Ausgabe 37

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7. Jahrgang Ausgabe 37 | Oktober 2020 | kostenlos

für CLOPPENBURG & umzu

...wie immer mit vielen

neuen Geschichten und mehr!


©pixa

©freepik

Damen

Herren


Inhaltsverzeichnis

Blickpunkt 3

Stadtgeschichte – Cloppenburger Badeanstalt 4

Nordic Walking 8

Genuss hält Hof 10

Wanderwoche mit Happyend 12

Die Fahrradbranche behauptet sich... 18

3-Seen-Route 22

Dr. Sarah Höffmann 25

Kaki 26

Spargel mit Kasseler, mal ganz anders 27

Diät mit Kohlehydraten 28

Unsere Liebsten bei uns – in der Familie 30

Gospelchor 34

Employers branding 36

Lucky Hook 38

KurSeni, der Film – making of 40

Urlaub im eigenen Garten 42

Herbstgarten 43

Avocado adé 45

Die jüdische Familie Moses Frank 46

Brieftauben und ihr Züchter 48

Gewinnspiel 52

Krammetsvogelfang 54

Der Fußabdruck muss kleiner werden 56

Unterwegs auf der Deutschen Weinstraße 60

Mit der weißen Schürze... 64

Ein Schaf bedeutet 66

Lebensart – Prosecco 68

Blick ins Grüne 72

Sabrina Fangmann und Frederik 74

Holz direkt im Wald holen 76

Letzte Ruhe in der Natur 80

Impressum 82

Liebe Leserinnen

und Leser,

da hatten wir, zumindest im Stillen gehofft, dass wir

um diese Jahreszeit mit der Corona Pandemie schon

gelassener umgehen können. Weil sich alle an die Restriktionen

gehalten und unsere Gesellschaft deshalb

sicherer gegen Covid-19 Infektionen geworden ist. Ist

aber nicht so, stattdessen müssen wir uns fragen, was

diverse Amateurkicker, Sirtakitänzer, Maskenverweigerer

und Partygänger aus unserer Region wohl einwerfen

oder rauchen, um sich derart von der Wirklichkeit

zu entfernen – und damit uns alle erneut gefährden.

Leute: Freiheit bedeutet nicht, dass jeder machen kann

was er will!

Gottseidank ist unsere Welt derzeit noch stabil genug,

um sich gegen solche und all die anderen Idiotien

noch wehren zu können. Allerdings sind die Zeitläufte

im Umbruch und wir können nur hoffen, nicht zuletzt

zum Wohl der nachfolgenden Generationen, dass die

Änderungen sich doch noch zum Positiven gestalten.

Wir selbst stehen dazu natürlich auch in der Pflicht –

die wir uns schön gestalten können, mit genügend

Zeit und Raum, um bei sich zu sein, um sich wohlzufühlen.

Mit Unterwegs-sein im Jetzt und in der Vergangenheit,

mit Lust am Leben, auch oder weil es anders

geworden ist.

Immer jammern ist dumm, kostet Nerven und bringt

nichts außer Falten im Gesicht. Das Leben den Gegebenheiten

anzupassen und positiv zu sein, das hat Stil

und bringt uns weiter.

Dieses Stadtmagazin ist eine kleine Vorlage dafür,

nicht zuletzt, weil es beweist, dass die guten Dinge

bestehen bleiben. Selten war ein Jahr von so viel Vergänglichkeit

geprägt – wir bleiben dran, positiv und

weltoffen, wie immer.

Ihr Team vom Stadtmagazin, das sich ein wenig verändert

hat und größer geworden ist. Fotos dazu beim

nächsten Mal.

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Editorial

3


Von der „Cloppenburger Badeanstalt“ ins Soestebad

Auch oder gerade, weil der Sommer vorbei ist tauchen wir ein in die Erinnerung daran, wie sich aus der „Cloppenburger Badeanstalt“

das Soestebad entwickelte – ein ebenso denkwürdiges wie unterhaltsames Stück Stadtgeschichte. Das sich nicht

weniger charmant liest vor dem Hintergrund, dass „Corona“ auch das Soestebad geschlossen hat. Wie nahezu alle „Öffentlichkeiten“,

doch wenn man hier nun erfährt, welche historischen Unbilden die „Cloppenburger Badeanstalt“ überstanden hat,

dann ist Optimismus angebracht – darauf, dass wir bald wieder im Soestebad unsere Bahnen ziehen können. Denn, wie wir

wissen: Nichts ist für immer, nur die Veränderung. Und das beste Beispiel dafür ist diese Geschichte:

Die ihren Anfang im Jahr 1919 nahm, als „Hort leiblicher Ertüchtigung“

wie Sportstätten in der Diktion von „Turnvater

Jahn“ seit Mitte des 19. Jahrhunderts genannt wurden. Die

„Cloppenburger Badeanstalt“, an der Hagenstraße und direkt an

der Soeste gelegen, im Hintergrund die Liebfrauenschule, war

von den Cloppenburger Männern in Eigenarbeit erweitert, dafür

mit Spaten ausgehoben und zum Abschluss von 500 extra eingepflanzten

Lebensbäumen umgeben worden.

Das Wasser floss direkt aus der Soeste hinein und damit auch

Schlamm und anderes, was man nicht so genau benennen kann

oder möchte. Das hatte zur Folge, dass das Schwimmbad einmal

im Jahr saubergemacht, beziehungsweise der Boden von Rückständen

gereinigt werden musste. Dafür standen immer etliche

Cloppenburger in der ersten Reihe und boten ihre Dienste sogar

freiwillig an, da im Schlamm regelmäßig viele hundert fette Aale

gefangen werden konnten.

Schon damals oblag die Verwaltung der Anstalt einer

städtischen Kommission unter dem Vorsitz des Bürgermeisters.

Für Männer und Frauen waren gesonderte Badezeiten

ausgeschrieben, denn wo wäre man im Sinne damaliger

Sitten und Gebräuche hingekommen, hätten Männer und

Frauen zusammen baden können! Also durften auch die

Schülerinnen der Höheren Mädchenschule ihre Stunden zur

Leibesertüchtigung hier nicht abhalten, obschon die Jungs

aus den anderen Schulen regelmäßige Badegäste waren.

Vielen von ihnen hat Bademeister Albert Kalvelage das

Schwimmen beigebracht und so auch die Freude am

Schwimmsport geweckt, mit der im Laufe der nächsten Jahre

etliche Erfolge in den Wettkämpfen des Schwimmvereins

erzielt wurden. „Turnen, Spiel und Sport. Bericht über die

Pflege der Leibesübungen in Cloppenburg im Jahre 1924“

war eine der Sonderbeilagen „Bi us to Hus“ der MT aus dem

gleichen Jahr betitelt, in der unter anderem auch die Entstehung

der „Cloppenburger Badeanstalt“ beschrieben wurde.

Und da erinnert doch so manches an Szenerien, die man

in Neuauflage noch aus unserer Zeit kennt. Denn so einfach

war das mit der „Badeanstalt“ von Anfang an nicht. Dennoch,

der 1. Weltkrieg war vorbei, so langsam bahnte sich das wirtschaftlich

stabile und damit auch ausgelassene Leben der

„Goldenen Zwanziger“ an – auch in unseren Regionen. Da

4

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Stadtgeschichte


Stadtgeschichte

reportage

gab es keinen Grund mehr auf Luxus verzichten zu wollen,

also wurde der Ausschuss des Schülerturnvereins des Realgymnasiums

1919 einmal mehr bei der Stadt vorstellig, um

das nunmehr dringende Ansinnen der ganzen Gemeinde

und ihrer Umgebung zur Errichtung eines richtigen Freibades

anzutragen.

Zwei Varianten von Badeanstalten (seit 1893 hinter der Lange

Straße, gegenüber dem Krankenhaus und seit 1901 am

jetzigen Standort, an der Hagenstraße) hatte es zwar bis dato

schon gegeben, doch weil niemand sich in aller Konsequenz

dafür verantwortlich gefühlt hatte, waren sie im Laufe der

Zeiten im sprichwörtlichen Nichts versunken. Demnach verspürte

man in Cloppenburgs offiziellenKreisen wenig Lust,

das Ganze noch mal zu wagen. Doch vox popoli wollte nicht

verstummen, also wurde eine Stadtratssitzung anberaumt,

mit nur einem Tagesordnungspunkt: Dem Bau einer neuen

und diesmal richtigen Badeanstalt.

Es muss ziemlich hoch hergegangen sein im damaligen

Rathaus in der Lange Straße. „Dramatisch“, heißt es in „Bi us

to Hus“ war bereits der Auftakt der Versammlung. „Da gab es

eine erregte Debatte, Rede und Gegenrede, Für und Wider.“

Und weiter: „Man zählt. Wieviele werden dafür, wieviele dagegen

stimmen. Fast scheint es als sollte die Abstimmung

die Ablehnung des Planes bringen!“ Doch dann – was war

das? Musik? Als Muntermacher oder gar als kleiner Erpressungsversuch?

„Und in der Tat“, heißt es in der Sonderbeilage von 1924

weiter: „da steht die Schülerkapelle des Realgymnasiums,

„viele Leute um sie herum, und spielt frische, frohe Weisen!

Der Bürgermeister tritt vor, dankt und ruft der beglückten

Jugend zu: `Hoffen wir, dass das Werk über das wir beraten

und nach dem Ihr verlangt, nun auch genehmigt und zur Tat

werde zum Segen für die ganze Stadt!´“ Dem bleibt nur noch

hinzuzufügen, dass der Antrag angenommen wurde. Mit nur

einer Stimme Mehrheit zwar, doch immerhin war damit der

Grundstein auch für das heute Soestebad gelegt.

Zunächst aber gab es laut „Bi us to Hus“ aus der Sonderbeilage

von 1924 noch genügend „Arbeit und Sorgen, Wochen,

Monate, ein ganzes Jahr lang, vom frühen Morgen bis zum

späten Abend, Ärger und Verdruß, auch manch schweren

Gang, aber auch Schönes und Gutes, reine Freude in großer

Zahl.“ Die und auch „die reine Lust“ empfand der Chronist offenbar,

wenn er resümmiert, dass die „gesamte Bürgerschaft

fast ausschließlich freiwillig spendete, freiwillig arbeitete, Tag

für Tag im steten Wechsel.“

So waren die Verhältnisse damals eben, denn wenn das

Volk eine Vergnügungsstätte haben wollte, musste es auch

das Notwendige dafür tun. So gaben die einen das Geld für

Materialien und die anderen gruben das Becken der Badeanstalt

aus. Zur Eröffnung, noch im gleichen Jahr waren dann

alle gekommen und suchten fortan ihr Vergnügen bei den

Leibesertüchtigungen im Wasser. Dass dies nur im Sommer

möglich war, ist logisch, da es weder die Möglichkeiten zur

Beheizung des Beckens gab noch irgendwelche anderen

Modernitäten auf dem Gebiet.

Danach fragte aber auch keiner – offenbar war man derzeit

noch aus anderem Holz geschnitzt, ganz bestimmt in Cloppenburg.

Auf die Idee kann man auch kommen, angesichts

der Personalie des „Ersten Bademeister Lorenz Füssing“. Der

war nämlich in Wilhelmshaven bei der Marine als Militärbademeister

angestellt gewesen, ehe er sich erfolgreich auf die

Stelle des Bademeisters in Cloppenburg beworben hatte.

Sein Ton, zur Einhaltung der Regeln „im und am Wasserbecken

sowie in der ganzen Badeanstalt“ muss unüberhörbar

und strikt gewesen sein, erinnert man sich in alten Chroniken

noch.

Foto: Egon Druhmann

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Stadtgeschichte

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So weit die Reminiszenzen zu diesem Teil der Cloppenburger

Geschichte, die nun nahtlos in das Heute übergehen

kann: 1974 als Nachfolger der zu diesem Zeitpunkt doch

recht renovierungsbedürftigen Badeanstalt als „Freibad“

neu eröffnet, war es für einige Jahrzehnte Tummelplatz und

Sportstätte für jung und alt. Längst im betonierten Becken,

wo beim Schwimmen nichts mehr unter den Füßen wiggelte

und waggelte, mit Sprungbrettern und abgegrenzten Bahnen

bei den Wettkämpfen. Mit reichlich Umkleidekabinen

aus Holz, Palisadenzäunen gegen fremde Einblicke, einer

großen Liegewiese und einem Kiosk.

Hier gab´s Prickel Pit und Texasgurte für ein paar Pfennige.

Und wer nicht mehr weiß, was Prickel Pit und Texasgurte

waren, der kann ja fragen. Den Bürgermeister Dr. Wiese

zum Beispiel... Übrigens gibts Prickel Pit wieder, allerdings

prickelt die heutige Version längst nicht so intensiv auf der

Zunge und als Brause in Wasser aufgelöst ist das Ergebnis

auch nur ein unscheinbares Bitzelchen, verglichen mit dem

wilden Gesprudel von damals im Glas.

Doch zurück zum Heute und zum, beziehungsweise ins

Soestebad. Das sich seit seiner Eröffnung im Jahre 2011 als

adäquate Freizeit- und Sportanlage etabliert hat. Und als

Erlebnisbad, längst schon im Hallenbad-Outfit, mit Norddeutschlands

längster Riesen-Wasserrutsche, auf der es sich

über 95 Meter Länge mit Effee ins nasse Vergnügen katapultieren

lässt. Da gibt es Wasserkanonen, Wasserspeier und

einen Strömungskanal, eine Sprudelbucht mit Sprudelliegen

und Massagedüsen und im Freibad zu den Sommermonaten

ein 50 Meter Schwimmerbecken, so wie je eins für

Nichtschwimmer und Springer – neben verschiedenen Aufenthaltsmöglichkeiten,

individuell konzipiert für große oder

kleine Wasserratten.

Dazu zählen auch eine Textil-Sauna und zahlreiche Möglichkeiten,

hier das Beste für die Gesundheit zu tun – auch im

Rahmen diverser Kurse von Babyschwimmen bis Aqua-Jogging.

Und dass man hier zur Geburtstagsparty einladen und

Halloween oder einen Aquaball feiern kann, neben zahlreichen

anderen Offerten äußerst unterhaltsamer Art – auch

das gehört zum Gesamtpaket Soestebad dazu – wenn wir

wieder feiern dürfen, natürlich!

So stellt sich der Wandel von Ansprüchen dar. Im Spiegel

veränderten Zeitgeistes, den Anforderungen der heutigen

Klientel entsprechend. Wobei es sich dabei um zahllose Interpretationen

handelt, nach denen man es einfach nicht

jedem recht machen kann. Doch ist dies schließlich kein

Merkmal, das sich ausschließlich auf das Soestebad oder

auf Cloppenburg im Besonderen bezieht, denn der Hang

zu Mäkeleien über Einrichtungen, die der Allgemeinheit

zur Verfügung stehen, ist so alt wie die Menschheit. Und

so amüsiert es eher zu lesen, dass noch mehr Rutschen da

sein sollten und ein Whirlpool natürlich. Oder wenn es heißt:

„Ganz nettes Schwimmbad aber nichts Besonderes. Eine

große Rutsche, Baby und Kinderbecken, Sprungtürme und

Sauna. Viele Kurse für Kinder und Erwachsene“ – fragt man

sich doch unwillkürlich: „Was denn noch?“ Ach ja, der Whirlpool

oder eher sechs davon oder zehn?

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Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Stadtgeschichte


Aber nein, denn das Soestebad ist ein „Schönes Bad, coole

Rutsche...“ und bietet „Erholung, Spaß und Abkühlung... Super

Atmosphäre ;-) und mehr noch, denn „Was gibt‘s an einem

verregneten Sonntagvormittag Schöneres als in einem tollen

Schwimmbad mit der Familie baden zu gehen? Wobei: Die

eine oder andere zusätzliche Familienumkleidekabine wäre

aber noch klasse.“ Nun ja, die eine und andere Anregung ist

sicher angebracht, doch auch die vielen regelmäßigen Badegäste

aus den umliegenden Orten bestätigen, dass die Entwicklung

der Cloppenburger Badeanstalt bis zum Soestebad

eine effiziente und lohnenswerte war und – ist, denn Fortschritte

auch auf diesem Gebiet, werden in Cloppenburg mit

Sicherheit nicht ignoriert werden. Auch, wenn sie möglicherweise

wieder mit „Ärger und Verdruß, auch manch schweren

Gang“ verbunden sind... Macht nichts, man ist es ja gewohnt.

ULLA SCHMITZ

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Stadtgeschichte

7


reportage

Vom optimalen Stockeinsatz

und seinen genialen Folgen.

Oh, was habe ich sie belächelt, die

meist überwiegend weiblichen Personen,

die in kleinen und größeren

Gruppen mit Stöcken unterwegs waren

und dabei so manchen Schwatz

hielten. „Und das soll Sport sein?“,

habe ich mich gefragt. Ja, Joggen, Fitnessstudio,

Gewichte stemmen oder

eine Mannschaftssportart treiben und

dabei so richtig in Schweiß kommen,

das ist richtiger Sport, sagte ich mir.

Heute aber bin ich eines Besseren

belehrt und ein großer Fan des „Nordic

Walking“ geworden, und ehrlich, wenn

ich meine sechs Kilometer in knapp

einer Stunde hinter mir habe, ist vor

allen Dingen im Sommer mein T-Shirt

zum Auswringen klitschnass. Sicher

begegnen mir noch meistens Frauen,

die den Stock eher als Zierde, manchmal

hinter sich herziehen oder ihn

nicht zum Körpereinsatz nutzen. Doch

denke dann: Immerhin, die tun was für

sich und sind an der frischen Luft.

Wie ist es bei mir zu der Wandlung

gekommen oder besser, zu der Bekehrung?

Es war eine Reha-Maßnahme im

thüringischen Bad Frankenhausen, die

mich zum begeisterten Nordic Walker

werden ließ. Zunächst sind eine kompetente

Einführung in die Technik des

Stockeinsatzes plus der richtigen Stöcke

die Grundvoraussetzung für ein

effektives Training. Danach und das

ist bald schon, kann es, in Sportkleidung

selbstverständlich und vor allen

Dingen mit den richtigen Schuhen los

gehen. Prompt ließ der Muskelkater

nach den ersten Kilometern im Trizeps

nicht lange auf sich warten. „Dann war

der Stockeinsatz optimal“, tröstete

mich meine damalige Trainerin. Die

im Reha-Zentrum geliehenen Stöcke

brauchte ich bald nicht mehr, denn ich

wollte meine eigenen haben. Jene, die

auch heute noch meine Begleiter sind.

Zwar mussten die Gummis am Stockende

schon mehrmals ausgetauscht

werden, weil sie abgenutzt waren,

aber „na und?“

Meine Knie leiden an der „Volleyballkrankheit“

oder der „Jogging-Krankheit“

auf Asphalt, wie mein Orthopäde

diagnostizierte und da dies mit meinem

fortgeschrittenen Alter zu tun

hat, würde langes Jammern erst recht

nichts ändern. Wohl aber die beste

Alternative, um in Bewegung zu bleiben:

Nordic Walking nämlich! Selbst

mein früher regelmäßiges Training im

Fitnessstudio ist dem Nordic Walking

gewichen, denn wo sonst kann man

so viel Sauerstoff in Bewegung tanken

wie beim Nordic Walking?

Die schwungvolle Bewegung beansprucht

Herz und Kreislauf, regt den

Stoffwechsel an, stärkt Muskeln und

Knochen und rückt überschüssigen

8

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage


Pfunden zu Leibe. Wer die Stöcke fleißig

vor und zurück schwingt, kräftigt

zudem Arme, Schultern und Rücken.

"Nordic Walking ist eine effektive, aber

moderate und wenig verletzungsanfällige

Outdoor-Sportart", ist in der

Apotheken-Umschau zu lesen. Selbst

Ex-Profi-Sportler wie Christian Neureuther

und Rosi Mittermaier „gehen

am Stock“.

Zudem ist Nordic Walking eine

Sportart, die bei jedem Wetter betrieben

werden kann, härtet vor allen

Dingen im Winter ab und stärkt das

Immunsystem. Das habe ich mir auch

während des Corona-Stillstandes zunutze

gemacht und die Frequenz vom

dreimaligen Walking pro Woche auf

mindestens fünf erhöht. Natürlich sind

bei jedem Urlaub nun auch meine Walking-Stöcke

dabei. Dafür habe ich mir

extra Teleskopstöcke besorgt, die in

jede Reisetasche und in jeden Koffer

passen. So kann ich die Meeresbrise

auf festem Sandstrand genießen und

das regelmäßige Rauschen des Meers

versetzt mich in eine Art Mediation.

Dem Walken mit Musik auf den Ohren

hingegen kann ich nichts abgewinnen.

Ich möchte die Umwelt hören,

im Wald das Gezwitscher der Vögel,

am Strand das Rauschen der Wellen

und auf Geh- und Fahrradwegen das

Klingeln der Radfahrer. Respekt aber

flößen mir nicht angeleinte Hunde ein.

Dann halte ich schon mal an und bitte

den Hundehalter seinen Begleiter

anzuleinen. Am liebsten ist mir aber

ein hundefreier Weg, doch die gibt es

leider nicht. Wohl aber schöne Nordic

Walking Wege in unserer Region: Der

Rundgang um die Thülsfelder Talsperre

bietet sich an, jedoch nur für Personen

mit guter Kondition, denn dort

sind ja immerhin gut zehn Kilometer

zu bewältigen. Der Trimm-Dich-Pfad in

den Bührener Tanne bietet ideale Voraussetzungen,

er ist um die drei Kilometer

lang und für Einsteiger perfekt.

Der Waldboden federt und dazu liefert

die Waldluft Sauerstoff in Hülle und

Fülle. Am liebsten mag ich es, gleich

von zu Hause aus mit meinen Stöcken

loszuwalken. Dann nehme ich meistens

den Weg Richtung Nutteln, und

wenn es passt, drehe ich noch ein oder

zwei Runden um das Regenrückhaltebecken.

Auch ist der Weg über die Alte

Löninger Straße Richtung Stapelfeld

geeignet, jedoch ist der Verkehrslärm

der B213 nicht zu unterschätzen.

Zum Schluss möchte ich nochmals

betonen, dass die richtige Technik und

die geeignete Ausrüstung die besten

Voraussetzungen sind, um alle Vorzüge

des Nordic Walkings zu genießen.

Martin Kessens

10 gute Gründe für das Nordic Walking

1. Du kannst zu jeder Jahreszeit bei jedem Wetter und in jedem Gelände walken.

2. Nordic Walking ist besonders für Menschen mit sportlichem Handicap (Gewicht,

Alter, Vorerkrankungen, Sportabstinenz) super geeignet.

Quelle: www.nordic-walking .de

3. Mit Nordic Walking minimierst du das Risiko für Volkskrankheiten.

4. Der natürliche Bewegungsablauf ist relativ leicht erlernbar, wenn du

die wichtigsten technischen Grundlagen beachtest.

5. Nordic Walking findet in der freien Natur statt: du brauchst keine Gebühren

zu bezahlen und benötigst keine Mitgliedschaft.

6. Du kräftigst beim Walken gleichzeitig den Unter- und Oberkörper.

7. Dein Kalorienverbrauch ist höher als beim Spazierengehen oder Wandern.

8. Mit den Nordic Walking-Stöcken kannst du auch Kräftigungsübungen

durchführen, unabhängig von anderen Sportgeräten.

9. Das Nordic Walking-Equipment ist im Vergleich zu Ausrüstungsgegenständen anderer Sportarten kostengünstig.

10. Du kannst direkt vor deiner Haustür starten und durch die Stadt, Felder, Parks und Wälder walken.

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage 9


Genuss hält Hof

Es gehört zu den Privilegien von

Gastfreundschaft, dass nicht nur

die Gäste des Hauses sich daran

erfreuen dürfen, sondern auch die

Gastgeber – wenn sie denn von einer

solchen Empathie für Gastlichkeit geprägt

sind wie Gitte Grashorn und ihre

Mutter Monika geborene Schweers,

auf dem gleichnamigen Hof in Ostrittrum.

Seit fast 1.000 Jahren besteht diese

Zauberwelt namens „Hof Schweers“,

von der wir im vorigen Stadtmagazin

berichteten und die im September

einmal mehr beweisen konnte, was

Stil, Geselligkeit und ein „offenes Haus“

bedeuten. Umso mehr, als dass diese

kargen Zeiten des Abstandhaltens uns

alle in eine Isolation getrieben haben –

wir dann jedoch umso glücklicher sein

konnten, dass „Hof Schweers“ den Rahmen

bot für „Genuss zum Hof halten“.

termalte die Tischgespräche und die

exquisiten Speisen von Abel & Gerdes,

mit hervorragenden Weinen von Hunfeld,

verliehen den Impressionen die

besondere Note von erstklassigem Genuss.

In jeder Facette des „Hofhaltens“

– trotz der selbstverständlichen Einhaltung

der notwendigen Vorschriften.

Sie wurden kaum wahrgenommen,

denn das Ambiente von „Hof Schweers“

war an diesen beiden Abenden von einem

solchen Zauber, dass der Zeit der

Abschottungen kaum mehr Bedeutung

zukam. So schienen sich die Gäste von

„Hof Schweers“ in einer Zeitmaschine

zu befinden, entführt auf eine Reise für

alle Sinne, die sich noch lange erhalten

werden!

usch

Traumhaft die Kulisse in einer der

altehrwürdigen Scheunen mit ihrem

hohen Dach, das im Kerzenschein der

Tischdekorationen über der Szenerie

zu schweben schien. Leise Musik un-

10


Spazieren gehen – Viel

mehr als nur Müßiggang

Wer fitter werden und in Form kommen möchte,

muss sich weder in einem Fitness-Studio

anmelden noch in einen Home-Trainer

investieren. Stattdessen reicht es schon, regelmäßig

spazieren zu gehen. „Spaziergänge sind ein Work-out für

den ganzen Körper. Sie stärken Muskulatur, Ausdauer und

Atmung. Auch der Seele tut es enorm gut, sich draußen zu

bewegen und die Hektik des Alltags loszulassen“, sagt Achim

Goldenstein, Geschäftsführer der BARMER Cloppenburg.

Frische Luft, das Sonnenlicht, die natürliche Bewegung in

entspannter Atmosphäre seien für jeden Menschen eine

Wohltat. Spaziergänge hätten den Vorteil, dass sie einfach

in den Alltag eingebaut und auch von Menschen mit

krankheits-bedingten Einschränkungen meist problemlos

gemeistert werden könnten.

ZUNÄCHST EINMAL EINE

HALBE STUNDE SPAZIEREN AM TAG

Wer spazieren wolle, könne in der Regel direkt damit

beginnen, so Goldenstein weiter. Abgesehen von bequemen

Schuhen, wettergerechter Kleidung, einem Schrittzähler für

sportlich Ambitionierte und ausreichendem Schutz vor der

UV-Strahlung, insbesondere im Sommer, sei keine besondere

Ausrüstung erforderlich. „Empfehlenswert ist zum Start ein

Spaziergang täglich, etwa eine halbe Stunde lang. Wer mag

Achim Goldenstein, Regionalgeschäftsführer der BARMER, Cloppenburg

und schon etwas fitter ist, kann die Spaziergänge auch mit

Laufeinheiten kombinieren oder während des Spaziergangs

mal ein schnelleres Tempo anschlagen“, sagt Goldenstein.

Wen es beim Spazierengehen in Wälder und auf Wiesen

ziehe, der solle besser lange Hosen und feste Schuhe

tragen, um sich vor Verletzungen, Zeckenbissen und

Insektenstichen zu schützen.

Achtung bei der Auswahl des Spazierwegs

Machten sich ältere Menschen auf einen Spazierweg,

rät der BARMER-Experte dazu, bei der Auswahl des Wegs

eventuell vorhandene körperliche Einschränkungen zu berücksichtigen.

„Starke Steigungen, steinige Wege sowie viel

Wurzelwerk sind eher nichts für sehr alte und vielleicht schon

gebrechliche Spaziergänger. Ihnen liegt ein Spaziergang

in einem Park mit ebenen Wegen und Sitzgelegenheiten

sicherlich eher“, so Goldenstein.

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WAnderurlaub

Eine Wanderwoche mit Happy End

Urlaubsreisen in diesen Zeiten? Kann man sich

verkneifen, dachte ich zu Beginn der Pandemie wehmütig.

Dann, mittlerweile war es Juli und der erste Schreck verdaut,

kam die Anfrage meiner Freundin aus dem hessischen Frankfurt:

„Kommst du mit? Ich fahre jetzt doch.“ Wir hatten uns bereits

am Jahresanfang für eine Wanderwoche im Salzburger

Land in Österreich verabredet, also schnell ein kurzer

Familienrat und wenige Minuten später meine Antwort: „Ja,

unbedingt!“

Das Bahnticket kaufe ich direkt am Bahnschalter in Bremen,

weil ich mir einbilde, damit bessere Chancen auf „sicherere“

Plätze zu haben als bei einer Onlinebuchung. Die freundliche

Dame am Schalter weiß mit mir umzugehen und sucht Plätze

mit genug Abstand zum Nächsten aus. Das beruhigt.

Dann geht es los. Doch bereits beim Betreten der Oldenburger

Bahnhofshalle, es ist etwa 6.20 Uhr, bestätigt sich, was

ich befürchtet habe. Der Zug hat zwanzig - ZWANZIG - Minuten

Verspätung. Ich kann es kaum fassen. Natürlich habe

ich den Verspätungsalarm auf dem Handy nicht aktiviert. Zu

blöd. Damit ist meine gesamte Reiseplanung hinfällig, bevor

die Fahrt begonnen hat. Mir bleibt nur, die Bimmelbahn

nach Hannover zu nehmen. Platzreservierung ade! Ich habe

keine Ahnung, wie es weitergeht. Geplante Anschlusszüge

werden ohne mich fahren. Und Zugbegleiter sind gerade

nicht auffindbar. Mit meinem „Backoffice“ zu Hause gelingt

es mir dann doch, die Reise mit wenig Reibungsverlusten

umzuplanen.

Mittlerweile liegen sechs Stunden Zugfahrt hinter mir und

nach dem dritten Umsteigen sitze ich endlich im geplanten

Zug auf meinem reservierten Sitzplatz. Spätestens jetzt bin

ich urlaubsreif, doch ab sofort läuft alles wie am Schnürchen.

Auch die Abstands- und Hygieneregeln werden auf der Reise

allgemein eingehalten und wo sich Lässigkeiten einschleichen

wollen, ermahnen die Zugbegleiter eindeutig und

kompromisslos. Zumal die Regeln tatsächlich kein Problem

sind. Zwar ist der Mund-Nasen-Schutz auf Dauer lästig, aber

auszuhalten.

Endlich erreiche ich den Zielbahnhof Bad Hofgastein.

Im Hotel angekommen muss ich kurz schlucken: Der

Corona-Fragebogen muss vor dem Einchecken beantwortet

werden. Jetzt wird noch Fieber gemessen. Mir steigt kalter

Schweiß auf die Stirn. Was ist, wenn ich vor Aufregung

erhöhte Körpertemperatur habe? Meine Freundin erholt

sich bereits in der Saunalandschaft. Muss ich stattdessen in

Quarantäne? Werde ich direkt wieder nach Hause geschickt?

Ein langgezogenes „Pieeep“ ertönt. Kein Fieber, ich kann einchecken.

Natürlich, herrjeh! Ich bin doch gesund!

ENDLICH URLAUB! DER BERG RUFT!

Am nächsten Morgen, von der Anreise noch etwas gerädert,

einigen wir uns auf eine kurze, moderate Tour zum

Einstieg. Hauptsache, die Menschen hinter uns lassen. Unser

Hotel ist ausgebucht. Die Österreicher entdecken ihr Land als

Urlaubsland. Na toll! Ein bisschen seltsam fühlt es sich schon

an, Reisen in Zeiten von Corona. Ich halte Abstand. Und bin

dabei ein bisschen verkrampft.

Das erste Ziel, die „Rastötzenalm“,

liegt etwa 700 Höhenmeter entfernt.

Verschnaufpause mit beeindruckendem

Panoramablick.

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Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Wanderurlaub


reportage

Julia E. Schulz : „Es ist nicht wichtig, welche Wände und Berge wir

bezwingen, sondern was wir im Herzen zu Tale bringen.“

Aus der leichten Tour wird nichts! Bei sommerlichen 25 oC

Grad ziehen wir los, verlassen das Tal. Damit gibt es nur noch

eine Richtung: nach oben. Unser Ziel, die „Rastötzenalm“,

liegt etwa 700 Höhenmeter entfernt. Ab jetzt ist nur noch das

Maß der Steigung variabel. Der reizvollere Weg führt durch

den Wald. Leider ist er zugleich der Steilere. Wirklich steil! Ein

kurzer Seufzer, dann stapfen wir los.

Der Wald mit seinem Duft nach Tannennadeln und feuchtem

Waldboden zieht uns sofort in seinen Bann. Mit seinen

abwechslungsreichen Ausblicken, gesäumt von kleinen

Wasserläufen, gespickt mit Wurzeln und Geröll, führt der

schmale Pfad immer weiter bergauf. Mittlerweile seit mehr

als zwei schweißtreibenden Stunden. Der nächste Wegweiser

spendet wenig Trost: Die „Rastötzenalm“ ist in 1,5

Stunden (Eins-Komma-Fünf) erreicht. Wir motivieren uns

damit, immer einen Tick schneller unterwegs zu sein. Dann

sind es ja nur noch 1,25 Stunden. Sehr witzig! Im feuchten

Schatten des Waldes ist die Sommerhitze immerhin erträglich.

Die Muskeln zwicken ordentlich. Zwischendurch bilde

ich mir ein, Kopfschmerzen zu bekommen. Oder erste Anzeichen

einer Infektion? Ich wische den Gedanken weg und

weiß, der erste Tag nach einer Anreise fühlt sich immer so

an. „Reiß dich zusammen“, schimpfe ich tonlos mit mir selbst.

BIKE & HIKE - GROSSARTIGE ERFINDUNG

Übermütig mieten wir uns zwei Tage später zur Abwechslung

Mountainbikes. Ok, mit elektronischer Unterstützung.

Das toppt alle bisher da gewesenen Bergfreuden. Weil wir die

Bikes mit den dazugehörigen Akkus nicht einschätzen können,

arbeiten wir uns mit kleinster Unterstützung nach oben,

aus lauter Angst, irgendwann mit leerem Akku dazustehen.

Die Muskeln brennen beim nicht enden wollenden Anstieg

Richtung „Gadauner Hochalm“ in 1.830 Metern Höhe. Doch

an Aufgeben ist nicht zu denken. Wir wollen ja auch etwas

tun, keucht die Freundin. Mein Grinsen fällt schwach aus,

aber ich gebe, was ich kann. Irgendwann wird es auch wieder

bergab gehen. Das steht fest, Gottseidank!

An der „Feldingalm“ angekommen, stellen wir unsere Räder

ab. Und weil „Bike & Hike“ der neue Trend ist, setzen wir noch

einen drauf. Die Alm-Wirtin empfiehlt uns den Weg über den

Grad bis zum Gipfel am „Kalkbretterkopf“ auf 2.412 Meter.

Ohne Räder und vor der Brotzeit, wohlgemerkt. Die Empfehlung

der Wirtin lohnt sich. Doch nach einer guten Stunde

„Gekraxel“ sind wir ziemlich mürbe und der Magen knurrt.

Wir glauben, das Gipfelkreuz zu sehen. Aber es scheint sich

zu bewegen, sieht irgendwie komisch aus.

Spätestens beim Anblick der Alm sind Strapazen und Sorgen

wie weggeblasen. Wie in einem Dornröschenschlaf

empfangen uns gleich drei Almhütten auf einer grünen Ebene.

Eingekesselt zwischen fünf Berggipfeln bietet sich ein

beeindruckendes Panorama. Ein Traum von einem Rastplatz.

Wir setzen uns an einen der rustikalen Holztische und genießen

den Anblick auf Berge und Tal. Zur Belohnung gibt es

eine ordentliche Brotzeit aus Speck, Almkäse und deftigem

Sauerteigbrot, dazu eine kühle, sämige Buttermilch. Hier und

jetzt ist die Welt in Ordnung.

Die Zeit verfliegt. Wir bezwingen weniger die Berge als

uns selbst. Bei den vielen kleinen Verschnaufpausen auf den

Bergtouren verschlägt uns der Anblick unberührter Natur

und der würzige Duft des Zirbenwaldes die Sprache. Als

die Muskeln einmal zu versagen drohen, passt der Spruch

von Julia E. Schultz, die 2017 den Mount Everest bestiegen

hat. Sie sagte, auf Reisen würde man selten Antworten finden,

aber man vergesse die Fragen. Wie wahr! Ich vergesse

einfach alles.

©Appartementhaus „Zum Strandkorb“

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Wanderurlaub

13


Eine Wanderwoche mit Happy End

mit zahlreichen Infektionen durch das Personal eines Hotels

beunruhigt uns. Ist denn das hiesige Personal „sauber“?

Am nächsten Morgen stockt mir der Atem. Wir wollen bereits

um sieben Uhr zum späteren Frühstücken mit dem Wirt

„Felix“ auf die „Bärsteinalm“ wandern. Am Treffpunkt vor

dem Hoteleingang fährt gerade ein Notarztwagen vor. Zwei

in Schutzkleidung gehüllte Personen steigen aus. In ihren

Händen erkenne ich eine Box, von der ich sofort vermute,

dass es sich um Covid-19-Testmaterial handelt. Ich werde etwas

blass um die Nase. Die anderen Gäste der Wandergruppe

hingegen warten völlig ungerührt auf den Wirt, damit es

losgehen kann. Er taucht zwar auf, verschwindet jedoch in

Richtung der Vermummten. Mich irritiert sein Gesichtsausdruck,

doch er ist völlig relaxt und sagt: „Es geht gleich los,

muss nur noch schnell was erledigen.“

Wir nähern uns schleppend dem vermeintlichen Ziel und

müssen feststellen: Es sind Kühe, die sich dort abgelegt

haben. Zum Darüberlachen zu müde, lassen uns von ihren

sanften, braunen Augen nicht täuschen, nehmen diese Wegblockade

aber als Zeichen und beschließen, umzukehren.

Der Gipfel kann nicht mehr weit sein, doch jetzt ist es genug.

Wir haben Hunger und die Brotzeit auf der Hütte lockt – die

haben wir uns wirklich verdient.

Das absolute Highlight ist die Rückfahrt. Dauerte der Anstieg

mit dem Rad locker drei Stunden, so erreichen wir unsere

Unterkunft nun binnen dreißig Minuten. Immer bergab.

Und dass, obwohl wir kein Risiko eingehen und niemals Vollgas

geben. Es ist großartig! Anstrengung gleich Null! Und

Corona? Hatte Pause!

EIN SCHRECK AM MORGEN

Zurück im Dorf ist da wieder das leichte Unbehagen. Die

Nachricht über den österreichischen Urlaubsort St. Wolfgang

Tatsächlich ist er schnell wieder da und los geht die Wanderung,

ohne, dass große Worte verloren werden. Aber wir haben

Fragen, DIE Fragen und die stellen wir nach kurzem Zögern.

Seine Antwort erleichtert, denn er erklärt, dass dieser

Ort am Anfang der Pandemie aufgrund einer aufgetauchten

Infektion komplett unter Quarantäne gestellt war. Er selbst

habe diese Zeit genossen. Keine Gäste, keine Arbeit und viel

Zeit, die Berge mit der Familie zu genießen. Doch jetzt ist er

froh, dass der Hotelbetrieb wieder aufgenommen ist und damit

das so bleibt, lässt er das gesamte Personal regelmäßig

testen.

Mir fällt ein Stein vom Herzen und ich merke, wie anders

sich das Reisen dieser Tage anfühlt. Nicht ganz so sorglos,

nicht ganz so entspannt und immer auf Abstand bedacht.

Corona hat es in sich, doch wenn man sich auf die Regeln

zur möglichen Vermeidung der Krankheit einlässt, kann man,

wie wir auf dieser Reise, beruhigt die weiteren Tage genießen,

dankbar für die sorglosen Momente in unberührter

Natur.

BEATE DEEKEN

Anne-Marie

Bei uns ist immer was los!

Die kleine Anne- Marie lebt auf einem Bauernhof in Bedekaspeln - ihr Papa sagte oft,

der Ort habe seinen Namen bekommen, weil die Kinder hier immer so rumkaspeln

- mit ihrem Bruder Malte und ihrer echt kleinen Schwester Sophie. Und natürlich

mit Mama Marleen und Papa Franz, Opa Gerd und Oma Maria und einer Schar verrückter,

vorwitziger Tiere. Mit denen und ihrer besten Freundin Marie und dessen Bruder Fiete

erleben die Geschwister die tollsten Abenteuer. Ob mit einem Pfeil, der die Welt umrunden

soll, aber nur bis zu Tante Ernas Fahrradreifen kommt und eine kleine Katastrophe

auslöst, oder mit Fietes wildem Kaninchen Walter, der alles auf den Kopf stellt. Auch

Chipi, die verrücke Ziege, hält die Bande auf Trapp, dafür kann sie mitunter schon mal

eine ganze Kuhherde stillstehen lassen.

Auch die Kinder selbst sorgen für allerhand Trubel, Aufregung, aber auch für Heiterkeit. So

legt sich die kleine Sophie mit dem bösen Lucas an und Malte mit dem Güllefaß. Zu lachen

gibt es jede Menge für Anne- Marie und ihre Familie und langweilig wird es auf dem Hof nie!

Sabrina Fangmann

Klecks Verlag

ISBN 978-3944050-39-3

12,80 €

14

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Buchtipp


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Neue Studienergebnisse zeigen:

Das Gehirn braucht Zugang

zu der gesamten Klangumgebung

Das Hörzentrum im Gehirn besteht aus zwei

Subsystemen

Neue Untersuchungen belegen, dass das Hörzentrum

im Gehirn aus zwei Subsystemen besteht: dem Orientierungs-Subsystem

und dem Fokus-Substystem. Beide Substysteme

arbeiten kontinuierlich zusammen, um dem Gehirn

dabei zu helfen, Klänge zu verstehen.

Beide Subsysteme benötigen zur optimalen Arbeit Informationen

– in Form des sogenannten neuronalen Codes. Damit

wird ein Überblick der Klangumgebung geschaffen; Klänge

können getrennt und zum Zuhören ausgewählt werden.

Hörsysteme müssten einen gut nutzbaren

neuronalen Code bereitstellen

Die neuen Forschungsergebnisse unterstreichen die Bedeutung

von Hörstystemen, die einen gut nutzbaren neuronalen

Code bereitstellen, der unabhängig von der Art des Hörverlusts

für das Gehirn leicht zu entschlüsseln ist.

Herausragende Vorteile von BrainHearing

Anders als konventionelle Hörsysteme verbessert Oticon

Opn S mit der BrainHearing-Technologie bewiesenermaßen

das Sprachverstehen, reduziert die Höranstrengung und erhöht

die Merkfähigkeit durch den Zugang zur Klangumgebung.

Darüber hinaus zeigen innovative EEG-Untersuchungen,

dass Oticon Opn S-Hörsysteme die natürliche Art und Weise

des Gehirns unterstützen, Klänge zu organisieren und zu priorisieren.

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Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Anzeige

15


reportage

Durchstarten in den Modeherbst mit Werrelmann

– nicht nur in Sachen Mode!

„Durchstarten und mitgestalten in Sachen

Mode, das ist unsere Welt, denn

wir lieben Mode“ – das ist die einhellige

Aussage des Modehaus Werrelmann-Teams.

Die Modetrends für den Herbst/Winter

2020/21 haben drei unserer neuen

Mitarbeiter-Innen umgesetzt und präsentieren

Ihre Lieblings-Outfits für den

Herbst 2020.

Wir als Modehaus Werrelmann haben

also das große Glück drei Mitarbeiter-Innen

gewonnen zu haben, die ihre

Interessen zum Beruf gemacht haben

und mit Leidenschaft dabei sind!

Wollt auch ihr Teil unseres Teams werden,

dann bewerbt euch bei uns für einen

Ausbildungsplatz:

www.werrelmann.com

Wir freuen uns auf euch!

Jeanette

Jeanette ist bei uns Auszubildende im zweiten Lehrjahr:

Sie trägt eine Lederculotte von Vila, eine Marke, die bei uns

ganz neu Im Sortiment ist. Dazu einen Pullover mit einem

Spitzentop und einen Bouclemantel, ebenfalls von Vila. Ihre

coolen Boots in angesagter Schlangenoptik von Bullboxer

runden das Outfit perfekt ab. Veganes Leder ist der Haupttrend

in dieser Saison, an Ihm führt kein Weg vorbei und hier

perfekt kombiniert mit dem nächsten wichtigen Thema: Kuschelstrick!

Jeanette: „Ich liebe es neue, coole und außergewöhnliche

Outfits für unsere Kunden zu erstellen. Ich mag meinen Beruf,

weil ich den Kunden ein Lächeln ins Gesicht zaubern und

am Ende des Tages selbst mit einem Lächeln meinen Arbeitstag

abschließen kann!“

16 Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage


Lars

Lars ist eigentlich kein echter Neuzugang,

er hat bei uns erfolgreich seine

Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel

absolviert und ist im August

als fester Mitarbeiter übernommen

worden. Er sagt über sich selbst, dass

er ein absoluter Mode-Enthusiast sei.

Hier trägt er Mantel und Pulli von Jack&Jones,

eine Hose von Black Label

und Sneaker von Diegel.

Selina

Selina kam direkt nach ihrer Ausbildung

zu uns. „Mode verrät uns sofort, wer wir sind

oder wer wir sein möchten und genau das

macht Mode so besonders“, sagt Selina und

fügt hinzu: „Beim Modehaus Werrelmann

kann ich meine Kreativität ausleben, ich kann

ein Statement setzen!“

Sie trägt einen veganen Lederminirock von

Vila mit einem sportlichen Zippsweater von

Calvin Klein, dazu Bikerboots von Tommy Hilfiger.

Ihr sportliches Outfit kombiniert sie mit

einem klassischen Blazermantel in Camel von

Hilfiger: Stilbruch ist Trend!

werrelmann

wir lieben mode.

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage

17


reportage Reportage

Die Fahrradbranche behauptet

sich in der Corona-Krise

Die Corona-Pandemie ist das zentrale Thema

2020 – da macht auch die Fahrradbranche keine

Ausnahme. Jedoch positiv, denn während der

Corona-Pandemie sind bereits viele und steigen noch mehr

Deutsche auf das Fahrrad um. Jung und alt, um die frische

Luft und die Bewegung zu genießen. Die Zahl der Radfahrer

steigt schneller als bisher, es werden so viele Fahrräder wie

nie verkauft – und immer mehr Menschen entscheiden sich

für den Kauf von Kalkhoff-E-Bikes aus Cloppenburg.

Das Fahrrad ist ein Gewinner der Krise. Nicht zuletzt auch,

weil es andere Dinge, die man sich möglicherweise nicht

mehr leisten kann, kompensiert. Also beispielsweise Urlaub

in Deutschland statt Fernreise. Es lässt sich feststellen,

dass Fahrrad und E-Bike in diesem Jahr neue Zielgruppen

zusätzlich angesprochen haben. Auch in diesem Kontext

startete das Jahr 2020 vielversprechend mit einem milden

Januar. Doch dann wirbelte das Corona-Virus alles

durcheinander. Mitte Februar kam es bereits zum Shutdown

in China und in anderen Teilen Asiens. Lieferketten waren

gestört oder gar unterbrochen. Hersteller von Fahrrädern,

E-Bikes, Komponenten und Zubehör konnten, wenn

überhaupt, nur sehr eingeschränkt produzieren.

Mitte März mussten dann auch die Fahrradgeschäfte in den

meisten Bundesländern schließen. Der Abverkauf war dadurch

bis Mitte April stark eingeschränkt. Seit der erneuten

Öffnung der Fahrradgeschäfte wenig später aber erlebte die

Branche dann einen regelrechten Run auf Fahrräder, E-Bikes,

Komponenten und Zubehör.

Sowohl bereits der April als auch der Mai waren stärker als die

Vorjahresmonate. Und auch im Juni und Juli war die

Nachfrage außergewöhnlich hoch. Zwar war das kein Grund

zur Euphorie, aber durchaus Anlass für Optimismus beim

Blick auf die Zukunft des Fahrradmarktes. In dem Zusam-

Mit dem Rad auf allen Wegen

Kalkhoff Markendirektorin, Lisa-Maria

Schouten, präsentiert die E-Bike-Zukunft

18 Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage


reportage

FAKTEN

WIE FINDE ICH DAS RICHTIGE E-BIKE?

Brauche ich ein Trekking-, City- oder Urban-E-Bike? Welche

Rahmenform- oder -größe ist die richtige, welche Ausstattung

erfüllt meine Ansprüche? Die Antwort ist: So individuell

wie Sie selbst!

DIE TYP-FRAGE

Am Beginn des Weges zum perfekt passenden Rad steht die

Frage nach dem bevorzugten Einsatzzweck.

Das Kalkhoff Modell IMAGE mit einer

Traglast von bis zu 170 kg am Lüscher Polder

menhang wurde endlich ein lang gehegtes Vorurteil ausgemerzt,

nach dem E-Bikes nämlich als Vorstufe zum Rollator

gesehen wurde – doch das hat sich in den vergangenen

Jahren geändert. Die elektrische Unterstützung ermöglicht

es Hobbyradfahrern, in den Bergen unterwegs zu sein und

Pendlern, auch mehrere Kilometer ins Büro zu radeln, ohne

völlig verschwitzt anzukommen. Dafür einfach am Verkehr

vorbeifliegen. Mühelos, stressfrei, nachhaltig und vor allem

komfortabel. Viele dieser neuen Nutzer werden die

Zweiradmobilität auch nach der Krise nicht mehr

missen wollen.

Schon seit einigen Jahren ist zu beobachten, dass die

Radwege in den Städten voller werden. Die Menschen

haben das Bedürfnis nach Bewegung an der frischen Luft mit

ausreichend Abstand. Eine Entwicklung, die hoffentlich auch

beim Ausbau der Radwege zu erkennen ist. Wir benötigen

eine Infrastruktur, die den Radverkehr bei der Raumverteilung

berücksichtigt. Wir haben gerade eine sehr große

Offenheit in der Gesellschaft dem Radverkehr gegenüber

und die nicht zu nutzen, wäre mehr als fahrlässig, insbesondere

auf die Volksgesundheit bezogen. Nichts kann

wichtiger sein, in allen Zeiten!

KLAUS DEUX

DIE WAHL DES RAHMENS

Finden Sie den Rahmen, der zu Ihnen passt – vom Unisex-Design

bis hin zu besonders sportlichen und komfortablen Ausführungen.

DIE ANTRIEBSSYSTEME

Bei den Motoren für alle Bedürfnisse, Einsatzzwecke und Vorlieben

kann das Kalkhoff Sortiment seine Stärken ausspielen.

Front-, Mittel- und Hinterrad-Antriebssysteme stehen zur

Auswahl. Für die Allrounder werden vorzugsweise die Mittelmotoren

zum Einsatz kommen.

DIE AKKUS

Die neue Akku-Generation im Fokus – von leicht über integriert

im Rahmen bis hin zu großer Reichweite.

DIE AUSSTATTUNG

Was man sonst noch wissen sollte: Infos zu

Bremsen, Schaltung und Co erfährt man in der

guten Beratung bei jedem Fahrrad-Fachhändler.

WEITERE INFORMATION:

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Manuel Schlarmann

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Radwandern im Oldenburger Münsterland

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage

19


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©freepik

Fit zum Job –

Mit dem „Job-Bike“

fährt man voll im Trend.

Immer mehr Menschen wollen mit dem Fahrrad zur Arbeit

fahren. Die Vorteile von umweltbewusster Fitness und

stressfreie Fahrt zum Arbeitsplatz liegen auf der Hand. Kein

Wunder also, dass auch die Berufspendler diese moderne Art

der Fortbewegung längst für sich entdeckt haben. In einigen

Fällen scheitert jedoch der Traum vom Pedelec am Preis.

Mit dem Fahrradleasing lässt sich diese Hürde jedoch

spielend umfahren. Immer mehr Firmen setzen auf die moderne

Art der Fortbewegung und bieten ihren Mitarbeitern

ein E-Bike mit Leasingvertrag an. Neben dem Motivationsfaktor

für die Beschäftigten ist es eine umweltfreundliche und

gesundheitsfördernde Alternative zum Firmenwagen.

DAS MODELL „LEASE A BIKE“ BIETET ZAHLREICHE

VORTEILE FÜR UNTERNEHMEN UND MITARBEITER.

Auch bei Cloppenburger Unternehmen ist der Trend

„Job-Rad“ angekommen: “Wir sind mittlerweile Experten

im Leasingbereich geworden und die Nachfrage ist groß“,

bestätigt Berti Lüers von „Bertis Bike Center“. Das professionelle

Team um „Berti“ steht seinen Kunden mit Ratschlägen

und fundiertem Fachwissen für alle Fragen rund um „Lease a

bike“ mit Pedelec und anderen, unterschiedlichen Modellen

zur Verfügung.

Fit und stressfrei zum Arbeitsplatz

Wie genau das Fahrradleasing funktioniert und welche

Steuerersparnisse mit diesem innovativen Modell einhergehen,

erläutert der Leasingexperte gerne in einem persönlichen

Kundengespräch. Selbstverständlich kann auch

das Leasing-Rad auf der großen Indoor-Teststrecke an unterschiedlichen

Geländegegebenheiten ausgiebig getestet

werden.

„Berti“ steht auch in Zeiten von Abstand und Hygienevorschriften

mit „Rad“ und Tat zur Seite. Nie war es wichtiger, etwas

für die Gesundheit und Abwehrkräfte zu tun. Aus diesem

Grund liegt Radfahren als Bewegungssport an der frischen

Luft voll im Trend. Besuchen sie Bertis Bike Center und lassen

Sie sich von der Fahrradbegeisterung anstecken.

Super Team – Inhaber Berti Lüers und

Store Managerin Dominika Wylezek

Riesen Auswahl auf 3000 qm

20

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Anzeige


reportage

Werner-Eckart-Ring 2 • 49661 Cloppenburg • Tel: 04471 932539

Besuchen Sie uns doch einfach und lassen sich von unserer Fahrradbegeisterung anstecken.

Wir freuen uns auf Sie! vor Ort oder auf www.bertis-bikes.de

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Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage

21


freitzeit

3-Seen-Route

Die 3-Seen-Route führt durch das

Oldenburger Münsterland

„Ich will ein E-Bike“, sagte meine Frau in die Idylle des

Bergsees hinein. Wir hatten gerade die Hälfte unserer

Radtour hinter uns, hockten am Ufer eines Bergsees, der

vermutlich der nördlichste Deutschlands ist – und dann

das. Nur weil es bei den Dammer Bergen ein paar Meter

bergauf geht? Zugegeben, es ist angenehm, wenn man bei

Gegenwind mal kurz auf den Knopf drückt und die Energie

geradewegs in die Pedale wandert. Aber deshalb gleich ein

E-Bike kaufen? Doch der Reihe nach.

© OM-Tourismus

Wir hatten uns die „3-Seen-Route“ ausgesucht, eine

Radtour, die das Zwischenahner Meer mit der Thülsfelder

Talsperre und dem Dümmer See verbindet und die mit

einem E-Bike locker an vier Tagen absolviert werden kann,

wenn man sich nicht allzu oft im Klönschnack aufhält.

Viel bedenken muss man nicht, denn die Tour ist komplett

ausgeschildert und lässt sich problemlos über das Radwegeleitsystem

erfahren. Gewichtige Argumente in der familieninternen

Planungsphase also. Wir hätten auch eine der

über 60 Touren der Region fahren wählen können. Oder auf

eigene Faust durch das Oldenburger Münsterland radeln

können, wo man sich dank des ausgeklügelten

Knotenpunktsystems praktisch kaum mehr verfahren kann.

Überall dort, wo Radfahrer sich sonst über Karten beugen

würden, sind kleine Schilder mit Zahlen oder auch

Orientierungstafeln. Man muss sich also morgens nur noch

ein paar Zahlen auf einem Zettel notieren und schon kann

es losgehen. Wer seine Tour nicht auf einem Zettel notieren

möchte, kann sich die Route auch kostenlos ausdrucken

oder gleich einen GPS-Track herunterladen: Einfach im

Der Dümmer See im südlichen Landkreis Vechta

Internet die interaktive Karte von „Fietsknoop“ öffnen, den

Startort eingeben und dann die Knotenpunkte bis zum

Zielort anklicken.

Doch die Würfel waren gefallen. Für die „3-Seen-Route“.

In Bad Zwischenahn, dem Ort, an dem wir gestartet sind,

haben wir denn auch auf den berühmten Aal verzichtet,

den man hier üblicherweise vertilgt. Dabei handelt es sich

ja gewissermaßen um Bergsteigernahrung, und die brauchen

wir in der Norddeutschen Tiefebene nicht. Denn die ist

meist flach und geradezu prädestiniert für entspanntes Radeln.

Und die Wege auf der „3-Seen-Route“ sind so, dass man

fast immer bequem nebeneinander fahren kann und Autos

selten stören.

Wir hatten also Zeit, uns die Gegend anzuschauen. Dabei

sind uns ein paar Dinge aufgefallen, die wir Nachahmern mit

auf den Weg geben möchten. Wundern Sie sich zum Beispiel

nicht, wenn die Leute freundlich grüßen, obwohl sie einen

nicht kennen. Das ist hier so üblich, zumal auf dem Dorf.

Selbst von Kindern kommt ein forsches „Moin“. Wundern Sie

sich auch nicht über große Bauernhöfe unter hohen Eichen.

Oder über Neubauten, die oft kleinen Palästen ähneln – mit

Türmchen, Erkern und Zinnen. Angeblich können die Menschen

im Oldenburger Münsterland keine kleinen Häuser

bauen. Manche Garagen sind größer als eine Mietwohnung

in der Stadt. Die Leute hier schätzen ihre eigenen vier Wände,

die Eigenheimquote ist eine der höchsten in Deutschland.

Wenn man so durch die Spargel- und Erdbeerfelder radelt,

fällt einem direkt die vielfältige Landschaft der Landkreise

Cloppenburg und Vechta ins Auge. Das andere was auffällt

22

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Freizeit


© OM-Tourismus

© OM-Tourismus

Die Thülsfelder Talsperre ist eine Etappe der 3-Seen-Route

Einfache Tourenplanung per Fietsknoop-App auf www.om-tourismus.de

ist der Katholizismus. Jedenfalls sollten Sie sich auch nicht

über die vielen Kruzifixe wundern, die, meist überdacht, an

Hofeinfahrten und Weggabelungen stehen.

Eigentlich sind es aber weniger die Orte und deren Details,

die den Reiz dieser Route ausmachen. Nein, es sind vor allem

die Landschaften. Die Thülsfelder Talsperre zum Beispiel, die

seit 1938 unter Naturschutz steht. Hier radeln wir am Ostufer

entlang, vorbei an Campingplätzen, Bänken unter hohen

Bäumen und kleinen Badestränden. Oder die Dammer Berge.

Da saust man eben noch im Energiesparmodus schnurstracks

auf einer alten Bahntrasse entlang, und plötzlich beginnt

er: der Anstieg. Aber wir haben ja einen „Power“-Knopf.

So betrügt man zwar die Sinne, hat aber noch einen Blick für

den Handorfer Mühlenbach, der links zu Tal plätschert.

Oder der Dümmer See, der uns am frühen Morgen ausgesprochen

friedlich empfängt. Bei der Aalräucherei Hoffmann

werden die Fenster geputzt und die Wohnmobilisten haben

eine kleine Wagenburg gebaut und den Frühstückstisch eingedeckt.

Für uns beginnt hier der Rückweg. Auf dem Pickerweg,

einer alten Pilgerroute, radeln wir gen Norden. Rechts

reiht sich ein Moor an das andere. Weit und breit ist kein Bauwerk

zu sehen, höchstens mal ein Hochsitz vom Jäger. Bei

aller Subjektivität: Dies ist einer der schönsten Abschnitte,

zumal bei Sonnenlicht betrachtet.

Übrigens: Am Ende sprach meine Frau nicht mehr vom

E-Bike. Sondern nur noch davon, wie schön es war, mit den

Gedanken mal ein paar Tage ganz woanders zu sein. Und

dass es besser gewesen wäre, wenn wir diese Tour schon viel

eher erfahren hätten.

WOLFGANG STELLJES

3-Seen-Route Information:

Die 3-Seen-Route kann an verschiedenen Orten gestartet werden.

Zum Beispiel in Bad Zwischenahn oder Damme. Informationen zum

Streckenverlauf, Kartenmaterial und Tipps für Rast und Unterkunft

stellen der Verbund Oldenburger Münsterland und die regionalen

Tourist-Informationen gern zur Verfügung.

Verbund Oldenburger Münsterland e.V.

Oldenburger Straße 246

49377 Vechta

Telefon 0 44 41 / 95 65 12

E-Mail: tourismus@oldenburger-muensterland.de

www.om-tourismus.de

Die 3-Seen-Route ist über den gesamten

Streckenverlauf mit diesem Signet ausgeschildert*

* Der Landkreis Ammerland folgt.

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Freizeit

23


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reportage

Dr. Sarah Höffmann

mit Bestnoten zur

Notarin bestellt

Dr. Sarah Höffmann hat sich auf die Gebiete Erbrecht

sowie Handels- und Gesellschaftsrecht spezialisiert.

Rechtsanwalt und Notar a.D. Otto Höffmann führt seit

mehr als 40 Jahren seine erfolgreiche Kanzlei direkt in

der Cloppenburger Innenstadt, Bürgermeister-Heukamp-Straße

23. Bereits im Jahr 1982 wurde die Rechtsanwaltskanzlei

um das Notariat erweitert und erarbeitete sich

einen hervorragenden Ruf weit über die Grenzen der Region

hinaus.

Am 21. Juli 2020 wurde die Tochter des Kanzleigründers Dr.

Sarah Höffmann von der Präsidentin des Oberlandesgerichts

Oldenburg im Namen des Landes Niedersachsen zur Notarin

bestellt. Die Vereidigung erfolgte durch den Vize-Präsidenten

des Landesgerichts Oldenburg, der ihr auch die Ernennungs-Urkunde

überreichte.

Dr. Sarah Höffmann studierte nach dem Abitur Rechtswissenschaften

in Würzburg und Berlin. Im Jahr 2009

promovierte sie im Bereich Vertragsrecht und arbeitete neben

ihrer Promotion an der Universität Hamburg bereits

als Rechtsanwältin in einer renommierten Oldenburger Anwaltskanzlei.

Anschließend war sie mehrere Jahre erfolgreich

als Justiziarin in einem großen Hamburger Notariat tätig und

erwarb sich dort umfassende Fachkenntnisse im Gesellschafts-lschafts-

und Vertragsrecht sowie in der rechtlichen

Betreuung international tätiger Großkonzerne.

Aufgrund ihres herausragenden Fachwissens absolvierte

Dr. Sarah Höffmann die notarielle Fachprüfung bundesweit

als beste Absolventin ihres Jahrganges.

Heute arbeitet die erfahrene Rechtsanwältin und Notarin

in einer Partnerschaftsgesellschaft mit ihrem Vater Rechtsanwalt

Otto Höffmann und ihrem Bruder Rechtsanwalt Jan

Oskar Höffmann. „Wir sind ein gutes Team, das sich aus unterschiedlichen

Persönlichkeiten mit verschiedenen Schwerpunkten

zusammensetzt. Wir ergänzen uns dabei hervorragend

und decken unterschiedliche Zielgruppen und

Rechtsgebiete ab. Ein Umstand, den unsere Mandanten sehr

zu schätzen wissen“, betont Dr. Sarah Höffmann, die sich vor

allem auf die Gebiete Erbrecht sowie Handels- und Gesellschaftsrecht

spezialisiert hat.

Otto Höffmann ist bereits seit Jahrzehnten ausgewiesener

Fachmann auf den Gebieten Arbeitsrecht, Ehe- und Familienrecht

sowie Reiserecht.

Jan Oskar Höffmann bearbeitet vorrangig die juristischen

Sachverhalte im Bereich Arbeitsrecht, Strafrecht und

Verkehrsunfallrecht. Darüber hinaus ist Rechtsanwalt Jan

Oskar Höffmann für Rechtsstreitigkeiten im Rahmen des

„Diesel-Abgasskandals“ zuständig. Er hat bereits zahlreiche

Klagen gegen die Fahrzeughersteller deutschlandweit erfolgreich

geführt. Die Kanzlei bietet hierfür eine kostenlose

Erstberatung an.

Das gesamte Team der Kanzlei HÖFFMANN & PARTNER –

Rechtsanwälte und Notarin gratuliert der neu ernannten

Notarin Dr. Sarah Höffmann recht herzlich.

SIGRID LÜNNEMANN

Rechtsanwältin und Notarin Dr. Sarah Höffmann ist gemeinsam mit

ihrem Vater Rechtsanwalt Otto Höffmann und ihrem Bruder

Rechtsanwalt Jan Oskar Höffmann in einer Partnerschaftsgesellschaft tätig.

Höffmann & Partner Rechtsanwälte

Bürgermeister-Heukamp-Str. 23

49661 Cloppenburg

Tel: 04471 6750

E-Mail: info@hoeffmann-partner.de

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage

25


GEsundheit

Wenn im Winter heimisches Obst rar wird, sind exotische

Früchte wie Kakis eine köstliche Alternative.

Die orangen Früchte sind wahre Vitaminbomben: Sie sind

reich an Mineralstoffen (u.a. Kalium, Phosphor) und Vitaminen

– insbesondere Provitamin A, das gut für Augen und

Nerven ist, und Vitamin C, das die Abwehrkräfte stärkt. Zwei

Kakis decken bereits den Tagesbedarf an Vitamin A. Kakis

schmecken fruchtig-süß, ähnlich wie Pfirsich oder Mango,

mit einer leichten Vanillenote. Obwohl sie sehr süß sind, haben

sie wenig Kalorien: Eine Kaki kommt auf wenige 100 Kalorien.

Das erklärt sich durch den hohen Wassergehalt – Kakis

bestehen zu 80 Prozent aus Wasser.

Ursprünglich stammt die Kaki aus Asien, wird aber inzwischen

auch in Spanien angebaut. Im sonnigen Mittelmeerklima

fühlt sich die Sorte Rojo Brillante in der Region Valencia

sehr wohl. Seit 2002 trägt die Kaki Ribera del Xúquer die

geschützte Ursprungsbezeichnung (g.U.) der EU. Das Siegel

garantiert, dass Erzeugung, Verarbeitung und Herstellung

eines Produkts in einem bestimmten geografischen Gebiet

nach festgelegten Verfahren erfolgen.

In der Küche sind Kakis vielseitig einsetzbar: in Obstsalaten,

Quarkspeisen oder Kuchen. Wie wär’s mit einer feinen Spekulatius-Käse-Kaki-Torte?

Die ist ein toller Hingucker beim

Kaffee und dazu noch so köstlich.

akz-o

Zutaten:

ca. 12 Stücke

• 200 g Gewürz-Spekulatius

• 150 g Mehl

• 1 TL Backpulver

• 175 g Zucker

• 125 g Butter, 1 Ei (Größe M)

• 8 Blatt Gelatine

• 300 g griechischer Joghurt

• 500 g Doppelrahm-Frischkäse

• 2 Kaki Ribera del Xúquer g.U.

• 1/2 TL gemahlener Piment

• 1 TL flüssiger Honig

• Saft von 1/2 Limette

• Trockenerbsen zum Blindbacken

Zubereitung:

1. 50 g Spekulatius fein mahlen. Mit Mehl, 125 g Zucker, Backpulver,

Butter, Ei zu glattem Teig verkneten und in Folie gewickelt

ca. 1 Stunde kühlen. Teig auf bemehlter Arbeitsfläche

ausrollen, eine gefettete Springform (ca. 26 cm Ø) damit auslegen.

Rand hochdrücken. Boden mit Gabel einstechen.

2. Backpapier auf den Teig legen, Trockenerbsen einfüllen

und im vorgeheizten Backofen (E-Herd: 175 °C/ Umluft: 150

°C) ca. 25 Minuten blindbacken. Aus dem Ofen nehmen, Erbsen

und Backpapier entfernen. Boden auskühlen lassen.

3. 100 g Spekulatius zerbröseln. 6 Blatt Gelatine einweichen.

Joghurt, Frischkäse, 50 g Zucker glattrühren. Spekulatiusbrösel

unterheben. Gelatine ausdrücken, mit 2–3 EL Joghurtcreme

verrühren. Alles unter die übrige Creme rühren,

kaltstellen. Eine Kaki schälen und mit Piment, Honig, Limettensaft

pürieren. 2 Blatt Gelatine einweichen, ausdrücken,

mit 2–3 EL Kakipüree verrühren. Dann unter das übrige Püree

rühren, kaltstellen.

4 Joghurtcreme auf Tortenboden streichen. Kakipüree löffelweise

spiralförmig unter die Creme ziehen. Torte mindestens

3 Stunden kaltstellen. 1 Kaki waschen und würfeln. 50 g

Spekulatius grob zerbrechen. Torte aus der Form lösen und

anrichten. Mit Spekulatius-Stückchen und Kakiwürfeln verzieren.

26

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Gesundheit


Spargel mal anders und Kasseler auch

reportage

Kasseler mit grünem Spargel,

Pattypans und Sauce Hollandaise

Zutaten

800 g Kasseler

600 g grüner Spargel

8 Pattypans

200 ml Sauce Hollandaise

2 EL Walnussöl

100 g Butter

Salz & Pfeffer & Zucker & Wasser

Zubereitung

Das Kasseler im erhitzten Walnussöl von allen Seiten anbraten, auf mittlere Hitze

reduzieren, mit ein wenig Wasser aufgießen und mit geschlossenem Deckel etwa

45 Min. schmoren. Die Sauce Hollandaise zubereiten (s. u.) und 12 Min. bevor das

Fleisch gar ist, die Butter erhitzen und ein wenig Zucker einrühren. Den Spargel und

die Pattypans waschen, trocknen, beim Spargel die holzigen Enden abschneiden

und mit den Pattypans in die Butter legen. Die Hitze etwas reduzieren und offen

etwa 10 Min. garen. Zusammen mit dem heißen, aufgeschnittenen Kasseler und

der holländischen Sauce servieren.

Sauce Hollandaise: einfach,

lecker & schnell

Zutaten

(4 Portionen)

120 g Butter

3 Eigelb

3 EL Weißwein

Salz

Pfeffer

etwas Zitronensaft

Zubereitung

Die Butter zerlassen und lauwarm abkühlen lassen. 3 Eigelb und 1 EL Wasser in einer

Metallschüssel kräftig aufschlagen, am besten mit dem Handrührgerät. Dabei den

Weißwein zugeben. Die Schüssel in ein heißes Wasserbad stellen und die Masse so

lange weiterschlagen, bis eine cremige Sauce entsteht. Jetzt die Schüssel wieder

aus dem Wasserbad nehmen und die vorsichtig erst tropfenweise, dann mit dünnem

Strahl unterrühren. Mit Salz, Pfeffer und etwas Zitronensaft abschmecken.

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Das Anzeige Stadtmagazin 27 für Cloppenburg & umzu | Reportage

27


GEsundheit

Diät mit Reduzierung der Kohlenhydrate –

Lebensqualität verbessern

Etwa fünf Millionen Menschen leiden in Deutschland

an einem Reizdarmsyndrom, das mit Störungen der

Darmbarriere und Entzündungen einhergeht und eine

lebenslange Behandlung erfordert.

Eine neue Studie hat gezeigt, was viele Reizdarmpatienten

bereits aus eigener Erfahrung wissen: Eine Diät, bei der

schwer verdauliche Kohlenhydrate reduziert werden, die zu

Blähungen, Darmkrämpfen und Durchfall führen können,

verbessert bei Reizdarmpatienten die Lebensqualität.

und Blähungen einhergeht, hat sich seit mehr als 50 Jahren

ein pflanzliches Myrrhe-Kombinationsarzneimittel aus der

Apotheke bewährt.

Neben seiner ärztlichen Tätigkeit leitet Storr auch Untersuchungen

zur Behandlung von Magen-Darm-Störungen

mit Myrrhe: So konnten sowohl seine Forschungen an der

Ludwig-Maximilians-Universität als auch Studien an der Universität

Leipzig ihre antientzündlichen und entkrampfenden

Wirkungen belegen.

ERNÄHRUNGSUMSTELLUNG HILFREICH

Für den Magen-Darm-Facharzt und Ernährungsspezialisten

Prof. Dr. med. Martin Storr, München, entsprechen die

neuen Forschungsergebnisse seiner Erfahrung: „Aus meiner

langjährigen praktischen Therapie kann ich bestätigen,

dass die FODMAP-Ernährung bei vielen meiner Reizdarmpatienten

sehr gut wirkt – aber nicht bei allen, weil das Reizdarmsyndrom

sehr individuell ist und es leider noch keine

Standardbehandlung gibt, die allen Betroffenen hilft.“ Als Basistherapie

zur unterstützenden Behandlung bei Reizdarm,

besonders wenn dieser mit Durchfällen, leichten Krämpfen

BESCHWERDEN LINDERN

An der Berliner Charité wurde darüber hinaus die Stabilisierung

der gestörten Darmbarriere gezeigt, was ebenfalls

dafür spricht, Myrrhe einzusetzen. Denn eine durchlässige

Darmwand wird als weitere Ursache von Reizdarm diskutiert.

Die Ergebnisse der Grundlagenforschung im Labor stehen

im Einklang mit klinischen Studien an „echten Patienten“. So

zeigte eine große Beobachtungsstudie an 131 deutschen

Arztpraxen: Bei den Reizdarmpatienten mit Durchfällen

konnte die Behandlung mit Myrrhe die Gesamtbeschwerden

deutlich lindern.

akz-o

©pixabay.com/akz-o

Am Beginn einer Ernährungsumstellung ist es sinnvoll, zunächst leicht verdauliche Rezepte zu kochen.

28

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Gesundheit


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Neuheit im Bereich der vergrößernden

Sehhilfen bei Optik Bergner.

Mit der Compact 10HD Speech hat Augenoptikermeister Dirk Bergner eine weitere

Ergänzung zu den bisher schon sehr umfangreichen Spezialsehhilfen geschaffen.

Über 90 Prozent aller Lupen-Nutzer

wünschen sich unter Vergrößerung

schreiben zu können.

Mit den elektronischen Lupen

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25,4 cm HD-Touch-Bildschirm. Die

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liegende Dokumente dar und die Objektkamera

weiter entfernte Fahrpläne

oder Tafelbilder, die sie abfotografieren

und vergrößern kann.

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Als Vorlese-Version, Compact

10 HD Speech, werden zusätzlich Texte

mit natürlicher Stimme in 30 Sprachen

vorgelesen.

Dabei sind die beiden elektronischen

Lupen durch das übersichtliche und

intuitive Touchscreen-Menü leicht zu

bedienen, eine der 30 Landesprachen

einfach auszuwählen sowie die Lesefarben

in 16 Darstellungsvarianten,

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und vieles mehr schnell

einzustellen.

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Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Anzeige

29


reportage

Reportage

Tanja – Pflegekraft

Patrik – Pflegekraft

Silvia – Pflegekraft

Dr. Anno Diekmann, Tatiana und Henni

Inge - Teamleitung

Hauswirtschaft und

Betreuung

DEIN PFLEGETEAM

Im Kreis der Familie

Nele – Stellvertretende

Pflegedienstleitung

UNSERE LIEBSTEN – das Wertvollste was wir

haben, immer bei uns, im KREISE DER FAMILIE.

Egal, in welchen Zeiten wir uns befinden

und egal, was wir jetzt und

in Zukunft vom Leben erwarten

– Gesundheit ist für jeden Menschen

das wichtigste, ein Wert, den man gar

nicht hoch genug schätzen kann. Dass

dazu auch seelisches und körperliches

Wohlbefinden gehören, sollte selbstverständlich

sein, wird jedoch im Alltag

manches Mal vergessen oder in

den Hintergrund gestellt.

„Wird schon irgendwie gehen“ – beispielsweise

nach einer Operation und

wieder im häuslichen Umfeld angekommen,

aber auch bei einer körperlichen

oder geistigen Behinderung oder

wenn das Leben im Alter nicht mehr so

selbstverständlich funktioniert. Man jedoch

den Angehörigen nicht allzu sehr

zur Last fallen möchte und auch sie

nach einer Hilfe suchen, um Entlastung

im Umgang und bei der Pflege des nahen

Angehörigen suchen. Schließlich

will man sie im häuslichen Umfeld,

möglichst nahe bei der Familie wissen

und behalten. Denn der Schritt in eine

Pflegeeinrichtung ist, da mag sie noch

so gut und komfortabel sein, dieser

Schritt ist fast immer endgültig…

…und oft auch unnötig, gerade in

unserer Region, wo der ambulante Pflegedienst

von DEIN PFLEGETEAM nicht

nur den maximal-möglichen Beitrag

zur optimalen medizinischen und pflegerischen

Versorgung leistet, sondern

darüber hinaus einen sehr persönlichen

Kontakt zu allen Klienten hält. Das

sind nicht wenige, denn die fürsorgliche

und zuvorkommende Art, mit der

die Pflegekräfte ihren etwa 200 Klienten

begegnen, bestätigt die herausragend

gute Reputation des Pflegeteams

um Henni Diekmann und ihren Sohn

Dr. Anno Diekmann täglich aufs Neue.

Und das seit nunmehr fast 25 Jahren,

seit Henni Diekmann ihren Pflegedienst

von der Pieke aufbaute.

Anfänglich noch mit einer Partnerin,

doch seit 2007 alleine und konsequent

nach ihren Vorstellungen, denn „ich

wollte von Anfang an, dass meine Patienten

in ihren Familien bleiben können

und dass alle sich wohlfühlen –

zusammen und ohne Einbußen von

Lebensqualitäten.“

Dieses Credo entwickelte sich zum

Non-Plus-Ultra bei DEIN PFLEGETEAM,

kontinuierlich wachsend mit den Anforderungen

des sich wandelnden

Zeitgeistes, aber nie das Wichtigste

des Lebens hintenangestellt: Das Miteinander,

das Zusammensein – die Familie!

Die man ja auch in den täglichen

Begegnungen mit einer gern gewordenen

Vertrauensperson finden kann.

Die zum Beispiel weiß, wo der Hund

seinen Korb zum Bewachen der Haustür

hat und welchen Leckerlis er nicht

widerstehen kann; die auch Brötchen

zum Frühstück mitbringt und sogar

weiß, welche Vorräte wann zu Ende

gehen; die sich beim Kaffeetrinken dazusetzt

und zuhört, wenn die Gedanken

erzählt werden müssen, weil sie

das Dasein sonst noch mehr belasten

würden.

Denn, das weiß jeder Mensch: Es sind

nicht alle Tage von einem bezaubernden,

optimistischen Blau. Die grauen

Tage und Stunden sind umso schwerer

zu ertragen, wenn man sie alleine

bewältigen muss. Mehr als 15.000

ambulante Pflegedienste sind heute

in Deutschland tätig, doch längst

nicht alle sind in der Lage, die Nähe zu

ihren Klienten effizient zu leben. Dieses

Manko entspricht nicht selten der

Struktur, mit der die Pflegedienste „ihren

Job machen“.

Da müssen Berichte, Abrechnungen

oder Aufschlüsselungen von Hand

geschrieben, Pläne für die Zuteilung

der Pflegekräfte mühevoll erstellt, und

wenn sich ein Einsatz aufgrund eines

unvorhersehbaren Ereignisses verschiebt

oder ganz ausfällt, muss alles

wieder neu organisiert werden. Zeit,

die Nerven kostet, die Ausrichtung des

Unternehmens nicht erfüllt und somit

verschwendet ist. Nicht allein unter

betriebswirtschaftlichen Aspekten,

denn mehr noch leiden die Klienten,

30 Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage


wenn sie sich nicht auf ihre Versorgung

zur angesetzten Zeit verlassen können.

Eine solche Planlosigkeit gibt es bei

DEIN PFLEGETEAM nicht, da hier die

Zeichen des digitalisierten Zeitalters

früh erkannt und seither konsequent

genutzt werden. Ihren Anfang nahm

die Umstrukturierung mit der Erkenntnis,

dass Henni Diekmanns Pflegeteam

der immer größer werdenden

Schar von Klienten (früher Patienten

genannt) nicht mehr gewachsen war.

Doch die eigenen Qualitätsansprüche

zugunsten oberflächlicher Besuche bei

ihren „Schutzbefohlenen“ zurückzustellen,

das kam für Henni und ihr Team

nicht in Frage.

Zwar hatte man die Administration

auf Computerverwaltung umgestellt,

doch mussten unteranderem die Berichte

noch per Hand verfasst und

dann in den PC eingegeben werden.

Und die Zeiteinteilung ging „Pi mal

Daumen“ vor sich – wie es mit weniger

Klienten auch möglich gewesen

war, und das Ganze aus der Küche des

Wohnhauses heraus. Dass dies nicht

mehr zeitgemäß war, mündete in der

Überlegung, den Pflegedienst aufzugeben,

denn der Nenner „viele Klienten,

erstklassige Qualität, aber nichts

verändern zu wollen“ der ging nicht

auf und die Konsequenz, nicht mehr

weitermachen zu können, wäre beinah

zum Albtraum geworden.

Hätte nicht zur gleichen Zeit Hennis

Sohn, Dr. Anno Diekmann, folgerichtig

die Notwendigkeit zu einer kompletten

Umstrukturierung erkannt und –

in etlichen Gesprächen mit seiner

Mutter auch sie davon überzeugt.

Seither gehören beispielsweise das digitale

Übergabebuch ebenso zum Alltag

des kompletten Pflegeteams wie

der automatische Blick auf´s Handy

vor Arbeitsbeginn um sieben Uhr am

Morgen.

Danach weiß die jeweilige Pflegekraft,

für welche Besuche sie und bei

Bedarf eine weitere Pflegekraft eingeplant

ist; weiß, um welche Uhrzeiten

sie am Einsatzort erwartet wird

und muss sich keine Gedanken um

die Umsetzbarkeit des Plans machen,

denn Behandlungs- und Fahrtzeiten

sind exakt kalkuliert. Nun noch

schnell die Haus- oder Wohnungsschlüssel

der zu Pflegenden aus dem

Tresor in der Zentrale abholen, das

notwendige Equipment ins Auto laden

und los geht´s. Und sollte sich

eines der unabwendbaren Ereignisse

einstellen, werden die betroffenen

Pläne automatisch im IT-System

umstrukturiert und anschließend

sofort den Mitarbeitern online und

den Klienten telefonisch mitgeteilt.

Dieses Wissen um die Zuverlässigkeit

der Gestaltung ihres Arbeitstages und

die schnelle, digitale Bearbeitung der

reportage

HÄUSLICHE BETREUUNG

Mit dem ‚Nötigsten‘ geben wir uns nicht

zufrieden. Wir pflegen nicht nur, sondern

betreuen Sie persönlich und in einem familiären

Umfeld. Wir sorgen für sozialen Anschluss

und unterstützen Sie bei Freizeitaktivitäten,

die Ihnen Freude bereiten. Ob Ausflüge und

Spaziergänge, Freundesbesuche oder Besorgungen

– Respekt, Wärme und Wertschätzung

prägen unser Miteinander. Wir versuchen,

möglichst viele Ihrer Lebensgewohnheiten

in den Pflegealltag zu integrieren. Über den

sogenannten ‚Betreuungs- und Entlastungsbetrag‘

nach § 45b SGB XI kann diese Leistung

über die Pflegeversicherung finanziert

werden. Wenn der Betrag zweckgebunden

eingesetzt wird, um zum Beispiel pflegende

Angehörige zu entlasten, die ambulante Pflege

zu ergänzen, um die Selbständigkeit und

Selbstbestimmung der Pflegebedürftigen zu

stärken und zu wahren, kann ein Betrag von

125 Euro im Monat beansprucht werden. Dieser

Betreuungs- und Entlastungsbetrag steht

allen Pflegebedürftigen mit einem Pflegegrad

von eins bis fünf zur Verfügung, sofern sie zu

Hause versorgt werden.

BEHANDLUNGSPFLEGE

Unsere ausgebildeten Pflegekräfte führen

alle medizinischen Tätigkeiten durch, die vom

Haus- oder Facharzt, in der Praxis oder im Krankenhaus

verordnet wurden. Die Behandlungspflege

umfasst unter anderem die pünktliche

Medikamentengabe, die Wundversorgung,

den Verbandswechsel, die Blutzuckermessung

oder das An- und Ausziehen von Kompressionsstrümpfen.Auch

falls Sie nach der Operation

dauerhaft Unterstützung benötigen, sind

wir selbstverständlich für Sie da.

HAUSWIRTSCHAFTLICHE HILFE

Henni Diekmann mit ihrem Team

Einen eigenen Haushalt zu führen, ist mit

körperlichen Einschränkungen manchmal gar

nicht so einfach. Wir helfen Ihnen beim Einkaufen,

Kochen, Backen und Reinigen sowie

beim Besorgen von Arzneimitteln. Selbstverständlich

berücksichtigen wir dabei Ihre individuellen

Vorlieben, damit Sie sich in Ihrer

vertrauten Umgebung rundum wohlfühlen.

Die hauswirtschaftliche Hilfeleistung ist Bestandteil

des Sozialgesetzbuches XI und gehört

zur häuslichen Pflege. Hierzu zählt im

Wesentlichen jede hauswirtschaftliche Hilfe

für den Pflegebedürftigen in seinem Umfeld.

Wenn Sie entsprechend pflegebedürftig

sind, übernimmt die Pflegeversicherung die

Finanzierung dieser Leistung. Wir versuchen,

bestmöglich auf Ihre Gewohnheiten einzugehen

und bauen auf ein vertrauensvolles

Miteinander.

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage

31


reportage

UNSERE PFLEGEKRÄFTE

Unsere Pflegekräfte werden von uns sorgfältig

ausgewählt, denn wir setzen auf persönliche

Beziehungen und Vertrauen im Kreis

der Familie. Voraussetzungen sind neben der

fachlichen Ausbildung auch viel Einfühlungsvermögen

und die Lust, anderen Menschen zu

helfen und sie durch die Höhen und Tiefen des

Alltags zu begleiten.

Großes Einfühlungsvermögen

Abgeschlossene Pflegeausbildung

Hohe Fachkompetenz

Pkw-Führerschein

Deutschsprachigkeit

Ärztliche Gesundheitsprüfung

Einhaltung moderner Pflegestandards Fähigkeit,

auf die Bedürfnisse, Wünsche und Sorgen

unserer Klienten einzugehen Für uns zählt

nicht nur fachliches Wissen, sondern auch die

Fähigkeit, Bedürfnisse, Wünsche und Sorgen

wahrzunehmen. Respekt, Wärme und Wertschätzung

prägen den Umgang mit unseren

Klienten. In Ergänzung zu unseren pflegerischen

Bemühungen arbeiten wir eng mit dem

jeweiligen Hausarzt zusammen. Und falls Ihnen

der ‚Papierkram‘ einmal zu viel ist, helfen

wir Ihnen beim Ausfüllen von Unterlagen und

der Erstellung von Anträgen gern weiter.

GRUNDPFLEGE

Egal ob Sie Hilfe beim Waschen, Duschen

oder Baden benötigen, bei der Nahrungsaufnahme,

der Verabreichung von Sondernahrung

oder beim An- und Ausziehen: Sie können

auf uns zählen. Wir kümmern uns darum,

dass eine Ihnen vertraute Bezugsperson diese

Aufgaben übernimmt.

Tatiana, Henni, Nathalia

und Herr Karl-Heinz Ripke

Maria Schröder und Ludmilla

notwendigen Berichte ermöglichen

den Pflegekräften von DEIN PFLEGE-

TEAM die Besuche bei ihren Klienten

optimal zu gestalten. So dass alle erforderlichen

Anwendungen ausführlich

und rücksichtsvoll ausgeführt werden

können – ohne den von anderen Pflegediensten

oft bemängelten Zeitdruck

und die dadurch entstehenden Mankos

bei der Pflege. Auf dieser Basis baut

sich zwischen den zu Pflegenden und

„ihrer Pflegekraft“ ein Vertrauensverhältnis

auf. Die wichtigste Voraussetzung

auch in der Art von Beziehung.

„Wir sind ein Familienbetrieb“, sagt

Henni Diekmann und bezieht diesen

Begriff nicht alleine auf die Mutter/

Sohn Beziehung in der gemeinsamen

Geschäftsführung bei DEIN PFLEGE-

TEAM. Vielmehr gehört das komplette

Team des Unternehmens dazu und –

das ist hier ebenso selbstverständlich –

auch die Klienten sind darin eingeschlossen.

Ganz gleich, in welchen

Lebensumständen sie sich befinden,

und in welchen Behinderungen ihre

Hilflosigkeit sich darstellt, „die von

DEIN PFLEGETEAM“ fühlen sich in jeder

Situation verantwortlich und handeln

so. Von Henni Diekmann vorgelebt und

von dem Team übernommen: Alle mit

Herz dabei!

Es ist gerade diese Art der Fürsorge,

die das Pflegeteam von Henni und

Anno Diekmann in ihrem Einsatzgebiet

von Cloppenburg, Molbergen, Emstek

und Cappeln so beliebt gemacht hat.

Dass diese Zuwendungen jedoch auch

vollwertig weitergegeben werden

können, das liegt eindeutig an dem

modernen Background des Unternehmens.

Der sich generiert aus der schon

beschriebenen digitalen Effizienz, und

aus der Atmosphäre in der Zentrale

von DEIN PFLEGETEAM, die sich seit

einem Jahr in neuen, hochmodern ausgestatteten

Räumen wiederspiegelt,

mit viel Platz für Interaktion, Gespräche

DEIN PFLEGETEAM

Im Kreis der Familie

Haben Sie Fragen an uns ?

Wir sind für Sie da.

04471 - 8 22 51

www.deinpflegeteam.de

Teambesprechung im Meetingraum

32 Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage


Henni Diekmann mit Olga Diener

und die digitale Nachbereitung des Arbeitstages.

Das digitale Übergabebuch

ist so aufgebaut, dass Daten nachträglich

nicht mehr geändert oder gelöscht

werden können, ohne dass diese Änderungen

nachvollziehbar sind.

Das ist Kontrolle, ja, doch ausschließlich

im seriösen Rahmen und ein

Zeichen der Verbindlichkeit zu den

Klienten. Kein Wunder also, dass sich

das Ende des Arbeitstages nicht auf

einen Eintrag im digitalen Übergabebuch

und das Einschließen der Klienten-Schlüssel

im Tresor beschränkt,

denn hier kennt jede( r ) die Menschen

hinter den Pflegebegriffen. Also spricht

man über deren Wohlergehen und

darüber, was mehr noch dafür getan

werden könnte. „Mal wieder zusammen

Pudding kochen oder in die Stadt

zum Einkaufen fahren oder, oder…“. In

Diekmanns Pflegeteam ist Platz für alles,

was der anvertrauten Person zugutekommt.

Tatjana und Claudia

Dass dazu regelmäßige Fortbildungen

gehören, ist hier selbstverständlich,

auch in diesen Zeiten, in

denen Zusammenkünfte mit Fremden

eher unverantwortlich sind. Also

trifft man sich online, über einen

Flat-screen, der eine ganze Wand

des Besprechungsraumes einnimmt

und ihn zu einem Meeting-point

mit der angewählten Welt macht.

Zu Fortbildungen aller digital möglichen

Art oder zur Vorstellung neuer

Arbeitsgeräte- und Hilfsmittel,

doch natürlich auch zum Austausch

mit anderen Pflegediensten europaweit,

die auf dem gleichen, konsequent

digitalisierten Level wie

DEIN PFLEGETEAM arbeiten. Schließlich

kann man jederzeit voneinander

lernen und mit weiteren Erfahrungen

die Versorgung der Klienten noch

optimieren.

Mit diesen Kenntnissen und der Offenheit

dafür beantwortet sich die

eher rhetorische und dennoch formulierte

Frage von Dr. Anno Diekmann,

nach dem Nutzen der Modernisierung

des Betriebes. Schließlich geht es um

Menschen, von denen jeder das Recht

hat, in allen Lebenssituationen eine

bestmögliche Versorgung genießen zu

können.

Die Betonung liegt auf „bestmögliche“

und „genießen“, da mag der

Aufwand dafür immer größer und

größer werden. Doch IT-gestützt bekommt

man jedes administrative

„Mehr“ geregelt, man muss nur wissen,

dass und wie es geht und realisieren.

So setzt Innovation sich zum

Nutzen aller Beteiligten um. DEIN

PFLEGETEAM ist das perfekte Beispiel

dafür: Willkommen im Kreis der Familie!

ULLA SCHMITZ

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage

33

Ozelot und

Friesennerz

Man muss überhaupt noch nie auf Sylt

gewesen sein, um dieses hinreißende

Buch zu verstehen – die Strände, die

Friedrichstraße, das Café Orth oder das Café

Wien und alles umzu. Man muss nicht wissen,

was ein Biikefeuer ist und auch die Personen

nie erlebt haben, die das Buch bevölkern. Zumal

das in Teilen auch schwerfallen würde, da

viele von ihnen schon in den oder jenseits der

besten Jahre waren, als Susanne Matthiessen,

als Tochter von „Pelz Matthiessen“ begann ihre

Erinnerungen zu leben. Ein richtiges Elternhaus

gab es nicht, das war bei allen Kindern auf

Sylt so, nicht nur bei dem weit über die Insel

hinaus bekannten Pelz-Designer und Pelzmodehändler

von Sylt. Wo in den „goldenen Jahrzehnten

Sylts“ jede und jeder, der Rang und

Namen hatte oder auch so etwas auf sich hielt,

ein Pelz-Ensemble erwarb. Mindestens eins

und das auch nicht einfach kaufte, denn das

war zu banal und den edlen Fellen auch nicht

gerecht geworden.

Bis Matthiessens 2007 ihr Geschäft infolge

des allgemein veränderten Lebensstils schlossen,

waren Peida und Telse Matthiessen nahezu

ununterbrochen in ihrem Unternehmen

präsent gewesen und hatten, wie alle anderen

Eltern auf Sylt, ihre Kinder in der Obhut der

Insel Sylts gelassen, das heißt, in wunderbarer

Freiheit, aber von allen beobachtet. Diese

Gabe hat die Journalistin Susanne Matthiessen

sich auf beeindruckende und mitreißende Weise

erhalten und hat sie in diesem „Roman einer

Sylter Kindheit“ zu einer Sprache geformt, die

treffender und gleichzeitig lakonischer, humorvoller

und brillanter nicht sein kann. Die

einen die Betrachtungen staunend aufnehmen

lässt und Sehnsucht weckt nach einer Zeit, die

nicht wiederkommt und nach dem Leben auf

einer der einstmals schönsten Inseln der Nordsee.

Die sich leider vom Wechsel des Zeitgeistes

ausbeuten ließ und heute für alle, die „echt-

Sylt“ sind nur noch eine Farce darstellt.

Die Erinnerungen aber an diese 1960er Jahre

bis in das Jetzt hinein muten bei Susanne

Matthiessen an wie das Bereisen der Insel in

einer Zeitmaschine, das spannend ist und anrührend,

das unverhoffte Wendungen vollzieht

und dennoch geradeaus fährt. Man muss

überhaupt noch nie auf

Sylt gewesen sein, um

dieses Buch nicht mehr

zu vergessen. Und das ist

schön.

usch

Susanne Matthiessen

Ullstein Verlag.

ISBN 978-3-550-20064-9

20,00 €


Gospelchor

Chorleiter und Dirigent Karsten Klinker vor Corona-Zeiten in Aktion mit dem Gospelchor St. Andreas.

Gute Botschaft vom Gospelchor St. Andreas in Cloppenburg!

„Gospel“ – das bedeutet „gute Botschaft“ und stammt aus der Zeit der amerikanischen Sklaverei.

Gospelsongs, das sind kraftvoll vorgetragene, eindringliche

Botschaften an die Zuhörer und genau

in diesem Kontext begeistern die Auftritte des

Gospelchors der Katholischen Kirchengemeinde St. Andreas

aus Cloppenburg ihr Publikum. Repertoire und Stimmen

überzeugen und lassen nur ahnen, dass hinter jeder

Darbietung intensive Übungsstunden stecken. Dann übernahm

„Corona“ auch den Kulturbereich und schickte alle

Chöre in Zwangspause.

Mittlerweile aber gibt es wieder „gute Botschaften“ und

so dürfen alle 105 Mitglieder des Gospelchors der katholischen

Kirchengemeinde St. Andreas wieder proben. Und

merken dabei einmal mehr, wie wohltuend es ist, gemeinsam

zu musizieren. Mit Abstand versteht sich, doch all das zu

organisieren, war kein Kinderspiel. Es ist dem Engagement

des sechsköpfigen Vorstands zu verdanken, dass in Kooperation

mit dem Stadion in Emstekerfeld eine für alle Seiten

annehmbare Lösung für Proben im Rahmen des geforderten

Hygienekonzepts umgesetzt werden kann. Unterstützung

kommt auch von Aloys Pöhler, Baumschulbesitzer in Höltinghausen,

denn sein Pavillon bietet nicht nur genügend Platz

zum Proben, sondern eine friedliche Idylle obendrein.

Seit Beginn des Shutdown durchforstetet Chorleiter und

Dirigent Karsten Klinker sämtliche Informationsquellen über

Maßnahmen und Möglichkeiten zur Chorprobe. Ständig

wurden Änderungen veröffentlicht, doch letztlich blieben

die Gospel-Stimmen von St. Andreas bis in die Sommerferien

stumm. Lediglich Proben mit vier Personen waren ab Mai

zulässig. Und so teilte der studierte Kirchenmusiker Klinker

einen Teil des Chores in Vierergruppen ein und setzte Proben

an. Eine Herausforderung für alle, wie er feststellte.

„Man konnte sich nicht mehr hinter anderen Stimmen

verstecken,“ gesteht Vorstands- und Chormitglied Gustav

Behrens. Jeder ist in dieser Konstellation auf sich beziehungsweise

auf seine eigene Stimme angewiesen. Auf ihren

Ausdruck und auf ihre Kraft, denn eine Anlehnung an die

Nachbarstimme ist aufgrund des Abstands zum Nächsten

nicht möglich. Außerdem hört man die eigene Stimme sehr

deutlich. Proben einzelne Stimmlagen – Sopran, Alt, Tenor

oder Bass – und stellen eher den rhythmisch-begleitenden

Part dar, ist der Blickkontakt zum Dirigenten besonders

wichtig. Als visuelles Singen, sozusagen. „Es erforderte eine

andere Didaktik, mit einer solch kleinen Gruppe zu proben,“

stellte Klinker fest, doch zugleich war es eine gute Gelegenheit,

„entdeckt“ zu werden: In dieser Zeit haben sich neue

Solostimmen geoutet.

Als sich vor 23 Jahren, 1997, etwa sechs Frauen und Männer

an den Chorleiter Karsten Klinker wandten, ahnten sie nicht,

dass sie damit eine Erfolgsgeschichte anstoßen würden. Sie

wollten singen, so wie ihre Kinder im Kinder- und Jugendchor.

Doch wünschten sie sich einen anderen, weltlicheren

Stil als den eines klassischen Kirchenchors. Etwas Fetzigeres,

Fröhlicheres sollte es sein. Der in dieser Hinsicht musikalische

Allrounder Klinker ließ sich gerne darauf ein. Dies war die

34

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Gospelchor St. Andreas


reportage

Geburtsstundedes Gospelchors St. Andreas in Cloppenburg.

Anfängliche Bedenken gegenüber englischem Liedgut in

der Kirche wurden weggewischt. Aufgeschlossen gegenüber

Neuem nahm die Gruppe die angebotenen gesanglichen

Herausforderungen vorurteilslos an. Auf dieser Basis

entwickelt der Chor sich seither weiter.

Trotz der mittlerweile stattlichen Größe sind weiterhin

neue Mitglieder, gerne auch Männerstimmen, willkommen.

Eine bestimmte Konfessionszugehörigkeit ist dafür nicht

erforderlich. Um auch weiterhin alle Altersstufen abzubilden,

sind jüngere Mitglieder besonders wichtig. Und sie sind

nicht alleine, denn die aktuell jüngsten Mitglieder sind in den

„Dreißigern“.

Ein Vorsingen neuer Mitglieder wird nicht gefordert. Wer

jedoch möchte, kann das unbedingt tun – ohne Zuhörer, nur

vor dem feinen Gehör des Chorleiters Klinker. Die Ausrede,

man könne nicht singen, ist für ihn inakzeptabel. „Jeder kann

singen,“ ist er überzeugt. Es sei denn, es liegen gesundheitliche

Einschränkungen vor. Nicht jeder hat eine Solostimme,

doch auch das entwickelt sich manchmal im Verborgenen,

wie die „Kleingruppenproben“ gezeigt haben. Einzige

Voraussetzung ist die Freude am Singen!

„Den Schwächsten muss man mitnehmen,“ lautet ein

Prinzip des Profimusikers. Keine einfache Aufgabe, denn es

gleicht einer Gratwanderung, die schwächeren Stimmen zu

fördern und zugleich die stärkeren und starken zu fordern.

Mit Geschick und Fingerspitzengefühl gelingt jedoch all das,

das zeigt die Entwicklung der Sängerinnen und Sänger.

Oder wie Gustav Behrens feststellt: „Karsten holt viel aus

uns heraus!“. Erfrischende Dynamik ergibt sich immer auch

dadurch, dass die Solostimmen nicht dauerhaft festgelegt

sind. Es kann immer eine neue Solostimme geben, das

motiviert zusätzlich. Nach Noten singen können im Übrigen

Der Vorstand (v.l.): Karsten Klinker, Moinka Deeken, Gustav Behrens,

Franz-Josef Emke, Anja Wienken, Agnes Bäckmann

die Wenigsten. Das Notenblatt ist vielmehr eine Orientierung,

ein „Spickzettel“. Somit fällt eine weitere Ausrede, nicht

zu singen, weg. Die Texte von fünfhundert Liedern auswendig

zu singen, wäre auch etwas anspruchsvoll.

„Reiner Gospel ist das alles nicht, das wäre zu einseitig,“

erklärt Klinker. Gospel-ähnliches, modernes Liedgut ist die

richtige Bezeichnung für die Lieder. Für außerkirchliche Auftritte,

wie beispielsweise das zwanzigjährige Chorjubiläum

2017 in einem Cloppenburger Autohaus landen auch Songs

von Abba & Co. auf derPlaylist. Wie schon gesagt: Ursprünglich

stammt Gospel, „gute Botschaft“, aus Zeiten, als Schwarze

(verschleppte Afrikaner) in den USA in Sklaverei leben

mussten. Sie drückten mit dem Gesang ihre Gefühle aus und

suchten darin nach Kraft und Hoffnung.

Die Idee lebt in den heute gesungenen Gospels weiter.

Es ist ein kraft- und gefühlvoller Gesang, der Mut und

Optimismus verbreitet. Und eine Gemeinschaft stärkt, wie

der Gospelchor St. Andreas aus Cloppenburg beweist. Man

geht gerne gemeinsam auf Tour und darum ist die Fahrt für

das nächste Jahr auf jeden Fall schon in Planung. Es ist eben

ein Gospelchor - mit viel Optimismus und Hoffnung!

BEATE DEEKEN

Probe im Grünen - mit Abstand, aber egal. Hauptsache, es kann endlich wieder geprobt werden.

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Gospelchor St. Andreas

35


reportage

Employer Branding

So notwendig und wertvoll wie noch nie zuvor – die Identifikation der Mitarbeiter mit

ihrem Unternehmen.

“Da will ich hin – da will ich bleiben!” Diese beiden Aussagen

bringen das Employer Branding, den Kern eines Unternehmens

auf den Punkt. Weniger das, was man mittels einer

perfekt gestylten Marketingstrategie nach außen trägt, sondern

das Innere der Firma, die Mitarbeiter, die sie gestalten

und am Leben erhalten – das Herz eines jeden Unternehmens

und nicht den „schönen Schein.“

Der ist in diesen Zeiten der Pandemiekrise kaum mehr

von Wert, da die Rezession von niemandem Halt gemacht

und allen Branchen ihre Makulaturen genommen hat.

Plötzlich vom vorigen Stil des „schneller, höher, weiter“

zurückgestuft auf Leistungsstrukturen, die den wahren Gehalt

des Unternehmens offenlegen, seine besondere Qualität.

Die natürlich in keinem Fall aus dem Nichts entstehen

kann, sondern ausschließlich aufgrund der Profession der

Mitarbeiter und mehr noch, aufgrund ihres Engagements

„für ihre Firma“.

Ein solches Bekenntnis kann nur aus Identifikation mit dem

Betrieb entstehen, und diese Affinität, diese Empathie zu wecken,

zu fördern und zu manifestieren, das hat in erster Linie

mit Führungskultur und dem Verhältnis zu den Mitarbeitern

zu tun. „Mitarbeiterführung“ ist das Stichwort und dass sie

natürlich nur auch nur im Einklang mit den äußeren Rahmenbedingungen

des Arbeitsverhältnisses zu sehen, sollte sich

im Heute des Jahres 2020 von selbst verstehen.

Tut es jedoch nicht allerorten, weil doch die letzten Jahrzehnte

alles klappte, weil Mechanismen eingefahren sind

und weil man in den Führungsetagen keine Zeit hat, sich

„auch noch darum zu kümmern“, dann jedoch verwundert

und bestürzt feststellen muss, dass die Angestelltenfluktuation

sich immer schneller dreht.

Spätestens dann ist es Zeit, sich mit den ausschließlich positiven

Aspekten des Employer Brandings zu befassen, idealerweise

mit jemanden zusammen, der genau weiß wovon er

spricht. Der erkennt, woher die Unruhen stammen, woran es

liegt, dass das Unternehmen seine Attraktivität für die Mitarbeiter

verloren hat und der weiß, was getan werden sollte

– individuell auf die bestehende Situation, im bestehenden

Umfeld bezogen: Ingo Malinowski von QUADRO in Langförden.

Er hat sich als ausgebildeter Business Coach in dieser Art

von Beratungen bereits in zahlreichen Fällen profiliert. Denn

Malinowski weiß: „Employer Branding ist weniger eine Frage

des Geldes. Es geht um Werte und um den Sinn der gestellten

Aufgabe. Employer Branding ist eine Investition in das eigentliche

Kapital eines Unternehmens, den Menschen.“ Dem

Mann kann man (ver-) trauen.

Ulla Schmitz

36 Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage


..

www.nasch.com


Reportage

Inhaber und Angelexperte Mark Krause (l.) sowie sein Mitarbeiter Christian Horn präsentieren ein breit gefächertes Angebot rund um

das Thema Angeln

Lucky Hook das neue Fachgeschäft

der Firma Angel & Terraristikbedarf MaDe GmbH

Angeln ist mehr als nur ein trendiges Hobby – Angeln ist

eine Leidenschaft. Für viele Angler gibt es nichts Schöneres,

als früh am Morgen die Ruhe und Abgeschiedenheit an einem

idyllischen See oder Fluss zu genießen und ihre Angeln

auszuwerfen. Dort können sie die Seele baumeln lassen und

am Ende des Tages auf einen guten Fang hoffen. Angeln hat

sich in den letzten Jahren zu einem wahren Trendsport entwickelt

und zu einem erfolgreichen Angeltrip gehört auch

das passende Equipment.

Der gebürtige Cloppenburger ist selbst Angler aus Leidenschaft

und hat sein Hobby schon vor Jahren zum Beruf

gemacht. Bereits als kleiner Junge stand er gemeinsam mit

seinem Vater mit der Rute an den hiesigen Gewässern und

angelte. Später arbeitete er als selbstständiger Angel-Guide

in Italien und führt auch heute noch interessierte Angler zu

den schönsten Fangplätzen der Lombardei. Hier sammelte

er einen reichen Erfahrungsschatz, von dem seine Kunden

nun profitieren.

Neu in Cloppenburg:

Das Fachgeschäft Lucky Hook

Im Mai 2020 eröffnete Angelexperte Mark Krause sein bestens

ausgestattetes Fachgeschäft in der Lindenallee 2-4. Die

Kunden finden hier alles rund um das Thema Angeln. Die

Auswahl ist groß. Auf gut 250 Quadratmetern Verkaufsfläche

finden sie eine breite Produktpalette vom Zelten, Liegen

und Anglerstühlen, über Watt- und Thermohosen bis hin zu

Lebend- und Tiefkühlköder, sowie Angelruten in allen Preisklassen.

Hier sind Angler bestens aufgehoben. Egal ob sie ihre Angeln

nach Karpfen, Forellen oder Raubfischen wie Zander,

Barsch oder Wels auswerfen wollen – Lucky Hook hat das

passende Equipment und zahlreiche Tipps für erfolgreiches

Angeln. „Wir möchten unsere Kunden umfassend beraten.

Nicht jede Rute ist für jeden Angler passend und auch bei

der Auswahl der Köder beraten wir gerne und umfassend“,

betont Inhaber Mark Krause.

Christian Horn ist ein erfahrener Angelexperte und leg großen

Wert auf eine umfassende Beratung seiner Kunden

38

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage


reportage

Auch Mitarbeiter Christian Horn ist begeisterter Angler

und kennt sich mit den Angelgebieten in der Region und

weit darüber hinaus bestens aus. Gemeinsam stehen sie ihren

Kunden mit Rat und Tat zur Seite.

Köderfarm in Bethen sorgt für Frische

und kurze Lieferwege

Neben dem großen Sortiment an Angelzubehör in allen

Preiskategorien finden die Kunden hier auch eine riesige

Auswahl an Ködern – auch für Terraristik-Fans. Mark Krause

betreibt seine eigene Köderfarm in Bethen. Dort verarbeitet

er hochwertige Tauwürmer, Maden, Heuschrecken und

vieles mehr, die er an Fachhändler in ganz Deutschland liefert.

Sein Fachgeschäft in Cloppenburg wird direkt mit der

eigenen Ware beliefert – frischer geht es nicht! Ergänzt wird

dieses Angebot durch tiefgefrorene Köder wie Sprotten, Rotaugen

und Heringe, die sich hervorragend zum Raubfischangeln

eignen.

Die Köder aus der eigenen Zuchtfarm in Bethen werden in Zukunft

in biologisch abbaubaren Dosen angeboten

Angelstation in der Osterstraße bietet Qualität und Service

Jeder Angler kennt das Problem. Es ist ideales Angelwetter,

aber es fehlen die passenden Köder. Mark Krause hat hier

die ideale Lösung. An der Shell-Station an der Osterstraße

steht sein erster Köderautomat. Hier können Angler rund

um die Uhr Köder erhalten. Diese Station sollen in Zukunft

an verschiedenen Plätzen im gesamten Landkreis aufgestellt

werden.

Ein Beitrag zu mehr Umweltschutz:

Biologisch abbaubare Köderdosen

Kurze Lieferwege sind ein wichtiger Beitrag zu mehr Umweltschutz,

der dem passionierten Angler und Naturliebhaber

sehr am Herzen liegt. „Sei Jahren stört mich, wie viel

Müll überall in der Natur und selbst an den schönsten und

entlegensten Angelplätzen zu finden ist. Aus diesem Grund

stellen wir aktuell unsere Angebotspalette um und verkaufen

in Zukunft unsere Köder ausschließlich in biologisch abbaubaren

Dosen“, so Mark Krause. Diese Dosen bestehen aus

natürlichen Materialien und vermodern im Kompost zu 100

Prozent. Dies ist ein wichtiger Beitrag zum Thema Umweltschutz

und Nachhaltigkeit.

Das große Angebot an Zelten, Liegen und Stühlen ist speziell auf

die Bedürfnisse und Anforderungen von Anglern ausgerichtet

Anglerseminare für Anfänger und

Fortgeschrittene

Bei Lucky Hook können Angler vom großen Erfahrungsschatz

des Inhabers und Angel-Guides profitieren, denn

viele Anfänger sind nach kurzer Zeit frustriert, wenn die

erwünschten Erfolge ausbleiben. Doch Mark Krause bietet

in naher Zukunft Angelseminare für Anfänger und Fortgeschrittene

an, bei denen er wichtige Tipps und Tricks mit auf

den Weg gibt, damit das Angeln wieder Spaß macht.

Drill-Simulator bringt das

Hochseeangeln nach Cloppenburg

In Zukunft wird im Lucky Hook ein besonderer Kundenservice

angeboten. Ab Mitte Oktober steht dort ein sogenannter

Drill-Simulator zur Verfügung. Mit diesem Simulator kann

unter anderem das Hochseeangeln simuliert werden und

der Kunde erfährt, wie es sich anfühlt mit Kraft und Geschicklichkeit

einen großen Raubfisch aus dem Meer zu ziehen. Auf

diese Weise können Ruten und Rollen unter erstaunlich realistischen

Bedingungen getestet werden und Angler können

die passende Rute für ihre Größe und Statur sowie für die

jeweilige Angeltour wählen. Denn ob passives oder aktives

Angeln, ob Forelle oder Raubfisch aus dem Wasser geholt

werden sollen – all diese Faktoren spielen bei der Wahl des

richtigen Zubehörs eine entscheidende Rolle.

Damit nicht genug. Mark Krause und sein Team planen

noch viele weitere Neuerungen und Überraschungen für alle

Angelfans und die, die es werden wollen. Mark Krause und

Christian Horn beraten Sie gerne und fachmännisch - Petri

Heil!

Sigrid Lünnemann

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage

39


Hinter den Kulissen von „KurSeni – dem Film“.

Unerwartet befand sich im

Juni eine E-Mail im Postfach

des Stadtmagazins und löste

eine Kettenreaktion aus. Bereits

das Lesen der Einladung zur Teilnahme

an dem Filmprojekt-Wettbewerb

„Niedersachsen packt an“ (wir berichteten

im vorigen Stadtmagazin

darüber) setzte in der Redaktion eine

Flut von Ideen frei. Brainstorming!

Einige Telefonate später stand der

größte Teil des Projekt-Teams fest: Die

Verantwortlichen und Hauptpersonen

des „KurSeni“-Kochbuchs aus dem

Jahr 2017, sowie eine ganze Gruppe

Kurdinnen und Cloppenburger

Seniorinnen und das Familienbüro der

Stadt Cloppenburg waren im Boot, das

Stadtmagazin-Team gehörte, wie vor

drei Jahren ebenfalls dazu und Bürgermeister

Dr. Wolfgang Wiese war, für ihn

selbstverständlich, auch wieder dabei.

Doch wer sollte für die Technik zuständig

sein? Hier kamen junge Leute aus

Cloppenburg und Cappeln ins Spiel:

Max, Nico und Senad.

Initiator und gerne auch Wortführer

des vielleicht, zukünftigen Vereins

ist Max Teschner, 18 Jahre jung und

aus Cloppenburg. Er besitzt die Juleica

– die Jugendleitercard – und stellt

sich vor, Jugendliche und Kinder mit

Angeboten in der Freizeit zu betreuen.

In einer Film-AG des Clemens-August-Gymnasiums

lernten er, Nico und

Senad sich und ein Basiswissen des

Filmemachens kennen. In dieser Zeit

durften sie das professionell ausgestattete

Medienzentrum der Stadt Cloppenburg

nutzen. Dann hatte Max die

Idee, mit der Erstellung von Film- oder

Videoclips einen Verein zu gründen,

bei dem Kinder und Jugendliche Filmprojekte

nach eigenen Vorstellungen

gestalten können. Dass eine solche

Vereinsgründung mit Fallstricken und

viel Arbeit verbunden ist, das musste

der Bursche schnell erlernen und auch,

dass ein solches Projekt nicht ohne

professionelle Unterstützung und

Rechtsberatung umzusetzen ist. Jetzt,

so sagt er, sei die Anmeldung als Verein

bald durch.

Seine Idee überzeugte. Das Team,

der fünfköpfige Vorstand bestehend

aus 16-, 17- und 18-jährigen, teilt das

Interesse an der Beschäftigung mit

Filmtechnik. Man nennt sich „Filmstudiostube“

und ein paar schicke

Clips haben sie schon gemacht. Teils

Komik-Selbstdarstellung oder einen

Imagefilm für den Cloppenburger Carnevalsverein.

Über Karin Niemöller, die

Tante von Nico stellte das Stadtmagazin-Team

den Kontakt zu den Jungs

her, und ein Termin zum Briefing mit

den Stadtmagazinlern war bald gefunden.

Nichtsahnend gingen Max

Teschner, der gerne die Wortführung

1 2 3

1. u. 2. Am Drehtag, standen Max und Nico im feschen

Anzug und der notwendigen Technik ausgestattet am

verabredeten Ort „privates Wohnhaus“.

3. Senad macht Fotos im Rathaus, wo das Filmmaterial

von allen Beteiligten gesichtet wird.

4. Karin verschickt das Tagesergebnisse der Arbeit per

E-Mail für Änderungsvorschläge an alle

40 Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Hinter den Kulissen


Anzeige

übernimmt, und Nico Holzum, ein eher

zurückhaltender, höflicher Jugendlicher

aus Cloppenburg, zum Treffen.

Was sie dort hörten, schreckte sie

nicht, denn sie trauten sich tatsächlich

zu, am Drehort „privates Wohnhaus“,

voller lebensfroher Frauen, kurdischer

und deutscher Herkunft, die den

Besuch des Bürgermeisters erwarteten,

den Dreh zu übernehmen. So weit,

so gut.

Nun aber hieß es für die

Filmstudiostube´r eine echte Herausforderung

zu stemmen. Am Drehtag,

es war der 22. Juli, ein sommerlicher

Mittwoch, standen Max und Nico im

feschen Anzug und der notwendigen

Technik ausgestattet am verabredeten

Ort. So genau wussten die beiden

noch nicht, wie der Tag sich entwickeln

würde. Die „Großen“ des Projekts, wie

Nahla Kanjo und Norbert Schilmöller

aus dem Familienbüro, Ulla Schmitz

vom Stadtmagazin und auch Elfriede

Lange von den Seniorinnen beispielsweise

wussten dafür genau, was zu

tun war.

Ausgestattet mit Filmkameras sollten

die Jungs gute Szenen in einem

Haus voller fröhlich umher wuselnder

Menschen einfangen. Keine einfache

Aufgabe, denn in einem Studio zum

Beispiel kann man die Szenen beliebig

wiederholen, bis Belichtung und

Einstellung passen. Aber hier gab es

4

keine Wiederholung, dafür mussten

„Schnappschüsse“ mit der Filmkamera

gemacht werden.

Nach nervenaufreibenden Stunden

„am Set“ waren alle richtig erledigt.

Doch die eigentliche Arbeit stand noch

bevor. Das Sichten des Filmmaterials,

die Auswahl geeigneter Sequenzen

und der Filmschnitt. Hier kam neben

Nico auch Senad Vucelj aus Cappeln

ins Spiel. Er, Senad, verhalf dem Projekt

zum fertigen Produkt.

Mit dabei Karin Niemöller, langjähriges

Redaktionsmitglied beim

Stadtmagazin. Sie wusste genau,

worauf beim Schnitt zu achten ist.

Und Senad entpuppte sich als kompetenter

Teamplayer, der gerne die

Hinweise und Tipps einer erfahrenen

Mediengestalterin annahm. Letztlich,

so stellt Karin Niemöller im Nachhinein

fest, hat er alles selbst gemacht.

„Er hat sich das Filmschneiden, zusätzliche

Techniken, wie 2D, kurz, er

hat sich alles selbst angeeignet,“ hebt

sie anerkennend hervor. „Er hat tagelang

daran gesessen, sich zusätzlich

in für ihn noch Neues eingelesen,

ausprobiert und war happy, wenn es

dann klappte.“

Überhaupt waren Karin Niemöller

und das komplette Team des Projektsvon

der Einsatzbereitschaft des

Gymnasiasten sehr angetan. In den gemeinsamen

Stunden vor dem Computer

beeindruckte er mit eigenen Ideen,

angemessenen, höflichen Umgangsformen

und am Ende mit einem fertig

geschnittenen, mit Musik und Sprache

unterlegten Film. Bis zum Schluss wurden

die Tagesergebnisse der Arbeit per

E-Mail für Änderungsvorschläge an alle

verschickt, wieder beraten, wieder geändert

und so weiter – bis zum Abgabetermin

Ende August.

Senad und auch Nico, das Stadtmagazin-Team,

das Familienbüro, die Kurdinnen

und Seniorinnen, alle anderen

und nicht zuletzt die Adressaten des

Wettbewerbs „Niedersachsen packt

an“ sind vom Ergebnis der Arbeit begeistert.

Und auch, wenn Max sich diese

Geschichte anders vorgestellt hat,

so gesteht er im Nachhinein: „Ich habe

viel gelernt, bei dieser Zusammenarbeit.“

BEATE DEEKEN/ULLA SCHMITZ

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Vielen Dank an Anne und Willy Schnieders,

die ihre Räumlichkeiten dem

Filmstudiostube kostenlos zur

Verfügung gestellt haben.

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41


reportage

Fotos: djd/Andrew Burford Hartley Botanic

Urlaub im eigenen Garten

Gewächshäuser im viktorianischen Stil sind dank ihres

dekorativen Designs echte Erholungsorte

Die meisten Menschen mussten in diesem Jahr ihre Urlaubspläne

ändern, viele machten Ferien im eigenen Land

- oder blieben einfach zu Hause. Dabei stellten sie fest, wie

erholsam eine Auszeit ganz ohne Reisestress im heimischen

Garten sein kann. Damit dieser dauerhaft zur Wellnessoase

und zum Sehnsuchtsort wird, sollte er entsprechend gestaltet

sein. Moderne Gewächshäuser etwa sind nicht nur

nützlich, sondern mit ihrem ansprechenden Design vor allem

auch dekorativ. Längst haben sie sich zum Hingucker

im Garten entwickelt und werden dort nicht mehr am Rand,

sondern oft zentral in der Nähe des Wohnhauses platziert.

Ist das Gewächshaus groß genug, kann man eine gemütliche

Sitzgelegenheit einbauen und selbst bei Regen den Tag im

Garten genießen. Besonders auffällig und langlebig zugleich

sind Gewächshäuser ganz aus Glas im rustikal-viktorianischen

Stil: Sie führen die große Tradition der britischen Gartenkultur

des 19. Jahrhunderts fort und sind multifunktional.

Bis ins Detail geplant

Gewächshäuser aus Glas im viktorianischen Stil zeichnen

sich durch ihr elegantes Erscheinungsbild sowie durch viel

eindringendes, natürliches Licht aus. Ein Hersteller dieser

Gewächshäuser ist beispielsweise Hartley Botanic. Typisch

sind hier die stabilen, gleichzeitig leichten Streben und Profile

aus hochwertigem Aluminium. Bevor das neue Gewächshaus

im Garten steht, wird es mit dem Kunden bis ins Detail

Moderne Gewächshäuser sind leichte, filigrane Schmuckstücke

für jeden Garten.

42 Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage


reportage

geplant. Schließlich sollte vorher genau durchdacht sein, was

der Hobbygärtner später damit machen möchte. Unter www.

britishstyle.info finden sich viele Inspirationen, die sich ganz

den eigenen Vorstellungen und Anforderungen anpassen

lassen. Alle Häuser werden nach Kundenwunsch im Norden

Englands handgefertigt. Das Hartley-Team informiert über

jeden Bauabschnitt und sorgt auch für einen schnellen und

reibungslosen Aufbau im heimischen Grün.

Ganzjährig frisches Obst und Gemüse

Neben seiner Funktion als Rückzugsort sorgt ein Gewächshaus

das ganze Jahr über für frisches Obst und Gemüse. Damit

Hobbygärtner Freude an ihrem Häuschen haben, muss

das Innenleben im Zusammenspiel von Klima und Raum optimiert

sein. Generell sind für die Pflanzen eine ausreichende

Luftzirkulation und im Sommer ein Sonnenschutz wichtig.

Mit einer Heizung können Pflanzen auch im Winter gezüchtet

werden und überwintern - oder man hält das Gewächshaus

im Frühjahr bereits frostfrei. Setzlinge gedeihen dann schon,

eine Aussaat ist unabhängig vom Wetter möglich. Durch den

Einsatz von natürlichen Schädlingsbekämpfern wie der Florfliege

kann auf Pflanzenschutzmittel verzichtet werden. djd

Neben seiner Funktion als Rückzugsort sorgt ein Gewächshaus

vor allem aber auch das ganze Jahr über für frisches Obst und

Gemüse.

Kreislauf im Herbstgarten

Dahlien raus – Tulpen rein

Die Dahlie ist hierzulande ohne Zweifel die beliebteste

Sommerblüherin. Mit ihrer Vielzahl an imposanten Blütenköpfen,

den intensiven Farben und der langen Blütezeit

überzeugt sie Jahr für Jahr auf Neue. Noch steht sie hier und

da auf stolzen Stielen, doch schon bald müssen ihre Knollen

aus dem Boden geholt werden. Dahlien sind nicht winterhart

– deshalb sollte man sie vor dem ersten Frost ausgrabe. Wann

genau es soweit ist, variiert natürlich von Jahr zu Jahr und

von Region zu Region. Als Orientierungshilfe gilt das Laub

der Dahlie: Wird es gelb, welk und trocken, kann zur Schaufel

gegriffen werden. Selbst in Gegenden, in denen der Winter

kaum Frost bringt empfiehlt es sich die Knollen auszugraben.

Denn auch auf Nässe reagiert die Dahlie empfindlich.

Foto: fluwel.de

Wird das Laub der Dahlien im Herbst gelb, welk und trocken, sollten

die nicht winterharten Knollen ausgegraben und trocken sowie

frostfrei gelagert werden.

Dahlienknollen überwintern

Vor dem Winter ist die Dahlienknolle häufig erheblich größer

und dicker, als bei der Pflanzung. Daher ist es wichtig, die

Spatengabel nicht zu dicht an die Stiele anzusetzen, sondern

eher großzügig Platz zu lassen. Ansonsten läuft man Gefahr,

die Knolle zu verletzen und so anfälliger zu machen für Fäulnis

und Austrocknung. Nach dem Ausgraben schneidet man

die Stiele der Pflanze einige Zentimeter über der Knolle ab.

Ruhig etwas Erde auf der Knolle und zwischen den Wurzeln

lassen! Anschließend werden die fingerähnlichen Kraftpakete

in eine Kiste mit Holzspänen gelegt und an einen frostund

zugfreien Ort gebracht. Man kann die Knollen auch in

Zeitungspapier wickeln und in einer Plastiktüte lagern - bei

dieser Variante sollte aber unbedingt darauf geachtet werden,

dass die Dahlien in der Tüte noch ausreichend Luft bekommen.

Bis Ende April/ Anfang Mai werden die Sommerblüher

auf diese Weise gelagert. Dann beginnt die Pflanzzeit

und die Knollen können zurück in den Boden.

Blühende Platzhalter

Der späte Herbst ist aber nicht nur die richtige Zeit zum

Ausgraben der Dahlienknollen, sondern auch zum Setzen

von frühblühenden Blumenzwiebeln. Beide Gartenarbeiten

könnten gut miteinander verknüpft werden. Perfekt geeignet

sind einjährige, große Gewächse mit ähnlichen Ansprüchen

an den Boden und die Lichtverhältnisse. Schön machen

sich zum Beispiel hochwachsende Tulpen wie die gefüllt blühende

'Drumline' oder die gefederte 'Flaming Parrot'. Aber

auch frühe Allium sind eindrucksvolle Platzhalter und erfreuen

im nächsten Jahr passenderweise noch vor der Pflanzzeit

der Dahlienknollen. djd

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage

43


Veranstaltungen

reportage

Oktober/November

©Pixabay

©Pixabay

©vhs Cloppenburg

©Pixabay

VOLKSHOCHSCHULE

Yoga für Männer

19. November

18:30 – 20:00 Uhr

10 Termine

Leitung:

Natalie Hassenrik,

Kurs: AA2132

Immer mehr Männer

entdecken die positiven

Wirkungen von Yoga

für sich

VOLKSHOCHSCHULE VOLKSHOCHSCHULE VOLKSHOCHSCHULE

LESEN UND SCHREI-

BEN FÜR ERWACHSENE

04. November 2020

08:15 – 09:45 Uhr

7 Termine

Leitung: Elke Krekler,

Kurs: AA4100

Interessierte

können sich von Julia

Bruns, unter 04471

946918 beraten lassen.

KULINARISCHER

STREIFZUG DURCH DIE

INDISCHE KÜCHE

28. Oktober 2020

19:00 – 22:00 Uhr

Leitung:

Prabhuta Upadhyaya

Kurs: AA3220

Die indische Küche hat

viele regionale Varianten.

Lernen Sie etwas Neues.

STILLEBEN - MALEN

MIT DER KAMERA

07. November 2020

08:15 Uhr und 09:45 Uhr

Leitung: Oliver Saul,

Kurs: AA3021

Alte Meister haben

Stillleben gemalt, Sie

lernen, Objekte in Szene

zu setzen um daraus

Kunstwerke zu machen.

NORDERNEY

KIKU

WATTWANDERUNG

13.Oktober 2020

15:00 Uhr

Anmeldung erforderlich

geiken@norderney.de

Tel. 04932 891-162

Auch im Oktober

warten wieder tolle

KiKu Aktionen auf unsere

kleinen Norderney-Fans.

Kinderkurdirektorin

Leah lädt zu einer

Kinder-Wattwanderung

ein. Treffpunkt ist der

alte Fischereihafen

(Surferbucht) am gelben

Hinweisschild.

Am besten bringt

ihr wetterfeste Kleidung

mit (Windjacke,

Stiefel und Mütze).

Wir übernehmen keine

Verantwortung für

die Korrektheit der

angegebenen

Termine.

Diese stammen aus

folgenden Quellen:

www.cloppenburg.de

www.museumsdorf.de

www.norderney.de

www.vhs-cloppenburg.de

NORDERNEY

WINTERARRANGE-

MENTS - SCHNEE, SAND

UND NORDERNEY

Winter auf Norderney

- die meisten unserer

Gäste wissen gar nicht

was sie erwartet,

wenn sie zur kalten

Jahreszeit Urlaub auf

Norderney machen. Und

genau aus diesem Grund

haben wir uns vorgenommen,

diesen Winter zu

etwas ganz Besonderem

für unsere Gäste

zu machen.

Mit unglaublichen

Urlaubsarrangements

und spannenden

Themenwochen,

verschönern wir Ihnen

die kalten Tage

und sorgen für rundum

gute Unterhaltung.

Auf der Startseite unserer

Internetseite halten wir

Sie auf dem Laufenden

www.norderney.de

MUSEUMSDORF

NEUER MUSEALOG-JAHRGANG HAT BEGONNEN

Seit einigen Wochen ist ein neuer Musealog-Jahrgang

bei uns im Haus. Die drei Teilnehmenden werden in

den nächsten Monaten ein eigenes Projekte bearbeiten.

Hier stellen die drei sich und ihr Projekt kurz vor!

Hugo-Alexander Frohn, Geschichte/

Englisch/Philosophie (Master), Kiel

AKTIV IN DEN ALLTAG VON ANNO 1793

„Ich erstelle ein Präsentationskonzept für den Hof Haake

mit dem Titel "Aktiv in den Alltag von Anno 1793".

Mara Alexandra Holbein M.A.

Geschichtswissenschaft, Altertumswissenschaft,

klassische Archäologie, Berlin

DIE PAPE SAMMLUNG IM

MUSEUMSDORF CLOPPENBURG

„Die Pape Sammlung ist eine heterogene Sammlung, die

um die 1100 Objekte umfasst. Diese spiegeln exemplarisch

verschiedene Facetten des Alltags in Oldenburg ab

Anfang des 20. Jahrhundert bis in die 70er Jahre wieder.

Katharina Westerhoff,

Kunsthistorikerin M.A., Potsdam

AKTUELLES WERKVERZEICHNIS SAMMLUNG

PAUL DIERKES IM MUSEUMSDORF CLOPPENBURG

„Die Stiftung Museumsdorf Cloppenburg ist Verwalterin

der „Paul-Dierkes-Stiftung“, sie besitzt und bewahrt

einen Teil des Oeuvres des Cloppenburger/Berliner

Künstlers Paul Dierkes (1907-1968).

www.museumsdorf.de

44 Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Veranstaltungen


Gesundheit geSundheit

Avocado adé

Vor zehn Jahren hatte meine Nachbarin für ein Grillfest einen

grünen Salat mit Avocado gemacht. In manch „gut

sortiertem“ Laden konnte man sie schon häufiger sehen

und natürlich auch kaufen. Aber bis zu diesem Abend wusste

ich nicht so recht, ob solche fremden Früchte überhaupt sein

müssen. Wegen CO2-Ausstoßund regionaler Produkte und

so. Ja, damals schon. Im Salat nun überzeugte sie mich auf

Anhieb. Sehr cremig, fast sahnig und so gesund sollte sie sein.

Sie gab dem Ganzen das gewisse Etwas. Dazu noch getrocknete

Tomaten. Leeecker! Es kam, wie es kommen musste, ich

wollte mehr Avocado essen.

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Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu

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ist. Ich möchte nicht zusammenrechnen, wieviel Euro trotz

bester Vorsätze im Abfall landeten. Beschämend. Jetzt ist es

vorbei. Ich kaufe keine mehr. Guacamole gibt´s auch fertig zu

kaufen. Ach ja, und “ready to eat“ waren sie direkt nach dem

Einkauf auch nicht. Außerdem liegen sie im Laden auch ein

paar Tage. Aber vielleicht werde ich ja wieder einmal zu einem

so tollen Salat eingeladen…

Beate Deeken: Betrachtungen in den Schreibpausen.

Im Supermarkt haben sie sich schnell einen Stammplatz

erobert. Meist kommen sie in zwei Vari-anten daher. Eine ist

außen glatt und hellgrün, die andere eher pickelig und dunkelgrüngraubraun

(die schwarze „Hass“ gab´s erste später bei

uns zu kaufen). Optisch gewinnt Variante eins, keine Frage.

Aber Variante zwei soll besser nachreifen. Mittlerweile - oder

schon wieder nicht mehr? - gibt es den „ready to eat“-Aufkleber

auf Avocados. Damit wird das eigentliche Problem vom

An-bieter bereits zugegeben. Oft sind sie im Laden entweder

matschig (vielleicht auch, weil der zwanzigste Drücktest der

Kaufinteressierten vor mir dann doch einer zuviel war) oder

sie sind knackig hart. Dann können sie nachreifen. Das tun

sie auch. Aber wann ist DER Zeitpunkt? Es ist ein bisschen wie

ein Überraschungsei, mit viel Spannung beim Öffnen. Vorsichtiges

Wiegen in der Hand. Ganz zartes Andrücken an der

„Pflückstelle“. Müsste gut sein. Oder noch einen Tag war-ten.

Dann ist sie perfekt.

Doch am Folgetag passt Avocado nicht in den Tagesplan.

Und noch ein bisschen länger reifen macht sie sicherlich perfekt.

Die Vorfreude auf die Avocado ist groß, das Rezept für

eine schöne, knoblauchige Guacamole steht bereit. Jetzt der

Schnitt. Und dann sehe ich…braune, matschige Flecken im

Fruchtfleisch. Ist ein Teil zu retten, nur ein bisschen? Nein.

Endstation Mülleimer. Da ist es kein Trost, dass es Biomüll

Das Stadtmagazin für für Cloppenburg && umzu | | Gesundheit

4573


Stadtgeschichte

Die jüdische Familie Moses Frank

Vor 70 Jahren wurde der Zentralrat

der Juden in Deutschland gegründet.

Anlässlich dieses Jubiläums betonte

Bundeskanzlerin Angela Merkel nachdrücklich,

dass Antisemitismus und

Fremdenfeindlichkeit keinen Platz in

der deutschen Gesellschaft haben.

„Der Antisemitismus ist ein Angriff auf

Menschen, ein Angriff auf die Menschlichkeit,

auf das Menschsein an sich“, so

Merkel. Vor dem Hintergrund, dass vor

wenigen Wochen Rechtsradikale die

Stufen zum Berliner Reichstag stürmten

und dort die schwarz-weiß-roten

Reichsflagge schwenkten, ist diese

Mahnung und das Erinnern wichtiger

denn je.

Nur noch wenig erinnert heute an

das Leben der ehemaligen jüdischen

Bewohner der Stadt Cloppenburg. Bis

zur systematischen Entrechtung, Verfolgung

und Ermordung während des

Nationalsozialismus lebten hier 39 Personen

jüdischer Religion – als Nachbarn

und Freunde. Die jüdischen Familien

Willner, Moses Frank, Julius Frank,

Jacobs, Heiersberg, Rosenthal, Simon

und Lazarus waren fester Bestandteil

des gesellschaftlichen Lebens in der

damaligen kleinen Ackerbürgerstadt,

in der jeder jeden kannte.

Seit 2010 erinnern 39 Stolpersteine

des Künstlers Gunter Demnig aus Köln

vor ihren ehemaligen Wohnhäusern in

der Antoniusstraße, Osterstraße, Lange

Straße und Mühlenstraße an jeden

einzelnen jüdischen Mitbewohner.

Hinter jedem Stolperstein steht das

erschütternde Schicksal eines Mannes,

einer Frau oder eines Kindes, die auf

unfassbar unmenschliche Art und vor

den Augen der Weltöffentlichkeit ermordet

wurden.

Dieses Schicksal teilte auch die Familie

von Moses Frank. Der Cloppenburger

Pferdehändler, geboren 1882

in Werlte, lebte mit seiner Frau Sara

Frank und ihren vier Kindern in seinem

Haus in der Antoniusstraße (heute: Auf

dem Hook). Die zunehmende soziale

Ausgrenzung, der wachsende Antisemitismus

und der offene Aufruf zum

Boykott jüdischer Geschäfte traf die

Familie unvorbereitet. Die Teilnahme

am alltäglichen Leben wurde für sie

immer schwieriger und wurde ihnen

schließlich ganz verboten. Im Zuge

der systematischen Ausgrenzung und

Diskriminierung der jüdischen Bevölkerung

wurde Moses Frank im Juli

1938 der Gewerbeschein und damit

die Existenzgrundlage der Familie entzogen.

Die Familie war plötzlich ohne

Einkommen und sozial isoliert.

Im Mai 1939 musste die Familie ihre

Heimatstadt verlassen und wurde

nach Oldenburg zwangsumgesiedelt.

Dort wurden Moses und Sara Frank

gemeinsam mit ihren Kindern Julius,

Frieda, Philipp Fritz und Max Manfred

in einem sogenannten „Judenhaus“

in der Kurwickstraße 5 untergebracht.

Im April 1940 verschärfte sich ihre

Lage noch einmal, indem sie nach Berlin-Mitte

in die Kaiser-Wilhelm-Straße

32 zwangsumgesiedelt wurden. Über

ihre dortigen Lebensumstände ist

nichts genaues bekannt, aber sie teilten

wohl das Los der unzähligen anderen

jüdischen Familien, die in Berlin

unter ärmlichsten Verhältnissen und

vor allem in völliger Unkenntnis über

ihr weiteres Schicksal leben mussten.

Schließlich wurde die Familie von

Moses Frank zu einem Sammellager

gebracht. Dort mussten sie eine Erklärung

unterschreiben, in der sie

ihr gesamtes Eigentum dem Staat

überschrieben. Am 9. Dezember 1942

wurde die Familie mit insgesamt 994

Juden von bewaffneten SS-Männern

durch die Berliner Straßen zum Güterbahnhof

Putlitzstraße in Berlin-Moabit

getrieben. Von diesem Güterbahnhof

aus wurden ab 1941 insgesamt mehr

als 32.000 Menschen in Viehwaggons

nach Auschwitz deportiert. Die Namen

der Familie Moses Frank sind auf der

Liste für den Transport Nr. 24 zu finden,

mit dem sie direkt in den Tod fuhren.

Das Leiden dieser Menschen, die im

Winter in einem Güterwaggon ihrem

sicher Tod entgegenfuhren, können

wir uns heute nicht im Mindesten

vorstellen und macht noch immer

zutiefst betroffen. Am 10. Dezember

kamen der Zug in Auschwitz an. Die

unmenschliche Selektion durch die

NS-Schergen fand direkt an der Bahnhofsrampe

statt. Sehr wahrscheinlich

wurden Moses Frank und seine Frau

Sara sowie ihre Kinder, der 22-jährige

Julius, die 20-jährige Frieda sowie der

17-jährige Philipp Fritz und der erst

15 Jahre alte Max Manfred bereits an

diesem Tag als „arbeitsunfähig“ eingestuft

und in den Gaskammern von Birkenau

(Auschwitz II) ermordet.

46

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Stadtgeschichte


Lediglich 137 Männer und 28 Frauen

aus ihrem Transport wurden ins Lager

gebracht, wo sie unter unvorstellbar

grausamen Bedingungen leben und

arbeiten mussten. Nur zwei der fast

1000 Berliner Juden, die mit der Familie

Frank am Bahnhof ankamen, überlebten

das Martyrium in Ausschwitz.

Am 4. September 1951 wurde die

gesamte Familie Frank vom Amtsgericht

Berlin-Mitte für tot erklärt.

Sigrid Lünnemann

Zentralrat der Juden

Der Zentralrat der Juden in

Deutschland wurde am 19. Juli 1950

in Frankfurt am Main gegründet und

gibt allen in Deutschland lebenden

Juden eine Stimme. Der Zentralrat

vereinigt unter seinem Dach 23

Landesverbände und 105 Jüdische

Gemeinden mit rund 97.800 Mitgliedern.

Er vertritt deren politische und

gesellschaftliche Interessen

und ist für die Politik auf Bundesund

Länderebene Ansprechpartner

für alle Themen, die die jüdische Gemeinschaft

betreffen.

Deportationsmahnmal Putlitzbrücke

An die dunkle Geschichte des

größten Deportations-Bahnhof Berlins

erinnert seit 1987 ein stählernes

Denkmal, das sich auf der Ostseite

der Putlitzbrücke im Berliner Ortsteil

Moabit befindet. Das Mahnmal des

Bildhauers Volkmar Haase erinnert

an einen jüdischen Grabstein mit einem

Davidstern. Dahinter erstreckt

sich eine mehrfach geknickte und

gebrochene Treppe, die in den Himmel

führt. Das Mahnmal wurde häufig

mit antisemitischen Symbolen

und Sprüchen beschmiert und im

August 1992 durch einen Anschlag

so schwer beschädigt, dass es vorübergehend

demontiert und restauriert

werden musste. 1993 wurde es

wieder aufgestellt und erinnert seither

wieder an das Schicksal der jüdischen

Opfer des Nationalsozialismus.

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Stadtgeschichte

47


reportage

Brieftauben – rätselhafte Orientierungswunder

Ohne Navi, Handy oder Landkarte können sie über weite Entfernungen mit sehr hoher Geschwindigkeit in ihren heimatlichen

Taubenschlag zurückzufinden. faszinieren Brieftauben die Menschen bereits seit über 200 Jahren. Mittlerweile jedoch

gehen die Meinungen über Tauben weit auseinander. Für die einen zählen zu den faszinierendsten Kreaturen, die es

gibt. Andere beschimpfen sie als „Ratten der Lüfte“. Und wieder andere sehen sie als schutzbedürftige Opfer ehrgeiziger

Tierhalter.

Zweifellos macht ihr einzigartiges

Orientierungsvermögen

gepaart mit einer hohen Fluggeschwindigkeit

die Brieftaube zu einem

Geschöpf mit außerordentlichen

Fähigkeiten. So außergewöhnlich, dass

zahlreiche von ihnen bis zum zweiten

Weltkrieg, obwohl es bereits Telegrafie

und Funkgeräte gab, vom Militär

als Nachrichtenkurier eingesetzt wurden.

Auch Nachrichtendienste nutzten

ihre Fähigkeiten zur Übermittlung von

Neuigkeiten. Somit reiht sich die Brieftaube

als Nutztier ein in die Reihe wertvoller

Helfer der Menschen – zwischen

Hund, Pferd und Esel.

Die zum großen Teil unerklärte

Navigationsfähigkeit der Tauben zog

schon früh hunderttausende Menschen

in ihren Bann. 1834 soll in Aachen

der erste Verein für Sporttauben

in Deutschland gegründet worden

sein. Es folgten Weitere über ganz

Deutschland verteilt. Das Hobby

boomte. Als Erklärung für die ausgezeichnete

Orientierung vermutete

man lange, es könnte sich um ein

GPS-ähnliches System im Schnabel

der Taube handeln. Doch diese Theorie

konnte durch Tests nicht bestätigt werden.

Es bleibt rätselhaft.

AUFWÄNDIGES HOBBY

1990 jedoch stellte sich in Deutschland

eine Trendwende im Brieftaubensport

ein, denn seitdem gehen die

Mitgliederzahlen in den Vereinen zurück.

Gründe dafür kann sich Andreas

Penning (53), Brieftaubenzüchter aus

Varrelbusch so einige vorstellen. Immerhin

ist die Brieftaubenzucht ein

zeit- und kostspieliges Hobby und

zudem eine Platzfrage. Auch fährt

Penning im Sommer nicht in Urlaub –

auf gar keinen Fall! Von April bis Ende

August nämlich fliegen die Tauben ihre

Wettbewerbe. Flugzeit nennt man das

und ist für Andreas Penning spannend

wie sonst nichts in dieser Zeit. Wenn

dann seine Tauben nach Hause fliegen,

steht Penning im Garten und wartet

ungeduldig und nervös auf deren

Ankunft.

Die Flugzeit wird über einen Chip im

Ring automatisch beim Passieren des

Eingangs zum Schlag gemessen. Ein

hochkonzentrierter Moment: Gehören

sie zu den Schnellsten in diesem Wettbewerb?

Selbst Familienfeiern können

ihn dann nicht weglocken. Und „sogar

ein Ereignis wie Einschulung zum

Beispiel geht dann nicht“, sagt er mit

schelmischem Blick in Richtung Familie,

zieht aber auch ein bisschen den

Kopf ein, denn „da muss man dann

durch.“ Ganz klar, die Familie muss zumindest

Verständnis für das Hobby haben.

Sonst geht das nicht. Bei Pennings

jedoch schon seit 24 Ehejahren .

AUF DIE TAUBE GEKOMMEN

Dass diese zierlichen Tiere ausgerechnet

gestandenen Männern wie

Andreas Penning um den Finger wickeln,

kann er sich selbst nur schwer

erklären. Bereits im Alter von zwölf

Jahren, Ende der 1970er Jahre, begeisterte

sich sein älterer Bruder für den

Sport mit Brieftauben. Also versuchte

auch er sein Glück. Recht erfolglos, wie

er heute gesteht. Frustriert gab er seine

Tauben dem Bruder. Und siehe da:

sie flogen! Richtig gut.

Das war eine wichtige Lektion. Pen-

48 Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Brieftauben


reportage

ning wurde klar, dass die mäßige Leistung

nicht an den Tauben lag. Heute

weiß er: „Der Erfolg stellt sich nur ein,

wenn man sich um die Tiere kümmert,

und zwar intensiv.“ Die Tauben haben

den gelernten Maurer trotz des Misserfolgs

nicht mehr losgelassen. Nur

drei Jahre später, als Fünfzehnjähriger,

wagte er einen Neustart. Seitdem

möchte er die Brieftauben nicht mehr

missen. Dann, im Jahr 2003, wurde er

mit seinen Tauben „Jungtiermeister

im RV (Reisevereinigung) Cloppenburg“,

dem zuständigen Verband.

Einige Jahre später, 2009, folgte dort

der Meistertitel in der Klasse „Alte Tauben“.

Gleichzeitig stammten die zwei

besten Tauben unter 40 Züchtern aus

seinem Stall – oder besser: Aus seinem

Schlag. Was für eine tolle Bestätigung!

Heute zählt der Mann mit den großen,

kräftigen Händen 250 Tauben zu

Hause. Er kennt sie alle. Macht eine

fremde Taube bei ihm „ein paar Tage

frei“, erkennt er sie sofort. Der Wettbewerb

mit seinen Sporttauben reizt

ihn, auf jeden Fall. Aber entscheidend

für den Erfolg im Sport ist die Liebe zur

Taube. „Nur gesunde Tiere, die sich zu

Hause wohl fühlen, kommen schnell

wieder zurück,“ betont der Brieftaubenzüchter.

Dass sie gesund sind, kann

man ihnen ansehen. Das Gefieder glitzert

und schimmert im Sonnenlicht

am Hals, ein gutes Zeichen. Sind dazu

die Warzen auf dem Schnabel deutlich

und strahlend weiß, erfreut sie sich

bester Gesundheit und Fitness.

Nach der Arbeit am Tag, beim Unternehmen

Kleine Stüve in Garrel, wo

er schon „seit ewigen Jahren Teil des

Teams ist“, gehört Andreas Penning

erst einmal den Tieren. Ställe, Tränken

und Futterplätze säubern und das

Flugtraining ansetzen. „Training“ ist

tatsächlich die richtige Bezeichnung.

Die Jungtauben müssen erst lernen,

möglichst schnell und ohne Umwege

nach Hause zu fliegen. Das funktioniert

ähnlich wie beim Hundetraining.

Mit Futter als Belohnung. Trödelt eine

Taube, so muss sie eine Ehrenrunde

drehen, wobei die schnelleren

Kollegen bereits ihr Futter bekommen

dürfen. Das zieht. Die Jungtaube

lernt schnell, dass sie sich ein bisschen

sputen muss, um an die geliebte Nuss

zur Belohnung zu kommen.

@freepik

Finanziell lohnt sich das Hobby

nicht. Man muss schon die deutsche

Meisterschaft gewinnen, um in der

Zucht mit Brieftauben Geld zu verdienen.

Nur die schnellsten Tauben

wecken das Zuchtinteresse. Eine günstige

Taube dagegen kann schon für

50 Euro erworben werden. Nach oben

scheint es keine Grenzen zu geben.

Chinesische Brieftaubenliebhaber

setzen hier schwindelerregende

Maßstäbe. Mit Preisen bis weit über

2 Millionen Euro für eine Taube sprengen

sie jede Vorstellungskraft.

Auch was die Leistungsvorstellungen

angeht, sind die Anforderungen aus

Sicht deutscher Züchter dort maßlos.

Im fernen Osten werden den Tieren

tausende Kilometer abverlangt. „Das

mache ich nicht mit“, lehnt Andreas

Penning kategorisch ab. „Das Wohl der

Tiere ist mir wichtiger, als diese Distanzen.“

Für seine Tauben ist die längste

Distanz im Jahr die 630 Kilometerstrecke.

Mit einem Tempo von 100 Kilometern

in der Stunde, ohne Navi und

Karte! Die Strecke nach Bremen oder

Oldenburg gewinnen sie gegen das

Auto. Wenn das keine Sonderration

Nüsse wert ist!

ERST FACHWISSEN

ERLAUBT FAIRE URTEILE

Dem Vorwurf von Tierschützern, die

Tiere würden aufgrund der langen Distanzen

entkräftet verenden, kann Penning

nicht folgen. Denn in Deutschland

wurden die Regeln im Taubensport

kontinuierlich zum Wohl der Tiere angepasst.

Die längste Distanz liegt bei

den Verbänden in Deutschland bei 650

Kilometern und ist für Tauben eine zumutbare

Aufgabe. Für die Einhaltung

der Regeln zum Wohl der Tiere wird bei

Wettbewerben ein „Auflassleiter“ eingesetzt.

Er kontrolliert unter ande

„Der Erfolg stellt sich nur ein, wenn man sich

um die Tiere kümmert, und zwar intensiv.“

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Brieftauben

49


reportage

rem die Witterungsbedingungen,denn

weder bei Sturm, Regen oder Gewitter

werden die Tiere losgeschickt. Transportbedingungen

wurden optimiert

und die Versorgung mit Wasser ist gewährleistet.

Doch natürlich lassen die

Anschuldigungen von Tierschutzorganisationen

keinen Taubenliebhaber

kalt. Darum sucht Andreas Penning

immer wieder das Gespräch mit Tierschützern.

Er vermutet, dass es viele

Informationslücken sind, die zu Fehleinschätzungen

führen. Die größte

Gefahr für die Brieftauben sind Greifvögel,

also natürliche Feinde. Ansonsten

sind diese Tiere sehr robust. Probleme

machen Windkraftanlagen und in

Zukunft möglicherweise die Strahlung

des G5-Mobilfunks.

haben Tauben selten Fans. Dass sie als

„Ratten der Lüfte“ bezeichnet werden,

schmerzt dann schon sehr. Penning

entschuldigt diese Geringschätzung

mit der Unwissenheit über das Wesen

seiner intelligenten Lieblinge.

Zurück in den Garten zu Pennings,

denn wenn Brieftaubenzüchter

Andreas im Garten steht und pfeift,

kommen seine Tauben angeflogen.

Diese Aktionen oder einfach dort zu

sein und die Tauben zu beobachten,

das mag kräftige, sonnengebräunte

Mann. „Das ist meine Entspannung,“

sagt er, und lässt die friedlich pickenden

und gurrenden Tiere nicht aus den

Augen. Auch das ist Glück, man sieht

es ihm an.

BEATE DEEKEN

Natürlich weiß der Brieftauben-Liebhaber,

dass der Anblick großer Scharen

der gemeinen Wildtaube auf den

schönsten Marktplätzen dieser Welt

meist nur kleine Kinder begeistert,

die freudig hinter den gefiederten

Kerlchen herlaufen. Flanieren aber Erwachsene

entlang sehenswerter Bauten,

Shopping-Meilen oder machen

Rast in einem schicken Straßencafé,

Andreas Penning (53), Brieftaubenzüchter aus Varrelbusch

Gute Fahrt mit guter Sicht

Autobeleuchtung und Scheibenwischer vor der dunklen Jahreszeit gründlich überprüfen

Foto: djd/Robert Bosch

Sehen und gesehen werden, darauf

kommt es bei herbstlichen und

winterlichen Straßenverhältnissen

besonders an. Korrekt eingestellte

Scheinwerfer tragen ebenso dazu bei

wie frische Scheibenwischer, die für

freie Sicht ohne Schlieren sorgen. Mit

dem im Herbst empfohlenen Lichttest

gehen Autofahrer auf Nummer sicher.

Der Werkstattaufenthalt ist eine

gute Gelegenheit, um gleichzeitig die

Technik auf Herz und Nieren zu überprüfen

- so lässt sich manch ärgerliche

Panne vermeiden. Viele Werkstätten,

wie beispielsweise die Bosch Car Service

Betriebe, bieten einen speziellen

Rundum-Check für Herbst und Winter

an. Batterie, Bremsanlage, Motor,

Scheibenwischer und vieles mehr werden

dabei kontrolliert - und bei Bedarf

gleich ausgebessert.

Auch die Batterie ist in der kalten Jahreszeit

besonders gefordert. Ein Check

in der Werkstatt schützt vor ärgerlichen

Pannen.

50 Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage


Hagebuttenblut

Nach ihrem Debütroman „Löwenzahnkind“

lässt die schwedischen Autorin Lina Bengtsdotter

auch in ihrem zweiten Skandinavien-Krimi

„Hagebuttenblut“ die Stockholmer

Kommissarin Charlie Lager ermitteln. Wie schon im

Vorgängerroman geht es um ein verschwundenes

Mädchen, und die Ermittlungen führen Charlie tief

in die eigene Kindheit. Immer wieder gibt es Rückblicke

in das Leben der verschwundenen 16jährigenFrancesca.

Die Kapitel, die in der Ich-Form

erzählt werden, geben einen direkten Einblick in

die letzten Tage im Leben des verschwundenen

Mädchens.

Zwar ist Kommissarin Charlie Lager eine hochintelligente

Frau und begnadete Ermittlerin, aber

zugleich ein destruktiver Mensch. Sie trinkt zu

viel, lässt keine emotionale Nähe zu und nicht zuletzt

durch die Kriminalfälle wird sie immer wieder

mit ihrer desaströsen Kindheit konfrontiert. Auch

der neue Fall spielt in ihrer alten Heimat Gullspång,

einem eher düsteren und heruntergekommenen

kleinen Ort in der tiefsten schwedischen

Provinz, wo die meisten Bewohner das Leben nur mit

Alkohol und Drogen ertragen. Ein Ort, an den

Charlie nie wieder zurückkehren wollte, denn hier

wird sie unweigerlich von den düsteren Schatten

ihrer Vergangenheit eingeholt.

Aber der Fall der vor dreißig Jahren verschwundenen

Francesca Mild lässt ihr keine Ruhe. Die

Sechzehnjährige verschwand spurlos und allem

Anschein nach, unternahmen weder die Familie

noch die örtliche Polizei große Anstrengungen,

um das junge Mädchen zu finden. Charlie ist der

einzige Mensch, der sich für das Mädchen und sein

Schicksal interessiert. Francesca lebte damals im

großen Gutshaus der Familie und besuchte ein

elitäres Internat. Dort war das intelligente, aber

unkonventionelle Mädchen eine Außenseiterin.

Als ihr bester Freund Paul eines Nachts tot aufgefunden

wird, ist sie überzeugt, dass er ermordet

wurde. Niemand glaubt ihr und die Sache wird als

tragischer Unfall zu den Akten gelegt. Kurze Zeit

später ist Francesca spurlos verschwunden.

Bei ihren Ermittlungen muss Charlie feststellen,

dass ihre eigene unglückliche Kindheit

eng mit Francescas Schicksal verstrickt

ist und darum muss sich entscheiden:

Ermittelt sie weiter, auch wenn es bedeutet,

dass alte und nur

oberflächlich verheilte

Wunden wieder aufreißen?

Wird die Ermittlerin an

diesem Fall und der Konfrontation

mit der Vergangenheit

zerbrechen?

sil

Lina Bengtsdotter

Hagebuttenblut

Penguin Verlag

ISBN: 978-3-328-10396-7

13,00 €

Es wird Zeit den Gartenteich

auf den Winter vorzubereiten

Die Tage werden dunkler, die

Nächte kälter und das Laub bunter.

Der Herbst ist da und mit

ihm genau der richtige Zeitpunkt, sich

Ihrem Gartenteich anzunehmen und

ihn für die Überwinterung vorzubereiten.

REINIGUNG

Da gerade das herabfallende Laub

ein großes Problem im Teich werden

kann, sollten Sie dies vorher mit einem

Kescher entfernen und gegebenenfalls

mit einem Teichsauger den Grund von

Pflanzen und Futterresten befreien. So

verhindern Sie, dass durch deren Zersetzungsprozess

zu viel Sauerstoff verbraucht

wird.

PFLANZEN

Wie im restlichen Garten ist es angebracht,

auch am Teich die Pflanzen

zurückzuschneiden. Schilf, Binsen und

Gräser dürfen jedoch soweit stehenbleiben,

dass sie noch die Wasseroberfläche

durchstoßen. So bleibt dieser

Bereich länger eisfrei. Bitte achten Sie

darauf, welche Ihrer Pflanzen winterhart

sind und holen Sie die nicht harten

Pflanzen aus dem Teich. Sie können

diese an einem hellen, frostfreien Ort

überwintern und im Frühjahr zurück in

den Teich verbringen.

FISCHE

Ab einer Tiefe von 80 Zentimetern

können die Fische und andere Tiere

den ganzen Winter über im Teich bleiben,

da dieser mit großer Wahrscheinlichkeit

nicht bis zum Grund zufrieren

wird. Achten Sie aber bitte darauf und

holen Sie gegebenenfalls die Tiere ins

Haus. Bleiben die Fische im Teich, so

sollten sie ab einer Wassertemperatur

von 10°C nicht mehr gefüttert werden,

da sie ihren Stoffwechsel herunterfahren

und das nicht gefressene Futter nur

den Teich belasten würde.

reportage

EIS

Halten Sie die Oberfläche des Teiches

auf jeden Fall offen. Hierfür eignet sich

ein Eisfreihalter, den Sie einfach vorher

auf die Wasseroberfläche legen.

Wahlweise können Sie auch eine Belüftungspumpe

nutzen, denn es sollte

unbedingt vermieden werden, die

Eisfläche einschlagen zu müssen – die

dadurch entstehende Druckwelle unter

dem Eis kann für die Fische tödlich sein.

Bei sehr starkem Frost empfiehlt sich

zusätzlich ein elektrischer Teichheizer.

FILTERANLAGE UND PUMPE

Holen Sie Pumpen, die höher als 80

Zentimeter im Wasser liegen aus dem

Teich, damit sie nicht kaputtfrieren.

Nach ihrer sorgfältigen Reinigung können

sie in einem Einer mit Wasser an einem

frostfreien Ort überwintern. Auch

die Filteranlage und die UVC Lampe

sollten abgebaut und gereinigt und

frostfrei gelagert werden.

Und im nächsten Frühjahr denken

Sie bitte daran, das Leuchtmittel der

UVC Lampe auszutauschen, um Algenbildung

vorzubeugen. Wir wünschen

Ihnen und Ihren Teichen einen guten

Winter!

Osterstraße 86

49661 Cloppenburg

Telefon: 0 44 71/22 35

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51


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52

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53


Krammetsvögel

Krammetsvögel – als die Vogelliebe

noch durch den Magen ging.

Wenn die Tage kürzer wurden

und die ersten Nebelschwaden

auf den Wiesen lagen,

herrschte früher reges Treiben an den

Waldrändern und Hecken des Landkreises.

Junge und auch erwachsene

Vogelfänger gingen bis zum Anfang

des 20. Jahrhundert jeden Herbst mit

selbstgebauten Fallen auf die

Jagd – dem Krammetsvogelfang.

Wobei der Name

„Krammetsvogel“ sich

eigentlich

nur auf die Wacholderdrossel bezieht,

weil Wacholder in einigen Regionen

auch „Krammetsbeere“ heißt. Doch zurück

zur Wacholderdrossel – sie flieht

im Herbst vor den kalten Wintern in

Nordeuropa in die wärmeren mitteleuropäischen

Gebiete und ernährt sich

hier zum Großteil von reifen Früchten

und Beeren.

Übrigens wurden beim Krammetsvogelfang

sämtliche Drosselarten gefangen,

und was heute nur schwer vorstellbar

ist, war damals eine

Selbstverständlichkeit.

Unzählige Drosseln

und auch andere

Vögel verendeten

in den selbstgefertigten Schlingen

und wurden von Cloppenburg aus in

zahlreiche deutsche Städte verschickt.

Dort landeten sie als Delikatesse in

Kochtöpfen und Backöfen.

Meine Mutter (heute 85 Jahre

alt) erinnert sich noch gut daran,

wie sie Wochen vorher gemeinsam

mit ihren Geschwistern

die Fallen aus einem biegsamen

Zweig und einigen Pferdehaaren

anfertigte. „Gefangen wurden

alle Drosselarten und im

Spätherbst kamen noch die

Wintergriesen (Wachholderdrosseln)

dazu. Die waren

wegen ihrer Größe besonders

beliebt – aber selbst

gegessen haben wir die nie.“

Auf Jagd gingen allerdings

nur ihre Brüder, während

es ihre Aufgabe war, den

Korb mit der Jagdbeute zum

örtlichen Bäcker zu bringen. Dieser

war selbst ein Liebhaber der

gebratenen Krammetsvögeln und

verkaufte den Überschuss an seine

Kunden. Die Ausbeute der jugendlichen

Fallensteller war zu ihrer Zeit

aber nicht besonders groß und auch

die Anzahl ihrer „Stricken“, die sie in

den Büschen aushängten, war klein.

Der Erlös von einigen Pfennigen pro

Vogel war allerdings ein willkommenes

Taschengeld

Die Vögel wurden in sogenannten

Stricken oder Dohnen gefangen. Dafür

wurden dünne, biegsame Weidenzweige

vorsichtig gebogen und die beiden

Enden durch einen Schnitt im Holz ineinandergesteckt.

Anschließend wurden

aus Pferdehaaren zwei Schlingen

geformt und übereinanderliegend in

der Mitte der tropfenförmigen Dohnen

angebracht. Unten in der Dohne

wurde ein kleiner Schlitz in den Weidenzweig

geschnitten. Dort wurden

als Lockmittel einige Ebereschen (nicht

umsonst werden sie auch Vogelbeeren

genannt) gesteckt. Die fertigen Fallen

bekamen ihren Platz an Waldrändern

oder in Büschen und dann wurde abgewartet,

bis, angelockt durch die

leuchtend roten Beeren, die Vögel mit

dem Kopf in die Schlingen gerieten,

aus denen sie sich nicht mehr befreien

konnten und erstickten.

Bis zur Jahrhundertwende wurde der

Krammetsvogelfang in Cloppenburg

und dem Umland intensiv betrieben

und erfreute sich lange Zeit großer

Beliebtheit. In der heutigen Kreisstadt

gab es unter dem Namen „Zip Zip“ sogar

einen Club der Vogelliebhaber, wobei

die Liebe zum Vogel hier wohl tatsächlich

durch den Magen ging. Dem

„Stammtisch Zip Zip“ gehörten zahlreiche

Kaufleute, Ratsherren und weitere

angesehene Cloppenburger Bürger an.

Dass der Krammetsvogelfang in der

hiesigen Region ein nicht unwichtiger

Nebenerwerb war, zeigt sich auch daran,

dass im Jahr 1903 die Gründung

eines neuen Vereins bekannt gegeben

wurde. Interessierte Schlingensteller

wurden damals zur ersten Versammlung

mit einem Faß Freibier eingeladen.

Der Verein “Vogelbörse“ hatte

54

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Krammetsvögel


@freepik

@oexels

sich zur Aufgabe gesetzt: „Neben der

Pflege der Gemütlichkeit soll ein statistisches

Material über die alljährlich

gefangenen verschiedenen Arten

Krammetsvögel, der erzielten Preise

etc. gesammelt werden. Auch ist eine

gemeinsame Verwertung der gefangenen

Krammetsvögel in Aussicht genommen.“

In den Heimatblättern von 1954 finden

sich Erinnerungen eines ehemaligen

Vogelfängers, der schon in jungen

Jahren mit seinem Vater auf Jagd ging,

und berichtet, dass er in einem Jahr gemeinsam

mit seinem Bruder 1200 Stricken

in den Bührener Tannen aufhängte

und an einem Tag 120 Vögel fing.

Weiter heißt es: „Als ich dann später

allein auf Fang ging, stellte ich jährlich

400 – 500 Stricken und fing etwa 150

-200 Vögel. Der Fang war in den einzelnen

Jahren verschieden, 1929 war ein

besonders gutes Jahr. Die höchsten

Tagesfänge in der Hauptsaison im Oktober

waren 37 und 42 Vögel. Einmal

fand ich einen Krammetvogel und einen

Häher zusammen in einer Dohne“,

so Heinrich Bockhorst, der seinen Fang

zu einem örtlichen Händler brachte.

Dort wurde er verpackt und verschickt.

1873 erließ der oldenburgische Großherzog

das „Oldenburgische Vogelschutzgesetz“,

das die nützlichen Vögel

unter Schutz stellte und die Jagdzeiten

einschränkte. Die Krammetsjagd aber

war für viele Cloppenburger ein Zusatzverdienst,

auf den sie nur ungern

verzichten wollten. „Nun ist es überall

bekannte Thatsache, daß der Fang der

verschiedenen Drosselarten, welche

hier mit dem Sammelnamen `Krammetsvögel´

bezeichnet werden, in

hiesiger Gegend und ganz besonders

in der Stadtgemeinde Cloppenburg

in so ausgedehntem Maße betrieben

wird, daß er geradezu als Erwerbszweig

für eine Menge von Einwohnern

betrachtet werden muß“, machte im

Jahr 1890 die damalige städtische

Vertretung deutlich. Sie forderte vom

oldenburgischen Landtag den Beginn

der Jagdzeit vom 1. Oktober auf Anfang

September vorzuverlegen, da die

Krammetsjagd in den angrenzenden

preußischen Landesteilen ebenfalls

bereits im September erlaubt war. Sie

kritisierten nachdrücklich, dass durch

diese Ungerechtigkeit „die finanziellen

Interessen sehr vieler Bewohner des

Oldenburger Landes schwer schädigend

betrachtet werden“.

Ab 1888 der Vogelfang im gesamten

Deutschen Reich verboten. Es

gab allerdings eine erstaunliche Liste

von Ausnahmen. So wurde auch der

Krammetsvogelfang vom 21. September

bis zum 31. Dezember von diesem

Verbot ausgenommen und auch der

unbeabsichtigte Fang von eigentlich

geschützten Vögeln in den Schlingen

der Vogelfänger blieb straflos.

Aufgrund des Engagements von

Vogel- und Naturschützern trat 1908

eine Verschärfung des ersten Reichsvogelschutzgesetzes

in Kraft, der den

Krammetsvogelfang erstmals ganzjährig

verbot. Während des 1. Weltkrieg

war er allerdings wieder erlaubt, wie

es hieß um „die Ernährung der Bevölkerung

zu verbessern“. Im Jahr 1935

wurde schließlich das Reichsnaturschutzgesetz

erlassen, das auch den

Vogelfang verbot, und bis zum Erlass

des Bundesnaturschutzgesetzes im

Jahr 1976 fast unverändert galt.

SIGRID LÜNNEMANN

P.S. Ein herzlicher Dank geht an das

Archiv Stadtgeschichte für die tatkräftige

Unterstützung bei der Recherche

dieser Geschichte.

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Krammetsvögel

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reportage

Foto: djd/LichtBlick/PantherMedia/Viktor Pravdica

Das Klima schonen ist oft leichter als gedacht. Schon einfache Dinge verbessern den eigenen Fußabruck.

Der Fußabdruck muss kleiner werden

Mit einfachen Schritten kann jeder etwas für den Klimaschutz tun

Die Corona-Pandemie hat das Thema Klimawandel lange

in den Hintergrund gedrängt. Nun ist es mit Macht zurück

auf der Agenda, auch die Klimaaktivisten gehen wieder auf

die Straße. Verheerenden Brände weltweit und die Meldungen

über das dramatische Schmelzen des "Ewigen Eises" in

der Antarktis etwa verdeutlichen auf drastische Weise, dass

es höchste Zeit zum Handeln ist. In Deutschland produziert

jeder Bürger nach Angaben des Umweltbundesamtes (UBA)

im Durchschnitt pro Jahr 11,6 Tonnen CO2. Egal, ob beim

Einkaufen, beim täglichen Autofahren, bei der Urlaubsreise

oder beim Heizen der eigenen vier Wände: Stets hinterlassen

wir einen individuellen ökologischen Fußabdruck. Das Ziel

muss sein, diesen deutlich zu verringern.

CO2-FuSSabdruck lieSSe sich deutlich verringern

„Wer statt Normalstrom Ökostrom fürs Haus nutzt, spart

beispielsweise 0,8 Tonnen Kohlenstoffdioxid jährlich ein",

rechnet Ralph Kampwirth vom grünen Energieanbieter

LichtBlick vor. Erwärmt man das Haus mit grüner Energie

statt einer konventionellen Heizung, sind 1,6 Tonnen Einsparung

pro Jahr drin. "Und wer ein E-Auto mit Strom aus

erneuerbaren Energien statt einen Benziner fährt, kann im

Durchschnitt 1,5 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen", so Ralph

Kampwirth. Insgesamt käme man auf eine Summe von fast 4

Tonnen eingesparten CO2 und somit ein Drittel des gesamten

Klima-Fußabdrucks.

CO2-FuSSabdruck variiert nach Lebensstil

Der CO2-Fußabdruck variiert zudem stark nach dem jeweiligen

Lebensstil. "Ein Single in einer Stadtwohnung von

80 Quadratmetern mit Gasheizung, der einen Benziner fährt

und gern in exotische Länder fliegt, erzeugt etwa 18,5 Tonnen

CO2 im Jahr", rechnet Kampwirth vor. Eine zweiköpfige

Familie mit einem Kind, die in einem Vorort lebt, eine Ölheizung

und ein Verbrenner-Auto nutzt sowie jedes Jahr eine

Urlaubsflugreise in Europa unternimmt, erzeugt pro Jahr zu

dritt etwa 38 Tonnen Kohlenstoffdioxid, fast 13 Tonnen pro

Kopf.

Der CO2-Einkaufszettel

Fast 40 Prozent der deutschen Pro-Kopf-CO2-Emissionen

werden durch den privaten Konsum verursacht.

Dabei stechen die Ernährungsgewohnheiten besonders

hervor. Mit einer nachhaltigeren Ernährung etwa kann

jeder seine persönliche Klimabilanz deutlich verbessern.

LichtBlick will Menschen ein klimaneutrales Leben besonders

einfach machen und hat deshalb einen "CO2-Einkaufszettel"

ermittelt. Er weist nach, wie viel Kohlenstoffdioxid

der Konsum eines bestimmten Lebensmittels

verursacht. Für ein Kilo Rindfleisch etwa werden 13 Kilo

Kohlenstoffdioxid fällig, für ein Kilo tiefgefrorener Garnelen

12,5 Kilo CO2, für ein Kilo Käse immerhin noch 8,5

Kilogramm. Zum Vergleich: 1 Kilo Tofu verursacht gerade

einmal 1 Kilo CO2. djd

56 Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage


reportage

Foto: djd/LichtBlick

Der CO2-Einkaufszettel zeigt, bei welchen Lebensmitteln welche CO2-Emissionen entstehen.

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage

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Plümper Schädlingsbekämpfung –

diskret, kompetent und effektiv.

Landwirtschaft und auch private Hausbesitzer schlagen Alarm!

Die milden Winter und die trockenen Sommer haben

dazu geführt, dass sich Schädlinge und Schadnager

rasant vermehrt haben. Mäuse sind in weiten Teilen

Niedersachsens bereits für Landwirte zu einer existenzbedrohenden

Plage geworden. Rund 150.000 Hektar Grünland

sind in unserem Bundesland durch die aktuelle Mäuseplage

vernichtet. Dies entspricht circa 20 Prozent der gesamten

niedersächsischen Grünlandfläche!

Auch Städte und Gemeinden klagen über eine erschrecken

de Ausbreitung von Schadnagern. In der Natur und in

offenen Mülleimern entsorgte Lebensmittel locken Ratten

in Scharen an, die sich aufgrund dieser für sie optimalen Lebensbedingungen

völlig ungehindert vermehren.

RATTEN UND MÄUSE

WERDEN ZUR GROSSEN PLAGE

In der nun kommenden kalten Jahreszeit suchen diese

Schadnager verstärkt einen neuen, warmen und trockenen

Unterschlupf. Auf landwirtschaftlichen Höfen, in Gewerbebetrieben

sowie in Kellern und auf Dachböden finden

sie zahlreiche Versteckmöglichkeiten und richten dort zum

Teil erhebliche Schäden an. Auch können sie als Überträger

unzähliger, hochansteckender Krankheitserreger (Beispiel

Hantavirus) auf Mensch und Tier, erhebliche gesundheitliche

sowie wirtschaftliche Probleme verursachen.

von Schädlingen oder Schadnagern für die betroffenen

Menschen sehr belastend sein kann. Dabei können auch in

den saubersten und gepflegtesten Haushalten Schädlinge

auftreten.Wichtig ist in diesen Fällen eine schnelle und

wirksame Bekämpfung, denn ein Herauszögern oder der Einsatz

von uneffektiven Hausmittelchen vergrößern das Problem

meist nur.

ORIGINAL RATTENHOTEL® GEGEN SCHADNAGER

Die Schädlingsbekämpfer aus Lindern helfen schnell und

zuverlässig, denn sie setzen verstärkt das Original Rattenhotel®

zur effektiven Schadnager-Bekämpfung ein. Die Firma

Plümper arbeitet eng mit dem Erfinder Georg Bünker aus

Freren zusammen und vertreibt als einziger Schädlingsbekämpfer

in der Region dieses rechtlich geschützte Markenprodukt.

SCHÄDLINGSBEKÄMPFUNG

IST VERTRAUENSSACHE

Jürgen Plümper, Inhaber der

Plümper Schädlingsbekämpfungsservice

GmbH&Co.KG aus

Lindern bekämpft als ausgebildeter

und IHK-geprüfter Schädlingsbekämpfer

effizient und

so schonend wie möglich alle

Schädlinge in Haus, Garten und

Hof. Er und sein Team aus ausgebildeten

Fachkräften sind die

kompetenten Ansprechpartner

für Landwirtschaft, Gewerbe,

Industrie sowie für soziale Einrichtungen

und Privathaushalte.

Der Experte verfügt über

langjährige Berufserfahrung

und weiß, dass das Auftreten

Das Original Rattenhotel® wird von der Firma Plümper

Schädlingsbekämpfung exklusiv in der Region zur

effektiven Bekämpfung von Schadnagern eingesetzt

UMWELTSCHONENDER HEISSSCHAUM

GEGEN EICHENPROZESSIONSSPINNER

Nach dem massenhafte Auftreten des Eichenprozessionsspinners

im vergangenen Sommer, ist noch immer keine

Entwarnung angesagt. Von den noch bestehenden Nestern

und den darin enthaltenen Brennhärchen geht weiterhin

eine gesundheitliche Gefährdung aus. Jürgen Plümper

verwendet ein neu entwickeltes Verfahren, um die Raupen

und ihre Gespinste effizient und nachhaltig zu entfernen. Sie

werden von einem speziellen, ökologisch unbedenklichen

Heißschaum schnell und zuverlässig abgespült, ohne dass

es zu einem Aufwirbeln der gesundheitsgefährlichen Brennhaare

kommt. Die Methode ist hochwirksam und verursacht

keinerlei Schäden an den befallenen Bäumen oder der Natur.

58

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HEISSSCHAUM GEGEN LÄSTIGE UNKRÄUTER

Auch Unkräuter in Pflasterungen, auf der Terrasse oder

in Schotter- und Kieswegen sind ein Übel, das durch das

neue Heißschaumverfahren schnell, effektiv und umweltverträglich

beseitigt werden kann. Ohne den Einsatz von

chemischen Unkrautvernichtern! Durch den verwendeten

Heißschaum sterben auch die Wurzeln auf der behandelten

Fläche restlos ab und das Ergebnis ist eine schöne Pflasterung

beziehungsweise ein unkrautfreier Gehweg. So lässt

sich der heimische Garten das ganze Jahr über genießen!

SCHÄDLINGSFREI VOM KELLER BIS ZUM DACH

Die professionelle Schädlingsbekämpfung umfasst je nach

Bedarf das gesamte Haus, vom Keller über die Wohnräume

bis zum Dach. Die Liste der Schädlinge, die aufgrund ihrer

zunehmenden Ausbreitung ein stetig wachsendes Problem

darstellen, ist lang. Küchenschaben, Bettwanzen, Ameisen,

Motten, Fliegen, Flöhe und Milben sind seit Jahren auf dem

Vormarsch, nisten sich in den kleinsten Ecken und Ritzen ein

und können die Lebens- und Wohnqualität der Menschen

stark beeinträchtigen.

PROPHYLAXE ZUM SCHUTZ

VOR HOLZSCHÄDLINGEN

Der Schrecken aller Hausbesitzer sind Holzwurm und

Holzbock. Sie können erhebliche Schäden am Dachstuhl

verursachen, sodass die Stabilität und damit die Sicherheit

des Dachstuhls nicht mehr gegeben ist. Gerade hier sind

Prophylaxe und regelmäßige Kontrollen wichtig, damit ein

eventueller Befall rechtzeitig eingedämmt werden kann.

Jürgen Plümper und sein Team sind auch die richtigen

Ansprechpartner bei der Vergrämung von Mardern oder

Tauben sowie für die Entrümpelung, Reinigung und Desinfektion

von zugemüllten Messie-Wohnungen. Dort entfernen

sie auch sämtliche Schädlinge, die sich eingenistet

haben und machen das Objekt schnell wieder bewohnbar.

KUNDEN VERTRAUEN AUF

FACHKENNTNIS, SERVICE UND DISKRETION

Firma Plümper legt großen Wert auf Diskretion! Ihre

Fahrzeuge tragen keinerlei Werbeaufkleber und sind auch

nicht auf der Homepage des Unternehmens zu sehen. Außerdem

tragen die Mitarbeiter neutrale Arbeitskleidung und

sind bei ihrer Tätigkeit diskret, freundlich und zuverlässig.

Plümper Schädlingsbekämpfungsservice GmbH&Co.KG

bietet einen 24h Service an 365 Tage im Jahr.

Nähere Informationen auf der Homepage www.pl-sbs.de.

Vertrauen Sie dem Fachmann! SIGRID LÜNNEMANN

Plümper

Schädlings

Bekämpfungs

Service GmbH & Co. KG

Holthöher Str. 10 • 49699 Lindern

Telefon: 05957 967447 • Mobil: 0151 64313825

Fax: 05957 967056 • Email: info@pl-sbs.de

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Teil 2

© Karin Niemöller

Unterwegs auf der Deutschen Weinstraße –

Wir wollen nach Guttenberg, wissend, dass es sich dabei

um eine Ruine handelt. Allerdings sind die Mauern noch präzu

Fuß oder dem Rad, auf jeden Fall mit viel Genuss!

Eigentlich hätten wir nach der Fülle dieses Picknicks ausruhen

müssen, doch war das Gefühl stärker, nun endlich

mal ein paar Kilometer wirklich zu wandern. Also los:

An der Kirche von Schweigen-Rechtenbach geradeaus vorbei

in die Paulinerstraße. Von dort rechts und am Restaurant

Sonnenberg links und rauf bis vor den „Traubendieb“, beziehungsweise

der Skulptur des einst an dieser Stelle gefassten

Tunichtguts. Jammervoll guckt er drein, mit dem überdimensionalen,

hölzernen Brett um den Hals, in das auch noch

die Hände kreuzweise eingeschlossen waren. Und aus dem

hinteren Kragen lugt eine Glocke über den Kopf – ach du

Schmach! Heutigen Traubendieben geht man „ordnungsgemäß“

an den Kragen, aber auch ordentlich, denn Traubendiebstahl

ist kein Kavaliersdelikt. Insofern ist der hölzerne

Traubendieb durchaus als Warnung zu verstehen!

Von der Hütte aus und am Waldrand rechts wandern wir

nun an der französischen Grenze entlang, auf einem unbefestigten

Pfad, sozusagen mit einem Fuß im Elsass. Und haben

wir eben noch das Denkmal für die „Jahrhundertweine“ der

Region in Form von übergroßen, markierten Weinflaschen

passiert und waren von „einer Landschaft aus Weinstöcken

in Reihen bis über den Horizont geradezu umschlungen“

(Goethe natürlich), so durchqueren wir nun Gärten mit Kirschen-,

Mandel- und Zitronenbäumen, sehen sogar Feigen

und Kiwis dazwischen und erreichen schließlich einen Buchenhain,

und damit Schatten.

Das tut gut und ist Grund genug, das nächste Fläschlein

zu öffnen. Wieder eins von „Villa Hochdörffer“ und natürlich

auch im Weinkontor Pollmann vom Chef empfohlen. In

diesem Zusammenhang sind wir der Meinung, dass es an

der Zeit ist, dass Sie selbst sich dieser wunderbaren Kunst

des Genießens nähern, da ein solcher Selbstversuch richtig

Laune macht, glauben Sie uns! Trotzdem, schnell noch der

Hinweis auf das, was wir in unserem Rucksack bis hierher

mitgenommen hatten: Einen 2015er Spätburgunder „Nußdorfer

Kaiserberg“ von – siehe oben. Der samtrot ist, nach

Schokolade und Kirschen schmeckt und so auch das Dessert

ersetzt…

...im doppelten Nachgang, denn nach dieser Völlerei (das

ist pfälzisch) müssen wir wieder einmal ruhen, aber jetzt

richtig und ganz wie´s hier üblich ist, denn der Spruch „Wir

haben die Uhr, aber die Pfälzer haben die Zeit“ sagt nichts

als die Wahrheit. So lässt man sich auch Zeit im Sinne des

Erinnerns, dem an dieser Stelle mit dem Ritterstein „Schanze

1704“ ein Zeugnis erhalten blieb aus jener Epoche des

Spanischen Erbfolgekrieges (1701 – 1714) in Form einer

Verteidigungsanlage als heute unüberschaubar großen

quadratischen Erdwall mitten im Gelände. Seine südliche

Begrenzung kennzeichnet ein weiterer Ritterstein, er dient

jedoch nunmehr zur Orientierung für Wanderer auf diesen

Pfaden des Weinerkundens. Hier treffen fünf Wege aufeinander,

wovon einer zur Ruine Guttenberg führt, die anderen

nach Schweigen, nach Weiler, in das Langental und nach St.

Germanshof.

© Lena Geib Photographie

60 Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Deutsche Weinstrasse


©Rolf Schändler-lpr

Deutsche WeinstraSSe

©Dominik Ketz, RPT

Goethe : „...einer Landschaft aus Weinstöcken in Reihen bis über den

Horizont geradezu umschlungen.“

©Dominik Ketz, RPT

sent genug, um sich der Geschichte dieser „Reichsburg“ im

12. Jahrhundert erbauten Bauwerks zu erinnern. 1150 wurde

die „Burg Guttenberg“ in den Annalen der Region zum ersten

Mal erwähnt, 140 Jahre später befand sie sich bereits im Besitz

der Grafen von Leiningen. Der Bauernkrieg zerstörte sie

1525, seither wurde das Gemäuer nicht mehr aufgebaut. Und

auch die Schlosshütte, in der wohl einst Baumaterialien für

die Burg lagerten, ging Mitte des 19. Jahrhunderts den Weg

alles Irdischen ins Nichts. Jedoch erzählt man sich noch heute

die Geschichte von den zwei Mönchen, die am Hof dero

von Leiningen für die Weine zuständig waren. Vom Bestellen

der Weinberge, über den Anbau der Reben bis hin zum

Keltern und Veredeln. Letzteres wurde als besondere Kunst

schon damals geschätzt und man sagt, dass die Mönche,

einer wie der andere, in der gräflichen Weinkellerei „unvergleichlich

formidable Geschmäcker“ entwickelt haben.

In dem Zusammenhang hatte man uns in einer der Straußwirtschaften

entlang der Route erzählt, war Anfang der

1920er einer der Weinbauern so kühn gewesen, dass er behauptete,

sein Weinwissen und die daraus entnommene Methode

der Weinherstellung stamme direkt von einem jener

Mönche ab. Befragt nach den Rezepten dazu konnte er diese

in schriftlicher Form nicht vorweisen und verstieg sich so in

der Behauptung, Familienwissen nicht preisgeben zu wollen.

Allerdings hätte das bedeutet, dass zumindest einer der

heiligen Männer über das Weintrinken hinaus noch einem

weiteren weltlichen Vergnügen gefrönt hätte – mit den natürlichen

Folgen nämlich, Nachfolgern mit Fleisch und Blut.

Nun hätte die ganze Geschichte fein ins Reich der Fabeln

gepasst, wären nicht alle Weine eben jenes Winzers von

geradezu überirdischer Qualität gewesen, berichtet man

und überlässt dem interessierten „Weinwanderer“ die Feststellung,

ob diese Genialität diverser Winzer heute noch

festzustellen ist. Sie ist es, wir sprachen ja schon davon und

beziehen uns natürlich nicht alleine auf das Weingut „Villa

Hochdörffer“, denn das wäre angesichts der Vielzahl phantastischer

Pfälzer Weine völlig absurd.

Wohl aber loben wir deren Gastfreundschaft im dortigen

Gästehaus gerne und weil wir, dort angekommen, sehen,

dass auch ein Wohnmobilstellplatz zum Anwesen gehört,

steht die nächste Reise hierher schon fest. Denn die

„Deutsche Weinstraße“ mit ihren fast zahllosen Wander- und

Fahrradwegen, mit ihren Weingütern, Straußwirtschaften,

sowie sagenhaften Geschichten und Treffpunkten ist mit

diesem Facettenreichtum noch lange nicht „erforscht“.

Dieses Mal hingegen wenden wir uns ab, natürlich nur geografisch,

denn unsere erste Bekanntschaft mit der Deutschen

Weinstraße war ein Rundweg – ein großer ja, doch führt er

uns zurück nach Schweigen-Rechtenfeld, zum „Deutschen

Weintor“. Also biegen wir am Schild Richtung Oberotterbach

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Deutsche Weinstraße

61


nach rechts ab und sind in Nullkommanichts auf dem Waldgeisterweg.

Der Name ist wohl dem Bedürfnis entnommen

für alles und jedes eine Bezeichnung parat zu haben, denn

nur die Tatsache, dass sich entlang dieser Route der Künstler

Volker Dahl mit seinen skurrilen Figuren aus Baumstämmen,

Wurzeln und Holzstümpfen präsentiert, kann für „Waldgeisterromantik“

sorgen. Während wir noch unsere Erfahrungen

zu „Waldgeistern im Allgemeinen und im Besonderen“

austauschen, ist Oberotternbach erreicht und – auch schon

wieder hinter uns. Über die Hummelsgasse und durch die

Felder und Wiesen am Ortsausgang. Würden wir auf den

Hochsitz vor uns klettern, könnten wir von da aus schon

Rechtenbach sehen, das sich jedoch nach den ersten Kehren

auch so darstellt: Im Tal, umgeben von Weinbergen, mit dem

„Deutschen Weintor“ im Hintergrund.

Da sind wir also wieder, am Anfang unserer Wanderung und

am Anfang einer Erkenntnis, die uns das Know-how zu speziellem

Weingenusses ermöglicht: Für die leckeren, guten und

edlen Tropfen aus Deutschland, hier aus der Pfalz. Dabei sind

phantastische Weine, man muss sich nur die Muße geben,

sie zu erkennen. Dazu gehört nicht zuletzt das Wissen auch

um ihre Herkünfte, um ihre Historie und um den jeweiligen

Weinmacher, damals und heute. All das liest sich vom Etikett,

doch der Charakter, die Wirkung des Weingeschmacks auf

jeden selbst aber ist reine Privatsache. Und dass diese abhängig

ist von der jeweiligen Laune und der jeweiligen Umgebung

– auch das wissen wir jetzt und erfinden aufgrund

dessen für uns die Leidenschaft für Weine neu.

ADIEU VORURTEILE! LIEBLINGSWEINE

SIND LEBENSQUALITÄT.

P.S.: In der Pfalz, nach Rheinhessen das zweitgrößte deutsche

Weinanbaugebiet, werden heute auf einer Fläche von

gut 228 Quadratkilometern etwa 100 Millionen Rebstöcke

angebaut. Darunter befinden sich 45 weiße und 22 rote zugelassene

Rebsorten, woraus zusammen jährlich etwa 2,5

Millionen Hektoliter Wein produziert werden. Da kommen

bei weitem nicht ausschließlich Spitzenweine in die Flaschen,

doch hat die vor noch etwa 30 Jahren bedenkliche Reputation

auch pfälzischer Weine heute nicht mehr viel zu sagen.

Hier also lassen sich ein paar Ihrer zukünftigen Weinlieblinge

finden – man muss sie nur suchen und (aus-) probieren, wie

alles, was mit Leidenschaft zu tun hat. ULLA SCHMITZ

©Villa Hochdörffer

©Villa Hochdörffer

sind Lebensqualität

Familie Hochdörffer verbindet Tradition und Weltoffenheit

in der Kreation ihrer Weine, mit wunderbarem Duft

nach Flieder, Rosen und Sommerwiese.

©Villa Hochdörffer

Egon Pollmann

Hundsmühler Straße 167

26131 Oldenburg

Tel: 0441 955 92-0

E-Mail: info@weinkontor-pollmann.de

www.weinkontor-pollmann.de

www.weingut-villa.de

62

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Deutsche Weinstraße


Die Ältern

Nach seinem weithin bekannten

Debütroman „Maria, ihm schmeckt´s

nicht“, dem Band über „Das Pubertier“

und dem 2017 erschienenen Titel „Und ewig

schläft das Pubertier“ greift Autor Jan Weiler

mit seinem aktuellen Titel „Die Ältern“ die wohl

letzte Phase des Zusammenlebens von Eltern

mit ihren Kindern im gemeinsamen Haushalt auf.

In diesem Buch voller amüsanter Geschichten

über den Alltag mit Spät-Pubertieren dreht

sich vieles um die Sorge, was aus ihm, dem

zurückbleibenden Vater, werden soll. Aus

ebendieser Perspektive erzählt Jan Weiler von

dem schmerzlichen Abnabelungsprozess der

einst schutzbedürftigen Kinder von ihren „Ältern“.

Plötzlich erkennt er, dass ihm der Erziehungsauftrag

abhandenkommt. Verständnislos

stellt er an seiner Frau fest, dass sie dem viel

Gutes abgewinnen kann und sieht sich einem

verbündeten Mutter-Tochter-Team gegenüber,

das sich in vielen Entscheidungen einig ist. Zum

Beispiel damit, dass es nun nach schönen Jahren

auf dem Land an der Zeit ist, in der Stadt neue

Zelte aufzuschlagen. Wehmütig gesteht er sich

ein, dass der Kampf um Ordnung, Essgewohnheiten

und Schule zu lieb gewordenen Themen

eines hauptamtlichen Vaters geworden sind. Er

gehört nun zu den „ Ältern“, jenen liebevoll fürsorglichen

Menschen, deren Erziehungseinfluss

abhanden gekommen ist.

Mit Wortwitz und Beispielen aus dem alltäglichen

Umgang mit „Pubertieren“ versteht Weiler

es, das fordernde Zusammenleben mit fast erwachsenen

Kindern auf den Punkt zu bringen.

Die Leser*innen erkennen das eigene Dilemma

in vielen Anekdoten wieder und haben dank der

pointierten Schreib- und Sichtweise beim Lesen

durchgehend ein Grinsen im Gesicht.

Eine leichte, äußerst amüsante Lektüre für

zwischendurch. Tröstlich die Beschreibung fast

unglaublicher Szenen mit „Pubertieren“, die sich

tatsächlich auch in anderen

– nämlich dem eigenen

Haushalt – so oder ähnlich

abspielen. Am Ende lässt der

Autor eine Frage für sich und

alle Ältern offen: „Was soll

jetzt bloß aus uns werden?“

bde

Jan Weiler

Piper-Verlag

ISBN 978-3-492-07064-5

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kommt, wie viele Federn verbaut sein

sollen, welchen Härtegrad die Matratzen

haben und aus welchen Materialien

der Topper gearbeitet sein soll,

entscheidet sich letztendlich erst im

Fachgeschäft.

Vermeiden Sie also besser „Blindkäufe“

aus dem Internet und nehmen Sie

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GEschichte

Mit weißer Schürze auf das Leben vorbereitet

Das Oldenburger Münsterland mit den heutigen Landkreisen Vechta und Cloppenburg

war in der Vergangenheit und ist auch heute noch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

Die Landwirtschaft prägte auch die Arbeits- und Lebenswelt

der hier lebenden Frauen. Die Auswahl an Berufen war

hier in der Region lange Zeit besonders für Frauen eher bescheiden.

Für einige von ihnen gab es in der Schneiderei

oder als Putzmacherin die Möglichkeit zur beruflichen Unabhängigkeit.

Das Handwerk, in dem viele Männer jenseits der

Landwirtschaft einen Erwerb fanden, blieb den Frauen größtenteils

verschlossen, denn nicht nur auf dem Land herrschte

lange Zeit die klassische Rollenverteilung. Für viele heute

kaum noch vorstellbar: Das Wahlrecht für Frauen gab es in

Deutschland erst ab 1918 (im Januar 1919 fand die erste Wahl

statt, an der auch Frauen ihr Wahlrecht ausüben konnten)

und erst seit 1977 dürfen verheiratete Frauen selbstständig

einen Arbeitsvertrag unterschreiben und benötigen dazu

nicht mehr die Zustimmung ihres Ehemannes.

Viele Frauen besuchten vor allem in den Nachkriegsjahrzehnten

zur Vorbereitung auf ihr späteres Berufs- und Familienleben

eine jener Landfrauenschulen, wie sie im Jahr 1923

auf Gut Hange im emsländischen Freren gegründet worden

war. Gut Hange hatte damals bereits eine lange Geschichte.

Das Rittergut wurde circa 1300 n. Chr. erbaut und erlebte

eine wechselvolle Geschichte. Im Jahre 1910 brachten die

Schwestern des Franziskanerordens aus Thuine, die dort einen

Konvent einrichteten, neues Leben in das altehrwürdige

Haus. Fast 80 Jahre lang wurden in dem alten Gutshaus

sowie den umliegenden landwirtschaftlichen Gebäuden

Generationen von jungen Frauen in der Hauswirtschaft ausund

weitergebildet.

64

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Geschichte


Die Schultracht war einheitlich und praktisch. Beim gemeinsamen

Kochunterricht in einer der beiden großen

Schulküchen wurde eine weiße Schürze über dem schlichten

blauen Kleid getragen. Der weiße Kragen war abnehmbar,

damit er zwischendurch schnell gewaschen und gestärkt

werden konnte.

Aus dem ganzen nordwestdeutschen Raum kamen junge

Frauen ins dortige Internat und lernten, den Haushalt

eines landwirtschaftlichen Betriebes zu führen. Für die jungen

Frauen war es damals durchaus ein Privileg nach der

Volksschule noch eine weiterführende Schule besuchen zu

dürfen. Die Ausbildung dauerte zwei Jahre und die Familien

mussten Schulgeld für Ausbildung und Unterbringung zahlen.

Nicht jede Familie konnte sich das früher leisten.

In Zwei-Bett-Zimmern lebten die Schülerinnen zwei Jahre

auf Gut Hange und konnten einen Abschluss zur Hauswirtschaftsmeisterin

erreichen. Die jungen Frauen erlernten

die Fähigkeiten, die sie zur Führung eines eigenen landwirtschaftlichen

Haushaltes brauchten. Dazu gehörte nicht

nur das Kochen und die Haushaltsführung, sondern auch

die Pflege des Gartens und der richtige Anbau von Gemüse,

Obst und auch Blumen. Die Hauswirtschaftsschule war

ein Internat und war ausgesprochen christlich geprägt. Die

Nonnen unterrichteten nicht nur, sie lebten gemeinsam mit

den Schülerinnen auf dem Gelände. Das tägliche Gebet und

die heiligen Messen in der hauseigenen Kapelle gehört ganz

selbstverständlich dazu.

Der Stundenplan war in zwei Schwerpunkte aufgeteilt. Am

Vormittag stand die praktische Arbeit auf dem Plan. Dann

wurde nicht nur gekocht und genäht, sondern auch im Garten

des Gutshofes sowie in den schuleigenen Treibhäusern

gearbeitet. Auch wurden auf dem benachbarten landwirtschaftlichen

Hof praktische Unterrichtseinheiten abgehalten.

Am Nachmittag gab es theoretischen Unterricht, der

sich nicht nur auf hauswirtschaftliche oder landwirtschaftliche

Themen beschränkte, denn darüber hinaus wurden die

jungen Frauen auch in Geschichte, Politik und Religion und

anderen Fächern unterrichtet. Am Abend war um 22 Uhr

Bettruhe, denn morgens um sechs hieß es früh aufstehen,

und ein langer arbeitsreicher Tag lag wieder vor den Landfrauenschülerinnen.

Diese gemeinsame Zeit hat viele der ehemaligen Internatsschülerinnen

eng verbunden und so gibt es noch heute

einige Gruppen, die sich regelmäßig treffen und bei Kaffee

und Kuchen Erinnerungen austauschen.

Das Interesse an der hauswirtschaftlichen Ausbildung ist

in den letzten Jahren aber immer stärker zurückgegangen,

sodass die Fachschule Gut Hange mit ihrer Ausbildung von

Hauswirtschaftlichen Betriebsleiterinnen und Familienpflegerinnen

im Jahr 2002 endgültig geschlossen wurde.

Sigrid Lünnemann

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Geschichte

65


reportage

Yundenbat kümmert sich um die Schafe aus

der Herde und knuddelt gern mit ihnen.

Foto: djd/World Vision/Delgermaa Surenjav

Ein Schaf bedeutet ein besseres Leben

Sinnvolles Weihnachtsgeschenk verspricht Wolle, Milch und Perspektiven

Die Auswahl des passenden Weihnachtsgeschenks

ist eine kniffelige Angelegenheit. Dabei gibt es

durchaus noch Präsente, die wahres Glück bedeuten

und in doppelter Hinsicht Freude bereiten - wie die

Spende eines Schafs, das wärmende Wolle liefert und das

Leben einer Familie in der Mongolei erheblich verbessert.

Auch Saatgut, Solarlampen oder ein Fahrrad schenken

Familien in Entwicklungsländern Hoffnung. Eines haben

die Ideen im Geschenke-Shop www.das-gute-geschenk.

de vom Kinderhilfswerk World Vision gemeinsam: Sie

werden wirklich gebraucht. Zu Weihnachten freut sich der

Beschenkte über eine schöne Karte oder Urkunde, und

dass in seinem Namen gespendet wurde. Denn zum Fest

möchte man doch vor allem eines: zeigen, dass man an

den anderen denkt.

Mehrwert für die Familie

Geschenke können so viel mehr sein als nette Aufmerksamkeiten,

ein weiteres paar Ohrringe oder Dinge, die

man nicht wirklich braucht. Sie können echte Perspektiven

geben - etwa die Spende für ein Schaf. Klirrend kalte

Winter machen das Leben in der Mongolei besonders

hart. In einigen Regionen kann das Thermometer schon

mal auf minus 45 Grad sinken. Solche extremen Temperaturen

machen nicht nur den Menschen, sondern auch

ihren Tieren zu schaffen. Die Schafe sind gleich mehrfach

von besonderem Wert: Ihre Wolle liefert wärmende Klei-

66 Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage


reportage

dung und ihre Milch ist gehaltvolle Nahrung für die Kinder.

Zudem eignen sich die Lämmchen gut zum Verkauf

und bescheren ein zusätzliches Einkommen.

Perspektive für die Zukunft

So waren auch die Eltern von Yundenbat froh, als sie

von World Vision 20 Lämmchen zur Aufzucht bekamen.

Aus der Schafwolle stellen sie Kleidung her, die sie vor der

klirrenden Kälte im Winter schützt. Die Milch wird getrunken,

aber auch zu Butter, Buttertee und Käse verarbeitet.

"Es war nicht leicht, die Lämmchen großzuziehen", sagt

die Mutter. "Manche wurden von Wölfen gerissen, andere

starben an einer Tierkrankheit." Doch vom gemeinnützigen

Verein bekam die Familie auch die nötigen Medikamente.

Als ältestes von drei Kindern kümmert sich Yundenbat

um die Tiere. "Ich liebe meine Lämmchen und

will so viele wie möglich großziehen", sagt er fröhlich und

drückt ein Schaf ganz fest an sich. "Wenn wir das schaffen,

wird unser Leben immer besser", blickt der Junge vertrauensvoll

in die Zukunft. djd

Foto: djd/World Vision/Delgermaa Surenjav

Die 8-jährige Dulamsuren ist glücklich über die kleine

Schafherde. Seit der Spende geht es der Familie deutlich

besser - durch die Schäfchen gibt es nicht nur Milch

und nahrhaften Buttertee, sondern auch wärmende Kleidung

und kuschelige Decken für die kalten Wintermonate.

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Die gesamte Pflege aus einer Hand:

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Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage

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LEbensart

Genuss ist lebensart

Mit dieser Ausgabe beginnen wir eine Reihe zum Thema „Weingenuss“,

mit allem, was dazu gehört. Also auch mit Wissen, das

sich mit der Indiviualität der einzelnen Weine beschäftigt, mit

den Einmaligkeiten der Anbaugebiete, mit althergebrachten

und modernen Anbaumethoden und Keltereien, mit Geschichten

und Geschichtlichem und so weiter...

Prosecco macht den Anfang, einfach, weil er so schön bizzelt

und fröhlich macht - was im Herbst dieses Jahres gar nicht

bizzelig und fröhlich genug sein kann!

@freepik

Bubbles go Lifestyle

Von Prosecco, Schaumwein, Cava, Cremant, Spumante & Co und von Champagner.

Was sie sind und woher sie kommen. Einige dieser Details erfahren Sie hier, doch

wofür die Bubbles gut sind, erfahren Sie am besten selbst, falls Sie es noch nicht

wissen…

Es gibt sie in den Farben fast klar, hellgolden und rosé.

Sie schäumen beim Eingießen und perlen im schlanken

hohen Glas. Man trinkt sie gut gekühlt, zum Gästewillkommen,

zum Aperitif oder die ganze Festivität über. Und

um besondere Anlässe zu zelebrieren sind sie Le Must. Man

erfreut sich an ihrer prickelnden Fülle und am Leben überhaupt.

Doch selbst, wenn der Weltschmerz mal wieder allzu

sehr quält – die Champagner, Proseccos, Schaumweine und

Sekte, Cavas, Cremants und Spumantes dieser Erde prickeln

ihn gekonnt weg. Bubbles im Glas sind ein Bekenntnis: Zu Lifestyle

und der Freude daran.

GENUSS UND LUXUS

SCHLIESSEN SICH NICHT MEHR AUS

War es früher noch so, dass eher die Festivitäten am Jahresende

prädestiniert waren für das Öffnen einer „guten Flasche

Sekt“ oder eines Champagners, so sind Schaumweine nunmehr

ganzjährig gefragt. Von und für jedermann, denn dass

Genuss sich ausschließlich über Luxus definiert, diese Zeiten

sind vorbei. Ebenso, wie es kein Geheimnis ist, dass man

die Produkte namhafter Schaumweinhersteller (Weingüter)

auch beim Discounter bekommt. Mit anderem Flaschenetikett,

doch durchaus erkennbar als von Sowieso oder denen

da. Natürlich sind die Qualitäten dieser Proseccos, Schaumweine

& Co nicht wie die ihrer edlen Pendants der Spitzenklassen.

Doch genussreich sind sie allemal. Wenn, und das

ist ein sicheres Indiz, wenn die Bubbles nicht in Dosen oder

Tetrapack verpackt sind.

PROSECCO UND CO GEHÖREN IN FLASCHEN

Das ist so, denn alles andere ist garantiert Plörre, versetzt

mit künstlichen Zusatzstoffen und hohem Zuckergehalt. Das

ist eindeutig, doch was unterscheidet die Schaumweinigen

von den Weinen, da sie doch alle aus Weintrauben gemacht

sind? Genau da zeigt sich schon der erste Unterschied und

gut zu erkennen, wenn man bei Prosecco auf den Inhalt

schaut und auf die Methode der Produktion.

VINUM PUCINUM,

PROSECCO UND DIE GLERA-TRAUBE

Zuvor jedoch schnell einen Blick in die Geschichte des Prosecco,

dessen Bezeichnung nur für die italienischen Schaumweine

„Spumante“, die Perlweine „Frizzante“ oder die Stillweine

„Tranquillo“ und „Spento“ angewendet werden darf.

Bis Ende 2009 war „Prosecco“ die Bezeichnung der weißen

Rebsorte Glera, die nur in der Provinz Treviso im Nordosten

Italiens angebaut wurde. Und das bereits während der römischen

Antike, um daraus Vinum Pucinum zu gewinnen. Dessen

bekannteste Konsumentin Livia Drusilla war, die dritte

Gattin des Kaiser Augustus. Sie wurde über 80 Jahre alt und

führte dieses hohe Alter auf den regelmäßigen Genuss ihres

täglichen Pucinum zurück, als „Elexier für ein langes Leben“.

FRIZZANTE

Darüber mag streiten wer will – der Beliebtheitsgrad von

Prosecco ist heute so weit verbreitet, dass die Glera-Traube

nunmehr auch in anderen Provinzen Italiens angebaut wird:

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Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Bubbles go Lifestyle


@pexels

@freepik

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In Belluno, Padova, Venetien, Vincenza, Gorizia, Pordenone,

Triest, Udine und natürlich wie immer schon in Treviso. Die

Lesen müssen in den jeweiligen Regionen ausgebaut werden,

in Tanks zu „Frizzante“ (Perlwein), einem halbschäumenden

Prosecco mit dem Mindestgehalt von 7% Volume

Alkohol. Während hierbei üblicherweise die Kohlensäure in

verschiedenen Verfahren zugesetzt wird, gibt es mittlerweile

auch flaschenvergorene Frizzante. Erkennbar am Kronkorkenverschluss

und einem kräftigeren Geschmack als ihre

Pendants aus dem Tank.

SPUMANTE

Ursprünglich war diese klassische Methode der Herstellung

von „Spumante“ (Schaumwein) vorbehalten. Wobei der aufgrund

des höheren Kohlesäuregehaltes eigentlich gar nicht

Prosecco genannt werden darf. Aber nun. Das muss ja nicht

von dem üblicherweise gehaltvollen spritzigen Kaltgetränk

ablenken, das seine mindestens 11% Vol. Alkohol und seine

zweite Gärung auch im Tank nach der Méthode Charmat erhalten

kann – klassisch aber in der Flasche vergoren wird und

sich auf dem Etikett dann als „Talento“ oder „Metodo Classico“

zu erkennen gibt. Mit den jeweiligen Bezeichnungen für

den zunehmenden Süßegrad: Extra Brut, Brut, Extra dry, Secco

oder Asciutto, Dolce oder Abboccato.

TRANQUILLO UND SPENTO

Bleiben noch Prosecco Tranquillo und Prosecco Spento, wobei

das Stillweine sind und daher lediglich die Glera-Traube

als Gemeinsamkeit mit einem „wirklichen“ Prosecco aufweisen

können. Darüber hinaus gibt es dazu nichts zu sagen, so

dass wir, elegant wie der kühl-spritzige Charakter eines Winzersektes

den Fokus auf die deutschen Schaumweine lenken.

DEUTSCHE SCHAUMWEINE:

„HERGESTELLT IN DEUTSCHLAND“

Um gleich zu Anfang der kleinen Betrachtung auf die schier

unübersichtliche Vielfalt allein der Einordnungen und ihrer

Begrifflichkeiten hinweisen zu müssen. Dabei helfen auch

die Angaben auf den hinteren Etiketten der Flaschen kaum

weiter. Bis auf diese drei: „Hergestellt in Deutschland“ bedeutet,

dass meist aus Südeuropa gelieferte Tafelweine die Basis

für das Getränk bilden, das in deutschen Industrieanlagen

mit Kohlensäure so weit aufgepeppt wird, dass es als „Sekt“

verkauft werden darf.

„DEUTSCHER SEKT“

Eine Klasse höher rangiert der Qualitätsschaumwein. „Deutscher

Sekt“ laut Rückenetikett, hergestellt aus deutschen

Trauben, aus bestimmten Anbaugebieten (b.A.) oder als

Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete (QbA). Vornehmlich

werden Riesling oder Weißburgunder zu deutschem

Sekt ausgebaut, doch auch Cuvées daraus und mit anderen

Sorten entsprechend den benannten Qualitätsvorgaben.

Hierbei wird die Kohlensäure dem noch stillen Wein in den

Gärtanks zugeführt. Später erst filtert man die Hefe heraus.

Das Befüllen der Flaschen mit dem sprudeligen Getränk erfolgt

in Gegendruckanlagen – andernfalls kämen wohl kaum

genügend Sekte in die Verkaufsregale.

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Bubbles go Lifestyle

69


reportage

@pexels

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@freepik

ET CETERA UND G/L

Bleiben wir noch kurz beim Lesen beziehungsweise beim

Verstehen der Angaben a) auf dem vorderen (Brut oder

Trocken, et cetera) und ergänzend dazu auf dem

Rückenetikett, bezugnehmend auf den Zuckerhalt von

Gramm pro Liter (g/L)

Brut nature, naturherb unter 3 g/L

Extra Brut 0-6 g/L

Brut – unter 12 g/L

Extra Trocken 12-17 g/L

Trocken 17-32 g/L

Halbtrocken 32-50 g/L

Mild – über 50 g/L

WINZERSEKTE

Diese Angaben sind ebenso aktuell für Winzersekte, die

wie der französische Crémant, der oben beschriebene italienische

Spumante und der spanische Cava als Pendants zu

Champagner gelten. Winzersekte entstehen als Premiumsekte

komplett aus dem eigenen Traubenbestand des jeweiligen

deutschen Weingutes. Manchmal handverlesen, weiß, rosé

und sogar rot, aus Rebsorten, die man vor Ort dafür geeignet

hält. Der Grundwein basiert auf der möglichst direkten

Pressung und der ersten Gärung im Tank oder im Fass. Der

nächste Schritt allerdings wird genau wie bei der Herstellung

von Champagner nach der „Méthode traditionnelle“ vollzogen

– indem die zweite Gärung in der Flasche geschieht.

DER TYPISCHE GESCHMACK

Wenn sie beendet ist, kommt des Kellermeisters

große Stunde, da er mit der Zugabe einer Mischung aus

Wein, Zucker und Hefe die später typischen Geschmackskomponenten

kreieren wird. Dass diese Melange nach einer

streng geheimen Rezeptur zusammengestellt ist und das

jeweilige Wein- oder Sektgut nie und niemals verlassen wird,

versteht sich von selbst.

DIE NÄCHSTE RUHEPHASE

Danach werden die Flaschen für mindestens neun

Monate verkorkt. In dieser Periode setzt der Zucker sich

durch die Hefen in Alkohol und Kohlensäure um. Das ist

die Mindestlagerzeit, bevor der Hefepropfen durch das so

genannte Abrütteln entfernt und weitere Schritte bis zum

endgültigen Verkorken der dickwandigen Flaschen mit ihren

kostbaren Inhalten geführt haben.

GUTES BRAUCHT ZEIT, UM GUT ZU WERDEN

Wobei die Winzersekte mit jedem Zeitraum (oft viele

Jahre), den sie länger auf der Hefe liegen, umso edler,

feinperliger und geschmacklich vollendeter werden. Auch

diese hohe Klasse von feiner Perlage (Mousseux) und elegantem

Charakter haben sie mit ihren französischen, spanischen und

italienischen Cremants, Cavas und Spumante gemein.

DER KLEINE UNTERSCHIED

Und mit dem Champagner, auch wenn das für viele

70 Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Bubbles go Lifestyle


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Reportage

reportage

Genießer eine Überraschung ist, da „Le Champagne“ seit fast 100 Jahren schon als

das Non-plus-ultra der perligen Weingenüsse bezeichnet wird und weltweit als das

festlichste aller Getränke gilt. Dabei unterscheiden die strengen Vorgaben zu seiner

Herstellung sich nicht generell von denen des Cava beispielsweise. Bei denen entgegen

einer Winzersektproduktion oder der von Spumante die Lesung der Trauben

von Hand vorgeschrieben ist, wie auch ein Maximalzuckergehalt und die obligatorische

Geschmacksprüfung.

CHAMPAGNER NUR AUS DER HISTORISCHEN PROVINZ CHAMPAGNE

In der Champagnerproduktion wird insofern noch weiter gegangen, als dass die

Anbauvorschriften eine bestimmte Pflanzendichte benennen und eine Ertragsbeschränkung

vorschreiben. Zudem beträgt die Mindestlagerzeit auf der Hefe 15

Monate. Der größte Unterschied ist jedoch die markengeschützte Bezeichnung

Champagner, denn ein Schaumwein darf nur so heißen, wenn er aus der französischen

Region Champagne stammt. Etwa 100 Kilometer nördlichöstlich von Paris,

eine akribisch definierte Landschaft von etwa 35.000 Hektar Rebfläche. Genau nach

Vorschrift in exakten Abständen bepflanzt. Traditionell mit Chardonnay, Pinot Noir

und Pinot Meunier.

So werden Legenden gepflegt. Wenngleich dadurch die anderen Schaumweine

dieser Welt nichts von ihrem Nimbus einbüßen. Klasse ist schließlich reich an

Facetten, man muss nur um ihre Qualitäten wissen.

Nachtrag: In Luxemburg heißen Schaumweine aus der Flaschengärung

„Vin Mousseux“ oder eben auch „Crémant,“ in Österreich „Hauersekt“ und in

englischsprachigen Ländern „Sparkling Wine“ oder „Bubblies“. „Schampanskoje“

hießen alle Schaumweine in der ehemaligen Sowjetunion und das ist auch im

heutigen Russland noch so. Obschon russische oder ukrainische Sekte offiziell als

„Igistroje Wino“ gehandelt werden, als Schaumweine.

Die Geschichte vom „Mythos Champagner“ erzählen wir zur Weihnachtszeit –

standesgemäß.

ULLA SCHMITZ

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SAbrina Fangmann

im Bett lag und ihnen vorlas, sagte

ich mir: „Das kannst du auch, solche

Geschichten erzählen und schreiben!“

Ich fing an eine kurze Geschichte zu

schreiben. Und merkte bald, dass ich

irgendwie nicht aufhören konnte,

gesunden Blödsinn für Groß, vor allem

aber für die Kleinen zu schreiben. 2013

dann konnte ich mein erstes Buch in

einem Verlag veröffentlichen und mich

von da an offiziell „Kinderbuchautorin“

nennen.

Kurz vorgestellt, „Das bin ich!“

Hallo und Moin Moin ihr Lieben,

In meiner Freizeit treffe ich mich

gerne mit Freunden, bin aber ebenso

gerne mit meinem Rodeo Pferdchen

und den Kids in der Natur unterwegs.

Und zwischendurch, wenn mal

niemand etwas von mir möchte und

es gerade passt, dann schnappe

ich mir meine andere Freundin, die

Gitarre und komponiere vielleicht mal

ein Lied, denn normal und gewöhnlich,

das ist nichts für mich.

ich bin Sabrina Fangmann aus

Friesoythe. Und genau da bin ich auch

von meiner lieben Mutter mit meiner

Zwillingsschwester zusammen Anfang

der 80-iger Jahre einfach in die Welt

gesetzt worden.

In Friesoythe, Ortsteil Hohefeld, haben

wir einen idyllischen Bauernhof,

wo ich mit meinen drei Schwestern

aufgewachsen bin und eine sehr

schöne Kindheit hatte. Nach ein paar

Jahren war ich dann die von meinen

Schwestern, die den größten Dickkopf

hatte und den Hof meiner Eltern übernahm.

Somit habe ich mir, obwohl ich

wirklich nicht die begeistertste

Schülerin gewesen bin, mit der Zeit

den Berufstitel „Betriebswirtin der Agrarwirtschaft“

erarbeiten können.Darum

darf ich nun gemeinsam mit drei

zauberhaften Kindern im Alter von 10,

13 und 16 Jahren und meinen Eltern

den Hof leiten.

Wie kam ich eigentlich zum Schreiben?

Es begann um das Jahr 2008,

als ich meinen Banausen etwas aus

meiner Kindheit vorlesen und dazu

ein paar Bücher von Astrid Lindgren

hervorholte. Während ich dann neben

meinen damals noch kleinen Kindern

Solltet ihr also mal jemanden

treffen, der so aussieht wie die Person

auf dem Foto, ein bisschen verrückt

ist, fast immer eine Tasse Tee mit sich

rumschleppt und im besten Falle auch

noch ein wenig Blödsinn erzählt, dann,

ja dann habt ihr mich gefunden.

Und weil ich so gute dumme Ideen

habe, vor allem wenn es ums Schreiben

geht, bin ich ab dieser Ausgabe

der Stadtmagazine öfter mal mit einer

witzigen Geschichte für euch zu

finden!

Mit lieben Grüßen eure

Sabrina Fangmann

Heute geht´s um Frederik!

Ja, der Frederik, das ist ein

Schwein. Ein lebendes Schokoladen-Schwein,

aber auf keinen

Fall ein Meerschwein, denn Wasser

lässt sich nicht zu seinen liebsten

Aufenthaltsorten zählen.

Frederik ist einer unserer Hofbewohner

und zwar einer derjenigen, die auf

gar keinen Fall in den Kochtopf kommen.

Trotzdem, obwohl er Haus- und-

Hof-Schwein ist, darf er nicht ins Haus!

Dafür macht er nämlich eindeutig zu

viele Schweinehaufen. Frederik habe

ich als Ferkelchen in der Hoch-Corona-Zeit,

in der alles geschlossen war

und niemand irgendwen besuchen

durfte, abholen dürfen. Ganz alleine

bin ich mit offenem Fenster und AC-

DC Musik in meinem Pick Up durch

den Tierpark Thüle gefahren. Natürlich

alles mit Erlaubnis von Pfleger Cars-

ten. Sowas mal machen zu dürfen war

wirklich witzig und außergewöhnlich,

gleichzeitig war es aber auch ziemlich

traurig einen so gepflegten Tierpark zu

sehen, mit so vielen tollen Tieren, den

zu der Zeit niemand besuchen durfte.

Als Tierpfleger Carsten es geschafft

hatte, das sportliche kleine Kerlchen

der Kune-Kune Rasse in eine Transportbox

zu „verpacken“, wurde es

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Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage


reportage

gemütlich in sein neues Zuhause gefahren.

Am Anfang war Frederik noch

sehr scheu und brauchte erst mal eine

Weile, um mit unserer Welt bekannt zu

werden, also auch mit uns zweibeinigen

Wesen. Denn dass wir nicht böse

sind, das hatten ihm seine Eltern offenbar

nicht berichtet.

Also bekam er im Stall, wo auch die

Pferdeboxen und zugleich immer viel

Leben ist, ein eigenes kleines Haus.

Und weil dort reger Durchgangsverkehr

herrscht, guckte jeder freundlich

und fröhlich bei ihm vorbei.

Also dauerte es auch nicht lange, bis

Frederik sich an das Gewusel gewöhnt

und fortan wurde jeder begrüßt, der

bei ihm vorbei ging. Schließlich bestand

von Anfang an die Möglichkeit,

dass jemand was zum Fressen in der

Tasche hatte. Am liebsten Schokolade

für´s Schweinchen, Käse aber war

auch nicht schlecht. So wurde Frederik

schnell zahm und mittlerweile ist er für

Mensch und Tier ein quiek-vergnügter

Mitbewohner, der mit der Zeit auch

noch tüchtig wuchs und deshalb umziehen

musste. Und zwar in das in das

große Gehege unserer Kaninchen und

siehe da, man verstand sich sofort gut.

Zumal die Rangordnung beim Einzug

auch schnell geklärt war, denn Frederik

frisst zuerst, dann die anderen.

Draußen laufen darf er auch, aber

nur wenn einer von uns da ist, um auf

ihn achtzugeben. Um ihn vom Abhauen

abzubringen, spielt Schokolade

eine entscheidende Rolle. Denn für

Schokolade würde er alles tun. Mittlerweile

macht er freudig Sitz und vielleicht

auch mal Platz. Aber da er so ein

Leckermäulchen ist, ist er nun mal auch

ein wenig pummelig. Deshalb bin ich

mir nicht ganz so sicher, ob nicht die

Gefahr des Umkippens besteht, wenn

man ihm das Pfötchen geben beibringen

würde. Darum wird das erst gar

nicht getestet!

Das ist unser Frederik, der es immer

schafft, jeden zum Lachen zu kriegen.

Einschließlich der Späßchen um seine

beeindruckende Leibesfülle – doch

haben wir ihn so lieb, dass er sich

keine Komplexe deshalb zulegen muss.

Auch nicht, nachdem wir ihn auf Diät

gesetzt hatten, die Durchführung aber

an seinen jammervollen „Quiek-Tiraden“

schon nach wenigen Tagen abgeblasen

war. Wir lassen unser Haus- und

Hofschweinchen doch nicht hungern,

wenn schon eine Handvoll Futter für

Ruhe sorgte und wir uns wieder unterhalten

konnten.

Ihr seht, mit Frederik ist immer

Programm, auch, als ich eines Tages

vergessen hatte, ihn in seine Kaninchen-WG

zu lassen, während ich kurz

wegmusste, allerdings schnell wieder

zurück war. Kaum, dass meine Tochter

und ich wieder auf den Hof kamen, sahen

wir unser Schokoladen-Schweinchen

in Richtung unserer Nachbarn

wandern. Wir sprangen aus dem Auto

und riefen: „Frederik!“. Der stoppte sofort,

spitzte seine schlabbrigen Ohren,

drehte sich um und sah uns an, als

wenn er den Himmel auf Erden gefunden

hatte. Denn er hatte überhaupt

nicht ausbüxen wollen, sondern es tatsächlich

geschafft, sich kurz zu verlaufen.

Kaum aber, dass er wieder wusste,

wohin er gehört, drehte er sich um und

kam in einem mächtigen Schweinsgalopp

mit rauf-und-runter-hopsenden

Ohren auf uns zu.

Seitdem ist er noch selbstbewusster

und galoppiert öfter mal ganz schnell

umher. Und wir lernen daraus, dass

auch pummelige Schweinchen rennen

können. In diesem Sinne wünsche ich

euch bis zur nächsten Ausgabe eine

schöne Zeit! Solltet ihr noch Lust und

Interesse haben, könnt ihr mich gerne

auf meiner Internetseite oder bei

Facebook und Instagram besuchen.

Mit lieben Grüßen eure

Sabrina Fangmann

• Unfallinstandsetzung

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage

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reportage

Foto: djd/PEFC

Wie die Axt im Walde? Nein! Wer sein Kaminholz selbst aus dem Wald beziehen möchte, muss einige wichtige Dinge beachten.

Brennholz direkt im Wald besorgen

Fünf Tipps, wie die private Holzernte im Wald naturverträglich und sicher geschieht

Holzöfen sorgen im Winter nicht nur für wohlige Wärme und

ein Gefühl der Geborgenheit. Sie helfen auch dem Klima,

denn sie kommen ohne fossile Brennstoffe aus. Mit regenerativem

Holz als Brennstoff lassen sich gegenüber Gas und

Öl außerdem Spareffekte erzielen. Besonders günstig wird

es, wenn man sich das Brennholz direkt im Wald besorgt.

Wer sein Kaminholz direkt aus dem Wald beziehen möchte,

kann es entweder vorsortiert mitnehmen - oder selbst Hand

anlegen.

2. Schutzkleidung bei der Holzernte anlegen

Besonders wichtig bei der Holzernte ist die Schutzkleidung.

Sie setzt sich zusammen aus schnittfesten Stiefeln, einer

Schnittschutzhose, Arbeitshandschuhen sowie einem Helm

mit Gehör- und Gesichtsschutz.

Fünf Hinweise für die private Holzernte

Damit die private Holzernte naturverträglich und sicher geschieht,

hat die Waldschutzorganisation PEFC fünf wichtige

Hinweise zusammengestellt. Verbraucher kennen das

PEFC-Logo von vielen Holz- und Papierprodukten. Es besagt,

dass der Rohstoff aus nachhaltig bewirtschafteten und gepflegten

Wäldern stammt.

1. Erst "bestellen", dann zerkleinern

Auch wenn es bereits in runder Form am Wegesrand lagert,

muss man „sein“ Holz erst beim Forstamt oder beim Forstbetrieb

kaufen und einen Abfuhrschein mit sich führen, um

es anschließend zerkleinern zu dürfen. Alternativ kann man

mit einem sogenannten „Flächenlos“ das Recht erwerben,

einem bestimmten Waldstück markierte Baumstämme zu

entnehmen.

Zu Hause sollte man das Holz in einem luftigen Unterstand vor

Bodenfeuchte und Regen schützen.

76 Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage


3. Motorsägenkurs absolvieren und Biokraftstoffe für die

Motorsäge verwenden

Den sicherheitsbewussten Umgang mit einer Kettensäge,

deren Wartung und Pflege sowie wichtige Arbeitstechniken

lernt man in Motorsägenkursen. Vor dem Arbeiten in

PEFC-Wäldern, die zwei Drittel der deutschen Waldfläche

ausmachen, muss die Teilnahme an einem solchen Kurs urkundlich

belegt sein. Für die Motorsäge dürfen nach den

PEFC-Standards nur biologisch schnell abbaubare Motoröle

und benzolfreie Sonderkraftstoffe benutzt werden. Damit

sollen sowohl der Boden als auch die Gesundheit des privaten

Brennholzmachers geschützt werden.

4. Das Holz sicher aus dem Wald schaffen

Das kleingesägte und mit der Axt gespaltene Holz muss sicher

aus dem Wald abtransportiert werden. Hierfür eignet

sich am besten ein Anhänger, in dem die Ladung beim Transport

ausreichend gesichert wird.

5. Das Holz richtig lagern und gut getrocknet nutzen

Als sogenannter Holzpolter lagert das Brennholz zunächst

gesammelt und sortiert im Wald. Zu Hause sollte man es

dann in einem luftigen Unterstand vor Bodenfeuchte und

Regen schützen. Nadelholz kann nach rund einem Jahr genutzt

werden, Holz von Laubbäumen benötigt etwa zwei

Jahre zum Trocknen. djd

Auch wenn das Holz bereits am Wegesrand lagert, muss man

es erst beim Forstamt oder beim Forstbetrieb kaufen und einen

Abfuhrschein mit sich führen, um es anschließend zerkleinern

zu dürfen.


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Die Wellness-Oase im eigenen

Garten ist schnell zu haben

Unternehmen aus Grönheim vermietet und verkauft Saunen und Hot-Tubs

Als Anna und Alexander Eberhardt 2014 ihr Eigenheim in

Grönheim gekauft hatten, fiel ihr Blick immer wieder auf das

kleine Wirtschaftsgebäude neben dem Wohnhaus. Saunagänge

in der kalten Jahreszeit waren für sie schon seit einiger

Zeit ihr Hobby gewesen und so suchten sie in Molbergen

und Umgebung lange nach einer Saunavermietung, fanden

aber nichts Passendes. Bei den Sanierungsarbeiten für die

eigenen vier Wände fiel dann er Entschluss, das Nebengebäude

zu einer privaten Wellness-Oase umzubauen. Und

weil Alexander Eberhardt noch nie Angst vor Herausforderungen

hatte, absolvierte er dabei auch gleich die Prüfung

zum Saunameister. „Damit konnte ich Freunden und Gästen

mit Rat und Tat fachkundig zur Seite stehen“, berichtet der

Familienvater.

Schon nach kurzer Zeit war das Gelände an der Hunteburg

Straße kaum wiederzuerkennen. Geschickt wurde die neue

Wellness-Oase in die Gartenplanung eingebunden und es

entstand auf über 60 Quadratmetern eine private Saunalandschaft,

die von den Mietern komplett allein genutzt

werden kann. „Hygiene und Diskretion sind unsere obersten

Gebote,“ beschreiben Anna und Alexander Eberhardt

die Philosophie ihres Unternehmens. Mittlerweile wird die

Wellness-Oase täglich gebucht und die Kunden kommen aus

ganz Norddeutschland.

Sauna und Badefass als Attraktion

auf privaten Feiern

Aus dieser Tätigkeit heraus haben sich seit 2016 der Verkauf

und die Vermietung von Saunen und beheizbaren Badefässern

(Hot Tubs) entwickelt. Dabei werden die Saunen als Mietobjekte

auf PKW-Anhängern zum Kunden gefahren und dienen dort

nicht selten als Attraktionen bei Geburtstagsfeiern oder Junggesellenabschieden

und ähnlichen Veranstaltungen.

Auch die Badefässer werden auf dem Anhänger geliefert

und auf dem Rasen oder der Terrasse gleich aufgebaut. Sowohl

die Sauna als auch das Hot-Tub sind mit dem dazu gehörenden

Holzofen in kürzester Zeit beheizbar. Wer möchte

kann auch „Zubehör“ wie Birkenzweige, Duschen und anderes

dazu bestellen.

Schon häufig haben sich Mieter zum Kauf der Objekte entschieden,

also haben Anna und Alexander Eberhardt auch

den Vertrieb dieser Wellness-Artikel übernommen. Die Angebote

sind unter www.relax-hottubs.de einzusehen.

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reportage

Foto: djd/FriedWald

Immer mehr Menschen können sich vorstellen, im Wald ihre letzte Ruhestätte zu finden – das besagen aktuelle Umfrageergebnisse.

Immer mehr gewünscht: die letzte Ruhe in der Natur

Studie zeigt Trend zur Beisetzung im Bestattungswald

Die Deutschen können sich zunehmend vorstellen, ihre

letzte Ruhe in einem Bestattungswald anstatt auf einem

Friedhof zu finden. Menschen im Alter ab 40 Jahren machen

sich zumindest gelegentlich Gedanken über den eigenen

Tod – je älter sie werden, desto häufiger. So lauten Ergebnisse

einer aktuellen Online-Studie des Bestattungsunternehmens

FriedWald, an der 3.000 Menschen aus ganz Deutschland

im Alter von 40 bis 81 Jahren teilnahmen.

Feuerbestattung bevorzugt

Die Frage nach Sarg oder Urne ergab eindeutig, dass die

Feuerbestattung bevorzugt wird. Eine Beisetzung im Wald

wünschen sich immer mehr Menschen, sie rückt auf Platz

zwei bei den bevorzugten Bestattungsarten. Knapp davor

liegt die Urnenbeisetzung auf einem traditionellen Friedhof.

Wer einmal an einer Zeremonie in einem Bestattungswald

teilgenommen hat (7 Prozent der Befragten), für den kommt

ein solcher Ort viel stärker als letzte Ruhestätte in Betracht

(69 Prozent). Denn Menschen, die bereits Gäste einer Trauerfeier

unter rauschenden Baumwipfeln waren, haben die

tröstliche Wirkung des Waldes erlebt. Hier kann die Beisetzung

sehr individuell und persönlich gestaltet werden.

Förster führen durch Bestattungswälder

Wer möchte, dass seine Asche am Fuße eines Baumes

beigesetzt wird, der kann sich bereits zu Lebzeiten den

passenden Baum selbst aussuchen. Geschulte Förster bieten

kostenlose Führungen durch Bestattungswälder an,

bei denen sie auch den Ablauf einer Beisetzung erläutern.

Viele weitere Informationen dazu und die Möglichkeit,

Termine zu vereinbaren, finden sich unter www.friedwald.

de. Wenn man gemeinsam mit seinen Lieben durch einen

Bestattungswald geht, findet sich vielleicht sogar ein Ort,

den alle gemeinsam als Familie oder Freundeskreis nutzen

möchten. Ein Baum kann nicht nur einer Einzelperson,

sondern auch einem Paar, einer ganzen Familie oder einem

Freundeskreis als Ruhestätte dienen. Wenn alle gemeinsam

diesen Baum auswählen, bauen sie schon zu Lebzeiten eine

positive Bindung zu dem Wald auf, der später einmal der

Trauer Raum geben wird. djd

80 Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage


reportage

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu | Reportage

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IMPRESSUM

Herausgeber:

Herausgeber:

SEC GmbH – Hasan Mutlu, Geschäftsführer

Rathausweg 10

49661 Cloppenburg

Redaktion/Gestaltung/Realisierung:

Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu

Redaktion: Ulla Schmitz (V.i.S.P.)

E-Mail: redaktion@das-stadtmagazin.com

Anzeigen:

E-Mail: media@das-stadtmagazin.com

Grafik:

Daniela Wilke, E-Mail: d.wilke@das-stadtmagazin.com

Druck:

Printall AS, Tala 4, Tallinn, Estland 11415

Fotonachweise, wenn nicht anders ausgezeichnet:

Gospelchor St. Andreas Cloppenburg: Wilfried Bockhorst und Ulli Haase, Sigrid

Lünnemann, Karin Niemöller, Beate Deeken, Klaus Deux, Archiv Stadtgeschichte,

Cloppenburg, Privatarchiv Elisabeth Lünnemann, Archiv Jürgen

Plümper, Lindern, Vera Wirth, Lydia Baitinger, Hof Schweers/ Stadtarchiv/

Stadtverwaltung Cloppenburg, Archiv Soestebad, Klaus Deux, Gospelchor

St. Andreas, Archiv Marketing Deutsche Weinstraße, Archiv Familie Hochdörffer,

Ulla Schmitz, Verbund Oldenburger Münsterland, Archiv Quadro,

Sabrina Fangmann, Steve Buissinne from Pixabay, Hans from Pixabay

Literaturnachweise

Archiv Stadtgeschichte, Cloppenburg, Heinrich Bockhorst, Krammetsvogelfang,

Ein beliebter Cloppenburger Sport zur Jahrhundertwende, in: Heimatblatt

1954, Nr. 29, S. 10f., Walter Denis, Aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde

in Cloppenburg, Blaue Reihe. Herausgegeben vom Heimatbund für

das Oldenburger Münsterland 2003., Geschichte: Moses Frank, www.prezi.

com., Ingrid Kruse, Hubert Kreke, Drosseln landen zu Hunderten im Topf, in:

Münsterländische Tageszeitung, 03.01.2019., Heinz Strickmann, Hans Hochgartz,

Rund um den hoogen Karktaorn, Geschichten Skizzen Bilder und Dokumente

aus Cloppenburg, Bd.1, Cloppenburg 1984., Werner Teuber, Jüdische

Familien in Cloppenburg um 1935, in: Anna Maria Zumholz, Michael

Hirschfeld, Klaus Deux (Hg.), Biografien und Bilder aus 575 Jahren Cloppenburger

Stadtgeschichte, Münster 2010., Bernhard Varnhorn, Der Krammetsvogelfang,

in: Jahrbuch für das Oldenburger Münsterland, 1975, S. 167-172.,

Faltblatt Stolpersteine in Cloppenburg- Stolpern mit dem Kopf und dem

Herzen, hrsg. v. Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit im Oldenburger

Münsterland.

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