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PT-Magazin - Ausgabe 6 | 2023

Premiers, Preisträger, Finalisten - Auszeichnungen zum Mittelstandswettbewerb 2023 Jahresmotto: "Mit Zuversicht Richtung Zukunft" - Neuausschreibung 2024 Beratermarketing - Kundenbindung mit dem Großen Preis des Mittelstandes Herausforderungen und Perspektiven im Zeichen des Wandels - Neuer Mittelstand

Premiers, Preisträger, Finalisten - Auszeichnungen zum Mittelstandswettbewerb 2023
Jahresmotto: "Mit Zuversicht Richtung Zukunft" - Neuausschreibung 2024
Beratermarketing - Kundenbindung mit dem Großen Preis des Mittelstandes
Herausforderungen und Perspektiven im Zeichen des Wandels - Neuer Mittelstand

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19. Jahrgang | <strong>Ausgabe</strong> 6 | <strong>2023</strong> | ISSN 1860-501x | 3 Euro<br />

Premiers, Preisträger, Finalisten Auszeichnungen zum Mittelstandswettbewerb <strong>2023</strong><br />

Jahresmotto: „Mit Zuversicht Richtung Zukunft“ Neuausschreibung 2024<br />

Beratermarketing Kundenbindung mit dem Grossen Preis des Mittelstandes<br />

Herausforderungen und Perspektiven im Zeichen des Wandels Neuer Mittelstand<br />

RESPEKT UND ACHTUNG<br />

Respekt und Achtung sind unverzichtbar. Um Kunden und Ressourcen, um Liquidität und Aufträge, um<br />

Prozessorganisation und -abläufe kümmern sich Unternehmer als „Deutschlandvoranbringer“ selbst.<br />

Der Mittelstand als verantwortungsvoller „Corporate Citizen“ verdient Aufmerksamkeit und Auszeichnung.<br />

Er verdient Respekt und Achtung. Denn die Devise heißt GEMEINSAM ZUKUNFT SICHERN.<br />

Herzliche Grüße, Helfried Schmidt und Petra Tröger!


EDITORIAL<br />

Dem Tüchtigen<br />

schlägt keine Stunde<br />

SCHILLING ENGINEERING<br />

Reinraumsysteme<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

Vor 29 Jahren wurde der Wettbewerb<br />

„Großer Preis des Mittelstandes“ 1994<br />

zum ersten Mal ausgeschrieben. Seitdem<br />

ist eine Menge passiert. Unter anderem<br />

regierten in dieser Zeit drei Bundeskanzler<br />

und eine Bundeskanzlerin in neun verschiedenen<br />

Koalitionen mit elf verschiedenen<br />

Bundeswirtschaftsministern.<br />

Immer wieder mussten dabei alle möglichen<br />

Krisen gelöst werden. Immer<br />

wieder stand gerade der Mittelstand<br />

vor teilweise existentiellen Herausforderungen.<br />

Das ist heute nicht genau so<br />

wie vor Jahrhunderten. Und die wirklich<br />

wichtigen Lebensweisheiten im Umgang<br />

mit Krisen sind heute dieselben wie vor<br />

Jahrhunderten. Sie sind daher schon vor<br />

Generationen als Sprichworte formuliert<br />

und weitergegeben worden. Sie haben<br />

auch in den aktuellen Krisenzeiten unverändert<br />

Gültigkeit.<br />

„Jammern füllt keine Kammern!“ ist eine<br />

solche ewig gültige Lebensweisheit. Egal,<br />

wie hart das Leben auch zuschlägt: Jammern<br />

bringt nichts. Allein im Handeln<br />

liegt die Chance auf Besserung. Es geht<br />

immer darum, die Ärmel hochzukrempeln<br />

und zuzufassen, anzufangen, loszulegen.<br />

Das man beim Zufassen Prioritäten setzen<br />

muss, war den Menschen auch schon<br />

vor Jahrhunderten bewusst. Sie verhielten<br />

sich in der Regel nach dem Prinzip „Das<br />

Hemd ist mir näher als der Rock.“ Ein sehr<br />

vernünftiges Prinzip, das mit dem gesunden<br />

Menschenverstand in Einklang steht.<br />

So gab es vor knapp 600 Jahren im Jahr<br />

1437 in Nürnberg mit den kirchlichen Fastenregeln<br />

ein Problem. Die Zubereitung<br />

von Fleisch und tierischen Produkten war<br />

verboten. Stattdessen sollten die Mahlzeiten<br />

mit Olivenöl zubereitet werden. Bei<br />

den langen Transportwegen damals war<br />

das aber oft ranzig und ungenießbar. Die<br />

Menschen damals wollten gern fromm<br />

sein, aber mit ranzigem Olivenöl fiel das<br />

sehr schwer. Sie handelten nach dem<br />

Prinzip „Das Hemd ist mir näher als der<br />

Rock.“ und erbaten in „Butterbriefen“ an<br />

den Papst die Ausnahmegenehmigung,<br />

Butter verwenden zu dürfen. Der Papst<br />

lenkte schließlich tatsächlich ein, und gestatte<br />

den Nürnbergern, fortan in der Fa-<br />

stenzeit Butter zur Nahrungszubereitung<br />

verwenden zu dürfen.<br />

Nun gilt allerdings jede Regel nur innerhalb<br />

fester Geltungsbereiche. Wer das<br />

dauerhaft nicht beachtet, bei dem greift<br />

ein anderes Sprichwort: „Der Krug geht so<br />

lange zu Wasser, bis er bricht.“ So fäschte1433<br />

der Wollweber Ditmar Knoch aus<br />

Grevenbroich in betrügerischer Absicht<br />

ein Tuchsiegel und brachte es auf seine<br />

eigene minderwertige Ware auf, um diese<br />

besser verkaufen zu können. Diese Verletzung<br />

von Verbraucherschutzrechten<br />

– auch wenn es den Begriff damals noch<br />

gar nicht gab – wurde damals hart bestraft.<br />

Ein Schöffengericht erzwang unter<br />

der Folter sein Geständnis und verhängte<br />

anschließend das Todesurteil. Der Wollweber<br />

wurde auf dem Scheiterhaufen<br />

verbrannt.<br />

Ein weiteres großartiges Sprichwort aus<br />

früheren Zeiten: „Dem Tüchtigen schlägt<br />

keine Stunde!“ Wieder ist gemeint, dass<br />

der Tüchtige die Ärmel hochkrempelt und<br />

zufasst, wo manch anderer noch abwartet.<br />

Darauf, dass jemand eine Aufgabe erteilt<br />

oder dass die Uhr das Ende der Pause<br />

verkündet. Der Tüchtige sieht Aufgaben,<br />

die erledigt werden können und greift zu.<br />

Das Motto dieses Wettbewerbsjahres<br />

„Gemeinsam Zukunft sichern“ ist ein<br />

Motto des Mittelstands. Es war schon<br />

vor Jahrhunderten so, dass Mittelständler<br />

miteinander Interessen verteidigen<br />

mussten. Das „Netzwerk der Besten“ ist<br />

voller großartiger Unternehmen, die von<br />

tüchtigen Menschen aufgebaut wurden,<br />

die „Miteinander Zukunft sichern“. Einige<br />

dieser großartigen Unternehmen sind<br />

dieses Jahr wieder ausgezeichnet worden.<br />

Alles Nähere hier im Heft.<br />

Ihr Helfried Schmidt<br />

Rein in die Zukunft<br />

Preisträger<br />

im Wettbewerb<br />

«Großer Preis des<br />

Mittelstandes»<br />

SCHILLING ENGINEERING GmbH<br />

Industriestraße 26<br />

D-79793 Wutöschingen<br />

www.SchillingEngineering.de


04 Gesellschaft<br />

05<br />

74<br />

www.weitfuehrung.de<br />

+49 171 - 46 50 716<br />

16<br />

56<br />

64<br />

68<br />

UNSERE MISSION<br />

Wir befähigen Ihre Mitarbeiter,<br />

bisherige Grenzen beim Wollen,<br />

Können und Machen<br />

zu überwinden.<br />

03<br />

Dem Tüchtigen schlägt keine Stunde<br />

Editorial von Helfried Schmidt<br />

Gesellschaft<br />

06<br />

Ode an den Mittelstand<br />

Eine aufrichtige Lobrede des ehemaligen<br />

hessischen Ministerpräsidenten<br />

Dr. Roland Koch<br />

12<br />

16<br />

18<br />

Whistleblower –<br />

Der kleine große Widerstand<br />

Ein Essay von Heribert Prantl<br />

Der Aufschrei der Landräte -<br />

Wo bleibt die Resonanz?<br />

fragt sich Hanspeter Georgi<br />

Mehr Mut zur eigenen Meinung -<br />

Institutionelles Wehklagen<br />

reicht nicht aus<br />

Falk Al-Omary ermuntert Unternehmen,<br />

am Diskurs teilzunehmen<br />

Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

22<br />

Grußworte <strong>2023</strong><br />

26<br />

Premier-Ehrenplaketten<br />

Unternehmen des Jahres<br />

Bank des Jahres<br />

28<br />

Premier<br />

30<br />

Lebenswerk<br />

32<br />

34<br />

35<br />

36<br />

38<br />

Premier-Finalist<br />

Ehrenplaketten für beispielhafte<br />

Preisträger der Vorjahre<br />

And the award goes to…<br />

Kolumne von Mareike Boccola<br />

Preisträger<br />

aus den Wettbewerbsregionen, Teil 1<br />

Netzwerk der Besten<br />

Ein Zeichen der Wertschätzung<br />

40<br />

Preisträger<br />

aus den Wettbewerbsregionen, Teil 2<br />

42<br />

Kommunen und Banken des Jahres<br />

INHALT<br />

44<br />

Finalisten (Teil 1)<br />

46<br />

47<br />

Wir sagen Danke<br />

den Sponsoren <strong>2023</strong><br />

Mit Zuversicht Richtung Zukunft<br />

Kolumne von Petra Tröger<br />

48<br />

Finalisten (Teil 2)<br />

50<br />

Junioren im Netzwerk der Besten<br />

52<br />

54<br />

30 Jahre „Großer Preis des Mittelstandes“<br />

- Mit Zuversicht Richtung<br />

Zukunft<br />

Neuausschreibung für 2024 -<br />

#gala100<br />

Beratermarketing -<br />

Kundenbindung mit dem<br />

Großen Preis des Mittelstandes<br />

Eine Anleitung<br />

von Carl-Dietrich Sander<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

Wirtschaft<br />

60<br />

Die Macht der Sprache -<br />

Inés Hoelter deckt sprachliche Manipulationen<br />

in Job und Alltag auf<br />

64<br />

68<br />

72<br />

74<br />

Lieferkettensorgfaltspflichtgesetz<br />

Eine Betrachtung von Dr. Margarete<br />

Hetmanczyk und Mathias Hess<br />

Vom Fußabdruck zur Nachhaltigkeitsstrategie<br />

- Ein Methodenkoffer<br />

mit sieben Schritten<br />

Eine Anleitung von Felix Pliester<br />

New Leadership, New Learning,<br />

New Work?<br />

Unternehmen sollten sich damit befassen,<br />

meint Barbara Liebermeister<br />

Neuer Mittelstand -<br />

Herausforderungen und Perspektiven<br />

im Zeichen des Wandels<br />

Eine Analyse von Heiko Auerbach<br />

und Norbert Zdrowomyslaw<br />

Lifestyle | Auto<br />

80<br />

Carthago :<br />

Luxus + Autonomie = Freiheit<br />

Die Autoseiten von Arnd<br />

und Wilhelm Garth<br />

Impressum<br />

82<br />

Leserbriefe und Impressum<br />

Titelbild<br />

Preisträger <strong>2023</strong> des Bundeslandes<br />

Mecklenburg_Vorpommern Mathias<br />

Schilling GmbH & Co KG , aus Scharade<br />

auf der Insel Oehe<br />

v.l.n.r. Mathias Schilling mit Ehefrau<br />

Nicolle Schilling und Töchtern, sowie<br />

Prof. Dr. Norbert Zdrowomyslaw, Hochschule<br />

Stralsund.<br />

Foto: Die Profifotografen<br />

Covermontage Clemens Vogel<br />

Bildnachweise<br />

© pixabay.com (Seite 68)<br />

© freepik.com (Seite 16, 64, 74)<br />

© Die Profifotografen (Seite 56 + alle<br />

Fotos der Preisträger und Finalisten)<br />

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Durch Einstellungswandel,<br />

hochwirksame<br />

Werkzeuge und Konsequenz.<br />

Wir sind Wachstumsberater<br />

- damit Sie Anspruchsvolles<br />

schneller erreichen.<br />

Großer Preis des<br />

MITTELSTANDES<br />

Autorisierter Berater


06 Gesellschaft<br />

07<br />

Eine ODE an<br />

den MITTELSTAND<br />

© WIKIMEDIA COMMONS | COLLAGE URSULA HOITZ<br />

von Roland Koch<br />

Oden sind lobende Gedichte, die aus mehreren Strophen bestehen.<br />

In ihnen wird jemandem oder etwas positive Anerkennung zugeschrieben.<br />

Genau das ist meine Absicht, wenn ich heute über den<br />

Mittelstand schreibe.<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

Einige kurze Fakten vorweg:<br />

3,35 Millionen Unternehmen<br />

in Deutschland gehörten 2020<br />

zu den kleinen und mittleren<br />

Unternehmen (KMU). Das<br />

sind 99,3 Prozent aller Unternehmen<br />

der Privatwirtschaft<br />

(Institut für Mittelstandsforschung,<br />

IfM).<br />

Über 54 Prozent aller Beschäftigten<br />

bzw. mehr als 19 Millionen<br />

Arbeitnehmerinnen und<br />

Arbeitnehmer arbeiteten laut<br />

IfM 2020 in kleinen und mittleren<br />

Unternehmen, die überwiegend<br />

im Familienbesitz<br />

sind.<br />

70,6 Prozent aller Auszubildenden<br />

fanden sich Ende 2020 in<br />

Betrieben mit weniger als 250<br />

Beschäftigten.<br />

Alle Familienunternehmen<br />

zusammen zahlten in den Jahren<br />

2010 bis 2018 im Schnitt<br />

(geschätzt) circa 67 Milliarden<br />

Euro pro Jahr Unternehmenssteuern<br />

in Deutschland. Dies<br />

entspricht etwa 48 Prozent<br />

des gesamten Aufkommens der Unternehmenssteuern<br />

in Deutschland. (IFO-<br />

Institut)<br />

Kleine und mittlere Unternehmen erbringen<br />

gut ein Viertel der Innovationsaufwendungen<br />

des Unternehmenssektors<br />

in Deutschland. (DLR)<br />

Der Motor des Wirtschaftswunders<br />

Der deutsche Mittelstand war der Motor<br />

des deutschen Wirtschaftswunders.<br />

Unter der Verantwortung des Bundeswirtschaftsministers<br />

Ludwig Erhard,<br />

nahmen mutige Unternehmer und<br />

neue Gründer die Sache in die Hand. Sie<br />

hatten ihren eigenen wirtschaftlichen<br />

Erfolg vor Augen, halfen in ihrer sozialen<br />

Gemeinschaft und schufen Wohlstand<br />

für alle.<br />

Nur so entstanden die tausenden<br />

verborgenen Weltmarktführer, heute<br />

„Hidden Champions“ genannt, und nur<br />

so entstanden leistungsfähige Wirtschaftszonen<br />

mit guten Arbeitsplätzen<br />

Zum Mittelstand gehören Unternehmen, die in ein oder zwei<br />

oder noch mehr Generationen Hunderte oder sogar Tausende<br />

von Arbeitsplätzen aufgebaut haben. Die älteste jemals mit<br />

dem Großen Preis des Mittelstandes ausgezeichnete Firma ist<br />

die Gräflich Eltzsche Kastellanei Burg Eltz - nachweisbar seit<br />

1157 als Familienunternehmen tätig.<br />

auch fernab der Ballungsregionen und<br />

Verkehrsknotenpunkte. Die Schwäbische<br />

Alb ist nur ein Beispiel. Zugleich<br />

sehen wir, welche ungeheuren Anstrengungen<br />

es erfordert, vergleichbare<br />

wirtschaftliche Erfolge in den Bundesländern<br />

der ehemaligen DDR wieder zu<br />

entwickeln. Die Sachsen hatten 1945 die<br />

gleichen großartigen Potentiale wie z.<br />

B. Westfalen, aber sie wurden durch die<br />

Politik zerstört.<br />

Mittelstand stärkt die Regionen<br />

Diese Lehre gilt gerade auch heute. Kapitalrendite<br />

ist etwas anderes als Familientradition.<br />

Standorttreue ist zwar<br />

eine ökonomisch kluge Entscheidung,<br />

denn die Loyalität der Arbeitnehmer ist<br />

langfristig zentral für Qualität, Anpassungsfähigkeit<br />

und Innovation. Aber<br />

bei den 5-Jahres-Rhytmen eines Private-<br />

Equity-Investors passen dezentrale Lage<br />

und fehlende Attraktivität für internationale<br />

Mitarbeiter eben meist nicht ins<br />

Konzept. Wenn ein im Familieneigen-<br />

© BURG ELTZ<br />

tum betriebenes größeres mittelständisches<br />

Unternehmen<br />

schließt, wird die Wertschöpfung<br />

meist in die Ballungszentren<br />

und oft auch in internationale<br />

Konzerne abwandern.<br />

Das Phänomen der historisch<br />

stabilen Entwicklung von mittelständischen<br />

Unternehmen<br />

gehört zu den deutschen Erfolgsgründen.<br />

Kein anderes<br />

Land hat diesen dezentralen<br />

Mittelstand vorzuweisen. Er<br />

lässt sich auch nicht einfach<br />

neu gründen. Mehr und mehr<br />

gilt das leider auch für die mittelständischen<br />

Firmen in den<br />

großen Städten bei uns. Sogar<br />

hier fehlen Nachfolger oder<br />

die hohen Kosten zerstören die<br />

Wettbewerbsfähigkeit.<br />

Das sind die Gründe, warum<br />

die Politik den Mittelstand gar<br />

nicht erst verlieren darf. Zurzeit<br />

gibt es sehr besorgniserregende<br />

Zeichen gerade von den<br />

Familienunternehmen. Dabei ist eine<br />

Wende zu mehr Optimismus und mehr<br />

Neustart im Mittelstand gar nicht so<br />

schwer:<br />

Leistungen des<br />

Mittelstandes anerkennen<br />

Man müsste zunächst einmal ganz<br />

einfach anerkennen, was Unternehmer<br />

und Unternehmerinnen mit ihrer<br />

60-Stunden-plus Woche leisten. Man<br />

könnte darüber sprechen, dass Leistung,<br />

Risiko und Einsatz sich lohnen. Das hätte<br />

auch Ludwig Erhard unterstrichen.<br />

Man könnte also von einem Kanzler und<br />

seinen Ministern/Ministerinnen erwarten,<br />

dass sie ein Signal zur Senkung der<br />

Unternehmenssteuern geben. Der Mittelstand<br />

verliert hier zu viel an den Staat<br />

und kann zu wenig investieren.<br />

Einfach das Leben einfacher machen<br />

Danach müsste die Botschaft gesendet<br />

werden: „Wir vertrauen den u


08 Gesellschaft<br />

09<br />

www.efen.com<br />

Einfach.Mehr.Möglichkeiten.<br />

Unternehmern.“ Die Kontrollund<br />

Dokumentationsregeln<br />

unterstellen heute, dass jeder<br />

ein potenzieller Gauner ist.<br />

Die Aufbewahrung von Belegen<br />

für die Steuer nur um drei<br />

Jahre zu kürzen, reicht nicht.<br />

Es geht z. B. um<br />

• die unglaubliche Bürokratie<br />

beim Lieferkettengesetz<br />

(Vorschlag: Zertifikat vom<br />

Lieferanten reicht aus und<br />

muss nicht geprüft werden),<br />

• die neue Pflicht zur Dokumentation<br />

von Arbeitszeit<br />

immer und überall,<br />

• die viel Zeit bindende Dokumentation<br />

in Medizin<br />

und Pflege (Vorschlag: nur<br />

Abweichungen von der Regelprozedur<br />

werden festgehalten),<br />

• die komplizierten Verfahren<br />

bei Ausfuhrgenehmigungen<br />

(Digitalisierung und Genehmigungsfiktion,<br />

wenn<br />

nicht binnen drei Arbeitstagen<br />

untersagt). Natürlich<br />

wehren sich die Bürokratien,<br />

und es werden danach auch<br />

Fehler passieren. Aber alles<br />

ist besser als der aktuelle<br />

Wahnsinn.<br />

• die Digitalisierung der<br />

staatlichen Genehmigungsprozesse,<br />

zentrale<br />

Identifikationsnummer –<br />

Personalausweis – jedes Einzelnen<br />

durchgängig für alle Verfahren anwenden<br />

(das gilt für Steuer, Rente,<br />

Kranken- und Haftpflichtversicherung,<br />

etc.); ferner den Datenschutz<br />

so einschränken, dass die vom Bürger<br />

gewollten digitalen Prozesse nicht<br />

von eifrigen Datenschützern ständig<br />

in Frage gestellt und verboten werden<br />

können.<br />

• Nicht zuletzt, Start-ups einfach machen<br />

lassen – einheitliche Genehmigung<br />

mit Gewerbeerlaubnis und<br />

beiden (!) Steuernummern digital<br />

an einem Tag. Steuerfreiheit in den<br />

ersten Jahren für die Gründungsinvestoren<br />

bei den ersten drei Finanzierungsrunden.<br />

Volker Voigt nahm als Geschäftsführer für die 2010<br />

gegründete Buffet Crampon GmbH in Würzburg die<br />

Auszeichnung als Finalist entgegen. Buffet Crampon<br />

ist deutschlandweit der einzige Hersteller, der sowohl<br />

Holz- als auch Blechblasinstrumente herstellt.<br />

Der Hidden Champion blickt auf eine wechselvolle,<br />

über 200jährige Geschichte, die 1810 mit dem Unternehmen<br />

des Instrumentenbauers Johann Langhammer<br />

ihren Anfang nahm. Als größter Arbeitgeber in<br />

Markneukirchen und dem vogtländischen Musikwinkel,<br />

beschäftigt die Buffet Crampon GmbH insgesamt<br />

400 Mitarbeiter.<br />

© DIE PROFIFOTOGRAFEN | OSKAR-PATZELT-STIFTUNG<br />

Das alles geht fast mit einem Fingerschnippen.<br />

Bürokraten würden sicher<br />

Schnappatmung bekommen, führten<br />

sie sich vor Augen, was sie dann alles<br />

nicht wissen oder nicht beeinflussen<br />

können. Aber die Mittelständler, die 3,5<br />

Millionen Menschen, die täglich das<br />

Schwungrad am Laufen halten, würden<br />

sich die Augen reiben und glauben, sie<br />

seien im Schlaraffenland und würden<br />

loslegen, um die Zeit ohne Fesseln zu<br />

nutzen. Sie können das. Es sind die Leistungsträger,<br />

die Hidden Champions, die<br />

Bäcker, Metzger und Pflegedienstbetreiber,<br />

die unsere Reserven heben können.<br />

Nur wir in Deutschland haben sie in dieser<br />

Stärke. Man sollte einfach aufhören,<br />

ihnen beim Arbeiten im Weg zu stehen<br />

und sollte anfangen, sie als die Motoren<br />

unseres Wohlstandes zu schätzen.<br />

Erhard beim Wort nehmen<br />

Wenn die Bundesregierung Hilfe benötigt,<br />

wie man das Gespräch beginnen<br />

könnte, hier ein Vorschlag aus Ludwig<br />

Erhards Buch „Wohlstand für Alle“:<br />

„Die ‚Qualitäten‘, die der Mittelstand<br />

als Wert herausstellen muss, sind: die<br />

Selbstverantwortlichkeit für das eigene<br />

Schicksal, die Selbständigkeit der Existenz,<br />

der Mut, aus eigener Leistung zu<br />

bestehen und sich in einer freien Gesellschaft,<br />

einer freien Welt behaupten zu<br />

wollen.<br />

Alles, was Sie von dieser Freiheit, von<br />

diesem Mut zum Leben, von dem Wert<br />

der Selbständigkeit und der Individualität<br />

der Leistung wegnehmen, wird nicht<br />

zu einer Stütze für den Mittelstand, sondern<br />

zu einem Schlag gegen den Mittelstand<br />

. . . Wenn gerade in diesen Schichten<br />

unseres Volkes der Mut, aus eigener<br />

Kraft bestehen zu wollen, durch die<br />

eigene Leistung sich zu bewahren, verlorengeht,<br />

dann bleibt von dem Mittelstand<br />

wirklich nichts anderes übrig als<br />

eine Schicht von Menschen, die Schutz<br />

verlangen, um etwas besser leben zu<br />

können als andere. […]<br />

Es kommt also entscheidend darauf an,<br />

dass man in der unternehmerischen<br />

Wirtschaft gegenüber dem Staat jene<br />

stolze Haltung bezieht, die ihren Ausdruck<br />

in dem dringenden Wunsch findet,<br />

von „zu viel Staat“ verschont und befreit<br />

zu sein.“ (WfA, S. 145) •<br />

Prof. Dr. h.c. mult.<br />

Roland Koch war von<br />

1999 bis 2010 Ministerpräsident<br />

des Landes Hessen. Seit<br />

2020 ist er Vorsitzender der<br />

Ludwig-Erhard-Stiftung e.V. .<br />

Über den Autor<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

Das EFEN-Versprechen: Einfach.Mehr.Möglichkeiten.<br />

Qualität Service Zuverlässigkeit Nachhaltigkeit<br />

Smarte Technik für die Energieversorgung<br />

Für EFEN steht der ressourcenschonende Umgang mit Rohstoffen<br />

im Fokus. Wir nehmen Chancen aktiv wahr und investieren<br />

in Zukunftstechnologien, sowie in Aus- und Weiterbildung<br />

unserer Mitarbeiter. Unsere Vision von nachhaltiger<br />

Entwicklung, um Erfolg dauerhaft zu sichern.<br />

Unser Nachhaltigkeitsgebot:<br />

Die Fertigung unserer Produkte<br />

erfolgt nachhaltig und emissionsarm.


10 Gesellschaft<br />

11<br />

Baukasten<br />

bringt unseren<br />

Kunden<br />

Transparenz<br />

und Systematik.<br />

Jens Kühn<br />

CTO Wipotec Gruppe<br />

Innovation und Leidenschaft für Technik<br />

Weltweit 1.250 Mitarbeiter, davon über 950 in Kaiserslautern:<br />

Wipotec bietet ein breites Sortiment dynamischer Hightech-Wägeund<br />

Inspektionstechnik für den industriellen Einsatz.<br />

Wipotec steht seit 35 Jahren für außergewöhnliche<br />

Fertigungsqualität „Made in Germany“. Wir produzieren<br />

auf den Gebieten der Wägetechnik, Kontrollwaagen,<br />

optische und röntgentechnische Inspektion, Serialisierung,<br />

Track & Trace und Mark & Verify sowie Systeme<br />

in dem Mail- und Logistikbereich für die unterschiedlichsten<br />

Industrien: von der Lebensmittelbranche über<br />

Chemie und Kosmetik bis hin zu Pharmazie, Maschinenbau,<br />

Logistik und den KEP-Märkten.<br />

Unsere internationalen Kunden erhalten Produkte und<br />

Lösungen aus einer Hand. Mit einer Fertigungstiefe<br />

von mehr als 85 % produzieren wir auf über 32.000 qm<br />

am Stammsitz in Kaiserslautern.<br />

Rund 950 erfahrene und motivierte MitarbeiterInnen<br />

definieren auf ihr Anforderungsprofil hin effiziente<br />

Lösungen und bedienen sich aus einem modularen<br />

Portfolio oder entwickeln maßgeschneiderte Maschinen.<br />

Das weltweite Service- und Vertriebsnetzwerk<br />

von > 100 Tochterfirmen und Partnern umspannt die<br />

ganze Welt.<br />

Um jedwede Aufgabe schnell, auf technologisch<br />

höchstem Niveau und passgenau umzusetzen, setzen<br />

wir auf „Open Innovation“. Immer wieder öffnet<br />

Wipotec seinen Innovationsprozess für Partnerunternehmen<br />

und Universitäten. „Wir schließen regelmäßig<br />

Kooperationsvereinbarungen. Und kommen damit<br />

deutlich schneller und besser ans Ziel“, bestätigt Jens<br />

Kühn, Technischer Geschäftsführer. Passgenau und<br />

doch mit hoher Geschwindigkeit entwickeln – dieses<br />

Ziel erreicht Wipotec auch mit einem effizienten Prozess,<br />

der auf einem modularen Baukastensystem aufbaut.<br />

„Unser Baukasten bringt unseren Kunden Transparenz<br />

und Systematik. Andererseits verändert er sich rasant,<br />

weil wir immer wieder neue Technologien integrieren<br />

und innovative Lösungen dazukommen“, erklärt Kühn.<br />

Auf diesem Weg entstehen technologisch hochkomplexe<br />

Lösungen, die wir unseren Kunden weltweit systematisch<br />

vermitteln. „Unsere Produkte und Lösungen<br />

entwickeln sich schnell weiter. Wir nehmen unser Team<br />

genauso wie unsere Kunden bei jeder neuen Entwicklung<br />

mit“, erklärt Kühn.<br />

Dafür unterhält Wipotec sogar ein eigenes Akademieund<br />

Technologiecenter, wo Kunden Innovationen erleben<br />

können und die weltweit tätigen Vertriebs- und<br />

Servicemitarbeiter kontinuierlich Neues lernen. „Unser<br />

Team ist weltweit im engen Austausch mit unseren<br />

Kunden. Das ist für uns ein kontinuierlicher und gemeinsamer<br />

Entwicklungsprozess“, beschreibt Kühn.<br />

Gelebte Nachhaltigkeit: Nicht nur technisch, sondern<br />

auch ökologisch durch energetische Bauweise und regenerative<br />

Energiegewinnung setzt Wipotec Standards<br />

für Industrieunternehmen in der Region: Bereits heute<br />

versorgt sich der zentrale Produktionsstandort zu 80 %<br />

aus eigenen, alternativen Energiequellen (Solarenergie,<br />

Geothermie, Solarthermie, Grundwasserkühlung,<br />

Geomassivspeicher).<br />

Headquarters<br />

Kaiserslautern<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

Schreiben auch Sie mit uns gemeinsam<br />

die Erfolgsgeschichte Wipotec weiter!<br />

wipotec.com/karriere


12 Gesellschaft<br />

13<br />

Der kleine<br />

große Widerstand<br />

Ohne die Zivilcourage von Whistleblowern, die kleine und<br />

große Missstände aufdecken, können Gesellschaft und<br />

Demokratie nicht gedeihen. Gut, dass das nun gesetzlich<br />

anerkannt ist. Schlecht, dass es immer noch gefährlich<br />

ist, Unrecht öffentlich zu machen. Ein Essay in Auszügen<br />

von Heribert Prantl.<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

© COLLAGE URSULA HOITZ<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

Darf ein Rechtsstaat Verbrechen begehen?<br />

Natürlich darf er das nicht. Ein<br />

Rechtsstaat darf nicht gegen Verfassung,<br />

Recht und Gesetz verstoßen. Und<br />

wenn er es trotzdem tut? Darf der Staat<br />

dann denjenigen bestrafen, der das als<br />

Whistleblower aufdeckt und öffentlich<br />

macht? Muss man den Mund halten,<br />

wenn man von schweren Missständen<br />

erfährt – jedenfalls dann, wenn<br />

man ein Staatsbediensteter ist? Und<br />

wann darf man wie den Mund aufmachen<br />

– und wem gegenüber? Das sind<br />

die wichtigen Fragen, um die es beim<br />

Whistleblowing geht: Gibt es ein Recht,<br />

rechtswidrige Zustände öffentlich zu<br />

machen?<br />

Illegale Staatsgeheimnisse<br />

Edward Snowden, ehemaliger technischer<br />

Mitarbeiter von CIA und NSA,<br />

hat aufgedeckt, dass US-amerikanische<br />

und britische Geheimdienste die halbe<br />

Welt abhören, dass sie dazu auch Botschaftsgebäude<br />

nutzen, dass sie für Spionagezwecke<br />

die internationalen Kommunikationsverbindungen<br />

unter ihre<br />

Kontrolle gebracht haben – und dies<br />

alles unter Verstoß gegen internationales<br />

Recht, Pakte und Vereinbarungen.<br />

Weil Snowden diese Verstöße öffentlich<br />

gemacht hat, wird er von der Staatsgewalt<br />

gejagt. Er hat der Weltgesellschaft<br />

Einblicke in die neue Welt der Datenspionage<br />

ermöglicht und in eine neue,<br />

umfassend überwachte Internetwelt. Er<br />

berichtete von einer digitalen Kosmologie,<br />

von einer radikalen und globalen<br />

Überwachungstechnik, die auf Internetanbieter<br />

und auf soziale Medien umfassend<br />

zugreift und in deren Bestände<br />

eingreift, die aber ebenso in der Lage ist,<br />

alles, was im Internet passiert, in Echtzeit<br />

zu protokollieren und zu speichern.<br />

Diese digitale Inquisition tut körperlich<br />

nicht weh, sie ist einfach da. Sie macht<br />

die Kommunikation unfrei. Snowden<br />

hat diese digitale Inquisition "inquisitioniert".<br />

Die Inquisition hat sich an ihm<br />

gerächt. Sie hat zurückgeschlagen und<br />

seine bürgerliche Existenz vernichtet.<br />

Drei Delikte werden ihm vorgeworfen:<br />

Diebstahl von Regierungseigentum; widerrechtliche<br />

Weitergabe militärischer<br />

Informationen; Weitergabe nachrichtendienstlicher<br />

Informationen an Unbefugte.<br />

Er hätte unbedingt schweigen<br />

müssen, sagen die US-Behörden; allenfalls<br />

hätte er sich an den Kongress wenden<br />

dürfen. Er habe Staatsgeheimnisse<br />

verraten.<br />

Das große Aber lautet: Sind illegale Geheimnisse<br />

wirklich Staatsgeheimnisse,<br />

die strafrechtlichen Schutz verdienen<br />

und denjenigen zum Straftäter machen,<br />

der sie aufdeckt? Ist der Verbrecher der,<br />

der ein Staatsverbrechen anzeigt – und<br />

nicht der, der es verübt? So jedenfalls<br />

möchten Regierungen und Sicherheitsbehörden<br />

es sehen; und so wird das<br />

Strafrecht gern ausgelegt. Recht ist das<br />

aber nicht. In Deutschland jedenfalls<br />

ist es anders geschrieben: Tatsachen,<br />

die gegen die freiheitlich demokratische<br />

Grundordnung verstoßen, sind<br />

keine Staatsgeheimnisse; so steht es<br />

in Paragraf 93 Absatz 2 des deutschen<br />

Strafgesetzbuchs. Zwar wird diese klare<br />

Vorschrift im Anschluss wieder aufgeweicht,<br />

doch darf der Staat nicht alles,<br />

was er tut, mit der Firewall des Strafrechts<br />

umgeben. Dann würden nämlich<br />

auch illegale Geheimnisse zu geschützten<br />

Geheimnissen; Staatsschutz nennt<br />

man das. Auch im US-Strafrecht gibt<br />

es den Rechtfertigungsgrund der Notwehrhilfe,<br />

also der Verteidigung anderer<br />

("defense of others"). Ist Snowden<br />

ein Nothelfer? War Aufdeckung nicht<br />

gerechtfertigt oder zumindest entschuldigt?<br />

(...)<br />

Recht und Unrecht<br />

Es gibt darauf eine klare Antwort:<br />

Schutzwürdig kann und darf in einem<br />

demokratischen Verfassungsstaat nur<br />

ein Dienst- oder ein Staatsgeheimnis<br />

sein, das mit dem geltenden Recht im<br />

Einklang steht. Das Recht darf nicht<br />

Unrecht schützen. Der große sozialdemokratische<br />

Jurist Adolf Arndt hat das<br />

1963 in der "Neuen Juristischen Wochenschrift"<br />

schön beschrieben. Damals<br />

wurde in der Bundesrepublik erstmals,<br />

wenn auch nicht unter diesem Namen,<br />

über einen Whistleblower-Fall diskutiert.<br />

Werner Pätsch, ein kleiner Angestellter<br />

des Verfassungsschutzes, hatte enthüllt,<br />

dass dieser Geheimdienst deutsche<br />

Staatsbürger mithilfe der Alliierten verfassungswidrig<br />

überwachte. Pätsch war<br />

sozusagen ein deutscher Vorfahr von<br />

Edward Snowden. Ausgehend von diesem<br />

Fall schrieb damals Arndt: "In einer<br />

Demokratie gibt es an Staat nicht mehr,<br />

als seine Verfassung zum Entstehen<br />

bringt. Deshalb ist es weder zulässig,<br />

zwischen dem Schutz des Staates und<br />

dem Schutz der Verfassung zu unterscheiden,<br />

weil dieser Staat nur in seiner<br />

Verfassung schützbar ist; noch kann es<br />

ein rechtliches Erfordernis geben, etwas<br />

gegen das Recht zu sichern (zum Beispiel<br />

durch Geheimhaltung), was nach<br />

der verfassungsmäßigen Ordnung Unrecht<br />

ist." Der Aufsatz trägt den Titel:<br />

"Demokratische Rechtsauslegung am<br />

Beispiel des Begriffs ‚Staatsgeheimnis‘".<br />

Die Lektüre hätte sich für den damaligen<br />

SPD-Bundesjustizminister Heiko Maas<br />

empfohlen, als er 2014 in seiner rechtlichen<br />

Beurteilung des Falls Snowden u


14 Gesellschaft<br />

15<br />

weit hinter Arndt zurückfiel. Snowden<br />

habe nun einmal, so Maas, durch seine<br />

Enthüllungen Strafgesetze verletzt – in<br />

seinem Fall die der USA. Aber auch in<br />

Deutschland, so Maas weiter, wäre ein<br />

solcher Geheimnisverrat strafbar. Diese<br />

wenig demokratische Betrachtungsweise<br />

floss dann auch in die Maas’sche<br />

Beurteilung von Snowdens Asylbegehren<br />

ein: Asyl für Snowden sei zwar eine<br />

sympathische Vorstellung, aber ohne<br />

Substanz. Substanz fehlte aber vielleicht<br />

eher dem, der so argumentierte.<br />

Stattdessen empfahl Maas Snowden<br />

ungerührt die Rückkehr in die USA.<br />

Die Snowden-Kritiker argumentieren<br />

so, wie 1963 im Verfahren gegen Pätsch,<br />

der Bundesanwalt Walter Wagner argumentiert<br />

hat. Der kümmerte sich nicht<br />

darum, dass der Verfassungsschutz alliierte<br />

Vorbehaltsrechte illegal genutzt<br />

und Hunderte Bundesbürger grundrechtswidrig<br />

abgehört hatte – er sah<br />

Sachbearbeiter Pätsch als strafbaren<br />

Bösewicht, der sich, nachdem er sich<br />

beim Referatsleiter vergeblich beklagt<br />

hatte, an den Rechtsanwalt Josef Augstein,<br />

den Bruder des "Spiegel"-Herausgebers<br />

Rudolf Augstein, gewandt hatte:<br />

"Wenn es gestattet wäre", so der Bundesanwalt,<br />

"unbestraft Amtsgeheimnisse<br />

an den Mann zu bringen, dann wäre die<br />

Folge eine Zerstörung auch der Staatsordnung".<br />

So reden die, die Snowden, Manning<br />

und Pätsch als Kriminelle betrachten. So<br />

hatten es schon die Reichsrichter gesehen,<br />

die 1931 den späteren Friedensnobelpreisträger<br />

Carl von Ossietzky hinter<br />

Gitter brachten. Pätschs Richter haben<br />

1963 anders geredet; sie sprachen ihn<br />

vom Landesverrat frei und verurteilten<br />

ihn nur wegen "Verletzung der Amtsverschwiegenheit"<br />

zu vier Monaten mit<br />

Bewährung; in schwerwiegenden Fällen<br />

sei, so hieß es im Urteil, die unmittelbare<br />

öffentliche Publikation zu akzeptieren.<br />

Leider ist diese Rechtsprechung nie<br />

mehr präzisiert worden.<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

Aufdecker und Aufrührer<br />

Im demokratischen Rechtsstaat sollte<br />

es anders sein. Dann würde es auch<br />

Julian Assange nicht so dreckig ergehen.<br />

Was er getan hat? Er hat die<br />

Wahrheit veröffentlicht. Er hat US-<br />

Kriegsverbrechen offenbart. Er hat als<br />

Gründer von WikiLeaks in Zusammenarbeit<br />

mit klassischen Medien geleakte<br />

Militärprotokolle veröffentlicht, die unter<br />

anderem Kriegsverbrechen der USA<br />

während der Kriege in Afghanistan und<br />

im Irak belegen. Diese Protokolle und<br />

Akten zeigen, wie Folter und Hinrichtungen<br />

dort zur Praxis wurden. Das von<br />

ihm via WikiLeaks publizierte Material<br />

enthält auch das berüchtigte Video, auf<br />

dem zu sehen ist, wie Piloten eines US-<br />

Kampfhubschraubers auf einer Straße<br />

in Bagdad unschuldige Zivilisten<br />

niedermähen, darunter zwei Journalisten<br />

der Nachrichtenagentur Reuters.<br />

Man wird mit diesem Video Zeuge<br />

der furchtbaren Details: "He is wounded",<br />

hört man einen amerikanischen<br />

Soldaten sagen. "I’m firing." Und dann<br />

wird gelacht. Ein Minibus kommt angefahren,<br />

der die Verwundeten retten<br />

will. Der Fahrer hat zwei Kinder dabei.<br />

Man hört die Soldaten sagen: "Selber<br />

schuld, wenn der Kinder aufs Schlachtfeld<br />

bringt." Und dann wird gefeuert.<br />

Verfolgt wurden und werden aber<br />

nicht die Kriegsverbrecher, nicht die feixenden<br />

Todesschützen in Uniform. Verfolgt<br />

wurden und werden die, die deren<br />

Taten publizieren.<br />

Der Fall Assange ist zum Exempel geworden,<br />

zum Exempel auch für die Bedrohung<br />

der Pressefreiheit. Behörden<br />

werfen ihm "Verbreitung geheimer Informationen"<br />

vor, Verschwörung und<br />

Spionage. Aus Aufdeckung wird also<br />

Spionage, aus vorbildlichem Journalismus<br />

wird Verschwörung. Deswegen<br />

wird Assange mit wütender Nachhaltigkeit<br />

verfolgt, deswegen wurde und<br />

wird WikiLeaks von den US-Behörden<br />

als Terrororganisation bezeichnet. Der<br />

angebliche Terror besteht in der Aufdeckung<br />

von Terror.<br />

Seit mehr als einem Jahrzehnt versucht<br />

Assange verzweifelt, sich dem Zugriff<br />

der US-Weltmacht zu entziehen. Er<br />

suchte und fand zunächst Zuflucht in<br />

der Londoner Botschaft von Ecuador,<br />

wurde aber dann dort hinausgeworfen<br />

und den britischen Behörden ausgeliefert,<br />

die ihn verurteilten und der<br />

Auslieferung an die USA nichts entgegenhielten.<br />

Dort erwarten ihn bis zu<br />

175 Jahre Haft, Haft also bis zum Tode.<br />

Hätte Julian Assange Kriegsverbrechen<br />

der russischen Streitkräfte in der Ukraine<br />

öffentlich gemacht, wäre alles ganz<br />

anders: Er würde in den USA und in Europa<br />

als Held der Pressefreiheit gefeiert.<br />

Wäre er dann von Russland inhaftiert<br />

worden, würde man ihn im Westen als<br />

Märtyrer der Menschenrechte preisen.<br />

Aber so ist es nicht.<br />

Für Assange, den Pionier der digitalen<br />

Aufklärung, ergreift keine EU-Kommissionspräsidentin<br />

Partei, kein EU-Außenminister<br />

fordert seine Freilassung. Auch<br />

Annalena Baerbock hat dies nur so lange<br />

getan, wie sie noch nicht deutsche<br />

Außenministerin war. (...) Wenn das<br />

Aufdecken von Verbrechen selbst zum<br />

Verbrechen wird, ist die Pressefreiheit<br />

in höchster Gefahr.<br />

Wo Gefahr ist …<br />

Mit dem Schicksal von Julian Assange<br />

steht auch die Zukunft des Whistleblowings<br />

auf dem Spiel. Ohne die<br />

Zivilcourage derer, die Missstände aufdecken,<br />

kann eine Gesellschaft nicht<br />

leben. Die Europäische Union hat dies<br />

erkannt und 2019 eine Richtlinie zum<br />

Whistleblower-Schutz erlassen. Der Einsatz<br />

der EU für Julian Assange ist ein<br />

Prüfstein, ob und wie ernst es ihr damit<br />

ist. Bislang spürt man wenig von diesem<br />

Ernst. (...)<br />

Der David des Alten Testaments hatte<br />

eine Schleuder, um gegen den Riesen<br />

Goliath anzutreten. Whistleblower in<br />

der EU haben nun ein Schutzgesetz.<br />

Sie sind keine "Ketzer" mehr wie früher,<br />

auch keine "Verräter". Sie sind Menschen<br />

mit Zivilcourage. Ohne diese Zivilcourage<br />

gibt es keine gute Demokratie.<br />

Die EU-Richtlinie und die nationalen<br />

Whistleblower-Schutzgesetze sind Anti-Duckmäuser<br />

Gesetze. Sie helfen beim<br />

aufrechten Gang.<br />

(..) Und wie es einem widerständlerischen<br />

Whistleblower ergeht, der der<br />

ganz großen Politik in die Quere kommt,<br />

davon kann Edward Snowden in seinem<br />

Moskauer Exil, davon kann Julian Assange<br />

im britischen Hochsicherheitsgefängnis<br />

ein Lied singen. Es ist das Lied<br />

einer traurigen Realität. Diese Realität<br />

ist demokratieschädlich. Notwendig ist<br />

ein neuer Geist – der Geist des kleinen<br />

großen Widerstands gegen das Unrecht.<br />

Es wäre gut, wenn sich dieser neue Geist<br />

mit den neuen Whistleblower-Gesetzen<br />

entfaltete.<br />

Auszüge aus dem Essay von Heribert Prantl<br />

„Der kleine große Widerstand“, erschienen in<br />

„Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ)“ 36-<br />

36/<strong>2023</strong>, Hrsg. Bundeszentrale für politische<br />

Bildung, Bonn, Creative Commons Lizenz "CC<br />

BY-NC-ND 3.0 DE •<br />

Heribert Prantl war<br />

Richter und Staatsanwalt in<br />

Bayern und lange Zeit Leiter<br />

der Ressorts Innenpolitik und<br />

Meinung sowie Mitglied der<br />

Chefredaktion der "Süddeutschen<br />

Zeitung". Heute ist er<br />

dort Autor und Kolumnist<br />

und lehrt als Honorarprofessor<br />

für Rechtswissenschaft<br />

an der Universität Bielefeld.<br />

Über den Autor<br />

© SUPERBASS/ WIKIMEDIA COMMONS<br />

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Wir möchten uns recht herzlich bei allen bedanken, die dafür gesorgt haben, dass wir in<br />

diesem Jahr mit dem Großen Preis des Mittelstandes ausgezeichnet wurden! Unser Dank<br />

gilt der Stiftung, der Jury, sowie denjenigen Personen, die zu unserer Nominierung bei-<br />

Genau der richtige Partner für Ihr Projekt!<br />

getragen haben. Außerdem dankbar sind wir für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,<br />

Kolleginnen und Kollegen, ohne die wir heute nicht dort ständen, wo wir sind.<br />

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16 Gesellschaft<br />

17<br />

1. Landräte quer durch die Republik und<br />

die Parteienlandschaft warnen - nicht nur<br />

angesichts der ungesteuerten Zuwanderung<br />

- vor Erreichen der Belastungsgrenze<br />

der öffentlichen Verwaltungen, gar vor<br />

deren Handlungsunfähigkeit. So äußerte<br />

der Landrat aus dem Landkreis Saarlouis:<br />

„Indem wir unserer Bevölkerung suggerieren,<br />

es gibt einen Staat, der dir alle Probleme<br />

abnimmt, züchtet man eine Erwartungshaltung,<br />

die nur in Enttäuschung<br />

münden kann.“. Man müsse den „Hebel<br />

umlegen bei der Erwartungshaltung der<br />

Menschen“, so unterstützend sein Kollege<br />

aus St. Wendel.<br />

Der Aufschrei<br />

nanzverluste. Was die Bürger alltäglich<br />

beobachten, nämlich statt Anreize zur<br />

Arbeitssuche und -aufnahme zu schaffen,<br />

werden Regelungen beschlossen, die das<br />

Gegenteil bewirken und den Marsch in<br />

die Sozialsysteme begünstigen. So wird<br />

über die politische Klasse nichts auf die<br />

Ebene der politischen Entscheidungsträger<br />

transportiert. Im schlimmeren Fall<br />

wollen die das auch gar nicht hören. Die<br />

entsprechenden Talkshows ändern daran<br />

auch nichts. So entsteht Politikverdrossenheit<br />

als Folge der Resonanzverluste.<br />

Kein Dialog mehr zwischen den Lebenswirklichkeiten<br />

und den politischen Entscheidern!<br />

der Landräte<br />

Wo bleibt die Resonanz?<br />

als gesund und erwerbsfähig eingestuft<br />

werden. Ist das sozialpolitisch gesund,<br />

fair und/oder gerecht, lässt sich zurecht<br />

fragen. Werden hierdurch nicht falsche<br />

Anreize gesetzt, die die guten Sitten verderben?<br />

4. Vor dem Hintergrund der heutigen<br />

sozialpolitischen Praxis nach dem Gebot<br />

der maximalen Zumutungsfreiheit ist<br />

der parteipolitische Aufschrei kaum vorstellbar,<br />

wenn Männer wie Ludwig Erhard<br />

oder Albert Schweitzer ihr bürgerschaftliches<br />

Credo formulieren würden. Ich<br />

wage es, deren Credo hier zu zitieren:<br />

© FREEPIK.COM<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

einzelnen Staatsbürger gängeln oder sich<br />

gar zu seinem Schutzherrn aufspielen zu<br />

wollen. Solche „Wohltat“ muss das Volk<br />

immer teuer bezahlen, weil kein Staat<br />

mehr geben kann als er ihnen vorher abgenommen<br />

hat und das noch abzüglich<br />

der Kosten einer zwangsläufig immer<br />

mehr zum Selbstzweck ausartenden<br />

Sozialbürokratie. Nichts ist darum in<br />

der Regel unsozialer als der sogenannte<br />

„Wohlfahrtsstaat“, der die menschliche<br />

Verantwortung erschlaffen und die individuelle<br />

Leistung absenken lässt“.<br />

Erhards Devise war also nicht: Du Einzelner,<br />

du brauchst dich nicht anzustrengen,<br />

die Gesellschaft wird dir schon helfen.<br />

Nein, seine Devise war: Du Einzelner,<br />

streng dich an, damit du dir selbst und<br />

anderen und damit deiner Gemeinschaft,<br />

in der du lebst, helfen kannst.<br />

„… Ich wünsche mir Chancen,<br />

nicht Sicherheiten. Ich will kein<br />

ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt<br />

und abgestumpft, weil<br />

der Staat für mich sorgt…. “<br />

(Albert Schweitzer)<br />

6. Und nun stellen Sie sich Albert<br />

Schweitzer in einer beliebigen Parteiveranstaltung<br />

in <strong>2023</strong> vor, wenn er sein Credo<br />

vorträgt. Gäbe es Beifall oder einen<br />

Sturm der Entrüstung, der Empörung gar?<br />

„Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch<br />

sein. Ich habe ein Recht<br />

darauf, aus dem Rahmen zu fallen - wenn<br />

ich es kann. Ich wünsche mir Chancen,<br />

nicht Sicherheiten. Ich will kein ausgehaltener<br />

Bürger sein, gedemütigt und<br />

abgestumpft, weil der Staat für mich<br />

sorgt. Ich will dem Risiko begegnen, mich<br />

nach etwas sehnen und es verwirklichen,<br />

Schiffbruch erleiden und Erfolg haben.<br />

Ich lehne es ab, mir den eigenen Antrieb<br />

mit einem Trinkgeld abkaufen zu lassen.<br />

Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens<br />

entgegentreten, als ein gesichertes<br />

Dasein führen; lieber die gespannte Erregung<br />

des eigenen Erfolgs als die dumpfe<br />

Ruhe Utopiens. Ich will weder meine<br />

Freiheit gegen Wohltaten hergeben noch<br />

meine Menschenwürde gegen milde Gaben.<br />

Ich habe gelernt, selbst für mich zu<br />

denken und zu handeln, der Welt gerade<br />

ins Gesicht zu sehen und zu bekennen:<br />

dies ist mein Werk. Das alles ist gemeint,<br />

wenn ich sage: Ich bin ein freier Mensch“.<br />

7. Die politische Frage ist, wie das<br />

Gleichgewicht zwischen Ansprüchen<br />

des Einzelnen (Rechte, Freiheit) und den<br />

Ansprüchen der Gesellschaft an den Einzelnen<br />

(Pflichten, Verantwortung) wieder<br />

hergestellt werden kann. Denn das dies<br />

auf die Reformagenda muss, weiß heute<br />

jeder Landrat. Solidarität, Mitmenschlichkeit,<br />

Achtsamkeit gegenüber jedermann<br />

und allen Dingen, Arbeiten für das<br />

Gemeinwohl - all diese Werte gedeihen<br />

nicht mehr auf dem Boden des gewachsenen<br />

Sozialstaats und der Sozialbürokratie.<br />

Gesellschaften bleiben fit, bleiben<br />

wettbewerbsfähig, wenn sie Vertrauen,<br />

Verantwortung, vorbildliches Verhalten<br />

und Uneigennützigkeit kultivieren und<br />

praktizieren. Auch dies, möglicherweise<br />

vor allem dies, gehört zu den Standortfaktoren,<br />

deren Wertigkeit zu wünschen<br />

übriglässt.<br />

„…Nichts ist darum in der Regel<br />

unsozialer als der sogenannte<br />

„Wohlfahrtsstaat“, der die<br />

menschliche Verantwortung<br />

erschlaffen und die individuelle<br />

Leistung absenken lässt…“ “<br />

(Ludwig Ehrhard)<br />

8. Daher sollte sich die politische Klasse<br />

einen hörbaren Ruck in Richtung einer<br />

neuen Sozialethik geben. Sie sollte sich<br />

verabschieden vom Begriff der sozialen<br />

Gerechtigkeit im Sinne des Egalitarismus.<br />

Denn eine solche Ethik verdrängt nicht<br />

nur Subsidiarität, sondern auch Solidarität.<br />

Sie verdrängt die Offene Gesellschaft<br />

(Karl Popper) mit all ihren Vorteilen und<br />

Vorzügen. •<br />

Dr. Hanspeter Georgi<br />

Über den Autor<br />

ist Präsidiumsmitglied der<br />

Oskar-Patzelt-Stiftung. Das<br />

Engagement des langjährigen<br />

saarländischen<br />

Wirtschafts- und Arbeitsministers<br />

und Volkswirtschaftlers<br />

galt vor allem<br />

der Aufwertung des Wirtschaftsstandortes<br />

Saarland,<br />

der Weiterentwicklung der beruflichen Bildung<br />

und der Fortentwicklung des allgemeinbildenden<br />

Schulsystems.<br />

Preisträger <strong>2023</strong><br />

„Gemessen an dem Aufschrei<br />

der kommunalen Mandatsträger<br />

über die Lebenswirklichkeiten<br />

wundert man sich ob der<br />

fehlenden Resonanz in den<br />

Parteien.“<br />

(Georgi)<br />

2. Gemessen an dem Aufschrei der kommunalen<br />

Mandatsträger über die Lebenswirklichkeiten<br />

wundert man sich<br />

ob der fehlenden Resonanz in den Parteien.<br />

Debatten hierüber bleiben aus. Der<br />

Soziologe Hartmut Rosa erklärt dieses<br />

Phänomen mit dem Begriff der Reso-<br />

3. Um den Aufschrei der beiden Landräte<br />

aus dem Saarland aufzunehmen:<br />

Es hat sich eine Riesendiskrepanz entwickelt<br />

zwischen der Paulinischen Formel<br />

(„Wer nicht arbeiten will, soll auch nicht<br />

essen“, 2. Brief an die Thessalonicher)<br />

und dem, was heute in der Literatur mit<br />

dem Begriff des „Gebots der maximalen<br />

Zumutungsfreiheit“ bezeichnet und von<br />

den Landräten beklagt wird. So stellen<br />

sich viele Bürger die Frage, ob die am 1.Januar<br />

<strong>2023</strong> beschlossene Bürgergeld-Regelung<br />

nicht über das Ziel hinausschießt.<br />

Nach Berechnungen nehmen in unserem<br />

Land rund 5.5 Millionen Menschen dieses<br />

Bürgergeld in Anspruch. Darunter seien<br />

freilich annähernd vier Millionen, die<br />

„Die politische Frage ist, wie das<br />

Gleichgewicht zwischen Ansprüchen<br />

des Einzelnen (Rechte,<br />

Freiheit) und den Ansprüchen<br />

der Gesellschaft an den Einzelnen<br />

(Pflichten, Verantwortung)<br />

wieder hergestellt werden kann.“<br />

(Georgi)<br />

5. Erhards Credo (in einem Artikel für<br />

„Die Zeit“, 15.8.1958): „Es herrscht die individuelle<br />

Freiheit, und dies umso mehr,<br />

je weniger sich der Staat anmaßt, den<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

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18 Wirtschaft<br />

19<br />

© FREEPIK.COM | JEFF JACOBS<br />

Mehr Mut<br />

zur eigenen Meinung<br />

Institutionelles Wehklagen reicht nicht aus<br />

An hohe Steuern, bürokratischen Aufwand<br />

und Kummer mit der Politik sind<br />

Unternehmer grundsätzlich gewöhnt.<br />

Seit Jahren klagt „die Wirtschaft“ über<br />

Missstände, moniert immer neue Gesetze<br />

und Regelungen zu ihren Lasten. Vielfach<br />

sind diese Klagen berechtigt. Eine ganze<br />

Klageindustrie aus Verbänden, Think<br />

Tanks, Lobbygruppen und Public-Affairs-<br />

Agenturen hat sich deswegen etabliert.<br />

Das Beschweren wird dabei ebenso arbeitsteilig<br />

betrieben wie Service- und<br />

Produktionsprozesse. Viele Unternehmen<br />

haben selbst das Wehklagen über das,<br />

was ihnen politisch und gesellschaftlich<br />

widerfährt, an solche Akteure delegiert.<br />

Böse Zungen nennen es Lobbyismus,<br />

wohlmeinende Interessenvertretung.<br />

Freilich steht diesen Verbänden und Initiativen<br />

der Wirtschaft auch eine Phalanx<br />

Andersdenkender gegenüber: Umweltund<br />

Sozialverbände, Protestbewegungen<br />

und Gewerkschaften sind nur einige davon.<br />

Diese werden nicht selten technisch<br />

NGOs genannt, wer es mit diesen hält,<br />

tituliert sie lieber als Aktivisten. Schon<br />

sprachlich soll schließlich deutlich werden,<br />

wer auf Seiten des Wahren, Schönen und<br />

Guten steht und wer nur niederträchtige<br />

Eigeninteressen verfolgt. Hier der egozentrische<br />

Lobbyist, dort der gesellschaftsverantwortliche<br />

Aktivist.<br />

Ritueller Wettbewerb<br />

um Aufmerksamkeit<br />

Beide Seiten liefern sich eine öffentlich<br />

inzensierte und inzwischen ritualisierte<br />

Debatte mit den nahezu immer gleichen<br />

gegenseitigen Argumenten, Schuldzuweisungen<br />

und Forderungen – immer<br />

mit dem Ziel, sowohl das eigene politische<br />

Lager als auch die einem selbst<br />

zuneigende Öffentlichkeit für sich zu<br />

gewinnen. Das wiederholte Erheben der<br />

immer ähnlichen Forderungen und das<br />

Vortragen wiederkehrender Argumente<br />

dient dabei mehr dem Arbeitsnachweis<br />

von Referenten und Funktionären, und<br />

somit primär der jeweiligen Institution<br />

selbst, als der wahrhaften Problemlösung.<br />

Die politische Debatte ist schließlich auch<br />

nur ein Handwerk und institutionelles<br />

Gebaren. Lobbyisten, NGOs, ja auch die<br />

meisten Medienvertreter sind schließlich<br />

ebenso Teil des Gesamtsystems, das im<br />

Spiel und Wettstreit demokratischer Kontroversen<br />

davon lebt, sich selbst zu legitimieren.<br />

Sie agieren im Wettbewerb um<br />

Mitglieder, Spenden und Aufmerksamkeit.<br />

Die eigentliche Problemlösung ist dabei<br />

– wie in den Parlamenten und dem individuellen<br />

Handeln von Politikern selbst –<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

nur ein Nebeneffekt. Je nach politischen<br />

Mehrheiten verfängt eben auch mal ein<br />

Argument oder eine Position und findet<br />

Einzug in einen Gesetzestext.<br />

Shitstorms haben Methode<br />

und folgen einem Drehbuch<br />

Das große Ganze allerdings wird dabei<br />

selten diskutiert. Eine neue Wirtschaftsund<br />

Gesellschaftsordnung steht selten<br />

auf der Tagesordnung, schon gar keine,<br />

die ((( nicht ))) unternehmerische Freiheit,<br />

Wettbewerb, Leistung und individuelles<br />

Wachstum in den Fokus rückt. Ebenso<br />

wenig werden wesentliche Partikularinteressen<br />

einzelner Unternehmen thematisiert.<br />

Wer das große Ganze anstößt, gilt<br />

schnell als Verschwörer, Umstürzler oder<br />

Revolutionär und muss sich in aller Regel<br />

massiver Ausgrenzung und Diffamierung<br />

aussetzen. Wer seine Partikularinteressen<br />

allzu intensiv in den öffentlichen Diskurs<br />

einbringt, egal wie legitim diese sein mögen,<br />

gilt als „Ober-Egoist“, als Misfit, dem<br />

die Gesellschaft mutmaßlich gleichgültig<br />

ist, als Spalter. Ein Vorwurf, der sich heute<br />

wunderbar eignet, um Andersdenkende,<br />

vornehmlich aus der Wirtschaft, auszugrenzen.<br />

Auch das hat sich inzwischen<br />

ritualisiert und prägt den öffentlichen<br />

Diskurs. Und so sind auch Internetpranger,<br />

professionelle Agitatoren und Aggressoren<br />

inzwischen Teil der Meinungsbildungsindustrie.<br />

Diese agieren freilich<br />

primär mit dem Ziel, bestimmte, allzu<br />

kontroverse Meinungen wahlweise zu<br />

verhindern oder, wenn sie doch geäußert<br />

werden, diese derart zu diskreditieren,<br />

dass der Verfasser als Persona non grata<br />

aus dem weiteren Diskurs und der Öffentlichkeit<br />

entfernt wird. Shitstorms und<br />

Ausgrenzung haben Methode und folgen<br />

einem Drehbuch.<br />

Verbände und Organisationen<br />

sind bestenfalls ein Teil der Lösung<br />

In dieser Melange ist es nur allzu folgerichtig<br />

für Unternehmen, ihre Interessenvertretung<br />

zu delegieren. Sollen halt<br />

die Profis machen, die das politische Geschäft<br />

verstehen. Und schließlich soll sich<br />

die Mitgliedschaft in einem Verband ja<br />

auch lohnen. Diese Haltung allerdings<br />

verkennt, dass Verbände auch jeweils<br />

nur Kollektivinteressen vertreten können,<br />

Mehrheitsmeinungen der nicht selten<br />

heterogenen Mitgliedschaft. Wer wirklich<br />

etwas zu sagen hat, wird durch eine Institution<br />

nur in dem Maße repräsentiert, wie<br />

der Platz im innerverbandlichen Machtgefüge<br />

dies erlaubt. Verbände sind eine<br />

Ergänzung, ein ideologisches und informatives<br />

Fundament, aber letztlich keine<br />

Repräsentanten der eigenen Interessen.<br />

Sie können Verbündete sein, Argumente<br />

und Insights liefern, aber sie sind nur selten<br />

geeignet, einen politischen oder thematischen<br />

Durchbruch im eigenen Interesse<br />

zu erzielen.<br />

Übergriffige Politik<br />

zu Lasten der Unternehmen<br />

Dabei war es nie so wichtig wie heute,<br />

den Mut aufzubringen, eine eigene Position<br />

einzunehmen. Nie war eine Politik<br />

so unternehmens- und freiheitsfeindlich.<br />

Nie wurden in so kurzen Abständen Rechte<br />

eingeschränkt, übergriffige Gesetze<br />

beschlossen und kostenintensive Regularien<br />

oktroyiert wie gerade jetzt. Noch<br />

nie wurde derart versucht, Unternehmen<br />

und deren Führungsetagen zu Komplizen<br />

zu machen für den eigenen Niedergang<br />

ganzer Branchen und Geschäftsmodelle.<br />

Es ist Zeit, trotz aller Widerstände, Haltung<br />

zu zeigen und sich mit der eigenen<br />

Position darzustellen. Das Delegieren politischer<br />

Meinungsbildungsprozesse und<br />

medialer Einflussnahme an kollektive<br />

Interessenvertreter stößt dabei an seine<br />

Grenzen. Hinzu kommt die Erkenntnis:<br />

auch der Shitstorm und die obligatorische<br />

Empörung ist nur ein Ritual, das sich zunehmend<br />

als durchschaubares Manöver<br />

bestimmter Akteure durchschauen und<br />

letztlich managen lässt.<br />

Jedes Unternehmen braucht<br />

eine Lobby- und Pressestelle<br />

Das Wissen um politische Systeme, mediale<br />

Sichtbarkeit und das Formulieren eigener<br />

Positionen muss Einzug finden in die<br />

Unternehmen selbst. Sich kein Gehör zu<br />

verschaffen, keine Meinung zu haben oder<br />

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deren Artikulation anderen zu überlassen,<br />

ist keine Option mehr. Eine eigene Presseabteilung,<br />

die unverfälscht die eigenen<br />

Positionen vertritt, eine eigene Repräsentanz<br />

an den Schaltstellen der Politik, die<br />

primär ungefiltert die eigenen Interessen<br />

durchzusetzen sucht, sowie eigene<br />

Formate und Netzwerke – gerne auch im<br />

Konzert mit Verbänden und ähnliche Ziele<br />

verfolgenden Verbündeten – die diese Interessen<br />

artikulieren, sicht- und erlebbar<br />

machen, sind dringend notwendig. Solche<br />

Events und derartiges Handeln zahlen<br />

auch auf die eigene Marke ein. Denn: Es<br />

ist eben nicht mehr egal, was ein Unternehmer<br />

denkt und für was er einsteht.<br />

Kunden, Partner, Mitarbeiter und Medien<br />

schauen hin und hinterfragen, ziehen<br />

Schlüsse. Diese Schlüsse dürfen dabei<br />

nicht der Willkür der jeweiligen Interpretatoren<br />

ausgesetzt sein. Das eigene Narrativ<br />

sowie die individuelle Deutung relevanter<br />

Sachverhalte sollte aus dem eigenen Kosmos<br />

heraus erfolgen. Die Erzählung darf,<br />

ja muss gestaltet werden, auch, um die<br />

eigene Marke zu schützen und entsprechend<br />

mit Werten aufzuladen. Lobbying in<br />

eigener Sache ist so auch Markenmanagement<br />

und Markenführung.<br />

Stellung beziehen<br />

Unternehmen sollten medial gerüstet<br />

sein und den Mut aufbringen, teilzunehmen<br />

am Diskurs. Sie brauchen den Mut<br />

zur Meinung. Viele haben die Mittel, die<br />

Möglichkeiten und Gelegenheiten. Sie<br />

müssen sie nur nutzen. Es ist an der Zeit,<br />

Stellung zu beziehen, sich satisfaktionsund<br />

bündnisfähig aufzustellen, unternehmerisch<br />

zu handeln und in die Vorhand<br />

zu gehen, zu agieren, statt zu reagieren,<br />

vom Objekt des Handelns zum Subjekt zu<br />

werden. Die Zeiten sind zu unternehmerfeindlich,<br />

um nicht seine Stimme zu erheben.<br />

Schweigen ist keine Option mehr. •<br />

Falk S. Al-Omary<br />

ist Strategieberater rund um<br />

die Themen Marke, Medien,<br />

Meinungsbildung und<br />

Markteinführung sowie<br />

erfahrener Krisenkommunikationsmanager.<br />

www.al-omary.com<br />

Über den Autor


20 Gesellschaft<br />

21<br />

© DieProfifotografen


22 Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

23<br />

© EWM AG<br />

© DieProfifotografen<br />

© DieProfifotografen<br />

Susanne Szczesny-Oßing Dr. Gerhard Papke Wolfgang Oehm<br />

Grußworte <strong>2023</strong><br />

Einzigartige<br />

MILCH<br />

hat ein einzigartiges<br />

ZUHAUSE<br />

Susanne Szczesny-Oßing<br />

Schirmherrin des Wettbewerbes <strong>2023</strong><br />

Präsidentin der IHK Koblenz<br />

Vorstandsvorsitzende der EWM AG<br />

Video-Grußwort zur<br />

Ländergala am 23.09.23 in Düsseldorf<br />

Weltweit wurden – und werden noch<br />

– Menschen und Unternehmen vor<br />

größte Herausforderungen gestellt.<br />

Zwar haben sich einerseits die Energiemärkte<br />

etwas erholt und auch die<br />

Material- und Lieferengpässe lassen<br />

nach, dennoch fehlt der wirtschaftliche<br />

große Aufschwung, auf den wir<br />

alle gehofft und hingearbeitet haben.<br />

In dieser Situation, in der wir uns selbst<br />

Perspektiven für die eigenen Unternehmen<br />

erschaffen müssen, beweist der<br />

deutsche Mittelstand zum wiederholten<br />

Mal eine seiner größten Stärken. Er<br />

zeigt, wie man mit zuversichtlichem<br />

Unternehmergeist und kreativem Ideenreichtum<br />

reagieren kann. ... Mutiger und<br />

zupackender Unternehmergeist sind die<br />

besten Wegbegleiter, die uns in die Zeiten<br />

des Aufschwungs führen werden.<br />

Unser Wohlstand will jeden Tag aufs<br />

Neue erwirtschaftet werden. Das ist kein<br />

Selbstläufer. Dazu brauchen wir engagierte<br />

Unternehmer/-innen und qualifizierte<br />

Mitarbeitende, ohne die wir einen<br />

wettbewerbsfähigen Wirtschaftsstandort<br />

nicht erfolgreich erhalten können.<br />

Und gerade diese Eigenschaften sind es,<br />

die durch das Engagement der Oskar-<br />

Patzelt-Stiftung gewürdigt werden.<br />

Als Schirmherrin der diesjährigen<br />

Preisverleihung rufe ich Sie dazu auf:<br />

Seien Sie stolz auf Ihre eigenen Leistungen!<br />

Seien Sie stolz auf das, was<br />

Sie bereits geschafft haben und in<br />

Zukunft noch erreichen werden. Seien<br />

wir dankbar für Mitarbeitende, Partner,<br />

Kunden. Dankbar für all diejenigen,<br />

die uns jederzeit den Rücken stärken.<br />

Das haben wir uns alle verdient!<br />

Dr. Gerhard Papke<br />

Präsident der Deutsch-Ungarischen<br />

Gesellschaft in der Bundesrepublik<br />

Deutschland und ehemaliger<br />

Landtagsvizepräsident in<br />

Nordrhein-Westfalen<br />

In seinem Schlusswort zur<br />

Ländergala am 23.09.23 in Düsseldorf<br />

machte Gerhard Papke auf die unternehmerfreundliche<br />

ungarische Flat-Tax aufmerksam:<br />

Die Einkommensteuer beträgt<br />

durchgängig 15 Prozent, dabei ist sowohl<br />

das in Ungarn generierte Einkommen zu<br />

versteuern als auch das Welteinkommen.<br />

Doppelbesteuerungsabkommen verhindern<br />

dabei, dass Einnahmen mehrfach<br />

besteuert werden. Krypto-Einnahmen<br />

werden in Ungarn ebenso wie andere<br />

Einnahmen besteuert. Die Körperschaftsteuer<br />

beträgt 9 Prozent und ist<br />

damit eine der tiefsten in ganz Europa.<br />

Wolfgang Oehm<br />

Geschäftsführender Gesellschafter der<br />

ONI-Wärmetrafo GmbH,<br />

mehrfach ausgezeichnet im Wettbewerb<br />

„Großer Preis des Mittelstandes“<br />

In seinem Schlusswort zur<br />

Ländergala am 23.09.23 in Düsseldorf<br />

Wir alle, die an der Spitze eines Unternehmens<br />

oder in Führungspositionen<br />

tätig sind, haben als Berufsbezeichnung<br />

Problemlöser, Chancendenker<br />

oder Zehnkämpfer. Jeden Tag haben wir<br />

Probleme zu lösen - in mindestens 10<br />

unterschiedlichen Disziplinen. Diese<br />

Aufgabe erfordert teilweise mehr als<br />

wir psychisch, physisch und emotional<br />

verkraften können. Unsere Politiker<br />

regieren in vielen Richtungen stark am<br />

Thema vorbei und erschweren dadurch<br />

unsere tägliche harte Arbeit in mittelständischen<br />

Unternehmen erheblich. ó<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

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24 Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

© DieProfifotografen<br />

© DieProfifotografen<br />

© DieProfifotografen<br />

Prof. Dr. Wolfgang Reinhart Peer Steinbrück Christian Wewezow<br />

Grußworte <strong>2023</strong><br />

Prof. Dr. Wolfgang Reinhart<br />

Mitglied des Präsidiums der<br />

Oskar-Patzelt-Stiftung, Vizepräsident<br />

des Landtages von Baden-Württemberg<br />

Grußwort zur Ländergala<br />

am 16.09.23 in Würzburg<br />

Mehr denn je zuvor befinden wir uns<br />

in einem Zeitalter des Wandels und der<br />

Transformation. Für den Wirtschaftsstandort<br />

Deutschland stellen diese<br />

Veränderungen gleichermaßen große<br />

Herausforderungen wie Chancen dar –<br />

sei es im Hinblick auf Krieg und Krisen,<br />

sei es im Hinblick auf die Megatrends<br />

des demografischen Wandels, der Digitalisierung<br />

und der Dekarbonisierung.<br />

(…) Wo die Reise hingeht und ob wir<br />

auch künftig die erste Geige im Orchester<br />

oder nur noch die Triangel spielen,<br />

werden hinter den USA und China,<br />

hängt maßgeblich davon ab, ob es<br />

uns gelingt, unsere Standortfaktoren<br />

zu sichern und unseren Wirtschaftsstandort<br />

wettbewerbsfähig zu erhalten.<br />

Ich bin überzeugt davon, dass uns dies<br />

nur mithilfe mittelständischer Inspirationen,<br />

Inventionen und Innovationen<br />

gelingen kann. Der Mittelstand ist gleichermaßen<br />

Garant für Stabilität und<br />

Fortschritt (…) Damit der Mittelstand<br />

auch künftig Brutstätte zahlreicher Innovationen<br />

und zugleich Keimzelle für neues<br />

Wachstum sein kann, muss der Erhalt<br />

der Standortattraktivität als das „A und<br />

O“ unserer Zukunftsfähigkeit auf allen<br />

Ebenen – von der EU bis zur Kommune –<br />

im Fokus des politischen Handels stehen.<br />

„Gemeinsam Zukunft sichern“ – das Jahresmotto<br />

des Mittelstandspreises <strong>2023</strong><br />

beschreibt vor diesem Hintergrund<br />

ein gesamtgesellschaftliches Anliegen<br />

unserer Zeit. Arbeiten wir deshalb auf<br />

allen Ebenen von Politik, Wirtschaft und<br />

Gesellschaft gemeinsam dafür, dass die<br />

dezentralen mittelständischen Innovationscluster<br />

auch weiterhin Ökosysteme<br />

für Erfindungsreichtum und Innovationserfolg<br />

sein und somit, wie auch in<br />

der Vergangenheit, Stabilitätsanker und<br />

Quelle unseres Wohlstands sein werden.<br />

Peer Steinbrück<br />

Schirmherr 2024<br />

„30 Jahre Großer Preis des Mittelstandes“,<br />

Bundesfinanzminister a.D.,<br />

Ministerpräsident a.D. von<br />

Nordrhein-Westfalen<br />

Grußwort zur Bundesgala<br />

am 21.10.23 in Düsseldorf<br />

„Von der Politik erwarte ich in der Tat, dass<br />

sie die Rahmen besser setzt für Eigeninitiative<br />

und Eigenverantwortung. Vor der<br />

Wirtschaft erwarte ich, dass sie sich dem<br />

wirtschaftlich-technischen Wandel stellt,<br />

aber erwarten darf, dass Ballast, ideologischer<br />

Ballast und auch Blockaden aufgelöst<br />

werden, damit sie das tun können,<br />

was sie gern wollen, nämlich unternehmerisch<br />

tätig zu sein. (Spontaner Beifall<br />

im Publikum). Und von uns als Zivilgesellschaft<br />

erwarte ich, dass leistungslos<br />

die Wettbewerbsfähigkeit und damit ein<br />

hohes Sozialniveau nicht erhalten werden<br />

kann, sondern dass Mut, Courage,<br />

Eigeninitiative notwendig sind, auch ein<br />

stärkeres Bewusstsein für das Gemeinwohl,<br />

und die Notwendigkeit, Eigenverantwortung<br />

zu übernehmen, und nicht<br />

alle Erwartungen auf den Staat zu transponieren,<br />

von dem man ansonsten, insbesondere<br />

von der Politik, nicht viel hält.“.<br />

Christian Wewezow<br />

Vorsitzender des Kuratoriums<br />

der Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

Schlusswort zur Ländergala am<br />

16.09.23 in Würzburg und zur<br />

Bundesgala am 21.10.23 in Düsseldorf<br />

„Bereits während der Mittelstandstour<strong>2023</strong><br />

und den Mittelstandsanalysen<br />

der Oskar-Patzelt-Stiftung, wie der Resilienzstudie,<br />

die gemeinsam mit dem RKW<br />

Kompetenzzentrums entstand, haben<br />

wir festgestellt, dass der Mittelstand sich<br />

nicht einfach so geschlagen gibt. Darum<br />

war es bei der diesjährigen Preisverleihung<br />

in Würzburg besonders schön zu<br />

sehen, dass eben diese Kraft gebührend<br />

gefeiert und von den Juroren gewürdigt<br />

wurde! Ich bin überzeugt, dass<br />

der Mittelstand das Licht und die Hoffnung<br />

spenden kann, die wir jetzt und<br />

auch in Zukunft brauchen werden.“ ó<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong>


26 Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

Premier-Ehrenplaketten <strong>2023</strong><br />

uesa GmbH<br />

Helmut Hoffmann, Geschäftsführer<br />

Hanse Haus GmbH<br />

Dieter Bienmüller, Leiter Nachhaltigkeit<br />

VR Bank RheinAhrEifel eG<br />

Sascha Monschauer,<br />

Vorsitzender des Vorstands<br />

uesa GmbH<br />

aus Uebigau-Wahrenbrück, Brandenburg<br />

Premier 2018, Lebenswerk 2020<br />

Regionstärkend mit Solar<br />

Die uesa GmbH steht mit einer vielfältigen<br />

Produktpalette für die Versorgung<br />

mit Elektroenergie aus einer<br />

Hand - mit regionaler Verwurzelung und<br />

internationaler Ausrichtung. Mit über<br />

1000 Mitarbeitenden ist das Unternehmen<br />

einer der größten Arbeitgeber im<br />

brandenburgischen Elbe-Elster-Kreis,<br />

einer eher strukturschwachen Region.<br />

Mit dem Aufbau des uesa-Solarparks<br />

und einer Solarparkbeteiligung ist das<br />

Unternehmen jetzt auch Erzeuger regenerativer<br />

Solarenergie und Anbieter von<br />

Lösungen für Solar-Dienstleistungen.<br />

Seit 2019 verstärken die Efen GmbH an<br />

den Standorten Uebigau und Eltville<br />

im Rheingau, sowie die Tochterunternehmen<br />

Efen Slowakia und Efen Polen<br />

die Innovationskraft der uesa GmbH. ó<br />

Hanse Haus GmbH<br />

aus Oberleichtersbach, Bayern<br />

Premier-Ehrenplakette 2021, Premier 2019<br />

Klimafreundlich und fair:<br />

Fertighäuser aus Unterfranken<br />

Seit der Gründung 1929 durch Zimmerermeister<br />

Hermann Wandke in der Hansestadt<br />

Lübeck-Travemünde hat Hanse Bau<br />

bereits mehr als 36.000 Menschen unter<br />

dem Motto „Genau mein Zuhause“ den<br />

Traum vom Eigenheim erfüllt. Seit 1979<br />

befindet sich in Unterleichtersbach in<br />

der Bayerischen Rhön der Firmensitz.<br />

Mit seinen kompletten Leistungen<br />

rund um den Hausbau aus einer Hand<br />

erreichte Hanse Haus in den letzten<br />

sieben Jahren eine Umsatzverdopplung<br />

mit entsprechendem Aufbau von<br />

nun 1.000 Mitarbeitern aus der Region.<br />

Angesichts weiterer Auftragszuwächse<br />

werden die Produktionskapazitäten am<br />

Firmenstandort weiter ausgebaut. ó<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

VR Bank RheinAhrEifel eG<br />

aus Koblenz, Rheinland-Pfalz<br />

Premier-Bank 2018, Bank des Jahres 2015<br />

Was einer alleine nicht schafft,<br />

das schaffen viele<br />

Die Geschichte der VR Bank RheinAhrEifel<br />

eG geht bis in das Jahr 1886 zurück<br />

und ist heute die mitgliederstärkste<br />

Bank im Genossenschaftsverband. Rund<br />

150.000 Genossenschaftler machen die<br />

regionale Bank zu einem leistungsstarken<br />

Finanzpartner für 280.000 Kunden<br />

in Rheinland-Pfalz.Das regionalorientierte<br />

Beziehungsmanagement und die Partnerschaft<br />

mit lokalen Akteuren aus Wirtschaft,<br />

Kultur und gesellschaftlichem<br />

Leben gehören zur Differenzierungsstratige<br />

im Wettbewerb. Einen wichtigen<br />

Baustein für eine erfolgreiche Zukunft<br />

setzte die Bank im Juli 2022 gemeinsam<br />

mit der VR Bank Rhein-Mosel: Die beiden<br />

Wir laden das!<br />

Genossenschaftsbanken firmieren seit<br />

<strong>2023</strong> in der neuen VR Bank RheinAhr-<br />

Eifel zusammen. Mit 54 Geschäftsstellen<br />

und 49 Selbstbedienungsfilialen<br />

ist die Bank flächendeckend in der<br />

Region präsent. 1.000 Mitarbeitende<br />

und 41 Auszubildende garantieren<br />

den Service, der Zukunftspreis Heimat<br />

ehrt seit 14 Jahren kleine und mittelständische<br />

Unternehmen der Region. ó<br />

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Hanse Haus setzt auf das „Alles-aus-einer-Hand“-Prinzip: Von der Planung<br />

bis zum Einzug koordinieren wir den Hausbau und setzen alle Arbeiten mit<br />

eigenen Handwerkern um. Auch nach der Hausübergabe steht den Bauherren<br />

unser eigener Kundendienst zur Verfügung. Mit Hanse Haus haben Sie<br />

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28 Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

Premier <strong>2023</strong><br />

Premier Bank <strong>2023</strong><br />

Volksbank Löbau-Zittau eG<br />

aus Ebersbach-Neugersdorf, Sachsen<br />

Bank des Jahres 2015<br />

Volksbank Löbau-Zittau eG - Karl-Anton<br />

Erath, Vorstand<br />

Auf Augenhöhe und mit Weitblick<br />

Peter Huber Kältemaschinenbau SE<br />

Joachim „Joe“ Huber, Vorstandsmitglied<br />

Peter Huber Kältemaschinenbau SE<br />

aus Offenburg, Baden-Württemberg<br />

Ehrenplakette 2018, Premier-Finalist 2021<br />

Kältetechnik aus der „Tangofabrik“<br />

Terhalle Holzbau GmbH<br />

Hendrik Mulder, Geschäftsführer mit Jürgen Ellerkamp, Geschäfsführer sowie<br />

Josef Terhalle, Geschäftsführender Gesellschafter mit Thekla Terhalle Geschäftsführerin,<br />

Ludger Wittland, Lars van Dijk, Matthias Bütterhoff, Geschäftsführer<br />

Firmengründer Peter Huber startete<br />

1968 mit einem der ersten Meisterbetriebe<br />

im Kälteanlagenbauer-Handwerk<br />

und ist mit seinen 480 Mitarbeitenden<br />

inzwischen weltweit Technologieführer<br />

für präzise Temperierlösungen und Vorreiter<br />

für nachhaltige Temperiertechnik:<br />

Huber bietet als einziger Hersteller<br />

sein Produktsortiment größtenteils mit<br />

umweltfreundlichen Kältemitteln an.<br />

Eine frühe Einbindung der Anwender<br />

in die Produktentwicklungen ermöglicht<br />

ein internationaler „Tango Club“,<br />

der allerdings weniger mit Tanzen zu<br />

tun hat: Dort beurteilen sorgfältig ausgewählte<br />

Mitglieder, Experten und Meinungsführer<br />

die Ideen des Unternehmens<br />

und geben ihre Empfehlungen ab. ó<br />

Terhalle Holzbau GmbH<br />

aus Ahaus-Ottenstein,<br />

Nordrhein-Westfalen<br />

Ehrenplakette 2018, Premier-Finalist 2021<br />

Erfolgreich mit klimaneutralen Holzhäusern<br />

1986 als Zimmerei gegründet, bietet die<br />

Terhalle Holzbau GmbH heute mit 550<br />

Mitarbeitenden ein breites Spektrum an<br />

Leistungen und von Holzbau über Dachdeckerei<br />

und Innenausbau bis hin zu<br />

Fenster und Fassaden. Am Stammsitz in<br />

Ahaus-Ottenstein werden die Holzbau-<br />

Module in einer neuen Produktionshalle<br />

seriell gefertigt. Seit Mai 2021 ist es das<br />

erste klimaneutral-zertifizierte Holzbau-<br />

Unternehmen. Zudem ausgezeichnet<br />

mit dem „Zertifikat für Nachwuchsförderung“<br />

von der Agentur für Arbeit ermöglicht<br />

Terhalle seinen 65 Azubis Auslandspraktika:<br />

15 von ihnen führte das<br />

in den letzten Jahren quer durch Europa<br />

und einen sogar nach Australien. ó<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

Als Genossenschaftsbank in der Region<br />

ist die Volksbank Löbau-Zittau eG täglich<br />

für ihre 9.000 Mitglieder und für<br />

die regionale Wirtschaft aktiv. Mit rund<br />

120 Mitarbeitern in zwölf Geschäftsstellen<br />

ist sie für die Kunden vor Ort<br />

erreichbar. Zudem werden von Prag und<br />

Liberec aus rund 1.500 mittelständische<br />

Unternehmen in Tschechien betreut.<br />

Die Volksbank begreift sich als Selbsthilfeeinrichtung<br />

ihrer Mitglieder: Der<br />

Auftrag der Mitglieder als Eigentümer<br />

der Bank besteht in der Förderung der<br />

Unternehmen. Neu ist seit 2022 die<br />

Generationen-Beratung zur Begleitung<br />

von Unternehmensnachfolgen. Die<br />

Volksbank Löbau-Zittau sieht in der ländlichen<br />

Region mit geringer Kaufkraft ihre<br />

Aufgabe darin, Jungunternehmern optimale<br />

Finanzierungsbedingungen und<br />

die passenden öffentlichen Fördermittel<br />

zu ermöglichen und sie bei der Knüpfung<br />

von Kontakten zu unterstützen. Die<br />

Volksbank begleitet Unternehmer dabei<br />

von der Gründung bis zur Übergabe an<br />

die nächste Generation. Dabei legt die<br />

Genossenschaftsbank großen Wert darauf,<br />

die Menschen in ihrem Handeln<br />

und das Unternehmen ganzheitlich zu<br />

betrachten, sowie auch in schwierigen<br />

Zeiten gemeinsam nach Lösungen zu<br />

suchen. Die Einlagen der Kunden sind<br />

2021 um rund zwölf Prozent gewachsen.<br />

Dieses Wachstum hat sich 2022 mit<br />

weiteren fünf Prozent fortgesetzt. ó<br />

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ALBERT FISCHER HAUSBAU GmbH<br />

Bahnhofstraße 70 31008 Elze<br />

Tel. 0 5068 / 931050-0<br />

www.af-hausbau.de<br />

Kindertagesstätte in Velbert Mehrgeschossiger Wohnungsbau Hörsaalgebäude Uni Bielefeld Wohnquartier in Berlin<br />

Unternehmensgruppe Terhalle | Solmsstraße 46 | 48683 Ahaus | 02561/9823-0 | www.terhalle.de<br />

Albert Fischer GmbH – Alle Bauleistungen aus einer Hand!


30 Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

31<br />

Lebenswerk<br />

<strong>2023</strong><br />

RFT Kabel Brandenburg GmbH<br />

RFT Kabel Brandenburg GmbH<br />

Dr.-Ing. Klaus Peter Tiemann, Geschäftsführer<br />

SFW Schildauer Fleisch- und Wurstwaren GmbH<br />

Wilfried Naumann, Geschäftsführer<br />

Dr.-Ing. Klaus-Peter Tiemann<br />

aus Brandenburg an der Havel,<br />

Brandenburg<br />

Premier 2017,<br />

Premier-Ehrenplakette 2020<br />

Serviceorientierter<br />

IT-Vorreiter an der Havel<br />

Mit hochmodernen, zukunftsorientierten<br />

Glasfasernetzen ist die RFT Kabel GmbH<br />

als erstes unternehmergeführtes, mittelständisches<br />

Unternehmen zum innovativsten<br />

Kabelnetzbetreiber Deutschlands<br />

aufgestiegen. Die Glasfaserinfrastruktur<br />

der RFT Kabel erfüllt seit sechs Jahren die<br />

von der Bundesregierung formulierte Aufgabenstellung:<br />

Sie ist jetzt schon in der<br />

Lage, den erst für 2025 prognostizierten<br />

Bandbreitenbedarf abzudecken. In allen<br />

22 Städten des Landes Brandenburg, die<br />

durch die RFT Kabel versorgt werden, können<br />

Anschlüsse HighSpeed Internet mit bis<br />

zu 450 Mbit/s nutzen; gewerbliche Nutzer<br />

sogar Anschlüsse im Gbit/s-Bereich.<br />

1994 hervorgegangen aus der ostdeutschen<br />

RFT Kabel, kamen später die RFT<br />

elkom für Elektro- u. Kommunikationsanlagen<br />

und die Agiliscom AG als IT-Dienstleister<br />

hinzu. Diese eng verzahnte Firmenkonstruktion<br />

realisiert große Synergien<br />

und beschäftigt derzeit 166 Mitarbeitende.<br />

Die hochqualifizierte Kundenbetreuung<br />

durch eigene Mitarbeiter über 24<br />

Stunden an 7 Tagen der Woche und<br />

eine technische Reaktionszeit bei Störungen<br />

von konkurrenzlosen 2 Stunden<br />

sind ebenso außergewöhnlich wie die<br />

direkte Beratung für geschäftskundenbasierte,<br />

technische Lösungen durch die<br />

Geschäftsführung der RFT Kabel selbst.<br />

Das Unternehmen ist Initiator und<br />

Hauptsponsor des von der TH Berlin ausgelobten<br />

„BraIn – Brandenburger Innovationspreis“.<br />

Die Verdienste der RFT Kabel<br />

beim brandenburgischen Bereitbandausbau<br />

sind untrennbar mit den Namen<br />

der Geschäftsführer des Familienunternehmens<br />

Dr.-Ing. Klaus-Peter und Dipl.-<br />

Wirtsch.-Ing. Stefan Tiemann verbunden. ó<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

SFW Schildauer<br />

Fleisch- und Wurstwaren GmbH<br />

Wilfried Naumann<br />

aus Belgern-Schildau, Sachsen<br />

Ehrenplakette 2017, Premier-Finalist 2019“<br />

Pfiffige Schildbürger auf Erfolgskurs<br />

Die Geschichten über die Schildbürger sind<br />

nur Mythen und Märchen. Ganz real aber<br />

ist die Erfolgsgeschichte der SFW Schildauer<br />

Fleisch- und Wurstwaren GmbH:<br />

Seit 1905 werden in Schildau Fleisch- und<br />

Wurstwaren produziert und veredelt.<br />

In diesen über 100 Jahren hatte auch<br />

die Schildauer Fleisch-und Wurstwaren<br />

GmbH eine sehr wechselvolle Geschichte.<br />

2005 übernahm Wilfried Naumann<br />

das Unternehmen und vertreibt seine<br />

Erzeugnisse heute unter dem weltweit<br />

patentrechtlich geschützten<br />

Markenzeichen „Die Schildbürger“.<br />

Produziert werden vor allem regionaltypische<br />

Spezialitäten, Feinkostsalate und<br />

Geflügelerzeugnisse. Orientierung an<br />

den Kundenwünschen hat dabei oberste<br />

Priorität. Sogar das Catering des spanischen<br />

Fußball-Clubs Atlético de Madrid<br />

wird mit Bockwurst und Hot Dog Würstchen<br />

sowie gegarten Schweinehaxen<br />

beliefert. Das Unternehmen beschäftigt<br />

derzeit 148 Mitarbeiter und ist einer der<br />

wichtigsten Arbeitgeber in der Region.<br />

Seit 2008 wird die SFW jährlich mit dem<br />

Klimaschutz-Zertifikat ausgezeichnet.<br />

Mit sieben eigenen „Ihr Kaufmann“-Filialen<br />

etabliert sich das Schildauer Unternehmen<br />

zudem sowohl als regionaler<br />

Nahversorger nach dem „Tante Emma“-<br />

Prinzip, aber auch als ein gern genutzter<br />

sozialer und kommunikativer Treffpunkt<br />

für Bürger in ländlichen Gegenden. ó<br />

SFW Schildauer Fleisch- und Wurstwaren GmbH<br />

...aus der Stadt der Schildbürgerstreiche<br />

edle Feinkostsalate<br />

deftig Hausschlachtenes<br />

leckere Geflügelerzeugnisse<br />

04889 Belgern-Schildau • Sitzenrodaer Str. 5 • Tel.: (03 42 21) 550 - 0 • Fax: 550 - 29 • info@schildauer.de • www.schildauer.de


32 Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

33<br />

Premier-<br />

ALWAYS A STEP AHEAD<br />

papperts GmbH - Manfred Klüber,<br />

Geschäftsführer mit Thomas Bertz,<br />

Kommunikation und Marketing,<br />

Mitglied der Geschäftsführung<br />

Oelkers Hotel Betriebs GmbH | Hotel<br />

Romantischer Winkel - Josef und Nora<br />

Oelkers, Inhaber und Geschäftsführer mit<br />

Matthias Reuter, Hoteldirektor<br />

Finalist<br />

<strong>2023</strong><br />

Medical IT Hardware<br />

PlanET Biogas Group - Roland Becker,<br />

CFO und Gesellschafter mit Jörg Meyer<br />

zu Strohe, CEO und Gesellschafter und<br />

Hendrik Becker, Gesellschafter<br />

papperts GmbH<br />

aus Poppenhausen, Hessen<br />

Ehrenplakette 2019, Preisträger 2014<br />

Traditionsbäckerei mit Zukunftsvisionen<br />

Im März 1928 als Handwerksbäckerei<br />

gegründet, ist die papperts GmbH<br />

heute in siebter Generation und<br />

nach einer wechselvollen Geschichte<br />

inzwischen mehr als eine Bäckerei.<br />

Bis heute entstand ein Filialnetz von<br />

mehr als 140 Verkaufsstellen mit insgesamt<br />

über 1.800 Mitarbeitenden.<br />

Papperts sieht sich als Genusshandwerker<br />

mit eigenem Brot-Sommelier,<br />

der als Gastronom auch Pasta,<br />

Pizza, Eis und Schnitzel anbietet.<br />

Im Dezember 2022 erfolgte der Spatenstich<br />

für eine der modernsten nachhaltigsten<br />

Bäckereien Deutschlands.<br />

Die nächste Generation steht bereits<br />

in den Startlöchern: Maximilian Pappert<br />

hat 2021 seine Bäckerausbildung<br />

abgeschlossen und war auf der Walz.<br />

Und auch die Tochter von Geschäftsführer<br />

Manfred Kübler arbeitet seit<br />

2022 in der Geschäftsleitung mit. ó<br />

Oelkers Hotel Betriebs GmbH<br />

aus Bad Sachsa, Niedersachsen<br />

Ehrenplakette 2018, Preisträger 2013<br />

Ausgezeichnetes<br />

Wellnesshotel mit Herz<br />

HALLOG GmbH<br />

Uwe Ritzmann, Geschäftsführer<br />

Wellness, Genuss und herzliche Gastfreundschaft<br />

im Südharz: 1978 von Annemarie<br />

und Wolfgang Oelkers eröffnet,<br />

ist das vielfach ausgezeichnete 5-Dehoga-Sterne-Hotel<br />

heute ein Resort mit<br />

einer großen Bäder- und Wellness-Landschaft,<br />

140 Betten und einem gerade erst<br />

umgebauten Fine Dining Restaurant.<br />

Die heutigen Inhaber Nora und Josef<br />

Oelkers mit ihrem Sohn Marco und<br />

einem Team von über 170 Mitarbeitenden<br />

begeistern mit dem gelebten Motto<br />

„Zuhause sein ist ein Gefühl“ immer wieder<br />

ihre Gäste. Das von Fachleuten entwickelte<br />

und preisgekrönte Wellness-Produkt<br />

„RoLigio®“ bietet als Eigenmarke Zeit<br />

und Raum für eine ganzheitliche Auszeit.<br />

Geprägt von dem Leitmotiv „Liebe Deinen<br />

Nächsten wie dich selbst“ , begegnet das<br />

Ehepaar Oelkers nicht nur den Gästen mit<br />

Wertschätzung, Dankbarkeit und Offenheit,<br />

sondern auch den Angestellten. ó<br />

PlanET Biogas Group<br />

aus Gescher, Nordrhein-Westfalen<br />

Ehrenplakette 2013, Preisträger 2006<br />

Biogas-Pioniere<br />

auf rasantem Erfolgskurs<br />

PlanET aus dem Münsterland ist ein<br />

international gefragter Anbieter von<br />

Biogasanlagen, der bereits 650 Biogasanlagen<br />

und über 90 Biomethananlagen<br />

erfolgreich realisiert. Begonnen hat<br />

alles 1998 im heimischen Jugendzimmer<br />

und der Garage: Angetrieben von der<br />

Begeisterung für erneuerbare Energien<br />

und den Möglichkeiten, sich aktiv für<br />

den Umwelt- und Klimaschutz einzusetzen,<br />

wagten die Landwirtssöhne Jörg<br />

Meyer zu Strohe und Hendrik Becker<br />

mit PlanET Biogas den Sprung in die<br />

Selbstständigkeit. 25 Jahre später blicken<br />

die diplomierten Maschinenbauingenieure<br />

auf eine überaus erfolgreiche<br />

Entwicklung: Das Unternehmen gehört<br />

mit seinen 474 Mitarbeitenden inzwischen<br />

zu einem der weltweit führenden<br />

Experten in der Biogas-Branche.<br />

Das Unternehmen mit einem rasanten<br />

Erfolgskurs verfügt mittlerweile<br />

über Niederlassungen in den Niederlanden,<br />

Frankreich, Kanada, den<br />

USA und seit 2022 in Brasilien. ó<br />

HALLOG GmbH<br />

aus Lutherstadt Eisleben,<br />

Sachsen-Anhalt<br />

Ehrenplakette 2019, Preisträger 2016<br />

Traditionsbäckerei mit Zukunftsvisionen<br />

Als Dienstleister für Transporte mit<br />

maßgeschneiderten Logistikkonzepten<br />

bietet sich die Hallog GmbH vor allem<br />

bei der Lieferung von Lebensmitteln an.<br />

Seit seiner Gründung 2008 fährt das<br />

Unternehmen erfolgreich unter dem<br />

Motto: „Tue mehr, als der Kunde erwartet“.<br />

Mit seinen 289 Mitarbeitenden stellt<br />

sich das innovative Unternehmen den<br />

Ansprüchen, Premiumdienstleistungen<br />

im Bereich Kühlfracht zu liefern und die<br />

Erwartungen der Kunden zu übertreffen.<br />

Dazu rüstet sich Hallog mit einer eigenen<br />

KFZ-Werkstatt, einer eigenen Fahrschule,<br />

dem stets modernstem Fuhrpark und<br />

einem Cross Docking-Lager. Ein reines<br />

Lebensmittellager in Radefeld erweitert<br />

seit 2021 das Angebot des umweltbewussten<br />

Unternehmens. Für die Bereiche<br />

Spedition, Werkstatt und Lagerwirtschaft<br />

bildet das Unternehmen kontinuierlich<br />

eigenen Fachkräftenachwuchs aus,<br />

und ein umfassendes Gesundheitspaket<br />

sorgt für alle Mitarbeitenden. ó<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN <strong>2023</strong><br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

ACL GmbH | Apelsteinallee 5 | 04416 Markkleeberg<br />

Tel. 0341 230 78 10 | sales@acl.de | www.acl.de<br />

F I N A L I S T<br />

Großer Preis des<br />

MITTELSTANDES


34 Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

Ehrenplaketten für Preisträger der<br />

Vorjahre - zum Premier Nominierte<br />

35<br />

AVS Römer GmbH & Co. KG<br />

Grafenau, Bayern<br />

Preisträger 2019<br />

Spezialisten für hochwertige<br />

technische Verbindungen<br />

Um Steck- und Schraubverbindungen,<br />

Magnetventile, Sensoren und Pumpen<br />

dreht sich alles in der AVS Römer<br />

GmbH. Mit eigenen Patenten und innovativen<br />

Produkten ist das 1970 gegründete<br />

Unternehmen Marktführer Zulieferer<br />

für Industriekaffeemaschinen.<br />

Nach dem Tod des Gründers Joachim<br />

Römer 2011 übernahm seine Frau Gabriela<br />

Römer die Firma und die Verantwortung<br />

für 540 Mitarbeiter. Ihre Nachfolge<br />

trat Sohn Christoph Cegla im<br />

Sommer dieses Jahres als alleiniger<br />

geschäftsführender Gesellschafter an. ó<br />

Baldus Medizintechnik GmbH<br />

Bendorf, Rheinland-Pfalz<br />

Preisträger 2021<br />

Mit Lachgas auf<br />

nachhaltigem Expansionskurs<br />

Das 1993 ursprünglich in Urbar gegründete<br />

Familienunternehmen hat sich auf<br />

die Montage und Wartung medizinischer<br />

Gasanlagen spezialisiert. Der europaweit<br />

führende Full-Service-Dienstleister<br />

für Lachgassedierungen betreut 30 Jahre<br />

später nun aus Bendorf über 500 ambulante<br />

OP-Zentren und Krankenhäuser in<br />

Europa. Mit dem Baldus Touch, dem ersten<br />

digitalen Sauerstoff-Lachgas-Mischer<br />

mit Touchscreen, entwickelte Baldus ein<br />

Lachgas-Gerät der nächsten Generation,<br />

mit dem er die Verwendung von<br />

Lachgas vor allem auch in deutschen<br />

Zahnarztpraxen vorantreiben will. ó<br />

LABOKLIN GmbH & Co. KG<br />

Bad Kissingen, Bayern<br />

Preisträger 2020<br />

Hochmoderne Labordiagnostik<br />

für die Tiermedizin und Züchter<br />

Laboklin ist das zweitgrößte tiermedizinische<br />

Labor in Deutschland und Europa.<br />

Das einzige privat geführte Unternehmen<br />

in diesem Metier bietet labordiagnostische<br />

Dienstleistungen für Tierärzte in der<br />

Praxis, insbesondere für Haustiere aber<br />

ebenso für Tierzüchter bzw. den Zuchtverband<br />

an. Das Unternehmen mit seinen<br />

560 Mitarbeitenden und 44 Azubis kann<br />

sich schnell an aktuelle Anforderungen –<br />

etwa durch neue Krankheiten - anpassen<br />

und die benötigte Diagnostik liefern. ó<br />

Lammetal GmbH Gemeinnützige<br />

Lebenshilfe Einrichtungen<br />

Lamspringe, Niedersachsen<br />

Preisträger 2019<br />

Tradition trifft auf Innovation, hohen<br />

Komfort und Kultur-Events<br />

Seit 50 Jahren werden in der anerkannten<br />

Rehabilitationseinrichtung Lammetal<br />

GmbH gemeinnützige Lebenshilfe<br />

Einrichtungen Mitarbeitern mit Behinderung<br />

qualifizierte Arbeitsplätze und Teilhabe<br />

am Leben in der Gesellschaft geboten.<br />

Lammetal ist über die Jahrzehnte<br />

auch für die Wirtschaft und Industrie<br />

ein verlässlicher Partner geworden: Das<br />

Menschen mit Behinderung machen mit, gestalten mit, bestimmen mit!<br />

Die Lammetal GmbH ermöglicht Menschen mit<br />

Behinderung selbstbestimmt und dauerhaft<br />

am Arbeitsleben und am Leben in der Gemeinschaft<br />

teilzuhaben und ist Ihr professioneller<br />

Partner für Lohnaufträge und Dienstleistungen.<br />

Schaukelpferd aus Holz ist ein Produkt<br />

der ersten Stunde und hat sich zum<br />

Markenzeichen entwickelt. Die Lammetal<br />

GmbH bietet auch pferdegestützte<br />

Therapien an. 2022 startete sie mit dem<br />

Bau eines Pferdesportzentrums. Das<br />

inklusive Konzept des Pferdesportzentrums<br />

sieht vor, dass Menschen mit und<br />

ohne Behinderung gemeinsam arbeiten<br />

und gefördert werden und gemeinsam<br />

Sport und Freizeit gestalten. ó<br />

ONI Temperiertechnik<br />

Rhytemper GmbH<br />

Großröhrsdorf, Sachsen<br />

Preisträger 2018<br />

Weltweit einzigartig<br />

mit Speziallösungen<br />

Druckguss-Industrie und Kunststoffverarbeiter<br />

stellen immer höhere Anforderungen<br />

an die Temperiertechnik: Hier kommt<br />

die ONI Temperiertechnik Rhytemper<br />

GmbH ins Spiel. Das Zauberwort heißt<br />

Impulskühlung und wird für genau abgestimmte<br />

Temperierung von Spritzgieß-<br />

Produktionslinien eingesetzt. Mit seinem<br />

Rhytemper System und einem breitgefächerten<br />

Produkt – und Leistungsspektrum<br />

hat das Unternehmen mit seinen 55 Mitarbeitern<br />

im Bereich Temperiersysteme<br />

am Markt weltweit eine Alleinstellung. ó<br />

Lammetal GmbH Gemeinnützige Lebenshilfe Einrichtungen · An der Pferdewiese 1 · 31195 Lamspringe Tel. (05183) 94 07-0 · info@lammetal.net<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

Rauch Landmaschinen GmbH<br />

Sinzheim, Baden-Württemberg<br />

Preisträger 2015<br />

Richtig düngen und reich ernten<br />

Die innovativen Produkte der Rauch-Land-<br />

v.l.n.r. • Lammetal GmbH Gemeinnützige Lebenshilfe<br />

Einrichtungen - Carolin, Reulecke, Geschäftsführerin •<br />

LABOKLIN GmbH & Co. KG - Dr. Elisabeth Müller, Geschäftsführerin<br />

• Baldus Medizintechnik GmbH - Fabian Baldus,<br />

Geschäftsführer • AVS Römer GmbH & Co. KG -<br />

Michael Absweiler, Bereichsleiter<br />

maschinentechnik ermöglichen Landwirten<br />

weltweit die Pflanzen effizient<br />

und ökologisch mit Nährstoffen zu versorgen.<br />

Zahlreiche, auch internationale<br />

Auszeichnungen stehen für die Innovations-<br />

und Wettbewerbskraft des Unternehmens,<br />

das - 1921 gegründet- heute in<br />

der vierten und fünften Generation als<br />

fortschrittliches Familienunternehmen<br />

geführt wird. ó<br />

… dem gesamten deutschen Mittelstand.<br />

Denn bei der Verleihung des Großen Preis<br />

des Mittelstandes gab es keine Konkurrenz,<br />

sondern nur ein tolles Miteinander<br />

- letztendlich war es ein Treffen unter vielen<br />

Gleichgesinnten. Am 23. September<br />

hatte die Oskar-Patzelt-Stiftung die 465<br />

besten Unternehmen aus NRW, Rheinland-Pfalz,<br />

Saarland, Sachsen-Anhalt,<br />

Niedersachsen, Hamburg, Bremen und<br />

Mecklenburg-Vorpommern zur Ehrung<br />

eingeladen.<br />

Zu dem Sprung aufs Treppchen hat es für<br />

uns nicht gereicht, aber es ist schon eine<br />

großartige Auszeichnung, dass wir es so<br />

weit geschafft haben. Und für allen Support<br />

von allen Seiten im Vorfeld: Ein ganz<br />

großes Dankeschön!<br />

Der Abend war ein Treffen von vielen<br />

beeindruckenden, mittelständischen<br />

Unternehmen, die einmal mehr deutlich<br />

gemacht haben, welche Power in der<br />

Wirtschaft von Deutschland steckt und<br />

vor allem, wie wichtig Unternehmertum<br />

ist.<br />

v.l.n.r.• Wurst Stahlbau GmbH - Gordon Car, Prokurist mit<br />

Christian und Michael Wurst, Geschäftsführer<br />

• RAUCH Landmaschinenfabrik GmbH - Volker Stöcklin<br />

mit Wilfried Müller, Geschäftsführer<br />

Wurst Stahlbau GmbH<br />

Bersenbrück, Niedersachsen<br />

Preisträger 2012<br />

Technologische Extrawürste<br />

in hoher Qualität<br />

Das Kerngeschäft des niedersächsischen<br />

Familienunternehmens in zweiter Generation<br />

sind innovative, nachhaltige und<br />

oft auch beeindruckende Industrie- und<br />

Gewerbebaulösungen: Eine Forschungsstation<br />

in der Antarktis, das Bremer Weser<br />

And the award goes to …<br />

Ein Vergleich, der mir besonders gefallen<br />

hat, ist der Zehnkampf : Als Unternehmer<br />

sind wir täglich mit einer Vielzahl an<br />

Fragen aus unterschiedlichsten Disziplinen<br />

konfrontiert. Problemlösungen sind<br />

unser tägliches Brot und es heißt „einfach<br />

machen“, nur so kommen wir weiter.<br />

Ich gratuliere allen Preisträgern und<br />

bin dankbar für die Möglichkeit, mich mit<br />

solch inspirierenden Unternehmern austauschen<br />

zu können.<br />

Ein besonderer Glückwunsch geht an<br />

Ann-Katrin Weidling, einer wunderbaren<br />

Nachfolgerin in einem großartigen<br />

Familienunternehmen, die als eine Finalistin<br />

aus NRW geehrt wurde! Ich bin<br />

absoluter Fan von Weicon und kann der<br />

Jury nur zustimmen: Ihr gehört ohne<br />

Frage zu den Top 5!<br />

Zwei Zitate habe ich von diesem Abend<br />

mitgenommen, die ich gerne teilen<br />

möchte: „Mit Jammern gewinnt man<br />

keine vollen Kammern!“ und „Die erfolgreichsten<br />

Unternehmenslenker sind<br />

v.l.n.r. ONI Temperiertechnik Rhytemper GmbH -<br />

Yvonne Duda-Richter, Claudia Prescher und Sibylla Müller<br />

sowie Jörg Drescher, Dirk Klotzowski mit<br />

Falk Liebsch - Geschäftsführer<br />

Stadion, der Neubau des VW-Werkes für<br />

den ID4; Neubauten für ein Kraftwerk in<br />

Holland oder der Neubau einer Schiffswerft<br />

glänzen im Portfolio des mutigen<br />

Unternehmens. Zum Erfolgskonzept der<br />

Wurst Stahlbau gehören die kontinuierliche<br />

Modernisierung und Optimierung<br />

und Erneuerung der gesamten Ausstattung<br />

des Unternehmens mit seinen<br />

254 Angestellten und 18 Azubis. ó<br />

Chancen-Denker“ - sie sehen Möglichkeiten,<br />

wo andere nur Hindernisse sehen.<br />

Erfolg kommt nicht einfach so daher. Es<br />

erfordert harte Arbeit, Risikobereitschaft<br />

und manchmal auch ein wenig Roulette<br />

- sowohl im privaten als auch im beruflichen<br />

Leben. Aber am Ende des Tages ist<br />

es das, was Unternehmertum ausmacht<br />

und was andererseits große Gestaltungsmöglichkeiten<br />

mit sich bringt.<br />

Für mich war es ein<br />

toller Abend mit vielen<br />

neuen Kontakten.<br />

Ein großes Dankeschön<br />

an das Netzwerk<br />

der Besten und<br />

die Stiftung für diese<br />

wunderbare<br />

Veranstaltung!<br />

Ihre<br />

Mareike Boccola<br />

GASTKOLUMNE<br />

Mareike Boccola ist Geschäftsführende Gesellschafterin der Hauschild SpeedMixer® im nordrhein-westfälischen Hamm und erreichte<br />

<strong>2023</strong> die Juryliste im Wettbewerb „Großer Preis desMittelstandes“.


36<br />

37<br />

Schäfer Dein Bäcker GmbH<br />

Johannes Schäfer, Geschäfsführer<br />

mit Dr. Sabine Schäfer<br />

Hotz Kommunikations- und Datenservice GmbH<br />

Rainer Hotz mit Stefan Hotz, Geschäftsführer<br />

Preisträger <strong>2023</strong> aus Hessen<br />

WK Hydraulik Walter + Kieler GmbH<br />

Sebastian Leuschner mit Marc Jäger,<br />

Geschäftsführer<br />

und Sachsen-Anhalt<br />

Schäfer Dein Bäcker GmbH<br />

aus Limburg, Hessen,<br />

Finalist 2021<br />

Wertschätzend auf Expansionskurs<br />

Schäfer – Dein Bäcker trotzt den Abwärtstrends<br />

in den Statistiken des Deutschen<br />

Bäckerhandwerks: Seit 1995 entstand aus<br />

dem großelterlichen Café von Johann<br />

Schäfer ein Netzwerk aus 160 Filialen mit<br />

knapp 1500 Mitarbeitern rund um Limburg.<br />

Seit 2020 ist das Unternehmen mit<br />

einer der modernsten Backstuben Europas<br />

auf 14000 qm für erwartete weitere<br />

Wachstum gewappnet. Der Erfolgskurs<br />

der Bäckerei, die sich dennoch als traditioneller<br />

Handwerksbetrieb versteht, geht<br />

mit der Zertifizierung als „Greenbaker“<br />

weiter: Für Nachhaltigkeit sorgt Schäfer<br />

u.a. mit energieeffizienter Anlagentechnik<br />

und einer Photovoltaikanlage. Die<br />

Hauptrohstoffe bezieht der Greenbaker<br />

von regionalen Bio-Produzenten. Für<br />

Qualität und Kundenzufriedenheit sorgt<br />

bei Schäfer eigens ein Brot-Sommelier.<br />

Wertschätzung für Mitarbeiter und<br />

Region machen fortlaufend zahlreiche<br />

Aktionen und Unterstützungen sichtbar.<br />

Hotz Kommunikationsund<br />

Datenservice GmbH<br />

aus Michelstadt, Hessen,<br />

Finalist 2021<br />

Die Zauberer von Hotz – Erfolgsbooster<br />

in Sachen Prozessoptimierung<br />

Rainer und Ursula Hotz begannen<br />

2003 in Michelsfeldt als Ich-AG. Heute<br />

ist die Hotz GmbH mit 65 Mitarbeitern<br />

ein gefragter Dienstleister für Dialogmarketing<br />

- mit starken Zuwächsen bei<br />

Umsätzen, Mitarbeitern und Neukunden.<br />

Der Erfolg ist keine Zauberei, sondern<br />

Resultat der Kernkompetenz des<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

Business Process Outsourcings, einer<br />

intensiven Kundenorientierung mit<br />

hoher Flexibilität und einer vorausschauenden<br />

Unternehmenspolitik,<br />

die auch die Weiterbildung und das<br />

starke soziale Engagement im Blick hat.<br />

Ein ausgeklügeltes Risikomanagement,<br />

zahlreiche Kooperationen mit Unternehmen<br />

der Textilbranche, der IT, der<br />

Technik und des Coachings, die starke<br />

Vernetzung mit Wirtschaftsverbänden<br />

in der Region und die Nachfolgesicherung<br />

durch Sohn Stefan Hotz stärken<br />

das Unternehmen für die Zukunft.<br />

Add on: Das Zauberbuch der Firma<br />

heißt „Hotzipedia“ – es dokumentiert<br />

zentral für alle Mitarbeiter die optimierten<br />

Prozesse des Unternehmens.<br />

WK Hydraulik<br />

Walter + Kieler GmbH<br />

aus Zielitz, Sachsen-Anhalt,<br />

Finalist 2021<br />

Hydraulik-Wohlfühlpaket<br />

unter dem Zeichen des Elefanten<br />

Vor 32 Jahren begannen Norbert Waler<br />

und Ingolf Kieler in einer Garage in<br />

Wolmirstedt. Heute liefert die WK-<br />

Hydraulik GmbH mit Sitz in Zielitz und<br />

Wernigerode Hydraulik- und Pneumatikanlagen<br />

in alle Welt. Ein Team von<br />

erfahrenen Spezialisten baut maßgeschneiderte<br />

und modernste Hydraulikanlagen,<br />

bringt alte Anlagen auf den<br />

neuesten Technikstand und sorgt mit<br />

Ersatzteilen rund um die Uhr für den<br />

perfekten Service. „Kraft, die bewegt“ ist<br />

der Slogan, den ein riesengroßer Elefant<br />

passenderweise auf den Transportern<br />

des Unternehmens deutlich macht.<br />

Regelmäßige Weiterbildung der Mitarbeiter<br />

ist dem Unternehmen dabei ebenso<br />

wichtig wie ein gutes Betriebsklima,<br />

für das mit vielen Benefits gesorgt wird.<br />

Auch die Unternehmensnachfolge<br />

ist gesichert: mit den langjährigen<br />

Mitarbeitern Marc Jäger und Sebastian<br />

Leuschner sind seit September<br />

2022 zwei neue geschäftsführende<br />

Gesellschafter im Unternehmen. ó<br />

1. PLATZ BEIM GROSSEN<br />

PREIS DES MITTELSTANDES<br />

Wir sagen danke!<br />

PREMIER-FINALIST<br />

Großer Preis des<br />

MITTELSTANDES<br />

Als mittelständisches Familienunternehmen sind wir weltweit<br />

aktiv und Vorreiter bei der individuellen Herstellung von<br />

Wund-Spreizer-Systemen für die Medizin.<br />

In unserem Unternehmen Condor MedTec stellen wir<br />

chirurgische Instrumente für komplexe medizinische Eingriffe<br />

her. Die patentierten Condor GoldLine ® Wund-<br />

Spreizer-Systeme ermöglichen eine exakte, individuelle und<br />

sichere Einstellung des OP-Situs sowie eine optimale Sicht<br />

bis in die Tiefe.<br />

Unser Unternehmen Condor Custom Solutions ist einer<br />

der führenden Hersteller und Dienstleister für Drahterodiertechnik<br />

und Frästechnik. Ebenso gehören die<br />

Bereiche Additive Fertigung und Oberflächenveredelung<br />

zu unseren Leistungen.<br />

PREISTRÄ GER<br />

Großer Preis des<br />

MITTELSTANDES<br />

CONDOR ® Group · Dr.-Krismann-Straße 15 · D-33154 Salzkotten · Tel.: +49 5258 9916 - 0 · Fax: - 16 · www.condor-group.de · info@condor-group.de


36<br />

37<br />

Bauunternehmung Glöckle Holding GmbH<br />

Franziska Lorber, Geschäftsführerin<br />

DEHN SE - Norman Schäfer , Leiter Lean- und<br />

Ideenmanagement und Roland Schwab, Produktionsleiter<br />

ERL Immobiliengruppe<br />

Alois Erl jun., Geschäftsführer<br />

Zweirad Würdinger GmbH<br />

Thomas Würdinger, Geschäftsführer<br />

mit Lisa Wittenzellner, Filialleiterin<br />

Preisträger <strong>2023</strong> aus Bayern<br />

Bauunternehmung<br />

Glöckle Holding GmbH<br />

aus Schweinfurt,<br />

Finalist 2022<br />

Die blaue Flotte baut<br />

für künftige Generationen<br />

Als Komplettanbieter für Bau<br />

und Baudienstleistungen ist das<br />

Familienunternehmen Glöckle aus<br />

Schweinfurt ein Begriff. In der vierten<br />

Generation leitet die Architektin<br />

Carolin Glöckle erfolgreich die<br />

Firma, die zwei Weltkriege überstanden<br />

hat und maßgeblich am Wiederaufbau<br />

des zerstörten Schweinfurts<br />

beteiligt war. Nun baut Glöckle<br />

nachhaltig für künftige Generationen.<br />

Vom eigenen Kieswerk über ein Transportbetonwerk,<br />

eine eigene Hoch- und<br />

Tiefbausparte, ein Fertigteilwerk bis hin<br />

zur eigenen Schlüsselfertigbau-Sparte<br />

hält Glöckle dabei einen Großteil der<br />

Wertschöpfung in der eigenen Hand.<br />

Auffallend ist die „blaue Flotte“: Über<br />

500 Maschinen, Geräte und Fahrzeugen<br />

sind in der Firmenfarbe Blau im gesamten<br />

süddeutschen Raum unterwegs.<br />

Die 494 Mitarbeiter und 52 Azubis sind<br />

für Glöckle das höchste Gut, das mit<br />

zahlreichen Benefits und Weiterbildungsmöglichkeiten<br />

gepflegt wird. Ein<br />

Highlight ist der eigene Badesee mit<br />

Freizeitanlage, wo sich Firmenangehörige<br />

und ihre Familien erholen können.<br />

DEHN SE<br />

aus Neumarkt,<br />

Finalist 2022<br />

Blitzgescheiter<br />

Global-Player aus der Oberpfalz<br />

Bei Blitz-, Überspannungs- und<br />

Arbeitsschutz ist das innovationsreiche<br />

Familienunternehmen aus<br />

der Oberpfalz international führend.<br />

Das Unternehmen bietet dabei seinen<br />

Kunden innovative Lösungen und Services<br />

und ist gefragter Partner für die<br />

Bereiche Elektromobilität, erneuerbare<br />

Energien und dem Schutz kritischer Infrastrukturen.<br />

Das Unternehmen besitzt<br />

19 Vertriebsgesellschaften weltweit<br />

und vertreibt seine Produkte in über<br />

70 Ländern. Das Erfolgskonzept von<br />

Dehn beruht auf Tradition und Erfahrung,<br />

hohen Qualitätsansprüchen und<br />

konsequenter Kunden- und Marktorientierung.<br />

Mehr als 1.100 Patente<br />

zeugen von der Innovationskraft des<br />

Unternehmens, das seit 1918 ein verlässlicher<br />

Arbeitgeber in der Region ist.<br />

1565 Mitarbeiter, 123 Azubis und 40<br />

Werkstudenten sind das Herzstück des<br />

Unternehmens. Für sie und die Region<br />

engagiert sich Dehn in zahlreichen<br />

Aktionen mit Work-Life-Balance, Ausbildungsangeboten<br />

und Charity-Projekten.<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

ERL Immobiliengruppe<br />

aus Deggendorf,<br />

Finalist 2017<br />

Mit altersgerechtem<br />

Wohnraum auf der Überholspur<br />

„Bereits in dritter Generation widmet<br />

sich die Deggendorfer Erl-Immobiliengruppe<br />

altersgerechtem Wohnraum.<br />

Seit 1979 hat das 100-prozentige<br />

Familienunternehmen Wohnraum und<br />

Betreuungsangebote für ältere Menschen<br />

geschaffen und ist damit Marktführer<br />

in Süddeutschland. Von der Planung,<br />

über den Bau bis zum Vertrieb und der<br />

Betreuung bietet Erl alles aus einer Hand.<br />

Das Wachstum der Gruppe ist dabei<br />

in vielen Bereichen preiswürdig: Ihr<br />

gelang eine Verdopplung von Mitarbeiterzahl<br />

und Umsatz in den letzten<br />

vier Jahren, und eine Steigerung der<br />

Ausbildungsstellen von 8 auf 29! Letztere<br />

begründet auch in der Unternehmensaktion<br />

„Lern wos gscheids“, mit<br />

der Handwerksberufe für Schüler wieder<br />

attraktiver gemacht werden sollen.<br />

Nachhaltigkeit und ethisch-wertorientiertes<br />

Handeln gehören zur<br />

Unternehmenskultur der Erl-Immobiliengruppe,<br />

weshalb sie zahlreiche<br />

nachhaltige, soziale und kulturelle<br />

Projekte und Sportvereine unterstützt.<br />

Zweirad Würdinger GmbH<br />

aus Vilshofen a.d. Fonau,<br />

Finalist 2022<br />

Beständiger Wachstumskurs<br />

mit eBikes, Fahrrädern und Kundenähe<br />

Mit seinen drei Verkaufsstellen Vilshofen,<br />

Passau und Plattling zählt das<br />

erfolgreiche Familienunternehmen<br />

nach wie vor zu den größten Fahrradhändlern<br />

in Deutschland. Es steht<br />

für exzellenten und individuellen<br />

Rundum-Service bei Beratung, Verkauf<br />

und Werkstattdienstleistungen.<br />

Das kontinuierliche Wachstum des<br />

Fahrradspezialisten erklärt nicht<br />

nur der Trend zur Mobilitätswende:<br />

Zukunftsweisende Investitionen und<br />

der Fokus auf Kundennähe und nachhaltige<br />

Personalpolitik gehören dazu.<br />

Die Mitarbeiter von Würdinger lieben<br />

und leben das Produkt Fahrrad<br />

und eBike - das spüren auch die<br />

Kunden in der freundlichen und sehr<br />

persönlichen Atmosphäre der Läden.<br />

In der vierten Generation blickt das<br />

familienfreundliche und integrative<br />

Familienunternehmen auf 101 Jahre<br />

Firmengeschichte zurück. Nachhaltigkeit<br />

und soziale Verantwortung<br />

übernimmt die Würdinger GmbH<br />

mit engagiertem Sponsoring und<br />

Unterstützung zahlreicher regionaler<br />

Organisationen und Vereine. ó<br />

JEDER DER KLEBT, SOLL<br />

WISSEN WIE ES GEHT!<br />

w w w . h e i m e r l - b a u . d e<br />

Ehrenplakette 2019<br />

Ein herzlicher Dank gilt der Jury des Großen Preis des<br />

Mittelstands für diese großartige Auszeichnung, sowie<br />

Thomas Stein (IMTS - Interims Management) für die<br />

Nominierung.<br />

Innotech Marketing und Konfektion Rot GmbH<br />

+49 (0) 7253 - 98 88 55 0 www.innotech-rot.de<br />

info@innotech-rot.de<br />

Innotech ist als einziges Unternehmen<br />

Kooperationspartner des Fraunhofer<br />

IFAM für klebtechnischen<br />

Weiterbildungen. Als Autor des<br />

Almanachs - das Nachschlagewerk der<br />

Klebbranche - sind wir die Nr. 1, wenn es<br />

um die manuelle Verarbeitung von Klebund<br />

Dichtstoffen geht.<br />

Unsere Mission: Manuelles Kleben<br />

schneller, sicherer, günstiger und<br />

dadurch erfolgreicher gestalten.


36 Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

37<br />

Preisträger <strong>2023</strong> aus Niedersachsen<br />

bema GmbH Maschinenfabrik<br />

aus Voltlage-Weese,<br />

Finalist 2019<br />

Alfred Döpker GmbH<br />

aus Oldenburg,<br />

Finalist 2021<br />

PACKNERS GmbH<br />

aus Schüttorf,<br />

Finalist 2017<br />

Mit nachhaltigem Ansatz<br />

den Weg frei räumen<br />

Wo der Handschlag noch gilt –<br />

Innovativ bauen mit Vertrauen<br />

“Kluge Kisten“ mit guter Laune helfen<br />

Zeit und Energie zu sparen<br />

bema GmbH Maschinenfabrik<br />

Sonja Koopmann, Geschäftsführerin<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

Kehrmaschinen mit effizienten Antriebstechnologien<br />

stehen im Fokus der bema<br />

GmbH Maschinenfabrik. Als Anbieter mit<br />

der umfangreichsten Produktpalette von<br />

Einstiegs- über Hochleistungsmaschinen<br />

bis hin zu Sonderbaulösungen entwickelt<br />

und produziert Bema in Deutschland.<br />

Die hier konstruierten Flughafenkehrmaschinen<br />

räumen in vielen Flughäfen<br />

der Welt im Winter den Schnee -<br />

von London über Paris bis nach China.<br />

Mit einer nachhaltigen Transformation<br />

der Führungsstrukturen und<br />

der Unternehmenskultur geht das<br />

Familienunternehmen in dritter<br />

Generation konsequent den Weg zu<br />

einem modernen, weltweit agierenden<br />

Industrieunternehmen weiter.<br />

Kehrmaschinenmodelle mit nachhaltiger<br />

Antriebstechnik und die ökologische<br />

Gestaltung des Betriebsgeländes gehören<br />

ebenso zum Nachhaltigkeitskonzept<br />

des Unternehmens wie das Engagement<br />

in Sachen Ausbildung oder Ehrenämter<br />

in vielen regionalen Vereinen und<br />

Organisationen. Beispielhaft sind der<br />

hohe Anteil von Frauen in der „Männerdomäne<br />

Maschinenbau“ wie auch die<br />

Familienfreundlichkeit der bema GmbH.<br />

Qualitativ hochwertiges und verlässliches<br />

Bauen, partnerschaftlich mit seinen<br />

Partnern, Auftraggebern und 57<br />

Mitarbeitern – dafür steht die Alfred<br />

Döpker GmbH aus Oldenburg seit 1965.<br />

Als Generalunternehmer managt<br />

Döpker die Abwicklung und Ausführung<br />

der schlüssel-fertigen<br />

Bauprojekte überwiegend selbst.<br />

Entgegen dem Trend in der Baubranche<br />

musste das Unternehmen in<br />

den letzten Jahren keine Kurzarbeit<br />

anmelden und wird auch jetzt keinen<br />

der 57 Angestellten entlassen.<br />

Mit Weitsicht und hoher Innovationskraft<br />

sichert sich der Bauunternehmer<br />

gegen das Risiko der<br />

aktuellen Marktentwicklung durch<br />

die verschiedenen Krisen der Zeit.<br />

Mit Digitalisierung, Big Data und<br />

künstlicher Intelligenz wappnet<br />

sich Döpker für die Zukunft.<br />

Teamgeist und Partnerschaftlichkeit<br />

zeigt Döpker auch mit seinen Mitarbeitern<br />

und im sozialen Engagement:<br />

Eine einzigartige Ersthelferquote von<br />

100 Prozent im Unternehmen, eine<br />

Vielzahl von spektakulären Benefits<br />

für das Team und die umfangreiche<br />

Unterstützung von vielfältigen<br />

Projekten in der Region belegen das.<br />

Bei PACKNERS aus dem niedersächsischen<br />

Schüttdorf dreht sich alles um<br />

Wellpappe und um Versand- und<br />

Transportkartonagen. Das junge Unternehmen<br />

hat in den letzten vier Jahren<br />

seinen Umsatz fast verdoppelt.<br />

Der Slogan „Die kluge Kiste“ ist nicht<br />

nur ein Marketing-Gag: Für den Produzent<br />

eines typischen Allerwelts-Produkts<br />

spielen der Mehrwert, das Vertrauen<br />

in eine Marke und deren Leistungsfähigkeit<br />

eine große Rolle. Durch einen<br />

hohen Automatisierungsgrad und durch<br />

die enge, auch räumliche, Verbindung<br />

mit dem Rohmateriallieferanten Prowell<br />

- kann PACKNERS mit seinen 70<br />

Mitarbeitern schneller, günstiger und<br />

auch nachhaltiger produzieren. Umweltverträgliche<br />

Farben und Maschinen mit<br />

geringem Energiebedarf dienen einem<br />

umweltfreundlichen Co2-Fußabdruck.<br />

PACKNERS präsentiert sich durch eine<br />

frische, fröhliche Kommunikation und<br />

ein pfiffiges B2B-Marketing. So ist „Herr<br />

Packners“ eine fiktive Figur, die man auf<br />

LKW-Werbung schon mal „Hier rappelt´s<br />

im Karton“ sagen lässt. Ungewöhnlich<br />

für ein niedersächsisches Unternehmen<br />

ist die eigene Lkw-Tribüne am Rosenmontagszug<br />

in Köln, noch ungewöhnlicher<br />

gar der eigene Karnevalsverein „Sympathische<br />

Pappkameraden von 2010“. ó<br />

JEDER DER KLEBT, SOLL<br />

WISSEN WIE ES GEHT!<br />

Alfred Döpker GmbH & Co. KG Bauunternehmen<br />

Christian Schaefer, Geschäftsführer mit<br />

Meike Dierssen und Matthias Meyer, Kalkulator<br />

PACKNERS GmbH<br />

Frank Gausepohl, Geschäftsführer<br />

Ein herzlicher Dank gilt der Jury des Großen Preis des<br />

Mittelstands für diese großartige Auszeichnung, sowie<br />

Thomas Stein (IMTS - Interims Management) für die<br />

Nominierung.<br />

Innotech Marketing und Konfektion Rot GmbH<br />

+49 (0) 7253 - 98 88 55 0 www.innotech-rot.de<br />

info@innotech-rot.de<br />

Innotech ist als einziges Unternehmen<br />

Kooperationspartner des Fraunhofer<br />

IFAM für klebtechnischen<br />

Weiterbildungen. Als Autor des<br />

Almanachs - das Nachschlagewerk der<br />

Klebbranche - sind wir die Nr. 1, wenn es<br />

um die manuelle Verarbeitung von Klebund<br />

Dichtstoffen geht.<br />

Unsere Mission: Manuelles Kleben<br />

schneller, sicherer, günstiger und<br />

dadurch erfolgreicher gestalten.


36 Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

37<br />

Preisträger <strong>2023</strong> aus Nordrhein-Westfalen<br />

Helmut Hinz GmbH & Co.<br />

Philipp Hinz, Prokurist mit<br />

Günter Hinz, Geschäftsführer<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

Helmut Hinz GmbH<br />

aus Köln, Finalist 2018<br />

Erfolgreich als vorbildliches<br />

Familienunternehmen<br />

Die Helmut Hinz GmbH &Co. aus Köln<br />

steht für die Kontinuität eines Traditionsbetriebes<br />

gepaart mit hoher Innovationsfreude<br />

und Qualität. Der Heizung-,<br />

Sanitär- und Klimatechniker gilt als Vorzeigeunternehmen<br />

und Qualitätsführer<br />

in der Region und berät seine Kunden<br />

umfassend auch in Sachen Nachhaltigkeit<br />

und Energiemanagement.<br />

Mit dem neuen smart-home-gesteuerten<br />

Firmengebäude sieht sich Hinz als<br />

Vorbild beim ökologischen Bauen und<br />

nachhaltigem Energiemanagement.<br />

Durch Photovoltaikanlage und regenerativen<br />

Wärmepumpen ist das Unternehmen<br />

bereits zu rund 80 Prozent autark<br />

und C02-frei. Derzeit ermittelt Hinz seinen<br />

CO2-Fußabddruck; Ziel ist, ab 2025<br />

mit dem Gebäude, 2028 mit dem ganzen<br />

Betrieb klimaneutral zu sein. Die<br />

Unternehmensnachfolge ist in dritter<br />

Generation mit Philipp Hinz, dem Sohn<br />

des jetzigen Firmeninhabers, gesichert.<br />

Seit diesem Jahr arbeiten alle Techniker<br />

im Unternehmen mit einem cloudbasierten<br />

Auftragswesen. Mittels App<br />

kann jeder der rund 80 Mitarbeiter seinen<br />

Auftrag komplett online abwickeln.<br />

Die Visualisierung gewünschter Traumbäder<br />

ermöglicht eine spezielle 3-D-Software.<br />

Die „Hinz-Familie“ engagiert sich außerdem<br />

seit Jahren in der Berufsausbildung<br />

und zudem in vielen sozialen und kulturellen<br />

Einrichtungen in der Region. ó<br />

Condor® Group GmbH<br />

aus Salzkotten,<br />

Finalist 2019<br />

Erfolgreich mit Medizinprodukten<br />

Die Stärke der familiengeführten Condor<br />

Group liegt in der langjährigen Erfahrung<br />

aus dem Vertrieb von eigenen, innovativen<br />

Medizinprodukten sowie die zusätzliche<br />

Auslastung der Produktion durch<br />

einen breit gefächerten Branchenmix.<br />

Die Kernkompetenz von Condor Med-<br />

Tec liegt in der Entwicklung innovativer<br />

Produkte, die die Arbeit im Operationssaal<br />

für Ärzte und Pflegepersonal<br />

erleichtern. Wachstum und Finanzierung<br />

aus eigenen Gewinnen ist seit der Firmengründung<br />

von größter Bedeutung.<br />

Aus dem Ein-Mann-Unternehmen von<br />

1997 entwickelte sich ein gesundes mittelständisches<br />

Unternehmen, das in der<br />

zweiten Generation von den Kindern<br />

des Firmengründers Hermann-Josef<br />

Schulte weitergeführt wird. Der Exportanteil<br />

konnte in den letzten Jahren auf<br />

bis zu 50 Prozent ausgebaut werden.<br />

Seit 2019 hat sich der Umsatz der Firma<br />

verdoppelt. Durch hohe Qualität<br />

und hervorragenden Service ist Condor<br />

in Deutschland zum Marktführer<br />

für Wund-Spreiz-Systeme gewachsen.<br />

Das 25jährige Firmenjubiläum im<br />

August 2022 feierte das Unternehmen<br />

„nebenan“ bei der betriebsnahen Kita.<br />

Der Firmenstandort in Salzkotten ist<br />

umweltschonend mit einer energieeffizienten<br />

Luftwärmepumpe und<br />

einer Photovoltaikanlage ausgestattet.<br />

epcan GmbH<br />

aus Vreden,<br />

Finalist 2020<br />

Spezialisten für<br />

Glasfaserausbau und schnelles Internet<br />

Glasfaserausbau ist zum<br />

Aushängeschild geworden:<br />

Die Epcan gmbH sorgt für die Anbindung<br />

vor allem in Außenbereichen<br />

an ein schnelles Netz. 2008 startete<br />

das Unternehmen mit dem Ausbau<br />

einer zuverlässigen Breitbandversorgung<br />

im Vredener Industriegebiet.<br />

Das Unternehmen mit seinen mittlerweile<br />

62 Mitarbeitern wächst seitdem<br />

stetig: 2022 wurden enorme Zuwächse<br />

im Privatkundenbereich erzielt und<br />

tausende neue Breitbandanschlüsse<br />

geschaltet. Das eigene Glasfasernetz<br />

erstreckt sich inzwischen von Niedersachen<br />

bis nach Rheinland-Pfalz.<br />

Das neue Rechenzentrum neben<br />

dem Bürogebäude ermöglicht dem<br />

Systemhausteam zudem direkte<br />

Service-Leistungen vor Ort.<br />

Epcan unterstützt – fachlich passend -<br />

die MINT-AG einer Grundschule unter<br />

anderem mit BeeBots, mit denen die<br />

Kinder programmieren lernen können.<br />

Soziales Engagement zeigt das Unternehmen<br />

bei verschiedenen Vereinen<br />

wie zum Beispiel bei Münster<br />

Interplast Gemany e.V. - einem Verein,<br />

der kostenlos plastische OPs in<br />

Entwicklungsländern durchführt.<br />

1. PLATZ BEIM GROSSEN<br />

PREIS DES MITTELSTANDES<br />

Wir sagen danke!<br />

Condor® MedTec GmbH - Dominik Schulte,<br />

Geschäftsführer mit Maria Schulte und<br />

Hermann Josef Schulte, Gründer und<br />

Geschäftsführer sowie<br />

Ira Fecke-Schulte, Geschäftsführerin<br />

epcan GmbH<br />

Nils Waning mit Christian Meiners und<br />

Gerd Gevering, Geschäftsführer<br />

Als mittelständisches Familienunternehmen sind wir weltweit<br />

aktiv und Vorreiter bei der individuellen Herstellung von<br />

Wund-Spreizer-Systemen für die Medizin.<br />

In unserem Unternehmen Condor MedTec stellen wir<br />

chirurgische Instrumente für komplexe medizinische Eingriffe<br />

her. Die patentierten Condor GoldLine ® Wund-<br />

Spreizer-Systeme ermöglichen eine exakte, individuelle und<br />

sichere Einstellung des OP-Situs sowie eine optimale Sicht<br />

bis in die Tiefe.<br />

Unser Unternehmen Condor Custom Solutions ist einer<br />

der führenden Hersteller und Dienstleister für Drahterodiertechnik<br />

und Frästechnik. Ebenso gehören die<br />

Bereiche Additive Fertigung und Oberflächenveredelung<br />

zu unseren Leistungen.<br />

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39<br />

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Die Fürsorgekasse von 1908 wurde, wie das Datum im den Beitritt zu ermöglichen. Die Solidargem<br />

Namen verrät, vor über 100 Jahren gegründet. Im früheren<br />

trägt seitdem den Titel „Fürsorgekasse von 19<br />

Rheinland schlossen sich damals Mitglieder der<br />

Neuapostolischen 91_56_06_10_22.indd Kirche zusammen, 2 um bei Sterbefäl-<br />

Über 500 ehrenamtlich tätige Helfer 10/6/22 in den 09:5 v<br />

len finanzielle Hilfe leisten zu können,<br />

und gründeten eine Umlagekasse. Das<br />

Engagement, sich im Sterbefall um<br />

Hinterbliebene zu kümmern, ist ein<br />

Bestandteil dieser Glaubensgemeinschaft.<br />

Hierbei hat sich der Gedanke<br />

BEWERTUNG<br />

„Einer trage des anderen Last“ bei der<br />

Gründung als zentraler<br />

Leitsatz der<br />

Fürsorgekasse gebildet.<br />

nen Gemeinden stehen der<br />

kasse zur Seite. Sie sind p<br />

Ansprechpartner und küm<br />

im Versicherungsfall schnell<br />

rokratisch um die Hinterblie<br />

besonderer Dank gilt Ihrer l<br />

Mitarbeit und Ihrem Engage<br />

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Durch diesen großen Kreis<br />

licher Mitarbeiter wird ein<br />

Kostenteil gespart. Außer<br />

Aus der freiwilligen<br />

fügt die Fürsorgekasse von<br />

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gemeinschaft ging 1934 die Vorsorgegemeinschaft<br />

gend angelegt sind und so außerordentliche<br />

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„Sterbekasse der Neuapostolischen günstigen Tarif anbieten. Die gesetzlichen Kr<br />

Kirche“ erhielt. 1998 wurde dieser<br />

sen leisten keine Unterstützung im Sterbefall<br />

Name abermals geändert, um scheint eine private Vorsorge für den Todesfa<br />

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auch grundsätzlich Interessierten und notwendig.<br />

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40<br />

41<br />

Georg Oest Mineralölwerk GmbH & Co. KG<br />

Detlef Stülzebach, Geschäftsführer<br />

Innotech Marketing & Konfektion Rot GmbH<br />

Joachim Rapp,<br />

Geschäftsführender Gesellschafter<br />

Preisträger <strong>2023</strong> aus Baden-Württemberg<br />

Ovesco Endoscopy AG<br />

Prof. Dr. med. Marc O. Schurr, Geschäftsführer<br />

Georg Oest<br />

Mineralölwerk GmbH & Co. KG<br />

aus Freudenstadt,<br />

Finalist 2021<br />

Bio-Kettenöle und<br />

Sonderkraftstoffe „Made in Germany“<br />

„Mit Oest läuft´s wie geschmiert!“, so lautet<br />

der Leitspruch der Georg Oest Mineralölwerk<br />

GmbH, dem Herzstück der Oest<br />

Unternehmensgruppe in Freudenstadt.<br />

Hochwertige Erdöl-Raffinate sind die<br />

Basis für die Mineralstoffe made in<br />

Germany. Visionär und Firmengründer<br />

Georg Oest legte 1915 den Grundstein für<br />

das umweltzertifizierte Unternehmen.<br />

Heute befindet sich Oest mit seinen 360<br />

Mitarbeitern in einem harten Verdrängungswettbewerb.<br />

Der große Vorteil<br />

des Unternehmens ist, dass es nicht nur<br />

Händler von Schmierstoffen, sondern<br />

selbst auch Hersteller ist, und so Qualität<br />

„Made in Germany“ gewährleistet.<br />

Die Kernkompetenz liegt in den eigenen<br />

Rezepturen und Fertigungsprozessen.<br />

Das eigene Entwicklungslabor, Produktion<br />

und Logistik unter einem Dach<br />

schaffen kurze Wege und ermöglichen<br />

durch schnelle Reaktion am Markt<br />

einen Wettbewerbsvorteil. Innovative<br />

Produkte des Unternehmens sind<br />

z.B. Bio-Kettenöle, die das Umweltzeichen<br />

„Blauer Engel“ erhielten.<br />

Oest nimmt mit 29 Azubis und 19<br />

Werkstudenten in der Region nicht<br />

nur eine wichtige Rolle als Ausbildungsbetrieb<br />

ein. Es unterstützt<br />

zudem eine Vielzahl karitativer Einrichtungen<br />

für Kinder und Jugendliche.<br />

Innotech Marketing<br />

und Konfektion Rot GmbH<br />

aus Rettigheim,<br />

Finalist 2022<br />

Klebe-Koryphäen mit Experten-Netzwerk<br />

Wer Klebstoff herstellt, kommt nicht an<br />

der Innotech Marketing und Konfektion<br />

Rot GmbH aus Rettigheim vorbei: Der Distributor<br />

bietet als Einziger weltweit alle<br />

namhaften Hersteller von Kartuschensystemen,<br />

Klebepistolen und Zubehör.<br />

Wie komplex die Materie „manuelle<br />

Verarbeitung von Kleb- und Dichtstoffen“<br />

ist, legt schon die Zahl von<br />

30.000 Klebstoffen nahe. Das in 30<br />

Jahren gesammelte Fachwissen macht<br />

Innotech zum gefragten Spezialisten<br />

der Branche mit einem eigenen „Kle-<br />

<strong>PT</strong>-MAGA3IN 6 <strong>2023</strong><br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

be-Almanach“ und „Klebe-Lexikon“.<br />

Ihre speziellen Weiterbildungen zu<br />

geprüften Kleb-Fachleuten haben<br />

auch Porsche und die Henkel AG<br />

überzeugt: Seit 2022 lassen sie ihre<br />

Mitarbeiter von Innotech ausbilden.<br />

Über Social Media geben die<br />

Experten mit großer Reichweite<br />

ihr Spezialwissen weiter.<br />

Seit der Gründung der GmbH 2006<br />

achtet das erfolgreiche Unternehmen<br />

auf nachhaltiges Wirtschaften:<br />

80 Prozent des Ertrages bleiben für<br />

Investitionen im Unternehmen, 20 Prozent<br />

wird an die 40 Mitarbeiter verteilt.<br />

Innovation und Nachhaltigkeit<br />

prägen auch den Einsatz für Mitarbeiter,<br />

Umweltschutz und soziales Engagement.<br />

Ovesco Endoscopy AG<br />

aus Tübingen,<br />

Finalist 2022<br />

Weltweiter Lebensretter<br />

mit innovativer Medizintechnik<br />

Das Medizintechnikunternehmen<br />

Ovesco Endoscopy AG aus Tübingen<br />

sorgt seit 2008 weltweit für innovative<br />

Medizinprodukte auf dem Gebiet der<br />

endoskopischen und chirurgischen Therapie<br />

im Magen-Darm-Trakt. Innovation<br />

ist ein Markenkern des Unternehmens<br />

mit Standorten in Frankreich, den USA<br />

und Indien. Bekannt für seine endoskopischen<br />

Clipsysteme forscht Ovesco<br />

unermüdlich, um patientenschonende<br />

Verfahren zu entwickeln und reinvestiert<br />

jährlich 10 Prozent des Umsatzes in Forschung<br />

und Entwicklung. 101 Patente, 51<br />

Marken und eine Umsatzverdopplung in<br />

den letzten fünf Jahren zeigen den Erfolg.<br />

Internationalität und Diversität sind<br />

bei Ovesco selbstverständlich: Ein<br />

Drittel der 106 MitarbeiterInnen hat<br />

eine Migrationsgeschichte in der<br />

Familie; allein im Tübinger Hauptsitz<br />

arbeiten Menschen aus 15 Nationen.<br />

Ovesco ist als „Familienbewusstes<br />

Unternehmen“ zertifiziert und hat<br />

eine eigene Tagespflegeeinrichtung<br />

für kleine Kinder im Firmengebäude.<br />

Ovesco leistet außerdem humanitäre<br />

Hilfe in Entwicklungsländern, wie zum<br />

Beispiel die Finanzierung von 500 endoskopischen<br />

Untersuchungen Bedürftiger<br />

in Indien. Zudem unterstützt es regelmäßig<br />

Aktionen der Stiftung für kranke<br />

Kinder in Tübingen und auch Künstler.<br />

wie das Musik-Ensemble D`Accord. ó<br />

JEDER DER KLEBT, SOLL<br />

WISSEN WIE ES GEHT!<br />

Ein herzlicher Dank gilt der Jury des Großen Preis des<br />

Mittelstands für diese großartige Auszeichnung, sowie<br />

Thomas Stein (IMTS - Interims Management) für die<br />

Nominierung.<br />

Innotech Marketing und Konfektion Rot GmbH<br />

+49 (0) 7253 - 98 88 55 0 www.innotech-rot.de<br />

info@innotech-rot.de<br />

Innotech ist als einziges Unternehmen<br />

Kooperationspartner des Fraunhofer<br />

IFAM für klebtechnischen<br />

Weiterbildungen. Als Autor des<br />

Almanachs - das Nachschlagewerk der<br />

Klebbranche - sind wir die Nr. 1, wenn es<br />

um die manuelle Verarbeitung von Klebund<br />

Dichtstoffen geht.<br />

Unsere Mission: Manuelles Kleben<br />

schneller, sicherer, günstiger und<br />

dadurch erfolgreicher gestalten.


40 Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

41<br />

Preisträger <strong>2023</strong><br />

Thüringen und<br />

Sachsen<br />

SOMAG AG<br />

aus Jena, Thüringen<br />

Finalist 2018<br />

Weltmarktführer zu Wasser,<br />

zu Lande und in der Luft<br />

Die SOMAG AG Jena ist Weltmarktführer<br />

für hochpräzise Technik im Bereich der<br />

Luftbildfotografie und Datenerhebungen.<br />

Seit 2004 konzentriert sich das Unternehmen<br />

mit seinen 30 Mitarbeitern auf<br />

auf die Entwicklung und Herstellung von<br />

Stabilisierungshalterungen für Scanner,<br />

Kameras, Antennen und andere Nutzlasten<br />

bis 300 kg, die Datenerfassung<br />

und Überwachung in der Luft, auf dem<br />

Wasser und an Land möglich machen.<br />

Ein weltweites Vertriebsnetz<br />

versorgt einen breiten Kundenstamm<br />

in über 50 Ländern.<br />

Der Exportanteil des Unternehmens<br />

liegt mit 75 Prozent weit über dem<br />

industriellen Durchschnitt. SOMAG ist<br />

auch Lieferant für führende Sensorhersteller,<br />

hat sich aber stets als unabhängiger<br />

Anbieter am Markt behauptet. Seit<br />

2007 tragen die Produkte das Label „Präzision<br />

aus Jena“. Zum Austausch von<br />

Know-how ist das Unternehmen Mitglied<br />

der gleichnamigen Fachgruppe.<br />

Weiterbildungen werden bei der<br />

SOMAG AG nicht nur gefördert, sondern<br />

auch gefordert, da der interne<br />

Wissenstransfer zur Weiterentwicklung<br />

für die Firma von hoher Bedeutung<br />

ist. Sie bietet daher in der<br />

Entwicklungsabteilung vielen Ingenieurstudenten<br />

Chancen und Raum für Ideen.<br />

2018 erhielt Andreas Steps den Thüringer<br />

Gründerpreis für erfolgreiche Unternehmensnachfolge.<br />

Andreas Steps folgte<br />

damals seinem Vater und Firmengründer<br />

Konrad Steps bereits 10 Jahre im Vorstand.<br />

Das familienfreundliche Unternehmen<br />

hält für seine Mitarbeiter viele<br />

Benefits bereit und hat das Nachhaltigkeitsabkommen<br />

Thüringen<br />

unterzeichnet, das es mit zahlreichen<br />

umweltbewussten Aktionen belegt.<br />

SOMAG AG<br />

Konrad Steps,<br />

Gründer und Consultant<br />

Ein energieeffiizientes Firmengebäude<br />

und eine Photovoltaikanlage ermöglichen<br />

eine fast autarke Stromversorgung.<br />

Zum Schutz der Umwelt trägt auch die<br />

Langlebigkeit der Produkte bei. Darüber<br />

hinaus wird auch ihr Rückkauf angeboten.<br />

Die älteren Modelle werden danach<br />

wieder aufbereitet und erneut verkauft.<br />

Die SOMAG ist regelmäßig Teilnehmer<br />

und Förderer der „Langen<br />

Nacht der Wissenschaften“<br />

und des MINT-Festivals in Jena.<br />

Zum Engagement des Unternehmens<br />

gehört auch die Unterstützung von Veranstaltungen,<br />

deren Erlöse an soziale<br />

Projekte gespendet werden. SOMAG ist<br />

aktives Mitglied im Jenaer „Bündnis für<br />

Familie“, das sich für eine stärkere Vereinbarkeit<br />

von Familie und Beruf sowie eine<br />

familienfreundliche Stadt einsetzt. ó<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

IBH IT-Service GmbH<br />

aus Dresden, Sachsen,<br />

Finalist 2020<br />

Pioniere am digitalen Puls der Zeit<br />

1994 bot die IBH IT aus Dresden mit<br />

seinem Rechenzentrum den ersten Netzwerkkontenpunkt<br />

in ganz Sachsen. Heute<br />

ist aus dem einstigen Ingenieurbüro Prof.<br />

Dr. Thomas Horn eines der marktstärksten<br />

IT-Unternehmen im sächsischen<br />

Bundesland geworden. IBH kombiniert<br />

das Know-how der klassischen IT und die<br />

Dienstleistungen des Rechenzentrums.<br />

Eine weitere Unternehmenssäule seit<br />

2018 sind physische Infrastrukturen. IBH<br />

IT ist das einzige Unternehmen, das den<br />

Kunden bei der Modernisierung und Optimierung<br />

ihrer eigenen Serverräume und<br />

Rechenzentren konzeptionell und auch<br />

in der baulichen Umsetzung unterstützt..<br />

Mittlerweile führt Sandra Horn in<br />

zweiter Generation das Unternehmen<br />

mit seinen 78 Mitarbeitern.<br />

Ein weiterer wichtiger Pfeiler der Unternehmensstrategie<br />

sind Kooperationen.<br />

Die projektbezogene Partnerschaft mit<br />

der TU Dresden ermöglichte u. a. die<br />

Implementierung von Web- und Videokonferenzsystem<br />

in die sächsische<br />

Schulplattform. In zahlreichen Communities<br />

der Open-Source-Gemeinschaften<br />

sind IT-Techniker der IBH aktiv und stellen<br />

der jeweiligen Community Lösungen<br />

aus der firmeneigenen Schmiede<br />

zur Verfügung und profitieren selbst<br />

vom Know-how der Communities.<br />

Auf allen Ebenen werden externe wie<br />

interne Weiterbildungsangebote gefördert.<br />

So wird beispielsweise für die<br />

interne Schulungsreihe „Mitarbeiter<br />

schulen Mitarbeiter“ ein wöchentliches<br />

und festes Zeitfenster geblockt.<br />

Das Wachstum der Firma ist einer klugen<br />

Strukturierung und Investitionspolitik<br />

während und nach der Corona-Krise zu<br />

IBH IT-Service GmbH<br />

Sandra Zander, Geschäftsführerin mit<br />

Ehemann Silko Zander, Leiter phys. Infrastrukturen<br />

danken: Zurückgewonnene Büropräsenz<br />

und die vierteljährlichen Team-Events<br />

schweißen zusammen, aber zeitweiliges<br />

Homeoffice ist noch immer selbstverständlich.<br />

Ein klar definierter Onboarding-Prozess<br />

erlaubt eine schnelle Integration<br />

von neuen Mitarbeitenden ebenso<br />

wie die hervorragende Einbindung von<br />

vier Azubis und drei Werksstudenten<br />

Ihre regionale Verbundenheit zeigt die<br />

IBH IT mit zahlreichen Charity-Projekten<br />

von der Kinderhilfe bis zu Sportvereinen.<br />

Für Studierende der Hochschule<br />

für Musik „Carl Maria von Weber“ wurde<br />

ein Deutschlandstipendium ausgelobt,<br />

und die Technische Sammlung<br />

Dresden profitiert von einer großen<br />

Anzahl technischer Geräte, die von der<br />

IBH IT-Service GmbH als Dauerleihgabe<br />

zur Verfügung gestellt wurden ó<br />

1. PLATZ BEIM GROSSEN<br />

PREIS DES MITTELSTANDES<br />

Wir sagen danke!<br />

Als mittelständisches Familienunternehmen sind wir weltweit<br />

aktiv und Vorreiter bei der individuellen Herstellung von<br />

Wund-Spreizer-Systemen für die Medizin.<br />

In unserem Unternehmen Condor MedTec stellen wir<br />

chirurgische Instrumente für komplexe medizinische Eingriffe<br />

her. Die patentierten Condor GoldLine ® Wund-<br />

Spreizer-Systeme ermöglichen eine exakte, individuelle und<br />

sichere Einstellung des OP-Situs sowie eine optimale Sicht<br />

bis in die Tiefe.<br />

Unser Unternehmen Condor Custom Solutions ist einer<br />

der führenden Hersteller und Dienstleister für Drahterodiertechnik<br />

und Frästechnik. Ebenso gehören die<br />

Bereiche Additive Fertigung und Oberflächenveredelung<br />

zu unseren Leistungen.<br />

PREISTRÄ GER<br />

Großer Preis des<br />

MITTELSTANDES<br />

CONDOR ® Group · Dr.-Krismann-Straße 15 · D-33154 Salzkotten · Tel.: +49 5258 9916 - 0 · Fax: - 16 · www.condor-group.de · info@condor-group.de


40 Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

41<br />

Preisträger <strong>2023</strong> aus<br />

Berlin/Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern<br />

RENAFAN GmbH<br />

Renate Günther, Gründerin mit<br />

Shaodong Fan, Gründer und Geschäftsführer<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

RENAFAN GmbH<br />

aus Berlin,<br />

Finalist 2022<br />

Grenzenlos: Qualifizierte<br />

Pflege mit Herz<br />

Der innovative und engagierte Pflegedienstanbieter<br />

wurde bereits 1995<br />

in Berlin-Tegel von der damaligen<br />

Pflegedienstleiterin Renate Günther<br />

und dem Pflegehelfer und Elektronik-<br />

und Physikstudenten Shaodong<br />

Fan aus China gegründet.<br />

Heute beschäftigt die RENAFAN-Gruppe<br />

rund 4.400 Mitarbeiter aus 70<br />

Nationen, die 7.400 Kunden versorgen.<br />

Als eines der ersten Pflegeunternehmen<br />

ermöglichte RENAFAN eine ambulante<br />

Intensivpflege und versteht bei<br />

allem „Pflege“ als eine individuelle und<br />

serviceorientierte Dienstleistung: Patienten<br />

heißen hier deshalb Kunden.<br />

Ausbildung und Recruiting im In- und<br />

Ausland sichern dem Unternehmen<br />

das dringend benötigte qualifizierte<br />

und motivierte Personal. Mit der<br />

RENAFAN Akademie und ihrem International<br />

Service konnten 2022 über<br />

70 neue Fachkräfte aus dem Ausland<br />

gewonnen werden, die sich derzeit<br />

in der Anerkennung befinden.<br />

RENAFAN ist zu einer international<br />

erfolgreichen Unternehmensgruppe<br />

gewachsen, die seit 2017 auch<br />

sechs Einrichtungen in China betreut.<br />

Mathias Schilling GmbH & Co. KG<br />

aus Schaprode / Rügen - Insel Öhe,<br />

Mecklenburg-Vorpommern,<br />

Finalist 2019<br />

Nachhaltigkeit, Tradition<br />

und Gastlichkeit auf Rügen<br />

Seit über 750 Jahren ist Familie Schilling<br />

auf der idyllischen Insel Öhe zuhause.<br />

Hier - unweit des Hafens von Schaprode<br />

auf Rügen – begann der nachhaltige<br />

Erfolg des umtriebigen Unternehmens<br />

mit einer Bio-Rinderherde. Nach<br />

der Eröffnung des Gastronomiebetriebs<br />

„Schillings Gasthof“ 2011 und des ersten<br />

Hofladens 2013 in Schaprode ging es<br />

weiter in Kloster, Vitte und Stralsund.<br />

Mathias Schilling und seine Familie haben<br />

inzwischen mit acht Standorten ein einzigartiges<br />

Angebot in der Region geschaffen,<br />

das Kulinarik, das Erleben von Natur<br />

und Traditionen eindrucksvoll verbindet.<br />

In Zusammenarbeit mit traditionellen<br />

Fischern oder regionalen Erzeugern<br />

verschafft Schilling der Region Impulse,<br />

die sie für Rüganer wie Besucher<br />

attraktiver macht und aufwertet.<br />

Trotz eines geringen Marketing-Budgets<br />

hat Schilling eine hohe mediale<br />

Aufmerksamkeit erreicht: Mit seinen<br />

Social-Media-Kanälen gewährt das<br />

Unternehmen Einblicke in den Alltag<br />

auf der Insel Öhe. Dadurch sind<br />

sie gefragte Partner der Medien –<br />

nicht zuletzt auch als Teilnehmer der<br />

bekannten „Hofgeschichten“ des NDR.<br />

Gexx aeroSol<br />

aus Wildau, Brandenburg,<br />

Finalist 2022<br />

Erfolgreich mit<br />

ganzheitlicher Energiewende<br />

Gexx aeroSol ist deutschlandweit der<br />

erste und bisher einzige Fachbetrieb mit<br />

dreifacher Zertifizierung in den Bereichen<br />

Photovoltaik, Wärmepumpe und<br />

E-Mobilität. Als Teil der Gexx-Gruppe<br />

2011 in Berlin gegründet, wuchs das innovative<br />

Unternehmen seit 2018 von 18<br />

auf heute 120 Beschäftigte mit einem<br />

hohen Frauenanteil von 25 Prozent.<br />

Sein modulares Solar Carport-System ist<br />

mittlerweile bundesweit bekannt. Als<br />

regionaler Full-Service-Anbieter für Planung,<br />

Installation und Wartung von integrierten<br />

solar-zentrierten Energiesystemen<br />

hat Gexx aeroSol seinen Umsatz<br />

von 2021 auf 2022 nahezu verdoppelt.<br />

Mit der Gexx aeroSol Academy steht eine<br />

eigene Weiterbildungs-Akademie bereit,<br />

und für die Integration der 20 Prozent der<br />

Mitarbeiter mit Migrationshintergrund<br />

investiert das Unternehmen zudem in<br />

Sprachkurse. Gexx aeroSol engagiert sich<br />

in einer ganzen Reihe von verschiedenen<br />

Arbeitgeber- und Karriere-Netzwerken,<br />

die sich um Integration, Gleichberechtigung<br />

und Nachhaltigkeit bemühen<br />

Hinzu kommt das außergewöhnliche<br />

ehrenamtliche Engagement<br />

aller Führungskräfte in zahlreichen<br />

Organisationen und Vereinen. ó<br />

1. PLATZ BEIM GROSSEN<br />

PREIS DES MITTELSTANDES<br />

Wir sagen danke!<br />

Als mittelständisches Familienunternehmen sind wir weltweit<br />

aktiv und Vorreiter bei der individuellen Herstellung von<br />

Wund-Spreizer-Systemen für die Medizin.<br />

Mathias Schilling GmbH & Co KG - Insel Öhe<br />

Mathias Schilling mit Ehefrau Nicolle Schilling<br />

und Familie sowie Prof. Dr. Norbert Zdrowomyslaw,<br />

Hochschule Stralsund<br />

Gexx aeroSol GmbH - Marie Sophie Lafrentz,<br />

Geschäftsführende Gesellschafterin & CFO und<br />

Jochen Drepper, Leiter Vertrieb & Geschäftsentwicklung<br />

Mitglied der Geschäftsleitung (ppa)<br />

In unserem Unternehmen Condor MedTec stellen wir<br />

chirurgische Instrumente für komplexe medizinische Eingriffe<br />

her. Die patentierten Condor GoldLine ® Wund-<br />

Spreizer-Systeme ermöglichen eine exakte, individuelle und<br />

sichere Einstellung des OP-Situs sowie eine optimale Sicht<br />

bis in die Tiefe.<br />

Unser Unternehmen Condor Custom Solutions ist einer<br />

der führenden Hersteller und Dienstleister für Drahterodiertechnik<br />

und Frästechnik. Ebenso gehören die<br />

Bereiche Additive Fertigung und Oberflächenveredelung<br />

zu unseren Leistungen.<br />

PREISTRÄ GER<br />

Großer Preis des<br />

MITTELSTANDES<br />

CONDOR ® Group · Dr.-Krismann-Straße 15 · D-33154 Salzkotten · Tel.: +49 5258 9916 - 0 · Fax: - 16 · www.condor-group.de · info@condor-group.de


40<br />

41<br />

DORNBACH GMBH - Philipp Breker, Christian Koch,<br />

Rolf Groß mit Prof. Christian Hell und Johannes Quast,<br />

Geschäftsführende Gesellschafter<br />

LuxTek GmbH - Tobias Gimmler, Geschäftsführer<br />

Preisträger <strong>2023</strong> aus Rheinland-Pfalz<br />

Wipotec GmbH - Susanne Holzner, Area Sales Managerin mit<br />

Katharina Bentz, Treasury Operations and Project Manager und<br />

Udo Wagner, Geschäftsführer sowie Suzanne Haight,<br />

Assistant to Director Global Sales mit Jens Alder, Director Global Sales<br />

DORNBACH GmbH<br />

aus Koblenz,<br />

Finalist 2021<br />

Vorreiter und Ratgeber in<br />

Sachen unternehmerischer Erfolg<br />

DORNBACH ist eine überregional tätige<br />

Unternehmensgruppe für Wirtschaftsprüfung,<br />

Steuer-, Rechts- und<br />

Unternehmensberatung und bietet<br />

ganzheitliche und vorausschauende<br />

Unterstützung, die über Jahresabschlüsse<br />

und Steuererklärungen hinausgeht.<br />

Als erstes europäisches Unternehmen<br />

und bisher einzige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft<br />

in Deutschland<br />

schloss Dornbach 2019 einen Kooperationsvertrag<br />

mit dem internationalen<br />

Netzwerk ShineWing aus China und<br />

nimmt somit eine Vorreiterrolle ein.<br />

Seit der Firmengründung von 1954<br />

durch Dr. Eike Dornbach sen., hat sich<br />

die Firma zur größten Steuerberatungsund<br />

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft<br />

in Koblenz und der Region entwickeltmit<br />

heute 20 Standorten und über<br />

600 Mitarbeitern in ganz Deutschland.<br />

Mit seinen zahlreichen Benefits<br />

für die Mitarbeiter ist Dornbach<br />

ein attraktiver Arbeitgeber.<br />

Mit der Dornbach Akademie wurde ein<br />

umfangreiches Weiterbildungsangebot<br />

für die Mitarbeiter ins Leben gerufen.<br />

Das Unternehmen engagiert sich außerdem<br />

in den Themenbereichen Nachhaltigkeit<br />

und Klimaschutz, die im Rahmen<br />

seiner Prüftätigkeit künftig auch<br />

noch stärker bei den Mandanten zu<br />

beachten sind. Das geht nur mit Knowhow<br />

im eigenen Haus. In einem ersten<br />

Schritt lässt Dornbach daher seinen<br />

ökologischen Fußabtritt berechnen.<br />

LuxTek GmbH<br />

aus Losheim am See,<br />

Finalist 2022<br />

Erfolgreich mit Visionen für<br />

nachhaltige Kunststofferzeugnisse<br />

Als „grüner“ Problemlöser will die<br />

LuxTek GmbH seinen Kunden bald<br />

zu 100 Prozent nachhaltige Sonderprodukte<br />

aus Kunststoff anbieten.<br />

Dem Familienunternehmen ist es in<br />

den letzten Jahren gelungen, diese<br />

Vision immer mehr in die Tat umzusetzen<br />

und organisch zu wachsen.<br />

Gewinne werden zu 100 Prozent wieder<br />

in das Unternehmen reinvestiert.<br />

Mit der hochmodernen Kunststoffpresse<br />

und den CNC-Anlagen können<br />

nachhaltige Kunststoff-Produkte in jeder<br />

erdenklichen Form gefertigt werden, die<br />

in vielen Branchen Anwendung finden.<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

Bisher werden die individuellen, auf Kundenwünsche<br />

zugeschnittenen Frästeile<br />

immerhin schon mit 70 Prozent recyceltem<br />

Kunststoff produziert. Die Qualität<br />

beruht auf der Weiterverarbeitung des<br />

Polyethylen-Kunststoffs, nach DIN und<br />

ISO-Normen und einem eigenen Pressverfahren.<br />

Die Produkte beinhalten keine<br />

Weichmacher, sind beständig gegen<br />

Hitze, Frost und UV-Strahlungen und<br />

somit bruchsicher und verschleißarm.<br />

LuxTek arbeitet mit universitären<br />

Forschungsabteilungen zusammen<br />

und besitzt selbst eine eigene Forschungs-<br />

und Entwicklungsabteilung.<br />

Das familienfreundlich-zertifizierte<br />

Unternehmen unterstützt passenderweise<br />

unter anderem die gemeinnützige<br />

Organisation „Plastic Free Planet“,<br />

die Plastikmüll aus den Meeren fischt.<br />

Wipotec GmbH<br />

aus Kaiserslautern,<br />

Finalist 2022<br />

Innovative Wägetechnik<br />

für Kunden weltweit<br />

Die Wipotec-Gruppe ist ein weltweit<br />

gefragter Anbieter von intelligenter<br />

Wäge- und Inspektionstechnologie.<br />

Das Unternehmen mit Stammsitz in<br />

Kaiserslautern entwickelt hochpräzise<br />

Maschinen und Technologien für<br />

Kunden aus vielfältigen Branchen wie<br />

Food-, Chemie- und Pharmaunternehmen.<br />

Mit 21 Tochtergesellschaften<br />

weltweit und ca. 85 Vertriebs- und Servicepartnern<br />

kann den Kunden eine professionelle<br />

Rundumbetreuung geboten<br />

werden. Die rund 145 Mitarbeiter des<br />

Unternehmens arbeiten fortwährend<br />

an Produkt- und Prozessinnovationen.<br />

Durch Stipendien und Unterstützung dualer<br />

Studiengänge fördert Wipotec Talente<br />

und sorgt für Fachkräftenachwuchs.<br />

Wipotec nimmt jährlich an über 50 nationalen<br />

und internationalen Messen teil,<br />

um neueste Entwicklungen zu präsentieren.<br />

Darunter die Interpack Messe in Düsseldorf,<br />

Interphex in New York, FoodPro in<br />

Melbourne, Maghreb Pharma in Algier<br />

oder ExpoPack in Guadalajara in Mexiko.<br />

Die im Unternehmen eingesetzte Energie<br />

stammt größtenteils aus regenerativen<br />

Quellen - einem eigenen Solarpark<br />

und Geothermieanlagen im Firmengelände<br />

- mit denen auch die E-Fahrzeuge<br />

des Unternehmens versorgt werden.<br />

Das Unternehmen unterstützt<br />

Behinderteneinrichtungen und<br />

wohltätige Organisationen.ó<br />

Flächenschutz Abstütztechnik Kunststofftechnik<br />

Fahrplatten, Bodenschutz- u. Schwerlastplatten Abstützplatten, Kranbalken und Schwerlastkeile Kunststoffhalbzeuge und Sonderfrästeile<br />

JEDER DER KLEBT, SOLL<br />

WISSEN WIE ES GEHT!<br />

Prof. Pirlet Str. 7 66679 Losheim am See<br />

Tel: 06872 9653911<br />

www.luxtek.de<br />

Ein herzlicher Dank gilt der Jury des Großen Preis des<br />

Mittelstands für diese großartige Auszeichnung, sowie<br />

Thomas Stein (IMTS - Interims Management) für die<br />

Nominierung.<br />

Innotech Marketing und Konfektion Rot GmbH<br />

+49 (0) 7253 - 98 88 55 0 www.innotech-rot.de<br />

info@innotech-rot.de<br />

Innotech ist als einziges Unternehmen<br />

Kooperationspartner des Fraunhofer<br />

IFAM für klebtechnischen<br />

Weiterbildungen. Als Autor des<br />

Almanachs - das Nachschlagewerk der<br />

Klebbranche - sind wir die Nr. 1, wenn es<br />

um die manuelle Verarbeitung von Klebund<br />

Dichtstoffen geht.<br />

Unsere Mission: Manuelles Kleben<br />

schneller, sicherer, günstiger und<br />

dadurch erfolgreicher gestalten.


42 Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

43<br />

Stadt Salzkotten<br />

Ulrich Berger, Bürgermeister mit<br />

Peter Finke, Wirtschaftsförderung<br />

Landkreis Bad Kissingen<br />

Landrat Thomas Bold<br />

Kommune des Jahres <strong>2023</strong><br />

Kommune des Jahres <strong>2023</strong>:<br />

Stadt Salzkotten<br />

Nordrhein-Westfalen<br />

Erfolgreiches Standortmarketing<br />

im ländlichen Raum<br />

Salzkotten in der Wirtschaftsregion Ostwestfalen<br />

Lippe zeichnet sich insbesondere<br />

als attraktiver Lebensstandort im ländlichen<br />

Raum aus und bietet mit Lebensqualität<br />

den Menschen eine hervorragende<br />

Alternative zu den urbanen Oberzentren.<br />

Salzkotten ist seit 1990 mit 24 Prozent<br />

überdurchschnittlich gewachsen.<br />

Der Ortsname „Salzkotten“ führt<br />

auf die historischen Salzquellen<br />

zurück -seine 25.000 Bürger bezeichnen<br />

sich deswegen gerne als „Sälzer“.<br />

Allein im letzten Jahrzehnt wurden<br />

über 2.800 neue sozialversicherungspflichtige<br />

Arbeitsplätze geschaffen.<br />

Ebenso wurden seit 2000 bis Ende 2022<br />

circa 286.000 qm Gewerbefläche an 101<br />

Unternehmen vermarktet; ein überdurchschnittlich<br />

hoher Wert im Vergleich zu<br />

Nachbarkommunen im ländlichen Raum.<br />

Professionelle Wirtschaftsförderung und<br />

Stadtentwicklung erstrecken sich als Querschnittsaufgabe<br />

auf das gesamte Rathaus.<br />

Die Wirtschaftsförderung der Stadt<br />

Salzkotten versteht sich dabei als Servicestelle,<br />

die für eine schnelle und<br />

kompetente Erarbeitung von Flächenangeboten<br />

für potenzielle Unternehmensansiedlungen<br />

oder Gründungen Sorge trägt.<br />

Mit der Gründung des Vereins Salzkotten<br />

Marketing wurde im Jahr 2017<br />

der Grundstein für eine weitere Entwicklung<br />

im Stadtmarketing gelegt. ó<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

Kommune des Jahres <strong>2023</strong>:<br />

Landkreis Bad Kissingen<br />

Bayern<br />

Bäderlandschaft als kompetenter<br />

Wirtschaftsförderer<br />

Die Geschichten über die Schildbürger<br />

sind Mit seiner traditionsreichen Bäderlandschaft,<br />

historischen Architektur und<br />

vielfältigen Freizeit- und Erholungsangeboten<br />

ist und bleibt der Landkreis<br />

Bad Kissingen ein Magnet für Touristen.<br />

Mit 1,85 Millionen Übernachtungen<br />

steht der Bäderlandkreis in Mainfranken<br />

- noch vor Würzburg -wieder an der<br />

Spitze und verzeichnet gar ein Plus von<br />

25,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.<br />

Der Landkreis mit seinen 103.000 Einwohnern<br />

wird geprägt von den drei bayerischen<br />

Staatsbädern Bad Kissingen, Bad<br />

Brückenau und Bad Bocklet; Hammelburg<br />

trägt den Titel „Älteste Weinstadt Frankens“<br />

und Oerlenbach ist Standort des Bundespolizeiaus-<br />

und Fortbildungszentrums.<br />

Unterstützt von der Wirtschaftsförderung<br />

expandieren hier führende europäische<br />

Großlabore mit ihren Clustern. Durch die<br />

Regionalförderung wurden 2022 sieben Firmen<br />

mit einer Gesamtsumme in zweistelliger<br />

Millionenhöhe unterstützt, wodurch<br />

neue Arbeitsplätze entstanden und 164<br />

Stellen gesichert wurden. Die Arbeitslosenquote<br />

liegt mit 3,3 Prozent deutlich<br />

unter dem bundesweiten Durchschnitt.<br />

Das Landratsamt sieht sich als Dienstleister<br />

für den Mittelstand: Eine zentrale<br />

Rolle spielt dabei bereits seit 1997 das<br />

Rhön-Saale Gründer- und Innovationszentrum<br />

(RSG), das auf Initiative der Wirtschaftsförderung<br />

entstand. Es unterstützt<br />

als Netzwerk erfolgreich Gründer/innen<br />

und Unternehmen mit Know-how. ó<br />

Dankeschön an ...<br />

... unsere engagierten weltweit<br />

tätigen Mitarbeiter,<br />

... die Kunden, die begeistert unsere<br />

Produkte anwenden und<br />

PREISTRÄ GER<br />

Großer Preis des<br />

MITTELSTANDES<br />

... die Jury, die wir von unserer Arbeit<br />

überzeugen konnten.<br />

Ovesco Endoscopy AG | www.ovesco.com | sevice@ovesco.com


44 Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

45<br />

Finalisten <strong>2023</strong> aus Berlin/Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern<br />

Geschwister Pape GmbH<br />

aus Brandenburg an der Havel<br />

v.l.n.r. • Geschwister Pape GmbH - Robert Pape und Eilyn Pape, Geschäftsführer • Chiracon GmbH<br />

- Diana Jahn, Verwaltungs- und Personalchefin • Butenschön und Partner Steuerberatungsgesellschaft<br />

mbB - Beatrice Leißering-Bänsch, Geschäftsführerin<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

Nachhaltig und smart:<br />

Schöner Wohnen für Senioren<br />

Im Alter leben, wie man es will und kann,<br />

das macht die Geschwister Pape GmbH<br />

mit ihren drei Häusern in Brandenburg<br />

an der Havel möglich. 2017 entwickelten<br />

die Geschwister Eilyn und Robert<br />

Pape das Konzept ihrer innovativen und<br />

wertschätzenden Pflegeinrichtungen.<br />

In den modern und nachhaltig ausgestatteten<br />

Häusern in zentraler Innenstadtlage<br />

ermöglichen Tagespflege,<br />

integriertes Wohnen und Wellness<br />

den Gästen und Bewohnern ein eigenständiges<br />

und aktives Leben. Auch<br />

die digitale Welt gehört dazu: Wlan,<br />

Notrufsensoren, Vernetzung mit Apotheken<br />

und Ärzten sowie Smart-TV. Internetaffine<br />

und technikbegeisterte Senioren<br />

kommen hier voll auf ihre Kosten.<br />

Die Geschwister Pape GmbH mit ihren<br />

30 Mitarbeitern steht für Vitalität, Selbstständigkeit<br />

und Selbstbestimmung im<br />

Alltag. Der Mensch wird als Individuum<br />

wahrgenommen und kann stets eigene<br />

Wünsche und Ideen einbringen. „Pflege<br />

neu gedacht“, lautet der Grundsatz. Das<br />

innovative Konzept umfasst hochwertige<br />

Pflege und Betreuung, ergänzt durch<br />

Rehabilitation und Therapie. Es geht auf<br />

unterschiedliche Bedürfnisse ein, beseitigt<br />

Barrieren und fördert die aktive<br />

Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.<br />

S+T Fassaden GmbH<br />

aus Tessin<br />

Spektakuläre Fassaden<br />

als Königsdisziplin<br />

Die S+T Fassaden GmbH gilt seit 1991<br />

als Spezialist für kreative und innovative<br />

Systemlösungen. Zusammen mit<br />

den Kunden werden einzigartige Gebäudefassaden<br />

geschaffen, an die sich<br />

andere Produzenten nicht heranwagen:<br />

beispielsweise Freiformfassaden<br />

wie die zweifach gekrümmte Fassade,<br />

die - ähnlich einem Schiffsrumpf - die<br />

als Königsdisziplin im Bereich der Fassaden-<br />

und Dachverkleidungen gilt. In<br />

den letzten zehn Jahren entwickelte das<br />

Unternehmen dafür einen speziellen<br />

Algorithmus, der es ermöglicht, den Fugenverlauf<br />

unter Produktionsbedingungen<br />

auf diesen Flächen zu generieren.<br />

Mit der Ferrari Experience World (Abu<br />

Dhabi) und dem Wie-Wu-Ying Center of<br />

Art (Taiwan) wurden zwei ikonische Projekte<br />

im Bereich dieser modernen Fassadenarchitektur<br />

erfolgreich realisiert.<br />

Forschungsthemen in Zusammenarbeit<br />

mit der Universität Rostock und<br />

dem Fraunhofer Institut befassten sich<br />

mit der Vermeidung von Energieverlusten<br />

bei der Befestigung von Fassaden.<br />

Als Mitglied im Bundesverband<br />

GebäudeGrün (BuGG) arbeitet das Unternehmen<br />

mit seinen 96 Mitarbeitern<br />

und 10 Azubis seit <strong>2023</strong> im Bereich der<br />

innovativen Fassadenbegrünung.ó<br />

F I N A L I S T<br />

Großer Preis des<br />

MITTELSTANDES<br />

Butenschön & Partner<br />

Steuerberatungsgesellschaft<br />

aus Berlin<br />

Innovationen mit mehr als<br />

1000 Jahren Berufserfahrung<br />

1.181 Jahre Berufserfahrung kommen bei<br />

dem Vollblutdienstleister Butenschön<br />

& Partner zusammen, aber mit einem<br />

Altersdurchschnitt von 41 Jahren beweisen<br />

die Steuerberater auch die Nähe zur<br />

Innovation. Ihren Sitz hat die moderne<br />

Steuerberatungskanzlei mit fünf Partnern<br />

und mehr als 60 Mitarbeitern am<br />

Ernst-Reuter-Platz in Berlin. Seit mehr<br />

als 50 Jahren berät und begleitet das Unternehmen<br />

erfolgreich Mandanten aus<br />

unterschiedlichsten Wirtschaftszweigen.<br />

Die Steuerberater fungieren dabei<br />

sowohl als Ratgeber, als auch als Im-<br />

pulsgeber. Die Auswirkungen der<br />

Corona-Krise bekam die Steuerberatungskanzlei<br />

bei der Unterstützung<br />

der krisengeschüttelten Mandanten-<br />

Unternehmen zu spüren und reagierten<br />

mit der Weiterentwicklung bestehender<br />

Dienstleistungsangebote und einer steten<br />

Optimierung auch digitaler Prozesse.<br />

Chiracon GmbH<br />

aus Luckenwalde<br />

Moderne Biotechnologie<br />

Made in Germany<br />

Patienten mit hochwertigen Arzneimitteln<br />

Made in Germany zu versorgen, ist<br />

das Ziel der Chiracon GmbH aus dem<br />

brandenburgischen Luckenwalde. Mit<br />

den Erfahrungen aus 20 Jahren Praxis<br />

stellt das Unternehmen Wirkstoffe für<br />

den Menschen her, die beispielsweise<br />

zur Behandlung von weißem Hautkrebs<br />

oder zur photo-dynamischen Diagnostik<br />

bei Gehirntumoren eingesetzt werden.<br />

Der nach dem Arzneimittelgesetz zertifizierte<br />

Wirkstoffhersteller und seine<br />

37 Mitarbeiter können als mittelständisches<br />

Unternehmen deutlich flexibler<br />

als große Pharmakonzerne bei neuen,<br />

innovativen Projekten und Kundenwünschen<br />

reagieren. Eine Steigerung der<br />

Mitarbeiteranzahl und des Umsatzes um<br />

50 Prozent in den letzten vier Jahren belegt<br />

den Erfolgskurs des Unternehmens.<br />

Für die kommenden Jahre wird die Anmeldung<br />

mehrerer europäischer Certificate<br />

of Suitability (CEP) angestrebt,<br />

um von Chiracon selbstentwickelte und<br />

hergestellte Generika auf dem europäischen<br />

Markt vertreiben zu können.<br />

F I N A L I S T<br />

Großer Preis des<br />

MITTELSTANDES<br />

<strong>2023</strong><br />

Bei Walter Bauer arbeiten 200 230<br />

motivierte und kompetente Mitarbeiter an der<br />

erfolgreichen Abwicklung von Bauprojekten. In den Geschäftsbereichen Glasfasernetzbau,<br />

Rohrleitungsbau, Bohrtechnik, Wohn- und Gewerbebau sowie dem<br />

Werkstattservice sind wir für unsere Kunden im Einsatz. Da unser Team aus den<br />

verschiedensten Persönlichkeiten mit jahrzehntelanger Erfahrung besteht, wissen<br />

wir worauf es beim Bauen ankommt.<br />

F I N A L I S T


44 Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

45<br />

Finalisten <strong>2023</strong> aus Nordrhein-Westfalen<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

WEICON GmbH & Co.KG<br />

aus Münster<br />

Serviceführer in Sachen<br />

Kleben und Dichten<br />

WEICON bietet seit 1947 mit mehr als<br />

450 Produkten ein breites Sortiment<br />

an Kleb-, Dicht- und Montagestoffen.<br />

Zum Sortiment gehören auch die<br />

WEICON TOOLS Abisolierwerkzeuge.<br />

Für die weltweit neun Niederlassungen<br />

und 1.200 Handelspartner in<br />

mehr als 120 Ländern steht ein Katalog<br />

in 18 Sprachen zur Verfügung..<br />

Mehr als 150 Mitarbeitende der insgesamt<br />

248 Angestellten haben durch<br />

eine Kooperation mit dem IFAM Fraunhofer<br />

Institut für Fertigungstechnik<br />

und angewandte Materialforschung<br />

bei einer Weiterbildung eine spezielle<br />

Qualifizierung erlangt, wodurch<br />

das Unternehmen den höchsten prozentualen<br />

Anteil an Klebstofffachkräften<br />

weltweit verbuchen kann.<br />

B&W Energy GmbH & Co. KG<br />

aus Heiden<br />

Autarke Energieversorgung<br />

für eine lebenswerte Zukunft<br />

B&W Energy plant und realisiert seit<br />

2003 Gesamtkonzepte für die Bereiche<br />

Strom, Wärme und Mobilität durch<br />

erneuerbare Energien. Mit über 9.500<br />

installierten Photovoltaikanlagen und<br />

1.500 Stromspeichersystemen gehört<br />

das Unternehmen damit bundesweit<br />

zu den renommiertesten Anbietern.<br />

Das inhabergeführte Unternehmen<br />

bietet mit seinen Gesamtkonzepten<br />

intelligente Energielösungen für alle<br />

Bereiche. Damit konnte der Gewinn<br />

des Unternehmens in den letzten fünf<br />

Jahren mehr als verdoppelt werden.<br />

B&W Energy GmbH & Co. KG mit seinen<br />

150 Mitarbeitern, 19 Auszubildenden<br />

und drei Werkstudenten versteht<br />

sich als ein sich ständig weiter<br />

entwickelndes Unternehmen im Sinne<br />

einer lernenden Organisation. ó<br />

F I N A L I S T<br />

Großer Preis des<br />

MITTELSTANDES<br />

v.l.n.r. • WEICON GmbH & Co. KG - Ralph Weidling und Ann-Katrin Weidling, Geschäftsführer • Möller Orthopädie-Schuh-Technik -<br />

Claudia Möller, Kaufmännische Leiterin und Michael Möller, Inhaber • Green IT Das Systemhaus GmbH - Jan Schriewer, CSO<br />

• B&W Energy GmbH & Co. KG - Marco Sundrum und Carsten Frede, Geschäftsführer<br />

• Anton Hörmann GmbH - Yannik Hörmann mit Philipp Hörmann und Astrid Hörmann<br />

Green IT Das Systemhaus GmbH<br />

aus Dortmund<br />

Anton Hörmann GmbH<br />

aus Gronau-Epe<br />

Möller Orthopädie-Schuh-Technik<br />

aus Münster<br />

Ökonomie und Ökologie verbinden<br />

Green IT bietet innovative, ressourcenschonende<br />

und energieeffiziente Dienstleistungen<br />

rund um IT, Print, Kommunikation<br />

und Dokumentenmanagement.<br />

Neben dem Hauptsitz Dortmund kommen<br />

sechs weitere Niederlassungen bzw.<br />

Service- und Technikstandorte bundesweit<br />

hinzu. Zum Kerngeschäft gehören<br />

neben dem ganzheitlichen Management<br />

von Informationen auch Service- &<br />

Beratungs-Dienstleistungen und der<br />

Handel mit IT-Hardware und Software.<br />

Insbesondere die Entwicklung innovativer<br />

IT-Produkte bescherte dem<br />

Unternehmen im Jahr 2022 einen Rekordumsatz.<br />

Seit 2018 hat sich die<br />

Mitarbeiterzahl auf 140 verdoppelt<br />

und der Umsatz stieg um 45 Prozent.<br />

Erfolgreicher Handwerksbetrieb<br />

der Zukunft aus Westfalen<br />

1968 gründete Anton Hörmann im<br />

westfälischen Gronau-Epe einen Meisterbetrieb<br />

für Zentralheizungs- und<br />

Lüftungsbau sowie Gas- und Wasserinstallation<br />

und setzte bereits seit 1994 auf<br />

klimafreundliche Techniken. Seit 2009<br />

führt Sohn Christian Hörmann das Unternehmen.<br />

Als einer der größten Komplett-Anbieter<br />

in der Region liegt sein<br />

Schwerpunkt auf regenerative Energien.<br />

Den Erfolg des zukunftsorientierten<br />

Unternehmens untermauern auch die<br />

Zahlen: in den letzten vier Jahren wuchs<br />

der Umsatz um das Dreifache; die Zahl<br />

der Mitarbeiter stieg um das Doppelte<br />

auf 46 Angestellte und 8 Azubis.<br />

Engagement und Empathie<br />

auf Schritt und Tritt<br />

Im Familienunternehmen Möller<br />

Orthopädie-Schuh-Technik mit Sitz in<br />

Ottmarsbocholt, dreht sich seit 1899 alles<br />

um Orthopädisches Schuhwerk. In<br />

enger Zusammenarbeit mit Ärzten, Physiotherapeuten,<br />

Wissenschaftlern, Podologen<br />

und Trainern entstehen individuelle<br />

Einlagen, Maßschuhe und modernste<br />

Orthesen und Prothesen im Bereich von<br />

orthopädischen Spezialanfertigungen<br />

für Kinder und Diabetes-Patienten.<br />

Mit seinen 55 Mitarbeitenden ist Möller<br />

die Firma in Deutschland, die kostenlos<br />

die meisten Spitzensportler mit<br />

Bewegungsanalysen und Einlagen unterstützt.<br />

Insbesondere werden Athleten,<br />

die an den paralympischen Spielen<br />

teilnehmen, mit Hilfsmitteln versorgt.<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

F I N A L I S T<br />

Großer Preis des<br />

MITTELSTANDES<br />

<strong>2023</strong><br />

Bei Walter Bauer arbeiten 200 230 motivierte und kompetente Mitarbeiter an der<br />

erfolgreichen Abwicklung von Bauprojekten. In den Geschäftsbereichen Glasfasernetzbau,<br />

Rohrleitungsbau, Bohrtechnik, Wohn- und Gewerbebau sowie dem<br />

Werkstattservice sind wir für unsere Kunden im Einsatz. Da unser Team aus den<br />

verschiedensten Persönlichkeiten mit jahrzehntelanger Erfahrung besteht, wissen<br />

wir worauf es beim Bauen ankommt.<br />

F I N A L I S T


44 Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

Finalisten <strong>2023</strong> aus<br />

Baden-Württemberg<br />

45<br />

Karl Köhler GmbH<br />

aus Besigheim<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

Innovatives und preisgekröntes<br />

Bauen mit Sichtbeton<br />

Spaß am Bauen anspruchsvoller Projekte<br />

und eine langjährige Erfahrung<br />

sind die Grundsteine zum Erfolg<br />

der Karl Köhler GmbH mit Sitz in<br />

Besigheim. Insbesondere im Bereich<br />

Sichtbeton sind das spezielle Knowhow<br />

ein echter Wettbewerbsvorteil.<br />

Rund 400 Projekte wurden in den Bereichen<br />

Industrie- und Gewerbebau,<br />

Wohnungs- und Ingenieurbau, öffentliche<br />

Gebäude und Villen bereits realisiert.<br />

Das Unternehmen hat sich vom<br />

reinen Bauproduktionsbetrieb immer<br />

mehr zu einem Baudienstleistungsund<br />

Managementbetrieb gewandelt.<br />

Als einer der größten Ausbildungsbetriebe<br />

für Maurer und Stahlbetonbauer<br />

im Kreis Ludwigsburg erhielt Karl<br />

Köhler in den letzten 14 Jahren neun<br />

Mal den Bildungs-Oscar für den jahrgangsbesten<br />

Maurer/Betonbauer-Azubi.<br />

Lieblang Dienstleistungsgruppe<br />

aus Mannheim<br />

Professionelle Dienstleistungen<br />

mit eigener Formel<br />

Die Lieblang-Formel - kurz L3 - benennt<br />

die wesentlichen Eigenschaften<br />

eines professionellen Dienstleisters:<br />

Kompetenz, Struktur und<br />

Zuverlässigkeit, und ist gleichzeitig<br />

das Logo der Lieblang Firmengruppe.<br />

Deren Leistungsspektrum hat sich<br />

kontinuierlich von der handwerklich<br />

geprägten Gebäudereinigung hin<br />

zum integrierten Immobilien- und<br />

Facility-Management erweitert. Aus<br />

dem Stauer-Betrieb von 1951 ist ein<br />

multifunktionaler, mittelständischer<br />

Dienstleister geworden. Die neue Führungskultur<br />

setzt auf moderne Ansätze<br />

eines werteorientierten und innovationsoffenen<br />

Managements. Inzwischen<br />

beschäftigt die Lieblang-Gruppe<br />

bundesweit über 5.000 Mitarbeiter.<br />

MPDV Mikrolab<br />

aus Mosbach<br />

Vorreiter auf dem Weg<br />

zur digitalen Manufaktur<br />

Das Unternehmen ist Marktführer für<br />

IT-Lösungen in der Fertigung. MPDV<br />

feierte 2022 sein 45-jähriges Bestehen.<br />

Dieses Jahr wird zudem das 25-jährige<br />

Jubiläum am Firmenstandort in Hamm<br />

gefeiert. Ein Grundstein für den Erfolg<br />

ist der Anspruch von Unternehmensgründer<br />

Professor Dr.-Ing. Jürgen Kletti,<br />

immer praxisnahe Lösungen zu schaffen.<br />

Noch immer ist nicht allen produzierenden<br />

Unternehmen das Potenzial von der<br />

Nutzung digitaler Lösungen klar. MPDV<br />

unterstützt mit seinem umfangreichen<br />

Fachwissen Unternehmen jeder Größe<br />

auf ihrem Weg zur Smart Factory.<br />

Die MPDV-Academy bietet regelmäßig<br />

Weiterbildungen für die derzeit rund<br />

550 Beschäftigten des Unternehmens.<br />

Schimscha GmbH<br />

aus Ravenstein<br />

Spezialisten für Blechbearbeitung<br />

mit langer Familientradition<br />

Innovative und qualitativ hochwertige<br />

Blechkonstruktionen nach Maß stehen<br />

im Mittelpunkt der Schimscha GmbH.<br />

Das inhabergeführte Unternehmen<br />

in vierter Generation überzeugt seine<br />

Kunden mit der Fertigung von individuellen<br />

Speziallösungen, wie Schaltschränken<br />

und Maschinenverkleidungen aus<br />

Edelstahl, Stahlblech und Aluminium<br />

Johann Schimscha begründete<br />

1896 in Misslitz/Südmähren<br />

im heutigen Tschechien das<br />

Familienunternehmen. Nach 1945 fasste<br />

Schmischa in Ravenstein-Erlenbach Fuß:<br />

Dort produziert heute die Schimscha<br />

GmbH auf 23 000 Quadratmetern<br />

mit rund 130 Beschäftigten komplette,<br />

maßgeschneiderte Metallprodukte. ó<br />

v. l. n. r. • Schimscha GmbH - Katrin Schimscha, Geschäftsführer • Lieblang Dienstleistungsgruppe Management GmbH -<br />

Marius Gross, Geschäftsführer • Karl Köhler GmbH - Karl Köhler und Horst Köhler, Geschäftsführer • Flöter Verpackungs-<br />

Service GmbH - Marc Rapp, Geschäftsführer mit Marlon Rapp • Calvatis GmbH - Bruno Eschbach - Labormitarbeiter<br />

Calvatis GmbH<br />

aus Ladenburg<br />

Qualität und Umweltbewusstsein<br />

beim Reinigen und Desinfizieren<br />

Ein führender Anbieter für Reinigungs-<br />

und Desinfektionsmittel in<br />

hoher Qualität weltweit zu sein - diesem<br />

Anspruch stellt sich die Calvatis<br />

GmbH aus Ladenburg bei Mannheim.<br />

International bekannt ist das<br />

Unternehmen mit seinen 225 Beschäftigten<br />

vor allem durch seine Marke<br />

„calgonit“, die es bereits seit 1929 gibt.<br />

Seit 1989 tritt die Calvatis GmbH als eigenständiges<br />

Unternehmen im Bereich<br />

der chemischen Produktion auf und<br />

verfügt über eine eigene Geräte- und<br />

Anlagentechnik sowie eine Serviceabteilung.<br />

Zu den Kunden gehören die<br />

Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie<br />

und Unternehmen der Milchverarbeitung.<br />

Das Unternehmen entwickelt<br />

zudem neue Reinigungs- und Desinfektionsmittel<br />

für die Landwirtschaft.<br />

Flöter Verpackungs-Service GmbH<br />

aus Schwieberdingen<br />

Öko und logisch mit<br />

nachhaltigem Papierluftpolster<br />

Das 1978 gegründete Unternehmen<br />

ist ein erfahrener, kreativer und weltweit<br />

führender Anbieter von nachhaltigen<br />

Luftpolsterlösungen. Eine grüne<br />

Lady mit Helm als Symbol für umweltfreundliche<br />

Transportverpackung ziert<br />

die Umschläge und symbolisiert die<br />

Vorreiterrolle von Flöter in der Branche.<br />

2022 betrug der Anteil nachhaltiger<br />

Luftpolsterfolien über 60 Prozent<br />

des Umsatzes des Unternehmens<br />

Die heimkompostierbare Biofolie, die<br />

Papierluftpolster „PaperWave“ und<br />

auch die klimaneutrale Folie Clima-<br />

Film-100 sind einmalig am Markt.<br />

Die 43 Mitarbeiter des umweltbewussten<br />

Unternehmens werden<br />

mit einer Gewinnbeteiligung in den<br />

Unternehmenserfolg einbezogen.<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

F I N A L I S T<br />

Großer Preis des<br />

MITTELSTANDES<br />

<strong>2023</strong><br />

Bei Walter Bauer arbeiten 200 230<br />

motivierte und kompetente Mitarbeiter an der<br />

erfolgreichen Abwicklung von Bauprojekten. In den Geschäftsbereichen Glasfasernetzbau,<br />

Rohrleitungsbau, Bohrtechnik, Wohn- und Gewerbebau sowie dem<br />

Werkstattservice sind wir für unsere Kunden im Einsatz. Da unser Team aus den<br />

verschiedensten Persönlichkeiten mit jahrzehntelanger Erfahrung besteht, wissen<br />

wir worauf es beim Bauen ankommt.<br />

F I N A L I S T


44 Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

Finalisten <strong>2023</strong> aus Bayern<br />

45<br />

v.l.n.r. • Walter Bauer GmbH & Co. KG - Walter Bauer, Geschäftsführer • Milchwerke Berchtesgadener Land Chiemgau e.G. - Bernhard<br />

Pointner, Geschäftsführer • Landhotel Haus Waldeck - Christian Koch, Inhaber • Holzakzente GmbH & Co. KG -<br />

Matthias Schäfer, Geschäftsführer • dc AG - Marcel Fischer, Vorstandsmitglied, Managing Director Marketing<br />

dc AG<br />

aus Kulmbach<br />

Software-Dienstleister<br />

mit moderner Arbeitskultur<br />

Seit 13 Jahren dreht sich bei dc AG alles<br />

um die Entwicklung und den Vertrieb<br />

von Softwarelösungen sowie um die<br />

Kundenberatung im Bereich Digitalisierung<br />

und Marketing.<br />

Das innovative Unternehmen arbeitet<br />

mit einem 111-köpfigen Team, unterstützt<br />

von 17 Auszubildenden sowie sieben<br />

Werks- und Dualstudenten und Praktikanten.<br />

Das Digitalunternehmen lebt<br />

mit dem „Holocracy Approach“ eine moderne<br />

Arbeitskultur, die sich durch agile<br />

Methoden und eigenverantwortliche<br />

Teams auszeichnet.<br />

In dem innovativen und zukunftsorientierten<br />

Unternehmen spielen ebenso<br />

Nachhaltigkeit und Diversität bedeutende<br />

Rollen.<br />

holz´akzente GmbH & Co. KG<br />

aus Schondra-Schildeck<br />

Ladenbau mit Emotion und Kreativität<br />

Umweltfreundlicher Ladenbau für die<br />

Textilbranche war ursprünglich das<br />

Kerngeschäft der 2008 gegründeten<br />

Holz´akzente GmbH. Seit 2019 hat das<br />

Unternehmen sein Portfolio ausgeweitet<br />

und spricht nun auch Branchen wie den<br />

Baufachmarkt an.<br />

Mit dem Wissen um Neuromarketing<br />

entstehen seither Einrichtungen für<br />

Points of Sale.<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

Die kreative Lösungen entstehen durch<br />

das Engagement von 30 Mitarbeitenden,<br />

sieben Auszubildenden und drei Praktikanten<br />

bzw. Werkstudenten. Wichtig ist<br />

dem Unternehmen die Integration von<br />

Zuwanderern, die oft einen ganz anderen<br />

Blickwinkel in die Arbeit einbringen können.<br />

Humbaur GmbH<br />

aus Gersthofen<br />

Pferdeanhänger vom<br />

deutschen Spitzenreiter<br />

Der deutsche Marktführer im Bereich<br />

Pkw-Anhänger gehört zu den TOP 3 in<br />

Europa für Pferdeanhänger und druckluftgebremste<br />

Anhänger.<br />

1957 von Anton Humbaur in Donauwörth<br />

gegründet, ist das Unternehmen<br />

mittlerweile in zweiter Generation am<br />

Standort Gersthofen erfolgreich. Die<br />

Humbaur GmbH deckt sämtliche Segmente<br />

des Trailer-Marktes ab. Ihr Erfolg<br />

ist auch in der ständigen Weiterentwicklung<br />

der Produkte begründet, wie<br />

zum Beispiel: E-Motor-unterstützende<br />

Anhänger oder Wohnwagen, die mit wenigen<br />

Handgriffen zum Transportfahrzeug<br />

umgerüstet werden können. 600<br />

Mitarbeiter, 32 Auszubildende und 20<br />

Werkstudenten sind an diesen Erfolgen<br />

beteiligt.<br />

Landhotel „Haus Waldeck“<br />

aus Philippsreut<br />

Preisgekrönt auf den Hund gekommen<br />

Aktuell gilt das Landhotel „Haus Waldeck“<br />

im malerischen Philippsreut im<br />

deutschsprachigen Raum als eines der<br />

führenden Hotels auf dem Sektor Erholungsurlaub<br />

für Mensch und Hund. Es<br />

ist eines der bestbewertesten Hotels in<br />

dieser Kategorie in Deutschland. Unweit<br />

des Nationalparks Bayerischer Wald finden<br />

Zwei- und Vierbeiner spezielle Arrangements,<br />

Workshops und Unterkünfte,<br />

zugeschnitten auf die Bedürfnisse von<br />

Hund und Halter. 27 Mitarbeitende, fünf<br />

Auszubildende und ein Werkstudent<br />

sorgen für das Wohl der Gäste und sind<br />

geschult im Umgang mit Mensch und<br />

Hund.<br />

Milchwerke<br />

Berchtesgadener Land Chiemgau eG<br />

aus Piding<br />

Gemeinsam für das<br />

weiße Gold der Alpen<br />

Der 1927 gegründeten Milchwerke<br />

Berchtesgadener Land eG sind rund<br />

1.800 Landwirte angeschlossen, deren<br />

Höfe im Grünlandgebiet zwischen Watzmann<br />

und Zugspitze liegen.<br />

Die Mitglieder handeln aus Überzeugung<br />

verantwortungsbewusst und<br />

nachhaltig gegenüber den Tieren, der<br />

Natur und den Menschen. Gleichwohl<br />

zählt die Molkerei Berchtesgadener Land<br />

mit 444 Mitarbeitenden, 35 Auszubildenden,<br />

80 Praktikanten und Werkstudenten<br />

sowie 1.800 Milchlieferanten zu den Großen<br />

der regionalen Molkereien. Eines der<br />

wichtigsten Ziele ist die Senkung des eigenen<br />

CO2-Fußabdrucks.<br />

Walter Bauer GmbH<br />

aus Runding<br />

Vorreiter im umweltschonenden<br />

Rohrleitungsbau<br />

Die Walter Bauer GmbH erbringt seit<br />

2003 Bauleistungen in den Bereichen<br />

Tief- und Rohrleitungsbau.<br />

Das Unternehmen setzte mit Netz- und<br />

Glasfaserausbau, Horizontalbohr- und<br />

Saugbaggertechnik von Anbeginn an auf<br />

innovative Lösungsansätze für kostengünstige,<br />

effektive und umweltschonende<br />

Verfahren.<br />

So entstanden mit aktuell 220 Mitarbeiter,<br />

drei Auszubildenden und drei<br />

Studierenden bisher mehr als 2.800 km<br />

Rohrleitung und weit über 1.250 Trassenkilometer<br />

Glasfaserkabel. ó<br />

Entspannter Urlaub im Hundehotel …für Mensch und Tier<br />

Bei Walter Bauer arbeiten 200 230 motivierte und kompetente Mitarbeiter an der<br />

erfolgreichen Abwicklung von Bauprojekten. In den Geschäftsbereichen Glasfasernetzbau,<br />

Rohrleitungsbau, Bohrtechnik, Wohn- und Gewerbebau sowie dem<br />

Werkstattservice sind wir für unsere Kunden im Einsatz. Da unser Team aus den<br />

verschiedensten Persönlichkeiten mit jahrzehntelanger Erfahrung besteht, wissen<br />

wir worauf es beim Bauen ankommt.<br />

www.haus-waldeck-koch.de<br />

F I N A L I S T<br />

Großer Preis des<br />

MITTELSTANDES<br />

<strong>2023</strong><br />

Alzenbergstraße 9 | 94158 Philippsreut | Bayerischer Wald<br />

Haus Waldeck_196 x 94.indd 1 10.05.2021 08:23:18<br />

F I N A L I S T


Danke !<br />

KOLUMNE<br />

Mit Zuversicht Richtung Zukunft<br />

47<br />

AKOTHERM GmbH • Albert Fischer GmbH • Alte<br />

Hausbrennerei Penninger GmbH • Ambulanz<br />

Mobile GmbH & Co. KG • Antennenbau<br />

Lindemann GmbH & Co. KG • Arcobräu<br />

Gräfliches Brauhaus GmbH & Co. KG • ASTRO<br />

Motorengesellschaft mbH & Co. KG • AVS<br />

Römer GmbH & Co. KG • Baldus Medizintechnik<br />

GmbH • Bauunternehmung Hofschröer GmbH<br />

& Co. KG • Baum Zerspanungstechnik e.Kfr. •<br />

Beautyspa Servicegesellschaft mbH • bema<br />

GmbH Maschinenfabrik • Blomberg Klinik GmbH<br />

• Bohlsener Mühle GmbH & Co. KG • Bramburg<br />

Werbung Torsten Koch e.K. • BRUDER Spielwaren<br />

GmbH + Co. KG • Burchard Führer GmbH •<br />

Byodo Naturkost GmbH • Caleg Schrank- und<br />

Gehäusebau GmbH • CBV Blechbearbeitung<br />

GmbH • COLANDIS GmbH • Colak GmbH •<br />

Curt Bauer GmbH • Dr. Butze GmbH & Co. KG •<br />

Edeka Ernst, Zweibrücken • EFEN GmbH • EKT<br />

GmbH & Co. KG • Elektro Maier GmbH • ELMO-<br />

Elektromontagen Leipzig GmbH • Endress+Hauser<br />

Conducta GmbH + Co. KG • Ewers Strümpfe<br />

GmbH • Familienbörse • FingerHaus GmbH • fit<br />

GmbH • Franken Brunnen GmbH & Co. KG / BT<br />

Ileburger Sachsen Quelle • Fürsorgekasse von<br />

1908 • Gebrüder Heyl Analysentechnik GmbH &<br />

Co. KG • Gerlinger GmbH & Co. KG • Gemeinhardt<br />

Service GmbH • Gexx aeroSol GmbH • Goldeck<br />

Süßwaren GmbH & Co. KG, NL Zeitz • H&E<br />

Bohrtechnik GmbH • HALLOG GmbH • Hanse<br />

Haus GmbH • Helmut Kohake GmbH • Henkell &<br />

Co. Sektkellereien KG • HERMES Systeme GmbH<br />

- MSR & Automatisierungstechnik • Hofmann<br />

& Vratny OHG • Humanas Pflege GmbH &<br />

Co. KG • HEUNEC Plüschspielwarenfabrik<br />

GmbH & Co. KG • Holzakzente GmbH & Co.<br />

KG • Ingenieurgesellschaft Patzke GmbH • K&S<br />

Anlagenbau GmbH • Keunecke Feinkost GmbH<br />

• Kinderschach in Deutschland e.V. • LABOKLIN<br />

GmbH & Co.KG • Lager 3000 GmbH • LeHA<br />

Für ihre Unterstützung<br />

im 29. Wettbewerbsjahr<br />

„Großer Preis<br />

des Mittelstandes“<br />

GmbH • LEIPZIGER Logistik & Lagerhaus GmbH<br />

• Mauser Sitzkultur GmbH & Co. KG • masson<br />

GmbH • Mathias Normann Spedition GmbH<br />

& Co. KG • Max Heimerl Bau GmbH • Maxxy<br />

Clean 24 • meeco Communication Services<br />

GmbH • medeco cleantec GmbH • Melitta<br />

Europa GmbH & Co. KG • Michael Koch GmbH •<br />

miunske GmbH • Mediterra Cosmetic • monte<br />

mare Unternehmensgruppe • Möbel Preuß<br />

Möbel- und Innenausbau GmbH • Müller-<br />

Technik GmbH • MY Unverpackt – Manufaktur<br />

für Tee, Gewürze & Unverpacktes • Network<br />

Concept GmbH • Nordic-Haus Blockhäuser •<br />

Nürnberger Wach- und Schließgesellschaft mbH<br />

• Oelkers Betriebe OHG | Hotel Romantischer<br />

Winkel • ONI Temperiertechnik Rhytemper<br />

GmbH • ONI-Wärmetrafo GmbH • Orthopädieund<br />

Reha- Team Zimmermann GmbH • papperts<br />

GmbH & Co. KG • Petromax GmbH • Pixida<br />

GmbH • Porzellanmanufaktur Kahla/Thüringen<br />

GmbH • PREMOSYS GmbH • proWIN Winter<br />

GmbH • Reinhard Koll GmbH • richter & heß<br />

VERPACKUNGS-SERVICE GmbH • Sagitta<br />

GmbH • Schachstiftung GK gGmbH • Schilling<br />

Engineering GmbH • Schoeller Allibert GmbH<br />

• sera GmbH • SFW Schildauer Fleisch- und<br />

Wurstwaren GmbH • Stephan Pellegrini GmbH<br />

• SUSA S. Sauer GmbH & Co. KG • Tenbrink<br />

Gruppe • Terhalle Holzbau GmbH • Tief- und<br />

Rohrleitungsbau Wilhelm Wähler GmbH • uesa<br />

GmbH • Unternehmensgruppe Burchard Führer<br />

GmbH • VEINLAND GmbH • Vermessungs- und<br />

Sachverständigenbüro Dipl.-Ing. Uwe Ehrhorn •<br />

Volksbank Mittweida eG • VR Bank RheinAhrEifel<br />

eG • Weingärtner Cleebronn-Güglingen eG •<br />

Weingut Ernst Bretz e.K. • WEIT Führung GmbH<br />

• WFG Wirtschaftsförderungsgesellschaft am<br />

Mittelrhein mbH • Wipotec GmbH • Zimmerei<br />

Berthold Ott GmbH • Zweirad Gruber GmbH •<br />

Zweirad Würdinger GmbH<br />

Das ist unser Motto für das Jahr 2024 im<br />

30. Jahr „Großer Preis des Mittelstandes“.<br />

Dabei hilft uns die feste Überzeugung,<br />

dass wir unsere Ziele erreichen können.<br />

Auch wenn es manchmal so aussieht, als<br />

ginge es nicht weiter. Oder wenn wir bei<br />

Rückschlägen fast verzweifeln könnten.<br />

So war das Jahr <strong>2023</strong> für einige von uns<br />

kein leichtes Jahr. Aber wir haben uns oft<br />

gegenseitig motiviert, alle Kraft dafür eingesetzt,<br />

dass es weiter geht und wir wieder<br />

positiv in die Zukunft schauen können.<br />

Auch wir haben das spüren können, dafür<br />

möchten wir Ihnen Danke sagen.<br />

Dieter Ernst: Mit Scheck, Krone<br />

und Rosen wurde unser neuer<br />

Markt feierlich eröffnet.<br />

Das Motto des Jahres <strong>2023</strong> lautete<br />

„Gemeinsam Zukunft sichern“. Und was<br />

gerade Sie geschaffen haben, in der nicht<br />

einfachen Zeit mit allen Widrigkeiten,<br />

konnten wir insbesondere in Ihren Juryunterlagen<br />

lesen und teilweise vor Ort<br />

bei Ihnen sowie in Gesprächen erleben.<br />

Aber nicht nur die Preisträger und Finalisten<br />

haben Großes geschaffen, Sie alle<br />

meisterten und meistern täglich Dinge,<br />

damit es für uns alle positiv weitergeht:<br />

Egal, in welcher Branche, ob im IT-Bereich<br />

oder im Handwerk, im Maschinenbau<br />

oder in der Medizin, im Bauwesen oder<br />

der Landwirtschaft…<br />

Wir vertrauen darauf, dass wir unsere<br />

Ziele erreichen, auch wenn es diese oder<br />

jene Rückschläge gibt. Unsere Wünsche<br />

und Hoffnungen müssen wahr werden,<br />

denn daraus nehmen wir unsere Kraft<br />

und Lebensfreude.<br />

Lassen Sie uns gemeinsam das Jahr 2024<br />

„MIT ZUVERSICHT RICHTUNG ZUKUNFT“<br />

beginnen, denn nur so werden wir unsere<br />

Ziele und Wünsche erreichen, uns trotz<br />

mancher Probleme nicht entmutigen und<br />

demoralisieren zu lassen.<br />

Gemeinsam möchten wir mit Ihnen<br />

unser 30. Jahr „Großer Preis des Mittelstandes“<br />

begehen, in dem wir wieder die<br />

Besten von Ihnen auf die Bühne bitten<br />

dürfen.<br />

Zuvor aber Ihnen noch ein erfolgreich<br />

endendes Jahr <strong>2023</strong>.<br />

Sie können stolz auf sich sein, auf das,<br />

was Sie geschaffen und erreicht haben.<br />

Ihre Petra Tröger<br />

© rawpixel.com<br />

Ernst<br />

ZWEIBRÜCKEN<br />

Gewerbestraße 33 und<br />

Saarlandstraße 31, 66482 Zweibrücken


48 Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

49<br />

Finalisten <strong>2023</strong> aus Niedersachsen / Bremen<br />

und Schleswig-Holstein / Hamburg<br />

Arbeitsplätze und German Mittelstand – das sind zwei Seiten derselben<br />

Medaille: Diese vier Unternehmen aus der Wettbewerbsregion<br />

Niedersachsen/Bremen und Schleswig-Holstein/Hamburg<br />

sichern gemeinsam über 870 Arbeitsplätze.<br />

v.l.n.r. • Sprinkenhof GmbH - Martin Görge, Geschäftsführer mit Hanane Ghallab, Unternehmenskommunikation<br />

• Werther Logistik GmbH & Co. KG - Thore Werther, IT mit Elke Werther, Marketing sowie Lorenz Werther, Disposition und Thomas<br />

Werther, Geschäftsführer • TKP Tutas, Kruse & Partner Steuerberatungsgesellschaft mbH -<br />

Mario Tutas, Kanzleileitung, Partner • Garten- & Landschaftsbau Kreye GmbH & Co. KG - Volker Kreye und<br />

Hilke Tabken Geschäftsführung<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

Lebensmittellagerung und -transport.<br />

Einer klugen Firmenpolitik ist es zu danken,<br />

dass u. a. durch Firmenzukäufe trotz<br />

aller Krisen das Unternehmen seine Umsätze<br />

in den letzten fünf Jahren quasi<br />

verdoppelte. Voraussetzung hierfür war,<br />

dass im Jahr 2012 das Leistungsportfolio<br />

immer mehr ausgebaut wurde. Die<br />

Silo- und Tank-Innenreinigung ist als<br />

eine der ersten in Deutschland nach<br />

dem neuen Standard EFTCO FOOD abgenommen<br />

worden, was große Verlader<br />

aus der Lebensmittelindustrie für<br />

Transportleistungen im Silo und Tank<br />

voraussetzen. Die Tankreinigung ist<br />

zudem Kosher-zertifiziert, um Kosher-<br />

Transporte durchführen zu können.<br />

Die 420 Mitarbeiter, 20 Azubis und<br />

ein Werkstudent sind eine weitere<br />

tragende Säule des Unternehmens.<br />

Sprinkenhof GmbH<br />

aus Hamburg<br />

Historische Verantwortung<br />

für Hamburger Immobilien<br />

Wenn es um Gewerbe und öffentliche<br />

Immobilien geht, kommt im Raum<br />

Hamburg niemand an der Sprinkenhof<br />

GmbH vorbei. Für mehr als 700 Einzelobjekte<br />

- darunter Theater, Museen,<br />

Verwaltungsgebäude, Behörden, Feuerwachen<br />

und Polizeidienststellen sowie<br />

rund 100 städtische Neubauprojekte ist<br />

Sprinkenhof mit seinen 352 Mitarbeitenden<br />

der optimale Ansprechpartner<br />

in Sachen Planung, Realisation, Vermietung,<br />

Verwaltung und Erhaltung.<br />

Sowohl die Firma Sprinkenhof als<br />

auch der imposante Sprinkenhof, als<br />

historisches Bauwerk und UNESCO-<br />

Weltkulturerbe, blicken auf eine ereignisreiche<br />

90jährige Geschichte zurück.<br />

Mit Baubeginn 1927 als Aktiengesellschaft<br />

gegründet, firmiert das Unternehmen<br />

seit 2014 als eine Gesellschaft<br />

mit beschränkter Haftung.<br />

Im Zuge der Neuorientierung der Immobilienstrategie<br />

der Stadt Hamburg<br />

im Jahre 2015, wuchs das Unternehmen<br />

um rund 50 Prozent. Das kommunale<br />

Vertrauen führte dazu, dass sich der<br />

Umsatz der Sprinkenhof GmbH seit<br />

2019 um knapp 70 Prozent erhöhte. Die<br />

Gesellschaft entwickelte sich in den<br />

letzten Jahren vom reinen Grundstücksbewirtschafter<br />

und Baubetreuer zum<br />

Asset- und Projektmanager von Eigenund<br />

Fremd-Immobilien sowie Bauprojekten<br />

der Fachhochschule Hamburg. ó<br />

F I N A L I S T<br />

Großer Preis des<br />

MITTELSTANDES<br />

Garten- & Landschaftsbau<br />

Kreye GmbH & Co. KG<br />

aus Ganderkesee, Niedersachsen<br />

Grüne Oasen aus Niedersachsen<br />

Seit über 25 Jahren gestaltet das Team<br />

der Garten- & Landschaftsbau Kreye<br />

GmbH Gärten, die viel mehr sind als passive<br />

Flächen um Häuser. Diese Oasen aus<br />

der grünen Kreativschmiede sind aktive,<br />

ganzjährig nutzbare Lebensräume für<br />

ihre Eigentümer und deren Umfeld. Die<br />

besondere Kernkompetenz liegt in der<br />

Konzeption und Anlage von Schwimmteichen<br />

und Biopools, für die Unternehmensgründer<br />

Volker Kreye schon mit<br />

vielen Auszeichnungen geehrt wurde.<br />

Die derzeit 78 Mitarbeiter und 15 Auszubildenden<br />

sowie ein Werkstudent gestalten<br />

mit ihrer Kreativität jedes einzelne<br />

Projekt zu etwas Außergewöhnlichem.<br />

TKP Tutas, Kruse & Partner<br />

Steuerberatungsgesellschaft mbB<br />

aus Cuxhaven, Niedersachsen<br />

Alternative Unternehmensführung<br />

als Erfolgsfaktor<br />

Tutas, Kruse & Partner bietet seit 2005<br />

als Unternehmensberatung Lösungen,<br />

die hochwertig und zugleich pragmatisch<br />

und umsetzungsfähig sind. Mandanten,<br />

Mitarbeiter oder Lieferanten<br />

begegnen dem Unternehmen auf Augenhöhe.<br />

Dazu entwickelte Firmengründer<br />

Mario Tutas die „TPK 7e Methode“.<br />

In der Pandemie entstand aus dem eigenen<br />

Leitbild die „Beratung für Steuerberater“:<br />

Der ‚VIP-Steuerköpfe-Club‘<br />

bietet seinen Mitgliedern viele Vorteile.<br />

Darüber hinaus konnte das Fortbildungsinstitut<br />

„Taxflix“ mit inzwischen<br />

709 Mitgliedskanzleien aus der Taufe<br />

gehoben werden. All dies brachte TKP<br />

bundesweit Kanzlei- Top-Platzierungen.<br />

Ähnliche Platzierungen erreicht Tutas<br />

Kruse & Partner als Top-Arbeitgeber.<br />

Das Unternehmen versteht sich als eine<br />

BETA-Organisation, was bedeutet, dass<br />

es keine Führungskräfte im Unternehmen<br />

gibt. Die Kanzleileitung ist nur als<br />

„Menschenentwickler“ und gelegentlich<br />

als Mediator für die Mitarbeiter tätig.<br />

Werther Logistik GmbH & Co. KG<br />

aus Sehnde, Niedersachsen<br />

Lebensmittel bewegen - Logistik l(i)eben<br />

Werther Logistik ist ein in dritter Generation<br />

von Stefan und Thomas Werther<br />

inhabergeführtes, unabhängiges Transport-<br />

und Logistikunternehmen für sichere<br />

und zuverlässige Abwicklung von<br />

Sozialimmobilien aus einer Hand<br />

Planung von i n n o v a t i v e n Sozialimmobilien - mit größter Kompetenz und Begeisterung.<br />

Projektentwicklung<br />

und Generalplanung<br />

Baukostencontrolling und<br />

Wirtschaftlichkeitsbetrachung<br />

Energieberatung für eine<br />

nachhaltige Sozialimmobilie<br />

Besuchen Sie unsere eigenen Modellprojekte mit Hotelcharakter und lassen Sie sich für die Errichtung Ihrer Immobilien inspirieren!<br />

Quartiershaus LieSEElotte<br />

Sandersdorf-Brehna<br />

„Live-Labor“<br />

Wohnquartier Q5*<br />

Landsberg (bei Halle)<br />

„Live-Dorf“<br />

*derzeit in Errichtung<br />

Wir verbinden Pflege und Wohnen in einer einzigartigen Architektur und entsprechen den Bedürfnissen der Bewohner und Betreiber.<br />

www.plankonzept24.de


48 Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

49<br />

Finalisten <strong>2023</strong> aus<br />

Rheinland-Pfalz und dem Saarland<br />

Weil Mittelstand in die Zukunft investiert, haben diese sechs<br />

Unternehmen aus Rheinland-Pfalz und Saarland im letzten Jahr für<br />

über 3 Millionen Euro Forschung und Entwicklung betrieben.<br />

Das Familienunternehmen beschäftigt<br />

in fünfter Generation nun über 400<br />

Mitarbeiter und blickt auf eine 220-jährige<br />

Geschichte in Koblenz zurück.<br />

Schiele Maschinenbau GmbH<br />

aus Niederzissen, Rheinland-Pfalz<br />

Otto Zickwolff GmbH<br />

aus Saarbrücken, Saarland<br />

v.l.n.r. • Schiele Maschinenbau GmbH - Stefan Schiele und Birgit Gros, Geschäftsführung • Otto Zickwolff GmbH -<br />

Volker Henschke, Abteilungsleiter • AKRO-PLASTIC GmbH - Dr. Oliver Neuß, Geschäftsführer<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

HighTech mit Herz aus der Eifel<br />

Moderne Maschinen für die Fußbodenbearbeitung<br />

sind das Markenzeichen<br />

der Schiele Maschinenbau GmbH. Das<br />

1958 gegründete Familienunternehmen<br />

in zweiter Generation ist Marktführer<br />

im Bereich des Vakuumbeschichtungsverfahrens.<br />

Patente und Lizenzvereinbarungen<br />

tragen zu dem beständigen<br />

Umsatzwachstum der Firma bei.<br />

Das Hauptaugenmerk liegt dabei immer<br />

auf ökologisch einsetzbaren Materialien,.<br />

Das Unternehmen mit über 60 Beschäftigten<br />

hat seit Jahren eine hohe Ausbildungs-<br />

und Übernahmequote. 2022<br />

begannen elf Azubis, was auch ein Resultat<br />

der engen Zusammenarbeit mit<br />

der Realschule Plus in Niederzissen ist.<br />

Spezialisten für Rohrleitungen<br />

auf Baustellen in aller Welt<br />

Das familiengeführte Großhandelsunternehmen<br />

für Rohrleitungsmaterial<br />

blickt auf eine bereits 100-jährige<br />

wechselvolle Geschichte zurück. In den<br />

letzten Jahren war die größte Herausforderung<br />

der Strukturwandel mit dem<br />

Wegfall des Hauptkunden, des Bergbaus<br />

und dem Rückgang des konventionellen<br />

Kraftwerksbaus, einem weiteren<br />

wichtigen Kundenkreis. Zugute kommt<br />

dem Unternehmen die Sortimentsbreite<br />

in Verbindung mit Fachkompetenz.<br />

Zickwolff bietet mit seinen 60<br />

Beschäftigten und sechs Azubis ein<br />

Vollsortiment mit leistungsstarker Logistik<br />

und rascher Verfügbarkeit. ó<br />

F I N A L I S T<br />

Großer Preis des<br />

MITTELSTANDES<br />

AKRO Plastic GmbH<br />

aus Niederzissen, Rheinland-Pfalz<br />

Hochwertige und nachhaltige Kunststoffe<br />

für Elektroautos und Industrie<br />

Die AKRO Plastik GmbH hat sich auf die<br />

Veredelung von Kunststoffen für verschiedene<br />

Branchen und Anwendungen<br />

spezialisiert und sich dabei auf hohe<br />

Verstärkungsgrade von bis zu 60 Prozent<br />

Glasfaser und 40 Prozent Carbonfaser<br />

fokussiert. Sie stellt damit Kunststoffe<br />

für stark belastete Bauteile oder als<br />

Ersatz für Metalle her. Neue moderne<br />

Rohstoffe ermöglichen eine grundlegende<br />

Reduktion des CO2-Fußabdrucks.<br />

Durch die ländliche Lage und die fehlende<br />

Anbindung an den ÖPNV bietet<br />

das Unternehmen seinen 397<br />

Mitarbeitern und 15 Auszubildenden<br />

verstärkt unterschiedliche Boni an,<br />

um deren Mobilität sicherzustellen.<br />

IGM GmbH & Co. KG<br />

aus Medard, Rheinland-Pfalz<br />

Innovative Fassaden für<br />

die Stadt der Zukunft<br />

1999 als Handwerksbetrieb gegründet,<br />

gehört IGM mit seinen 84 Mitarbeitern<br />

inzwischen zu den ersten<br />

Adressen für hochkomplexe Elementfassaden.<br />

Das Unternehmen stellt<br />

dabei komplette Gebäudehüllen mit<br />

Leittechnik und allem Zubehör her.<br />

Das Ziel des umweltbewussten Unternehmens<br />

ist es, Fassaden aus recyceltem<br />

Aluminium oder intelligente Fassaden,<br />

die beispielsweise Sonnenenergie oder<br />

Regenwasser speichern, herzustellen.<br />

Mit seinem Konzept „Simply Production“<br />

kann die IGM auch höchst<br />

komplexe Fassadenelemente ressourcenschonend<br />

und klimapositiv auf<br />

ihren Fertigungslinien produzieren.<br />

Medi-Center Mittelrhein GmbH<br />

aus Koblenz, Rheinland-Pfalz<br />

Schnelle, bequeme und diskrete<br />

Versorgung für Inkontinenzpatienten<br />

Eine bestmögliche Beratung und Versorgung<br />

der Patienten sicherstellen, so<br />

lautet das tägliche Motto des Unternehmens.<br />

Die Medi-Center Mittelrhein<br />

GmbH in Koblenz wurde 1975 ursprünglich<br />

als Fachhändler für Medizintechnik<br />

gegründet. Nach der Umbenennung<br />

1990 in Medi-Center Mittelrhein und<br />

im Zuge der Neuausrichtung kamen die<br />

Bereiche Rehatechnik und Homecare<br />

hinzu. Durch die Übernahme von Sanitätshäusern<br />

in der Region seit 2020<br />

wächst das Leistungsangebot und Netzwerk<br />

für Beratung und Versorgung stetig<br />

weiter. Das Medi-Center ist mit seiner<br />

Orthopädiewerkstatt in Metternich der<br />

Technologieführer in Rheinland-Pfalz.<br />

Sozialimmobilien aus einer Hand<br />

Planung von i n n o v a t i v e n Sozialimmobilien - mit größter Kompetenz und Begeisterung.<br />

Projektentwicklung<br />

und Generalplanung<br />

Baukostencontrolling und<br />

Wirtschaftlichkeitsbetrachung<br />

Energieberatung für eine<br />

nachhaltige Sozialimmobilie<br />

Besuchen Sie unsere eigenen Modellprojekte mit Hotelcharakter und lassen Sie sich für die Errichtung Ihrer Immobilien inspirieren!<br />

Quartiershaus LieSEElotte<br />

Sandersdorf-Brehna<br />

„Live-Labor“<br />

Wohnquartier Q5*<br />

Landsberg (bei Halle)<br />

„Live-Dorf“<br />

*derzeit in Errichtung<br />

Wir verbinden Pflege und Wohnen in einer einzigartigen Architektur und entsprechen den Bedürfnissen der Bewohner und Betreiber.<br />

www.plankonzept24.de


48 Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

Finalisten <strong>2023</strong> aus<br />

Hessen und Sachsen-Anhalt<br />

v.l.n.r. • PlanKonzept GmbH -<br />

Dr.-Ing. Marco Kelle, Geschäftsführer mit<br />

Antje Kelle • exceeding solutions GmbH -<br />

Uwe Heuert, Geschäftsführer mit<br />

Christine Heuert, Projektmanagerin •<br />

Dögel GmbH - Elisabeth Weber, Leiterin<br />

Marketing, PR & Social Media<br />

v.l.n.r. • GROSS GmbH - Michael Gross, Geschäftsführer • Frank Walz- und Schmiedetechnik GmbH -<br />

Dr. Frank Grote, Geschäftsführer • fino run GmbH - Patrick Brückner, Gründer und CTO • Bien-Zenker GmbH -<br />

Friedemann Born, Geschäftsbereichsleiter Vertrieb mit Sven Keller, Marketingleiter • Aqseptence Group GmbH -<br />

Jelena Ratkovic, Produktmanagerin mit Begleitung<br />

Aqseptence Group GmbH<br />

aus Aarbergen, Hessen<br />

Die Ressource Wasser als Auftrag<br />

Dem drängenden Thema der Wiederaufbereitung<br />

von Abwässern hat sich die<br />

Aqseptence GmbH aus Aarbergen verschrieben:<br />

Unter dem Dach des weltweit<br />

führenden Anbieters von Anlagen, Maschinen<br />

und Komponenten im Bereich<br />

der Filtrations-Separations- und Wassertechnologie<br />

arbeiten 14 Unternehmenseinheiten<br />

an 23 Standorten weltweit.<br />

Den anspruchsvollen Aufgaben der<br />

Wassertechnologie wird Aqseptence<br />

gerecht mit dem speziellen KnowHow<br />

seiner 1450 Mitarbeitern und traditionsreichen<br />

und weltbekannten Marken wie<br />

Passavant, Geiger und Noggerath. Visionär<br />

arbeitet Aqseptence an der Herstellung<br />

von Bio-Plastik aus Klärschwamm.<br />

Bien-Zenker GmbH<br />

aus Schlüchtern, Hessen<br />

Moderner Pionier mit Bauherren-App<br />

Individuell geplante Fertighäuser, produziert<br />

mit einer Mischung aus modernster<br />

Fertigung und traditioneller<br />

Handwerkskunst, bietet der Fertighausbauer<br />

Bien-Zenker bereits seit 1996<br />

an. Rund 1.000 Bauprojekte werden<br />

mit 900 Mitarbeitern Jahr für Jahr<br />

umgesetzt. Die Ursprünge der Firma<br />

reichen 115 Jahre zurück zu einer Zimmerei.<br />

Bien und Zenker spezialisierten<br />

sich Anfang der 1960er Jahren auf<br />

den Fertighausbau und gehörten damit<br />

zu den Pionieren in Deutschland.<br />

fino run GmbH<br />

aus Kassel, Hessen<br />

Innovative Lösungen beim<br />

digitalen Kontoverkehr<br />

Die fino Group hat sich als ein führendes<br />

Unternehmen mit mehr als 150<br />

Mitarbeitern in der digitalen Transformation<br />

etabliert. Das junge und dynamische<br />

Unternehmen startete 2015<br />

mit dem ersten vollautomatisierten<br />

Kontowechsel-Service für Banken. Heute<br />

entwickelt und betreut fino run zukunftsweisende,<br />

innovative Softwareas-a-Service<br />

Produkte für seine Partner<br />

aus verschiedenen Branchen: Banken,<br />

Versicherungen, Buchhaltungen, Steuer-<br />

sowie Wirtschaftsberater in KMUs.<br />

Frank Walz- und<br />

Schmiedetechnik GmbH<br />

aus Hatzfeld, Hessen<br />

Das passende Werkzeug für<br />

die Landwirtschaft der Zukunft<br />

Die Marke „Frank Original“ aus dem<br />

hessischen Hatzfeld steht seit vielen<br />

Jahren für Qualität und technischen<br />

Vorsprung in der europäischen Landtechnikbranche.<br />

Entstanden 1836 aus<br />

dem „Reddighäuser Hammer“, fertigt<br />

Frank heute mit 337 Mitarbeitern an fünf<br />

Standorten Verschleißteile für Mähwerke,<br />

Pflüge, Grubber, Walzen und andere<br />

Maschinen. 12.000 verschiedene Produkte<br />

kann das Unternehmen liefern.<br />

Gross GmbH<br />

aus Wettenberg, Hessen<br />

Jeder ist ein Teil des Ganzen -<br />

jeder ist ein Teil des Erfolges<br />

1996 startete die Gross GmbH als Drucklufttechnik-<br />

Anlagenbauer und Servicedienstleister.<br />

Der Fahrzeuginnenausbau<br />

kam 2003 dazu, 2008 begann das Unternehmen<br />

mit der Entwicklung und<br />

Ausstattung von Sonderfahrzeugen für<br />

Menschen mit körperlichem Handicap.<br />

Ihre Philosophie nennt die Gross GmbH<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

einen „Dreiklang aus ökonomischer, ökologischer<br />

und sozialer Nachhaltigkeit“.<br />

Dazu gehören ein starkes finanzielles<br />

und persönliches Engagement für Kunden,<br />

Mitarbeiter und Aus- und Weiterbildung,<br />

dass sich auch auf die Unterstützung<br />

von regionalen Projekten erstreckt..<br />

Dögel GmbH<br />

aus Kabelsketal, Sachsen-Anhalt<br />

Ausrüster für die Digitale Transformation<br />

Im Jahr 2005 gegründet, liegt seit 2011<br />

der Fokus der Dögel GmbH auf der<br />

Unterstützung regionaler und mittelständischer<br />

Unternehmen bei der<br />

digitalen Transformation und auf neuen<br />

Online-Geschäftsmodellen. Dögel<br />

entwickelt mit seinen 75 Mitarbeitern<br />

Online Community Plattformen für<br />

Hersteller, Verbände und Unternehmer<br />

unterschiedlichster Branchen.<br />

Sozialimmobilien aus einer Hand<br />

Planung von i n n o v a t i v e n Sozialimmobilien - mit größter Kompetenz und Begeisterung.<br />

Projektentwicklung<br />

und Generalplanung<br />

Sein Flaggschiff „working-dog“ bringt<br />

Hundeliebhaber und- Züchter aus<br />

der ganzen Welt zusammen. Mit rimondo<br />

und Fight24 sind mittlerweile<br />

über 600.000 Mitglieder vernetzt..<br />

exceeding solutions GmbH<br />

aus Merseburg, Sachsen-Anhalt<br />

Testsysteme für<br />

Messsysteme aus Sachsen-Anhalt<br />

Mit seinen Test- & Prüfsystemen ist<br />

die exceeding solutions GmbH gegenwärtig<br />

Technologie- und Marktführer<br />

für Prüfmittel für den deutschen<br />

Smart Meter Rollout und gefragt als<br />

deutschlandweit einziger Hersteller eines<br />

Testsystems für intelligente Messsysteme,<br />

die bei der Digitalisierung<br />

der Energiewende eingesetzt werden.<br />

Zu den Kunden für die Prüfdienstleistungen<br />

zählen neben Energieversorgern und<br />

Baukostencontrolling und<br />

Wirtschaftlichkeitsbetrachung<br />

Energieberatung für eine<br />

nachhaltige Sozialimmobilie<br />

Besuchen Sie unsere eigenen Modellprojekte mit Hotelcharakter und lassen Sie sich für die Errichtung Ihrer Immobilien inspirieren!<br />

Quartiershaus LieSEElotte<br />

Sandersdorf-Brehna<br />

„Live-Labor“<br />

Wohnquartier Q5*<br />

Landsberg (bei Halle)<br />

„Live-Dorf“<br />

*derzeit in Errichtung<br />

Stadtwerken auch die Regulierungs- und<br />

Zertifizierungsstellen wie TÜV-IT und die<br />

Physikalisch-Technische Bundesanstalt.<br />

PlanKonzept24 GmbH<br />

aus Sandersdorf-Brehna, Sachsen-Anhalt<br />

Innovative Wohnquartiere<br />

für alle Generationen<br />

PlanKonzept24 hat sich auf die Entwicklung<br />

von Sozialimmobilien spezialisiert.<br />

Das Planen und Bauen für ältere Menschen<br />

stehen im Mittelpunkt des Unternehmens,<br />

wobei deren Bedürfnisse<br />

ebenso Berücksichtigung finden wie die<br />

Erwartungen der sozialen Dienstleister<br />

für einen langfristigen Betrieb der Sozialimmobilien.<br />

Auf dem Weg zum Trendsetter<br />

für Geschäftsmodelle in Form von<br />

Quartierskonzepten, hat PlanKonzept24<br />

2017 ein eigenes „Live-Labor“ als Quartiershaus<br />

und Modellprojekt errichtet. ó<br />

Wir verbinden Pflege und Wohnen in einer einzigartigen Architektur und entsprechen den Bedürfnissen der Bewohner und Betreiber.<br />

www.plankonzept24.de


48 Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

49<br />

Finalisten <strong>2023</strong> aus<br />

Sachsen und Thüringen<br />

v.l.n.r. • WEBER Gruppe - Peter Weber, Geschäftsführer • ECOVIS WWS Steuerbeartungsgesellschaft<br />

mbH Chemnitz - Thomas Rösler, Geschäftsführer<br />

• CEP Anlagenautomatisierung GmbH - Susann Dittrich, Prokuristin<br />

• Buffet Crampon Deutschland GmbH - Volker Voigt, Geschäftsführer<br />

• ACL GmbH - Thomas Wollesky, Geschäftsführer<br />

v.l.n.r.: • Marmor-Center GmbH -<br />

Steffen Würstl, Geschäftsführer<br />

• Fischer Academy GmbH - Mike Fischer, Geschäftsführer<br />

ACL GmbH<br />

aus Markkleeberg, Sachsen<br />

Medizinisches HighTec aus Leipzig<br />

Seit 1997 entwickelt und produziert die<br />

ACL GmbH IT-Hardwarelösungen für die<br />

Medizin: für hygienisch kritische Bereiche,<br />

wie digitale Operationssäle, Intensivstationen<br />

oder Telemedizin. Als einer<br />

von zwei europäischen Herstellern ist<br />

ACL Marktführer im DACH-Gebiet und<br />

international mit mehr als 40 Distributoren<br />

und eigenen Niederlassungen<br />

auch in den USA und Asien vertreten.<br />

Technische Innovationen können durch<br />

die 96 Mitarbeiter schnell in Produkte<br />

umgesetzt werden - in Deutschland,<br />

auch in kleinerer Stückzahl, individuell<br />

und qualitativ hochwertig.<br />

Buffet Crampon GmbH<br />

aus Markneukirchen, Sachsen<br />

Alles für den perfekten Ton<br />

Das 2010 gegründete Unternehmen<br />

ist deutschlandweit der einzige Hersteller,<br />

der sowohl Holz- als auch Blechblasinstrumente<br />

herstellt. Sie blickt<br />

auf eine wechselvolle, über 200jährige<br />

Geschichte, die 1810 mit dem Unternehmen<br />

des Instrumentenbauers Johann<br />

Langhammer ihren Anfang nahm.<br />

Deutschlands größer Musikinstrumentenhersteller<br />

und größter Arbeitgeber<br />

in Markneukirchen und<br />

dem vogtländischen Musikwinkel<br />

beschäftigt die Buffet Crampon<br />

GmbH insgesamt 400 Mitarbeitern.<br />

CEP Anlagenautomatisierung GmbH<br />

aus Dresden, Sachsen<br />

Innovativ in Technik, stark in der Region<br />

Der Anlagenbauer mit seinen 30 Mitarbeitern<br />

hat sich auf die Pharmazie-,<br />

Vakuumbeschichtungs- und Theatertechnik<br />

spezialisiert und widmet sich<br />

zunehmend auch der vollautomatischen<br />

Schraub- und Montagetechnik.<br />

Die Anlagen sind individuell auf die Anforderungen<br />

der Kunden zugeschnitten<br />

und daher immer innovativ und Unikate.<br />

Besonderen Wert legt die CEP auf ein<br />

familiäres Betriebsklima: Täglich frühstücken<br />

beispielsweise alle Mitarbeiter<br />

gemeinsam mit der Geschäftsleitung.<br />

Ecovis WWS Steuerberatungsgesellschaft<br />

mbH<br />

aus Chemnitz, Sachsen<br />

Ganz nah am Mandanten - persönlich<br />

und digital<br />

„Persönlich gut beraten“, lautet der<br />

Leitspruch von Ecovis, dem Beratungsunternehmen<br />

für den Mittelstand.<br />

1992 von sächsischen Steuerberatern<br />

gegründet, gehört es heute zu den<br />

Top 20 der Branche. Die Ecovis WWS<br />

Steuerberatungsgesellschaft mbH<br />

ist mit ihrer Hauptniederlassung in<br />

Chemnitz und an 35 weiteren Standorten<br />

mit rund 400 Mitarbeitern tätig.<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

Weber Gruppe<br />

aus Wolkenstein, Sachsen<br />

Logistik Allrounder mit begeisterten<br />

Fans<br />

1991 als Transportbetrieb gegründet,<br />

zählen heute zwölf mittelständische<br />

Firmen und eine Stiftung zur Weber<br />

Gruppe. Mit insgesamt 210 Mitarbeitern<br />

ist Weber größter Speziallogistik-Anbieter<br />

im erzgebirgischen Wolkenstein<br />

und bedient dazu Bereiche<br />

von Recruiting über IT, Buchhaltung<br />

und Immobilienverwaltung bis hin<br />

zu nachhaltiger Energieversorgung.<br />

Das Großunternehmen schafft mit<br />

seiner Firmenkultur die Fans: begeisterte<br />

Mitarbeiter und Kunden.<br />

Fischer Academy GmbH<br />

aus Gera, Thüringen<br />

Visionäres Fahrschuldorf in Thüringen<br />

Die Fischer Academy GmbH ist das erste<br />

deutsche Fahrschulinternat - mitten<br />

in Gera wurde eigens dafür mit<br />

dem „Fischer Dorf“ das kleinste Dorf<br />

Deutschlands gegründet. Ein gemeinschaftlicher<br />

Ort mit Internat, mit Videotrainings,<br />

Fahrsimulatoren bis hin<br />

zum zukunftsorientierten Kompetenzzentrum<br />

für autonomes Fahren. Die<br />

Fischer Academy bildet pro Jahr rund<br />

1.000 Fahrschüler aus. Die 1990 gegründete,<br />

regionale Fahrschule hat sich<br />

inzwischen zu einem erfolgreichen<br />

nationalen Fahrschulunternehmen<br />

mit derzeit 25 Mitarbeitern entwickelt.<br />

Marmor-Center GmbH<br />

aus Römhild, Thüringen<br />

Unikate aus Naturstein<br />

für Küche und Bad<br />

„Das Unternehmen feiert in diesem Jahr<br />

sein 30jähriges Jubiläum und gilt inzwischen<br />

als die Natursteinmanufaktur<br />

Nummer 1 in Deutschland. Vorzeigeprodukt<br />

ist der N`Stee, der fränkische<br />

Begriff für „ein Stein“, eine komplette<br />

Möbelanfertigung ganz in Stein gehüllt.<br />

Gemäß dem Motto: „Das Team<br />

ist der Star“, werden die 100 Mitarbeiter<br />

in Entscheidungen eingebunden<br />

und gestalten mit.<br />

Das Team besteht aus vielen langjährigen<br />

Fachleuten, die oft nach<br />

der Lehre übernommen wurden.ó<br />

Sozialimmobilien aus einer Hand<br />

Planung von i n n o v a t i v e n Sozialimmobilien - mit größter Kompetenz und Begeisterung.<br />

Projektentwicklung<br />

und Generalplanung<br />

Baukostencontrolling und<br />

Wirtschaftlichkeitsbetrachung<br />

Energieberatung für eine<br />

nachhaltige Sozialimmobilie<br />

Besuchen Sie unsere eigenen Modellprojekte mit Hotelcharakter und lassen Sie sich für die Errichtung Ihrer Immobilien inspirieren!<br />

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Sandersdorf-Brehna<br />

„Live-Labor“<br />

Wohnquartier Q5*<br />

Landsberg (bei Halle)<br />

„Live-Dorf“<br />

*derzeit in Errichtung<br />

Wir verbinden Pflege und Wohnen in einer einzigartigen Architektur und entsprechen den Bedürfnissen der Bewohner und Betreiber.<br />

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51<br />

Eine Unternehmensbesichtigung vermittelt<br />

den Teilnehmenden einen ersten Eindruck<br />

zu Führungstätigkeiten.<br />

Steffi Kriegerstein interviewte<br />

auf den Galas <strong>2023</strong> „Großer Preis<br />

des Mittelstandes“ Gäste zu<br />

unternehmerischen Entscheidungen.<br />

Ein kurzer Workshop geht auf weitere<br />

Themen der Führung und des Verhaltens<br />

ein. Abschließend werden bei einem<br />

gemeinsamen Abendbrot Themen wie<br />

„Knigge zum Festabend“ vermittelt. Wer<br />

Lust darauf hat, bekommt auch Einzelunterricht<br />

fürs abendliche Tanzen zum Ball.<br />

© DieProfifotografen<br />

© Steffi Krieferstein<br />

Olympionikin trainiert<br />

Unternehmer-Nachwuchs<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

Und beim Galaabend am Sonnabend gibt<br />

es auf Wunsch einiger Unternehmerkinder<br />

einen Jugendtisch…<br />

Was tun?<br />

Ihr Nachwuchs ist zwischen 9 und 29 Jahren<br />

alt?<br />

Dann wenden Sie sich gern direkt an<br />

Steffi Kriegerstein (steffi.kriegerstein@<br />

weitfuehrung.de) oder an mich, Dr. Helfried<br />

Schmidt (h.schmidt@op-pt.de), um<br />

am Jugendprogramm 2024 teilzunehmen.<br />

Die Teilnehmeranzahl ist dabei auf<br />

zwei Gruppen á 15 Personen begrenzt.<br />

Sie möchten uns unterstützen, Ihr gut<br />

erreichbares Unternehmen zeigen oder<br />

weitere Anregungen zum Projektinhalt<br />

ergänzen?<br />

Dann melden Sie sich bitte ebenfalls bei<br />

Steffi oder bei mir.<br />

PS: „Elternprogramm“<br />

Für Eltern, die die Freitags-Zeit für sich<br />

nutzen möchten, organisieren wir speziell<br />

auf die Teilnehmenden abgestimmt<br />

einen Erfahrungsaustausch und Weiterbildung.<br />

Mit freundlichen Grüßen<br />

Dr. Helfried Schmidt<br />

Petra Tröger<br />

Oskar-Patzelt-Stiftung gibt der Jugend eine Bühne<br />

2024 ruft die Oskar-Patzelt-Stiftung im<br />

Rahmen der Auszeichnungsveranstaltungen<br />

in den Städten Würzburg und Düsseldorf<br />

ein Programm ins Leben, bei dem<br />

Jugendliche im Fokus der Aufmerksamkeit<br />

stehen.<br />

Nominierte und ausgezeichnete Unternehmen<br />

haben die Möglichkeit, den eigenen<br />

unternehmerischen Nachwuchs,<br />

aber auch aussichtsreiche und förderfähige<br />

Mitarbeiterkinder, beim Jugendprogramm<br />

anzumelden.<br />

Das Projekt wird von der Vize-Olympiasiegerin<br />

im Kanurennsport Steffi Kriegerstein<br />

angeschoben. Manche werden<br />

sich erinnern: Auf den Galas in Düsseldorf<br />

am 23.09.23 und 21.10.23 interviewte<br />

Steffi Kriegerstein als „Spatenmoderatorin“<br />

mehrere Gäste im Saal.<br />

Steffi Kriegerstein wird unterstützt von<br />

Melanie Baum (Baum Zerspanungstechnik,<br />

Preisträgerin 2022) und Jana Heyl (Tochter<br />

von Jörg-Tilman Heyl, Gebrüder Heyl Analysetechnik,<br />

Preisträger 2021).<br />

Steffi Kriegerstein stellt sich vor<br />

„Mit 7 Jahren bin ich durch meine Familie<br />

zum Kanu-Rennsport gekommen. Schon<br />

früh begeisterte ich mich für Höchstleistungen.<br />

Zum ersten Mal qualifizierte ich<br />

mich 2009 für die Kanurennsport-Nationalmannschaft<br />

und darüber hinaus für<br />

eine Weltmeisterschaft. Das war ein Wettkampf,<br />

den ich nie vergessen werde – mein<br />

erster Weltmeistertitel mit 16 Jahren! Sieben<br />

Jahre später habe ich an den Olympischen<br />

Sommerspielen in Rio de Janeiro<br />

teilgenommen. Unterstützt durch meine<br />

hilfreichen Eltern, und mit viel Leistungswillen<br />

und Leidenschaft konnte ich mit<br />

einer olympischen Silbermedaille heimkehren.<br />

Seit 10 Jahren gebe ich mein Wissen als<br />

Trainerin dem Kanunachwuchs meines<br />

Heimatvereines in Dresden weiter. Es<br />

begeistert mich, meine Erfahrung mit<br />

persönlichem Wachstum zu vermitteln.<br />

Im Jugendprogramm der Oskar-Patzelt-<br />

Stiftung sehe ich eine weitere Möglichkeit,<br />

Höchstleistungswillige zu stärken<br />

und allen anderen Jugendlichen bei der<br />

Orientierung zu unterstützen.“<br />

Junioren im Netzwerk der Besten<br />

Das Jugendprogramm beginnt am Freitag<br />

vor der Auszeichnungsgala „Großer<br />

Preis des Mittelstandes“ 2024 am 21. September<br />

in Würzburg und am 28. September<br />

in Düsseldorf.<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

Unsere Mission<br />

Wir befähigen Ihre Mitarbeiter, bisherige Grenzen beim Wollen,<br />

Können und Machen zu überwinden.<br />

Durch Einstellungswandel, hochwirksame Werkzeuge und Konsequenz.<br />

Wir sind Wachstumsberater - damit Sie Anspruchsvolles<br />

schneller erreichen<br />

Wie erfolgreich ist Ihr Unternehmen?<br />

Gemeinsam brechen wir alte Denkmuster auf. Dabei nutzen wir Methoden, die zu<br />

einer enormen Veränderungsbereitschaft führen. Danach geben wir Ihnen Werkzeuge<br />

an die Hand, diese Veränderungsbereitschaft in messbare Effizienzerhöhung<br />

und in eine starke Struktur zu übertragen. Konsequenz befreit …<br />

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53<br />

© Tobias Weber<br />

NOMINIERUNGSAUFRUF<br />

„Mit Zuversicht Richtung Zukunft“<br />

#gala100 – Jubiläum der Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

Von 1994 bis 2022 wurden mehr als<br />

20.000 Unternehmen mit über drei Millionen<br />

Beschäftigten und 100.000 Auszubildenden<br />

zum Wettbewerb „Großer<br />

Preis des Mittelstandes“ der Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

nominiert. Dabei geht es<br />

„nur“ um die Ehre: Es gibt kein Preisgeld.<br />

Man kann sich nicht mal selbst bewerben,<br />

sondern muss von Dritten vorgeschlagen<br />

werden. Und niemand kann<br />

sich in den Wettbewerb „einkaufen“,<br />

denn es gibt weder Teilnahme- noch<br />

Bearbeitungsgebühren. Der Wettbewerb<br />

ist dabei werteorientiert und umfassend<br />

in seinen Urteilen wie kein zweiter.<br />

2024 ist nun das Jahr der Jubiläen<br />

bei der Oskar-Patzelt-Stiftung:<br />

30 Jahre Erfahrung für Ihre<br />

erfolgreiche Zukunft<br />

Als Spezialist für CRM und ERP konzipieren und realisieren wir<br />

mit Ihnen gemeinsam Lösungen, die genau zu Ihrem Unternehmen<br />

passen. Wir begleiten Sie über den gesamten Prozess und<br />

schulen Sie in der konkreten Anwendung – wir freuen uns auf die<br />

nächsten 30 Jahre mit Ihnen.<br />

www.networkconcept.de<br />

Die 100. Auszeichnungsgala „Großer<br />

Preis des Mittelstandes“ findet<br />

am 19. Oktober 2024 statt.<br />

Der 30. Jahrestag der Gründung des Wettbewerbs<br />

wird am 09. Dezember 2024 gefeiert.<br />

100 Wochen davor startete am 09. Januar<br />

<strong>2023</strong> die Jubiläumsaktion „#gala100“<br />

Das Programm im<br />

Jubiläumsjahr hat es in sich:<br />

• 1.000 nominierte oder ausgezeichnete<br />

Unternehmen werden in diesen 100 Wochen<br />

in Pressebeiträgen auf Bundesebene, regional<br />

oder lokal der Öffentlichkeit vorgestellt.<br />

• Mehrere <strong>Ausgabe</strong>n des <strong>PT</strong>-<strong>Magazin</strong><br />

mit mehr als 600 Druckseiten und<br />

320.000 Ex. Gesamtauflage sowie zahlreiche<br />

Online-Beiträge begleiten die Aktion.<br />

• Die „Dialogtage im Netzwerk der<br />

Besten“ als bundesweite Perlenkette<br />

vieler kleinerer Veranstaltungen vernetzen<br />

und stärken das Netzwerk<br />

der Besten und seine Unternehmen.<br />

• Das Buch „30. Jahr - 2024“ präsentiert<br />

Geschichte, Stärken und Erfahrungen des<br />

Netzwerks der Besten und stellt Unternehmen<br />

des Netzwerks in Wort und Bild vor.<br />

• Höhepunkte sind drei Auszeichnungsgalas<br />

im Herbst 2024 sowie der<br />

Festakt „30 Jahre Großer Preis des Mittelstandes“<br />

im Dezember 2024. Insgesamt<br />

etwa 2.500 Gäste werden erwartet.<br />

Mit dabei:<br />

• Ausgewählte nominierte und ausgezeichnete<br />

Unternehmen und Institutionen<br />

• regionale Servicestellen und ehrenamtliche<br />

Mitstreiter der Oskar-Patzelt-<br />

Stiftung, z.B. Juroren, Botschafter, Beiräte,<br />

aus allen Teilen Deutschlands<br />

• Kooperationspartner der Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

und Unternehmen, Ver-<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

Peer Steinbrück<br />

ist Schirmherr im 30. Jubiläumsjahr<br />

„Großer Preis des Mittelstandes“<br />

bände, Medien, Abgeordnete, Politiker<br />

mit einem „Herz für den Mittelstand“.<br />

Höhepunkte:<br />

Auszeichnungsgalas und Festakt<br />

• 21. September 2024, Würzburg,<br />

Auszeichnungsgala zur Preisverleihung<br />

„Großer Preis des Mittelstandes“<br />

2024 für Unternehmen aus Bayern,<br />

Baden-Württemberg, Hessen, Thüringen,<br />

Sachsen und Berlin/Brandenburg<br />

• 28. September 2024, Düsseldorf,<br />

Auszeichnungsgala zur Preisverleihung<br />

„Großer Preis des Mittelstandes“<br />

2024 für Unternehmen aus<br />

Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen/<br />

Bremen, Schleswig-Holstein/Hamburg,<br />

Rheinland-Pfalz/Saarland, Sachsen-<br />

Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern<br />

GEMEINSAM<br />

Morgen<br />

kann kommen.<br />

Wir machen den Weg frei.<br />

• 19. Oktober 2024, Düsseldorf, Bundes-Auszeichnungsgala<br />

zur Preisverleihung<br />

„Großer Preis des Mittelstandes“<br />

2024 der bundesweiten<br />

Premier-Sonderpreise und Ehrenplaketten<br />

(100. Auszeichnungsgala seit 1994).<br />

• Dezember 2024, Festakt „30<br />

Jahre Großer Preis des Mittelstandes“<br />

Eintrittskarten für Gala und Ball können<br />

Sie in unserem Online-Shop bestellen<br />

shop.mittelstandspreis.com/karten/<br />

Chancenorientierte Unternehmen<br />

… nutzen den Schwung und die Öffentlichkeitswirkung<br />

der Jubiläums-Aktion und<br />

- bauen engagierte Mitarbeiter zum<br />

„Botschafter“ des Unternehmens auf<br />

- werden stärker in der Öffentlichkeit<br />

wahrgenommen und<br />

als Gesprächspartner geschätzt<br />

- tauschen Anregungen und Best<br />

Practices im Netzwerk miteinander aus<br />

- positionieren sich als Gastgeber eines<br />

„Dialogtages im Netzwerk der Besten“<br />

Hier geht es zum Nominierungsportal :<br />

https://www.kompetenznetzmittelstand.de/nominierung<br />

www.vr-rheinahreifel.de<br />

blicken wir nach vorn –<br />

MACHEN statt wollen!<br />

© Daniel Biskup


54 Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

55<br />

Beratermarketing<br />

Kundenbindung mit dem Großen Preis des Mittelstandes<br />

Modernisierung<br />

und Innovation<br />

Schaffung/<br />

Sicherung<br />

von<br />

Arbeits- und<br />

Ausbildungsplätzen<br />

Steuerberater, Unternehmensberater,<br />

Berater in Wirtschaftsförderungen, Verbänden,<br />

Kammern, Innungen stehen<br />

in ihrem Marketing vor der Frage: Wie<br />

halte ich sinnvoll Kontakt zu meinen<br />

Kunden, meinen ehemaligen Kunden<br />

und zu Neu-Kontakten, die noch keine<br />

Gesamtentwicklung<br />

des Unternehmens<br />

Engagement<br />

in der<br />

Region<br />

Kunden geworden sind? Der Vorteil bei<br />

diesen Zielgruppen: Diese Unternehmen<br />

kennt den Berater bereits und sind<br />

für einen Kontakt erst einmal grundsätzlich<br />

offen. Die Herausforderung dabei<br />

lautet allerdings: Es geht nicht darum,<br />

„irgendwie“ im Kontakt zu bleiben,<br />

Service und<br />

Kundennähe,<br />

Marketing<br />

In 5 Kriterien werden die Wettbewerbsteilnehmer bewertet:<br />

OPS Netzwerk GmbH, fireofheart – Fotolia.com<br />

sondern in einer zu bestimmenden Frequenz,<br />

den Unternehmenskontakten<br />

für ihr Geschäft sinnvolle Informationen<br />

zu übermitteln – also Zusatznutzen<br />

oder Mehrwert zu schaffen. Der „Große<br />

Preis des Mittelstandes“ bietet jedes<br />

Jahr eine solche Gelegenheit.<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

1. Die Ausgangslage<br />

im Beratermarketing<br />

Die Ausgangslage in den verschiedenen<br />

Beratungszweigen unterscheidet sich<br />

auf den ersten Blick vor allem in der<br />

Frage nach dem Umfang der Mandate<br />

in der begleitenden Beratung:<br />

• Für Steuerberatungskanzleien ist dies<br />

keine Frage: Diese haben und pflegen<br />

(mehr oder weniger?!) ihren Mandantenstamm<br />

über viele Jahre.<br />

• Die meisten Unternehmensberatungen<br />

hingegen arbeiten oft nur<br />

eine bestimmte Zeit mit ihren Mandanten<br />

zusammen.<br />

• Die Berater in Wirtschaftsförderungen,<br />

Verbänden, Kammern, Innungen<br />

sprechen oft gar nicht von<br />

Mandaten, sondern von ihren Unternehmenskontakten,<br />

da sie oft nicht<br />

gegen Honorar tätig sind.<br />

Für alle drei Gruppen gilt allerdings<br />

gleichermaßen:<br />

• Neue Kontakte und Mandate (ob<br />

nun gegen Honorar oder nicht) sind<br />

wichtig, um das Geschäft nachhaltig<br />

zu stabilisieren, denn es brechen<br />

auch aus dem Bestand immer wieder<br />

Mandate/Kontakte weg.<br />

• Das Kontakthalten zu den bestehenden<br />

Mandaten / Unternehmen ist<br />

ebenso wichtig. Denn auch davon<br />

hängt mit ab, ob diese Mandate /<br />

Kontakte bestehen bleiben.<br />

Zu beobachten ist häufig, dass mehr<br />

Gewicht auf das Gewinnen von neuen<br />

Kontakten und Mandaten liegt. Die bestehenden<br />

sind ja da und laufen doch<br />

ordentlich – und werden daher oft als<br />

„gesichert“ angesehen. Dies erweist sich<br />

im Zeitverlauf dann so manches Mal als<br />

Irrtum, wenn sich herausstellt, dass andere<br />

Berater plötzlich mit Themen im<br />

Geschäft sind, die auch die eigene Beratung<br />

hätte übernehmen können. Die<br />

Frage lautet dann: Wie konnte uns das<br />

passieren?<br />

2. Beratermarketing mit bestehenden<br />

Unternehmenskontakten<br />

Die meisten Berater pflegen ihre Bestandskontakte<br />

über mehr oder weniger<br />

regelmäßige Informationen. Dabei<br />

stehen häufig die eigenen Beratungsthemen<br />

im Mittelpunkt. Das ist ja auch<br />

erst einmal sinnvoll. Aber sollten es Berater<br />

dabei bewenden lassen?<br />

Wenn es der eigene Anspruch ist, Kunden<br />

umfassend zu begleiten (im Zweifelsfall<br />

bei vielen Themen mit Hilfe von<br />

Netzwerkpartnern), dann sollte dies<br />

auch durch Impulse deutlich werden,<br />

die über die eigenen Themenschwerpunkte<br />

hinausgehen.<br />

Dabei ist die Frage erlaubt, welche Kunden<br />

in dieser umfassenderen Form bedient<br />

werden sollen: Alle Kunden und<br />

Unternehmenskontakte? Oder sollte<br />

eine Selektion im eigenen CRM-System<br />

aufzeigen, wo das Akquise – und Mandantensicherungs-Potenzial<br />

am wichtigsten<br />

ist, um Unternehmen gezielt<br />

anzusprechen? Beide Vorgehensweisen<br />

haben ihre Berechtigung und sind individuell<br />

zu entscheiden.<br />

Zur weiteren Analyse sind u.a. folgende<br />

Überlegungen hilfreich:<br />

• Wie viel Ressourcen ist dieser Akquiseund<br />

Mandantenbindungs-Weg wert?<br />

• Welches sind die interessantesten<br />

Namen aus dem Gesamtbestand mit<br />

Blick auf diese Potenziale?<br />

• Wie oft im Jahr soll Kontakt aufgenommen<br />

werden, damit dieser nicht<br />

als Eintagsfliege wahrgenommen<br />

wird?<br />

• Welches sind für diese Unternehmen<br />

nutzenstiftende Informationen?<br />

Die letzte besonders wichtige Überlegung<br />

erweist sich oft als Engpassfaktor.<br />

Eine gewisse Regelmäßigkeit der Kontaktaufnahme<br />

sollte realisiert werden.<br />

Das Minimum dürfte bei zweimal im<br />

Jahr liegen. Es bietet sich an, diese Impulse<br />

dann für alle Kommunikationswege<br />

der Beratung zu nutzen.<br />

3. Mittelstandspreise<br />

als Marketinginstrument<br />

Eine gute Möglichkeit für eine nutzenstiftende<br />

Information ist der Hinweis auf<br />

Wettbewerbe um Mittelstandspreise.<br />

Die Bewerbung um einen Mittelstandspreis<br />

hat für Unternehmen zwei nutzenstiftende<br />

Dimensionen:<br />

• Beschäftigung mit Stärken und Schwächen<br />

des eigenen Unternehmens mit<br />

Blick auf die jeweiligen Wettbewerbs-<br />

Kriterien.<br />

• Imagewerbung durch die Teilnahme<br />

am Wettbewerb und ggf. durch eine<br />

Prämierung.<br />

Beide Dimensionen haben auch einen<br />

klaren Bezug zum Tätigkeitsfeld von Beratern:<br />

Wie kann ich meine Unternehmen<br />

am besten unterstützen und so mein eigenes<br />

Geschäftsmodell absichern?<br />

• Inhaltliche Dimension: Nähe zum Beratungsschwerpunkt<br />

mit der Frage, ob<br />

bereits beim Bearbeiten der Wettbewerbsunterlagen<br />

Unterstützung angeboten<br />

werden kann?<br />

• Image-Dimension: Kundensicherung<br />

mit dem „Blick über den Tellerrand“ sowie<br />

regionale Vernetzung und Thema<br />

für die Medienarbeit.<br />

Sollten angesprochene Unternehmen<br />

Preisträger werden, können daraus gemeinsame<br />

Aktivitäten in der Öffentlichkeitsarbeit<br />

platziert werden. Das gilt<br />

noch einmal besonders für regionale<br />

Wettbewerbe. Ein weiterer Vorteil: Das<br />

Thema können Berater jedes Jahr wieder<br />

platzieren.<br />

4. Der „Große Preis des Mittelstandes“<br />

als Best-Practice-Beispiel<br />

Der "Große Preis des Mittelstandes"<br />

geht mit dem Jahr 2024 in sein 30.<br />

Wettbewerbsjahr. Allein schon diese u


56 Oskar-Patzelt-Stiftung 57<br />

außerordentliche Kontinuität zeichnet<br />

ihn als Best-Practice-Beispiel aus. Besonders<br />

interessant macht ihn für die<br />

Unternehmen und die Berater aber seine<br />

einzigartige Konstruktion:<br />

30 Jahre ehrenamtliche Erfahrung und<br />

unternehmerische Professionalität<br />

Seit 30 Jahren wird dieser Wettbewerb<br />

auf Basis seines Corporate Governance<br />

Kodex zu 100 Prozent ehrenamtlich und<br />

für die Teilnehmer unentgeltlich durchgeführt<br />

wird. Der Wettbewerb ist unabhängig<br />

von staatlichen Einrichtungen<br />

und basiert auf einer breiten Basis von ca.<br />

200 ehrenamtlich Mitwirkenden in den<br />

verschiedenen Gremien.<br />

Zwei Wettbewerbs-Stufen bieten unterschiedliche<br />

Wettbewerbs-Intensität<br />

Die zwei Stufen des Wettbewerbs bieten<br />

Beratern und Unternehmen die Möglichkeit,<br />

die Intensität der Beteiligung selbst<br />

zu bestimmen:<br />

• Nominierungsphase: Unternehmen<br />

können zu diesem Preis nur von Dritten<br />

nominiert werden - sich also nicht<br />

selbst bewerben. Diese besondere Konstruktion<br />

bietet Beratern eine besondere<br />

Profilierungsmöglichkeit gegenüber<br />

ihren Mandaten und Kontakten: Sie<br />

bringen Wertschätzung zum Ausdruck.<br />

• Juryphase: Die nominierten Unternehmen<br />

können sich entscheiden, ob sie<br />

es bei der erfolgten Nominierung belassen<br />

- oder ob sie an der Juryphase<br />

teilnehmen wollen. Damit erhalten die<br />

Unternehmen die Chance, einen Preis<br />

zu gewinnen.<br />

Wie Unternehmen<br />

von der Teilnahme profitieren<br />

Der erste „Profit“ liegt schon in der Nominierung.<br />

Denn diese stellt ein Kompliment<br />

durch den nominierenden Berater<br />

dar: Er hält das Unternehmen für geeignet,<br />

sich um diesen renommierten Preis<br />

zu bewerben. Die konkreten Vorteile für<br />

Unternehmen sind u.a.:<br />

• Bereits mit der Annahme der Nominierung<br />

durch die Stiftung kann das Unternehmen<br />

mit dem Logo des Wettbewerbs<br />

als "nominiert" werben.<br />

• Mit dem Einstieg in die Juryphase erhält<br />

das Unternehmen einen Fragebogen für<br />

die eigene Stärken-Schwächen-Analyse<br />

in fünf Wettbewerbskriterien:<br />

- Gesamtentwicklung des Unternehmens<br />

- Schaffung und Sicherung von Arbeitsund<br />

Ausbildungsplätzen<br />

© DIE PROFIFOTOGRAFEN<br />

- Innovation und Modernisierung<br />

- Engagement in der Region<br />

- Service und Kundennähe<br />

Dieser Fragenkatalog gibt Unternehmen<br />

eine gute Ausgangsbasis, um sich mit<br />

Fragen zu beschäftigen, die im Tagesgeschäft<br />

oft auf der Strecke bleiben. Aus der<br />

Arbeit mit dem Fragenkatalog ergibt sich<br />

eben nicht nur die Bewerbung für die Juryphase,<br />

sondern die Unternehmen können<br />

aus dieser Arbeit direkt Schlussfolgerungen<br />

sowohl für die unternehmerische<br />

Ausrichtung und Strategie wie auch für<br />

das Tagesgeschäft ableiten.<br />

• Die Imagewirkung erhöht sich jetzt<br />

durch die Nutzung des Logos des Wettbewerbs<br />

mit der "Juryphase".<br />

• Wird ein Unternehmen einer der 60 "Finalisten"<br />

oder einer der 36 "Preisträger"<br />

kann er wiederum mit einem entsprechenden<br />

Logo im Markt agieren.<br />

Die Wiederholung der Teilnahme auf der<br />

Basis einer erneuten Nominierung in den<br />

Folgejahren bietet dem Unternehmen<br />

dann die Chance, mit dem Fragenkatalog<br />

seine eigene Strategie-Arbeit fortzusetzen:<br />

• Überprüfung und Fortschreibung der<br />

strategischen Ausrichtung<br />

• Überprüfung der Umsetzung der bei<br />

der letzten Teilnahme geplanten Aktivitäten<br />

strategisch und operativ<br />

• Ableitung neuer Maßnahmen, denn<br />

das Unternehmen befindet sich mit<br />

Sicherheit zumindest teilweise nach 12<br />

Monaten in einer veränderten Situation,<br />

die andere Schwerpunkte und Aktivitäten<br />

erfordert.<br />

Damit gibt der "Große Preis des Mittelstandes"<br />

Unternehmen eine sehr gute<br />

Basis für die wirkliche Nutzung der beiden<br />

Dimensionen als Doppeleffekt: Inhaltliche<br />

Arbeit am und im Unternehmen<br />

und Imagewirkung.<br />

Wie Berater von der<br />

Nominierung profitieren<br />

Die für die Unternehmenskontakte nutzenstiftende<br />

Information liegt in folgenden<br />

Aspekten:<br />

• Hinweis auf den Wettbewerb als Chance<br />

für das Unternehmen<br />

• Ausdruck der Wertschätzung mit dem<br />

Angebot, das Unternehmen zu nominieren<br />

• Hinweis auf die zwei Stufen: Das Unternehmen<br />

selbst steuert, wie viele<br />

Ressourcen es investieren möchte<br />

• Profilierung als Unterstützer, der nicht<br />

nur „seine“ Themen im Blick hat u<br />

„Wir bohren für Ihre Zukunft!<br />

Auch unter schwierigen<br />

Bedingungen.“<br />

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58 Oskar-Patzelt-Stiftung<br />

59<br />

Auf den Gala-Abenden finden sich viele Gelegenheiten, um in Kontakt zu kommen<br />

und sich mit Gleichgesinnten auszutauschen.<br />

Der Blick auf die Wettbewerbskriterien<br />

dürfte für nahezu alle Berater Verknüpfungen<br />

mit dem eigenen Geschäft bieten.<br />

Damit wird ein weiterer Nutzen<br />

deutlich: Die Begleitung der Unternehmen<br />

in der Juryphase als konstruktiver<br />

Dialogpartner.<br />

Die Oskar-Patzelt-Stiftung bietet Beratern<br />

darüber hinaus die Möglichkeit, den<br />

Wettbewerb aktiv für das eigene regionale<br />

Marketing durch den Aufbau einer<br />

"Servicestelle" zu nutzen. Diese haben die<br />

Aufgabe und damit die Geschäftschance,<br />

in der Region für den Wettbewerb zu wer-<br />

© DIE PROFIFOTOGRAFEN<br />

ben, damit die eigene regionale<br />

Vernetzung zu nutzen und voranzutreiben,<br />

und Unternehmen<br />

im Nominierungs- und Wettbewerbs-Prozess<br />

zu unterstützen.<br />

Der geschäftlichen Fantasie des<br />

Beraters sind dabei keine Grenzen<br />

gesetzt. Allerdings zeigt sich<br />

auch hier - wie eigentlich immer<br />

-, dass erst einmal Zeit und Initiative<br />

investiert werden muss und<br />

dass Erfolg nur über Beharrlichkeit<br />

zu erzielen ist.<br />

5. Ein möglicher Aktivitätenplan<br />

für den „Großen Preis<br />

2024“<br />

Der „Große Preis 2024“ wird unter<br />

dem Motto „Mit Zuversicht<br />

Richtung Zukunft“ stehen. Wer<br />

als Berater das Thema aufgreifen<br />

will, kann sich für die Ansprache<br />

von Unternehmen z.B.<br />

an folgender Schrittfolge orientieren:<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

Oktober <strong>2023</strong>:<br />

• Eigene Grundsatzentscheidung treffen<br />

• Auf www.kompetenznetz-mittelstand.<br />

de registrieren als Experte – das ist Basis<br />

für die Online-Nominierungen<br />

• Selektion „passender“ Mandanten und<br />

Unternehmenskontakte für die persönliche<br />

Ansprache z.B. nach Kriterien<br />

wie A-Mandanten, Entwicklungs-Mandanten<br />

oder Akquise-Chancen.<br />

November <strong>2023</strong><br />

• Persönliche Ansprache - ggf. mit Zusenden<br />

von Informationen über / Link zum<br />

Wettbewerb<br />

• Bei Zustimmung Nominierung über<br />

www.kompetenznetz-mittelstand.de<br />

• Abwarten der Bestätigung, die von der<br />

Oskar-Patzelt-Stiftung kommt, wenn die<br />

Nominierung angenommen und das<br />

Unternehmen darüber informiert wurde<br />

Januar 2024<br />

• Nachfassen (Wiedervorlage) bei Mandanten<br />

und Kontakten, die noch nicht<br />

reagiert haben<br />

Februar 2024<br />

• Ansprache der Nominierten auf Teilnahme<br />

an der Juryphase - mit ggf. Unterstützungsangebot<br />

• Daraus je nach Gesprächsergebnis weitere<br />

Wiedervorlagen für Kontakte<br />

September/Oktober 2024<br />

• ggf. gemeinsam mit dem nominierten<br />

Unternehmen Besuch der Preisverleihungs-Gala<br />

• Vorbereitung auf die eigenen Aktivitäten<br />

für den „Großen Preis 2025“<br />

Darüber hinaus kann der "Große Preis des<br />

Mittelstandes" für breitere Aktivitäten im<br />

Beratermarketing genutzt werden:<br />

• Informationen zum Wettbewerb in der<br />

eigenen regelmäßigen Kommunikation<br />

wie Internet, Newsletter etc.<br />

• Hinweise an und Zusammenarbeit mit<br />

lokalen und regionalen Netzwerkpartnern<br />

(Wirtschaftsförderung, Verbände,<br />

Werbegemeinschaften, Kooperationspartner,<br />

Netzwerkveranstaltungen, . . .)<br />

• Publikation dazu auf Portalen wie LinkedIn,<br />

Facebook, . . .<br />

• Aktivierung der lokalen, regionalen Presse<br />

• Unterstützung der nominierten Unternehmen<br />

in der öffentlichen Nutzung der<br />

Teilnahme<br />

Wie immer im Marketing, ist der Spagat<br />

zwischen Qualität und Quantität bzw.<br />

Streuverlusten zu berücksichtigen. Daher<br />

empfiehlt sich speziell bei Beginn der Aktivitäten<br />

eine gezielte Vorgehensweise.<br />

Fazit<br />

Beratermarketing ist eine oft zu kurz<br />

kommende Daueraufgabe. Dies gilt speziell<br />

in Zeiten guter Auslastung. Instrumente<br />

zu finden und zu nutzen, die sowohl<br />

dem Unternehmen als Kunden oder<br />

potenziellen Kunden wie dem Berater<br />

Nutzen stiften können, ist eine Herausforderung.<br />

Der "Große Preis des Mittelstandes"<br />

bietet sich dafür als geeignetes<br />

und jährlich wiederholbares Instrument<br />

an. Dabei empfiehlt sich eine gezielte<br />

und schrittweise Vorgehensweise, um<br />

die eigenen Zeitkapazitäten nicht zu<br />

überfordern und, um gezielt auf die Unternehmen<br />

zuzugehen, die für das eigene<br />

Beratungsgeschäft als potenzialstark<br />

eingeschätzt werden – sowohl mit Blick<br />

auf Mandantenbindung, wie auch Geschäftsausweitung.<br />

•<br />

Diplom-Kaufmann<br />

Carl-Dietrich Sander<br />

besitzt 20 Jahre Bankerfahrung<br />

im Firmenkundengeschäft<br />

und war zuletzt neun<br />

Jahre Vorstandsmitglied der<br />

Volksbank. Er ist seit 1998<br />

freiberuflicher Unternehmer-Berater,<br />

Trainer und<br />

Fachautor.<br />

www.cd-sander.de<br />

Über den Autor<br />

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60 Wirtschaft<br />

61<br />

Die Macht der Sprache<br />

© PICSART/ FREEPIK/ HOITZ<br />

Sprachliche Manipulationen in Job und Alltag<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

© PICSART/ FREEPIK/ HOITZ<br />

Menschen jedweder Couleur sind tagtäglich<br />

sprachlichen Manipulationen<br />

ausgesetzt. Dabei sind besonders häufig<br />

vorkommende Manipulationstechniken<br />

die, die auf Moral, Werte und damit auf<br />

die Ehrenhaftigkeit des Angesprochenen<br />

abzielen. Solange sich diese Techniken<br />

im Kleinen, sprich privaten, Rahmen abspielen,<br />

sind sie noch zu vertreten, sind<br />

sie doch in diesem Rahmen leicht zu erkennen<br />

und damit zu parieren. Auch sind<br />

die Auswirkungen überschaubar. Wenn<br />

es um Hackordnungen und Machtkämpfe<br />

geht, können diese meist im direkten<br />

Gespräch unmittelbar werden.<br />

Es gibt allerdings auch die weitaus diffizileren<br />

Auseinandersetzungen, die als<br />

solche zunächst gar nicht erkennbar sind.<br />

Zumindest nicht vom ungeübten, gutgläubigen<br />

Mitmenschen. Hier äußert sich<br />

die Aggression in Form von sprachlichen<br />

Manipulationen nicht situativ, und auch<br />

nicht im kleinen Rahmen, sondern flä-<br />

chendeckend und relational. Sie betrifft<br />

also ganze Beziehungsgeflechte. Diese<br />

„horizontalen Konflikte“ bauen sich über<br />

einen langen Zeitraum auf, beginnen subtil<br />

und werden dann immer offensichtlicher.<br />

Ohne dass es der Beeinflusste noch<br />

merken würde. Diese Arten von Aggression<br />

in Form von sprachlichen Manipulationen<br />

können sich auf den ganz großen<br />

Bühnen abspielen – und tun es auch.<br />

Subtile Manipulation<br />

Fernsehstudios, die dem jeweilig aktuell<br />

gewünschten Narrativ farblich angepasst<br />

werden, Framing von Wörtern<br />

und Sachverhalten, Diffamierungen und<br />

Verunglimpfungen sind nur einige der<br />

Techniken, die zur Meinungsbildung und<br />

damit zur Manipulation Anderer genutzt<br />

werden. Das Gefährliche bei sprachlichen<br />

Manipulationen: Sie sind offensichtlich<br />

und gleichzeitig subtil. Sprache wird tagtäglich<br />

genutzt und konsumiert. Daher<br />

ist die Achtsamkeit sowohl beim Konsum<br />

als auch beim Anwenden sehr gering.<br />

Sprache ist aber ein mächtiges Werkzeug.<br />

Sie kann dazu genutzt werden, um Verbindung<br />

herzustellen – oder um Spaltung<br />

zu betreiben. Es geht also einher, dass<br />

Sprache nicht nur zur Kommunikation<br />

dient, sondern auch, um Gedanken und<br />

Meinungen zu beeinflussen. Sprache<br />

kann freundlich eingesetzt werden – oder<br />

zu unlauteren Zwecken. Sprache und<br />

Wortwahl für das eigene Narrativ, die eigene<br />

verfolgte Agenda zu nutzen, wird<br />

in Zeiten von „sozialen“ Medien und<br />

digitaler Kommunikation dramatisch<br />

sichtbar.<br />

Täuschung in TV und Werbung<br />

Sprachliche Manipulationen, also<br />

der bewusste Einsatz von Wörtern,<br />

Ausdrücken oder rhetorischen<br />

Techniken, sollen das<br />

Denken und das Verhalten von<br />

Menschen beeinflussen. Sie<br />

kommen in verschiedenen Formen<br />

daher. Plump in Form von<br />

offener Täuschung bis hin zu subtiler<br />

Einflussnahme auf das Unterbewusstsein.<br />

Meist fällt die Wahl<br />

auf Letzteres, kann doch so eleganter<br />

und unerkannter Einfluss genommen<br />

werden, ohne sich dem Vorwurf einer<br />

bewussten Täuschung auszusetzen. Haltungen,<br />

Meinungen und Überzeugungen<br />

können so unbemerkt einfließen ins Unterbewusstsein<br />

der Zuschauer oder der<br />

zu manipulierenden Zielgruppe. Dieser<br />

Einflussnahme bedienen sich sowohl<br />

Politiker und Medien als auch Marketingund<br />

PR-Leute sowie Werbetreibende und<br />

sogenannte Influencer. Es handelt sich<br />

also um eine permanente Einflussnahme<br />

auf allen Kanälen. So sollen Botschaften<br />

transportiert oder bestimmte Interessen<br />

populär gemacht werden.<br />

Euphemismen und Framing<br />

Beliebte Mittel sind unter anderem Euphemismen,<br />

also freundliche Formulierungen,<br />

die positiv und/oder harmlos klingen.<br />

So wird aus einem ordinären Krieg<br />

schnell der „Kampf für die Freiheit“ – und<br />

wer wollte gegen einen solchen schon<br />

sein? Massenentlassungen werden zu<br />

„Restrukturierungen“, Preiserhöhungen zu<br />

„unabwendbaren Preisanpassungen“.<br />

Auch das Framing, die große Schwester<br />

der Euphemismen, wird gern eingesetzt.<br />

Es wird ähnlich angewandt wie die Euphemismen,<br />

funktioniert aber in beiden,<br />

um nicht zu sagen alle Richtungen. Sachverhalte<br />

können so je nach gewünschtem<br />

Narrativ angepasst werden. Das Gesagte<br />

bekommt einen „neuen Rahmen“, sei es<br />

einen angenehmen oder einen unangenehmen,<br />

einen positiven oder negativen,<br />

einen dramatischen oder harmlosen. Mit<br />

Framing kann eine konservative Haltung<br />

recht unkompliziert zu einer „rechten“<br />

oder gar „rechtsextremen“ Haltung werden.<br />

Es kommt eben auf den Standpunkt<br />

an. Die Klimaveränderung wird zur „Klimakrise“,<br />

so als ob sie nach einem gewissen<br />

Zeitraum wieder verschwände. Waffenlieferungen<br />

retten plötzlich Leben und<br />

sichern den Frieden.<br />

Framing geht aber auch weitaus subtiler.<br />

So werden bei der Formulierung „acht von<br />

zehn Teilnehmern gewinnen beim Lotto<br />

spielen“ ganz andere Gehirnareale angeregt<br />

als bei der Aussage, dass „20 Prozent<br />

beim Lotto spielen verlieren.“ Letztgenanntes<br />

klingt weitaus weniger verheißungsvoll.<br />

Auch das Dramatisieren oder<br />

Übertreiben von Sachverhalten gehört<br />

zum Framing.<br />

Nur die halbe Information<br />

Eine weitere Unterart ist das Weglassen<br />

von Informationen: Wenn Waldbrände<br />

zwar von Menschenhand gelegt u


62 Wirtschaft<br />

63<br />

wurden, das aber nicht erwähnt wird, und<br />

sie stattdessen ausschließlich in den Zusammenhang<br />

mit der Klimaerwärmung<br />

gebracht werden, ist die Manipulation<br />

perfekt. Das Weglassen von Informationen<br />

ist ein zutiefst unlauteres Mittel, weil<br />

es extrem unauffällig ist. Bei diesem Framing<br />

wird das instinktive Reagieren auf<br />

gewisse Reize durch bestimmte Worte<br />

genutzt, um Emotionen und Schubladendenken<br />

zu triggern oder zu verstärken.<br />

Dramatisierung und Penetration<br />

Dramatisierungen und Übertreibungen<br />

werden ebenfalls tagtäglich angewandt,<br />

um gewissen Narrativen den besonderen<br />

Drive zu geben. Ein „folgenschweres“ Foul<br />

klingt weit weniger dramatisch als ein<br />

„brutales“. Allerdings erfüllen auch kleine<br />

unscheinbare Wörter wie „immer“ und<br />

„nie“ ihren Zweck.<br />

Wiederholungen sickern ins Unbewusstsein.<br />

Das weiß jeder Hirnforscher, aber<br />

nicht unbedingt jeder Bürger, Zuschauer<br />

oder Medienkonsument. Wenn Außenministerin<br />

Annalena Baerbock in ihren Interviews<br />

wiederholt und stetig vom „aggressiven<br />

russischen Angriffskrieg“ und<br />

von einem „brutalen und menschenverachteten<br />

Überfall“ spricht, anstatt von einer<br />

weniger gefärbten Formulierung wie<br />

einem „Russland-Ukraine-Krieg“, wird der<br />

Ansatz, Russland als kollektives Feindbild<br />

zu brandmarken, bald ungefragt und unkritisch<br />

übernommen. Jede andere Meinung<br />

wird so irgendwann unsagbar und<br />

ebenso „menschenverachtend“, „brutal“<br />

und „aggressiv“.<br />

Gefühl siegt über Intellekt<br />

Allen Manipulationsansätzen gleich ist<br />

der Wunsch, emotional Einfluss zu nehmen.<br />

Denn Gefühl siegt in der Psyche<br />

des Menschen immer über den Intellekt.<br />

Wenn dann zusätzlich mit Farben und<br />

Musik gespielt wird, ist der emotionalen<br />

Einflussnahme Tür und Tor geöffnet. Blaugelbe<br />

TV-Studios, dramatische Untermalungen<br />

bei Kriegshandlungen und emotionale<br />

Töne bei Rettungsaktionen sind hier<br />

nur die typischsten Beispiele. Die Auswirkungen<br />

sind fatal. Vor allem, wenn sie auf<br />

nicht vorhandenes Bewusstsein für eben<br />

diese Manipulationen treffen. Sprachliche<br />

Manipulationen tragen zur Spaltung der<br />

Gesellschaft bei. Sie sind der Nährboden<br />

für sämtliche -ismen, die uns heutzutage<br />

begegnen: Sexismus, Rassismus, Radikalismus<br />

und viele weitere. Sie helfen, die<br />

Grautöne und Komplexitäten von Sachverhalten<br />

zu eliminieren<br />

und nur noch mit Schwarz<br />

und Weiß zu arbeiten.<br />

Kriegsgegner werden<br />

zu „Putin-Verstehern“,<br />

Impfskeptiker zu „unerträglichen<br />

Blindgängern<br />

der Gesellschaft“. Wer<br />

eine solche Pervertierung<br />

von Sprache akzeptiert,<br />

macht sich mitschuldig.<br />

Irrational durch<br />

Angst und Wut<br />

Sprache und Kommunikation<br />

sind dazu da, damit sich<br />

Menschen verständigen können.<br />

Durch manipulative Techniken wird<br />

beides torpediert. Es erschwert eine sachliche<br />

Debatte. Es erleichtert, Menschen<br />

in die Irre und gleichzeitig in emotionale<br />

Zustände zu führen, die eine rationale<br />

Entscheidung unmöglich machen. Wer<br />

in Angst oder Wut ist, denkt und handelt<br />

nicht rational.<br />

Es ist von eminenter Wichtigkeit, sich der<br />

Macht der Sprache bewusst zu sein und<br />

Informationen kritisch zu hinterfragen.<br />

Was ist die Geschichte dahinter? Was<br />

wird weggelassen? Welcher Kontext wird<br />

eingesetzt? Nur eine Gesellschaft, die<br />

sich gegen sprachliche Manipulationen<br />

zur Wehr setzt und nicht alles unkritisch<br />

übernimmt, kann bestehen und vermeiden,<br />

dass sie zersetzt wird. Medienkompetenz,<br />

Sprachkompetenz und Allgemeinwissen<br />

bilden neben dem gesunden<br />

Menschenverstand die beste Grundlage,<br />

um informierte und tatsächlich mündige<br />

Entscheidungen zu treffen und sich eine<br />

plausible eigene Meinung zu bilden.<br />

Kommunikationsfähigkeit erweitern<br />

Das Beste und Wichtigste ist daher, die eigene<br />

Kommunikationsfähigkeit zu erweitern,<br />

zu flexibilisieren, für verschiedene<br />

Sprachmuster und Kommunikationstugenden<br />

zu öffnen. Erst wenn die eigene<br />

Kommunikationsfähigkeit erhöht und<br />

damit sensibilisiert ist, kann Aggressionen<br />

in Form von sprachlichen Manipulationen,<br />

sei es von Einzelpersonen oder Institutionen,<br />

Einhalt geboten werden. Und<br />

das sollte es auch.<br />

Unternehmer sind Vorbilder<br />

Unternehmer sind auch Multiplikatoren.<br />

Sie tragen Verantwortung und sind mehr<br />

als andere davon abhängig, gute, weil<br />

weitreichende, Entscheidungen zu treffen.<br />

Märkte sind global und durchaus<br />

politisch. Wer also uninformiert und manipuliert<br />

agiert, macht potenziell Fehler<br />

– Fehler, die die Existenz gefährden können.<br />

Sich mit Sprache und ihrer Wirkung<br />

auseinanderzusetzen, ihre Wirkungsweise<br />

zu verstehen und zu entschlüsseln, ist<br />

somit auch ein Momentum, das schnell<br />

zum Wettbewerbsvorteil werden kann.<br />

Was im Kleinen für Verhandlungen mit<br />

Geschäftspartnern gilt, gilt analog auch<br />

beim Konsum wirtschaftsrelevanter Medien<br />

und Nachrichten. Sprache ist nicht<br />

nur ein Mittel des Sich-Verständlich-Machens,<br />

sondern eine Kulturtechnik wirtschaftlichen<br />

Erfolges. •<br />

Über die Autorin<br />

Inés Hoelter arbeitet als<br />

Sprech- und Präsentationstrainerin<br />

und coacht seit<br />

vielen Jahren Führungskräfte<br />

auf C-Level aus dem<br />

Wirtschafts-, Pharma- und<br />

Politikbereich. In ihrer Trainingstätigkeit<br />

hat sie sich<br />

dem kongruenten Einsatz<br />

von Stimme, Sprache und<br />

Körpersignalen verschrieben, der ihren Klienten<br />

hilft, ihre Botschaften glaubwürdig und überzeugend<br />

zu vermitteln. Ihr zweites Buch „Auf den<br />

Punkt und zwischen den Zeilen" erscheint Ende<br />

<strong>2023</strong> im Springer Verlag.<br />

www.ines-hoelter.com<br />

© PICSART/ FREEPIK/ HOITZ<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

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64 Wirtschaft 65<br />

Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz<br />

Eine Herausforderung ähnlich der DSGVO<br />

© FREEPIK<br />

Ein Vergleich mit der DSGVO bietet sich<br />

an. Im Jahr 2018 lief die Übergangsfrist<br />

zur Umsetzung der Datenschutzgrundverordnung<br />

aus. Unternehmen<br />

löschten Fotos aus ihren Social-Media-<br />

Profilen, aktualisierten eilig die Impressen<br />

ihrer Internetseiten, formulierten<br />

Cookie-Richtlinien und trauten sich<br />

teilweise nicht mehr, Kunden und Partner<br />

mittels Newsletter anzuschreiben.<br />

Sie implementierten Datenschutzbeauftragte,<br />

änderten Online-Formulare<br />

und Werbematerialien. Nahezu jedem<br />

Unternehmer dürfte diese Zeit noch im<br />

Gedächtnis sein. Das wirtschaftliche<br />

Leben schien stillzustehen, weil alle mit<br />

der Umsetzung der DSGVO-Vorschriften<br />

beschäftigt waren – getrieben von<br />

der Sorge hoher Strafzahlungen. Das<br />

ganz große Unheil blieb aus. Heute ist<br />

die Einhaltung der DSGVO weitgehend<br />

IT-gestützt und automatisiert, gehört<br />

zum unternehmerischen Standardprozessrepertoire.<br />

EU plant noch strengeres Gesetz<br />

Das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz<br />

(LkSG) stellt Unternehmen nun vor<br />

ähnlich große Herausforderungen. Der<br />

Grund, warum die Einführung dieses<br />

Gesetz in diesem Jahr nicht zu einer<br />

vergleichbaren Massenhysterie in den<br />

Unternehmen geführt hat, liegt wohl<br />

darin, dass zunächst nur Unternehmen<br />

mit mehr als 3.000 Beschäftigten<br />

in Deutschland betroffen sind, also in<br />

der Regel größere, international agierende<br />

Konzerne mit in der Regel auch<br />

komplexeren Lieferketten. Doch schon<br />

am 1. Januar des nächsten Jahres sinkt<br />

diese Grenze auf 1.000 Beschäftigte.<br />

Zudem plant die EU ein eigenes Lieferkettengesetz,<br />

das den Grundzügen<br />

des deutschen LkSG ähnelt, aber deutlich<br />

strengere Regeln vorsieht - sowohl<br />

in der Auslegung der grundsätzlich<br />

sinnvollen Nachhaltigkeits- und Menschenrechtsziele<br />

- als auch hinsichtlich<br />

der einzubeziehenden Unternehmen.<br />

Geplant ist seitens der EU, das Lieferkettengesetz<br />

auf Unternehmen ab 500<br />

Beschäftigte und einem Jahresumsatz<br />

ab 150 Millionen Euro anzuwenden.<br />

Unternehmen, die in besonders ressourcenintensiven<br />

Branchen wie der<br />

Textil-, Schuh- oder Lederindustrie, in<br />

der Landwirtschaft, im Rohmaterialhandel,<br />

in der Chemie oder in den Bereichen<br />

Lebensmittel und Rohstoffe<br />

tätig sind, werden bereits ab 250 Mit-<br />

arbeitern davon betroffen sein. So erreicht<br />

das Lieferkettengesetz letztlich<br />

fast den gesamten deutschen Mittelstand.<br />

Die „Betroffenheit“ dürfte spätestens<br />

dann rasant zunehmen und es<br />

empfiehlt sich, diesmal deutlich frühzeitiger<br />

zu handeln als bei der DSGVO-<br />

Umsetzung.<br />

Das Gesetz betrifft zudem nicht nur<br />

das eigene Unternehmen, sondern vor<br />

allem Sorgfaltspflichten bezüglich der<br />

Lieferanten, und hier wiederum nicht<br />

nur der mittelbaren Lieferanten, sondern<br />

auch der unmittelbaren. Wer also<br />

Lieferant eines direkten Zulieferers<br />

eines der genannten Unternehmen<br />

ist, dürfte schon sehr bald ebenso vom<br />

LkSG betroffen sein. Das Gesetz möchte<br />

schließlich Nachhaltigkeits- und<br />

Menschenrechtsstandards über die gesamte<br />

Lieferkette betrachten und verbessern<br />

– vom Rohstoff zur Herstellung<br />

eines Produktes bis zu dessen Entsorgung<br />

durch den letztendlichen Nutzer.<br />

Für ein nachhaltiges Wirtschaftssystem<br />

Insgesamt vierzehn Umwelt- und Menschenrechtsrisiken<br />

definiert das LkSG:<br />

Kinderarbeit, Zwangsarbeit, Sklaverei,<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

Arbeitsschutz, Koalitionsfreiheit, Ungleichbehandlung<br />

in Beschäftigung,<br />

Vorenthalten eines angemessenen<br />

Lohns, schädliche Bodenveränderung,<br />

Gewässerverunreinigung und Luftverunreinigung,<br />

den Entzug von Land,<br />

THE FASIHI LABs<br />

LAB#1<br />

Learning<br />

Discussing the status quo of<br />

learning culture and tech role<br />

Wäldern und Gewässern, die Nutzung<br />

privater oder öffentlicher Sicherheitskräfte<br />

zum Schutz unternehmerischer<br />

Projekte, die Herstellung von mit<br />

Quecksilber versetzen Produkten, die<br />

Produktion und Verwendung schädlicher<br />

Chemikalien, nicht umweltgerechte<br />

Lagerung und Entsorgung von<br />

Abfällen sowie die Ausfuhr und Einfuhr<br />

gefährlicher Abfälle. Für alle diese Risiken<br />

muss eine transparente Risikoanalyse<br />

erfolgen. Das grundsätzliche<br />

Ziel der Vermeidung dieser Risiken ist<br />

durchaus ehrenwert und im Interesse<br />

eines besseren, gerechteren und nachhaltigeren<br />

Wirtschaftssystems.<br />

Zudem definiert das LkSG neun Sorgfaltspflichten,<br />

denen ein Unternehmen<br />

nachkommen muss. Dazu gehören<br />

das Einrichten eines Risikomanagements,<br />

die Benennung eines Menschenrechtsbeauf-tragten<br />

oder eines<br />

verantwortlichen Teams, das im Falle<br />

von Beschwerden oder Verstößen tätig<br />

wird. Hinzu kommt eine Risikoanalyse<br />

der eigenen Lieferantenbeziehungen,<br />

eine Grundsatzerklärung, geeignete<br />

Präventionsmaßnahmen, geeignete<br />

Abhilfemaßnahmen, ein Beschwerdeverfahren,<br />

Reaktion auf Risiken aus<br />

LAB#2<br />

Manufacturing<br />

Supply chain optimization<br />

considering tech, habits and<br />

emotions<br />

LAB#3<br />

Health care<br />

Discussing Health &<br />

Manufacturing trends<br />

der erweiterten Lieferkette sowie eine<br />

kontinuierliche Dokumentation und<br />

eine mindestens jährliche Berichterstattung.<br />

Die Hoffnung liegt<br />

auf Software-Lösungen<br />

Lösen lassen sich diese komplexen<br />

Anforderungen letztlich nur mittels<br />

Software. Auch hier bietet sich der Vergleich<br />

mit der DSGVO an. Wo es damals<br />

um Datenschutzrichtlinien, Auftragsdaten-verarbeitungsverträge<br />

sowie<br />

technisch-organisatorische Maßnahmen<br />

ging, geht es beim LkSG vor allem<br />

um die transparente Überprüfung der<br />

Lieferanten sowie nachvollziehbare<br />

Prozesse bei vermeintlichen Umweltund<br />

Menschenrechtsverstößen. Diese<br />

müssen letztlich von jedermann gemeldet<br />

werden können und bedingen<br />

dann einen Mechanismus der Überprüfung,<br />

Bewertung und Abhilfe. Es<br />

liegt auf der Hand, dass hunderte Lieferanten<br />

aus dutzenden Ländern nicht<br />

manuell oder mittels Excel-Tabellen<br />

in Bezug auf alle möglichen Risiken<br />

bewertet und verwaltet werden können.<br />

Zudem ändert sich die Lage in<br />

manchen Märkten durch Kriege, Regierungswechsel,<br />

Naturkatastrophen u<br />

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Security<br />

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66 Wirtschaft<br />

67<br />

Die Burchard Führer GmbH ist ein stetig wachsender<br />

Investor im Bereich der Altenpflege. Seit<br />

der Gründung 1991 beschäftigt das familiengeführte<br />

mittelständische Unternehmen bereits<br />

3.500 Mitarbeiter.<br />

Mit über 40 Einrichtungen in 10 Bundesländern<br />

gehört die Gruppe zu den führenden privaten<br />

Pflegeanbietern in Deutschland.<br />

Lösen lassen sich die komplexen Anforderungen des LkSG letztlich nur mittels Software.<br />

Die Aufgabe der Unternehmen wird<br />

nun sein, die Anforderungen möglichst<br />

effektiv, preiswert und einfach,<br />

zugleich aber rechtssicher und in aller<br />

Verantwortung zu erfüllen. Notwendig<br />

ist dazu die ideale Kombination aus<br />

IT-Know-how, Einkauf, Projektmanagement<br />

und strategisch-systemischer<br />

Umsetzungskompetenz. Dabei stehen<br />

maximale Kosteneffizienz und Einfachheit<br />

in der Anwendung von Software<br />

genauso im Fokus wie die Erfüllung<br />

rechtlicher und höchster sicherheitstechnischer<br />

Standards. Gesucht wird<br />

nun eine effektive Umsetzung der<br />

Anforderungen des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes<br />

(LkSG) – von der<br />

Risikobewertung über die Einrichtung<br />

einer barrierefreien und mehrsprachigen<br />

Beschwerdestelle bis hin zur<br />

kompletten Dokumentation und zum<br />

jährlichen Berichtswesen inklusive<br />

eines permanenten Monitorings. Das<br />

Ziel der Unternehmen muss sein, eine<br />

möglichst einfache, kostengünstige<br />

und zugleich sichere Lösung in Bezug<br />

auf das LkSG zu implementieren sowie<br />

die Prozesse, die sich aus dem LkSG eroder<br />

Gesetzesänderungen dramatisch<br />

schnell. Hier seiner Verantwortung und<br />

den Vorgaben des Gesetzes zu entsprechen,<br />

erfordert tägliche Informationen<br />

und Automatismen in der Risikobewertung<br />

und in Bezug auf die zu treffenden<br />

Entscheidungen.<br />

Die Strafen bei Verstößen gegen das<br />

LkSG sind enorm. Bis zu acht Millionen<br />

Euro oder zwei Prozent des weltweiten<br />

Jahresumsatzes können fällig werden.<br />

Die geplante EU-Verordnung sieht gar<br />

bis zu fünf Prozent des weltweiten Jahresumsatzes<br />

als mögliche Strafe vor.<br />

Hinzu kommt der Imageschaden. Denn:<br />

Auch nationale NGOs, Gewerkschaften<br />

oder Umweltverbände können im Namen<br />

der Betroffenen in meist fernen<br />

Ländern hierzulande stellvertretend<br />

klagen. Die entsprechende mediale<br />

Berichterstattung und Empörung ist<br />

dann eine natürliche Folge.<br />

Marketingvorteil<br />

Deswegen dürften auch kleinere mittelständische<br />

Unternehmen daran<br />

interessiert sein, die Anforderungen<br />

des LkSG zu erfüllen, allein schon deswegen,<br />

um ihren Kunden Rede und<br />

Antwort zu stehen, die mit unangenehmen<br />

Fragen unweigerlich auf sie<br />

zukommen werden. Die vorbildliche<br />

Einhaltung der Vorschriften, die tatsächliche<br />

Sorgfalt hinsichtlich der eige-<br />

© FREEPIK<br />

nen Lieferketten und Produkte könnte<br />

hingegen ein echter Marketingvorteil<br />

werden. Im Gegensatz zur DSGVO geht<br />

es beim LkSG tatsächlich um reale Folgen<br />

für Millionen Menschen. Die Sensibilität<br />

wird entsprechend steigen.<br />

geben, weitestgehend zu automatisieren.<br />

Viele Unternehmen werden diese<br />

Aufgabe outsourcen müssen.<br />

Zu komplex sind die Anforderungen für<br />

die meisten Unternehmen.<br />

Die Lösung besteht in Software und<br />

externen Partnern. Die Anforderungen<br />

des LkSG müssen softwarebasiert, automatisiert<br />

und standardisiert werden.<br />

Nur so kann auch die gebotene Transparenz<br />

gewährleistet und unternehmerische<br />

Verantwortung tatsächlich<br />

wahrgenommen werden. •<br />

Mathias Hess ist IT-Interimund<br />

-Projektmanager.<br />

Dr. Margarete Hetmanczyk<br />

ist Expertin für den Einkauf von<br />

Software und IT-Procurement.<br />

Gemeinsam haben sie die mh2-<br />

experts ins Leben gerufen. Deren<br />

Mission: durch Einsatz von Software<br />

die Erfüllung der Anforderungen<br />

des LkSG so effizient und<br />

einfach wie möglich gestalten.<br />

www.mh2-experts.com<br />

Über die Autoren<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

KOMPETENT.<br />

ENGAGIERT.<br />

FAMILIAR.<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

..<br />

STATIONÄRE PFLEGE<br />

AMBULANTE PFLEGE<br />

TAGESPFLEGE<br />

AMBULANT BETREUTES WOHNEN<br />

HOTELS & FERIENWOHNUNGEN<br />

SERVICEWOHNEN<br />

Besuchen Sie uns in den<br />

Sozialen Medien „Burchard<br />

Führer Seniorenpflege“<br />

www.fuehrergruppe.de<br />

www.karriere.fuehrergruppe.de


68 Wirtschaft<br />

69<br />

Vom Fußabdruck<br />

zur<br />

Nachhaltigkeitsstrategie<br />

© PIXABAY| COLIN BEHRENS<br />

© TELESKOPEFFEKT GMBH<br />

© TELESKOPEFFEKT GMBH<br />

Ein Methodenkoffer mit sieben Schritten<br />

Felix Pliester erklärt beim Bank-Innovativ- Tag in Mittweida<br />

die Bedeutung der Nachhaltigkeit.<br />

Leonhard Zintl ist als Vorstandsvorsitzender der Volksbank Mittweida<br />

eG überzeugt von den Chancen bei der Implementierung<br />

der Nachhaltigkeitsstrategie<br />

Nachhaltigkeit ist in aller Munde. Manche<br />

Unternehmen bemühen sich mit<br />

Überzeugung, andere tun es, um dem<br />

Zeitgeist gerecht zu werden, alle anderen<br />

wiederum werden früher oder<br />

später dazu gezwungen werden. Als<br />

Experte für die Nachhaltigkeitstransformation<br />

gibt das Terra Institute einen<br />

Einblick, welche Nachhaltigkeitstreiber<br />

auf Unternehmen wirken und wie diese<br />

methodisch vorgehen können.<br />

Schritt 2: Vernetzung und Vorbereitung<br />

der Stakeholder-Dialoge<br />

Nun geht es darum, ein Steuerungssyextreme,<br />

Kommunikation<br />

und Menschen, was<br />

sowohl ihre Struktur<br />

als auch ihr Verhalten<br />

schwer veränderbar<br />

macht. Soll der Wandel<br />

gelingen, bedarf es daher<br />

einer vielschichtigen<br />

Nachhaltigkeitsstrategie.<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

In den letzten 50 Jahren hat unser Leben<br />

und Wirtschaften die Erde stark verändert.<br />

Die Bevölkerungszahl hat sich<br />

verdoppelt, die wirtschaftliche Gesamtleistung<br />

versechsfacht und der Wasserverbrauch<br />

nahezu verdoppelt. So sind<br />

bereits heute rund 153 Millionen Menschen<br />

vom Anstieg des Meeresspiegels<br />

bedroht. Die Hälfte der Weltbevölkerung<br />

lebt in Gebieten mit Wasserknappheit,<br />

und wir verlieren derzeit auf unserem<br />

Planeten pro Mensch und Jahr etwa<br />

drei bis vier Tonnen fruchtbaren Bodens.<br />

Daraus lässt sich ableiten, dass Nachhaltigkeitsfragen<br />

in ein hochkomplexes<br />

Geflecht sozioökonomischer Systeme<br />

eingebettet sind. Sie umfassen Lebensstile,<br />

Infrastruktur, Technologie, Klimaferkettengesetz<br />

(CSDDD). Es inkludiert<br />

neben den sozialen Themen auch Umweltbelange,<br />

vergrößert den Bereich der<br />

betroffenen Unternehmen, ermöglicht<br />

die zivilrechtliche Klage von Betroffenen<br />

und nimmt größere Unternehmen in die<br />

Pflicht, ihre Geschäftsaktivitäten auf das<br />

1,5°C Ziel anzupassen.<br />

Druck kommt somit auf die Unternehmen<br />

gleich von mehreren Seiten. Einerseits<br />

kommt sie aus der Regulatorik.<br />

Andererseits ist bereits jetzt spürbar,<br />

dass Lieferanten in größeren Wertschöpfungsketten<br />

aktiv mit eingebunden werden.<br />

Dann ist auf den Märkten durch die<br />

Konsumenten und im Bewerbermarkt<br />

die Forderung zur Auseinandersetzung<br />

mit Nachhaltigkeit messbar. Und ganz<br />

ähnliche Logiken werden gerade auch<br />

bei den Finanzinstitutionen implementiert,<br />

die bspw. von den Aufsichtsbehörden<br />

in die Pflicht genommen werden,<br />

Nachhaltigkeitsrisiken bei der Kreditvergabe<br />

mit zu berücksichtigen.<br />

In sieben Schritten<br />

zur Nachhaltigkeitsstrategie<br />

Der bewährte Methodenkoffer zur Strategieentwicklung<br />

und Change-Management<br />

hält schon heute viele Ansätze, die<br />

auch bei einer 360°-Betrachtung einer<br />

Nachhaltigkeitsstrategie bereit. Die bewährten<br />

sieben Schritte sind:<br />

Schritt 1: Das Ganze und seine Teile -<br />

Erarbeitung der Grundlogik<br />

Zu Beginn werden das Nachhaltigkeitsteam<br />

und die Projektleitung definiert,<br />

sowie die internen und externen Stakeholder,<br />

die in den verschiedenen Projektphasen<br />

mit einbezogen werden sollen.<br />

Nach einer ganzheitlichen Betrachtung<br />

des Organisationssystems und seiner<br />

Funktionsweise - in Form von Prozessen,<br />

Stoffströmen, Wissen, Beziehungen<br />

und Abhängigkeiten - werden die wichtigsten<br />

Auswirkungen identifiziert. Dies<br />

kann in Anlehnung an Standards wie<br />

die GRI, unter Berücksichtigung der 17<br />

Sustainable Development Goals oder in<br />

Anlehnung an den UN Global Compact<br />

erfolgen. Ziel dieser Phase ist sowohl die<br />

Definition einer individuellen Vision für<br />

eine nachhaltige Entwicklung als auch<br />

ein gemeinsames Verständnis über die<br />

Arbeitsergebnisse der einzelnen Phasen.<br />

Die größten Nachhaltigkeitstreiber<br />

im Unternehmen<br />

Moderne Unternehmensführung<br />

schließt Nachhaltigkeit als integralen<br />

Bestandteil der Unternehmensstrategie<br />

mit ein. Weitere große Treiber kommen<br />

aus der Regulatorik. Als Europäische<br />

Union haben wir uns u.a. das Ziel gesteckt,<br />

bis 2050 der erste klimaneutrale<br />

Kontinent zu werden. Der Gesetzgeber<br />

formuliert mit der Corporate Sustainability<br />

Reporting Directive (CSRD) ab 2024<br />

für alle Unternehmen ab 250 Beschäftigten<br />

und 20 Mio. Euro Bilanzsumme<br />

und/oder 40 Mio. Euro Nettoumsatz,<br />

durch eine Berichtspflicht ihren Enviroment-Social-Governance<br />

(ESG) Impact<br />

und ihr Ambitionsniveau inkl. Transformationspfad<br />

transparent zu machen.<br />

Die Schlüsselthemen sind unter anderem:<br />

Klima,<br />

Klimaanpassung,<br />

Biodiversität,<br />

Kreislaufwirtschaft,<br />

Schadstoffe,<br />

Wasser und Menschenrechte.<br />

Neben<br />

den eigenen Auswirkungen<br />

auf die Umwelt,<br />

soll auch analysiert<br />

werden, mit welchen Auswirkungen<br />

durch die Umweltveränderungen<br />

auf das eigene Geschäftsmodell<br />

zu rechnen sei.<br />

Das Deutsche Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz<br />

(LKSG) - seit 01.01.<strong>2023</strong><br />

in Kraft für Unternehmen ab 3.000 Beschäftigten<br />

- verlängert den Fokus weit<br />

in die Lieferkette der Unternehmen hinein.<br />

Das Gesetz beinhaltet beispielsweise<br />

das Verbot von Kinderarbeit und<br />

Zwangsarbeit, die Pflicht zur Achtung<br />

von Vereinigungsfreiheit. Diesen Sorgfaltspflichten<br />

für die gesamte globale<br />

Lieferkette muss ein Unternehmen<br />

hierzulande nachkommen und entsprechende<br />

belastbare Risikominimierungen<br />

und Präventionsmaßnahmen<br />

treffen. Weiter geht das Europäische Liestem<br />

zu entwickeln, in dem die Rolle und<br />

der Beitrag jedes Einzelnen klar definiert<br />

sind, sowie ein Überwachungssystem<br />

zur Identifizierung von bewährten Verfahren<br />

und verbesserungswürdigen Bereichen<br />

zu schaffen. Am Ende sind für jedes<br />

Segment die Auswirkungen und die<br />

Stakeholder definiert.<br />

Schritt 3: Das System und seine Umwelt<br />

– die Stakeholderdialoge<br />

Im Austausch mit Anspruchsgruppen<br />

und Fachexperten lassen sich die definierten<br />

Auswirkungen qualifizieren und<br />

priorisieren. Auch startet so ein Prozess<br />

der Werteentwicklung. Zwar lassen sich<br />

Grundüberzeugungen nur schwer verändern,<br />

aber es kann eine Konvergenz<br />

erreicht werden, indem eine Vielzahl von<br />

Stakeholdern angesprochen wird und<br />

ein kontinuierlicher Dialog initiiert wird.<br />

Schritt 4: Komplexität handhaben – das<br />

Wesentlichkeitsprofil<br />

Um in der Fülle der Auswirkungen nicht<br />

den Fokus zu verlieren, werden nun die<br />

wesentlichen Inhalte aus Phase 2 und<br />

Phase 3 zusammengeführt. Es entsteht<br />

das Wesentlichkeitsprofil – der Kern einer<br />

jeden Nachhaltigkeitsstrategie. u


70 Wirtschaft<br />

71<br />

WIR SIND<br />

„STOLZ WIE OSKAR“<br />

© TERRA-INSTITUT<br />

Schritt 5: Ambitionsniveau & KPIs<br />

In einer Bestandsanalyse werden zu den<br />

wesentlichen Themen die wichtigsten<br />

Inhalte erhoben, Zielableitungen getroffen<br />

und Schlüsselkennzahlen (KPIs)<br />

definiert. Im Sinne der Nachhaltigkeit ist<br />

es ratsam, sich an einem Standard wie<br />

beispielsweise dem ESRS und gesetzlichen<br />

Vorgaben wie den CSRD zu orientieren.<br />

Am Ende steht ein KPI-System<br />

und ein erarbeitetes Datenerfassungskonzept.<br />

Schritt 6: Steuerung -<br />

Spiegelung der Ergebnisse<br />

In Zusammenarbeit mit der Unternehmensleitung<br />

und gegebenenfalls Stakeholdern<br />

erfolgt ein Abgleich von Zielbild<br />

und Ambitionsniveau in den kurz-, mittelund<br />

langfristigen internen Projekten der<br />

definierten Handlungsfelder.<br />

Schritt 7: Entwicklung –<br />

das Ende ist der Anfang<br />

In der letzten Phase folgt die Messung<br />

der Nachhaltigkeitsleistung in Bezug<br />

auf die wichtigsten Nachhaltigkeitsauswirkungen<br />

des Unternehmens in<br />

Übereinstimmung mit dem gewählten<br />

Berichtsstandard. Schlüsselbotschaften<br />

zur Nachhaltigkeit werden nach<br />

außen kommuniziert.<br />

Je früher und gezielter breite Teile einer<br />

Organisation in wichtige Belange<br />

der Strategiearbeit eingebunden werden,<br />

desto einfacher ist es für die Organisation,<br />

sich dem galoppierenden<br />

Wandel anzupassen und darauf nicht<br />

nur schadensbegrenzend zu reagieren,<br />

sondern auch aktiv mit Innovationen<br />

an der Lösung der globalen Nachhaltigkeitsprobleme<br />

gewinnbringend zu<br />

partizipieren. •<br />

Terminhinweis:<br />

Zu einer Vertiefung des Themas lädt<br />

die Teleskopeffekt am 22.11.23 um 15:45<br />

zum Webinar „In 7 Schritten zur Nachhaltigkeitsstrategie<br />

ein – Best Practices<br />

& worauf Sie achten müssen.“ Gemeinsam<br />

mit der Volksbank Mittweida und<br />

dem Terra Institute baut die Teleskopeffekt<br />

am Innovations-Ökosystem der<br />

Zukunft. Mehr zum Webinar findet Sie<br />

unter:<br />

https://www.teleskopeffekt.de/veranstaltung/webinar-in-7-schritten-zurnachhaltigkeitsstrategie/<br />

Felix Pliester ist Senior<br />

Über den Autor<br />

Consultant am Terra Institute,<br />

mit Hauptsitz in Südtirol<br />

und Niederlassungen<br />

in Norditalien, Innsbruck,<br />

Linz, Mailand, Mittweida,<br />

Ulm, London. Das Terra-<br />

Institut berät und begleitet<br />

mit einem hochspezialisierten,<br />

interdisziplinären und<br />

internationalen Team seit 2010 Unternehmen<br />

auf ihrem Weg in ein nachhaltiges Wirtschaften.<br />

www.terra-institute.eu<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

WIR HABEN IN DIESEM JAHR DEN<br />

„GROSSER PREIS DES MITTELSTANDES“<br />

GEWONNEN.<br />

Unsere Leidenschaft gehört der Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung<br />

und Rechtsberatung. Als Vorreiter und Ratgeber in Sachen unternehmerischen<br />

Erfolg sind wir seit 1954 im Beratungsgeschäft aktiv und<br />

haben in den letzten Jahren eine enorme Entwicklung durchlaufen.<br />

Der Gewinn des „Großer Preis des Mittelstandes“ ist für uns eine<br />

außerordentliche Ehre und eine Bestätigung unserer Mission,<br />

unseren Mandanten stets die besten Lösungen zu bieten.<br />

Diese bedeutende Auszeichnung verdanken wir unseren Mandanten,<br />

Geschäftsfreunden und unseren engagierten Mitarbeitern.<br />

Sie ist kein Ruhepolster, sondern Ansporn, um auch in unserem<br />

siebzigsten Jahr in der Beratung weiterhin alles zu geben.<br />

Gemeinsam schaffen wir Lösungen<br />

für eine erfolgreiche Zukunft!<br />

WWW.DORNBACH.DE


72 Wirtschaft<br />

73<br />

New Leadership,<br />

New Learning,<br />

New Work?<br />

Lange Zeit wurden die Themen<br />

New Work und New Leadership<br />

als reine Personalthemen betrachtet.<br />

Doch zunehmend zeigt sich:<br />

Die Unternehmen müssen sich<br />

mit ihnen befassen, weil sich ihr<br />

Umfeld in einem fundmentalen<br />

Wandel befindet.<br />

Seit einigen Jahren wird in den Unternehmen<br />

lebhaft über das Thema „New Work“<br />

debattiert – unter anderem, weil sich in<br />

ihnen ein Generationswechsel vollzieht:<br />

Die sogenannten Babyboomer scheiden<br />

zunehmend aus ihrer Belegschaft aus<br />

und die Angehörigen der sogenannten<br />

Generationen y und z treten an ihre Stelle<br />

und übernehmen teils sogar bereits das<br />

Ruder.<br />

Diese Digital Natives, also Personen, die<br />

mit dem Internet und Smartphone sowie<br />

den Social Media aufwuchsen, haben oft<br />

andere Wünsche und Erwartungen bezüglich<br />

ihrer Arbeit als ihre älteren Kollegen.<br />

Und hierauf müssen die Unternehmen<br />

reagieren, ob sie wollen oder nicht<br />

– auch aufgrund des Fach- und Führungskräfte-Mangels.<br />

Corona zeigte:<br />

Andere Arbeitsformen sind möglich<br />

Ein Verstärker dieser Entwicklung war<br />

Corona. Die Pandemie machte aufgrund<br />

der geltenden Kontaktbeschränkungen,<br />

solche Veränderungen in der Zusammenarbeit<br />

erforderlich wie zum Beispiel das<br />

vermehrte Arbeiten im Homeoffice verknüpft<br />

mit einer verstärkten virtuellen<br />

Kooperation und Kommunikation. Auch<br />

die betriebliche Weiterbildung fand vermehrt<br />

digital statt.<br />

Dadurch wurde für die Mitarbeitenden<br />

erfahrbar: Andere, als die traditionellen<br />

Formen der (Zusammen-)Arbeit sowie<br />

des Lernens, sind möglich. Dies veränderte<br />

auch ihre Erwartungshaltung. Auch<br />

deshalb sind viele der zunächst Coronabedingten<br />

Veränderungen unumkehrbar.<br />

Das sehen auch die meisten Unternehmen<br />

so. Das zeigt das jüngste Leadership-<br />

Trendbarometer des Instituts für Führungskultur<br />

im digitalen Zeitalter (IFIDZ).<br />

An dieser Online-Befragung, Anfang <strong>2023</strong>,<br />

nahmen 177 Führungskräfte teil. Von ihnen<br />

waren 75 Prozent der Auffassung:<br />

Die Beschäftigung mit dem Thema New<br />

Work ist für die Unternehmen keine „nice<br />

to have”-Angelegenheit, sondern aufgrund<br />

der veränderten Rahmenbedingungen<br />

eine betriebliche Notwendigkeit.<br />

Auch die Erwartungen<br />

der Kunden haben sich verändert<br />

Auffallend dabei ist: Nur 14 Prozent der<br />

Führungskräfte sehen in der Beschäftigung<br />

mit dem Thema New Work primär<br />

eine Reaktion der Unternehmen auf die<br />

veränderten Erwartungen und Bedürfnisse<br />

der Generationen Y und Z. Die Ursachen<br />

hierfür sind ihres Erachtens tiefgründiger.<br />

So wiesen in den vertiefenden, persönlichen<br />

Interviews, die das IFIDZ mit einem<br />

Fünftel der Befragungsteilnehmer führte,<br />

diese immer wieder darauf hin: Auch die<br />

Erwartungen unserer Kunden haben sich<br />

unter anderem durch die gefühlte Omnipräsenz<br />

des Internets und der Social Media<br />

so massiv geändert, dass die Arbeit in<br />

den Betrieben teils neu strukturiert werden<br />

muss. Und diese Notwendigkeit wird<br />

weiter steigen.<br />

Der verstärkte KI-Einsatz wird<br />

den Changebedarf weiter erhöhen<br />

Davon ist das Gros der Führungskräfte<br />

überzeugt. Sie betonten in den Gesprächen<br />

zum Beispiel immer wieder, dass<br />

durch die seit November 2022 mögliche<br />

allgemeine, kostenfreie Nutzung des<br />

Chatbots ChatGPD auch vielen Top-Entscheidern<br />

in den Unternehmen erst bewusst<br />

geworden sei, welche Chancen zur<br />

Neugestaltung vieler Prozesse die künstliche<br />

Intelligenz ihrer Organisation heute<br />

bereits biete. Deshalb erwarten sie:<br />

• Der Change- und somit Lernbedarf in<br />

den Unternehmen wird weiter steigen.<br />

• Künftig werden in ihnen verstärkt KI-<br />

Systeme zum Einsatz kommen und als<br />

Folge davon auch zahlreiche Geschäftsprozesse<br />

neu strukturiert werden. Und:<br />

• Hierdurch werden sich außer den Aufgaben<br />

vieler Mitarbeiter auch die Anforderungen<br />

an sie massiv verändern.<br />

Die Themen New Work und New Leadership<br />

sind miteinander verknüpft<br />

Trotz dieser voraussichtlich gravierenden<br />

Veränderungen in den kommenden Jahren<br />

sind 62 Prozent der Führungskräfte<br />

© FREEPIK.COM | LIEBERMEISTER<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

überzeugt: New Work ist „primär eine Kultur-<br />

und weniger eine Strukturfrage”. Zudem<br />

müssen die Unternehmen aufgrund<br />

der fortschreitenden Digitalisierung und<br />

der Herausforderungen, vor denen sie in<br />

der VUKA-Welt stehen, außer ihrer Personalpolitik<br />

auch ihre Handlungsstrategien<br />

grundsätzlich überdenken. Und den hieraus<br />

resultierenden Changebedarf gelte<br />

es den Mitarbeitenden im Betriebsalltag<br />

zu vermitteln. Deshalb ist für das Gros der<br />

Führungskräfte (72 Prozent) das Thema<br />

New Work untrennbar mit dem Thema<br />

New Leadership verknüpft.<br />

Generell sind die Führungskräfte überzeugt:<br />

Die Bedeutung von Führung in<br />

den Unternehmen wird in den nächsten<br />

Jahren weiter steigen – auch weil zurzeit<br />

aufgrund der vielen Unwägbarkeiten faktisch<br />

niemand weiß, wohin mittel- und<br />

langfristig die Reise geht. Dadurch verändert<br />

sich, so ihre Überzeugung, auch die<br />

Funktion der Führungskräfte. Sie seien<br />

immer stärker als „Sinnstifter“ und „Beziehungsmanager“<br />

gefragt, die ihren Mitarbeitenden<br />

in einer Situation, in der gefühlt<br />

sozusagen alles permanent auf dem<br />

Prüfstand steht, Orientierung und Halt<br />

PREISTRÄ GER<br />

Großer Preis des<br />

MITTELSTANDES<br />

bieten. Zu einer ihrer Kernaufgaben entwickle<br />

es sich, in einem von rascher Veränderung<br />

geprägten Umfeld den Teamspirit<br />

in ihrem Team zu bewahren und eine von<br />

Vertrauen geprägte Beziehung zu ihren<br />

Mitarbeitenden aufzubauen – auch damit<br />

diese bereit sind, ihnen zu folgen.<br />

Die Führungskräfte in Sachen<br />

New Work und Leadership unterstützen<br />

Was dies für ihr Führungsverhalten konkret<br />

bedeutet, diesbezüglich sind viele<br />

Führungskräfte aktuell noch extrem unsicher.<br />

Sie erleben sich selbst noch stark<br />

als Suchende, nicht nur wenn es um das<br />

Gestalten der Strukturen der künftigen<br />

Zusammenarbeit in ihrem Team, sondern<br />

auch der Beziehung zu ihren Mitarbeitenden<br />

geht.<br />

Entsprechend wichtig ist es, dass in den<br />

Unternehmen zum Beispiel Foren geschaffen<br />

werden, in denen sich die Führungskräfte<br />

beispielsweise über solche<br />

zukunftsweisenden Fragen austauschen<br />

wie:<br />

• Welche Veränderungen in der Zusammenarbeit<br />

werden in naher Zukunft unter<br />

anderem aufgrund des verstärkten<br />

KI-Einsatzes und der sich immer rascher<br />

wandelnden Kundenbedürfnisse in<br />

unserer Organisation noch nötig sein?<br />

Und:<br />

• Was bedeutet dies für meine Mitarbeitenden<br />

und mich als Führungskraft.<br />

Denn nur wenn die Führungskräfte<br />

selbst eine gewisse Orientierung haben,<br />

können sie ihren Mitarbeitenden den gewünschten<br />

Halt und die nötige Orientierung<br />

geben und diese bei ihren Lernprozessen<br />

unterstützend begleiten. •<br />

Barbara Liebermeister<br />

leitet das Institut für Führungskultur<br />

im digitalen<br />

Zeitalter (IFIDZ), Wiesbaden<br />

(www.ifidz.de). Die Managementberaterin<br />

und Vortragsrednerin<br />

ist unter anderem<br />

die Autorin des Buchs „Die<br />

Führungskraft als Influencer:<br />

In Zukunft führt, wer Follower<br />

gewinnt“.<br />

Über die Autorin<br />

Scan mich


74 Wirtschaft<br />

75<br />

Neuer Mittelstand<br />

Herausforderungen und Perspektiven im Zeichen des Wandels<br />

© <strong>PT</strong>-MAGAZIN FREEPIK.COM 6 <strong>2023</strong><br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

Chancen in einer VUCA-Welt<br />

Mit der Abkürzung VUCA wird eine<br />

Unternehmensumwelt bezeichnet,<br />

die durch die Merkmale Volatilität,<br />

Unsicherheit, Komplexität und Ambiguität<br />

charakterisiert ist. In einer<br />

ständig an Dynamik und Komplexität<br />

zunehmenden Wirtschaft, die durch<br />

Unbeständigkeit, Schnelllebigkeit<br />

und Unsicherheit gekennzeichnet ist,<br />

müssen sich Unternehmen ständig<br />

neu erfinden. Dies gilt für multinationale<br />

Konzerne ebenso wie für kleine<br />

und mittlere Unternehmen. Tradierte<br />

Denk- und Verhaltensmuster müssen<br />

ständig hinterfragt und mitunter über<br />

Bord geworfen werden, um Raum für<br />

Neues Denken zu schaffen. Es geht darum,<br />

dass Manager strategische Rahmenbedingungen<br />

schaffen, die den<br />

zentralen Wettbewerbsvorteil kleiner<br />

und mittlerer Unternehmen gegenüber<br />

Konzernen bewahren und weiter<br />

ausbauen: Schnelligkeit! Während sich<br />

Konzerne - um ein Bild zu gebrauchen<br />

- quasi als Container-Frachter auf einer<br />

festgelegten und nur schwer korrigierbaren<br />

Route bewegen, sind die<br />

Voraussetzungen eines KMU eher mit<br />

jenen eines Schnellbootes zu vergleichen,<br />

das rascher reagieren und auch<br />

flexibel die Route ändern kann. Diese<br />

potenziellen Wettbewerbsvorteile gilt<br />

es weiter auszubauen und in neue<br />

Konzepte eines modernen Managements<br />

zu überführen.<br />

Damit dies gelingen mag, öffnet sich<br />

der Neue Mittelstand jenen Trends<br />

und externen Impulsen gegenüber,<br />

die sowohl die technologischen Möglichkeiten<br />

nutzen als auch dem Zeitgeist<br />

entsprechen. Dazu zählt das<br />

kluge Ergreifen von Chancen, die sich<br />

durch die Digitalisierung (Geschäftsprozess-Optimierung,<br />

Online-Marketing,<br />

Innovationen) ergeben. Auf diese<br />

Weise erhöht sich auch die Chance<br />

der Internationalisierung, da neue<br />

Märkte erschlossen werden können.<br />

Ebenso werden innovative Geschäftsund<br />

Führungsmodelle (Agiles Management)<br />

etabliert. Auf diese Weise<br />

erhöht sich die Chance, Talente der<br />

Generation Z für die Besetzung von<br />

Stellen im Zeichen des Fachkräftemangels<br />

zu gewinnen. In diesem Zusammenhang<br />

ist auch die Bedeutung von<br />

Nachhaltigkeit, sozialer Verantwortung<br />

und Purpose zu nennen. Immer<br />

mehr Mitarbeiter und Kunden identifizieren<br />

sich mit dem Angebot von Unternehmen,<br />

das den Erwartungen an<br />

Umweltschutz und Ethik entspricht.<br />

Schließlich ist die Stärkung der regionalen<br />

Verankerung zu nennen. So sind<br />

die Chancen heutzutage so gut wie<br />

nie zuvor, sich auch in strukturschwachen<br />

Regionen zu Champions zu entwickeln.<br />

Mittelstand – Als Treiber von Standortattraktivität<br />

und Zukunft sehen<br />

Seit Beginn der Menschheitsgeschichte<br />

vollzieht sich ein Strukturwandel<br />

in der Wirtschaft. In den letzten<br />

zwei Jahrhunderten vollzog sich die<br />

Entwicklung von der Dominanz der<br />

Landwirtschaft, über die Industrialisierungs-<br />

bis zur Dienstleistungsgesellschaft<br />

Heute wird vielfach von<br />

einer Informations- oder einer Wissenschaftsgesellschaft<br />

gesprochen.<br />

Wollen Unternehmen den Wandel gestalten,<br />

also überleben und wachsen,<br />

müssen sie sich den Veränderungen<br />

anpassen und diese meistern.<br />

In Deutschland konnten in den letzten<br />

rund 200 Jahren zum einen „Gründerwellen“<br />

und zum anderen „Pleitewellen“<br />

beobachtet werden. Zum<br />

anderen vollzog sich gleichzeitig bei<br />

den Unternehmen der Prozess in Richtung<br />

Konzentration und Kooperation<br />

von Wirtschaftseinheiten. Sogenannte<br />

transnationale und multinationale<br />

Unternehmungen mit großer ökonomischer<br />

Macht und internationaler<br />

Marktpräsenz sind heute nicht mehr<br />

aus der Unternehmenslandkarte wegzudenken.<br />

Aber trotz vermeintlich bestehender<br />

Wettbewerbsnachteile von<br />

kleinen gegenüber größeren Unternehmen<br />

sowie stetig stattfindender<br />

Konzentrationsprozesse gibt es in<br />

Deutschland weiterhin zahlreiche<br />

kleine und mittlere Unternehmen sowie<br />

größere „Familienunternehmen“<br />

bzw. „Familiendynastien“, die hundert<br />

und mehr Jahre überdauert haben<br />

und eine hohe gesellschafts- und ordnungspolitische<br />

Bedeutung besitzen.<br />

Diese Unternehmen liefern einen signifikanten<br />

Beitrag für die Wettbewerbskraft<br />

und Anpassungsfähigkeit<br />

der deutschen Wirtschaft sowie der u


76 Wirtschaft<br />

77<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

Herausforderungen der Unternehmen<br />

innerhalb ihrer Wertschöpfungsketten<br />

ist groß. Allein aus diesem Grunde<br />

kann die Kooperation eben dieser<br />

verschiedenen Geschäftsmodelle, Kulturen<br />

und Märkte der Unternehmen<br />

eine Antwort auf den stetigen Wandel<br />

und der Sicherung von regionaler<br />

Wertschöpfung sein.<br />

Beschränkt sich dabei der Fokus nicht<br />

nur auf die Unternehmensentwicklung,<br />

sondern werden auch die Aspekte<br />

„Regionalentwicklung“ und<br />

„Standortattraktivität“ einbezogen,<br />

so greift sowohl die vorherrschende<br />

quantitative als auch qualitative Definition<br />

von kleinen und mittleren Betrieben<br />

bzw. Mittelstand zu kurz. Aus<br />

regionalwirtschaftlicher Perspektive<br />

sind ebenso auch die Standort- bzw.<br />

Tochterbetriebe von Konzernen in<br />

die Betrachtung einzubeziehen. Der<br />

Mittelstand kann und sollte je nach<br />

Zweckorientierung betrachtet und definiert<br />

werden. Dies zeigt sich u.a. an<br />

der Diskussion um den „New Mittelstand“.<br />

Vom Mittelstand zum New Mittelstand<br />

– Rezept für eine nachhaltige<br />

Zukunftswirtschaft?<br />

Die Diskussion um die Bedeutung des<br />

Mittelstands und die Erfolgsfaktoren<br />

von Unternehmen wird die Wissenschaft,<br />

Politik und Praxis auch in den<br />

kommenden Jahrzehnten beschäftigen.<br />

Die Beschäftigung mit dem Begriff<br />

und den Denkmustern des „New<br />

Mittelstand“ ist ein wesentlicher Aspekt<br />

in der momentanen Debatte, wobei<br />

dem Regionalbezug noch mehr Beachtung<br />

geschenkt werden sollte.<br />

Mit KMU in Deutschland verbindet<br />

man zu Recht vor allem Tradition, regionale<br />

Verwurzelung und Stabilität.<br />

Allerdings befinden sich alle Unternehmen<br />

in einer zunehmend volatilen<br />

Umgebung mit zahlreichen globalen<br />

und regionalen Herausforderungen.<br />

Technologien, globale Krisen und instabile<br />

Wertschöpfungsketten erfordern<br />

ständige Anpassungsreaktionen<br />

der Unternehmen. Somit stellt sich<br />

die Frage: Müssen wir den Mittelstand<br />

neu interpretieren und neu denken? Ja.<br />

Der Mittelstand verliert anscheinend<br />

zunehmend an Strahlkraft und Zukunftsausrichtung.<br />

Allerdings ist ein<br />

Strategie- und Kulturwandel nicht<br />

von heute auf morgen zu realisieren.<br />

Wollen die KMU in den kommenden<br />

Jahren die Herausforderungen<br />

und die Transformation meistern,<br />

spricht einiges dafür, das Beste aus<br />

dem traditionellen Mittelstand und<br />

den Startups zu kombinieren. Veränderungsmanagement<br />

ist bei den<br />

Mittelständlern angesagt. Es geht<br />

dabei u.a. um Themenbereiche wie u<br />

Abbildung 2 zeigt die Kombination traditioneller Mittelstand und Startup zum New Mittelstand.<br />

regionalen Daseinsvorsorge. Innovation,<br />

Qualität und Wandel sind dabei<br />

stetige Begleiter des deutschen Mittelstandes.<br />

Zu Recht galt seit Jahrzehnten der<br />

Mittelstand als Wachstumsmotor und<br />

Wohlstandstreiber in Deutschland. Allerdings<br />

sollten bei der Analyse kleiner<br />

und mittelständischer Unternehmen<br />

noch stärker die regionale Standortattraktivität<br />

und Daseinsvorsorge in<br />

den Fokus gerückt werden. Vor diesem<br />

Betrachtungshintergrund ist die definitorische<br />

Abgrenzung des Mittelstandes<br />

in Frage zu stellen.<br />

Was macht den Mittelstand aus?<br />

Setzen wir den Fokus auf die Standortattraktivität<br />

und regionalen Lebensperspektiven,<br />

die von Unternehmen<br />

ausgehen, so hat eine quantitative Abgrenzung<br />

der KMU zu Großunternehmen<br />

in der Wirtschaftspraxis wenig<br />

Bedeutung. Aber auch die qualitative<br />

Abgrenzung des Mittelstandes erfasst<br />

diesen Sachverhalt nicht genügend.<br />

In den kommenden Jahren gilt es,<br />

unabhängig von der Größe oder gar<br />

Konzernzugehörigkeit des Standortbetriebs,<br />

noch mehr als bisher, der Innovationskultur<br />

sowie der regionalen<br />

und gesellschaftlichen Verantwortung<br />

der Unternehmen „vor Ort“ Beachtung<br />

zu schenken. Der Mix von Handwerksunternehmen,<br />

Einzelhandelsgeschäften,<br />

Hotels und Restaurants, Standortbetrieben,<br />

von Konzernen und vor<br />

allem Startups und Coworking Spaces<br />

als Revolution der Arbeitswelt prägt<br />

mit ihren regionalen Aktivitäten die<br />

Standortattraktivität und die Zukunftsperspektiven<br />

einer Stadt und<br />

Region. Die Vielfalt der individuellen<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong>


78 Wirtschaft<br />

79<br />

Über die Autoren<br />

Innovationsmanagement, Digitalisierung,<br />

Nachhaltigkeit, Leadership und<br />

Unternehmensnachfolge.<br />

Obwohl Futurologen gelegentlich<br />

schon das Aussterben von KMU ankündigten,<br />

bilden sie bis heute gesamtwirtschaftlich<br />

betrachtet das<br />

Rückgrat der deutschen Wirtschaft.<br />

Den mittelständischen Unternehmen<br />

wird allerseits u.a. Marktnähe und<br />

Vielseitigkeit, Flexibilität, Leistungsfähigkeit<br />

und Stabilität, Nähe zu den<br />

Kunden und Mitarbeitern sowie eine<br />

verantwortliche Unternehmensführung<br />

und regionales und gesellschaftliches<br />

Engagement zugeschrieben.<br />

Sie sind nicht die „Miniatur-<strong>Ausgabe</strong>“<br />

von Großunternehmen und Konzernen<br />

und haben durchaus ihre Stärken<br />

und besondere Erfolgsfaktoren,<br />

die für den Transformationsprozess<br />

wichtig sind. Es sind Werte und Attribute,<br />

die für eine zukunftsfähige<br />

Form des Mittelstands bzw. des Familienunternehmertums<br />

sprechen. Die<br />

zahlreichen anstehenden Unternehmensnachfolgen<br />

sind eine Herausforderung,<br />

bieten aber auch die Chance,<br />

neue Strukturen und zukunftsträchtige<br />

Geschäftsmodelle zu etablieren.<br />

Die sinkende Innovatoren Quote signalisiert<br />

dem Mittelstand, dass die<br />

„traditionellen“ Stärken allein nicht<br />

mehr ausreichen, um in Zukunft wettbewerbsfähig<br />

zu sein. Nach Evgeni,<br />

dem Gründer der New Mittelstand<br />

GmbH und Diana Scholl, der New<br />

Mittelstand Botschafterin und Leiterin<br />

politische Netzwerke und Strategie<br />

beim BVMW Bundesverband<br />

mittelständische Wirtschaft (BVMW)<br />

und Aileen Moeck, der Zukunftsforscherin<br />

und Botschafterin New<br />

Mittelstand sind die „traditionellen“<br />

Werte der KMU auch im New Mittelstand<br />

gefragt. Ausgehend von der<br />

New Mittelstand Vision der New Mittelstand<br />

Community zeichnen sich<br />

diese Unternehmen durch eine positive,<br />

nachhaltige und authentische<br />

Vision sowie eine ganzheitliche und<br />

flexible Innovationsstrategie aus, die<br />

mit einer transformativen und zukunftsausgerichteten<br />

Führungskultur<br />

einhergehen. Im Fokus stehen qualitatives,<br />

sinnstiftendes und purposeorientiertes<br />

Wirtschaften sowie die<br />

Offenheit zum vernetzten Kompetenzmanagement.<br />

Zweifelsohne befinden sich die kleinen<br />

und mittelständischen Unternehmen<br />

in Zeiten struktureller Umbrüche.<br />

Patentrezepte gibt es jedoch<br />

nicht, um die globalen, regionalen<br />

und unternehmensbezogenen Herausforderungen<br />

erfolgreich zu meistern.<br />

Wandel ist gestaltbar –<br />

Mittelstand wird sich ändern<br />

Trotz vielfältigen Herausforderungen<br />

und Corona bedingten Krisenjahren<br />

haben die kleinen und mittelständischen<br />

Unternehmen ihre Bedeutung<br />

als Säule der Wirtschaft nicht<br />

verloren. Viele Unternehmen des<br />

Mittelstands haben es seit dem Jahr<br />

2020 verstanden, sich auf die sozialen,<br />

politisch und wirtschaftlich volatilen<br />

und herausfordernden Zeiten<br />

einzustellen. Unternehmen haben<br />

sich der Situation angepasst und aktiv<br />

gewandelt. Sie mussten ihre eigenen<br />

multiplen Strategien entwickeln,<br />

um die Corona- und Energiekrise, die<br />

Inflation, die Cyberangriffe, die Lieferkettenproblematik<br />

oder Arbeitskräfteund<br />

Nachfolgemangel erfolgreich zu<br />

meistern.<br />

Es gibt keine Blaupause, um innerhalb<br />

kürzester Zeit in mittelständischen<br />

Unternehmen eine neue und innovative<br />

Qualität der Unternehmensführung<br />

zu etablieren. Dass mindestens<br />

drei sehr unterschiedliche Generationen<br />

aktiv die Gesellschaft und die<br />

Organisationen gestalten, stellt bereits<br />

eine Herausforderung dar. Kollaboration,<br />

also die aktive Zusammenarbeit<br />

von Menschen an gemeinsamen<br />

Projekten und einer gemeinsam zu<br />

lösenden Aufgabe ohne streng definierte<br />

Systemgrenzen, hat nicht nur<br />

Befürworter. Interdisziplinäres, interhierarchisches<br />

und zugleich pragmatisches<br />

Handeln hat sich in vielen Unternehmen<br />

noch nicht durchgesetzt.<br />

Der Weg von einer weit verbreiteten<br />

Misstrauens- zu einer Vertrauenskultur<br />

ist steinig. Kommunikation<br />

und Offenheit nach innen und außen<br />

sind wichtige Voraussetzungen<br />

zum Aufbau einer Innovationskultur.<br />

Dazu gehört auch „Tue Gutes und<br />

rede darüber“. In diesem Zusammenhang<br />

werden die „Digital Natives“<br />

und Start-ups als treibende Kraft für<br />

Innovationen, Wirtschaftswachstun<br />

und Wohlstand betrachtet. Bei all<br />

diesen Anforderungen und den damit<br />

verbundenen Veränderungen, die<br />

zu bewältigen sind, darf zudem nicht<br />

übersehen werden, dass es einer Politik<br />

bedarf, die diesen Wandel mitträgt<br />

und unterstützt. Viele Mittelständler<br />

würden sagen, dass sie den sinnvollen<br />

Wandel interner Projekte unterstützen<br />

und vorantreiben würden. Dabei<br />

stehen allerdings immer noch allzu<br />

viele bürokratische Hürden und eine<br />

mangelnde Versorgung mit schnellem<br />

Internet im Wege. Es ist eine<br />

gemeinsame Aufgabe von Unternehmen,<br />

Politik und Ausbildungsinstitutionen,<br />

jene Rahmenbedingungen<br />

zu schaffen und zu fördern, die den<br />

Mittelstand wieder dorthin führen,<br />

wo er hingehört – an die Spitze. Der<br />

Mittelstand ist die Zugmaschine für<br />

Innovation, Kundenorientierung und<br />

Wirtschaft auf dem Gleis Richtung<br />

Wachstum, Wohlstand und Zukunft.<br />

Abschließend sei die Frage aufgeworfen:<br />

Hat der Mittelstand angesichts<br />

der vielen aktuellen Herausforderungen<br />

eine Zukunft? Dazu äußert<br />

sich Prof. Dr. Friederike Welter, die<br />

hauptamtliche Präsidentin des Instituts<br />

für Mittelstandsforschung (IfM)<br />

Bonn, im „Forschungsnewsletter zum<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

Mittelstand“ <strong>Ausgabe</strong> 2/<strong>2023</strong> wie<br />

folgt: „Den Mittelstand wird es auch<br />

in Zukunft geben – da bin ich mir sicher.<br />

In den vergangenen Jahrzehnten<br />

ist er jedoch vielfältiger geworden.<br />

Für die Mittelstandspolitik bedeutet<br />

dies, dass sie die Rahmenbedingungen<br />

der Heterogenität des Mittelstands<br />

anpassen muss. Auch muss<br />

sie sich bei der Zielgruppenansprache<br />

neu aufstellen: Nicht jeder, der qua<br />

Definition zum Mittelstand gehört,<br />

empfindet sich als mittelständisch.<br />

Denken Sie nur an die Soloselbstständigen<br />

oder die Gründer innovativer<br />

Startups. Auf der anderen Seite gibt<br />

TIEFBAU,<br />

DER DIE ERDE BEWEGT.<br />

es aber viele große Familienunternehmer,<br />

die aufgrund ihrer Struktur<br />

eigentlich nicht mehr zum Mittelstand<br />

gehören – sich aber gleichwohl<br />

als Mittelstand bezeichnen. Aber um<br />

auf den Punkt `Herausforderungen`<br />

in Ihrer Frage zurückzukommen: gerade<br />

in den jüngsten Krisen haben<br />

viele mittelständische Unternehmen<br />

wieder gezeigt, was den Mittelstand<br />

so besonders macht: Sie haben flexibel<br />

und kreativ auf die Herausforderungen<br />

reagiert – und beispielsweise<br />

ihr Geschäftsmodell und interne Prozesse<br />

an die veränderten Rahmenbedingungen<br />

angepasst.“ •<br />

Prof. Dr. Norbert Zdrowomyslaw<br />

(rechts) lehrt an der Hochschule Stralsund<br />

und ist Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats<br />

der Oskar-Patzelt-Stiftung und Träger der<br />

Ehrennadel der Stiftung.<br />

Prof. Dr. Heiko Auerbach (links) lehrt<br />

ebenfalls an der Hochschule Stralsund. Seine<br />

Themenschwerpunkte sind Entrepreneurship,<br />

Marketing und Sales.<br />

seier-karriere.de


80 Wirtschaft<br />

81<br />

© RAWPIXEL<br />

Luxus + Autonomie<br />

= Freiheit<br />

BILDER: © GARTH<br />

Wohnmobil Carthago<br />

Normalerweise tue ich mich schwer<br />

mit dem Gedanken, Emotionen und Erlebnisse<br />

in mathematischen Formeln<br />

auszudrücken. Zu schlicht wirkt die<br />

Zahl gegenüber dem Wort. Wenn man<br />

dennoch die Formel „Luxus + Autonomie<br />

= Freiheit“ auf den automobilen<br />

Kontext anwendet, besagtes Streben<br />

nach Freiheit und damit notwendiger<br />

Autonomie einberechnet, dann landet<br />

man plötzlich im beschaulichen Aulendorf<br />

in Baden-Württemberg.<br />

Genau hier baut Carthago nämlich<br />

seine bemerkenswerten Wohnmobile<br />

der Extraklasse. Diesmal dürfen wir in<br />

der c-compactline I 141 LE reisen und<br />

leben, das kompakte Ultra-Leichtgewicht<br />

in der Premiumklasse. Das Reisemobil<br />

ist nicht nur das leichteste<br />

seiner Klasse, sondern wurde speziell<br />

für die Anforderungen der 3,5 Tonnen<br />

Gewichtsklasse konzipiert.<br />

Geniale Raumkonzepte<br />

Aber fangen wir außen und hinten<br />

an. Als erstes fällt einem die markentypisch<br />

geräumige Heckgarage auf, in<br />

der so ziemlich alles an Campingmöbel<br />

passt und dann immer noch genügend<br />

Platz für E-Bikes oder gar einen<br />

Roller ist. Der Boden des Wohnaufbaus<br />

ist so konstruiert, dass die Abwärme<br />

und Luftleitungen als Fußbodenheizung<br />

dienen, was grad bei kalten Füßen<br />

im regnerischen Europa für besonders<br />

erhöhten Komfort sorgt. Die Gasflaschen<br />

(konstant 2 angeschlossen) sind<br />

per Ausziehfach einfach zugänglich<br />

und sogar unfallsicher angeschlossen.<br />

Auch alle anderen Fächer, wie auch der<br />

Toilettenbehälter, sind angenehm von<br />

außen zugänglich und wasserdicht<br />

isoliert. Im Inneren befindet sich in<br />

der Mitte neben der Ablasszentrale im<br />

Boden auch noch genügend Stauraum<br />

für mehrere Kästen Bier oder gar Wasser.<br />

Sogar Schuhregale sind sinnvoll ins<br />

Mobiliar eingelassen. Im Innenraum<br />

schlägt aber sowieso die Sternstunde<br />

des Carthago-Wohnmobils. Hochwertige<br />

Materialien, abgestimmte Farben<br />

und geniale Raumkonzepte holen<br />

aus der Leichtgewichtklasse raus, was<br />

geht. Die Küche ist funktionsorien-<br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

<strong>PT</strong>-MAGAZIN 6 <strong>2023</strong><br />

tiert und wirkt trotzdem wie ein Designelement,<br />

die Sitzecke ist mit ausfahrbarem<br />

Fernseher und modularen<br />

Stühlen mehr als gelungen.<br />

Gefühl fürs Detail<br />

Über dem Fahrerhaus ist ein gemütliches<br />

Hub Bett mit diskreten Vorhängen<br />

installiert, am Ende auf der anderen<br />

Seite ist nochmal ein großes Bett<br />

eingelassen, an dessen Fußende sogar<br />

beleuchtete Kleiderschränke aufwarten.<br />

Dazwischen befindet sich neben<br />

der Küche der Kühlschrank mit Eisfach,<br />

der von beiden Seiten zu öffnen ist - es<br />

ist das Gefühl fürs Detail, das Carthago<br />

so besonders macht.<br />

Die Toilette selbst ist mit großer<br />

Schwingtür zu einem Badezimmer<br />

umzugestalten, per weiterer Handbewegung<br />

sogar zu einem Duschraum<br />

mit eingebautem Duschvorhang. So<br />

bleibt der Wohnbereich trocken und<br />

man selbst wird komfortabel sauber.<br />

Die Aufbaubatterie versorgt das<br />

Wohnmobil problemlos über 2 Tage<br />

autark mit Energie, der Frischwassertank<br />

hält mit seinen 150 Liter auch mal<br />

eine Duscheskapade aus.<br />

Es bleibt festzustellen, dass Carthago<br />

Reisemobile baut, bei denen man<br />

auch in der Ultraleichtklasse keine<br />

Kompromisse eingehen muss, Freiheit<br />

wird eben aus Luxus und Autonomie<br />

gewonnen.<br />

Wilhelm Rafael Garth und<br />

Prof. Arnd Joachim Garth


82 Leserbriefe | impressum<br />

8<br />

Zur <strong>Ausgabe</strong>: 5/<strong>2023</strong><br />

Leserbriefe<br />

Zu: Der Deindustrialisierung entgegenwirken:<br />

7 Maßnahmen im Pflichtenheft<br />

des Mittelstands<br />

Stimmt genau. Dass die Regierung gegenwärtig<br />

ein ganzes Land planmäßig zu<br />

ruinieren versucht, ist die eine Sache. Ob<br />

das eigene Unternehmen davon betroffen<br />

sein wird, ist eine ganz andere Sache.<br />

Es müssen Managemententscheidungen,<br />

Führungsentscheidungen, unternehmerische<br />

Entscheidungen getroffen werden,<br />

wie immer unter Ungewissheit und bevor<br />

alle notwendigen Informationen zusammengesammelt<br />

wurden. Denn wenn<br />

man wartet, bis alle Infos vorliegen, ist die<br />

Zeit vorbei, in der man sich durch mutige<br />

Entscheidungen einen Marktvorsprung<br />

hätte sichern können.<br />

Charlotte Meyerdinck<br />

Zu <strong>PT</strong>-<strong>Magazin</strong> online: Endlich über das<br />

Chef-Ethos hinausdenken! 3 Lektionen<br />

auf dem Weg zum Boss-freien Unternehmen<br />

Das boss-freie Unternehmen ist eine Illusion.<br />

Das mag für 1-Mann-Büros und<br />

Kleinunternehmen, vor allem in der Gründungsphase,<br />

ab und zu gehen. Dort, wo<br />

noch alle 1. hochmotiviert und 2. selbstmotiviert<br />

und 3. intrinsisch motiviert sind.<br />

Aber das funktioniert nicht bei den Klassikern<br />

der Wertschöpfungskette. Weder<br />

lässt sich ein Supermarkt so betreiben<br />

noch ein Autowerkstatt oder ein Industriebetrieb.<br />

Es ist ein großes Missverständnis,<br />

dass in diesen Bereichen noch geführt<br />

würde, wie zu Zeiten der ersten industriellen<br />

Autofabriken beim alten Ford. Natürlich<br />

wird dort auch modern geführt. Wer<br />

das nicht schafft, geht aus dem Markt.<br />

Aber eine bossfreie Wirtschaft ist eine genau<br />

so große Illusion wie eine CO2-freie<br />

Wirtschaft.<br />

Ralf Gardener<br />

Zu: Das Hinweisgeberschutzgesetz<br />

Genau das sollte auf täglich auf jeder Werbetafel<br />

in jeder Stadt stehen, damit die<br />

Leute etwas merken: "Das Hinweisgebersystem<br />

produziert zuverlässig angebliche<br />

„Täter“ und es produziert ständig mehr davon.<br />

Weil es davon lebt und jeder erfundene<br />

und zur Strecke gebrachte „Täter“ steht<br />

wiederum für die Existenzberechtigung<br />

+ Kommentare zum Onlinemagazin www.pt-magazin.de<br />

und zum Portal www.kompetenznetz-mittelstand.de<br />

(red. gekürzt)<br />

Leser-Telefon: 0341 240 61-00 | Leser-E-Mail: info@op-pt.de<br />

Leserbriefe auch unter www.pt-magazin.de/service/leserbriefe<br />

des Hinweisgebergesetzes. Wo so viele<br />

„Täter“ enttarnt werden, muss es noch viel<br />

mehr davon geben und die müssen alle<br />

gefunden werden! Nicht nur Erich Mielke<br />

wäre stolz auf die Transformationsregierung.<br />

Vorwärts und nicht vergessen – die<br />

Hinweise!" Danke für diesen Beitrag!<br />

Knut Schleid<br />

Zu: Der „böse“ Unternehmer? – Ein falsches<br />

Bild - Ein Kommentar von Roland<br />

Koch<br />

Lieber Herr Koch, Sie haben so recht. Mit<br />

der Bestandsaufnahme und mit den Konsequenzen.<br />

Wenn die anderen Erwachsenen<br />

diesen Irrweg gehen, ist es an uns,<br />

immer wieder öffentlich auf die Fakten<br />

hinzuweisen: Ohne Unternehmer kein<br />

Wohlstand. Ein Teil der knapp 20 Prozent<br />

Ostdeutschen hat das noch selbst erlebt<br />

und mit der friedlichen Revolution endgültig<br />

abgewählt. Leider glaubt ein Teil<br />

der 80 Prozent Westdeutschen, die selbst<br />

nie Sozialismus erlebt haben, dass der<br />

grundsätzlich besser wäre als der angeblich<br />

böse Kapitalismus. Aber solange wir<br />

nicht aufhören zu reden, besteht Hoffnung.<br />

Auch und gerade in den Schulen.<br />

Deshalb kann es nur heißen: Unternehmer<br />

in die Schulen!<br />

Steffen Schimkus<br />

Zu: Erfolge, Glanz und Anerkennung in<br />

Würzburg<br />

Das war ein aufregendes Wochenende<br />

in Würzburg. Vielen Dank fürs Daumen<br />

drücken. Insgesamt wurden 27 Finalisten<br />

und für die Region Sachsen 5 Finalisten<br />

ausgezeichnet. Wir waren nun zum zweiten<br />

Mal dabei und auch wenn wir nicht<br />

ausgezeichnet wurden, so war es für mich<br />

eine Ehre unsere Firma und mein Team im<br />

Netzwerk der Besten vertreten zu dürfen.<br />

Wie im Mittelstand üblich wird jetzt<br />

nicht gejammert, sondern der Blick geht<br />

nach vorn und die Challenge geht weiter.<br />

Schließlich müssen/wollen/können wir<br />

im Mittelstand gemeinsam die Zukunft<br />

gestalten und sichern, wenn man uns<br />

denn lässt. Vielen Dank nochmal an alle.<br />

Wir kämpfen weiter, Tag für Tag.<br />

André Walter,<br />

Geschäftsführer bei Härterei Reese<br />

Chemnitz GmbH & Co. KG<br />

Impressum<br />

ISSN 1860-501x | 19. Jahrgang<br />

<strong>Ausgabe</strong> 6/<strong>2023</strong><br />

Verlag: OPS Netzwerk GmbH,<br />

Melscher Str. 1, 04299 Leipzig,<br />

Tel. 0341 240 61 - 00<br />

Petra Tröger (CEO), Dr. Helfried Schmidt<br />

info@op-pt.de | www.pt-magazin.de<br />

Das <strong>PT</strong>-<strong>Magazin</strong> ist offizielles <strong>Magazin</strong><br />

des Wettbewerbes „Großer Preis des<br />

Mittelstandes“ der Oskar-Patzelt-Stiftung,<br />

eingetragen im Stiftungsregister des Regierungsbezirkes<br />

Leipzig unter Nr. 2/1998.<br />

Redaktion:<br />

Dr. Helfried Schmidt (V.i.S.d.P), Chefred.<br />

Ursula Hoitz<br />

Hauptstadtbüro <strong>PT</strong>-Redaktion<br />

Falk S. Al-Omary, Unter den Linden 10,<br />

10117 Berlin, Tel. +49 171/ 202 3223,<br />

post@al-omary.de<br />

Korrespondenten:<br />

Bernd Schenke (Berlin/Brandenburg)<br />

D-Rolf Becker (Halle/S., Indochina)<br />

Autoren/Interviews dieser <strong>Ausgabe</strong>:<br />

Falk S. Al-Omary, Heiko Auerbach, Mareike<br />

Boccola, Arnd Joachim Garth, Wilhelm-<br />

Rafael Garth, Hanspeter Georgi, Mathias<br />

Hess, Margarete Hetmanczyk, Inés Hoelter,<br />

Roland Koch, Barbara Liebermeister, Felix<br />

Pliester, Heribert Prantl, Andreas Rothkamp,<br />

Carl-Dietrich Sander, Helfried Schmidt,<br />

Petra Tröger, Norbert Zdrowomyslaw<br />

Anzeigen:<br />

Petra Tröger (V.i.S.d.P.),<br />

Clemens Vogel<br />

Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 2/2022,<br />

gültig seit 16.08.2022,<br />

Tel. 0341 24061-00<br />

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