photograph 2018 03-04

VerenaP

Österreichisches Fachmagazin für angewandte Fotografie und audiovisuelle Medien

Titelstory

FELIXGORBACH

die alten jungen medienverbund

Fit for Future: Die Info-Roadshow

Die professionelle Plattform

für Dialog, Austausch und

Information

Tutorial Goldjungen:

Weißabgleich mit Photoshop


ezahlte Anzeige


Editorial // Bundesinnungsmeister

Inhalt

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Digitalisierung, Smartphone-Fotografie und Social

Media sind Herausforderungen, die nicht mehr ganz

so neu aber deshalb nicht weniger aktuell sind. Wir

können diesen Themen auf zwei Arten begegnen:

Entweder man ergibt sich dem unvermeidlichen

Schicksal und stimmt ein in den Chor der Pessimisten,

der sagt dass früher alles besser und einfacher gewesen

sei. Oder man begreift die neuen Entwicklungen in der

Branche als einmalige Chance, mit zukunftsorientierten

Geschäftsmodellen auf dem sich rasant verändernden

Kundenmarkt erfolgreich zu sein.

„Fit für die Zukunft“ heißt daher das Motto der

Anfang März in Salzburg startenden Roadshow, bei

der die Bundesinnung der Berufsfotografen nützliche

Informationen und Hilfestellungen für eine positive

Zukunft geben wird. Wie kann man sich punktgenau

weiterbilden? Wie nütze ich sinnvoll Netzwerke? Wo

sollte ich investieren, um mein Unternehmen optimal

aufzustellen? Wir geben dort gemeinsam mit den

Landesinnungen wertvolle Impulse, die nicht nur auf

dem Papier gut klingen, sondern auch in der Praxis

nachhaltig umsetzbar sind.

Hochrangige Experten aus verschiedene Themengebiete

werden im Rahmen der Roadshow maßgeschneiderte

Antworten und innovative Tipps liefern. Der neben

Salzburg auch in Wien und Graz stattfindende Event

soll als Plattform zum Austausch und Dialog dienen,

um gemeinsam tragfähige Visionen zu entwickeln.

Es geht nur miteinander, daher möchte ich auch allen

die Angst und Skepsis vor der Datenschutzgrundverordnung

nehmen. Branchenspezifische Lösungen und

Checklisten sind bereits in Vorbereitung, um dieses sehr

komplexe juristische Thema für alle zufriedenstellend

aufzuarbeiten.

Daher mein Aufruf an alle Kolleginnen und Kollegen:

Kommt vorbei, informiert euch, diskutiert mit und

verbindet das Angenehme mit dem Nützlichen! Das

neue Format der Roadshow soll als moderner Branchentreff

die produktive Zusammenarbeit fördern und auf

ein vielversprechendes Level heben.

Gemeinsam statt einsam!

Herzlichst

Heinz Mitteregger,

Bundesinnungsmeister

der Berufsfotografen

1 Editorial Bundesinnungsmeister

Heinz Mitteregger

1 Inhalt

2 Titelstory

2 Felix Gorbach,

Medienmacher aus Tirol

6 vom Fach

6 Trends & Backgrounds

7 Pro Digital: Neues im Sortiment

8 Tutorial Elmar Konrad Porod:

Weißabgleich in photoshop

10 Mario Unger: Alte Fotos

restaurieren Teil 2

12 International

12 Paloma Rincón

14 FEP

14 Federation of European Photographers

15 Aktuelles

15 Contest

16 Im Gespräch

16 Peter Coeln, WestLicht

19 Termine

20 Ausstellungen

22 Buchempfehlungen

23 Event-Rückblick

Oberösterreich, Wien

24 Bundesinnung

24 Roadshow 2018

Fit for Future

26 Gespräch mit Michael Linzer, Kärnten

28 RSV: Panoramafreiheit in Europa

29 Partner COOPH

30 Aus den Bundesländern

30 Wien, Kärnten

31 Salzburg

32 Steiermark, Impressum,

Kleinanzeiger

IMAGNO/Barbara Pflau Ellen von Unwerth Maria Svarbova-Hasselbladmasers Paloma Rincón Felix Gorbach

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03/04 2018 der photograph

1


Titelstory // Felix Gorbach

Bewegte Bilder, die bewegen

Felix Gorbach, Medienmacher

Vor vielen Jahren startete Felix Gorbach mit Webdesign, dann wechselte er zum Bewegtbild

und heute bespielt seine Multimedia-Agentur „die alten jungen“ in Westösterreich

Konzertbühnen und ganze Häuser – keine Projektionsfläche ist vor ihm sicher

Eigentlich sind es ganze Bilderwelten, die Felix Gorbach

unter Einsatz unterschiedlicher Techniken mit viel Fantasie

entstehen lässt. Damit deckt der Tiroler „Medienmacher“

und Dozent ein sehr spezielles Feld für visuelle

Erlebnisse ab, das Events und Produktpräsentationen

inspirierend gestalten kann. Neben der Fotografie ist er

in Film, 3D, Visual Effects und Projektion beheimatet

und bietet alles außer Print und web. Projektionen

wirken in ihrer ganzen Kraft zwar nur live, dennoch

versuchen wir, seine Arbeit an dieser Stelle darzustellen,

birgt sie doch interessante Aspekte und Ressourcen.

die zudem über das entsprechende Know-how verfügen,

auszulagern. Gorbach: „Sharing beschleunigt die Dreharbeiten

– beispielsweise kann sich der Filmer auf seine Takes

konzentrieren, während sich Slider oder Kamerakranleute

gezielt auf ihren Einsatz vorbereiten. Wenn dann das

Zeitfenster für den Kranshot kommt, schnallt der Filmer lediglich

seine Kamera auf den fertig aufgebauten Kran, und

der Kranoperator macht die entsprechende Kamerabewegung.

Ist alles im Kasten, kann der Dreh sofort weitergehen,

denn der Kranoperator übernimmt den Abbau des Krans.“

Im Film ist es aus mehreren Gründen wichtig, an einem

guten Netzwerk zu arbeiten.

Von Foto zu Film

Vielleicht zieht es auch Sie hie und da zum bewegten

Bild. Dann gilt es schon vorweg, einiges zu beachten.

Im Vergleich zur Fotografie ist die

Grundausstattung beim Film etwas

aufwändiger. Ein Stativ, mit dem man

schwenken kann, ein Schulterrig, ein

LED Dauerlicht und ein taugliches Mikrofon,

das man zur Not auch auf den

Blitzschuh der Kamera montieren kann,

sind unentbehrlich. Machen Sie sich mit

den Geräten vorher ausreichend vertraut

– sie funktionieren wirklich gut – und

kalkulieren Sie beim Produktions plan

ausreichend Auf- und Abbauzeit ein.

Dann sollten Sie für diverse Videojournalismus-Einsätze

oder auch Hochzeitsvideos gewappnet sein.

Ein gutes Netzwerk

ist für Filmer auch

zur Eigenvermarktung

essentiell

Felix Gorbach

Will man an seinem filmischen Ausdruck jedoch

wachsen, bleibt es nicht bei der Grundausstattung, die

Verführung zu professionellerem Equipment ist groß.

Und gerechtfertigt: Optiken mit Bildstabilisierung,

Schwebestative und geeignete Einhand Gimbals und

in Folge Slider, Steadycams und Jibarms ermöglichen

gezieltere und professionellere Kamerabewegungen. Allerdings

sollte gut abgewogen werden, ob sich eine Investition

amortisiert und eine Anschaffung lohnt. Speziell

beim Film muss man nicht alles selbst besitzen – und

erst recht nicht bedienen. Oftmals ist es viel effizienter,

einzelne Elemente eines Auftrags an Netzwerkpartner,

Ressource Netzwerk

Alleine geht beim Film kaum etwas. Ab einer bestimmten

Produktionsgröße ist die personelle Aufteilung in

die unterschiedlichen Disziplinen sogar

unumgänglich. Der Filmer kann nicht

gleichzeitig sein Auge auf Bewegung,

Framing, Schärfe, Regie, ... werfen und

vielleicht auch noch das Essen für die Crew

besorgen. Die Kameraarbeit ist, ebenso wie

Licht, OnSet Recording, Musik, Ausstattung

und Requisite, Maske, Vorproduktion,

Locations etc, lediglich ein Arbeitsmittel.

Es gilt, ein entsprechendes Netzwerk zu den

Expertinnen und Experten in der Filmbranche

zu knüpfen. Wenn sich ein Filmer um

Professionalität bemüht, dann steigert dies auch seine

Reputation und Bekanntheit. Durch den eigenen Beitrag

an einer Filmproduktion schafft man sich im Netzwerk

darüberhinaus Bekanntheit, das bedeutet, die Netzwerkpflege

ist wesentlicher Bestandteil des Eigenmarketings.

Zum Bild der gute Ton

Da ja bekanntlich über die Hälfte des filmischen

Eindrucks vom guten Ton stammt, begibt man sich als

Fotograf zunächst auf unbekanntes Terrain und entwickelt,

das lässt sich nicht vermeiden, für die aufzunehmende

Situation neben dem guten Blick auch das

gute Gehör. Gorbach: „Analysieren Sie diverse Berichte,

schnell werden Sie darauf stoßen, dass das Bewegtbild

>

2 der photograph 03/04 2018


Felix Gorbach // Titelstory

Foto:Omar Borubaev

oben und rechts: Gorbachs Verfilmung „Grenzgänger“ aus dem

Jahr 2016. Urheber der Kurzgeschichte über das fatale Ende einer

zuerst harmlos erscheinenden Taxifahrt ist der bekannte Tiroler

Autor Christian Kössler. Der 9 minütige Kurzfilm entstand als

freies Filmprojekt. Dank der Bekanntheit des Autors wurde auch

eine Filmförderung tragend - auch das ist beim kostenintensiven

Medium Film stets zu bedenken. Grenzgänger erlangte Publikumspreise

beim Tiroler und dem Wörgler Kurzfilmfestival und machte

damit den Filmer schlagartig bekannt. Freie Filmprojekte helfen

beim Einstieg in den Filmmarkt.

Foto:Felix Gorbach

Zum Titelbild: Für das neue Felix Mitterer Stück “Märzengrund”

konzipierten und lieferten »die alten jungen« unter der Regie

von Konrad Hochgruber die Videoaufnahmen und erstellten die

Projektion auf der Bühne / Foto: Felix Gorbach

gerade das zeigt, worüber im Interview gesprochen wird.

Der gute Filmer muss während des Drehs schon den Schnitt

und die Montage der Geschichte im Kopf haben. Wenn es

beispielsweise um das gute Essen in der Region geht, sollte

er eine entsprechende Aufnahme bereits einkalkulieren. Es

gibt nichts Langweiligeres, als ein nicht enden wollendes

Talking-Head-Szenario. Speziell bei Interviews lernt

man die Gesellschaft eines guten Redakteurs, der sich mit

der Thematik beschäftigt und filmisch mitdenkt, sehr zu

schätzen. In diesen Kombinationen zu denken, ist für

die Fotografen, die am Anfang ihres filmischen Schaffens

stehen, oft die viel größere Herausforderung, als die richtige

Belichtung zu finden.“

>

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3


Titelstory // Felix Gorbach

Lass Bilder tanzen!

Mit den Partnern Hanno Mayer, Spezialist in

3D und Visual Effects, und Moritz Neumayr,

Filmschnitt und Montagen, gründete Felix

Gorbach die Agentur „die alten jungen“. In

diesem Team verschmelzen die Kompetenzen

Foto, Film, Visuals und 3D zu spektakulären

Projektionen für diverse Events. Besonders

kreative Freiheit entsteht, wenn selbst erstelltes

Material verarbeitet werden kann. Dann

schöpfen die Kreativen aus dem Vollen.

Projektionsflächen bieten sich allenorts an, so

wurden bereits spektakuläre Projektionen auf

eine ganze Häuserfront realisiert.

Gorbach: „Projektionen sind kein klassischer

Verkaufshit, sie haben hohen Erklärungsbedarf.

Potentiellen Kunden wird viel Fantasie und

Vertrauen abverlangt. Umso wichtiger ist es,

Live-Präsentationen und die Emotionen des

Publikums stets zu dokumentieren.“

>

Sie wollen mehr wissen? Kommen Sie zur Roadshow

"Fit for Future" vom 5. bis 7. März 2018 zu Gorbachs

Multimedia-Vortrag mit Austauschmöglichkeit. Nähere

Information unter: www.aap.photo/future.

Foto: Felix Gorbach

Weitere Ausbildungsmöglichkeiten Felix Gorbach

empfiehlt den Ausbildungszweig "Multimedia Art" an

der Fachhochschule in Salzburg sowie die Werbedesignakademie

des Wifi Tirol.. Auch die NDU in St. Pölten

bietet gute Ausbildungsmöglichkeit in den einzelnen

Fachgebieten für Teilnehmer mit fotografischen Vorkenntnissen.

Beim QAP der einzelnen Wifis ist Video

Teil des Programms.

oben links: Release

des neuen Albums

von Sperenzi im

Treibhaus in Innsbruck.

Dabei wurde

das erste Mal auf

Schwarz projiziert. Im

Zentrum der Visuals

stand der Mond als

Leitmotiv. Er wurde

mit einem großen

Reflektor über der

Band positioniert.

Foto: Hanno Mayer

links: im Zuge der

Kunststrasse 2015

in Imst bespielten

»die alten jungen«

die Fassade der

Bezirkshauptmannschaft.

Es entstanden

2 Projektionen mit

unterschiedlichen

Wirklichkeiten.

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Felix Gorbach // Titelstory

Konzept und Pixelstick-Operating: Felix Gorbach, Wolfgang Lackner, Graphik: Neviathan

Foto: Wolfgang Lackner

Über Felix Gorbach

Der Pixelstick

Eine neue, kreative Arbeitsweise ermöglich der noch recht neue

„Pixelstick“. Wie beim Lightpainting zeichnet man mit ihm

grafische Elemente in die Nacht und lässt einzigartige Werke

entstehen. Der Pixelstick besteht aus 600 LEDs, diese können in

die stockdunkle Nacht zeichnen oder Bildsequenzen mit einer

SD-Karte bespielt werden. Während sich der Pixelstick-Operator

durch den Raum bewegt, feuert der Pixelstick das jeweilige

Bild ab. Bei einer Animation werden mehrere derartige Langzeitbelichtungen

hintereinander abgespielt, bei weniger als 25

Bildern pro Sekunde entsteht eine gewinnende analoge Optik.

Mit dem Pixelstick eröffnet sich eine Spielwiese zur Erzeugung

visueller Erlebnisse. Das Schöne: Da die Bilder für die Animation

frei wählbar sind, kann jeder Fotograf seiner persönlichen

Bildsprache treu bleiben, ihr nochmals eine weitere Dimension

geben. Ein Versuch lohnt sich, denn mit seinen rund 350 € ist

der Pixelstick eine überschaubare Investition.

Verena Podiwinsky ▉

Konzept und Pixelstick-Operating: Felix Gorbach, Wolfgang Lackner, Graphik: Felix Gorbach

Den Weg zum Film fand Felix Gorbach als ewig

Suchender über Umwege. Der gelernte

Webdesigner wollte mehr erreichen und

eignete sich, da es damals noch kein offizielles

Medienausbildungsangebot gab, in Eigeninitiative

Kenntnisse in 3D und Visual Effects an.

Heute ist er Fachlehrer an der Innsbrucker

Berufsschule und Dozent am Wifi Innsbruck.

Nachdem für eine perfekte 3D-Animation

genauer Licht- und Schattenfall unumgänglich

sind, wurde er auch rasch zum Experten des

zu dieser Zeit neu entwickelten HDRI Datenformats,

bald verkaufte er seine 360° HDRI

Panoramen auch an Tourismusregionen.

Der Nachteil bei diesen Tätigkeiten: Auf Dauer

vereinsamt man hinter dem Computer. Also

setzte Felix Gorbach zum Befreiungsschlag

an und widmete sich seinem Wunschterrain

– dem Film. Der Arbeitsalltag wandelte sich

drastisch. Wo früher kreative Entscheidungen

in Eigenregie getroffen wurden, sind nun, wie

in der Fotografie, mehrere Menschen am Gelingen

des Mediums beteiligt. Fast rastlos, aber

in logischer Konsequenz, ging es weiter. Der

Fotograf, Visual Designer und Filmer gründete

mit Hanno Mayer (3D und Visuals) und Moritz

Neumayr (Filmschnitt und Montage) die Agentur

»die alten jungen«. Derart zum "Medienmacher"

upgegradet, stehen für die Arbeit mit

Bildern Tür und Tor für ein neues, spannendes

Gebiet im touristischen, kulturellen, künstlerischen

und kommerziellen Bereich offen. Ein

weiteres wenig bekanntes Tool – der Pixelstick –

kommt neuerdings ebenfalls immer öfter zum

Einsatz. Alle Bilder inkl. weiteren Informationen

zu sehen unter:

http://diealtenjungen.com

Foto: Wolfgang Lackner

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vom Fach // Trends

Mehr Schutz für Ihre Fotos durch sichere Wasserzeichen

Foto: googleresearch.googleblog.com, Quelle: Adobe Stock, 123RF.

Mit Hilfe eines Google-Algorithmus lassen sich statische Wasserzeichen recht

unkompliziert rückstandslos aus Fotos entfernen. Es wird daher empfohlen, eine

neue Wasserzeichen-Generation einzusetzen, bei der eine Software nur schlechte

Resultate liefert.

Es gibt zahlreiche Wasserzeichen-

Optionen, um Bilder vor unbefugter

Verwendung zu schützen. Jedoch lassen

sich mit den heutigen technischen

Mitteln herkömmliche Wasserzeichen in

digitalen Fotos sehr einfach entfernen.

Mit ihrem eigens entwickelten Programm

demonstrierten Google-Forscher anlässlich

einer Tagung, wie zuverlässig sich das

Originalbild wiederherstellen lässt.

Um Urheberrechtsverletzungen zu

vermeiden, ohne die Bildoptik allzu

zerstören, empfehlen sie den Einsatz eines

schwer zu berechnenden Wasserzeichens.

Mit nur kleinen Verschiebungen von

wenigen Pixeln hatte der Algorithmus

der Google-Forscher bei der restlosen

Entfernung erhebliche Probleme. Der

online-Anbieter portraitbox.com bietet

beispielsweise dezente Kurven, deren

asymetrische Linien schwerer zu entfernen

sind, als Wasserzeichen an.

Kryptowährung KodakCoin

Ein genialer Coup! Kodak ging jüngst eine Partnerschaft mit

dem Unternehmen Wenn Digital ein, mit dem gemeinsam

Kodak eine auf den Fotobereich fokussierte Kryptowährung

entwickeln will. Mittels Blockchaintechnologie wird dabei ein

digitales Register alle Rechte und Urheberschaft von Fotografien

bündeln. Der große Nutzen liegt in der lückenlosen und stets

nachvollziehbaren Abwicklung von Lizensierungen, bei Lizenzüberschreitungen

auch der sofortige Eingriff. Bezahlt wird mit

der eigenen Kryptowährung KODAKCoin, abzuwickeln über

die Plattform KodakONE, zu der sich teilnehmende Fotografen

einschreiben müssen.

Für Fotografen und Agenturen gibt dieses Service mehr Kontrolle

beim Management ihrer Bild rechte. Die Börse hat auf

diese Meldung sofort reagiert, die Kodak-Aktie ist unmittelbar

um rund 130 Prozent auf über sieben US-Dollar gesprungen.

Fotografen können sich bis zur Umsetzung über die Plattform

KodakONE informiert halten:

https://www.kodak.com/kodakone/default.htm

Die Zukunft: Frei schwebende 3-D Bilder?

Spektakuläre Nachricht im Magazin "Nature"

vom Jänner 2018: Wissenschaftler

berichten über die ersten Erfolge eines neuen

Lasersystems, das farbige 3D-Bilder in die

Luft "zeichnen" und frei schwebende Bilder

erzeugen kann, ähnlich wie Prinzessin Leia

in Star Wars. Noch stößt diese Technologie

schnell an ihre Grenzen, doch eröffnen

sich endlose Einsatzmöglichkeiten für

Werbung, Bildung und Entertainment-Systeme.

Aber keine Sorge - der wahre Vorteil

wird in Flugsicherung, Chirurgie etc. zu

suchen sein. Wer es genau wissen möchte:

https://www.sciencenews.org/article/

lasers-trace-new-way-create-hovering-hologram-images

Foto: D.E. SMALLEY ET AL/NATURE 2018

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// vom Fach

NEUE LED Leuchten wollen wir vorstellen ...

TECPRO LITEFLEX Multi-LED Panel Biocolor (TP-LF-BI)

Tecpro Liteflex ist ein leichtes, vielseitiges,

Multi-LED-Panel, das geformt und angepasst

werden kann. Ein exklusives Merkmal der

Liteflex ist seine Formstabilität. Ob nach

innen oder außen oder in Wellen gebogen,

das Panel behält seine Form ohne zusätzliches

Zubehör. Liteflex ist in zwei Ausführungen

erhältlich: als reine Tageslichtversion mit 256

LEDs und als Tageslicht-/Kunstlichtversion

mit 512 LEDs.

TECPRO FELLONI TURBO Multi-LED Panel Bicolor

Die überzeugenden Qualitäten auf einen Blick:

• Große Lichtleistung, große Reichweite,

• verträglicher Lichtcharakter durch die große

Anzahl an LED Lichtquellen (576 LEDs).

• Mögliche Vergrößerung der Abstrahlfläche

und weichere Schattenübergänge durch

Einsatz einer quadratischen Softbox oder

alternativ

• eine enorme Abstrahlfläche durch Einsatz

einer ganz speziellen rechteckigen Softbox.

• Abstrahlwinkel von 45°

Die TECPRO FELLONI TURBO Bicolor

LED Leuchte nimmt 155 W auf und hat eine

Farbwiedergabe nach CRI 92-94 bzw. TLCI

94-95.

... und den XY SPIN ACTION 120

Das perfekte 360 °Aufnahmesystem

Der Drehteller ermöglicht Ihnen, Ihre Produkte in 360 Grad zu

betrachten. Klein, handlich, mobil, ist er dennoch bis 120 kg belastbar.

Die eingebaute

zentrale Steuereinheit

lässt sich über

jedes WiFI-Netzwerk

verbinden und

zeichnet sich durch

einfache Bedienung

aus. Steuerkabel für

Canon-, Nikon-,

Sony-Kameras stehen

zur Verfügung

(optional: Software

Gardengnome).

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7


vom Fach // Tutorial Elmar Konrad-Porod

Weißabgleich mit Photoshop

Elmar Konrad-Porod & Stefan Wolfsteiner

Goldjungen Foto+Werbung GmbH

4082 Aschach an der Donau

www.goldjungen.at

#goldjungen #besserwerden

Schon lange arbeiten wir mit

Lightroom und nutzen damit

natürlich auch Funktionen wie

Weißabgleich - funktioniert

ja supereinfach! Als wir von

einem Kunden Bilddaten in

JPEG bekamen, wollten wir

einen Weißabgleich in Photoshop

machen. Ein dezidiertes

Tool dazu konnten wir

jedoch in der aktuellen Version

von Photoshop CC nicht

finden. Wir erinnerten uns

an die Zeiten der mühevollen

Arbeit in Photoshop und

möchten hier einen Weg zum

Weißabgleich anhand eines

Fotos einer Arztpraxis Schritt

für Schritt näher bringen.

(Hinweis: Natürlich ersetzt

diese Vorgehensweise nicht

den Einsatz einer Graukarte.) vorher (1) nachher (12)

1-- Bild in PS öffnen, leere Ebene erstellen.

2 - Diese mit „Bearbeiten - Fläche füllen“

mit 50% grau (Voreinstellung) füllen.

3-- Im Dropdown-Menü „Mischmodus“ der aktuellen

Ebene wählen Sie „Differenz“ für die neue, gefüllte

Ebene aus. Nun sollten Sie das Urspurngsbild dunkel

dargestellt bekommen.

4-- Die neue Ebene bleibt ausgewählt. Wählen Sie

nun im Menü „Ebene - Neue Einstellungsebene“

den Bereich „Schwellenwert“ aus

5-- Sie erhalten eine

Einstellungsebene

mit dem Namen

„Schwellenwert 1“

und das Eigenschaftsfenster

dieser

Ebene mit einem

Histogramm

6-- Den Schieberegler

des Histogramms

schieben Sie an den

Beginn der Kurve

(links). Sie sollten

nur noch einzelne

schwarze Pixel

sehen. INFO: die Pixel

dieser Einstellungsebene

sind einem

neutralem Grauwert

am Nächsten

Alle Fotos wurden von Agentur Goldjungen bereitgestellt

7-- Klicken Sie auf

das Pipettenwerkzeug

und wählen

Sie mit gedrückter

Maustaste das Farbaufnahme-Werkzeug.

Wählen Sie damit

einen der verbleibenden

dunklen Pixel

aus (zoomen Sie

dazu in das Bild - hier

2000%)

8-- Blenden Sie die graue Ebenen und

die Einstellungsebenen aus, um die

Hintergrund ebene mit Ihrem Bild zu sehen.

9-- Wählen Sie aus dem Menü „Ebene

- Neue Einstellungsebene“ den Punkt

„Gradationskurve“

10-- ... und hier aus den 3 Pipetten die

mittlere (Mittlere Helligkeit)

11-- Zoomen Sie in das Bild und wählen Sie

mit der Pipette den zuvor mit dem Farbaufnahme-Werkzeug

fixierten Farbpunkt aus

12 - Nach Bestätigen mit OK sollten Sie ein

Bild mit optimalem Weißabgleich haben.

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Foto: Science Magazine

Trends

// vom Fach

Dünne Linse, dicke Überraschung

WINGS PLATINUM

Mit Bildern Geschichten erzählen.

Im bisher eher ruhigen Objektiv-

Land bahnt sich möglicherweise

Dramatisches an: Forscher der Universität

Harvard arbeiten an Linsen

aus sogenanntem Metamaterial, die

die bekannten Glasobjektive ersetzen

sollen. Die Metalinsen sind ähnlich

dünn wie Papier und winzig klein,

ihre Konsistenz sind mikroskopisch

winzige Stäbchen (400–700 Nanometer).

Motor dieser Entwicklung,

Sie können es sich denken, ist die

intensive Suche der Smartphone-

Hersteller, in Sachen Fotografie

weitere Fortschritte zu machen und

die Bildqualität ihrer Geräte noch

weiter zu verbessern.

Die Nano-Minis fangen das sichtbare

Licht auf, lenken es durch

die Stäbchen und fokussieren es

auf einen gewählten Punkt. Jede

Wellenlänge wird dabei von einer

gesonderten Gruppierung der Stäbe

übernommen. Neben der papierdünnen

Erscheinung weisen die Metalinsen

einen riesigen Vorteil auf: Anders

als bei Glaslinsen treten keine

natürlichen optischen Verzerrungen

oder Farbverschiebungen auf. Denn

eine fehleranfällige Krümmung wie

bei einem Glas ist hier nicht nötig,

um das Licht zu bündeln.

Quintessenz laut Harvard-Forscher:

Objektive können in ein paar Jahren

aus flachen Scheiben bestehen und

Smartphones problemlos die Qualität

ermöglichen, die heute noch

DSLR-Kameras vorbehalten ist.

Noch irrer: Die Produktionskosten

für die Optiken sollen dank der

vergleichsweise unkomplizierten

Massenfertigung um das Hundertbis

Tausend fache sinken. Zoomen?

Geht wohl auch, durch die Einwirkung

elektrischer Felder.

Diese Entwicklung könnte die

Foto- und Filmbranche maßgeblich

verändern und wäre – wir befinden

uns aber tatsächlich noch im

Konjunktiv – von ebenso großer

revolutionärer Kraft wie der Switch

von analog zu digital.

Wolfgang Heinen, photopresse ▉

Obwohl die meisten einen Bildervortrag

immer noch mit einer

Dia-Show und einfachen Überblendungen

verknüpfen, müssen professionelle

Vortragende sich im digitalen

Zeitalter schon weit mehr einfallen

lassen, um ihr Publikum zu begeistern.

Dank innovativer Techniken

eröffnen sich ihnen großartige Möglichkeiten,

auch für statische Bilder

mehr Bewegung ins Spiel zu bringen.

Wings Platinum ist eine Entwicklung

des Österreichischen

AV-Spezialisten Stumpfl. Die intuitiv

bedienbare Software wird von vielen

Professionisten wegen der intuitiven

Handhabung, der hohen Bildqualität

auch bei XXL-Projektionsformaten

und der vielen Effekte sehr geschätzt.

Nun wurde die Software überarbeitet

und steht Wings Platinum 6 bereit.

Am 14.03.2018 organisiert der

Anbieter für Nutzerinnen und

Nutzer vor Ort ein Seminar, bei dem

die neuen Features näher gebracht

werden und Multivisionen zu spektakulären

HDAV-Shows werden.

Info: http://hdav.org/de/

Aufhängesysteme | Alu-Trägerrahmensysteme

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Materialien und Maschinen zum Bedrucken, Aufziehen und Veredeln

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vom Fach // Mario Unger

Alte Bilder in neuem Glanz • Teil 2

Der Maler Georges Seurat sagte, dass Farbe ans

Herz und die Zeichnung an den Verstand appelliere.

Dieses Zitat bringt es auf den Punkt. Ein SW

Foto soll durch die kolorierte Version nicht ersetzt

werden – SW wird bis heute in der Fotografie gerne

als Stilmittel eingesetzt – doch Mario Unger ist der

Meinung, dass Graustufen Gefühle und Stimmungen

weniger transportieren können. Vielleicht sind Sie im

Besitz alter SW-, aber auch Farbaufnahmen Ihrer Eltern

oder Großeltern. Sehen Sie sich die gleiche Person in

beiden Versionen nebeneinander an. Wahrscheinlich

werden Sie bei der Farbaufnahme die Nähe zur geliebten

Person mehr spüren als in der SW Aufnahme.

Genau das ist Hauptmotivation für Mario Unger, sich

tausende Stunden mit der Materie zu beschäftigen.

Doch darf man das überhaupt, alte Fotos ins 21.

Jahrhundert „beamen“?

Man darf, zumindest in Österreich, soferne der Urheber

der Fotografie mindestens 70 Jahre davor verstorben

ist. Dann sind Fotos „gemeinfrei“ und befinden sich in

der sogenannten „Public Domain“ (wie z.B. bei Billie

Holiday https://www.loc.gov). Etwas strenger ist das

amerikanische Recht, das die Prozedur bei allen Bildern,

die vor 1923 veröffentlicht wurden, erlaubt. Hier heißt es

recherchieren. Bei privaten Auftraggebern kümmern sich

die Kunden um die rechtlichen Leitplanken.

Vor der Kolorierung kommt immer die Restaurierung,

doch darum geht es an dieser Stelle vorerst nicht.

Lassen wir Mario Unger über Kolorierung zu Wort

kommen >>>

Portrait of

Billie Holiday,

Downbeat,

New York,

N.Y., ca. Feb.

1947, Foto:

Gottlieb,

William P.

Zu Beginn einer Kolorierung versuche ich, so viel wie

möglich zu recherchieren. Bei Uniformen oder alten

Werbetafeln gelingt das meistens sehr gut. Man findet

im Netz einiges. Bei Privatfotos kennen die Kunden oft

Haar- oder Augenfarbe der abgelichteten Personen. Bei

Privatkleidungen muss ich mich auf mein Gefühl für

Farben verlassen. Oft stellt sich bei der Arbeit eine fast

mystische Ahnung für die richtigen Farben ein, und

nicht nur einmal hat sich bei späterer Recherche mein

„Gespür“ als richtig erwiesen.

Im Grunde ist die Kolorierung selbst recht einfach.

Man öffnet das Originalbild (1) im Bildbearbeitungsprogramm,

macht grundlegende Korrekturen wie z.B.

Schwarz- und Weißpunkt setzen oder versucht ein für

sich selbst gefälliges Aussehen des Fotos zu erreichen. Als

hilfreich hat sich herausgestellt, die Kontraste ein wenig

zu reduzieren. Sehr helle oder dunkle Bereiche lassen

sich schwieriger kolorieren. (Natürlich gibt es auch dafür

einige Tricks, aber das würde den Rahmen hier sprengen.)

Meist beginne ich mit den Hauttönen, dem wichtigsten

Aspekt einer Kolorierung (2: Maske Hautebene + 3).

Schlechte Hauttöne zerstören eine ansonsten gut gelungene

Kolorierung. Meine Hauttöne beinhalten bis zu 20

verschiedene Ebenen. Von Rot über Gelb, Blau, Violett,

Grau bis hin zu Grün findet man alles in der menschlichen

Haut. Um wirklich realistische Haut darstellen

zu können ist viel Übung notwendig. Am Ende hat

man das Gespür dafür entwickelt, und es wird fast zur

Routine. Die einzelnen Ebenen werden in verschiedenen

Mischmodi angewandt. Am häufigsten verwende ich

„weiches Licht“, „Ineinanderkopieren“ und „Farbe“.

Bei glänzenden Materialien gerne auch einmal „farbig

nachbelichten“. Die Ebenen werden als Farbebenen

angelegt (5*) und durch Maskierung ins Bild gebracht,

die Deckkraft wird je nach Notwendigkeit angeglichen.

Wie mit den Hautfarben geht es im ganzen Bild weiter.

Ein weiterer wichtiger Punkt sind Farbreflexionen. (4)

Die kräftige blaue Farbe eines Anzugs wird auch auf

dem weißen Hemd ein wenig zu sehen sein. Auch wenn

diese Nuancen auf den ersten Blick nicht erkennbar

sind, spürt man sie. Die „Weichheit“ des Pinsel wähle

ich von Fall zu Fall individuell, je nach Tiefenschärfe im

Bild. Ganz zum Schluss sollte man den Gesamteindruck

kontrollieren (6). Der Weißabgleich empfiehlt sich

meist etwas auf der wärmeren Seite. Lichtsituation mit

Filter-Rendern-Beleuchtungseffekte und dem Radialfilter

im Camera Raw Filter. Zum Arbeiten verwende ich ein

10 der photograph 03/04 2018


Alte Bilder restaurieren Teil 2

// vom Fach

1

Wacom Intuos Pen Tablet, lediglich die Drucksensibilität

des Stiftes ist mir dabei wichtig, Funktionstasten benötige

ich nicht, da ich mittlerweile diverse Shortcuts blind

beherrsche. Die Arbeitszeit bewegt sich bei einfachen

Portraits bei ca. 4-5 Stunden bis hin zu sehr komplexen

Fotografien, die auch gerne bis zu 30 Stunden in Anspruch

nehmen.

International gefragt

2

Bekannte Zeitschriften wie Daily Mail, The Mirror, The

Guardian, Sunday Express u.v.a. berichteten bereits über

Mario Unger. Das spanische Luxusmagazin "Fuera De Serie"

widmete dem Restaurator sogar das Coverbild. Meist

sind seine Kunden Privatpersonen, aber auch Firmen und

Institutionen – aktuell zeigt eine Ausstellung im „National

History Museum“, Kentucky einige seiner Kolorierungen,

auch „The Museum of Samoa“ besitzt mehrere Arbeiten

–springen auf diesen Zug auf. Es ist also Luft nach oben.

Mario Unger

Exzerpt aus der photopresse

Für alle, die etwas tiefer in die Materie eindringen möchten, bietet

Mario Unger Workshops und Einzelcoachings. Bei Interesse besuchen

Sie die Webseite.

www.unarts.at, www.instagram.com/ungermario/

www.facebook.com/altefotosinfarbe/

3

5

4

6

*) zu 5: Hier sind mehrere Ebenen auf eine zusammengefügt, um Ihnen einen Eindruck

der verwendeten Farben zu geben.

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International

//

Alles unter Kon trolle

Im Studio von Paloma Rincón

bleibt nichts dem Zufall

überlassen. Die Spanierin

ist Shootingstar unter den

jungen internationalen

Fotokünstlern. Ihr Markenzeichen:

Fantasievolle,

irritierende Szenarien.

Dabei arrangiert sie bewusst

ungleiche Dinge zu

wundersamen Skulpturen.

Ihre Gabe trifft den Zahn

der Zeit, dreht sich doch

im Marketing aktuell alles

um Storytelling. Namhafte

Unternehmen wie Swatch,

Ikea, Vodafone, Toyota und

ähnliche sprangen auf diesen

Zug auf und schaffen sich

mit Rincóns eigenwilligen

Objekten einen einprägsamen

Marktauftritt.

Paloma Rincón wurde in Mexiko

geboren. Heute arbeitet sie von

ihrem Madrider Studio aus als

international erfolgreiche Fotografin.

Ihre experimentellen, grafischen

Arbeiten sind in Büchern, Magazinen

und zahlreichen Ausstellungen

zu finden. palomarincon.com

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Paloma Rincón

// International

Freezing Flowers

Blumen gehören zu einer der traditionellsten Sparten

des Stilllebens. Im Laufe der Geschichte wurden

sie immer wieder von den größten Künstlern

der Szene neu interpretiert. Nun auch von Paloma

Rincón. „Ich sah mir florale Gemälde, Mosaiken

und Skulpturen aus dem vierzehnten Jahrhundert

an und wollte etwas ähnlich Monumentales, aber

in meiner Bildsprache schaffen.“ Rincón findet

im Eis als starr -geometrische Form den perfekten

Kontrast. Bei der Umsetzung stand die Fotografin

vor großen technischen Herausforderungen:

„Nach langen Recherchen stießen wir auf ein spezielles

Polymer, das künstliches Eis erzeugt und

sich verformen lässt. Ich verbrachte viel Zeit mit

Planung und Tests, ehe das erste Foto geschossen

wurde.“ Alle Arrangements aus Eisblöcken und

Blüten wurden über einer Wasseroberfläche vor

mint-farbenem Hintergrund fotografiert und

mehr oder weniger spielerisch durch Spiegelung

oder Wassertropfen in Szene gesetzt.

BirDuals

Für ihre Strecke "BirDuals" schlägt Rincón

sanftere (Farb-)Töne an. "BirDuals" ist eine Zusammenarbeit

mit den Kreativen von der Agentur

SerialCut in Madrid. „Sergio del Puerto, der Creative

Director von SerialCut, ist ein Kommilitone

von mir“, erzählt Rincón. „Wir haben schon viele

Projekte gemeinsam realisiert. Meine Idee war

eine Serie mit toten Vögeln, die im Bild lebendig

wirken sollten. Sergio war sofort Feuer und

Flamme.“ Und wie so häufig, folgte zunächst eine

längere Organisationsphase. Für das Shooting

kamen nur ausgestopfte Vögel infrage. Die beiden

fanden einen Tierpräparator, der ausschließlich

Tiere verarbeitet, die eines natürlichen Todes

starben – auch das war Rincón wichtig.

Die fotografische Umsetzung erforderte einiges

an Fingerspitzengefühl. Die gewünschte Kulisse

wurde aufgebaut, die Tiere an Fäden positioniert

und zuerst in ihrem natürlichen Zustand, dann

mit Kupferfarbe bemalt fotografiert. Abschließend

wurden die Versionen in Photoshop vereint.

Paloma Rincóns Stärke ist ihr barrierefreies

Vorstellungsvermögen. Offenen Auges sucht

sie Inspiration genau dort, wo sie andere nicht

vermuten. „Wie können Objekte miteinander

interagieren, die auf den ersten Blick nichts gemeinsam

haben?“, fragt sie sich. Palome Rincóns

persönliche Projekte sind ihr Spielplatz, auf dem

sie uneingeschränkt experimentieren kann.

Sarah Schmid, Verena Podwinsky

alle Fotos Paloma Rincón,

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FEP // Federation of European Photographer

WPC - World Photographic Cup Finalisten

Markus Berger, Finalist in der Kategorie Reportage

Foto: Markus Berger, www.bergermarkus.com

Beim nunmehr dritten World Photographic Cup wurden von rund

200 Fotografen aus 25 Ländern mehr als 2.000 Fotos eingereicht.

Am 16. Jänner d.Js. gab der FEP die Top-10 Finalisten der

einzelnen Kategorien bekannt. Als einziger Österreicher hängt nun

unsere Hoffnung an Markus Berger, denn seine Aufnahme aus der

Kategorie Reportage geht mit den Finalisten aus Canada, Columbien,

Dänemark, Thailand und USA ins Rennen. Berger: "Das Bild

entstand bei einer Begehung der Eisriesenwelt in Werfen im April 2016.

Zu sehen ist Profi Eiskletterer Rudolf Hauser aus Gastein, der ungesichert

einen extrem steilen Eishang hinaufklettert. Markus Berger war

zur Dokumentation dabei und leuchtete das Bild mit einem Blitzlicht

aus, da es sonst stockdunkel in der Höhle ist. Das Thema „Eishöhlen“ ist

brandaktuell in Zeiten des Klimawandels - deren Erschließung und vor

allem Erhaltung bedarf Aufwand und Know How." Die Gewinner pro

Nation werden am 25. März in Dublin per Lifestream bekanntgegeben.

Die Übergabe der Gold-, Silber- and Bronze-Kameras sowie der

höchsten Auszeichnung, FEP Photographer of the Year 2018, erfolgt

am 5. Mai 2018 im Sea World, Australien. Dran bleiben! Alle Fotos

sowie die Liste aller Finalisten unter:

http://www.worldphotographiccup.org

FEP Coverpicture Februar 2018

Aleš Tvrdý, Slowakei, hatte diesen Ort auf einem

Foto gesehen und als er, vom Polarkreis

kommend, in Hongkong aus dem Flugzeug stieg,

machte er sich zur U-Bahnstation Tai Koo auf, wo

er ein paar Blocks weiter tatsächlich den gesuchten

Häuserkomplex in Nacht gehüllt entdeckte, "die

glitzernden Sterne wie unschuldiger Paillettenschmuck

in Abendrobe", wie der Reiseblogger schrieb. Sofort

packte er seine Kamera aus, um in halsbrecherischer

Pose diese Langzeitbelichtung zu realisieren.

FEP Emerging Talent Award

FETA 2018 entschieden

Auch die Einreichungen der Fotostudenten (letztes

Ausbildungsjahr und unter 30 Jahre) wurden gesichtet.

Einer der fünf Finalisten wird die Auszeichnung,

die anderen vier eine Ehrenurkunde erhalten.

http://www.europeanphotographers.eu/

Schon heute planen:

QEP und MQEP Anmeldung

Die nächste QEP and MQEP Jurierungs Session

wird im Zuge des FEP Board Meeting in Tampere,

Finnland, von Sonntag, 09 Juni bis Montag, 11 Juni

2018 abgehalten. Bei Interesse an einer Qualifizierung

kontaktieren Sie bitte rechtzeitig die FEP-Repräsentanz

in Österreich unter: 01/ 512 87 12.

FEP Coverpicture of the month. Februar 2018: Aleš Tvrdý, www.photoandtraveling.com

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Contests // Aktuelles

1. Großformat-Fotowettbewerb

Neuer Wettbewerb in analog

"Die handwerkliche Kunst der analogen Fotografie mit

Silberhalogeniden zu zeichnen ist ein Erbe, das wir schätzen,

pflegen und in die Zukunft tragen möchten." Für die

Durchführung des ersten „Large Format Photo Contest“

zeichnet JOBO artisan verantwortlich. Eingeladen sind

Großformatfotografen weltweit. Es werden ausschließlich

analoge Prints in der Größe 8x10“ bis 20x24“ in den

Wettbewerb einfließen. Die Jury bilden prominente

Fotografen aus allen Kontinenten, jeder für sch ein

Großformat-Spezialist. Der Wettbewerb wird mit der

Preisverleihung auf der photokina 2018 seinen Abschluss

finden. Info: http://joboartisan.com/photo-contest

Einsendeschluss: 31. Mai 2018

Preisverleihung: 28. September 2018

Leica Oskar Barnack Award 2018

Mit Preisen im Gesamtwert von rund 80.000 Euro

gehört der „Leica Oskar Barnack Award“ zu den

höchst dotierten Fotowettbewerben der Branche. Bis

zum 5. April 2018 können sich Berufs- und Nachwuchsfotografen

unter 25 Jahren für den renommierten

Fotowettbewerb der Leica Camera AG bewerbe

online bewerben. Einzusenden ist eine in sich geschlossene

Bildserie von mindestens zehn bis maximal

zwölf Aufnahmen, bei der die Fotografen das Miteinander

von Mensch und Umwelt mit wachem Auge

wahrgenommen sowie kreativ und zukunftsweisend

dokumentiert haben.

Info: www.leica-oskar-barnack-award.com

Einsendeschluss: 5. April 2018

Hasselblad Masters

Gewinner 2018

Die Hasselblad Masters sind für professionelle und

angehende professionelle Fotografen ein Dynamo in der

Karriere und ein Indikator für ihre Welt in der Fotografie.

Drei Bilder waren gefragt, die die eigene Arbeit

am besten demonstrieren. Allein das Filtern schon eine

Herausforderung! Und wieder haben 11 Einreicher die

richtigen Bilder in der gefragten Handschrift zugesandt.

Von 31.500 wohlgemerkt, somit waren die Hasselblad

Masters 2018 die mit der größten Konkurrenz seit

Bestehen. Die Sieger der 11 Kategorien dürfen sich über

eine neue Hasselblad Mittelformatkamera freuen, mit

der sie Bilder für ein kollaboratives Projekt beisteuern.

Diese werden im nächsten Hasselblad Masters Book

einem breiten Publikum zugänglich gemacht. Die

Übergabe samt Trophäen erfolgt während der Photokina

im September 2018 in Köln. Ein Blick in die Gewinnergalerie

ist ein Gewinn für sich!

https://www.hasselblad.com/masters/

Open Call PINHOLE: Impressionen

Zugegeben, hier handelt es sich nicht um einen echten

Profi-Fotowettbewerb. Doch um eine Lochkamera

zu bedienen, gehört nicht allein Verständnis, sondern

vielmehr Leidenschaft und Spaß dazu – was den

echten Fotografen auszeichnet. Eine Auswahl der

interessantesten Einreichungen wird am World Pinhole

Day, Sonntag 29.04.2018 im FotoQuartier Wien

(ehem. Schlössl Kino) zur Fotoausstellung „Impression

– Fotografien mit der Lochkamera“ gebracht.

Info: www. /www.hausderfotografie.wien - open call

Einsendeschluss: 09.04.2018

Foto: Benjamin Everett, Lopez Island, USA/Hasselblad Masters 2018/Landscapes

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Im Gespräch // Peter Coeln

Peter Coeln (im Bild mit Wim Wenders) im Gespräch mit "der photograph"

Über den Zufall. Und darüberhinaus

Foto: Andreas Bitesnich

Freunde der Fotografie werden über einen Namen immer wieder stolpern:

Peter Coeln. 1970 „schlitterte“ der gebürtige Linzer in die Fotografie,

machte von Wien aus Karriere, verwirrte mit Ideen abseits der Norm,

vernetzte und gründete. Heute ist Peter Coeln Leica-Spezialist, Sammler,

Auktionator und Kunstvermittler, über den Medien aus aller Welt

berichten. Sein jüngster Coup mit Tarek Leitner, „Hilde & Gretl“, nimmt

aktuell eine Eigendynamik an, die weit über das geplante Buchprojekt

hinausgeht. Dabei beginnt immer alles „rein zufällig“, so Peter Coeln.

Das Formel 1-Event am Salzburg ring sollte dem

16-jährigen Coeln Motive für seinen ersten Film

in der Kamera liefern. In der Rennbox bemerkte er

Jochen Rindt und drückte den Auslöser. Eine Woche

später, am 5. September 1970, erlag die Rennikone in

Monza ihren Verletzungen. Für Peter Coeln brachte die

Spontanaufnahme einiges ins Rollen. Als Geschäftsaushang

mit dem Untertitel „Todesahnungen?“ weckte sie

das Interesse bei den Passanten, bei einem regionalen

Wettbewerb brachte sie Platz 1 und danach auch die

Aufnahme an der „Graphischen“. Nach deren Abschluss

startete Peter Coeln in die Karriere als Fotojournalist

und Werbefotograf mit eigenem Studio in Wien.

vor allem unter Bildjournalisten begehrte Arbeitsgeräte.

Viele der bekanntesten Fotos, die um die Welt gingen,

stammten von Leicafotografen. Doch die Magie der

Marke sollte bis heute weit darüberhinaus strahlen. Auch

Peter Coeln wurde von dieser Leidenschaft erfasst. Die

Initialzündung – ein Zufall. Vorerst.

Coeln: Eigentlich habe ich nichts geplant, alles ergab sich

zufällig. Das Jochen-Rindt-Bild war ein Glückstreffer, das

sogar 40 Jahre später, kurz nach Eröffnung von WestLicht

wieder eine Rolle spielte. Nina, Jochen Rindts Witwe, war

anwesend und signierte die Aufnahme, inzwischen Teil der

Sammlung WestLicht.

Reichlich untertrieben scheint das Herunterbrechen auf

reinen Zufall. Gerne wird erfolgreichen Menschen ein

„glückliches Händchen“ attestiert, ohne Honorierung

von Qualitäten wie Spontaneität, Aufgeschlossenheit und

Intuition.

Ich war immer von einer Begeisterung getrieben, eine von

finanziellen Vorteilen entfesselte Leidenschaft, Geld allein

war und ist nicht mein Motor.

Der Name Coeln wird heute in Österreich und unter

Sammlern gerne auch mit Leica in Verbindung gebracht.

Durch die Innovation des Kleinbildformats und die

damit gewonnene Handlichkeit wurden Leica-Kameras

"Todesahnungen?" Dieser Schnappschuss, aufgenommen eine

Woche vor dem tödlichen Unfall des Formel 1-Piloten Jochen Rindt,

sollte Peter Coelns berufliche Laufbahn entscheidend prägen.

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WestLicht // Interview

Ich wollte zu einer Briefmarkenauktion, habe mich aber

verlaufen und fand mich bei einer Kameraauktion wieder.

Mit 10 alten Leica-Kameras verließ ich das Dorotheum.

Lauter begehrenswert schöne Stücke, ich stellte sie in meinem

Studio aus. Mit ihnen startete ich meine Sammlung, habe

regelrecht Feuer gefangen. Irgendwann war das Kameravolumen

auch für mich als Fotografen vor der Steuer nicht

mehr zu argumentieren.

Mehr Hindernisse, als man denkt, können umgangen

werden. Vorausgesetzt, man ist offen für Veränderung,

einfallsreich und entschlossen.

1991 beschloss ich also, zusätzlich den Leica Shop zu gründen.

Der damalige Österreich-Vertreter von Leica, Michael

Rosen, war eingeweiht und der Shop in der Kaiserstrasse

praktisch fertig für die Eröffnung. Allein Leica legte Veto

ein. Das war lächerlich, ein Zurück kann es nicht geben.

Der Wiener Heuriger kam mir zu Hilfe. Und Michael Rosen.

Er organisierte ein freundschaftliches Treffen, bei dem

ich rein zufällig (hic!) neben Dr. Bruno

Frey, CEO von Leica Deutschland, zu

sitzen kam. Um Mitternacht signalisierte

Frey seine Bereitschaft für grünes

Licht für den Leica Shop. Tags darauf

waren die Einladungen zur Eröffnung

in der Post.

Speziell junge Leute finden

an der analogen Fotografie

großen Gefallen

Peter Coeln zur Besucherstatistik

von "The Polaroid Project"

Zwar muckten die Anwälte nochmals

kurz auf, doch bald tackerte das offizielle

Fax mit der Erlaubnis zur Verwendung der Marke

ein. Und gut war es – der Leica Shop in Wien (und

später auch sein Pendant in London) sollten für Leica gut

verträglich werden. Das Netzwerk an Connaisseurs, die

Coelns Expertise vertrauen, ob als Vermittler, Gutachter

oder Käufer, wuchs kontinuierlich und ist heute nicht zu

unterschätzen. (Nicht von ungefähr zog in einer prekären

Zeit ein Österreicher an die Spitze des Konzerns...). Doch

wer sich in den Flow begibt, hört nicht auf zu treiben.

Mit der Digitalisierung Ende der 90er Jahre verlor ich das

Interesse an der Werbefotografie. Ich wollte, musste für mich

etwas ändern, die digitale Welt war nicht mehr meine. Der

Erfolg des Leica Shop war mit einer Reihe neuer internationaler

und interessanter Kontakte verbunden. Wenn das

Fotostudio geräumt wird, würde Platz für Ausstellungsfläche

gewonnen werden... 2001 wurde das Fotomuseum West-

Licht, Schauplatz für Fotografie feierlich enthüllt.

Historische Kameras und Themenfotografie hatten bis

dato keinen Platz in Wien. Westlicht schloss also auch

eine Lücke im heimischen Kulturangebot. Dornröschen

wurde regelrecht aus dem Schlaf geweckt, denn mit einem

Schlag wurden Raritäten, Verschollenes und Unentdecktes

an Peter Coeln und sein Team herangetragen, sowohl in

Sachen Hardware als auch bei außerordentlichen Fotoserien.

Der Goldschürfer in Peter Coeln kommt voll auf

seine Rechnung. Oft sind die Geschichten zur Enthüllung

so faszinierend wie die Produkte und Fotos selbst.

Eines Tages brachte ein Kunde eine alte Holzkamera zum

Restaurieren in den Shop. Als ich nachfragte, kam Unglaubliches

zutage: Der Kunde war der Enkel des renommierten

Malers und Radierers Ferdinand Schmutzer. Mit dieser

Kamera portraitierte er namhafte Persönlichkeiten, die Fotos

nützte er als Vorlage für seine Portraits und Radie rungen.

Da kamen überwältigende Werte zum Vorschein – ein Haus

voller Glasnegative und Hunderten von Vintage Prints!

Ferdinand Schmutzer „The unknown photographic world“

war die dritte Ausstellung bei Westlicht.

Die Themen scheinen unendlich, und der Name Coeln/

WestLicht steht für eine Interpretation von Wert, die

mehr umfasst, als den Gegenstand allein. Extrem professionell

organisiert, darf der Besucher stets mit Überraschungen

rechnen – ob Auktion oder Ausstellung.

Die teuerste jemals verkaufte Kamera ging bei

einer WestLicht-Kameraauktion im Jahr 2012

um sagenhafte 2,16 Mio Euro über den Tisch.

Das Ereignis erzeugte einen Sog an Berichterstattung

quer über den Globus. Die Marke

Leica hat davon besonders profitiert.

Längst ist WestLicht selbst eine etablierte

Marke, viel beachtet von Medien im Inund

Ausland. Internationale Medien widmeten dem

Ereignis ausführliche Berichte, "Die Zeit“ bezeichnete

Peter Coeln als „Fotofürst“. Auch im Ausbildungsbereich

zieht er sich in die Verantwortung. Rund 150 Schulklassen

werden jährlich durch die Ausstellungen geschleust.

Das durchschnittliche Besucheralter liegt bei 25 Jahren,

bei der (letzten) Ausstellung „The Polaroid Project“ gar

bei 22 Jahren.

Gerade junge Leute fühlen sich vom Angebot bei WestLicht

angesprochen. Sie identifizieren sich gerne mit Fotografie,

ihre Sehnsucht nach dem Haptischen ist nicht zu unterschätzen.

Speziell Polaroid vermag Kunstbegeisterte und Künstler

in den Bann zu ziehen, denn jedes Bild ist ein Unikat, man

lernt wieder, ganz bewusst zu schauen.

Aufgeschlossenheit, Aufgreifen von Möglichkeiten und

nicht zuletzt wohl auch „mutige Freude“ kennzeichnen

Peter Coelns berufliche Stationen. Mit der Belebung

des ehemaligen Geländes der Anker Brotfabrik und der

Eröffnung der Galerie OstLicht 2012 brachte er Kunst

in die Außenbezirke von Wien. Doch bloß nicht verzweifeln,

nicht alles, was dieser Mann anfasst, wird auch

(sofort) zu Gold. Seine Forderung zur Errichtung eines

Fotomuseums für Wien schlug innerpolitische Wellen

und musste auf Eis gelegt werden. >

03/04 2018 der photograph

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Aktuelles // Termine

Es gibt so wichtige Fotografen mit Wiener

Wurzeln. Die Idee eines Fotomuseums ist durchaus

berechtigt, der wirtschaftliche Mehrwert

darstellbar. Auch wenn es aktuell kein Thema

ist, die Zeit wird kommen.

Tatenlos wartet ein Peter Coeln deshalb sicher

nicht auf Zufall. Einer wie er setzt sich zum

Heurigen und zieht neue Fäden...

17. Westlicht Foto-Auktion

9. März 2018

Zahlreiche Klassiker kommen in der ersten Fotoauktion

2018 unter den Hammer. Besonderes Interesse weckt

zum Gedenkjahr Gustav Klimts eine Aufnahme des Malers

von Moriz Nähr aus dem Jahr 1912 mit einem Schätzpreis:

24.000–28.000 Euro. Insgesamt können mehr als 200

Fotografien und ausgewählten, thematisch flankierenden

Schätzen aus dem Bereich Fotobuch ersteigert werden.

Auf dem Foto von Moriz Nähr, 1912,

steht Gustav Klimt noch ganz lebendig,

gar nicht abgründig in seinem Atelierhäuschen

und streichelt eine Katze.

Warmherzig, mit lebendigen Augen

blickt er in die Kamera. Es ist eines der

bekanntesten Porträts des Malers

© Moritz Nähr

Der Weinbauer Bernard Ott in Feuersbrunn erzählte

mir von seinem Drama, ein Haus geerbt

zu haben, voll gestopft mit Kleinkram. Seine

beiden Großtanten hätten dort gemeinsam gelebt

und ihr ganzes Leben fein-säuberlich archiviert.

8 Jahre stünde das Haus nach deren Tod

schon leer. Ich war von der Sekunde von dieser

Geschichte fasziniert und kaufte das Haus ohne

es vorher zu besichtigt zu haben. Was ich dort

gefunden habe, inspirierte mich zu der Frage

nach dem Umgang mit und der Interpretation

von Werten. Mit Tarek Leitner habe ich einen

Partner gefunden, mit dem ich die intime Welt

der beiden Schwestern sorgsam enthüllte. Für

das Projekt „Hilde & Gretl“ nahm ich erstmals

wieder meine Kamera zur Hand. Das Buch hat

regelrecht den Nerv getroffen.

Hilde & Gretl wurde zu einer Bewegung,

die sich bis hin zu einem eigenen Facebookauftritt

verselbständigt hat und zeigt einmal

mehr, wie weit sich der Bogen spannen lässt,

wenn man Zufälle aufgreift und Visionen

Raum gibt.

Verena Podiwinsky

32. WestLicht Kamera-Auktion

10. März 2018

Die 0-Serien Leica ist eine der großen Raritäten der Kamerageschichte.

2012 wurde bereits eines der Exemplar bei WestLicht

versteigert und ist die bis heute teuerste jemals verkaufte

Kamera. Mit der Leica 0-Serie Nr. 122 wird nun erneut ein

ganz außergewöhnliches und rekordverdächtiges Los angeboten.

Doch neben dieser historischen Leica, warten noch etliche weitere

Sammlerstücke auf einen Besitzwechsel, z.B. ein Prototyp

der Leica M3 Nummer 0040 (Schätzpreis 300.000–400.000

Euro) in neuwertigem Zustand oder die schwarz lackierte Leica

MP-89, ebenfalls in neuwertigem Originalzustand (Schätzpreis:

200.000–250.000 Euro).

Wo: WestLicht Westbahnstraße 40 A-1070 Wien

Leica 0-Serie Nr. 122

in fantastischem

Originalzustand

(Schätzpreis:

700.000–900.000

Euro). Wartet ein neuer

Einspielrekord?

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Termine

// Aktuelles

PIXEL.POWER 2018

21. und 22. April 2018

Zwei Tage Information und Praxis im Herzen von

Wien mit Vorträgen und Workshops zur neuesten

Technik und aktuellen Trends. 6 international erfolgreiche

Fotografen, Digital Artists und Experten teilen

ihr Know How gewähren Einblick hinter die Kulissen.

Projektraum, WUK, Währinger Str. 59, 1090 Wien

www.pixel-power.at

Olympus Playground

26. bis 29.9.2018 auf photokina

400.000 Besucher hat der „Olympus Play ground“ seit

2013 europaweit begeistert. Heuer hält er erstmals auf

der photokina Einzug. In Halle 1 werden Foto- und

Kunstfans auf über 2.000 m 2 den "Spielplatz für

Fotografie" bis in die späten Abendstunden mit einer

OM-D oder einer Olympus PEN erforschen und

fotografisch entdecken können.

Wo: Koelnmesse, Messegelände Köln-Deutz

http://www.photokina.de/photokina/index-8.php

Storytelling in Documentary

Photography

AnzenbergerGallery 17. und 18.3.2018

Der 2-Tages Workshop (in englischer Sprache) richtet

sich an professionelle Fotografen mit einem aktuellen

(Fotobuch-)Projekt und ist auf hohen Praxisbezug

fokussiert. Es werden die unterschiedlichen Praktiken

zur "Übersetzung" eines Fotos vermittelt, aber

auch die Optionen und Storytelling-Architektur

ausgekundschaftet. Angereichert durch Diskussion

und Experiment, werden visualisierende Elemente,

Konzept und neue Lösungsansätze ausgelotet. Laufend

wechseln Reflexion und Analyse der Bildsprache

einander ab. Erfahrungen erarbeiten sich die Anwesenden

im gruppendynamischen Prozess, weniger

durch Frontalunterricht. Zwischen dem ersten und

zweiten Tag sind die TeilnehmerInnen aufgefordert,

aufbauend auf die Inhalte des ersten Tages, an ihren

Projekten weiterzuarbeiten.

Workshopleitung: Corinne Noordenbos, Amsterdam,

arbeitet weltweit als Fotografin und Gastdozentin.

Wo: AnzenbergerGallery Absberggasse 27 1100 Vienna

workshops@anzenberger.com

6. LUMIX Festival 2018

Das Festival für jungen Fotojournalismus

20. Juni 2018, bis Sonntag, 24. Juni 2018

Seit 2006 steht das LUMIX Festival für Förderung

von jungen Fototalenten im Bereich des Journalismus.

Insgesamt werden 60 Reportagen, Serien und

Essays in mehreren Pavillons sowie in einer großen

Open-Air-Ausstellung gezeigt. Die beste Arbeit wird

mit dem FREELENS Award in Höhe von 10.000 €

ausgezeichnet. Ebenfalls wieder mit dabei: der Lammerhuber

Photography Award für die beste Alltagsgeschichte

in Höhe von 5.000 €. Acht international

renommierte Fotografinnen und Fotografen geben im

Rahmen von Vorträgen Einblicke in ihre Arbeiten.

Das Festival ist Diskussionsplattform, Bilderschau und

Talentforum für professionelle Bildredakteurinnen

und -redakteure, Fachpublikum und alle Fotografieinteressierte.

Mit Stipendien, Präsentationen, Dokumentationen,

Livestream, Containerdorf, Nachhaltigkeit,

Portfoliosichtungen, Podiumsgespräch,

Stern-Stipendium...

Wo: ehemaliges Expo-Gelände in Hannover

https://fotofestival-hannover.de

Curating Photography

Basiskurs

AnzenbergerWorkshops 22. und 23.3.2018

Um Bilder wahrnehmen und abspeichern zu können,

dafür sind thematische, räumliche, sowie organisatorische

Voraussetzungen zu schaffen - das "Kuratieren".

Der Workshop wird von der Shift School Gründerin

Kristin Dittrich geleitet. Zahlreiche aktuelle Beispiele

internationaler Themenausstellungen sollen

zur Erarbeitung von Konzepten anregen, den hohen

praktischen Bezug liefert die Installation einer eigenen

thematischen Bilderauswahl und anschließende

Präsentation/Vernissage. Am 24. bis 25.3.2018 gibt es

optional einen aufbauenden Folgekurs.

Workshopleitung: Kristin Dittrich, Dresden, arbeitete

als Festivaldirektorin, Kuratorin und Dozentin in

Paris, Prag, Leipzig, Wien und Kopenhagen. Sie gilt

als Spezialistin für die internationalen Entwicklungen

der Fotografie in der Gegenwartskunst

Wo: AnzenbergerGallery Absberggasse 27 1100 Vienna

workshops@anzenberger.com

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Aktuelles // Ausstellungen

KunstHausWien

14.03.2018 – 02.09.2018; Eröffnung: Dienstag, 13.03.2018

Elina Brotherus | It’s Not Me, It’s a Photograph

Das KUNST HAUS WIEN widmet die nächste

große Werkschau der finnischen Fotografin Elina

Brotherus. In ihrer konsequenten Selbstbetrachtung wird

sie oft mit Cindy Sherman verglichen. Ihre Bilder sind

von Sensibilität, formaler Meisterhaftigkeit und Perfektionismus

geprägt. Sie sind reine Projektionsflächen ohne

Hintergrundgeschichten, deskriptivem Titel oder Zusatzinformationen.

Neben Auszügen aus Brotherus’ jüngsten

Arbeiten wird ein noch unveröffentlichter Werkkomplex

zu sehen sein, den die Künstlerin auf Einladung von

KUNST HAUS WIEN erst im Januar 2018 in Wien

entwickelte. Elina Brotherus setzt sich dabei fotografisch

und filmisch mit Werken von VALIE EXPORT, Erwin

Wurm und anderen österreichischen KünstlerInnen

auseinander. Spannend, was uns da erwartet...

KunstHausWien, Untere Weißgerberstraße 13 1030 Wien

Regle du Jeu_Ekphrasis 2017 © Elina Brotherus

Anzenberger Gallery

bis 19. Mai 2018

GilbertGarcin

Das Leben ist ein Theater

Als ‚Cousin von Jaques Tati’ und ‚seelischer Verwandter

von Rene Magritte’ wird Gilbert Garcin

bezeichnet, wenn von seinen Fotografien die Rede ist.

Erst in seiner Pension mit 65 Jahren beginnt er, sich

mit Kunst und Fotografie auseinanderzusetzen. Als

sensibler Beobachter und mit einem feinen Gespür für

frische Inszenierungen, erschafft Garcin einen fiktiven

Bilderkosmos, in welchem er selbst und immer wieder

auch seine Frau auftreten.

Anzenberger Gallery, Absberggasse 27, A -1100 Wien

La tour d'Ivoire,

2002

Silbergelatine Abzug

20 x 30 cm, Ed. 12

30 x 40 cm, Ed. 12

50 x 60 cm Ed. 12

© Gilbert Garcin

MAK Forum, Wien

bis 22. April 2018

Klimt's Magic Garden:

A Virtual Reality Experience by

Frederick Baker

Fotografie, virtuell: Auf Basis von hochaufgelöstem

Bildmaterial reinszeniert der Filmemacher Frederick

Baker Klimts erhaltene - 9-teilige - Entwurfszeichnungen

für den Mosaikfries im Speisesaal des Brüssler Palais

Stoclet (1910/1911). Klimts Arbeit verschmilzt mit einer

von seinen regelmäßigen Aufenthalten am Attersee

inspirierten Landschaft zu einer virtuellen Szenerie –

Klimt’s Magic Garden –, in der sich BesucherInnen über

ein HTC Virtual-Reality-Headset bewegen können. Die

Ausstellung ist dem 100. Todestag von Gustav Klimt (6.

Februar 2018) gewidmet.

MAK, Stubenring

5, 1010

Wien

© Markus Cermak

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Ausstellungen // Aktuelles

Leica Galerie Wien

bis 13. April 2018

Ellen von Unwerth | WILD WILD WEST

Ellen von Unwerth inszenierte

mit einer Leica S eine Serie,

in der sie eine Mädchen-Gang

auf der Jagd nach dem Glück im

Wilden Westen folgt. Ihre unkonventionellen

Bildwelten leben

von der besonderen Mischung

aus Witz, Frechheit, Frivolität

und Verspieltheit. Für die Serie

konnte sie Stars wie Marilyn

Manson, Schauspieler Micah

Fitzgerald, die Musikerin Caroline

Vreeland und die Performance-Künstlerin

Millie Brown

mobilisieren. Die Bilder erinnern

an filmische Sequenzen und

laden ein, genau hinzusehen.

Ellen von Unwerths schrille

Bildsprache kommt nicht von

ungefähr: Nach einer Kindheit

in einem Frankfurter Waisenhaus

ging sie als 16 Jährige nach

München und trat als Nummern-Girl

im Zirkus Roncalli

auf. Ein Shooting der Zeitschrift

Bravo katapultierte sie nach oben

– der Chef der Modelagentur

Elite entdeckte sie, sie zog nach

Paris und arbeitete über zehn

Jahre mit den größten Modefotografen

dieser Zeit zusammen.

Vom Star vor der Kamera

zu einem hinter der Kamera

entwickelt, arbeitete sie mit den

berühmtesten Models, Magazinen

und Labels zusammen. Sie

ist bekannt dafür, Claudia Schiffer

entdeckt zu haben. Heute lebt

und arbeitet die Fotografin in

Paris und New York.

no title; from the series Wild, Wild West (for S

Magazin 8) © Ellen von Unwerth 2016

Die auf 10 Stück limitierten

Fotografien können käuflich

erworben werden.

Leica Galerie Wien

Walfischgasse 1, 1010 Wien

Haus der Moderne Salzburg

bis 22. April 2018

Raum & Fotografie

Die Ausstellung "Raum & Fotografie" im Museum

der Moderne Salzburg Exponate beschäftigt sich

mit der Auffassung von Raum sowie dessen medialer

Darstellung von 1860 bis heute. Es werden

Werke von 35 KünstlerInnen aus vierzehn Ländern

präsentiert. Das inhaltliche Spektrum der Ausstellung

reicht von Arbeiten zu architektonischen und

virtuellen Räumen, u. a. von Wolfgang Tillmans,

bis hin zu Fotografien zu sozialen, ökonomischen

und konzeptuellen Themen etwa von Santu Mofokeng,

von einer begehbaren Camera obscura, in der

das Licht der Salzburger Altstadt zum projizierten

Bild wird, bis hin zur Installation How Not to Be

Seen von Hito Steyerl aus 2013.

Ausstellungsansicht Raum & Fotografie © Museum der Moderne Salzburg, Foto: Rainer Iglar

Haus der Moderne, Mönchsberg 32, 5020 Salzburg

03/04 2018 der photograph

21


Aktuelles // Books

PAREIDOLIE - Geheimnisvolles in Wald und Holz | Heinz A. Pachernegg

"Pareidolie" bezeichnet das Phänomen, in unterschiedlichsten Dingen vermeintliche Gesichter,

Wesen oder Gegenstände zu erkennen. Während fotografischer Entdeckungsreisen

in unwegsamen, entlegenen Waldregionen machte sich Heinz A. Pachernegg auf die Suche

nach dem Geheimnisvollen in Holz oder Stein. Naturbelassene Wälder sind in unseren

Breiten selten geworden, wo jedoch das „Ökosystem Wald“ noch funktioniert, sind Bäume

mehr als nur Schattenspender. Miteinander vernetzt, kommunizieren sie und tauschen

Duft- und Botenstoffe aus – sie erzählen Geschichten. Zahlreiche Steineichen kommen in

Pareidolie derart "zu Wort", aber auch Buchen, Ahorne, Ulmen und Tannen.

Keiper Verlag; 2017; 140 Seiten, 100 Aufnahmen; ISBN: 978-3-903144-20-0; Info: http://foto-pachernegg.at/aktuelles/

Annie Leibovitz Portraits 2005-2016

Annie Leibovitz, die amerikanische Photographie-Legende, präsentiert ihr drittes großes

Buch. Es umfasst das Leibovitz-Werk nach dem Tod ihrer Lebensgefährtin Susan Sonntag

und zeigt in 150 Farb- und Schwarzweiß-Aufnahmen Leibovitz' große Ikonen aus den

Jahren 2005 bis 2016. Es sind Stars aus Showgeschäft und Politik wie Adele, Hillary

Clinton, David Hockney, Zaha Hadid, Salman Rushdie, Maurice Zendac, Queen

Elizabeth II, Patti Smith ... Begleitend zu einer Biographie von Leibowitz selbst und einem

Text der Schriftstellerin Alexandra Fuller gibt es zu jeder fotografierten Persönlichkeit

Kurzbiografien.

Verlag Schirmer/Mosel; 2017; 316 Seiten, 150 Farb- und Duotone-Tafeln; ISBN: 978-3-8296-0815-2

Fotografie als Meditation | Torsten Andreas Hoffmann

Meditation und Fotografie haben vieles gemeinsam: Beides ist auf den gegenwärtigen

Moment bezogen, erfordert höchsten Grad an Aufmerksamkeit und gelingt am besten,

wenn der Geist von störenden Gedanken frei ist. Torsten Andreas Hoffmann setzt

die japanische Zen-Philosophie in Beziehung zur künstlerischen Fotografie und zeigt,

dass der Weg der Meditation die Quelle wirklicher Inspiration sein kann. Seine Basis

bleibt jedoch stets die Fotografie. Seine stimmungsvollen Bilder begleitet er durch kluge

Analysen zu Bildgestaltung und Aufnahmetechnik. Nicht die perfekte Beherrschung

der Technik sind für gute Fotos verantwortlich, sondern ebenso die eigene Intuition.

dpunkt.verlag; 2. Auflage 2017, 296 Seiten; ISBN: 978-3-86490-512-4

Lange Zeit – Lichtbilder der Baltischen See | Joachim Lindner

Verwischte Konturen, trübe Farben: Charakteristisch für die Fotografie mit

der Camera Obscura. Zehn Jahre lang bereiste der Fotograf Joachim Lindner

insgesamt sieben Länder der Ostsee, um mit seiner Robert Rigby Pinhole

Camera die Schönheit der Baltischen See durch ein winziges Loch auf 4/5 inch

Diafilm zu bannen. In einzigartigen Motiven visualisieren die Aufnahmen die

„Lange Zeit“, die es dauert, ein solches Foto zu belichten. Das Buch zeigt 144

dieser Lichtbilder, unterstrichen durch feinsinnige und emotionale Texte seiner

Tochter, der Autorin Lisa Lindner.

Verlag Seltmann+Söhne; 2016; 208 Seiten, 144 Abbildungen; ISBN: 978-3-946688-00-6

22 der photograph 03/04 2018


Events aus den Bundesländern // Aktuelles

Aus der Landesinnung Oberösterreich

Warum Social-Videos wirken

LIM Sabine Starmayr holte die Video Spezialisten

„Nena & Tom“ (www.tom-nena.com) für den Workshop

„Videomarketing für Fotografen“ nach Oberösterreich.

Die beiden Welser Social Media Experten begeisterten

bei diesem erfolgreichen Event das Publikum. Die

Kernbotschaft: machen Sie Ihre Videos im Netz auffindbar.

Denn dann werden diese Videos zu einem wichtigen

Marketing-Tool auf den einzelnen Social Media Plattformen.

Wichtig dabei sind vor allem die passenden

Videoideen und die saubere Produktion. Ist die Idee

einzigartig und die Umsetzung unterhaltsam, werden

die Videos auch gerne geteilt. Am Ende des Workshops

konnten alle Teilnehmer wertvolle Tipps mit nach Hause

nehmen und sofort für ihr Business nutzen.

LIM Sabine Starmayr war begeistert von dem Ideenfeuerwerk

und den vielen praktischen Tipps zur Umsetzung.

„Ein lehrreicher Workshop der einmal mehr zeigt,

dass Videos ein sehr wichtiger Bestandteil im Social

Media Mix jedes Fotografen sind“, so Sabine Starmayr.

Heinz A. Pachernegg

Erfolgreiche Vernissage und

Buchpräsentation

Am 1.2.2018 präsentierte der Fotograf Heinz A.

Pachernegg sein neuestes Buch Pareidolie (siehe Seite

20). Zahlreiche Gäste wohnten der Veranstaltung bei

und zeigten sich von den Aufnahmen begeistert.

Foto: © Nena Diana

Modeschöpfer und Fotograf Pierrre Ira:

Präsentation des Fotobuchs

„Je ne regrette rien“, 2. Edition

Der international renommierte Modeschöpfer und Fotograf

Pierre IRA zeigte im Istituto Italiano di Cultura

großformatige S/W-Portraits von Queen Rania, Sharon

Stone, Monica Bellucci, Sir Peter Ustinov, Guillaume

Depardieu, Bill Gates, sowie viele andere Gesichter

dieser Welt. Ein Highlight des Abends war die Präsentation

des Fotobuches „Je ne regrette rien“, 2. Edition. Die

Laudatio hielt Frank Hoffmann.

Beim Eröffnungs event mit dabei: der römische Designer

und Kunstsammler Massimo Caggiano, die Cousine von

Grace Kelly - Christa Mayrhofer-Dukor, Dr. Eva Gräfin

Walderdorff, Opernsängerin Axelle Gall, Dr. med.

Georg Siakos, Familie Collins („Collins“-Hüte), S.E.

Botschafter Kurt Hengl, S.E. Botschafter von Jordanien

Hussam al Husseini, Familie Hopmeier und viele mehr.

Das Buch können Sie über info@pierreira.com bestellen.

Foto: © Heinz A. Pacherneg

v.l.n.r.: Laudator Frank Hoffmann,

Model „Sunshine“ und Pierre IRA

Foto © Pierre IRA

03/04 2018 der photograph

23


Innungen // Bundesinnung

Die Info-Roadshow

FIT FOR FUTURE

"ZUKUNFTSBILDER GESTALTEN"

TERMINE:

5. März 2018, WIFI Salzburg

6. März 2018, WKO Wien

7. März 2018, WIFI Graz

Beginn: jeweils 13 Uhr

Bildnachweis:

ANMELDUNG UNTER:

future@aap.photo oder www.aap.photo/future

1. Reihe: Mathias Kniepeiss, Mathias Kniepeiss, Mathias Kniepeiss

2. Reihe: Friedrich Jansenberger, Mathias Kniepeiss, Friedrich Jansenberger

3. Reihe: Friedrich Jansenberger, Mathias Kniepeiss, Mathias Kniepeiss

DIE ZUKUNFT IM FOKUS

• Wie positioniert man sich in Zeiten

von Digitalisierung und Smartphone-Fotografie

als professioneller

Fotograf?

• Wo liegen Chancen verborgen, wenn

ohnehin jeder eine hochwertige

Kamera in der Hosentasche hat?

• Welches Potenzial versteckt sich noch

in Social Media wie Instagram?

Professionelle Fotografen müssen mehr

denn je mit offenen Augen durch die

Welt gehen, um neue Wege und Chancen

für ihre Branche zu entdecken. Die

Info-Roadshow der Berufsfotografen

liefert wertvolle Impulse zur Beantwortung

solcher Zukunftsfragen.

“Die Zukunft im Fokus” - das ist

schon seit Jahren die Mission der

Bundesinnung und Landesinnungen.

“Bereits 2014 haben wir die Austrian

Academy of Photography gegründet und

den QAP - Qualified Austrian Photographer

- ins Leben gerufen. Wir wollen

Qualität sichern und Hasardeuren, die

einem verunsicherten Berufsstand Stabilität

suggerieren wollen, Paroli bieten”, so

Bundesinnungsmeister Heinz Mitteregger.

Mit der Info-Roadshow “Fit

for future - Zukunftsbilder gestalten”

wird ein weiterer wichtiger Schritt zur

Qualitätssicherung gesetzt.

Hochwertige Inputs von Spezialisten

Fotografische Ansprüche und sinnvolle

Investitionen prägen die Karrieren von

Fotografen mehr denn je. Genau diese

Themen greift das Werk “Geschäftsmodelle

der Zukunft” auf, das in Kooperation

mit der Bundesinnung und

Claudia Brandstätter entstanden ist.

24 der photograph 03/04 2018


Bundesinnung // Innungen

ANMELDUNG UNTER:

future@aap.photo oder www.aap.photo/future

Brandstätter befasst sich intensiv mit Trends auf diesem

Gebiet und gibt ihr Wissen bei der Info-Roadshow 2018

engagiert weiter. Dabei geht es unter anderem darum,

wie man Netzwerke sinnvoll nutzt und zielgerichtet in

Weiterbildung investiert.

Auch Bundesinnungsmeister Heinz Mitteregger

teilt seine Erfahrungen rund um Herausforderungen

der Zukunft bei der Roadshow. “Die Berufsfotografen

haben die Zukunft im Fokus. Darauf werden wir uns

konzen trieren und versuchen bei der Veranstaltungsreihe

interessante, nachvollziehbare und in die Praxis umsetzbare

Impulse mitzugeben. Das sehen wir als eine wichtige

Aufgabe der Bundesinnung in Zusammenarbeit mit den

Landesinnungen.”

Die jeweiligen Landesinnungsmeister kommen bei der

Eröffnung der einzelnen Roadshow-Tage ebenfalls zu

Wort und teilen ihre Einschätzung aktueller Trends und

Entwicklungen. Zahlreiche Impulsvorträge bieten Einblick

in verwandte Themengebiete, um Berufsfotografen

zukunftsfit zu machen. Die neue Datenschutzverordnung,

Digitalisierungschancen und fachliche Anregungen

runden das Angebot ab. Eine bunte Mischung, aus

der jeder für ihn selbst das Passende mitnehmen kann.

ZUKUNFTSBILDER GESTALTEN

Natürlich braucht es vor allem eines, um die Zukunft

erfolgreich zu meistern - ein gesundes Miteinander und

Erfahrungsaustausch innerhalb der Branche.

Die Info-Roadshow bietet deshalb eine professionelle

Plattform für Dialog, Austausch und Information zu

neuen Entwicklungen und Möglichkeiten auf dem Feld

der Berufsfotografie. Ein get-together lädt abschließend

zum direkten Gespräch mit Kollegen ein. Mitteregger ist

überzeugt: “Eines steht fest: es wird ein äußerst interessanter,

unterhaltsamer Nachmittag, der für jeden Teilnehmer

genügend Impulse bereithalten wird.”

Die Teilnahme ist für Mitglieder kostenlos. Die Kosten

für Nichtmitglieder belaufen sich auf 87 Euro (inkl.

MwSt.). Online-Anmeldung zu den jeweiligen Veranstaltungen

sind erforderlich unter

future@aap.photo oder www.aap.photo/future

FIT FOR FUTURE - ZUKUNFTSBILDER GESTALTEN

ABLAUF:

13.30 Uhr

Eintreffen der Teilnehmer

14.00 Uh

Begrüßung, offizielle Einleitung

Eröffnungstalk mit den Landesinnungsmeistern

und Roland Froschauer - QAP

Verleihung der Lehrlingspreise

Heinz Mitteregger, Bundesinnungsmeister:

“Herausforderungen der Zukunft, Chancen der

Zukunft”. Über die Bedeutung und den Support der

Bundes- und Landesinnungen für Berufsfotografen

Gerald Kortschak:

“Datenschutzverordnung und die Neuerungen für

die Berufsfotografie”

Claudia Brandstätter:

“Geschäftsmodelle der Zukunft”

PAUSE

16.00 Uhr

Local Heroes:

• Helge Kirchberger (Salzburg),

• Friedrich Jansenberger (Wien),

• Mathias Kniepeiss (Graz)

Fotografen mit einer ganz besonders uniquen

Zukunftsstrategie/Positionierung als Best Practice

16.20 Uhr

Felix Gorbach,

Mediendesigner, Dozent und Berufsfotograf

“Das Erzählen in bewegten Bildern”

16.40 Uhr

Thomas Schauer - High Level Food Photography,

Best Practice

17.15 Uhr

Kurt Kaiser

Positionierung, Digitalisierung - Chancen mit der

AAP

PAUSE

18.00 Uhr

Sum up Schlussstatements, Zusammenfassung

18.30 Uhr

Networking get-together

Moderation:

Lisa Valentin & Kurt Kaiser

03/04 2018 der photograph

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Innungen // Gespräch mit Michael Linzer

Alles mit Maß und Ziel!

Michael Linzer ist Landesinnungsmeister

der Kärntner

Berufsfotografen. Im

Gespräch mit „der photograph

gibt er Einblick in

seine tägliche Arbeit.

Michael Linzer, Sie sind ein Fotograf,

der in erster Linie regional verankert

ist. Welchen Stellenwert hat ein

verlässlicher Berufsfotograf in seiner

Heimatstadt, auch aus gesellschaftlicher

Sicht?

Foto: Fotostudio-Linzer

Was soll ich da jetzt sagen - ich

bin bei der Feuerwehr und bei der

Faschingsgilde, da treffe ich den

Bürgermeister, den Pfarrer, den Wirt

und unseren Arzt. Durch die Jahre

kennt man schön langsam alle und

alle kennen einen selbst. Braucht

dann jemand einen Fotografen, sind

wir meist die erste Anlaufstelle. Wir

haben schon vor Jahrzehnten die

Taufen der Kinder fotografiert, und

nun sind wir bei den Hochzeiten der

Täuflinge mit der Kamera dabei.

Ich denke, das sagt schon einiges

darüber aus, welchen Stellenwert

man in der Gesellschaft hat. Aber

deshalb heißt es ja auch „Wie man in

den Wald hineinruft, so schallt

es heraus.“

Sie setzen im Rahmen Ihrer Kommunikation

stark auf Ihre Webseite

und Ihren Facebook-Auftritt. Welche

Erfahrungen konnten Sie da in

Bezug auf Ihre regionale Ausrichtung

sammeln?

Vor Jahren haben wir noch auf klassische

Medien für unsere Werbung

gesetzt, zum Beispiel jährlich für das

Branchenverzeichnis bezahlt. Das ist

heute nicht mehr so, Social Media

Plattformen sind für uns wirklich

sehr wichtig geworden.

Gottseidank können wir hier auf

Unterstützung durch den Rechtsschutzverband

der Berufsfotografen

zurückgreifen. Schon seit Jahren

nutzen wir etwa den Revers für

die Bildrechte. In Zukunft wird es

nicht mehr so einfach möglich sein,

schnell mal ein Bild hochzuladen

und zu veröffentlichen. Wir sind bei

uns im Studio aber dafür gewappnet.

In Hinsicht auf das Regionale freut

es mich sehr, dass mittlerweile 95%

unserer Hochzeitsaufträge über

Facebook hereinkommen. Da hat

man dann auch gleich ein Profil

dahinter, sodass man sich ein erstes

Bild vom Kunden machen kann –

keine anonymen Preisanfragen mehr,

wie das noch vor Jahren der Fall war.

Grundsätzlich darf man sich aber

von solchen Plattformen nicht zu

viel „knechten“ lassen, sondern sollte

alles mit Maß und Ziel nutzen.

Neben Ihren Spezialdisziplinen

Portrait-, Familien-, Akt- und

Hochzeitsfotografie bieten Sie in Ihrem

Studio auch Ausarbeitungen im Labor

und Reprografie als Dienstleistung an.

Würden Sie sagen, dass es hier einen

Retro-Boom gibt?

Boom würde ich dazu jetzt nicht

unbedingt sagen. Eher, dass man

sich ab einem gewissen Alter wieder

für Dinge interessiert, von denen

alle Freunde sagen, dass man sie nie

wieder brauchen wird. Aber wie viele

Fotografen beherrschen denn noch

heute die Reprografie im Dunkel-

26 der photograph 03/04 2018


Kärnten, Niederösterreich // Innungen

feldverfahren? In der letzten Ausgabe

„der photograph“ hat es auch Mario

Unger, ein Kollege aus dem Burgenland,

gut gezeigt: Alte Bilder in die

heutige Zeit zu holen ist eine wichtige

und spannende Aufgabe. Es hat

jedenfalls seine Daseinsberechtigung,

alte Fotografien auf diese Weise

wiederzubeleben.

Wie wichtig ist es Ihrer Meinung nach,

sich auf solche Nischen wie Reprografie

zu spezialisieren?

Bei meiner Meisterprüfung habe ich

beim Punkt Repro gedacht, dass ich

das nie mehr brauchen werde und

habe den Prüfer fast schon verflucht

dafür (Bitte vergib mir Heinz!).

Heute denke ich anders darüber. Ich

bin wirklich sehr froh, dass ich das

Analoge noch in der Endausbaustufe

mitgemacht habe, bevor es digital

zur Sache ging.

Dann ist es also eher eine gute Mischung,

auf die es ankommt?

Genau. Wer die Chance hat, die

verschiedensten Techniken der

Fotografie kennenzulernen, sollte das

unbedingt entsprechend nutzen. Das

kann viele Türen öffnen.

Welche Trends sehen Sie in den nächsten

Jahren im Bereich der Fotografie

und wie wird sich dies Ihrer Meinung

nach auf Ihr Geschäftsfeld auswirken?

Technisch sehe ich da jetzt nicht die

großen Innovationen, die Giganten

in der Branche kommen schön

langsam wieder auf den Boden der

Wirklichkeit zurück. Roboter werden

uns zwar viele Arbeitsplätze im

Bereich wiederkehrender Tätigkeiten

kosten, nachhaltig schädigen werden

sie unser Geschäftsfeld aber nicht.

Meine Zeitung wird mir jeden Tag

von meiner Zustellerin gebracht, die

Bilder darin stammen von meinen

Kärntner Fotografenkolleginnen und

-kollegen. Wer schon mal Alexa nach

Emotionen gefragt hat, weiß, dass da

nicht sehr viel rauskommt. Weil es

in unserem Beruf aber genau darum

geht, wird sich meiner Einschätzung

nach an der Nachfrage für Fotografen

nichts ändern.

Niederösterreich

Neu! Masterklasse Fotografie

an der FH St. Pölten ab Herbst

Mit dem Wintersemester 2018 startet ein neuer

Master Studiengang an der FH St.Pölten: Digital

Design. Schwerpunktsetzungen sind in den Bereichen

„Experimentelle Medien“, „Grafik Design“ sowie „Fotografie“

möglich. Der Unterricht versteht sich als offener,

kreativer und experimenteller Handlungsraum, in dem

die eigenen kreativen Ideen gefördert und in Projekten

technisch zur Umsetzung gebracht werden. Methoden

zur Wirkungsanalyse und empirische Methodik sind

wichtige Bestandteile zur Evaluierung des eigenen Portfolios,

das über den Studienverlauf hinweg erstellt wird.

Die Masterklasse Fotografie ist in ihrer inhaltlichen

Ausrichtung in Österreich und darüber hinaus einzigartig.

Der Fokus liegt darauf, Fotografie als Handwerk

zu verstehen, Kundenprojekte auf höchstem Niveau

abwickeln zu können, seinen Wert zu kennen und sich

entsprechend zu vermarkten.

Im Master Studiengang Digital Design werden gestalterische

Regeln in Verbindung mit aktuellen medientechnologischen

Kenntnissen vermittelt. Martin Dörsch

wird die Masterklasse Fotografie leiten. Ganz eng wird

er mit Rita Newman zusammenarbeiten. Sie wird Teile

wie Kunstgeschichte, Konzeption und Ideenfindung

übernehmen.

Niederösterreich

Der "Entscheidende Moment"

in St. Pölten

Die im Herbst 2017 mit großen Erfolg in der Galerie

Westlicht in Wien gezeigte Jubiläumsausstellung des

Syndikats Foto Film „Der entscheidende Moment“

wird von 5. März bis 8. April 2018 auch im NÖ Landhaus

in St. Pölten zu sehen sein. In knapp 120 Abzügen

vermittelt die Ausstellung einen Abriss der Geschichte

österreichischer Pressefotografie aus Kunst, Kultur,

Politik und Sport, von 1947 bis ins Heute. Zur Entstehung

einzelner Fotos werden Originalexponate aus der

Sammlung Viktor Kabelka präsentiert. Die Ausstellung

ist bei freiem Eintritt täglich geöffnet.

John Fitzgerald

Kennedy und seine

Ehefrau Jackie

Kennedy vor dem

Stephansdom in

Wien 1961.

Bild: IMAGNO/

Barbara Pflaum

03/04 2018 der photograph

27


Innungen // Dr. Josef Schartmüller

PANORAMAFREIHEIT

in Europa

Wo darf ich öffentliche Gebäude fotografieren?

Wo immer man etwas fotografiert, berührt man Schutzrechte, auch wenn man Fotos nur „privat“

macht. Auch für Bau- und Kunstwerke gilt das Urheberrecht, in vielen Ländern ist man durch die

„Panoramafreiheit“ hier aber vor rechtlichen Problemen geschützt. Sie schränkt unter bestimmten

Bedingungen das Urheberrecht zum Bespiel von Architekten und Künstlern ein, sodass man deren

Werke fotografieren und verbreiten darf, ohne rechtliche Probleme befürchten zu müssen.

Die Panoramafreiheit ist in Österreich

und Deutschland, aber auch

in 15 weiteren Ländern Europas,

rechtlich ziemlich liberal geregelt. In

einigen anderen Ländern ist sie einschränkt

oder gar nicht vorhanden.

Beispiele:

• Spanien, Portugal, Tschechien,

Polen, Schweden, Schweiz, Slowakei,

Türkei, Slowenien, Serbien, Mazedonien:

In diesen Ländern braucht man mit

urheberrechtlichen Problemen nicht

zu rechnen.

• Niederlanden, Großbritannien,

Irland:

Hier gilt Ähnliches wie in Deutschland

und Österreich, die Panoramafreiheit

sogar für das Innere von

öffentlichen Gebäuden.

• Dänemark, Norwegen, Finnland:

Die Panoramafreiheit gilt nur für

Gebäude.

• Frankreich:

Die französische Gesetzgebung

sieht vor, dass der Urheber eines

veröffentlichten Werkes der Baukunst

oder der plastischen Kunst,

welches sich bleibend an einem

öffentlichen Ort befindet, dessen

Vervielfältigung nicht verbieten

kann, wenn diese durch natürliche

Personen vorgenommen wird und

„keinen kommerziellen Charakter

aufweist“. Keine Werke der Baukunst

oder plastischen Kunst sind etwa

Werke der Streetart. Diese haben

nicht den erforderlichen „bleibenden

Charakter“, wie etwa auch Werke

im Rahmen befristeter Ausstellungen

im öffentlichen Raum. In der

Literatur wird aber auch darauf

hingewiesen, dass der Umfang der

„kommerziellen“ Nutzung mangels

geeigneter gesetzlicher Definitionen

unklar bleibt, was zu praktischen

Schwierigkeiten führt. Grundsätzlich

ist es daher unproblematisch, den

Eiffelturm bei Tageslicht zu fotografieren.

Die nächtliche Illumination

des Eiffelturms bedarf hingegen

zum Ablichten und Verbreiten der

Zustimmung des Rechteinhabers,

weil die Beleuchtung ein eigenes

Kunstwerk ist.

• Italien:

Hier gilt ähnliches wie in Frankreich.

Sowohl in Frankreich als auch

in Italien läuft die urheberrechtliche

Schutzdauer nach einigen Jahrzehnten

ab. Beim Kolosseum in Rom

dürfte es also keinen Architekten

mehr geben, der die Verbreitung auf

Facebook verbieten lassen kann.

• EU:

Grundsätzlich wäre es ja sinnvoll,

die nationalen Bestimmungen

EU-weit zu vereinheitlichen. Diese

Bemühungen des europäischen

Parlaments gingen im Juli 2017 aber

schief. Grund dafür war, dass man

die Panoramafreiheit wesentlich

reduzieren wollte, wogegen sich auch

die österreichische Berufsfotografie

erfolgreich in einer Stellungnahme

gewehrt hat.

Fazit:

Man sollte sich genau informieren,

wenn man im Ausland mit der Kamera

unterwegs ist. In vielen europäischen

Ländern gilt ebenfalls die

Panoramafreiheit im Umfang von

Österreich, aber eben nicht in allen.

Die meisten Einschränkungen gibt

es in Frankreich und Italien. Gott

sei Dank wurde der Entwurf des

EU-Parlaments abgelehnt, gerade

für Reiseblogger hätte das übel

werden können, denn der Entwurf

hätte einen heftigen Einschnitt der

Panoramafreiheit bedeutet. Die

österreichische Berufsfotografie

hat dazu beigetragen, dass diese

überschießende EU-Regelung nicht

gekommen ist.

28 der photograph 03/04 2018


Kooperation

// Innungen

Die wichtigsten Aspekte jedes Fotoprojektes

Ulrich Grill, Gründer von COOPH

und selbst professioneller Fotograf

seit über 25 Jahren, zeigt Ihnen

im Video "The Most Important

ASPECT of any Photo Project" die

wichtigsten Elemente, die für ein

erfolgreiches Foto shooting berücksichtigt

werden sollten.

Atmosphäre:

Eine außergewöhnliche Location ist

die perfekte Basis für ein erfolgreiches

Fotoshooting. Die Kombination aus

einem besonderen Ambiente und

einem Model, welches an diesem

Ort normalerweise nicht vorkommt,

macht jedes Bild einzigartig.

Schatten:

Bei Fotografen sind sie nicht immer

erwünscht, können aber, wenn richtig

eingesetzt, die Bildsprache unterstützen.

Bewegungen des Models werden

durch Schatten betont. Verstärkenen

Sie dies durch die Verwendung von

Blitzen, um dem Ganzen etwas

Dramatisches zu verleihen.

Positionierung:

Die Perspektive und Distanz zum

Model sind entscheidend für ein atemberaubendes

Foto. Die Froschperspektive

verstärkt den Eindruck von Höhe

und macht die Situation dramatischer.

Vermeiden Sie Frontalaufnahmen,

wenn Sie Ganzkörperaufnahmen

dynamischer gestalten wollen.

Energie:

Der Fotograf sollte in jedem Bild eine

spürbare Energie transportieren, um

den Betrachter in seinen Bann zu

ziehen. In der Sportfotografie wird

dies durch dynamische Bewegungen

erreicht.

Kontrast:

Die Verwendung von Farbkontrasten

kann helfen, ausdrucksstarke Fotos zu

produzieren. Kontrast kann zwischen

den unterschiedlichen Bildelementen

erzeugt werden und dazu genutzt werden,

um das Model hervorzuheben. In

diesem Fall trug der Athlet ein helles,

gelbes T-Shirt um ihn vom dunkelblauen

Hintergrund abzuheben.

Timing:

Wahrscheinlich einer der wichtigsten

Aspekte bei jedem Shooting. Durch

sehr kurze Verschlusszeiten können

schnelle Bewegungen im Foto eingefroren

werden. Wichtig ist zu wissen,

wonach man Ausschau halten muss.

Man sollte sich mit dem Thema vorab

beschäftigen und auch von seinem

Model Feedback einholen.

Das komplette Video inklusive

aller Tipps können Sie sich auf

dem COOPH YouTube Channel

ansehen. Dort finden Sie auch

noch weitere spannende Videos

zum Thema Drohnenfotografie.

WERDEN SIE EIN TEIL

VON COOPH!

Sind Sie auch stets auf der Suche nach

dem perfekten Foto? Es vergeht keine

Sekunde, in der Sie nicht Ausschau halten

nach Ihrem nächsten faszinierenden

Motiv? Dann aufgepasst! Die Austrian

Academy of Photography und COOPH

haben eine Kooperation für Fotoliebhaber

wie Sie geschlossen: Mit dem COOPH

PRO DEAL haben Sie die Chance, Teil

dieser lebhaften Community zu werden.

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im COOPH Magazin sowie im COOPH

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Subscribern zu veröffentlichen.

Was Sie dafür tun müssen: Senden

Sie mindestens zwei Fotos pro

Halbjahr in Ihrer neuen COOPH-Ausrüstung

an: aap@cooph.com und

posten diese Fotos in Ihren sozialen

Netzwerken mit #ProCOOPH.

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Sie sich unter aap@cooph.com für den PRO DEAL! Senden Sie uns eine

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Telefonnummer und Social Links. Sobald wir Ihre Daten überprüft

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03/04 2018 der photograph

29


Innungen // Aus den Bundesländern

Wien:

100 Jahre Photo Simonis

1917 gründete Julius Simonis ein Studio für Porträtfotografie

in Wien, das sich bald zu einer wahren Institution

entwickeln sollte. Nun wurde zum 100-jährigen Firmenjubiläum

ein neues, modernes Studio im Servitenviertel

(9. Bezirk) eröffnet.

Geführt wird das Familienunternehmen vom Urenkel

des Gründers, Philipp Simonis. Er hängte seinen bisherigen

Beruf als Controller an den Nagel, absolvierte

die Meisterprüfung für Fotografie und widmet sich ganz

seiner Leidenschaft. Dafür durfte er schon bekannte

Persönlichkeiten wie Heinz Fischer und Hannes

Androsch ablichten. Seit 2013 ist er auch für

die offiziellen Porträts der Abgeordneten zum

Nationalrat und Bundesrat verant wortlich.

Andreas Hirsch (Kurator & Fotograf),

Philipp Simonis (Fotograf Photo Simonis),

Georg Markus (Autor) und Uwe Schlögl

(Bildarchiv Österreichische Nationalbibliothek)

feiern 100 Jahre Photo Simonis.

Photo Simonis zählt seit jeher zu den ersten Adressen

Wiens, wenn es um Porträts geht. Die Liste an Prominenten,

die sich hier fotografieren ließen, ist lang und

reicht von O. W. Fischer über Elfriede Ott bis hin zu

Bruno Kreisky. In den 1950er-Jahren erlangte das Studio

Berühmtheit für seinen typischen Porträtstil, der von

spezieller Lichtsetzung geprägt war.

Heute liegt der Fokus einerseits auf einer Kombination

von Porträts und Business Fotografie, Philipp Simonis

widmet sich auch dem fotografischen Storytelling für

Kampagnen und Reportagen. Das Erbe der Familie hält

er jedenfalls aufrecht: Auf

Wunsch gibt es heute noch

Porträts im historischen

„Simonis-Style“, auch

wenn sonst eine moderne

Bildsprache gepflegt wird.

Foto: Foto Simonis

Kärnten:

Landesfotowettbewerb der Kärntner Berufsfotografen

Fotografie ist mehr als ein Druck auf den Auslöser

einer Kamera. Ein richtig gutes Foto setzt hohe

Fachkompetenz, Erfahrung und Leidenschaft voraus.

Ob fesselnde Werbebilder, berührende Portraits oder

faszinierende Landschaftsfotos: Bei einem guten Bild

kommt es ganz wesentlich auch auf die Inszenierung an.

Auch 2017 veranstaltete die Landesinnung der Kärntner

Berufsfotografen ihren Landesfotowettbewerb. In fünf

Kategorien wurden insgesamt 200 Bilder eingereicht

und bewertet. Bei der Siegerehrung betonte Landesinnungsmeister

Michael Linzer die Bedeutung des

Zusammenhalts innerhalb der Branche und hob auch die

hervorragende fotografische Leistung im Rahmen dieses

Wettbewerbes hervor.

Den Siegern gratulierten Bundesinnungsmeister Heinz

Mitteregger und Landesinnungsmeister Michael Linzer.

· Landessieger: DI Martin Steinthaler

· Kategorie Portraits: DI Martin Steinthaler

· Kategorie Landschaft, Natur: Rene Knabl

· Kategorie Reportagen: DI Alexander Mandl

· Kategorie Gastronomie: Tanja Güttersberger

· Kategorie Handwerk: DI Martin Steinthaler

Alle Bilder der platzierten Landessieger sind derzeit im

Foyer der Wirtschaftskammer Kärnten in Klagenfurt

Europaplatz 1 ausgestellt und können auch im Internet

auf der Homepage der Landesinnung unter www.wko.at/

ktn/fotografen besichtigt werden.

Jubelnde Fotografen bei der Siegerehrung

des Landesfotowettbewerbs Kärnten.

Foto: Peter Just

30 der photograph 03/04 2018


Aus den Bundesländern // Innungen

Salzburg

Leica und Fotografie gehören eben zusammen

Ein bisschen wie ein Geburtstagsgeschenk an sich

selbst. Zum zehnjährigen Jubiläum hat sich die Leica

Galerie Salzburg mit einer Ausstellung des knapp 80

jährigen Fotografen Ralph Gibson selbst ein Geschenk

gemacht. Der Amerikaner vertraut bei seinen schwarzweiß

Bildern seit sechs Jahrzehnten auf eine Leica.

Dennoch: „Ich bin immer nur so gut, wie mein nächstes

Bild“, so der Künstler bei der Ausstellungseröffnung.

Leica und Fotografie gehören da einfach zusammen, ist

auch Leica Vorstandschef Andreas Kaufmann überzeugt.

Vor etwas mehr als 100 Jahren erfand Oscar Barnack

die „Ur-Leica“. Danach ging die Kleinbildkamera in

Serienproduktion und die Fotografie gewann stetig mehr

an Bedeutung.

Einher ging damit auch die Geschichte der Leica-

Galerien. „Die erste entstand am Firmensitz 1976 in

Wetzlar. Mittlerweile gibt es weltweit davon 18 Galerien,

die 19. wird im Frühjahr in Bangkok eröffnet“, so Karin

Rehn-Kaufmann, die die Galerien leitet.

bekannten Fotografen habe ihm dreingeredet. „Man hat

mich einfach meine Arbeit machen lassen und auf mein

Können vertraut, eine tolle Aufgabe“. Dabei ging Müller

sehr ungewöhnlich ans Werk. Von jedem Fotografen

wurden nur drei Aufnahmen gemacht, klassisch analog,

auf Film. Die Werke sind nun als beeindruckende

schwarz-weiß Potraits in der Leica Galerie Salzburg zu

sehen und zudem in einem Sammelband erschienen.

Auch ein Salzburger Fotograf kommt bei der Jubiläumsausstellung

zu fotografischen Ehren. Bernhard Müller

hat seit 2011 bis heute alle ausstellenden Fotografen

portraitiert. „Eine Art Königsdisziplin, ein Fotograf

fotografiert einen Fotografen“, so Müller. Es war allerdings

durchwegs sehr angenehm. Kaum einer der

Foto: Franz Neumayr

Pressegespräch 10 Jahre Leica Galerie Salzburg. v.l. Andreas Kaufmann,

Ralph Gibson, Karin Rehn-Kaufmann und Bernhard Müller.

Salzburg

Ausbildungsoffensive wird fortgesetzt

Die Ausbildungsoffensive

für Berufsfotografen

wird in

Salzburg auch

weiterhin fortgesetzt. Im vergangenen

Herbst startete die sechste

„Meisterklasse Fotografie“ am

WIFI Salzburg. Nun laufen bereits

die Vorbereitung für den nächsten

Jahrgang.

Einen ersten Infoabend für interessierte

Fotografen aber auch Quereinsteiger

mit guten fotografischen

Kenntnissen gibt es am 18. April

2018 von 18 – 20 Uhr im WIFI

Salzburg.

Bei diesem zweisemestrigen Lehrgang

mit rund 250 Unterrichtseinheiten

wird eine breitgefächerte

theoretische als auch praktische Ausbildung

mit international bekannten

Top-Trainern geboten.

Exkursionen runden das Unterrichtsprogramm

ab. Den Abschluss bildet

eine WIFI-zertifizierte Prüfung mit

der Verleihung der Urkunde „Qualified

Austrian Photographer“.

Neben der Meisterklasse startet

Anfang März zum zweiten Mal die

Ausbildung zum „Fotoassistenten“.

Auch hier bieten Top-Trainer interessierten

Nachwuchsfotografen sowie

Quereinsteigern ein umfassendes

Ausbildungsprogramm in Sachen

Fotografie. Der Kurs „Fotoassistent“

bietet auch eine gute Basis für einen

späteren Besuch der Meisterklasse.

03/04 2018 der photograph

31


Innungen //

Kleinanzeiger // Impressum

Steiermark

Jurierung steirischer Landesnachwuchswettbewerb

Auch heuer fand wieder der

Landesnachwuchswettbewerb

der Berufsfotografen statt. Als

Thema wurde „Fresh – dafür lebe

ich!“ ausgeschrieben und es galt,

dieses Thema in Szene zu setzen.

Teilnahmeberechtigt waren

Fotografenlehrlinge (Fotografenlehrlinge

oder Anlernlinge mit

einem Dienstverhältnis in einem

gewerblichen Fotografenbetrieb

oder außerordentliche Schüler

einer Fotografen-Berufsschule

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bis inklusive Jahrgang 1991) und

Jungfotografen (Schüler oder Absolventen

der Graphischen oder

Ortweinschule und Personen mit

abgeschlossener Gesellenprüfung

bis inklusive Jahrgang 1991).

Im Rahmen des Landeswettbewerbes

musste die 6-köpfige Jury

aus insgesamt 48 Einreichungen

die Auswahl treffen, zwei Einreichungen

davon stammten von

Fotografenlehrlingen, die übrigen

46 von Jungfotografen.

Die Jury beim Sondieren der Einreichungen zum Landesnachwuchswettbewerb

in der Steiermark. Im Bild Michael Klamminger, Bernadette Sattler Remling, Ana

Radulovic, Thomas Fischer, Lisa Maria und Viktor Sator beim Auswählen der eingereichten

Fotos.

Foto: Fischer

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IMPRESSUM

Offizielles Organ der Bundesinnung der Berufsfotografen

Österreichs, des Rechtsschutzverbandes der

Fotografen Österreichs, der Gesellschaft der Freunde

der Photographie und ihrer Geschichte, des FEP

(Federation of European Photographers); Organ der

Photographischen Gesellschaft gegründet in Wien

1861.

Eigentümer, Medieninhaber und Herausgeber:

Bundesinnung der Berufsfotografen Österreichs,

1045 Wien, Wiedner Hauptstraße 63,

Tel. 05 90 900-DW 3270,

Offenlegung nach § 25 Mediengesetz unter:

www.wko.at

Blattlinie:

Förderung der Ziele des Tätigkeitsbereiches

Mit dem Verlag und der Herstellung betraut:

Verlag für photographische Literatur, A-1010 Wien,

Opernring 6, Tel: (1) 512 87 12, F: (1) 513 78 33,

office@derphotograph.org, www.derphotograph.org,

Layout: Michael Rosenkranz, Satz: Verena Podiwinsky

Chefredakteur: KommR Andreas Barylli

Redakteure: Verena Podiwinsky, Ursula Kralupper,

Franz Neumayr. Namen weiterer Mitwirkender

stehen bei den Artikeln. Mit Namen gekennzeichnete

Beiträge stellen jeweils die Meinung des Verfassers

dar und geben nicht in jedem Fall den Standpunkt

des Herausgebers wieder. Mit + gekennzeichnete

Artikel sind von der Industrie beigestellt.

Verlags- und Herstellungsort: Wien

Druck: Druckwerkstatt Handels GmbH, 1220 Wien,

Hosnedlgasse 16b, www.druckwerkstatt.at

Erscheinungsweise: 6 mal im Jahr, jeweils zu

Monatsbeginn: Jänner, März, Mai, Juli, September,

November

Bezugspreis € 4,00, Einzel-Jahresabonnement:

€ 22,00, Auslands-Abo: € 30,00

Redaktionsschluss: Jeweils 10. des Vormonats

Anzeigenannahme: Ursula Kralupper, Verlag für

photographische Literatur, 1010 Wien, Opernring 6,

Tel.: (1) 512 87 12, office@derphotograph.org

Die Adressen der österreichischen Berufsfotografe

finden Sie unter: www.berufsfotografen.at

Sämtliche von der Redaktion verfasste Artikel

beziehen sich gleichwertig auf Mann und Frau,

zugunsten der Leserfreundlichkeit verzichten

wir bei den Texten auf spezielle geschlechtergerechte

Sprachformulierungen.

32 der photograph 03/04 2018


"Fricote Shell" aus der Serie "Balanced Diet"/Paloma Rincon.

Bei der spanischen Fotokünstlerin Paloma Rincon dreht sich alles um das Spiel mit Kontrasten und die Frage:

"Wie könnten Objekte miteinander interagieren, die auf den ersten Blick nichts gemeinsam haben?"


Mein Fotohändler

LIK AKADEMIE meets COLOR DRACK.

Color Drack, das innovative und längste

bestehende Fotolabor Österreichs,

ist hocherfreut, Anteil am Ausbildungsprogramm

der LIK Akademie für Foto

und Design zu haben.

Schüler der LIK Akademie besuchten

im Jänner 2018, vor Abschluss ihres Semesters,

ein dreitägiges Praktikum bei

Color Drack.

Color Drack Geschäftsführer Gerhard

Schiechl führte persönlich zu Beginn

die Auszubildenden in die Arbeitsreiche

ein, bevor sie Einblick in die Bereiche

Druck und Ausbelichtung, sowie in die

Produktion von Fotobüchern und Broschüren

erhielten.

Fundiertes und umfassendes Wissen in

Theorie und Praxis ist die Grundlage für

Erfolg und Kompetenz im Berufsleben.

„Ausbildung umfasst Vermittlung von

Fertigkeiten und Wissen durch eine

dazu befugte Einrichtung, beispielsweise

eine staatliche Schule, eine Hochschule

oder ein privates Unternehmen.“

(Zitat: Wikipedia)

Auch die LIK Dozenten/innen trafen sich

zur jährlichen Qualitätssicherung bei der

Dozentenklausur bei Color Drack.

Die Dozenten/innen nutzten dies für einen

Erfahrungsaustausch und zur internen

Weiterbildung.

Color Drack wünscht allen Absolventinnen

und Absolventen der LIK-Akademie

für Foto und Design alles Gute für die

weitere berufliche Zukunft.

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