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recycling aktiv 02/24

Die Fachzeitschrift für Recycling-Industrien recycling aktiv berichtet praxisnah über aktuelle Programme und Entwicklungen aus dem Maschinen- und Anlagenbereich - von Metallen, Kunststoffen, Papier, Baustoffen über andere Recycling-Bereiche.

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Die Fachzeitschrift für Recycling-Industrien Ausgabe 2/2<strong>02</strong>4<br />

TITELSTORY<br />

Zeppelin-Cat:<br />

Schwergewicht<br />

MESSE<br />

IFAT & VDMA:<br />

Fokus Recycling<br />

ON TOUR<br />

MBI & Liebherr:<br />

Musterbeispiel


DIE RECYCLING-FAMILIE<br />

FÜR DEN ANSPRUCHSVOLLEN MATERIALUMSCHLAG<br />

Der neue Umschlagbagger 826 G mit 26 t Einsatzgewicht ergänzt die Recyclingfamilie von<br />

SENNEBOGEN. Mit seiner Reichweite von bis zu 13 m deckt die leistungsstarke Maschine viele<br />

anspruchsvolle Einsätze ab und ist auf die harten Anforderungen des Recyclings ausgelegt.<br />

6 Umschlagbagger<br />

zwischen 18 t - 29 t<br />

Einsatzgewicht<br />

2 Umschlagbagger<br />

emissionsfrei in<br />

Elektro Battery Ausführung<br />

2 Teleskoplader<br />

mit Traglasten<br />

von 4 t und 5,5 t<br />

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Michael Plecity<br />

SENNEBOGEN<br />

Maschinenfabrik GmbH<br />

94315 Straubing, Germany<br />

michael.plecity@sennebogen.de


Leitartikel<br />

Helmut Strauß,<br />

Chefredaktion<br />

helmut.strauss@<br />

stein-verlaggmbh.de<br />

Neugierig bleiben- trotz<br />

schwieriger Zeiten. Die IFAT<br />

wird gerade für die<br />

Recyclingbranche ein<br />

Stimmungsbarometer sein.<br />

Foto: Messe München<br />

Schwierige Zeiten<br />

S<br />

eit 2<strong>02</strong>2 gehen in der Baumaschinenindustrie<br />

die Auftragseingänge<br />

massiv zurück. Das Rekordjahr 2<strong>02</strong>3 bescherte<br />

den Herstellern am Standort<br />

Deutschland ein nominales Umsatzplus<br />

von elf Prozent – real vier Prozent. Dieses<br />

Wachstum beruht ausschließlich auf<br />

dem Abarbeiten von Auftragsüberhängen<br />

aus den Vorjahren. Für 2<strong>02</strong>4 erwarten<br />

die Hersteller einen zweistelligen<br />

Umsatzrückgang – so die Einschätzung<br />

des Fachverbandes Baumaschinen und<br />

Baustoffanlagen im VDMA, die uns<br />

nachdenklich stimmen sollte und mit<br />

Blick auf die Situation im Wohnungsbau<br />

leider aber ziemlich realistisch klingt.<br />

Schwierige Zeiten also.<br />

Vielleicht treffen wir diese auf der IFAT,<br />

getroffen haben wir sie aber sicherlich<br />

bei unseren ON TOUR-Berichten in dieser<br />

Ausgabe, die uns zeigen, dass es<br />

auch anders geht. Klar, viel Arbeit und<br />

ebenso viel Engagement stehen hinter<br />

diesen positiven Berichten aus der Praxis,<br />

aber das macht vielleicht den Unterschied<br />

– gerade in so schwierigen Zeiten.<br />

In diesem Sinne, auf zur IFAT, wir<br />

haben es uns verdient!<br />

Ihr<br />

Helmut Strauß<br />

Mit <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> PLUS bietet der<br />

Stein-Verlag Baden-Baden die<br />

Möglichkeit, sich online über<br />

neueste Branchen-Entwicklungen,<br />

Aufbereitungs-Techniken und<br />

vieles mehr in der Recycling-Welt<br />

zu informieren, und das natürlich<br />

kostenlos!<br />

Das hat auf den ersten Blick wenig mit<br />

Recycling zu tun, und doch: Gerade dort<br />

verspürt der Handel bei mobilen Aufbereitungsanlagen<br />

eine deutliche Unsicherheit<br />

und Zurückhaltung. Das betrifft<br />

den Kauf von Neu- und Gebrauchtmaschinen<br />

ebenso wie den After-Sales-<br />

Markt. Viele Sorgen, die auch uns im<br />

Verlag und in der Redaktion umtreiben<br />

– denn: optimistische Stimmen sind im<br />

Augenblick leider wenig zu hören.<br />

http://anmeldung.ra.steinverlaggmbh.de<br />

<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>4 3


INHALTAusgabe 2/2<strong>02</strong>4<br />

3 LEITARTIKEL<br />

6 BRANCHEN-INFOS:<br />

MÄRKTE • MENSCHEN • NEWS • VERANSTALTUNGEN<br />

IFAT:<br />

Abfall- und Rohstoffwirtschaft –<br />

das sind Themenschwerpunkte,<br />

die die IFAT auch in diesem Jahr<br />

speziell für uns bereithält.<br />

Ein Besuch lohnt sich!<br />

20 IFAT-SPECIAL 2<strong>02</strong>4<br />

22 Überblick<br />

20 Lageplan<br />

<strong>24</strong> VDMA-Praxistage<br />

38 VDMA-Crushing Zone<br />

46 Aussteller<br />

76 MATERIALUMSCHLAG & TRANSPORT<br />

76 ON TOUR<br />

Volvo: Prozessoptimierung<br />

80 TITELSTORY<br />

Zeppelin-Cat: Schwergewicht Cat MH3050<br />

spielt seine Stärken aus<br />

92 SCHROTT & METALL<br />

92 ON TOUR<br />

MBI & Liebherr: Perfektes Zusammenspiel<br />

98 VERFAHRENSTECHNIKEN: SEPARIEREN<br />

100 KUNSTSTOFFE<br />

104 PAPIER, PAPPE, KARTONAGEN<br />

106 ABBRUCH & BAUSTOFF-RECYCLING<br />

108 VERSCHLEISS, EDV, ZUBEHÖR<br />

20<br />

ON TOUR:<br />

Der neue Geschäftsführer des Volvo-<br />

Standortes Konz, Tommy Bengtsson,<br />

sieht gerade in der Elektromobilität<br />

eine wichtige Zukunftsaufgabe.<br />

110 RECHT & POLITIK<br />

Aus den Verbänden<br />

112 ZU GUTER LETZT<br />

112 EINKAUFSFÜHRER: IHRE SPEZIALISTEN<br />

114 Inserentenverzeichnis<br />

115 Veranstaltungen, Impressum<br />

76<br />

4 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>4


Inhalt<br />

TITELSTORY:<br />

Mit dem neuen Cat MH3050 ist der erste radbasierte<br />

Umschlagbagger bei der Alba Metall<br />

Süd GmbH in Stuttgart im Einsatz<br />

IFAT & VDMA:<br />

Auf der IFAT ist der VDMA Fachverband<br />

Abfall- und Recyclingtechnik<br />

wieder mit den Praxistagen und<br />

der Crushing Zone vertreten.<br />

92<br />

20<br />

80<br />

ON TOUR:<br />

Gemeinsam mit der Derichebourg-<br />

Gruppe als Auftraggeber haben MBI<br />

und Liebherr France mobile Schrottscheren-Lösungen<br />

entwickelt.<br />

Fotos: Hersteller<br />

<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>4 5


MÄRKTE<br />

Incoming Orders and Turnover of VDMA Members<br />

Strongest declines for building construction equipment<br />

20%<br />

10%<br />

0%<br />

-10%<br />

-20%<br />

-30%<br />

-40%<br />

-50%<br />

Building<br />

Construction<br />

Order Intake<br />

Earthmoving<br />

Turnover<br />

Road<br />

Construction<br />

-26%<br />

Total<br />

4%<br />

Seit dem Jahr 2<strong>02</strong>2<br />

gehen die<br />

Auftragseingänge<br />

massiv zurück.<br />

Hauptrisiken für das<br />

Jahr 2<strong>02</strong>4 sind die<br />

schwache<br />

Konjunktur im<br />

Hochbau, der<br />

Wettbewerb aus<br />

China und die sehr<br />

heterogene<br />

Situation in den<br />

Teilbranchen und<br />

Marktregionen.<br />

Grafik: VDMA<br />

in real terms, January-December 2<strong>02</strong>2/2<strong>02</strong>3, source: VDMA<br />

VDMA | Sebastian Popp page 5 |16/<strong>02</strong>/2<strong>02</strong>4<br />

VDMA Baumaschinen und Baustoffanlagen<br />

Baumaschinenindustrie erwartet ein Jahr der Rückgänge<br />

Ein nominales Umsatzplus von elf Prozent – real vier Prozent<br />

– bescherte den Herstellern am Produktionsstandort<br />

Deutschland ein Rekordjahr 2<strong>02</strong>3. Dieses Wachstum beruht<br />

ausschließlich auf dem Abarbeiten von Auftragsüberhängen<br />

aus den Vorjahren. Die Hersteller erwarten für das Jahr 2<strong>02</strong>4<br />

einen zweistelligen Umsatzrückgang. Das Segment Hochbaumaschinen<br />

hat es mit minus 40 Prozent im Auftragseingang im<br />

Zeitraum Januar bis Dezember 2<strong>02</strong>3 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum<br />

am heftigsten getroffen. Gründe hierfür sind die<br />

Lage im Wohnhochbau mit hohen Zinsen und Baupreisen. Bei<br />

Erdbewegungs- und Straßenbaumaschinen wird der Umsatzrückgang<br />

deutlich moderater ausfallen. Projekte, zum Beispiel<br />

im Breitbandausbau, in der Energie- und Transportinfrastruktur,<br />

laufen weiter.<br />

Ebenso wie die Teilbranchen sind auch die Marktregionen<br />

sehr heterogen. Der weltweite Baumaschinenabsatz ging 2<strong>02</strong>3<br />

im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 Prozent zurück. China ist aufgrund<br />

seiner Immobilien- und Wirtschaftskrise erneut Schlusslicht<br />

mit einem Minus von 38 Prozent. Der mittlerweile mit<br />

Abstand größte Markt Nordamerika legte hingegen um 21<br />

Prozent zu. Indien erlebte 2<strong>02</strong>3 mit plus 16 Prozent ein deutliches<br />

Absatzwachstum. Europa konnte mit einer flachen Absatzentwicklung<br />

im Jahr 2<strong>02</strong>3 das hohe Vorjahresniveau bestätigen.<br />

„Die stärksten Impulse erwarten wir in diesem Jahr von Nordamerika,<br />

Europa und Indien. Sollte uns der nordamerikanische<br />

Markt aufgrund politischer Umwälzungen nach der Wahl wegbrechen,<br />

dann müssen wir uns allerdings auf Schwierigkeiten<br />

einstellen“, unterstrich Franz-Josef Paus, Vorsitzender des<br />

VDMA Baumaschinen und Baustoffanlagen, anlässlich des<br />

Jahrestreffens im Februar 2<strong>02</strong>4 in Frankfurt. „China existiert<br />

als Absatzmarkt für in Europa hergestellte Baumaschinen so<br />

gut wie nicht mehr“, ergänzte Joachim Strobel, Vorsitzender<br />

der Fachgruppe Baumaschinen im VDMA, „die chinesischen<br />

Hersteller drängen zunehmend in den europäischen Markt. Es<br />

besteht der Verdacht des unfairen Wettbewerbs beispielsweise<br />

durch Preis-Dumping oder Missachtung der europäischen<br />

Sicherheitsanforderungen. Hier ist neben den Marktaufsichtsbehörden<br />

auch jeder Maschinenbetreiber gefordert, in der<br />

Beschaffung verantwortungsvoll zu agieren.“<br />

www.vdma.org/baumaschinen-baustoffanlagen<br />

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MÄRKTE<br />

Bundesverband Baustoffe – Steine und Erden<br />

Baustoffproduktion sinkt 2<strong>02</strong>3 um 16,7 Prozent<br />

Basierend auf Daten des Statistischen Bundesamtes hat der<br />

Bundesverband Baustoffe – Steine und Erden (bbs) Produktionsdaten<br />

für 2<strong>02</strong>3 veröffentlicht. Demnach war die Baustoffproduktion<br />

im vergangenen Jahr um 16,7 Prozent rückläufig. Einzelne<br />

Branchen verzeichneten gar Rückgänge von bis zu 40 Prozent.<br />

Der bbs vertritt rund 6.000 Betriebe aus 16 Einzelbranchen der<br />

Baustoff-Steine-Erden-Industrie.<br />

Die Zinswende, hohe Baukosten, verschlechterte Wohnungsbau-Förderbedingungen<br />

und die enorme Unsicherheit für alle<br />

am Bau Beteiligten haben bereits 2<strong>02</strong>2 einen Abschwung in der<br />

Bauwirtschaft eingeleitet. Dieser hat sich 2<strong>02</strong>3 – insbesondere<br />

bei den Produzenten von Baustoffen, die in den Wohnungsbau<br />

liefern – massiv verschärft. So wurden 2<strong>02</strong>3 knapp 40 Prozent<br />

weniger Ziegel und über 30 Prozent weniger Kalksandstein und<br />

Porenbeton produziert. Die drei Branchen decken rund zwei Drittel<br />

des Marktanteils im Wohnungsbau ab. Doch nicht nur im<br />

Mauerwerksbau, sondern auch bei der Herstellung von Zement<br />

(-11,8 Prozent), Transportbeton (-18,6 Prozent), mineralischen<br />

Rohstoffen wie Kies und Sand (-14,8 Prozent), Mörtel (-11,2 Prozent)<br />

und keramischen Fliesen (-33,6 Prozent) waren erhebliche<br />

Rückgänge zu verzeichnen. Laut des Verbandes erfordere beispielsweise<br />

das Fundament einer Windkraftanlage rund 1.000 m³<br />

Transportbeton. Wenn die Politik nicht unverzüglich gegensteuere,<br />

verfehle Deutschland mittelfristig die Ausbauziele bei den<br />

erneuerbaren Energien.<br />

Um dem Abwärtstrend am Bau entgegenzuwirken, fordert<br />

Matthias Frederichs, bbs-Hauptgeschäftsführer, mehr baupolitische<br />

Verlässlichkeit: „Eine Baufinanzierung ist häufig die größte<br />

Investition, die im Laufe des Lebens getätigt wird. Damit dieses<br />

Risiko eingegangen wird, braucht es Vertrauen. Das Heizungsgesetz,<br />

aber auch zahlreiche Förderprogramme, die über Nacht<br />

eingestellt wurden, haben dieses Vertrauen nachhaltig beschädigt.“<br />

Laut Frederichs brauche es jetzt dringend wichtige Impulse<br />

für einen Aufschwung der Baukonjunktur. Dies wird nur gelingen,<br />

wenn Wirtschaft und alle demokratischen Kräfte eng zusammenarbeiten.<br />

Besser ausgestattete Förderprogramme, mehr Bauland,<br />

weniger Bürokratie und eine zügige Umsetzung geplanter<br />

Vorhaben seien nun das Gebot der Stunde. „Wenn sich nach fast<br />

zwei Jahren rückläufiger Produktion die Situation nicht kurzfristig<br />

bessert, werden die Produktionskapazitäten dauerhaft abgebaut.<br />

Dazu darf es in einem Land wie Deutschland mit derartigem<br />

hohen Wohnungsmangel, Investitionsstau in der Infrastruktur<br />

und nicht zuletzt auch notwendig hohen Klimaschutzambitionen<br />

nicht kommen“, so Frederichs abschließend.<br />

www.baustoffindustrie.de<br />

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MENSCHEN<br />

Schwarzmüller-Gruppe<br />

Schwerpunkt: Hohe Produktivität und Innovationskraft<br />

Die Schwarzmüller-Gruppe, einer der<br />

größten Hersteller von Anhängern<br />

und Aufbauten in Europa, hat mit Wolfgang<br />

Muhri seit Anfang März 2<strong>02</strong>4 einen<br />

neuen CEO, so die Alleineigentümerin<br />

und Vorsitzende des Aufsichtsrates<br />

Beate Paletar. Wolfgang Muhri steht der<br />

Schwarzmüller-Gruppe als CEO nach<br />

dem Abgang von Interimsmanager und<br />

COO Thomas Biringer vor. In der Geschäftsführung<br />

wird er unterstützt von<br />

CFO Daniela Lorenzer sowie CSO Maik<br />

Spindler. Beide bekleiden ihre Funktionen<br />

ebenfalls erst seit Kurzem. „Ich habe<br />

hohe Erwartungen an diese neue Geschäftsführung.<br />

Die Umstrukturierung<br />

des Unternehmens am Ende der Corona-Krise<br />

ist gelungen, wie das positive<br />

Ergebnis 2<strong>02</strong>3 zeigt. Jetzt konzentrieren<br />

wir uns wieder ganz auf unsere Fahrzeuge<br />

und ihren Absatz“, betonte die Aufsichtsratsvorsitzende.<br />

Wolfgang Muhri, Jahrgang 1972, hat<br />

langjährige internationale Erfahrung mit<br />

Führungspositionen in der Industrie. Er<br />

war zehn Jahre beim Automobil-Zulieferer<br />

ZKW in Wieselburg (Niederösterreich)<br />

tätig, zuletzt als COO der ZKW<br />

Group GmbH. Davor war er für Magna<br />

Steyr und beim österreichischen Landmaschinenhersteller<br />

Vogel & Noot als<br />

Vorsitzender der Geschäftsführung<br />

tätig. Der neue CEO sieht vor allem die<br />

Positionierung von Schwarzmüller als<br />

Europas größtem Hersteller von Nischenfahrzeugen<br />

mit höherer Produktivität<br />

als wichtiges Asset: „Das Umfeld<br />

bleibt 2<strong>02</strong>4 schwierig, das Wachstum in<br />

der EU ist verschwindend. Zuversicht verströmen<br />

die Stärken von Schwarzmüller<br />

wie die moderne Produktion mit gut aufgestellten<br />

Produktionsstandorten, die<br />

breite Fahrzeugpalette aus einer Hand<br />

oder die Innovationskraft im Bereich<br />

Nachhaltigkeit und Leichtbau.“<br />

www.schwarzmueller.com<br />

Wolfgang Muhri ist seit März neuer<br />

CEO der Schwarzmüller-Gruppe.<br />

Foto: Schwarzmüller<br />

Sesotec<br />

Dreierspitze ist wieder vollständig<br />

Die Sesotec Geschäftsleitung<br />

(v. l. n. r.): CFO Niklas Burkart,<br />

CEO Joachim Schulz und<br />

COO Stefan Feldmeier.<br />

Foto: Sesotec GmbH<br />

Die Sesotec GmbH hat zum 1. August 2<strong>02</strong>3 die Position des Chief Financial<br />

Officer (CFO) mit Niklas Burkart neu besetzt. Joachim Schulz, CEO<br />

von Sesotec, freut sich, dass es jetzt wieder eine „Dreierspitze“ in der Geschäftsleitung<br />

gibt: „Mit Niklas Burkart dürfen wir einen langjährig erfahrenen<br />

Finanzexperten als neuen CFO in unseren Reihen begrüßen. Seine Expertise<br />

in allen Belangen der Unternehmensfinanzierung und seine Erfahrung bei<br />

Digitalisierungsprojekten sowie der Steuerung komplexer Transformationsprogramme<br />

stellen für Sesotec eine für die Sicherung des Erfolgs in der Zukunft<br />

wichtige Verstärkung dar.“<br />

Nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Georg-August-<br />

Universität Göttingen und dem Abschluss zum Diplom-Kaufmann arbeitete<br />

Niklas Burkart u. a. bei Infineon Technologies, der Airbus AG sowie bei deren<br />

Tochtergesellschaften in Deutschland, Frankreich und den USA. Niklas Burkart:<br />

„Die aktuelle Lage im Maschinenbau mit sich rasant verändernden<br />

Märkten, steigenden Kosten und technologischem Innovationsdruck ist anspruchsvoll<br />

und herausfordernd, aber darin liegen auch zahlreiche Chancen<br />

und Potenziale für Wachstum. Gemeinsam werden wir die Herausforderungen<br />

<strong>aktiv</strong> angehen, um sie flexibel und nachhaltig zu meistern und dabei<br />

unsere Wachstumsziele zu erreichen. Ich freue mich sehr auf diese spannende<br />

Aufgabe und die Möglichkeit, das Entwicklungspotenzial von Sesotec<br />

auszuschöpfen.“<br />

www.sesotec.com<br />

8 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>4


MENSCHEN<br />

Zeppelin<br />

Führungswechsel: Matthias Benz folgt auf Peter Gerstmann<br />

Heribert Hierholzer,<br />

stellvertretender Vorsitzender<br />

des Aufsichtsrats der Zeppelin<br />

GmbH, Peter Gerstmann,<br />

Vorsitzender der<br />

Geschäftsführung der<br />

Zeppelin GmbH, Matthias<br />

Benz, zum 1. Juli 2<strong>02</strong>4 Mitglied<br />

der Geschäftsführung der<br />

Zeppelin GmbH, und Andreas<br />

Brand, Aufsichtsratsvorsitzender<br />

der Zeppelin<br />

GmbH und Oberbürgermeister<br />

der Stadt<br />

Friedrichshafen (v. l. n. r.).<br />

Foto: Zeppelin GmbH<br />

Matthias Benz, aktuell Geschäftsführer der Raufoss Technology,<br />

ein Unternehmen der CAG-Holding, wird zum<br />

1. Juli 2<strong>02</strong>4 Mitglied der Geschäftsführung des Zeppelin-Konzerns.<br />

Am 1. Oktober 2<strong>02</strong>4 tritt er als Vorsitzender der Geschäftsführung<br />

die Nachfolge von Peter Gerstmann an. Das<br />

entschied der Aufsichtsrat der Zeppelin GmbH in seiner letzten<br />

Sitzung im Dezember 2<strong>02</strong>3. „Wir freuen uns sehr, dass wir Matthias<br />

Benz als Nachfolger von Peter Gerstmann gewinnen<br />

konnten“, betont Andreas Brand, Aufsichtsratsvorsitzender der<br />

Zeppelin GmbH, Oberbürgermeister der Stadt Friedrichshafen<br />

und Vertreter der Gesellschafterin Zeppelin-Stiftung. „Matthias<br />

Benz bringt langjährige nationale und internationale Führungserfahrung<br />

mit und stellt sich unternehmerischen Herausforderungen<br />

strategisch, fokussiert und entschieden – und<br />

schafft es dabei stets, seine Mannschaft mitzunehmen.“<br />

Matthias Benz: „Peter Gerstmann übergibt mir ein hervorragend<br />

aufgestelltes, engagiertes und motiviertes Team. Auf<br />

meine neue Aufgabe freue ich mich sehr und bedanke mich<br />

für das Vertrauen, das mir der Aufsichtsrat entgegenbringt.<br />

Und ich freue mich, wieder für ein Unternehmen der Zeppelin-<br />

Stiftung Verantwortung übernehmen zu dürfen.“ Im ZF-Konzern<br />

übernahm Matthias Benz früh Führungsverantwortung in<br />

unterschiedlichen Managementpositionen an nationalen und<br />

internationalen Standorten. Unter anderem war er verantwortlicher<br />

Finanzvorstand bei ZF North American Operations, Geschäftsführer<br />

von ZF Services in Schweinfurt, Vorstand von ZF<br />

Marine in Padova und schließlich bei ZF in Friedrichshafen als<br />

Executive Vice President Sales & Customer Development Mitglied<br />

der ersten Führungsebene unterhalb des ZF-Vorstands.<br />

Seit 2<strong>02</strong>0 ist Matthias Benz Geschäftsführer von Neuman Aluminium/Raufoss<br />

Technology und Mitglied der obersten Führungsebene<br />

der CAG-Holding. Peter Gerstmann (62) ist seit<br />

2010 Vorsitzender der Geschäftsführung des Zeppelin Konzerns,<br />

für den er seit <strong>24</strong> Jahren tätig ist. 20<strong>02</strong> hatte Peter Gerstmann<br />

zunächst die Geschäftsführung bei Zeppelin Systems<br />

und damit die Gesamtverantwortung im weltweit operierenden<br />

Anlagenbau mit Zentrale in Friedrichshafen übernommen.<br />

Ab 2007 war Gerstmann zusätzlich Geschäftsführer für den<br />

Bereich Controlling der Zeppelin GmbH – bis er 2010 zum Vorsitzenden<br />

der Geschäftsführung berufen wurde. Peter Gerstmann<br />

steht nach seinem Ausscheiden aus der Konzerngeschäftsführung<br />

seinem Nachfolger wie auch dem Aufsichtsrat<br />

beratend und unterstützend bis zum Jahresende zur Verfügung.<br />

www.zeppelin.com<br />

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<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>4 9


Die Fachzeitschrift für Recycling-Industrien Ausgabe 1/2<strong>02</strong>4<br />

TITELSTORY<br />

Zeppelin-Cat:<br />

Umschlagturbo<br />

On TOUR<br />

RTH:<br />

Erfolgsgeschichte<br />

SPECIAL<br />

Reifen:<br />

Erfolgsgummi<br />

TITELSTORY<br />

Zeppelin und Caterpillar<br />

haben den Cat MH3050<br />

eingeführt, um Maßstäbe<br />

in dieser Größenklasse zu<br />

setzen. Dank seines breiten<br />

Laufwerks und der<br />

ausladenden Abstützpratzen<br />

steht der MH3050<br />

äußerst stabil; durch die<br />

Kranoptionen ist eine<br />

Reichweite von bis zu 18 m<br />

möglich. Er verbindet die<br />

Komponenten der Cat-<br />

Bagger der neuesten<br />

Generation mit der<br />

Fahrerkabine einer<br />

Umschlagmaschine,<br />

typisch ist für ihn<br />

außerdem die<br />

elektrohydraulische<br />

Vorsteuerung. Die<br />

serienmäßige Funktion<br />

Smart-Boom vereinfacht<br />

die Bedienung und spart<br />

Kraftstoff durch die<br />

Nutzung freiwerdender<br />

Hydraulikleistung. Neben<br />

einer Reihe von<br />

verfügbaren Anbaugeräten<br />

überzeugt der MH3050<br />

nicht zuletzt durch eine<br />

Reihe von Technologien,<br />

die bereits ab Serie verbaut<br />

sind.<br />

<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> ON TOUR<br />

Seit rund vier Jahren beschäftigt sich die RTH Recyclingtechnik<br />

Hilden GmbH mit Messern für Schrott- und Abbruchscheren und<br />

dem dazu passenden Zubehör. Die Kunden kommen inzwischen<br />

aus der ganzen Welt – eine Erfolgsgeschichte, hinter der<br />

immens viel Arbeit und Engagement steckt, und nicht zuletzt der<br />

absolute Glaube an Qualität und Kundenzufriedenheit.<br />

(Titelfoto: Caterpillar/Zeppelin)<br />

Materialumschlag & Transport<br />

Ausleger und Stiel des<br />

neuen Cat MH3050<br />

bieten zusammen eine<br />

Reichweite von bis zu<br />

18 Metern.<br />

Zeppelin-Cat:<br />

Caterpillar vergrößert seine<br />

Produktpalette an<br />

Umschlagbaggern und erweitert<br />

das Angebot für industrielle<br />

Anwendungen mit dem Cat<br />

MH3050. Dieser punktet mit<br />

Leistung, bewährter<br />

Zuverlässigkeit und<br />

Kabinenkomfort. Typisch für den<br />

Vertreter der neuen<br />

Maschinengeneration ist die<br />

elektrohydraulische<br />

Vorsteuerung.<br />

„Dabei geht es nicht nur um Haltbarkeit<br />

und Schnittfestigkeit der Schrottmesser,<br />

sondern vor allem auch um deren Passgenauigkeit,<br />

damit die Scherenmesser<br />

ihre Aufgabenstellung auch wirklich zu<br />

einhundert Prozent erfüllen können“, so<br />

zu B20 sowie den alternativen Kraftstoffen<br />

HVL und GTO betrieben werden<br />

kann. Das wartungsfreie Abgasnachbehandlungssystem<br />

des Motors erfüllt<br />

die Abgasnorm EU-Stufe V, senkt die<br />

Betriebskosten und maximiert die Betriebszeit.<br />

Durch die Wahl zwischen<br />

Power-, Smart- und Eco-Modus können<br />

die Leistungsanforderungen an die jeweilige<br />

Aufgabe angepasst werden, um den<br />

Kraftstoffverbrauch zu senken, ohne dabei<br />

Leistungseinbußen in Kauf zu nehmen.<br />

Breites Einsatzspektrum und<br />

hohe Arbeitssicherheit<br />

Ausleger und Stiel bieten zusammen<br />

eine Reichweite von bis zu 18 Metern.<br />

Damit sind Materialbewegungen in<br />

Passgenauigkeit<br />

und äußerst präzise<br />

Fertigung – das<br />

zeichnet die RTH-<br />

Schrottscherenmesser<br />

aus.<br />

die klare Ansage von Andreas Lassen,<br />

Geschäftsführer der in Hilden ansässigen<br />

Recyclingtechnik Hilden GmbH, kurz<br />

RTH. Er muss es wirklich wissen, denn seit<br />

über 30 Jahren ist er in diesem Metier<br />

unterwegs und kennt sich daher bestens<br />

aus, wenn es um Stahllegierungen und<br />

daraus gefertigte Werkzeuge geht. Mit<br />

dem Standort der RTH in Hilden verbindet<br />

sich darüber hinaus eine lange Tradition<br />

in der Werkstofftechnik.<br />

Schrottscherenmesser als neuer<br />

Schwerpunkt<br />

einem großen Radius möglich, ohne<br />

dass der Fahrer die Maschine immer wieder<br />

neu ausrichten und positionieren<br />

muss. Der MH3050 bietet außerdem ein<br />

hohes Schwenkmoment, um Material<br />

schnell von A nach B zu bewegen. Die<br />

serienmäßige Funktion Smart-Boom vereinfacht<br />

die Bedienung und spart Kraftstoff<br />

durch die Nutzung freiwerdender<br />

Hydraulikleistung. Für den neuen<br />

MH3050 ist eine Reihe von Anbaugeräten<br />

verfügbar, um flexibel auf die Arbeitsaufgaben<br />

reagieren zu können. Ein<br />

optionaler 25-kW-Generator ist für Magneteinsätze<br />

ab Werk erhältlich.<br />

Der Cat MH3050 ist serienmäßig mit<br />

Technologien ausgestattet, die den Arbeitsschutz<br />

erhöhen. E-Fence verhindert,<br />

dass sich die Maschine außerhalb des vom<br />

Fahrer definierten Bereichs bewegt, während<br />

die Nahbereichsabschaltung Cab<br />

Avoidance jeden potenziellen Kontakt<br />

zwischen Anbaugerät und Kabine unterbindet.<br />

Die Cat-Payload-Kontrollwaage<br />

hilft bei der Erreichung präziser Lastziele<br />

zur Verbesserung der Betriebseffizienz.<br />

Durch die Eingabe eines PIN-Codes zum<br />

Starten des Motors stellt die Operator-ID<br />

sicher, dass die Maschine nicht von Unbefugten<br />

gesteuert wird. Große Fenster aus<br />

Verbundglas mit schmalen Säulen im<br />

überarbeiteten Kabinendesign verbessern<br />

die Rundumsicht und die Betriebssicherheit.<br />

Die serienmäßige Kamera auf der<br />

rechten Seite und die Rückfahrkamera<br />

sowie die optionale 360-Grad-Kamera<br />

zeigen das Arbeitsumfeld auf dem großen<br />

Touchscreen-Monitor in der Kabine an. Die<br />

hoch schlagfesten Windschutzscheiben<br />

und Dachfenster entsprechen den Normen<br />

EN356, P5A oder optional P8B. Die<br />

Materialumschlag & Transport<br />

LED-Leuchten an Oberwagen, Ausleger<br />

und Stiel ausgestattet, die für mehr Sicherheit<br />

und volle Sicht bei Arbeiten in der<br />

Dämmerung und bei Dunkelheit sorgen.<br />

Die serienmäßigen Rohrbruchsicherungsventile<br />

des Auslegers und des Stiels<br />

verhindern den Rückfluss des Öls bei<br />

einem unerwarteten Verlust des Hydraulikdrucks,<br />

sodass die Arbeitsausrüstung<br />

immer sicher in Position bleibt. Verschiedene<br />

Zugangsoptionen zur Kabine ermöglichen<br />

einen einfachen, sicheren<br />

und schnellen Zugang zum oberen Wartungsbereich.<br />

Durchdachte Ausstattung bei hohem<br />

Wartungskomfort<br />

Der MH3050 ist serienmäßig mit einer<br />

Premium-Kabine mit Joystick-Lenkung<br />

ausgestattet, welche die Lenksäule<br />

18 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 1/2<strong>02</strong>4 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 1/2<strong>02</strong>4 19<br />

ALLES<br />

ÜBERDACHT<br />

• Robust<br />

• Wirtschaftlich<br />

• Ohne Fundament<br />

Abbruch & Baustoff-Recycling<br />

EAG Einfach Aufbereiten<br />

Recycling im Transportbetonwerk: Vom Rest-Beton zum R-Beton<br />

as Baustoff-Recyclingsieb SBR3<br />

wurde für den Einsatz im Straßenund<br />

Tiefbau konzipiert, um Straßenaufbruch,<br />

Aushub, Boden und Mineralgemische<br />

aufzubereiten. Der Großteil der<br />

Siebmaschinen wird genau in diesem<br />

Segment eingesetzt, so der Hersteller<br />

EAG Einfach Aufbereiten GmbH aus<br />

Dresden. Aufgrund ihrer Leistungsstärke<br />

und Einstellmöglichkeiten wird das SBR3<br />

oft den Trommelsiebanlagen der<br />

3,5-Tonnen-Klasse vorgezogen. Diese<br />

Kombination aus Robustheit und Leistungsstärke<br />

findet nun in einem weiteren<br />

Segment Einsatz.<br />

Aufgrund weiter steigender Transportund<br />

Entsorgungskosten wird das Recycling<br />

von Restbetonmengen nämlich auch<br />

für Transportbetonwerke wirtschaftlich<br />

attr<strong>aktiv</strong>. Die Krieger-Gruppe aus Neckarsteinach<br />

nutzt bereits das Vorgänger-Modell<br />

SBR2 zur Aufbereitung von<br />

Kiesen und Asphaltfräsgut an verschiedenen<br />

Standorten. Mit der TBG Transportbeton<br />

Neckar-Odenwald GmbH &<br />

Co. KG in Mosbach hat sich ein weiteres<br />

Unternehmen der Krieger-Gruppe für<br />

eine Siebanlage aus Dresden entschieden.<br />

Bernd Köllreutter, technischer Leiter<br />

der Heinrich Krieger KG, ist von der Robustheit<br />

und Leistungsfähigkeit der einfachen<br />

Siebanlagen überzeugt: „Zudem<br />

sind der geringe Platzbedarf und die<br />

scheidend.“<br />

geringen Betriebskosten für uns ent-<br />

Ob die Horst Sprenger Recycling Tools<br />

oder die Brück Rohrverbindungen Hilden<br />

GmbH – diese namhaften metallverarbeitenden<br />

Unternehmen haben<br />

die Gründung der RTH maßgeblich mit<br />

beeinflusst. Der Strukturwandel im Rahmen<br />

der Energiewende führte 2019<br />

unter Brück zur Gründung des neuen<br />

Geschäftsbereiches und späteren<br />

GmbH „Recyclingtechnik Hilden“. Andreas<br />

Lassen: „Stahl<strong>recycling</strong>, das war<br />

schon immer ein Thema, das mich fasziniert<br />

hatte, und daraus haben wir<br />

dann schließlich unseren Schwerpunkt<br />

Schrottscherenmesser entwickelt. Die<br />

Produktion eines Schrottscherenmessers<br />

verlangt höchste Präzision unter<br />

Verwendung der besten Materialien,<br />

um damit eine möglichst lange Lebens-<br />

32 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 1/2<strong>02</strong>4 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 1/2<strong>02</strong>4 33<br />

Rubble Master<br />

Elektrisch brechen: 50 Prozent weniger Energiekosten<br />

den RM 100GO! hybrid, um sowohl Kies<br />

in der Fraktion 0 bis 16 mm wie auch Bauschutt<br />

0 bis 45 mm aufzubereiten. Der<br />

Grund: zuvor angemietete Kegelbrecher<br />

können mit dem Ergebnis, das Prallmühlen<br />

erzielen, nicht mithalten: „Mit dem<br />

neuen RM 100GO! hybrid erzielen wir ein<br />

deutlich schöneres Bruchbild im Vergleich<br />

zu zuvor genutzten Kegelbrechern.<br />

Eine bessere Anhaftung von Asphalt<br />

sowie deutlich schönere Ziersplitte<br />

sind für unsere Kunden, die aus Landschaftsgärtnern,<br />

Bauunternehmern bis<br />

hin zu privaten Endkunden bestehen,<br />

wesentlich“, so Geschäftsführer Jonathan<br />

Schaffers.<br />

Obwohl das Unternehmen anfangs<br />

noch skeptisch gegenüber der Leistung<br />

des RM-Brechers war, konnte ein Testbetrieb<br />

im Mai alle Bedenken ausräumen.<br />

Der langjährige RM-Händler Christophel<br />

organisierte einen Testbetrieb direkt am<br />

Gelände des Kieswerkes und demonstrierte,<br />

wie der RM 100GO! Kies und<br />

Überkorn aufbereitet. Neben der Kies-<br />

Anwendung wurde auch die Bauschuttaufbereitung<br />

getestet: Hohe Leistung<br />

und geringe Betriebskosten konnten voll<br />

überzeugen. Um den am Gelände bereits<br />

vorhandenen Netzanschluss best-<br />

chers.<br />

möglich zu nutzen, fiel die Entscheidung<br />

auf die Hybrid-Variante des RM-Bre-<br />

Gründer und Geschäftsführer. „Wir hoffen zudem, etwa 25<br />

neue Arbeitsplätze für Talente aus dem wissenschaftlichen<br />

Umfeld und viele mehr zu schaffen. Vor diesem Hintergrund<br />

hat es für uns Priorität, als <strong>aktiv</strong>er Player im vielschichtigen CDR<br />

aufzutreten.“ Johannes Tiefenthaler, Co-Gründer und Geschäftsführer<br />

ergänzt: „Als aufstrebender Climate-Tech-Standort<br />

bietet Köln das perfekte technologische Ökosystem, um die<br />

vielfältigsten Profile zu finden, die wir brauchen – auch Partner<br />

wie Beton- und Baustoffrecycler sowie Biogasanlagen für eine<br />

schnelle Skalierung des Unternehmens. Denn die Zeit drängt.“<br />

Das Unternehmen möchte bis zum Jahr 2030 eine Million Tonnen<br />

CO₂ aus der Erdatmosphäre entfernen und permanent in<br />

Die Tiltrotator-Vorführungen<br />

des Coreum-Partners<br />

OilQuick stießen auf reges<br />

Interesse.<br />

Foto: Coreum GmbH<br />

Am Standort in Mosbach<br />

werden Betonreste im ersten Schritt in<br />

der RC-Anlage ausgewaschen. Der<br />

Beton wird in ein Sand-Kies-Gemisch<br />

sowie Zementwasser getrennt. Mit dem<br />

SBR3 wird das Sand-Kies-Gemisch abgesiebt<br />

und so die Mischfähigkeit sichergestellt.<br />

Das Unterkorn 0-16 mm wird<br />

wieder in die Mischanlage gegeben, das<br />

Überkorn wird entsorgt. Transportwege<br />

und Entsorgungskosten werden durch<br />

diesen Schritt eingespart. Der Einsatz<br />

von Primärkies und Sand wird verringert.<br />

Die Stundenleistung, vom Hersteller mit<br />

60 bis 100 Tonnen angegeben, steht<br />

dabei weniger im Vordergrund als die<br />

Verfügbarkeit. Leerlaufzeiten am Betonwerk<br />

können genutzt werden, um Recycling<br />

zu betreiben und die Herstellkosten<br />

gering zu halten. Der Radlader mit 7<br />

Tonnen Einsatzgewicht ist von der Größe<br />

her ideal geeignet, um das SBR3 zu beschicken.<br />

Mithilfe der Maschinenfüße<br />

lassen sich Höhe und Neigung genau auf<br />

den Radlader einstellen, was wiederum<br />

die Fließgeschwindigkeit des Siebguts<br />

positiv beeinflusst. Durch das Zusammenspiel<br />

des 2 kW starken Elektro-Unwuchtmotors<br />

mit dem verhältnismäßig<br />

geringen Gewicht des Schwingsystems<br />

wirkt eine Beschleunigung von 5 g auf<br />

das Siebgut, sodass auch unter schwierigen<br />

Bedingungen gesiebt werden<br />

kann. Die Siebstrecke von 2.400 mm<br />

Coreum<br />

Runde und gelungene Geburtstagsfeier<br />

ünf Jahre Coreum: Aus der ersten Idee<br />

Feiner Aus- und Weiterbildungsplattform<br />

ist ein Ort geworden, wo Menschen<br />

zusammenkommen, um Neues zu entdecken,<br />

zu netzwerken, sich weiterzubilden,<br />

zu feiern, zu genießen und inzwischen<br />

sogar, um im Coreum-Hotel zu<br />

übernachten. Die Coreum-Praxistage<br />

Mitte Oktober 2<strong>02</strong>3 sind ein erfolgreicher<br />

Baustein dieser Coreum-Vielfalt<br />

und haben dies auch eindeutig bewiesen.<br />

„Das Coreum lebt von den Men-<br />

weile<br />

schen“, so Björn Hickmann, Geschäftsführer<br />

des Coreum, „und von den mittler-<br />

So steht einem emissionsfreien,<br />

vollelektrischen Betrieb nichts im Weg.<br />

Ein angenehmer Nebeneffekt sind die<br />

Kosteneinsparungen: Die ohnehin<br />

hohen Treibstoffkosten werden durch<br />

die Stromnutzung deutlich reduziert. Seit<br />

der Anlieferung im Juni konnten dadurch<br />

bereits 1.000 Euro an Diesel eingespart<br />

werden. Der vollelektrische Antrieb<br />

senkt die Energiekosten um rund 50 Prozent<br />

und die gesamten Betriebskosten<br />

um 11 Prozent pro Jahr. Die Umweltschonung<br />

ist inklusive.<br />

Kaum jemand hat bisher Kies vollelektrisch<br />

mit mobilen Brechanlagen gebrochen.<br />

Mit dem vorhandenen Netzanschluss<br />

ist dies jedoch einfacher als gedacht.<br />

Um den Brecher in Betrieb zu<br />

nehmen, steckt Schaffers das 15 Meter<br />

lange Kabel zuerst an der Trafostation<br />

und dann am Brecher an. Mit diesem<br />

55 Partnern, die sich auf unserer<br />

Plattform engagieren.“ Die Zahl der<br />

Partner ist in den vergangenen fünf Jahren<br />

exponentiell gewachsen und wächst<br />

weiter. Davon konnten sich auch die gut<br />

2.500 Besucher der Praxistage im Oktober<br />

selbst überzeugen. „Das waren unsere<br />

siebten Praxistage. Und es gab viel<br />

Neues zu entdecken“, so Hickmann. „Angefangen<br />

bei den autonom fahrenden<br />

Bell Dumpern bis hin zur P-Line by KTEG,<br />

einer maßgeschneiderten Branchenlösung,<br />

die aus einem Bagger einen Multi-<br />

Tool-Carrier macht, der die Prozesse am<br />

Vom Restbeton zum Recycling-<br />

Beton – Aufbereitung trotz Schnee<br />

und Eis mit dem SBR3. Foto: EAG<br />

Einfach Aufbereiten GmbH<br />

lässt eine schnelle Beschickung zu.<br />

Grobe Brocken werden durch einen<br />

Stangensizer abgeschieden und somit<br />

das Siebdeck geschont.<br />

Michael Krötz, Betriebsleiter in Mosbach:<br />

„Überrascht hat mich vor allem,<br />

wie leise die Siebanlage im Betrieb<br />

läuft.“ Nach der Aufbereitung der ersten<br />

rund 800 t in Mosbach soll das SBR3 an<br />

weiteren Standorten der Krieger-Gruppe<br />

eingesetzt werden, um so Beschaffungs-,<br />

Transport- und Entsorgungskosten<br />

einzusparen.<br />

www.einfach-aufbereiten.de/<br />

Tel. : 0162 2516054<br />

www.shelterall.de<br />

Scannen Sie den QR-Code, um uns direkt zu kontaktieren<br />

Schrott & Metall<br />

dauer zu erzielen. Nur so wird ein wirtschaftlicher<br />

Einsatz gewährleistet.“<br />

Legierter Werkzeugstahl, einbaufertig<br />

bearbeitet, gehärtet, geschliffen,<br />

große Zähigkeit, hohe Schnittfestigkeit<br />

und lange Standzeiten – das sind nur<br />

einige der Eckpunkte, die aus Sicht von<br />

Andreas Lassen die Qualität eines<br />

Schrottscherenmessers umschreiben,<br />

aber eigentlich geht es noch um sehr<br />

viel mehr: „Für uns steht die Kundenzufriedenheit<br />

an erster Stelle, und das<br />

erreichen wir nur mit der gleichbleibenden<br />

Qualität unserer Produkte, einer<br />

ebenso hohen Qualität in der Fertigung<br />

und selbstverständlich mit unserem<br />

Maschine ist außerdem mit 1.800-Lumen<strong>recycling</strong><br />

<strong>aktiv</strong> 1/2<strong>02</strong>4 49<br />

NEWS<br />

Bau signifikant optimiert. Die Besucher<br />

haben intensiv getestet und sich mit den<br />

Spezialisten vor Ort ausgetauscht. Unsere<br />

Partner und die, die es werden wollen,<br />

erkennen sehr deutlich, wie viel sie hier<br />

bewegen können.“<br />

Dass das Coreum in den nächsten<br />

zehn Jahren noch weiterwächst und darüber<br />

hinaus noch vielfältiger wird,<br />

davon sind die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen<br />

sowie die Partner des Coreum<br />

fest überzeugt.<br />

www.coreum.de<br />

SPLITTER X2<br />

Mobiles 2-Fraktionen Spiralwellensieb für schwer siebfähige Materialien<br />

Abbruch & Baustoff-Recycling<br />

simplen Vorgang ist die Inbetriebnahme<br />

in nur wenigen Minuten abgeschlossen.<br />

Neben der Kosteneffizienz und Emissionsreduktion<br />

erkennt Schaffers den zusätzlichen<br />

Vorteil der Flexibilität und<br />

Mobilität des hybriden Prallbrechers.<br />

Wurde die Aufbereitung des Bauschutts<br />

früher fremdvergeben, so kann das nun<br />

selbst, flexibel und ortsunabhängig<br />

übernommen werden. Diese Mobilität<br />

gepaart mit der emissionsarmen Antriebstechnik<br />

schätzt der Betreiber sehr.<br />

Besonders im Hinblick auf die neue Ersatzbaustoffverordnung<br />

bringt dies dem<br />

Kunden einen erheblichen Vorteil, da er<br />

nun nicht mehr ständig einen Eignungsnachweis<br />

von externen Dienstleistern<br />

einholen muss, sondern selbst agieren<br />

kann.<br />

www.rubblemaster.com<br />

Durch den hybriden Prallbrecher können neben der vollelektrischen<br />

Aufbereitung von Kies zusätzlich andere Materialien, wie zum Beispiel<br />

Bauschutt, aufbereitet werden. Foto: Rubble Master<br />

mineralischen Abfallströmen binden. „Mit unseren Speicheranlagen<br />

erzeugen wir jeden Tag fundamentale Negativemissionen,<br />

die uns den Klimazielen näher bringen“, so Johannes Tiefenthaler.<br />

Aus Sicht des Unternehmens auch ganz wichtig: „Die Speicherung<br />

ist bereits dann erfolgt, sobald beim Baustoff-Recycler<br />

das CO 2 mit dem Abbruchbeton in Verbindung gebracht wird<br />

– dank der Neustark-Technologie. Das CO 2 bleibt permanent<br />

gebunden – auch wenn zum Beispiel eine Straße aus RC-Materialien<br />

wieder aufgerissen oder ein aus Abbruchbeton erbautes<br />

Gebäude wieder abgerissen wird. Nur eine Wärmequelle<br />

von über 600 Grad oder sehr starke Säuren können dazu führen,<br />

dass das CO 2 wieder in die Atmosphäre entweicht.“<br />

www.neustark.com<br />

<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 1/2<strong>02</strong>4 51<br />

ANLAGENBAU<br />

GÜNTHER GmbH<br />

www.albg.eu<br />

<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 1/2<strong>02</strong>4 11<br />

NEWS<br />

Auf allen Kanälen gut unterwegs<br />

Von den Online-Angeboten des Stein-Verlages profitieren<br />

auch die digitalen Zeitschriftenausgaben. Gerade die Nutzerfreundlichkeit<br />

ist dabei ein äußerst wichtiger Punkt. Deutlich<br />

häufiger als ursprünglich erwartet, werden die aktuellen Ausgaben<br />

angeklickt oder das Archiv nach interessierenden Themen<br />

durchforstet. Dafür ein herzliches Dankeschön an unsere Online-Leser!<br />

Während über die klassischen Print-Ausgaben jedoch nur<br />

schwierig zu ermitteln ist, welche Beiträge besonders intensiven<br />

Zuspruch finden, ist das im Online-Fall über Aufrufzahlen und<br />

Verweildauer eine recht einfache Geschichte. In unserer regelmäßigen<br />

Ranking-Tabelle finden Sie die fünf jeweils meistgeklickten<br />

und gemäß Verweildauer auch tatsächlich gelesenen<br />

Beiträge. Ganz crossmedial gibt es zusätzlich zur Information<br />

auch noch den passenden QR-Code zum Beitrag. Viel Spaß beim<br />

Lesen – und damit auch beim Bewerten!<br />

Top 5 Online<br />

Die Top-5-Beiträge in der Gunst unserer Online-Leser in der <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 1/2<strong>02</strong>4 (Stand: 30.03.2<strong>02</strong>4)<br />

1<br />

RECYCLINGTECHNIK HILDEN<br />

Eine Erfolgsgeschichte<br />

Recyclingtechnik Hilden:<br />

Eine Erfolgsgeschichte<br />

chrott ist nicht gleich Schrott,<br />

und für Laien auf den ersten<br />

Blick nicht unbedingt nachvollziehbar:<br />

Das Schneiden<br />

Svon Schrott, ob mit mobilen<br />

oder stationären Schrottscheren, ist mit<br />

sehr hohen Anforderungen an die<br />

Schneid- und Messertechnik verbunden.<br />

2<br />

RUBBLE MASTER<br />

Elektrisch brechen: 50 Prozent weniger Energiekosten<br />

ie mit zwei Standorten am Nieder-<br />

ansässige Kieswerke Welbers<br />

Drhein<br />

GmbH kaufte im Juni 2<strong>02</strong>3 zum ersten<br />

Mal einen eigenen Brecher, und zwar<br />

3 ZEPPELIN-CAT<br />

Umschlagturbo zünden<br />

m Umschlagbagger steckt ein Cat-<br />

Motor C9.3B, der auch mit Biodiesel bis<br />

I<br />

Umschlagturbo<br />

zünden<br />

4<br />

EAG EINFACH AUFBEREITEN<br />

Recycling im Transportbetonwerk:<br />

Vom Rest-Beton zum R-Beton<br />

D<br />

5 COREUM<br />

Runde und gelungene Geburtstagsfeier<br />

10 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>4


NEWS<br />

Bollegraaf & Greyparrot<br />

Strategische Partnerschaft<br />

Bollegraaf hat mit Greyparrot, einem der Pioniere der KI-<br />

Abfallanalyse, eine strategische Partnerschaft beschlossen.<br />

Im Rahmen der Vereinbarung wird Bollegraaf seine<br />

KI-Aktivitäten an Greyparrot übertragen und zusätzlich 11,8<br />

Millionen Euro in Greyparrot investieren, womit das Unternehmen<br />

eine Minderheitsbeteiligung ohne Kontrollrechte<br />

erhält. Bollegraaf wird außerdem als weltweiter Vertriebspartner<br />

und strategischer Partner für Greyparrot‘s<br />

Analyzer fungieren, die derzeit in 14 Ländern mithilfe von<br />

KI-Kamerasystemen eine einhundertprozentige Transparenz<br />

der Abfallströme in Recyclinganlagen bieten. Die Vereinbarung<br />

beinhaltet auch, dass Greyparrot das geistige<br />

Eigentum (IP) von Bollegraaf im Bereich KL-Vision Based<br />

Computing und das KI-Entwicklungsteam erwirbt. Greyparrot<br />

wird außerdem sein erstes Büro auf dem europäischen<br />

Festland in den Niederlanden eröffnen.<br />

Mit über 50 Prozent Marktanteil im globalen Markt für<br />

Recyclinganlagen und Bereitstellung schlüsselfertiger Recyclinglösungen<br />

kann Bollegraaf die Infrastruktur bereitstellen,<br />

während Greyparrot seine Fähigkeit einbringt, KI-Abfallanalysen<br />

in Software- und Hardwaresysteme zu integrieren.<br />

www.bollegraaf.com<br />

Develon<br />

Neues europäisches<br />

Schulungszentrum in Frankreich<br />

Develon, ehemals Doosan Construction Equipment, hat ein<br />

neues europäisches Schulungszentrum in Allonnes bei Nantes<br />

im Westen Frankreichs eröffnet.<br />

Das neue Schulungszentrum besteht aus einem Hauptgebäude<br />

mit mehreren für Schulungen nutzbaren Räumlichkeiten.<br />

Zusätzlich zu den Kursräumen umfasst die Einrichtung auch<br />

Büros, Werkstätten für Serviceschulungen und einen Außenbereich,<br />

auf dem die Maschinen von Develon und von Wettbewerbern<br />

praktisch ausprobiert werden können.<br />

Neben Service- und Produktschulungen für Händler, internen<br />

Schulungen für Schulungsleiter zur Erweiterung der Schulungsmöglichkeiten<br />

in der Region sowie virtuellen Klassenzimmern<br />

wird das Schulungszentrum zukünftig auch Veranstaltungen<br />

anbieten, die Develon auch in Schulen bekannter machen sollen.<br />

Patrice Pesnot, Schulungsleiter: „Mit dem neuen Schulungszentrum<br />

soll letztendlich die Kundenzufriedenheit erhöht werden.<br />

Zu diesem Zweck baut das Schulungszentrum auf unserem<br />

In dem neuen Develon-Schulungszentrum<br />

werden neben Schulungen auch<br />

Gerätevorführungen angeboten. Foto: Develon<br />

starken Schulungskonzept auf und berücksichtigt mit pro<strong>aktiv</strong>em<br />

Verkaufsmaterial auch die Geräte der Konkurrenz.“<br />

https://eu.develon-ce.com/de/<br />

10. – 13. APRIL, VAZ ST. PÖLTEN<br />

HWH Machines Austria<br />

präsentiert die Maschinen<br />

ARJES EKOMAXX 800<br />

SANY SMHW30G5<br />

HWH Machines GmbH | Repräsentanz Österreich | www.hwh-machines.com<br />

Besuchen Sie uns!<br />

Freigelände Ost<br />

am Stand G 135!<br />

<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>4 11


NEWS<br />

Zahlen, bitte!<br />

Anzahl der Deponien und<br />

abgelagerte Menge nach<br />

Bundesländern<br />

Zu Beginn der 70er-Jahre gab es in Deutschland<br />

noch mehr als 65.000 zum Teil unkontrollierte<br />

Müllkippen, die sogenannten „Bürgermeisterdeponien“.<br />

Mit dem ersten Abfallgesetz<br />

1972 begann der Übergang zur geordneten<br />

Deponierung.<br />

Illustration: adobe.stock.com/Yana<br />

Kunststoffaufkommen<br />

nach<br />

Herkunfts bereichen<br />

Kunststoff<strong>recycling</strong> setzt<br />

sortenreine Erfassung und<br />

beste verfügbare Technologien<br />

voraus: Wesentliche<br />

Voraussetzung für ein<br />

hochwertiges Recycling ist<br />

zunächst eine möglichst<br />

saubere Trennung der<br />

Kunststofffraktionen an<br />

der Anfallstelle. Bei zunehmender<br />

Vermischung unterschiedlicher<br />

Kunststoffe<br />

und anhaftender Verschmutzungen<br />

reduziert<br />

sich die Eignung für ein<br />

werkstoffliches Recycling.<br />

Quelle: Conversio Market & Strategy GmbH: Stoffstrombild Kunststoffe in Deutschland 2017, September 2018<br />

Grafiken aus: Statusbericht der deutschen Kreislaufwirtschaft 2<strong>02</strong>0 • www.statusbericht-kreislaufwirtschaft.de<br />

12 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>4


NEWS<br />

Fraunhofer<br />

Projektpartner für neues Projekt Kunsttoffrezyklate gesucht<br />

Mit dem neuen Projekt „Kunststoffrezyklate in technischen<br />

Bauteilen zuverlässig einsetzen“ will das Fraunhofer-Institut<br />

für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit<br />

LBF gemeinsam mit Partnern grundlegende Wirkzusammenhänge<br />

aus Stoffstrom, Verarbeitung und Langzeitverhalten<br />

in hoch beanspruchten Anwendungen betrachten.<br />

Ziel ist, Produkte nachhaltiger und haltbarer herzustellen<br />

und mehr Kunststoffrezyklate zuverlässig in technischen<br />

Anwendungen einzusetzen.<br />

Eine treibende Fragestellung ist unter anderem, wie mit<br />

Chargenschwankungen umgegangen werden kann, denn<br />

größere Streubreiten in den mechanischen Kennwerten<br />

führen zu größeren Ausfallwahrscheinlichkeiten eines Produktes<br />

und sind im schlimmsten Fall sicherheitsrelevant.<br />

Daher müssen diese bei der Bemessung von Bauteilen berücksichtigt<br />

werden. Aktuell führt das zu höheren Sicherheitsfaktoren<br />

und damit verbundenen höheren Wandstärken,<br />

die dem Leichtbau und damit der Ökonomie und Ökologie<br />

entgegenwirken. Des Weiteren ist das Verhalten unter<br />

Langezeitbelastung in hoch beanspruchten Anwendungen<br />

und eventuellen Änderungen des Materialverhaltens durch<br />

äußere Einflüsse nicht genügend bekannt. Diese Merkmale<br />

müssen zwingend bei der Nachweisführung eines Produktes<br />

berücksichtigt werden, um die Produktlebensdauer einer<br />

Komponente zuverlässig abzuschätzen. Genau an dieser<br />

Stelle wird das neue industrielle Verbundprojekt ansetzen<br />

und exemplarisch zwei unterschiedliche Rezyklat-Materialien<br />

untersuchen. Das kann beispielsweise rPP oder rPA sein<br />

und richtet sich nach den Anforderungen der Verbundteilnehmenden.<br />

„Die Untersuchungen werden parallel an äquivalentem<br />

Neuwarematerial durchgeführt, um einen direkten<br />

Abgleich von Rezyklat zu Neuware zu ermöglichen“, so<br />

Dominik Spancken, bundesweit erster Doktor der Nachhaltigkeitswissenschaften<br />

und Wissenschaftler am Fraunhofer-<br />

LBF. Dieses Verbundprojekt richtet sich an Firmen entlang<br />

der Wertschöpfungskette beginnend vom Granulat bis hin<br />

zum fertigen Bauteil und dem Recycling.<br />

Das Projekt ist offen für weitere Partner aus Industrie und<br />

Wirtschaft. Details zu den Schwerpunkten und dem weiteren<br />

Vorgehen finden Interessierte unter folgendem Link:<br />

https://www.lbf.fraunhofer.de/de/verbundprojekte/<br />

kunststoffrezyklate-technische-anwendungen.<br />

html?utm_source=PI-VerbundprojektSpancken<br />

www.lbf.fraunhofer.de<br />

Komatsu<br />

Übernahme der American Battery Solutions<br />

Komatsu Ltd. bzw. die hundertprozentige Tochtergesellschaft<br />

Komatsu America Corp. hat mit Wirkung vom 1. Dezember<br />

2<strong>02</strong>3 die American Battery Solutions, Inc. („ABS“) mit<br />

Sitz in Detroit, Michigan übernommen. ABS entwickelt und<br />

produziert eine große Bandbreite an Hochleistungs- und Industrie-Batteriepacks<br />

aus Lithium-Ionen-Batterien für Nutzfahrzeuge,<br />

Busse sowie Straßen- und Geländefahrzeuge. Das<br />

Unternehmen bietet Standardbatteriesysteme ebenso wie<br />

maßgeschneiderte Lösungen an. Durch die Übernahme von<br />

ABS kann Komatsu die Batterietechnologien mit dem eigenen<br />

Know-how verbinden sowie selbst batteriebetriebene Bauund<br />

Miningmaschinen entwickeln und herstellen. Zunächst<br />

werden die ABS-Batterien in Miningmaschinen in Nord- und<br />

Südamerika zum Einsatz kommen, wo die Nachfrage für eine<br />

Elektrifizierung zuletzt immer größer wurde. In Zukunft will Komatsu<br />

den Einsatz von Batterien in Baumaschinen ausweiten<br />

und ein globales Vertriebsnetz aufbauen. Komatsu wird das<br />

Geschäft von ABS weiterhin unterstützen, um die Elektrifizierung<br />

nach dem Kauf des Unternehmens weiter voranzutreiben.<br />

ABS wird als eigenständige Geschäftseinheit innerhalb von<br />

Komatsu operieren und seine aktuellen und zukünftigen Kundenprogramme<br />

im Nutzfahrzeugsegment umsetzen. Durch<br />

den hinzukommenden Mining- und Baumaschinenmarkt kann<br />

ABS sich als einer der Weltmarktführer für batteriebetriebene<br />

Systeme sowohl auf der Straße als auch auf Baustellen und in<br />

Steinbrüchen positionieren.<br />

www.komatsu.eu<br />

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„Alliance Intelligent Battery<br />

Series“ (links) und<br />

Hochspannungsbatteriepack<br />

„Proliance Intelligent Battery<br />

Series“ (rechts). Foto: Komatsu<br />

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NEWS<br />

Schlüter für Baumaschinen kann mit 33<br />

Niederlassungen ein überregionales<br />

Servicenetzwerk anbieten.<br />

Foto: Schlüter Baumaschinen GmbH<br />

Schlüter für Baumaschinen<br />

Starke Partnerschaft mit Amand<br />

Im vergangenen Jahr stellten die Amand GmbH & Co. KG<br />

sowie die Schlüter für Baumaschinen GmbH ihren gesamten<br />

Fuhrpark auf Komatsu-Baumaschinen um. Zunächst planten<br />

sie gemeinsam ein Maschinenpaket von knapp 40 Baumaschinen.<br />

Innerhalb kürzester Zeit wurde dieses dann umfangreich<br />

erweitert, sodass in den kommenden Wochen und Monaten<br />

mehr als 90 Baumaschinen verschiedenster Produkttypen an<br />

Amand ausgeliefert werden. Das vielfältige Maschinenportfolio<br />

von Komatsu sowie die ganzheitliche Betreuung von Schlüter<br />

für Baumaschinen mit ihren umfassenden Dienstleistungen<br />

haben Amand auf ganzer Linie überzeugt. Die OilQuick-<br />

Schnellwechsler an den neuen Komatsu-Maschinen sorgen<br />

außerdem für schnelle und unkomplizierte Wechsel der Werkzeuge,<br />

wodurch eine enorme Flexibilität gewährleistet werden<br />

kann. Auch der umfangreiche Fuhrpark von mehr als 3.000<br />

Mietmaschinen, attr<strong>aktiv</strong>e Mietpreise und große Verfügbarkeit<br />

bei Schlüter garantieren Sicherheit bei Engpässen.<br />

Die Amand GmbH & Co. KG legt besonderen Wert auf einen<br />

verlässlichen Partner an ihrer Seite. Dass Schlüter für Baumaschinen<br />

bereits 2<strong>02</strong>2 die GP Baumaschinen GmbH Halle übernommen<br />

hat und seitdem besonders das überregionale Kundennetzwerk<br />

noch umfassender betreuen kann, war ein entscheidender<br />

Faktor, die Partnerschaft mit dem Baumaschinenhändler<br />

einzugehen und die tiefgreifende Veränderung gemeinsam<br />

anzugehen und zu gestalten. Das Maschinenpaket,<br />

das nach und nach den bisher bestehenden Fuhrpark des<br />

deutschlandweit agierenden Bauunternehmens ersetzen wird,<br />

beinhaltet einen Querschnitt der Komatsu-Produktpalette. So<br />

werden auf den Baustellen der Amand-Unternehmensgruppe<br />

schon bald Minibagger, Kompaktradlader, Mobilbagger, Planierraupen<br />

und Hydraulikbagger von Komatsu zu sehen sein.<br />

Da Amand neben dem Bereich Infrastruktur und Baugewerbe<br />

ebenfalls in der Abfallverwertung und -beseitigung sowie im<br />

Baustoffhandel vertreten ist, ergeben sich hier vielfältige Einsatzmöglichkeiten<br />

für die Maschinen.<br />

www.schlueter-baumaschinen.de<br />

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NEWS<br />

Untha<br />

Weiter auf Wachstumskurs<br />

Mit Datum vom 1.2.2<strong>02</strong>4 wurde die Untha Deutschland<br />

GmbH zu einer 100-prozentigen Tochtergesellschaft der<br />

Untha shredding technology GmbH mit Hauptsitz in Österreich.<br />

Damit kommt Untha der steigenden Nachfrage nach Zerkleinerungslösungen<br />

für die Abfallverwertung und das Wertstoff<strong>recycling</strong><br />

im deutschen Absatzmarkt nach. In den kommenden Jahren<br />

ist in Deutschland ein Wachstum von 50 Prozent geplant.<br />

Untha ist bereits seit Jahrzehnten mit seinen Zerkleinerern am<br />

deutschen Markt vertreten. Bereits seit den 1990er-Jahren gibt<br />

es die Vertriebs- und Servicegesellschaft Untha Deutschland<br />

GmbH. Schwerpunkt ist die Entwicklung anspruchsvoller Zerkleinerungsanlagen<br />

und Systemlösungen für schwierige Anwendungen,<br />

wie beispielsweise die Verwertung von Produktionsabfällen,<br />

Akten- und Datenvernichtung sowie Zerkleinerung von<br />

E-Schrott. Untha ist seit 2014 Minderheitsgesellschafter des<br />

Unternehmens und investierte in den darauffolgenden Jahren<br />

schrittweise in weitere Unternehmensanteile. Dies führte zur<br />

Separierung in zwei Bereiche: Der Maschinenvertrieb sowie der<br />

Service für den deutschen Markt erfolgen weiterhin über die<br />

Untha Deutschland GmbH und der internationale Anlagenbau<br />

wird von der URT Umwelt- und Recyclingtechnik GmbH durchgeführt.<br />

Die URT verfügt über langjährige Erfahrung und umfassendes<br />

Know-how in der Planung und Umsetzung von komplexen<br />

Kühl- und E-Schrott-Recyclinganlagen sowie in der wirtschaftlichen<br />

Aufbereitung von Altbatterien. Das eigenständige<br />

Unternehmen bleibt auch in Zukunft ein unabhängiger, aber<br />

zuverlässiger Partner der Untha Deutschland GmbH.<br />

Andrea Gratzer, CFO bei Untha, und Peter Streinik, Head of<br />

Global Sales and Business Development, bilden die Geschäftsleitung<br />

der deutschen Tochter. Daniel Wresnik, seit 2009 im<br />

Vertrieb tätig, wurde zum Vertriebsleiter für das deutsche Tochterunternehmen<br />

ernannt. Alex Hofmann − seit über 25 Jahren<br />

Teil des Teams in Deutschland − ist nun als Prokurist für die Bereiche<br />

Anwendungstechnik, Projektierung, Service und Kundendienst<br />

zuständig. Um die Kunden in Deutschland noch effizienter<br />

zu betreuen, wird das Team außerdem um zwei weitere<br />

Mitarbeiter erweitert und umfasst dann 15 Personen.<br />

Im Geschäftsjahr 2<strong>02</strong>3 erzielte die Untha shredding technology<br />

GmbH einen neuen Rekordwert bei den Auftragseingängen von<br />

98 Millionen Euro und verkaufte weltweit rund 400 Zerkleinerer.<br />

www.untha.com<br />

Das Team der Untha Deutschland GmbH am<br />

Unternehmens standort in Karlstadt.<br />

Foto: Untha<br />

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VERANSTALTUNGEN<br />

Deutscher Abbruchverband<br />

Fachtagung Abbruch: Nachhaltigkeit im Abbruch<br />

Zum vierten Mal fand die Fachtagung<br />

Abbruch im ehemaligen Postbahnhof<br />

der STATION Berlin statt. Auf einer<br />

Netto-Fläche von über 1.180 m 2 hatten<br />

1<strong>24</strong> Aussteller und über 1.200 Vertreter<br />

der Abbruchbranche und von branchennahen<br />

Unternehmen die Möglichkeit,<br />

sich über Produkte und Dienstleistungen<br />

rund um das Thema Abbruch, Schadstoffsanierung<br />

und Recycling zu informieren.<br />

Erstmalig hatte Europas größter<br />

Branchentreff im Abbruch einen Themenschwerpunkt:<br />

Das Thema „Nachhaltigkeit<br />

im Abbruch“ stand bei allen Programmpunkten<br />

im Vordergrund. Neu<br />

war eine Podiumsdiskussion am Vormittag<br />

mit renommierten Experten, Unternehmern<br />

und Wissenschaftlern mit anschließender<br />

Publikumsdiskussion.<br />

DA-Geschäftsführer Andreas Pocha<br />

eröffnete die Veranstaltung mit den<br />

Worten: „Das Thema Nachhaltigkeit ist<br />

eine willkommene Chance für die Abbruchbranche!<br />

Sie hat eine zentrale Bedeutung<br />

für eine funktionierende und<br />

stimmige Kreislaufwirtschaft am Bau.“<br />

Ergänzend dazu stellt er fest: „Ohne<br />

unser Sekundärmaterial aus dem Rückbau<br />

wird eine echte Kreislaufwirtschaft<br />

nicht möglich sein.“ Damit gab er den<br />

Startschuss für die Podiumsdiskussion<br />

und eine Reihe weiterer Vorträge. In seinem<br />

Eröffnungsvortrag „Nachhaltigkeit<br />

im Abbruch – Status quo und Visionen“<br />

gab Dip.-Ing. Johannes Harzheim einen<br />

Rückblick auf 20 Jahre gängige Recyclingpraxis<br />

in der Abbruchbranche, einen<br />

Einblick in die gesetzlichen Rahmenbedingungen<br />

und einen Ausblick in die Zukunft.<br />

Die Abbruchbranche sei in Sachen<br />

Innovationskraft, Nachhaltigkeit und<br />

Recycling weiterhin auf einem sehr<br />

hohen Niveau, jedoch müsse die Außendarstellung<br />

mit Blick auf die Themen<br />

Nachhaltigkeit, CO 2<br />

-Bilanz, Urban Mining<br />

und Arbeitskräftegewinnung noch<br />

weiter verbessert werden.<br />

Die Nachhaltigkeitsexperten Prof. Dr.<br />

Christian Berg, Thomas Hagedorn, Sybille<br />

Mai und Johannes Schlenter tauschten<br />

sich anschließend in der neu geschaffenen<br />

Podiumsdiskussion über die<br />

im Einführungsvortrag angerissenen<br />

Themen aus. Die Moderatorin Kristina<br />

zur Mühlen leitete die Runde und führte<br />

Die Fachtagung Abbruch 2<strong>02</strong>4 versammelte mehr als 1.200 Besucher und<br />

1<strong>24</strong> Aussteller zum Erfahrungsaustausch. Foto: Jens Jeske<br />

anschließend durch das gesamte Vortragsprogramm.<br />

Zusammen mit den<br />

Beteiligten setzte sie sich u. a. mit der von<br />

Prof. Dr. Berg aufgestellten These, dass<br />

vor dem Abbruch eines Gebäudes zunächst<br />

alle anderen Optionen genau<br />

erwogen werden sollten, auseinander.<br />

Oberstes Ziel für die gesamte Wirtschaft<br />

sei die Ressourcenschonung, die laut<br />

Thomas Hagedorn angesichts einer über<br />

90-prozentigen Recyclingquote der mineralischen<br />

Bausubstanz keine andere<br />

Branche besser betreibe als die Abbruchbranche.<br />

Wichtig wäre jedoch,<br />

z. B. das Wort „Abfall“ zu ersetzen und<br />

zu einer positiv besetzten Begrifflichkeit<br />

zu kommen, um so dem Recyclingmaterial<br />

und auch der Abbruchbranche einen<br />

höheren Stellenwert in der öffentlichen<br />

Wahrnehmung zu verschaffen. Nach<br />

dem Inkrafttreten der Ersatzbaustoffverordnung<br />

sei die Akzeptanz zwar etwas<br />

gestiegen, jedoch müsse die öffentliche<br />

Hand noch stärker mitwirken und ihrer<br />

Vorbildfunktion gerecht werden. In Ausschreibungen<br />

sollte somit auch verpflichtend<br />

Recyclingmaterial und nicht nur<br />

Primärbaustoffe berücksichtigt werden.<br />

Insgesamt müsste zum Thema Altmaterial<br />

noch mehr in den Köpfen passieren,<br />

so Prof. Dr. Christian Berg. Sybille Mai<br />

plädiert dafür, die Bauproduktbranche<br />

in die Kreisläufe miteinzubinden. Als<br />

Chance für die Branche sieht sie zukünftig<br />

Kollaborationen mit Herstellern und<br />

Recyclingunternehmen mit dem Ziel,<br />

viele hochwertige Materialien in den<br />

Kreislauf bringen zu können. Ob Wiederverwertung<br />

oder Recycling – beides sollte<br />

laut Johannes Schlenter gleichermaßen<br />

Wertschätzung finden, denn die<br />

Hauptsache wäre, dass die Stoffe im<br />

Kreislauf blieben.<br />

Im Anschluss folgten sechs weitere<br />

Vorträge mit anschließenden Fragen<br />

aus dem Publikum. Der Dialogabend,<br />

der anschließend an die eigentliche<br />

Fachtagung stattfand, bot den Fachbesuchern<br />

und Ausstellern weitere<br />

Netzwerkmöglichkeiten. Interessierte<br />

können sich bereits jetzt den Termin für<br />

die Fachtagung Abbruch 2<strong>02</strong>5 vormerken,<br />

die am 14. März 2<strong>02</strong>5 wiederum in<br />

der STATION Berlin stattfindet.<br />

www.deutscher-abbruchverband.de<br />

Unseren<br />

Veran staltungs kalender<br />

finden Sie auf Seite 115<br />

18 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>4


VERANSTALTUNGEN<br />

Nachhaltigkeit,<br />

Temperaturabsenkung,<br />

Kreislaufwirtschaft,<br />

Digitalisierung und<br />

Unternehmen im Wandel<br />

waren wichtige Themen auf<br />

den Deutschen<br />

Asphalttagen in<br />

Berchtesgaden. Foto: DAV<br />

DAV & DAI<br />

Deutsche Asphalttage: Nachhaltiger Wandel in der Asphaltbranche<br />

Bei den vom Deutschen Asphaltverband (DAV) und dem<br />

Deutschen Asphaltinstitut (DAI) in Berchtesgaden veranstalteten<br />

22. Deutschen Asphalttagen spielte auch das Thema<br />

Nachhaltigkeit eine große Rolle. In seiner Eröffnungsansprache<br />

unterstrich Christian Bernreiter, Bayerischer Staatsminister<br />

für Wohnen, Bau und Verkehr, dass zum bayerischen Ziel, bis<br />

2040 klimaneutral zu werden, auch „eine lange Nutzungsdauer<br />

und eine weitgehende Kreislaufwirtschaft der Baustoffe“<br />

gehöre. Sein Ressort habe daher die Bundesregierung darauf<br />

hingewiesen, dass eine einheitliche Regelung zum Ende der<br />

Abfalleigenschaft von Ausbauasphalt dringend geschaffen<br />

werden müsse. Bernreiter wies zudem auf die Bedeutung von<br />

Nachhaltigkeitskriterien bei Ausschreibungsverfahren hin, bei<br />

denen Bayern mit einem Pilotprojekt bundesweit Akzente setzt.<br />

„Wir habe kürzere Transportwege und höhere Wiederverwendungsquoten<br />

erreicht“, sagte Bernreiter. „Unser Ziel ist die<br />

Verwendung des ressourcenschonendsten Asphalts und der<br />

besten wiederverwendeten mineralischen Zuschlagstoffe.“<br />

Prof. Christian Holldorb vom Karlsruher Steinbeis-Transferzentrum<br />

Infrastrukturmanagement im Verkehrswesen (IVM) gab<br />

einen Überblick zum Stand der vom DAV initiierten Erstellung<br />

einheitlicher Muster für Umweltproduktdeklarationen (EPD)<br />

für Asphalt: „Asphaltmischguthersteller werden umso bereitwilliger<br />

in Technologien investieren, die eine nachhaltige Produktion<br />

ermöglichen, wenn sich diese Investition hinterher bei<br />

der Vergabe auch rechnet. Der große Nutzen von Instrumenten<br />

wie der EPD ist, solche Anreize zu bieten.“<br />

Prof. Dr.-Ing. Ines Dragon stellte die RAL-Gütesicherung für<br />

die Lagerung und Aufbereitung von Ausbauasphalt vor. Asphalthersteller<br />

müssten ihre Prozesse bei der Wiederverwendung<br />

von Ausbauasphalt ständig reflektieren und optimieren,<br />

sagte Dragon. Die Gütesicherung biete die Möglichkeit, „die<br />

Prozesse der Aufbereitung und Lagerung nach einem gemeinsamen<br />

Standard zu überwachen und gegenüber den Auftraggebern<br />

transparent zu machen“. Das stärke das Vertrauen und<br />

fördere die Kreislaufwirtschaft.<br />

Die 23. Deutschen Asphalttage in Berchtesgaden finden vom<br />

25. bis 27. Februar 2<strong>02</strong>6 statt.<br />

www.deutsche-asphalttage.de<br />

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IFAT-SPECIAL 2<strong>02</strong>4<br />

IFAT Munich<br />

Globales Netzwerk für<br />

Umwelttechnologien<br />

Vom 13. bis 17. Mai 2<strong>02</strong>4 findet die diesjährige IFAT Munich statt. Als „Weltleitmesse<br />

für Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft“ ist sie<br />

Lösungsplattform, Netzwerkveranstaltung und Wissenshub zugleich und<br />

bringt die wichtigsten internationalen Branchenvertreter aus Politik, Wirtschaft<br />

und Wissenschaft zusammen. Als größte internationale Fachmesse für die<br />

Bereiche Wasser, Abwasser, Recycling und Kommunaltechnik bietet die IFAT Munich<br />

innovative Ideen und Lösungen für Industrien und Kommunen – in acht Hallen und<br />

auf einem großen Freigelände mit vielen Exponaten in Aktion.<br />

Dabei setzt die Messe auch einen klaren Fokus auf Recycling und Entsorgung für<br />

privatwirtschaftliche und kommunale Entsorger – sowohl in der Ausstellung als auch<br />

im Programm. Das Ziel? Lösungen aufzuzeigen, um Rohstoffkreisläufe zu schließen<br />

und die Kreislaufwirtschaft weiter voranzubringen. Dazu werden über die verschiedenen<br />

Stoffströme hinweg verschiedene Möglichkeiten präsentiert – von der intelligenten<br />

Sammlung mit emissionsarmen Fahrzeugen über neue Sortier- und Aufbereitungsverfahren,<br />

energieeffiziente Materialumschlagsgeräte und KI-basierte Softwarelösungen<br />

bis hin zum Neuprodukt oder Wertstoff sowie der Verwertung von<br />

Abfällen zur Energiegewinnung durch thermische Verfahren oder Biogaserzeugung.<br />

Ebenso sieht sich die IFAT Munich als eine Messe zum Anfassen und Ausprobieren.<br />

Hier lassen sich Exponate im Rahmen von Live-Demos und Lösungstouren live und<br />

in Anwendung erleben.<br />

Das Programm der IFAT Munich umfasst alle wichtigen Aspekte des Recyclings.<br />

Auf der Orange Stage geht es um Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz, Stoffstrommanagement<br />

sowie Logistik und Mobilität in Kommunaltechnik und Abfallwirtschaft.<br />

Circular Economy ist auch Thema auf der Green Stage mit ihren spannenden<br />

Cross-Industry-Präsentationen und Start-ups. Die Spotlight Areas hingegen beleuchten<br />

die Themenkomplexe mechanische und chemische Verfahren des Kunststoff<strong>recycling</strong>s,<br />

Batterie<strong>recycling</strong> und Wasserstoff in der Kreislaufwirtschaft.<br />

Vom 13. bis 17. Mai 2<strong>02</strong>4<br />

findet mit der IFAT Munich<br />

wieder die „Weltleitmesse<br />

für Wasser-, Abwasser-,<br />

Abfall- und<br />

Rohstoffwirtschaft“ statt.<br />

Fotos: Messe München<br />

Von namhaften Ausstellern über kommunale und privatwirtschaftliche Entsorger<br />

bis hin zu politischen Vertretern aus aller Welt: Die IFAT Munich bringt alle wichtigen<br />

Player der Recycling- und Entsorgungsbranche zusammen – hoch motiviert und offen<br />

für rege Gespräche. Das macht sie zur idealen Netzwerkplattform für die gesamte<br />

Community. Hier trifft man auf Stakeholder, Marktführer, Start-ups, Speaker, Kollegen,<br />

Fachexperten sowie bestehende und potenzielle Geschäftspartner. Macht zusammen:<br />

eine Vielzahl wertvoller Kontakte mit dem gleichen hohen Anspruch an<br />

Austausch und Networking.<br />

Die Öffnungszeiten für Besucher und Besucherinnen sind vom 13. bis 16. Mai jeweils<br />

von 9.00 bis 18.00 Uhr, am Freitag, dem 17. Mai, von 9.00 bis 16.00 Uhr.<br />

www.ifat.de<br />

<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>4 21


IFAT-SPECIAL 2<strong>02</strong>4<br />

22 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>4


IFAT-SPECIAL 2<strong>02</strong>4<br />

<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>4 23


IFAT-SPECIAL 2<strong>02</strong>4<br />

VDMA-Praxistage<br />

VDMA-Praxistage<br />

Aufbereitung von Altholz,<br />

Park- und Gartenabfällen<br />

und Stammholz<br />

Tolle Einblicke und volles<br />

Programm – die VDMA-<br />

Praxistage sind wieder ein<br />

Anziehungspunkt auf der<br />

IFAT.<br />

Foto: Messe München<br />

<strong>24</strong> <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>4


IFAT-SPECIAL 2<strong>02</strong>4<br />

Zur IFAT 2<strong>02</strong>4 wird der<br />

VDMA Fachverband Abfallund<br />

Recyclingtechnik wieder<br />

mit seinen beiden<br />

Live-Demonstrationen<br />

VDMA-Praxistage und<br />

VDMA-Crushing Zone<br />

vertreten sein. Standort<br />

dafür ist das Freigelände<br />

Süd mit der Stand-Nummer<br />

908.<br />

Zentraler Ausgangspunkt ist in diesem<br />

Jahr der wesentlich größere VDMA-<br />

Pavillon. Dort gibt es die Kopfhörer zur<br />

Begleitung der Fach-Rundgänge – und<br />

viel interessanter: um zu den Demoflächen<br />

zu gelangen, muss jeder Besucher<br />

und jede Besucherin den Pavillon nämlich<br />

durchqueren. Darüber hinaus wurde<br />

der VDMA-Pavillon um einen Bereich für<br />

Mitaussteller erweitert. Hier können sich<br />

Hersteller und Händler in unmittelbarer<br />

Nähe ihrer Maschinen präsentieren.<br />

Auf den VDMA-Praxistagen werden<br />

Lösungen präsentiert, wie der nachwachsende<br />

Rohstoff Biomasse effizient<br />

verarbeitet und damit einer optimalen<br />

Verarbeitung zugeführt werden kann.<br />

Speziell auf die jeweilige anwenderbezogene<br />

Zielgruppe zugeschnitten, werden<br />

die Live-Demonstrationen in sechs<br />

Segmente unterteilt:<br />

• Maschinen-Kombinationen Altholz<br />

• Altholz-Shredder<br />

• Altholz-Siebe<br />

• Park- und Gartenabfälle Shredder<br />

• Park- und Gartenabfälle Siebe<br />

• Stammholz<br />

Vorführzeiten:<br />

Montag, 13. Mai 2<strong>02</strong>4:<br />

• Maschinenkombination Altholz:<br />

13.00 Uhr<br />

• Altholz: 13.00 Uhr<br />

• Park- und Gartenabfälle: 13.00 Uhr<br />

• Stammholz: 13.00 Uhr<br />

Dienstag, 14. Mai 2<strong>02</strong>4:<br />

• Maschinenkombination Altholz:<br />

10.15 Uhr & 16.15 Uhr<br />

• Altholz: 10.30 Uhr & 15.45 Uhr<br />

• Park- und Gartenabfälle:<br />

11.10 Uhr & 15.05 Uhr<br />

• Stammholz: 11.30 Uhr & 15.00 Uhr<br />

Mittwoch, 15. Mai 2<strong>02</strong>4:<br />

• Maschinenkombination Altholz:<br />

10.15 Uhr & 16.15 Uhr<br />

• Altholz: 10.30 Uhr & 15.45 Uhr<br />

• Park- und Gartenabfälle:<br />

11.10 Uhr & 15.05 Uhr<br />

• Stammholz: 11.30 Uhr & 15.00 Uhr<br />

Donnerstag, 16. Mai 2<strong>02</strong>4:<br />

• Maschinenkombination Altholz:<br />

10.15 Uhr & 16.15 Uhr<br />

• Altholz: 10.30 Uhr & 15.45 Uhr<br />

• Park- und Gartenabfälle:<br />

11.10 Uhr & 15.05 Uhr<br />

• Stammholz: 11.30 Uhr & 15.00 Uhr<br />

Freitag, 17. Mai 2<strong>02</strong>4:<br />

• Maschinenkombination Altholz:<br />

11.40 Uhr<br />

• Altholz: 11.10 Uhr<br />

• Park- und Gartenabfälle: 10.35 Uhr<br />

• Stammholz: 10.30 Uhr<br />

Folgende Unternehmen sind bei den<br />

PRAXISTAGEN beteiligt (mit Angabe<br />

der weiteren Standfläche):<br />

• CBI-Europe B.V., Halle B5, Stand<br />

405/504<br />

• Doppstadt Umwelttechnik GmbH,<br />

Freigelände Mitte, Stand 709/1<br />

• Eschlböck-Maschinenfabrik GmbH,<br />

Halle B6, Stand 527<br />

• Haas Holzzerkleinerungs- und Fördertechnik<br />

GmbH, Halle B6, Stand<br />

415/514<br />

• J. Willibald Recycling- und Umwelttechnik<br />

GmbH, Halle B6, Stand<br />

105/204<br />

• Jenz Maschinen- und Fahrzeugbau<br />

GmbH, Freigelände Mitte, Stand<br />

708/6<br />

• Komptech GmbH, Halle B6, Stand<br />

405/504<br />

• Lindner – Recyclingtech GmbH, Halle<br />

B6, Stand 251/350<br />

• Nebolex Umwelttechnik GmbH<br />

• Sennebogen Maschinenfabrik GmbH,<br />

Halle C5, Stand 451/550<br />

• Steinert GmbH, Halle B6, Stand 552<br />

und Halle B6, Stand 451/550<br />

• Terex GB Ltd, Halle B5, Stand 405/504<br />

• Terex Deutschland – Fuchs, Halle C5,<br />

Stand 429/528<br />

• Untha shredding technology GmbH,<br />

Halle B6, Stand 127/226<br />

• Vermeer-International B.V., Halle B6,<br />

Stand 427/526<br />

• Zeppelin Baumaschinen GmbH, Halle<br />

C5, Stand 139/238<br />

www.vdma.org/waste-treatment<strong>recycling</strong>-technology<br />

<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>4 25


IFAT-SPECIAL 2<strong>02</strong>4<br />

VDMA-Praxistage<br />

CBI Europe<br />

Robuster und<br />

leistungsstarker Zerkleinerer 5400BT<br />

Das seit 2015 zur Terex-Gruppe gehörende US-amerikanische Unternehmen<br />

Continental Biomass Industries (CBI) präsentiert auf den VDMA-<br />

Praxistagen den Schredder 5400BT. Die mit einem Raupenfahrwerk ausgestattete<br />

Maschine ist für den Transport auch mit einem abnehmbaren Dolly<br />

lieferbar. Der 5400BT ist 2,7 Meter breit und wiegt inklusive Dolly ca. 34 Tonnen.<br />

Er kann als Zerkleinerer für Altholz, Grünschnitt oder Siedlungsabfälle<br />

eingesetzt werden. Zudem besteht die Möglichkeit, einen der beiden Hacker-<br />

Rotoren zu montieren, um Hackschnitzel bis G50 oder Mikrohackschnitzel 5<br />

bis 15 mm herzustellen. Mit dem Kassetten-System kann eine breite Palette<br />

an Materialien verarbeitet werden, die Umbauzeit beträgt nur wenige Stunden,<br />

so der Hersteller. Mit der Rotorabmessung von 1 Meter Durchmesser und<br />

1,2 Meter Breite ist es möglich, bis zu 80 Tonnen Altholz P63 pro Stunde zu<br />

produzieren. Bei der Installation des Zwei-Messer-Hackerrotors werden bis zu<br />

300 Schüttraummeter Hackschnitzel pro Stunde erzielt, so die jeweiligen Herstellerangaben.<br />

Der Kraftstoffverbrauch beträgt etwa 80 Liter Diesel pro Stunde,<br />

also einen Liter pro Tonne Altholz oder weniger als ein viertel Liter pro m 3<br />

Hackschnitzel.<br />

Vielleicht, so CBI, „nicht der billigste Schredder in seiner Größenklasse, aber<br />

mit Sicherheit sehr zuverlässig bei niedrigen Betriebskosten pro Tonne“, womit<br />

sich nach einigen Jahren die höhere Investition bezahlt machen sollte.<br />

www.cbi-eu.com<br />

VDMA-Praxistage,<br />

Freigelände Süd,<br />

Stand 908<br />

Halle B5,<br />

Stand 405/504<br />

13.–17.5.2<strong>02</strong>4<br />

MESSE MÜNCHEN<br />

Der CBI 5400BP mit einem Scania-<br />

DC16-V8-Motor mit 770 PS in der<br />

Stage-V-Ausführung im Einsatz.<br />

Foto: CBI Europe BV<br />

Doppstadt<br />

Flexible und<br />

wirtschaftliche<br />

Aufbereitung<br />

Im Rahmen der IFAT München zeigt<br />

Doppstadt auf den VDMA-Praxistagen,<br />

wie die Aufbereitung unterschiedlicher<br />

Materialien flexibel, wirtschaftlich und<br />

rechtssicher umsetzbar ist. „Auf der Fläche<br />

des VDMA können sich Besucherinnen<br />

und Besucher von der Doppstadt-<br />

Qualität überzeugen“, so Daniel Kürten,<br />

Leiter des Produkt- und Projektmanagements<br />

der Doppstadt Umwelttechnik<br />

GmbH. Unter den gezeigten Maschinen<br />

findet sich auch der neue Inventhor 6.2.<br />

Hinsichtlich der Anwender- und Beladefreundlichkeit<br />

hat Doppstadt sein Erfolgsmodell<br />

weiter optimiert. Der neue<br />

Klapptrichter ermöglicht eine noch einfachere<br />

Beladung mit Bagger und Radlager.<br />

Zusätzlichen Komfort bringt die<br />

neue Beladebreite von 3,3 Metern und<br />

das vergrößerte Bunkervolumen, mit<br />

dem sich Material mit großen Radladschaufeln<br />

in einem Schwung entladen<br />

lässt. Ebenfalls neu: das DoppBasket-<br />

System. Im Handumdrehen lässt sich der<br />

Inventhor 6.2 durch einen unkomplizierten<br />

Siebkorbwechsel für neue Anforderungen<br />

umrüsten. Dabei spielt die Maschine<br />

wie gewohnt ohne Korbsystem<br />

ihre maximale Robustheit bei der Zerkleinerung<br />

von anspruchsvollen Materialien<br />

aus.<br />

Wie flexibel Aufbereitung funktioniert,<br />

beweist Doppstadt mit seiner AK-Baureihe<br />

auf dem Gelände des VDMA. Von<br />

Heckkörben bis zu Prallplatten: Mit seiner<br />

hohen Ausstattungsvielfalt zeigt<br />

Doppstadt seine „Schnellläufer“ in den<br />

unterschiedlichen Anwendungen. Der<br />

AK zeichnet sich durch sein breites und<br />

erweiterbares Einsatzspektrum aus. Ob<br />

Grünschnitt, Biogassubstrat oder Altholz:<br />

Mit dem AK 315 erzielen Kundinnen<br />

und Kunden perfekt strukturiertes Material<br />

mit guter Auffaserung für die anschließende<br />

Weiterverarbeitung, unter<br />

anderem für die Kompostierung. Der AK<br />

640 liefert das fertige Endprodukt für<br />

stoffliche und thermische Verwertung –<br />

ohne Vorzerkleinerung und bei hoher<br />

Durchsatzleistung. Die AK-Baureihe<br />

zeichnet sich dabei durch eine hohe<br />

Störstofftoleranz aus.<br />

26 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>4


IFAT-SPECIAL 2<strong>02</strong>4<br />

Neben dem Inventhor und dem AK<br />

erleben Besucherinnen und Besucher die<br />

mobil-modularen Aufbereitungslösungen,<br />

die Doppstadt unter dem neuen<br />

Markenauftritt MMPC (ehemals MMAK)<br />

auf dem VDMA-Gelände präsentiert.<br />

Wer mehr über die flexiblen Anwendungen<br />

sowie Service- und Akademieangebote<br />

von Doppstadt erfahren<br />

möchte, kann den Messestand besuchen:<br />

Unter dem Motto „it’s not a booth,<br />

it’s a <strong>recycling</strong> plant” präsentiert das Unternehmen<br />

mit seinem Auftritt bewusst<br />

einen praxisnahen<br />

Recyclinghof.<br />

Freigelände Mitte,<br />

Stand 709/1<br />

www.doppstadt.de<br />

VDMA-Praxistage<br />

& Crushing Zone,<br />

Freigelände Süd,<br />

Stand 908<br />

13.–17.5.2<strong>02</strong>4<br />

MESSE MÜNCHEN<br />

Der AK von Doppstadt ist flexibel für ein breites und<br />

erweiterbares Einsatzspektrum geeignet.<br />

Foto: Doppstadt Umwelttechnik GmbH<br />

Besondere Herausforderungen...<br />

...brauchen besondere Lösungen!<br />

Drahtsiebe<br />

ClipTec<br />

FlowHarp<br />

Fingersiebe<br />

Wellenrohrschutz<br />

Trägerschutz<br />

Entwässerung<br />

TeePee<br />

Ludwig Krieger GmbH<br />

Draht- und Kunststofferzeugnisse<br />

+49 (0) 721 / 96 <strong>24</strong>2-0<br />

linkedin.com/company/ludwigkrieger<br />

info@kriegersiebe.de<br />

www.kriegersiebe.de


IFAT-SPECIAL 2<strong>02</strong>4<br />

VDMA-Praxistage<br />

Eschlböck<br />

Holzhackmaschinen für jeden Einsatzbereich<br />

Eschlböck kann als einziger Hersteller<br />

von Holzhackmaschinen die gesamte<br />

Palette mit der jeweils optimalen Zerkleinerungstechnik<br />

abdecken: Scheibenradhacker<br />

ab 15 cm und Trommelhacker ab<br />

32 cm Holzdurchmesser bis zu den kranbeschickten<br />

Großmaschinen mit bis zu<br />

95 cm Holzdurchmesser. Ausgestattet<br />

mit dem kraftsparend arbeitenden<br />

Spaltbiber sind beim Aufräumen auf<br />

Hackplätzen keine Grenzen gesetzt, der<br />

Hackplatz kann aufgeräumt verlassen<br />

werden.<br />

Der spezialisierte Holzhackmaschinenhersteller<br />

Eschlböck wurde mit der<br />

Entwicklung der Biber-Powertrucks<br />

VICAN, VICTOR und MAROX zunehmend<br />

auch zum Spezialisten im Fahrzeugbau.<br />

Eschlböck treibt den Hacker über ein einstufiges,<br />

neu entwickeltes Getriebe zwischen<br />

Lkw-Motor und Fahrantrieb an.<br />

Während des Hackens ist damit ein Versetzen<br />

des Hackers vom Bedienplatz aus<br />

möglich, das Schaltgetriebe wird im<br />

Hackbetrieb geschont und eine einfache<br />

zeit- und kostensparende Wartung wird<br />

ermöglicht. Die Kraft wird direkt dem<br />

Hacker zur Verfügung gestellt. Die neue<br />

Kraftübertragung der Biber-Powertruck-<br />

Technik ermöglicht eine hohe Leistungsübertragung<br />

bei gleichzeitig sehr geringem<br />

Kraftstoffverbrauch. Mit bis zu 750<br />

PS und einem Hackaggregat von über<br />

einem Meter gehören die Biber-Powertrucks<br />

zu den leistungsstärksten Hackern<br />

am Markt.<br />

Im praktischen Einsatz zeigt Eschlböck<br />

auf der IFAT 2<strong>02</strong>4 den erfolgreichen Allrounder<br />

Biber 84 VICTOR. Die Basis des<br />

kompakten Spezialfahrzeugs VICTOR ist<br />

ein Volvo mit 550 PS, 2900 Newtonmeter<br />

und 16 Liter Hubraum. Trotz seiner kompakten<br />

Bauweise mit einem 3-Achs-<br />

Fahrgestell ist der VICTOR ein sehr leistungsstarker<br />

Allrounder mit hohen<br />

Durchsatzleistungen. Mit dem beschickungsoptimierten<br />

Einzugsbereich von<br />

122 cm Einzugsbreite und einer Einzugshöhe<br />

von 60 cm ist die Baugröße Biber<br />

84 vor allem auch in Kombination mit<br />

dem kraftsparend arbeitenden Spaltbiber<br />

besonders wirtschaftlich, und dies<br />

bei jedem Stammdurchmesser. Die Kunden<br />

schätzen neben der hohen Fertigungstiefe<br />

die verlässliche Ersatzteilverfügbarkeit<br />

über Generationen, den kompetenten<br />

Service durch erfahrene Mitarbeiter<br />

und die Langlebigkeit der Maschinen<br />

von Eschlböck.<br />

www.eschlboeck.at<br />

VDMA-Praxistage,<br />

Freigelände Süd,<br />

Stand 908<br />

Halle B6, Stand 527<br />

13.–17.5.2<strong>02</strong>4<br />

MESSE MÜNCHEN<br />

Der erfolgreiche Allrounder Eschlböck BIBER 84 VICTOR zeigt sein<br />

Leistungsvermögen im praktischen Einsatz. Foto: Eschlböck Maschinenfabrik GmbH<br />

Haas Recycling-<br />

Systems<br />

Langlebige<br />

Qualität<br />

Seit 1989 steht Haas Recycling-Systems<br />

im Bereich<br />

des Maschinenbaus für langlebige<br />

Qualität und maßgeschneiderte<br />

Lösungen für die<br />

Recyclingindustrie. Das Unternehmen<br />

ist als Anbieter von<br />

Zerkleinerungsmaschinen und<br />

Anlagentechnik weltweit bekannt.<br />

Ob Industrieabfälle,<br />

Haushalts- und Gewerbeabfälle,<br />

Altholz, Grünschnitt<br />

oder andere Materialien – das<br />

Unternehmen entwickelt, fertigt<br />

und installiert mobile Maschinen<br />

oder stationäre Anlagen,<br />

die genau auf die Bedürfnisse<br />

der Kunden zugeschnitten<br />

sind, um damit wertvolle<br />

Ressourcen aus verschiedenen<br />

Arten an Abfallmaterialien<br />

zurückzugewinnen.<br />

Ein besonderes Merkmal<br />

des Unternehmens ist die Flexibilität<br />

in der Angebotsgestaltung.<br />

Kunden haben die<br />

Möglichkeit, Maschinen flexibel<br />

zu mieten, gebraucht zu<br />

kaufen oder in neue Maschinen<br />

zu investieren. Sie profitieren<br />

von individuellen Lösungen,<br />

die genau auf ihre jeweilige<br />

Auftragsvolumen und ihre<br />

Anforderungen zugeschnitten<br />

sind. Vor einer Kaufentscheidung<br />

bieten Live-Demonstrationen<br />

die Möglichkeit, sich<br />

von der Qualität der Produkte<br />

zu überzeugen. Ein schönes<br />

Beispiel für die Leistungsfähigkeit<br />

der Produkte ist der<br />

TYRON-Vorbrecher, ein robuster<br />

Zwei-Wellen-Vorbrecher<br />

mit zwei unabhängig<br />

angetriebenen Zerkleinerungswellen,<br />

der Flexibilität<br />

und Betriebssicherheit bietet.<br />

Ebenso beeindruckend ist die<br />

ARTHOS-Hammermühle, die<br />

dank ballistischem Auswurf<br />

automatisch Störstoffe im Eingangsmaterial<br />

abscheidet.<br />

28 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>4


IFAT-SPECIAL 2<strong>02</strong>4<br />

Beide Maschinen werden live auf der<br />

IFAT vorgestellt.<br />

Haas-Recyclinganlagen berücksichtigen<br />

die individuellen Anforderungen<br />

in verschiedenen Anwendungsbereichen<br />

wie zum Beispiel bei Entsorgungsbetrieben,<br />

Altholzaufbereitern, Sägewerken<br />

und bei Aufbereitern für Ersatzbrennstoffe.<br />

Ein zentraler Fokus liegt<br />

dabei auf umfassender Beratung, sei<br />

es bei Neuprojekten oder Anlagenerweiterungen.<br />

Das Unternehmen bietet<br />

seine langjährige Erfahrung im Anlagenbau<br />

an, um Kunden bei der Optimierung<br />

ihres Prozessablaufs, der<br />

Platzverhältnisse, der Staub- und<br />

Lärmminderung und vielem anderen<br />

mehr zu unterstützen. Kontinuität und<br />

persönliche Betreuung sind weitere<br />

Kernelemente des Serviceangebots –<br />

von der Planungsphase bis zur Inbetriebnahme<br />

stehen den Kunden feste<br />

Ansprechpartner zur Seite.<br />

VDMA-Praxistage,<br />

Freigelände Süd,<br />

Stand 908<br />

Halle B6, Stand<br />

415/514<br />

Das Haas-Maschinenduo<br />

Tyron (unten im Bild) und<br />

Arthos ist während der VDMA-<br />

Praxistage live im Einsatz<br />

Foto: Haas Recycling-Systems<br />

www.haas-<strong>recycling</strong>.de<br />

13.–17.5.2<strong>02</strong>4<br />

MESSE MÜNCHEN<br />

DER ALLROUNDER<br />

FUCHS MHL340F<br />

13.-17.05.2<strong>02</strong>4<br />

Messe München<br />

www.kiesel.net


IFAT-SPECIAL 2<strong>02</strong>4<br />

VDMA-Praxistage<br />

Auch der BA 926, hier im<br />

Altholzeinsatz, wird mit dem<br />

neuen Werkzeugset easyprotect<br />

ausgestattet. Foto: jenz GmbH<br />

Jenz<br />

Easyprotect: Zuverlässiger<br />

Schutz vor Fremdkörpern<br />

Fremdkörper in der Maschine sind der Albtraum eines jeden<br />

Schredder-Besitzers. Sie führen zu Maschinenschäden, Ausfallzeiten<br />

und kostspieligen Reparaturen. Alle Jenz-Schredder sind<br />

bekanntlich mit dem bewährten easy system ausgestattet – so auch<br />

der BA 926, den Jenz während der Praxistage im Einsatz zeigt.<br />

Während der IFAT und den VDMA-Praxistagen präsentiert Jenz mit<br />

dem neuen Werkzeug easyprotect als Ergänzung des bestehenden<br />

Systems ein innovatives Tool, um Maschinenbruch und damit verbundene<br />

Maschinenausfallzeiten deutlich zur verringern: „Der dort<br />

integrierte Fremdkörperschutz verhindert zuverlässig, dass Fremdkörper<br />

in der Maschine Schäden anrichten. So wird die Maschine<br />

effektiv vor Beschädigungen geschützt und die Ausfallzeiten werden<br />

minimiert“, erklärt Jan Westmeier die Vorteile von easyprotect.<br />

Das neue Werkzeugset überzeugt aber nicht nur durch seinen integrierten<br />

Fremdkörperschutz. „Easyprotect bietet zudem eine<br />

deutlich höhere Standzeit von bis zu drei Mal mehr als herkömmliche<br />

Werkzeuge“, betont der 29-jährige Produktmanager. „Darüber<br />

hinaus sorgt ein neuer Schnittwinkel für einen höheren Durchsatz.“<br />

Das neue Werkzeug kommt dem Multitalent BA 926 zugute, der<br />

dank des intelligenten TwinGear-Systems zwischen unterschiedlichen<br />

Geschwindigkeiten variieren und sowohl für den Schredderals<br />

auch für den Hackbetrieb geeignet ist. Um Laufruhe und Durchsatz<br />

beim Hacken und Schreddern zu kombinieren, ist der BA 926<br />

mit einem MTU-Motor mit knapp 16 Litern Hubraum und 625 PS<br />

ausgestattet. „Mit dem BA 926 können wir sowohl G100- als auch<br />

G50-Hackschnitzel produzieren“, hebt Westmeier hervor.<br />

Neben dem Schredder-Multitalent BA 926 wird auch der Großhacker<br />

HEM 922 DL Terminal während der VDMA-Praxistage vorgestellt,<br />

der für den Dauereinsatz in industriellen Umgebungen wie<br />

Häfen, Bahnhöfen und großen Holzlagern konzipiert ist. Der HEM<br />

922 DL Terminal verfügt über einem CAT-C18-Motor mit 812 PS und<br />

zeichnet sich durch einen großen Einzug mit einer Einwurflänge von<br />

knapp 6 Metern sowie ein langes Austragsband mit einer Abwurfhöhe<br />

von 6,5 Metern aus. Diese Eigenschaften ermöglichen bei der<br />

Hackschnitzelproduktion einen hohen Durchsatz von über 500<br />

m³/h, was besonders in Umgebungen mit einem kontinuierlichen<br />

Materialfluss wichtig ist.<br />

www.jenz.de<br />

VDMA-Praxistage,<br />

Freigelände Süd,<br />

Stand 908<br />

Freigelände Mitte,<br />

Stand 708/6<br />

13.–17.5.2<strong>02</strong>4<br />

MESSE MÜNCHEN<br />

Komptech<br />

Ganzheitlicher Ansatz<br />

Komptech ist auch in diesem Jahr wieder<br />

auf der IFAT vertreten und präsentiert<br />

neben bestehenden Produkten<br />

und Lösungen seine Maschinen live bei<br />

den VDMA-Praxistagen.<br />

Mit einem ganzheitlichen Ansatz bietet<br />

Komptech Lösungen für die gesamte<br />

Wertschöpfungskette des Umweltmanagements,<br />

angefangen bei der Aufbereitung<br />

und Sortierung von Abfällen bis<br />

hin zur Aufbereitung zur Energiegewinnung<br />

und -nutzung aus Biomasse oder<br />

Ersatzbrennstoffen. Die breite Palette an<br />

Produkten umfasst Zerkleinerungs-, Sortier-<br />

und Siebtechnologien sowie Umsetzer<br />

für Dreiecksmieten. Dank der langjährigen<br />

Erfahrung und des technischen<br />

Know-hows ist Komptech in der Lage,<br />

maßgeschneiderte Lösungen anzubieten,<br />

die den spezifischen Anforderungen<br />

Lindner<br />

Urraco 4000:<br />

vielseitig und<br />

robust bei definierter<br />

Korngröße<br />

Erhältlich mit Diesel- oder E-Antrieb<br />

bietet die Urraco-Serie eine große<br />

Mobilitätsvielfalt und ist auf<br />

Wunsch mit Grundrahmen,<br />

Kettenfahrwerk oder<br />

Sattelauflieger ausgestattet.<br />

Foto: Lindner-Recyclingtech GmbH<br />

30 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>4


IFAT-SPECIAL 2<strong>02</strong>4<br />

der Kunden und Kundinnen gerecht werden.<br />

Dabei sind Umweltverträglichkeit<br />

und Wirtschaftlichkeit stets im Fokus. In<br />

der VDMA-Demonstrationszone werden<br />

unter anderem ein schnell laufender<br />

Hochleistungszerkleinerer Lacero 8010,<br />

der schnell laufende Zerkleinerer Axtor,<br />

der langsam laufende Zwei-Wellen-Zerkleinerer<br />

Crambo 5200 e-mobile sowie<br />

das Sternsieb Multistar L3 vorgestellt.<br />

www.komptech.com<br />

VDMA-Praxistage,<br />

Freigelände Süd,<br />

Stand 908<br />

Halle B6,<br />

Stand 405/504<br />

13.–17.5.2<strong>02</strong>4<br />

MESSE MÜNCHEN<br />

Der Hochleistungszerkleinerer Lacero wurde auf der<br />

IFAT 2<strong>02</strong>2 präsentiert und ist mittlerweile erfolgreich am<br />

Markt etabliert. Foto: Komptech<br />

Vielseitig, wartungseffizient und wahlweise<br />

elektrisch – so präsentiert sich<br />

die Urraco-4000-Modell-Serie von Lindner<br />

auf der IFAT 2<strong>02</strong>4. Erhältlich mit Diesel-<br />

oder E-Antrieb bietet diese Modell-<br />

Serie eine große Mobilitätsvielfalt und ist<br />

auf Wunsch mit Grundrahmen, Kettenfahrwerk<br />

oder Sattelauflieger ausgestattet.<br />

Die E-Modelle der Urraco-Serie<br />

können dank der elektrischen Schnellanschlüsse<br />

einfach an das Stromnetz angeschlossen<br />

werden – ein zusätzlich<br />

eingebautes autarkes Aggregat sorgt<br />

für das Plus an Flexibilität, damit die<br />

Überstellung des Zwei-Wellen-Shredders<br />

unabhängig von der Stromversorgung<br />

gelingt. Ebenso zählt das FX-<br />

Schnellwechselsystem zu den Serien-<br />

Highlights und schafft durch die gute<br />

Zugänglichkeit zum Wartungs- und Antriebsraum<br />

hohe Maschinenverfügbarkeit.<br />

„Die Urraco-4000-Serie bildet mit<br />

dem 2 x 2 m langen Schneidwerkzeug<br />

den Lückenschluss zwischen den Serien<br />

Urraco 75 und Urraco 95 und kombiniert<br />

die Robustheit der Urraco 95 mit der definierten<br />

Korngröße der<br />

Halle B6,<br />

Stand 251/350<br />

VDMA-Praxistage,<br />

Freigelände Süd,<br />

Stand 908<br />

13.–17.5.2<strong>02</strong>4<br />

MESSE MÜNCHEN<br />

Urraco 75. Sie hebt sich<br />

nicht nur optisch von den<br />

anderen Urraco-Modellen<br />

ab, sondern besticht<br />

vor allem durch das völlig<br />

neue Baukastensystem<br />

und die dadurch erzielte<br />

Mobilitätsvielfalt. Zudem<br />

ermöglicht das FX-<br />

Schnellwechselsystem<br />

den Wechsel der Schnitteinheit<br />

in wenigen Arbeitsschritten“, erklärt<br />

Wulf Schellwanich, Sales Manager<br />

Mobil Deutschland. „Damit können unsere<br />

Kunden am Vormittag Altholz bei<br />

definiertem Korn und am Nachmittag<br />

Schrott bei hohem Durchsatz im Rahmen<br />

der klassischen Volumens-Zerkleinerung<br />

produzieren.“<br />

Die robuste Bauweise der Maschine,<br />

die Mobilitätsvielfalt und die unterschiedlichen<br />

Ausführungen der Schneidwerkzeuge<br />

machen die Urraco-Serie<br />

universell einsetzbar. Durch die Kombination<br />

des schneidenden, reißenden<br />

sowie brechenden Prinzips – bei hohem<br />

Selbsteinzug – kann die Urraco-4000-<br />

Serie für die Zerkleinerung von Grünschnitt,<br />

Altholz (A1 bis A4) bis hin zu<br />

Leicht- und Elektroschrott sowie undefiniertem<br />

und äußert störstoffbehaftetem<br />

Sperrmüll eingesetzt<br />

werden.<br />

www.lindner.com<br />

<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>4 31


IFAT-SPECIAL 2<strong>02</strong>4<br />

VDMA-Praxistage<br />

Nebolex<br />

Minimale Staubemissionen<br />

bei der Zerkleinerung<br />

In der Recyclingbranche hat die Zusammenarbeit zwischen der Nebolex<br />

Umwelttechnik GmbH und Haas Recycling-Systems eine bemerkenswerte<br />

Resonanz gefunden: Der Tyron-Vorzerkleinerer gilt als bewährte<br />

Lösung für die effiziente Zerkleinerung und Volumenreduzierung<br />

einer Vielzahl von Materialien in der Recyclingbranche. Die Integration<br />

des Nebolex-Wasserbedüsungs-Systems reduziert während des Zerkleinerungsprozesses<br />

die Staubbildung um über 90 Prozent.<br />

Hierbei werden gepanzerte Sprühnebelleisten aus Edelstahl mit integrierten<br />

Nebeldüsen direkt an der Staubentstehungsquelle im Tyron-<br />

Vorzerkleinerer montiert. Die Nebeldüsen erzeugen feinste Wassertröpfchen<br />

– durch die so entstandene größere Gesamtoberfläche des<br />

Wassers werden die in die Luft gewirbelten Staubpartikel gebunden und<br />

die Staubentstehung wird dadurch auf ein Minimum reduziert. Der geringere<br />

Wassereintrag als eine fortschrittlichere Staubbindung führt<br />

ebenso zu keiner Durchnässung des Materials. Dies ist gerade für die<br />

weitere Verarbeitung von enormer Bedeutung. Die gebundenen Staubpartikel<br />

werden damit mitverarbeitet, was natürlich die separate Entsorgung<br />

erspart. Die robuste Bauweise sorgt für weniger Reparaturen<br />

und somit geringere Standzeiten. Auch bei<br />

extremen Minustemperaturen ist die Bedüsung<br />

möglich. Diese gezielte und effektive Staubbekämpfung<br />

verbessert erheblich die Arbeitsumgebung<br />

und trägt wesentlich zur Sauberkeit der<br />

Maschinen und Anlagen bei.<br />

www.nebolex.de<br />

Gepanzerte Sprühnebelleisten<br />

aus Edelstahl bedüsen das<br />

Material mit Wassernebel,<br />

bevor Staub entsteht.<br />

Foto: Nebolex Umwelttechnik GmbH<br />

VDMA-Praxistage,<br />

Freigelände Süd,<br />

Stand 908/1<br />

13.–17.5.2<strong>02</strong>4<br />

MESSE MÜNCHEN<br />

Sennebogen<br />

Live-Einsatz im<br />

Recycling und beim<br />

Abbruch<br />

Zusätzlich zu den Neuheiten in der<br />

Messehalle präsentiert Sennebogen<br />

vier weitere Maschinen im Rahmen der<br />

VDMA-Praxistage und Crushing Zone<br />

live in Aktion: Das breite Maschinenportfolio<br />

von Sennebogen umfasst nicht nur<br />

Recyclingbagger und Teleskoplader für<br />

den professionellen Umgang mit Abfällen,<br />

sondern auch Abbruchbagger für<br />

den effizienten Gebäuderückbau. Während<br />

der Vorführungen präsentieren<br />

Branchen- und Produktexperten das<br />

Können der Maschinen und liefern Fakten<br />

und Informationen rund um die jeweilige<br />

Maschine.<br />

Abbruchbagger und Teleskoplader<br />

in der Crushing Zone<br />

In der Crushing Zone übernehmen der<br />

830-Demolition-Abbruchbagger und<br />

der Teleskoplader 340 G-Serie die Verarbeitung<br />

von Bau- und Abbruchabfällen.<br />

Der flexible Abbruchbagger mit bis<br />

zu 52 Tonnen Einsatzgewicht und 23<br />

Metern Reichweite, der dank seines teleskopierbaren<br />

Breitspurunterwagens<br />

eine sehr hohe Standsicherheit aufweist,<br />

ermöglicht Abbrucharbeiten an Gebäuden<br />

mittels Abbruchschere sowie selek-<br />

32 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>4


IFAT-SPECIAL 2<strong>02</strong>4<br />

tiven Rückbau in enger Umgebung, allen<br />

voran durch sein innovatives Schnellwechselsystem.<br />

Damit kann die Maschine<br />

in kürzester Zeit mit einem Sortier-<br />

Im Rahmen der VDMA-<br />

Praxistage und der Crushing<br />

Zone stellt Sennebogen<br />

zusätzlich vier weitere Maschinen<br />

vor: Die Recyclingbagger 822 G<br />

und 825 Electro Battery finden<br />

Anwendung im Bereich<br />

Biomasse-Recycling, während<br />

der Abbruch-Spezialist 830<br />

Demolition und der vielseitige<br />

Teleskoplader 340 G beim<br />

Baustoff-Recycling zum Einsatz<br />

kommen.<br />

Fotos: Sennebogen<br />

greifer und dem Pulverisierer ausgestattet<br />

werden. Der 4-Tonnen-Teleskoplader,<br />

der die Vorteile aus der Telehandlerund<br />

Radladertechnik in einer einzigen<br />

Maschine vereint, nimmt den tonnenschweren<br />

Bauschutt auf und beschickt<br />

die Crusher.<br />

Recyclingbagger bei<br />

VDMA-Praxistagen<br />

Einfach und effizient kann auch eine<br />

Schredderbeschickung funktionieren.<br />

Bei den VDMA-Praxistagen<br />

beschi-<br />

Halle C5,<br />

Stand 451/550<br />

cken die zwei kompakten<br />

Recycling-<br />

Crushing Zone,<br />

VDMA-Praxistage &<br />

Freigelände Süd,<br />

bagger 822 G und<br />

Stand 908<br />

825 Electro Battery<br />

die Häcksler mit<br />

Biomasse und<br />

überzeugen nicht<br />

nur durch beachtliche<br />

Reichweiten MESSE MÜNCHEN<br />

13.–17.5.2<strong>02</strong>4<br />

von 10 bzw. 14 Metern,<br />

sondern auch durch herausragende<br />

Sichthöhen, die die hydraulisch hochfahrbaren<br />

Kabinen bieten. Der 22-Tonnen-Recyclingbagger<br />

ermöglicht durch<br />

robuste Komponenten und ein intelligentes<br />

Maschinendesign anspruchsvolle<br />

Dauereinsätze im Recyclingbereich, der<br />

Akkubagger 825 E arbeitet sowohl im<br />

Akkubetrieb als auch mit kabelgeführter<br />

Stromzufuhr uneingeschränkt und ist<br />

somit höchst praxistauglich für das Beund<br />

Entladen in der Recyclingbranche.<br />

www.sennebogen.com<br />

Besuchen Sie uns!<br />

13.–17. Mai, München<br />

Freigelände Stand FM 709/1<br />

Mehr auf doppstadt.com<br />

IT`S NOT<br />

A BOOTH IT`S<br />

A RECYCLING<br />

PLANT.<br />

Flexibel, wirtschaftlich, zukunftssicher:<br />

Doppstadt präsentiert innovative<br />

Aufbereitungslösungen.<br />

<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>4 33


IFAT-SPECIAL 2<strong>02</strong>4<br />

VDMA-Praxistage<br />

Die Steinert EddyC MOVE ist als mobile Maschine<br />

zur Magnetseparation auch mit einem Überbandmagneten<br />

für die effiziente Fe-Abscheidung<br />

ausgestattet. Foto: Steinert<br />

VDMA-Praxistage,<br />

Freigelände Süd,<br />

Stand 908<br />

Halle B6,<br />

Stand 451/550<br />

13.–17.5.2<strong>02</strong>4<br />

MESSE MÜNCHEN<br />

Terex Fuchs<br />

Neu definierte Flexibilität:<br />

MHL320 MODULAR+<br />

Schon seit mehr als 135 Jahren steht der Name Fuchs<br />

für innovative Lösungen – nun hat Fuchs die Flexibilität<br />

auf ein neues Level gehoben: Mit der MHL320<br />

MODULAR+ haben die Kunden alle Möglichkeiten:<br />

Diesel-, elektro- und seit Neuestem sogar rein batteriebetrieben.<br />

Die neueste Entwicklung betrifft dabei die MHL820<br />

BATTERY+: Die aus der MHL320 MODULAR+ als Elektroversion<br />

mit Batterie-Pack entwickelte MHL820 BAT-<br />

TERY+ lässt sich mit ihrem Akku-Power-Pack bei voller<br />

Leistung semi-stationär am Stromnetz betreiben oder<br />

zu 100 Prozent im Akku-Modus. Und das ohne lokale<br />

Emissionen und mit maximaler Leistung. Dank der Skalierbarkeit<br />

des Akku-Power-Packs entscheidet der<br />

Kunde, wie viel Batterie-Kapazität benötigt wird. Das<br />

bedeutet volle Flexibilität und schont ganz nebenbei<br />

auch noch den Geldbeutel. Die Frage „Akku-Pack –ja<br />

oder nein?“ stellt sich so eigentlich nicht, dann die Entscheidung<br />

kann bei Fuchs auch später getroffen werden.<br />

Das mehr als durchdachte Fuchs-System erlaubt<br />

eine Nachrüstung auch nach der Auslieferung der Elektromaschine,<br />

wobei die Verfügbarkeit je nach Modell<br />

auch variieren kann.<br />

Steinert<br />

Eisen und Nichteisenmetalle in<br />

einem Schritt mobil separieren<br />

Aufgrund der aktuellen Gesetzeslage sind die Anforderungen<br />

an Sortierbetriebe im Gewerbeabfall deutlich<br />

gestiegen. Es werden immer höhere stoffliche Verwertungsquoten<br />

gefordert, die nur durch automatische Sortierung<br />

umzusetzen sind. Steinert bietet mit Steinert EddyC MOVE<br />

eine flexible, mobile Lösung für Unternehmen, die Holz,<br />

Gewerbeabfall, Bauschutt und Baumischabfälle aufbereiten.<br />

Steinert kann gerade in diesem Aufbereitungsthema<br />

auf eine lange Erfahrung verweisen: Mit über 4.000 verkauften<br />

NE-Scheidern im Markt gilt das Unternehmen als Spezialist<br />

für die Abscheidung von NE-Metallen. Das integrierte,<br />

exzentrische Polsystem zur Abscheidung von NE-Metallen<br />

setzt Maßstäbe in der Branche und findet sich auch im<br />

EddyC MOVE wieder. Gleichzeitig ist die mobile Maschine<br />

zur Magnetseparation auch mit einem Überbandmagneten<br />

für die effiziente Fe-Abscheidung ausgestattet. Mithilfe<br />

eines integrierten Generators lassen sich so Metalle flexibel<br />

und völlig autark schon früh im Prozess zurückgewinnen.<br />

Auf der IFAT präsentiert Steinert die vollintegrierte Maschine<br />

zur mobilen Magnetseparation im Rahmen der<br />

VDMA-Praxistage im Einsatz.<br />

www.steinertglobal.com/de<br />

VDMA-Praxistage,<br />

Freigelände Süd,<br />

Stand 908/1<br />

Halle B6,<br />

Stand 127/226<br />

13.–17.5.2<strong>02</strong>4<br />

MESSE MÜNCHEN<br />

Eine XR3000RC mobil-e wird auf<br />

dem VDMA-Außengelände<br />

Altholz zerkleinern.<br />

Foto: Untha shredding technology GmbH<br />

34 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>4


IFAT-SPECIAL 2<strong>02</strong>4<br />

Bei der MHL320 MODULAR+ können mit<br />

dem eigens konstruierten modularen Antriebskonzept<br />

die verschiedenen Antriebssysteme<br />

im Baukastenprinzip in den Oberwagen<br />

integriert werden, ohne weitere Anpassungen<br />

vornehmen zu müssen. Dank der<br />

neu im Verteilergetriebe eingebauten Übersetzung<br />

konnte die Dieseldrehzahl reduziert<br />

werden, wodurch wiederum die Geräuschemissionen<br />

gesenkt und die Energieeffizienz<br />

der Maschine erhöht wurden. Darüber hinaus<br />

ist die MHL320 MODULAR+ mit einem<br />

neuen, elektropropneumatisch gesteuerten<br />

Umkehr-Lüfterventil ausgestattet,<br />

das bedarfsstromgeregelt arbeitet.<br />

Neue Komponenten mit Schrittmotoransteuerung<br />

ermöglichen feinfühliges Lenken.<br />

Zudem verfügt die neue MODULAR+ Maschine<br />

über zusätzliche Anzeigen im Display. So<br />

wird beispielsweise der Füllstand des Hydrauliköltanks<br />

im Hauptmenü angezeigt. Eine<br />

bessere Dia gnose und Überwachung der<br />

elektrohydraulischen Komponenten sind<br />

weitere Features. Außerdem wird die Zeitund<br />

Datumsanzeige jetzt automatisch über<br />

GPS gesteuert.<br />

www.terex.com/fuchs<br />

VDMA-Praxistage,<br />

Freigelände Süd,<br />

Stand 908<br />

Halle C5,<br />

Stand 429/528<br />

13.–17.5.2<strong>02</strong>4<br />

MESSE MÜNCHEN<br />

Bei der MHL320 MODULAR+ gibt es alle Möglichkeiten: Diesel-,<br />

elektro- und sogar rein batteriebetrieben. Foto: Fuchs A Terex Brand<br />

Untha<br />

Leistungsstarker und wirtschaftlicher<br />

Ein-Wellen-Zerkleinerer<br />

Eine leistungsstarke Untha XR3000RC mobil-e wird auf dem VDMA-Außengelände<br />

täglich im Einsatz sein und Altholz für Biomasse zerkleinern. Die Zerkleinerungs-Experten<br />

zeigen in einem realitätsnahen Setting, wie Altholz für die thermische<br />

oder energetische Weiterverwertung aufbereitet wird.<br />

Der Ein-Wellen-Zerkleinerer eignet sich insbesondere für die wirtschaftliche<br />

Grob- , Mittel- und Feinzerkleinerung von unterschiedlichen Materialien. Dieser Zerkleinerer<br />

zeichnet sich durch hohe Flexibilität, hohe Durchsatzleistungen mit bis zu<br />

70 Tonnen pro Stunde und eine hervorragende Energieeffizienz aus. Durch den<br />

sparsamen Motor – Untha Eco Power Drive – verbraucht die XR3000RC mobil-e bis<br />

zu 75 Prozent weniger Energie als vergleichbare Zerkleinerer, so der Hersteller. Das<br />

RC-Schneidwerk wurde speziell für die Verwertung von Altholz, Gewerbe-, Industrieund<br />

Sperrmüll u. v. m. entwickelt.<br />

Interessierte haben außerdem die Möglichkeit, einen Untha-Kunden und dessen<br />

Betrieb kennenzulernen und die Zerkleinerer in Aktion zu erleben. Bei der Schenker<br />

Industrie- und Städtereinigungs GmbH sind die XR-, ZR- und RS-Zerkleinerer im<br />

Einsatz und werden unterschiedliche Materialien zerkleinern. Diese exklusiven Live-<br />

Demos − inklusive Shuttleservice hin und zurück − bieten Interessierten auch die<br />

Möglichkeit, sich mit Zerkleinerungsexperten aus der ganzen Welt zu treffen und<br />

eigene Projektanforderungen zu besprechen. Die Plätze sind begrenzt, daher ist<br />

eine Voranmeldung erforderlich.<br />

www.untha.com/de/ifat<br />

<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>4 35


IFAT-SPECIAL 2<strong>02</strong>4<br />

VDMA-Praxistage<br />

Willibald Recyclingtechnik<br />

Erste Siebgeneration mit Elektroantrieb<br />

Die elektrische Drei-<br />

Fraktionen-Siebanlage<br />

FLEXSTAR 3000 im Einsatz<br />

auf der Deponie Ringgenbach.<br />

Foto: J. Willibald GmbH<br />

Messe-Highlight der J. Willibald<br />

GmbH ist sicherlich der leistungsstarke<br />

Schredder „EP 5500<br />

SHARK 5“ als Drei-Achs-Version mit<br />

5-Meter-Austragsband und robustem<br />

Zerkleinerungsrotor mit massiven<br />

Schlegeln. Bisher wurden über<br />

600 Exemplare des Hochleistungs-<br />

Schredders Shark weltweit verkauft.<br />

Um die spezifischen Kundenanforderung<br />

auch künftig noch besser abdecken<br />

zu können, stehen heute deutlich<br />

mehr bedarfsoptimierte Varianten<br />

zur Verfügung. Im Standard wird<br />

der Zerkleinerer wahlweise mit leistungsstarken<br />

MAN-Dieselmotoren<br />

mit 353 oder 383 kW und neuester<br />

Abgasnorm Stufe 5 betrieben, womit<br />

verschiedenste Materialien mit einer<br />

hohen Durchsatzmenge aufbereitet<br />

werden, wie zum Beispiel bis <strong>24</strong>0 m³/h<br />

an Grünschnitt. Zudem kann der<br />

Shark 5 je nach Einsatzgebiet als Raupen-,<br />

Elektro- oder Stationär-Ausführung<br />

geliefert werden.<br />

Daneben können die Praktiker<br />

auch die mobile Drei-Fraktionen-<br />

Sternsieb-Technik „FLEXSTAR 3000“<br />

in der neuesten Ausführung und das<br />

erste Mal als Elektromaschine mit<br />

90-kW-„EPower“-Antrieb live erleben.<br />

Dabei ist die Leistungselektronik<br />

nicht in einem externen Schaltschrank,<br />

sondern on Board verbaut.<br />

Das E-Sieb ist nur noch an die Spannungsversorgung<br />

vor Ort anzuschließen<br />

und schon kann emissionsfrei<br />

gearbeitet werden. Grundsätzlich<br />

besticht das Hochleistungssieb durch<br />

ein spezielles Siebkonzept, wo der<br />

Nutzer je nach Bedarf innerhalb weniger<br />

Bedienfunktionen zwischen<br />

Zwei- und Drei-Fraktionen-Betrieb<br />

wechseln kann. Dabei wird die gleichbleibend<br />

hohe Siebqualität durch die<br />

Geschwindigkeit der Sternwellen<br />

maßgeblich beeinflusst. Wo es für<br />

herkömmliche Siebtechnik schwierig<br />

wird, zeigt diese Siebanlage ihre<br />

wahre Stärke. Feuchte und klebrige<br />

Siebmaterialien, die gerne zu schnellen<br />

Verklebungen der Siebdecks neigen,<br />

werden effizient abgesiebt. Die<br />

Vielzahl an Verbesserungen wie die<br />

zentrale Maschinenelektrik, bequemere<br />

Servicezugänglichkeiten oder<br />

die optimierte Kühlung werden bei<br />

einer von zwei täglichen Vorführungen<br />

im Detail vorgestellt.<br />

Im Innenbereich informiert das<br />

Willibald-Team unter anderem über<br />

die traktorbetriebenen TBU-Mietenumsetzer<br />

zum Umschichten von Trapezkompostmieten.<br />

Somit bietet<br />

Willibald im gesamten Aufbereitungsprozess<br />

von Zerkleinern über<br />

Sieben und Umsetzen ein durchgängiges<br />

modernes Maschinenprogramm.<br />

www.willibald-gmbh.de<br />

VDMA-Praxistage,<br />

Freigelände Süd,<br />

Stand 908<br />

Halle B6,<br />

Stand 105/204<br />

13.–17.5.2<strong>02</strong>4<br />

MESSE MÜNCHEN<br />

Zeppelin-Cat<br />

Umschlagtechnik<br />

für nachhaltiges,<br />

effizientes und<br />

sicheres Recycling<br />

Eine Reichweite bis 18 Meter: So viel<br />

schafft der größte Vertreter der Cat<br />

radbasierten Umschlagbagger und<br />

somit sind Materialbewegungen in<br />

einem großen Radius möglich, ohne<br />

dass der Fahrer die Maschine immer<br />

wieder neu ausrichten und positionieren<br />

muss. Den 50 Tonnen schweren<br />

Boliden zeigt Zeppelin auf der IFAT<br />

zusammen mit weiteren MH-Umschlagmaschinen<br />

der neuen Generation<br />

von Caterpillar für die Abfall- und<br />

Rohstoffwirtschaft, flankiert von kleiner<br />

und großer Cat-Radladertechnik<br />

sowie dem ZL60T, einem neuen Telelader.<br />

Auch eine Weltpremiere ist<br />

darunter.<br />

Wie gut die Umschlagtechnik sich in<br />

der Praxis bewährt, das können die<br />

Exponate dann auch gleich direkt vor<br />

Ort beweisen. Typisch für die IFAT sind<br />

Live-Demos im Rahmen der VDMA-<br />

36 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>4


IFAT-SPECIAL 2<strong>02</strong>4<br />

Halle C5,<br />

Stand 139/238<br />

VDMA-Praxistage &<br />

Crushing Zone,<br />

Freigelände Süd,<br />

Stand 908<br />

13.–17.5.2<strong>02</strong>4<br />

MESSE MÜNCHEN<br />

Praxistage. Auch dort ist Cat-Gerätetechnik<br />

präsent. Was den Umschlag von<br />

Biomasse betrifft, zeigen ein Cat-Radlader<br />

938 und ein Cat-Umschlagbagger-<br />

MH3<strong>02</strong>4 der neuen Maschinengeneration,<br />

was in ihnen steckt.<br />

Den 50 Tonnen schweren<br />

Cat MH3050 zeigt Zeppelin in der<br />

Messehalle C5 zusammen mit<br />

weiteren MH-Umschlagmaschinen der<br />

neuen Generation von Caterpillar.<br />

Foto: Zeppelin<br />

Ein Cat-Kettenbagger 330MHD, der<br />

erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt<br />

wird und somit eine Weltpremiere darstellt,<br />

unterstützt wiederum in der Crushing<br />

Zone beim Zerkleinern, so wie es<br />

beim Gebäuderückbau im Zuge des Recyclings<br />

von Bau- und Abbruchabfällen<br />

erforderlich ist. Das Maschinenkonzept<br />

bietet sich für Abbrüche an, wenn wenig<br />

Platz zur Verfügung steht. Doch die Maschinengröße<br />

spielt inzwischen auch für<br />

Transporte eine immer bedeutendere<br />

Rolle. Aufgrund des hydraulisch verstellbaren<br />

Unterwagens beträgt die Transportbreite<br />

drei Meter. Um das Gewicht<br />

zu verringern, ist optional ein absetzbares<br />

Kontergewicht erhältlich. Das wirkt<br />

sich auf das Transportgewicht aus, das<br />

somit um fünf Tonnen reduziert werden<br />

kann. Sprich, der Cat 330MHD kann in<br />

einem Stück auf einem Tieflader zu seinem<br />

Einsatz befördert werden.<br />

zeppelin-cat.de<br />

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HALL B6, 251/350<br />

13-17 MAY 2<strong>02</strong>4, MUNICH<br />

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IFAT-SPECIAL 2<strong>02</strong>4<br />

VDMA-Crushing Zone<br />

Rückbau, Zerkleinerung<br />

und Aufbereitung<br />

VDMA-Crushing Zone<br />

Bau- und Abbruchabfälle stellen die größte<br />

Abfallfraktion in der EU dar. Die<br />

Praxisvorführungen des Verbands Deutscher<br />

Maschinen- und Anlagenbau e. V. (VDMA)<br />

informieren daher über die neuste<br />

Aufbereitungstechnik im Bereich der<br />

Mineralik. Dies beinhaltet Rückbau (Abbruch),<br />

Zerkleinerung (Brechen) und Aufbereitung<br />

bzw. Sieben. Eine beeindruckende Live-<br />

Demonstration für hochwertiges Recycling von<br />

Bau- und Abbruchabfällen, die es so nur auf<br />

dem Freigelände der IFAT Munich gibt.<br />

38 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>4


IFAT-SPECIAL 2<strong>02</strong>4<br />

Vorführzeiten:<br />

Montag, 13. Mai 2<strong>02</strong>4:<br />

• Abbruch, Brechen, Aufbereiten:<br />

15.30 Uhr<br />

Dienstag, 14. Mai 2<strong>02</strong>4:<br />

• Abbruch, Brechen, Aufbereiten:<br />

12.15 Uhr & 13.45 Uhr<br />

Mittwoch, 15. Mai 2<strong>02</strong>4:<br />

• Abbruch, Brechen, Aufbereiten:<br />

12.15 Uhr & 13.45 Uhr<br />

Donnerstag, 16. Mai 2<strong>02</strong>4:<br />

• Abbruch, Brechen, Aufbereiten:<br />

12.15 Uhr & 13.45 Uhr<br />

Freitag, 17. Mai 2<strong>02</strong>4:<br />

• Abbruch, Brechen, Aufbereiten:<br />

12.15 Uhr<br />

Ein geordneter Rückbau ist das Rückgrat<br />

des gesamten Abbruchs eines<br />

Gebäudes. Neben der händischen Demontage<br />

sind es vor allem Abbruchscheren<br />

an den Baggern, die es ermöglichen,<br />

sehr präzise ein Gebäude rückzubauen.<br />

Alle Bestandteile eines noch so detaillierten<br />

Rückbaus müssen zerkleinert werden,<br />

damit sie aufbereitet werden können.<br />

Diese Aufgabe übernehmen Brecher,<br />

denen kein Beton zu hart ist.<br />

Nach der Zerkleinerung ist es Aufgabe<br />

von modernen Sieb- und Aufbereitungsanlagen,<br />

die einzelnen Bestandteile der<br />

Bau- und Abbruchabfälle auszusortieren.<br />

In der VDMA-Crushing Zone werden<br />

live in den modernsten Sieb- und Aufbereitungsanlagen<br />

mineralische Abfälle zu<br />

einem neuen wertvollen Rohstoff verarbeitet.<br />

www.vdma.org/waste-treatment<strong>recycling</strong>-technology<br />

Folgende Unternehmen sind in der<br />

CRUSHING ZONE (mit Angabe der<br />

weiteren Standfläche):<br />

• Crush + Size Technology GmbH &<br />

Co. KG<br />

• Doppstadt Umwelttechnik GmbH,<br />

Freigelände Mitte, Stand 709/1<br />

• JCB Deutschland GmbH, Freigelände<br />

Mitte, Stand 808/4<br />

• Jürgen Kölsch GmbH, Freigelände<br />

Mitte, Stand 808/2 und 709/10<br />

• Komplet S.p.A., Freigelände Mitte,<br />

Stand 811/23<br />

• Komptech GmbH, Halle B6, Stand<br />

405/504<br />

• Kurz Aufbereitungsanlagen GmbH<br />

• Nebolex Umwelttechnik GmbH<br />

• Rockster Austria International GmbH<br />

• Sennebogen Maschinenfabrik GmbH,<br />

Halle C5, Stand 451/550<br />

• Terex GB Ltd, Halle B5, Stand 405/504<br />

• Wima Wilsdruffer Maschinen- und Anlagenbau<br />

GmbH<br />

• Zeppelin Baumaschinen GmbH, Halle<br />

C5, Stand 139/238<br />

Auch in der VDMA-Crushing<br />

Zone geht es hoch her.<br />

Foto: Messe München<br />

<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>4 39


IFAT-SPECIAL 2<strong>02</strong>4<br />

Der Zwei-Wellen-Z erkleinerer<br />

Pronar PRO.S1 ist eine echte<br />

Messeneuheit: Er ist<br />

superkompakt und extrem<br />

durchsatzstark. Hier im Einsatz<br />

in Abbruchmaterial.<br />

Foto: Jürgen Kölsch GmbH<br />

VDMA-Crushing Zone<br />

JCB<br />

Wastemaster-<br />

Radlader für die<br />

Abfallwirtschaft<br />

Auf der diesjährigen IFAT präsentiert<br />

JCB den bewährten Wastemaster-<br />

Radlader. Bei der Wastemaster-Reihe<br />

handelt es sich um etablierte und zuverlässige<br />

Maschinen insbesondere für die<br />

Abfallwirtschaft. Das größte Modell, der<br />

457 Wastemaster, wird auf der VDMA-<br />

Crushing Zone im Einsatz zu sehen sein.<br />

Der 457 Wastemaster wurde speziell<br />

für den Einsatz in der Abfallwirtschaft<br />

entwickelt. Der Antrieb erfolgt über<br />

einen leistungsstarken Cummins-Dieselmotor<br />

mit 210 kW bzw. 282 PS bei einem<br />

Drehmoment von 1.350 Nm. Die Nutzlast<br />

liegt bei beeindruckenden 6.778 kg<br />

bei einem Einsatzgewicht von 20.842 kg.<br />

Gerade das macht ihn zu einem robusten<br />

und zuverlässigen Partner für das<br />

Verladen von Recyclingmaterial. Ein besonderes<br />

Merkmal bietet das Hubgerüst,<br />

das eine sehr gute Sicht auf das Anbaugerät<br />

erlaubt. Dazu gibt es einen sehr<br />

effizienten Antriebsstrang, der auf Basis<br />

einer gelungenen Abstimmung zwischen<br />

Motor und Getriebe einen sehr niedrigen<br />

Kraftstoffverbrauch aufweist. Darüber<br />

hinaus bewirkt eine moderne Abgasreinigungstechnologie<br />

eine wesentliche<br />

Reduzierung der Emissionen sowie eine<br />

Verbesserung der Luftqualität, was als<br />

umweltfreundliche Lösung gerade in der<br />

Abfallwirtschaft einen hohen Stellenwert<br />

besitzt.<br />

VDMA-Crushing<br />

Zone, Freigelände<br />

Süd, Stand 908<br />

Freigelände Mitte,<br />

Stand 808/4<br />

13.–17.5.2<strong>02</strong>4<br />

MESSE MÜNCHEN<br />

Neben dem Wastemaster zeigt JCB<br />

auch neue Entwicklungen im Bereich<br />

Elektro-Mobilität sowie weitere Produkte<br />

wie zum Beispiel Teleskopradlader,<br />

Mobilbagger, den neuen 2,5-Tonnen-<br />

Minibagger sowie den Teletruk.<br />

www.jcb.com<br />

Der 457 Wastemaster wurde<br />

speziell für den Einsatz in der<br />

Abfallwirtschaft entwickelt und<br />

gilt als besonders robust und<br />

leistungsstark. Foto: JCB<br />

40 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>4


IFAT-SPECIAL 2<strong>02</strong>4<br />

Kölsch<br />

Präsenz hoch drei<br />

Die Jürgen Kölsch GmbH ist spezialisiert<br />

auf Maschinen und Lösungen<br />

für die Aufbereitungstechnik. Dieses<br />

Jahr präsentiert sich<br />

VDMA-Crushing<br />

Zone, Freigelände<br />

Süd, Stand 908<br />

Freigelände Mitte,<br />

Stand 808/2 und<br />

Stand 709/10<br />

13.–17.5.2<strong>02</strong>4<br />

MESSE MÜNCHEN<br />

Kölsch auf der IFAT als Co-<br />

Aussteller von Pronar und<br />

Zemmler und ist darüber<br />

hinaus auch auf der VD-<br />

MA-Crushing Zone live im<br />

Einsatz.<br />

Sowohl das polnische<br />

Unternehmen Pronar als<br />

auch der deutsche Hersteller<br />

Zemmler werden<br />

durch Kölsch exklusiv im<br />

gesamten süddeutschen<br />

Raum vertreten. Der Service<br />

umfasst unter anderem die Beratung,<br />

Instandhaltung und Instandsetzung<br />

sowie die Ersatzteilversorgung.<br />

Praktisch das gesamte Programm steht<br />

auch zur Miete oder per Leasing zur Verfügung,<br />

hinzu kommt ein breites Angebot<br />

an Gebrauchtmaschinen. Das polnische<br />

Unternehmen Pronar, vor 35 Jahren<br />

als Serviceunternehmen und Lieferant<br />

für landwirtschaftliches<br />

Geräte gegründet, ist<br />

heute längst ein großer<br />

Hersteller hochwertiger<br />

Kommunal- und Recyclingmaschinen.<br />

Pronar präsentiert<br />

auf der IFAT als Messeneuheit<br />

einen hochmodernen,<br />

kompakten Zerkleinerer<br />

namens Pronar<br />

PRO.S1. Hinzu kommen<br />

drei langsam laufende<br />

sowie ein schnell laufender<br />

Zerkleinerer, zwei Trommelsiebanlagen<br />

und ein raupenmobiles<br />

Haldenförderband.<br />

Die Zemmler Siebanlagen GmbH ist<br />

ein deutscher Hersteller von Doppeltrommel-Siebanlagen.<br />

Bei diesen dient<br />

eine innere Trommel als Entlastungstrommel,<br />

die äußere kann auch mit sehr<br />

feinen Siebbelägen bespannt werden.<br />

Das Ergebnis sind hochpräzise Trennschnitte.<br />

Zemmler wird drei Maschinen<br />

am eigenen Stand ausstellen, eine weitere<br />

auf der Demofläche der VDMA-<br />

Praxistage.<br />

Kölsch zeigt auf der VDMA-Crushing<br />

Zone zudem einen Prallbrecher von<br />

Rubble Master, den RM 100GO!, mit<br />

Nachsiebeinheit und integriertem Windsichter.<br />

www.koelsch.com<br />

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IFAT-SPECIAL 2<strong>02</strong>4<br />

VDMA-Crushing Zone<br />

Kurz<br />

Aufbereitungstechnik und Praxistipps<br />

Unter dem Motto „Wir bewegen was“ – präsentiert sich die Kurz-Gruppe in<br />

Zusammenarbeit mit dem VDMA und SBM auf der diesjährigen IFAT und<br />

zeigt neue Standards der Recyclingbranche. EBV-Konformität mit modernen<br />

Produkten und innovativen Dienstleistungen der Kurz Aufbereitungsanlagen<br />

GmbH ermöglichen ein normengerechtes Recycling. In der VDMA-Crushing Zone<br />

wird mit der Remax 300max die neueste Brechertechnik hautnah im Einsatz<br />

vorgestellt. Die Prallmühle besticht durch ihre extra große Nachsiebeinheit, die<br />

eine noch genauere Klassifizierung ermöglicht. Zeitgleich ist ein Windsichter<br />

verbaut, der während des Betriebs das Material sichtet und das Endprodukt von<br />

Störstoffen befreit. Natürlich ist auch bei dieser Anlage die neueste Motorengeneration<br />

mit der Abgasnorm Euro 5 verbaut. Der diesel-elektrische Betrieb spart<br />

Betriebskosten und reduziert Lärm- und Abgasemissionen. Besonders hervorzuheben<br />

ist auch der erhöhte Wirkungsgrad der Brechanlage im Vergleich zu<br />

diesel-hydraulischen Anlagen. Wie alle SBM-Maschinen verfügt die Prallmühle<br />

Remax 300max über eine Rinne unter dem Brecher, um Bandschäden zu vermeiden.<br />

Die Experten der Kurz Aufbereitungstechnik stehen für alle Fragen rund um<br />

die Maschinentechnik, aber auch für andere Praxistipps zur Verfügung – dazu<br />

zählen auch Erläuterungen zur aktuellen Mantelverordnung sowie die Beratung<br />

zu aktuellen Themen der Branche. Ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit steht<br />

ebenso die teil- bzw. vollelektrische Aufbereitungstechnik, die Kurz als Vertragshändler<br />

von SBM präsentiert. Neben den deutlich geringeren Emissionswerten<br />

bietet diese moderne Technik noch viele weitere Vorteile. Die Experten von Kurz<br />

erstellen gerne eine Musterrechnung zu den mögliche Einspar-Potenzialen– eine<br />

fundierte Beratung nach individuellem Bedarf steht dabei im Fokus.<br />

Die Kurz Aufbereitungsanlagen GmbH, Tochter der Kurz-Gruppe mit rund 250<br />

Mitarbeitern, ist als Händler von SBM Mineral Processing in Süddeutschland tätig.<br />

SBM, OM Track, Arjes und Neuenhauser sind feste Vertragspartner der Kurz-<br />

Gruppe. Darüber hinaus betreibt das Familienunternehmen rund 100 eigene<br />

Bagger von 15 bis 90 Tonnen, die mit und ohne Bedienpersonal angemietet<br />

werden können. Sämtliche Maschinen werden mittels 18 eigenen Tiefladern im<br />

ganzen Bundesgebiet eingesetzt. Mit Sitz in Friolzheim zwischen Stuttgart und<br />

Karlsruhe ist Kurz ein zuverlässiger Partner für das Baugewerbe, die Gewinnungsindustrie<br />

und Recyclingbetriebe in Mittel- und Süddeutschland.<br />

www.kurzgruppe.com<br />

Die Kurz Aufbereitungsanlagen<br />

GmbH ist als Händler von SBM<br />

Mineral Processing in<br />

Süddeutschland tätig.<br />

Foto: Kurz Aufbereitungsanlagen GmbH<br />

42 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>4<br />

VDMA-Crushing<br />

Zone, Freigelände<br />

Süd, Stand 908<br />

13.–17.5.2<strong>02</strong>4<br />

MESSE MÜNCHEN<br />

Rockster zeigt sinnvoll<br />

aufeinander abgestimmte<br />

Aufbereitungslösungen.<br />

Foto: Rockster Austria International GmbH<br />

Rockster<br />

Komplettlösung aus<br />

Brecher, Sieb und<br />

Waschanlage<br />

Die österreichische Rockster Austria<br />

International GmbH präsentiert<br />

auf der diesjährigen VDMA-<br />

Crushing Zone den fortschrittlichen<br />

raupenmobilen Prallbrecher R1000,<br />

die vielseitige Grobsiebanlage RSS<br />

410 und die Separationseinheit<br />

HDS-WV der Partnerfirma WIMA.<br />

Mithilfe dieser Kombination gibt es<br />

eine umfassende Lösung zur Erzeugung<br />

eines hochwertigeren Endprodukts.<br />

Der R1000-Prallbrecher bietet<br />

vielfältige Einsatzmöglichkeiten<br />

beim Recycling und der Zerkleinerung<br />

von Beton, Bauschutt, Asphalt<br />

und Naturstein. Die stufenlose, vollhydraulische<br />

Brechspaltverstellung<br />

mit integriertem Messsystem sowie<br />

die automatische, lastabhängige<br />

und stufenlos regelbare Fördergeschwindigkeit<br />

zählen zu den technischen<br />

Highlights. Die zentrale Steuerung<br />

mit dem Multifunktions-Farbdisplay<br />

zur einfachen Bedienung


IFAT-SPECIAL 2<strong>02</strong>4<br />

VDMA-Crushing<br />

Zone, Freigelände<br />

Süd, Stand 908<br />

13.–17.5.2<strong>02</strong>4<br />

MESSE MÜNCHEN<br />

und die Auto-Start-und-Stopp-Funktion<br />

erhöhen den Bedienkomfort und die Sicherheit.<br />

Durch optimale Transportabmessungen<br />

und einem Gewicht von 31<br />

bzw. 35,5 Tonnen mit Siebsystem kann<br />

der Rockster R1000 ohne speziellen Genehmigungsaufwand<br />

kostengünstig<br />

transportiert werden. Gerade einmal<br />

zehn Minuten dauert es, den Prallbrecher<br />

abzuladen und in Betrieb zu nehmen.<br />

Die Grobsiebanlage Rockster<br />

RSS410 kann zur Trennung von Bauschutt,<br />

Asphalt, Beton, Ziegel, Kohle,<br />

Metall, Mutterboden, Kompost und Naturstein<br />

eingesetzt werden. Die Anwendungsmöglichkeiten<br />

sind vielfältig: als<br />

Einzelmaschine zur Erstellung von drei<br />

Endfraktionen oder als Vorsiebanlage<br />

vor dem Brecher zur Erstellung von zwei<br />

zusätzlichen definierten Fraktionen. Die<br />

Separation von Feinteilen dient als Verschleißschutz<br />

und erhöht die Brecherleistung.<br />

Sie kann auch als Nachsiebeinheit<br />

nach dem Brecher zur Aufteilung des<br />

Brecherproduktes in drei Endfraktionen<br />

eingesetzt werden.<br />

Der Hydrodichteseparator HDS-WV,<br />

die neueste Maschine der Wima-HDS-<br />

Baureihe, verfügt über das bewährte<br />

Aufstromprinzip: Mithilfe eines Propellers<br />

wird ein regelbarer Aufstrom und<br />

damit ein maschineninterner Wasserkreislauf<br />

realisiert. Der WV entfernt effektiv<br />

die Leichtstoffe aus dem Aufgabematerial<br />

und wäscht die entfrachtete<br />

Schwerfraktion. Die kompakte „Plug and<br />

Play“-Einheit überzeugt durch ihre robuste<br />

Ausführung, den stufenlos regelbaren<br />

Aufstrom und die hohe Trennschärfe.<br />

Materialien von 2 bis 65 mm<br />

können aufbereitet werden.<br />

www.rockster.at<br />

13.05. bis<br />

17.05.2<strong>02</strong>4<br />

Besuchen Sie uns<br />

am Stand 339/538<br />

in Halle A4<br />

AKTIV AUF ALLEN TRANSPORTWEGEN, FÜHREND IM RECYCLING UND IN DER ENTSORGUNG.<br />

Wir kombinieren Gütertransporte und vereinen die Vorteile von Schiene, Wasser sowie Straße.<br />

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IFAT-SPECIAL 2<strong>02</strong>4<br />

VDMA-Crushing Zone<br />

Wima<br />

Materialveredelung<br />

durch wasserbasierte<br />

Dichtetrennung<br />

Die in Wilsdruff bei Dresden ansässige<br />

Wima Wilsdruffer Maschinen- und<br />

Anlagenbau GmbH stellt in diesem Jahr<br />

auf der IFAT in der VDMA-Crushing Zone<br />

zwei Maschinen ihrer HDS-Baureihe vor.<br />

So wird zum einen der Wima HDS-M in<br />

Verbindung mit der radmobilen Doppeltrommel-Siebmaschine<br />

MS4200 der<br />

Zemmler GmbH präsentiert. Die aus der<br />

Biomasseaufbereitung bewährte Kombination<br />

der Zemmler-Doppeltrommel<br />

und des Wima-Dichtetrenners HDS-M<br />

eignet sich hervorragend für die Aufbereitung<br />

von schwerem Baumischabfall.<br />

Durch den unempfindlichen Schwerstoffaustrag<br />

kann der HDS-M auch<br />

große Störstoffe aufbereiten und ohne<br />

Probleme austragen. Zum anderen wird<br />

der Wima HDS-WV in einer Linie mit dem<br />

raupenmobilen Prallbrecher R1000 und<br />

der Grobsiebanlage RSS 410 der Rockster<br />

Austria International GmbH vorgestellt.<br />

Mit dieser hochmodernen Lösung<br />

kann Bauabbruchmaterial in einem<br />

Durchgang gebrochen, klassiert und die<br />

Mittelfraktion durch die<br />

effiziente wasserbasierte<br />

Trenntechnik von Störstoffen<br />

befreit werden.<br />

Die sich durch das Aufstromprinzip<br />

auszeichnenden<br />

Separationsmaschinen<br />

der HDS-Baureihe<br />

verfügen über einen Propeller,<br />

der stufenlos regelbar<br />

ist. So können die klassierten<br />

Materialien durch das wasserbasierte<br />

Dichtetrennverfahren „veredelt“<br />

werden. Die kompakten „Plug-and-<br />

Play“-Einheiten sind auf den Betriebsund<br />

Einsatzflächen äußerst mobil und<br />

nach kurzer Rüstzeit einsatzbereit.<br />

www.wima-maschinen.de<br />

VDMA-Crushing<br />

Zone, Freigelände<br />

Süd, Stand 908<br />

13.–17.5.2<strong>02</strong>4<br />

MESSE MÜNCHEN<br />

Zemmler<br />

Grüne Mission für die Doppeltrommel<br />

Die Zemmler Siebanlagen GmbH aus Finsterwalde/Massen stellt auf<br />

dem IFAT-Freigelände innovative Maschinen mit der Doppeltrommel-<br />

Technologie am Beispiel mobiler sowie stationärer Siebanlagen vor. In<br />

diesem Jahr wird die 700. Maschine, zugleich die 150. Multi Screen MS<br />

5200, präsentiert sowie die Multi Screen MS 3200 für die Bodenaufbereitung.<br />

Eine Multi Screen MS 5200 wird in der Crushing Zone der VDMA-<br />

Praxistage live im Einsatz sein. Hier zeigt das Unternehmen den Besuchern<br />

die Kombination einer Doppeltrommelsiebanlage mit einem nachgeschalteten<br />

wasserbasierten Dichtetrennsystem („HDSM“) der WIMA Wilsdruffer<br />

Maschinen- und Anlagenbau GmbH. Diese Maschinenkombination zeigt<br />

live die effektive und funktionierende Trennung von Steinen und Holz bzw.<br />

Leichtstoffen im Baustoff<strong>recycling</strong>.<br />

Zemmler hat sich als international agierender Hersteller mobiler und<br />

stationärer Doppeltrommel-Siebanlagen etabliert. Die innovative Doppeltrommel-Technologie<br />

ermöglicht eine Aussiebung in drei anstatt zwei<br />

Fraktionen – und das in nur einem Arbeitsgang. Durch die Verwendung<br />

von Drahtsieben mit Maschenweiten zwischen 2 und 80 mm, die um die<br />

robuste Stahlkonstruktion der Doppeltrommel gespannt werden, kommen<br />

die Multi-Screen-Siebanlagen in zahlreichen Branchen zum Einsatz. So<br />

sind diese im Holz- und Bauschutt-Recycling, in der Mineralien-, Boden- und<br />

Biomasse-Aufbereitung, beim Metall-, Gewerbeabfall- und Sondermaterialien-Recycling<br />

vielfach erprobt. Zemmler baut Doppeltrommel-Siebanlagen<br />

mit einem Gewicht von unter 1,8 bis hin zu <strong>24</strong> Tonnen und bedient<br />

Die Kombination aus<br />

Doppeltrommel und Wima<br />

Dichtetrenner HDS-M eignet<br />

sich hervorragend für die<br />

Aufbereitung von schwerem<br />

Baumischabfall.<br />

Foto: Wima Wilsdruffer Maschinenund<br />

Anlagenbau GmbH<br />

44 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>4


IFAT-SPECIAL 2<strong>02</strong>4<br />

damit sowohl kleine<br />

GaLaBau-Unternehmen<br />

als auch große Recycling-<br />

Betriebe. Zemmler sieht<br />

seine nachhaltige Unternehmensaufgabe<br />

in der<br />

Entwicklung von Technologien<br />

zum Recycling verschiedenster<br />

Wertstoffe.<br />

Durch die Doppeltrommel-Siebanlagen<br />

werden<br />

natürliche Ressourcen geschont und ein<br />

höherer Anteil an werthaltigen Stoffen<br />

gewonnen. Inzwischen wurden 300 Maschinen<br />

verschiedener Typen mit elektrischem<br />

Antrieb ausgeliefert. Dies trägt<br />

zur Senkung der CO 2<br />

-Emissionen bei und<br />

dient zugleich dem Ausbau der Mobilitäts-Elektrifizierung.<br />

www.zemmler.de<br />

VDMA-Crushing<br />

Zone, Freigelände<br />

Süd, Stand 908<br />

Freigelände Mitte,<br />

Stand 709/10<br />

13.–17.5.2<strong>02</strong>4<br />

MESSE MÜNCHEN<br />

Eine Multi Screen MS 5200 wird auf der VDMA-<br />

Crushing Zone live im Einsatz sein.<br />

Foto: Zemmler Siebanlagen GmbH<br />

HIER HAT ALLES<br />

SYSTEM!<br />

Vielfältig wie die Aufgaben der Kreislauf- und Entsorgungswirtschaft: So funktionieren die<br />

Lösungen von Hüffermann Transportsysteme! Wir haben die moderne Wechselbehälterlogistik<br />

mitentwickelt. Nutzen auch Sie das innovative System des Marktführers! hueffermann.de<br />

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<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>4 45


IFAT-SPECIAL 2<strong>02</strong>4<br />

Recycling<br />

im Fokus<br />

Die „Weltleitmesse für Wasser-,<br />

Abwasser-, Abfall- und<br />

Rohstoffwirtschaft“ IFAT bietet<br />

vom 13. Mai bis 17. Mai 2<strong>02</strong>4 ein<br />

breites Spektrum neuer und<br />

innovativer Produkte und<br />

verschiedener Lösungswege auch<br />

zu den Themen Abfall- und<br />

Rohstoffwirtschaft.<br />

Die folgenden Aussteller-<br />

Informationen zeigen bewährte<br />

und innovative Wege vor allem<br />

rund um das Thema Recycling.<br />

Austropressen<br />

Nachhaltiges<br />

Abfallmanagement<br />

als Erfolgsfaktor<br />

Als Franz Roither sen. 1953 in seiner<br />

Schlosserei mit Schmiedearbeiten<br />

begann, war noch nicht ersichtlich, dass<br />

gut 20 Jahre später die Umwelttechnik<br />

das Top-Thema im Unternehmen sein<br />

sollte. Der Startschuss dazu fiel 1973.<br />

Sein Sohn Franz gründete die Marke<br />

Austropressen und spezialisierte sich<br />

damit auf Maschinenbau und Umwelttechnik.<br />

Zunächst wurden Spezialmaschinen<br />

und Sonderlösungen für umliegende Betriebe<br />

hergestellt und erste Entwicklungen<br />

zum Patent angemeldet. Gleichzeitig<br />

stiegen die Ansprüche hinsichtlich<br />

Qualität und Spezialisierung. Die erfreuliche<br />

Konsequenz: kontinuierliche Entwicklungen<br />

bei Müll- und Ballenpressen,<br />

individuelle Lösungen für unterschiedlichste<br />

recycelbare Materialien<br />

und erste Lieferungen über Österreichs<br />

Grenzen hinaus.<br />

Heute entwickelt und produziert<br />

die Roither Maschinenbau GmbH die<br />

gesamte Produktpalette immer noch<br />

zu 100 Prozent am Stammsitz in Seewalchen,<br />

Österreich. Sie liefert maßgeschneiderte<br />

Entsorgungslösungen in<br />

rund 100 Länder weltweit.<br />

Eine funktionierende Kreislaufwirtschaft<br />

braucht das Zusammenspiel von<br />

Innovationen in vielen Bereichen. Austropressen<br />

präsentiert sich auf der IFAT<br />

dem internationalen Fachpublikum als<br />

ein Unternehmen, das Maschinen für<br />

eine bessere Material- und Rohstoffzukunft<br />

herstellt. Unter dem bewusst gewählten<br />

Slogan „Fokus Future – Abfallmanagement<br />

ist ein Erfolgsfaktor“ werden,<br />

so das Unternehmen, „intelligente<br />

Maschinen mit individuellem Leistungsspektrum<br />

und überzeugender Energieeffizienz“<br />

zu sehen sein.<br />

Halle B5,<br />

Stand 550 und 551<br />

13.–17.5.2<strong>02</strong>4<br />

MESSE MÜNCHEN<br />

Auf den Standflächen von rund 160 m²<br />

kann Austropressen ein umfangreiches<br />

Programm vorstellen, wie eine vollautomatische<br />

Kanalballenpresse der Profi-<br />

Serie APK-ES, vertikale Ballenpressen<br />

der Serien APV, APVeasyline und Kompakt,<br />

horizontale Ballenpressen für unterschiedlichste<br />

Einsatzgebiete sowie<br />

weitere Maschinen aus der breit gefächerten<br />

Produktpalette wie Dosenpressen,<br />

Fasspressen und Müllpressen. Die<br />

persönliche Beratung, Informationsaustausch<br />

und das persönliche Kennenlernen<br />

sind ein weiterer wichtiger Faktor,<br />

der für Austropressen immer wieder im<br />

Vordergrund steht.<br />

www.austropressen.com<br />

Das österreichische Unternehmen Austropressen ist<br />

branchenübergreifend ausgerichtet – für alle<br />

wesentlichen Belange der internationalen Abfall- und<br />

Recyclingwirtschaft. Foto: Roither Maschinenbau GmbH<br />

46 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>4


IFAT-SPECIAL 2<strong>02</strong>4<br />

B+W<br />

Neue Sprühkanonen sparen Strom<br />

und Wasser<br />

Vielfach werden in Betrieben oder bei Abbrucharbeiten zur<br />

Staubbekämpfung Sprühkanonen eingesetzt. Die Anforderungen<br />

an das Sprühsystem sind dabei sehr unterschiedlich und<br />

nicht einfach zu realisieren: So soll die Wurfweite möglichst weit,<br />

der Stromverbrauch aber möglichst gering sein. Ebenso ist der<br />

Geräuschpegel ein Diskussionsthema.<br />

Die B+W GmbH aus Bottrop hat sich mit dieser Thematik intensiv<br />

beschäftigt und kann nun ein System vorstellen, das die<br />

strittigen Punkte zusammenführt: Ausgehend von dem größten<br />

Stromverbraucher setzt B+W einen flexiblen und umweltfreundlichen<br />

Ventilator ein. Der multifunktionale Ventilator besteht aus<br />

einer optimierten Volldüse mit Nachleitrad, einem Kurzdiffusor<br />

auf der Ausblasseite und dem bionischen Flügelblatt. Das intelligente<br />

Ventilatorsystem ist dabei sehr leise und bietet einen<br />

deutlich höheren Wirkungsgrad, was sich in einer erheblichen<br />

Stromkostenersparnis ausdrückt. Durch den zu einhundert Prozent<br />

drehzahlgesteuerten Volumenstrom lassen sich variable<br />

Wurfweiten der Wassertropfen realisieren. Mittels der zwei<br />

Sprühkränze, die einzeln oder auch gemeinsam betrieben werden<br />

können, stehen drei unterschiedliche Wassermengen zum<br />

Versprühen zur Verfügung.<br />

Die B+W baut derzeit zwei unterschiedliche Sprükanonen auf,<br />

zum einen die ZAP20 mit einer Wurfweite von 2 bis 20 Metern,<br />

und zum anderen die ZAP30 mit einer Wurfweite von 5 bis 35<br />

Metern. Der Wasserverbrauch kann zwischen 60 bis 2.500 l/h<br />

variieren, je nach Düsenbestückung an den Sprühkränzen. Der<br />

Drehwinkel der Sprühkanonen ist frei einstellbar von 5 bis 355<br />

Grad. Eine Funksteuerung für EIN/AUS sowie das Start-Stopp-<br />

System für den Drehantrieb und eine Heizung zur Frostsicherung<br />

gehören zur Standardausrüstung. Sämtliche Funktionen des Systems<br />

werden überwacht und als Störmeldung herausgegeben.<br />

Ganz neu ist zudem eine Durchflussüberwachung, womit verstopfte<br />

Düsen sowie Undichtigkeiten in der Anlage angezeigt<br />

werden. Mit dem Einsatz einer Wasseruhr kann der Wasserverbrauch<br />

ermittelt werden. Dies ist besonders wichtig, um Abwassergebühren<br />

zu sparen, da<br />

das versprühte Wasser ins Material<br />

geht und nicht in den<br />

Abwasserkanal.<br />

Mit den neu entwickelten<br />

Sprühkanonen zeigt die B+W<br />

Gesellschaft<br />

für Innovative<br />

Produkte<br />

mbH, dass sie<br />

seit Firmengründung<br />

ihrem Motto<br />

treu geblieben<br />

ist: Innovative<br />

Produkte stehen wie die<br />

Kunden immer an erster Stelle.<br />

www.buwip.de<br />

Halle B5,<br />

Stand 541<br />

13.–17.5.2<strong>02</strong>4<br />

MESSE MÜNCHEN<br />

Noch<br />

effizienter: die<br />

Sprühkanone<br />

ZAP30.<br />

Foto: B+W<br />

Gesellschaft für<br />

Innovative Produkte<br />

mbH<br />

<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>4 47


IFAT-SPECIAL 2<strong>02</strong>4<br />

Halle B3,<br />

Stand 333<br />

13.–17.5.2<strong>02</strong>4<br />

MESSE MÜNCHEN<br />

Kleine Turbokompressoren<br />

tragen zunehmend zur<br />

Effizienzsteigerung für die<br />

Abwasserbelüftung in<br />

Klärwerken bei.<br />

Foto: Continental Industrie GmbH<br />

Continental Industrie<br />

Frischer Wind in der Abwasserbelüftung<br />

Die Klärwerksbetriebe mittelgroßer<br />

oder großer Kommunen stehen zunehmend<br />

vor der Herausforderung, ihre<br />

Belüftungssysteme an den tatsächlichen<br />

Bedarf anzupassen. Die Betreiber wappnen<br />

sich für saisonale Schwankungen<br />

der Abwassermengen oder für unvorhersehbare<br />

Ereignisse wie Starkregen,<br />

um schnell auf Veränderungen reagieren<br />

zu können. Darüber hinaus schließen<br />

sich Klärwerksbetriebe zusammen, um<br />

die Anlagen flexibler und effizienter zur<br />

betreiben. Mittlerweile werden verschiedene<br />

Aggregate zu sogenannten Clustern<br />

zusammengefasst, um die Abwasserbehandlung<br />

für mittlere und größere<br />

Städte zu optimieren. Dazu zählen teilweise<br />

unterschiedlichste Belüftungseinheiten<br />

wie Schraubenkompressoren,<br />

Gebläse oder Turbokompressoren. Sie<br />

operieren entweder einzeln, nacheinander<br />

oder gemeinsam.<br />

Bei geringerem Bedarf starten die kleineren<br />

Einheiten, bei erhöhtem Verbrauch<br />

schalten sich größere Aggregate<br />

zu. Eine solche bedarfsorientierte Belüftungsmöglichkeit<br />

bieten auch die neu<br />

entwickelten Turbokompressoren von<br />

Continental Industrie aus Dormagen.<br />

Die neue Serie mit der Modellbezeichnung<br />

TCB-08 oder -012 deckt ein Leistungsspektrum<br />

von 5.000 bis<br />

12.000 Nm 3 /h ab. Sie sind kompakt und<br />

bieten dank mechanischer Ölpumpe<br />

einen verzögerungsfreien Prozessstart.<br />

Hochwertige Keramikkugellager sorgen<br />

bei hohen Drehzahlen für eine geringe<br />

Reibung und Wärmeentwicklung, eine<br />

hohe Korrosionsbeständigkeit und insgesamt<br />

für geringeren Verschleiß. Sie<br />

lassen sich ohne Weiteres mit anderen<br />

Aggregaten kombinieren.<br />

Die TCB-Kompressoren sind mit Vorund<br />

Nachleitapparat ausgestattet, um<br />

eine effiziente Luftverteilung vorzunehmen,<br />

Druckschwankungen zu reduzieren<br />

und Energie einzusparen. Durch die präzise<br />

Anpassung von Parametern wie<br />

IGV, VDV und anderen Betriebsparametern<br />

lässt sich der Close-to-search-Punkt<br />

dieser Komponenten definieren, um die<br />

benötigte Luftmenge bei minimalen<br />

Energieverlusten und höchster Effizienz<br />

bereitzustellen. Mit der Steuerung und<br />

Überwachung des Betriebspunktes erhöht<br />

sich auch die Lebensdauer des<br />

Kompressors.<br />

www.continental-industrie.de<br />

Dieffenbacher<br />

Schwerpunkte<br />

Altholz und<br />

Energieerzeugung<br />

Mit gleich zwei Ständen mit<br />

unterschiedlichen Themenschwerpunkten<br />

ist der Eppinger<br />

Maschinen- und Anlagenbauer<br />

Dieffenbacher auf der diesjährigen<br />

IFAT vertreten. Auf dem Recycling-Stand<br />

werden maßgeschneiderte<br />

Lösungen, Technologien<br />

und Systeme für die Sortierung,<br />

Reinigung und Aufbereitung<br />

von Altholz vorgestellt.<br />

„Unsere Altholzaufbereitungslösungen<br />

kommen typischerweise<br />

in der Holzwerkstoffindustrie, in<br />

Palettenklotzanlagen und in<br />

Kraftwerken für die thermische<br />

Verwertung von Altholz zum Einsatz“,<br />

erklärt Jean-Christophe<br />

Zimmermann, Vertriebsleiter der<br />

Business Unit Recycling bei Dieffenbacher.<br />

„Die vermehrte Nutzung<br />

von Altholz bietet unseren<br />

Partnern und Kunden mehr Flexibilität<br />

beim Holzeinkauf, geringere<br />

Rohstoffkosten im Vergleich zu<br />

Frischholz und – heute wichtiger<br />

denn je – ein deutliches Plus an<br />

Nachhaltigkeit“, fügt er hinzu.<br />

Auch für Unternehmen, die<br />

Second-Life-Produkte aus Produktionsrückständen<br />

oder Abfallstoffen<br />

herstellen, lohnt sich ein<br />

Besuch. Vom Unternehmen bereits<br />

umgesetzte Waste-to-Product-Lösungen<br />

umfassen die Herstellung<br />

von Werkstoffplatten aus<br />

PU-Schaumresten, die Produktion<br />

von Transportpaletten aus Holzoder<br />

Kunststoffabfallstoffen und<br />

den Ersatz von Holzwerkstoffplatten<br />

durch Platten auf der Basis<br />

von Palmwedeln oder Teppichabfällen.<br />

Andere Rohstoffe, die für<br />

die Plattenherstellung infrage<br />

kommen, sind zum Beispiel Papier-<br />

und Kunststoffabfälle sowie<br />

Rotorblätter von Windkraftanlagen.<br />

Auf dem Gemeinschaftsstand<br />

der Wirtschaftskammer Österreich<br />

können sich die Besucher<br />

über die Lösungen der neuen<br />

48 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>4


IFAT-SPECIAL 2<strong>02</strong>4<br />

Business Unit Energy informieren. Dieffenbacher<br />

Energy mit Sitz in Bludenz,<br />

Österreich, ging Anfang 2<strong>02</strong>3<br />

aus der Übernahme der ehemaligen<br />

Bertsch Energy GmbH & Co<br />

KG hervor. „Wir sind davon überzeugt,<br />

dass der Zukunft Lösungen<br />

gehört, die Biomasse und<br />

Abfallstoffe statt fossiler oder<br />

atomarer Brennstoffe zur Energieerzeugung<br />

nutzen“, erklärt<br />

Sebastian Völker, Chief Sales Officer bei<br />

Dieffenbacher Energy. „Unser Ziel ist<br />

nicht nur, Unternehmen dabei zu unterstützen,<br />

Energie zu erzeugen, sondern<br />

auch die dabei entstehende Abwärme<br />

beispielsweise durch den Einsatz von<br />

Kraft-Wärme-Kopplungen effizient zu<br />

nutzen.“<br />

Rund 180 erfahrene Mitarbeiterinnen<br />

und Mitarbeiter in Bludenz und Wien,<br />

Eppingen und Sosnowiec, Polen, entwickeln<br />

festbrennstoff- sowie gas- und<br />

flüssigbrennstoffbefeuerte Kraftwerke<br />

für eine nachhaltige Energieerzeugung.<br />

Für einen reibungslosen Betrieb sowie<br />

die Effizienzsteigerung bestehender<br />

Halle B5, Stand 200<br />

Halle A4, Stand 138<br />

13.–17.5.2<strong>02</strong>4<br />

MESSE MÜNCHEN<br />

Kraftwerke und Anlagen werden Partner<br />

und Kunden zudem mit umfassenden<br />

Serviceleistungen über den gesamten<br />

Lebenszyklus unterstützt.<br />

www.dieffenbacher.com<br />

Die Dieffenbacher-<br />

Altholzreinigungsanlage im<br />

Rheinspan-Spanplattenwerk in<br />

Germersheim, Rheinland-Pfalz.<br />

Foto: Dieffenbacher


IFAT-SPECIAL 2<strong>02</strong>4<br />

Doppstadt<br />

Lösungsorientierte<br />

Aufbereitungstechnik<br />

Unter dem Motto „it‘s not a booth, it‘s<br />

a <strong>recycling</strong> plant“ geht Doppstadt<br />

auf der IFAT mit seiner Präsentation über<br />

einen reinen Messestand hinaus. Stattdessen<br />

wird in Teilbereichen bewusst ein<br />

praxisnaher Recyclinghof<br />

aufgebaut. „Nach den<br />

hervorragenden Erfahrungen,<br />

die wir 2<strong>02</strong>2 mit<br />

dem Konzept gemacht<br />

haben, fiel uns die erneute<br />

Entscheidung für einen<br />

großen Stand im Außenbereich<br />

der Messe sehr<br />

leicht“, sagt Michael Zeppenfeldt,<br />

Vertriebsleiter<br />

Deutschland der Doppstadt<br />

Umwelttechnik<br />

GmbH. „Dort haben wir den Platz, um<br />

unsere Lösungen optimal zu präsentieren<br />

und uns gleichzeitig bestmöglich auf<br />

die Bedürfnisse unserer Kunden zu fokussieren.“<br />

„Wir simulieren damit auch die Arbeitsumgebung<br />

unserer Kunden und untermauern<br />

auf diese Weise unsere Expertise<br />

in der Aufbereitungstechnik“, so<br />

Zeppenfeldt.<br />

Der Inventhor 6.2 ist jeder Zerkleinerungsaufgabe<br />

gewachsen – als Solo-<br />

Maschine, in Verbindung mit dem Selector<br />

800.2 oder mit dem neuen Korbsystem.<br />

Darüber hinaus ist die Doppstadt-<br />

Lösung mit einem elektrischen Antrieb<br />

verfügbar. Der Inventhor 6.2 verfügt über<br />

einen optimierten Klapptrichter, der die<br />

Beladung durch Radlader oder Bagger<br />

Freigelände Mitte,<br />

Stand 709/1<br />

VDMA-Praxistage &<br />

Crushing Zone,<br />

Freigelände Süd,<br />

Stand 908<br />

13.–17.5.2<strong>02</strong>4<br />

MESSE MÜNCHEN<br />

Doppstadt präsentiert mit seinem Messeauftritt in<br />

Teilbereichen bewusst einen praxisnahen Recyclinghof und<br />

zeigt mit seinen Lösungen verschiedene Facetten der<br />

Aufbereitung. Foto: Doppstadt Gruppe<br />

noch bedienerfreundlicher<br />

macht. Nach dem Motto<br />

„Einfach effizient sieben“ ist<br />

die weiterentwickelte Siebmaschine<br />

SM 620.3 genau<br />

auf die Ansprüche der Kunden angepasst.<br />

In der Praxis bringt sie gleiche Leistung<br />

wie das Vorgängermodell mit erhöhter<br />

Effizienz zu einem attr<strong>aktiv</strong>en<br />

Preis.<br />

Wie flexibel Aufbereitung funktioniert,<br />

beweist Doppstadt mit seiner AK-Baureihe:<br />

Von Heckkörben bis zu Prallplatten<br />

reicht die Spanne für die unterschiedlichen<br />

Anwendungen.<br />

Wirtschaftlich, rechtssicher und flexibel<br />

sind auch die mobil-modularen Aufbereitungslösungen,<br />

die Doppstadt<br />

unter dem neuen Markenauftritt MMPC<br />

(ehemals MMAK) präsentiert. „Zur weiteren<br />

Etablierung unseres Konzeptes<br />

haben wir unser MMAK zu dem international<br />

verständlichen MMPC umbenannt“,<br />

so Zeppenfeldt. Ein Schwerpunkt<br />

auf der IFAT ist die Aufbereitung von Gewerbe-,<br />

Baustellenmisch- und Bioabfall.<br />

Zusätzlich ist Doppstadt mit seinen<br />

Maschinen im Demobereich in den Anwendungsfeldern<br />

Altholz sowie Parkund<br />

Gartenabfälle vertreten, darunter<br />

unter anderem mit dem Inventhor 6.2<br />

und dem AK 640 SA. In der Crushing<br />

Zone demonstriert das Unternehmen die<br />

Aufbereitung von verunreinigtem Bauschutt<br />

mit dem mobil-modularen Aufbereitungskonzept<br />

MMPC.<br />

Zugleich möchte das Unternehmen<br />

mehr über die zukünftigen Anforderungen<br />

und Wünsche seiner Kunden erfahren<br />

und bietet dafür Raum und Zeit. Michael<br />

Zeppenfeldt erklärt: „Wir freuen<br />

uns auch in diesem Jahr auf einen offenen<br />

und partnerschaftlichen Austausch<br />

mit unseren aktuellen und zukünftigen<br />

Kundinnen und Kunden.“<br />

www.doppstadt.de<br />

HKM A14<br />

überzeugen durch Nutzlast und Stabilität<br />

REIFEN<br />

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verschiedenen Größen und individuellen Ausführungen.<br />

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www.alba.at<br />

FM 711/5<br />

T 03447 85350 | info@hkm-fahrzeugbau.de<br />

50 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>4


IFAT-SPECIAL 2<strong>02</strong>4<br />

EAG<br />

SBR 3: Konsequente<br />

Weiterentwicklung<br />

Die EAG Einfach Aufbereiten GmbH<br />

(EAG) präsentiert auf der IFAT das<br />

Ergebnis aus der Erfahrung einiger Hundert<br />

Siebanlagen, nämlich die Weiterentwicklung<br />

des kleineren Modells Baustoff-Recyclingsieb<br />

SBR 3. Seit 2019 ist<br />

die für den Einsatz im Straßen-und Tiefbau<br />

konzipierte Siebanlage auf dem<br />

Markt, wo sie insbesondere zur Aufbereitung<br />

von Straßenaufbruch, Aushub,<br />

Boden und Mineralgemischen eingesetzt<br />

wird. Zuspruch findet sie ebenfalls<br />

bei Containerdiensten, die mit der robusten<br />

Siebanlage Bauschutt aufbereiten.<br />

Dies gilt auch für den GaLa-Bau, wo<br />

Leistungsstärke und Einstellmöglichkeiten<br />

des SBR 3 in der Mutterboden-Aufbereitung<br />

überzeugen.<br />

Mit einigen konstruktiven Änderungen<br />

ist es dem Hersteller aus Dresden nach<br />

eigenen Angaben gelungen, das Einsatzspektrum<br />

zu vergrößern. Florian Schmellenkamp,<br />

als Leiter Geschäftsentwicklung<br />

verantwortlich für Entwicklung und Vertrieb,<br />

verweist auf seine Erfahrungen aus<br />

zahlreichen Inbetriebnahmen und Kundengesprächen:<br />

„Mehr und mehr Kunden<br />

beschicken die SBR 3 mit Radladern mit<br />

2,50 Meter breiten Schaufeln. Diese Radlader<br />

mit ca. 10 bis 12 Tonnen Betriebsgewicht<br />

und ca. zwei Kubikmeter Schaufelinhalt<br />

treffen wir auf den Betriebshöfen<br />

immer häufiger an. Mit der Verbreiterung<br />

des Maschinenkörpers um 100 mm<br />

wird die Beschickung und insbesondere<br />

die Materialentnahme jetzt deutlich komfortabler.<br />

Zudem konnten wir die Positionen<br />

der Schwingelemente optimieren<br />

und das Spannsystem so umstellen, dass<br />

wir mit der neuen Generation auch sehr<br />

feine Siebe spannen können. Damit können<br />

wir endlich eine leistungsfähige und<br />

robuste Lösung für die Aufbereitung von<br />

Kabelsand anbieten.“ Die tatsächliche<br />

Siebfläche bleibt mit 2.000 mm Breite und<br />

2.400 mm Länge identisch, ebenso wie<br />

die einstellbaren Füße und der Stangensizer<br />

zur Grobabscheidung des Siebgutes.<br />

Durch die Optimierung der Schwingungsdämpfung<br />

konnte das Schwingverhalten<br />

beim Einsatz der größten Siebmasche<br />

von 63 mm verbessert werden, wodurch<br />

die Steckkornbildung minimiert<br />

wird. Ausgelegt ist das SBR 3 für Radlader<br />

mit 0,75 bis 2 m³ Schaufelinhalt. Mit rund<br />

2,3 Tonnen Einsatzgewicht und einer<br />

Transportbreite von 2.400 mm ist der<br />

Transport per Kipper wie auch die schnelle<br />

Inbetriebnahme auf der Baustelle problemlos<br />

möglich.<br />

Die Siebanlagen der EAG sind dafür<br />

bekannt, einfach und robust zu sein.<br />

Der Prototyp der SBR 3: 100 mm<br />

breiter und optimiert für grobe<br />

wie auch feine Siebung.<br />

Foto: EAG Einfach<br />

Aufbereiten GmbH<br />

Freigelände Mitte,<br />

Stand 809/21<br />

13.–17.5.2<strong>02</strong>4<br />

MESSE MÜNCHEN<br />

Diese Attribute erfüllt auch das SBR 3.<br />

Der Stangensizer bietet den gewohnten<br />

Schutz des Siebdecks. Die Motoren sind<br />

wartungsfrei gelagert und auch sonst<br />

wird auf wartungsintensive Komponenten,<br />

wie Hydraulikzylinder oder Förderbänder,<br />

verzichtet. Die EAG ist Teil einer<br />

regional agierenden, mittelständischen<br />

Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in<br />

Dresden. „Aber nicht nur der Ursprung<br />

und die Entwicklung sind von hier – auch<br />

das Serienprodukt ist zu 100 Prozent<br />

made in Germany“, wie Florian Schmellenkamp<br />

betont.<br />

Neben dieser Neuheit präsentiert die<br />

EAG das langjährige Erfolgsmodell Baustoff-Recyclingsieb<br />

SBR 4, das von Radladern<br />

mit einem Betriebsgewicht von 14<br />

bis 30 Tonnen beschickt wird.<br />

www.einfach-aufbereiten.de/


IFAT-SPECIAL 2<strong>02</strong>4<br />

Freigelände Mitte,<br />

Stand 709/11<br />

Hörmann<br />

Imposanter Hallen-Neubau für<br />

innovative Recycling-Technologien<br />

Für die ROTH Internationale GmbH in der Oberpfalz, die unter<br />

anderem ein einzigartiges Recyclingverfahren für Lithium-Ionen-Batterien<br />

betreibt, hat die Rudolf Hörmann GmbH & Co. KG<br />

eine passende Halle geplant und gebaut. Mit einer Länge von 136<br />

Metern ist sie eine der längsten Hallen, die das Unternehmen<br />

bisher realisiert hat.<br />

Die Dimensionen dieser Recyclinghalle sind wahrlich beeindruckend<br />

und markieren einen Meilenstein im Portfolio von Hörmann.<br />

Die Halle besteht aus einer Stahl-Brettschichtholz-Konstruktion.<br />

Die Bauteile wurden im Werk am Stammsitz von Hörmann in Buchloe<br />

im Allgäu gefertigt. Mit der Länge von 136 Metern, einer Breite<br />

von 36 Metern und einer Gesamtfläche von 4.896 m 2 bietet die<br />

Halle großzügigen Raum für effiziente Recyclingprozesse. Die<br />

Recyclinghalle ist optimal auf die Bedürfnisse der Branche abgestimmt,<br />

verfügt über verschiedene Aufteilungsmöglichkeiten und<br />

ist damit sehr wirtschaftlich. „Mit der 136 Meter langen Recyclinghalle<br />

haben wir nicht nur ein sehr langes Gebäude errichtet. Die<br />

Halle steht auch für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Denn bei<br />

Hörmann kommt noch ein ganz persönlicher Anspruch nach dem<br />

Motto, „Für jede Lageranforderung die passende Lösung“, hinzu“,<br />

so Stefan Müller, Bereichsleiter Schüttgut und Entsorgung.<br />

Die Rudolf Hörmann GmbH & Co. KG, ein Spezialist im Bereich<br />

Hallenbau, präsentiert auf der IFAT in München maßgeschneiderte<br />

Lösungen für großvolumige Schüttguthallen in verschiedenen<br />

Ausführungen: Holz-, Stahl/Holz- oder Stahlkonstruktionen sowie<br />

mobile Schüttguthallen mit stabilen Schüttwänden. Gezeigt werden<br />

unter anderem mehrschiffige Boxenüberdachungen in Form<br />

von Pultdachlösungen für die trockene Lagerung und geschlossene<br />

Lagerhallen mit Tor- und Lüftungssystemen.<br />

www.hoermann-info.com Halle A4,<br />

Stand 317<br />

13.–17.5.2<strong>02</strong>4<br />

MESSE MÜNCHEN<br />

Die Innenansicht verdeutlicht die Dimensionen und den<br />

hoch interessanten Aufbau der neuen Halle.<br />

Foto: Rudolf Hörmann GmbH & Co. KG<br />

Erfolgreicher Beginn mit der ersten<br />

Maschinenübergabe (v. l. n. r.): Juri Heidt,<br />

Geschäftsführer HWH, Daniel Hohmann,<br />

Business Manager Sany Europe, Rainer-Maria<br />

Kugler, Gesamtvertriebsleiter HWH, René<br />

Bauer, Geschäftsführer MRT, und Achim Laske,<br />

MRT-Fahrer. Foto: HWH Machines GmbH<br />

HWH Machines GmbH<br />

Neuer Vertragshändler der<br />

Sany Europe GmbH<br />

Seit dem 1. Januar 2<strong>02</strong>4 ist die HWH Machines<br />

GmbH offizieller Vertragshändler der Sany Europe<br />

GmbH im Bereich Umschlagmaschinen. Damit<br />

arbeiten zukünftig zwei mehr als erfahrene Unternehmen<br />

zusammen: HWH Machines als Händler für<br />

Recycling- und Umschlagtechnik und Sany Europe<br />

als Hersteller von Hafen- und Umschlagsmaschinen.<br />

Aktuell bietet Sany im Bereich des Materialumschlags<br />

einen 30- sowie auch 48-Tonner an, wobei<br />

kleinere sowie größere Modelle bereits in Planung<br />

sind. Ebenso wird die erste vollelektrische Umschlagmaschine<br />

bald erhältlich sein. Beide Unternehmen<br />

freuen sich auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit<br />

und konnten direkt zum Start einen Sany-<br />

Umschlagbagger SMHW48G5 an den Kunden MRT<br />

Rohstoff Recycling GmbH übergeben.<br />

Um die neue Zusammenarbeit entsprechend vorzustellen,<br />

gibt es auf der IFAT auf dem gemeinsamen<br />

Stand mit Arjes bereits die erste Sany-Maschinenpräsentation:<br />

Neben einem Arjes-Titan 900<br />

e-pu wird als Eyecatcher ein Sany-Umschlagbagger<br />

SMHW30G5 im Mittelpunkt stehen. Bei einer Motorleistung<br />

von 145 kW, einem Gesamtgewicht von<br />

28.500 bis 30.500 kg verfügt der effiziente Umschlagbagger<br />

über Armlängen von 12 bis 14 Metern,<br />

was einen sehr vielseitigen Einsatz ermöglicht.<br />

www.hwh-machines.com<br />

13.–17.5.2<strong>02</strong>4<br />

MESSE MÜNCHEN<br />

52 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>4


IFAT-SPECIAL 2<strong>02</strong>4<br />

IFE<br />

Neue Produktsparte ermöglicht praxistaugliche Lösungen<br />

Für die IFE Aufbereitungstechnik ist die<br />

IFAT der wichtigste Fixpunkt im Messekalender.<br />

Helmut Tröbinger, Leitung<br />

Projektierung, Vertrieb & Marketing, betont<br />

die Bedeutung der IFAT als das<br />

wichtigste internationale Branchentreffen<br />

im Bereich Recycling: „Die IFAT ist der<br />

richtige Ort, um zukunftsorientierte<br />

Technologien zu präsentieren und Wege<br />

für deren praktische Anwendung aufzuzeigen.“<br />

IFE nutzt den Messeauftritt, um<br />

ihre neue Produktsparte i-STEP dem<br />

Fachpublikum zu präsentieren. Damit<br />

können praxisnahe Lösungen unter anderem<br />

für die Abfallwirtschaft angeboten<br />

werden. i-STEP kombiniert digitale<br />

Services mit Sensoren und gießt die<br />

Daten in ein benutzerfreundliches Portal.<br />

Damit können u. a. Arbeitsabläufe<br />

vereinfacht, Stillstände minimiert und<br />

die Lebensdauer von Maschinen verlängert<br />

werden. Am Messestand werden<br />

exklusive Einblicke in die praktische Anwendung<br />

der neuen Tools angeboten.<br />

Interessierte Messebesucher haben dort<br />

die Möglichkeit, i-STEP an einer Maschine<br />

zu testen. Einen Blick hinter den Vorhang<br />

gewährt das Unternehmen schon<br />

vor der IFAT: i-STEP Vibrosense – ein Tool<br />

zur einfachen Schwingungsanalyse, das<br />

mit Smartphone oder Tablet bedient<br />

werden kann, soll noch in den Wochen<br />

vor der Messe präsentiert werden.<br />

Ein besonderes Highlight bietet sich<br />

den Messebesuchern aus der Kompostaufbereitung:<br />

eine exklusive Besichtigung<br />

des Aeroselectors beim Kompostaufbereiter<br />

VIVO im zirka 40 km entfernten<br />

Warngau. Die Anlage ging im Dezember<br />

2<strong>02</strong>3 in Betrieb und hat seither<br />

beeindruckende Ergebnisse erzielt sowie<br />

Arbeitsabläufe effizienter gestaltet. Die<br />

Anmeldung zur Besichtigung inkl. Transport<br />

zur Anlage und zurück zur Messe<br />

erfolgt über die speziell zur IFAT eingerichtete<br />

Website.<br />

www.ife-bulk.com/ifat2<strong>02</strong>4<br />

Eines der „Flaggschiffe“ von Komptech, der<br />

Hochleistungszerkleinerer Lacero 8010. Foto: Komptech<br />

54 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>4<br />

Komptech<br />

Produktneuheit zur<br />

Brennstoff-<br />

Aufbereitung<br />

Komptech gilt als führender Lösungsanbieter<br />

von Umwelttechnologien<br />

mit einem breiten Spektrum an innovativen<br />

Produkten und Dienstleistungen.<br />

Mit einem ganzheitlichen Ansatz bietet<br />

das Unternehmen Lösungen für die gesamte<br />

Wertschöpfungskette des Umweltmanagements,<br />

angefangen bei der<br />

Aufbereitung und Sortierung von Abfällen<br />

bis hin zur Aufbereitung zur Energiegewinnung<br />

und -nutzung<br />

Halle B6, Stand<br />

405/504<br />

VDMA-Praxistage,<br />

Freigelände Süd,<br />

Stand 908<br />

13.–17.5.2<strong>02</strong>4<br />

MESSE MÜNCHEN<br />

aus Biomasse oder Ersatzbrennstoffen.<br />

Die<br />

breite Palette von Produkten<br />

umfasst Zerkleinerungs-,<br />

Sortier- und<br />

Siebtechnologien sowie<br />

Umsetzer für Dreiecksmieten.<br />

Dank der langjährigen<br />

Erfahrung und


IFAT-SPECIAL 2<strong>02</strong>4<br />

Halle B6, Stand<br />

139/238<br />

13.–17.5.2<strong>02</strong>4<br />

MESSE MÜNCHEN<br />

Praxistaugliche Tools für effizientere<br />

Arbeitsabläufe, weniger Stillstände und<br />

höhere Maschinen-Lebensdauer präsentiert<br />

IFE auf der IFAT Munich 2<strong>02</strong>4.<br />

Foto: IFE Aufbereitungstechnik GmbH<br />

BESUCHEN SIE UNS!<br />

des technischen Know-hows ist Komptech in der Lage,<br />

maßgeschneiderte Lösungen anzubieten, die den spezifischen<br />

Anforderungen der Kunden und Kundinnen<br />

gerecht werden. Dabei stehen Umweltverträglichkeit<br />

und Wirtschaftlichkeit stets im Fokus. Dieser Fokus wird<br />

auf der IFAT ebenso ersichtlich sein, denn Komptech<br />

steht für Technologien, die darauf abzielen, die Ressourceneffizienz<br />

zu verbessern und eine nachhaltige Zukunft<br />

zu gestalten. Unterstrichen wird dies mit einer eigenen<br />

ESG-Wall am Messestand.<br />

Durch den immer höher werdenden Anfall an gemischten<br />

Abfällen bedarf es in diesem Bereich neuer<br />

Lösungen. Zum einen, um die stoffliche Verwertung von<br />

gemischten Abfällen zu forcieren, zum anderen aber<br />

auch, um eine entsprechende Aufbereitung zu alternativen<br />

Brennstoffen zur energetischen Verwertung möglich<br />

zu machen. Hierzu präsentiert Komptech auf der<br />

Messe eine Produktneuheit.<br />

Die Besucher und Besucherinnen haben am Messestand<br />

die Möglichkeit, sich aus erster Hand von den kompetenten<br />

Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen über die<br />

vielfältigen Lösungen des Unternehmens informieren zu<br />

lassen und sich von der Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit<br />

der Produkte zu überzeugen.<br />

Halle A6, Stand 311<br />

www.komptech.com<br />

<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>4 55


IFAT-SPECIAL 2<strong>02</strong>4<br />

Be A Waste Transformer:<br />

Auf der IFAT 2<strong>02</strong>4 zeigt<br />

Lindner Neuheiten in der<br />

Zerkleinerungstechnik<br />

sowie Gesamtlösungen<br />

für das mechanische und<br />

chemische Recycling.<br />

Grafik: Lindner<br />

Halle B6, Stand<br />

251/350<br />

VDMA-Praxistage<br />

Freigelände Süd,<br />

Stand 908<br />

13.–17.5.2<strong>02</strong>4<br />

MESSE MÜNCHEN<br />

Lindner<br />

Systemlösungen für<br />

mechanisches und<br />

chemisches Recycling<br />

Mit dem Leitsatz „Be A Waste Transformer“<br />

stehen bei Lindner der<br />

Kunde, seine individuellen Anforderungen<br />

und die Implementierung eines<br />

ganzheitlichen Lösungskonzepts im<br />

Fokus. Auf der IFAT 2<strong>02</strong>4 stellt Lindner<br />

zwei Produktneuheiten vor. Der neue<br />

stationäre Universal-Schredder mit<br />

Zwei-Wellen-Technologie ist vor allem<br />

auf die Anwendungen Altholz, Industrieund<br />

Gewerbemüll und Schrott ausgerichtet.<br />

Die zweite Produktneuheit, ein<br />

elektrisch betriebener semi-mobiler Ein-<br />

Wellen-Schredder mit autarkem Antrieb<br />

für das Kettenfahrwerk, deckt dank des<br />

modularen Schnittsystems eine noch<br />

breitere Palette an Inputmaterialien ab.<br />

„Wir freuen uns auf die Präsentation unseres<br />

semi-mobilen Ein-Wellen-Zerkleinerers.<br />

Dieser bietet dank des modularen<br />

Schnittsystems maximale Flexibilität.<br />

Je nach Stoffstrom und Anforderung an<br />

das Outputmaterial kann man zwischen<br />

einem Leisten- oder Spitzmessersystem<br />

wählen. Diese beiden Rotor-Varianten<br />

werden wir auch auf der IFAT 2<strong>02</strong>4 ausstellen“,<br />

so Gerd Tischner, Vertriebsleiter<br />

bei Lindner.<br />

Die Komet-Nachzerkleinerer-Serie<br />

bietet verbesserte Wartungsfreundlichkeit<br />

dank schraubbarer Messerhalter.<br />

Zudem wird ein neues Urraco-Wellenpaar<br />

vorgestellt, das speziell für das<br />

Schrott<strong>recycling</strong> entwickelt wurde und<br />

eine signifikante Effizienzsteigerung ermöglicht.<br />

Eingesetzt als grober Vorzerkleinerer<br />

vor einer Hammermühle oder<br />

Querstromzerspaner kann eine Outputmaximierung<br />

und eine Verringerung der<br />

Wartungsarbeiten erreicht werden.<br />

Als Hersteller von Zerkleinerungslösungen<br />

verfügt Lindner seit Jahrzehnten<br />

über eine interne Engineering-Abteilung,<br />

die Gesamtlösungen im Bereich<br />

des mechanischen und des chemischen<br />

Recyclings anbietet. Das Anwendungsportfolio<br />

reicht von Gewerbe- und Industriemüll<br />

bis hin zu den unterschiedlichsten<br />

Kunststoffen und von Trocken- und<br />

Nassanwendungen bis hin zum chemischen<br />

Recycling. „Seit 2003 realisieren<br />

wir Gesamtkonzepte für klassische Anwendungslösungen<br />

wie Gewerbe- und<br />

Industriemüll, Sperrmüll etc. und liefern<br />

nicht nur einzelne Schredder, sondern<br />

ganzheitliche Anlagenkonzepte. Auch in<br />

der Aufbereitung von Kunststoffen decken<br />

wir eine breite Palette an mechanischen<br />

Trocken- und Nassanwendungen<br />

ab – vom Zerkleinern, Sortieren, Waschen<br />

bis hin zum Granulieren. Ob Folien,<br />

Hartkunststoffe, Big Bags – In-Houseoder<br />

Post-Consumer-Recycling – in diesem<br />

Segment zählen wir zu den Big Playern<br />

am Markt. Außerdem freuen wir uns,<br />

dass unsere Lösungen im chemischen<br />

Recycling bereits erfolgreich eingesetzt<br />

werden. Zu diesem Thema sind wir dieses<br />

Jahr auch als Referent auf der Orange<br />

Stage präsent“, freut sich Michael Lackner,<br />

Geschäftsführer bei Lindner.<br />

www.lindner.com<br />

56 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>4


Halle A2,<br />

Stand 129<br />

13.–17.5.2<strong>02</strong>4<br />

MESSE MÜNCHEN<br />

Lödige Maschinenbau<br />

Pflugschar-Mischer zur Konditionierung<br />

von Klärschlämmen<br />

Stark heterogene Stoffströme –<br />

etwa aus Kläranlagen, Kraftwerken,<br />

Recyclingbetrieben oder<br />

dem Bergbau – so aufzubereiten,<br />

dass sie sicher und marktfähig wieder<br />

eingesetzt werden können, ist<br />

eine hoch anspruchsvolle verfahrenstechnische<br />

Aufgabe. Die mit<br />

einem eingetragenen Markenzeichen<br />

versehenen, anwendungsspezifischen<br />

Pflugschar-Mischer von<br />

Lödige Maschinenbau liefern hier<br />

gute Ergebnisse für Schlämme,<br />

Stäube und andere Schüttgüter.<br />

Ein Beispiel dazu: In der Kläranlage<br />

Bottrop und den umliegenden<br />

Klärwerken aus dem Verbandsgebiet<br />

von Emschergenossenschaft<br />

und Lippeverband fallen Jahr für<br />

Jahr 220.000 Tonnen Klärschlamm<br />

an. Um einen optimalen thermischen<br />

Prozess zu gewährleisten,<br />

muss dieser Klärschlamm vor der<br />

Verbrennung konditioniert werden.<br />

Im Fokus steht dabei der Trockensubstanzgehalt<br />

(TR-Gehalt). Ein<br />

bestimmtes Mischverhältnis von<br />

feuchtem und getrocknetem Klärschlamm<br />

sowie eine gute Homogenität<br />

sind für die Qualität der thermischen<br />

Verwertung also entscheidend.<br />

Hinzu kommen Anforderungen<br />

an die Struktur des Materials:<br />

Für einen optimalen thermischen<br />

Prozess muss eine definierte Stückigkeit<br />

erreicht werden. Als geeignetes<br />

Verfahren für die Konditionierung<br />

des Klärschlamms erwies sich<br />

die Vermischung und Strukturierung<br />

in einem Pflugschar-Mischer<br />

Typ KM DW von Lödige Maschinenbau.<br />

Die Maschine ist für den kontinuierlichen<br />

Betrieb ausgelegt und<br />

basiert auf dem von Lödige Maschinenbau<br />

in die industrielle Mischtechnik<br />

eingeführten Wirbelbettverfahren,<br />

das eine sehr gute<br />

Durchmischung gewährleistet: Die<br />

speziell entwickelten Schaufeln rotieren<br />

wandnah in einer horizontalen<br />

Trommel und erzeugen dabei<br />

ein Wirbelbett. Der Prozess ermöglicht<br />

eine hohe Homogenität bei<br />

konstanter Reproduzierbarkeit.<br />

Konkret kommen in der Kläranlage<br />

Bottrop zwei Pflugschar-Mischer<br />

des Typs KM 600 DW zum Einsatz.<br />

Deren Mischtrommeln haben ein<br />

Volumen von jeweils 600 Litern und<br />

sind auf einen Füllgrad von 50 Prozent<br />

ausgelegt. Die Mischer werden<br />

kontinuierlich über einen automatisierten<br />

Transportprozess mit feuchtem<br />

und teilgetrocknetem Klärschlamm<br />

beschickt. Auch die Trocknung<br />

wurde mit Fokus auf Nachhaltigkeit<br />

entwickelt: Die speziell für<br />

die Vorbehandlung errichtete solarthermische<br />

Trocknungsanlage zählt<br />

in Europa zu den ersten ihrer Art.<br />

www.loedige.de<br />

Auch in der<br />

Kläranlage in<br />

Bottrop arbeitet der<br />

Pflugschar-Mischer<br />

zur vollsten<br />

Zufriedenheit.<br />

Foto: Gebrüder Lödige<br />

Maschinenbau GmbH<br />

WIR BIETEN<br />

GEBÄUDELÖSUNGEN<br />

ZUR LAGERUNG VON<br />

SCHÜTTGÜTERN UND<br />

RECYCLINGSTOFFEN<br />

UNSERE HALLEN BIETEN IHNEN<br />

• Passende Abkipp- und Arbeitshöhen<br />

• Individuelle Tragkonstruktionen<br />

• Freitragende Spannweiten & Hallenvolumen<br />

• Auf das Lagergut abgestimmte Schüttgutwände<br />

Wir, die Rudolf Hörmann GmbH & Co. KG, realisie<br />

ren für jede Lageranforderung gemeinsam mit<br />

Ihnen die passende Recyclinghalle. HÖRMANN<br />

Hallen für Recycling werden exakt für Ihren<br />

Bedarf gebaut.<br />

Ihr Kontakt: Stefan Müller<br />

Telefon +49 151 - 58 <strong>02</strong>9 - 212<br />

Für mehr Infos hier entlang:<br />

www.hoermann-info.de<br />

Besuchen Sie<br />

uns auf der<br />

IFAT, Stand A4.317


IFAT-SPECIAL 2<strong>02</strong>4<br />

Max Wild<br />

Effiziente Aufbereitung von Bohrschlämmen<br />

Auf der IFAT präsentiert die Max Wild<br />

GmbH, wie Nachhaltigkeit und Kosteneffizienz<br />

bei Horizontalbohrungen<br />

(HDD) funktionieren. Dazu wird das in<br />

Berkheim, Baden-Württemberg, ansässige<br />

Unternehmen seine Inhouse-Innovation<br />

Mudcleaner vorstellen. Mudcleaner<br />

gibt es als mobiles und stationäres<br />

System und verspricht besonders nachhaltige<br />

Horizontal- sowie Geothermie-<br />

Bohrungen dank effizientem Bohrschlamm-Recycling:<br />

90 Prozent weniger<br />

Wasserverbrauch, 90 Prozent weniger<br />

Abfall und 90 Prozent weniger Entsorgungskosten<br />

fallen, so das Unternehmen,<br />

im Durchschnitt bei HDD- und<br />

Geothermie-Bohrungen an. Ein echtes<br />

Allround-Talent für den Einsatz auf der<br />

Eine gute Kombination:<br />

Der Mudcleaner-Truck ist als<br />

Gesamtzugkonzept von Lkw<br />

und Bohranlage konzipiert – für<br />

mehr Nachhaltigkeit bei HDDund<br />

Geothermie-Bohrungen.<br />

Foto: Max Wild<br />

Halle B2,<br />

Stand 411/510<br />

13.–17.5.2<strong>02</strong>4<br />

MESSE MÜNCHEN<br />

Baustelle ist der<br />

Mudcleaner-<br />

Truck. Als Recycling-Mobil<br />

arbeitet der Lkw direkt vor<br />

Ort Bohrschlämme auf und ist dabei<br />

gleich dreifach nachhaltig: Das Prozesswasser<br />

für das HDD-Verfahren wird recycelt,<br />

die Menge des zu entsorgenden<br />

Materials wird reduziert und somit auch<br />

die Transportfahrten zu den Deponien.<br />

Der Mudcleaner-Truck eignet sich für<br />

Bauunternehmen und Kommunen mit<br />

HDD-Projekten mit einem Durchsatz bis<br />

zu 180 m 3 am Tag. Als wendiger 2- bzw.<br />

3-Achser ist er als Gesamtzugkonzept<br />

von Lkw und Bohranlage konzipiert.<br />

Pünktlich zur IFAT präsentiert die Max<br />

Wild GmbH neue Finanzierungsmodelle<br />

für den Mudcleaner-Truck: Leasing und<br />

Mietkauf. Mit Leasingdauern zwischen<br />

12 bis zu 60 Monaten können Bauunternehmen<br />

und Kommunen den Mudcleaner-Truck<br />

risikofrei leasen und ihn so<br />

auch für längere Projekte direkt in der<br />

Praxis testen. Ein weiteres Finanzie-<br />

Redwave<br />

Neue Sortierlösung speziell für Textil<strong>recycling</strong><br />

Redwave, ein führender Anbieter von<br />

Sortiertechnologien, präsentiert auf<br />

der IFAT mit Redwave TEX eine komplett<br />

neue und flexible Sortierlösung, die speziell<br />

für die Textilindustrie entwickelt<br />

wurde. Damit lassen sich Textilien präzise<br />

erkennen und sortieren, womit der<br />

Sortierprozess effizienter und nachhaltiger<br />

gestaltet werden kann. Vom Stringtanga<br />

bis zur Winterjacke sortiert Redwave<br />

TEX die Materialien nach vordefinierten<br />

Parametern und kann dabei zwei<br />

Hauptaufgaben erfüllen: die Sortierung<br />

ganzer Kleidungsstücke für die Wiederverwendung<br />

und die Sortierung zerkleinerter<br />

Textilien für die industrielle Weiterverarbeitung.<br />

Mithilfe der Sensortechnologie erfolgt<br />

dabei eine hochpräzise Identifikation<br />

und Sortierung von Textilien nach vordefinierten<br />

Kriterien. Große Textilmengen<br />

können schnell und effizient verarbeitet<br />

werden. Dabei kann das neue Sortiersystem<br />

individuell an die spezifischen Anforderungen<br />

der Kunden angepasst werden.<br />

Ob Größe, Farbe, Materialzusammensetzung<br />

oder andere Parameter,<br />

Redwave TEX kann entsprechend programmiert<br />

werden. Durch die Automatisierung<br />

des Sortierprozesses werden<br />

manuelle Eingriffe erheblich reduziert.<br />

Das Ergebnis: Einsparungen bei den Arbeitskosten.<br />

Damit können die Kunden<br />

schnell auf sich ändernde Marktanforderungen<br />

reagieren. Die<br />

Sortierkriterien werden<br />

einfach und schnell angepasst.<br />

„Mit Redwave TEX setzen wir neue<br />

Maßstäbe im Textil<strong>recycling</strong>. Wir sind<br />

davon überzeugt, dass unsere Technologie<br />

einen wesentlichen Beitrag zur Ressourcenschonung<br />

und zum Umweltschutz<br />

leistet und gleichzeitig wirtschaftliche<br />

Vorteile für den<br />

Kunden bietet“, so<br />

das Redwave-F&E-<br />

Team.<br />

www.redwave.<br />

com<br />

Halle B5,<br />

Stand 238<br />

13.–17.5.2<strong>02</strong>4<br />

MESSE MÜNCHEN<br />

58 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>4


ungsmodell ist der Mietkauf. Der Recycling-Lkw wird<br />

nach festen und planbaren Raten gemietet; die Mietdauer<br />

richtet sich nach den individuellen Anforderungen<br />

des Kunden. Nach Ablauf der Mietdauer geht der<br />

Mudcleaner-Truck automatisch in das Anlagevermögen<br />

des Kunden über. Besonders praktisch: Bauunternehmen<br />

und Kommunen können den Lkw so von Anfang<br />

an in ihre Bilanz aufnehmen und abschreiben<br />

– ganz ohne anfänglicher, großer Investition.<br />

Für ihre Inhouse-Innovation Mudcleaner wurde die<br />

Max Wild GmbH bereits dreifach ausgezeichnet. 2<strong>02</strong>2<br />

schaffte sie es unter die „100 Betriebe für Ressourceneffizienz“,<br />

einem Wettbewerb des Landes Baden-<br />

Württemberg. 2<strong>02</strong>3 räumte der Mudcleaner gleich<br />

doppelt ab: VDBUM-Förderpreis in der Kategorie „Innovationen<br />

aus der Praxis“ und Platz 1 beim Umwelttechnikpreis<br />

Baden-Württemberg in der Kategorie<br />

„Emissionsminderung, Aufbereitung und Abtrennung“.<br />

Max Wild hat seinen inhouse entwickelten Mudcleaner-Truck<br />

selbst fleißig im Einsatz: Auf durchschnittlich<br />

über 200 Baustellen im Jahr ist der Recycling-Lkw<br />

dabei. Beim Verlegen von insgesamt 6.700 laufenden<br />

Metern an neuen Wasserleitungen auf einer Baustelle<br />

in Tettnang, Baden-Württemberg, hat der Mudcleaner-<br />

Truck 2.600 m 3 Frischwasser und knapp 35 Tonnen<br />

Bentonit eingespart.<br />

www.maxwild.com/produkte/mudcleaner/<br />

Ihr Experte<br />

für Recycling<br />

Abbruch- und<br />

Sortiergreifer<br />

Polypgreifer<br />

Container<br />

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Magnet<br />

Mit Redwave TEX bietet Redwave<br />

eine komplett neue und flexible<br />

Sortierlösung an, die speziell für<br />

die Textilindustrie entwickelt wurde.<br />

Foto: Redwave<br />

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Alle Angaben ohne Gewähr. Irrtümer, Änderungen<br />

und Druckfehler vorbehalten. Ein Angebot der<br />

HS-Schoch® Gruppe. Es gelten unsere aktuellen<br />

AGBs, online unter www.hs-schoch.de/agb.<br />

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IFAT-SPECIAL 2<strong>02</strong>4<br />

Halle A6,<br />

Stand 108<br />

13.–17.5.2<strong>02</strong>4<br />

MESSE MÜNCHEN<br />

In seinem 35. Geschäftsjahr stellt rona:systems gleich<br />

vier Innovationen vor, mit denen Entsorgungs- und<br />

Recycling-Unternehmen ihre Abläufe besser meistern<br />

können. Foto: rona:systems<br />

rona:systems<br />

Digitalisierung steigert<br />

Effizienz und Wirtschaftlichkeit<br />

Auf der diesjährigen IFAT präsentiert<br />

rona:systems seine Lösung<br />

rona:office 2.0 sowie drei weitere Möglichkeiten,<br />

mit denen Unternehmen ihre<br />

Abläufe noch effektiver, nachhaltiger<br />

und wirtschaftlicher gestalten können.<br />

Die neue Version der ERP-Komplettlösung<br />

rona:office 2.0 für die Entsorgungsund<br />

Recyclingbranche ist das Ergebnis<br />

einer vollständigen Überarbeitung von<br />

rona:office, das bereits bei über 650 Kunden<br />

in Deutschland, Österreich, der<br />

Schweiz und den angrenzenden EU-Ländern<br />

im täglichen Einsatz ist. Auf Grundlage<br />

einer neuen Entwicklungsarchitektur<br />

bietet das neue System dank verbesserter<br />

Performance und ergonomisch<br />

optimierter Oberflächen nicht nur eine<br />

vereinfachte Bedienung, sondern auch<br />

erweiterte Anwendungs- und Anbindungsmöglichkeiten.<br />

Einen erleichterten<br />

Datenaustausch zwischen Unternehmen,<br />

Lieferanten und Kunden erlaubt<br />

das neu entwickelte Portal rona:hub, auf<br />

dem diese webbasiert einfach auf die<br />

jeweiligen Informationen zugreifen können.<br />

Die Portallösung wird zukünftig<br />

nicht nur Daten zwischen rona:office-<br />

Systemen austauschen, sondern auch<br />

systemübergreifend Informationen von<br />

Drittsystem-Anwendern ohne Systembrüche<br />

zur Verfügung stellen. Ebenso<br />

schnell und ohne kostspielige Schnittstellen<br />

funktioniert die neue Anwendung von<br />

web:portal: In der neuen Version können<br />

sich Endkunden den CO 2<br />

-Fußabdruck der<br />

vom Entsorger abgeholten Mengen auswerten<br />

lassen. Damit sind Unternehmen<br />

bedeutend schneller und einfacher in der<br />

Lage, Berichtspflichten zu erfüllen, die im<br />

Zuge der Kohlendioxid-Besteuerung in<br />

Deutschland und der neuen EU-Taxonomie<br />

(CSRD-Richtlinie) von großen bzw.<br />

mittelständischen Unternehmen und<br />

deren Lieferanten in den nächsten Jahren<br />

nach und nach gefordert werden.<br />

Für den aktuellen Überblick über Behälterstandorte,<br />

Kundenadressen etc.<br />

sorgt die neue office:map-Version, von<br />

deren überarbeitetem Design und intuitiven<br />

Bedienkonzept Disponenten wie<br />

Controller gleichermaßen profitieren.<br />

Diese Verbesserungen ermöglichen<br />

einen transparenten Blick auf das aktuelle<br />

Geschehen, wie beispielsweise Fahrzeugposition<br />

und -zustand, Behälterstandorte<br />

und -zustand, Touren, Routenverläufe<br />

etc. sowie eine ablenkungsfreie<br />

Kommunikation mit dem Fahrpersonal.<br />

Dies vereinfacht die flexible Einsatz- und<br />

Routenplanung sowie die Terminierung<br />

anstehender Wartungstermine, um zum<br />

Beispiel Unfallverhütungsvorschriften<br />

(UVV) einzuhalten. Mit dem neuen Dashboard<br />

und integrierten Berichten und<br />

Analysen haben die Nutzer einen aktuellen<br />

Überblick über valide Kennzahlen,<br />

transparente Statistiken und entscheidungsrelevante<br />

Entwicklungen des Fuhrparks.<br />

www.rona.at<br />

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Binder+Co ist führend in der Herstellung<br />

von sensorbasierten Sortiersystemen für<br />

die Recyclingindustrie. Ob Glas, Metalle oder<br />

Bauschutt – wir bieten die optimale Lösung<br />

in der Sortierung, um aus Abfall wieder einen<br />

wertvollen Rohstoff zu machen.<br />

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IFAT-SPECIAL 2<strong>02</strong>4<br />

Hüffermann & Schwarzmüller<br />

Neue Maßstäbe für die Entsorgungslogistik<br />

Die im brandenburgischen Neustadt<br />

(Dosse) ansässige Hüffermann<br />

Transportsysteme GmbH ist spezialisiert<br />

auf Anhänger für Behälterlogistik. Als<br />

hochspezialisierter Systemlieferant kann<br />

Hüffermann rund 600 Fahrgestellvarianten<br />

anbieten. Auf der IFAT präsentiert<br />

das zur Schwarzmüller-Gruppe gehörende<br />

Unternehmen vier Fahrzeuge.<br />

Im Mittelpunkt steht dabei die neue<br />

Generation des bewährten Hüffermann-<br />

Schlitten-Carriers. Die neue Generation<br />

in einfach bereifter Ausführung bringt<br />

ein lang gezogenes und somit niedrigeres<br />

Heck mit sich. Dies hat den<br />

wesentlichen Vorteil, dass<br />

beim Übersetzen Anhänger<br />

und Fahrgestell auf einer<br />

Höhe sind und die Containerrollen<br />

problemlos in den<br />

Schlitten gleiten. Die einfach<br />

bereifte Ausführung ist zudem<br />

treibstoffsparender und ressourcenschonender<br />

im Vergleich zu dem<br />

zwillingsbereiften Pendant. Das gewichtsoptimierte,<br />

hochfeste Fahrgestell<br />

aus Feinkorn-Sonderstahl wurde speziell<br />

konstruiert, um den aufgesetzten Schlitten<br />

fast reibungslos zu verschieben. Eine<br />

weitere Neuheit ist die pneumatische<br />

Schlittensicherung, welche nun zusammen<br />

mit den Verrieglungsklauen<br />

schließt. Die Wegfahrsperre verhindert<br />

das Wegfahren des Anhängers, solange<br />

Die neue Ausführung des 2-Achs-<br />

Schlitten-Carriers für den<br />

Transport von Abrollcontainern.<br />

Foto: Hüffermann<br />

Halle C6,<br />

Stand 229<br />

13.–17.5.2<strong>02</strong>4<br />

MESSE MÜNCHEN<br />

die Verriegelung geöffnet<br />

ist, und erhöht somit<br />

die Sicherheit während<br />

des Transports. Zusätzliche Ausstattungspakete,<br />

wie die hochwertige Elegance<br />

Edition, oder eine autarke Parkbeleuchtung<br />

für abgestellte Anhänger<br />

können jederzeit optional konfiguriert<br />

werden. Bereits seit einiger Zeit im Programm<br />

ist das zusammen mit Hella entwickelte<br />

Park Safety Fix, kurz PS-Fix, das<br />

problemlos bei der LED-Beleuchtungsanlage<br />

von Hella in den Anhänger integriert<br />

werden kann. Die autarke Beleuchtung<br />

erhöht die passive Sicherheit<br />

eines abgestellten Anhängers.<br />

Gezeigt wird darüber hinaus neben<br />

dem Multi-Carrier und dem Hüffermann-<br />

Mini-Carrier auch die Schwarzmüller-<br />

Stahlmulde für den Schrotttransport. Die<br />

neu konzipierte 3-Achs-Stahl-Kastenmulde<br />

ist speziell für die Entsorgungsbranche<br />

entwickelt und hat ein Fassungsvermögen<br />

von 52 m³ bei einer<br />

Länge von zehn Metern.<br />

www.schwarzmueller.com<br />

Training macht<br />

den Meister.<br />

Bei Ob Weiterbildung, uns heißt es Austausch Fortbildung auf Augenhöhe. oder notwendige Hier lernen Qualifizierung, Profis vo<br />

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IFAT-SPECIAL 2<strong>02</strong>4<br />

Sennebogen<br />

Premieren im Materialumschlag<br />

Recycling ist eine der größten Herausforderungen<br />

unserer Zukunft: Sennebogen<br />

nimmt diese Herausforderung an<br />

und präsentiert auf der IFAT mit acht<br />

unterschiedlichen Maschinen seine effizienten<br />

und nachhaltigen Lösungen für<br />

den Materialumschlag in der Recyclingindustrie.<br />

Neben dem 4-Tonnen-Teleskoplader<br />

340 G werden der Umschlagbagger<br />

8<strong>24</strong> G der neuen G-Serie, der<br />

825 Electro Battery sowie der brandneue<br />

826 G, der auf der IFAT seine Weltpremiere<br />

feiert, ausgestellt. Auf der Zusatzausstellungsfläche<br />

im Innenhof zwischen<br />

Halle C5 und C6 wird außerdem der 825<br />

Demolition für das Baustoff-Recycling<br />

präsentiert, der durch sein ablegbares<br />

Gegengewicht einen einfachen und kostengünstigen<br />

Transport ermöglicht.<br />

Messepremiere feiert auch der kürzlich<br />

in den Markt eingeführte 8<strong>24</strong> G. Die vollständige<br />

Neuentwicklung ist nicht nur<br />

optisch ein echtes Highlight. Der Recyclingbagger<br />

ist mit einer Reichweite von<br />

12 Metern und einem Einsatzgewicht<br />

von 26,3 Tonnen ein echtes Multitalent<br />

auf dem Recycling- und Schrottplatz.<br />

Neben ihren Leistungsdaten überzeugt<br />

die Maschine auch durch die um 2,8<br />

Meter hochfahrbare Komfortkabine<br />

MaxCab – die für einen angenehmen<br />

Arbeitsplatz mit bester Rundumsicht im<br />

Recyclingbetrieb sorgt. Darüber hinaus<br />

wird ein weiteres Modell der neuen Maschinengeneration<br />

vorgestellt, der<br />

340 G-Serie.<br />

Der Teleskoplader<br />

der Multiline<br />

mit einer<br />

Traglast bis 4 Tonnen<br />

und einer<br />

Reichhöhe von<br />

7,70 Metern vereint<br />

die Vorteile<br />

aus der Telehandler-<br />

und Radladertechnik in einer<br />

Maschine und glänzt insbesondere<br />

durch sein Alleinstellungsmerkmal, die<br />

Multicab-Kabine. Diese lässt sich stufenlos<br />

auf eine Augenhöhe von 4,10 Metern<br />

hochfahren und besticht durch die großen<br />

Glasflächen inklusive 360-Grad-<br />

Rundumblick. Dadurch kann maximale<br />

Sicherheit beim Verladen von Material<br />

als auch beim Manövrieren gewährleistet<br />

werden.<br />

Der 825 Electro Battery<br />

mit Powerhand und Vario-Tool<br />

ergänzt die Recycling-Familie<br />

auf dem<br />

Messestand. Der mit dieser<br />

Ausrüstung erstmals<br />

auf einer Messe ausgestellte<br />

akkugestützte<br />

Elektro-Umschlagbagger<br />

ist mit dem vollhydraulischen<br />

und multifunktio-<br />

Halle C5,<br />

Stand 451/550<br />

VDMA-Praxistage &<br />

Crushing Zone,<br />

Freigelände Süd,<br />

Stand 908<br />

13.–17.5.2<strong>02</strong>4<br />

MESSE MÜNCHEN<br />

Der 825 E Electro Battery mit<br />

Powerhand und Vario-Tool<br />

ergänzt die<br />

Sennebogen-<br />

Recycling-Familie<br />

auf dem<br />

Messestand.<br />

Foto: Sennebogen<br />

nellen Schnellwechselsystem ein Meister<br />

in Sachen Flexibilität. Mit derselben Maschine<br />

können verschiedene Anbaugeräte<br />

wie Schrottschere und Mehrschalengreifer<br />

flexibel genutzt und in kurzer<br />

Zeit denkbar einfach durch den Fahrer<br />

aus der Kabine gewechselt werden. Der<br />

moderne 825 E mit einer Reichweite von<br />

14 Metern und einem Einsatzgewicht<br />

von 30,4 Tonnen arbeitet dank des Dual<br />

Power Managements sowohl<br />

im Akkubetrieb als auch<br />

mit kabelgeführter Stromzufuhr<br />

uneingeschränkt und ist<br />

somit höchst praxistauglich<br />

für die Recyclingbranche, mit<br />

der ausgestellten Powerhand<br />

insbesondere für das<br />

Auto<strong>recycling</strong>.<br />

www.sennebogen.com<br />

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Halle 5, Stand A515<br />

62 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>4


IFAT-SPECIAL 2<strong>02</strong>4<br />

Spaleck<br />

Neue Maschinen und Verfahrenslösungen für die Circular Economy<br />

Der entscheidende Faktor bei der Sortierung<br />

ist die kontinuierliche Materialzuführung.<br />

Der Spaleck-ActiveFEED-<br />

Aufgabebunker stellt durch seine selbststeuernde<br />

Technologie sicher, dass Sortiergeräte<br />

permanent mit der gewünschten<br />

Zufuhrmenge und gleichmäßig mit<br />

Material versorgt werden. Dies ermöglicht<br />

bei der eingesetzten Sortiertechnik<br />

sehr hohe Reinheitsgrade. Auf der IFAT<br />

wird der ActiveFEED in den neuen Baugrößen<br />

von 25 m³ und mehr präsentiert.<br />

Auch die Anforderungen an die Siebqualität<br />

sind in den letzten Jahren erheblich<br />

gestiegen. Mit seiner Philosophie<br />

„Best Screening. Best Sorting“ stellt Spaleck<br />

optimierte Siebprozesse vor, die gemeinsam<br />

mit und für führende Recyclingunternehmen<br />

entwickelt wurden. Fokus<br />

dieser Siebprozesse ist die Bereitstellung<br />

der bestmöglichen Siebqualität für den<br />

nachfolgenden Aufbereitungsprozess.<br />

Diese Konzepte gibt es unter anderem für<br />

die Recyclingprozesse von Metallen,<br />

Kunststoffen, Hausmüll, Baumischabfällen,<br />

Industrieabfällen, Schlacken und vielen<br />

anderen mehr. Neben der Siebqualität<br />

sind die Flexibilität und Anpassbarkeit<br />

von Siebmaschinen entscheidend für<br />

eine effektive Aufbereitung verschiedener<br />

Materialien. Mit dem weiterentwickelten<br />

ModularDESIGN+-Konzept<br />

können Kunden das Maschinensetting<br />

ihrer Spaleck-Siebmaschine individuell<br />

an ihr Material sowie an ihre ganz persönlichen<br />

Recyclingziele anpassen.<br />

Die Einführung der 3-dimensionalen<br />

Siebung für Spannwellensiebmaschinen<br />

soll die Effizienz der Siebung weiter verbessern.<br />

Diese Technologie ermöglicht<br />

sehr saubere Siebschnitte und verhindert<br />

das Eindringen von Langteilen im<br />

Feingut. Dazu werden spezielle Siebmatten<br />

vorgestellt, die die innovative<br />

Spaleck-3-D-Siebtechnologie nun auch<br />

für Spannwellensiebe ermöglichen.<br />

www.spaleck.de<br />

Halle B6, Stand<br />

439/538<br />

13.–17.5.2<strong>02</strong>4<br />

MESSE MÜNCHEN<br />

Der ActiveFEED-Aufgabebunker<br />

ermöglicht sehr gute Performance-<br />

Ergebnisse der eingesetzten Sortiertechnik<br />

mit sehr hohen Reinheiten.<br />

Foto: Spaleck GmbH & Co. KG


IFAT-SPECIAL 2<strong>02</strong>4<br />

Der optimale Einsatz von<br />

Verschleißteilen in der<br />

Shreddertechnologie ist eines der<br />

Hauptanliegen der Stahlwerke<br />

Bochum. Foto: Stahlwerke Bochum GmbH<br />

Halle B4,<br />

Stand 429<br />

Stahlwerke Bochum<br />

Innovative und<br />

hochwertige Verschleißteile<br />

Die zuverlässige Belieferung ihrer weltweiten Kunden mit innovativen<br />

Verschleißeilen aus nachhaltiger Produktion ist der Anspruch<br />

der Stahlwerke Bochum GmbH (SWB), der auch im Vordergrund<br />

des diesjährigen IFAT-Auftritts steht.<br />

SWB setzt auf eine nachhaltig CO 2<br />

-reduzierte Produktion, verfügt<br />

über ein nach DIN EN ISO 50001:2018 zertifiziertes Energiemanagementsystem<br />

und bietet ihren Kunden seit jeher die Möglichkeit zur<br />

Rückgabe der verschlissenen Schlagwerkzeuge und Auskleidungen<br />

gegen entsprechende Vergütung. SWB ist mit den von ihr aus Stahlschrott<br />

hergestellten Erzeugnissen maßgeblich am Stahl<strong>recycling</strong>prozess<br />

ihrer Kunden beteiligt. Gemeinsam mit ihren Kunden betreibt<br />

SWB damit einen nachhaltigen Umweltschutz und schont<br />

Ressourcen, denn mit dem Einsatz von 1 Tonne Stahlschrott werden<br />

gegenüber dem Einsatz von Primärrohstoffen mindestens 1,67 Tonnen<br />

CO 2<br />

vermieden.<br />

SWB forscht permanent an neuen Lösungen gegen den Verschleiß<br />

und bietet den Kunden innovative Verschleißteile, die optimal auf<br />

ihre jeweiligen Anwendungsbereiche hin abgestimmt sind. Eine lückenlose<br />

Überwachung des gesamten Fertigungsprozesses und umfangreiche<br />

Qualitätskontrollen garantieren die gleichbleibend hohe<br />

Qualität der SWB-Produkte. Zu den neuesten Entwicklungen zählen<br />

Shredderhämmer mit strukturierter Innenumfangsfläche des Lagerauges,<br />

Shredderhämmer mit erweitertem Lagerauge und eine einseitig<br />

verstärkte Schutzkappe. Die Vorteile dieser international patentierten<br />

Schlagwerkzeuge werden auf dem IFAT-Stand erläutert,<br />

ebenso gibt es Informationen über das volle SWB-Programm an<br />

Verschleißteilen und Komponenten für den gesamten Shredderprozess.<br />

SWB berät ihre Kunden vor Ort in mehr als 50 Ländern weltweit<br />

und sichert ihnen eine zuverlässige Belieferung mit speziell für die<br />

jeweiligen Einsatzbedingungen gefertigten Verschleißteilen zu.<br />

www.stahlwerke-bochum.com<br />

13.–17.5.2<strong>02</strong>4<br />

MESSE MÜNCHEN<br />

tegosgroup<br />

Noch effizienter mit<br />

Künstlicher Intelligenz<br />

D<br />

ie Verwendung von „Künstlicher Intelligenz“<br />

(KI) wird oft zu breit interpretiert.<br />

Im Kern umfassen KI-Systeme Technologien<br />

wie Bild- und Spracherkennung sowie Vorhersagemodelle,<br />

oft basierend auf neuronalen<br />

Netzen, die durch Training lernen. Ein<br />

herausragendes Beispiel ist ChatGPT, ein<br />

Large Language Model (LLM), das darauf<br />

trainiert ist, menschliche Sprache zu verstehen<br />

und zu generieren. ChatGPT-4 wurde<br />

mit etwa 300 Milliarden Wörtern trainiert,<br />

die Trainingskosten werden auf über 100<br />

Millionen USD geschätzt. KI findet vielfältige<br />

Anwendung in der Kreislaufwirtschaft, von<br />

der Schrifterkennung über Kennzeichenerkennung<br />

bis hin zur Materialsortierung und<br />

vorausschauenden Wartung. Diese Technologien<br />

optimieren Prozesse, erhöhen die<br />

Effizienz und reduzieren Ausfälle.<br />

LLMs wie ChatGPT bieten großes Potenzial<br />

zur Optimierung der Wissensarbeit,<br />

indem sie komplexe Informationen verarbeiten<br />

und verständlich aufbereiten. Die<br />

tegosgroup entwickelt mit dieser Vision Lösungen,<br />

um Organisationen weltweit zu unterstützen.<br />

Ein Beispiel ist ‚AIFlow‘, ein Pro-<br />

64 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>4


IFAT-SPECIAL 2<strong>02</strong>4<br />

Ein Anwendungsfall zeigt, wie AIFlow eine<br />

Containeranfrage per E-Mail bearbeitet, die relevanten<br />

Informationen identifiziert und automatisch eine<br />

Auftragsbestätigung generiert.<br />

Grafiken: tegos GmbH<br />

Halle A6, Stand 311<br />

dukt, das die Bearbeitung<br />

von E-Mail-<br />

Anfragen in der<br />

Kreislaufwirtschaft<br />

optimiert, indem es<br />

relevante Informationen<br />

extrahiert und<br />

an ERP-Systeme<br />

übermittelt. Dies spart Zeit und verbessert<br />

die Effizienz der administrativen Prozesse.<br />

Trotz des Potenzials der KI wird der<br />

Mensch in vielen Prozessen weiterhin eine<br />

zentrale Rolle spielen. Dennoch bietet KI,<br />

insbesondere in gut definierten Anwendungsfällen,<br />

erhebliches Optimierungspotenzial.<br />

Die Integration von KI in die Kreislaufwirtschaft<br />

ist entscheidend für die Steigerung<br />

der Prozesseffizienz und ermöglicht<br />

es Fachkräften, sich auf strategisch wichtige<br />

Aufgaben zu konzentrieren.<br />

www.tegos-group.com<br />

13.–17.5.2<strong>02</strong>4<br />

MESSE MÜNCHEN<br />

<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>4 65


IFAT-SPECIAL 2<strong>02</strong>4<br />

Stoevelaar & H2Protech<br />

Vario-Sternsieb mit automatischer Überkornrückführung<br />

Auf der IFAT präsentiert die H2PRO<br />

GmbH & Co. KG ein neues 3-Fraktionen-Sternsieb<br />

in Looping-Version mit<br />

einer stufenlosen Siebschnittverstellung<br />

im so wichtigen Mittelkorn. Das MSS-9K-<br />

3-Fraktionen-Vario-Sieb wird dieselelektrisch<br />

angetrieben. Ein Diesel-Aggregat<br />

mit einer Motorleistung von ca. 100 PS<br />

und einer elektrischen Leistung von ca.<br />

80 kVA sorgt für den Antrieb der Elektromotoren.<br />

Der Doosan-Dieselmotor mit<br />

Wendelüfter verbraucht etwa 7 bis 8 l/h.<br />

Bei der Konstruktion der Siebmaschine<br />

wurde vor allem auf robuste Auslegung,<br />

Zugänglichkeit sowie übersichtliche und<br />

einfache Bedienung geachtet. Das Kreislauf-Sieb<br />

ist zu einem Zerkleinerer hin<br />

mit einer Vorrang-Abschaltung ausgelegt,<br />

um ein Verstopfen des Siebes zu<br />

verhindern.<br />

Maße, Leistung und Siebfläche der<br />

H2Protech MSS-9K 3F wurden zusammen<br />

mit der Überkorn-Rückführung auf<br />

den Wolf-Zerkleinerer 9500 DT aus dem<br />

Hause Stoevelaar ausgelegt. Das<br />

MSS-9K-3F-Vario-Sternsieb kann als<br />

Solo-Maschine für das Absieben von zerkleinertem<br />

Altholz oder Biomasse mit<br />

Durchsatzleistungen von bis 60 bis 80 t/h<br />

eingesetzt werden, so die Angaben des<br />

Herstellers. Möglich ist auch die Kombination<br />

mit dem Wolf-Zerkleinerer im<br />

Sinne eines Kreislaufsiebes, wobei das<br />

Überkorn wieder direkt auf die Zerkleinerungswellen<br />

zurückgeführt wird. Vom<br />

Austragsband des Vorzerkleinerers wird<br />

der vorgebrochene Material in den<br />

großvolumigen Aufgabebunker gefördert.<br />

Die Dosierwalze verteilt das Siebmaterial<br />

gleichmäßig auf das obere<br />

Vario-Siebdeck. Hier wird das Überkorn<br />

abgesiebt, auf das Rückführband gegeben<br />

und in den Vorzerkleinerer zurückgeführt.<br />

Das Mittel- und Feinkorn fällt<br />

durch das obere Siebdeck auf das untere<br />

Feinkornsieb. Die Besonderheit besteht<br />

darin, dass der Siebschnitt des<br />

Mittelkorns stufenlos eingestellt werden<br />

kann – zum Beispiel von 50 bis auf 100<br />

mm oder bei grober Bestückung von 80<br />

bis 160 mm. Das untere Feinsiebdeck<br />

trennt das Feinkorn 0 bis10 mm aus dem<br />

Mittelkorn und trägt dies über das separate<br />

Feinkornband aus. Durch die ausgeklügelte<br />

Umschalttechnik kann das abgesiebte<br />

Feinkorn wieder in das Mittelkorn<br />

zurückgeführt werden. Dadurch<br />

ergibt sich die Möglichkeit, das Feinkorn<br />

besser in der thermischen Verwertung zu<br />

vermarkten. Große Siebflächen von ca.<br />

10 m² im Oberdeck und ca. 9 m² im Unterdeck<br />

sorgen für eine maximale Durchsatzleistung<br />

bei hoher Siebqualität. Das<br />

H2Pro MSS 9K-3F ist auf einem Kettenlaufwerk<br />

verbaut, hat Transportmaße<br />

von ca. 12.000 x 3.000 x 3.500 mm und<br />

ein Gesamtgewicht von ca. 35 Tonnen.<br />

Das MSS-9K-3-Fraktionen-Vario-Sieb<br />

wird exklusiv über Stoevelaar Machinery<br />

und H2Protech angeboten. Auf der IFAT<br />

wird Stoevelaar Machinery das Sieb in<br />

Kombination mit dem Wolf-Shredder<br />

9500 DT präsentieren.<br />

www.stoevelaar-machinery.nl<br />

www.h2protech.de<br />

Stoevelaar & Wolf<br />

Neuer Zwei-Wellen-Shredder Wolf 9500 DT<br />

Freigelände Mitte,<br />

Stand 809/16<br />

13.–17.5.2<strong>02</strong>4<br />

MESSE MÜNCHEN<br />

Aus der Erfahrung von Stoevelaar<br />

& Wolf ist der neue Shredder<br />

9500 DT entstanden.<br />

Foto: Stoevelaar & Wolf<br />

Stoevelaar Machinery kann auf mehr<br />

als 20 Jahre Erfahrung in der Recyclingbranche<br />

zurückblicken, insbesondere<br />

was Zwei-Wellen-Zerkleinerer anbelangt.<br />

Im Laufe der Jahre modifizierte<br />

das Unternehmen viele Shredder mit<br />

Blick auf spezielle Anforderungen der<br />

Kunden sowie dazu passende Sonderlösungen.<br />

Auf dieser Basis hat Stoevelaar<br />

gemeinsam mit Wolf-Shredders einen<br />

neuen Zwei-Wellen-Zerkleinerer unter<br />

dem Namen Wolf 9500 DT entwickelt.<br />

Der neue Wolf 9500 DT ist auf einem<br />

Kettenlaufwerk aufgebaut. Angetrieben<br />

wird der Shredder über einen leistungsstarken<br />

CAT-Motor C18 mit ca. 765 HP<br />

nach Abgasnorm Euro 5. Der Shredder<br />

eignet sich für ganz spezielle Einsätze<br />

wie zum Beispiel zum Zerkleinern von<br />

Metallen, Schrott oder Rotorblättern von<br />

Windrädern. Der großzügige Motorraum<br />

ist beleuchtet, was eine einfache<br />

und schnelle Wartung ermöglicht. Das<br />

Rotorgehäuse ist besonders robust aus-<br />

66 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>4


IFAT-SPECIAL 2<strong>02</strong>4<br />

NEUERÖFFNUNG<br />

BÜRO MODULAR NORD<br />

GRONAU (NRW)<br />

Freigelände Mitte,<br />

Stand 809/16<br />

WIRTSCHAFTLICHKEIT UND<br />

ERFAHRUNG DURCH EIGENE<br />

PLANUNG, PRODUKTION,<br />

PROJEKTABWICKLUNG<br />

UND MONTAGE<br />

Eine Neuheit auf der<br />

IFAT: Das MSS-9K-<br />

3-Fraktionen-Vario-Sieb<br />

von H2Protech.<br />

Foto: Stoevelaar<br />

13.–17.5.2<strong>02</strong>4<br />

MESSE MÜNCHEN<br />

gelegt, um schwere Materialien bearbeiten<br />

zu können. Dies wird über<br />

Spezialrotoren mit gebogenen Messern<br />

sowie ein verstärktes Antriebsgehäuse<br />

sichergestellt. Das Austragsband<br />

verfügt über einen langlebigen<br />

Stahldraht und eine Schnellwechselkupplung,<br />

damit es leicht und<br />

schnell demontiert werden kann. Ein<br />

über Funk ables- und programmierbares<br />

CAN-Bus-System rundet die<br />

Maschine ab.<br />

Der Shredder ist in verschiedenen<br />

Ausführungen lieferbar. Neben dem<br />

9500 DT als größter und leistungsstärkster<br />

Wolf-Shredder gibt es den<br />

etwas kleineren 7500 DT. Mit beiden<br />

Maschinen können Holz, Industrieabfälle,<br />

Bau- und Abbruchabfälle oder<br />

andere Materialien zerkleinert werden.<br />

Beide Maschinen sind leicht zu<br />

transportieren, haben einen kippbaren<br />

Einfüllbunker und lassen sich einfach<br />

bedienen. Der 9500 DT hat ein<br />

Gesamtgewicht von etwa 47 Tonnen,<br />

die Transportmaße sind 11.400 x<br />

3.060 x 3.300 mm (L x B x H).<br />

Der Wolf 7500 DT wiegt etwa 21<br />

Tonnen und die Transportmaße sind<br />

8.322 x 2.500 x 2.885 mm.<br />

Ein zentraler Service-Stützpunkt<br />

kümmert sich bei Stoevelaar Machinery<br />

um schnelle Ersatzteillieferung<br />

sowie um die Beratung der Kunden.<br />

Bei der Maschinen-Auslieferung ist<br />

ein spezialisierter Techniker mit<br />

dabei, der die Maschine in Betrieb<br />

nimmt und die notwendige Maschinen-Einführung<br />

erläutert.<br />

www.stoevelaar-machinery.nl<br />

www.wolfshredders.com<br />

Giebelhallen (15m - 80m)<br />

Sonderbauten (z.B. Verschiebbare Dachkonstruktion)<br />

WIR SIND AUSSTELLER<br />

MÜNCHEN<br />

13.05.-17.05.<strong>24</strong><br />

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<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>4 67


IFAT-SPECIAL 2<strong>02</strong>4<br />

THM <strong>recycling</strong> solutions<br />

Neuer PG-Power-Granulator<br />

Mit dem PG-Power- Granulator bringt THM <strong>recycling</strong> solutions<br />

eine neue Generation moderner, sehr leistungsstarker<br />

Granulatoren auf den Markt, die dem neuesten Stand<br />

der Technik entspricht. Der PG-Power-Granulator löst die<br />

ZM-Maschinenserie von THM <strong>recycling</strong> solutions ab, die sich<br />

weltweit in der Zerkleinerung von Metall und anderen Materialien<br />

wie Kabelschrott, Kunststoffabfall etc. bewährt hat und<br />

bewährt. Der neue Granulator weist durchdachte Ausstattungsmerkmale<br />

auf, die für eine einfachere Wartung und<br />

Handhabung sowie höhere Durchsatzleistungen sorgen.<br />

Ein wesentliches neues Merkmal des PG-Power-Granulators<br />

ist die Ausstattung mit vier Siebsegmenten anstelle eines<br />

einzigen, schweren Standardsiebs, mit dem noch die ZM-<br />

Serie ausgestattet ist. Die Siebsegmente sind leichter und<br />

einfacher zu wechseln als ein durchgehender Siebkorb. Auch<br />

muss bei Beschädigungen am Sieb nur das beschädigte Siebsegment<br />

ausgewechselt werden und kein kompletter Siebkorb.<br />

Optimierte Wartungskosten sind die Folge. Der hydraulisch<br />

abschwenkbare Siebkorb ist ein weiteres neues Feature<br />

der Maschine. Beim ZM-Granulator musste bislang bei einem<br />

Wechsel des schweren Siebs die Abfördereinrichtung für den<br />

An- und Abbau ausgebaut und ein Transportwagen unter die<br />

Maschine geschoben werden. Für diese Aufgabe wurden mindestens<br />

zwei Personen benötigt. Mit dem hydraulisch abschwenkbaren<br />

Siebkorb und den leicht handhabbaren Siebsegmenten<br />

entfällt nun dieser Aufwand. Das beschleunigt<br />

und vereinfacht die Wartung und senkt die Wartungskosten.<br />

THM <strong>recycling</strong> solutions hat den PG-Power-Granulator auch<br />

mit einer größeren Einlauföffnung ausgestattet. Dadurch<br />

passt mehr Material in die Maschine, was wiederum die<br />

Durchsatzleistung steigert. Außerdem verfügt der neue Granulator<br />

über schlankere Abmessungen als die ZM-Maschinenserie.<br />

Er benötigt dadurch weniger Platz und lässt sich so<br />

besser in Gesamtanlagen einbinden.<br />

Die neue PG-Maschinenserie kann seit Januar 2<strong>02</strong>4 bei<br />

THM <strong>recycling</strong> solutions bestellt werden.<br />

www.thm-<strong>recycling</strong>maschinen.de<br />

Mit dem PG-Power-Granulator bringt<br />

THM <strong>recycling</strong> solutions eine neue<br />

Generation moderner,<br />

sehr leistungsstarker<br />

Granulatoren auf<br />

den Markt.<br />

Foto: THM <strong>recycling</strong><br />

solutions GmbH<br />

Halle B6,<br />

Stand 421<br />

13.–17.5.2<strong>02</strong>4<br />

MESSE MÜNCHEN<br />

Tsurumi<br />

Abwasserpumpen für<br />

harte Feststoffe<br />

Bei Schmutzwasserpumpen bereits Weltmarktführer,<br />

bauen die Düsseldorfer ihre Stellung im Abwasserbereich<br />

zügig aus. Schon jetzt zählt das Angebot auch dort<br />

zu den größten der Branche. Als Neuheit zeigt man Rührwerke<br />

der MMR-Serie zum Mischen, Rühren, Auflösen und<br />

Belüften. Mit Motoren bis 7,5 kW und Dreiblattpropellern<br />

bis 650 mm Durchmesser bewältigen sie Wasserdichten<br />

bis 1.100 kg/m 3 . Kombinierbar sind Tsurumis TRN-Tauchbelüfter,<br />

ebenfalls ein Messethema: ein effizienter Ansatz,<br />

der vielen Alternativen zum Aerifizieren überlegen sein soll.<br />

Mit der neuen CZ-Serie will Tsurumi den Maßstab bei<br />

Abwasserpumpen bis 15 kW neu definieren. Sie wurde speziell<br />

für Wasser mit schwierigen und harten Feststoffen<br />

entwickelt. Der Hersteller realisierte dafür eine einzigartige<br />

Shredder-Konstruktion mit herzförmiger Ansaugplatte und<br />

scharfem Scherenmechanismus, der ein Verstopfen der<br />

Pumpe verhindern und anderen Schneidwerken überlegen<br />

sein soll. Die vorab gezeigte Leistung ist tatsächlich beeindruckend:<br />

Die CZ zerkleinert mühelos Handtücher, Hosen<br />

und Festkörper – und übertrifft sogar die Reißleistung jener<br />

Haifischzähne, auf die Tsurumi bei der C-Serie setzt.<br />

Diese und weitere Aggregate sogar von Fremdherstellern<br />

verknüpft Tsurumi-Connect: eine neue „smarte“ Elektronik,<br />

die das Funktionieren des angeschlossenen Geräts<br />

überwacht. Individuelle Programme übernehmen die<br />

Steuerung und geben Nachricht, wenn Leistungsdaten<br />

erreicht sind, das Gerät bewegt wird oder Fehlfunktionen<br />

auftreten. Mit seiner kompakten Abwasserhebeanlage<br />

Tsurubox demonstriert Tsurumi den Einsatz live am Stand.<br />

Dort laufen auch<br />

Pumpen wie der<br />

Flachsauger LSC in<br />

neuester Version,<br />

der Wasser bis auf<br />

einen Millimeter<br />

Restpegel aufnimmt,<br />

im nassen<br />

Demobetrieb.<br />

www.tsurumi.eu<br />

Tsurumis neue CZ-<br />

Abwasserpumpen<br />

verfügen über<br />

einen raffinierten<br />

Mechanismus<br />

zum Zerkleinern<br />

von Feststoffen,<br />

dessen Einlass ein<br />

Herz formt.<br />

Foto: Tsurumi<br />

Halle B1,<br />

Stand 444<br />

13.–17.5.2<strong>02</strong>4<br />

MESSE MÜNCHEN<br />

68 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>4


IFAT-SPECIAL 2<strong>02</strong>4<br />

Untha<br />

Produktneuheiten und<br />

exklusive Live-Demos<br />

Untha präsentiert auf der IFAT eine<br />

breite Palette an technischen Weiterentwicklungen<br />

und gibt exklusive Einblicke<br />

in die Welt der industriellen Zerkleinerung.<br />

„Unsere Zerkleinerer und ihre<br />

Technik, die Vielfalt ihrer Anwendungen<br />

und ihre Leistungsfähigkeit sind ein Erlebnis<br />

für sich. Auf der IFAT wollen wir all<br />

diese Besonderheiten für unsere Besucherinnen<br />

und Besucher erlebbar machen.<br />

Auf dem VDMA-Freigelände und<br />

bei den Live-Vorführungen auf dem Betriebsgelände<br />

unseres Kunden Schenker<br />

Industrie- und Städtereinigungs GmbH<br />

können sie sich von der Leistungsfähigkeit<br />

der Zerkleinerer überzeugen. Unsere<br />

Expertinnen und Experten freuen sich<br />

schon jetzt auf den persönlichen Austausch<br />

mit den Interessenten“, so Peter<br />

Streinik, Head of Global Sales and Business<br />

Development bei Untha shredding<br />

technology.<br />

Auf seinem Stand präsentiert das österreichische<br />

Unternehmen eine neue<br />

Generation der international bewährten<br />

4-Wellen-Zerkleinerer − die Untha RS-<br />

Klasse. Diese Zerkleinerer tragen seit<br />

mehr als 50 Jahren dazu bei, Abfallstoffe<br />

ökonomisch und ökologisch zu verwerten.<br />

Um den Pionierstatus in der<br />

4-Wellen-Zerkleinerungstechnik zu erhalten,<br />

hat das Entwicklungsteam die RS<br />

maßgeblich weiterentwickelt<br />

und sorgt damit für<br />

noch längere Betriebszeiten,<br />

mehr Bedienerfreundlichkeit,<br />

einfachere Wartung<br />

und höhere Robustheit.<br />

Ausgestellt werden<br />

außerdem die leistungsstarken<br />

Zerkleinerer XR<br />

und ZR. Eine weitere Besonderheit<br />

auf dem Messestand ist das<br />

digitale Kundenportal MyUNTHA, das<br />

auch GENIUS − das Untha-Assistenzsystem<br />

− beinhaltet. Die neueste Version<br />

dieses digitalen Tools bietet Kunden und<br />

Kundinnen auf der ganzen Welt noch<br />

mehr Vorteile in Bezug auf pro<strong>aktiv</strong>e<br />

Wartung, Maschinenoptimierung und<br />

einfache Nachsorge.<br />

Das Untha-Team erwartet Besucher und<br />

Besucherinnen mit einer Vielzahl<br />

von Innovationen und<br />

spannenden Einblicken.<br />

Foto Untha shredding<br />

technology GmbH<br />

Halle B6,<br />

Stand 127/226<br />

VDMA-Praxistage,<br />

Freigelände Süd,<br />

Stand 908/1<br />

13.–17.5.2<strong>02</strong>4<br />

MESSE MÜNCHEN<br />

Eine leistungsstarke<br />

XR3000RC mobil-e wird auf<br />

dem VDMA-Außengelände<br />

täglich im Einsatz sein und<br />

Altholz für Biomasse zerkleinern.<br />

Interessierte haben<br />

außerdem die Möglichkeit,<br />

einen Kunden und dessen<br />

Betrieb kennenzulernen und<br />

die Zerkleinerer in Aktion zu<br />

erleben: Bei der Schenker Industrie- und<br />

Städtereinigungs GmbH werden diverse<br />

Zerkleinerer im Einsatz sein und unterschiedliche<br />

Materialien zerkleinern.<br />

www.untha.com/de/ifat<br />

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unsere neue<br />

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35. Kasseler Abfall- und Ressourcenforum IFAT Munich Die Weltleitmesse für Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft


IFAT-SPECIAL 2<strong>02</strong>4<br />

UTV AG<br />

Mobile Kompostieranlagen<br />

erst testen,<br />

dann kaufen<br />

Ein leises Brummen stellt sich ein, während<br />

sich die Ingenieure um eine soeben<br />

in Betrieb genommene mobile<br />

Einheit der UTV AG versammeln. Die<br />

Testphase beginnt.<br />

Die UTV AG, der marktführende Anbieter<br />

von Kompostierungslösungen mit<br />

semipermeabler Membran, stellt eine<br />

einzigartige Option vor: die<br />

langjährig bewährte mobile<br />

Einheit. Diese ermöglicht es<br />

Kunden, ihre Bedürfnisse<br />

sorgfältig zu prüfen und sich<br />

dann für die passende Lösung<br />

zu entscheiden. „Wir<br />

bieten unseren Kunden eine<br />

Möglichkeit, Kompostieranlagen<br />

flexibel zu testen“, erklärt Thomas<br />

Schlien, Vorstand der UTV AG. „Unsere<br />

langjährige Erfahrung und Expertise auf<br />

diesem Gebiet ermöglichen es uns, unseren<br />

Kunden eine maßgeschneiderte<br />

Lösung anzubieten, die ihren Anforderungen<br />

entspricht.“<br />

Die Praxis: Die mobilen Einheiten ermöglichen<br />

nicht nur einen kurzfristigen<br />

Testbetrieb, sondern auch einen langfristigen<br />

Einsatz. Bereits in Ländern wie Spanien<br />

und Österreich wurde erfolgreich<br />

mit mehreren mobilen Einheiten gearbeitet,<br />

um eine kontinuierliche Kompostierung<br />

zu gewährleisten. Kunden haben<br />

sogar die Möglichkeit, sich später für eine<br />

feste Installation zu entscheiden, bei der<br />

Halle B5,<br />

Stand 333/432<br />

13.–17.5.2<strong>02</strong>4<br />

MESSE MÜNCHEN<br />

Das Team der UTV AG und die bewährte mobile Einheit<br />

(von links): Projektleiter Uwe Schlick; Franz Vogel, Aufsichtsratsvorsitzender;<br />

Johannes Schlien, Projektmanager; Andrea<br />

Schlien, Aufsichtsratsvorsitzende und Thomas Schlien,<br />

Vorsitzender des Vorstands der UTV AG. Foto: UTV AG<br />

das Zubehör problemlos von der mobilen<br />

Einheit abgebaut und an der Wand montiert<br />

werden kann. Das bietet maximale<br />

Flexibilität und Skalierbarkeit. Dabei sind<br />

die mobilen Einheiten echte Kraftpakete<br />

mit Kapazitäten von 60 bis zu 800 m 3 Material<br />

pro Einheit und einer Mietenlänge<br />

von bis zu 50 Metern. Ausgestattet mit<br />

hochwertigen Komponenten wie einer<br />

Alu-Box mit Lüfter, Steuerung und Messsensorik<br />

sowie einem Laptop mit Steuersoftware,<br />

dem GORE® Cover und Belüftungsrohren,<br />

bieten sie alles, was Kunden<br />

für ihre Kompostierung brauchen. Die<br />

Steuerung kann sogar per WLAN erreicht<br />

werden, was den Bedienkomfort auf ein<br />

neues Level hebt.<br />

Aber das ist noch nicht alles. Uwe<br />

Schlick, Projektleiter der UTV AG, betont:<br />

„Wir unterstützen unsere Kunden <strong>aktiv</strong><br />

beim Aufbau und der Inbetriebnahme<br />

der Einheiten. Sogar per Fernwartung<br />

stehen wir unseren Kunden zur Seite, um<br />

einen reibungslosen Betrieb zu gewährleisten.“<br />

Der minimale Stromverbrauch<br />

(ein- oder dreiphasig), der Dauerbetrieb<br />

und die Flexibilität bei geringen Jahrestonnagen<br />

machen die mobilen Einheiten<br />

der UTV AG zu einer sehr guten Wahl für<br />

nachhaltige Kompostierungslösungen.<br />

www.utvag.de<br />

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Wir sehen uns auf der<br />

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ZWEIWELLEN-REISSER<br />

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13.05. - 17.05.2<strong>02</strong>4<br />

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Optimales<br />

Materialhandling spielt<br />

in der Aufbereitung von<br />

Abfällen eine wichtige<br />

Rolle. So sorgt das<br />

neue Bunkersystem von<br />

Vecoplan für einen<br />

gleichmäßigen<br />

Materialfluss.<br />

Foto: Vecoplan<br />

Halle B5,<br />

Stand 229/328<br />

Vecoplan<br />

Aufbereitung verschiedener<br />

Materialströme<br />

Auf der IFAT präsentiert Vecoplan<br />

unter dem Messemotto<br />

„Phänomenale Technik“ Aufbereitungstechnologien,<br />

die die Besucher<br />

nachhaltig beeindrucken sollen. Der<br />

Recycling-Spezialist hebt dazu besonders<br />

drei Themen hervor. Mit<br />

seinem ersten Schwerpunkt präsentiert<br />

Vecoplan Lösungen, mit denen<br />

Anwender Abfall zu Ersatzbrennstoffen<br />

aufbereiten können. Den<br />

erfolgreichen Ersatzbrennstoff-Zerkleinerer<br />

VEZ 3200 wird Vecoplan<br />

wieder zeigen. Dazu kommen auch<br />

einige neue und äußerst hilfreiche<br />

Entwicklungen, mit denen sich die<br />

Handhabung der Materialien bei<br />

diesen Prozessen optimieren lässt.<br />

Um was es sich dabei genau handelt,<br />

erfahren die Messebesucher<br />

live auf der IFAT.<br />

Das zweite große Thema behandelt<br />

die Aufbereitung von Kunststoffen.<br />

Dafür komplettiert Vecoplan<br />

den Prozess und bietet neben dem<br />

Zerkleinern und Separieren nun<br />

auch das Reinigen an. Dazu gibt es<br />

einige spannende Neuigkeiten. Anwender<br />

profitieren von einem<br />

waschechten Recycling. Auf dem<br />

Stand zeigt der Maschinenbauer<br />

zudem seinen effizienten Schredder<br />

VIZ, der besonders flexibel bei der<br />

Schneidgeometrie ist: Über die<br />

Rotor- und Messerbestückung sowie<br />

die entsprechende Siebwahl kann<br />

er detailliert an die In- und Output-<br />

Anforderungen angepasst werden.<br />

Die Anlage überzeugt zudem mit<br />

niedrigen Betriebskosten und<br />

hohem Durchsatz. Damit ist der<br />

Vecoplan-High-Performance-Zerkleinerer<br />

eine starke Lösung für alle<br />

Input-Materialien. Die Maschine ist<br />

mit dem anlauf- und drehmomentstarken<br />

HiTorc ausgestattet. Diese<br />

Antriebsvariante ist sehr energieeffizient,<br />

da das Drehmoment rein<br />

magnetisch erzeugt wird. Es wird<br />

zudem auf Komponenten wie Kupplungen,<br />

Riemenantriebe, Schwungscheiben<br />

oder Getriebe verzichtet,<br />

wodurch nahezu kein Wartungsaufwand<br />

entsteht.<br />

Ein weiteres wichtiges Thema ist<br />

das Handling von In- und Output-<br />

Materialien. Dazu zeigt der Maschinenbauer<br />

neue Produkte, die<br />

Schüttgüter fördern, lagern und für<br />

die weitere Bearbeitung bereitstellen.<br />

Anwender erhalten von Vecoplan<br />

damit starke Einzelmaschinen<br />

und Systeme für die unterschiedlichen<br />

Prozesse der mechanischen<br />

Aufbereitung, aber auch komplexe<br />

Gesamtanlagen. Entlang der kompletten<br />

Aufbereitungslinie optimieren<br />

die Fachleute den Materialstrom,<br />

stimmen die Komponenten<br />

aufeinander ab und erreichen stabile,<br />

energieeffiziente und wirtschaftliche<br />

Prozesse. Vecoplan unterstützt<br />

mit umfassendem Know-how und<br />

internationaler Projekterfahrung.<br />

www.vecoplan.com<br />

13.–17.5.2<strong>02</strong>4<br />

MESSE MÜNCHEN


IFAT-SPECIAL 2<strong>02</strong>4<br />

Halle B6,<br />

Stand 239/338<br />

Weima<br />

Erfahrener Anbieter für Zerkleinerung und Aufbereitung<br />

Die Weima Maschinenbau GmbH aus<br />

Ilsfeld setzt seit über vier Jahrzehnten<br />

auf die Vorteile eines breiten Technologienetzwerkes,<br />

dessen Kräfte in<br />

Projektteams gebündelt werden. Dazu<br />

gehören Unternehmen aus den Bereichen<br />

Fördern, Absaugen, Sortieren, Separieren,<br />

Trocknen, Sieben, Waschen,<br />

Metalldetektieren, Lagern oder Extrudieren.<br />

Um die breite Reststoffpalette<br />

abzudecken – von Haus- und Siedlungsmüll<br />

(MSW) bis hin zu Industrie- und Gewerbeabfällen<br />

(C&I) –, gibt es die dazu<br />

passenden Shreddertypen wie die Pre-<br />

Cut-, PowerLine- und FineCut-Serien.<br />

Für die Vorzerkleinerung stark verschmutzter<br />

Abfälle (Korngrößen 150–<br />

400 mm) bietet Weima zwei Lösungen<br />

an: den PreCut-Ein-Wellen-Shredder<br />

von 1.500 bis 3.000 mm Arbeitsbreite<br />

und den M8.28-Zwei-Wellen-Shredder<br />

mit 2.800 mm Arbeitsbreite. Beide Serien<br />

sind mit einem hydraulischen Direktantrieb<br />

ausgestattet, was sie unempfindlicher<br />

gegenüber Störstoffen macht. Die<br />

Pre-Shredder eignen sich ideal für die<br />

mechanisch-biologische Abfallbehandlung.<br />

Während die PowerLine-Ein-Wellen-Shredder<br />

als Universalmaschinen<br />

Ein WEIMA-FineCut-3000-<br />

Ein-Wellen-Zerkleinerer mit<br />

Hydraulikantrieb zerkleinert<br />

EBS-Abfall in einem<br />

Zementwerk in Südkorea.<br />

Foto: Weima Maschinenbau GmbH<br />

13.–17.5.2<strong>02</strong>4<br />

MESSE MÜNCHEN<br />

sowohl für die Vor- als auch für die Nachzerkleinerung<br />

(Korngrößen 30–150 mm)<br />

einsetzbar sind, wurde die FineCut- Serie<br />

speziell für die Nachzerkleinerung (Korngrößen<br />

15–80 mm) entwickelt.<br />

Um das optimale Zerkleinerungsergebnis<br />

zu erzielen, spielt neben einer<br />

WERT<br />

Phantom: Neuer<br />

Shredder mit zwei<br />

Werkzeugwellen<br />

Die in Fambach/Thüringen ansässige<br />

WERT GbR entwickelt und produziert<br />

seit rund 5 Jahren für die Zwei-Wellen-Branche<br />

passende Werkzeugwellen,<br />

die für ein großes Spektrum an Materialien<br />

eingesetzt werden können. Dahinter<br />

steht eine über zwanzigjährige Branchen-Erfahrung,<br />

die jetzt zur Entwicklung<br />

eines eigenen Shredders unter dem<br />

Namen „Phantom“ geführt hat, der auf<br />

der IFAT exklusiv vorgestellt wird.<br />

Der neue Shredder soll sowohl vielseitig<br />

im Einsatz, einfach in der Handhabung<br />

wie auch gut zugänglich und wartungsfreundlich<br />

sein, und dies für ein<br />

breites Materialspektrum. Dazu zählen<br />

Beton mit und ohne Armierung, Bau- und<br />

Abbruchmaterial, Asphalt oder auch<br />

Granit und Basalt. Dafür wurden spezielle<br />

Hammerwellen entwickelt, die zweiseitig<br />

verwendet werden können, um damit<br />

die doppelte Standzeit zu erreichen.<br />

Unter den Werkzeugwellen ist ein massiver<br />

Siebkorb verbaut, der über seine<br />

Spaltöffnung ein wiederverwendbares<br />

Endkorn von 0 bis 40 mm produzieren<br />

kann. Die seitlichen Siebkörbe können<br />

sechsfach verstellt werden, um ein grobes<br />

Endkorn von 0 bis 120 mm zu erzielen.<br />

Als Durchsatzleistung werden vom<br />

Hersteller über 200 t/h angegeben.<br />

Mit dem Phantom<br />

können auch andere Materialklassen<br />

effizient aufbereitet<br />

werden, wie zum Beispiel<br />

Altholz, Wurzelstöcke, Grünschnitt,<br />

Haus- und Gewerbemüll, Leichtschrott,<br />

Reifen und weitere Stoffgruppen. Aus<br />

diesem Grund werden zwei Arten an<br />

Werkzeugwellen angeboten, die schnell<br />

und einfach innerhalb von rund einer<br />

Stunde getauscht werden können: Mineralikwellen<br />

sowie das klassische Multi-<br />

Freigelände Mitte,<br />

Stand 808/6<br />

13.–17.5.2<strong>02</strong>4<br />

MESSE MÜNCHEN<br />

Werkzeug. So wird aus<br />

Sicht des Herstellers der<br />

Phantom zu einem „einzigartigen<br />

Multitalent in<br />

der Brecher-Branche“. Als<br />

Der neue Phantom-Shredder: Das klassische<br />

Multiwerkzeug (kleines Bild) kann für fast alle<br />

Recyclingmaterialien eingesetzt werden.<br />

Foto: WERT GbR<br />

72 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>4


IFAT-SPECIAL 2<strong>02</strong>4<br />

perfekt konfigurierten Schneidgeometrie<br />

der Antrieb eine entscheidende<br />

Rolle. Der Hydraulikantrieb von<br />

Hägglunds Bosch Rexroth eignet sich<br />

besonders für die Herstellung von Ersatzbrennstoff,<br />

da er kein klassisches<br />

Getriebe besitzt, das dem Verschleiß<br />

von Schlägen ausgesetzt ist. Das<br />

macht ihn reaktionsschnell und stoßunempfindlicher<br />

gegenüber Störstoffen.<br />

Drehzahl und Drehmoment können<br />

mittels Regelpumpe schnell,<br />

gleichförmig und stufenlos angepasst<br />

werden, ohne dass Stromspitzen entstehen<br />

oder ein Frequenzumrichter<br />

eingesetzt werden muss. Alternativ<br />

können die Shredder auch mit High-<br />

Torque-Elektroantrieben aus dem<br />

Hause Baumüller betrieben werden.<br />

Der drehmomentstarke, mehrpolige<br />

Synchronmotor wird in Deutschland<br />

produziert und zeichnet sich durch<br />

seine Unempfindlichkeit gegenüber<br />

Fremdkörpern aus. Ohne Getriebe<br />

widersteht der Antrieb Stößen und<br />

Halle C5<br />

Stand 239/338<br />

Vibrationen und hat so eine besonders<br />

lange Lebensdauer – auch bei der Zerkleinerung<br />

herausfordernder Materialströme.<br />

Außerdem schützt eine Kupplung<br />

zwischen Rotorwelle und Antrieb<br />

den Motor vor Schäden und kann den<br />

Rotor sofort stoppen, wenn Fremdkörper<br />

in die Schneidkammer gelangen.<br />

Neben den oben beschriebenen Optionen<br />

ist auch ein konventioneller elektromechanischer<br />

Antrieb erhältlich, der<br />

etwa bei der FineCut-Serie und den kleineren<br />

WL- sowie WLK-Maschinen zum<br />

Einsatz kommt. Eine Sicherheitskupplung<br />

schützt den Shredder vor Störstoffen<br />

und größeren Schäden.<br />

Zur IFAT wurde das Condition-Monitoring-Dashboard<br />

WE.monitor weiter ausgebaut.<br />

Kundinnen und Kunden sind in<br />

der Lage, die Echtzeitdaten ihrer Maschine<br />

an jedem Ort zu überwachen und<br />

bei Meldungen automatisch informiert<br />

zu werden. Im Fokus stehen dabei die<br />

Optimierung des Energieverbrauchs, die<br />

Reduzierung der Ausfallzeiten und eine<br />

effizientere Wartung.<br />

www.weima.com<br />

Antrieb dient ein leistungsstarker Cat-<br />

C-7.1-Motor mit 300 PS und der Abgasnorm<br />

Euro V. Hydrauliksystem und<br />

Getriebe bringen bis zu 250.000 Nm<br />

Drehmoment auf die Werkzeugwellen.<br />

Als Getriebe steht ein synchrones<br />

wie auch asynchrones Getriebe zur<br />

Verfügung. Der Phantom wird über<br />

ein stabiles Kettenlaufwerk bewegt<br />

und bringt rund 20 Tonnen Gesamtgewicht<br />

auf die Waage, die Transportmaße<br />

sind mit 9.000 x 2.500 x<br />

2.550 mm so ausgelegt, dass die Maschine<br />

mit standardüblichem Tieflader<br />

transportiert werden kann und<br />

exakt auch in einen Übersee- Container<br />

passt. Funkfernsteuerung und<br />

großvolumiger Aufgabetrichter erleichtern<br />

das Rangieren und die Beschickung<br />

mit Radlader oder Bagger.<br />

Über das stufenlos höhenverstellbare<br />

Austrageband kann das Endprodukt<br />

auf Kegelhaufwerke von 1 bis rund 3,5<br />

Metern Höhe ausgetragen werden.<br />

Optional erhältlich sind Wasserbedüsung,<br />

Magnet, verlängertes Austrageband<br />

sowie eine Trichtererhöhung.<br />

www.wert.service.com<br />

Lösungen für die Abfallund<br />

Recyclingindustrie<br />

Waste-Handling Einsätze stellen höchste<br />

Ansprüche an die eingesetzten Maschinen.<br />

Komatsu Waste-Handler sind dank bester Qualität<br />

und einsatzerprobter Zuverlässigkeit jeder<br />

Herausforderung in Entsorgung, Müllumschlag<br />

und -sortierung, Recycling oder Umwelttechnik<br />

gewachsen. Ob „Full-Waste-Spezifikation“ oder<br />

nur einzelne, gezielt ausgewählte (Ausstattungs-)<br />

Optionen: Komatsu Waste-Handler jeder Größe<br />

überzeugen durch maximale Einsatzverfügbarkeit<br />

und höchste Effizienz.<br />

komatsu.eu


IFAT-SPECIAL 2<strong>02</strong>4<br />

Westeria<br />

Effektive Windsichtung mit dem AirStar evolution<br />

Der deutsche Maschinenbauer Westeria<br />

präsentiert zur IFAT einen neu<br />

entwickelten Windsichter unter dem eingetragenen<br />

Markenzeichen AirStar evolution.<br />

Windsichter von Westeria sind<br />

weltweit für Anwendungen im Einsatz,<br />

die von Hausmüll über Kunststoffe, Altholz,<br />

Ersatzbrennstoffe, Baumischabfall,<br />

Altglas und Industrieabfälle bis zur<br />

Schrottverwertung reichen. Der AirStar,<br />

das mit Abstand meistverkaufte Modell<br />

des Herstellers, basiert auf einer bereits<br />

40-jährigen Entwicklungsgeschichte.<br />

Das neue Luftsystem NotusAir ermöglicht<br />

mit dem neu konstruierten, regelbaren<br />

Ventilator die präzise Steuerung des<br />

Luftstroms und kann damit den Energieverbrauch<br />

gegenüber einer herkömmlichen,<br />

zudem lauteren Luftdrosselklappe<br />

um über 30 Prozent senken. Zur Ergebnisoptimierung<br />

sind darüber hinaus die<br />

Abscheidetrommel horizontal, das Zuführband<br />

vertikal sowie der Düsenwinkel<br />

vollelektrisch verstellbar. Die speziell<br />

designte Luftführung und eine großflächige<br />

Haube über der Leichtstoffkammer<br />

optimieren zusätzlich den gesamten<br />

Separationsprozess. So ist erstmals die<br />

Rückführung eines großen Teils der Prozessluft<br />

zum Trenngebläse möglich, was<br />

den Anteil der abzusaugenden Luftmenge<br />

um zwei Drittel reduziert.<br />

Bewährte, von der bisherigen AirStar-<br />

Technik übernommene Vorteile sind der<br />

Abwärtswinkel im integrierten Beschleunigungsförderer,<br />

der verhindert, dass<br />

schwere Teile mit größerer Oberfläche in<br />

die Leichtstofffraktion getragen werden,<br />

sowie die achslose Trenntrommel als<br />

Maßnahme gegen das Verklemmen oder<br />

Wickeln von Material zwischen Trommel<br />

und Gehäuse. Serienmäßig können alle<br />

Trennparameter von einer zentralen und<br />

leicht verständlichen Bedieneinheit aus<br />

verstellt werden, wobei individuelle Separations-Rezepte<br />

ebenfalls ein schnelles<br />

und exaktes Einstellen der Anlage bei<br />

wechselnden Materialien erlauben.<br />

Durch die großzügigen Sichtfenster an<br />

der Maschine lässt sich der Separationsprozess<br />

und dessen Anpassung unmittelbar<br />

beobachten. Die von allen Seiten<br />

sichtbaren Signalleuchten informieren<br />

klar erkennbar über kritische Zustände<br />

der Maschine. Bei Störungen lassen sich<br />

alle neuralgischen Punkte leicht und innerhalb<br />

kürzester Zeit erreichen.<br />

Eine Vielzahl von möglichen Erweiterungen<br />

macht den AirStar evolution zum<br />

stationären Querstrom-Windsichter für<br />

alle Applikationen. In Arbeitsbreiten von<br />

1.000 bis 3.000 mm verfügbar, eignet<br />

sich der AirStar evolution für Durchsätze<br />

bis zu 400 m³/h, so der Hersteller. Dank<br />

seines modularen Aufbaus lässt er sich<br />

perfekt an die jeweilige Aufgabe anpassen,<br />

platzsparend transportieren und<br />

vor Ort in nur einem Tag montieren.<br />

www.westeria.de<br />

Halle B6,<br />

Stand 329/428<br />

13.–17.5.2<strong>02</strong>4<br />

MESSE MÜNCHEN<br />

Der neue AirStar evolution setzt neue Benchmarks in<br />

Sachen Effizienz und Flexibilität beim Trennen von<br />

Materialien. Grafik: Westeria<br />

74 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>4


Alternative Antriebe sind<br />

ein Trendthema auf der<br />

IFAT. Darauf ausgerichtet<br />

ist der präsentierte<br />

MH3<strong>02</strong>2 Elektro.<br />

Foto: Zeppelin<br />

Halle C5,<br />

Stand 139/238<br />

VDMA-Praxistage &<br />

Crushing Zone,<br />

Freigelände Süd,<br />

Stand 908<br />

Zeppelin-Cat<br />

Für jeden Fall die passende Anwendung<br />

Eine Reichweite bis zu 18 Metern: So<br />

viel schafft der 50 Tonnen wiegende<br />

Cat MH3050 als größter Vertreter der<br />

Cat radbasierten Umschlagbagger und<br />

somit sind Materialbewegungen in<br />

einem großen Radius möglich, ohne<br />

dass der Fahrer die Maschine immer wieder<br />

neu ausrichten und positionieren<br />

muss. Nach unten ist das Spektrum abgedeckt<br />

durch den kompakten und im<br />

Vergleich dazu mit 19 Tonnen eher leichten<br />

Cat-Umschlagbagger M314MH mit<br />

sieben Metern Reichweite. Damit zeigt<br />

Zeppelin, dass für jede Anwendung die<br />

passende Technik bereitsteht, damit Unternehmen<br />

Aufgaben im Recycling und<br />

in der Entsorgung effizient, nachhaltig<br />

und sicher stemmen können. Im Kern<br />

geht es darum, ihre Betriebs- sowie Wartungskosten<br />

zu senken und sie gleichzeitig<br />

dabei zu unterstützen, Ressourcen zu<br />

schonen.<br />

Alternative Antriebe werden ein<br />

Trendthema auf der Messe sein: Das<br />

zeigt auch der MH3<strong>02</strong>2 Elektro. Anstelle<br />

einer Batterie hängt der Bagger an einer<br />

Kabeltrommel, über die der Strom mit<br />

400 V Leistung und einer Stärke von 250<br />

A für den Elektromotor kommt. So wird<br />

beim Materialumschlag CO 2<br />

eingespart.<br />

Angesichts geringer Geräuschemissionen<br />

wird das Arbeiten auch für den Fahrer<br />

angenehmer. Damit bietet sich die<br />

Technik im Halleneinsatz, beim Handling<br />

entzündungsgefährdeter Güter oder in<br />

anderen umwelt-ensiblen Bereichen an.<br />

Mit konventionellem Antrieb ausgerüstet<br />

ist dagegen der Umschlagbagger<br />

MH3<strong>02</strong>6. Weil jeder Wertstoff andere<br />

13.–17.5.2<strong>02</strong>4<br />

MESSE MÜNCHEN<br />

Anforderungen an sein Handling stellt,<br />

stehen verschiedene Ausrüstungsvarianten<br />

zur Auswahl. Auch bei den Anbaugeräten<br />

gibt es eine große Bandbreite an<br />

Equipment.<br />

Im Rahmen der VDMA-Praxistage und<br />

der VDMA-Crushing Zone sind Cat-Radlader<br />

938 und ein Cat-Umschlagbagger<br />

MH3<strong>02</strong>4 der neuen Maschinengeneration<br />

sowie ein Cat-Kettenbagger<br />

330MHD, der erstmals der Öffentlichkeit<br />

vorgestellt wird, live im Einsatz zu sehen.<br />

Digitale Tools sind unverzichtbar für<br />

den Einsatz von Baumaschinen. Das unterstreicht<br />

die neue Version VisionLink<br />

3.0 der Flottenmanagementlösung. Sie<br />

vereinfacht Kunden die Organisation<br />

und Verwaltung ihrer Cat- und Non-Cat-<br />

Baumaschinen. Damit lässt sich auch die<br />

Auswertungen der Maschinenflotte rationalisieren.<br />

Darüber hinaus werden<br />

auch Gebrauchtmaschinen ein Thema<br />

der IFAT sein. Vorgestellt wird dazu am<br />

Messestand das Online-Portal Baggerbörse.<br />

Weitere Servicethemen betreffen<br />

das Online-Kundenportal. Über Jobangebote<br />

sowie Ausbildungsmöglichkeiten<br />

bei Zeppelin, vor allem im Bereich<br />

Service, informiert der Bereich Human<br />

Resources. Und erstmals wird Mitaussteller<br />

Zeppelin Systems am Stand mit<br />

vertreten sein, um sich mit dem Anlagenbau<br />

zu präsentieren. Dabei geht es vor<br />

allem um das Handling und die Weiterverarbeitung<br />

von Rohstoffen und Materialien<br />

rund um das Kunststoff<strong>recycling</strong>.<br />

www.zeppelin-cat.de<br />

Wir entwickeln die<br />

Lösungen von morgen –<br />

seit 1969.<br />

Schauen Sie genau hin. Was sehen<br />

Sie? Wir sehen keinen Müll, sondern<br />

unzählige Möglichkeiten, Reststoffen<br />

und Abfallprodukten zu neuem Leben<br />

zu verhelfen.<br />

Die Vecoplan Aufbereitungstechnik<br />

ist unsere Antwort auf einen wertschätzenden<br />

Umgang mit Ressourcen –<br />

gestern, heute und morgen. Gemeinsam<br />

mit uns sind Sie immer einen Schritt<br />

weiter. Werden Sie zum Visionär!<br />

Besuchen Sie uns auf der<br />

IFAT in München<br />

13.–17.05. 2<strong>02</strong>4<br />

Halle B5 | Stand 229/328<br />

Vecoplan AG<br />

Germany<br />

phone +49 2661 62 67-0<br />

welcome@vecoplan.com<br />

www.vecoplan.com


ecycling <strong>aktiv</strong> ON TOUR<br />

Der neue Ansatz von<br />

Volvo: Netto-null-<br />

Treibhausgasemissionen<br />

bis 2040.<br />

Volvo:<br />

Prozessoptimierung<br />

Mit dem kabelgebundenen EW<strong>24</strong>0 Electric Material Handler<br />

baut Volvo sein Angebot an elektrisch angetriebenen<br />

Maschinen konsequent weiter aus. Ein Besuch am<br />

Produktionsstandort in Konz macht deutlich, dass es Volvo<br />

dabei um viel mehr als „nur“ zukunftsfähige Lösungen geht.<br />

Wer sich mit Thomas<br />

Nather, SAS Commercial<br />

Project Manager<br />

für Bagger bei<br />

Volco CE, unterhält,<br />

merkt sofort: Der neue EW<strong>24</strong>0 Electric<br />

Material Handler ist so etwas wie „sein<br />

Kind“, obwohl er natürlich betont, dass<br />

es eine gemeinsame Entwicklung mit<br />

vielen anderen Beteiligten ist: „Der neue<br />

EW<strong>24</strong>0 ist in meinen Augen die ideale<br />

und eine vor allem nachhaltige Lösung<br />

für die Abfall- und Recyclingbranche, für<br />

die das Thema Kreislaufwirtschaft im<br />

Mittelpunkt steht.“ Um mehr darüber zu<br />

erfahren, haben wir uns dazu am Volvo-<br />

76 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>4


Materialumschlag & Transport<br />

Der Standort Konz kann auf eine lange<br />

Tradition zurückblicken und ist vielleicht<br />

gerade deswegen so innovativ.<br />

Stolz auf die<br />

gemeinsame<br />

Entwicklung: Thomas<br />

Nather vor dem neuen<br />

EW<strong>24</strong>0 Electric Material<br />

Handler.<br />

Standort in Konz verabredet, der auf<br />

eine über 125-jährige Geschichte zurückblicken<br />

kann: Mit dem Kauf einer<br />

Dampfwalze gründeten Hubert und Therese<br />

Zettelmeyer 1897 das Unternehmen<br />

Zettelmeyer, das in der 1960e-Jahren<br />

auch mit seinen Radladern international<br />

erfolgreich war. Heute entwickelt<br />

und baut Volvo CE mit zirka 1.000 Mitarbeitern<br />

und Mitarbeiterinnen hier Radlader,<br />

Radbagger und elektrisch angetriebene<br />

Baumaschinen.<br />

Der im Januar 2<strong>02</strong>4 vorgestellte kabelgebundene<br />

EW<strong>24</strong>0 Electric Material<br />

Handler ist ein weiterer Ansatz in der<br />

weltweit greifenden Volvo-Philosophie,<br />

im Sinne des Pariser Klimaschutz-Abkommens<br />

auch seinen Beitrag zur Emissionsreduzierung<br />

zu leisten: Volvo CE will<br />

bis 2040 Netto-null-Treibhausgasemissionen<br />

erreichen – mit erheblichen Emissionsreduzierungen<br />

bereits ab 2030.<br />

Konsequente Umsetzung elektrischer<br />

Lösungsansätze<br />

Der neue Geschäftsführer des Standortes<br />

Konz, Tommy Bengtsson, möchte<br />

dazu die Transformation im Konzer Werk<br />

konsequent fortsetzen. Dabei geht es<br />

neben der signifikanten Erweiterung der<br />

Produktionskapazitäten nicht zuletzt um<br />

die nächsten Schritte auf dem Weg zur<br />

Elektromobilität und der kompletten<br />

CO 2<br />

-Neutralität des Standortes: „Ich<br />

habe großen Respekt vor dieser Aufgabe.<br />

Aber ich weiß, dass ich hier in Konz<br />

ein Team von hoch qualifizierten und<br />

engagierten Mitarbeitenden übernehme,<br />

die mit mir gemeinsam die vor uns<br />

liegenden Herausforderungen meistern<br />

werden.“<br />

Tommy Bengtsson ist kurzfristig zu<br />

unserem Treffen dazugestoßen, eben so<br />

wie Paolo Mannesi als Electromobility<br />

Solutions Sales Manager. Aus Sicht<br />

von Paolo Mannesi ist die Herangehensweise<br />

von Volvo an zukunftsfähige<br />

<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>4 77


ON TOUR: Materialumschlag & Transport<br />

Saubere Verarbeitung und gut durchdachte Lösungen auf Basis des<br />

dieselangetriebenen EW<strong>24</strong>0.<br />

Lösungen mehr als überzeugend: „Gerade<br />

2<strong>02</strong>3 haben wir einige elektrische<br />

Neuentwicklungen vorgestellt, wie den<br />

EC230 Electric und den L120H Electric<br />

Conversion. Keinesfalls dürfen wir dabei<br />

den Volvo Power Unit vergessen. Das ist<br />

ein mobiler Energiespeicher mit integrierter<br />

Batterie, der je nach Kundenanforderungen<br />

mit neuen oder wiederverwendeten<br />

Batteriepacks konfiguriert<br />

werden kann. Wiederverwendete Batteriepacks<br />

können zuvor ohne Probleme in<br />

anderen Produkten der Volvo-Gruppe<br />

eingesetzt worden sein, wie zum Beispiel<br />

in Lkws, Bussen oder Baumaschinen.<br />

Volvo CE Germany<br />

GmbH<br />

Oskar-Messter-Str. 20<br />

85737 Ismaning<br />

Tel.: +49 (0) 89 8 00 74-0<br />

Fax: +49 (0) 89 8 00 74-4 42<br />

info.deutschland@volvo.com<br />

www.volvoce.com<br />

Durch die Wiederverwendung von Batteriepacks<br />

verlängert sich deren Lebensdauer<br />

erheblich. Das ist nicht nur wirtschaftlich,<br />

sondern auch ein nachhaltiger<br />

Gewinn für die Umwelt. Hier kommt<br />

uns natürlich auch die Verbundenheit in<br />

unserer Volvo-Familie zugute. “<br />

Ein durchdachtes Programm also, das<br />

von Volvo kontinuierlich weiterentwickelt<br />

wird – auch alternative Kraftstoffe<br />

oder Wasserstoffantriebe sind denkbar,<br />

um die gesetzten Ziele auch im Sinne der<br />

Kunden gemeinsam zu erreichen. Und<br />

welche Rolle spielt dabei der neue<br />

EW<strong>24</strong>0?<br />

Gemeinsam mit den Kunden<br />

die Prozesse neu denken<br />

Allein durch seine permanente Kabelverbindung<br />

nimmt der neue EW<strong>24</strong>0 eine<br />

gewisse „Sonderstellung“ im Volvo-Angebot<br />

ein, die aber nicht von ungefähr<br />

kommt, wie Thomas Nanther erläutert:<br />

„Ohne großen Lärm, ohne nachzutanken<br />

und ohne Aufladung der Batterien<br />

kann der Umschlagbagger quasi ständig<br />

arbeiten, und gerade das passt natürlich<br />

in großen Hallen ebenso wie an Standorten,<br />

an denen die Maschine auf einem<br />

definierten Raum fast immer die gleichen<br />

Bewegungen ausführt. Gegenüber<br />

einer stationären Anlage ist sie dennoch<br />

wesentlich flexibler, zumal die Kabellängen<br />

bis zu einhundert Metern betragen<br />

können.“<br />

Damit ist sie gerade für Umschlagsund<br />

Beschickungsarbeiten in der Recyclingindustrie<br />

sehr gut geeignet, wenn es<br />

zum Beispiel um die Materialaufgabe an<br />

Sieb- oder Shredderanlagen geht, ganz<br />

unabhängig vom Material. Für Thomas<br />

Nanther sind die Einsatzmöglichkeiten<br />

also sehr vielfältig und reichen vom Kabel<strong>recycling</strong>,<br />

der Altpapierverarbeitung<br />

oder Biogutaufbereitung bis hin zur Ersatzbrennstoffproduktion.<br />

„Genau dafür<br />

ist die Maschine auch konzipiert“, so Thomas<br />

Nanther weiter, „denn auf der Basis<br />

des dieselangetriebenen EW<strong>24</strong>0 konnten<br />

wir bei nur geringfügigen Änderungen<br />

die für den Elektroantrieb benötigten<br />

Teile wie Motor, Kühler und Lüfter<br />

oder Steuerungstechnik mithilfe der<br />

Echle Hartstahl GmbH passgenau einarbeiten.“<br />

In der fast einjährigen Entwicklungsarbeit<br />

von der Grundidee bis hin zur Umsetzung<br />

spielte der intensive Gedankenaustausch<br />

mit Händlern und Kunden<br />

natürlich eine entscheidende Rolle in der<br />

Konzeption der Maschine, „denn wir wollen<br />

Lösungen anbieten, die weit über den<br />

reinen Maschinenverkauf hinausgehen“.<br />

78 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>4


Materialumschlag & Transport<br />

Seit Januar neuer Geschäftsführer<br />

von Volvo CE in Konz:<br />

Tommy Bengtsson.<br />

Fotos: hst, Volvo<br />

Das Neue an der Idee: „Eigentlich geht<br />

es gerade im Recyclinggeschäft immer<br />

mehr um sauber getrennte Inputmaterialien<br />

und ebenso saubere und qualitativ<br />

hochwertige Endprodukte, die in der<br />

Aufbereitung ganz neue Prozessschritte<br />

erfordern. Genau dort sehen wir unsere<br />

neue Maschine, in einer ebenso mobilen<br />

wie flexiblen Positionierung, die individuell<br />

auf die Kundenerfordernisse zugeschnitten<br />

ist. Der EW<strong>24</strong>0 kann konstant<br />

arbeiten und ist dennoch flexibel genug,<br />

um kurzfristig auch einen neuen Standort<br />

einzunehmen und damit neue Prozessabläufe<br />

zu ermöglichen. Vielleicht<br />

gelingt dies mit der Kabelvariante in<br />

vielen Anwendungsfällen sogar allein, in<br />

anderen Fällen dann mit Unterstützung<br />

eines batteriebetriebenen Radladers,<br />

der für den Umschlag des Roh- oder Endproduktes<br />

sorgt. Genau das verstehen<br />

wir unter Prozessoptimierung, die gemeinsam<br />

mit dem Kunden und unserer<br />

Maschine zu ganz neuen Lösungswegen<br />

führen wird.“<br />

Ein spannendes Thema, das Volvo mit<br />

seinem elektrisch angetriebenen Portfolio<br />

konsequent angeht – in Kombination<br />

mit Nachhaltigkeit und hoher Produktivität<br />

ein ebenso wichtiger Ansatz, den<br />

wir gerne mitverfolgen werden. (hst)<br />

HIGH PERFORMANCE METAL RECYCLING<br />

BRIQUETTING<br />

BALING<br />

BREAKING<br />

CUTTING<br />

SHREDDING<br />

SCREENING<br />

atm <strong>recycling</strong>systems gmbh - fohnsdorf<br />

+43 3573 / 27527-0 | office@atm-<strong>recycling</strong>systems.com<br />

www.atm-<strong>recycling</strong>systems.com


Die Fachzeitschrift für Recycling-Industrien Ausgabe 2/2<strong>02</strong>4<br />

Materialumschlag & Transport<br />

TITELSTORY<br />

Zeppelin-Cat:<br />

Schwergewicht<br />

MESSE<br />

IFAT & VDMA:<br />

Fokus Recycling<br />

ON TOUR<br />

MBI & Liebherr:<br />

Musterbeispiel<br />

TITELSTORY<br />

Mit dem Cat MH3050<br />

setzen Zeppelin und<br />

Caterpillar neue Maßstäbe<br />

in dieser Größenklasse.<br />

Dank seines breiten<br />

Laufwerks und der<br />

ausladenden<br />

Abstützpratzen steht der<br />

MH3050 sehr stabil und<br />

kann durch die<br />

Kranoptionen eine<br />

Reichweite von bis zu 18<br />

Metern erreichen. Er<br />

verbindet die<br />

Komponenten der Cat-<br />

Bagger der neuesten<br />

Generation mit der<br />

Fahrerkabine einer<br />

Umschlagmaschine,<br />

typisch ist für ihn<br />

außerdem die<br />

elektrohydraulische<br />

Vorsteuerung. Die<br />

serienmäßige Funktion<br />

Smart-Boom vereinfacht<br />

die Bedienung und spart<br />

Kraftstoff durch die<br />

Nutzung freiwerdender<br />

Hydraulikleistung. Neben<br />

einer Reihe von<br />

verfügbaren Anbaugeräten<br />

überzeugt der MH3050<br />

nicht zuletzt durch<br />

verschiedene Features, die<br />

bereits ab Serie verbaut<br />

sind.<br />

(Titelfoto: Caterpillar/Zeppelin)<br />

Zeppelin-Cat:<br />

Schwergewicht Cat<br />

MH3050 spielt<br />

seine Stärken aus<br />

Mit dem neuen Cat MH3050 ist der erste radbasierte<br />

Umschlagbagger bei der Alba Metall Süd GmbH in Stuttgart im<br />

Einsatz. Mit einer Reichweite von 18 Metern – gepaart mit<br />

leistungsstarkem CatmC9.3BmMotor – kann der 50-Tonnen-<br />

Bagger das Material schnell und effizient in einem großen Radius<br />

umschlagen. „Pionier zu sein, bedeutet natürlich auch immer<br />

ein Wagnis“, räumt AlbamGeschäftsführer Karsten Grund ein.<br />

Doch das Gesamtpaket aus Cat-Technik, Zeppelin-<br />

Einsatzberatung und Service überzeugte; umso mehr, da sich die<br />

beiden zuvor angeschafften CatmUmschlagbagger MH3040 im<br />

Schrottumschlag bestens bewähren.<br />

80 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>4


Materialumschlag & Transport<br />

Ausleger und Stiel des Cat<br />

MH3050 bieten<br />

zusammen eine<br />

Reichweite von<br />

18 Metern.<br />

Die Alba Metall Süd GmbH ist<br />

verkehrsgünstig auf einem<br />

15.000 Quadratmeter großen<br />

Schrottplatz in Stuttgart am<br />

Hafenbecken II gelegen. Hier<br />

werden Stahlschrotte und NE-Metalle demontiert,<br />

sortiert und verwertet. Der Recyclingbetrieb<br />

ist nicht nur per Lkw, sondern<br />

auch über eine Anlegestelle per Binnenschiff<br />

und über einen Gleisanschluss per<br />

Bahn erreichbar. Entsprechend stellen die<br />

logistischen Gegebenheiten besondere<br />

Anforderungen an die Maschinentechnik,<br />

um einen zuverlässigen Betrieb sicherzustellen.<br />

Unter diesen Rahmenbedingungen<br />

kann der Cat MH3050 seine Reichweite<br />

von 18 Metern voll ausspielen. So müssen<br />

Ausleger und Stiel auf der einen<br />

Seite hoch hinaus und auf der anderen<br />

Seite tief herunter reichen, um ihre Arbeit<br />

schnell und zuverlässig zu erledigen.<br />

Beim Beladen der Schiffe neigt sich der<br />

Ausleger vom Anleger tief, unter den<br />

Nullpunkt, in den Schiffsrumpf hinein,<br />

während sich dieser zum Beschicken der<br />

Schrottschere weit nach oben strecken<br />

muss.<br />

Gut durchdachte Features<br />

serienmäßig<br />

Damit der Fahrer bei diesen Aufgaben<br />

den Überblick behält, kommen den serienmäßigen<br />

Ausstattungsfeatures wie<br />

große Fenster aus Verbundglas, der Kamera<br />

auf der rechten Seite und der Rückfahrkamera<br />

besondere Bedeutung zu.<br />

Auf dem großen 10-Zoll-Touchscreen-<br />

Monitor in der Kabine wird das gesamte<br />

Arbeitsumfeld angezeigt. Zur sicheren<br />

Beschickung des Scherenbetts wurde<br />

eine zusätzliche Kamera fest installiert.<br />

Per Funk wird von dieser das Videobild<br />

an den zweiten 10-Zoll-Monitor in der<br />

Kabine übertragen. So sieht der Fahrer,<br />

dass er den Metallschrott richtig in die<br />

Schere ablegt, dass dieser nicht verkeilt.<br />

Gut ausgeleuchtet wird der Arbeitsbereich<br />

mit den serienmäßigen<br />

1.800-Lumen-LED-Leuchten an Oberwagen,<br />

Ausleger und Stiel, die für mehr<br />

Sicherheit und volle Sicht bei Dunkelheit<br />

sorgen. Ebenfalls serienmäßig ist der<br />

MH3050 mit einer Premiumkabine ausgestattet,<br />

die mit einem Sicherheitsglas<br />

gemäß der Durchschlagklasse P5A (10<br />

mm) und durch die Joystick-Lenkung<br />

sowie die verbesserte Beinfreiheit und<br />

Einstiegsmöglichkeiten überzeugt. Über<br />

den Touchscreen-Monitor lassen sich<br />

zudem verschiedene Fahrerprofile individuell<br />

einstellen und z. B. mit dem Fah-<br />

<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>4 81


TITELSTORY: Materialumschlag & Transport<br />

Der Recyclingbetrieb ist nicht<br />

nur per Lkw, sondern auch<br />

wegen einer Anlegestelle per<br />

Binnenschiff und über einen<br />

Gleisanschluss per Bahn<br />

erreichbar.<br />

Zeppelin<br />

Baumaschinen GmbH<br />

Graf-Zeppelin-Platz 1<br />

D-85748 Garching bei München<br />

Tel.: +49 (0) 89 32 00 00<br />

Fax: +49 (0) 89 32 00 0418<br />

zeppelin-cat@zeppelin.com<br />

www.zeppelin-cat.de<br />

rernamen abspeichern. Das ist gerade<br />

im Schichtbetrieb ein nicht zu unterschätzender<br />

Vorteil. Denn sobald sich<br />

der Fahrer mit seiner für ihn abgespeicherten<br />

ID angemeldet hat, ist seine persönliche<br />

Konfiguration wie z. B. hydraulische<br />

Geschwindigkeit von Stiel oder<br />

Ausleger voreingestellt.<br />

„Besonders schätzen die Fahrer die<br />

elektrohydraulische Vorsteuerung im<br />

Gegensatz zu der hydraulischen Vorsteuerung“,<br />

erläutert Karsten Grund, da<br />

diese ein schnelleres Ansprechverhalten<br />

zur Folge hat und die Hitzeentwicklung<br />

in der Kabine unterbindet, was sich besonders<br />

im Sommer positiv bemerkbar<br />

macht. Mithilfe einer Standheizung können<br />

wiederum Kabine und Motor vorgeheizt<br />

werden. Bedeutet das für den Fahrer<br />

im Winter auf der einen Seite ein<br />

deutliches Plus an Komfort, führt dies auf<br />

der anderen Seite zu einem deutlichen<br />

Plus an Produktivität. Schließlich ist der<br />

Cat MH3050 so direkt einsatzbereit. „Die<br />

Maschine bringt von Anfang an volle<br />

Leistung“, bekräftigt der Alba-Geschäftsführer.<br />

Produktivität und Arbeitssicherheit<br />

Zusätzlich ist der Cat MH3050 serienmäßig<br />

mit zahlreichen smarten Technologien<br />

ausgestattet, welche die Arbeitssicherheit<br />

erheblich erhöhen. So unterbindet<br />

die Höhen- und Schwenkbegrenzung<br />

„Cat E-Fence“, dass sich die Maschine<br />

außerhalb des zuvor festgelegten<br />

Bereichs bewegt. Die Stiel- bzw. Nahabschaltung<br />

„Cab Avoidance“ verhindert<br />

den Kontakt zwischen Anbaugerät und<br />

Kabine. Große Stücke hält Karsten<br />

Grund auf das serienmäßig verbaute<br />

Telematikmodul „Cat ProductLink“ zur<br />

Erfassung wichtiger Betriebsdaten, wie<br />

Standort, Betriebsstunden und Kraftstoffverbrauch.<br />

Gezielt hat er seine Fahrer<br />

zunächst vor Ort durch Zeppelin-<br />

Spezialisten schulen lassen, um das<br />

komplette Potenzial des Moduls auszuschöpfen<br />

und möglichst produktiv und<br />

wirtschaftlich arbeiten zu können. „Zwar<br />

ist der Umschlagbagger noch nicht so<br />

lange im Einsatz, doch wir können schon<br />

eine deutliche Tendenz ausmachen“, so<br />

Karsten Grund, der auch auf die positiven<br />

Erfahrungen mit den beiden Cat-<br />

Umschlagbaggern MH3040 zurückgreift.<br />

Dabei wertet er die Betriebsdaten<br />

der Maschinen wöchentlich aus. „Sollte<br />

es Auffälligkeiten geben, kann man nach<br />

dieser kurzen Zeitspanne noch die genauen<br />

Umstände nachvollziehen und<br />

entsprechend reagieren“, so der Alba-<br />

Geschäftsführer. Die übersichtliche Darstellung<br />

der per VisionLink übertragenen<br />

Daten ist aus seiner Sicht ein weiterer<br />

nicht zu unterschätzender Vorteil. Verbrauch,<br />

Leerlaufzeiten, fällige Wartungsarbeiten<br />

– alle wesentlichen Kennzahlen<br />

kann er auf einen Blick erfassen.<br />

Wie beim MH3040 hat sich Karsten<br />

Grund für die Anschaffung eines zweiten,<br />

baugleichen Umschlagbaggers MH3050<br />

entschieden. „Die Maschine hat viel Kraft,<br />

kann viel heben, verbunden mit wirtschaftlichem<br />

Betrieb, geringem Kraftstoffverbrauch<br />

und hohem Komfort“, begründet<br />

der Alba-Geschäftsführer den Entschluss.<br />

Jeweils zwei baugleiche Umschlagbagger<br />

einzusetzen, hat für Karsten Grund zahlreiche<br />

Vorteile. So können die Maschinen<br />

zu Spitzenzeiten einfach und unkompliziert<br />

an dem jeweils anderen Einsatzort<br />

tätig werden und die Fahrer können ohne<br />

jegliche Eingewöhnungszeit die Bagger<br />

bedienen.<br />

82 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>4


Materialumschlag & Transport<br />

Atlas Weyhausen<br />

Kompakter und kraftvoller<br />

Radlader AR 660<br />

Der weycor-Radlader AR 660 hat ein<br />

Dienstgewicht von 13.995 kg, einen<br />

6-Zylinder Motor mit 6.057 cm 3 und 160<br />

kW/218 PS Leistung. Damit stellt er eine<br />

Reißkraft von 11.900 daN und eine<br />

Schubkraft von 11.600 daN zur Verfügung.<br />

Die Gesamthöhe eines AR 660 mit der<br />

Standardbereifung beträgt 3,25 m. Die<br />

kompakte Bauform ist eine Fortführung<br />

des Stils aus der Kompakt-Radladerreihe<br />

mit ausgezeichneten Sichtverhältnissen.<br />

Günstig ist auch der Wenderadius von<br />

5.497 mm. Da kann es auf der Baustelle<br />

auch mal eng werden, ohne dass die Arbeitsgeschwindigkeit<br />

leidet. Die sichere<br />

Bewegung wird durch 100 Prozent zuschaltbare<br />

Differentialsperren für Vorder-<br />

und Hinterachse gewährleistet. Das<br />

ermöglicht hohe Traktion und minimiert<br />

den Verschleiß an Rädern. Clever ist auch<br />

der weycor-Controller. Mit ihm passt sich<br />

die Zugkraft an den jeweiligen Untergrund<br />

automatisch an.<br />

Der weycor AR 660 hat, so der Hersteller,<br />

die stärkste Motorisierung und das<br />

beste Leistungsgewicht seiner Klasse.<br />

Die Balance, die das Hydraulik- und Motormanagement<br />

für Fahrantrieb, Schubund<br />

Hubarbeit bereitstellen, ergibt eine<br />

schnelle kraftvolle Arbeit bei gleichzeitig<br />

minimiertem Verbrauch. Die Funktionen<br />

für Service und Wartung sind beim AR<br />

660 zentral zusammengefasst. Das spart<br />

Zeit, ebenso wie die angebaute und optional<br />

erhältliche Wiegeeinrichtung. Sie<br />

macht es möglich, exakte Materialmengen<br />

zu verteilen, ohne eine externe<br />

Waage nutzen zu müssen. Für Geschwindigkeit,<br />

zum Beispiel beim Gerätewechsel,<br />

sorgt der ebenfalls optionale hydraulische<br />

Schnellwechsler.<br />

www.weycor.de<br />

Der 14-Tonnen-Radlader weycor AR 660 ist schlank<br />

und verfügt über ein ausgezeichnetes<br />

Leistungsgewicht. Fotos: Atlas Weyhausen GmbH<br />

HKM<br />

Innovative Ladungssicherung Hebelfix<br />

HKM hat eine neue und innovative Ladungssicherung<br />

mit dem Namen<br />

Hebelfix vorgestellt. Die Entscheidung<br />

Mit dem HKM Hebelfix gibt es neue<br />

und leicht bedienbare<br />

Ladungssicherung. Foto: HKM<br />

von HKM, neben den bisherigen Zurrratschen<br />

und der pneumatischen Ladungssicherung<br />

auch die Absetzmulden BehälterTransportAnhänger<br />

BTA mit dem<br />

HKM Hebelfix auszustatten, bietet den<br />

Kunden eine sehr gute Kombinationsmöglichkeit<br />

in der Wahl der jeweiligen<br />

Ladungssicherung. Damit gibt es bei<br />

HKM eine breite Bandbreite an Ladungssicherungen<br />

für Absetzmulden.<br />

Der HKM Hebelfix überzeugt durch<br />

seine leichte Bedienbarkeit. Die Ketten<br />

werden in der Absetzmulde seitlich eingehängt<br />

und dann mit wenigen Hebelbewegungen<br />

auf Spannung gebracht.<br />

Mit einer optimierten Kraftübertragung<br />

von 6300 daN nach EN 12195-3 wird<br />

eine effiziente Verzurrung der Absetzbehälter<br />

nach DIN 30720 erreicht. Die Hebelwirkung<br />

ermöglicht ein exaktes manuelles<br />

Handling. Die optimierte Platzierung<br />

am Chassis-Rahmen verbessert<br />

zudem die Sicherheit und die Produktivität<br />

für die Bediener. Die robuste Bauweise<br />

gewährleistet nicht nur eine lange<br />

Lebensdauer, sondern minimiert auch<br />

die Ausfallzeiten.<br />

www.hkm-fahrzeugbau.de<br />

84 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>4


Materialumschlag & Transport<br />

Kiesel<br />

Auf den Kundenbedarf zugeschnitten: Hitachi-Radlader ZW220-7<br />

Die Kiesel Süd GmbH hat über ihren<br />

Standort in Geisingen fünf neue Hitachi-Radlader<br />

ZW220-7 mit spezieller<br />

Industrieausstattung an die Firma Zollikofer<br />

ausgeliefert. Das aus Bad Wurzach<br />

stammende, international <strong>aktiv</strong>e Handels-<br />

und Logistikunternehmen verarbeitet<br />

Sägenebenprodukte, Gebraucht-,<br />

Wald- und Energieholz. Produziert werden<br />

Rindenmulch, Hackschnitzel für Reitplatz-,<br />

Spielplatz- oder Festivalbeläge<br />

sowie Holzpellets zur nachhaltigen Energieversorgung.<br />

Die Hitachi-Radlader<br />

sollen im Schichtbetrieb sowohl Rohstoffe<br />

als auch fertige Produkte in den<br />

deutschlandweiten Betriebsstätten des<br />

Unternehmens umschlagen. Dazu Siegfried<br />

Hildebrand, Vertriebsleiter bei Kiesel<br />

Süd: „Die Hitachi-Radlader ZW220<br />

der aktuellen Serie 7 sind auf die besonderen<br />

Anforderungen des Unternehmens<br />

optimiert. Die Maschinen wurden<br />

von Kiesel auf die Wünsche des Unternehmens<br />

und den Einsatzbereich perfekt<br />

zugeschnitten. Die Erfahrungen aus<br />

unserer intensiven Zusammenarbeit<br />

haben wir in einen eigenen Zollikofer-<br />

Siegfried Hildebrand übergibt<br />

einen symbolischen Schlüssel an<br />

Hubert Achberger, technischer<br />

Leiter bei Zollikofer.<br />

Standard überführt, der den Hitachi<br />

Standard erweitert.“ Dazu gehören beispielsweise<br />

besondere Sicherheitsvorkehrungen<br />

zum Mitarbeiterschutz, eine<br />

Felsbereifung mit speziellem Profil und<br />

eine angepasste Schaufeltechnik.<br />

Beim Thema Mitarbeiterschutz und<br />

Unfallverhütung setzt Zollikofer auf modernste,<br />

KI-gestützte Sicherheitstechnik.<br />

Jeweils vier Kameras wurden am Führerhaus<br />

der Radlader angebracht. Sie ermöglichen<br />

eine 360°-Rundumsicht und<br />

damit einen erhöhten Sicherheitsbereich<br />

rund um den Radlader. Die künstliche<br />

Intelligenz in der Computersteuerung<br />

der Kameras erkennt Personen und Objekte,<br />

die sich im überwachten Bereich<br />

befinden, und kann beide voneinander<br />

unterscheiden. Betritt eine Person diesen<br />

Bereich, wird der Fahrer optisch und<br />

akustisch gewarnt. „Die KI reagiert<br />

schnell. So muss nicht erst der ganze<br />

Mensch ins Blickfeld treten. Eine Hand<br />

oder ein Fuß sind ausreichend, damit sie<br />

in Millisekunden einen Menschen erkennt“,<br />

beschreibt Hildebrand die besondere<br />

Technik. „Das System wurde von<br />

der Berufsgenossenschaft München in<br />

einer ausführlichen Testreihe in Bezug<br />

auf Sicherheitsaspekte erprobt. Mit solcher<br />

Technik schränkt man Unfallgefahren<br />

immer weiter ein.“ Bei Zollikofer wird<br />

im Schichtbetrieb gearbeitet. Die Maschinen<br />

sind zwischen 2.500 und 4.500<br />

Stunden pro Jahr im Einsatz. Daher steht<br />

der Schutz von Fahrer und Maschine im<br />

Fokus. Für ein angenehmes Arbeitsklima<br />

wird die Kabinenluft mit einem Zyklon<br />

Luftfilter-Vorabscheider geschützt. Die<br />

Eine KI-unterstützte Kameratechnik<br />

hilft, Menschen rund um den<br />

Radlader schneller zu<br />

erkennen, und erhöht<br />

damit die Sicherheit.<br />

Kühlanlage ist mit einem Reinigungssystem<br />

mit Filter und Umkehrlüftung ausgestattet.<br />

Derzeit sind bei Zollikofer etwa zwanzig<br />

Radlader im Einsatz. Für den Umschlag<br />

nutzt das Unternehmen drei Radladermodelle<br />

von Hitachi: Der ZW220-7<br />

ist dabei der kleinste Radlader im Fuhrpark.<br />

Er übernimmt die Bestückung von<br />

Maschinen. Weiter nutzt Zollikofer den<br />

ZW250-7 mit einer Hochkippschaufel<br />

mit einem Volumen von 10 m 3 sowie den<br />

größten Hitachi-Lader, den ZW310-7<br />

mit einer 14-m 3- Schaufel. „Mit letzterem<br />

beladen wir unsere Walking-Floor-Fahrzeuge“,<br />

so Hubert Achberger, technischer<br />

Leiter bei Zollikofer.<br />

Zollikofer arbeitet seit 1966 sehr erfolgreich<br />

in der Holzlogistik. Zunehmend<br />

wendet sich das Unternehmen mit Justin-time-Lieferungen<br />

dem aufstrebenden<br />

Holz-Energiemarkt zu. Ein Meilenstein<br />

auf diesem Weg markiert die Kooperation<br />

mit der im Schwarzwald ansässigen<br />

Koehler Energy Group, die 2<strong>02</strong>1 Anteile<br />

an Zollikofer übernahm. Koehler etabliert<br />

sich als Energieproduzent und investiert<br />

in erneuerbare Energieprojekte. Mit<br />

dem Joint Venture zwischen Zollikofer<br />

und Koehler gehen beide Partner eine<br />

starke Verbindung ein: Koehler sichert<br />

sich eine langfristige Versorgung mit<br />

Brennstoff für seine Biomassekraftwerke<br />

und Zollikofer schafft sich durch den konstanten<br />

Lieferauftrag eine solide Basis<br />

für weitere Entwicklungsschritte.<br />

www.kiesel.net<br />

Fotos: Kiesel GmbH<br />

<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>4 85


Materialumschlag & Transport<br />

Scania Rent<br />

Kurzfristig verfügbare Elektro-Lkw<br />

Scania Rent bietet einen großen und<br />

spezialisierten Fuhrpark mit modernsten<br />

Fahrzeugen an, die kurzfristig<br />

verfügbar sind. Das Mietportfolio für<br />

Elektro-Lkw richtet sich sowohl an Unternehmer<br />

als auch an städtische Verteiler<br />

und Kommunen. Die attr<strong>aktiv</strong>en Lösungen<br />

von Scania Rent umfassen Sattelzugmaschinen<br />

und Fahrgestelle mit verschiedenen<br />

Aufbauten inklusive Förderungen.<br />

Herausforderungen wie Überschreitung<br />

oder langfristige Kapitalbindung<br />

lassen sich vermeiden und sorgen<br />

so für mehr Flexibilität.<br />

Neben den Fahrzeugen selbst bietet<br />

Scania auch Beratungsdienstleistungen<br />

an, um Kunden bei der Umstellung auf<br />

elektrische Fahrzeuge zu unterstützen.<br />

Sie umfassen Hilfe bei der Infrastruktur<br />

für das Laden der Fahrzeuge und Beratung<br />

zu Betriebskosten und Wartung.<br />

Ziel ist es, den Übergang zu elektrischer<br />

Mobilität so nahtlos und effizient wie<br />

möglich zu gestalten. „Der Vorteil bei<br />

Scania Rent ist, dass das Mietangebot<br />

individuell und flexibel gestaltet werden<br />

kann. Passend zum Kundenauftrag können<br />

die Fahrzeuge für eine definierte<br />

Laufzeit angemietet werden“, sagt Jörg<br />

Seelbach, Leiter Scania Rent, Scania<br />

Deutschland-Österreich und ergänzt:<br />

„Unsere vollelektrischen Rent-Fahrzeuge<br />

eignen sich auch dafür, sie in der Praxis<br />

auf Herz und Nieren zu testen und sich<br />

selbst von den Funktionalitäten zu überzeugen.<br />

Optional kann ein Fahrzeug im<br />

Anschluss an die Mietdauer komplett<br />

übernommen werden. Ohne hohe Anfangsinvestitionen<br />

können Unternehmen<br />

somit von der nachhaltigen BEV-<br />

Technologie (Battery Electric Vehicle)<br />

profitieren.“<br />

Scania Rent BEV-Abrollkipper bieten<br />

eine leistungsstarke Lösung, die als maßgeschneiderte<br />

Mietoptionen kurzfristig<br />

verfügbar sind und somit die Arbeitsweise<br />

nachhaltig optimieren. Diese Fahrzeuge<br />

zeichnen sich durch Anpassungsfähigkeit<br />

und Benutzerfreundlichkeit aus<br />

und bieten im städtischen Einsatz hohe<br />

Flexibilität. Dank der Möglichkeit, den<br />

elektrischen Lkw über den Tag verteilt<br />

problemlos nachzuladen, erweist er sich<br />

als ständig einsatzbereiter Begleiter. Besonders<br />

in städtischen Bereichen punktet<br />

er zudem mit seinem geräuscharmen<br />

Betrieb. Mit einer Nutzlast von 14.450<br />

kg, die die Spitze des Marktes markiert,<br />

und einer Vorderachslast von bis zu<br />

9.000 kg, vereint der BEV-Abrollkipper<br />

Leistungsfähigkeit mit Wirtschaftlichkeit.<br />

Elektro-<br />

Abrollkipper<br />

für den urbanen<br />

Einsatz: Mit dem<br />

vollelektrischen Scania 25 P<br />

mit Meiller-Aufbau haben die<br />

Abfallwirtschafts betriebe<br />

Münster flexible Fahrzeuglösungen<br />

im Testeinsatz. Foto: Scania<br />

www.scania.de<br />

VHV Fördertechnik<br />

Gurtförderer<br />

Doppelgurtförderer<br />

Deckbandförderer<br />

Planung<br />

Engineering<br />

13. Mai - 17. Mai 2<strong>02</strong>4<br />

Messe München<br />

Halle B5 Stand 352<br />

Visit us!<br />

VHV Anlagenbau GmbH | Dornierstraße 9 | 48477 Hörstel | Tel: 05459 9338-0 | vhv-anlagenbau.de<br />

86 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>4


Materialumschlag & Transport<br />

Lehnhoff<br />

Aus alt wird vollhydraulisch<br />

Lehnhoff Retrofit ist das kostengünstige<br />

Upgrade für bestehende Lehnhoff-<br />

MS/HS-Tilt-Schnellwechsler. Mit geringem<br />

Aufwand lassen sich Mini- und<br />

Kompaktbagger von zwei bis zwölf Tonnen<br />

auf vollhydraulischen Werkzeugwechsel<br />

umrüsten. Das eröffnet neue<br />

Ein satzmöglichkeiten mit hydraulischen<br />

Anbaugeräten, bei denen die zeitintensive<br />

Kupplung und Entkupplung der<br />

Schläuche per Hand entfällt. Sämtliche<br />

mechanischen Anbaugeräte wie Tieflöffel<br />

können ohne Umbau weiter betrieben<br />

werden. Mit dem schnellen Wechsel<br />

der Anbaugeräte direkt aus der Kabine<br />

heraus werden komplexe Arbeiten in<br />

kurzer Zeit von einem einzelnen Mitarbeiter<br />

und oft nur einem einzigen Bagger<br />

übernommen, was die Produktivität im<br />

Einsatz enorm steigert.<br />

Bei Lehnhoff Retrofit wird der Tilt-Motor<br />

erhalten und so die Umbau- und Aufwandkosten<br />

minimiert. Die Schnellwechslereinheit<br />

unter dem Tilt-Motor wird einfach<br />

gegen eine vollhydraulische Variante getauscht.<br />

Ab Übergabepunkt wird neu verschlaucht<br />

und schon ist das System vollhydraulisch<br />

einsatzbereit.<br />

Lehnhoff Retrofit eignet sich für alle<br />

Bagger der zwei-bis-zwölf-Tonnen-Klasse,<br />

deren Tilt-Schnellwechsler nicht älter<br />

als ca. fünf Jahre sind und nicht mehr als<br />

ca. 4.000 Betriebsstunden geleistet<br />

haben. Die Bagger müssen mit einer High-<br />

Flow- und Low-Flow-Arbeitsleitung sowie<br />

einer zusätzlichen Leckölleitung ausgestattet<br />

sein.<br />

Das Upgrade der Schnellwechsler ab<br />

Tilt-Motor bringt noch weitere Vorteile.<br />

Alle umgerüsteten Wechsler sind mit<br />

dem aktuellen Lehnhoff-Double-Lock<br />

Sicherheitssystem für höchste Sicherheitsstandards<br />

ausgestattet – eine Investition<br />

in Produktivität und Sicherheit,<br />

die von der BG Bau gefördert wird.<br />

Auch Abnutzungserscheinungen<br />

Durch einen<br />

unkomplizierten<br />

Wechsel ohne den<br />

Kostenfaktor eines<br />

neuen Tilt-Motors<br />

erlangen Nutzer<br />

neue Einsatz -<br />

möglichkeiten<br />

für ihren<br />

Bagger.<br />

Foto: Lehnhoff<br />

Hartstahl GmbH<br />

durch erhöhte Anzahl von Wechseln bei<br />

vollhydraulischen Systemen werden deutlich<br />

verringert. Eine gehärtete und austauschbare<br />

Verschleißschale in den Klauen<br />

sorgt für eine längere Lebensdauer.<br />

www.lehnhoff.de<br />

Kraftvoll & präzise –<br />

das perfekte Duo.<br />

TEUTON Z 50<br />

Einwellenzerkeinerer<br />

STAR SELECT S 60<br />

Sternsiebmaschine<br />

Besuchen Sie uns!<br />

13. bis 17. Mai<br />

Halle B5, Stand 427/526<br />

Eggersmann GmbH | Rothenschlatt 18| 26203 Wardenburg<br />

Fon: +49 4407 9133 - 700 | sales@f-e.de | www.f-e.de


Materialumschlag & Transport<br />

Kurz vor Produktionsstart: die neue<br />

Montagehalle für den batterieelektrischen<br />

Liebherr-Radlader L 507 E.<br />

Liebherr<br />

Eigene Montage-Halle für<br />

batterieelektrische Radlader<br />

Nach rund zehnmonatiger Bauzeit hat Liebherr im Werk<br />

Bischofshofen eine neue, speziell für die Fertigung von<br />

batterieelektrischen Radladern konzipierte Montagehalle in<br />

Betrieb genommen. Seit März 2<strong>02</strong>4 läuft hier der erste<br />

elektrische Radlader der Firmengruppe, das Modell L 507 E,<br />

vom Band. Liebherr hat insgesamt über 2,2 Millionen Euro in die<br />

neue Produktionseinrichtung investiert. Der knapp 1.000 m²<br />

große Bereich ist für eine maximale jährliche Produktionsmenge<br />

von bis zu 500 Radladern mit batterieelektrischem Antrieb<br />

ausgelegt.<br />

Um höchste Sicherheitsstandards umzusetzen,<br />

befindet sich der neue Fertigungsbereich<br />

in einer eigenen Halle<br />

abseits von der konventionellen Radlader-Montage.<br />

„Wir haben uns für diese<br />

räumliche Trennung entschieden, um die<br />

neue Montage ganzheitlich auf die notwendigen<br />

Arbeitsschutzmaßnahmen,<br />

die mit dem Hochvolt-Batteriesystem<br />

einhergehen, auszurichten. Alle Mitarbeiter<br />

und Mitarbeiterinnen, die am Bau<br />

des L 507 E beteiligt sind, erhalten fachliche<br />

Weiterbildungen. So sind wir bestens<br />

auf die Anforderungen der Elektrotechnik<br />

vorbereitet“, erklärt Peter Schachinger,<br />

Geschäftsführer Produktion und<br />

Betrieb im Liebherr-Werk Bischofshofen.<br />

88 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>4


Materialumschlag & Transport<br />

Peter Schachinger (2. v. l.,<br />

Geschäftsführer<br />

Produktion und Betrieb)<br />

und Jonas Schwob (3. v .l.,<br />

Projektleiter für die<br />

Produktion von<br />

Elektroradladern) freuen<br />

sich mit Mitgliedern des<br />

Projektteams über die<br />

Inbetriebnahme der<br />

neuen Montagehalle.<br />

Geplant mit Virtual Reality: moderne<br />

Radlader-Montage mit intelligenter<br />

Raumnutzung<br />

Die neue Radlader-Montage befindet<br />

sich in einer ehemaligen Werkstatthalle<br />

des Werks, die Liebherr für die Fertigung<br />

des L 507 E kernsaniert hat. „Auch energetisch<br />

haben wir das Gebäude mittels<br />

Betonkern<strong>aktiv</strong>ierung, Fernwärmeanschluss<br />

und Wärmepumpen auf den<br />

neuesten Stand gebracht. Den für die<br />

Halle benötigten Strom erzeugen wir zu<br />

einem immer größer werdenden Teil<br />

selbst, denn in unserem Werk betreiben<br />

wir mittlerweile mehrere, in Summe eine<br />

über 3.400 Quadratmeter große Fotovoltaikanlage“,<br />

erläutert Schachinger.<br />

Den Innenausbau der Montagehalle<br />

haben die Radlader-Experten fast ausschließlich<br />

digital und mithilfe von Virtual-Reality-Anwendungen<br />

geplant. „Wir<br />

konnten damit unterschiedliche Layouts<br />

testen, um Hauptmontagelinie und Vormontageplätze<br />

ideal aufeinander abzustimmen.<br />

Wir haben so den vorhandenen<br />

Platz effizient ausgenutzt und kurze<br />

Transportwege realisiert“, verdeutlicht<br />

Jonas Schwob, Projektleiter für die Produktion<br />

von Elektroradladern. Im laufenden<br />

Betrieb gibt ein digitales Display,<br />

das zentral in der Montage positioniert<br />

ist, einen Überblick über die aktuellen<br />

Produktionskennzahlen. Besonderen<br />

Wert legt Liebherr auf die Ergonomie an<br />

den einzelnen Arbeitsplätzen: Spezielle<br />

Hebevorrichtungen und Transportsysteme<br />

sowie kabellose Schraubwerkzeuge<br />

erleichtern die Montagearbeiten am<br />

neuen Radlader L 507 E.<br />

Liebherr-Radlader L 507 E: Volle<br />

Leistung mit Hochvolt-Batteriesystem<br />

Der neue L 507 E ist<br />

seit Ende des Jahres<br />

2<strong>02</strong>3 bei Liebherr-<br />

Vertriebspartnern in<br />

mehreren europäischen<br />

Ländern erhältlich.<br />

Er basiert<br />

auf dem konventionell<br />

angetriebenen<br />

Radlader L 507 Stereo<br />

und verbindet<br />

somit die bewährten<br />

Vorteile eines Stereoladers<br />

mit einem<br />

von Liebherr entwickelten<br />

batterieelektrischen<br />

Antriebskonzept.<br />

Liebherr<br />

setzt dabei auf ein<br />

Hochvolt-Batteriesystem,<br />

das eine<br />

kraftvolle Leistungsentfaltung<br />

und effiziente<br />

Ladevorgänge<br />

sicherstellt. Die Leistungsfähigkeit<br />

des<br />

L 507 E ist damit identisch wie bei herkömmlich<br />

angetriebenen Liebherr-Radladern<br />

derselben Größenklasse. Dabei<br />

stößt die Maschine lokal kein CO 2<br />

aus<br />

und die Lärmemissionen sind gering. Abhängig<br />

von den jeweiligen Einsatzbedingungen<br />

bietet der L 507 E eine Laufzeit<br />

von bis zu acht Stunden. Das modulare<br />

Batteriekonzept von Liebherr ermöglicht<br />

es zudem, auf Kundenwunsch ab Werk<br />

einen zweiten Lithium-Ionen-Akku zu<br />

verbauen, wodurch sich die Laufzeit weiter<br />

erhöht. Vollständige Ladevorgänge<br />

sind, abhängig von der On-Board-Ladetechnik<br />

und Anschlussleistung, in circa<br />

eineinhalb bis drei Stunden möglich.<br />

www.liebherr.com<br />

Liebherr-Radlader L 507 E: volle Leistung, hohe<br />

Laufzeiten und effiziente Ladevorgänge dank<br />

Hochvolt-Batteriesystem. Fotos: Liebherr<br />

<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>4 89


Materialumschlag & Transport<br />

Sensolus<br />

Entsorgungsgesellschaft Westmünsterland trackt Abrollcontainer<br />

Die Entsorgungsgesellschaft Westmünsterland<br />

mbH (EGW) kümmert<br />

sich als kommunales Unternehmen des<br />

Kreises Borken um die Verwertung und<br />

Entsorgung unterschiedlicher Abfälle<br />

wie beispielsweise kommunale Restabfälle,<br />

Sperrmüll, Bioabfälle, Grünabfälle,<br />

Bauschutt, Altmetalle oder E-Schrott. Sie<br />

betreibt im 153 Quadratkilometer großen<br />

Kreisgebiet Borken an der niederländischen<br />

Grenze im Auftrag verschiedener<br />

Städte und Gemeinden rund ein<br />

Dutzend Wertstoffhöfe, zwischen denen<br />

insgesamt 160 Abrollcontainer regelmäßig<br />

unterwegs sind. Um den Überblick<br />

über den Umlauf der Container zu behalten,<br />

startete das Unternehmen deshalb<br />

eine Marktrecherche und verglich<br />

systematisch die Angebote von fünf<br />

Tracker-Anbietern.<br />

Die IoT-basierte Tracking-Lösung von<br />

Sensolus machte am Ende das Rennen,<br />

weil sie vor allem folgende Pluspunkte<br />

sammeln konnte: Die kabellosen Tracker<br />

von Sensolus sind robust und halten<br />

auch rauen Außenbedingen stand. Die<br />

Sensolus-Tracker bieten zudem bei langjähriger<br />

Batterielaufzeit von bis zu zehn<br />

Jahren ein kompaktes Außenmaß von<br />

nur knapp 8 x 12 Zentimetern. So können<br />

sie gut und geschützt an den EGW-Containern<br />

angebracht werden. Da der Kreis<br />

Borken im westlichen Münsterland direkt<br />

an der niederländischen Grenze liegt, ist<br />

die Netzabdeckung ein weiterer wichtiger<br />

Faktor: Hier konnten die Sensolus-<br />

Tracker mit NBIoT-Connectivity punkten,<br />

die sich auch in Grenznähe verlässlich<br />

lokalisieren lassen. Sensolus überzeugte<br />

auch mit der cloudbasierten Plattform<br />

für das Tracker-Management. Sie bietet<br />

unter den getesteten Lösungen die umfangreichste<br />

Funktionalität. Per Mobil-<br />

App können die Fahrer für ihre Planung<br />

von unterwegs jederzeit auf alle wichtigen<br />

Container-Informationen zugreifen.<br />

„Unser Ziel war es, jeden einzelnen Container<br />

per Tracker genau erfassen zu<br />

können, jederzeit zu wissen, an welchen<br />

Standorten welche und wie viele Container<br />

stehen und gemeldet zu bekommen,<br />

sobald ein Container in Bewegung ist“,<br />

so Erwin Rießle, Leiter Stoffstrommanagement<br />

bei der EGW. Dank der Sensolus-Tracker<br />

lassen sich nun alle 160<br />

Container mit einem Blick auf die Karte<br />

präzise lokalisieren und die entsprechenden<br />

Entsorgungs- und Transportprozesse<br />

mit Übersicht managen und<br />

optimieren. „Wenn jetzt der Betrieb ruft,<br />

dass er Container braucht, dann schauen<br />

wir ins Dashboard und sehen die genaue<br />

Verfügbarkeit in jeder Geozone“,<br />

freut sich Julia Kerkhoff als Key-Userin.<br />

Davon profitieren natürlich auch die<br />

Lkw-Fahrer.<br />

Austauschbare Kipp- und Absetzbehälter<br />

müssen in Deutschland entsprechend<br />

der Betriebssicherheitsverordnung<br />

(BetrSichV) außerdem regelmäßig<br />

technisch gecheckt werden. Diesen Prüfstatus<br />

verwaltet die EGW ebenfalls mit<br />

Sensolus, sodass einfach festgestellt<br />

werden kann, wann welche Container<br />

Die Entsorgungsgesellschaft<br />

Westmünsterland mbH (EGW) hat<br />

ihre insgesamt 160 Wertstoff-<br />

Container mit IoT-basierten<br />

Trackern von Sensolus ausgestattet<br />

und so ihre Transport- und<br />

Entsorgungsprozesse weiter<br />

digitalisiert. Foto: Sensolus<br />

zur Überprüfung anstehen und wo der<br />

Prüfer sie findet. Darüber hinaus findet<br />

EGW das Tracking auch für eventuelle<br />

Diebstähle nützlich, denn Container sind<br />

oft attr<strong>aktiv</strong>es Diebesgut. Außerdem<br />

bietet das Tracking mit Sensolus auch für<br />

die Zukunft noch Optimierungsperspektiven,<br />

zum Beispiel durch die Integration<br />

in das ERP-System der EGW.<br />

www.sensolus.com<br />

90 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>4


Aktuell<br />

und<br />

informativ<br />

<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> PLUS – Technik aktuell<br />

Aktuelle Nachrichten aus der Recycling-Industrie, neue<br />

Maschinen und Aufbereitungstechniken – und wichtige<br />

Informationen zu Messen und Veranstaltungen - das sind die<br />

Themen-Schwerpunkte im monatlich erscheinenden und selbstverständlich<br />

kostenlosen <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> Newsticker.<br />

Auf der entsprechenden Landing-Page, der <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong><br />

News-Seite, werden weitere wichtige und aktuelle Nachrichten<br />

gelistet.<br />

Seien Sie dabei und melden Sie sich an – dann sind Sie immer<br />

bestens informiert!<br />

Ihre redaktionelle Präsentation können Sie zudem durch eine<br />

Anzeigen-Insertion werbewirksam unterstützen. Frau Grimm-<br />

Fasching steht Ihnen hierzu gerne beratend zur Verfügung.<br />

Kontaktdaten<br />

Susanne Grimm-Fasching,<br />

Tel.: +49 8364 9860-79<br />

susanne.grimm@stein-verlaggmbh.de<br />

Jetzt anmelden:<br />

anmeldung.ra.<br />

stein-verlaggmbh.de<br />

Zur News-Seite:<br />

ra.stein-verlaggmbh.de<br />

Stein-Verlag Baden-Baden GmbH<br />

Josef-Herrmann-Straße 1–3 | D-76473 Iffezheim | Tel.: +49 7229 606-0<br />

info@stein-verlagGmbH.de | www.stein-verlagGmbH.de


ecycling <strong>aktiv</strong> ON TOUR<br />

MBI & Liebherr:<br />

Perfektes Zusammenspiel<br />

Gemeinsam mit der<br />

Derichebourg-Gruppe als<br />

Auftraggeber haben MBI und<br />

Liebherr France für die<br />

Anforderungen verschiedener<br />

Standorte speziell<br />

zugeschnittene mobile<br />

Schrottscheren-Lösungen<br />

entwickelt. Ein Musterbeispiel<br />

für eine ebenso engagierte<br />

wie auch perfekte<br />

Zusammenarbeit.<br />

Wie viele andere Branchen<br />

befindet sich auch<br />

die Stahlindustrie in<br />

einem gewaltigen Umbruch-Prozess,<br />

besser<br />

bekannt unter dem Begriff Transformation:<br />

„Green Steel“, Dekarbonisierung und<br />

CO 2<br />

-Reduktion sind in diesem Zusammenhang<br />

nur einige Schlagworte, die diesen<br />

Prozess noch besser charakterisieren. Der<br />

Rohstoff Schrott wird dabei im Vergleich<br />

zu heute eine noch viel größere Bedeutung<br />

gewinnen, nicht nur weil Schrott unendlich<br />

recycelbar ist, sondern auch mit Blick auf<br />

seinen zunehmenden Einsatz in Elektrostahl-Öfen:<br />

Ein Elektrostahl-Ofen emittiert<br />

rund 75 Prozent weniger CO 2<br />

als Hochöfen<br />

und Konverter – das ist der Stahl der Zukunft.<br />

Nicht zu vergessen dabei: Die Anforderungen<br />

an die Qualität der verschiedenen<br />

Schrottsorten werden mit Blick auf<br />

Sortenreinheit und korrekte Bearbeitung<br />

ebenfalls weiter zunehmen.<br />

Grund genug also für die in Frankreich<br />

beheimatete Derichebourg-Gruppe, mit<br />

ihrer Umwelt-Sparte das Thema Schrott<br />

und seine zielgerichtete Aufbereitung<br />

noch stärker ins Visier zu nehmen – und<br />

das am besten mit einem „quasi“ französischen<br />

Partner, in diesem Fall mit der in<br />

Colmar ansässigen Liebherr France. An<br />

erster Stelle ist hier Holger Merk zu nennen,<br />

Key Account Manager bei Liebherr<br />

France und damit Ansprechpartner für<br />

die gesamte Derichebourg-Gruppe.<br />

Liebherr ist schon lange mit im Boot,<br />

wenn es um die passenden Umschlagsgeräte<br />

wie Bagger oder Radlader geht,<br />

und diese sind gerade in der Schrottaufbereitung<br />

und im Schrottumschlag immens<br />

wichtig. Hier zählen Zuverlässigkeit,<br />

Leistungsfähigkeit und natürlich<br />

auch ein schneller und kompetenter<br />

Service, wenn doch etwas mal nicht<br />

funktionieren sollte.<br />

92 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>4


Schrott & Metall<br />

Kraftvoll und präzise: Der R 946<br />

hat keine Probleme mit den<br />

ausgedienten<br />

Eisenbahnwaggons.<br />

Eine leistungsstarke Maschine<br />

mit einer ebenso<br />

leistungsstarken Schere: der rote<br />

R 946 mit der SH550 in Aubange.<br />

Mobile Schrottscheren: Passende<br />

Werkzeuge von MBI<br />

Für die Schrottaufbereitung auf den<br />

verschiedenen Standorten in Frankreich,<br />

Belgien und bei der deutschen<br />

Tochter Derichebourg Umwelt GmbH<br />

kamen im konkreten Fall nur mobile<br />

Schrottscheren infrage, obwohl in der<br />

Unternehmensgruppe ansonsten sehr<br />

viele stationäre Scheren im Einsatz<br />

sind. Genau an dieser Stelle konnte<br />

Liebherr auf seine sehr positiven Erfahrungen<br />

mit dem italienischen Unternehmen<br />

Mantovanibenne S.r.l. (MBI-<br />

Gruppe) verweisen. Damit war der<br />

dritte Partner gefunden, und zwar in<br />

Person von Dominik Erath, seit 2<strong>02</strong>1<br />

Business Development & Export Manager<br />

von Mantovanibenne. Sicherlich<br />

spielt in diesem Fall auch seine langjährige<br />

Zusammenarbeit mit Liebherr eine<br />

wichtige Rolle.<br />

Wir haben uns mit ihm im belgischen<br />

Aubange verabredet, mitten im Dreiländereck<br />

Luxemburg, Frankreich und Belgien<br />

und damit an einem Standort des<br />

Schrott- und Altmetallrecyclers Groupe<br />

Ecore, der von Derichebourg übernommen<br />

wurde. Dort ist eine der sieben ausgelieferten<br />

mobilen Schrottscheren im<br />

Einsatz, und zwar eine SH550 aus der<br />

EAGLE 2-Serie als Festanbau am Ausleger<br />

eines Liebherr-Raupenbaggers R 946.<br />

Zwei weitere Raupenbagger in dieser<br />

Konfiguration befinden sich ebenfalls in<br />

Frankreich. Neben dem R 946 sind vier<br />

Umschlagbagger LH 30 im Einsatz, jeweils<br />

ausgestattet mit dem Liebherr-eigenen<br />

vollhydraulischen Schnellwechselsystem<br />

LIKUFIX und jeweils einer MBI-SH320-<br />

Schrottschere aus der EAGLE 3-Serie. Eine<br />

Umschlagmaschine dieser Bauart ist in<br />

Frankreich im Einsatz, weitere drei LH 30<br />

werden an den deutschen Standorten der<br />

Derichebourg-Umwelt eingesetzt.<br />

Aber jetzt zurück nach Aubange: Ein<br />

wirklich sehr sauberer und sehr geordneter<br />

Standort, der alle Achtung verdient:<br />

Chapeau! – so würde man in Frankreich<br />

sagen. Und trotz des regen Lkw-Verkehrs,<br />

unser Begleiter Yves Detré ist ganz<br />

gelassen und führt uns zu dem in der<br />

Hausfarbe rot lackierten R 946: „Das Zerlegen<br />

ausgedienter Personenwaggons<br />

ist seine Hauptaufgabe. Während wir<br />

vorher maximal einen halben Waggon<br />

pro Tag packten, sind es jetzt schon zwei<br />

Waggons, die mithilfe des Bagger-Schere-Gespanns<br />

zerlegt und in einzelne Materialien<br />

vorsortiert werden. Darüber<br />

hinaus kümmert er sich noch um das<br />

Vorschneiden des Materials für die stationäre<br />

Schrottschere, gerade mal so<br />

nebenbei“, so Yves Detré. Dominik Erath<br />

ergänzt: „Unsere SH550 ist genau auf<br />

einen Bagger in dieser Größenordnung<br />

abgestimmt, der sich hier nur sehr wenig<br />

bewegt und den ganzen Tag mit der<br />

<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>4 93


ON TOUR: Schrott & Metall<br />

Freuen sich über ihre<br />

Zusammenarbeit: Dominik<br />

Erath (links) und Yves Detré.<br />

Mantovanibenne<br />

S.r.l.<br />

Via Augusto Righi, 21<br />

I-41037 Mirandola (MO)<br />

Tel.: +39 0535 615811<br />

www.mantovanibenne.com<br />

MBI Deutschland<br />

GmbH<br />

Breitscheidstraße 45<br />

D-01156 Dresden<br />

Tel.: +49 (0) 351/43 888 745<br />

info@mbi-deutschland.de<br />

www.mbi-deutschland.de<br />

Schere arbeitet. Daher haben wir uns für<br />

einen gebrauchten Raupenbagger mit<br />

Werksüberholung bei Liebherr quasi als<br />

mobiles Hydraulik-Aggregat entschieden,<br />

der dafür sehr gut geeignet ist. Für<br />

die anderen Aufgabenstellungen haben<br />

wir bewusst einen neuen LH 30 ausgewählt,<br />

da an den anderen Standorten<br />

neben dem Bedienen der mobilen Schere<br />

gleichrangig auch der Schrottumschlag<br />

durchgeführt werden muss. Dazu<br />

muss regelmäßig und manchmal auch<br />

kurzfristig zwischen Schere und Ladeausrüstung<br />

gewechselt werden. Da ist der LH<br />

30 einfach die bessere Maschine.“ Dass<br />

mit der Eagle-Schrottschere SH320 die<br />

für den LH 30 exakt passende Schere<br />

ausgewählt wurde, braucht an dieser<br />

Stelle wohl kaum noch betont zu werden.<br />

Kundenspezifische Lösungen dank<br />

detaillierter Vorarbeit<br />

Für Dominik Erath ist die Zusammenarbeit<br />

von MBI, Liebherr und Derichebourg<br />

geradezu ein Musterbeispiel für eine<br />

mehr als gelungene Kooperation: „Für<br />

die deutschen Standorte konnte ich<br />

meine Erfahrungen konkret mit einbringen,<br />

gerade hinsichtlich der notwendigen<br />

Maschinenkonfiguration, sodass die<br />

Standorte genau das bekamen, was sie<br />

auch brauchten. Wichtig dabei ebenfalls,<br />

dass Schneidarbeiten unter freiem<br />

Himmel nicht nur wegen gesetzlicher<br />

Vorgaben, sondern auch aus Umweltschutzgründen<br />

zukünftig kaum noch<br />

möglich sein werden. Mit Liebherr pflegen<br />

wir seit Jahren einen intensiven Austausch,<br />

der auch darin besteht, dass wir<br />

unsere Scheren genau an den technischen<br />

Vorgaben einzelner Liebherr-Maschinen<br />

ausrichten können. Damit sind<br />

wir in der Lage, einem Kunden die Sicherheit<br />

zu bieten, dass seine Liebherr-Maschine<br />

mit der genau passenden MBI-<br />

Schere seine Anforderungen voll erfüllen<br />

kann. Einen solchen Datenaustausch<br />

gibt es übrigens auch mit anderen Maschinenherstellern,<br />

ganz im Sinne der<br />

Kunden.“ Entscheidend dabei die dahinterstehende<br />

Philosophie: Alles, was<br />

möglich ist, wird im Vorfeld partnerschaftlich<br />

abgeklärt, um den Kunden<br />

keine einzelnen Produkte zu verkaufen,<br />

sondern gemeinsam entwickelte Lösungen<br />

anzubieten. Das war auch für Yves<br />

Mas, dem obersten technischen Direktor<br />

94 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>4


Schrott & Metall<br />

Zuverlässig bewältigt der LH 30<br />

an anderen Standorten zusätzlich<br />

noch den Schrottumschlag.<br />

bei Derichebourg, extrem wichtig. Dass<br />

die Entwicklung keinesfalls stehen bleibt,<br />

zeigt ein kleines, aber äußerst wichtiges<br />

Detail am R 946: Um weniger Staudruck<br />

und damit weniger Kraftstoffverbrauch<br />

zu haben, ist ein By-Pass-Ventil eingebaut<br />

worden, damit ein Teil des Öls über<br />

eine separate Rücklaufleitung direkt<br />

zum Hydrauliktank zurückfließen kann.<br />

Damit wird das Arbeitsspiel der Schere<br />

schneller und somit auch effizienter.<br />

„Das ist für uns ganz wichtig“, so Dominik<br />

Erath abschließend: „Wir wollen den<br />

Kunden in enger Zusammenarbeit mit<br />

dem Maschinenhersteller individuelle<br />

und flexible Lösungen anbieten, die<br />

möglichst genau auf ihre Anforderungen<br />

zugeschnitten sind. In diesem Fall<br />

hat alles gepasst, von den unterschiedlichen<br />

Standortanforderungen bis hin zu<br />

den verschiedenen Maschinen und unseren<br />

mobilen Schrottscheren, die in<br />

einem Gesamtpaket dennoch oder gerade<br />

deswegen die doch sehr spezifischen<br />

Kundenwünsche erfüllen konnten.<br />

Das macht uns so schnell keiner nach!“<br />

(hst)<br />

Der Fortschritt in der Zerlegung ist<br />

deutlich sichtbar.<br />

Fotos: MBI, hst<br />

<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>4 95


Schrott & Metall<br />

Ein wichtiges Produkt der UnionStahl GmbH: Siebkorb für die<br />

Recyclingindustrie. Foto: UnionStahl GmbH<br />

UnionStahl<br />

Creusabro: Basis für langlebige Maschinen und Anlagen<br />

Um die nicht einfachen Herausforderungen<br />

einer nachhaltigen Zukunft<br />

zu meistern, müssen auch in der Recyclingwirtschaft<br />

Maschinen und Anlagen<br />

langlebiger und zuverlässiger werden.<br />

Bei der Konstruktion und Produktion von<br />

Abfallbehandlungs- und Rohstoffverarbeitungsanlagen<br />

ist der Einsatz verschleißfester<br />

Materialien deshalb von<br />

entscheidender Bedeutung, um Kosten<br />

zu senken und Produktionsausfälle zu<br />

vermeiden. Brecher und Mahlanlagen,<br />

Mahlwalzen, Förderbänder und Trichter<br />

sowie Siebe, Schredderauskleidungen<br />

und -werkzeuge sind im Betrieb hohen<br />

Belastungen ausgesetzt, die zu erheblichem<br />

Verschleiß führen können. Der<br />

Verschleiß wird durch verschiedene Faktoren<br />

verursacht, darunter abrasive Materialien,<br />

mechanische Beanspruchung<br />

und chemische Reaktionen.<br />

Um die Lebensdauer der Maschinen<br />

und Anlagen zu maximieren und Ausfallzeiten<br />

zu minimieren, hat sich weltweit<br />

der Einsatz von hochverschleißfestem<br />

Sonderstahl unter dem eingetragenen<br />

Markenzeichen Creusabro bewährt:<br />

Bauteile aus Creusabro-Grobblechen<br />

bieten eine außergewöhnliche Härte,<br />

Zähigkeit und Abriebfestigkeit. Darüber<br />

hinaus ermöglicht die Verwendung von<br />

Grobblechen eine flexible Gestaltung<br />

und Anpassung der Konstruktionen an<br />

die spezifischen Anforderungen und Belastungen<br />

der Anlagen. Mit präziser<br />

Härte und unübertroffenen Verschleißeigenschaften<br />

bieten die Hightech-<br />

Stähle unvergleichliche Vorteile. Ihre<br />

Temperaturbeständigkeit und Kosteneffizienz<br />

machen sie ideal für anspruchsvolle<br />

Anwendungen. Der einzigartige<br />

TRIP-Effekt sorgt für längere Standzeiten<br />

und niedrigere Wartungskosten. Gleichmäßige<br />

Härte über die gesamte Dicke<br />

gewährleistet außergewöhnliche Stabilität<br />

und Belastbarkeit. Creusabro 4800<br />

und Creusabro 8000 sind hitzebeständig<br />

bis zu etwa 450 °C und erreichen eine<br />

Oberflächenaufhärtung von bis zu 70<br />

HB. Sie werden in einem CO 2<br />

-reduzierten<br />

Verfahren hergestellt. Creusabro<br />

6400 ist eine innovative Neuentwicklung<br />

mit verbesserten Eigenschaften, die<br />

unter Verwendung eines hohen Anteils<br />

an Stahlschrott produziert wird.<br />

Die UnionStahl GmbH bietet verschleißfeste<br />

Stähle bis 150 mm Dicke,<br />

ideal für industrielle Anlagen in der Recyclingwirtschaft<br />

und Aufbereitungstechnik.<br />

Die Stähle werden unter anderem<br />

von den Herstellern Salzgitter, Dillinger,<br />

voestalpine und Industeel bezogen.<br />

Mit Härten von 300 bis 500 HB sind<br />

die Grobbleche gut verarbeitbar und<br />

langlebig. Darüber hinaus fertigt das<br />

Unternehmen Zuschnitte und einbaufertige<br />

Komponenten für Maschinen und<br />

Anlagen der Abriss- und Recyclingindustrie,<br />

darunter Messer, Siebbleche und<br />

-roste sowie Abstreifer und Auskleidungen.<br />

www.unionstahl.com<br />

96 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>4


BAUSTEINE<br />

für eine innovative Zukunft<br />

Die ABZ zur IFAT 2<strong>02</strong>4<br />

❯ Messeausgabe<br />

ABZ 19/<strong>24</strong><br />

Er schei nungs ter min: 10.05.<strong>24</strong><br />

Anzeigenschluss: 07.05.<strong>24</strong><br />

Redaktionsschluss: 01.05.<strong>24</strong><br />

Die ABZ zur NordBau 2<strong>02</strong>4<br />

❯ Messeausgabe<br />

ABZ 35/<strong>24</strong><br />

Er schei nungs ter min: 30.08.<strong>24</strong><br />

Anzeigenschluss: 27.08.<strong>24</strong><br />

Redaktionsschluss: 21.08.<strong>24</strong><br />

❯<br />

Print & ePaper wöchentlich<br />

über 35 000 Empfänger<br />

Wo chen zeitung für das ge sam te Bau we sen<br />

www.allgemeinebauzeitung.de<br />

Deutschlands meistgelesene Baufachzeitung<br />

KONTAKT<br />

ABZ-Redaktion: Tel. (05 11) 6 74 08-60/61/62/64/68 · Fax (05 11) 6 74 08-53 · E-Mail: abz-fajga@patzerverlag.de<br />

ABZ-Werbeabteilung: Tel. (05 11) 6 74 08-31/30/35/42 · Fax (05 11) 6 74 08-53 · E-Mail: abz-werbung@patzerverlag.de


Verfahrenstechniken: Separieren<br />

Das mehrstufige Recyclingverfahren gewinnt Edelmetalle,<br />

hochwertige Kunststoffe und Stahl zurück, die wieder dem<br />

Produktionskreislauf zugeführt werden. Foto: PDR<br />

PDR<br />

Zwanzig Jahre Recycling von Druckerpatronen<br />

Kaum hat das Recyclingunternehmen<br />

PDR sein 30-jähriges Bestehen gefeiert,<br />

steht schon das nächste Jubiläum<br />

an. Im Dezember 2<strong>02</strong>3 jährte sich zum<br />

20. Mal die feierliche Inbetriebnahme<br />

der weltweit ersten Recyclinganlage für<br />

Tintenstrahldruckerpatronen des Weltkonzerns<br />

Hewlett Packard. Der Einweihung<br />

war eine zweijährige intensive Vorbereitungsphase<br />

vorausgegangen, in<br />

der die Partner HP Inc., PDR und das bifa<br />

Umweltinstitut, Augsburg, die Recyclingtechnologie<br />

gemeinsam entwickelten<br />

und die weltweit erste Recyclinganlage<br />

für Druckerpatronen auf dem Betriebsgelände<br />

von PDR bauten. Oberstes Ziel<br />

war dabei, eine möglichst hohe stoffliche<br />

Verwertungsquote zu erzielen. Eine<br />

große Herausforderung bestand darin,<br />

die Tinte von den Feststoffen sauber abzutrennen.<br />

Heute werden die zurückgegebenen<br />

Tintenpatronen zu über 95<br />

Prozent verwertet, davon mehr als 70<br />

Prozent stofflich. Die innovative Anlage<br />

ermöglicht es, in einem mehrstufigen<br />

Recyclingverfahren Edelmetalle, hochwertige<br />

Kunststoffe und Stahl zurückzugewinnen,<br />

die wieder dem Produktionskreislauf<br />

zugeführt werden. In der Anlage<br />

in Thurnau werden die Original-HP-<br />

Patronen aus Europa, Afrika und dem<br />

mittleren Osten recycelt, die HP Inc. über<br />

ein eigenes Rücknahmesystem im Rahmen<br />

des Planet Partners Programmes<br />

von seinen Kunden zurückholt. Inzwischen<br />

wurden über eine Milliarde Tintenstrahldruckerpatronen<br />

stofflich verwertet.<br />

Das entspricht laut HP Inc. einem<br />

Volumen von 450 Schwimmbädern im<br />

Olympia-Format.<br />

„HP setzt alles daran, die Kreislaufwirtschaft<br />

zu verwirklichen. Seit 20 Jahren<br />

stehen HP und PDR an der Spitze,<br />

Druckerpatronen in Europa zu recyceln.<br />

Wir freuen uns, diesen Meilenstein und<br />

unsere Partnerschaft zu feiern. Das HP<br />

Planet Partners Programm und PDR bieten<br />

Kunden europaweit die Möglichkeit,<br />

ihre leeren Druckerpatronen zum Recycling<br />

zu bringen. Ein umfassender Recyclingprozess<br />

sorgt dafür, dass die Kunststoffe<br />

alter Patronen wiederverwendet<br />

werden und ein zweites Leben in Form<br />

von neuen Produkten bekommen. Durch<br />

die Zusammenarbeit mit PDR wurden<br />

bereits über eine Milliarde Patronen recycelt.<br />

Wir können es kaum erwarten, zu<br />

sehen, was die nächsten 20 Jahre bringen“,<br />

so die Bilanz von Joe Pacula, SVP<br />

and Division President, HP Print Supplies.<br />

„Das Beispiel zeigt, dass sich die Idee der<br />

Kreislaufwirtschaft ökologisch sinnvoll<br />

und ökonomisch zumutbar verwirklichen<br />

lässt“, freut sich PDR-Geschäftsführer<br />

Thomas Hillebrand. Und ergänzt: „Wir<br />

stehen bereit, auch für andere Unternehmen<br />

und Branchen hochwertige<br />

stoffliche Recyclinglösungen zu entwickeln<br />

und umzusetzen.“<br />

www.hp.com/de-de/hp-information/<strong>recycling</strong>/ink-toner.html<br />

www.pdr.de<br />

Redwave<br />

Größte Glas<strong>recycling</strong>-<br />

Anlage in Australien<br />

Redwave gilt als einer der weltweit<br />

renommiertesten Vorreiter in Sachen<br />

Glas<strong>recycling</strong>: Mit einem Investitionswert<br />

von beachtlichen 20 Millionen Euro<br />

wurde vor kurzem die wohl größte Glas<strong>recycling</strong>anlage<br />

in Australien eröffnet.<br />

Die Eröffnungsfeier in Laverton, Melbourne,<br />

war der Höhepunkt einer erfolgreichen<br />

Partnerschaft zwischen<br />

Redwave und Visy, einem führenden<br />

Unternehmen im Bereich Glas<strong>recycling</strong><br />

und -herstellung in Australien und Neuseeland.<br />

Wayne Russell, Executive General<br />

Manager-Recycling bei Visy, betonte:<br />

„Bei Visy haben wir uns dazu verpflichtet,<br />

den Kreislauf für Glas in Victoria<br />

zu schließen. Durch den Bau unserer<br />

neuen Glas<strong>recycling</strong>anlage mit Redwaves<br />

optischen Sortiermaschinen<br />

haben wir die Menge des recycelten<br />

Glases verdoppelt.“<br />

Mit einer Verarbeitungskapazität von<br />

200.000 Tonnen pro Jahr wird die Anlage<br />

sowohl gemischtes Recyclingglas<br />

(MRF-Glass) als auch Glas aus dem neu<br />

etablierten, viktorianischen Container-<br />

Eröffnungsfeier (von<br />

links nach rechts): Visy<br />

Chairman Anthony<br />

Pratt, Visy Co-Owner<br />

Fiona Geminder,<br />

Victorian Minister for<br />

Environment Steve<br />

Dimopoulos und Visy<br />

CEO Mark De Wit.<br />

Foto: Redwave<br />

98 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>4


pfandsystem (CDS-Glass) verarbeiten. Durch den Einsatz<br />

modernster sensorgestützter Redwave-Sortiertechnik<br />

wird das Glas in der neuen Sortieranlage präzise<br />

nach Farbe (Weiß-, Braun- und Grünglas) sowie<br />

Größe (ab 3 mm) sortiert. Auf diese Weise entstehen<br />

hochwertige Qualitätsprodukte, die als Sekundärrohstoffe<br />

in die Glasproduktion zurückgeführt werden. Ein<br />

herausragendes Merkmal der Anlage ist die autonom<br />

arbeitende Sortiertechnik, die manuelle Sortierprozesse<br />

überflüssig macht. Die innovative CX-Sortiermaschine<br />

trennt in einem mehrstufigen Sortierprozess zuverlässig<br />

Glaskeramik, Keramik, Steine, Porzellan und<br />

Fehlfarben. Diese präzise Sortierung ist von entscheidender<br />

Bedeutung für Glashersteller, denn Glaskeramik<br />

weist beispielsweise ein anderes Schmelzverhalten<br />

auf als Recyclingglas. Durch die Implementierung der<br />

Redwave „mate smart plant“-Software wird die Effizienz<br />

der Anlage durch Echtzeitdatenerfassung und -verarbeitung<br />

optimiert, was dem Bedienpersonal einen<br />

maßgeschneiderten, autonomen Anlagenbetrieb ermöglicht<br />

und einen neuen Standard in der Glasverarbeitung<br />

setzt.<br />

Als Beweis für den Erfolg des Projekts wurde Redwave<br />

bereits mit einem Folgeauftrag für den Bau einer weiteren<br />

Glas<strong>recycling</strong>anlage am Standort Yatala nahe<br />

Brisbane beauftragt. Dieses zukunftsweisende Projekt<br />

befindet sich bereits in vollem Gange und soll Anfang<br />

2<strong>02</strong>5 abgeschlossen sein.<br />

STAHLHARTE<br />

LEISTUNG<br />

Gefertigt aus unseren Grobblechen widerstehen<br />

Ihre Maschinen extremen Belastungen.<br />

Für die Herstellung von Mahl- und Siebanlagen<br />

sowie Schreddern und Zerkleinerern bis hin<br />

zu Brechern – verlassen Sie sich auf Bleche,<br />

die den Anforderungen der Recycling-Industrie<br />

gewachsen sind.<br />

Wir lagern ca. 60.000 t<br />

Grobblech und zählen<br />

zu den Vollsortimentern<br />

in der Branche.<br />

Mit maßgeschneiderten Lösungen unterstützen<br />

wir Ihren Erfolg: Wir produzieren einbaufertige<br />

Komponenten dank unserer Expertise im Zuschnitt<br />

und in der Anarbeitung.<br />

Kontaktieren Sie uns für mehr Informationen:<br />

+49 2065 677-0 info@unionstahl.com<br />

www.redwave.com<br />

Möchten Sie Teil unseres Teams werden?<br />

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!<br />

Unsere offenen Stellenangebote:<br />

www.unionstahl.com/karriere/<br />

Wir bilden aus:<br />

www.wir-erkennen-potenziale.de


Kunststoffe<br />

Lindner<br />

Axel Möhring,<br />

Geschäftsführer von<br />

energenta (rechts), mit<br />

Mitarbeiter Vitalij Kozhakaru<br />

(links) am Standort Ochtrup.<br />

Foto: Lindner-Recyclingtech GmbH<br />

Vom hochkalorischen<br />

EBS bis zum sortenreinen<br />

Rezyklat<br />

Ochtrup, eine Stadt mit rund 20.000<br />

Einwohnern, liegt idyllisch im nordwestlichen<br />

Münsterland im Grenzgebiet<br />

zu Niedersachsen und den Niederlanden.<br />

Seit 2004 ist Ochtrup auch der<br />

Hauptstandort der energenta ersatzbrennstoffe<br />

gmbh. Mit insgesamt 30 Mitarbeiterinnen<br />

und Mitarbeitern werden<br />

an diesem Standort seit der Firmengründung<br />

Produktionsabfälle zu besonders<br />

reinem und hochkalorischem Sekundärbzw.<br />

Ersatzbrennstoff (EBS) für die Drehrohröfen<br />

der Zement- und Kalkindustrie<br />

verarbeitet. „Die EBS-Produktion wird<br />

über zwei Linien betrieben, jeweils bestehend<br />

aus einem Lindner-Jupiter-3200-<br />

bzw. -2200-Vorzerkleinerer und einem<br />

Lindner Komet 2800 als Nachzerkleinerer.<br />

Durch kleine Messer und feine Siebe<br />

erreichen wir ein sehr feines, homogenes<br />

und sauberes Austragsmaterial“, erklärt<br />

Axel Möhring, seit 2<strong>02</strong>0 Geschäftsführer<br />

der energenta ersatzbrennstoffe gmbh.<br />

Vor fünf Jahren startete man mit der<br />

werkstofflichen Aufbereitung von Kunststoffen.<br />

„Aufgrund der Nachfrage nach<br />

hochwertigem Kunststoffrezyklat haben<br />

wir unser Geschäftsmodell sukzessive<br />

erweitert“, ergänzt Möhring. „Wir konzentrieren<br />

uns derzeit auf die mechanische<br />

Aufbereitung von Kunststoffen, die<br />

keine Verbundstoffe sind.“ Der werkstofflich<br />

<strong>recycling</strong>fähige Kunststoff wird mit<br />

einem Lindner-Micromat-Schredder vorzerkleinert,<br />

mit speziellen Mühlen für die<br />

Produktion vermahlen und am Standort<br />

Nürnberg, einem weiteren Standort von<br />

energenta, regranuliert.<br />

Eine hervorragende Rezyklatqualität<br />

verlangt nach einer hohen Sauberkeit<br />

und Sortenreinheit. Diese wird einerseits<br />

durch Nachsortierung der angelieferten<br />

Materialien erreicht, andererseits durch<br />

ein von energenta eingeführtes Boxensystem<br />

zur getrennten Wertstoffsammlung.<br />

„Wir haben ein Sammelsystem für<br />

Klein- und Mittelbetriebe ins Leben gerufen<br />

und lagern unterschiedliche Kunststoffarten<br />

in verschiedenen Boxen. Wir<br />

erhalten dadurch gut vorsortierte Wertstoffe<br />

und können eine hohe Qualität in<br />

der Aufbereitung erreichen“, so Axel<br />

Möhring.<br />

Die Kunststoff-Industrie steht gerade<br />

vor einer Vielzahl an Herausforderungen:<br />

Upcycling, Prozessoptimierung und<br />

Energieeffizienz sind nur einige Themen,<br />

die in der Branche diskutiert werden.<br />

„Materialströme werden sich am Markt<br />

ändern – und mit ihnen die Aufgaben,<br />

die wir zu bewältigen haben. Mit dem<br />

neuen Jupiter 3200 wollen wir uns für die<br />

Zukunft breit aufstellen, sodass wir so<br />

flexibel wie möglich unser Angebot auf<br />

weitere Recyclingströme ausweiten können“,<br />

fügt Möhring hinzu. „Als energenta-Gruppe<br />

sind wir mit Lindner äußerst<br />

zufrieden. Die Lindner-Maschinen bieten<br />

ein durchdachtes Konzept und eine wertige<br />

Verarbeitung. Die modulare Bauart<br />

wie auch den explizit guten und schnellen<br />

Service begrüßen wir sehr. Das alles<br />

macht Lindner zu einem guten und verlässlichen<br />

Partner.“<br />

www.lindner.com<br />

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Kunststoffe<br />

Steinert<br />

Moderne Sortiertechnologien<br />

lösen<br />

aktuelle<br />

Herausforderungen<br />

Geschäftsführer Juanjo Sánchez betont, wie wichtig Kooperation ist, denn<br />

das Recycling lässt sich nur gemeinsam voranbringen. Foto: Steinert GmbH<br />

Das andalusische Unternehmen Inserplasa<br />

ist durch Innovation, Anpassungsfähigkeit<br />

und Qualität seit seinen<br />

bescheidenen Anfängen zu einem Vorreiter<br />

im Kunststoff<strong>recycling</strong> in Spanien geworden.<br />

Alles begann 1986, als der Vater<br />

des heutigen Geschäftsführers Juanjo<br />

Sánchez zusammen mit einem Jugendfreund<br />

beschloss, Kunststoffe zu sammeln,<br />

aufzubereiten und umzuwandeln,<br />

um daraus wertvolle neue Materialien zu<br />

gewinnen. Solche Maßnahmen wurden<br />

damals noch äußerst skeptisch betrachtet.<br />

„Anfangs sortierten wir die Flaschen<br />

nach Farbe. Später wurden die Flaschen<br />

mit Etiketten versehen, was die Sache<br />

etwas erschwerte. Dann wurden aus den<br />

Etiketten Manschetten, die die komplette<br />

Flasche umzogen. Damit wurde es komplizierter<br />

und wir suchten nach Hilfe“, so<br />

Juanjo Sánchez weiter.<br />

Die Aufnahme der Zusammenarbeit<br />

mit Steinert markierte einen Wendepunkt.<br />

Die Integration der UniSort-PR-<br />

EVO-5.0-NIR-Sortiersysteme (Nahinfrarot)<br />

von Steinert kam bei Inserplasa<br />

einer betrieblichen Revolution gleich.<br />

Diese Systeme sind mithilfe von Sortierprogrammen<br />

auf Grundlage künstlicher<br />

Intelligenz und einer Kombination aus<br />

hochauflösenden HSI (Hyper Spectral<br />

Imaging) sowie Farbsensoren in der<br />

Lage, komplexe Kunststoffe zu erkennen,<br />

die sich bisher nicht unterscheiden<br />

ließen. So können nun Rezyklate aus Polyethylen<br />

(PE, HD-PE, LD-PE), Polypropylen<br />

(PP) und Polyethylen-Terephthalat<br />

(PET) in verschiedenen Farben produziert<br />

werden. Sánchez hebt die transformative<br />

Wirkung der neuen Technologien<br />

hervor. Die modernen neuen Sortiersysteme<br />

haben nicht nur Reinheitsgrad und<br />

Qualität der Kunststoffrezyklate verbessert,<br />

sondern auch die betriebliche Effizienz.<br />

Inserplasa hat mit diesem technischen<br />

Sprung seine Kapazität ausgebaut<br />

und kann nun mehr Kunststoffe als<br />

bisher aufbereiten – bei reduziertem<br />

Energieverbrauch. Juanjo Sánchez: „Uns<br />

haben die Robustheit und die Präzision,<br />

aber auch die überzeugende Qualität<br />

gefallen. Ja, es gibt günstigere Anbieter.<br />

Das wissen wir. Aber manche Komponenten<br />

haben nun einmal ihren Preis,<br />

und wer Qualität will, muss eben auch<br />

dafür zahlen.”<br />

Es gibt bereits Pläne zur Einführung<br />

noch modernerer Sortiertechnologien,<br />

die unterstützt durch die technische<br />

Kompetenz von Steinert die Qualität und<br />

Effizienz der Kunststoffrezyklate weiter<br />

verbessern und neue Märkte erschließen<br />

sollen. „Unser Unternehmen ist nicht nur<br />

gewachsen, weil wir gute Arbeit leisten,<br />

sondern auch, weil wir partnerschaftlich<br />

mit kooperativen Firmen zusammenarbeiten,<br />

die ebenfalls ganze Arbeit leisten.<br />

Wir möchten das Recycling noch<br />

stärker verbessern. Ich bin überzeugt,<br />

dass uns das mit Menschen und Unternehmen<br />

wie Steinert gelingt.”<br />

www.steinertglobal.com<br />

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Anwendungsbereiche<br />

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Kunststoffe<br />

Vecoplan<br />

Hochwertig: Das geschredderte<br />

Material nach der Zerkleinerung<br />

mit dem Vecoplan-Schredder. Foto:<br />

Vecoplan AG<br />

Höhere Betriebsleistung und<br />

höhere Zuverlässigkeit<br />

Der britische Kunststoffverarbeiter YS Reclamation mit Sitz<br />

im englischen Warrington investiert seit 2<strong>02</strong>7 massiv in<br />

neue Anlagen, um die Qualität der Granulate aus den aufbereiteten<br />

Kunststoffen zu steigern. Täglich verarbeitet das Unternehmen<br />

27 Tonnen Post-Consumer-Kunststofffolien aus<br />

Weich-Polyethylen (Low Density Polyethylene = LDPE). Im<br />

selben Zeitraum stellt der Betrieb durch ein maßgeschneidertes<br />

Verfahren daraus bis zu 25 Tonnen hochwertiges Kunststoffgranulat<br />

in fünf Sorten her. Diese kommen für die Fertigung<br />

einer breiten Palette an Produkten zum Einsatz. Die beim<br />

Zerkleinerungsprozess entstehenden Feinanteile, die vor dem<br />

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nächsten Prozessschritt abgeschieden werden müssen, werden<br />

an eine Anlage weitergeleitet, die daraus Energie gewinnt.<br />

Damit fällt bei YS Reclamation während des ganzen<br />

Prozesses kein Abfall an.<br />

Bisher war für den Zerkleinerungsprozess ein Schredder<br />

installiert, der weder die geforderte Outputqualität erreichte<br />

noch zuverlässig arbeitete. Allein während der ersten 8.000<br />

Betriebsstunden fiel die Maschine aufgrund mechanischer,<br />

aber auch anderer Probleme mehr als 1.400 Stunden aus. Für<br />

YS Reclamation war das keine zukunftsfähige Lösung. 2<strong>02</strong>2<br />

wendeten sich die Verantwortlichen an die Vecoplan AG. Vecoplan<br />

empfahl aus der bewährten Baureihe VAZ das Modell<br />

1700 L6, das einen höheren Output ermöglicht und produktiver<br />

arbeitet als der vorhandene Schredder. Der Maschinenbauer<br />

hat den Ein-Wellen-Zerkleinerer speziell für das Recycling<br />

konzipiert: Mit seiner robusten, leistungsstarken und<br />

energieeffizienten Konstruktion lässt er sich flexibel in ganz<br />

unterschiedlichen Anwendungen einsetzen. Der VAZ 1700 L6<br />

hat eine Rotorlänge von 1.660 sowie einen Durchmesser von<br />

640 Millimetern und wiegt etwa 20 Tonnen. Der Schaltschrank<br />

ist vibrationsgedämpft im hinteren Teil der Maschine integriert.<br />

Das sorgt für eine schnelle sowie effiziente Montage und<br />

Inbetriebnahme und erlaubt einen schnellen Zugriff auf die<br />

einzelnen Komponenten. Der Zerkleinerer ist zudem so konstruiert,<br />

dass er rund 40 Prozent weniger Feinanteile erzeugt.<br />

Das verringert in der Extrusion den Verschmutzungsgrad und<br />

verbessert die Qualität des Endprodukts erheblich. Der<br />

Schredder kann pro Stunde vier Tonnen gebündelte Kunststofffolien<br />

bearbeiten. Damit ist die Anlage im Vergleich zur<br />

ursprünglichen Anlage nur 30 Prozent der Zeit in Betrieb. Dies<br />

spart deutlich Energie ein – vor allem auch, weil der Vecoplan-<br />

Zerkleinerer dann, im Gegensatz zur vorherigen Maschine,<br />

komplett stillsteht.<br />

Nach der Zerkleinerung passieren die weniger als 50 Millimeter<br />

dicken Kunststofffolienschnipsel eine Waschanlage.<br />

Dort werden sie gereinigt und von Fremdkörpern unterschiedlicher<br />

Dichte wie Keramik, Glas oder Metall befreit, bevor sie<br />

in einem zweiten Zerkleinerungsprozess auf kleiner zehn Millimeter<br />

granuliert werden. Ein Hydrozyklon entfernt mithilfe<br />

der Dichtetrennung restliche Materialien wie PET-Folien und<br />

Schalen. Nun wird der Output getrocknet und zur Wiederverwendung<br />

extrudiert, um daraus neue Folien herzustellen.<br />

Die Maschine läuft deutlich leiser und vibriert weniger.<br />

Zudem ließ sich die Wartungszeit reduzieren, da die Anlage<br />

so konstruiert ist, dass Techniker Verschleißteile wie Schneidwerkzeuge<br />

einfacher und schneller tauschen können. Auch in<br />

Sachen Service konnte Vecoplan punkten – zum Beispiel mit<br />

der schnellen Reaktionszeit des in Großbritannien ansässigen<br />

Serviceteams. Dazu kommt: Um im Notfall noch schneller<br />

unterstützen zu können, haben die Vecoplan-Experten die<br />

Möglichkeit, mit ihrem Digitalisierungskonzept Vecoplan<br />

Smart Center (VSC) bei Bedarf online auf den Schredder zuzugreifen,<br />

ohne vor Ort sein zu müssen. Damit ist der Maschinenbauer<br />

in der Lage, auch Programme aus der Ferne aufzuspielen.<br />

www.vecoplan.com<br />

1<strong>02</strong> <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>4


Kunststoffe<br />

Weima<br />

Effizientes LDPE-Folien<strong>recycling</strong><br />

mit Ein-Wellen-Zerkleinerer<br />

RKW im belgischen Hoogstraten, 1975 gegründet und seit<br />

2014 Teil der RKW-Gruppe, ist Folienproduzent für verschiedene<br />

Anwendungen in der Landwirtschaft, im Gartenbau, der<br />

Bauindustrie und der verarbeitenden Industrie. Das Portfolio<br />

umfasst Silage- und Getreideschläuche, Agrarfolien, Inliner,<br />

Gewächshaus- sowie Gartenbaufolien, die auf hochmodernen<br />

Extrusionsanlagen mit bis zu sieben Schichten und bis zu 20<br />

Metern Breite gefertigt werden. Materialreste aus der Produktion<br />

werden bei RKW intern wiederverwertet. Zudem kauft man<br />

externe Folienabfälle ein, um den Bedarf an Regranulat zu<br />

decken. Während der Covid19-Pandemie entschied sich RKW<br />

für die Investition in eine neue Zerkleinerungs- und Extrusionsanlage<br />

zur Optimierung des Recyclingprozesses. Zudem sollten<br />

Kapazitäten weiter ausgebaut werden. Nach zahlreichen<br />

Materialtests und Referenzbesuchen in der Umgebung fiel die<br />

Wahl auf den Weima-W5.18-Ein-Wellen-Shredder sowie die<br />

F:GRAN-Feeder-Extruder-Kombination von NGR.<br />

Mit einer Rotorlänge von 1.800 mm, einem 80-mm-Rundlochsieb<br />

und einem 160 kW starken hydraulischen Direktantrieb<br />

von Hägglunds Bosch Rexroth shreddert der W5.18-Ein-<br />

Wellen-Zerkleinerer durchschnittlich vier Tonnen Kunststoff pro<br />

Stunde. Die Verwendung eines hydraulischen Antriebs ist für<br />

RKW von Vorteil: Aufgrund des geringen Massenträgheitsmomentes<br />

sowie der <strong>aktiv</strong>en hydraulischen Bremsfunktion des<br />

Antriebsstranges in Verbindung mit kürzeren Reaktionszeiten<br />

ist dieser im Vergleich zu elektromechanischen Antrieben wesentlich<br />

unempfindlicher gegenüber Störstoffen und Erschütterungen<br />

jeglicher Art. Das minimiert Schäden an der Maschine<br />

und der Schnittgeometrie. Speziell bei flexiblen Materialien<br />

wie Filamenten, Big Bags oder eben Folien ermöglicht der<br />

Hydraulikantrieb eine extrem hohe Schnittkraft und einen<br />

hohen Dreh- und Losbrechmoment. Servicearbeiten sind beim<br />

Weima-Shredder über die breite Inspektionsklappe und den<br />

Siebkorb sicher und bequem möglich.<br />

Nach der Zerkleinerung wird das Material mit einem Überbandmagneten<br />

von letzten Metallresten befreit. Anschließend<br />

folgt die weitere Separierung und Trocknung der zerkleinerten<br />

Kunststofffolien, ehe sie in 30 Kubikmeter fassende Mischsilos<br />

weitertransportiert werden. Diese befüllen dann schließlich die<br />

Extrusionsanlage von NGR, wobei das Material im Vorfeld<br />

durchgehend umgewälzt wird. In der F:GRAN werden die<br />

Flakes bei einer konstant hohen Durchsatzleistung zu hochwertigem<br />

Granulat weiterverarbeitet. Der eingebaute BritAS-<br />

Bandfilter verbessert die Reinigung der Flakes, indem er bei<br />

jedem Filterwechsel automatisch ein neues Siebgewebe verwendet.<br />

Dies gewährleistet, in Kombination mit einer äußerst<br />

schonenden Extrusion, eine durchgehend hohe Qualität des<br />

Regranulats. So können Verunreinigungen mit minimalem<br />

Schmelzverlust aus der Maschine entfernt werden.<br />

„Die Umsetzung der beiden Projekte – Weima und NGR –<br />

verlief Hand in Hand. Oberstes Ziel war es, die Qualität und<br />

den Output unserer Recyclinganlage zu erhöhen. Das haben<br />

wir geschafft. Wir können nun mehr Material recyceln und qualitativ<br />

bessere Regranulate als zuvor erzielen. So können wir in<br />

Zukunft weiterwachsen“, resümiert Tom Bevers, technischer<br />

Leiter bei RKW.<br />

www.weima.com<br />

LDPE Folie vor<br />

und nach dem<br />

Recyclingprozess.<br />

Foto: Weima<br />

Maschinenbau GmbH<br />

LDPE-Folie vor und nach dem Recyclingprozess.<br />

Foto: Weima Maschinenbau GmbH<br />

Die lohnendsten Schritte<br />

auf der IFAT München 2<strong>02</strong>4<br />

Modernes Design, funktionelle Verbesserungen und mehr! Wir präsentieren<br />

unsere innovative System-Neuentwicklung und feiern 35 Jahre rona:systems.<br />

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<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>4 103


Papier, Pappe, Kartonagen<br />

Höcker Poytechnik<br />

Nachhaltige Prozessabfallentsorgung in der Wellpappenproduktion<br />

Die kanadische Canada Corrugated<br />

Industries Inc. – kurz CanCorr – produziert<br />

in ihrem neu errichteten Werk in<br />

Surrey, British Columbia jährlich bis zu<br />

160 Millionen m² Wellpappe für die<br />

Märkte im Westen Kanadas und den<br />

USA. Bereits bei den ersten Ideen zum<br />

neuen Werk lag der Fokus auf einem<br />

energieeffizienten Betrieb mit nachhaltigem<br />

Prozessabfallmanagement. Die<br />

Planungen zu CanCorrs neuem Werk<br />

begannen im August 2<strong>02</strong>1. Hier hatte<br />

CanCorr mit Kernic Systems den richtigen<br />

Partner: Kernic Systems entwickelt<br />

und realisiert Entsorgungs- und Recyclingsysteme<br />

für ihre Kunden aus der<br />

Druck-, Papier-, Wellpappen- und Kartonagenindustrie<br />

in Nordamerika und Kanada.<br />

Seit einigen Jahren ist die Höcker<br />

Polytechnik GmbH aus dem niedersächsischen<br />

Hilter a. T. W. in Deutschland<br />

Partner von Kernic.<br />

Herzstück der gesamten Entsorgungsanlage<br />

ist eine Höcker-MultiStar-Filteranlage.<br />

Mit einer Absaugleistung von<br />

38.000 m³/h sichert sie den pneumatischen<br />

Transport des zerkleinerten Materials<br />

und sorgt auch für eine saubere<br />

Das Entsorgungszentrum von<br />

CanCorr im Überblick.<br />

Foto: Höcker Polytechnik GmbH<br />

Produktion, da mit ihr die zentrale Bodenstaubsauganlage<br />

betrieben wird.<br />

Die Filteranlage arbeitet als zentrales<br />

Element des Entsorgungssystems im Unterdruck<br />

und ist um bis zu 50 Prozent<br />

effizienter als Überdruckanlagen – das<br />

erfordert allerdings auch einiges mehr<br />

an Erfahrung und Know-how bei der Anlagenauslegungs-<br />

und Leitungsplanung.<br />

Der Mehraufwand macht sich durch<br />

niedrigere Energiekosten und erhöhte<br />

Betriebssicherheit schnell bezahlt. Kernic<br />

Systems hat dabei die Absaugtechnik<br />

perfekt auf die betrieblichen Anforderungen<br />

abgestimmt. Im Ventilatoraufsatzmodul<br />

des Filters arbeiten zwei 37-<br />

kW-Ventilatoren mit Frequenzregelung,<br />

sodass die Leistung stufenlos dem Bedarf<br />

angepasst werden kann. So ist ein<br />

zuverlässiger Betrieb aller Funktionen<br />

gesichert und es wird nur der unbedingt<br />

benötigte Strom verbraucht. Wird Material<br />

pneumatisch transportiert, wird<br />

neben Staub und Papierfetzen auch die<br />

warme Luft aus der Produktion abgesaugt.<br />

Bei CanCorr wird die staubhaltige<br />

Rohluft gefiltert und während der kälteren<br />

Monate in die Fertigung zurückgeleitet.<br />

Dank dieser Wärmerückgewinnung<br />

bleibt die wertvolle Wärmeenergie weitgehend<br />

erhalten und die Heizkosten<br />

werden merklich reduziert. Die Bauart<br />

der Filteranlagen ist druckstoßgeprüft<br />

und die Geräuschemissionen der Ventilation,<br />

Filterabreinigung und Materialaustragung<br />

bewegen sich im normalen<br />

betrieblichen Grundrauschen der Fertigung.<br />

Eine Aufstellung innerhalb der<br />

Fertigung ist mit speziell ausgeführter<br />

Druckentlastung unproblematisch. Die<br />

Nähe zur Produktion verkürzt Rohrleitungswege<br />

zu den Produktionsmaschinen<br />

und hat ebenso einen positiven Effekt<br />

auf die Energieeffizienz. CanCorrs<br />

Filteranlage erfüllt die hohen Anforderungen<br />

der National Fire Protection<br />

Agency (NFPA).<br />

Hauptaufgabe der Entsorgungsanlage<br />

ist der sichere Abtransport von Randstreifen<br />

der Wellpappenanlage. Ein mittig<br />

positionierter Randstreifenventilator<br />

zerkleinert die Randstreifen in handtellergroße<br />

Fetzen. So zerkleinert lassen sie<br />

sich über das pneumatische Transportsystem<br />

störungsfrei bis zur zentralen<br />

Entsorgungsanlage transportieren. Das<br />

Material wird in einen Materialabscheider<br />

transportiert, der im Vorfeld der Filteranlage<br />

arbeitet. Hier werden die Prozessabfälle<br />

aus dem Luftstrom getrennt<br />

und der Ballenpresse zugeführt. Auch<br />

das Material eines manuellen Shredders<br />

wird im Materialabscheider verarbeitet.<br />

Nur der feine Staub gelangt danach in<br />

die Filteranlage, wird in die integrierte<br />

Brikettierpresse ausgetragen und kann<br />

danach sicher gelagert werden. Die Materialabscheidung<br />

schützt die Filteranlage<br />

und das Filtermaterial. PMA-Materialabscheider<br />

von Höcker Polytechnik<br />

arbeiten nach einem patentierten Prinzip<br />

und sind mit einer Luftmenge von bis<br />

zu 75.000 m 3 /h erhältlich. Eine fein abgestimmte<br />

SPS-Steuerung harmonisiert<br />

die gesamte Prozessabfallentsorgung.<br />

Steigt die Auslastung in der Produktion<br />

oder wird die Bodenabsaugung eingesetzt,<br />

wird automatisch die Filterleistung<br />

hochgefahren.<br />

www.hoecker-polytechnik.de<br />

104 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>4


Das größte Großbritanniens<br />

Ausstellung für Steinbrechen,<br />

Bauen und Wiederverwerten<br />

25.-27. Juni 2<strong>02</strong>4<br />

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Derbyshire | Vereinigtes Königreich<br />

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Abbruch & Baustoff-Recycling<br />

Beilite Europe<br />

Neue Abbruchhammer-Produktlinie<br />

Beilite Europe präsentiert mit der BLTB-175-3-W bis BLTB-260-<br />

3-W-Series 3 eine neue Abbruchhammer-Produktlinie, die<br />

speziell auch für Unterwasser- und Tunnelarbeiten entwickelt<br />

wurde. Möglich wurde gerade dieser Einsatzbereich durch die<br />

Integration eines Luftkanals. Mit anpassbaren Schlagkolben<br />

können Anwender die Schlagkraft auf ihre spezifischen Projektanforderungen<br />

hin abstimmen, während die verbesserte Abdeckung<br />

für Meißel-Sperrachsen und ein extra verschleißfestes<br />

Gehäuse die Sicherheit und Lebensdauer auch unter harten<br />

Bedingungen gewährleistet. Ein wichtiges Merkmal der BLTB-<br />

175-3-W bis BLTB-260-3-W-Series 3 ist das automatische<br />

Schmiersystem BI-B-Lube, das eine konstante und effiziente<br />

Schmierung sicherstellt, die Lebensdauer des Gerätes verlängert<br />

und die Wartungszeiten reduziert. Darüber hinaus ermöglicht<br />

das optionale Staubschutzsystem einen effektiven Einsatz in<br />

staubigen Umgebungen, während das geringe Gewicht des<br />

Hammers zusammen mit einer höheren Leistungsfähigkeit für<br />

Effizienzsteigerungen und Einsparungen bei Treibstoff- und<br />

Transportkosten sorgt.<br />

Dank seines reduzierten Gewichts eignet sich die neue Hammerserie<br />

auch für den Einsatz auf kleineren Baggern. Ein aktuelles<br />

Anwendungsbeispiel ist der erfolgreiche Einsatz in Berlin<br />

beim Abbau von Windräder-Fundamenten, der die Vielseitigkeit<br />

und Leistungsfähigkeit der BLTB-175-3-W bis BLTB-260-3-W-<br />

Series 3 unter Beweis stellt.<br />

www.beilite-europe.com<br />

Ein LiuGong 939F im Einsatz mit einem Beilite BLTB-<br />

200-3-W. Foto: Beilite Europe<br />

MB Crusher<br />

Brecherlöffel erleichtert Verwertung von Abbruchmaterial<br />

Das italienische Unternehmen Sismex<br />

setzt erfolgreich einen MB-Crusher-<br />

Brecherlöffel BF120.4 zur Herstellung<br />

eines „nicht tragenden Öko-Betons”<br />

ein: „Wir haben damit angefangen, den<br />

Brecherlöffel zum Zerkleinern von Bauschutt<br />

einzusetzen, der bei Abbrucharbeiten<br />

anfiel, um ihn dann für den Straßenbau<br />

wiederzuverwenden”, so das<br />

Unternehmen, „dann entdeckten wir,<br />

dass er auch zur Herstellung von Recyclingmaterial<br />

verwendet werden kann,<br />

das eine definierte Größe hat und sich<br />

für die Herstellung von nicht tragfähigem<br />

Beton eignet.”<br />

Das vom BF120.4 hergestellte Material<br />

wird dabei mit Zement gemischt und<br />

zu Öko-Betonblöcken verarbeitet.<br />

„Öko” deswegen, weil man keine natürlichen<br />

Rohstoffe verwendet, sondern<br />

durch den Brecherlöffel entstandenes<br />

recyceltes Material. Diese Materialien<br />

sind, so das Unternehmen, in ihren Eigenschaften<br />

und Leistungen mit den<br />

traditionellen natürlichen Materialien<br />

vergleichbar. Der Backenbrecherlöffel<br />

MB Crusher war für diese Arbeit unverzichtbar:<br />

Er bereitete Abbruchmaterialzu<br />

einem neuen Recyclingmaterial auf<br />

und trug so zur Abfallvermeidung bei.<br />

Beton kann Armierungseisen enthalten,<br />

aber mit dem MB-Crusher-Brecherlöffel<br />

ist das wohl eher kein Problem. Bei<br />

bewehrten Materialien schießen die<br />

Kosten und Entsorgungszeiten oft in die<br />

Höhe. Das größte Problem ist das Eisen,<br />

das sich durch das Förderband schneiden<br />

kann, was zu Ausfallzeiten führt.<br />

Beim Einsatz des MB-Brecherlöffels wird<br />

das Eisen dank der Schwerkraft zusammen<br />

mit dem gebrochenen Material<br />

ausgeschieden. Ist der Brecherlöffel mit<br />

einem Magnetabscheider ausgestattet,<br />

kann das Eisen dann problemlos aus<br />

dem Haufwerk aussortiert werden.<br />

www.mbcrusher.com<br />

106 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>4


Abbruch & Baustoff-Recycling<br />

Kiesel<br />

Abbruch bei Nacht und Nebel<br />

Das Abbruch- und Recyclingunternehmen<br />

UPEK aus Steinfeld bei Oldenburg<br />

hatte den Auftrag erhalten, die<br />

Autobahnbrücke auf der A1 an der Anschlussstelle<br />

Holdorf in Niedersachsen<br />

bei gesperrter Autobahn innerhalb von<br />

38 Stunden abzureißen. Hauptakteur ist<br />

dabei der mit abbruch-spezifischen Anbaugeräten<br />

ausgestattete Hitachi-<br />

ZX490-7-Großbagger aus dem Kiesel-<br />

Mietpark. Das Vorhaben klingt anspruchsvoll<br />

und ist es auch. Nicht zuletzt,<br />

weil über Nacht gearbeitet werden muss<br />

und dabei Baumaschinen mit unterschiedlichen<br />

Anbaugeräten ohne Unterbrechungen<br />

zum Einsatz kommen. Auch<br />

wenn der eigene Maschinenpark von<br />

UPEK gut bestückt ist und bei diesem<br />

Projekt der KMC600P-6 von KTEG und<br />

der Hitachi ZX300LCN-6 eingesetzt werden,<br />

greift Peter Steltner, Prokurist bei<br />

UPEK, auch in diesem Fall auf die zeitlich<br />

begrenzte Nutzung von gemietetem<br />

Equipment zurück: „Der Kiesel-Mietpark<br />

ist für uns von Vorteil, da leistungsstarke<br />

Bagger und passende Anbaugeräte<br />

kurzfristig für Auftragsspitzen verfügbar<br />

sind.“ Niklas Pieters, Mietparkleiter der<br />

Niederlassung Bielefeld von Kiesel Nord,<br />

bestätigt: „Da der Bagger projektbezogen<br />

eingesetzt werden sollte, hat sich<br />

Beim jüngsten Brückenabriss-Projekt der Firma<br />

UPEK stellten die Baumaschinen aus dem Kiesel-Mietpark<br />

bei Nacht und Nebel ihre Stärken einmal mehr unter Beweis.<br />

Foto: Kiesel GmbH<br />

UPEK für das Mieten eines Hitachi-Großbaggers<br />

entschieden. Gemeinsam hatten<br />

wir die Aufgabestellung detailliert<br />

besprochen, sodass wir die passende<br />

Maschine inklusive Zubehör auswählen<br />

konnten.“<br />

Die Wahl fiel auf den Kettenbagger<br />

Hitachi ZX490-7, den der Kiesel-Mietpark<br />

zusammen mit der Demarec-<br />

DCC65-Abbruchschere und dem MT-<br />

B405DHX-Hydraulikhammer lieferte.<br />

Auch aus<br />

Abbruchmaterial<br />

kann<br />

mithilfe des<br />

Brecherlöffels<br />

neues<br />

Rohstoffmaterial<br />

gewonnen<br />

werden.<br />

Foto: MB Crusher<br />

Die Maschine der neuesten Generation<br />

verfügt über einen großvolumigen 15,7-<br />

Liter-Isuzu-6-Zylinder-Niederemisssionsmotor<br />

6WG1, einen mechanisch<br />

verstellbaren Unterwagen für höhere<br />

Standfestigkeit sowie eine Zentralschmieranlage.<br />

Das leistungsstarke Arbeitsgerät<br />

ist – wie auch die anderen beim<br />

Brückenabriss eingesetzten Bagger – mit<br />

einem OilQuick-System ausgestattet,<br />

das den schnellen Wechsel der Anbaugeräte<br />

ermöglicht. Die überarbeitete<br />

Kabine trägt durch ergonomisch angeordnete<br />

Bedienelemente und dank der<br />

Panoramaverglasung zu einem hohen<br />

Fahrerkomfort bei.<br />

Mietparkdisponent Niklas Pieters<br />

weiß, dass die Kiesel-Kunden – darunter<br />

auch die Firma UPEK – auf schnellstmögliche<br />

Verfügbarkeit und hohe Flexibilität<br />

großen Wert legen: „Dank unserem breit<br />

strukturierten Maschinenpool können<br />

wir Auftragsspitzen der Unternehmer<br />

abfangen und auch für Spezialaufgaben<br />

die passende Lösung finden. Über das<br />

flächendeckende deutschlandweite<br />

Service-Netz erreichen wir unsere Kunden<br />

schnellstmöglich und können ihnen<br />

mit Rat und Tat zur Seite stehen.“<br />

Der Kiesel-Mietpark umfasst aktuell<br />

ca. 1.200 Maschinen und 6.000 Anbaugeräte,<br />

die an 36 Mietstationen verfügbar<br />

sind.<br />

www.kiesel.net<br />

<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>4 107


Keine Kompromisse<br />

bei der Sicherheit<br />

Sicherheitsschalter – Zuhaltung –<br />

Schlüsseltransfer – Befehlsgerät<br />

Der RM 100GO! wird in Argentinien beim<br />

Brechen von Schlacke und Beton<br />

eingesetzt.<br />

Foto: Rubble Master HMH GmbH<br />

Schalter mit elektromechanischer<br />

Zuhaltung<br />

SAFEMASTER STS<br />

www.dold.com<br />

Mechanische Zuhaltung aus<br />

Edelstahl<br />

Für Sicherheitsanwendungen bis<br />

PL e / Kat. 4<br />

Verdrahtungslose, mechanische<br />

Absicherung möglich<br />

Modular, erweiterbares System<br />

für maximale Flexibilität<br />

Hochrobuste Edelstahlausführung<br />

für raue Umgebungen<br />

Halle B5 | Stand 140<br />

Rubble Master<br />

Schlacke und Beton werden zu<br />

100 Prozent wiederverwertet<br />

Seit mittlerweile rund vier Jahren<br />

bricht ein Kunde des RM-Händlers<br />

Covema S.A.C.I.F. in Argentinien<br />

mit dem RM-100GO!-Brecher<br />

Beton und Schlacke, und das sehr<br />

effizient und umweltfreundlich. Bei<br />

einer Durchsatzleistung von 150 t/h<br />

zerkleinert der RM 100GO! acht<br />

Stunden pro Tag Beton und Stahlschlacke<br />

von 0 bis 500 mm auf 0 bis<br />

30 mm direkt vor Ort. Der gebrochene<br />

Beton wird dann für die Erzeugung<br />

von neuem Beton eingesetzt.<br />

Zusätzlich wird Schlacke für<br />

den Straßenbau gebrochen und für<br />

die Produktion von neuem Stahl<br />

wiederverwertet. Somit kann, dank<br />

dem RM-Prallbrecher, das gesamte<br />

Material zu einhundert Prozent recycelt<br />

werden.<br />

Der RM-Brecher wurde vor vier<br />

Jahren in Betrieb genommen. Für<br />

den Kunden war entscheidend,<br />

einen Brecher zu erwerben, der für<br />

die unterschiedlichsten Anwendungen<br />

geeignet ist. Der RM 100GO!<br />

erfüllt diesen Anspruch problemlos,<br />

so das Unternehmen. Die Prallmühle<br />

kann nicht nur Beton aus dem<br />

Abriss alter, fester Beläge zerkleinern,<br />

sondern auch andere, regional<br />

verfügbare Materialien wie<br />

Schlacke verarbeiten. „Dank der<br />

extremen Vielseitigkeit, die der RM<br />

100GO!-Brecher bei der Wiederverwertung<br />

lokal verfügbarer Materialien<br />

bietet, können wir unser<br />

Umweltengagement auf dem argentinischen<br />

Straßenmarkt voll ausspielen“,<br />

so der Kunde. Die Schlackenverarbeitung<br />

ist nicht ganz<br />

einfach: Schlacke entsteht bei der<br />

Produktion von Stahl und besteht<br />

aus mineralischen Bestandteilen<br />

sowie anderen Elementen, die während<br />

des Schmelzprozesses aus<br />

dem Metallerz entfernt werden.<br />

Schlacke enthält zudem meist noch<br />

Eisen, das beim Brecher auch Schäden<br />

in der Brechkammer verursachen<br />

kann. Der Vorteil mit dem RM-<br />

100GO!-Brecher besteht in dem<br />

RM-Release-System, das sich dann<br />

öffnet, wenn Eisenstücke im Brechgut<br />

vorhanden sind. Damit werden<br />

Schäden in der Brechkammer verhindert.<br />

Zu große Stücke sollten vor<br />

der Aufgabe dennoch unbedingt<br />

aussortiert bzw. vorzerkleinert werden,<br />

da zu große Eisenteile trotz<br />

Release-System Schäden am Brecher<br />

anrichten können.<br />

www.rubblemaster.com<br />

E. Dold & Söhne GmbH & Co. KG<br />

78120 Furtwangen | Tel. 07723 6540 | dold-relays@dold.com


Verschleiß, EDV, Zubehör<br />

Von der Auftragswahl<br />

über die Beladung und<br />

Wiegedatenerfassung bis hin zur<br />

Entladung und Generierung des<br />

Lieferscheins – mit dem Feature<br />

Load & Go wird alles möglich.<br />

Foto: Pfreundt GmbH<br />

Pfreundt<br />

Load & Go<br />

jetzt auch für<br />

Fremdfahrer<br />

Wie die Südlohner Pfreundt<br />

GmbH mitteilt, werden<br />

mithilfe der Web-App Pfreundt<br />

Load & Go die Betriebsabläufe in<br />

Echtzeit digitalisiert und optimiert,<br />

und dies über das Smartphone<br />

der Fahrer. Dies umfasst<br />

die Auftragswahl über die Beladung<br />

und Wiegedatenerfassung<br />

bis hin zur Entladung und Generierung<br />

des Lieferscheins.<br />

Ganz neu dabei ist, dass Load<br />

& Go ab sofort auch für Fahrer<br />

von Fremdspeditionen genutzt<br />

werden kann. Hierfür gibt es nun<br />

die Möglichkeit, neben den unternehmensinternen<br />

Fahrern<br />

auch die Speditionsfahrer zu verwalten.<br />

Diese werden einer Spedition<br />

zugewiesen und können in<br />

Load & Go nur Aufträge für diese<br />

Spedition sehen.<br />

www.pfreundt.de<br />

NASS- & MODULARAUFBEREITUNG UMWELTTECHNIK MOBILE AUFBEREITUNGSTECHNIK<br />

3X AUF DER IFAT 2<strong>02</strong>4.<br />

Dieses Jahr präsentieren wir uns unter dem Dach von<br />

Pronar, von Zemmler und auf der VDMA Crushing Zone.<br />

Erleben Sie Zerkleinerer, Trommelsiebanlagen und<br />

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Willkommen bei KÖLSCH auf der IFAT!<br />

Hier finden<br />

Sie uns:<br />

PRONAR FN. 808/2<br />

ZEMMLER FN. 709/10<br />

VDMA Crushing Zone<br />

13. – 17.05.2<strong>02</strong>4<br />

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unsere neue<br />

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<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>4 109<br />

87751 HEIMERTINGEN | TEL.: 08335 9895-0 | INFO@KOELSCH.COM | WWW.KOELSCH.COM


RECHT UND POLITIK<br />

§<br />

AUS DEN<br />

VERBÄNDEN<br />

bvse<br />

Qualitätsgesicherte<br />

Sekundärbaustoffe<br />

sind Rohstoffe der<br />

Zukunft<br />

„Die Bauwirtschaft wird in Zukunft am<br />

Einsatz ressourcen-, flächen-, energieund<br />

umweltschonender Sekundärbaustoffe<br />

nicht mehr vorbeikommen“ – das<br />

war die Botschaft, die rund 100 Akteure<br />

aus der Bau- und Recyclingwirtschaft,<br />

aus Planungsbüros sowie der Bau-, Naturschutz-<br />

und Umweltverwaltung Ende<br />

Februar auf dem Ostbayerischen Recyclingbaustoff-Aufschlag<br />

des Baustoff Recycling<br />

Bayern e.V. und des BUND Naturschutz<br />

in Bayern e.V. in Straubing<br />

mitnehmen konnten.<br />

Mineralische Abfälle sind nicht nur die<br />

mengenmäßig größte Abfallfraktion in<br />

Deutschland, sondern sie bergen erhebliche,<br />

leicht zu realisierende, brachliegende<br />

Einsatzpotenziale. Und in der<br />

Bewertung vieler bereits realisierter Baumaßnahmen<br />

zeigt sich: Sekundärbaustoffe<br />

sind oder werden in Zukunft nahezu<br />

universell einsetzbar sein. Als Straßenbaumaterial,<br />

Pflanzgranulate, für<br />

die Betonherstellung oder für den Erd-,<br />

Tief- und Hochbau. Qualitätsgesicherte<br />

Sekundärbaustoffe erfüllen alle gestellten<br />

bau- und umwelttechnischen Anforderungen.<br />

Erfahrungen aus zahlreichen<br />

Einbauten in der Praxis zeigen: Verwender<br />

sehen keinen Unterschied mehr zu<br />

Produkten aus Primärrohstoffen. Mehr<br />

noch, Sekundärbaustoffe sind dabei,<br />

sich immer neue Anwendungsbereiche<br />

zu erobern und sich damit ganz klar als<br />

Rohstoffe der Zukunft zu etablieren.<br />

Zudem ist die Deponieraumknappheit<br />

ein weiteres wichtiges Argument dafür,<br />

die Verwertungsquoten mineralischer<br />

Abfälle zu steigern und weiter auszubauen.<br />

Dies machte Stefan Schmidmeyer,<br />

Geschäftsführer des bvse-Fachverbands<br />

Mineralik-Recycling und Verwertung und<br />

Geschäftsführer des Baustoff Recycling<br />

Bayern e.V., in seinen Ausführungen zu<br />

den Einsatzmöglichkeiten von Sekundärbaustoffen<br />

in der Praxis deutlich.<br />

So berichtete Schmidmeyer vom Erfolgsbeispiel<br />

auf dem Gelände der alten<br />

Bayernkaserne in München, in der sogenannten<br />

„Recycling-Siedlung“. 5.500<br />

neue Wohnungen werden dort aus rund<br />

75 Prozent der alten Bausubstanz<br />

BDSV, VDM und bvse<br />

Wichtige Diskussion zur Zukunft der Autoverwerter<br />

Der Europaabgeordnete Jens Gieseke führte Ende Februar<br />

in Ihlow nahe Emden ein aufschlussreiches Gespräch<br />

mit Vertretern der Recycling-Verbände bvse, BDSV,<br />

VDM und EuRIC über zukünftige Herausforderungen und<br />

Chancen in der Automobilindustrie. Die Diskussion, die beim<br />

Altautoverwerter Retek AG in Ihlow stattfand, bot Jens Giesecke<br />

MdEP, Berichterstatter für die ELV-Verordnung im<br />

Umweltausschuss des Europäischen Parlaments, einen Einblick<br />

in die drängenden Fragen der Branche. Das Treffen<br />

begann mit einem Überblick über die Positionen der anwesenden<br />

Verbände zur geplanten ELV-Verordnung. Jens Giesecke<br />

versicherte den Vertretern der Recycling-Verbände,<br />

dass ihre Anliegen nach der Europawahl und der Sommerpause<br />

intensiv behandelt werden. Er erläuterte, dass die<br />

aktuellen Herausforderungen der Automobilindustrie, darunter<br />

Fragen der Industrieemissionen und der Herstellerverantwortung,<br />

Teil eines breiteren Kontextes seien, der<br />

auch die Verkehrspolitik und die Entwicklung umweltfreundlicher<br />

Technologien umfasse. Er betonte die Bedeutung von<br />

pragmatischen Lösungen, die sowohl ökologisch als auch<br />

ökonomisch sinnvoll sind. Die Vertreter der drei Recyclingverbände<br />

Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung<br />

e.V. (bvse), die Bundesvereinigung Deutscher Stahl<strong>recycling</strong>-<br />

und Entsorgungsunternehmen e.V. (BDSV), ebenfalls<br />

vertreten durch den Vorstand der Fachgruppe Autorückmontage<br />

(FAR), der Verband Deutscher Metallhändler<br />

und Recycler e.V. (VDM) und der europäische Recycling-<br />

Dachverband EuRIC nutzten die Gelegenheit, ihre Anliegen<br />

dem heimischen Europapolitiker vorzutragen.<br />

Die Hauptforderungen der Verbände sind:<br />

Die zukünftige Gesetzgebung soll die Abmeldung von<br />

Fahrzeugen nur ermöglichen, wenn ein Verwertungsnachweis<br />

vorliegt, um die illegale Abfallentsorgung einzudämmen.<br />

Die Recyclingverbände begrüßen dies ausdrücklich<br />

und unterstreichen die Bedeutung einer konsequenten Umsetzung<br />

und eines effektiven Vollzugs dieser Maßnahme.<br />

Darüber hinaus fordern die Verbände, dass die Demontageanforderungen<br />

an die Autoverwerter sowohl ökologisch<br />

als auch ökonomisch vertretbar sein müssen. Besondere<br />

Beachtung muss den Arbeits- und Arbeitssicherheitsbedingungen<br />

bei Unfallfahrzeugen geschenkt werden. Zudem<br />

sollen die Hersteller verstärkt in die Verantwortung<br />

110 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>4


RECHT UND POLITIK<br />

errichtet. Ca. 1,2 Millionen Tonnen Material<br />

werden dabei direkt vor Ort wiederverwendet.<br />

Etwa 600.000 Tonnen<br />

Material werden zu hochwertigen zertifizierten<br />

Sekundärbaustoffen aufbereitet<br />

und anschließend als Straßenbaumaterial,<br />

als Pflanzgranulate, für die<br />

Betonherstellung oder für den Erd- und<br />

Tiefbau eingesetzt. Auch beim Einsatz<br />

von Recyclingbeton im Neubau des Forschungs-<br />

und Laborgebäudes der Lebenswissenschaften<br />

der Humboldt-Universität<br />

Berlin, in der R-Beton mit einer<br />

Gesamtmenge von rund 5.400 m³ sowohl<br />

für die Herstellung der Schlitzwand<br />

als auch für die Bauhauptarbeiten am<br />

Gebäude eingesetzt wurde, zeigten sich<br />

hervorragende Ergebnisse, betonte<br />

Schmidmeyer. „Dieses Projekt zeigt<br />

neben vielen anderen, dass Recycler in<br />

der Lage sind, eine qualitativ hochwertige<br />

rezyklierte Gesteinskörnung für den<br />

Einsatz in Beton zu produzieren, die der<br />

natürlichen Gesteinskörnung qualitativ<br />

in keinem Punkt nachsteht. Die Transportbetonproduzenten<br />

konnten R-Beton<br />

problemlos mit den vorgeschriebenen<br />

Anforderungen, z. B. an Festigkeitsklasse<br />

oder Konsistenz, herstellen und dabei<br />

den R-Beton beim Einbau genauso<br />

handhaben wie Normalbeton“, so der<br />

Baustoff<strong>recycling</strong>experte.<br />

Einsatz von RC-Baustoffen schont<br />

natürliche Ressourcen<br />

Mit dem vermehrten Einsatz von Recyclingbaustoffen<br />

können zudem unsere<br />

wertvollen natürlichen Ressourcen geschont<br />

werden, machte Johann Meindorfer<br />

vom BUND Naturschutz in Bayern<br />

deutlich. Die Einsparung von Ressourcen<br />

und Energie durch eine funktionierende<br />

Kreislaufwirtschaft ist zentral wichtig für<br />

den Klima- und Umweltschutz, bestätigte<br />

auch der Geschäftsführer des Zweckverbandes<br />

Abfallwirtschaft Straubing<br />

Stadt und Land (ZAW-SR), Gangolf<br />

Wasmeier. Auch wenn der Gesamtbedarf<br />

an Baustoffen nicht komplett durch<br />

Sekundärbaustoffe substituiert werden<br />

kann, so gilt es doch, das vorhandene<br />

und bei Weitem noch nicht ausgeschöpfte<br />

Recyclingpotenzial bei den jährlich<br />

anfallenden Bau- und Abbruchabfällen,<br />

wie Bauschutt und Bodenaushub, so weit<br />

als möglich auszuschöpfen, forderte<br />

Stefan Schmidmeyer. Die rechtlichen<br />

Voraussetzungen sind geschaffen, die<br />

Technik ist vorhanden und aus wirtschaftlicher<br />

wie auch ökologischer Sicht<br />

wäre dies mehr als geboten.<br />

Als unabdingbare Voraussetzung<br />

dafür, dass der Einsatz von Sekundärbaustoffen<br />

weiter voranschreiten kann,<br />

muss insbesondere die öffentliche Hand<br />

ihrer Verpflichtung und Vorbildfunktion<br />

nachkommen, umweltverträgliche Recyclingbaustoffe<br />

verstärkt nachzufragen<br />

und einzusetzen, betonte Meindorfer.<br />

Jedoch wurde dafür in den letzten Jahren<br />

vor allem auf kommunalpolitischer<br />

Ebene zu wenig unternommen. In diesem<br />

Zusammenhang zeigte sich der Mitinitiator<br />

des Ostbayerischen Recyclingbaustoff-Aufschlags<br />

sehr erfreut darüber,<br />

dass sich die Stadt Straubing mit<br />

Bürgermeister Werner Schäfer mit<br />

einem Konzept bereits klar zu einem<br />

nachhaltigen Beschaffungswesen bekannt<br />

habe, das auch den Einsatz von<br />

RC-Baustoffen umfasst. In Zukunft wird<br />

es wohl kaum mehr ein Bauvorhaben<br />

geben, bei dem Primärbaustoffe, wie<br />

Kies und Schotter, nicht auch in größeren<br />

Anteilen als bisher durch Recyclingbaustoffe<br />

ersetzt werden können, lautete<br />

Meindorfers Resümee.<br />

www.bvse.de<br />

genommen werden, insbesondere was die<br />

Entsorgung und Wiederverwertung von<br />

Fahrzeugen betrifft. Verantwortlichkeiten<br />

sollen klar zugewiesen werden, um die Last<br />

nicht ausschließlich auf die Verwerter abzuwälzen.<br />

Die Verbände unterstreichen<br />

die Dringlichkeit dieser Maßnahmen vor<br />

dem Hintergrund der aktuellen Umweltbelastung<br />

durch nicht ordnungsgemäß verwertete<br />

Altfahrzeuge und der Notwendigkeit<br />

der Stärkung der Recyclingwirtschaft.<br />

Sie rufen alle betroffenen Akteure auf,<br />

konstruktiv zusammenzuarbeiten, um die<br />

anstehenden Herausforderungen zu bewältigen<br />

und nachhaltige Lösungen zu<br />

finden.<br />

Diskussion zur Zukunft der Autoverwerter (im Vordergrund links,<br />

v. l. n. r.): Kilian Schwaiger (VDM); Annette Reber (bvse); Antoine Stilo<br />

(EuRIC); Guido Lipinski (BDSV); Jens Gieseke MdEP; Martin Knode<br />

(RETEK AG) sowie Johannes Hanke (bvse). Foto: BDSV<br />

Im Anschluss an die Diskussion erhielten<br />

die Teilnehmer eine Führung durch den<br />

Demontagebetrieb der Retek AG, um<br />

einen Einblick in den Prozess des Fahrzeug<strong>recycling</strong>s zu erhalten.<br />

MdEP Jens Gieseke äußerte sich abschließend erfreut<br />

über den konstruktiven Austausch und betonte die<br />

Bedeutung einer engen Zusammenarbeit zwischen Politik,<br />

Industrie und Recyclingverbänden, um gemeinsam zukunftsfähige<br />

Lösungen für die Herausforderungen der Automobilindustrie<br />

zu entwickeln. Es wurde vereinbart, den<br />

erfolgreich begonnenen Dialog fortzusetzen.<br />

www.bdsv.org


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• Abbruch & Baustoff-Recycling<br />

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112 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>4


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Lösungen für den Umschlag von Materialen<br />

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Schrottscheren und Schrottpressen<br />

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Umschlagmaschinen und Reachstacker<br />

verfügen wir am Markt über ein breites Spektrum an<br />

Umschlag- und Recyclingtechnik für die individuellen<br />

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oder auf Ihren Wunsch in anderen Güten gefertigt.<br />

In unserer Konstruktionsabteilung werden auch nach<br />

kundenspezifischen Wünschen Ersatzteile entworfen<br />

und in den mechanischen Abteilungen gefertigt.<br />

Natürlich gehört zu diesem Spektrum auch das<br />

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Schadensfall können wir Ihnen in kürzester Zeit<br />

Ersatz liefern. Unser Firmenportfolio beinhaltet<br />

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Ihres Berichtes aus einer<br />

Ausgabe „<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong>“?<br />

Gerne senden wir Ihnen ein Angebot zu!<br />

ON TOUR: Materialumschlag & Transport<br />

Lösungen mehr als überzeugend: „Gerade<br />

2<strong>02</strong>3 haben wir einige elektrische<br />

Neuentwicklungen vorgeste lt, wie den<br />

EC230 Electric und den L120H Electric<br />

Conversion. Keinesfa ls dürfen wir dabei<br />

den Volvo Power Unit vergessen. Das ist<br />

ein mobiler Energiespeicher mit integrierter<br />

Ba terie, der je nach Kundenanforderungen<br />

mit neuen oder wiederverwendeten<br />

Ba teriepacks konfiguriert<br />

werden kann. Wiederverwendete Ba teriepacks<br />

können zuvor ohne Probleme in<br />

anderen Produkten der Volvo-Gruppe<br />

eingesetzt worden sein, wie zum Beispiel<br />

in Lkws, Bussen oder Baumaschinen.<br />

Volvo CE Germany<br />

GmbH<br />

Oskar-Messter-Str. 20<br />

85737 Ismaning<br />

Tel.: +49 (0) 89 00 74-0<br />

Fax: +49 (0) 89 8 00 74-4 42<br />

info.deutschland@volvo.com<br />

www.volvoce.com<br />

78 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>4<br />

Saubere Verarbeitung und gut durchdachte Lösungen auf Basis des<br />

dieselangetriebenen EW<strong>24</strong>0.<br />

Durch die Wiederverwendung von Batteriepacks<br />

verlängert sich deren Lebensdauer<br />

erheblich. Das ist nicht nur wirtschaftlich,<br />

sondern auch ein nachhaltiger<br />

Gewinn für die Umwelt. Hier kommt<br />

uns natürlich auch die Verbundenheit in<br />

unserer Volvo-Familie zugute. “<br />

Ein durchdachtes Programm also, das<br />

von Volvo kontinuierlich weiterentwickelt<br />

wird – auch alternative Kraftsto fe<br />

oder Wassersto fantriebe sind denkbar,<br />

um die gesetzten Ziele auch im Sinne der<br />

Kunden gemeinsam zu e reichen. Und<br />

welche Ro le spielt dabei der neue<br />

EW<strong>24</strong>0?<br />

Gemeinsam mit den Kunden<br />

die Prozesse neu denken<br />

A lein durch seine permanente Kabelverbindung<br />

nimmt der neue EW<strong>24</strong>0 eine<br />

gewisse „Sonderste lung“ im Volvo-Angebot<br />

ein, die aber nicht von ungefähr<br />

kommt, wie Thomas Nanther erläutert:<br />

„Ohne großen Lärm, ohne nachzutanken<br />

und ohne Aufladung der Ba terien<br />

kann der Umschlagbagger quasi ständig<br />

arbeiten, und gerade das passt natürlich<br />

in großen Ha len ebenso wie an Standorten,<br />

an denen die Maschine auf einem<br />

definierten Raum fast immer die gleichen<br />

Bewegungen ausführt. Gegenüber<br />

einer stationären Anlage ist sie dennoch<br />

wesentlich flexibler, zumal die Kabe längen<br />

bis zu einhundert Metern betragen<br />

können.“<br />

Damit ist sie gerade für Umschlagsund<br />

Beschickungsarbeiten in der Recyclingindustrie<br />

sehr gut geeignet, wenn es<br />

zum Beispiel um die Materialaufgabe an<br />

Sieb- oder Shredderanlagen geht, ganz<br />

unabhängig vom Material. Für Thomas<br />

Nanther sind die Einsatzmöglichkeiten<br />

also sehr vielfältig und reichen vom Kabel<strong>recycling</strong>,<br />

der Altpapierverarbeitung<br />

oder Biogutaufbereitung bis hin zur Ersatzbrennsto<br />

fproduktion. „Genau dafür<br />

ist die Maschine auch konzipiert“, so Thomas<br />

Nanther weiter, „denn auf der Basis<br />

des dieselangetriebenen EW<strong>24</strong>0 konnten<br />

wir bei nur geringfügigen Änderungen<br />

die für den Elektroantrieb benötigten<br />

Teile wie Motor, Kühler und Lüfter<br />

oder Steuerungstechnik mithilfe der<br />

Echle Hartstahl GmbH passgenau einarbeiten.“<br />

<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> ON TOUR<br />

Der neue Ansatz von<br />

Volvo: Ne to-nu l-<br />

Treibhausgasemissionen<br />

bis 2040.<br />

In der fast einjährigen Entwicklungsarbeit<br />

von der Grundidee bis hin zur Umsetzung<br />

spielte der intensive Gedankenaustausch<br />

mit Händlern und Kunden<br />

natürlich eine entscheidende Ro le in der<br />

Konzeption der Maschine, „denn wir wollen<br />

Lösungen anbieten, die weit über den<br />

reinen Maschinenverkauf hinausgehen“.<br />

Volvo:<br />

Das Neue an der Idee: „Eigentlich geht<br />

es gerade im Recyclinggeschäft immer<br />

mehr um sauber getrennte Inputmaterialien<br />

und ebenso saubere und qualitativ<br />

hochwertige Endprodukte, die in der<br />

Aufbereitung ganz neue Prozessschri te<br />

erfordern. Genau dort sehen wir unsere<br />

neue Maschine, in einer ebenso mobilen<br />

wie flexiblen Positionierung, die individue<br />

l auf die Kundenerfordernisse zugeschni<br />

ten ist. Der EW<strong>24</strong>0 kann konstant<br />

HIGH PERFORMANCE METAL RECYCLING<br />

BRIQUETTING<br />

BALING<br />

BREAKING<br />

CUTTING<br />

SHREDDING<br />

SCREENING<br />

Materialumschlag & Transport<br />

Seit Januar neuer Geschäftsführer<br />

von Volvo CE in Konz:<br />

Tommy Bengtsson.<br />

Fotos: hst, Volvo<br />

arbeiten und ist dennoch flexibel genug,<br />

um kurzfristig auch einen neuen Standort<br />

einzunehmen und damit neue Prozessabläufe<br />

zu ermöglichen. Vie leicht<br />

gelingt dies mit der Kabelvariante in<br />

vielen Anwendungsfä len sogar a lein, in<br />

anderen Fä len dann mit Unterstützung<br />

eines ba teriebetriebenen Radladers,<br />

der für den Umschlag des Roh- oder Endprodukte<br />

sorgt. Genau das verstehen<br />

wir unter Prozessoptimierung, die gemeinsam<br />

mit dem Kunden und unserer<br />

Maschine zu ganz neuen Lösungswegen<br />

führen wird.“<br />

Ein spannendes Thema, das Volvo mit<br />

seinem elektrisch angetriebenen Portfolio<br />

konsequent angeht – in Kombination<br />

mit Nachhaltigkeit und hoher Produktivität<br />

ein ebenso wichtiger Ansatz, den<br />

wir gerne mitverfolgen werden. (hst)<br />

atm <strong>recycling</strong>systems gmbh - fohnsdorf<br />

+43 3573 / 27527-0 | office@atm-<strong>recycling</strong>systems.com<br />

www.atm-<strong>recycling</strong>systems.com<br />

Prozessoptimierung<br />

Materialumschlag & Transport<br />

Der Standort Konz kann auf eine lange<br />

Tradition zurückblicken und ist vie leicht<br />

gerade deswegen so innovativ.<br />

Mit dem kabelgebundenen EW<strong>24</strong>0 Electric Material Handler<br />

baut Volvo sein Angebot an elektrisch angetriebenen<br />

Maschinen konsequent weiter aus. Ein Besuch am<br />

Produktionsstandort in Konz macht deutlich, dass es Volvo<br />

dabei um viel mehr als „nur“ zukunftsfähige Lösungen geht.<br />

W<br />

er sich mit Thomas<br />

Nather, SAS Commercial<br />

Project Manager<br />

für Bagger bei<br />

Volco CE, unterhält,<br />

merkt sofort: Der neue EW<strong>24</strong>0 Electric<br />

Material Handler ist so etwas wie „sein<br />

im Sinne des Pariser Klimaschutz-Abkommens<br />

auch seinen Beitrag zur Emissionsreduzierung<br />

zu leisten: Volvo CE wi l<br />

Stolz auf die<br />

gemeinsame<br />

Entwicklung: Thomas<br />

Nather vor dem neuen<br />

EW<strong>24</strong>0 Electric Material<br />

Handler.<br />

die nächsten Schri te auf dem Weg zur<br />

Josef-Herrmann-Str. 1–3 | D-76473 Iffezheim<br />

Tel.: +49 7229 606-0<br />

info@stein-verlaggmbh.de | www.stein-verlaggmbh.de<br />

vielen anderen Beteiligten ist: „Der neue<br />

EW<strong>24</strong>0 ist in meinen Augen die ideale<br />

und eine vor a lem nachhaltige Lösung<br />

für die Abfa l- und Recyclingbranche, für<br />

die das Thema Kreislaufwirtschaft im<br />

Mi telpunkt steht.“ Um mehr darüber zu<br />

erfahren, haben wir uns dazu am Volvo-<br />

Standort in Konz verabredet, der auf<br />

eine über 125-jährige Geschichte zurückblicken<br />

kann: Mit dem Kauf einer<br />

Dampfwalze gründeten Hubert und Therese<br />

Ze telmeyer 1897 das Unternehmen<br />

Ze telmeyer, das in der 1960e-Jahren<br />

auch mit seinen Radladern international<br />

erfolgreich war. Heute entwickelt<br />

und baut Volvo CE mit zirka 1.000 Mitarbeitern<br />

und Mitarbeiterinnen hier Radlader,<br />

Radbagger und elektrisch angetriebene<br />

Baumaschinen.<br />

Der im Januar 2<strong>02</strong>4 vorgeste lte kabelgebundene<br />

EW<strong>24</strong>0 Electric Material<br />

Handler ist ein weiterer Ansatz in der<br />

weltweit greifenden Volvo-Philosophie,<br />

bis 2040 Ne to-nu l-Treibhausgasemissionen<br />

e reichen – mit erheblichen Emissionsreduzierungen<br />

bereits ab 2030.<br />

Konsequente Umsetzung elektrischer<br />

Lösungsansätze<br />

76 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>4 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>4 77<br />

Der neue Geschäftsführer des Standortes<br />

Konz, Tommy Bengtsson, möchte<br />

dazu die Transformation im Konzer Werk<br />

konsequent fortsetzen. Dabei geht es<br />

neben der signifikanten Erweiterung der<br />

Produktionskapazitäten nicht zuletzt um<br />

habe großen Respekt vor dieser Aufgabe.<br />

Aber ich weiß, dass ich hier in Konz<br />

ein Team von hoch qualifizierten und<br />

engagierten Mitarbeitenden übernehme,<br />

die mit mir gemeinsam die vor uns<br />

liegenden Herausforderungen meistern<br />

werden.“<br />

Tommy Bengtsson ist kurzfristig zu<br />

unserem Tre fen dazugestoßen, eben so<br />

wie Paolo Mannesi als Electromobility<br />

Solutions Sales Manager. Aus Sicht<br />

von Paolo Mannes ist die Herangehensweise<br />

von Volvo an zukunftsfähige<br />

<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>4 113


Die Fachzeitschrift für Recycling-Industrien Ausgabe 1/2<strong>02</strong>4<br />

TITELSTORY<br />

Zeppelin-Cat:<br />

Umschlagturbo<br />

On TOUR<br />

RTH:<br />

Erfolgsgeschichte<br />

SPECIAL<br />

Reifen:<br />

Erfolgsgummi<br />

Die Fachzeitschrift für Recycling-Industrien Ausgabe 1/2<strong>02</strong>4<br />

TITELSTORY<br />

Zeppelin-Cat:<br />

Umschlagturbo<br />

On TOUR<br />

RTH:<br />

Erfolgsgeschichte<br />

SPECIAL<br />

Reifen:<br />

Erfolgsgummi<br />

Die Fachzeitschrift für Recycling-Industrien Ausgabe 2/2<strong>02</strong>3<br />

TITELSTORY<br />

Zeppelin-Cat:<br />

Das Platzwunder<br />

MESSE<br />

RATL:<br />

Live-Erlebnis<br />