17.06.2021 Aufrufe

Programmheft: "Beflügelt" - Online-Konzert Pforzheim 20. Juni 2021, 19:00h

gesendet aus dem CongressCentrum Pforzheim Janusz Wawrowski, Violine Südwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim Douglas Bostock, Leitung

gesendet aus dem CongressCentrum Pforzheim

Janusz Wawrowski, Violine
Südwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim
Douglas Bostock, Leitung

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Live-Sendung!

BEFLÜGELT

Sonntag, 20. Juni 2021

Livestream aus dem CongressCentrum Pforzheim

Janusz Wawrowski Violine

Douglas Bostock Leitung

Sonntag, Andrzej 11. Oktober Panufnik 2020 Violinkonzert

CongressCentrum

Franz Schubert

Pforzheim,

„Der Tod

Großer

und

Saal

das Mädchen“

www.swdko-pforzheim.de


3

BEFLÜGELT

Janusz Wawrowski, Violine

Südwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim

Douglas Bostock, Leitung

Andrzej Panufnik 1914–1991

Violinkonzert (1971)

I Rubato

II Adagio

III Vivace

Franz Schubert 1797–1828

Streichquartett d-Moll op. D 810

„Der Tod und das Mädchen“

Bearbeitung für Streichorchester

von Gustav Mahler 1860–1911

I Allegro

II Andante con moto

III Scherzo, Allegro molto

IV Presto

Mit freundlicher Unterstützung durch


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Andrzej Panufnik

Violinkonzert

Alle haben gesagt: Das geht nicht. Ein Ring, der sich dreht, ohne

dass sich der Diamantsolitär mitdreht. 16 Jahre lang investierten wir

viel Leidenschaft, Herzblut und Präzision in die Entwicklung dieses

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Andrzej Panufnik gehört zu den Komponisten des

20. Jahrhunderts, die sich im Dickicht immer neuer

Systeme, die Aufbrüche bedeuten und spektakuläre

Weiterentwicklungen in der Musik etablieren sollten,

lieber keiner „Schule“ anschlossen, sondern aus sich

heraus zu eigenen Antworten kamen. Schließlich:

Panufnik war sozusagen selbst ein Experte im Entwikkeln

von Systemen – Systemen, die geprägt waren von

seiner großen Musikalität und seinem ausgeprägten

Klangsinn, aber auch von seiner unbändigen Lust an

geometrischen Figuren und strukturellen Symmetrien.

Verwunderlich ist diese Kombination nicht: In einem

Elternhaus, in dem die Mutter leidenschaftlich geigte

und der Vater ebenso leidenschaftlich Geigen baute,

war Panufnik natürlich früh von Musik umgeben. Von

seinem Vater, der im Hauptberuf Ingenieur war, mag

er aber auch die Liebe und Begabung zu Geometrie,

kleinteiliger Strukturierung und technischer Finesse

geerbt haben. Was seine Komponistenkollegen an

musikalischen Systemen entwickelten, er durchdrang es,

setzte es vielleicht auch gezielt und kurzzeitig in seinen

Kompositionen ein … und ging dennoch immer sehr

eigene Wege. So wurde er der guten alten Tonalität nie

wirklich untreu, hielt sich immer an eine traditionelle

Symphonik, streifte aber auch die Zwölftonmusik,

mikrotonales Komponieren, sonoristische Effekte und

verband scheinbar einander Entgegenstehendes zu

schlüssigen Gesamtkomplexen mittels klug durchstrukturierter

„Baupläne“, die darüber hinaus genau

wussten, wie musikalisch-emotionale Effekte platziert

werden müssen und dürfen.


7

BEFLÜGELT

Perfektion, Kreativität und unbedingte Leidenschaft treiben

uns an. Aber erst der Teamgeist verleiht uns die Flügel, die

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Seine musikalischen Anfänge hatte Panufnik in Warschau,

wo er 1914 zur Welt kam. 1931 wurde er zunächst in

die Schlagzeugklasse des dortigen Konservatoriums

aufgenommen, danach studierte er Dirigieren, Theorie

und Komposition. Nach dem Examen und einer Phase

des freischaffenden Komponierens von Hörspiel- und

Filmmusiken ging Panufnik auf Wanderschaft und

studierte bei renommierten Lehrern in Wien, Paris und

London, lernte die 2. Wiener Schule ebenso kennen

wie das bunt-brodelnde Pariser Musikleben. Zurückgekehrt

nach Warschau, hielt er sich während der Zeit

der deutschen Besetzung und des Krieges als Kaffeehaus-Pianist

(viel auch im Duo mit keinem Geringeren

als Witold Lutosławski) über Wasser. Dazu komponierte

er unter einem Pseudonym „Lieder des Untergrundkampfes“.

Die Unruhen um den Warschauer Aufstand

gegen die deutsche Besatzungsmacht 1944 erlebte er

in persönlicher, aber auch in beruflicher Hinsicht als

Leidtragender, da unter anderem etliche seiner Werke

vernichtet wurden.

Die Nachkriegszeit wurde so für Panufnik erst einmal

eine Zeit des Aufbaus. Als Dirigent leitete er erst die

Krakauer und dann die Warschauer Philharmonie. Als

Komponist versuchte er möglichst viele seiner zerstörten

Werke zu rekonstruieren, als engagierter Musiker setzte

er sich für das Entstehen des polnischen Musikverlages

PWM ein. Er avancierte schnell zu einer zentralen Frontfigur

des polnischen Musiklebens im In- und Ausland

und konnte so – trotz der zunehmenden Restriktionen

des Ostblocklandes Polens – immer wieder ins Ausland

reisen. 1954 setzte er sich auf einer solchen Reise ab und

ging nach London, wo er bis zu seinem Tod lebte und

wirkte – zunehmend hoch dekoriert mit unterschiedlichsten

internationalen Preisen. In seiner Heimat war

er dadurch für über 20 Jahre ein Geächteter. Seine

Werke wurden nun von Staats wegen vernichtet, die

Zensur löschte alle Meldungen über ihn. Wirklich

„zurückkehren“ als angesehener Komponist konnte

er letztlich – nach einer Tauwetterphase ab 1977 – erst

beim Warschauer Herbst 1989 – nun wieder als angesehener

polnischer Künstler.

1971 formulierte Panufnik seine Vorgehensweise bei

der Entwicklung neuer Kompositionen so: „Zuerst der

Zweck oder Grund, aus dem heraus ein Werk komponiert

wird; dann die architektonische Struktur; dann

das Material aus dem das Werk gebaut werden soll.“

(Panufnik 1971)


Talent,

Technik,

Schnelligkeit

Ultrapräzision

Manches bleibt eben ...

perfekt aufeinander abgestimmt!

“Zweck oder Grund“ waren für Panufnik oft ideelle,

patriotische oder religiöse Anliegen, aber nicht selten

auch jemand, dem er – erbeten oder freiwillig – ein

Werk zu eigen schreiben wollte. So entstand auch

das Violinkonzert, das er 1972 komponierte: „Als

Yehudi Menuhin mich bat, ein Violinkonzert für

ihn zu komponieren, dachte ich sofort an seine

einzigartigen spirituellen und poetischen Qualitäten

und ich hatte das Gefühl, ich sollte ein Vehikel bieten,

das diese seltenen Gaben betont und seine tiefe

innere Musikalität nicht durch virtuose Pyrotechnik

verschleiern würde. Ich behandelte die Geige als

Gesangsinstrument, und so konstruierte ich trotz

meiner strengen, selbst auferlegten Disziplin der

Klangorganisation ziemlich lange und ununterbrochene

Melodielinien. Um den Solopart weiter

herauszustellen und ihn immer hervorzuheben,

sowie um eine bestimmte Farbe und Textur zu erreichen,

entschied ich mich für ein Orchester, das

nur aus Streichern besteht.“

Die motivischen Keimzellen des Konzertes sind einmal

die Verbindung einer kleinen mit einer großen Terz

und dann ein Dreiklang aus zwei kleinen Terzen.

Aus diesem zunächst schlichten Material entwickelt

Panufnik ein beeindruckendes Gebilde: Im ersten

Satz ‚Rubato‘ lotet zunächst die Violine in scheinbar

freien Fantasien das musikalische Material aus. Auch

im Folgenden ist dieser Satz so angelegt, dass dem

Solisten viel Interpretationsspielraum bleibt. Der

zweite, sehr schlichte Satz lässt ihn klanglich in

den Vordergrund treten und der letzte Satz ist von

diffizilen Rhythmus-Systemen, bis auf eine Mittelpassage,

in der der Solist eine besondere Klanglichkeit

in einer Kantilene auf der tiefsten Geigensaite

entwickeln kann: „In diesem fast tänzerischen Satz

wollte ich, dass der Solist die menschlichsten Gefühle

von Fröhlichkeit, Vitalität und sogar etwas Humor

vermittelt.“ (Panufnik)

9

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10 11

Franz Schubert/Gustav Mahler

„Der Tod und das Mädchen“

Ein größerer Gegensatz als Panufniks Violinkonzert

und Franz Schuberts Quartett „Der Tod und das

Mädchen“ in Gustav Mahlers Streichorchesterfassung

lässt sich kaum denken. Ist Panufnik ganz Technik

und System, so ist Schubert ganz Gesang und schier

unendliche Fortspinnung. Sein geradezu opulentes

Streichquartett in d-Moll, das von der Nachwelt

den Namen „Der Tod und das Mädchen“ erhielt,

weil Schubert darin aus seinem gleichnamigen Lied

zitiert, ist ein großartiges Beispiel dafür. Der äußere

Anlass für dieses Quartett mag gewesen sein, dass

der große Geiger Ignaz Schuppanzigh, der 1823 nach

Wien zurückgekommen war, dort im darauffolgenden

Jahr seine Reihe der Streichquartett-Konzerte

wieder aufnahm. Schuppanzigh bot damit seinen

beiden bevorzugten „Schützlingen“, Schubert und

Beethoven, eine besondere Gelegenheit, sich auf

diesem Gebiet wieder einmal zu bewähren.

In seinem Freundeskreis ließ Schubert verlauten,

dass er das Quartett geschrieben habe, um sich damit

(formal) einzuüben in sinfonische Komposition großen

Ausmaßes. Aber er wäre eben nicht Schubert, wenn

er nicht auch hier, auf dem Weg zur großen Sinfonie,

als Sänger unterwegs gewesen wäre. Und dies nicht

nur, weil er einen Teil eines eigenen Liedes im langsamen

Satz des Quartetts aufnahm, sondern weil er

mit allen thematischen Details „singend“ umging.

Wie eruptiv beispielsweise die Unisono-Introduktion

des Quartetts, ein unglaublich unerbittliches Todes-

Motiv, auch sein mag, Schubert löst die Dramatik

sofort in eine kleine Kantilene auf, um scheinbar in

eine weitere vom Rhythmus geprägte dramatische

Passage überzugehen, aus der sich aber ebenfalls

wieder eine lyrische Gesangspassage herauswindet.

Schuberts Kompositionsstil suggeriert quasi einen

ewigen Wechsel zwischen der Darstellung von

Fakten und der sängerischen Reflexion darüber.

Im d-Moll-Quartett erreicht dieser Stil einen besonderen

Höhepunkt.

Möglich, dass das Sujet – die Beschäftigung mit dem

Widerstreit von Jugend und Tod, von Blühen und

Vergehen – Schubert, der sich freilich immer und

viel mit dem Tod auseinandergesetzt hatte, deshalb

besonders anstachelte, weil er quasi selbst betroffen

war: Im Jahr der Entstehung dieses Quartetts (1824)

hatte er nach einem ersten schweren Krankheitsschub

erfahren, dass er an Syphilis unheilbar erkrankt war.

Dass ihm nur noch vier Jahre bleiben sollten, konnte

er nicht genau wissen, aber durchaus erahnen. Kaum

erstaunlich also, wenn er in diesem Quartett den

Gegensatz von Jugend und Tod thematisiert. Von

seinem Lied „Der Tod und das Mädchen“ zitiert

Schubert jedoch nur den zweiten Teil, den statischen

Gesang des Todes, mit dem der das junge Mädchen

in sein Totenreich entführen will; die heftige und

leidenschaftliche Gegenrede des Mädchens wird

nicht wörtlich zitiert. Wohl aber kann der erste Satz

als eine leidenschaftliche Auseinandersetzung mit

dem Schrecken, der Angst und der Verzweiflung,

vielleicht auch der Resignation des Mädchens als

Sinnbild der Jugend gedeutet werden. Das Wechselspiel

des Moll-Hauptthemas und des Dur-Zwischenspiels,

die ausufernde Modulationsspirale, die

Schubert in den ersten Takten seines Quartettes

durchschreitet, während darüber immer neue Gesangslinien

entstehen, spricht hier Bände. Der zweite Satz

nimmt sich als Variationssatz den Gesang des Todes

aus Schuberts Lied zum Thema, ein Thema, das an

Schlichtheit und Unweglichkeit seinesgleichen sucht.

Aus der scheinbaren Ruhe entwickelt Schubert in vier

Variationen Kaskaden der Verzweiflung. Im Scherzo

und im Finale lässt sich ein Totentanz assoziieren, der

an Groteskheit und Skurrilität seinesgleichen sucht.

Die Schärfen des Quartetts – nicht zuletzt hervorgerufen

durch die Viererbesetzung – gehören zwar

einerseits wesentlich zu seiner Aussage dazu. Doch

haben verschiedene Musiker – allen voran Gustav

Mahler, dessen Streichorchesterfassung in diesem

Konzert erklingt – die Umsetzung durch ein Streichorchester

propagiert, um einerseits die Klangbreite

weiter aufzufächern (der Kontrabass liefert hier

noch einmal ganz neue Dimensionen) und andererseits

das Klangvolumen zu erhöhen. Eines der erschütterndsten

Musikzeugnisse der Romantik bleibt

„Der Tod und das Mädchen“ auch in dieser Fassung.

Ruth M. Seiler


12

JANUSZ

WAWROWSKI

13

Janusz Wawrowski darf man als den derzeit

wohl profiliertesten Geiger seines Heimatlandes

Polen bezeichnen, für das Violinkonzert

seines Landsmannes Panufnik ist er die Idealbesetzung.

Seine Karriere führte ihn bereits

zu den großen Konzertbühnen der Welt –

von den Salzburger Festspielen über das

Tschaikowsky-Konservatorium in Moskau,

die Berliner Philharmonie, die Elbphilharmonie

und den Musikverein Wien bis zum Arts

Center in Seoul.

Als Solist spielte Janusz Wawrowski mit

dem Royal Philharmonic Orchestra London,

den Warschauer Philharmonikern, dem Litauischen

Nationalen Symphonieorchester, den

Hamburger Symphonikern, dem Nationalen

Symphonieorchester des Polnischen Rundfunks,

dem Simón Bolívar Symphony Orchestra

in Venezuela und vielen anderen. Darüber

hinaus ist Wawrowski begeisterter Entdecker,

Interpret und Herausgeber von verloren geglaubten

oder vergessenen Werken polnischer

Komponisten wie Mieczyslaw Karlowicz,

Karol Lipiñski und Zygmunt Noskowski.

Für diese Leidenschaft hat ihn die Presse als

„authentischen und zutiefst überzeugenden

Anwalt für die Musik Polens“ (Huffington

Post) gepriesen. Neben seiner Tätigkeit als

Geiger gründete und leitete er internationale

Kammermusikprojekte und ist Professor an

der renommierten Chopin-Musik-Universität

in Warschau.

Bei Warner Classics erschien neben zwei

Soloalben auch eine Einspielung von

Wieniawskis Violinkonzert Nr. 2 und Bruchs

Schottischer Fantasie. In Anerkennung seiner

künstlerischen Leistungen wurde Janusz

Wawrowski mit dem Verdienstorden der

polnischen Kultur ausgezeichnet. Seit 2018

spielt er die „Polonia“-Stradivari von 1685.


14

15

DOUGLAS

BOSTOCK

Der britische Dirigent Douglas Bostock wirkt seit

Beginn der Konzertsaison 2019/20 als Künstlerischer

Leiter und Chefdirigent des Südwestdeutschen

Kammerorchesters Pforzheim.

Zuvor war er von 2001 bis 2019 Chefdirigent des

Schweizer Sinfonieorchesters „Argovia Philharmonic“,

das er in dieser Zeit mit frischen Konzepten und

innovativen Formaten künstlerisch erfolgreich in

der Orchesterlandschaft positioniert hat. Weitere

Stationen seiner Laufbahn waren u.a. die Karlsbader

Symphoniker, die Tschechische Kammerphilharmonie,

die Münchner Symphoniker und das Tokyo Kosei

Wind Orchestra.

Sein breites Repertoire umfasst Werke aus allen

Epochen einschließlich einer Vielzahl selten aufgeführter

Werke, zeitgenössische Musik und Opern.

Sein Temperament, sein unverkennbarer Stil und

sein Kommunikationstalent führten ihn als Gast zu

bedeutenden Orchestern in Europa, Amerika und

Asien, darunter die Orchester der BBC, das London

Philharmonic Orchestra, das Radio-Symphonie-

Orchester Prag, das National Orchestra Washington,

das Mexikanische Staatsorchester und das New

Japan Philharmonic Orchestra.

Beinahe 100 CD-Aufnahmen dokumentieren das

künstlerische Profil und das vielseitige Repertoire

von Douglas Bostock. Als Gastprofessor, u. a. in

Tokyo, widmet er sich auch der Arbeit mit jungen

Musikern und leitet Kurse und Meisterklassen für

Dirigenten.

Mit dem Südwestdeutschen Kammerorchester

Pforzheim arbeitete er seit 2012 bereits mehrfach

als Gastdirigent zusammen und prägt und entwickelt

nun als Künstlerischer Leiter Klang, Stilistik und

Programmatik dieses ebenso traditionsreichen

wie innovativen Ensembles weiter.


16 17

DAS

SÜDWESTDEUTSCHE

KAMMERORCHESTER

PFORZHEIM

Ein frischer und packender musikalischer Zugriff

und stilistische Vielfalt von der Alten bis zur

Neuen Musik sind die Erkennungszeichen des

Südwestdeutschen Kammerorchesters Pforzheim.

Das in der Basis mit vierzehn Musikern aus sieben

Nationen besetzte Ensemble ist eines der ganz

wenigen „Full-time“-Kammerorchester: So wird

eine außergewöhnliche Homogenität und Flexibilität

des Klangbildes möglich, die auch in größerer

Besetzung mit Bläsern und weiteren Streichern

aus einem festen Musikerstamm erhalten bleibt.

Gegründet wurde das Südwestdeutsche Kammerorchester

im Jahr 1950 von dem Hindemith-Schüler

Friedrich Tilegant. Rasch fand das Ensemble

internationale Anerkennung: Man sprach vom

„Tilegant-Sound“, der bei den Festspielen in

Salzburg, Luzern und Leipzig und auf weltweiten

Konzertreisen zu hören war. Maurice Andre,

Dietrich Fischer-Dieskau, Frans Brüggen und Yehudi

Menuhin waren nur einige der musikalischen

Größen, mit denen das „Südwestdeutsche“ zusammenarbeitete.

Nach der Tilegant-Ära wurde das

Orchester vor allem durch Paul Angerer, Vladislav

Czarnecki, Sebastian Tewinkel und Timo Handschuh

geprägt. Mit Beginn der Konzertsaison 2019/20

übernahm der britische Dirigent Douglas Bostock

die künstlerische Leitung und prägt und entwickelt

seither Klang, Stilistik und Programmatik des

Ensembles weiter.

Auf seinem Erfolgsweg hat das Südwestdeutsche

Kammerorchester neben etlichen Rundfunkaufnahmen

etwa 300 Schallplatten und CDs eingespielt,

von denen eine ganze Reihe mit internationalen

Preisen ausgezeichnet wurden. Zahlreiche Uraufführungen

(Jean Francaix, Harald Genzmer, Enjott

Schneider, Mike Svoboda) belegen seine Kompetenz

auch für die zeitgenössische Musik.

Auch in jüngerer Zeit musizierte das Kammerorchester

mit international bekannten Solisten

wie Nigel Kennedy, Andrea Bocelli, Mischa Maisky,

Cyprien Katsaris, Christian Tetzlaff oder Lars Vogt

und war in ganz Europa (Festival Prager Frühling,

Schleswig-Holstein-Musikfestival, Schwetzinger

Festspiele, Festival Euro Mediterraneo Rom, Oster-

Klang Wien, Sala Verdi Mailand, Auditorio Nacional

Madrid, Berliner Philharmonie), in den USA und in

Japan zu Gast. Daneben erweiterte es seine Bandbreite

durch neue Programmideen und Projekte in

den Bereichen Weltmusik (Giora Feidman), Jazz

(Nigel Kennedy, Sebastian Studnitzky), Crossover

(Fools Garden), Musik und Literatur (Iris Berben,

Senta Berger, Hannelore Hoger), Kabarett (Lars

Reichow), Oper (Manfred Honeck), Tanz (Nina

Corti, Bettina Castano) und Figurentheater.


VORSCHAU

19

Juli

Samstag, 24. Juli 2021, 19 Uhr

Neulingen-Bauschlott – Open Air im Schlosshof

Große Klasse!

Werke von Beethoven, Haydn, Mozart

Friedemann Breuninger, Violine

Südwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim

Douglas Bostock, Leitung

Karten: www.klotz-verlagshaus-shop.de

Sonntag, 25. Juli 2021, 18 Uhr und 20.15 Uhr

Neulingen-Bauschlott – Open Air im Schlosshof

Ein Sommernachtstraum

Werke von Mendelssohn, Rossini, Mozart, Fauré u.a.

Südwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim in

großer Besetzung

Douglas Bostock, Leitung

Karten: www.klotz-verlagshaus-shop.de


20 21

SEIEN SIE

DABEI!

VEREIN ZUR FÖRDERUNG

DES SÜDWESTDEUTSCHEN

KAMMERORCHESTERS

PFORZHEIM E.V.

Der Förderverein

Tradition trifft Innovation – diese drei Worte beschreiben

„unser“ Kammerorchester perfekt: die

Verankerung in der reichen klassisch-romantischen

Orchestertradition ebenso wie die Aufgeschlossenheit

für spannende Begegnungen mit Literatur, Jazz,

Weltmusik oder Tanz.

Um die erfolgreiche künstlerische Arbeit des Kammerorchesters

für die Stadt Pforzheim und ihre Region

weiter zu ermöglichen und auszubauen, ist privates

Engagement unerlässlich. Im Förderverein sammeln

sich daher Freunde und Mäzene, um die kulturellen

Aufgaben des Orchesters ideell und finanziell mitzutragen.

Seien Sie dabei!

Mit seinen Mitteln leistet der Förderverein vielfältige

Unterstützung, zum Beispiel

• bei der Realisierung außergewöhnlicher Konzertund

CD-Projekte

• beim Engagement besonderer Solisten

• bei Kinder- und Schulveranstaltungen

• bei Tourneen und Gastspielreisen im In- und Ausland

• bei der Förderung herausragender junger Musiker,

die mit dem Orchester arbeiten

Der eingetragene und als gemeinnützig anerkannte

Förderverein erhebt keine Mitgliedsbeiträge. Für

Ihre steuerlich abzugsfähige Spende nach eigenem

Ermessen erhalten Sie eine Spendenbescheinigung.

Unser Dankeschön:

• Als Mitglied werden Sie regelmäßig über die Konzerte

und Aktivitäten des Orchesters informiert.

• Sie haben Gelegenheit, bei Proben „hinter die

Kulissen“ der Orchesterarbeit zu schauen.

• Wir laden Sie zu einem jährlichen, exklusiven

Sonderkonzert für Mitglieder ein.

Informationen: Tel. (0 72 31) 46 46 44

www.swdko-pforzheim.de/verein

Tradition trifft Innovation Seien Sie dabei!


W_Orchester_98x210_Saisonbro.pdf - Dec_04_2019 01_16_23

CD-AUSWAHL

23

British Music for Strings I

Edward Elgar,

Gordon Jacob,

Hubert Parry

Douglas Bostock, Leitung

British Music for Strings II

Granville Bantock,

Christopher Wilson

Douglas Bostock, Leitung

Antonio Rosetti

Drei Violinkonzerte

Lena Neudauer, Violine

Johannes Moesus, Leitung

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Kontrabasskonzerte

Roman Patkoló, Kontrabass

Douglas Bostock, Leitung

Joseph Wölfl

Drei Klavierkonzerte

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Johannes Moesus, Leitung

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25

HEUTIGE

KONZERTBESETZUNG

Leitung

Douglas Bostock

Violine I

Friedemann Breuninger, Konzertmeister

Michael Ewers

Moritz von Bülow

Andrea Langenbacher

Petra Grevesmühl

Violine II

Izabela Wiza-Kochann, Stimmführerin

Eleonore Bodendorff

Vera Kleimann

Claudiu Rupa

Viola

Dariusz Wasiak, Solo

Tomasz Korniluk, Stv. Solo

Cheryl Swoboda

Violoncello

Yotam Baruch, Solo

Konstanze Bodamer

Josef Viorel Dragus

Kontrabass

Matthias Botzet, Solo


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Im Haus des

Kammerorchesters!

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75172 Pforzheim

07231/451132

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Beratung ist uns wichtig: Bürobedarf, Schule, Papeterie, Schreibkultur,

Geschenkideen, Kopier- und Faxservice und mehr

KONTAKT

Geschäftsstelle

Unsere Geschäftsstelle ist derzeit für den

Publikumsverkehr geschlossen. Bitte kontaktieren

Sie uns telefonisch oder per Mail und nutzen Sie

für CDs die Online-Bestellmöglichkeiten.

Südwestdeutsches Kammerorchester

Pforzheim gGmbH

Westliche Karl-Friedrich-Straße 257a

D-75172 Pforzheim

Telefon: (0 72 31) 46 46 44

Telefax: (0 72 31) 46 46 43

info@swdko-pforzheim.de

www.swdko-pforzheim.de

Management

Andreas Herrmann, Geschäftsführer

Anne-Katrin Mücke, Projektmanagement,

Künstlerisches Betriebsbüro, Marketing

Sekretariat, Verwaltung, Kartenservice

Silvia Arnone, Frau Mätschke,

Julia Nemeth (FSJ Kultur)

Bankverbindung

Sparkasse Pforzheim Calw

IBAN: DE26 6665 0085 0000 6422 58

BIC: PZHSDE66XXX

IMPRESSUM

27

DESIGN MANAGEMENT

Kallhardtstraße 46 75173 Pforzheim info@landauer-design.de

produktdesigngrafik

www.landauer-design.de

Redaktion

Andreas Herrmann

Anne-Katrin Mücke

Gestaltung

Landauer Design Management, Pforzheim

Fotos

Sebastian Seibel

Regine Landauer

Christoph von Zepelin

Lisa Lorsch

Wolfgang Schmidt

Michal Mutor

Georg Moritz (Pforzheimer Zeitung)

Künstler-Agenturen

Redaktionsschluss

2. Juni 2021


Bis zum

nächsten

Mal.

A rr ll ii n g e rr

Baugenossenschaft

www.arlinger.de

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