Aufrufe
vor 1 Jahr

MTD_DDG_2017_10

diabetes Herausgegeben von der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) 2. Jahrgang · Nr. 10 · 25. Oktober 2017 zeitung Volkskrankheiten Diabetes und Bluthochdruck: vorbeugen, erkennen, behandeln 10. –11. November 2017 im Rosengarten Mannheim Treffpunkt Herbsttagung Zwei Volkskrankheiten auf einem Kongress Foto: iStock/frender Mannheim. Ein Schulterschluss: DDG und DHL tagen zusammen. Von der gemeinsamen Veranstaltung am 10. und 11. November in Mannheim erwartet sich die Tagungspräsidentin der Diabetes Herbsttagung Prof. Dr. Monika Kellerer „einen regen Austausch“ zu den Volkskrankheiten Diabetes und Bluthochdruck. Viele Schnittmengen sehen auch die Präsidenten des Hypertonie- Kongresses Prof. Dr. Bernhard Krämer und Prof. Dr. Martin Hausberg. Warum sich der Besuch in Mannheim lohnt – auch für das Fachpersonal – lesen Sie auf den Seiten 17–20 Doch kein kleiner Unterschied WIESBADEN. Der Weltdiabetestag am 14. November hat „Women & Diabetes“ als Schwerpunktthema. Denn auch in der Diabetologie werden geschlechtsspezifische Unterschiede immer deutlicher. Welche Besonderheiten es bei der Versorgung, den Folgerisiken und bei psychosozialen Aspekten zu beachten gilt, lesen Sie auf den Seiten 6/7 Der Klinik Codex als Kompass Ökonomischer Druck steigt | Leitfaden hilft beim Argumentieren Berlin. Die Ökonomie hat zunehmenden Einfluss auf medizinische Entscheidungen, das wird vielerorts in deutschen Kliniken spürbar. Die Gewinnmaximierung ist der Treiber, unterstützt durch ein Fallpauschalensystem, das Fehlanreize fördert, indem invasive Leistungen, MRT, CT oder Röntgen besser vergütet werden als die sprechende Medizin. Benachteiligt werden dadurch unter anderem multimorbide, vor allem alte Menschen, zu deren Behandlung verstärkt das Reden und die sehr individuelle Zuwendung gehören. Wie aber kann der einzelne Mediziner oder wie können die Ärzte einer Klinik mit dem Druck von „oben“ umgehen? Wie ist zu argumentieren? Berufen Sie sich auf die klaren Statements im neuen Klinik Codex der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM). Mitautorin Prof. Dr. Petra Schumm- Draeger, stellvertretende DGIM-Vorsitzende, erklärt im Interview, worum es sich handelt und warum ein Klinik Codex nötig ist. 21 Patienten eine Stimme geben Berlin. diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe unterstützt Menschen mit Diabetes und ihre Angehörigen. Sie setzt sich politisch für sieben Millionen Betroffene ein, kämpft für deren Versorgung sowie für die Förderung der Prävention und die Stärkung der Selbsthilfe. Ein Gastbeitrag des Vorstandsvorsitzenden Dr. Jens Kröger. 22 Adressfeld Zucker und Zahnfleisch Wie Diabetes und Parodontitis sich gegenseitig beeinflussen GLP1-RA-Studie: Sicher, aber nicht besser Lissabon. Die Erwartungen an Endpunktstudien bei GLP1-Rezeptoragonisten sind mittlerweile hoch. Prof. Dr. Michael Nauck nennt Gründe, warum die EXSCEL-Studie enttäuschte. Frankfurt. Parodontitis und Diabetes stehen oftmals in wechselseitiger Beziehung. Kein Wunder, denn chronische Entzündungsprozesse spielen bei beiden Erkrankungen eine Rolle, erklärt Prof. Dr. Peter Eickholz. Zum einen haben Diabetespatienten ein dreifach erhöhtes Risiko, an Parodontitis zu erkranken. Zum anderen erschwert eine manifeste Parodontitis die Stoffwechselkontrolle. Im „Consilium Diabetes“ erläutert der Zahnmediziner, welche Rolle die glykämische Einstellung Novum: Leitlinie Diabetes und Verkehr Seite 10 Seite 4 Seite 45 Berlin. Im Frühjahr wird voraussichtlich die erste Leitlinie zum Thema „Diabetes und Straßenverkehr“ veröffentlicht. Die DDG hat sie initiiert, die letzte Abstimmung läuft. für die beiden Erkrankungen spielt und weist darauf hin, dass gut eingestellte Patienten ähnlich positiv wie Nicht- Dia betiker auf eine Parodontitistherapie ansprechen. 28 Famulatur in der Schwerpunkt-Praxis LEIPZIG. Juliane Wilz, 6. Semester Humanmedizin, hat 15 Tage lang Einblick in den Alltag einer Diabetologischen Schwerpunktpraxis gehabt – und ist beeindruckt. Kasuistik: später Wachstumsschub STUTTGART. Ein 50-jähriger Patient wird mit einem akuten Koronarsyndrom interventionell u.a. mit einem Stent versorgt. Im Laborbefund wird ein zuvor nicht bekannter Dia betes entdeckt, berichtet Prof. Dr. Monika Kellerer, Marienhospital Stuttgart. Stutzig machten die großen Hände und ein erhöhter Wachstumsfaktor IGF-1. Wie die Kollegen weiter vorgingen, lesen Sie auf Seite 30 Foto: Prof. Dr. Monika Kellerer