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Modern Art, 19th Century Paintings, Russian Art

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ONE OF THE LEADING AUCTION HOUSES IN EUROPE<br />

KATALOG V<br />

MODERNE, GEMÄLDE 19. JAHRHUNDERT,<br />

RUSSISCHE KUNST<br />

CATALOGUE V<br />

MODERN ART, 19TH CENTURY PAINTINGS,<br />

RUSSIAN ART<br />

AUKTIONEN / AUCTIONS:<br />

DONNERSTAG, 24. & FREITAG, 25. SEPTEMBER 2020<br />

Besichtigung: Samstag, 19. September – Mittwoch, 23. September<br />

THURSDAY, 24 & FRIDAY, 25 SEPTEMBER 2020<br />

Exhibition: Saturday, 19 September – Wednesday, 23 September<br />

KATALOG<br />

CATALOGUE<br />

V<br />

DONNERSTAG<br />

THURSDAY


TAMINA


MODERN ART &<br />

IMPRESSIONISTS


ALEXEJ VON JAWLENSKY<br />

T <br />

550<br />

ALEXEJ VON JAWLENSKY,<br />

1864 TORSCHOK – 1941 WIESBADEN<br />

MEDITATION<br />

Öl auf Karton.<br />

18,5 x 12,5 cm.<br />

Die Monogrammsignatur „A.J.“ links unten in<br />

dunklerem Ockerton.<br />

Im Passepartout, hinter Glas gerahmt.<br />

Verso oktogonaler Gummistempel „GURLITT / GALE-<br />

RIE / BERLIN / TL 3884“, darunter gedruckter Galerie-Textaufkleber<br />

mit Bezeichnung „Kopf Meditation<br />

1935“.<br />

Der russisch-deutsche Maler zählt zum engsten Kreis<br />

von Wassily Kandinsky (1866-1944) und Franz Marc<br />

(1880-1916) sowie zur Künstlergruppe „Der Blaue Reiter“.<br />

Ausgebildet wurde Jawlensky noch in Moskau<br />

bei Marianne von Werefkin (1870-1938), empfohlen<br />

durch den berühmten Maler Ilja Repin (1844-1930).<br />

Mit der Malerin und deren elfjährigem Dienstmädchen<br />

in Lebensgemeinschaft, zog er nach München.<br />

Größere Einwirkung hatte dort die Schulung durch Anton<br />

Azbe (1862-1905), der wohl auch sein Interesse an<br />

gesteigerter Farbintensität förderte. Aber auch Lovis<br />

Corinth (1858-1925), Wilhelm Leibl (1844-1900), Leo<br />

Putz (1869-1940) und Wilhelm Trübner (1851-1917)<br />

hinterließen nun Einflüsse, wie auch Vincent van<br />

Gogh (1853-1890), mit dessen Werk er sich in den<br />

Jahren ab 1904 auseinandersetzte. Arbeitsaufenthalte<br />

in der Umgebung Münchens folgten. Zu den Höhepunkten<br />

dieser Periode zählt das berühmte „Bildnis<br />

Sacharoff“.<br />

Was das hier vorliegende Werk betrifft, so zeigt sich<br />

darin der bereits lange vorbereitete Bruch mit Jawlenskys<br />

Malweise davor. Als 1916 die 25 Jahre jüngere<br />

Galka Scheyer (1889-1945) in sein Leben trat, der<br />

Maler kriegsbedingt in die Schweiz ziehen musste,<br />

entstanden die ersten seiner „konstruktiven Köpfe“,<br />

die er selbst auch „Christusköpfe“ nannte. 1920 ließ<br />

er aus Ascona u.a. drei „Heilandsgesichter“ zur Biennale<br />

nach Vendig schicken. Es folgte eine Weiterentwicklung<br />

hin zu seinen „Abstrakten Köpfen“, um eine<br />

noch merklichere Entfernung vom menschlichen Vorbild<br />

zu erreichen. Das Gesicht sollte nur noch Metapher<br />

sein. Letztlich ist eine Verschmelzung von der<br />

Grundkomposition eines Gesichtes mit dem Kreuzsymbol<br />

erreicht. Noch auf dem Krankenbett malte er<br />

schmerzgeplagt zuletzt nur noch mit der linken Hand.<br />

Es entstanden Köpfe, bei denen er auf die Rundung<br />

am Unterrand des Kinns verzichtete. In dieser Phase<br />

entstand auch das vorliegende Gemälde.<br />

Der Grundton ist ein mit breitem Pinsel aufgetragenes<br />

Braun, darüber die Gesichts-Mittelachse und die Augenpartie<br />

in Form schwarzer Balken, Aufhellung am<br />

Oberrand durch ockergelbe flache Bögen, deren Farbe<br />

sich am Unterrand wiederholt. A.R.<br />

Literatur:<br />

Clemens Weiler, Alexej Jawlensky, Köpfe – Gesichter<br />

– Meditationen, Hanau 1970.<br />

Roman Zieglgänsberger, Annegret Hoberg, Matthias<br />

Mühling (Hrsg.), Lebensmenschen – Alexej von Jawlensky<br />

und Marianne von Werefkin, Ausstellungskatalog.<br />

Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau,<br />

München/Museum Wiesbaden, München u.a. 2019/<br />

2020. Dort weitere Literaturangaben. (1241341) (11)<br />

ALEXEJ VON JAWLENSKY,<br />

1864 TORZHOK – 1941 WIESBADEN<br />

MEDITATION<br />

Oil on card.<br />

18.5 x 12.5 cm.<br />

Monogram signature “A.J.” lower left in dark ochre.<br />

Framed with mount under glas.<br />

Octagonal rubber stamp “GURLITT / GALERIE / BER-<br />

LIN / TL 3884” on the reverse, printed gallery label<br />

“Kopf Meditation 1935” underneath.<br />

Literature:<br />

C. Weiler, Alexej Jawlensky, Köpfe - Gesichter -<br />

Meditationen, Hanau 1970.<br />

R. Zieglgänsberger, A. Hoberg, M. Mühling (eds.),<br />

Lebensmenschen - Alexej von Jawlensky und Marianne<br />

von Werefkin, exhibition catalogue, Städtische<br />

Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau, Munich/Museum<br />

Wiesbaden, Munich, and others, 2019/2020.<br />

With further bibliography.<br />

€ 50.000 - € 70.000<br />

<br />

INFO | BID<br />

14 HAMPEL ONLINE Visit www.hampel-auctions.com for around 6.000 additional images.


AUGUSTE RODIN<br />

P M<br />

<br />

AUGUSTE RODIN,<br />

184 ARIS – 191 EDON<br />

LES BÉNÉDICTIONS<br />

Bronze.<br />

Höhe: 28,1 cm.<br />

Breite: 24,3 cm.<br />

Tiefe: 23,3 cm.<br />

„A.Rodin“, auf dem Sockel gestempelt „© by Musée<br />

Rodin“ und „Georges Rudier Fondeur. Paris“.<br />

Im Sockelinneren „No.1723“ in Rot.<br />

Beigegeben eine Expertise Comité Auguste Rodin,<br />

von Francois Lorenceau und Jérome Le Blay, 10. April<br />

2010.<br />

Bronzefigurengruppe mit nuanciert-grüner Patina. Gestaltung<br />

zweier geflügelter jugendlicher Gestalten über<br />

einem konisch nach oben sich verjüngenden, kegelförmigen<br />

Wolkengebilde. Das Modell schuf Rodin<br />

1894. Der französische Generalinspector Armand<br />

Dayot (1851-1934) schlug noch im selben Jahr vor,<br />

dass die Plastik als Bekrönung für ein „Turm-Denkmal<br />

der Arbeit“ Verwendung finden sollte. Dies entsprach<br />

einem Gedanken der Emanzipation der Arbeiterklasse.<br />

Das Denkmal sollte eine Höhe von 130 Metern haben,<br />

formal inspiriert von bedeutenden Bauwerken der<br />

Weltarchitektur, wie dem Turm von Pisa, der Treppe<br />

von Chambord, oder der Trajansäule in Rom. Am Sockel<br />

sollten die Allegorien von Tag und Nacht stehen,<br />

dazwischen das „Tor der Hölle“.<br />

Die bekrönende Gruppe „Bénédiction“ sollte den<br />

Ausdruck von „Freude und Liebe“ allegorisieren.<br />

Das Monument wurde nie realisiert, Rodins Gruppe<br />

wurde nun als ein davon unabhängiges Werk ausgestellt.<br />

Zwischen 1931 und 1945 ließ das Musée Rodin von<br />

der Gießerei Alexis Rudier mindestens drei Güsse<br />

vom Modell herstellen. Weitere sieben Exemplare<br />

wurden von der Gießanstalt Georges Rudier gegossen.<br />

Die vorliegende Bronze ist eines dieser sieben<br />

Exemplare. Das Comité Rodin datiert die Ausführung<br />

„nach verlorener Form“ für März 1964.<br />

Die Bronze in sehr guter Erhaltung. A.R.<br />

Provenienz:<br />

Musée Rodin Paris, Dominion Gallery Montreal,<br />

November 1965, erworben zwischen 1965 und 1970.<br />

Literatur:<br />

Aufgeführt in: Catalogue Critique de l‘œuvre sculpté<br />

d‘Auguste Rodin, vorbereitet d. Galerie Brame &<br />

Lorenceau, Direktion Mr. Jérome Le Blay, Nr. 2010-<br />

3069 B. (12413519) (11)<br />

AUGUSTE RODIN,<br />

184 ARIS – 191 EDON<br />

THE BÉNÉDICTIONS<br />

Bronze.<br />

Height: 28.1 cm.<br />

Width: 24.3 cm.<br />

Depth: 23.3 cm.<br />

“A.Rodin”, stamped on base: “© by Musée Rodin” and<br />

“Georges Rudier Fondeur. Paris”.<br />

On inside base “No.1723” in red.<br />

Accompanied by an expert‘s report Comité Auguste<br />

Rodin, by Francois Lorenceau and Jérome Le Blay, 10<br />

Apri 2010.<br />

Rodin created the model in 1894. That same year, Armand<br />

Dayot (1851-1934), inspector general of the<br />

Ministry of Fine <strong>Art</strong>s suggested that the sculpture<br />

should surmount a monument titled „The Tower of Labour“,<br />

celebrating the emancipation of the working<br />

class. The monument, designed like a 130 m tall staircase<br />

tower, recalls famous world-architecture such as<br />

the tower of Pisa, the double-spiral staircase of the<br />

Château de Chambord or the Trajan‘s Column in<br />

Rome.<br />

Provenance:<br />

Musée Rodin Paris, Dominion Gallery Montreal,<br />

November. 1965, purchased between 1965 and 1970.<br />

Literature:<br />

Listed in: Catalogue Critique de l‘œuvre sculpté<br />

d´Auguste Rodin, currently being prepared by the<br />

Comité Rodin in collaboration with Galerie Brame &<br />

Lorenceau under the direction of Mr Jérôme Le Blay,<br />

archive no. 2010-3069 B.<br />

€ 50.000 - € 70.000<br />

<br />

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HENRI-THÉODORE<br />

FANTIN-LATOUR<br />

G <br />

552<br />

HENRI-THÉODORE FANTIN-LATOUR,<br />

186 RENOBE – 194 BR<br />

Henri-Théodore Fantin-Latour war ein französischer<br />

Maler, der von seinem Vater, einem Portraitisten, ausgebildet<br />

wurde. Er setzte ab 1854 seine Ausbildung an<br />

der École des Beaux-<strong>Art</strong>s in Paris fort, besuchte regelmäßig<br />

den Louvre, wo er große Meister kopierte. Hier<br />

entwickelte er eine Begeisterung für die venezianische<br />

Malerei, vor allem für die von Tiziano Vecellio<br />

(1485/89-1576) und Paolo Veronese (1528-1588). Er<br />

schloss Freundschaft mit Édouard Manet (1832-1883),<br />

Berthe Morisot (1841-1895) und später mit James Abbot<br />

McNeill Whistler (1834-1903), der ihn mit nach<br />

England nahm und einer Klientel vorstellte, die sich<br />

für seine Stillleben, im speziellen die Blumenstillleben,<br />

begeisterten. Außerdem mit dem realistischen Maler<br />

Gustave Courbet (1819-187) und den Impressionisten<br />

befreundet, behielt er nichtsdestotrotz seinen eigenen<br />

Stil und orientierte seine Malerei hin zu Gruppenportraits,<br />

wovon die berühmtesten Exemplare im<br />

Musée d‘Orsay aufbewahrt sind. Später zog er sich in<br />

die Normandie nach Buré zurück und widmete sich<br />

dort fast ausschließlich seinen Blumensträußen, die<br />

er in seinem Garten pflückte.<br />

HENRI-THÉODORE FANTIN-LATOUR,<br />

186 RENOBE 194 BR<br />

STUDY OF A YOUNG NAKED WOMAN<br />

Oil on canvas. Relined.<br />

37 x 22 cm.<br />

Signed and dated “Fantin. (18)74” top left.<br />

In magnificent frame.<br />

The artist studied at the École nationale supérieure<br />

des beaux-arts in Paris since 1854, where he met Edgar<br />

Degas and Édouard Manet. In 1859 he met Gustave<br />

Courbet, in whose workshop he worked two years<br />

after that. Although he was a contemporary of the Impressionists,<br />

he developed his own style of realism.<br />

Note:<br />

Old label from Amsterdam with artist name and title<br />

on the reverse.<br />

€ 25.000 - € 30.000<br />

<br />

INFO | BID<br />

STUDIE EINER JUNGEN NACKTEN FRAU<br />

Öl auf Leinwand. Doubliert.<br />

37 x 22 cm.<br />

Links oben signiert und datiert „Fantin. (18)74“.<br />

In prunkvollem Rahmen.<br />

In einem braunen Innenraum eine junge nackte Frau<br />

nach rechts, auf einem weißen Tuch oder Kleid sitzend,<br />

das auf einem roten Chaiselongue liegt, auf dessen<br />

Kissen sie ihren rechten Arm gelegt hat. Ihre linke<br />

Hand hat sie zum Gesicht erhoben. Sie hat braunes,<br />

teils hochgestecktes Haar und scheint einen Ohrring<br />

zu tragen. Qualitätvolle Studie in lockerem Pinselduktus<br />

bei zurückhaltender Farbgebung.<br />

Anmerkung:<br />

Verso alter Aufkleber aus Amsterdam mit Künstlerund<br />

Titelnennung. (1241322) (1) (18)<br />

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MAURICE UTRILLO<br />

P D<br />

553<br />

MAURICE UTRILLO,<br />

188 ARIS – 19 DA<br />

LE LAPIN AGILE SOUS LA NEIGE, UM 1950<br />

Öl auf Leinwand.<br />

37 x 46 cm.<br />

Rechts unten signiert „Maurice Utrillo V“.<br />

In vergoldetem barockisierenden Rahmen (minimal<br />

besch.).<br />

Beigegeben sind ein Zertifikat von Gilbert Pétridès<br />

und die Bestätigung über die Aufnahme in das Werkverzeichnis<br />

von Jean Fabris, in Kopie.<br />

Le Lapin Agile wurde von Utrillo zu allen Jahreszeiten<br />

erfasst und war eines seiner Lieblingsmotive. 1983<br />

erschien sogar eine 4 Franc-Briefmarke mit dem<br />

Motiv. Der Name des Cabarets auf dem Montmarte<br />

rührt von einem Schild, welches André Gill 1875 für<br />

das Cabaret malte. Es zeigte einen Hasen, welcher<br />

aus der Pfanne sprang. Landläufig nannte man das<br />

Schild und dementsprechend auch das Lokal „Lapin a<br />

Gill“, woraus „Le Lapin Agile“ wurde. Neben Utrillo waren<br />

hier auch Picasso und Modigliani regelmäßig anzutreffen.<br />

(†)<br />

Provenienz:<br />

Sammlung Jean Foulon, Paris.<br />

Literatur:<br />

Paul Pétridès, L‘œuvre complet de Maurice Utrillo,<br />

Bd. III, Paul Pétridès Éditeur, Paris 1969, Nr. 1936,<br />

S. 220, mit Schwarz-Weiß-Abb. S. 221. (1241742) (13)<br />

MAURICE UTRILLO,<br />

188 ARIS 19 DA<br />

LE LAPIN AGILE SOUS LA NEIGE - CA. 1950<br />

Oil on canvas.<br />

37 x 46 cm.<br />

Signed lower right “Maurice Utrillo V“.<br />

In Barock-style gilt frame (with minimal damage).<br />

Accompanied by a certificate by Gilbert Pétridès and<br />

a confirmation regarding the painting‘s inclusion in the<br />

catalogue raisonné by Jean Fabris, both in copy.<br />

Le lapin agile was one of Utrillo‘s favourite subjects<br />

and he painted it in all seasons. This subject even featured<br />

on a 4-franc postage stamp in 1983. In 1875, the<br />

caricaturist André Gill painted the sign for the Cabaret<br />

that was to suggest its permanent name. It depicted<br />

a rabbit jumping out of a saucepan and from then on<br />

the Cabaret was commonly known as „Le Lapin a Gill“,<br />

which evolved over time into Le lapin agile, i.e. the<br />

nimble rabbit. The original painting on canvas was stolen<br />

in 1893. Apart from Utrillo, the cabaret became a<br />

favourite spot for famous artists of the time such as<br />

Picasso and Modigliani. (†)<br />

Provenance:<br />

Jean Foulon Collection, Paris.<br />

Literature:<br />

P. Pétridès, L‘œuvre complet de Maurice Utrillo, vol. III,<br />

Paul Pétridès Éditeur, Paris 1969, no. 1936, p. 220,<br />

with black-white illustration, p. 221.<br />

€ 100.000 - € 150.000<br />

<br />

INFO | BID<br />

Le Lapin Agile, Paris, 1880er Jahre<br />

1983 erschienene Briefmarke mit „Le Lapin Agile“<br />

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GEORGES LEMMEN<br />

<br />

554<br />

GEORGES LEMMEN,<br />

186 BRSSE – 1916 EBENDA<br />

NU AU COUSSIN BLUE, 1907<br />

Öl auf Papier/ Karton.<br />

54,5 x 68 cm.<br />

Rechts oben monogrammiert „AOÛT GL 1907“.<br />

Verso alter Aufkleber von Georges Lemmen, Brüssel<br />

mit Titelnennung und Maßangaben.<br />

In dekorativem Rahmen.<br />

Der liegende Frauenakt auf einem großen Chaiselongue.<br />

Die junge Frau mit schwarzem Haar, hat ihren<br />

Oberkörper dabei auf ein türkisfarbenes, teils rot und<br />

gelb gemustertes großes Kissen gelegt. Der Bezug<br />

ihrer Liegestätte ist in einer rot-gelb, gold und weiß<br />

flirrenden Farbenvielfalt wiedergegeben, sodass sie<br />

sich kaum von der Rückwand in gold-gelben Farbtönen<br />

unterscheiden lässt. Unterhalb des Körpers der jungen<br />

Frau ist der Bezug mit großen roten und weißen Blüten<br />

wiedergegeben. Malerei in impressionistischer Manier<br />

bei schnellem kurzen Pinselstrich. Besonders fein herausgearbeitet<br />

dabei das helle Inkarnat der liegenden<br />

jungen Frau.<br />

GEORGES LEMMEN,<br />

186 BRSSES – 1916 IBID<br />

NU AU COUISSIN BLUE, 1907<br />

Oil on paper/ card.<br />

54.5 x 68 cm.<br />

Monogrammed “AOÛT GL 1907” top right.<br />

Verso an old sticker by Georges Lemmen,<br />

Brussels with title and dimensions.<br />

In decorative frame.<br />

€ 8.000 - € 12.000<br />

<br />

INFO | BID<br />

Anmerkung:<br />

Der belgische Maler wurde in den frühen 1880er-Jahren<br />

von Edgar Degas (1834-1917) und Henri de Toulouse-<br />

Lautrec (1864-1901) beeinflusst. Um 1890 wurde er<br />

Anhänger des Pointilismus, was auch bei dem vorliegenden<br />

Frauenakt zu merken ist. (1241358) (18)<br />

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ARMAND GUILLAUMIN<br />

P O<br />

555<br />

ARMAND GUILLAUMIN,<br />

1841 ARIS – 19 OR<br />

Der Künstler besuchte ab 1861 die Académie Suisse.<br />

Dort begegnete er Paul Cézanne (1839-1906) und Camille<br />

Pissarro (1830-1903) mit denen er lebenslang<br />

befreundet blieb. Zu seinen späteren Freunden zählten<br />

außerdem Vincent van Gogh (1853-1890) und dessen<br />

Bruder, der Kunsthänder Theo van Gogh (1857-<br />

1891), der einige von seinen Werken verkaufte.<br />

VASE MIT PRACHTVOLLEM BLUMENSTRAUSS,<br />

CA. 1900<br />

Öl auf Leinwand.<br />

65,2 x 54 cm.<br />

Links unten signiert „Guillaumin“.<br />

In prunkvollem vergoldeten Originalrahmen.<br />

Auf braun gemustertem Boden oder Tischplatte stehend<br />

eine weiße bemalte Vase mit Goldrand, darin<br />

der fantastische leuchtende Blumenstrauß mit rosafarbenen<br />

Kosmeen, zwischen grün-gelben leuchtenden<br />

Blättern. Im Hintergrund eine gelbliche Wand mit<br />

blauen Blüten und grünlichen Blättern. Fantastisches<br />

impressionistisches Werk des französischen Malers in<br />

flirrender Lebendigkeit und vielen differenzierten Farbstufen.<br />

ARMAND GUILLAUMIN,<br />

1841 ARIS – 19 OR<br />

VASE WITH MAGNIFICENT BOUQUET,<br />

CA. 1900<br />

Oil on canvas.<br />

65.2 x 54 cm.<br />

Signed “Guillaumin” lower left.<br />

In magnificent gilt original frame.<br />

Literature:<br />

The painting is illustrated in:<br />

Armand Guillaumin 1841 - 1927, Catalogue raisonné<br />

de l’œuvre paint par G. Serret et D. Fabiani, Editions<br />

Mayer, Paris 1991, ill. 544. Vase de Fleuers, vers<br />

1900 (copy enclosed).<br />

€ 75.000 - € 80.000<br />

<br />

INFO | BID<br />

Literatur:<br />

Das Gemälde ist abgebildet in:<br />

Armand Guillaumin 1841 - 1927, Catalogue raisonné<br />

de l‘œuvre paint par G. Serret et D. Fabiani, Editions<br />

Mayer, Paris 1991, Abb. 544. Vase de Fleuers, vers<br />

1900 (in Kopie vorliegend). (12418911) (18)<br />

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YVONNE SERRUYS<br />

M P<br />

556<br />

YVONNE SERRUYS,<br />

18 ENEN BEIEN – 19 ARIS<br />

Die Künstlerin studierte Malerei und Zeichnen bei<br />

Emile Claus (1849-1924). Von 1892 bis 1904 studierte<br />

sie in Brüssel in der Werkstatt des Malers Georges<br />

Lemmen (1865-1916). Nach einer Tournee durch Italien<br />

und Griechenland stellte sie ihre Bilder im Pariser Salon<br />

aus. Danach entschied sie sich, ein Studium der Bildhauerei<br />

zu beginnen. 1904 gründete sie in Paris ihre<br />

eigene Werkstatt.<br />

RÜCKENAKT EINES SITZENDEN MÄDCHENS<br />

Öl auf Leinwand. Doubliert.<br />

80 x 58 cm.<br />

Rechts unten signiert „Yvonne Serruys“.<br />

In vergoldetem Prunkrahmen.<br />

YVONNE SERRUYS,<br />

18 ENEN BEI – 19 ARIS<br />

NUDE PORTRAIT OF A YOUNG GIRL FROM<br />

THE BACK<br />

Oil on canvas. Relined.<br />

80 x 58 cm.<br />

Signed “Yvonne Serruys” lower right.<br />

In magnificent gilt frame.<br />

€ 20.000 - € 25.000<br />

<br />

INFO | BID<br />

Ganz im Stil des Pointilismus ausgeführte Arbeit, die<br />

ein junges nacktes Mädchen nach rechts in Rückenansicht<br />

zeigt vor blauem Vorhang, auf einem roten Hocker<br />

sitzend. Feine gekonnte Malerei in vielen frischen differenzierten<br />

Farbtönen. (1240497) (18)<br />

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KEES VAN DONGEN<br />

D M C<br />

557<br />

KEES VAN DONGEN,<br />

18 DESHAEN – 1968 ONTE CARO<br />

FEMME AU BÉRET ET À L‘OMBRELLE, 1901<br />

Gouache auf Papier.<br />

27,5 x 35 cm.<br />

Rechts unten signiert „van Dongen“.<br />

Hinter Glas in dekorativem Rahmen.<br />

Beigegeben eine Expertise von Jean-Marie van<br />

Dongen vom 12. Februar 2019, die bestätigt, dass<br />

die Gouache ein authentisches Werk ihres Vaters ist,<br />

auf die Anfrage von Monsieur Broc von der Universität<br />

Marseille.<br />

Die Gouache zeigt eine junge Frau in rotem Kleid mit<br />

roter Baskenmütze auf ihren gelben Haaren. Vor<br />

blauem Horizont hält sie, mit ihrer linken Hand, einen<br />

geöffneten gelben Sonnenschirm hinter ihren Schultern.<br />

Mit ihren blauen Augen blickt sie konzentriert<br />

und aufmerksam zur Seite.<br />

KEES VAN DONGEN,<br />

18 DESHAEN – 1968 ONTE CARO<br />

FEMME AU BÉRET ET À L’OMBRELLE, 1901<br />

Gouache on paper.<br />

27.5 x 35 cm.<br />

Signed “van Dongen” lower right.<br />

In decorative frame behind glass.<br />

Accompanied by an expert‘s report by Jean-Marie<br />

van Dongen dated 12 February 2019, confirming that<br />

the gouache is an authentic work by her father in response<br />

to an enquiry by Monsieur Broc of the University<br />

of Marseille.<br />

€ 50.000 - € 60.000<br />

<br />

INFO | BID<br />

Anmerkung:<br />

Der in den Niederlanden geborene Maler, der auch<br />

Mitglied der Fauves war, kam durch Auftragsarbeiten<br />

zahlreicher Frauenportraits in den goldenen 20er Jahren<br />

zu Erfolg und schloss sich den mondänen Kreisen<br />

an, die am Montparnasse verkehrten. 1929 wurde er<br />

französischer Staatsbürger. (1240483) (1) (18)<br />

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MARGARETHA ROOSENBOOM<br />

D <br />

558<br />

MARGARETHA ROOSENBOOM,<br />

184 DEN HAA – 1896 OORBR<br />

Die Künstlerin bekam ihren ersten Unterricht von ihrem<br />

Vater und ihrem Großvater mütterlicherseits<br />

Andreas Schelfhout (1787-1870), der ihr zudem die<br />

Aquarelltechnik beibreachte. Am liebsten malte sie<br />

Blumen in ihrem meist natürlichen Zustand, in Vasen<br />

geordnet oder aber auf einer Steinplinthe. Die von<br />

ihr am häufigsten abgebildete Blumensorte waren<br />

Rosen.<br />

STILLLEBEN MIT WEISSEN ROSEN<br />

Öl auf Leinwand.<br />

65,8 x 39 cm.<br />

Rechts unten signiert „Margt Roosenboom“.<br />

MARGARETHA ROOSENBOOM,<br />

184 THE HAE – 1896 OORBR<br />

STILL LIFE WITH WHITE ROSES<br />

Oil on canvas.<br />

65.8 x 39 cm.<br />

Signed “Margt Roosenboom” lower right.<br />

€ 29.000 - € 32.000<br />

<br />

INFO | BID<br />

Vor braunem Hintergrund, auf einem rechteckigen<br />

Stein stehend, eine hellbraune Vase, darin das feine<br />

Arrangement mit weißen Rosen. Diese werden in<br />

unterschiedlichen Stadien wiedergegeben: Teils voll<br />

aufgeblüht, teils mit Knospen und eine nach unten<br />

hängende, bereits verblühte Rose, inmitten von grünen<br />

Blättern, von denen einige auf die Platte herabgefallen<br />

sind. Feine harmonische Malerei in zurückhaltender<br />

Farbgebung mit gekonnter Hell-Dunkel-Akzentuierung.<br />

(1241325) (1) (18)<br />

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CAMILLE JEAN-BAPTISTE COROT<br />

P <br />

559<br />

CAMILLE JEAN-BAPTISTE COROT,<br />

196 ARIS – 18 EBENDA<br />

GOUVIEUX, NAHE CHANTILLY<br />

Öl auf Leinwand.<br />

27 x 35 cm.<br />

Rechts unten signiert.<br />

Zertifikat der Galerie Brame & Lorenceau.<br />

Drei kleine, zerbrechlich wirkende Figuren kommen auf<br />

einem Weg dem Betrachter entgegen und wandern in<br />

der Mitte einer breiten Straße. Der Erwachsene mit<br />

den beiden Kindern wirkt in der großen weiten Landschaft<br />

beinahe verloren, vor allem im Kontrast zu der<br />

hohen Baumreihe am rechten Bildrand. Auf der anderen<br />

Seite ist der Blick dagegen sehr frei gehalten durch<br />

einen grasbewachsenen Hügel mit einer anschließenden<br />

Ansiedlung, nämlich Gouvieux. Darüber öffnet sich<br />

der milchig-weiße Himmel, keine einzige Wolke ist zu<br />

sehen. Der fast flach wirkende Himmel erscheint wie<br />

ein geometrisches Element, vor dem sich die Strukturen<br />

der Bäume mit ihrem Blattwerk und des Hügels<br />

umso effektvoller abheben. Das Gemälde ist ein wunderbares<br />

Beispiel für die Feinheit des Werkes von<br />

Corot. Die Palette ist subtil und nuanciert und verleiht<br />

der an sich banalen Landschaft eine ästhetische Qualität.<br />

Die schlanken und hoch wachsenden Baumstämme<br />

bilden einen halb durchsichtigen Vorhang aus<br />

Grün- und Ockertönen. Dieselbe Palette, jedoch in satterer<br />

Form, findet sich im Hügel gegenüber wieder.<br />

Corot stellt damit eine transluzide Farbfläche einer<br />

dichten gegenüber. Die erdige Straße spiegelt den<br />

Himmel wieder. Die menschliche Präsenz, durch die<br />

Personen und die Häuser wiedergegeben, steht im<br />

Dreh- und Angelpunkt der Komposition.<br />

Mit 26 Jahren war Corot in das Atelier des Malers<br />

Achille Etna Michallon (1796-1822) eingetreten, in<br />

dem er die Prinzipien der klassizistischen Landschaftsmalerei<br />

erlernt und an die Plein Air-Malerei herangeführt<br />

wird. Zahlreiche Reisen führen ihn durch Frankreich<br />

und Italien. 1835 stellt er im Pariser Salon aus<br />

und erhält dort rasch Zuspruch für seine realistische<br />

Behandlung klassischer Themen. Nach 1850 gibt der<br />

berühmte französische Landschaftsmaler Corot die<br />

Exaktheit des Motivs auf, um Landschaften nach seiner<br />

Fantasie neu zu ordnen. Er wählt eine Malerei der<br />

Erinnerung an die zahlreichen Orte, die er besucht hatte.<br />

Das Gemälde stellt ein wunderbares Beispiel für<br />

diese Malerei mit freierem Duktus dar. (†)<br />

CAMILLE JEAN-BAPTISTE COROT,<br />

196 ARIS – 18 IBID<br />

GOUVIEUX, NEAR CHANTILLY<br />

Oil on canvas.<br />

27 x 35 cm.<br />

Signed lower right.<br />

Certificate by Galerie Brame & Lorenceau.<br />

The painting is a wonderful example for the fineness of<br />

Corot´s works. The colour palette is subtle and nuanced<br />

and lends aesthetic quality to this otherwise ordinary<br />

landscape. The human presence, made obvious by<br />

the people and houses, is the composition´s focus.<br />

At the age of 26 Corot joins the workshop of the<br />

painter Achille Etna Michallon (1796-1822) where he<br />

studies the principles of classical landscape painting<br />

and where he is introduced to painting en plein air.<br />

After 1850 he gives up his motifs´ accuracy to reorganize<br />

landscapes according to his own imagination. He<br />

chooses paintings in memory of numerous places that<br />

he had visited. The present painting is a wonderful<br />

example of this freer style of painting. (†)<br />

Literature:<br />

Illustrated in the 2nd supplement of André Schoeller,<br />

Jean Dieterle, L’Œuvre de Corot.<br />

€ 90.000 - € 120.000<br />

<br />

INFO | BID<br />

Literatur:<br />

Abgebildet im 2. Supplement von André Schoeller,<br />

Jean Dieterle, L‘Œuvre de Corot. (12417413) (10)<br />

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MAURICE DE VLAMINCK<br />

P RG<br />

560<br />

MAURICE DE VLAMINCK,<br />

186 ARIS – 198 REIAADEIRE<br />

Bedeutender französischer Maler der <strong>Modern</strong>e in dem<br />

Kreis französischer Künstler, der vor allem in enger<br />

Freundschaft mit André Derain (1880-1954) wirkte und<br />

die Entstehung des Fauvismus einleitet. Als Postimpressionist<br />

wurde er zeitweise von dem Galeristen<br />

Daniel-Henry Kahnweiler betreut. 1955 Teilnehmer der<br />

documenta 1 in Kassel. 2008 Würdigung seiner Werke<br />

durch eine Ausstellung im Musée du Luxembourg in<br />

Paris.<br />

FLEURS<br />

Öl auf Leinwand.<br />

72,6 × 53,5 cm.<br />

Rechts unten signiert „Vlaminck“.<br />

In barockisierendem vergoldeten Rahmen mit<br />

textilem Passepartoutausschnitt.<br />

Die Authentizität des Werks wurde vom Wildenstein<br />

Institut bestätigt, Paris, 27. September 2013. Das Werk<br />

wird in den Catalogue critique des peintures, dessins<br />

et céramiques de Maurice de Vlaminck aufgenommen.<br />

Sich in die Bildtiefe hineinwölbende, runde Tischplatte,<br />

darauf eine Keulenvase mit wenig ausladendem, dezentem<br />

Blumenstrauß, dessen Blüten in ihrer Bedeutung<br />

in Gleichklang stehen mit dem in verschiedenen<br />

Grün, Blau- und Weißtönen schimmerndem Hintergrund,<br />

welcher als Folie dient. Für de Vlaminck vergleichsweise<br />

helle Komposition. (†)<br />

MAURICE DE VLAMINCK,<br />

186 ARIS – 198 REIAADEIRE<br />

FLEURS<br />

Oil on canvas.<br />

72.6 × 53.5 cm.<br />

Signed “Vlaminck” lower right.<br />

In Baroque-style gilt frame.<br />

The painting‘s authenticity was confirmed by the<br />

Wildenstein Institute, Paris, 27 September 2013. It will<br />

be included in the following publication: Catalogue critique<br />

des peintures, dessins et céramiques de Maurice<br />

de Vlaminck. (†)<br />

Provenance:<br />

Galerie de l‘Elysée (Alex Maguy), Paris.<br />

Manhattan Gallery, Tokyo.<br />

Company collection, Japan.<br />

Auction Christie‘s, Paris, 3 December 2013, lot 97.<br />

Private collection, Germany.<br />

€ 45.000 - € 60.000<br />

<br />

INFO | BID<br />

Provenienz:<br />

Galerie de l‘Elysée (Alex Maguy), Paris.<br />

Manhattan Gallery, Tokyo.<br />

Firmensammlung, Japan.<br />

Auktion Christie's, Paris, 3. Dezember 2013, Lot 97.<br />

Deutsche Privatsammlung. (1241744) (13)<br />

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JEAN-PIERRE CASSIGNEUL<br />

P<br />

<br />

JEAN-PIERRE CASSIGNEUL,<br />

EB 19 ARIS<br />

Der in Frankreich wirkende Maler wurde besonders<br />

durch seine Frauenbildnisse bekannt, in denen er die<br />

Leichtigkeit sommerlicher Stimmungen zu erzeugen<br />

wußte, häufig junge Mädchen mit Strohhut, meist in<br />

mediterranem Umfeld. Sein Stil setzt die ehemalige<br />

Avant-garde der Nabi-Künstler fort, mit Reminiszenzen<br />

an Maler wie Édouard Vuillard (1868-1940), oder Pierre<br />

Bonnard (1867-1947), zuweilen zeigen seine Bilder die<br />

Nähe des Kees van Dongen (1877-1968). Der Maler<br />

veranstaltete bereits 17-jährig seine erste private Ausstellung<br />

in der Galerie Lucy Krohg in Paris. Zwei Jahre<br />

später besuchte er die Academie Charpentier und studierte<br />

dort unter Jean Souverbie (1891-1981), Professor<br />

an der École des Beaux-<strong>Art</strong>es in Paris. 1958 veranstaltete<br />

er seine erste Ausstellung und wurde daraufhin<br />

Mitglied des Salon d‘Automne. Neben weiterer Ausbildung<br />

durch Roger Chapelain-Midy (1904-1992) beteiligte<br />

er sich an mehreren Ausstellungen in Paris und<br />

anderen französischen Städten und stand anschließend<br />

unter Vertrag der Galerie Belle Choses in Paris.<br />

Ab 1965 stellte er international aus wie etwa in der<br />

Galerie Tamenaga in Japan oder der Wally Findlay Galerie<br />

in New York. In den letzten Jahren von der Galerie<br />

Smith Davidson vertreten, war er seit 2015-2017 in<br />

mehreren internationalen Präsentationen vertreten.<br />

JEAN-PIERRE CASSIGNEUL,<br />

BORN 19 ARIS<br />

LE BERET JAUNE<br />

Oil on canvas.<br />

91.5 x 64.8 cm.<br />

Signed lower right and on the reverse with title<br />

“le beret jaune”, place and date “Paris 1970”.<br />

€ 68.000 - € 75.000<br />

<br />

INFO | BID<br />

LE BERET JAUNE<br />

Öl auf Leinwand.<br />

91,5 x 64,8 cm.<br />

Rechts unten signiert, verso nochmalige Signatur mit<br />

Titelbezeichnung „le beret Jaune“ sowie Datierung<br />

„Paris 1970“.<br />

Das vorliegende Gemälde atmet die sommerliche<br />

Atmosphäre einer mediterranen Stimmung, mit Sandstrand,<br />

einem Segelschiff im Hintergrund und dem<br />

jungen Mädchen mit gelbem Barett, das die Hände<br />

auf einen weißen Balken gelegt hält. Die betont<br />

großen und leicht verschattet wiedergegebenen Augen<br />

zeigen jugendliche Melancholie, der Mund mit<br />

schön geformten Lippen verführerische Unschuld. Das<br />

Gemälde zählt zu den besten Werken des Künstlers.<br />

A.R. (1241321) (1) (11)<br />

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562<br />

ELIE ANATOLE PAVIL,<br />

18 – 1948<br />

LE CANAL DE L‘OURCQ<br />

Öl auf Leinwand.<br />

97 x 130 cm.<br />

Links unten signiert. Rückwärtig auf Etikett betitelt<br />

sowie datiert „1930“ und mit der Wohnadresse des<br />

Künstlers versehen. (1241086) (1) (13)<br />

ELIE ANATOLE PAVIL,<br />

18 – 1948<br />

LE CANAL DE L’OURCQ<br />

Oil on canvas.<br />

97 cm x 130 cm.<br />

Signed lower left. Titled and dated “1930” on label<br />

on the reverse and with artist’s address.<br />

€ 10.000 - € 12.000<br />

<br />

INFO | BID<br />

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563<br />

CHARLES CAMOIN,<br />

189 ARSEIE – 196 ARIS<br />

BOIS DE BOULOGNE, 1910<br />

Öl auf Leinwand.<br />

81,5 x 100,5 cm.<br />

Links unten signiert „Camoin“", verso alter Aufkleber<br />

der Galerie Dr. Raeber, Basel mit Künstlernennung<br />

und Betitelung „Am Bois de Boulogne. 1910“.<br />

In vergoldetem Rahmen.<br />

Das Gemälde bezieht sich auf den benannten Wald<br />

und Park im Westen von Paris. Blick über einen dortigen<br />

See auf die prächtige Parkanlage mit zahlreichen<br />

unterschiedlichen Strauch- und Baumarten, in frischen<br />

leuchtenden Farben, die sich im ruhigen Wasser wiederspiegeln.<br />

Die Sonne bestrahlt die Landschaft unter<br />

hohem hellblauen Himmel mit weißen Wolken und<br />

versetzt den Betrachter in eine sommerliche Stimmung.<br />

Die Farben dabei teils mit breitem kurzen Pinselstrich<br />

aufgetragen in vielen differenzierten Farbtönen. Der<br />

Maler konzentrierte sich dabei auf die suggestive Interpretation<br />

des Kolorits.<br />

Anmerkung:<br />

Der französische Maler wird dem Kreis der Fauves<br />

zugeordet. Er ging 1896 nach Paris und studierte dort<br />

im Atelier von Gustave Moreau (1826-1898), wo er<br />

auch Albert Marquet (1875-1947) kennenlernte. 1902<br />

machte er die Bekanntschaft mit Cézanne (1839-1906).<br />

Er schloss sich den Fauves zwar an, war aber kein<br />

überzeugter Fauvist.<br />

Literatur:<br />

Ein fast identisches Gemälde des Künstlers ist abgebildet<br />

in:<br />

Charles Camoin, Retrospective 1879-1965.<br />

Catalogue édite à l‘occasion de l‘exposition, Musées<br />

de Marseille, 1997, S. 49. Betitelt: Charles Camoin,<br />

Arbres au bord du lac, vers 1907 (in Kopie vorliegend).<br />

(1241357) (18)<br />

CHARLES CAMOIN,<br />

189 ARSEIE – 196 ARIS<br />

BOIS DE BOULOGNE, 1910<br />

Oil on canvas.<br />

81.5 x 100.5 cm.<br />

Signed “Camoin” lower left, old label from Galerie<br />

Dr Raeber, Basel with artist’s name, title and date<br />

“Am Bois de Boulogne. 1910” on the reverse.<br />

In gilt frame.<br />

Notes:<br />

The French painter is associated with the circle<br />

of the Fauves. He settled in Paris in 1896 to study<br />

at the workshop of Gustave Moreau (1826-1898),<br />

where he also met Albert Marquet (1875-1947). In<br />

1902 he made the acquaintance of Paul Cézanne<br />

(1839-1906) and joined the group of the Fauves,<br />

however, he never became one of their staunch<br />

representatives.<br />

Literature:<br />

An almost identical painting by the artist is ill. in:<br />

Charles Camoin, Retrospective 1879-1965.<br />

Catalog édite à l’occasion de l’exposition, Musées<br />

de Marseille, 1997, p. 49. Titled: Charles Camoin,<br />

Arbres au bord du lac, vers 1907 (copy enclosed).<br />

€ 30.000 - € 40.000<br />

<br />

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39


564<br />

ÉMILE RENÉ LAFONT,<br />

18 – 1916<br />

DAS MUSÉE D‘ORSAY IN PARIS<br />

Öl auf Leinwand. Doubliert.<br />

33 x 55 cm.<br />

Links unten signiert.<br />

Blick über die mit dampfenden Booten befahrene<br />

Seine auf das am Ufer liegende große Gebäude des<br />

Musée d´Orsay unter grauem Himmel. Helles, teils<br />

rötliches Licht fällt durch die Fenster und Türeingänge<br />

der Gebäude sowie von den Booten auf den Fluss<br />

und versetzt das überwiegend in grauer Farbgebung<br />

gehaltene Bild in eine stimmungsvolle Atmosphäre.<br />

(1240121) (18)<br />

€ 7.000 - € 8.000<br />

565<br />

JEAN PESKÉ,<br />

18 – 1949<br />

NEOIMPRESSIONISTISCHE LANDSCHAFT<br />

Öl auf Malkarton.<br />

31 x 39 cm.<br />

Links unten signiert.<br />

Mit kahlen Bäumen, Figurenstaffage und Höhenzug<br />

am Horizont. Pastose Malweise. (12410813) (1) (11)<br />

€ 4.000 - € 6.000<br />

<br />

<br />

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566<br />

HENRI BAPTISTE LEBASQUE,<br />

186 – 19<br />

SOMMERLICHE LANDSCHAFT MIT FRAU IM<br />

LIEGESTUHL UND KINDERN<br />

Öl auf Karton.<br />

57 x 78 cm.<br />

Rechts unten signiert „Lebasque“.<br />

Ungerahmt.<br />

Auf einer weiten, in unterschiedlichen Grüntönen<br />

schimmernden Wiese mit einem kleinen See sitzen<br />

eine Frau in weißer Kleidung in einem Liegestuhl sowie<br />

eine jüngere Frau in rosa Kleidung auf einem<br />

Klappstuhl, ein kleines Mädchen in ihrem Schoß haltend.<br />

Zudem auf einem Holzhocker ein Junge in feiner<br />

Uniform mit kurzer Hose und eckigem Matrosenkragen.<br />

Jeweils links und rechts zur Seite ein im Gras<br />

sitzender Hund. In der Ferne fällt der Blick auf ein<br />

Wäldchen unter niedrigem weiß-blauen Himmel. Stimmungsvolle<br />

Malerei in vielen differenzierten Grüntönen,<br />

die Stimmung eines herrlichen Sommertages<br />

vermittelnd. Pappe leicht gewellt, kleinere Kratzer und<br />

Gebrauchssp., insbesondere an den Rändern.<br />

(12410811) (1) (18)<br />

HENRI BAPTISTE LEBASQUE,<br />

186 19<br />

SUMMER LANDSCAPE WITH WOMAN IN DECK-<br />

CHAIR AND CHILDREN<br />

Oil on card.<br />

57 x 78 cm.<br />

Signed „Lebasque“ lower right.<br />

Unframed.<br />

Card slightly wavy, minor scratches and signs of wear.<br />

€ 15.000 - € 20.000<br />

<br />

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41


567<br />

ISAAC LAZARUS ISRAELS,<br />

186 ASTERDA 194 DEN HAA<br />

Der Maler war Sohn des Frühimpressionisten Jozef<br />

Israels (1824-1911). Er besuchte zunächst die Königliche<br />

Akademie der bildenden Künste in Den Haag,<br />

ehe er sich an der Rijksakademie van beeldende kunsten<br />

von Amsterdam einschrieb. Im Sommer war er<br />

oft in Scheveningen an der holländischen Küste, wo<br />

er mit dem älteren deutschen Impressionisten Max<br />

Liebermann (1847-1935) zusammenarbeitete. Er war<br />

Freund von Georg Hendrik Breitner (1857-1923), vor<br />

allem während seiner Arbeitszeit in Paris und London.<br />

1928 erhielt er die Goldmedaille für sein Bild „Reiter<br />

in rotem Rock“.<br />

PORTRAIT EINES MANNES MIT RUNDER<br />

NICKELBRILLE<br />

Öl auf Leinwand. Doubliert.<br />

50,5 x 40,5 cm.<br />

Rechts unten signiert „Isaac Israels“.<br />

In vergoldetem Rahmen.<br />

Vor braunem Hintergrund das Brustbildnis des Mannes<br />

mit brauner Jacke und weißem Hemd. Er hat braune<br />

Haare, leicht zusammengekniffene rote Lippen und<br />

mit seinen dunklen Augen blickt er ernsthaft aus dem<br />

Bild auf den Betrachter hinaus. Die fein nuancierte,<br />

beinahe monochrome Farbpalette und der sichere, zuweilen<br />

breite Pinselstrich verraten die Auseinandersetzung<br />

des Künstlers mit dem Impressionismus. Für<br />

den bekannten Künstler typisches Werk. (1241352)<br />

ISAAC LAZARUS ISRAELS,<br />

186 ASTERDA 194 THE HAE<br />

PORTRAIT OF A MAN WITH ROUND<br />

METAL-RIMMED GLASSES<br />

Oil on canvas. Relined.<br />

50.5 x 40.5 cm.<br />

Signed “Isaac Israels” lower right.<br />

In gilt frame.<br />

€ 15.000 - € 20.000<br />

<br />

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568<br />

BRONZE-TORSO NACH PAUL GAUGUIN<br />

1848 – 19<br />

Höhe: 30 cm.<br />

Gesamthöhe inkl. Holzsockel: 40 cm.<br />

Sockeldurchmesser: 12,5 cm.<br />

Auf der linken Seite des Torsos Signatur.<br />

Späterer Nachguss.<br />

Schwarz patiniert. Halbkörper-Darstellung einer wohl<br />

sitzenden nackten Frau, die ihre Haare am Hinterkopf<br />

zusammen gebunden hat. Leicht berieben.<br />

(12410816) (1) (18)<br />

Literatur:<br />

Vgl. Robert Goldwater, Paul Gauguin, Harry N. Abrams,<br />

Inc, Publishers, New York 1983, S. 35 (nicht 37, als<br />

Terrakotta-Skulptur, bezeichnet „Torso of a Tahitian woman.<br />

1893“).<br />

Vgl. Christopher Gray: Sculpture and Ceramics of Paul<br />

Gauguin, Baltimore 1963, S. 252, Nr. 116 (als Tonfigur,<br />

bezeichnet „Torso of a woman“, Höhe 30,5 cm, von<br />

der 10 Kopien in Bronze existieren by Valsuani.<br />

€ 5.000 - € 7.000<br />

<br />

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43


569<br />

OTMAR OLIVA,<br />

EB 19<br />

KÖNIG UBU<br />

Höhe: 60 cm.<br />

1989/ 90.<br />

Bronze, gegossen, patiniert. Über gekehltem Rundsockel<br />

die organische Figur mit auslaufenden Gliedmaßen<br />

(ein Finger gebrochen).<br />

Anmerkung:<br />

Eines der Hauptwerke des Künstlers ist der Thron<br />

für Paul II, welcher in der Kapelle Redemptoris Mater<br />

im Vatikan zu sehen ist. (1220521) (13)<br />

€ 5.000 - € 6.000<br />

<br />

INFO | BID<br />

Thron Paul II von Otmar Oliva<br />

570<br />

JOZEF ISRAELS,<br />

184 RONINEN – 1911 DEN HAA<br />

BILDNIS EINES HOLLÄNDISCHEN MÄDCHENS<br />

Öl auf Holz.<br />

41 x 26,5 cm.<br />

Rechts unten signiert.<br />

In vergoldetem Prunkrahmen.<br />

Vor einer grünen Wiese, die am Horizont Häuser erkennen<br />

läßt, unter hohem grauen Himmel, das Portrait<br />

eines jungen Mädchens nach links in dunklerer Kleidung<br />

und einem Schultertuch. Sie hat blonde Haare und trägt<br />

darauf eine weiße Hollandhaube. Mit ihrem feinen Gesicht,<br />

dem kleinen roten Mund, den geröteten Wangen<br />

und ihren braunen Augen schaut sie seitlich aus dem<br />

Gemälde heraus. Für den bekannten niederländischen<br />

Maler typisches Motiv.<br />

JOZEF ISRAELS,<br />

184 RONINEN – 1911 THE HAE<br />

PORTRAIT OF A DUTCH GIRL<br />

Oil on panel.<br />

41 x 26.5 cm.<br />

Signed lower right.<br />

In magnificent gilt frame.<br />

€ 12.000 - € 14.000<br />

<br />

INFO | BID<br />

Anmerkung:<br />

Der Künstler zählt zu den bedeutendsten Vertretern<br />

der Haager Schule. Nach seiner Zeit in Amsterdam<br />

und dann Paris, wo er die Maler von Barbizon kennenlernte,<br />

ging er nach Den Haag; hier waren es seine<br />

von einfachen Leuten, vor allem von Fischern aus<br />

Südholland, die ihn berühmt machten. (1241353) (18)<br />

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SALVADOR DALÍ<br />

<br />

<br />

SALVADOR DALÍ,<br />

194 IERES – 1989 EBENDA<br />

MÉTAMORPHOSE TOPOLOGIQUE DE LA VÉNUS<br />

DE MILO, 1988<br />

Bronze, grünlich patiniert.<br />

Höhe gesamt: ca. 205 cm.<br />

Auf der Basis signiert „Salvador Dalí“, rückseitig „CIRE<br />

PERDUE C. VALSUANI 6/8 (8 Exemplare + IV E.A.).<br />

Die im Louvre in Paris befindliche Venus von Milo,<br />

welche 1820 auf der griechischen Insel Milos gefunden<br />

wurde, ist eines der bekanntesten Beispiele hellenistischer<br />

Kunst und gab Salvador Dalí Zeit seiner<br />

künstlerischen Karriere Gelegenheit, sich mit ihr auseinanderzusetzen.<br />

Den zarten weiblichen Körper mit<br />

seinen geschmeidigen Kurven kontrastierte Dalí auf<br />

surreale Weise mit den kantigen statischen Formen<br />

von Schubfächern, welche dem Körper entspringen<br />

und diesen durchdringen. Laut Robert Descharnes ging<br />

der Bronze eine Tonkopie Dalís von der Venus von<br />

Milo voraus und Descharnes zitiert „My first project<br />

as a sculptor gave me unknown and delicious erotic<br />

joy“. In dieser Skulptur spielt Dalí auch mit der Idee<br />

der Öffnung der Frau im Sinne einer Entdeckung der<br />

inneren Geheimnisse, welche durch die geöffneten<br />

Schubladen symoblisiert werden. Auf kubischem<br />

Sockel mit Reliefs nach Dalí.<br />

Provenienz:<br />

<strong>Art</strong>curial, 01. Dezember 2015, Lot 29.<br />

Pariser Privatbesitz.<br />

Literatur:<br />

Vgl.: Ein ähnliches, vergleichbares Exemplar in: Robert<br />

et Nicolás Descharnes, Dali The Hard and the<br />

Soft Spells for the Magic of Form Sculptures & Objects,<br />

Eccart, Paris, Nr. 7, mit Farbabb. S. 38.<br />

(1240191) (13)<br />

SALVADOR DALÍ,<br />

194 IERES – 1989 IBID<br />

MÉTAMORPHOSE TOPOLOGIQUE DE LA VÉNUS<br />

DE MILO, 1988<br />

Bronze, with green patina.<br />

Total height: 205 cm.<br />

Signed on base: “Salvador Dalí”, on the reverse: “CIRE<br />

PERDUE [lost-wax casting] C. VALSUANI limited ed.<br />

6/8 (8 examples + IV artist’s proofs)”<br />

The Venus de Milo, held at the Louvre in Paris and<br />

discovered in 1820 on the Greek island of Milos, is<br />

one of the most renowned examples of Hellenistic art<br />

and it gave Salvador Dalí an opportunity for artistic<br />

dialogue throughout his career. Dalí contrasted the<br />

delicate female body with its supple curves with the<br />

angular, static shapes of drawers, which are emerging<br />

from her body as well as penetrating it in a surreal<br />

style. According to Robert Descharnes, a terracotta<br />

copy by Dalí preceded the bronze Venus de Milo and<br />

he cites that: “My first project as a sculptor gave me<br />

unknown and delicious erotic joy”. In this sculpture<br />

Dalí also alludes to the “opening” of a woman in the<br />

sense of discovering her inner secrets, which are<br />

symbolized by the pulled out drawers. On cubic base<br />

with reliefs after Dalí.<br />

Provenance:<br />

<strong>Art</strong>curial, 1 December 2015, lot 29.<br />

Private collection, Paris.<br />

Literature:<br />

Compare: A similar, comparable example can be<br />

found in: R. et N. Descharnes, Dali The Hard and the<br />

Soft Spells for the Magic of Form Sculptures & Objects,<br />

Eccart, Paris, no. 7 with colour ill. p. 38.<br />

€ 90.000 - € 100.000<br />

<br />

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DIEGO GIACOMETTI<br />

P<br />

572<br />

DIEGO GIACOMETTI,<br />

19 BORONOO – 198 ARIS<br />

SELLETE AU RUBAN ET AUX ARBUSTES<br />

Höhe: 45 cm.<br />

Breite: 57 cm.<br />

Tiefe: 57 cm (Deckplatte).<br />

Auf einer der Verstrebungen signiert.<br />

Beigegeben in Fotokopie eine Bestätigung von James<br />

Lord, Paris vom 8. Juli 2008.<br />

Bronze, gegossen, patiniert, eingelegte Glasplatte.<br />

Vierfüßiger Tisch mit kreuzförmiger Verstrebung,<br />

welche neben den Beinen in Kreisornamenten endet.<br />

Gerade quadratische Zarge mit eingelegter Glasplatte.<br />

Literatur:<br />

Vgl. Diego Giacometti, Edition Hermaux, Paris 1986,<br />

S. 124. (1240192) (13)<br />

DIEGO GIACOMETTI,<br />

19 BORONOO – 198 ARIS<br />

SELLETE AU RUBAN ET AUX ARBUSTES<br />

Height: 45 cm.<br />

Width: 57 cm.<br />

Depth: 57 cm (table top).<br />

Signed on one of the struts.<br />

Accompanied by a photocopy of the confirmation by<br />

James Lord, Paris dated 8 July 2008.<br />

Bronze; cast, patinated, inserted glass top.<br />

Literature:<br />

Compare D. Giacometti, Edition Hermaux, Paris 1986,<br />

p. 124.<br />

€ 55.000 - € 65.000<br />

<br />

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CARLO BUGATTI<br />

M M<br />

573<br />

CARO BATTITISCH<br />

Höhe: 76,5 cm.<br />

Breite: 98 cm.<br />

Tiefe: 67 cm.<br />

Carlo Bugatti (1856-1940) wurde in eine Künstlerfamilie<br />

in Mailand geboren und eröffnete 1880, nach<br />

seinem Architektur- und Tischlereistudium, seine<br />

eigene Werkstatt in Mailand.<br />

Walnussholz, eingelegt mit Zinnelementen, Bein, gegerbte<br />

Ziegenhaut, gegerbtes Pergament, getriebene<br />

Kupferelemente und textiler Behang. Vier profilierte<br />

Füße mit darüberliegenden architektonischen Beinen<br />

mit Vogel-, Getreide- und Bambusdekor. Orientalisierender<br />

Aufbau mit reich getriebenen Kupferelementen<br />

mit feinen Ornamenten und textilem Behang. Die<br />

Deckplatte mit Pergamentbezug, als Schreibplatte<br />

nutzbar und mit einer Klappfunktion versehen (besch.<br />

und rest.). (1240981) (13)<br />

CARLO BUGATTI TABLE<br />

Height: 76.5 cm.<br />

Width: 98 cm.<br />

Depth: 67 cm.<br />

Walnut, inlaid with pewter and bone elements, tanned<br />

goats leather, tanned vellum, chased copper elements<br />

and fabric decoration. Four profiled feet with architectural<br />

legs decorated with bird, corn and bamboo décor.<br />

Oriental-style design with opulently chased copper<br />

elements, fine ornaments and fabric lining. The table<br />

top lined with vellum (damaged and restored).<br />

€ 35.000 - € 40.000<br />

<br />

INFO | BID<br />

Detailabbildung<br />

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Schreibplatte mit Pergamentbezug, aufklappbar<br />

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ALEXANDRE NOLL<br />

<br />

574<br />

ALEXANDRE NOLL,<br />

189 19<br />

Höhe inkl. Sockel: 64,5 cm.<br />

An der Skulpturunterseite monogrammiert „AN“.<br />

Frankreich, 20. Jahrhundert.<br />

Auf quadratischem Holzsockel die gedrehte figurative<br />

sich nach oben windende Skulptur mit abschließendem<br />

kopfähnlichem Glied. Wenige Kratzer.<br />

Literatur:<br />

Vgl.: Olivier Jean-Elie, Pierre Passebon: Alexandre<br />

Noll. Editions du regard, Paris, 1999. (1240791) (13)<br />

€ 3.000 - € 5.000<br />

<br />

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55


575<br />

AUDE HERLÉDAN,<br />

EB 1966 ARIS<br />

Lebt und arbeitet in Paris und Sologne.<br />

TWO FACES<br />

Bronzeskulptur.<br />

Höhe: 38 cm.<br />

Breite: 15 cm.<br />

Tiefe: 14,9 cm.<br />

„Present primitives/ faithful to my african roots“,<br />

monogrammiert „AH“ sowie datiert „2019 Avangini<br />

<strong>Art</strong> Foundry“.<br />

Exemplar 2/ 8.<br />

Mit dunkelbrauner Patina. (1240991) (1) (11)<br />

€ 6.500 - € 8.000<br />

<br />

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576<br />

AUDE HERLÉDAN,<br />

EB 1966 ARIS<br />

FIGURE BROWN<br />

Höhe: 40 cm.<br />

Höhe inkl. Sockel: 57 cm.<br />

Breite: 22 cm.<br />

Tiefe: 10 cm.<br />

Exemplar „1/ 8“.<br />

Monogrammiert „AH“.<br />

Guss Avangini <strong>Art</strong> Fonderie.<br />

2019.<br />

Bronzeskulptur auf hohem Marmorsockel. Gestalt<br />

zweier annährend anthropomorpher nebeneinander<br />

stehender Gebilde. (1240992) (1) (11)<br />

€ 6.500 - € 8.000<br />

<br />

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57


KAREL APPEL<br />

A <br />

577<br />

KAREL APPEL,<br />

191 ASTERDA – 6 ZRICH<br />

Der Künstler zählt neben Asger Jorn (1914-1973),<br />

Constant (1920-2005), Corneille (1922-2010) und anderen<br />

zu den Begründern der Künstlergruppe „CoBrA“,<br />

die sich dem Ziel verschrieben hatte, den Expressionismus<br />

der Malerei noch einmal im Sinne einer neuen<br />

künstlerischen Position umzudeuten und ihn mit den<br />

Mitteln des emporkommenden Informel zu vereinen.<br />

HALBFIGUR<br />

Mischtechnik mit Acryl auf Leinwand.<br />

90 x 70 cm.<br />

Links unten signiert „Appel“ und datiert „79“.<br />

Verso auf Leinwand angefangene Studie.<br />

In schmalem Rahmen.<br />

KAREL APPEL,<br />

191 ASTERDA 6 ZRICH<br />

HALF FIGURE<br />

Mixed media with acrylic on canvas.<br />

90 x 70 cm.<br />

Signed „Appel“ lower left and dated „79“. First<br />

outlines of a study on the back of the canvas.<br />

In narrow frame.<br />

€ 25.000 - € 30.000<br />

<br />

INFO | BID<br />

Portrait vor grünem Hintergrund mit plastisch herausgearbeiteten,<br />

grünen Augen, Nase und Mund, die<br />

rechte Hand nach oben haltend, während die linke<br />

Hand im unteren Vordergrund zwischen den Fingern<br />

ein kleines rundes Objekt hält. Für den Künstler typisches<br />

Werk, der ab 1950 entstandenen Arbeiten, in<br />

denen er Figuren als zentrales Motiv zitierte, die er im<br />

Sinne einer neuartigen naiven „<strong>Art</strong> brut“ interpretierte.<br />

Das Gemälde besteht aus farbintensiven, teils großen<br />

Flächen und kräftigen, pastos aufgetragenen Linien.<br />

(1241894) (18)<br />

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A.R. PENCK<br />

D <br />

578<br />

A.R. PENCK,<br />

EIGENTLICH RALF WINKLER,<br />

199 DRESDEN – 1 ZRICH<br />

SCHICKSAL. DIE ERYNNEN, ROT, 1993<br />

Siebdruck auf Büttenkarton.<br />

Blattmaß: ca. 70 x 99 cm.<br />

Rechts unten signiert, links unten Ex. 3/3.<br />

Hinter Glas gerahmt. Nicht geöffnet.<br />

Auflage von 3 Exemplaren + 1 E.A.<br />

Am untersten Rand grüne Farbreste, am oberen<br />

rechten Rand leichte Faltspuren.<br />

Literatur:<br />

Katalog: A.R. Penck, Der expressive Kosmos, Galerie<br />

Heidefeld & Partner (Hrsg.), Krefeld 2018, S. 21.<br />

(1240645) (1) (18)<br />

€ 3.000 - € 3.500<br />

<br />

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579<br />

A.R. PENCK,<br />

EIGENTLICH RALF WINKLER,<br />

199 DRESDEN – 1 ZRICH<br />

ADLER MIT WELTAUGE, 1993<br />

Siebdruck auf Büttenkarton.<br />

Blattmaß: ca. 70 x 100 cm.<br />

Rechts unten signiert, links unten Ex. 5/ 5.<br />

Hinter Glas gerahmt. Nicht geöffnet.<br />

Auflage von 5 Exemplaren.<br />

Papier mittig rechts am Rand nicht ganz glatt.<br />

(1240643) (1) (18)<br />

€ 3.000 - € 3.500<br />

<br />

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61


580<br />

AR ENCK 1991 ND<br />

OTTRIED BRNIN EB 194<br />

KOMMUNIKATION, 1993<br />

Siebdruck auf Büttenkarton.<br />

Blattmaß: ca. 70 x 99 cm.<br />

Mittig unten signiert „ar. penck“, rechts unten signiert<br />

„G Bräunling“, links unten Ex. 5/10.<br />

Hinter Glas gerahmt. Nicht geöffnet.<br />

Auflage von 10 Exemplaren.<br />

Das Werk ist eine Zusammenarbeit der beiden Künstler.<br />

Literatur:<br />

Katalog: A.R. Penck, Der expressive Kosmos, Galerie<br />

Heidefeld & Partner (Hrsg.), Krefeld 2018, S. 23.<br />

(1240644) (1) (18)<br />

€ 3.000 - € 3.500<br />

<br />

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HERBERT ZANGS,<br />

194 KREED – EBENDA<br />

OHNE TITEL, 1970ER JAHRE<br />

Gratfaltung aus Rupfen, verweißt.<br />

Ca. 109 x 90 cm.<br />

Rechts unten in einem Rupfenfeld signiert „Zangs“.<br />

Freigestellt in weißem Rahmen.<br />

Anmerkung:<br />

Der Künstler studierte von 1945-1950 an der Kunstakademie<br />

Düsseldorf. Ab dem Jahr 1952 entstanden<br />

seine Verweißungen, mit einem leichten Schleier<br />

weißer Farbe überzogene Fundstücke (Objekte) bzw.<br />

Objekt-Collagen. Ferner entstanden wichtige Werkgruppen<br />

wie Faltungen und Knüpfungen. Ab 1970<br />

entstanden erneut Verweißungen. (1240641) (1) (18)<br />

HERBERT ZANGS,<br />

194 KREED – IBID<br />

UNTITLED, 1970S<br />

Creases, hessian, white paint.<br />

Ca. 109 x 90 cm.<br />

Signed "Zangs" lower right.<br />

Mounted freely in white frame.<br />

€ 8.000 - € 12.000<br />

<br />

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582<br />

HERBERT ZANGS,<br />

194 KREED – EBENDA<br />

OHNE TITEL, 1970ER JAHRE<br />

Gratfaltung aus Rupfen, geschwärzt.<br />

Ca. 119 x 120 cm.<br />

Links unten in einem Rupfenfeld signiert „Zangs“.<br />

Freigestellt in weißem Rahmen.<br />

Farbe im oberen Bereich teils leicht eingerissen.<br />

Anmerkung:<br />

Der Künstler studierte von 1945 - 1950 an der Kunstakademie<br />

Düsseldorf. Ab dem Jahr 1952 entstanden<br />

seine Verweißungen, mit einem leichten Schleier<br />

weißer Farbe überzogene Fundstücke (Objekte) bzw.<br />

Objekt-Collagen. Ferner entstanden wichtige Werkgruppen<br />

wie Faltungen und Knüpfungen. Ab 1970<br />

entstanden erneut Verweißungen (1240642) (1) (18)<br />

HERBERT ZANGS,<br />

194 KREED – IBID<br />

UNTITLED, 1970S<br />

Creases, hessian, black paint.<br />

Ca. 119 x 120 cm.<br />

Signed “Zangs” lower left.<br />

Mounted freely in white frame.<br />

€ 10.000 - € 15.000<br />

<br />

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63


583<br />

ROGER BISSIÈRE,<br />

1886 IERA – 1964 Z<br />

KOMPOSITION/ ETUDE<br />

Mischtechnik auf Papier. Auf Holz aufgezogen.<br />

21 x 18,5 cm.<br />

Verso bezeichnet, datiert „(19)57“ und betitelt<br />

Anmerkung:<br />

Der Künstler war ein französischer Maler des Tachismus.<br />

Er begann in der Nachfolge des Kubismus und<br />

entwickelte unter dem Einfluss von Paul Klee (1879-<br />

1940) einen träumerisch-poetischen Stil. Er war 1955,<br />

1959 und 1964 Teilnehmer der documenta in Kassel.<br />

(1240792) (18)<br />

€ 1.000 - € 2.000<br />

<br />

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584<br />

GÜNTHER UECKER,<br />

19 WENDOR ECKENBR – <br />

Lebte und arbeitete in Düsseldorf und Sankt Gallen.<br />

OHNE TITEL<br />

Prägedruck auf Papier<br />

Blattgröße: 35,4 x 21,4 cm.<br />

Rechts unten signiert<br />

In Passepartout, hinter Glas gerahmt. (1240646) (1)<br />

(18)<br />

€ 1.800 - € 2.000<br />

585<br />

LADISLAS KIJNO,<br />

191 WARSCHA – 1 SAINTERAINENAE<br />

KOMPOSITION<br />

Öl auf Leinwand. Montiert auf Leinwand.<br />

118 x 87 cm.<br />

Links unten signiert „Kijno“" und datiert „90“.<br />

Verso auf Leinwand bezeichnet.<br />

Ungerahmt.<br />

Etwas unfrisch, vereinzelt fleckig. (1241082) (1) (18)<br />

€ 4.000 - € 6.000<br />

<br />

<br />

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586<br />

FERNAND LÉGER,<br />

1881 ARENTAN ORNE – 19 ISRETTE<br />

PAYSAGE ANIMÉ, 1921<br />

Farblithographie.<br />

20.5 x 17,5 cm.<br />

Rechts unten Drucksignatur und Datierung, links<br />

unten Ex. 417/ 650.<br />

Hinter Glas in dekorativem Rahmen.<br />

(1240485) (1) (18)<br />

€ 1.000 - € 1.500<br />

<br />

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587<br />

ROBERT PANSART,<br />

199 – 19 Z<br />

STILLLEBEN MIT KRUG, FLASCHE UND FRÜCHTEN<br />

Öl auf Platte.<br />

50 x 64 cm.<br />

Verso Stempel „Vente du 22/02/15 Robert Pansart<br />

Biarritz“.<br />

In dekorativem Rahmen.<br />

Auf einer roten Tischplatte die mit schwarzen und weißen<br />

Linien umfassten und angedeuteten Objekte: ein<br />

gelber Krug, eine schwarz-grüne Flasche und eine<br />

blaue Schale mit vier verschiedenfarbigen Früchten.<br />

Vereinfachte Wiedergabe der Gegenstände in teils<br />

kräftigen Farben. (1240482) (1) (18)<br />

€ 2.000 - € 3.000<br />

<br />

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588<br />

GEORGES VALMIER,<br />

188 – 19<br />

MÄDCHEN MIT BUCH<br />

Pochoir auf Papier.<br />

20 x 14 cm.<br />

Rechts unten signiert und datiert.<br />

Hinter Glas gerahmt.<br />

Nach einem Gemälde, ausgeführt 1924 durch den<br />

genannten Künstler, veröffentlicht in Paris 1929 durch<br />

Charles Moreau in limitierter Ausgabe für L´<strong>Art</strong> Cubiste,<br />

gedruckt durch Daniel Jacomet, Paris.<br />

(1240481) (1) (18)<br />

€ 800 - € 1.200<br />

<br />

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65


589<br />

AER DES AHRHNDERTS<br />

BALINESISCHE FRAU MIT KIND AN EINEM<br />

FLUSSUFER<br />

Öl auf Leinwand.<br />

48 x 67 cm.<br />

Rechts unten signiert „Musman“ und datiert „57“.<br />

Ungerahmt.<br />

In bergiger Landschaft an einem breiten Flussufer, in<br />

dem sich die Landschaft wiederspiegelt, sitzend eine<br />

junge Frau mit dunklen Haaren und roter Schleife<br />

neben ihrem kleinen Sohn. Beide schauen mit nachdenklichem<br />

Blick über das blaue Wasser hinweg. Sie<br />

sitzen auf einer hellgrünen leuchtenden Wiese mit<br />

kleinen Blumen. Hinter ihnen ein Baum mit weißen<br />

leuchtenden Blüten. Malerei in frischer sommerlicher<br />

Farbgebung. (12413511) (18)<br />

€ 2.000 - € 3.000<br />

<br />

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590<br />

MIMMO PALADINO,<br />

EB 1948 ADI<br />

Lebt in Rom, Mailand und Benevento.<br />

OHNE TITEL<br />

Farbholzschnitt/ Linolschnitt.<br />

Darstellung: 35 x 25 cm.<br />

Rechts unten signiert.<br />

Im Passepartout, hinter Glas gerahmt.<br />

Exemplar 51/ 100.<br />

Holzrahmen mit Kratzsp.<br />

(12413820) (1) (18)<br />

€ 1.800 - € 2.500<br />

<br />

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<br />

AER DES AHRHNDERTS<br />

PORTRAIT EINER JUNGEN SCHÖNHEIT<br />

Öl auf Leinwand.<br />

70,5 x 50,5 cm.<br />

Rechts unten signiert „Musman“ und datiert „56“".<br />

Ungerahmt.<br />

In einem Innenraum das Dreiviertelportrait einer dunkelhäutigen<br />

asiatischen Frau, die sich mit ihrer rechten<br />

Hand an einen Tisch lehnt. Gezeigt wird sie in frontaler<br />

Sicht, bei freiem Oberkörper mit grünem Rock, einem<br />

orangefarbenem Tuch, das über ihren Schultern<br />

und ihrer Brust liegt sowie einer gelben Kopfbedeckung<br />

auf ihren dunklen Haaren. Sie hat die Augen geschlossen<br />

und ihr Kopf ist leicht nach unten gerichtet. In ihrer<br />

linken Hand hält sie einen kleinen gelben Fächer.<br />

Von links fällt durch einen Vorhang das Licht auf den<br />

mit einer weißen Decke belegten Tisch, auf dem eine<br />

bauchige Vase steht, mit leuchtenden weißen, roten<br />

und blauen Blumen. Zudem wird die linke Körperseite<br />

und Kleidung der jungen Frau malerisch beleuchetet.<br />

Harmonische Wiedergabe in frischen Farben.<br />

(12413510) (18)<br />

€ 2.000 - € 3.000<br />

<br />

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593<br />

ADRIEN JEAN LE MAYEUR DE MERPRES,<br />

188 – 198<br />

ZWEI BALINESISCHE MÄDCHEN<br />

Zeichnung in Kohle/ Kreide auf Papier auf Holz.<br />

62 x 48,5 cm.<br />

Links unten bezeichnet „Bali“ und signiert „J. de<br />

Mayeur“.<br />

Hinter Glas gerahmt.<br />

In Rückenansicht eine junge Frau mit blütengeschmücktem<br />

Haar, in ihrer rechten Hand eine Schale<br />

hochhaltend. Sie blickt auf eine weitere junge Frau in<br />

einem teilgewickelten Gewand, das ihre Brust freilässt,<br />

mit dunklen Haaren und darin eingearbeiteten<br />

hellen Blüten. Sie erwidert den strengen Blick der<br />

Anderen. Beide haben lange, teils kräftige Arme mit<br />

großen Händen. Malerei auf gelblichem Papier, in<br />

der typischen Manier des bekannten Künstlers. Teils<br />

leichte Flecken.<br />

Anmerkung:<br />

Der in Brüssel geborene Maler kam 1932 nach Bali<br />

und verbrachte dort einen Großteil seines Lebens.<br />

Er lernte dort seine zukünftige Frau kennen, die ihm<br />

mehrfach auch als Modell diente. (1241356) (18)<br />

ADRIEN JEAN LE MAYEUR DE MERPRES,<br />

188 – 198<br />

TWO BALINESE GIRLS<br />

Charcoal/ crayon drawing on paper. On panel.<br />

62 x 48.5 cm.<br />

Inscribed “Bali” and signed “J. de Mayeur” lower left.<br />

Framed behind glas.<br />

€ 8.000 - € 12.000<br />

<br />

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592<br />

DAVID MALANGI,<br />

19 – 1998 ANA<br />

Malangi war ein Maler der Aborigines vom Stamme<br />

der Yoingu. Ohne sein Wissen druckte die Australische<br />

Reserve Bank eines seiner Traumzeitbilder 1966 auf<br />

die 1-Dollar-Note, wodurch er Berühmtheit erlangte.<br />

OHNE TITEL<br />

Pigmente auf Holz.<br />

Maße des Schaukastens: 99,5 x 41,2 cm<br />

Rückwärtig mit Etikett.<br />

In Plexiglaskasten durch drei Haken gehalten.<br />

(1241359) (13)<br />

€ 5.000 - € 7.000<br />

<br />

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67


594<br />

MICHAEL VOGT,<br />

EB 19 WIICH<br />

Studium an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf<br />

bei Peter Kleemann, Gerhard Richter und Erwin Heerich.<br />

AM LAGO MAGGIORE<br />

Acryl und Pigment auf Leinwand.<br />

110 x 115 cm.<br />

Verso auf Leinwand signiert und datiert „Michael<br />

Vogt 2017“.<br />

Landschaftswiedergabe in leuchtenden Farben in plakativer<br />

Manier. Der Künstler findet seine Motive bevorzugt<br />

bei Spaziergängen und fertigt viele seiner<br />

Werke vor Ort an. (1240647) (1) (18)<br />

€ 3.000 - € 5.000<br />

<br />

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595<br />

WALASSE TING,<br />

199 SHANHAI – 1 NEW ORK CIT<br />

Chinesisch-amerikanischer Künstler und Dichter.<br />

WOMAN WITH CAT, 1985<br />

Farblithografie.<br />

Blattgröße: 50 x 66 cm<br />

Mittig unten eines von 200 Exemplaren, signiert und<br />

datiert (19)85.<br />

Hinter Glas gerahmt. (1240488) (1) (18)<br />

€ 700 - € 800<br />

<br />

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596<br />

JEAN GABRIEL DOMERGUE,<br />

1889 BORDEA – 196 ARIS<br />

HALBBILDNIS EINES SCHLANKEN JUNGEN<br />

MÄDCHENS<br />

Öl auf Presspappe.<br />

33,5 x 25 cm.<br />

Rechts unten signiert. Verso auf der Abdeckung<br />

ältere Bezeichnung mit Nummer „892 folie par JG.<br />

Domergue“.<br />

Das Mädchen mit entblößtem Oberkörper, dunklem<br />

kurzen Lockenhaar, betonten Wimpern und ansprechendem<br />

Blick auf den Betrachter heraus. (12410814)<br />

(1) (11)<br />

€ 3.000 - € 5.000<br />

<br />

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597<br />

EDUARD BARGHEER,<br />

191 HABR – 199 EBENDA<br />

GEFANGENNAHME<br />

Radierung auf Velin.<br />

44 x 31,2 cm.<br />

Rechts unten signiert.<br />

Links unten nummeriert „45/ 50“.<br />

Hinter Glas und Passepartout gerahmt.<br />

Fast quadratische Landschaftsdarstellung mit tiefen<br />

Kontrasten. Darin ein berittener Soldat mit einem<br />

Gefangenen. (1241124) (13)<br />

€ 300 - € 500<br />

<br />

INFO | BID<br />

598<br />

MAX PECHSTEIN,<br />

1881 ZWICKA – 19 WESTBERIN NACH<br />

ANSICHT AUS „DIE SÜDSEEBILDER“<br />

Lichtdruck.<br />

Sichtmaß: 22 x 19,5 cm.<br />

In silberner Galerieleiste hinter Glas und Passepartout<br />

gerahmt.<br />

Schönes, kontrastreiches, posthumes Blatt aus der<br />

Auflage, welche 1972 herausgegeben wurde.<br />

(1241125) (13)<br />

€ 200 - € 300<br />

599<br />

IGAEL TUMARKIN,<br />

EB 19<br />

<br />

Höhe: 33,2 cm.<br />

Bodenseitig signiert: „Tumarkin 57“.<br />

1957.<br />

INFO | BID<br />

Eisen, gegossen, gebogen, montiert. Über quadratischer<br />

Bodenplatte mit vier Löchlein die abstrakte<br />

Komposition. Seine Arbeiten sind unter anderem ausgestellt<br />

im Museum of <strong>Modern</strong> <strong>Art</strong> in Haifa, in der<br />

Galleria Nazionale d‘<strong>Art</strong>e <strong>Modern</strong>a in Rom und im<br />

Museum of <strong>Modern</strong> <strong>Art</strong> in New York. (1241207) (3)<br />

(13)<br />

€ 1.000 - € 1.500<br />

<br />

INFO | BID<br />

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69


600<br />

EMIL SCHUMACHER,<br />

191 HAEN – 1999 IBIZA<br />

HOMMAGE À PICASSO<br />

Aquatintaradierung.<br />

54,7 x 41,3 cm.<br />

Rechts unten signiert „Schumacher“. Links unten<br />

nummeriert „65/ 90“.<br />

In schwarz-silbernem Rahmen, hinter Glas und Passepartout<br />

gerahmt. (1241382) (1) (13)<br />

€ 2.000 - € 3.000<br />

<br />

INFO | BID<br />

<br />

LEONOR FINI,<br />

19 BENOS AIRES – 1996 ARIS<br />

VISAGE<br />

Farblithografie.<br />

Blattmaß: 65 x 50 cm.<br />

Rechts unten signiert.<br />

Hinter Glas gerahmt.<br />

Exemplar 241/ 300.<br />

Glas links oben am Rand gesprungen.<br />

(12413818) (1) (18)<br />

€ 300 - € 500<br />

<br />

INFO | BID<br />

602<br />

SANDRO CHIA,<br />

EB 1946 ORENZ<br />

VATER UND SOHN<br />

Farbradierung.<br />

Darstellung: 89 x 61 cm.<br />

Rechts unten signiert.<br />

Nicht geöffnet.<br />

Hinter Glas gerahmt.<br />

Exemplar 3/ 75.<br />

Anmerkung:<br />

Rechts unten Trockenstempel „Stamperia Beradinelli<br />

Verona Italia“. (12413825) (1) (18)<br />

€ 2.000 - € 2.500<br />

<br />

INFO | BID<br />

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603<br />

JAMES COIGNARD,<br />

19 TORS – 8<br />

KOMPOSITION<br />

Farbradierung, Relief, Collage.<br />

Ca. 103 x 67 cm.<br />

Rechts unten signiert „J. Coignard“.<br />

Hinter Glas gerahmt.<br />

Exemplar 30/ 55.<br />

Leichte Kratzsp. am Rahmen.<br />

(12413824) (1) (18)<br />

€ 1.500 - € 2.000<br />

<br />

INFO | BID<br />

604<br />

ABRAHAM GERARDUS VAN VELDE,<br />

189 ZOETERWODE – 1981 RIAD<br />

RANKREICH<br />

ABSTRACT, 1977<br />

Farblithografie.<br />

32 x 26 cm.<br />

Mittig unten signiert, links unten bezeichnet „HCI/I“.<br />

Hinter Glas gerahmt.<br />

Am rechten Rand ungleichmäßig.<br />

(12413821) (1) (18)<br />

€ 700 - € 900<br />

<br />

INFO | BID<br />

605<br />

JIM DINE,<br />

EB 19 CINCINNATI<br />

OHNE TITEL (HEART)<br />

Farblithografie.<br />

89 x 61 cm.<br />

Im Druck oben mittig signiert „Jim Dine“ und datiert<br />

„1982“, rechts unten, unterhalb der Darstellung<br />

signiert.<br />

Hinter Glas gerahmt.<br />

Rahmen mit minimalen Kratzsp. (12413829) (1) (18)<br />

€ 1.800 - € 3.000<br />

<br />

INFO | BID<br />

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71


606<br />

CLAES THURE OLDENBURG,<br />

EB 199 STOCKHO<br />

SKETCH OF A THREE-WAY-PLUG, 1965<br />

Offset-Lithografie.<br />

80,5 x 61,6 cm.<br />

Mittig unten signiert, zudem im Druck rechts unten<br />

signiert und links unten Monogramm und datiert „65“.<br />

Hinter Glas gerahmt.<br />

Verso auf Blattrückseite erneut Namensnennung<br />

„Claes-Oldenburg“ sowie Betitelung und Zeitraumnen<br />

nung „1965-1972“ sowie Vermerk „(Accent/<br />

Platzker 86)“.<br />

Exemplar 89/ 250. (1241383) (1) (18)<br />

€ 2.200 - € 3.000<br />

<br />

INFO | BID<br />

607<br />

WILLEM DE KOONING,<br />

194 – 199<br />

RAINBOW<br />

Farblithografie.<br />

Ca. 88 x 60 cm.<br />

Rechts mittig in der Platte signiert.<br />

Im Passepartout, hinter Glas gerahmt.<br />

Minimale Knitterungen, rechte untere Ecke mit Faltsp.<br />

Nicht geöffnet. (12413810) (1) (18)<br />

€ 1.200 - € 1.500<br />

<br />

INFO | BID<br />

608<br />

ARNALDO POMODORO,<br />

EB 196 ONTEETRO<br />

Lebt und arbeitet seit 1954 in Mailand. Begründete<br />

1954 zusammen mit seinem Bruder Giò Pomodoro<br />

(1930-2002) und Giorgio Perfetti (1932-1961) die Gruppe<br />

3P. Danach zählte er, zusammen mit weiteren<br />

Künstlern, zur Gruppe Continuità. 1954 erste Einzelausstellung<br />

in der Galeria Numero, Florenz. 1959<br />

Beteiligung an der documenta II in Kassel. Ab 1960<br />

mehrmals in den USA. Pomodoro erhielt zahlreiche<br />

nationale und internationale hohe Auszeichnungen.<br />

OHNE TITEL<br />

Serigrafie/ Multiple in Braun.<br />

Ca. 75 x 55 cm.<br />

Rechts unten signiert.<br />

Nicht geöffnet.<br />

Hinter Glas gerahmt.<br />

Exemplar 96/ 100. (12413815) (1) (18)<br />

€ 900 - € 1.200<br />

<br />

INFO | BID<br />

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609<br />

VICTOR VASARELY,<br />

196 ECS – 199 ARIS<br />

KOMPOSITION<br />

Ca. 100 x 77 cm.<br />

Rechts unterhalb der Darstellung signiert, links unten<br />

„F.V. 22/50“.<br />

Hinter Glas gerahmt.<br />

Exemplar 22/ 50.<br />

Etwas unfrisch und leicht stockfleckig. Nicht geöffnet.<br />

(12413814) (1) (18)<br />

€ 700 - € 900<br />

<br />

INFO | BID<br />

<br />

HANS HARTUNG,<br />

194 EIZI – 1989 ANTIBES<br />

OHNE TITEL<br />

Lithografie in schwarz-weiß.<br />

Ca. 76 x 102 cm.<br />

Rechts unten signiert „Hans Hartung“.<br />

Nicht geöffnet.<br />

Hinter Glas gerahmt.<br />

Exemplar 11/ 75. (12413822) (1) (18)<br />

€ 1.800 - € 2.500<br />

<br />

INFO | BID<br />

<br />

AR ENCK 1991<br />

RANK BREIDENBRCH EB 196<br />

EDRARC SIIC EB 194<br />

AUS: LAUSANNE SUITE 1990<br />

Lithographie auf Papier.<br />

63 x 90 cm.<br />

Links oben nummeriert „34/ 70“ und signiert<br />

„ar penck“.<br />

Hinter Glas, in schwarzem Rähmchen.<br />

Glas gesprungen.<br />

Leicht fleckig und gewellt. (1241381) (1) (13)<br />

€ 800 - € 1.200<br />

<br />

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73


612<br />

<br />

SALVADOR DALÍ,<br />

194 IERES – 1989 EBENDA<br />

SERIE VON 40 FARBLITHOGRAFIEN<br />

ZUR „GÖTTLICHEN KOMÖDIE“<br />

VON DANTE ALIGHIERI<br />

Je ca. 33 x 26 cm.<br />

In der Darstellung Drucksignatur, unterhalb der<br />

Darstellung bezeichnet „Dalí“.<br />

Je hinter Glas gerahmt.<br />

Je ca. 38 x 32 cm.<br />

Nicht geöffnet.<br />

Die Blätter teils etwas unfrisch und lichtfleckig.<br />

(1241212) (3) (18)<br />

€ 4.000 - € 5.000<br />

<br />

INFO | BID<br />

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612<br />

<br />

SALVADOR DALÍ,<br />

194 IERES – 1989 EBENDA<br />

SERIE VON SECHS FARBLITHOGRAFIEN MIT<br />

ILLUSTRATIONEN DER „GÖTTLICHEN KOMÖDIE“<br />

VON DANTE ALIGHIERI<br />

Sichtmaß je: 27,5 x 21 cm.<br />

Verso jeweils Zertifikat mit Betitelung und Datierung<br />

„Paris le 24 Novembre 1974“, je eines von 200 Exemplaren.<br />

Im Passepartout hinter Glas in Metallrahmen:<br />

je 56 x 46 cm.<br />

Nicht geöffnet.<br />

Blätter jeweils rechts unten mit Trockenstempel<br />

„Edizioni Pregiate Roma“.<br />

Kleinere Rahmenschäden, teils mit Kratzern.<br />

Anmerkung:<br />

Salvador Dalí fertigte ab 1960 Illustrationen zu „La<br />

divine comédie“ von Alighieri an. (1241211) (3) (18)<br />

€ 1.500 - € 2.000<br />

<br />

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75


ELVIRA BACH,<br />

EB 191 NEENHAIN<br />

Vertreterin der „Jungen Wilden“.<br />

OHNE TITEL (STEHENDE FRAU)<br />

Farbserigraphie.<br />

63 x 37 cm.<br />

Rechts unten signiert „Bach“ und datiert „97“.<br />

Frei gestellt, hinter Glas in schmalem Holzrahmen.<br />

Exemplar 6/ 30. (12413816) (1) (18)<br />

€ 1.000 - € 1.500<br />

<br />

INFO | BID<br />

<br />

ELVIRA BACH,<br />

EB 191 NEENHAIN<br />

Vertreterin der „Jungen Wilden“.<br />

FLOWER POWER<br />

Serigraphie.<br />

107 x 73 cm.<br />

Links unten signiert und datiert „97“, rechts unten<br />

nummiert „16 / 99“.<br />

In Passepartout in rosa gefasstem Rahmen.<br />

Ohne Verglasung. Leicht fleckig und wellig.<br />

Nicht ausgerahmt. (12413819) (1) (13)<br />

€ 800 - € 1.000<br />

<br />

INFO | BID<br />

<br />

VICTOR VASARELY,<br />

196 ECS – 199 ARIS<br />

OHNE TITEL<br />

Farbserigraphie.<br />

Ca. 106 x 73 cm.<br />

Rechts unten signiert „Vasarely“, links unten „F.V.<br />

36/40“.<br />

Hinter Glas gerahmt.<br />

Exemplar 36/ 40.<br />

Etwas fleckig, Rahmen mit Kratzsp.<br />

(1241387) (1) (18)<br />

€ 800 - € 1.000<br />

<br />

INFO | BID<br />

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ALEXANDER CALDER,<br />

1898 AWTON – 196 NEW ORK<br />

SCHLANGE MIT ROTEM HERZ<br />

Farblithographie.<br />

Ca. 72 x 54 cm.<br />

Rechts unten signiert „Calder“.<br />

Im Passepartout, hinter Glas gerahmt.<br />

Exemplar 21/ 75.<br />

Leicht fleckig, Rahmen mit leichten Kratzern.<br />

Nicht geöffnet. (12413823) (1) (18)<br />

€ 2.200 - € 3.000<br />

<br />

INFO | BID<br />

<br />

MEL RAMOS,<br />

19 SACRAENTO KAIORNIEN –<br />

18 OAKAND KAIORNIEN<br />

TALLULAH TUCHER<br />

Farboffsetlithographie.<br />

23 x 16 cm.<br />

Rechts seitlich signiert.<br />

Hinter Glas gerahmt.<br />

Exemplar 383/ 499. (12413828) (1) (18)<br />

€ 600 - € 800<br />

<br />

INFO | BID<br />

<br />

ROBERTO MATTA,<br />

EIGENTLICH ROBERTO SEBASTIAN MATTA<br />

ECHAUREN,<br />

1911 SANTIAO DE CHIE – CIITAECCHIA<br />

Der Künstler studierte in Chile Architektur und ging ab<br />

1933 nach Paris, wo er im Atelier von Le Corbusier<br />

(1887-1965) arbeitete. Ab 1938 wandte er sich der<br />

Malerei zu. Er reiste viel durch Europa und wurde mit<br />

zahlreichen Künstlern, darunter Salvador Dalí (1904-<br />

1989), Henry Moore (1898-1986) und Alvar Aalto<br />

(1898-1976) bekannt. Ausschlaggebend für seine<br />

künstlerische Entwicklung war jedoch die Begegnung<br />

und Freundschaft mit André Breton (1896-1966). Die<br />

Jahre des Zweiten Weltkriegs verbrachte er ab Herbst<br />

1938 in New York, kehrte aber 1948 nach Europa zurück<br />

und ließ sich 1958 in Rom nieder. Seine Arbeiten<br />

werden dem Surrealismus zugeschrieben.<br />

KOMPOSITION MIT FIGUREN<br />

Farbserigraphie.<br />

133 x 141 cm.<br />

Rechts unten signiert.<br />

Exemplar 30/ 50.<br />

Hinter Glas gerahmt. 133 x 141 cm. (12413826) (1) (18)<br />

€ 4.200 - € 6.000<br />

<br />

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77


620<br />

JAMES ROSENQUIST,<br />

19 RAND ORKS NORTH DAKOTA – 1<br />

Lebt in New York und Tampa/ Florida.<br />

GIFT WRAPPED DOLL<br />

Farblithographie auf Papier.<br />

61 x 61 cm.<br />

Links unten nummeriert „33 / 100“, betitelt, signiert<br />

und datiert „1993“.<br />

In Holzleiste gerahmt.<br />

Leicht fleckig. Zur Beschreibung nicht ausgerahmt.<br />

(1241384) (1) (13)<br />

€ 2.200 - € 3.000<br />

<br />

INFO | BID<br />

<br />

CORNEILLE,<br />

EIGENTLICH „GUILLAUME CORNELIS VAN<br />

BEVERLOO“,<br />

19 TTICH – 1 AERSSROISE<br />

Mitbegründer der Künstlergruppe CoBrA.<br />

OHNE TITEL<br />

Terragraphie in Farbe.<br />

50 x 60,5 cm.<br />

Links unten signiert „Corneille“ und datiert „2000“.<br />

Frei gestellt in schwarzem Rahmen.<br />

Exemplar 9/ 120.<br />

Am Rand leichter Farbabrieb.<br />

Anmerkung:<br />

Bei der Terragraphie handelt es sich um eine <strong>Art</strong> der<br />

Siebdrucktechnik. Im Verlauf des Druckprozesses wird<br />

der Farbe speziell vorbereiteter Sand zugegeben,<br />

wodurch die rauhe, stark strukturierte „sandige“<br />

Bildoberfläche entsteht. (12413811) (1) (18)<br />

€ 500 - € 700<br />

<br />

INFO | BID<br />

622<br />

CORNEILLE,<br />

EIGENTLICH „GUILLAUME CORNELIS VAN<br />

BEVERLOO“,<br />

19 TTICH – 1 AERSSROISE<br />

Mitbegründer der Künstlergruppe CoBrA.<br />

OHNE TITEL<br />

Farblithographie auf Papier.<br />

Sichtmaß: 74,5 x 54,5 cm.<br />

Links unten nummieriert „112 / 200“, rechts unten<br />

siginiert und datiert „Corneille 93“.<br />

In weißem Galerierahmen.<br />

Zur Beschreibung nicht ausgerahmt.<br />

(1241388) (1) (13)<br />

€ 500 - € 700<br />

<br />

INFO | BID<br />

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623<br />

CORNEILLE,<br />

EIGENTLICH „GUILLAUME CORNELIS VAN<br />

BEVERLOO“,<br />

19 TTICH – 1 AERSSROISE<br />

Mitbegründer der Künstlergruppe CoBrA.<br />

OHNE TITEL<br />

Terragraphie in Farbe.<br />

61,5 x 52 cm.<br />

Rechts oben signiert „Corneille“ und datiert „2000“.<br />

Frei gestellt in hellem Holzrahmen.<br />

Exemplar 9/ 120.<br />

Am Rand etwas berieben, kleine Farbabsplitterungen.<br />

(12413813) (1) (18)<br />

€ 500 - € 700<br />

<br />

INFO | BID<br />

624<br />

CORNEILLE,<br />

EIGENTLICH „GUILLAUME CORNELIS VAN<br />

BEVERLOO“,<br />

19 TTICH – 1 AERSSROISE<br />

Mitbegründer der Künstlergruppe CoBrA.<br />

OHNE TITEL<br />

Terragraphie in Farbe.<br />

53 x 62 cm.<br />

Links unten signiert „Corneille“ und datiert „2000“.<br />

Frei gestellt in schwarzem Rahmen.<br />

Exemplar 9/ 120.<br />

Rand leicht berieben. Kleinere Farbabsplitterungen im<br />

unteren Bereich. (12413812) (1) (11)<br />

€ 500 - € 700<br />

<br />

INFO | BID<br />

625<br />

CORNEILLE,<br />

EIGENTLICH „GUILLAUME CORNELIS VAN<br />

BEVERLOO“,<br />

19 TTICH – 1 AERSSROISE<br />

Mitbegründer der Künstlergruppe CoBrA.<br />

MEMOIRE DE BALI, 1993<br />

Farbserigraphie.<br />

Darstellung: 43 x 33,5 cm.<br />

Rechts unten signiert „Corneille“ und datiert „93“.<br />

Im Passepartout, hinter Glas gerahmt.<br />

Exemplar 25/ 200. (1241389) (1) (18)<br />

€ 500 - € 700<br />

<br />

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79


627<br />

STEFAN PLENKERS,<br />

194 EBERN BEI BABER<br />

MARBURG SERIE (3 ARBEITEN), 1992<br />

Schwarze und farbige Tusche auf Papier.<br />

62,5 x 49 cm.<br />

Teils signiert, monogrammiert und datiert.<br />

Ungerahmt.<br />

Papier etwas gewellt.<br />

Provenienz:<br />

Deutsche Privatsammlung. (1241692) (18)<br />

€ 2.000 - € 2.500<br />

<br />

INFO | BID<br />

626<br />

STEFAN PLENKERS,<br />

194 EBERN BEI BABER<br />

Stefan Plenkers studierte von 1967-1972 an der Hochschule<br />

für Bildende Künste Dresden. Von 1980-1982<br />

war er Meisterschüler bei Prof. Kettner in Dresden.<br />

NEW YORK SERIE (5 ARBEITEN), 1994<br />

Schwarze Tusche auf Papier.<br />

Je 60,5 x 45 cm.<br />

Teils monogrammiert „SP“ und datiert.<br />

Ungerahmt.<br />

Ein Blatt beschriftet mit „New York“, ein weiteres mit<br />

„Long Beach“.<br />

Papier gebräunt und etwas gewellt.<br />

Provenienz:<br />

Deutsche Privatsammlung. (1241691) (18)<br />

€ 1.500 - € 1.800<br />

<br />

INFO | BID<br />

628<br />

ARMAND PIERRE FERNANDEZ,<br />

GENANNT „ARMAN“,<br />

198 NIZZA – NEW ORK<br />

VIOLON DÉCUPÉ<br />

101,5 x 81 cm.<br />

Am linken unteren Seitenrand signiert „Arman“.<br />

Ungerahmt.<br />

Beigegeben ein Zertifikat vom Archiv Denyse Durand<br />

Ruel, Frankreich, mit Betitelung, Datierung auf 2001<br />

und Archivnummer 10.510.<br />

Assemblage mit Violinenstücken und Violinenkasten<br />

auf mit Acryl bearbeiteter Leinwand, montiert auf Holz.<br />

(1241781) (3) (18)<br />

ARMAND PIERRE FERNANDEZ,<br />

ASO KNOWN AS ARAN<br />

198 NICE – NEW ORK<br />

VIOLON DÉCUPÉ<br />

101.5 x 81 cm.<br />

Signed “Arman” on lower left margin.<br />

Unframed.<br />

Certificate from the Demyse Duron Rouel archive,<br />

France, titled, dated to 2001 and archive no. 10.510 is<br />

enclosed.<br />

Assembly with violin pieces and violin case on canvas<br />

with acrylic, laid on panel.<br />

€ 10.500 - € 12.500<br />

<br />

INFO | BID<br />

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629<br />

STEFAN PLENKERS,<br />

194 EBERN BEI BABER<br />

KONVOLUT VON 6 ARBEITEN<br />

Zweimal 49 x 62,5 cm,<br />

dreimal 62,5 x 49 cm, 78 x 63,5 cm.<br />

Teils signiert, mongrammiert und datiert.<br />

Ungerahmt.<br />

Unterschiedliche Techniken mit Tusche und Kreide auf<br />

Papier. Papier teils leicht gewellt. (1241694) (18)<br />

Provenienz:<br />

Deutsche Privatsammlung.<br />

€ 3.200 - € 3.500<br />

<br />

INFO | BID<br />

630<br />

ALEXANDER CALDER,<br />

1898 AWTON – 196 NEW ORK<br />

SONNE ÜBER FARBIGEN FELDERN<br />

Farblithografie.<br />

Ca. 78 x 57 cm.<br />

Rechts unten signiert „Calder“.<br />

Hinter Glas gerahmt.<br />

Exemplar 115/ 125. (12413817) (1) (18)<br />

€ 2.800 - € 4.000<br />

<br />

INFO | BID<br />

<br />

STEFAN PLENKERS,<br />

194 EBERN BEI BABER<br />

OKTOBER SERIE (3 ARBEITEN)<br />

Schwarze und farbige Tusche auf Papier.<br />

49 x 62,5 und zweimal 62,5 x 49 cm.<br />

Jeweils monogrammiert und teils datiert. Ein Blatt beschriftet<br />

mit „Saint Tropez“.<br />

Ungerahmt.<br />

Papier teils leicht gewellt.<br />

Provenienz:<br />

Deutsche Privatsammlung. (1241693) (18)<br />

€ 2.000 - € 2.500<br />

<br />

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632<br />

JEAN TINGUELY,<br />

19 REIBR – 1991 BERN<br />

MÉMOIRE DE LA LIBERTÉ, 1990<br />

Farbserigraphie und Collage.<br />

67 x 87 cm.<br />

Rechts unten signiert. Links unten nummeriert „20/<br />

100“.<br />

Zwischen zwei Glasrahmen. (12413827) (1) (13)<br />

€ 7.000 - € 9.000<br />

<br />

INFO | BID<br />

633<br />

GERHARD RICHTER,<br />

EB 19 DRESDEN EBT IN KN<br />

PLAKAT: KERZE I., 1988<br />

Farbige Offsetlithografie.<br />

Ca. 89 x 90 cm.<br />

Rechts unten signiert „Richter“.<br />

Hinter Glas gerahmt.<br />

Nicht geöffnet.<br />

(1241386) (1) (18)<br />

€ 800 - € 1.200<br />

<br />

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83


634<br />

HEINRICH SIEPMANN,<br />

194 HEIRHR – EBENDA<br />

ABSTRAKTE FARBKOMPOSITION<br />

Öl/ Tempera auf Leinwand.<br />

75 x 99 cm.<br />

Rechts unten signiert „Siepmann“ und datiert „67“.<br />

Ungerahmt. (1231096) (18)<br />

€ 2.500 - € 3.500<br />

<br />

INFO | BID<br />

635<br />

HEINRICH SIEPMANN,<br />

194 HEIRHR – EBENDA<br />

B. 8/1992<br />

Öl auf Leinen.<br />

100 x 90 cm.<br />

Links unten signiert „Siepmann“ und datiert „92“,<br />

verso auf Rahmen Künstlernennung, Betitelung und<br />

alter Ausstellungsaufkleber vom Westdeutschen<br />

Künstlerbund e.V. Düsseldorf 1992.<br />

Frei gestellt in weißem Holzrahmen. (1231094) (18)<br />

€ 3.000 - € 4.000<br />

<br />

INFO | BID<br />

636<br />

HEINRICH SIEPMANN,<br />

194 HEIRHR – EBENDA<br />

B. 7/1989<br />

Öl auf Leinwand.<br />

140 x 100 cm.<br />

Rechts unten Ritzsignatur „Siepmann 89“, verso auf<br />

Rahmen Namensnennung und Betitelung.<br />

(1231095) (18)<br />

€ 4.000 - € 5.000<br />

<br />

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637<br />

SIGMAR POLKE,<br />

1941 OES – 1 KN<br />

CALLA, 1996<br />

Farboffset auf Offsetpapier.<br />

Darstellung: 38,5 x 31,8 cm.<br />

Rechts unten signiert „S. Polke“.<br />

Hinter Glas gerahmt.<br />

(1241385) (1) (18)<br />

€ 800 - € 1.200<br />

<br />

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638<br />

ANDRÉ MASSON,<br />

1896 BAANSRTHRAIN – 198 ARIS<br />

HORS COMMERCE<br />

Lithographie.<br />

Ca. 60 x 74 cm.<br />

Links unten signiert „André Masson“,<br />

rechts unten betitelt.<br />

Im Passepartout, hinter Glas gerahmt.<br />

Nicht geöffnet. (1241841) (18)<br />

€ 1.000 - € 1.500<br />

<br />

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639<br />

ETIENNE MARTIN,<br />

191 ORIOSRDRE – 199 ARIS<br />

Französischer Bildhauer und Objektkünstler des Informel<br />

und der „Individuellen Mythologien“. Martin war<br />

tätig im Kreis der Maler Roger Bissière (1886-1964),<br />

Jean Le Moal (1909-2007), Alfred Manessier (1911-<br />

1993) sowie dem Bildhauer François Stahly (1911-<br />

2006). Bereits 1938 und 1939 stellte er in der Künstlergruppe<br />

„Témoignage“ aus, stand im Kontakt mit<br />

Con stantin Brancusi (1876-1957) und beschäftigte<br />

sich mit den fernöstlichen Einflüssen des Daoismus.<br />

1984 Retrospektive im Centre Pompidou, Paris, ferner<br />

Beteiligung an der documenta 3 sowie documenta 5<br />

in Kassel.<br />

ABSTRAKTE KUBISCHE KOMPOSITION<br />

IN ART DER DEMEORES<br />

Modelliermasse im Hochrelief, kupferoxidbraun<br />

gefasst.<br />

50 x 34,5 cm.<br />

Verso Zeichnung in Blau sowie schwer lesbare<br />

Datierung. (1240795) (11)<br />

€ 1.000 - € 1.500<br />

<br />

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85


19TH CENTURY<br />

PAINTINGS


640<br />

THÉODORE GERICAULT,<br />

191 – 184<br />

PORTRAIT DE NAUFRAGÉ (AUCH TÊTE D'ÉTUDE)<br />

Öl auf Leinwand. Altdoubliert.<br />

55,8 x 45,8 cm.<br />

Oben links in Rot signiert „GÉRICAULT“.<br />

Restaurierungsbericht von Laurence Baron-Callegari,<br />

2007 und Untersuchungsbericht von 2008 mit vielfältigen<br />

Untersuchungsmethoden.<br />

Gemeinhin wird angenommen, und daher auch der<br />

Titel, dass es sich bei dem Dargestellten um eine Studie<br />

zu einem Schiffbrüchigen handelt. Gericaults „Le<br />

Radeau de La Méduse“ gingen zahlreiche Studien<br />

voraus, welche in das Werk mit einflossen, das eine<br />

der größten Katastrophen der französischen Marinegeschichte<br />

darstellt. Kapitän Chaumareys war nicht in<br />

der Lage, das 1816 mit 400 Personen auf Grund gelaufene<br />

Schiff Medusa wieder freizubekommen, und<br />

ließ aus hölzernen Bestandteilen der Medusa ein Floß<br />

bauen, welches 149 Personen an Land bringen sollte.<br />

Nach zwei Wochen waren in Folge von Wellen, Suiziden<br />

und um sich greifendem Kannibalismus nur noch 15<br />

Personen am Leben, von welchen weitere fünf Personen<br />

an Land starben. Gericault studierte aufmerksam<br />

– etwa auch im Krankenhaus von Beaujon – ausgemergelte<br />

Kranke und ließ seine Eindrücke in das<br />

weltbekannte Werk einfließen, das an ein Ereignis<br />

erinnert, welches viele Franzosen damals gern verdrängt<br />

hätten. (†)<br />

Provenienz:<br />

M. Bertholon, Lyon 1877.<br />

Dr. Jean Audry (1858-1960), laut Bazin 1924 Arzt am<br />

Krankenhaus Lyon und Mitglied der Akademie der<br />

Wissenschaften, der schönen Literatur und Künste<br />

von Lyon bis 1920.<br />

Paris, Privatsammlung.<br />

Anmerkung:<br />

Das Werk wird in das in Vorbereitung befindliche Werkverzeichnis<br />

von Bruno Chenique aufgenommen.<br />

Literatur:<br />

Alfred Darcel, Expositions rétrospectives de Lyon et<br />

d´Angoulême, Gazette des Beaux-<strong>Art</strong>s, XVI, September<br />

1877, S. 271.<br />

Germain Bazin, Théodore Géricault. Étude critique,<br />

documents et catalogue raisonné, Bd. V, Le retour à<br />

Paris, Wildenstein Institute & Bibliothèque des arts,<br />

1992, S. 98 (erwähnt).<br />

Bruno Chenique, „Ein kannibalisches Kaiserreich. Politische<br />

Symbole in Théodore Géricaults Floß der Medusa“,<br />

Idea. Jahrbuch der Hamburger Kunsthalle 2005<br />

- 2007. Im Fokus: Kunst um 1800, 2009, S. 64, Abb. 3,<br />

Farbabb.<br />

Bruno Chenique, L´atelier du monde: Portraits de<br />

Noirs, d'Orientaux, de naufragés, de Vendéen, d´italienne,<br />

de monomane, catalogue de l´exposition au<br />

coeur de la création romantique. Études pour le Radeau<br />

de la Méduse, Clermont-Ferrand, Musée d´art<br />

Roger Quillot, 2. Juni - 2. September 2012, S. 200f.<br />

Ausstellung:<br />

Retrospektive, Lyon. A. L. Perrin & Marinet, 1877, S. 20,<br />

Nr. 81. Als: „Géricault (Théodore), 1791-1824, École<br />

francaise – Tête d‘etude. / M. Bertholon“.<br />

Au coeur de la création romantique. Études pour le Radeau<br />

de la Méduse, Clermont-Ferrand, musée d´art<br />

Roger Quillot, 2. Juni - 2. September 2012, S. 212,<br />

Nr. 28 (Farbabb.) als „Géricault. Portrait de naufragé,<br />

1818-1819“.<br />

Bei Dickinson, TEFAF, 2018.<br />

THÉODORE GÉRICAULT,<br />

191 – 184<br />

PORTRAIT DE NAUFRAGÉ (ALSO TÊTE D'ÉTUDE)<br />

Oil on canvas. Old relining.<br />

55.8 x 45.8 cm.<br />

Signed “GÉRICAULT” in red top left.<br />

Restoration report by Laurence Baron-Callegari, 2007,<br />

and Inspection report, 2008, incl. various methods of<br />

examination. (†)<br />

Provenance:<br />

M. Bertholon, Lyon 1877.<br />

Dr Jean Audry (1858-1960), according to Bazin 1924,<br />

doctor at the Lyon hospital and member of the Academy<br />

of Sciences, Humanities and <strong>Art</strong>s of Lyon until<br />

1920.<br />

Private collection, Paris.<br />

Notes:<br />

The painting will be included in the forthcoming catalogue<br />

raisonné by Bruno Chenique.<br />

Literature:<br />

A. Darcel, Expositions rétrospectives de Lyon et<br />

d´Angoulême, Gazette des Beaux-<strong>Art</strong>s, XVI, September<br />

1877, p. 271.<br />

G. Bazin, Théodore Géricault. Étude critique, documents<br />

et catalogue raisonné, vol. V, Le retour à Paris,<br />

Wildenstein Institute & Bibliothèque des arts, 1992,<br />

p. 98 (mentioned).<br />

B. Chenique, “Ein kannibalisches Kaiserreich. Politi sche<br />

Symbole in Théodore Géricault Floß der Medusa”, Idea.<br />

Jahrbuch der Hamburger Kunsthalle 2005 - 2007. Im<br />

Fokus: Kunst um 1800, 2009, p. 64, ill. 3, colour illustration.<br />

B. Chenique, L´atelier du monde: Portraits de Noirs,<br />

d´Orientaux, de naufragés, de Vendéen, d´italienne, de<br />

monomane, catalogue de l´exposition au coeur de la<br />

création romantique. Études pour le Radeau de la Méduse,<br />

Clermont-Ferrand, Musée d´art Roger Quillot,<br />

2 June - 2 September 2012, pp. 200.<br />

Exhibition:<br />

Retrospective, Lyon. A. L. Perrin & Marinet, 1877,<br />

p. 20, no. 81, as: “Géricault (Théodore), 1791-1824,<br />

École francaise – Tête d’etude./ M. Bertholon”.<br />

Au coeur de la création romantique. Études pour le<br />

Radeau de la Méduse, Clermont-Ferrand, Musée d’art<br />

Roger Quillot, 2 June - 2 September 2012, p. 212, no. 28<br />

(colour illustration) as “Géricault. Portrait de naufragé,<br />

1818-1819”.<br />

At Dickinson, TEFAF, 2018.<br />

Examples of comparison:<br />

A similar head study by Géricault, however, with<br />

different dimensions (46.5 x 37.3 cm) is held at the<br />

Musée des Beaux-<strong>Art</strong>s in Besançon and shows the<br />

head on offer for sale in this lot, also as a study, but<br />

in a slightly modified version.<br />

€ 700.000 - € 900.000<br />

<br />

INFO | BID<br />

Vergleiche:<br />

Eine ähnliche Kopfstudie Géricaults, jedoch mit abweichenden<br />

Maßen (46,5 x 37,3 cm), befindet sich<br />

im Musée des Beaux-<strong>Art</strong>s in Besançon und zeigt den<br />

hier angebotenen Kopf ebenfalls studienhaft, jedoch<br />

in leicht abgewandelter Form. (12417414) (13)<br />

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PAUL HERMANN WAGNER,<br />

18 ROTHENBR – 19 KOCHE A SEE<br />

SOMMERTAG MIT MUTTER UND TOCHTER AUF<br />

EINER WIESE<br />

Öl auf Leinwand.<br />

70 x 110 cm.<br />

Links unten signiert „Paul Wagner München Kochel“.<br />

In vergoldetem Prunkrahmen.<br />

Auf einer in frischem Grün leuchtenden Wiese sitzend<br />

eine junge Frau in langem Kleid mit blauer Samtschürze<br />

und Strohhut, in ihren Händen eine Stickarbeit haltend.<br />

Links von ihr steht in der Wiese ein kleiner Henkelkorb<br />

mit weiteren Stickutensilien. Sie hat ihren Kopf leicht<br />

gesenkt und wendet sich mit liebevollem Blick einem<br />

kleinen Mädchen in weißem Kleidchen mit Spitzenkragen<br />

und Kopfbedeckung zu, das rechts neben ihr<br />

am Boden auf einem Kissen sitzt und ihre Mutter anstrahlt.<br />

Ein geöffneter, asiatischer rötlicher Schirm mit<br />

Muster schützt das Kind vor der direkten Sonne und<br />

wirft leichten Schatten. Im Hintergrund ein Holzgatter,<br />

das die Wiese von einem Waldstück abtrennt. Meisterhafte,<br />

qualitätvolle, impressionistische Malerei in vielen<br />

differenzierten Farbtönen, die herzliche Verbundenheit<br />

von Mutter und Kind betonend. Verso zwei kleine<br />

Unterlegungen. (12401124) (18)<br />

PAUL HERMANN WAGNER,<br />

18 ROTHENBR – 19 KOCHE A SEE<br />

SUMMER’S DAY WITH MOTHER AND DAUGHTER<br />

ON A MEADOW<br />

Oil on canvas.<br />

70 x 110 cm.<br />

Signed “Paul Wagner München Kochel” lower left.<br />

In magnificent gilt frame.<br />

€ 30.000 - € 50.000<br />

<br />

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642<br />

EMANUELE COSTA,<br />

18 – 199<br />

Gemäldepaar<br />

MUTTER MIT KLEINEM KIND<br />

Öl auf Leinwand.<br />

66 x 53,5 cm und 55 x 66,5 cm.<br />

Eines links unten signiert, das andere Bild rechts unten<br />

signiert, jeweils mit „E. Costa“.<br />

In dekorativen Rahmen.<br />

Das erste Gemälde zeigt eine junge, sitzende schwarzhaarige<br />

Mutter in einem römischen Interieur, ihr Kind<br />

in weißem Kleidchen mit beiden Händen festhaltend,<br />

das freudestrahlend einen weißen Sittich beobachtet,<br />

der auf einer von der Decke herabhängenden, goldfarbenem<br />

Metallgestell sitzt. Die Frau ist in eine goldfarbene<br />

Tunika gekleidet und hat ihre Füße auf einem<br />

Löwenfell stehen, das am Boden liegt.<br />

Das zweite Gemälde präsentiert in einem vergleichbaren<br />

Interieur eine junge Frau auf einer rot gepolsterten<br />

Sitzgelegenheit, mit ihrem Kind spielend, das sie mit<br />

beiden Händen auf dem Schoss ihres langen Kleides<br />

festhält. Wiederum liegt auf dem Mosaikfußboden ein<br />

Löwenfell. Am linken unteren Bildrand zudem eine<br />

Schale mit einer kleinen Palme. Feine Malerei, die liebevolle<br />

Beziehung zwischen Mutter und Kind in harmonischer<br />

Farbgebung zeigend. Das erste Gemälde mit<br />

kleinerer Hinterlegung. (12207413) (18)<br />

EMANUELE COSTA,<br />

18 – 199<br />

A pair of paintings<br />

A MOTHER AND SMALL CHILD<br />

Oil on canvas.<br />

66 x 53.5 cm and 55 x 66.5 cm.<br />

One is signed lower left, the other is signed lower<br />

right, each with “E. Costa”.<br />

In decorative frame.<br />

The first painting with a minor area of relining.<br />

€ 12.000 - € 15.000<br />

<br />

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92 HAMPEL ONLINE Visit www.hampel-auctions.com for around 6.000 additional images.


644<br />

ANTONIO MANCINI,<br />

18 ABANO AZIAE – 19 RO<br />

Der Maler zählt zu den bedeutendsten Künstlern der<br />

italienischen <strong>Modern</strong>e. Nach lobendem Urteil über<br />

seine Jugendzeichnungen durch Domenico Morelli<br />

(1823-1901) wurde er bereits mit zwölf Jahren an der<br />

Kunstakademie in Napoli aufgenommen. Bereits 18-<br />

jährig stellte er unter großem Beifall im Salon du Paris<br />

aus. Mancini war Mitglied der Verismo-Bewegung.<br />

Er begab sich 1877 nach Frankreich, wo er Édouard<br />

Manet (1832-1883) und Edgar Degas (1834-1917)<br />

kennenlernte, später war er eng befreundet mit John<br />

Singer Sargent (1856-1925) in London.<br />

FRAU MIT KIND<br />

Öl auf Leinwand.<br />

74 x 53 cm.<br />

Links unten signiert „A. Mancini“. Rückwärtiges<br />

Etikett der Galleria d'arte Finstermacher in Rom.<br />

In bronziertem Rahmen mit Textilpassepartout.<br />

Ein Kind in dunkler Kleidung wird von Mancini mittels<br />

Reflexion seines Inkarnats im Wesentlichen erfasst<br />

und das Geschehen auf wenige Lichtpunkte verdichtet,<br />

welche sich in seiner Hand und der Wange sammeln.<br />

Zwar im Hintergrund, doch die Ruhe, in welcher<br />

sich das Kind befindet durch suggerierter nach- rechts-<br />

Bewegung und durch differenzierteres Kolorit, die<br />

Mutter, welche dem Moment des Nachdenkens des<br />

Kindes vielleicht als „helle“ prüfende Instanz beiwohnt.<br />

Provenienz:<br />

Laut rückwärtigem Etikett: Galleria d‘arte<br />

Finstermacher, Rom.<br />

643<br />

FRANZ SERAPH VON LENBACH,<br />

186 SCHROBENHASEN – 194 NCHEN<br />

KINDERPORTRAIT SEINER TOCHTER GABRIELE<br />

Öl auf Leinwand.<br />

92 x 75,5 cm.<br />

Die Echtheit des Gemäldes schriftlich bestätigt durch<br />

den Urenkel des Malers.<br />

In hügeliger Landschaft das kleine Mädchen nach<br />

links auf dem Boden sitzend in einem weißen Kleidchen<br />

mit rotem Band oberhalb ihrer Hüfte, sich dabei<br />

mit ihrer rechten Hand am Boden abstützend. Sie hat<br />

den Kopf leicht gewendet und schaut mit ihrem roten<br />

runden Mund, der Stupsnase und ihren kristall blauen<br />

Augen interessiert seitlich aus dem Bild. Liebevolle<br />

Darstellung des Künstlers von seiner Tochter Gabriele,<br />

aus seiner zweiten Ehe mit Lolo von Lenbach, geborene<br />

Hanstein. (1240161) (18)<br />

€ 6.000 - € 8.000<br />

<br />

INFO | BID<br />

Ausgestellt:<br />

Laut rückwärtigem Etikett vom 09.- 30. November<br />

1920 ausgestellt in der Galleria d‘arte Finstermacher,<br />

Rom. (1240501) (2) (13)<br />

ANTONIO MANCINI,<br />

18 ABANO AZIAE – 19 ROE<br />

WOMAN AND CHILD<br />

Oil on canvas.<br />

74 x 53 cm.<br />

Signed “A. Mancini” lower left. Label from Galleria<br />

d’arte Finstermacher in Rome on the reverse.<br />

In burnished frame with fabric mount.<br />

Provenance:<br />

According to the label on the reverse: Galleria d’arte<br />

Finstermacher, Rome.<br />

Exhibition:<br />

According to the label on the reverse exhibited 9 - 30<br />

November 1920 at Galleria d´arte Finstermacher,<br />

Rome.<br />

€ 30.000 - € 50.000<br />

<br />

INFO | BID<br />

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Lot 644


645<br />

HENRI-THÉODORE FANTIN-LATOUR,<br />

186 RENOBE – 194 BR<br />

Henri-Théodore Fantin-Latour war ein französischer<br />

Maler, der von seinem Vater, einem Portraitisten, ausgebildet<br />

wurde. Er setzte seine Ausbildung an der<br />

École des Beaux-<strong>Art</strong>s in Paris fort, besuchte regelmäßig<br />

den Louvre, wo er große Meister kopierte. Hier<br />

entwickelte er eine Begeisterung für die venezianische<br />

Malerei, vor allem für die von Tiziano Vecellio<br />

(1485/89-1576) und Paolo Veronese (1528-1588). Er<br />

schloss Freundschaft mit Édouard Manet (1832-1883),<br />

Berthe Morisot (1841-1895) und später mit James Abbot<br />

McNeill Whistler (1834-1903), der ihn mit nach<br />

England nahm und einer Klientel vorstellte, die sich<br />

für seine Stillleben, im speziellen die Blumenstillleben,<br />

begeisterten. Außerdem mit dem realistischen Maler<br />

Gustave Courbet (1819-187) und den Impressionisten<br />

befreundet, behielt er nichtsdestotrotz seinen eigenen<br />

Stil und orientierte seine Malerei hin zu Gruppenportraits,<br />

wovon die berühmtesten Exemplare im<br />

Musée d‘Orsay aufbewahrt sind. Später zog er sich in<br />

die Normandie nach Buré zurück und widmete sich<br />

dort fast ausschließlich seinen Blumensträußen, die<br />

er in seinem Garten pflückte.<br />

FLEURS<br />

Öl auf Leinwand.<br />

45,8 x 38,5 cm.<br />

Links oben signiert und datiert „Fantin 1862“.<br />

In barockisierendem vergoldetem Rahmen.<br />

Dieses Gemälde wird laut Einlieferer von Brame &<br />

Lorenceau, Paris, in das in Vorbereitung befindliche<br />

Supplément des Werkverzeichnisses aufgenommen.<br />

Vor schwarzem Grund zeichnet sich eine nur durch<br />

wenige Reflexe zu erkennende Glasvase ab, deren<br />

Wesen zurücktritt und nur als kausale Begründung gebraucht<br />

wird für den Zusammenhalt des in ihr befindlichen,<br />

vielfältigen und doch zarten Blumenstraußes.<br />

Besonders die zarten Rosatöne der Rose und das<br />

strahlende Weiß der weit aufgeblühten Lilie kontrastieren<br />

vor dem dunklen Hintergrund und vermögen so<br />

an Dreidimensionalität zu gewinnen. Besonders nach<br />

1860 wandte sich der gebürtige Grenobler Maler der<br />

Stilllebenmalerei zu, welche in England, wo er sich<br />

häufig aufhielt, verbreitet war. (†)<br />

HENRI-THÉODORE FANTIN-LATOUR,<br />

186 RENOBE – 194 BR<br />

FLEURS<br />

Oil on canvas.<br />

45.8 x 38.5 cm<br />

Signed “Fantin 1862” and dated top left.<br />

In Baroque-style gilt frame.<br />

According to information by the owner the painting<br />

will be included in the supplement of the catalogue<br />

raisonné by Brame & Lorenceau, Paris, which is currently<br />

being prepared. (†)<br />

Provenance:<br />

J. Russell Buckler.<br />

Obach Collection.<br />

Connall Collection.<br />

P. Larsen Collection.<br />

Jorge Anibal Mendaro Nogoya collection.<br />

Peter Hecht Collection, Buenos Aires.<br />

Gallery Dr Hans-Peter Bühler, Munich.<br />

Swiss private collection, purchased in 1986 at<br />

aforementioned gallery.<br />

Auction Koller, Zurich, 19 June 2020, lot 3102.<br />

Exhibition:<br />

Munich 1986/87, Eine Galerie sammelt ... Werke des<br />

19. und 20. Jh., Gallery Dr Hans-Peter Bühler, no. 1<br />

(illustrated on catalogue cover).<br />

Examples of comparison:<br />

A similar painting by his hand: Foundation E.G.<br />

Bührle in Zürich (Roses and Lilies in a Vase, 1864.<br />

Oil on canvas, 57 × 42.5 cm, inv. no. 43).<br />

€ 170.000 - € 200.000<br />

<br />

INFO | BID<br />

Provenienz:<br />

J. Russell Buckler.<br />

Sammlung Obach.<br />

Sammlung Connall.<br />

Sammlung P. Larsen.<br />

Sammlung Jorge Anibal Mendaro Nogoya.<br />

Sammlung Peter Hecht, Buenos Aires.<br />

Galerie Dr. Hans-Peter Bühler, München.<br />

Schweizer Privatsammlung, 1986 bei obiger Galerie<br />

erworben.<br />

Ausstellung:<br />

München 1986/87, Eine Galerie sammelt ... Werke<br />

des 19. und 20. Jh., Galerie Dr. Hans-Peter Bühler,<br />

Nr. 1 (abgebildet auf dem Katalogumschlag).<br />

Vergleiche:<br />

Ein vergleichbares Gemälde aus seiner Hand: Foundation<br />

E.G. Bührle in Zürich (Rosen und Lilien in einer<br />

Vase, 1864. Öl auf Leinwand, 57 × 42,5 cm, Inv.-Nr. 43).<br />

(1241741) (13)<br />

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647<br />

EUGÈNE-ERNEST HILLEMACHER,<br />

1818 – 188<br />

LA POSTE ENFANTINE<br />

Öl auf Holz.<br />

20 x 25 cm.<br />

Links unten signiert und datiert „Ernest Hillemacher<br />

1859“.<br />

In einem sommerlich beleuchteten Landschaftsgarten<br />

lässt Hillemacher eine Familie mit vier Kindern diagonal<br />

in den rechten Bildvordergrund spazieren oder vielmehr<br />

tänzeln. Die kindliche Bewegtheit, welche mit der<br />

des Hundes vorn rechts korrespondiert, verleiht dem<br />

Gemälde eine bezaubernde Dynamik, welche noch<br />

durch die Lichtregie betont wird. Während die Eltern<br />

– die Mutter ist schon aufgrund des zu schiebenden<br />

Kinderwagens in ihrer Bewegung eingeschränkt – durch<br />

den sie hinterfangenden Baum verschattet werden,<br />

sind die Kinder in ihrer hellen Kleidung vom Sonnenlicht<br />

erhellt. Das Gemälde ist wieder ein gutes Beispiel<br />

für Hillemachers Kunst, in der er die franzö sische<br />

Genremalerei auf eine neue Ebene hob. Sehr häufig<br />

stellte Hillemacher im Salon de Paris aus und wurde<br />

dreimal mit der Medaille erster Klasse belohnt; 1869<br />

wurde er gar zum Ritter der Ehrenlegion ernannt. (†)<br />

Provenienz:<br />

J. S. Earle & Son, Philadelphia.<br />

Katherine Rudloff, St. Louis, Missouri.<br />

Anmerkung:<br />

Nach dem hier angebotenen Gemälde existiert eine<br />

Lithographie von Claude Thielley (1811-1891). Solche<br />

Vervielfältigungen seiner Werke trugen zu seiner<br />

Popularität bei.<br />

Literatur:<br />

C. de Mourgues, Explication des ouvrages de<br />

peinture, sculpture, gravure et lithographie des<br />

architecture des artistes vivant exposés au Palais<br />

des Champs-Élysée, le 1er mai 1861, Paris 1861.<br />

Ausstellung:<br />

Das hier angebotene Gemälde war im Salon de 1861<br />

mit dem Titel „La poste enfantine“ ausgestellt.<br />

(1241743) (13)<br />

646<br />

JOHANN HEINRICH WILHELM TISCHBEIN,<br />

11 HAINA – 189 ETIN Z<br />

Der Künstler war ab 1765 zunächst Schüler seines<br />

Onkels Johann Heinrich Tischbein d.Ä. (1722-1789) in<br />

Kassel, danach bei seinem Onkel Jakob Tischbein<br />

(1725-1791) in Hamburg. Ab 1777 arbeitete er an dem<br />

Berliner Hof erfolgreich als Portraitmaler. Bei seinem<br />

zweiten Italienaufenthalt, der bis 1799 dauerte, freundete<br />

er sich 1786 mit dem inkognito reisenden Johann<br />

Wolfgang von Goethe (1749-1832) an, mit dem er 1778<br />

nach Neapel reiste. 1786 entstand auch das berühmte<br />

Gemälde Tischbeins, das Goethe als Reisenden in der<br />

römischen Campagna zeigt.<br />

PORTRAIT DER GRÄFIN S.<br />

Pastell.<br />

31 x 26 cm.<br />

Verso Sammlungsetikett „87 J.H.W.Tischbein 1751-28<br />

Portrait der Gräfin S.“<br />

Hinter Glas in vergoldetem Prunkrahmen.<br />

Brustbildnis einer jungen Frau vor grauem Hintergrund<br />

in blauem Kleid, das um die Hüfte mit einem goldenen<br />

Gürtel versehen ist. Um den Hals hat sie ein weißes<br />

durchsichtiges Tuch, das im Brustbereich geknotet ist.<br />

Sie hat dunkelblonde lockige Haare, in denen ein langer<br />

weißer Schleier steckt. Die Wangen, Nase und Augen<br />

ihres zarten Gesichts sind leicht gerötet, dazu ein<br />

schmaler roter Mund und mit ihren blauen leuchtenden<br />

Augen schaut sie aufmerksam aus dem Bild heraus.<br />

Qualitätvolle, die Dargestellte charakterisierende Malerei,<br />

in der typischen Manier des bekannten Künstlers.<br />

(1241483) (18)<br />

€ 4.000 - € 6.000<br />

<br />

INFO | BID<br />

EUGÈNE-ERNEST HILLEMACHER,<br />

1818 – 188<br />

LA POSTE ENFANTINE<br />

Oil on panel.<br />

20 x 25 cm.<br />

Signed and dated “Ernest Hillemacher 1859” lower left.<br />

The painting is an excellent example of Hillemacher’s<br />

art, which elevated French genre painting to new<br />

heights. He frequently exhibited his work at the Salon<br />

de Paris and was awarded a first class medal on three<br />

occasions. In 1869 he was made a Knight of the Legion<br />

of Honour. (†)<br />

Provenance:<br />

J. S. Earle & Son, Philadelphia.<br />

Katherine Rudloff, St. Louis, Missouri.<br />

Notes:<br />

A lithograph was created by Claude Thielley (1811-<br />

1891) after the model of the painting on offer for<br />

sale here. Such reproductions greatly contributed to<br />

the artist’s popularity.<br />

Literature:<br />

C. de Mourgues, Explication des ouvrages de peinture,<br />

sculpture, gravure, lithographie et architecture<br />

des artistes vivant exposés au Palais des Champs-<br />

Élysée, 1 May 1861, Paris 1861.<br />

98 HAMPEL ONLINE Visit www.hampel-auctions.com for around 6.000 additional images.<br />

Exhibitions:<br />

The painting on offer for sale here was exhibited at<br />

the Salon of 1861 titled “La poste enfantine”.<br />

€ 40.000 - € 60.000<br />

<br />

INFO | BID


648<br />

LÉONCE PETIT,<br />

189 TADEN COTESDAROR – 1884 ARIS<br />

DER BESUCH DES PRÄFEKTEN<br />

Öl auf Leinwand.<br />

70 x 100 cm.<br />

Mittig unten signiert und datiert „Léonce Petit, (18)74“.<br />

In dekorativem vergoldeten Rahmen.<br />

Auf einem Marktplatz einer kleinen Stadt, umgeben<br />

von alten Häusern, hat sich um den Präfekten, der in<br />

der Bildmitte steht in elegantem schwarzen Anzug mit<br />

weißem Hemd, eine große Anzahl der Stadtbewohner<br />

versammelt. Sie werden von dem hohen Verwaltungsbeamten<br />

mit hochgehobenem Zylinder, gehalten in<br />

seiner rechten Hand mit blauem Handschuh, herzlich<br />

begrüßt, während die andere Hand die eines Mannes<br />

schüttelt. Mehrere der umstehenden Männer haben<br />

sich für den Besuch extra herausgeputzt und tragen<br />

ebenfalls Zylinder, zwei davon haben diesen<br />

ebenfalls zur Begrüßung angehoben. Die anwesenden<br />

Frauen tragen weiße Hauben, von den im Hintergrund<br />

viele zu sehen sind. Im Vordergrund außerdem zahlreiche<br />

Tiere, zu denen Schweine, Hühner, Schafe, eine<br />

Ente und ein neugieriger Hund gehören, der den Besucher<br />

beschnuppern möchte. Am linken Rand ragen<br />

zudem die Köpfe zweier brauner Kühe ins Bild, darunter<br />

stehend zwei Holzfässer, auf und vor denen stilllebenhaft<br />

einige Keramikgefäße wie Schüsseln und Krüge<br />

präsentiert werden, wohl als Hinweis darauf, dass<br />

der Künstler sich auch auf diesem Gebiet der Darstellung<br />

auskennt. Feine Malerei mit vielen Details in zurückhaltender<br />

Farbgebung. (†)<br />

Anmerkung:<br />

Der Künstler war Maler, Illustrator, Karikaturist, Graveur<br />

und Lithograf. Ab 1863 arbeitete er für das Magazin<br />

„Le Journal Amusant“. Ab 1969 stellte er im Salon<br />

mehrere Ölgemälde auf Leinwand aus. (1241745) (18)<br />

LÉONCE PETIT,<br />

189 TADEN COTESDAROR 1884 ARIS<br />

THE PREFECT‘S VISIT<br />

Oil on canvas.<br />

70 x 100 cm.<br />

Signed and dated „Léonce Petit, (18)74“ at centre below.<br />

In decorative gilt frame.<br />

Notes:<br />

The artist was active as a painter, illustrator, caricaturist,<br />

engraver and lithographer. Since 1863 he worked<br />

for the magazine Le Journal Amusant and he exhibited<br />

several oil paintings on canvas at the Salon from 1869<br />

onwards.<br />

€ 50.000 - € 70.000<br />

<br />

Detail mit Signatur von Lot 649<br />

INFO | BID<br />

649<br />

HENRY PAUL PERRAULT,<br />

186 – 19<br />

MEERJUNGFRAUEN<br />

Öl auf Leinwand.<br />

146,6 x 114,9 cm.<br />

Links unten signiert „Hy. Perrault“.<br />

In Prunkrahmen.<br />

Auf einem Stein eines schroff ins Meer ragenden<br />

Felsens sitzend eine junge Meerjungfrau mit freiem<br />

Oberkörper und einem gelb-grünen Fischkörper, ihre<br />

langen goldenen Haare mit ihren erhobenen Händen<br />

sanft zur Seite streichend. Sie hält ihren Kopf leicht<br />

gesenkt und hat einen kleinen roten Mund sowie sinnliche<br />

dunkle Augen, mit denen sie auf den Betrachter<br />

aus dem Bild herausschaut. Vor ihr, im seichten Wasser<br />

liegend, eine weitere nackte junge Frau mit bewegten<br />

roten Haaren, in denen ein kleines Stück Koralle steckt.<br />

Diese hat ihren Blick nach rechts aus dem Bild hinausgerichtet.<br />

Beide werden von den Wellen und der Gischt<br />

des Meeres sanft umfangen. Nach links öffnet sich<br />

der Blick, vorbei an den sonnenbeschienen Felsen,<br />

auf das blaue Meer und den hohen hellblauen Himmel,<br />

in dem einige Möwen zu erkennen sind. Malerei<br />

in vielen diffe renzierten Farbtönen bei raschem Pinselduktus.<br />

Rahmenschäden. (1240454) (18)<br />

HENRY PAUL PERRAULT,<br />

186 – 19<br />

MERMAIDS<br />

Oil on canvas.<br />

146.6 x 114.9 cm.<br />

Signed “Hy. Perrault” lower left.<br />

In magnificent frame.<br />

€ 7.500 - € 10.000<br />

<br />

INFO | BID<br />

100 HAMPEL ONLINE Visit www.hampel-auctions.com for around 6.000 additional images.


650<br />

JAN HENDRIK VERHEYEN,<br />

18 TRECHT – 1846 EBENDA<br />

HOLLÄNDISCHE STADTANSICHT<br />

Öl auf Holz.<br />

55 x 42,5 cm.<br />

Links unten am anliegenden Schiff, oberhalb des<br />

Wasserspiegels, signiert und datiert „1811“.<br />

Gotische Kuppelkirche zwischen Häusern an einer<br />

Gracht mit Steinbrücke und Staffagefiguren. Bürgerhäuser<br />

und Fassade in spätem Nachmittagslicht.<br />

Standort der Kirche noch nicht ermittelt, möglicherweise<br />

Amsterdam. (1241026) (11)<br />

€ 5.000 - € 7.000<br />

<br />

INFO | BID<br />

<br />

AER DES ASEHENDEN 19<br />

BEINNENDEN AHRHNDERTS<br />

PORTRAIT EINES IRISH SETTERS<br />

Öl auf Leinwand. Doubliert.<br />

126 x 165 cm.<br />

Rechts unten signiert „C. Laplace“ und datiert „1889“.<br />

Im Mittelpunkt das Portrait eines nach links aufrecht<br />

stehenden Irish Setters mit rot-braunem Fell auf einem<br />

gefliesten Boden vor dem Eingang eines Hauses. An<br />

der Wand hinter ihm eine Plakette mit Beschriftung<br />

und Datierung vom 12. September 1887. Im Hintergrund<br />

rechts eine braune Eingangstür mit verglastem<br />

Durchblick. Am Boden stehend eine große, leicht beschlagene,<br />

mit Wasser gefüllte Schüssel, davor einige<br />

Brotstücke liegend. Der Hund mit aufrechtem Kopf<br />

schaut mit seinen braunen Augen treu zur Seite. Feine,<br />

fast monochrome Malerei in rot-brauner und grauer<br />

Farbigkeit. Rest. (1241012) (18)<br />

€ 8.000 - € 10.000<br />

<br />

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102 HAMPEL ONLINE Visit www.hampel-auctions.com for around 6.000 additional images.


652<br />

OWEN DALZIEL,<br />

186 ONDON – 1894<br />

GESELLSCHAFT AM STRAND<br />

Öl auf Leinwand. Doubliert.<br />

40 x 50 cm.<br />

Links unten signiert und datiert „(18)85“.<br />

In bronziertem barockisierendem Rahmen.<br />

Besonders für Strandbilder wie das hier angebotene<br />

war Dalziel bekannt. In diagonalem Boden schiebt sich<br />

die Grenze von feuchtem Sand und flachem Meer in<br />

den Bildhintergrund. Viele Menschen promenieren am<br />

Strand, einige durchbrechen jedoch die natürliche Grenze<br />

und sind nun samt ihrer Spiegelbilder kontrastreich<br />

in die flachen Wellen gesetzt. (1240653) (13)<br />

€ 6.000 - € 8.000<br />

<br />

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103


653<br />

ANTON DOLL,<br />

186 NCHEN – 188 EBENDA<br />

WINTERLANDSCHAFT<br />

Öl auf Leinwand.<br />

98 x 133 cm.<br />

Links unten signiert „A. Doll“ sowie ortsbezeichnet<br />

„München“.<br />

In vergoldetem barockisierenden Rahmen.<br />

Für Doll typische Winterlandschaft mit in den Bildraum<br />

diagonal hineinführendem Weg, welcher von<br />

Kutschen befahren und von Menschen passiert wird.<br />

Am Wegesrand gotisierende Häuser, ein gefrorener<br />

Teich zur Rechten bietet Personen Platz zu winterlichen<br />

Freuden. Der diesige Wintertag, welcher nur im<br />

Vordergrund Sonnenstrahlen zeigt, lässt den Gebirgszug<br />

im Hintergrund verschwommen erscheinen.<br />

(1240662) (13)<br />

€ 8.000 - € 12.000<br />

<br />

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654<br />

OIS IERRE ERWE 18–18<br />

ENE ERBOECKHOEN 19899–1881<br />

HIRTENSZENE MIT KÜHEN UND SCHAFEN VOR<br />

LANDSCHAFT<br />

Öl auf Leinwand. Doubliert.<br />

63 x 86 cm.<br />

Links unten signiert „Louis Verwee“ und „Eug. Verboeckhoven“.<br />

In vergoldetem Prunkrahmen mit Kartuschen.<br />

Durch das weite grüne Tal einer von Bergen umsäumten<br />

Landschaft führt ein Bauer seine kleine Herde<br />

mit Kühen und Schafen auf einem mit zwei Furchen<br />

durchzogenen Weg. Rechts davon hat ein weiterer<br />

Mann seine Herde zur Tränkung an das Ufer eines<br />

flachen Flusses gebracht. Im Schatten auf der linken<br />

Bildseite ein Reiter in Begleitung seines Hundes und<br />

in der Ferne auf hellgrüner Wiese ein Schäfer mit seiner<br />

großen Herde. Idyllische Landschaftswiedergabe<br />

unter hohem wolkigen Horizont im warmen Licht der<br />

Nachmittagssonne. (1240654) (18)<br />

€ 6.000 - € 8.000<br />

<br />

INFO | BID<br />

Detailabbildung<br />

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105


655<br />

DEUTSCHER MALER DES BEGINNENDEN<br />

AHRHNDERTS<br />

BLICK IN DIE SKULPTURENHALLE DES NEUEN<br />

MUSEUMS BERLIN<br />

Öl auf Leinwand.<br />

73 x 93 cm.<br />

Blick in einen Skulpturensaal des im Stil des Klassizismus<br />

und der Neorenaissance errichteten Museumsbaus.<br />

Links und rechts des Saals die auf Sockeln<br />

stehenden antiken Skulpturen, während in der Höhe<br />

durch die Fenster das Sonnenlicht idyllisch in den<br />

Saal und einzelne Skulpturen und Säulen bestrahlt.<br />

In der Bildmitte vier große kannelierte korinthische<br />

Säulen, durch die der Blick in ein bemaltes Gewölbe<br />

und eine breite Pforte fällt, durch die man einen Säulengang<br />

mit einer Figur erkennen kann. Malerische<br />

Darstellung mit gekonnter Lichtführung in zurückhaltender<br />

Farbgebung. Verso Unterlegungen und<br />

wenige Retuschen. (1240681) (18)<br />

€ 6.000 - € 8.000<br />

<br />

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Lot 656<br />

106 HAMPEL ONLINE Visit www.hampel-auctions.com for around 6.000 additional images.


656<br />

ORESTE DA MOLIN,<br />

186 – 191 ABB INKS<br />

MARKUSPLATZ MIT MASKENTRÄGER ZUR ZEIT<br />

DES KARNEVALS<br />

Öl auf Holz.<br />

65 x 100 cm.<br />

Links unten signiert „Oreste da Molin“.<br />

In dekorativem Prunkrahmen.<br />

Blick auf einen teilverschatteten Arkadengang auf dem<br />

Markusplatz, mit zahlreichen maskentragenden Figuren.<br />

Darunter in der Mitte zwei elegant gekleidete<br />

Damen, eine davon mit Fächer und einem kleinen<br />

Hündchen an ihrer Seite am Boden. Die Dame in<br />

blau-beigem Gewand wird gerade von einem dunkel<br />

gekleideten Herren mit Dreispitz angesprochen. Hinter<br />

diesem ein Herr mit langem Spitzhut, der wohl<br />

den Dottore aus der Commedia dell‘<strong>Art</strong>e darstellen<br />

könnte. Von rechts betreten weitere Maskierte den<br />

Durchgang. In der Mitte des Hintergrunds ist beim<br />

Durchblick durch diese Arkade eine Säule mit dem<br />

Stadtheiligen Theodorus zu erkennen, während sich<br />

auf dem Platz weitere kostümierte, Karneval feiernde<br />

Figuren versammelt haben. Harmonische Malerei<br />

in zurückhaltender Farbigkeit. (1241002) (18)<br />

€ 2.500 - € 4.000<br />

<br />

INFO | BID<br />

657<br />

SALOMON CORRODI,<br />

181 EHRATOR – 189 COO<br />

Der Künstler kam bereits 22-jährig nach Rom in den<br />

Künstlerkreis von Joseph Anton Koch (1768-1839),<br />

Franz Ludwig Catel (1778-1856) und Johann Christian<br />

Reinhart (1761-1847). Auch war er mit dem berühmten<br />

Bildhauer Bertel Thorwaldsen (1768/70-1844) eng verbunden.<br />

Die überwiegende Zahl seiner Werke zeigen<br />

römische Ansichten mit zeitgenössischer Figurenstaffage.<br />

Das englische Königshaus sowie Zar Nikolaus<br />

erwarben Werke seiner Hand. 1845 war er Mitbegründer<br />

des deutschen Künstlervereins in Rom, 1853 bis<br />

1856 dessen Präsident. 1875 Gründungsmitglied der<br />

Società degli Acquarellisti in Rom und ab 1888 Ehrenmitglied<br />

der dortigen Accademia di San Luca.<br />

DAS RÖMISCHE FORUM MIT BLICK AUF DEN<br />

SEPTIMIUS SEVERUS-BOGEN<br />

Aquarell und Gouache auf Karton.<br />

Sichtmaß: 37 x 56 cm.<br />

Rechts unten signiert „Sal. Corrodi. Roma 1852“.<br />

Hinter Glas, im klassizistischen Rahmen.<br />

Der Mitte des 19. Jahrhunderts noch nicht bis zu den<br />

Grundmauern freigelegte Bogen steht hier leicht<br />

vertieft unter dem Straßenniveau mit vorgelegtem<br />

Platz. Dieser belebt von einem von Rindern gezogenen<br />

Wagen und Staffagefiguren. Links, leicht erhöht,<br />

Säulen und Tempelreste, hinterfangen vom hohen<br />

Gebäude im Sonnenlicht. (1240672) (3) (11)<br />

SALOMON CORRODI,<br />

181 EHRATOR – 189 COO<br />

THE ROMAN FORUM WITH VIEW OF THE<br />

SEPTIMUS SEVERUS ARCH<br />

Watercolour and gouache on card.<br />

Visible size: 37 x 56 cm.<br />

Signed “Sal. Corrodi. Roma 1852” lower right.<br />

In classical frame behind glass.<br />

€ 30.000 - € 40.000<br />

<br />

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107


658<br />

OSWALD ACHENBACH,<br />

18 DSSEDOR – 19 EBENDA<br />

Zusammen mit seinem Bruder Andreas Achenbach<br />

(1815 - 1910) gehört der Künstler zu den bedeutensten<br />

Landschaftsmalern dieser Zeit.<br />

KLEINE PROZESSION VOM KOLOSSEUM DURCH<br />

EINE BEWOHNTE STRASSE IN ROM<br />

Öl auf Leinwand.<br />

130 x 113 cm.<br />

Links unten signiert „Osw. Achenbach“.<br />

In dekorativem Rahmen.<br />

Im warmen gelb-roten Licht der untergehenden Sonne<br />

führt eine kleine Prozession vom Kolosseum durch<br />

eine belebte Straße, auf deren rechter Seite zahlreiche<br />

Häuser stehen. Ein Hund betrachtet den Kreuzträger<br />

am Anfang der Gruppe. Linksseitig führt ein Weg an<br />

einer Mauer entlang, hinter der zwischen Häusern Pinienbäume<br />

und weitere Pflanzen über den Weg ragen,<br />

auf den sich einige Stadtbewohner mit Kindern gesetzt<br />

haben. Romantische stimmungsvolle Malerei in der<br />

typischen Manier des bekannten Künstlers. Wenige<br />

kleinere Retuschen. Rahmenschäden.<br />

OSWALD ACHENBACH,<br />

18 DSSEDOR – 19 IBID<br />

SMALL PROCESSION THROUGH AN INHABITED<br />

STREET IN FRONT OF THE COLOSSEUM IN ROME<br />

Oil on canvas.<br />

130 x 113 cm.<br />

Signed “Osw. Achenbach” lower left.<br />

In decorative frame.<br />

Literature:<br />

Compare Martina Sitt (ed.), Andreas und Oswald<br />

Achenbach, Das A und O der Landschaft, Cologne<br />

1997, p. 132.<br />

€ 15.000 - € 20.000<br />

<br />

INFO | BID<br />

Literatur:<br />

Vgl. Martina Sitt (Hrsg.), Andreas und Oswald Achenbach,<br />

Das A und O der Landschaft, Köln 1997, S. 132.<br />

(12405311) (1) (18)<br />

659<br />

ANGELO INGANNI,<br />

18 BRESCIA – 188 SSAO<br />

SEITLICHER BLICK AUF DIE KATHEDRALE VON<br />

MAILAND<br />

Öl auf Leinwand. Doubliert.<br />

48 x 37 cm.<br />

Rechts unten betitelt und datiert „1842“, verso auf<br />

Rahmen altes Etikett mit Betitelung, Datierung und<br />

Unterschrift „Angelo Ingrammi“.<br />

In vergoldetem Rahmen.<br />

Unter hohem hellblauem Himmel auf der linken Seite<br />

in Teilansicht der prachtvolle, größtenteils verschattete<br />

Bau des Mailänder Domes. Minutiös herausgearbeitet<br />

die Außenfassade mit den fialengekrönten<br />

Strebepfeilern, den hohen Fenstern und sie flankierenden<br />

Skulpturen. Auf dem sonnenbeschienenen<br />

Platz vor und seitlich des Domes, umrahmt im Hintergrund<br />

und seitlich rechts von Häusern mit runtergelassenen<br />

Markisen, zwei Pferdekutschen, ein Reiter<br />

und zahlreiche spazierende Figuren in Kleidung des<br />

Biedermeier. Hervorragende Malerei in harmonischer<br />

Farbgebung, die Stimmung eines belebten Sommertages<br />

in der Stadt vermittelnd. (1231064) (2) (18)<br />

€ 7.000 - € 9.000<br />

<br />

INFO | BID<br />

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109


660<br />

JACQUES FRANÇOIS CARABAIN,<br />

184 ASTERDA – 19 SCHAERBEEK<br />

Der niederländisch-belgische Künstler studierte an der<br />

Amsterdamer Kunstakademie. Er schuf hauptsächlich<br />

Stadt- und Gebäudeansichten im Stil des „Romantischen<br />

Realismus“.<br />

MALERISCHE ARABISCHE STADTANSICHT MIT<br />

BEDUINEN<br />

Öl auf Leinwand.<br />

52,5 x 30,5 cm.<br />

Links unten signiert „J. Carabain“.<br />

Auf den steinernen Treppenstufen einer engen, von<br />

Häusern gesäumten Gasse einer arabischen Stadt eine<br />

ganz in weiß gekleidete Beduinin. Sie scheint ihren<br />

Blick auf zwei kleine Jungen gerichtet zu haben, einer<br />

davon mit roter Kopfbedeckung, die vor einem großen<br />

Eingang zu einem Haus stehen. Im schattigen Hintergrund<br />

sind vor einem Haus weitere Figuren zu erkennen<br />

sowie ein Mann in Rückenansicht, der hinter der<br />

Frau die Stufen hinaufsteigt. Das Licht strahlt aus nicht<br />

sichtbarer Quelle von links oben auf diese alte Gasse<br />

und verschattet zumeist den linken Teil der alten Häuser.<br />

Malerische Ansicht in zurückhaltender Farbigkeit.<br />

(1241632) (1) (18)<br />

€ 5.000 - € 7.000<br />

<br />

INFO | BID<br />

<br />

JOSEP TAPIRO Y BARO,<br />

186 – 191<br />

ZWEI MUSIZIERENDE ARABER VOR EINER HÖHLE<br />

Öl auf Holz.<br />

20 x 13 cm.<br />

Rechts unten signiert „J Tapiro Roma“.<br />

In vergoldetem Prunkrahmen.<br />

Zwei Araber, davon einer in Rückenansicht, in weißer<br />

Kleidung aus Leinen und mit einem blauen beziehungsweise<br />

mit einem beigen Tuch um den Kopf, stehen mit<br />

ihren Lauten auf steinigem Boden mit kleinen roten<br />

Blumen vor einer teils begrünten Grotte, in der ein Paar<br />

sitzt. Feine qualitätvolle Malerei.<br />

Provenienz:<br />

Laut altem rückseitigen Aufkleber:<br />

Levi Z. Leiter<br />

Collection, Chicago (1883-1934).<br />

Barry Collection (1934-1948).<br />

The Barnes Collection.<br />

Ausstellung:<br />

New York, Metropolitan Museum of <strong>Art</strong>, Loan Collection<br />

of paintings and sculpture in the West Galleries<br />

and the Grand Hall, 1881-1883, Nr. 191 (als „The<br />

Musicans“). Siehe auch rückseitige Aufkleber.<br />

(12401112) (18)<br />

JOSEP TAPIRO Y BARO,<br />

186 – 191<br />

TWO ARABS OUTSIDE A CAVE MAKING MUSIC<br />

Oil on panel.<br />

20 x 13 cm.<br />

Signed “J Tapiro Roma” lower right.<br />

In magnificent gilt frame.<br />

Provenance:<br />

According to old label on the reverse:<br />

Levi Z. Leiter Collection, Chicago (1883-1934).<br />

Barry Collection (1934-1948).<br />

The Barnes Collection.<br />

Exhibition:<br />

New York, Metropolitan Museum of <strong>Art</strong>, Loan<br />

Collection of paintings and sculpture in the West<br />

Galleries and the Grand Hall, 1881-1883. no. 191<br />

(as “The Musicans”). See label on the reverse.<br />

€ 17.000 - € 25.000<br />

<br />

INFO | BID<br />

110 HAMPEL ONLINE Visit www.hampel-auctions.com for around 6.000 additional images.


662<br />

ALBERT FLAMM,<br />

18 KN – 196 DSSEDOR<br />

BLICK AUF CAPRI<br />

Öl auf Leinwand.<br />

70 x 100 cm.<br />

Rechts unten signiert „a.flamm capri“.<br />

In dekorativem Prunkrahmen.<br />

Von leicht erhöhtem Standpunkt aus Blick auf eine<br />

romantisch gelegene Bucht, mit schroffen Felsen,<br />

einigen Bäumen und einer in den hohen hellblauen<br />

Himmel ragenden Palme. Am steinigen Ufer haben<br />

sich einige Figuren niedergelassen, eine davon ist<br />

gerade im Begriff, im türkis schimmernden Wasser<br />

schwimmen zu gehen. Zudem sind zwei Wäscherinnen<br />

am Ufer zu erkennen. Malerische Wiedergabe<br />

mit Blick in der Ferne auf die Insel unter hohem<br />

Himmel mit großen weißen Wolkenforma tionen, die<br />

Stimmung eines herrlichen Sommertages vermittelnd.<br />

Verso eine kleine Unterlegung. Rahmenschäden.<br />

(12404218) (18)<br />

€ 6.000 - € 8.000<br />

<br />

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663<br />

AGAPIT STEVENS,<br />

1849 BRSSE – 1914 WATERAE<br />

MUTTER MIT KIND IN ORIENTALISCHEM<br />

INTERIEUR<br />

Öl auf Leinwand. Doubliert.<br />

111 x 71 cm.<br />

Rechts oben signiert "Agapit Stevens".<br />

In vergoldetem Prunkrahmen.<br />

In einem orientalischen Innenraum eine stehende<br />

schwarzhaarige Schönheit in glänzendem türkisfarbenem,<br />

mit Goldmuster versehenem Gewand, goldenem<br />

Kopfschmuck und Korallenkette, ein auf ihrem rechten<br />

Arm sitzendes nacktes Kind hochhaltend, mit dem sie<br />

sich gemeinsam in einem Handspiegel in ihrer linken<br />

Hand betrachtet. Im Hintergrund in der Ecke hängend<br />

sowie am Boden stehend diverse orientalische Gegenstände,<br />

wie eine Karaffe, ein kleines Kästchen mit<br />

Intarsien und ein Fächer. Die liebevolle Darstellung von<br />

Mutter und Kind in einem weichen Licht mit gekonnt<br />

gesetzten Hell-Dunkel-Partien. Kleine Retuschen.<br />

(12401113) (18)<br />

€ 9.000 - € 12.000<br />

<br />

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664<br />

HENRY SCHOUTEN,<br />

1864 INDONESIEN – 19 ENT<br />

Der Künstler war ein belgischer Tier- und Landschaftsmaler.<br />

REITENDE BEDUINEN IN DER WÜSTE<br />

Öl auf Holz.<br />

70 x 100 cm.<br />

Rechts unten signiert.<br />

In dekorativem Rahmen.<br />

Unter hohem sonnigen Himmel eine Männerschar<br />

von Arabern, meist in Gewändern mit weißer Kopfbedeckung,<br />

auf edlen Pferden durch die karge Wüstenlandschaft<br />

reitend und dabei Staub aufwirbelnd. Sie<br />

scheinen sich einer in der Ferne liegenden Oase mit<br />

grünen Palmen nähern zu wollen. Malerei in überwiegend<br />

beiger und türkiser Farbgebung. Für den Künstler<br />

eher seltenes Motiv. (1240123) (18)<br />

€ 6.000 - € 8.000<br />

<br />

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113


665<br />

MARIANO BARBASÁN,<br />

1864 SARAOSSA – 194 EBENDA<br />

INTERIEUR MIT TEE TRINKENDEM BERBER<br />

Öl auf Holz.<br />

31,5 x 19,5 cm.<br />

Rechts oben signiert und datiert „M Barbasan 1884“.<br />

In vergoldetem Rahmen.<br />

In einem Innenraum auf einem blauen Seidenkissen<br />

sitzend, den Rücken dabei an eine weiße, mit farbigem<br />

Streifen versehene Wand gelehnt, ein Berber in<br />

orientalischem Gewand, aus dem die Griffe zweier<br />

Dolche herausragen, und mit weißem Turban. Seine<br />

nackten Füße auf einem roten gemusterten Teppich,<br />

auf dem neben ihm ein eckiger Holztisch steht. Auf<br />

dessen Platte eine gläserne Henkelkanne und eine<br />

Tasse. Das Licht fällt aus unbekannter Quelle von links<br />

oben herab und wirft leichte Schatten. Feine Malerei,<br />

dabei die Stoffe besonders herausgearbeitet.<br />

(1240119) (18)<br />

€ 4.000 - € 6.000<br />

<br />

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666<br />

AUGUST JOHANNES LEGRAS,<br />

1864 – 191<br />

ORIENTALISCHER KAMELMARKT<br />

Öl auf Leinwand.<br />

50 x 69 cm.<br />

Rechts unten signiert und datiert „AUG. LEGRAS.<br />

1896“.<br />

In dekorativem Prunkrahmen.<br />

Auf einem großen Platz eines nordafrikanischen Dorfes,<br />

umgeben von weißen Häusern, haben sich zum Markt<br />

zahlreiche Araber versammelt, um ihre Kamele zum<br />

Verkauf anzubieten. Die Männer tragen überwiegend<br />

lange weiße Gewänder mit passender Kopfbedeckung,<br />

farblich aufgelockert durch einige wenige rote Kleidungstücke<br />

und rote Kopfbedeckungen. Bei wolkenlosem,<br />

hellblauem Himmel fällt das gleißende Licht<br />

auf die Händler und ihre Kunden herab und wirft entsprechend<br />

Schatten. Atmosphärische Malerei.<br />

Anmerkung:<br />

Auf vielen Gemälden des Künstlers finden sich nordafrikanische<br />

Motive wieder, die meist in Tunesien<br />

oder Algerien verortet sind; teils werden auch Orte<br />

wie Tunis oder Kairouan genannt. (1240122) (18)<br />

€ 7.000 - € 9.000<br />

<br />

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667<br />

CHARLES THÉODORE FRÈRE,<br />

1814 ARIS – 1888 EBENDA<br />

DIE KOLOSSE VON MEMNON<br />

Öl auf Holz.<br />

31 x 51,5 cm.<br />

Links unten signiert „Th. Frère“ und beschriftet<br />

„Colossus de Memnon, Thebes“.<br />

In vergoldetem Rahmen.<br />

Die beiden nebeneinanderstehenden altägyptischen<br />

Kolossalstatuen aus dem 14. Jh. v. Chr. im Mittelpunkt<br />

des Gemäldes. Sie befinden sich im weiten Niltal, in<br />

dem auch einige Beduinen ihre Zelte aufgeschlagen<br />

haben. Im Vordergrund sieht man zudem ein sitzendes<br />

Dromedar und rechts zwei weitere. Im Hintergrund<br />

der weite ansteigende Gebirgszug und weitere<br />

Tempelanlage mit einer kleinen Karawane. Die von<br />

nicht sichtbarer Stelle links einfallende Sonne wirft nur<br />

einen leichten Schatten. Das Bild strahlt Ruhe aus, die<br />

fast monochrom beigetonige Farbgebung verleiht den<br />

beiden Kolossen, die in einen durchgehend blauen<br />

Himmel ragen, Würde und besondere Aufmerksamkeit.<br />

Kleine Rahmenschäden. (1240114) (18)<br />

CHARLES THÉODORE FRÈRE,<br />

1814 ARIS – 1888 IBID<br />

THE COLOSSI OF MEMNON<br />

Oil on panel.<br />

31 x 51.5 cm.<br />

Signed “Th. Frère” lower left and inscribed “Colossus<br />

de Memnon, Thebes”.<br />

In gilt frame.<br />

Minor frame damage.<br />

€ 14.000 - € 20.000<br />

<br />

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115


668<br />

MICHELE CAMMARANO,<br />

18 NEAE – 19 Z<br />

BILDNIS EINES ORIENTALEN<br />

Öl auf Leinwand, auf Karton aufgezogen.<br />

48 x 40 cm.<br />

Rechts unten eventuell ein Rest der Signatur.<br />

In geschnitztem und vergoldetem Rahmen.<br />

Der eigentlich auf Schlachtenszenen spezialisierte<br />

Maler hielt sich seit 1887 in Massawa in Eritrea auf,<br />

und es ist sehr gut möglich, dass dieses ausdrucksstarke<br />

wie einfühlsame Portrait hier entstand. Das fein<br />

geschnittene Gesicht lässt er gegenüber der im flotten<br />

Pinselduktus wiedergegebenen Kleidung kontrastieren.<br />

Rückwärtig verkleidet. Ränder mit Retuschen.<br />

Literatur:<br />

Vgl. Michele Biancale, Michele Cammarano, <strong>Art</strong>i<br />

Grafiche Bertarelli, 1936.<br />

Vgl. Paolo Ricci, Michele Cammarano, Exhibition<br />

catalog, Società Promotrice di Belle <strong>Art</strong>i, Salvator<br />

Rosa, 1959. (1240348) (13)<br />

€ 2.500 - € 3.500<br />

<br />

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669<br />

GIUSEPPE AURELI,<br />

188 RO – 199 ANZIO<br />

MÜSSIGGANG IN EINEM HAREM<br />

Aquarell/ Bleistift auf Papier.<br />

43,5 x 55,5 cm.<br />

Rechts unten signiert und ortsbezeichnet „G. Aureli<br />

Rome“.<br />

Hinter Glas in vergoldetem Rahmen.<br />

In einem orientalischen Palast mit gekachelten Wänden<br />

und edlen Teppichen an Wand und Boden zwei junge<br />

Frauen auf einer steinernen Bank. Die Sitzende in einem<br />

faltenreichen blauen Gewand mit bestickten roten<br />

Pantoffeln, silberner Kette und einem um die Haare gebundenen<br />

Tuch, die Liegende in rot glänzender Seidenhose,<br />

weißer Bluse mit blauer Samtweste und Schmuck<br />

um den Hals und auf dem Kopf. Am linken Bildrand ein<br />

Tisch mit Wasserpfeife. Feine Malerei in vielen weichen<br />

abgestuften Farbtönen, einen ruhigen Tag in einem Harem<br />

vermittelnd.<br />

Anmerkung:<br />

Der Künstler besuchte die Kunstakademie von San<br />

Luca. Er machte sich einen Namen als Historienmaler<br />

und Portraitmaler der italienischen Königsfamilie. Ein<br />

weiterer Themenkreis waren orientalische Motive wie<br />

Harems- und Basarszenen. (12418918) (18)<br />

€ 5.800 - € 6.200<br />

<br />

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117


670<br />

AER DES 19 AHRHNDERTS<br />

BLICK AUF DIE MOSCHEE VON KONSTANTINOPEL<br />

Aquarell auf Papier.<br />

Ca. 15,5 x 26 cm.<br />

Rechts unten in der Darstellung bezeichnet „CODAN“,<br />

links unten unterhalb der Darstellung betitelt.<br />

Hinter Glas gerahmt. Nicht geöffnet.<br />

Malerischer Blick auf die weiße Moschee mit ihren vier<br />

Minaretten, umgeben von zahlreichen Häusern, unter<br />

hellblauem Himmel. Im Vordergrund eine lange Reihe<br />

von Figuren, meist in langen weißen Gewändern mit<br />

Kopfbedeckung, sowie ein Pferd, ein Esel und einige<br />

Kamele. (1240347) (18)<br />

€ 600 - € 800<br />

<br />

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<br />

AER DES 19 AHRHNDERTS<br />

ANSICHT DES HAFENS VON BOSTON<br />

Gouache auf fünf zusammengefügten Blättern, auf<br />

Karton. Aus einer Wandvertäfelung.<br />

115 x 231 cm.<br />

Von einer Uferseite mit Händlern, lagernden Fässern<br />

und angelegten beladenen Booten, Blick über den<br />

Fluss auf die Stadt mit ihren prächtigen Gebäuden<br />

und zahlreichen Kirchen. Auf der linken Bildseite<br />

mehrere ankernde Segelschiffe, auf dem Fluss selbst<br />

diverse Boote, darunter auch ein Dampfer. Auf der<br />

rechten Bildseite eine Mühle am Hafen, dahinter die<br />

hochragende Takelage von mehreren ankernden Segelschiffen.<br />

Malerei in überwiegend weichen blauen und<br />

grauen sowie rötlichen Farbtönen vor weiß-grauem<br />

Himmel. Diverse Gebrauchssp., wie leichte Flecken,<br />

Einrisse, teils berieben. (12402615) (18)<br />

€ 6.000 - € 8.000<br />

<br />

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672<br />

DAVID ROBERTS,<br />

196 EDINBRH – 1864 ONDON<br />

BLICK ÜBER DEN CANAL GRANDE IN VENEDIG<br />

Öl auf Leinwand.<br />

40,5 x 61 cm.<br />

Links unten signiert „David Roberts“ und datiert<br />

„1846“.<br />

In vergoldetem Prunkrahmen.<br />

Blick von erhöhtem Standpunkt auf den türkis-blau<br />

schimmernden Canal Grande, auf dem gerade eine<br />

Gondel zu sehen ist, auf eine kleinere Brücke und auf<br />

links und rechts davon flankierende Gebäude. Auf der<br />

linken Seite ist die Basilika San Pietro di Castello zu<br />

erkennen mit dem hohen Glockenturm. Am linken Ufer<br />

sind zudem einige ankernde Segelboote mit Figuren<br />

zu sehen. Stimmungsvolle Malerei, bei der sich Boote<br />

und Gebäude teilweise im Wasser wiederspiegeln,<br />

unter hohem sommerlichen hellblauen Himmel. Kleinere<br />

Rahmenschäden. (1241506) (18)<br />

DAVID ROBERTS,<br />

196 EDINBRH – 1864 ONDON<br />

VIEW OF THE GRAND CANAL IN VENICE<br />

Oil on canvas.<br />

40.5 x 61 cm.<br />

Signed “David Roberts” lower left and dated “1846”.<br />

In magnificent gilt frame.<br />

€ 10.000 - € 20.000<br />

<br />

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119


673<br />

AER DES 19 AHRHNDERTS<br />

VEDUTE VON HONGKONG<br />

Öl auf Holz.<br />

22,5 x 62,5 cm.<br />

In ebonisiertem Holzrahmen.<br />

Darstellung von Victoria Harbour auf Hongkong Island<br />

im 19. Jahrhundert mit zahlreichen verschiedenen<br />

Segelschiffen und Raddampfern. Malschicht minimal<br />

verlustig, Rahmen minimal besch. Rückwärtiges Etikett<br />

eines englischen Malgrundherstellers.<br />

(1240354) (13)<br />

€ 2.500 - € 3.500<br />

<br />

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674<br />

FRANZ SERAPH VON LENBACH,<br />

186 SCHROBENHASEN – 194 NCHEN<br />

1882 geadelt, seiner Zeit einer der bekanntesten und<br />

gesuchtesten Portraitisten Europas, von dem sich<br />

bedeutende Persönlichkeiten wie Bismarck, die deutschen<br />

Kaiser, aber auch der österreichische Kaiser<br />

Franz Joseph und Papst Leo XIII portraitieren ließen.<br />

PORTRAIT DER PRINZESSIN VIKTORIA VON<br />

PREUSSEN (1866-1929)<br />

Kohle auf Karton, partiell koloriert.<br />

49 x 37 cm.<br />

In schlichtem Holzrahmen hinter Glas gerahmt.<br />

Nach rechts gerichtetes Profilbildnis der Tochter von<br />

Kaiser Friedrich III (1831-1888) und Schwester des<br />

Kaisers Wilhelm II. Etwas fleckig.<br />

Anmerkung:<br />

Rückwärtig Nachlassstempel mit Nr. 28 und Echtheitsbestätigung<br />

von Lolo von Lenbach, München,<br />

6. Februar 1937. (1240044) (13)<br />

€ 2.000 - € 3.000<br />

<br />

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675<br />

AER DES 19 AHRHNDERTS<br />

DER RAUB DER SABINERINNEN<br />

Öl auf Leinwand. Doubliert.<br />

75 x 105 cm.<br />

In vergoldetem Rahmen.<br />

Die Darstellung geht auf eine Sage zurück, nach der<br />

Romulus die Bewohner der benachbarten Städte von<br />

Rom zu einem großen Kampfspiel eingeladen hatte.<br />

Besonders zahlreich waren die Sabiner mit ihren Familien<br />

gekommen. Während der Spiele stürzten sich die<br />

römischen Krieger auf die kaum bewaffneten Gäste<br />

und ergriffen alle unverheirateten jungen Frauen, da<br />

es zu diesem Zeitpunkt in Rom an Frauen mangelte.<br />

Dargestellt die figurenreiche Szene von Männern,<br />

teils in Rüstung mit Helm, wie sie junge Frauen ergreifen<br />

und in ihren Armen versuchen davonzutragen. Im<br />

Hintergrund die Bauten der Stadt Rom, auf der rechten<br />

Bildseite scheint dabei der Herrscher der Stadt<br />

auf einem flachen Gebäude neben einem Opferfeuer<br />

zu stehen und dem Treiben zuzuschauen. Im Hintergrund<br />

die bergige Landschaft unter hohem Himmel<br />

mit weißen Wolkenformationen. Einige Retuschen.<br />

(12404217) (18)<br />

€ 6.000 - € 8.000<br />

<br />

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121


676<br />

EUGEN ALFONS VON BLAAS,<br />

184 ABANO AZIAE – 191 ENEDI<br />

Der in Italien geborene Maler war Sohn des bekannten<br />

österreichischen Malers Carl von Blaas (1815-1894),<br />

bei dem er auch seinen ersten Unterricht erhielt. Wie<br />

sein Vater hielt auch er später eine Professur an der<br />

Akademie in Venedig. Er wurde bekannt durch seine<br />

Genrebilder.<br />

JUNGE BEIM SCHÄLEN EINER ORANGE<br />

Öl auf Leinwand.<br />

38 x 24,5 cm.<br />

Rechts oben signiert „E. de Blaas“ und datiert<br />

„1889.24/12.“<br />

In dekorativem Rahmen.<br />

Beigegeben eine Echtheitsbestätigung von Leonhard<br />

Pelloth, Sachverständiger, München, vom 10. April<br />

2009.<br />

Im Mittelpunkt, vor grünlichem Hintergrund, ein Knabe<br />

in weißem Hemd, hellblauer Hose mit schwarzem<br />

Gürtel und einem blauen Tuch über den Schultern, das<br />

im Brustbereich geknotet ist. Er trägt auf seinen<br />

schwarzen Haaren einen kleinen beigen Strohhut.<br />

Seinen Kopf und die Augen hat er nach unten gesenkt<br />

auf die Orange, die er in seinen Händen hält und voller<br />

Konzentration schält. Qualitätvolle feine Malerei, in<br />

der typischen Manier des Künstlers. (1241503) (18)<br />

EUGEN ALFONS VON BLAAS,<br />

184 ABANO AZIAE – 191 ENICE<br />

BOY PEELING AN ORANGE<br />

Oil on canvas.<br />

38 x 24.5 cm.<br />

Signed “E. de Blaas” top right and dated<br />

“1889.24/12.”<br />

In decorative frame.<br />

Accompanied by a certificate of authenticity by expert<br />

Leonhard Pelloth, Munich dated 10 April 2009.<br />

€ 15.000 - € 25.000<br />

<br />

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677<br />

HENRI PIERRE PICOU,<br />

184 – 189<br />

ALLEGORIE DES LEBENS<br />

Öl auf Leinwand. Doubliert.<br />

61 x 81 cm.<br />

Rechts unten auf Steinsockel signiert und datiert<br />

„Henry Picou 1877“.<br />

Ungerahmt.<br />

Auf der überdachten Veranda eines Hauses, auf die von<br />

links die Sonne hereinfällt, eine junge sitzende Frau in<br />

weiß-hellblauem Kleid, in ihren leicht erhobenen Händen<br />

einen aufgewickelten Faden haltend. Hinter ihr ein<br />

kleiner Putto mit Flügeln, der sie liebevoll umarmt. Ihr<br />

gegenüber sitzt eine alte Frau in braunem Gewand und<br />

weißer Kopfbedeckung, ein Knäuel in der einen Hand<br />

haltend, den damit verbunden langen Faden in der anderen<br />

Hand. Die Frau hat neben ihr einen Korb stehen<br />

mit mehreren farbenfrohen Knäueln. Zwischen beiden<br />

Frauen steht zudem ein Spinnrad. Im Hintergrund<br />

schaut ein weiterer Putto hinter einer Abgrenzung und<br />

einem zur Seite gezogenen, langen grünen Vorhang<br />

hervor. Bei der Darstellung dürfte es sich um eine<br />

Allegorie handeln, die Bezug nimmt auf den „Faden<br />

des Lebens“. Feine Malerei in meist weicher Farbgebung.<br />

Wenige Retuschen, teils berieben.<br />

(1231063) (2) (18)<br />

HENRI PIERRE PICOU,<br />

184 – 189<br />

ALLEGORY OF LIFE<br />

Oil on canvas. Relined.<br />

61 x 81 cm.<br />

Signed and dated “Henry Picou 1877” lower right on<br />

stone base.<br />

Unframed.<br />

With minor retouching, partially rubbed.<br />

€ 10.000 - € 12.000<br />

<br />

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123


678<br />

AER DES 19 AHRHNDERTS<br />

BLUMENSTILLLEBEN<br />

Öl auf Leinwand. Doubliert.<br />

45 x 65 cm.<br />

Auf einer Holzplatte vor braunem Hintergrund ein<br />

geflochtener flacher Korb mit einem prachtvoll arrangierten<br />

Blumenbouquet, u.a. aus Rosen, Tulpen,<br />

Klatsch mohn und Narzissen. Rechts daneben stehend<br />

ein Wasserglas mit kleinblütigen Blumen. Auf<br />

dem Brett zudem eine rote Tulpe und eine bläuliche<br />

Blume liegend. Farbenfrohe Malerei ganz im Stile<br />

alter Vorbilder. Rand min. berieben.<br />

(1240735) (1) (18)<br />

€ 4.000 - € 6.000<br />

<br />

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679<br />

PIETRONELLA PETERS,<br />

1848 STTTART – 194 EBENDA<br />

MIT PUPPENSTUBE SPIELENDE MÄDCHEN<br />

Öl auf Leinwand.<br />

27 x 21,5 cm.<br />

Rechts unten signiert „Pietronella Peters“.<br />

In vergoldetem Prunkrahmen.<br />

In einem vornehmen Interieur zwei junge Mädchen,<br />

ganz in das Spiel mit einem Puppenhaus vertieft. Eines<br />

der Mädchen sitzt auf einem kleinen Holzstuhl in einem<br />

mit Spitze besetzten Kleidchen und großer, auf<br />

dem Rücken gebundener, rosa Schleife. Sie hat ihre<br />

Arme in der nach vorne und oben offenen, auf einem<br />

hohen Lehnstuhl stehenden Puppenstube. Rechts von<br />

ihr stehend ein größeres Mädchen mit dunkelblondem<br />

Haar, in dem eine braune Schleife steckt, und weißer<br />

Bluse, darüber ein blau-weiß gestreiftes Kleidchen. In<br />

ihrer Hand, hinter dem Rücken, hält sie eine Puppe,<br />

die sie jedoch nicht so sehr interessiert wie die mit<br />

rotem Stoff bezogenen Wände der Puppenstube, auf<br />

die sie angetan herabblickt. Liebevolles typisches<br />

Motiv der Künstlerin, die sich auf Gemälde mit spielenden<br />

Kindern spezialisiert hat. (1241354) (18)<br />

€ 3.000 - € 5.000<br />

<br />

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680<br />

THÉODORE GERARD,<br />

189 ENT – 189 AEKEN BRSSE<br />

BÄUERLICHE FAMILIE MIT ZURÜCKGEKEHRTER<br />

ZIEGE<br />

Öl auf Leinwand. Doubliert.<br />

98 x 76,5 cm.<br />

Rechts unten signiert und datiert „Theodore Ferard<br />

1872“.<br />

In dekorativem Prunkrahmen.<br />

Vor dem hölzernen Eingang eines einfachen Hauses<br />

sitzt im hellen Sonnenlicht eine junge Mutter in rotweiß<br />

gestreiftem langen Rock und hält in ihren Armen<br />

ein kleines Kind, das sich ihr liebevoll mit ausgestrecktem<br />

linken Arm zuwendet. Die Frau blickt auf einen<br />

unterhalb eines Baumes stehenden jungen Mann mit<br />

hellem Mantel und Kopfbedeckung, der seine linke<br />

Hand nach unten ausstreckt und unter dem rechten<br />

Arm einen längeren Stock hält. Anscheinend hat er<br />

gerade eine entlaufene Ziege zurückgebracht, die vor<br />

dem Türeingang steht und freudig von einem Jungen<br />

gestreichelt wird. Auch zwei Mädchen, im Schatten<br />

des Eingangs stehend, betrachten die Ziege. Zudem<br />

steht eine ältere Frau mit ausgebreiteten Armen in<br />

der Haustür und wirkt überrascht sowie glücklich<br />

über die Rückkehr. Erzählerische Genremalerei mit<br />

fein gemalter Physiognomie der Gesichter und stimmungsvoller<br />

Licht- und Schattenauffassung. Wenige<br />

kleinere Retuschen. (1240651) (18)<br />

€ 5.000 - € 7.000<br />

<br />

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125


ALBERT MARIE LEBOURG,<br />

1849 ONTORTSRRISE – 198 ROEN<br />

Französischer Impressionist. Er gehörte zum Freundeskreis<br />

von Degas, Monet und Sisley. Bedeutender<br />

Maler der sogenannten Schule von Rouen, Schüler<br />

von Gustave Morin. Stellte bereits 1876 neben Claude<br />

Monet, Alfred Sisley und Renoir aus.<br />

PARISER STRASSENSZENE<br />

Aquarell auf Papier.<br />

Sichtmaß: 17,5 x 25,2 cm.<br />

Links unten signiert „a. Lebourg“.<br />

In vergoldeter Leiste, hinter Glas und Passepartout<br />

gerahmt.<br />

Als er 1879 in der Impressionistenausstellung neben<br />

Renoir, Sisley und Monet debütierte, hatte er schon<br />

mehrere Stationen hinter sich, in denen er in Rouen<br />

studierte, bevor er nach Algier auswanderte. Hier<br />

sehen wir eine impressionistisch aufgefasste Straßenszene<br />

aus Paris in herrlich warmen Farben eines<br />

Nachmittags im Sommer. Ungeöffnet.<br />

(1241343) (13)<br />

€ 6.000 - € 8.000<br />

<br />

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682<br />

LODEWIJK JOHANNES KLEYN,<br />

181 – 189 DEN HAA<br />

EIN RUHIGER TAG AN DER SEE<br />

Öl auf Holz.<br />

26 x 36 cm.<br />

Rechts unten signiert „L.J. Kleijn“.<br />

In dekorativem Rahmen.<br />

Im malerisch warmen Licht des Sonnenuntergangs der<br />

gelblich verfärbte hohe Himmel und die ruhige See mit<br />

einigen Segelbooten. Auf der rechten Bildseite ein befestigter<br />

Kai, an dem bereits zahlreiche Segelboote angelegt<br />

haben. Im Vordergrund ein kleiner Uferabschnitt<br />

mit Gras und kleineren roten Blümchen. Stimmungsvolle<br />

Malerei in der typischen Manier des Künstlers.<br />

Kleinere Retuschen. (1241323) (1) (18)<br />

€ 4.000 - € 6.000<br />

<br />

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126 HAMPEL ONLINE Visit www.hampel-auctions.com for around 6.000 additional images.


683<br />

LODEWIJK JOHANNES KLEYN,<br />

181 – 189 DEN HAA<br />

WINTERLICHES EISVERGNÜGEN MIT<br />

WINDMÜHLEN<br />

Öl auf Leinwand. Doubliert.<br />

46 x 64 cm.<br />

Rechts unten signiert „LJ Kleijn“.<br />

In dekorativem Rahmen.<br />

Blick auf einen zugefrorenen niederländischen Fluss<br />

mit zahlreichen schlittschuhlaufenden oder schlittenfahrenden<br />

Figuren. Am rechten Uferrand ein altes Gehöft<br />

und eine große stattliche Windmühle. Linksseitig in der<br />

Ferne die Silhouette einer Stadt mit weiteren Windmühlen<br />

und hochragenden Gebäuden, dazu einige erkennbare<br />

Schiffsmasten. Stimmungsvolle Malerei mit<br />

hohem blauen Horizont mit weißen Wolken im Licht<br />

der spätnachmittäglichen Sonne. Für den Künstler typisches<br />

Motiv. (1241324) (1) (18)<br />

€ 9.500 - € 12.000<br />

<br />

INFO | BID<br />

Lot 682<br />

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127


RUSSIAN<br />

A R T


684<br />

ABENDAHSKECH<br />

Höhe: 23,5 cm.<br />

Russland, 19. Jahrhundert.<br />

Metall, graviert, partiell vergoldet. Profilierter Fuß mit<br />

aufseitigen gravierten Heiligendarstellungen in rankenumwundenen<br />

Medaillons. Genodeter Schaft und gravierte<br />

Kuppa mit Heiligendarstellungen und umlaufender<br />

Inschrift. (12401337) (13)<br />

€ 1.500 - € 2.500<br />

<br />

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685<br />

SIBERNER DECKEOKA<br />

Höhe: 40,5 cm.<br />

Gewicht: 550 g.<br />

Keine für uns identifzierbaren Punzen.<br />

Deutschland, Anfang 20. Jahrhundert.<br />

Silber, getrieben, gedrückt, ziseliert, innen vergoldet.<br />

Gotische gefußte Form mit balustriertem Schaft mit<br />

plastischen Fischblasen. Wandung mit Monogramm<br />

und Daten 1886-1911 sowie Wappen. Umlaufende Inschrift<br />

„Dem Stadtverordneten Herrn Wilhelm Redicker<br />

in dankbarer Anerkennung der 25 Jahre lang der<br />

Stadt Hamm geleisteten treuen Dienste / Die Stadt<br />

Hamm Westf. 1911.“. Steckdeckel mit Vasenknauf.<br />

Leicht gedellt. (12414744) (13)<br />

€ 200 - € 300<br />

<br />

INFO | BID<br />

686<br />

SILBERBÜSTE ZAR PETER DER GROSSE AUF<br />

HOHE SIBERSOCKE<br />

Gesamthöhe: 38 cm.<br />

Sockel und Büste einzeln gemarkt: Silberstempel<br />

„84“, Jahresstempel „1896“ sowie Silberschmiedstempel<br />

„Morosoff“ neben Doppeladler.<br />

Russland, 1896.<br />

Die Büste zeigt den Herrscher Russlands in <strong>Art</strong> einer<br />

Caesarenbüste mit Rüstung und umgelegter, an der<br />

Schulter geknoteter Toga, auf dem Haupt ein Lorbeerkranz.<br />

Das Gesicht physiognomisch nach Bildnissen<br />

des Zaren mit Lippenbart. Am Büstenansatz ein kleiner<br />

Zwischensockel mit kyrillischer Aufschrift. Der<br />

hohe Silbersockel in Form eines kannelierten Säulenstumpfes<br />

mit umlaufendem Rundfuß mit Zungenblattfries.<br />

An der Vorderseite erhabene Wappenkartusche<br />

mit legiertem Monogramm „PP“, überkreuzt, darüber<br />

Zarenkrone. Quadratischer schwarzer Basissockel.<br />

(12414912) (11)<br />

SILVER BUST OF TSAR PETER THE GREAT ON<br />

TALL SILVER PEDESTAL<br />

Total height: 38 cm.<br />

Base and bust hallmarked separately: silver hallmark<br />

“84”, date stamp “1896” and silversmith´ mark "Morosoff”<br />

next to double eagle.<br />

Russia, 1896.<br />

Cartouche with coat of arms on the front with crossed<br />

“PP” monogram in ligature and surmounted by the<br />

Imperial crown of Russia. Square black pedestal.<br />

€ 10.000 - € 12.000<br />

<br />

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687<br />

FEDOR IVANOVICH GROSS,<br />

18 SIEROO – 189 KERCH<br />

KHANPALAST VON BACHTSCHYSSARAJ<br />

82 x 108 cm.<br />

Links unten signiert.<br />

Russland, 19. Jahrhundert.<br />

In bronziertem Rahmen.<br />

Der Maler, Lithograph und Archäologe wurde in eine<br />

bereits künstlerisch geprägte Familie geboren – Johann<br />

Ludwig Gross war deutscher Auswanderer, von welchem<br />

er die Malerei erlernte. Dieser war Zeichenlehrer<br />

am Gymnasium von Simferopol, wo Gross die Schule<br />

besuchte. Er bereiste viel die Krim und fertigte weit verbreitete<br />

Lithografien an mit Ansichten der Krim. Hier<br />

ist der Khanpalast von Bachtschyssaraj dargestellt, dessen<br />

älteste Bestandteile in das 16. Jahrhundert zurückreichen,<br />

in sommerlichen Farben mit Hügeln in Luftperspektive,<br />

vor denen sich Zypressen im Park des<br />

Palastes nebst seiner Figurenstaffage wirkungsvoll<br />

absetzen. (1221891) (13)<br />

€ 5.000 - € 7.000<br />

688<br />

ORTRAIT EINES BRTIEN<br />

66 x 49 cm.<br />

Öl auf Leinwand.<br />

Rückwärtig mit altem Sammlungsetikett.<br />

Russland, 19. Jahrhundert.<br />

Brustportrait eines bärtigen Mannes mit nach rechts gewandtem<br />

Blick. Die gerade noch erkennbaren Schulterklappen<br />

könnten ein Hinweis auf einen militärischen<br />

Hintergrund der dargestellten Person sein. In italienischem<br />

ebonisierten und mit Akanthusschnitzerei verziertem<br />

Rahmen. Rahmen minimal besch.<br />

(1241213) (3) (13)<br />

€ 2.500 - € 3.000<br />

<br />

<br />

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689<br />

WEIHWASSERBECKEN<br />

Höhe: 21,8 cm.<br />

Italien, 20. Jahrhundert.<br />

Passige Wandkartusche mit Malachitbelag. Darauf aus<br />

Akanthus und kannelierter Vase gebildetes vergoldetes<br />

Relief, welches unten in einer Weihwasserschale mit<br />

reliefiertem Stern endet. Vergoldung minimal berieben.<br />

Rückwärtig mit kleiner Aufhängung. (1240632) (13)<br />

€ 150 - € 300<br />

<br />

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690<br />

AAR RSSISCHE EIREKANDEABER<br />

Höhe: 51 cm.<br />

Einmal an der Aufsatzoberfläche mit gravierter<br />

kyrillischer Signatur und ortsbezeichnet.<br />

Moskau, Anfang 19. Jahrhundert.<br />

Glas, entfärbt, gegossen, geschliffen, diamantiert;<br />

Bronze gegossen, getrieben, ziseliert. Quadratischer<br />

Stand mit Ormolurelief. Korpus in gefußter Ei-Form<br />

mit diamantiertem Korpus. Aufsatz als Stülpdeckel, den<br />

floralen Dekor der Sockelzone aufnehmend. Plastisch<br />

gestaltete Brennstellen in Blütenform mit raumgreifendem<br />

Blattwerk. Minimal besch. (1240892) (13)<br />

€ 8.000 - € 10.000<br />

<br />

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SANKT ETERSBRER KRISTARIDON<br />

Höhe: 77,5 cm.<br />

Durchmesser: 42,5 cm.<br />

Aus der Kaiserlichen Glasmanufaktur.<br />

Sankt Petersburg, um 1820.<br />

Über drei gedrückten vergoldeten Bronzefüßen die<br />

Glas basis auf dreieckigem Grund mit geebneten Spitzen.<br />

Doppelkonischer dreieckiger Schaft mit zentralem<br />

Rundstab, der auch durch den darüberliegenden Glasbaluster<br />

und in den gemuldeten Unterbau für die<br />

Deckplatte übergeht. Dem Blasbaluster unten eingestellt<br />

drei S- förmige vergoldete Voluten, den geriffelten<br />

Ormolureif tragend, welchem die Deckplatte eingelegt<br />

ist. Alle Glasbestandteile aufwändig gesteinelt<br />

und diamantiert. Min.besch.<br />

Provenienz:<br />

Privatsammlung.<br />

Anmerkung:<br />

Ein weiterer Guéridon als Tripod aus den kaiserlichen<br />

Glaswerkstätten wird in der Hermitage (inv. EPC-2682)<br />

aufbewahrt. Er zeigt bei allen Unterschieden auch<br />

Gemeinsamkeiten, vor allem in Bezug auf die Glas behandlung.<br />

SAINT PETERSBURG CRYSTAL GUÉRIDON<br />

Height: 77.5 cm.<br />

Diameter: 42.5 cm.<br />

From imperial glass manufactory.<br />

Saint Petersburg, ca. 1820.<br />

Provenance:<br />

Private collection.<br />

Notes:<br />

A further guéridon designed as a tripod from the<br />

imperial glass manufactory is held at the State Hermitage,<br />

St Petersburg (inv. no. EPC-2682). Despite<br />

all the differences there are also similarities, especially<br />

with regards to the glass processing.<br />

Literature for comparison:<br />

A. Gaydamak, <strong>Russian</strong> Empire, Architecture, Decorative<br />

and Applied <strong>Art</strong>s, Interior Decoration, 1800-1830,<br />

Moscow - Paris 2000.<br />

The Golden Age of <strong>Russian</strong> Porcelain and Glass. To the<br />

200th anniversary of 1812 Patriotic War, Moscow, The<br />

State Historical Museum, 2012.<br />

€ 25.000 - € 40.000<br />

<br />

INFO | BID<br />

Vergleichsliteratur:<br />

Arcadi Gaydamak, <strong>Russian</strong> Empire, Architecture, Decorative<br />

and Applied <strong>Art</strong>s, Interior Decoration, 1800-1830,<br />

Moscou - Paris 2000.<br />

The Golden Age of <strong>Russian</strong> Porcelain and Glass. To<br />

the 200th anniversary of 1812 Patriotic War, Moscou,<br />

The State Historical Museum, 2012. (1241907) (13)<br />

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692<br />

OTTESTTER ON KASAN<br />

30,5 x 27 cm.<br />

Das Oklad punziert mit Moskauer Beschau von 1766.<br />

Zentralrussland, Mitte 18. Jahrhundert, das Oklad<br />

Moskau.<br />

Eitempera auf Holz. Das Oklad in Vermeil getrieben.<br />

Die Gottesmutter von Kasan ist eine der meistverehrten<br />

Ikonen der russisch-orthodoxen Kirche. Oft wird<br />

die Malerei durch wertvolle Materialien, wie hier das<br />

vergoldete Silberoklad, überhöht. Die Verehrung geht<br />

zurück auf eine Legende, nachdem die Ikone von einem<br />

Mädchen in den Ruinen eines niedergebrannten<br />

Hauses gefunden worden sein soll, nach der Truppen<br />

von Iwan dem Schrecklichen die Stadt Kasan 1579<br />

brandgeschatzt hatten. Von 1612-1920 wurde das Bild<br />

oder eine Kopie nach ihm in der Moskauer Kasaner<br />

Kirche verehrt. Das Original gilt heute als verschollen.<br />

(1241477) (13)<br />

€ 3.600 - € 4.500<br />

<br />

INFO | BID<br />

693<br />

CHRISTS ANTOCRATOR<br />

45 x 37 cm.<br />

Russland, Umgebung von Moskau, 18. Jahrhundert.<br />

Eitempera auf Holz. Die Hüftfigur des Christus mit zum<br />

Segensgestus erhobener Hand in vertieftem hochrechteckigen<br />

Bildfeld, in seiner anderen Hand das geöffnete<br />

Evangelium mit der Textstelle „kommt alle zu<br />

mir“ (Mt. 11.25) haltend, sein Nimbus über den Bildrand<br />

hinausgehend.<br />

Ausstellung:<br />

Ausstellung der Palech-Meister, Museum Flehite,<br />

Amersfoort, Niederlande, 2004. (12414718) (13)<br />

€ 3.500 - € 4.500<br />

<br />

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694<br />

WEINE NICHT BER ICH TTER<br />

32,2 x 27,5 cm.<br />

Pomorye, Russland, letztes Drittel 18. Jahrhundert.<br />

Eitempera auf Holz mit graviertem, getriebenem und<br />

ziseliertem vergoldetem Metalloklad. (12414713) (13)<br />

€ 3.500 - € 5.000<br />

<br />

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695<br />

IKONE IT EINZ IN ERSAE<br />

Maße: 58 x 39,5 cm.<br />

Moskau, 17./ Anfang 18. Jahrhundert.<br />

Dargestellt ist eines der großen Feste im Jahr, es hat<br />

folglich einen festen Platz in der Ikonostase und auf<br />

Festtagsikonen. Es symbolisiert Christus‘ königlichen<br />

Einzug in das Himmelreich nach seinem Tod. Dieser<br />

Ikonentypus zeigt eine vereinheitlichte Begebenheit:<br />

Christus sitzt auf einem Eselsrücken, ihm von links<br />

folgend die Apostel. Rechts, vor der Stadt, die Pharisäer<br />

und Schriftgelehrten, hier als zwei Personen dargestellt.<br />

Darunter legen Kinder Palmzweige und Tuch<br />

ab. Hier wird also auch ein Vergleich gezogen zwischen<br />

Palmsonntag und dem himmlischen Jerusalem. Oft<br />

wird im Hintergrund ein Palmbaum gezeigt, von welchem<br />

Kinder Zweige schneiden; dieser ist hier vereinfacht<br />

dargestellt. (1241476) (13)<br />

€ 5.500 - € 7.000<br />

<br />

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137


696<br />

IKONE IT HEIN EINES EHTEN<br />

18 x 15 cm.<br />

Zentralrussland, 19. Jahrhundert.<br />

Eitempera auf Holz, Messingoklad versilbert, getrieben<br />

und geschnitten. Hochrechteckiges ornamental umrandetes<br />

Bildfeld Jesus zeigend, wie er einen Lahmen<br />

heilt. Durchbrochene Gesichter und Extremitäten mit<br />

darunter liegender Malerei der figürlichen Szene in<br />

polychromem architektonischen Zusammenhang.<br />

(12414734) (13)<br />

€ 500 - € 700<br />

<br />

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697<br />

STISCHE CHRISTSIKONE<br />

35 x 31 cm.<br />

Aufwändig vertieft gerahmt durch einen samtbezogenen<br />

Kassettenrahmen.<br />

18. Jahrhundert.<br />

Mit Darstellung des segnenden Christus in einer runden<br />

Gloriolenscheibe, thronend über einer Cherubengestalt<br />

mit vier roten Flügeln, umgeben von vier weiteren<br />

stehenden Engelsfiguren, jeweils mit goldenen<br />

Scheibennimben. Außenrand grün gefasst mit bekrönender<br />

Aufschrift in Gold „Christetnia-Michael“.<br />

(1231316) (11)<br />

€ 1.000 - € 1.200<br />

<br />

698<br />

HEIIENIKONE IT ASEWHTEN HEIIEN<br />

24,5 x 19,5 cm.<br />

Russland, 19. Jahrhundert.<br />

Eitempera auf Holz. Zentrales, hochrechteckiges, blaugrundiges<br />

Bildfeld mit stehendem Heiligen neben<br />

einer Kirche, rechts oben rotgrundiges Bildfeld mit<br />

Muttergottes und Jesuskind. Umliegende, in Metall<br />

getriebene, ovale und rechteckige Kartuschen mit<br />

Brustportraits von zwölf Heiligen, sicherlich eine Sonderanfertigung<br />

auf Bestellung zum privaten Gebrauch.<br />

(12414733) (13)<br />

€ 400 - € 600<br />

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<br />

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699<br />

EBRT DES HERRN ND TAE I ORDAN<br />

46 x 40,5 cm.<br />

Mstera, um 1900.<br />

Eitempera auf Holz. Das Paar Ikonen jeweils mit hochrechteckigem<br />

vertieftem Bildfeld mit ornamentaler<br />

Umrandung und oberseitiger liegender Kartusche mit<br />

Betitelung. Einmal fantastische Flusslandschaft mit<br />

zerklüfteten Gebirgszügen und Christus, wie er durch<br />

Johannes getauft wird. Einmal mit Szenen aus der<br />

Geburt Christi.<br />

Provenienz:<br />

Privatsammlung Pavel Ryabushinskiy - ein reicher russischer<br />

Unternehmer, Philanthrop, Sammler, 1871-1924.<br />

Ausstellung:<br />

Museum Flehite, Amersfoort, Niederlande, 2006.<br />

(1241654) (13)<br />

BIRTH OF THE LORD AND THE BAPTISM IN THE<br />

RIVER JORDAN<br />

46 x 40.5 cm.<br />

Mstera, Russia, ca. 1900.<br />

Egg tempera on panel.<br />

Provenance:<br />

Pavel Ryabushinskiy Collection - a wealthy <strong>Russian</strong><br />

entrepreneur, philanthropist, collector, 1871-1924.<br />

700<br />

IKONE DER OTTESTTER ON KASAN<br />

31,5 x 26,5 cm.<br />

Moskau, Ende 19. Jahrhundert.<br />

Exhibition:<br />

Museum Flehite, Amersfoort, Netherlands, 2006.<br />

€ 15.000 - € 18.000<br />

<br />

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Eitempera auf Holz. Zentrales hochrechteckiges Bildfeld<br />

mit der Gottesmutter von Kasan und dem frontal<br />

ausgerichteten Jesuskind. Nimbus und Rand vergoldet<br />

und mit plastischem Duktus polychrome Emaildekorationen<br />

auf einem Oklad suggerierend.<br />

(1241653) (13)<br />

€ 2.400 - € 3.000<br />

<br />

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139


IKONE HEIIER ADIIR<br />

18 x 14 cm.<br />

Oklad punziert: Meistermarke Sergiev Posad.<br />

Russland, 19. (Ikone) / 20. (Oklad) Jahrhundert.<br />

Eitempera auf Holz, Silberoklad, teils emailliert und<br />

ziseliert. Ganzkörperdarstellung des nach rechts gewandten<br />

Heiligen mit kyrillischer Titulur an der unteren<br />

Kante. Ecken mit Ornamentbuckeln. Rückwärtig mit<br />

textilem Bezug. (1241651) (13)<br />

€ 8.000 - € 10.000<br />

<br />

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702<br />

KATHEDRAE AER HEIIEN IKONE<br />

Maße: 37,5 x 30 cm.<br />

Nordrussland, 17. Jahrhundert.<br />

Eitempera auf Holz. Hochrechteckiges vertieftes<br />

Bildfeld mit breitem weißem Rand. Darstellung des<br />

Johannes Chrysostomus (Goldmund), welcher als<br />

einer der drei heiligen Hierarchen verehrt wird mit<br />

zahlreichen Heiligen, die auf der ganzen Welt gelitten<br />

haben.<br />

Ausstellung:<br />

Museum Flehite, Amersfoort, Niederlande, 2005.<br />

(12414728) (13)<br />

€ 2.000 - € 3.000<br />

<br />

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705<br />

IKONE IT EIAS ND AKOB<br />

147 x 48 cm.<br />

Zentralrussland, Mitte 17. Jahrhundert.<br />

Eitempera auf Holz. Hochrechteckiges Bildfeld mit passigem<br />

oberen Abschluss und erhabener Randbetonung.<br />

Beide Kartuschen weißgrundig, oben mit Kniestück<br />

des Heiligen Elias, unten mit der Ganzfigur des<br />

Heiligen Jakob. Außergewöhnliche Größe und Form,<br />

sicherlich in einer Folge von Propheten entstanden<br />

und innerhalb dieser links hängend, da beide Propheten<br />

nach rechts gerichtet. (12414715) (13)<br />

€ 5.500 - € 7.000<br />

<br />

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703<br />

CHRISTI EBRTIKONE<br />

70,5 x 53,5 cm.<br />

Nordrussland, 17. Jahrhundert.<br />

Eitempera auf Holz. Diese Ikone ist von einer prächtigen<br />

Komposition gekennzeichnet und erhält ihre Ausstrahlung<br />

nicht zuletzt von der schönen Farbigkeit.<br />

Der Stil verweist in den Norden Russlands, wo sie<br />

wohl in der Mitte des 17. Jahrhunderts entstand.<br />

(12414725) (13)<br />

€ 2.500 - € 3.500<br />

<br />

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704<br />

DEËSIS IKONE<br />

23,5 x 70,5 cm.<br />

Nordrussland, Region Archangelsk, 17. Jahrhundert.<br />

Eitempera auf Holz. Stark in die Breite gestrecktes<br />

Format, vermutlich ehemals über der Königspforte einer<br />

Ikonostase hängend. Mittig mit thronendem und<br />

segnenden Christus und acht zu seinen beiden Seiten<br />

gleichmäßig verteilten Heiligen auf stilisiertem Rasengrund<br />

stehend. Vertieftes Bildfeld.<br />

Ausstellung:<br />

Schloss Heeswijk-Dinther, Nordbrabant, Niederlande.<br />

(12414736) (13)<br />

€ 3.800 - € 4.800<br />

<br />

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141


706<br />

IKONE OHANNES DER EANEIST<br />

94 x 51,5 cm.<br />

Russland, wohl Moskau, um 1600.<br />

Eitempera auf Holz. Der Evangelist Johannes gehörte,<br />

genauso wie sein älterer Bruder Jacobus und der<br />

Evangelist Matthäus zu den zwölf Jüngern Jesu. Am<br />

See Genezareth wurden sie, die beiden Söhne des<br />

Fischers Zebedeus, von Jesu gerufen und sie folgten<br />

ihm (Mat. 4,19-20). Beide waren auch Zeugen der<br />

Verklärung des Herrn auf dem Berg Tabor, nahmen Teil<br />

am letzten Abendmahl und begleiteten Christus zum<br />

Ölberg. Als einziger der zwölf Jünger jedoch stand<br />

Johannes unter dem Kreuz, ohne Furcht vor den Folgen,<br />

welche ihm als Schüler Jesu gebühren könnten,<br />

sodass Christus ihm die Fürsorge für Maria auferlegte<br />

(Joh. 19,26- 27). In unserer Ikone, welche Johannes<br />

ganzfigurig nach links gewandt zeigt, trägt er das Buch<br />

geschlossen vor sich her. Sowohl sein rotes Untergewand,<br />

als auch sein grüner Umhang sind prächtig<br />

wiedergegeben, sodass eine Datierung zum Ende<br />

des 16. bzw. Anfang des 17. Jahrhunderts gerechtfertigt<br />

ist. Die scheibenartige Aureole in Blattgold. Rand<br />

mit Ikonentitel. (1241473) (13)<br />

€ 8.500 - € 10.000<br />

<br />

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707<br />

AAR RSSISCHE INIATRIKONEN<br />

Je 9 x 7,5 cm.<br />

Jeweils am Unterrand russischer Silberstempel „84“.<br />

Russland, 19. Jahrhundert.<br />

Rechteckiges rahmendes Silberoklad, besetzt mit<br />

emailliertem durchbrochenen Dekor, im Zentrum jeweils<br />

hochovale verglaste Öffnung, darin Bildnis des<br />

segnenden Jesus sowie Maria mit dem Kind. Jeweils<br />

Hängeöse. (12414735) (11)<br />

€ 700 - € 900<br />

<br />

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708<br />

STAROTHEKIKONE IT COISONNKREZ<br />

40,5 x 35 cm.<br />

18. Jahrhundert.<br />

Eitempera auf Holz. Dieser Ikonentypus wird Staurothek-Ikone<br />

genannt, was Kreuzträger bedeutet. Ein<br />

metallisches oder hölzernes Kreuz ist in der Mitte der<br />

Ikone und kann als Segenskreuz entnommen werden.<br />

Bei dieser Ikone ist das Kreuz in Bronze gegossen und<br />

emailliert, der Grund mit vier Darstellungen aus dem<br />

Heilsgeschehen. Das Segenskreuz gibt die Kreuzigungsszene<br />

detailgetreu wieder und erwächst dem<br />

Schädel Adams als Zeichen der Wiederauferstehung<br />

und der Überwindung des Alten Bundes. Der erste<br />

Balken deutet die Stadt Jerusalem an, über dem Kreuz<br />

thronen Gottvater und der Heilige Geist in Form einer<br />

Taube. Randeinschriften mit Bezug auf die Darstellung<br />

komplettieren das Dekor. Die Bildabgewandte Seite<br />

mit Gebetsinschriften, das Segenskreuz rückseitig mit<br />

floralen Motiven. (12414721) (13)<br />

€ 3.500 - € 4.500<br />

<br />

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709<br />

IKONE DER OTTESTTER ON WADIIR<br />

39 x 34,5 cm.<br />

Russland, 17. Jahrhundert.<br />

Eitempera auf Holz. Hierbei handelt es sich um die<br />

früheste und am meisten verehrte Wunderikone der<br />

orthodoxen Kirche. Der Legende nach wurde sie vom<br />

Evangelisten Lukas selbst gemalt; insgesamt soll er<br />

drei Bildnisse der Heiligen Mutter Gottes und dem<br />

Jesuskind angefertigt haben. Technische Untersuchungen<br />

legten jedoch nahe, dass die Ikone, welche in der<br />

Tretjakow Galerie aufbewahrt wird, zumindest noch<br />

teilweise im 12. Jahrhundert enstanden ist. Sie wird<br />

am 6. Juli gefeiert und ist eines der russischen Nationalheiligtümer.<br />

Ausstellung:<br />

Kloster Geldrop, Niederlande, 2002.<br />

(12414723) (13)<br />

€ 2.500 - € 3.500<br />

<br />

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<br />

DIE HODEETRIA ON SOENSK<br />

31,5 x 25,5 cm.<br />

Russland, 17. Jahrhundert.<br />

Eitempera auf Holz. Hochrechteckiges vertieftes Bildfeld<br />

mit Halbfigur der Muttergottes zu ihrer Rechten<br />

das sitzende Jesuskind tragend, beide mit Nimbus<br />

versehen. (12414731) (13)<br />

€ 1.700 - € 2.400<br />

<br />

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<br />

OTTESTTER ON WADIIR EESA<br />

32,5 x 25,5 cm.<br />

Palech, Russland, Ende 18. Jahrhundert.<br />

Eitempera auf Holz. Hochrechteckiges vertieftes Bildfeld<br />

mit der Heiligen Mutter Gottes das Jesuskind zur<br />

Linken haltend. Nimbus den Rand übergreifend. Die<br />

Ikone wird am 21. Mai (3. Juni) und 26. August (8.<br />

September) verehrt. Der Legende nach soll der Evangelist<br />

Lukas drei Portaits der Muttergottes mit dem<br />

Kind gefertigt haben, wobei die Wladimir-Ikone eine<br />

davon sein soll, was jedoch mittels materialtechnischer<br />

Untersuchungen widerlegt werden konnte.<br />

Diese Ikone wird heute in der Tretjakow Galerie aufbewahrt<br />

und auf das 12. Jahrhundert datiert.<br />

Ausstellung:<br />

Ausstellung von Palech-Ikonen, Odigia Museum, Den<br />

Haag, 1995. (1241479) (13)<br />

€ 2.500 - € 3.500<br />

<br />

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143


ZWEIONATSIKONE<br />

57 x 37 cm.<br />

Russland, Ende 18. Jahrhundert.<br />

Eitempera auf Holz. In hochrechteckigem Bildfeld acht<br />

übereinanderliegende Register mit Heiligendarstellungen,<br />

welche sich auf einen Tag beziehen und als<br />

Schutzheilige fungieren. Oberer Rand mit Nennung<br />

der Monatsnamen „September“ und „Oktober“.<br />

(12414724) (13)<br />

€ 4.000 - € 5.000<br />

<br />

INFO | BID<br />

<br />

ONATSIKONE NI<br />

Maße: 36 x 30 cm.<br />

Zentralrussland, 19. Jahrhundert.<br />

Eitempera auf Holz. Hochrechteckiges Bildfeld mit absidialem<br />

obigem Abschluss und Nennung des Monats<br />

Juni auf dem breiten Rand. Übereinanderliegende vier<br />

Register mit Schutzheiligen.<br />

Ausstellung:<br />

Kloster Geldrop, Niederlande. (12414727) (13)<br />

€ 2.500 - € 3.500<br />

<br />

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<br />

VITA IKONE DES HEILIGEN NIKOLAUS<br />

ON RA<br />

72 x 57 cm.<br />

Russland, 16. Jahrhundert.<br />

Eitempera auf Holz. Vielfelderikone mit zentraler Darstellung<br />

des Heiligen Nikolaus von Myra in Halbfigur<br />

mit der Heiligen Schrift und Nimbus. Die Zwickel zwischen<br />

Nimbus und Schultern gefüllt mit Darstellungen<br />

von Christus und der Mutter Gottes. Umlaufend zwölf<br />

Felder mit polychrom wiedergegebenen Darstellungen<br />

aus dem Leben des Heiligen, der im 3. und 4. Jahrhundert<br />

lebte und im 4. Jahrhundert als Bischof in<br />

Myra (heute Demre in der heutigen Türkei) wirkte.<br />

Heute ist er einer der bekanntesten Heiligen der Ostkirche.<br />

Ausstellungen:<br />

Ausstellung während des Tennisturniers in Rosmalen<br />

in den Niederlanden.<br />

Ausstellung im Rathaus, Brügge, Belgien, August 2004.<br />

(12414714) (13)<br />

€ 5.500 - € 7.000<br />

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<br />

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IKONE KATHEDRAE AERHEIIEN<br />

Maße: 71,5 x 57 cm.<br />

Russland, 18. Jahrhundert.<br />

Eitempera auf Holz. Hochrechteckiges vertieftes Bildfeld<br />

mit der Darstellung des thronenden Kreuztragenden<br />

Christus inmitten von Heiligen Figuren über Altar.<br />

Gedacht für den zweiten Pfingstsonntag, ein Feiertag<br />

des gesamten Heiligen Russlands.<br />

Ausstellungen:<br />

Die Ikone 2004, 2006 und 2007 im Museum<br />

Flehite, Amers foort, Niederlande ausgestellt.<br />

(1241471) (13)<br />

€ 5.500 - € 7.000<br />

<br />

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<br />

ABENDAHSIKONE<br />

56 x 45 cm.<br />

Russland, 18. Jahrhundert.<br />

Eitempera auf Holz. In hochrechteckigem vertieften<br />

Bildfeld der querovale weißgedeckte Tisch mit dem<br />

Abendmahlskelch in zentraler Position. Vor dem Tisch<br />

Darstellung der Fußwaschung beim letzten Abendmahl<br />

(Joh. 13,1-11), vielleicht als Petrus auf Jesu Worte<br />

„Wenn ich dich nicht wasche, so hast Du kein Anteil an<br />

mir (Joh. 13,8)“ seine Füße waschen lässt. Alle Jünger<br />

sind mit Heiligenschein dargestellt, nur der hinten mittig<br />

dargestellte Judas trägt keinen Nimbus.<br />

Ausstellung:<br />

Museum Flehite, Amersfoort, Niederlande, 2006.<br />

(12414717) (13)<br />

€ 6.500 - € 8.000<br />

<br />

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<br />

OTTESTTER ON OKRO<br />

34 x 28 cm.<br />

Zentralrussland, erste Hälfte 18. Jahrhundert.<br />

Die Ikone stellt das in der russischen Malerei besonders<br />

beliebte Thema Pokrov (russisch: Schleier,<br />

Schutzmantel) dar. Im Zentrum der an Figuren reichen<br />

Komposition breitet die Muttergottes ihr Maphorion<br />

(Schultertuch) aus, das sich mit ihrem Gürtel in der<br />

Blachernenkirche befand, als Schutz über das anwesende<br />

Volk. Zentral im unteren Ikonenregister ist der<br />

byzantinische Hymnensänger Romanos Melodos abgebildet,<br />

wie er durch die Mutter Gottes inspirierte<br />

singt. Links neben ihm der Kaiser und der Patriarch<br />

von Konstantinopel, rechts Epiphanias und Andreas<br />

Salos. Maria zu Jesus gewandt, welcher links oben in<br />

einer Wolke erscheint. Rechts vor der Blachernenkirche<br />

neben Maria der Johannes und eine Gruppe von Heiligen.<br />

Umrandung oben mit Bildtitel. (12414710) (13)<br />

€ 2.500 - € 3.500<br />

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<br />

145


IKONE IT HNS AN DIE NRA<br />

30,5 x 26,5 cm.<br />

Stroganov-Werkstatt, erstes Viertel 17. Jahrhundert.<br />

Eitempera auf Holz mit erhabenem Rand. Dieser mit<br />

Darstellung von zwei Heiligen. Kleinere Farbverluste.<br />

Anmerkung:<br />

Die Familie der Stroganov war eine der Reichsten der<br />

damaligen Zeit, sammelte Kunst aus allen Epochen<br />

und Materialien und eröffnete an vielen Orten Malwerkstätten.<br />

Die Wichtigste befand sich in Moskau<br />

und wurde von Simon Ushakov geführt (ab 1640).<br />

(12414712) (13)<br />

€ 2.400 - € 3.200<br />

<br />

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<br />

OKROIKONE<br />

87 x 52,5 cm.<br />

Russland, 18. Jahrhundert.<br />

Eitempera auf Holz. Große Ikone zum Fest der Mariä<br />

Schutz und Fürbitte (Pokrov). (1241472) (13)<br />

€ 5.500 - € 7.000<br />

<br />

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720<br />

IKONE IT ARIAE EBRT<br />

31 x 27 cm.<br />

Russland, 17. Jahrhundert.<br />

Eitempera auf Holz. Vertieftes leicht hochrechteckiges<br />

Bildfeld mit der Geburt Mariens, durch die bereits<br />

betagten Anna und Joachim, denen die Geburt einer<br />

Tochter von einem Engel geweissagt worden ist. Das<br />

Fest wird am am 8. September (21. September) gefeiert.<br />

Manchmal wird Maria von ihren Eltern geliebkost;<br />

diese Ikonen werden dann Liebkosung der<br />

Muttergottes genannt. (1241478) (13)<br />

€ 2.000 - € 3.000<br />

<br />

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GOTTESMUTTER VOM UNVERBRENNBAREN<br />

DORNBSCH<br />

31,5 x 26 cm.<br />

Russland, 17. Jahrhundert.<br />

Eitempera auf Holz. Der Name dieses Ikonentypus<br />

geht auf Jesaja zurück: „Darum wird euch der Herr<br />

selbst ein Zeichen geben; siehe, die Jungfrau wird<br />

empfangen einen Sohn gebären, den wird sie heißen<br />

Emanuel“ (Jes. 7,14-16). Hierauf bezieht sich die Benennung<br />

Znamenje. Der Legende nach soll das Muttergottesbild<br />

1169 in den Kampf zwischen Susdal und<br />

Nowgorod eingegriffen haben. Das zentrale Motiv umrandet<br />

durch Kartuschen mit Szenen aus dem Marienleben.<br />

Ausstellungen:<br />

Knokke-Heist, Belgien, 2001.<br />

Museum Flehite, Amersfoort, Niederlande, 2005.<br />

(12414726) (13)<br />

€ 3.000 - € 4.000<br />

<br />

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722<br />

AERSTEHNSIKONE<br />

30,5 x 24,5 cm.<br />

Nordrussland, Ende 16./ Anfang 17. Jahrundert.<br />

Eitempera auf Holz. Die Osterikone der orthodoxen<br />

Kirche ist die Anastasis- oder Auferstehungsikone. Im<br />

Gegensatz zur westlichen christlichen Ikonografie wird<br />

hier nicht das Geschehen als solches, sondern die<br />

geistliche Auswirkung dargestellt: Christi Sieg über<br />

den Tod und die Hölle. Schöne an den Rändern erhabene<br />

Darstellung von vertieftem Tondo am oberen Bildrand<br />

überhöht. (12414719) (13)<br />

€ 3.300 - € 5.000<br />

<br />

INFO | BID<br />

723<br />

IKONE IT ASERWHTEN HEIIEN<br />

35,5 x 30 cm.<br />

Moskau, um 1700.<br />

Eitempera auf Holz. Spezialanfertigung einer Familienikone.<br />

Besonders bei Familienikonen wurden bei den<br />

Heiligendarstellungen oft solche Heilige ausgewählt,<br />

welche mit den Namen der Familienangehörigen einhergehen.<br />

(12414729) (13)<br />

€ 1.800 - € 2.400<br />

<br />

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147


724<br />

IKONE IT DARSTEN DES OTH<br />

39 x 33,5 cm.<br />

Russland, 17. Jahrhundert.<br />

Eitempera auf Holz. Der Neffe des Abraham und Sohn<br />

des Haran als nach links gerichtete Sitzfigur in vertieftem<br />

hochrechteckigen Bildfeld mit randübergreifendem<br />

Nimbus. Eine Hand im Redegestus, die andere<br />

mit Schriftrolle. In der orthodoxen Kirche wird seiner<br />

am 9. Oktober gedacht.<br />

Ausstellung:<br />

Ausstellung im Rathaus, Brügge, Belgien, 2002.<br />

(12414722) (13)<br />

€ 3.500 - € 4.500<br />

<br />

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725<br />

KNI DAIDIKONE<br />

58 x 44,5 cm.<br />

Russland, ca. 17. Jahrhundert.<br />

Eitempera auf Holz. David, der König von Judäa in<br />

Israel, lebte von 1042 - 965. Er war der jüngste von<br />

den acht Söhnen Jesses, bezwang als junger Mann<br />

Goliath und wurde daraufhin König von ganz Israel.<br />

Sieben Jahre verbracht er in Hebron und 33 Jahre in<br />

Jerusalem, stets die Einheit seines Volkes im Auge<br />

behaltend. Einer der bekanntesten Psalme (Psalm 23)<br />

wird ihm zugeschrieben „Der Herr ist mein Hirte, es<br />

soll mir an nichts mangeln...“. Diese Ikone, welche sich<br />

in Bezug auf die Tonalität und die Atmosphäre in ihrer<br />

Wärme auszeichnet, wird sicherlich neben einer Ikone<br />

mit der Muttergottes und gegen über einer Ikone mit<br />

seinem Sohn und Nachfolger Salomon in einer Kirche<br />

gehangen haben. (1241474) (13)<br />

€ 3.400 - € 4.000<br />

<br />

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726<br />

IKONE OTTESTTER ON TICHWIN<br />

31,2 x 26,5 cm.<br />

Nordrussland, 17. Jahrhundert.<br />

Eitempera auf Holz. In hochrechteckigem vertieftem<br />

Malgrund die Sitzfigur der Heiligen Muttergottes, das<br />

Jesuskind ihr zugewandt auf ihrem Arm sitzend. Ihr<br />

Nimbus den Bildrand überschneidend. Die Gottesmutter<br />

von Tichwin oder auch Tichwinskaja ist auch bekannt<br />

als „Nördliche Königin“ und wurde 30 Kilometer<br />

nördlich von Ladoga entdeckt. Ihr Feiertag in der orhodoxen<br />

Kirche ist der 26. Juli, man betet vor ihr vor allem<br />

um die Gesundheit der Kinder und die Heilung ihrer<br />

Krankheiten. Der Legende nach wurde die Ikone bereits<br />

in Konstantinopel aufbewahrt und 70 Jahre nach<br />

dem Fall der Stadt und der Einnahme durch die Türken<br />

verschwand die Ikone aus der Stadt und erschien<br />

Fischern, welche ihre Netze auswarfen, über dem<br />

Ladogasee schwebend bis sie bei der Stadt Tichvin<br />

stehen blieb, wo ihr eine Holzkirche gebaut wurde.<br />

(12414716) (13)<br />

€ 2.200 - € 2.800<br />

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<br />

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727<br />

IKONE IT DE ROHETEN DANIE<br />

38 x 33,2 cm.<br />

Russland, 17. Jahrhundert.<br />

Eitempera auf Holz. In hochrechteckigem vertieften<br />

Bildfeld die Dreiviertelfigur des Propheten Daniel, der<br />

im 7. Jahrhundert v. Chr. in Jerusalem geboren und im<br />

6. Jahrhundert v. Chr. in Babylon gestorben ist – sein<br />

Mausoleum befindet sich in Susa, Iran. In der orthodoxen<br />

Kirche wird seiner am 17. Dezember gedacht. In<br />

einer Hand eine Schriftrolle, die andere erhoben, sein<br />

Nimbus den Bildfeldrand übergreifend.<br />

Ausstellung:<br />

Ausstellung im Rathaus, Brügge, Belgien, 2002.<br />

(12414720) (13)<br />

€ 4.000 - € 5.000<br />

<br />

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728<br />

KNI SAOONIKONE<br />

60 x 52,5 cm.<br />

Russland, 17. Jahrhundert.<br />

Eitempera auf Holz. Der König des israelitischen Zwölfstämmereichs<br />

Salomon (965-920 v. Chr.) in Halbfigur<br />

nach links gewandt mit Schriftrolle. Er ließ einen prächtigen<br />

Tempel bauen, welcher selbst bei der Königin<br />

von Saba Bewunderung fand. Dort brachte er auf Gottes<br />

Befehl Brandopfer dar. Der Tempel wurde 587 v.<br />

Chr. durch Truppen des Nebukadnezar verwüstet. Auf<br />

Ikonen wird dieser weiseste unter den Menschen (1.<br />

Kön 5,11) stehts jugendlich ohne Bart dargestellt. Anders<br />

als sein Vater ist Salomon ein Prophetenkönig<br />

und wird daher immer mit Schriftrolle und mit bekröntem<br />

Haupt dargestellt. Es ist anzunehmen, dass die<br />

Ikone einst in einer Kirche rechts neben der Muttergottes<br />

und gegenüber von einer Ikone mit König David<br />

hing. (1241475) (13)<br />

€ 5.000 - € 7.000<br />

<br />

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729<br />

ROSSE IEEDERIKONE<br />

Öl/ Tempera, unter Verwendung von Blattgold.<br />

53,5 x 46 cm.<br />

Wohl 18./ 19. Jahrhundert.<br />

Im Zentrum das Kreuz Christi, darüber Schweißtuch<br />

der Veronika. Die insgesamt 60 kleineren Darstellungen<br />

durch ein mittleres Kreuz in vier Sektionen gegliedert,<br />

die Szenen jeweils vielfigurig. Der braun bemalte<br />

Außenrand leicht erhöht, mit Aufschriften. Beide Einschubleisten<br />

entfernt. (1231311) (11)<br />

€ 1.500 - € 2.000<br />

<br />

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149


730<br />

IKONE IT NBIE THOAS<br />

95,5 x 39 cm.<br />

Russland, Jaroslawl, 17. Jahrhundert.<br />

Eitempera auf Holz. Hochrechteckiges Format mit vertieftem<br />

Bildfeld. Darin, auf weißem Grund und durch<br />

kontrastierende Fassung angedeutetem Bodenstück,<br />

die stehende Figur des Thomas in rotem faltenreichen<br />

Gewand, seinen Körper und seine Hände nach rechts<br />

gerichtet.<br />

Ausstellung:<br />

Schloss Heeswijk-Dinther, Nordbrabant, Niederlande,<br />

2000. (12414746) (13)<br />

€ 6.000 - € 8.000<br />

<br />

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<br />

IKONE IT ERZENE ABRIE<br />

106 x 54 cm.<br />

Russland, Ikonenmalschule des Kreml in Moskau,<br />

Ende des 18. Jahrhunderts.<br />

Eitempera auf Holz. Hochrechteckiges Bildfeld mit angedeutetem<br />

Bodenbereich und ganzfiguriger Darstellung<br />

des Erzengels, frontal dem Betrachter zugewandt,<br />

vor ihm den Abendmahlskelch tragend. Nach oben mit<br />

absidialem Abschluss und geschweiften Kanten. Besch.<br />

(12414747) (13)<br />

€ 5.000 - € 7.000<br />

<br />

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732<br />

IKONE IT OHANNES DE TER<br />

107,5 x 44 cm.<br />

Zentralrussland, 19. Jahrhundert.<br />

Eitempera auf Holz. Hochgestrecktes hochrechteckiges<br />

Format mit der Darstellung des Vorgängers<br />

Jesu Christi, Johannes dem Täufer, der das Kommen<br />

des Messias voraussagte. (12414748) (13)<br />

€ 4.000 - € 6.000<br />

<br />

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733<br />

KLEINE SCHNITZFIGUR EINES RUSSISCHEN<br />

KOSTERNCHS<br />

Höhe: 20 cm.<br />

Sockel: 2 cm.<br />

Russland, Anfang 19. Jahrhundert.<br />

Holz, dunkel gebeizt mit schöner Alterspatina auf kleinem<br />

hölzernen Standsockel, Reste von Bemalung.<br />

Langbärtig mit Kapuze auf einem Sessel thronend in<br />

stark stilisierter Auffassug. (12414745) (11)<br />

€ 250 - € 350<br />

<br />

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734<br />

COISONNSIBERESS<br />

Höhe inkl. Henkel: 14,5 cm.<br />

Gewicht: 426 g.<br />

Bodenseitig punziert mit 88 Zolotnik, Beschau- und<br />

Meisterzeichen.<br />

Russland, um 1900.<br />

Silber, getrieben, gegossen, emailliert. Über rundem<br />

Standring stark bombierter Korpus mit allseitigem,<br />

ornamentalem, teils opakem, teils transluzidem Zellschmelzdekor.<br />

Bügelhenkel in Silber. (12414757) (13)<br />

€ 1.700 - € 2.400<br />

<br />

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151


735<br />

ALEXANDR TYSHLER,<br />

1898 – 198 Z<br />

PORTRAIT EINES RABBI<br />

Öl auf Karton.<br />

56 x 47,5 cm.<br />

Rechts unten bezeichnet und datiert „A. Tyshler.<br />

(19)16.“.<br />

In Frontalstellung das Brustbildnis eines alten Mannes<br />

mit breitem Hut und rotem, langen Bart unter einer<br />

Rundbogenarchitektur; durch diese fällt der Blick auf<br />

einen rot-blauen Himmel. Gemälde in überwiegend<br />

dunkler, düster wirkender Farbigkeit. Kleinere Retuschen,<br />

Karton leicht gewölbt. (†) (1241391) (18)<br />

€ 3.000 - € 5.000<br />

<br />

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736<br />

NIKOLAI NIKOLAEVICH SAPUNOV,<br />

188 OSKA – 191 SEENOORSK RSSAND<br />

BLUMENSTILLLEBEN MIT ROSEN<br />

Öl auf Leinwand.<br />

61 x 46 cm.<br />

Rechts unten signiert.<br />

In vergoldetem Prunkrahmen.<br />

Beigegeben ein Gutachten von The State Tretyakov<br />

Gallery, Nr. K 564/16 vom 26.02.2003, die das Gemälde<br />

als „Lilac roses“ betiteln und auf 1899 datieren (sowohl<br />

in Kyrillisch wie in englischer Übersetzung im<br />

Original vorliegend).<br />

Vor faltenreichem ockergelbem hängendem Tuch der<br />

prachtvolle Strauß mit gefüllten hellen und dunkleren<br />

rosa- und violettfarbenen Rosen und grünen Blättern<br />

in einer hohen glänzenden blauen Vase mit zwei gelben<br />

Querstreifen. Das Gefäß stehend auf einem Tuch mit<br />

roten Streifen am Rand, das auf einer grünen Platte<br />

liegt. Zudem ein weißes Glanzlicht auf der Vase. Harmonische<br />

Malerei mit besonderer Wiedergabe der<br />

Rosenblüten, deren Duft sich erahnen lässt.<br />

Literatur:<br />

Das Gemälde abgebildet in: Ida Hoffmann, Nikolai<br />

Sapunov, Moscow 2003, S.242. (1210062) (18)<br />

NIKOLAI NIKOLAEVICH SAPUNOV,<br />

188 OSCOW – 191 ZEENOORSK RSSIA<br />

FLORAL STILL LIFE WITH ROSES<br />

Oil on canvas.<br />

61 x 46 cm.<br />

Signed lower right.<br />

In magnificent gilt frames.<br />

Accompanied by the original expert´s report by the<br />

The State Tretyakov Gallery, no. K 564/16 dated<br />

26.02.2003, wich titeld the painting as “Lilac roses”<br />

and dated it to 1899 (original translation enclosed).<br />

Literature:<br />

Furthermore the painting is illustrated in: I. Hoffmann,<br />

Nikolai Sapunov, Moscow 2003, p. 242.<br />

€ 15.000 - € 25.000<br />

<br />

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737<br />

IKONE IT DE HEIIEN NIKOAS<br />

48,5 x 37 x 11 cm.<br />

Russland, zweite Hälfte 19. Jahrhundert.<br />

In eichenem Schaukasten mit verglaster Front die holzgearbeitete,<br />

gefasste Schnitzfigur des Heiligen mit<br />

Strahlennimbus. Umlaufender Dekor in architektonische<br />

Auffassung, mit goldglänzenden Perlen gesäumten<br />

Säulen auf quadratischen Postamenten und sie<br />

umspielende, symmetrisch gestaltete, durchbrochen<br />

gearbeitete und mit Perlen hinterfangene ornamentalisierte<br />

Blüten. (12414753)<br />

€ 500 - € 700<br />

<br />

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738<br />

GEORGES ARTEMOFF,<br />

189 – 196<br />

AMAZONE<br />

Öl auf Platte.<br />

124 x 104 cm.<br />

Unten rechts signiert.<br />

Anbei eine in Kopie vorliegende Expertise von Marie<br />

<strong>Art</strong>emoff Testa vom 13. Februar 2006.<br />

Reliefierte Holzplatte mit partiell vergoldeter Darstellung<br />

einer Amazone, welche neben einem steigenden<br />

Pferd steht. Ein ähnliches Relief von ca. 1942 wurde<br />

am 16.10.2018 in Paris bei <strong>Art</strong>curial angeboten (Lot<br />

42). Randbeschädigungen, kleinere Fassungsverluste.<br />

(1221211) (13)<br />

GEORGES ARTEMOFF,<br />

189 – 196<br />

AMAZON<br />

Oil on panel.<br />

124 x 104 cm.<br />

Signed lower right.<br />

A copy of the expert´s report by Marie <strong>Art</strong>emoff Testa,<br />

from 13. February 2006 is enclosed.<br />

Wooden relief with parcel-gilt depiction of an Amazon<br />

next to a rearing horse. A similar relief dating ca. 1942<br />

was offered for sale on 16.10.2018 in Paris at <strong>Art</strong>curial<br />

(lot 42). Damages to the frame, with minor loss to the<br />

polychromy.<br />

€ 20.000 - € 30.000<br />

<br />

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153


739<br />

STEPHAN WLADISLAWOWITSCH BAKALOWICZ,<br />

18 WARSCHA – 194 RO<br />

RÖMISCHE DAME, EINE ÖLLAMPE AM<br />

HAUSALTAR ENTZÜNDEND<br />

Öl auf Leinwand.<br />

40 x 27,5 cm.<br />

Rechts unten signiert „St. Bakolowicz“, bezeichnet<br />

„Rome“ und datiert „MCMXI“.<br />

Hinter Glas in dekorativem Prunkrahmen.<br />

Beigegeben eine Expertise des Federal State Institution<br />

of Culture N. 707 EK-905-07, vom 20. September<br />

2007 (im Original vorliegend) sowie die Expertise in<br />

englischer Übersetzung der <strong>Russian</strong> Federation in the<br />

city of Moskau (in Kopie vorliegend).<br />

Im Inneren eines römischen Hauses, vor einer bemalten<br />

Wand, eine junge Frau in römischem Gewand mit<br />

hochgesteckter Frisur. Mit ihrer rechten schmalen<br />

Hand zündet sie gerade eine Öllampe an, die sie in<br />

ihrer Linken hält. Mit den Augen ihres zarten Gesichts,<br />

das zudem durch einen Perlohrring geschmückt wird,<br />

schaut sie aufmerksam auf das Entzünden. Ihr zur<br />

Seite steht der auf einer rechteckigen Säule befindliche<br />

Altar in Form eines Hauses, dessen rot gefärbter<br />

Eingang von zwei Säulen flankiert wird, und in dem<br />

drei Statuen stehen. Die Bekrönung bildet ein rötliches<br />

Satteldach mit einem weißen Fries. Feine qualitätvolle<br />

Malerei, die den Betrachter in die Antike versetzt und<br />

an Rom und Pompeji erinnert. (1220481) (18)<br />

STEPHAN WLADISLAWOWITSCH BAKALOWICZ,<br />

18 WARSAW – 194 ROE<br />

ROMAN LADY LIGHTING OIL LAMP<br />

AT A HOUSE ALTAR<br />

Oil on canvas.<br />

40 x 27.5 cm.<br />

Signed „St. Bakolowicz“ lower right, inscribed<br />

„Rome“ and dated „MCMXI“.<br />

Framed with glass in decorative frame.<br />

Accompanied by an expert´s report of the Federal<br />

State Institution of Culture no. 707 EK-905-07, dated<br />

20 September 2007 (original enclosed) and a copy of<br />

the expert´s report with translation in English from the<br />

<strong>Russian</strong> Federation in the city of Moscow.<br />

Fine high- quality paining, which transports the beholder<br />

into antiquity and is reminiscent of Rome and Pompeii.<br />

€ 25.000 - € 35.000<br />

<br />

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740<br />

FYODOR ANDREYEVICH BRONNIKOV,<br />

18 – 19<br />

STRASSENANSICHT IN FRASCATI<br />

Öl auf Holz.<br />

46 x 23,8 cm.<br />

Rechts unten signiert, links unten bezeichnet und<br />

datiert „Frascati 1886“.<br />

In dekorativem teilvergoldetem Rahmen.<br />

Beigegeben eine Expertise des Repins <strong>Art</strong> Examination<br />

Center vom 19. Mai 2015.<br />

Durch eine schmale, im Schatten liegende Gasse laufender<br />

Mönch mit Stock und einem Korb über seinem<br />

rechten Arm. Während die rechte Straßenseite fast<br />

gänzlich im Schatten liegt, wird die andere Seite größtenteils<br />

noch von der leuchtend warmen Mittagssonne<br />

bestrahlt. Hinter einer hohen Steinmauer sind einige<br />

grüne Bäume sowie ein trockener, bis hoch in den<br />

Himmel ragender Baum zu erkennen. Auf der Straße<br />

zudem zwei Frauen in Tracht im Gespräch, ein sitzender<br />

Mann auf der linken Seite sowie ein Priester in<br />

schwarzem Rock im hinteren Bereich. In der Ferne<br />

führt der Blick auf eine bergige Landschaft unter<br />

hohem, strahlend blauem Himmel mit großen weißen<br />

Wolkenformationen. Feine qualitätvolle Malerei mit<br />

vielen Details mit gekonnter Licht- und Schattensetzung,<br />

die Atmosphäre eines sonnenbeschienenen<br />

Tages in der italienischen Stadt vermittelnd. Minimale<br />

Rahmenschäden. (1220482) (18)<br />

FYODOR ANDREYEVICH BRONNIKOV,<br />

18 – 19<br />

FRASCATI STREET VIEW<br />

Oil on panel.<br />

46 x 23.8 cm.<br />

Signed lower right, inscribed and dated “Frascati<br />

1886” lower left.<br />

In decorative parcel-gilt frame.<br />

Accompanied by an expert´s report from Repins <strong>Art</strong><br />

Examination Center dated 19 May 2015.<br />

Fine high- quality painting with many details and skilful<br />

use of light and shadow, conveying the atmosphere<br />

of a sunlight day in an Italian town. With minimal damage<br />

to frame.<br />

€ 25.000 - € 35.000<br />

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MARTIROS SERGEEVICH SARIAN,<br />

188 – 19 EREWAN ARENIEN<br />

DE VERGER DE POMMIERS<br />

(DER APFELGARTEN), 1937<br />

Öl auf Leinwand.<br />

48,5 x 102 cm.<br />

Links unten signiert „M. Sarian“ und datiert „1937“<br />

und ein weiteres Mal signiert sowie auf der Rückseite<br />

beschriftet und erneut datiert.<br />

Ungerahmt.<br />

Beigegeben in Kopie ein Zertifikat des Ministry of Culture,<br />

Republic of Armenia vom 9.08.2010, dazu ein<br />

Zertifikat in Kopie von Chaen Khatchatrian, Direktor des<br />

Museums von Martiros Sarian, sowie in Kopie ein Zertifikat<br />

des Armenian National Bureau of Expertises.<br />

Blick auf eine große, grün leuchtende Wiese mit zahlreichen<br />

Apfelbäumen, deren Äste sich aufgrund der<br />

Schwere der Früchte fast bis zum Boden neigen. Die<br />

zahlreichen Äpfel in frischen leuchtenden, gelb-orangen<br />

und roten Farbtönen. Im Hintergrund der leuchtend<br />

blaue Himmel. Malerei in vielen differenzierten grünen<br />

und rot-gelben Farbtönen, die Stimmung eines sonnenbeschienenen<br />

Herbsttages vermittelnd.<br />

(1210061) (18)<br />

MARTIROS SERGEEVICH SARIAN,<br />

188 – 19 EREAN ARENIA<br />

DE VERGER DE POMMIERS<br />

(THE APPLE ORCHARD), 1937<br />

Oil on canvas.<br />

48.5 x 102 cm.<br />

Signed “M. Sarian” and dated “1937” lower left and<br />

signed, inscribed and dated again on the reverse.<br />

Unframed.<br />

Accompanied by a copy of a certificate by the Ministry<br />

of Culture, Republic of Armenia dated 9.08.2010,<br />

with a copy of a certificate by Chaen Khatchatrian,<br />

direc tor of the museum of Martiros Sarian and a copy<br />

of a certificate by the Armenian National Bureau of<br />

Expertises.<br />

€ 30.000 - € 40.000<br />

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157


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DONNERSTAG, 24. & FREITAG, 25. SEPTEMBER 2020<br />

Besichtigung: Samstag, 19. September – Mittwoch, 23. September<br />

THURSDAY, 24 & FRIDAY, 25 SEPTEMBER 2020<br />

Exhibition: Saturday, 19 September – Wednesday, 23 September<br />

KATALOG<br />

CATALOGUE<br />

VI<br />

FREITAG<br />

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