Die Leopold Breinbauer Orgel der Kath. Pfarrkirche ... - Walcker-Mayer

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Die Leopold Breinbauer Orgel der Kath. Pfarrkirche ... - Walcker-Mayer

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Leopold Breinbauer Orgel

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A-3921 Langschllag

A- -22335533 GUNTTRAMSDORFF

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Die Leopold Breinbauer Orgel

der Kath. Pfarrkirche in 3921 Langschlag

Inhaltsverzeichnis

Orgeldisposition und Beschreibung .......... 03-04

Kostenvoranschlag Breinbauer

vom 20.12.1893 (aus dem Landesarchiv Linz)

Brief vom Hr. Pfarrer Eckl

vom 31.01.1894 (aus dem Landesarchiv Linz)

Seite 2

.......... 05-07

.......... 08

Generalsanierung .......... 09-15

Abbau der Orgel, Reinigung der Orgelteile .......... 09

Pfeifenwerk, Intonation und Stimmung .......... 09

Neue Prospektpfeifen .......... 10

Windladen .......... 11

Wind.-und Balganlage, Orgelventilator .......... 12

Spiel.-und Registertraktur .......... 12

Spieltisch .......... 13

Gehäuse .......... 14

Wiederaufbau, Intonation und Stimmung .......... 15

Kollaudierung .......... 15

Mitarbeiter und Danksagung .......... 16

Die renovierte Orgel

(Pfarrprovisor Martin Römer)

Königin und Dienerin

(Organist Franz Steininger)

2.Auflage März 2003

Orgelbauwerkstätte

M. Walcker-Mayer

A-2353 Guntramsdorf

Am Tabor 6

Tel. +43 (0) 2236 5225319

Für den Inhalt verantwortlich:

Michael Walcker-Mayer

Gestaltung und Grafik:

Michael Walcker-Mayer

Foto:

Michael Walcker-Mayer

Franz Steininger, Langschlag

Deckblatt:

Titel.- und Rückseite : Orgelgehäuse

Copyright © 2003

.......... 17

.......... 18-19


Die Leopold Breinbauer Orgel der Kath. Pfarrkirche in 3921 Langschlag

Orgel-Disposition und Beschreibung

(vom 15.06.2000)

Manual, 54 Töne, C – f 3

01. Principal 8' C - Gs Holz, A - c² Zinkblech, ab cs² Zinn, alle offen

02. Bourdun 8' C – h¹ Holz gedeckt, ab c² Zinn gedeckt

03. Flöte (Konzertflöte) 8' ab c°, Holz offen (urspr. C-H Auszug aus Bourdon 8)

04. Gamba 8' C – Gs Holz, Rest Zinn, alle offen

05. Dolce 8' C – H Holz gedeckt, ab c° Zinn offen

06. Octave 4' Zinn

07. Flöte 4' C - H Holz, ab c° Zinn, alle offen

08. Quinte 2 ⅔' Zinn

09. Sup. Octave 2' Zinn

10. Mixtur 1 1/3' 4fach, Zinn

Pedal, 27 Töne, C – d¹

11. Subbass 16' Holz gedeckt

12. Octavbass 8' Holz offen

Prospektfelder : Gehäuse mit 4 Pfeifenfeldern

9 – 5 – 5 – 9 = 28 Prospektpfeifen

Windladensystem : Kegellade

Spieltraktur : mechanisch

Registratur : mechanisch

Spieltisch : freistehend, mit Blickrichtung zum Altar

Koppel : Manual an Pedal

Kombinationen : Forte, Mezzoforte – einschaltbar über Tritte

Windanlage : Doppelfaltenbalg mit Schöpfer als Hauptbalg im Turm,

einfacher Faltenbalg als Stoßbalg im Untergehäuse,

Orgelventilator Type Schörpf 380 Volt, 140 U/Min im Turm

Winddruck : 65 mm WS

Tonhöhe : 439 Hz / 14,1°C 65 ° Luftfeuchte, am 05.09.2001 gemessen

870 Hz / 18,0°C lt. Vertrag vom 20.12.1893

Erbaut von : Leopold Breinbauer, Ottensheim bei Linz im Jahre 1893

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Die Leopold Breinbauer Orgel der Kath. Pfarrkirche in 3921 Langschlag

Eigener Bericht

Bei der Überprüfung der Orgel am 12.04.2000 durch unseren Mitarbeiter Herrn

Orgelbaumeister Helmut Walcker-Mayer wurde festgestellt, dass eine Generalsanierung der

Orgel erforderlich ist.

Die Orgel war verschmutzt (die letzte Reinigung wurde um 1980 vorgenommen), wodurch

auch die Intonation und Stimmung litt. Die Pfeifen sprachen teilweise schlecht an.

Das Pfeifenwerk, insbesonders die Metallpfeifen, wurden durch unsachgemäßes Stimmen

beschädigt. Die Prospektpfeifen sind nicht mehr original und durch Zinkpfeifen ersetzt

worden. Bei einigen Holzpfeifen wurden Trockenrisse festgestellt.

Die Belederung der Kegelventile in den Laden war hart, wodurch die Trakturgeräusche sehr

laut waren. Auch die Filze unter den Windladen waren ausgespielt und dichteten nicht mehr

ab. Die Wellenlager unterhalb der Windladen waren in Ordnung.

Beim Öffnen des Balgverschlages im Turmraum wurde festgestellt, dass die Belederung am

Doppelfaltenbalg, besonders an den Zwickeln undicht und gebrochen war und es dadurch zu

Windverlust kam. Ebenso stellte sich der Zustand der Belederung des Stoßbalges innerhalb

der Orgel dar. Das Orgelgebläse wurde, wie vom Herrn Pfarrer bestätigt, schon öfters

umgebaut. Es lief sehr laut und unruhig.

Die Spieltraktur war sehr geräuschvoll. Wie bereits erwähnt, lag dies an dem harten Leder der

Kegelventile. Aber auch einzelne Lagerungen waren ausgespielt. Auch die Traktur war

verreguliert. Die Spielbarkeit für den Organisten war etwas eingeengt, sodass der Spieltisch

um 20 cm nach vorne versetzt wurde.

Die Betätigung der Registerzüge war auch sehr geräuschvoll. Das Leder an den

Registerventilen war hart und undicht. Die Lagerungen an den Winkeln hatten zuviel Spiel.

Die Tasten der Manualklaviatur hatten seitliches Spiel. An der Pedalklaviatur hatten die

Tasten ebefalls zuviel Spiel. Die Anschlagfilze waren hart. An- und Abschlaggeräusche waren

bei der Betätigung der Tasten hörbar. Die Tastenbeläge waren abgetreten.

Am Klaviaturbrett war die Furnier beschädigt. Der Kasten mit dem Motorschalter und die

Verkabelung wurden entfernt.

An der Frontseite des Orgelgehäuses wurden Trockenrisse festgestellt. Die Verzierspitzen

waren in Kartons gelagert. An etlichen davon fehlte das Zierwerk. Die Oberfläche war matt

und glanzlos.

An den Windladen sowie an den Holzpfeifen wurde kein Holzwurmbefall festgestellt.

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Die Leopold Breinbauer Orgel der Kath. Pfarrkirche in 3921 Langschlag

Kostenvoranschlag Breinbauer

(Ottensheim 20.12.1893)

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Die Leopold Breinbauer Orgel der Kath. Pfarrkirche in 3921 Langschlag

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Brief von Hr. Pfarrer Eckl

(Langschlag 31.01.1894)

Seite 8


Die Leopold Breinbauer Orgel der Kath. Pfarrkirche in 3921 Langschlag

Abbau der Orgel

Die Generalsanierung

Beim Abbau der Orgel am 05. und 06. September 2001 wurden keine weiteren

Veränderungen gegenüber der vorstehenden Beschreibung festgestellt. Sämtliche Teile

wurden beschriftet. Der Winddruck wurde abgenommen und die Tonhöhe gemessen.

Durch Mithilfe von engagierten Gemeindemitgliedern konnten die schweren Teile über die

Empore gehoben werden. Danach wurden die Teile verpackt und bis auf die Holzpfeifen, den

Doppelfaltenbalg und Gehäuseteile in die Werkstätte nach Guntramsdorf transportiert.

Reinigung der Orgelteile

Anschließend an den Abbau wurden die Teile, welche in der Kirche belassen worden

waren, gereinigt. Alle übrigen Teile wurden im Zuge der Sanierung in der Werkstätte geputzt

und die Metallpfeifen gewaschen.

Pfeifenwerk

Der Winddruck und die Tonhöhe, welche

beim Abbau gemessen wurden, blieben

unverändert.

Die verbeulten Metallpfeifen wurden

ausrundiert, alle Lötnähte überprüft, geplatzte

Stellen nachgelötet, gerissene Kerne,

Kernspalten und Aufschnitte wurden korrigiert.

Die Deckel der gedeckten Pfeifen wurden

aufgepasst und neu beledert, die

Stimmvorrichtungen in Ordnung gebracht.

Bei den Holzpfeifen wurden vor Ort offene

Fugen verleimt und abgedichtet, der feste Sitz

der Vorschläge wurde überprüft und gerichtet.

Gerissene Kerne, Labien und Aufschnitte

wurden dabei saniert. Alle Stöpsel wurden

neu beledert, eingepasst und abgedichtet. Bei

den offenen Pfeifen wurden fehlende

Stimmplatten ergänzt.

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Renoviertes Pfeifenwerk


Prospektpfeifen

Die Leopold Breinbauer Orgel der Kath. Pfarrkirche in 3921 Langschlag

Die Prospektpfeifen wurden lt. Absprache mit dem Bundesdenkmalamt Wien, Hr. Ing.

Walther Brauneis, sowie dem Orgelreferat der Diözese St. Pölten, Hr. Mag. Franz Reithner in

Bauart, Mensur und Material neu angefertigt.

Die Mensuren wurden den vorhandenen orginalen Prospektrastern entnommen.

Nachforschungen im Landesarchiv Linz ergaben, dass die Füße in einer Linie waren. Die

Legierung wurde aufgrund der bestehenden Ladenpfeifen erfasst.

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Windladen

Die Leopold Breinbauer Orgel der Kath. Pfarrkirche in 3921 Langschlag

Die Windladen wurden saniert wie im Kostenvoranschlag vom 15.06.2000 beschrieben.

Die Pfeifenstöcke wurden abgebaut,

ausgeblasen und gereinigt. Stockverfräsungen

wurden teilweise mit Planatolleim

ausgegossen. Die Registerkanzellen wurden

auf Risse untersucht und mit Hartholzdübel

sowie Furnieren ausgespundet. Die

vorhandenen 582 Kegeln wurden demontiert,

das hart gewordene Leder abgeschabt und mit

Knochenleim neue dickere Lederscheiben

geleimt. Die Würtel und Filzscheiben wurden

erneuert. Schadhafte Holzscherchen wurden

nach den Vorbildern erneuert und montiert.

Der Auszug bzw. Transmission zwischen Bourdon 8‘ und Flöte 8‘ C-H wurde nicht mehr

aktiviert bzw. repariert, da gerade in diesem Damm ein großer Riss war und die Bohrungen

schon ursprünglich zu klein vorgenommen wurden und deshalb eine Stimmung dieser Pfeifen

unmöglich erschien.

Die bestehenden Vliesdichtungen zwischen Pfeifenstöcken und Kanzellenrahmen wurden

durch Lederstreifen erneuert. Zuvor jedoch wurden die Registerkanzellen mit speziellem,

elastischem blauem Papier zugeklebt. Entlastungsventile wurden an den Seiten der Register-

kanzelle eingebaut. Da aber gerade an diesen Stellen die Gehäusewände dicht anstanden,

wurden auch Sacklochbohrungen an Windlade sowie Gehäuseseite angebracht.

Nachdem alle Teile zusammengebaut waren, wurde mehrmals unter Wind die Windlade auf

Funktion und Dichtung getestet.

Die Rasterbretter, Stützen und Bänkchen sowie alle anderen Haltevorrichtungen für das

Pfeifenwerk wurden nachgearbeitet und ergänzt.

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Die Leopold Breinbauer Orgel der Kath. Pfarrkirche in 3921 Langschlag

Wind und Balganlage, Orgelventilator

Der Doppelfaltenbalg mit Schöpferbalg wurden in der Kirche im Juli 2002 neu beledert. Der

Stoßbalg wurde in der Werkstatt überarbeitet. Ebenso das Leder an allen Balgventilen wurde

erneuert. Die Balgkästen wurde ausgespundet und abgedichtet.

Spieltraktur

Registertraktur

Seite 12

Das Rollventil wurde ebenfalls saniert und

alle Lederteile daran erneuert. Die

Windkanäle wurden sorgfältig abgedichtet

und beledert.

Ein neues Orgelgebläse sowie ein neuer

Motorkasten wurden im Kirchenturm

eingebaut (Type LK 7.5 m³ ,120 mm Ws,

1450 U/min, 230 - 400 V) und mit der

bisherigen Windanlage verbunden.

Die Wellenrahmen unterhalb der Windladen wurden

überprüft und lockere Wellen an deren Lagerungen neu mit

Kasimir ausgetucht. Die Auflagen der Wellen wurden

durch Filze erneuert. Die Wellenbretter wurden, wie die

Wellenrahmen überprüft und saniert. Alle Wellenärmchen

wurden neu verleimt.

Die Abstrakten und deren Anhängungen sowie die

Reguliervorrichtungen wurden überarbeitet. Einzelne

Abstrakten mussten erneuert werden. Alle liegenden

Abstrakten wurden um 20 cm verlängert, da der Spieltisch

um dieses Maß nach vorne verrückt wurde.

Die gesamte Spieltraktur wurde nach diesen Arbeiten

sorgfältig einreguliert.

Alle Registerventile und deren Lederpulpeten wurden neu beledert. Sämtliche Wippen und

Wellen sowie die Lagerungen wurden saniert. Alle Winkelverbindungen wurden überholt.

Durch die Versetzung des Spieltisches wurden auch die Registerabstrakten um 20 cm

verlängert.

Nach diesen Arbeiten wurde die Registertraktur einreguliert.


Spieltisch

Die Leopold Breinbauer Orgel der Kath. Pfarrkirche in 3921 Langschlag

Alle Tasten der Manualklaviatur wurden neu eingepasst, großteils die Bohrungen der Achs-

und Führungsstifte ausgedübelt und neu gebohrt. Das seitliche Spiel wurde durch Befilzung

(Kasimir) an den Tasten behoben.

Die Pedalklaviatur wurde komplett saniert. Alle Tastenbeläge wurden aus Ahornholz

erneuert. Die Tasten und der Klaviaturrahmen wurden saniert. An den Tastenenden wurden

neue Augenfedern montiert. Die Anschlagfilze sowie Leder wurden erneuert.

Das abgetretene Fußtravers wurde so verändert, dass nur die abgetretenen Holzteile eingefügt

wurden.

Die Winkelbalken von Manual und Pedal wurden, wie auch alle anderen Spieltrakturteile, wie

unter Spieltraktur beschrieben, überholt.

Die Registerknöpfe wurden neu mit schwarzem Schellack überarbeitet. Im mittleren

Registerbrett wurde die Führung der Registermechanik versteift und somit stabilisiert. Danach

wurden alle Knöpfe neu eingepasst. Drei Registerschilder wurden nach den Bestehenden

erneuert.

Die Mechanik von den zwei Kombinationen wurde neu eingestellt. Die Einstellung der festen

Kombinationen wurde in Absprache mit Herrn Organist Steiniger vorgenommen.

Der Motorschalter und die Verkabelung wurden entfernt. Die Löcher wurden geschlossen und

die schadhafte Furnier nach ausgesuchten Holzfurnieren repariert bzw. ergänzt.

Der Spieltisch wurde lt. Absprache mit dem Bundesdenkmalamt Wien, Hr. Ing. Walther

Brauneis, sowie dem Orgelreferat der Diözese St. Pölten, Hr. Mag. Franz Reithner um 20 cm

nach vorne verschoben, sodass der Organist nicht mehr beengt am Spieltisch sitzen muss.

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Gehäuse

Die Leopold Breinbauer Orgel der Kath. Pfarrkirche in 3921 Langschlag

Die gerissenen Vorderteile am Gehäuse wurden neu ausgespundet. Das gesamte Gehäuse

wurde gereinigt und mit einem Schelllack-Firnis Glanzlack behandelt. Die Gehäusefüllungen

sowie die Vorsatzbretter wurden neu eingepasst. Abgebrochene Ecken u.a. wurden wieder

ergänzt.

Sämtliche Verzierungen der Spitzen wurden befestigt und vor Ort wurden die renovierten

Spitzen wieder montiert. Um ein Vorbeugen des Frontgehäuses vermeiden zu wollen,

mussten seitliche Holzträger nach hinten montiert werden, sodass nunmehr eine Stabilität des

gesamten Obergehäuses (auch ohne Dach) erreicht wurde.

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Die Leopold Breinbauer Orgel der Kath. Pfarrkirche in 3921 Langschlag

Wiederaufbau Intonation und Stimmung

Nachdem die Generalsanierung der Orgelteile

in der Werkstatt im Februar 2002

abgeschlossen war, konnten alle Teile verpackt

und in die Kirche transportiert werden.

Beim Transport der Orgelteile am 04. März

2002 auf die Orgelempore hatten wieder

mehrere Mitglieder der Pfarrgemeinde

geholfen. Alle Teile wurden wieder

zusammengebaut. Windanlage, Spieltisch und

Trakturen montiert.

Im April 2002 wurden die Pfeifen eingebaut

und die Intonation sowie Vorstimmung

durchgeführt. Der Doppelfaltenbalg wurde

aufgrund der Witterungsbedingungen in der

Kirche (April um die 10 ° C) erst im Juli 2002

vor Ort neu beledert. Mit der Hauptstimmung

Mitte Juli wurde die Generalsanierung

abgeschlossen.

Kollaudierung

Seite 15

Die Kollaudierung durch das

Kirchenmusikreferat der Diözese St.

Pölten, vertreten durch Hr. Mag. Franz

Reithner sowie der Orgelbauwerkstätte

M. Walcker Mayer, vertreten durch Hr.

OBM Helmut und Michael Walcker-

Mayer erfolgte am 18.07.2002.

Bild : (am Spieltisch Mag. Franz Reithner)


Mitarbeiter

Die Leopold Breinbauer Orgel der Kath. Pfarrkirche in 3921 Langschlag

Für die Überwachung und Durchführung der Generalsanierung war Herr Orgelbaumeister

Helmut Walcker zuständig, welcher auch die Nachintonation durchführte. Die Bearbeitung

der Windladen wurde durch Frau Orgelbauerin Judith Traxler und Patricia Walcker-Mayer

(damals noch Povazanova) vorgenommen. Die Renovierung der Metallpfeifen wurde durch

Herrn Pfeifenmacher Peter Povazan vorgenommen. Der Transport der Orgelteile von und auf

die Orgelempore wurde durch tatkräftige Helfer der Gemeinde durchgeführt.

Danksagung

Herzlichen Dank an ALLE – die in irgendeiner Weise an diesem Projekt beteiligt waren und

dazu beigetragen haben, dass dieses Instrument wieder seinen Dienst zur vollen Zufriedenheit

der Organisten und der Zuhörer tätigen kann. Besonderer Dank gebührt Herrn Pfarrer Adolf

Meisinger, welcher während der Arbeiten an dieser Orgel leider verstorben ist. Er war die

treibende Kraft zu diesem Objekt. Aber auch einen herzlichen Dank an Herrn Organist Franz

Steininger, der mit Orgelbaumeister Helmut Walcker-Mayer die Intonation durchgeführt hat

und auch bei sonstigen schwierigen Fragen oftmals behilflich sein konnte.

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Die Leopold Breinbauer Orgel der Kath. Pfarrkirche in 3921 Langschlag

Die renovierte Orgel

Pfarrprovisor Martin Römer

Seit 1895 ziert eine Orgel des oberösterreichischen Orgelbauers Josef Breinbauer aus

Ottensheim die Südseite der Empore unserer spätgotischen zweischiffigen Hallenkirche.

Obwohl im Laufe der Jahrzehnte die Orgel immer wieder kleineren Reparaturen unterzogen

worden war, hatte doch ein Jahrhundert intensiver Beanspruchung dem Instrument hart

zugesetzt.

GR Adolf Meisinger, seit 1965 Pfarrer der Pfarrgemeinde Langschlag, hat deshalb vor fünf

Jahren damit begonnen, Geldmittel für die Neuanschaffung einer Orgel anzusparen. In einer

Orgelbesichtigung im März 2000, in der neben der Pfarrgemeinde auch das

Bundesdenkmalamt und das Orgelreferat der Diözese St. Pölten vertreten waren, wurde die

bestehende mechanische Kegelladenorgel als erhaltens- und restaurierenswert befunden.

Im September 2001 verstummte für zehn Monate unsere Kirchenorgel und wurde einer

gründlichen Sanierung unterzogen. Die Gemeinde musste sich in dieser Zeit mit einer

elektrischen Orgel als Ersatz begnügen.

Im Mai 2002 verstummte auch die Stimme von GR Adolf Meisinger, der sich über Jahre um

die Restaurierung der Orgel bemüht hatte. Er konnte den ersehnten Abschluss der

Orgelrenovierung nicht mehr miterleben. Im Juli kam ich als sein Nachfolger in die

Pfarrgemeinde Langschlag. Gleich nach Übernahme des Amtes als Provisor wurde ich mit

dem gelungenen Abschluss der Orgelsanierung und der Abnahme am 18. Juli 2002

konfrontiert.

Ich danke an dieser Stelle meinem Vorgänger GR Adolf Meisinger, der sich noch an das

Projekt Orgelrenovierung herangewagt hatte und allen ehrenamtlichen Mitarbeitern und

Spendern der Pfarrgemeinde, die es ermöglicht haben.

Im Gleichnis vom barmherzigen Vater aus dem Lukasevangelium lesen wir: „Sein älterer

Sohn war unterdessen auf dem Feld. Als er heimging und in die Nähe des Hauses kam, hörte

er Musik und Tanz.“ (Lk 15,25) So dürfen wir auch alle GR Adolf Meisinger wünschen, dass

er nicht mehr mit irdischen Instrumenten vorlieb nehmen muss, sondern dass er mit

einstimmen darf in den nie endenden Gesang im himmlischen Chor.

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Die Leopold Breinbauer Orgel der Kath. Pfarrkirche in 3921 Langschlag

Königin und Dienerin

Organist Franz Steininger

Eine Orgel ist nicht bloß ein Werkzeug, welches eine Funktion zu erfüllen hat, sondern sie ist

vielmehr!

Sie ist ein Musikinstrument, welches die Gefühle und Gedanken ihres

Spielers in mehr oder weniger wohltuende Klänge zu wandeln vermag.

Sie ist ein Wunderwerk wohl durchdachter Technik, welche es erst

ermöglicht so viele verschiedene Klangfarben, Töne, Akkorde und

Schwingungen im Sinne von akustischen Signalen und auch sehr wohl im

Sinn von Emotionen zu produzieren.

Sie ist als Ganzes ein einmaliges Kunstwerk. Von äußerer Schönheit und

(im gestimmten Zustand) von innerer Reinheit – gefertigt um den Gott zu

loben, der uns Menschen all die Talente auf den Weg mitgab um dieses

Werk zu konstruieren und es zum Klingen zu bringen.

Die Orgel ist die Königin aller Musikinstrumente!

An dieser Stelle möchte ich mich bei einigen Menschen und Organisationen, die es

ermöglicht haben, dass unsere wundervolle Kirchenorgel nun wieder all diese Funktionen

erfüllen kann, bedanken:

Gleich zu Beginn möchte ich all den helfenden Händen aus Langschlag danken, die nicht

lange gezögert haben, wenn Not am Mann war, sondern immer wieder bereit waren spontan

mitanzupacken. Selbstverständlich gilt der Dank auch allen Langschlägern die nicht

körperlich mithelfen konnten, sondern das Projekt finanziell unterstützt haben. Ohne der

guten Dorfgemeinschaft in Langschlag wäre die Orgelrenovierung, wenn es überhaupt zu

einer gekommen wäre, längst nicht so schnell und so gut über die Bühne gegangen. Dem

guten Geist unseres Pfarrhofes, der Haushälterin Leopoldine Haslinger, möchte ich hiermit

auch einmal Danke sagen, für all ihre Bemühungen um unsere Pfarre, die leider oft übersehen

werden.

Besonderer Dank gilt natürlich der Orgelbaufirma Walcker-Mayer und deren Mitarbeitern.

Allen voran Herr Helmut Walcker, der Vorort die Arbeiten an der Orgel geleitet und Herr

Peter Povazan, die helfende Hand (und des öfteren auch drittes Ohr) von Helmut Walcker.

Das Orgelreferat der Diözese St. Pölten, in Person vertreten durch den Regionalkantor Mag.

Franz Reithner, hat unsere Pfarre durch das gesamte Projekt der Orgelrenovierung hindurch

begleitet und beraten. Herzlichen Dank für all die Mühen und speziell für die Abwicklung

einiger Verwaltungsarbeiten nach dem Tod von unserem ehrwürdigen Geistlichen Rat Pfarrer

Adolf Meisinger, der sich sicherlich über das gelungene Ergebnis der Arbeiten gefreut hätte.

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Die Leopold Breinbauer Orgel der Kath. Pfarrkirche in 3921 Langschlag

Auch dem Bundesdenkmalamt und dem Land Niederösterreich möchte ich an dieser Stelle

Dank aussprechen. Dem Bundesdenkmalamt für die konstruktive Zusammenarbeit und

unkomplizierte Aufnahme von diversen Vorschlägen in die Renovierungsarbeiten und dem

Land Niederösterreich für die finanzielle Unterstützung unseres Vorhabens.

Ich denke, all der finanziellen Aufwendungen und körperlichen Arbeiten werden dadurch

gerechtfertigt, dass die hohe Organistendichte in unserer doch eher kleinen Pfarre eine

langjährige Verwendung der Orgel garantiert. Rein statistisch gesehen, ist jeder 500'ste

Einwohner unserer Pfarre aktiver Organist in der Kirche. Deshalb möchte ich auch den

anderen Organisten Gerhard Pollak, Siegfried Rogner und Siegfried Schübl danken, dass die

Orgel in Langschlag so oft erklingen darf.

Für die Zukunft wünsche ich mir weiterhin eine gute Zusammenarbeit mit der Firma

Walcker-Mayer bei der Pflege und Wartung des von ihnen so wundervoll restaurierten

Werkes, auf dass wir zum 110-jährigen Jubiläum unsere Kirchenorgel (und auch danach) ein

voll funktionstüchtiges und wohlklingendes Instrument haben, um dieses Fest gebührend

feiern zu können.

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