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E_1933_Zeitung_Nr.101

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8 WTOMOBTU-KEVUE

8 WTOMOBTU-KEVUE 1933 - auch infolge der Verminderung der Unterbaubeanspruchung. Eisenbahnfahrzeuge der bisherigen Bauweise üben auf die Schienen und ihre Unterlage sehr schwere Schläge aus, die den Unterbau verhältnismässig rasch zerstören. Will man vermeiden, dass die Schläge speziell in den Kurven allzu stark auftreten, so müssen die Fahrzeuge einen hochliegenden Schwerpunkt erhalten, was aber wieder in bezug auf ihre Kippsicherheit ungünstig ist. Bei einem Fahrzeug von der Gewichtskategorie der «Littorina» dagegen bleiben die Unterbaubeanspruchungen auch noch bei Anwendung einer niedrigen Wagenbauart unterhalb der kritischen Werte. Da gleichzeitig auch die Kippsicherheit grösser ist, kann die Fahrgeschwindigkeit unbedenklich bedeutend gesteigert werden. Wie wir selbst beobachteten, wurden Kurven auf der Strecke Bern-Zürich, die für eine zulässige Maximalgeschwindigkeit von beispielsweise 85 km/St, angeschrieben waren, ohne weiteres mit einer Fahrgeschwindigkeit von 110 km/St, befahren, solche für 75 km/St, maximal zulässiges Tempo mit 100 km/St. Der Einlauf in die Kurven ging dabei immer weich und stossfrei vonstatten. Zu der letztgenannten Tatsache mag allerdings auch noch beitragen, dass die beiden zweiachsigen Drehgestelle, auf denen der Wagenkasten ruht, sehr nahe an den Enden des Wagens angeordnet sind. Der allgemeine Aufbau der Drehgestelle geht aus einer der Abbildungen hervor. Im Gegensatz zu anderen Ausführungen laufen die Drehgestelle direkt auf Eisenrädern. Damit das Fahrzeug trotzdem weich und geräuschlos läuft, ruht der Wagen auf Gummipolstern. Jedes Drehgestell bildet eine für sich unabhängige Antriebseinheit mit Motor, Trockenplattenkupplung, Vierganggetriebe, Antriebachse und Laufachse. Gegenüber dem Drehgestellrahmen sind die Achsen durch Cantileverfedern und Schubbalken abgestützt. Der Sechszylindermotor entwickelt seine Leistung von 120 PS bei der verhältnismässig niedrigen Tourenzahl von 2000. Während der Fahrt sind beständig beide Motoren in Betrieb, wobei ihre Bedienung und Kontrolle sowie die Bedienung der Getriebe und der Kupplungen beliebig von einem der beiden an den Wagenenden eingebauten Führersitze aus erfolgen kann. Sowohl die Bedienung der Kupplung, wie der Getriebeschaltung und der Bremsen, geschieht mit Hilfe von Druckluft. Der Wagenführer hat dabei ähnliche Organe zu betätigen wie der Lenker eines Automobils, d. h. es stehen ihm dazu ein Kupplungspedal, ein Schalthebel, ein Bremspedal und ein Gaspedal zur Verfügung. Die gegenseitige Anordnung dieser Kontrollund Bedienungsorgane zeigt das Bild. Der «Schalthebel» der Getriebe ist vorn auf dem Instrumentenbrett als Kurbel sichtbar: Wenn die mechanische Art der Kraftübertragung vielleicht auch nicht die «eleganteste > der bisherigen Lösungen darstellt, so hat sie doch anderseits den Vorzug eines 90% übersteigenden Wirkungsgrades. Praktisch soll sie sich übrigens ausgezeichnet bewähren. Auf unserer Probefahrt Hess sich der Gangwechsel beim Anfahren fast unmerklich und absolut stossfrei vollziehen. Im ersten Gang erreicht der Wagen 30 km/St., im zweiten 55 km/St., im dritten 80 km/St, und im direkten Gang zirka 140 km/St. Die Kühler der Motoren sind an den beiden Stirnseiten des Wagens fest eingebaut, während die Motoren, die ins Wageninnere hineinragen, jedoch von diesem durch grosse Kasten getrennt werden, natürlich die Bewegungen der Drehgestelle mitmachen. Um eine gleichmässige Kühlung beider Motoren sicherzustellen, stehen die beiden Kühler miteinander in Verbindung. Um ein Maximum an Wirtschaftlichkeit zu ergeben, sind die Wagen für Einmannbedienung eingerichtet. Auf weniger stark frequentierten Strecken kann deshalb der Wagenführer gleichzeitig das Amt des Billetteurs übernehmen, wozu ihn sein Sitz neben den Eingangstüren ohne weiteres befähigt. Die Bestuhlung des vorgeführten Wagens entsprach mit ihren samtgepolsterten zweiplätzigen Fauteuils ungefähr der unserer Bundesbahnwagen 1. Klasse. Handgriffe an den Lehnen der Sitze gestatten ein sicheres Zirkulieren im Mittelgang auch bei rascher Fahrt. Im ganzen hat die italienische Regierung bis jetzt der Firma 70 Wagen dieser oder ähnlicher Typen in Auftrag gegeben, von denen mehrere bereits heute auf der Strecke Florenz-Pisa in Betrieb sind. An kleineren Typen der «Littorina» baut Fiat solche mit 64 Sitzplätzen mit einem oder zwei 120-PS- Motoren und einen kleinen Typ mit 48 Sitzplätzen und einem 120-PS-Motor. Einen weitern Anhalt für die Wirtschaftlichkeit der Wagen liefert der Umstand, dass der Brennstoffverbrauch der Motoren pro Kilometer nur 300 Gramm beträgt und dass nach Angaben der Erstellerfirma sich die Oesamtbetriebskosten, unter Anrechnung der Ausgaben für das Personal, den Brennstoff, die Schmierung, Reparaturen, eine sechsjährige Abschreibung und Verzinsung des Kapitals bei einer täglich zurückgelegten Strecke von 200 km nur auf vier Lire pro Kilometer belaufen, m. Achtung, Giftgas! Unsichtbar, aber um so heimtückischer stellt sich im Winter dem Automobilisten ein Feind entgegen, der immer Unheil anrichtet, wenn man es auf eine Machtprobe mit ihm ankommen lässt, den man lediglich dadurch bekämpfen kann, dass man ihm aus dem Weg geht: das Kohlenoxydgas. Es bedroht den Fahrer immer, wenn er Schutz vor der Kälte sucht, sowohl während der Fahrt ais auch beim Aufenthalt in der Garage. Diese Erkenntnis bedingt indessen nicht, dass man im Winter nur im offenen Wagen fahre, sie zwingt aber dazu, rechtzeitig die Gefahr einer Vergiftung durch das geruch- und farblose Kohlenoxydgas abzuwehren und bei Arbeitshandlungen in der Garage weitgehende Vorsicht walten zu lassen. Nicht selten hört man Klagen, dass beim Fahrer und bei den Insassen eines geschlossenen Wagens sich bereits nach kurzer Fahrtdauer Ermüdungserscheinungen zeigen, und wer die Vielzahl der durch die Gerichtsentscheidungen bekannt gewordenen Unglücksfälle infolge Ermüdung des Fahrers registriert hat, wird die Notwendigkeit einer möglichst umfassenden Eindämmung der Ursachen erkennen. Zweifellos viel zu wenig beachtet wird die sicher oft als Unfallursache in Betracht kommende Einwirkung des Kohlenoxydgases auf das Nervensystem des Fahrers. Bei manchen älteren Motorfahrzeugen ist die Möglichkeit eines Eindringens der Giftgase in das Wageninnere tatsächlich in mehr oder minder grossem Masse gegeben. Wie gelangen die Gase in das Wageninnere? Bei der Explosion des Brennstoff- Luftgemisches gleiten immer — und in besonders hohem Masse dann, wenn die Kolben nicht mehr gut abdichten — die vollständig, teilweise oder gar nicht verbrannten Brennstoffe an den Kolben vorbei in das Kurbelgehäuse, entweichen schliesslich zusammen mit den Oeldämpfen aus dem Entlüfterstutzen des Kurbelgehäuses und sammeln sich in dem Raum, der unter der Motorhaube liegt. Der Fahrtwind drängt sie von hier in das Wageninnere, wobei die Quantität und No 101 Dichte der Gase dadurch bestimmt wird, inwieweit das Wageninnere gegen den Motor abgeschlossen ist. Wenn auch mit den Gasen zugleich Frischluft durch den Fahrtwind zugeführt wird, so wird doch die Gefahr der Einwirkung auf den Organismus nicht restlos beseitigt. Zwar gibt es kaum Fälle, in denen das Einatmen der Gase während der Fahrt zum Tode geführt hätte, aber die chronischen Schäden, die durch die Eigenart des Giftes hervorgerufen werden und häufig zu den verschiedensten Nachkrankheiten führen, wiegen nicht minder schwer. Das der Atemluft beigemengte Kohlenoxydgas gelangt durch die Lungen ins Blut und verdrängt aus ihnen den Sauerstoff. Zur Herbeiführung einer schweren Vergiftung genügt das Zusammentreffen aller ungünstigen Voraussetzungen: der Grad der gesundheitsschädigenden Einwirkung ist abhängig von der Konstitution und Lebensweise des Menschen, von der Tiefe und Häufigkeit der Atmung und vor allem auch von der Dauer der Einatmung. Fünf Tausendstel Kohlenoxydgas in der Atmungsluft, zwanzig Minuten lang eingeatmet, führen in vielen Fällen bereits bei gesunden Personen zu Vergiftungserscheinungen. Am intensivsten wird zunächst das Nervensystem betroffen, da das besonders blut- und sauerstoffhungrige Gehirn in seiner Funktion staik gehemmt wird. Kopfschmerz, Uebelkeit und Brechreiz sind die ersten Folgen dieser Störung. Geistesgegenwart und Entschlusskraft des Fahrers lassen nach, Sinnestäuschungen kommen hinzu — die Sicherheit der Insassen des vielleicht in voller Fahrt befindlichen Wagens ist aufs höchste gefährdet! Das Eindringen des Kohlenoxyds in das Wageninnere muss also unter allen Umständen verhindert werden. Die neuen Wagentypen besitzen bereits entsprechende Vorrichtungen, aber auch bei den Fahrzeugen älteren Jahrgangs muss jede Motorgasbelästigung im Wageninnem ausgeschlossen werden. Das kann auf sehr einfache Weise geschehen: an den Entlüfterstutzen des REPUBLIC ELEKTRION S.A.,* Telephon 57;052 >{:rM*.VK I,V • QUAUTY GEARS ERSATZTEILE Für Revisionen halten wir Ihnen unser enormes Lager In Ersatzteilen für CITROEN, RENAU LT, P E U G E OT und amerik. 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N°101 - 1933 gedichtet werden müsste. Gleichzeitig ist festzustellen, ob Brennstoffhahn und -behälter undicht sind, da durch den ausfliessenden Brennstoff ebenfalls Belästigungen im Wageninnern auftreten können. Wird die Feststellung des Grades der Gesundheitsschädigung, die durch dauerndes Einatmen von im Wageninnern angesammelten Kohlenoxydgas hervorgerufen wurden, wegen der meist später erst auftretenden verschiedenartigen Krankheitserscheinungen erschwert, so wird uns die grosse Gefahr immer wieder durch die zahlreichen, fast stets tödlich verlaufenden Unfälle in den Garagen deutlich vor Augen geführt. Die Kälte verleitet allzu leicht dazu, die Arbeitsvorrichtungen am Wagen bei geschlossener Garagentür vorzunehmen. Dadurch finden die beim Leerlauf des Motors entstehenden Kohlenoxydgase keinen Abzug. Die Gase sind schwerer als die Luft, sie sammeln sich also am Erdboden. Auch die beste Höhenlüftung nützt daher nichts. Bei den Kohlenoxydgasvergiftungen der letzten Jahre konnte wiederholt festgestellt werden, dass sich die Verunglückten in dem Glauben befunden hatten, durch Oeffnen der Fenster vor einer Vergiftung geschützt zu sein. In der Garage ist die Konzentration des Kohlenoxyds in der Atmungsluft stärker als im Wageninnern während der Fahrt, so dass der schnell auftretenden Uebelkeit sehr bald Bewusstlosigkeit folgt, die schliesslich unter Erlahmen des Herzschlages zum Tode führt, wenn nicht schleunigst ärztliche Hilfe zur Stelle ist. Jeder Automobilist sollte es sich daher zur Pflicht machen, auch bei grimmigster Kälte die Garagentür mehrere Stunden täglich weit zu öffnen, damit den Giftgasen Abzug verschafft wird. Ganz besonders muss diese Vorsichtsmassnahme während der Arbeitshandlungen am Wagen beobachtet werden. Wer doppelt vorsichtig sein will, tut gut daran, den Wagen hochzubocken. rrwnJie. -dkami., GENERALVERTRETUNG FÜR DIE SCHWEIZ ? WFDKIFD RAIID GOTTHARDSTRASSEÖÄ 62. 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Wie lange dauert es, bis ein Motor, der revidiert wurde, wieder ganz richtig eingelaufen ist? J. M. in N. Antwort: Wenn bei der Revision sowohl die Lager wie die Kolben erneuert wurden, ist der Motor mindestens so lange mit Schonung zu behandeln, wie es die Fabrik für seinen Neuzustand vorschrieb, d. h. also während 1000—2000 km. Wurden nur die Lager erneuert, so können eventuell 1000 km genügen. Massgebend ist jedoch dafür der Grad der Lauf-Freiheit der Lager. Solange man beim Durchdrehen des Motors mit der Andrehkurbel noch ein Klemmen der Lager spürt, sollte jedenfalls nie längere Zeit mit Vollgas gefahren werden. Im übrigen empfiehlt sich besonders für das Einlaufenlassen von Motoren die Zugabe von Kolloidgraphit-Präparaten zum Oel, da diese die Bildung glatter Gleitflächen deutlich feststellbar beschleunigen und die Gefahr von Anfressungen stark herabsetzen. at. Frage 8912. Auspuffleitung. Bei meinem neuen Wagen ist der Schalldämpfer direkt am Motor angeschlossen. Vom Schalldämpfer weg geschieht die Abfuhr der Gase durch ein Rohr von nur 28 mm Durchmesser, das dem Auspuff einen hohen Misston gibt. Wäre es nicht möglich, auf den Schalldämpfer ganz zu verzichten und statt dessen ein durchgehendes Rohr von etwa 60 mm Weite anzuwenden, das am Ende zur Schalldämpfung bis auf 28 mm verengt würde"? Ich vermute, dass dadurch der Auspuff einen schönen dumpfen Ton erhielte. Selbstverständlich wünsche ich aber den Lärm nicht zu verstärken. Die neue Anordnung soll auch nicht Anlass zu stärkeren Gas-Stauungen geben. Ich stelle mir jedoch vor, dass die Verengung am Rohrende alle Nachteile beseitigt. Welche Weite des Endstückes ergibt wohl das beste Resultat, wenn die Rohrlänge 3 m beträgt? K. in Z. Antwort: Das akustische und strömungstechnische Verhalten einer Auspuffleitung ist nur schwer vorauszusagen. Es spielen dabei mehrere Faktoren mit, deren Gesetzmässigkeit noch nicht richtig erforscht ist. Immerhin möchten wir bezweifeln, dass das vorgeschlagene System befriedigen würde. Wenn der Rauminhalt des vorgesehenen langen Rohres von 60 mm Weite vielleicht auch grösser wäre als der des gegenwärtigen Schalldämpfers, so würde doch wahrscheinlich der Schall zu wonig gedämpft. Es darf nicht übersehen werden, dass in dem glatten durchgehenden Rohr die Gasimpulse ja nur eine viel geringere Abbremsung erfahren als in dem mit «Schikanen > versehenen Topf. Auch die kurze Verengung am Ende des Rohres •würde die Stosshaftigkeit des Gasaustrittes wohl nur ungenügend ausgleichen. Anzustreben •wäre vielmehr ein System, bei welchem sich die Gase möglichst nahe dem Motor in einem grossen Behälter entspannen können, so dass es vor allem zum Ausgleich der einzelnen Stösse BREMSBELAG Inserieren bring;! Gewinn €•» '««i» AUTOMOBIL-REVUE Warum nicht einmal ausprobieren? es ist zur Genüge bekennt, dass durch zweckmfissige Obenschmierung die Leistung des Motors bedeutend gesteigert werden kann Die Marbo .Tabletten bestehen v. o. aus einem in feste Form gebrachten Obenschmier-Oel. lassen sich Im Bencin sehr leichtlösen, steigern die Motorleistung bis zu 30°/o, verhindern das Verrussen der Zündkerzen, erleichtern das Anspringen und schonen den Motor Auf 10 Uler Brennstoff genügen 2 Tabletten. Die handliche Packung kostet J mit 100 Tabletten Fr. 7J0 mit "1 ToMott^n Fr. 3 R0 Zu beziehen bei Ihrer Garage. HS. GALLI - BERN Bubenbergpl.8, Tel. 36.548 90% aller Autopannen sind Kleinigkeiten. tommt. Bei einer genügend grossen Entspannungs- Kammer könnte dabei eventuell auf die Anwendung von Unterteilungen zur Verminderung der Strömungsgeschwindigkeit der Gase verzichtet werden. Um Stauungen in der Entspannungskarnmer zu vermeiden, müsste das Ableitungsrohr einen, wenn möglich, grösseren Qberschnitt aufweisen als das Rohr, das die Gase in die Kammer einleitet. Wenn nun noch ein bestimmter Ton der auspuffenden Gase erwünscht ist, so braucht nur die Länge des Ableitungsrohres entsprechend gewählt zu werden. Je länger das Rohr hinter der Entspannungskammer, um so tiefer der Ton. Sie werden wohl wissen, dass nach Abänderungen am Auspulfsystem der Wagen der zuständigen Behörde Ihres Kantons wieder zur Prüfung und Genehmigung vorgeführt werden muss. Ohne das liefen Sie Gefahr, bei einer Beanstandung des Auspuffgeräusches gebüsst zu werden. at. Frage 8913- Lastverteilung auf Vorder, und Hinterachse. In Ihrem Blatt war kürzlich beschrieben, wie man den auf die Vorderachse und die Hinterachse entfallenden Anteil des Ladungsgewichtes eines Lastwagens berechnen kann. Dürfte ich Sie bitten, mir diesen Rechnungsmodus anhand eines Beispiels noch etwas näher zu erläutern? P A. in B. Antwort: Angenommen, der Schwerpunkt der Ladung befände sich genau in der Mitte zwischen der Vorder- und der Hinterachse, so ist es klar, dass auf die beiden Achsen je die Hälfte des Ladungsgewichtps entfällt. Weiter bedarf es keiner näheren Erklärung, dass die gesamte Last auf die Hinterachse entfällt, wenn sich der Schwerpunkt |" der Ladung genau über der Hinterachse befindet. Beträgt nun jedoch der Achsenabstand des Fahrzeuges beispielsweise 3 m und ist die Ladung so angeordnet, dass sich ihr Schwerpunkt 1 m vor der Hinterachse und 2 m hinter der Vorderachse befind-et, so entfällt auf die Hinterachse ein Anteil von % des Ladungsgewichtes und auf die Vorderachse ein solcher von Y^ des Ladungsgewichtes. Ganz allgemein heisst das,, dass sich der Lastanteil berechnen lässt, indem man das Gewicht der Ladung mit dem Abstand multipliziert, um welchen der Ladungsschwerpunkt vor der Hinterachse oder der Vorderachse liegt und hierauf das Produkt durch den gesamten Achsabstand dividiert. Beträft beispielsweise das gesamte Ladungsgewicht 4000 kg, der Achsabstand 4 m, der waagrechte Abstand des Ladungsschwerpunktes (praktisch: die Mitte der Ladebrücke) von der Achse 1 m, so beträgt der auf die Hinterachs" ""tf>>'lpnde Lastanteil 4000 • 3 .... , qb. = -; = 3000 kg und der auf die Vo^^achse entfallende Lastanteil qv — „ 1000 kg Der techn. Sprechsaal als nützlicher Ratgeber. Herr A. M S. in Basel schreibt uns: «Ich habe von Ihren Angaben mit grossem Interesse Kenntnis genommen und diese mit bestem Erfolg angewandt. Ich habe mir aus Ihren techn. Ratschlägen schon .manchen nützlichen Wink notiert.» die der Sachkundige mit wenigen Handgriffen In Ordnung bringen kann. Warum also auf Sachkenntnis verzichten? Warum immer auf die Hilfe von Drittpersonen angewiesen sein, vielfach empfindliche Zeitverluste in Kauf nehmen und unnötig Geld ausgeben? Das Studium von L. Razauds weitverbreitetem Buch «Die Autopanne» versetzt Jeden durchschnittlich begabten Autler in die Lage, die meist vorkommenden Störungen selbst zu beheben. Ganz allgemein vermittelt es, frei von Jedem Ballast, dem, Fahrer das nötige Verständnis für seine Maschine, das wie nichts geeignet ist, um Störungen von vornherein auszuschließen. Zu beziehen für Fr. 2.— vom Verlag der Automobil-Revue Bern Briefkasten der Redaktion at. Hat Ihr Lastenzng automatisch wirkende Bremsen? Ich besorge den Einbau von automatischen Um vor Schaden wahrt zu bleiben. Anfrage . Fahrer ohne Verkehrsbewilligung. Ich besitze einen Personenwagen und konnte denselben wegen den übertriebenen Taxen und Versicherungsprämien nicht einlösen, so dass derselbe seit Neujahr nicht in Verkehr war und ich auch die Fahrbewi'ligung nicht gelöst habe. Letzten Herbst kaufte ich eine neue Batterie. Diese büeb jedoch bis vor ein paar Tagen ausser Gebrauch. Auch der Anlasser funktionierte im Dezember nicht mehr und im Motor hörte man bßi ca. 55 km Schnelligkeit ein leichtes Klopfen. Zwecks Aufladung der Batterie, Kontrolle des Motors und Reparatur des Anlassers fuhr ich nun kürz'ich mit einem Hausbewohner, der selbst schon viel Auto gefahren ist, aber keine gültige Fahrbewilligung für dieses Jahr besitzt, nur auf Feldwegen, also keinen Meter auf Staatsstrassen. Nach zwei Tagen wurde uns durch einen Polizisten mitgeteilt, ich sei mit einem besetzten Auto ohne Nummern gefahren, es sei deshalb Anzeige gemacht worden beim Bezirksamt. (Bei der Fahrt war noch ein Lehrjunge dabei.) Ich gab diesen Sachverhalt sofort zu, erklärte aber, dass diese Fahrt nur zur Prüfung der Batterie und Kontrolle der Reparatur unternommen worden sei, und zwar nur auf Feld- resp. Gemeindestrassen, worauf der Polizist entgegnete, in diesem Falle vorerst seine Vorgesetzten fragen zu wollen. Tags darauf kam er wieder und verlangt» die Verkehrsbewilligung, woraus er sich Notierungen machte. Auf meine Frage, was geschehen werde, erklärte er, der Untersuch werde das Nähere ergeben, ich werde eine Vorladung vor Bezirksamt erhalten. Ich wollte schon beim ersten Besuch des Polizisten den Anzeiger wissen, er wusete aber damals den Namen noch nicht. Beim zweiten Besuch erklärte er auf meine Frage, der Anzeiger sei jetzt bekannt, aber er nenne mir denselben nicht, es bestehe keine Verpflichtung dazu. Bin ich wirklich im Fehler? Was kann ich tun, um den Anzeiger in Erfahrung bringen zu können? E. K. in S. Antwort: Art. 5 des Automobilgesetzes schreibt vor, dass nur das mit einem Fahrausweis versehene Motorfahrzeug zum Verkehr zugelassen ist. Das Fahren ohne Fahrzeugausweis ist somit verboten. Wie geben gerne zu, dnss, so wie das Fahrzeug von Ihnen in Verkehr gesetzt worden ist, jedenfalls von einer schweren WMerbanrllung nicht gesprochen werden kann. Vom Augenblick an, wo aber eine Anzeige vorliegt, wird der Richter kaum anders können, als Sie zu verurteilen. Zum Ausprobieren. Vorführen orler Ueberführen von Motorfahrzeugen sind durch dip Vollziehungsverordnung zum neuen Anfomobilgesetz spezielle Tagesbewilligungen geschaffen worden. Wir würden Ihnen empfehlen, inskünftig eine eol- ehe Tagesbewilligung ru lösen, wenn Sie Ihr Automobil in Verkehr setzen wollen. Was die Frage der Bekanntgabe des Anzeigers anbelangt, so können Sie von den amtlichen Akten auf der Gerichtsschreiberei Einsicht nehmen. Falls der Anzeiger darin nicht genannt sein sollte, wäre auf alle Fäll? der Polizist am Gerichtstermin gebalten, den Anzeiger zu nennen. • Westinghouse-, Servo- und Luftdruckbremsen als Spezialität nach eidgen. Vorschriften. Prospekte und Offerten sofort unverbindlich. MÜLLER, Anhängerban, THUN Telephon 27.16 Das Spritzwerk für harmonische Anstriche De Giorgi, Hof er & C!°, Bern Rodtmattstrasse 47 - Tel. 21.856 Warnung! und Aerger belassen Sie Ihren SP Kilometerzähler nur in der Spezialwerkstätte A. Kusterer, Zu ich 8 Zimmergasse 9 - Tel. 22.949 reparieren. Als offizieller Vertreter aller Marken werden von den Fabriken nur ihm Original-Bestandteile geliefert, so dass Sie nur hier Gewähr für tadellose Ausführung erhalten.