives Loipennetz<br />

von Hahn bis Belmicke wird den Skilangläufern<br />

angeboten und von acht ehrenamtlichen Loipenspurern<br />

präpariert. Ein Verleih für Schlitten und Skilanglauf befindet<br />

sich an der Panoramahütte auf dem Blockhaus.<br />

In der Saison 2014/2015 konnten 20.000 Wintersportfans<br />

ihrem Hobby nachgehen und die herrliche Winterlandschaft<br />

auf dem Blockhaus mit Blick in das Siebengebirge<br />

und die Eifel genießen. Der lokale Radiosender Radio<br />

Berg veranstaltete zu seinem 20-jährigen Jubiläum einen<br />

Rodeltag unter dem Motto „20 Sekunden Fahrtwind“.<br />

In der Saison 2015/2016 konnten die Lifte mangels<br />

Schnee bedauerlicherweise nur an einem Wochenende<br />

in Betrieb gehen. Ein enormer Besucheransturm von<br />

rd. 8.000 Wintersportgästen konnte im Blockhausgebiet<br />

und am Skilifthang in Hahn begrüßt werden. Die Wintersportsaison<br />

2016/2017 führte im Wintersportgebiet<br />

Blockhaus und Hahn im Januar an vier Wochenenden<br />

zu einem hohen Besucherandrang von ca. 20.000 Wintersportlern<br />

und Wanderern in winterlicher Landschaft.<br />

Blick vom Blockhaus im Winter


58<br />

Affen- und Vogelpark Eckenhagen Evangelische Barockkirche Oberbergischer Gokart-Ring<br />

Affen- <strong>850</strong><br />

<strong>Jahre</strong> <strong>Reichshof</strong><br />

FREIZEITANGEBOTE, SEHENSWÜRDIGKEITEN,<br />

VERANSTALTUNGEN<br />

Affen- und Vogelpark Eckenhagen<br />

Der Park der 1.000 Vögel, wie er in seinen Anfängen gerne<br />

genannt wurde, hat sich inzwischen zu einem Tier- und<br />

Freizeitpark entwickelt. Die Betreiber Herr Dr. Werner und<br />

Herr Ludger Schmidt zählen pro Jahr rd. 130.000 Besucher.<br />

Im Jahr 2016 feierte der Affen- und Vogelpark mit vielen<br />

geladenen Gästen aus Politik und Öffentlichkeit sein<br />

35-jähriges Jubiläum. Zur Attraktivitätssteigerung sind<br />

immer wieder neue Angebote erforderlich, wie zum Bei-<br />

spiel Themengärten, Freiflughallen, Affengehege oder<br />

ein Tropenhaus. Im Jahr 2016 ist ein Spielplatz und ein<br />

Hexengarten neu hinzugekommen. Darüber hinaus hat<br />

die Indoor-Erlebnishalle einen hohen Freizeitwert für die<br />

jungen Gäste mit ihren Eltern aus nah und fern.<br />

Der beliebte Bauern-, Kleintier- und Geflügelmarkt muss-<br />

te am Standort Eckenhagen, wegen der Gefahr von Vo-<br />

gelseuchen, auf das Gelände des Hagebaumarkts in<br />

Berg neustadt verlegt werden.<br />

Evangelische Barockkirche, Eckenhagen<br />

Die Eckenhagener Barockkirche ist eine „Offene Kirche“<br />

der Ev. Kirchengemeinde, der am 20. April 2008 das Signet<br />

„Verlässlich geöffnete Kirche“ verliehen wurde. Die<br />

Kirche steht täglich zur persönlichen Andacht, zum Gebet<br />

und zur Besichtigung zur Verfügung. Die Evangelische<br />

Barockkirche Eckenhagen besitzt eine wertvolle historische<br />

Barockorgel. Im <strong>Jahre</strong> 2005 erhielt Orgelbaumeister<br />

Hubert Fasen den Auftrag, diese, im Jahr 1794 von<br />

Johann Christian Kleine erbaute Orgel, zu restaurieren.<br />

Im Jahr 2008 wurden die Arbeiten abgeschlossen und<br />

die Besucher können die historische Kleine-Orgel wieder<br />

in voller Klangschönheit bei regelmäßigen Konzerten erleben.<br />

Die Barockorgelinitiative hat sich intensiv für die<br />

Finanzierung der aufwendigen Restaurierung eingesetzt.<br />

Oberbergischer Gokart-Ring, Hahn<br />

Die kurvenreiche Kartbahn in Hahn feierte im Jahr 2015<br />

das 50-jährige Jubiläum mit einem großen Festwochenende.<br />

1965 gründete der Initiator, Herr Albert Kierdorf aus<br />

Wildbergerhütte den Club OGMC Hahn-Wildbergerhütte<br />

und erbaute die Rennstrecke mit Hilfe der Clubmitglieder.<br />

Im Jahr 1975 erwarb Kurt Wirths die Kartbahn und<br />

brachte sie auf den neuesten Stand. Kurt Wirths startete<br />

für die Deutsche Kart-Nationalmannschaft und war vier-


59<br />

mal Landesmeister. Bei spannenden nationalen und internationalen Rennen<br />

fanden sich bis zu 4.000 Zuschauer an der Bahn ein, um die Piloten zu<br />

sehen, die mit bis zu 160 Kilometer pro Stunde um den Sieg kämpften. Alle<br />

bekannten Gesichter des Motorsports waren auf der Gokart-Bahn zu Gast<br />

und haben hier ihre Anfänge mit dem Kartsport gemacht. Auch heute finden<br />

neben dem klassischen Leihkartbetrieb regelmäßige Meisterschaften<br />

und Rennen statt.<br />

Golf Club Oberberg, Hassel<br />

Am 25. Mai 1992 entschied die Mitgliederversammlung des Golfclub <strong>Reichshof</strong>,<br />

die im Jahr 1991 fertig gestellte 9-Loch-Anlage auf 18- Bahnen zu erweitern.<br />

Die Planungen wurden 2005 wieder aufgenommen und der erste<br />

Spatenstich für die Platzerweiterung erfolgte am 27. August 2010. Ein Jahr<br />

später war der neue 18-Loch-Championship Course bespielbar. Die anspruchsvolle<br />

Golfanlage in reizvoller Lage erfreut sich großer Beliebtheit bei<br />

den Golfsportlern aus nah und fern.<br />

Burg Denklingen<br />

Die erstmalige Nennung der Burg zu Denklingen erfolgte in einem Vergleich<br />

vom 14. Juli 1404 zwischen Jungherzog Adolf von Berg und Johann<br />

von Loon und anderen Herrschaften, wegen des gemeinsam von ihnen<br />

in Denklingen errichteten trutzigen Gebäudes. In ihrer wechselhaften Geschichte<br />

erlebte die Wasserburganlage viele Nutzungen bis hin zu einem<br />

landwirtschaftlichen Betrieb. Die Burg wurde in den 1970er <strong>Jahre</strong>n von der<br />

Gemeinde <strong>Reichshof</strong> erworben und saniert.<br />

Die Burganlage wird heute von den örtlichen Vereinen, unter Federführung des<br />

Heimat- und Verschönerungsvereins Denklingen betreut und bietet ein besonderes<br />

Ambiente bei standesamtlichen Trauungen und Veranstaltungen, wie<br />

dem Töpfermarkt zu Pfingsten, dem Mittelalterlichen Markt im Sommer oder<br />

der Denklinger Burgweihnacht am 1. Advent. Im Burghof beginnt der Prozessions-Wanderweg<br />

rund um Denklingen und der Jakobsweg macht hier Station.<br />

Bilder rechts: Golf Club Oberberg, Burg Denklingen, Innenhof der Burg Denklingen


60<br />

Bauernhofmuseum Planwagenfahrt mit dem Pferdehof Hacke Ausritt auf Gut Hahnenseifen<br />

Heimatverein <strong>850</strong><br />

<strong>Jahre</strong> <strong>Reichshof</strong><br />

Bauernhofmuseum Eckenhagen<br />

Das Bauernhofmuseum befindet sich im Herzen des<br />

Heilklimatischen Kurortes Eckenhagen. In dem, vom<br />

Heimatverein Eckenhagen, renovierten und als reizvolles<br />

Museum eingerichteten Fachwerkhaus wird das Leben<br />

der einheimischen Bevölkerung der letzten 200 <strong>Jahre</strong> auf<br />

anschauliche Weise dargestellt.<br />

Ein Besuch des Museums lohnt sich, denn die liebevolle<br />

Einrichtung mit über 4.000 Gegenständen vermittelt den<br />

Besuchern den Eindruck, als wären die „Bauersleut“ ge-<br />

rade aus dem Haus zur Feldarbeit gegangen und würden<br />

im nächsten Augenblick zurückkommen.<br />

Der direkt nebenan stehende „Backes“ ermöglicht dem<br />

Besucher einen eindrucksvollen Einblick in das Tagwerk<br />

der Menschen und die Backkunst der damaligen Zeit.<br />

Heutzutage wird der „Backes“ an den Backtagen, die<br />

mehrmals jährlich in Eckenhagen stattfinden, in Betrieb<br />

genommen. Im Backes besteht zudem die Möglichkeit<br />

standesamtlich zu heiraten.<br />

Jährlich zum traditionellen Kappesfest am Volkstrauer-<br />

tag-Wochenende wird das eingelegte Sauerkraut zum direkten<br />

Verzehr und zur Mitnahme für daheim angeboten.<br />

Pferdehof Hacke und Gut Hahnenseifen<br />

Der Pferdehof Hacke ist seit 40 <strong>Jahre</strong>n ein beliebtes Ausflugsziel,<br />

besonders für Gruppen. Bis zu 60 Personen<br />

finden hier Platz bei einer gemütlichen Planwagenfahrt<br />

durch die buckelige oberbergische Landschaft oder genießen<br />

auf dem Hof in Ohlhagen ein rustikales Grillbuffet<br />

oder die typische Bergische Kaffeetafel.<br />

Geführte Ausritte und Reiterferien für Kinder bietet das<br />

Gut Hahnenseifen rund um das gleichnamige idyllische<br />

Örtchen.<br />

Ballonsportclub Eckenhagen


61<br />

Minigolfanlage / Oberbergischer Wanderwagen/Kulturkantine<br />

Die Minigolfanlage unterhalb des monte mare Bades wird seit 1981 von der<br />

Familie Friedrichs in den Ferien und an Wochenenden betrieben. In direkter<br />

Nachbarschaft befindet sich die Oberbergische Wanderwagenstation mit<br />

Boulebahn und der Kulturkantine, die seit 2014 Kultur- und Musikveranstaltungen<br />

unter freiem Himmel anbietet.<br />

Ballonsportclub <strong>Reichshof</strong><br />

Für die Etablierung des Heißluftballonsports in der Gemeinde <strong>Reichshof</strong><br />

stehen die beiden Ballonpiloten Ortwin Hillnhütter und Günter Rindermann<br />

Pate. 1982 gründeten sie gemeinsam mit einigen anderen Sportbegeisterten<br />

den Ballonsportclub <strong>Reichshof</strong> e.V.<br />

Die Gemeinde <strong>Reichshof</strong> stellte dem Verein die große Wiese unterhalb des<br />

monte mare Bades zur Verfügung. Damit verfügt der Club über ein hervorragendes<br />

durch die Luftfahrtbehörde genehmigtes Heißluftballonstartgelände,<br />

das sich auch gut für Großereignisse nutzen lässt. So wurde bereits 1984 die<br />

Deutsche Meisterschaft ausgerichtet. Ein Jahr zuvor fand ein Vorbereitungswettkampf<br />

in Eckenhagen statt. Die ausgezeichnete Ausrichtung der Veranstaltung<br />

durch den Club und die hervorragende Unterstützung der Gemeinde<br />

<strong>Reichshof</strong> brachten im Anschluss an die Veranstaltung der Gemeinde <strong>Reichshof</strong><br />

den Ehrentitel „1. Deutsche Freiballon Republik“ ein. Es folgten in den<br />

nächsten <strong>Jahre</strong>n eine Reihe von überregionalen sportlichen Wettkämpfen<br />

und Freundschaftstreffen.<br />

In ganz Deutschland war die vom Verein selbst gegründete Opa-Rallye,<br />

wobei der teilnehmende Ballonpilot mindestens 50 <strong>Jahre</strong> alt sein musste,<br />

beliebt. Zur <strong>850</strong>-Jahr-Feier ist ein Freundschaftstreffen geplant, indem die<br />

Ballonhüllen den Eckenhagener Himmel in einem farbenfrohen Ambiente<br />

erscheinen lassen.<br />

Bilder rechts: Oberbergischer Wanderwagen, Veranstaltung der Kulturkantine, Minigolfanlage


62<br />

Dorfaktionstag Eiershagen Eckenhääner Landmarkt Der Berg ruft<br />

bewohner <strong>850</strong><br />

<strong>Jahre</strong> <strong>Reichshof</strong><br />

Dorfaktionstag Eiershagen<br />

Der Dorfaktionstag findet seit vielen <strong>Jahre</strong>n im kleinen<br />

oberbergischen Dörfchen Eiershagen statt. Die 122 Dorf-<br />

bewohner öffnen ihre Gärten und Höfe, laden die Besu-<br />

cher ein, einen ausgiebigen Blick hinter die malerische<br />

Kulisse des kleinen Dorfes zu werfen.<br />

Verschiedene kulinarische Angebote laden zum Verwei-<br />

len ein, schnell kommt man so mit anderen Besuchern<br />

oder den Dorfbewohnern ins Gespräch. Die Aussteller<br />

präsentieren ihre selbst hergestellten Waren, lassen die<br />

Besucher teilweise beim Produktionsprozess zuschauen.<br />

Eins steht fest: Langeweile entsteht im oberbergischen<br />

Eiershagen am Dorfaktionstag nie.<br />

Angesichts der Tatsache, dass der Organisations- und<br />

Zeitaufwand in den letzten <strong>Jahre</strong>n stetig gestiegen ist<br />

und keinerlei kommerzielle Interessen verfolgt werden,<br />

hat sich die Ortsgemeinschaft Eiershagen entschlos-<br />

sen, diese beliebte Veranstaltung in einem<br />

zweijährigen Rhythmus stattfinden zu<br />

lassen. Seit 2014 findet nun im „freien“<br />

Jahr der Eckenhääner Landmarkt statt.<br />

Eckenhääner Landmarkt<br />

Zahlreiche Besucher aus nah und fern besuchten im Jahr<br />

2016 den 2. Eckenhääner Landmarkt bei herrlichem Sonnenschein.<br />

Rund 60 Aussteller boten ihre regionalen und<br />

handgefertigten Waren und Kunstgegenstände rund um<br />

die idyllische Kulisse am Bauernhofmuseum in Eckenhagen<br />

an. Die kleinen Besucher konnten am Stand der<br />

Biologischen Station mit Kerstin Kiani basteln, am Stand<br />

der Waschfrau Wäsche reinigen oder ihr Glück an den<br />

beiden Glücksrädern des Affen- und Vogelparks und der<br />

Kurverwaltung versuchen. Das Bauernhofmuseum öffnete<br />

seine Pforten und zeigte wie unsere Vorfahren damals<br />

lebten. Am Infostand der Kurverwaltung wurde der neue<br />

Imagekatalog mit Gastgeberverzeichnis vorgestellt, Wanderführerin<br />

Regina Kerstin stellte ihre kulinarischen Wanderungen<br />

vor und gleich nebenan sorgten der Naturpark<br />

Bergisches Land sowie Das Bergische für eine umfassende<br />

touristische Beratung für die gesamte Wander- und<br />

Freizeitregion. Musikalisch wurde der Tag von der FFR Big<br />

Band Eckenhagen, den Eckenhääner Fanfaren und dem<br />

Musikzug <strong>Reichshof</strong> Odenspiel umrahmt. Die Besucher<br />

lauschten in ländlicher Atmosphäre der Musik während<br />

sie sich vom Heimatverein Eckenhagen, dem Hotel-Restaurant<br />

Barbarossa, der Bäckerei Gießelmann und dem<br />

Sinsperter Hof verwöhnen ließen.


63<br />

Der Berg ruft – ein Wandertag<br />

auf dem Bergischen Panoramasteig<br />

Zahlreiche Wanderer und Radfahrer folgten dem Aufruf der Kurverwaltung<br />

und wanderten hinauf zum Blockhaus und machten sich von dort weiter<br />

auf den Weg nach Nespen zur historischen Mühle und zum Aussichtspunkt<br />

„Krombacher Insel“ an der Wiehltalsperre.<br />

Am Rande der Wacholderheide bei Branscheid bot das bergische Naturmobil<br />

der Biologischen Station Oberberg den Kindern viele Mitmachaktionen<br />

und sorgte so für einen tollen Tag in der Natur. Pünktlich zur Veranstaltung<br />

zogen auch die Schafe der Biologischen Station zur alljährlichen Pflege in<br />

die Wacholderheide. Dieses schöne Bild ließ sich auch der WDR nicht entgehen<br />

und berichtete wie so häufig im Wetterbericht am Abend über das<br />

beliebte Ferienland <strong>Reichshof</strong>. Für einen bequemen Rücktransport sorgten<br />

die Fahrer des BürgerBus e.V..<br />

Kurverwaltung am Rodener Platz in Eckenhagen<br />

Im Jahr 2011 ist die Kurverwaltung aus dem bisherigen Haus des Gastes<br />

oberhalb der Ev. Kirche in den zentral örtlichen Bereich am Rodener Platz<br />

umgezogen.<br />

In den barrierearmen Räumlichkeiten finden die Gäste und Einheimischen<br />

die Touristinfo mit dem Puppen- und Mineralienmusum. Die Räumlichkeiten<br />

sind an sechs Tagen in der Woche geöffnet, zu dem in den NRW-Ferienzeiten<br />

(Ostern, Sommer, Herbst) auch sonntags.<br />

Die Touristinfo wurde vom Deutschen Tourismusverband geprüft, bewertet<br />

und zertifiziert. Nach dem Umbau und der Modernisierung des ehemaligen<br />

Hotels zur Post zu einem Nachbarschaftstreff, wird die Kurverwaltung an die<br />

<strong>Reichshof</strong>straße umziehen.<br />

Bilder rechts: Beratung in der Kurverwaltung, Mineralienmuseum, Puppenmuseum


64<br />

KONZEPTIONELLE AKTIVITÄTEN<br />

Arbeitskreis Freizeit und Tourismus<br />

Im Jahr 2011 gründete sich der Arbeitskreis Freizeit & Tourismus<br />

unter Leitung von Frau Marlies Allmann, der sich inzwischen<br />

nach erfolgreicher Arbeit aufgelöst hat. Er hatte es<br />

sich zur Aufgabe gemacht, die bestehenden touristischen<br />

Einrichtungen in der Gemeinde zu fördern, eigene Projekte<br />

zu realisieren und die Vermarktung zu intensivieren.<br />

Die Marketingstrategie des Ferienlands <strong>Reichshof</strong> muss<br />

permanent markt- und bedarfsgerecht weiterentwickelt<br />

werden. Das Tourismuskonzept versteht sich als mittelfristige<br />

Richtschnur zur Erreichung der definierten Ziele<br />

und muss stets den Bedürfnissen der Gäste und den touristischen<br />

Trends angepasst werden.<br />

Tourismuskonzept des Ferienlands <strong>Reichshof</strong><br />

Ziel, <strong>850</strong><br />

<strong>Jahre</strong> <strong>Reichshof</strong><br />

Die ehrenamtlichen Mitglieder des Arbeitskreises verfolg-<br />

ten in enger Zusammenarbeit mit der Kurverwaltung das<br />

Ziel, für Gäste und Einheimische ein größeres und reizvolle-<br />

res Angebot zu schaffen sowie den naturnahen Tourismus<br />

in der Region und den Freizeitwert zu stärken. Von 2011 –<br />

2014 wurden so z.B. der Waldlehrpfad und der Schwalbe<br />

Fahrradpark erneuert, der Prozessions-Wanderweg und<br />

die beiden Wiehlquellen-Wanderwege geschaffen, das<br />

Wanderevent „Vielfalt auf der Spur – Wandern in Reichs-<br />

hofs Natur“ organisiert, eine Werbeaktion auf den Wasse-<br />

retiketten der Haaner Felsenquelle durchgeführt und viele<br />

weitere Aktionen und Ideen für das Ferienland entwickelt.<br />

Zukunftsorientiertes Tourismuskonzept<br />

des Ferienlands <strong>Reichshof</strong><br />

Der Gemeinderat hat am 05. Januar 2016 das von der<br />

Kurverwaltung erarbeitete zukunftsorientierte Touris-<br />

muskonzept beschlossen. Unter dem Slogan „Wälder,<br />

Wiesen, Weitblick“ wird die zukünftige Entwicklung für<br />

das Ferienland <strong>Reichshof</strong> auf rund fünfzig Seiten darge-<br />

stellt. Der Schwerpunkt des Konzeptes liegt auf dem Na-<br />

tur- und Aktivtourismus und beinhaltet neben strategi-<br />

schen Analysen, die für das Ferienland definierten Ziele<br />

und daraus abgeleiteten Maßnahmen.<br />

Messeauftritt des Ferienlands <strong>Reichshof</strong> bei der „Tour Natur“ in Düsseldorf


65<br />

Postkarten gestern und heute<br />

Altes Leporello im Miniformat


66<br />

1.<br />

2.<br />

<strong>850</strong><br />

<strong>Jahre</strong> <strong>Reichshof</strong><br />

3.<br />

4.<br />

5.<br />

1. Hotel Jaeger, Odenspiel (1970)<br />

2. Familienausflug nach <strong>Reichshof</strong><br />

3. Wacholderheide<br />

4. Wintersport in Hähnen<br />

5. Die Jugendherberge auf dem Blockhaus


67<br />

2.<br />

1.<br />

1. Winter-Kutschfahrt für die Gäste<br />

2. Rasthaus Rassner Sommerfrische in Odenspiel<br />

3. Gokart-Ring Hahn<br />

4. Grillplatz in Oberagger<br />

5. Wanderparkplatz<br />

3.<br />

4.<br />

5.


<strong>850</strong> <strong>Jahre</strong> <strong>Reichshof</strong>


69<br />

DIE KULTURLANDSCHAFT<br />

IN DER GEMEINDE REICHSHOF<br />

„Kultur ist nicht alles, aber ohne Kultur ist alles nichts.”<br />

Die Gemeinde <strong>Reichshof</strong> weist eine lebendige und vielfältige<br />

Kulturlandschaft auf. Einrichtungen, Vereine, Gemeinschaften,<br />

Künstler und Akteure sowie die Gemeindeverwaltung<br />

bereichern mit über 600 Angeboten und<br />

Veranstaltungen im Jahr das kulturelle Leben in den 106<br />

Dörfern <strong>Reichshof</strong>s.<br />

Mit Konzerten, Ausstellungen, Kindertheater, Literatur<br />

und Angeboten aus der Kleinkunst hält die Gemeinde<br />

<strong>Reichshof</strong> rund ums Kalenderjahr vielfältige kulturelle<br />

Angebote vor. Theatervorstellungen bieten Kindern ab<br />

dem Kindergartenalter bis hin zu Schülern der weiterführenden<br />

Klassen kulturelles Erleben. Große Sommerkonzerte<br />

der Blasmusik erfreuen im Wechsel mit Chorkonzerten<br />

Gäste aus weitem Umkreis. Bands und Musiker aus<br />

der Regionen bereichern das musikalische Angebot mit<br />

aktueller Rock- und Popmusik und eigenen Kompositionen.<br />

Im Rathaus zeigen Ausstellungen die Arbeiten von<br />

Künstlern aus <strong>Reichshof</strong> und dem Oberbergischen Kreis.<br />

Kabarett, Kleinkunst und Lesungen werden von der Gemeinde<br />

<strong>Reichshof</strong> ebenfalls angeboten. Zudem unterstützt<br />

sie kulturelle Vereine und Initiativen und versteht<br />

sich als Anlauf- und Schnittstelle für Kreative und kulturell<br />

Engagierte. So werden Projekte aus den Bereichen<br />

Darstellende Kunst, Musik, Literatur, Bildende Kunst und<br />

Medien präsentiert und unterstützt.<br />

Auch die Schulen in <strong>Reichshof</strong> bereichern mit Konzerten,<br />

Theateraufführungen, Zirkusprojekten oder Aktionstagen<br />

das kulturelle Leben in einer großen Bandbreite, die<br />

von viel Engagement und Einfallsreichtum geprägt sind.<br />

Im Jugendzentrum „Freestyle“ in Eckenhagen erleben<br />

Kinder und junge Menschen Kultur zum Anfassen durch<br />

Workshops, Musikband-Angebote und vielem mehr. Das<br />

Jugendzentrum hat einen ausgezeichneten Ruf und wird<br />

von zahlreichen Jugendlichen sehr gerne besucht.<br />

Die Bücherei der Gemeinde <strong>Reichshof</strong> hält mit Romanen<br />

und anderer schöner Literatur, Sachbüchern, Lexika,<br />

Kinder- und Jugendbüchern, zahlreichen CD Roms,<br />

Hörbüchern für Erwachsene und Kinder, CDs und MCs<br />

ein umfassendes Medienangebot vor. Mit Themenveranstaltungen<br />

zu jahreszeitlichen Höhepunkten<br />

werden Kinder spielerisch ans Lesen<br />

herangeführt. Die Bücherei ist<br />

Anlaufstelle für alle Bürger<br />

und kooperiert eng mit<br />

der Grundschule und der<br />

Gesamtschule <strong>Reichshof</strong> in<br />

Eckenhagen.


MGV Glückauf-Sangeslust e.V. Wildbergerhütte<br />

Kunsthaus Zur Mitte<br />

findet <strong>850</strong><br />

<strong>Jahre</strong> <strong>Reichshof</strong><br />

Die alte Schule in Hespert (Baujahr 1833) wurde in den<br />

<strong>Jahre</strong>n 1989 bis 1991 zur kulturellen Begegnungsstätte,<br />

dem „KUNST KABINETT HESPERT“ umgebaut. Hier<br />

findet der anspruchsvolle Liebhaber der schönen Künste<br />

ständig wechselnde Ausstellungen namhafter nationaler<br />

und internationaler Künstler sowie Konzerte und Klein-<br />

kunstveranstaltungen.<br />

Neben Franz Bodo Gerono, der das weithin bekannte<br />

Kleinod der Künste seit 25-<strong>Jahre</strong>n ehrenamtlich führt,<br />

steht der Förderverein, mit seinem Vorstandsteam un-<br />

ter Leitung von Herrn Hellmut Riebeling Pate für den an-<br />

spruchsvollen Kunst- und Kulturgenuss.<br />

Im historischen Fachwerkgebäude des „Kunsthaus Zur<br />

Mitte“ in Sinspert werden wechselnde Ausstellungen<br />

zeitgenössischer Künstler von der Malerin Frau Luise<br />

Freitag-Badenhausen präsentiert. Zudem finden Kurse,<br />

Tagungen, Seminare, und Vortragsveranstaltungen statt.<br />

Die renommierte Künstlerin unterrichtet Kunstinteres-<br />

sierte in Malerei, Grafik, Skulpturen, Objekte, Installatio-<br />

nen und Fotografie.<br />

In Eckenhagen legt die Künstlerin und Malerin Frau<br />

Maria Möller ihren Schwerpunkt auf Motive, wie heimische<br />

Kühe, Landschaften und rd. 279 Portraits der Oberbergischen<br />

Bevölkerung in einem besonderen Projekt.<br />

Für jeden 1.000sten Oberberger malt Frau Möller das Portrait<br />

einer Bürgerin oder eines Bürgers.<br />

Kunst Kabinett Hespert


71<br />

Ein erstes Highlight im Jahr bieten die Karnevalsvereine in unserer Gemeinde,<br />

wenn die „fünfte <strong>Jahre</strong>szeit“ ihren Höhepunkt erreicht. Mit eigenen<br />

Dreigestirnen, Prinzenpaaren und Garden sowie Tanzgruppen bieten die KG<br />

Rot-Weiß Denklingen, die KG Tolle Elf Wildberg, die KG FroschKöppe Brüchermühle<br />

und die KPG Eckenhagen närrisches Treiben im Gemeindegebiet. Mit<br />

ihren Fest- und Prunksitzungen und dem Karnevalsumzug in Denklingen bieten<br />

sie ein Forum für alle „Jecken“ und feiern natürlich begeistert mit. Für<br />

ihre zahlreichen Gäste und Freunde veranstaltet die KG Rot-Weiß Denklingen<br />

sehr gut besuchte Open-Air Konzerte im sommerlichen Denklinger Burghof.<br />

Eine große Vielfalt zeigen und pflegen neunzehn <strong>Reichshof</strong>er Musikvereine.<br />

Blasmusikkapellen und Posaunenchöre spielen die Bandbreite zwischen<br />

traditioneller Musik, Musik des 20ten Jahrhunderts wie Swing, Jazz,<br />

Boogie Woogie, bis hin zur aktuellen Rock- und Popmusik und Filmmusikkompositionen.<br />

Auch Chöre und Kirchenchöre pflegen traditionelles Liedgut<br />

und moderne Lieder und Songs gleichermaßen.<br />

Einst als Bergmannschor im Jahr 1901 gegründet, werden auch nach mehr<br />

als der 115-jährigen Vereinsgeschichte die Werte des Zusammenhaltes, der<br />

Geselligkeit und der Freude am Gesang beim MGV Glückauf-Sangeslust<br />

e.V. Wildbergerhütte groß geschrieben. Die hochmotivierten 34 Sänger,<br />

unter der Leitung von Clemens Bröcher, pflegen den gehobenen Chorgesang<br />

und es macht ihnen große Freude, wenn ihr Liedgut bei den Zuhörern<br />

gut ankommt. Das Jahr 2015 war ein Meilenstein in der Chorgeschichte<br />

des MGV. Beim Meisterchorsingen in Lennestadt erhielten die Herren<br />

für ihre vorgetragenen Lieder dreimal die Benotung „sehr gut“ und einmal<br />

„gut“. Vorausgegangen waren intensive und zahlreiche Proben. Das gemeinsame<br />

Ziel und den Titel vor Augen, engagierten sich die Sänger außerordentlich<br />

und steigerten die Probenbeteiligung auf 90 %, wie Vorsitzender<br />

Ulrich Cilimba berichtete. Alle Mühen wurden mit dem Titel „Meisterchor“<br />

belohnt und unter dem Beifall der mitgereisten Fans bejubelt.<br />

Bilder rechts: Konzert im Burghof Denklingen, Karnevalsumzug in Denklingen,<br />

die KG Tolle Elf Wildberg


Gemischter Chor Heidberg (1920) MGV Cäcilia Blaskapelle, Denklingen (1913)<br />

Schützenfest Eckenhagen (1937)<br />

mit <strong>850</strong><br />

<strong>Jahre</strong> <strong>Reichshof</strong><br />

Hochwertige Konzerte an der historischen Barockorgel<br />

in der Ev. Kirche zu Eckenhagen stehen in jedem Jahr<br />

auf dem kulturellen Programm. Zu der Konzertreihe<br />

mit international bekannten Künstlern laden die Ev. Kir-<br />

chengemeinde Eckenhagen und der Kirchenkreis An der<br />

Agger in Zusammenarbeit mit der Gemeinde <strong>Reichshof</strong><br />

ein. Künstlerischer Leiter der Konzerte ist Kreiskantor<br />

Hans-Peter Fischer, der die Konzert-Reihen zudem mit<br />

großen Orchester- und Choraufführungen ergänzt. Die<br />

Konzerte stehen in der Reihe musikalischer Veranstaltun-<br />

gen in der Evangelischen Kirche Eckenhagen, die der be-<br />

sonderen Bedeutung der aufwendig restaurierten Orgel<br />

und des barocken Kirchenraumes entspricht. Ohne das<br />

große ehrenamtliche Engagement vieler Menschen aus<br />

der Umgebung wären jedoch auch diese Konzerte nicht<br />

realisierbar. Dies gilt auch für alle anderen Kirchenge-<br />

meinden in <strong>Reichshof</strong>, die den <strong>Jahre</strong>sverlauf durch Kon-<br />

zerte, Feste und Angebote bestens füllen.<br />

Ebenfalls bereichern Dorf-, Heimat-, Bürger- und<br />

Schützenvereine mit ihren Festen das kulturelle Le-<br />

ben in der Gemeinde. Schützenfeste haben in <strong>Reichshof</strong><br />

eine lange Tradition und bilden mit mehrtägigen Veran-<br />

staltungen sommerliche Höhenpunkte. Jeweils im ganzen<br />

Dorf und der Umgebung wird mitgefeiert, wenn die<br />

Schützen in Eckenhagen, Heidberg, Sinspert und Wildberg<br />

zum Wettschießen aufrufen und ihre neuen Majestäten<br />

krönen und die WettbewerbssiegerInnen würdigen.<br />

Genauso beliebt sind die Feiern der Heimat- und Dorfvereine<br />

sowie der Freiwilligen Feuerwehr. Auch hier wird Tradition<br />

mit Moderne verbunden, etwa beim „Erpelsfest“<br />

der Feuerwehr in Denklingen oder dem „Kappesfest“ des<br />

Heimatvereins Eckenhagen, oder das Lampionfest der<br />

Lampionfest der FFR Big Band im Eckenhagener Kurpark


73<br />

FFR Big Band im Eckenhagener Kurpark, um nur drei Beispiele aus den vielfältigen<br />

Angeboten zu nennen.<br />

In <strong>Reichshof</strong> wird eine Vielfalt an besonderen Märkten geboten. Die ältesten,<br />

wie der Oberbergische Töpfermarkt und die Burgweihnacht in<br />

Denklingen, sind seit Jahrzehnten Besuchermagnete. Der Dorfaktionstag in<br />

Eiershagen und im Wechsel der Landmarkt in Eckenhagen, der Mittelaltermarkt<br />

in Denklingen, der Herbstmarkt in Wildbergerhütte, der bäuerliche<br />

Weihnachtsmarkt in Odenspiel und viele weitere große und kleine Märkte<br />

bewegen sich zwischen Tradition und Kunst und machen das Leben in<br />

<strong>Reichshof</strong> noch ein Stück schöner.<br />

Privatinitiativen kulturinteressierter Menschen aus ganz <strong>Reichshof</strong> ergänzen<br />

das kulturelle Angebot, wie zum Beispiel die Kulturkantine in<br />

Eckenhagen. Rock- und Indipendentmusik, Gitarren- oder Harfenkonzerte,<br />

Poetry-Slams, Biertasting und vieles mehr zeigen, wie lebendig und<br />

lebenswert unsere Heimatgemeinde <strong>Reichshof</strong> ist.<br />

Bilder rechts: Hstorische Barockorgel in der Ev. Kirche zu Eckenhagen, Dorfaktionstag in Eiershagen,<br />

Mittelaltermarkt in Denklingen


74<br />

2.<br />

<strong>850</strong><br />

<strong>Jahre</strong> <strong>Reichshof</strong><br />

1.<br />

4.<br />

1. Feuerwehrkapelle Denklingen (1930)<br />

2. Kath. Mädchengruppe (1932)<br />

3. CVJM Ohlhagen (1930)<br />

4. Chor Dresbach (1928)<br />

5. Ev. Posaunenchor Denklingen (1912)<br />

3.<br />

5.


75<br />

1. 2.<br />

1. Volkenrath<br />

2. Odenspiel (1935)<br />

3. Kapelle Odenspiel<br />

4. Kapelle Sinspert (1935)<br />

5. Sotterbach (1925)<br />

6. Kath. Kirche Eckenhagen (1962)<br />

7. Ev. Kirche Heidberg<br />

8. Ev. Kirche Eckenhagen<br />

9. Ev. Kapelle Wildberg (1962)<br />

3.<br />

4.<br />

5.<br />

6.<br />

7.<br />

8.<br />

9.


<strong>850</strong> <strong>Jahre</strong> <strong>Reichshof</strong>


77<br />

BILDUNG IN DER GEMEINDE REICHSHOF<br />

Die historische Entwicklung von zwanzig Volksschulen<br />

im Gebiet der Altgemeinden Denklingen und Eckenhagen<br />

wird vom Heimatforscher Oswald Gerhard in seinem<br />

Heimatbuch „Eckenhagen und Denklingen im Wandel<br />

der Zeiten“ aus dem Jahr 1953 sehr umfassend beschrieben<br />

und nachfolgend auszugsweise wiedergegeben.<br />

„Bei dem furchtbaren Brand des Dorfes Eckenhagen in<br />

der Nacht vom 17. auf den 18. April 1777, dem das Schulhaus<br />

und 47 weitere Häuser zum Opfer fielen, wurden<br />

auch das Dach, die Inneneinrichtung, der Turmhelm und<br />

der Glockenstuhl der Kirche zerstört.“ Damit gingen wertvolle<br />

Unterlagen zur früheren Schulgeschichte für immer<br />

verloren.<br />

Über die Jahrhunderte hinweg hat sich das Schulleben<br />

im Gebiet der heutigen Gemeinde <strong>Reichshof</strong> immer weiter<br />

entwickelt und zahlreiche kleine Dorfschulen sind in<br />

den verschiedenen Ortschaften entstanden. Zu nennen<br />

sind die Volksschulen: Baldenberg (heute Bergneustadt),<br />

Berg, Bergerhof, Denklingen, Dorn, Dreschhausen, Drespe,<br />

Eckenhagen, Hahnenseifen, Heischeid, Hespert,<br />

Hunsheim, Mennkausen, Mittelagger, Nosbach, Oberderschlag<br />

(heute Gummersbach), Oberwehnrath, Odenspiel,<br />

Ohlhagen, Sotterbach.<br />

Interessant ist dabei auch die Beschreibung der sog.<br />

„Heckschulen“ von Oswald Gerhard. – „Die Kirchspielschulen“<br />

Eckenhagen, Odenspiel und Denklingen, wie<br />

auch die alte Schule zu Dorn werden von den weit entfernt<br />

liegenden Höfen<br />

ziemlich wenig besucht<br />

worden sein,<br />

da namentlich bei<br />

ungünstiger Witterung<br />

die Wege zu<br />

weit und zu schlecht<br />

waren. (Chausseen wurden<br />

erst um die Mitte des 19. Jahrhunderts gebaut.) Oft<br />

zwangen schon die ärmlichen Verhältnisse dazu.“<br />

Landrat Maurer berichtet noch 1863:<br />

„Eine fast die ganze Bevölkerung zu sehr in Anspruch<br />

nehmende Sorge für den Lebensunterhalt, die auch die<br />

schulpflichtige Jugend schon in ihren drückenden Bereich<br />

zieht, lässt eine nur sehr dürftige, auf die Schule<br />

vorbereitende und sie begleitende häusliche Erziehung<br />

aufkommen. Primum vivere, deinde philosophari (erst<br />

leben, dann lernen) darf bei der Beurteilung des hiesigen<br />

Schulwesen nicht außer acht gelassen werden.“ Ebenso<br />

fehlte der staatliche Zwang. Zwar erschien schon am<br />

19. Mai 1813 eine Verfügung: Der Schulbesuch darf in keiner<br />

<strong>Jahre</strong>szeit unterbrochen werden, nur zur Erntezeit<br />

sind den Lehrern auf dem Lande höchstens 14 tägige Ferien<br />

gestattet.<br />

So wuchsen denn viele ohne Schulkenntnisse auf, weshalb<br />

man noch gegen Ende des vorigen Jahrhunderts<br />

Leute antreffen konnte, die ihre Unterschrift - weil des<br />

Schreibens unkundig - durch andere machen lassen


78<br />

schulen <strong>850</strong><br />

<strong>Jahre</strong> <strong>Reichshof</strong><br />

mussten bzw. an deren Stelle drei Kreuzeszeichen setzten.<br />

Entfernt liegende Höfe taten sich darum zusammen<br />

und hielten sich einen „Schulmeister“, um den Kindern<br />

wenigstens das allernötigste Schulwissen beizubringen.<br />

So entstanden die „Heckschulen“. Sie werden wohl auch<br />

Winkelschulen genannt, wiewohl die beiden Ausdrücke<br />

nicht gleichbedeutend sind. „Bei den Winkelschulen<br />

handelt es sich um solche Veranstaltungen, die von umherziehenden,<br />

von entgleisten Existenzen bald hier, bald<br />

dort aufgetan wurden. Während solche „Schulhalter“<br />

sich aller Aufsicht entzogen, standen die von ortsange-<br />

sessenen achtbaren Gemeindegliedern geleiteten Heck-<br />

schulen unter Aufsicht des Pfarrers und wurden auch von<br />

höheren Behörden geduldet“.<br />

In der damaligen Bürgermeisterei Eckenhagen gab es<br />

1860 nur vier Schulen. Durch den Bevölkerungszuwachs<br />

waren es 1931 bereits 11 Schulen mit 14 Lehrern. Im Lau-<br />

fe der Jahrzehnte nahm die Zahl der Schülerinnen und<br />

Schüler immer weiter zu und die teilweise überalterten,<br />

50 bis 100 <strong>Jahre</strong> alten Schulgebäude waren für einen an-<br />

gemessenen Schulunterricht nicht mehr geeignet.<br />

Anfang der 1960er <strong>Jahre</strong> sahen die Gemeinderäte in den<br />

Altgemeinden Denklingen und Eckenhagen die Notwen-<br />

digkeit, neue moderne Schulgebäude zu errichten. Dabei<br />

kam den Siedlungsschwerpunkten Denklingen, Ecken-<br />

hagen, Hunsheim und Wildbergerhütte eine besondere<br />

Bedeutung zu.<br />

Aus der Schulchronik der Grundschule Denklingen<br />

ist folgendes zu entnehmen. „Die Schule am Hermann-<br />

Löns-Weg wurde 1964/65 gebaut (man sieht den Grundstein<br />

in der Eingangshalle) und wurde im Jahr 1966 bezugsfertig.<br />

Am 29. September zogen die 82 Schüler mit<br />

ihren drei Lehrern -Frau Braun, Herr Wirths und Herr Recke<br />

– in das neue Gebäude. Bis dahin hatten die Schüler<br />

und Lehrer in untragbaren Verhältnissen gelebt. Es gab<br />

eine katholische und eine evangelische Volksschule. Die<br />

Klassen waren in fünf alten, zum Teil baufälligen Gebäuden<br />

untergebracht – das älteste war 107 <strong>Jahre</strong> alt.<br />

Als 1962/63 die neue Turnhalle am Bitzenweg gebaut<br />

wurde, hatte man die Idee, eine neue Schule zu bauen. Es<br />

stellte sich aber heraus, dass der Platz für das Gebäude<br />

und den Schulhof nicht ausreichen würde, und so entschied<br />

man sich für das Grundstück am Hermann-Löns-<br />

Weg. Das neue Gebäude war aber damals noch kleiner<br />

als heute, so groß, wie der rechte Flügel, war auch der<br />

Flügel auf der linken Seite, allerdings zweigeschossig.<br />

Alle anderen Räume wurden in mehreren Erweiterungsbauten<br />

hinzugefügt. Die beiden Trakte links und rechts<br />

waren für die evangelische und die katholische Schule<br />

gedacht, entsprechend gab es auch zwei Lehrerzimmer<br />

(und zwei Lehrertoiletten).<br />

Berufsparcours an der Gesamtschule Eckenhagen


79<br />

1.<br />

2.<br />

3.<br />

4.<br />

6.<br />

5.<br />

1. Schule Dreschhausen (1923)<br />

2. Schule Hunsheim (1947)<br />

3. Kath. Volksschule, Denklingen (1950)<br />

4. Schulklasse 1909 der Schule Berg<br />

5. Schule Mennkausen<br />

6. Schule Oberwehnrath<br />

7. Schule Hespert<br />

8. Das Schulhaus Hespert erhält eine neue Glocke (1930)<br />

9. Schule Mittelagger<br />

7.<br />

8.<br />

9.


80<br />

<strong>850</strong><br />

<strong>Jahre</strong> <strong>Reichshof</strong><br />

1967 wurde das Hallenbad Brüchermühle eingeweiht, in<br />

dem dann der Schwimmunterricht stattfinden konnte.<br />

Das Hallenbad wurde im Jahr 1997/1998 wegen erheblicher<br />

Gebäudeschäden aufgegeben und beherbergt heute<br />

eine freikirchliche Gemeinde.<br />

Bis 1968 gab es außerdem in Brüchermühle eine Evangelische<br />

Volksschule (jetzt Bauhof der Gemeinde <strong>Reichshof</strong>).<br />

Entsprechend dem neuen Schulordnungsgesetz<br />

wurde am 01. August 1968 die Gemeinschaftsgrundschule<br />

Denklingen gegründet und der Schulbezirk Brücher-<br />

mühle wurde aufgelöst.<br />

Weil aber in dem neuen Schulgebäude auch die älte-<br />

ren Klassen ihre Räume hatten - die Hauptschule in<br />

Eckenhagen war noch nicht gebaut – reichte der Platz<br />

für die neue Grundschule nicht und die Klassen wurden<br />

nun wieder in drei Gebäuden unterrichtet: in der neu-<br />

en Schule am Hermann-Löns-Weg, im ehemaligen HJ-<br />

Heim, Auf der Hardt (ab 1970) und in der Schule in Brü-<br />

chermühle. Es gab jetzt 283 Schüler, die in neun Klassen<br />

unterrichtet wurden. Schulleiter war Herr Karl Theuer.<br />

Bis zum Weggang der Hauptschüler nach Eckenhagen<br />

wuchs die Zahl auf 310.<br />

In der Grundschule Denklingen werden nach der amtli-<br />

chen Schulstatistik vom 15. Oktober 2016 für das Schul-<br />

jahr 2016/2017 in neun Klassen 193 SchülerInnen unter-<br />

richtet. Eine grundlegende energetische Sanierung und<br />

Modernisierung des Grundschulstandortes mit Turnhalle<br />

soll in den nächsten <strong>Jahre</strong>n im Zuge des im Jahr 2017<br />

aufzustellenden Integrierten Handlungskonzeptes Phase<br />

II mit einer zu beantragenden Bundes- und Landesförderung<br />

erfolgen.<br />

Für den heutigen Grundschulstandort in Wildbergerhütte<br />

wurde im Jahr 1963 eine Neubaulösung auf den<br />

Weg gebracht.<br />

Hier gelang es ebenfalls die beiden Konfessionen unter<br />

ein Dach zu bringen, in dem in baulicher Zusammenfassung<br />

eine 5-klassige evangelische und eine 4-klassige<br />

katholische Volksschule geplant werden konnte. Gleichzeitig<br />

sollte mit Unterstützung des Landes eine Lehrschwimmhalle<br />

mit einem 12,50 m x 8,00 m Becken mit<br />

Hubboden errichtet werden.<br />

Am 07. April 1967 war es dann soweit, die neue Grundschule<br />

mit Lehrschwimmhalle und Gymnastikraum<br />

konnte ihrer Bestimmung in Wildbergerhütte übergeben<br />

werden. Die Schule war auch Standort für die neu eingerichtete<br />

9. Klasse und sollte auch die spätere Hauptschule<br />

wegen ihrer Zentralfunktion aufnehmen.<br />

„Die Welle“ Theaterprojekt der Gesamtschule Eckenhagen (2015)


81<br />

Heute trägt die Grundschule in Wildbergerhütte den Namen „Regenbogenschule“.<br />

In den nächsten <strong>Jahre</strong>n wird der Grundschulstandort im Rahmen<br />

des Gebäudesanierungsprogramms der Gemeinde <strong>Reichshof</strong> einer grundlegenden<br />

energetischen und technischen Sanierung unterzogen. Diese<br />

Maßnahmen sollen ebenfalls mit Bundes- und Landesförderung im Rahmen<br />

eines Integrierten Handlungskonzeptes -Phase II erfolgen, das im Jahr<br />

2017 erarbeitet wird.<br />

In der Regenbogenschule Wildbergerhütte werden nach der amtlichen<br />

Schulstatistik vom 15. Oktober 2016 für das Schuljahr 2016/2017 in sechs<br />

Klassen 133 SchülerInnen unterrichtet.<br />

Die Grundschule in Hunsheim trägt den Namen: „Peter von Heydt-Grundschule“<br />

und schlägt damit eine Brücke in die Historie.<br />

Der verstorbene Herr des Sattelguts Alpe, Peter von Heydt, vermachte seinen<br />

zehn Aggerhöfen (Alpe, Berghausen, Hunsheim, Dorn, Fahrenberg, Seifen,<br />

Merkhausen, Ohlhagen, Allinghausen und Allenbach) testamentarisch ein<br />

Haus mit Garten, welches ausdrücklich für schulische und geistliche Zwecke<br />

zu verwenden war. Für die Lehrtätigkeit wurden Theologiekandidaten herangezogen,<br />

die ein abgeschlossenes Theologiestudium vorweisen konnten.<br />

Im Dezember 1840 brannte das Schulhaus zu Dorn ab. Der fast unversehrte<br />

Schulsaal wurde in seine Bestandsteile zerlegt und mitsamt seiner Inneneinrichtung<br />

komplett nach Hunsheim geschafft und dort wieder aufgebaut.<br />

1841 wurde der neue Schulsaal in Hunsheim in Gebrauch genommen. Da<br />

der Fachwerkbau des Hunsheimer Schulsaals trotz einiger Reparaturen baufällig<br />

war, beschloss man, die Errichtung eines neuen Schulhauses in Hunsheim.<br />

Am 11. Dezember 1887 begann für die neue 2. Klasse der Unterricht im<br />

2. Stock des Gebäudes. Etwa 100 <strong>Jahre</strong> lang erfüllte dieses Gebäude seinen<br />

Zweck, bevor der immer schlechter werdende bauliche Zustand und die<br />

stetig wachsende Schülerzahl neue Klassenräume unbedingt erforderlich<br />

Bilder rechts: Plätzchenbacken und Vorstellung eines Bläserchors an der Grundschule in Denklingen


82<br />

Gemeinschaftsgrundschule Eckenhagen<br />

Gemeinschaftsgrundschule Denklingen<br />

gen <strong>850</strong><br />

<strong>Jahre</strong> <strong>Reichshof</strong><br />

machten. Schon seit einigen <strong>Jahre</strong>n mussten Klassen<br />

behelfsmäßig in Holzpavillons, der Kirche und im Sän-<br />

gerheim untergebracht werden. Auch die sanitären Anla-<br />

gen und Einrichtungen fehlten gänzlich. Die Altgemeinde<br />

Denklingen geriet unter Zugzwang.<br />

Am 20. Januar 1965 fasste der Gemeinderat den Beschluss,<br />

in Hunsheim ein neuzeitliches Schulzentrum zu errichten,<br />

das mit allen Einrichtungen versehen war, die zu einer<br />

modernen Schule gehören. Die neue Schule sollte acht<br />

Klassen mit der Erweiterungsmöglichkeit um zwei weitere<br />

Klassen umfassen. Weiterhin war eine Sporthalle, ein Lehr-<br />

schwimmbecken und eine Hausmeisterwohnung geplant.<br />

Im Mai 1968 wurde mit den Bauarbeiten begonnen und<br />

am 30. Januar 1970 erfolgte die feierliche Einweihung<br />

des neuen Grundschulzentrums, das bis zum heutigen<br />

Tage ein wichtiger Schulstandort in der Gemeinde ist.<br />

Im Rahmen des umfassenden Gebäudesanierungskon-<br />

zeptes der Gemeinde <strong>Reichshof</strong> wurde als erstes Projekt<br />

das Grundschulzentrum Hunsheim mit Sporthalle und<br />

Lehrschwimmhalle in den <strong>Jahre</strong>n 2010 bis 2011 grundle-<br />

gend modernisiert und technisch auf den neusten Stand<br />

gebracht. Es wurden ca. 5,0 Mio. Euro investiert.<br />

In der Peter von Heydt-Grundschule Hunsheim werden<br />

nach der amtlichen Schulstatistik vom 15. Oktober 2016<br />

für das Schuljahr 2016/2017 in sieben Klassen 157 SchülerInnen<br />

unterrichtet.<br />

Zur Schulentwicklung in Eckenhagen schreibt Oswald<br />

Gerhard: „Eckenhagen, das im 16. Jahrhundert der Mittelpunkt<br />

des bergischen Bergbaues und der Sitz der höheren<br />

Bergbeamten war und in einer Urkunde vom 07.Oktober<br />

1544 „Bergstadt“ genannt wird, hatte wohl schon<br />

in der vorreformatorischen Zeit eine Schule, die für die<br />

Unterweisung der Jugend zu sorgen hatte. Ein Beleg dafür<br />

scheint uns, eine im Staatsarchiv zu Koblenz vorhandene<br />

Handschrift eines Mirakel- (Wunder)büchleins der<br />

Wallfahrtskirche Marienthal bei Hamm a. d. Sieg aus dem<br />

<strong>Jahre</strong> 1483 zu geben. Es heißt darin: „Item hat des neuen<br />

scholmester sonnes jußfraue von Eckenhagen lange<br />

zit krank gewest, so dat ir de kertze yn de hant gaben ...“<br />

Wenn wir es auch mit einer Pfarrschule zu tun haben, an<br />

der die Vikare Verwendung fanden, so sind hier vermutlich<br />

doch schon Anfänge einer weltlichen Schule erkennbar,<br />

da von Schulmesters „Sohn“ die Rede ist. Sie wird<br />

später einer Kirchspielschule haben Platz machen müssen<br />

infolge der Verordnung des Herzogs Wilhelm von Berg<br />

vom <strong>Jahre</strong> 1554, das in jedem Kirchspiel eine Schule zu


83<br />

Regenbogenschule Wildbergerhütte<br />

Peter-von-Heydt Grundschule Hunsheim<br />

unterhalten ist. Durch den Kirchenbrand in Eckenhagen<br />

im Jahr 1777 sind leider alle Archivalien, die uns vielleicht<br />

Aufschluss hätten geben können, vernichtet worden.“<br />

„Die Grundschule Eckenhagen (aus der Schulchronik<br />

40 <strong>Jahre</strong> Gemeinschaftsgrundschule Eckenhagen) ist aus<br />

der evangelischen und katholischen Volksschule hervorgegangen.<br />

Während des Dritten Reiches wurden die<br />

beiden Schulen zur Gemeinschaftsschule zusammengelegt,<br />

aber schon 1945 gab es eine Abstimmung über die<br />

erneute Trennung, die dann 1948 vollzogen wurde“.<br />

Sport an der Gesamtschule Eckenhagen<br />

Im Einzugsbereich des Ortes Eckenhagen entwickelten<br />

sich die Schülerzahlen ebenfalls deutlich nach oben, so<br />

dass auch hier bereits 1966 über größere Lösungen nachgedacht<br />

wurde.<br />

Im Jahr 1968 erfolgte eine Schulreform im Land NRW. Hatte<br />

man schon vorher die Mittelpunktschulen eingeführt,<br />

wodurch zum Beispiel in den Altgemeinden Denklingen<br />

und Eckenhagen die kleinen Schulen in Wehnrath,<br />

Hespert, Mittelagger, Hahnenseifen und Dreschhausen<br />

in die größeren Systeme in Eckenhagen und Wildbergerhütte<br />

integriert wurden, so wurde im Jahr 1968 vom<br />

Land NRW die Hauptschule für die Klassen fünf bis neun<br />

eingeführt. Später, ab 1974, kam die 10. Klasse mit der<br />

mittleren Reife hinzu. Untergebracht wurden alle Schülerinnen<br />

und Schüler in den alten Gebäuden der ehemaligen<br />

Schulen in Mittelagger, Wehnrath, Hespert, der kath.<br />

und ev. Volkschule in Eckenhagen.<br />

Mit der Inbetriebnahme des Schulzentrums Eckenhagen<br />

im Jahr 1974 wurde die Grundschule zusammengeführt<br />

und 330 Kinder fanden eine neue Schulheimat. In der<br />

Grundschule Eckenhagen werden nach der amtlichen<br />

Schulstatistik vom 15. Oktober 2016 für das Schuljahr<br />

2016/2017 in acht Klassen 172 SchülerInnen unterrichtet.


84<br />

Die kommunale Neugliederung im Jahr 1969 entfachte in<br />

<strong>Reichshof</strong> das politische Tauziehen über die künftigen Standorte<br />

für das Rathaus und das Schulzentrum mit Hauptund<br />

Grundschule. Im Rahmen der kontrovers geführten<br />

Diskussionen lösten sich sogar die Fraktionen des Gemeinderates<br />

auf und bildeten gebietsbezogene Arbeitsgruppen.<br />

richten, <strong>850</strong><br />

<strong>Jahre</strong> <strong>Reichshof</strong><br />

Die stärkere Arbeitsgemeinschaft Denklingen/Eckenhagen<br />

setzte sich durch und so wurde das Rathaus in Denklingen<br />

und das Schulzentrum in Eckenhagen errichtet. Die Überlegungen,<br />

wegen der weiten Anfahrtswege für die Haupt-<br />

schüler auch eine Hauptschule in Wildbergerhütte einzu-<br />

richten, wurde von der Schulaufsicht nicht akzeptiert.<br />

Damit war die Entscheidung für ein modernes Schulzent-<br />

rum in Eckenhagen gefallen. Das Schulgebäude sollte eine<br />

5–6zügige Hauptschule mit 28 Klassen und eine Grund-<br />

schule mit 12 Klassen aufnehmen. Die bis dahin beste-<br />

henden Volksschul-Oberstufen in Denklingen, Eckenha-<br />

gen, Hunsheim und Wildbergerhütte sollten in der neuen<br />

Hauptschule in Eckenhagen zusammengefasst werden.<br />

Der erste Spatenstich für das neue Schul- und Sportzen-<br />

trum Eckenhagen erfolgte am 15. Mai 1972, die offizielle<br />

Einweihung fand am 18. Oktober 1974 statt. Mit dem ers-<br />

ten Unterricht im neuen Gebäude wurde bereits am 09.<br />

September 1974 mit 811 Schülerinnen und Schülern in<br />

27 Klassen mit 38 Lehrkräften begonnen.<br />

Mit Beginn des Schuljahres 1991/92 wurden letztmals<br />

zwei 5. Klassen in die Hauptschule aufgenommen.<br />

Mit der Entlassung dieser Klassen<br />

musste die Hauptschule zum Schuljahresende<br />

1997 ihre Pforten schließen.<br />

Zukunftswerkstatt „Fliegende Bauten“ und „Schulen in Arbeit“.<br />

Auf ihrem Schul-Hof arbeiten Schülerinnen und Schüler der CJG St.<br />

Antoniusschule und der Gesamtschule <strong>Reichshof</strong> im Rahmen eines<br />

Inklusionsprojekts zusammen.<br />

Wie sollte die Zukunft des Schulstandortes Eckenhagen<br />

aussehen? – Nach kontroversen Diskussionen in den Ratsgremien<br />

über die Einrichtung einer Gesamtschule oder eines<br />

privaten Sportgymnasiums, votierte der Gemeinderat<br />

im Oktober 1991 mit knapper Mehrheit für die Errichtung<br />

einer vierzügigen Gesamtschule in Eckenhagen.<br />

Der Unterricht der neuen <strong>Reichshof</strong>er Gesamtschule startete<br />

nach den Sommerferien im August 1992, so dass die<br />

Gesamtschule im Jahr 2017 ihr 25-jähriges Jubiläum feiern<br />

kann.<br />

Die Gesamtschule hat sich in jeder Hinsicht etabliert und<br />

erfreut sich weit über die Gemeindegrenzen hinaus sehr<br />

großer Beliebtheit. Sie verfügt heute über fünf Züge für<br />

die Klassen fünf bis zehn in der Sekundarstufe I und in


85<br />

der gymnasialen Oberstufe über vier Jahrgangsstufen. Nach der amtlichen<br />

Schulstatistik vom 15. Oktober 2016 für das Schuljahr 2016/2017 werden in<br />

40 Klassen 1.168 SchülerInnen unterrichtet.<br />

Im Schulzentrum Eckenhagen wurden in den <strong>Jahre</strong>n 2009 bis 2015 umfassende<br />

energetische Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen durchgeführt<br />

und insgesamt bisher rd. 7,1 Mio. Euro in vier Bauabschnitten investiert.<br />

Der V. Bauabschnitt mit rd. 3,1 Mio. Euro steht in 2016/2017 mit<br />

der grundlegenden Modernisierung des Forums, des Jugendzentrums und<br />

weiterer energetischer Maßnahmen an und wird im Rahmen des Integrierten<br />

Handlungskonzeptes Phase I mit rd. 1,55 Mio. Euro durch Bund und Land<br />

gefördert. Künftige Generationen erwartet ein modernes und zukunftsorientiertes<br />

Schulgebäude.<br />

Neben den in kommunaler Trägerschaft stehenden Schulen, bieten die<br />

St. Antoniusschule im CJG St. Josefshaus in Eckenhagen und das Haus<br />

des Lernens in Sotterbach, eine private Realschule, weitere Bildungsangebote<br />

in der Gemeinde <strong>Reichshof</strong>.<br />

Frühkindliche Bildung<br />

Das Bildungsangebot wird durch elf Kindertageseinrichtungen abgerundet.<br />

In den Einrichtungen für die jüngsten in unserer Gesellschaft werden insgesamt<br />

575 Betreuungsplätze in 28 Gruppen angeboten. Davon dienen 139<br />

Plätze für unter 3-jährige und 436 Plätze für die über 3-jährigen.<br />

Als Familienzentrum zertifiziert sind die Kindertageseinrichtungen „Unterm<br />

Schirm“ der Ev. Kirchengemeinde in Drespe und die Helene-Simon-AWO-Kindertagesstätte<br />

in Eckenhagen, Am Bromberg.<br />

Kindergartenträger in <strong>Reichshof</strong> sind die Arbeiterwohlfahrt (AWO), das<br />

Deutsche Rote Kreuz (DRK), die Ev. Kirchengemeinde Drespe, die Kath. Kirchengemeinden<br />

in Denklingen und Eckenhagen.<br />

Bilder rechts: Unterricht und Skitag an der Regenbogenschule


<strong>850</strong> <strong>Jahre</strong> <strong>Reichshof</strong>


87<br />

SPORT IN DER GEMEINDE REICHSHOF<br />

Der Sport in der Gemeinde <strong>Reichshof</strong> besitzt einen sehr hohen<br />

Stellenwert. Das beweisen auch die Sportlerehrungen<br />

sehr eindrucksvoll, die der Gemeindesportverband alljährlich<br />

in Eckenhagen vornimmt. Im November 2016 erfolgten<br />

unter großer Zuschauerbeteiligung und mit einem sehr ansprechenden<br />

sportlichen Rahmenprogramm, 40 Ehrungen<br />

für herausragende sportliche Leistungen und langjährige<br />

ehrenamtliche Tätigkeiten in den Sportvereinen.<br />

In unserer Gemeinde sind 37 Sportvereine und Sportgemeinschaften<br />

in den verschiedensten Sportarten auf rd.<br />

26 Sportstätten aktiv. Dem Kreissportbund Oberberg gehören<br />

25 Sportvereine mit rd. 4.900 Mitgliedern an. Die<br />

Gemeinde <strong>Reichshof</strong> verfügt über zwei Zweifach-Sporthallen<br />

in Eckenhagen und über Einfach-Sporthallen<br />

in Denklingen, Hunsheim und Wildbergerhütte. Die<br />

Sporthalle in Hunsheim wurde bereits im Rahmen des<br />

Gebäudesanierungskonzeptes<br />

der Gemeinde<br />

modernisiert. Die<br />

beiden anderen Sporthallen<br />

sollen in den<br />

nächsten <strong>Jahre</strong>n im<br />

Rahmen eines Integrierten<br />

Handlungskonzeptes<br />

saniert und modernisiert<br />

werden. Für die<br />

Turnhalle in Denklingen<br />

wird alternativ ein Neubau<br />

geprüft.<br />

Sportlerehrung der Gemeinde <strong>Reichshof</strong> (18.11.2016)<br />

In unserer Gemeinde verfügen wir über<br />

eine, im Vergleich mit anderen Kommunen,<br />

sehr komfortable Bäderlandschaft, die an<br />

anderer Stelle in dieser Schrift dargestellt ist.<br />

Ein wichtiges und wegweisendes Projekt,<br />

war das Kunstrasenprojekt, das im Jahr 2009<br />

von der Gemeinde <strong>Reichshof</strong> mit den beteiligten Sportvereinen<br />

in Brüchermühle/Denklingen, in Eckenhagen/<br />

Sinspert und in Wildberhütte/Odenspiel erfolgreich gestartet<br />

und ins Ziel geführt wurde.<br />

Im Jahr 2009 gab es in der Gemeinde <strong>Reichshof</strong> fünf Tennensportplätze<br />

(Brüchermühle, Denklingen, Sinspert,<br />

Odenspiel und Wildbergerhütte) und ein Rasenstadion<br />

mit Aschelaufbahn in Eckenhagen sowie einen Rasenplatz<br />

in Hunsheim.


88<br />

Sportplatz, Wildbergerhütte<br />

Einweihung des MediClin Sportparks (30.05.2012)<br />

Hans-Berg-Sportanlage, Brüchermühle<br />

sam <strong>850</strong><br />

<strong>Jahre</strong> <strong>Reichshof</strong><br />

Der Gemeinderat hat die Verwaltung am 15. Dezember<br />

2009 beauftragt; eine Konzeption zur Realisierung von<br />

Kunstrasenplätzen in der Gemeinde <strong>Reichshof</strong>, gemein-<br />

sam mit den Sportvereinen zu erarbeiten. Dabei war we-<br />

sentliche Voraussetzung, dass die Anzahl der Sportplätze<br />

reduziert wird, dass die Vereine eine Fusion vornehmen<br />

und dass eine Beteiligung der Vereine durch Finanz-<br />

mittel und Eigenleistungen am Projekt erfolgte. Diese<br />

Rahmenbedingungen wurden bei der Realisierung des<br />

Kunstrasenprojektes in den <strong>Jahre</strong>n 2011 bis 2012 in en-<br />

ger Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde und den<br />

Sportvereinen erfüllt. Die Gemeinde <strong>Reichshof</strong> hat für<br />

dieses zukunftsweisende Projekt insgesamt rd. 1,2 Mio.<br />

Euro bereitgestellt. Ebenso haben die Vereine ihren nicht<br />

unerheblichen Anteil erbracht und erhebliche Sponso-<br />

renmittel generiert.<br />

Nach erfolgreicher Umsetzung des Projektes verfügen wir<br />

in unserer Gemeinde über moderne Kunstrasenplätze (die<br />

Hans-Berg-Sportanlage) in Brüchermühle und den Kunstra-<br />

senplatz in Wildbergerhütte. Die bisherigen Tennenplätze<br />

wurden aufgegeben oder einer anderen Nutzung zugeführt.<br />

Der vereinseigene Rasenplatz der SG Hunsheim blieb unverändert<br />

bestehen, allerdings wurde u.a. die Modernisierung<br />

der Beleuchtungs- und Zaunanlage von der Gemeinde<br />

unterstützt.<br />

Die Fußballvereine in Denklingen und Brüchermühle haben<br />

den Verein Sportfreunde Asbachtal e.V. gegründet<br />

und die Sportvereine in Odenspiel und Wildbergerhütte<br />

haben sich zum SSV Wildbergerhütte-Odenspiel zusammengeschlossen.<br />

Die Sportvereine in Eckenhagen und<br />

Sinspert hatten sich bereits in früheren <strong>Jahre</strong>n zum TUS<br />

<strong>Reichshof</strong> vereinigt.<br />

Die Gemeinde und der TuS <strong>Reichshof</strong> haben das Kunstrasenstadion<br />

(MediClin Sportpark) in Eckenhagen mit einer<br />

Sportplatzbau auf dem Heidchen in Eckenhagen (1923)


89<br />

modernen Tartanbahn und weiteren Sportanlagen für den Vereinssport und<br />

den Sportunterricht der Grund- und Gesamtschule <strong>Reichshof</strong> gemeinsam geschaffen.<br />

Ein ausgesprochen erfolgreiches Kunstrasenprojekt, dass die sportlichen<br />

Aktivitäten auf eine neue zukunftsorientierte und moderne Plattform<br />

gestellt hat. Gleichzeitig wurde die Attraktivität für Sportlerinnen und Sportler,<br />

insbesondere für den Fußball und die Leichtathletik deutlich gesteigert.<br />

Zur Erweiterung des sportlichen Angebotes wird im Bereich des Schul- und<br />

Sportzentrums Eckenhagen in den nächsten <strong>Jahre</strong>n ein Pumptrack neben<br />

dem Stadion und ein Moutainbikeparcours um den Bromberg entstehen.<br />

Bemerkenswert sind auch die Aktivitäten des Tennisclubs TC Wiehltal in<br />

Brüchermühle. Neben seinen dauerhaft guten sportlichen Erfolgen hat der<br />

TC Wiehltal zukunftsweisend seine beiden Tennisanlagen in Wildbergerhütte<br />

und Brüchermühle zusammengelegt. Die Grundstücksfläche in Wildbergerhütte<br />

wurde von der Gemeinde <strong>Reichshof</strong> zu Wirtschaftsförderungszwecken<br />

erworben. In Brüchermühle erfolgte innerhalb kürzester Bauzeit<br />

ein grundlegender Umbau der Tennisanlage. Aus den bisher vier Plätzen<br />

entstand eine moderne Sportstätte mit sechs neuen Tennisplätzen, die sicher<br />

zu den modernsten Anlagen in der Region gehört. Eine erste erfolgreiche<br />

Bewährungsprobe erlebten die neuen Tennisplätze mit der Austragung<br />

der Endspiele zu den Tennis-Kreismeisterschaften am 11. September 2016.<br />

Bilder rechts: Bau und fertige Tennisanlage in Brüchermühle, Fußballspiel im MediClin-Sportpark<br />

Bild unten: Badeanstalt auf dem heutigen Gelände der Firma Elektriola (1932)


90<br />

<strong>850</strong><br />

<strong>Jahre</strong> <strong>Reichshof</strong><br />

1.<strong>Jahre</strong><br />

1.<br />

4.<br />

5.<br />

2. 3.<br />

6.<br />

1. Skisprungwettbewerb auf dem Blockhaus (1954)<br />

2. Skispringer Werner Klein vom TuS Eckenhagen (1968)<br />

3. Sprungschanze Blockhaus in Holzbauweise (1955)<br />

4. Skilangläufer des TuS Eckenhagen (1968)<br />

5. Naturschanze auf dem Blockhaus (1930)<br />

6. „Walter Peters-Schanze“ (1954)


91<br />

2.<br />

1.<br />

1. Die „Geher“ des TuS Eckenhagen (1920)<br />

2. Turnfest (1922)<br />

3. Landesturnfest in Aachen (1921)<br />

4. 5x 100m Staffel des SV Eckenhagen (1925)<br />

5. Dorfprominenz von Eckenhagen<br />

bei der Sportwerbe woche (1979)<br />

3.<br />

4.<br />

6.


<strong>850</strong> <strong>Jahre</strong> <strong>Reichshof</strong>


93<br />

ENTWICKLUNG DER BÄDERLANDSCHAFT<br />

IN DER GEMEINDE REICHSHOF<br />

In den Altgemeinden Denklingen und Eckenhagen erfolgte<br />

ab Mitte der 1960er <strong>Jahre</strong> eine Neustrukturierung<br />

der Schulstandorte in Denklingen, Hunsheim und Wildbergerhütte<br />

mit modernen Schulneubauten, Turnhallen<br />

und Lehrschwimmbecken.<br />

Im Schulbezirk Denklingen entstand im Jahr 1967 das<br />

Hallenbad in Brüchermühle. Aufgrund eines sehr<br />

hohen Sanierungsaufwandes erfolgte die Schließung<br />

endgültig im Jahr 1997/1998 in Zeiten einer Haushaltssicherungsphase.<br />

Die Denklinger GrundschülerInnen<br />

nutzen seit dem das Hallenbad in Wildbergerhütte für<br />

den Schwimmunterricht.<br />

Die Hallenbäder an den anderen Grundschulstandorten<br />

gingen in Hunsheim im Jahr 1970 und in Wildbergerhütte<br />

im Jahr 1967 in Betrieb und werden auch heute noch von<br />

den Schulen und Vereinen intensiv genutzt.<br />

Das Hallenbad in Hunsheim wurde im Rahmen der<br />

energetischen Sanierung des Schulstandortes im Jahr<br />

2012/2013 umfassend saniert und modernisiert.<br />

Das Hallenbad in Wildbergerhütte soll im Rahmen<br />

des Integrierten Handlungskonzeptes für den Raum<br />

Wildbergerhütte ab dem Jahr 2018/2019 ff. im Rahmen<br />

der energetischen Sanierung des Grundschulstandortes<br />

in die Modernisierung einbezogen werden. Auch dieses<br />

Hallenbad dient dem<br />

intensiven Schul- und<br />

Vereinsschwimmsport.<br />

Das Freizeitbad in Eckenhagen<br />

entstand ab 1974 mit hoher Landesförderung und wurde<br />

im Jahr 1976 von der Gemeinde <strong>Reichshof</strong> in Betrieb<br />

genommen. Das damals in der Region und weit darüber<br />

hinaus konkurrenzlose Freizeitbad, nutzten jährlich<br />

rd. 237.000 BesucherInnen. Im Spitzenjahr 1988 kamen<br />

279.931 Badegäste nach Eckenhagen.<br />

Im Jahr 1989 fasste der Gemeinderat den zukunftsorientierten<br />

Beschluss zur Umsetzung eines umfassenden<br />

Umbau- und Sanierungskonzeptes, um die Attraktivität<br />

zu steigern und die Besucherströme zu erhöhen. Aufgrund<br />

der Haushaltsbelastungen aus dem Betrieb des<br />

Freizeitbades erfolgte mit Ratsbeschluss vom 11.12.1991<br />

die Entscheidung; mit der „Monte mare Unternehmensgruppe“<br />

die Monte mare <strong>Reichshof</strong> Freizeitbad GmbH<br />

& Co. KG und die Monte mare <strong>Reichshof</strong> Freizeitbad VerwaltungsGmbH<br />

zu gründen. Beteiligungsverhältnisse:<br />

monte mare 51 % und Gemeinde <strong>Reichshof</strong> 49 %. Die<br />

Übernahme des Badbetriebes durch die monte mare<br />

<strong>Reichshof</strong> Freizeitbad GmbH & Co KG erfolgte nach Fertigstellung<br />

der Baumaßnahmen zum 01.10.1994. Die Attraktivität<br />

des Bades wurde durch den Bau einer modernen<br />

und großzügigen Saunaanlage deutlich gesteigert.


94<br />

Freibad Brüchermühle Strandbad in Odenspiel monte mare Außenbecken, 1976<br />

funden <strong>850</strong><br />

<strong>Jahre</strong> <strong>Reichshof</strong><br />

Aus heutiger Sicht lässt sich feststellen, dass die Gemeinde<br />

<strong>Reichshof</strong> mit der „monte mare Gruppe“ einen ver-<br />

lässlichen Partner für den Betrieb des Freizeitbades ge-<br />

funden hat, und das die Haushaltsbelastungen seit 1994<br />

in einem verhältnismäßig günstigen Rahmen gestaltet<br />

werden konnten. Dies bestätigten auch entsprechende<br />

überregionale Bädervergleichszahlen.<br />

Durch veränderte Rahmenbedingungen am Standort des<br />

Freizeitbades in Eckenhagen haben sich in den <strong>Jahre</strong>n<br />

bis 2009 die Besucherzahlen auf ein deutlich geringe-<br />

res Niveau im Schwimmbad reduziert, so dass die Wirt-<br />

schaftlichkeit des Bades negativ beeinflusst wurde. Um<br />

der wirtschaftlich schwieriger werdenden Gesamtsituati-<br />

on zu begegnen, haben sich die Ratsgremien umfassend<br />

mit der Thematik auseinandergesetzt und sich intensiv<br />

mit der Fortführung oder möglichen Schließung des Frei-<br />

zeitbades in Eckenhagen befasst.<br />

Der Gemeinderat brachte im Jahr 2010/2011 folgende<br />

Maßnahmen zur Umstrukturierung des Freizeitbades<br />

in ein funktionales Sportbad mit einem Volumen von<br />

5,0 Mio. Euro auf den Weg:<br />

• Abriss des Rutschenturmes, des Außenbeckens, des<br />

Wärmebeckens und des Eltern-Kind-Bereiches<br />

• Umfassende energetische und technische Sanierung,<br />

• Erhalt des 25 m-Schwimmbeckens und der vorhandenen<br />

Sprunganlage<br />

• Reduzierung des jetzigen Nichtschwimmerbeckens auf<br />

ein kleineres Becken (10 x 7 m)<br />

• Sanierung und geringfügige Erweiterung der Sauna<br />

und Wellnesslandschaft,<br />

• Erhalt eines kleineren Gastronomiebereiches<br />

• Neuordnung der Zufahrt und Parkplatzsituation<br />

Unsere attraktive Anlage in Eckenhagen steht der Bevölkerung,<br />

den Schulen, den Vereinen sowie den auswärtigen<br />

Gästen seit Ende Januar 2013 für sportliches<br />

Schwimmen sowie für erholsame Stunden im Saunaund<br />

Wellnessbereich zur Verfügung. Gleichzeitig ist die<br />

Existenz eines Hallenbades eine wichtige gesetzliche Voraussetzung<br />

für das Prädikat des Heilklimatischen Kurortes<br />

Eckenhagen.<br />

Der Betriebskostenzuschuss an die monte mare <strong>Reichshof</strong><br />

Freizeitbadgesellschaft beinhaltet das gebührenfreie<br />

Schul- und Vereinsschwimmen sowie eine besondere<br />

Rabattierung für <strong>Reichshof</strong>er Bürgerinnen und Bürger,<br />

die die Anlage benutzen.


95<br />

BESUCHERZAHLENENTWICKLUNG<br />

IM MONTE MARE REICHSHOF-ECKENHAGEN<br />

Jahr Sportbad Sauna Schulen/Vereine<br />

2013 17.154 42.234 12.215<br />

2014 17.662 49.195 16.436<br />

2015 16.835 49.307 16.550<br />

2016 18.851 57.876 15.000<br />

(Werte 2013 ab Wiedereröffnung am 30.01.2013)<br />

monte mare, Schwimmbad mit 25-Meter-Becken, Sprunganlage und<br />

Nichtschwimmerbecken<br />

monte mare, Innenbereich der Saunalandschaft


<strong>850</strong> <strong>Jahre</strong> <strong>Reichshof</strong>


97<br />

EHRENAMTLICHE AKTIVITÄTEN<br />

IN DER GEMEINDE REICHSHOF<br />

In unseren 106 Ortschaften engagieren sich viele Menschen<br />

in 215 Organisationen ehrenamtlich in den unterschiedlichsten<br />

Bereichen. Ob Nachbarschaft, Vereine, die<br />

Freiwillige Feuerwehr, das Rote Kreuz, die Flüchtlingshilfe,<br />

die Bürgerinitiative <strong>Reichshof</strong>, der Bürgerbusverein<br />

oder die Jugendarbeit und soziale Dienste, ob Kirchengemeinden,<br />

Politik, Sport, Tourismus, Kultur oder Umwelt<br />

- unser Gemeinwesen lebt von den Bürgerinnen und<br />

Bürgern, die zur Gestaltung des Gemeinwohls ihren persönlichen<br />

Beitrag leisten, jeder auf seine Weise, gemäß<br />

seinen Fähigkeiten und Möglichkeiten.<br />

In diesem Sinne ehrt die Gemeinde <strong>Reichshof</strong> seit dem<br />

Jahr 2007 verdiente Ehrenamtler/innen mit einer Ehrenamtsmedaille<br />

in einer kleinen Feierstunde. – Eine solidarische<br />

Gesellschaft und eine funktionierende Demokratie<br />

schaffen Vertrauen und stärken unsere örtliche Gemeinschaft.<br />

FOLGENDE EHRENAMTLICHEN INITIATIVEN UND PERSONEN WURDEN BISHER BESONDERS AUSGEZEICHNET:<br />

• Martin Borrmann,<br />

Wildbergerhütte (55 <strong>Jahre</strong><br />

Jugend trainer SSV Wildbergerhütte)<br />

• Helmut Engels,<br />

Eckenhagen (Vorsitzender des<br />

Heimatvereins Eckenhagen)<br />

• Mensaverein<br />

der Gesamtschule <strong>Reichshof</strong><br />

• Freiwillige Feuerwehr <strong>Reichshof</strong><br />

• Heinz Szmais,<br />

Hunsheim<br />

(Gründer Posaunenchor Hunsheim)<br />

• Günter Becker,<br />

Wiehl (Vorsitzender Interessengemeinschaft<br />

Friedhofshalle Heidberg)<br />

• DRK <strong>Reichshof</strong><br />

• Hausaufgabenhilfe<br />

Ev. Freikirchliche Gemeinde<br />

Hunsheim<br />

• Lothar Selbach,<br />

Windfus<br />

(Gründer Waldjugend Windfus)<br />

• Gertrud Lange,<br />

Denklingen (Marmeladen-Fachfrau)<br />

• Musikzug Bergerhof<br />

(Jugendarbeit)<br />

• Luise Flitsch,<br />

Eckenhagen (Seniorenclub, DRK,<br />

Heimatmuseum, Pfarrgemeinde)<br />

• Tanzgarden der KG Rot-Weiß<br />

Denklingen<br />

(Burgmäuse, Pänz von der Burg,<br />

Burggarde)<br />

• Tanzgarde der KG Tolle Elf Wildberg<br />

(Mini-Garde, Teenie-Garde,<br />

Große Garde)<br />

• Werner Koch,<br />

Eckenhagen (langjährig tätig im Posaunenchor<br />

und beim Fanfarenzug)<br />

• Herbert Scheidt,<br />

Eckenhagen (Wanderführer,<br />

Reiseleiter, Märchenwanderungen,<br />

Kasperletheater)<br />

• Sigmar Kiupel,<br />

Denklingen (Vorstand des HVV, Pflege<br />

der Burganlage und des Ortsbildes)<br />

• Besuchsdienstkreise<br />

der Ev. Kirchengemeinden<br />

Denklingen, Eckenhagen und im<br />

Oberen Wiehltal<br />

• Öko-Mene-Team<br />

für die Organisation des<br />

Kinderkleidermarktes in Eckenhagen<br />

• Kai Zschiesche,<br />

Oberagger (35-jährige Organisation<br />

des Sportabzeichens,<br />

Stadion Eckenhagen)<br />

• Jugendfeuerwehr <strong>Reichshof</strong>


Das Fahrerteam des BürgerBus Vereins<br />

Das Küchenteam im Bauernhofmuseum<br />

seinen <strong>850</strong><br />

<strong>Jahre</strong> <strong>Reichshof</strong><br />

BÜRGERBUS REICHSHOF<br />

Eine Erfolgsgeschichte in den ehrenamtlichen Aktivitä-<br />

ten ist der BürgerBus <strong>Reichshof</strong> e.V., der am 15. Juli 2011<br />

seinen Betrieb aufgenommen hat und sich in <strong>Reichshof</strong><br />

großer Beliebtheit erfreut.<br />

Unter dem Motto „Bürger fahren Bürger“ sind nach ei-<br />

nem bedarfsgerechten Fahrplan siebzehn ehrenamtliche<br />

BusfahrerInnen in <strong>Reichshof</strong> unterwegs und fahren die<br />

Bürgerinnen und Bürger zu den Zielen innerhalb und außerhalb<br />

der Gemeinde <strong>Reichshof</strong>. Daneben gibt es Sonderfahrten,<br />

wie z.B. die „<strong>Reichshof</strong>-Erleben-Tour“ oder<br />

Sonderfahrten bei verschiedenen Veranstaltungen. Der<br />

BürgerBus <strong>Reichshof</strong> ist eine ehrenamtliche Ergänzung<br />

zum öffentlichen Personennahverkehr der OVAG und fördert<br />

die Mobilität unserer Bevölkerung.<br />

Weitere Informationen: www.buergerbus-reichshof.de


DANKE SCHÖN FÜR GROSSES ENGAGEMENT<br />

REICHSHOF VERGIBT DIE EHRENAMTSKARTE NRW AN ENGAGIERTE<br />

BÜRGER/INNEN<br />

Im Juni 2016 verlieh Bürgermeister Rüdiger Gennies im Rahmen des Sommerkonzertes<br />

auf dem Burghof erstmals die Ehrenamtskarte NRW an Bürgerinnen<br />

und Bürger aus <strong>Reichshof</strong>, die sich in besonderem zeitlichem Umfang<br />

für das Gemeinwohl engagieren.<br />

Insgesamt erhielten über 130 ehrenamtlich Tätige die Auszeichnung.<br />

<strong>Reichshof</strong>er Betriebe aus Handel, Gewerbe und Tourismus unterstützen die<br />

gute Sache und beteiligen sich mit Rabatten. Die Karte können Menschen<br />

beantragen, die sich nachweislich mindestens fünf Stunden pro Woche<br />

(oder 250 Stunden im Jahr) ehrenamtlich engagieren und das seit wenigstens<br />

einem Jahr. Auch Vereine und Träger ehrenamtlicher Tätigkeiten können<br />

verdiente ehrenamtlich Tätige vorschlagen.<br />

Mit dem Einsatz darf keine pauschale Aufwandsentschädigung verbunden<br />

sein, die über die Erstattung von Kosten hinausgeht. Inhaber/innen<br />

der Ehrenamtskarte NRW können in ganz Nordrhein-Westfalen attraktive<br />

Vergünstigungen in Anspruch nehmen. Dazu gehören Ermäßigungen bei<br />

sportlichen und kulturellen Veranstaltungen ebenso wie beim Besuch von<br />

Volkshochschulen, Schwimmbädern und anderen Bildungs- und Freizeiteinrichtungen.<br />

Zudem werden im Rahmen von Sonderaktionen Freikarten<br />

für kulturelle Veranstaltungen verlost.<br />

Bild links: Empfänger der Ehrenamtskarte in <strong>Reichshof</strong><br />

Bilder rechts: Treffpunkt Lebensfreude, ehrenamtliche Loipenspurer, Fest der Kulturen <strong>Reichshof</strong>


<strong>850</strong> <strong>Jahre</strong> <strong>Reichshof</strong>


101<br />

BRANDSCHUTZ IN DER GEMEINDE REICHSHOF –<br />

EIN KURZER STREIFZUG<br />

Die Feuerwehr <strong>Reichshof</strong> wird erstmals Ende des 19.<br />

Jahrhunderts urkundlich erwähnt, so dass ab diesem<br />

Zeitraum von einer organisierten Brandschutzbekämpfung<br />

in <strong>Reichshof</strong> die Rede ist.<br />

Bis dahin stand die Selbsthilfe der Bevölkerung im Vordergrund<br />

und per Gesetz wurde festgelegt, dass im<br />

Brandfall ein Jeder Hilfe leisten muss und Löscheimer<br />

und ähnliches mitzubringen hatte.<br />

Mit der stetig steigenden Bevölkerungszahl in der Zeit der<br />

Industrialisierung in Deutschland, wurde im 19. Jahrhundert<br />

das erste Brandschutzgesetz erlassen, welches auch<br />

auf dem Lande anzuwenden war.<br />

Die Industrialisierung in Deutschland hatte eine steigende<br />

Zahl an Einsätzen zur Folge und führte zur Bildung<br />

von verschiedenen Feuerwehrstandorten in den beiden<br />

Altgemeinden Denklingen und Eckenhagen. Es handelte<br />

sich ausschließlich um sog. nicht rechtsfähige Vereine,<br />

die im Auftrag der Gemeinden den Brandschutz freiwillig<br />

sicherstellten.<br />

Erst in den 1930iger <strong>Jahre</strong>n wurde der Brandschutz ein<br />

fester Bestandteil der Kommunalverwaltungen. Dadurch<br />

wurden die Feuerwehrvereine nach und nach als Teil der<br />

öffentlichen Gefahrenabwehr rechtlich in die Kommunalverwaltung<br />

eingegliedert und so entstand die auch<br />

heute noch gültige Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde<br />

<strong>Reichshof</strong>.<br />

Der Gesetzgeber hat somit die Feuerwehr als ein sehr<br />

hochwertiges Gut der Daseinsvorsorge fest verankert<br />

und garantiert somit einen auf die Verhältnisse in der Gemeinde<br />

angemessenen Brandschutz.<br />

Das Bild der Feuerwehr <strong>Reichshof</strong> hat sich in den vielen<br />

<strong>Jahre</strong>n des Bestehens immer den notwendigen Einsatzlagen<br />

angepasst und dabei immer den ehrenamtlichen<br />

Status beibehalten können.<br />

Bestand die Hauptaufgabe einer Feuerwehr in den Gründungsjahren<br />

fast ausschließlich im Brandschutz, so hat<br />

sich die Tätigkeit in einer hochtechnisierten Gesellschaft<br />

deutlich verändert. Heute stellt die Feuerwehr eine hochmoderne<br />

Einrichtung zur Gefahrenabwehr für fast alle<br />

Belange dar. Seit einigen <strong>Jahre</strong>n hat sich die Haupttätigkeit<br />

der Feuerwehr <strong>Reichshof</strong> dahingehend verändert,<br />

dass immer häufiger technische Hilfeleistungseinsätze<br />

abzuarbeiten sind und die Brandeinsätze bei Weitem<br />

übersteigen.<br />

Unter dem Titel „Technische Hilfeleistungseinsätze“ subsumieren<br />

sich ca. 80 % Einsatztätigkeit der Feuerwehr<br />

<strong>Reichshof</strong>. Hierunter fallen die vielen Verkehrsunfälle mit<br />

der Notwendigkeit, schwer verletzte Fahrzeuginsassen


102<br />

Feuerwehrgerätehaus Nosbach Feuerwehrgerätehaus Hunsheim Feuerwehrgerätehaus West<br />

weile <strong>850</strong><br />

<strong>Jahre</strong> <strong>Reichshof</strong><br />

aus den völlig zerstörten Fahrzeugen zu befreien, damit<br />

der Rettungsdienst lebenserhaltende Maßnahmen an-<br />

bringen kann. Es überrascht nicht, dass die A 4 mittler-<br />

weile einen Einsatzschwerpunkt der Feuerwehr Reichs-<br />

hof darstellt.<br />

Die Bevölkerung in <strong>Reichshof</strong> wird sicherlich auch die vie-<br />

len Sturmeinsätze vor Augen haben, zu denen die Feuer-<br />

wehr <strong>Reichshof</strong> kontinuierlich und zunehmend alarmiert<br />

wird. Nicht selten unter Vollalarm müssen dann über viele<br />

Stunden hinweg unzählige Einsatzstellen abgearbeitet<br />

werden. Zu nennen wären hier die Einsätze: „Hochwasser<br />

im Steinaggertal am 03. Mai 2001“; die „Schneekatastro-<br />

phe am 24. Dezember 2001“ und während der Wintermo-<br />

nate des <strong>Jahre</strong>s 2010 und – als Krönung sozusagen – die<br />

vielen Einsätze um das „Sturmtief Kyrill am 18. Januar<br />

2007“. Die Gemeinde <strong>Reichshof</strong> war hier von allen Kom-<br />

munen im Regierungsbezirk Köln am stärksten betroffen<br />

und die Feuerwehr <strong>Reichshof</strong> hat bis in die späten Nacht-<br />

stunden weit über 230 Einsätze geleistet.<br />

Mitglied in der Feuerwehr <strong>Reichshof</strong> zu sein, bedeutet<br />

also, allzeit für Einsätze bereit zu stehen, seine<br />

Freizeit für Aus- und Fortbildung einzusetzen<br />

und – natürlich – auch dem kameradschaftlichen<br />

Gedanken Rechnung zu tragen. Der Wille zur Hilfe<br />

am Nächsten ist bei den Einsatzkräften besonders ausgeprägt,<br />

allerdings können nicht alle Einsätze erfolgreich<br />

beendet werden. Die Einsatzkräfte sehen sich nicht selten<br />

grausamen Bildern ausgesetzt von Menschen, die<br />

nicht mehr zu retten sind (Bergen von Leichen nach Verkehrsunfällen,<br />

Rettung von Schwerstverbrannten oder<br />

Schwerstverletzten).<br />

Feuerwehrturm Hespert


103<br />

Feuerwehrgerätehaus Mittelagger Feuerwehrgerätehaus Denklingen Feuerwehrgerätehaus Odenspiel<br />

In 2017 präsentiert sich die Feuerwehr <strong>Reichshof</strong> als<br />

eine moderne, gut ausgestattete und hochmotivierte<br />

Einrichtung zur Gefahrenabwehr, für die gerade in den<br />

letzten <strong>Jahre</strong>n sehr viel investiert wurde. Die Gerätehäuser<br />

entsprechen heute einem modernen Standard (das<br />

Gerätehaus Hunsheim wird bis 2018 ausgebaut) und der<br />

Ausstattungsstatus an technischem Gerät wie auch bei<br />

der persönlichen Ausrüstung entspricht dem Erfordernis<br />

des breiten Einsatzspektrums unserer Feuerwehr. Aktuell<br />

kann jeder Standort auf mindestens ein wasserführendes<br />

Fahrzeug zurückgreifen. In der technischen Hilfeleistung<br />

wurden moderne Rettungssätze beschafft, um dem Sicherheitsstandard<br />

der neuen Fahrzeuggenerationen<br />

wirksam begegnen zu können.<br />

Feuerwehrgerätehaus Brüchermühle<br />

Die Feuerwehr <strong>Reichshof</strong> besteht aus acht Standorten.<br />

Jeder Standort besteht aus der aktiven Einsatzabteilung<br />

und hält eine Jugendgruppe und die Ehrenabteilung vor,<br />

zwei Standorte unterhalten darüber hinaus noch einen<br />

Musikzug sowie eine Kinderfeuerwehrgruppe. Ein weiterer<br />

Musikzug komplettiert die Feuerwehr <strong>Reichshof</strong>, die<br />

aktuell 621 Mitglieder zählt. Bis 1980 stellte die Feuerwehr<br />

eine reine Männerdomäne dar. Heutzutage hat sich<br />

das Bild der Feuerwehren deutlich verändert und in den<br />

Einheiten und Musikzügen leisten insgesamt 120 Mädchen<br />

und Frauen ihren Dienst.<br />

Eine rein ehrenamtlich ausgerichtete Feuerwehr hat in<br />

letzter Konsequenz die gleichen Aufgaben zu erledigen,<br />

wie eine Berufsfeuerwehr. Hier scheiden sich dann die<br />

Geister, in welcher Form die Ehrenamtlichen aus- und<br />

fortgebildet werden müssen. Die Aus- und Fortbildung<br />

für das Ehrenamt wird daher auf viele Einzellehrgänge<br />

verteilt, welche fast ausschließlich nach Feierabend und<br />

an den Wochenenden angeboten werden.<br />

Der Ausbildungsstand unserer Feuerwehr ist sehr gut<br />

und wird auch zukünftig einen hohen Stellenwert bei behalten.


104<br />

Kreiswettkampf (1961) Feuerwehr Eckenhagen Kreiswettkampf (1961)<br />

ressierte <strong>850</strong><br />

<strong>Jahre</strong> <strong>Reichshof</strong><br />

Die Mitgliederzahlen liegen sehr stabil auf einem hohen<br />

Niveau. Trotzdem wird der Akquise von neuen Mitglie-<br />

dern unserer Feuerwehr mit viel Energie betrieben. Inte-<br />

ressierte können sich gerne bei den Einheiten der Frei-<br />

willigen Feuerwehr <strong>Reichshof</strong> melden. Dort erhält man<br />

weitere Informationen und wir sind sehr daran interes-<br />

siert, weitere motivierte Mitglieder in unserer Feuerwehr<br />

begrüßen zu können.<br />

Die Feuerwehr <strong>Reichshof</strong> leistet nunmehr seit mehr als<br />

einem Jahrhundert ehrenamtlich und hochmotiviert<br />

ihren Dienst am Nächsten und bietet Ihnen, liebe Lese-<br />

rinnen und Leser dieser <strong>Chronik</strong>, einen wirkungsvollen<br />

Schutz bei Bränden und anderen Einsätzen.<br />

Ich bedanke mich bei allen Feuerwehrleuten der Feu-<br />

erwehr <strong>Reichshof</strong> für ihren unermüdlichen Einsatz und<br />

schließe ausdrücklich deren Familien, Freunde und Be-<br />

kannte mit ein und hoffe auf eine weitere gute Zusam-<br />

menarbeit.<br />

Mit dem Wahlspruch der Feuerwehren:<br />

„Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“<br />

bedanke ich mich bei allen Förderern und Gönnern der<br />

Feuerwehr <strong>Reichshof</strong>.<br />

Hans-Uwe Koch, Leiter der Freiwilligen Feuerwehr <strong>Reichshof</strong><br />

Die Feuerwehr im technischen Hilfeeinsatz


105<br />

2.<br />

1.<br />

1. Kreiswettkampf (1961)<br />

2. Feuerwehr Eckenhagen, Fuhrpark (ca. 1972)<br />

3. Gruppenbild der Freiwilligen Freuerwehr Eckenhagen<br />

mit Kapelle (1934)<br />

4. Freiwillige Feuerwehr Eckenhagen<br />

5. 15jähriges Jubiläum der Feuerwehr Nosbach (3.7.1955)<br />

3.<br />

4.<br />

5.


<strong>850</strong> <strong>Jahre</strong> <strong>Reichshof</strong>


107<br />

UNSER DORF HAT ZUKUNFT –<br />

EIN DORFWETTBEWERB MIT TRADITION<br />

Seit 1961 ringen die Dörfer im ganzen Land um die Krone<br />

des schönsten Dorfes. Die Idee hinter dem Wettbewerb<br />

war vor allem, durch Grüngestaltung und bunten Blumenschmuck<br />

die Dörfer zu verschönern, um den Wohnwert<br />

und die Attraktivität zu steigern.<br />

Der Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ weckte<br />

den Ehrgeiz so mancher großer und kleiner Dorfgemeinschaften<br />

und es ließ auch nicht lange auf sich warten, bis<br />

dass auch <strong>Reichshof</strong>er Dörfer auf dem Siegertreppchen<br />

standen. In den ersten <strong>Jahre</strong>n leider oft als „Blümchenwettbewerb“<br />

belächelt, wandelten sich die Bewertungskriterien<br />

Mitte der 1990er <strong>Jahre</strong>.<br />

Neben unzähligen Platzierungen auf Kreisund<br />

Landesebene, waren die <strong>Reichshof</strong>er auch auf<br />

Bundesebene erfolgreich:<br />

• 1973 Gold für Nosbach<br />

• 1975 Silber für Oberagger<br />

• 1995 Bronze für Freckhausen<br />

• 1998 Silber für Eiershagen<br />

Bereisung 2011 in Mennkausen (oben)<br />

Freckhausen (unten)<br />

Anders als damals, stehen heute die vielfältigen Aktivitäten<br />

im Mittelpunkt und die Verbesserung der Zukunftsperspektiven<br />

für junge Menschen im ländlichen Raum.<br />

Ehrenamtliches Engagement, soziale, kulturelle sowie<br />

ökologische Projekte oder Ideen zur Verbesserung der<br />

Mobilität sind ebenfalls entscheidend. So passte sich<br />

auch der Titel den Inhalten an: „Unser Dorf hat Zukunft“.<br />

Im 3-<strong>Jahre</strong>s-Rhythmus ruft der Oberbergische Kreis nun<br />

die Dörfer auf, sich am Wettbewerb zu beteiligen. Beim<br />

vergangenen Kreiswettbewerb 2014 waren die Dörfer<br />

Freckhausen, Mittelagger und Nosbach (alle Silber) und<br />

Heischeid, Mennkausen und Hahn (Bronze) erfolgreich.<br />

Auch im Jubiläumsjahr wird es wieder einen Kreiswettbewerb<br />

geben.


<strong>850</strong> <strong>Jahre</strong> <strong>Reichshof</strong>


109<br />

LANDWIRTSCHAFT IN REICHSHOF<br />

IM WANDEL DER ZEIT<br />

“Nichts in der Geschichte des Lebens ist beständiger als<br />

der Wandel.” Dieses Zitat des englischen Naturforschers<br />

Charles Darwin trifft auch auf die Entwicklung der Landwirtschaft<br />

in der Gemeinde <strong>Reichshof</strong> zu. Grundlage der<br />

Landwirtschaft im Bergischen Land war und ist heute<br />

immer noch die Nahrungssicherung der Bevölkerung. Es<br />

mag heute bei immer vollen Regalen in den Supermärkten<br />

nicht wichtig erscheinen, aber unsere Ernährungslage<br />

sehen wir fälschlicherweise nicht im Vordergrund unserer<br />

Grundbedürfnisse. Das ist eine sehr komfortable Situation.<br />

Aber es gab in der Vergangenheit auch in unserer Region<br />

den stetigen Kampf um die Versorgung der eigenen<br />

Familie und der übrigen Bevölkerung mit ausreichend<br />

Lebensmitteln in einem Landstrich, der nicht gerade von<br />

den natürlichen Bedingungen her bevorteilt war.<br />

Die höchste Erhebung mit 514 Metern über NN ist die Silberkuhle<br />

und die niedrigste Stelle<br />

ist die Wiehl südlich des Stauweihers<br />

in Bieberstein mit 210<br />

Metern über NN.<br />

„Haferspanien“<br />

Wegen der kargen Böden und des rauen Klimas mit viel<br />

Regen, auch in den Sommermonaten, hatten unsere Vorfahren<br />

schon vor etwa 400 <strong>Jahre</strong>n diese Region mit dem<br />

Begriff „Haferspanien“ bezeichnet (siehe auch Seite 117).<br />

Eine Gegend, in der gerade der anspruchslose Hafer auf<br />

dem Acker gedeiht, der sich zum Brotbacken aber eigentlich<br />

nicht eignet, geschweige denn zur ausgewogenen<br />

Ernährung nach heutigen Gesichtspunkten. Da gab es<br />

dann viel Haferbrei für die ganze Familie.<br />

Zum Glück hat sich das jedoch durch vielerlei Veränderungen<br />

gewandelt. Durch die industrielle Revolution<br />

und den immensen Holzbedarf, wurde das Bergische<br />

grundlegend umgestaltet. Dieser „Raubbau“ hatte zuerst<br />

schlimme Folgen für die Natur, doch im Laufe der<br />

Zeit wurde der Baumbestand wieder geschont und es<br />

entstanden Gras- und Ackerflächen, die für die Erzeugung<br />

von Nahrung für Tier und Mensch genutzt wurden.<br />

Unsere Bauern bekamen damals den Namen „Ackerer“<br />

– ein Begriff, der heute fast in Vergessenheit geraten ist.<br />

In alten Amtsblättern wurde diese Berufsbezeichnung<br />

verwendet. Das ist auch ein Hinweis darauf, dass es in<br />

den früheren Gemeinden Eckenhagen und Denklingen<br />

sehr viel mehr Ackerbau gab, als in der heutigen Zeit.<br />

Viele Höfe waren so klein, dass sie nur im Nebenerwerb<br />

bewirtschaftet wurden. Oft waren die Familienväter in<br />

Steinbrüchen, als Maurer, Zimmermann oder gar als<br />

Pflasterer im „Pflasterland“ unterwegs.


110<br />

1. 2.<br />

<strong>850</strong><br />

<strong>Jahre</strong> <strong>Reichshof</strong><br />

3.<br />

4.<br />

1. Ernte bei Familie Braun<br />

2. Kartoffelernte in Halsterbach<br />

3. Feldarbeit mit dem Ochsen<br />

4. Strohernte mit dem Ochsen<br />

5. Kartoffelschälen<br />

6. Ochsen vor dem Pflug<br />

7. Die Arbeit mit dem Ochsen<br />

8. Getreideernte<br />

9. Kartoffelverkauf in Gummersbach


111<br />

6.<br />

5. 7.<br />

8.<br />

9.


112<br />

barten <strong>850</strong><br />

<strong>Jahre</strong> <strong>Reichshof</strong><br />

Man versuchte, dem steinigen Boden mit dem wenigen<br />

Dünger aus der Haltung von Rindern und Pferden<br />

so viel wie möglich abzutrotzen. Selbst die Abfälle aus<br />

dem „Plumpsklo“ (Trockentoilette) fanden in den Nährstoffkreislauf<br />

zurück. Durch den Bau von Jauchegruben<br />

zu Beginn des 20. Jahrhunderts und den oft auf den Betonflächen<br />

dieser Gruben gelagerten Stallmist, konnten<br />

wertvolle Nährstoffe auf Äcker und Wiesen gebracht werden.<br />

Der Stallmist wurde richtig schön aufgestapelt und<br />

festgetreten. Dadurch sollten Nährstoffe für die Düngung<br />

effektiver eingesetzt werden. Selbst Dr. Petry, damaliger<br />

Leiter der landwirtschaftlichen Winterschule im benach-<br />

barten Waldbröl, wies in seinen Aufzeichnungen aus dem<br />

Jahr 1928 auf die Wichtigkeit dieser Maßnahme hin. Viele<br />

junge Landwirte aus den früheren <strong>Reichshof</strong>gemeinden<br />

nutzten über viele Jahrzehnte das Bildungsangebot der<br />

Winterschule. Hier wurden Erkenntnisse in der Tierhal-<br />

tung, Boden- und Pflanzenkunde und auch der Umgang<br />

mit den dann aufkommenden Handelsdüngern gelehrt.<br />

Thomasmehl und Kali fanden den Weg über die Bahn-<br />

verbindungen des Agger- und Wiehltals in die Region und<br />

wurden von den landwirtschaftlichen Genossenschaften<br />

verkauft. Die Ernährung der Pflanzen und die Erträge<br />

verbesserten sich. Der Kartoffelanbau wurde profitabler,<br />

die Kühe gaben mehr Milch und die Ochsen ersetzten die<br />

Kühe als Zugtiere, bis<br />

sie von den<br />

Pferden ersetzt wurden. Handarbeit verteilte sich auf<br />

viele Hände in der Familie. Selbst die Kinder hatten ihre<br />

Aufgaben im täglichen Familienverbund zu erfüllen. Kühe<br />

zu hüten war vor der Einführung von Zäunen (später Elektrozäunen)<br />

eine weitverbreitete Aufgabe für die Jugend.<br />

Auch das Gras von Straßenrändern diente als Futtergrundlage<br />

für die Tiere. Streuobstbestände in der Nähe<br />

der Dörfer lieferten Obst in frischer, getrockneter und<br />

eingeweckter Form für den Bedarf der Menschen im bevorstehenden<br />

Winter. Zur Neige gehende und dem Verfall<br />

preisgegebene Vorräte ließen manchen Winter recht lange<br />

werden. Schrittweise vollzog sich auch die Abkehr von<br />

der reinen Selbstversorgung.<br />

Vielen Dingen der „guten, alten Zeit“ trauert man heute<br />

gewiss nicht mehr nach. Selbst die Not im und nach<br />

dem 2. Weltkrieg mit den Lebensmittelkarten und den<br />

Zwangsabgaben der erzeugten Ernte ist schon lange vergessen<br />

– zum Glück. Aber es ist auch wichtig, sich manchmal<br />

daran zu erinnern. Es hilft, den heutigen Luxus des<br />

Nahrungsmittelangebotes richtig einzuordnen.<br />

„Not macht erfinderisch“, dieses Sprichwort hatte auch<br />

nach dem Krieg seine Bedeutung. Damals gab es in vielen<br />

Dörfern auch viele Flüchtlinge. Diese brachten ihre<br />

Erfahrungen und ihr spezielles Können in das Dorfleben<br />

ein. Ein gutes Beispiel gelungener Integration und gegenseitigen<br />

Lernens spielte sich nach dem Krieg in Sinspert<br />

ab. Erhard Schwertner bewirtschaftete mit seiner Familie<br />

dort einen kleinen Hof. Seine Kenntnisse in Ackerbau<br />

und Viehzucht wendete er an und manch ein Bauer<br />

konnte etwas vom Wissen dieses Nachbarn lernen. Der<br />

Kartoffel anbau spielte in <strong>Reichshof</strong> schon immer eine<br />

große Rolle. Nun stieg man mit vorgekeimten Knollen in


113<br />

die Frühkartoffelproduktion ein. Dazu gehörte auch eine starke regionale<br />

Vermarktung. Jede Woche wurden Frühkartoffeln in die größeren Orte und<br />

Städte der Nachbarschaft geliefert. Eckenhagener Bauern belieferten auch<br />

das Olper Land. Im Herbst wurden die Einkellerungskartoffeln in die<br />

Keller der Kunden getragen. Da die Familien noch größer und<br />

die Essgewohnheiten andere waren, wurden oft 8 – 10<br />

Säcke zu je 50 kg eingekellert. Eine schwere, aber<br />

damals gewinnbringende Arbeit und eine regionale<br />

Vermarktung „vom Feinsten“. Die<br />

Fruchtfolge auf den Äckern bestand aus<br />

Kartoffeln, Roggen und Hafer. Oft wurde in<br />

den Roggen Rotklee eingesät, den man<br />

später als Viehfutter ernten konnte.<br />

Hier sei auch an den Hof der Familie Robert Schneider, Blockhaus, erinnert.<br />

Der besonders steinige Boden auf diesem Höhenzug lieferte geschmacklich<br />

hervorragende Kartoffelqualitäten. Der Anbau und die Ernte ließen sich<br />

nicht mechanisieren, das war alles Handarbeit. Schneiders betreuten auch<br />

die Jugendherberge am Blockhaus und waren dadurch bekannte Leute.<br />

Die Abwanderung der Arbeitskräfte aus der Landwirtschaft in Industrie und<br />

Gewerbe zu allen Zeiten- aber gerade in der Zeit des Wirtschaftswunders<br />

nach dem 2. Weltkrieg – förderte den Zwang zur Mechanisierung. Diese Entwicklung<br />

hat bis heute angehalten. In den fünfziger und sechziger <strong>Jahre</strong>n<br />

des vorigen Jahrhunderts kamen die Schlepper auf die Höfe.<br />

Der 11er Deutz und der 16er Eicher, das waren die Größen, die neben Kramer,<br />

Bautz, Hanomag, Fendt, Ford, Fahr, Güldner, Ferguson und Porsche auch im<br />

Bergischen verkauft wurden. Zuerst diente der Schlepper als Zugfahrzeug,<br />

bis die eingebaute Hydraulik das Tragen von Acker- und Heugeräten möglich<br />

machte. Eine spannende Zeit – auch für die althergebrachten Dorfschmieden,<br />

die sich sehr schnell auf die neuen Möglichkeiten umstellen mussten.<br />

Bilder rechts: Traktoren im Einsatz


114<br />

Modernes Güllefass sichert exakte und bodennahe Ausbringung<br />

Sieger bei der Wiesenmeisterschaft 2016 in der Kategorie „Weide“<br />

ist der Betrieb Jörg Rossenbach, Denklingen<br />

reich <strong>850</strong><br />

<strong>Jahre</strong> <strong>Reichshof</strong><br />

Hier sei auch auf eine starke Veränderung im Dorfbe-<br />

reich von Denklingen hingewiesen. Familie Simon lebte<br />

mitten im Ort und bewirtschaftete in den alten Gemäu-<br />

ern der Denklinger Burg ihren Hof mit Milchkühen und<br />

Jungrindern. Sie unterhielten auch eine Deckstation der<br />

Bullenhaltungsgenossenschaft Denklingen. Der zweite<br />

Deckbulle stand auf dem Hof der Familie Rossenbach.<br />

Grundsätzlich waren damals die Gemeinden nach dem<br />

Tierzuchtgesetz verpflichtet, für Großtiere im Sinne der<br />

Verbesserung der Tierzucht genügend Vatertiere vor-<br />

zuhalten. Das war – nach heutigem kommunalen Ver-<br />

ständnis – keine freiwillige, nein, das war eine Pflichtauf-<br />

gabe aller Gemeinden. Hier traf die damalige Gemeinde<br />

Denklingen eine einvernehmliche Regelung mit der Ge-<br />

nossenschaft.<br />

Die Entwicklung des Denklinger Dorfkerns wie wir ihn<br />

heute kennen, war erst möglich, nachdem sich die Fami-<br />

lie Simon nach Verhandlungen mit der Gemeinde dazu<br />

entschloss, ihren Betrieb in der Ortsmitte aufzugeben und<br />

einen Hof im Sauerland zu kaufen. Im ehemaligen Wohn-<br />

haus finden heute Ausstellungen statt. Der Kuhstall wurde<br />

abgerissen. An dieser Stelle steht heute die Volksbank.<br />

In den Sechzigern des vergangenen Jahrhunderts begann<br />

die Spezialisierung der Landwirtschaft in Richtung<br />

Grünlandbewirtschaftung. Getreidebau war schon immer<br />

ein Risiko, da die verfügbaren Tage zur verlustfreien Ernte<br />

wegen des vielen Regens begrenzt waren. Heuernte ließ<br />

sich mit Hilfe von Unterdachtrocknungen und Ladewagen<br />

schon gut mechanisieren. Das wurde mit Einführung<br />

von Fahrsiloanlagen noch einmal gesteigert. Heute wird<br />

das Futter mit dem Schlepper aus dem Fahrsilo entnommen<br />

und im Futtermischwagen mit anderen Komponenten<br />

zu einer für die Kuh ausgewogenen Ration gemischt.<br />

Diese Möglichkeiten ergeben sich nur, wenn auch die Gebäude<br />

dem technischen Fortschritt angepasst werden.<br />

Die heutigen modernen Laufställe für Rinder erlauben<br />

die Futtervorlage auf dem Futtertisch. Ein automatisches<br />

Abschieben von Kot und Urin mit dem Faltschieber in<br />

den Güllebehälter oder die Spalten im Boden, lassen den<br />

nach wie vor für die Landwirtschaft wichtigen Dünger in<br />

die Kanäle zur Güllegrube fallen. Etliche Betriebe in der<br />

Gemeinde haben erfolgreich auf das automatisierte Melken<br />

mit computergesteuerter Kraftfutterzuteilung umgestellt.<br />

Das ermöglicht den wachsenden Familienbetrieben<br />

ein flexibleres Zeitmanagement.


115<br />

Diese Entwicklungen haben einen stetigen Strukturwandel<br />

in der Landwirtschaft und im vor- und nachgelagerten<br />

Gewerbe zur Folge. Etwa 3- 4 % der landwirtschaftlichen<br />

Betriebe geben jährlich ihren Betrieb aus unterschiedlichen<br />

Gründen auf. Das ist eine bedenkliche Zahl. Der stetige<br />

Druck des Weltmarktes auf die Erzeugerpreise – hier<br />

besonders Milch und Fleisch – und die laufend steigenden<br />

Anforderungen an die Produktion, werden nicht vom<br />

Markt honoriert. Die Versuche der Umstellung auf Bioproduktion<br />

und vereinzelte Direktvermarktung sind nur für<br />

einen Teil der Betriebe erfolgreich. Der regionale Markt,<br />

den es in früheren Zeiten für Kartoffeln und Rindfleisch<br />

auch in <strong>Reichshof</strong> gab, ist auch durch die fehlenden Metzgereien<br />

und Läden sowie die heutigen Verzehrgewohnheiten<br />

der Bevölkerung weggebrochen. Hier sei z. B. an<br />

die frühere Heilstätte in Denklingen erinnert. Mit ihrem<br />

angegliederten landwirtschaftlichen Betrieb erzeugte sie<br />

selbst viele Lebensmittel und die eigene Metzgerei garantierte<br />

kurze Vermarktungswege. Heute sind die Handelsstrukturen<br />

in der Gemeinde wegen der großen Discounter<br />

die gleichen geworden, wie in anderen großen Städten.<br />

Zurzeit wird auf etwa 4100 ha landwirtschaftlicher Nutzfläche-<br />

das ist 31 % der Gesamtfläche – vorwiegend<br />

Grünlandwirtschaft (92 %) betrieben. Auf 8% Ackerland<br />

werden Silomais, Gerste, Hafer und Triticale als Viehfutter<br />

geerntet. Silomais wurde im Oberbergischen erstmals<br />

1971 angebaut. Neuere Züchtungen machen<br />

ihn zum wichtigen Stärkelieferanten<br />

in der Rinderfütterung. Der<br />

ehemals erfolgreiche<br />

Kartoffelanbau in<br />

der Gemeinde<br />

ist fast ganz<br />

verschwunden. Nur wenige Landwirte nehmen die Herausforderung<br />

an, mit sauber gewaschenen Kartoffeln,<br />

die in Sandböden gewachsen sind und im Supermarkt<br />

angeboten werden, zu konkurrieren.<br />

27 Betriebe halten 1171 Kühe – fast alle noch mit Weidegang.<br />

Der Gesamtviehbesatz liegt bei 1,4 Großvieheinheiten<br />

je ha. In den Wasserschutzzonen der Wiehltalsperre<br />

wird durch gezielte Düngeplanung verantwortungsvoll<br />

eine Kooperation mit dem Aggerverband erfolgreich betrieben.<br />

Gute Silage vom Grünland bildet die natürliche<br />

Futtergrundlage für die Milchkühe. Aber auch viele Vertragsnaturschutzflächen<br />

zeugen von einem verantwortungsbewussten<br />

Umgang mit der Natur.<br />

Viele Bauern sind auch Waldbesitzer. Mit 4860 ha ist die<br />

Waldfläche mit 42,4% vertreten. Sorgen haben die Landwirte,<br />

weil immer mehr Siedlungs- und Gewerbeflächen<br />

für die landwirtschaftliche Produktion verloren gehen. Zu<br />

den erwähnten Milchviehbetrieben kommen noch etwa<br />

30 Betriebe, die mit der Haltung von Fleischrindern und<br />

Jungviehaufzucht – teils im Nebenerwerb – die Kulturlandschaft<br />

pflegen – ein nicht unerheblicher Gesichtspunkt<br />

auch für die Naherholung.<br />

Helmut Dresbach, Kreisbauernschaft Oberberg


116<br />

SAGEN AUS DAMALIGER ZEIT<br />

<strong>850</strong> <strong>Jahre</strong> <strong>Reichshof</strong><br />

Die HollekuhlenSo hatte es lange, lange <strong>Jahre</strong> fortgedauert, und die Bewohner<br />

(Entnommen aus der <strong>Chronik</strong> „800 <strong>Jahre</strong> Eckenhagen“<br />

aus dem Jahr 1967)<br />

In der östlichen Verlängerung des hohen Dammes des großen<br />

Weihers zwischen Heidberg und Hespert, 120 m von der Durchbruchstelle<br />

entfernt, steht im Strauchwerk ein Felsen, der an<br />

der Nordseite 2 ½ m steil abfällt. Am Grunde befinden sich vier<br />

enge, 20 bis 25 cm weite Höhlungen; vor diesen ist ein ebener<br />

Platz. Hier heißt es „auf dem Hollekuhlen“, weil hier in alten Zeiten<br />

die Hollen, die Hulden wohnten.<br />

Die Sage erzählt:<br />

Die Bewohner von Heidberg und Langenseifen trieben morgens<br />

die Kühe und Ziegen bis an das Tor. (Die Ortschaften waren vielfach<br />

eingefriedet). Dann gingen sie ihrem Bergbau nach. Die<br />

Hollen hüteten die Kühe. Gegen Abend kamen die Tiere zum<br />

Tore zurück.<br />

Niemals war eines verloren gegangen oder hatte Schaden genommen,<br />

niemals waren Kühe von den Weideplätzen in angrenzende<br />

Hafer-, Kohlrüben- oder Kartoffelfelder entwichen. Dazu<br />

gediehen sie vorzüglich und gaben ganze Eimer voll fetter Milch.<br />

Als einzige Anerkennung für die Freundlichkeit der Hollen legten<br />

die Viehbesitzer von Heidberg und Langenseifen jeden Morgen<br />

beim Herbringen der Tiere ein gutes Butterbrot auf den Torpfosten.<br />

Das ging Reih um.<br />

wussten und wünschten es nicht anders.<br />

Da kam aus der Gegend von Dillenburg ein fremder Bergmann<br />

nach Heidberg. Bei dem guten Verdienst, den er auf der silberreichen<br />

Grube fand, gelang es ihm, sich eine Kuh anzuschaffen.<br />

Dass er die Kuh nur zum Tor zu bringen hatte und sie nicht selbst<br />

zu hüten brauchte, erschien ihm gut; aber an die Hollen wollte<br />

er nicht glauben. Er hatte noch keine Hollen gesehen und war<br />

doch oftmals an den Weideplätzen vorbeigekommen. „Aberglaube,<br />

Unsinn, dummes Zeug“ sagte er, und als die Reihe an<br />

ihm war, dass er das Butterbrot auf den Torpfosten zu legen<br />

hatte, tat er es absichtlich nicht, sondern beschmierte ihn mit<br />

Unrat. Die anderen Kühe kamen auch bis an das Tor. Es ging<br />

auf. Aber siehe da, anstatt friedlich zur Weide zu gehen, stoben<br />

die Tiere wild brüllend durcheinander, stießen sich mit den<br />

Hörnern und sprangen durch „Kappes und Tabak“. Da hatte die<br />

Herrlichkeit ein Ende, und die Bewohner von Heidberg und Langenseifen<br />

mussten ihre Kühe selber hüten. Die Hollen aber sind<br />

verschwunden, und verödet sind die Hollekuhlen.


117<br />

Ritter Huhn<br />

ausHaferspanien<br />

nur in Hafer geleistet worden, der Boden taugt zu anderem<br />

nicht. Aber auch hierbei ist der Ertrag noch gering. Wenn<br />

der Bauer sein Mehl nicht mit Kleie mischt, muss er einfach<br />

hungern“.<br />

(Entnommen aus: „Die bergische Truhe“, Legenden, Sagen, Märchen,<br />

Schwänke und Schnurren aus dem Bergischen Land. Neu<br />

erzählt von Paul Weitershagen, Greven Verlag Köln, 1955)<br />

Trug das dem Amt Windeck auch den Spottnamen „Haferspanien“<br />

ein, so brauchte es doch für mehr als ein Jahrhundert<br />

nur ganz wenig an Grundsteuern zu zahlen.<br />

Dem Kurfürsten Jan Wellem ging das Geld ziemlich leicht<br />

durch die Finger, und so war er ständig in Not, wie er das<br />

Verausgabte durch Neues ersetzen solle. Ums Jahr 1705<br />

erwog er, auf welche Weise er seine bergischen Ämter mit<br />

einer Grundsteuer belegen könne. Damit jedes gerecht eingeschätzt<br />

würde, sollte ermittelt werden, wieviel aus den<br />

Äckern, Wiesen, Wäldern und was sonst einer an Grund und<br />

Boden besitze, eingebracht werden. „Das aber“, so meinte<br />

der Kurfürst, „lässt sich nicht besser als daran erkennen,<br />

wie die Eigentümer der Grundstücke leben. Bringen die<br />

Grundstücke nämlich nur wenig ein, können ihre Eigentümer<br />

nicht wohlhabend leben. Wie sie aber leben, dafür<br />

zeugt das Brot, das sie essen. Darum soll jeder Abgeordnete<br />

bei der Beratung im Landtag ein Brot vorweisen, wie es<br />

die Bauern und Bäcker seines Amtes zu backen pflegen“.<br />

Das bergische Amt Windeck wurde damals durch Ritter<br />

Huhn von Schloß Bruch bei Windeck an der Sieg vertreten.<br />

Schlau, wie der war, verschaffte er sich im Kirchspiel Waldbröl<br />

ein paar Brote aus Hafermehl, grob und mit Kleie vermischt,<br />

wie sie dort überall zu haben waren. Als er die vorwies<br />

in Düsseldorf, glaubte zuerst jeder, er wolle scherzen.<br />

Er aber sagte: „In meinem Amt sind Naturalabgaben stets


118<br />

SAGEN AUS DAMALIGER ZEIT<br />

Heinzelmannchen<br />

„Aber wer waren sie wirklich? Wo kamen sie her?“<br />

<strong>850</strong> <strong>Jahre</strong> <strong>Reichshof</strong><br />

Ach, wie war es ehedem<br />

alles andre als bequem<br />

als wir dauernd Hunger hatten<br />

doch - es gab auch manche Satten -<br />

die lebten über Maßen<br />

die schlemmten und fraßen<br />

und tranken, vergaßen<br />

dass wir in kalten Hütten saßen<br />

der Frost war die Not<br />

die uns Armut nur bot<br />

doch was hilfts Bedauern<br />

wenn beim Brot wir versauern<br />

Ach, wie war die Hütte kalt<br />

Vater, Mutter, früh schon alt<br />

jedes Jahr sie neu gebar<br />

wuchs heran die Kinderschar<br />

die schrie‘en alle gleich<br />

nur Suppe - kein Fleisch<br />

den Brei dünn und weich<br />

und Wasser gabs reich‘<br />

ganz gierig wir tranken<br />

wir hatten zu danken<br />

doch was hilft das Klagen<br />

hatten wir nichts zu sagen?<br />

Bei uns im Land, da gab es Berge<br />

wir waren Kinder, kleine Zwerge<br />

im Berge da waren die besten Erze<br />

Blei und Silber - und mit der Kerze<br />

gingen wir in den tiefen Schacht<br />

bei uns war weder Tag noch Nacht<br />

der Bergmann hackte die beste Pracht<br />

und hat dann das Silber nach oben gebracht<br />

Wir schöpften ihm mit Eimer und Faß<br />

mit Mühe weg - das kostbare Naß<br />

man hat uns die Heinze-Männer genannt<br />

obwohl auch Mädchen dort eingespannt<br />

Blieben da unten im Zwergenreich<br />

ob Tag oder Nacht, das war doch gleich<br />

wir schafften im Dunklen das Wasser heraus<br />

vier Stunden - dann Pause - die nutzten wir aus<br />

wir stellten die Kegel in den Schacht<br />

die hatten wir einfach mitgebracht<br />

selber uns eine Kugel gemacht<br />

bei allem Wehleid trotzdem gelacht<br />

wie es Kinder nur machen in ihrer Pein<br />

auch sie wollen einfach mal fröhlich sein<br />

wir kauten Brot, dann Wasser tranken,<br />

erschöpft wir auf das Strohbett sanken<br />

Gedicht und Infos mit freundlicher Genehmigung des Autors aus: Harry Böseke „Sagenhafte Irrtümer“,<br />

„Die putzigen Mützen waren alles andere als nur Mode. Sie waren strohgefüttert und somit ein Vorläufer des Schutzhelmes.“<br />

Die Tage kamen, dann die Nacht:<br />

Man hat den Fortschritt mitgebracht<br />

woanders pumpte man statt schöpfen<br />

wir standen da mit unsren Töpfen<br />

und konnten nichts machen<br />

die Herren die lachen<br />

die neuesten Sachen:<br />

die Sparren, die krachen<br />

und hat man die Pumpen einge“stellt“<br />

wurden wir Kinder weg geprellt<br />

zu Hause waren wir auch nicht willkommen<br />

man hatte uns alles weg genommen<br />

Was jetzt? Wohin? - Die Fragen drängten<br />

bis wir gemeinsam Geschicke dann lenkten<br />

„Wo niemals Armut, niemals Not<br />

uns auch der Hunger nicht mehr droht:<br />

gewendet werden muß das Blatt<br />

denn Köln ist eine reiche Stadt<br />

die nicht nur schöne Häuser hat<br />

und meistens sind die Leut‘ dort satt!“<br />

So brachen wir dann auf nach Kölle<br />

der Himmel lockt uns aus der Hölle<br />

Wir wollen dort dann Arbeit finden<br />

selbst wenn wir unsre Knochen schinden


119<br />

Wie war es doch einst ehedem<br />

für manchen Meister so bequem<br />

als wir für ihn die Arbeit machten<br />

die sich dabei ins Fäustchen lachten<br />

Denn unter ihren Kellern - halt<br />

waren aus Römerzeiten - alt<br />

Kanäle, dunkel, naß und kalt<br />

da werden wohnen wir sehr bald<br />

Schwarz war die Nacht und doch mit Kerzen<br />

suchten wir unten nicht nach Erzen<br />

wir schufen für den Meister oben<br />

wofür ihn dann die Leute loben<br />

Als Heinze-Menschen bald bekannt<br />

schafften wir so Hand in Hand<br />

kriegten von dem Essen beste -<br />

wenn auch nur die Knochen-Reste<br />

doch schufen wir Kannen<br />

Töpfe und Wannen<br />

schreinerten, spannen<br />

nähten, ersannen<br />

uns unseren Traum von der besseren Zeit<br />

vielleicht bald soweit?<br />

Doch plötzlich ein Licht:<br />

Man findet uns nicht!<br />

Neugierig war des Schneiders Frau<br />

sie streute Erbsen und genau<br />

als wir grad unsre Arbeit taten<br />

kam sie mit Lampen, und verraten<br />

hat sie es dann allen<br />

mit lautesten Schallen<br />

in Häusern und Hallen<br />

das hat ihr gefallen!<br />

Seitdem sind wir, wenn man uns sucht<br />

irgendwo nur auf der Flucht<br />

Nachwort von Harry Böseke zu dem Gedicht<br />

„Aber wer waren sie wirklich? Wo kamen sie her?“<br />

Am 1. August 1167 überträgt Kaiser Friedrich der 1. Barbarossa dem Rainald von<br />

Köln (ehemals von Dassel) den <strong>Reichshof</strong> Eckenhagen „zum Lohn für den durch<br />

Tapferkeit desselben und des kölnischen Heeres erfochtener Sieg über die Römer“<br />

Der <strong>Reichshof</strong> Eckenhagen bot das beste Silber des Reiches, vor allem in Wildberg<br />

oder auf der Silberkuhle (daher der Name). Weiß man dann noch, dass Kaiser<br />

Barbarossa seinen „<strong>Reichshof</strong> Eckenhagen“ mit den besten Silbervorkommen des<br />

damaligen Kaiserreiches seinem Kanzler und Erzbischof Rainald von Dassel in<br />

der Mitte des 12. Jahrhunderts vermachte, weil dieser die Gebeine der Heiligen<br />

Drei Könige in der Lombardei gewaltsam „ausgeliehen“ hatte und Köln dadurch<br />

zur Pilgerstadt ersten Grades wurde, dann rundet sich das Bild. Die Produkte<br />

der Blei- und Silberberge des <strong>Reichshof</strong>es waren dann auch im doppelten Sinne<br />

„Grundlagen für den Kölner Dom“. Mit dem Blei wurden die Fundamente „abgefedert“<br />

und mit dem Silbererlös der Dombau überhaupt erst begonnen. Eine<br />

Münze, „der Wildberger Taler“, die den Kölner Erzbischof zeigt, wurde sogar in<br />

<strong>Reichshof</strong> geprägt. (siehe Seite 19)<br />

So sind die Bezüge zwischen den Bergen des Bergischen (Bergbau ist hier dem Wort<br />

nach genau: als in den Berg gehen, um Metalle heraus zu holen) mit Köln und der<br />

erzählten Geschichte nahezu klassisch. Durch die Nichtkenntnis der Kinderarbeit<br />

im Bergbau und des Namens „Heinze-Kunst“ für Wasserschöpfer, wurde die Sage<br />

dahingehend gewandt, dass putzige Männchen, Zwerge, selbstlos unter Tage für<br />

die Kölner Patrizier und Handwerker rackerten.<br />

Im Ferienland <strong>Reichshof</strong> wird seit 2011 der<br />

Bezug zwischen den Heinzelmännchen und<br />

dem Ferienland <strong>Reichshof</strong> aufgegriffen.<br />

Aus dem Heinzekind aus dem Gedicht wurde<br />

der Wanderwichtel Heinzi, der auf vielen<br />

Veröffentlichungen und Themen-Wanderkarten<br />

des Ferienlands <strong>Reichshof</strong> zu<br />

finden ist. Für die kleinsten Bewohner<br />

und natürlich auch Gäste gibt es seit diesem<br />

Jahr ein Malbuch mit vielen netten<br />

Malvorlagen aus unserer Gemeinde.


<strong>850</strong> <strong>Jahre</strong> <strong>Reichshof</strong>


121<br />

DER WALD IN DER GEMEINDE REICHSHOF,<br />

DIE GRÜNE ZIERDE DER GEMEINDE<br />

Der Wald in der Gemeinde <strong>Reichshof</strong> ist ein bedeutendes<br />

Wirtschaftsgut, Arbeitsplatz und Basis für eine regionale<br />

Holzwirtschaft. Er ist zugleich ein wirksamer Beitrag zum<br />

Klimaschutz, Erholungsraum, Trinkwasserspeicher, filtert<br />

Lärm und Abgase, prägt das Landschaftsbild und ist der<br />

natürliche Lebensraum zahlreicher Tier- und Pflanzenarten.<br />

Er ist also ein wahres Multitalent.<br />

Der Wald, wie wir ihn heute vorfinden, ist Ergebnis einer<br />

wechselvollen Geschichte und vieler Generationen von<br />

Waldbesitzenden. Von den knapp 115 km² des Gemeindegebietes<br />

<strong>Reichshof</strong> sind fast 49 km² Wald. Mit 43 %<br />

Waldanteil ist die Gemeinde <strong>Reichshof</strong> eine der waldreichsten<br />

im Oberbergischen Kreis. Auf jede Bürgerin und<br />

jeden Bürger kommen 2.450 m² Wald, also ein Viertel-ha.<br />

Dies ist das 8-fache des Durchschnitts in NRW.<br />

Da das Oberbergische ein Streusiedlungsgebiet ist, liegt<br />

auch der Wald im Allgemeinen zerstreut an den Hängen<br />

der Bach- und Flusstäler und auf besonders nassen oder<br />

besonders steinigen Standorten und ist nicht immer gut<br />

erreichbar. Rund um die Wiehltalsperre und im Bereich<br />

Puhlbruch und Silberkuhle im Raum Eckenhagen gibt<br />

es aber auch größere zusammenhängende und gut erschlossene<br />

Waldgebiete.<br />

Die Wälder in <strong>Reichshof</strong> finden ein kühles, niederschlagsreiches<br />

Mittelgebirgsklima mit den höchsten Lagen des<br />

Bergischen Landes (bis knapp über 500 m NN) vor, in<br />

dem die meisten heimischen Baumarten gut gedeihen<br />

können. Begrenzt wird die Vielfalt durch die Nährstoffarmut<br />

der Böden und durch Lichtmangel. Bessere Verhältnisse<br />

finden sich in den Bachtälern und an Waldrändern.<br />

Laubbäume nehmen knapp die Hälfte (45 %) des Waldes<br />

ein, etwa 55 % machen Nadelbäume, allen voran<br />

die Fichte aus. In den Laubwäldern dominieren Buchen<br />

und Eichen. Daneben kommen im jeweils geringen Umfang<br />

zahlreiche weitere Baumarten, wie Birke, Erle, Bergahorn,<br />

Esche, Kirsche, Hainbuche, Lärche und Kiefer im<br />

Wald des Gemeindegebietes vor. Seltene Neubürger sind<br />

auch die Douglasie und die Küstentanne, die ursprünglich<br />

von der Westküste Nordamerikas stammen.<br />

Die Laubwälder sind häufig dadurch entstanden, dass<br />

sich aus den Stöcken geernteter Bäume neue Triebe entwickelt<br />

haben, die sogenannten „Stockausschläge“. Diese<br />

einfach zu praktizierende Stockausschlagwirtschaft<br />

war bis zum 1. Weltkrieg in <strong>Reichshof</strong> noch weit verbreitet.<br />

Die Fichten waren verstärkt von 1950-1970 in Form<br />

von Reinbeständen gepflanzt worden, um den Holzmangel<br />

nach dem Krieg abzuhelfen und den Waldbauern Einkünfte<br />

zu ermöglichen. Grubenholz war für den Ausbau<br />

der Kohleschächte im Ruhrgebiet sehr gefragt. Solche<br />

Reinbestände sind anfällig gegen Sturm, Schnee und Käfer<br />

und zum Teil nachfolgend Kalamitäten zum Opfer gefallen.<br />

Die größten Kalamitäten waren der Schneebruch


122<br />

Moderne Forstwirtschaft mit dem Harvester<br />

Forstwirtschaft in alter Zeit<br />

Alter <strong>850</strong><br />

<strong>Jahre</strong> <strong>Reichshof</strong><br />

1979/80 und der Orkan Kyrill im Januar 2007. Die Fichtenbestände<br />

haben heute schwerpunktmäßig ein Alter von<br />

50-60 <strong>Jahre</strong>n, während die Laubbäume überwiegend ein<br />

Alter von 60-120 <strong>Jahre</strong>n aufweisen. Sehr alte Wälder sind<br />

eher rar. Nach Kyrill und den damit verbundenen Folge-<br />

schäden nehmen auch Kulturen und Jungwüchse auf<br />

den damals entstandenen Kahlflächen wieder nennens-<br />

werte Anteile des Waldes in <strong>Reichshof</strong> ein. Einen Schwer-<br />

punkt bildet das ehemalige Hauptschadensgebiet von<br />

Kyrill in Eckenhagen-Blockhaus.<br />

Trotz des Aderlasses durch Kyrill, der in der Nacht vom<br />

18. auf den 19. Januar 2007 rd. 50.000 m³ Holz oder<br />

100.000 Bäume allein im Privatwald <strong>Reichshof</strong>s nieder-<br />

warf, befinden sich im Wald des Gemeindegebietes<br />

heute wieder Holzvorräte von rd. 1,1 Mio. m³. Jährlich<br />

wachsen rd. 37.000 m³ hinzu, von denen nur<br />

etwas mehr als die Hälfte wirtschaftlich genutzt<br />

wird. Der größte Teil der genutzten Fichten wird<br />

als Stammholz verkauft, während ein erheblicher<br />

Teil des Laubholzes in den Kaminen<br />

der Einwohner <strong>Reichshof</strong>s verfeuert wird.<br />

Der Waldbesitz ist breit gestreut. Am<br />

Rand der Wiehl talsperre und in Eckenhagen<br />

(Puhlbruch/Silberkuhle) ist der Wald im Besitz des<br />

Landes Nordrhein-Westfalen. Er umfasst zusammen ca.<br />

1.100 ha (1 ha = 100x100m = 10.000 m² ). Der größte kommunale<br />

Waldbesitzer ist der Aggerverband, der den Wald<br />

im Uferbereich der Wiehl talsperre und an der Steinagger<br />

mit einer Größe von zusammen 174 ha betreut. Auch<br />

die Gemeinde <strong>Reichshof</strong> hat Waldbesitz und ist mit ihren<br />

25 ha im Gemeindegebiet verstreuten Waldes schon ein<br />

überdurchschnittlich großer Waldbesitzer. Drei Viertel<br />

des Waldes aber gehören den vielen privaten Waldbesitzern.<br />

Dies nimmt der Waldbesucher kaum wahr, weil die<br />

Besitzgrenzen unauffällig oder gar nicht markiert sind.<br />

Im Kleinprivatwald <strong>Reichshof</strong>s beträgt die durchschnittliche<br />

Waldbesitzgröße 2,5 ha wobei sich der Besitz häufig<br />

noch auf verschiedene Parzellen verteilt. Die mittlere<br />

Größe der einzelnen privaten Waldparzelle überschreitet<br />

kaum 0,5 ha. Insgesamt gibt es im Gemeindegebiet ca.<br />

1.000 Waldbesitzende. Die meisten Waldbesitzer werden<br />

von den Förstern des Landesbetriebes Wald und Holz<br />

Sebastian Krohn und Jürgen Kerstin aus dem Regionalforstamt<br />

Gummersbach betreut. Für den Staatswald und<br />

den Wald des Aggerverbandes gibt es eigenes Forstpersonal.


123<br />

WALD- UND FORSTGESCHICHTE<br />

Bis ins Mittelalter war das Bergische Land nur dünn besiedelt<br />

und großflächig mit natürlichen Buchenwäldern<br />

bedeckt. Die Nutzung der Wälder war eine ganz andere<br />

als heute. War der königliche Wald bevorzugt Jagdrevier<br />

der Herrscher, so war rund um die Höfe die Grenze zwischen<br />

Wald und landwirtschaftlicher Nutzung fließend.<br />

Nahezu der ganze Wald wurde durch Schafe, Ziegen und<br />

Schweine beweidet. Waldstreu und frisches Laub wurden<br />

als Einstreu und Viehfutter für die wenigen Kühe, Ochsen<br />

und Pferde genutzt. Überlebenswichtig waren auch weitere<br />

heute exotisch anmutende Nutzungen, wie die Gewinnung<br />

von Honig, Harz und Pech sowie von Waldbeeren<br />

und –pilzen. Der Wald stellte neben der Wasserkraft die<br />

wichtigste Energiequelle in Form von Kaminholz dar. In der<br />

Umgebung der Höfe standen auch die Bäume, die als Bauholz<br />

geeignet waren. Geeignetes Bauholz war rar, und so<br />

wurden auch einzelne Bäume über lange Zeit gehegt und<br />

sogar vererbt. Auch die meisten Gerätschaften wurden aus<br />

Holz der nahen Umgebung hergestellt. Sehr viel Holz verschlang<br />

auch die Instandhaltung der Zäune und Hecken,<br />

die das Einbrechen der frei herumlaufenden Schweine in<br />

die bestellten Äcker und Gärten verhindern sollten.<br />

Mit dem Bevölkerungswachstum nach dem dreißigjährigen<br />

Krieg und dem Aufblühen der Erzindustrie im<br />

Siegerland kam es zu einer Übernutzung der Wälder.<br />

Niederwald und Buchenbestände wurden verkohlt und<br />

es existierte eine schwunghafte Ausfuhr von Holzkohle<br />

auf der „Eisenstraße“ in das benachbarte Siegerland. Die<br />

Holzkohle wurde in großen Weidenkörben auf zweirädrigen<br />

Ochsenkarren transportiert. Ganze Niederwaldbereiche<br />

wurden dafür „niedergelegt“.<br />

Waldweide und vor allem die Streunutzung verhinderten<br />

die Verjüngung der Wälder und führten allmählich zu einer<br />

stetigen Verschlechterung der Waldböden. Erst verlichteten<br />

die bergischen Wälder und schließlich verwandelten sie<br />

sich in Heidelandschaften mit spärlichem Baumbewuchs.<br />

Davon legen die Wacholderreste im Gemeindegebiet noch<br />

heute Zeugnis ab. Bereits 1544 klagen die Landstände über<br />

die Waldverwüstung durch die Holzverkohlung und der<br />

Herzog von Jülich–Berg ordnete Gegenmaßnahmen an.<br />

Die gleichwohl fortschreitende Waldverwüstung und die<br />

angespannte Versorgungslage der Hütten zwingt schließlich<br />

1572 zum Erlass einer Kohleordnung, die die Ausfuhr<br />

von Holzkohle überwachen und begrenzen sollte und z.B.<br />

auch eine pflegliche Waldnutzung und eine Wiederaufforstungspflicht<br />

vorsah. Dies ist der Vorläufer verschiedener<br />

Forstordnungen die im <strong>Reichshof</strong>er Gebiet galten. Eine Besonderheit<br />

ist eine Holzordnung des 17. Jahrhunderts, die<br />

sich die Dörfer im Kirchspiel Eckenhagen (Eckenhagen, Hespert,<br />

Wildberg, Odenspiel, Denklingen, Heischeid, Schemmerhausen,<br />

Mittelagger, Oberagger u.a. ) gaben. Die Waldnutzung<br />

wurde durch Buschhüter beaufsichtigt. Ansonsten<br />

zielte die Ordnung auf Holzeinsparung und Verhinderung<br />

Forstschäden durch Kyrill in der Nacht vom 18. auf den 19. Januar 2007


124<br />

Waldbesitzern <strong>850</strong><br />

<strong>Jahre</strong> <strong>Reichshof</strong><br />

von Holzdiebstahl. Dieser unterlag übrigens, zumindest auf<br />

dem Papier, drakonischen Strafen. So konnte einem Holzdieb<br />

auf dem Baumstumpf die Hand abgehackt werden.<br />

Diese und auch folgende Holzordnungen konnten nicht<br />

verhindern, dass der Waldzustand im Oberbergischen Anfang<br />

des 19. Jh. seinen Tiefpunkt erreichte. Raubbau und<br />

Waldverwüstung waren soweit fortgeschritten, dass von<br />

den Niederwäldern nur noch ein Drittel Schlagbüsche waren,<br />

zwei Drittel aber Heiden. Die Preußen versuchten nach<br />

1814 zunächst mit anspruchslosen Kiefern, dann mit Fichten<br />

auf angekauften Flächen wieder Hochwälder aufzubau-<br />

en und den Waldbauern ein Vorbild zu geben. Den privaten<br />

Waldbesitzern kam die Lokal-Abteilung des landwirtschaft-<br />

lichen Vereins für Rheinpreussen ab 1<strong>850</strong> zur Hilfe, um die<br />

„Wiederbewaldung der Höhen zu fördern“. Man legte Saat-<br />

und Pflanzkämpe an und gab an die Waldbesitzer Fichten<br />

und Lärchen unentgeltlich ab. Von 1859 – 1861 sind rd. 5<br />

Millionen Pflänzchen verteilt worden. Der „Prüsseboom“<br />

wurde aber von vielen Bauern nicht gern gesehen, weil in<br />

den Fichtendickungen weder Waldweide noch Streunut-<br />

zung möglich waren. Hinzu kam, dass in der 2. Hälfte des<br />

19 Jh. die Lohwirtschaft mit Eichenschälwald ein einträgli-<br />

ches Geschäft war und von vielen oberbergischen Bauern<br />

intensiv betrieben wurde. Über diesem Eichen-Niederwald<br />

konnten einzelne größere Bäume für Stellmacherei und<br />

Hausbau gezogen werden und in Notzeiten konnte auch<br />

die Laubstreu genutzt werden. Leider war nach dem Ende<br />

des 1. Weltkrieges auch die Gerberlohe aus Eichenrinde<br />

Geschichte, weil andere Gerbverfahren entwickelt worden<br />

waren. Danach wurden in den durchwachsenden Laubwäl-<br />

dern wieder ungeregelt Bäume entnommen, vorwiegend<br />

als Brennholz, teils aber auch als Bauholz. Entlastung für<br />

den Wald brachten ausgerechnet die Stein- und Braunkohle,<br />

die mit Hilfe der Eisenbahnen ins Bergische transportiert<br />

wurden. Sie traten auch im Bergischen Land den Siegeszug<br />

an und verdrängten als Brennstoff für die Metallver- und<br />

bearbeitung das Holz und die Holzkohle. Deshalb wuchsen<br />

seit dem Ende des 1. Weltkriegs ein Teil der Niederwaldbestände<br />

zu Hochwäldern durch, während die schlechteren<br />

Bestände und die Heiden mit Fichte aufgeforstet wurden.<br />

Eine weitere einschneidende Veränderung des Waldes im<br />

Gemeindegebiet war der Bau der Wiehltalsperre ab 1965,<br />

für die einerseits Wald gerodet, anderseits in der Wasserschutzzone<br />

rd. 400 ha Wald, und zwar überwiegend Eichen,<br />

Buchen, Ahorn, Eschen und Kirschen aufgeforstet wurden.<br />

Dieser Wald war und ist erklärtermaßen ein Wald für den<br />

Trinkwasserschutz und wird entsprechend bewirtschaftet.<br />

DIE FORSTLICHEN VEREINE<br />

In den drei Forstbetriebsgemeinschaften des Gemeindegebietes<br />

Denklingen, <strong>Reichshof</strong> und Sinspert haben sich<br />

654 Waldbesitzer zusammengeschlossen, um die Nachteile<br />

des kleinen und zerstreuten Waldbesitzes des Einzelnen<br />

auszugleichen. Sie sind wirtschaftliche Vereine, die die<br />

Waldpflege, den Holzverkauf und Wiederaufforstungen,<br />

aber auch die Pflege von Wirtschaftswegen und Bodenschutzkalkungen<br />

gemeinsam organisieren. Sie werden<br />

dabei vom Landesbetrieb Wald und Holz unterstützt und<br />

gefördert. Dieser<br />

stellt zum Beispiel<br />

die Förster zu einem<br />

günstigen Entgelt.<br />

Eigenständig ist<br />

die FBG Dörspe-Othetal,<br />

die einen kleinen Teil der<br />

Waldbesitzer im Nordwesten<br />

der Gemeinde<br />

<strong>Reichshof</strong> betreut.


125<br />

DIE TIER- UND PFLANZENWELT DER WÄLDER IN REICHSHOF<br />

Ebenso wie die Wälder sich im Laufe der Jahrhunderte immer wieder stark<br />

verändert haben, so musste sich auch die Tier- und Pflanzenwelt stetig anpassen.<br />

Heute sind durch strengen Schutz, aber auch Auswilderungsmaßnahmen<br />

viele Vogelarten in die Wälder <strong>Reichshof</strong>s zurückgekehrt. Zu nennen<br />

sind der Schwarzstorch, der Uhu und der viel kleinere Rauhfußkauz. An der<br />

Wiehl talsperre rastet der Fischadler während seines Zuges. Fleischfresser im<br />

Wald sind heute Fuchs, Dachs und verschiedene Marderarten. Es ist durchaus<br />

wahrscheinlich, dass auch Wolf und Wildkatze wieder in die Wälder <strong>Reichshof</strong>s<br />

zurückkehren können, während für die Rückkehr des Luchs die zusammenhängenden,<br />

ungestörten Waldgebiete wohl nicht groß genug sind.<br />

Auch die Pflanzenarten der Feucht- und Trockenheiden, wie einerseits Sonnentau,<br />

Faulbaum und Torfmoose, andererseits Wacholder, Blaubeeren,<br />

Ginster und Heidekraut sind heute im Gemeindegebiet auf wenige Standorte,<br />

die aufwändig und erfolgreich gepflegt werden, geschrumpft. Durch<br />

die Erholung der Böden und vermehrten Nährstoffeintrag machen sich<br />

stattdessen bei genügend Lichteinfall die früher sehr seltenen Arten Brombeere,<br />

Himbeere und Hirschholunder im Wald breit. Charakteristisch für<br />

die bergischen Wälder und Ausdruck ihres Wasserreichtums sind die vielen<br />

Farn- und Moosarten und an wenigen Stellen auch die seltenen Bärlappe.<br />

Wer die Baumartenvielfalt auf den wiederaufgeforsteten Kyrill-Flächen<br />

wahrnimmt, auf denen bis zu 6 verschiedene Baumarten von den Waldbesitzern<br />

und Förstern gepflanzt wurden, und auf denen auch die Natur mit<br />

teils üppiger natürlicher Verjüngung ihren Beitrag geleistet hat, ist sich sicher,<br />

dass die Wälder in <strong>Reichshof</strong> Zukunft haben und auch dem möglichen<br />

Klimawandel standhalten werden. Sie werden auch in Zukunft das grüne<br />

Gold <strong>Reichshof</strong>s sein.<br />

Kai Boenig, Regionalforstamt Bergisches Land Gummersbach<br />

Bilder rechts: Schwarzstorch an der Wiehltalsperre, Wildschweine , Waldkauz in Hainbuche


<strong>850</strong> <strong>Jahre</strong> <strong>Reichshof</strong>


127<br />

STAATSFORST PUHLBRUCH – DIE NATUR ERLEBEN<br />

Viele unserer Wälder gehören zu den letzten naturnahen<br />

Pflanzengesellschaften der Landschaft. Sie müssen erhalten<br />

werden zum Schutz des Bodens, für einen ausgeglichenen<br />

Wasserhaushalt, als Lebensraum für Pflanzen<br />

und Tiere, für die Erholung der Menschen und manches<br />

mehr. Gleichzeitig haben Wälder die Aufgabe, Holz als<br />

unentbehrlichen Rohstoff zu liefern. Ein altes deutsches<br />

Sprichwort lautet: „Vor lauter Bäumen den Wald nicht<br />

mehr sehen“. Die Gefahr besteht durchaus, dass daran<br />

etwas Wahres ist. Wir leben hier in einer herrlichen Mittelgebirgslandschaft<br />

in der viele Tier- und Pflanzenarten<br />

zu Hause sind. Dieser Naturreichtum ist ein Schatz, um<br />

den uns viele beneiden. Zahlreiche Menschen aus den<br />

Ballungszentren an Rhein und Ruhr haben inzwischen<br />

hier ihren Wohnsitz. Wenn man allerdings selbst hier<br />

lebt, tagtäglich von dieser herrlichen Natur umgeben<br />

ist, dann verliert man schon einmal das Auge für diese<br />

Schönheiten.<br />

PUHLBRUCH –<br />

EIN WALD VON HERAUSRAGENDER BEDEUTUNG<br />

IM BERGISCHEN LAND<br />

Das Waldgebiet zwischen Eckenhagen, Windfus und<br />

Tillkausen hatte für die Bevölkerung von jeher eine sehr<br />

große Bedeutung, zumal der karge Boden und die vielen<br />

steilen Hänge eine rentable landwirtschaftliche Nutzung<br />

kaum zuließen. Urkunden aus dem 11. Jahrhundert besagen,<br />

dass die Nutzung des Waldes ausschließlich dem<br />

König oder Kaiser (Barbarossa) vorbehalten war: Jagd,<br />

Fischerei, Bodenschätze, Holzeinschlag und anderes.<br />

Später fiel dieser Wald des Königshofes an den Landsherrn<br />

Grafen Berg. Etwa 1240 wurde er dann Reichswald.<br />

1769 gehörten dem Kurfürsten Karl Theodor die Waldungen.<br />

1869 hatte die Gemeinde Eckenhagen die Gelegenheit,<br />

den Puhlbruch käuflich zu erwerben. Doch stimmten<br />

11 von 15 Gemeinderäten gegen diesen Kauf. So ging<br />

der Puhlbruch in Privatbesitz über. 1895 kaufte der Staat<br />

den Wald wieder auf. Er stand erst unter der Aufsicht des<br />

Forstamtes Siegburg, dann Waldbröl, jetzt dem Regionalforstamt<br />

Rhein-Sieg-Erft.<br />

Nachstehende Zeilen sollen ein kleiner Anstoß sein, den<br />

„historischen <strong>Reichshof</strong>“ neu zu entdecken :


128<br />

Rehe<br />

Neuntöter<br />

Fuchskind<br />

Teile <strong>850</strong><br />

<strong>Jahre</strong> <strong>Reichshof</strong><br />

Bereits 1953 warf der Natur- und Heimatforscher Albert<br />

Schuhmacher ein kritisches Schlaglicht auf die ausufern-<br />

den Natursünden in der Altgemeinde Eckenhagen. Weite<br />

Teile des Waldgebietes Puhlbruch waren von einer groß-<br />

artigen Pflanzen- und Tierwelt geprägt, die aber durch<br />

den Anbau von Fichten verdrängt wurden.<br />

In weiten Teilen hat sich der Waldanbau in den letzten<br />

<strong>Jahre</strong>n positiv verändert. Der Bergbau hinterließ eben-<br />

falls deutliche Spuren. Die Hochlagen zeigten vormals<br />

einen auffallenden Reichtum an Wacholderheiden.<br />

Wollgras, Sonnentau, Bergweidenröschen, Knabenkraut,<br />

Lungenenzian, Torfmoose, Kriechende Weide, Englische<br />

Ginster und verschiedene Bärlapp-Pflanzen waren groß-<br />

flächig vorhanden. Waldkauz, Haselhuhn, Waldschnepfe<br />

und Raufußkauz gehörten zum Landschaftsbild. Um-<br />

fangreiche Aufzeichnungen sind nachzulesen in dem von<br />

Oswald Gerhard herausgegebenen Buch „Eckenhagen<br />

und Denklingen im Wandel der Zeiten“.<br />

Naturschutz hat in der Gemeinde <strong>Reichshof</strong> in den letz-<br />

ten <strong>Jahre</strong>n an Bedeutung gewonnen. 2008 wurden 340<br />

ha des großartigen Waldes Puhlbruch unter Naturschutz<br />

gestellt, der in dieser Form einzigartig im Bergischen<br />

Land ist. Er beherbergt Lebensräume seltener, teilweise<br />

vom Aussterben bedrohter Pflanzen- und Tierarten. Die<br />

Rettung des Waldes und des Forsthauses, die das Land<br />

NRW verkaufen wollte, ist eine der bedeutensten Leistungen<br />

der Windfuser Waldjugend.<br />

Köhlerhütte am Kohlenmeiler


129<br />

WALDLEHRPFAD<br />

Der 4,5 km lange Rundweg will den Besuchern die Schönheit der Landschaft<br />

und des Waldes erschließen. Er wurde 1965 vom Forstamt Waldbröl,<br />

der Waldjugend Windfus und der Gemeinde Eckenhagen angelegt. An ihm<br />

liegen 2 Schutzpilze, 1 Eisenverhüttungsbezirk, der Hexentanzplatz, Kohlenmeiler<br />

mit Köhlerhütte, Naturwaldzelle, Trockenmauer und Feuchtbiotop,<br />

Waldxylophon, Forsthaus und Wildgatter. Naturfreunde erhalten Informationen<br />

an rund 40 Tafeln und 6 Schaukästen.<br />

WACHOLDERSCHUTZGEBIETE<br />

Die Entstehung der Wacholdergebiete in Branscheid, Hespert und Wildberg<br />

aus Eichen-Birkenwäldern ist durch die frühere Waldweide begünstigt<br />

worden. Ziegen und Schafe, die in die Wacholderfelder getrieben wurden,<br />

hielten den Untergrund sauber. Heute muss man da nachhelfen. Sie stehen<br />

unter Naturschutz. Die widerborstig aussehenden Wacholderstauden<br />

in <strong>Reichshof</strong> wurden über dreißig <strong>Jahre</strong> lang von der Waldjugend Windfus<br />

gepflegt. In Wildberg engagierte sich der Dorfverein. Sie befreiten die<br />

Wacholder von Strauchwerk und entfernten Humus (abplaggen), damit<br />

sich das seltene Borstgras wieder entfalten kann. Die Biologische Station<br />

Oberberg setzt seit <strong>Jahre</strong>n Schafherden zur natürlichen Pflege ein, um eine<br />

„Verbuschung“ zu verhindern.<br />

KOHLENMEILER<br />

Ein Meilermodell mit Köhlerhütte ist zwischen Rastplatz Windfus und Forsthaus<br />

Puhlbruch zu sehen. Auf zahlreichen Schautafeln wird über das Köhlerhandwerk<br />

informiert. Seit über tausend <strong>Jahre</strong>n werden Meiler nach der gleichen<br />

Methode aufgebaut. Wegen ihrer gleichmäßigen Qualität ist die Kohle<br />

aus den Meilern in der eisenschaffenden Industrie, dem Handwerk, vor allem<br />

im Kupfer-, Silber- und Goldschmiedegewerbe geschätzt. Ein Meiler enthält<br />

ca. 20m Holz und hat einen Durchmesser von ca. 7 Meter, brennt (glüht) ca. 10<br />

Tage lang Tag und Nacht und muss ständig kontrolliert werden. Der Holzstoß<br />

wird mit Erde überdeckt und mit 200 bis 300 Zuglöchern versehen.<br />

Bilder rechts: Totholz in der Naturwaldzelle, Wacholderschutzgebiet, Sonnentau


130<br />

Frösche (Amphibien) finden ideale Lebensbedingungen<br />

in den Roßbergsiefen<br />

Das Scheidenwollgras ist streng geschützt<br />

In <strong>Reichshof</strong> hat sich das Gefleckte Knabenkraut<br />

(Orchideen) erfreulich vermehrt<br />

wurden <strong>850</strong><br />

<strong>Jahre</strong> <strong>Reichshof</strong><br />

NATURWALDZELLE<br />

Anlässlich des Europäischen Naturschutzjahres 1970<br />

wurden in den Staatswald des Landes NRW vierzig so-<br />

genannte Naturwaldzellen („Urwälder“) ausgewählt, die<br />

der Erhaltung und Beobachtung naturnaher Waldtypen<br />

dienen sollen. In diesen Waldbeständen unterbleibt jede<br />

forstliche Nutzung, einschließlich der Aufarbeitung von<br />

anbrüchigem Holz und jede künstliche Veränderung der<br />

Bestockung durch Saat oder Pflanzung. Bei der ausgewie-<br />

senen, 16,6 Hektar großen, aus Naturverjüngung entstan-<br />

denen Naturwaldzelle, handelt es sich um einen Buchen-<br />

bestand (Frauenfarn-Hainsimsen-Buchenwald), dessen<br />

Alter zwischen 156 und 186 <strong>Jahre</strong>n liegt. Aus der langfris-<br />

tigen Untersuchung der ungestörten Entwicklung des Bo-<br />

dens, der Vegetation und der Tierwelt sowie der Regene-<br />

ration des Waldes werden Erkenntnisse zur nachhaltigen<br />

Bewirtschaftung unserer Wälder erwartet.<br />

HANGMOOR AN DER SILBERKUHLE<br />

Die Erhaltung und Verbesserung des mehrere Hektar gro-<br />

ßen Hangmoores im Grenzbereich zu Westfalen, ist das<br />

Ziel des Regionalforstamtes Rhein-Sieg-Erft, der Wald-<br />

jugend Windfus und der Biologischen Station Oberberg.<br />

Durch die Beseitigung von über 15.000 Fichtensäm lingen<br />

konnte bereits eine leichte Vermehrung des Scheidenwollgrases<br />

erreicht werden. Rinnsale wurden in den letzten<br />

<strong>Jahre</strong>n von den Jugendlichen verschlossen, um den<br />

Wasserabfluss zu verlangsamen. Bärlapparten, verschiedene<br />

Moose, Lungenenzian, Glöckchenheide und Sonnentau<br />

kamen an der Silberkuhle in Massen vor, dass sie<br />

nicht nur im Bergischen Land, sondern für ganz NRW zu<br />

einer einmaligen Erscheinung machte.<br />

ARCHÄOLOGEN FANDEN 1974<br />

EISENVERHÜTTUNGSBEZIRK IM PUHLBRUCH<br />

Am Steinaggernebenarm unterhalb des Hexentanzplatzes<br />

wurde von Mitarbeitern des Rheinischen Landesmuseums<br />

ein umfangreicher Bezirk mit mittelalterlicher<br />

Eisenverhüttung untersucht. Im Waldgelände<br />

fanden sie zwei ausgedehnte Schlackenhalden. Eine<br />

der Halden wurde im Laufe des Sommers 1974 „angeschnitten“.<br />

Dabei kam unter anderem auch ein noch<br />

gut erhaltener Eisenschmelzofen des hohen Mittelalters<br />

zum Vorschein.<br />

Die Fülle des aufgefundenen Schlackenmaterials erlaubt<br />

Rückschlüsse auf die technologischen Prozesse der Eisenverhüttung.<br />

Die erforderliche Holzkohle wurde in


131<br />

Waldkauz<br />

Hase in der Sasse<br />

Rehbock<br />

Kohlenmeilern erzeugt, die bei der Grabung in unmittelbarer<br />

Nähe der Schlackenhalden zutage traten.<br />

Das Fundgebiet ist laut Professor Janssen Bestandteil einer<br />

größeren Erzprovinz im Oberbergischen Land und im<br />

Sauerland, das durch die Forschung bereits bekannt ist.<br />

Die Ausgrabungen sind von hohem wissenschaftlichem<br />

Wert.<br />

HEXENTANZPLATZ<br />

Über den Hexentanzplatz, oberhalb des Forsthauses in<br />

Windfus, gibt es eine kleine Sage:<br />

Der Hexentanzplatz<br />

Lothar Selbach, <strong>Reichshof</strong>-Windfus<br />

Es war in der Walpurgisnacht. Alle Hexen der Umgebung<br />

kamen zu diesem Platz und tanzten übermütig auf ihren<br />

Besen. Die Hexen mussten mindestens 200 <strong>Jahre</strong> alt sein,<br />

ehe sie dieses Fest besuchen durften.<br />

Eine liebe kleine Hexe aber, die erst 150 <strong>Jahre</strong> alt war,<br />

wäre doch ganz gerne auch schon zum Walpurgisfest geritten.<br />

Sie konnte sich nicht beherrschen und mischte sich<br />

heimlich unter die wildtanzenden älteren Hexen. Plötzlich<br />

erkannte eine Muhme sie und schleppte sie zur Oberhexe.<br />

Schwer wurde die kleine Hexe für ihr Vergehen bestraft.<br />

Als Rache dafür schlich sie sich in der nächsten Walpurgisnacht<br />

wieder heimlich zum Hexentanzplatz, wartete bis<br />

alle Hexen versammelt waren, fegte alle Besen und Hexenbücher<br />

auf einen großen Haufen und verbrannte sie.<br />

Seither kann nichts Böses mehr gehext werden. Nur die<br />

kleine Hexe zaubert noch ihre guten Taten.


<strong>850</strong> <strong>Jahre</strong> <strong>Reichshof</strong>


133<br />

DIE WIEHLTALSPERRE<br />

Zur Deckung des rasch steigenden Trinkwasserbedarfs<br />

im Oberbergischen, im Rheinisch-Bergischen und Rhein-<br />

Sieg-Kreis in den 1960er <strong>Jahre</strong>n, plante der Aggerverband<br />

im oberen Wiehltal den Bau einer Trinkwassertalsperre<br />

mit angeschlossenem Wasserwerk. Die Genehmigung<br />

zum Bau der Talsperre wurde am 19. Januar 1966 durch<br />

die Bezirksregierung Köln erteilt. Der Bau erfolgte durch<br />

den Aggerverband mit Gesamtkosten in Höhe von rd.<br />

111 Mio. Euro in den <strong>Jahre</strong>n von 1967 bis 1973.<br />

Die Wiehltalsperre, mit einem Speichervolumen von<br />

31,5 Mio. cbm, dient der Trinkwasserversorgung und<br />

dem Hochwasserschutz und liegt mit einer Wasserfläche<br />

von 2,2 qkm in der Mitte der Gemeinde <strong>Reichshof</strong>.<br />

Das gesamte Einzugsgebiet der Wiehltalsperre erstreckt<br />

sich über 46,4 qkm. Die Talsperre ist für die Öffentlichkeit<br />

nicht zugänglich und durch ein Betretungs- und Badeverbot<br />

besonders geschützt.<br />

Insgesamt mussten die folgenden 11 Dörfer mit 450 Einwohnern<br />

der Talsperre weichen: Auchel, Berg, Dresbach,<br />

Finkenrath, Hohl, Jägerhaus, Kühlbach, Niederodenspiel,<br />

Nothausen, Sprenklingen und Ufersmühle. Die Bewohner<br />

dieser Ortschaften gründeten im Jahr 1964 die „Interessengemeinschaft<br />

Wiehltalsperre“ (IGW). Die ehemaligen<br />

Bewohner treffen sich regelmäßig , um alte Freundschaften<br />

zu pflegen und Anekdoten und Erlebnisse aus Kindheitstagen<br />

und der Jugendzeit auszutauschen. Mit 46 Ortschaften<br />

und Weilern, in denen 4.500 Menschen wohnten,<br />

war das Einzugsgebiet sehr zersiedelt. Alle Ortschaften<br />

im Einzugsgebiet der Wiehltlalsperre wurden kanalisiert<br />

und an eine zentrale Kläranlage in Ufersmühle angeschlossen.<br />

Bedeutsame Verkehrswege, wie die Bundesstraße<br />

256 und die alte Wiehltalstraße, die durch das Talsperrengebiet<br />

führten, wurden verlegt.<br />

Aus der Wiehltalsperre, mit 31,5 Mio. cbm Stauinhalt,<br />

werden pro Jahr durchschnittlich 306.000 Menschen mit<br />

ca. 15 Mio. cbm Wasser vom Wasserwerk Auchel versorgt.<br />

Das Wasserwerk Auchel ist das größte Wasserwerk des<br />

Aggerverbandes und wurde im September 1975 mit einer<br />

Aufbereitungsmenge von 4.500 cbm Trinkwasser pro<br />

Stunde in Betrieb genommen. Zum Versorgungsgebiet<br />

gehören: Bergneustadt, Engelskirchen, Gummersbach,<br />

Lindlar, Morsbach, Nümbrecht, <strong>Reichshof</strong>, Waldbröl,<br />

Wiehl sowie Kürten, Much, Overath, Windeck und Teile<br />

des Landkreises Altenkirchen.<br />

In den Monaten November bis März wird ein gesetzlich<br />

vorgeschriebener Hochwasserschutzraum von 4,5 Mio.<br />

cbm freigehalten. Der Höhenunterschied zwischen dem<br />

Wasserspiegel der Talsperre und dem Vorbehandlungsbecken<br />

wird zur Stromgewinnung genutzt.<br />

Besondere Bedeutung im Zusammenhang mit der Trinkwassergewinnung<br />

kommt dem Schutz des Einzugsgebietes<br />

der Wiehltalsperre mit 46,4 qkm Fläche zu. Um<br />

das Wasser bereits vom Ursprung her von Verunreinigungen<br />

freizuhalten, wurde das Einzugsgebiet der Trinkwassertalsperre<br />

unter Schutz gestellt. Zum Schutz der


134<br />

Trink wassertalsperre durch Eliminierung von Fremdwasserzuflüssen<br />

im Schmutzwasserkanal hat die Gemeinde<br />

<strong>Reichshof</strong> in den <strong>Jahre</strong>n 2012 bis 2016 ein umfassendes<br />

Pilotprojekt zur nachhaltigen Sanierung des Kanalsystems<br />

mit Unterstützung des Landes NRW realisiert.<br />

von rd. 500.000 Euro durch. Ebenfalls betroffen waren die<br />

EigentümerInnen von rd. <strong>850</strong> Grundstücken, deren Hausanschlussleitungen<br />

zum größten Teil nicht mehr dicht<br />

waren und ebenfalls erneuert werden mussten.<br />

Gemeindewerk <strong>850</strong><br />

<strong>Jahre</strong> <strong>Reichshof</strong><br />

Im Projektverlauf wurde ein neuer Schmutzwasserkanal<br />

mit besonderen Dichtigkeitsanforderungen im oberen Einzugsgebiet<br />

der Wiehltalsperre, in den Ortschaften Hespert,<br />

Heidberg, Wildbergerhütte, Neumühle und Welpe verlegt.<br />

Die Gesamtkosten für den Neubau der Schmutzwasserka-<br />

nalisation auf einer Länge von ca. 18,1 km betrugen für das<br />

Gemeindewerk Abwasserbeseitigung rd. 18,4 Mio. Euro.<br />

Das Land NRW hat sich an den Mehrkosten für die beson-<br />

deren Dichtigkeitsanforderungen mit Landeszuweisungen<br />

in Höhe von 4,3 Mio.<br />

Euro beteiligt. Der bis-<br />

herige<br />

Schmutzwas-<br />

serkanal dient nun zur<br />

Stein<br />

Abführung von Draina-<br />

gewasser und damit<br />

werden neben dem neu-<br />

en Schmutzwasserkanal<br />

und dem Regenwasser-<br />

kanal drei Kanalnetze<br />

im Pilotbereich ober-<br />

halb der Wiehltalsper-<br />

re betrieben. Im Rah-<br />

men des Pilotprojektes<br />

„Wiehltalsperre“<br />

führte<br />

der Aggerverband Inves-<br />

titionen an seinem eige-<br />

nen Abwassersystem in<br />

einer Größenordnung<br />

Schemmerhausen<br />

Heischeid<br />

UFERS-<br />

MÜHLE<br />

AUCHEL<br />

SPRENK-<br />

LINGEN<br />

KÜHLBACH<br />

Bilder rechts:<br />

1. Jägerhaus mit Gaststätte Haas<br />

2. Ortsmitte von Kühlbach<br />

3. Blick auf Auchel<br />

4. Entnahmeturm mit den Grundeinläufen vor der Wiehlumleitung<br />

5. Berg um 1920 mit Nothausen<br />

6. Nothausen<br />

7. Blick auf Finkenrath<br />

„Versunkene“ Dörfer und Straßen<br />

FINKENRATH<br />

NOTHAUSEN<br />

BERG<br />

Niedersteimel<br />

Obersteimel<br />

HOHL<br />

Dreschhausen<br />

DRESBACH<br />

NIEDER-<br />

ODENSPIEL<br />

Meiswinkel<br />

Lüsberg<br />

JÄGER-<br />

HAUS<br />

Nespen


135<br />

1. 2.<br />

3.<br />

4.<br />

5.<br />

6. 7.


136<br />

der <strong>850</strong><br />

<strong>Jahre</strong> <strong>Reichshof</strong><br />

Zur Sanierung der Abwasseranlagen auf ihren Grundstücken<br />

haben 325 Eigentümer eine Landesförderung von<br />

rd. 560 TEuro zu den Gesamtkosten in Höhe von rd. 2,0<br />

Mio Euro erhalten. Die Sanierungskosten auf den weiteren<br />

Privatgrundstücken sind nicht bekannt. Im Zuge der<br />

Kanalisationsmaßnahmen wurden ebenfalls rd. 11,5 km<br />

Wasserleitungen und rd. 90 Hydranten mit einem Volumen<br />

von rd. 1,4 Mio. Euro vom Gemeindewasserwerk erneuert.<br />

Diese unverzichtbare, von den Aufsichtsbehörden geforderte<br />

Maßnahme zur Sicherung der Trinkwasserqualität,<br />

war eine der größten Investitionen seit der Herstellung<br />

der Infrastruktur der Gemeinde <strong>Reichshof</strong> in den 1970er<br />

<strong>Jahre</strong>n und der Fertigstellung der Erstkanalisation im Ge-<br />

meindegebiet und konnte mit großer Kraftanstrengung<br />

aller Beteiligten erfolgreich ins Ziel geführt werden.<br />

Entnahmeturm<br />

Mit dem<br />

Landschaftsplan Nr. 10 „Wiehltalsperre“ des<br />

Oberbergischen Kreises vom 13.09.2014 wurde u.a. das<br />

über 960 ha große Naturschutzgebiet um die Wiehltal-<br />

sperre ausgewiesen. Außer dem unmittelbaren Gewässerbereich<br />

der Wiehltalsperre, der als Rast- und Brutplatz<br />

für Vögel bedeutend ist, wurden damit auch weite Teile<br />

der umliegenden Wälder zum Naturschutzgebiet aufgewertet.<br />

In den arten- und strukturreichen Laub- und<br />

Mischwäldern befinden sich naturnahe Fließgewässer,<br />

Quellbereiche und einige Offenlandbiotope.<br />

Ein umfassendes Wanderwegenetz macht das Wiehltalsperrengebiet<br />

zu einem attraktiven, naturnahen und<br />

ruhigen Erholungsparadies. Ebenso kann das Einzugsgebiet<br />

der Wiehltalsperre über den kleinen Wiehlquellenwanderweg<br />

mit einer Länge von 5,2 km, der mit einem<br />

„Q“ gekennzeichnet ist, erkundet werden. Der große<br />

Wiehlquellenwanderweg (mit „W“ gekennzeichnet) eignet<br />

sich mit einer Länge von 17,8 km für einen reizvollen<br />

Tagesausflug von der Ortschaft „<strong>Reichshof</strong>-Wiehl“ bis zur<br />

Talsperre. Die beiden Wanderwege haben ihren Startpunkt<br />

mit Infotafeln in der Nähe der Ortschaften <strong>Reichshof</strong><br />

Wiehl/Hahn.


137<br />

Wer kennt sie nicht, die „berühmte“ Insel mit der die Krombacher Brauerei<br />

seit nunmehr 25 <strong>Jahre</strong>n ihr Bekenntnis zur Natur dokumentiert. Die Insel<br />

ist seit vielen <strong>Jahre</strong>n das optische Aushängeschild der Brauerei, sei es in<br />

der klassischen Anzeigenwerbung oder in Fernsehwerbespots. Die „Krombacher<br />

Insel“ liegt im östlichen Zipfel der Wiehltalsperre und ein Aussichtspunkt<br />

mit Inselblick ist über einen Wanderweg vom Parkplatz Nespen aus,<br />

gut zu erreichen.<br />

Wer einen grandiosen Blick von oben auf die Wiehltalsperre genießen<br />

möchte, kann den im Jahr 2005 geschaffenen Aussichtspunkt „Auchelfjord“<br />

an der Kreisstraße K16 Brüchermühle-Sinspert kurz vor der Abzweigung<br />

nach Schemmerhausen besuchen.<br />

Der in den 1970er <strong>Jahre</strong>n errichtete Aussichtsturm auf dem Kühlberg südlich<br />

der Talsperre wurde 2013 vom Eigentümer, dem Landesbetrieb Wald<br />

und Holz, wegen starker Fäulnisschäden abgerissen. Ein Neubau ist leider<br />

nicht erfolgt, insofern bleibt der Blick vom Aussichtspunkt „Auchelfjord“ auf<br />

die Wiehltalsperre.<br />

Bilder rechts: Krombacher Insel, Eisvogel mit Fisch, Blick vom Aussichtspunkt „Auchelfjord“<br />

Bild unten: Blick auf die Wiehltalsperre vom ehemaligem Aussichtsturm


138<br />

DIE ZUKUNFT GESTALTEN<br />

<strong>850</strong><br />

<strong>Jahre</strong> <strong>Reichshof</strong><br />

Die Gemeinde <strong>Reichshof</strong> stellt sich den Herausforderungen,<br />

die sich zum Beispiel aus dem demografischen Wandel,<br />

den sozialen Veränderungen in unserer Gesellschaft<br />

sowie der Integration der Flüchtlinge ergeben und sucht<br />

angemessene und finanzierbare Lösungen. Es kommt<br />

maßgeblich darauf an, die Weichen für unsere Zukunft<br />

jetzt zu stellen und uns für die nächsten zwanzig <strong>Jahre</strong><br />

aufzustellen.<br />

Zu diesem Zweck erarbeiten wir gemeinsam mit den Bür-<br />

gerinnen und Bürgern, den Vereinen und Organisationen<br />

und den politischen Vertretern die „Integrierten Hand-<br />

lungskonzepte“ für die Siedlungsschwerpunkte in unse-<br />

rem Gemeindegebiet. Es gilt dabei Investitionsmaßnah-<br />

men auf den Weg zu bringen, die zukunftsweisend sind,<br />

um die Attraktivität sowie den Wohn- und Freizeitwert in<br />

unserer Gemeinde zu erhöhen. Gleichzeitig müssen die<br />

sich bietenden Möglichkeiten genutzt werden, um die<br />

Infrastruktur, wie z.B. die Grundschulen und Turnhallen<br />

in Denklingen und Wildbergerhütte sowie das Hallenbad<br />

in Wildbergerhütte mit Fördermitteln zu modernisieren.<br />

Daneben wäre es zwingend erforderlich das Straßennetz<br />

im Gemeindegebiet zu sanieren. Dabei geht es um die<br />

Bundes-, Landes-, Kreis- und Gemeindestraßen.<br />

Leider sind auf allen Ebenen die Mittel äußerst knapp<br />

bemessen, so dass wir trotz erheblicher Schäden vor-<br />

aussichtlich nicht zu einer schnellen Sanierungslösung<br />

kommen werden.<br />

Der weitere Ausbau des Wirtschaftsstandortes <strong>Reichshof</strong><br />

wurde mit der gemeinsamen interkommunalen Gewerbeflächencharta<br />

für den Oberbergischen Kreis auf<br />

den Weg gebracht. Für das Gemeindegebiet <strong>Reichshof</strong><br />

wurden drei Suchräume für zukünftige Gewerbegebiete<br />

entwickelt. Zur Prüfung einer möglichen Realisierung<br />

müssen die Suchräume zunächst eine Ausweisung im<br />

Regionalplan der Bezirksregierung Köln erreichen, der in<br />

den nächsten <strong>Jahre</strong>n neu aufgestellt wird.<br />

Ebenso müssen wir unter Berücksichtigung der demografischen<br />

Entwicklung die Ausweisung der Wohnbauflächen<br />

überprüfen und neue Ansätze in den Siedlungsschwerpunkten<br />

im Rahmen der Regionalplanung<br />

vornehmen. Auch hier wird ein interkommunaler Ansatz<br />

angestrebt.<br />

Die Breitbandversorgung soll kurzfristig im gesamten<br />

Gemeindegebiet deutlich verbessert werden. Gemeinsam<br />

mit anderen oberbergischen Kommunen wurde in<br />

Zusammenarbeit mit dem Oberbergischen Kreis ein Förderantrag<br />

beim Bund gestellt. Eine Bewilligung der Fördermittel<br />

(5,3 Mio €) ist erfolgt.<br />

Eine weitere Herausforderung bleibt die Hausärzteversorgung<br />

im Gemeindegebiet. Erfreulich ist, dass der Gemeinderat<br />

eine Förderung für ansiedlungswillige Hausärztinnen<br />

und Hausärzte im Dezember 2016 auf den Weg<br />

gebracht hat. Mit diesen Mitteln konnte bereits eine Hausarztansiedlung<br />

in Wildbergerhütte unterstützt werden.


Leader<br />

139<br />

Hier gilt es am Ball zu bleiben und alle Werbemöglichkeiten auszuschöpfen,<br />

um neue Mediziner/innen für unsere Gemeinde zu begeistern.<br />

Es ist auch nach <strong>850</strong> <strong>Jahre</strong>n <strong>Reichshof</strong> viel zu tun und jeden Tag kommen<br />

neue Herausforderungen hinzu. Packen wir‘s an und lassen Sie uns gemeinsam<br />

die bestmöglichen Lösungen für unsere lebenswerte Gemeinde<br />

<strong>Reichshof</strong> erarbeiten.<br />

2025<br />

Verbesserung der Breitbandversorgung<br />

REGIONALE 2025<br />

INTEGRIERTE HANDLUNGSKONZEPTE<br />

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