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Hoffnung Was gibt mir

Hoffnung Was gibt mir Hoffnung? Könnte ja sein, dass noch nicht alle Hoffnungen ausgeträumt sind und der Frühling doch wieder das brachliegende Land durchbricht. Könnte ja sein, dass die Zukunft doch noch dann und wann eine Überraschung für dich bereithält und das Leben nach der langen Nacht dich dir selbst verwandelt zurückgibt. Könnte ja sein… Christa Spilling-Nöker Gedanken und Assoziationen Von wo kommt die Hoffnung? Wir alle schreiten durch die Gasse, aber einige wenige blicken zu den Sternen auf. Oscar Wilde Nachts durch die Straßen laufen.

Wir sehen nach oben. Dahin, wo sich die Häuser lichten, wo man etwas vom Nachthimmel sehen kann. Nur schwach blinken die Sterne, die Straßenbeleuchtung hat mehr Kraft. Trotzdem bleiben wir stehen – und sehen. Denken kurz an etwas anderes, etwas größeres als den Nachhauseweg, die Wäsche, die heute Abend noch schnell aufzuhängen ist und … Spüren vielleicht kurz, dass es da doch noch so unglaublich viel gibt. Der stille Moment unter dem nächtlichen Himmel – eine Möglichkeit des inneren Dialogs? Könnte ja sein… Abermilliarden von Lichtern, Sternen, Planeten, Galaxien. So viel Raum um uns herum. Ein Raum für mich, für meine Hoffnungen? Leerer Raum als Projektsionsfläche für unsere Gedanken und Fanatasien? Ein Ort der grenzenlosen Leere, in dem ich mich hoffnungslos verloren fühle? Ist die Orientierung nach oben, hin zum All, zu allem, auch eine Möglichkeit? Hilft mir das Wissen um die Zusammenhänge des Universums, zu wissen, wo ich stehe? Hilft mir zu wissen, wo der eigene Platz ist? Eines jedenfalls scheint sicher: Nur in der Dunkelheit können wir die Sterne sehen.

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Lebens.Haus Magazin 04/2018