Folien zum Vortrag - Fh-guestrow.de

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Damit Krankheit nicht kränker macht

BEM bei der Berliner Stadtreinigung

Erfahrungen aus 7 Jahren

Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege

des Landes Mecklenburg-Vorpommern

Güstrow

14. 11. 2012

© BSR-Gesamtschwerbehindertenvertretung - Helmfried Hauch – 11.2012


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Vorbemerkung:

Die in der Präsentation enthaltenen Daten sind u.a. entnommen

aus

� Geschäftsbericht der BSR 2011

� Gesundheitsbericht Krankenkassen

für AK „Gesundheit“ der BSR

� Bericht BEM-Koordinator

� Unterlagen der Gesamtschwer-

behindertenvertretung der BSR

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Themen:

� Die BSR

� Betriebliche Situation

� BEM bei der BSR

� Integrationsprojekte

� Betriebliche Aktivtäten

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Der Betrieb - die

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Die BSR – das größte kommunale

Entsorgungsunternehmen in Deutschland

... leben rd.

3,4 Mio. Einwohner …

... und rd. 250.000 Hunde


... „unter“ rd.

400.000 Bäumen

(> 90.000 m 3 Laub) …

auf einer Fläche von 892 km²

(> als München, Frankfurt und Stuttgart zusammen)…

…in rd. 1.800.000 Haushalten

(420.000 ausgestellte Abfallbehälter…)

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... gehen und fahren auf rd. 136

km² Verkehrsfläche (z.B.

Straßen, Flugplätze) ...

... und verursachen pro Jahr rd.

80.000 Mg Straßenkehricht ...

... produzieren pro Jahr rd. 1,2

Mio. Mg Hausmüll


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Der Betrieb BSR

Rechtsform: Anstalt des öffentlichen Rechts

Betriebsstätten: 9 Betriebshöfe (4 A und 5 R)

1 Müllverbrennungsanlage

1 Abfallumladestation

3 Deponien mit BioGas-Anlagen

15 Recyclingannahmestellen (-höfe)

11 Reinigungsregionalstellen

2 Kfz-Hauptwerkstätten

9 Kantinen

1 Zentralverwaltung

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Beschäftigtenzahlen

1992 = 10.500 Beschäftigte

2004 = 5.900 Beschäftigte

2012 = 5.366 Beschäftigte (Abbau in 20 Jahren um ca. 5.100)

Durchschnittsalter im Betrieb: 48, 9 Jahre

Durchschnittliche Betriebszugehörigkeit „Angestellte“ = 18,8 Jahre / „Arbeiter“ = 20,1 Jahre

Schwerbehinderte: 747 (14,5 % Beschäftigungsquote)

Umsatzerlöse 2011 = 487,4 Mio €uro

Durchschnittliche Krankenquote

2011: 10,4 % (davon 7,1 % mit Lofo und 3,3 % ohne LoFo)

2010: 11,2 % (davon 7,9 % mit LoFo und 3,3 % ohne LoFo)

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Thema:

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� Betriebliche Situation

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Ausgangssituation

Demografischer Wandel

� Alterung der Erwerbsbevölkerung

� Rückgang des Erwerbspersonenpotentials

� Künftig fehlende Nachwuchskräfte

� Erhöhung des Renteneintrittsalters

� Altersstruktur

BSR:

� Hoher Anteil an gewerblichen Mitarbeitern (körperliche Arbeit)

� Attraktivität des Berufsbildes / Arbeitgebers

� Anspruchsdenken der Beschäftigten (Lohnsicherung, früher

Renteneintritt)

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Die Entwicklung der Altersstruktur kann genau prognostiziert werden. Eine

Hochrechnung über 10 Jahre zeigt deutlich das zunehmende Alter beim

Leistungspersonal im Kerngeschäft (Müllwerker, SGR u. Kraftfahrer):

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Entwicklung der Altersstruktur (10 Jahres-Prognose)

Anzahl MA

800

700

600

500

400

300

200

100

0

2008 2018

Altersentwicklung Leistungspersonal

< 21 21 - 25 26 - 30 31 - 35 36 - 40

Alter

41 - 45 46 - 50 51 - 55 56 - 60 > 60

� Keine Verbesserung der Alterstruktur trotz verstärkter Neueinstellungen aufgrund

der geringen Fluktuation und dem erhöhten Renteneintrittsalter

� Die Zahl der Beschäftigten ab 55 Lebensjahre nimmt stark zu

� Rund ein Drittel der Belegschaft ist über 50 Jahre alt

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Betriebliche Gesundheitsförderung: Ziele und Grenzen

Ziele:

� Verbesserung von Gesundheit und Wohlbefinden der Beschäftigten

� Senkung von Fehlzeiten

� Vorbeugung von arbeitsbedingten Erkrankungen

Grenzen:

� Beeinflussbarkeit der Eigenverantwortung

< 40 % auf betrieblicher Ebene

(Gesundheitsmanagement)

Quelle: inqa-demographie (Initiative neue Qualität der Arbeit)

Erste Schritte zur Stärkung der Eigenverantwortung

� Information / Angebote (Verpflichtung der Beschäftigten)

� Unternehmenskultur / Führungsaufgabe

> 60 % Eigenverantwortung durch Verbesserung in den

Lebensbedingungen / -stilen

� Aktionen mit externen Partnern (Unfallversicherungsträger, Krankenkassen)

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Thema:

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� Betriebliches Eingliederungsmanagement

bei den BSR

AU-Fälle = überwiegend Muskel-Sklett-Erkrankungen

seit 2005 etwa 20 Ekrankungen im

psychischen Bereich

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BEM bei den BSR

� Vereinbarung zum betrieblichen Ein-

gliederungsmanagement gemäß

§ 84 SGB IX zur Ablauforganisation

ab 1.Juni 2005 in Kraft

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�Zusatzvereinbarung zum betrieblichen

Eingliederungsmanagement gemäß

§ 84 SGB IX zum Datenschutz und Aus-

schluss von Nachteilen für Beschäftigte,

die nicht am BEM teilnehmen wollen,

ab 18. Juli 2006 in Kraft.

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2011

Neue Dienstvereinbarung zum „BEM“

mit einen hauptamtlichen BEM-Koordinator

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Dienstvereinbarung BEM

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Das Maßnahmen-Team (M-Team)

� Der BEM-Koordinator

� 1 Mitglied des BEM-Teams

der/die betroffene Mitarbeiter/Mitarbeiterin

� 1 Person des Vertrauens aus dem Betrieb (auf

Wunsch des betroffenen Mitarbeiters /der betroffenen Mitarbeiterin)

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Phasen und Status im BEM

Prüfungsphase

Prüfung

1. Anschreiben

2. Anschreiben

Durchführungs-

phase

Maßnahmen-

durchführung

Maßnahmeplanung

Vorstellung

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BEM-Koordinator – Frank Batsch

Abschlussphase

eingegliedert

Nachsorge

abschließen


2011

5.257 BSR-MA

55 offene Fälle aus 2010

639 BEM-Meldungen

63 % Zustimmung zum Verfahren

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2012

5.366 BSR-MA

299 offene Fälle aus 2011

1.331 BEM-Meldungen 2012

74 % Zustimmung zum Verfahren


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BEM-Auswertung 2011

übernommene "Altfälle" 55

gemeldet ab Februar 2011 639

Phase Anzahl der Fälle

Prüfungsphase 150

Durchführungsphase 122

Abschlussphase 67

offene Fälle gesamt 339

abgeschlossen 355

behandelte Fälle gesamt

(seit Februar 2011)

Meldungen durch das System: 479 74,96%

Meldungen durch Führungskräfte: 160 25,04%

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BEM-Koordinator – Frank Batsch

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BEM-System

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BEM-Koordinator – Frank Batsch


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Betriebliche Aktivitäten und Projekte:

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Lösungswege

Handlungsfelder Maßnahmenbeispiele

Arbeitsplatzgestaltung/

-organisation, Technik

Personalentwicklungsplanung

Gesundheitsprogramme

Leistung

Entgelt

Arbeitszeit

Bewusstseinsveränderung

Ergonomische Verbesserungen

Gruppenarbeit

Einstellungskorridor

Medizinische Vorsorge

Betriebliche Angebote in Zusammenarbeit mit

Krankenkassen

Gesundheitsschonendes Arbeiten, z. B durch

Tätigkeitswechsel

Altersabhängige Leistungsvorgaben und

Arbeitsbelastungen

Betriebliche Anreize für zusätzliche Altersvorsorge

(Pensionskassen)

Arbeitszeitmodelle

Modelle für früheren Ausstieg, z.B.

Lebensarbeitszeitkonten

Work-Life-Balance

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Steigerung der Eigenverantwortung der

Beschäftigten


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Projekte:

� 2003 - „Lernbehinderten-Projekt“ (10)

� 2004 - Projekt „Papierkorbreparaturwerkstatt“ (20)

� 2006 - Projekt „BSR-Scout“ (25)

� 2010 – Projekt „Deckel in Deckel“ (12)

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2004 - Projekt „Papierkorbreparaturwerkstatt“

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© BSR-Gesamtschwerbehindertenvertretung - Helmfried Hauch – 11.2012

� Abbau, Reinigung, Reparatur,

Lackierung von Papierkörben (>

20.000 „Filialen“ im Stadtgebiet)

� 16 Mitarbeiter (leistungsgewandelt

bzw. schwerbehindert)

2008 – Erhöhung der Stellenzahl

auf 25

� Kooperation mit Betriebshof RF 2

(VR 21) Lengeder Straße

� Kosten 110.000 € (95.000 € durch

Integrationsamt, 15.000 € von BSR)

� Senkung des Krankenstandes

2004 1.053 AU-Tage

2005 570 AU-Tage (- 46 % )

2006 480 AU-Tage (- 16 % )

Folgejahre durchschnittl. 450 AU-Tage

(Grunderkrankungen)


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2004 - Projekt “Papierkorbwerkstatt”

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Für dieses Projekt

haben die BSR den

Reha-Preis 2005 des

Hauptverbandes der

gewerblichen Berufsgenossenschaften

(HVBG) in Höhe von

10.000 € gewonnen,

der am 25. 10. 2005 auf der

A+A in Düsseldorf übergeben

wurde.


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Integrationspreis 2005 des Landes Berlin

Des weiteren haben die BSR am

02. 12. 2005 (Welttag der Behinderten)

den Integrationspreis des Landes Berlin

für die Integration behinderter Menschen

in Arbeit erhalten.

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2006 - Projekt „BSR-Scout“

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� Schwerpunktreinigung und

BürgerInnenberatung

� Unterstützung „City-Konzept“

� Finanzierung durch Integra-

tionsamt mit 80.000,-- Euro

� Beschäftigung von 15 schwer-

behinderten Kollegen

2005 1.430 AU-Tage

2006 531 AU-Tage (- 63 %)

Ausweitung um 10 weitere Stellen

und 5 Fahrzeugen mit weiterer

Finanzierung (80.000,-- €) durch

Integrationsamt Berlin � Juli 2007


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2010 - Projekt „Deckel in Deckel“

� Austausch von Deckel von 1,1 cbm Behälter mit Nachrüstsätzen vor Ort

12

schwerbehinderte

Kollegen

Start:

01.04.2010

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Förderung durch

Integrationsamt

Berlin mit 300.000 €


Betriebliche Aktivitäten – u. a. Initiativen der SBV‘en der BSR

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� 4 SchwerbehindertenvertreterInnen und 1 Arbeitgebervertreterin im

Integrationsteam wurden zu Disability-Managern ausgebildet

� 4 SBV-Mitglieder zu „Return to Work Coordinator“ ausgebildet

� Beteiligung am ISO-Projekt „Integrationsmanagement“ für

Führungskräfte 2006 - 2008

� Zertifizierung des Betrieblichen Eingliederungsmanagement durch

IQPR 2008 / 2009

� Gründungsmitglied des ddn am 27. 03. 2006 im Rahmen von inqa

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Betriebliche Aktivitäten

� 2007 – 2009 - Teilnehmer am Projekt des BMAS und BAuA

„Altersgerechte Arbeitsbedingungen“ unter Federführung des ISO-

Saarbrücken als Verbundprojekt mit Rewe-Group – Werk Rosbach

(Handel), EJOT – Siegen/Wittgenstein (Metall), VW Nutzfahrzeuge –

Werk Hannover (Automobile), BKB AG – Helmstedt (Energie) – „LAGO-

Projekt“

� 2010 - Teilnehmer am Projekt des DGB-Bildungswerkes/IQ-Consult

„Neue Wege im Betrieblichen Eingliederungsmanagement – Arbeits-

und Beschäftigungsfähigkeit wiederherstellen, erhalten und fördern“

mit Ausbildung von Arbeitsfähigkeitscoachs

� 2010 – Betriebssicherungsprogramm (Weiterführung ATZ im Blockmodell für

aktive „Gedingearbeiter“)

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2013

Geht nicht – gibt‘s nicht !

(Motto der Schwerbehindertenvertretungen der BSR)

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Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit !!!!

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Berliner Stadtreinigung

Gesamtschwerbehindertenvertretung

Helmfried Hauch

Ringbahnstr. 96

12103 Berlin

Tel. 030 7592-2202 / 2765

0171 2250577

Fax 7592-2358

Email: GVMBSR@aol.com

bzw.

Frank Batsch – BEM-Koordinator

Email: Frank.Batsch@bsr.de

Tel. 030 7592-4839

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