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Polizeiliche Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im digitalen Zeitalter - Leseprobe

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Das Geiseldrama von Gladbeck 1988 und der Amoklauf von München 2016. Zwei einschneidende Ereignisse der deutschen Geschichte, hautnah von Polizei, Journalisten und der Öffentlichkeit in Wort, Bild und Ton begleitet, die deutlich aufzeigen, welche medialen Entwicklungen zwischenzeitlich stattgefunden haben und mit welchen Anforderungen und Herausforderungen die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Polizei mittlerweile konfrontiert wird. Digitale Revolution, das Internet und nicht zuletzt Social-Media-Kanäle stellen die klassische Trennung von Presse- und Öffentlichkeitsarbeit auch innerhalb der Polizei mehr als in Frage. Der Autor dieses Buches trägt diesen Entwicklungen Rechnung und legt ein Werk vor, das den Leser in die Lage versetzt, für die Polizei das zu tun, was heutzutage notwendig ist: Public Relations aus einem Guss zu betreiben und Themen mit guten Botschaften, Bildern, Audios und Videos auf unterschiedlichen Kanälen nach innen wie nach außen zu platzieren. Der Leitfaden als Handwerkszeug hilft dabei, Public Relations crossmedial zu denken und alle Kommunikationskanäle professionell zu bedienen und zu nutzen. Ob Pressesprecher, Intranet- oder Internetredakteur, Social-Media-Manager oder Mediengestalter für Flyer, Mitarbeiterzeitung und Webdesign – allen, die sich mit polizeilicher Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und Behördenkommunikation beschäftigen, bietet dieses Buch die Grundlage, sich professionell und zeitgemäß auf unterschiedlichste mediale Ereignisse und Lagen vorzubereiten und dient ihnen zudem als Nachschlagewerk und Ratgeber.

Inhaltsverzeichnis 8.3.2

Inhaltsverzeichnis 8.3.2 Die Mitarbeiterzeitung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 160 8.3.3 Veranstaltungen......................................... 164 8.3.4 E-Mail und Newsblog als weitere Wege der internen Kommunikation ............................... 170 8.4 Corporate Design als Teil professioneller PR – sorgen Sie für ein einheitliches Erscheinungsbild! .............. 171 9 PR konzeptionieren..................................... 176 Stichwortverzeichnis........................................... 185 Leseprobe © VERLAG DEUTSCHE POLIZEILITERATUR GMBH Buchvertrieb, Hilden Schabacker, „Polizeiliche Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im digitalen Zeitalter“, 1. Auflage 2020, ISBN 978-3-8011-0865-6

2 Der Einstieg: Warum machen wir Presse- und Öffentlichkeitsarbeit? Ein Rückblick Der Begriff der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit hat jahrzehntelang die Arbeit der Pressesprecher und Öffentlichkeitsarbeiter innerhalb der Polizei geprägt. In Nordrhein-Westfalen, aber auch in vielen anderen Bundesländern, kann die Geburtsstunde professioneller hauptamtlicher Presse- und Öffentlichkeitsarbeit mit dem Gladbecker Geiseldrama begründet werden. Am 16. August 1988 hatten Dieter Degowski und Hans-Jürgen Rösner eine Filiale der Deutschen Bank in Gladbeck überfallen und waren anschließend mit mehreren Geiseln durch ganz Deutschland geflüchtet. Gefolgt von einem Tross von Pressevertretern scheuten sie sich nicht, vor laufender Kamera mit vorgehaltener Waffe Interviews zu geben. Einzelne Medienvertreter stiegen sogar in das Tatfahrzeug, um Rösner und Degowski sowie die Geiseln zu interviewen. Es entstand der Eindruck der Solidarisierung von Journalisten mit den Geiselnehmern. Der Polizei waren, auch aufgrund des Verhaltens der Medienvertreter, in vielen Situationen die Hände gebunden und ein Zugriff zur Rettung der Geiseln und Ergreifung der Täter nicht möglich. Auf der Flucht erschossen sie einen 14-jährigen Jungen und ein Polizeibeamter kam bei einem Unfall ums Leben. In einer spektakulären, nicht unumstrittenen polizeilichen Aktion auf der A 3 bei Bad Honnef konnten die Täter nach zwei Tagen Irrfahrt durch die Republik gestellt werden. Eine weitere 18-jährige Geisel starb dabei durch einen Schuss aus der Waffe eines der Geiselnehmer. Leseprobe Bild: Degowski/Rösner, Gladbecker Geiseldrama In der anschließenden Diskussion über das Verhalten der Presse und den polizeilichen Einsatz wurden der Polizei, aber auch den handelnden Journalisten, erhebliche Vorwürfe gemacht. Sowohl die Presse als auch die polizeiliche © VERLAG DEUTSCHE POLIZEILITERATUR GMBH Buchvertrieb, Hilden Schabacker, „Polizeiliche Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im digitalen Zeitalter“, 1. Auflage 2020, ISBN 978-3-8011-0865-6