Vitalheide Winter 2019

buettler

Magazin

Ausgabe 13 • Winter 2019/2020

Kostenlos zum Mitnehmen

Wertvolle Relikte

der Vergangenheit

Die Wächter über der Heide

Wie Tiere

überwintern

Kluge Strategien

für kalte Zeiten

Salz − Stoff des Lebens

Kleines Körnchen,

große Wirkung

Coole Kumpel

Rückepferde im

Uelzener Stadtforst


Im Leistungszentrum von RB Leipzig schulte das Trainerteam

die Kicker des Vereins.

TRAINING FÜR DIE AUGEN

Visual Training schult das Stereosehen für den optimalen Durchblick

Dass Fußballer ihre Fitness, Schnelligkeit und Muskeln trainieren

müssen, ist jedem klar – aber die Augen? Ja! Denn

auch die Augen werden bei den Spielern ordentlich gefordert,

zum Beispiel bei der Visualisierung möglicher Spielsituationen.

Fußballer müssen auf jeder Position den Spielverlauf im Blick

haben – je eher sie Situationen antizipieren, desto schneller

können sie reagieren.

Training für die Augen – das sogenannte Visual Training –

haben die Kicker des Bundesligisten RB Leipzig für sich entdeckt,

um ihre Sehfähigkeit zu optimieren. Das Team zertifizierter

Visualtrainer mit Beteiligung von Augenoptik Oppermann

hat die Augen der Kicker von RB genau unter die Lupe genommen.

Stereosehen meint die Basisfähigkeit, mit beiden Augen

zu sehen. Nur so können Bewegungen und Entfernungen richtig

eingeschätzt werden. Durch das Visual Training werden die

Fähigkeiten mit täglichen Übungen verbessert.

Zu Beginn ihres speziellen Trainings für die Augen wurden

von den Augenoptik-Spezialisten verschiedene Tests durchgeführt,

um beispielsweise das Blickfeld und die Blickbewegungen

der einzelnen Spieler festzustellen. Um Balance und Koordination

zu überprüfen, ging es vor- und rückwärts über eine

Alu-Schiene. Dabei überprüfen die Augen die Möglichkeiten,

wie man sich sicher auf der Alu-Schiene bewegen kann. Eine

weitere Übung: Aus einem Buchstabensalat auf einer Tafel soll

ein bestimmtes Wort herausgefiltert werden. Zusätzlich gab

es am Computer eine Vielzahl von Aufgaben, durch die das

Stereosehen geschult werden soll. Auf der Basis der Analysen

wurde ein spezielles „Augentraining“ für jeden Spieler ausgearbeitet,

das täglich absolviert werden musste. Dazu wurden

Die Mitarbeiter als zertifizierte Visualtrainer der beteiligten

Optiker bereiten eine spezielle Übung für die Fußballspieler

von RB Leipzig vor.

BRILLE GLEITSICHTBRILLE LESEBRIL

ICHTBRILLE LESEBRILLE SEHTEST LUPE

EN SONNENBRILLE MONOKEL

die Fortschritte regelmäßig kontrolliert und die Übungen angepasst.

In durchschnittlich sechs Monaten konnten die Spieler

so ihre Sehwerte signifikant verbessern.

Aber nicht nur im Hochleistungssport sind die Augen Belastungen

ausgesetzt: Die heutige Welt mit Computer und Bildschirmen

stellt höhere Anforderungen an die Sehfähigkeiten.

Bildschirmarbeit ist purer Stress für die Augen. Die Folgen sind

zum Beispiel müde und tränende Augen, eine verschwommene

Sicht beim Lesen, Kopfschmerzen oder unscharfes Sehen

in der Nähe. Die Überanstrengung der Augen verschlechtert

die Sehkraft und zwingt so die Augen, sich noch mehr anzustrengen.

Aber auch Kinder, Jugendliche und Studenten, die viel

lesen müssen oder Lern- und Wahrnehmungsstörungen haben

sowie Schlaganfall-Patienten, profitieren von diesem speziellen

Training.

Die Lösung für diese Probleme: Visual Training, das dynamische

Training des Augenpaares. Voraussetzung für einen bleibenden

Erfolg ist das tägliche Training von 15 bis 20 Minuten.

Denn erst wenn die Augen die neuen Fähigkeiten erlernt haben,

können sie lebenslang abgerufen werden, deshalb dauert das

gesamte Training sechs Monate. In dieser Zeit werden die Trainierenden

von Bernd Friedrich, Kirsten Meier und Kirsten Zelfel

eng betreut und kontrolliert, um die Übungen dem Fortschritt

entsprechend anzupassen

Augenoptik Oppermann gehört zu den rund 15 Optikern in

Deutschland, die das spezielle Training anbieten. Entwickelt

wurde das Visual Training von der dänischen Firma „Trainyoureyes“,

die sich auf das Visual Training mit Vereinen und Sportlern

aus dem Profibereich spezialisiert haben.

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Inh. Augenoptikermeister Bernd Friedrich e.K. • Telefon: 0581 74103 • Fax: 0581 18693

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www.barftgaans.de | Juni/Juli 2017

Veerßer Str. 31 • 29525 Uelzen

2 Vitalheide Magazin

3


Liebe Leserinnen und Leser !

In der Heideregion rund um Uelzen und Bad Bevensen

ploppen immer wieder liebenswürdige Begebenheiten

auf. Zum Beispiel Menschen und Tiere, die ungewöhnliche

„Jobs“ verrichten oder ihre eigenen Strategien

haben, um durch den Winter oder das Leben allgemein

zu kommen. War Ihnen vielleicht wie mir neu, dass es

im Landkreis Uelzen „Rückepferde“ gibt, die demnächst

in Rente gehen? Oder dass Menschen alte Landschlösschen,

auch ‚Rübenburgen‘ genannt, in wunderbare

Orte für Kinder verwandeln?

Solche Menschen, Tiere und Einrichtungen stellen wir in

der diesjährigen Winterausgabe des Vitalheidemagazins

vor. Und sie haben alle eines gemeinsam: Sie erfinden

das Rad nicht immer neu, sondern nutzen Vorhandenes,

führen Altes neuer Bestimmung zu. Ist das die viel zitierte Nachhaltigkeit?

Vielleicht ist es nur eine Umschreibung für Traditionspflege, über die eine

unserer Autorinnen sinniert: „Immerhin bedeutet Traditionspflege ja auch

genau das: Etwas, das bereits in früheren Zeiten Bedeutung hatte, mit Blick

auf die Zukunft fortzuschreiben und zu aktualisieren.“

Im Namen des Redaktionsteams wünsche ich Ihnen viel Spaß beim Lesen und

einen anregenden wie auch geruhsamen Herbst und Winter!

Kontakt zur

Redaktion

Sie haben Fragen zum Heft,

weitere Themenvorschläge

oder suchen weitere

Ausflugstipps?

Tel.: 0 58 21 / 9 76 83-41

ines.utecht@bad-bevensen.de

Ines Utecht, Chefredakteurin

Spitzenmedizin

auf höchstem Niveau

Akut- und Rehabilitationsmedizin

aus einer Hand

modernste medizinische

Verfahren

intensive Fürsorge

und Pflege

enger fächerübergreifender

Austausch

Herz- und Gefäßzentrum Bad Bevensen

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Winter 2018/2019

3


Niendorf

Brockhöfe

Inhalt

Wertvolle Relikte der

Vergangenheit......................07

Eine Kita in der

„Rübenburg“........................... 15

Wie Tiere überwintern.........21

Die Wächter über der Heide

Junges Leben im alten

Landschlösschen

Kluge Strategien für kalte Zeiten

Aus dem Leben einer

Konventualin.........................11

Das Uelzische Armenessen ist

einmalig auf der Welt..........19

Heideschnipsel.........................26

Zu Hause im Kloster Medingen

Karitative Kulinarik

Dütt & Dat in und aus der Heide

4

Vitalheide Magazin


Lesen und lesen lassen im

Griepehaus Bad Bevensen...28

Ihre Ansprechpartner in der Region

Informationen für Ihre Urlaubs- und Freizeitplanung

Bad Bevensen

Bad Bevensen Marketing GmbH,

Kurhaus, Dahlenburger Str. 1,

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Tel. (0 58 21) 9 76 83-0,

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Eine Art Buch-Club!

Salz − Stoff des Lebens.......31

Bad Bodenteich

Kurverwaltung Bad Bodenteich,

Burgstr. 8, 29389 Bad Bodenteich,

Tel. (0 58 24 ) 35 39,

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Kleines Körnchen, große Wirkung

Lost Places

in der Heide...........................37

In die Zentren des Abgelegenen

Coole Kumpel........................41

Bienenbüttel

Gemeinde Bienenbüttel,

Marktplatz 1, 29553 Bienenbüttel,

Tel. (05823) 9800-0,

www.bienenbüttel.de

Hansestadt Uelzen

Stadt- und Touristinformation Uelzen,

Rathaus, Herzogenplatz 2,

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Tel. (05 81) 800-61 72,

www.uelzen-tourismus.de

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Tourist-Information,

Winkelplatz 4a, 29574 Ebstorf,

Tel. (0 58 22) 29 96,

www.urlaubsregion-ebstorf.de

Suderburger Land

Touristinformation, Haus des Gastes,

Räberweg 4, 29556 Hösseringen,

Tel. (0 58 26) 16 16,

www.suderburgerland.de

Suhlendorf

Handwerksmuseum,

Mühlenweg 15, 29562 Suhlendorf,

Tel. (0 58 20) 3 70,

www.museum.suhlendorf.de

Wipperauniederung

Verkehrsverein Wipperau e.V.,

Lüchower Str. 15, 29571 Rosche,

Tel. (0 58 03) 96 00,

www.samtgemeinde-rosche.de

HeideRegion Uelzen e.V.

Herzogenplatz 2, 29525 Uelzen,

Tel. (05 81) 7 30 40,

www.heideregion-uelzen.de

Rückepferde im Uelzener

Stadtforst

Geschichte der westlichen

Altmark im Danneil-Museum...45

Kirchenkunst, Baumkuchen und

Brauereien

Das OPEN R-Festival............50

Impressum

Herausgeber:

Bad Bevensen Marketing GmbH

Dahlenburger Str. 1, 29549 Bad Bevensen

www.bad-bevensen.de

und

Verlag Jens Büttler GmbH & Co. KG

Autorinnen dieser Ausgabe:

Kathrin Marie Arlt, Janina Fuge,

Angela Geschonke, Christine Kohnke-Löbert,

Nicole Lütke, Cornelia Meutzner, Ines Utecht,

Chefredaktion: Ines Utecht

Druck:

ColorDruck Solutions GmbH, Leimen

www.vitalheide-magazin.de

Fotos:

Bad Bevensen Marketing GmbH,

HeideRegion Uelzen e.V., Markus Tiemann,

Ekkehard Hennes, Autoren und Tourist-

Informationen, ØLZN Brauerei, Stadt Bad

Bevensen, Förderverein Griepe-Haus,

Hansestadt Lüneburg, Deutsches Salzmuseum,

Titel: Theo Grüntjens

Layout, Satz, Anzeigen und

Gesamtherstellung:

© Verlag Jens Büttler GmbH & Co. KG

Herzogenplatz 3, 29525 Uelzen

Tel. (05 81) 97 44-0, Fax (05 81) 97 44-20

info@verlag-jens-buettler.de

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Auflage: 13.000

Winter 2019/2020

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Kulturverein Gifhorn

Dienstag, 23. Dezember um 20.00 Uhr im Schloss Gifhorn (Rittersaal)

Weihnachtskonzert: „Kyrie eleison“ - vocaldente

2004 aus der Hochschule für Musik und Theater und dem Knabenchor Hannover hervorgegangen,

haben sich vocaldente in wenigen Jahren zu einem

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Hongkong, Singapur, Südkorea, Japan und Taiwan.

Konzerte von vocaldente sind etwas ganz Besonderes. Denn das Ensemble pflegt eine fast

2004 aus der Hochschule für Musik und Theater und dem Knabenchor Hannover hervorge-

verloren gegangene Kunst: A-Cappella ohne Mikrofone, das vokale Erlebnis ohne technische

Hilfsmittel, unverstärkt, unverfälscht und unmittelbar.

Mit vocaldente begibt sich das Publikum auf eine Zeitreise durch die Jahrzehnte: von Evergreens

zu musikalischen Geheimtipps, von lustig bis nachdenklich, von gestern bis heute.

Kulturverein Gifhorn

Das Wohl unserer Dienstag, Bewohner 23. Dezember liegt um uns 20.00 am Uhr Herzen! im Schloss Gifhorn (Rittersaal)

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Kulturverein Gifhorn

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2004 aus der Hochschule • Gruppenaktivitäten

für Musik und Theater und dem Knabenchor Hannover hervorgegangen,

haben sich • Probewohnen

vocaldente in wenigen Jahren zu einem

Dienstag, 23. Dezember um 20.00 Uhr im Schloss Gifhorn (Rittersaal)

• Kurzzeitpflege

Weihnachtskonzert: „Kyrie eleison“ - vocaldente

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6 Vitalheide Magazin

Festliche Weihnachtlieder singen mit Begleitung, Gedichte & Geschichten

hören, Glühwein mit & ohne Schuss (Glühweinbecher


Die Wächter über der Heide

Wertvolle Relikte der

Vergangenheit

Von Cornelia Meutzner

Wacholder gehören zum typischen Bild der Heidegebiete. Sie sind Überlebende und Zeitzeugen einer uralten

Kulturlandschaft. Nicht nur ihr Anblick lässt staunen. Sie haben auch einiges mehr zu bieten.

In der botanischen Systematik werden Wacholder den

Zypressengewächsen zugeordnet. Mammutbäume,

Thujas und Lebensbäume sind bekannte Verwandte der

Gehölze in heimischen Parks und Gärten. Die hiesigen

Wacholder gehören zur Art der „Gemeinen Wacholder“,

lateinisch Juniperus communis. Auch wenn sie bei

uns nur noch selten vorkommen, sind sie doch das am

meisten verbreitete Nadelgehölz der Welt. Man findet

sie sogar noch in luftigen Höhen von 4.000 Metern, wo

die meisten größeren Pflanzen längst aufgegeben haben.

Was alle Wacholder unbedingt brauchen, ist Licht.

Mit trockenem, steinigen oder sandigen Grund können

sie gut umgehen.

Uralte Mythen und Riten

Wacholdern haben quasi seit Menschengedenken eine

Bedeutung. Ihr Name leitet sich aus dem althochdeutschen

„wechalter“ ab, was am besten mit frischmachendem,

immergrünem Gehölz übersetzt werden

kann. Vielfältig bildeten sich umgangssprachliche

Bezeichnungen heraus: Feuerbaum, Machandel, Krammetsbaum,

Kranewittbaum, Reckholder sind nur einige

davon. Die lateinische Bezeichnung geht auf die Römerzeit

zurück. Sie nannten die Sträucher Juniperus, weil

die Göttin Juno angeblich Wacholderbeeren mochte.

Schon bei den alten Ägyptern nutzte man die Zweige

für Rauchopfer und die Beeren zum Einbalsamieren von

Winter 2019/2020

7


Verstorbenen. Die Germanen verehrten Wacholder einerseits

als Baum des ewigen Lebens und Zeichen von

Fruchtbarkeit, andererseits aber auch als Todesbaum,

in dem sich die Seelen Verstorbener verbergen, um auf

Wiedererweckung zu warten. Im Mittelalter glaubte

man, dass das Verbrennen von Wacholder gegen den

Teufel, Hexen und die Pest hilft. Auch sollen Wacholderzweige,

an Häuser geheftet oder in Fundamenten

eingebaut, böse Geister fernhalten.

In bester Gesellschaft

Heide und Wacholder passen hervorragend zusammen.

Eine Liaison, deren Grundstein in Norddeutschland vor

etwa 6.000 Jahren gelegt wurde, als die ersten Menschen

die einsame Gegend besiedelten. Diese brauchten

Brenn- und Bauholz sowie Weideflächen für ihre Tiere.

So wurden sukzessive riesige Flächen gerodet. Zurück

blieb nur der nährstoffarme Sandboden, auf dem sich

nun Heidekraut und Wacholder mehr und mehr ausbreiten

konnten. Heutzutage ist das kaum noch vorstellbar,

aber noch vor 100 Jahren erstreckten sich unendlich

weite Wacholderheidegebiete im norddeutschen Raum.

Der Fortschritt forderte seinen Tribut

Anfang des 20sten Jahrhunderts hielt der Fortschritt

auch in der Heideregion Einzug und mit ihm die intensive

Land- und Forstwirtschaft. Eine erneute Wandlung

der Landschaft begann. Ehemalige Heidegebiete wurden

großflächig zu Wäldern aufgeforstet oder zu Feldflächen

umgewandelt. In den hiesigen Waldgebieten

lässt sich manchmal noch erahnen, wo einst die Heide

blühte. Vereinzelt finden sich noch kümmernde Wacholder

und restliche Heidepflanzen am Wegesrand.

Wichtige Pflege-Helfer

Großflächige Wacholderbestände sind in der Heideregion

sehr selten geworden. Nicht zuletzt wegen

des hohen Pflegeaufwands. Die Zypressengewächse

brauchen stetigen manuelle oder tierische Eingriffe in

ihrer Umgebung, um genügend Licht und Luft zu bekommen.

Andernfalls würden sie von anderen Bäumen

überwuchert. Die Lieblingsgärtner der Heiden sind Heidschnucken

und Ziegen, vor deren Appetit Wacholder

durch die äußerst spitzen Nadeln geschützt ist. Selbst

die hartgesottenen Ziegen, die sonst auch vor einer Distel

nicht Halt machen, meiden das stachelige Grün.

Vielfältige Formen und wichtige Lebensräume

Viele Wacholder ragen wie Solitäre hoch in der Landschaft

auf und wirken, als wachten sie über die Heide.

Die ältesten Exemplare können bis zu 600 Jahre auf

ihrem stacheligen Buckel haben. Wie bei keiner anderen

Pflanze, ist die Form ihres Wachstums unglaublich

variabel. Kein Wacholder gleicht dem anderen. Manche

wachsen flach auf dem Boden liegend, andere verzweigen

sich wild in alle Richtungen, manche formen sich

zu dicken Büschen oder streben baumartig bis zu 15

Metern nach oben. Warum das so ist, weiß die Wissenschaft

bis heute nicht. Fakt ist aber, dass Wacholder für

die Natur von großer Bedeutung sind. Viele Insektenund

Vogelarten wie zum Beispiel Wacholderprachtkäfer

oder Wacholderdrosseln, leben bevorzugt im Umkreis

der immergrünen Gewächse.

Wertvoll nicht nur in der Küche

Für Menschen, die gerne mit Holz arbeiten, ist Wacholder

bis heute ein besonderer Werkstoff. Wegen seiner

natürlichen Trockenheit lässt er sich gut verarbeiten,

zeigt schöne Farbschattierungen und verströmt zudem

noch einen herrlich würzigen Duft.

Seit dem Mittelalter gehören Wacholder zu den wichtigen

Pflanzen in der Heilkunde. Besonders durch die

8 Vitalheide Magazin


anregende Wirkung der Beeren auf die Verdauungstätigkeit.

Gegen Muskelverspannungen und rheumatische

Beschwerden helfen Wacholderöle und Ölbäder, die es

in Reformhäusern zu kaufen gibt.

Die Wacholderzweige fanden früher zum Räuchern von

Schinken und Würsten Verwendung. Hauptsächlich und

sehr vielfältig werden aber die Beeren verarbeitet, die

eigentlich gar keine Beeren sind. Als Früchte von Nadelgehölzen

wäre die Bezeichnung Beerenzapfen oder

Samen wissenschaftlich korrekter. Sei´s drum.

Bis zu drei Jahre dauert es, bis die vorerst noch grünen

Samen, zu den aromatischen blauschwarzen Perlen

ausreifen. In getrockneter Form stehen sie in jedem

Gewürzregal im Supermarkt. Frisch gesammelt, ist ihr

Aroma noch viel intensiver. Was man allerdings wissen

sollte: Nadeln und Samen der Wacholder sind leicht giftig.

Der Verzehr großer Mengen kann zu Übelkeit führen.

Die Dosis macht also das Gift. Die bitterlich süßen

Wacholderbeeren veredeln Wildgerichte, Sauerkraut

und Sauerbraten, wo sie gleichzeitig als Verdauungshilfe

ihre Wirkung entfalten. Auch aromatisieren sie

Hochprozentiges wie Kräuterliköre und den momentan

wieder sehr in Mode gekommenen Gin. Aber auch zu

Fisch kann Wacholder sehr gut passen. Mutige Köche

experimentieren sogar in Gebäck und Süßspeisen mit

den Beeren.

Der Zauber von Wacholderheiden

Ein ausgezeichnetes Mittel zur Entspannung, völlig ohne

Nebenwirkungen, ist der Spaziergang durch ein Wacholderheidegebiet.

Nicht nur im hellen Sonnenschein,

sondern besonders an kalten oder nebligen Tagen oder

bei den regelmäßig stattfindenden Mondscheinwanderungen,

lassen sich eindrucksvolle Momente erleben.

Die schönsten Ausflugsziele im Umkreis finden Sie unter

www.lueneburger-heide.de.

Wacholder passt nicht nur zu Wild

Gebeizter Lachs mit Wacholder und Orange

Zutaten für 2 Personen

500g Lachsfilet ohne Gräten

2 EL grobes Meersalz

2 EL brauner Zucker

2 Bio-Orangen

10 Wacholderbeeren

3 Pfefferkörner

Die Wacholderbeeren und Pfefferkörner leicht in einem

Mörser zerdrücken. Orangen gut waschen und Zesten

von der Schale abhobeln. Gewürze, Zesten, Zucker und

Salz mischen und mit dem Saft einer halben Orange

zu einer Beize verrühren. Den Lachs waschen, gut trockentupfen,

von beiden Seiten mit der Beize einreiben

und im Kühlschrank ziehen lassen. Nach 18-24 Stunden

die Beize abspülen, den Lachs wieder trockentupfen, in

feine Streifen schneiden und mit Salat, Baguette und

etwas Meerrettich, Wasabi oder Senfsauce anrichten.

Auf die gleiche Weise lässt sich übrigens auch rohes

Rehrückenfilet oder Entenbrust verarbeiten.

Winter 2019/2020

9


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10 Vitalheide Magazin


Zuhause im Kloster Medingen

Aus dem Leben einer

Konventualin

Von Angela Geschonke

Heidelinde Borcherding ist Konventualin im Kloster Medingen. Vor 15 Jahren zog die heute 76jährige dort ein.

Wie kam es dazu? Was faszinierte sie an dem Gedanken, nach dem Eintritt in den Ruhestand in ein evangelisches

Kloster zu gehen? Die Lebhaftigkeit eines gesellschaftlichen Lebens einzutauschen gegen die Stille

eines Konvents?

Heidelinde Borcherding wurde in Alfeld an der Leine

wurde geboren. Dort ging sie zur Schule, machte ihre

Ausbildung, heiratete und bekam zwei Kinder. Die Ehe

wurde später geschieden. Sie arbeitete mit Leib und

Seele in der Altenpflege und war in ihrem Heimatort immer

sehr aktiv, spielte mehrmals die Woche Prellball im

Verein und tanzte in einer Squaredance-Gruppe. „Was

nun?“, war ihre Überlegung, als das Ende des Berufslebens

bevorstand. Ihre Schwägerin lebte in dem Ort

Mariensee, und das Kloster dort hatte Heidelinde Borcherding

schon immer fasziniert. Und so ging sie auf die

Suche nach einem ähnlichen, für sie passenden Ort. Von

Seminaren im Gustav-Stresemann-Institut kannte sie das

Kloster Medingen und hörte von den anderen Lüneburger

Klöstern und deren Lebensformen. Das konnte sie

sich gut vorstellen: Mitglied einer christlichen Gemeinschaft

sein, Aufgaben übernehmen und sich engagieren

für den Erhalt eines besonderen Ortes. Sie schaute sich

alle sechs Lüneburger Klöster an und führte Gespräche

mit den Äbtissinnen, die den Klösterkonventen vorstehen.

Familie und Freunde waren aber dann doch überrascht,

als sie verkündete: „Ich gehe als Konventualin in

ein Lüneburger Kloster.“

Der Umzug

Das Kloster Medingen hatte sie am meisten in den Bann

gezogen. Dort wollte sie gern leben, auch wenn, wie sie

schmunzelt anmerkt, dort das „Röcke tragen“ angesagt

war - eine Sitte, die Heidelinde Borcherding manches

Mal erfolgreich umging. Von der Entscheidung bis zum

Winter 2019/2020

11


tatsächlichen Einzug dauerte es noch einige Monate, da

der Konvent in Medingen zu der Zeit belegt war. Sechs

Monate Probewohnen, wie es heute üblich ist, gab es

damals dort noch nicht.

Und so wurde Heidelinde Borcherding im September

2004 feierlich in den Konvent des Kloster Medingen

aufgenommen, in einer besonderen Klostertracht, zu

der Haube mit Spitzenbesatz, Schürze und Fichu, ein

Schultertuch, gehören, die von nun an zu feierlichen

Anlässen getragen werden sollte.

„Es war dann doch zuerst etwas befremdlich. Ich hatte

das Gefühl, ausgeschlossen zu sein von allem Weltlichen.

Damit hatte ich nicht gerechnet. Außerdem macht man

natürlich am Anfang auch Fehler. Das war nicht einfach,

kam ich doch in eine Gemeinschaft von Frauen, die sich

gut kannten und zusammengefunden hatten. Aber ich

war ja einiges gewöhnt aus dem Berufsleben und voll

motiviert.“

Und so dauerte das Einleben nicht lange. Gerade angekommen,

bekam sie gleich von der damaligen Äbtissin

Monika von Kleist die Aufgaben einer Kaplanin übertragen.

Ab sofort war sie zuständig für alles, was zur

Gebäudeunterhaltung im Kloster gehörte. Sie musste

Handwerker beaufsichtigen, sofort zur Stelle sein, wenn

Feueralarm ausgelöst wurde oder nach einem Unwetter

dafür sorgen, dass Schäden behoben wurde. „Das hat

viel Spaß gemacht“, sagt die Konventualin, „und ich

habe die Handwerker immer gern mit Kaffee und Kuchen

verwöhnt, wenn sie im Haus waren.“ Außerdem

hatte sie regelmäßigen Kontakt zur Klosterkammer. Mit

deren Unterstützung konnte sie die Restaurierung der

alten Küche durchführen lassen, auf die sie besonders

stolz ist. „Es war eine verantwortungsvolle Aufgabe.

Heute könnte ich das körperlich leider nicht mehr“, resümiert

sie, „aber derzeit wird diese Funktion auch nicht

mehr von einer Konventualin ausgeführt.“

Wechselnde Aufgaben im Kloster

Nun hilft sie in der Kirche beim Blumenschmuck und

macht sehr gerne Führungen für Gäste und Besucher

des Klosters. Diese gehören auch zu den Hauptaufgaben

einer Konventualin. Die machen ihr immer noch

viel Spaß. Der Kontakt mit den Menschen ist ihr ganz

wichtig, denn sie erzählt gern von ihrem Leben im

Kloster Medingen. Freitags trifft sich der Konvent zur

Wochenendandacht. Der Rahmen ist vorgegeben, nur

Lieder, Gebete und Text bereitet immer eine andere

Konventualin vor.

„Das Leben im Kloster hat einen besonderen Rhythmus.

Wir sind sehr häufig nicht nur während der Woche, sondern

auch am Wochenende eingespannt.“ Aber auch

Familie ist wichtig. Dreimal im Jahr fährt sie nach Alfeld,

trifft sich mit der Familie und ihren alten Freundinnen.

„Dann geht das Geschnatter wie in alten Zeiten sofort

wieder los“, schmunzelt sie.

In den Konventen der Lüneburger Klöster ist es selbstverständlich,

dass Familien oder Freunde zu Besuch

12 Vitalheide Magazin


kommen und auch übernachten dürfen. Und so machen

sich auch ihre Lieben oft auf den Weg zu ihr nach Medingen.

Ihr Enkel kam in seiner Schulzeit besonders gern

in den Ferien. Er wurde oft von den Damen im Kloster

eingeladen und erzählt zuhause stolz von seiner „besonderen

Oma“.

„Man braucht seine Zeit, um sich hier einen Platz zu

erobern“, so Heidelinde Borcherding, aber inzwischen

ist ihr die Gemeinschaft im Konvent wichtig geworden.

„Und wenn ich allein sein möchte, kann ich mich ja jederzeit

zurückziehen.“

Lieblingsplätze und Wünsche für die Zukunft

Die meisten Konventualinnen haben einen eigenen Garten.

Heidelinde Borcherding pflegt ihren mit Hingabe. Er

ist besonders groß und schön und mit einem Hochbeet

angelegt, das ihre Tochter gebaut hat. Die reichhaltige

Ernte verteilt sie gern im Konvent.

Heidelinde Borcherding ist längst angekommen im Kloster

Medingen, in ihrer gemütlichen Wohnung mit Blick

gen Süden, in ihrem Garten, in dem die Blumen sprießen,

mit dem Baum in der Mitte und dem kleinen blauen

Gartenhaus mit Terrasse, ihrem Lieblingsplatz. Sie hat

die Entscheidung nie bereut, wie sie selbst sagt.

„Und wenn es vielleicht irgendwann nicht mehr gehen

sollte mit dem Alleinleben hier im Kloster Medingen,“

so die Konventualin bestimmt, „dann gehe ich ins Kloster

Marienwerder bei Hannover. Das ist das Pflegeheim

für Konventualinnen aus den Klöstern. Ich könnte zwar

auch in das Altersheim hier nebenan gehen, aber das

möchte ich nicht. Genauso wünsche ich mir, hier auf

dem klostereigenen Friedhof beerdigt zu werden.“

Ein schöner Gedanke, nahe dem Ort zu sein, an dem

man lange gelebt hat. Diese Situation sollte aber noch

in weiter Ferne sein für die sympathische und freundliche

Konventualin des Klosters Medingen.

Führungen

Das Kloster schließt für den öffentlichen Besuch ab Mitte

Oktober und öffnet seine Pforten wieder im April.

Einzel- und Gruppenführungen sind jedoch nach vorheriger

Anmeldung außerhalb der Saison- und Führungszeiten

möglich.

Zwischen Weihnachten und Neujahr gibt es am

26., 27., 28., 29.und 30. Dezember eine jeweils

90minütige Führung um 14 Uhr.

Gottesdienste

Sonntags

November – März 11 Uhr

April – Oktober 9 Uhr 30

Konzerte

26. Oktober, 19 Uhr 30

Konzert für Trompete, Violine und Orgel

Michael und Carolin Ohnimus präsentieren mit Rudolf

Kleber Werke von J. S. Bach, J. Stanley, O. Lindberg,

G. Gershwin u.a.

30. November, 17 Uhr

Madrigal Voices

Sieben professionell ausgebildete Sängerinnen

aus der Ukraine singen weltliche Musik in Kammermusik-Manier.

22. Dezember, 17 Uhr

Gregorianika

Klassisch-gregorianische Klänge und moderne

Arrangements stimmkräftig präsentiert.

Ab Januar 2020 beginnt wieder die Konzertreihe

„Junge Pianisten im Kloster Medingen.

Winter 2019/2020

13


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14

Vitalheide Magazin


Junges Leben im alten Landschlösschen

Eine Kita in der „Rübenburg“

Von Christiane Kohnke-Löbert

Der Ausdruck „Rübenburg“ ist mittlerweile vielen Ortsansässigen nicht mehr geläufig. Wer ihn zum ersten Mal

hört, kann sich oftmals ein Schmunzeln nicht verkneifen – zu Recht, denn als um 1900 die Bezeichnung für die

großen, villenartigen Gebäude entstand, war sie eher ein wenig lästerlich gemeint. Was allerdings eine gewisse

Bewunderung ebenso wenig ausschloss wie den einen oder anderen Anflug von Neid.

„Burg“ statt Niedersachsenhaus

Es war die Zeit großer Veränderungen in der Landwirtschaft:

Die Dampfkraft hielt ebenso Einzug auf Äckern

und Höfen wie der mineralische Dünger. Nun waren auf

den leichten Heideböden viel bessere Erträge zu erzielen

und neue Feldfrüchte gewannen an Bedeutung. Vor

allem Kartoffeln und Zuckerrüben traten den Siegeszug

auf den Feldern an. Im Jahr 1882 wurde die Uelzener

Zuckerfabrik, an der viele Rübenbauern der Region Anteile

hielten – und halten – gegründet. Die beteiligten

Bauern hatten hier also nicht nur die Produktion in der

Hand, sondern gestalteten gemeinsam auch die Verarbeitung

ihrer Produkte. Der Rübenanbau war ein lohnendes

Geschäft, der einen gewissen Wohlstand in die

Region brachte.

Viele Familien nahmen diesen Geldsegen gerne für

den Bau eines neuen Wohnhauses nach städtischem

Vorbild zum Anlass – die sogenannten Rübenburgen

entstanden. Sie lösten die bis dahin seit Jahrhunderten

vorherrschenden niederdeutschen Hallenhäuser teilweise

ab und vereinigten oftmals Elemente mehrerer

Stilrichtungen zu eindrucksvollen Gesamtbildern. So

wurden Fachwerkgiebel mit Backsteinfassaden verbunden

und verspielte Krüppelwalme mit den altüberlieferten

Pferdeköpfen kombiniert. Elemente des Heimatstils

gingen spannende Beziehungen zum Jugendstil ein

und großzügige Freitreppen verliehen Bauernhäusern

einen schlossartigen Charakter. Die ländliche Architektur

zum Ende des 19. Jahrhunderts veränderte sich radikal

– ein Zeichen für den gewaltigen Umbruch in den

Winter 2019/2020

15


Lebensverhältnissen der Menschen. Hausformen und

Wohnvorstellungen orientierten sich nun am städtischen

Bürgertum, und dennoch ist das Formenrepertoire der

Bauernhäuser ausgesprochen vielfältig.

Rübenburgen sind besonders im Landkreis Uelzen häufiger

anzutreffen – gebaut wurden sie allerdings nur

innerhalb eines relativ kurzen Zeitraumes. Bereits ab der

Zeit um 1920 lösten neue architektonische Strömungen

die von der Heimatbewegung beeinflussten Bauformen

ab. Die Wohnqualität dieser großzügigen Gebäude

dankt den Erhaltungsaufwand jedoch bis heute.

Lebendiger Denkmalschutz

In einer dieser Rübenburgen ist heute eine „Kultur- und

Kindertagesstätte“ untergebracht. Das denkmalgeschützte

Haupthaus ist im Jahr 1903 im Jugendstil errichtet

worden. Roter Backstein ist mit blendend weißen

Fenster- und Türeinfassungen kombiniert, über eine

elegante Doppeltreppe gelangt man zur erhöht angelegten

Eingangstür des Erdgeschosses. Die Decken der

großzügigen hohen Innenräume sind stuckverziert, die

Wände teilweise mit den typischen elegant-dekorativen

Malereien verziert. Doch man blieb bodenständig: Die

ätherischen floralen Ornamente bergen – fast wie aufgemalte

Bilderrahmen – ländliche Motive wie eine Wiesenlandschaft

mit Bauernhof nebst Bauer und den See

mit Hirschkuh und Kälbchen.

Bis zum Jahr 2012 gehörte das Gebäude Bauer

Hans-Jürgen Hinrichs. Ihm war die Rübenburg irgendwann

zu groß geworden, und da verkaufte er sie in Absprache

mit seinen Kindern und zog sich in das Altenteilerhäuschen

des benachbarten Hofes zurück. „Ich bin

froh, dass es so gekommen ist“, sagt er und freut sich

über das herüberschallende Kinderlachen, das seit der

Gründung der „Kultur- und Kindertagesstätte“ im Jahr

2013 regelmäßig den ehemaligen Bauernhof erfüllt.

Verliebt in eine Rübenburg

Dass dies möglich wurde, lag, wie meist im Leben, an

einer Verkettung von unvorhergesehenen Umständen.

Im Jahr 2012 war Familie Rosenfeld, die damals

in der Schweiz lebte, auf der Suche nach einem Haus

für die große Familie mit fünf Kindern. „Wir haben

uns damals in ganz Deutschland umgeschaut“, erzählt

Uta Rosenfeld. Die gebürtige Hamburgerin hatte ihre

Kontakte nach Norddeutschland und in die Lüneburger

Heide immer gepflegt, und diese gaben schließlich den

Ausschlag: Während eines Besuches bei Bekannten im

Landkreis Uelzen lernte sie deren Zuhause – eine typische

Rübenburg – kennen. Das große Anwesen gefiel

ihnen gut, und so fassten sie den Entschluss, sich in der

Südheide umzusehen. Bei Bauer Hinrichs in Stöcken

wurde die Familie schließlich fündig. Die Entscheidung

für die eindrucksvolle große Landvilla fiel nicht nur wegen

des großzügigen Gebäudes mit Nebengebäuden

und schöner Hofanlage, sondern auch wegen der guten

Verkehrsanbindung in die norddeutschen Metropolen.

16

Vitalheide Magazin


Eine Kita in der Rübenburg

Uta Rosenfeld, selbstständig im Bereich Mediendokumentation

und Redaktion, plante für „ihre“ Rübenburg

ein besonderes Betreuungsangebot für Kinder

verschiedener Altersgruppen. Sie schrieb das Konzept,

das zunächst als Zusammenschluss von Tagesmüttern

gedacht war. „Aber die Tagespflege mündet für viele in

Selbstausbeutung“, so Uta Rosenfeld. So wollte sie nicht

arbeiten. Um Pädagogen und Tagespflegepersonen fest

anstellen zu können, gründete sie eine gemeinnützige

GmbH. Inzwischen sind an der Rübenburg vier feste

Mitarbeiter, zwei „Bufdis“, eine Praktikantin und vier

Aushilfskräfte beschäftigt, für ein täglich stattfindendes

Kursangebot kommen honorierte Kursleitende hinzu.

Betreuungsangebote individuell gestalten

„Unsere beiden Kindergroßtagespflegestellen sind als

Ergänzung zu dem vorhandenen Angebot an Kindertagesstätten

im Landkreis Uelzen konzipiert“, erläutert

Uta Rosenfeld die Philosophie der Rübenburg. Während

die Krippenkinder von einem bis drei Jahren in der Regel

vormittags Leben in die liebevoll restaurierten Gemäuer

bringen, sind es am Nachmittag altersübergreifend die

Schulkinder zwischen 1. und 7. Klasse, für die auch

Hausaufgabenbegleitung angeboten wird. Und: wenn

die „Nachmittagskinder“ mit dem Fahrdienst in der Rübenburg

ankommen, wartet schon ein frisch gekochtes

Mittagessen auf sie. Die Betreuungszeiten sind flexibel

und werden mit den Eltern individuell abgesprochen.

„Wir haben das ganze Jahr über offene Türen“, erzählt

Uta Rosenfeld, denn gerade in den Ferien sei es für viele

Familien schwierig, Beruf und Familie unter einen Hut

zu bekommen. „Viele Eltern sind einfach dankbar, dass

sie hier je nach ihrer persönlichen Situation passende

Absprachen zur Betreuung ihrer Kinder treffen können.“

Museum in der Rübenburg

Zusätzlich zu den vorhandenen Angeboten planen Uta

Rosenfeld und ihr Team, in der alten Scheune ein Museum

einzurichten. Anders als in einem herkömmlichen

Heimatmuseum soll hier die lokale Geschichte in einen

globalen Kontext eingebunden werden. Man darf also

gespannt sein, welche kulturellen Aspekte diese Rübenburg

demnächst präsentieren wird.

Kultur- und Kindertagesstätte Rübenburg

Mühlenweg 2, 29588 Stöcken

Tel. 05805 9719797

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In einer Rübenburg kann man übrigens auch sehr gut

Urlaub machen. Zum Beispiel im schönen Gerdautal,

wo eine typische Rübenburg zu Ferienwohnungen ausgebaut

worden ist:

Die Rübenburg

Eichenstr.1, 29581 Gerdau OT Barnsen

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Winter 2019/2020

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Vitalheide Magazin


Karitative Kulinarik

Das Uelzische Armenessen

ist einmalig auf der Welt

Von Janina Fuge

Kartoffeln, Mohrrüben, Zwiebeln – und eine große Portion Hammelfleisch: Das sind die Haupt-Ingredienzien

des Eintopfes, der im Mittelpunkt des „Uelzischen Armenessen“ steht. Inzwischen kann das traditionelle Mahl

aber auch in der vegetarischen Variante gewählt werden, schließlich geht man mit der Zeit. Immerhin bedeutet

Traditionspflege ja auch genau das: Etwas, das bereits in früheren Zeiten Bedeutung hatte, mit Blick auf

die Zukunft fortzuschreiben und zu aktualisieren.

Seit vermutlich 1397 gibt es das Uelzische Armenessen,

dem Wikipedia das wohlklingende Etikett einer „der ältesten

karitativen Veranstaltungen der Welt“ zuschreibt.

Und auch Dr. Jan König, Vorsitzender des Vereins Historisches

Uelzen e.V. und Germanist mit Faible fürs Historische,

attestiert dem jährlichen Vereinshöhepunkt genau

das: „Das Armenessen gibt es kein zweites Mal auf der

Welt“, sagt er und betont den Kern der Veranstaltung:

„An etwas Uraltes anknüpfen – und Gutes tun“.

Der historische Bezug des Abendmahls ist eingebettet

in die komplexen Wirren des Lüneburger Satekrieges,

in dem es um die Herrschaft im Fürstentum ging. Uelzen

fand sich unvermittelt besetzt, sorgte dann alsbald

jedoch selbst wieder für seine Befreiung. In alten Abschriften

der Originalquellen heißt es, so König: „Das

Uelzische Armenessen wurde damals eingerichtet, um

die wiedergewonnene Freiheit zu feiern und gleichzeitig

an die Ärmsten der Armen zu denken“.

Es wurde zu einer jährlich gepflegten Tradition, die im

19. Jahrhundert vorübergehend pausierte – und Ende

der 1990er Jahre endgültig wiederbelebt wurde: Ludwig

König, vor drei Jahren verstorbener Uelzener Kaufmann

und Speditionsunternehmer, initiierte 1996 für den Verein

Historisches Uelzen das erste Armenessen der neuen

Zeitrechnung, mit dessen Hilfe insbesondere der „Tagestreff

für alleinlebende Wohnungslose“ unterstützt wird.

Königs Sohn Jan – eben der heutige Vereinsvorsitzende

– engagiert sich für die Ur-hanseatische Traditionspflege.

Ganz klar sei das für ihn als Bürger dieser Stadt. Seine

Devise: „Je mehr Menschen und Organisationen wir

unterstützen können, desto besser“.

Winter 2019/2020

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DEUTSCH-SPANISCHE KÜCHE

Kneipp-Kurort

Termine

Burg Bodenteich

Weihnachtsmarkt

auf Burg Bodenteich:

Sa., 07.12.2019 von 17.00 - 21.00 Uhr

„WeihNachtsBasar“

So., 08.12.2019, von 11.00 -18.00 Uhr,

“FamilienWeihnachtsMarkt”

24. Burgspektakel

auf Burg Bodenteich

Do. 30.04. - So. 03.05.2020

• Tapas • Paella

• Fischspezialitäten

• Grillspezialitäten

Neue

Steak-Karte

• Mittagstisch

• Regionale Küche

• Kaffee / Kuchen

• Vegan / Vegetarisch

• Gemütlicher Biergarten

• Familienfeiern

Mo. - Sa. 11.00 - 14.00 Uhr und 17.00 - 21.30 Uhr

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20

Vitalheide Magazin


Kluge Strategien für kalte Zeiten

Wie Tiere überwintern

Von Cornelia Meutzner

Was machen die Tiere in der kalten Jahreszeit? Welche Tiere halten Winterschlaf? Welche Überlebensstrategien

haben die, die wach bleiben? Wir werfen einen Blick in die Winterquartiere unserer heimischen Fauna.

Sobald die Tage im Herbst kürzer werden, wird es ruhig

in der Natur. Eine innere „Jahreszeitenuhr“ aktiviert nun

die Umstellung auf ein biologisches Winterprogramm.

Sie tickt, genetisch bedingt, in jedem Organismus außerhalb

der Tropen. Was sie bewirkt, ist allerdings sehr

unterschiedlich.

Gehen oder bleiben?

Für Zugvögel heißt es nun Abschied zu nehmen. Durch

kürzere Tage und sinkende Temperaturen wissen sie,

wann es Zeit wird, den Abflug zu machen. Doch wegen

der sehr milden Winter in den letzten Jahren sparen sich

einige, wie Kraniche, Feldlerchen und Stare, oft die beschwerliche

Reise und bleiben einfach hier. Bei starken

Frösten helfen sich alle standorttreuen Vögel, indem

sie ihr Gefieder wie eine natürliche Daunenjacke dick

aufplustern. Die nackten Beine und Füße bewahrt ein

ausgeklügeltes Wärmetauschprinzip vor dem Absterben

oder Festfrieren.

Unbedingt benötigen die Tiere nun energie- und fettreiche

Nahrung. Greifvögel machen unvermindert Jagd auf

fleischliche Beute. Eichelhäher und Kleiber legen sich

im Herbst einen eigenen Futtervorrat an, nutzen aber

wie ihre Artgenossen auch die verbliebenen Sämereien

und Früchte des Sommers. Sehr geschätzt wird natürlich

auch das Angebot in einem Futterhäuschen. Wasservögel

brauchen eisfreie Gewässer, um Nahrung zu finden.

Bei längeren Frostperioden ziehen sie daher zu offenen

Seen und Teichen um.

Energiesparend durch den Winter

Wer nicht einfach davonfliegen kann, muss für die

nahrungsarme Zeit vorsorgen. Die Evolution hat dafür

intelligente Methoden herausgebildet. So legen sich

Säugetiere vorsorglich ein dickes Fell zu, das zur besseren

Tarnung oft auch in der Farbe variiert. Idealerweise

konnten sich die Tiere auch genügend Winterspeck

anfuttern, der ebenfalls vor Kälte schützt und gleich-

Winter 2019/2020

21


Stieglitz im Schnee

zeitig ein wertvolles Energiedepot darstellt, mit dem es

nun gut zu haushalten gilt. Rehe und Hirsche sind zwar

den ganzen Winter über aktiv, schalten aber im Winter

deutlich „einen Gang runter“. Ihr Stoffwechsel läuft

jetzt auf Sparflamme, so dass sie im Vergleich zu den

Sommermonaten bis zu 50 Prozent weniger Energie

verbrennen. Was die Tiere daher unbedingt brauchen,

ist Ruhe in ihren Revieren. Werden sie aufgescheucht,

bedeutet das für ihren Kreislauf eine starke Belastung.

Starr vor Kälte

Amphibien, Fische und viele Insekten können ihren Wärmehaushalt

nicht selbständig regulieren. Ihre Körpertemperatur

entspricht weitestgehend der Außentemperatur.

Je wärmer es ist, umso aktiver sind sie, je kälter es

wird, umso unbeweglicher werden sie. Bereits zu Beginn

der kalten Jahreszeit haben sich Schnecken, Fische, Frösche,

Lurche und Schlangen vorsorglich tief in der Erde

oder im Schlamm von Gewässern eingegraben, wo es

nur selten gefriert. Insekten verstecken sich in Gehölzen

oder nutzen Ritzen in menschlichen Behausungen als

schützenden Unterschlupf.

Fällt die Temperatur unter ein bestimmtes Minimum,

spätestens bei Frost, erstarren sie wie tot. Oft auch mit

offenen Augen. Alle Vitalfunktionen, wie Atmung und

Herzschlag, werden dann auf ein notwendiges Minimum

reduziert und nahezu auf null gefahren. Aber

eben nur nahezu. Ihre Körper produzieren nun ein natürliches

Frostschutzmittel, das das Einfrieren der Körperflüssigkeiten

und somit den Kältetod verhindert.

Voll verpennt

Einige der hiesigen Lebewesen haben die Strategie,

die kalte Jahreszeit schlichtweg zu verschlafen. Zu den

Winterschläfer hierzulande zählen Igel, Hamster, Siebenschläfer

und Fledermäuse. Was den Impuls auslöst,

sich schlafen zu legen, ist wissenschaftlich noch nicht

eindeutig geklärt. Wahrscheinlich spielen auch hier die

innere Uhr und eine hormonelle Umstellung aufgrund

kürzerer Tageszeiten eine Rolle.

Im Prinzip ist die Dauerruhe eine kluge Strategie, um

strenger Witterung und drohender Nahrungsknappheit

zu entgehen. Sie braucht allerdings einiges an Vorbereitung.

Äußerst wichtig ist es, ausreichende Fettreserven

anzulegen. Fledermäuse legen bis zum Herbst ein Drittel

an Gewicht zu. Sie suchen sich Überwinterungshöhlen,

die weitestgehend frostfrei bleiben. Dort hängen

sie sich kopfüber auf und umhüllen sich schützend mit

ihren hautbespannten Schwingen. Im Winterschlafmodus

ist ihre Körpertemperatur deutlich verringert. Aber

auch während dieser Phasen weiß ihr Körper, was im

Notfall zu tun ist. Kühlt der Körper zu stark ab, wird aus

den Fettdepots nachgeheizt.

Auch Igel haben sich eine Speckschicht angefressen,

bevor sie sich einen großen Laubhaufen als Nest für

den Winterschlaf suchen. Dort igeln sie sich von November

bis zum Frühling ein und verlieren bis zu 30

Prozent ihres Körpergewichts im Schlaf. Ihr Herz schlägt

dann statt vorher rund 200mal nur noch 5mal pro Minute.

Siebenschläfer tragen ihre Lieblingsbeschäftigung

im Namen. Sie verpennen sieben Monate des Jahres,

manchmal auch mehr, in Baumhöhlen, Nistkästen oder

Nischen menschlicher Bauten.

Für all die tierischen Schnarchnasen kann, aufgrund der

stark reduzierten Vitalfunktionen, eine Störung tödlich

sein. Zum Beispiel passiert es häufig, dass beim Frühjahrsputz

im Garten ausversehen ein ruhender Igel freigelegt

wird. Der sollte unbedingt wieder gut mit Laub

zugedeckt und in Ruhe gelassen werden. Sein Körper

wird irgendwann von selbst die langsame Aufwachphase

einleiten.

22

Vitalheide Magazin


Teilzeitschläfer

Einige Säugetiere wie Dachse, Eichhörnchen, Waschbären

und Marderhunde halten Winterruhe. Im Unterschied

zu den Dauerschläfern wachen sie ab und an

zwischendurch auf. Auch behalten die Tiere während

der Schlafphasen ihre normale Körpertemperatur. Werden

sie munter, begeben sie sich gelegentlich auch auf

Nahrungssuche. Eichhörnchen haben im Herbst eine

Vorratswirtschaft betrieben und kleine Lager mit Nüssen

angelegt, die sie nun plündern. Aber auch an einer Vogelfutterstelle

sind sie gerne zu Gast.

Winter-Kinderstube

Wildschweine kennen, besonders in der letzten Zeit,

keine Not im Winter. Ganzjährig ist für sie der Tisch

mit Baum- und Feldfrüchten reich gedeckt. Sie hatten

wahrhaft fette Jahre und haben sich stark vermehrt. Ihre

Jungen bringen die Borstentiere oft schon Mitte Januar

zur Welt. Die Kinderstube besteht aus einem dicken

Haufen aus Reisig und Laub und wird Kessel genannt.

Wie der Name vermuten lässt, ist es warm in seinem

Inneren. Selbst wenn die Außentemperaturen deutlich

im Minusbereich liegen, haben es Bache und Frischlinge

bei bis zu 20 Grad plus sehr gemütlich.

Auch Feldhasen können bereits im Januar Junge bekommen.

Die winzigen Häschen sind durch ihr dichtes

Fell gut vor Kälte geschützt. Für sie, wie auch für die

Frischlinge, sind nicht Frost und Schnee, sondern langanhaltende

kalte und nasse Tage gefährlich.

Frühlingserwachen

Kaum werden die Tage wieder länger und die Sonnenstrahlen

wärmer, sendet die biologische Uhr ein Wecksignal

an alle Lebewesen. Während alle, die „durchgemacht“

haben, oft schon ihre ersten Frühlingsgefühle

ausleben, werden Winterschläfer ganz langsam wach.

Auch Amphibien tauen jetzt vorsichtig wieder auf. Der

Ruf der Natur reicht sogar bis nach Afrika, wo sich die

Zugvögel zum Rückflug die Heimat aufmachen. Auch

für viele Menschen bedeutet das Frühlingserwachen

einen Neustart im ewigen Kreislauf der Natur. Bis es

soweit ist, wünsche ich allen Lesern eine geruhsame

Winterzeit.

Rehwild im Schnee

Kranich

Kraniche

Junghase

Winter 2019/2020

23


Uelzener Weihnachtszauber 2019

29.11. bis 23.12.

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Weihnachtsmarkt auf dem Kirchplatz,

Mo. - Sa. 11 bis 20 Uhr,

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ab 17.15 Uhr kleines Konzert in der

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„Fenster öffnen“ am Adventskalender /

1 Glühwein oder Früchtepunsch.

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Weihnachtsbaumversteigerung

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Fensteröffnung am 22.12.

Kleine Konzerte mit Offenem

Singen in der St.-Marien-Kirche,

täglich 17.15 bis 17.45 Uhr

„Gute Bude“ auf dem Weihnachtsmarkt

Fotos: O. Huchthausen

Halt der Coca-Cola-Weihnachtstruck-Tour am 13.12.

24

Vitalheide Magazin


Stadtjubiläum:

750 Jahre Uelzen

Die Hansestadt hat im Jahr 2020

Grund zum Feiern

Foto: Janin Thies Foto: Jochen Quast

Das Jubiläums-Programmheft ist

ab dem 2. Dezember erhältlich.

Alle Informationen bietet ab diesem

Zeitpunkt auch www.uelzen2020.de

Im Jahr 1270 wurden Uelzen die Stadtrechte verliehen. In der Hansestadt wird dies

natürlich gefeiert. Bürgermeister Jürgen Markwardt gibt im Vitalheide-Interview bereits

einen ersten Ausblick, was geplant ist und spricht über die damit verbundene

Chance seiner Stadt.

Was erwartet die Uelzener und ihre Gäste?

Wie soll das Stadtjubiläum gefeiert werden?

Die Hansestadt feiert ihren Geburtstag verteilt über das ganze Jahr 2020. Über 60

kleine und große Veranstaltungen sowie Aktionen bieten ein tolles Programm. Zu

den Höhepunkten im Festjahr gehören sicherlich das Hansefest mit einer Vereinsmeile,

das gemeinsame Schützenfest aller fünf Uelzener Vereine und Gilden

mit großem Festumzug, das Stadtfest, das Open R Festival und der offizielle

Jubiläumsfestakt. Ich bin sehr dankbar dafür, dass der bunte Strauß der Angebote

besonders durch das Engagement unserer Vereine, Institutionen, Verbände,

interessierten Bürger und der Kirche entstanden ist. Auch der Einzelhandel und die

Gastronomie beteiligen sich mit speziellen Aktionen.

Wie ist das gelungen?

Wann hat die Stadt begonnen, das Jubiläum vorzubereiten?

Bereits rund zwei Jahre arbeiten Verwaltung, Uelzener Vereine und Organisationen

sowie interessierte Bürger an dem Programm. Ich bin sehr stolz darauf, wie die

unterschiedlichen Akteure an einem Strang ziehen und so viel auf die Beine stellen.

Welche Impulse wünschen Sie sich?

Ein Stadtjubiläum ist eine große Chance für eine Stadt, um die Identität zu stärken.

Ich wünsche mir, dass viele Bürgerinnen und Bürger mitmachen, das Jubiläum zu

feiern und mit Freude auf ihre Heimatstadt blicken. Auch auf die zahlreichen Gäste

freue ich mich.

Winter 2019/2020

25


Heideschnipsel

Dütt & Dat in und aus der Heide

Weihnachts- u. Adventsmärkte 2019

Weihnachten ist die Zeit, in der wir davon träumen, dass Wünsche in Erfüllung

gehen, in der wir nach einem Moment Ruhe und Frieden inmitten unseres oft

hektischen Alltags streben. Doch manchmal ist es gar nicht so einfach, abzuschalten

und in Festtagsstimmung zu kommen. Damit das gelingt, sollten Sie sich

bewusst eine Auszeit nehmen. Spazieren Sie gemütlich durch die Natur, erfreuen

Sie sich an den bunten Lichtern in den Straßen. Riechen Sie den Duft der

Weihnachtsbäume, lauschen Sie den weihnachtlichen Klängen in den Kirchen,

stimmen Sie mit ein in die Musik und genießen Sie das Treiben auf einem der

beschaulichen Weihnachtsmärkte.

750 Jahre

Stadtjubiläum in

Uelzen

Bad Bevensen

13.12.-22.12.2019, Innenstadt,

Kirchplatz, vor der Kirche

Bad Bodenteich

07.12.-08.12.2019,

Burg Bodenteich

Bienenbüttel

07.12.-08.12.2019,

Marktplatz vor dem Rathaus

Dreilingen

14.12.2019, Dorfmitte,

Hof Anita u. Winfried Schwieger

Ebstorf

30.11.-01.12.2019,

Klostervorplatz

Holdenstedt

30.11.2019,

Am und im Pfarrhaus (Pro)

Jastorf

30.11.2019, Feuerwehr/Sportplatz,

Am Schuppen 13

Suderburg

08.12.2019, Hof Beplate-Haarstrich

Uelzen

29.11.-23.12.2019,

Um die St.-Marien-Kirche,

Herzogenplatz

Wrestedt

07.12.2019, Rathausplatz,

Bahnhofstraße

Neues Radportal in der

Heideregion Uelzen

Ein neues Radportal macht Lust auf das

Rad fahren in der HeideRegion Uelzen.

Unter www.radregion-uelzen.de sind

verschiedenste Touren durch die ADFCzertifizierte

Radreiseregion beschrieben.

Von der Sterntour, 36 Stück an

der Zahl, über Themen-Radtouren bis

hin zu speziell für Rennradfahrer oder

E-Bike-Fahrer geeigneten Routen reicht

die Auflistung. Sehenswürdigkeiten,

ein Veranstaltungskalender, Reparaturund

Verleihservice entlang der Strecken

– dies und vieles mehr steckt in dem

Portal.

„Uelzener Geschichte(n) erleben“

ist das Motto der Hansestadt

Uelzen im Jahr 2020: Die

Stadt wird 750 Jahre alt und

dieser Anlass wird das ganze

Jahr über gefeiert. Ob „750

Minuten Musik – nonstop“, Sonderführungen

durch die Stadt,

gemeinsame Auftritte aller fünf

Uelzener Schützenvereine oder

Kunstprojekte zum Mitmachen

– es wird bunt und vielfältig.

Die großen Feste wie Hansefest,

Stadtfest oder OpenR werden

in das Programm integriert.

Das gibt es vollständig ab dem

30. November unter www.uelzen2020.de

oder in gedruckter

Form im Rathaus und an weiteren

Orten in der Innenstadt.

26

Vitalheide Magazin


Da braut sich was zusammen!

Live-Musik vom Feinsten

PRESSEINFORMATION

In Uelzen nämlich, wo sich drei Freunde zusammen

gefunden haben mit dem Ziel, der Hansestadt gutes

Bier und Brauhandwerk zurückzugeben. Seit mehr als

50 Jahren gibt es in der Hansestadt keine Brauerei.

Helge Neidhardt, Enno Warnecke und Felix Brinckmann

werden das ändern: Die Verfechter kreativer

Bierkultur eröffnen Anfang 2020 ihren Schankraum

in der Luisenstraße 17. Ihre Marke ØLZN verspricht

durch hochwertige Rohstoffe einen echten und vielfältigen

Biergenuss. Derzeit braut noch eine Berliner

Brauerei nach der Rezeptur der ØLZN, die ersten lokal

gebrauten Biere soll es im Laufe des nächsten Jahres

in Uelzen geben. Na dann, Prost!

3 Seiten

Veranstaltung:

Datum:

Ort:

Einmal bezahlen und in Kneipen, Bars und anderen

öffentlichen Gebäuden Live-Musik erleben – das ist

das Motto der Honky Tonk® Kneipenfestivals. In

Uelzen feiert das Festival am 16. November Premiere.

Dann verwandeln sich dreizehn Kneipen zu Musikbühnen,

auf denen Bands von HipHop und Soul über

Jamstreet und Rock so ziemlich alles spielen, was das

Musik-Herz begehrt. Musikfans bezahlen einmal 14

Euro im Vorverkauf und erhalten dafür ein Bändchen

fürs Handgelenk, das ihnen Zutritt zu allen dreizehn

Kneipen verschafft. An der Abendkasse kostet es

dann 17 Euro. Musikbeginn ist ab 20 Uhr, und dann

heißt es: Musik genießen, tanzen und abrocken, bis

der Arzt kommt. Infos und Tickets gibt es bei der Touristinfo

am Herzogenplatz 2.

Honky Tonk® Kneipenfestival Uelzen

16.11.2019

Uelzen

Allgemeine Festival-Informationen

Veranstaltungsart:

Eintritt: Apothekenführungen VVK: in Ebstorf 14 EUR, AK: 17 EUR

VVK-Start:

VVK-Stellen:

Möbel aus Mahagoni-Holz, Schubkästen mit Porzellanschildern,

alte Tiegel und Arzneibücher, eine

Tinkturenpresse und eine Kräuterkammer - eine

vollständig erhaltene Apotheke im Biedermeierstil

aus dem Jahr 1822 zeigt sich dem Besucher des

Apothekenmuseums in Ebstorf. Apotheker Hans-

Helmut Winter und seine Frau Helga haben das

Museum in liebevoller Arbeit in ihrem Wohnhaus

aufgebaut, einem historischen „Halle´schen“ Biedermeier-Fachwerkhaus.

Das Museum zeigt eindrucksvoll

die Entwicklung der abendländischen Medizin

und Pharmazie seit der griechischen Antike bis heute.

2019 wurden erstmals Führungen durch das Apothekenmuseum

angeboten, die so gut bei den Gästen

ankamen, dass es in 2020 eine Fortsetzung geben

wird. Termine für 2020 finden Sie unter

www.urlaubsregion-ebstorf.de.

Einlass: Beginn: Ende:

Musikgenres:

Bands (Auswahl):

Festival-Hotline:

Infos im Internet:

Kneipenfestival

21.10.2019 beteiligte Lokale, alle bekannten VVK-Stellen und Stadt- und

Touristinformation (Herzogenplatz 2),

ab 19 Uhr ab 20 Uhr 2 Uhr

Rock, Soul, Blues, Pop, sowie Funk bis Country

diverse, siehe Text

0341-3037300

www.honky-tonk.de

Winter 2019/2020

27


Eine Art Buch-Club

Lesen und lesen lassen im

Griepehaus Bad Bevensen

Von Ines Utecht

Herbst, Winter – die perfekte Jahreszeit, um es sich beim Krimi, Roman und anderen dicken oder dünnen Wälzern

gemütlich zu machen. Zuhause auf dem Sofa geht das natürlich besonders gut. Aber auch in der Bibliothek

im Griepe-Haus können sich Besucher bequem zum Schmökern niederlassen. Und eine ganze Reihe interessanter

Veranstaltungen machen zusätzlich Lust aufs Lesen, auf Neuerscheinungen und auf Lesestoff aus

der Region.

Verantwortlich für den Veranstaltungsreigen im Griepehaus

sind die Mitarbeiterinnen der Bibliothek und deren

Förderverein. In dem Verein weht ein frischer Wind:

1997 wurde er gegründet, und im Mai 2018 zog der

damalige Vorstand neue Mitglieder an die Spitze der

Vereinsarbeit. Die rührigen Vorständler sind seitdem mit

Schwung dabei, gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen

der Bücherei spannende und unterhaltsame Veranstaltungen

rund ums Buch zu organisieren. Neu darunter

ist „Mein Lieblingsbuch“: Einwohner aus Bad Bevensen

stellen den Gästen des Griepehauses ihre Buchfavoriten

vor, lesen Passagen daraus vor und vermitteln so Tipps

für Lesestoff. Die Veranstaltung fand bislang zweimal

statt, lockte aber gleich beim ersten Termin interessierte

Bücherwürmer an. Alle acht Wochen können sich Jung

und Alt künftig bei „Mein Lieblingsbuch“ treffen und in

lockerer Runde über die vorgestellten Bücher diskutieren.

Bühne frei für Autoren der Region

Auch Lesungen bekannter Autoren werden auf die

Beine gestellt – diese sind zwar nicht neu, haben unter

dem neuen Vereinsvorstand jedoch an Fahrt aufgenommen.

Es sind nach Möglichkeit Autoren aus der

Region, die der Verein gewinnen will. Zum einen sind

28

Vitalheide Magazin


sie zahlreich im Kreis Uelzen und Umgebung vertreten,

zum anderen können durch geringere Aufwendungen

für Anfahrt und Übernachtungen die Kosten insgesamt

niedriger gehalten werden. Angenehm für die Besucher,

die die Lesungen entweder kostenlos, gegen einen geringen

Eintritt oder eine Spende genießen können.

Kinder fürs Lesen begeistern

Ein Schwerpunkt der Vereinsarbeit liegt auf der Förderung

der Leselust von Kindern. „Wir wollen Kinder und

Jugendliche ans Buch bringen“, so bringt es Corina

Großmann vom Vereinsvorstand auf den Punkt. Daher

gibt es unter anderem Lesungen von Kinder- und Jugendbuchautoren

sowie Puppentheater-Vorstellungen

für die Jüngsten. „Wir springen auch finanziell ein und

haben zum Beispiel gemütliche Sitzkissen oder einen

Teddy für die Leseecke gespendet“, sagt Großmann.

Ihre Mitstreiter und sie erwerben außerdem Bücher bei

örtlichen Buchläden und geben sie als Spenden an das

Griepe-Haus weiter. Der Verein unterstützt außerdem

auch die Bücherei der Waldschule.

Am bundesweiten Vorlesetag im November hat der rührige

Verein gleich drei Veranstaltungen auf die Beine gestellt.

„Es gibt ein ‚Bilderbuchkino‘ für die Schülerinnen

und Schüler in der Bibliothek der Waldschule“, berichtet

Corina Großmann, „und am Nachmittag finden Lesungen

im Gemeindehaus der Dreikönigskirche und abends

im Griepe-Haus statt.“

Frischer Wind im Griepe-Haus

Die jugendlich-frischen Veranstaltungen stehen dem

historischen Griepehaus gut zu Gesicht: Unter dem alten

Fachwerk und in den gemütlichen Nischen zwischen

den Buchreihen lässt es sich bequem den lustigen oder

spannenden Geschichten lauschen, die dort vorgelesen

werden. Noch in den 1980er Jahren stand das Gebäude

vor dem Abriss. Mit finanzieller Unterstützung des Landes

Niedersachsen und des Landkreises Uelzen konnte

es dann doch aufwändig restauriert werden und wurde

unter Denkmalschutz gestellt. Seinen Namen verdankt

das Haus dem Amtsmaurermeister Johann Jürgen Heinrich

Griepe, der es ab 1857 innerhalb von zwei Jahren

errichtete.

Heute umfasst die Bibliothek rund 16.000 Bücher für

Erwachsene, Kinder und Jugendliche, 29 Zeitschriftenabos,

2.000 CDs (Musik und Hörbücher) sowie E-Books

und E-Papers mit Lesegeräten zum Ausprobieren. Fast

1000 Filme auf DVD können entliehen werden, und es

gibt 140 Gesellschaftsspiele. Auch interaktive Bücher

wie Tiptoi-Bücher sowie diverse Tonies haben Einzug in

die Bibliothek gehalten. Tonies sind lustige Spielfiguren,

die Audioinhalte wie Musik oder Hörspiele auf den Geräten

aktivieren. Und es lässt sich auch gut arbeiten im

Griepe-Haus: Zwei Notebooks und ein Drucker stehen

zur Nutzung bereit, und im Gebäude haben die Gäste

ein freies WLAN-Netz.

Bibliothek im Griepe-Haus

Medinger Str. 2, 29549 Bad Bevensen

Telefon (05821) 89181

griepe-haus@bevensen-ebstorf.de

Öffnungszeiten:

Mo.: geschlossen

Di., Do., Fr.: 10-13 und 15-18Uhr

Mi.: 10-13 Uhr, Sa.: 10-12 Uhr

Lesung mit Carsten Schmidt

Veranstaltungen im Griepehaus:

15. November 2019

Bundesweiter Vorlesetag, Lesungen im

Gemeindehaus der Dreikönigskirche (15 Uhr) und im

Griepe-Haus (19 Uhr). Der Eintritt ist frei.

26. November 2019, 15 Uhr 30

Mein Lieblingsbuch

Gesprächsrunde mit Lesern, die ihren persönlichen

Buchfavoriten vorstellen

20. Februar 2020, 15 Uhr 30

Bruckis Puppentheater für Kinder, von und mit

Martin Bruck-Peters

Eintritt frei – „Hut geht rum“

23. April 2020

Welttag des Buches

Das Programm stand bei Redaktionsschluss noch

nicht fest.

Der Förderverein hat derzeit 70 Mitglieder, weitere

Interessierte sind herzlich willkommen. Der

Mitgliedsbeitrag beginnt bei 13,00 Euro pro Jahr.

Kontakt: Förderverein „Bibliothek im Griepe-Haus“

zu Bad Bevensen e.V.

E-Mail: foerderverein-bibliotheken@web.de

Winter 2019/2020

29


seit 1996

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30

Vitalheide Magazin

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Kleines Körnchen, große Wirkung

Salz −

Stoff des Lebens

Von Ines Utecht

Das Salz in der Suppe, das Salz der Erde – das unscheinbare weiße Körnchen spielt in unserer Welt eine wichtige

Rolle. Ohne Salz gäbe es kein Leben. Neben Sauerstoff und Wasser gehört es zu den überlebensnotwendigen

Stoffen. In Bad Bevensen ist das Salz noch in anderer Hinsicht wichtig: Es sprudelt, in Verbindung mit Jod,

in der Therme und verwöhnt Körper und Seele. Was genau aber macht das Salz mit uns, ob nun beim Essen

oder beim Baden?

Salz besteht aus den Mineralien Natrium und Chlor. Oft

es ist mit Jod angereichert, was wiederum die Schilddrüse

benötigt, um lebenswichtige Hormone zu produzieren.

Salz reguliert den Wasserhaushalt im menschlichen

Körper und leitet Reize weiter. Der Körper kann den

Mineralstoff nicht allein herstellen, also muss dieser

durch Nahrung zugeführt werden. Über die Nieren und

durchs Schwitzen wird er wieder ausgeschieden. Zuviel

Salz macht jedoch krank. Es steht im Verdacht, Magenkrebs,

Osteoporose und Nierensteine zu begünstigen.

Aber auch zu wenig Salz kann gefährlich werden. Wer

stark oder oft schwitzt, bei dem kann der Salzgehalt im

Körper stark abfallen. Kopfschmerzen und Leistungsab-

fall, sogar Ohnmachten können die Folge sein. Wer zu

wenig Kochsalz zu sich nimmt, riskiert außerdem, dass

Adrenalin und Cholesterinspiegel steigen – ein Risiko für

Herz und Gefäße.

Salzgehalt in der Nahrung

Was also tun? Gefragt ist eine ausgewogene Salzzufuhr.

Abhängig davon, wie schwer wir arbeiten oder uns

körperlich betätigen, gelten durchschnittlich 6 Gramm

Salz am Tag als ausreichend. Für die meisten Menschen

schwer einzuhalten. Zuviel Salz ist in Lebensmitteln versteckt,

nicht nur in Chips und Pommes, sondern schon

in Brot, Wurst und Käse. Wer sich bei der Arbeit körper-

Winter 2019/2020

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„Schwangeres Haus“ in Lüneburg - die Ausdehnungen entstanden nicht durch Salz, sondern durch Gips.

lich nur wenig anstrengen muss, für den reicht sogar ein

Gramm. Dennoch nimmt ein Deutscher im Durchschnitt

täglich 8 Gramm Salz zu sich. Eine Möglichkeit ist, sparsam

zu salzen und stattdessen mit frischen Kräutern

zu würzen. Dabei gilt Meersalz im Vergleich zum raffinierten

Speisesalz als gesünder. Auch der Verzicht auf

Fertiggerichte und -produkte hilft, weniger Salz zu sich

zu nehmen. Wer in heißen Regionen lebt oder viel Sport

treibt und schwitzt, darf den Salzstreuer auch etwas

häufiger benutzen.

Sole in der Lüneburger Heide

Salz bzw. Sole hat einen Teil der Lüneburger Heide gewissermaßen

geprägt.

In der alten Salzstadt Lüneburg wurde vor mehr als tausend

Jahren damit begonnen, Sole aus dem Lüneburger

Untergrundes ans Tageslicht zu befördern. In der Saline

wurde die Sole solange in riesigen Bleipfannen gekocht,

bis das reine Salz übrigblieb. Die Lüneburger nutzten es,

um zum Beispiel Fisch haltbar zu machen, den sie, wie

das reine Salz in Fässern, bis in den Ostseeraum transportierten.

Durch den Handel mit dem kostbaren Gut

wurde Lüneburg reich und mächtig. Erst im 18. Jahrhundert

verlor Lüneburg seine salzige Vormachtstellung

durch zunehmende Konkurrenz der Mittelmeerländer.

Die Spuren des Salzes zeigen sich überall in der Stadt, in

der reichen Architektur der Giebel- und Patrizierhäuser,

im Salzmuseum auf dem ehemaligen Salinengelände

und in der Salztherme. Immer wieder waren – und sind

– Gebäude einsturzgefährdet, weil der ausgehöhlte salzige

Untergrund nachgab. Krumme und schiefe Häuser

zeugen noch heute davon. Die Geschichte und Bedeutung

des Salzes für Lüneburg und global lässt sich ganz

hervorragend im Salzmuseum nachvollziehen.

Keine 30 km südlich von Lüneburg stieß man in der

Nähe Bevensens beim Bohren nach Erdgas im Jahr 1964

eher zufällig auf eine stark eisen- und jodhaltige Sole-

32

Vitalheide Magazin


quelle. Der Solegehalt betrug sensationelle 30%. Zum

Vergleich: Das tote Meer hat einen Salzgehalt von 33%.

Eine weitere Bohrung direkt in Bevensen erschloss eine

weitere Quelle. Die Stadtvorderen reagierten flugs, denn

es war bekannt, dass derartige Quellen sich besonders

für medizinische Badeeinrichtungen eigneten. 1968

wurde sie als Thermal-Sole-Quelle erschlossen, im gleichen

Jahr wurde mit dem Bau des Kurzentrums begonnen.

Der Aufstieg Bevensens, ab 1975 Bad Bevensen,

als touristischer Kurort begann.

Sole in den Thermen der Lüneburger Heide

Die Jod-Sole-Therme, wie sie heute genannt wird, ist in

den vergangenen Jahrzehnten stets erweitert und modernisiert

worden. Das Thermalwasser sprudelt nach wie

vor in hoher Konzentration, gespeist aus den zwei Quellen,

auf die man in den 1960er Jahren gestoßen war.

11,7 % und 10,3 % - so hoch ist der Sole-Gehalt der

Quellen. Bereinigt von Mangan und Eisen, beträgt der

Solegehalt immer noch zwischen 3 und 5% im Wasser

der Innen- und Außenbecken - wie auf Wolke Sieben

schwebt es sich darin.

In der Salztherme Lüneburg enthielt das Wasser zwischen

2 und 4% Sole. Aktuell ist die Badelandschaft

wegen Umbauarbeiten geschlossen, man darf aber

davon ausgehen, dass bei der Wiedereröffnung des Bades

auch weiterhin solehaltiges Wasser in den Becken

fließen wird.

In beiden Orten tröpfelt die Sole außerdem von Gradierwerken

und versprüht feinen salzigen Nebel – Labsal für

Lunge und Bronchien und entspannend obendrein. In

Lüneburg sind Bänke vor dem Gradierwerk im Kurpark

aufgestellt; hier lässt sich die Sole gemütlich inhalieren.

In Bad Bevensen sind zwei Gradierwerke in die Therme

integriert, eins drinnen in den Erlebnisräumen der ‚Sole-Welt‘

und eins draußen im Saunagarten.

Prickelndes Salz auf der Haut

Es kribbelt herrlich auf der Haut, wenn man ins wohligwarme

salzhaltige Wasser der Jod-Sole-Therme steigt. Ist

das der „osmotische Reiz“, mit dem die Kurgesellschaft

die Wirkung des Minerals auf den Körper umschreibt?

Tatsächlich entzieht Salz dem Körper Wasser und führt

es ihm wieder zu – die Wechselwirkung bezeichnet man

als Osmose. Spezielle Rezeptoren der Haut nehmen diese

Reize wahr und leiten sie weiter ans Gehirn – perfekt

ist das wohlige Sole-Entspannungsgefühl.

Gesundheitliche Indikationen der Jod-Sole

Eine ganze Reihe gesundheitlicher Wohltaten werden

der Jod-Sole zugeschrieben – es hilft gegen Rheuma,

bei Knochen- und Gelenkbeschwerden sowie Herz-,

Gefäß- und Kreislauferkrankungen, es unterstützt Bronchial-

und Lungenfunktionen und lindert auch noch

Stress-Symptome. Erstaunlich, was das kleine weiße

Körnchen alles vermag.

Winter 2019/2020

33


Erholung

vom Alltag

Lassen Sie Stress und Verspannungen

hinter sich und genießen Sie wohltuende

Wärme in unserer vielseitigen

Saunalandschaft! Hier dürfen sich Seele

und Körper von allen Schlacken des

Alltags lösen und zur Ruhe kommen.

Dahlenburger Straße 3

29549 Bad Bevensen

Telefon: 05821 5779

www.jod-sole-therme.de

34

Vitalheide Magazin


Jod-Sole-Therme Bad Bevensen

Geruhsam schwimmen, saunieren mit Salzaufgüssen

und diverse Massagen und Anwendungen genießen

kann man in der Jod-Sole-Therme in Bad Bevensen,

Dahlenburger Str. 1.

www.jod-sole-therme.eu oder www.bad-bevensen.de.

Öffnungszeiten: Mo. bis Sa. 9 bis 22 Uhr,

Sonn- und Feiertage bis 20 Uhr.

Das solehaltige Wasser eignet sich für Menschen ab 5

Jahren.

Die Saunalandschaft öffnet ab 9 Uhr 30. Anmeldungen

für Massagen und Anwendungen unter Tel. 05821 5776

Salztherme Lüneburg

Wegen Umbauarbeiten ist die Badewelt ‚Salü‘ voraussichtlich

noch bis zum Sommer 2020 geschlossen.

Die Saunalandschaft kann aber nach wie vor genossen

werden. Uelzener Str. 1-5, 21335 Lüneburg,

Tel. (04131) 723 -0, www.salue.info

Öffnungszeiten: Saunawelt und separate kleine Sauna

Mo. bis Sa. 10 bis 23 Uhr, Sonn- und Feiertage 8 bis 21

Uhr, Mo. und Di. Damentag in der Kleinen Sauna.

Salzgrotten Bad Bevensen

Ohne Jod, aber reich an Mineralien ist die reine, salzhaltige

Luft in den Salzgrotten im Kurzentrum von Bad Bevensen,

Wandelgang (Eingang bei der Jod-Sole-Therme).

Die Räume sind mit Kristallsalzsteinen ausgekleidet, und

man atmet ca. 20 Minuten lang die Luft bei 50%iger

Luftfeuchtigkeit ein.

Öffnungszeiten: Mo. bis So. von 9 Uhr 45 bis 13 Uhr

und 13 Uhr 45 bis 18 Uhr, die Sitzungen starten immer

zur vollen Stunde (letzte Sitzung um 17 Uhr 15).

Anmeldung empfehlenswert, Tel. (05821) 976 60 66,

www.salzgrotte.de

Deutsches Salzmuseum

Geschichte rund um den Salzabbau in Lüneburg und die

Bedeutung des Salzes – damals wie heute. Führungen,

Salz-Schausieden uvm.

Sülztorstr.1, 21335 Lüneburg, Tel. (04131) 720 65 13,

www.salzmuseum.de.

Öffnungszeiten: täglich 10 bis 17 Uhr.

Salzsieden im Deutschen Salzmuseum in

Lüneburg

Winter 2019/2020

35


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36 Vitalheide Magazin


In die Zentren des Abgelegenen

Lost Places in der Heide

Von Janina Fuge

Vergessenes und Verfallenes zu suchen, ist meistens ziemlich abwegig. Und zwar im wahrsten Sinne des

Wortes. Der Weg, der zu „Lost Places“ führt, ist meist wenig belebt. Mal geht es durch Wälder, mal müssen Hindernisse

– morsche Zäune, brüchige Mauern – überwunden werden, bis man angekommen ist: In den Zentren

des Abgelegenen, in denen marode Bauten als Fotomotive oder Abenteuerspielplätze für die Fantasie auf ihre

neugierigen Besucher warten.

Die Szene der Geheimnissucher

„Lost Places“ als generelles Phänomen sind längst kein

Geheim-Tipp mehr, sondern eher zu einer Art Breitensport

geworden: Google wirft 2.760.000.000 (in

Worten: 2,76 Milliarden) Treffer bei der Suche nach

„Lost Places“ aus. Meist sind es Industrie-Ruinen, nicht

mehr genutzte militärische Anlagen oder sogar imposante

Privathäuser, die allesamt verlassen und dem

Verfall preisgegeben sind. Ihre Faszination besteht

darin, dass die Besucher sich selbst auf eine (mitunter

waghalsige) Entdeckungstour inmitten morscher Balken

machen können und mit dem ungewiss-Geheimnisvollen

locken. Die Hobby-Ruinen-Forscher bewegen sich

dabei in rechtlicher Grauzone: Die Liegenschaften sind

oft im Privatbesitz, der Besuch eigentlich nie wirklich

gestattet, wenn auch mitunter geduldet. Zurückhaltung

ist deshalb stets angesagt – einerseits beim Veröffentlichen

von Bildern, aber auch beim Weitergeben von

Orten. Verpönt ist das in der Szene, immerhin leiden die

meisten der auch legendären „lost places“ unter gehörigem

Vandalismus. Ehernes Gebot daher für alle, die es

ernsthaft betreiben: Nimm nichts mit außer Fotografien

– hinterlasse nichts außer Fußspuren…

Klassiker des Verlorenen

Es gibt dabei einige Klassiker der so genannten „Urbex-Szene“.

„Urbex“ ist dabei die Abkürzung für

„Urban Exploration“ und meint die Ruinen-Erkundung

in städtischen Räumen: Die Heilstätten in Beelitz beispielsweise,

ein riesengroßes Klinik-Gelände in der Nähe

Winter 2019/2020

37


Berlins, das heute sogar anteilig baulich erneuert wird.

Oder: Das neugotische, bizarr verfallsschöne Schloss

Noisy nahe der belgischen Stadt Celles, das inzwischen

allerdings leider abgerissen ist. Die „Urologenvilla Dr.

Anna L.“, der Berliner Spreepark, die Abhöranlage am

Berliner Teufelsberg, die Villa Kolbe in Radebeul – und

und und. Die Liste ist lang – und jeder einzelne Ort kann

Geschichte und Geschichten erzählen.

„Lost Places“ in der Lüneburger Heide

Auch in der Lüneburger Heide wird fündig, wer nach

Vergessenem sucht. Manche Orte sind dabei sogar

ohne die Gefahr, einen Hausfriedensbruch zu begehen,

zugänglich. Lopau zum Beispiel. Eigentlich ein kleines

Heide-Dorf, das schon im 13. Jahrhundert erwähnt wurde,

ist Lopau heute für die Öffentlichkeit weitgehend

gesperrt. Anfang der 1980er Jahre wurde der Truppenübungsplatz

Munster erweitert, Lopau fiel in den Sicherheitsbereich

– und die Bewohner wurden nach langem

Streit um den Erhalt des Ortes und des unberührten

Lopautals umgesiedelt. Seitdem stehen die Häuser verriegelt

leer, der Ort ist nur sporadisch zugänglich – über

Wulfsode oder, auf unbefestigten Wegen, über Ehlbeck.

Betreten werden darf das verlassene Dorf nur, wenn die

Schranken zum Truppenübungsplatz geöffnet sind.

Auch rund um Eschede finden sich schnell Spuren der

Vergangenheit. Gar nicht wirklich „lost“, aber doch

nur zu finden für die, die um seine Existenz wissen,

ist das „Pelikan Mausoleum“ in einem kleinen Wald

bei Gut Auermühle, dem ehemaligen Sitz der Pelikan

AG-Inhaberfamilie Beindorff in der Gemeinde Steinhorst

(Landkreis Gifhorn). Mitten in einem kleinen Waldgebiet

ist hier der Beindorffsche Familienfriedhof angelegt.

Mächtige, steinerne Pelikane wachen über die imposante

Granit-Anlage.

Nur wenige Menschen der Region wissen, dass die IG

Farben – der Vorgänger des Chemieriesens Bayer – ab

1888 ein Produktionsgelände für Sulfonal- und Mercaptanproduktion

im Wald bei Schelploh hatte. Jede

Menge Schadstoffe wurden freigesetzt, die Bevölkerung

empörte sich jedoch vielmehr noch ob des Gestanks,

den die schwefelhaltige Produktion verursachte. Ein

Brand bedeutete dann jedoch das Ende. Heute sind

von der 1907 abgerissenen Fabrik noch immer Grundmauern

im Wald zu sehen – und eine Reihe von bunten

Skulpturen – Chemiefässern – erinnert an die durchaus

auch schwierige Vergangenheit des Platzes.

Ruinen, die von Vergangenem berichten, gibt es auch

noch an zwei weiteren Orten: In der Nähe des Elbe-Seiten-Kanals

in Bevensen, Richtung Groß Hesebeck, liegt

das 14 Hektar große Gelände des ehemaligen Hamburgischen

Krankenhauses. Seit knapp zehn Jahren ist

das in Kriegszeiten für die Hamburgische Bevölkerung

gebaute Ausweichkrankenhaus mittlerweile Geschichte.

Auf dem 14 Hektar großen Areal zwischen Elbe-Seiten-Kanal

und klein Bünstorfer Heide wuchert das Gras,

Büsche und kleine Bäume sprießen wild. Über den ehe-

38

Vitalheide Magazin


maligen Eingang – dort, wo noch die Reste des ehemaligen

Pförtnerhäuschens zu sehen sind – lässt sich das

Gelände betreten. Und noch immer finden sich Reste

von Fundamenten, die berichten von dem, was hier einmal

war.

Genau wie in Suderburg: Auf dem blauen Berg, der

„höchsten Erhebung“ im Raum Suderburg, liegen versteckt

im Wald die Reste einer Segelflughalle aus dem

Jahr 1936. Leicht ist an ihnen vorbei zu laufen – aber

wer es weiß, erkennt die flache Grundfläche einer

großen Halle des einstigen Flugplatzes für Segelflugfreunde,

die am Hang des Berges gute Startbedingen

vorfanden.

Mit Sicherheit gibt es noch andere „vergessene Orte“

der Region, deren Besuch weniger unkompliziert möglich

ist. Wer die jedoch finden will, sollte tun, was wahre

Urbexer tun: Die Orte selbst herausfinden. Google

befragen, mit google maps nach entsprechenden Liegenschaften

suchen, Einheimische befragen, selbst die

Augen offenhalten, die Landschaft lesen lernen. Und

manchmal vielleicht ein kleines bisschen mutig sein….

Mithilfe von Geocaches Lost Places erkunden

Eine wunderbare Möglichkeit, an zumindest anteilig

verborgene oder geheimnisvolle Orte geführt zu werden,

ist das Geoaching – eine digitale Schnitzeljagd.

Unabdingbares Werkzeug dafür sind GPS-fähige Geräte

– also Smartphones oder besser noch: spezielle GPS-Geräte,

die es im Handel für Preise zwischen etwa 50 und

einigen Hundert Euro gibt. Hier geben die Cacher die

zuvor auf Internetseiten wie www.geocaching.com

herausgefundenen Koordinaten ein und suchen, dort

angekommen, in Gebüschen, im Laub, unter Parkbänken

oder in Mauerspalten nach dem, was sich hier Rätselhaftes

verbergen mag.

Eine spannende Tour heißt beispielsweise „Lost-Lost

Place v.1.2.“ und wurde vom Nutzer „witkiewicz“ angelegt

(zu finden über google oder mit Premium-Account

bei www.geocaching.com). Es handelt sich um einen

so genannten „Multicache“ mit 11 Zwischenstationen

– empfohlen werden unempfindliche Kleidung, Handschuhe,

Knieschoner und auch eine Staubschutzmaske.

Die Rätsel-Tour führt einmal über das Gelände des ehemaligen

Geländes des Hamburgischen Krankenhauses

– Startpunkt ist hier: N 53° 03.910 E 010° 35.999. Und

es gilt, jede Menge Rätsel zu lösen….

Hilf- und anregungsreich bei der Suche nach „Verlorenem“

im Celler Raum ist übrigens der Blog des rührigen

Heimatforschers Hendrik Altman: http://found-places.

blogspot.de oder seine Facebook-Gruppe „Heimatforschung

Landkreis Celle“.

Winter 2019/2020

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Vitalheide Magazin


Rückepferde im Uelzener Stadtforst

Coole Kumpel

Von Kathrin Marie Arlt

Sie gehen gemeinsam durch dick und dünn, bahnen sich ihren Weg durch das Unterholz, halten zusammen

– nicht nur bei der Arbeit, sondern auch in ihrer Freizeit. Edold und Moritz, beide Anfang 20, haben Ende der

1990er Jahre ihren Dienst für den Uelzener Stadtforst angetreten. Nun sind die beiden Rückepferde im Ruhestand.

Wohlverdient, wie Stadtförster Thomas Göllner betont.

Dickköpfig sind sie. Rein äußerlich. Und das liegt in der

Natur der Sache. Edold und Moritz sind Kaltblüter. Lange,

zottelige Mähnen, ein dichtes Fell, ein Körperbau,

der so manch baumstarken Kollegen in den Schatten

stellt. Vom Wesen her allerdings sind Edold und Moritz

eher ruhige Vertreter. Fleißig, gutmütig, folgsam.

„Wenn sie gehen sollen, gehen sie. Wenn sie stehen

sollen, stehen sie“, bringt es Göllner gelassen auf den

Punkt. Der 55-jährige Leiter des Uelzener Forstamtes

schätzt seine beiden „Kollegen“ sehr: „Tatsächlich hängen

wir an den Tieren“. Wen wundert es? Sie strahlen

eine freundliche Ruhe aus. Und wenn Moritz einen mit

seinen großen dunklen Augen unter der schwarzen

Mähne hervor anschaut, die samtige lange Nase entgegenstreckt

und sanft schnaubt, werden Größe und Kraft

beiläufig.

Ein wertvoller Luxus

Gut 20 Jahre haben sie auf der rund 900 ha großen

Waldfläche westlich von Uelzen ihren Dienst verrichtet.

Die beiden Arbeitstiere gelten tatsächlich als städtische

Mitarbeiter. Keine Leiharbeiter, sondern von der Verwaltung

der Hansestadt gewollt und fest im öffentlichen

Forstbetrieb integriert. Ein kleiner Luxus, bedenkt man,

dass die beiden lediglich in der kalten Jahreszeit, beim

Holzeinschlag zum Einsatz kommen. Im Sommer stapfen

sie in aller Ruhe über die große Weide am Forstamt. Warum

sich dieser Luxus dennoch auszahlt? „Unser oberstes

Postulat ist eine naturgemäße Waldwirtschaft – und

das seit über 40 Jahren“, erklärt Göllner. Im Klartext: Es

kann nicht beliebig viel Holz geschlagen werden, der

Baumbestand wird mit heimischen Baumarten gepflegt.

Zudem wurden rund 10 Prozent des Stadtwaldes aus

Winter 2019/2020

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der wirtschaftlichen Nutzung genommen. „Hier entwickelt

sich der Wald ohne uns. Ohne Bewirtschaftung -

als Lernfläche.“

In diesem Kontext spielen Rückepferde eine nicht unwesentliche

Rolle. Göllner: „Maschinen sind günstiger – die

Pferde sind wertvoller.“ Denn zur naturnahen Bewirtschaftung

zählt auch ein der Natur angepasster Einsatz

der Arbeitsmittel. Edold und Moritz gelten als Meister

ihres Fachs. Sie sorgen unter anderem dafür, dass selbst

an schlecht zugänglichen Stellen gefällte oder umgestürzte,

hängengebliebene Bäume rausgezogen werden

können. Die befahrbare Fläche im Stadtforst konnte um

die Hälfte reduziert werden. Zwischen den Maschinenwegen

können die Kaltblüter kreuz und quer ihren Job

erledigen. Im Gegensatz zu wuchtigen Fahrzeugen und

Technik, die an anderer Stelle zum Einsatz kommen,

schonen die beiden Schwergewichte den Waldboden

und richten wesentlich weniger Schaden an den Pflanzen

und Bäumen an, wie Seilwinden, die schnurstracks

und gradlinig – ohne Rücksicht auf etwaige Hindernisse

- das Holz herausziehen. Sie benötigen weder Öl noch

andere Treibstoffe, und auch die CO2-Bilanz wird nicht

beeinträchtigt.

Mehr als Nostalgie

Für Thomas Göllner sind Rückepferde wesentlich mehr

als ein guter alter Brauch oder Nostalgie. Sie fördern die

nachhaltige Waldwirtschaft. Er wirkt froh und erleichtert,

dass die Hansestadt Uelzen der Neuanschaffung

von Rückepferden für den Stadtforst zugestimmt hat.

Zugleich macht er sich Gedanken über seine Pensionäre.

„Wir suchen ein Zuhause, in dem sie ihren Ruhestand

genießen können. Zusammen. Denn die beiden sind

schon sehr aufeinander fixiert“, sagt Göllner.

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Vitalheide Magazin


Stadtförster Thomas Göllner

mit Begleiterin Trudi

Nachhaltige Forstwirtschaft

Umweltschützer, die aktuell und unter Hochdruck im

Zusammenhang mit dem Klimawandel Strategien ersinnen,

setzen auf widerstandsfähige Wälder. Keine Kahlschläge,

keine Flächenhiebe, Verzicht auf den Einsatz

von Pestiziden, heimische Baumarten wie Eiche, Ahorn,

Linde, Esche oder auch Buche, Mischbestände statt Nadelholz-Monostrukturen

– bereits seit 1975 richtet sich

in Uelzen der Fokus auf eine naturgemäße Bewirtschaftung

des Stadtwaldes. Schon damals mit Blick in die

Zukunft. Seit 1998 ist der Uelzener Stadtforst zertifiziert

– nach Naturland- und FSC-Richtlinien.

Ein natürlich gewachsener und nachhaltig bewirtschafteter

Wald trägt erheblich zur CO2-Bindung bei, zum

Wasser-, Erosions- und Bodenschutz, er dient als Lieferant

für den umweltfreundlichen, nachwachsenden

Rohstoff Holz und leistet damit einen Bärenanteil an

einem funktionierenden Ökosystem. In dem Zusammenhang

könnten Rückpferde, nach Ansicht von Stadtförster

Thomas Göllner, durchaus auch anderswo eine

Renaissance in der Waldwirtschaft erleben.

Ausflug gefällig?

Neben seiner Nutz- und Schutzfunktion spielt der Wald

als Naherholungsgebiet für den Menschen eine nicht

unerhebliche Rolle. Und dort gibt es einiges zu entdecken.

Schwarz-, Dam- und Rehwild – heimischen

Tierarten zu begegnen, ist im Uelzener Stadtwald keine

Kunst, sondern eine Frage des Standpunktes. Wer den

Einstieg in den Wald in der Nähe des Klinikums Uelzen

sucht, findet das Wildgehege, in dem es sich im Vorbeigehen

– wahlweise auch in aller Ruhe bei einem Picknick

– mit heimischen Wildarten auf Tuchfühlung gehen

lässt. Der Rundweg durch das Gehege ist etwas 1,7 km

lang.

Wer es etwas urtümlicher mag, der kann sich von der

Ebstorfer Straße aus Richtung Forstamt orientieren. Auf

breiten Wegen und schmalen Pfaden geht es durch den

Forst…und vielleicht ja auch zu der großen Weide, auf

der Edold und Moritz – oder ihre Nachfolger – für ein

nettes Rendezvous sorgen.

Informationen zu Wanderstrecken im Stadtforst

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Winter 2019/2020

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Vitalheide Magazin


Weinbergaltar von

Lucas von Cranach

Kirchenkunst, Baumkuchen und Brauereien

Geschichte der westlichen

Altmark im Danneil-Museum

Von Nicole Lütke

Fragt man Menschen aus dem Landkreis Uelzen, was ihnen zur Hansestadt Salzwedel einfällt, gibt es meist

nur eine Antwort: Baumkuchen. Dabei hat die Stadt, die bereits im 8. Jahrhundert besiedelt war, noch ganz andere

Schätzchen zu bieten – als Beispiele seien hier nur die imposanten mittelalterlichen Kirchen St. Marien, St.

Katharinen, St. Lorenz und St. Gertrauden genannt. Eine Station, die bei einem Besuch Salzwedels auf keinen

Fall fehlen sollte, ist das kleine, aber feine Danneil-Museum im Herzen der Stadt. Dort werden interessante

Exponate aus der Geschichte der westlichen Altmark gezeigt, die Einblicke in die Kultur und Lebensweise der

Bewohner der Hansestadt Salzwedel in den vergangenen Jahrhunderten geben.

Als Besucher fühlt man sich beim Betreten des Museumsgeländes

in die Zeit des Mittelalters zurückversetzt.

Das Gebäude ist Teil der ehemaligen Propstei, einem

sehr malerischen und historisch bedeutsamen Areal an

der St. Marienkirche. Der eindrucksvolle Fachwerkbau

mit seinem Treppenturm ist schon an sich einen Besuch

wert. Seit 1932 ist dort das Johann-Friedrich-Danneil-Museum

zuhause. Das Gebäude war seit dem 16.

Jahrhundert bis zum Jahre 1928 im Besitz des altmär-

kischen Adelsgeschlechtes von der Schulenburg. 1578

hatte Albrecht IV. von der Schulenburg, Sohn des letzten

Propstes vor der Reformation, Levin I., das heutige Museumsgebäude

errichten lassen.

Die 16 verschiedenen Ausstellungsbereiche zeigen eine

unglaubliche Vielfalt. Historische Möbel, Waffen, altes

Zunfthandwerk und nicht zuletzt echte Meisterwerke

der Kirchenkunst zeugen von der reichen Geschichte der

Altmark von der Ur- und Frühgeschichte bis zum Ende

Winter 2019/2020

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Vitalheide Magazin


des 20. Jahrhundert. Die Stadtgeschichte von Salzwedel

wird genauso präsentiert wie Spuren der frühen Besiedlung

der Altmarkt mit ihrer reichen Kulturgeschichte, die

bei archäologischen Grabungen geborgen wurden. Und

ja, natürlich findet sich DAS Markenzeichen der Stadt in

der Ausstellung: der Baumkuchen.

Die „Salzwedeler Madonna“ und der „Weinbergaltar“

Ulrich Kalmbach ist Leiter des Danneil-Museums; er

kennt die kleinen Geschichten und Anekdoten, die Besonderheiten

der Altmark. Ziemlich flott läuft er durch

die Ausstellungsräume des Museums, in denen es so

viel zu bestaunen gibt. Es sind vor allem zwei Ausstellungsstücke,

die Herz des Museums sind. Zum einen die

Salzwedeler Madonna. „Sie ist eine einzigartige Sitzmadonna

des Übergangsstils von der Romantik zur Gotik“,

erklärt Kalmbach. Zum anderen beeindruckt besonders

der „Weinbergaltar“ von Lucas von Cranach dem

Jüngeren als eindrucksvolles Zeugnis der Reformationsgeschichte,

das über die Grenzen der Altmark bekannt

geworden ist. Er entstand 1582 im Auftrag Salzwedeler

Bürger. Er gehört zu den bedeutendsten Reformationsaltären

der Malerwerkstatt Cranach.

Untergegangene Lebenswelt

Eine Reihe wertvoller Exponate gibt Einblick in die untergegangenen

Lebenswelten des altmärkischen Adels. Die

Geschichte der Region Altmark ist eng mit den begüterten

Adelsgeschlechtern verknüpft. Angehörige dieser

Familien bekleideten bis ins 20. Jahrhundert wichtige

Positionen in der Verwaltung, dienten als Offiziere oder

hatten hohe Kirchenämter inne. Ihre Schlösser, Herrensitze

und Gutshäuser prägten vielfach das Gesicht der

Städte und Dörfer. Zur Ausstattung der Häuser gehörten

Möbel, Waffen, Bücher und Kunstwerke, die noch heute

zu bewundern sind.

Sakrale Glaskunst

Die Salzwedeler

Sitzmadonna.

Bier und Baumkuchen

Die Exportschlager der Stadt dürfen natürlich nicht

fehlen! Der Baumkuchen ist seit dem 19. Jahrhundert

in aller Munde. Schon um 1807 stellten die Konditorfamilien

Lentz und Schernikow dieses besondere Gebäck

her. Und so darf sich Salzwedel heute zu Recht als

„Baumkuchenstadt“ bezeichnen. Im 19. Jahrhundert

entstanden in der Stadt auch große Brauereibetriebe mit

der Brauerei Freydank, seit 1897 Bergschloss-Brauerei.

Im Unterschied zur den Baumkuchenbäckereien konnte

sich die Brauerei nach der Reprivatisierung 1990 nicht

erfolgreich behaupten und wurde 1997 abgerissen.

Der Altmärkische Geschichtsverein

Es ist dem „Altmärkischen Geschichtsverein“ zu verdanken,

dass so viele Exponate heute im Museum zu sehen

sind. Um die Geschichte der Region zu erforschen,

wurde 1836 in Salzwedel der „Altmärkische Verein für

vaterländische Geschichte und Industrie“ gegründet. Zu

Forschungszwecken wurden verschiedene Sammlungen

Winter 2019/2020

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in ganz Norddeutschland

"Uelzen im Bild", Bildband (7,90 €)

Visueller Stadtbummel durch die Hansestadt

Stadt- und Touristinformation Uelzen, Mo-Fr 9-17 Uhr, Sa 9-13 Uhr

Herzogenplatz 2, Tel. 0581/800-617 21, tourismusinfo@stadt.uelzen.de

www.hansestadt-uelzen.de So, 11 Uhr

48

Vitalheide Magazin


Natürlich darf auch der berühmte Baumkuchen im Museum nicht fehlen.

historischer Objekte angelegt und ständig erweitert. Da

der Verein 1945 in der damaligen Sowjetischen Besatzungszone

und der späteren DDR nicht mehr zugelassen

war, setzte die 1956 in Berlin (West) gegründete „Arbeitsgemeinschaft

des Altmärkischen Geschichtsverein“

dessen Tradition fort. Seit 1992 ist der Verein wieder in

Salzwedel ansässig und tätig.

Die Lüneburger Heide und die Altmark sind nahe „Verwandte“,

sie verbindet mehr, als sie trennt. So gab es

schon früh enge Verbindungen zwischen den Hansestädten

Uelzen und Salzwedel, die bis in die Gegenwart

Bestand haben. So sei Ihnen, liebe Leser, die schöne

Hansestadt Salzwedel sowie das Danneil-Museum als

Ausflugsziel unbedingt ans Herz gelegt. Wer einen Blick

hinaus über den heimischen Tellerrand wirft, kann die

Nachbarregion mit ihrer reichen Geschichte entdecken.

Johann-Friedrich-Danneil-Museum

An der Marienkirche 3

29410 Hansestadt Salzwedel

Öffnungszeiten

1. Februar bis 30. Dezember,

Di - So und an Feiertagen: 13 Uhr - 17 Uhr

Winter 2019/2020

49


DIE TOTEN HOSEN

Die „Alles Ohne Strom“-Tour 2020 in Uelzen

50

Vitalheide Magazin


Das 12.

in Uelzen

NEUE

TÖNE

Joris

Xavier Naidoo

Johannes Oerding

Benne

Lotte

Roland Kaiser

Sommerzeit – Festivalzeit!

Auch 2020 wird wieder ein gigantisches,

musikalisches Programm in der Almased

Arena auf dem Albrecht-Thaer-Gelände in

Uelzen geboten.

Am Donnerstag, 27. August, eröffnen

DIE TOTEN HOSEN das OpenR, und zwar

im Rahmen ihrer Tour „Alles Ohne Strom“.

Geballte Musikkraft auch am Samstag,

29. August, unter dem traditionellen

Motto „Neue Töne“. Headliner ist „Dr.

Ton“ Xavier Naidoo. Zu Gast sind auch

die Künstler Johannes Oerding (nach vier

Jahren Wiederholungstäter auf dem Festival),

Lotte sowie Joris, Singer-Songwriter

Benne und als Starter die Newcomerin

Anika Auweiler. Das gesamte Line-Up ist

ein musikalisches Feuerwerk, die Künstler,

die Mega-Bühne, die Ton- und Lichtshow

werden die Zuschauer, wie in den letzten

Jahren, begeistern.

Roland Kaiser ist das High-Light für den

Festival-Sonntag (30. August).

Tickets sind an allen bekannten VVK-Stellen

erhältlich. Online bei www.reservix.de

und www.eventim.de. verfügbar.

Besucher, die mit dem Metronom anreisen,

profitieren von einem speziellen Fahrplan

der für die Festivaltage gilt.

Zeiten/Preise:

Donnerstag, 27.08.2020

Die Toten Hosen

Einlass: 16:30 Uhr

Beginn: 19:30 Uhr

Preise ab 56,- Euro

Samstag, 29.08.2020

Neue Töne

Einlass: 14:00 Uhr

Beginn: 15:00 Uhr

Preise ab 61,20 Euro

Sonntag, 30.08.2020

Roland Kaiser

Einlass: 17:00 Uhr

Beginn: 19:30 Uhr

Preise ab 54,90 Euro

Festivalgelände

Albrecht-Thaer-Platz

ALMASED ARENA

D-29525 Uelzen

Tel.: 0581 - 389 43 34

info@jabelmannhalle.de

www.openrfestival.de

Vorverkauf bei allen

bekannten VVK-Stellen

Winter 2019/2020

51


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AKUTPSYCHOSOMATIK

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