Wanderzeit, Ausgabe März 2019

Deutscher.Wanderverband

Teutoburger Wald - Neue Qualitätswege und viel Geschichte Tag des Wanderns - Am 14. Mai geht’s raus ITB-Fachforum - Alles Wichtige zum Wandern

Wanderzeit

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Ausgabe 1 | März 2019 | Jahrgang 18 Magazin des Deutschen Wanderverbandes www.wanderverband.de

Teutoburger Wald

Neue Qualitätswege und viel Geschichte

Tag des Wanderns

Am 14. Mai geht’s raus

ITB-Fachforum

Alles Wichtige zum Wandern

Schutzgebühr 2 €

1|2019 Wanderzeit

Wandern Wege Naturschutz Kultur Medien Familie Jugend


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Liebe Leserin, lieber Leser,

in den kommenden Monaten

gibt es viele wichtige

Termine: etwa der

14. Mai – Tag des Wanderns,

der 119. Deutsche

Wandertag im

Sauerland vom 3. bis 8.

Juli und vom 17. bis 20. Oktober die 50.

Konferenz der Europäischen Wandervereinigung

in Bad Urach. Die Bedeutung

Europas für Frieden und Stabilität kann

gar nicht hoch genug eingeschätzt werden.

Deswegen will ich den genannten

Terminen noch einen besonders wichtigen

hinzufügen. Die Europawahlen am

26. Mai. Diese Wahlen sind mitentscheidend

dafür, ob die Europäische Union

ihre wichtige Rolle auch künftig wahrnehmen

kann. Gehen Sie wählen.

Ihr

J. Kuhr /DWV

Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß

Präsident des Deutschen

Wanderverbandes

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Inhalt

14. Mai – Tag des Wanderns: Bundesweit präsentieren Vereine Besuchern

die Vielfalt des Wanderns. Der Deutsche Wanderverband hilft,

die Veranstaltungen publik zu machen.

Sichere Qualität: In Zukunft ist das Zertifikat zum DWV-Wanderführer®

patentrechtlich geschützt.

Infokampagne: Damit von der DWV-Bewegungsinitiative „Let’s go –

jeder Schritt hält fit“ möglichst viele Menschen profitieren.

Naturschutz: Das bayerische Volksbegehren Artenvielfalt im Kommentar.

Teutoburger Wald: Die Wanderregion punktet mit Qualitätswegen,

herrlicher Landschaft und viel Geschichte.

Nachruf: Mit Wilfried Schmidt ist ein Vorbild gegangen.

Wege: Die Zukunft des Wegemanagements ist digital.

ITB-Fachforum Wandern: Die Veranstaltung in Berlin bot alles Wichtige

zum Wandern.

Titelfoto: © Themenmanagement Wandern Teutoburger Wald

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14. Mai – Tag des Wanderns:

Veranstaltungen jetzt anmelden

Werbetrommel

„Wir starten am Vormittag mit einer Gesundheitswanderung,

es folgt eine Radtour und zum Schluss gibt’s eine After-Work-

Wanderung“, beschreibt Winfried Balzert, Geschäftsführer des

Eifelvereins in Daun, sein Programm zum 14. Mai – Tag des

Wanderns. Balzert will den Tag auch in diesem Jahr nutzen, um

Besuchern die Vielfalt des Wanderns zu präsentieren.

Diese Vielfalt einer breiten Öffentlichkeit zu zeigen, ist der

Grund dafür, dass der Deutsche Wanderverband (DWV) diesen

Tag vor drei Jahren auf Beschluss seiner Mitglieder bundesweit

eingeführt hat. Seit dem Jahr 2016 ist der 14. Mai –

an diesem Tag wurde im Jahr 1883 der Deutsche

Wanderverband gegründet – als Tag des Wanderns fest im

Jahreskalender verankert.

Balzert, der auch ausgebildeter Wander- und Gesundheitswanderführer

ist und am 14. Mai – Tag des Wanderns besonders

die Bedeutung des Gesundheitswanderns für Körper,

Geist und Seele vermitteln will, freut sich schon jetzt auf die

Besucherinnen und Besucher der diesjährigen Veranstaltung,

die möglichst ebenso zahlreich kommen sollen, wie im

vergangenen Jahr. „Trotz Dauerregen hatten wir 80 Leute bei

uns“, so Balzert. Allerdings müsse man dafür auch ein wenig

die Werbetrommel rühren. „Von alleine passiert da nichts.“

rühren

Um die einzelnen Veranstaltungen publik zu machen, helfen

auch in diesem Jahr verschiedene Angebote des DWV. So informiert

die Homepage www.tag-des-wanderns.de über alles

Wichtige zum 14. Mai – Tag des Wanderns. Hier ist nicht nur

ein Ideenpool für Veranstaltungen zu finden, auf der Seite erfahren

Interessierte auch Wissenswertes über alle beim DWV

gemeldeten Touren inklusive Ansprechpartner, Zeit, Treffpunkt

und die jeweiligen Themen. DWV-Geschäftsführerin

Ute Dicks: „Voraussetzung dafür, dass die einzelnen Veranstaltungen

auf der Seite erscheinen, ist, dass wir von ihnen

erfahren.“ Deswegen sei wichtig, dass alle Veranstalter sich

die Excel-Tabelle zur Meldung der Angebote auf www.tag-deswanderns.de

herunterladen und diese Tabelle bis zum 15. April

ausgefüllt an tdw2019@wanderverband.de schicken würden.

Dazu versende der DWV an alle bei ihm gemeldeten

Veranstalter des 14. Mai – Tag des Wanderns Muster-Pressemeldungen

und Muster-Handzettel für die Veröffentlichung

der Angebote in den jeweiligen Regionen. Auch Logos, Banner

und weiteres Werbematerial sind über die Seite zu bekommen.

Zusätzlich gibt es für alle Veranstalter, die ihre Aktion bis zum

5. April beim DWV angemeldet haben, ein kleines „Bonbon“

der DWV-Kooperationspartner. Dazu gehören ein Schlauch-

tuch von MaierSports und die kostenlose Jahresmitgliedschaft

KOMPASS PRO zur neuen Wanderapp des KOMPASS-

Verlages. Auch für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der

Veranstaltungen ist gesorgt. Neben dem traditionellen Pin

zum Tag des Wanderns spendiert der DWV wie gewohnt ein

Gutscheinheft sowie ein Gewinnspiel mit attraktiven Preisen

wie etwa einem Reisegutschein von Wikinger Reisen im Wert

von 1.000 Euro. Außerdem wird es als Zeichen gegen das Insektensterben

wieder eine Samenmischung für eine vielfältige

Wildblumenwiese geben.

„Doch letztlich sind es natürlich nicht allein die kleinen Geschenke

und Preise, die den Tag attraktiv machen, sondern

die Wanderungen selbst“, so Dicks. Es seien bereits viele tolle

Touren dabei. So habe etwa die Grundschule der Gemeinde

Großrinderfeld eine sechs Kilometer lange sehr abwechslungsreiche

Wanderung an der historischen Grenze zwischen

dem Königreich Bayern und dem Großherzogtum Baden im

Programm, zu der sich schon jetzt über 170 Schüler und zehn

Lehrer angemeldet hätten. Auch eine Reihe von Gesundheitswanderungen

steht auf dem Programm. Etwa auf dem Philosophenweg

in Heidelberg. Vor den Toren Berlins, im Fläming,

geht es am 14. Mai sehr entspannt zu. Dort hat Ulrike Braun

vom Märkischen Wanderbund Fläming-Havelland eine Wanderung

im Programm, bei der Entspannen, Abschalten und

Genießen im Mittelpunkt stehen. Schon fast Tradition ist die

„Feierabendwanderung“, die der Fichtelgebirgsverein gemeinsam

mit dem Landesverein für Heimatpflege im Fichtelgebirge

organisiert.

Für die Zentralveranstaltung anlässlich des Tages des Wanderns

2019 unter Schirmherrschaft von Reiner Haseloff, Ministerpräsident

des Landes Sachsen-Anhalt, wird der DWV

beim Harzklub zu Gast sein.

Im vergangenen Jahr informierten rund 350 Veranstaltungen

in allen Bundesländern über die Vielfalt einer der beliebtesten

Freizeitbeschäftigungen und zugleich eine der wichtigsten

Tourismusbranchen in Deutschland. Weil der 14. Mai –

Tag des Wanderns zum ersten Mal an einem Werktag lag,

beteiligten sich auch viele Schulen, Unternehmen und der

So melden Sie Ihre Veranstaltungen

1. Besuchen Sie www.tag-des-wanderns.de; Menüpunkt:

„Machen Sie mit“

2. Excel-Tabelle herunterladen und ausfüllen

3. Ausgefüllte Excel-Tabelle mailen an

tdw2019@wanderverband.de

4. Wir stellen Ihre Angebote auf der interaktiven Karte dar

Einzelhandel mit eigenen Veranstaltungen. So organisierte der

Hunsrückverein in einigen Supermärkten seiner Region Informationsstände,

die über die Vielfalt des Wanderns informierten.

Andere Vereine wie der Harzklub nahmen den Tag zum

Anlass, neue Wanderwege einzuweihen. Es gab Aufforstungsaktionen,

Wanderungen mit Hunden, Markierungskurse und

auch die politische Prominenz geriet vielerorts in Bewegung.

In Saarbrücken etwa stellte sich der saarländische Minister

für Umwelt und Verbraucherschutz nach einer After-Work-

Wanderung mit über 100 Teilnehmern unter dem Motto „Jost

am Rost“ selber an den Grill.

Der Tag des Wanderns wird unterstützt durch den Hauptsponsor,

die Sparkassen-Finanzgruppe, MaierSports als Premiumpartner

sowie die Partner Wikinger Reisen, LOWA, BKK

Pfalz, KOMPASS Verlag, KOSMOS Verlag und Osprey.

Hauptsponsor

Premiumpartner

Weitere Partner

CDU Sachsen-Anhalt

DWV

Der 14. Mai – Tag des Wanderns zeigt auch in diesem Jahr die Vielfalt der Vereine. Selbst kurze Markierungskurse wird es geben. Und alle Veranstalter

bekommen kleine Präsente, wie ein Schlauchtuch oder die kostenlose Jahresmitgliedschaft kompass pro.

Haseloff, Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt.

Schirmherr des diesjährigen 14. Mai – Tag des Wanderns ist Reiner

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6 Fachbereiche Wandern und Medien

7

Bewegter Zukunftsdialog

Damit etwas in Bewegung kommt!

Nicht weniger als die Zukunft der Wandervereine ist

Thema des „Bewegten Zukunftsdialoges“ in Winterberg

während des 119. Deutschen Wandertages.

Die Veranstaltung geht zurück auf die Initiative des DWV-Arbeitskreises

Zukunftsdialog. Sie beginnt am Freitag, den 5. Juli, um

13 Uhr mit dem Einstiegsreferat „Zukünftige Vereinsarbeit“ (Arbeitstitel).

Anschließend brechen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer

in vier Gruppen zu Workshop-Wanderungen auf. Dabei

werden die Themen „Alternative Vereinsstrukturen“, „Qualifizierte,

begeisterte und motivierte Vorstände – der Schlüssel

zum Erfolg“, „Digitale Kommunikation – vom ´Frisch auf` zum

´fresh up`“ und „Vielfalt der Vereinsaufgaben – Schwäche oder

Stärke“ behandelt. Gegen 17 Uhr treffen sich alle Gruppen wieder

und fassen die Ergebnisse ihrer Diskussionen mit Hilfe externer

Moderation zusammen. Beim anschließenden gemeinsa-

Kultur

Gedenktafel für Ernst Schebstadt

SGV-Vizepräsident Harald Kahlert (l.) sowie Aloys Steppuhn, Vizepräsident

des Deutschen Wanderbandes, bei der Einweihung der

Ehrentafel für Ernst Schebstadt.

Nachdem vor zwei Jahren

die Gedenkstätte

für Arthur Lops, den

Komponisten der Deutschen

Wanderhymne

„Ein Wandervolk, ein

einig Volk“, auf dem

Friedhof in Iserlohn

eingeweiht wurde, hat

nun auch der Texter der

Hymne, Ernst Schebstadt,

eine Ehrentafel

bekommen. Aus Anlass

seines 50. Todestages

am 7. Dezember

2018 wurde die Tafel

zunächst auf dem Gelände

des Wanderheims

der Abteilung

Bochum-Hordel des

Sauerländischen Gebirgsvereins (SGV) aufgestellt. Die Verantwortlichen des SGV

hatten sich als Standort allerdings den Bochumer Hauptfriedhof gewünscht. SGV-

Vizepräsident Harald Kahlert sowie Aloys Steppuhn, Vizepräsident des Deutschen

Wanderbandes (DWV) und zugleich Vizepräsident der Europäischen Wandervereinigung,

weihten die Ehrentafel im Beisein von Dr. Peter Kracht (Verbandskulturwart

des Deutschen Wanderverbandes) und zahlreicher Wanderfreundinnen und Wanderfreunde

mit einer Feierstunde ein. Großer Dank gebührt Manfred Küchler, Hüttenwart

des SGV, der sich mit besonderem Engagement für die Aufstellung der Ehrentafel

eingesetzt hat – und die Hoffnung hegt, dass die Tafel bald an der richtigen

Stelle auf dem Bochum Friedhof ihren Ehrenplatz finden wird.

pit

P. Kracht

men Imbiss kann der Dialog fortgesetzt werden. Am Samstag,

den 6. Juli, beginnt die Zukunftstagung um 9 Uhr mit weiteren

Workshop-Wanderungen, diesmal zu den Themen „Treffen der

Generationen – Alt und Jung gemeinsam unterwegs“, „Heimat

– regionale Identität und Naturschutz – Kernthemen schärfen“,

„Wegearbeit in der digitalen Zukunft“ und „Wandern populär –

erst recht im Verein“.

Der „Bewegte Zukunftsdialog“ richtet sich an Fachwarte, die

Deutsche Wanderjugend, die Vorsitzenden, die Geschäftsführer

und ausdrücklich auch alle anderen engagierten Vereinsmitglieder,

die die Wanderbewegung in eine attraktive

Zukunft führen wollen.

also: Wenn Sie etwas bewegen wollen, wenden Sie

sich bitte für weitere Informationen und die Anmeldung

an Ihren Gebietsverein. Sie sind herzlich willkommen!

Wanderlust verlängert

Wegen großen Interesses ist die Ausstellung

Wanderlust bis Dezember verlängert

worden. Sie war im vergangenen

Jahr aus Anlass des 150-jährigen Jubiläums

des Taunusklubs im Freilichtmuseum

Hessenpark im Taunus eröffnet worden

und wirft einen Blick auf die

Gründung und das Engagement des ersten

deutschen Wandervereins und die

Kulturgeschichte des Wanderns.

Wie und wann ist die organisierte Wanderbewegung

entstanden? Warum wurde

aus der alltäglichen Notwendigkeit

des Laufens eine Trendsportart? Die

Sonderausstellung in Kooperation mit

dem Taunusklub thematisiert anhand

von Texten, Erzählungen, Fotos, Zeichnungen

und Exponaten die Erschließung

des Taunus als Wanderregion zwischen

den 1840er Jahren und heute, greift die

Naturvorstellungen von Wanderern auf

und zeigt deren Ausrüstung im Wandel

der Zeit. Drei Wanderrouten führen

durch die Ausstellung. Ausgestattet mit

Wanderstöcken und -karten erkunden

die „Wanderer“ die Themenbereiche ihrer

Strecke und können zur Rast an den

Medien- und Mitmachstationen verweilen.

Infos: www.hessenpark.de/veranstaltungen/sonderausstellungen/

Wandern

Neue Lehrgangsund

Prüfungsordnung

Eine neue Lehrgangs- und Prüfungsordnung

zum zertifizierten DWV-Wanderführer

(WF) hat der Vorstand des Deutschen

Wanderverbandes (DWV) Ende

Februar in Kassel beschlossen. Demnach

sind alle WF-Zertifikate ab dem 1. Januar

2019 auf fünf Jahre befristet. Um sich

dann weiter DWV-Wanderführer nennen

zu können, sind während der fünf Jahre

zwei Fortbildungen und ein Auffrischungskurs

zur Ersten Hilfe nötig. Andernfalls

verfällt das Zertifikat. Dies betrifft

die bisher rund 7.000 ausgebildeten

DWV-Wanderführer ebenso wie neu ausgebildete

DWV-Wanderführer.

Geschützte Qualität

Der Deutsche Wanderverband (DWV) hat

die Wortmarke „DWV-Wanderführer®“

unter der Nummer 302018028376 beim

Deutschen Patent- und Markenamt eintragen

lassen. Die Eintragung soll gewährleisten,

dass der Begriff nur verwendet

werden kann, wenn die

anspruchsvolle Ausbildung zum DWV-

Wanderführer® von der jeweiligen Person

wirklich durchlaufen wurde. Die geschützte

Wortmarke sei im Sinne der

Lehrgangs- und Prüfungsordnung auszufüllen

und als Qualitätsmarke fortzuentwickeln,

heißt es in einem DWV-Papier.

Damit das Zertifikat dem

zunehmend hohen Qualitätsanspruch

von Wanderinnen und Wanderern entspricht,

bekommt es nur, wer 80 Unterrichtseinheiten

zu den Themen Orientierung,

Planung einer Wanderstrecke,

Vielfalt des Wanderns, regionale Kultur

und Natur, Naturerlebnispädagogik und

Bildung für Nachhaltige Entwicklung,

Recht und Versicherung für Wanderungen

sowie Führungsdidaktik (Themen

nach Rahmenplan von 2014) absolviert

hat. Damit zertifizierte DWV-Wanderführer®

nach der Ausbildung auf dem Laufenden

bleiben, bekommen sie vom

DWV viermal jährlich die Wanderzeit sowie

digital einen Newsletter und weitere

Informationen. Das Zertifikat DWV-Wanderführer®

erhalten nur Mitglieder aus

Vereinen, die dem DWV angehören.

Ausstattung für DWV-Wanderführer®

Zertifizierte DWV-Wanderführer® können sich dank einer Kooperation des DWV mit

dem Unternehmen Maier Sports einheitlich erkennbar machen. Die entsprechende

Ausstattung umfasst Jacke, Stirnband, Weste und ein Polo-Shirt. Aufgedruckt ist jeweils

der silbergrau reflektierende Schriftzug „DWV-Wanderführer®“ oder „DWV-

Wanderführerin®“. Die komplette Ausstattung kostet ca. 163 Euro (netto) – eine Ersparnis

von ca. 160 Euro gegenüber dem Normalpreis, zzgl. Versand. Einzelprodukte

sind auch bestellbar. Das Angebot gilt jedoch nur, wenn mindestens 300 Bestellungen

je Produkt zusammen kommen. Bisher wurden darüber die ausbildenden Vereine

und Wanderakademien informiert, von dort wurden vielfach schon Abfragen gestartet.

Zusätzlich werden vom DWV auch alle zertifizierten DWV-Wanderführer®

angeschrieben, deren Mailadresse er nutzen darf. Bei Interesse an der Ausstattung

gibt es mehr Infos bei: Katja Schönfelder; k.schoenfelder@wanderverband.de

Medien

Kampagne „Let's go – jeder Schritt hält fit“

Damit von der Bewegungsinitiative des Deutschen Wanderverbandes

(DWV) „Let’s go – jeder Schritt hält fit“ möglichst viele Menschen

profitieren, hat der DWV jetzt eine Informationskampagne gestartet.

Zentraler Bestandteil ist ein Übersichtsflyer im Faltkartenformat

(Foto), der die drei Komponenten der Initiative – Gesundheitswandern,

Deutsches Wanderabzeichen und „Familien, Kids und Kitas“

– vorstellt und unter der Überschrift „Welcher Wandertyp sind Sie?“

zu einem Gewinnspiel einlädt. Außerdem gibt es eine Postkartenserie

zu den drei Komponenten der Bewegungsinitiative. Schließlich

hat der DWV beim Kinderliedermacher Reinhard Horn ein „Kinder-

Bewegungs-Wanderlied“ in Auftrag gegeben, das Kinder sowie Familienwander-

und Seniorengruppen zum Wandern motivieren

soll. Die Informationskampagne wird gefördert aus Mitteln des Bundesministeriums

für Gesundheit. Infos und Gewinnspiel unter www.lets-go-jeder-schritt-hält-fit.de;

Bestellung Übersichtsflyer (kostenfrei) unter praktikant@wanderverband.de

Wanderbares Deutschland 2019 erschienen

Schwerpunktthema des 180 Seiten starken Magazins ist

„Regionale Schätze: Wandern. Entdecken. Genießen“. Außerdem

werden auf über 100 Seiten die schönsten Wanderwege

in Deutschland und Europa vorgestellt. Das Jahresmagazin

kostet inklusive einer Broschüre zu

europäischen Qualitätswegen 5,90 Euro und ist erhältlich

unter www.wanderbares-deutschland.de, beim Deutschen

Wanderverband, im Buchhandel, an Bahnhöfen, gut sortierten

Kiosken und unter www.mykiosk.com.

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8 Fachbereich Wege Fachbereiche Naturschutz und Familie

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Naturschutz

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„Natursport.Umwelt.Bewusst“ in Dortmund und Winterberg

Anfang Februar hat der Deutsche Wanderverband

(DWV) während der Messe „Jagd und

Hund“ in Dortmund erstmals seinen Ratgeber

mit Hilfestellungen für einen gleichberechtigten

Dialog vorgestellt. Das Dialogkonzept ist

im Rahmen des vom Umweltbundesamt und

dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz

und nukleare Sicherheit geförderten

DWV-Projektes „Natursport.Umwelt.Bewusst“

entstanden. Im dem Projekt entwickelt der

E. Neumeyer

DWV-Mitarbeiter Jan Fillisch zeigt während

der Messe „Jagd und Hund“ Wege

zu einem harmonischen Miteinander.

DWV Instrumente für ein harmonisches Miteinander

unterschiedlicher Interessengruppen in

der Natur. Dem diente auch das Dialogforum

„Rahmenbedingungen in Geocaching und Natursport“

in dem Ort Winterberg, welches der

DWV ebenfalls im Februar organisiert hat. Das Dialogkonzept und weitere Infos gibt

es unter www.natursport-umwelt-bewusst.de

Zwischenruf: Volksbegehren Artenvielfalt

von Jörg Hacker, Fachwart Naturschutz des Landesverbandes

Bayern der Deutschen Gebirgs- und Wandervereine

Das Volksbegehren Artenvielfalt – Rettet die Bienen – in Bayern

Mitte Februar war ein historischer Erfolg, an dem der Landesverband

Bayern der Deutschen Gebirgs- und Wandervereine

als Bündnispartner aktiv beteiligt war. Während in

Brüssel die Verhandlungen um die nächste Förderperiode der

EU Agrarpolitik laufen, nehmen Bürgerinnen und Bürger den Natur-

und Artenschutz in die eigene Hand und setzen ein Zeichen für eine dringend

überfällige Reform. Agrarsubventionen müssen an messbare Leistungen für die Artenvielfalt,

den Tierschutz und das Klima gebunden werden, anstatt sie nach dem

Gießkannensystem nach Flächengröße zu verteilen. Wenn Land auch künftig mehr

sein soll als Produktionsfläche für Rohstoffe, müssen wir der Landwirtschaft eine Alternative

zum viel zitierten „Wachse oder Weiche“ bieten, indem wir zusätzliche Gemeinwohlleistungen

schlichtweg besser honorieren. Das Volksbegehren – Rettet die

Bienen – ist eine enorme Chance für den Natur- und Artenschutz, aber gleichermaßen

auch eine Chance für die bäuerliche Landwirtschaft.

Der mit dem Volksbegehren verbundene Gesetzesentwurf enthält staatliche Verpflichtungen

zur Stärkung des Ökolandbaus und zur Schaffung eines funktionalen

Biotopverbundes. Um diese zu erfüllen, wird die Bayerische Staatsregierung entsprechende

Förderanreize schaffen müssen, um Landwirte zur freiwilligen Teilnahme

zu bewegen. Freiwilligkeit ist gut, sie endet aber dort, wo nichts vorangeht. So

verhindert Bayern bislang – abweichend von der bundesrechtlichen Regelung in

§38 Wasserhaushaltsgesetz – gesetzlich begründete Gewässerrandstreifen zum

Schutz der Fließgewässer vor Stoffeinträgen, indem es vorrangig auf freiwillige Agrarumweltmaßnahmen

wie die hoch geförderten Gewässer- und Erosionsschutzstreifen

im Ackerland setzt. Doch so wirksam diese Maßnahmen im Einzelfall auch

sein mögen: Viele der Bäche und Gräben in Bayern besitzen bis heute keine Gewässerrandstreifen.

Jahrelange Freiwilligkeit hat nicht zum Ziel geführt, so dass hier

nur der ordnungspolitische Weg bleibt. Genau den beschreitet das Volksbegehren

Artenvielfalt. Gut so.

privat

Gemeinsam geht’s

Der Deutsche Naturschutzring

und

die dort organisierten

Mitgliedsverbände

– darunter

der DWV – haben

den Comic „Gemeinsam

geht’s“ samt

App zum Thema Klimawandel

und Natursport

für Jugendliche

herausgegeben. Die App soll bei

jungen, digital-affinen Natursportlern

und Natursportlerinnen die Neugier und

das Interesse an der Natur und dem Klimawandel

wecken und gleichzeitig zum

eigenen Handeln anregen. Dabei helfen

die illustrierten praktischen Tipps. Die

App gibt es für Smartphones direkt im

App-Store von iTunes oder in Google-Play

sowie über die Homepage des Verbandes

Deutscher Sporttaucher. Zum Comic

geht’s auf www.wanderverband.de.

Familie

„Familien, Kids und Kitas“

bundesweit präsent

Regionalkonferenz in Karlsruhe, Messe

Fahrrad- & WanderReisen in Stuttgart,

Didacta in Köln oder Gesundheitstage

Nordhessen: „Familien,

Kids und Kitas“ ist bundesweit präsent.

Die Initiative des Deutschen

Wanderverbandes richtet sich an Kitas,

Kindergärten und Familienwandergruppen

und erreicht so Kinder

und deren Familien, die dann die Natur

erkunden und dabei ganz nebenbei

etwas für die Gesundheit tun. Dass

die Initiative wirkt, beweisen mehrere

Kindergärten, die angeleitet von Familienwandergruppen

das Deutsche

Wanderabzeichen erwandert haben.

Gerade bekamen die Kinder des Kindergarten

Sonnenkamp in Soest ihr

Abzeichen. Bei den dafür nötigen

Wanderungen unterstützt wurden sie

von Engagierten des Sauerländischen

Gebirgsvereins Bad Sassendorf. Die

nächste von der BKK Pfalz unterstützte

Veranstaltung zur Initiative ist am 9.

und 10. April in Ludwigshafen. Infos:

www.familien-wandern.de.


10 Advertorial Teutoburger Wald

Advertorial Teutoburger Wald

11

reiner Luft und Thermalquellen zu den

natürlichen Heilmitteln der sieben Heilbäder

des Teutoburger Waldes.

Neue Qualitätswege durch

„Zukunftsfit Wandern“

Themenmanagement Wandern Teutoburger Wald

Der Weser-Skywalk bei Beverungen ist ein lohnendes Etappenziel. Der Blick auf den Fluss ist unvergesslich.

Gesteigerte Wanderlust

Wanderregion Teutoburger Wald mit neuen QualitäTSwegen

und zahlreichen landschaftlichen Glanzlichtern

Durch das noch bis August 2019 andauernde

Projekt „Zukunftsfit Wandern“

werden viele weitere Qualitätswege

Wanderbares Deutschland im

Teutoburger Wald entwickelt. Einige

dieser zumeist kurzen Rundstrecken

wurden im letzten Jahr schon zertifiziert:

In Nähe zum Hermannsdenkmal

und zur Stadt Detmold wurde im vergangenen

Sommer der „Pivitker Wasserweg“

ausgezeichnet. Auf gut fünf

Kilometern Länge verbindet er die drei

Stauseen Donoper Teich, Hasselbachstausee

sowie den Krebsteich. Familienfreundlich

gestaltet wurde der sechs

Kilometer lange „Kaleidoskopweg“ in

Bad Driburg. An acht Standorten laden

ausgefallene, begehbare Riesen-Kaleidoskope

Kinder und Erwachsene ein,

mit Licht und Glas in den geheimnisvollen

Zauberröhren faszinierende Bilder

zu kreieren. Bis Mitte des Jahres

kommen neue Touren hinzu, beispielsweise

der sechs Kilometer lange Weg

„Romantisches Furlbachtal“. Er wird in

der Stukenbrocker Sennelandschaft auf

gewundenen Pfaden am Ufer eines der

schönsten Sennebäche entlang führen.

Auf der ebenfalls sechs Kilometer langen

Route „Grafenschritte“ erhalten

Stadtwanderer in Rietberg demnächst

einen ganz eigenen Blick auf die „Stadt

der schönen Giebel“, die sich als Erholungsort

und Ausrichter der Landesgartenschau

einen Namen gemacht hat.

Wandern ohne sich zu verlaufen. Perfekte Markierungen wie hier der Wegweiser am Donoper

Teich garantieren die sichere Orientierung im Teutoburger Wald.

Viel Abwechslung wird die Bielefelder Stadtwanderung „Von Burg zu Berg“ bieten.

Der sieben Kilometer lange Rundweg wird die Bielefelder Altstadt mit der Sparrenburg,

dem Botanischen Garten, dem Heimat-Tierpark Olderdissen, dem Bauernhaus-Museum

und dem Kletterpark auf dem Johannisberg verbinden.

Baudenkmäler wie die Burg Ravensberg hoch über der Lebkuchenstadt Borgholzhausen

und das Kaiser-Wilhelm-Denkmal in Porta Westfalica sowie dutzende historische

Mühlen bilden weitere reizvolle Ziele für Wanderer. Nicht zu vergessen

sind die Klöster – vor allem das UNESCO-Welterbe Corvey in Höxter und Kloster

Dalheim in Lichtenau mit seiner einzigartigen Ausstellung zur Klosterkultur. Reizvolle

Themenwege verknüpfen diese und viele weitere historische Orte, machen

ihre Geschichte spürbar und die Natur ist stets mehr als eine schöne Kulisse. Auf

den Wanderpfaden der „Erlesenen Natur“ spielt sie sogar die Hauptrolle. Dort hat

sie mit seltenen Tieren und Pflanzen in geschützten Habitaten kühler Flussauen,

tiefer Wälder und sonniger Höhen ihren großen Auftritt.

Vollkommen sorglos wird der Freizeitgenuss im Teutoburger Wald zudem durch

hervorragenden Service. Immer mehr Qualitätsgastgeber und Tourist-Informationen

sind bestens auf Wanderer eingestellt – auch das ein Ergebnis von „Zukunftsfit

Wandern“.

Teutoburger Wald Tourismus, Schoberer

Tief können Wanderer hier in die Geschichte abtauchen und genießen dabei Qualität

auf der Höhe der Zeit. Denn im Teutoburger Wald verknüpfen erstklassige Wanderwege,

darunter mehr als zehn Qualitätswege Wanderbares Deutschland und

ein Top Trail of Germany, historische Stätten mit Entdeckungen in der Natur und der

Vergangenheit unseres Planeten.

Eines der bekanntesten Naturdenkmale des Naturparks Teutoburger Wald / Eggegebirge

steht an den Hermannshöhen: die Externsteine, jene sagen- und mythenumrankten

Felsnadeln, die sowohl christliche Andachtsstätte als auch heidnisches

Heiligtum sind. Ganz in der Nähe reckt Hermann sein Schwert bei Detmold mehr

als 50 Meter hoch in den Himmel. Das riesenhafte Standbild erinnert an die Varusschlacht

im Jahre 9 nach Christus. Es gab vor mehr als zehn Jahren den Namen für

die „Hermannshöhen“. Der Höhenweg über die Kämme und durch die urwüchsigen

Buchenwälder von Teutoburger Wald

und Eggegebirge besteht aus den beiden

Qualitätswegen Hermannsweg und

Eggeweg.

Zeugnisse aus 300 Millionen Jahren

Erdgeschichte finden sich am Weg. Zum

Beispiel die Dörenther Klippen, die vor

Urzeiten die Küste eines Ozeans bildeten.

Dessen Salz ist bis heute in der Tiefe

erhalten. In Solequellen kommt es

vielerorts zutage und gehört mit Mooren

und Mineralwässern, mit heilkräftig

Teutoburger Wald Tourismus, Schoberer

Tourist-Infos wie hier in Bad Meinberg sind

bestens auf Wanderer eingestellt.

Kontakt und weitere Info: Teutoburger Wald Tourismus

0521-9 67 33 25 | www.teutoburgerwald.de/wandern

Das Projekt „Zukunftsfit Wandern im Teutoburger Wald“

wird gefördert von

Wanderzeit 1|2019 1|2019 Wanderzeit


12 Fachbereich Wege

Fachbereiche Wege und Deutsche Wanderjugend

13

Wege

ITB: Qualitätswege aus Niedersachsen zertifiziert

Niedersachsen geht mit zwölf frisch als Qualitätsweg Wanderbares Deutschland zertifizierten

Wanderwegen in die neue Wandersaison. Das zieht Wanderer in den Norden

und stärkt die Wirtschaft des ländlichen Raumes. Die Urkunden überreichten während

der ITB der Vizepräsident des Deutschen Wanderverbandes (DWV), Aloys Steppuhn,

und Dr. Berend Lindner, Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft,

Arbeit, Verkehr und Digitalisierung. Lindner: „Mit den zertifizierten Wegen bietet

Niedersachsen vom Wattenmeer im Norden bis zum Weser- und Leinebergland im

Mit Wilfried Schmidt ist ein Vorbild gegangen

Wilfried Schmidt war Mitbegründer

dieser Zeitschrift, ehemaliger

Fachwart des Deutschen Wanderverbandes

(DWV) für den Bereich

„Wandern“ und von 1993 bis

2007 Mitglied im DWV-Vorstand.

Doch längst nicht nur in diesen

Positionen hat er die Wanderbewegung

in Deutschland maßgeblich

geprägt und bereichert. Am

24. Februar ist Schmidt in Arnsberg

gestorben.

Für Schmidt, der im Juli 85 Jahre

alt geworden wäre, waren Begriffe

wie Qualität und Nachhaltigkeit

keine Worthülsen. Deutlich wurde

das etwa bei seinem unermüdlichen

Engagement hinsichtlich der

Einführung der zertifizierten Wanderführerausbildung

des DWV, seiner

Tatkraft im Projektbeirat für die

Etablierung des Gesundheitswanderns

oder der Entwicklung des

Magazins Ferienwandern ab Ende

der 1950er Jahre. Kaum ein zweiter

ehrenamtlicher Wanderführer bot

in dem Magazin so viele mehrtägige

Wanderungen an wie der in

Wuppertal aufgewachsene Sauerländer.

Er ist ein Vorbild. Es war

deswegen nur folgerichtig, dass

Schmidts Engagement vielfach

ausgezeichnet wurde. Im Jahr 2006

etwa bekam er das Bundesverdienstkreuz,

ein Jahr später die

Karl-Carstens-Medaille, mit der der

DWV Menschen würdigt, welche

Süden eine Wanderinfrastruktur auf

höchstem Niveau. Im Wettbewerb der

Wanderdestinationen ist das ein unschätzbarer

Vorteil. Davon profitiert besonders

der ländliche Raum.“ Steppuhn

sagte in Berlin, dass die zwölf ausgezeichneten

Wege auch für die Vielfalt der

niedersächsischen Landschaft stünden.

J. Kuhr / DWV

die Wanderbewegung in besonderer

Weise überregional fördern.

Schmidt, der nach der Wende in

Deutschland maßgeblich dabei half,

Mitglieder aus den Neuen Bundesländern

für den DWV zu gewinnen, war

deutschlandweit in der Wanderbewegung

vernetzt. Das half ihm nicht nur in

der engeren Verbandsarbeit, sondern

auch bei den vielen Deutschen Wandertagen,

deren Attraktivität er etwa durch

die fachkundige Moderation des Festumzugs

gemeinsam mit dem DWV-Ehrenmitglied

und damaligen Verbandswart

für den Fachbereich Medien, Jörg

Haase, steigerte.

Eine besondere Beziehung pflegte

Schmidt zum Schreiben. So verfasste

er, der 1958 dem Sauerländischen Gebirgsverein

beitrat, ab Mitte der

1990er Jahre über 1.000 Beschreibungen

von Wanderungen für die Samstagsausgabe

der Westfalenpost. Um

die Verlässlichkeit seiner Informationen

zu garantieren, lief er alle beschriebenen

Touren – zum Teil zusammen

mit seiner Frau Marianne – vor

dem Druck der jeweiligen Zeitungsausgabe

selber ab. Die Leserinnen und

Leser wussten das zu schätzen. Die

Wandertipps waren sehr beliebt. Ebenso

wie die zahlreichen Bücher und Broschüren

des Wanderexperten, die Einheimische

wie Gäste noch lange

kompetent beim Erkunden des Sauerlandes

begleiten werden.

Die Freude am Schreiben war sicher eines

seiner Motive, die Verbandszeitschrift

Wanderzeit im Jahr 2001 zusammen

mit Jörg Haase aus der

Taufe zu heben. Im Redaktionsteam

der Zeitschrift sorgte Schmidt durch

sein ausgleichendes, zurückhaltendes

und stets an der Sache orientiertes

Wesen nicht nur für eine

wohltuende Arbeitsatmosphäre,

sondern auch für die Berücksichtigung

relevanter Themen. Und immer

wieder schrieb er Nachdenkliches

zum Thema Wandern. In

einem seiner letzten Texte heißt es:

„Nur wer von sich selbst ablassen

kann, sich selbst nicht zu wichtig

nimmt, kommt zu wahrer Gelassenheit.

Der Wanderer erfreut sich am

Anblick der Natur, aber er bildet

sich nicht ein, der Welt Mittelpunkt

zu sein. Wir besitzen viel, sagen die

Weisen, aber wir haben nichts. Wer

Weise ist, übt sich in Gelassenheit

und Demut.“

Wegemanagement

Die Zukunft des Wegemanagements war

Thema mehrerer Veranstaltungen des

Deutschen Wanderverbandes (DWV) im

Februar. Deutlich wurde dort, dass insbesondere

die Forstwirtschaft sowie

die Privatwaldbesitzer den zunehmenden

Nutzerdruck im Naturraum zu spüren

bekommen. Daher sei eine effektive

Besucherlenkung für Natursportler

dringend erforderlich, so DWV-Referent

Eric Magut. Nahezu unumgänglich

hierfür sei der Aufbau eines funktionierenden

digitalen Wegemanagements.

„Der NatursportPlaner als Online-Wegemanagement-Tool

erleichtert entsprechende

Aufgaben“, so Magut. Außerdem

gewinne das Zur-Verfügung-

Stellen von digitalen Tracks immer weiter

an Bedeutung, zumal auf vielen

Online-Plattformen digitale Wegeverläufe

von jedem eingestellt werden

könnten. Solche Wege seien oft etwa

mit dem Naturschutz oder dem Forst

nicht abgestimmt und führten zu Problemen.

Wegeverantwortliche seien daher

zunehmend gefragt, gute digitale

Angebote zu schaffen. „Ein Besucherlenkungskonzept

kann nur funktionieren,

wenn diese Tracks dann besser

sind, als die von den Nutzern ins Netz

gestellten“, so Magut.

Um die Zukunft des Wegemanagements ging

es in Kassel.

Schulung NatursportPlaner

Während einer Schulung für das Wegemanagement-System

NatursportPlaner

Mitte Februar in Kassel haben elf Teilnehmer

aus verschiedenen DWV-Mitgliedsvereinen

einen tieferen Einblick in

das digitale Wegemanagement bekommen.

Infos zum System und einen kostenfreien

Testzugang erteilt Eric Magut

(e.magut@wanderverband.de).

E. Magut / DWV

T. Flader

Matterhorn im Rücken: DWJlerinnen und DWJler in

der Südschweiz.

Junges Wintervergnügen im Süden der Schweiz

Am 29. Dezember brachen 26 DWJlerinnen

und DWJler in die Südschweiz

auf. Mit Kleinbussen ging

es quer durch Deutschland und

die Schweiz bis zum Lötschbergbasistunnel,

der mit dem Zug (Autoverlad)

durchquert werden musste.

Dann war auch schon das Saastal

mit seinen 38 Viertausendern erreicht,

das die nächsten sieben

Tage das Zuhause der Gruppe sein

sollte.

Aus Nordhessen, dem Solling, der

Eifel, dem Sauerland, der Oberpfalz,

dem Schwarzwald und der Schwäbischen Alb kommend, war nun eine bunte

Truppe ab 14 Jahren bereit für viele weiße Erlebnisse.

Die Gletscherskigebiete Hohsaas und Saas Fee luden zum Skifahren und Snowboarden

ein und manch einer probierte diese Disziplinen sogar das erste Mal aus.

Das Programm war sehr vielfältig und einiges wurde von der Gruppe in spontaner

Eigenplanung umgesetzt. Es gab eine Sonnenaufgangswanderung zum Mattmark

Stausee, Schneeschuhtouren durch unberührte Schneefelder, Langlaufausfahrten,

eine Schneeschuhtour mit anschließender Tiefschneeabfahrt und verschiedene

Wanderungen.

Einer der Höhepunkte war die gemeinsame Silvesterfeier mit traditionellem Raclette-

Essen und viel Gesang mit Gitarrenspiel. Am Neujahrstag ging es dann ins Mattertal

nach Herbriggen, wo die Matterhorn-Gotthard-Bahn nach Zermatt abfuhr. Vom Bahnhof

Zermatt aus wanderte die Gruppe parallel zur Gornergrat-Bahn bergauf, um,

nachdem der Findelbach in luftiger Höhe überquert wurde, die Bergstation Furi zu

erreichen. Der Abstieg erfolgte über die Siedlung „Zum See“ am Zmuttbach entlang.

Fast die ganze Zeit war bei klarstem Winterwetter der Blick frei zum Matterhorn.

Die Gruppe war sehr begeistert von der gemeinsamen Zeit im Wallis und den Aktionen

im Schnee, schnell wurde der Plan gefasst, auch über Silvester 2019/2020

wieder in die Alpen zu fahren.

Termine

Torsten Flader

14

2./3.4. DTV Fachbeirat Nachhaltiger Tourismus (München)

9.4. AK Zukunftsdialog (Kassel)

15.4. AG Deutsche Wandertage (Kassel)

4.5. Dialogforum Natursport.Umwelt.Bewusst / Geocaching GIGA

"Project Hamburg – Im Wandel der Zeit" (Hamburg)

14.5. Tag des Wanderns (bundesweit)

20./21.5. DTV Fachausschuss Qualitätsinitiativen im Tourismus (Berlin)

3. - 8.7. 119. Deutscher Wandertag (Winterberg/Schmallenberg)

5./6.7. Bewegter Zukunftsdialog (Winterberg)

Wanderzeit 1|2019 1|2019 Wanderzeit


14 Wegweiser

Wegweiser

Osprey und DWV kooperieren

„Wir freuen uns, dass Osprey in diesem

Jahr offizieller Rucksackpartner des

Deutschen Wanderverbandes (DWV)

ist“, sagt DWV-Geschäftsführerin Ute

Dicks. Der Rucksackspezialist werde

sein Know-how im

Bereich „Wanderwissen“

einbringen

und dabei die

DWV-Qualitätsinitiative

Wanderbares

Deutschland

unterstützen. Außerdem

sei Osprey

Partner beim 14. Mai – Tag des Wanderns.

Dicks: „Qualitätsinitiative und

Tag des Wanderns stehen für Nachhaltigkeit

und das ist, was unsere Organisationen

verbindet.“

Osprey wurde im Jahr 1974 von Mike

Pfotenhauer in Kalifornien gegründet

und hat sich seitdem zu einem der weltweit

beliebtesten und größten Rucksackhersteller

entwickelt. Die Rucksäcke

stehen für Komfort, Passform und

Gebrauchstauglichkeit. Gesa Hiemcke,

Osprey Marketing Managerin für

Deutschland und Skandinavien, betont,

dass ihr Unternehmen bei der Produktion

von Rucksäcken viel Wert auf

Umweltschutz und Nachhaltigkeit lege.

„Aus diesem Grund arbeiten wir gerne

mit dem DWV als einem der ältesten

Naturschutzverbände in Deutschland

zusammen“, so die Managerin.

Impressum

Wanderzeit ist

das Magazin des

Deutschen

Wanderverbandes

Erscheinungsweise vierteljährlich (März, Juni,

September, Dezember). Redaktionsschluss ist

jeweils der 10. des Vormonats

Wanderzeit kann für 2,00 € pro Ausgabe

abonniert werden

Herausgeber: Verband Deutscher Gebirgs- und

Wandervereine e.V. (kurz: Deutscher Wanderverband)

Präsident: Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß; Kleine

Rosenstraße 1-3, 34117 Kassel

Tel. 0561-9 38 73-0, Fax 0561-9 38 73-10;

info@wanderverband.de, www.wanderverband.de

Redaktionsteam: Jens Kuhr (Leitung Redaktionsbüro),

Ute Dicks, Gerald Baumann; Anzeigen:

Mizgin Acar, Tel. 0561-9 38 73-16;

Druck und Versand: Boxan, Repro + Druck, Kassel;

Auflage: 9.650

Gestaltung: Maria Rufle, www.maria-rufle.de

ITB-Fachforum Wandern: Alles Wichtige zum Wandern

Die wichtigsten Fragen rund ums Wandern hat das diesjährige ITB-Fachforum Wandern

am 8. März beantwortet. Das vom Deutschen Wanderverband (DWV) zusammen

mit der Deutschen Zentrale für Tourismus organisierte Forum stieß auf großes

Interesse. DWV-Geschäftsführerin Ute Dicks: „Die Veranstaltung ist für viele Touristiker

fester Bestandteil im ITB-Terminkalender.“ Professor Heinz-Dieter Quack von

der Ostfalia – Hochschule für angewandte Wissenschaften stellte in Berlin die Ergebnisse

des 2018er Wandermonitors vor. Besonders erfreulich aus touristischer

Sicht sei die hohe Wanderneigung in den „gehobenen“ Lebensstil-Milieus, so der

Forscher. Bemerkenswert sei auch der im Vergleich zu den Vorjahren höhere Stellenwert

von Service-Leistungen wandertouristischer Angebote. Quack: „Immer

mehr jüngere Wanderer wünschen sich Sehenswürdigkeiten in der Wanderregion,

die lückenlose Anwendbarkeit wanderaffiner Smartphone-Apps während der Wanderung

sowie eine zuverlässige Beschilderung des Weges.“

Erik Neumeyer, stellvertretender DWV-Geschäftsführer, stellte in Berlin die Ergebnisse

einer Befragung unter 5.886 Natursportlern vor. Für 82 Prozent der befragten

Wanderer spiele das Wandern eine Rolle bei der Reiseentscheidung. „Bei allen anderen

Natursporttreibenden liegt dieser Wert im Durchschnitt immerhin bei knapp

64 Prozent“, so Neumeyer. Günter Weigel, Geschäftsführer der Lippe Tourismus &

Marketing GmbH berichtete in Berlin, welche wirtschaftlichen Effekte der Deutsche

Wandertag im vergangenen Jahr hatte. „Wir können zeigen, dass die wirtschaftlichen

Effekte aus dem Wandergroßevent die Investitionen in jedem Fall rechtfertigen“,

so Weigel. Die Präsentationsfolien zum Forum gibt es unter www.wanderbaresdeutschland.de/ueber_uns/presse/downloads_und_mediadaten.html

DWV-Geschäftsstelle unterstützt Initiative zu Weltoffenheit

Die Geschäftsstelle des Deutschen

Wanderverbandes (DWV) unterstützt

#JaZuWeltoffenheit. Die gemeinsam

von neun touristischen Dachverbänden

erarbeitete Initiative gibt gegenüber

der Öffentlichkeit ein klares Bekenntnis

für Weltoffenheit und Toleranz

ab. Eine solche Positionierung fehlte

bislang.

Neues aus Europa

DWV

50. EWV-Konferenz

Zur Jubiläumskonferenz der Europäischen

Wandervereinigung (EWV)

lädt der Schwäbische Albverein vom

17. bis 20. Oktober nach Bad Urach

ein. Auf dem Programm stehen neben

der eigentlichen Tagung ein

Festakt, mehrere Wanderungen und

viel Raum für Begegnungen. Ein Höhepunkt

wird sicher die Feier am 20.

Oktober ab 11:00 Uhr am Nägelehaus

auf dem Raichberg, wo die

EWV vor 50 Jahren gegründet wurde.

Ansprechpartnerin: Heidi Müller,

hmueller@schwaebischer-albverein.de

Neues Logo zum Jubiläum

Zum 50. Jubiläum der Europäischen

Wandervereinigung (EWV) hat die Organisation

ein neues Logo entwickelt

(oben). Eine große „50“ in dessen Zentrum

macht schon von Weitem auf den

runden Geburtstag aufmerksam. Das

EWV-Präsidium bittet die Mitgliedsorganisationen

der EWV, dieses Logo in

Zusammenhang mit der Wandervereinigung

zu verwenden. Das Handbuch

für die Logopräsentation gibt es einschließlich

verschiedener Versionen

des Logos unter www.era-ewv-ferp.

com/era/download/.

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