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Impressionists & Modern Art, 19th/20th Century Paintings

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ONE OF THE LEADING AUCTION HOUSES IN EUROPE<br />

CATALOGUE IV<br />

IMPRESSIONISTS & MODERN ART<br />

19TH/20TH CENTURY PAINTINGS<br />

Auctions: Thursday, 7 December 2023<br />

Exhibition: Saturday, 2 December – Tuesday, 5 December 2023


IMPRESSIONISTS<br />

&<br />

MODERN ART


AUGUSTE RODIN<br />

1840 Paris – 1917 Meudon<br />

431<br />

AUGUSTE RODIN,<br />

1840 PARIS – 1917 MEUDON<br />

L‘ÂGE D‘AIRAIN, 1922<br />

Höhe: 63,8 cm.<br />

Breite: 18 cm.<br />

Tiefe: 18,2 cm.<br />

Auf dem Sockel Signatur „A Rodin“, seitlich Gießermarke<br />

„ALEXIS RUDIER / Fondeur Paris“, im Sockelinnern<br />

„A.Rodin“ mit darüber stehendem „M“.<br />

Beigegeben ein Zertifikat des Comité Auguste Rodin,<br />

Paris, vom 24. Nov. 2021.<br />

Das Zertifikat bestätigend, dass das vorliegende Exemplar<br />

in das Archiv und in die in Vorbereitung befindliche<br />

Publikation des „Catalogue Critique de<br />

l‘Œuvre Sculpté d‘Auguste Rodin“ unter der Leitung<br />

von Jérome Le Blay aufgenommen wird, und zwar<br />

unter der Nummer: „2021-6479 B“.<br />

Bronze, nahezu schwarz patiniert. Mit der lebensgroßen<br />

Figur, die das Zeitalter der Bronze symbolisiert,<br />

trat Rodin erstmals an die Öffentlichkeit. Seine Neuerung<br />

dabei war, dass er auf Attribute verzichtete, die<br />

auf das Bildthema hinweisen würden. Der im Kontrapost<br />

stehende Jüngling hält den Kopf leicht nach oben<br />

gerichtet, die rechte Hand daraufgelegt, die Augen<br />

ebenso nachdenklich wie seherisch geschlossen.<br />

Diese Darstellung und der Gesichtsausdruck ermöglichen<br />

unterschiedliche Interpretationen, was zusammen<br />

mit der Nacktheit damals einen Skandal auslöste.<br />

Nicht zuletzt deshalb, weil angenommen wurde, Rodin<br />

hätte hier lediglich einen Personenabguss geschaffen,<br />

was jedoch vor einem Gremium widerlegt werden<br />

konnte, darunter Carrier- Belleuse, Falguière, Dubois<br />

etc.<br />

Einerseits war die Figur als Erwachen der Menschheit<br />

zu verstehen, andererseits lässt sich aufgrund seiner<br />

Körperhaltung auch denken, er hielte einen Speer in<br />

der Linken und verdecke mit seiner Rechten eine<br />

Wunde am Kopf. Die Deutung hat Rodin damit dem<br />

Betrachter überlassen, eine Novität, die seit Rodin die<br />

Kunst bis heute beeinflusst.<br />

Zu dieser Figur, die auch als Mensch der ersten Zeiten<br />

gedeutet wurde, hat der 20-jährige Belgier Auguste<br />

Neyt Modell gestanden. Noch während der Zeit der<br />

Entstehung und zu einem Zeitpunkt, an dem die Figur<br />

noch nicht völlig fertig war, begab sich Rodin nach<br />

Florenz, um Werke des Donatello zu studieren. Zufrieden<br />

mit seinem Vergleich, soll er an die Weiterarbeit<br />

gegangen sein. Diese Quellenberichte sind umso<br />

wichtiger, als auch andere Bildhauer der Zeit in der<br />

zweiten Hälfte des Jahrhunderts sich an der Renaissancekunst,<br />

etwa an Donatellos „David“ zu orientieren<br />

suchten, wie etwa Mercié, Dubois, Falguière oder Saint<br />

Marceaux.<br />

1877 hat Rodin die Figur in Lebensgröße im Salon<br />

ausgestellt. 1880 vom Staat erworben, steht sie heute<br />

im Musée d‘Orsay. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts<br />

stellte er sowohl eine Vergrößerung als auch eine reduzierte<br />

Ausführung her (1903-1904). 1904 entstand eine<br />

Ausführung in ¼ Größe, nicht mechanisch, sondern<br />

vom Mitarbeiter Henri Lebossé bewerkstelligt.<br />

Zu Lebzeiten Rodins hat Alexis Rudier zwischen 1907<br />

und 1917 fünf Abgüsse hergestellt (Antoinette Le<br />

Normand-Romain, Rodin et le bronze. Catalogue<br />

des œuvres conservées au Musée Rodin, 2007).<br />

Zwischen 1918 und 1963 werden weitere 32 Exemplare<br />

aufgelistet.<br />

Die vorliegende Bronzeausführung mit dem mitgegossenen<br />

Buchstaben „M“ (= für das genannte Museum)<br />

über „A. Rodin“ im Inneren des quadratischen Sockels<br />

zählt zu den weit selteneren Exemplaren.<br />

Der Œuvrekatalog 2007 nennt lediglich etwa zehn<br />

Güsse mit diesem „M“, die wohl nur in den wenigen<br />

Jahren zwischen 1919 und 1924 entstanden.<br />

Das vorliegende Exemplar wurde 1922 gegossen. Es<br />

wurde von Baron Morimura V, Tokyo erworben. (S.<br />

Provenienz).<br />

Braun-schwarz patiniert, mit grünlicher Reflexion.<br />

Rodin legte großen Wert auf die Patina seiner Skulpturen,<br />

da der Farbton einen großen Einfluss darauf hatte,<br />

wie die Skulptur und ihre Oberfläche mit ihrer Umgebung<br />

interagieren. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts<br />

arbeitete Rodin mit Jean- Francois Limet (1855-1941)<br />

zusammen, seinem bevorzugten Patinier. Nach Rodins<br />

Tod setzte Limet seine Zusammenarbeit mit der<br />

Gießerei Alexis Rudier bis Anfang der 1930er Jahre<br />

fort. A.R.<br />

Provenienz:<br />

Musée Rodin, Paris.<br />

Baron Morimura V. (Céramiques Noritake), Nagoya<br />

par l‘intermédiaire de Henri d´Oelsnitz /agalerie de<br />

l‘<strong>Art</strong> Francais et Japonais, Tokyo (Acquis du ce-dessus,<br />

Janiver 1923.<br />

Von den Erben:<br />

Sotheby‘s New York, 11. Nov. 1999, Lot 227.<br />

Galerie Krugier-Ditesheim & Cie., Genf (Aquis à la<br />

vente ci-dessus) Etikett im Sockel. (1380854) (11)<br />

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AUGUSTE RODIN,<br />

1840 PARIS - 1917 MEUDON<br />

L‘ÂGE D’AIRAIN, 1922<br />

Height: 63.8 cm.<br />

Width: 18 cm.<br />

Depth: 18.2 cm.<br />

Signed “A Rodin” on base, foundry mark “ALEXIS<br />

RUDIER / Fondeur Paris” on the side. On the inside<br />

of the base “A. Rodin” surmounted by “M.”<br />

Accompanied by a certificate from the Comité Auguste<br />

Rodin Paris, dated 24 November 2021.<br />

The certificate confirming that the present example<br />

will be included in the archive and the publication of<br />

the Catalogue Critique de l’Œuvre Sculpté d’Auguste<br />

Rodin (Brame & Lorenceau) currently being prepared<br />

under the direction of Jérôme Le Blay with<br />

no. “2021-6479 B”.<br />

Rodin exhibited in public for the first time with the<br />

life-size figure that symbolizes the Age of Bronze. It<br />

was innovative that he dispensed with attributes that<br />

would indicate the subject of the sculpture. During<br />

Rodin’s lifetime Alexis Rudier produced five castings<br />

between 1907 and 1917 (catalogue raisonné, The<br />

Bronzes of Rodin, 2007). Between 1918 and 1963 a<br />

further 32 examples were listed. The bronze version<br />

on offer for sale in this lot with the cast letter “M” (for<br />

the museum mentioned) above “A. Rodin” on the<br />

inside of the square base is one of the much rarer<br />

examples. The catalogue raisonné from 2007 only<br />

names around ten castings with this letter “M”, which<br />

were probably only made in the few years between<br />

1919 and 1924. The present example was cast in<br />

1922, therefore counts to the very early posthumous<br />

casts of the sculpture. It was acquired by Baron<br />

Morimura V, Tokyo. (See provenance). With brownblack<br />

patina and green refelction, which was always<br />

very important for Rodin, as the tone of the patina had<br />

a great impact to how the sculpture and its surface<br />

interacts with its surroundings. From the beginning of<br />

the <strong>20th</strong> century Rodin was working with Jean-<br />

François Limet (1855-1941), his favourite patineer.<br />

After Rodin past away, Limet continued his collaboration<br />

with the foundry Alexis Rudier until the beginning<br />

of the 1930s.<br />

€ 500.000 - € 600.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BID<br />

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EMMANUEL FRÉMIET<br />

1824 – 1910<br />

432<br />

EMMANUEL FRÉMIET,<br />

1824 – 1910<br />

GORILLA ENTFÜHRT EINE FRAU<br />

Höhe: 49,6 cm.<br />

Breite: 32,4 cm.<br />

Tiefe: 32,5 cm.<br />

Früher seltener Guss, signiert „E. Fremiet“ aus dem<br />

Atelier More mit Nummer „4“, um 1890.<br />

Bronzeguss, braun patiniert. „Gorille enlevant une<br />

femme“ – zweite Version 1887, More-Atelier-Guss<br />

um 1890.<br />

Das Interesse an lebendig agierenden Tierfiguren<br />

hatte bereits durch Antoine Louis Barye eingesetzt<br />

und wurde in der Folge immer erneut thematisiert.<br />

Der Bronzeguss der berühmt gewordenen Skulptur<br />

von Frémiet, deren erster Entwurf in Lebensgröße<br />

1859 entstand, löste anlässlich der Ausstellung einen<br />

Skandal aus und musste außerhalb des Salons hinter<br />

einem Vorhang gezeigt werden. Dies versteht man<br />

erst vor dem Hintergrund der damals heftig diskutierten<br />

Erkenntnisse von Darwin. Das Gipsmodell wurde<br />

1861 im Atelier des Künstlers mutwillig zerschlagen.<br />

Der Bildhauer, der die Plastik im Jardin des Plantes<br />

aufgestellt wissen wollte, schuf danach erst 1887<br />

eine Wiederholung der Version (auch in kleinerem<br />

Format), die während der Pariser Weltausstellung<br />

1900 an einen amerikanischen Sammler ging. Eine<br />

Ausführung in Lebensgröße in Gips befindet sich im<br />

Musée des Beaux-<strong>Art</strong>s de Nantes.<br />

Die Entführte lässt sich aufgrund ihres umgehängten<br />

Tamburins als Mänade identifizieren. Den Gorilla hat<br />

der Bildhauer mit einem Pfeil in seinem Rücken, also<br />

bereits auf der Flucht, dargestellt.<br />

Frémiet, Sohn einer mittelständischen, der Kunst verbundenen<br />

Familie, fand wohl durch seinen Schwager,<br />

den berühmten Bildhauer Francois Rude, zu seiner<br />

Berufung. Bereits 13-jährig wurde er in die École nationale<br />

supérieure des arts décoratifs de Paris aufgenommen.<br />

Sein erstes Werk, eine Gazelle, stellte er<br />

im Salon aus. In der Folge schuf er Reiterstandbilder,<br />

darunter für Jeanne d‘Arc. Auftragsarbeiten gingen<br />

trotz des Deutsch-Französischen Krieges 1870 an<br />

den Grafen Henckel von Donnersmarck für dessen<br />

Schloss park Neudeck in Schlesien. Als Direktor der<br />

Skulpturenabteilung des Louvre wurde er Lehrer für<br />

zahlreiche junge Bildhauer weltweit. Für das hier vorliegende<br />

Werk eines Gorillas, der eine Frau entführt,<br />

wurde er erst nach Beruhigung des Publikums 1887<br />

ausgezeichnet. Aufträge für das Naturkundemuseum<br />

folgten.<br />

Während der Lebenszeit des Bildhauers wurde nur<br />

eine limitierte Auflage von wohl weniger als 20 Exemplaren<br />

im More-Atelier gegossen.<br />

Somit ist der hier vorliegende Guss aus dem More-<br />

Atelier mit Nummer „4“ (um 1890) als ausgesprochene<br />

Seltenheit zu sehen. Erst später lieferte die Gießerei<br />

Barbedienne Nachgüsse. A.R.<br />

(1380852) (11)<br />

EMMANUEL FRÉMIET,<br />

1824 – 1910<br />

GORILLA CARRYING OFF A WOMAN<br />

Bronze casting with brown patina.<br />

Height: 49.6 cm.<br />

Length: 32.4 cm.<br />

Depth: 32.5 cm.<br />

Rare early cast signed “E. Fremiet” from the More<br />

Studio with no. “4”, ca. 1890.<br />

Gorille enlevant une femme”, second version 1887,<br />

More Studio cast ca. 1890.<br />

An interest in lively animated animal figures had already<br />

emerged with Antoine-Louis Barye’s oeuvre and subsequently<br />

became a frequent subject. Frémiet’s famous<br />

bronze sculpture, the first life-size design of which<br />

was created in 1859, caused a scandal at the Paris<br />

Salon and had to be shown behind a curtain outside.<br />

€ 65.000 - € 80.000<br />

Sistrix<br />

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CONSTANTIN EMILE MEUNIER<br />

1831 Etterbeck – 1905 Ixelles<br />

433<br />

CONSTANTIN EMILE MEUNIER,<br />

1831 ETTERBECK – 1905 IXELLES<br />

L‘ABREUVOIR, UM 1895 – 1905<br />

83,6 x 65,2 x 26,7 cm.<br />

Auf der Oberfläche Signatur „C. Meunier“. Verso<br />

mit Gießervermerk: Verbeyst Fondeur Bruxelles.<br />

CONSTANTIN EMILE MEUNIER,<br />

1831 ETTERBECK – 1905 IXELLES<br />

L’ABREUVOIR, CA. 1895 – 1905<br />

83.6 x 65.2 x 26.7 cm.<br />

Signed on surface: “C. Meunier”. Foundry mark<br />

on the back: Verbeyst Fondeur Bruxelles.<br />

Bronze, gegossen, patiniert. Meunier war Pionier in<br />

Bezug auf die Darstellung von Arbeitern in der bildnerischen<br />

Kunst und auch in Bezug auf die Hinwendung an<br />

diese als Publikum für seine Werke. Die vorliegende<br />

Gruppe von Pferd und Reiter, einem erschöpften<br />

Arbeiter, der sein Pferd an eine Tränke führt, die auch<br />

das Frankfurter Städel Museum in einer verkleinerten<br />

Bronzeversion besitzt, fertigte er als Brunnenmonument<br />

für den Square Ambiorix in Brüssel.<br />

(1380853) (13)<br />

Bronze; cast and patinated.<br />

€ 18.000 - € 20.000<br />

Sistrix<br />

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ANTOINE LOUIS BARYE<br />

1796 – 1875<br />

434<br />

ANTOINE LOUIS BARYE,<br />

1796 – 1875<br />

BRONZEFIGUR EINES SITZENDEN LÖWEN<br />

Höhe: 35,7 cm.<br />

Breite: 32,1 cm.<br />

Tiefe: 16,4 cm.<br />

„Lion assis no 1“; Entwurf ca. 1847.<br />

Auf dem Sockel signiert „BARYE“. Um 1860.<br />

Dunkelbraune, nahezu schwarze Glanzpatina mit<br />

rötlichem Effekt. In gerader, aufrechter Sitzhaltung<br />

auf ovalem, mitgegossenem, randprofilierten Sockel.<br />

Pendant zu „Lion au serpent no 1“<br />

Barye zählt zu den berühmtesten Bildhauern seiner<br />

Zeit. Er war Schüler von Francois-Joseph Bosio und<br />

debütierte bereits 1818 auf der Ausstellung der École<br />

nationale supérieure des beaux-arts de Paris. Bekannt<br />

wurde er vor allem für seine Tierstudien. 1831 zum<br />

Ritter der Ehrenlegion ernannt, erhielt er vermehrt<br />

auch Aufträge für Arbeiten im öffentlichen Raum. Zu<br />

seinen Kunden zählte der Herzog von Orleans, für den<br />

er Tafelaufsätze schuf. Gegeneinander kämpfende Tiere<br />

wurden zu seinem Hauptthema. Daneben entstand<br />

das exzentrische Reiterdenkmal Napoleons I für Ajaccio.<br />

1869 wurde er mit der Mitgliedschaft der Königlichen<br />

Akademie der Wissenschaften und Schönen<br />

Künste von Belgien geehrt.<br />

Werke seiner Hand – überwiegend im Bronzeguss –<br />

finden sich im Louvre, wie ebenso in zahlreichen<br />

weiteren öffentlichen und bedeutenden privaten<br />

Sammlungen.<br />

ANTOINE LOUIS BARYE,<br />

1796 – 1875<br />

BRONZE SCULPTURE OF A SEATED LION<br />

Height: 35.7 cm.<br />

Length: 32.1 cm.<br />

Depth: 16.4 cm.<br />

“Lion assis no. 1”; Design ca. 1847.<br />

Signed “BARYE” on base. Ca. 1860.<br />

Dark brown, almost black shiny patina with reddish<br />

effect.<br />

Literature:<br />

cf. M. Poletti and A. Richarme, Barye. Catalogue<br />

raisonné des sculptures, Paris, 2000, p. 181,<br />

no. A 56.<br />

€ 28.000 - € 35.000<br />

Sistrix<br />

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Literature:<br />

Vgl. M. Poletti, A. Richarme, Barye. Catalogue raisonné<br />

des sculptures, Paris 2000, S. 181, Nr. A56.<br />

(1380851) (11)<br />

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AUGUSTE TRÉMONT<br />

1892 – 1980<br />

435<br />

AUGUSTE TRÉMONT,<br />

1892 – 1980<br />

POULAIN, 1923<br />

Höhe: 31,4 cm.<br />

Breite: 26,3 cm.<br />

Tiefe: 8,7 cm.<br />

Mitgegossene Signatur auf der Plinthe.<br />

Schwarzbraune Patina. Bronzefigur eines auf rechteckiger,<br />

flacher Plinthe stehenden Fohlens mit erhobenem<br />

Kopf und aufgerichteten Ohren.<br />

Der Bildhauer begann seine Ausbildung an der Handwerkerschule<br />

in Luxemburg, ging 1909 nach Paris<br />

und wurde Schüler der Ècole des arts décoratifs. Im<br />

Stahlwerk Düdelingen arbeitete er als Zeichner, was<br />

durch die Gestaltung einer Briefmarke mit Darstellung<br />

von Arbeitern dokumentiert ist. Nach dem ersten<br />

Weltkrieg zog er nach Paris zurück, entschied sich<br />

jedoch, sich der Tierdarstellung zuzuwenden. 1923/24<br />

entstanden seine ersten Tierplastiken, die er in der<br />

Galerie Ruhlmann (später Galerie Edgar Brandt) und<br />

der Galerie Malesherbes ausstellte. Zu seinen bekanntesten<br />

Werken zählen die beiden Löwen am Eingang<br />

des Luxemburger Stadthauses. Während des zweiten<br />

Weltkrieges wirkte er in Paris, schuf jedoch danach<br />

Denkmäler für die Kriegsopfer.<br />

Darstellungen seiner Hand auf zahlreichen Briefmarken;<br />

1918 Auszeichnung mit dem Prix Grand-<br />

Duc Adolphe. Seine Werke in mehreren öffentlichen<br />

Sammlungen in Paris, Luxemburg, Differdinge etc.<br />

(1380855) (11)<br />

AUGUSTE TRÉMONT,<br />

1892 – 1980<br />

POULAIN, 1923<br />

Height: 31.4 cm.<br />

Length: 26.3 cm.<br />

Depth: 8.7 cm.<br />

Blackish-brown patina, signature cast within plinth.<br />

Bronze sculpture on rectangular, flat plinth of a standing<br />

foal with raised head and pricked ears.<br />

€ 35.000 - € 50.000<br />

Sistrix<br />

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AUGUST SCHÄDLER<br />

1862 – 1925<br />

436<br />

AUGUST SCHÄDLER,<br />

1862 – 1925<br />

FAUNRITT<br />

Gesamthöhe: 72 cm.<br />

Basis aufseitig im Guss signiert „Schädler.“<br />

Bronzeguss, braun patiniert. Auf einer Marmorplinthe<br />

ist ein in Bewegung begriffener Faun mit stilisiertem<br />

Fell in Wellenform dargestellt. Auf seinem gebeugten<br />

Rücken ein junger Faun sich an seinem Gehörn festhaltend.<br />

Schädler war nach seiner Ausbildung in<br />

München als Hohenzollerischer Hofbildhauer in Sigmaringen<br />

tätig. Er fertigte auch Arbeiten für die Großherzogliche<br />

Majolika-Manufaktur in Karlsruhe und<br />

siedelte 1914 nach München über. Sockel minimal<br />

besch.<br />

(1381741) (10)<br />

€ 6.000 - € 8.000<br />

Sistrix<br />

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GIACOMO MANZU<br />

1908 Bergamo – 1991 Ardea bei Rom<br />

437<br />

GIACOMO MANZU,<br />

1908 BERGAMO – 1991 ARDEA BEI ROM<br />

CARDINALE<br />

Skulptur aus Bronze.<br />

Gesamthöhe: 45 cm.<br />

Höhe mit Sockel: 4,5 x 25 x 24 cm.<br />

Auf Sockel links hinten Stempelsignatur in Bronze.<br />

Beigegeben ein Echtheitszertifikat der Giacomo<br />

Manzu Foundation.<br />

Der sitzende Kardinal in langer Robe und hohem<br />

schmalen Kardinalshut.<br />

(1381961) (18)<br />

GIACOMO MANZÙ,<br />

1908 BERGAMO – 1991 ARDEA NEAR ROME<br />

CARDINALE<br />

Bronze sculpture.<br />

Total height: 45 cm.<br />

Height incl. base: 4.5 x 25 x 24 cm.<br />

Stamped signature within bronze on base lower left.<br />

Accompanied by a certificate of authentification by<br />

Giacomo Manzu Foundation.<br />

€ 18.000 - € 25.000<br />

Sistrix<br />

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AUGUSTE RODIN<br />

1840 Paris – 1917 Meudon<br />

438<br />

AUGUSTE RODIN,<br />

1840 PARIS – 1917 MEUDON, ZUG.<br />

BÜSTE EINES JUNGEN MÄDCHENS „SUZON“<br />

Höhe: 40 cm.<br />

Seitlich signiert „A Rodin“.<br />

Feiner, schön ausgearbeiteter Bronzeguss, in Kaltarbeit<br />

nachziseliert, gelbgoldfarbene Bronze, der Kopf leicht<br />

nach links gerichtet, der Büstenansatz zieht oval, darüber<br />

die herabfallenden Locken. Das Stirnhaar gewellt.<br />

Der runde, gekehlte Sockel separat gearbeitet, jedoch<br />

zugehörig.<br />

Die Büste zählt zu den frühen Werken Rodins, entstanden<br />

1872/73 und ist die erste Frauenbüste, die<br />

der Bildhauer noch unter dem Einfluss der Plastik<br />

des späten 18. Jahrhunderts schuf und zwar in der<br />

Zeit, als Rodin während des Deutsch-Französischen<br />

Krieges in seinem Exil in Brüssel schuf. Die Arbeit verstand<br />

Rodin als Hommage an den Bildhauer Carrier-<br />

Belleuse, der sich damals ebenfalls im Exil befand.<br />

Mehrere Ausführungen dieser Büste sind bekannt, in<br />

Marmor, Guss, aber auch in Sèvres-Porzellan. A.R.<br />

(13804218) (11)<br />

AUGUSTE RODIN,<br />

1840 PARIS – 1917 MEUDON, ATTRIBUTED<br />

BUST OF A YOUNG GIRL TITLED “SUZON”<br />

Height: 40 cm.<br />

Signed “A Rodin” on the side.<br />

Fine, beautifully crafted bronze casting, re-chased in<br />

cold work, yellow gold coloured bronze. The head is<br />

turned slightly to the left, with curls tumbling over the<br />

bust, the base of which is oval-shaped. This is one of<br />

Rodin’s early works, created in 1872/73 and his first<br />

female bust.<br />

€ 10.000 - € 15.000<br />

Sistrix<br />

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GEORGE GROSZ<br />

1893 Berlin – 1959 ebenda<br />

439<br />

GEORGE GROSZ,<br />

EIGENTLICH „GEORG EHRENFRIED GROSS“,<br />

1893 BERLIN – 1959 EBENDA<br />

HOMMAGE À RENOIR, 1938<br />

Öl auf Leinwand.<br />

66,1 x 51,2 cm.<br />

Rechts unten mit Pinsel in Rot signiert „Grosz“,<br />

verso mit dem Nachlaßstempel versehen und<br />

numeriert I-A5-7.<br />

Beigegeben eine Expertise von Ralph Jentsch,<br />

20.2.2018, in Kopie.<br />

„Meine Welt ist vornehmend eine düstere, a haunted<br />

one, wie sie hier über mich sagten – aber hie und da<br />

(welche Spaltung) gibt es auch Gegenden ohne Furcht,<br />

Schmerz und Krieg, Gegenden, wo Nymphen leben<br />

und eine eigene Sinnlichkeit.“ (George Grosz, 1946,<br />

Brief an Elisabeth Lindner).<br />

Ab 1937 wandte Grosz sich vermehrt der Aktmalerei<br />

zu und ließ sich von den Werken der Alten Meister<br />

inspirieren. Für fast alle Akte stand ihm seine Frau Eva<br />

Modell, von deren sinnlichem Körper er behext und<br />

fasziniert war. Als Pendant zu Hommage à Renoir<br />

malte er 1938 auch eine Hommage à Rubens.<br />

Grosz‘ stehender Rückenakt ist in einem Haremähnlichen<br />

Interieur dargestellt. „Festzuhalten bleibt,<br />

dass die Rückenfiguren zu den besten Werken dieses<br />

Themas zählen.“ (Birgit Möckel, George Grosz in<br />

Amerika, Frankfurt u.a. 1997, S. 132). Mit Beginn des<br />

Jahres 1937 wendet Grosz sich wieder in größerem<br />

Umfang der Aktmalerei zu. Bereits in den Berliner<br />

Jahren hatte ihm seine Frau Eva Modell gestanden.<br />

Wie prägend ihre weibliche Erscheinung für seine<br />

künstlerische Arbeit wurde, beschreibt der befreundete<br />

Schriftsteller Walter Mehring u.a. so: „Wo immer<br />

(Grosz) die weibliche Figur in ihrer üppigen Vollendung<br />

anbringen wollte, in seinen Aktstudien der Rubensund<br />

Bouchermanier, erschien ihm leibhaftig Eva. Kaum<br />

ein anderer Künstler hat so monoman, so behext eine<br />

Geliebte, die eigene Frau bis zur Erschöpfung in allen<br />

ersinnlichen Stellungen abgezeichnet, nach der Natur<br />

entblößt und an die Leinwand gemalt“. Ebenfalls 1938<br />

malte Grosz einen Doppelakt, den er „Hommage to<br />

Rubens“ betitelte. Grosz verehrte Breughel, Bosch,<br />

Courbet und nicht zuletzt Renoir. In einem 1946 verfassten<br />

Brief an Elisabeth Lindner, eine Tante seiner<br />

Frau, beschreibt er die doppelte Natur seiner Aktmalerei:<br />

„Malte auch die andere Seite. Viele Akte - die<br />

Frau ist für mich Leben, Zukunft, Trägerin des Kommenden.<br />

Sie stelle ich positiv dar – obwohl oft in von<br />

Winden (Gedanken und Melodien) bewegter Szenerie.<br />

Renoir hat niemals die Vision gehabt von einer Frau,<br />

eine seiner so schön gemalten Akte, angebrannt,<br />

zerschunden oder zerstört. Man kann solcherlei Gabe<br />

bewundern. Ich meine die Gabe, die einer besitzt,<br />

seine bukolisch-arkadische Welt zu beschwören – ich<br />

habe diese so wunderbare Gabe nur halb – meine Welt<br />

ist vornehmend eine düstere, a haunted one, wie sie<br />

hier über mich sagten – aber hie und da (welche Spaltung)<br />

gibt es auch Gegenden ohne Furcht, Schmerz,<br />

und Krieg, Gegenden, wo Nymphen leben und eine<br />

eigene Sinnlichkeit“.<br />

Provenienz:<br />

Atelier des Künstlers, Douglaston, Long Island, 1938.<br />

Nachlass George Grosz, 1959.<br />

Sheldon Ross Gallery, Birmingham, MI.<br />

Privatsammlung, New York.<br />

Ausstellung:<br />

Northport, Long Island, Vera Lazuk Country Life <strong>Art</strong><br />

Center, George Grosz. Nudes, 1.-29.6.1958, Kat.-Nr. 1.<br />

Berlin, Kunsthandel Jörg Maas, George Grosz. Arbeiten<br />

aus fünf Jahrzehnten, Kat.-Nr. 24, Farbabb.<br />

(1381763) (10)<br />

GEORGE GROSZ,<br />

ALSO KNOW AS „GEORG EHRENFRIED GROSS“,<br />

1893 BERLIN – 1959 IBID.<br />

HOMMAGE À RENOIR, 1938<br />

Oil on canvas.<br />

66.1 x 51.2 cm.<br />

Signed lower right: Grosz, verso stamp of the artist’s<br />

estate and numbered I-A5-7<br />

Accompanied by an expert’s report by Ralph Jentsch,<br />

dated 20 February 2018, in copy.<br />

Provenance:<br />

From the artist’s studio, Douglaston, Long Island,<br />

1938.<br />

Estate of George Grosz, 1959.<br />

Sheldon Ross Gallery, Birmingham, MI.<br />

Private collection, New York.<br />

Exhibition:<br />

Northport, Long Island, Vera Lazuk Country Life <strong>Art</strong><br />

Center, George Grosz. Nudes, 1st - 29th June 1958,<br />

cat. No. 1.<br />

Berlin, Kunsthandel Jörg Maas, George Grosz. Arbeiten<br />

aus fünf Jahrzehnten, cat. no. 24, illustated in<br />

colour.<br />

€ 60.000 - € 90.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BID<br />

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CARL VON MARR<br />

1858 Milwaukee – 1936 München<br />

440<br />

CARL VON MARR,<br />

1858 MILWAUKEE – 1936 MÜNCHEN<br />

MEERESNIXEN IN DER BRANDUNG, 1915<br />

Öl auf Leinwand.<br />

86,5 x 113 cm.<br />

Rechts unten signiert und datiert „Carl Marr 15 Mü“.<br />

Die Darstellung bietet dem Betrachter eine fantastische<br />

Momentaufnahme: Drei junge Frauenakte werden<br />

am Klippenufer von einer Brandungswelle erfasst.<br />

Virtuos ist das Nass der Körper gemeistert. Während<br />

eine der Nixen am Ufer liegt, beugt sich eine weitere<br />

über ein großes Algen- oder Netzbündel und reicht die<br />

Hand zur Liegenden hinüber. Links entfernt sich die<br />

Dritte bereits aus dem Geschehen. Dass der Maler<br />

diese vom Bildrand abgeschnitten zeigt, vermittelt die<br />

Zufälligkeit der Momentbeobachtung. Das dunkel gehaltene<br />

Bündel, das sich als gebauschte Algen oder<br />

als Netz bis in die Hand der Liegenden fortsetzt, regt<br />

zur Deutung an. Sieht man hier ein Netz, so lässt sich<br />

die Darstellung als Selbstbefreiung der Nixen aus der<br />

Gefahr des Gefangenwerdens interpretieren.<br />

Seine Ausbildung erhielt Marr – nach Rückkehr seiner<br />

Familie aus den USA – an der Kunstschule Weimar,<br />

dann an der Münchener Akademie bei Lindenschmidt<br />

und Seitz, 1893 dort selbst Professor, erhielt er 1896<br />

in Berlin die Goldmedaille. 1909 wurde er in den Adel<br />

erhoben. Bis 1924 Rektor der Kunstakademie München.<br />

Trotz seines bedeutenden Werkes hat der Maler<br />

längst nicht die verdiente Würdigung erfahren, was<br />

darin begründet sein mag, dass eine Gesamtausstellung<br />

seiner Werke noch aussteht.<br />

Diesen Themenkreis hat Carl von Marr mehrmals<br />

aufgegriffen, etwa in „Frau in der Brandung“ oder<br />

„Seenymphen“. Zumeist beinhalten seine Werke, so<br />

vordergründig sie auch als virtuose Malerei verstanden<br />

werden, einen symbolischen Inhalt. Wie Franz von<br />

Stuck, hat sich Marr recht unterschiedlichen Themen<br />

gewidmet. Wie etwa: „Thannhäuser im Venushügel“,<br />

„Der Sündenfall“, „Die Flagellanten“ oder jenen „Engelssturz“,<br />

den er zusammen mit seinem Malerfreund<br />

Pius Ferdinand Messerschmitt 1907/08 für eine Kirchenkuppel<br />

in Burgsinn schuf. Marr ehelichte 1916 die<br />

Witwe Messerschmitts.<br />

CARL VON MARR<br />

1858 MILWAUKEE – 1936 MUNICH<br />

MEERESNIXEN IN DER BRANDUNG, 1915<br />

Oil on canvas.<br />

86.5 x 113 cm.<br />

Signed and dated “Carl Marr 15 Mü” lower right<br />

€ 30.000 - € 60.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BID<br />

Literatur:<br />

Vgl. Fritz von Ostini, Carl Marr, in: Velhagen &<br />

Klasings Monatshefte, Jg. 23 (1908/09), Bd. 1,<br />

Heft 1, September 1908, S. 33-46.<br />

Vgl. Karl von Marr, in: Friedrich Jansa: Deutsche<br />

bildende Künstler in Wort und Bild. Leipzig 1912,<br />

S. 390. (1381764) (11)<br />

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35


MAX SLEVOGT<br />

1868 Landshut – 1932 Neukastel<br />

441<br />

MAX SLEVOGT,<br />

1868 LANDSHUT – 1932 NEUKASTEL<br />

WEIHER IM PARK, 1909<br />

Öl auf Leinwand.<br />

62,5 x 75 cm.<br />

Rechts unten signiert und datiert „Slevogt 09“.<br />

In dekorativem Rahmen.<br />

Die Authentizität des Gemäldes wurde von dem<br />

Slevogt- Experten Dr. Bernhard Geil in einer Mail vom<br />

19. Mai 2020 bestätigt.<br />

Blick von leicht erhöhtem Standpunkt auf eine sonnenbeschienene<br />

Gartenanlage mit einem schmalen Weg<br />

und einem Gewässer vor etlichen Bäumen in zahlreichen<br />

differenzierten Grüntönen. Laut Dr. Geil entstand<br />

das Gemälde 1909 im parkähnlichen Garten des<br />

Landhauses von Liebermanns Schwiegereltern (Finkler)<br />

in Godramstein bei Landau in der Pfalz und gehört<br />

in die Reihe der zwischen 1909 und 1913 entstandenen<br />

Godramstein-Landschaften. Malerei in raschem Pinselduktus<br />

in impressionistischer Manier.<br />

MAX SLEVOGT,<br />

1868 LANDSHUT – 1932 NEUKASTEL<br />

WEIHER IM PARK, 1909<br />

Oil on canvas.<br />

62.5 x 75 cm.<br />

Signed and dated “Slevogt 09” lower right.<br />

The authenticity of the painting was confirmed by the<br />

Slevogt expert Dr Bernhard Geil in an email on 19 May<br />

2020.<br />

€ 90.000 - € 120.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BID<br />

Provenienz:<br />

Privatsammlung, Frankreich.<br />

Sotheby‘s, London, 9. Februar 2005, Lot 517.<br />

Privatsammlung, Italien (im oben genannten Verkauf<br />

erworben);<br />

von dort durch Erbgang in Privatbesitz.<br />

Sotheby‘s, London, 20. Juni 2019, Lot 379.<br />

Ausstellung:<br />

Berlin, Galerie Paul Cassirer, 1910. (1381762) (18)<br />

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37


MAURICE DE VLAMINCK<br />

1876 Paris – 1958 Rueil-La-Gadelière<br />

441 A<br />

MAURICE DE VLAMINCK,<br />

1876 PARIS – 1958 RUEIL-LA-GADELIÈRE<br />

Bedeutender französischer Maler der <strong>Modern</strong>e in dem<br />

Kreis französischer Künstler, der vor allem in enger<br />

Freundschaft mit André Derain (1880-1954) wirkte<br />

und die Entstehung des Fauvismus einleitete. Als<br />

Postimpressionist wurde er zeitweise von dem Galeristen<br />

Daniel-Henry Kahnweiler betreut. 1955 Teilnehmer<br />

der documenta 1 in Kassel. 2008 Würdigung<br />

seiner Werke durch eine Ausstellung im Musée du<br />

Luxembourg in Paris.<br />

JETÉE DE FLEURS, UM 1946 – 1938<br />

Öl auf Leinwand.<br />

80 x 60 cm.<br />

Signiert unten links: „Vlaminck“. Verso auf Leinwand<br />

und Keilrahmen mit Rundstempeln.<br />

In Louis XV-Stilrahmen mit Textilpassepartout.<br />

Beigegeben ein Gutachten des Wildenstein Institute.<br />

Das vorliegende Gemälde wird in das vom Wildenstein<br />

Plattner Institute in Vorbereitung befindliche<br />

Werkverzeichnis aufgenommen.<br />

Vor einem bewegten weiß blauen Hintergrund flirren<br />

Blütenblätter, Stengel, sowie weiße und wenige rote<br />

Blüten durch den Fauvismus geprägt über der Leinwand.<br />

Fast noch ohne die dunkle Palette kommt<br />

dieses aufregende animierende Stillleben aus, das in<br />

seiner raumfüllenden vertikalen Komposition in seiner<br />

stark bewegten diagonalen Ausrichtung den Rahmen<br />

zu sprengen droht und uns Vlamincks lebendigste<br />

Ader vor Augen führt. Das hier angebotene Gemälde<br />

war bis 1944 in der Sammlung des Jean Zay. Dieser<br />

war ein französischer Politiker und Mitglied der Radikalen<br />

Sozialistischen Partei. Von 1936-39 war er Minister<br />

für das nationale Bildungswesen und die schönen<br />

Künste und verließ dieses Amt nur, um sich den<br />

Kriegsanstrengungen anzuschließen. In dieser Funktion<br />

war er an der Einführung eines standardisierten<br />

Lehrplans für französische Grundschulen beteiligt und<br />

schlug eine frühe Version dessen vor, was später das<br />

Internationale Filmfestival von Cannes werden sollte.<br />

Im Jahr 2015 wurde er in den Pantheon aufgenommen.<br />

MAURICE DE VLAMINCK,<br />

1876 PARIS – 1958 RUEIL-LA-GADELIÈRE<br />

JETÉE DE FLEURS, CA. 1946 – 1938<br />

Oil on canvas.<br />

80 x 60 cm.<br />

Signed lower left: “Vlaminck”. With round stamps verso<br />

on canvas and stretcher.<br />

Accompanied by an expert’s report by the Wildenstein<br />

Institute. The present painting will be included in the<br />

catalogue raisonné being prepared by the Wildenstein<br />

Plattner Institute.<br />

Provenance:<br />

Jean Zay Collection, France, until 1944.<br />

Private collection, France, by inheritance from the<br />

aforementioned.<br />

Auction Drouot Montaigne, Paris, 26 November<br />

1993, lot 35, consigned by the aforementioned.<br />

€ 75.000 - € 90.000 (†)<br />

Sistrix<br />

INFO | BID<br />

Provenienz:<br />

Sammlung Jean Zay, Frankreich, bis 1944.<br />

Privatsammlung Frankreich, durch Erbschaft vom<br />

zuvor genannten.<br />

Auktion Drouot Montaigne, Paris, 26. November<br />

1993, Lot 35, eingeliefert vom zuvor genannten.<br />

(1382012)<br />

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MAX LIEBERMANN<br />

1847 Berlin – 1935 Berlin<br />

442<br />

MAX LIEBERMANN,<br />

1847 BERLIN – 1935 BERLIN<br />

ZWEI SPANIELS, 1913<br />

Öl auf Malkarton, auf Holz aufgezogen. Parkettiert.<br />

64,5 x 81 cm.<br />

Rechts oben signiert und datiert „M Liebermann 14“.<br />

In teilvergoldetem Rahmen.<br />

Beigegeben ein Gutachten vom Max Liebermann-<br />

Archiv, Prof. Dr. Matthias Eberle, Berlin vom<br />

20. Juni 2016.<br />

Das Gemälde zeigt vor hellbraunem Hintergrund zwei<br />

Spaniels nach links, der vordere schwarz-grau gefleckt,<br />

seine erhobene Schnauze wird durch den linken Bildrand<br />

beschnitten. Der hinten stehende Hund, weiß<br />

mit rotbraunen Flecken, ist etwas nach rechts gegen<br />

den vorderen versetzt. Es handelt sich um eine der<br />

bildmäßigen Studien, die im Zusammenhang mit den<br />

verschiedenen Fassungen des Motivs „Jäger in den<br />

Dünen“ entstanden, dessen wohl beste Version sich<br />

in der Österreichischen Galerie Belvedere in Wien befindet.<br />

Laut Prof. Dr. Eberle sind wir durch einen Zeitungsartikel<br />

über „Liebermann als Tiermaler“ der Vossischen<br />

Zeitung, Nr. 106 vom 27. Februar 2014 über die<br />

Findung des Motivs informiert. Ein holländischer Tabakmagnat<br />

hielt sich bei Noordwijk einen Hundezwinger<br />

und hatte Liebermann eingeladen, sich denselben anzusehen.<br />

Liebermann folgte der Einladung und es entstanden<br />

zunächst Kohlezeichnungen in seinem Skizzenbuch<br />

und vor Ort auch das Gemälde „Jäger mit Hunden<br />

in den Dünen“.<br />

Provenienz:<br />

Münchner Secession, 1914 (verkäuflich).<br />

Privatsammlung, Frankfurt am Main, 1927.<br />

Sammlung Dr. A. Ganz, St. Niklausen/ Luzern,<br />

bis 1928.<br />

Cassirer-Helbing, Berlin, 1928.<br />

Stuttgarter Kunstkabinett, 24.-27. Mai 1955, Lot 1609.<br />

Galerie Beyeler, Basel, November 1958.<br />

Hans Soraperra, Zürich, 1958.<br />

Galerie Ketterer, München, 20./21. Mai 1969, Lot 833,<br />

Abb. S. 191.<br />

Kunsthaus Lempertz, Köln, 17. August 1980, Lot 409,<br />

Tafel 31.<br />

Privatsammlung, Schweiz.<br />

Sammlung Dr. Heinz Nickels, Bielefeld.<br />

Privatsammlung, Norddeutschland.<br />

Literatur:<br />

Kurt Zoege von Manteuffel, Die Ausstellung der Freien<br />

Secession in Berlin, in: Kunst für Alle, Jg. XXIX,<br />

Heft 20, Juli 1914, S. 468.<br />

Karl Voll, Zu Max Liebermanns 70. Geburtstag, in:<br />

Kunst für Alle, Jg. XXXII, Heft 21/22, August 1917,<br />

S. 401-408, Abb. S. 409.<br />

N.N., Versteigerung der Sammlung Ganz, in: Der<br />

Cicerone, Jg. XX, 1928, Heft 21, S. 714 (erwähnt).<br />

Mathias Eberle, Max Liebermann, Werkverzeichnis<br />

der Gemälde und Ölstudien, München 1995, Bd. 2,<br />

Nr. 1913/27, S. 876, Abb. S. 877.<br />

Frouke van Dijke, Martin Faass, Margreet Nouwen,<br />

u.a., Max Liebermann en het Duitse impressionisme,<br />

2018,, abgebildet S. 107.<br />

Ausstellungen:<br />

Erste Ausstellung der Freien Secession Berlin,<br />

12. April-30. September, Berlin 1914, Nr. 137.<br />

Kunstausstellung der Münchener Secession,<br />

23. Mai-31. Oktober, München 1914, Nr. 137.<br />

Galerie Goldschmidt, Max Liebermann, Werke aus<br />

Frankfurter Privatbesitz, Frankfurt 1927, Kat. Nr. 40<br />

als „Zwei Hunde, Öl auf Pappe, 65 x 78,5 cm, 1913“.<br />

Cassirer-Helbing, 30. Oktober 1928, Sammlung Dr. A.<br />

Ganz, St. Niklas bei Luzern – Aus Berliner und anderem<br />

Privatbesitz – Aus dem Nachlass Paul M. Robinow<br />

Hamburg, Berlin 1928, Nr. 51, mit Abb.<br />

Jüdische Gemeinde, Max Liebermann, Berlin 1936,<br />

Nr. 38, mit Abb.<br />

Gemeentemuseum Den Haag, Max Liebermann –<br />

Impressions of Summer, 24. März-24. Juli, Den Haag<br />

2018. (1381761) (18)<br />

MAX LIEBERMANN,<br />

1847 BERLIN - 1935 IBID.<br />

ZWEI SPANIELS, 1913<br />

Oil on artist‘s board, laid on panel. Parquetted.<br />

64.5 x 81 cm.<br />

Signed and dated “M Liebermann 14” top right.<br />

Accompanied by an expert‘s report from the Max<br />

Liebermann Archive by Professor Dr Matthias Eberle,<br />

Berlin, dated 20 June 2016.<br />

Professor Dr Eberle informed us about the discovery<br />

of the motif Jäger in den Dünen (Huntsman in the<br />

Dunes) through a newspaper article titled “Liebermann<br />

als Tiermaler” (Liebermann as an Animal Painter)<br />

in the Vossische Zeitung, no. 106, dated 27 February<br />

2014. A Dutch tobacco magnate ran a dog kennel near<br />

Noordwijk and had invited Liebermann to visit. Liebermann<br />

accepted the invitation and initially created<br />

charcoal drawings in his sketchbook and a painting<br />

titled “Jäger mit Hunden in den Dünen” (Huntsman<br />

with Dogs in the Dunes) on site.<br />

Provenance:<br />

Munich Secession, 1914 (for sale).<br />

Private property Frankfurt a.M., 1927.<br />

Collection Dr A. Ganz, St. Niklas/Lucerne, until 1928.<br />

Cassirer-Helbing, Berlin, 1928.<br />

Stuttgarter Kunstkabinett, 21st auction, 24-27 May<br />

1955, lot 1609.<br />

Galerie Beyeler, Basel, November 1958; Hans Soraperra,<br />

Zurich, 1958.<br />

Galerie Ketterer, Munich, 2nd auction, 20/21 May<br />

1969, lot 833, illus. p. 191.<br />

Kunsthaus Lempertz, Cologne, 576th auction, art of<br />

the XXth century, 17 August 1980, lot 409, plate 31.<br />

Private collection, Switzerland.<br />

Collection Dr Heinz Nickels, Bielefeld.<br />

Private collection, Northern Germany.<br />

Literature:<br />

Kurt Zoege von Manteuffel, „Die Ausstellung der<br />

Freien Secession in Berlin“, in: Kunst für Alle, Vol.<br />

XXIX, No. 20, July 1914, p. 468.<br />

Karl Voll, „Zu Max Liebermanns 70. Geburtstag“, in:<br />

Kunst für Alle, vol. XXXII, issue 21/22, Aug. 1917, pp.<br />

401-408, ill. p. 409.<br />

N.N. „Versteigerung der Sammlung Ganz“, in: Der<br />

Cicerone, vol. XX, 1928, no. 21, p. 714 (mentioned).<br />

Mathias Eberle, Max Liebermann, catalogue raisonné<br />

of paintings and oil studies, Munich, 1995, vol. 2, no.<br />

1913/27, p. 876, ill. p. 877.<br />

Frouke van Dijke, Martin Faass, Margreet Nouwen,<br />

et al., Max Liebermann en het Duitse impressionisme,<br />

2018,, illustrated p. 107.<br />

Exhibitions:<br />

Berlin 1914, 1st exhibition of the Freie Secession,<br />

no. 137.<br />

Munich 1914, art exhibition of the Munich Secession,<br />

no. 137.<br />

Frankfurt 1927, Galerie Goldschmidt, Max Liebermann,<br />

Werke aus Frankfurter Privatbesitz, cat. No. 40<br />

(„Two dogs, oil on cardboard, 65 x 78.5 cm, 1913“).<br />

Berlin 1928, Cassirer-Helbing, 30.10.1928, Collection<br />

Dr. A. Ganz, St. Niklas near Lucerne – From Berlin<br />

and other private collections – From the estate of<br />

Paul M. Robinow Hamburg, no. 51, with illus.<br />

Berlin 1936, Jewish Community, Max Liebermann,<br />

no. 38, with illus.<br />

The Hague, Kunstmuseum, Max Liebermann –<br />

Impressions of Summer, 24 March - 24 June 2018.<br />

€ 180.000 - € 250.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BID<br />

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Abgebildet in:<br />

Max Liebermann en het Duitse impressionisme,<br />

2018, S. 107.<br />

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41


LOVIS CORINTH<br />

1858 Tapiau – 1925 Zandvoort<br />

443<br />

LOVIS CORINTH,<br />

1858 TAPIAU – 1925 ZANDVOORT<br />

BADENDE IM FREIEN<br />

Öl auf Pergamentpapier.<br />

29,1 x 37,6 cm.<br />

Links unten signiert und datiert „1925“.<br />

Hinter Glas in teilebonisiertem Rahmen gerahmt.<br />

Anbei eine Fotoexpertise von Dr. Horst Ludwig,<br />

München, 28.11.2013, in Kopie.<br />

Luftige Darstellung dreier unbekleideter Figuren vor<br />

blauem Himmel, gerahmt von zwei Staffagebäumen.<br />

LOVIS CORINTH,<br />

1858 TAPIAU – 1925 ZANDVOORT<br />

BADENDE IM FREIEN<br />

Oil on parchment paper.<br />

29.1 x 37.6 cm.<br />

Signed and dated “1925” lower left.<br />

Accompanied by a photographic expert’s report by Dr<br />

Horst Ludwig, Munich, 28 November 2013, in copy.<br />

€ 20.000 - € 40.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BID<br />

Provenienz:<br />

Eugen Spiro (1874-1972), als Geschenk von Lovis<br />

Corinth, seinem langjährigen Freund und Vorstandskollegen<br />

in der Berliner Secession.<br />

Lilly Spiro, dritte Ehefrau Eugen Spiros, New York.<br />

Wilko von Abercron, Köln.<br />

Seit 30 Jahren in süddeutschem Privatbesitz.<br />

(1381831) (13)<br />

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43


LOVIS CORINTH<br />

1858 Tapiau – 1925 Zandvoort<br />

444<br />

LOVIS CORINTH,<br />

1858 TAPIAU – 1925 ZANDVOORT<br />

PORTRAIT DER SCHAUSPIELERIN GERTRUD<br />

EYSOLDT ALS HALBAKT IM SESSEL<br />

Öl auf Leinwand.<br />

80,5 x 62,5 cm.<br />

Links oben signiert und datiert „Lovis Corinth 1914“.<br />

In vergoldetem Kehlrahmen.<br />

Corinth hatte die Schauspielerin Gertrud Eysoldt (1870-<br />

1955) bereits 1903 als Salome gemalt (WVZ 252), nun<br />

sitzt sie als Halbakt auf einem Stuhl sitzend mit entblößtem<br />

Oberkörper und über dem Haupt gleitender<br />

Perlenkette, die von ihrer linken Hand umspielt wird.<br />

Im gleichen Jahr erschien im Verlag Fritz Gurlitt, Berlin,<br />

die Lithographie „Weiblicher Akt im Lehnsessel mit<br />

dunklem Hintergrund“ der Schauspielerin Gertrud<br />

Eysoldt, die einen direkten Bezug zu dem vorliegenden<br />

Gemälde aufweist. In Vorbereitungen auf das Theaterstück<br />

Salome im Jahr 1902 lernte Gertrude Eysoldt<br />

den Künstler Lovis Corinth kennen. Corinth, der mit<br />

Max Liebermann und Max Slevogt zu den Vorreitern<br />

des deutschen Impressionismus zählt, war im Jahr<br />

1901 nach Berlin übergesiedelt und schuf anfänglich<br />

die Bühnenbilder für die Theaterinszenierungen Max<br />

Reinhardts, zu der auch Salome zählte, anlässlich<br />

dessen Corinth die Eysoldt 1903 malte. Ein gutes<br />

Jahrzehnt später, im Jahr 1914, lud Corinth die Schauspielerin<br />

erneut in sein Atelier ein, um sie ein weiteres<br />

Mal abzubilden – als „Weiblicher Halbakt im Sessel“.<br />

Es ist eine schonungslose, geradezu groteske Darstellung,<br />

welche jedoch direkten Bezug nimmt auf das<br />

außergewöhnlich Wesen der Schauspielerin, die wie<br />

keine andere zu dieser Zeit das Berliner Publikum mit<br />

ihren überzeichneten Rollen faszinierte. Seit 1920 war<br />

Eysoldt Direktorin des Kleinen Schauspielhauses in<br />

Berlin-Charlottenburg.<br />

Provenienz:<br />

Kunsthandlung Hofer, Berlin und München.<br />

Galerie Interkunst, München.<br />

Galerie Gebhardt, München.<br />

Privatbesitz, New York.<br />

Galerie Westphal, Berlin.<br />

Privatbesitz, London.<br />

Privatbesitz, Niedersachsen.<br />

Versteigerungen:<br />

Leo Spik, Berlin, 26. September 1958.<br />

Hauswedell & Nolte, Hamburg, 2.Juni 1976, Lot 247<br />

mit Farbabbildung.<br />

Hauswedell & Nolte, Hamburg, 9. Juni 1986 mit Abb.<br />

Christie‘s, London, 17. Oktonber 2000, Lot 4.<br />

Koller, Zürich, 8. Dezember 2006, Lot 13.<br />

Grisebach, Berlin, 26.November 2015, Lot 9.<br />

Bassenge, Gerlin, 27. Mai 2017, Lot 8037.<br />

Schloss Ahlden, 8.September 2019, Lot 1571.<br />

Literatur:<br />

Die Weltkunst, XXXVI Jg, Nr. 6, München 15. März<br />

1966, Titelblatt mit Farbabbildung<br />

Ausstellungskatalog der Galerie Gebhardt, München<br />

1972 mit Abb.<br />

Orangerie 86, Deutscher Kunsthandel im Schloß<br />

Charlottenburg, Berlin 1986, Farbabb. S. 160.<br />

Asta von Bethmann Hollweg, Volker Westphal,<br />

25 Jahre Kunsthandel in Berlin, Berlin 1991, S. 144<br />

mit Farbabb.<br />

Charlotte Berend-Corinth, Lovis Corinth, Die Gemälde,<br />

Werkverzeichnis, München 1992, WVZ 1000, Abb.<br />

S. 905. (1380081) (13)<br />

LOVIS CORINTH,<br />

1858 TAPIAU - 1925 ZANDVOORT<br />

SEMI-NUDE PORTRAIT IN ARMCHAIR OF THE<br />

ACTRESS GERTRUD EYSOLDT<br />

Oil on canvas.<br />

80.5 x 62.5 cm.<br />

Signed and dated “Lovis Corinth 1914” top left.<br />

€ 80.000 - € 120.000<br />

Sistrix<br />

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JAN SLUYTERS<br />

1881 – 1957<br />

445<br />

JAN SLUYTERS,<br />

1881 – 1957, ZUG.<br />

Der Künstler war ein niederländischer Maler, Zeichner,<br />

Grafiker, Radierer, Lithograf und Illustrator. Er studierte<br />

1901-1903 an der Amsterdamer Kunstakademie. Studienreisen<br />

führten ihn ab 1905 über Paris nach Italien<br />

und Spanien. In Paris übernahm er den Fauvismus in<br />

seinen Malstil. 1913 nahm er mit Bildern am Ersten<br />

Deutschen Herbstsalon in Berlin teil. Er war Mitglied<br />

in zahlreichen Künstlervereinigungen und wurde für<br />

sein künstlerisches Werk mehrfach ausgezeichnet.<br />

Er malte vor allem Frauenportraits, oft als Akt. Diese<br />

waren damals nicht unumstritten, zumal er auch farbige<br />

Frauen malte.<br />

SITZENDE NACKTE FRAU<br />

Aquarell/ Gouache auf Papier.<br />

Sichtmaß: 98,3 x 70 cm.<br />

Hinter Glas in teilvergoldetem breitem Rahmen.<br />

Vor braunem Hintergrund eines Innenraums eine<br />

farbige nackte Frau, leicht seitlich auf einem runden<br />

grünen Kissen sitzend, mit farbiger Kette und Armbändern<br />

sowie Ringen an ihren Fingern. Mit ihren<br />

großen schwarzen Augen und dem leuchtend roten<br />

Mund, mit leicht traurigem Gesichtsausdruck aus<br />

dem Bild auf den Betrachter herausschauend. Rechts<br />

von ihr ein kleiner Tisch, wohl mit Spiegel und einer<br />

davorstehenden Vase mit zwei großen leuchtenden<br />

rosafarbenen Blumen. Wiedergabe in meist lockerem<br />

schnellen Pinselduktus.<br />

(13812910) (1) (18)<br />

JAN SLUYTERS,<br />

1881 – 1957, ATTRIBUTED<br />

SEATED NUDE<br />

Watercolour/ gouache on paper.<br />

Visible dimensions: 98.3 x 70 cm.<br />

€ 27.000 - € 30.000<br />

Sistrix<br />

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MAX PECHSTEIN<br />

1881 Zwickau – 1955 Berlin<br />

446<br />

MAX PECHSTEIN,<br />

1881 ZWICKAU – 1955 BERLIN<br />

QUELL IN POSITANO, VOM HANG, 1925<br />

Farbkreide auf Zeichenkarton.<br />

49 x 40,3 cm.<br />

Bezeichnet, signiert und datiert rechts unten<br />

„Vom Hang, HMPechstein 1925“<br />

Beigegeben eine Expertise von Alexander und Julia<br />

Pechstein vom 24.4.2015, in Kopie vorliegend. In der<br />

Kartei der Max Pechstein-Urheberrechtsgemeinschaft<br />

wird die Kreidezeichnung unter dem Titel „Quell in<br />

Positano (Vom Hang)“, 1925, DMP 1943, geführt.<br />

Die Kreidezeichnung wurde im Juli 1925, während<br />

Pechsteins Italienaufenthalt in Positano gemalt.<br />

MAX PECHSTEIN,<br />

1881 ZWICKAU –1955 BERLIN<br />

QUELL IN POSITANO, VOM HANG, 1925<br />

Coloured chalk on drawing board.<br />

49 x 40.3 cm.<br />

Inscribed, signed and dated lower right<br />

“Vom Hang, HMPechstein 1925”.<br />

Accompanied by an expert’s report by Alexander and<br />

Julia Pechstein dated 24 April 2015. The chalk drawing<br />

is listed in the Max Pechstein copyright association’s<br />

card index under the title “Quell in Positano (Vom<br />

Hang)”, 1925, DMP 1943.<br />

The chalk drawing was painted in July 1925, during<br />

Pechstein’s stay in Positano, Italy.<br />

Provenienz:<br />

Nachlass des Künstlers.<br />

Galerie Döbele, Stuttgart, 1989.<br />

Auktion, Karl & Faber, München, 1989.<br />

Privatsammlung, Deutschland. (1381765) (10)<br />

Provenance:<br />

Estate of the artist.<br />

Gallery Döbele, Stuttgart, 1989.<br />

Auction, Karl & Faber, Munich, 1989.<br />

Private collection, Germany.<br />

€ 25.000 - € 30.000<br />

Sistrix<br />

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GIORGIO DE CHIRICO<br />

1888 Volos – 1978 Rom<br />

447<br />

GIORGIO DE CHIRICO,<br />

1888 VOLOS – 1978 ROM<br />

Der Künstler war ein italienischer Maler, Bildhauer<br />

und Grafiker, er gilt als Hauptvertreter der Pittura Metafisica,<br />

der sogenannten Metaphysischen Malerei, die<br />

als einer der wichtigsten Vorläufer des Surrealismus<br />

angesehen wird.<br />

AUTOSTRADA DEL SOLE, 1961<br />

Öl auf Leinwand.<br />

60 x 80,5 cm.<br />

Links unten signiert und datiert „G. de Chirico 1961“,<br />

verso erneut Signatur auf Leinwand, sowie alter Aufkleber<br />

der Galleria Permanente d‘<strong>Art</strong>e Bergamo mit<br />

Künstlerangaben und Betitelung.<br />

Im Passepartout, in vergoldetem Prunkrahmen.<br />

Blick von erhöhtem Standpunkt auf eine vierspurige<br />

Autobahn mit einem rechtsseitig liegenden Seitenstreifen,<br />

die vom Vordergrund mit einer großen Biegung<br />

nach links über eine hohe Brücke in die Ferne führt.<br />

Diese sonnenbeschienene Straße wohl in Voralpenlandschaft.<br />

Im Vordergrund zu erkennen ein silbrig<br />

glänzendes Cabriolet sowie auf der Gegenspur ein<br />

großes Campingmobil. Malerei in raschem, schnellen<br />

Pinselstrich in zurückhaltender, überwiegend braungrüner<br />

und grauer Farbgebung.<br />

GIORGIO DE CHIRICO,<br />

1888 VOLOS – 1978 ROME<br />

AUTOSTRADA DEL SOLE, 1961<br />

Oil on canvas.<br />

60 x 80.5 cm.<br />

Signed and dated “G. de Chirico 1961” lower left<br />

and signed again on the back of the canvas.<br />

Note 1:<br />

The present painting was offered for sale at Christie’s<br />

in Milan on 28 November 2000, lot 371.<br />

Note 2:<br />

INFO | BID<br />

The painting former on the Autostrada VIAcard.<br />

€ 60.000 - € 80.000<br />

Sistrix<br />

Anmerkung 1:<br />

Das vorliegende Gemälde wurde bei Christie‘s in<br />

Mailand auf der Auktion am 28. November 2000 mit<br />

der Lotnummer 371 angeboten.<br />

Anmerkung 2:<br />

Das Gemälde ehemals auf der Autostrada-VIAcard.<br />

(1380581) (18)<br />

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51


CHRISTIAN ROHLFS<br />

1849 Groß Niendorf – 1938 Hagen<br />

448<br />

CHRISTIAN ROHLFS,<br />

1849 GROSS NIENDORF – 1938 HAGEN<br />

Der Künstler studierte in Weimar, ab 1895 war er in<br />

Berlin tätig, ab 1901 in Hagen/ Nordrein-Westfalen.<br />

Nach der Machtergreifung der Nazis wurde Rohlfs<br />

aus der Preußischen Akademie ausgeschlossen, 412<br />

seiner Bilder entfernt und als entartet diffamiert. Er<br />

gilt als einer der wichtigsten Vertreter des deutschen<br />

Expressionismus.<br />

WEISSE TULPEN IN EINEM TOPF, 1916<br />

Aquarell auf Papier.<br />

66,7 x 50,8 cm.<br />

Rechts unten monogrammiert „CR“.<br />

Im Passepartout, hinter Glas gerahmt.<br />

CHRISTIAN ROHLFS,<br />

1849 GROSS NIENDORF – 1938 HAGEN<br />

WHITE TULIPS IN A POT, 1916<br />

Watercolour on paper.<br />

66.7 x 50.8 cm.<br />

Monogrammed “CR” lower right.<br />

Accompanied by a certificate of authenticity with supplement<br />

inventory no. CR193/99 by Professor Dr Paul<br />

Vogt, Essen, 15 August 1999, in copy.<br />

€ 20.000 - € 40.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BID<br />

Beigegeben eine Echtheitsbestätigung mit Nachtragsinventarnummer<br />

CR193/99, von Prof. Dr. Paul Vogt,<br />

Essen, 15.08.1999, in Kopie.<br />

Das Blatt gehört zu einer Serie von Tulpendarstellungen,<br />

die Rohlfs 1916 im Hagener Atelier gemalt hat.<br />

(1381832) (18)<br />

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FRITZ WINTER<br />

1905 Altenbögge – 1976 Herrsching<br />

449<br />

FRITZ WINTER,<br />

1905 ALTENBÖGGE – 1976 HERRSCHING<br />

OHNE TITEL<br />

FRITZ WINTER,<br />

1905 ALTENBÖGGE - 1976 HERRSCHING<br />

UNTITLED<br />

Mischtechnik/ Gouache auf Karton.<br />

74,5 x 100 cm.<br />

Rechts unten signiert und datiert „54“.<br />

Hinter Glas in dekorativem Rahmen.<br />

Fritz Winter gehörte zu den Vorreitern der Abstraktion.<br />

Er studierte am Bauhaus, war Gründungsmitglied<br />

der Künstlergruppe ZEN 49 und zählte zu den<br />

Protagonisten des künstlerischen Siebdrucks in<br />

Deutschland. Aus seinen frühen Bauhausarbeiten<br />

heraus entwickelte er eine eigene Formensprache,<br />

die ihm eine besondere Stellung neben dem Informell<br />

zuweist. (13800622) (18)<br />

Mixed media/ gouache on card.<br />

74.5 x 100 cm.<br />

Signed and dated “54” lower right.<br />

€ 15.000 - € 20.000<br />

Sistrix<br />

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55


JEFF KOONS<br />

geb. 1955 York/Pennsylvania<br />

450<br />

JEFF KOONS,<br />

GEB. 1955 YORK/ PENNSYLVANIA<br />

DOM PÉRIGNON BALLOON VENUS (MAGENTA),<br />

2013<br />

Polyurethanharz, lackiert.<br />

61,5 x 32,5 x 35,5 cm.<br />

Maße des Kastens: 53 x 78 x 50 cm.<br />

Eines von 650 Exemplaren.<br />

Zweiteilig. Dazu eine Champagnerflasche Dom Pérignon<br />

Rosé Vintage, 2003, Limited Edition by Jeff<br />

Koons, in Originalverpackung sowie ein kleines Buch<br />

und ein paar helle Handschuhe. Zwischen dicken<br />

Styroporplatten in verschließbarem Metallickasten<br />

mit Tragegriffen.<br />

Anmerkung:<br />

Jeff Koons verwendet Zeugnisse der Konsumkultur<br />

als Ausgangspunkte und verfremdet oder imitiert<br />

sie. So bearbeitete er auch Objekte aus der Alltagskunst<br />

und der Werbung, greift wie letztere immer<br />

wieder auch auf sexuelle und andere Schlüsselreize<br />

zurück. Seine Kunstwerke wandeln aufgrund ihrer<br />

ironisierenden Wirkung zwischen Kitsch und Kunst.<br />

(1361321)<br />

JEFF KOONS,<br />

BORN 1955 YORK/ PENNSYLVANIA<br />

DOM PÉRIGNON BALLOON VENUS (MAGENTA),<br />

2013<br />

Polyurethane resin, lacquered.<br />

61.5 x 32.5 x 35.5 cm.<br />

Dimensions of case: 53 x 78 x 50 cm.<br />

Limited edition of 650.<br />

Two-part. A Dom Pérignon Rosé Vintage champagne<br />

bottle, 2003 is enclosed. Limited edition by Jeff Koons,<br />

in original packaging, small book and a pair of bright<br />

gloves. In lockable metal case with carrying handles<br />

between thick Styrofoam boards.<br />

€ 25.000 - € 30.000<br />

Sistrix<br />

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GÜNTHER UECKER<br />

geb. 1930 Wendorf/ Mecklenburg-Vorpommern<br />

451<br />

GÜNTHER UECKER,<br />

GEB. 1930 WENDORF/ MECKLENBURG-<br />

VORPOMMERN<br />

Der deutsche Maler und Objektkünstler von internationalem<br />

Rang ist bekannt für seine reliefartigen<br />

Nagelbilder. Ein Teil seines Werkes ist der sogenannten<br />

Kinetischen Kunst zuzuordnen. Er lebt und arbeitet in<br />

Düsseldorf und St. Gallen.<br />

NAGEL, 1989<br />

Höhe: 178 cm.<br />

Sockeldurchmesser: 17 cm.<br />

Im unteren Bereich des Nagels Nameszug „UECKER“.<br />

Eines von 100 Exemplaren.<br />

Beigegeben eine Echtheitsbestätigung des Künstlers,<br />

2014, in Kopie.<br />

GÜNTHER UECKER,<br />

BORN 1930 WENDORF/ MECKLENBURG-<br />

WESTERN POMERANIA<br />

NAGEL, 1989<br />

Steel.<br />

Height: 178 cm,<br />

Base diameter: 17 cm<br />

In the lower area of the nail artist’s name “UECKER”.<br />

Limited edition of 100.<br />

Accompanied by a confirmation of authenticity by<br />

the artist, 2014, in copy.<br />

€ 15.000 - € 20.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BID<br />

Stahl. Nagelspitze mit vier Kanten. Vereinzelt kleine<br />

Rostsp.<br />

(13810512) (18)<br />

zum Größenvergleich<br />

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61


452<br />

GÜNTHER UECKER,<br />

GEB. 1930 WENDORF/<br />

MECKLENBURG-VORPOMMERN,<br />

Der deutsche Maler und Objektkünstler von internationalem<br />

Rang ist bekannt für seine reliefartigen<br />

Nagelbilder. Ein Teil seines Werkes ist der sogenannten<br />

Kinetischen Kunst zuzuordnen. Er lebt und<br />

arbeitet in Düsseldorf und St. Gallen.<br />

OHNE TITEL<br />

Prägedruck auf Papier.<br />

Darstellung: 45,5 x 45,5 cm.<br />

Rechts unterhalb der Darstellung signiert und<br />

datiert, links unten „Ed 44/500“.<br />

Hinter Glas gerahmt.<br />

(1381705) (1) (18)<br />

€ 3.500 - € 5.000<br />

Sistrix<br />

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453<br />

PABLO PICASSO,<br />

1881 MÁLAGA – 1973 MOUGINS<br />

GROSSE PICASSO-TERRAKOTTAPLATTE<br />

Durchmesser: 43 cm.<br />

Verso Prägestempel „MADOURA“ – “.ORIGINALE<br />

DE PICASSO“, Auflagenbezeichnung 87/200.,<br />

Modellnummer F. 210<br />

Spiegel und Fahne reliefiert, im Spiegel abstrahiertes<br />

Gesicht, Mattbemalung und Glanzglasur in Braun,<br />

Cremeweiß und Zarttürkis.<br />

(1381011) (11)<br />

€ 6.000 - € 8.000<br />

Sistrix<br />

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63


GOTTFRIED HELNWEIN<br />

geb. 1948 Wien<br />

454<br />

GOTTFRIED HELNWEIN,<br />

GEB. 1948 WIEN<br />

Der österreichisch-irische Künstler wurde vor allem<br />

durch seinen Hyperrealismus bekannt. Zu seinen<br />

Techniken gehört auch die Verarbeitung von Fotografie<br />

als Medium, oft in Zusammenhang mit Performance.<br />

Lebt und arbeitet in Irland und Los Angeles.<br />

WARREN BEATTY, 1981<br />

Aquarell auf Karton.<br />

36 x 29 cm.<br />

Rechts unten signiert.<br />

Im Passepartout, hinter Glas gerahmt.<br />

Gerahmt beschrieben.<br />

(1381267) (1) (10)<br />

GOTTFRIED HELNWEIN,<br />

BORN 1948 VIENNA<br />

Lives and works in Ireland and Los Angeles.<br />

WARREN BEATTY, 1981<br />

Watercolour on card.<br />

36 x 29 cm.<br />

Signed lower right.<br />

Framed with mount under glass.<br />

Not examined out of frame.<br />

€ 15.000 - € 20.000<br />

Sistrix<br />

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BETTINA RHEIMS<br />

geb. 1952 Neuilly-sur-Seine<br />

455<br />

BETTINA RHEIMS,<br />

GEB. 1952 NEUILLY-SUR-SEINE<br />

Die Künstlerin, eine französische Fotografin, ist die<br />

Tochter des Schriftstellers Maurice Rheims, der<br />

auch Nachlassverwalter von Pablo Picasso war und<br />

der Frankfurterin Lili Krahmer. Bevor sie Karriere als<br />

Fotografin machte, arbeitete sie als Fotomodell. Ihre<br />

provokant-erotischen Inszenierungen in ihrer Akt- und<br />

Glamourfotografie machten sie weltweit bekannt.<br />

Provenienz:<br />

Direkt von der Künstlerin erworben. Galerie Jerome<br />

de Noirmont.<br />

Ausstellungen:<br />

Retrospective Bettina Rheims: Helsinki, Oslo, Wien,<br />

Düsseldorf (2004/ 2005).<br />

BETTINA RHEIMS,<br />

BORN 1952 NEUILLY-SUR-SEINE<br />

GINA AND ELIZABETH KISSING,<br />

LOS ANGELES, MARCH 1995<br />

GIAN AND ELIZABETH KISSING,<br />

MARCH 1995, LOS ANGELES<br />

Fotografie, C-Druck auf Aluminium.<br />

120 x 180 cm.<br />

Verso Aufkleber mit handschriftlicher Betitelung und<br />

Signatur der Künstlerin sowie Ed. 4/5; sowie Aufkleber<br />

der Galerie Jérome de Noirmont, Paris mit Künstlernennung,<br />

Literatur:<br />

Bettina Rheims, More trouble, München 2014,<br />

Abb. 119.<br />

Bettina Rheims, Retrospective, Texte von S. Bramly,<br />

J.-C. Ammann, B. Arell, K. Levin, München 2004,<br />

Abb. 107.<br />

Bettina Rheims, Can you find happiness, München<br />

2008, S. 27. (1381058) (18)<br />

€ 12.000 - € 15.000<br />

Betitelung und Datierung „1995“.<br />

Hinter Glas in schwarzem Holzrahmen.<br />

Photography, C-print on aluminium.<br />

120 x 180 cm.<br />

Label with handwritten title and signature by the artist<br />

and ltd. ed. no. 4/5 on the back.<br />

Sistrix<br />

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ANJA JENSEN<br />

geb. 1966 Gehrden<br />

456<br />

ANJA JENSEN,<br />

GEB. 1966 GEHRDEN<br />

FLORIDA BOY, 2004<br />

Fotografie, C-Print, Acrylglas, Aludibond.<br />

123 x 204 cm.<br />

Verso Aufkleber Ed. 4/5.<br />

Ausstellungen:<br />

Share your dreams, junge kunst aus der eu, Wien<br />

2009, Ausst. kat., FT13 S.35. (1381053) (18)<br />

€ 5.000 - € 7.000<br />

Sistrix<br />

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67


RICHARD H. PETTIBONE<br />

geb. 1938 Los Angeles<br />

457<br />

RICHARD H. PETTIBONE,<br />

GEB. 1938 LOS ANGELES<br />

Richard H. Pettibone zählt zu den Hauptvertretern der<br />

Appropriation <strong>Art</strong> und war auch Wegbereiter dieser<br />

neuen Kunstrichtung. Dabei ging es dieser Gruppe um<br />

bewusste Einbeziehung anderer, bekannter Werke, die<br />

nun in eine eigene, neue Sichtweise gestellt werden.<br />

Vertreter dieser Richtung wie Mike Bidio, Sherrie Levine,<br />

Yasumaso Morimura oder Cindy Sherman – um<br />

nur einige zu nennen – verwendeten in den 1970er-<br />

Jahren Motive von Warhol, Lichtenstein, Jasper Johns<br />

oder Frank Stella und veränderten durch Manipulation<br />

den Blick auf diese Werke. Pettibone schloss sein<br />

Studium am Otis <strong>Art</strong> Insitute 1962 ab. Schon früh am<br />

Modellbau interessiert, schuf er Schaukasten-Assemblagen.<br />

Erstmals 1964 verwendete er Andy Warhols<br />

berühmte „Campbell Soup Can“ für seine verkleinerte<br />

und farblich veränderte Version.<br />

MARILYN, 1973<br />

Miniatur, wohl Acryl und Siebdrucktinte auf Leinwand.<br />

6 x 5 cm.<br />

Verso auf Bildrahmen „R P..., 73“.<br />

In schmalem Holzleistenrahmen, in weißem<br />

Schaukasten.<br />

Portrait Marilyn Monroes mit gelblichem Gesicht und<br />

blauem Haar vor rotem Hintergrund. Der Künstler eignete<br />

sich Werke anderer Künstler an und übertrug sie<br />

in Miniaturversionen.<br />

Anmerkung:<br />

Eine vergleichbare Miniatur von Marilyn, jedoch mit<br />

gelbem Haar und grünem Hintergrund, wurde bei<br />

Christie‘s, New York, am 22. September 2010 unter<br />

der Lotnummer 98 versteigert, sowie eine weitere<br />

Miniatur mit Marylin in der World Auction Gallery,<br />

Lotnummer 18. (1381709) (1) (18)<br />

RICHARD H. PETTIBONE,<br />

BORN 1938 LOS ANGELES<br />

Richard H. Pettibone is regarded as one of the main<br />

exponents of “Appropriation <strong>Art</strong>” and was a pioneer of<br />

this new art movement. <strong>Art</strong>ists of this movement<br />

such as Mike Bidio, Sherrie Levine, Yasumaso Morimura<br />

or Cindy Sherman – to name but a few – used<br />

1970s motifs by Warhol, Lichtenstein, Jasper Johns,<br />

or Frank Stella, and altered the perception of these<br />

works through manipulation.<br />

MARILYN, 1973<br />

Miniature, probably acrylic and silkscreen ink on canvas.<br />

6 x 5 cm.<br />

Inscribed “R P..., 73” on the back of the frame.<br />

Notes:<br />

A comparable miniature of Marilyn, however with<br />

yellow hair and green background was auctioned at<br />

Christie’s, New York, on 22 September 2010, lot 98<br />

and a further miniature of Marilyn at the World Auction<br />

Gallery, New York on 30 October 2022, lot 18.<br />

€ 35.000 - € 45.000<br />

Sistrix<br />

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ARAUN GORDIJN<br />

geb. 1947 Amsterdam<br />

458<br />

ARAUN GORDIJN,<br />

GEB. 1947 AMSTERDAM<br />

BETWEEN THE GOLDEN ARCHES, 1981<br />

Öl auf Leinwand.<br />

120 x 150 cm.<br />

Verso auf Holzrahmen Künstlernennung und Datierung.<br />

In Holzrahmen mit Aluminiumrahmung.<br />

Blick auf eine große gelbliche Tankstelle mit drei großen<br />

amerikanischen Autos. Rest.<br />

(1381701) (1) (18)<br />

€ 7.500 - € 10.000<br />

Sistrix<br />

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MEL RAMOS<br />

1935 Sacramento/ Kalifornien – 2018 Oakland/ Kalifornien<br />

459<br />

MEL RAMOS,<br />

1935 SACRAMENTO/ KALIFORNIEN –<br />

2018 OAKLAND/ KALIFORNIEN<br />

REESE'S ROSE, 2008<br />

Farbserigrafie.<br />

Sichtmaß: 93,5 x 55 cm.<br />

Rechts unten signiert, links unten „Ed. 167/199“.<br />

Im Passepartout, hinter Glas gerahmt.<br />

(1381703) (1) (18)<br />

€ 4.500 - € 6.000<br />

Sistrix<br />

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71


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MEL RAMOS<br />

1935 Sacramento/ Kalifornien – 2018 Oakland/ Kalifornien<br />

460<br />

MEL RAMOS,<br />

1935 SACRAMENTO/ KALIFORNIEN –<br />

2018 OAKLAND/ KALIFORNIEN<br />

CARAMIA CARAMELLO, 2007<br />

Farbserigrafie.<br />

94,5 x 58 cm.<br />

Rechts unten signiert, links unten „Ed 148/199“.<br />

Im Passepartout, hinter Glas gerahmt.<br />

(1381704) (1) (18)<br />

€ 4.500 - € 6.000<br />

Sistrix<br />

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461<br />

MEL RAMOS,<br />

1935 SACRAMENTO/ KALIFORNIEN –<br />

2018 OAKLAND/ KALIFORNIEN<br />

HAV-A-HAVANNA #7, 2008<br />

Farbserigrafie.<br />

Darstellung: 56,5 x 94,5 cm.<br />

Rechts unten signiert, links unten „Ed. 149/199“.<br />

Im Passepartout, hinter Glas gerahmt.<br />

(1381706) (1) (18)<br />

€ 7.500 - € 10.000<br />

Sistrix<br />

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73


LUIGI BRACCHI<br />

1892 Tirano – 1978 Mailand<br />

462<br />

LUIGI BRACCHI,<br />

1892 TIRANO – 1978 MAILAND<br />

ODALISCA VIOLA, UM 1919<br />

Öl auf Leinwand.<br />

60 x 42 cm.<br />

Rechts unten signiert „BRACCHI“.<br />

In dekorativem Rahmen.<br />

In Untersicht das Brustbildnis einer jungen Frau in<br />

hellem Kleid mit großen roten Punkten, eine dreireihige<br />

Kette mit Anhänger tragend und in ihren dunklen<br />

Haaren vier herabhängende Schmuckstücke. Malerei<br />

in raschem Pinselduktus, bei teils pastosem Farbauftrag.<br />

Literatur:<br />

Guido Cribiori, Tra le righe. Ventiquattro maestri del<br />

Novecento italiano attraverso immagini e parole,<br />

Mailand 2023, S. 92, Abb. 34. (13815510) (4) (18)<br />

€ 6.000 - € 8.000<br />

Sistrix<br />

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CESARE MONTI<br />

1891 Brescia – 1959 Bellano<br />

463<br />

CESARE MONTI,<br />

1891 BRESCIA – 1959 BELLANO<br />

NUDINO IN POLTRONA, UM 1937<br />

Öl auf Leinwand.<br />

62 x 39,5 cm.<br />

Rechts unten signiert „C Monti“.<br />

In weißem Holzkastenrahmen.<br />

In einem Innenraum eine junge nackte Frau, in einem<br />

großen Sessel sitzend, ihren Kopf mit den rötlichen<br />

Haaren zur Seite geneigt und um den Hals eine lange<br />

rote Kette tragend.<br />

Literatur:<br />

Guido Cribiori, Tra le righe. Ventiquattro maestri del<br />

Novecento italiano attraverso immagini e parole,<br />

Mailand 2023, S. 283, Abb. 180.<br />

(13815511) (4) (18)<br />

€ 7.000 - € 9.000<br />

Sistrix<br />

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75


LAUREANO BARRAU BUÑOL<br />

1863/64 Barcelona – 1950 Ibiza<br />

464<br />

LAUREANO BARRAU BUÑOL,<br />

1863/64 BARCELONA – 1950 IBIZA, ZUG.<br />

SANTA EULALIA, IBIZA<br />

LAUREANO BARRAU BUÑOL,<br />

1863/64 BARCELONA – 1950 IBIZA, ATTRIBUTED<br />

SANTA EULALIA, IBIZA<br />

Öl auf Leinwand.<br />

59,5 x 100 cm.<br />

Plakette mit Künstlernennung und Lokalisierung.<br />

In vergoldetem Zierrahmen.<br />

In lockerem Pinselduktus mit das gleißende Licht eines<br />

Sommermittags wiedergebendem Kolorit dargestellt<br />

ein Sandstrand, auf dem mehrere Figuren dargestellt<br />

sind. Ein einzelnes Segelboot mit gehisstem Segel<br />

spiegelt sich im recht ruhigen Küstengewässer des<br />

Mittelmeeres, das sich laut den Künstler nennender<br />

Plakette nach Santa Eulalia auf Ibiza verorten lässt,<br />

wohin Barrau Buñol mit 47 Jahren zog, nachdem er in<br />

Paris bei Jean-Léon Gérome gelernt hatte und wo er die<br />

Werke schuf, die gemeinhin zu seinen besten zählen.<br />

(13804214) (13)<br />

Oil on canvas.<br />

59.5 x 100 cm.<br />

€ 12.000 - € 18.000<br />

Sistrix<br />

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LUIGI BRACCHI<br />

1892 Tirano – 1978 Mailand<br />

465<br />

LUIGI BRACCHI,<br />

1892 TIRANO – 1978 MAILAND<br />

AVENUE DES CHAMPS-ÉLYSÉES, 1938<br />

Öl auf Leinwand.<br />

90 x 117 cm.<br />

Rechts unten signiert und datiert „Bracchi Paris 1938“.<br />

In dekorativem Rahmen.<br />

Im Zentrum die berühmte graue, breite Champs-<br />

Élysées, die pyramidenförmig zum Arc de Triomphe<br />

führt. Seitlich jeweils grüne Baumreihen, zahlreiche<br />

farbig angedeutete Figuren und die Häuserkulisse von<br />

Paris, unter hohem blauen Himmel mit weißen streifenartigen<br />

Wolkenfeldern. Wiedergabe der sonnenbeschienenen<br />

Prachtstraße in überwiegend weichen<br />

zarten Farbtönen.<br />

Literatur:<br />

Guido Cribiori, Tra le righe. Ventiquattro maestri<br />

del Novecento italiano attraverso immagini e parole,<br />

Mailand 2023, S. 101, Abb. 43.<br />

(13815512) (4) (18)<br />

€ 5.000 - € 7.000<br />

Sistrix<br />

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77


19TH/20TH CENTURY<br />

P A I N T I N G S


466<br />

FRANCESCO ZANIN,<br />

UM 1824 – 1884 VENEDIG, ZUG.<br />

Zwischen 1851-1888 in Venedig tätig. Der Maler wurde<br />

aufgrund seiner beliebten und qualitätvollen Bilder<br />

der „Canaletto des 19. Jahrhunderts“ genannt.<br />

Gemäldepaar<br />

BLICK ÜBER DEN CANAL GRANDE ZUM DOGEN-<br />

PALAST MIT PIAZZETTA UND CAMPANILE<br />

sowie<br />

MARKUSPLATZ MIT BLICK AUF SAN MARCO<br />

Öl auf Leinwand.<br />

68 x 77 cm.<br />

Im erstgenannten Bild ist eine Gesamtansicht der<br />

wichtigen und bekannten Gebäude der Lagunenstadt<br />

gegeben, gewissermaßen als Verewigung der Eindrücke,<br />

was von den Sammlern und Reisenden der Zeit so<br />

geschätzt wurde. Das Treiben der Segelschiffe und<br />

Gondeln im Vordergrund belebt das Gemälde. Im<br />

zweiten Bild ist die Ansicht fortgeführt. Hier rahmen<br />

die Gebäude den weiten Platz, wobei hier die Staffage<br />

figuren in Kostümen gezeigt werden, die weit vor<br />

der Schaffenszeit des Malers anzusetzen sind und die<br />

Malerei der Hauptvertreter der venezianischen Veduten<br />

in Erinnerung ruft. Der Maler gehört zu den bedeutendsten<br />

Repräsentanten der historisierenden Veduten<br />

im Stil des 18. Jahrhunderts, mit stilistischen Rückgriffen<br />

auf die Malweise des Canaletto (1697-1768).<br />

Von 1851 an war der Maler Schüler der Akademie im<br />

Bereich der Landschaftsmalerei, geleitet von Francesco<br />

Bagnara. 1869 war er auf der Jahresausstellung der<br />

Akademie vertreten. Mit seinem Werk „Il Ponte della<br />

Pazienza con la Chiesa del Carmine“ (Privatsammlung),<br />

datiert 1856, begann wohl seine Karriere, die bis<br />

Ende der 1880er-Jahre anhielt. Die hier vorliegenden<br />

Gemälde sind als Gegenstücke zu verstehen und in<br />

der malerischen Charakteristik vergleichbar mit weiteren<br />

Werken Zanins, der sich auch der Wiedergabe von historischen<br />

Ereignissen gewidmet hat, wie „Der Besuch<br />

des Dogen bei der türkischen Gesandtschaft“ oder<br />

„Der Bucintoro am Zollhafen“. 2007 wurde dem Maler<br />

in Venedig eine Ausstellung gewidmet.<br />

Literatur:<br />

Vgl. Fabrizio Magani, Francesco Zanin. Un „Canaletto“<br />

nell‘Ottocento, Mailand 2007.<br />

(1380816) (11)<br />

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FRANCESCO ZANIN,<br />

CA. 1824 - 1884 VENICE, ATTRIBUTED<br />

Active in Venice 1851 - 1888. Due to his popular and<br />

high-quality paintings the artist was known as the<br />

“Canaletto of the <strong>19th</strong> century”.<br />

A pair of paintings of Venice vedutas.<br />

VIEW ACROSS THE GRAND CANAL TO THE<br />

DOGE’S PALACE WITH PIAZETTA AND CAMPANILE<br />

and<br />

SAINT MARK’S SQUARE WITH VIEW<br />

OF SAN MARCO<br />

Oil on canvas.<br />

68 x 77 cm.<br />

The painter is one of the most important exponents<br />

of historicizing vedutas in the manner of the 18th<br />

century with stylistic references to the painting style<br />

of Canaletto (1697 - 1768).<br />

€ 55.000 - € 70.000<br />

Sistrix<br />

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81


467<br />

FRANCESCO ZANIN,<br />

UM 1824 – 1884<br />

Zwischen 1851-1888 in Venedig tätig. Der Maler wurde<br />

auf Grund seiner beliebten und qualitätvollen Bilder der<br />

„Caneletto des 19. Jahrhunderts“ genannt.<br />

AM FLUSSUFER DER BRENTA<br />

FRANCESCO ZANIN,<br />

CA. 1824 – 1884<br />

Active in Venice between 1851-1888. The painter<br />

was known as the “Caneletto of the <strong>19th</strong> century”<br />

because of his popular and high-quality paintings.<br />

ON THE BANKS OF THE BRENTA RIVER<br />

Öl auf Leinwand.<br />

43,5 x 64 cm.<br />

Rechts unten signiert.<br />

In vergoldetem Prunkrahmen.<br />

Von erhöhtem Standpunkt Blick auf das Ufer des langen<br />

norditalienischen Flusses Brenta, auf dem ein quadratischer<br />

alter, teils bewachsener Turm und mehrere<br />

Gebäude stehen. Ein paar Fischer haben mit ihren<br />

Booten an einem Steg angelegt, während im Vordergrund<br />

noch ein weiteres Boot ans Wasser gezogen<br />

wird, und hinter dem im flachen Ufer zwei Figuren im<br />

Wasser mit einem kleinen Netz zu erkennen sind.<br />

Von links nähert sich eine Gondel dem Ufer, von der<br />

aber nur die vordere Spitze zu erkennen ist. Im Hintergrund<br />

fast silhouettenhaft das hohe Gebirge unter<br />

hellblauem Himmel, mit wenigen weißen Wolken und<br />

einigen fliegenden Vögeln.<br />

Malerei mit vielen Details und zahlreichen Spiegelungen<br />

der Gebäude, Figuren und Booten im ruhigen<br />

Wasser. Vereinzelt Retuschen.<br />

Oil on canvas.<br />

43.5 x 64 cm.<br />

Signed lower right.<br />

€ 15.000 - € 20.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BID<br />

Anmerkung:<br />

Der Brenta ist 174 km langer Fluss in Norditalien.<br />

Bereits im 17. und 18. Jahrhundert war der entstandene<br />

Brenta-Kanal eine frequentierte Reiseroute<br />

zwischen Padua und Venedig. (1340603) (18)<br />

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83


468<br />

FRANCESCO ZANIN,<br />

1824 – 1884, ZUG<br />

BLICK AUF DEN RIO DEI MENDICANTI UND DER<br />

SCUOLA DI SAN MARCO<br />

Öl auf Leinwand.<br />

39 x 54 cm.<br />

Gerahmt.<br />

Das Gemälde verewigt eine Tagesansicht des Rio dei<br />

Mendicanti in Venedig, eines wichtigen Kanals, der die<br />

Stadtteile Castello und Cannaregio voneinander trennt<br />

und eine <strong>Art</strong> Grenzlinie bildet, in diesem Fall von der<br />

Ponte Rosso ausgesehen.<br />

Der Rio dei Mendicanti mündet in der Nähe der Fondamenta<br />

Nuove in die Lagune, verläuft vor der Basilika<br />

Santi Giovanni e Paolo, entlang der Scuola Grande di<br />

San Marco, vor der Kirche San Lazzaro dei Mendicanti<br />

und vor dem Squero Vecio: Da er breit genug ist, um<br />

auf der Seite der Fondamenta, die an ihm vorbeiführt,<br />

anlegen zu können, wurde der Kanal häufig als Motiv<br />

für Gemälde des 18. und 19. Jahrhunderts verwendet.<br />

Tatsächlich hatte Canaletto bereits 1723 ein Ölgemälde<br />

mit dem Rio dei Mendicanti von der gleichnamigen<br />

Brücke aus gemalt, gefolgt von seinem Neffen Bernardo<br />

Bellotto (1722 - 1780), der 1740 eine Ansicht von der<br />

Spiegelbrücke, der Ponte Rosso, malte, was den hohen<br />

künstlerischen Wert der Ansicht beweist, die für die<br />

Anhänger des Vedutismus zurm obligatorischen Ziel<br />

wurde.<br />

Der Blick auf diese <strong>Art</strong> von Aussicht zeigt, dass die<br />

venezianische Kultur an der Wende vom 18. zum 19.<br />

Jahrhunderts im Wesentlichen eine Kultur war, die sich<br />

auf die Geschichte und den Wert bestimmter Denkmäler<br />

konzentrierte: In dieser Zeit führten die venezianischen<br />

Maler eine echte „Ausarbeitung der Erinnerung“<br />

und sogar der „Trauer“ im Zusammenhang mit<br />

dem traumatischen Untergang des venezianischen<br />

Staates im Jahr 1797 durch, indem sie wiederholt bedeutende<br />

Orte der Stadt darstellten, um die Erinnerung<br />

zu bewahren.<br />

In stilistischer Hinsicht offenbart das Werk die genaue<br />

Beobachtung und den Detailreichtum in der Wiedergabe<br />

der Architektur durch den Künstler sowie eine<br />

dynamische Behandlung des Himmels und des Wassers,<br />

Merkmale, die den starken Einfluss der großen<br />

niederländischen Landschaftsmaler des 17. Jahrhunderts<br />

erkennen lassen. Das Gemälde tendiert zu einer<br />

<strong>Art</strong> deskriptivem Verismus, bei dem die Realität mit<br />

fotografischer Genauigkeit wiedergegeben wird.<br />

Anmerkung:<br />

Zanin malte Kopien von Canaletto, einige davon ohne<br />

Unterschrift, damit sie im Handel als Originalwerke<br />

des berühmtesten venezianischen Künstlers des 17.<br />

Jahrhunderts durchgehen konnten. So kam es, dass<br />

er vor die Signatur vieler seiner Werke die Nummer<br />

der Replik setzte.<br />

So wurde beispielsweise das Gemälde Rio dei Marcanti<br />

e la scuola di san Marco, dass sich in der Sammlung<br />

der Fondazione Palazzo Coronini Cromberg in<br />

Görz befindet, für ein Werk von Canaletto gehalten,<br />

während in Wirklichkeit die Signatur „N° 33. Zanin<br />

Fran.co 1869“ bedeutet, dass es sich um eine weitere<br />

Kopie des gleichnamigen Gemäldes von Bernardo<br />

Bellotto aus den Accademia-Galerien handelt, von<br />

denen einige unsigniert auf dem Antiquitätenmarkt<br />

landeten.<br />

Mit dem sich ändernden Geschmack gingen Zanin<br />

jedoch schließlich die Kunden aus und der Maler<br />

starb in Armut und Einsamkeit am Weihnachtstag<br />

1884 in Venedig. (1381632) (2) (18)<br />

FRANCESCO ZANIN,<br />

1824 – 1884, ATTRIBUTED<br />

VIEW OF THE RIO DEI MENDICANTI AND THE SCU-<br />

OLA DI SAN MARCO<br />

Oil on canvas.<br />

39 x 54 cm.<br />

Framed.<br />

The painting immortalises a daytime view of the Rio<br />

dei Mendicanti in Venice, an important canal that separates<br />

the Castello and Cannaregio districts, creating<br />

a kind of borderline, seen in this case from the Ponte<br />

Rosso.<br />

The Rio flows into the Lagoon near the Fondamenta<br />

Nuove, runs in front of the Basilica of Santi Giovanni e<br />

Paolo, along the Scuola Grande di San Marco, passing<br />

in front of the Church of San Lazzaro dei Mendicanti<br />

in front of the Squero Vecio: being wide enough<br />

to allow mooring on the side of the fondamenta that<br />

ran alongside it, the canal was often taken as a subject<br />

in eighteenth- and nineteenth-century paintings,<br />

maintaining constant over the centuries.<br />

In fact, Canaletto had already painted an oil on canvas<br />

in 1723 with the Rio dei Mendicanti seen from the<br />

bridge of the same name, followed later by his nephew,<br />

Bernardo Bellotto (Venice, 1722 - Warsaw, 1780), who<br />

painted a view of it in 1740 from the mirror bridge, the<br />

Ponte Rosso, demonstrating the high artistic value of<br />

the view, which became an obligatory stop for all<br />

followers of his Vedutism.<br />

Admiring this kind of view shows how in fact, Venetian<br />

culture at the turn of the 18th and <strong>19th</strong> centuries was<br />

fundamentally a culture focused on history and the<br />

intrinsic value of certain monuments: in this period, in<br />

fact, Venetian painters (in particular Zanin) implemented<br />

a real ‘elaboration of memory’ and, even, of the<br />

‘mourning’ linked to the traumatic fall of the Venetian<br />

state in 1797, depicting on several repeatedly depicting<br />

significant places in the city, with the aim of perpetuating<br />

the memory.<br />

From a stylistic point of view, the work reveals the<br />

exact observation and richness of detail in the artist’s<br />

rendering of the architecture, as well as a dynamic<br />

treatment of the sky and water, characteristics that<br />

bear the strong influence of the great 17th-century<br />

Dutch landscape painters. The painting tends to veer<br />

towards a kind of descriptive verism, in which reality<br />

is portrayed with photographic fidelity.<br />

Notes:<br />

Zanin painted copies of Canaletto, some without<br />

signing them, so that they could pass in the the<br />

retail market as original works by the most famous<br />

Venetian artist or 17th century. It happened that before<br />

the signature of many of his works he placed<br />

the number of the replica.<br />

Thus,for example, Rio dei Marcanti e la scuola di san<br />

Marco, a painting held in the collection of the Fondazione<br />

Palazzo Coronini Cromberg in Gorizia, was considered<br />

to be by Canaletto, in reality the signature<br />

‘N° 33. Zanin Fran.co 1869’ means that it was yet<br />

another copy of Bernardo Bellotto’s painting of the<br />

same name from the Accademia Galleries, some<br />

unsigned ended up on the antiques market.<br />

However, with changing tastes, Zanin eventually ran<br />

out of customers and the painter died in poverty and<br />

loneliness in Venice on Christmas Day 1884.<br />

€ 25.000 - € 50.000<br />

Sistrix<br />

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85


469<br />

LANCELOT THÉODORE TURPIN DE CRISSÉ,<br />

1782 PARIS – 1859 EBENDA, ZUG.<br />

CANAL GRANDE MIT KIRCHE SANTA MARIA<br />

DELLA SALUTE<br />

Öl auf Leinwand. Doubliert.<br />

52 x 76 cm.<br />

Links unten Monogramm „T : T“ (ohne Krone),<br />

darunter Datierung „1858“ (1856?).<br />

Betrachterposition ist die Mitte des Kanals, von wo der<br />

Blick bis weit hinten zur hell erleuchteten Dogana<br />

reicht. Als Repoussoir hat der Maler rechts die hohen<br />

Segelmasten zweier Schiffe eingesetzt, während links<br />

die Fassaden der Palazzi in warmem Licht stehen.<br />

Diese rötlich-goldene, spätnachmittägliche Lichtstimmung<br />

hat Turpin bevorzugt auch bei Darstellung seiner<br />

antiken Gebäude eingesetzt, wie etwa bei den Tempelruinen<br />

seiner auf Reisen entstandenen Erinnerungen<br />

an das römische Forum oder an Paestum. Aber auch<br />

seine in Griechenland entstandenen Ruinenansichten<br />

leuchten in diesem abendlichen Goldton. Anders als im<br />

gleißenden Mittagslicht treten so auch hier die Fassadendekorationen<br />

der gotischen Paläste mit Balkonen<br />

und Arkadensäulen klarer hervor.<br />

Turpin de Crissé war der Sohn eines adeligen Offiziers,<br />

der durch die Revolution verarmte. Er stellte erstmals<br />

1806 im Salon aus, neben anderen Bildern eine Ansicht<br />

des Minerva-Tempels in Athen (verschollen). Sie wurde<br />

– wie viele weitere Gemälde – vermutlich von Marie-<br />

Gabriel-Florent-Auguste de Choiseul-Gouffier in Auftrag<br />

gegeben, einem französischen Diplomaten, der<br />

den Maler nach der Revolution tatkräftig unterstützt<br />

hat. Am Hof Napoleons jedoch folgte alsbald eine<br />

steile Karriere. Turpin de Crissé wurde 1809 zum Kammerherren<br />

der Kaiserin Josephine ernannt, die auch<br />

eines seiner Bilder erwarb. Dies bewirkte nicht zuletzt<br />

die Hochschätzung seiner Werke, die nun auch entsprechend<br />

bezahlt wurden.<br />

Mit Jean-Auguste-Dominique Ingres, der eine Zeichnung<br />

von Turpin anfertigte (Metropolitan Museum, New<br />

York), arbeitete er bei einem Album zur Erinnerung an<br />

die Krönung Karls X zusammen. Ab 1835 widmete sich<br />

der Maler schließlich vorrangig dem Aufbau seiner umfangreichen<br />

Kunstsammlung, u. a. von ägyptischen<br />

Skulpturen, Münzen, griechischen Vasen, aber auch<br />

Gemälden seiner Zeitgenossen. Die Sammlung vermachte<br />

er der Stadt Angers. Sie wird seit 1889 im<br />

Hôtel Pincé als Musée Turpin de Crissé der Öffentlichkeit<br />

zugänglich gemacht. 2006/07 wurde eine Retrospektivausstellung<br />

veranstaltet, um sein Werk wieder<br />

besser in Erinnerung zu bringen.<br />

(1380812) (11)<br />

LANCELOT THÉODORE TURPIN DE CRISSÉ,<br />

1782 PARIS – 1859 IBID., ATTRIBUTED<br />

GRAND CANAL WITH CHURCH OF SANTA MARIA<br />

DELLA SALUTE<br />

Oil on canvas. Relined.<br />

52 x 76 cm.<br />

Monogrammed “T:T” (excl. crown) lower left, with<br />

date “1858” (1856 ?) below.<br />

The artist enjoyed a stellar career at the court of Napoleon.<br />

In 1809, Turpin de Crissé was appointed chamberlain<br />

to the Empress Joséphine, who also acquired<br />

one of his paintings. This resulted not least in the<br />

high appreciation of his works, which were now valued<br />

accordingly. He collaborated with Jean-Auguste- Dominique<br />

Ingres, who also created a drawing of Turpin<br />

(New York, Metropolitan Museum of <strong>Art</strong>), on an album<br />

commemorating the Coronation of King Charles X.<br />

€ 35.000 - € 45.000<br />

Sistrix<br />

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470<br />

MIHALY VON ZICHY,<br />

1827 – 1906<br />

SITZENDER ALTER MANN MIT HUT<br />

Kreide mit Weiß erhöht auf Papier.<br />

89 x 66 cm.<br />

Links unten signiert und datiert „Zichy 1862“.<br />

Gerahmt.<br />

Vor einem trostlosen Mäuerchen sitzt dieser einsame,<br />

barfuße, müde Mann mit traurigem Blick, fast ein<br />

Symbol für eine innere Analyse voller Verzweiflung.<br />

Sowohl das Licht als auch die Wahl der Farbpalette verweisen<br />

auf eine warme, staubige Landschaft. Zichy<br />

gilt als einer der bedeutendsten ungarischen Maler der<br />

Romantik, der sich mit großformatigen, bedeutenden<br />

Bildern beschäftigte, oft im Auftrag der Öffentlichkeit.<br />

Von besonderem Interesse sind seine intimeren<br />

Werke, die sich mit Menschen und dem einfachen<br />

Leben befassen.<br />

(13804514) (10)<br />

MIHALY VON ZICHY,<br />

1827 – 1906<br />

SEATED OLD MAN WITH HAT<br />

Chalk on paper with highlights in white.<br />

89 x 66 cm.<br />

Signed and dated “Zichy 1862” lower left.<br />

€ 15.000 - € 20.000<br />

Sistrix<br />

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471<br />

IPPOLITO CAFFI,<br />

1809 BELLUNO – 1866 LISSA, ZUG.<br />

Caffi studierte in den Jahren 1827-29 an der Akademie<br />

Venedig, begab sich dann 1832 nach Rom, wo er bis<br />

1848 blieb.<br />

ANSICHT DES NÄCHTLICHEN QUIRINAL<br />

Öl auf Leinwand.<br />

35 x 53,5 cm.<br />

Rechts unten Restsignatur, bezeichnet und datiert<br />

„PIO IX 1850“.<br />

In vergoldetem Rahmen.<br />

Blick auf den Quirinalspalast in Rom mit dem großen<br />

Dioskurenbrunnen, zwischen denen eine Prozession<br />

vorbeigeht mit Fahnen- und Fackelträgern, der zahlreiche<br />

Figuren beiwohnen. Durch das Fackellicht und ein<br />

weiteres helles Licht linksseitig, werden die Gebäude<br />

teils malerisch beleuchtet. Die Bezeichnung PIO IX.<br />

dürfte sich auf das Pontifikat von Papst Pius IX. von 1846<br />

bis 1878 beziehen.<br />

IPPOLITO CAFFI,<br />

1809 BELLUNO – 1866 LISSA, ATTRIBUTED<br />

VIEW OF THE NOCTURNAL QUIRINAL PALACE<br />

Oil on canvas.<br />

35 x 53.5 cm.<br />

Remains of a signature lower right and inscribed and<br />

dated “PIO IX 1850”.<br />

The inscription PIO IX. probably refers to the pontificate<br />

to Pope Pius IX between 1846 and 1878.<br />

€ 50.000 - € 80.000 (†)<br />

Sistrix<br />

INFO | BID<br />

Anmerkung:<br />

Ein vergleichbares, jedoch kleineres Werk des Künstlers<br />

wurde bei Christie‘s Rom am 10. Dezember 1996<br />

versteigert.<br />

(1381863) (18)<br />

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472<br />

CARL TROST,<br />

1811 – 1884<br />

VENEDIG – BLICK VOM PONTE DELLA PAGLIA ZUR<br />

PIAZZETTA UND SANTA MARIA DELLA SALUTE<br />

Öl auf Leinwand.<br />

72 x 94 cm.<br />

Rechts unten signiert.<br />

Entstanden in den 1860er-Jahren.<br />

Die hochromantische Stimmung dieser Venedigansicht<br />

vor rotflammenden Abendwolken bezieht den<br />

Reiz aus dem Kontrast von verschatteten Gebäuden<br />

und der im Spätlicht noch hell erleuchteten Baugruppe<br />

der Kuppelkirche bis hin zur Dogana. Majestätisch erhebt<br />

sich die schräg ins Bild gesetzte Fassade des<br />

Dogenpalastes, fortgesetzt durch die Libreria del Sansovino.<br />

Wie ein Wächter die mächtige Lukassäule.<br />

Der Stimmung entspricht auch die Ruhe der Staffagefiguren,<br />

die zum Teil schon ruhend am Boden liegen.<br />

Eine Gondel erscheint auf einer letzten Fahrt durch<br />

die Bogenbrücke, die zahlreichen weiteren Gondeln<br />

liegen bereits eng beieinander an der Mole. Dem<br />

Maler kam es ganz offensichtlich mehr auf die romantische<br />

Stimmung an, als auf eine Dokumentation der<br />

Gebäude, wie dies die Vedutisten des 18. Jahrhunderts<br />

angestrebt hatten.<br />

Der aus Schleswig stammende Maler, Sohn eines<br />

dänischen Offiziers, verbrachte die frühen Jahre seiner<br />

Jugend in Haiti, kam mit der Familie 16-jährig<br />

nach Kassel, wo sein Onkel, ein Hofgerichtsrat, ihm<br />

das Studium ermöglichte. 1830 an der Akademie in<br />

München, widmete er sich unter Peter von Hess der<br />

Historienmalerei. Weitere Studien in Düsseldorf, dann<br />

in Frankfurt bei Philipp Veit. Seine früheren Werke<br />

galten der Historienthematik, auch in der Illustrationsgrafik.<br />

Von München aus suchte er 1856-1867<br />

mehrmals Rom und Venedig auf. In diesem Zeitraum<br />

entstand auch das vorliegende Gemälde. Zu den<br />

Erwerbern seiner Bilder gehörte u. a. der Prinzregent<br />

Luitpold von Bayern.<br />

(1381541) (3) (11)<br />

CARL TROST,<br />

1811 – 1884<br />

VENICE – VIEW OF PONTE DELLA PAGLIA<br />

TOWARDS PIAZZETTA AND SANTA MARIA<br />

DELLA SALUTE<br />

Oil on canvas.<br />

72 x 94 cm.<br />

Signed lower right.<br />

Dating to the 1860s.<br />

€ 20.000 - € 25.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BID<br />

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91


473<br />

IPPOLITO CAFFI,<br />

1809 – 1866 LISSA, NACHFOLGE DES<br />

ANSICHT DER PIAZZA LIBERTÀ IN UDINE WÄHREND<br />

DER VORBEREITUNG AUF DIE ANKUNFT VON KÖNIG<br />

VITTORIO EMANUELE II 1866<br />

Öl auf Leinwand.<br />

78 x 116 cm.<br />

In breitem Kehlrahmen.<br />

Sonnenbeschienener Platz mit Brunnen und Säule<br />

sowie einer großen Anzahl von Personen. Rahmen<br />

besch.<br />

Literatur:<br />

Das hier angebotene Gemälde ist in der Literatur verzeichnet:<br />

I. Reale, <strong>Art</strong>e Documento, Ippolito Caffi e<br />

vedute udinesi, in occasione dei centocinquant‘anni<br />

dell‘annessione del Friuli all‘Italia, S. 230-235.<br />

(1381535) (3) (13)<br />

IPPOLITO CAFFI,<br />

1809 – 1866 LISSA, FOLLOWER OF<br />

VIEW OF THE PIAZZA LIBERTÀ IN UDINE DURING<br />

THE PREPARATION FOR THE ARRIVAL OF KING<br />

VICTOR EMMANUEL II IN 1866<br />

Oil on canvas.<br />

78 x 116 cm.<br />

Literature:<br />

The painting on offer for sale here is listed in specialist<br />

literature: I. Reale, <strong>Art</strong>e Documento, Ippolito Caffi<br />

e vedute udinesi, in occasione dei centocinquant’anni<br />

dell’annessione del Friuli all’Italia, pp. 230-235.<br />

€ 12.000 - € 18.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BID<br />

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474<br />

VENEDIG-VEDUTIST DES 19. JAHRHUNDERTS<br />

VENEDIG – RIVA DEGLI SCHIAVONI<br />

VENICE VEDUTIST OF THE 19TH CENTURY<br />

VENICE - RIVA DEGLI SCHIAVONI<br />

Öl auf Leinwand.<br />

42 x 68 cm.<br />

Der Blick aus der Vogelperspektive führt vom Dogenpalast<br />

nach rechts die gesamte Uferbebauung des<br />

Canal Grande entlang. Im Vordergrund hat der Maler<br />

sowohl das Treiben auf der Uferterrasse vor dem<br />

Dogenpalast als auch auf den vielen Lastschiffen und<br />

Gondeln darzustellen verstanden. Die Malweise orientiert<br />

sich an der venezianischen Vedutenmalerei des<br />

18. Jahrhundert, und so zeigen sich auch die Staffagefiguren<br />

in diese Epoche gesetzt.<br />

(1380814) (11)<br />

Oil on canvas.<br />

42 x 68 cm.<br />

€ 30.000 - € 40.000<br />

Sistrix<br />

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93


475<br />

JOHAN LAURENTZ JENSEN,<br />

1800 – 1856<br />

Jensen wurde an der Kopenhagener Akademie bei<br />

Claudius Detlev Fritzsch und Christoffer Wilhelm Eckersberg,<br />

sowie in Paris von Gérard und Cornelis von<br />

Spaendonck ausgebildet. Seinen großen Sammlerkreis<br />

begeisterte er vor allem mit seinen Stillleben; heute<br />

befinden sich seine Werke zum Beispiel im Statens<br />

Museum for Kunst sowie im Thorvaldsens Museum in<br />

Kopenhagen.<br />

STILLLEBEN MIT ANANAS UND ROTEN<br />

WEINTRAUBEN IN KORB<br />

Öl auf Leinwand. Doubliert.<br />

56,5 x 71,5 cm.<br />

Rechts unten auf der Steinplatte signiert und datiert<br />

„1845“. Rahmen mit Namensnennung des Künstlers.<br />

In vergoldetem Kehlrahmen.<br />

Auf naturalistisch gemalter Marmordeckplatte ein<br />

flacher Flechtkorb mit darin befindlicher Ananas,<br />

begleitet von roten Weintrauben und Weinlaub.<br />

(1380082) (13)<br />

€ 7.000 - € 10.000<br />

Sistrix<br />

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476<br />

HUGO CHARLEMONT,<br />

1850 JAMLITZ, MÄHREN – 1939 WIEN<br />

BLUMENSTILLLEBEN MIT KRUG UND LAUTE<br />

Öl auf Leinwand. Doubliert.<br />

120 x 66,5 cm.<br />

Verso: Etikett des Auktionshaus im Kinsky sowie Austellungsetikett<br />

von „The Edith C. Blum <strong>Art</strong> Institute.<br />

Annandale-on-Hudson, New York, The Bard College<br />

Center.“.<br />

Vor einem dunklen, uniformen Hintergrund steht eine<br />

große, mit Blumen gefüllte Vase, die sich durch<br />

eine farbenfrohe Palette vom Rest der Komposition<br />

abhebt. Auf dem mit einem roten Tuch bedeckten<br />

Tisch liegen eine Laute und ein Glaskrug, ebenso wie<br />

ein weißes Tuch. Charlemont gilt als traditioneller<br />

naturalistischer Maler, der den Einflüssen des Impressionismus<br />

nahe stand, dabei aber seinem kanonischen<br />

Stil von Landschaften, Portraits und Stillleben<br />

treu blieb.<br />

Provenienz:<br />

Sotheby‘s London, 19.6 Juni 1985, Lot 159.<br />

Privatbesitz, Wien.<br />

Leon Botstein (Hrsg.), Linda Weintraub (Hrsg.),<br />

Pre-<strong>Modern</strong> <strong>Art</strong> of Vienna 1848-1898, New York 1987,<br />

S. 115 mit Abb.<br />

Ausstellung:<br />

Pre-<strong>Modern</strong> <strong>Art</strong> of Vienna 1848-1898, The Edith C. Blum<br />

<strong>Art</strong> Institute of Bard College, Annandale-on-Hudson,<br />

New York 1987, mit Abb. auf S. 115 des Ausstellungskatalogs.<br />

(13810516) (10)<br />

HUGO CHARLEMONT,<br />

1850 JEMNICE, MORIVIA – 1939 VIENNA<br />

FLOWER STILL LIFE WITH JUG AND LUTE<br />

Oil on canvas. Relined.<br />

120 x 66.5 cm.<br />

Exhibition label from “The Edith C. Blum <strong>Art</strong> Institute.<br />

Annandale-on-Hudson, New York, The Bard College<br />

Center”.<br />

€ 10.000 - € 15.000<br />

Sistrix<br />

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95


477<br />

EDUARD VON GRÜTZNER,<br />

1846 GROSS-KARLOWITZ BEI NEISSE –<br />

1925 MÜNCHEN<br />

MITTAGSSCHLÄFCHEN<br />

EDUARD VON GRÜTZNER,<br />

1846 GROSS-KARLOWITZ NEAR NEISSE –<br />

1925 MUNICH<br />

AFTERNOON NAP<br />

Öl auf Holz.<br />

38,1 x 29,9 cm.<br />

Links oben signiert und datiert „(18)88“.<br />

In vergoldetem, ornamental verzierten Rahmen. Verso<br />

mit Etiketten, etwa vom Milwaukee <strong>Art</strong> Center.<br />

Ordensbruder in einem Ohrenbackensessel an einem<br />

Tisch sitzend auf dem noch Reste des Mittagsmahls<br />

stehen, darunter ein leeres Weinglas.<br />

Provenienz:<br />

Sammlung René von Schleinitz, Milwaukee <strong>Art</strong><br />

Museum (bis 1999).<br />

Süddeutschland, Privatsammlung.<br />

Literatur:<br />

Friedrich von Boetticher, Malerwerke des Neunzehnten<br />

Jahrhunderts, Bd. 1,1. Leipzig 1941, S. 425, Nr. 63.<br />

Fritz von Ostini, Grützner, in: Künstler-Monographien,<br />

Bd. LVIII. Bielefeld und Leipzig 1902, S. 41.<br />

Richard Braungart, Eduard Grützner. München 1916,<br />

S. 27.<br />

René von Schleinitz, Grützner, Portrayer of Merry <strong>Art</strong>,<br />

in: The German Review, Dez.-Jan. 1956-57, S. 24 (mit<br />

Abb.).<br />

M. Rudolf Bisanz, Grützner in der Neuen Welt. Die<br />

Gemälde Eduard Grützners im Milwaukee <strong>Art</strong> Museum,<br />

in: Die Kunst (Magazinpress Verlag München),<br />

10.1987, S. 89-100, Abb. Nr. 43.<br />

László, Balogh, Eduard von Grützner 1846-1925. Ein<br />

Münchner Genremaler der Gründerzeit. Mainburg<br />

1991, S. 205, WVZ-Nr. 380 (mit Abb.).<br />

Ausstellungen:<br />

III. Internationalen Kunstausstellung (Münchener<br />

Jubiläumsausstellung) im Königlichen Glaspalaste<br />

zu München 1888.<br />

Milwaukee <strong>Art</strong> Center, The René von Schleinitz Collection<br />

of the Milwaukee <strong>Art</strong> Center. Major Schools of<br />

German Nineteenth-<strong>Century</strong> Popular Painting, Ausst.-<br />

Kat. bearbeitet von Rudolf M. Bisanz, Milwaukee 1980,<br />

Inv.-Nr. M. 1962.59.<br />

(13802435) (13)<br />

Oil on panel.<br />

38.1 x 29.9 cm.<br />

Signed and dated “(18)88” top left.<br />

€ 12.000 - € 15.000<br />

Sistrix<br />

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478<br />

JACQUES FRANÇOIS CARABAIN,<br />

1834 AMSTERDAM – 1933 SCHAERBEEK<br />

Der niederländisch-belgische Künstler studierte an der<br />

Amsterdamer Kunstakademie. Er schuf hauptsächlich<br />

Stadt- und Gebäudeansichten im Stil des Romantischen<br />

Realismus, die oftmals historische Gebäude<br />

zeigen und ihn neben François Stroobant (1819-1916)<br />

zu dem beliebtesten und erfolgreichsten Maler Belgiens<br />

im 19. Jahrhundert machten.<br />

SONNENBESCHIENENE STADT AM RHEIN<br />

JACQUES FRANÇOIS CARABAIN,<br />

1834 AMSTERDAM – 1933 SCHAERBEEK<br />

SUNLIT TOWN ON THE RHINE RIVER<br />

Oil on canvas.<br />

94 x 132 cm.<br />

Signed “Jo. Carabain” lower right.<br />

€ 25.000 - € 35.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BID<br />

Öl auf Leinwand.<br />

94 x 132 cm.<br />

Rechts unten signiert „Jo. Carabain“.<br />

In vergoldetem Prunkrahmen.<br />

Besonderer Blickpunkt der Darstellung ist eine linksseitig<br />

wiedergegebene alte, leicht verfallene trutzige<br />

Burg mit mehreren Türmen, die auf einem Steinfelsen<br />

steht, oberhalb einer kleinen Stadt, die am Ufer des<br />

Rheins liegt. Im Vordergrund mehrere Männer, Frauen<br />

und Kinder, teils in Tracht, beim Besuch eines Markttages,<br />

bei dem sogar eine kleine Kapelle aufspielt.<br />

Eine alte steinerne Brücke, auf dem ein Fuhrwerk, ein<br />

Reiter und weitere Figuren zu sehen sind, führt über<br />

den Fluss zudem direkt unterhalb der Burg gelegenen<br />

Häuser. Inmitten dieser Häuser ist rechtsseitig ein<br />

Kirchturm zu erkennen. Qualitätvolle, malerische und<br />

detailreiche Wiedergabe im harmonischen Sonnenlicht,<br />

in der typischen Manier des Künstlers.<br />

(1381352) (18)<br />

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99


479<br />

JOHANN ADAM KLEIN,<br />

1792 NÜRNBERG – 1875 MÜNCHEN<br />

PFERDEFUHRWERK VOR EINER OSTERIA<br />

Öl auf Leinwand. Doubliert.<br />

40,5 x 55,5 cm.<br />

Links unten signiert in Ligatur und datiert<br />

„J A Klein 1853“.<br />

In vergoldetem Prunkrahmen.<br />

In weiter südlicher Landschaft bei sonnigem Wetter<br />

hat ein Fuhrwerk, gezogen von zwei Pferden eine Rast<br />

vor einer Taverne eingelegt vor einem alten, mit Weinranken<br />

versehenen Haus und einem daneben auf einer<br />

kleinen Anhöhe stehenden alten Rundturm. Auf dem<br />

abgedeckten Wagen sitzend eine junge Frau in italienischer<br />

Tracht mit einem Jungen, während ihr Mann<br />

auf einem braunen Pferd gerade von dem Wirt ein<br />

Glas Wein gereicht bekommt. Ein weiterer in Rückenansicht<br />

sichtbarer Mann füttert gerade seinen vollgepackten<br />

Esel, während links im Hintergrund auf dem<br />

Weg weitere herannahende Reisende auf ihren teils<br />

vollbepackten Tieren zu erkennen sind. Stimmungsvolles<br />

schönes Genrebild (des bekannten Malers des<br />

Biedermeier) mit zahlreichen Details wie sichtbaren<br />

Hühnern, mehreren Hunden, einer auf der Treppe<br />

sitzenden Frau und einer kleinen Katze. Stimmungsvolles<br />

Werk mit gekonnter Lichtinszenierung.<br />

(1381358) (18)<br />

€ 7.000 - € 10.000<br />

Sistrix<br />

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101


480<br />

ANGELO INGANNI,<br />

1807 BRESCIA – 1880 GUSSAGO, ZUG.<br />

BLICK AUF EINE GROSSE BREITE BOGEN­<br />

ARCHITEKTUR MIT DARUNTERLIEGENDEM<br />

MARKTPLATZ<br />

Öl auf Leinwand.<br />

60 x 74 cm.<br />

In vergoldetem Rahmen.<br />

Unter einem großen breiten, im Schatten liegenden<br />

Rund bogen bieten diverse Händler ihre Waren an,<br />

darunter linksseitig ein Korbflechter und rechtsseitig<br />

eine sitzende Händlerin mit rot leuchtenden Früchten.<br />

Im Vordergrund zwei spielende Hunde und eine<br />

elegant gekleidete Dame mit Hut, die aus dem Bild<br />

herausschaut. Durch den Bogen hindurch fällt der<br />

Blick auf sonnenbeschienene Gebäude der Stadt,<br />

darunter wohl ein großes steinernes Stadttor, das an<br />

vergleichbare Exemplare in italienischen Städten wie<br />

Florenz erinnert. Nach rechts führt eine bogige Architektur<br />

mit gedrehter Säule vom Platz fort, zudem ist<br />

eine Frau mit einem Korb ihrer Einkäufe auf dem Kopf<br />

zu erkennen. Malerische Darstellung mit vielen Details,<br />

bei gekonnter Licht- und Schatteninsze nierung.<br />

(1380583) (18)<br />

ANGELO INGANNI,<br />

1807 BRESCIA – 1880 GUSSAGO, ATTRIBUTED<br />

VIEW OF LARGE AND WIDE ARCHED<br />

ARCHITECTURE WITH MARKET SQUARE BELOW<br />

Oil on canvas.<br />

60 x 74 cm.<br />

€ 12.000 - € 18.000<br />

Sistrix<br />

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481<br />

LUDWIG VOLLMAR,<br />

1842 SÄCKINGEN – 1884 MÜNCHEN<br />

DER LÜSTERNE BAUER<br />

Öl auf Leinwand. Doubliert.<br />

67 x 82 cm.<br />

Rechts unten signiert „L. Vollmar“.<br />

In vergoldetem Rahmen.<br />

In einer gutbäuerlichen Stube eine junge stehende<br />

Magd in Tracht, ihre Schürze zur Seite gehoben haltend<br />

und den Kopf, sowie den Blick, schüchtern nach unten<br />

gerichtet, bei leicht geröteten Wangen. Links neben<br />

ihr auf einer einfachen Holzbank sitzend der Bauer mit<br />

roter Weste, in seiner linken Hand eine Pfeife haltend,<br />

während er wohl mit seiner rechten Hand, versucht<br />

ihr unter den Rock zu greifen. Rechtsseitig kommt<br />

überraschend eine alte Bauersfrau mit prachtvoller<br />

Haube auf dem Kopf zurück und blickt voller Entsetzen<br />

auf das Geschehen. In der Mitte des Bodens zudem<br />

ein kleines Hündchen, das mit leicht geöffnetem Maul<br />

ebenfalls verwundert das Geschehen betrachtet. Qualitätvolle<br />

Genredarstellung des bekannten Malers.<br />

(13813513) (18)<br />

€ 1.800 - € 2.500<br />

Sistrix<br />

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103


482<br />

FRANZ VON DEFREGGER,<br />

1835 STRONACH – 1921 MÜNCHEN<br />

PORTRAIT EINES TIROLER DIRNDL<br />

Öl auf Holz.<br />

45 x 34.5 cm.<br />

Links unten signiert „F. Defregger“.<br />

In vergoldetem Rahmen.<br />

Die Dargestellte im Profil nach rechts, durch Lichtführung<br />

das Inkarnat besonders hervorgehoben.<br />

Typisches Motiv für den bekannten Künstler.<br />

(13802417) (18)<br />

€ 2.600 - € 3.000<br />

Sistrix<br />

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483<br />

MAX GAISSER,<br />

1857 AUGSBURG – 1922 MÜNCHEN<br />

DER PFANDLEIHER<br />

Öl auf Holz, verso zwei Verstrebungen.<br />

47 x 58 cm.<br />

Rechts unten signiert „M Gaisser“.<br />

In vergoldetem Prunkrahmen mit Namensplakette<br />

des Künstlers am unteren Rand.<br />

In einem gehobenen Interieur an einem Tisch sitzend<br />

ein älterer, elegant gekleideter Mann mit weißem<br />

Kragen und leuchtend rotem Barett, mit einer in seiner<br />

rechten Hand gehaltenen kleinen Waage, Goldmünzen<br />

abwiegend. Durch die beiden Butzenfenster fällt der<br />

Blick auf Gebäude einer Stadt und das hereinfallende<br />

Licht beleuchtet insbesondere die Hände und das fein<br />

ausgeführte Inkarnat des Mannes.<br />

(13802413) (18)<br />

€ 6.500 - € 8.000<br />

Sistrix<br />

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105


484<br />

PETER BAUMGARTNER,<br />

1834 MÜNCHEN – 1911 EBENDA<br />

Baumgartner war Schüler der Münchener Akademie<br />

bei Carl Theordor von Piloty, bedeutender Vorläufer<br />

von Eduard von Grützner (1846-1925) und Franz von<br />

Defregger (1835-1921). Er war Mitglied der Münchener<br />

Künstlergenossenschaft (MKG) und des Kunstvereins<br />

sowie befreundet u. a. mit den Malerkollegen Anton<br />

Braith (1836-1905), Rudolf Epp (1834-1910) und<br />

Christian Friedrich Mali (1832-1906). Er gilt als bedeutender<br />

Vertreter der Münchener Malerei der zweiten<br />

Hälfte des 19. Jahrhunderts.<br />

JUNGE BÄUERIN IN EINER STUBE<br />

Öl auf Leinwand.<br />

71 x 55 cm.<br />

Links unten signiert „P. Baumgartner.“<br />

In vergoldetem Prunkrahmen.<br />

In einer guten Stube, in die eine linksseitig geöffnete<br />

Tür führt, vor dem Hintergrund eines Schrankes mit<br />

darüberhängendem kleinen Spiegel eine junge stehende<br />

Bäuerin in Tracht mit weißer Haube, mit ihrer<br />

rechten Hand gerade ein Medaillon aufmerksam betrachtend,<br />

das auf einem neben ihr stehenden Tisch<br />

liegt. Am linken Bildrand zudem über einen Stuhl gelegte<br />

prachtvolle Tracht mit Schal und einer auf dem<br />

Tisch liegenden Schleife und wohl einer weiteren<br />

weißen Spitzenhaube, für einen festlichen Anlass<br />

hervor geholt. Feine Malerei mit vielen Details in der<br />

typischen Manier des Künstlers.<br />

(13813514) (18)<br />

€ 2.500 - € 3.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BID<br />

485<br />

EUGÈNE VERBOECKHOVEN,<br />

1798/99 WARNETON – 1881 BRÜSSEL, ZUG.<br />

STALLSZENE MIT SCHAFSFAMILIE,<br />

HAHN UND HENNE<br />

Öl auf Leinwand. Doubliert.<br />

56 x 73 cm.<br />

In Prunkrahmen.<br />

Von links tritt ein helles Licht aus einer nicht sicht baren<br />

Lichtquelle in den dunklen Stall ein und erleuchtet ein<br />

Schaf mit seinen beiden Lämmern, wobei diese sich<br />

an die Mutter schmiegen und das Schaf in die Richtung<br />

des Lichtes blickt. Am linken unteren Bild rand<br />

picken ein Hahn und eine Henne an einem umgestürzten<br />

Korb.<br />

(13711213) (18)<br />

€ 2.000 - € 3.000<br />

Sistrix<br />

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486<br />

ADOLF EBERLE,<br />

1843 MÜNCHEN – 1914 EBENDA<br />

ZWEI KINDER MIT SCHAFEN<br />

Öl auf Mahagoniholzplatte.<br />

37 x 28,5 cm.<br />

Links unten signiert mit Ortsbezeichnung „München“.<br />

Die beiden kleinen Mädchen vor der Haustreppe, eines<br />

mit einer Puppe, das größere mit einem jungen Schäfchen.<br />

Feinmalerei des Künstlers, der sich überwiegend der<br />

Tier- und Genremalerei gewidmet hat. Er war Sohn<br />

des Robert Eberle und Schüler von Karl Theodor von<br />

Piloty.<br />

Literatur:<br />

Vgl. Bruckmanns Lexikon der Münchner Kunst,<br />

Malerei des 19. Jahrhunderts, Bd. I., München 1981.<br />

(13813516) (10)<br />

€ 3.500 - € 4.500<br />

Sistrix<br />

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487<br />

FRANÇOIS VANDEVERDONCK,<br />

1848 – 1875<br />

SCHAFE UND HÜHNERPAAR IN EINEM STALL<br />

Öl auf Leinwand, auf Holz.<br />

49 x 68 cm.<br />

Links unten signiert, verso Aufkleber mit Bestätigung.<br />

In vergoldetem Rahmen.<br />

In einem großen Stall eine Schaffamilie, die linksseitig<br />

durch ein großes geöffnetes Fenster, in dem die rote<br />

Jacke des Bauern liegt, von der hereinfallenden Sonne<br />

beleuchtet wird. Durch das Fenster fällt der Blick auf<br />

eine weite Landschaft unter hohem hellblauen Himmel.<br />

Im Vordergrund links ein Hühnerpaar und am unteren<br />

rechten Rand ein liegender Strohkorb. Feine qualitätvolle<br />

Malerei in der typischen Manier des Künstlers.<br />

Teils rest.<br />

(13813511) (18)<br />

€ 1.500 - € 2.500<br />

Sistrix<br />

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107


488<br />

ANTON BRAITH,<br />

1836 BIBERACH – 1905 EBENDA<br />

Der Künstler selbst war Verwalter eines Bauernhofs,<br />

als Kind half er oft beim Viehhüten. 1851 trat er mit<br />

einem Stipendium in die Stuttgarter Kunstschule ein<br />

und nach ersten Erfolgen zog er 1860 nach München.<br />

Dort erwarben Christian Friedrich Mali (1832-1906) und<br />

er ein Haus, das zeitweise auch anderen Malern wie<br />

Josef Willroider (1838-1915) als Atelier diente. Sein<br />

Werk wird der Münchener Schule zugerechnet und<br />

er galt nach dem Tod von Friedrich Voltz (1817-1886) als<br />

der führende deutsche Tiermaler. Sein Thema waren<br />

die Nutztiere Rind, Schaf und Ziege, seltener auch Geflügel.<br />

Zudem wurde er zum Ehrenmitglied der Königlichen<br />

Akademie der Bildenden Künste in München<br />

ernannt.<br />

SPIELENDE HÜTEJUNGEN<br />

Öl auf Leinwand.<br />

110 x 140 cm.<br />

Links unten signiert und datiert „A. Braith München<br />

1863“.<br />

In dekorativem vergoldeten Rahmen.<br />

Auf einer leicht herabfallenden Wiese, die von einem<br />

alten Holzgatter umgeben ist, zwei Hütejungen an<br />

einem kleinen Lagerfeuer mit einem jungen Kälbchen<br />

spielend. Rechts von ihnen sitzend ein junges Mädchen<br />

mit zwei Ziegen, das sie ebenso beobachtet wie<br />

im Hintergrund rechts drei Kühe vor einer zwischen<br />

hohen Bäumen versteckt liegenden alten Hütte. Im<br />

Vordergrund links eine im Gras liegende gescheckte<br />

Kuh mit Kälbchen und ein stehender dunkler Bulle mit<br />

braunem Fell und Kuhglocke nach rechts, die Jungen<br />

ebenfalls in Augenschein nehmend. Hinter diesen<br />

Tieren mehrere nach oben in den Himmel ragende<br />

alte, große Bäume mit grünem Blattwerk. Durch das<br />

Sonnenlicht werden die Kinder und die Kuh besonders<br />

hervorgehoben, während andere Partien linksseitig<br />

verschattet wiedergegeben werden. Äußerst lebendige<br />

und qualitätvolle Darstellung, bei der besonders<br />

die Tiere in naturalistischer Weise wiedergegeben<br />

werden.<br />

(1381356) (18)<br />

ANTON BRAITH,<br />

1836 BIBERACH – 1905 IBID.<br />

SHEPHERDS’ BOYS PLAYING<br />

Oil on canvas.<br />

110 x 140 cm.<br />

Signed and dated “A. Braith München 1863”<br />

lower left.<br />

€ 18.000 - € 28.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BID<br />

108 Hampel Online Visit www.hampel-auctions.com for around 7.500 additional images.


489<br />

FRIEDRICH VOLTZ,<br />

1817 NÖRDLINGEN – 1886 MÜNCHEN<br />

RINDERHERDE MIT HIRTEN<br />

Öl auf Leinwand. Doubliert.<br />

Links unten signiert und datiert „F. Voltz 68“.<br />

In dekorativem vergoldeten Rahmen.<br />

Unter hohem Himmel mit linksseitig hinter einer Anhöhe<br />

aufgehendem Sonnenlicht ein Bauer zu Pferde<br />

mit seiner Kuh- und Rinderherde, der gerade ein Wegekreuz<br />

passiert, das von der Sonne bestrahlt wird. Der<br />

Weg führt hinab zu einem Gewässer, in dem bereits<br />

erste Kühe und Jungtiere stehen. Stimmungsvolle<br />

Wiedergabe mit gekonnter, einfühlsamer Schilderung<br />

des Naturschauspiels.<br />

(1381354) (18)<br />

FRIEDRICH VOLTZ,<br />

1817 NÖRDLINGEN – 1886 MUNICH<br />

HERD OF CATTLE WITH SHEPHERDS<br />

Oil on canvas. Relined.<br />

Signed and dated “F. Voltz 68” lower left.<br />

€ 20.000 - € 30.000<br />

Sistrix<br />

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109


490<br />

WIENER SCHULE DER ERSTEN HÄLFTE<br />

DES 19. JAHRHUNDERTS<br />

BIEDERMEIER-PORTRAIT EINES SITZENDEN<br />

MÄDCHENS MIT KING CHARLES SPANIEL<br />

491<br />

MALER DER ERSTEN HÄLFTE<br />

DES 19. JAHRHUNDERTS<br />

PORTRAIT EINER DAME IM ELEGANTEN<br />

WEISSEN KLEID MIT SCHAL<br />

Öl auf Leinwand.<br />

52 x 45,5 cm.<br />

Am linken unteren Rand monogrammiert „AD“und<br />

datiert „1842“.<br />

In vergoldetem dekorativen Rahmen.<br />

Ein junges Mädchen sitzt in einem eleganten weißen<br />

schulterfreien Kleid mit Ballonärmeln und enger Taille<br />

auf einem großen roten Ottomanen. Sie trägt orientalische<br />

Schühchen und hat auf ihrem Schoß einen<br />

kleinen schwarz-weißen King Charles Spaniel. Sie hat<br />

dunkelblondes Haar und einen Mittelscheitel mit<br />

seitlich herabfallenden Locken, ganz in der Mode der<br />

Zeit. Mit ihrem zarten roten Mund, den rötlichen<br />

Wangen und ihren leuchtenden blauen Augen blicken<br />

sie und ihr kleiner Hund direkt aus dem Bild auf den<br />

Betrachter heraus. Im Hintergrund ein gemusterter,<br />

roter schwerer Brokatvorhang, der leicht zur Seite<br />

gezogen ist und links den Blick freigibt in eine Landschaft<br />

mit einem großen Gebäude, wohl die Karlskirche<br />

in Wien, im Licht der untergehenden Sonne.<br />

Feine, qualitätvolle einfühlsame Malerei. Retuschen<br />

(1381181) (18)<br />

€ 3.000 - € 5.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BID<br />

110 Hampel Online Visit www.hampel-auctions.com for around 7.500 additional images.<br />

Öl auf Leinwand.<br />

175 x 110 cm.<br />

In dekorativem vergoldeten Rahmen.<br />

Vor einer steinernen Wand mit seitlich stehender Säule<br />

eine junge, auf einem Hocker sitzende Dame mit elegantem,<br />

langen Seidendamastkleid, schulterfrei und<br />

im Dekolletébereich mit goldenen Broschen besetzt.<br />

Zudem trägt sie einen weinroten Schal mit reicher<br />

Stickerei. Dazu trägt sie passende weiße Schühchen<br />

und ihre eleganten weißen Handschuhe hat sie auf<br />

die Brüstung gelegt. Sie trägt eine modische Lockenfrisur<br />

des Biedermeier und wertvollen goldenen<br />

Schmuck um ihre Armgelenke. Sie hat ein zartes,<br />

feines Inkarnat und mit ihren hellen blauen Augen<br />

schaut sie leicht seitlich aus dem Bild heraus. Nach<br />

links fällt der Blick in eine weite, bergige Landschaft<br />

unter hohem Himmel mit großen weiß-grauen Wolkenformationen.<br />

Ganzkörperportrait von hoher Qualität.<br />

(1380613) (18)<br />

€ 8.000 - € 10.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BID


492<br />

ÉDOUARD CORTÈS,<br />

882 LAGNY-SUR-MARNE – 1969 EBENDA<br />

Schüler der École des Beaux-<strong>Art</strong>s unter William Adolphe<br />

Bouguereau (1825-1905). 1901 Ausstellung im<br />

Salon des Indépendants.<br />

PARISER STRASSENSZENE<br />

Öl auf Leinwand.<br />

67 x 60 cm.<br />

Rechts unten signiert.<br />

In Louis XV-Stilrahmen mit Textilpassepartout.<br />

ÉDOUARD CORTÈS,<br />

1882 LAGNY-SUR-MARNE – 1969 IBID.<br />

PARIS STREET SCENE<br />

Oil on canvas.<br />

67 x 60 cm.<br />

Signed lower right.<br />

€ 19.000 - € 22.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BID<br />

Eine Winteransicht wohl des Boulevard Haussmann<br />

mit Pferdewagen und warmer Gasbeleuchtung in den<br />

Geschäften, die einen reizvollen Kontrast zu den winterkahlen<br />

Bäumen und den dunklen Kleidungsstücken<br />

der Figuren bietet.<br />

(1380931) (13)<br />

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113


493<br />

ALEXANDER KOESTER,<br />

1864 BERGNEUSTADT – 1932 MÜNCHEN<br />

FRÜHLING<br />

Öl auf Leinwand.<br />

91 x 53 cm.<br />

Rechts unten signiert und datiert „A. Koester (18)94“.<br />

Verso mit Etikett der Bayerischen Staatsgemäldesammlung<br />

in München, Inv.Nr. AK 146. Verso mit<br />

Rundstempel.<br />

In gekehltem Rahmen mit tordiertem Rand.<br />

Vor lichtem Grund mit spiegelndem Gewässer eine<br />

Wiese mit Kirschblüte und allegorischer weiblicher<br />

Gestalt, Blüten streuend und von Putti umgeben.<br />

Provenienz:<br />

Nachlass des Künstlers.<br />

Schenkung der Familie an die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen<br />

München, Inv.Nr. A.K. 146.<br />

Ausgeschieden und versteigert bei Karl & Faber<br />

München, 30. Oktober 2013.<br />

Privatsammlung, Deutschland.<br />

Literatur:<br />

Das hier angebotene Gemälde ist aufgeführt und<br />

abgebildet in folgendem Werkverzeichnis: Ruth Stein,<br />

Alexander Koester (1864-1932), Leben und Werk,<br />

Recklinghausen 1988, Nr. 11. (13800612) (13)<br />

ALEXANDER KOESTER,<br />

1864 BERGNEUSTADT – 1932 MUNICH<br />

SPRING<br />

Oil on canvas.<br />

91 x 53 cm.<br />

Signed and dated “A. Koester (18)94” lower right.<br />

Label from Bayerische Staatsgemäldesammlung in<br />

Munich on the back, inv. no. AK 146.<br />

Provenance:<br />

Estate of the artist.<br />

Donated by the family to the Bayerische Staatsgemäldesammlungen<br />

Munich, inv. no. A.K. 146.<br />

Sold at auction at Karl & Faber Munich, 30 October<br />

2013.<br />

Literature:<br />

The painting on offer for sale here is listed and illustrated<br />

in: Ruth Stein, Alexander Koester (1864-1932),<br />

Leben und Werk, Recklinghausen, 1988, no. 11.<br />

€ 15.000 - € 20.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BID<br />

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494<br />

CHARLES FRANÇOIS DAUBIGNY,<br />

1817 PARIS – 1878 EBENDA<br />

Daubigny war wie Narcisse Virgilie Díaz de la Peña,<br />

Jules Dupré und Théodore Rousseau Maler in der<br />

Schule von Barbizon, wenn er sich selbst jedoch als<br />

Maler der wahren Natur sah und die romantisierende<br />

Malweise der Natur ablehnte.<br />

SOMMERLICHE UFERSZENE<br />

Öl auf Holz.<br />

26,5 x 46 cm.<br />

Rechts unten signiert. Verso mit Rest eines Etiketts.<br />

In gekehltem Rahmen.<br />

Ein diagonal in den Bildraum hineinführender Weg<br />

zeichnet eine absteigende Diagonale und verläuft<br />

parallel zu einem Kanal dessen ruhige Oberfläche die<br />

Ufervegetation und einen niedrigen Damm widerspiegelt.<br />

Der Weg führt zu einer Häusergruppe, deren<br />

Fassaden das sommerliche Licht einfangen und die<br />

den Hintergrund für eine den Weg beschreitende Figur<br />

bilden.<br />

(1380886) (13)<br />

€ 5.000 - € 7.000<br />

Sistrix<br />

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115


495<br />

ANTONIO REYNA MANESCAU,<br />

1859 MALAGA – 1937 ROM<br />

Der Maler war Schüler von Joaquín Martinez de la Vega<br />

an der Akademie in Malaga. Er widmete sich überwiegend<br />

dem Genre-Thema, dem Portrait, aber auch der<br />

Landschaft und historischen Themen. Nachdem er<br />

sich in Rom niederließ, nahm er, wie auch die anderen<br />

spanischen Maler der Zeit, an Reisen vor allem nach<br />

Venedig teil, was ihn inspirierte, die Lagunenstadt zu<br />

portraitieren. 1887 nahm er an einer Ausstellung in<br />

Paris teil, 1911 an der Weltausstellung in Rom.<br />

HINTER DER ERLÖSERKIRCHE<br />

Öl auf Leinwand, auf Karton.<br />

50 x 35,3 cm.<br />

Links unten signiert „A. Reyna“.<br />

Im Passepartout in dekorativem Rahmen.<br />

Beigegeben eine Echtheitsbestätigung von Egidio<br />

Maria Eleuteri, Rom, 15. September 2015, der darin<br />

bestätigt, dass das vorliegende Gemälde ein authentisches<br />

und originales Werk des Künstlers ist, in Kopie.<br />

Blick auf den ruhigen Canal Grande mit zahlreichen<br />

Spiegelungen des Ufers und eines Bootes im Wasser,<br />

mit der im Hintergrund liegenden Erlöserkirche Il<br />

Redentore. Harmonische Darstellung unter hohem<br />

Himmel in frischer Farbgebung.<br />

(1380595) (18)<br />

€ 3.800 - € 4.500<br />

Sistrix<br />

INFO | BID<br />

496<br />

A. NAUER, KÜNSTLER<br />

DES 19./ 20. JAHRHUNDERTS<br />

DIE ALTE HAUPTSYNAGOGE IN MÜNCHEN<br />

Öl auf Leinwand.<br />

58 x 68 cm.<br />

Links unten signiert „A. Nauer“.<br />

In teilvergoldetem Rahmen.<br />

Blick vom Lenbachplatz aus auf die Synagoge, die<br />

umgebenden Gebäude und die dahinter liegenden<br />

Türme der Frauenkirche im diffusen Licht. Zahlreiche<br />

Figuren mit Regenschirmen beleben den Platz, zudem<br />

gibt es viele Spiegelungen auf dem regennassen<br />

Pflaster.<br />

(13802439) (18)<br />

€ 1.800 - € 3.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BID<br />

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497<br />

JOSEF WOPFNER,<br />

1843 SCHWAZ/ TIROL – 1927 MÜNCHEN<br />

Der Künstler war ein österreichischer Landschaftsmaler<br />

und Vertreter der Münchener Schule. Da er für<br />

seine Gemälde häufig Motive aus dem Chiemgau<br />

benutzte, wird er auch als Chiemseemaler bezeichnet.<br />

NETZE EINHOLENDE FISCHER AN EINEM SEE<br />

Öl auf Karton.<br />

32,5 x 47,5 cm.<br />

Links unten signiert.<br />

Unter bewölktem Himmel im flachen Wasser am Ufer<br />

eines Sees stehend fünf Fischer, die gerade ihre<br />

Netze einziehen. Malerei mit zahlreichen Spiegelungen<br />

im Wasser bei teils pastosem Farbauftrag, typisch für<br />

die <strong>Art</strong> und die Motivik des Künstlers.<br />

(13802411) (18)<br />

€ 6.500 - € 8.000<br />

Sistrix<br />

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117


498<br />

WILLY MORALT,<br />

1884 MÜNCHEN – 1947 LENGGRIES<br />

Der Künstler war der Sohn des Malers Paul Moralt<br />

(1849-um 1923), dem Schüler von Carl Spitzweg<br />

(1808-1885). Er wird jedoch oft fälschlicherweise als<br />

Großneffe Spitzwegs bezeichnet. Die Begeisterung<br />

für Themen von Spitzweg findet sich auch in dem<br />

Werk von Willy Moralt wieder, der durch Erbschaft in<br />

den Besitz von Skizzenbüchern und Zeichnungen<br />

Spitzwegs kam.<br />

PASSKONTROLLE VOR DER STADT<br />

Öl auf Holzplatte.<br />

38 x 55 cm.<br />

Rechts unten signiert „Willy Moralt“ und<br />

ortsbezeichnet „München“.<br />

In vergoldetem Rahmen.<br />

Von erhöhtem Standpunkt Blick auf einen breiten Weg,<br />

auf dem von der Stadt kommend ein Planwagen mit<br />

zwei Pferden sowie eine junge Frau mit Tochter zu<br />

erkennen sind. Im Hintergrund das weite Tal mit einer<br />

kleinen Stadt und der deutlich erkennbaren Kirche,<br />

unter hohem hellblauen Himmel mit weißen, teils<br />

rosa farbenen Schönwetterwolken. Links des Weges<br />

auf einer grünen Anhöhe zunächst ein Soldat in Uniform,<br />

der gerade die Pässe wohl von zwei Straßenmusikanten<br />

überprüft, von denen einer eine glänzende<br />

Trompete unter dem Arm trägt. Die Kontrolle wird von<br />

zwei Mädchen beobachtet, neben denen ihr kleiner<br />

Puppenwagen steht. Auf der Anhöhe selbst ist ein<br />

schlossartiges Gebäude mit Mauer zu erkennen. Harmonische<br />

liebevolle Malerei mit humorigen Details, in<br />

der typischen Manier des Künstlers.<br />

(13813510) (18)<br />

€ 3.000 - € 4.500<br />

Sistrix<br />

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499<br />

MALER DER ERSTEN HÄLFTE<br />

DES 19. JAHRHUNDERTS,<br />

WOHL UM 1820<br />

JÄGER MIT ERLEGTER BEUTE<br />

Öl auf Leinwand.<br />

165 x 176 cm.<br />

Rechts unten signiert „H. Barker“.<br />

In einem einfachen, teils mit Bretterwand versehenen<br />

Innenraum ein nach links sitzender Jäger, vor dem auf<br />

einem Tisch seine Jagdbeute ausgebreitet liegt, darunter<br />

ein junger Hirsch und diverses Federvieh, zusätzlich<br />

davon auch auf der rechten Seite an einer<br />

Wand hängend. In der rechten unteren Ecke zudem<br />

zwei große abgestellte Flinten erkennbar, ein Horn sowie<br />

Pulvertaschen. Der Jäger ist dabei ein Stück<br />

Fleisch zurechtzuschneiden für seine auf ihn wartenden<br />

und treu blickenden Hunde. Nach links durch eine<br />

geöffnete Tür, Ausblick auf eine Treppe und Gebäude<br />

sowie auf mehrere elegant gekleidete Figuren. Detailreiche<br />

Malerei, auf Jagdstillleben des zumeist 17.<br />

Jahrhunderts zurückgehend. Teils rest.<br />

(1380751) (18)<br />

€ 8.000 - € 10.000<br />

Sistrix<br />

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119


500<br />

ALADÁR KACZIANY,<br />

1887 – 1978 BUDAPEST<br />

PORTRAIT EINER DAME<br />

Öl auf Holzplatte.<br />

41,5 x 39,5 cm.<br />

Mittig links signiert und datiert „Kacziany<br />

Aladár 1923“.<br />

In dekorativem Rahmen.<br />

Frontales Brustbildnis einer Dame mit schwarzen<br />

kurzen Haaren und einem schwarzen Kleid mit Rundausschnitt,<br />

um den Hals eine dünne Kette mit einem<br />

Medaillon, vor hellem Hintergrund. Sie hat ein feines,<br />

leicht gebräuntes Inkarnat und mit ihren braunen<br />

Augen schaut sie seitlich aus dem Bild heraus.<br />

(1380521) (18)<br />

€ 5.000 - € 7.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BID<br />

501<br />

ANTON DOLL,<br />

1826 MÜNCHEN – 1887 EBENDA<br />

WINTERLICHES EISVERGNÜGEN VOR<br />

STADTKULISSE<br />

Öl auf Leinwand. Doubliert.<br />

41 x 65 cm.<br />

Links unten signiert „A. Doll München“.<br />

In dekorativem Rahmen.<br />

Blick über ein kleines Uferstück mit liegendem Boot<br />

auf eine große Eisfläche mit zahlreichen schlittenfahrenden<br />

und schlittschuhlaufenden Figuren. Im Hintergrund<br />

die Kulisse einer Stadt mit hohem Rundturm,<br />

von der nach rechts in der Ferne silhouettenhaft<br />

weitere Gebäude zu erkennen sind. Malerei in zurückhaltender<br />

Farbgebung unter hohem grauen Himmel.<br />

(13802412) (18)<br />

€ 3.500 - € 5.000<br />

Sistrix<br />

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502<br />

LUDWIG HARTMANN,<br />

1835 MÜNCHEN – 1902 EBENDA<br />

Der Künstler war ein deutscher Pferdemaler. Er studierte<br />

ab 1851 an der Königlichen Akademie der Künste in<br />

München. Zudem war er mit Eduard Schleich d. Ä.<br />

(1812-1874) befreundet, der seine Landschafts malerei<br />

beeinflusste. 1891 wurde er zum Professor an der<br />

Münchener Akademie ernannt.<br />

RAST DER PFERDE<br />

Öl auf Holz. Parkettiert.<br />

38 x 67 cm.<br />

Rechts unten signiert und ortsbezeichnet „Ludwig<br />

Hartmann. München“.<br />

In dekorativem vergoldeten Rahmen.<br />

In flacher Landschaft auf einem breiten Feldweg eine<br />

Gruppe von ungesattelten Pferden, die gerade von<br />

einem Mann gefüttert werden. Links am Feldrand<br />

liegend das abgenommene Geschirr, neben dem ein<br />

kleiner Hund aufmerksam steht und den Blick auf ein<br />

Bauernpaar im Hintergrund gerichtet hat. Rechtsseitig<br />

am Rand eines kleinen Wäldchens zwei im Gras sitzende,<br />

sich wohl ausruhende Pferdeführer. Qualitätvolle<br />

Malerei mit herausragender Wiedergabe der Pferde,<br />

unter hohem wolkigen Himmel mit gekonnt gesetzten<br />

Licht- und Schattenpartien in der Landschaft.<br />

(13813517) (18)<br />

€ 4.000 - € 5.000<br />

Sistrix<br />

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121


503<br />

GIOVANNI GRUBACS,<br />

1829 VENEDIG – 1919 POLA, NACHFOLGE DES<br />

DIE PIAZZETTA IN VENEDIG MIT DEN BEIDEN<br />

BEKANNTEN SÄULEN BEI MONDSCHEIN<br />

GIOVANNI GRUBACS,<br />

1829 VENICE – 1919 POLA, FOLLOWER OF<br />

THE PIAZZETTA WITH THE FAMOUS COLUMNS<br />

IN MOONLIGHT<br />

Öl auf Leinwand. Doubliert.<br />

84 x 114 cm.<br />

In dekorativem Rahmen.<br />

Nächtlicher Blick auf die Piazzetta, linksseitig der<br />

prachtvolle Dogenpalast, hinter dem der strahlende<br />

Mond zu sehen ist, der den Platz beleuchtet und zusätzlich<br />

für große Schattenbildung sorgt. Zudem die<br />

beiden großen monolithischen Säulen und am Ufer<br />

entlang, sowie auf der anderen Seite des Canal<br />

Grande brennende gasbetriebene Straßenlaternen,<br />

deren Licht teils auf das Wasser fällt. Der Platz mit<br />

Figuren reich belebt, darunter im Vordergrund zwei<br />

griechische Priester mit hoher Kopfbedeckung. Feine,<br />

präzise stimmungsvolle Malerei in der Manier des<br />

Künstlers.<br />

(1381543) (3) (18)<br />

Oil on canvas. Relined.<br />

84 x 114 cm.<br />

€ 10.000 - € 15.000<br />

Sistrix<br />

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504<br />

HEINRICH FRIEDRICH FÜGER,<br />

1751 HEILBRONN – 1818 WIEN,<br />

NACH/ UMKREIS DES<br />

DER SITZENDE GOTT ZEUS<br />

Öl auf Leinwand.<br />

130 x 180 cm.<br />

In breitem Holzrahmen mit angedeutetem<br />

Marmormuster.<br />

Im Zentrum das Ganzkörperbildnis des muskulösen<br />

nackten Zeus, halb auf einem breiten Thron sitzend,<br />

den Schambereich mit einem großen roten Tuch bedeckt.<br />

Er hat gewelltes schulterlanges Haar, einen Vollbart<br />

und mit seinen dunklen Augen schaut er eindringlich<br />

aus dem Bild heraus. In seinem auf dem Thron<br />

abgestützten rechten Arm hält er ein ihm attributiv<br />

zugeordnetes Blitzbündel, während er den linken Arm<br />

erhoben hat und mit zwei Fingern aus dem Bild herausweist.<br />

Der oberste olympische Gott der griechischen<br />

Mythologie scheint auf einer übergroßen braunen<br />

Wolke zu schweben, während im oberen Bereich<br />

der blaue Himmel sichtbar ist. Malerei in zurückhaltender<br />

Farbgebung, jedoch die Kraft, Stärke und Entschlossenheit<br />

des Zeus hervorhebend. Rest.<br />

(13804519) (18)<br />

€ 6.000 - € 8.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BID<br />

505<br />

CARLO VITALE,<br />

1902 MAILAND – 1996<br />

BIMBA CON FIORI, 1930<br />

Öl auf Leinwand.<br />

80 x 70 cm.<br />

Rechts unten signiert „Carlo Vitale 1930“.<br />

In dekorativem Rahmen.<br />

Portrait eines jungen Mädchens in langem beigeweißen<br />

Kleid mit weißer Schleife am Kragen, sowie<br />

einer leuchtend grünen Weste. Sie hält in ihrer rechten<br />

Hand einen Brief nach unten und in der linken einen<br />

Strauß Blumen. Mit ihren hellblauen Augen blickt sie<br />

nachdenklich seitlich aus dem Bild heraus.<br />

Literatur:<br />

Guido Cribiori, Tra le righe. Ventiquattro maestri<br />

del Novecento italiano attraverso immagini e parole,<br />

Mailand 2023, S. 349, Abb. 232.<br />

(13815513) (4) (18)<br />

€ 8.000 - € 10.000<br />

Sistrix<br />

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123


506<br />

CORNELIS WILLEM HOEVENAAR D. J.,<br />

1847 – 1884<br />

Der Künstler entstammte einer Utrechter Malerfamilie,<br />

widmete sich hauptsächlich altholländischen Interieurs<br />

und historischen Szenen. Seine Aquarelle erfreuten<br />

sich großer Beliebtheit und wurden in jährlichen Ausstellungen<br />

gezeigt. 1850 wurde er Mitglied der Königlichen<br />

Akademie Amsterdam.<br />

GRUPPENBILD VON MITGLIEDERN<br />

DES LEPROOSHUIS IN ROTTERDAM<br />

Gouache auf Karton.<br />

Sichtmaß: 23,5 x 36 cm.<br />

Hinter Glas, im original Empire-Rahmen.<br />

Dicht gedrängt Frauen mit Kindern und Knechten des<br />

Leprosenhauses in der Sicht des 17. Jahrhunderts. Ein<br />

Mann in der obersten Reihe hält eine Leprosen-Klapper,<br />

ein weiterer rechts einen langen Stab mit Korb für die<br />

in Distanz gegebenen Almosen oder Naturalien.<br />

Inhaltlich identisch mit einem Gemälde (147 x 238<br />

cm.), das sich im Museum Rotterdam befindet (Inv.<br />

Nr. HMR 10759). Hier könnte es sich um einen Vorentwurf<br />

zu diesem großformatigen Werk handeln. Am<br />

Oberrand in einer Wappenkartusche die Jahreszahl<br />

1630. A.R.<br />

(13816768) (11)<br />

€ 2.000 - € 3.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BID<br />

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507<br />

JOSEF CARL BERTHOLD PÜTTNER,<br />

1821 PLAN – 1881 VÖSLAU<br />

Der Künstler wurde zunächst als Porzellanmaler in<br />

Karlsbad ausgebildet, ehe er nach Wien umzog. Er<br />

unter nahm zahlreiche Studienreisen, die dazu führten,<br />

dass er sich entschloss, Marinemaler zu werden. Ab<br />

1842 stellte er regelmäßig auf den Ausstellungen der<br />

Wiener Akademie der bildenden Künste aus. Ab 1861<br />

war er Mitglied des Wiener Künstlerhauses.<br />

BLICK ÜBER DEN REGE BEFAHRENEN<br />

CANAL GRANDE AUF DIE PUNTA DELLA DOGANA<br />

MIT DER DAHINTERLIEGENDEN SANTA MARIA<br />

DELLA SALUTE<br />

Öl auf Leinwand. Doubliert.<br />

42 x 69 cm.<br />

Links unten signiert und datiert „J. C. B Püttner<br />

1859.“<br />

In teilvergoldetem dekorativen Rahmen.<br />

Unter hohem Himmel mit nach rechts abziehender<br />

Bewölkung der mit Figuren in Booten und Gondeln<br />

reich befahrene Canal Grande, dessen rechte Uferseite<br />

mit der Punta della Dogana und der dahinterliegenden<br />

Basilika von der Sonne beschienen wird, während<br />

die linke Seite mit dem Palazzo Cavalli-Franchetti im<br />

Schatten liegt. Zahlreiche Spiegelungen im Wasser<br />

und starke Licht- und Schattenabstufungen beleben<br />

diese Venedig-Ansicht.<br />

(1380245) (18)<br />

€ 4.500 - € 6.000<br />

Sistrix<br />

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Auctions: Thursday, 7 December 2023<br />

Exhibition: Saturday, 2 December – Tuesday, 5 December 2023

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