Sachwert Magazin 2-19

sachwertmagazin

ENDE. Diese Analyse von Marc Friedrich und Matthias Weik zeigt die bevorstehende Rezession
ROBERTO MAIER: Von 0 auf 100 - Der Immobilien-König aus Oberösterreich
SACHWERT TRENDS: Diese Werte lassen Ihr Portfolio glänzen

Nr. 02 l 2019 www.sachwert-magazin.de

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Ausblick 2019

von Marc Friedrich

und Matthias Weik

Ende.

Diese Analyse zeigt die

bevorstehende Rezession

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Wie vererbe

ich richtig?

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Heu wie Geld

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Inhalt

27

Bilder: Friedrich&Weik, Roberto Maier Immoagentur

6

Marc Friedrich und Matthias Weik

stellen Prognosen für 2019

Wie Roberto Maier Vorarlbergs

Immobilien-Makler Nr. 1 wurde

Inhalt 02/2019

5 Editorial Editorial von Julien Backhaus

Wirtschaftsgeschehen

6 Marc Friedrich und Matthias Weik:

Ausblick 2019: Ein neuer Zyklus beginnt

24 Auktionsplattform für EEX und GDT

Rohstoffe

20 Auf Heu setzen ist überhaupt kein Mist

Wissen

27 Roberto Maier: »Wohnungen sanieren

ist doch kein richtiger Job«

Gold

13 Andreas Kroll: Die Angst schwingt mit

26 Goldpreis auf hohem Niveau

Recht

18 Helge Ziegler: Information zum

(neuen) Geldwäschegesetz

Vorsorge

30 Thomas Hennings:

Wie vererbe ich richtig?

Impressum

Sachwert Magazin ISSN 2197-1587

Redaktion

Zum Flugplatz 44, 27356 Rotenburg

Tel: (0 42 68) 9 53 04-91, Fax: 9 53 04-92

E-Mail: redaktion@sachwert-magazin.de

Chefredakteur (V.i.S.d.P.) Julien Backhaus

Redakteur Dominik Flinkert

Redakteurin und Satz Martina Schäfer

Expertenbeirat Thomas Hennings

E-Mail: info@backhausverlag.de

Verlag Backhaus Finanzverlag GmbH

Herausgeber, Verleger Julien D. Backhaus

Zum Flugplatz 44, 27356 Rotenburg

Telefon (0 42 68) 9 53 04-91

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28832 Achim

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SACHWERT MAGAZIN 2/2019 3


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Editorial

Papiergeld kehrt früher oder später zu seinem

inneren Wert zurück. Null.

Voltaire, 1694 - 1778

Julien Backhaus

Verleger

Editorial

Dieses Jahr werden wir von einer Rezession heimgesucht - zumindest wenn

es nach den Ökonomen Marc Friedrich und Matthias Weik geht. Sie sehen in

diesem Jahr eine turbulente Wirtschaft auf uns zukommen und es soll kräftig

krachen an den Märkten. Und mit dieser Meinung sind sie bei weitem nicht

alleine. Viele respektierte Ökonomen und Marktakteure haben sich ähnlich geäußert.

Was allerdings immer schwieriger wird, selbst für derart ausgewiesene

Experten, ist der Zeitpunkt eines möglichen Zusammenbruchs. Warum? Weil es

die Notenbanken wie die EZB in den letzten Jahren gut verstanden haben, die

Kapitalmärkte zu verzerren. Durch geöffnete Geldschleusen wirkte der Markt

nun eine lange Zeit gesünder, als er in Wahrheit ist. Aber auch die oberflächlichen

Schönheitskorrekturen können nicht aufhalten, was unter der Oberfläche

brodelt. Bei der Deutschen Bank haben Weik und Friedrich gar einen Kursverlauf

gesehen, der dem der Pleitebank Lehman böse ähnelt.

Wie sich die Rohstoffmärkte hingegen entwickeln und was bei Sachwert-Investments

generell zu beachten ist, lesen Sie ebenfalls in dieser Ausgabe. Auch

die Stolperfallen, die bei der Erbschaft lauern. Unser Experte Thomas Hennings

erklärt, wie wichtig es ist, frühzeitig den Nachlass zu planen. Wer zu lange am

Vermögen festhält, dessen Erben sind später auf der Verliererseite und drücken

kräftig an den Fiskus ab. Sei dem Staat sein Anteil gegönnt, aber schade ist es

dennoch, wenn mühsam aufgebauter Besitz im Zweifel verkauft oder beliehen

werden muss, um die Steuerlast zu stemmen. Laut unserem Autor gibt es intelligentere

Methoden, hier vorzubeugen.

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für Ihre sichere Zukunft

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In der Historie haben nur die Anleger ihr Vermögen

sichern können, die nicht in bedrucktes

wertloses Papier investiert haben, sondern in

Sachwerte, die nach bestimmten Ereignissen immer

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Für Makler und Immobilienverkäufer gibt es einen neuen Schrecken: Geldwäsche.

Vielmehr das neue Geldwäschegesetz, das bereits bei Verdachtsmomenten

den Verkäufer anhält, zum „Verräter“ zu werden. Wer sich hier nicht

peinlich genau an die Vorschriften hält, riskiert selbst Gegenstand einer Untersuchung

und im Zweifel strafrechtlich verfolgt zu werden - selbst dann, wenn

Sie sich von dem Geschäft ferngehalten haben.

Viel Freude bei der Lektüre

Herzlichst, Ihr

Julien Backhaus,

Verleger

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SACHWERT MAGAZIN 2/2019 5


Wirtschaftsgeschehen

Ausblick 2019:

Ein neuer Zyklus beginnt

Das Ende der Volksparteien wird eingeläutet,

der Bullenmarkt ist am Ende und die Rezession kommt

Nach der enormen Resonanz auf unseren

Ausblick 2018 und den erschreckend vielen

eingetroffenen Prognosen unsererseits

(Wahlausgänge und Erstarken der

extremen politischen Parteien, vor allem

in Europa, das Ende der Ära Merkel, Korrektur

an den Aktienmärkten, Macrons

Scheitern, Bodenbildung bei Gold, Absturz

der Deutschen Bank etc.), präsentieren

wir Ihnen unsere Prognosen für 2019.

Egal ob Deutschland, Europa, Asien, USA,

Afrika, Brexit oder die Europäische Zentralbank

(EZB) – die Welt spielt verrückt.

Nach wie vor plündern internationale

Konzerne Länder, ja ganze Kontinente

aus, zahlen kaum Steuern, während die

Mittelschicht immer rücksichtsloser zur

Kasse gebeten wird. Global wird gezündelt,

Geld gedruckt und die politischen

Eliten geben ein Bild ab, welches oftmals

an Peinlichkeit, Weltfremdheit und

Inkompetenz nicht mehr zu überbieten

ist. Die sogenannten Volksparteien in

Deutschland leiden unter Realitätsverlust.

Somit ist es nicht verwunderlich, dass sich

immer mehr Bürger angewidert von ihnen

abwenden.

Deutschland – ein Land demontiert

sich selbst und die fetten Jahre sind

vorbei!

Zeit gelbe Westen anzuziehen? Leider

können wir den Politikzirkus in Berlin,

Brüssel, London, Paris, Washington…

nicht mehr ernst nehmen. Wir sind zu der

traurigen Erkenntnis gelangt, dass offensichtlich

Komiker die Macht übernommen

haben. Anders ist das lächerliche und absolut

weltfremde Theater nicht mehr zu

erklären.

CDU – AKK, Merkel 2.0 – und Damen

kleben an der Macht

Wie 2017 vorhergesagt befinden wir uns

am Ende der Ära Merkel. Angela Merkel

hat erkannt, dass politisch ihre Stunde geschlagen

hat. Die CDU wird für die Gro-

Ko, welche sich unendlich verbiegt und

lediglich die Kanzlerschaft von Angela

Merkel zum Ziel hat, bitter bezahlen. Eine

Partei wie die CDU, die als stärkste Partei

wichtige Ministerien wie das Finanz- und

Außenministerium der SPD und das Innen-

und Heimatministerium Horst Seehofer

von der CSU überlässt, darf sich

über miserable Ergebnisse nicht wundern.

Am 7. Dezember hat sich die CDU mit der

Wahl von Annegret Kramp-Karrenbauer

zur Parteivorsitzenden für eine Epoche

Merkel 2.0 entschieden. Ob das die Partei

tatsächlich weiterbringt oder erneuert

bezweifeln wir stark. Wir sagen mit

Kramp-Karrenbauer als Bundeskanzlerkandidatin

wird die CDU bei der nächsten

Bundestagswahl keinesfalls 40 sondern

eher 30 Prozent erreichen und weiter

Wähler verlieren. Im Frühjahr gehen wir

von einem schlechten Ergebnis für die

CDU bei der EU-Parlamentswahl aus.

Bilder: Friedrich&Weik, Depositphotos/albund

6

SACHWERT MAGAZIN 2/2019


Wirtschaftsgeschehen

Ursula von der Leyen - Beratergate

Das Budget für von der Leyens Berater-Armee

ist gigantisch. Allein im Jahr 2016

wurden Berater-Verträge für über 208

Millionen Euro geschlossen.

Von der Leyen holte gleich zu Amts antritt

die McKinsey-Partnerin Katrin Suder als

Staatssekretärin. Mittlerweile hat die

Dame schon wieder ihren Job gewechselt

– sie arbeitet jetzt wieder bei McKinsey.

Rein zufällig arbeitet von der Leyens

Sohn, David von der Leyen, seit 7 Jahren

bei McKinsey. Als Associate ist er anscheinend

direkt an den Gewinnen des Unternehmens

beteiligt. Seit einiger Zeit zieht

jedoch Ärger auf in von der Leyens Reich.

Kein Geringerer als der Bundesrechnungshof

wirft dem Verteidigungsministerium

vor, sich des vorsätzlichen Rechtsbruchs

schuldig gemacht zu haben.

Bereits heute ist bekannt, dass es bei der

Auftragsvergabe nicht ausschließlich mit

rechten Dingen zuging. Das Ministerium

hat bereits eingestanden, dass Berateraufträge

im Umfang von acht Millionen Euro

für ein IT-Projekt rechtswidrig über einen

Rahmenvertrag des Bundes abgerufen

wurden. Wir sagen, da wird noch einiges

mehr an das Licht der Öffentlichkeit gelangen.

Wir stellen mit Entsetzen fest, mit

welcher Hartnäckigkeit Bundesverteidigungsministerin

Ursula von der Leyen –

trotz der unfassbaren Berateraffäre –

weiter hin an ihrem Posten klebt.

Nach der EU-Parlamentswahl tritt

Merkel zurück

Die EU-Parlamentswahl wird für die Volksparteien

ein Desaster werden. Wir gehen

davon aus, dass Angela Merkel nach

einem verheerenden Wahlergebnis bei

der EU-Parlamentswahl gegangen wird.

CSU - ein Egomane wird gegangen,

ein anderer kommt

Die CSU hat erwartungsgemäß bei den

Landtagswahlen 2018 ihre Quittung von

den Wählern bekommen. Der Egomane

Seehofer wurde von dem Egomanen und

Komiker Söder abgelöst. Dennoch schafft

es Letzterer auch noch, trotz des schlechtesten

Wahlergebnisses seit 60 Jahren,

Ministerpräsident und Parteivorsitzender

zu werden – all das ist für uns Politsatire

vom Feinsten. Die Wähler jedoch haben

die Faxen von dem CSU-Schmierentheater

absolut dicke. Wir sagen, dass die CSU in

Zukunft niemals mehr die absolute Mehrheit

in Bayern erreichen wird. Diese Zeiten

der CSU-Herrlichkeit sind ein für alle Mal

vorbei.

SPD – GroKo der Anfang vom Ende

Für was steht eigentlich die SPD? Das weiß

sie offensichtlich nicht einmal mehr selbst.

Und genau das ist ihr Problem. Peinlich ist

das Bild, das die einstige und heute tief

gespaltene Volkspartei SPD abgibt. Auf

Top-Komiker und EU-Bonze Martin Schulz

folgte Andrea Nahles. Nachdem Sigmar

Gabriel zu Schulz in den Urlaub geschickt

wurde, hat Nahles dennoch die Zügel keinesfalls

fest in der Hand. Der Neuanfang

mit ganz neuen Gesichtern wie Hubertus

Heil (Ex-Generalsekretär und jetziger

Arbeitsminister), Ex-Justiz und jetziger

Außenminister Heiko Maas, G20 Experte

und jetziger Finanzminister Olaf Scholz

(will nun auch Kanzler werden) und Katarina

Barley ehemals Familienministerin

und jetzige Justizministerin, ist ein Witz.

Offenkundig kauft den Sozialdemokraten

den sogenannten #Neuanfang mit alten

Gesichtern längst keiner mehr ab.

Wir sagen: Nahles Tage als Parteivorsitzende

sind gezählt. Wer dann folgt steht

noch in den Sternen. Twitter-Komiker

Ralf Stegner würde die SPD wohl am

schnellsten völlig in den Abgrund befördern.

Die Konsequenzen der Negativauslese

an der Parteispitze zeigt sich deutlich

in den Umfragen. Wir gehen davon aus,

sollte die SPD nicht ihre gesamte Führungsmannschaft

austauschen, dass sie

zukünftig einstellige Wahlergebnisse einfahren

wird. Den nächsten Gong wird es

bei den EU-Parlamentswahlen im Frühjahr

2019 und dann bei den Landtagswahlen

in Brandenburg, Sachsen und Thüringen

geben. Wir gehen davon

aus, falls nicht eine radikale

Kehrtwende eingeleitet

wird, die SPD ebenso wie

Ihre Schwesterparteien

in Frankreich, Dänemark,

Griechenland, Niederlande…

in der Bedeutungslosigkeit

versinken werden..

Die Grünen – eine übergehypte Partei

Die momentan gehypten Grünen werden

2019 spätestens bei den Landtagswahlen

in Brandenburg, Sachsen und Thüringen

wieder auf dem Boden der Tatsachen

landen und für Ihre realitätsferne Politik

abgestraft werden. Wir gehen davon aus,

»Nach wie vor plündern internationale Konzerne

Länder, ja ganze Kontinente aus, zahlen kaum

Steuern, während die Mittelschicht immer

rücksichtsloser zur Kasse gebeten wird.«

Die beiden Ökonomen, Querdenker, Redner

und Honorarberater Matthias Weik

(rechts) und Marc Friedrich schrieben

gemeinsam vier Bestseller.

dass die momentanen Umfrageergebnisse

nicht zu halten sind, und dass die

Wähler erkennen werden, dass der grüne

Kaiser nackt ist. In diesem Video hat

der Philosoph Richard David Precht den

Grünen Shootingstar und Messias Habeck

als Luftpumpe entzaubert.

AFD – wird 2019 noch mehr Wählerstimmen

erhalten

Wie schon in unserem zweiten Buch „Der

Crash ist die Lösung“ in Aussicht gestellt

werden Parteien wie die AfD weiter in

Parlamente einziehen und immer stärker

werden. Solange die Volksparteien weiter

wie bisher agieren, muss sich diese Partei

keinerlei Sorgen machen. Mit der Wahl von

Annegret Kramp-Karrenbauer zur Parteivorsitzenden

und Merkels massivem Einsatz für

den nicht unumstrittenen Migrationspakt

(große Einwanderungsländer wie die USA

und Australien aber auch Länder wie Israel,

Chile, Polen, Ungarn, Österreich, Slowakei

und Tschechien sind nicht mit dabei), wird

es der CDU gewiss nicht gelingen, die an

die AFD verlorenen Wähler zurückzugewinnen.

Ganz im Gegenteil, die AFD wird

weiter an Stimmen gewinnen, egal wie viele

parteiinterne Skandale noch ans Tageslicht

kommen werden. Immer mehr Wähler, ins-

SACHWERT MAGAZIN 2/2019 7


Wirtschaftsgeschehen

besondere in den neuen Bundesländern,

haben die Nase voll von den Regierungsparteien

und werden auch 2019 der Partei aus

Protest ihre Stimme geben. Insbesondere

bei den Landtagswahlen in Brandenburg,

Sachsen und Thüringen, aber auch bei der

EU-Parlamentswahl gehen wir von zweistelligen

Wahlergebnissen für die AFD aus.

Deutschland – die Ungerechtigkeit

wird immer dramatischer

Wie in unserem ersten Buch „Der größte

Raubzug der Geschichte“ 2011 beschrieben,

werden die Reichen immer

reicher und die Fleißigen immer ärmer.

Trotz guten Wachstums ist der weltweite

Gehaltszuwachs schwach wie seit 2008

nicht - der kleine Mann profitiert offenbar

doch nicht von der Globalisierung. Diese

Entwicklung wird sich auch 2019 weiter

fortsetzen. Bereits heute ist der Traum

vom Eigenheim für den Normalverdiener

in zahlreichen Großstädten längst ausgeträumt.

Mittlerweile arbeiten im Lande

des Exportweltmeisters 25 Prozent, das

sind knapp 9 Millionen Menschen, im

Niedriglohnsektor. Ein Skandal und eine

tickende Zeitbombe!

Diese Menschen können nichts für ihr

Alter zurücklegen, und Altersarmut ist

daher in großem Stil in Deutschland vorprogrammiert.

Wann fangen wir endlich

an, die Menschen fair zu bezahlen? Wir

sehen diese Entwicklung jedoch leider

nicht für das kommende Jahr. Auch in Zukunft

werden immer mehr Menschen von

der Mittel- in die Unterschicht abrutschen

und flaschensammelnde Rentner werden

verstärkt unser Stadtbild bestimmen. Das

Rentenniveau wird zukünftig in Deutschland

weiter sinken, und für das Alter adäquat

vorzusorgen wird für immer mehr

Menschen immer schwieriger. Die öffentlichen

Abgaben werden für uns Bürger

weiter ansteigen.

Bankensterben

Ein weiterer Zyklus ist das Ende des Bankings

wie wir es bisher kennen. Dies kann

man auch an den Aktienkursen der börsennotierten

Banken deutlich erkennen.

Auch 2019 werden Banken immer mehr

Filialen schließen, fusio-nieren oder abgewickelt

werden. Wir als Kunden werden

mit steigenden Gebühren und weniger

Service darunter leiden.

Eines unser Lieblingsthemen: Die Deutsche

Bank, keiner unser Leser wird sich

jetzt wunden, ist weiter auf dem absteigenden

Ast und hat in der Zwischenzeit

Rekordtiefs beim Aktienkurs erreicht.

Hierzu auch unser Video: Geht die Deutsche

Bank Pleite? Wer unserem Rat gefolgt

ist und die DB geshortet hat, hat

stolze Gewinne verzeichnen dürfen. Wie

auch bei Apple, Facebook und Netflix. Zurück

zur DB: Die Deutsche Bank soll nun

gerettet werden, indem sie mit einer anderen

maroden Bank verheiratet werden

soll. Ganz nach dem Motto: Minus mal

Minus gibt sicher Plus. Nope! Die Fusion

mit der schon mal geretteten Commerzbank

ist nur eine Zwischenschritt zur Verstaatlichung.

Der folgende Chart zeigt

doch frappierende Ähnlichkeiten mit dem

Kursverlauf der Lehman Brothers auf.

Gesundheit wird immer mehr zum Luxus.

Die Krankenkassengebühren werden

noch weiter ansteigen. Unser heutiges

Gesundheitssystem wird auf Grund explodierender

Kosten und der immer kleiner

werdenden Mittelschicht in Zukunft kollabieren.

Die Konsequenz daraus ist für all

jene, welche noch Rücklagen bilden können:

Bilden Sie Rücklagen für Ihre Gesundheit.

Sie werden sie in Zukunft benötigen.

Deutschland – die fetten Jahre sind

vorbei

Die Zukunftsaussichten beim Exportweltmeister

Deutschland, mit seiner Schlüsselindustrie

Automotive verdunkeln sich

zusehends. Nach starken Jahren und

Rekordergebnissen ging die deutsche

PKW-Produktion 2018 um 9,4% zurück.

»Mittlerweile arbeiten

im Lande des Exportweltmeisters

25 Prozent,

das sind knapp

9 Millionen Menschen,

im Niedriglohnsektor.«

Zuletzt stark beschleunigt durch eine

schwache Nachfrage auf dem wichtigsten

Markt China. Für 2018 ging es hier erstmalig

seit 20 Jahren um 4,08% abwärts

bei den Verkäufen und im November/

Dezember sogar um 16% zum Vorjahresmonat.

Die Zahlen sprechen ganz klar für eine

Rezession.

Die Autobranche ist essentiell für Deutschland.

Immerhin ist sie verantwortlich für

820.000 Menschen, einen Umsatz von

331,2 Milliarden Euro und für 21 % der

Bruttowertschöpfung der deutschen Industrie.

Wenn die Rezession die Autobauer

erreicht, wird sie sich auch auf andere

Branchen ausweiten. Ein Dominoeffekt,

welcher heftiger als 2008 werden könnte.

Sollten die Deutschen Autobauer den Anschluss

an das 21. Jahrhundert endgültig

ver-passen, entbehren die Konsequenzen

für unser Land jeglicher Vorstellungskraft.

Aus Stuttgart könnte schnell Detroit 2.0

werden.

Ein Beispiel dessen, wie schnell man den

Anschluss in einer sich immer schneller

drehenden Welt, verpassen kann, ist die

Deutsche Bank. Wir gehen entweder von

einer Fusion mit der maladen Commerzbank,

einer Übernahme (höchst unwahrscheinlich,

denn wer beabsichtigt eine

Bank mit unzähligen anhängigen Verfahren

zu erwerben) oder einer Verstaatlichung

aus.

Nicht nur in Deutschland, sondern global

ist die Party des billigen Geldes offenkundig

vorbei, das Wachstum erlahmt, die

Finanzmärkte wackeln spürbar, Rezession

und neue Finanzkrisen zeichnen sich 2019

am Horizont ab. Die Wachstumsprognosen

wurden sowohl für Deutschland, Europa

als auch global gesenkt. Wir gehen

davon aus, dass auch die reduzierten Er-

8

SACHWERT MAGAZIN 2/2019


Wirtschaftsgeschehen

wartungen getoppt werden und den einen

oder anderen Wirtschaftsweisen, Politiker

und Ökonomen böse überraschen

wird. Warum die Bundesregierung unsere

Steuergelder verbrät anstatt erhebliche

Rücklagen für kommende schlechte

Zeiten zu bilden ist für uns vollkommen

unerklärlich.

Deutschland - digitales Mittelalter

Noch immer sind die u. a. die wichtigsten

Wirtschaftszentren Europas wie Stuttgart,

München, Rhein-Main Gebiet… digitales

Mittelalter. Oftmals gibt es keinen

Handy empfang im Zug oder auf der Autobahn.

Auch Bundeswirtschafts minister

Peter Altmaier ist das Problem mit abbrechenden

Verbindungen offenbar

bekannt. Er hat sein Büro angewiesen,

Anrufe von ausländischen Ministerkollegen

nicht mehr ins Auto durchzustellen

zulassen, weil er sich für den schlechten

Empfang schämt. Wir schämen uns für

seine Partei und Kanzlerin Merkel, die

mitverantwortlich dafür sind, dass wir

uns international der Lächerlichkeit preisgeben.

Auch staunen ausländische Gäste

nicht schlecht über das nicht vorhandene

offene und freie WLAN. Wir bezweifeln,

dass Frau Bär – als Staatsministerin für

Digitales im Kanzleramt - Deutschland digital

ins 21. Jahrhundert befördert. Dies

passiert wahrscheinlich erst im 22. Jahrhundert.

Auch 2019 wird unser Land

leider von Funklöchern übersät bleiben.

Facebook, Amazon, Alibaba (China), Tencent

(China) oder Netflix - die größten 20

Internetriesen kommen nicht aus Europa -

zwölf der Top 20 kommen aus den USA

und acht aus China. Während die Politik

in Europa noch debattiert, wurden in den

USA und China längst Fakten geschaffen.

In Zukunft werden diese Tech-Konzerne

weiter und noch drastischer unsere Daten

sammeln und demzufolge an Macht

gewinnen, während Europa immer weiter

an Bedeutung verlieren wird. Noch

geht es vielen Europäern zu gut, um zu

erkennen, was uns in Zukunft ohne das

Datengold blühen wird. Vielleicht hat der

Datenhack, bei dem Telefonnummern

und Email Adressen von Politikern und

Prominenten gestohlen wurden, unsere

Elite aufgeweckt hier aktiv zu werden. In

Zukunft werden wir uns mehr mit Privacy

und Cybersecurity beschäftigen.

Krieg gegen das Auto geht weiter

Auch 2019 wird der Krieg gegen das

Auto mobil weiter fortgesetzt. Zuerst geht

es den Diesel Euro 4 und 5 an den Kragen,

dann wird Euro 6 und schlussendlich

der Benziner folgen. Immer mehr wird

uns von dem vermeintlich umweltfreundlichen

Elektrofahrzeug gepredigt. Dass die

Gewinnung der für die Batterien notwendigen

Rohstoffe eine unfassbare Umweltverschmutzung

und Umweltzerstörung

zur Folge hat, wird von den Elektrofahrzeugbefürwortern

gerne ausgeblendet –

denn schließlich findet die Umweltzerstörung

nicht bei uns, sondern in Afrika,

Südamerika und Asien statt. Beispielsweise

stammen knapp zwei Drittel des globalen

Bedarfs von Kobalt bereits heute aus

Bergwerken der Demokratischen Republik

Kongo in Afrika. Ein Bombengeschäft für

die oft ausländischen Betreiber der Minen

- die Einheimischen sind jedoch an

den Gewinnen des Kobalt-Geschäfts nicht

beteiligt. Mehr Heuchelei geht nicht!

Selbst das ZDF schreibt mittlerweile: „die

Gewinnung der Rohstoffe für die Akkus

ist menschenverachtend und umweltschädigend.“

Abgesehen davon haben wir in

Deutschland weder die erforderliche Infrastruktur,

die erforderlichen Fahrzeuge

in ausreichender Stückzahl, noch den

Willen in der Bevölkerung für eine rasche

Elektrifizierung des Automobilmarktes.

Gegenwärtig wird nur einer von 1.000

Pkw auf deutschen Straßen elektrisch angetrieben.

Bei Neuverkäufen sind es nur

sieben von 1.000. Demzufolge sehen wir

für 2019 nicht das Jahr des Elektroautos.

Deutschland ist nicht der große

Euro-Gewinner

Deutschland ist - wie fälschlicher Weise

von der Politik immer wieder behauptet -

nicht der große Euro-Gewinner, denn seit

Euroeinführung ging es mit dem deutschen

Wohlstand in Relation zur gesamten

EU bergab. 1998 lag das BIP (je Einwohner

in Kaufkraftstandards) in Deutschland

bei 125 Prozent, Ende 2017 nur noch bei

123 Prozent. Die großen Verlierer des

Euro sind die Länder Südeuropas. Größter

Profiteur ist das Niedrigsteuerland Irland

(183 Prozent). Mehr denn je wird ersicht-

Bilder: Depositphotos/ifeelstock

Daten – das Gold der Zukunft

wandert in die USA

Daten sind das Gold der Zukunft. Das Problem

ist jedoch, dass in diesem Bereich

Deutschland und der Rest Europas bereits

den Anschluss uneinholbar verpasst hat.

Egal ob Alphabet Inc. (Google), Apple,

SACHWERT MAGAZIN 2/2019 9


Wirtschaftsgeschehen

lich, dass der Euro Europa trennt, anstatt

es zu einen und folglich ist ein Ende der

Eurozone absehbar. Dies wird bis spätestens

2023 der Fall sein.

Brexit – ein Alptraum für Nordeuropa

Der Brexit wird kommen und wir erwarten

einen harten und schmutzigen Brexit. Im

Falle eines harten Brexits gehen wir davon

aus, dass wir bald die größte Steueroase

mitten in Europa haben werden – Großbritannien.

Zumeist wird in den Medien nur über die

gravierenden Folgen für Großbritannien –

zweitgrößte Volkswirtschaft Europas –

gesprochen, aber nicht für Deutschland.

Der Brexit wird für Deutschland teuer,

sehr teuer. Zuerst müssen die Gelder,

welche durch den Brexit entfallen auf die

übrigen Mitgliedsstaaten verteilt werden.

Demgemäß werden Mehrbelastungen

auf den größten Nettozahler Deutschland

zukommen. Wesentlich teurer zu stehen

kommen wird uns die „Sperrminoritätsregel“

im Ministerrat. Mit dem Verlassen

Großbritanniens ist das Gleichgewicht innerhalb

der EU unwiederbringlich gestört

und die Südeuropäer haben ab dann die

Mehrheit im Europäischen Rat und können

folglich die Nordeuropäer überstimmen.

Ein jeder kann sich ausmalen was

da auf uns zukommen wird und wer die

Rechnung begleichen darf. Wir gehen von

erheblichen Mehrkosten für Deutschland

in Zukunft aus.

EU und Euro – Extreme Parteien auf

dem Vormarsch

Die EZB wird auch 2019 weiterhin ihre

irrsinnige Politik des billigen Geldes verfolgen.

Die Zinsen sind, wie von uns vor

einem Jahr an gleicher Stelle prognostiziert,

weiterhin bei 0 und werden dort

auch noch bleiben. Die Preise werden jedoch

weiter steigen. Zwar hat die EZB ihr

Aufkaufprogramm offiziell aufgegeben,

dies ist jedoch eine Mogelpackung, denn

die EZB wird auslaufende Anleihen mit

neuen Anleihen ersetzen. Dies wird um

die 200 Milliarden Euro im Jahr ausmachen.

Sobald eine Rezession kommt, gehen

wir davon aus, dass wir ganz schnell

wieder Aufkaufprogramme sehen werden,

da die südlichen Länder der Eurozone

ansonsten Hopps gehen. Auch Negativzinsen

sind 2019 möglich. Die Inflation

befindet sich mit 2,5 Prozent auf einem

Zehn-Jahres-Hoch. Wie lange lassen wir

Bürger uns noch von der EZB enteignen?

Die kranke EZB-Politik hat zu vollkommen

realitätsfernen Kursen an den Aktienmärkten

geführt und dafür gesorgt, dass sich

ein Normalverdiener in den meisten städtischen

Ballungszentren kein Eigenheim

mehr leisten kann. Wohnen verkommt

zum Luxus. Die Reichen werden immer

reicher und die Fleißigen immer ärmer.

Wir gehen für 2019 von steigenden Immobilienpreisen

aus. Wie lange die Bürger

dies noch hinnehmen werden ist nicht

vorherzusagen.

Bis heute hat uns Sparer die irrsinnige

EZB-Notenbankpolitik über 436 Milliarden

Euro gekostet. Unvermindert versuchen

die EZB und die nationalen Notenbanken

ohne spürbaren Erfolg, die Krise mit der

Druckerpresse zu lösen. Bis Ende 2018 hat

die EZB knapp 5 Billionen Euro aus dem

Nichts erschaffen.

Wir gehen davon aus, dass die EZB und

die nationalen Notenbanken auch 2019

weiter in erheblichem Umfang Anleihen

von faktisch bankrotten Staaten wie beispielsweise

Italien und von Zombieunternehmen

wie zum Beispiel italienischen

Banken aufkaufen werden, da sich auf

den Märkten für eben diese Anleihen

wohl kaum Käufer finden werden. Der

folgende Chart zeigt schon jetzt, dass die

EZB größter Besitzer von italienischen Anleihen

ist und italienische Banken mit Geld

von der EZB ebenfalls kräftig den Staat

stützt, um das Perpetuum Mobile am Laufen

zu halten.

Niemals in der Geschichte der Menschheit

wurde eine Krise nachhaltig mit der

Notenbankpresse gelöst. Offensichtlich

läuft es in der Eurozone nicht so prächtig,

ansonsten wäre das Aufkaufprogramm

rückgängig gemacht und der Leitzins erheblich

erhöht worden. Beides wird jedoch

auch 2019 nicht geschehen.

Die Bilanzsumme der EZB und somit auch

das Haftungsrisiko für die Bundesbank

als größten Anteilseigner werden immer

astronomischer. Mit Grauen befürchten

wir die Einführung der Europäischen Einlagensicherung

(EDIS), die von Teilen der

Politik forciert wird. Dies bedeutet, dass

deutsche Banken und somit deutsche

Sparer für teilweise vollkommen marode

Institute in Südeuropa haften müssen.

Wer dies ernsthaft will, dem ist nicht mehr

zu helfen. Wir gehen jedoch davon aus,

dass diese kommen wird.

Spätestens 2019 werden die Target 2 Salden

die eine Billion Grenze überspringen

und auch dem Letzten Realitätsverweigerer

verdeutlichen, dass eine Währungsunion

mit unterschiedlich starken Volkswirtschaften

aus-schließlich im Rahmen

einer für die Euro-Länder Nordeuropas

äußerst teuren Transferunion noch für ein

paar Jahre funktionieren kann. Mit unserer

heutigen Politikerkaste wird die für

Deutschland unfassbare teure Transferunion,

für die wir in Zukunft bitter büßen

werden, noch verstärkter kommen.

Da sich in der Eurozone immer weniger

Länder an zuvor gemeinsam beschlossene

Vereinbarungen halten, sind die Tage des

Euros gezählt. Der Wille zu mehr Europa,

also zur stärkeren Integration, ist nur in

Frankreich (noch), Deutschland, Belgien

und Luxemburg festzustellen. Ungarn,

Italien und Polen gehen immer mehr auf

10

SACHWERT MAGAZIN 2/2019


Wirtschaftsgeschehen

Bilder: Oliver Reetz

Konfrontationskurs zur EU. Italien wird

den Realitätsverweigerern in Brüssel auch

2019 aufzeigen woher der Wind weht.

Fakt ist: Der Euro ist viel zu schwach für

Deutschland und viel zu stark für die Länder

Südeuropas. Unter dem Euro werden

die Länder Südeuropas wirtschaftlich nicht

mehr auf die Beine kommen. Wann sich

diese Erkenntnis bei unseren politischen

Eliten durchsetzen wird (wenn überhaupt)

wagen wir nicht vorherzusagen. Parteien

am Linken und rechten Rand werden

demzufolge nicht nur in Südeuropa kontinuierlich

immer stärker werden.

Die nächste Quittung für das dogmatische

Festhalten am Euro werden die „Volksparteien“

bei den nächsten EU-Parlamentswahlen

im Frühjahr 2019 erhalten.

Wir gehen von einem äußerst starken Abschneiden

EU-kritischer Parteien aus. Und

dann könnte zweifellos das Ende der EU

eingeläutet werden. Denn diese Parteien

müssen keineswegs die absolute Mehrheit

erringen, um die angestrebte Auflösung

der EU voranzutreiben. Bereits wenn ihre

Parteien gemeinsam die stärkste Fraktion

im künftigen EU-Parlament bilden würden,

könnten sie die EU-Gesetzgebung

nachhaltig sabotieren. Die Konsequenz

dessen ist, dass die Union kaum noch

entscheidungsfähig wäre. Dringend erforderliche

Reformen, wie etwa die Stabilisierung

des Euro, wären dann praktisch

unmöglich.

Frankreich – mit gelben Westen in die

nächste Revolution?

Wie von uns erwartet, konnte der 2017

gewählt Präsident Frankreichs Macron

und seine Mannschaft nicht liefern. Er

ist derweil der unbeliebteste Präsident

des Landes. Das Volk zieht sich mittlerweile

gelbe Westen über und rebelliert.

Viele Menschen in Frankreich haben die

Faxen dicke. Über 70 Prozent der Franzosen

sympathisieren mit den Gelbwesten.

Wie lange sich Macron noch halten kann

ist nicht klar. Auch seine Partei „La République

en Marche“ wird bei der EU-Parlamentswahl

ein desaströses Ergebnis einfahren.

Gewinner werden die rechten und

linken Parteien sein. Er hat zwar nun ein

„Rettungspaket“ von 10 Milliarden Euro

geschnürt um die Leute von der Straße

zu bringen, aber nach wie vor gehen die

Menschen mit Gelben Westen raus und

demonstrieren. Sollte Macron bei der

nächsten Präsidentschaftswahl noch einmal

antreten, dann wird er diese keinesfalls

gewinnen.

Italien – EU- und Eurokritiker weiter

auf dem Vormarsch

Wie von uns richtig prognostiziert, haben

die EU- und Eurokritischen Parteien sehr

Seit das PSPP-Programm gestartet wurde, hat die ECB

alle italienischen Schulden aufgekauft

»Offensichtlich läuft es in der Eurozone nicht so prächtig,

ansonsten wäre das Aufkaufprogramm rückgängig

gemacht und der Leitzins erheblich erhöht worden.«

stark abgeschnitten und mittlerweile die

Macht in Italien übernommen. Dennoch

kommt und wird das Land auch in Zukunft

wirtschaftlich nicht auf die Beine

kommen und von einem Aufschwung

kann nicht die Rede sein. Die Bruttoverschuldung

des italienischen Staates ist

mittlerweile bei 2,3 Billionen Euro angelangt

oder 132,4% zum BIP. Absolut gesehen

die drittgrößte Staatsverschuldung

der Welt! Die Target 2-Verbindlichkeit der

italienischen Zentralbank (Banca d’Italia)

liegt bei ca. 492 Mrd. Euro. Auch in Italien

werden die ehemaligen Regierungsparteien

bei der EU-Parlamentswahl ein Fiasko

erleben, die Lega Nord wird jedoch ihr

stärkstes Ergebnis bei der EU-Parlamentswahl

einfahren. Bella Italia - unser Favorit

als Auslöser für die nächste Finanzkrise

neben Brexit und Frankreich.

Auch 2019 wird von der EZB weiter

Geld gedruckt

Wir gehen davon aus, dass die EZB auch

2019 weiter massiv Geld drucken wird.

Spätestens wenn die Milliardenkredite für

Italien auslaufen im Jahr 2020 und 2021

wird die EZB wieder zugreifen müssen,

um die Investitionsquote stabil zu halten.

Die EZB wird dann mindestens 170 Milliarden

pro Jahr zusätzlich in die Hand nehmen

müssen. Auch erwarten wir nach wie

vor eine Rezession. Bald werden nicht nur

marode Banken jede Menge Geld von der

EZB benötigen - und das nicht nur in Italien

- sondern auch im brodelnden Frankreich

und selbstredend im bankrotten

Griechenland aber auch in Deutschland.

China – totale Überwachung und

Ende des langjährigen Booms

Was der „1984-Autor George Orwell bereits

vor 70 Jahren vorhersah, wird nun in

China wahr. Die Kommunistische Partei

(KP) führt ein Punktesystem ein, dass die

Bürger Kraft Totalüberwachung zu besseren

Menschen erziehen soll um die Macht

zu sichern. Die KP zeigt uns, was in einer

digitalisierten Welt alles möglich ist und

was Digitalisierung bedeuten kann, wenn

sie von den Falschen missbraucht wird.

Derzeit baut die chinesische Regierung

ein System auf, das das Verhalten

seiner Bewohner in allen Lebensbereichen

bewertet. Egal ob bei Rot

über die Ampel gehen, lästern über

die Partei in den sozialen Netzwerken,

Müll auf die Straße werfen, Zähneputzen

vergessen…, das sogenannte „Sozialkreditsystem“

soll möglichst alles erfassen:

Zahlungsmoral, Strafregister, Einkaufsgewohnheiten,

Parteitreue und soziales Verhalten.

Die Konsequenzen für Personen

mit einer schlechten Bewertung sind vielfältig.

Wer sich nicht benimmt, muss mit

SACHWERT MAGAZIN 2/2019 11


Wirtschaftsgeschehen

Einschränkungen rechnen:

Langsames bis kein Internet, höhere Steuern,

Verweigerung von Lizenzen und Genehmigungen,

erschwerter Zugang zu sozialen

und öffentlichen Dienstleistungen,

keine Kredite, Pranger im TV oder Internet,

Karrieren bei staatlichen und staatsnahen

Organisationen werden verhindert,

Reisebeschränkungen, der Ausschluss von

öffentlichen Ausschreibungen usw. Das

System hat noch Schwächen: So wurden

einer bekannten chinesischen Schauspielerin

unverschuldet Punkte abgezogen,

weil sie bei Rot über die Straße gegangen

sein soll. Problem war: Sie war tausende

von Kilometern entfernt. Erst auf ihren

Protest hin wurden die Aufnahmen geprüft

und siehe da: Auf einem Bus war

ihr Gesicht für eine Werbung abgebildet

und die Überwachungskameras konnten

dies nicht unterscheiden. Wir Bürger

müssen immens darauf aufpassen, dass

dieser Überwachungsirrsinn nicht auch in

Zukunft in Deutschland kommt.

Auch beim Wirtschaftsriesen China läuft

es längst nicht mehr so rund. Wie in

Deutschland schwächeln die Automobilabsätze

ebenfalls. Auch im Reich der

Mitte ist die Party des billigen Geldes offenkundig

vorbei, das Wachstum erlahmt,

die Finanzmärkte wackeln spürbar, Rezession

und neue Finanzkrisen zeichnen sich

am Horizont ab. Die Volksrepublik China

mit seinem gigantischen Schattenbankensystem

und seiner auf Pump betriebenen

Investitionswut war neben dem billigen

Geld der Notenbanken für den globalen

Aufschwung, welcher nun im neunten

Jahr erlahmt, mit verantwortlich. Jetzt

beginnt China die Folgen von Trumps

Politik merklich zu spüren und dem Reich

der Mitte geht langsam die Puste aus

und eine gigantische Immobilienblase (in

der Innenstadt von Peking kosten sechzig

Quadratmeter Plattenbau inzwischen

mehr als eine Million Euro) wartet auf den

großen Knall.

Marktausblick: Kapitalmärkte

Für dieses Jahr erwarten wir weiterhin turbulente

Aktienmärkte und eine Rezession.

Nach einem Aufbäumen der Märkte gehen

wir tendenziell von sinkenden Kursen aus.

Warum? Der längste (künstlich erzeugte)

Bullenmarkt in der Geschichte ist vorbei

und ein neuer Zyklus hat begonnen. Auch

die starke Volatilität spricht ganz klar für

einen Bärenmarkt. Die 10 größten Kurssprünge

waren in Bärenmärkten.

Auch wenn es statistisch gesehen eher

selten ist, dass Aktienmärkte zwei Jahren

in Folge nacheinander verlieren, (Dies war

der Fall in der Großen Depression, während

der Ölkrise und nach dem Platzen der

Internetblase) stehen die Chancen unserer

Ansicht nach trotzdem nicht schlecht. Wir

haben viele tickende Zeitbomben in der

Welt: Trump, Handelskrieg, Shutdown,

Brexit, Italien vs. EU, Europawahlen, Abschwächung

der Wirtschaft, Rezes sion,

Notenbanken etc. Die FED reduziert momentan

ihre Bilanz durch Verkäufe um 50

Milliarden Dollar pro Monat. Das gepaart

mit den Zinserhöhungen haben gereicht

um die Märkte in den Keller zu transportieren.

Wenn nun die FED sagt, man

möchte zurück auf ein normales Level

und wir definieren dies auf die Zeit vor

Lehman. Dann steht der Dow Jones weit

unter 20.000 Punkten und vielleicht sogar

wieder unter 10.000 Punkten.

Die Zinserhöhungen in den USA haben

viel Kapital aus den Märkten und aus Europa

Richtung USA geleitet. Der weitere

Abverkauf kann nur begrenzt werden,

wenn es keine weiteren Zinserhöhungen

mehr gibt sondern Zinssenkungen und

ein weiteres Anwerfen der Druckerpresse.

Dies ist durchaus möglich sobald sich die

volkswirtschaftlichen Fakten verschlechtern.

Eine Rezession erwarten wir in den

nächsten Monaten. Das Ende des Dollars

wird ebenfalls eingeläutet (Russland und

China stoßen Dollar ab und kaufen Edelmetalle

aber auch andere Währungen)

aber noch nicht 2019. Das nächste Geldsystem

wird so oder so digital sein.

Ein neuer Rohstoffzyklus bricht an. Wir

sind für Gold und Silber sehr positiv gestimmt.

Notenbanken legen sich weltweit

wieder Gold ins Depot und JPMorgan ist

in der Zwischenzeit größter Besitzer von

Silber. Zudem haben Edelmetalle 2018

einen Boden gefunden und sind ausgebrochen.

Edelmetalle waren 2018 die stabilen

Gewinner. Hiermit lagen wir letztes

Jahr richtig. Teilweise falsch lagen wir bei

Bitcoin, zwar haben wir die Korrektur prognostiziert,

aber eine Erholung noch im

selben Jahr erwartet. Unserem Kursziel

bleiben aber trotzdem wir treu, nur hat

sich der Zeitfaktor verschoben. Immobilienpreise

sind Verkaufspreise! Weitere

starke Anstiege sind eher unwahrscheinlich.

Hier sollte man Gewinn mitnehmen.

An Gewinnmitnahmen ist noch niemand

arm geworden.

Zusammenfassend sollte man in Sachwerte

investieren und weiterhin breit

streuen.

Dax unter 10K

Euro über 1,20

Gold über 1400 USD / Silber über 18 USD

Wenn die Notenbanken wieder manipulieren,

werden die Märkte steigen - was

aber nicht heißt, dass die Krisen gelöst

sind sondern lediglich weiter in die Zukunft

verlegt werden. Der Kaugummi

kann maximal noch bis 2023 in die Länge

gezogen werden. Nutzen Sie die Zeit und

werden Sie aktiv!

Bereiten Sie sich vor. Wir sind im Endspiel!

12

SACHWERT MAGAZIN 2/2019


Gold

»Die Angst schwingt mit - zu Recht!«

Andreas Kroll, Geschäftsführer der Noble Elements GmbH über die

Fallstricke bei Sachwert-Investments

Bild: privat

Auf Grund einiger Skandale in der

Vergangenheit, zuletzt bei dem Containeranbieter

P&R, muss sich jeder

vorsichtige Investor fragen: „Ist meine

Ware, die ich gekauft und bezahlt

habe, auch wirklich vorhanden?“

Herr Kroll, wie groß schätzen Sie das

Problem innerhalb der Branche im Allgemeinen

und im Konkreten bei dem

Containeranbieter P&R?

Laut Insolvenzverwaltung sind statt der

1,6 Mio. verkauften Container nur lediglich

618.000 Stück vorhanden. Über Jahre

hinweg wurden also Verträge über nichtexistierende

Container geschlossen, wobei

die neu eingeworbenen Gelder dazu

genutzt wurden, laufende Verbindlichkeiten

aus Mietzahlungen und Rückkäufen

gegenüber Altanlegern zu begleichen.

Wie groß das Problem innerhalb der Sachwertbranche

insgesamt ist, kann man nur

mutmaßen, aber ich fürchte es hat größere

Ausmaße als wir wahrhaben möchten,

denn eine Warenunterdeckung dürfte

auch bei so manchen Anbietern von Edelund

Technologiemetallen vorhanden sein.

Der letzte große Skandal in diesem Sektor

liegt nicht länger als vier Jahre zurück.

Da war es die BWF-Stiftung, die negative

Schlagzeilen produzierte. Gold im Wert

von ca. 50 Mio. Euro war letztendlich

nicht vorhanden. Ich fürchte, dass vielen

Investoren sich dieser Problematik gar

nicht so bewusst sind.

Aber viele Anbieter arbeiten doch

auch mit Wirtschaftsprüfern und Treuhändern

zusammen. Das sollte doch

für die nötige Sicherheit sorgen?

Nun ja, Wirtschaftsprüfer können aber nur

die Ware zählen die tatsächlich da ist, nicht

die, die vorhanden sein müsste. Von deren

Umfang erfahren sie nur, wenn ihnen

auch wirklich alle Kaufverträge vorgelegt

werden.

Herr Kroll, Ihr Unternehmen Noble

Elements wurde erneut zum besten

Rohstoffhändler Deutschlands gewählt.

Unter anderem deswegen,

weil Ihre Sicherheitsarchitektur im

Umgang mit Kundengeldern als vorbildlich

gilt. Was machen Sie anders

als ihre Mitbewerber? – Wie garantieren

Sie, dass die Ware Ihrer Kunden

vollständig vorhanden ist?

Wir setzen konsequent auf die Einzelverwahrung.

Jeder Kunde bekommt seine eigene

abschließbare Box, in der seine Ware

eingelagert wird. Die Ware wird somit nie

mit Ware fremder Dritter vermischt. Er ist

tatsächlich und nachweislich der Eigentümer

seiner Metalle. Die Lagerverwaltung

schickt nach Bestückung der Kiste dem

Käufer die Inhaltsliste sowie die Schlüssel

zu seiner Kiste zu. Die Noble Elements hat

keinerlei Zugriff mehr auf diese Waren.

Außerdem schließt unser Kunde einen

Mietvertrag über die Stellfläche direkt mit

der Lagerverwaltung ab.

In der Regel ist der Verkäufer des Investments

auch gleichzeitig der Vermieter der

Lagerfläche. Bei uns sind diese beiden

Vorgänge – der Kauf und die Einlagerung

– juristisch strikt getrennt.

Daher verschicken die meisten Mitbewerber

auch im besten Fall nur Eigentumsurkunden

als Bestätigung ihres

Warenbestandes. Damit kommen die

Kunden aber nicht an die Ware, denn der

Mietvertrag besteht ja zwischen dem Verkäufer

des Investments und der Lagerverwaltung,

nicht aber mit dem eigentlichen

Käufer der Metalle. Die Lagerverwaltung

wird jeden Kunden mit Eigentumszertifikaten

wieder nach Hause schicken, weil

er erstens die Echtheit des Zertifikates

gar nicht überprüfen kann und zweitens

es auch kein Vertragsverhältnis zwischen

diesen beiden Parteien gibt.

Das von uns gewählte Verfahren ist deutlich

kostenintensiver als das unserer Mitbewerber,

alleine durch den enormen Flächenverbrauch

im Hochsicherheitslager

und dadurch, dass die Ware jedes Kunden

einzeln verpackt werden muss, aber

Sicherheit hat nun mal ihren Preis. Von

unserer Sicherheitsarchitektur profitiert

aber nicht nur der Kunde, auch unseren

Vermittlern garantiert sie einen ruhigen

Schlaf. Vermittler für die BWF-Stiftung

wurden bereits zu Schadensersatz verurteilt,

weil sie deren Angebot nicht pflichtgemäß

überprüft haben. Letztendlich

wurden also auch die Vermittler betrogen.

Ihre Kunden bekommen also einen

Schlüssel zugesendet. Besteht dann

auch für die Kunden die Möglichkeit,

den Inhalt selbst zu überprüfen?

Selbstverständlich, wir führen regelmäßig

Besichtigungen unserer Tresorräume

durch, zu der sich unsere Kunden jederzeit

anmelden können. Oder sie vereinbaren

einen Termin direkt mit der Lagerverwaltung.

Andreas Kroll

Analyst und Geschäftsführender

Gesellschafter der Noble Elements

Metallhandelsgesellschaft mbH

Das Thema Sicherheit ist uns sehr wichtig,

und so arbeiten wir gemeinsam mit

der Metallorum GmbH aus Würzburg daran,

einen komplett neuen Standard für

den Markt zu entwickeln. Wir wollen zukünftig

den gesamten Ablauf, vom Kauf

bis zur Einlagerung fälschungssicher und

betrugsfest dokumentieren. Insbesondere

für Anbietern von ratierlichen Kaufverträgen,

wo eine Einzelverwahrung gar nicht

möglich ist, wird unser neuer Service

bahnbrechend sein. Wir schaffen damit

die nötige Sicherheit für Kunden und Vermittler,

um solche Schlagzeilen wie oben,

bald der Vergangenheit angehören zu

lassen.

Herr Kroll, danke für das Gespräch und

Gratulation zur Auszeichnung „bester

Rohstoffhändler“.

SACHWERT MAGAZIN 2/2019 13


Rohstoffe Anzeige

Zukunfts-

Investition

Technologiemetalle

Neue Technologien sind nur

mit Technologiemetallen möglich -

und diese sind begrenzt

Gallium, Germanium, Indium und Hafnium

– ohne diese Edelmetalle würde vieles

nicht mehr funktionieren. Jeder nutzt täglich

Technologiemetalle, oft ohne das zu

wissen. Die vier genannten Metalle gehören

zu den seltensten der Welt und werden

für mehrere hundert Anwendungen

gebraucht.

Indium

Wegen seiner guten Leitfähigkeit ist Indium

in LCD-Displays, organischen Leuchtdioden

und Touchscreens erforderlich. 65

Prozent des produzierten Indiums wird

bei diesen Technologien eingesetzt. Darüber

hinaus wird es bei der Halbleiter- und

Nanotechnolgie verwendet. Bei der Zinkund

Kupferproduktion wird Indium als Nebenprodukt

abgebaut. Die Bundesregierung

fördert in Deutschland Studien zum

Recycling dieses Metalls, weil derzeit nur

1000 Tonnen pro Jahr zur Verfügung stehen.

Die Golden Gates AG, die sich auf Angaben

der Bergakademie Freiberg beruft,

geht aber davon aus, dass bis zum Jahr

2030 pro Jahr ein Bedarf von 1900 Tonnen

pro Jahr besteht. Mehrere Studien machen

deutlich, dass Indium maximal noch 15 bis

20 Jahre hergestellt werden kann.

Gallium

Gallium ist nur in anderen Metallen wie

Aluminium oder Zink enthalten. Sein Anteil

in Bauxit – ein Rohstoff für die Aluminiumgewinnung

– liegt bei 0,1 Prozent.

Wegen seines niedrigen Schmelzpunkts

wird Gallium oft als Quecksilber-Ersatz

genutzt, doch es ist viel teurer. Fester Bestandteil

ist das Metall in Leuchtdioden,

Transistoren, Solarzellen Optoelektronik

und Medizintechnik. Pro Jahr werden 280

Tonnen Gallium produziert, die Golden

Gates AG rechnet damit, dass die Nachfrage

in den nächsten 15 Jahren sechsmal

so groß sein wird.

Germanium

Germanium ist in der Erdkruste enthalten,

doch nur zu 0,0006 Prozent, was

die Förderung schwierig gestaltet. Hergestellt

wird Germanium hauptsächlich bei

der Kupfer-, Blei- und Zinkproduktion,

wo es als Nebenprodukt auftritt. Es wird

in Elektronik, Solarzellen, Nachtsichtgeräten,

Infrarotkameras, Medizintechnik

und Glasfaserkabeln verwendet. Die

weltweite Jahresproduktion summiert

sich auf 130 Tonnen; also deutlich weniger

als bei Gallium. Germanium wird vor

allem bei der Primärproduktion von Zink

und Blei gewonnen. 353 Tonnen Germanium

werden bereits bis zum Jahr 2030

für Glasfaserkabel verbraucht. Darum

hat das deutsche Ministerium für Bildung

und Forschung 2014 eine Studie in Auftrag

gegeben. Die Bergakademie Freiberg

fand heraus: Mithilfe von Biogasanlagen

können aus 1 Prozent Biomasse mit einem

durchschnittlichen Gehalt von einem Millionstel

Germanium pro Jahr 150 Tonnen

des Metalls geerntet werden.

Hafnium

Von dem weichen Schwermetall Hafnium

werden pro Jahr 80 Tonnen gefördert.

Es ist hauptsächlich Bestandteil von

Zirkonium-Mineralien. Seine beste Qualität

hat Hafnium, wenn der Zirkonium-Anteil

unter 0,2 Prozent liegt. Hafnium ist

teurer und seltener als Germanium, Indium

und Gallium. Verwendung findet es in

Steuerstäben von Kernreaktoren, als Legierung

bei Flugzeugturbinen und Raketentriebwerken

und als Ersatz von Silizium

in Computerchips. Hafnium sorgt dafür,

dass diese schneller, effizienter und kleiner

werden. So ist es ein unverzichtbarer

Bestandteil von Handys und Laptops.

14

SACHWERT MAGAZIN 2/2019


Anzeige Rohstoffe

Energietechnologie hat hohen Bedarf

Zwar sind die Menschen nicht mehr so

stark von den fossilen Ressourcen der Erde

abhängig, wenn es darum geht, Energie

zu gewinnen. Viele Länder produzieren

die Energie aus regenerativen Quellen

wie Wind-, Wasser- und Sonnenkraft. Vor

allem China, Amerika und Indien trieben

diese Entwicklung voran. Das Ergebnis:

Weltweit hat die Zahl der Photovoltaikanlagen

ab dem Jahr 2016 deutlich zugenommen.

Aber auch für diese Technologien

werden seltene Rohstoffe gebraucht.

So sind Indium und Gallium für die Solarzellen

notwendig. Auch in den Elektroautos

– bis 2030 soll jeder dritte Neuwagen

ein E-Auto sein – kommen künftig

viel mehr Metalle vor, weil sie mit

mehr Technologien wie Flatscreens

und Nachsichtkameras ausgestattet

werden.

Herbert Behr

(Vorstand/CEO

Golden Gates AG)

Schon jetzt sind Technologiemetalle knapp

und damit als Geldanlage hochinteressant.

Investieren in Technologiemetalle ist

Vertrauenssache

Die Situation an den Finanzmärkten zeigt

es deutlich: Es ist an der Zeit, in physische

Werte zu investieren. Denn schon

der Schweizer Wirtschaftswissenschaftler

Marc Faber warnte: “Papiergeld ist

Konfetti”. „Die bittere Formel „Inflation

frisst Kaufkraft“ tritt mit immer größerer

Deutlichkeit zutage – Tendenz steigend”,

betont Herbert Behr, Vorstands-Chef der

Golden Gates AG.

Wer in Metalle investieren möchte, findet

bei seinem Unternehmen einen kompetenten

Ansprechpartner. Schon zweimal

wurde Golden Gates vom Magazin Focus

Money als “Wachstumschampion” 2017

und 2018 ausgezeichnet. Nach diesen Erfolgen

erhielt das Unternehmen von dem

Magazin den Titel “Deutschlands bester

Gold- und Edelmetallhändler”. Das heißt:

Als einziges Unternehmen aus der Branche

trägt Golden Gates nun das Siegel

“Deutschlands Beste”. Im neuen digitalen

Kundenportal von Golden Gates können

Kunden die Entwicklung ihrer Edelmetalle

verfolgen – per Smartphone, Tablet oder

PC.

Bilder: Golden Gates

MIT SICHERHEIT DIE RICHTIGE ENTSCHEIDUNG.

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SACHWERT MAGAZIN 2/2019 15


Investment Anzeige

Nachhaltige Rendite durch Knappheit

Faires Investment weit weg von Wall Street

Von Peter Jäderberg, Gründer der Jäderberg & Cie.-Gruppe, Hamburg.

Vor knapp zehn Jahren lernten wir ein

einzigartiges Asset kennen, das beim genaueren

Hinsehen viele Qualitäten in einer

außergewöhnlichen Kombination aufwies:

Ein wachsender Naturrohstoff, seit

über 4.000 Jahren weltweit vielseitig verwendet,

der so verehrt, begehrt und kostbar

wurde, dass er durch Raubbau vom

Aussterben bedroht ist. Die Nachfrage

kann auf lange Sicht nicht gestillt werden.

Ein einziges Unternehmen, Quintis, hat es

vor 20 Jahren geschafft, dieses „flüssige

Gold“ zu kultivieren. Nachhaltig in aufgeforsteten

Mischwäldern im tropischen

Norden Australiens, seit wenigen Jahren

nach den ersten Ernten als einzige marktfähige

Quelle weltweit. Ein Paradebeispiel

für Impact Investment und aktives Risikomanagement.

Ein weiterer ungewöhnlicher

Aspekt ist die umfassende Wertschöpfung

bis in den Einzelhandel hinein.

Hierdurch sind die Margen und damit

unsere Renditen unternehmerisch hoch.

Die geringe Korrelation mit den Kapitalmärkten

ist eine weitere Wunschqualität.

Exklusiver Investoren-Kreis

Zur Expansion hat Quintis in 2009 eine

Handvoll institutioneller Investoren eingeladen,

Plantagen unter ihrer Bewirtschaftung

und Verwertung zu betreiben.

Hierzu gehören der Staatsfonds von Abu

Dhabi, der Stiftungsfonds der Harvard

Universität, die Church of England sowie -

damals als first mover - unsere für dieses

Projekt gegründete Unternehmensgruppe,

Jäderberg & Cie..

Seit ihrer Privatisierung mit neuen finanzstarken

Gesellschaftern (als Stakeholder

BlackRock) Oktober 2019 sucht unser

Partnerunternehmen keine neuen Investoren.

Einzig wir bieten Co-Investoren

einen exklusiven Zugang zu diesem nachhaltigen

Sachwert-Investment.

Seit Jahrtausenden begehrt und

verehrt

Milliarden von Menschen in Asien haben

es seit Jahrtausenden für hunderte von Anwendungen

und Produkten genutzt. Auch

in Europa kennen wir es als Bestandteil von

Kosmetika, Parfüms und demnächst auch

von Medikamenten der Schulmedizin: Sandelholz

und vor allem das daraus gewonnene

ätherische Sandel holz-Öl.

Sandelholz (lat. Santalum album) wird bereits

seit 4.000 Jahren als Heilmittel in der

ayurvedischen und später in der Traditionellen

Chinesischen Medizin eingesetzt. In

den Kulturen der Hindus und Buddhisten

ist es tief verwurzelt, von Tempelritualen

über hochwertige Möbel und wertvolle

Schnitzereien bis zu Hygieneartikel. Die

westliche Welt hat die Vorzüge vom

Sandelholz mittlerweile auch zu schätzen

gelernt. Durch das neue nachhaltige

Angebot entstehen neue Produkte, neue

Märkte und Abnehmer von Sandelholz-Öl

und beispielsweise Sandelholz-Puder.

Das Sandelholz dieser Qualität ist in der

freien Natur jedoch inzwischen vom Aussterben

bedroht. Bis vor zwei Jahrzehnten

kam über 90 % des internationalen Angebots

aus Indien. Dort ist es aufgrund von

kontinuierlichem Raubbau und staatlichen

Beschränkungen auf einen Bruchteil

stark zusammengeschrumpft. Gleichzeitig

wird geschätzt, dass der potentielle,

weltweite Bedarf steigt. Parallel zu dem

dramatischen Schwinden des asiatischen

Bestandes wurde seit 1999 im tropischen

Norden Australiens nachhaltige Mischwälder

mit Sandelholz kultiviert, also keine

Monokultur. Dies war botanisch ein

sehr anspruchsvolles Unterfangen und ist

bis heute in dieser großflächigen, nachhaltigen

Form einzig unserem Bewirtschaftungspartner

gelungen. Auf lange

Sicht wird dies die einzige Quelle sein, die

dem Bedarf nach Sandelholz maßgeblich

nachkommen kann und Sandelholz-Öl in

pharmazeutischer Qualität anbietet.

Was macht diese Geldanlage so

attraktiv?

Zum einen hat diese Verwertungsgemeinschaft

quasi ein Monopol auf diesen

wachsenden Rohstoff mit langfristigem

Wettbewerbsvorsprung dank ungewöhnlich

hoher Markteintrittsbarrieren.

Ein langfristig hoher Nachfrageüberhang

nach dem begehrten Baum, dem daraus

gewonnenen Öl und weiterer Produkte

durch voneinander unabhängige,

rezessions-resistente Absatzmärkte macht

diesen Natur-Sachwert äußerst attraktiv.

Besonders renditeerhöhend wirkt sich die

umfassende Wertschöpfung aus. Auch

die Verarbeitung des Sandelholzes, die

Veredlung, die Entwicklung von Absatzprodukten

und der internationale Vertrieb

wird von Quintis vorgenommen. Zum

Beispiel wird in ihrer pharmazeutischen

Tochtergesellschaft die Zulassung von

auf Sandelholz basierten Medikamenten

gegen Neurodermitis, Schuppenflechte

u.v.m. in klinischen Prüfungen vorangetrieben.

Aus Investmentsicht ist dieser

Sachwert relativ unabhängig von den Ent-

Bilder: Jäderberg, Kununurra

16

SACHWERT MAGAZIN 2/2019


Anzeige Investment

wicklungen an den Kapitalmärkten und

eignet sich ideal zur Beimischung eines jeden

Vermögenportfolios, um die Rendite

zu erhöhen und das Risiko zu senken.

Vorbildliches Risikomanagement bei

der Plantagen-Bewirtschaftung

Bei Agrar- und Forstprojekten ist die

Vermeidung von Naturrisiken erfolgsentscheidend.

Das Risiko-Management bei

der Bewirtschaftung der Plantagen durch

Quintis ist vorbildlich. Um sicherzustellen,

dass die Produktreinheit und -qualität internationale

Standards übertrifft, arbeitet

ein großes Team von hochqualifizierten

Forschern, Förstern und Agrar-Wissenschaftlern

seit Jahrzehnten an der Optimierung

von Aufzucht, Bewirtschaftung,

Ernte, Verarbeitung und Veredlung. Der

Wert des Indischen Sandelholzes ermöglicht

das erforderliche Budget. Quintis

bewirtschaftet heute auf einer Fläche von

122 km 2 mit über 5,4 Millionen Bäumen

mit großem Abstand die weltweit größte

Fläche von Indischen Sandelholz-Plantagen.

Durch die jährliche Sandelholz-Ernte

reifer Bäume ist ein dauerhaftes Angebot

gewährleistet.

Gutes tun und Rendite erzielen

Dieses Investment zeigt, dass man gleichzeitig

Verantwortung für Gesellschaft und

Umwelt übernehmen und dabei eine attraktive

Rendite erzielen kann. Die Investition

in diesen Natur-Sachwert unterstützt

auf vorbildliche Weise Ethik, Ökologie

und soziale, unternehmerische Verantwortung

und ist ein Paradebeispiel für Impact

Investing. Indisches Sandelholz steht

seit vielen Jahren auf der Roten Liste für

gefährdete Pflanzenarten der Weltnaturschutzunion

(International Union for Conservation

of Nature - IUCN). Die nachhaltige

Kultivierung durch Quintis wirkt dem

Raubbau der natürlichen Indischen Sandelholz-Vorkommen

in Indien entgegen.

Jäderberg & Cie. – unternehmerischer

Investor

Unsere Unternehmens-Gruppe betreibt

inzwischen fünf Sandelholz-Plantagen mit

rund 350.000 Sandelholz-Bäumen und

über einer Million Wirtsbäumen auf 700

Hektar in den Bundesstaaten Northern

Territory und Queensland. Hieraus werden

Ernteerlöse von über einer Milliarde

Euro ab 2028 erwartet. Damit gehören

wir zu den größten Sandelholz-Unternehmen

der Welt. Etwa 48 % gehören

unseren über 1.000 Co-Investoren und

Anlegern in elf teils regulierten Vehikeln,

der Rest gehört unserer Gruppe. Seit Mai

2018 vermarkten wir von Hamburg aus

Sandelholz über unseren online-Shop und

entwickeln neue Produkte zusammen mit

Fachpartnern. So vereinbarten wir im November

2018 ein Joint Venture mit einem

Naturkosmetik-Unternehmen. Unser Geschäftsmodell

ist also nicht, Provisionen

von unseren Co-Investoren zu verdienen,

sondern die Ernteeinnahmen unserer

Plantagenflächen (und damit gleichzeitig,

interessensgleich die unserer Co-Investoren)

zu optimieren.

Quintis bewirtschaftet heute

auf einer Fläche von 122 km 2

mit über 5,4 Millionen

Bäumen mit großem Abstand

die weltweit größte Fläche

von indischen

Sandelholz-Plantagen.

Investmentmöglichkeiten für

Co-Investoren

Ob institutioneller Anleger, Stiftungen,

Family Offices: wir maßschneidern individuelle

Lösungen. Laufzeiten 5-16 Jahre.

In der Regel als Eigenkapital, aber auch

eine Bondstruktur mit Coupon ist z.B.

eine Variante. gestaltbar. Einsatzbereich

Für Privatanleger haben bieten wir aktuell

zwei Investment-angebote, die Einmalanlage

JC Sandalwood Invest 10 und den

Sparplan JC Sandalwood Invest 11. Beide

Investments sind als Vermögensanlage

reguliert und fallen also unter das Vermögensanlagengesetz

(VermAnlG). Bei JC10

wird der Anleger Kommanditist, bei JC11

atypisch still Beteiligter.

Beide Vermögensanlagen investieren in

die Sandelholz-Plantagen der Jäderberg &

Cie.-Gruppe und generieren aus den Ernten

im Zeitraum 2028-2033 Auszahlungen.

Die Prospektprognose für JC10 (Einmalanlage)

weist eine Gesamtausschüttung

von 300,2%, eine Rendite von 9,2% IRR

jeweils nach australischen Steuern aus.

Das entspricht 13,4% IRR vor Steuern,

denn in Deutschland sind die Auszahlungen

konzeptionsgemäß steuerfrei und

stehen unter Progressionsvorbehalt.

Die Prospektprognose für JC11 (Sparplan)

weist bei einer erheblich niedrigere Kapitalbindung

eine Gesamtausschüttung von

179,3%, eine Rendite von 6,4% IRR jeweils

nach australischen Steuern aus, vergleichbar

mit 9,0% vor Steuern.

Als Besonderheiten:

• Beide bieten laufende Nachzeichnungsmöglichkeiten.

• Die Einmalanlage bietet vorzeitige

Auszahlungsmöglichkeiten bis zu 6% ab

2022/2023 an.

• Die Einmalanlage bietet eine ordentliche

Kündigungsmöglichkeit nach fünf

Jahren

• Faire Kosten- und Ergebnisverteilung:

JC-Kosten und Provisionen werden nur

auf die tatsächlich eingezahlten Einlagen

berechnet

• Faire Ergebnis-Verteilung: Ausgleich unterschiedlicher

Beitrittszeitpunkte (Frühzeichnervorteil),

Nachzeichnungen und

Auszahlungen

• Härtefallregelung: Beim Sparplan ist

eine Aussetzung der Ratenzahlung in finanziellen

Notlagen (Arbeitslosigkeit, Berufsunfähigkeit,

Scheidung) möglich

• Kein Leverage durch Aufnahme von

Fremdkapital bzw. Bankdarlehen

Für unsere Vertriebspartner relevant:

• Zulassung als §34f Nr.3 GewO oder §32

KWG erforderlich

• Alternativ als Tippgeber (mit Haftungsausschluss)

• Keine Stornohaftung

Peter Jäderberg

gründete während des Studiums seine erste Firma und betrieb

mit seinem Geschäftspartner institutionellen Aktienhandel

und -analyse an der NYSE (1985-1991). Die dort gewonnenen

Einsichten und Erkenntnisse machten den gebürtigen

Schweden zum überzeugten Börsen-Skeptiker und zum Anhänger

von Nischen- und Sachwertinvestments. Von 2004-

2010 hat er zusammen mit seinem damaligen Geschäftspartner und Team 28 internationale

alternative Investment-Projekte in einem Dutzend unterschiedlicher, zumeist nachhaltigen

Assets unternehmerisch initiiert, konzipiert und als White- Label-Produkte für Dritte umgesetzt.

Hierin wurden über 1,5 Mrd. Euro investiert. Während der Finanzkrise lernte der seit

seinem zwölften Lebensjahr in Hamburg Wohnhafte das australische Sandelholz-Projekt

kennen. Dieses hat ihn derart nachhaltig beeindruckt, dass der zahlenaffine Entrepreneur

dort zum ersten internationalen institutionellen Plantagen-Investor wurde. Hierfür wurde

2010 die Jäderberg & Cie.-Gruppe gegründet, die zusammen mit seinen hochqualifizierten

Partnern und Mitarbeitern mittlerweile zu einem der größten Sandelholz-Unternehmen der

Welt aufgebaut worden ist.

SACHWERT MAGAZIN 2/2019 17


Recht

Informationen zum (neuen)

Geldwäschegesetz

Immobiliengeschäfte stehen besonders im Visier

der Behörden-Ermittler

Helge Ziegler

Wirtschaftsjurist und

Präsident des BVFI

Mit dem am 26.06.2017 in Kraft getretenen

neuen Geldwäschegesetz (GwG)

schien für Immobilienmakler Vieles leichter

zu werden. Zuvor musste ein Makler

„bei der Ersten sich bietenden Gelegenheit“

sein Gegenüber identifizieren. Das

sorgte sowohl beim Makler als auch bei

der betroffenen Person für Unbehagen.

Das neue GwG sieht eine Identifizierung

nur noch dann vor, wenn ein ernsthaftes

Interesse des Interessenten am Erwerb der

Immobilie be-steht. Ein „ernsthaftes Interesse“

ist z. B. dann anzunehmen, wenn

eine Reservierungsvereinbarung unterschrieben

oder

der notarielle

Kaufvertragstermin

vorbereitet

wird. Damit

schien für den

Immobilienmakler

die „Welt wieder

in Ordnung“

und Vieles, ja

fast alles, wieder

leichter zu sein.

Doch war ist ein

Trugschluss! Das neue GwG zwingt nun

einen Immobilienmakler individuell auf

seinen Betrieb zugeschnitten Maßnahmen

zu ergreifen und Grundlagenunterlagen

erstellen. Der Blick des GwG richtet

also seinen Blick in einem Stadium, in

dem es noch gar keinen Interessen gibt,

auf den eigenen Betrieb. Im Besonderen

gehört dazu die „vorgezogene Risikoanalyse“.

Das diesbezügliche Formular stellen

wir Ihnen zum Abruf zur Verfügung.

Hinweis für den Umgang mit den

Behörden

Sollten Sie von der Behörde aufgefordert

werden, Unterlagen nach dem GwG einzureichen,

sollten Sie sich mindestens ein

bis zwei Tage Zeit nehmen, sich mit der

Materie intensiv zu beschäftigen. Drei bis

vier Tage sollten es gar sein, wenn ein

„Besuch“ in Ihrem Büro angesagt ist.

Immobilientransaktionen eignen sich

besonders dafür Geld aus kriminellen

Handlungen „zu waschen“. Das sollen im

vergangenen Jahr 30 Mrd. EUR gewesen

sein! Sehen Sie daher die Behörden nicht

als Ihre Gegner, sondern vielmehr als Un-

terstützer Ihrer eigenen Sicherheitsinteressen.

Dass sie zuweilen penetrant sind,

liegt an der raffinierten Vorgehensweise

der Kriminellen, denn ihre Straftaten sollen

aufgedeckt werden.

Die Behörden fragen entweder zunächst

per Post an und bitten um Vorlage entsprechender

Unterlagen. Oder sie kommen

auch mal zu dritt/viert und durchforsten

3 bis 4 Stunden lang ihren Betrieb. Je

ernster sie die Geldwäsche nehmen und

der Behörde zeigen, dass es Ihnen ernst

um die Vermeidung der Geldwäsche ist,

desto leichter „überstehen“ Sie die Prüfung.

Sie dürfen sicher sein, dass Sie trotz

aller Sorgfalt Lücken hinterlassen. Folgen

Sie jedoch unserem Rat, haben Sie

keine Strafen, die empfindlich hoch sein

können, zu befürchten. Man wird Ihnen

lediglich aufgeben, die Lücken zu schließen

und dies nachzuweisen. Sie werden

daraufhin Ihre Prozesse optimieren und

die erforderlichen Unterlagen bei jedem

neuen Vorgang anlegen. So können Sie

sich getrost Ihren eigentlichen Geschäftsaufgaben

widmen und der neuen Prüfung

gelassen entgegensehen.

18

SACHWERT MAGAZIN 2/2019


Recht

Die Top

5

der

Wirtschafts-

Bestseller

aus dem

FinanzBuch Verlag

Bild: depositphotos/elenathewise

Zusätzlich zum Anlegen von Formularen

und Arbeitsanweisungen empfehlen wir

Ihnen, Arti-kel zum GwG zu archivieren.

„Versorgen“ Sie die Behörde auch damit

und belegen Sie, dass Ihnen das Thema

ein Anliegen ist. Auf BVFI-Inside finden Sie

einige Artikel.

Im selben Ordner sollten Sie auch eine

Druckversion des GwG ablegen. Man

sieht, dass Sie damit gearbeitet haben,

weil Sie Ihnen wichtige Texte unterstrichen

oder farblich gekennzeichnet haben

Tipp: Schauen Sie immer mal wieder in

BVFI-Intern, ob es Neues gibt.

Die vorgezogene Risikoanalyse

Wenn die Behörden auf Sie zukommen,

dann wird zuallererst nach Ihrer Risikoanalyse

gefragt. Dabei geht es im speziellen

um die Frage, wie Sie selbst die Gefährdung

einschätzen, dass Ihr Unternehmen

zur Geldwäsche missbraucht wird. Dazu

stellen wir Ihnen auf www.bvfi-inside.de

ein spezielles Formular zur Verfügung.

Formulare und Unterlagen der Landesaufsichtsbehörden

Jedes der 16 Bundesländer hat eigene

Landesaufsichtsbehörden. Mit Hilfe von

Google finden Sie das für Sie zuständige.

Fast jedes hat eigene Musterunterlagen

und Formulare. Wir empfehlen Ihnen, diese

downzuloaden und zu verwenden.

Formulare und Unterlagen des BVFI

Der BVFI stellt seinen Mitgliedern

u.a. diese hilfreichen Unterlagen zum

GwG zur Verfügung. Sie finden diese

auf www.bvfi-inside.de unter den

Rubriken Fachartikel und Formulare.

Die Artikel können Sie in der Rubrik

„Juristische Fachartikel/Geldwäschegesetz“

abrufen, die Formulare unter

„Formularsammlung/Geldwäschegesetz“.

• Anhaltspunkte für Geldwäsche bei

Immobilientransaktionen

• Anhaltspunkte für handelsbasierte

Geldwäsche

• Basis-Information Geldwäschegesetz

• Die Risikoanalyse nach dem GwG

• Dokumentation interner Sicherungsmaßnahmen

• Dokumentationsbogen bei verstärkten

Sorgfaltspflichten (Politisch exponierte

Personen PeP)

• Dokumentationsbogen zur Identifizierung

juristischer Personen

• Dokumentationsbogen zur Identifizierung

natürlicher Personen

• Finanzsanktionsliste des Bundes und

der Länder

• Fragen und Antworten zum GwG

• Gesetz über das Aufspüren von

Gewinnen aus Straftaten – Das Geldwäschegesetz

(GwG)

• Indikatoren zur Risikobeurteilung

• Information Kundeninformation

• Information Risikoanalyse

• Information Risikomanagement

• Information Transparenzregister

• Information zum Datenschutz

• Information zur Verdachtsmeldung

• Kurzübersicht für Unternehmen aus

dem Nichtfinanzsektor

• Mitarbeiterbestätigung über die

erfolgte Unterrichtung

• Schaubild für Immobilienmakler

Risikomanagement, Sorgfaltspflichten,

Verdachts-meldewesen

• Schaubild zur Ermittlung wirtschaftlich

Berechtigter

Des Weiteren finden Sie unter den

Fachartikeln folgende Ausarbeitungen:

• Fachstudie Geldwäsche im Immobiliensektor

20181227

• Massives Problem bei Immobilien mit

der Geldwäsche

Sehen Sie die Behörden

nicht als Ihre Gegner,

sondern vielmehr als

Unterstützer Ihrer eigenen

Sicherheitsinteressen.

Wenn Sie Verdacht schöpfen

Sollten Sie den Verdacht haben, dass Geld

gewaschen werden soll, so haben Sie dies

unver-züglich an die FIU – Finance Intelligence

Unit zu melden. Näheres entnehmen

Sie bitte dem Merkblatt „Verdachtsmeldungen“

auf www.bvfi-inside.de.

Rechtlicher Hinweis

Dieser Fachartikel wurde nach bestem Wissen

erstellt. Er ersetzt aber keine Beratung im Einzelfall.

Eine Haftung kann daher nicht übernommen

werden.

SACHWERT MAGAZIN 2/2019 19

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Rohstoffe

Auf Heu zu setzen,

ist überhaupt kein Mist

Der Klimawandel führt zu schlechten Wetterbedingungen

für Anbauprodukte und Futter - die Preise steigen

Im vergangenen August veröffentlichte

das Agrarmagazin „top agrar“ auf seinem

Online-Auftritt einen Artikel mit dem

Titel: „Heu so wertvoll wie Gold“. Diese

Schlagzeile brachte die Entwicklung auf

den Punkt: Wer Heu verkaufte, konnte

dafür – wenn er sich an den Marktpreisen

orientierte - im Frühsommer etwa 40

Euro pro Rundballen verlangen, im August

bis zu 100 Euro. Denn aufgrund

der langen Trockenheit wuchs das Heu

schlechter und brachte weniger Ertrag.

Außerdem mussten viele Tiere mit Heu

gefüttert werden, weil die Sonne das

Gras auf der Weide verbrannte. So

stieg die Nachfrage nach Heu.

Hans-Hermann Ropers ist ein Landwirt,

der schon im Jahr 2015 in Heu

investierte. Das Online-Portal der Wochenzeitung

„Die Zeit“ berichtete, dass

er sich eine Heutrocknungsanlage auf

seinen Hof gebaut habe. Das getrocknete

Heu von seinen großen, 550 Hektar

großen Flächen lagerte er. Darüber hinaus

kaufte er regelmäßig Heu nach und füllte

seine Vorräte auf. Da er nur einen kleinen

Teil davon selbst benötigt, verkauft er

seine Heu- und Strohballen in alle Regionen

Deutschlands und ins Ausland – vor

allem an Pferdebesitzer, da Pferde nicht

so leicht wie Kühe mit Alternativen zum

Heu gefüttert werden können. Ropers

brachte seine Strategie gegenüber dem

Online-Portal zeit.de so auf den Punkt:

„Wenn alle Kartoffeln anbauen, baue

ich keine Kartoffeln an, sondern mache

Heu.“ Sein Konzept war aber auch risikoreich.

Zeit.de sagte er deshalb: „Manche

dachten, der Ropers, der spinnt. Und entweder

wäre ich mit der Investition komplett

baden gegangen, oder sie zahlt sich

eben richtig aus.“ Letzteres trat ein, seine

Strategie war erfolgreich, ständig erhält er

neue Bestellungen.

»Wenn alle Kartoffeln

anbauen, baue ich keine

Kartoffeln an, sondern

mache HEU«

Auch das Online-Portal des Magazins

„agrarheute“ bestätigt, dass sich die

Preise für Heu und Stroh im Januar in

Deutschland auf „extrem hohem Niveau“

bewegt haben. Gegenüber dem Dezember

sei der Preisanstieg allerdings relativ

gering ausgefallen. Doch die Kurse für

Heu und Stroh würden trotzdem auf Rekordniveau

liegen.

Bis zum Frühjahr werde es schwierig sein,

die Tiere mit Futter zu versorgen. Die Landwirtschaftskammern

hätten für Januar für

einen Großballen im Durchschnitt einen

Preis von 171 Euro pro Tonne ermittelt.

Im Vergleich zum Dezember waren das

zwei Euro mehr. Gegenüber dem Januar

2018 erhöhte sich dieser Preis aber um

etwa 50 Prozent. Zudem mussten Käufer

nach Angaben von agrarheute.com im

Januar 27 Prozent mehr für Heu bezahlen

als beim letzten Preishöchststand vor

etwa drei Jahren. In vielen Teilen Deutschlands

lagen die Preise auf völlig unterschiedlichem

Niveau – das war abhängig

von Wetter, Futterernte und Tierbestandsdichte.

Im Januar erhöhten sich die Preise

in drei Bundesländern. Die anderen Kurse

blieben auf hohem Niveau konstant. Die

deutlichsten Preiserhöhungen wurden

in Bayern und Ost-Niedersachsen vorgenommen.

Am meisten mussten Heu-Käufer

in Südwest-Deutschland und Süddeutschland

bezahlen. Mitte Januar lag

der Preis in Rheinland-Pfalz weiter stabil

bei 235 Euro pro Tonne. In Bayern wurde

ein Großballen im Durchschnitt für 180

Euro pro Tonne verkauft, also für zehn

Euro mehr als im Vormonat.

Die Heupreise in Niedersachsen und

Hessen waren ungefähr mit denen

aus Bayern vergleichbar. Die Landwirtschaftskammern

Nordrhein, Westfalen

und Brandenburg registrierten Preise in

Höhe von etwa 170 Euro pro Tonne.

Brandenburg war Spitzenreiter unter

den ostdeutschen Bundesländern.

160 Euro kostete eine Tonne in Schleswig-Holstein.

Noch etwas weniger mussten

die Land- und Pferdewirte in Sachsen,

Sachsen-Anhalt und Thüringen zahlen:

150 Euro je Tonne. Am billigsten war

eine Tonne Heu mit durchschnittlich 120

Euro in Mecklenburg-Vorpommern. Dort

verteuerte sich der Preis allerdings nach

Angaben von agrarheute.com im Januar

um fünf Euro gegenüber Dezember. Außer

in Mecklenburg-Vorpommern lag der

Preis in den ostdeutschen Bundesländern,

in denen weniger Tiere als in anderen

Bundesländern gehalten werden, etwa so

hoch wie in West- und Süddeutschland.

Die Kurse für Stroh sind im Januar nur gering

gestiegen. Höhere Preise gaben die

Landwirtschaftskammern aus Sachsen,

Sachsen-Anhalt und Thüringen an. Einen

Preisrückgang verzeichneten die Kammern

in Mecklenburg-Vorpommern. Der

Durchschnittspreis für eine Tonne Stroh

im Großballen betrug in Deutschland Mit-

20

SACHWERT MAGAZIN 2/2019


Rohstoffe

Der Klimawandel lässt grüßen: Im trockenen

Sonnensommer 2018 wuchs nur ein Bruchteil

der normalen Grasmenge. Und was

wuchs, war meist von geringer Qualität und

enthielt nicht die nötige Energie für gutes

Futterheu. Während die Rinderlandwirte

noch Alternativen in der Fütterung haben,

können Pferde nur mit qualitativ hochwertigem

Heu versorgt werden - was die Preise

von Skandinavien bis Österreich in die Höhe

trieb. Laut Prognosen werden Sommer wie

2018 in Zukunft immer wahrscheinlicher.

te Januar 106 Euro – das war 0,50 Euro

mehr als im Dezember. Gegenüber dem

Vorjahr kletterte der Preis um etwa ein

Fünftel nach oben. Zudem lag der Preis

neun Prozent höher als beim letzten Rekordwert

im Frühjahr 2018.

Abhängig von Wetter, Futterversorgung,

Getreideernte und Tierbestandsdichte ergaben

sich erhebliche Preisunterschiede in

den Bundesländern: Deutlich am tiefsten

müssen Käufer für Stroh in Norddeutschland

in die Tasche greifen, gefolgt von

Käufern aus Nordwest-Deutschland. Für

Schleswig-Holstein und einen Großballen

Stroh ermittelte die Landwirtschaftskammer

150 Euro pro Tonne. Etwas geringer

fielen die Preise in Niedersachsen

(130,5 Euro) und Hessen (128 Euro) aus.

In Rheinland-Pfalz kostete eine Tonne

115 Euro, in Brandenburg 100 Euro. In

Brandenburg mussten die Käufer aus den

ostdeutschen Bundesländern am meisten

Geld aufbringen. Den gleichen Preis wie

im Dezember 2018 mussten die Käufer

in diesem Januar in Bayern zahlen (110

Euro). Die Strohpreise in Thüringen und

Mecklenburg-Vorpommern pendelten

sich bei 90 Euro ein. Die Käufer zahlten

in Thüringen zwei Euro mehr als im Dezember

vergangenen Jahres und in Mecklenburg-Vorpommern

zwei Euro weniger.

Die niedrigsten Preise wiesen Sachsen (80

Euro) und Sachsen-Anhalt (87 Euro) auf.

Bild: Depositphotos/SashaKhalabuzar

SACHWERT MAGAZIN 2/2019 21


Investment Anzeige

Mit Zitronen gehandelt?

Selbstverständlich!

AgriTerra steigt groß in den Limetten-, Zitronenund

Mandarinenanbau ein

Bild: Depositphotos/jag_cz/inaquim

Die Münchner Agri Terra Gruppe

steht seit vielen Jahren für nachhaltige

Agrar-Investitionen in Paraguay. Inbesondere

mit Orangenplantagen, an denen

sich auch externe Investoren beteiligen

konnten, ist das Unternehmen bekannt

und für Anleger interessant geworden.

Zukünftig wird der Familienbetrieb jedoch

nicht nur Orangen anbauen, sondern

auch Mandarinen, Zitronen und Limonen

in das Portfolio aufnehmen. Das

Angebot an Zitrusfrüchten zu erweitern

war schon länger geplant, nun wurde

dieser Schritt in die Tat umgesetzt.

Während gelbe Zitronen von den Küchenchefs

großer Restaurants und Hotels

nachgefragt werden, sind grüne, runde

Limonen und Limetten fester Bestandteil

von Caipirinha & Co. und dürfen auch

bei keinem Grillfest fehlen. Die Nachfrage

ist riesig, die heimische Produktion

kann kaum Schritt halten.

Der Verzehr von Mandarinen wird bei der

Bevölkerung in Paraguay immer beliebter

und stellt bereits eine echte Alternative

zur Orange dar. Ein überraschend großer

Anteil des nationalen Konsums muss aus

den Nachbarländern importiert werden,

was die Früchte durch hohe Transportkosten

und Einfuhrzölle ungemein verteuert.

Agri Terra setzt auf lokale Produktion

für den nationalen Markt. Insbesondere

Super märkte, aber auch einige Safther-

Limetten gehören weltweit

in jede Bar, seit der

Caipirinha seinen Siegeszug

angetreten hat.

Zitronen und Zitronensaft

gehören nach wie vor zu

den Grundzutaten in der

Küche. Zitronensaft ist einer

der Grundstoffe in der

Getränkeherstellung. In

den letzten Jahren wurde

stark steigender Bedarf

an beiden Citrusfrüchten

bemerkbar.

22

SACHWERT MAGAZIN 2/2019


Anzeige Investment

Mandarinen erfeuen

sich in Paraguay so

großer Beliebtheit,

dass sie teuer aus

den Nachbarländern

importiert werden

müssen. Die besten

Voraussetzungen, um

sie lukrativ in Paraguay

anzubauen und zu

vertreiben.

steller stehen auf der Kundenliste und

werden bereits laufend beliefert.

Auf der inzwischen bereits dritten Zitrusplantage

werden neben Orangen

nun auch Mandarinen-, Limonen-

und Zitronenbäume zu finden

sein. Mit anfangs nur 50

Hektar (dies entspricht einer

halben Million Quadratmeter)

und ca. 30.000 Bäumen

startet der neue Zweig des

Unternehmens im November

2018, parallel dazu werden

auf der gleichen Anlage auf

über 100 Hektar (eine Millionen

Quadratmetern) ca. 70.000

Orangenbäume gepflanzt.

Das Interesse von Anlegern am

lukrativen Anbau von Zitrusfrüchten

ist in den vergangenen Jahren immer

stärker geworden. Entsprechend bereitet

man im Hause Agri Terra derzeit auch

Gutes Umweltgewissen

und dabei hohe Erträge –

so geht Agrar-Investment!

ein Angebot für Mandarinen, Limonen

und Zitronen vor, welches einem kleinen

Kreis von Investoren zugänglich gemacht

werden wird.

Werben will Agri Terra für dieses Angebot

nicht – man hält die Nachfrage auch

so bereits für groß genug.

SACHWERT MAGAZIN 2/2019 23


Wirtschaftsgeschehen

Milchprodukte und Energie

unter einem Hammer

EEX und GDT planen gemeinsame europäische

Auktion für Milchprodukte

Die führende europäische Energiebörse

European Energy Exchange (EEX) und das

Unternehmen Global Dairy Trade (GDT)

wollen sich zusammenschließen. Ihr Ziel:

einen Auktionsmechanismus für europäische

Milchprodukte in Europa aufbauen.

Ihr Plan ist nach Angaben von EEX in

der Branche gut angekommen. EEX und

GDT haben sich bereits mit mehr als 50

wichtigen Akteuren der Milchwertschöpfungskette

getroffen – dazu gehörten

Verkäufer und Käufer aus Frankreich,

Deutschland, Irland, den Niederlanden,

Skandinavien, der Schweiz und Großbritannien.

Auch Käufer aus Asien zählten

dazu.

EEX und GDT nehmen die Marktsituation

unter die Lupe und werten Daten mithilfe

von IT-Experten aus. Danach wollen

sie ihre Serviceleistungen festlegen, Verträge

mit Kunden abschließen und ihre

Partnerschaftsvereinbarung abschließen.

EEX geht davon aus, dass konkrete Entscheidungen

in der Mitte dieses Jahres

bekanntgegeben werden. Die erste Auktion

eines neu gegründeten Unternehmens

könnte im Jahr 2020 angeboten

werden.

Sichere, liquide und transparente Märkte

für Energie und energienahe Produkte

entwickeln, betreiben und vernetzen –

dieses Ziel verfolgt die Energiebörse EEX.

Sie gehört zur EEX-Group, einer Unternehmensgruppe,

die auf internationale

Commodity-Märkte spezialisiert ist. EEX

bietet Verträge für Strom, Emissionsberechtigungen

sowie Fracht- und Agrarprodukte

an. Die Aktiengesellschaft zählt

zur Gruppe Deutsche Börse.

Das Unternehmen Global Dairy Trade ist

eine Tochtergesellschaft der Fonterra Cooperative

Group Limited aus Neuseeland.

Es sei das international erfolgreichste

Unternehmen im Milchhandel, teilt EEX

mit. Dienstleistungen für Käufer, Hersteller

und den Handel mit Milchprodukten

ergänzen die Angebotspalette. Zweimal

im Monat organisiert das Unternehmen

unter dem Namen „GDT Events“ die

weltweit größte Milchauktion, an der

sich 520 registrierte Bieter aus mehr als

80 Ländern beteiligen. Auf der E-Commerce-Handelsplattform

„GDT Marketplace“

können Interessierte zu jeder Zeit

mit Milchprodukten handeln.

Bilder: Depositphotos/ChiccoDodiFC/lenawurm/eyematrix

24

SACHWERT MAGAZIN 2/2019


Wirtschaftsgeschehen

Milch, Milchprodukte, Energie und energie nahe

Produkte sollen in Zukunft eine gemeinsame

europäische Auktionsplattform bekommen.

Diese Einrichtung könnte richtungsweisend für

den kompletten Erzeugungs-, Versorgungs- und

Handelsrahmen in der EU und darüber hinaus sein.

SACHWERT MAGAZIN 2/2019 25


Gold

Goldpreis liegt auf

hohem Niveau

Seit Januar Anstieg im Feinunzen-Preis

Bild: Depositphotos/bashta

Stark schwankende Aktienmärkte, wahrscheinlich

weiter langsam steigende Zinserhöhrungen

der US-Notenbank und ein

sinkendes Weltwirtschaftswachstum –

das führt dazu, dass Gold für Anleger

noch interessanter geworden ist. „Gold

ist Hauptthema im Handel mit Rohstoffen“,

zitiert die Deutsche Börse AG

den Uni-Credit-Händler Florian Lenhart

auf ihrem Online-Portal. Lenhart beobachtete

Mitte Januar einen starken Kaufüberhang

bei Gold. Der Hauptanteil der

Anlegergelder sei in Xetra-Gold und DB

Physical Gold-ETC investiert worden.

Die Gold-Menge im Zentraltresor der

Deutschen Börse ist nach Angaben der

Deutsche Börse AG im vergangenen Jahr

um mehr als 7 Tonnen auf 181,47 Tonnen

gestiegen. In den ersten Wochen

dieses Jahres erhöhte sich die Menge erneut

auf 188,5 Tonnen. Da der Goldpreis

nach oben ging, nahm die Nachfrage zu.

Mitte Januar kostete eine Feinunze Gold

etwa 1294 US-Dollar, was 1135 Euro entspricht.

»Die Gold-Rallye

hat begonnen«

Nitesh Shah, Experte beim EFT-Anbieter

Wisdom Tree, gab gegenüber der Deutsche

Börse AG an, eine „Gold-Rallye“

habe begonnen und mache den Großteil

der Schwäche aus dem vergangenen

Jahr wieder wett. Aus der Sicht von Shah

führten die geringer steigenden US-Zinsen,

geopolitische Ängste, der Brexit und

die lahmgelegten US-Regierungsbehörden

zu einem verteuerten Goldpreis. Shah

schätzt, dass der Preis für eine Feinunze

Gold am Ende dieses Jahres bei etwa

1370 US-Dollar liegen wird.

Dora Borbély, Mitarbeiterin der Deka

Bank, geht hingegen davon aus, dass Gold

langfristig nur in der Lage ist, einen Inflationsausgleich

zu erreichen. In krisenlosen

Zeiten werde der Goldpreis hauptsächlich

von der Zinsentwicklung in den USA beeinflusst.

Auch leichte Zinssteigerungen

würden den Goldkauf im Vergleich zu anderen

Anlagemöglichkeiten unattraktiver

machen. Für dieses Jahr prognostiziert

Borbély leicht zurückgehende Goldnotierungen.

Von möglichen Ankündigungen

der US-Notenbank, die Zinsen zu senken,

werde Gold voraussichtlich profitieren.

Die hohe politische Unsicherheit könne

aber immer zu starken Preisänderungen

führen.

Mitte Februar wurde eine Feinunze Gold

mit 1306 US-Dollar gehandelt. Das ist

noch mal ein kleiner Anstieg gegenüber

Mitte Januar gewesen.

26

SACHWERT MAGAZIN 2/2019


Wissen

»Wohnungen sanieren ist doch

kein richtiger Job«

Wie Roberto Maier dazu kam, Vorarlbergs Immobilien-

Makler Nummer 1 zu werden.

schäft an. „Für uns ist jeder Fall ein persönliches

Anliegen, ein stetes Bestreben

nach einer Perfektion, damit unsere Kunden

sich in den besten Händen wissen“,

sagt er. Zudem ist es für ihn bedeutend,

dass die Menschlichkeit nicht verloren

geht und hinter seinem Unternehmen keine

Konzern-Interessen stecken. Maier ist

es ein großes Anliegen, sich in den Kunden

hineinzuversetzen. Dabei macht sich

Maier immer bewusst, wie er bei seinem

ersten Wohnungskauf vorgegangen ist.

Bilder: Roberto Maier Immoagentur

Roberto Maier wuchs als Kind mit seiner

alleinerziehenden Mutter und seinem

Bruder auf. Später lebte er in einer

großen Patchwork-Familie in einfachen

Verhältnissen. „Schon früh wurde uns

vermittelt, dass einem nichts im Leben geschenkt

wird“, erzählt Maier. Seine erste

Ausbildung begann er in einem Spar-

Supermarkt als Einzelhandelskaufmann.

Doch er merkte schnell, dass das nicht

das Richtige für ihn war. Im Modehaus

Garzon durchlief er eine Ausbildung als

Einzelhandelskaufmann und eine weitere

zum Bürokaufmann. Anschließend absolvierte

er eine komplette Ausbildung bei

der Sparkasse: vom Kundenbetreuer zum

Marketing-Leiter bis zum Filialleiter. Berufsbegleitend

nahm er ein Fernstudium

der Betriebswirtschaftslehre auf, wechselte

zur Raiffeisenbank. Dort kümmerte

er sich um Wohnbaufinanzierungen. Das

weckte seine Leidenschaft für Immobilien.

Weil er nebenbei als Barkeeper in einer

Bar weiteres Geld verdiente, konnte er

sich seine erste Wohnung kaufen, die er

sanierte und mit Gewinn weiterverkaufte.

Maier betont: „Das hat mir so viel Spaß

gemacht – ich habe Blut geleckt!“ Aufgrund

dieser Erfahrung wollte er weg aus

der Bank und Wohungen kaufen, sanieren

und weiterverkaufen. Aber er hatte

Angst, dass sein privates Umfeld das kritisch

sehen würde, weil Wohnungen zu

sanieren kein richtiger Job ist. Deshalb,

sagt er, habe er „quasi als Deckmantel

die Immobilienmaklerei Immo-Agentur

gegründet“.

Dass sich die Firma in einem Jahr so gut

entwickelte, konnte er nicht ahnen. Das

österreichische Immobilienmagazin zeichnete

das Unternehmen drei Mal nacheinander

als stärkster Immobilienmakler

Vorarlbergs aus. Den Aufbau dieser Immo-Agentur

bezeichnet der Österreicher

als größten Erfolg seines Lebens. Es erfüllt

ihn jeden Tag mit Stolz. Aus Niederlagen

– sein größter Rückschlag war die

Pleite mit seinem Werbeartikel- Handel,

den er während seiner Tätigkeit bei der

Bank nebenbei führte – versuchte Maier

immer die richtigen Schlüsse zu ziehen.

Eine wichtige Erkenntnis war: Man muss

alles mit vollem Einsatz und größter Leidenschaft

machen und man darf nichts

nebenbei machen. Der Verdienst spielt

zunächst keine Rolle und der Erfolg stellt

sich von allein ein.

Maier sieht die Vermittlung und den Verkauf

einer Immobilie nicht als reines Ge-

Menschen, die zum ersten Mal in eine Immobilie

investieren möchten, rät Maier in

jedem Fall: auf die Lage achten. Und sie

sollten mit kleinen Einheiten beginnen,

damit das Risiko überschaubar bleibt. Hinzu

kommt, dass kleine Wohnungen häufig

die besten Renditen bringen. Immobilien

hält der Experte für eine „sehr wertstabile

Anlageform“, die mit der Zeit wertvoller

wird. Zudem haben sie den Vorteil, dass

Anleger mit niedrigem Kapital und Darlehen

der Bank auch größere Investitionen

finanzieren können. Der Mietzins ist häufig

höher als der Einsatz. Wenn zum Beispiel

der Mietzins sechs Prozent beträgt

und bei der Bank ein Soll-Zins von 1,5 Prozent

gezahlt werden muss, dann kommt

im Vergleich zu anderen Anlageformen

eine Top-Rendite heraus.

Von hier aus agiert Roberto Maiers

Immo-Agentur, die nun schon dreimal

nacheinander die Auszeichnung

„stärkster Immobilienmakler Vorarlbergs“

einheimste.

SACHWERT MAGAZIN 2/2019 27


Vorsorge

Wie vererbe ich richtig?

Hinterlassen Sie Ihr Geld lieber Ihren Erben als dem Fiskus

Die Vermögen in den deutschen Haushalten

werden kontinuierlich größer. Wir

leben zudem in einem Land der Erben. Alleine

nur in den nächsten fünf bis sieben

Jahren werden ca. 350 Milliarden Euro

pro Jahr vererbt. Dazu stehen zehntausende

von Unternehmensnachfolgen an.

Was haben die meisten Situationen hier

gemeinsam? Genau, es ist häufig juristisch

und steuerlich wenig geregelt. Die

professionelle Vermögensübertragung im

Falle von Erbschaften und Schenkungen

und Nachfolgeregelungen gewinnt immer

mehr an Bedeutung und an Nachfrage.

Immer wieder trifft man auf vermögende

Menschen, die folgende Aussagen tätigen:

“Eigentlich müsste ich mich mal um

meine privaten und geschäftlichen Angelegenheiten

kümmern.“ Allzu oft haben

sich diese Personenkreise aber nicht rechtzeitig

„darum“ gekümmert. Am Ende des

Tages freut sich stets der Fiskus über diese

passive Haltung. Dazu kommt, dass der

Familienfrieden erheblich gestört wird,

wenn es sich um Vermögens- und Erb-

schaftsangelegenheiten handelt. Also gilt

es folgende wichtige Bereiche zu erledigen

und sich einen Fahrplan aufzustellen.

Auch können und werden Steuerberater,

Rechtsanwälte und Notare hier einem zur

Seite stehen, sowie die Experten in diesen

Bereichen, genannt: Estate Planner

(Nachlassplaner). Worauf ist primär zu

achten?

1. Rechtzeitige Planungen

Wer frühzeitig plant ist weit vorne. Die

Erstellung eines Testamentes zum Beispiel

benötigt gewisse Vorlaufzeiten. Der

Erblasser möge hier auch die Erbberechtigten

rechtzeitig einweihen und informieren.

2. Vollmachten und Verfügungen

In Deutschland ist nahezu alles gesetzlich

geregelt. Auch die Bevollmächtigungen

durch das Amtsgericht. So gilt hier unbedingt,

so lange die Hände noch „warm“

sind kann ich meine Wünsche und Bedürfnisse

verfassen und Dritte bevollmächtigen,

um hiermit meine Handlungsfähigkeit

zu behalten. Man möge sich um

Vorsorgevollmachten, Betreuungsverfügungen,

Sorgerechtsverfügungen (bei

minderjährigen Kindern) umgehend kümmern

und verfassen. Auch die Kontovollmachten

sind mittlerweile notwendig, da

einzelne Institute diese dann verlangen.

Als Unternehmer ist es parallel unbedingt

notwendig, auch genau diese Bereiche

im eigenen Unternehmen umzusetzen.

Eine Menge Unternehmen rutschen in

Schwierigkeiten oder gar in Insolvenzen,

da nichts korrekt bei längerem Ausfall der

Geschäftsinhaber oder im Todesfall geregelt

wurde.

3. Gesetzliche Regelungen

Regele ich mein Erbe nicht über ein Testament,

so gilt stets die gesetzliche Erbfolge.

Gesetzliche Pflichtteilsansprüche

gelten auch, trotz testamentarischer Regelungen.

Auch sind sämtliche Freibeträge

für den Erbfall und bei Schenkungen

gesetzlich geregelt.

Bilder: Depositphotos.com/Hasenonkel, Hennings: Privat

28

SACHWERT MAGAZIN 2/2019


Vorsorge

Eine sorgfältige Regelung

des Nachlasses bringt Ruhe

und Sicherheit.

Juwelier • Gold • Leihhaus • Moneyservice

4. Vermögensanalyse

Hierbei sollten alle Vermögenswerte, Depots,

Immobilien, Fuhrpark, Schmuck,

Haushaltsinventar, Lebensversicherungen

sowie auch „“Tresorinhalte“ u.v.m. aufgeführt

werden. Diese Auflistung bedarf

zum Teil akribischer Arbeit, hierfür benötigt

man u.U. viel Zeit.

5. Eigentümer oder Besitzer?

Unter vermögenden Eheleuten existieren

nicht immer Eheverträge, daher gilt es die

Eigentumsverhältnisse genau zu prüfen

bzw. überprüfen zu lassen.

6. Biometrische Absicherungen

Ja, auch Versicherungen spielen beim

richtigen Vererben eine große Rolle. Bestehen

Todesfallabsicherungen, wenn ja?

Ist hier die Steuerfreiheit in der Auszahlung

durch den Versicherungsfall korrekt

geregelt? Besteht Versicherungsschutz für

die Pflegebedürftigkeit, um das Familienvermögen

auch zu schonen und den Familienfrieden

aufrecht zu halten?

7. Vermögensstrukturierung

Unter dem Aspekt, dass nur sehr wenige

Menschen (und leider auch die meisten

Finanzberater nicht) wirklich in der Lage

sind das Vermögen steuerlich und juristisch

so professionell zu strukturieren,

dass in einem Erbfall sämtliche Wunschkriterien

eingehalten werden, gilt die

Empfehlung professionelle Estate Planner

und deren Netzwerke zu nutzen. Z.B. Erhaltung

des Vermögens durch Sachwertlösungen,

sinnvoller Einsatz von Rechtsmänteln,

Familienfrieden bleibt erhalten,

Einbeziehung eines Testamentsvollstreckers,

Term-Fix-Lösungen bei minderjährigen

Kindern u.v.m. sind auszugsweise

Vorteile, die bisher wenigen Klienten zugänglich

waren.

8. Schenkungen

Sind bereits Vermögenswerte im Rahmen

der Freibeträge in einer Schenkung übertragen

worden? Achtung: Rückforderung

der Schenkungsbeträge wegen möglicher

Pflegesituation (siehe Punkt 4).

9. Lagerung der digitalen Nachlassunterlagen

In unserer Gesellschaft benötigen wir für

„fast alles“ Pin-, Pass- und Benutzerkennwörter.

Von der EC und Kreditkarten bis

hin zu sämtlichen Passwörtern im Internet

u.v.m. Sämtliche Daten sollten an einem

sicheren Ort aufbewahrt und dann auch

den Erben zugänglich gemacht werden.

10. Wohin mit meinem Testament,

Vollmachten, Verfügungen?

Auch hier gibt es unterschiedliche Möglichkeiten

und Ansichten der sicheren

Aufbewahrung. Beim Notar oder beim

Amtsgericht erscheint es besser und zugänglicher

als in einem Banksafe oder die

Gefahr eines Einbruchs zu Hause.

11. Wiederkehrende Überprüfung

Viele Verbraucher unterliegen dem Trugschluss,

dass eine einmalige Vollmachts-,

Verfügungs- und Testamentserstellung

ausreicht und man nun mit den Themen

„durch“ sei. Mitnichten, eine regelmäßige

Überprüfung ist selbstredend. Bei

Vollmachten und Verfügung am besten

alle zwei Jahre. Das Testament kann ich

gleichzeitig ebenfalls überprüfen auf Aktualität

und den Inhalten. Alle fünf Jahre

sollten es beim Testament aber dann

mindestens sein. Bei Einhaltung so eines

Fahrplans ist ein Erblasser und vor allem

die Familien sehr gut aufgestellt und kann

somit auch richtig vererben.

Thomas Hennings ist Experte

für Sachwertlösungen und

Makroökonomie. Er ist Inhaber

des Sachwert-Center Bremen.

SACHWERT MAGAZIN 2/2019 29

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Investment

Anleihe mit Festzins, plus

Aussicht auf Kursgewinne

Sicherheit durch Immobilien – Wohnungsmarkt als

stabile Ertragsquelle

Bei den meisten Anlegern herrscht Ratlosigkeit

und Frust. Die Inflation zehrt an der

Substanz. Mit Zinsen gibt es wohl noch

über eine längere Zeit nichts mehr zu verdienen.

Solange die USA und Europa mit

einer Staatsverschuldung zu kämpfen haben,

ist auch nicht mit höheren Zinsen zu

rechnen. Mit Aktien wollen sich die meisten

Deutschen weiterhin nicht anfreunden,

wie eine im Januar 2019 veröffentlichte

Studie von Börse Stuttgart und DAI zeigte.

Die Kursverluste im letzten Jahr dürften gerade

Neuanleger verunsichert haben. Das

von Aktien- und Rentenmärkten unabhängige

German Real Estate ETP war eines von

wenigen Geldanlagen, das in 2018 eine

positive Rendite bescherte. Die Sachwert

Capital Management GmbH, ein Family

Office und private Vermögensverwaltung,

fokussiert sich auf die Generierung stabiler

Einnahmen, indem sie in deutsche Wohnimmobilien

investiert. Von der bewährten

Strategie können auch Privatanleger profitieren.

Das German Real Estate ETP ist eine

deutsche Immobilien-Anleihe, deren Zinszahlungen

und Wertentwicklung einen

jährlichen positiven Ertrag von mindestens

3 Prozent gewährleisten.

Wohnimmobilienmarkt ist stabiler als

der Finanzmarkt

Der Wert des aktuellen Immobilien-Portfolios

betrug zum Jahresende 2018 über

70 Millionen Euro. Investiert wird in

marktgängige Objekte in Lage mit stabilen

demographischen und wirtschaftlichen

Bedingungen. Bis zu 60% des Portfolios

bestehen aus „Zinshäusern“, die

länger als zwei Jahre im Bestand bleiben

sollen. Den anderen Teil bilden Handelsobjekte,

die innerhalb von zwei Jahren

verkauft werden sollen. Durch Mieteinnahmen;

Verkaufserlöse sowie Ausgabe

neuer Anteile fließen dem Management

fortlaufend liquide Mittel zu. Die Objekte

liegen derzeit hauptsächlich in Mittel- und

Süddeutschland. „Wohnen ist ein Grundbedürfnis

wie Nahrung und Bekleidung.

Deshalb bietet der Wohnimmobilienmarkt

eine höhere Stabilität als Finanzmärkte“,

so Matthias Schmidt von der Sachwert

Capital Management GmbH.

106,00%

105,00%

104,00%

103,00%

102,00%

101,00%

100,00%

99,00%

German Real Estate ETP (WKN/ISIN: A19 XLE / DE000A19XLE6)

Börse München | 08:00 Uhr bis 17:30 Uhr | www.gre-etp.de | info@gre-etp.de

Kurs- und Wertzuwachs: + 5,14% (= Rendite: + 6,87% p.a.)

Anlagebetrag 100%

Nachhaltige und wiederkehrende

Renditen

Das Management generiert monatliche

Mieteinnahmen und laufende Veräußerungserlöse.

Der Mehrwert wird erwirtschaftet

durch günstigen Einkauf, Bildung

von Sondereigentum, professionelles

Management sowie Aufwertungs-, Revitalierungs-

und Sanierungsmaßnahmen.

Die Wertsteigerung der Anleihe ergibt

sich somit aufgrund tatsächlicher Einnahmen.

Ein großer Vorteil gegenüber offenen

Immobilienfonds. Positiv für Anleger

ist auch, dass ihnen eine jährliche Zinszahlung

von mind. 3 Prozent sicher ist.

Da diese aus Mieteinnahmen refinanziert

wird, ist die Höhe nachhaltig und plausibel.

Zu der Mindestverzinsung kommen

erfolgsabhängige Erträge hinzu, die den

Kurswert sukzessive erhöhen. Aus diesen

beiden Komponenten ergibt sich die angestrebte

Jahresrendite von 5-7%.

Anlegerschutz und Sicherheit

Die Verwaltung der Anlegergelder

funktioniert ähnlich wie bei einem

Fonds. Die Emittentin dient rein als Investment-Zweckgesellschaft.

Das Management

darf nur gemäß definierter

Anlagekriterien objektbezogen in Wohnimmobilien

investieren. Abgesichert sind

die Investitionen durch Immobilien und

Mieteinnahmen. Bei Kündigung der Anleihe

erhält der Anleger sein eingesetztes

Kapital zuzüglich Zinsen zurück. Dies verpflichtet

die Emittentin zu höchster Disziplin,

da diese gegenüber den Anlegern

eine feste Rückzahlungsverpflichtung hat!

Das German Real Estate ETP kann börsentäglich

gekauft und verkauft werden.

An der Börse München werden verbindliche

Handelskurse gestellt, die am fairen

Wert gekoppelt sind. Die Mindestanlage

beträgt 1.000 Euro.

Zinszuwachs: + 2,34%

Kurszuwachs: + 2,80%

20. Apr. 5. Mai. 20. Mai. 4. Jun. 19. Jun. 4. Jul. 19. Jul. 3. Aug. 18. Aug. 2. Sep. 17. Sep. 2. Okt. 17. Okt. 1. Nov. 16. Nov. 1. Dez. 16. Dez. 31. Dez. 15. Jan. 30. Jan.

Hinweise: Zins- und Kurszuwachs vom 20.04.2018 bis 31.01.2019; ohne Transaktionskosten, Depotführungspreis und

Steuern; Referenz für Kurszuwachs: Geldkurs an der Börse München (www.boerse-muenchen.de)

Bild/Chart: Sachwert Capital Management GmbH

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SACHWERT MAGAZIN 2/2019 31


D a s n e u e B u c h v o n J u l i e n B a c k h a u s

ERFOLG

Was Sie von den

Super-Erfolgreichen

lernen können

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hat eier

Aus dem Vorwort von

Harald Glööckler

BILD OLIVER REETZ

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